Page 1

Eur o

Ver l P.b. agspo s b Apr . GZ 0 tamt il/M 2Z0 802 0 3 ai 2 014 3225 M Graz, , 2

um tr rg en e r tz nb ee af er t l bh ord fas hu V h Sc in noc

i k s w o Der Ostr t l l o r s s e Expr

Milliardär Didi Mateschitz auf Einkaufstour für sein Bullen-Reich Jubel bei Frutura in Blumau

„Ewiger Lausbub, frecher Hund“

Heißeste Thermalquelle für Gemüseanbau in Gewächshäusern sprudelt


Inhalt Seite 23

SPOTS 05 Vor Fußball-WM: Iran kommt 06 Steirer helfen Mariazell 09 Ein Kreativkopf

„Ewiger Lausbub, frecher Hund“ Der Ostrowski-Express rollt

SPORT 12 American Football Muskelprotz-Feeling

13 Der Schnellfahrer … ohne Strafmandat

PANORAMA 16 GAK- „Kronzeugin“

Grotesker Auftritt

18 AK-Wahl

Seite 14 Didi Mateschitz auf Einkaufstour Das Bullen-Reich vergrößert sich. Murtal rüstet sich für Grand Prix

Präsident auf „Fehlersuche“

19 Teure Mogelpackung

Kunde muss für Smartmeter blechen

20 FH-Joanneum

Weltweit unter den Besten

COVERSTORY 23 Ewiger Lausbub, frecher Hund

Der Ostrowski-Express rollt

HINTERGRUND 26 Fühlt sich wohl in Abu Dhabi

Foto: Philipp Lihotzky, Daniel Gander www.danielgander.com, Heimo Ruschitz (2), Clemens Neugebauer, fotolia.com/Gerhard Reus

Seite 12 Sich fühlen wie ein Muskelprotz

Klipp traf „Saubermacher“ vor Ort

27 Noch steht es fast leer

American Football – keine reine Männersache

200 Schubhäftlinge haben im Anhaltezentrum Vordernberg Platz

AUTO&MOTOR 36 Im Klipp-Auto-Test C4 Picasso und Mazda 3

Seite 40 Von der Lust am Tanzen ... hält auch gesund

Seite 48 Zeit fürs Ich

Das Phänomen Pilgern fasziniert – ob allein oder in der Gruppe: Eine Reise ins Innere

Seite 28

Jubel bei Frutura in Blumau Heißeste Thermalquelle für Gemüseanbau in Gewächshäusern sprudelt

GESUNDHEIT 40 Von der Lust am Tanzen

FREIZEIT 44 Sicher unterwegs ... mit dem Fahrrad 48 Pilgern: Zeit fürs Ich

STANDARDS 22 Lilly 47 „Genussvoll betrachtet“ 50 Bücher


Zurück geklipp t

Bis vor kurzem Steirerkrone-Liebling – wird Siegfried Nagl jetzt geprügelt: „Ein Politiker, der für die Karriere auch über Leichen geht“

Der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl wurde von Steirerkrone-Chefredakteur Christoph Biro jahrelang zum Superstar hochgeschrieben, in fast peinlicher Andienerei. Noch vor der letzten Gemeinderatswahl meinte er sinngemäß, jede Stimme für eine andere Partei sei eine verlorene. Praktisch über Nacht ist alles anders. Da befindet Biro in der Sonntags-Steirerkrone: „Siegfried Nagl ist ein Machtmensch, der für die Karriere auch über Leichen geht.“ Er sei mit Sicherheit auch der falsche Kandidat als Nachfolger von Hermann Schützenhöfer für die Landtagswahl 2015. Hallo, was ist da passiert? Es macht da als Verursacher eine Geschichte in der

steirischen Polit- und Wirtschaftsprominenz die Runde, die da lautet: Die Tageszeitung Österreich bietet als Mitbewerber ihre Zeitung seit einiger Zeit zur freien Entnahme auch über Ständer und Boxen auf öffentlichen Grazer Plätzen an. Dem ging ein umstrittenes Genehmigungsverfahren voraus. Gegen diese Boxen-Aufstellung stemmte sich die Steirerkrone mit aller Vehemenz. Doch Nagl und Co. sagten dennoch ja. Als treuer Leser und Bürger will man sich eines gar nicht vorstellen: Dass der aus Wien entsandte Chefjournalist der Steirerkrone wegen einer derart lumpigen Sache verbal so auf Nagl eindrischt und damit

Foto: www.graz.at

Wäre das letztklassig? Christoph Biro tobt gegen Siegfried Nagl.

für seine weitere Karriere bildlich gesprochen auch über Leichen zu gehen bereit ist. Denn das würde Christoph Biro zu einem letztklassigen Journalisten machen. PS: Wenn ein Freund dem anderen (gilt auch für die weibliche Variante) den Lebenspartner abspenstig macht und damit einen Vertrauensbruch setzt, wäre eine solche Reaktion zwar noch nachvollziehbar, aber auch nicht akzeptabel.

IM PRESSU M Medieninhaber und Herausgeber: Klipp Zeitschriften GmbH & Co KG, 8020 Graz, Friedhofgasse 20, Tel. 0316/42 60 80-0, Fax-Dw 122 office@klippmagazin.at Officemanagement: Isabella Hasewend Redaktion und Autoren: Jürgen Lehner, Isabella Hasewend, Helmut Dietl, Sonja Mayerhofer, Ali Rosker, Reinhard Schuch, Michaela Vretscher, Karin Klug, Angelika Kohnhauser-Techt, Marguerita Fuller, Elisabeth Hewson. Produktionsleitung: Isabella Hasewend Produktion: Christian Wallner Fritz Malek Daniela Müller Lektorat: Mag. Dr. Günter Murgg Coverfoto: Philipp Lihotzky Druck: Dorrong, Graz Abonnentenpreise: Jahresabo: 20 Euro Zweijahresabo: 35 Euro Vertrieb: Hurtig & Flink Erscheinungsort: Graz, Verlagspostamt: 8020 Graz, P.b.b. www.klippmagazin.at Nächster Erscheinungs­termin: Kalenderwoche 23

Ein guter Rath ist die beste Verteidigung! Weiterer Anwalt verstärkt das Team Die Kanzlei Rath & Partner mit ihrem Team von besonders spezialisierten Juristen repräsentiert Kompetenz, Erfahrung und Erfolg. Für jedes Fachgebiet besonders versierte Ansprechpartner garantieren eine rasche und effiziente Bearbeitung aller übertragenen Fälle. Seit heuer verstärkt nunmehr auch Dr. Thomas Schlosser als weiterer Anwalt und Partner in der Sozietät das inzwischen aus insgesamt 6 Anwälten und 3 Konzipienten bestehende Team. Die Spezialgebiete von Dr. Thomas Schlosser umfassen das Zivil- und Wirtschaftsrecht, das Vertrags- und Immobilienrecht sowie das Scheidungs- und Strafrecht. Dr. Manfred Rath, der die Kanzlei seit 1986 leitet, freut sich besonders über seinen neuen Partneranwalt: Die Kanzlei „Dr. Thomas Schlosser konnte als erfahrener Anwalt mit ausgezeichnetem Ruf Friedhofgasse 20 8020 Graz für unsere Kanzlei gewonnen werden. Tel.: 0316/ 7085, Sein Wissen sowie sein besonderes EnFax: DW 25 gagement für die Anliegen unserer Klilaw-office@rath-partner.at enten sind ein weiterer wichtiger Schritt www.rath-partner.at für die Entwicklung unserer Kanzlei.“

KLIPP April/Mai 2014

Dr. Thomas Schlosser (li.) als neuer Partneranwalt mit Dr. Manfred Rath.

3


SL PE OB TE SN & L E U T E

Hannes Arch führt jetzt beim Red Bull Air Race die Gesamtwertung an

Von Isabella Hasewend

Viel knapper geht’s nicht

Hannes Arch gewann vor Langzeitrivalen Paul Bonhomme und dem japanischen Überraschungsdritten Yoshihide Muroya.

Es waren läppische acht Hundertstel Sekunden, die dem gebürtigen Trofaiacher Hannes Arch beim Red Bull Air Race im istrischen Rovinj den Sieg vor seinem ewigen Kontrahenten Paul Bonhomme (UK) brachten. Es war der achte Triumph und ein spezieller für ihn: „Bei der Siegerehrung hatte ich Tränen in den Augen. Und aufgrund dessen, dass wir jetzt alle die gleichen Motoren haben, ist es wieder mehr zum Rennen geworden und daher auch viel spannender und aufregender für uns und für die

Zuschauer.“ Der erste Stopp des Red Bull Air Race in Europa und auch der überhaupt erste in Rovinj war auch eine organisatorische Herausforderung. Zumal es großräumige Absperrungen in der 15.000 Einwohner großen Urlauberidylle geben musste, um den Ansturm der tausenden Besucher bewältigen zu können. Daher war’s nicht überraschend, dass bei der Premiere in Rovinj zwar in der Luft alles, aber unten am Boden aufgrund der beengten Verhältnisse nicht alles wie am Schnürchen

Thomas Morgenstern beim Probesitzen in Archs Maschine.

klappte. Das wird bei den weiteren Stationen wie zum Beispiel in Las Vegas oder Ascot (Großbritannien) sicher leichter möglich sein. Unter den Arch-Daumendrückern haben sich neben dem angereisten 70-köpfigen Fanclub auch Tennislegende Thomas Muster, SegelDoppelolympiasieger Hans-Peter Steinacher sowie Thomas Morgenstern in Rovinj eingefunden. Der Skisprung-Star besuchte Hannes Arch auch in seinem Hangar am kleinen Flughafen von Vrsar, nur wenige Kilometer von Rovinj ent-

fernt. Beim Probesitzen im ArchFlieger zeigte er sich beeindruckt: „Ich bin ja selbst Pilot und kann also ungefähr einschätzen, was es heißt, so zu fliegen. Wahnsinn, was die Jungs hier abziehen.“

Frühlingsopening mit Olympiasiegern beim Werzer’s in Pörtschach „Ja, weil ich immer g’winn“, antwortet Ski-Kaiser Franz Klammer schlagfertig auf die Reporterfrage, ob er sich seine Fahrt zum Olympiasieg 1976 in Innsbruck auch noch heute öfters anschaue. Damals fieberte ganz Österreich mit ihm und der Kärntner wurde so zum Idol und zur Legende. Anlässlich seines 60ers überreichte ihm Eigentümervertreter Baumeister Werner Frömmel (Mandlbauer AG) bei der schon traditionellen Saisoneröffnung im Werzer’s Resort in Pörtschach den Werzer Award. Unter den Gratulanten waren auch die Olympiasieger Annemarie MoserPröll, Leonhard Stock, Fritz Strobl und Doppel-Paralympics-Sieger Markus Salcher. Für die entspre-

4

Fotos: Conny de Beauclair

Und der Franz kam, sah und siegte

Werzer’s-Direktorin Heidi Schaller, GoldenWerzer’s-Award-Gewinner Franz Klammer und Eigentümervertreter Hans-Werner Frömmel.

Olympiasieger unter sich: Markus Salcher, Franz Klammer, Annemarie Moser-Pröll, Fritz Strobl und Leonhard Stock.

chende Stimmung bis zur Preisverleihung auf der Bühne sorgte Schlagersänger Gregor Glanz, der das Werzer’s und seine 600 Gäste zum Rocken brachte. Direktorin Heidi Schaller: „So ausgelassen war’s noch nie!“ – nach dem mitter-

nächtlichen Feuerwerk mit einer eigens einstudierten Polonaise dazu. Gastgeber Werner Frömmel war klarerweise dabei, als um 6 Uhr morgens das traditionelle Sonnenaufgangsfrühstück serviert wurde, mit der kräftigen Eierspeise als

Munter-Erhalter. Obwohl durch einen Grippevirus bereits am Abend leicht angeschlagen, hielt Werner Frömmel durch. Nur seine Stimme nicht – die ließ ihn dann im Stich und so gab’s am späten Vormittag die Verabschiedung von seinen Freunden um eine Oktave höher, leicht krächzend und leise.

KLIPP April/Mai 2014


GEDENKJAHR

gefackelt hatte, ist auch auf das Bemühen von Kurt Brühl zurückzuführen. Auch der jüdische Friedhof gehört dazu. Ohne die Wiedererrichtung der Synagoge hätte die Stadt Graz nie Europas Kulturhauptstadt 2003 werden können. Gemeinsam mit Landeshauptmann Josef Krainer und dem Grazer Bürgermeister Alfred Stingl gelang dies. Brühl, ganz Gentleman und Sir – er wurde von der britischen Königin Elisabeth geadelt – wollte, dass die Gräuel des NaziRegimes nicht in Vergessenheit geraten, ohne aber diese Haltung provokant zur Schau zu stellen. Seinen Vater und einige seiner nächsten Angehörigen hatte er durch die Nazi-Vernichtungsmaschinerie verloren. Feinsinnig verwies Kurt David Brühl wiederholt auf die Ressentiments, denen er sich ausgesetzt fühlte. So wollten junge Künstler Kurt David Brühl für ein Projekt im Steirischen Herbst gewinnen, bei dem die Schaufenster seines Modehauses in der Schmiedgasse wieder mit Judenkreuzen verschmiert werden soll-

Weingut Domäne Müller feiert drei Tage lang

Gute Kondition gefragt

Wenn Eva und Günter Müller samt Familie zu sich nach Hause ins weststeirische Groß St. Florian einladen, dann ist das nicht ein „stinknormales Festl“, sondern dann muss das Stil haben. „Was wir heute sind, verdanken wir nicht zuletzt unseren Kunden“, so Günter Müller, dessen Weingut, Domäne Müller, von 26. bis 28. April den 20. Geburtstag feiert. „Natürlich mit eigenen Weinen, aber auch guten Tropfen zahlreicher internationaler Topwinzer.“ Als kulinarisches Highlight gibt es ein Sechs-Gang-Gourmetmenü mit den besten Weinen der Domäne Müller aus den letzten 20 Jahren am Samstagabend auf der Burg Deutschlandsberg. „Die 25 Euro fürs Verkosten fließen in unser Behindertenprojekt“, so Dipl.-Kfm. Günter Müller, der auch viele Kunden aus dem Raum Niederösterreich bei sich in Groß St. KLIPP April/Mai 2014

1938 wurde die Synagoge vom Nazi-Mob niedergebrannt, im Jahr 2000 durch gemeinsame Initiative der Stadt Graz und des Landes wieder aufgebaut. Spät, aber doch, rechtzeitig vor dem Kulturjahr 2003.

W

Im Dezember 2007 überreicht Bürgermeister Siegfried Nagl Menschenrechtspreis der Stadt Graz an Konsul Kurt David Brühl.

36

ir wurden ignoriert oder geduldet, aber von einem Wohlwollen war nichts zu spüren“, beschreibt Konsul Kurt David Brühl, heute 79, von 1980 bis zum Jahr 2000 Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG), die Atmosphäre in den ersten Jahrzehnten nach dem Krieg. Der Geschäftsmann, der etliche Jahre in England verbracht hat, spricht mit britischem Understatement von der Judenfeindlichkeit, die nach dem Holocaust keineswegs verstummt war. „Es ist eine Hypothek, noch da zu sein“, sagt der Träger des hohen britischen Ordens O.B.E. (Officer of the Most

Excellent Order of the British Empire) knapp. Der vulgäre Antisemitismus, der ihm in Graz in verschiedenen Facetten immer wieder begegnet ist, hat auf die alten Wunden der Schoah immer wieder Salz gestreut. Sein Vater, Wolf Brühl, wurde 1943 in Auschwitz ermordet.+)

Hilflos und verständnislos Brühls Jugend war überschattet vom gerade hier in dieser Stadt damals tief verwurzelten Antisemitismus, und es gab mehrere Situationen, in denen sich der kleine Junge hilflos und verständnislos ausgeliefert sah. Er war noch nicht einmal neun Jahre alt, als sich die Stadt mit KLIPP Mai 2008

KLIPP-Bericht im Gedenkjahr 2008. Im Dezember 2007 erhielt Brühl den Menschenrechtspreis.

ten. Brühl lehnte dies nicht prinzipiell ab und sagte den Künstlern sinngemäß: Wenn die Inhaber jener Geschäfte in Graz mitmachen, die

vor dem Krieg jüdisch waren, dann können wir gerne darüber reden. Nie wieder hörte er von diesem Projekt.

Fußball-WM in Brasilien Irans Team trainiert in Bad Waltersdorf Die Steiermark war mit der „Internationale Fußballcamps Steiermark GmbH“ ein Pionier dafür, dass die international bekanntesten Profiklubs hier Station machen – angefangen von Real Madrid bis Arsenal London. „Im Vorjahr waren es 30 Camps, 28 Teams aus 17 Nationen“, so Martin Walizadeh, IFCS-Geschäftsführer. Heuer sind bereits insge-

samt 19 Trainingslager fixiert. Das erste Highlight: Irans Nationalteam steigt im Therme & Golf Hotel Falkensteiner Bad Waltersdorf ab und bestreitet auch drei Testspiele. Gegen Weißrussland (18. Mai, Kapfenberg), Montenegro (26. Mai, Hartberg) sowie Angola (30. Mai, Hartberg).

Shen Yun 2014

20 Jahre Weingut von Günter Müller

Florian erwartet. Mit seiner Vinothek „Kostbar“ in der Riemergasse in Wien hat Günter Müller ein Lokal für Genießer von Weinen, Cognac, Whiskey, Schnäpsen, aber auch Käse und anderer Schmankerl geschaffen. So viel Weinkultur wie in Groß St. Florian braucht auch einen passenden Rahmen, mit dem die Gäste unterhalten werden sollen. Von Klassik über Jazz, Lyrik, aber auch urtümliche steirische Musik auf künstlerisch hochwertigem Niveau bis hin zu den steirischen Schmankerln gibt’s alles, damit es bei der Geburtstagsfeier auch gemütlich zugeht.

Eine Wien-Reise wert Shen Yun erweckt mit fast 100 Künstlern in 400 handgefertigten Kostümen 5000 Jahre chinesische Zivilisation durch klassischen chinesischen Tanz und Musik in einer aufregenden Show, die den Geist einer längst verlorenen Kultur zeigt. Ethnische Tänze und Volkstänze füllen die Bühne mit Farbe und Energie. Enorme Athletik, donnernde Schlachten, Trommeln und meisterhafte Sänger und ein einzigartiges Orchester versetzen Sie zusammen mit animierten Hintergründen in eine andere Welt. Die

Foto: Shen Yun Performing Arts 2014

Am 26. Mai 2014 hätte Honorarkonsul Kurt David Brühl seinen 85. Geburtstag gefeiert. Praktisch bis zuletzt – er verstarb Ende März – war der Mode-Unternehmer im Stammhaus in der Schmiedgasse präsent. Die Geschäfte führte er mit einer seiner drei Töchter – Eva Brühl. Kurt David Brühl war Ehrenbürger der Karl-Franzens-Universität und Menschenrechtspreisträger der Stadt Graz, von 1980 bis 2000 war er Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde. In dieser Zeit initiierte er mit der Uni Graz auch den David-Herzog-Fonds, der Stipendien vergibt. Seit 2001 gibt es an der Uni Graz die KurtDavid-Brühl-Gastprofessur für jüdische Studien. „Wir sind das letzte jüdische Geschäft in dieser Stadt.“ Wissend um die Gräuel, die während der Nazi-Zeit passiert sind, fühlte er sich dennoch wohl in Graz. Sein zweites Zuhause war für viele Jahrzehnte Großbritannien, weil seine verstorbene Frau von dort kam. Dass Graz heute wieder eine Synagoge hat, die der Mob in der Reichspogromnacht 1938 ab-

Foto: Stadt Graz/Fischer

Er war ein Sir

2008

SL PE OB TE SN & L E U T E

1938

Kurt David Brühl wurde in der Landeshauptstadt geboren, verbrachte seine Jugend hier. Er durchlebte alle Phasen, die ein jüdischer Mitbürger erleben kann – Demütigung, Ablehnung, Hass und späte Wertschätzung. Kurt David Brühl, seines Zeichens auch seit 1982 Britischer Honorarkonsul, tut alles, um kein Salz in alte Wunden zu streuen. Die Eröffnung der Synagoge im Jahr 2000 war nicht nur ein großer Tag für ihn, sondern auch für unser Land.

Tänzer des Ensembles zählen zu den besten der Welt. Vorstellungen: 10. und 11. Mai (19:30 Uhr), Wiener Stadthalle, Tickets: 0720/511993, de.shenyun.com/vienna Gewinnen Sie zwei Mal zwei Karten für die Vorstellung am Muttertag (11. Mai) in der Wiener Stadthalle. Mail „Shen Yun“ an isabella.hasewend@klippmagazin.at. 5


SL PE OB TE SN & L E U T E

275.000 Euro Miete pro Woche für Chalet

Steirer helfen Mariazell

Foto: LechZuersTourismusGmbH/ Georg Schnell

Fotos: Heimo Ruschitz

René Benko hat eine „Goldhand“ für Immobiliengeschäfte und wurde damit steinreich

v.l.: Superior Pater Karl Schauer, die Gastgeber Margarethe und Hans Roth, Abt Benedikt Plank von St. Lambrecht.

Und wie es Benkos Stil ist, ließ er in Oberlech am Arlberg innerhalb weniger Monate eine der teuersten Adressen der Alpen errichten. Ein Chalet, das jenseits des üblichen Luxus angesiedelt ist. Das hölzerne Doppelhaus hat acht Suiten und setzt neue Maßstäbe. Für 275.000 Euro pro Woche kann der Gast hier absteigen. Nirgendwo sonst kann ein Freizeithungriger in so kurzer Zeit so viel Geld loswerden. Rechnen kann sich das 40 Millionen Euro teure „Holzhaus“ nie. Denn der Arlberg ist vor allem eine Wintersport-Destination. Doch das muss es auch nicht, denn damit soll offensichtlich der Reichtum des Tiroler „Wunderwuzzis“ in Sachen Immobilien gezeigt werden.

6

Schauspieler, Regisseur und Komödiant Otto Schenk tat das mit einer Lesung. Superior Pater Karl Schauer dankte den anwesenden Spendern für die Unterstützung Mariazells. Insgesamt sind in den letzten Jahren rund 350.000 Euro von „Steirer helfen Mariazell“ aufgebracht worden. Auch Hans Roth zeigte sich – obwohl die Zeiten schwieriger geworden sind – glücklich über das Spendenergebnis von 20.000 Euro. Möglich machten das die Gäste des Gala-Abends – unter anderem Konsul Rudi Roth in Be-

gleitung der ungarischen Konsulin Anna Kerekes, der Vorstandssprecher der Energie Steiermark Christian Purrer, die Notare Walter Pisk und Peter Wenger, Friedrich Möstl (Möstl & Pfeiffer Steuerberatung), Mariazells Bürgermeister Josef Kuss mit Frau, Johannes Bauer (KPMG), SFL-Technologies-Chef Hans Höllwart, BKS-Direktor Nikolas Juhasz, Bank-Austria-Landesdirektor Bernd Meister. Aufgetischt wurden u.a. Köstlichkeiten

aus dem Hause Toni Legenstein und Weinspenden vom Weingut Erich & Walter Polz und Weinhof Scharl sowie von der Likörmanufaktur Arzberger. Unter den großzügigen Unterstützern waren außerdem Brau-Union-Verkaufsdirektor Gerald Paunger (Gösser, Pago) sowie Familie Pirker von Pirker Lebkuchen. Besonderer Dank gilt Mag. Klaus Hoffmann, der den großartigen Auftritt von „COMO“ organisierte.

Otto Schenk zeigte einmal mehr seinen feinsinnigen Humor.

Steirische Nachwuchskünstlerin Como textet und komponiert ihre Songs selbst.

Kochcup in der Parktherme Bad Radkersburg

Fotos: Heimo Ruschitz

Die deutsche Wochenzeitung „Die Zeit“ widmet ihm eine große Reportage mit dem Titel „Der Goldjunge“. Es geht um den Tiroler Immobilientycoon René Benko. Mit seinem Unternehmen Signa spielt er in der Champions League, was die Immobiliengeschäfte in Europa betrifft. Der „Goldjunge“, ein Schulabbrecher, liebt einen aufwändigen Lebensstil, und dazu gehören natürlich Privatjet, die Vorliebe für schnelle Autos und Helikopter. Als großer Gastgeber tritt der Immobilienunternehmer jährlich beim Hahnenkamm-Rennen in Kitzbühel auf – doch natürlich nur für einen von ihm ausgesuchten Personenkreis.

Zum 9. Mal lud die Initiative „Steirer helfen Mariazell“ mit Hans Roth zu einer Charity in den Minoritensaal. Ihren Beitrag zur guten Sache leistete die talentierte und charismatische Newcomerin und Sängerin COMO aus der Steiermark, die das Publikum beeindruckte.

Ein Mal Mariazell, zwei Mal Ungarn (v.l.): Superior Pater Karl Schauer, Konsulin Anna Vilma Kerekes und Honorarkonsul Rudi Roth.

Der steirische Kochprofi Willi Haider (li.) mit ThermenGeschäftsführer Siegfried Feldbaumer.

Am Programm standen ein Bärlauchpesto mit Parmesan und gebratene Schweinsfiletstreifen mit Nudeln, Bärlauch und AsmonteKäse aus dem Wok. Die Köche: Steirische Journalisten, ausgestattet mit Schürze und Kochhaube unter der Aufsicht von Willi Haider.

Gemeinsam mit Peter Baumann von Antenne Steiermark und Cornelia Kollmanitsch vom Gasthof „Zum Lindenhof“ bilde ich „Team 2“.

Ehrgeizig, aber zum Teil unwissend, wie Journalisten nun einmal sind, wurde gewogen, geschnipselt und gebraten. Am Ende mussten die Thermengäste per Punktevergabe über die geschmacklichen Qualitäten entscheiden. Die meisten Punkte

schaffte das Team, wo mehrheitlich Kochprofis mitgeholfen haben. Aber über Geschmack kann man natürlich streiten, wie ThermenGeschäftsführer Siegfried Feldbaumer eingestand. Im nächsten Jahr – neues Spiel, neues Glück! I.H. KLIPP April/Mai 2014


Fotos: Heimo Ruschitz

„Die Fashionshow ist ein Jahr alt, denn so lange dauert es, ein Projekt dieser Größenordnung auf die Beine zu stellen“, so Direktorin der Modeschule Graz Barbara Krenn-Schöggl.

Beeindruckende Kreationen zeigten die Schülerinnen und Schüler der Modeschule Graz auf dem Laufsteg. Ein Jahr lang wird da für die Fashion Show getüftelt, verändert, verbessert und genäht. Mit den 100 in Eigenregie hergestellten Etuikleidern, Lederhosen oder

Abendkleidern würden die Designer von morgen auch auf Modeschauen in Paris oder Mailand viel Applaus ernten. Rund 350 Schülerinnen, darunter 11 Burschen, sind derzeit in der einzigen steirischen Modeschule kreativ. I.H.

Wenn nette Kollegen feiern

LH-Stellvertreter Siegfried Schrittwieser, Waltraud, Fritz und Daniela Pertzl sowie Landesrat Christopher Drexler (v.l.).

Sie ist sozial engagiert und schafft dafür auch im familieneigenen „Journal Graz“ eine Plattform für die Schwachen in unserer Gesellschaft – die Familie Pertzl, welche die Gratiszeitung vor 25 Jahren gegründet hat. Ein Anlass für das Land Steiermark, den Pertzls das Landeswappen zu verleihen. Damit darf ihr Briefkopf künftig auch den Panther tragen. Da Waltraud Pertzl in der Aula der Alten Universität gleichzeitig auch einen halbrunden Geburtstag feierte, hatte die ob der vielen Gratulanten gerührte „Journal-Graz“-Chefin noch einen Grund zum Anstoßen. KLIPP April/Mai 2014

Ich überlege, eine Frau zu werden. Das ist doch alles möglich heute. Der Chirurg macht schnipp, dann bekomme ich Hormone und habe bald Körbchengröße A. Ich würde dann ins GenderMainstreaming einsteigen, eine derzeit hoch subventionierte Ideologie, mit der man noch was werden kann, an der Uni z.B. Es gibt fast an jeder Uni ein Gender-Institut, an dem fast nur Frauen arbeiten. Ich sage, ich habe mein Geschlecht geändert aufgrund einer tiefen Einsicht, und dass es kein Vergleich mit früher ist. Was ich nicht sage:

flüchte suchen, der Gender-Correctness wegen. In Schweden, das überall vorne ist, nur beim Alkohol weit hinten, gibt es eine Gender-Volksschule, in der die Personalpronomen „er“ und „sie“ vermieden werden. Stattdessen spricht man von „hen“, ein Kunstwort, das die Kinder nicht einengen soll in ihrer Geschlechtswahl. So was nenne ich pädagogisches Feingefühl. In fast allen Büchern in Schweden kommen homosexuelle Paare, Alleinerziehende und Adoptivkinder vor.

Ich will Frau werden. Oder vielleicht was anderes Ich will endlich einmal Blumen geschenkt bekommen, bewundernde Blicke auf mich ziehen und zum Essen eingeladen werden. Ich will irgendwie einparken. Ich will dem weiblichen Geschlecht auf die Spur kommen. Es ist ja alles nur soziale Konstruktion: was wir essen, was wir anziehen, wie wir lieben und besonders das Geschlecht. Es geht schon lange nicht mehr um soziale Gerechtigkeit, „sondern um Spielräume für vielfältige geschlechtliche Existenz- und Lebensweisen. Geschlecht ist sozial hergestellt“, heißt es im „Gender-Manifest“ auf der website www.gender.de/manifest, auf das auch das offizielle österreichische Schulportal verweist. In Italien wird in Formularen immer öfter nach dem Elternteil 1 und dem Elternteil 2 gefragt, und nicht nach Vater und Mutter. Der Vater könnte ja eine Lesbe sein oder die Mutter ein Schwuler. Oder es könnten beide Elternteile schwul oder lesbisch sein oder ein Elternteil vielleicht eine Transe. Ich tu’s mir jetzt nicht an, alle Kombinationen zu berechnen. Aber alles ist möglich in der neuen Genderwelt, die Zukunft leuchtet in bunten Hormonen. Irgendwann verliebst du dich als Mann in eine hübsche Frau und kommst dann drauf, dass es sich um einen schwulen Transvestiten handelt. In so einem Fall sollte man das akzeptieren und keine Aus-

Auch bei uns geht der Trend in diese Richtung, und die Märchenbücher werden bereits umgeschrieben. Hänsel und Gretel werden Opfer einer bisexuellen Hexe, der Struwwelpeter wird von einem schwulen Friseur vernascht. Und der böse Wolf hat es in Wahrheit nicht auf das Rotkäppchen abgesehen, sondern auf die männlichen Geißlein. Wir haben das alles bisher falsch gesehen, wir waren blind. Aber vielleicht liegt es in Schweden ja auch nur am Alkoholverzicht, an einem Abstinenzrausch. Von Antialkoholikern und Vegetariern ist noch nie was Gutes ausgegangen. Jetzt schauen wir interessiert, was das GenderMainstreaming bringt. Conchita Wurst ist erst der Anfang. Jetzt kommen Feministinnen mit Penis und einer Vorliebe für Transen. Oder vielleicht Männer mit Körbchengröße G, die sich nichts sehnlicher wünschen, als ein adoptiertes Kind zu stillen. Es wird spannender denn je. Wie kleinkariert bisher alles war. Inzwischen bin ich ein wenig verunsichert, was meine eigene Geschlechtsidentität angeht. Vielleicht behalte ich doch lieber meine untere Hälfte und arbeite zunächst am Oben. Ich lasse mich dann als „hen“ ansprechen, bin flexibler und habe Chancen bei allen Geschlechtern. Ich spüre schon die Hormone tanzen, es wird auf alle Fälle sehr „hen“. Reinhard Schuch 7

SL PE OB TE SN & L E U T E

Hut ab vor jungen Designern


Das große Staunen

Screenshots: ORF-Sendung „Newton“

Arnold Schwarzenegger trägt einen, auch der Bundespräsident und andere Prominente. HirscheggerErfinder Rudolf Konrad versucht seit vielen Jahren, seine Umwelt davon zu überzeugen, dass seine Loden-Schöpfungen zum Besten gehören, was man tragen kann – vor allem im Winter. Nun liefert ein Härtetest – vorgestellt in der ORFSendung „Newton“ – ohne Konrads Zutun und Wissen den Beweis dafür. Der gebürtige Sizilianer Michele Stinco betreibt auf dem 2.600 Meter hohen Glungezer in Tirol in Kooperation mit der Uni Innsbruck ein Textil-Testlabor. Das Match hieß in diesem Fall „Kunstfaser gegen Naturtextilien“. Eine Daunenjacke, ein modernster Softshell-Anorak und eben der Hirschegger-Loden wurden Extrembedingungen mit Windstärken von 200 km/h und bis zu 40 Grad minus ausgesetzt. Ein Sensor im Inneren der Jacken erfasste

Foto: Heimo Ruschitz

SL PE OB TE SN & L E U T E

Hirschegger – Sieg am Glungezer

Hirschegger-Loden-Erfinder Rudolf Konrad mit Oxana Duchon von der Nähstube.

Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Und das Testergebnis überraschte selbst die Experten: Der Hirschegger schnitt am besten ab. Das extrem robuste Material hält am längsten warm, zumal im gewalkten Stoff sehr viel Luft eingeschlossen ist und die Wärme daher besser ge-

halten werden kann. Außerdem nimmt er die Feuchtigkeit am langsamsten auf. Des Lodens einziger Nachteil: Wenn er einmal nass ist, trocknet er auch sehr langsam. Wer sich selbst von den Vorzügen des Hirscheggers überzeugen will, der kann das nun auch in der Nähstube

Wurden eisiger Kälte ausgesetzt

von Oxana Duchon in Graz-Mariatrost tun. Da ist sicher für jeden was dabei – vom Überrock über den Wetterfleck, den Bikerrock bis hin zum schicken Hut.

Auch Armin Assinger zeigt sich vom Grazer Designer und seiner Schmuck-Linie beeindruckt.

In seiner Jugend fuhr Hans Schullin Rennen gegen den späteren Weltmeister und die Formel-1-Legende Jochen Rindt. Er ist einer aus der „68er-Generation“, begeisterter Wasserskifahrer und daher an vielen schönen Urlaubsorten der Welt gewesen. Heuer ist es 40 Jahre her, dass der studierte Jurist exklusiv für die Steiermark und Kärnten die Rolex-Vertretung bekam, heute der Uhren-Klassiker schlechthin. Im Jahre 1968 übernahm er zusammen mit seinem jüngeren Bruder Herbert das vom Vater Johann eröffnete Uhren- und Juwelierge8

schäft im Gemalten Haus in der Grazer Herrengasse. Schon 1972 zog es Hans Schullin nach Wien, wo er am Graben einen weiteren Standort aufbaute. Weil seine erste Frau in den 90er-Jahren aber nach Graz zurückwollte, entschloss er sich zu tauschen. Das Wiener Geschäft führte und führt seitdem sein Bruder, und er kehrte ins Grazer Stammgeschäft zurück. Und da machte er sich ganz rasch einen Namen. Es folgten auch neue Geschäfte am Wörthersee – in Pörtschach und Velden. „Ich hatte immer viele Ideen, die ich realisieren

wollte.“ So trägt die Schauspielerin Kim Cattrall aus „Sex and the City“ heute seinen Schmuck. Denn die Schöpfung eigener Schmucklinien und exklusiver Schmuckstücke ist neben den Uhren ein Hobby von Hans Schullin. Er gilt als anerkannter Designer. Im Jahr 2003 entwarf er zum Beispiel den Styrian Humanity Award, den Michail Gorbatschow und Helmut Kohl in der Grazer Stadthalle den Preisträgern

überreichten. An seiner Heimatstadt Graz liegt ihm sehr viel. Nicht zufällig wählte man ihn zum Obmann der Grazer Innenstadt-Initiative. Der Schlossberg als EventLocation mit Lift war zum Beispiel seine Idee. Doch dem Vorschlag, in die Politik zu gehen, widerstand er. Dafür entschied sich sein Geschäftsnachbar in der Herrengasse Siegfried Nagl.

Foto: GEPA-pictures/Gösser Open

Foto: Heimo Ruschitz

Schullin und seine Uhren-Ikone

Dieses Quartett ist Steiermarks Golf-Elite und hofft beim 21. Gösser Open (8. bis 11. Mai) in Maria Lankowitz, dem einzigen Alps-Tour-Turnier in Österreich, ganz oben auf dem Podium zu stehen (v.l.): Lukas Nemecz, Martin Wiegele, Tobias Nemecz und Roland Steiner mit Gerald Paunger, Verkaufsdirektor Gösser (Mitte).

KLIPP April/Mai 2014


SL PE OB TE SN & L E U T E

Ein Kreativkopf und sein Showroom am Grazer Glacis Von Karin Klug

Das Currygemüse duftet verführerisch auf meinem Herd. Das sattgelbe Currygewürz habe ich in der Les editions ARTFABRIEK am Glacis in Graz erstanden – Kunsthandel, Verlag und Druckerei in einzigartiger Kombination. Schuld daran ist wohl Graham Nash, Musiker der Band Crosby, Stills, Nash and Young. Was der anregende Curryduft in meiner Küche mit einem internationalen Musiker und einem Kunsthandel in Graz zu tun hat – dafür ist der Fotograf und Künstler Robert Uranitsch zuständig. „Schon als Kind haben mich die kleinen Bilder in den alten Büchern fasziniert, ich wollte sie am liebsten immer ganz groß sehen.“ Heute kann er das und wir mit ihm. Seine Les editions ARTFABRIEK produziert Kunstdrucke, die ganz besonders sind: FineArt, auf bestem Papier, in zum Teil limitierter Auflage und in verschiedenen Größen, mit Echtheitsstempel versehen.

Robert Uranitsch kommt selber aus einer alten Druckerfamilie: „Mein Großvater hat noch mit Steindruck gearbeitet.“ Sein Enkel experimentiert mit Digitalisierungs- und Drucktechniken, die es ermöglichen, kleinste Vorlagen in größtmöglichen Formaten zu drucken. Seit 2013 gibt’s den Showroom am Glacis. „Ich biete Produkte an, die wir selbst gestalten, in verschiedenen Größen drucken bzw. in restaurierter Form neu herausbringen.“ Dafür stöbert er gerne auf Flohmärkten und in Antiquariaten herum, immer auf der Suche nach guten Vorlagen, ob Bücher, Radierungen, Ölbilder oder Tuschezeichnungen.

Ständig wachsende Sammlung Im Showroom kann man derzeit Schmetterlinge und bunte Papageien bewundern, in allen Größen, wunderbar detailgetreu, auch Pflanzen, Früchte, Portraits, klassische Biedermeiermotive und – was zunehmend nachgefragt wird – Maschinen und schräge Technikmotive. Zurzeit hat der Unternehmer sich auf Drucke aus dem 15. bis 19. Jahrhundert spezialisiert, und die Sammlung im Showroom wächst beständig.

„Wir arbeiten mit einem zertifizierten Drucksystem, das eine extrem hohe Haltbarkeit gewährleistet, und wir legen höchsten Wert auf Farbechtheit“, erzählt er stolz, „wir bieten erstmals und international einmalig die Kombination Digitalisieren, Druck und Verlag in einem Haus vereint. Manchmal kommen Menschen mit einem wunderschönen antiken Rahmen, da passt nur leider kein Bild rein“, berichtet er weiter. Die ARTFABRIEK schafft Abhilfe, denn er kann Kunstdrucke in (fast) beliebigen Größen produzieren. So lässt er mich einen alten Mongolen bestaunen, als winziges Bildchen im Original, als Fast-zweiMeter-Werk in neuer, detailgetreuer Fassung. Die Palette der Produktionsmöglichkeiten scheint schier unbegrenzt. „Die Grenzen der Phantasie liegen beim Kunden – wir können in allen Größen drucken und Motive überall raufdrucken, ob Lampenschirm oder Vorhangstoff.“

ja, was nun mein Currygemüse mit Graham Nash und der ARTFABRIEK zu tun hat, fragen Sie sich noch immer? Nun, von Graham Nash, der auch ein begnadeter Fotograf ist und den er in den USA kennengelernt hat, hat Robert Uranitsch sich dereinst für seine Digitalisierungs- und Druckexperimente inspirieren lassen. Heute bietet der Kreativkopf in seiner ARTFABRIEK neben Kunstwerken aller Art auch immer wieder ausgewählte Kleinigkeiten an, seien es Seidenschals aus Indonesien, leuchtend bunte Keramiken der Künstlerin Gabriele Temme oder eben die leckeren Currygewürze, an denen ich partout nicht vorbeigehen konnte.

Nash, Kunst und Curry

Attraktive Kunstdrucke in jeder beliebigen Größe produziert Robert Uranitsch.

KLIPP April/Mai 2014

Geplant sind für die Zukunft regelmäßige Ausstellungen, auch von zeitgenössischen Künstlern wie bereits jetzt Ingrid Stern, Christian Peneff oder Peter Manhal, und verschiedene Events – „wir wollen hier ein Ort der Begegnung sein“. Ach 9


Norwegen

Reykjavik

Oslo

Island

Stockholm

Schweden

Göteborg

Edinburgh

Kopenhagen

Dänemark

Glasgow

Danzig Hamburg

Manchester

Dublin Irland

London

Niederlande

Exeter

Dann sind wir mal weg

Bremen

Amsterdam

England

Birmingham

Brüssel

Hannover Düsseldorf

Köln

Saarbrücken Karlsruhe Stuttgart Friedrichshafen

Basel Schweiz

Genf

Frankreich

Bilbao

Nürnberg

Tschechien Slowakei

Wien

Innsbruck

Graz

Pula

Bosnien

Valencia

Spanien

Montenegro

Portugal Das große Tor nicht nur nach Spanien, sonLissabon dern auch nach Portugal heißt Mallorca. Sevilla Bis zu 6 Mal pro Woche hebt ein Flugzeug Malaga Faro der airberlin/NIKI ab Graz nach Palma de MalJerez de la Frontera lorca ab. Von dort geht es zu zahlreichen Destinationen in Spanien und Portugal.

Bari

Olbia Sardinien

Neapel

Brindisi

Palma de Mallorca

Albanien

Korfu

Sizilien

Catania

Almeria

Tunesien

Marokko

Algerien

www.flughafen-graz.at

TOP-Destinationen Sommer 2014 ab/an Graz

TOP-Destinationen Sommer 2014 ab/an Graz

Direktflüge ab/an Graz

Direktflüge ab/an Graz

Teneriffa

Lybien

Canaria Destinationen viaGran Verkehrsknoten Destinationen via Verkehrsknoten

Übersee-Destinationen:

Übersee-Destinationen: Zeitzone

Abu Dhabi

Miami

Bangkok

Neu Delhi

Boston

New York Peking

-1

Abu Dhabi

Miami

Bangkok

Neu Delhi

Boston

New York

Chicago

Sao Paulo

Detroit

Seoul

Peking www.flughafen-graz.at San Francisco Charlotte

0

1 Formel-1-Legende Niki Lauda fliegt seine Maschine oft selbst nach Graz.

San Francisco Charlotte Flughafen Graz Betriebs GmbH | 8073 Feldkirchen / Graz | Tel.: +43 (316) 2902 172 | information@flughafen-graz.at Sao Paulo

Detroit

Seoul

Dubai

Shanghai

Hongkong

Singapur

Houston

Tokyo

Johannesburg

Toronto

Los Angeles

Washington

TOP-Destinationen Sommer 2014 ab/an Graz Shanghai Dubai Singapur Hongkong Direktflüge ab/an Graz Houston

Tokyo

Johannesburg

Toronto

Destinationen via Verkehrsknoten Übersee-Destinationen: Washington Los Angeles Abu Dhabi

Miami

Neu Delhi Bangkok Der Dalai Lama kam im Herbst 2002 anlässlich des Weltkongresses der Buddhisten nach Graz.

Boston

New York

Sebastian Vettel – der 4-fache Weltmeister bei einem Zwischenstopp in Graz.

Peking 10

Charlotte

San Francisco

Chicago

Sao Paulo

KLIPP April/Mai 2014

Foto: Karl Schumet

Chicago

Griec

Z

Enfidha

Funchal

www.flughafen-graz.at

Maze

Kefalonia

Ibiza

Alicante

Kosovo

Tivat

Rom

Mahon

Serbien

Brac

Nizza

Barcelona

Budapest

Kroatien

Corsica

Madrid

Ungarn

Österreich

Slowenien Italien

Turin Marseille

Krakau

München

Mailand

Toulouse Lourdes

Polen

Prag

Zürich

Lyon Asturias

Warschau

Leipzig

Frankfurt

Belgien

Paris

Rennes

Berlin

Dresden

Luxemburg

Ob Badeurlaub, Welt- oder Kulturrundreise, der Flughafen Graz ist dafür der perfekte Ausgangspunkt. Nach Spanien und Griechenland besteht für diesen Sommer laut den Touristikern eine besonders hohe Nachfrage. 11 Destinationen auf 10 griechischen Inseln machen Lust auf herrliche Strände und gemütliche Tavernen. Noch mehr Inseln kann man mit Springer Reisen entdecken – u.a. werden Paros, Skopelos oder Folegandros per bequemes Inselhüpfen angeboten. Weiters stehen u.a. natürlich auch Flüge nach Italien, Kroatien, Ägypten, Tunesien, in die Türkei, nach Bulgarien und Portugal auf dem Programm. Porto

Madeira

Deutschland

Münster


Finnland

Helsinki

St. Petersburg

Tallinn Estland

Ganz großes Begrüßungskomitee für die britische Königin Elisabeth II. mit LH Josef Krainer I.

Riga Lettland

Moskau

Nach dem Sieg beim Euro-Song-Festival wird Udo Jürgens auch in Graz gefeiert.

Litauen

Willkommen

Russland Weißrussland

… aus aller Welt.

u

Der Flughafen Graz feiert 100 Jahre

Ukraine

arn

Bis zu einer Million Fluggäste verzeichnet der Flughafen Graz. Im Rekordjahr 2008 lag die Zahl sogar darüber. Der „Thalerhof“, wie der Flughafen landläufig auch heißt, feiert heuer seinen 100. Geburtstag und zeigt in einer Fotoausstellung auch, wer so alles – mit kleinem

Moldawien Rumänien

Bukarest

erbien

Sofia

Kosovo

ia

José Carreras feierte auch in Graz Triumphe.

Bourgas Georgien

Bulgarien

Istanbul

Mazedonien

Tiflis

Kavala Griechenland

Armenien

Ankara

Skiathos

Türkei

Athen Zakynthos

oder größerem Begrüßungskomitee – willkommen geheißen wurde. Es waren im Laufe der Jahre Hunderte, möglicherweise sogar Tausende – vom Nobelpreisträger bis zur britischen Königin. Ein KlippBilderbogen der berühmtesten Passagiere am Flughafen Graz.

Naxos Thira

Iran

Kos

Antalya Rhodos

Chania

Zypern

Heraklion

Syrien Libanon

Rockte mehrmals in Graz in der Stadthalle, der Eishalle und der UPC-Arena: Tina Turner.

Irak

Tel Aviv

Für ein Konzert in Zeltweg kamen die Rolling Stones mit Mick Jagger.

Israel

Kairo

Jordanien

Saudi Arabien

Ägypten

Sharm el Sheikh Hurghada

2

3 Helmut Kohl war im Kulturhauptstadtjahr 2003 in Graz. Klipp hatte ihn und Michail Gorbatschow zum „Dialog für Europa“ nach Graz geholt.

Formel-1-Zampano Bernie Ecclestone mit Flughafen-Direktor Gerhard Widmann.

KLIPP April/Mai 2014

Selbst die kleinsten Fans waren begeistert vom Fußball-Star Ronaldo (Real Madrid).

Stets großes Empfangskomitee, wenn Arnold Schwarzenegger kommt.

11


Sich fühlen wie ein Muskelprotz Von Isabella Hasewend

D

ie glauben ja nicht wirklich, dass nur sie mit dem „Eierlaberl“ umgehen können, sage ich mir. Und bei den Graz Giants im Eggenberger Stadion zeigt man sich erfreut darüber, dass quasi ein Hauch von Frauenduft den Schweißgeruch in den Umkleidekabinen vergessen lässt. Und von wegen alle American-Football-Spieler strotzen vor Kraft, sind muskelbepackt, hünenhaft und unüberwindbar. Da gibt’s sicher welche. Aber offensichtlich haben es Männer gern, wenn bei ihnen vieles größer erscheint, als es ist … kreisen meine Gedanken, als ich mich mit fürsorglicher Hilfe von Anna Grivas, von den Graz Giants Ladies, in die Football-Kluft quäle. Alleine anziehen? Keine Chance! Angefangen von einer Art Panzer für den Schulter- und Brustbereich, danach Schutzpolster für Oberschenkel, Schultern und Knie. Zuletzt noch den Dress übergezogen und schon erkenne ich mich selbst nicht wieder. Ich fühle mich richtig aufgeblasen. Und auch wenn wir Frauen anders proportioniert sind als die Herren der Schöpfung – diese ganzen Polster und Pads machen wirklich auch aus jedem Gnom einen richtigen „Kasten“. Da wird was vorgetäuscht, was viele gar nicht haben. Auch in meinem Fall. Als Muskelprotz stolziere ich raus in Richtung Spielfeld. Mit Bällen kann ich seit meiner Jugend gut umgehen. Aber dieses spitz-ovale Laberl ist wirklich gewöhnungsbedürftig. Kann doch

So ganz ohne ist das gar nicht ...

12

Fotos: Heimo Ruschitz

SL PE OB RE TN & L E U T E

American Football – keine reine Männersache

nicht so schwer sein, dieses Ding zu werfen. Schwer getäuscht. Ich halte das „Eierlaberl“ – man verzeihe mir diesen Ausdruck – schon mal falsch, wie Anna mir gleich klarmacht. Ball werfen, Ball fangen – relativ schnell

begreife ich, dass da viel an Technik und Training notwendig ist. Kabumm! Mit einem Kracher landet der Ball auf meinem Helm-Visier. Ohne wäre ich fürs Leben gezeichnet gewesen. Unter meiner Football-

... mit dem Fangen des „Eierlaberls“

Kluft beginne ich richtig zu schwitzen. Ich trage trotz meiner guten Kondition schwer an der schweren „Kampf-Montur“ und bin froh, als ich mich Richtung Kabine und Dusche verabschiede.

Yeah, erster Touchdown gelungen!

KLIPP April/Mai 2014


SL PE OB RE TN & L E U T E

Der Schnellfahrer … ohne Strafmandat

Doch am nächsten Tag bin ich schon wieder zurück in Eggenberg. Nein, nicht zum zweiten Versuch, sondern ich möchte mir erstmals ein Football-Match geben. Im ersten Heimspiel treffen die Giants auf die Prag Black Panthers. Und beim Kampf Mann gegen Mann wird mir klar: Ohne Schutzausrüstung wär’s einfach mörderisch

Schwer vorstellbar für „Normal-Skifahrer“ ist die Bestmarke des Steirers von 243,902 km/h.

Christoph Schreiner, GF Graz Giants

Frauen kommen Christoph Schreiner, Geschäftsführer der Graz Giants: „Wir sind dabei, ein Team für die Frauenmeisterschaft 2015 aufzustellen. Bei Interesse bei uns melden.“ Die Grundregeln bei American Football: Zwei Mannschaften versuchen, den Ball durch Werfen oder Tragen in die gegnerische Endzone zu bringen und dort einen Touchdown zu machen. Die Mannschaft im Ballbesitz, Offense, versucht, Raumgewinn zu erzielen und eine bessere Feldposition zu erreichen. Die verteidigende Mannschaft, Defense, versucht, dies zu verhindern und selbst in Ballbesitz zu kommen. Reine Spielzeit sind vier Mal zwölf Minuten. Neben den Heimspielen der Graz Giants gibt‘s heuer die Europameisterschaften vom (30.5.–7.6.) in Graz, St. Pölten, Wien. www.grazgiants.at

Wichtige sechs Punkte fürs Score!

KLIPP April/Mai 2014

S

kifahren, das war schon als Bub der Traum von Klaus Schrottshammer aus Bad Mitterndorf. Der persönliche Rekord des 35-jährigen Profi-Schussfahrers, zu dem er kürzlich in Vars in Frankreich gerast ist, ist unvorstellbare 243,902 km/h.

Um gute 8 km/h schneller als der Österreicher war der italienische Weltrekordhalter Simone Origone, der mit 252,454 km/h seine alte Bestmarke aus dem Jahr 2006 um 1 km/h unterbot. „Sobald es einen neuen Weltrekord gibt, ist der Bewerb zu Ende“, hofft Schrottshammer auf die Zukunft. Sein Trost: „Ich holte mir als erster Österreicher nach 2012 wieder die kleine Kristallkugel im Weltcup. Es gab sieben Rennen während der Saison im Speedski, der Simone wurde Dritter.“ Im Weltcup geht’s „nur“ so zwischen 180 und 200 km/h schnell. „Insgesamt bist du eine Minute unterwegs, 10 bis 15 Sekunden mit Hochgeschwindigkeit. Die Strecke ist 900 Meter und weitere 500 Meter gibt’s zum Stehenbleiben.“ Wie erklärt man einem Laien, wie sich 240 km/h auf Skiern anfühlen? „Steck die Hand bei 140 km/h aus dem Autofenster oder streck sie auf dem Motorrad aus – dann weißt du gleich, was sich bei 240 km/h abspielt. Seit 2004 fahre ich nun regelmäßig Speedski-Rennen, bis 2007 in der Downhill-Klasse.“ Bei seinem ersten Rennen in der

Profiklasse – S1 heißt diese – im März 2007 in Les Arcs fuhr Klaus Schrottshammer gleich zu seinem persönlichen Rekord von 217,52 km/h. „Das war der Start in meine Speedski-Profikarriere.“ Doch Geld gibt’s kaum zu verdienen in seinem Sport. Das muss Klaus Schrottshammer als Banker in der Raika in Bad Mitterndorf in seinem Brotberuf tun. 5.000 bis 6.000 Euro kostet ihn die Saison und dazu kommen noch etwa 3.000 Euro für die Ausrüstung. „Ich mach sehr viel Arbeit selbst – zum Beispiel die Spoiler, dann wachselt man sich selbst die Ski. Es ist eine Tüftlerei.“ Oft schon hat er in der Vergangenheit selbst gezweifelt und war nahe dran, aufzuhören. „Doch als ich dann zu siegen angefangen hab, war ich richtig stolz auf mich, dass ich die großen Italiener und Franzosen schlagen konnte. Dort gibt es mehr Unterstützung von den Skiverbänden.“ Doch das beste Material hilft nichts, wenn der Fahrer selbst nicht gut vorbereitet ist. Er muss seine Position am Ski ganz genau studieren, sich einstudieren – durch VideoVergleiche ständig auch daran arbeiten, damit die Aerodynamik stimmt. Dazu braucht es klarerweise viel Kondition, um dem Druck bei einer Geschwindigkeit von 200 km/h zu widerstehen. „Rund 30 Mal bin ich schon über 200 km/h gefahren. Angst kenne ich nicht, aber du brauchst natürlich den Res-

Klaus Schrottshammer – kleine FIS-WeltcupKristallkugel als bester Schussfahrer.

pekt, denn sonst wird’s gefährlich. Gestürzt bin ich noch nie.“ Aber es klingt seltsam: Stürze verlaufen eher glimpflich. „Man rutscht aus der Strecke hinaus, durch den Anzug kommt es zu keinen Überschlägen. Es gibt meist Prellungen und Verbrennungen.“ Zuschauer gibt’s klarerweise wenige, denn die Rennen spielen sich im Hochgebirge ab. Nur dort ist ein solch steiles Gelände vorhanden. Aber mit Video und Livestream können die Fans jetzt schon die atemberaubenden Schussfahrten mitverfolgen. In Österreich gibt’s zurzeit keine Strecke. Die Rennen waren in Schweden, Frankreich, auch in Kanada und in Andorra. In wenigen Wochen geht’s schon wieder mit der Vorbereitung für die kommende Saison los. „Ich arbeite daran, dass mein System schnell genug ist – von der Bindung über die Ski, den Anzug, den Helm bis hin zur Position auf dem Ski vor allem.“ Und da hat Klaus Schrottshammer eine unverzichtbare Hilfe an seiner Seite – sie heißt Sanna Tidstrand, kommt unüberhörbar aus Schweden und ist seine Freundin. Und sie bringt etwas mit: Sie ist nämlich Weltrekordhalterin bei den Frauen im Speedski, hat aber schon vor zehn Jahren damit aufgehört. Ihr Weltrekord liegt bei 242 km/h, war also bisher schneller als Klaus. „Sie betreut mich bei den Rennen, korrigiert meine Position.“ Sie ist also eines – unverzichtbar für ihn. 13


Didi Mateschitz auf Ei

„Es ist schön, wenn ein wohlhabender Österreicher, wie der Herr Mateschitz, Millionen für Projekte riskiert, durch die dann viele Menschen in der Region eine Arbeit finden und durch die dann auch viele Gäste kommen“, so ein Wirt in Judenburg im Klipp-Gespräch. Er drückt damit die Aufbruchstimmung aus, die im Murtal zweifellos da ist, wo man sich für die Formel-1-Premiere am 22. Juni rüstet.

Schönberghof direkt am Red Bull Ring

Die Wertschöpfung durch das Projekt Spielberg und die Rückkehr der Formel 1 beträgt heuer rund 71 Millionen Euro, rechnen Experten vor. 25 Millionen Euro davon kommen direkt durch die Königsklasse des Motorsports. Den ersten Versuch, aus dem A1Ring den Red Bull Ring zu machen, brachte Karl Arbesser Ende 2005 durch seinen Widerstand zu Fall. Von seinem Schloss in unmittelbarer Nachbarschaft zum Ring wollte er nicht weichen, obwohl ihm Red Bull damals bereits viel Geld dafür anbot. Nun gibt’s den neuen Red Bull Ring, heuer auch erstmals die Formel 1, um Karl Arbesser ist es ruhig geworden und Didi Mateschitz ist nun doch auch Schlossherr geworden. Er kaufte das ehemalige Wasserschloss Gabelhofen in Fohnsdorf – heute ein schmuckes Hotel. Mit diesem sowie mit dem G’schlössl Murtal, dem Steirerschlössl in Zeltweg, dem Schönberghof am Ring, dem Hofwirt in Seckau, dem Seehotel am Grundlsee umfasst das Betten-Reich von Didi Mateschitz bereits rund 500 Betten im gehobenen und LuxusSegment. Und es ist sicher – weitere werden folgen. Das Schlosshotel Gabelhofen hatte sein vormaliger Besitzer Helmut Zoidl unter der Regie seiner damaligen Frau Evelyne mit großem Aufwand zu einer Nobelherberge ausbauen lassen. Sogar eine hoteleigene Galerie gibt es – architektonisch 14

Luxus-Hotel G’schlössl Murtal in Großlobming

Schloss Admontbichl in Obdach: Ausbau steht noch bevor Foto: Clemens Neugebauer

WL EI RBTESNC H & ALFETU T E

Das Bullen-Reich vergrößert sich. Murtal fiebert dem Grand Prix im J

sehenswert gestaltet. Zoidl selbst war Sammler zeitgenössischer Kunst und machte mit seinen Events („Kunst aufgeSCHLOSSen“) Gabelhofen als Künstlertreff bekannt. Didi Mateschitz behält diese Tradition bei und so gibt es in diesen Tagen zugunsten von „Wings for Life“ – eine Forschungsstiftung zur Heilung von Querschnittslähmung – ein Symposium. Helmut Zoidl war als Gesellschafter der AT&S in Leoben-Hinterberg

(seine Partner waren Hannes Androsch und Günter Dörflinger) zu einem reichen Mann geworden. Er verstarb im Vorjahr knapp vor seinem 80. Geburtstag und die Verantwortlichen seiner Privatstiftung verkaufen nun gleichsam sein Lebenswerk. Denn mit dem Schlosshotel Gabelhofen erwirbt Didi Mateschitz auch den Forst, salopp auch „Helmut-Land“ genannt. Dabei handelt es sich um ein mehr als 2.000 Hektar großes Jagdgebiet in Autal bei Möderbrugg. Zoidl hatte rund 3.000

Hektar von den Bundesforsten erworben, die Jagd Pölsen dann aber später an den Schweizer Bankier Syz verkauft. Als passionierter Jäger ließ Zoidl die beiden Jagdhäuser großzügig erweitern und exklusiv ausstatten. Von der HMZ Privatstiftung erwirbt der umtriebige Bulle auch das Seehotel in Grundlsee im Salzkammergut und um das Schloss Gabelhofen weitere 15.000 Quadratmeter Grund. Zoidl hatte dort ein großes Thermen-Projekt geplant, dann aber dieses fallengelassen. Dessen KLIPP April/Mai 2014


WL EI RBTESNC H & ALFETU T E

m Juni entgegen

inkaufstour Fotos (2): www.voestalpine.com

Beeindruckende Architektur

Fotos (7): Heimo Ruschitz

Seehotel am Grundlsee im Salzkammergut: Toplage

Neues Wahrzeichen: Café im ehemaligen Wasserturm in Zeltweg

Foto: Philip Platzer

Zeltweg: Nobelherberge, HaubenRestaurant Steirerschlössl

CEO Wolfgang Eder, David Coulthard und Helmut Marko (v.l.) bei der Präsentation des „voestalpine wing“ („voestalpine Flügel“): auch eine Geste in Richtung des starken Konzern-Engagements in der Steiermark – 8.500 arbeiten dort.

entsprechenden Budget ausgestattet. Petra Moscher, die Geschäftsführerin der Urlaubsregion Murtal: Die Sache laufe sehr unbürokratisch ab und werde viel Neues für die Region bringen. Die bitteren Zeiten wären vorbei – zumindest bis 2020, denn so lange ist die Formel 1 in Spielberg einmal fix. Als die großen Profiteure sieht Bürgermeister Manfred Lenger die regionale Wirtschaft und den Tourismus. Für die Region sind die vielen Projekte aber auch eine berechtigte Hoffnung, um die Abwan-

derung zu bremsen, die den Verantwortlichen im Land, aber auch in der Region noch immer große Sorgen bereitet.

Ing. Klaus Rainer, Sprecher der Initiative „Kraft.DasMurtal“:

Viel Tradition: Hotel-Restaurant Hofwirt in Seckau

„Mini-Variante“, die Aqua Lux Therme, betreibt heute die Gemeinde Fohnsdorf und hat bekanntlich damit große finanzielle Sorgen. Dass Didi Mateschitz, gebürtig aus St. Marein im Mürztal, nicht nur mit vielen Millionen, sondern auch mit viel Herzblut bei der Sache ist und die Region noch weiter aufrüsten will, zeigt auch sein im Februar präsentiertes Projekt „Werkberg“. Unternehmer, jene, die es noch werden wollen, Privatpersonen und Touristiker bat er dabei, den „Werkberg“ geKLIPP April/Mai 2014

meinsam zu erklimmen. Fünf Ideen hatte Mateschitz damals in den Raum gestellt: „Nimm’s Radl“, „Frühjahrsputz“, „Wirtn und Musi“, „Selberg’macht“ und „Ich probiers“. Sozusagen als Vorleistung wurden vom Projekt Spielberg bereits 1.000 Räder angekauft, die nach einem Schlüssel an die umliegenden Gemeinden am Ring verteilt werden. Auf dem Tisch des Projektteams landen seitdem zahllose Mappen mit Anfragen. Didi Mateschitz hat das Projekt „Werkberg“ mit einem

Foto: Gepa Pictures

Foto: Clemens Neugebauer

Das neue Flaggschiff: Schlosshotel Gabelhofen in Fohnsdorf

Ungewohnt: Mercedes und nicht Red Bull ist der klare Favorit beim ersten Heim-Grand-Prix in Spielberg.

„Der Red Bull Ring und jetzt auch dazu der Grand Prix sind eine wundervolle Ergänzung, um die Attraktivität der Region zu erhöhen. Die Projekte von Didi Mateschitz werden helfen, die Abwanderung der jungen Leute zu bremsen. Unsere vor Jahren gestartete Initiative ,Kraft.DasMurtal‘ zeigt Gott sei Dank auch bereits Wirkung, sodass wir kaum noch Probleme haben, gute Lehrlinge zu finden. Früher waren die Eltern aus Imagegründen gegen die Lehrberufe – da ist uns mit viel Aufklärungsarbeit eine Bewusstseinsänderung gelungen. Das große Manko der Region für die Jungen: Es gibt keine universitäre Ausbildung, bis jetzt keine Fachhochschule. Vorrangig ist einfach eine bessere Infrastruktur. Mit unserer Initiative ,Aichfeld Stadt‘ soll ein Zentrum für die Region geschaffen werden. Ein weiteres Ziel ist die Öffnung des Militärflughafens Zeltweg für die Allgemeinheit. Das wäre ein ganz großer Schritt in die Zukunft.“

15


Der Staatsanwalt braucht sie (dringend) für GAK-Anklage. Groteske Auftritte der selbsternannten „Kronzeugin“

W

eil sie nie und nimmer daran dachte, dass GAK-Staatsanwalt Johannes Winklhofer alle ihre Telefonate abhören ließ, plauderte die ehemalige GAK-Geschäftsführerin und -Finanzchefin mit ihren Freunden und Bekannten am Handy munter drauf los. Der Staatsanwalt setze sie unter Druck, presse sie an die Wand, ihr drohten ein bis zehn Jahre Gefängnis, sie möge kooperieren! Winklhofer ermittelt seit acht Jahren gegen Ex-GAK-Präsident Rudi Roth und Kollegen wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung und Schwarzgeldzahlungen. Wenn sie dem

Staatsanwalt beim GAK helfe, nur dann könne er auch ihr helfen, erzählte die alleinerziehende Mutter eines schulpflichtigen Sohnes ihren Freunden und Bekannten von ihrem Dilemma, ihrer Not. Das „Kooperationsangebot“, so die Ex-GAK-Finanzchefin in ihren Telefonaten, bezog sich auch auf eine Betrugsanklage gegen sie. Nach ihrem Ausscheiden beim GAK hatte die Ex-GAK-Finanzchefin bei ihrem neuen Arbeitgeber rasch knapp 300.000 Euro unterschlagen, bis man ihre kriminellen Machenschaften entdeckte. Laut Strafgesetz ist das schwerster Betrug und dafür

Foto: Heimo Ruschitz

Glaubwürdig – für wen?

Ex-GAK-Präsident Svetits klagt Republik ...

... und indirekt damit Staatsanwalt Winklhofer.

gibt es für gewöhnlich unbedingte Haftstrafen, das heißt Gefängnis. Wie es der Zufall in der Justiz wollte, Johannes Winklhofer war und ist in beiden Fällen der zuständige Staatsanwalt. In den abgehörten Gesprächen sprach die Ex-GAK-Finanzchefin völlig ungeniert über ihre Gemütslage. Von ihrem Anwalt eingefädelt, gäbe es einen Deal mit der Justiz. Im Falle ihrer Kooperationsbereitschaft in Sachen GAK könne sie mit einer bedingten Strafe von 18 bis 24 Monate in ihrem Betrugsprozess rechnen. So kam es dann auch, obwohl sie keine wesentliche Schadenswiedergutmachung geleistet

hatte, die die wichtigste Voraussetzung für eine bedingte Strafe ist. Ein Psychiater bescheinigte ihr in einem umstrittenen Gutachten – eineinhalb Jahre im Nachhinein – allerdings verminderte Zurechnungsfähigkeit für die kritische Zeit ihrer Betrugshandlungen.

Beide, Hoeneß und Kartnig, sind Täter, aber …

Foto: Heimo Ruschitz

KL LE IBPEPN P&A NL OE RU AT EM A

PANORAMA

Ex-Sturm-Präsident muss noch einmal in Graz auf die Anklagebank.

Offensichtlich und zum Glück für die Betroffenen registrieren die OGH-Richter auch, wie ihre Kollegen im benachbarten Deutschland im Fall von Steuerbetrug werten und urteilen. Uli Hoeneß verurteilte ein Münchner Richter wegen (zumindest) 27,2 Millionen Euro nachgewiesenen Steuerbetrugs zu dreieinhalb Jahren Gefängnis. Wie viel er davon wirklich absitzen wird müssen, wird sich erst zeigen. Hoeneß hat seine Strafe noch nicht angetreten und 16

will offensichtlich das Champions-League-Finale – er hofft dort auf die Bayern – noch in Freiheit ansehen, „genießen“ wäre da nicht ganz zutreffend. Uli Hoeneß hat bei seinen Steuerbetrügereien mit Schwarzgeld in der Schweiz über Jahre hinweg sein privates Vermögen gewaltig vermehrt. Und damit zum Drama um Ex-Sturm-Präsident Hannes Kartnig. Dieser hatte im ersten Prozess im Februar 2012 mit Richter Buchgraber und Staatsanwalt Johannes Winklhofer fünf Jahre Haft wegen Steuervergehen und Schwarzgeldzahlungen ausgefasst. Kartnig hat sich nachweislich nicht selbst bereichert, sondern als „Fußballverrückter“ sogar eigenes Geld in den SK Sturm gesteckt. Im Vergleich zur Tat seines Exkollegen Uli Hoeneß

auch kein Kavaliersdelikt, aber weit weniger schwerwiegend. Noch dazu, wo in Deutschland Finanzvergehen allgemein ungleich schärfer geahndet werden. Daher scheint es durchaus angemessen, dass die Höchstrichter Kartnigs Strafe auf 15 Monate senkten. Der OGH-Spruch ist allerdings zweischneidig, denn der im Ersturteil getroffene Freispruch vom Betrug an der Bundesliga und dem Steirischen Fußballverband wird aufgehoben. Dieser Teil des Prozesses muss in Graz wiederholt werden. Es droht ihm somit wieder eine zusätzliche Strafe. Aufgehoben wurde auch das Fußfessel-Verbot für Kartnig. Er könnte einen Teil seiner Strafe auch zu Hause verbringen. Wann er seine Haftstrafe antreten wird, lässt er völlig offen.

Ermittlungen in Graz Ausgelöst durch eine Sachverhaltsdarstellung an die Korruptionsstaatsanwaltschaft in Wien – diese erfolgte nach Ende des Betrugsprozesses – kam es in der Folge zu Ermittlungen gegen die Justiz in Graz, wo das bedingte Urteil gegen die Ex-GAK-Finanzchefin getroffen worden war. Im Zuge dieser Ermittlungen musste sie im Februar 2014 als Zeugin aussagen. Ebenso erst kürzlich in einem Prozess von ExGAK-Präsident Peter Svetits gegen die Republik Österreich, wo es um eine Schadenersatzforderung für die seiner Meinung nach ungerechtfertigte U-Haft im Jahr 2012 geht. Was die Ex-GAK-Finanzchefin in den abgehörten Telefonaten so frisch und frei von der Leber weg erzählt hatte – die Gesprächsmitschnitte liegen wortwörtlich in den Akten –, kam dann in ihrer Aussage als Zeugin so bis gar nicht mehr vor; kein Wort mehr von Deal, Druck oder An-die-Wand-Pressen durch den Staatsanwalt. Was jetzt folgt, ist eine Interpretation der Widersprüche, die fiktionale Elemente enthält und historische Abläufe insoweit bewertet.

KLIPP April/Mai 2014


•Die Ex-GAK-Finanzchefin weiß mittlerweile nur zu gut, dass die Vorwürfe in ihren Telefonaten gegenüber dem Staatsanwalt und Gericht äußerst brisant sind, weil diese ja den Vorwurf des Amtsmissbrauchs bzw. eine in der österreichischen Rechtsprechung verbotene Absprache bedeuten. • Hätte sie also ihre Aussagen aus den abgehörten Telefonaten vor Gericht als Zeugin wiederholt, dann wäre die Folge eine Verleumdungsklage durch Staatsanwalt und Richter gewesen. Offensichtlich aus Angst davor, dass sie in diesem Fall ohnehin am „kürzeren Ast sitzt“, unterließ sie das.

Gefängnis droht Auch eine weitere Konsequenz, die die Ex-GAK-Finanzchefin nur schwer verkraften würde: Glaubt ein Gericht ihre in den Telefonaten gemachten Äußerungen – „es gibt einen Deal zwischen Staatsanwalt und Gericht“ –, müsste ihr Betrugsprozess neu aufgerollt und verhandelt werden. Eine bedingte Strafe wäre dann kein Thema mehr. Die alleinerziehende Mutter eines schulpflichtigen Sohns müsste dann ins Gefängnis. Die Ermittlungen gegen Staatsanwalt und Richter in Graz wurden kürzlich von den Kollegen in Wiener Neustadt eingestellt. Nun läuft dagegen eine Beschwerde bei der nächsthöheren Instanz. PS: Erst seit dem Entdecken ihres schweren Betrugs und der damals drohenden Gefängnisstrafe belastet die Ex-GAK-Finanzchefin die ehemaligen GAK-Präsidenten Roth, Sticher und Kollegen wegen angeblicher Steuerhinterziehungen und Schwarzgeldzahlungen massiv.

KLIPP April/Mai 2014

„Bei Forschung noch einmal zulegen“ Als er im Jahr 2005 dasWirtschaftsressort übernahm, hatte das Land Steiermark eine Quote von 3,5 Prozent. Und wie hoch ist sie heute? Buchmann: Jetzt stehen wir bei 4,7 Prozent und bis 2020 wollen wir nachhaltig abgesichert auf 5 Prozent kommen. Wir liegen jetzt mit Baden-Württemberg im Spitzenfeld, noch vor den skandinavischen Regionen. Als kleines Bundesland haben wir in der EU nur dann eine gute Chance, wenn du auch gescheite Produkte entwickelst. Welche sind das? Buchmann: Unser Automobilcluster entwickelt sich ja mehr und mehr zum Mobilitätscluster. Nehmen Sie jetzt her die Siemens Transport Division, die wir in der Steiermark haben, Pankl Aerospace oder auch die voestalpine ist jetzt ein Partner im Cluster. In der HalbleiterIndustrie hat die Steiermark drei Weltkonzerne, in der Humantechnologie und in der Umwelttechnologie bekommen wir mit dem neuen CWT ein weiteres Highlight. Es zeigt sich ganz klar, dass ein Treiber in der Forschung und Entwicklung unser Kompetenzzentrum-Programm ist. Wir haben immerhin von 50 österreichweit in der Steier-

mark 22 Zentren. Und die werden nicht vergeben, weil wir den Wirtschaftsminister kennen, sondern weil eine internationale Jury den Zuschlag für die Ansiedlung solcher Kompetenzzentren erteilt. Klar, dass wir auch in Zukunft den Treibstoff dafür zur Verfügung stellen. Apropos Treibstoff. Im Juni gibt die Formel 1 im Murtal nach zehn Jahren Pause wieder Vollgas bei einem Grand Prix. Buchmann: Didi Mateschitz und Red Bull sind natürlich ein Glücksfall. Aber man sieht, dass vieles gelingt, wenn man ständig dranbleibt und nicht aufgibt. Das, was Didi Mateschitz da im Murtal entwickelt, ist wirklich einmalig, gut für das Selbstbewusstsein der Menschen dort und eine wirkliche MutInjektion für die Region.

Viel Mut hat ja auch das Durchsetzen der Gemeindefusionen politisch gebraucht. Aber niemand weiß so recht, wie wirtschaftlich erfolgreich diese sein werden. Buchmann: Natürlich haben die Fusionen kurzfristig keinen unmittelbaren Einfluss auf das Landesbudget, aber mittelfristig sehr wohl. Wenn du zum Beispiel drei Gemeindeämter hast und du brauchst nur noch eines, dann musst du eben schauen, was du mit den beiden anderen Gebäuden machen kannst. Solche Dinge wird’s sehr viele geben in der Steiermark, und wenn das überall, sagen wir, einige zigtausend Euro sind, dann kann man sich ausrechnen, was das insgesamt für das Land bedeuten wird. Wir gehen in der Steiermark den Weg der Strukturreform, und das vermisse ich im Bund total. Jede Gemeinde, jede Region muss ihr eigenes Profil entwickeln. Murau zum Beispiel hat eine wunderschöne Landschaft, hat Holz im Überschuss – da müsste es doch gelingen, zum Beispiel aus diesen zwei Elementen ein Stärkefeld zu machen.

Steiermärkische steht gut im Wind Das Umfeld für die heimischen Banken und die Rahmenbedingungen sind schwieriger geworden. Dennoch gelang der Steiermärkischen Sparkasse ein solides Ergebnis über dem Branchenschnitt. So konnten die Kernkapitalquote weiter auf 12,6 und die Eigenmittelquote auf 14,4 Prozent verbessert werden. Das Konzerneigenkapital mit Ende 2013 beträgt 1,054 Milliarden Euro. Der Konzernjahresüberschuss lag bei 60 Millionen Euro und somit um 20,4 Prozent unter dem Vorjahreswert. Das Ergebnis ist beeinflusst durch ein unterdurchschnittliches Ergebnis der kroatischen Tochterbank, nicht zuletzt, weil Kroatien mit starken wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen hat. Erfolgreich verlief hingegen das Firmenkundengeschäft. Davon zeugt ein Kreditwachstum von rund

Das Führungsquartett der Steiermärkischen (v.l.) vor Thöny-Bild aus der eigenen Sammlung: Sava Dalbokov, Georg Bucher, Franz Kerber und Gerhard Fabisch.

1,1 Prozent. Dies zeigt, dass die Steiermärkische ihre Kunden jederzeit ausreichend mit Liquidität versorgen kann. Wobei vor allem das Volumen der Förderkredite (+ 60 Prozent) auf 152 Millionen Euro gesteigert wurde. Auch in Sachen Kulturförderung gab es ein Statement von Vorstandsvorsitzenden Gerhard Fabisch: Die angekaufte, unternehmenseigene ThönySammlung wurde dem Universalmuseum Joanneum als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt. 17

KL LE IBPEPN P&A NL OE RU AT EM A

Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann legt Latte höher:

Foto: Heimo Ruschitz

• Hätte die Ex-GAK-Finanzchefin ihre Äußerungen in den Telefonaten als Zeugin vor Gericht wiederholt, hätte das möglicherweise zu dienstrechtlichen Konsequenzen für Staatsanwalt Johannes Winklhofer führen können – hin bis zur Ablösung als Staatsanwalt im GAK-Fall.


Foto:s Heimo Ruschitz

Ein Star in der Heimat zu sein, ist ein großer Erfolg. Die Chance, über Grenzen und Kontinente zu reüssieren, bleibt hingegen auch für viele durchaus innovative Unternehmen eine Herausforderung. „Entscheidend für den Erfolg ist der Faktor Zeit. ECO WORLD STYRIA hat mit den zehn international führenden Cluster-Organisationen in diesem Bereich die neue Green Tech Service Alliance abgeschlossen. Dieser Zusammenschluss ist in der Clusterarbeit weltweit einzigartig. „Sie ermöglicht einen direkten Draht zwischen Firmen und Clustern – unkompliziert und rasch“, so Bernhard Puttinger, Geschäftsführer der ECO WORLD STYRIA. Mit dieser weltweit einzigartigen Initiative beweist die ECO WORLD STYRIA einmal mehr, warum sie bereits zwei Mal zum weltbesten UmwelttechnikCluster gekürt worden ist!“, sagt Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann. Damit gibt’s den direkten Draht zu Clustern in Deutschland, Dänemark, Italien, Frankreich, Spanien, Singapur, Südkorea, Kanada und den USA – mit einem Service wie zu Hause.

Neues Raiffeisen-Headquarter: Kräfte bündeln

D

ie Eröffnung des neuen Headquarters ist ein historischer Moment für die RLB Steiermark. Die RLB befand sich seit ihrer Gründung 1927 stetig auf Expansionskurs. Kundenzuwächse, neue Geschäftsbereiche und wachsende Mitarbeiterzahlen machten schließlich eine räumliche Ausdehnung notwendig“, erklärt Generaldirektor Martin Schaller bei der offiziellen Eröffnungsfeier in GrazRaaba vor versammelter Prominenz des Landes. Durch die Konzentration an einem Standort bün-

delt die RLB Steiermark als Spitzeninstitut des Raiffeisenverbundes das ausgewiesene Know-how in Markt- und marktfernen Bereichen an einem zentralen Knotenpunkt. Der vom Architekturbüro DI Strohecker ZT GmbH entwickelte neue Standort überzeugt nicht nur durch seine verkehrsgünstige Lage und das moderne optische Erscheinungsbild, die Zusammenführung aller Kompetenzen unter einem Dach bringt wesentliche Vorteile für die Bank mit sich. „Grünflächen machen den Arbeitsraum gleich-

Generaldirektor Martin Schaller: „Grünflächen machen den Arbeitsraum gleichzeitig zu einem Lebensraum.“

zeitig zu einem Lebensraum. Die neue Arbeitsplatzumgebung ermöglicht effiziente Arbeitsabläufe und bessere Kommunikation“, so Martin Schaller.

„Science Tower“ kommt!

D

er gebürtige Tiroler Hans Höllwart gilt mit seinem Unternehmen SFL Technologies in Stallhofen als einer der innovativen Köpfe, wenn es um nachhaltige, umweltschonende Projekte geht. Schon im Herbst soll es den Spatenstich für seinen „Science Tower“ geben. „Das ist ein Statement für die Nachhaltigkeit“, sagt Hans Höllwart anlässlich der Vorstellung des Projekts durch Bürgermeister Siegfried Nagl. Der 60 Meter hohe Turm ist gleichsam der Startschuss für das Smart-City-Projekt der Stadt Graz und gilt als Leitprojekt. Die Umsetzung des 16 Millionen Euro teuren Science & Bio-Towers erfolgt mit der Stadt Graz. Die in der Hülle gene-

18

rierte Energie wird direkt für die Belichtung, Computer und elektrische Geräte verwendet. Differenzen von Produktion und Verbrauch werden durch geschossweise eingebaute Batterienblöcke ausgeglichen. Die so genannte GrätzelZelle ist eine der Kerntechnologien des Projekts. Sie ist eine färbig bis weißlich durchscheinende Photovoltaik-Schicht, die zwischen Glasplatten eingebracht ist, aber auch als flexible Schicht zwischen Kunststofffolien eingesetzt wird (z.B. Rucksäcke, Tablett-Hüllen). Die Grätzel-Zelle funktioniert wie die Photosynthese (durch Licht betriebener Stoffwechsel) in jedem Pflanzenblatt: Licht wird eingefangen und in elektrischen

„Der Science Tower ist ein Zeichen für Nachhaltigkeit“, so Investor Hans Höllwart (Fibag).

Strom umgewandelt. In der Pflanze treibt das das Wachstum – bei der Grätzel-Zelle erzeugt dieser Prozess Strom.

KLIPP April/Mai 2014

Foto: Heimo Ruschitz (1), Markus Pernthaler Architektur ZT GmbH (1)

KL LE IBPEPN P&A NL OE RU AT EM A

PANORAMA

ECO WORLD STYRIA: Direkter Draht in die Welt


Kosten-Bombe tickt Der intelligente Stromzähler als Gerät ist nicht in der Lage, auch nur eine Kilowattstunde Strom zu sparen. Hause ist, und eine Mutter mit Kindern die Waschzeiten eher tagsüber anlegen, nicht abends. Es gibt Studien, die von einer Stromeinsparung bis zu zehn Prozent ausgehen – die sind einfach nicht realistisch.

Präsident Josef Pesserl zum AK-Wahlergebnis

Selbstkritische Analyse

D

ie Freiheitliche Partei war bei den Nationalratswahlen im Herbst 2013 zur stimmenstärksten Partei in der Steiermark geworden, vor der SPÖ und ÖVP – also ein historisches Ergebnis. „Es war für uns daher intern klar, dass wir das Ergebnis von der letzten AK-Wahl nicht halten können“, kommt das FPÖ-Plus für AK-Präsident Josef Pesserl nicht überraschend. Allerdings räumt er ein, dass man den Verlust von 8,1 Prozent nicht allein auf die „schlechte Grundstimmung“ für die SPÖ zurückführen könne. Es werde daher genaue Analysen des Wahlergebnisses und auch der niedrigen Wahlbeteiligung (38,3 Prozent) geben. Ein Argument, das nach Auffassung Pesserls sicher zutrifft: Die SPÖ trete zu wenig kantig auf, es brauche jedoch klare Haltungen zu den zentralen politischen Anliegen. Sonst wird es weiterhin den Protest der Wähler über die Wahlurnen geben. Zu seinem Rollenverständnis befragt, meint Pesserl: „Als Interessenvertretung müssen wir einfach klar sagen, wofür wir stehen. Es

geht uns und mir nicht darum, Bevölkerungsgruppen auseinanderzudividieren. Schauen Sie, die Wirtschaft positioniert sich klar und auch wir Arbeitnehmer müssen uns klar positionieren. Unternehmer und Arbeitnehmer schaffen gemeinsame Werte, und die entscheidende Frage war und ist: Wie werden diese Werte verteilt? Ich bin zutiefst überzeugt, dass der überwiegende Teil der Österreicher mehr an sozialdemokratischer Politik umgesetzt haben will. Weil das nicht gelungen ist – oft wurde es versprochen –, gibt es viel Enttäuschung, Verärgerung und Frust. Und aus dieser Situation heraus kommt es dann zum Protest der Wähler.“ Der AK-Präsident hat während seines Wahlkampfes mit mehr als 10.000 Steirerinnen und Steirern gesprochen. „Ich bin oft mit der Unzufriedenheit der Menschen konfrontiert gewesen. Als Sozialdemokraten müssen wir einfach Vertrauen dazugewinnen, dann werden die Menschen wieder zur Wahl gehen und wir werden davon profitieren, können gewinnen.“

Das Endergebnis: Sozialdemokratische GewerkschafterInnen (FSG) mit AK-Präsident Josef Pesserl 57,7 % (minus 8,1 Prozentpunkte) ÖAAB-FCG – Liste Franz Gosch 17,1 Prozent (minus 3,2) Freiheitliche Arbeitnehmer (FA/FPÖ) 14,5 % (plus 7,1) Alternative und Grüne GewerkschafterInnen/Unabhängige GewerkschafterInnen (AUGE/UG) 5,7 % (plus 2,0) Gewerkschaftlicher Linksblock (GLB-KPÖ) 4,1 % (plus 2,2) Liste Kaltenbeck 0,9 % (plus 0,3) KLIPP April/Mai 2014

I

n Österreich will man schon im kommenden Jahr mit der Installierung so genannter Smart-Meter – intelligenter Stromzähler – beginnen. Eine EU-Verordnung sieht vor, dass bis 2019 mehr als 90 Prozent der Kunden-Anlagen damit ausgestattet sein werden. Die Kosten dafür sind horrend: Man spricht von vier Milliarden Euro. Diese müssen von den Kunden bezahlt werden. Pro Haushalt stehen dann zumindest Preiserhöhungen von rund 400 Euro im Jahr bevor. Bei den Recherchen zum Thema waren alle Gruppierungen – ob grün, rot, schwarz oder blau – gegen die derzeitige Einführung. Auch die Interessenvertretungen, wie Arbeiterkammer, Landwirtschaftskammer und, und sagen nein. Dennoch aber könnte sie kommen, denn sowohl die E-Control als auch namhafte Lobbyisten im Umfeld der Regierung versuchen sie durchzudrücken. Wo liegt das Einsparpotenzial für Smart-Meter? Keiner der Fachleute kann das glaubhaft beantworten. Wie umsetzbar das Einsparungspotenzial ist, wird sich zeigen. Denn wer möchte bis Mitternacht aufbleiben, nur, um die Wäsche zu einem Zeitpunkt mit möglichst niederem Tarif zu waschen. Und wenn die Waschmaschine im Wohnbereich untergebracht ist, freute es wahrscheinlich auch niemanden, wenn diese um vier Uhr morgens zu rumoren beginnt. Das Stromverbrauchsverhalten ist an die Lebensumstände geknüpft. Und so wird ein Nachtarbeiter eher den teureren Tagesstrom konsumieren, wenn er zu

Vorläufiges Resümee Die sachliche Gegenüberstellung der Kosten zum Nutzen, den die Menschen durch den flächendeckenden Einsatz haben, bringt keine Begründung für eine flächendeckende Smart-MeterEinführung! Es ist erkennbar und nachweisbar, dass die Smart-MeterInstallation mit den derzeit technischen Möglichkeiten finanziell nicht vertretbar ist (kaum Möglichkeiten zum Stromsparen) und somit auch laut EU-Richtlinie zu Energieeffizienz und Energiedienstleistungen Artikel 13 nicht umgesetzt werden muss! Es ist schon zu hinterfragen, warum die österreichische Bevölkerung für eine „technische Spielerei“, die nur einigen wenigen einen Nutzen bringt, wieder einmal unnötig zur Kassa gebeten wird! Mit Fehlentscheidungen dieser Art, die nur zu Lasten der Bevölkerung gehen, wird die österreichische Volkswirtschaft geschädigt und durch das Verschulden einiger weniger der Lebensstandard von vielen verschlechtert. Denn wenn für die kWh Strom mehr bezahlt werden muss, ohne dafür einen Mehrnutzen zu bekommen, dann fehlt das Geld für andere wirtschaftliche Ausgaben. Zusätzlich wächst die Gefahr der Energiearmut – Menschen verarmen wegen unnötiger hoher Energiekosten! Noch ist es nicht zu spät, Korrekturen vorzunehmen – noch ist kein großer Schaden entstanden – aber wenn es zu keiner Änderung in der Smart-MeterVerordnung kommt, dann wird die Kostenbombe 2015 gezündet und wird in den folgenden Jahren explodieren – derzeit tickt sie nur! J.L. 19

KL LE IBPEPN P&A NL OE RU AT EM A

Kommentar zur Smart-Meter-Verordnung


FH-Joanneum-Rektor Karl Peter Pfeiffer

Sind weltweit unter den Besten Business Travel Lounge Dazu hatte die Plattform Steiermark der abta (austrian business travel association) am Flughafen Graz geladen. Die regionale Geschäftsreisebranche erhielt kompetente Information über Reisewarnungen und Hintergründe dazu sowie über Tipps für Geschäftsreisende im Nahen Osten. Zur Abrundung gab es die Möglichkeit zur „Probe-Reise“ im neuen Tesla S – der ersten elektrisch angetriebenen Limousine der Premium-Klasse.

Murauer Bier Um den Kärntner Fans des Murauer Biers auch weiterhin das Bier anbieten zu können, siedelt die Brauerei Murau von St. Veit nach Klagenfurt.

Auftanken Mit der Errichtung der SMATRICS-Ladestation können nun alle Gäste der H2OTherme ihr Elektro- oder Plug-in-Hybridfahrzeug schnell und einfach tanken.

bei Airbus in Toulouse. Wir legen sehr großen Wert auf Internationalität. Bei uns gibt’s in fast jedem Studiengang ein Bachelor-Studium, wo auf Englisch unterrichtet wird. Das ist Standard in unserem Haus.“

In einem weltweiten Ranking von Design-Schmieden ist der FH-Studiengang „Transportation and Product Design“ unter den 60 weltweit Besten gereiht. Rektor Karl Peter Pfeiffer: „Das muss man sich vorstellen. Das schaffen wir bei den Universitäten in Österreich in keiner anderen Disziplin.“ Zwei Studenten haben eine Yacht designt und ihr Entwurf ist in einem renommierten, internationalen Yacht-Journal publiziert worden. „Ein Taiwanese hat das gesehen, es hat ihm so gut gefallen und er hat die beiden Studenten eingeladen, dass sie die Yacht nach ihren Plänen bauen lassen“, so der Rektor stolz. Im Institut der FH in Graz gehen hochrangige Manager der deutschen Autoindustrie ein und aus – von Audi, BMW, Mercedes, VW. „Die lassen hier entwickeln“, so Pfeiffer. „Und was für mich als Rektor wichtig ist: Damit können wir

Foto: Heimo Ruschitz

KL LE IBPEPN P&A NL OE RU AT EM A

PANORAMA

auch nach außen hin etwas zeigen. Mit der Elektronik ist das anders. Die ist von der Wertschöpfung her natürlich wichtig, aber nach außen schwer zugänglich zu machen.“ Pro Jahr werden an der FH Joanneum im Studiengang „Transportation and Product Design“ bis zu 18 Bewerber aufgenommen. „Wir sind aber zehnfach überbucht. Es haben sich zum Beispiel schon Japaner hier bei uns beworben. Auch die Luftfahrt ist bei uns ein Thema. Unsere Studenten machen Praktika

Eine Mischung zwischen technischer und künstlerischer Begabung erfordert der Studiengang „Information and Communication Design“. Dieser trägt auch zum Image von Graz als „City of Design“ bei. Rektor Pfeiffer: „Auch dort gibts eine starke Nachfrage, sind wir sechsfach überbucht. Pro Jahr werden 40 Studenten aufgenommen.“ Wo es um die Fächer Mathematik und Physik geht, ist die Bewerberlage allerdings viel dürrer als etwa im Vergleich zu den Gesundheitsberufen. Physiotherapie zum Beispiel studiert man mit Begeisterung: „Da haben wir 54 Plätze und 750 Bewerber.“ Die Abstinenz bei mathematisch durchsetzten Fächern ist ein internationales Phänomen.

Energie Steiermark General Christian Purrer setzt auf Bürgerbeteiligungsprojekte und die Special Olympics 2017 in Schladming und Graz, welche gesponsert werden.

-Echo Hypo-Horror-Money-Show Zu Ihrem Bericht: In unserer Familie waren 4 Generationen Mitarbeiter der GRAWE. Mein Mann und ich hatten eine Lebensversicherung mit einer Laufzeit von 20 Jahren, er aber auch noch zwei Unfallversicherungen. Im Jahr 2009 fiel er durch einen Verkehrsunfall ins Koma und verstarb danach. Sowohl im Falle der Lebensversicherung als auch bei der Unfallversicherung zahlte die GRAWE trotz Intervention beim Generaldirektor nur einen verminderten Betrag. Für einen Prozess hätte ich keine Kraft und kein Geld gehabt. Anm.: Name und Adresse erliegt

20

Erfolgreiches Jahr 2013 für Energie Graz

Helfen Kunden Kosten sparen „Wir haben österreichweit die niedrigsten Netztarife, um 15 Prozent weniger als in Wien“, stellt das Führungsduo Werner Ressi und Gert Heigl die Leistungsfähigkeit ins Kunden-Schaufenster. Erfreuliche Nachrichten gab es auch für die Eigentümervertreter der Energie Graz. „Die Energiewirtschaft befindet sich mitten in einem radikalen Umbruch“, so Gert Heigl. „Vor diesem Hintergrund ist es besonders bemerkenswert, dass wir das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) gegenüber dem Vor-

Führungsduo Werner Ressi (li.) und Gert Heigl

jahr auf nunmehr 2,4 Mio. Euro steigern konnten.“ Mit Investitionen in Höhe von mehr als 23 Mio. Euro war die Energie Graz auch im Jahr 2013 einer der größten lokalen Investoren. „Durch die Investitionen in erneuerbare Energien, Fernwärme und Versorgungssicherheit leisten wir nicht nur einen wesentlichen Beitrag für die regionale Wertschöpfung, sondern auch für die Umwelt- und Lebensqualität der Grazerinnen und Grazer“, so Werner Ressi. Darüber hinaus profitieren Kundinnen und Kunden gleich mehrfach von der

positiven Entwicklung des Unternehmens: Die Energie Graz konnte sich im abgelaufenen Jahr einmal mehr als kompetenter Energiedienstleister rund um Themen wie Energieeffizienz und erneuerbare Energie positionieren. Über 3.000 zusätzliche Photovoltaikmodule wurden den Grazerinnen und Grazern über das Beteiligungsmodell Solar-Anleger angeboten. Dienstleistungen wie der E-Check oder der Online-Shop für energiesparende Produkte helfen den Kundinnen und Kunden unmittelbar beim Energie und Kostensparen.

KLIPP April/Mai 2014


QGI.CC

Was wäre der Tag der Arbeit ohne Arbeit-

63.000 steirische Unternehmerinnen und Unternehmer schaffen 358.000 Arbeitsplätze. Und wünschen Ihnen einen schönen 1. Mai!


auf unser gesamtes neuronales und kognitives System – und damit in der Folge auch auf unser Denken, Fühlen und Verhalten. Hier gibt es eine Vielzahl an Zusammenhängen: so wirkt sich die wahrgenommene Umwelt beispielsweise nicht nur auf unsere Stimmung t sich: n h o l sondern auch auf unsere Konzentrationsfähigkeit und Leistungsonus B r e bereitschaft, auf unser Verhalten h c jährli Kapital! gegenüber Mitmenschen etc. aus. r auf Ih Selbst Heilungsprozesse werden ch bin bei den Eltern meines Al- nachweislich natürlich den ÖVP-Spitzenkandidavon den Qualitäten getraut sich niemand mit ihr in der Er hätte gerne noch weiter gemacht lerliebsten noch nie mit meinen des – Stadtrat Gerhard Rüsch, so erten Othmar Karas, den Neu-Sozi Wahrnehmungsraums massiv Burg wetten. gute Freunde hat. Die Frieda hat imin der einst Allerliebsskandalgebeutelso der Hubert. Dem klarerweise Ich weiß nicht, weiß nicht, was Vorschlägen, Ideenich oder meiner zählt derKois Herwig meinem Eugen Freund, aber dann ist es * beeinflusst, verlangsamt oder bemer wieder gehört, und sie geht ja in ten Estag gelungen sei, so noch immer leid tut, dass die „Cheich machen soll und mein AllerliebStimme durchgekommen. Daher schleunigt. sei-der Herr schon aus. Nachhilfe-Unterricht gibt Ein dramatischer Rechnungshof- ten. Doch die Entscheidung über der ÖVP aus und ein, dass Grillitsch Biro, suche seinesgleichen. fin“ damals so sangund klanglos ster ist mir da überhaupt keine Hilfe halte ich mich fern, weil es wenig dem Otto dann die Maria bei einem bericht sorgt zusätzlich für Brisanz ne Zukunft ist bereits vor Monaten Wer Unser gute Lebensraum bildet immer Chancen gehabt hätte, dem von der politischen Bühne abtreten denke angesichts des Grünen E heudabei. Er sagt nur: „Du wirst das Sinn macht. So ähnlich geht‘s offen- Kaffee: „Damit du wenigstens weißt, in der Diskussion um den Pflege- gefallen. Eine eher ungewöhnliche auch den Raum Schützenhöfer für die persönliche Hermann zu folgen, musste. Bei ihrem 60er, zu dem ihr te noch an die schmutzigen Schlagschon richtig machen …“ Unsere sichtlich vielen bei der kommenden wen du wählen könntest.“ Bei den regress. Es bestehe riesiger Hand- Vorgangsweise, die da von Siegfried hätte er das im Auge gehabt. Nun ist zwei Wochen nach der Wahl logi- zeilen von früher? Und die Estag sei Jüngste war so schwer verliebt und Entwicklung und Entfaltung. Inslungsbedarf, legte der neue Landes- Nagl in der ÖVP gewählt worden ist. EU-Wahl Mai.einmal Die 8 MillioNeos es ist klarerweise die Frontfrau Angelika vorbei damit. jetzt am ist 25. es auf über Nacht besondere für Kinder stellt er denSchon scherweise viele Mitarbeiter gratu- auch profitabel. Zweistellige MillioDrexler überfallsrat Christopher Eher peinlich nun der Umstand, dassJahr für nen Stimmzettel aber Mlinar, bei der hatGrillitsch ja Chris- knapp einmal warFPÖ lierten, kam aber keine Stimmung aus. Sie tutsind mir gedruckt, so leid, weil sie sich Fritz nenbeträge dürfe das Land und Erlebnisraum dar artig einen Vier-Punkte-Plan vor. der Nachfolger, der Geschäftsfühwenn‘sfast gutwie geht, wird Kindheit nur jeder bei drit-mir Erfahrungstian Strache alte in Schlachtross auf. Da war die Trauerarbeit wichti- Jahr kassieren, und dass der steiriin ihrer anvor dem das Sprung die Landesregieund istrung, von zu noch überschätzenger. lehnt und Schutz Österreicher sucht. Das tut gut, damals zu Zeiten von Stromriese Atomstrom Grazer ÖVP und keinen gleichzeitig wird rer der sche Im Rechnungshofbericht te stimmberechtigte Mölzer aus nicht der Spur genommen. der Bedeutung. aber sie wissen ja, man kann da Waltraud Klasnic . Er habe damals ins Netz einspeist, stehe ebenfalls sich im Wahllokal einfinden, weil er Nun führt Harald Vilimsky die Lis- bemängelt, dass das Land die Pflege Nationalratsabgeordneter, Bernd  nicht wirklich helfen, sondern kann bereits, so erzählt die Frieda, die auf der Kois’schen Erfolgsliste, Beziehuneinfach das Gefühl hat, mit seiner Zwischenmenschliche te an. Bei den Grünen ist es Ulrike nach einen Normkosten-Modell ab- Schönegger, sich nun mit Vorwürnur versuchen, zu trösten. Bei unsgen in (sei Zusage der damals allmächtigen schreibt Biro in der Steirerkrone. ganze Bandbreite unterschiedes innerhalb einer Stimme nichts ausrichten zu kön- Lunacek. Aber die anderen Familie kenne rechnet, das zum Teil nicht nachvoll- fen auseinandersetzen muss, weil der Nachbarschaft gibt’s auch eini- steirischen VP-Chefin gehabt, die In der Steiermark durfte Gerhard Letzteres stimme in keinem Fall, licher Folgendienach sich ziehen, WK, seiallerdings esschränkt zu denimNachbarn) auch Telekom-Gelder ist. Hinzuseinerzeit kommt, dass nen, glaubt Ute,Zuwandererfamilien die für ihre Par- oder sie. auch nicht, dieParteivorstand Maria ziehbarDraxler ge türkische dann nichtjeder ORF-Lanhört die Utemutmaßlich aus der Energie-Steierbeginnend bei innerer Unruhe, den Vertrag nach Graz geflossen wären. Der NaPflegeheim-Betreiber werden maßgeblich von den räumtei in der Wahlkommission sitzt. Die ein. Am besten, so rät sie dem Otto, Und da haben wir gehört, dass die einen anderen vorschlug, ohne Gril- desdirektor werden, weil er für mark-Zentrale von jemandem, der tionalratmit hatStromhandel Schöneggerszu Immunität mit dem Land innerhalb eines Jahres mehr mit als grundloser) 700 Abgeordneten vomin lichen sei es, litsch erStrukturen suche sich beeinflusst. seine Favoriten (scheinbar Sie Verihrer TochterGereiztheit kürzlich die darüber zu informieren. ÖVP-Landeshauptfrau Waltraud tun hat. Klasnic Türkei in gereist sind, sie so dort den ständlich, das so bis stimmen, zu Land viel selbst rot und viel aufgehoben. Auch nicht gerakündigen kann, das aberzu bereits Parlament Straßburg sind im Internet odersollte warte gleich und Angstzuständen, überweil Letharkönnen entweder das Miteinander, Bräutigam ausgesucht haben. Und dass der Grillitsch sich zu Klasnics schwarz war. In Kärnten wurde weg, dass man einmal die das zum Nebeneinander Wahltag. Eines zeichnet gie,weit Lustlosigkeit bis nicht zu Konzentraoder dassich Ge- eine zehnjährige Kündigungsfrist ver- deerdie besten Vorzeichenfür jemanderen Tochter findet nichts dabei, Verdiensten kaum noch äußerte. unter hat. Die Ute hört, dass die an- Jörg den, der in Graz ein derartig politisch österreichischenetc. Abgeordneten dort geneinander schon jetzt ab, so die Ute:Sie Die können Neos, einbartORF-Landesdirektor tionsschwächen fördern. Haider von der FPÖ. In Wien wurde Warum gehe Kois überhaupt per 31. weil sie ja in dieser Welt aufgewachgelaufenen Verhandlungen zäh und wichtiges Ressort übernehmen soll. wirklich kennt. Ja, sagt der Otto, der die FPÖ und die Grünen sollten zu Heute sen weiß man, For- aufgeviele Konfliktfelder entschärfen er Informationsdirektor unter Wolf- März, trauert Biro. Franz Voves ist. Die war durch ganz freudig Das wäre es, bis zum nächsten Mal. Stimmung ablaufen. in der Burg mit den Vorbereitungen den Gewinnern wie stark die in schlechter schungsergebnisse Streit undzählen, Unbehagen gleichgang Schüssel von der ÖVP. Und könnte ihm da sicher die passende regt, obwohl sie abgesichert: ihren Bräutigam oder gar * Lilly für dienicht Wahl je beschäftigt ist. Er kenne ÖVP und SPÖ verlieren – darüber die Ute dem Steivorherunsere gesehen hat. Wenn Weil die Frieda gerade von Klasnic nun wurde er wieder steirischer Antwort geben, rätEure Räume wirken über Sinne sam vorprogrammieren.

LILLY LOTTERBLUME Werden Sie SolarHallo, meine Lieben! Anleger!

n e r a p S 3,3%

I

geredet hat. Herwig Hösele war ei- Landesdirektor unter dem roten rerkrone-Chefredakteur. Im Übriner ihrer engsten Mitarbeiter und Landeshauptmann Franz Voves. gen habe dieser Oswin Kois Handist, so der Hubert, sicher ein belese- Was damit zum Ausdruck kommt, schlagqualität – ein Charakterzug, ner Mann. Kein Wunder, dass er viel hat mir kürzlich der Josef erzählt. der heutzutage immer seltener zu über die Vorzüge und Nachteile der Dass Gerhard Draxler von seinem finden ist, will das Biro-Lob kein Fotos:Er Heimo Ruschitzdamit aber Demokratie, das passende Wahl- Job als Journalist was verstehen Ende nehmen. meint recht philosophiert. Doch mit einem muss und alle jene eines Besseren hoffentlich nicht den Sack voller  Beratung – Planung –scheint Innovation er ein Problem zu haben, mit belehrt hat, die ihn in der jeweiligen Energie-Steiermark-Inserate und Das letzte Mal hat mir ja Frieda er- dem innerparteilichen demokrati- Phase jener politischen Gruppie- die zigtausenden Euro dafür, welche WirJochen bieten Pildnerein umfassendes Service. Der Als Hubert Spezialist schen Umgang. denkt da rung zugeordnet haben, die gerade die Krone im Laufe der letzten zweizählt, dass der auf dem der Gebiet der Elektrotechnik bieten als wirKlasnic Ihnen we- dort an der Macht war oder ist. Steinburg, Präsident Steirian die Zeit zurück, einhalb Jahre einsackeln konnte, eine bemerkenswerte an Serviceleistunschen Industrie, nach Wien gehen Bandbreite gen der Energie Steiermark gewaltig ätzt die Ute weiter. Aber wer weiß, so gen an – egal,von ob Ines sichZoff ummit Krankenhäuser, Freizeit- und soll und dort als Nachfolger Gerhard Hirschmann  die Ute, vielleicht hat der Nachfol,dustriellen-Präsident Sorger Herbert Paierl hatte. Hösele ger von Kois eine ähnlich lockere anlagen,Veit Einkaufszentren, Kaufhäuser, Schulen oderspielvorgesehen ist. Und Gebäude die Frieda Christoph Biro, Chefredakteur der Hand beim Geldausgeben, wenn’s te Eine in professionelle dieser Auseinandersetzung private handelt. Arbeitsmeinte noch, damit wäre er neben Steirerkrone, zeigt immer wieder, so darum geht, vor allem für sich als eine wichtige Rolle. Heute bezeichtechnik unserer rund 60 Mitarbeiter sowie Qualität Streikthabe der ich Computer, dann maximalguten zwei bisWind drei Tage“, dem gut vernetzten Fritz Grillitsch , der Ute bei der verletzten dauert Ta- Person net er sich selber als „Wut-Bürger“, zu machen. und Termintreue sind dabei selbstverständlich. sucht man als Nutzer so rasch wie erläutert Erwin den dem Bauernbundpräsidenten, der wegen der stärker werdenden Polirock-Runde beim Diskutieren am Denn viel Sbaschnigg will der Tarock-Runde möglich herauszufinden, des Hauses. ranghöchste steirische Vertreter auf tikverdrossenheit in Österreich, und Nebentisch zugehört,warum. dass er Kunden-Service von nicht einfallen, als die Ute danach dem Wiener Parkett. In der steiri- schließt sich dem Kreis jener an, Und Steiermark noch immer wirklich die dader was demwird Koiseine so Paualles gelunbietet der Gösta ComputerFür diefragt, Überprüfung schen ÖVP, so erzählt die Frieda, dagegen sogar ein Volksbegehren wenig weiß. Er kommt aus Wien und gen sei. Da fielen dann Begriffe wie shop am Grazer Griesplatz schnelle schale von 45 Euro verrechnet. waren die Funktionäre arg ge- überlegen. Schon pikant. Oder perist ein Bürgerlicher im alten Sinn Murkraftwerk und Photovoltaik-AnHilfe an. „Unsere Fehler-Diagnose www.goesta.at schockt, als sie nun lesen mussten, vers. Oder auch zum Schmunzeln. des Wortes, tut sich schwer mit neu- lage auf der Firmenzentrale. Doch dass der Grillitsch sich von einer Hösele äußerte sich in den Medien en Entwicklungen. Daher gefallen diese Projekte sollen schon die VorStunde auf die andere total aus der im Sinne wie: „Irgendwann werden ihm auch Typen, die ihm schmei- gänger auf Schiene gebracht haben. Politik zurückzieht. Es waren auch die Regierungsparteien von uns cheln und ihn als einen der Großen anmelden unter: für ihn die Aufregungen so arg, dass hören.“ Aber er selbst hat nicht gut Jetzt und Wichtigen im Lande darstellen. Bis zum nächsten Mal, er in Graz bekanntlich wegen Herz- zugehört und die Dinge richtig ana- www.energie-graz.at Mit Oswin Kois verlasse der vielproblemen ins Krankenhaus mus- lysiert, als er im Regierungsbüro in Energie leicht kompetenteste Manager Graz Gmbh & Co KG die ste. Alle, mit denen die Frieda über der Grazer Burg die Fäden gezogen große Bühne, streut Biro dem NochSchönaugürtel 65, 8010 Graz, Grillitsch gesprochen hat, waren hat. Denn sonst wäre die Landtags- Energie-Steiermark-Chef Rosen. Tel: +43 316 8057-1857, fast traurig, weil der Obersteirer wahl 2005 für Waltraud Klasnic Das zeugt schon von wirklicher auch in den anderen Parteien viele nicht zu einem Desaster geworden, solaranleger@energie-graz.at Sachkenntnis, lästert die Ute. Was KLIPP April/Mai 2014 22 KLIPP November 2013 ich dann daran denke, wie niedergeschlagen unsere Jüngste jetzt ist, dann denke ich mir: Solche Sorgen haben die Eltern der jungen Türkin nicht.

Rasche Hilfe und Reparatur

Qualitätzur zurrichtigen richtigenZeit Zeit Qualität Computer Service Center schafft Kundenzufriedenheit schafft Kindenzufriedenheit!

Beteiligung an Solaranlagen ab € 650 Jährlicher Naturstrom-Bonus von 3,3% Volle Kapitalgarantie Mit der Sicherheit der Energie Graz

Eure Lilly

26

KLIPP November 2011


CL OE VB E RN S &T OLREYU T E

Er ist witzig, wandlungsfähig, vorlaut, intelligent – diese Mischung macht den Steirer Michael Ostrowski zum Publikumsliebling

Foto: Heimo Ruschitz (2)

„Ewiger Lausbub, frecher Hund“

„Hi, sorry, ich hab grad so viel zu tun, probieren wir es morgen, liebe Grüße, Michi“, vertröstet uns der Comedian. Und dann funktioniert das Interview doch noch. Erfreulich bei einem, der trotz beeindruckender Karriere den Ball flach hält. Seit dem 3. Jänner 2013 geht Michael Stockinger, alias Ostrowski, auf den 50er zu. In Leoben geboren, in Rottenmann aufgewachsen, holt er sich in der Mittelschule seine erste Bühnenerfahrung als Sänger mit Tenorstimme und Bassist einer Rockband. „Mit John Lennon habe ich mich damals viel beschäftigt.“ Für den jungen Musiker war er ein Idol, weil sich der Ober-­ Beatle auch kritisch zu Gesellschaft und Weltpolitik äußerte. Doch wohin ihn sein beruflicher Weg führen sollte, dafür hatte Ostrowski damals keinen Kompass. In Graz studierte er Englisch und Französisch, spielte gleichzeitig im Theater im Bahnhof in einem kleiKLIPP April/Mai 2014

nen, aber künstlerisch mutigen Ensemble, wo er beim Publikum gut ankam. Doch so richtig bekannt wurde Michael Ostrowski im Jahr 2004 mit „Nacktschnecken“ – einem Film, für den er nicht nur das Drehbuch schrieb, sondern in dem er auch die Hauptrolle spielte. Sein Credo: „Wenn ich etwas mache, dann will ich etwas G’scheites machen. Auch wenn sich meine Sicht auf die Dinge ändert, habe ich nicht grundsätzlich das Gefühl, dass ich etwas bereuen muss oder dass es schlecht war.“ Seine Wandlungsfähigkeit ist eine seiner großen Begabungen. „Ich schreibe Drehbücher, führe Regie für Werbespots, bin Theater- und Filmschauspieler, auch Fernsehschauspieler und dazu auch noch Moderator.“ In dieser Rolle habe er noch am ehesten Lampenfieber. „Aber du brauchst immer ein gewisses Aufgeregtsein, sonst wirst du unglücklich bei dem, was du machst.“

Hinter dem Aufstieg zum Publikumsliebling steckt harte Arbeit in den letzten 20 Jahren. Mit seiner unordentlichen Wuschelfrisur, aus zahlreichen Filmkomödien bekannt, verkörpert er den sympathischen „ewigen Lausbub“. Michi, wie ihn praktisch alle anreden, sendet derzeit auf allen Kanälen. Ob im TV oder in seinem neuen Film „Und Äktschn!“ von und mit Gerhard Polt. Brillant, wie er dort einen provinziellen Bankmanager verkörpert, der sich in seinen Tagträumen an der Wallstreet sieht. Faltermeier ist möglicherweise die erste richtige Erwachsenenrolle eines Schauspielers, der bislang eher mit kaputtem Charme und lässigem Fellmantel das Leben eines Bohemiens verkörperte. Die Figuren, die Ostrowski bekannt und populär gemacht haben, sind „moderne Nomaden“, so die Wochenzeitung „Die Zeit“, Typen, die nicht sesshaft geworden und im

wirklichen Leben nie angekommen sind. Er ist keiner, der sich in seinem Beruf sagt: „Das und das muss ich erreichen.“ Ostrowski: „Das will ich nicht, so lebe ich nicht, daher mache ich mir keinen Kopf, wie’s weitergeht. Ich wollte das auch nie bewusst werden, was ich jetzt bin.“ Worauf er in seiner Arbeit aber ganz viel Wert legt: Dass man ihn ernst nimmt, auch wenn er lustig daherkommt. Egal, ob er nun als Moderator des Steiermarkfrühlings in Wien vor dem Rathaus seine Schmähs setzt oder an gleicher Stelle durch die Eröffnung der Wiener Festwochen führt. Auch wenn er auf 1.000 Kirtagen gleichzeitig tanzen kann, ohne je ins Straucheln zu geraten, will Michael Ostrowski eines nicht – als Künstler in eine Schublade gesteckt zu werden. Ende Jänner 2014 startete der ORF die von der italienischen Trickfilmfigur „Herr Rossi“ inspirierte Serie „Herr Ostrowski sucht das Glück“ – eine Art semidokumentarisches Stegreiftheater, in dem Ostrowski 23


CL OE VB E RN S &T OLREYU T E „Dass mir ja keiner auf schlechte Gedanken kommt ...“

auf der Suche nach verschiedenen Glücksstrategien ist. Die Staffel ist mittlerweile gelaufen und hatte gute Quoten. Was der Publikumsliebling privat so treibt und tut, davon gibt er kaum was preis. Im Herbst 2013 war er mit Lebensgefährtin Hilde Dalik in der Komödie „Die Werkstürmer“ zu sehen. „Ich leg’ durch meine Arbeit eh genug offen in meinem Leben und mach’ Dinge, wo man sehr viel sehen kann. Und das ist so etwas wie das Gegengewicht.“ Witzig, kurzweilig und schräg war Michael Ostrowski als Reporter des Glücks in seiner unnachahmlichen Art auf intelligent-einfühlsame Weise den verschiedensten Glücksstrategien auch im Selbstversuch auf der Spur. Wobei er selbst den Ball flach hält: „Ich interessiere mich jetzt nicht so rasend für die Frage: Was ist Glück? Ich sehe es nicht als Ziel im Leben, dem nachzugehen.“ Vielmehr begibt er sich mitten in Situationen und schlüpft temporär in verschiedene Rollen, geht darin aber nie ganz auf. Egal, ob er als Astronaut im Weltall Franz Viehböck 24

begegnet, mit dem er sich über die Einsamkeit im Weltall unterhält, oder er den Erotikprofi Marcello Bravo trifft, der ihm die Vorzüge eines Massagestabs erklärt. Ostrowski ironisiert die Glücksversprechen und wahrt somit die notwendige Distanz zu seinen eigenen Erkundungen. Ganz im Gegensatz zu seinen Kollegen Stermann und Grissemann wird bei Ostrowski niemand vorgeführt oder ausgelacht. „Ich versuche generell bei den Dingen, wo ich mich exponiere, ein großes Mitspracherecht zu haben. Und das funktioniert, hat auch jetzt beim ORF super gepasst.“ Es braucht sein Ja. Dort, wo er das Drehbuch schreibt oder am Drehbuch mitarbeitet, bemüht sich Ostrowski, genau zu arbeiten, aber auch immer etwas offenzulassen. „Der Moment der Improvisation ist mir ganz wichtig, denn die faktische Situation vor der Kamera oder auf der Bühne ist immer stärker als das, was man sich ausdenkt; man wird eines Besseren belehrt.“ Seit Michael Ostrowski 2004 gemeinsam mit Michael Glawogger sein erstes Drehbuch „Nacktschnecken“ ver-

An der breiten Männerbrust von „Gonzo“ Renger lässt sich‘s nach der Premiere in Graz gut entspannen.

filmt und mit großem Erfolg in die Kinos gebracht hat, ist er ein wesentlicher Mitgestalter eines neuen österreichischen Komödientons geworden. Nach der endlosen Flut der erfolgreichen Kabarettfilme, in denen Pointenschleuderer ihre Gags abfeuerten und die Handlung meist nur ein dürftiges Gerüst war, ging es der neuen Generation darum, Milieus genau zu beschreiben und Filmhandlungen zu erfinden, die zwar aberwitzig sein mochten, aber in sich stimmig waren. In „Die unabsichtliche Entführung der Frau Elfriede Ott“, einem der größten österreichischen Film­ erfolge der letzten Jahre, an dem Michael Ostrowski als Co-Drehbuchautor und Darsteller maßgeblich beteiligt war, bemächtigen sich zwei Grazer Taugenichtse – arm, aber sexy – der bekannten Schauspielerin. Sie soll die tote Großmutter doubeln, da die beiden von der Pension der Verblichenen leben und die Stadtverwaltung sich von deren Wohlbefinden überzeugen möchte. „Es ging darum, möglichst schnell Abzweigungen in der Geschichte zu finden, die man in dem Moment nicht erwartet“, sagt Ost-

rowski, „und die die Geschichte noch weiter zuspitzen. Also eigentlich um das Rezept einer klassischen Screwball-Comedy.“ Das Milieu, das über viele Jahre in den Produktionen vorherrschte, an denen Ostrowski mitschrieb oder in denen er mitspielte, war ein dem eigenen Alter und Bildungshintergrund entsprechendes, leicht verwahrlostes Studentenleben mit gelegentlichen Ausflügen in die Kleinkriminalität oder die Drogenszene: „Ich schreib schon die Sachen aus dem heraus, was mich beschäftigt und was in meinem Leben eine Rolle spielt. Die Existenz als Student, der kein Geld hat und auch nicht den regelmäßigen Geschlechtsverkehr, der einem eigentlich zusteht – das war schon eine Quelle, aus der ich meine Dreh­ bücher entwickelt habe.“ Mittlerweile hat der Publikumsliebling die vierzig überschritten. Wo soll es hingehen? Ostrowski bleibt cool: „Jerry Lewis hat auch mit 45 noch die gleichen Typen wie mit 20 gespielt. Man muss sich nicht anscheißen, man kann die Grenzen dehnen.“ („Die Zeit“, 7/2014) KLIPP April/Mai 2014


einen Stress, den i überhaupt net brauch’.

Für dein Privatleben gilt „lügen, lügen, lügen“. Er, amüsiert: Wenn ich in „Seitenblicke“ bin, dann red’ ich über meine Arbeit, manchmal red’ ich auch viel Blödsinn, aber nicht über mein Privatleben, weil ich finde, dass es was Schützenswertes ist. Ich fühle mich nicht als Teil einer Bewegung, die alles offenlegen muss, ich kommuniziere daher auch nicht über Facebook. Ich lege eh genug offen in meinem Leben. Es geschieht das gar nicht so bewusst, sondern ist ein Ausgleich für das, was ich ohnehin mach’. Man kann dich ja auch nackt sehen – auf der Leinwand. Ja, das kann man, wenn man hinschaut. Ich hab’ mich in meinem ersten Film nackert ausgezogen. Was soll i dazu sagen? Ich war auf der Bühne nackert. Es ist nicht etwas, wonach man strebt, aber wenn’s lustig ist und passt, dann macht man es schon einmal. Und vielleicht ist deshalb mein Bedürfnis, mich noch einmal nackert zu machen, nicht so groß. Daham bist du dann mehr angezogen? Daham bin i eher nackert (lacht). Aber du bist glücklich, weil du ja das Glück in allen Facetten gesucht hast. Ob i jetzt glücklich bin, nachdem ich’s g’sucht hab’, ist eine gute Frage. Was mich glücklich macht, ist die Arbeit. Ist, dass i mit lustige Leut’ mit einem guten Team freudvolle Tage verbring’, wenn ich das drehe. Des erfüllt mich mit Freude und des kann man vielleicht auch als Glück verbuchen für sich. Aber es ist nie mein Bestreben, bewusst nach Glück zu suchen. Und si sagen: Ah, jetzt bin i aber glücklich. Des ergibt si bei der Arbeit oder beim Privatleben. Aber es ergibt sich.

KLIPP April/Mai 2014

Foto: Philipp Lihotzky

Talking“ mit Tina Veit*

Wie geht’s einem Schauspieler überhaupt, wenn er Sex vor der Kamera hat? Ironisch: Sehr gut. Weil so viel Leut’ zuschauen? Es ist natürlich schwer. Is ja eh logisch. I kenn jetzt gaunz wenig Leut’, die sich freiwillig ganz nackert ausziehen vor anderen Leuten. Und dann auch noch vor einem Team, einer Kamera und einer Partnerin – des is net grundsätzlich was, was man wahnsinnig erstrebenswert findet. Des muss i schon sagen. I denk schon, dass eine gewisse Biederkeit in unsere Gesellschaft eingezogen ist. Und dagegen verwehre i mi. Und ich find, man kann sagen, i kann mi nackert ausziehen und des schert keinen – das finde ich schon wichtig. Aber es erfüllt mich nicht mit einer inneren Freude, wenn ich mir die Hosen runterziehe – vor der Kamera. Privat: ja. Nimmt man da vorher irgendeinen Unterricht, wenn man Sex vor der Kamera am Plan hat? Ja, schon. Da schaue i immer, dass i ein paar Wochen Tantra mach’, einfach für die Konzentration und das Stehvermögen. Man informiert sich natürlich in einschlägigen Foren, wie des wirklich abzugehen hat.

Rasiert man sich da vorher auch? Ja, die Augenbrauen immer. I hob mi schon länger nimmer auszogen – ah ja, bei „Werkstürmer“, aber nur von hint’. Zumindest des hot ma gesehen. Was steht jetzt bei dir am Plan? Ich dreh jetzt einmal vier Werbespots als Regisseur in Prag. Eine interessante Aufgabe. Es ist zu mir gekommen – unverhofft. I hab letztes Jahr schon fünf Spots für Mediamarkt gedreht. Eigentlich alles mit österreichischen und steirischen Schauspielern, die ich gecastet habe, mit Musik von The Base, die alle gut gefunden haben. In Wien, die die nicht gekannt haben. Was mich wiederum freut. I mach grad eben ein paar Werbungen als Regisseur und i nimm’s ernst und gleichzeitig net. I häng’ nicht mein Leben dran. Aber i schau’, dass ich es gut mache und gleichzeitig schreibe ich zwei Drehbücher für Kinofilme. Ist es manchmal anstrengend, lustig zu sein? Wenn man das Gefühl hat, man muss lustig sein, ja. Aber i hab’ das Gefühl, i muss net. Wenn i net lustig bin, bin i net lustig. I sag des, was i richtig find’. Wenn’s zufällig lustig is, ist es gut. Wenn’s ernsthaft, blöd oder sonst was is, is es des. Wenn i darüber di ganze Zeit nachdenken würde, mach i mir

Aber es ist schön, wenn man Kind bleiben kann? Des hat der Gerhard Polt auch g’sagt. Wir haben das Privileg, dass wir ins hohe Alter das Kindsein imitieren können, mit dem, was mir machen. Und wenn er des sagt, dann kann i sagen: ja. Weil viele Qualitäten von Kindern san großartig, sind spontan, impulsiv, lustig, bescheuert, komplett daneben – eben überraschend, immer wieder. Und wenn man sich solche Qualitäten, naive, bewahren kann, in einem Alter und vor der Arbeit, dann ist des super. *mit Genehmigung von MMMMR MultiMediaMarketingMarkusRenger

Kurzprofil Geburtsdatum: Geburtsort: Nationalität: Ausbildung: Sprachen:

3. Januar 1973 Leoben / Steiermark Österreich Privat Französisch – sehr gut, Englisch – sehr gut, Italienisch – gut, Spanisch – gut Größe: 175 cm Augenfarbe: Braungrün Haarfarbe: Dunkelbraun Wohnort: Graz Wohnmöglichkeiten: Berlin, Hamburg, Leipzig, München, Paris, Wien Dialekte: diverse Englische, Indisch, Russisch Sportarten: Tennis, Judo, Fußball, Schwimmen, Radfahren Stimme: Tenor Instrumente: E-Bass Bes. Fähigkeiten: Entertainer Führerschein: PKW Film- und Fernsehschauspieler: u.a. „Nacktschnecken“ u. „Contact High“, Regie von Michael Glawogger, „Kotsch“ v. Helmut Köpping, Spielfilm „Slumming“ (Glawogger) , „Die unabsichtliche Entführung der Frau Elfriede Ott“, ORF-Serie „Schlawiner“, „Vier Frauen und ein Todesfall“, „Soko Kitzbühel“. Schauspieler im TiB – u.a. „Boeing Boeing“ v. M. Camoletti, „Burgtheater“ v. Elfriede Jelinek, „Lisa auf Zeitausgleich“ v. Johannes Schrettle, Demokratie die Show QUELLEN: „Die Zeit“, 6. Februar 2014, „Die Presse“, „OTS“

25

CL OE VB E RN S &T OLREYU T E

Ein Mann, der zeigt, wie geil es ist, Auszug aus einem, coolen ein Trottel zu sein Interview von „Cool


Von Isabella Hasewend

Klipp traf den Steirer Peter Schmid, Operations Manager von West Coast Saubermacher in Abu Dhabi „Das Office ist in der Hamdam Street, im Gebäude gegenüber desmCrown Plaza Hotel, im Erdgeschoß ist ein Emirates General Market – davor würd‘ ich Sie um 14 Uhr abholen“, lautet seine SMS. Eine hilfreiche Info auch für den Taxifahrer, in Anbetracht dessen, dass es hier in Abu Dhabi keine Hausnummern gibt. „Dass hier am Freitag und Samstag frei ist und dafür aber Sonntag gearbeitet wird, daran muss man sich erst gewöhnen“, reagiert Peter Schmid auf unsere fragenden Blicke, dass wir mit ihm allein im Büro sind. Der Obersteirer aus Seckau lebt seit rund neun Monaten hier in Abu Dhabi. Mitte Jänner hat Saubermacher ja bekanntlich im Rahmen des Joint Ventures „West Coast Saubermacher Environmental Services“ den operativen Be-

trieb aufgenommen. Der 27-jährige Steirer trägt die Verantwortung, dass alles rund läuft.

Chance genützt „Der Kunde hatte anfangs Bedenken, ob ich dem gewachsen sei. Wenn man sich aber beweist, Lösungen präsentiert, dann wird man auch akzeptiert.“ Von einem Auslandssemester in Kanada begeistert, wollte Schmid was von der Welt sehen. „Solange ich jung und ungebunden bin.“ Seit sieben Jahren arbeitet er für Saubermacher, studiert daneben noch Produktionstechnik und Organisation. „Aus Zeitmangel fehlt mir noch die Diplomarbeit.“ Die Herausforderung im Emirat für Saubermacher: Pionier- und Entwicklungsarbeit in Sachen Mülltrennung zu leisten. „Wir stehen

hier noch ganz am Anfang – bis jetzt hat es nur Müllentsorgung gegeben, aber keine Mülltrennung.“

Vieles anders als in Europa Wenn er frei hat, dann macht es sich Peter Schmid in seinem Apartment im 33. Stock der Jumeirah Ettihad Towers gemütlich oder er geht an den Strand und genießt das angenehme Klima. „Frühling und Herbst sind die beste Zeit – mit Temperaturen zwischen 25 und 36 Grad. Bei 50 Grad im Sommer verbringst du die meiste Zeit drinnen.

Fotos: Heimo Ruschitz (2), Saubermacher Dienstleistungs AG/ APA-Fotoservice/Vog (1)

Er fühlt sich wohl bei den Scheichs

Und eine viertel Stunde Nieselregen ist fast so etwas wie ein Segen.“ Während das eineinhalb Autostunden entfernte Dubai als Touristenmetropole gilt, geht es in Abu Dhabi viel ruhiger zu. „Für mich wirkt es auch persönlicher. Klar gibt’s hier eine völlig fremde Kultur, mit der man zurechtkommen muss. So wird ein Meeting manchmal unterbrochen, wenn gerade Gebetszeit ist. Dafür gibt’s aber auch Toleranz den Christen gegenüber – Weihnachten ist arbeitsfrei“, fühlt sich Peter Schmid freundlich von den Emiratis aufgenommen.

Die Herausforderung Das Müllaufkommen (Verpackungen, Plastik, Essensreste …) in Abu Dhabi (mit insgesamt rund 650.000 Einwohnern) ist größer als im 8-Millionen-Staat Österreich. Nur 12 Prozent der Bevölkerung Abu Dhabis sind gebürtige Emiratis – der Rest stammt aus Asien, Afrika, Europa oder Nord- und Südamerika und arbeitet für die Emiratis. In der Region und für die Menschen ist Mülltrennung was völlig Neues und es gibt auch kein Bewusstsein dafür. Zum Einsatz kommen 150 LKWs, die mit modernster Technologie

ausgestattet sind. Die 900 Mitarbeiter von West Coast Saubermacher sind für ein 60.000 km2 großes Gebiet mit 13.000 Villen und 20.000 Farmen verantwortlich – und dieses wird täglich „abgefahren“. „So nebenbei“ gilt es auch, sandverwehte Straßen mit Spezial-Saugfahrzeugen zu reinigen. „Und warum Abu Dhabi?“, fragt sich der Außenstehende. Den Verantwortlichen – auch in anderen Regionen des Mittleren Ostens – sei die Umweltbelastung klar, die durch den Müll entsteht, und dass sie das lösen

Fahrzeugübergabe im November vorigen Jahres in Salzburg (v.l.): Saubermacher-Vorstand Gerhard Ziehenberger, Bashar Al Mahaini (Managing Director West Coast Co. LLC.) und Saubermacher-Eigentümer Hans Roth.

müssen. Es gäbe keine wirkliche Entsorgung, so Saubermacher-Chef Hans Roth. „Und wir als Saubermacher verfügen über das entsprechende Knowhow und haben gleichzeitig gute Chancen, mit unserer Dienstleistung neue Märkte zu erschließen.“


Noch steht es fast leer „Das meiste waren bisher neun Stück“, verpackt ein Anrainer des neuen Anhaltezentrums im nahe liegenden Gasthaus in seiner Antwort auch gleich seine Einstellung, Haltung, Weltanschauung als Bürger dazu. Er spricht nicht von Menschen, auch nicht von Schubhäftlingen, die an den strengen Hürden des Fremdenrechts gescheitert sind und unter Verschluss ihrer Abschiebung entgegenzittern. Auch auf die Nachfrage – „9 oder 90?“ – antwortet er mit einem langgezogenen: „Neeeun.“ Sein Zusatz: „Und das zahlen Sie und ich.“

Ein Anruf bei Bürgermeister Walter Hubner, und dieser bestätigt die Zahl. Nach den Monaten Probebetrieb im Vorjahr läuft seit Jänner 2014 der Vollbetrieb mit der gesamten Betreuungs- und Bewachungsmannschaft. „Wir wollen langsam anfangen“, sagt er. Außerdem würde es in den kalten Wintermonaten weniger Flüchtlinge in Österreich geben, so die Information des Innenministeriums. Gebaut hat das moderne Anhaltezentrum die Republik. Es gibt offene Wohneinheiten statt Zellen, einen Fitnessraum, eine Bibliothek, einen Computer mit DVD-Player, einen eigenen Anstaltsarzt – trotzdem finden Menschenrechtsaktivisten zumindest ein Haar in der Suppe. Denn Vordernberg wird zum Schubhaft-Experiment. Zum ersten Mal werden in Österreich weite Teile des Betriebs der Haftanstalt an einen privaten Sicherheitsdienst ausgelagert. Und das für insgesamt 68 Millionen Euro, also rund 4,5 KLIPP April/Mai 2014

Millionen im Jahr. So viel muss Vordernberg im Auftrag der Republik an den britischen Konzern G4S, den weltweit größten Anbieter in dieser Branche, überweisen. Und das gleich einmal für 15 Jahre, denn erst dann gibt’s eine Kündigungsmöglichkeit. Den rund 100 Mitarbeitern der Sicherheitsfirma werden 55 Polizisten zur Seite gestellt, die wiederum die Arbeit der 54 oder 55 Sicherheitsleute „überwachen“, ihnen helfen, sie also unterstützen. Bei Bedarf stellt die Sicherheitsfirma Verstärkungskräfte zur Verfügung. Die große Sorge der Menschenrechtsaktivisten: inwieweit die in einem Schnellsiedekurs erfolgte psychologische Schulung der Sicherheitsleute den Anforderungen im Schubhaftzentrum gerecht wird. Die dortige Anhaltung von Menschen dient ja nur einem Zweck: die Abschiebung zu sichern. Es ist ja eine „Haft ohne Straftat“, ohne strafgerichtliche Verurteilung. Denn auf die kurz geschul­ten Sicherheitsdienstleister wartet eine große Herausforderung. Denn es sind oft Insassen, die sich selbst verletzen, in Hungerstreik treten, manche sind schwer traumatisiert und reagieren auf harmlose Anlässe oft heftig. Dennoch fragen sich Experten, ob Sozialarbeiter für diese Aufgaben nicht besser gerüstet wären als Wach­leute. Bürgermeister Walter Hubner zeigt sich zufrieden. Das Schubhaftzentrum war in den letzten Jahren der erste Anlass für eine Eröffnung in der 1.055 Einwohner großen Gemeinde, wo sonst nur Geschäfte und Einrichtungen geschlossen wurden. 70.000 Euro an Kommu-

nalsteuer fließen durch die Beschäftigten der Sicherheitsfirma zusätzlich ins 2,1 Millionen Euro hohe Jahresbudget der Gemeinde. Bürgermeister Hubner: „Damit verdoppelt sich die Kommunalsteuer.“ Hinzu kommen die Kosten für Kanal und Müllabfuhr, für die es allerdings noch keine Schätzung von Seiten des Bürgermeisters gibt. Aber schon jetzt sei auch spürbar, dass die Nahversorger-Geschäfte vom neuen Anhaltezentrum profitieren. Es gäbe sogar vereinzelte Anfragen wegen Wohnraum, gibt es doch in Vordernberg viel Leerstand. Das war auch der Auslöser seinerzeit für Bürgermeister Walter Hubner, als er an das Bundesministerium für Inneres schrieb, die Gemein-

de würde eine größere Zahl an Schubhäftlingen aufnehmen. Ursprünglich hätte das Anhaltezentrum in Leoben gebaut werden sollen, doch die wollten es nicht. Die Vordernberger stimmten in einer Bürgerabstimmung mit einer klaren 70-Prozent-Mehrheit dafür, gibt es dadurch doch nun zusätzliche Arbeitsplätze, und die erhalten – so ist das vertragsmäßig vereinbart – bevorzugt Leute aus der Region. 280 Bewerbungen hat es bei der Gemeinde dafür gegeben. Der Bürgermeister selbst hat sich eine private Firma für das Schubhaftzentrum gewünscht, denn nur so kommt die Gemeinde in den Genuss von zusätz­lichen Kommunalsteuern. Denn Beamte zahlen keine.

Erzbergbahn droht das Aus Da aufsperren, dort zusperren Rund 6.000 Touristen befördern die blauen Schienenbusse jährlich von Vordernberg über den Präbichl nach Eisenerz. Und diese zeigen sich beeindruckt. Früher, da gab es sogar eine Zahnradbahn mit Dampflokomotiven. Doch die dafür notwendigen Zahnstangen auf der Trasse wurden seinerzeit abgebaut. Niemand weiß, wo die „Wertstücke“ gelandet sind. Die Bahn wird an Wochenenden von einem Verein betrieben. Nun droht ihr das Aus. Denn die ÖBB Infrastruktur AG verkauft die Bahntrasse von Vordernberg Süd bis Vordernberg Markt und will dafür mehr als 800.000 Euro. Wobei sich die Frage stellt, wer überhaupt Interesse an einer Bahntrasse hat. Wie dem auch sei, es gibt aus diesem Grund vorerst keine Fahrten nach Eisenerz. Mit Hilfe und

Geld vom Land will man nun wenigstens für die 1,5 Kilometer lange Strecke von Vordernberg Markt bis Vordernberg Süd die erforderlichen 411.000 Euro aufbringen. Die Entscheidung darüber soll in den nächsten Wochen fallen, damit die blauen Schienenbusse weiterhin über den Präbichl nach Eisenerz fahren können und damit die Touristenstrecke erhalten bleibt. Bürgermeister Walter Hubner versteht das Vorgehen der ÖBB nicht: Denn seinerzeit hätte man die gesamte 14 Kilometer lange Bahntrasse von Vordernberg nach Eisenerz um 70.000 Euro von den ÖBB gekauft.

27

HINTERGURND

Fotos (2): Heimo Ruschitz

200 Schubhäftlinge haben im 25 Millionen Euro teuren Anhaltezentrum in Vordernberg Platz


Ein Traum erfüllt sich D

ie Spannung steigt. Man sieht es Frutura-Miteigentümer Manfred Hohensinner an. Es liegt was in der Luft – in diesem Fall im Boden. Es geht um das erhoffte heiße Thermalwasser, auf das man in 3.300 Meter Tiefe bei der Bohrung auf einem Feld in Blumau gestoßen ist. Aber wie viel? Und dann als Ostergeschenk die erlösende Nachricht und der Jubel: Das von der Frutura beauftragte Bohrteam ist auf 125 Grad heißes Wasser gestoßen – die heißeste je in Österreich angezapfte Thermalwasserquelle. Sie sprudelt stark genug, dass in den geplanten riesigen Glashäusern schon im Frühjahr 2015 Gurken, Tomaten, Paprika reifen und an den Konsumenten ­gehen. „Damit können wir den Markt das ganze Jahr mit heimischer Ware versorgen und ersparen uns damit einen Teil der Importe und tun auch was für die Umwelt“, begründet Frutura-Gründer Manfred Hohensinner die sechs Millionen Euro teure Bohrung. „Hier hat alles 1998 angefangen“, zeigt Manfred Hohensinner dem Klipp-Team auf seinem Bauernhof im Rabenwald bei Pöllau die Dörrbirnen-Öfen. „Auch jetzt sind sie in Betrieb. Der Prozess dauert drei Tage. Jeden Tag werden die fertigen Dörrbirnen herausgeklaubt und frische kommen nach. Der Großteil geht in die Bäckereien für Früchtebrot und viel davon auch in die Schweiz. Beheizt wird die Anlage mit Hackschnitzeln, und von uns dreien – meinen Partnern, dem Hans und dem Franz – hat jeder eine solche Anlage.“ Sechs Kilo grüne Birnen braucht es für ein Kilo Dörrbirnen. Sein Ernährungstipp nebenbei: „Es gibt 28

auch die weichen – die werden mit Dampf wieder aufbereitet und sind irrsinnig gut für die Verdauung, haben viel Energie, kein Fett und daher werden sie auch von Sportlern gern genommen.“

Drei Bauern aus dem Pöllauer Tal „Wir kommen nicht aus dem Obstund Gemüsebau, sondern aus der Milch- und Rinderwirtschaft“, macht Manfred Hohensinner gleich zu Beginn des Gesprächs klar, dass alle drei „Quereinsteiger“ sind. „Das einzige Produkt, was uns mit dem Obst verbunden hat, sind die Dörrbirnen, die wir von unseren Eltern übernommen haben. Aber gekannt haben wir uns vorher nicht allzu gut.“ Durch Zufall erfolgte später der erste Kontakt zu Spar. „Ruf‘ einmal an bei der Spar, vielleicht brauchen die Dörrbirnen“, forderte ihn ein Obsthändler auf. Das tat Hohensinner. Die Antwort von Spar: „Ja, schicken Sie uns ein Muster!“ Fein verpackt in mehrere Geschenk­ sackerl geschah das. Drei Wochen später: Die Spar nahm die Dörrbirnen in ihr Programm auf und bestellte 18 Tonnen. „Das war eine gewaltige Menge für uns. Wir haben mit Helfern die Dörrbirnen in der Keller-Küche abgepackt“, so Hohensinner. „Die erste Investition war ein Wagerl, mit dem wir die Birnen ins Haus gebracht haben.“ Groß war die Freude darüber, dass die Dörrbirnen bei Spar zu einem Verkaufshit wurden. Hohensinners Bauernhof ist heute ein Schmuckstück. „Damals war aber bei uns alles baufällig. Ich war viele Jahre LKW-Fahrer und nur am Wochenende zu Hause.“ Tausende Kilometer war er in Russland

Fotos: Heimo Ruschitz

HL IENBTEENR G& RLUENUDT E

Ein Bauer als Visionär. Die unglaubliche Geschichte von Manfred Hohensinner und seiner Frutura. Von null auf 205 Millionen Euro. Und jetzt sprudelt auch eine heiße Thermalquelle in Blumau

Auf dem Bohrfeld in Bad Blumau: Die Frutura-Partner Hans Schwarzenhofer und Manfred Hohensinner. „Halbe Miete“ geschafft, jetzt muss auch zweite Bohrung Wasser bringen.

und Osteuropa unterwegs. „Transportiert habe ich immer Obst und Gemüse. Das hat mir die Augen geöffnet – für viele Dinge. Aber ich wollte die Landwirtschaft immer weiterführen und sie sogar auswei-

ten. Das war auch der Grund dafür, dass ich im Jahr 1998 sogar einen neuen Milchviehstall bauen wollte.“ Dazu kam es aber nicht mehr. Denn eine Idee ließ ihn nicht mehr los. „Ich habe irrsinnige Mengen an

Zweiter von links: Projektleiter Bertram Mayer mit Frutura-Gesellschaftern (v.l.) Franz Städtler, Hans Schwarzenhofer und Manfred Hohensinner.

KLIPP April/Mai 2014


Wo alles 1998 begann: Die Dörrbirnen-Öfen am Bauernhof in Rabenwald bei Pöllau.

Schon im kommenden Jahr könnten Paprika, Tomaten, Gurken in den Wintermonaten aus den Gewächshäusern in Blumau kommen.

Zwetschken aus Ungarn, Rumänien und Serbien nach Österreich geführt“, sagt Manfred Hohensinner. Die wurden dann über den Großhandel an die Diskonter und Märkte weiterverkauft. Immer wenn er schlechte Ware oder nicht völlig problemlose Ware am LKW hatte, gab es Probleme. „Und der Konsument wusste nicht, ob das jetzt inländische oder ausländische Ware war.“

Ziel war eigene Marke Damals schoss ihm in den Kopf: „Warum versuche ich das nicht selbst? Aber mit einer ganz anderen Philosophie. Da war für mich klar, dass ich Zwetschken verkaufen will, wo der Produzent bekannt ist. Und in der Steiermark haben wir seit Generationen gute Zwetschken. Und unser Ziel war es, daraus eine eigene Marke zu machen.“ Hohensinner und seine zwei Partner stellten dann bei der Spar das erste QualitätszwetschkenProjekt vor. „Ich als kleiner Bergbauer legte bei Spar und Hofer offen, was unsere Kosten waren. Und das gefiel natürlich, weil die anderen Großhändler keine TranspaKLIPP April/Mai 2014

renz zeigten. Ich machte Spar und Hofer aber verständlich, dass sie diese Kosten auch bezahlen müssten, denn sonst hätten sie ja in Zukunft auch keine Lieferanten.“ Von 1998 an bis heute gab es viele Höhen und Tiefen mit entsprechender Dramatik. „2003 – nur um eine Zahl zu nennen – haben wir etwa 3,5 Millionen Euro umgesetzt und heuer werden es 205 Millionen Euro sein. Die Einkaufsmanager bei den beiden Handelsriesen spürten sofort, dass wir drei anders ticken als die traditionellen Obstund Gemüsebauern.“ Daher beauftragte die Spar die Frutura damit, ein Genussapfel-Projekt auf die Beine zu stellen. Jubel bei der Frutura. Doch dann der Tiefschlag: Am 5. Oktober 2004 wurde die erste eigene Frutura-Produktionshalle eröffnet. Doch Hohensinner und Co. hatten keinen schriftlichen Vertrag mit ihren Lieferanten in der Tasche und waren plötzlich mit der Tatsache konfrontiert, dass keiner der großen Apfelbauern aus der Umgebung die Frutura belieferte. „Wir haben trotz Zusagen keinen einzigen Apfel aus der Gegend bekommen. Denn die großen Obst-

Und doch fand Manfred Hohensinner einen Ausweg. Als Fernfahrer hatte er in Sizilien eine Rosetta Narzissi kennengelernt, die an seine Auftraggeber Gemüse und Obst lieferte. Und sie schwärmte von ihren Bauern, von der Art, wie sie die Früchte produzieren, und, und. Er setzte sich mit ihr in Verbindung, flog nach Sizilien und das war dann letztendlich die Rettung. Denn Hofer und Spar waren bereit, Zitrusfrüchte aus Sizilien mit der Frutura abzuwickeln. „Wir haben uns dann im Ausland sehr gut entwickelt – im Inland sind wir gar nicht wahrgenommen worden. Und erst 2007 gab’s dann wieder den Schritt zurück nach Österreich. Ohne Italien, ohne die Importe für Spar und Hofer von dort wären wir mausetot gewesen.“

„wären mausetot gewesen“ Doch Importe sind eine äußerst sensible Sache für Obsthändler und bringen tagtäglich Probleme – daraus entstand die Idee mit Blumau: „In der kalten Jahreszeit importieren wir 100 Prozent des Gemüses. Man kann darüber diskutieren, ob

LEBEN & LEUTE

bauern, die selbst lagern, haben plötzlich auf einmal in uns einen Konkurrenten gesehen. Wir waren völlig am Ende und ich möchte niemandem eine solche Situation wünschen. Wenn die Kinder keine Decke über dem Kopf haben, keine Zukunft, weil eben praktisch alles verpfändet war für unser Projekt. Wir wurden auch als nicht kompetent hingestellt. ‚Das sind ja Milchbauern, die haben Schulden wie der Hund Flöhe‘, hieß es unter den Obstbauern. Und damit war dieses Projekt gestorben.“ Beim Erzählen dieser Vergangenheit kann Manfred Hohensinner die Tränen nicht zurückdrängen. Besonders geschmerzt hat ihn auch die Unterstellung der Apfelbauern: „Das Geld, das die euch versprechen, werdet ihr nie sehen!“ Doch selbst diese existenzbedrohende Entwicklung brachte die drei nicht auseinander. „Aber ich wünsche keinem meiner Mitbewerber oder niemandem dieses Gefühl, wenn du drauf und dran bist, Haus und Hof zu verlieren.“

Frutura-Reifungsanlage für Bananen in Hartl bei Kaindorf: die größte in Österreich.

Mit seiner Frau in der Kellerküche, wo jahrelang der Verpackungsraum war. Beide Töchter arbeiten auch bereits bei Frutura.

man das alles braucht, aber es ist halt einmal so, dass es der Konsument beansprucht“, so Manfred Hohensinner. „Die klassischen Exportländer von Obst und Gemüse, Italien und Spanien, bekommen auch immer mehr Probleme mit dem Klima. Es ist ein Zirkus ohne Ende. Und wenn du die Möglichkeit hast, das zu Hause zu produzieren, dann ist das ja wohl ein Vorteil. Du pflückst sie heute und morgen sind sie im Geschäft. Und wenn wir das nicht tun, dann machen es andere. Weniger Importe heißt auch weniger Verkehr, weniger CO2Ausstoß, mehr Lebensqualität. Wir sollten daran denken, dass wir praktisch nur Verwalter sind und unseren jungen Bauern eine Zukunft ermöglichen müssen. Und das macht es nötig, die Sachen umzudenken oder neu zu denken.“ 29


WL EI RBTESNC H & ALFETU T E

Tankstellen-Diskonter feiert 20 Jahre am Markt

A1 in Südösterreich zur N tanken und auch nicht ganz untätig sein.“ Doch schon zwei Jahre später wurde Gerhard Annawitt „rückfällig“, kehrte ins Treibstoff-Business zurück. Die großen internationalen Konzerne und zuletzt auch die OMV strukturierten in dieser Phase das Geschäft um. Mit knapp 3.000 Tankstellen war der Markt in Österreich stark überbesetzt und ermöglichte daher den Multis keine guten Erträge. Tankstellen wurden verkauft und die Erlöse darauf in anderen Bereichen gewinnbringender eingesetzt. Gerhard Annawitt bot sich daher die Möglichkeit, rund 50 Tankstellen von der OMV zu erwerben und seine A1-Tankstellenkette dank einer hochmodernen Unternehmensstruktur sowie hochqualifizierter Mitarbeiter gut zu entwickeln. „Wir können schnell reagieren und sind daher am Markt sehr effizient.“

Es war im Jahr 1994, als Gerhard Annawitt den staatlichen Monopolisten OMV nach 23 Jahren verließ. Die von ihm danach gegründete A1 positionierte er als Diskonter, damals noch eine wirkliche Marktnische, dominierten doch die Großen wie Shell, BP und die staatliche Elan und Martha (heute OMV) die Tankstellen-Welt. Bis zum Jahr 2006 wuchs die A1-Tankstellenkette auf 36 Stationen.

„Die A1“, so Eigentümer Gerhard Annawitt, „war der Ausgangspunkt für die Gründung einer Firmengruppe. In der Zwischenzeit operiert diese unter der Schirmherrschaft der Futura Privatstiftung. Und dazu gehören die Pronto Oil, die für die Logistik und die Warenversorgung zuständig ist, die Autowaschanlagen Gesellschaft, die sich mit speziellen Standorten für das Autowaschen be-

Sonderthema der Anzeigenredaktion

Fotos (3): Heimo Ruschitz

Die A1-Erfolgsstory beginnt im Jahr 1994 mit drei Tankstellen. Langfristig gepachtet – südlich von Graz, in Preding, Lebring und Jöss. Heute ist die A1 – gegründet von Gerhard Annawitt – als Diskonter die klare Nummer 1 im Süden Österreichs.

Ein Beleg dafür: „Als Markendiskonter sind wir im Süden zur Nummer eins aufgestiegen, betreuen täglich rund 22.000 Kunden, haben 170 Mitarbeiter, einen Jahresumsatz von 200 Millionen Euro, sind mit unseren derzeit 70 Tankstellen in sieben Bundesländern vertreten und wollen uns gezielt weiterentwickeln. Derzeit überlegen wir den Schritt ins benachbarte Ausland. Wir wollen uns auch von der Versorgung am nationalen Markt unabhängig machen. Durch den starken Importdruck verändert sich das Mineralölgeschäft, Raffinerien geraten zunehmend unter Druck. Die Versorgungsstrukturen in Österreich werden sich ändern.“

30

Die Jahre bei der OMV – „ich war viele Jahre im Management“ – boten ihm auch die Chance zu StudienAufenthalten im Ausland. Dort sah er, dass es ganz andere Marken gab, wie etwa B5 oder A77, und ihm war rasch klar geworden, dass er für seinen Weg eine eigene Marke kreieren musste. „Heraus kam A für Annawitt und 1, weil ich eben der erste private Diskonter am Treibstoffsektor in Österreich war.“ Die Marke entwickelte

sich gut und profitierte indirekt davon, dass bald darauf die Telekom mit A1 auf den Markt kam. Dies brachte mit sich, dass noch immer Kunden glauben, A1 würde zur Telekom gehören. Persönliche Gründe veranlassten A1-Eigentümer Gerhard Annawitt 2006 dazu, seine Tankstellenkette bis auf eine Station zu verkaufen. „Ich wollte einfach nicht woanders

KLIPP April/Mai 2014


wert bekommen. Die Versorgung mit klassischen Treibstoffen bleibt in der Größenordnung von 95 Prozent des Gesamtbedarfs bestehen. Natürlich muss man an Alternativen denken, allerdings ist der Zeitrahmen dafür viel weiter zu fassen.“

So ist der Sonntag im Shop-Bereich der umsatzstärkste Tag. Es braucht aber auch ein entsprechendes Raum- und Parkplatzangebot dafür. Noch gibt es bei A1 keine Kooperation mit Diskontern aus der Lebensmittelbranche, aber es laufen bereits Gespräche in diese Richtung. Was die Zukunft der Mobilität angeht und die Rolle alternativer Treibstoffe, reagiert A1-Chef Gerhard Annawitt gelassen: „Die Alternativmobilität wird in den nächsten Jahren keinen nennenswerten Stellen-

Foto: A1

schäftigt, und die A1 Solution GmbH als Dienstleister für andere Tankstellen. Die Strategie der einzelnen Firmen ist innerhalb der Unternehmensstrategie Mineralöl, sich auf die einzelnen Inhalte schwerpunktmäßig zu spezialisieren und damit langfristig den Bestand der A1-Unternehmensgruppe zu sichern.“ Vom Treibstoff allein aber könnte keine Tankstelle leben. Noch dazu sind Tankstellenbetreiber für den Benzinpreis nur in einer sehr kleinen Bandbreite verantwortlich. Wichtige

Umsatzbringer sind daher auch der Shop, die Gastronomie und auch die Autowäsche. In diesem Bereich wurde gehörig investiert. Und so ist die A1 im Segment Autowäsche die Nummer 1 im Raum Graz. Im internationalen Vergleich ist der Österreicher aber immer noch ein Waschmuffel. Pfleglicher mit ihren Fahrzeugen gehen allerdings die Zuwanderer um, die ihr geliebtes Auto einfach blitzblank und sauber haben wollen. Eine Entwicklung, die sich auch A1 zunutze macht: Weil mehr und mehr Nahversorger in der Umgebung die Rollläden für immer herunterlassen, erfüllen nun Tankstellen diese Rolle. KLIPP April/Mai 2014

Entwicklung der Treibstoffpreise Das tägliche Auf und Ab der Preise an den Zapfsäulen irritiert viele Autofahrer. Sie rätseln über die Gründe. A1-Chef Gerhard Annawitt: „Die Preisbildung erfolgt über die Treibstoffbörse, wo es Indikatoren und Notierungsstrukturen gibt, die für den europäischen Markt relevant sind. Eine Rolle spielt dabei der Dollar-Kurs. Wir in Österreich kaufen auf dieser Basis ein und da können sich die Autofahrerklubs, aber auch die Interessenverbände auf den Kopf stellen – der österreichi-

sche Markt hat keinen Einfluss auf diese Notierungsvorgänge. Bei der Entwicklung der Spritpreise wird sich, abgesehen von kleinen Schwankungen, in den nächsten Jahren meiner Ansicht nach nicht viel verändern. Der Mineralölmarkt ist in sich stabil, da wird es keine gravierenden Erschütterungen geben. Das hat sich auch im jüngsten Krisenfall Ukraine gezeigt. Früher hätte es da Auswirkungen auf die Preise über mehrere Monate hinweg gegeben. Jetzt waren diese schon nach wenigen Tagen wieder im Lot. Mitentscheidend dafür ist die

Tatsache, dass der Händleranteil im Tankstellengeschäft mittlerweile bereits rund 40 Prozent beträgt. Und wir Händler müssen verkaufen, und das ist der Vorteil für den Konsumenten. Früher war die Verkaufsmacht praktisch nur in Händen der großen Konzerne. Weil die Treibstoffpreise ein ständiges Thema sind, möchte ich noch auf eines hinweisen: Wir haben verglichen mit Europa – Deutschland, Slowenien und den anderen umliegenden Ländern – noch immer günstigere Treibstoffpreise, weil die Steuersätze niedriger sind.“

31

WL EI RBTESNC H & ALFETU T E

r Nummer 1 aufgestiegen


UL M E BWEENL T& L E U T E

Feistritzwerke-STEWEAG warten mit Sensation auf

Unser Sonnenstromkraftwerk rechnet sich auch ohne Förderung Mit dem Kauf einer Photovoltaikanlage der Feistritzwerke-STEWEAG kann man den erzeugten Sonnenstrom fast zu 100 Prozent selbst nutzen! Ein eigens dafür entwickeltes Stromauge und automatisches Steuergerät ermöglichen das. Stromüberblick mit dem Stromauge Mit dem Stromauge hat man den Stromüberblick, weil am eigenen Fernseher oder Computer online der Stromverbrauch und die Stromerzeugung angezeigt werden. So sieht man einfach und bequem immer den eigenen Stromverbrauch und den erzeugten Sonnenstrom und ist über die eigene „Stromsituation“ immer im Bilde!

Gerätesteuerung Das „Stromauge“ erkennt sofort, wann es einen „Stromüberschuss gibt, wann mehr Strom erzeugt als verbraucht wird. Ist dieser Zustand gegeben, dann werden „Stromverbraucher“ hinzugeschaltet, damit der Sonnenstrom bestens genutzt wird. Bei einer Feistritzwerke-STEWEAG-Photovoltaik-Anlage sorgt die mitgelieferte Steuereinheit dafür, dass die stromverbrauchenden

Nach der Idee von FWS-Geschäftsführer Dir. Ing. Walter Schiefer wurde das PhotovoltaikStromauge von Ing. Christian Baierl (Foto) entwickelt. Am Fernseher kann man seinen Stromverbrauch (braune Linie) und den in der Photovoltaikanlage erzeugten Strom (grüne Linie) online anschauen.

Haushaltsgeräte nicht händisch einschaltet werden müssen. Diese schaltet entsprechend dem Stromüberschuss Stromgeräte wie Warm­wasserboiler, Wärmepumpe zum Heizen oder Kühlen, Waschmaschine usw. automatisch ein bzw. aus! Man bestimmt vorher selbst, welche Geräte geschaltet werden sollen! Optimale Nutzung der Stromerzeugung Wird der von der Photovoltaikanlage erzeugte Strom fast zu 100% im eigenen Haushalt genutzt, dann erspart man sich den Strombezug vom öffentlichen Stromnetz und hat damit die größte Einsparung bei den Stromkosten. Photovoltaik nun auch ohne Förderung wirtschaftlich Mit dem Stromauge (Stromanzeige des Eigenverbrauchs und der Stromerzeugung) und der Steuereinheit, die bei einer Photovoltaikanlage der Feistritzwerke-STEWE­ 32

AG dabei sind, ist jedes Sonnenstromkraftwerk (Photovoltaikanlage) auch ohne Förderung wirtschaftlich, weil damit eine Verzinsung von ca. 4% über die gesamte Anlagenlebensdauer erreicht wird. Sonnenstrom auch im Gewerbe wirtschaftlich Die Wirtschaftlichkeit unserer Photovoltaikanlage gilt aber nicht nur im Haushalt, sondern hat auch im Gewerbe- und Industriebereich ihre Gültigkeit, wenn der erzeugte Strom zu fast 100% im Betrieb genutzt wird. Wie das möglich ist, darüber informiert Sie gerne der Feistritzwerke-STEWEAG-Energieexperte Ing. Robert Kohl, Telefon 03112 / 2653-257. Besichtigung und Informationen Die Feistritzwerke-STEWEAG hat natürlich das Stromauge mit der Steuereinheit bei ihren Photovol­ taikanlagen selbst im Einsatz. Wer Interesse hat, kann sich das natürlich „live“ ansehen – Kontakt: Ing. Robert Kohl, Telefon 03112 / 2653257. Beim Kauf einer Photovoltaikanlage bei der Feistritzwerke-STEWE­ AG GmbH sind das Stromauge und die Steuereinheit dabei. KLIPP April/Mai 2014


Fotos: KAPO/Paul Ott

it großen Glasfronten und Fenstern wird das möglich. Da wir täglich viel Zeit in Innenräumen verbringen, sind Tageslicht und ein Blick ins Grüne für unser Wohlfühlen ganz, ganz wichtig. Das zeigen auch Forschungsergebnisse, denen zufolge Menschen bei natürlichem Licht leistungsfähiger sind und auch konzentrierter arbeiten können. Denn das Tageslicht steuert auch den Seratonin- und Melatonin-Haushalt – für die Gemütsverfassung von entscheidender Bedeutung. Grundsätzlich sind Fenster und Glasfronten von der Energiebilanz gesehen eine Schwachstelle. Doch Mehrfachverglasung ist heute Stand der Technik und somit verfügt die Wärmeschutzverglasung, wie sie genannt wird, über hohe Dämmwerte und einen geringen Wärmeverlust. Als Begleitmaßnahme müssen aber auch die Tür- und Fensterstöcke gut gedämmt sein. Das Foto links zeigt eine hochqualitative Fensterund Türenfront des oststeirischen Herstellers KAPO.

KLIPP April/Mai 2014

33

WL EO BH ENNE N& L E U T E

Für unser Wohlfühlen wichtig: M Tageslicht und Blick ins Grüne


WL EO BH ENNE N& L E U T E

Nahe am Zentrum, die Natur vor der Tür

Werner Gröbls Wohnpark in Graz- G

Thema der Anzeigenredaktion

Ein klareres Bekenntnis von Werner Gröbl und seiner Lebenspartnerin Karin Gutschi zu ihrem Wohnbauprojekt in Graz-Gösting ist nicht möglich: „Wir haben uns entschlossen, unser Anwesen in Lieboch zu verkaufen, und werden künftig auch im Wohnpark Gösting unseren Lebensmittelpunkt haben.“ Damit wohnt das Paar künftig in einem modernen Dorf mit zeitgemäßer Infrastruktur, umgeben von großzügigen Grünflächen. Dort wird man einen Bäcker, einen Lebensmittelmarkt, einen Arzt, ein Café und andere Geschäfte haben; in der Nachbarschaft bestehen ja bereits der Kindergarten und die Schule. Werner Gröbl kann dafür nichts, doch warum der Begriff „Dorf“ im Zusammenhang mit seinem Wohnpark gerechtfertigt scheint: Die gemessene Luftqualität in Gösting ist durch die Lage eine der besten in Graz. Die Stadt kämpft ja sonst mit Feinstaub. Ein langjähriger Anrainer: „Wenn es am Hauptbahnhof noch Nebel und Dunst gibt, haben wir bereits Sonne.“ Und von dieser werden die Bewohner im Wohnpark viel konsumieren/genießen können. „Denn fast alle Wohnungen sind mit ihren Terrassen und Balkons nach Südwesten ausgerichtet, sodass sich die Menschen wohlfühlen können“, 34

erläutert Werner Gröbl. Bereits vor dem Kauf können und konnten die Kunden einen „Lokalaugenschein“ vornehmen, ob das Loblied des Bauherrn „auch stimmig“ ist. „Die Idee dazu hat meine Lebenspartnerin Karin gehabt“, kommt Werner Gröbl im Klipp-Gespräch auf die mehrstöckige Aussichtsplattform, verbunden mit einem Container-Büro, zu sprechen. Dieses ist wohnlich gestaltet, hat Parkettboden und eine riesige Fensterfront. Dahinter aufgebaut ist das Modell des gesamten Wohnparks, klarerweise eingenordet. So kann jeder Besucher den Sonnenverlauf verfolgen, wann und in welchem Winkel sie auf seinem Balkon scheint. Als zusätzlichen Beleg gibt es digitale Fotos mit genauer Monats-, Tages- und Uhrzeit-Angabe. Der am 20. Mai 1963 geborene Werner Gröbl ist detailverliebt. Mit 19 Jahren trat er in die familieneigene Möbelhaus-Gruppe ein. Mit 21 Jah-

ren führten besondere Umstände, die schwere Erkrankung seines Vaters und sein bisher gezeigtes Engagement dazu, dass er als jüngster der Familie Alleingeschäftsführer wurde. Schließlich entwickelte er das Unternehmen zum Marktführer in der Steiermark, bis er es für viel Geld an den Mitbewerber Lutz verkaufte. Seine Erfahrung aus der Branche kommt ihm heute zugute. „Weil ich die Wohnung von innen sehe und die Raumaufteilung und Zweckmäßigkeit bei der Planung ungeheuer wichtig sind.“ Ob es nun die Zugänge aus der Tiefgarage zu den Woh-

nungen sind, die Terrassen und Balkone, die Ausstattung der Badezimmer, die Böden mit steirischem Parkett, das Jalousien-System, die Nieroster-Schnallen, der Glasfaser-Internetanschluss, wo jeder Bewohner seinen Kabelanbieter wählen kann, die Hausverwaltung (klein und fein) und, und.

Sich eine Zusatzpension ansparen (reservieren) Nein, das ist kein Scherz, sondern wird im Wohnpark Gösting durch ein gut überlegtes Baukastensystem ermöglicht. Eine Familie kauft sich zum Beispiel jetzt eine 60-Quadratmeter- und eine 30-QuadratmeterWohnung (es könnten auch eine 50-Quadratmeter- und eine 60-Quadratmeter-Wohnung sein) und macht daraus eine. Sind die Kinder später erwachsen und ziehen aus oder die Besitzer gehen in Pension,

Von klein bis groß • C7a 41 m2 Wohnfläche, 15 m2 Terrassenbalkon, Euro 119.921,– inkl. USt. • C1 54 m2 Wohnfläche, 110 m2 Eigengarten, Euro 158.772,– inkl. USt. • C9 79 m2 Wohnfläche, 24 m2 Terrassenbalkon, Euro 244.974,– inkl. USt. • C2b 110 m2 Wohnfläche, 140 m2 Süd-West-Eigengarten, Euro 329.122,– inkl. USt.

www.wohnpark-goesting.at

Informationstage am 8. und 9. Mai

KLIPP April/Mai 2014


WL EO BH ENNE N& L E U T E

EX ER Z

IE RP

LA TZ ST RA

ßE

- Gösting passt in keine Schublade

können aus einer Wohnung ohne riesigen Aufwand wieder zwei gemacht werden. „Man kann sie dann verkaufen oder zum Beispiel für eine Pflegeperson verwenden. Sicher auch ein Grund, dass bereits 50 Prozent unserer Wohnungen verkauft sind“, sagt Werner Gröbl bei der Besichtigung des Rohbaus. Der Großteil der künftigen Familien zieht aus anderen Bezirken oder Regionen zu und kennt die Gegend nicht wirklich. Auch da bietet Werner Gröbl Hilfe an. Er überlässt ihnen für eine Entdeckungs- und Erkundungstour das eigens dafür angeschaffte Elektroauto, einen schmucken BMW i3. „Damit erkennt jeder sofort, was sich in der Nähe befindet und wie gut sich das erreichen lässt, ob eben mit dem Auto, den öffentli-

chen Verkehrsmitteln, dem Fahrrad oder auch zu Fuß, beim Nordic Walking oder Joggen.“ Der Plabutsch liegt vor der Haustür, die Burgruine Gösting und auch Thal, der Geburtsort von Arnold Schwarzenegger, bieten sich als Naherholungsgebiete an. Werner Gröbls Glückszahl ist die 111. Nicht zufällig gibt es daher am 21.11.2014 die Übergabe der ersten 49 Wohnungen, für weitere 62 steht der Spatenstich dann bevor. Und weil der Wohnpark auf dem traditionsreichen ehemaligen Gelände der Sektkellerei Kleinoscheg errichtet wird, plant Werner Gröbl für jede Familie bei der Übergabe noch eine Überraschung. Doch die verrät er nicht.

ANTO

N-KL

EINOS

CHEG -

STRA

ßE

Barrique Silberberg

Chardonnay

Traminer

Gut und schnell erreichbar Öffentliche Verkehrsmittel: Buslinien: 40, 48, 52, 67/E, 85, N1, N3 Kinderbetreuung: 3 Kinderkrippen, 4 Kindergärten, 2 SchülerInnenhorte Pflichtschulen: 2 Volksschulen Schule: BULME – Höhere technische Bundeslehr- und Versuchsanstalt Graz-Gösting

KLIPP April/Mai 2014

innerhalb von 5 Minuten erreichbar: Naherholungsgebiet Plabutsch, Buslinie / Haltestellen Auster Bad, Schloss Eggenberg mit Schlosspark, Weg zur Burg Gösting, PlabutscherSchlössl, Billa direkt im Wohnpark Gösting, Merkurmarkt Nord & Interspar Nord, Volksschule, Kindergarten, Shopping Nord, McDonald’s, FH Joanneum

in rund 10 Minuten erreichbar: Verkehrsdrehscheibe Hauptbahnhof Graz, Carsharing am Hauptbahnhof (carsharing.at), Stadtzentrum Graz, Landesmuseum Joanneum, Naherholungsgebiet Thal (Baden, Eislaufen, Langlaufen …), Arnold-Schwarzenegger-Museum (Thal), Bergheuriger Fürstenstand, Shopping Center West und vieles mehr …

35


Mit Spannung erwartet wird jedes Mal im Frühling, was den großen Autoherstellern Neues eingefallen ist, was sie in ihren Modellen an Innovationen verpackt haben. Besonders viel wird über möglichst umweltfreundliche und „grüne“ Fahrzeuge nachgedacht. Das zeigte sich einmal mehr am Autosalon in Genf, und generell beleben innovative Konzepte die Konkurrenz, wie das Onlinemagazin „AutoScout24“ auch in einer Besucher-

umfrage herausfand. So zum Beispiel gelang es Opel, die Erwartungen vieler Umfrageteilnehmer zu übertreffen: Die Marke aus Rüsselsheim landete mit knapp einem Viertel der Stimmen auf dem zweiten Platz (24 Prozent). Wichtigste Neuheiten auf dem Messestand von Opel waren der Astra OPC Extreme, eine 300 PS starke Straßenversion des Rennfahrzeugs, sowie neue Varianten des Adam und neue Motoren. BMW bot mit dem

2er Active Tourer und dem 4er Gran Coupé zwei Highlights. Sie dürften dem bayerischen Premiumhersteller zum dritten Rang unter den Marken verholfen haben (18 Prozent). Es folgen Audi (16 Prozent), VW (8 Prozent) und Porsche (5 Prozent). Auch für Aufmerksamkeit sorgten der Peugeot 308, zum „Car of the year 2014“ gewählt, der Citroën C5 Cross Tourer, der VW Golf Sports-

Foto: Heimo Ruschitz

Viel Konkurrenz, viel für die Umwelt

van mit 3,6 Liter Verbrauch, der BMW i8 und die neue Generation der Mercedes C-Klasse.

Mazda 3 Sport G120 Revolution Er hält, was er verspricht

Das Cockpit wirkt übersichtlich und geordnet.

tiv auf: Und zwar die beheizbaren Außenspiegel. Nichts kann unangenehmer, aber auch gefährlicher sein, als wenn die Außenspiegel voll mit Wasser- und Regentropfen sind und somit kaum eine Sicht nach hinten ermöglichen. Die weiteren Annehmlichkeiten, die uns auffielen: Der City-Notbrems-Assistent, die Berganfahrhilfe, die beheizbaren Vordersitze und die Einparkhilfe vorne und hinten. Angenehm auch, dass das Lenkrad höhen- und längsverstellbar ist – besonders dann, wenn wie bei uns während der Testphase mehrere Lenker mit dem Auto unterwegs sind. Was ja bei einem Mazda nicht mehr wirklich über-

rascht: Im Innenraum gibt es viel Platz, man sitzt und reist bequem. Komfortabel ist auch die Mittelkonsole. Dort befindet sich der DrehDrück-Regler, mit dem sich alle Funktionen des Multimediasystems bedienen lassen. So etwa die drahtlose Smartphone-Anbindung, man kommt dadurch auch direkt in die Internet-Welt und kann auf alle möglichen Anwendungen zugreifen. Dank seiner 120 PS – das Testfahrzeug war ein Benziner – ist man

Kombi aus Benzin und Elektro

Mercedes Wittwar über 2013:

Auch Toyota Gady setzt auf die effiziente Hybrid-Technologie

bestes Verkaufsjahr

Hybrid-Technologie ist ja fast schon untrennbar mit der Marke Toyota verbunden. „Wir sind der festen Überzeugung, dass Toyota insbesondere bei der Hybrid-Entwicklung allen anderen Marken weit voraus ist, und bieten als einziger Hersteller in nahezu allen Segmenten Fahrzeuge mit Hybridantrieben an“, so Toyota-Gady-Geschäftsführerin Elisabeth Steiner-Gady (im Bild mit Vater Franz Gady). „Wir bieten die HybridTechnologie derzeit in insgesamt zehn verschiedenen Toyota- und Lexus-Modellen an.“ Weltweit wurden seit der Markteinführung 1997 mehr als 6,2 Milli-

Über eine starke Leistung freut sich Mercedes Wittwar trotz eines kleiner werdenden Marktes im PKW-Bereich. Mit knapp 3.400 verkauften PKWs verzeichnet man das beste Verkaufsjahr der Unternehmensgeschichte. Aufgeschlüsselt: 1.804 Neuwagen, 1.343 Gebrauchtwagen, 100 Lancia- und Jeep-Modelle, 149 Smart-Modelle. Hinzu kommen 738 Nutzfahrzeuge. Wittwar ist damit die klare Nummer 2 im Premium-PKW-Markt und die Nummer 3 im TransporterMarkt. Bei den LKWs liegt man auf Platz 2. Weiters werden heuer noch neue Modelle in der V-Klasse und ein S-Coupé

36

mit dem „Dreier“ leichtfüßig unterwegs. Den Sprint von null auf 100 schafft er laut Werksangabe in knapp neun Sekunden. Was wir aber selbst checken konnten, waren die knapp fünf Liter Spritverbrauch auf 100 Kilometer – und das ist für ein Auto in seiner Klasse mit einer Höchstgeschwindigkeit von knapp 200 km/h schon ein Spitzenwert. Der Einstiegspreis liegt bei 16.990 Euro. Mehr Infos: www.mazda.at

onen Hybridfahrzeuge verkauft. In Österreich sind derzeit mehr als 8.000 Autos unterwegs, die durch die effiziente Kombination aus Benzin- und Elektromotor angetrieben werden.

Foto: Heimo Ruschitz

E

s muss so sein, denn der „Dreier“, wie er salopp genannt wird, ist allein für ein Drittel aller weltweiten Mazda-Verkäufe verantwortlich. Vor zehn Jahren wurde er zum ersten Mal präsentiert, nun gibt es ihn in der dritten Generation. Weil wir während der 14-tägigen Testphase sehr oft bei Schlecht- und Regenwetter unterwegs waren, fiel uns ein Ausstattungsdetail gleich posi-

Foto: Heimo Ruschitz

AL UE TB OE N& &U M L EWUETLET

Autofrühling 2014 am Genfer Auto-Salon

Wittwar-GF Andreas Oberbichler (li.) und Verkaufsleiter Herbert Pirker bei der Präsentation der neuen C-Klasse und des GLA-Modells.

auf den Markt kommen und auch ein neuer Jeep Cherokee sowie ein Smart forfour. Mit 46 verkauften AMG-Modellen ist Mercedes Graz das erfolgreichste Center in Österreich. KLIPP April/Mai 2014


D

ie Suche nach der passenden Parklücke bricht man ab, weil der Platz zu knapp scheint. Und noch dazu nach rückwärts im rechten Winkel. Nein, da suche ich lieber was Größeres. Wer kennt diesen Stress nicht? Mit dem C4 und seinem automatischen elektronischen Einparksystem sind solche Stressmomente Vergangenheit. Der C4 Picasso parkt selbstständig ein, auch wenn die Bedienung gewöhnungsbedürftig ist. Aber die ausgezeich-

AL UE TB OE N& &U M L EWUETLET

Foto: CITROËN COMMUNICATION / DMKC / PUB / EDITION / Stephen JAHN

Vielseitiger Familienfreund Citroën C4 Picasso

Auffälliger Doppel-Bildschirm – gefällt oder gefällt nicht.

nete Rundumsicht des C4 schafft zusätzliches Vertrauen. Wobei das Cockpit allerdings so eine eigene Sache ist. Denn das Prinzip Doppel-LCD-Bildschirm in der Mitte des Armaturenbretts, das sowohl Infotainment als auch Armaturen beherbergt, gefällt oder eben nicht. Optisch recht ansprechend ist vor allem der extrem hochauflösende, gestochen scharfe 12-Zoll-HD-Panoramabildschirm, der Tacho und Drehzahlmesser beherbergt. Und

wer öfters zum Schnellerfahren neigt, für den kann die riesengroße Anzeige „viele Euro wert“ sein. Diese ist unübersehbar platziert. Die Franzosen zeigen beim C4 wieder einmal deutlich, dass sie von Familien-Vans viel verstehen. Dank der großen Panorama-Frontscheibe, die sich optional ja noch durch ein Panorama-Glasdach erweitern lässt, kommt im C4 Picasso fast das Gefühl auf, im Freien zu sitzen. Die

Tische im Fond bieten Ablagemöglichkeiten für Bücher und Spielkonsolen. Und wer’s besonders bequem haben will – Fahrer- und Beifahrersitz lassen sich auf Wunsch mit einer Massagefunktion aufwerten. Unser 115 PS starkes Testauto (4 l Diesel auf 100 km) ermöglichte zügiges Überholen, wenn’s gefordert war. Die Kosten fürs Einstiegsmodell: 19.950 Euro. Mehr Infos: www.citroen.at

Top Marken an Reifen & Felgen!

Sicherheit zum besten Preis!

3 x in Graz, Deutschlandsberg & Feldkirchen


AL UE TB OE N& &U M L EWUETLET

Das Autohaus Kuss setzt auf seinen ökologischen Fußabdruck

„Mit uns in eine grüne Zukunft“ • Der Trend zur sauberen Strom­ erzeugung und damit zu einer sau­ beren Zukunft begann vor drei Jah­ ren, als die ersten Dachflächen mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet wurden. Heute versorgt sich das Autohaus mit Eigenstrom. Seit kur­ zem gibt es sogar die eigene Strom­ tankstelle für Elektroautos. Autohaus-Chef Ing. Dieter Kuss beim „Nachtanken“ des neuen E up.

Ökologischer Kreislauf beim Wasser für die Waschanlagen.

Neue Generation von Erdgas-Modellen: Reichweite bis zu 1.100 Kilometer.

38

• Mit seinem Angebot an E-Mobili­ ty-Fahrzeugen setzt das Autohaus seine Philosophie als grünes Un­ ternehmen weiter konsequent um. Der neue E up, demnächst der EGolf und der Audi E-tron sind zu­ kunftsweisend in Technologie und Design. Speziell geschulte Mitar­ beiter für den Einkauf, Verkauf, Werkstätten und Service für E-Mo­ bility garantieren höchste Qualität in der Kundenbetreuung.

• Bereits seit Jahren eine Anfahr­ station für CNG-Fahrzeuge ist die Erdgas-Tankstelle bei Kuss. • Ökologisch nachhaltig ausgerich­ tet sind auch die Waschanlagen. Diese sind mit Wasseraufberei­ tungsanlagen ausgestattet; das Re­ genwasser wird gesammelt, aufbe­ reitet, den Waschanlagen zuge­ führt, anschließend recycelt und als Brauchwasser wieder verwendet. Wasserlösliche Pflegemittel run­ den die ausgesprochen umwelt­ freundliche Lösung ab. • Autohaus-Chef Ing. Dieter Kuss: „Wir sind stolz auf unseren ökolo­ gischen Fußabdruck. Entscheiden auch Sie sich für moderne Mobili­ tät und gehen Sie mit uns in eine grüne Zukunft!“

Großes Interesse von Kundenseite spürbar.

KLIPP April/Mai 2014


AL UE TB OE N& &U M L EWUETLET

ARBÖ Steiermark: Mit noch mehr Qualität in die Zukunft für Mitglieder

Fotos: ARBÖ

Wir sind die Nummer 2, aber wir bemühen uns mehr

ARBÖ-Österreich-Präsident Heinz Hofer (Mitte) mit dem neuen Präsidium

D

ieser legendäre Slogan des US-Autoverleihers Avis brachte diesem mehr Sympathien und Kunden. Mit dieser Einstellung versucht der ARBÖ in der Steier­ mark, aber auch österreichweit neue Mitglieder zu werben. Eindrucksvoll wurde in den letzten Jahren bewiesen, dass man mit viel Gefühl, Erfahrung und richtungs­ weisenden Entscheidungen auch operativ beachtliche Verbesserun­ gen erreichen kann. „Diesen Weg werde ich weiter voll unterstützen“, würdigte auf der Landeskonferenz im März der wiedergewählte Präsi­ dent des ARBÖ Steiermark Ernst Rath die Leistungen des gesamten ARBÖ-Teams. Der Umbau des Prüfzentrums Lie­ zen und der geplante Neubau des Prüfzentrums Weiz sind weitere Meilensteine für den ARBÖ als er­ folgreichen Dienstleistungsbetrieb. Mit dieser Qualitätsoffensive und mit noch mehr Kundennähe setzt der ARBÖ Steiermark nach schwierigen Jahren der Konsolidie­ rung und trotz anhaltenden wirt­ schaftlichen Gegenwinds starke Zeichen der Expansion und Ent­ wicklung. Bei fast allen steirischen Prüfzentren stehen Umbau- und KLIPP April/Mai 2014

Modernisierungsmaßnahmen an, um die Servicequalität und Attrak­ tivität der ARBÖ-Standorte zu er­ höhen. Der geplante Neubau des Prüfzentrums Weiz ist auf Schiene, der Umbau in Liezen ebenfalls, das Fahrsicherheitszentrum Steier­ mark in Ludersdorf bei Gleisdorf konnte kapitalmäßig auf neue Bei­ ne gestellt werden und auch die Auslastungszahlen sind vielver­ sprechend. Landesgeschäftsführer Gernot Er­ lach MBA hob die Stärkung des An­ gebots für die ARBÖ-Kunden her­ vor: „Die Nähe zu unseren Kunden ist unser Vorteil. Die Verstärkung unseres Fachteams mit zusätzli­

chen Technikern in den Prüfzentren und der weitere Ausbau der Pan­ neneinsatzsteuerung garantieren noch mehr Qualität für unsere Mit­

glieder. Und das sind immerhin hundert unterschiedliche Dienst­ leistungen – vom Abschleppdienst bis zur Hubschrauberrettung.“

Ich will auch einen sparsamen Volkswagen! *

ie weltpräm m U ,– 0 0 . Bis € 1.0 -Eintausch g u e rz h a bei F 0,– bis € 1.00** Zusätzlich . nk Bonus a B e h c rs Po

*Die Umweltprämie ¤ 1.000,– (Ausnahme: up! ¤ 500,–) erhalten Sie bei Fzg.-Eintausch u. Kauf eines neuen V W PKW. Gültig bei Kauf bis 30.06.14 (Datum Kaufvertrag) u. Zulassung bis 31.12.14. Nur 1x pro Käufer. Nur für Privatkunden. **¤ 1.000,– Bonus (Ausnahme: up! ¤ 500,–) bei Porsche Bank Finanzierung. Mindestlaufzeit 36 Monate, Mindest-Nettokredit 50 % v. Kaufpreis. Nur bis 30.06.14 (Datum Kaufvertrag u. Finanzierungsantrag). Ausgenommen Sonderkalkulationen f. Flottenkunden. Boni sind Richtnachlässe inkl. NoVA u. MwSt u. werden vom Listenpreis abgezogen.

Kraftstoffverbrauch VW Modellpalette: 3,2 – 9,3 l/100 km. CO2-Emission: 79 – 239 g/km.

Einstimmig bestellt und wiedergewählt (v.l.): Landesgeschäftsführer Gernot Erlach und Ernst Rath, ARBÖ-Steiermark-Präsident.

8045 Graz, Weinzöttlstraße 7-15 Telefon 0316/671611-0 www.auto-kuss.at

39


GAEUSTUON D& HME OI TT O R

Von der Lust am Tanzen ... hält auch gesund! Von Karin Klug

Hunderttausende tun es Woche für Woche: Sie zittern und träumen mit den „Dancing-Stars“ – wer wird es diesmal schaffen? Wer muss aussteigen? Was sagt die Jury? Die Lust am Tanzen greift um sich. Davon profitieren auch die Tanzschulen. Denn Tanzen ist wieder in.

S

eit es den Menschen gibt, tanzt er. Tanzen ist gesund, gesellig und macht Spaß. Es kann Unterhaltung sein, Ausdrucksmöglichkeit, Sport, Brauchtum, Therapie, Kunst, Beruf oder einfach nur Freizeitbeschäftigung. Ein wahrer Allrounder. Ich gestehe: Ich tanze für mein Leben gern. Angefangen hat alles im zarten Jugendlichenalter, als John Travolta in „Saturday Night Fever“ glänzte. Da wusste ich: Das ist es! Ich will tanzen können wie Johnny! Die meisten von uns üben sich wohl in ihrer Jugend einmal in der Tanzschule in ersten zaghaften Walzerdrehungen. Während die einen entnervt aufgeben, fangen die anderen erst richtig Feuer – das Tanzfieber hat sie gepackt. Mich hatte es gepackt.

gefördert. Der Körper wird insgesamt beweglicher, das Körpergefühl besser, die Körperhaltung aufrechter. Die Bewegung auf der Tanzfläche hilft schlank zu bleiben. Fett wird ab-, Muskeln werden aufgebaut. Musik und Tanz können überdies Stimmung und Immunsystem positiv beeinflussen. Beim Tanzen werden weniger Stresshormone gebildet, das Glückshormon Endorphin wird ausgeschüttet, körperliche wie seelische Spannungen werden gelöst. Das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sinkt, Leistungsfähigkeit und geistige Vitalität steigen.

Dennoch verlor ich das Tanzen irgendwann aus den Augen. Bin stattdessen durch die Landschaft gejoggt, habe mich bei Yoga in alle Richtungen verbogen und mein Rad und mich malträtiert. Alles schön und gut, aber die große Begeisterung war nie wirklich dabei. Mittlerweile frage ich mich, wie ich es so viele Jahre ohne Tanzen hatte aushalten können.

Mit zunehmendem Alter wird das Tanzen schließlich zum „Wundermittel“ schlechthin: Es fördert Koordination, Raumorientierung und Gleichgewicht – wichtige Faktoren, die gerade im Alter vernachlässigt werden. Dass Tanzen für ältere Menschen Vorteile bringt, zeigen Studien: Frauen und Männer über 70, die regelmäßig an einem Tanzprogramm teilnehmen, haben mehr Freude am Leben, ihr körperlicher Zustand verbessert sich, sie sind mobiler und können ihre Reaktionsgeschwindigkeit, ihre Stand- und Gehsicherheit steigern.

Nun ja, es ist nicht immer leicht, einen passenden Tanzpartner zu finden. Die Tanzpartnerbörsen im Internet bieten eine Möglichkeit. Hier kann man sich – meist kostenfrei – eintragen. Jeder entscheidet selbst, wie viel er oder sie von sich preisgeben möchte. Im Lauf der Zeit entwickelt man ein gutes Gefühl und findet nette Leute, knüpft Kontakte, erlebt wunderschöne Tanzabende. Manchmal funkt es sogar und aus einem Tanzpaar werden Liebende. Manchmal entstehen kostbare Freundschaften. Das gleiche Interesse – die geteilte Leidenschaft am Tanz – ist ein sehr tragfähiges, verbindendes Element, das Menschen zusammenschweißt.

Tanzen hält nicht nur unseren Körper in Schuss: Es gilt als wirkungsvoller Denksport, da es das Gedächtnis trainiert und kognitive Leistungen fördert, wenn man Schrittfolgen und Tanzablauf einstudieren möchte. Die Bewegung am Parkett kann wirksame Vorsorge gegen Demenz sein. Auf der Tanzfläche werden Anpassungs- und Improvisationsfähigkeit trainiert. Gut für das Gehirn, wenn es im Alter fit bleiben will. Forscher haben nachgewiesen, dass die koordinierten Bewegungen beim Tanzen nicht nur den Alterungsprozess verlangsamen, sondern sogar bereits bestehende Defizite in der Gehirnleistung ausgleichen können.

Tanzen hält fit

Aber Tanzen kann noch mehr

Es trainiert Geist und Körper, hält uns gesund. Wer regelmäßig das Tanzbein schwingt, kräftigt sein vegetatives Nervensystem, das wiederum so wichtige Körperfunktionen wie Atmung, Verdauung, Stoffwechsel steuert. Die Muskulatur wird gestärkt, Feinmotorik, Schnelligkeit und Koordination werden

Eine Untersuchung belegt: Tanzen macht fit, glücklich – und sexy. Denn es beeinflusst die Ausschüttung von Stress- und Sexualhormonen. Bei Tanzpaaren wurde vor und nach dem Tangotanzen mittels Speichelproben der Hormonstatus erhoben. Das Resultat: Das Stress-Hormon Cortisol wird reduziert,

Conny & Dado: Immer dabei – eine Brise Erotik 40

KLIPP April/Mai 2014


Dass Tanzen wichtige soziale Funktionen hat, weiß auch Tanzschulchefin Conny Leban-Ibrakovic (33): „Tanzen kann die Paarbeziehung fördern. Hilft Kontakte zu knüpfen. Ist Bewegung in Gesellschaft, gemeinsames Tun. Und natürlich auch Berührung, sich auf einen anderen einstimmen.“ Wer tanzen lernen möchte, findet heute ein riesiges Angebot an Tanzschulen. Eine davon, eine junge, moderne und nebstbei eine der größten in Österreich, ist die Tanzschule Conny & Dado in Graz. Tanzschulchefin Conny Leban-Ibrakovic erzählt von ihren persönlichen Anfängen: „Ich bin mit 15 Jahren in die Tanzschule gekommen – das war eine willkommene Möglichkeit, sich mit Freunden zu treffen.“ Sie beginnt Salsa zu tanzen und lernt Dado Ibrakovic (35) kennen. Die beiden gewinnen 2004 auf Anhieb die österreichische Salsa-Staatsmeisterschaft. „Danach ging es Schlag auf Schlag“, erzählt die zierliche Tänzerin. „Wir haben Salsakurse angeboten und ,Salsa on the beach‘ ins Leben gerufen. Das sind Tanzreisen ans Meer. Das hat die Kombination Tanzen und Meer populär gemacht.“ Seit 2007 gibt es ihre Tanzschule in Graz. „Wir haben immer viel Wert auf Atmosphäre gelegt, wollen uns selber ,zu Hause‘ fühlen. Das breite

G HL EI NSBTUEENRDG&HRELUIETNUDT E

während der Testosteron-Spiegel (bei Männern und Frauen) ansteigt. Die messbaren positiven Ergebnisse sind auf Bewegung, Musik und den Körperkontakt zurückzuführen. Paartherapeuten nützen dieses Wissen schon länger und setzen das Tanzen auch mal dazu ein, verfahrene Beziehungen zu retten.

Angebot wird geschätzt, wir waren von Anfang an gut besucht.“ Ein neues Projekt haben Conny & Dado letzten Herbst gestartet: Rollstuhltanzen – „swinging wheels“. Der Gedanke dahinter, der für Conny Leban-Ibrakovic so immens wichtig ist: „Alle Menschen sollen die gleichen Chancen haben! Wir wollen Tanzen ohne Grenzen anbieten.“ Wie ich wieder zum Tanzen gefunden habe? Nun, ein Tanzpartner hat mich mit einem Tanzsportclub bekannt gemacht, dem TSC Eden in Graz. Dort trainiert auch die 23-jährige Laura Puchtler mit ihrem Tanzpartner Thomas Gruber (22) seit einigen Jahren. Die beiden sind im Turniertanz daheim und derzeit auf Platz 2 in Österreich in der Kombination, also in zehn Tänzen. Auch Laura Puchtler ist – ganz klassisch – über die Tanzschule zum Tanzen gekommen und hängen geblieben. Dann erzählt ihr jemand vom Tanzsportclub, sie geht hin, findet einen Tanzpartner. „Das war einer der schönsten Tage meines Lebens.“ Sie fängt an, Standard und Latein zu trainieren. 2008 fährt sie zu ihrem ersten Turnier, „Hessen tanzt“, weltgrößtes Amateurtanzturnier in Frankfurt. „Es gab dort eine riesige Eissporthalle, acht Tanzflächen, weit über 3000 Tanzpaare – ich hab geglaubt, ich bin im Paradies angekommen!“ Heute trainiert sie sechsmal die Woche zwei bis drei Stunden. Das Tanzpaar fährt regelmäßig zu Turnieren, „an die 20 pro Saison“, in ganz Österreich, Deutschland, Slowenien, Tschechien und in der Slowakei. Auch der Turniertanz kennt mittlerweile kaum Altersgrenzen. „Egal ob 10 oder 70, jeder kann hier zu tanzen anfangen.“

Fotos: Regina Courtier (1), Daniel Gander www.danielgander.com (2)

Sie und Tanzpartner Thomas sind privat kein Paar. „Wir wollten von Anfang an Privates und Tanzen nicht vermischen.“ Aber natürlich entstehe beim Tanzen viel; oft haben sich Liebespaare gefunden, bestätigt auch die Turniertänzerin. Es sei schließlich wunderschön als gemeinsames Hobby. „Man fährt zusammen zu einem Turnier auf Mallorca und kann danach noch einen Urlaub anhängen! Tanzen kann man nur empfehlen, in welcher Form auch immer“, schwärmt sie voller Begeisterung. Natürlich sei es am Anfang vielleicht schwer, vor allem Männer hätten da Hemmungen, aber „wenn man nur eine Stunde in der Woche tanzen geht, sind Schwierigkeiten nicht auf mangelndes Talent, sondern auf mangelnde Übung zurückzuführen“. Es ist alles Übungssache, sagt sie, Übung und Wille. „Jeder kann tanzen lernen, wenn er möchte, Tanzen ist zu 20% Talent, zu 80% Schwitzen.

Laura & Thomas: Am Weg zur Spitze

KLIPP April/Mai 2014

41


Vielfältig ...

Auch Red Bull nützte das Hotel Istra auf der Insel St. Andreas als Unterkunft beim Red Bull Air Race. Das zur Maistra-Gruppe gehörende 4-Sterne-Haus liegt ungestört auf der Rovinj vorgelagerten Insel, ist aber mit einem stündlich verkehrenden Boot-Shuttle nur 10 Minuten vom malerischen Rovinj mit seiner bezaubernden Altstadt entfernt. Die verkehrsfreie Insel bietet neben den privaten Stränden auch abgelegene Plätzchen und ist demnach auch ideal für Familienurlaube. Zumal man mit den Kindern auf der Insel seine Ruhe hat, aber auch jederzeit aufs Festland zu Besichtigungstouren fahren kann. Auf der Web­site des Tourismusverbandes Istrien www.istra.com findet man sämtliche Infos über die einzelnen Regionen Istriens, Unterkünfte, Aktivitäten, Attraktionen und, und, und. Ein ganz anderes Urlaubsfeeling hat man im wirklich idyllisch gelegenen Landhotel Casa Romantica La Parenzana bei Buje (www.parenzana. com.hr) im grünen Landesinneren und trotzdem nur 10 km vom Meer entfernt gelegen. Der gebürtige Österreicher Guido Schwengersbauer betreibt das Hotel gemeinsam mit seiner Frau Maruska. Neben Erholungssuchenden auch ideal für Biker, liegt es doch direkt am ParenzanaRadweg – die grenzüberschreitende DreiländerBikestrecke auf der ehemaligen Bahntrasse, wo man sowohl die AdriaStrände Istriens wie auch das hügelige Hinterland mit dem Burgenstädtchen Motovun, dem Künstlerdorf Grožnjan und der Trüffelhochburg Livade rasch erreicht. Und auch Gourmets kommen hier voll und ganz auf ihre Kosten, denn die hauseigene Konoba setzt auf regionale Spezialitäten, die traditionell am offenen Feuer zubereitet werden.

Foto: ART

KLIPP-Tipp: Ein unentbehrlicher Reisebegleiter für Istrien-Urlauber ist das kostenlos erhältliche ISTRIEN-MAGAZIN – zu bestellen unter www.istrienmagazin.at. Außerdem gibt‘s auf der wöchentlich aktualisierten Seite ­www.­istrien7.com zahlreiche Infos über Istrien.

42

Bäckereichef Albin Sorger-Domenigg

Kurze Wege sorgen für gefragte Bioqualitäten

„Eine wachsende Zahl von Konsumenten schätzt auch bei Brot und Gebäck klar definierte Qualität und Herkunft“, erklärt Albin SorgerDomenigg, Chef der bekannten „Bäckerei Sorger“, das Verhalten der Kunden. Lebensmittel sollen regionale Produkte sein, die auch noch gesund sind. Daneben werden guter Geschmack und Frische als Qualitätskriterien gewünscht. „Wir können die Wünsche der Kunden nun voll erfüllen“, so Albin Sorger-Domenigg bei einem Journalistenfrühstück unter dem bezeichnenden Motto „Mein Bauer – Mein Müller – Mein Bäcker“ in Graz.

und weiteren ansässigen Biobauern angebaut, von dort direkt in die nur wenige Kilometer entfernte Schafler-Mühle gebracht und zu Mehl für die Bäckerei Sorger vermahlen“, so Albin Sorger-Domenigg. „In unserer Grazer Backstube werden auf natürliche Weise Brote in bester Bioqualität hergestellt. Durch aufwändige Herstellmethoden nach traditioneller Handwerkskunst können wir auf die Verwendung von Zusatzstoffen verzichten. Der Teig wird ausschließlich mit Natursauerteig gelockert. Die Rückverfolgbarkeit vom Brot bis zum Getreide beim Bauern ist also möglich.“

„Seit Jänner ist es nun so weit, dass der Großteil der zahlreichen Brotsorten aus rein steirischem Bioroggen und Biodinkel in unseren Filialen angeboten wird“, erläutert Sorger-Domenigg. Bereits seit Jahren werden bei Sorger – 330 Mitarbeiter, davon 120 in der Produktion – ausschließlich Mehle aus österreichischem Getreide verwendet. „Um den Gedanken der Nachhaltigkeit noch auszubauen, haben wir uns entschlossen, diesen weiteren Schritt zu gehen.“ Und wie funktioniert der Ablauf vom Biobauern über den Biomüller zum Biobäcker? „Das Getreide wird in der Biolandwirtschaft von Martin Hamker im oststeirischen Kulmland

Haufenweise Thermen-Preise

Foto: Thermenland Steiermark

GL E SB UE N D&H EL IETU T E

Istrien – ein Urlaubsfavorit

Aufschlag an der Adria Sechs ausgewählte Standorte und 19 Hotel-, Appartement- und Urlaubs-Anlagen in den besten und schönsten Regionen an der nördlichen Adria in Kroatien stehen für Wagner-Tennis-Gäste in den Tenniscamps 2014 bereit. Seit März wird gespielt und bis Oktober laufen die Tenniscamp-Wochen und Tennis-Weekends in Porec, Umag, Pula, Medulin, Vrsar und Rovinj. Für Vereine und Mannschaften organisiert Wagner Tennis Hotels, Appartements und Tennisplätze.

Die Thermenprofis (v.l.): Franz Rauchenberger, Gernot Deutsch und Patrick Sax: „Wir sehen unsere Schwerpunktsetzung auf Genuss, Kulinarik und Bewegung bestätigt.“

Das Jahr 2014 ist erst vier Monate alt und schon hat das Thermenland Steiermark sieben nationale Preise erlangt: Die erfolgreichen Preisträger sind die Parktherme Bad Radkersburg, die Therme Loipersdorf, das Rogner Bad Blumau und die Heiltherme Bad Waltersdorf. Prämiert wurden die Gewinner vom Thermenmagazin AVIDA und der Online-Plattform WEBHOTELS. Das Thermenland Steiermark siegt in zwei Kategorien: Die Therme Loipersdorf in „Erlebnis & Sport“, die Parktherme Bad Radkersburg in „Gesundheit & Medizin“. Das Rogner Bad Blumau belegt in „Wellness, Relax & Beauty“ den 2. Platz. Im Gesamtranking „Beste Therme des Jahres“ belegt die Therme Loipersdorf den 3. Platz. KLIPP April/Mai 2014


RINGANA-Chef Andreas Wilfinger: „Wir machen es anders als andere.“

Frischekosmetikhersteller RINGANA mit Sitz in Hartberg steigert seinen Umsatz um 23 Prozent. Grund zur Freude also für Geschäftsführer Andreas Wilfinger. „Unsere einzigartige Herstellung von Frischekosmetik und Investitionen in ein neues, nachhaltiges Werk brachten uns 2013 einen Umsatz von 19 Millionen Euro ein.“ Dass das so ist, findet Andreas Wilfinger nicht erstaunlich: „Wir machen es anders als andere. Mit der Erzeugung von frischer Kosmetik, frei von umstrittenen Inhaltsstoffen,

KLIPP April 2014

wie Mineralölen, Stabilisatoren oder Konservierungsstoffen, dafür nur mit Wirkstoffen aus der Natur, sind wir weltweit einzigartig. Konsumenten suchen nach Produkten, die wirklich nachhaltig sind.“ Am neuen Produktionsstandort in Hartberg wird jedes RINGANAProdukt bedarfsorientiert zwei bis drei Mal im Monat produziert. Ausgerüstet ist das Gebäude unter anderem mit einer Photovoltaikanlage. In der Woche verlassen nun mehr als 3.000 Pakete mit Frischekosmetik den Ort Hartberg in Österreich. „Unsere nachhaltige Philosophie geht aber noch viel weiter – zum Beispiel mit dem Verpackungs-Rücknahmekonzept von Glasgebinden, von dem auch unsere Kunden profitieren“, so Andreas Wilfinger. „Für zehn rückgesandte leere Glasflakons gibt es ein RINGANA-Pflegeprodukt nach Wahl kostenlos.“

E

s gibt zwei Punkte, die ihr bei der Charakterisierung ihrer Arbeit wirklich wichtig sind: „Die Möglichkeit der 100%igen individuellen Anpassung meiner Produkte (Essenz, Raumobjekte, Beratung und Coaching als Hilfe zur Selbsthilfe) an den Hilfesuchenden. In meiner Arbeit wird das Produkt auf den Menschen zugeschnitten und nicht der Mensch auf das Produkt. Mein Hauptaugenmerk liegt darauf, Wohlbefinden im Alltag zu steigern, auch wenn die Ausgangssituation nicht optimal ist (chronische Erkrankungen, diffuse Beschwerden, komplexe Krankheits-

GL E SB UE N D&H EL IETU T E

Nachhaltige Energetikerin Katrin Perscha: Kosmetik „Will Wohlbefinden gefragt im Alltag steigern“

bilder). Meine Arbeit bietet eine Ergänzung zur schulmedizinischen oder andersartigen, alternativmedizinischen Behandlung. Das Eine schließt das Andere nicht aus. Weitere Beispiele meiner Arbeit sind der Themenkomplex Migräne und eine Lebensraumberatung sowie ,Raumobjekte‘ für alte bzw. demente Menschen. Damit schaffe ich ihnen ein sicheres Umfeld. Für lernleistungsgestörte Kinder wiederum ist die Gestaltung eines konzentrationsfördernden Raumklimas wichtig.“

19


FL RE EB IEZNE I&T L E U T E

Sicher unterwegs

Wichtige Tipps für die sorglose F

Urban-I v.2 Die Produkte des deutschen Qualitätsherstellers ABUS zeichnen sich durch hohe Zuverlässigkeit und Langlebigkeit bei einfachster Bedienung aus. So auch bei diesem Helm. Außenschale und stoßabsorbierendes Helmmaterial bieten hohe Sicherheit. Das große LED-Rücklicht mit 180 Grad Sichtbarkeit ist besonders hoch angebracht – so wird gewährleistet, dass es nicht durch den Jackenkragen verdeckt wird. Zusätzlich sorgen Zusatzreflektoren mit hoher Rückstrahlwirkung für gute Sichtbarkeit in Dämmerung und Dunkelheit.

Kinderhelm Smiley Der hohe Sicherheitsanspruch des Smiley lässt sich schon auf den ersten Blick erkennen: Die Schalenform mit den tief heruntergezogenen Seiten bietet speziellen Schutz für die empfindlichen Zonen im Nacken und an den Schläfen. Und dank der visierartigen Vorderkante ist auch das Gesicht bei Stürzen abgesichert. Großflächige Reflektoren mit hoher Rückstrahlkraft und ein Insektennetz vervollständigen das Sicherheitspaket.

uGrip-Cable

Fahrrad fahren ohne Helm ist kopflos, weil der Kopf besonders schützenswert ist. Daran sollten auch Erwachsene denken, gibt es in Österreich doch nur für Kinder eine Helmpflicht. Allein die Vorbildfunktion für Kinder rechtfertigt, dass sich Erwachsene ohne Helm nicht aufs Rad setzen. Wie wichtig das ist, zeigen leider auch jedes Jahr die tödlich verunglückten Radfahrer. Gute Helme haben schon viele Radfahrer vor noch schwereren Ver-

letzungen geschützt. Die Helmpflicht ist eines der Gebote für Radfahrer, ein weiteres ist es, darauf zu achten, dass man immer mit entsprechender Beleuchtung unterwegs ist. Besonders in den Monaten, wo es früh dunkel wird. Es ist unverantwortlich, offen gesagt

Großflächenrückstrahler (rot) Rücklicht (rot)

Rückstrahler (rot) – maximal 600 mm vom Boden montiert

Mit seinem 8 mm starken Stahlkabel und dem ABUS Schließzylinder bietet das uGrip Cable guten Schutz bei niedrigem Diebstahlrisiko und ist vor allem für die Absicherung günstiger Zweiräder empfehlenswert. Durch seine Flexibilität und das relativ geringe Gewicht ist es einfach in der Handhabung. Das uGrip Cable gibt’s in sieben fröhlichen Farben.

Steel-O-Chain 880 Im mittleren Preissegment bringt ABUS mit den Kettenschlössern Steel-O-Chain 880 und Catena 685 zwei neue Basissicherungen. Flexibilität und hoher Widerstand zeichnen diese „Sichermacher“ aus. Beim Steel-O-Chain 880 gibt eine 7 mm starke Vierkantkette ein gutes Gefühl. Beide Schlossmodelle werden mit einer vollständigen Textilummantelung angeboten, die Schloss und Rahmen vor Kratzern und Abnutzung schützt.

Gewinnspiel Klipp verlost je einen Helm und ein Fahrradschloss der Marke ABUS. E-Mail mit Kennwort „Fahrrad“ an isabella.hasewend@klippmagazin.at

Strafenkatalog

6 x in der Steiermark, 1 x in Kärnten 8530 Deutschlandsberg, Radlpaßstraße 8 8401 Feldkirchen, Triester Straße 379 8020 Graz, Bahnhofgürtel 7 8010 Graz, Evangelimanngasse 3 8054 Graz-Straßgang, Kärntner Straße 388 8141 Unterpremstätten, Thalerhofstr. 66 9112 Griffen, Griffen 260

Sicherheit zum besten Preis!

3 x in Graz, Deutschlandsberg & Feldkirchen

rken anFreisprecheinrichTop Maohne Telefonieren Reifen & Felgen! tung während des Fahrens 50 € • Freihändiges Fahren 30 € • Vorschriftswidriges Mitführen einer Person 20 € • Nichtbenützen von Radfahranlagen 30 € • Gefährdung von Fußgängern auf Geh- und Radwegen 50 € • Widriges Voran kenanhaltenden fahren Fahrzeugen 30 € Top Maran Reifen & Felgen! • Vorschriftswidriges Benützen von Gehsteigen, Gehwegen und Schutzinseln mit Fahrrädern 36 € • Bei Verstoß gegen die FahrradVO sind Geldstrafen laut StVO bis zu 726 € möglich!

KLIPP April/Mai 2014

44 3 x in Graz, Deutschlandsberg & Feldkirchen


Wir, eine Gruppe mit E-Bikes unterwegs, überholen zwei „normale“ Radfahrer. Sie bewundernd: „Die san aber flott unterwegs.“ Er, leicht verärgert: „Das ist ja kein Radfahren.“ Völlig falsch. Es bedarf einer neuen Denkweise bei vielen eingefleischten Radlern, denn ein E-Bike unterstützt die Muskelkraft bei Bedarf durch einen Elektromotor – also ein optimales Training für Fitness und das noch dazu bei gleichzeitiger Schonung der Gelenke und zudem gut für Herz und Kreislauf. Damit kann der Untrainierte, aber auch der Sportlichste seine Eigenleistung beträchtlich steigern. Selbst größere Distanzen machen keine Probleme.

e Freude am Radfahren dumm, in der Dunkelheit ohne jede oder mit mangelhafter Beleuchtung unterwegs zu sein. Leider führt dieses Verhalten allzu oft zu schweren Unfällen, aber zumindest noch viel häufiger

zu gefährlichen Situationen. Was nützt es, wenn man als Autofahrer nicht schuld an einem solchen Unfall ist, dich aber ein solches Geschehen monatelang beschäftigt?

Wirkungsvolle Klingel 2 unabhängig wirkende Bremsen

Auch für die Arbeit gut Scheinwerfer (weiß)

Sie kommen d a R m e Mit dies Polizeikontrolle de durch je

Rückstrahler (weiß)

Reflexstreifen oder je Laufrad 2 Speichenrückstrahler

• Dynamo 3 Watt / 6 Volt • Batterielicht (für Rennräder (11 kg)

2 Rückstrahler (gelb) je Pedal

S

tudien belegen, dass die meisten schweren und tödlichen Fahrradunfälle den Kopf verletzen. Mehr als 80 Prozent der schweren Kopfverletzungen bei Fahrradunfällen ließen sich jedoch vermeiden, wenn die Biker einen Helm tragen würden. Doch nur geprüfte und technologische Spitzenprodukte garantieren höchstmögliche Sicherheit. Woran kann man solche Helme erkennen und worauf sollte man beim Kauf eines Fahrradhelms achten? Wichtig ist vor allem eine gute Stoßdämpfung, KLIPP April/Mai 2014

Wer kennt das nicht? Den Stau am Morgen zur Arbeit oder danach Richtung zu Hause. Mit dem E-Bike – vorausgesetzt das Wetter spielt mit – kann man dem leicht ausweichen, im wahrsten Sinne des Wortes. Viele würden gern mit dem Fahrrad zur Arbeit, doch der große Nachteil: Niemand will verschwitzt im Büro ankommen – kein guter Start in den Arbeitstag. Das E-Bike ist da nahezu ideal. Man strengt sich wenig an, erreicht ohne Schwitzen den Arbeitsplatz und tut gleichzeitig auch etwas für seine Fitness.

Wichtige Verkehrsregeln Beim Abbiegen immer ein Handzeichen geben • Beim Zufahren auf Kreuzungen das Tempo drosseln • Tempolimits einhalten und die Fahrgeschwindigkeit dem eigenen Können anpassen • Den Vorrang anderer beachten. Die Verkehrstafeln „Vorrang geben“ oder „Halt“ gelten auch für Radfahrerinnen/Radfahrer • Fußgängerinnen/ Fußgänger haben auf dem Schutzweg („Zebrastreifen“) Vorrang • Schienenfahrzeuge und Einsatzfahrzeuge (z.B. Rettung) haben Vorrang • Zu geparkten Autos einen seitlichen Sicherheitsabstand halten und auf öffnende Autotüren achten • Einen angemessenen Abstand zu vorausfahrenden Verkehrsteilnehmerinnen/Verkehrsteilnehmern einhalten • Auf Fußgängerinnen/Fußgänger achten, die neben dem Radweg gehen • Radfahrerinnen/Radfahrer dürfen sich ungeregelten Radfahrerüberfahrten mit höchstens 10 km/h nähern.

Der richtige Fahrradhelm durch die die beim Sturz auftretenden Kräfte (bis zum Vielfachen des Körpergewichts!) möglichst gut verteilt und gedämpft werden. Je mehr Lüftungsöffnungen ein Helm hat, desto härter muss der Dämpfstoff werden, um die Materialeinsparungen auszugleichen. Jedoch werden dadurch die Schutzeigenschaften schlechter. Hier gilt es also, eine optimale Lösung zwischen kühlem Kopf und guter Stoßdämpfung zu finden. Ein drittes wichtiges Kriterium ist das Helmdesign. Ein Design,

mit dem sich vor allem Kinder identifizieren können, führt zu einer höheren Trageakzeptanz. Schließlich spielen dann noch Trage- und Einstellkomfort eine wichtige Rolle. Das ABUS-RasterSteckschloss mit zwei Zentimetern Feinjustierbereich und einem Kinnschutz verhindert das Einklemmen der Haut und bietet optimalen Einstellkomfort. Ein stufenlos verstellbarer, gepolsterter Kopfring lässt den Helm mit einfachen Handgriffen am Kopf anpassen. Einmal eingestellt – und der Helm passt. 45

Foto: Wolfgangsee Tourismus

Die Strom-Radler


Ein unverwechselbarer Genussbotschafter

… dass der Wein erfreue des Menschen Herz – heißt es im Psalm 104. Und das tut auch der Jahrgang 2013.

Fotos: Eventstories, Alexander Engelbogen

KL UE LB IENNA R& I K LEUTE

Der steirische Wein

W

ein ist Kultur. Weinlandschaft ist Kulturlandschaft und Weinbau an den heimischen Steillagen ist Kulturarbeit, die unverwechselbar, unverzichtbar zur steirischen Identität beiträgt. Unsere Weinbauern tun der Steiermark Gutes. Die steirischen Weinbauern sind Qualitätsbotschafter, die ein besonderes Gespür für die Wünsche der Gäste und Kunden haben. Sie sind eng verbunden mit ihrer Region und mit ihrer Gastfreundlichkeit sorgen sie für die große Bekanntheit der Steiermark. Dass das keine Worthülsen sind, keine leeren Versprechungen, das zeigte sich wieder einmal bei der WeinJahrgangspräsentation 2013 in der Grazer Stadthalle am 9. April. Alle wollten einen „Schluck vom Himmel“, manche auch mehrere und rund 120 steirische Weinbauern stießen mit ihnen darauf an. Ob mit Sauvignon Blanc, Grauburgunder, Gelbem Traminer, Weißburgunder, Welschriesling, Schilcher, Gelbem Muskateller Sekt, Rotem Traminer oder Gemischtem Satz und, und.

kasse, zuständig für den Bereich Kommerz. Die Bank ist seit Jahrzehnten der wichtigste Partner der Wein-Wirtschaft. Beim Wein selbst als Wirtschaftszweig sei ein hoher Qualitätssprung gelungen, so Kerber. Das zeige sich auch bei den Exporterlösen, wiewohl der steirische Wein hauptsächlich im Inland konsumiert werde. Kerber: „Er ist zwar relativ hochpreisig geworden, aber dort, wo die Qualität stimmt, wird er geschätzt und der Konsument zahlt den Preis.“ Das, was sich die Bauern beim Fleisch vom Preis her wünschen, das kriege der Weinbauer. Er habe aber auch einen entsprechend hohen Aufwand, weil 90 Prozent eben durch Handarbeit passieren, und die sei eben kostenintensiv. Nur über die Qualität des Weins könne der Weinbauer auch seine Arbeitskosten im Preis „unterbringen“.

Ausgehend von der Weinwirtschaft belebe diese aber auch andere Bereiche im Tourismus. So werden Beherbergungsbetriebe und Buschenschanken-Keller ausgebaut – Tischler, Baufirmen, Einrichter und andere Gewerbe profitieren davon. Kerber: „Der Wein ist also ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor geworden und trägt so zu einer ausgewogenen Entwicklung in der Region bei.“ Und was das Gute ist: In Summe werden die Investitionen verdient und es sind überschaubare Investitionen, die die Wirtschaft in der Region am Kochen halten. Nahezu jeder zweite Betrieb im Weinland habe eine Kundenbeziehung mit der Steiermärkischen.

Helfer in der Krise In ihrer Geschichte hat die Steiermärkische Sparkasse einen besonderen und vielfachen Bezug zum Wein. Als vor 90 Jahren durch den Schädling Reblaus der steirische Weinbau völlig am Boden war, hat die Sparkasse beispielhaft reagiert. Sie „übernahm“ damals viele Betriebe, verkaufte diese aber nicht weiter, sondern gab den Weinbauern die Chance, diese im Laufe der Jahre wieder zurückzukaufen. Kerber: „Man hat damals nicht die Nerven verloren, sondern kaufmännisch richtig reagiert. Die Weinbauern konnten mit dieser Unterstüt-

Beim Weinkosten in der Stadthalle.

zung wieder Erträge aufbauen und dann ihre Anwesen wieder zurückkaufen. Das zeigt auch, wie wir als Sparkasse denken und ticken.“ Offensichtlich sind auch die Parallelen zwischen dem Wein- und Bankgeschäft: „Wenn es eine gute Ernte gibt, dann ist der Wein lagerfähig und gut zu verkaufen. Wenn wir im Bankgeschäft eine gute Ernte einfahren“, so Kerber, „dann sind wir auch in der Lage, Eigenkapital aufzubauen und unsere Kunden damit zu bedienen. Die Weinindustrie ist auf Ratings angewiesen, ebenso wie wir im Kreditgeschäft. Persönlichen Geschmack kann man jedoch nicht in ein Punktesystem gießen, wie man auch nicht persönliche Integrität und Kreditwürdigkeit ausschließlich in Punkten ausdrücken kann. Guter Wein bleibt trotz aller Analysen guter Wein.“

Wichtiger Wirtschaftsfaktor „Die Wertschöpfung beim Wein ist in der Südoststeiermark bis hin zum Schilcherland in der Weststeiermark stark gewachsen“, freut sich Franz Kerber, Vorstandsvorsitzender-Stellvertreter der Steiermärkischen Spar-

46

Eine kompetente Runde bei der Wein-Jahrgangspräsentation: Kerber (Steiermärkische Sparkasse), Holler (Schule Silberberg), Krenn (Weingut Krenn), Schummer (MG-Wein), Krainer (Weingut Toso), Elsnegg (Weingut Elsnegg), LR Seitinger

KLIPP April/Mai 2014


G e nu s svo l l

betrachtet

Ein Verführungsmenü als Vorspeise

E

s ist Frühling. Alle haben „Frühlingsgefühle“! Die Sitzgärten der Grazer Innenstadt füllen sich und neugierige Blicke verfolgen die Silhouetten derjenigen, die bereits mit der Top-Super-Sommer-Figur die ersten warmen Sonnenstrahlen genießen. Selbst das eifrige Gezwitscher der Vögel klingt nach „Wer will mich?“. Ich schlendere an einem dieser sonnigen Samstage durch die Stadt und mustere kritisch in den Auslagenscheiben und in den Augen der Entgegenkommenden meinen „figürlichen“ Status quo. Da fällt mir ein: Wie wäre es eigentlich wieder einmal mit einem genussvollen Abend mit meinem geliebten Ehemann? Erotischer Ausklang durchaus erwünscht!

Steirischer Käse ist Weltklasse

Bei der Käseweltmeisterschaft in Wisconsin, USA, zeigte steirischer Käse einmal mehr seine Qualität. Vier österreichische Käse erhielten Gold. Der „Edelscharf-Schafkäse“ aus dem Zillertal ist der einzige, der nicht aus der Steiermark kam. „Arzberger Argentum“, „Erzherzog Johann“ und seine „Premium“Version holten Gold. Im Gesamtranking aller 90 Kategorien erreichte der „Erzherzog Johann“ den sensationellen zweiten Platz.

KLIPP April/Mai 2014

Die Idee zündet! Das tut jeder Partnerschaft gut, einmal raus aus dem Alltagsdenken, Hilfsmittel erlaubt! Rein optisch fällt mir schon was ein, was meinen Göttergatten verzaubert, doch mir steht nebst feinem Outfit der Sinn nach einem erotischen Abendessen – so die Variante „Herzerl/Kerzerl“ auf Haubenniveau. Bei einem Glas Champagner in meiner Lieblingsbar beschließe ich mein kulinarisches „Ehemann-Verführungs-Menü“. Man nehme als Vorspeise Feigen. Diese hat die Namensgeberin des Begriffes „Aphrodisiaka“, nämlich die Liebesgöttin Aphrodite, sicher sehr geliebt und noch heute ist die Feige eine „Lustbringerin“. Dabei denke ich nicht nur an das Aussehen einer geteilten Feige – nebst Kalzium und Eisen enthält sie auch den belebenden Phosphor und bringt uns sicher in die gewünschte Stimmung. Doch es sind ja noch mehrere Gänge geplant, um so richtig „in die Gänge zu kommen“. Die Feigen jedenfalls werde ich halbieren und mit köstlichem Ziegenfrischkäse füllen, danach ins Rohr und bei 220 Grad grillen. Traubensaft, Akazienhonig und grüner Pfeffer sind die Zutaten für einen kräftig roten Spiegel als Bühne für die gegrillten Feigenhälften. Köstlich! Da wird mein geliebter Mann Augen machen. Ein leidenschaftlicher Kuss ist mir einmal sicher! Doch damit begnüge ich mich nicht! Beim zweiten Glas Champagner kreiere ich einen Zwischengang mit hoher „Erotik-Erfolgsgarantie“. Eine Artischocke hält, was sie verspricht. Schon die Kunst, diese zu „vernaschen“ (wenn man es kann), bürgt für Lust! Und ich kann’s! Die Artischocken gibt es jetzt übrigens überall – wie praktisch. Ich werde zwei Prachtexemplare in Salzwasser mit Zitrone kochen und einen

Dip aus Zwiebeln (klein würfeln), Estragon- und Petersilienblättern, zerstoßenem Pfeffer, Essig und Wein zubereiten. Eigelb gehört auch noch dazu – über einem heißen Wasserbad zur Rose rühren nicht vergessen. Butter flockenweise unterrühren, mit Salz und Zitronensaft abschmecken – fertig. Hmmm! Die Artischockenblätter werde ich lasziv abzupfen, in den Dip tauchen und dann zart mit den Vorderzähnen „abziehen“! Das kann was, wenn man es – wie bereits erwähnt – kann! Jetzt sind mir gewiss mehrere Küsse sicher! Bei meinem dritten Glas Champagner und bereits gedanklich in Hochstimmung überlege ich mir den fulminanten Hauptgang – mein geliebter Mann kann zeigen, was er kann! Gesund und leicht sollte die Speise sein, damit wir uns auch noch bewegen können danach, bevor … Auch da gibt es jetzt nur eines: den absoluten Spitzenreiter unter den Aphrodisiaka – Spargel. Die Kombination aus Sellerie, Karotte, Aubergine und Zucchini zaubert Schmetterlinge in den Bauch und verspricht schon rein optisch mehr! Und verzaubert endgültig meinen Mann! Und das Schönste ist: Den

besten, frischesten, knackigsten Spargel gibt es zurzeit in Österreich. Das Kochen ist denkbar einfach: einen großen Topf mit Wasser, Salz, Zucker und ein wenig Öl zum Kochen bringen. In der Zwischenzeit werde ich den Spargel schälen, was an sich schon ein durchaus wonnevolles Ereignis ist! Das Entfernen der holzigen Enden darf ich in der Vorfreude nicht vergessen. Spargel wird übrigens direkt vom Kopf weg, grüner Spargel ungefähr eine Hand breit vom Kopf entfernt geschält. Sobald das Wasser kocht, den Spargel einlegen und das Wasser einmal kurz aufkochen lassen. Danach sofort die Hitze reduzieren. Die vom Spargel ist gemeint – meine ist durchaus erwünscht! Spargel sollte nämlich niemals stark kochen, damit die zarten Spargelköpfe nicht verletzt werden. Aufkochen lassen und danach, je nach Dicke der Spargelstangen, rund 10 Minuten ziehen lassen. Zeit genug, um noch die letzten Vorbereitungen für den „Höhepunkt“ zu arrangieren. Das wird ein äußerst genussvoller Abend – und die Nachspeise bin ICH, das ist aphrodisierend genug. Eine zarte rote Erdbeere vielleicht als „Dekoration“. Mon amour – ich komme!? 47

KL UE LB IENNA R& I K LEUTE

v o n A n g e l i k a Ko h n h au s e r - T e c h t


FL RE EB IEZNE I&T L E U T E

Das Phänomen Pilgern fasziniert – ob allein oder in Gruppen: Eine Reise ins Innere

Foto: fotolia.com/Gerhard Reus

Zeit fürs Ich

der Pilger wieder auf langen, staubi­ gen Wegen und Straßen. Ob das in Österreich der wohl bekannteste Wallfahrtsort Mariazell ist, das Stift Göttweig oder Melk, St. Wolfgang am Wolfgangsee, St. Lambrecht, Gurk, St. Andrä im Lavanttal, Maria­ trost oder in der Ferne Assisi, Rom oder eben der Jakobsweg in Frank­ reich, Spanien oder Portugal. Die Berichte, Filme, Reportagen, Bücher sind zahllos. Was macht die Faszination Pilgern aus? Ist es die oft angeführte Reise ins Innere? Ingeborg Hofbauer in ih­ rem Buch und Blog „Rucksackge­ schichten“: „Pilgern hat klarerweise

Immer wieder findet man am Jakobsweg kleine persönliche Botschaften.

48

einen stark spirituellen Zugang. Es ist in Mode gekommen, in oder nach Sinnkrisen zu einer Pilgerwande­ rung aufzubrechen. Aber ich denke, dass auch viele mit beiden Beinen im Leben Stehende ihren unbestreit­ baren Nutzen aus Pilgern ziehen können, weil man an Lebenserfah­ rung reicher wird.“

von Schmerz, von Müdigkeit, von Hunger und Durst und Entschei­ dungsfindung. Denn wer pilgert, der muss Durchhaltevermögen bewei­ sen und immer wieder die eigenen Grenzen überwinden. In Wirt­ schafts- oder Sinnkrisen verfallen alle ins Jammern. Pilgern ist Le­ benstraining. Man geht durch Tie­ fen, muss an sich selbst glauben, Hindernisse bewältigen und Stärke beweisen. Dabei findet zwangsläufig ein Wertewandel statt – weg vom Materiellen, hin zur Suche nach den Werten. Pilgern bedeutet, sich selbst wahrzunehmen, ohne die Fülle rundherum, sondern durch die Fülle der Reduktion. „Es gibt eine Ursehnsucht im Men­ schen, sich auf den Weg zu machen“, so Superior Pater Karl Schauer aus Mariazell. Hunderttausende beten

Wallfahren ist seit Jahrhunderten Mühe und „Arbeit“ im weitesten Sin­ ne – heißt voranzukommen, Kräfte zu mobilisieren, in der Gruppe An­ schluss zu finden, auf andere Rück­ sicht zu nehmen, sich leiten oder führen zu lassen, auch mal unge­ schminkt und ungewaschen auf Wanderschaft zu gehen. Nur wer das annehmen kann, der wird durch Pil­ gern reifen. Und letztlich das finden, was er erwartet hat. Dann liegt im Pilgern die erhoffte Kraft. Die Herausforderungen sind groß, die den Menschen während des Pil­ gerns begegnen. Pilgern bedeutet in keinem Fall Wellness, sondern vor allem Selbstdisziplin. Das wissen alle jene, die bereits unterwegs wa­ ren. Verbunden mit dem Ertragen

Foto: iStockphoto.com/Sam Burt Photography

Foto: Archiv Retter Reisen, Pöllau

Wir sind zu viert mit den Rädern auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela gepilgert. Es war für je­ den von uns ein einmaliges Erlebnis und Abenteuer“, erinnert sich der Gra­ zer Unternehmer Franz Wuthe. Den Stempel für den Start in seinem Pilger­ ausweis – dieser gilt sozusagen als Zeugnis und Nachweis – hat er sich in der vom Maler Ernst Fuchs ausgestal­ teten Wallfahrtskirche in Graz-Thal geholt, auch eine Station am europa­ weiten Pilgerweg. Denn jeder Auf­ bruch zum Pilgern beginnt zu Hause. Ob zu Fuß, mit dem Rucksack, mit dem Auto (Bus), dem Rad oder zu Pferde – zu guter Letzt findet sich je­

KLIPP April/Mai 2014


FL RE EB IEZNE I&T L E U T E

Eröffnung der erLebzelterei in Mariazell

Die Muschel in Santiago ist Symbol für die absolvierte Pilgerwanderung und für den Zusammenhalt der Gruppe gleichermaßen.

dort in der Basilika jährlich vor der großen Maria Mutter Gottes Öster­ reichs. Jeder glaubt und erwartet sich Heilung, Verzeihung, Erlösung, Wunscherfüllung und Tiefe. Pilgern verstärkt die Eigenverantwortung, weil wir uns nicht so sehr an sozialen

Normen orientieren, damit wir nicht auf der Strecke bleiben. „Pilgern heißt nämlich auch“, so Ingeborg Hofbauer, „Verantwortung nicht an andere abzugeben, denn man darf sein Leben nicht aus der Hand ge­ ben, niemals.“

Christa Kampl, Retter Reisen „Bei uns gilt es nicht, die viel beschworene Sinnkrise in den Mittelpunkt zu stellen, wir wollen damit einfach eine Zeitqualität kultivieren für unsere Kunden, an der es uns in unserer schnelllebigen Zeit immer mehr mangelt.“ Und wenn jemand völlig ungeübt ist? Christa Kampl: „Wir haben auch – wenn Sie so wollen – Komfortpilgern bzw. Kulturwandern im Programm. Unsere Reiseleiterinnen und Reiseleiter, die selbst mit diesem Virus infiziert sind, vermitteln diese Art des Reisens mit Begeisterung. Durch das Gruppenerlebnis können wir einen sicheren Rahmen bieten. Man geht etwa 18 bis 20 Kilometer am Tag mit normaler Kondition und bringt den Reisenden schöne Orte näher. Aus Erfahrung weiß ich, dass geübte und ungeübte Pilgernde am Ende der Etappen stolz auf ihre Leistungen sind. Und die Sehnsucht, sich im nächsten Jahr alleine auf den Weg zu machen, schwingt oft mit. Bei unseren Reisen handelt es sich um die Gewährleistung eines geschützten, organisierten Rahmens, aber es kann auch jeder für sich gehen, auch Schweigen ist möglich.“

KLIPP April/Mai 2014

Und wohin führen diese Reisen? Kampl: „Zum Beispiel auf den spanischen Jakobsweg, den französischen Jakobsweg, den Franziskusweg, den wir in zwei Reiseprogramme geteilt haben. Die erste Reise führt vom Kloster La Verna in der Südtoskana bis nach Assisi. Der zweite Teil führt von Assisi bis nach Rom. Auf dieser Kulturwanderreise erspüren wir an authentischen Orten die Lebensgeschichte des wohl bekanntesten Heiligen des Christentums. Geführt werden diese beiden Kulturwanderreisen von Carlo Trenta. Er ist Kunsthistoriker und hat in Perugia studiert. Seine Liebe zu jeder Art von Kultur, Natur und seine Menschlichkeit begeistern unsere Kunden immer wieder aufs Neue. Wir sind aber auch am österreichischen Jakobsweg vom Stift Göttweig bis Maria Taferl oder am weststeirischen Jakobsweg unterwegs. Wir bemühen uns, ein breites Angebot zu setzen – im Mai, Juni und dann wieder im September und Oktober. Das ist die schönste Zeit zum Pilgern und Kulturwandern.“ Infos: www.retter-reisen.at

Foto: CIS

Foto: Archiv Retter Reisen, Pöllau

Hmmh – frischgebackener Lebkuchen duftet!

v.l.: LR Johann Seitinger, LR Christian Buchmann, BM für Inneres Johanna Mikl-Leitner, Seniorchef Matthias Pirker, Georg und Katharina Rippel-Pirker, LH-Stv. Hermann Schützenhöfer und Pater Superior Karl Schauer.

Eine Biene fliegt pro Tag zehn Mal aus, besucht 20 Blüten pro Ausflug. Für einen Kilo Honig braucht es 20 Millionen Blütenbesuche und 150.000 Flugkilometer – das und noch mehr um Honig und Lebku­ chen erfahren BesucherInnen der neu eröffneten erLebzelterei des Familienunternehmens Pirker in Mariazell. „Unsere Erlebnistour zeigt die Entstehungsgeschichte

des Lebkuchens vom Vermischen der Rohstoffe, Ausrollen des Ho­ nigteiges, Füllen, Belegen bis hin zum Verzieren“, sagt Georg RippelPirker. Jährlich werden über 60 Sorten und rund 170 Tonnen Leb­ kuchen-Spezialitäten gemacht und in alle Welt verkauft. Für dieses Er­ lebnis verlieh Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann das Gütesie­ gel „Erlebniswelt Wirtschaft“.

Gewinnspiel: KURZ MAL WEG für 2 Personen – 3 Tage/2 Nächte

www.breitenfelderhof.at Entspannen „Am Breitenfelder Hof“

Entdecke die Gaumenfreuden des Steirischen Vulkanlandes mit sei­ nen Manufakturen wie Zotter Schokoladen, Gölles Schnapsbren­ nerei, Vulcano Schinkenmanufak­ tur, Kürbishof Koller, Vulkanland­ sektmanufaktur, Genussburg u.v.m. Der Gasthof „Am Breitenfelder Hof“ liegt im Herzen der Thermen­ region in Breitenfeld an der Ritt­ schein. Erlebe die Sehenswürdig­ keiten wie die Riegersburg, Schloss Kornberg, tauche in die Thermen­ welt von Loipersdorf, Stegersbach, Bad Waltersdorf ein und genieße die Schönheit der oststeirischen Hügellandschaft.

1 x Willkommensgetränk 2 x Nächtigung mit herzhaftem Frühstück 2 x 4-gängiges Schmankerlmenü am Abend 1 x GenussCard – Ihre kostenlose Eintrittskarte zu über 160 Ausflugszielen, z.B. Zotter, Gölles, Vulcano, Genussburg, Bonsaigarten, Tierpark Herberstein u.v.m. Gewinnfrage: Welche große Burg gibt’s in der Nähe des Gasthofs „Am Breitenfelder Hof“? Antworten an isabella.hasewend@klippmagazin.at 49


BUCHTIPPS Tanja Janz Der ist ja nicht doof, nur irgendwie hochbegabt – Unkorrigierte Geschichten aus der Nachhilfestunde Bastei Lübbe Tanja Janz tritt immer dann in Aktion, wenn andere schon aufgegeben haben: Schulen, die nur die nächste Pisa-Prüfung und das Zentral-Abitur interessiert, und Eltern, die am Ende ihrer Kräfte sind, weil sie schon seit der fünften Klasse mitpauken – Janz erlebt jede Menge Erziehungssünden und die Auswüchse der Schulmisere hautnah. Doch während sie die Versetzungsprobleme anderer Leute beseitigt, erlebt sie auch die verrücktesten Dinge …

Papst Franziskus – Bischof von Rom Prälat DDr. Joachim F. Angerer, Peter Steffen Das Buch unterscheidet sich von den bisher über Papst Franziskus erschienenen Büchern in mehrfacher Hinsicht. Es beinhaltet nicht nur die komplette Biografie Jorge Mario Bergoglios, sondern beleuchtet darüber hinaus das Geschehen rund um den Papst. Mit über 400 großformatigen Bildern vom Papst und der ewigen Stadt Rom ist dieses Buch durchaus auch als Bildband zu bezeichnen.

Jonathan Coe Liebesgrüße aus Brüssel DVA Vierzehn Jahre schon arbeitet Thomas Foley als Beamter für das Central Office of Information in London. Da eröffnen sich ihm auf einmal ungeahnte Möglichkeiten: 1958 soll es, zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg, wieder eine Weltausstellung geben, und Thomas ist Englands Mann für Brüssel – sehr zum Missfallen seiner Frau Sylvia, die mit der neugeborenen Tochter allein zurückbleiben muss …

Die Superreichen – Aufstieg und Herrschaft einer neuen globalen Geldelite Chrystia Freeland Westend Bekannte und vor allem unbekannte Milliardäre bilden mit ihren kolossalen Vermögen eine neue globale Klasse. Doch wer sind diese Superreichen, wie sind sie an ihr Geld gelangt und was machen sie damit? Was bedeutet es für unsere Demokratie, wenn eine solch kleine Gruppe über derart unvorstellbare Vermögen verfügt? Chrystia Freeland klärt auf. Chrystia Freeland kennt die Welt der Globalmilliardäre: Zwei Jahrzehnte lang hat sie die neuen Supereliten begleitet und erforscht. Dadurch kann sie einzigartige Einblicke in die Welt der Superreichen liefern, die sich ansonsten lieber abschotten und unerkannt bleiben wollen.

Stefan Bachmann Die Seltsamen Diogenes Bartholomew Kettle wäre gern ein ganz normaler Junge, aber er findet sich hässlich – fast so hässlich wie seine Schwester Hettie. Freunde hat er keine. Wie auch? Schließlich ist er ein Seltsamer, halb Mensch, halb Feenwesen, von beiden verachtet, vor beiden auf der Hut. Besonders seit Mischlinge wie er auf mysteriöse Weise verschwinden. Eines Tages taucht eine geheimnisvolle Dame in einem pflaumenfarbenen Kleid im Slum von Bath auf. Was will sie? …

Claudia Rossbacher Steirerkreuz – Ein Alpen-Krimi Gmeiner Verlag Als Sandra Mohr und Sascha Bergmann ins Mürzer Oberland gerufen werden, erwartet sie ein seltsamer Leichenfund. Ein Mann und ein Hund wurden kopfüber an einem Baum aufgehängt. Ist der Tatort unweit des Pilgerweges nach Mariazell ein Hinweis auf einen religiös motivierten Ritualmord? Welche Rolle spielt die blinde Magdalena, um die sich im Dorf alles zu drehen scheint? Und was verbirgt Pater Vinzenz, der sich so rührend um sie kümmert? Die Spuren führen die LKA-Ermittler in die Vergangenheit …

Tschebberwooky „Ride on Music“ Ist es Reggae oder doch Rock? Diese Frage stellt man sich unweigerlich, wenn man den neuen Song der Band Tschebberwooky hört. In „Ride on Music“ geht es um ein ursprüngliches Bedürfnis – sich selbst treu zu bleiben, an sich selbst zu glauben und sich nicht vom Weg abbringen zu lassen. „Finde deinen Rhythmus und spüre dich selbst, denn das Leben kann so schön sein, darum lebe im Jetzt und genieße jeden Tag“ – das ist die Botschaft in diesem Song. www.tschebberwooky.com

50

KLIPP April/Mai 2014


Bernhard Aichner Totenfrau btb Blum ist Bestatterin. Sie ist liebevolle Mutter zweier Kinder, sie besticht durch ihr großes Herz, ihren schwarzen Humor und ihre Coolness. Blum fährt Motorrad, sie trinkt gerne und ist glücklich verheiratet. Blums Leben ist gut. Doch plötzlich gerät dieses Leben durch den Unfalltod ihres Mannes, eines Polizisten, aus den Fugen. Vor ihren Augen wird Mark überfahren. Fahrerflucht. Alles bricht auseinander. Blum trauert, will sich aber mit ihrem Schicksal nicht abfinden …

A Long Way Down Komödie Regie: Pascal Chaumeil Darsteller: Pierce Brosnan, Toni Collette, Aaron Paul

Jo Lendle Was wir Liebe nennen DVA Lambert ist Zauberer, aber er ist es nicht gern. Trotzdem akzeptiert er freundlich alles, was das Schicksal sich so für ihn ausdenkt – bis er bei einem Auftritt in Kanada Fe kennenlernt, die ausgestorbene Tierarten erforscht. Die beiden verbringen ein paar Stunden miteinander, und schon geht sie ihm nicht mehr aus dem Kopf …

Fotos: Thimfilm/Dieter Nagl

Seit Bob da ist, hat sich mein Leben sehr verändert. Ich war ein obdachloser Straßenmusiker ohne Perspektive und ohne eine Idee, was ich aus meinem Leben machen sollte. Nun stehe ich wieder mit zwei Beinen auf der Erde, ich habe die Vergangenheit hinter mir gelassen, aber ich weiß nicht, was die Zukunft bringen wird. Ich brauche wohl immer noch Unterstützung, um auf meinem Weg zu bleiben. Zum Glück steht mir Bob mit seiner Freundschaft und seiner Klugheit zur Seite … Die wunderbare Geschichte der Freundschaft zwischen James und seinem Kater wurde mit „Bob, der Streuner“ zum Welt-Bestseller. In seinem neuen Buch erzählt James, wie Bob ihm in harten Zeiten und selbst in lebensgefährlichen Situationen immer wieder den Weg weist.

Fotos: Thimfilm

James Bowen Bob und wie er die Welt sieht – Neue Abenteuer mit dem Streuner Bastei Lübbe

KLIPP April/Mai 2014

Im Zweifel schuldig Dokumentation Regie: Axel Breuer In den USA sitzen geschätzte 30.000 Häftlinge unschuldig hinter Gittern. Das Center on Wrongful Convictions hat es sich zur Aufgabe gemacht, sich solcher Fälle anzunehmen und in meist jahrelanger Arbeit die Unschuld einiger dieser Justizopfer zu beweisen. Als Teil der Northwestern University in Chicago wird diese Einrichtung durch das Engagement von Studenten unterstützt. Der Film begleitet fünf von ihnen, die im Zuge ihres Praktikums am Fall von Marcus Wiggins mitarbeiten. Dieser sitzt seit fünfzehn Jahren wegen Mordes in Haft. Das Center on Wrongful Convictions hat seinen Fall übernommen. Viva la Libertá Komödie Regie: Roberto Andò Darsteller: Toni Servillo, Valerio Mastandrea, Valeria Bruni Tedeschi, Michela Cescon, Anna Bonaiuto

Fotos: Polyfilmverleih

HouseSulz „Sudern“ – MundartMusik & MusikKabarett Mal klingt es bluesig, rockig, mal nach Soul – jedoch fließen auch andere Genres immer wieder ein. Eine ausgewogene Mischung aus Musikkabarett und Mundartmusik, unter anderem mit Neuinterpretationen von Georg Kreisler, Otto Reutter und viel eigenem Liedgut – mit einer guten Portion Groove. Die Texte sind sehr humorvoll, teilweise haben sie einen ernsten Hintergrund, sprechen brisante Themen an, manchmal sind sie auch einfach nur skurril. Da ist kein erhobener Zeigefinger, kein moralischer Unterton. Trotzdem stutzt man manchmal, denn da verbergen sich so manche Seitenhiebe.

Überrumpelt von der unerwarteten Gesellschaft, springt keiner der vier Lebensmüden. Stattdessen verbringen sie den Rest der ereignisreichen Nacht gemeinsam und schließen bei Sonnenaufgang einen Pakt: Neuer Selbstmordtermin ist der Valentinstag, und bis dahin bringt sich niemand um. Es bleiben sechs Wochen, die gemeinsam überlebt werden müssen …

Große Aufregung im Führungszirkel der Partei: Keiner weiß, wo Oliveri geblieben ist. Da hat dessen engster Mitarbeiter Andrea Bottini eine geniale Idee: Er ruft Enricos Zwillingsbruder Giovanni zu Hilfe, einen exzentrischen Philosophen, der die Stelle des Verschollenen übernehmen soll. Mit überraschenden Folgen. Giovanni findet Gefallen an der Sache und mischt die italienische Politik gehörig auf. Und nicht nur das: Selbst die deutsche Kanzlerin kann sich seinem skurrilen Charme nicht entziehen …

51


Steiermarkmagazin KLIPP April/Mai 2014  

Steiermarkmagazin 2/2014