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fr端hjahr 2014


Frühjahr 2014

Die Mikrowelten (Ulrich Moser), der tastende Blick, der erste Blick, die Unsicherheiten, das „Sichselbstschreibende“, die Durchlässigkeiten, die Vermeidung von Kraft- und Sinnmeierei, das punktuelle Erinnern ohne Pathos, das punktuelle Erinnern mit aufkeimendem, dann abrutschendem Pathos, die Angst vor der Metapher, der Abschied vom Experiment, die Überraschung und der ganze Brodem dahinter, die Fülle der Nähe, das Verzetteln dort und schließlich der Körper selbst, all dieses, der Fuß, die Hand und noch einiges mehr lässt sich schwer in eine Aussage bringen. Daneben bin ich froh, so wenig zu wissen. Und Farhad Showghi

das, was ich gerade geschrieben habe, überholt sich doch gleich wieder selbst. Na ja, wenn du mich vielleicht etwas früher gefragt hättest. Und es gibt vielleicht auch ein politisches Moment in diesen Texten, das Anderssprechen, als eine Art Befreiung vom Zugriff, von lähmenden Sinntiraden. Vielleicht. Und nichts gegen Herkömmliches. Nichts gegen Tatzen. Mir gefällt einfach nur das Zulassen. Aber jetzt komme ich ins Schwatzen, reime auch schon. Reime mir was zusammen. Über die Landschaften östlich von Isfahan und im Berblinger Weitmoos hätte ich vielleicht noch etwas sagen können. Und über den Garten.

Wie oft muss ich mich auf halten, um einen Aufenthalt zu haben?

R e i h e Ly r i k

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Farhad Showghi In verbrachter Zeit Prosagedichte Reihe Lyrik Band 34 / ca. 96 Seiten, Broschur mit Umschlag-Poster 19,90 Euro [D] 20,50 Euro [A] / 978-3-937445-60-1 Auslieferung: Februar 2014

Wir schauen, um anzurauen ein Fernziel, leicht nach Berbling gedreht. Dahinter gleich langgedehnter Waldwuchs, ohne nennenswert seine Schatten zu stoppen: Erster, zweiter, ernster Wald: Kommen schon etwas um Berbling herum. Fließend wie Felder in Zaunstangentreiben trotz einiger Abwesenheiten: Schwindelgefühle, die gerade bruchstückhaft Milchkühe sind, noch das Äußere zur flüchtig empfundenen Schulter, zu weiterem Aneinander bis hin zu Gewitter und Gras. Wir richten die Augen. Eine Zeitspanne fehlt. Man kann sagen: Ein Bewirten. Da ist kein Laufen. Kein Wetterunterschied. Nachrückendes bleibt unwillkürlich zwischen Willing und Au. Gerade flossen doch Felder, Wälder, ganz unangefochten um Berbling herum. Trotz weiterer Abwesenheiten, die sich erste Anzeichen mit einem Schulbus leisten. Das Innere geradezu. Damit führt die Straße schon einmal weg. Das ist ein heutiger Tag, ein angewandtes Warten. Wir halten dazu ein Ende der Blau- und Mohnhörnchenluft. Und gehen über den Triftbach Berbling entgegen.

Farhad Showghi, geboren 1961 in Prag, verbrachte Kindheit und Jugend in der BRD und in Iran. Nach seinem Studium der Humanmedizin in Erlangen lebt und arbeitet er seit 1989 als Psychiater, Psychotherapeut, Autor und Übersetzer in Hamburg. Er veröffentlichte unter anderem die Einzelbände „Die Sekunde ist eine bewohnbare Provinz“, Kulturamt Erlangen 1988, „Die Walnußmaske, durch die ich mich träumend aß“, Rospo 1998, „Ende des Stadtplans“, Urs Engeler Editor 2003, und „Die große Entfernung“, Urs Engeler Editor 2008, sowie als Übersetzer „Ahmad Shamlu: Blaues Lied. Ausgewählte Gedichte. Persisch und Deutsch“, Urs Engeler Editor 2002. Farhad Showghi erhielt unter anderem Kulturförderpreise für Literatur der Städte Erlangen und Hamburg, den 3-sat-Preis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb und den N. C. Kaser-Lyrikpreis.

Wie sich die Hände bewegen, kurz bringen lassen. In die Erfahrung und wieder zurück. Ich stelle fest, dass die Stille hier etwas zu suchen hat. Auch den Wirklichkeitsbezug, der sich fünf Fingern anschließen kann. Schließlich strichen sie dem Kind über den Kopf. Ob ich meinen jetzt drehe, lässt sich nicht sagen. Wie ich plötzlich hier wohne und die Kissenbezüge ihren gewöhnlichen Abstand halten. Zur Doppelfensterscheibe, zur Fliegendrahttür. Das muss nicht umständlicher werden, wenn die Hände etwas Weiteres sich einfallen lassen. Ich bin ja ganz Auge, wie ich hier sitze in Hose und Hemd. Möglicherweise habe ich noch ein solches Gesicht. Es schwebt mir vor mit einer Schwankungsbreite. Damit lässt sich aufstehen und Lichtschein am Jochbein haben, auch den Verlauf der Konturen bis hin zum Formgefühl. Und im Anschluss keine Kehrtwende machen, immer ähnlicher und weiter hinaus, über Mahmoudabad nach Meybod fahren.

Foto: © G2 Baraniak, Hamburg

Liegt Zauber erst einmal auf der Hand, dann schon woanders, lässt sich dieser Vorsprung leicht mit Flurlicht verwechseln und gleich verlieren vor lauter Luft. Möglicherweise blicken wir nach allen Seiten, womit wir draußen von Neuem beginnen. Sehen rechts oben einige Fadenwolken, wie uns hier, in der entstandenen Situation. Wir bewegen Tee und Obst und was dazu passt: Unsere Sichtbarkeit und gerne Granatapfelkerne, Fragen zu Blume und Laubgrün vielleicht. Im Anschluss Zucker. Zucker als einzelnes Wort mitten im Garten. Der helle Schein kommt jetzt von der Sonne links oben. Und findet das Kind, das meine Hände, eine Weile auch mit einer Reichweite hat. Gerade huscht etwas. Ein Das da! weiter nach vorn. Hin zur vergehenden Zeit. In dieser entstandenen Situation.

showghi


ich wusste doch ich kriegs hin. ich wusste ich würde jedwedes uns austricksen am ende. falle. reset.

wo seid ihr? wenn ich euch frage wo seid ihr kommt dann was wieder. wenn die märkte schließen habt ihr einen hut in der hand habt ihr eine meldeadresse um etwaige überschüsse zu mailen. und du wartest nicht mit dem urteil. siehst du die reflexe funktionieren alle wie anno 2000undx.

dazwischen die funken wenn die gespräche stählerne züge entwickeln. ssssssch. wieder etwas unter der brücke wieder die rollbahn verpasst und das dach abgekratzt. überblick gibt es – ordnung gibts auch das hängt an den fragen die man inkludiert. ich war nicht enthalten ich war teil keiner kalkulation – nicht der des kollegiums – deiner wie du betontest: noch nie – und der eigenen – – –

jin und mahin. dra. yantai ambev. trans. -nifty die dinge nifty: was anderes gab es nicht mehr. und die nummern in einem stakkato zu übermitteln das in kein stottern geriet war zugleich tagesgericht und meine version des moulin rouge.

und wechselte den stamm und dachte x habe das system verlassen.

ich hatte unsere größe vergessen und die relation unserer größe zu der des geschehens. ich will aus. raus hörten wir. eine nach dem anderen ging

kaum denkbar rauszugehen. glaubte wir stünden vorm büro und hingen doch – einsehbar – gespickt auf der anzeige dort.

jederzeit rannte es nun zwischen heros und knecht angelegt eine trappelnde armee in einer leitung die ausläufer trieb. licht: aus dem herdendynamo.

ich hatte die möglichkeit zu verhandeln abgeworfen und meine handschuhe waren verschweißt mit den fingern

sporadischer stich ins gespräch an den griffen kann man uns lenken.

R e i h e Ly r i k

so lass mich dennoch nicht allein

durch simulation. du sortierst alle wünsche und du hast meinen tod mindestens 0,2-mal verhindert einmal davon war ich verdächtig der unbeteiligtheit. bitte lenke mein licht. bitte lass mich dich kennenlernen. dein wille geschehe. dimitte debita nostra (nobis!) und wenn ich niemandem das geringste vergebe

du kannst mich doch gar nicht. du kennst meine sprache nicht großer hirte. du brauchst ein übersetzungsprogramm für meine anspielungen. ich setze dich mit sarkasmus außer gefecht. ich liebe dich. ich liebe dich als konglomerat denn du bist die summe meiner absichten die ins gute ende führen meine rettung

wenn du mich suchst wo suchst du. suchst du mich im feld oder online. suchst du mich treppab suchst du mich in meiner statusmeldung. weißt du wie mein filter funktioniert. weißt du welche standardeinstellung ich wählte.

wenn du mich liest was siehst du dann. hast du mich gezählt. hast du einen algorithmus für schafe. hast du evt. verschiedene. bin ich teil deiner unverstandenen herde. bin ich teil der suchhistorie.

ich kann sehen wann du mich liest. ich kann dich nicht sehen. wenn ich dich sehe zittert das bild. das bild gehört mir solange ich hinsehen kann. kann ich nicht hinsehen dann ist es deines.

verwechsele kunst nicht mit wut hieß es. gut. was war hingegen mit schärfe.

ich hatte pläne das risiko zu streuen ich war beinahe schon komplett in norwegen ich hatte indische stahlkonzerne überredet mir anteil zu gewähren meine gewinnmargen bezogen sich auf brasiliens bierkonsum und die möglichkeit dass russland sich noch änderte. was war mit den klingen die zitternd im rücken staken

prism

gewinnwarnung

am boden der panik

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gorgos

gedi

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Foto: © gezett.de

Katharina Schultens gorgos portfolio Gedichte Reihe Lyrik Band 35 / ca. 88 Seiten, Broschur mit Umschlag-Poster 19,90 Euro[D]/20,50 Euro [A] / 978-3-937445-61-8 / Auslieferung: März 2014

chte Katharina Schultens, geboren 1980 in Rheinland-Pfalz, studierte Kulturwissenschaften in Hildesheim, St. Louis und Bologna und lebt heute in Berlin. Neben Veröffentlichungen von Lyrik und poetologischen Texten in Zeitschriften und Anthologien erschienen von ihr die Gedichtbände „Aufbrüche“, 2004, und „gierstabil“, Luxbooks 2011. 2013 erhielt sie den Leonce-und-Lena-Preis der Stadt Darmstadt.

versuche wagnis und intensität und keine befürchtungen. versuche ist bereits der falsche ansatz. // ich bin altmodisch, schrieb ich unlängst einem freund, ich glaube nicht nur an autorschaft und das subjekt und den geteilten gleichklang und die erkenntnis, ich glaube sogar an so etwas wie wirkung. jetzt stell dir das doch bitte mal vor! Katharina Schultens.

portfolio

die verfugten f lügel die verf luchten hügel. die wir im erkenntnisf lug uns unterbreiten sind – dreht man sie um – ein dunkles wesen: ja.

schultens


Frühjahr 2014

Auf einer Exkursion eine Decke über unwegsames Gelände breiten und den schwarzen Bienen mitgebrachte Habseligkeiten anbieten. Der Begriff „Picknick“ leitet sich von den französischen Wörtern für „picken“ und „Kleinigkeiten“ her. Das gefällt den schwarzen Bienen, sie sammeln seit der Steinzeit. Ein Picknick mit Bienen ist immer auch ein Potluck: wundersame Vermehrung mitgebrachter Gäste. Friedlich ist das Summen der Bienen nicht. Es ist zu hören in Todeszellen, im Exil auf einem „gemieteten Gitterbett aus Sprache“. Ein Therapeut reicht beim Picknick Bestechungsgläser mit Pfefferminzbonbons rum. Ein

anderer zückt seinen Organspendeausweis und vermutet „Jagddurst“ oder „vielleicht nur fehlgeleitete Instinkte“, sobald ein Gedicht Gras kauend in den Kniekehlen baumelt. Darüber die Bienen, eigensinnige Mobiles, die den Wind korrigieren. Welche geheimnisvollen Botenstoffe treiben sie an? Welche Schwarmbindungen gehen sie ein? Die Sprache von Picknicks führt zu seltsamen Gesetzmäßigkeiten: „wer dem Wald zuhört oder spricht, dem verdoppelt sich alles, sobald er hinsieht“. Hinsehen: plötzliche Lichtungen, Gedichte als schwebende schwarze Kleinigkeiten, Gäste. Karla Reimert

Ich soll telefonieren, aber was jetzt, Doktor: Alle Stimmen besetzt.

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picknick mit

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chte Wie das zugeht? Celan hat einen Faden gefunden im großen Wenndann. Er macht einen Knoten: Dennwann, und einen zweiten. WAND. So wird endlich aus Gott eine Tapete, mit der es sich segeln lässt.

Verdoppelt werden die Masten, sein Holz formt sich selbst zu Bühnen.

Mit großen Schiffen fahren wir in Biotope. Wahr sind nur Abschiede.

Wahr ist von Abschieden nur der Abschied.

an Seilen, von unten kaum zu sehen, pendeln Panzer in Sturzflug, nachmodelliert. Vor feinkörnigen Ablagerungen steht die ganze Familie. Ein Nachbau der Alpen, bewundern Metamorphosen aus leuchtenden Vitrinen. Dieser totale Umbau des Körpers in der Puppenruhe, wie im Auftrag einer perfekten Kommunikation. Vielleicht, denkt Vater, sind wir als göttliche Entwicklungsillusion etwa nur Antworten auf Mundwerkzeuge, Antennen und vollzogene Häutungen. Die Jungen sehen per genetischer Vererbung glückliche Spannweiten von Empires einer Biomacht, Vereinte Nationen von Gleitkunst. Flieger-Traum der Jungen im oberen Devon: Schuppen, Fühler, Facettenaugen. Wirbeltierlungen atmen mit hohlen Knochen. Dünn, dünn diese Zeit, so kommt sie ihnen vor, aber nahezu unzerbrechlich, irisierend wie eine Platte Chitin. Die Museumspädagogik zielt hier selbstverständlich auf die Aneignung eines Humanismus-Beispiels vor dem Tod des Menschen.

Karla Reimert, geboren 1972 in Berlin, wo sie mit ihrer Familie auch lebt, studierte vergleichende Literatur- und Religionswissenschaft in Berlin. Sie ist Autorin, Übersetzerin und Herausgeberin von Anthologien und seit 2000 Redakteurin beim Texttonlabel KOOK. Für ihre Texte erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den Würth-Preis, den Preis des Autorinnenforums Rheinsberg und des Essaywettbewerbes der japanischen Botschaften. Ihre Gedichte sind in Zeitschriften und Anthologien erschienen und wurden ins Englische, Französische, Arabische und Türkische übersetzt. „Picknick mit schwarzen Bienen“ ist Karla Reimerts erster Gedichtband.

Drei Bettlaken knotet Celan über kreuz. Entgegen aller Vernunft segelt das Bett durchs Zimmer,

Karla Reimert Picknick mit schwarzen Bienen Gedichte Reihe Lyrik Band 36 / ca. 88 Seiten, Broschur mit Umschlag-Poster 19,90 Euro [D]/20,50 Euro [A] / 978-3-937445-62-5 / Auslieferung: Juni 2014

schwarzen bienen

Wer dem Wald zuhört oder spricht, dem verdoppelt sich alles, sobald er hinsieht.

Der Wald ist ein Ort mit Telefonen.

F o t o : © Vo l k e r K u n t z s c h , g e o r g + g e o r g

Dieses Freidrehen vor den Wirbeltieren

reimert


Frühjahr 2014

Linus Westheuser, geboren 1989 in Berlin, ist Mitglied und Mitgründer des Berliner Lyrikkollektivs G13 (www.gdreizehn.com). Seine Gedichte erschienen in Magazinen, darunter BELLA triste, Belletristik und poet, und Anthologien, etwa „40% Paradies. Gedichte des Lyrikkollektivs G13“, Luxbooks 2012. Er ist Koautor des Kollektivgedichts „das war absicht“, SuKuLTuR 2013, und war 2012

für seine gemeinsam mit Tristan Marquardt verfassten Texte Finalist des 20. Open Mike. Mit Charlotte Warsen und Joel Scott betreibt er im Rahmen des Babelsprech-Projekts der Literaturwerkstatt Berlin den Blog „Hallo Präsident – für eine Politik der Lyrik“ (www.babel sprech.org). Linus Westheuser lebt in Berlin und studiert Soziologie. Sein erster Einzelband erscheint im Herbst 2014 bei kookbooks.

Schon stehen wir im Slalom, schon fängt eine Drüse zu zischen an.

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und die datentürme, in den geschäften, usw. dann vor der tür von den wolken befallen sein – wir sind alles das, was wir vergessen haben unser mund lagert schürfrechte ein tausend ausgehöhlte blüten aus den kanonen tropft die farbe die hand fährt darüber und bremst türkis, türkis

also sprechen wir darüber. ihr verfall weist auf absichten hin. nimm den kanister und stell die frage. der rest ist schon in gemälden.

oder eben doch verfall, wie könntest du es wissen? die täufe der augen im internet-lokal. geht wieder siegreich schlafen. ich ging in diesen raum und stand vor einem rätsel. wenn also jemand sagen möchte: wo enten sind, da ist die hoffnung. wo – aber man kann das erklären. die anderen, oder gar keiner. oder das alphabet bloß: von satelliten bestrickt. vielleicht hat jede zeit ihre eigene. vielleicht. dir stünde eine baumsorte zu. ich denke mit zwei drei strichen wüssten wir wieder, woran wir sind. das ehemalige hafenbecken, mit pfirsichenten, pfaden im dach für lumpige kräne, dazu der kult.

was steht dem verfall im gesicht? die volle länge der anderen. die enten im hafenbecken, entlang der wand: zerschlagen, erzählen. dabei das ganze überm kopf: die läuse im haus, die häuser im schleudergang, und so weiter. ist das noch eine landschaft? vielleicht eine stadt? es ist eine zärtlichkeit, die keine beine hat, ein haufen kleinigkeiten, erwischt inmitten der analyse. so viel: es gibt hämmer. die hälfte frühstückt nichts, trägt arme ab. so wurden versteckte früchte benannt. und gären. wenn jemand trotzdem hosen hat, und tritt und beißt, sich spiegelt und nach draußen geht, um zu sagen, […]

und wenn die wände eben dreckig werden, dann muss man sie eben nochmal streichen. die krawatte tritt in die stiefel, in die wanne, die robbe tritt ins tigergehege, die pedale treten in den werkzeugkasten ein, die nato geht ins bad, kickt die dame eine sanduhr um, es reicht, rufen alle, es reicht, es reicht! und reicht es nicht auch? das fahrrad kommt ins museum, die krebse treten den himmel ein, sie werden aber behandelt, der himmel tritt neben die türkei, tritt ins fernseher ein, je nach alter ein hakenkreuz, die mutter, die wunde, die geballte faust, verlässt den raum der gerechtigkeit, die gerechtigkeit verlässt das gebäude, der krebs tritt ein, die feuerwehr verlassen das gebäude, es ist ein melodischer anlass, der manche halbtot zurücklässt, ein sehr melancholischer bräutigam, nicht? die einbahnstraße tritt in das regelboot ein, in das große jahrestag, das dreißigste jahr, die pflaumen sind ganz schön, die müdigkeit tritt in den himmel zurück, gegen den kompass, der kompass. es schneit. und gott liebt mich. heute ist mein geburtstag. das containerschiff schlägt sich durch, tritt in das gebäude ein, der tiger tritt in das gebäude ein.

unterm tag liegt etwas geschürftes in nesseln ein restloses türkis gequetscht von kinderhänden am morgen: zwei abwesende anrufe wir oder ich steigen in die kapseln runter runter, die seeschlacht ein memory aufgeklappter wunden im auto im schalbau, rundweg – acryl in den augen den traurigen werften, im brustkorb federn die beine aus filz

ich möchte dich anfassen dir was hinstellen, das morgens und abends goodbye sagt und stoff gibt ein obenrum abgeschmirgelter cowboy oder diese zwei kühe – sie tragen milch in den zähnen, auf ihren rücken liegen falsch transplantierte flügel

für die enten, aber

lick der tiger tritt in das gebäude ein

Foto: © privat

die werften der welt sind traurig

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Daniel Falb die räumung dieser parks Gedichte Steffen Popp Wie Alpen Gedichte Ron Winkler vereinzelt Passanten Gedichte Gerhard Falkner Gegensprechstadt – ground zero Gedicht & CD Music by David Moss Uljana Wolf kochanie ich habe brot gekauft Gedichte Hendrik Jackson Dunkelströme Gedichte Tom Schulz Vergeuden, den Tag Gedichte Monika Rinck zum fernbleiben der umarmung Gedichte Christian Schloyer spiel • ur • meere Gedichte Sabine Scho Album Gedichte Christian Hawkey Reisen in Ziegen­geschwindigkeit Gedichte Sabine Scho farben Gedichte Steffen Popp Kolonie Zur Sonne Gedichte Monika Rinck Helle Verwirrung & Rincks Ding- und Tierleben Gedichte & Zeichnungen Uljana Wolf falsche freunde Gedichte Daniel Falb BANCOR Gedichte Martina Hefter Nach den Diskotheken Gedichte Matthea Harvey Du kennst das auch Gedichte Alexej Parschtschikow Erdöl Gedichte Alexander Gumz ausrücken mit modellen Gedichte Mathias Traxler You’re welcome Texte Daniela Seel ich kann diese stelle nicht wiederfinden Gedichte Michael Palmer Gegenschein Gedichte Monika Rinck Honigprotokolle Gedichte Dagmara Kraus kummerang Gedichte Gerhard Falkner Pergamon Poems Gedichte & Clips Hendrik Jackson Im Licht der Prophezeiungen Gedichte Christian Hawkey/Uljana Wolf Sonne From Ort Ausstreichungen/Faksimiles Steffen Popp Dickicht mit Reden und Augen Gedichte Martina Hefter Vom Gehen und Stehen. Ein Handbuch Gedichte Tristan Marquardt das amortisiert sich nicht Gedichte Uljana Wolf meine schönste lengevitch Gedichte Farhad Showghi In verbrachter Zeit Prosagedichte Katharina Schultens gorgos portfolio Gedichte Karla Reimert Picknick mit schwarzen Bienen Gedichte

13,80 14,20 13,80 14,20 15,90 16,30 24,80 25,50 15,90 16,30 14,40 14,80 14,90 15,30 14,90 15,30 15,90 16,30 15,90 16,30 22,90 23,50 19,90 20,50 19,90 20,50 24,90 25,60 19,90 20,50 19,90 20,50 19,90 20,50 19,90 20,50 19,90 20,50 19,90 20,50 19,90 20,50 17,90 18,40 19,90 20,50 19,90 20,50 19,90 20,50 19,90 20,50 19,90 20,50 19,90 20,50 19,90 20,50 19,90 20,50 19,90 20,50 19,90 20,50 19,90 20,50 19,90 20,50 19,90 20,50

Jan Böttcher Lina oder: Das kalte Moor Erzählung Jan Brandt Doppelpass. Geschichten aus dem geteilten Fußballdeutschland Anthologie Silke Andrea Schuemmer Remas Haus Roman Michael Stavaric Europa. Eine Litanei Pierangelo Maset Klangwesen Roman Steffen Popp Ohrenberg oder der Weg dorthin Roman Johannes Jansen Bollwerk Vermutungen Pierangelo Maset Laura oder die Tücken der Kunst Roman Johannes Jansen im keinland ist schönerland stumm Texte aus der DDR 1983 –1989 Michael Stavaric Nkaah. Experimente am lebenden Objekt Tuuve Aro Karmiina K.: „Ich bin okay.“ Roman Annika Scheffel Ben Roman Sabine Scho Tiere in Architektur Texte und Fotos Pierangelo Maset Beauty Police Roman

14,40 10,00 UVP 7,90 UVP 19,90 17,90 17,90 16,90 19,90 22,90 18,90 19,90 19,90 19,90 19,90

Johannes Jansen Liebling, mach Lack! Faksimiles Jakob Dobers/Rainer Leupold Falsche Russen im Buch Geschichten

25,00 UVP 10,00 UVP

Heide Henschel/Thomas Mohnike Luise und das lang­weiligste Buch der Welt Michael Stavaric/Renate Habinger Gaggalagu Andreas Töpfer/Samara Chadwick Durch dick und dünn / Through thick and thin Melanie Laibl/Dorothee Schwab Ein Waldwicht fliegt in den Oman Taubert/Tchemberdji/ Rinck/Jirka/Töpfer Ich bin der Wind Geschwinde Lieder für Kinder & CD

12,80 13,20 14,90 15,30 14,90 15,30 19,90 20,50 19,90 20,50

Thomas Kraft Schwarz auf weiß Eine Werbeschrift Monika Rinck Ah, das Love-Ding! Ein Essay Hendrik Jackson Im Innern der zer­brechenden Schale Poetik und Pastichen Kleilein/Kokkelkorn/Pagels/Stabenow Tuned City. Zwischen Klang- und Raumspekulation. Reader

7,90 UVP 18,90 17,90 25,00

Jan Böttcher Der Krepierer Erzählung, gelesen vom Autor Tragetasche Sterntaler Tragetasche Katzenziegen Rucksack-Tragetasche Tannenbaum-Yeti Plakat Laibl/Schwab Mit dem Waldwicht um die Welt Volker Reiche Mäzenatengabe „Poesie als Lebensform“ Plakat Blutbahn „Poesie als Lebensform“ (A1), Plakat Fisch „Poesie als Lebensform“ (A2 lang) Plakat Ameisenwolf „das amortisiert sich nicht“ (A1)

14,80

20,50 18,40 18,40 17,40 20,50 23,50 19,50 20,50 20,50 20,50 20,50

19,50 18,40 25,70

9,95 10,30 4,50 4,50 6,00 6,00 7,50 7,50 500,00 500,00

( * zurzeit vergriffen)


kookbooks Daniela Seel Horstweg 34 14059 Berlin Fon/Fax +49.30.40 05 39 74 Mobil +49.172.614 32 32 daniela.seel@kookbooks.de www.kookbooks.de Auslieferung D GVA Göttingen Anna-Vandenhoeck-Ring 36 37081 Göttingen Fon +49.551.48 71 77 Fax +49.551.413 92 frester@gva-verlage.de

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