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November 2018


Ab 17.11.18

Neues vom Räuber Hotzenplotz

mit Marius von der Jagdkapelle

Familienstück von Otfried Preussler


Anja Horst Leitende Schauspieldramaturgin

Die warmen Sommertage sind vorbei, Kälte und Dunkelheit kündigen nun doch den Winter an. Aber kein Grund, Trübsal zu blasen. Auf den Probebühnen des Theaters herrscht reges Treiben. Vor allem das junge Publikum steht im Fokus der kommenden Schauspielpremieren, denn uns ist es wichtig, Imaginationräume für junge Menschen zu schaffen, die es ihnen ermöglichen, das eigene Denken, Fühlen und Handeln spielerisch zu überprüfen. So treibt der Räuber Hotzenplotz, den Kasper und Seppel erst in der letzten Spielzeit dingfest gemacht haben, wieder sein Unwesen. Kaum ist ihm die Flucht aus dem Spritzenhaus gelungen, fällt ihm auch nichts Besseres ein, als die Grossmutter zu entführen und Lösegeld zu verlangen. Nun geht die wilde Jagd nach dem griesgrämigen Fiesling von vorne los. Da werden Kasper und Seppel die Hilfe der Kinder dringend brauchen. Auch die Produktion für das mobile Kindertheater steht schon bald in den Startlöchern. Dornrösli bockt ist eine witzige, moderne, sehr frei nach den Gebrüdern Grimm erzählte Variante des bekannten Märchens Dornröschen. Die kleine Prinzessin Rosa ist es leid, ständig vorsichtig zu sein. Sie wartet nicht darauf, dass der Fluch der Fee sich irgendwann erfüllt. Entschlossen sticht sie sich selbst in den Finger, um zu schauen, was dann passiert. Und auch für Jugendliche und junge Erwachsene gibt es ein vielfältiges Angebot. So ist im November die Produktion Räuberhände aufgrund grosser Nachfrage nochmals zu sehen. Eine Geschichte über Freundschaft und die Suche nach der eigenen Identität. Und Anfang Dezember feiert Verrücktes Blut Premiere. Dieses preisgekrönte Stück, das nach dem Film La Journée de la Jupe von Jean-Paul Lilienfeld entwickelt wurde, stellt das gewaltsame Aufeinanderprallen unterschiedlicher Kulturen mit ihren Wert- und Glaubenssystemen in den Fokus. Es ist ein abgründiger Tanz verschiedener Genres, vom Thriller über die Komödie zum Melodrama, der manch überraschende Wende bereithält.

4 Wiedersehen mit dem Räuber Hotzenplotz 7 «Eins, zwei, drei ... Peng und du bist tot» 8 «Hello, Dolly!» – mit Dagmar Hellberg und Walter Andreas Müller 10 Nachtzug mit Monodrama von Jean Cocteau 11 Mise en Scène 15 Kurz notiert 17 Rudolf Buchbinder wieder in St.Gallen 18 Sinfonische Weiten mit Brahms und Schostakowitsch 19 Das Wasser und die Musik 20 Wir sind Theater 21 Veranstaltungskalender

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Wiedersehen mit dem Räuber Hotzenplotz Auf der Jagd nach dem Wurstdieb

Neues vom Räuber Hotzenplotz Familienstück von Otfried Preussler (5+) Premiere Samstag, 17. November 2018 14 Uhr, Grosses Haus Leitung Inszenierung: Marcus Coenen Bühne: Mike Grünwald Kostüm: Claudio Pohle Livemusik: Marius Tschirky Video: Alexander Ourth Dramaturgie: Armin Breidenbach Besetzung Kasper: Fabian Müller Seppel: Tobias Graupner Der Räuber Hotzenplotz: HansJürg Müller Kaspers Grossmutter: Anja Tobler Oberwachtmeister Dimpfelmoser: Marcus Schäfer Witwe Schlotterbeck: Birgit Bücker Marius: Marius Tschirky Die nächsten Vorstellungen Samstag, 24. November 2018, 14 Uhr Sonntag, 2. Dezember 2018, 14 Uhr Montag, 24. Dezember 2018, 14 Uhr Mittwoch, 26. Dezember 2018, 14 Uhr Dienstag, 1. Januar 2019, 14 Uhr Mit grosszügiger Unterstützung

Als der Kinderbuchautor Otfried Preussler Anfang der 1960er-Jahre den Räuber Hotzenplotz erfand, dachte er noch nicht daran, dass er schliesslich vier Geschichten rund um ihn, Kasper, Seppel, Grossmutter und die anderen Figuren zu Papier bringen würde. Doch sein in zig Sprachen übersetzter Welterfolg fand einige Fortsetzungen. Die erste handelt unter anderem von Bratwürsten und Sauerkraut, einer geklauten Uniform, einem Feuerwehrauto und angeblichen Knallpilzen, die einem den Leib zerreissen können. Am Theater St.Gallen steht Marius Tschirky von «Marius & die Jagdkapelle» wieder auf der Bühne. Neues vom Räuber Hotzenplotz kommt aus der Tradition des Kasperle-Theaters. Denn Preussler hatte, als er Hotzenplotz erfand, Lust auf etwas Lustiges, das ihm die Arbeit an seinem Roman Krabat erleichtern sollte. So kam er auf die Idee, eine leichtere Geschichte in Angriff zu nehmen – und schuf die Welt rund um den Räuber Hotzenplotz. Die anderen Figuren hatte Preussler schnell beisammen, auch den Namen für den Polizisten: «Wachtmeister Dimpfelmoser» sollte er heissen. Doch mit dem Namen für den Räuber, die Titelfigur, tat sich der Kinderbuchautor lange schwer. Er grübelte auf langen Waldspaziergängen, auf denen er immer sein Diktiergerät dabeihatte, über den Namen. Sollte er vielleicht «Räuber Pistolinski» heissen? Oder «Räuber Hetschepetsch»? Auch «Räuber Schmirgel», «Räu-

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ber Kögler» und «Räuber Karasek» waren auf der Liste, Namen, die Preussler noch aus seiner Kindheit kannte. Doch dann kam ihm der richtige Name zugeflogen, ein Name für «ein zwinkerndes Grossmaul», dem der Name passte wie ein «Räuberhut auf den struppigen Räuberschädel», wie Preussler es in Ich bin ein Geschichtenerzähler beschreibt. Dass der Name zugleich der Name eines kleinen Städtchens in seiner Heimat Mährisch-Schlesien (heute Tschechien) war, störte ihn dabei nicht. Je kurioser, desto besser. Und tatsächlich lief mit dem richtigen Namen auch das Schreiben gleich wie von selbst. In der ersten, bekannteren Geschichte stiehlt der Räuber Hotzenplotz der Grossmutter die wertvolle Kaffeemühle. Kasper und Seppel überlisten ihn mit einer angeb-


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Musik von Marius von der Jagdkapell

lichen Schatzkiste, und nach einigen Verwirrungen und weiteren schlauen Tricks der beiden wird er schliesslich vom Wachtmeister Dimpfelmoser ins Spritzenhaus gesperrt. In der zweiten Geschichte, die Preussler auch wegen der vielen Zuschriften von Kindern verfasste, die sich mehr vom Räuber Hotzenplotz wünschten, schafft dieser es mit einer List, aus dem Spritzenhaus auszubrechen. Und diesmal, ausgerechnet am Bratwurst-Donnerstag, taucht er in der Uniform von Dimpfelmoser bei der Grossmutter auf und frisst alle Bratwürste auf! Wenn das kein Grund ist, sich ein weiteres Mal auf seine Spur zu begeben und die abenteuerliche Verfolgung zu starten! Und tatsächlich: Kasper und Seppel gelingt es, den Räuber Hotzenplotz ein weiteres Mal dingfest zu

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Kostümentwürfe von Claudio Pohle

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machen. Doch diesmal hilft ihnen dabei nicht die Fee Amaryllis wie im ersten Teil, nein, es ist die Wahrsagerin Witwe Schlotterbeck mit ihrem Hund Wasti, die ihnen zur Seite steht  ... Und natürlich wird am Theater St.Gallen das Ganze wieder mit viel Musik über die Bühne gehen. Auch für die diesjährige Ausgabe des Familienstücks konnte Marius Tschirky gewonnen werden. Er hat erneut fetzige Lieder geschrieben. Und er steht auch wieder auf der Bühne, diesmal zwar solo, ohne seine «Jagdkapelle», doch dafür wohnt er jetzt bei Kasper und Seppel und Grosi und ist noch lange kein Jäger. Eines der Lieder aus seiner Feder, das Worschtlied, drucken wir hier schon ab. Dieses und die anderen Lieder können auf der Homepage von Marius Tschirky (www. jagdkapelle.ch /news) angehört werden – auf dass der gesamte Saal mitsingen kann! (ab)

Worschtlied Im Summer uf de Abschlussreis Schwitzed alli, will s’isch heiss Latsche, bis eim d’Füess weh tönd Denn chönd mer trinke, wenn mir wönd Bis e Pause git und mir trinke chönd Aber i ha gar kei torscht – i will e Worscht Dä Bapi seit s’gäb nie me Fleisch Wäg de arme Tierli weisch Nuno Gmüessalot – Gus-gus Da segi gsünder – fertig, Schluss! Aber ich – bi en gsunde Porscht – I will e Worscht S’Grosi fint, es segi Zyt Das’us mir öppis richtigs git Sie will, dass ich Förschter wer Oder en Jäger mit’me Gwehr Aber i will nöd in Forscht – i will e Worscht Worscht – Worscht –Worscht! Brodworscht mit Brot macht d’Bagge rot Worscht – Worscht –Worscht! Het’s kei Worscht tuet’s i de Not En Cervalat mit Senf dra

Hotzenplotz-Probe mit Marcus Schäfer, Fabian Müller, Anja Tobler, Birgit Bücker, Tobias Graupner und Marius Tschirky. (v. l.).

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«Eins, zwei, drei ... Peng und du bist tot» Ästhetische Erziehung mit Waffengewalt: Verrücktes Blut in der Lokremise

Verrücktes Blut Schauspiel von Jens Hillje und Nurkan Erpulat nach dem Film La Journée de la Jupe von Jean-Paul Lilienfeld [16+] Premiere Donnerstag, 6. Dezember 2018 20 Uhr, Lokremise Einführungsmatinee Sonntag, 2. Dezember 2018 11 Uhr, Lokremise, Eintritt frei Leitung Inszenierung: Anja Horst Ausstattung: Andreas Walkows Musik: Andi Peter Dramaturgie: Stefan Späti Besetzung Sonia Kelich: Pascale Pfeuti Musa: Kay Kysela Mariam: Jessica Cuna Latifa: Seraphina Maria Schweiger Bastian: Stefan Schönholzer Ferit: Lucas Riedle Hasan: Silvio Kretschmer Die nächsten Vorstellungen Mittwoch, 12. Dezember 2018, 20 Uhr Sonntag, 16. Dezember 2018, 17 Uhr Donnerstag, 20. Dezember 2018, 20 Uhr Freitag, 28. Dezember 2018, 20 Uhr Freitag, 4. Januar 2019, 20 Uhr

Eine Schule an einem nicht definierten Ort, eine Klasse, die sich zum grössten Teil aus Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund zusammensetzt. Es ist Projekttag, das Thema: Friedrich Schiller. Die Lehrerin Sonia Kelich hat sich zum Ziel gesetzt, die Freiheitsgedanken aus dem Sturm und Drang sowie Schillers Ideale zur ästhetischen Erziehung des Menschen zu vermitteln. Die Jugendlichen aber haben alles andere als Lust auf Schillers Die Räuber. Sie üben sich in Machtkämpfen, diskriminieren, mobben, sind respektlos, rotzig und sexistisch. An einen geregelten Unterricht ist nicht zu denken. Sonia Kelich steht kurz vor der Verzweiflung, als bei einem Handgemenge eine Pistole aus der Tasche eines Schülers fällt. Sie schnappt sich die Waffe und schiesst in der Hitze des Gefechts Musa, das Alphatier, an. Nun wendet sich das Blatt: Die Pistole in ihrer Hand eröffnet Sonia Kelich die Möglichkeit, sich endlich gegen die Jugendlichen durchzusetzen. Sie nimmt ihre Schülerinnen und Schüler als Geiseln und zwingt sie mit vorgehaltener Waffe, Szenen aus Die Räuber und Kabale und Liebe zu lesen. Wird nicht pariert, fällt ein Schuss.

Der deutschtürkische Regisseur und Autor Nurkan Erpulat und Jens Hillje, Dramaturg und heutiger Co-Intendant des Maxim Gorki Theaters, erarbeiteten im Jahr 2010 das Bühnenstück Verrücktes Blut. Es wurde 2011 von der Fachzeitschrift «Theater heute» als Stück des Jahres ausgezeichnet. Als Vorlage diente der 2008 entstandene Film La Journée de la Jupe des französischen Regisseurs Jean-Paul Lilienfeld mit Isabelle Adjani in der Rolle der Lehrerin. Wählt die Filmversion neben der erzieherischen Komponente die reisserisch-realistische Darstellung der Geiselnahme an einer Schule als dominanten Erzählstrang, konzentriert sich die Bühnenversion auf die Vermittlung von Schillers Texten und Idealen. Die Jugendlichen sollen sich befreien von religiösen und traditionellen Zwängen, sollen demokratische Werte verstehen und leben und sich eine eigene, selbst gewählte Meinung bilden. Der Versuch scheint zu fruchten. Nach und nach bringt Sonia Kelich die Schülerinnen und Schüler dazu, in die Texte einzutauchen und die Aussagen auf ihre jeweilige Lebenssituation zu übersetzen. Nur Musa versucht immer wieder, die Machtverhältnisse umzukehren. So birgt das Stück überraschende Wendungen und unerwartete Situationen – bis zum Schluss. Verrücktes Blut ist ein Stück, das sich an Jugendliche und Erwachsene wendet. Es ist ein teils witziges Spiel mit Klischees und Stereotypen, verfasst als spannungsgeladener Trip, eine Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Werten und Glaubensrichtungen sowie Herkünften, Erziehungen und Prägungen. Die Thematik provoziert, wirft Fragen auf und regt zum Nachdenken an. Die Aufführungen in der Lokremise werden von einer jungen, dem Stück entsprechenden Besetzung bestritten: Neben drei festen Ensemblemitgliedern und den beiden Studierenden des Schauspielstudios mit der Hochschule der Künste Bern wurden zwei Masterstudenten der Zürcher Hochschule der Künste als Gäste engagiert. (sts)

Szene aus dem Film von Jean-Paul Lilienfeld mit Isabelle Adjani als Lehrerin.

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Hello, Dolly! Dagmar Hellberg und WAM beim Fotoshooting

Helly, Dolly! Musical von Jerry Herman und Michael Stewart Premiere Samstag, 15. Dezember 2018 19.30 Uhr, Grosses Haus Einführungsmatinee Sonntag, 9. Dezember 2018 11 Uhr, Foyer, Eintritt frei Leitung Musikalische Leitung: Koen Schoots Inszenierung: Josef E. Köpplinger Choreografie und szenische Einstudierung: Ricarda Regina Ludigkeit Bühne: Sam Madwar Kostüm: Rainer Sinell Licht: Josef E. Köpplinger, Andreas Enzler Choreinstudierung: Michael Vogel Dramaturgie: Caroline Damaschke Besetzung Mrs. Dolly Levi: Dagmar Hellberg Horace Vandergelder: Walter Andreas Müller Cornelius Hackl: Jörn-Felix Alt Barnaby Tucker: Hermann Bedke Irene Molloy: Julia Klotz Minnie Fay: Joana Henrique Ambrose Kemper: Peter Neustifter Ermengarde: Stéphanie Signer Mrs. Rose: Evita Komp Ernestina Money: Katharina Lochmann | Ariane Swoboda Rudolph Reisenweber, Oberkellner: David Maze Richter: Peter Zimmermann Ensemble: Sheila Grant, Nicola Gravante, Samuel Tobias Klauser, Claus Opitz, Robert Schmelcher, Timo Verse Chor des Theaters St.Gallen Tanzkompanie des Theaters St.Gallen Sinfonieorchester St.Gallen Die nächsten Vorstellungen Montag, 17. Dezember 2018, 19.30 Uhr Sonntag, 30. Dezember 2018, 14.30 und 19.30 Uhr Montag, 31. Dezember 2018, 19 Uhr Mittwoch, 2. Januar 2019, 19.30 Uhr In Zusammenarbeit mit der Volksoper Wien

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Jerry Hermans Musical Hello, Dolly! erzählt von einer Ehevermittlerin, die auch selbst vor Liebe nicht gefeit ist. Das charmante Musical mit eingängigen Melodien ist in einer Inszenierung von Josef E. Köpplinger zu sehen, der in St.Gallen zuletzt On the Town inszenierte. Dagmar Hellberg und Walter Andreas Müller übernehmen die Hauptrollen in dieser amüsanten Geschichte, die im New York des späten 19. Jahrhunderts spielt. Anfang Oktober laufen die Vorbereitungen für die Proben zum Musical Hello, Dolly! auf Hochtouren. Dazu gehört ein Fototermin mit den beiden Hauptdarstellern: Dagmar Hellberg und Walter Andreas Müller. Für beide ist es ein Rollendebüt. Für die Vorabfotos wird für beide ein Kostüm zusammengestellt, das die Charaktere besonders gut beschreiben soll, denn die Fotos sollen einen ersten Eindruck des Musicals vermitteln. Im Zentrum des Musicals steht die lebenslustige Dolly Levi, eine Witwe, die sich die Zeit damit vertreibt, junge und junggebliebene Damen und Herren in Kontakt zu bringen. Kurz gesagt, sie ist eine Heiratsvermittlerin. Der ruppige Horace Vandergelder möchte ihre Dienste in Anspruch nehmen, und so kommt es, wie es kommen muss ... Dagmar Hellberg ist eine der bedeutendsten Darstellerinnen im deutschsprachigen Musicaltheater, doch ihre Karriere begann sie als Sängerin, zunächst in ihrer eigenen Rockband und später als Gründungsmitglied der Hornettes sowie als Moderatorin für die Sendung Pop nach acht beim Bayerischen Rundfunk. Als Musicaldarstellerin übernahm sie im Laufe ihrer Karriere zahlreiche Hauptrollen, wie in Evita, in der Uraufführung von Freudiana, in Der Mann von La Mancha, Les Misérables, Sweeney Todd und Sister Act.

Ein reizendes Paar: Walter Andreas Müller und Dagmar Hellberg.

Als Schauspielerin verkörpert sie Rollen von Brecht bis Shakespeare, ist aber auch regelmässig im Fernsehen zu sehen, etwa in Der Alte oder Hotel Paradies. Auch in St.Gallen ist sie keine Unbekannte. Zuletzt trat sie als Evangelina Hartcourt in Anything Goes auf, und in der letzten Spielzeit konnte man sie als Madame Dilly in On the Town erleben. Dagmar Hellberg zur Seite steht Walter Andreas Müller, der den geizigen und eigensinnigen Horace Vandergelder verkörpern wird. Der gebürtige Zürcher wurde als freier Schauspieler nicht nur an verschiedenen Theatern, sondern auch als Radiomoderator, Hörspielsprecher, Imitator und Kabarettist erfolgreich.


Für Generationen von Schweizern ist « WAM » untrennbar mit der Kinderfigur Globi verbunden, denn seit 1975 leiht er Globi in seinen Hörspiel-Abenteuern und im Film seine Stimme. Eine lange Zusammenarbeit verbindet ihn auch mit der SRF 1Musikwelle, bei der er seit 42 Jahren als Moderator tätig ist. Fast 30 Jahre war er Teil der Satire-Rubrik Zweierleier. Doch auch auf dem heimischen Bildschirm war Walter Andreas Müller häufig zu sehen, so wie in Fascht e Familie, Lüthi und Blanc, Traumpaar und Classe politique. Für das Theater St.Gallen ist er ein alter Bekannter. Hier trat er unter anderem in der Fledermaus als Frosch auf, als Fürst Populescu (Gräfin Mariza) und zuletzt als Nonno in Don Camil-

lo & Peppone. Wie das Zusammentreffen von Dolly Levi und Horace Vandergelder ausgeht und welche Gefühlswirrungen die beiden durchstehen müssen, können Sie ab dem 15. Dezember im Theater St.Gallen erleben. Vorab zeigen wir Ihnen, was aus dem Fotoshooting geworden ist. (cd)

Mit grosszügiger Unterstützung Hauptsponsoren:

Co-Sponsoren

Medienpartner:

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Nachtzug Monodrama von Jean Cocteau in der LOK

David Maze in Buenos Aires Gastspiel am Teatro Colón

Jean Cocteaus Monodrama Die menschliche Stimme konfrontiert uns mit einer Frau, deren Partner sie verlassen hat. Nun spricht sie ein letztes Mal mit ihm, am Telefon, «jenem Apparat, der sich am wenigsten für Herzensangelegenheiten eignet», wie Cocteau selbst im Vorwort des Stücks festhält. Ihr anfänglicher Versuch, ihm vorzumachen, dass es ihr gut gehe, scheitert an der Tiefe ihrer Gefühle und ihrer Verzweiflung. Am Ende legt sich die Frau die Telefonschnur um den Hals – ein Weiterleben nach der Trennung scheint ihr unmöglich. Ursprünglich im Jahr 1930 als Bühnenstück verfasst, entstanden in späteren Jahren Verfilmungen mit Anna Magnani, Ingrid Bergman und Hildegard Knef. Im Rahmen des Formats Nachtzug interpretieren die Schauspielerin Anna Blumer und der Tänzer Flurin Stocker das Stück als Verschmelzung aus Sprache und Bewegung. Schauspieler Christian Hettkamp übernimmt die szenische Erarbeitung. Der vor rund 90 Jahren entstandene Einakter hat für ihn auch heute noch Aktualität: «In einem Gespräch bilden Gesten, Mimik und körperliche Reaktionen des Gegenübers eine wichtige Grundlage, um Gehörtes und Gesagtes einzuordnen. Bei der Kommunikation am

David Maze, seit 1996 Solist im Musiktheaterensemble am Theater St.Gallen, gastierte im August und September am weltberühmten Teatro Colón in Buenos Aires. Der Dirigent Arturo Enrique Diemecke, künstlerischer Leiter des Teatro Colón, kannte den Bariton von gemeinsamen Konzerten in Mexiko-Stadt und hat ihm die Partie des Golaud in Claude Debussys Oper Pelléas et Mélisande angeboten. Maze verbrachte gut fünf Wochen in der argentinischen Hauptstadt: Die Probenzeit war mit drei Wochen verhältnismässig kurz, anschliessend fanden vier Vorstellungen in dem 1908 eröffneten und von 2006 bis 2010 renovierten historistischen Prachtbau statt. Die Titelrollen waren mit dem italienischen Tenor Giuseppe Filianoti und der argentinischen Sopranistin Verónica Cangemi prominent besetzt. Die Gestaltung der Partie des unglücklichen Gatten Golaud durch David Maze wurde in der argentinischen wie internationalen Presse hoch gelobt: Laut «L’Ape Musicale» stand sein Golaud im Zentrum der Aktion. «OperaWire» lobte die vielschichtige Charakterstudie, ähnlich auch «La Capital de Mar de Plata»: «David Maze zeigte den Charakter von Verständnis bis Gewalt mit einer Stimme, die fähig ist, jede dieser Nuancen auszudrücken.» Inzwischen ist der Sänger wieder in St.Gallen, freut sich auf die Proben zu Hello, Dolly! und bereitet für den 13. Januar 2019 eine Liedmatinee vor, mit der er seinen 60. Geburtstag feiern will. Hierfür stellt er einen bunten Strauss von Liedern zeitgenössischer Komponisten aus seinem Heimatland USA zusammen; Studienleiter und Kapellmeister Stéphane Fromageot wird ihn am Klavier begleiten. (mb)

Telefon, heute insbesondere auch durch Kurznachrichten, sind diese nonverbalen kommunikativen Mittel nicht sichtbar. Es wird einfacher, sich hinter Worten zu verstecken, Aussagen falsch zu interpretieren oder sich etwas vormachen zu lassen.» Die Einbindung von Tanz nutzt Hettkamp als Mittel, um körperliche Reaktionen, die Worte auslösen können, zu verstärken – sei es wohlige Entspannung oder krampfhafte Qual: «Die Frau macht ihr eigenes Glück von einem Partner abhängig. Er kann oder will ihre Erwartungen nicht erfüllen. Jede Hoffnung wird während des Gesprächs vom Gefühl des Verlusts mit aller Macht übermannt, schliesslich zerbricht sie daran.» (sts)

Nachtzug Schauspiel Die menschliche Stimme von Jean Cocteau Szenische Einstudierung: Christian Hettkamp Spiel: Anna Blumer Tanz: Flurin Stöcker Freitag, 9. November 2018 21 Uhr, Lokremise

Christian Hettkamp, Anna Blumer und Flurin Stocker bei den Proben.

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Räuberhände Schauspiel von Michael Müller nach dem Roman von Finn-Ole Heinrich [14+] Montag, 5. November 2018, 19 Uhr (Wiederaufnahme) Donnerstag, 8. November 2018, 19 Uhr Dienstag, 13. November 2018, 19 Uhr Freitag, 16. November 2018, 19 Uhr Dienstag, 20. November 2018, 19 Uhr (zum letzten Mal)

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Don Carlo Oper von Giuseppe Verdi Dienstag, 6. November 2018, 19.30 Uhr Samstag, 10. November 2018, 19.30 Uhr Mittwoch, 21. November 2018, 19.30 Uhr Sonntag, 25. November 2018, 14.30 Uhr Dienstag, 4. Dezember 2018, 19.30 Uhr Sonntag, 9. Dezember 2018, 17 Uhr

Mit grosszügiger Unterstützung von Opern-Partner

Walter und Verena Spühl-Stiftung

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Geschichten aus dem Wiener Wald Volksstück von Ödön von Horváth Sonntag, 4. November 2018, 14.30 und 19.30 Uhr Sonntag, 18. November 2018, 17 Uhr Donnerstag, 22. November 2018, 19.30 Uhr Montag, 26. November 2018, 19.30 Uhr Donnerstag, 29. November 2018, 19.30 Uhr Sonntag, 2. Dezember 2018, 19.30 Uhr Dienstag, 18. Dezember 2018, 19.30 Uhr (zum letzten Mal)

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Nachgespräch Gesellschaft und psychische Erkrankung

Parole del ricordo mio Lieder aus Bulgarien, Russland, Italien und der Schweiz

Ein Tag Theater Theaterworkshops für Theaterfreaks [15 – 30]

Er ist beliebt, charismatisch, erfolgreich – doch dann nimmt sein Leben eine dramatische Wende: Fast zuoberst auf der Karriereleiter, unmittelbar vor der Beförderung zum Rektor, wird der Gymnasiallehrer Fabian Rupp jäh von seiner Vergangenheit eingeholt. Nachdem bekannt wird, dass er wegen einer manisch-depressiven Erkrankung in Behandlung war, ist alles anders. Davon und vom Umgang der Gesellschaft mit psychischer Erkrankung handelt Thomas Melles Drama Versetzung, das in der Lokremise zu sehen ist. Im Anschluss an die Vorstellung vom 21. November wird das Thema in einem Nachgespräch weiter vertieft. Schauspieldirektor Jonas Knecht, der das Stück inszeniert hat, empfängt als Gast PD Dr. med. Thomas Maier, Chefarzt Erwachsenenpsychiatrie, Psychiatrie St.Gallen Nord. (bh)

Die bulgarische Sopranistin Gergana Geleva, die am Theater St.Gallen u. a. in der Titelpartie von Tosca zu erleben war und hier zuletzt in Eugen Onegin und Carmen solistisch aufgetreten ist, gibt am 2. Dezember eine Liedmatinee im Foyer des Theaters. Begleitet von Roberto Forno am Klavier, wird sie Lieder dreier Komponisten des späten 19. Jahrhunderts interpretieren: Das Programm beginnt mit Mädchenliedern des Schweizer Komponisten Hans Huber (auf Texte von Paul Heyse) und drei ebenfalls deutschen Liedern des Russen César Cui (auf Texte von Heinrich Heine und Friedrich Rückert). Es folgt eine Zusammenstellung italienischer Lieder von Francesco Paolo Tosti, der vor allem für seine neapolitanischen Volkslieder berühmt ist. Den Abschluss bilden drei Lieder des zeitgenössischen Komponisten Gheorghi Arnaoudov, eines Landsmanns der Künstlerin. (mb)

Am Samstag, 19. Januar, treffen sich junge Theaterfans aus der ganzen Ostschweiz zu Rampenfieber Ost. In der Lokremise St.Gallen und den benachbarten Kulturräumen bieten verschiedene Theaterprofis Workshops in ihren Spezialgebieten an: Improvisationstheater, Experimente mit der Stimme, Szenografie, Tanz und Bewegung, Sprache und Sprechen, Bodypercussion, Umgang mit Texten, etc. Neben den Ostschweizer Jugendtheaterclubs sind alle theaterbegeisterten Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 15 und 30 Jahren zu diesem Workshoptag eingeladen. Die Gelegenheit, neue Theaterformen und -techniken kennenzulernen und mit Gleichgesinnten in den Austausch zu kommen. Initiiert von Momoll Theater, Theater Bilitz, Theater St.Gallen, Theater U21 und Junges Theater Thurgau ging Rampenfieber Ost 2013 erstmals über die Bühne und ist inzwischen fester Bestandteil der Ostschweizer Jugendtheaterszene. Alle zwei Jahre ist Rampenfieber Ost zu Gast in der Lokremise St.Gallen. Alternierende Austragungsorte waren bisher das Eisenwerk Frauenfeld (2014), das Kammgarn Schaffhausen (2016) und der Hof zu Wil (2018). Das Theater St.Gallen freut sich einmal mehr, bei der siebten Durchführung Gastgeber zu sein und die Aktivitäten für den Theaternachwuchs tatkräftig zu unterstützen. (mf)

Versetzung Drama von Thomas Melle Nachgespräch Mittwoch, 21. November 2018 Im Anschluss an die Vorstellung Lokremise, Vorstellungsbeginn: 20 Uhr

Liedmatinee Gergana Geleva, Sopran Roberto Forno, Klavier Sonntag, 2. Dezember 2018 11 Uhr, Foyer, Eintritt frei

Die letzten Vorstellungen Freitag, 2. November 2018, 20 Uhr Freitag, 23. November 2018, 20 Uhr (zum letzten Mal)

Rampenfieber Ost – Ein Tag Theater Samstag, 19. Januar 2019 11 bis 20 Uhr, Lokremise St.Gallen Details und Anmeldung (bis 20. Dezember): theaterpaedagogik@theatersg.ch theatersg.ch /mitmachen Gergana Geleva

Unterstützung Kulturförderung Kanton St.Gallen Stadt St.Gallen

«Ein fabelhafter Fabian Müller» (St.Galler Tagblatt) als Lehrer Rupp.

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Kammermusik im intimen Rahmen Busch Klavier Trio, Daniel Palmizio, Viola, Samuele Sciancalepore, Kontrabass: Mittwoch, 7. November 2018 Johannes Brahms: Klavierquartett A-Dur op. 26 Franz Schubert: Forellenquintett op. 114 Chiara Enderle, Cello, Theo Georghiu, Klavier: Mittwoch, 5. Dezember 2018 Igor Strawinsky: Suite Italienne, Ludwig van Beethoven: Sonate Nr. 4 op. 102/1, Ludwig van Beethoven: Variationen über "Bei Männern, welche Liebe fühlen" WoO 46, Dmitri Schostakowitsch: Sonate op. 40 Rolston Streichquartett, Canada: Mittwoch, 9. Januar 2019 Josef Haydn: Streich Quartett op. 76/4 György Ligeti: Streich Quartett Nr. 1 Johannes Brahms: Streich Quartett op. 51/2 Ada Elodie Tuca, Sopran, Livio Russi, Klarinette, Ulrich Koella, Klavier: Mittwoch, 13. Februar 2019 Claude Debussy: Première Rhapsodie pour clarinette et piano Claude Debussy: Quatre Chansons de Jeunesse Maurice Ravel: Cinq mélodies populaires Grecques Ernest Chausson: Andante et Allegro pour clarinette et piano Carl Maria von Weber: Duo concertant Es-Dur op. 48 Richard Strauss: Mädchenblumen op. 20 Franz Schubert: Der Hirt auf dem Felsen Patricia Pagny, Klavier 200. Geburtstag von Clara Schumann Robert, Clara, Johannes zwischen Romantik und Leidenschaft – die Quelle der Kreativität: Mittwoch, 13. März 2019 Felix Mendelssohn: Drei Lieder ohne Worte op. 19 Nr. 4, 5, 6 Robert Schumann: Sonate op. 22 Clara Schumann: Drei Romanzen op. 21 Johannes Brahms: Variationen u. Fuge über ein Thema von Händel op. 24 Brodsky Quartett, UK: Mittwoch, 3. April 2019 Henri Purcell: Chaconne Felix Mendelssohn: Fuge, op. 81 Ludwig van Beethoven: Streich Quartett op. 135 Joaquín Turina: Oracion del Torero Felix Mendelssohn: Streich Quartett op. 80 Die Konzerte beginnen um 19.30 Uhr im kleinen Saal des Casino Herisau Abendkasse ab 19.00 Uhr, genügend Plätze Abonnemente und Information: www.casinogesellschaft.ch

a dog’s life kammerorchester sankt gallen Chaplin mit live gespielte r Film-M usik

Klavier: W ieslaf Pip cz y n s k i Leitung: Mathias Kleiböhm er

Sargans, 17.11.2018 14.30 Uhr, Kiwi-Kino Romanshorn, 18.11.2018 17.30 Uhr, Kino Roxy Heiden, 8.12.2018 17.15 Uhr, Hotel Linde St. Gallen, 9.12.2018 15.00 & 17.00 Uhr, Palace Vorverkauf: www.kammerorchestersg.ch, www.kino-roxy.ch, www.kiwi-kinos.ch, www.lindeheiden.ch gönnerverein kammerorchester, acrevis Bank, Kulturförderung Kanton St. Gallen, Alexander Schmidheiny Stiftung, Musikzentrum und Klubschule St.Gallen Stadt St. Gallen, Migros Kultur-prozent, Mary u. Max Steinmann-Stiftung des Rotary Club St. Gallen, Arnold Billwiler Stiftung

DomMusik St.Gallen Christkönigskonzert

Energiegeladene Performance

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Damit Kultur in unserer Stadt zum unvergesslichen Erlebnis wird. Dafür engagieren wir uns.

�o����iu� �o���� un �r���s�r� o� �uro�� Special Guest: Schriftsteller Michail Schischkin Worte schaffen ��-Friede

Morten Lauridsen *1943 Lux aeterna Sospiri, Adagio op. 70 Edward Elgar 1857-1934 Et misericordia ejus Kim Arne Arnesen *1980 Verleih uns Frieden gnädiglich Iso Rechsteiner *1934 Domkapellmeister Andreas Gut Eintritt frei, Kollekte

sgsw.ch

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Sa. 24. Nov. 19.30

Im Chor der Kathedrale St.Gallen


Klavierrezital von Rudolf Buchbinder Der Wiener Meisterpianist nach seinen umjubelten Auftritten zurück in der Tonhalle

Rudolf Buchbinder – Appassionata 2. Meisterzyklus-Konzert Donnerstag, 8. November 2018 19.30 Uhr, Tonhalle Im Anschluss «Auf einen Drink mit ... » Rudolf Buchbinder, Klavier Johann Sebastian Bach Englische Suite Nr. 3 g-Moll BWV 808 Ludwig van Beethoven Klaviersonate Nr. 23 f-Moll op. 57 Appassionata Franz Schubert Klaviersonate B-Dur D 960 Mit grosszügiger Unterstützung Anita und Urs Rüegsegger

Eindrücklich waren seine Interpretationen sämtlicher Klavierkonzerte von Ludwig van Beethoven, nun bringt Rudolf Buchbinder für sein Meisterzyklus-Konzert neben Beethovens berühmter Appassionata Werke von Bach und Schubert mit. Für ihn gab es im vergangenen Januar stehende Ovationen in der ausverkauften Tonhalle. Rudolf Buchbinder sorgte mit der integralen Aufführung aller Klavierkonzerte von Ludwig van Beethoven gemeinsam mit dem Sinfonieorchester St.Gallen für einen Höhepunkt des «Beethoven Spezial» der letzten Saison. Dabei interpretierte und dirigierte er die fünf Klavierkonzerte vom Flügel aus – eine historische Tradition, an deren Wiedereinführung Rudolf Buchbinder in seiner langen Karriere entscheidend mitgewirkt hat. Nun kommt er zurück nach St.Gallen, dieses Mal in nur einer einzigen Funktion als Interpret, und gestaltet das

Standing Ovations für Rudolf Buchbinder und das Sinfonieorchester St.Gallen im Januar 2018 .

2. Meisterzyklus-Konzert mit einem Programm aus Werken seiner «Hauskomponisten» Bach, Beethoven und Schubert. Höhepunkte der Klavierliteratur Eröffnen wird er das Rezital mit der dritten von insgesamt sechs Englischen Suiten BWV 806–811, die Johann Sebastian Bach wahrscheinlich um 1715 während seiner Zeit als Kammermusiker und Hoforganist in Weimar schrieb. Die Herkunft des Titels bleibt bis heute unklar, lehnte sich Bach mit seinem ersten Suiten-Zyklus doch deutlich an die französische Cembalo-Musik an. Wie die übrigen fünf Suiten beginnt auch die dritte BWV 808 mit einem grossangelegten Prélude von virtuoser Kontrapunktik, dem wie für Suiten üblich alte Tanzsätze, hier Allemande, Courante, Sarabande, Gavotte und Gigue, folgen – von Bach in hervorragender Weise auf die Höhe seines Könnens gehoben und damit barock «aktualisiert». Auf einem ersten Gipfel des Ruhmes angekommen war Ludwig van Beethoven, als er zwischen 1804 und 1806 während einer Phase grosser schöpferischer Produktivität und stilistischer Neuorientierung («Ich bin mit meinen bisherigen Arbeiten nicht zufrieden, von nun an will ich einen neuen Weg betreten») seine Klaviersonate Nr. 23 f-Moll op. 57 komponierte. Ihren sprechenden Namen Appassionata – die Leidenschaftliche – erhielt die Sonate, die zu einem der Lieblingswerke Beethovens zählte und im Repertoire heutiger Pianisten noch immer eine Ausnahmestellung innehat, erst 1838 durch den Hamburger Verleger August Cranz. Dieser traf damit offensichtlich ins Schwarze, denn der Beiname ist seither untrennbar mit dem stürmischen, ausdrucksgewaltigen Werk verschmolzen. Dem jung verstorbenen Franz Schubert, dessen letzter Klaviersonate B-Dur D 960 sich Rudolf Buchbinder in seinem St.Galler Auftritt zum Abschluss widmen wird, waren Erfolge, wie sie Bach oder Beethoven kannten, zu Lebzeiten nicht vergönnt. Schubert starb im Alter von nur 31 Jahren, seine grandiose letzte Sonate wurde wie viele seiner übrigen Werke erst posthum veröffentlicht. Heute gehört die grossdimensionierte, tiefsinnige Sonate mit ihren Momenten des Fantasiehaften längst zu einem unbestrittenen Repertoirehöhepunkt. (ff ) 17


Sinfonische Weiten Das Sinfonieorchester St.Gallen spielt Brahms und Schostakowitsch

Weiten – Brahms Schostakowitsch 3. Tonhallekonzert Freitag, 16. November 2018 19.30 Uhr, Tonhalle Einführung um 18.30 Uhr Sonntag, 18. November 2018 17 Uhr, Tonhalle Einführung um 16 Uhr Alexander Vedernikov, Leitung Nicholas Angelich, Klavier Dmitri Schostakowitsch Sinfonie Nr. 6 h-Moll op. 54 Johannes Brahms Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 B-Dur op. 83 Mit grosszügiger Unterstützung

Müller-Lehmann-Fonds

Das Programm des 3. Tonhallekozertes ist auf unsere beiden prominenten Gäste Alexander Vedernikov und Nicholas Angelich massgerecht zugeschnitten. Er ist in Russland aufgewachsen und wurde am Konservatorium von Moskau ausgebildet, gründete das Russische Philharmonische Orchester (heute Moscow City Symphony) und war von 2001 bis 2009 Chefdirigent des berühmten Bolschoi-Theaters in Moskau. Alexander Vedernikov ist einer der grossen Namen, wenn es um die Interpretation des russischen Repertoires geht. Damit trat der russische Maestro auch schon mehrmals erfolgreich in der St.Galler Tonhalle auf, zuletzt vor zwei Jahren mit einem Programm mit Werken von Dmitri Schostakowitsch und Sergej Rachmaninow. Russisches gehört zu seinen ausdrücklichen Stärken, aber gefragt ist er darüber hinaus für sein breites Repertoire. Und: für seinen kompakt-präzisen, charismatischen Stil sowie seine fordernde Orchesterarbeit. Klangkörper von Montreal über Tokio bis Sydney und in ganz Europa laden ihn regel-

Alexander Vedernikov und Nicholas Angelich.

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mässig für Sinfonie- und Opernproduktionen ein. Neben seinen Gastauftritten ist er nach seinem Engagement beim dänischen Odense Symfoniorkester (2009 bis 2016) seit der vergangenen Spielzeit Chefdirigent der Königlichen Oper in Kopenhagen. Mehrschichtige Sinfonik Die 6. Sinfonie von Dmitri Schostakowitsch ist in Alexander Vedernikovs Händen bestens aufgehoben, und man darf gespannt sein auf seinen Interpretationsansatz dieser lediglich dreisätzigen «Sinfonie ohne Kopf»: Sie beginnt nicht mit einem typischen Eröffnungssatz, sondern mit einem tiefdunklen, ausgedehnten Largo, wofür Schostakowitsch nach der Uraufführung im Dezember 1939 in Leningrad Häme und Spott erntete. Die beiden folgenden Sätze verhalten sich zu diesem Largo wie beissende Kommentare, etwas Schizophrenes haftet der 6. Sinfonie an. Man kann in ihr die innere Zerrissenheit ihres Komponisten erahnen, der mit diesem Werk – wie in fast allen seinen Arbeiten – einen in Musik gebannten Kampf ausfocht zwischen dem Wunsch nach künstlerischer Freiheit und der folgenschweren, lebensbedrohlichen Machtwillkür des sowjetischen Systems, in dem Schostakowitsch bis zu seinem Tod 1975 lebte und arbeitete.


An American in Paris Solist im 2. Klavierkonzert von Johannes Brahms, das den zweiten Konzertteil bildet, ist der Wahlpariser Nicholas Angelich. Der gebürtige Amerikaner studierte als 13-Jähriger in Frankreichs Hauptstadt und entwickelte sich vom einstigen Wunderkind zu einem weltweit gefragten Interpreten für klassisches und romantisches Repertoire und Werke des 20. Jahrhunderts. Dabei ist er sowohl als Solist wie kammermusikalisch aktiv, letzteres häufig mit den befreundeten Capuçon-Brüdern. Im Laufe von Angelichs Karriere hat sich Johannes Brahms zu einem seiner Lieblingskomponisten herauskristallisiert. Er hat bereits das gesamte Brahms-Klavierwerk auf CD eingespielt, zu dem neben den zwei grossen Klavierkonzerten und Solowerken auch die vielschichtige Brahms’sche Klavierkammermusik gehört. Einzigartig für das 19. Jahrhundert Das 2. Klavierkonzert von Johannes Brahms mit einer Spieldauer von ungefähr 50 Minuten ist ein gewaltiges Werk. Eine «viersätzige Symphonie mit obligatem Klavier» nannte der Musikkritiker Eduard Hanslick zu Recht dieses 1881 entstandene Konzert, bei dem Brahms seine Erfahrung mit seinen ersten beiden Sinfonien einfliessen liess und ihm damit sinfonische Züge und Weite verlieh. Ein einzigartiges Beispiel unter den sonst von virtuosen Soli dominierten Instrumentalkonzerten des 19. Jahrhunderts. Am erstaunlichsten in diesem romantischen Riesenwerk ist aber wohl, dass sich Pianist und Orchester trotz monumentaler Anlage häufig in intimen kammermusikalischen Dialogen wiederfinden – es scheint, als hätte Brahms mit seinem 2. Klavierkonzert rückblickartig ein Resümee seines bis dahin geschaffenen Œuvres formuliert. (ff )

Auf dem Wasser Konzert für die ganze Familie

Sonntags um 5 Königsgattung

Ob als sanfter Fluss, gewaltiger Eisblock, tiefer Ozean, feiner Pulverschnee oder dicke Regenwolke – Wasser kann viele verschiedene Formen annehmen. Aber wie klingt Wasser eigentlich? Und wie haben Komponisten diese unterschiedlichen Formen zum Klingen gebracht? Unter der Leitung von Michael Balke spielt das Sinfonieorchester St.Gallen Werke rund um das Thema Wasser. Da gibt es Regenschauer und gewaltige Stürme, gespielt ausschliesslich auf den Instrumenten, die in einem Sinfonieorchester zu finden sind. Der tschechische Komponist Bedřich Smetana hat ein ganz besonderes Wasserstück geschrieben: Mit Die Moldau verfolgte er in Tönen den Weg, den der grösste Fluss Tschechiens von der Quelle bis in die Hauptstadt Prag und in die Elbe zurücklegt. Erst ein kleines Flüsschen, das über moosbewachsene Steine plätschert, wird die Moldau immer grösser, schlängelt sich durch eine weite Landschaft, vorbei an einer Bauernhochzeit, und wächst an zu einem imposanten Fluss mit reissenden Stromschnellen. Als Kapitän führt Konzertpädagoge Karl Schimke durch dieses Familienkonzert. (ff )

Im zweiten Konzert der Kammermusikreihe widmen sich die vier Musikerinnen und Musiker dem Streichquartett und damit der Gattung, die wie kaum eine andere in einem langen Zeitraum vom späten 18. bis ins 21. Jahrhundert hinein als Prüfstein eines jeden Komponisten galt. Das vierstimmige Gefüge entwickelte sich zur nobelsten Form des musikalischen Gesprächs zwischen «vier vernünftigen Leuten», so Johann Wolfgang von Goethe über das Streichquartett. Joseph Haydns sechs berühmte Streichquartette op. 33 (1781) waren ein erster stilbildender Meilenstein der Gattung, auf die der eine Generation jüngere Mozart mit seinen sechs Haydn gewidmeten Quartetten aus den Jahren 1782 bis 1785 deutlich Bezug nahm. Nachdem im vergangenen Sonntags um 5 das erste «Haydn-Quartett» von Mozart erklungen ist, gilt es im zweiten Konzert nun das zweite der Gruppe zu entdecken. Pjotr I. Tschaikowskys Wahl der Grundtonart es-Moll (mit sechs  ) für sein 3. Streichquartett von 1876 war ungewöhnlich. Die besonders dunkle Farbgebung spiegelt die Erschütterung über den Tod des befreundeten Geigers Ferdinand Laub wider, der als Primarius die beiden früheren Streichquartette des russischen Komponisten uraufgeführt hatte – seinem Andenken widmete Tschaikowsky schliesslich sein letztes Quartett. (ff )

Auf dem Wasser – Die Moldau Familienkonzert [6  –  12] Sonntag, 11. November 2018 11 Uhr, Tonhalle Michael Balke, Leitung Karl Schimke, Moderation Mit Werken von Gioachino Rossini, Benjamin Britten und Bedřich Smetana Mit grosszügiger Unterstützung

Mozart Tschaikowsky Sonntags um 5 Sonntag, 2. Dezember 2018, 17 Uhr Dmitry Mishelovich Violine Oriana Kriszten, Violine Stefanie Sampaio de Medeiros, Viola Natalia Chybiak, Violoncello Pjotr I. Tschaikowsky Streichquartett Nr. 3 es-Moll op. 30 Wolfgang Amadeus Mozart Streichquartett d-Moll KV 421 Mit grosszügiger Unterstützung Freundeskreis Sinfonieorchester St.Gallen

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Wir sind Theater # 3 Die Meister der Proberäume

Es gehört zur Rollenverteilung im Theater, dass nach der gelungenen Premiere die Schauspieler und Sängerinnen den Applaus des Publikums ernten. Doch zum Erfolg tragen zahlreiche andere bei, die nie auf der Bühne zu sehen sind. Beispielsweise die Korrepetitoren, ohne die keine Opernaufführung zustande käme. Sie bereiten die Sängerinnen und Sänger in wochenlanger Arbeit auf den grossen Auftritt vor.

Es ist eine hübsche Pointe, dass ausgerechnet ihre Berufsbezeichnung ein Zungenbrecher ist. Denn die Korrepetitorinnen und Korrepetitoren sind dafür besorgt, dass die Arien und Duette flüssig und die Worte deutlich über die Lippen der Sängerinnen und Sänger kommen. Sie sitzen am Klavier, repetieren mit den Gesangssolisten, feilen an der musikalischen Ausgestaltung der Rollen, geben Ratschläge, achten auf die richtige Aussprache. Korrepetitorinnen und Korrepetitoren seien Alleskönner, «die heimlichen Helden der Oper», wie «Die Zeit» einmal schrieb. Am Theater St.Gallen sind diese heimlichen Helden Roxana Ionescu-Beck, Miho Tanaka und Roberto Forno. Koordiniert und unterstützt wird ihre Arbeit von Stéphane Fromageot, der als Studienleiter und Kapellmeister zum musikalischen Leitungsteam gehört und auch selber als Korrepetitor im Einsatz ist. «Wir ersetzen während der Proben das Orchester», sagt Roberto Forno. Früher war die Korrepetition eine Nebentätigkeit von Dirigenten, was für Roxana Ionescu-Beck seine Logik hat: «Diese Tätigkeit hat gedanklich mehr mit Dirigieren zu tun als mit selber spielen. Es geht darum zu wissen, wie Orchester und Sänger funktionieren.» Das Dirigieren sei deshalb auch ein wichtiges Nebenfach bei der Ausbildung zur Korrepetitorin, sagt Miho Tanaka.

Sie haben massgeblichen Anteil am Gelingen einer Oper: Die Korrepetitoren Miho Tanaka, Roxana Ionescu-Beck und Roberto Forno (v.l.).

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Geprobt wird mit jedem Sänger und jeder Sängerin einzeln. «Wir begleiten sie von null auf bis zur Premiere», sagt Roxana Ionescu-Beck. Diese Zusammenarbeit in der Zurückgezogenheit der Proberäume und Probebühnen kann sehr unterschiedlich ablaufen. Manche Künstler kommen mit fertig einstudierter Rolle, bei anderen ist es ein gemeinsames Herantasten an den Part. Die Korrepetitoren werden in den Wochen der intensiven Arbeit zu engen Vertrauten der Sänger. «Wir haben viele Funktionen in einer», sagt Roxana Ionescu-Beck: «Wir sind Pianist, Dirigent, Lehrer, Begleiter, Freund, Seelsorger ... » Alleskönner eben, tatsächlich. Der aus dem Piemont stammende Roberto Forno ist seit der Spielzeit 2000/2001 am Theater St.Gallen. Er habe schon als Neunjähriger angefangen, Opern zu hören und im Opernhaus gedacht: «Da will ich einmal arbeiten». Roxana Ionescu-Beck, seit sechs Jahren in St.Gallen, hat in ihrer Heimatstadt Bukarest und in Weimar Klavier studiert. «Während des Studiums habe ich die Oper entdeckt und nach dem Abschluss ein weiteres Diplom in Opernkorrepetition gemacht.» Miho Tanaka hat als Schülerin viel musiziert und alles Mögliche gesungen, Canzoni, Opernarien, deutsche Lieder .. . Sie ist nach Europa gekommen, weil die Korrepetition in ihrer Heimat Japan eine geringe Bedeutung hat. Am Anhaltischen Theater in Dessau arbeitete sie als Solorepetitorin, auf diese Spielzeit hin ist sie ans Theater St.Gallen gekommen. Dass sie auch dann, wenn ihre Arbeit mit der Premiere Blüten zu tragen beginnt, im Hintergrund bleiben, stört die drei nicht. «Das Loslassen, wenn die Rolle sitzt und die Premiere ansteht, gehört zu unserem Beruf», sagt Roberto Forno. Korrepetitoren seien sich bewusst, dass sie nicht selber im Fokus stünden, sondern Helfer in einem Ganzen seien, sagt Roxana Ionescu-Beck. Die drei Meister der Proberäume empfinden vielmehr eine Befriedigung, wenn ihr Auftrag erledigt ist. «Es macht mich stolz, wenn ich an der Premiere höre, dass es so über die Rampe kommt, wie man es miteinander eingeübt hat», sagt Roxana IonescuBeck. (bh)


November Do 01 KONZERT 19.30 Uhr Einführung um 18.30 Uhr

Allerheiligen

2. Tonhallekonzert | Mozart, Berg, Wagner, Mahler Abo Do | KuT | frei, Tonhalle Untersützt von Max Pfister Baubüro

19.30  –  22.20 Uhr

Szenen einer Ehe

Schauspiel von Ingmar Bergman Abo M-Fr | frei, Grosses Haus

Fr 02 19.30  –  21.50 Uhr

Die Jahreszeiten

Oratorium von Joseph Haydn in einer Choreografie von Beate Vollack Abo M-Fr | frei, Grosses Haus Unterstützt von Hedy Kreier, St.Gallen, Ostschweizer Stiftung für Musik und Theater

20  –  21.50 Uhr

Versetzung

Drama von Thomas Melle frei, LOK

Sa 03 19.30 –  22.10 Uhr

Matterhorn

Musical von Michael Kunze und Albert Hammond | Orchestrierung von Koen Schoots frei, Grosses Haus Unterstützt von St.Galler Kantonalbank, Zürich VersicherungsGesellschaft, Coop Genossenschaft, Implenia Schweiz, Hirslanden Klinik Stephanshorn, Ostschweizer Stiftung für Musik und Theater, Tagblatt Medien

So 04 14.30 –  17 Uhr

Geschichten aus dem Wiener Wald

Volksstück von Ödön von Horváth Abo SoN-A | frei, Grosses Haus

KONZERT 17 Uhr

Sonntags um 5 Abo So um 5 | frei, Tonhalle Unterstützt von Freundeskreis Sinfonieorchester St.Gallen

Mozart Brahms

19.30  –  22 Uhr

Geschichten aus dem Wiener Wald

Volksstück von Ödön von Horváth Abo VB-D | frei, Grosses Haus

Mo 05 WIEDERAUFNAHME 19 –  20.20 Uhr

Räuberhände

Schauspiel von Michael Müller nach dem Roman von Finn-Ole Heinrich [14+] frei, Studio Di 06 19.30  –  22.45 Uhr Einführung um 19 Uhr

Don Carlo

Oper von Giuseppe Verdi Abo Di | CTV | frei, Grosses Haus Unterstützt von Opernpartner Bank Julius Bär, Walter und Verena Spühl-Stiftung, Ostschweizer Stiftung für Musik und Theater

Do 08 19  –  20.20 Uhr

Räuberhände

Schauspiel von Michael Müller nach dem Roman von Finn-Ole Heinrich [14+] frei, Studio KONZERT 19.30 Uhr

Rudolf Buchbinder

2. Meisterzyklus-Konzert | Appassionata Abo MZ | frei, Tonhalle Unterstützt von Anita und Urs Rüegsegger 19.30  –  22.20 Uhr 

Szenen einer Ehe

Schauspiel von Ingmar Bergman Abo VB-A | frei, Grosses Haus

Fr 09 KONZERT 10.30 Uhr

Auf dem Wasser – Die Moldau

Werke von Bedřich Smetana und Benjamin Britten Schulkonzert, Tonhalle Unterstützt von Migros Kulturprozent

–  22.10 Uhr 19.30 

Matterhorn

Musical von Michael Kunze und Albert Hammond | Orchestrierung von Koen Schoots frei, Grosses Haus Unterstützt von St.Galler Kantonalbank, Zürich VersicherungsGesellschaft, Coop Genossenschaft, Implenia Schweiz, Hirslanden Klinik Stephanshorn, Ostschweizer Stiftung für Musik und Theater, Tagblatt Medien

21 Uhr

Die menschliche Stimme von Jean Cocteau frei, LOK

Nachtzug Schauspiel

Sa 10 19.30  –  22.45 Uhr Einführung um 19 Uhr

Don Carlo

Oper von Giuseppe Verdi Abo Sa | MuB | O | frei, Grosses Haus Unterstützt von Opernpartner Bank Julius Bär, Walter und Verena Spühl-Stiftung, Ostschweizer Stiftung für Musik und Theater

So 11

KONZERT 11 Uhr

Werke von Gioacchino Rossini, Bedřich Smetana und Benjamin Britten frei, Tonhalle, Familienkonzert Unterstützt von Migros Kulturprozent

Auf dem Wasser – Die Moldau

19.30  –  21.50 Uhr Einführung um 19 Uhr

Die Jahreszeiten

Oratorium von Joseph Haydn in einer Choreografie von Beate Vollack Abo SoA | SG-So | frei, Grosses Haus Unterstützt von Hedy Kreier, St.Gallen, Ostschweizer Stiftung für Musik und Theater

21


Di 13

19 –  20.20 Uhr

Do 22 19.30 –  22 Uhr

Schauspiel von Michael Müller nach dem Roman von Finn-Ole Heinrich [14+] frei, Studio

Räuberhände

Di 13 19.30  –  21.50 Uhr Einführung um 19 Uhr

Die Jahreszeiten

Oratorium von Joseph Haydn in einer Choreografie von Beate Vollack Abo MuA | VBK-3 | FernA+B | frei, Grosses Haus Unterstützt von Hedy Kreier, St.Gallen, Ostschweizer Stiftung für Musik und Theater

Fr 16 19  –  20.20 Uhr

Räuberhände Schauspiel von Michael Müller nach dem Roman von Finn-Ole Heinrich [14+] frei, Studio

KONZERT 19.30 Uhr Einführung um 18.30

Weiten

3. Tonhallekonzert | Schostakowitsch, Brahms Abo SoN-B | frei, Tonhalle Unterstützt von Müller-Lehmann-Fonds Sa 17

PREMIERE 14 Uhr

Familienstück von Otfried Preussler [5+] frei | Premiere, Grosses Haus Unterstützt von Migros Kulturprozent, Helvetia Versicherungen

Neues vom Räuber Hotzenplotz

So 18 17 –  19.30 Uhr

Geschichten aus dem Wiener Wald

Volksstück von Ödön von Horváth Abo SoN-B | frei, Grosses Haus KONZERT 17 Uhr Einführung um 16 Uhr

Weiten

3. Tonhallekonzert | Schostakowitsch, Brahms Abo So | M | frei, Tonhalle Unterstützt von Müller-Lehmann-Fonds

Mo 19 14 Uhr

Neues vom Räuber Hotzenplotz

Familienstück von Otfried Preussler [5+] Schulvorstellung, Grosses Haus, (ausverkauft) Unterstützt von Migros Kulturprozent, Helvetia Versicherungen

Di 20 ZUM LETZTEN MAL 19 –  20.20 Uhr

Räuberhände

Schauspiel von Michael Müller nach dem Roman von Finn-Ole Heinrich [14+] frei, Studio

19.30 –  22.20 Uhr

Szenen einer Ehe

Schauspiel von Ingmar Bergman Abo Di | frei, Grosses Haus Mi 21 19.30 –  22.45 Uhr Einführung um 19 Uhr

Don Carlo

Oper von Giuseppe Verdi Abo Mi-G | Mi-mu | SG-Mi | frei, Grosses Haus Unterstützt von Opernpartner Bank Julius Bär, Walter und Verena Spühl-Stiftung, Ostschweizer Stiftung für Musik und Theater

20 –  21.50 Uhr Nachgespräch im Anschluss an die Vorstellung

Drama von Thomas Melle frei, LOK

Versetzung

22

Geschichten aus dem Wiener Wald

Volksstück von Ödön von Horváth Abo KV | frei, Grosses Haus,

–  22.10 Uhr Fr 23 19.30 

Matterhorn

Musical von Michael Kunze und Albert Hammond | Orchestrierung von Koen Schoots frei, Grosses Haus Unterstützt von St.Galler Kantonalbank, Zürich VersicherungsGesellschaft, Coop Genossenschaft, Implenia Schweiz, Hirslanden Klinik Stephanshorn, Ostschweizer Stiftung für Musik und Theater, Tagblatt Medien

ZUM LETZTEN MAL 20 –  21.50 Uhr

Drama von Thomas Melle frei, LOK

Versetzung

Sa 24

14 Uhr

KONZERT 19.30 Uhr

Neues vom Räuber Hotzenplotz

Familienstück von Otfried Preussler [5+] frei, Grosses Haus Unterstützt von Migros Kulturprozent, Helvetia Versicherungen

Jahreskonzert Bach-Chor St.Gallen

frei, Tonhalle So 25 14.30  –  17.45 Uhr Einführung um 14 Uhr

Don Carlo

Oper von Giuseppe Verdi Abo SoN-A | VBK-2 | frei, Grosses Haus Unterstützt von Opernpartner Bank Julius Bär, Walter und Verena Spühl-Stiftung, Ostschweizer Stiftung für Musik und Theater Mo 26 14 Uhr

Neues vom Räuber Hotzenplotz

Familienstück von Otfried Preussler [5+] Schulvorstellung, Grosses Haus, (ausverkauft) Unterstützt von Migros Kulturprozent, Helvetia Versicherungen 19.30  –  22 Uhr

Geschichten aus dem Wiener Wald

Volksstück von Ödön von Horváth Abo VB-C | frei, Grosses Haus (ausverkauft) Mi 28 19.30  –  22.10 Uhr

Matterhorn

Musical von Michael Kunze und Albert Hammond | Orchestrierung von Koen Schoots Abo VB-B | frei, Grosses Haus Unterstützt von St.Galler Kantonalbank, Zürich VersicherungsGesellschaft, Coop Genossenschaft, Implenia Schweiz, Hirslanden Klinik Stephanshorn, Ostschweizer Stiftung für Musik und Theater, Tagblatt Medien

Do 29 19.30 –  22 Uhr

Geschichten aus dem Wiener Wald

Volksstück von Ödön von Horváth Abo VB-A | frei, Grosses Haus Fr 30 19.30 –  21.50 Uhr Einführung um 19 Uhr Nachgespräch im Anschluss an die Vorstellung

Die Jahreszeiten

Oratorium von Joseph Haydn in einer Choreografie von Beate Vollack Abo Fr | Tanz | frei, Grosses Haus Unterstützt von Hedy Kreier, St.Gallen, Ostschweizer Stiftung für Musik und Theater


Dezember Sa 01 19.30  –  22.10 Uhr

Matterhorn

Musical von Michael Kunze und Albert Hammond | Orchestrierung von Koen Schoots frei, Grosses Haus Unterstützt von St.Galler Kantonalbank, Zürich VersicherungsGesellschaft, Coop Genossenschaft, Implenia Schweiz, Hirslanden Klinik Stephanshorn, Ostschweizer Stiftung für Musik und Theater, Tagblatt Medien So 02 11 Uhr

Einführungsmatinee: Verrücktes Blut

Schauspiel von Jens Hillje und Nurkan Erpulat nach dem Film La Journée de la Jupe von Jean-Paul Lilienfeld [16+] Eintritt frei, LOK

11 Uhr

Mit Gergana Geleva und Roberto Forno frei, Foyer

14 Uhr

Liedmatinee

KONZERT 17 Uhr

Mozart Tschaikowsky

Sonntags um 5 So um 5 | frei, Tonhalle Unterstützt von Freundeskreis Sinfonieorchester St.Gallen 19.30  –  22 Uhr

Geschichten aus dem Wiener Wald

Volksstück von Ödön von Horváth Abo SoA | SG-So | frei, Grosses Haus

Di 04 19.30  –  22.45 Uhr Einführung um 19 Uhr

Don Carlo

Oper von Giuseppe Verdi Abo MuA | VBK-3 | FernA+B | frei, Grosses Haus Unterstützt von Opernpartner Bank Julius Bär, Walter und Verena Spühl-Stiftung, Ostschweizer Stiftung für Musik und Theater

Do 06 PREMIERE 20 Uhr

Neues vom Räuber Hotzenplotz

Familienstück von Otfried Preussler [5+] frei, Grosses Haus Unterstützt von Migros Kulturprozent, Helvetia Versicherungen

Verrücktes Blut

Schauspiel von Jens Hillje und Nurkan Erpulat nach dem Film La Journée de la Jupe von Jean-Paul Lilienfeld [16+] frei, LOK

Prada, Sergio Rossi, Tod's, Hogan, Stuart Weitzman, Ludwig Reiter, Santoni u.a. Alle zusammen gibt's in St.Gallen nur ein einziges Mal.

Schuhe und Accessoires, Neugasse 5, 9000 St. Gallen, Telefon 071 222 87 69

Unsere Vorstellungen und Konzerte werden ermöglicht durch:

Tickets theatersg.ch / sinfonieorchestersg.ch kasse @ theatersg.ch / Telefon 071 242 06 06 Billettkasse Montag bis Samstag 10 – 19 Uhr, Sonntag 10 – 12 . 30 Uhr Abendkasse jeweils eine Stunde vor der Veranstaltung

Vorverkauf am VBSG -Schalter im Rathaus St.Gallen, Montag bis Freitag 8 – 18 . 30 Uhr

Hotline Ticketportal Telefon 0900 325 325 ( CHF 1 . 19 /Min. ab Festnetz) Ihr Billett ist auch Ihr Busticket Konzert- und Theatertickets gelten als öV-Fahrausweis in der Ostwind-Zone 210 .

Impressum Herausgeber: Theater St.Gallen / Sinfonie­o rchester St.Gallen Redaktion: Beda Hanimann (bh) Autorinnen und Autoren: Marius Bolten (mb); Armin Breidenbach (ab); Caroline Damaschke (cd); Mario Franchi (mf); Franziska Frey (ff); Anja Horst (ah); Stefan Späti (sts) Design: TGG Hafen Senn Stieger, St.Gallen Produktion: Ostschweiz Druck AG , 9300 Wittenbach / Inserate: BB Art Service, 071 278 63 66 / Auflage: 6000 Stück / 25 . Jahrgang ISSN 1421 - 0266 Bitte richten Sie Ihre Adressänderungen an info @ theatersg.ch oder Tel. 071 242 05 05

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Hofstetstrasse 14

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9300 Wittenbach

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Aufmerksame Gedruckte Kultur. Aufmerksame Zuhรถrer. Zuhรถrer.

Terzett  

Monatsmagazin Konzert und Theater St.Gallen

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