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16 frühjahr das amortisiert sich nicht

Jeder, der hier den Mund auftut, ⸗ kOnnte ⸗ ein Bett ler sein.


Foto: © Robert Golinski

Reihe Essay 2–3 Frühjahr 2016

A n welchen Stellen einer niedersan k, erzählen die Landschaf ten kaum.


Mathias Traxler, geboren 1973 in Basel, lebt als freier Schriftsteller und Übersetzer in Berlin. Sein Band „You’re welcome“ erschien 2011 bei kookbooks. Regelmäßige Veröffentlichungen in Zeitschriften, zuletzt in IDIOME. Hefte für Neue Prosa und Der Greif, sowie in Anthologien, unter anderem in „Moderne Poesie in der Schweiz“, Limmat 2013. 2015 wurde Mathias Traxler für den Übersetzungsband „Angriff der schwierigen Gedichte“ von Charles Bernstein – luxbooks 2014, gemeinsam mit Tobias Amslinger, Léonce W. Lupette und Norbert Lange – mit dem Preis der Stadt Münster für Internationale Poesie aus­gezeichnet. Besondere Bedeutung in seinem Schaffen haben seine Lesungen, welche improvisatorisch-interpretative Elemente integrieren, die ihrer­seits wieder Eingang in seine Schreibarbeit finden. www.traxlerm.net

Einige Türen gehen einfach zu. Das sind die Buchstaben. Ich musste unbedingt zu den Schafen hin, musste ihre Wärme wiederspüren, verlangte inbrünstig nach ihnen, ihre beinahe menschlichen Stimmen überall in meinem Ohr auf freiem Feld. Und der Schäfer sagte: Hops! Wieso hattest du denn nichts ge­sagt? Als du in deinem Ge­­mäuer Hirt auf Herd zu reimen dachtest. Und es nicht fassen könnend, immer weiter ziehen zu müssen und dabei nicht im Geringsten fremd zu sein. Und mit dieser Farbe wollen Sie da reingehen? Hast du gesehen, den Schmerz vorbeigegangen? Ja, ich hab den Schmerz vorbeigehen sehen. Er zog vor meinen Augen vorüber, mit wohltuender Musik, Bestiales begleitend. Musik ist kein Träger von Moral. – Und mit den Steinen will ich auch nicht sprechen. Sondern mit dir. Und damit bist jetzt nicht du gemeint. Stereo­boxen. Ja, Stereoboxen. Ich liebe den Garten des Glücks. Die Sprache hat gar nichts angerichtet. Fast in eine Negierung des eigenen Körpers. Ist das hinein oder hinaus? – Mathias Traxler

Stimmen zu Mathias Traxler

„Vielleicht ist Mathias Traxlers literarisches Debüt gar kein Gedicht„Mathias Traxler ... ist spürbar band. Vielleicht ist er aber auch sprachbesessen, er arbeitet alles das, was ein Gedichtband ist gerne mit Assonanzen und Homo­­ oder sein könnte. Da dieses Buch fonien. Seine Sprachirritationen alle Möglichkeiten und Unmöglich­ und klei­nen Sinnverstörungen keiten der Dichtung eröffnet, jede ent­wickelt er aus ÜberschneiTür aufkickt oder zuknallt, sich für dungen und der Kontamination die Ankunft oder den Anruf bevon Fremdem, aus dem plötz­ dankt ... Es sind Wanderzeichen lichen Abbruch von scheinbar oder Symposien, Zusammenkünfkonsistenten Argumentationslinien, te und Weiterentwickeltes. Traxler kennt die Bergpfade und Rutendie ihren Anfang nicht selten in und aus der Sprachlogik nehmen gänger. Er weiß, wie es einfacher und sich dann unerwartet gegen ginge, und doch verwehrt er sich diese kehren. Einige Gedichte ha- und bietet ein poetisches Rückben den Gestus des Gedanken­­ grat an. Das ist selten genug und gedichts, entwickeln eine Idee, hoch beachtlich.“ verknüpfen Assoziationen – und – Swantje Lichtenstein, Am Erker lassen die Gedankenkette plötzlich auflaufen und versanden. Damit steht Traxler in einer anregenden Auseinandersetzung mit Mathias Traxler Texten von August Stramm bis bei kookbooks hin zu Oswald Egger, ohne dass es epigonal wirkt. Dass er einge- You’re welcome. Texte, 128 S., übte Lesehaltungen mit List un19,90 €, 978-3-937445-45-8 terläuft, verlangt beim Lesen ein Gleiches an Lust: ‚Texte bestehen in der Hauptsache aus Gesagtem. Jetzt sind wir aber doch sehr fachlich geworden.‘ Dahinter beginnt das Vergnügen an Texten, die nie von Freiheit reden – sich diese aber in jeder Zeile nehmen.“ – Martin Zingg, NZZ

MATHIAS TRA XLER UNTERHALTUNGSESSAYS Textauszug „Schuhe der verunglückten Bergsteiger lagen beim Fundort der Gebeine am Gletscherrand.“ Du kannst nicht fliessen, aber hier kannst fest durchgehen. Das, was meinen Körper umgibt, aus meiner Sicht, ist noch lang nicht geklärt. Schnäbel. Segel. Eine denkende Lage, und wo soll er hin, der Ton, die Pausen, die es sonst nicht gäbe, macht einer eine, sind durch das gesprochene Lied Spiegelung. Der Mund lautet eine Öffnung im Schädel, weiter. Die Nähe ist ja eine zu den Nähten, denn man ist da vorne ganz allein, spürbar, wenn auf einen Einzelne sich einlassen. Dann wurde ich stundenlang über den Boden geschleift. Zuletzt nicht erschossen. Musste, musterte, realisieren, dass jeder Weg des Hinlegens wie Gänge auf Wegen einmalig wird.

Mathias Traxler Unterhaltungsessays Reihe Essay Band 6 ca.  96 Seiten, Broschur mit Umschlag-Poster, gestaltet von Andreas Töpfer / 19,90 € [D] / 20,50 € [A] / 978-3-937445-76-2 / Auslieferung: März 2016

Wenn’s nicht so ein Bierglas gibt, um sich dran festzuhalten, dann bricht doch sofort die ganze Welt zusammen. Zuerst kaum ansprechbar, dann ganz zart. Aber möglicherweise gerieten wir ins nächste Umfeld von Kuno Raebers Thermen des Caracella. Rufend: Du hast nie wirklich deine Verlangen gestillt und schützt dich noch gegen den Regen ... Konnte jetzt erkennen, wohin das Heimatgefühl kann. Woher das Heisshunger­ gefühl kam. Wie immer unvorsichtig verzeihen. So ausgeschlossen kann man dich nicht einschliessen. Schlendernd austragen. Die leibhaftig gehörten Bilder der Unendlichkeit von Edna St. Vincent Millay, die leibhaftig saugend die Unendlichkeit hörte. Die unbeschreiblichen Schönheiten Beatrices von Dante als Glanz von einem Glanz zurückgebracht. Marsden Hartleys Aufgabe des eigenen Ausdrucks und Bewegung über die Leinwand hinaus auf die Dinge zu. Was, alle Pfirsiche schon gegessen, dann bleibt nichts anderes übrig als eine Banane zu essen. Wild umstehende in Verklärtheit gesteigerte Gruppen. Zusammengekrümmt liebengleibend, sammelnd alles. Hunger nach Gedichten von dir. Um dazustehen. Sehen. Aber ein Buch hält dich nicht.


Foto: © Martina Hefter

R e i h e Ly r i k 4–5 Frühjahr 2016

Hüstelt ins Glücksrad, darbt nicht länger. Bastelt euch Loops aus niemals genug. Verhunzen wir mutig unser Eins Plus.


Martina Hefter, geboren 1965 in Pfronten/Allgäu, lebt als Dichterin und Per­formance­künstlerin in Leipzig. Sie veröffentlichte die Gedichtbände „Nach den Diskotheken“, kookbooks 2010, „Vom Gehen und Stehen. Ein Handbuch“, kookbooks 2013, und zuletzt den Essay „Tanzen“, Verlags­ haus Berlin 2014. Ihre jüngs­ ten performativen Arbeiten waren „Two Minutes To Tomorrow“, gemeinsam mit der Künstlergruppe Bewegungsschreiber in Leipzig, sowie „Writing Ghosts”, eine performative Installation inner­­halb des Projekts „StepText” am Literarischen Colloquium Berlin, beide 2015. Martina Hefter ist Mitglied der 2015 gegründeten Per­formancegruppe „Kollektiv ♠7“ in Leipzig. Für ihre Arbeiten wurde sie unter anderem mit dem HermannLenz-Stipendium 2005, dem Lyrikpreis Meran 2008 und einem Stipendium der Kultur­ stiftung Sachsen 2013 aus­gezeichnet. Martina Hefter Ungeheuer. Stücke Gedichte Reihe Lyrik Band 46 / ca. 80 Seiten, Broschur mit Umschlag-Poster, gestaltet von Andreas Töpfer / 19,90 € [D] / 20,50 € [A] / 978-3-937445-77-9 / Auslieferung: März 2016

Was ist ein Ungeheuer, fürchte ich mich vor ihm, Stimmen zu Martina Hefter wie ihm ins Auge schauen, ist sein Fell schön, wie kann ich kämpfen, ist Zukunft gut und gemütlich, „... eine beglückende [Lektüre], weil das eigene werden alle verhungern, ist Efeu eine Plage, Musik Sprachempfinden, die eigene Wahrnehmung plötzRettung, eine Schlägerei wünschenswert, warum lich auch elastisch werden, geschmeidig und durch­sind alle aggressiv, wo wohnen Yetis, wie düster lässig. Und groß­artig ist ... nicht zuletzt, wenn das wälzen sich Skigebiete in die Gegend, was heißt dichtende Erkunden der Sprache auch mal so lustig besessen von Skiliften, will ich ein Yeti zum Freund, sein kann wie das trunkene Stolpern durch eine bin ich die Braut des Yeti, wie beschimpft man sich Sommernacht.“ selbst wirkungsvoll, wozu sich selbst gern haben, – Wiebke Porombka, DLF Büchermarkt was ist die Arbeit, liebe ich Arbeit, ist es Arbeit, über die Straße zu gehen, kann ich alles auf morgen ver- „Dieser Band beeindruckt durch die Breite des Themenspektrums: verschiedene Formen des Tanzes, schieben, alle Fragen in einen Raum schieben, habe ein kleines Handbuch der Apfelkunde, Ski­springer. ich noch eine Frage, was ist, wenn ich keine mehr Und er besticht durch die Vielfalt in Sprache und habe, muss ich vergehen, habe ich blaue Flecken, Stimmung: von locker hingeworfenen Alltagsfloswandere ich in Angst, wie kann ich durch die duskeln, Sprach- und Klangspielereien, Mundart ihrer terste aller dusteren Epochen kommen, braucht Heimat ... bis hin zu tiefer Nachdenklichkeit, den jemand ein Ungeheuer, will jemand meines haben? Begriffen der Philosophie, den alten, den großen: Wie kann ich solche Fragen verhandeln, in Tugend, Schönheit, Vergänglichkeit, Tod.“ Sprache, in Handlung? Wenn es eine Schwelle gibt zwischen Umsetzung – Tomas Gärtner, Dresdner Neueste Nachrichten und keiner Umsetzung, zwischen Sprache auf Papier und Sprache und Aktion im Raum, dann befinden sich alle Texte dieses Buchs genau auf dieser Schwelle. Martina Hefter bei kookbooks – Martina Hefter

Vom Gehen und Stehen. Ein Handbuch. Gedichte, 80 S., 19,90 €, 978-3-937445-55-7 Nach den Diskotheken. Gedichte, 80 S., 19,90 €, 978-3-937445-41-0

MARTINA HEFTER UNGEHEUER. STÜCKE GEDICHTE

Textauszug Chor der Lästerer Du Wind, an die Wand gepinnt. Heulen in Dosen, Flut auf der Hut. Eingezäuntes Überschäumen. Zombie, zonengebunden, plombiertes Explodieren, du schweigendes Netzwerk. Du Fundus an Untergruppen von knuffigen Ungeheuern, bald suppts in Fluten vor Unmut. Du Suppen des Fundus. Löwenanteil des Öden, surfst auf deinem freundlichen Wesen in stille Ecken der Erlösung. Wackeln, absacken, hochtreiben, stocken. Überbordend brodelnd schmeißt sich in sich, hechelnder als Kolibris, deine Gestalt in Gestalt einer überkommenen Form. Wurdest am Knie erwischt, Shilo ohne Ranch, Hi-low ohne Low-Fi, du Androhung von Schonkost, schwartenköpfiger Schwan, binde dir ein Brett auf den Bauch, ohne es stirbst du auch. Trottels Foxtrott, du und dein Traum vom Landen, bist nicht dran, und willst du vor Freude hüpfen, wo gehst du hin, in die Hüpfburg „Zum Geerdeten Mann?“ Zu Rice Crispies verurteilt? Du Nießnutz des Nussplis, stilsicher als Pilz, schwankende Trübnis, dünnes Haar, du Verlust von Fön, Föns Gesang,

Halunke im Shape-Mini eines durstigen Fürsten, Klumpfigur aus dem Druidenshop für Friedensaktivsten, Ballerinenfigur mit Basisfrisur, Frisur mit einer Spur Brut darin, Denkfigur auf Kegelclubtour, Friseur mit dem Scherenmäppchen der Lyrikinnung, du Oversized-Kleid des Erkenntnisgewinns, wie schaust du aus deinem Geschau heraus? Dein Foto, man fand es im Faltblatt des laschsten Verbands. Du Form eines Hoffmannstropfens ohne Hoffnung auf Verschonung, wie könnten hässliche Herden, Fruchtfliegen, Lästermäuler, Schwerenöter nach dir zu grapschen widerstehen? Quasten, Bommeln, etwas wie Stoffbahn, du trägst Vorhang, gehst in Gardine, jedoch die Eier dafür hast du nicht. Du Toaster in einer Welt, die Toastbrot nicht kennt, ohne Schlitze oben, Toaster mit Minusfunktion, Toaster als Eisschrank mit Heizung, du Monster des trocknen Brots. Du Knäckebrot des Denkens, Schiffszwieback der Störtebeckerei, Piratin des zweiten Falls, du sanfter Urknall höflicher Dichtung, Unterart des steppenden Schwans, denk dran, das Leben währt lang. Nimm die Krücke und büße, beizeiten beiße zahnlos ins Weiche, und piekst dich vom Brei die Härte, erschrick richtig, bekenne dich zum Biest, das du nicht bist.


Foto: © Dirk Skiba

R e i h e Ly r i k 6–7 Frühjahr 2016

du hast die geschichte im blick. plötzlich merkst du, an bord her rscht z u viel gewicht.


Wenn ein Körper sich der Mondkraft unterwirft, erfährt er sie scheinbar nie ganz, sondern als zwei aufgespaltene, entgegengesetzte Teilkräfte – die banalen, keiner Hermeneutik bedürfenden Kräfte von Anziehung und Abstoßung. Welcher Abstraktion bedarf also der Blick auf ein offen daliegendes Wattenmeer bei Ebbe, um in ihm zugleich den gefluteten Sand zu erkennen? Keiner. Viel mehr noch, es ist kaum möglich, sich das zum Mond fliehende Wasser als eine einzige gerichtete Bewegung zu denken, die aufgrund von Perspektiven (Stellung des Mondes zur Erde) zweigeteilt erscheint. Ich kann den Meereskörper auf die humane Form, den menschlichen Körper, übertragen, sie unter­ werfen sich beide der Mondkraft. Aus diesen Körpern erwächst deren abstrakte Form, der

Gedichtkörper, der sich aus beiden Formen zu speisen versteht. Nennen wir sie Fleisch & Skelett. Der grausame Mond hinterlässt bei Ebbe das nackte Skelett der Dinge, das sich der Interpretation entzieht, macht sie verständlich und begehbar. Der liebe Mond befüllt die nackten Knochen mit Fleisch und formt sie zum multidimensionalen Individuum, nicht selbsterklärend, nicht ohne Einsatz begreifbar. Fleisch & Skelett als Zeilen, die wie unausgeglichene Gegengewichte im Gedicht umherpendeln, mag­ netisch aufeinander einwirken und ein Mobile hervorbringen – das multilaterale, pulsierende Gedicht, dessen Verweise in alle Himmelsrichtungen deuten, aber im Innern auf einen gemeinsamen Fluchtpunkt hinauslaufen. – Yevgeniy Breyger

Stimmen zu Yevgeniy Breyger „Hier ist einer mit allen rhythmischen Wassern gewaschen. Er kennt die Zahl. Fast wirken die Texte wie eine kabbalistische Beschwörung. Mystik, die sich ins Absurde wendet, aus dem Absurden aber auch wieder heraus. Zuweilen erinnert das an automatisches Schreiben. Als hätte Breyger die Souveränität ganz an die Sprache abgegeben, als setzte er sich ihr aus, ihren Feinheiten, ihren Konnotationen, auch dem Schweren, das sie birgt. Breygers Verssprache ist Fluss und Sediment zugleich. Was sich hier ablagert, wird aufgewühlt, sodass der fließende Rhythmus das Feste nicht bildet, aber darstellt.“ – Jan Kuhlbrodt, Ostragehege

YE VGENIY BRE YGER FLÜCHTIGE MONDE GEDICHTE Textauszug

Yevgeniy Breyger wurde 1989 in der Ukraine geboren. 1999 siedelte seine Familie nach Magdeburg über. Er studierte Literarisches Schreiben in Hildesheim und am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. 2011 gewann er den Selma Meerbaum-Eisinger Literatur­ preis, 2012 war er Finalist beim 20. Open Mike in Berlin. Seine Gedichte wurden in Zeitschriften und Anthologien veröffentlicht. Yevgeniy Breyger lebt in Frankfurt am Main. „flüchtige monde“ ist sein erster Einzelband. Yevgeniy Breyger flüchtige monde Gedichte Reihe Lyrik Band 47 / ca. 88 Seiten, Broschur mit Umschlag-Poster, gestaltet von Andreas Töpfer / 19,90 € [D] / 20,50 € [A] / 978-3-937445-78-6 / Auslieferung: März 2016

wann verwandeln sich diese traurigen kiefern in ein gebirge? im frühling? vielleicht im nächsten frühling? lass uns ehrlich sein, du bist mindestens müde, es sind deine lungen gemeint. meine augen? tiefer, vertrau mir. du sitzt in der wiesenwelt, mit offenem hemd. es ist frisch. dein atmen mischt sich mit dem atmen der vielfedrigen, der armen zweifelflügler, der nichtatmer. ihre leuchtenden bäuche umschwirren die wipfel der kiefern. doch dein bauch leuchtet hier nicht, deine füße gehorchen den elementen, dich belächeln sie so milde, wie du es von der milde kennst zu dir selbst. deine kleinen lügen sind bekannt, aber niemand nimmt sie ernst. lass mich dein hemd zuknöpfen. die kiefern, achja, die kiefern biegen ihr dehnbares holz unaufhaltsam nach innen, ihr sprödes holz transzendiert nicht, es bricht, es ist normales holz.

phasenauge, frag das wasser: sie ist in blitz verliebt. ’s blitzt, sagt sie, je nach sphäre fürchterlich. ’s will sein dein artefakt. mein seleno, demontistil und prototorte. wer’s glaubt, der ist ein mondblitz, wimpernlos. ’ne karre, trakisch, mit verstand. ’ne hand. nicht meine, weil ich hände zu verstehn bereit bin. danke, ’s hilft nichts. ihr rat ist kostbarer kopftrakt. tropft was? kropfbauer kopf ab. figurenblitz, sagt sie, ist nicht exakt. raut er bergluft, schon tauft sie ihn. ’s verliebt sich wie gehabt: maut an maut. frag nach. sie blitzt im tier? was hält sie? graue triefe, anstandsgrau. man komme ihr mit ochsen. oder achsen. frag sie.


Frühjahr 2016

8–9

Reihe Kunst


Zuerst die vielen Menschen auf den Feldern. Zwischen Salat und Sellerie, Stimmen zu Hermann Recknagel oder abgetaucht in Möhren und Radieschen. Den Blick auf den Boden gerichtet, dann den Körper gestreckt, eine Hand­bewegung und die Zwiebel „Feuerwehrmann – die Abenteuerphantasien über einen Beruf, der vielfliegt im hohen Bogen in den Korb, den ganzen Tag, jeden Tag der Woche. leicht immer noch in den Träumen vieler Jungs eine Rolle spielt, werden durch dieses Projekt geerdet. In dem Porträt einer Feuerwache erfahren Monatelang. Im Akkord. Kein Einheimischer macht diese Arbeit. Nicht die Architektur, die Ausstattung von Räumen wie von Kleidung und die alleine weil die Arbeit so schwer ist oder niemand Lust auf solche Arbeit dort arbeiten­den Männer gleichermaßen die Aufmerksamkeit des fotohat, sondern weil man in Deutschland mit diesem Lohn seine Familie grafischen Blicks. Dies wiederum gewährt uns den Einblick in eine völlig kaum dauerhaft ernähren kann. Deshalb stammen die Autokennzeichen unspektakulär erscheinende, unbekannte Alltagswelt. Die Normalität der der Arbeiter*innen aus RO, BG, TR und seltener in den letzten Jahren Alarmbereitschaft ist das Thema. Die offenkundige Abweichung von der aus PL. Am Tag werden die Stimmen im Feld sehr leise und erst wieder lauter, sobald alle abends in das Containerdorf zurück­gekehrt sind und die Erwartung ist das Farbklima. Nix Feuerrot. Reflektorgelb ist die Leitfarbe. erste Körperreinigung mit Schlauch und kaltem Wasser stattgefunden hat. Titelzeilen, Rücken, Klappen, Einband, Kapital- und Zeichenband, selbst der Heftfaden: alles gelb. Der Essayteil ist mit Papierwechsel, blauer Dort, wo auch die Wäsche von Hand gewaschen wird, wenn der Euro für Schrift und blauen Monochromfotos auf gelbem Grund zwischen die den Wasch­automaten zusätzlich für die Familie zu Hause gespart werden sechs Bildfolgen gesetzt. Die jeweiligen Folgen unterscheiden sich im muss. Containergesellschaft. Mehr Bewohner*innen als manches Dorf in Deutschland. Tagsüber menschenleer, nachts müde und still. 20'-ConSeitenaufbau sehr subtil. Die Kleidung beispielsweise wird in quadratitainer. Farbe RAL 9045. Grundfläche 12,70  m2. Rauminhalt 31,76  m3. schen Bildern gezeigt, die Alarmsituation in Schwarzweiß mit Bewegungs­ 4  Personen. 2  Stockbetten. 4 Metallspinde. Zwischen Gleichgültigkeit unschärfe. Eine besondere Stärke von Fotografie, Konzept und Buch liegt und Hackordnung. Das Leben findet abends nur 3 Stunden lang statt. Wie darin, dass man die Klischees nicht wiederfindet. Das Buch verkörpert nicht nur eine fotografische Dokumentation und ein künstlerisches Fotonahe darf ich der Containergesellschaft kommen? Sind die Menschen projekt, sondern es zeigt das Potenzial künstlerisch geschulter Augen hier anders, als ich sie in den Heimatländern kennengelernt habe? Die für die Visuelle Anthropologie.“ meisten strahlen noch mehr Würde aus als in ihrem Heimatdorf. Selbst der Universitätsprofessor aus der Großstadt, der hier in den Semester­ – Jury der Stiftung Buchkunst ferien Gemüse erntet. Das Suppengrün im deutschen Supermarkt kostet im Angebot 0,99  €. – Hermann Recknagel Hermann Recknagel bei kookbooks Feuerwache II. Fotografien farbig, 160 S., 39 €, 978-3-937445-64-9 ♥ Eines der schönsten deutschen Bücher 2014

HERMANN RECKNAGEL SUPPENGRÜN 0,99 =C Fotografien

Hermann Recknagel Suppengrün 0,99 € Fotografien Reihe Kunst Band 5 / ca. 248 Seiten, Hardcover mit SU, mit Textbeiträgen von Dr. Andrea Gnam, Prof. Dr. Stephan Grätzel, Dr. Marcel Schilling und Katharina Schultens, ge­ staltet von Andreas Töpfer / ca. 49 € [D] / 50,40 € [A] / 978-3-937445-79-3 / Auslieferung: März 2016

Zwiebel f ür Zwiebel. Radieschen f ür Radieschen.

Hermann Recknagel, geboren 1958 in Frankfurt/Main, lebt und arbeitet als Künstler in Mainz. Seine Fotografien von den Veränderungsprozessen in Ost- und Südosteuropa wurden in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt. In den vergangenen Jahren erweiterte er seine Arbeit um Objekte und Bildinstallationen, von denen im Jahr 2014 „Kirschbaum“ und im Jahr 2015 die Arbeit „#5 Kollateral“ vorgestellt wurden. In dem von der Stiftung Buchkunst prämierten Fotoband „Feuerwache II“, kookbooks 2014, beschrieb er das Verschwinden öffentlicher Arbeit und begann damit eine neue Werk­ reihe über bislang wenig beachtete Veränderungen in der Arbeitswelt.


R e i h e Ly r i k 1 0 – 11 Frühjahr 2016

eine Membran f ür das Ausstellungsklima, nahe den Präparaten

ANJA BAYER, DANIEL A SEEL (HG.) LYRIK IM ANTHROPOZ ÄN ANTHOLOGIE

Klimawandel, Fortschrittsglaube, Ressourcenausbeutung, Verlust der Biodiversität, Plastikmeere, Megacitys, Bevölkerungswachstum, Machbarkeitswahn ... – spätestens seit den 1950er Jahren verändern wir die Erde auf unwiderrufliche Weise. In der Wissenschaft wird seit einiger Zeit die Frage diskutiert, ob sich die vom Menschen hervorgerufenen Veränderungen in geologischer Form niederschlagen und so langfristig sind, dass das Menschenzeitalter bereits ein neues Erdzeitalter ausgelöst hat. Die Anthologie „Lyrik im Anthropozän“ versucht eine Bestands­ aufnahme lyrischen und experimentellen Schreibens vor dem Horizont geologischer Zeit und daraus resultierenden Fragen. Gibt es schon so etwas wie eine poetische Ästhetik des Anthropozäns? Vielleicht eine erneuerte Form von Naturlyrik oder Ecopoetics für das 21.  Jahrhundert? Oder wie könnte sie aussehen, sich lesen? In Kooperation von kookbooks und dem Deutschem Museum in München und im Rahmen der dortigen Ausstellung „Willkommen im Anthropozän. Unsere Verantwortung für die Zukunft der Erde“ soll so ein kritischer, möglichst heterogener Lyrikband zu unserer Gegenwart in ca. 150 Gedichten entstehen, begleitet von drei Essays von Helmuth Trischler, Historiker und Forschungsleiter im Deutschen Museum, und den Literaturwissenschaftlern Axel Goodbody und Markus Wilczek.

Anja Bayer, Daniela Seel  (Hg.) Lyrik im Anthropozän Anthologie Reihe Lyrik Band 48 / ca. 200 Seiten, Broschur mit Umschlag-Poster, gestaltet von Andreas Töpfer / 19,90 € [D] / 20,50 € [A] / 978-3-937445-80-9 / Auslieferung: April 2016


Textauszug Die Menschenzeit geht vorbei morst der Tauber so weiß so wissend mit seinem linken Auge: die dunklen MotorenWälder werden bald fallen und nur mehr Phantomschmerz sein Lässt der Asphalt sich denken als Vergangenheit, als Hartriegel? Hörst du es knacken? Die Lautheit der Zweibeiner umgekehrt proportional zur Lauterkeit des Wassers wird gewesen sein ein fernes Getrommel (*draum-a) – Karin Fellner

Industrieschnee

Pfad 27 | 33 Es gibt kein Halten mehr. Die Wolken finden keinen Himmel. Das Cockpit ist verklebt mit Schmetterlingen, innen, auch ich bin Toter Admiral zu manchen Zeiten. Im Charaktersimulator durchkalbte mich etwas großes Glaziales, ich maß sofort, ob wir die Berge sahen und wer die Fremden waren in unserem Stream. Poesie vielleicht? Deine Bauschkraft federt uns noch immer ab. Schon die Kinder schreiben Sinfonien für Bolzenschussgeräte. So übermannen sie den Fjord. Obwohl Natur persönlich etwas anderes ist, sind die Fleischereien überheizt. Wachsen die Bäume über sich hinaus, holt man sie ab. Das ist ein dunkles Öl für unsere Herzen. In ihnen geht es stündlich besser. Ich selbst fühle mich ganz und gar wie abgebildet auf dem Hundertträumeschein. Sei stark zu Hause, heul Treppen in die Heimat und nimm den nächsten Papst zum Mars. – Ron Winkler

nachmittags war eine durchsichtige Schicht gefallen, zu dünn, um nicht künstlich zu sein. öliges Dunkel darunter, von Reifenspuren sofort wieder aufgedeckt: wässrige schwärzliche Blöcke, im Fischgrät gegeneinandergesetzt, wie nachtwandernd brachten sie mich dazu, noch nicht abzufahren. aus einem Gitter stieg die behutsame Umluft der Tiefgarage, durch eine strenge Nieselgardine führten verschlungene Bremswege, das kalte Raumgefühl, nur hier, nur für kurze Zeit. ich fühlte mich dünnwandig wie ein geriffelter Plastikbecher: man sieht noch von innen den Schatten der Hand die ihn hält, man sieht, wo Wildnis hier beginnt, am Rand der Haushaltsgegenstände. Gummiprofile, die mechanisierten Paarhufertritte: sehr sanft nahm ich Abstand zu ihnen. diesmal blieb ich im industriellen Gestrichel, röche nach Rauch, noch lange. – Aus: Marion Poschmann, Geistersehen. Gedichte, Suhrkamp Verlag 2010

Erfüllungsort der Visionen der zeithorizont scheint nahegerückt, die decke niedrig, nach der wir uns strecken, jetzt will sich jeder noch einen namen machen, für die kleine ewigkeit, die uns noch bleibt, die archive vermögen all das kaum mehr zu bergen, den überbordenden strom von reminiszenzen, das unbekannte lagert man ein in riesige höhlen, die forschung wird es unberührt lassen, der äther platzt aus allen nähten, der countdown läuft, es wird nichts unterlassen, seinen ablauf zu beschleunigen und in schärfere regeln zu fassen, gerichtsstand = erfüllungsort der visionen, von anbeginn der zeiten an, gezahlt wird mit dem eigenen leben, der nächste bitte, jetzt ist dshingis khan an der reihe … – Jayne-Ann Igel


Frühjahr 2016

halt! du f risst noch die wolken auf !

12–13

Foto: © Renate von Mangoldt

R e i h e Ly r i k


BIRGIT KREIPE AUSBLICK

Kinderheim-Gedichte

VIII taucht der rätselfisch auf. dreht sich, hält still, schaut mich an. ein

VI

japanischer pappkarpfen. in seinen augen sieht man den himmel.

sternschnuppen – novize, jetzt untergetaucht in einem

er fragt mit verstellter stimme: wie hieß das kind, das nicht träumen

nachtblauen betonklotz im viertel würfel der wut. es flackert

konnte? einmal bekam es beinah ’nen heiligenschein. ich will nicht

als feuerten riesenkonsolen hinter den wolken. er spielt:

antworten, frage zurück: wer war das mädchen mit blauschwarzem

auf level 1 berserker, war butterblume sein name, riemen

haar und gelblicher haut? ihre patronne tanzte betrunken im morgen

hielten ihn fest. auf level 2 nahm er freiwillig mittel gegen

land! prinzessin zur zeit des papiermonds, schnitt sie songtexte in ihre

sich selbst. auf level 3 trat er türen ein, war offen für juni

oberschenkel, kippte frostschutzmittel dazu. rief die martinshörner

und pusteblumen. auf level 4: nur weißes betäubendes

drei eilige könige in ihren kitteln kamen und nahmen sie mit. sie wär

gras. dorthin kam er nie. nebenan die verzweifelte herrin

beinah im himmel! der fisch gluckst, will sich nicht weiter drehen.

in ihrer zuflucht aus essen: lieblingsdelfine, sterne im maul.

raschelt mit seiner pappe.

VII

IX

hallo, wir haben ein kind hier, das zieht den herbst an einer kordel

jetzt wird es dunkel. kinderkobras, schwarze riemen in ihren kisten

hinter sich her, ein winziges tiefdruckgebiet. er schnieft immerzu

rascheln, richten sich auf. legen dünne schlingen auf wände

eine riesenerkältung, wird er nicht los. dort wohnen unsichtbare

teppich, die fensterbank. jeden abend umzingeln sie den schlaf

und schießen. sind seine freunde, unterhält er sich mit. hier ist er

wie dunkle zinnen. und die feuerwehr für verbrannte kekse

immer, in seinem nebelquadrat, als liefe der magische fernseher

kommt nicht durch, und die nachrichtenhexe schläft, und die mutter

der ihn verzaubert hat. die schwester haben wir auch, sie hat augen

in ihrem traum aus bier – ich wirble mit kung-fu-armen die schlangen

aus eisen und findet die schule nicht. ihr vater treibt nachts vorbei

in den fluss wie seile! wer kichert da noch mit den fliegen? die kleine

auf einem papierschiff flussabwärts ins obdach, dann runzeln sich

geisha, die sagt, sie sei die empress schmerz, steht am fenster, zeigt

die tapeten, und die fenster gehen auf und schreien. er winkt.

die bisquitweiße seite dem mond. streckt den arm aus zum gruß

ist der schmutzige engel, silberfischchen im ohr.

wie ein denkmal. zehn meter weit. sagt: da sollst du verhungern. lacht.

Birgit Kreipe, geboren 1964 in Hildesheim, arbeitete zunächst als Buchhändlerin und studierte später Psychologie und Neuere Deutsche Literatur in Marburg, Wien und Göttingen. Neben ihrer klinischen Tätigkeit veröffentlichte sie Gedichte unter anderem in der FAZ, in Lichtungen, Ostragehege und Edit, im Jahrbuch der Lyrik sowie in den Anthologien „Die Schönheit ein deutliches Rauschen“, Connewitzer Verlags­buchhandlung 2010, „Schneegedichte“, Schöffling & Co. 2011, und „Venedig“, Schöffling & Co. 2015. Ihr Gedichtband „schönheitsfarm“ erschien 2012 im Verlagshaus J. Frank. Ihre Gedichte wurden mit dem Irseer Pegasus 2014 und dem Münchner Lyrikpreis 2013 ausgezeichnet. Ein neuer Lyrikband von Birgit Kreipe erscheint im Sommer 2016 bei kookbooks.


Unser Programm 14–15 Herbst 2015

978-3-937445-

€ [D]

€ [A]

LYRIK 00-7* 03-8 04-5 14-4* 16-8 18-2 22-9 23-6 27-4 29-8 30-4 34-2 35-9 37-3 38-0 39-7 41-0 42-7 43-4 44-1 45-8 46-5 47-2 49-6 50-2 51-9 52-6 53-3 54-0 55-7 56-4 57-1 60-1 61-8 62-5 63-2 65-6 66-3 67-0 69-4 70-0 71-7 72-4 73-1 77-9 78-6 80-9

Daniel Falb die räumung dieser parks Gedichte Steffen Popp Wie Alpen Gedichte Ron Winkler vereinzelt Passanten Gedichte Gerhard Falkner Gegensprechstadt – ground zero Gedicht & CD Music by David Moss Uljana Wolf kochanie ich habe brot gekauft Gedichte Hendrik Jackson Dunkelströme Gedichte Tom Schulz Vergeuden, den Tag Gedichte Monika Rinck zum fernbleiben der umarmung Gedichte Christian Schloyer spiel • ur • meere Gedichte Sabine Scho Album Gedichte Christian Hawkey Reisen in Ziegen­geschwindigkeit Gedichte Sabine Scho farben Gedichte Steffen Popp Kolonie Zur Sonne Gedichte Monika Rinck Helle Verwirrung & Rincks Ding- und Tierleben Gedichte & Zeichnungen Uljana Wolf falsche freunde Gedichte Daniel Falb BANCOR Gedichte Martina Hefter Nach den Diskotheken Gedichte Matthea Harvey Du kennst das auch Gedichte Alexej Parschtschikow Erdöl Gedichte Alexander Gumz ausrücken mit modellen Gedichte Mathias Traxler You’re welcome Texte Daniela Seel ich kann diese stelle nicht wiederfinden Gedichte Michael Palmer Gegenschein Gedichte Monika Rinck Honigprotokolle Gedichte Dagmara Kraus kummerang Gedichte Gerhard Falkner Pergamon Poems Gedichte & Clips Hendrik Jackson Im Licht der Prophezeiungen Gedichte Christian Hawkey/Uljana Wolf Sonne From Ort Ausstreichungen/Faksimiles Steffen Popp Dickicht mit Reden und Augen Gedichte Martina Hefter Vom Gehen und Stehen. Ein Handbuch Gedichte Tristan Marquardt das amortisiert sich nicht Gedichte Uljana Wolf meine schönste lengevitch Gedichte Ulf Stolterfoht Neu-Jerusalem Gedicht Katharina Schultens gorgos portfolio Gedichte Karla Reimert Picknick mit schwarzen Bienen Gedichte Farhad Showghi In verbrachter Zeit Prosagedichte Rike Scheffler der rest ist resonanz Gedichte Linus Westheuser oh schwerkraft Gedichte Rozalie Hirs gestammelte werke Gedichte Sonja vom Brocke Venice singt Gedichte Dagmara Kraus das vogelmot schlich mit geknickter schnute Gedichte und Collagen Daniel Falb CEK Gedichte Christian Filips / Monika Rinck / Franz Tröger Lieder für die letzte Runde CD Daniela Seel was weißt du schon von prärie Gedichte Martina Hefter Ungeheuer. Stücke Gedichte Yevgeniy Breyger flüchtige monde Gedichte Anja Bayer, Daniela Seel  ( Hg.) Lyrik im Anthropozän Anthologie

PROSA 01-4 09-0 10-6 13-7 15-1 17-5 19-9 26-7 05-2 28-1 33-5 40-3 58-8 59-5 74-8

Jan Böttcher Lina oder: Das kalte Moor Erzählung Jan Brandt Doppelpass. Geschichten aus dem geteilten Fußballdeutschland Anthologie Silke Andrea Schuemmer Remas Haus Roman Michael Stavaric Europa. Eine Litanei Pierangelo Maset Klangwesen Roman Steffen Popp Ohrenberg oder der Weg dorthin Roman Johannes Jansen Bollwerk Vermutungen Pierangelo Maset Laura oder die Tücken der Kunst Roman Johannes Jansen im keinland ist schönerland stumm Texte aus der DDR 1983 –1989 Michael Stavaric Nkaah. Experimente am lebenden Objekt Tuuve Aro Karmiina K.: „Ich bin okay.“ Roman Annika Scheffel Ben Roman Sabine Scho Tiere in Architektur Texte und Fotos Pierangelo Maset Beauty Police Roman Hendrik Jackson sein gelassen Aufzeichnungen

KUNSTBUCH 02-1 Johannes Jansen Liebling, mach Lack! Faksimiles 06-9 Jakob Dobers/Rainer Leupold Falsche Russen im Buch Geschichten 64-9 Hermann Recknagel Feuerwache II Fotografien 79-3 Hermann Recknagel Suppengrün 0,99  € Fotografien

13,80 14,20 13,80 14,20 15,90 16,30 24,80 25,50 15,90 16,30 14,40 14,80 14,90 15,30 14,90 15,30 15,90 16,30 15,90 16,30 22,90 23,50 19,90 20,50 19,90 20,50 24,90 25,60 19,90 20,50 19,90 20,50 19,90 20,50 19,90 20,50 19,90 20,50 19,90 20,50 19,90 20,50 17,90 18,40 19,90 20,50 19,90 20,50 19,90 20,50 19,90 20,50 19,90 20,50 19,90 20,50 19,90 20,50 19,90 20,50 19,90 20,50 19,90 20,50 19,90 20,50 19,90 20,50 19,90 20,50 19,90 20,50 19,90 20,50 19,90 20,50 19,90 20,50 19,90 20,50 ca. 22,00 22,70 19,90 20,50 10,00 10,30 19,90 20,50 19,90 20,50 19,90 20,50 19,90 20,50

14,40 10,00 UVP 7,90 UVP 19,90 17,90 17,90 16,90 19,90 22,90 18,90 19,90 19,90 19,90 19,90 19,90

14,80

20,50 18,40 18,40 17,40 20,50 23,50 19,50 20,50 20,50 20,50 20,50 20,50

25,00 UVP 10,00 UVP 39,00 40,10 ca. 49,00 50,40


kookbooks Daniela Seel Schlieperstraße 59 13507 Fon/Fax +49.30.40 05 39 74 Mobil +49.172.614 32 32 daniela.seel@kookbooks.de www.kookbooks.de Auslieferung D GVA Göttingen Anna-Vandenhoeck-Ring 36 37081 Göttingen Fon +49.551.48 71 77 Fax +49.551.413 92 frester@gva-verlage.de Auslieferung A Mohr Morawa Sulzengasse 2 1230 Wien Fon +43.1.68  01 40 Fax +43.1.68  01 41 40 momo@mohrmorawa.at Vertretung D Baden-Württemberg, Bayern, Saarland, Rheinland-Pfalz Nicole Grabert c/o Vertreterbüro Würzburg Huebergasse 1 97070 Würzburg Fon +49.931.17405 Fax +49.931.17410 grabert@vertreterbuerowuerzburg.de Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein Christiane Krause, c/o büro indiebook krause@buero-indiebook.de Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Hessen Regina Vogel, c/o büro indiebook vogel@buero-indiebook.de

Gestaltung : Andreas Töpfer

büro indiebook Bothmerstraße 21 80634 München Fon +49.89.12 28 47 04 Fax +49.89.12 28 47 05 www.buero-indiebook.de

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978-3-937445-

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KINDERBUCH 07-6 Heide Henschel/Thomas Mohnike Luise und das lang­weiligste Buch der Welt 21-2 Michael Stavaric/Renate Habinger Gaggalagu 25-0 Andreas Töpfer/Samara Chadwick Durch dick und dünn / Through thick and thin 31-1* Melanie Laibl/Dorothee Schwab Ein Waldwicht fliegt in den Oman   48-9 Taubert/Tchemberdji/ Rinck/Jirka/Töpfer Ich bin der Wind Geschwinde Lieder für Kinder & CD

12,80 13,20 14,90 15,30 14,90 15,30 19,90 20,50 19,90 20,50

ESSAY 12-0 20-5 24-3 36-6 68-7 76-2

7,90 UVP 18,90 17,90 25,00 19,90 19,90

Thomas Kraft Schwarz auf weiß Eine Werbeschrift Monika Rinck Ah, das Love-Ding! Ein Essay Hendrik Jackson Im Innern der zer­brechenden Schale Poetik und Pastichen Kleilein/Kokkelkorn/Pagels/Stabenow Tuned City. Zwischen Klang- und Raumspekulation. Reader Monika Rinck Risiko und Idiotie Streitschriften Mathias Traxler Unterhaltungsessays

NONBOOKS 08-3 Jan Böttcher Der Krepierer Erzählung, gelesen vom Autor Tragetasche Sterntaler Tragetasche Katzenziegen Rucksack-Tragetasche Tannenbaum-Yeti 32-8 Plakat Laibl/Schwab Mit dem Waldwicht um die Welt Volker Reiche Mäzenatengabe „Poesie als Lebensform“ Plakat Blutbahn „Poesie als Lebensform“ (A1), Plakat Fisch „Poesie als Lebensform“ (A2 lang) Plakat Ameisenwolf „das amortisiert sich nicht“ (A1)

19,50 18,40 25,70 20,50 20,50

9,95 10,30 4,50 4,50 6,00 6,00 7,50 7,50 500,00 500,00

( * zurzeit vergriffen)


Tat sachen rascheln ⸗ Uberall. Algen, Atome, im freien Fall. ⸗

kookbooks frühjahr 16  
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kookbooks - Jeder, der hier den Mund auftut, könnte ein Bettler sein. spring 16 catalog, Vorschau Frühjahr 16, #mathiastraxler #martinahefte...

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