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poesie als lebensform

kookbooks

FALKNER JACKSON HAWKEY/WOLF

HERBST 2012

DU SIEHST HIER NIRGENDS BLUT


R e i h e Ly r i k

gerhard falkner pergamon poems gedichte+clips

© Foto: Timm Kölln

Die griechischen Götter und Giganten waren die Superhelden der Antike. Wie ein monumentaler 3D-Comic erzählt der berühmte Pergamonfries ihre Geschichten. In Marmor gebannte Energie. Diese Energie nimmt Gerhard Falkner in seinem jüngsten Projekt, den Pergamon Poems, mit Verve auf und bringt Bewegung ins Gedicht. Defragmentierung der alten Platten. Pulsierende Reappropriation statt Antikenkitsch. Superhelden revisited. »Alles ist Impuls.« Impulsgeber für die Pergamon Poems waren auch die Regisseure Constantin Lieb und Felix von Boehm. Im Auftrag der Staatlichen Museen zu Berlin sollten sie Poesie-Clips über den Pergamonaltar erstellen und luden Gerhard Falkner zur Mitwirkung ein. Die bisherigen Reaktionen sind euphorisch. Seit ihrer Veröffent‑ lichung Anfang April 2012 werden die Mini-Filme als ganz neue Form des Poetry-Clips gefeiert. So schreibt Gustav Seibt in der Süddeutschen Zeitung: »Selten sieht man, wie genial sich das älteste Medium der Menschheit, die mündliche Dichtung, mit ihrem jüngsten, dem Videokanal, verbünden kann. Angeblich ist der Pergamon-Altar angeregt durch Verse Homers, die von den Wohnungen der Götter handeln. Gerhard Falkner schlägt diesen Bogen zurück und macht den Berliner Marmorsturm zum Anlass neuer Dichtung: klassischer und gegenwärtiger geht es nicht.« Neben den Gedichten im deutschen Original umfasst das Buch Übersetzungen ins Englische von Mark Anderson, fotografische Abbildungen sowie die aus fünf der Gedichte entstandenen Clips, eingesprochen von Schauspielern der Berliner Schaubühne, auf DVD.

Te x t a u s z u g

2

ARTEMIS

DER FRIES

Nie wieder ist ein Körper so ans Licht getreten wie der, den Artemis, von rechts ins Kampfgetümmel steigend aus sich herausholt. Er entspringt. Er bejubelt sich und seinen Schwung – Das Kleid ist außer sich vor Falten Der Wulst, mit dem es unter ihrer Brust gehalten macht den Marmor weich und lässt ihn fließen (kein Blutvergießen, nur der Sieg, es geht um alles) Ihr Knie berührt den Hund, der um sie kämpft in delikater Weise Ein Knie, das jedes Knie der Welt in Schatten stellt Ein Knie, das sich vollendet fortsetzt in der Wade – alles wie gemeißelt, die Sandale, mit der sie ihren Fuß auf einen überwundenen Gegner setzt ihn niedertritt Kill Bill, gespielt von Himmlischen (Götterkino) die Torsi torkeln von der Wucht des Schönen und jeder Lücke stockt der Atem wie Schönheit so und Schock sich hier versöhnen

Du sagst: Mich lässt der Marmor kalt, die alten Scherben ich kann mich in der Schönheit nicht erkennen nicht in der Schlacht, ich kenne keine Löwen kann kein Griechisch, lenke keinen Sonnenwagen ich habe keinen Sinn für etwas, das mich übersteigt, mein Alltag wird davon nicht heller meine Zeit nicht leichter Ich versteh das nur zu gut: Du wirst verrückt wenn du dein Bein dagegenhältst, deinen Kopf wenn du dein Leben, das im Lustigen verpufft, mit Höhepunkten höchstens noch im Fußballfieber, vergleichst mit etwas von nichts Überflüssigem gestreift, wo mit Lust und Größe alles ineinandergreift, jede Geste ausgereift Kein Wunder, dass da Marmor keine Wirkung tut nicht mal als Platte, auf der steht: Hier ruht.


w ie v iel Gi gaby te hat d ie ser Fr ie s 3

»Gerhard Falkner, einer der großen deutschen Sprachzauberer« ––– Gustav Seibt, Süddeutsche Zeitung

»ein Jahrhundert-Gedicht« ––– Peter Geist, Der Freitag über »Gegensprechstadt – ground zero«

Gerhard Falkner, geboren 1951 in Schwabach, gehört zu den bedeutenden Dichtern der Gegenwart. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher der verschiedensten Genres, darunter die Gedichtbände »wemut«, Luchterhand 1989, »X-te Person Einzahl«, Suhrkamp 1996, »Endogene Gedichte«, DuMont 2000, »Hölderlin Reparatur«, Berlin Verlag 2008, die Novelle »Bruno«, Berlin Verlag 2009, den Thesenband »Über den Unwert des Gedichts«, Aufbau 1993, und die Theaterstücke »Der Quälmeister« und »Alte Helden«, beide DuMont 1998, sowie als Herausgeber die Anthologie »AmLit. Neue Literatur aus den USA«, Galrev 1992. Bei kookbooks erschien 2005 sein Langgedicht »Gegensprechstadt – ground zero«. Sein Werk wurde unter anderem 2006 mit dem Spycher Literaturpreis Leuk, 2008 mit dem Kranichsteiner Literaturpreis, 2009 mit dem Peter-Huchel-Preis und 2012 mit dem Preis für Kunst und Wissenschaft der Stadt Nürnberg ausgezeichnet. Gerhard Falkner lebt in Berlin und in Bayern.

BACKLIST Gerhard Falkner bei kookbooks Gegensprechstadt – ground zero Gedicht. Music by David Moss Reihe Lyrik Band 4 / 96 Seiten, Klappenbroschur mit CD, 4 Illustrationen auf Transparentpapier / 24,80 Euro [D]/25,50 Euro [A] / 978-3-937445-14-4

Gerhard Falkner Pergamon Poems Gedichte + DVD deutsch-englisch, ins Englische von Mark Anderson / Reihe Lyrik Band 26 ca. 64 Seiten inkl. Foto-Abbildungen, Broschur mit Umschlag-Poster, DVD mit 5 Gedicht-Clips von Constantin Lieb & Felix von Boehm, Laufzeit ca. 11 Min., ca.19,90 Euro [D]/20,50 Euro [A] / 978-3-937445-51-9 Auslieferung: Juli 2012

Mark Anderson is Professor of German and Comparative Literature and Director of Deutsches Haus at Columbia University. The author of several books on Kafka (»Kafka’s Clothes«, Oxford UP, 1992), he has also written widely about German and Austrian literature at the turn of the century as well as the postwar period. He was the first to translate Ingeborg Bachmann into English (»In the Storm of Roses«, Princeton UP, 1986) and translated Thomas Bernhard’s »Der Untergeher« (Knopf, 1991). His first collaboration with Gerhard Falkner resulted in »Seventeen Selected Poems by Gerhard Falkner« (qwert zui opü, 1994). Felix von Boehm, geboren 1986, Studium der Filmwissenschaft und Philosophie. Masterclass Filmproduktion in Ludwigsburg/Paris. Herausgeber des Interviewmagazins CINE-FILS.com. Er realisierte als Regisseur Dokumentationen und Kurzfilme für rbb, Arte und ZDF. Momentan arbeitet er als Filmemacher und Produzent in Berlin und Paris. Constantin Lieb, geboren 1987, Studium der Philosophie und Angewandten Literaturwissenschaft. Arbeitete mit an der Übersetzung von Mark Z. Danielewskis »Only Revolutions«, Klett Cotta 2012. Mitherausgeber des Interviewmagazins CINE-FILS.com. Lebt und arbeitet als Filmemacher und Autor in Berlin. www.bboxxfilme.de www.smb.museum/pergamon-panorama_/ index.php?node_id= 38 oder auf youtube Die Filme entstanden als Auftragsproduktion der Staatlichen Museen zu Berlin (Antikensammlung) in Kooperation mit der Schaubühne Berlin und bboxxFILME.


R e i h e Ly r i k

hendrik jackson im licht der prophezeiungen gedichte

Te x t a u s z u g

4 Im Licht der Prophezeiungen

XV/Nowo III

Dies begleitende Rudel der Freunde – fehlt. Und trotzdem siehst du allerorten feuchte Schnauzen, neugieriges In-der-LuftSchnuppern. Auf Eispartien ist gut rutschen. Du trittst in eine Nadel und die Krankheit ist schon in dir. Jeden Tag, jeden Abend werden die kleinsten Wünsche verweigert und ersetzt durch größere, unmöglichere. // Unter der gewaltigen Kuppel läuft der dunkle Film der Stadt. Blinkt Tafelgeschirr. Und alle versammeln sich an einem langen Tisch. // Der traurige Engel Lermontows, nimmst du an, hat nie die Lager überflogen. Vielleicht ist er nackt über den Leninplatz gelaufen. // Du hast einen blau-roten Kanister geschultert und spritzt dir Mundwasser, rot – morgens, blau – abends. Ein Typ im Tarnanzug weist auf die Pflicht zur Abendgarderobe hin. Die Abendgarderobiere im blauen Kittel weist auf die adäquate Verwahrung des Schlüssels hin. Der Schlüsselmeister weist auf akkurates Benehmen Schaufensterpuppen

hin, den Präsidenten ehren, die Tische rechtzeitig vorbestellen, am vorherbestimmten Platz sich frei fühlen, aber nicht ungezwungen. // Draußen, das Geld, leuchtete auf, in der Weite des Platzes, accompagniert von Gold und Kuppel, errichtet von bärigen Pranken. Achsen, gerammt in den Verstand, die Ödnis. // Vereinte Hände pappten eine Statue des Literaten zusammen, den man inzwischen für einen genialen Verwalter des Konkurses hielt, einen Platzhalter absoluter Leere, Topmanager des Nichts. // Du gibst wieder deiner Tendenz zum Eigenzeitdoping nach. Du musst dich entweder mit dir selbst fit spritzen oder einen Oblomow mimen und taglang verträumt in der Bibliothek mit schüchternen Botanikerinnen flirten, behutsam und auf der Hut. // Kann der Dichter denn keine Geschichten stanzen! Ein wahrhafter Romanerzähler, so einer … // Da wäre noch eine Bitte an die Leser, an das Publikum, bitte kommen Sie doch vor, rücken Sie doch, verdammt, näher heran, und kraulen Sie, zum Teufel, diese Füße.

I.

serielle Formen – verletzen nicht, gehen durch dich durch, transzendental, entspannt. verharren in ihren ewigen Konturen, weisen dich ab, manifestieren sich elegant in ein Fluidum hinein, defilieren ungelenk, versammeln sich in Gruppen. Widerstand, an dem die Idee zerbricht. sich aufrichtet. sie sind rätselhaft, Puppe – unbekannt. die Lebenden, Verwesenden müsstens wissen. das Gegenteil von wuschelig. Gelenke! Puppen-Truppen! stürmt die Schaufensterläden! an die Wäsche, denn sie schenken Nichts, denken nur an eines, gleichsam Einsen und Nullen … in ihren Kleidern – kokett. weil sich an ihnen jeder Frechheiten erlauben darf! sie sind doch hart! knetet! knetet! das Ende von Poren und Eifersucht – monochrome Variationen, saisonal zu reproduzieren. so gerissene Dinger! heimliche Voyeure, depressive. manchmal gleichen sie Tieren im nächtlichen Dunkel: schleichen sich an, spannen die Glieder, stehen hinter dir – starr. perfekte Luder, sie sammeln die Ruhe der Welt, weichen nicht aus – sind immerzu hart.

© Hendrik Jackson, Rosemarie Lang

und nicht zu knacken, der Eifer berechneter Bögen, kalte Floppsprung-Beine: Linien und enge Höschen … wie sie sich biegen: anamorphotisch im Wind die Greco-Pinien … es jedem Einzelnen machen, ohne Falten, mit fließenden Plissees, ausgeschwärmte Schar allein im Laden, nachts geht ein Licht an: du im Schaufenster mit wirrem Haar!


n iema l s ver rät d ich d ie P uppe 5 Hendrik Jacksons neue Texte betrachten ihre Gegenstände »Im Licht der Prophezeiungen«, laden sie mit untergründigen, geschichtlichen und atmosphärischen Spannungen auf: sprachliche tags mit Metainformationen. Zugleich denken sie Poesie als eine tabula rasa, die einen Ursprung initiieren kann – jenseits ausgeschrittener Gegensätze, jenseits der Zumutungen technisierter Welt und gesellschaftlicher Ohnmacht. So reflektieren die Texte, zu deren Personal Schaufensterpuppen und Präsidenten ebenso gehören wie Welimir Chlebnikow und Hare-Krishna-Jünger, religiöse und kapitalistische Verheißungen, die uneingelöst bleiben müssen. Jacksons Sprache, umtriebig und unnachgiebig, verschlägt es nach Sibirien oder vor Modeboutiquen, in die Höfe und über Alleen, kontrastreich und klangvoll, bis der »Atem zischt« und »die Bewegungen einfrieren«. Ob bei ausklappbaren Leathermen, in Feuerwerken oder unter »Suffherzen, die sich an jeden Klang klammern« – die Gedichte suchen im ganz Konkreten den Punkt, an dem die sprachliche Form leck schlägt und Offenbarung einsickern kann.

»Ein Solitär unter den Dichtern der jüngeren Generation.« ––– Michael Braun, Sprache im technischen Zeitalter

© Foto: Hardy Jackson

Hendrik Jackson, geboren 1971, lebt als freier Autor, Übersetzer und Herausgeber (www.lyrikkritik.de) in Berlin. Er veröffentlichte die Bände »brausende Bulgen – 95 Thesen über die Flußwasser in der menschlichen Seele«, edition per procura 2004, »Einflüsterungen von seitlich«, Morpheo Verlag 2001, »Dunkelströme. Gedichte«, kookbooks 2006, »Im Innern der zerbrechenden Schale. Poetik und Pastichen«, kookbooks 2007, und zuletzt »HELM AUS PHLOX. Eine kollektive Poetologie« (gemeinsam mit Ann Cotten, Daniel Falb, Steffen Popp und Monika Rinck), Merve 2011, sowie als Übersetzer Marina Zwetajewas »Poem vom Ende/ Neujahrsbrief«, edition per procura 2003, und Alexej Parschtschikows »Erdöl. Gedichte«, kookbooks 2011. Hendrik Jackson wurde unter anderem mit dem GWK-Förderpreis 2004, dem Hans-Erich-Nossack-Förderpreis 2006 und dem Friedrich-Hölderlin-Förderpreis 2008 ausgezeichnet. BACKLIST Hendrik Jackson bei kookbooks Im Innern der zerbrechenden Schale Poetik und Pastichen Reihe Essay Band 3, 144 Seiten, 4 Illustrationen auf Transparentpapier, Klappenbroschur / 17,90 Euro [D]/18,40 Euro [A], 978-3-937445-24-3 Dunkelströme Gedichte / Reihe Lyrik Band 6 / 80 Seiten, 4 Illustrationen auf Transparentpapier / Klappenbroschur /14,40 Euro [D]/14,80 Euro [A] 978-3-937445-18-2

Hendrik Jackson Im Licht der Prophezeiungen Gedichte Reihe Lyrik Band 27, ca. 80 Seiten, Broschur mit Umschlag-Poster 19,90 Euro [D]/20,50 Euro [A] / 978-3-937445-52-6 Auslieferung: Oktober 2012


R e i h e Ly r i k

christian hawkey /  uljana wolf sonne from ort ausstreichungen / faksimiles

6 »[E]iner der großen Vogelrufe des Herzens in der Landschaft der Liebe« nannte Rilke die »Sonette aus dem Portugiesischen« der viktorianischen Dichterin Elizabeth Barrett-Browning. 1907 übersetzte er die Gedichte – wohl zunächst mit Hilfe seiner Gastgeberin Alice Faehndrich – auf Capri ins Deutsche, 1908 wurden sie zum ersten Mal veröffentlicht. Einhundert Jahre später beginnen Christian Hawkey und Uljana Wolf, die berühmten Sonette in der zweisprachigen Insel-Ausgabe mit Tipp-Ex zu bearbeiten. Ihr »SONNE FROM ORT«, das im Titel an Rilkes Capri erinnert, besteht aus weißen Feldern, neuen Gedichten und jeder Menge Zugunruhe. Denn Tipp-Ex, das auf Englisch »Liquid Paper« heißt, setzt den Text in Bewegung. Die Übermalungen lassen die Seiten flüssig werden, ein Meer aus Möglichkeiten, in dem sich immer wieder neue, überraschende Textinseln bilden. Sie wecken schlummernde Potenziale und Geisterstimmen, erforschen neue Areale poetischer Zusammenarbeit. Wie eine weitere Übersetzungsschicht schreiben Wolfs & Hawkeys Erasures oder Ausstreichungen die unzähligen im Text enthaltenen Stimmen fort: as if / Struck by thy possible hand,

»Dichtung derart optisch vorzuführen erzählt mehr über das Prinzip experimenteller Lyrik, als es die bloße Lektüre täte.« ––– Andreas Platthaus, FAZ

Christian Hawkey, geboren 1969 in Hackensack, New Jersey, lebt als Lyriker, Kunstkritiker, Übersetzer aus dem Deutschen, Herausgeber und Gründer der Literaturzeitschrift »Jubilat« in Berlin und Brooklyn, wo er am Pratt-Institut Literatur und Creative Writing lehrt und seit 2010 gemeinsam mit Rachel Levitsky das Office of Recuperative Strategies (OoRS) betreibt. Er veröffentlichte unter anderem die Einzelbände »The Book of Funnels«, Verse Press 2004, »Citizen of«, Wave Books 2007, und »Ventrakl«, Ugly Duckling Presse 2010. Christian Hawkey wurde mehrfach ausgezeichnet, darunter von der Academy of American Poets, dem Berliner Künstlerprogramm des DAAD, mit dem Kate Tufts Discovery Award und dem Creative Capital Innovative Literature Award. Auf Deutsch liegen von ihm »Reisen in Ziegengeschwindigkeit«, kookbooks 2008, übersetzt von Steffen Popp und Uljana Wolf, sowie »Sonette mit elisabethanischem Maulwurf«, hochroth 2010, übersetzt von Uljana Wolf, vor.

Uljana Wolf, geboren 1979 in Berlin, Studium der Germanistik, Kulturwissenschaft und Anglistik in Berlin und Krakau, lebt als Lyrikerin und Übersetzerin in Berlin und Brooklyn. Sie veröffentlichte die Einzelbände »kochanie ich habe brot gekauft«, kookbooks 2005, und »falsche freunde«, kookbooks 2009, sowie »Box Office. Münchner Rede zur Poesie 8«, Stiftung Lyrik Kabinett 2009. Als Übersetzerin überträgt sie vor allem aus dem Englischen und aus osteuropäischen Sprachen, darunter Lyrik von Eugene Ostashevsky, Erín Moure und Cole Swensen. 2008 übersetzte sie für kookbooks Christian Hawkeys »Reisen in Ziegengeschwindigkeit«, gemeinsam mit Steffen Popp, 2011 Matthea Harveys »du kennst das auch«. 2009 war Uljana Wolf Mitherausgeberin des »Jahrbuchs der Lyrik«, S. Fischer. Ihre Gedichte wurden mehrfach ausgezeichnet, so 2003 mit dem Wiener Werkstattpreis, 2006 mit dem Peter-Huchel-Preis und dem Dresdner Lyrikpreis sowie 2008 mit dem RAI-Medienpreis beim Lyrikpreis Meran.


wom it ich sch reibe: wei ß d ie s z weite G e sicht au f den Mund gele g t 7

© Fotos: Timm Kölln

BACKLIST Uljana Wolf / Christian Hawkey bei kookbooks Uljana Wolf kochanie ich habe brot gekauft Gedichte / Reihe Lyrik Band 5 72 Seiten, 4 Illustrationen auf Transparentpapier, Klappenbroschur 15,90 Euro [D] /16,30 Euro [A] / 978-3-937445-16-8 Christian Hawkey Reisen in Ziegengeschwindigkeit Gedichte deutsch-englisch, aus dem amerikanischen Englisch von Steffen Popp und Uljana Wolf, Reihe Lyrik Band 11 / 200 Seiten, 4 Illustrationen auf Transparentpapier, Klappenbroschur / 22,90 Euro [D]/25,50 Euro [A] / 978-3-937445-30-4 Uljana Wolf falsche freunde Gedichte / Reihe Lyrik Band 15 / 88 Seiten, Klappenbroschur / 19,90 Euro [D]/20,50 Euro [A] / 978-3-937445-38-0

Christian Hawkey / Uljana Wolf Sonne from Ort Ausstreichungen / Faksimiles englisch–deutsch, nach den Sonnets from the Portuguese von Elizabeth BarrettBrowning, aus dem Englischen von Rainer Maria Rilke / Reihe Lyrik Band 28 / ca. 96 Seiten, farbig faksimiliert, Broschur mit Banderole / ca. 19,90 Euro[D]/ 20,50 Euro [A]/ 978-3-937445-53-3 / Auslieferung: Oktober 2012


Magazin

A rc h i t e k t u r

n a c hr i c ht e n v o m s c hr e i bt i s c h

tiere in

s a b i n e s ch o 8 Der Mensch ist das Tier, das sich andere Tiere hält. Zuerst als Haustiere, dann viel später als Schautiere. ––– Hans Blumenberg ––– Wie man aus der Wohnung, wo einer haust, und aus dem Stadtviertel, das er bewohnt, sich ein Bild von seiner Natur und Wesensart macht, hielt ich es mit den Tieren des Zoologischen Gartens. ––– Walter Benjamin

Z

© Fotos: Sabine Scho

oologische Gärten sind Schnittstellen, die von dem Leben der eigenen mit der je anderen Art zeugen. Ihre Gestaltung spiegelt das Selbstverständnis einer Gesellschaft, die ihren Platz in der Evolution immer neu definiert. Beim Besuch eines Zoos verlangt es uns heute längst nicht mehr nach einem Abbild symbolischer Ordnung, wie sie noch die Menagerie Ludwigs XIV. verkörperte. Dessen Baumeister Le Vau ordnete die Gehege in sogenannten Logen an. Der absolutistischen Herrschaftsidee entsprechend, richtete er diese konzentrisch zum Betrachterstandpunkt des Sonnenkönigs aus. Gerechte Hege erbaut uns heute mehr als gebaute Hegemonie. Nicht positivistischer Bildungshunger treibt uns, eher schon suchen wir in den Landschaftskulissen nach Reservaten der Sehnsucht. So hat sich das Projekt Zoo gleichsam invertiert: Künstlich bauen wir en détail wieder auf, was wir en gros zerstören. Große Freigelände ersetzen einzelne Gehegebauten und versammeln Lebensgemeinschaften unterschiedlichster Klimazonen. Mit der Umsetzung solch geografischer Gelände ist man in den USA wegweisend. Im San Diego Zoo schweben die Besucher im „Käfig“, der Aerial Tram, über skurrilen Landschaftsimitationen und erschließen sich aus der Vogelperspektive den Park. In der Bucht von Monterey bei San Francisco und in Long Beach bei L.A. finden sich die derzeit wohl beliebtesten Architekturen für Tiere: Aquarien. Sie werden mittlerweile zu Vorzeigebauten der Stararchitekten

(Frank O. Gehry entwarf das Aquarium of the Pacific für Long Beach). Hier zielt man auf einen besonderen ästhetischen Mehrwert, inszeniert die vielfarbigen Meeresbewohner mit Hilfe der Architektur zu lebenden Dioramen. Aber auch das Bedürfnis nach Kontaktaufnahme hat man einkalkuliert: Hai- und Rochenstreichelbecken sind State of the Art und dürfen heute in keinem Aquarium fehlen.

als Fischhändler in St. Pauli begann, als Tierhändler sein Geld verdiente, der mit seinen berühmtberüchtigten Völkerschauen sowie seinem Zirkus und den portablen Panoramen durch die ganze Welt tourte, hatte schon früh begriffen, worauf es beim Unterhaltungsunternehmen Zoo im 20. Jahrhundert ankam: paradiesische Verhältnisse.

Doch was sich scheinbar kohärent zu einem Bild fügt, fängt mit einem Felskettenimitat Doch selbst die noch so perfekte Natursimu- der Hochgebirge an und endet in einem japanischen Garten, ganz nach dem Vorbild eines lation kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass zoologische Gärten – ungeachtet ihrer Landschaftspasticcios. Im Zoo existieren keine fließenden Übergänge, Regenwälder Arterhaltungs- und Aufklärungsanliegen – finden sich direkt neben Tierkühlhäusern mit Unterhaltungsarchitekturen hervorgebracht Gletscherambiente, vom maritimen Streichelhaben, die neben dem wechselseitigen becken geht es über eine Doppelschwingtür Schutz von Tieren und Besuchern optimale in die Trockenwüste, die, den Tagesablauf Sicht und Nähe einfordern. Kein Zoo der der nachtaktiven Wüstenbewohner umkehWelt kann es sich leisten, dass sich seine rend, zur Besuchszeit in mittägliche DunkelTiere den Blicken der Besucher völlig entziehen, ob er nun der Natur nachempfunden heit getaucht ist. wurde oder ob seine Gehege konstruktivisUnd nicht nur zieht der Zoo seine Grenzen tischen Bühnen gleichen, wie sie Berthold Lubetkin in den dreißiger Jahren des letzten zwischen Mensch und Tier, zumeist zieht er sie auch zwischen den Tieren, denn FressJahrhunderts für den Londoner Regent’s feindschaften stören doch letztlich sehr die Park und den Dudley Zoo entwarf oder Vorstellung vom Zooparadies, das keine Carl James Bühring sie in Anlehnung Kampfarena – wie einst im antiken Rom – an den Klinkerexpressionismus 1926 für sein darf. den Zoo Leipzig ersann. Und sind heute nicht mehr Gitter die Barrieren, dann sind Menagerien sind theatralische Orte, nicht Wasser- oder Trockengräben die scheinbar minder als es Theater, Kirchen, Tempel, natürlichen Hindernisse. Arenen oder Mausoleen sind. Einen defiDabei ist der Freigeländegedanke gar nicht so neu, wenn man sich an Carl Hagen- nierten Parcours, kalkulierte Perspektiven, Sichtachsen, Aussichtsplattformen, all das beck und seine Utopie eines Zoos ohne Gitter erinnert, die er in Stellingen bei Ham- berücksichtigt man bis heute auch bei der Ausstellungsarchitektur Zoo. burg 1907 verwirklichte. Hagenbeck, der


9 Sabine Scho, geboren 1970 in Ochtrup, lebt in São Paulo und in Berlin. In ihren Gedichten experimentiert sie mit der Verschränkung von Wort und Bild. 2001 erschien ihr Debütband »Thomas Kling entdeckt Sabine Scho«,

wiederaufgelegt als »Album« bei kookbooks 2008, im gleichen Jahr erschienen unter dem Titel »farben« neue Gedichte. Derzeit arbeitet sie an ihrem Buchprojekt »Tiere in Architektur« (www.tiereinarchitektur.de ).

© Sabine Scho und kookbooks danken der

Denn wo die Bühnen von Savannenland und Regenwald optisch nicht überzeugen, hilft man längst mit entsprechenden Geräuschkulissen nach. Sounddesigns für Zoos sind der letzte Schrei. Und dabei gilt, was seit jeher für Kulissen gilt, sie bürgen nicht für Authentizität, sie geben nur vor, was so nicht sein muss. Die Möglichkeit, dass Wildnis so klingen könnte, reicht völlig aus, tönt sie tatsächlich auch anders. In den Aquarien spielt man neben Glucker- und Blubber-Geräuschen wie Walgesängen dann gleich meditative Musik ein.

Zu den legendären Tiergärten zählte der Garten des Ammon in Theben der Königin Hatschepsut, die sich 1450 v. Chr. in den Tempelanlagen Deir el-Bahri Wasserböcke, Antilopen, Gazellen, Strauße, Giraffen und Elefanten hielt. Kaum vorstellbar, aber der 1150 v. Chr. von Kaiser Wu-Wang bei Peking errichtete Park der Weisheit, mit seinem zahlreichen Bestand an Säugetieren, Vögeln, Reptilien, Fischen und mit einer zu der Zeit bereits in freier Wildbahn ausgestorbenen Hirschart, dem Milu, existierte bis 1900 n. Chr.! Mit den ersten Menagerien hat man schon praktiziert, was erst viel später auf den Begriff gebracht werden sollte: Globalisierung. Exotische Tiere waren immer auch Gastgeschenke der Kaiser und Könige und dienten der Repräsentation, und so hat wohl selbst Noah nicht mehr die ganze Welt bereisen müssen, um die Boatanimals auf sein Zooboot zu laden.

Nicht selten waren Gasthäuser erste Umschlagplätze des Tierhandels und Grundstein für eine Menagerie (Leipzig, Amsterdam). Repräsentationssinn beweist man indes Zoos siedelte man dort an, wohin Tiere auch heute wieder, wenn sich MGM eine leicht zu befördern waren, nahe Bahnhöfen kleine Population seines Symboltiers hält, hinter Glas, in den Casinohallen eines Hotels und Häfen (Berlin, Antwerpen, Sydney). Die Urkulisse jeder Menagerie bleibt in Las Vegas. jedoch der eingehegte Garten, der Hortus In den Zoos und Aquarien realisiert man conclusus, als Rückzugsort, Paradies- und zudem gegenwärtig nicht minder als bei Hotel- und Restaurantketten einen Internatio- Lustgärtlein. nal Style (SeaWorld Adventure Parks, Bush Der Zoo bleibt ein gerissenes Gelände, Gardens, Sea Life Centres). Individuelle Gehegelösungen findet man immer seltener. gleichermaßen zerrissen wie raffiniert Hat man die Kasse passiert, wird Architektur reißerisch. Kulisse einer Menschensehnsucht, eingebettet in eine Urbanität, die er kaschiert und Natur simuliert. Schaut auch vergessen machen soll, obgleich sie ihn die Giraffe im Zoo von Santa Barbara von ihrem Gehege auf den Freeway. Fast möchte erst ermöglicht. Letztlich konkurriert er man glauben, der angeborene Knick in ihrem schon heute mit den Freigeländegehegen an den Rändern der Ballungsgebiete, doch Hals rühre nur daher, dass sie an ihrem die konkurrieren längst mit den angestammkünstlichen Felsen vorbei nichts lieber tut, als den Fließräumen einer globalen Gesell- ten Lebensräumen der letzten noch wild schaft hinterherzuschauen, die eher sich als lebenden Tiere. e ihr natürliche Freiräume vorgaukeln muss. Oder lauscht sie versteckten Lautsprechern?


Gerhard Falkner (Ausschnitt des Umschlag-Posters)

p e rg a m o n p o e m s

10


stimmen zum programm 11

978-3-937445-

42-7 Matthea Harvey Du kennst das auch Gedichte »Harveys Gedichte sind ein poetisches Wagnis wider die Unsagbarkeit. Es sind hochpolitische Gedichte entstanden, in denen ›Gott‹ neben ›Geronimo‹ und ›Ölvorrat‹ vor ›Stacheldraht‹ steht. Harvey ist eine hellsichtige Autorin, die einen entwaffnenden Blick auf Amerika wirft: ›Ich sah ein Handtuch am Nagel hängen / und stahl es ohne einen Hauch von Ironie. / Hier meine Hypo­these: Wir waren irreversibel / im Arsch.‹« ––– Nadja Wünsche, FAZ

35-9 Steffen Popp Kolonie Zur Sonne Gedichte »einige der schönsten Möglichkeiten, in deutscher Sprache dichterische Erfahrungen zu machen.« ––– Richard Kämmerlings, FAZ * Leonce-und-Lena-Preis 2011 * Kelag-Preis bei den 35. Tagen der deutschsprachigen Literatur 2011 43-4 Alexej Parschtschikow Erdöl Gedichte »Es sind sehr subjektive avantgardistische, bisweilen surrealistisch groteske Gedichte über ›Erdbeben in der Bucht Zet‹, ›Schachspieler‹ oder ›Flucht 2‹ mit nicht immer leicht zu entschlüsselnden Bildern und Metaphern. Wer einen Eindruck von zeitgenössischer russischer Dichtkunst bekommen möchte, liegt mit Alexej Parschtschikow goldrichtig.«

40-3 Anika Scheffel Ben Roman »Wer dieses ungewöhnliche, tricky gestaltete, kein bisschen posh daherkommende Buch erfahren hat, der will das auch, mit drinleben. Und dagegen hilft nur: Nochmal lesen.« ––– Jan Drees, WDR 1LIVE

* Grimmelshausen-Förderpreis 2011 46-5 Daniela Seel ich kann diese Stelle nicht wiederfinden Gedichte »Es ist der Eigensinn, der betört, die Art, wie sie die Ablagerungen in den Wörtern ausforscht, wie sie Gefühle darstellt, Bilder auf ihre Glaubwürdigkeit abklopft, das eigene Erinnern seziert.« ––– Marica Bodrozic, Ö1/ORF

»Das ist große Kunst.« ––– Jochen Hieber, FAZ * Friedrich-Hölderlin-Förderpreis 2011 * Thalia-Förderpreis zum Ernst-Meister-Preis 2011 * Lotto Brandenburg Kunstpreis Literatur 2011 47-2 Michael Palmer Gegenschein Gedichte »Michael Palmer ist sperrig und das lohnt sich.« ––– Boston Review »Ich bedanke mich beim Verlag, beim Übersetzer und natürlich bei Palmer für dieses Erlebnis.« ––– JAN KUHLBRODT, FIXPOETRY.COM

––– Matthias Ehlers, WDR 5

44-1 Alexander Gumz ausrücken mit modellen Gedichte »In jedem in seiner Nüchternheit oft geheimnisvoll wirkenden Bilder ist das Gesamte aufgehoben, und das kommt einem nie wie ein forcierter Akt der Zersplitterung vor, sondern mehr wie eine natürliche Konzentration auf das Wesen des Gedichts. ›unsere sorgen sind bekloppte interieurs‹, heißt es in ›kühle entwicklungen‹, und viel genauer lässt sich die Befindlichkeit der heute 30- bis 40-Jährigen kaum fassen.« ––– Ulrich Rüdenauer, DIE ZEIT online

»Resignative Punchlines, ›kein update weit und breit‹, ein farbenfroher Kontrapunkt zur Tristesse.«

50-2 Dagmara Kraus kummerang Gedichte »eine immens melodische sprachliche Fantasie … Da kann man nur ›kratulieren‹.« ––– Jan Scheper, taz »komplexe Fachsprachverkettungen, hochmelodiös und mit präzisen Tempowechseln vorgetragen« ––– PEER TRILCKE, FR * GWK-Förderpreis 2010 49-6 Monika Rinck Honigprotokolle Gedichte »Es entstehen verrückte, verzückte Denk- und Sprachbilder, kleine Wundermaschinen poetischer Erfindungsgabe.« ––– Meike Fessmann

* Kunstpreis Berlin, Literatur 2012

––– Kristoffer Patrick Cornils, FIXPOETRY.COM

* Clemens-Brentano-Preis 2012 45-8 Matthias Traxler You’re welcome Gedichte »Um gleich mal mit der Tür ins Haus zu fallen: Wir sprechen hier vom meiner Meinung nach besten und schönsten Gedichtband des letzten Frühjahrs und, wenn ich es recht überblicke, zumindest von einem der besten der letzten Jahre, denn er hat mich als Leser gefordert, und das hat mir gefallen. Außerdem hat Andreas Töpfer dafür einen geradezu kongenialen Einband entworfen.« ––– Jan Kuhlbrodt, Fixpoetry.com garderobenmarken.wordpress.com/

48-9 Taubert/Tchemberdji/ Rinck/Jirka/Töpfer Ich bin der Wind Geschwinde Lieder für Kinder »Die oft für Kinder der Gegenwart schwer verständlichen Liedtexte wurden im Buch durch schwungvolle Zwischentexte von Monika Rinck verbunden. Rinck lässt den Wind höchstpersönlich auftreten, der durch die Liedauswahl und das Buch führt und quasi das Bindeglied zwischen den thematisch oft verschiedenen Liedern darstellt. Andreas Töpfer hat die Liedtexte kongenial illustriert und collagiert und ihnen viel eigenes Gepräge und Witz gegeben. Damit wird das Bilder- und Liederbuch mit der CD zu einem kleinen Kunstwerk.« ––– Ada Bieber, librikon.de

kookbooks ist ein Labor für Poesie als Lebensform und unabhängiges Publizieren mit Sitz in Berlin. kookbooks wurde 2003 von der Dichterin Daniela Seel gegründet, alle ArtWork gestaltet der Grafiker Andreas Töpfer. kookbooks ging hervor aus dem losen Künstlernetzwerk KOOK, worin es mit dem Musiklabel KOOKlabel, dem Veranstaltungsformat KOOKread und der Galerie KOOKart verschwistert ist.

Das kookbooks-Verlagsprogramm wird ausgezeichnet mit dem Kurt-Wolff-Förderpreis 2006 »Der 2003 gegründete Verlag kookbooks wird ausgezeichnet, da es ihm in kurzer Zeit gelungen ist, in der Buchbranche als junger, risikofreudiger und innovativer Verlag mit professionellem Engagement, seinem Gespür für literarische Talente, seinen sorgfältig gemachten Büchern neue, erfrischende Akzente zu setzen.« kookbooks-Verlegerin Daniela Seel erhält den Horst-Bienek-Förderpreis für Lyrik 2007 der Bayerischen Akademie der Schönen Künste »Gewürdigt werden damit die herausragenden Leistungen der Preisträgerin für eine neue Generation deutscher Lyriker, der die Verlegerin mit ihren kunstvoll gestalteten kookbooks ein von Professionalität und Lei­den­schaft geprägtes Forum bietet.«


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LYRIK 00-7* Daniel Falb die räumung dieser parks Gedichte 03-8 Steffen Popp Wie Alpen Gedichte 04-5 Ron Winkler vereinzelt Passanten Gedichte 14-4* Gerhard Falkner Gegensprechstadt – ground zero Gedicht & CD Music by David Moss 16-8 Uljana Wolf kochanie ich habe brot gekauft Gedichte 18-2 Hendrik Jackson Dunkelströme Gedichte 22-9 Tom Schulz Vergeuden, den Tag Gedichte 23-6 Monika Rinck zum fernbleiben der umarmung Gedichte 27-4 Christian Schloyer spiel • ur • meere Gedichte 29-8 Sabine Scho Album Gedichte 30-4 Christian Hawkey Reisen in Ziegen­geschwindigkeit Gedichte 34-2 Sabine Scho farben Gedichte 35-9 Steffen Popp Kolonie Zur Sonne Gedichte 37-3 Monika Rinck Helle Verwirrung & Rincks Ding- und Tierleben Gedichte & Zeichnungen 38-0 Uljana Wolf falsche freunde Gedichte 39-7 Daniel Falb BANCOR Gedichte 41-0 Martina Hefter Nach den Diskotheken Gedichte 42-7 Matthea Harvey Du kennst das auch Gedichte 43-4 Alexej Parschtschikow Erdöl Gedichte 44-1 Alexander Gumz ausrücken mit modellen Gedichte 45-8 Mathias Traxler You’re welcome Texte 46-5 Daniela Seel ich kann diese stelle nicht wiederfinden Gedichte 47-2 Michael Palmer Gegenschein Gedichte 49-6 Monika Rinck Honigprotokolle Gedichte 50-2 Dagmara Kraus kummerang Gedichte 51-9 Gerhard Falkner Pergamon Poems Gedichte+DVD 52-6 Hendrik Jackson Im Licht der Prophezeiungen Gedichte 53-5 Christian Hawkey/Uljana Wolf Sonne From Ort Ausstreichungen/Faksimiles

13,80 13,80 15,90 24,80 15,90 14,40 14,90 14,90 15,90 15,90 22,90 19,90 19,90 24,90 19,90 19,90 19,90 19,90 19,90 19,90 19,90 17,90 19,90 19,90 19,90 19,90 19,90 19,90

Prosa 01-4 Jan Böttcher Lina oder: Das kalte Moor Erzählung 09-0 Jan Brandt Doppelpass. Geschichten aus dem geteilten Fußballdeutschland Anthologie 10-6 Silke Andrea Schuemmer Remas Haus Roman 13-7 Michael Stavaric Europa. Eine Litanei 15-1 Pierangelo Maset Klangwesen Roman 17-5 Steffen Popp Ohrenberg oder der Weg dorthin Roman 19-9 Johannes Jansen Bollwerk Vermutungen 26-7 Pierangelo Maset Laura oder die Tücken der Kunst Roman 05-2 Johannes Jansen im keinland ist schönerland stumm Texte aus der DDR 1983 –1989 28-1 Michael Stavaric Nkaah. Experimente am lebenden Objekt 33-5 Tuuve Aro Karmiina K.: »Ich bin okay.« Roman 40-3 Annika Scheffel Ben Roman

14,40 14,80 10,00 UVP 7,90 UVP 19,90 20,50 17,90 18,40 17,90 18,40 16,90 17,40 19,90 20,50 22,90 23,50 18,90 19,50 19,90 20,50 19,90 20,50

Kunstbuch 02-1 Johannes Jansen Liebling, mach Lack! Faksimiles 06-9 Jakob Dobers/Rainer Leupold Falsche Russen im Buch Geschichten

25,00 UVP 10,00 UVP

Kinderbuch 07-6 Heide Henschel/Thomas Mohnike Luise und das lang­weiligste Buch der Welt 21-2 Michael Stavaric/Renate Habinger Gaggalagu 25-0 Andreas Töpfer/Samara Chadwick Durch dick und dünn / Through thick and thin 31-1 Melanie Laibl/Dorothee Schwab Ein Waldwicht fliegt in den Oman 48-9 Taubert/Tchemberdji/ Rinck/Jirka/Töpfer Ich bin der Wind Geschwinde Lieder für Kinder

12,80 14,90 14,90 19,90 19,90

ESSAY 12-0 Thomas Kraft Schwarz auf weiß Eine Werbeschrift 20-5 Monika Rinck Ah, das Love-Ding! Ein Essay 24-3 Hendrik Jackson Im Innern der zer­brechenden Schale Poetik und Pastichen 36-6 Kleilein/Kokkelkorn/Pagels/Stanbenow Tuned City. Zwischen Klang- und Raumspekulation. Reader

7,90 UVP 18,90 19,50 17,90 18,40 25,00 25,70

13,20 15,30 15,30 20,50 20,50

9,95 10,30 24,90 24,90 4,50 4,50 6,00 6,00 7,50 7,50 500,00 500,00 ( * zurzeit vergriffen)

kookbooks Daniela Seel Horstweg 34 14059 Berlin Tel/Fax 0049 (030) 40 05 39 74 Mobil 0049 (0172) 614 32 32 daniela.seel@kookbooks.de www.kookbooks.de

Auslieferung D GVA Göttingen Anna-Vandenhoeck-Ring 36 37081 Göttingen Tel 0049 (05 51) 48 71 77 Fax 0049 (05 51) 4 13 92 frester@gva-verlage.de

Auslieferung A Mohr Morawa Sulzengasse 2 1230 Wien Tel 0043 (0) 1 68 01 40 Fax 0043 (0) 1 68 01 41 40 momo@mohrmorawa.at

Vertretung D Verlagsvertretungen Nicole Grabert, Judith Heckel, Christiane Krause c/o indiebook Martin Stamm Bothmerstraße 21 80634 München Tel 0049 (0 89) 12 28 47 04 Fax 0049 (0 89) 12 28 47 05 bestellung@indiebook.de www.indiebook.de

danke Katja für die Bildbearbeitung von Sabines Fotos

NONBOOKS 08-3 Jan Böttcher Der Krepierer Erzählung, gelesen vom Autor Oliver Fabel Krippe 11-teilig Multiple Nr. 4 Tragetasche Sterntaler Tragetasche Katzenziegen Rucksack-Tragetasche Tannenbaum-Yeti 32-8 Plakat Laibl/Schwab Mit dem Waldwicht um die Welt Volker Reiche Mäzenatengabe »Poesie als Lebensform« Plakat Poesie als Lebensform »Blutbahn« (A1), Plakat Poesie als Lebensfrom »Fisch« (A2 lang)

14,20 14,20 16,30 25,50 16,30 14,80 15,30 15,30 16,30 16,30 23,50 20,50 20,50 25,60 20,50 20,50 20,50 20,50 20,50 20,50 20,50 18,40 20,50 20,50 20,50 20,50 20,50 20,50

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Gestaltung : Andreas Töpfer / toepferschumann.de

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978-3-937445 ISBN Reihe


kookbooks fall 12