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gletscherspalten 2/2024

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Burg Vianden bei Nacht

Im Mullerthal

Vianden statt Karneval Eine abwechslungsreiche Alternative Am Karnevalsfreitag kamen 17 Wanderbegeisterte in die Jugendherberge von Vianden, um die Natur des Eislek, des Mullerthales und der Ardennen zu erkun­ den. Von der Jugendherberge hatten wir einen Blick auf das befestigte Schloss Vianden, das sehr reprä­ sentativ das Landschaftsbild bestimmte. Direkt nach dem Abendessen gingen wir, geführt von Martina Röher, auf einen Stadtrundgang der besonderen Art. Es war bereits dunkel und wir wurden durch kleine Gassen und über schmale Wehrmauern geführt. Das ging nur mit Taschenlampen und „städtischer“ Tritt­ sicherheit. So konnten wir erste Erfahrungen mit glit­ schigen Wegen und steilen Anstiegen machen. Aus dem Tal hörten wir das Rauschen der Our, die über die Ufer getreten war und eine starke Strömung hat­ te. Die Aussichten waren beeindruckend. Die Lichter in der Dunkelheit, das schimmernde Wasser der Our, die dunklen Täler und die Umrisse der Berge vor dem Nachthimmel. Von vielen Seiten hatte man ei­ nen Blick auf das angestrahlte Schlossgebäude. Die kleinen und großen Häuser von Vianden vermittelten einen verschlafenen Eindruck des Ortes, der in die Täler hineingequetscht ist. Nach dem Nachtspazier­ gang kamen wir vollzählig wieder an und erhielten unsere Informationen für die Wandertour am nächs­ ten Tag: 28 Kilometer, 1.100 Höhenmeter (es wurden 1.250) und früh aufstehen. Von unsrem Ausgangspunkt, Rodershausen (Our), ging es ein Stück die Straße entlang und ab in die Berge. Der erste Anstieg – endlich. Da es in

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letzter Zeit viel geregnet hatte, war der Boden recht matschig. Wir achteten darauf, nicht auf glitschige Wurzeln zu treten und den ganzen Fuß bewusst zu setzen. Der Wald war überwiegend Laubwald und entsprechend gab es wenig Grün in den Wipfeln. Die vorherrschenden Farben waren dunkel, ab und zu lag noch helles Laub auf dem Boden. Der Sturm Voltan, der im Herbst über das Rheinland gezogen war, hatte auch hier seine Spuren hinterlassen. Über­ all im Wald lagen umgefallene Bäume, auf denen sich inzwischen Moos ausgebreitet hatte. Manchmal kam es mir vor, als hätten Riesen Mikado gespielt. Immer wieder kamen wir an bizarr geformten und modulier­ ten Steinformationen im Wald vorbei. Wir wechselten auf die andere Seite der Our und stiegen dort einen Grat empor, der die Gren­ ze zwischen Luxemburg und Deutschland markiert. Rechts und links des Grates schauten wir in die steil abfallenden bewaldeten Täler oder erhaschten einen Blick auf die Our. Da nur wenige andere Wande­ rer unterwegs waren, erschien uns die Landschaft verlassen, besonders als wir zu der abgeschotteten Burg Falkenstein kamen. Sie liegt mitten im Wald, erreichbar über eine wenig benutzte Steinbrücke. Auf unserem Weg hinab durch ein enges Tal lagen noch einige umgefallene Bäume, über die wir steigen oder darunter durch krabbeln mussten. Rechts oben zwischen den Wipfeln war anfangs noch die Burg Falkenstein zu sehen, später wieder das Ourtal. Wir querten die Our, die hier vor Vianden aufgestaut und

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