€ 1,45 € 1,45
Uni Graz in NS-Ära: Schändliche Rolle
Uni Graz in NS-Ära: Schändliche Rolle
Gelähmt: Wertvoller Helfer, Hund als „Lebenspartner“
Gelähmt: Wertvoller Helfer, Hund als „Lebenspartner“
räumt auf – beliebtester US-Politiker
Verlagspostamt 8020 Graz, P.b.b. GZ 02Z033225 M März 2004 / 5
Arnold Arnold
Süd-Oststeiermark. Foto:Bruce Murphy
Sonderthema abSeite 35
Governor Governor
UnsereLebensquelle Wasser
Z. B.: Der Renault Mégane Expression Komfort 1.5 dCi, 101 PS, 5-Türerstatt um ¤ 20.050,- jetzt um ¤ 16.990,–!**
Komfortabel: mit Klimaanlage, RDSRadio, Regensensor, Lichteinschaltsensor, 4 elektrischen Fensterhebern Sicherster seiner Klasse mit 5 Sternen beim Euro NCAP-Crashtest, 6 Airbags, ABS mit Bremsassistent Wirtschaftlich: Gesamtverbrauch nur 4,5 l/100 km
Jetzt leasen!
1 Jahr Vollkasko inkl.***
*Preisvorteil bei Berechnungsbeispiel Renault Mégane Expression Komfort 1.5 dCi, 101 PS. **Berechnungsbeispiel. Aktion gültig für alle Renault Mégane 3- und 5-Türer im Aktionszeitraum von 01. 05. - 30. 06. 2004. ***Bei Abschluss eines Leasingvertrages bei der RCI Bank AG. Aktion gültig von 01. 05. - 30. 06. 2004. Gesamtverbrauch Mégane 3- oder 5-türig,1.5 dCi, 101 PS: 4,5 l/100km, CO2-Emission: 119 g/km.
VOGL + CO und alle steirischen Renault - Partner
Symbolfoto
Der Renault Mégane jetzt mit einem Preisvorteil von mehr als ¤ 3.000,–*!
Datenfunk
Die optimale Lösung für Produktion & Lager
Immer noch arbeiten viele Unternehmen sehr umständlich mit handschriftlich mitgeführten Listen oder Lieferscheinen. „Fleißig“ wird geschrieben und Daten werden immer wieder neu erfasst. Vorgänge, die nicht nur zeit-, sondern auch unglaublich kostenintensiv sind – leider in den meisten Fällen auch
Mittels Datenfunk können alle Daten dort erfasst werden,wo sie entstehen. Durch den mobilen Datenaustausch entstehen erhebliche Rationalisierungspotenziale in den Bereichen Produktionslogistik, Distribution und Lagerverwaltung,indem er Daten- und Materialfluss synchronisiert. „Wir bieten alles aus einer Hand“, zeigt sich DI Vincent Maholetti, Geschäftsführer des aufstrebenden Unternehmens Rodata mit Sitz in Graz,zufrieden. „Es war nicht leicht,in der Steiermark Fuß zu fassen. Mit dem Knowhow Rodatas trumpfen bereits einige namhafte Unternehmen wie beispielsweise Pago Klagenfurt,Magna Heavy Stamping oder Billa. Beispielsweise wurde der nicht verkabelte Kommissionierwagen „Mip“ (siehe Bild
fehlerhaft. Rodata analysiert die unnötigen Vorgänge und entwickelt grenzenlose Lösungen im Bereich „Mobile Computing“. Großunternehmen wie Billa, Magna Heavy Stamping oder Pago sind in Österreich Vorreiter in Sachen „mehr Produktivität und weniger Kosten“.
oben) speziell für den Einsatz in rauer Umgebung entwickelt. Es sind aber noch ausreichend Optimierungspotentiale,selbstverständlich auch in der Steiermark, offen. Die Frage lautet:„Wie, wo und mit welcher Technologie können diese Potentiale mit Erfolg erschlossen werden?“
Nach dem individuellen Checken der Ausgangslage beim Kunden
bekommt dieser einige Lösungsvorschläge bzw. Konzepte vorgelegt. Nach ausführlicher Beratung liegt die Entscheidung letztendlich beim Kunden. Maholetti ist sich sicher:„Egal mit welchem Unternehmen wir es zu tun haben,egal wie kompliziert die Abläufe auch sind – wir finden immer eine optimale Lösung.“
Spezielles Serviceangebot
Obwohl die einzelnen Komponenten je nach Bedarf aus der ganzen Welt beschafft werden, erfolgen sämtliche Wartungstätigkeiten oder Reparaturen in den Grazer Geschäftsräumen binnen 24 Stunden nach Einlangen des jeweiligen Gerätes. Rodata punktet zusätzlich zu den genialen Lösungen mit einem erstklassigen Serviceangebot. „Geht’s unseren Kunden gut, dann geht’s auch uns gut“,freut sich Maholetti über die erfolgreiche Positionierung in Österreich. ❑
Ein Datenfunksystem rechnet sich überall dort,wo produziert,gelagert,einund ausgeladen oder transportiert wird.
Datenfunk ist die ideale Lösung für:
● Beleglose Kommissionierung (siehe Bild)
● Wareneingangs- und Warenausgangskontrolle
● Staplerleitsysteme
● Nachschubsteuerung
● Materialflusssteuerung
● Produktionsdatenerfassung Inventur
● Lagerplatzverwaltung
JUNI 200
STANDARDS COVERSTORY
Spots. 6
Fast ein Skandal. Das TIB bringt „Die beste Besetzung“...............9
13
SONDERTHEMEN
TG Karmeliterplatz: 826 Parkplätze & Blick in Geschichte. 28
Lebensquelle Wasser – unersetzliches Lebensmittel und heiß begehrtes Gut.......................... 35
POLITIK & WIRTSCHAFT
Sogar ein König kam. Neue Kapo-Schauräume eröffnet. ....12
Spitzenmanager verabschiedet sich. Heinz Hofer widmet sich nun Leidenschaft Golf. 68
POLITIK & WIRTSCHAFT
Für Risiko und neue Ideen zu haben. Werner Gröbls Leben seit dem Totalausstieg aus der Möbelbranche......................... 26
Lilly Lotterblume. 34
HINTERGRUND
Schändliche Rolle der Grazer Uni. Buch enthüllt Handlanger der NS-Schergen............... 20
Talent aus Kapfenberg. Manager auf hoher See.......... 22
Erfolgreiches Bio-Trio. Am Beispiel von Roman Wilfinger aus Hartberg................................. 24
Keine Spur von christlichsozial. J. Gröschl kommentiert aktuelle Politik....................... 43
Auf Du und Du mit den Roma. Die Wandlung des einstigen Hardliners Werner Miedl......... 44
Oft letzter Rettungsanker. DieVinziHelp-Frauengruppe.. 48
Erfinder des Steirerherzens. Der Künstler Helmut Gross......49
HINTERGRUND
Den Spionen auf der Spur. Grazer Historiker Siegfried Beer ist Experte für Geheimdienste. 47
Wissensmetropole Europas. Das Know-Center in Graz ...... 52
MEDIEN&KULTUR
Sentimentale Allegorien des Blicks zeigt Leander Kaiser..... 6
Flexibles Wohnen als Kunst. Wohnkultur im Kunsthaus. ...... 8
Fesselnde Monique Schwitter. Lesung aus „Die Wand“. ..73
styriarte. Es gibt noch Karten. 65
www www.klippmagazin.at .klippmagazin.at
LEBEN&LEUTE
Sloweniens Trauben hängen hoch. Winzer sichern sich Weingärten beim Nachbarn............. 62
Mit Muster als Musterbeispiel. Tennisverband geht neue Wege mit neuen Partnern....... 64
Kindergarten in Stein und Fels. Kindergärten und -tanten gibt es auch im Tierreich....... 66
Noch keine Minute bereut. Die Hospizbewegung betreut Menschen auf dem letzten Lebensabschnitt.......................67
Aussteigen in Nordistrien. Hart und schön in ursprünglicher Idylle.......................................70
Golf mit Ali Rosker. 72
4 Klipp Juni 2004
Köpfe unterwegs.
Auto& Motor. 56 Gesundheit. 60 Bücher. ..................................74
Arnold räumt auf. Arnold Schwarzeneggers Kalifornien vor dem Staatsruin?
........................................... 14
Foto:
Foto:Bruce Murphy
Zu diesem Heft …
von Jürgen Lehner
Österreich mit seinen 8,15 Millionen Menschen ist ein zu kleines Land,um eine große Fußballnation zu sein. „Frankreich, Deutschland,Italien,Spanien – die sind um einVielfaches größer als wir“,sagen die Experten. Das stimmt natürlich,ist aber eine bequeme Selbstlüge. Denn wie man bei der Europameisterschaft in Portugal feststellen kann,spielen Dänemark (5,4),Kroatien (4,5),Tschechien (10,2),aber auch Portugal (10,3) Spitzenfußball. Also muss es andere Ursachen für unsere schwach entwickelten Fußballgene geben. Wenn man ausschließt,dass unsere Fußballer vom Hirn her schon von Geburt an ein Handicap haben,dann liegt es offensichtlich daran,dass unsere Stars nicht ausreichend gefordert werden,wie in den großen Ligen in Spanien usw. Die zweite Selbstlüge. Denn auch in Dänemark oder auch in den anderen kleineren EU-Ländern gibt’s Clubs wie in Mattersburg,Ried,Klagenfurt. Also lässt das nur einen Schluss zu:Dass wir Österreicher einfach zu bequem sind,sich auch die größten Talente nicht genügend quälen und plagen wollen,bis sie
Bequeme Selbstlügen
den Durchbruch an die Spitze schaffen. Dabei bietet gerade der Fußball die große Chance,dass man sozialen Aufstieg,Geld und Ruhm gerade oder auch aus ärmsten Verhältnissen schaffen kann. Die Grundvoraussetzung ist nämlich,einfach mit dem „Fetzenlaberl“ bestmöglich umgehen zu können. Und dies kann sich jeder Bub praktisch selbst beibringen,bis er dann von einem Trainer entdeckt und gefördert wird. Nur wenige Sportarten bieten diese fast kostenlose Chance. Und die Ärmsten derArmen nützen diese auch.
PS:Ganz egal,wer nun Europameister wird,ich bin der Meinung,dass der junge deutsche Spieler Matthias Schweinssteiger – so muss man erst einmal heißen – das größte Talent unseres Fußballnachbarn,vielleicht sogar Europas,der letzten Jahrzehnte ist. Ich habe ihn vor Monaten gegen Real Madrid das erste Mal spielen gesehen und behaupte,dass Deutschland seit Franz Beckenbauer keinen Ballkünstler mehr hervorgebracht hat wie diesen fußballerischen Rohdiamanten.
IMPRESSUM
Medieninhaber:
KLIPP Zeitschriften GmbH Nfg & Co KG, 8041 Graz, Liebenauer Hauptstraße 2-6, Tel. 0316/ 42 60 80-0, Fax-Dw 122 office@klippmagazin.at
Herausgeber & Geschäftsführer:
Dr. Jürgen Lehner
Weitere Mitglieder der Geschäftsführung: Georg Schottmeier, Karl Knas jun.
Officemanagement:
Isabella Hasewend
Anzeigenleitung: Georg Schottmeier
Redaktion und Mitarbeiter (Verkauf):
Mag. Helmut Bast, Bernd Hadler, Wolfgang Helke, Karl Knas jr. (Marketing), Mag. Vera Leon, Kornelia Macher,
Peter Rappold, Agnes Turza
Produktion:
Martin Druschkowitsch, Paul Scherübel
Lektorat:
Mag. Dr. Günter Murgg
Cover: Herbert Maitz
Druck:
Universitäts-Druckerei Klampfer, Weiz
Abonnentenpreise:
Jahresabo € 14,53, Zweijahresabo € 26,16, Studentenabo: 2 Jahre € 18,16, 1 Jahr € 13,08
Vertrieb:
Morawa Pressevertrieb
Erscheinungsort:
Graz, Verlagspostamt: 8020 Graz, P.b.b. www.klippmagazin.at
Mit ❑ gekennzeichnete Beiträge sind entgeltlich.
Nächster Erscheinungstermin: Ausgabe 6/2004, KW 31
Ein Wochenendaufenthalt am Wörthersee
(3 Tage / 2 Nächtigungen) für 2 Personen zu einem Sensationspreis:
Im 3-Sterne-Hotel im Ort meiner Wahl (Nächtigung/Frühstück)
statt Euro 250,– nur Euro 85,–
Im 4-Sterne-Hotel im Ort meiner Wahl (Nächtigung/Frühstück)
statt Euro 350,– nur Euro 120,–
Relaxen in der Therme Loipersdorf
Lassen Sie den Stress und die Unannehmlichkeiten des Alltags hinter sich und gönnen Sie sich Erholung pur.Dieser Gutschein berechtigt einen Erwachsenen zum Eintritt für einen Tag, statt Euro 19,–
URRLLAAUUB B ERRHOOLLUNNG G AUUSSBBIILLDDUUNNG G
nur Euro 10,–
Für Ihre Berufs- und Zukunftsplanung
Ein Gutschein „PEPMentoring-Kursplatz“
statt Euro 290,–
nur Euro 130,–
Und so funktioniert es: ■ Sie können Ihre Karte(n) persönlich in der Redaktion abholen ■ oder per Nachnahme Infos unter:0316/42 60 80-111 (Frau Hasewend),E-Mail:office@klippmagazin.at
5 Klipp Juni 2004
04
US-Polit-Helden
Arnold räumt auf
Alle sind verblüfft. Seine Wahlkampagne war ein Zirkus und die Profis meinten, bald werde der Lack des Filmstars ab sein. Doch nun stellt Amerika fest, dass Arnie auch von der Politik und von den Sorgen der Menschen was versteht. Vom Filmstar ist er zum Polit-Star gereift, weil er mit Scharm, Schmäh und Härte
Kalifornien regiert. Der gebürtige Steirer ist Amerikas beliebtester Politiker. Was die Österreicher meist nicht wissen: Der Gouverneur der sechstgrößten Wirtschaftsregion der Welt ist nicht ein besserer Landeshauptmann, sondern ein Regierungspräsident mit mehr Macht als der österreichische Bundeskanzler.
6 Klipp Juni 2004
Coverstory
Schwarzenegger verblüfft als „Gouvernator“ seine Kritiker. Vom Bodybuilder aus Steiermark zum beliebtesten
Foto:
Eine Beobachtung der USMedien macht es ganz deutlich:PräsidentBushistdurch den Irak-Krieg allgegenwärtig, dochArnold Schwarzenegger ist als Gouverneur von Kalifornien so präsent wie keiner seinerVorgänger und vor allem gilt er bei den Amerikanern als echter Problemlöser. „Die Stimmung ist hier grundsätzlich für ihn“,sagt Kleine-Zeitung-Korrespondentin Barbara Gasser,die in Los Angeles lebt. „Rund 60 Prozent der Menschen unterstützen seine Maßnahmen und seine Politik.“ Denn Arnold Schwarzeneggers Stilistausgesprochenunkonventionell. Selbst große Medien –wie die New York Times aber auch die Los Angeles Times –, die vorher in Schwarzenegger kein Vertrauen setzten,attestieren ihn mittlerweile:Er,der ehemalige Bodybuilder aus Thal bei Graz,einMegastarderFilmwelt, hat jetzt auch als Politiker Erfolg.
er stets ein Befürworter einer konsensualenPolitik,traterauch inseineraktivenZeitfüreinevernünftige Gesprächsbasis mit den damals stark angefeindeten Chinesen und Serben ein.
Erst jüngst war er wieder beiArnold Schwarzenegger in den USA und hat unmittelbar miterleben können,dass Arnold Schwarzenegger seine neue Rolle als Politiker mit 150-ProzentEinsatz erfüllt. Immer wieder sucht Arnie den Kontakt zu den Wählern,weil er weiß,dass sie sehr rasch sich gegen die Obrigkeit werden,wenn Maßnahmen nicht verstanden werden. Seine Bilanz nach sechst Monaten im Amt kann sich jedenfalls sehen lassen. Die Staatsausgaben hat er gesenkt,den Schuldenberg versucht er mit einer 15-MilliardenAnleihe abzubauen. Noch immer ist das Budget defizitär,müssen Milliarden Dollar Kredite aufgenommen werden. In diesen Ta-
gen laufen die letzten Verhandlungen,weil mit dem 1. Juli Schwarzeneggers Budget für das kommendeJahrstehenmuss.Für das Haushaltsjahr 2004 bis 2005 hat Arnie Budgetkürzungen von 7 Milliarden Dollar angesetzt,
darunter tiefe Schnitte im Sozialund Bildungssystem,aber auch wählerwirksame Einsparungen. Ohne ideologische Scheuklappen versucht er mit den Demokraten Kalifornien wieder nach vorne zu bringen.Während sonst
Kalifornien: Aufschwung dank Arnie
Der Gouvernator übernahm einen desolaten Mega-Staat: Mit welchen Reformen er die Wirtschaft ankurbeln will.
Mit dem Mega-US-Bundesstaat Kalifornien führt der Austro-Amerikaner die fünftgrößte Volkswirtschaft der Erde an – mit ersten Reformschritten will er den abgetakelten „Golden State“ wieder flott machen.
1.300 Mrd. BIP
haltsjahr ab und hofft auf eine Fortsetzung des mit einerMilliardeZusatzsteuereinkommenbegonnenenWirtschaftsaufschwungs.
220 Prozent
Darüber freut sich der 81-jährige Alfred Gerstl,zu Hause in Geidorf in Graz. Der ehemalige Gemeinderat der Stadt Graz und spätere Bundesrat hat Schwarzeneggers politisches Denken in jungen Jahren stark beeinflusst. Dieser gibt heute zu,dass er zur damaligen Zeit gar nicht erkannt hat,wie stark ihn die Gedankenwelt im HauseAlfred Gerstls beeinflusst hat. Obwohl der oft als Ziehvater Schwarzenegger apostrophierte Gerstl – er hat familiäre jüdische Wurzeln – von den Nazisverfolgtwurde,istundwar
Wirtschafts-Powerhaus. Die 35 Millionen Kalifornier erwirtschaften pro Kopf mit 37.900 Dollar das zweithöchste Bruttoinlandsprodukt der Erde und sind als Zentrum der High-Tech-Industrie Wirtschaftsmotor der USA. Bei Arnies Übernahme lag das Defizit bei 22 Mrd. Dollar.
15
Mrd. Pump
Riesenanleihe. Arnie ließ sich per Volksabstimmung eine Schuldverschreibung in Höhe von 15 Milliarden Dollar genehmigen:Damit deckt er sieben bis acht Milliarden an noch nicht ausbalanciertem,strukturellem Defizit im laufenden Haus-
Versicherungsparadies. Durch eine Klagsflut und denBankrottvielerVersichererstiegendieBerufsunfähigkeitsversicherungsprämien für Betriebe auf220ProzentüberdenUS-Schnitt.Kleinbetriebe stöhnten,andere wanderten ab. Nun gelangArnie als erstem Gouverneur seit 1982 eine Reform des Systems und eine Kostensenkung von 30 Prozent.
7,3 Mrd. „Cuts“
Brutale Schnitte. Für das Haushaltsjahr 2004/05 hat Arnie Budgetkürzungen von 7,3 Milliarden Dollar vorgeschlagen – darunter tiefe Schnitte im Sozial- und Bildungssystem,aber auch clevere Einsparungen.
7 Klipp Juni 2004
indenUSAPolitikerstarkpolarisieren,ist Arnold Schwarzeneggers Image auch in diesem Bereich anders. Nahezu 50 Prozent der Demokraten unterstützen auch seine Politik. Arnies Helfer dabei ist offensichtlich seine Frau,die ja aus der Kennedy-Familie kommt und die bekanntlich zu den prominentesten Demokraten in den USA zählt.
Mexifornia
Arnold Schwarzenegger betreibt viel Politik aus dem Bauch heraus. Langfristig wird sein Erfolg auch davon abhängen,wie weit es ihm gelingt,die „Hispanos“ –die Bewohner Kaliforniens mit mexikanischen Familienwurzeln – für seine Politik zu gewinnen. „Da ist gegenwärtig die Haltung sehrdifferenziert“,lautetdieEinschätzung von Kleine-ZeitungKorrespondentin Barbara Gasser. „Es gibt jene,die ihn bewundern,weil er die Verkörperung des amerikanischen Traums dar-
stellt – vom Einwanderer zum Filmstar und auch zum großen Politiker. Andererseits macht Schwarzenegger kein Hehl daraus,dass er wenig Verständnis für die illegal eingereisten Mexikaner und Südamerikaner hat.“ So soll es künftig nicht nicht möglichsein,dassdiesedenFührerschein (die Drivers Licence) ohne Probleme in den USA machen können. Dieses Papier war für viele gleichsam das einzige offizielle Dokument. Wie viele MillionenIllegaleimMega-Staat Kalifornien leben und arbeiten, will niemand wirklich genau und exakt erheben. Denn ohne das riesige Heer der Illegalen,der Billig-Lohn-Kräfte,würde die kalifornische Wirtschaft noch schlechterodergarnichtfunktionieren. „Wie er dieses Problem anpacken will,ist heute noch ein Rätsel“,sagt Kleine-ZeitungJournalistin Barbara Gasser. Doch der Superstar weiß vom Instinkt her offensichtlich,wie er seine Politik am besten durchsetzen kann:Er umgarnt die Opposition,geht Kompromisse ein und landet so einen Sieg nach dem anderen. Schwarzeneggers Regierungsstil ist ein Lehrstück für moderne Demokratie,und es ist nicht übertrieben,wenn man darauf verweist,dass auch sein väterlicher Mentor Alfred Gerstl zu dieser Haltung seinen Teil ganz sicher beigetragen hat. Die Nagelprobe für dieses Lob erfolgt – wie bereits erwähnt – in diesen Tagen,weil mit 1. Juli das
neue Haushaltsjahr in Kalifornien beginnt und bis dahin das Budget unter Dach und Fach sein muss.
Seine Popularität als Filmschauspielerhilftihmindieserschwierigen Phase klarerweise,weil er natürlich vom Show-Geschäft
her weiß,wie moderne PR gemacht wird. Nicht nur,dass er von Hollywood-Größen wie Danny de Vito,Clint Eastwood oder Rob Low unterstützt wird. Schwarzenegger,der auch in seinen Filmen nie besonders viel sprach,liefert den Medien die
8 Klipp Juni 2004
knappen Sätze,die sie für ihre Geschichten brauchen. Und er lässt seine Regierungsgeschäfte auchsoinszenieren,dasssieauch für die Prime Time in den nationalen Fernsehprogrammen tauglich sind. Man muss kein Insider sein um zu erkennen,dass auch
seine Frau Maria Schreiber als Journalistin ihn hier bestens berät. Ursprünglich sollte Arnold Schwarzenegger in den nächsten Tagen zu einem halboffiziellen Staatsbesuch nach Österreich kommen. Am 29. Juni kommt es
In schlechter Verfassung
Grundlegende Fakten:
● Die größten Unterschiede in Kalifornien haben nicht geografischen Ursprung,sondern sozialen. Im Jahre 1970 waren vier von fünf Menschen in kalifornischen Städten weiß,nunsinddieWeißeninderMinderheit.
● 35 Millionen Kalifornier erwirtschafteten 1,4 Trillionen Dollar im Jahr 2002 und machten so ihr Land zur sechstgrößtenWirtschaftsregion derWelt.
● In weniger als einem Jahrzehnt wird nicht mehr Englisch die Muttersprache der Mehrheit in Kalifornien sein,sondern Spanisch. DieswirdzueinemgroßenProblem–vorallem in den Schulen und Universitäten.Viele Weiße sind nicht erfreut darüber,dass sich ihr Staat langsam in „Mexifornia“ wandelt.
● Spürbar vor allem in den Schulen,viele Latinos brechen ihre Schullaufbahn ohne High-School-Diplom ab. Kalifornien hat kein Rassenproblem,aber es hat sicher ein Erziehungsprolem.
● Die Finanzkrise hat ihre Ursache in den späten Neunzigern,denn damals hat die
zu einer großen Feierlichkeit anlässlich des 100. Todestages von Theodor Herzl. Die Chancen stehen allerdings gegenwärtig nicht mehr so gut,heißt es aus der PräsidentschaftskanzleivonThomas Klestil,dessenAmtszeitjaindiesenTagen auch zu Ende geht und
New-Economy für ungeheure Euphorie gesorgt,doch die ist ja dann bekanntlich wie eine Kaugummi-Blase geplatzt und die Steuereinnahmen sind damit dramatisch zurückgegangen. Kalifornien und auch Arnold Schwarzenegger klagen darüber,dass nur drei Viertel der Steuern,die sie nach Washingtonabliefern,wiederzurückfließen. DiesesVerhältnisseiunterdemDurchschnitt anderer Bundesstaaten.
● Der Bundesstaat ist in 58 Counties aufgeteilt,die unterschiedlichste Größen haben. Von LosAngeles mit einer Bevölkerung von 10 Millionen,bis zum County Alpine mit 1200 Bewohnern. 500 Städte gibt es in Kalifornien,deren Bevölkerungsdichte sich von 3,7Millionen(LosAngeles)bis91.000(Vernont) bewegt. Daneben gibt es 4300 Distrikte,die administrativ zusammengeschlossen sind,weiters knapp 1000 Schulbezirke mit unterschiedlichsten Systemen. Diese Umstände machen es der lokalen Regierung schwer,die Standards anzuheben. In großen Städten gibt es Doppelgleisigkeit in derVerwaltung,die sehr kostspielig ist. Das macht es auch fürArnold Schwarzenegger schwierig,das Budget zu sanieren,denn bis zu 75 Prozent des Budgets entziehen sich seiner
der mit Schwarzenegger seit mehr als einem Jahrzehnt befreundet ist. Es ist aber durchaus möglich,dasssichSchwarzenegger – wie er das auch in seiner ZeitalsFilmstargemachthat–zu einem Kurztrip nach Wien entschließt. ■
wirklichen Kontrolle,sind durch dieAusgaben in den einzelnen Counties gleichsam vorgegeben.
● DieöffentlichenVerkehrsmittelsindpraktisch nicht vorhanden. DreiViertel aller Kalifornier fahren mit demAuto zurArbeit. Im letzten Jahrzehnt sind rund zehn Millionen Menschen nach Kalifornien eingewandert, aber nur eine Million neue Häuser wurden gebaut.DieserUmstandhatdieImmobilienpreise gewaltig in die Höhe getrieben. Die starken gesetzlichen Beschränkungen haben dazu geführt,dass viele mittelgroße Unternehmen – auch wegen der mangelnden Infrastruktur – in die Nachbarstaaten abgewandert sind. Im Jahre 1990 setzte sich die Bevölkerung aus 57 Prozent Weißen und 25 Prozent Latinos zusammen. Dieses Verhältnis dreht sich in den kommenden Jahren mehr und mehr zu Gunsten der Latinos. 40 Prozent der Bevölkerung spricht zu Hause nicht Englisch,sondern Spanisch. Aus den Geschichtsbüchern weiß man,dass die Goldgräber in Kalifornien ihr Glück versuchtenundauchfanden.NachdemGoldentwickelten sich die Landwirtschaft,die Ölindustrie,die Filmwirtschaft,die Luftfahrt,die Computer-Industrie,die Biotechnologie,die NanotechnologieundmachtensoKalifornien zu einem der höchst entwickelten Wirtschaftsregionen der USA aber auch derWelt.
9 Klipp Juni 2004
Gewinnen Sie 50 x 1.000 Euro für Ihre s Pension!Privat-
Wie sorgen Sie vor? Die s Privat-Pension mit 9% staatlicher Prämie.
WISSEN SIE EIGENTLICH WIE GROSS IHRE PENSIONSLÜCKE IST? Eines ist sicher. An privater Vorsorge führt kein Weg vorbei. Nehmen Sie Ihre Zukunft selbst in die Hand! Wir unterstützen Sie gerne dabei. Informieren Sie sich jetzt bei Ihrem Kundenbetreuer, im Internet oder unter 05 0100 - 50500 (österreichweit zum Ortstarif).
www.steiermaerkische.at
Neue Wiener Werkstätte und Kapo
eröffneten in Wien 700 Quadratmeter große Schauräume
Sogar ein König kam
Aufgrund seines schweren Motorradunfalls konnte Senior-Chef Karl Polzhofer
beim großen Auftritt seiner Unternehmensgruppe in Wien nicht persönlich dabei sein,doch der „Nachrichtendienst“ vom nahe gelegenen Schauraum in der Theresiengasse zum AKH funktionierte bestens. Auch viele der 200 aus ganz Europa nach Wien gereisten Möbelhändler schauten bei ihm vorbei,ist er doch mit vielen befreundet. „Der Karl und sein Team treffen mit der neuesten Kollektion von Möbeln und Polstermöbeln, vor al-
lem mit dem Design,aber auch der exklusivenVerarbeitung,genau den Punkt“,zeigten sich z.B. Aachner und Münchner Einrichtungsexperten angetan. Fast schon Vergangenheit ist der schwerwiegende Konflikt um die Marke „Wiener Werkstätte“, bei dem steirische Gerichte lei-
der umstrittene bis fragwürdige, nicht wirklich nachvollziehbare Entscheidungen trafen. Aus „Wiener Werkstätte“ wurde „Neue Wiener Werkstätte“ und damit ist der gelungene Neustart möglich geworden und die Besucher konnten sich von der Handwerkskunst der Steirer überzeugen. Ein NachbauSchrank aus der Jugendstil-Zeit von Koloman Moser – das Original wird in Budapest erzeugt – erstaunte das Eröffnungspublikum. Er ist für die Kleinigkeit von 20.000,– Euro zu haben. Beim anschließenden Abend im Kursalon Hübner erlebten die Nicht-Wiener-Gäste das Flair dieser Stadt beim Konzert des Salon-Orchesters Altwien. ■
Friederike Polzhofer und König von Benin: Aaré OduDua El Hadj Sheriff Issa Nassirou Bouraima
(v.l.n.r.) Artemis Yunt – Pehlivanli (Designerin des Kastenmöbels), Designer Heinz Klein mit Gattin
Ing. Karl Hans Polzhofer mit Prof. Tötschinger
(v.l.n.r.) Hans Hopfer (Designer des Polstermöbels Donna) aus Paris, Generalsekretär der ÖVP Dr. Reinhold Lopatka, Ing. Karl Hans Polzhofer (GF der neuen Wiener Werkstätte)
Rechts: 200 Kunden und Freunde der Wiener Werkstätte wurden zu einem Konzert des Alt Wien Salonorchesters im Kursalon Wien eingeladen.
Replik eines Jugendstilmöbels von Koloman Moser. Staunen bei den Besuchern über die einmalige Qualität.
(v.l.n.r.) Designer Heinz Klein mit Gattin, Friederike Polzhofer und Architekt Helmut Perner
Köpfe unterwegs
Im Netzwerk stark „Ganz sicher österreichisch“
Die Grazer Wechselseitige bildet mit noch fünf weiteren österreichischen Versicherern ein Netzwerk,dessen Qualitätssiegel für Tradition und Kundennähe steht. „Selbstständigkeit im eigenen Land“,die „Verbundenheit zu Land und Menschen“,„bei den Kunden vor Ort sein“ und „agieren ohne den Druck internationaler Aktienmärkte“ sind die wichtigsten Schlagworte dieser durchschlagkräftigenVereinigung. ■
Jaguar S-Type mit sportlicher Diesel-Power
Jaguar und Diesel,diese Kombination wäre vor 20 Jahren undenkbar gewesen.Aber dank völlig neu entwickelter Motortechnologie ist es heute möglich,eine Laufruhe zu erreichen,die einem Jaguarkunden gerecht wird. Neben der modernen Motortechnologie wird auch der sportliche Charakter des S-Type in den Vordergrund gestellt. Dieser neue Motor mit 207 PS bei 2,7 Liter Hubraum hat vier Nockenwellen und zwei Turbolader,die ein Drehmoment von sagenhaften 435 Nm leisten. Bei diesen Eckdaten ist nur noch Fliegen schöner! ■
Bärenprojekt von Round Table
Graz
Anfang Juni 2004 übergaben die Präsidenten der drei Grazer Round-Table-Organisationen, Mag. Georg Dieter,RT8,Mag.
Bernhard Pucher,RT 13,und Chris Zenz,RT21,800 Stoffbären an die Kinderchirurgie Graz. Diese wurden vom Chef der Kinderklinik,Herrn Prof. Prim. Dr. Michael Höllwarth,und dessen Team in Empfang genommen. Die Stofftiere,welche über ein Charity-Projekt des RoundTables finanziert wurden,sollen zukünftig an stationär zu behandelnde Kinder weitergegeben werden und so ihrenAufenthalt im Krankenhaus etwas erleichtern. ■
RTL dreht in der Steiermark
Ein Filmteam von RTL hat es in die Steiermark verschlagen. Waltraud Schröttner gilt die Aufmerksamkeit des deutschen Privatsenders,soll doch ein Film über Permanent-Make-up entstehen. Auf diesem Gebiet ist die in Graz lebende Europameisterin und Vizeeuropameisterin im Make-up unangefochten die Nummer 1. An vielen Orten wurde gedreht,unter anderem auch am Golfplatz Murhof. Im Sommer werden Waltraud und Helmuth Schröttner eine VIP-Pool-Beauty-Party initiieren und dann wird das Team von RTL wieder dabei sein … ■
Altea weckt Emotionen
Seit Juni kann Seat auf einen neuen Spross in seinem Automobilprogramm verweisen,den Seat Altea. Das unverwechselbare Design,das sich dynamisch und kraftvoll durch die gesamte Karosserie zieht, lenkt den Blick sofort auf diesen Wagen. Hervorzuheben wären das komfortable Raumangebot,die vielen Extras sowie die modernsten Sicherheitsfeatures,wie z.B. sechs Airbags,ABS u.v.m. Eine Klimaanlage gehört bereits zur Serienausstattung. Der SeatAltea ist bereits seit 4. Juni 2004 erhältlich. ■
Heiltherme Bad Waltersdorf – HolisticPulsing-Schnuppertage gut angelaufen
Am 8. 6. 2004 fanden die ersten Holistic-Pulsing-Schnuppertage in der Heiltherme Bad Waltersdorf statt. Von dem kostenlosen Schnuppertag waren alle Badegäste sehr begeistert.Weitere Holistic-Pulsing-Schnuppertage finden am 27. 7. und 10. 8. 2004 statt. Lassen Sie sich kostenlos behandeln und überzeugenSiesichvonderwohltuendenWirkungvon Holistic-Pulsing.Wer sich gerne wie ein „Fisch imWasser“ fühlen möchte,für den gibt esWatsu-Schnuppertage am 21. 7. und 4. 8. 2004. Die Teilnahme ist im Thermenpreis inkludiert. Das genaue Programm erfahren Sie unter 03333/500-963,therapie@heiltherme.at oder unter www.heiltherme.at ■
Damit die Heiltherme noch komfortabler wird, werden einige Einrichtungen von 5. –17. Juli 2004 modernisiert und erneuert und daher ist die Therme in dieser Zeit geschlossen.
13 Klipp Juni 2004
Im Bild von links nach rechts: KR Dr. Hans Bittner, Mag. Manfred Bösch, Dr. Wolfgang Weidl, KR Herbert Fichta, Dr. Othmar Ederer, Dr. Walter Schieferer
Perfekt bis ins letzte Detail: Waltraud Schröttner dirigiert den Kameramann von RTL, ihr Mann Helmuth findet’s amüsant ...
Erich Klambauer und Heinz Grillenberger präsentieren stolz den neuen Seat Altea
Prof. Prim. Dr. Michael Höllwarth übernahm freudig die Stoffbären für die Kinderchirurgie
Maria Gaberszik und Klaus Reisinger und der „Neue Diesel-Jaguar“
Foto:Nina Krok
Foto:Nina Krok
Haarscharf am Skandal vorbei
Mit diesem mehrmals geäußerten Gedanken wird dem Theater am Bahnhof (TiB)-Ensemble jedochnichtdieEinweisungindie
Nervenklinik empfohlen,sondernschlichtTributundRespekt gezollt – denn was das Team rund um Mastermind Ed. Hauswirth mit seiner neuesten Produktion „Die beste Besetzung“ vorgelegt hat,überschreitet vielfach bisher Gewohntes. Lorenz Kabas & Co. spielen diesmal nämlich Theater –und zwar ein ganz besonderes. Laut Vorgabe der „Eigenbau“-Texter Johannes Schrettle,Pia Hierzegger und Michael Ostrowski macht da nämlich die ÖVP-Regierungsmannschaft einen Ausflug ins Hochgebirge,um ebendort das Theaterstück „Der Gwis-
TiB-Beatrix Brunschko, hier in „Fischwochen“: „Klasnic hat applaudiert!“
Flexibles Wohnen als Kunst
in Motion“: das Kunsthaus widmet sich der Wohnkultur.
Von Bernd Hadler
Als Wohnraum ist und war das Grazer Kunsthaus nie gedacht. Auch nicht alsArbeitsplatz – obwohl das Büro von Intendant Peter Pakesch samt genialer Dachterrasse buchstäblich „alle Stückerln spielt“. Nichtsdestotrotz widmet sich der „friendly Alien“ in seiner aktuellen Schau „Living in Motion“ dem flexiblen Wohnen. „Wir
zeigen Entwicklungsstadien von Flexibilität und Mobilität in Design und Architektur in einer historischen Rundschau,die zugleich Visionen der Zukunft aufscheinen lässt“,erklärt Pakesch. Denn nicht nur in der heutigen
Bei „Living in Motion“ im Kunsthaus zu sehen: „OpenOffice (Linda Taalman, Alan Koch) USA-New York / COPENHAGEN Office (Tanja Jordan), DK, Kopenhagen“.
senswurm“ einzustudieren. Regie führt die Gehrer-Liesl,die dann von „der Waltraud Klasnic“ abgelöst wird und sich als Ersatzfreizeitgestaltung von Wolfgang Schüssel,der immer alles im Griff hat,schwängern lässt. Klein Karlheinz (Grasser) hingegenistmitdemZeitverlauf unzufrieden–erwilldasHandyverbot nicht akzeptieren und außerdem eine nächtliche Spritztour ins heimatliche Kärnten unternehmen. Dem MorakFranzl hingegen ist das Ganze sowieso zu provinziell – kein Wunder,die Alm ist eben nicht das Burgtheater. Kurz:eine durchgeknallte Farce,die trotz hoher Wiedererkennungswerte niemals Kabarett,sondern ein mörderischer Horrortrip ist.
Angst um zukünftige Subventionen?
Dass das TiB mittlerweile als bestes Alternativtheater österreichweit gilt,ist unbestritten. Dass der Kampf um öffentliche
schnelllebigen Zeit zählt Mobilität beim Wohnen zu den wichtigsten Wunscheigenschaften:„Beispiele dafür finden sich in verschiedensten Kulturkreisen“,so Pakesch.
„Nimm dein Haus und geh’“
Viele Beiträge widmen sich diesem
Subventionen für sie trotzdem einäußerstharterist,auch.Ober nun,nach dieser doch sehr öffentlichen Kritik an der VP-Regierungsriege ein noch härterer wird? DasTiB-Team geht davon nicht aus. „Landeshauptfrau Klasnichatsichsogareineunserer Vorstellungen im Kristallwerk angesehen“,erzählt Beatrix Brunschko (sie spielte übrigens Morak). Applaudiert habe sie außerdem eifrigst und anschließend angekündigt,gleich Kanzler Schüssel anrufen zu wollen,damit sich dieser das Stück inWien auch ansehe.
Also alles eitel Wonne? Schwer vorherzusehen – denn gerade Kunststaatssekretär Franz MorakhatjaschonbeiderDiagonale gezeigt,wie er mit Kritik an ihm umgeht. Dem Filmfestival strich er daraufhin sämtliche Unterstützungen – um danach mit „seinen“ Filmfestspielen auch baden zu gehen ... Vielleicht haben er und seine Kollegen ja aus dieser Schlappe gelernt. ■
ungeschriebenen Motto der Ausstellung,in der man etliche Designklassiker (von Marcel Breuer bis zu Giancarlo Piretti) findet. Durch die Kunst wird Design hier zur Tugend gemacht,das oftmals erzwungene Nomadendasein mit erhöhter Lebensqualität verbunden.
Übrigens:Nicht nur als Kunst- und Neowohnort zeichnet sich das Kunsthaus aus,sondern auch als Veranstaltungslocation:So hat übrigens erst unlängst „Bang & Olufsen“ zu einer Kundenpräsentation in die „blaue Blase“ geladen –mit einer spannenden „Living in Motion“-Führung von Seniorkurator Mathias Schwartz-Clauss inklusive.
14 Klipp Juni 2004 Spots
❑
„Living
„Ja sind die denn jetzt komplett wahnsinnig geworden?“
„Die beste Besetzung. Ist immer noch die Regierung“ vom Theater am Bahnhof ist das mutigste Bühnenwerk der letzten Jahre
Von Bernd Hadler
Foto:Manninger
Neuer Standort in Graz
Mit ihrem neuen Bürogebäude am Andreas-Hofer-Platz in Graz setzt die IMMORENT Süd ein deutliches Zeichen für die Zukunft.
Dynamisch konnte sich die IMMORENT Süd in den vergangenen Jahren entwickeln. Der steigende Personalstand des Unternehmens sowie der erhöhte Raumbedarf veranlassten Bmstr. Ing. Heinz Moser, Geschäftsführer der IMMORENT Süd, einen neuen Bürostandort in Graz zu suchen. Innerstädtisch mit hervorragender Infrastruktur gelegen sollte das neue Gebäude sein, das stand von Beginn an fest. Nach längerer Suche wurde man am Andreas-Hofer-Platz 17 fündig. Das Bürohaus, bisher im Besitz der Österreichischen Post AG, besticht durch seine Höhe und Dominanz über den Platz. – Ein idealer neuer Standort für die IMMORENT Süd. Um auf das Fassadenensemble am AndreasHofer-Platz bestmöglich Rücksicht zu nehmen, wurde ein geladener Architektenwettbewerb ausgeschrieben. Das Projekt des Architekturbüros Boyer/Prettenthaler überzeugte. Die Gestaltung des Eingangsbereichs lässt den neuen Bürostandort der IMMORENT Süd markant auf dem Andreas-Hofer-Platz hervortreten. Die Fassade in der Höhe des sechsten Geschoßes, das dem Unternehmen als zentraler Kommunikationsbereich dient, wurde geöffnet, mit Glanzglas ausgeführt und symbolisiert das Stadtfenster.
Die IMMORENT Süd nutzt vier Geschoßedes siebenstöckigen Gebäudes selbst. Die übrigen Büroflächen waren bereits vor Fertigstellung zu hundert Prozent vermietet. Ein Stockwerk konnte an die VMG-Erste Bank Versicherungs-
MODERN. Im sechsten Geschoß befindet sich das „Stadtfenster“ der IMMORENT Süd
makler GmbH vergeben werden. Mieter des ersten und zweiten Geschoßes ist die Steuerund Unternehmensberatung Corti & Partner GmbH. Die hellen Geschäfts- bzw. Büroräume im Erdgeschoß mit Galerie bieten der Manpower GmbH einen großzügigen Dienstleistungsbereich mit durchgehender Glasfassade.
Nach nur sechs Monaten wurden die Umbauarbeiten Ende Mai 2004 abgeschlossen, Anfang Juni bezogen die MitarbeiterInnen die neuen Räumlichkeiten. Am 23. Juni feierte die IMMORENT Süd ihren Umzug mit einem großenFest am Andreas-Hofer-Platz. Zahlreiche Gäste folgten der Einladung und besichtigten das neue Haus. Die hellen, offenen Räumlichkeiten schaffen eine angenehme Atmosphäre. Mit der modernen Gestaltung setzt die IMMORENT Süd ein deutliches Zeichen für die Zukunft. An ihrem neuen Standort bietet sie nun ihre Dienstleistungen in den Bereichen Projektentwicklung, Baumanagement, Immobilien- und Mobilienleasing kundengerecht an.
Hier finden Sie ab sofort die …
A-8010 Graz, Andreas-Hofer-Platz 17
Tel. +43/(0)5 0100-27350
Fax +43/(0)5 0100-27359
E-Mail: office.graz@immorent.at
SÜD IMMORENT
Große Fete im Werzer’s Hotel Resort
Steirer „besetzten“ Pörtschach
40.000,– Euro für Pferde-Show
„Preding Masters“ klingt durchaus attraktiv und wird vom 1. bis 4.Juli2004auchentsprechenden attraktiven Pferdesport bieten.
Doppelter Anlass zum Feiern: Millionenshow-Moderator Armin Assinger feierte seinen 40er und füllte die Gläser auf großzügige Art. Werner Frömmel (im Bild mit Hoteldirektorin Heidi Schaller und dem Kärntner Rechtsanwalt und Partner Dr. Seeber) und Partner feierten mit großem Publikum.
„Wir waren uns sicher,dass der früh fixierte Termin für die Schlüsselübergabe halten wird,auch wenn Außenstehende es nicht glauben wollten“,strahlten PorrVorstandsdirektor Stephan Gillich und MandlbauerChef Werner Frömmel bei der Eröffnung des Werzer’s Hotel Resort am 9. Juni 2004. „Der Zeitdruck für alle Firmen war natürlich gewaltig, weil wir darauf achteten,dass auch die Bauqualität passt.“ In knapp neun Monaten Bauzeit entstand das Pörtschacher Traditionshaus Werzer praktisch völlig neu unter der Federführung der Baufirmen Mandlbauer,Pongratz und Porr. Eine steirische Investorengruppe mit Werner Frömmel an der Spitze hat mit Kärntner Partnern gleichsam das Werzer als führende Ur-
laubsherberge in Pörtschach wachgeküsst,nachdem man sich in Kärnten selbst jahrelang erfolglos um einen Neustart bemüht hatte. Unter dem Beifall der Eröffnungsgäste – darunter zumindest die Hälfte aus der Grünen Mark angereist –ernannte Landeshauptmann Jörg Haider Initiator Hans Werner Frömmel damit auch taxfrei zum „Hans Werzer Frömmel“. Worüber sich Hoteldirektorin Heidi Schaller – auch Steirerin – freut:„Wir haben alles gut überstanden,das Haus ist über die Saison praktisch voll gebucht. Natürlich ist es nicht einfach für uns,weil alles neu ist, und wenn du einen Kugelschreiber wo hingelegt hast,weißt du oft nicht,wo – weil der Hotelalltag hier für uns auch noch keine Routine ist.“ ■
Herzliche Grüße aus Ladakh
senden Greta,Marianne und die Schulkinder.
So schnell kann’s gehen:kaum noch in Laßnitzhöhe – jetzt schon hier.
Greta Kostka
TurnierleiterAlois Stoiser:„Dieses Turnier soll wieder einen Höhepunkt im steirischen,aber auch im österreichischen Turnierkalender bilden und somit auch entsprechendes Medienund Publikumsinteresse erwecken.Erwartetwerdenca.300 Pferde aus ganz Österreich und
dem benachbarten Ausland mit ihren Reitern.“ Erstmals gibt es auch einen Wettbewerb im Rahmen des Casino Grand Prix,der sechs Turniere in Österreich umfasst. Turnierleiter Stoiser,selbst ReitstallBetreiber und Wettkampf-Reiter (wegeneinesgebrochenen Schlüsselbeins kann er diesmal nicht starten):„Die Bewerbe sind vorgesehen für ambitionierte Nachwuchs- und Amateurreiter bis hin zu den Top of Austria in der schwersten Klasse unddemHöhepunkt,demCasino Grand Prix. Neben hochklassigem Sport sollen aber auch interessante Shows und vor allem ein entsprechendes gesellschaftliches Ambiente diesem Turnier eine besondere Note geben.“ ■
Sentimentale Allegorien des Blicks
Education sentimentale – Allegorien des Blicks – nennt Leander Kaiser eine Serie neuer Bilder,die sowohl seelische Konflikte,Verletzungen,BestrafungenwieauchZärtlichkeitenund Einverständnisse zum Thema haben.Allesvollziehtsichineiner gefährlich verführerischen Atmosphäre malerischer
„ich fürchte nicht“. Seelische Konflikte im Spiel von Licht und Farbe
„Schaukelnde Frau“: Verführerische Atmosphäre malerischer Schönheit
Schönheit. Der Raum,das Licht,die Farbe und das Spiel derBlicke,indasderBetrachter aktiv miteinbezogen wird,sind Mittel einer präzisen Poetik. Malerei als Teil einer Gegenwart jenseits bloßer Aktualität. Die erste größere Werksübersicht von Leander Kaiser seit seiner Personale in der ÖsterreichischenGalerie–Belvedere 1996 ist noch bis 31. August in der Galerie Dr. Ulrich & Partner,Joanneumring 16/3,8010
Graz zu sehen. ■
INFO
TELEFON:+43 (0) 316/81 86 81
e-mail:
art@ritschl.com
Internet: http://www.ritschl.com
16 Klipp Juni 2004
Preding: Spitzenreiter springen um Siegerscheck.
Spots
Krentschker: Gute Zahlen in einem schwierigen Jahr
Das Geschäftsjahr 2003 stellte sich bei der größten Privatbank Österreichs,der Krentschker Bank,deutlich freundlicher dar als die beiden vergangenen Jahre,wobei es gelungen ist,die Bilanzsumme erstmals über die 1Milliarde-Euro-Grenze zu steigern. Besonders erfreulich entwickelte sich die Ertragsseite,wobei diese um EUR 1,57 Millionen auf EUR 9,92 Millionen gesteigert werden konnte. Das Rekordergebnis aus dem Jahr 2000 wurde damit nur knapp verfehlt. Die Erträge aus
dem Finanzgeschäft sind zwar um 60 % gestiegen,machen jedoch weiterhin mit EUR 0,73 Millionen nur einen geringen Teil aus. Volumsmäßig zwar nicht groß,zukünftig wird dieser Bereich – auch aufgrund der
starken Zuwächse – stärker forciert werden. Auch das Betriebsergebnis pro Mitarbeiter gibt mit rund EUR 81.000,00 Grund zur Freude. Eine Steigerung des EGT um über 65 % auf rund 6 Millionen Euro konnte ebenso erzielt werden wie eine damit verbundene Dividendenerhöhung:Nach Steuern konnten 17 % Dividende,also 3 % mehr als 2002,ausbezahlt werden. Das gute Ergebnis und ein hoher Primärmittelstand kann auf ein konsequentes Zinsmanagement mit entsprechenden Erträgen zurückgeführt werden.
2004 wird sich die Krentschker Bank im Veranlagungsgeschäft strategische Partner suchen. Dies gilt jedoch nur für das
benachbarte Ausland,wobei Kroatien und Italien zuallererst genannt werden.
„Die Steiermärkische wird aber auf alle Fälle unser Haupteigentümerbleiben“,soVorstandsvorsitzender Dr. Jörg Bruckbauer.
Zukunftspläne gibt es auch in Österreich:die Zweigniederlassung im 1. Wiener Bezirk wird aus- und umgebaut,somit wird ein dementsprechendes Erscheinungsbild in der Bundeshauptstadt sichergestellt.
Gute Zahlen und beste Aussichten bei der Krentschker Bank, trotzdem beschwichtigt Konsul Dr. Georg Wolf-Schönach und meint:„Dieser gute Weg muss fortgesetzt werden,wobei wir rentabler werden müssen.“
Das bewährte First-Class-Banking konnte im Jahr 2003 konsequent weitergeführt werden,die Gewinner sind sowohl die Kunden als auch die Krentschker Bank.
17 Klipp Juni 2004
❑
Die Vorstände Konsul Dr. Georg Wolf-Schönach und KR Dr. Jörg Bruckbauer
Suchen Sie Anschluss?
Geschenk des Himmels
Wissen Sie auch oft nicht, was Sie zum Geburtstag schenken sollen? Nun – ich schenkte meiner Frau zum Geburtstag eine Ballonfahrt über die herrliche oststeirische Hügellandschaft.
Seit vielen Jahren kann man bei der Familie Flaggl vom Apfelwirt in Stubenberg am See die erlebnisreichen Ballonfahrten bestellen. Ein Anruf genügt,nach einigen Tagen kommt der Gutschein nebst ausführlichen Unterlagen ins Haus geflattert – und das Geschenk ist perfekt. Die Terminwahl trifft der glückliche Beschenkte mit Flaggl Ballooning einfach am Telefon,wobei die große Flexi-
bilität wichtigstes Plus ist. Denn Ballonfahren ist während des ganzen Jahres möglich,und es ist meist eine Frage des eigenen Geschmacks,ob man über Winterlandschaften,Frühlingswiesen,Sommerfelder oder Herbstwälder scheinbar schwerelos hinweggleiten will. Ballonfahren ist auch kein Sport für besonders Mutige:der Aufstieg ist weder Schwindel erregend oder hochschaubahnartig,sondern federleicht und derart eindrucksvoll,dass man alles rundherum vergisst. Die kleinen Schlösschen,die Bauernhöfe,die Kirchen und Wege:all das wirkt aus der ruhigen,schwerelosen Perspektive des Ballonkorbes wie ein Märchen. Sicherheit ist zwar
ein großes Thema,aber meist hinter den Kulissen. Die Ballonpiloten flößen durch ihre einfache,natürliche Art jedem neuen Ballonfahrer sofort viel Vertrauen ein. Man glaubt am Anfang fast gar nicht,dass hier Staatsund Vizemeister pilotieren,die auch Gewinner internationaler Heißluftballonwettbewerbe geworden sind. Bei den Startvorbereitungen,beim Start, während der Fahrt und vor allem bei der sanften Landung merkt man’s dann schon:Ballonfahren ist Vertrauenssache,und da ist man bei den Flaggls richtig. Ich habe schon einige Beschenkte nach ihrer Landung befragt – jeder war hellauf begeistert. Die stimmungsvolle Überreichung der Urkunden abends beim Apfelwirt,mit denen man traditionell in den „Adelsstand“ erho-
ben wird,tut ein Übriges:Fragen Sei einfach meine Frau oder rufen Sie gleich in Stubenberg am See an. Und von mir aus können Sie auch sagen,der Ballonfahrt-Geschenkgutschein sei ganz allein Ihre Idee gewesen.
HJ
Information & Buchung:
Flaggl Ballooning GmbH
Tel.:03176/ 8801
Fax:03176/ 8801-22
info@apfelwirt.at www.apfelwirt.at
18 Klipp Juni 2004
Jetzt Anschluss gratis!* www.upc.at ✆ 0800700767
*Bei Neuanmeldung bis 31.7.2004 zahlen Sie kein Anschlussentgelt für Telekabel TV, chello classic, chello plus, chello student connect, Priority, Take Two, UPC Digital TV. Gültig in verkabelten Häusern, bei 12 Monatsbindung und monatl. Einziehungsauftrag, wenn der bestellte Dienst in den letzten 6 Monaten nicht bezogen wurde.
entertainment communication information Telekabel
Heben Sie mit uns ab
Ballonfahren
Das besondere Erlebnis
A-8223 Stubenberg am See 11
Tel. +43 (0)3176 / 8801 Fax: DW22 www.apfelwirt.at info@apfelwirt.at
Ihr Luftfahrtunternehmen,die FLAGGL BALLOONING GmbH,ist ansässig in Stubenberg am See. Das Startgelände befindet sich vor dem Barockschloss in Schielleiten,von wo Sie ganzjährig „in die Luft gehen können“,um unvergessliche schöne Eindrücke zu sammeln.
Rufen Sie uns an und informieren Sie sich oder vereinbaren Sie einen Termin.
Tel:+43 (0)3176 / 8801,Fax:DW 22
19 Klipp Juni 2004
Bis vor wenigen Jahren war die Rolle der Karl-FranzensUniversität in den schrecklichen Jahren der Nazi-Ära so etwas wie ein Tabuthema. Die Archive blieben selbst für neugierige Historiker verschlossen. Aus triftigen Gründen,wie man mittlerweile weiß,denn es war eine beschämende Rolle,wie die Historiker ans Tageslicht bringen, die sich sogar den Vorwurf „Hausbeschmutzer“ gefallen lassen mussten. An hunderten schwangeren Ostarbeiterinnen wurden verantwortungslose Sterilisations-Experimente vorgenommen,die auch zum Tod führten. 1500 Patienten des Feldhofs verhungerten,starben auf mysteriöse Weise oder wurden nach Linz geschickt und dort vergast. Ein großer Teil der Mediziner lehrte nach Kriegsende weiterhin an der Universität in Graz und arbeitete in den Landesspitälern.
Verhütung von erbkrankem Nachwuchs
Bruchstückhaft wird durch mühsame,langwierigeForschungsarbeiten klar,dass das Nazi-
Schändliche Rolle der Grazer Uni
Handlanger der NS-Schergen: 1500 Am-Feldhof-Patienten getötet, perverse Sterilisations-Experimente bei Ostarbeiterinnen
Schreckens-Regime gerade auf Universitätsboden im ostmärkischen Vorzeige-Gau „Steiermark“ hervorragend funktionierte. Man kann sich wirklich glücklich schätzen,diese Zeit nicht miterlebt zu haben. Sie zeigt einmal mehr auf,wie rasch jeder von uns Menschen bereit ist,dem Nachbarn und Mitmenschen Barbarisches anzutun, wenn nur die Propaganda ent-
sprechend geschickt angelegt ist. Das so genannte „Sterilisationsgesetz“ war der ganze Stolz des nationalsozialistischen Staates. Er wollte damit „Vorsorge“ für das kommende Geschlecht treffen,das von Erbkrankheiten, Missbildungen und vererbbaren Verbrecheranlagen(...)geschlossen bewahrt werden sollte. In ÖsterreichtratdiesesGesetzzum 1. Juni 1940 in Kraft.
Missbräuchliche, medizinische Praktiken
Die Grazer Psychiatrie und die Chirurgie sind in besonderer Weise durch unethisches ärztliches Tun,durch Krankenmorde, dieAnatomie – wie auch anderswo – durch Kooperation mit der Gestapo und der mörderischen NS-Justiz belastet. Noch ungeklärt sind die Beziehungen zwi-
schen derAnatomie und der SSärztlichenAkademieinGraz,die sich mit Skeletten und PräparatenermordeterHäftlingeausden Konzentrationslagern Mauthausen und Buchenwald beliefern ließ.An der Grazer Gynäkologie kam es zu Zwangssterilisationen und Schwangerschaftsabbrüchen,die im normalen Klinikbetrieb über die Bühne gingen. „Der Problemkomplex missbräuchlicher medizinischer EingriffeaußerhalbvonKonzentrationslagern“,so die Politikwissenschaftlerin Gabriele Czarnowski in ihrem Beitrag im Buch „NS-Wissenschaft alsVernichtungsinstrument“,„ist für die Zeit des Nationalsozialismus bisher kaum untersucht.“
„Untermenschen“
Die Ostarbeiterinnen galten bekanntlich im Dritten Reich als „Untermenschen“. Die Schwangerschaftsabbrüche an Zwangsarbeiterinnen stellten einen konstitutiven Bestandteil der nationalsozialistischen Rassen- und Volkstumspolitik dar. EinerseitssolltedieArbeitskraft der aus Osteuropa verschleppten zumindest jungen Leute bis zum Äußersten ausgenützt werden,andererseits versuchten die BehördenundParteiorganisationen alles,um die „volkstumspolitischen Gefahren“ – nämlich das Sesshaftwerden und die Familiengründung – des „Fremdrassischen“ untereinander oder gar mit „Deutschen“ zu unterbinden,durch Kennzeichnung, möglichst isolierte Unterbringung,strikte Lebensführungsvorschriften,Gebär-,Sexualund Eheverbote. Man muss sich das vorstellen:Mit der Verordnung „zum Schutz von Ehe,FamilieundMutterschaft“ausdem Frühjahr 1943 stand für gewerbsmäßige Abtreibung an deutschen Frauen die Todesstrafe,hingegen wurden Schwangerschaftsabbrüche an nichtdeutschen Frauen von jeglicher Bestrafung ausgenommen.
20 Klipp Juni 2004
Die ärztliche Entscheidung für oder gegen eine Abtreibung bei Zwangsarbeiterinnen beruhte nicht auf medizinischen Erwägungen, sondern auf der Klassifikation der Frauen und Mädchen als „schlecht-rassisch“ oder „gut-rassisch“. Der Schwangerschaftsabbruch von Ostarbeiterinnen wurde sogar von den Gutachterstellen angeordnet. Nur vereinzelt wurden Schwangerschaften von Ostarbeiterinnengeduldet,dann,wenn eine „Rassenprüfung“ der Schwangeren und des „Erzeugers“ das zukünftige Kind zum „tragbaren Bevölkerungszuwachs“ machte. Es gab also eine rein rassistische Selektion:Bei erbgesunden,deutschen Frauen die Austragung einer jeden Schwangerschaft möglichst zu erzwingen,bei fremd-rassischen Frauen diese möglichst zu verhindern.
Nicht an allen Kliniken in Österreich wurde diesem Gesetz rigoros gefolgt,so gab es z.B. an der Universitäts-Frauenklinik in Innsbruck massiven Widerstand.
Für die Gebärklinik des LKH Graz gibt es keine Hinweise darauf,dass man dieser Praxis entgegengetreten ist. Die Ärzte in Graz schoben sich nach dem Krieg die Verantwortung für ihr Handeln gegenseitig in die Schuhe,einige suchten aufgrund ihrer VerbrechenauchdenFreitod.Offen ist auch noch die Frage,ob und in welchemAusmaß auch in anderen steiermärkischen Landeskrankenhäusern Schwangerschaftsabbrüche angeordnet wurden.
Vier Namen spielen dabei eine große Rolle:Das sind Dozent Dr. Franz Hoff,ehemals Stellvertreter desVorstands an der Gynäkologie in Graz,Dr. Reinhold Elert, Dr. Max Grobovschek und Paul Kneip. Im Mittelpunkt stand je-
doch Dr. Hoff,der im Frühjahr 1942 an der Gebärklinik anfing und dort rasch Karriere machte.
Perverse Besuche mit Röntgenstrahlen
DerEinfallsreichtumderMediziner für missbräuchliche medizinische Praktiken war grenzenlos. Es kam zu fürchterlichen, schmerzvollen Schwangerschaftsabbrüchen,Sterilisationen,deren detaillierte Schilderung in den Unterlagen die Gänsehaut aufsteigen lässt. Begründet wurde dies von den Medizinern in Graz mit dem Argument,die Eingriffe mussten aus „eugenischer oder medizinischer Indikation“ erfolgen. Die Ärzte
gaben sich da den Patientinnen gegenüber äußerst fürsorglich, etliche starben an den Folgen der Experimente.Esistheuteschwer vorstellbar,was da alles an „Folter“ geschah. Nur vereinzelt untersuchten Fachkommissionen des Reichs-Wissenschaftsministeriums dieTodesfolgen. Grauenhaft war auch die experimentelle Arbeit an Schwangeren mit Röntgenuntersuchungen und spezifischen Experimenten. Eine davon war,dass der oft zitierte Grazer Mediziner Dr. Hoff die Einwirkung des Hungers auf die Leibesfruchtzustudierenversuchte,indem er eine Gummiblase in die Gebärmutter von Russinnen einführte,überdieerverschiedene Medikamente zur Anwendung
„NS-Wissenschaft als Vernichtungsinstrument“
Rassenhygiene, Zwangssterilisation, Menschenversuche und NS-Euthanasie in der Steiermark
Dieser Sammelband dokumentiert die heute noch vielfach tabuisierte Verwebung von Wissenschaft und Vernichtung menschlichen Lebens in der NSZeit. Dabei werden zentrale Aspekte der Grazer Universitätsgeschichte,des akademischen Rassismus im Gewande der Rassentheorie und der Rassenhygiene,der Zwangssterilisation,gynäkologischer Experimente und der NS-Euthanasie untersucht und analysiert. Auch Einzelschicksale wie das der ermordeten Künstlerin Ida Maly finden Eingang. Gleichzeitig versucht dieses Buch die Chronologie der bisherigenAufarbeitung durch den kommentierten Nachdruck der wichtigsten Dokumente,die dazu in den letzten beiden Jahrzehnten publiziert wurden,zu veranschaulichen.
brachte und deren Wirkung studierte. Diese Experimentewarenmit großen Qualen für die Frauen verbunden. Bei einigenanderenPatientinnen wurde – zum Teil ohne Narkose und Anästhesie–einAmnionsack oder ein Gummirohr in den Unterbauch der Frau eingeführt,um so die Wirkungverschiedener Sterilisationsmethoden zuprüfen.
Zynisch: Gesuch um Gnadentod
Der damalige „Feldhof“ – heute Landeskrankenhaus SigmundFreud-Klinikgenannt–warinder Nazi-Ära eine Todesfalle für 1500 Patienten. Hunderte starben am Feldhof selbst an UnterernährungoderdurchtödlicheInjektionen und rund 1500 wurden wissentlich in die Gaskammern Schloss Hartheim bei Linz gebracht und dort getötet. DasAusmaß der Geschehnisse im Feldhof war bis zum Jahr 1982 der Öffentlichkeitnichtbekannt.Alle zaghaftenUntersuchungendieser Vorkommnisse verliefen bis dahin im Sande. Wenn die Beteiligten an diesen Verbrechen nicht selbstdieKonsequenzengezogen hatten – wie etwa durch Selbstmord –,geschah von behördlicher Seite nichts. Im Gegenteil, nach kurzem Gerangel wurden alle Ärzte,Pfleger und OberpflegerderNS-ZeitohnevieleFragen wieder in den Dienst gestellt und ein großer,undurchdringlicher Mantel des Schweigens breitete sich über derAnstalt aus. DieTötungselbsterfolgtewohluntereinem der zynischsten Gesetze der NS-Zeit. Die Patienten konnten bei den Behörden gleichsam um den so genannten „Gnadentod“ ansuchen,den der Führer Adolf Hitler – oder besagt seine Schergen – in der Folge ausführten. Selbst für die Zusendung der Asche mussten die Angehörigen bezahlen. ■
21 Klipp Juni 2004
W. Freidl,W. Sauer
Lapidare Todesnachricht – in Wahrheit war es Mord.
hab’das überhaupt nicht verhindernkönnen,dassichdannförmlich zusammensackte.“
Ich wollte immer die Welt sehen
Dieser Wunsch,dieser Gedanke beschäftigte ihn bereits während der harten Lehrjahre beim Brücklwirt in Niklasdorf bei Leoben. „Dort hab’ich Koch gelernt und danach bin ich ins Hotel Schwarzenberg nach Wien gegangen.“Dortstreckteerseine Fühler aus und informierte sich über die Möglichkeiten,insAusland arbeiten zu gehen. Und da gelang ihm ein Glücksgriff. Er ging auf eine Fünf-Sterne-Jacht namens „Sea Goddess“ – es war dies eine Luxusjacht – in den 80ern die beste aller amerikanischen Reedereien. Danach erhielt er ein Engagement auf der Fünf-Sterne-Luxus-Segel-Jacht mit vier Masten namens „Wind Star“undspäterauch„WindSpirit“. Sie segelte mit vermögenden Urlaubern durch die Welt.
Talent aus Kapfenberg
Bis zum 21. Mai 1999 verlief seine Berufskarriere völlig unbemerkt von der Öffentlichkeit.An diesem Tag sank das Kreuzfahrtschiff„SunVista“,auf dem Werner Englisch Hoteldirektor war,in asiatischen Gewässern. Durch seine Überlegtheit und Coolness wurde Werner EnglischzumHelden–unterseinerFührunggelanges,rund1500 PassagiereohnePanikindieRettungsboote zu bekommen,und auch später waren sie nach nicht einmal drei Tagen bereits wieder auf dem Weg zurück in ihre Hei-
matländer.Werner Englisch wurde zu dieser organisatorischen Großtat gratuliert,doch nur wenige Monate später kam es zu einer zweiten Katastrophe,vor Cancun,in der Karibik,und dem nicht genug,im November 2002 im Mittelmeer ein neuerliches Schiffsunglück.
Die Knie zitterten
DochzurückzumerstenUnglück in Asien:„Wir haben es in einer gewaltigen Aktion gemeinsam mit der Reederei innerhalb weni-
ger Stunden geschafft,die Passagiere sicher an Land zu bringen und dann in Charterflugzeugen nach Hause,sodass die Öffentlichkeit rasch wieder dieses FastUnglück vergaß“,sagt Werner Englisch. Erst als er mit seiner Familie telefonierte,bekam er plötzlich zitternde Knie. „Ich
Eine Übernachtung oder ein Tag an Bord kostete – je nach Kabine – zwischen 1.700 und 6.000 Dollar. Bis zum Jahr 1991 war Werner Englisch an Bord verschiedensterSchiffe,späterdann auch noch für die Sechs-SterneJacht „Son of Flower“. Es war dies ein Luxus-Liner,der 160 Gäste an Bord hatte und 140 Mitarbeiter.Also so etwas wie ein Traumschiff. „Der Leistungsdruck auf einem Schiff ist sehr groß,auch die räumlichen Verhältnisse sind wiederum sehr klein,du musst
22 Klipp Juni 2004
Werner Englisch ist heute ein gefragter Manager.
Fotos:Privat
„Aller guten Dinge sind drei“, kann Werner Englisch heute darüber schon scherzen.
1-2004
Aus Klipp Menschenbilder
dich wirklich äußerst konzentriert verhalten und einen hohen Wellengang auch aushalten können.“ Nach den Jahren auf See verschafftesichWernerEnglisch wieder „Landurlaub“ und in den Jahren darauf arbeitete er in Europa. Unter anderem für HariboChef Hans Riegel,für den er ein großes Hotelprojekt umsetzte, danach wurde er auch ChefKoch im „Weißen Rössl“ am Wolfgangsee,wo er sich zu dieser Zeit bereits mit seinem Team eine Haube erkochte.
Viel Kreativität nötig
„Von dort zog es mich wieder nach Asien,wo ich auf Kreuzschiffen mit großen Casinos für die Hoteloperation zuständig war“,erzählt Werner Englisch. Neben dem Kapitän und dem Chef-Ingenieur war er damit der ranghöchste Manager an Bord. „Der Kapitän ist von allen natürlich der erste Mann am Schiff,aber für das Hotelgeschäft bin ich zuständig als Manager und da mischt sich auch niemand hinein.“ Das gesamte Personal für die Betreuung derUrlaubsgäste–rund 500 Mann – kommt aus bis zu 30 Nationen und es ist schon eine gewaltige organisatorische Aufgabe,die man da zu lösen hat. „Du musst natürlich kreativ sein“, so Werner Englisch, „wenn du Spitzenposi-
tionen in diesen Bereichen halten willst. Und worauf es auch ankommt:Man muss die Ideen auch umsetzen können. Dies ist deshalb so entscheidend,weil die Kreuzfahrtschiffe ja mit allem erdenklichen Luxus ausgestattetwerdenundinnerhalbweniger Monate bei einem Umbau – so wie das letzte Mal – 35 Millionen Euro investiert wurden“, erzählt Werner Englisch. Heute ist er General-Manager der „Arosa Blue“. „Du bist so etwas wie der Oberwirt und die Leute kommen,weilsiedasSchiffmögen und weil das Schiff eine Ausstrahlung hat.“ Gute Schiffe und Angebote gibt es unzählige auf der Welt. Doch ein RessortSchiff oder ein Casino-Schiff –die leben zu einem hohen Grad vonderQualitätderbetreuenden Besatzung oder von der Qualität der Menschen,die dort auf diesem Schiff arbeiten. ■
Höchste Arbeitslosigkeit seit Jahrzehnten im Raum Graz
Nicht gerade rosig –
Jeder Fünfte auf Jobsuche
„Die höchste Arbeitslosigkeit seit Jahrzehnten und die umfangreichen Vorbereitungsarbeiten für unsere neue Organisationsstruktur,die im März 2004inderneuen AMS-Geschäftsstelle in der Niesenbergergasse umgesetzt wurde,haben uns im Jahr 2003 ganz schön auf Trab gehalten“,so Helmut Pichler, Chef des AMS Graz. Trotz dieser schwierigen Gesamtsituation könne man über das abgelaufene Geschäftsjahr erfolgreich Bilanz ziehen – der Zielerreichungsgrad konnte gegenüber 2002 von 83,3 % auf 95,4 % gesteigert werden. Dennochsorgtediehartnäckige Wirtschaftsflaute auch im Jahr 2003 für tiefrote Zahlen in der Arbeitsmarktstatistik:So waren im Jahresschnitt mit 10.991 Personen um 8 % mehr arbeitslos vorgemerkt als 2002. Die Zahl jener Personen,die von Arbeitslosigkeit betroffen waren,erhöhte sich um 8,5 % auf 33.796. Damit war im Großraum Graz bereits jeder fünfte unselbständig Berufstätige zumindest einmal kurzfristig arbeitslos gemeldet. Der starke Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit (+11,8% gegenüber 2002) war auch 2003 Sorgenkind Nummer 1. Dabei hatte dasAMS Graz,zusätzlich zum Regelprogramm, zahlreiche Maßnahmen und
Aktivitäten für diese Altersgruppe gesetzt. „Alleine durch unsere Lehrstellenoffensive“, so Pichler,„das Sonderprogramm für Jugendliche und die Lehrgänge im Rahmen der JASG (Jugendausbildungssicherungsgesetz) konnte verhindert werden,dassweitere Hunderte von Jugendlichen auf der Straße stehen.“
DerAnstieg der Jugendarbeitslosigkeit konnte damit zwar gebremst,aber nicht aufgehalten werden.
Eine positive Entwicklung gab es auf dem Stellenmarkt:So wurden dem AMS 2003,trotz negativer Wirtschaftsdaten,insgesamt 14.762 offene Stellen gemeldet.Dieswarennurum33 Stellen weniger als im Jahr 2002,in dem ein absoluter Rekord beim Zugang an offenen Stellen registriert worden war. Pichler:„Ein kräftiges Indiz dafür,dass wir mit der kontinuierlichenWeiterentwicklungunseres Services für Unternehmen aufdemrichtigenWegsind.“
Mit der neuen Organisationsstruktur für Arbeitsuchende und einem effizienten Service für Unternehmen sowie marktgerechten Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen für Jobsuchende hofft man,auch in Hinkunft dafür Sorge zu tragen, dass Arbeitslosigkeit nicht länger dauert,als es die Arbeitsmarktverhältnisse bedingen. ❑
23 Klipp Juni 2004
Bild:AMS
Helmut Pichler, Geschäftsstellenleiter des Arbeitsmarktservice Graz
„Auf dem Schiff auch für Unterhaltung zu sorgen, ist ein Hobby von mir“, sagt der Elvis-Fan.
Der Arbeitsplatz: die Arosa Blue, ein Urlaubsschiff mit viel Luxus
Wie der Vater, so der Sohn. Im Fall der oststeirischen HotelierFamilie gilt das mal drei. Roman Wilfinger, 74, Gastronom in Hartberg, ist einer der Pioniere, was Vollwert-Ernährung und Bio betrifft. Seine drei Söhne Roman, Andreas und Patrick folgen seiner Philosophie, wenn auch in unterschiedlichen Branchen und eigenständig. „Jeder hat sein eigenes Revier, steigt dem anderen nicht auf die Füße und kann sich daher entfalten.“
Am Beispiel von Roman Wilfinger aus Hartberg: Wie der Vater, so die Söhne
Erfolgreiches Bio-Trio
Andreas setzt auf Frischekosmetik
„Wenig Arbeit und schnelles Geld – das funktioniert bei uns nicht“,blockt AndreasWilfinger,35,ab.Erhat sich in seinem beruflichen Engagement der Kosmetik verschrieben. Nicht zuletzt seine kritische Haltung gegenüber großen internationalen Konzernen und deren Produkten hat ihn veranlasst,1993 einen völlig eigenständigen Weg zu gehen.Andreas Wilfinger gründete RINGANA mit einem Team enthusiastischer Ganzheitsmediziner und Biochemiker. In den folgenden drei Jahren wurden die ersten Produkte entwickelt. Drei Jahre,geprägt von harterArbeit,neuen Erkenntnissen,Idealismus und letztlich gekrönt vom ErfolgeinervölligneuenDenkrichtunginder Pflege:Der Frischekosmetik. Von Beginn an war es das erklärte Ziel des RINGANATeams,gegen den Strom zu schwimmen,verkrustete Strukturen aufzubrechen. Die be-
kannte Kosmetikwelt war und ist nicht dievonAndreasWilfinger.Wennerdas Wort Natur in den Mund nimmt,meint er die echte,kompromisslose Natur, ganz ohne Konservierungsmittel, Duft- und Farbstoffe,Mineralöle und Formaldehyd.
Zu vielen Fragen wurden neueAntworten gefunden. Andreas Wilfinger:„Warum muss Kosmetik im Handel gekauft werden,anstatt siefrisch,unkonserviertundhochwirksamdirektvomHerstellerzubeziehen?WarumnehmenallergischeReaktioneninnochniedagewesenem Ausmaß zu? Warum müssen fürKosmetiknochimmerTiereleiden?
Warum sind Kosmetik und Umweltschutz noch immer nicht vereinbar?“
Ohne Internet wäre ein Wachstum in dieser Form nicht möglich gewesen, weil er über das neue Medium mit seinen 1000 Struktur-Vertriebspartnern europaweitkommuniziert.„Wirsindnichtim Handel,nicht im Schaufenster,im DirektvertriebistdieKompetenzamgrößten.“Rund75 Prozent der Mitarbeiter machen das als Ne-
benjob,der Rest betreibt das als Hauptbeschäftigung.„Wirhabensehrstrenge Vorgaben“,betont Andreas Wilfinger, der auf dem deutschen Markt mit RINGANA bereits einen Namen macht und mit seinen Produkten auch nach Skandinavien will.
Ein wichtiger und ausgesprochen teurer BestandteilfürvieleKosmetikprodukteisthochwertiges Rosenöl.Andreas Wilfingers Vision –solcheRosen-undLavendelfelderimRaum Hartberganzulegen,weildasKlimadortpasst und auch die Wertschöpfung für die Landwirtschaftgutwäre.„Leidergibtesfür solche Dinge wenig Neigung und auch die Verantwortlichen im Land waren bisher dafür nicht zu begeistern. In der heutigen Welt ist es nicht einfach,einen Blick für das wirklich Natürliche und Gesunde zu haben. Wir möchten einen kleinen,aber wichtigen Beitrag zu einem ganzheitlichen, naturverbundenen Leben leisten und beweisen,dassWirkung,EthikundLuxusdurchaus vereinbar sind.“
24 Klipp Juni 2004
Säuren und Basen bestimmen Patrick
Den Anstoß dazu habe er bei einem Aufenthalt in den USA bekommen,erzählt Patrick Wilfinger, 33,der seit knapp vier Jahren mit seiner Gesellschaft „figureform“ Nahrungsergänzungsprodukte herstellt. „Ich bin selbst sportlich sehr aktiv und dort habe ich gesehen,wie wichtig das Entschlacken vor und nach dem Sport ist. Unsere Ernährung ist doch zu zwei Dritteln säurehältig und zu einem Drittel basenbildend – da brauchen wir einen Ausgleich.“ Dies war der Auslöser für seine Geschäftsidee,Patrick Wilfinger gründete die Firma „figureform“ und bietet dort Nahrungsergänzungen an. Seine Botschaft:„Wir erzeugen nur Premium-Produkte,alles hochwertig,und verwenden keine synthetischen Vitamine.“ Wer sich basisch ernähre,der betreibe auch „Anti Aging“. Und wer sind die Abnehmer? „Vornehmlich Kundinnen,aber der Männeranteil nimmt zu.“ Die Produkte werden im eigenen Labor abgetestet und auch in Hartberg produziert. „GegenwärtighabenwirzehnProdukte–da ist die Basenlinie,parallel dazu die Produkte zur Stärkung von Haut,Haaren, Zähnen,Bindegewebe – im Programm, heuer kommen fünf neue dazu,derVertrieb erfolgt über Apotheken“,so Patrick Wilfinger,der in diesem Jahr einen Umsatz von 700.000,– Euro anpeilt. „Begonnen habe ich mit 200.000,–Euro.“ Eine Grundvoraussetzung,damit man sich als Kleiner am Markt behauptet:„Wir verwenden nur hochwertigste Pflanzenextrakte,natürlicheVitamine und sind daher auch nicht die Billigsten.“ Mittelfristiges Ziel:die „figureform“-Linie europaweit bekannt zu machen.
Roman behauptet sich mit Vollwertkost
„Wir sind in einer Nische tätig“,beschreibt Roman Wilfinger,45,der älteste Sohn die Philosophie des schon 1988 in BadWaltersdorf eröffneten Bio-Hotels, das heute von ihm geführt wird.“Auch die neuesteAttraktion entspricht dieserStrategie.EsisteinMeerwasser-Pool–dasSalzkommtausSizilien.„Alsoeinewunderbare Alternative zu einer Fernreise.“ Ro-
man Wilfinger ist Absolvent der Hotelfachschule Bad Gleichenberg,die nun auch sein Sohn besucht. „Vollwertkost heißt ohne Fleisch,ohne Eier,ohne erhitztes Fett zu kochen und wir haben diese Linie nie verlassen“,macht er klar,dass er konsequent seine Ziele verfolgt. Da passt es nur dazu,dass er vonseinem30-Tage-Fußmarsch,dem800km langen St.-Jakobs-Pilgerweg in Nordspanien, mit großer Begeisterung erzählt und darüber sogar ein Buch schrieb. „Eine wertvolle Grenz-Erfahrung“,sagter,derMarathonläuft und im eigenen Hotel auch als BewegungstrainerfürseineGästedaist.VorJahrenwaren Vollwert- und Biokost eine Sache für die Da-
Rath · Stingl · Dieter Rechtsanwälte
Verteidiger in Strafsachen Mitglieder der Treuhandrevision der Steiermärkischen Rechtsanwaltskammer
Anwaltliches Inkassowesen
menwelt,heute kommen auch immer mehr junge Männer drauf,dass der Lebensstil sich langfristigauszahlt.„ObwohlichkeinFundamentalist bin“,schränkt er ein,„– wir achten sehr wohl darauf,dass der Genuss bei uns nicht zu kurz kommt.“ In den 90ern war der Begriff Bio noch wirklich eingeschränkt auf eine bestimmteAngebotsform,heute hat sich das leider stark verwischt. „Wir werden uns künftigwiederstärkervonunserenMitbewerbern abheben und unsere Jungbrunnen-Hotels in Bad Waltersdorf und Hartberg als Gesundheitszentren positionieren. 60.000 Adressen – die meisten davon waren zumindest einmal Gäste bei denWilfingers.
Deren Vater startete mit einem Kurgast und einer Masseurin seinen erfolgreichen BioLauf vor 30 Jahren. ■
Für viele Unternehmer stellt sich imWirtschaftsleben des Öfteren das Problem,dass die offene Rechnung trotz Fälligkeit vom Kunden einfach nicht bezahlt wird. In diesem Fall erhebt sich die Frage,wie der Unternehmer trotzdem zu seinem Geld kommt. Um rasch und effizient für Sie einzuschreiten,benötigt der Rechtsanwalt Ihres Vertrauens zunächst die der Geschäftsbeziehung zugrunde liegenden Unterlagen wie Angebot, AuftragsschreibenoderRechnungundinsbesondere die genauen Daten des Kunden bzw. Schuldners. Der Schuldner erhält in aller Regel zunächst ein außergerichtliches Mahnschreiben und sollte dieser darauf wiederum keine Zahlung leisten,wird die Mahnklage beim zuständigen Gericht eingebracht. Der Kunde bzw. Schuldner hat die Möglichkeit gegen den Zahlungsbefehl einen Einspruch zu erheben,womit das ordentliche Verfahren eingeleitet wird. Erhebt er keinen Einspruch,wird der Zahlungsbefehl rechtskräftig und vollstreckbar und stellt somit einen Exekutionstitel dar,mit welchem 30 Jahre lang exekutionsrechtliche Schritte eingeleitet werden können. Dem Rechtsanwalt IhresVertrauens stehen verschiedenste Exekutionsmittel zur Verfügung,wobei die wichtigsten Exekutionsarten die zwangsweise Pfandrechtsbegründung und inweiterer Folge die Zwangsversteigerung sowie die Fahrnisexekution und Forderungsbzw. Gehaltsexekution sind. Durch die zwangsweise Pfandrechtsbegründung wird ein Pfandrecht an der Liegenschaft oder den Liegenschaftsanteilen des Verpflichteten im Lastenblatt des Grundbuchs eingetragen. Die Fahrnisexekution ist die Exekution wegen einer Geldforderung auf körperliche,bewegliche Sachen des Verpflichteten,die zuerst vom Gerichtsvollzieher gepfändet und dann versteigert werden. Dagegen ist die Forderungs- bzw. Gehaltsexekution eine Exekution auf eine Geldforderung desVerpflichteten gegen einen Drittschuldner bzw. Arbeitgeber. Im Rahmen dieser Exekutionsform kann gegen eine GmbH z.B. auch die nicht vollständig einbezahlte Stammeinlage eines Gesellschafters gepfändet werden. Für den Fall,dass auch der Drittschuldner keine Zahlung leistet oder keine Drittschuldnererklärung abgibt,kann der Gläubiger gegen den Drittschuldner mit Drittschuldnerklage vorgehen.
Mag. Gerhard Stingl Partner der Kanzlei Rath · Stingl · Dieter Rechtsanwälte Friedhofgasse 20, 8020 Graz Tel.: 0316/7085
Fax-DW: 25
E-Mail: law-office@rath-partner.at Internet: www.rath-partner.at
Der Rechtsanwalt Ihres Vertrauens kann bei frühzeitiger Beauftragung durch die Einleitung der entsprechenden Schritte bzw. Auswahl der geeigneten Exekutionsmittel Ihre Forderung auf effizientem Wege einbringlich machen.
Klipp Juni 2004
Mag. Gerhard Stingl
Foto: Nina Krok
Werner Gröbl,
seit seinem Totalausstieg aus der Möbelbranche: Für Risiko und neue Ideen zu haben
Nach demVerkauf seiner Möbelhaus-Gruppe waren Erdbewohner mit Handy und dichtem Terminkalender für ihn plötzlich exotische Wesen geworden. „Ich hab’mich fast ein Jahr zurückgelehnt,wenig getan und einen Haufen Energie getankt,aber dann hat es mich wieder gereizt.“ Mit seiner Agentur „111 Conventoring“ (Gröbls Glückszahl)starteteerineinvöllig neues „Rennen“.
Auf Teneriffa hatte er sich noch zu Zeiten als Gröbl Möbel mit seiner Stiftung ein Haus gebaut, aus dem mittlerweile zwei Appartement-Anlagen wurden mit gediegenem Ambiente in exklusiver Lage und fantastischem Blick auf denAtlantik. „DieAppartements vermiete ich,wobei die Villa ,Casa del Sol’meist als kleines Paradies von den Gästen beschrieben wird.“ Der Auto-
renn-Sport hat Werner Gröbl bis heute nicht losgelassen,auch wenn er selbst zur Zeit keine Rennenmehrfährt.„Im abgelaufenen Jahr habe ich die Qualifikation für das 24-StundenRennen von Le Mans geschafft,binaberdann nicht gestartet,weil die Rahmenbedingungen im Team nicht gepasst haben.“
Holz und alles,was damit zu tun hat – also auch Immobilien –, sind auch nach dem Verkauf seiner Möbelhäuser wichtige Aktivitätsfelder in seinem neuen Lebensabschnitt. So ist WernerGröblmitseinerStiftung Mehrheitsgesellschafter des Unternehmens Antikholz,das alte
Bauernhäuser undAlmhütten renoviert,abträgt und woanders wieder neu entstehen lässt. Ein tolles Projekt entsteht auch in
Bad Aussee,wo ihm das Kurmittelhaus gehört,das gegenwärtig für die Landesausstellung2005renoviert wird. „Bekanntlich befindet sich dort der geografische Mittelpunkt Österreichs und bis zum nächsten Jahr errichten wir dort die Mercedes-SternBrücke,welche die drei Ufer der Traun miteinander verbindet“,istGröblstolzauf sein jüngstes „ProjektKind“.
Und worin sieht er seine neue Aufgabe?
„Meine Aufgabe sehe ich vorzuleben und andere zu fördern,aber auch zu fordern. Wir sind das einzige Beratungsunternehmen, das eigenes Geld investiert und auch operativ berät. Wer aber glaubt,er kann sich zurücklehnen und muss sich nicht anstrengen,für den sind wir nicht die richtige Adresse. Ich vergleich’das immer mit dem Sport.EinSkitrainerz.B.fördert die Rennläufer,aber er fordert sie auch.“
■ 26 Klipp Juni 2004
El Refugio und Casa del Sol: Gröbls „Kreativoasen“ auf Teneriffa sind zu mieten. Holz lässt ihn nicht ganz los. Firma Antikholz macht aus Alt wieder Neu.
Was derzeit wirklich jeder liest
Für die Erfolgsgewohnten ist es schon ein regelrechtes Ritual:Im Juni,also noch vor dem Urlaub,wird geschmökert, was man für die eigene Karriere und,wenn man Chef ist,für die Erfolgssteigerung der Mitarbei-
ter tun kann. Denn für den Herbstbeginn müssen alle Termine gesichert sein!
Weiterbildung ist ja nicht etwas, was man so nebenbei zum Spaß macht. Berufliche Weiterbildung ist bewusste Karriereplanung! Al-
so heißt es:Ziele festlegen,die einzelnen Schritte bestimmen,Beruf und Bildungszeit in Einklang bringen – und rechtzeitig im WIFI buchen.
Die bewährte Planungsunterlage dafür ist das WIFI Kursbuch – und in seiner neuesten Ausgabe ist es um viele wichtigen Themen bereichert:Die Nummer 1 in der beruflichen Erwachsenenbildung in der Steiermark ist natürlich wieder Trendsetter. Die Chefetage wird sich für sich selbst den Lehrgang "Führung" näher ansehen, "Human Resources Management" oder "Change Management". Alle die noch auf dem
Das neue WIFI Kursbuch kommt gratis per Post. Bestellung unter: (0316) 602-1000 oder www.stmk.wifi.at
Weg zum Chefsessel sind,werden um Lehrgänge nicht herumkommen,die betriebswirtschaftliches Knowhow vermitteln. Fachkräfte mit Ambitionen auf Führungsund Expertenaufgaben werden nach Karriereplänen suchen,mit denen sie sich höher qualifizieren können.
Wo alle beim Blättern durch das WIFI Kursbuch einen Stopp einlegen:Das Thema Fremdsprachen wird immer wichtiger. Und das WIFI ist bekannt dafür,dass man dort besonders auf die beruflichen Anforderungen eingeht – und dass man genau auf der Stufe einsteigen kann,die den aktuellen Kenntnissen entspricht (ein kleiner Selbsttest hilft bei der Selbsteinschätzung).
Und noch ein Tipp aus den Reihen der Personalentwickler:Das WIFI-Kursbuch liefert auch vieleAnregungen,was man als Firmen internes Training mit dem WIFI im Unternehmen maßgeschneidert umsetzen kann.
27 Klipp Juni 2004
❑
Foto:Melbinger
826
Parkplätze und Blick in die Stadtgeschichte
Kein anderer Garagenbau musste vergleichbar viel Rücksicht auf die archäologischen Gegebenheiten nehmen wie die Tiefgarage Pfauengarten / Karmeliterplatz. Das historische Umfeld betrachten die Betreiber heute sicherlich mit einem weinenden und einem lachenden Auge: Für die
DieGarageimHerzenderGrazer Altstadt in unmittelbarer Nähe von Schlossberg,Schauspielhaus,Stadtpark und Grazer Burg und den Einkaufsmöglichkeiten in der Sporgasse und der Grazer Innenstadt ist ein attraktives Angebot an alle. Der Realisierung des Baus standen einige Widrigkeiten entgegen,die von allen Beteiligten mit viel Sensibilität und großem Engagement gemeistert wurden. „Es waren 24 MonatedesAufundAb.Ichkann allen Beteiligten dennoch nur Blumen streuen,weil es gerade angesichts aller Schwierigkeiten
ausführenden Baufirmen und die Erste Grazer Tiefgaragen GmbH (EGT) eine Behinderung im Baufortkommen und Kostenerhöhungen; andererseits können sie nun auf eine Garage verweisen, die wie keine andere einen Beitrag zur Geschichte einer Stadt beigetragen hat.
gut gelaufen ist. Es wurden archäologische Schätze gehoben, die der Nachwelt unbedingt erhalten bleiben sollten.Wir haben eine Erlebnisgarage hergestellt, die hell ist und mit einigen Attraktionen aufwartet“,ist EGTGF DI Jörg Krasser zufrieden. Sensibler Umgang mit alter Substanz ist DI Jörg Krasser als ehemaligem Mitglied der AltstadtKommission wichtig. Die Baustelle war also geprägt von der Archäologie und sensationellen Funden. Archäologie und Bauwirtschaft wurden in diesem Bau fast beispielhaft „kein“ Wider-
spruch. Interessante vitrinenartige Einblicke in die RenaissanceStadtmauer (Bereich Stadtpark).
Auch Vitrinen werden Funde der Grabungen präsentieren. Parken erfährt hier den angenehmen Zusatznutzen der archäologischen Spurensuche–Stadtgeschichte zum Erleben.
„Bereits Anfang März war die vereinbarte Grabungszeit von drei Monaten hoffnungslos überzogen. Es wurde offensichtlich, dass die Zeit für die archäologische Untersuchung des riesigen Fundgebietes unbedingt zu verlängern sei. Die Beschränkungen der Baufirma kosteten jeden Tag Geld,das die EGT nicht eingeplant hatte. Im Hinblick auf die noch zu untersuchende Fläche, der Karmeliterplatz war erst zu einem kleinen Teil untersucht, wurden alle Möglichkeiten einer fachlich vertretbaren Beschleunigung ausgeschöpft.
Verantwortung für das kulturelle Erbe
„Graz-iella“ die erste (fast) vollständige Frauenfigur, ca. 4000 v. Chr.
Die finanziellen Ressourcen der Stadt Graz waren erschöpft. Daher stellte schließlich die EGT selbst die zur Zeitersparnis erforderlichen modernen elektronischen Messgeräte und Auswertungscomputer zur Verfügung“, erinnert sich DI Jörg Krasser von der EGT. „Eigentlich ist das ‚Archiv unter der Erde‘ unersetzlich und die Zerstörung von Funden und Befunden löscht wichtige Teile der Geschichte. Ich hoffe, dassdasLandSteiermarkunddie Stadt Graz sich der Verantwortung für dieAufarbeitung für das kulturelle Erbe bewusst sind. Es war natürlich für die Bauausführenden nicht immer leicht durch die Verzögerungen durch unsere Grabungen. Dennoch hatten wir Archäologen mit der EGT ein ausgezeichnetes Einvernehmen.Auch die Kooperation zwischen den Ämtern und den Baufirmen war gut. Ein ganz besonders wichtiger AspektfürdenErfolg der Grabungen war die Beteiligung des AMS,ohne welche
Schubertgasse 7,8160 Weiz Tel:03172 / 4560
Fotos:Kolaric
Wohltuende Helligkeit: 150 Lux Lichtstärke und auch Tageslicht
Fünf-Minuten-Abrechnung
2 Euro für die erste Stunde kostet die Tiefgarage Pfauengarten, am Sonntag kostet die Stunde 1 Euro.Auch der Rest ist eine für die Konsumenten wohltuende Kampfansage an die übrigen Garagenbetreiber:Mit der Vorteilskarte wird der Garagentarif in derTG Pfauengarten nach einer Stunde parken im Fünf-Minuten-Takt abgerechnet und nicht wie üblich gleich eine halbe Stunde verrechnet. Parken von 18.30 bis 7.00 Uhr kostet nur 1 Euro/Stunde,maximal
3,50 Euro für die ganze Nacht. Ab 1. Juli besteht die Chance für die ersten 200,die sich für eineVorteilskarte anmelden,für
2 Wochen einen Gratis-Parkplatz zu ergattern.
Anmeldung: www.pfauengarten.com
die Grabung in diesem Ausmaß ebenfalls nicht durchführbar gewesenwäre.Dadurchkonnten82 ArbeitSuchende,vierarbeitslose ArchäologInnen und Archäologiestudenten beschäftigt werden. Die Personalkosten beliefen sich fürdieseGrabungauf1,243Mio. Euro,sagt Dr. Diether Kramer vom Landesmuseum Joanneum und Leiter der Grabungen. So konnte am Karmeliterplatz die größte Siedlung aus der Urnenfelderzeit um 900 vor Christus ausgegraben werden. Die ältesten Funde sind 6000 Jahre alt. Mit 12000 m2 war die Grabung
die größte je ausgegrabene Fläche.Besondersfreuenkönnen sichdieArchäologenaufdieälteste Grazer Frauenfigur,die je gefunden wurde:Eine 18,3 cm große Frauenfigur,die den liebevollenNamen„Graz-iella“erhalten hat.
Kunst der Projektorganisation
Die drei Erkundungsbohrungen zur Feststellung der archäologischen Situation waren zu wenig, umeinenrealistischenPreiszukalkulieren. Die Planung der Tiefgarage wurde vom Büro Rinderer & PartnerZiviltechnikerKEGalsFederführer einer ARGE übernommen. Die Projektsteuerung erfolgte durch DI Heinz Roßmann. Als Mittler zwischen den Vertretern derAuftraggeber (Stadt Graz bzw. EGT),den Planern,den Ausführenden,den Behörden und den betroffenen Anrainern war DI Heinz Roßmann zentrale AnlaufstellefürdiePlanungs-undBauabwicklung. Dazu gehörten u.a. diewöchentlichen Jour-fixe-Gespräche,indenenauchdiezahlreichen Problemstellungen erörtert und einer Lösung zugeführt wurden. „Im Angebotswege wurden mehr als 20Wirtschaftlichkeitsvarianten und drei Bauvarianten vorgelegt. Dabei zeigte sich,dass die Zufahrten über die Sauraugasse bzw. Hartiggasse als einzige wirtschaftlich ausführbar waren. Weiters musste gegenüber dem ursprünglichen Vorhaben eine Kostenreduktionumrund25%vorgenommen werden. Hiervon betrof-
ein Gewinn für Graz“
Über das Resultat der freundlichen,hellen und großzügigen Tiefgarage inmitten von Graz freut sich besonders Baumeister DI Alexander Pongratz,GF der ARGEPongratz-Mandlbauer,in derdiePongratzGmbHdietechnische Geschäftsführung innehatte,während die Mandlbauer GmbH die kaufmännische Seite abwickelte. „Die größte archäologische Ausgrabung im Stadtbereich brachte für uns immer wieder Überraschungen. Der Baustellenablaufplan musste an die Arbeit der Archäologen angepasst werden,was uns trotz der über 15 Monate dauernden massiven Einschränkungen durch die archäologischen Untersuchungen und die schwierigen Baugrundverhältnisse gelungenist.SowurdeunsereAusführungszeit sehr begrenzt. Den Großteil derTiefgarage mussten wir in einem Blitztempo von September bis Dezember 2003 ausführen. Durch den Zeitdruck mussten wir auf Zweischichtbetrieb umstellen. Dazu kam der schwierige und unterschiedliche Baugrund,sodass die Fundierung bei der alten Stadtmauer undimBereichdesRampenbauwerks zwei bis drei Meter tiefer als geplant durchgeführt werden musste.Auch die Zinken der alten Stadtmauer,die statt des vermuteten einen Meters tatsächlich5MeterindieBaugrubehineinragten,mussten mit dem erschütterungsfreien Seilschnei-
deverfahrenvertikal abgeschnitten werden. Das alles war eine große Herausforderung“,schildertDIAlexanderPongratz.
SowarenaufderBaustellebiszu 140 Mann gleichzeitig beschäftigt. Dies bedurfte einer guten Koordination und Zusammenarbeit aller Professionisten,wofür ichunseremBauleiterderARGE Pongratz-Mandlbauer Herrn Ing.Nebelbesondersdanke.
Mit Ende Mai wurde dieTiefgarage von der ARGE PongratzMandlbauer in diesem besonders schwierigen innerstädtischenUmfeldfertiggestellt.
BiszumEröffnungsterminam1. Juli 2004 werden jetzt noch die Zufahrten fertig gestellt. Dann kann das gesamte Team von der Projektsteuerung,Planung,Statik bis zur Bauausführung stolz sein,die mit über 800 StellplätzengrößteTiefgaragederSteiermark errichtet zu haben. Mit einem Stundentarif von € 2,00 undgünstigenParkaboswirddie Tiefgarage zur Aufwertung der gesamten Innenstadt von Graz beitragen.IndennächstenTagen wird dieARGE mit der Wiederherstellung der Platzoberfläche, nach dem Wettbewerbsentwurf und der Planung von Architekt DI Norbert Müller,beginnen. Mit Fertigstellung des KarmeliterplatzeswirdGraznichtnurdie größteTiefgaragemitGeschichte,sondern auch einen wunderschönen neuen Platz für seine Bewohnerbekommen.
„…
Generalunternehmer ARGE Mandlbauer/Pongratz zur Garage
Ing. Hans Werner Frömmel DI Alexander Pongratz
Foto:Robert Frankl
Foto:Nina Krok
Auf Hochtouren im Zweischichtbetrieb, um den Rohbau fertig stellen zu können.
fen waren eine wesentliche ÄnderungdesStützensystemssowiedes Lüftungs- und Abdichtungssystems. Weiters entfiel auf Wunsch der Stadt Graz im Sinne der späterenOberflächengestaltungdievorgesehene Einfahrt am Karmeliterplatz. Nun,es ist auch so eine Garage des 21. Jahrhunderts geworden“,ist DI Heinz Roßmann zufrieden.DasBüroRinderer&Partner entwickelte auch das Baugrubenumschließungskonzept nach denVorgabenderGutachterDIDr. KurtSchippingerundMag.Erhard Neubauer,galt es doch die neben der Baugrube (mit der beachtlichen Tiefe von mehr als 11 m) bestehenden,größtenteils historischen Gebäude derart zu sichern, dasskeineschädlichenVerformungen auftreten. Es mussten u.a. so
genannte Betondruckgurte an der BaugrubensohlediebeidenLängswände stabilisieren. „Eine Besonderheit der Tiefgarage ist sicherlichdiegroßzügigeRaumhöhe,die keine Querträger an der Decke kennt,da die Säulen die Decke direkt,punktförmig tragen. Das gibt tatsächlich ein großes,freundliches Raumgefühl. Außerdem ermöglichen die Schrägparkplätze ein Ein- und Aussteigen ohne reversieren und familien- und frauenfreundliche Parkplätze“,freut sichDIHeinzRoßmann.
Hohe Anforderung an Statik
Das für die Statik verantwortliche Zivilingenieursbüro von DI Peter Lechner musste vor allem angesichts des historischen Um-
Ältestes vollständig freigestelltes Hundeskelett aus der Urnenfelderzeit (1000–800 v. Chr.). Rechts: Kieferteil eines weiteren Hundes
felds und der sich einstellenden nachträglichen Betreiberwünsche messtechnische Schwerarbeit leisten. Das Areal der bestehenden Stadtmauer etwa:Die Zinken der Stadtmauer ragten fünf Meter in die Baugrube hinein,dort mussten sie erschütterungsfrei mit dem Seilschneideverfahren abgeschnitten werden. „EigentlichanderfalschenSeite, daher wurden sie funktionslos und mussten abgestützt werden. Auch die historischen Bodenverhältnisse verlangten viel Erfahrung im Bereich der Geotechnik, dieunserBürozusätzlichzurStatik liefern kann“,sagt DI Peter Lechner.
Bauausführung trotz Behinderungen in Rekordzeit
Die Bauverzögerungen durch die archäologischen Grabungen verursachten natürlich auch massive Problemefürdiebauausführende
ARGE Tiefgarage mit den Partnern Pongratz GmbH und Mandlbauer GmbH,die heuer runde Jubiläen feiern,besteht die Pongratz GmbH doch bereits seit
Statik und Geotechnik in einem Büro vereint
Dass die Tiefgarage Pfauengarten nun steht und sicher steht, ist das Verdienst des Ziviltechnikerbüros DI Peter Lechner. In dem Umfeld der Alten Oberstadt war die Statik bei einer Baugrube bis zu 11 Metern Tiefe eine große Herausforderung. DI Peter Lechner bringt einige Beispiele: „Große Anforderungen an die Statik bei dem Bau der Tiefgarage Pfauengarten stellte sicherlich die Integration der alten Stadtmauer. In Richtung Pfauengarten mussten die Zinken mit dem erschütterungsfreien Seilschneideverfahren abgeschnitten werden. Dadurch war die Stützmauer auf dieser Seite ohne Funktion. Durch die Ausgrabun-
gen wurde die Mauer auf der ‚falschen Seite‘ belastet. Bei der Burgbastei musste das dort in 10 Meter Tiefe aufgelockerte Material mit Magerbeton ausgewechselt werden,da andernfalls die Standsicherheit nicht gegeben wäre.“ Aber auch die
Dimensionierung der unterzugslosen punktgelagerten Zwischendecken hat es in sich:Die schlanken Säulen stehen direkt in die Decke hinein. Der ästhetische Gewinn durch die größere Raumhöhe und die trägerlose Untersicht gibt erst der Garage das freundliche Ambiente.
In Summe 2000 Mann-Stunden in gedrängten vier Monaten warenzuleisten.„Dasbelegtunsere Qualität und Kapazität,auch kurzfristig und flexibel unvorhergesehene Abänderungen um-
setzen zu können. Unsere Erfahrung im Bereich der Geotechnik ermöglichte es,die Bodenverhältnisse am Pfauengarten richtig einzuschätzen und zu berechnen. Das kam dem Projekt sicher auch kommerziell zugute“,sagt DIPeterLechner.SechsJahreals Assistent an der TU Graz sowie die jetzige Professur an der FH Joanneum (Tunnelbau,Bodenmechanik,Grundbau) sichern diese Erfahrung wissenschaftlich.ProjekteimBereichTunnelbau,Straßenbau,Brücken,Spezialankerwände,aber auch Hochbauten sind die Hauptbetätigungsfelder des Büros. Zeitgleich mit der Tiefgarage Pfauengarten sorgte man auch fürdieStatikderHerzogbergtunnelröhre und des LKH Knittelfeld.
❑
Foto:Agnes Turza
BM Dipl.-Ing. Peter Lechner
Reich verzierte Keramikbruchstücke, Töpfe und Figuren aus der Hallstattzeit
70,die Mandlbauer GmbH seit 50 Jahren. Bis September 2002 konnten drei der sieben Bauabschnitte fertig gestellt werden, die restlichen vier mussten aber in einem Gewaltakt von drei Monaten ausgeführt werden. Dies warnurmöglich,indemaufeinen 2-Schicht-Betrieb umgestellt wurde,damit man die verlorene Zeit so halbwegs wieder aufholen konnte. Letztlich konnte man damit die Verzögerungen durch die Grabungen der Archäologen, die ein Jahr mehr als geplant benötigten,auf sechs Monate drosseln. Technische Meisterleistung erforderte dabei etwa
auch dieAbstützung der Baugrube Richtung Landesarchiv,das mit Düsenstrahlverfahren,Bohrpfählen und dem Auftrag von 15 cm dickem Spritzbeton bewältigt wurde. „Insgesamt arbeitete da ein tolles Team von der Planung bis zur Statik zusammen“,so DI Alexander Pongratz.
Schwierige Vermessung
Eine große Herausforderung stellten auch die vermessungstechnischen Arbeiten am TG Pfauengarten dar,vor allem in Bezug auf die Bestandsaufnahme,Katastervermessung,die
bautechnische Überwachung und die Achsenabsteckungen. Schwierigkeiten im Bereich der Deformationsmessung von den NachbargebäudenmusstenebenfallsmitvielFingerspitzengefühl gemeistert werden. Das Zivilingenieursbüro DI Christoph Permann bewies Letzteres ausreichend,trotz aller Erschwernisse, die aus dem Innenstadttrubel, Verkehr und Staub resultierten.
Parken billig wie an der Oberfläche
BetreiberderTGPfauengartenist DI Dr. Wolfgang Reichl,ein gebürtiger Grazer,der in Wien 11 Garagen mit 2.500 Stellplätzen betreibt. Er hat sich für die TG Pfauengarten ein schmackhaftes, attraktives Tarifmenü (siehe Kasten „Fünf-Minuten-Abrechnung“) einfallen lassen:„In Zukunft wird das Parken in einer TiefgarageinGrazfürAutofahrer genauso selbstverständlich sein wieparkenanderOberfläche.“
Einen besonderenAspekt derTG Pfauengarten stellt noch Mag. Romana Steinberger von der EGT heraus:„Das Ein- undAusparkenmitKindernaufschmalen Tiefgaragen-Parkplätzen,das gehört in der TG Pfauengarten der Vergangenheit an. Extrabreite und besonders hell ausgeleuchtete Parkplätze bieten in einem eigenen Bereich mehr Platz fürFamilienundmehrSicherheit für Frauen.“ ■
Zahlen und Fakten
Auf drei Parkdecks 826 Querparkplätze
110.00 m3 Aushubmenge
14.000 Lkw-Fuhren
14 m Höchstaushubtiefe
22.000 m3 Betonmenge = 2.800 Mischwagen
1.500 Tonnen Baustahl
25.600 m2 Bruttogeschossfläche
80.000 m3 umbauter Raum
4 Kräne
70 Mann Personal max.
Bgm. Mag. Siegfried Nagl, Mag. Romana Steinberger und DI Jörg Krasser stoßen auf die bevorstehende Inbetriebnahme der Tiefgarage an.
Foto:Nina Krok
Planung und Projektsteuerung
Mit der Inbetriebnahme der Tiefgarage Pfauengarten wird nach knapp 2-jähriger Bauzeit die größte Tiefgarage der Steiermark vollendet. Als einzige Innenstadtgarage in Graz weist sie bequem anfahrbare Schrägparkplätze auf,welche in der ersten Etage als Familienparkplätze bis zu 3,60 mbreitsind.Trotzdesenormenwirtschaftlichen Drucks – immerhin wird es die günstigste öffentliche Tiefgarage in Graz sein – lassen großzügige Raumhöhe ohne störende Träger, weite und übersichtliche Garagendecks mit heller Beleuchtung und einem fröhlichen Farbkonzept nie das Gefühl aufkommen,dass man sich bis zu 11 m unter der Oberfläche befindet. Die Baudurchführung war geprägt von umfangreichen archäologischen Funden,welche letztlich zu einer Bauzeitverzögerung von mehr als 7 Monaten führten. Die im Pfauengarten aufgefundenen Teile von Befestigungsanlagen wurden größtenteils freigelegt und werden für die Öffentlichkeit sichtbar bleiben. Die Planung wurdevonderAPTG(ARGEPlanungTiefgarage Graz),bestehend aus GP-Bau Generalplanungs-undBauträgerGmbH,KamperZTKEG, Arch. DI Kordon sowie Rinderer & Partner Ziviltechniker KEG erbracht. Wir waren der verantwortliche Projektsteuerer und bildeten die Schnittstelle zwischen allen Projektbeteiligten. Ingesamtverfügenwirüber35hochqualifizierte MitarbeiterInnen und bestehen seit 1968. NebendenfürdieseTiefgarageerbrachtenLeistungen liegen unsere Tätigkeiten im Bereich von Infrastrukturplanungen,wie Autobahnen und Hochleistungsbahnen,sowie von Generalplanungen im komplexen Hochbau,besonders im Gesundheitswesen. Brückenbau,Umweltschutzanlagen,Controlling und ProjektentwicklungenzählenzuweiterenStärkenvonuns, die von Bund,Land,ASFINAG,HL-AG, KAGes,VAMED und sonstigen GroßunternehmeninAnspruchgenommenwerden.
Herausforderungen an die Vermessung
Die Arbeiten rund um den Karmeliterplatz stellten eine große Herausforderung in Bestandsaufnahme,Katastervermessung,bautechnische Überwachung sowie Achsenabsteckungendar.SpezialisierthabenwirunsimEisenbahnbau,tätig sind/waren wir bei Großbauvorhaben im Tief- und Hochbau wie z.B. beim Arnold-Schwarzenegger-Stadion,beim Güterterminal Graz-Werndorf oder bei der TG am Karmeliterplatz. Auch sonst sind wir die richtigenAnsprechpartner für das gesamte Vermessungswesen. Die Schwierigkeiten am Karmeliterplatz lagen besonders bei der Deformationsmessung von benachbarten Gebäuden. Insgesamt wurden mehr als 50 Überwachungsbolzen an den umgebenden Gebäuden angebracht um Bewegungen zu messen. Die geforderten Genauigkeiten in Lage und Höhelagen<+/-4mmunddementsprechend aufwendig wurden die Messreihen durchgeführt. Normalerweise werden derartige Deformationskontrollen von so genannten Vermessungspfeilern aus durchgeführt,aber in der Stadt ist für derartige hochpräzise Einrichtungen zu wenig Platz. Um der Sonneneinstrahlung auszuweichen,musste teilweise um 5:00 Uhr mit denArbeiten begonnen werden.Verkehr und Staub waren nicht zu unterschätzende Erschwernisse und erforderten Fingerspitzengefühl. Bevor die Grundstücke in einen rechtlich einwandfreien Grenzzustand gebracht werden und somit dieVoraussetzungen für eigentumsrechtliche Verhandlungen geschaffen werden konnten,mussten Feldskizzen aus dem Jahre 1870 in die digitale Katastralmappe eingearbeitet werden. Wir sind sehr froh,dass wir unser Können erneut unterBeweisstellenkonnten,undhoffen,uns mit dieser Referenzarbeit für ähnliche Baustellen derartiger Dimension qualifiziert zu haben.
Hohe Schule der Schalungstechnik war nötig
❑
❑
DI Heinz Roßmann
Dipl.-Ing. Christoph Permann E-Mail:office@permann.com
Foto:DI Permann Foto:Nina Krok
D
❑ie äußerst schwierigen Bedingungen auf der Baustelle durchdieVerzögerungen der archäologischen Grabungen oder die Absicherungsproblematik der angrenzenden Gebäude verlangten eine Herausforderung vergleichbar der Balancehaltung auf einem Drahtseil“,so Ing. Nebel,der die örtliche Bauaufsicht der Generalunternehmer DI Pongratz / Ing. Mandlbauer übernommen hatte. „JedenTagstelltmansichaufneueherausfordernde Gegebenheiten ein. Sehr großer Einsatz war auch im zeitweiligen Zweischichtbetrieb zu leisten. Das bedeutet auch im Jahrhundertsommer 2003,bei 60 Grad in der Baugrube,harte Bandagen zu überstehen. Die unzähligen verschiedenen Schalungssystememusstendenunterschiedlichen Gegebenheiten immer wieder neu angepasst werden.AuchderÜbergangKarmeliterplatz/Pfauengarten verlangte einiges beim Einsatz der DokaSchalungsdeckentische ab – handelt es sich hier dochumeinzweifachesGefällezurEntwässerung beieinemgleichzeitigenLängsgefälledesPlatzes. Nicht selten war eine vier- bis fünffache Verschneidungsebene in diesemAbschnitt daher notwendig. Den Ausgleich zur schwierigen Herausforderung auf der Baustelle stellte die hervorragende Zusammenarbeit mit der EGT dar,insbesondere mit DI Jörg Krasser und Bmst. Walther Kober,derfürdieEGTdieörtlicheBauaufsichtinnehatte.AuchdieARGEunddasPolierteamWolfgang Ornig,Walter Schober und Markus Krobath möchte ich hervorheben,da großartigeArbeit geleistetwurde.Abschließendmöchteicherwähnen, dassdieArbeitindenBereichenOrganisationund Koordination auf dieser riesigen Baustelle eine immenseSchwierigkeitmitsichbrachteundohne diese Herren nicht so gut funktioniert hätte. Weiters sind wir sehr froh darüber,dass unter Berücksichtigung der Baustellengröße und des Schwierigkeitsgrades keinerlei Arbeitsunfälle passiertsind.“
Ing. Josef Nebel www.rinderer-partner.at
Foto:Nina Krok
Die Garage am Karmeliterplatz ist ein sehr interessantes Projekt“,so Elektrobau-Denzel-Chef Herr Ernst Konrad. Sie ist die modernste und bestimmt die attraktivste Garage in Graz. 1380 Leuchten sorgen für ein helles Licht (150 Lux – Standard sind 75 Lux),welches für das Wohlgefühl beim Parken in der Tiefgarage wichtig ist. Drei Dutzend Kameras,die ständig in Aufnahmebereitschaft sind,garantieren dem Benützer auch höchste Sicherheit. Als angenehm empfunden wird die Hintergrundmusik, auch Werbetexte können durchgegeben werden. Auch eine vollau-
Die Herausforderung gerne angenommen
Elektrobau Denzel installierte die gesamte E-Technik, Beleuchtung und Sicherheitstechnik
tomatische Brandmeldeanlage mit 480 Brandmeldern wurde von Elektrobau Denzel eingebaut. Was auf dem Karmeliterplatz auffällt – es sind keine Leitungen sichtbar. Das kommt daher,dass im Beton 85.000 Meter Rohre verlegt wurden,in denen die Kabelstränge laufen. Das erforderte viel Präzision und gute Zusammenarbeit mit der Baufirma. ■
WICHTIGE ECKDATEN:
85.000 m Rohre in Beton verlegt
1.380 Beleuchtungskörper
480 Brandmelder
33 Überwachungskameras
110.000 m Kabel und Leitungen
Generalunternehmer Pfauengarten
Einfahrt Hartiggasse: Ausblick auf die Stadtmauer – Einblick in die Stadtgeschichte
Fotos:Kolaric
Elektrobau Denzel-Chef Ernst Konrad: Die Kommandozentrale ist das Herzstück der Sicherheitstechnik
Hallo, meine Lieben!
Die Fußball-Europameisterschaft schraubt den Fernsehkonsum bei uns in der Familie kräftig in die Höhe,ich denk’,es geht bei Ihnen zu Hause nicht viel anders zu. Das wäre nicht so schlimm,aber bei uns geht’s heftig zu,weil meinAllerliebster und unsere Kinder,aber auch unsere Tochter jeder seinen eigenen Favoriten hat. Sie können sich vorstellen,was das heißt – heftigste Streitgespräche und Schadenfreude,wenn der eine oder andere verliert.
*
Fast so wie in der Politik. Nehmen Sie nur die jüngste Europawahl her. Mir tut die FPÖ schon fast Leid, weil sie bei jedem Stimmengang auf gut Steirisch eine Watschn kassiert und Parteichefin Ursula Haubner – aber nicht nur sie – immer gute Miene zum blamablenAbschneiden ma-
cher Zufall,sagen die einen,weil sie ohnehin bald von dieser Stelle hätte weichen müssen. Das Muttersein liegt Magda Bleckmann sicherlich mehr,als Politik zu machen,das sollte sie in Zukunft wirklich im Hause Bleckmann-Grillitsch nur ihm überlassen,der wirklich Talent dafür zeigt.
*
Ein Pech für Leopold Schöggl,dass er keine Karenz nehmen kann. Oder vielleicht hat er doch die Chance? Denn im kommenden Jahr muss er sich erstmals einer Wahl stellen und die wird für ihn – das kann man schon heute sagen – nicht sonderlich gut verlaufen. Die steirischen Blauen sind daher gut beraten,sich schon jetzt um einen „Kronprinzen“ und Nachfolger umzusehen,denn es wird Zeit,dass sich die FPÖ wieder erholt,wünscht der Otto.
*
Lilly Lotterblume
chen muss. Wobei die Ursula,ihre Namensvetterin,in der letzten Damenrunde bei uns meinte,das sei alles nicht so tragisch. Die Österreicher gingen auch deswegen nicht zur Wahl,weil wir ja im EU-Parlament in Straßburg ohnehin nur mit,glaubt sie,18 Hansln vertreten sind. Und was können die bei mehr als 700 Abgeordneten wirklich ausrichten? Die Menschen hätten draußen einfach ein Gspür dafür,ob was für sie wichtig ist oder nicht. Ganz abgesehen davon,dass viele auf die großen Köpfe in Brüssel sowieso einen Krampf haben. Welche Rolle wir spielen können in Straßburg – ich als kleine Frau kann das überhaupt nicht abschätzen. Auch wenn mir mein allerliebster Mann schon mehrmals versucht hat zu erklären,dass der ÖVP-Abgeordnete ProfessorRack und künftig auch sein neuer SPÖ-Kollege Jörg Leichtfried aus Bruck sicher tüchtige Volksvertreter sind. Also,ich kann damit wenig anfangen, für mich ist das erst interessant,wenn eine Partei in ganz Europa kandidiert,also in jedem Land der EU. Das empfinden auch offensichtlich die Menschen in den neuen EU-Ländern so,denn die haben ja noch weniger von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht.Vor mehr als zehn Jahren hätten sie sich glücklich geschätzt,wenigstens einmal wirklich demokratisch wählen zu dürfen. Sie verhalten sich wie der chinesische Bauer in der Provinz,dem völlig egal ist, wer in Peking regiert und herrscht,seine Kartoffeln wachsen deshalb nicht besser und schneller.
Doch nach diesem Ausflug nach Europa zurück zu uns und zu etwas wirklich Erfreulichem; die blaue Noch-Generalsekretärin Magda Bleckmann und ihre neue große Liebe, Fritz Grillitsch,der Bauernbundpräsident,tragen ihren Teil dazu bei,dass wir Österreicher nicht weniger werden.Weil sie schwanger ist,zieht sich Magda Bleckmann als Generalsekretärin zurück und gönnt sich eineAuszeit. Ein glückli-
Besser geht’s da schon SPÖ-Chef Franz Voves,der von der Anti-Regierungsstimmung profitiert und von einer geschwächten Waltraud Klasnic. Alles Latrinengerüchte,dass Gerhard Hirschmann eine eigene Partei gründet. Dazu ist er zu viele Jahre an der Parteispitze gewesen,als dass er das – wie er sich öfters ausdrückt – „seiner Volkspartei antut“. Hans Martin hat’s ja gezeigt bei der EU-Wahl,Chancen auf ein achtbares Ergebnis,das Klasnic als Landeshauptfrau in Frage stellen würde,hat er allemal.Wie die Elfriede sagt,soll es Gespräche zwischen ESTAG und Hirschmann geben,aus der schwierigen Sackgasse herauszukommen. Hirschmann besteht darauf,rehabilitiert zu werden, und will bekanntlich in die ESTAG als Vorstand zurück. Dies lehnen Ramsauer, Dietz und Co ab. Lässt er sich mit Geld befriedigen,so könnte sein Märtyrer- und Robin-Hood-Image bald verblassen. Kehrt er nicht in die Politik zurück,ist das halb so tragisch. *
Die Politik müsse man ausWirtschaftsunternehmen – auch jenen,die im Einflussbereich des Landes oder der Stadt stehen – heraushalten,wenn es um Fragen vonAufsichtsräten oder Management geht,ließ IndustriePräsident Mayr-Riekh verlautbaren. Kürzlich pochte er bei einer Neuwahl im Sparkassenrat der Steiermärkischen auf das Wahlergebnis der Landtagswahl vor dreieinhalb Jahren. Im Sparkassenrat müsse sich dieses widerspiegeln,begründete er seinen Änderungsvorschlag,was das Nominierungsrecht der Parteien betraf. Worauf er logischerweise attackiert wurde. Auch von seinem Vize PeterSchachner,der meinte, er möge in Erwägung ziehen,wie die Landtagswahl in mehr als einem Jahr ausgehen werde,da dann die ÖVP höchstwahrscheinlich nicht mehr mit einem solchen Mehrheitsverhältnis ausgestattet sein wird. Doch das ließ Mayr-Riekh kalt,wahrscheinlich auch deswegen,weil er sich dann ja selbst verabschiedet haben wird,glaubt derAugust.
Tschüss,bis zum nächsten Mal,eure Lilly
34 Klipp Juni 2004
*
Wasserqualität Wassernetzwerk Freizeit und Gesundheit
Steirische
Foto:Dachstein Tauern / lanxx.at
Unsere Lebensquelle Wasser on tour
DDI
Dieter
Depisch
und DI Silvia Kerschbaumer-Depisch Ziviltechniker GmbH
Staatlich befugter und beeideter Zivilingenieur für das Bauwesen
•
Staatlich befugter und beeideter Zivilingenieur für das Wirtschaftsingenieurwesen im Bauwesen
•
Staatlich befugte und beeidete Ziviltechnikerin für Architektur
•
Allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger
•
Lehrbeauftragter an der Technischen Universität Graz
Grazer Platz 5, 8280 Fürstenfeld
Tel.: 03382/ 54167-0; Fax: 03382/ 54167-20
Weitere Büros:
8045 GRAZ, Andritzer Reichsstraße 58b/ 17
2331 VÖSENDORF, Strandstraße 100
7400 OBERWART, Anzengrubergasse 9/3
8605 KAPFENBERG, Franz-Nabl-Weg 12/10
8350 FEHRING, Grüne Lagune 1
8230 HARTBERG, Grazer Straße 10
8380 JENNERSDORF, Hauptstraße 13
5760 SAALFELDEN, Lichtenbergstraße 9
Unsere Lebensquelle Wasser
Dominante Themen bei fast allen Veranstaltungen sind immer wieder die globale Sicht um den Kampf und das damit verbundene Drama für eine ausreichende Wasserversorgung. Die Aussicht,dass im Jahr 2025 ca. 70 % aller nutzbaren Wasserreserven auch tatsächlich genutzt werden,zeigt sehr deutlich den rapiden Anstieg des Wasserverbrauchs bzw. des Wasserbedarfs der Menschheit. Die weitere Entwicklung zeigt steil nach oben,was die Menge des benötigten Wassers, ganz besonders für die Landwirtschaft oder bessere Lebensmittelindustrie zur täglichen Nahrungsmittelproduktion für die Bevölkerungszahl betrifft. Eine daraus resultierende Nahrungsmittelverknappung verbunden mit Wassermangel bei großen Teilen der Weltbevölkerung führt zu Gesundheitsproblemen und als logische Konsequenz zu kriegerischen Auseinandersetzungen. Tatsache ist,dass schon heute ca. 1,2 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Statistisch gesehen,stirbt alle acht Sekunden weltweit ein Kind an verseuchtem Wasser. Für uns in den wasserreichen Gebieten unvorstellbar. Aber solange Wasser in höchster Qualität
und verschwenderischem Übermaß vorhanden ist,leben wir in dieser Selbstverständlichkeit,ohne dass es uns bewusst wird.
Auch in Europa ist die Verteilung des Wasserangebotes nicht gleichmäßig. Aktuelle Entwicklungen innerhalb der EU-Ebene zeigen sehr deutlich,dass Länder in trockenen Zonen Druck auf wasserreiche Gebiete ausüben und laut über eine Umverteilung nachdenken. Nicht die gewinnbringenden Überlegungen zum Transport und zur Ableitung des Wassers in Bedarfsgebiete soll die „Wasserreichen“ zum Handel treiben, sondern die Weitergabe und Weiterentwicklung von Technologien zur Wasseraufbereitung und vor allem auch zur Wassersauberhaltung in jenen Ländern des Wassermangels sollte die Aufgabe sein. Noch wäre Zeit,die Entwicklung über gezielte Förderungen der Industrieländer einzuleiten.
Muss Österreich Angst haben? Altenberger Wasserer-
klärung
Bei all den Diskussionen kommt immer wieder die Angst um die Wasservorkommen in Österreich durch,ob nicht innerhalb der EU durch Beschlussfassung auf „unser
2
9020 KLAGENFURT, Gabelbergerstraße 5
1,2 Milliarden Menschen ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser
Wasser verbindet! Wasser verkaufen?
Unsere Lebensquelle Wasser
Wasser“ zugegriffen werden kann. Österreich ist eines der wasserreichsten Länder der Erde. Die Bundesregierung ist sich der damit verbundenen Verantwortung bewusst und hat daher Grundsätze für eine nachhaltige Wasserpolitik formuliert.
Ziel muss es sein:
1. Die Nutzbarkeit unserer Wasserressourcen dauerhaft auch für künftige Generationen zu erhalten. Das bedeutet konkret, Grundwasser inTrinkwasserqualität zu erhalten.
2. Die natürliche Beschaffenheit der Gewässer bestmöglich zu sichern.
3. Den Schutz des Menschen und seines Lebensraumes vor Bedrohungen durch Naturgefahren des Wassers finanziell besonders abzusichern.
4. Für eine effiziente Verwendung der öffentlichen Mittel soll gesorgt werden. Dabei sollen die flächendeckende Ver- und Entsorgung,die hohen Umweltstandards, die Versorgungsqualität sowie die sozial-
verträglichen Preise gesichert werden. Um einen Ausverkauf an ausländische Investoren zu verhindern,geht es vor allem darum,die Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Wasserwirtschaft zu stärken.
5. Die österreichischen Wasserressourcen sollen ökonomisch genutzt werden können,doch ist vorab der Wasserbedarf der österreichischen Bevölkerung sowie der Natur zu sichern.
6. Das Einstimmigkeitsprinzip bei der Bewirtschaftung der Wasserressourcen ist beizubehalten. Österreich ist in der guten Situation,seine Wasserwirtschaft in besonders hohem Ausmaß selbst zu gestalten. Die österreichische Bundesregierung hat in ihrem Regierungsprogramm festgelegt, dass dies ein unverrückbarer Bestandteil auch der künftigen österreichischen Wasserpolitik sein wird. ■
Quelle:„Wasser für immerdar? – Das Altenberger Wasserforum von 1997 bis 2001“
Nahezu unerschöpflich: die österreichischen Trinkwasserreserven.
Die Qualität unseres Wassers ist im internationalen Vergleich ausgezeichnet. Trotzdem müssen wir uns ständig darum bemühen,die Trinkwasserqualität zu erhalten,auch wenn wir gewohnt sind,dass uns Wasser im Handumdrehen klar,sauber und in ausreichender Menge zur Verfügung steht.
Österreich könnte bis 440 Millionen Menschen mit erstklassigem Trinkwasser versorgen (und zwar nicht aus Reserven,sondern aus überströmendem Wasser).
Die Steiermark ist eine klassische Region mit zwei „Goldadern“:die grüne Goldader,die unser Holz liefert,die weiße Goldader,die unser Wasser ist. Wir besitzen zahlreiche Quellen –76 Großquellen,aber auch hochwertige Mineral-,Thermal- und Heilwasserquellen.
Im Durchschnitt erzeugt ein/e SteirerIn rund 140 Liter Abwasser pro Tag,das gereinigt wieder in den Wasserkreislauf eingebracht werden muss. Davon werden
35 l für Toilettenspülung
35 l für Baden/Duschen
20 l für Wäschewaschen
15 l für Sonstiges
8 l für Geschirrspülen
8 l für Körperpflege
8 l für Raumreinigung
8 l für Garten und nur
5 l für Trinkwasser und Kochen verwendet.
Wasser – der Stoff, aus dem alles Leben besteht
Kraftvoll,aus der Quelle der Natur! Wasser ist der Träger allen Lebens. Nichtsdestotrotz
kann man es nicht oft genug in Erinnerung rufen:Ohne Wasser,unser
kostbarstes Lebensmittel (!) und „Überlebensmittel“,gibt es kein Leben,mit energetisch hochwer-
tigem Wasser – ein gesünderes Leben!
Obwohl die Analyse und Hygiene stimmen,erhalten wir aus unseren Leitungen „energetisch minderwertiges“ Wasser. Denn durch den Druck in den Leitungsrohren werden die natürlichen,informationstragenden Strukturen gebrochen und
zerstört. Das Geheimnis lebendigen Wassers liegt in seiner Struktur. Das mit Aqua-Power-Joint vitalisierte Wasser erhält seine ursprüngliche Information und Frische natürlicher Quellen zurück. Der Aqua-Power-Joint ist ein patentiertes Gerät zur Verbesserung der Wasserqualität und Kalktransformation. Er wurde bioenergetisch von Ärzten und Wissenschaftlern getestet und auf seine Funktion mit positivem Erfolg ausgezeichnet. ❑ www.aquapower.at
3
Unsere Lebensquelle Wasser
Wasserkompetenz aus der Steiermark
Wasser gehört zu den kostbarsten Ressourcen, über die der Mensch verfügt. Mit dem neu gegründeten Kompetenznetzwerk „Wasserressourcen und deren Bewirtschaftung“ hat das Grazer Joanneum
Wie regelt man in der Zukunft den Wasserverbrauch,wie sieht die Wasserbewirtschaftung aus? Das Joanneum Research beschäftigt sich mit seinem Institut für WasserRessourcenManagement seit langem mit Fragestellungen der Nutzung und nachhaltigen Bewirt-
Research das größte industrielle Kompetenznetzwerk zum Thema Wasser an Land gezogen und stellt einmal mehr seine umfassende diesbezügliche Kompetenz unter Beweis.
schaftung von Oberflächenwässern, Grund-,Thermal- und Tiefenwässern, die mit hydrologischen,hydrogeologischen und geophysikalischen Methoden untersucht werden.
Nach langen über zwei Jahre dauernden Verhandlungen kam es am 19. Mai 2004
zur feierlichen Unterzeichnung eines bedeutenden internationalen Vertragswerkes,das die angewandte Forschung, das Management und den Schutz der Wasserressourcen zum Inhalt hat. Ausgehend vom Land Steiermark und dem seit langen Jahren führend hinsichtlich Wasser-Know-how tätigen Joanneum Research hat sich mit dem Kompetenznetzwerk „Wasserressourcen und deren Bewirtschaftung”das größte industrielle Kompetenznetzwerk Österreichs gebildet,mit 39 Wirtschafts- und 26 Forschungspartnern aus Slowenien,Kroatien,der italienischen Provinz Pordenone und Österreich. Dementsprechend viel Koordinationsarbeit war zu leisten,ehe es dann zur Unterzeichnung der Förderverträge in Graz kam,worauf auch Ministerialrätin Dr. Ulrike Unterer,die sich im Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit für die Umsetzung des Netzwerkes stark machte,hinwies. Univ.Prof. Dr. Hans Zojer vom Joanneum Research sieht einen wichtigen Auftrag: „Die Bündelung österreichischer Forschung, die ermöglicht in einem Netzwerk zu arbeiten. Das ist eine Win-Win-Situation für alle:Sie bringt die Kompetenz der Forscher ein und kann mit der Wirtschaft am Markt arbeiten.“
Dass die Grazer Wasserexperten Know-how für die ganze Welt anzubieten haben,zeigt eine seit Jahren erfolgreiche Kooperation in der Entwicklungshilfe:eigene Postgraduate-Kurse für Geologen, Chemiker und Wasserbauer. Die Kurse werden gemeinsam mit der TU Graz angeboten. Die meisten Studenten kommen aus den Prioritätenländern der Entwicklungs-
4
(Stehend v. l.) Dr. Elio de Anna (Pordenone), Univ.-Prof. Dr. Hans Zojer, Mag. Edmund Müller, beide Joanneum Research, und (sitzend v. l.) Dr. Kurt Oktabetz (Konsul, Slowenien), Prof. Juraj Boˇziˇcevi´c und LR DI Leopold Schöggl bei der Unterzeichnung der Förderverträge des Wasserkompetenzzentrums in Graz
Unsere Lebensquelle Wasser
merksamkeit erregte.
Prof. Hans Zojer wird den fachlichen Bereich leiten,für die rechtlichen Aspekte der Wasserverwertung ist der Rechtsanwalt Dr. Gerhard Braumüller zuständig,der Ziviltechniker Ernst Lugitsch soll als Praktiker das Bindeglied zur Wirtschaft sein.
hilfe im Außenministerium – aus afrikanischen Ländern,Nicaragua,Brasilien oder Bhutan. „Die Folgewirkung ist nicht nur,dass die Leute besser ausgebildet sind. Gleichzeitig sind die Kurse eine hervorragende Akquisitionsmöglichkeit für Projekte“,weist Hans Zojer auf das internationale Wasser-Knowhow des Joanneum Research hin.
Im Rahmen des Wasserkompetenznetzwerkes wendet man sich den nahe liegenden Nachbarn zu,die ebenfalls von den angewandten Forschungsergebnis-
sen der Grazer profitieren können. Die Partner kommen aus der Wasserwirtschaft,dem Winter- wie dem Sommertourismus in Tirol,Kärnten ebenso wie aus dem Wellness-Bereich. Slowenien hat andere Möglichkeiten der Wassernutzung als Kroatien.
Das Wasserkompetenznetzwerk kann aber auch in der landwirtschaftlichen Nutzung des Wassers für die Bewässerung in der Provinz Pordenone sein Know-how zur Verfügung stellen. Die Frage der Hochgebirgsspeicher spielt dabei ebenso eine Rolle wie das Problem der Hochwasserentstehung, das im vorletzten Sommer eine große Auf-
Forschungslandesrat DI
Dr.
„Die Motive liegen auf der Hand:Ohne Wasser kein Leben! Es ist einfach notwendig, sich mit diesem Lebensmittel zu beschäftigen. Es ist mir ein Anliegen,mit wissenschaftlich-technischem Hintergrund Beiträge zu leisten und beste Möglichkeiten zu finden,was die Gewinnung,Weiterleitung, Nutzung und Wiederverwertung dieser Ressource betrifft“, erläuterte Forschungslandesrat DI Leopold Schöggl im Rahmen derVertragsunterzeichnung die Bedeutung des Wasserkompetenzzentrums.
Erfolgreiche Ansätze versprechen z.B. der Bereich der künstlichen Trinkwasseranreicherung vor allem im südlichen Partnerland Kroatien,das zu 60 Prozent aus Karstgebieten besteht und zur Garantie der Versorgungssicherheit ein Netzwerk für ein umfassendes Karstmanagement verlangt.
Ein wichtiger Bereich ist auch die Einbringung von Oberwasser in den Unterwasserbereich,hier haben sich die Grazer Stadtwerke mit dem Wasserwerk in Friesach viel Know-how erworben:Man kann das Wasser dann nutzen,wenn man es braucht. Dem Wasserkompetenznetzwerk steht ein Budget von 20 Mio. Euro zur Verfügung:40 Prozent kommen vom Ministerium,20 Prozent von den Ländern Steiermark,Kärnten,Tirol und den ausländischen Partnern und 40 Prozent trägt die Wirtschaft bei. ❑
5
Leopold Schöggl, Ministerialrat
Ulrike Unterer und Mag. Edmund Müller vom Joanneum Research (v.l.): Das größte Kompetenzzentrum Österreichs mit Sitz in Graz beweist steirisches Wasser-Know-how.
Natur und Wasser sind die wichtigsten Elemente für Erholungsurlaube in Österreich. Kein Zufall, dass die Dachstein-Tauern-Region mit dem Lebensquell Wasser um Urlauber wirbt.
Foto:Dachstein Tauern / lanxx.at
Unsere Lebensquelle Wasser
Cuvée des besten steirischen Wassers
Die Grazer Stadtwerke AG ist das größte Wasserversorgungsunternehmen der Steiermark, das sich erfolgreich um die Grazer Trinkwasserqualität kümmert. Die von periodisch auftretender Trockenheit geplagte Süd- und Südoststeiermark wird ebenfalls
Klipp:Was sind die Ziele der Grazer Stadtwerke AG im Bereich Wasserwirtschaft?
Wolfgang Messner: Als größtes Wasserversorgungsunternehmen in der Steiermark und als viertgrößtes in Österreich kümmern sich die Grazer Stadtwerke seit vielen Jahrzehnten sehr erfolgreich um die Trinkwasserversorgung der steirischen Landeshauptstadt. Wir haben dank kluger und nachhaltiger Unternehmensentwicklung auch bei Spitzenbedarfszeiten,wie z.B. im Mai vorigen Jahres,ohne Einschränkung alle unsere Kunden mit gutem steirischen Wasser versorgen können. Wir haben aus den vorhandenen Reserven in den vergangenen Jahren immer wieder Wasser in die Süd- und Südoststeiermark zur Notversorgung geliefert. Im Zusammenhang mit der periodisch auftretenden Trockenheit im Südosten unseres Landes sind wir mit unseren Partnern in konkreten Verhandlungen. Wir möchten
mit Grazer Wasser versorgt. Doch auch überregional bieten die Grazer Stadtwerke ihre vielfältigen Wasserdienstleistungen an, berichten die beiden Vorstandsdirektoren Dr. Wolfgang Messner und DI Wolfgang Malik.
alles ökonomisch Mögliche zur Realisierung der Transportleitung in die Oststeiermark beitragen,um die trockenen
siv befindet sich Steiermarks größter Wasserschatz. Dank der 76,5 km langen Trinkwassertransportleitung der ZWHS sind wir mit diesem Schatz verbunden. Die Grazer Stadtwerke AG ist Mehrheitseigentümer der Zentral-Wasserversorgung-Hochschwab Süd. 1/3 des Wassers für den Großraum Graz kommt vom Hochschwab. Der Rest wird in den WasserwerkenAndritz und Friesach gewonnen. Verteilt wird das lebensspendende Nass über die Rohrleitungen der Grazer Stadtwerke AG – auf einer Gesamtlänge von 1.200 km zu über 28.000 Hausanschlüssen.
Klipp:Wie steht es um die Qualität des Wassers aus Graz?
Gebiete mit bestem steirischen Wasser aus Graz beliefern zu können.
Klipp:Woher kommt eigentlich das Grazer Wasser?
Wolfgang Malik: Im Hochschwabmas-
Malik: Das Grazer Wasser,das in den Wasserwerken Andritz,Friesach und dem südlichen Hochschwabgebiet gewonnen wird,ist von so hoher Qualität,dass es weder desinfiziert noch sonst wie aufbereitet werden muss. Wir liefern Natur pur – imVergleich zu
6
Unsere Lebensquelle Wasser
ziente und allen Regeln der Technik entsprechende Projektabwicklung. Die Untersuchung und Überwachung der Trinkwasserqualität erfordert viel Erfahrung und eine hochwertige analytische Ausrüstung. Mit dem Betriebslabor des größten steirischen Wasserversorgungsunternehmens sind wir voll und ganz auf die Bedürfnisse unserer Kunden ausgerichtet.
Messner: Wir haben versucht,uns mit unserer Stadtwerke-“Wassertroika“, Bereich Wasser,Zentral-Wasserversorgung-Hochschwab-Süd und Styrian Aqua Service,gut auf die neuen Herausforderungen der Wasserwelt vorzubereiten. Die Wassermänner und Wasserfrauen sind in Kooperation mit ihren Partnern auf gutem Weg. Die Botschaft der Grazer Stadtwerke AG
anderen europäischen Städten dieser Größenordnung eine positive Ausnahme! Fazit:Grazer Wasser ist ein Cuvée besten steirischen Wassers ohne jegliche Aufbereitung und darauf sind wir stolz.
Klipp:Die Grazer Stadtwerke AG hat auch neue Geschäftsfelder erschlossen. Welche im Bereich der neuen Wasserdienstleistungsgesellschaft sind das?
Malik: Jahrzehntelange Erfahrung,gekennzeichnet durch Verantwortung und Sorgfalt in der Qualität und Versorgungssicherheit stehen bei unseren Wasserdienstleistungen im Mittelpunkt. Wir haben die Kraft der Stadtwerke gebündelt für die neue Welt der Wasserwirtschaft. Das überregionale
SAS – Styrian Aqua Service www.sas.or.at
Bereich Wasser der Grazer Stadtwerke AG www.grazer-stadtwerke.at
ZWHS – Zentralwasserversorgung Hochschwab Süd www.zwhs.at
Anbieten von Wasserdienstleistungen in den Märkten Südösterreich,Slowenien und Kroatien ist die Hauptaufgabe der Styrian Aqua Service GmbH. Wir erarbeiten darin individuelle Pakete,die exakt auf die Anforderungen unserer Partner zugeschnitten sind. Dabei sichern wir durch laufende Kontrolle und Wartung der Wasserversorgungsanlagen unseren Partnern eine optimale Versorgung. Netzanalysen sind die Basis für den Maßnahmenkatalog,der die Qualität der Wasserversorgung optimiert und garantiert. Mit einem der modernsten Messbusse Europas sind wir in der Lage,rasch,flexibel und rund um die Uhr auch in den entlegensten Gebieten zu arbeiten. Wir übernehmen für unsere Partner auch die Planung,Ausschreibung, Bauleitung und Dokumentation von Wasserversorgungsanlagen. Die Erfahrung aus über 1.200 Einzelbaustellen pro Jahr garantiert unseren Partnern eine effi-
zum Thema Wasser: Gemeinsam mit unseren Partnern können wir weitere Teile der Steiermark ausreichend mit gutem steirischen Wasser versorgen und in den neuen EU-Ländern Wasserdienstleistungen anbieten.
Die Grazer Wasserkaraffe ist ab 25 € erhältlich im KIS-Center am Andreas-HoferPlatz 15, Tel.: 0316 / 887-0;
7
❑
Edles Gut in edlem Glas
Vorstandsdirektoren Dipl.-Ing. Wolfgang Malik und Dr. Wolfgang Messner: Die Grazer Stadtwerke bieten regionale und überregionale Wasserdienstleistungen an.
Mein Grundgedanke:Der Gesetzgeber in Österreich – das sind die politisch Verantwortlichen – hat die Verpflichtung,aufgrund der berechtigten und notwendigen Wertschöpfung (Steuer-Einnahmen) im Rahmen der wirt-
schaftssystem ab,das mit einem hohen Lebensstandard und einer sicheren Altersversorgung verbunden ist?
Ganz sicher nicht mit unserer HändeArbeit,denn die persönliche Leistung – ob geistig oder dieArbeit der Hände – kann man
schinen und Erfindungen ausgeht,welche die Wirtschaftsleistung (Produktivität) erhöhen. Leider werden dabei aber auch Arbeitsplätze vernichtet. Der Erfolg aus dieser Produktivitätssteigerung muss in Form von Grund- und Sozial-
teundmüssteallerdingsgesamtwirtschaftlich denken,um das Gemeinwohl der gesamten Bevölkerung zu sichern.
Meine Überzeugung:Nicht die Vollbeschäftigung der Bevölkerung bringt und sichert uns einen
Die Gedanken eines Obersteirers zur Politik und ihren Auswirkungen Leider keine Spur von christlich-sozial
schaftlichen Möglichkeiten ein finanzierbares,moralisch fundiertes gerechtes Sozialsystem für die Bevölkerung zu erbringen.
Nicht gerecht
„Wie erlebt der Einzelne die jetzige Politik und ihre tiefen,einschneidenden Maßnahmen?“, wollte KLIPP wissen. Nicht vom Experten,sondern vom Nachbarn nebenan.
Josef Gröschl,Obersteirer,war in seiner aktiven Zeit ein anerkannter Handwerker. Er lebt inWald am Schoberpaß und arbeitet dort engagiert in der katholischen Kirchengemeinschaft mit. Und als solcher ist er von der Politik zutiefst enttäuscht und begründet das in einer sehr klaren und offenen Sprache.
Die derzeit geltende Pensionsregelung tut dies z.B. nicht,ist auch nicht sozial ausgewogen und gerecht. Generationsvertrag tönt es von vielen Lippen, so als ob die in Beschäftigung stehenden Menschen die nichtaktiven Personen erhalten müssten. Des Weiteren faselt man noch von einer Überalterung der Bevölkerung und keiner von den angeblichen Wirtschaftsexperten traut sich zu sagen,was jeder staatswirtschaftlich verantwortungsbewusste Mensch wissen müsste:dass der gesamte Lebensstandard der Bevölkerung – gleichgültig ob das die Pensionen,ein Grundeinkommen,Sozialleistungen oder diverse Lohneinkünfte im staatlichen oder privaten Dienstleistungsbereich sind –ausschließlich von der gesamtwirtschaftlichen Produktionsleistung abhängig ist bzw. finanziert wird.
Ja,wie sichert man nun wirklich ein gesundes und starkes Wirt-
nicht beliebig rationalisieren bzw. steigern. Nur mittels Einsatz von kleinen und großen handwerklichen Maschinen kann ich meine persönliche Arbeitsleistung im Dienstleistungsbereich erhöhen. Aber ohne Energie – in welcher Form auch immer – ist nicht einmal eine Dienstleistung steigerbar. 98 Prozent und mehr der gesamten Wirtschaftsleistung werden vondenvorhandenenMaschinen geleistet.
Millionen von Erfindungen im industriellen und wirtschaftlichen Bereich einschließlich Kraftwerksbauten für den gesamten Energiebereich sowie bessere Anbaumethoden in der Landwirtschaft waren notwendig,um den heutigen Lebensstandard zu erreichen. Es ist ein für alle Mal klarzustellen,dass der „wirtschaftliche Nutzen“ von leistungssteigenden Ma-
einkommen der gesamten Bevölkerung zugeführtwerden.Geschieht dies nicht,so sinkt die notwendige Kaufkraft und soziale Missstände in der Bevölkerung sind vorprogrammiert. Nimmt mandasinKauf–egal ob in Amerika oder Europa –,so geht jede leistungsfähige Wirtschaft den Bach hinunter,da gehen Kaufkraft und damit Konsum zurück.
System ist faul
Das heißt,dass man trotz strotzender Produktionskraft und Warenüberschuss eine positive Weiterentwicklung der Produktionskräfte verhindert und den erreichten Lebensstandard dezimiert. Wenn jemand bei einem vollgedeckten Tisch den Gürtel enger schnallen muss,so ist doch etwas faul an dem System, oder nicht? Man fragt sich,warum und wieso solche Fehlhaltungen von an und für sich intelligenten Menschen möglich sind. Ein Produzent denkt,wie eben ein Produzent denken muss. Wie kann ich am besten gegenüber der vorhandenen Konkurrenz bestehen,ebenso ein Bankmann oder Gewerbetreibender. Ein Staatsmann soll-
hohen Lebensstandard,sondern nur,wenn die notwendige Steuerlast (Wertschöpfung) von der produktbezogenen Wirtschaftsleistung entwickelt bzw. bezahlt wird.
Mit einer immer höheren Besteuerung der Lohn- und Gehaltskosten wird man die ProblemenichtindenGriffbekommen, zieht man dem wachsenden Kapitalismus keine Zähne.
Menschenwürde vergessen
Es macht keinen Sinn,wenn mittels Rationalisierungen und besserer Anbaumethoden die Wirtschaftsleistung erhöht wird,wenn nicht die Kaufkraft der gesamten Bevölkerung der erhöhten Wirtschaftsleistung angepasst wird. Würde doch auch endlich erkannt werden, dassdiejetzigeFormderMarktwirtschaft eine Geißel der Menschheit ist,die brutal die Menschen,welche unter die Räder der wirtschaftlichen Probleme kommen (Insolvenzen usw.),in den Abgrund der Verzweiflung bringt und jegliche Menschenwürde in den Boden stampft. Mehr Ehrlichkeit und daraus folgende Konsequenzen wären und sind notwendig, wenn die Zukunft im vereinigenden Europa einen friedvollen Verlauf und Bestand haben sollte. ■
43 Klipp Juni 2004
Der Grazer Historiker Univ.Prof. Siegfried Beer weiß, dass er in seinem Spezialgebiet stets auf „verlorenem Posten“ steht. Selbst das,was die Geheimdienste Jahrzehnte später preisgeben,ist meist bruchstückhaft und unvollständig. Top secret bleibtoftfürimmertopsecretund Agenten nehmen ihr Wissen mit ins Grab. „Und dennoch ist unsere Arbeit sehr aufschlussreich“, betont der Grazer Historiker. Seit 20 Jahren forscht er über die Geheimdienste in Europa. Der Zugang zu den Unterlagen gelingt oft nur über verschlungene Wege. Vor wenigen Wochen reisten hochrangige Geheimdienst-Vertreter und -Experten aus den USA,Israel,Deutschland,Bulgarien,den Niederlanden und Österreich völlig ungeheim zu einem mehrtägigen Symposium und Gedankenaustausch nach Graz an. Vom Namen her am prominentes-
ten:Miroslav Tudjman,der Sohn des verstorbenen kroatischen Staatspräsidenten.
Brisantes Wissen lagert in Washington
„Begonnen hat alles eher zufällig bei einem Forschungsaufenthalt in Washington“,sagt Prof. Beer, der mit einer Amerikanerin verheiratetist.Damalsmachteihnein Archivar darauf aufmerksam, dass der CIA bislang geheimes Material aus der Nazi- und Kriegszeit über Österreich freigegeben hätte. „Das habe ich mir sehrgenauangeschautundeswar eine faszinierende Sache,die mich bis heute nicht mehr losgelassen hat.“ Er war schon damals erstaunt,wie umfassend die Geheimdienst-Unterlagen der AmerikanerüberÖsterreichwaren.Da habenhunderteExperteninjahrelanger Arbeit Detailarbeit geleis-
Grazer
Historiker Siegfried Beer: Ein Experte für Geheimdienste
Den Spionen auf der Spur
tet. „Es waren auch für mich als Historiker zum Teil sehr brisante Informationendabei.“
IndenUSAgibtes–dieAngaben darüber sind unterschiedlich –zwischen 13 und 20 hochkarätige Geheimdienst-Organisationen, wobei der CIA und die NSA (National Security Agency) noch die bekanntestensind.Wasabernicht heißt,dass die übrigen nicht weniger effektiv arbeiten. Kein Zufall daher,dass es auf amerikanischen Universitäten sogar eigene Lehrstühle gibt, wo man „Intelligent Studies“ absolvieren kann. Auch in Großbritannien und in Frankreich,aber auch in Russland spielen Geheimdienst-Organisationen eine weit größere Rolle als bei uns. Ganzbesondersseitdem11.September 2001 hat die Tätigkeit der Geheimdienste noch mehr an Bedeutung gewonnen. Beer hat in Graz das „Austrian Center for Intelligence,Propaganda and Security Studies“ gegründet. „Wir wollen damit auch in Graz künftig diese Forschungsbereiche,die von höchster Aktualität und von staatspolitischer Bedeutung sind, aufgreifen.“ Es gibt bis dato im deutschen Sprachraum keine vergleichbareInstitution.Trägerdieses Zentrums ist die alsVerein registrierte „Österreichische Ge-
sellschaft für Geheimdienst-, Propaganda- und Sicherheitsstudien“ (ÖGGPS). Der Bedarf an geschultem Personal auf den Gebieten Intelligence,Propaganda undSicherheitseidringendgegeben,lautet die Einschätzung der nach Graz angereisten Experten. Zigtausende junge Universitätsund High-School-Absolventen finden in den jeweiligen Geheimdiensten und Sicherheitsunternehmen zumindestfüreinigeJahre hoch bezahlte Jobs. „Wobei wir“,so Beer,„in Graz logischerweise am Boden bleiben und wissen,dass unsere Möglichkeiten sehr beschränkt sind. Wir wissen aber,dass auch beiunsdasstudentischeInteresse am Themenfeld Intelligence sehr groß ist.“ Die Aufgabenbereiche des Centers sind dieAnalyse und InterpretationgegenwärtigerProbleme,die Schulung und Weiterbildung,dieLehreundForschung im traditionell historischen Kontext,eine interdisziplinäre und internationale Kooperation,verbunden mit Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit.„Ichdenke, dass wir in den nächsten Jahren auch in Österreich das wissenschaftliche Interesse an der Geheimdienst-Forschung,aber auch an der Ausbildung wecken können.“ ■
44 Klipp Juni 2004
Sicher ein wichtiger Geheimnisträger: Miroslav Tudjman, der Sohn des verstorbenen kroatischen Staatspräsidenten, gegenwärtig als Professor an der Universität von Zagreb tätig
Franz Berndorfer, Brigadier, Österreichische Militärische Abwehr
Fotos:Kolaric
Alt werden und krank sein –ein Gedankenpaar, das Sorgen macht. Denn wer pflegt und begleitet Menschen, die nicht im Spital oder in einem Heim in ihrer letzten Lebensphase betreut werden? Der im Jahr 1993 gegründete Hospizverein Steiermark arbeitet dafür, Schwerstkranke und Sterbende ehrenamtlich zu betreuen. KLIPP sprach mit Annelies Seidl, Teamleiterin in Hartberg und auch stellvertretende Landes-Obfrau. Sie widmet sich seit zehn Jahren völlig unentgeltlich dieser schwierigen Aufgabe.
DieseTätigkeitbereichertmein Leben“,sagt sie im KLIPPGespräch in Hartberg,wo sie zu Hause ist. Die drei Kinder sind praktisch erwachsen,stehen auf eigenenBeinen,AnneliesSeidlist geschieden,wirtschaftlich selbstständig und kann sich so gesehen ihre Zeit selbst einteilen. „Das SterbenundderTodwerdeninunserer Gesellschaft tabuisiert und nur noch extern erlebt. Das ist schlecht für unsere Generation, die als Nächstes drankommt.“ Kinder haben nicht die Möglichkeit,dasalsnatürlichenProzesszu erfahren. Ein geplantes Schulprojekt soll Kindern näher bringen, dassSterbenzumLebengehört.
Einfach da sein und zuhören können
Wenige Stunden vor dem Gespräch mit KLIPP erhältAnnelies Seidl denAnruf einer verzweifelten Frau. Sie erzählt ihr,dass sie als Schwiegertochter den schwerkrankenBauernpflegtundbegleitet. Sie sei bereit,diese schwere Aufgabezuerfüllen,dochfühltsie sich ausgebrannt und ausgenützt. „Ichhab’ihrgeraten,siemusslernen,sich abzugrenzen,weil Schwerkrankedas–nichtinböser
Absicht–vonihrerUmgebung hin und wieder verlangen. Ich hab’ihr einige Tippsgegeben,wiesiedamit gut umgehen kann. Denn nur so kann sie ihn liebevoll begleiten,sonst wird sie bald ausgebrannt sein“,soAnneliesSeidl. Üblicherweise begleitet ein Hospizbetreuer einen Schwerstkranken und gönnt sich dann eine längere Auszeit,um wieder mit voller Kraft sich der Betreuung widmen zu können. „Immer wieder kommt es vor,dass Menschen einfach am Hospiz-
vom Denken her viel geändert. „Ich bereue keine Minute,die ich dafür aufgewandt habe. Wir sind keine Experten“,wehrt sie Lob ab. „Wir sind nur sensibler für dieses Thema und in unserer Bewegung sind alle Berufe vertreten.“ Mehr als 300 Betreuer wurden bisher allein in Hartberg ausgebildet, viele tun es aus „Vorsorge“,weil sie früher oder später in der Familie damit konfrontiert sein könnten,andere wiederum stellen sich aktiv zur
Die Hospizbewegung betreut Menschen auf dem letzten Lebensabschnitt Ich habe noch keine Minute bereut
telefon um Rat fragen und sich nach diesem Gespräch wirklich viel besser fühlen,wie die 43Jährige.“ Sie habe einen Gehirntumor,wolle auch anonym bleiben,habeesbisherniemandemin ihrer Familie und auch nicht in ihrem Freundeskreis gesagt. Sie habe einen Wunsch,glaube allerdingsnicht,dassdieserumsetzbar sei.„Ichtät’gerneinDorffestmachenunddortwerdenesdannalle wissen,aberichtrau’michnicht.“
Annelies Seidl bestärkte sie in diesem Wunsch und nach dem
Festmeldetesichdieschwerkranke,aber glückliche Frau. Alle im Ort wären verständigt worden und alle,wirklich alle,seien gekommen,mit Blumen und anderen kleinen Geschenken. „Es war der schönste Tag in meinem Leben“,dankte die schwerkranke 43-Jährige der Hospizbetreuerin.
300 Betreuer ausgebildet
IndenzehnJahrenihresEngagements für die Hospizbewegung hat sich auch in ihrem Leben
Partnerschaft mit dem Hospizverein Steiermark
Verfügung.Annelies Seidl ist als Teamleiterinfürrund30Hospizarbeiter verantwortlich,die im Schnitt eine Stunde pro Woche Hospizarbeit leisten,regelmäßig ihre Erfahrungen austauschen und sich weiterbilden.
Hellhörig sein
Erster Grundsatz bei der Hospizarbeit sei,sich selbst hintanzustellen und zu klären,was braucht der schwerkranke und leidende Mensch. Sparsam mit
Die Steiermärkische begleitet die Menschen in ihrem Geldleben und hilft ihnen langfristig vorzusorgen.DamitstehtsiedenGrundüberlegungendesHospizvereinesSteiermarksehrnahe.DerSlogander Sparkassen „In jeder Beziehung zählen die Menschen“ spiegelt das Bestreben des Hospizvereins sehr gut wider. „Diesen Gedanken zu leben und in eine Projekt-Partnerschaft einfließen zu lassen,halte ich für sehr wichtig“,so Fabisch. Gelebt wird die Partnerschaft auch durch die Gesundheitskoordinatoren der Steiermärkischen,die in den Regionen tätig sind und die Bezirksstellen des Hospizvereins in der Steiermark vor Ort als Kontaktstelle unterstützen. Dazu Fabisch:„Das persönliche Engagement unserer Mitarbeiter ist neben dem sozialen Grundgedanken das Besondere an diesem Projekt.“ Jedervonuns,jederMenschwirdfrüheroderspäterdamitkonfrontiert,einenWegfürseinenletztenLebensabschnitt oder den von Nahestehenden zu gestalten.Allzu oft geschieht dies unvorbereitet im Zustand der Betroffenheit. Es fehlt weiterhin eine Kultur um Sterben,Tod undTrauer. Beim 1. Steirischen Hospiz- und Palliativtag am 19. Juni 2004 in Graz hatte man Gelegenheit,sich aus erster Hand über Möglichkeiten und Stand der Hospizarbeit und Palliativbetreuung in der Steiermark zu informieren.
45 Klipp Juni 2004
Teamleiterin Annelies Seidl: „Sparsam mit guten Ratschlägen umgehen.“
Foto:Kolaric
(Fortsetzung auf Seite 47)
Die
Wandlung des Politikers Werner Miedl – früher schärfster Gegner der Bettler, heute:
Auf Du mit den Roma
In seiner Zeit als Grazer ÖVP-Gemeinderat verurteilte Werner Miedl, im Zivilberuf Polizist, die bettelnden „Zigeuner“ und das tolerante Vorgehen des damaligen Bürgermeisters Alfred Stingl scharf. Mittlerweile unterstützt und
„Mir wird schlecht,wenn ich Sie sehe“,attackierte Pfarrer Pucher bei einer ORF-Landesstudio-Feier vor
initiiert Werner Miedl – jetzt bekanntlich im Nationalrat – Hilfsaktionen für die Ärmsten der Armen. Gemeinsam mit Vinzi-Chef Pfarrer Pucher hat er in Hostice in der Ostslowakei ein vorbildhaftes Hilfswerk installiert.
wenigen Jahren den Polizisten und Politiker Werner Miedl. Sinngemäß auch die Reaktion von Werner Miedl. „Ich hab’ihm aber schon damals bei konkreten Sachen meineHilfeangebotenunderhat michbereitszweiTagespäterangerufen und ich hab’mein Versprechen eingelöst.“ Es ging um 15 Nähmaschinen,die er ins slowakischeHosticebringenwollte.
„Einen Teil davon habe ich persönlichfinanziert“,soMiedl.Gemeinsam fuhr man nach Hostice, mitvielSkepsis,wieMiedlsagte, deponierte dort die Nähmaschinen.„AlsichnacheinemJahrbei
einem neuerlichen Besuch gesehen habe,mit welcher Freude und mit welchem Geschick die Frauen dort
nähten,hat sich mein Bild gewandelt.“ Auf nur 20 Quadratmeter Raum stellten 15 Näherinnen ihre Kreationen her. „Die Luft und alles war furchtbar“,so Miedl,„da haben wir gesagt,wir müssen für diese Menschen ein Haus finden.“ 90.000,– Schilling des Kaufpreises von 120.000,– Schilling sammelte dann Miedl dafür und heute ist der Vinzi-Dom ein Zentrum für die RomadereinzelnenOrteundUmgebung. „Wir haben das Haus daraufhinsaniertunddieMenschennützen esbestens“,freutersich.„Undesist ja nicht so,dass die von Geburt an nichtarbeitenwollen,esgibtnurkeine Arbeit dort.“ In einem weiteren Schritt wurden mit Hilfe der Steiermärkischen mehr als ein Dutzend Computer nach Hostice gebracht, sieben davon sind imVinzi-Dom installiert,der Rest auf der Technischen Universität. „Dabei hat uns wieder ein anderer Ungar,nämlich der Rektor der Technischen Universität Albert Sandor,geholfen.“ Er erhielt für seine Studenten ebenfalls siebenComputer–unterderVoraussetzung,dass er stets einen RomaStudenten aufnimmt. Miedl:„Die Roma werden von den Slowaken –leider muss ich das sagen – völlig missachtet. Es war sogar so,dass in einem Hotel zwar wir bedient wurden,aber den Rom in unserer Runde wollte man vorweg nicht bedienen.“
Unvorstellbare Armut mitten in Europa, nur 150 Kilometer von Wien entfernt.
46 Klipp Juni 2004
Roma-Kinder: „Außen nicht so sauber wie ihre Seele.“ (Miedl)
Steirer bringen Hoffnung
Seitdem die Steirer dieses Hilfsprojekt gemeinsam mit dem dortigen Verein Meta auf die Beine gestellt haben,gibt es so etwas wie eine Hoffnung für die Menschen dort. Die jüngste Freude für die rund 800 Roma in Hostice,einem Dorf mit 1000 Einwohnern,war ein Kinderfest,das Werner Miedl und ein Team von WIKI dort organisierten.
„Ich habe noch nie eine solche FreudebeiKinderngesehen“,fühlt sich Miedl in seinem Wirken bestätigt. „Ich hab’denen eine Schachtel mit Bleistiften hingehalten,jeder hat nur einen herausgenommen und wie sie dann die von uns mitgebrachte Hupfburg benützt haben,haben sie mir den Bleistift zum Aufbehalten gegeben und ihn dann wieder geholt.“ Der Bürgermeister von Hostice – ein Rom,der in Graz gebettelt hat – hat es zustande gebracht,dass im VinziHaus in Hostice künftig EDVund damit Internet-Anschlüsse möglich sein werden. Werner Miedl:„Die dafür notwendigen Computer (15 Stück) und auch die Einschulung steuern wir mit Hilfe von Sponsoren bei.“ Der
Hospizbewegung gibt Wärme (Fortsetzung von Seite 45)
„Aus dem Saulus wurde ein Paulus“, so Vinzi-Obmann Wolfgang Pucher (re.) über NAbg. Werner Miedl (li.), Bürgermeister von Hostice Ondrej Berki (Mitte)
Bürgermeister selbst ist für seine Gemeinde zu einer Autorität und Person mit Charisma geworden. Das nächste Projekt ist bereits in Arbeitundesgehtdabeidarum,ein Stück Straße zu asphaltieren,das rund 5.000,– Euro kostet. „Pfarrer Pucher und ich werden – so denke ich – das Geld schon zusammenbringen“,lässt sich Miedl seinen Optimismus nicht nehmen. Er ist aber weit entfernt davon,sich einer „Roma-Romantik“ hinzugeben. „Ich bin da schon Realist,aber eines ist festzuhalten – die Kinder sind äußerlich oft nicht so sauber
WIKI-Mitarbeiter stoßen auf das gelungene Kinderfest an.
wie bei uns,aber in ihrer Seele doch.“DieRomagehenmitvielen Tabu-Themen offen um und sind sehr rücksichtsvoll untereinander. „Wenn ich einem RomArbeit biete –sie muss für ihn schaffbar sein –, dann nimmt er sie auch an. Grundsätzlich glaube ich,dass man den Menschen dort helfen muss,wo sie daheim sind,und mit aller Kraft verhindern,dass sie ihre Heimatregion entvölkern.“ Miedls Vision:Dass österreichische Städte jeweils eine Roma-GemeindeinderSlowakeiunterstützen sollten. „Die Slowaken wollen sie nicht,die Roma betteln nichtwirklichgern,esisteinscheußliches Leben und nur so könnten wir ihnen wirklich helfen.“ ■
treuung Menschen begleitet,deren Leben z.B. erst in der letzten Phase gelungen ist,weil sie sich mitteilen konnten,aber auch Menschen erlebt,die vieles unerledigtlassenmusstenundsichdadurchschwervondieserWeltverabschiedethaben.Fürsichselbst, aber auch bei der Einschulung
Die Idee dahinter
In jeder Beziehung zählen die Menschen. Der neue Steiermärkische-General Dr. Fabisch mit Hospiz-Geschäftsführerin Sabine Janouschek und Obmann Karl Harnoncourt
guten Ratschlägen umgehen und nur dann kommen,wenn man gerufen wird. Und warum setzt sie sich dafür ein? „Mir geht’s gut in meinem Leben und ich möchte einfach etwas davon zurückgeben,hab’aber in den Jahren schon mehr zurückbekommen,als ich gegeben habe.“
WichtigfüreinenHospizbetreuer sei es,hellhörig zu werden und auf den anderen,der sich in einer Ausnahmesituationbefindet,einzulassen. „Das,was der Patient wünscht,istunserAuftragundoft tutesunsLeid,dasswirzuspätin der letzten Lebensphase gerufen werden.“ Sie habe in ihrer Be-
oder bei der Betreuung hat sie eines gelernt:„Wenn man Wünsche und Träume im Leben hat, dann sollte man diese – wenn irgendwie möglich – so rasch wie möglich umsetzen. Denn so oft habe ich dieAussage gehört:Wie gern hätte ich noch das und das gemachtodererledigt...“ ■
Hospiz–das WortbedeutetHerberge.EineHerberge,inderschwerkranke Menschen und auch ihreAngehörigen Gastfreundschaft erfahren,in der sie erfahren,dass jemand für sie Sorge trägt,wenn sie müde sind,Schmerzen haben oder nicht weiterwissen,eine Herberge,in der man sein Herz ausschütten kann,jemandem seine Geschichteerzählenkann,andemmantiefernstgenommenwirdinseiner Persönlichkeit,seinen Wünschen und Bedürfnissen. „Alle Dinge haben nur denWert,den man ihnen verleiht“,schreibt Jean Baptiste Molière und gerade in der Umsetzung der Hospizidee,d.h. in der Art und Weise,wie wir mit schwerkranken,sterbenden Menschen und ihren Angehörigen umgehen,zeigen sich die zentralen WerteeinerGesellschaftwieineinemVergrößerungsglas.Krisensituationen–unddasSterbeneinesnahestehendenMenschenistohne Zweifel eine solche – machen offenbar,wo wir menschlich stehen.
47 Klipp Juni 2004
Foto:Stuhlhofer
...
VinziHelp-Frauengruppe in Graz Oft letzter Rettungsanker
Mathilde Unterrieder ist geprägt durch die sieben Jahre,die sie im Dienste von Pfarrer Wolfgang Pucher für Menschen in Not da ist:„Es gibt aber Schicksale,wo jemand praktisch von heute auf morgen in eine furchtbare Lage kommt, etwas,was jedem von uns passieren kann.“ Das war der Auslöser für die Gründung von VinziHelp in Graz (Frauen helfen Frauen). „Die psychosozialen Zentren sind alle überlaufen,da warten viele Monate auf Unterstützung. Wir unterstützen derzeit 13 Frauen,die aus verschiedenen Gründen nicht zu ihrem Recht kommen.“ An zwei Lebensgeschichten soll im Folgenden das Engagement von VinziHelp verdeutlicht werden.
Völlig unschuldig und doch hilflos
„Ich komme mir so hilflos,verloren und von allen im Stich gelassen vor!“ So endet ein Brief, denVinziHelp MitteApril erhält. Der 24. Juli 2002 beginnt fürAnna L.* wie jeder andere Tag auch. Sie macht sich mit dem Auto auf denWeg zurArbeit. Ein entgegenkommendes Fahrzeug fährt ihr frontal hinein. Dieser Unfall verändert ihr Leben radikal. Seitdem leidet sie an massiven Rückenschmerzen und vor allem schweren Depressionen. Wie ihre Familie fragt auch der Chef:„Wann wirst du so wie
früher?“ Im März 2003 verliert sie ihre gut bezahlte Arbeit als Auftragssachbearbeiterin. Sie beginnt mit privaten,teuren Therapien,weil die Kassentherapien zu wenig effizient sind,in der Hoffnung,ihr Unfalltrauma aufarbeiten zu können. Die Verschuldensfrage des Unfalles ist eindeutig geklärt,der Schaden am Auto wird von der gegnerischen Versicherung bezahlt. Aber das Schmerzensgeld muss sie einklagen. Der Anwalt,den sie aufsucht,erklärt ihr wahrheitsgemäß,dass sie den Prozess auch verlieren könnte,wenn auch die Wahrscheinlichkeit sehr gering ist – wie er hinzufügt.Anna L.:„Wie soll ich denn überhaupt einen Anwalt bezahlen?“ Sie versteht die Welt nicht mehr. Ihr wurde so viel Leid zugefügt, ihre Existenz gefährdet und sie hat vor allem ihre Gesundheit verloren. Und dann muss sie noch darum kämpfen,dass man ihr finanziell abgilt,was in Wirklichkeit auch mit Geld nicht aufzuwiegen ist! Nur mühsam findet sie Monate später wieder eine Arbeitsstelle,weit weg von zu Hause,wo niemand sie kennt. Aber dass sie nicht mehr belastbar ist,merkt der neue Arbeitgeber sehr schnell. Er behält sie nicht! VinziHelp ist für diese Frau zu einer Stütze geworden. Oft reicht ein längeres Gespräch, in dem sie sich ihreVerzweiflung von der Seele reden kann,
manchmal ist es das Aufzeigen und Organisieren eines möglichen nächsten Schrittes zur Besserung des Wohlbefindens. So kann sie es vielleicht eines Tages wieder alleine meistern:Das Leben voller Überraschungen,von denen niemand weiß,ob sie nicht auch ihn treffen!
Ein Unglück kommt selten allein
Bis Oktober 2000 war für Elfriede K.* die Welt in Ordnung,wie bei den meisten von uns. Alleinerzieherin zweier Kinder,schöne Wohnung,eine Berufstätigkeit,die Spaß macht,weil sie mit Menschen zu tun hat. Auf einmal wird sie dort überflüssig. Personalabbau! Noch nimmt sie es gelassen hin. Sie ist noch jung genug,wieder eine Beschäftigung als Verkäuferin zu finden. Eine Woche später hat sie einen Besorgnis erregenden Zusammenbruch,durch den Arzt erfährt sie,dass es sich um einen epileptischen Anfall gehandelt hat. Elfriede K. ist klarerweise geschockt,weil sie das zum ersten Mal erlebt hat. Es folgen ein längerer Krankenhausaufenthalt und Krankenstand. An Arbeitsuche ist nicht zu denken. Wer wird jemanden einstellen,der an Epilepsie leidet? Sie wird medikamentös eingestellt,doch die Probleme nehmen zu. Zu den gesundheitlichen Schwierigkeiten kommen auch finanzielle.
Auf einmal ist die Wohnung fast nicht mehr leistbar. Es kommt zu ersten Mietrückständen. Der Bruder hilft aus. Ende September 2003 bricht die Welt für sie völlig zusammen,denn da erleidet auch ihre damals 14-jährige Tochter den ersten epileptischen Anfall. Die Frau ist darüber so verzweifelt,dass sie nicht mehr leben will. Sie wird in die Psychiatrie eingeliefert. Damit ist der Tiefpunkt ihres Lebens erreicht. Als es ihr wieder besser geht,versucht sie mit Unterstützung des Arbeitsmarktservices für psychisch Kranke wieder im Arbeitsleben Fuß zu fassen. Das geht nicht von heute auf morgen. Sie kommt zu VinziHelp,als sie vor der Delogierung steht. Der Mietrückstand ist inzwischen so hoch,dass das Sozialamt Zahlungen ablehnt. VinziHelp gelingt es mit Unterstützung der Caritas und des Landes Steiermark,die Zwangsräumung zu verhindern! Mathilde Unterrieder:„Damit hat sie wieder Hoffnung,ihr Leben in geordnetere Bahnen zu bringen. Wir werden ihr dabei helfen.“
* Name von der Redaktion geändert
Finanzielle Unterstützungen sind erbeten an:VinziHelp, Konto-Nr. 02200-600.811 bei der Steiermärkischen,BLZ 20.815.
48 Klipp Juni 2004
Mathilde Unterrieder (auf dem Bild im gelben Rock), Obfrau der VinziHelpGruppe: „Helfen wollen belastet natürlich, aber es ist auch erfüllend.“
Foto:Wolfgang Pucher
Die wahre Geschichte des grünen Steirerherzens
Der Steiermark Tourismus ist wieder auf das grüne Steirerherz gekommen. Während sich andere rühmen das Herz erfunden zu haben, muss diese Geschichte umgeschrieben werden.
Jahrelang hatte das langjährige Symbol der Steiermark,das grüne Herz mit dem Schriftzug „Steiermark das grüne Herz Österreichs“ ausgedient, nun solle es wieder in die Grüne Mark einladen. Das „Geburtsjahr“ des grünen Her-
Der Grazer Künstler Helmut Gross nämlich hat das grüne Herz, das die Steiermark lange Jahre bewarb, bereits 1972 kreiert und damit das steirische Ursprungsherz geschaffen.
„Steiermark das grüne Herz Österreichs“ – ein Symbol für die Grüne Mark wird nun wieder entdeckt, Erfinder ist der Grazer Künstler Helmut Gross
zens geht ins Jahr 1972 zurück. „Damals hat mich der damalige Landesrat Franz Wegart beauftragt statt dem damals verwendeten grünen Eck ein anderes Symbol für die Steiermark zu gestalten. Wir kamen auf das grüne Herz. Ich machte zahlreiche Entwürfe. Wegart entschied sich schließlich für eines mit der Schrift Cooper black,das als
Werbesujet zahlreiche Verwendung fand“,erzählt Helmut Gross. Das Herz wurde vom damaligen Landesfremdenverkehrsamt übernommen und zierte sämtliche touristischen Plakate,Schriften etc.,die für die Steiermark warben. Später kam es gewissermaßen zum Niedergang des Herzens:Man veränderte es,schuf unstimmige Varianten und Modifikationen. Alles ohne Wissen von Helmut Gross,der sich damals nicht weiter darüber aufregte,weil er damals als Grafiker arbeitete und von Aufträgen auch der Touristiker zu leben hatte.
„Das ursprüngliche Herz stammt von mir“, sagt Helmut Gross
Nun ist es aber genug. „Mich ärgert,dass sich andere mit dem Herz brüsten,ich aber nirgends als
„2 Felsen auf Malta“ – die Malerei befreit von sklavischen Wiedergabe der Wirklichkeit
„Freude“ – das Wesentliche zum Erglühen gebracht
Erfinder und ursprünglicher Gestalter des Steirerherzens erwähnt werde. Das ist einfach ein Missbrauch,wenn man den Urheber nicht berücksichtigt“,erzürnt sich der Grazer Künstler Helmut Gross über die Ignoranz. Andere rühmen sich als Gestalter des grünen Herzens wie zuletzt in KLIPP 11/2003 der KünstlerAugust PlocˇekZwar seien die Nutzungsrechte verkäuflich,die Urheberrechte aber nie. Möglicherweise fuhren Werbeagenturen mit der (Um-) Gestaltung des ursprünglichen von Gross gestalteten Herzens ganz gut, während der in Andritz lebende Künstler durch die Finger schaut und nicht einmal Erwähnung findet. Helmut Gross kann neben den zahlreichen Originalentwürfen,die er für den Besuch auf dem Boden des Wohnzimmers ausbreitet,aucheinenweiteren Beweis für sein Copyright am grünen Steirerherzen erbringen:In der Schrift „Geschichte des steirischen Fremdenverkehrs“ (Stocker Verlag) ist belegt,das er 1972 das Herz geschaffen hat. „Ich werde mich wegen rechtlicher Schritte bezüglich des
Urheberrechtes erkundigen, hauptsächlich geht es mir aber um die Aufklärung der Fakten. Das ursprüngliche Herz stammt von mir“,will Helmut Gross keinen Schlussstrich unter diese Sache setzen.
Starke Abstraktion der Formen
Wichtiger ist dem 62-jährigen Künstlerohnehinseinekünstlerische Arbeit. Seine Werke sind
Helmut Gross und seine ausgebreiteten Steiermarkherz-Entwürfe aus dem Jahr 1972: „Mich ärgert, dass ich nirgends als Erfinder und ursprünglicher Gestalter des Steirerherzens erwähnt werde.“
ausdrucksstarke Mischtechniken durchdrungen vom ständigen Bemühen und der Konzentration auf das Wesentliche. So kommt es zu einer starken Abstraktion der Formen,die in einem Grenzbereich zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion aufgehen.
Impulsiv bearbeitet Helmut Gross in einer Ausstellung am Grazer Flughafen,die noch bis 17. Juli zu sehen ist,die Themen „Graz fliegt 2003 & Inselwelten“. Im TEC Stainz sind weitere 70 Werke von Helmut Gross in einer ständigen Ausstellung zu bewundern. ■
Helmut Gross: „Segesta“ – der Süden, der als seelisch-geistiger Ort ausstrahlt
Foto:Helmut Bast
49 Klipp Juni 2004
von Helmut Bast
Stundenlang beim Fenster hinausschauen – das ist die einzigeAbwechslung im Leben des 38-jährigen Conny Wolfsgruber. Er kann nicht selbstständig essen,nicht trinken,nichteinmalineinerZeitung blättern. Sein einziger Wunsch: einen Hund als Weggefährten. Christine Kandinger,KrankenschwesterinTobelbad,machtees möglich.„Ichbetreueseit22Jahren querschnittsgelähmte Patienten und bin in dieser langen Zeit mit sehr vielen Schicksalsschlägen konfrontiert gewesen und Conny Wolfsgruber – heute 38jährig – ist einer davon.“ Als 18jähriger Führerscheinneuling hatte er einen Unfall und kann sich seither nur noch mittels Elektro-Rollstuhl fortbewegen. „Er ist völlig auf die Hilfe anderer Menschen angewiesen,ist er doch vom Hals abwärts gelähmt“,sagt Christine Kandinger,„und die Idee,Conny mit einem Hund das Leben etwas zu verschönern,kam zu Weihnach-
ten.“ Conny sah bei der Patienten-Weihnachtsfeier in Tobelbad –woergeradewiedereinmalstationärzurUntersuchungwar–im Fernsehen eine Sendung,in der ein querschnittsgelähmter Bub einen Hund als Helfer zur Seite hatte. „Er hat Tränen in den Augen gehabt und gesagt,es muss ein Wahnsinn sein,wenn man so einen Begleithund hat“,schildert Christine Kandinger. Prim. Gerd Korisek trat dann an Christine KandingermitderIdeeheran,für Conny Wolfsgruber eine Benefiz-Gala zu organisieren („Ich hab’das vor Jahren schon einmal für einen anderen Patienten gemacht“). Die Verantwortlichen der Rehabilitationsklinik in Tobelbad – Roswitha Fonatsch, GünterStanzer,UlrikeBrunner–unterstützten die Vorbereitung. Am 7. Juni 2004 war Tobelbad mit Menschen überfüllt,traten dochDJÖtzi(organisiertimletzten Abdruck von Ehepaar Kartnig),Oliver Haidt,Nik P.,Die Edelseer,die Mooskirchner,
Marco Schelch,A-Live – Hipp, Hopp und RNP und andere Künstler zugunsten von Conny kostenlos auf,Moderatoren waren Klaus Eberhartinger und Jonny Fink,dieTechnik besorgte RobertSteparundauchdasCasino Graz war dabei. „Wir waren und sind überwältigt von der großartigen Hilfe“,zeigt sich Christine Kandinger bewegt. Rund 22.000,– Euro spendeten die Menschen! Die Ausbildung von Connys Behindertenhund Chico kostet zwischen 12.000,–und 16.000,– Euro,dazu muss auch zu Hause bei Conny ein Zaun errichtet werden. Das,was übrigbleibt,kommtaufeinSparbuch und kommt anderen Patienten in Not zugute.
Sein Leben wird reicher
Der zweijährige Retriever Chico – das Wort kommt aus dem Spanischen und heißt Freund –,an diesemNachmittagbereitsander Seite seines künftigen Lebensbe-
gleiters Conny,war logischerweise der wirkliche Star und Liebling. Hunderte streichelten ihn und da wurde er schon ein wenig unruhig,doch hielt Chico tapferdurch.„Diebeidenharmonierten offensichtlich vom Anfang an“,so die Hundebetreuerin aus Vorarlberg,„weil Chico Conny Wolfsgruber als Erstem die Hand abgeschleckt hat.“ Die Grundausbildung als Behindertenhund – sie erfolgt in Vorarlberg – endet für Chico im September,dann geht es für ihn nach Oberösterreich,wo Conny wohnt. „Dort erlernt er in den darauf folgenden Monaten das, was Conny braucht“,sagt ChristineKandinger,„–obdasnundas Türöffnen ist,er mit Conny ins Dorf fährt,ihm sein Kapperl abnimmt,wenn’s ihm zu heiß ist, usw. Man wird erst dann genau erkennen,was Conny wirklich will und sein Weggefährte Chico leisten kann.“ Gepflegt wird Conny zu Hause von seiner Schwester und seiner Mutter,die allerdings nach einem Schlaganfall auch mehr Mühe hat,damit zurechtzukommen. Conny lässt sich einfach nicht unterkriegen. „Erst vor wenigen Monaten ist er auf der Intensivstation in Tobelbadgelegen,nachdemseineLunge nicht mehr mitmachen wollte“,sagt Christine Kandinger. „Davon hat er sich erholt und es freut mich umso mehr,dass er jetzt seinen sehnlichsten Lebenswunsch erfüllt bekommt.“ ■
50 Klipp Juni 2004
Vom Hals abwärts gelähmt – ein Leben im Rollstuhl, mit nur einem Wunsch:
„… ein Hund als Weggefährte wäre schön“
Chico war der Liebling bei der BenefizGala. Er ist künftig der „Lebenspartner“ von Conny Wolfsgruber.
Christine Kandinger und Prim. Gerd Korisek – sie waren die Initiatoren der Benefiz-Gala: „Wir freuen uns alle für Conny.“
Freiluftaufführungen boomen mehr denn je – doch Angst macht nicht nur das Wetter
Der Sommer naht mit Riesenschritten – auch wenn das Wetter bisher noch nicht so recht mitgespielt hat. Mit den (hoffentlich) lauen Nächten erwacht auch bei immer mehr Steirern die Liebe zur Kultur – Besuche von abendlichen Freilufttheatern,Openair-Konzerten oder Filmvorführungen (zum Beispiel „Classics in the City“ im Grazer Landhaushof) erfreuensichimmergrößererBeliebtheit. Kein Wunder,dass sich die Gemeinden hier teilweise mit immer spektakuläreren Aufführungen gegenseitig regelrecht übertreffenwollen.ZumBeispiel in Voitsberg:Hier laufen ab 25. Juni die „Drei Musketiere“ zum
Der Zauber der Freiluft
Kampf für die Freiheit auf – die legendäre Geschichte wurde von Schauspielhausstar Franz Friedrich in Bühnenform gebracht, Regie führt der junge Grazer Dominique Schnizer,der im Herbst ansvielgelobteStuttgarterTheater übersiedeln wird.
Vieles neu in Reinthal
Auch die Schlossspiele Reinthal, seit über 30 Jahren gestürmter Veranstaltungsort unterhaltsamer Theaterkunst,gehen heuer neue Wege. Für Milo Dors „Menuett“ (Premiere am 26. Juni) versammelt Regisseur Gerhard Kern fast ein komplett neues Ensemble um sich. Gleich geblie-
Sind Frauen die besseren Kommunikatoren?
Weiblicher Dreierpack
Wir versuchen,modernes Netzwerk im engsten Sinn zu leben“,betont Ulli Hinterhofer,37,zuletzt Event-Managerin bei Rath Consulting und zuvor mit jahrelanger Berufserfahrung in der PR-AgenturSzene. Sie hat sich nun mit der Firma „events undpr“selbstständiggemachtundistparallel dazu eine Büro- undArbeitsgemeinschaft mit der Agentur Biedermann & Jessenko eingegangen. „Wenn ein Kunde ein Event oder PR will,dannwendetersichanmich,imFalleei-
ben sind nur die Zukunftssorgen der Reinthaler:Seit mehr als zehn Jahren will die Stadt Graz das Schloss verkaufen,obwohl den Schauspielern einst der Ort als fixe Spielstätte zugesagt worden war. Und seit den erstenVerkaufsgerüchtenbeginntfürFranz Halbedl & Co. das Zittern,ob es auch ein „nächstes Mal“ gibt,jedes Jahr aufs Neue.
Konzerte ziehen Massen an
Nicht wegzudenken aus den sommerlichen Terminkalendern sind auch jede Menge Open-AirKonzerte.Pibersteinlocktam17.
Juli mit Rockstar Pink,das Schwarzl Freizeitzentrum kon-
tert am 8. August mit 80er-Legende Nena. Und der (aufgrund seines Subventionsvolumens) heftig umstrittene Jazzsommer am Grazer Mariahilferplatz hat heuerbeifreiemEintrittetwaden Buena Vista Social Club zu bieten. Womit nur noch zu hoffen bleibt,dass sich bald auch der meteorologische Sommer einstellt – die steirischen Veranstalter sind schon bereit. B.H.
ner Marktforschung oder anderer Produkte an Biedermann&Jessenko und bei umfassenden Projekten planen wir gemeinsam,die Dinge abzuwickeln“,beschreibt Ulli Hinterhofer die mit der Wortfolge „Three-in-Communication“ bezeichnete Zusammenarbeit. Die Ursache für das Engagement in diesem
Wollen künftig auch gemeinsam Kundenwünsche abwickeln: Ulli Hinterhofer, Luise Biedermann-Weitzendorf und Alexandra Pichler-Jessenko.
Dreierpack:„Frauen sind einfach die besseren Kommunikatoren.“ Damit keine Missverständnisse aufkommen,das hat nichts mit dem frühzeitigen Begriff des „Tratschens“ zu tun, obwohl dazu beim gelungenen,gemeinsamen Einstandsfest (Biedermann & Jessenko feierten ihr 10-Jahr-Jubiläum) mit hundert Gästen bis in die frühen Morgenstunden bei italienischen Köstlichkeiten und sogar Bauchtanzkünsten reichlich Gelegenheit war.
Gefragtes Thema Liebe: Lust auf ein Erotik-Spiel?
Z
udenzehnerfolgreichstenBrettspielenaller Zeiten zählt „Activity“,von einem österreichischen Autorenquartett erfunden und bei Piatnik verlegt; es verkaufte sich weltweit bereits weit über 2,5 Millionen Mal! Bei der aktuellen „Activity Club Edition“stehtnundasThema Liebe im Mittelpunkt. Allzu romantisch geht’s dabeinichtzu,füreinLachmus-
keltrainingistaberinjedemFallegesorgt.EinFest fürdiehämischenGegner,wenneifrigstversucht wird,einen „Exfreundinnennachheuler“ darzustellen. Und auch beim „Schlüssellochvoyeur“ dürfte einiger Erfindungsreichtum vonnöten sein! Für diekleineRacheandemoder der Liebsten haben die findigen Autorenehepaare Catty und Führer ebenfalls vorgesorgtundeinpaar„nette“Be-
leidigungsbegriffeeingestreut,dieausnahmsweise einmal ganz unschuldig und ohne Sanktionen ausgesprochenwerdendürfen...
„Im Mittelpunkt steht bei allen Activity-Ausgaben immer das unterhaltsame und kommunikative Miteinander am Spieltisch“,charakterisiert Piatnik-Geschäftsführer Mag. Dieter StrehldasErfolgsrezeptdesMegasellers.3bis 16Mitspielerversuchen,kniffligeBegriffeerkennbar zu zeichnen,zu erklären oder vorzuführen. ■
■
Foto:Hadler
Bald-Stuttgarter Dominique Schnizer inszeniert „Die 3 Musketiere“ in Voitsberg.
51 Klipp Juni 2004
Graz als Wissensmetropole Europas Graz als Wissensmetropole Europas
Wir leben in einer Wissensgesellschaft,in der das Management von Wissen entscheidend für den Erfolg von Unternehmen und Mitarbeitern ist.
Wissen ist das wertvollste Gut, das Mitarbeiter in ein Unternehmen einbringen können.WieWissen effizient und gewinnbringend eingesetzt werden kann,zeigt seit Anfang 2001 das Grazer KnowCenter,Österreichs Kompetenzzentrum für wissensbasierte Anwendungen und Systeme.
„Das Know-Center erarbeitet Methoden und Technologien im Bereich der Wissensentwicklung,die es Unternehmen und ihren Mitarbeitern ermöglicht, Erfolge besser als bisher umzusetzen. Der Einsatz von Methoden undAlgorithmen auf höchstem wissenschaftlichen Niveau gewährleisten Unternehmen einen hohen Innovationsgrad“, beschreibt Dr. Klaus Tochtermann,Geschäftsführer des Know-Centers,dieKernaktivitäten des Kompetenzzentrums.
In vier Bereichen – Wissenserschließung,Wissensmanagement,eLearning und Wissens- & Technologietransfer in Regionen – erarbeitet das Know-Center als
Bindeglied zwischen Wissenschaft und Wirtschaft ergebnisundanwendungsnaheForschungsundEntwicklungsprojekte.
Wissenserschließung: schnell und themenorientiert
Worum geht es in der Wissenserschließung? Klaus Tochtermann:
„Es geht darum,wie man im Internet am besten große Dokumentenbestände erschließen kann.AndersalsSuchmaschinen, bereiten wir große Dokumentenbestände von 300.000 Dokumenten aufwärts so auf,dass wir sie inhaltlich nach ähnlichen Themen gruppieren,in Übergruppen zusammenfassen. Etwa für APA-
Defacto,mit einem Onlinebestand von 20 Mio. Dokumenten der größte europäische Medienhost,haben wir die Suche in diesem Medienhost so verbessert, dassmitsogenannten‚intelligenten Suchalgorithmen’die Dokumente nach inhaltlichen Zugängen geordnet werden:Nach Per-
von Helmut Bast
sonen,Organisationen,Themen und Zeit.“ Dauert es sonst durchschnittlich 15 Minuten,ehe man den passenden Artikel gefunden hat,reduziert sich die Suche mit dem System vom Know-Center auf max. zwei Minuten. EntsprechenddengewünschtenAnforderungenderAPA-Zielgruppe,etwa Vorstandsdirektoren,die einen Bericht über ihr Unternehmen in den Zeitungen finden wollen,ein entscheidenderZeitvorteil.
Wissen und seine fünf Ebenen
Im Bereich Wissensmanagement geht es darum,die anerkannte Ressource Wissen in einem UnternehmenalsWertfürdenErfolg des Unternehmens zu etablieren. Das Know-Center hat ein Instrument zum Management vonWissen entwickelt:DieWissenslandkarte. Auf ihr wird auf fünf Ebenen das gesamte Wissen innerhalb eines Unternehmens zur bestmöglichen Anwendung zusammengefasst. 1. Lernen und Weiterbildung; 2. Information und Technologie; 3. Geschäftsprozesse; 4. Kultur und Wissensteilung; 5. Managementprozesse (neueste Trends am Markt,neue Technologien etc). Dazu ist der Reifegrad eines Unternehmens bezüglich Wissen oft entscheidend. So konnte das Know-Center bei einigen Projekten dieWissensverteilung in Unternehmen mit der Implementierung eines „automatischen Informationsagenten“ dahingehend verbessern,
Wissenslandkarte: Auf ihr sind die Ergebnisse einer Meta-Suchmaschine farblich gebündelt.
52 Klipp Juni 2004
dass die Mitarbeiter automatisch über vorhandene Dokumente im Unternehmen informiertwerden.
eLearning unterstützt lebenslanges Lernen
Nach neuesten Erkenntnissen sind Kombinationen aus eLearning als rein technische Lösungen und traditionellen Lernmethoden (face-to-face) am erfolgversprechendsten. Deshalb verbindet das Know-Center rein technologische Lernmethoden wie IT-Learning mit traditionellen Lernmethoden.
Wissens- & Technologietransfer in Regionen
Die Vermittlung von Know-how undWissenvonUniversitätenund anderen Wissensproduzenten an Unternehmen entscheidet über dessen Innovationsgrad. „Es geht um den Zugang zu Forschungsergebnissen,damit Unternehmen selbst innovativ werden können. Hier haben wir in intensiver Zusammenarbeit mit der Steirischen Wirtschaftsförderung SFG die Frage zu beantworten versucht, wieaucheineRegionvondenneuesten wissenschaftlichen Ergeb-
Zahlen und Fakten
nissen profitieren kann,indem sie den Unternehmen zugänglich gemachtwerden.Vernetzt kann das zu einer Stärke der Region ausgebaut werden“,sagt Klaus Tochtermann,der sich auch zum Thema Wissensmanagement habilitiert hat und an der TU Graz Vorlesungen hält.
I-Know – größte Fachtagung Europas
in Graz
Graz hat sich über das KnowCenter zudem bereits als Wissensmetropole Europas etabliert. So wird vom 30. Juni bis 2. Juli 2004 gemeinsam mit der Steirischen Wirtschaftsförderung SFG bereits zum vierten Mal die Jahrestagung I-Know,die größte europäische Jahrestagung zum Thema ganzheitliches Wissensmanagement,in der Grazer Stadthalle veranstaltet; heuer mit den Schwerpunkten Organisation und Technologie. An der Tagung werden 300 internationale Fachleute teilnehmen,die in 20 Praxisvorträgen neueste Ergebnisse erfahren können. Begleitend werden auch 15 Aussteller ihreTechnologien anbieten. ■
15 Partnerunternehmen: APA Defacto,Brockhaus,Concept
Data Systems,DIZ,e-LISA,Gosch Consulting,Hyperwave Software,INFONOVA,isn,LeykamBuchverlagundMedien,MAGNA STEYR Fahrzeugtechnik,VATECH u. a.
3 Wissenschaftspartner: TU Graz,Joanneum Research,Uni Graz
Förderer: Land Steiermark,Stadt Graz,SteirischeWirtschaftsförderungsgesellschaft (SFG),Technologie Impulse GmbH
Projekte und Arbeiten: 80 Veröffentlichungen,70 wissenschaftlicheVorträge,15Tagungen (I-Know) undWorkshops,90 Projekte erfolgreich abgeschlossen
Mitarbeiter: 30 Mitarbeiter und 80 in den Partnerunternehmen
Budget: Rund 2,5 Mio. Euro
Info: Know-Center GmbH
Inffeldgasse 21a,8010 Graz,Tel. 0316/ 873 - 9251 info@know-center.at,www.know-center.at
Mit 90 gehört man noch lange nicht zum alten Eisen!
Am 26. Juni 1914 schlug die Geburtsstunde des Flughafens
Graz, der somit in diesem Sommer 90 Jahre alt wird. 90 Jahre, die man ihm bei weitem nicht ansieht, jagt doch eine bauliche Neuerung die nächste.
Der Flughafen Graz ist zwar mit 90 Jahren der älteste Regionalflughafen Österreichs,durch die Verjüngungskur,der er sich gerade in der jüngsten Vergangenheit unterzogen hat,bzw. durch die Erweiterung des Terminals,die gerade erfolgt,sieht man ihm das keineswegs an. „Erst im Oktober 2002 haben wir den Tower,im August 2003 das neue General Aviation Center und im darauf folgenden November die neue Gerätehalle offiziell eingeweiht. Trotzdem arbeiten wir schon seit fast einem Jahr an der Erweiterung unseres Terminals,um den steigenden Passagierzahlen und den damit verbundenen steigenden Anforderungen an den Flughafen gerecht werden zu können“,erklärt Mag. Gerhard Widmann,Geschäftsführer des Flughafens Graz. Das neue Gebäude besticht nicht nur durch eine interessante,einzigartige Architektur –viel wichtiger als das ist neben dem höchsten Sicherheitsstandard und der behindertengerechten Einrichtung das verbesserte Service,das es dem Gast bieten wird. Eine Geschäftsreise soll ohne Stress,ein Urlaub bereits am Flughafen beginnen – daher darf ein „Mehr“ an Fluggästen und an Sicherheitsvorschriften nicht ein „Mehr“ an Zeitaufwand für den Einzelnen bedeuten; so bietet der neue Terminal nicht nur mehr Platz,sondern vor allem auch eine größere Anzahl an Check-in-Schaltern. Ein zentral gelegener Informationsterminal erleichtert die Orientierung. Die MitarbeiterInnen des Flughafens stehen dem Fluggast bei all seinen Fragen und Problemen zur Seite. Auch Kinder kommen im neuen Gebäude nicht zu kurz:Kinder-
Flughafen Graz: Das neue Fluggastgebäude bietet viel Platz und Komfort.
spielecken in vielen Bereichen helfen die Zeit zu vertreiben. Ein vergrößertes,modernisiertes Restaurant mit großer Aussichtsterrasse und 3 Cafés sorgen für Bequemlichkeit und das leibliche Wohl. Airportshop und Travel Value/Duty Free Shop vergrößern ihre Flächen beträchtlich und können daher ihre Angebotspalette stark ausweiten und besser präsentieren. Für Vielflieger ist vor allem die neue VIPLounge interessant. Sie ist in verschiedene Bereiche aufgeteilt,die sicher alle Bedürfnisse decken:Ob der Fluggast Ruhe benötigt oder arbeiten will,einen Ort der Konversation sucht oder sich erfrischen möchte – all das findet er in der neuenVIP-Lounge. Man sieht – die Zeiten sind vorbei,in denen der Flughafen nur ein Ort des Abfliegens bzw. des Ankommens war. Gerade Geschäftsreisende versuchen in allen Belangen möglichst viel Zeit zu sparen. Daher bietet der Flughafen neben dem VIP-Raum im erst imVorjahr eröffneten General Aviation Center in Zukunft weitere 3 Konferenzräumlichkeiten an, welche flexibel nutzbar bis zu 150 Personen Platz bieten. Ob kleine Besprechung oder große Veranstaltung für bis zu 500 Personen – im neuen Terminal ist alles möglich. ❑
53 Klipp Juni 2004
Foto:Klug
Dr. Klaus Tochtermann, GF des Know-Centers
Von der Stahlindustrie zum Business Center
Gerade Leoben ist mit der steirischen Eisen- und Stahlindustrie sehr eng verbunden. Im Laufe der Jahre hat sich allerdings die Stadt zu einem vielseitigen Wirtschaftsstandort entwickelt.
Über mehrere hundert Jahre wurde das Murtal vom Eisen geprägt,das am Erzberg abgebaut wurde und in den umliegenden Siedlungen verarbeitet wurde. Besonders in Donawitz – diese Gemeinde wurde noch vor dem ZweitenWeltkrieg mit Leoben fusioniert – entstand bereits 1834 ein Hammerwerk. Bereits vor einhundert Jahren wurde das erste Stahlwerk errichtet,das später zum ersten LD-Stahlwerk umfunktioniert und vor fünf Jahren zum modernsten Kompaktstahlwerk aufgerüstet wurde.
Montanuniversität
Durch Erzherzog Johann erfuhr die Steiermark einen unheimlichen Modernisierungsschub,der die Gründung der Berg- und Hüttenmännischen Lahranstalt zur Folge hatte, die noch heute Zentrum des Bildungsclusters ist und bereitsseit1849inLeobenangesiedelt ist. Die dominierende
Stellung,die die Stahlindustrie einstinnehatte,gingimLaufeder Jahre verloren und das Murtal wurde zum Krisengebiet. Heutzutage merkt man von den schweren Zeiten nichts mehr, dennLeobenhatseineWirtschaft diversifiziert und ist ein Zentrum von intelligentem und flexiblem Wirtschaftsdenken geworden. Die Gründung des
Leopold Pilsner ist mit Recht stolz auf die angebotenen Leistungen der WIL.
WirtschaftsparksLeobenWest hat weitere Impulse gesetzt, wie auch durch den Wirtschaftspark Ost und das LogistikcenterLeobendie Stadt eine große Aufwertung erfahren hat. Innovative Industrie- und Gewerbebetriebe im Bereich Materialien und Werkstoffe sollen in der so genannten High-TechZone angesiedelt werden, um von den Stärken der Montanuniversität zu profitieren. Schon heute ist Leoben nicht nur ein Zentrum für moderne Verbundstoffe, sondern auch am Sektor der Kunststoffe weltweit anerkannt. Im TechnologieTransfer-Zentrum finden nicht nur ein Außeninstitut der Montanuniversität,sondern auch eine Außenstelle des österreichischen Forschungszentrums Seibersdorf und ein Regionalbüro
des Bundes für die ObersteiermarkPlatz.
Wirtschaftsinitiative Leoben
DieWILfungiertnichtnuralsDrehscheibe für Kontakte und InformationenzwischenderWirtschaft,den BildungseinrichtungenundderVerwaltung und Politik,sondern bietet auch Kontakte zu Forschung und Entwicklung und eine Fülle an Dienstleistungen an. Weiters vermittelt die WIL den Kauf oder die Miete oder Pacht von Grundstücken,Büros und Fertigungsstätten.AufWünschevonKundenkann sehr rasch reagiert werden,da die WIL die Immobilien selbst verwaltet. Auch bei Neugründungen,Erweiterungen von bestehenden Standorten oder Übergabe von bestehenden Unternehmen bietet die WIL eine unabhängige Finanzierungsberatungan.
❑ 54 Klipp Juni 2004
Die Absolventen der Montanuniversität Leoben sind weltweit sehr begehrt.
55 Klipp Juni 2004
Wie fahren Sie Auto? „Ganz gut,sicher und vorsichtig“, so lautet die Selbsteinschätzung von Frau und Herrn Österreicher.Auch ich zählte mich dazu. Von dieser (Fehl-)Meinung verabschiedeteichmich,sobaldich die ersten Schleuder- und Bremsversuche machte und nicht zum Stehen kam. Ich war chancenlos auf der seifigen und nassen Fahrbahn,brachte meinAuto nicht zum Stehen,rutschteundrutschte.Auch ABS,ESP und weiß der Kuckuck
Schleudern erwünscht!
welche elektronischen Heinzelmännchen konnten mir nicht helfen. Diese wertvolle Erfahrung machteichaufderStreckedesneuenARBÖFahrsicherheitszentrums inLudersdorfbeiGleisdorf,woich einen Kurs absolvierte.
Zum Glück nur ein Wasserhindernis
Angesagt ist laut Instruktor eine Übung,beiderichlernensoll,wie
ich mein schleuderndes Auto am bestenabfange.Undobwohlich–im Gegensatz dazu,wenn mir das im öffentlichen Straßenverkehr passieren würde – vorher weiß, dass mein Fahrzeug nach einigen Metern ausbrechen wird,bin ich dennoch überrascht:Plötzlich –ein Schlag an die Hinterseite meinesAutos,ich komme ins Schleudern und drehe mich vier bis fünf Mal um die eigene Achse. Oh Schreck! Was tun? Ich habe voll-
56 Klipp Juni 2004
„Lehrtag“ im neuen ARBÖ-Fahrsicherheitszentrum bei Gleisdorf. Dort, wo auch ABS, ESP, ASR und der liebe Gott nicht helfen können.
Fahrsicherheitstraining kann lebensrettend sein
kommen die Kontrolle über das Fahrzeug verloren und schlagartig taucht vor mir auch noch ein Hindernis auf ... Horrorvision!
Die Dynamikplatte hat meinen Boliden kontrolliert zum Ausbrechen gebracht und eigentlich sollte ich das Fahrzeug durch gezieltes Gegenlenken wieder unter Kontrolle bringen. Doch – leich-
ter gesagt als getan. Sage und schreibe sieben Versuche benötige ich,bis ich es endlich schaffe, mein Fahrzeug durch schnelles und richtiges Gegenlenken wieder auf die gerade Bahn zu bringen und zusätzlich dann auch noch den Hindernissen,die (zum Glück für die Testpiloten) „nur“ aus Wasserfontänen bestehen, rechtzeitig auszuweichen. AuchdasABSmeinesAutoswurde ausgiebig „getestet“:Anfahren,bestimmte Geschwindigkeit erreichen und an einem bestimmten Punkt voll „in die Eisen“ steigen – und das alles nicht auf „normalem“ Asphalt,sondern auf einem speziellen Gleitbelag. Bei diesen Tests wurde mir klar,dass der Bremsweg bei 50 km/h um einiges länger ist als bei z.B. nur 45 km/h. Weiters hieß es nach dem
Bremsmanöver auch noch den unvorhergesehen auftauchenden Wasserfontänen auszuweichen. Auf der Kreisbahn des Geländes hatten wir unter Anweisung eines kompetenten Instruktors die Gelegenheit,unser Auto so richtig „zu fordern“ und uns von den elektronischen Highlights unserer Autoszuüberzeugen.Wirlernten, wiedasAutobeimÜber-oderUntersteuern reagiert und was man dagegen machen kann – gar nicht so leicht,im richtigen Moment und vor allem schnell genug zu reagieren.Wirwurdenlangsaman den Punkt herangeführt,an dem unser Fahrzeug ausbricht. Auch die Wirkung unterschiedlicher Antriebskonzepte der Autos ist dabei deutlich zu sehen. So hat einer der Teilnehmer unserer Gruppe ganz schnell gemerkt,dass er –so wie er vorher der Meinung war – eigentlich doch keinABS in seinemAuto hat. Führerscheinneulinge der Klasse A und B müssen seit Jahresbe-
ginn 2003 nach erfolgreich bestandener Führerscheinprüfung solch ein Fahrsicherheitstraining absolvieren. Doch nach diesem Tag imARBÖ-Trainingszentrum denke ich,dass es auch für routinierte Autofahrer nicht schlecht wäre,in gewissen Intervallen so ein Training absolvieren zu müssen. Damit man weiß,worauf es ankommt und wie man in Extremsituationen im Straßenverkehr reagieren sollte. ■
Jaguar S-Type mit sportlicher
Diesel-Power
Jaguar und Diesel,diese Kombination wäre vor 20 Jahren undenkbar gewesen. Aber dank völlig neu entwickelter Motortechnologie ist es heute möglich, eine Laufruhe zu erreichen,die einem Jaguarkunden gerecht wird. Neben der modernen Mo-
tortechnologie wird auch der sportliche Charakter des S-Type in denVordergrund gestellt. Dieser neue Motor mit 207 PS bei 2,7 Liter Hubraum hat vier Nockenwellen und zwei Turbolader,der ein Drehmoment von sagenhaften 435 Nm leistet. Bei diesen Eckdaten ist nur noch Fliegen schöner! ❑
57 Klipp Juni 2004
Maria Gaberszik und Klaus Reisinger und der neue Diesel-Jaguar
Erste Bremsversuche: Keine Chance, auf der seifigen und nassen Fahrbahn das Auto zum Stehen zu bringen.
Klipp-Mitarbeiterin Isabella Hasewend: Voll konzentriert bei der Anfahrt auf die Schleuderplatte
Stark im Kommen und zielführend
Die Westentaschen-Lotsen
Sie führen sie in fremder Umgebung bis auf eine Wagenlänge genau zum Ziel. Und wer möchte das nicht? Moderne Navigationssysteme sind im Kommen. Jeder vierte Autofahrer will sich – laut Umfragen –eines anschaffen. Weil diese,vor wenigen Jahren noch purer Luxus,immer erschwinglicher und auch selbst mobiler werden. Wenn Sie heute im Firmenwagen,morgen im Mietauto,mit dem Motorrad oder im PrivatPKW unterwegs sind und immer
wissen wollen,wo’s langgeht, dann sind Sie ein Kandidat für ein mobiles Navigationssystem.
Kleine PCs – so genannte Organizer – oder auch schon Handys mit einer speziellen Software machen es möglich,dass Sie die schnellste Route von Graz nach Steyr,von Feldbach nach Ottenberg (wer weiß schon,wo das liegt) erstellt bekommen. Der großeVorteil der Westentaschen-
Lotsen:Die hochwertige TechnikistnichtmehrfestimCockpit einesAutos verbaut,sondern die-
se kann einfach von einem Auto zum nächsten mitgenommen werden. Die kleinenWunderwerke sind in zweiArten zu erhalten – als „On-Board-“ und „OffBoard-Variante“. Am bequemsten ist logischerweise die „OnBoard-Variante“. Das Kartenmaterial ist im Gerät selbst gespeichert und die Route wird auch dort berechnet. Bei der „OffBoard-Variante“ liegt das Kartenmaterial auf einem zentralen Server,zu dem via GPRS eine Verbindung hergestellt wird. Der
Server berechnet die Route und übermittelt das Ergebnis. Die Richtungsanweisungen erfolgen auf dem Monitor mit Karte oder/und Pfeil oder/und per Sprachausgabe – ganz wie bei den fest eingebauten Geräten.
Auf Kosten achten
Bei der „On-Board-Variante“ bezahlt man bereits inklusive Software und das war’s dann,es gibt auch noch Speichererweiterungen und eventuelle Karten-Updates. Bei den „Off-Board-Lösungen“ sollte man sich genau über die laufenden Kosten für die Routenabfragen und die Gebühren erkundigen. Denn diese können schön ins Geld gehen. Was man dafür aber sicher geliefert bekommt,sind aktuellstes
Autohaus Spezialist für GPS-Systeme
Unternehmer treffen Unternehmer
Gemeinsam frühstücken und mehr“ lautet das neue Motto in Puntigam. Das ist die neue Art der Puntigamer Betriebe sich kennen zu lernen,Problematiken zu diskutieren und zusammen stark nach außen zu wirken. Eine Idee von Puntigams Bezirksvorsteher Rupert Triebl und Gerhard Jantscher,Geschäftsführer des Autozentrums Puntigam. „Als Bezirksvorsteher ist mir die Zusammenarbeit nicht nur zwischen den Unternehmern sehr wichtig, sondern auch die Zusammenarbeit zwischen den Unternehmern und der Bevölkerung. Weiters hat der Kleinere die Möglichkeit vom Größeren zu lernen“,ist Rupert Triebl von seinem Projekt überzeugt. Diese Initiative liefert wichtige Impulse und führt zu mehr Effizienz und Erfolg im be-
ruflichen,unternehmerischen und auch privaten Bereich. Einmal im Monat wird jeweils in einem anderen Unternehmen mit wiederum zum Teil anderen Teilnehmern das so genannte „Business-Frühstück“ durchgeführt. Unternehmen aus den verschiedensten Bereichen und Berufen in Puntigam lernen sich kennen und Themenbereiche wie Change Management,Optimierung der Arbeitsabläufe,Mitarbeitermotivation, Kundenorientierung,Förderungen oder Bürgermitsprache werden besprochen. Das erste Business-Frühstück wurde im Autozentrum Puntigam veranstaltet.
Insgesamt freuten sich bereits 19 Unternehmer über die ersten gesetzten Schritte zur Entwicklung des „eigenen Netzwerkes“ der Puntigamer Wirtschaft. Gerhard
Jantscher:„Wir bauen auf diese Weise ein Netzwerk auf,das einer gegenseitigen „Befruchtung“ dient. Wir wollen die Unternehmen in Puntigam zusammen-
bringen,aktuelle Themen behandeln um somit den gesamten Bezirk zu stärken.“ Die Puntigamer Betriebe,darunter auch SPAR,Brauhaus Puntigam oder das Shopping Center West stehen mit geballter Kraft hinter der Idee von den Initiatoren Rupert Triebl und Gerhard Jantscher. Allen in Puntigam angesiedelten Firmen bzw. allen UnternehmerInnen ist klar,dass ein starker Bezirk nur durch starke Partner funktionieren kann,und wenn diese sich untereinander auch noch gut verstehen,dann werden Ideen noch einfacher verwirklicht und Visionen rascher und komprimierter umgesetzt.
„Wenn wir uns Unternehmen im Süden von Graz stärken und zusammenhalten,indem Kooperationen entstehen und voneinander auch eingekauft wird,dann profitieren selbstverständlich nicht nur wir Unternehmer,sondern in weiterer Folge auch alle unsere Kunden davon“,fügt Gerhard Jantscher hinzu. ❑
58 Klipp Juni 2004
Von links: Bernd Oswald (Volksbank), Rupert Triebl (Bezirksvorsteher von Puntigam), Gerhard Jantscher (AZP), Mag. Romana Hohler (Managerin im Center West), Franz Wind (Puntigamer Einkaufspark) und Sylvia Neuhold (BAWAG).
Bild:AZP
„Die ersten Weichen für ein noch stärkeres Puntigam“
8045 Graz · Weinzöttlstraße 7–15 · Tel. 0316/67 16 11 · Fax 0316/67 16 11-36 · www.auto-kuss.at Auto & Motor
Kartenmaterial und auch aktuelle Straßenverkehrsinfos,sodass man auch an etwaigen Staus vorbeigelotstwird.
Reisen Sie überall in Europa
Echte Mobilität mit dem Magellan RoadMate 700. Er ist leicht und wirklich portabel und kann leicht von einemAuto zum anderen mitgenommen werden. Der Magellan RoadMate wird einfachmitdemZigarettenanzünder imAutoverbunden.
Sie brauchen sich nie wieder mit großenFaltkartenherumzuschlagen oder Anweisungen aus dem Internet auszudrucken. Einstecken,einschalten,los geht’s. MitdenaufdereingebautenFestplatte vorinstallierten integrierten Karten europäischer Länder brauchen Sie keine Karteninformationen von Ihrem Computer zu übertragen. Aller Anfang ist leicht – Wählen Sie Ihr gewünschtes Ziel und schon sind
Sie unterwegs. Sie können Ihr ZielnachStadt,Postleitzahloder Bundesland auswählen. Jeder Benutzer verfügt über einen persönlichenBereichmitvorherigen Zielen und kann bis zu 100 Privat- oder Geschäftsadressen speichern. Das Adressbuch kann per IRDA-Infrarotverbindung Adressdaten von Ihrem PDA oder SmartPhone übernehmen. WählenSieIhrZielüberdenNamen oder die Kategorie aus über
750.000 Sonderzielen aus,die in mehrals40Kategorieneingeteilt sind,einschließlich Restaurants, Hotels,Flughäfen und mehr! Sie bekommen sogar Telefonnummern,damit Sie unterwegs buchenkönnen.
Berechnen Sie Ihre Route nach Ihren eigenen Kriterien
Schnellste:Ein hoch entwickelter Algorithmus berechnet Ihre
Strecke unter Verwendung der kürzesten Entfernung und Tempolimitfaktoren. Kürzeste:Bestimmt dieStreckefürSienach der kürzesten zurückgelegtenEntfernung. Autobahnen meiden: Berechnet Ihre Strecke durch Städte und Nebenstraßen,damit Sie möglichst keine Autobahnennutzenmüssen. Autobahnen bevorzugt:Bietet Streckenanweisungen über Autobahnen,Schnellstraßen und Hauptverkehrsstraßen.
Gehen Sie Staus aus dem Weg ...
Mit dem optionalen RDS/TMCEmpfänger (erhältlich ab Herbst 2004)werdenSiedynamischund automatisch um Verkehrsstaus, Unfälle,Baustellen usw. umgeleitet. ■
Ihre Grazer Peugeot-Partner
Autohaus Edelsbrunner
Grabenstraße 221/226,8010 Graz
Tel. 67 31 07-0,www.edelsbrunner.at
Autohaus Kärntnerstraße
Kärntnerstraße 251,8045 Graz
Tel. 29 11 17,www.peugeot-kaerntnerstrasse.at
59 Klipp Juni 2004
über die Haut
Mental Wellness stellt sich dann ein,wenn das Mentale wieder mit einer gewissen Leichtigkeitverbundenist.Zudieser Leichtigkeit kann ein kleines Gerät verhelfen – der thinkman. KleinwieeinWalkman,leistetder thinkman Erstaunliches:Er wandelt herkömmliche Schallwellen in Ultraschall um. Ultraschall kann von jedem Menschen wahrgenommen werden,vorausgesetzt,erwirddurchdirekteVibrati-
schallhören bereitet den Körper optimal darauf vor,Wissen aufzunehmen und zu speichern. Weiteres Plus:Über den thinkman aufgenommene Informationen umgehen die Filter im Ohr und werden so deutlich effizienter ins Gedächtnis transportiert. Vom thinkman profitieren natürlichauchSportler.DennKonzentration,Selbstvertrauen und Gelassenheit–dasistdieMixtur,die Sieger ausmacht. Die PGA (Professional GolfersAssociation) of Germany empfiehlt den thinkman – genauso übrigens wie der DeutscheWellnessverband!
Die Wirkung der thinkmanTechnologie
Filter dienen dazu,Unwichtiges oder nur unterschwellig Wahrgenommenes auszusortieren.
on auf die Haut übertragen. So wirdHörenüberdieHautmöglich – mit (ent)spannenden Effekten: Spezielle Ultraschallfrequenzen bringen den Körper in Harmonie. Die Durchblutung steigt,Pulsund Atemfrequenz sinken. Beide Gehirnhälften arbeiten synchron und in einer optimalen Schwingung,ein Zustand,der am besten durch ein „Gefühl der Mitte“ zu beschreiben ist. In diesem so genannten Alphazustand befindet sich der Mensch im Einklang mit sichselbst,erruhtinsich.
Dieser angenehme Zustand kann zu ganz unterschiedlichen Zwecken genutzt werden. Der Einsatzbereich des thinkman ist breit gefächert. Entspannung ist nur ein Teilbereich von vielen. EinandereristdasLernen:Ultra-
Das Ultraschallhören hat mehrereVorteile. DieseVorteile sind in derthinkman-Technologieeffizient verpackt. Der erste Vorteil –die Information geht am Hörorgan „Ohr“ vorbei. Was ist dabei derVorteil,mag man sich fragen. Ganz einfach – das Ohr hat wie jedes unserer Wahrnehmungsorgane Filter vorgeschaltet. Diese
Diesen Effekt kennen wir alle aus der Praxis. Wir sitzen in einem Vortrag oder Seminar – zweiTage späterkönnenwirnurnochBruchteile dessen aufrufen,was wir gehörthaben.Nungibtesmehrere Möglichkeiten,das Erinnerungsvermögen anzukurbeln. Nutzt der Vortragende beispielsweise mehrere unserer Wahrnehmungskanäle,indem er auch auf visuelle Reize setzt oder vielleicht sogar Duft und Bewegung zum Einsatz bringt,werdenwirunsschonanetwasmehrerinnernkönnen.
Wäre es aber möglich,den direkten Weg ins Langzeitgedächtnis zunutzen,könntenwirnochzwei Tage danach zusammenhängend rezitieren,um was es in demVortrag ging. Der thinkman nutzt nun genau diesen Weg. Wir „hören“ eine Information (z.B.
einen Sprachkurs) nicht über die Ohren,sondern über die Haut. DamitumgehenwirdieFilterdes Ohres und können zirka um den Faktor fünf effizienter Wissen aufnehmen – und auch behalten. Die Haut,Körperflüssigkeiten und das Knochengerüst dienen als Träger für das Ultraschallsignal,dieÜbermittlungdesSignals an das Gehirn erfolgt über das Gleichgewichtsorgan (Sacculus). Dieses Organ ist physiologisch betrachtet in der Nähe der Cochlea (Innenohr) angeordnet. Das Gleichgewichtsorgan reagiert auf Schallfrequenzen ab ca. 25.000Hz–dasInnenohrermöglicht in diesem Frequenzbereich keine Übertragung mehr.
Ein interessanter Anwendungsbereich ist damit z.B. auch die Wissensaufnahme im Schlaf. Der normale Hörkanal ist nur in der Einschlaf- und Aufwachphase geöffnet.DerHörkanal„Gleichgewichtsorgan“ ist über alle Schlafphasen hinweg geöffnet. Damit können Lerninhalte auch über Nachtaufgenommenwerden.
Der zweite Aspekt des Ultraschallhörens – der Körper wird optimalaufdieWissensaufnahme vorbereitet. Durch die verwendeten Ultraschallfrequenzen sowie einer biologisch optimal wirkendeAufbaufrequenz wird der KörperinHarmoniegebracht.Deroptimale Körperzustand zeichnet sich z.B. durch entspannte Aufmerksamkeit,synchronisierteGehirnhälften,erhöhte Durchblutung und Senkung der Puls- und Atemfrequenzaus.
Die entspannte Aufmerksamkeit (dersogenannteAlphazustand)ist der ideale Zustand,um Wissen aufzunehmen. Die Gehirnhälften arbeitensynchronundineineroptimalenSchwingung,wasambesten durch ein „Gefühl der Mitte“ zu beschreiben ist. Im Alphazustand befindet man sich im Einklangmitsichselbst–manruhtin sich.DasErreichendiesesZustandesistdasZielvielerMeditationsundKonzentrationsübungen.
■ 60 Klipp Juni 2004
Über Ultraschall im Einklang mit sich selbst Hören, entspannen und lernen
Der Thinkman ist vielseitig anwendbar.
Hören über die Haut ist möglich. Dabei übergehen wir den Filter des Ohrs.
Wissensaufnahme auch im Schlaf
Gesundheit
Auch für Sportler eine starke Hilfe
„Das Meer bei uns daheim“ – und noch 25 % Sommer-Sonne-Rabatt!
Roman Wilfinger, Gesundheitshotelier und Ernährungsexperte erzählt über das einzigartige Sommer-Sonne-Angebot in den RING-Jungbrunnen-Hotels.
„Das Meer bei uns daheim.“ Unter diesem Slogan können sich viele Menschen kaum etwas vorstellen. Deshalb bitten wir um nähere Erläuterung.
R.W.: In den RING-Jungbrunnen-Hotels Hartberg und Bad Waltersdorf befinden sich nicht nur Thermalwasserpools,sondern auch Meerwasser-Schwimmbecken. Dieses reine Meerwasser mit einem Salzgehalt von rund 4,5 % bewirkt einen sanften Hautpeeling-Effekt und beeinflusst die ZellteilunginderHornschichtder Haut (Abschuppung,Glättung, Straffung). Es belebt die Haut auf natürlicheWeise,fördertdieBlutzirkulation und hat einen beruhigenden Einfluss auf den Körper. Im Rahmen der Thalasso-TherapiekommenauchAlgenzumEinsatz,die das Immunsystem stärken,Blutzucker,Harnsäure und Cholesterinwerte senken. Zusammen mit dem Schwimmen im MeerwassersindAlgenbesonders heilsam bei Stress,Abgespanntheit,Nervosität,Gelenkserkrankungen,Rückenschmerzen sowie alternder Haut und vor allem bei Cellulite.
Welche„Sommer-Sonne-Zuckerln“ gibtesnoch?
R.W.: Über die Sommerzeit bekommen alle „Jungbrunnen-Gäste“ auf sämtliche Therapien, RINGANA-Frischekosmetik-
Behandlungen und viele Jungbrunnen-Extras einen SommerSonne-Rabatt von 25 %! Dieses Zuckerl soll viele Gäste dazu animieren,sichvonKopfbisFußvon innen und außen so richtig verwöhnen zu lassen bzw. Schlacken und Fettdepots abzubauen. Dazu trägt auch die einzigartige RINGVollwert-Glyxdiätbei,dievon400 bis2000kcalalsFasten-,Normaloder Aufbaukost angeboten wird.
Gibtesauchein attraktives „Sommer-Sonne-FamilienZuckerl“?
R.W.: Im Thermal-Biodorf, dem FamilienParadies am Sonntagsberg, zahlen Kinder undJugendlichevon1bis16Jahren nur 1,– Euro pro Lebensjahr undTag für die Genuss-Halbpension aus der mit einer Grünen Haube ausgezeichneten Naturküche. Weiters wird in der Sommerzeit ein spezielles Sportprogramm sowie Kinderbetreuung angeboten. ❑
Informieren Sie sich näher über einen Sommer-Sonne-Aufenthalt in den RING-Jungbrunnen-Hotels:www.jungbrunnenhotels.at
RING-BIO-HOTEL
A-8230 Hartberg,Tel.:03332/ 608-0,Fax:03332/ 608-550, E-Mail:ringhotel@aon.at
BIO-THERMEN-HOTEL
A-8271 Bad Waltersdorf,Tel.: 03333/ 2981-0,Fax:03333/ 2981-550,E-Mail:bio-thermen-hotel@htb.at
THERMAL-BIODORF
A-8271 Bad Waltersdorf,Tel.: 03333/ 3281-0,Fax:03333/ 3281-650,E-Mail:biodorf@htb.at
ORTHOPÄDISCHES KRANKENHAUS Theresienhof
Konservative Orthopädie
Orthopädische Rehabilitation
Postoperative Remobilisation
Physikalische Medizin
Kuraufenthalt
Ambulante Therapie
NEU: OSTHERA-Zentrum für frühpostoperative Remobilisation
Ein
Humanomed Krankenhaus
Orthopädisches Krankenhaus Theresienhof
8130 Frohnleiten, Hauptplatz 3-5
Tel: 03126/4700-0, E-Mail: info@theresienhof.at www.theresienhof.at, www.osthera.at
61 Klipp Juni 2004
UND WIE BEWEGLICH SIND SIE?
Sloweniens Trauben hängen hoch
Mit dem EU-Beitritt Sloweniens sind Weingärten in unserem Nachbarland noch interessanter für die steirischen Winzer geworden. Aber nicht nur für die, auch die Benediktiner des Stiftes Admont haben ein vitales Interesse an slowenischen Trauben, zählen die Mönche doch zu den größten Grundeigentümern im Weinbau.
Slowenischer Wein hat im Ausland bis jetzt ein „Billig-Image“,aber mittelfristig sind die Slowenen sicher ein ernsthafter Mitbewerber für die heimischen Winzer. „Es ist gar nicht schlecht,wenn wir unterschätzt werden“,sagt Erich Krutzler,der aus einer bekannten burgenländischenWinzerfamilie stammt. Er ist Statthalter der Benediktiner von Admont und hat sein Büro nur wenige
Kilometer hinter der Grenze im Schloss Jaringhof. Ein bereits um 1050 errichtetes altes,stark sanierungsbedürftiges Gemäuer mit Kapelle und Standesamt, das Schritt für Schritt zu einem schmucken Weingut mit Restaurant und allem Drum und Dran ausgebaut werden soll.
„DieseAufgabefürmichisthier eine einmalige Chance“,so Krutzler,„den Weinbau in die-
ser Region wieder hochzubringen.“ Die Admonter waren im Glück,weil auch zu Zeiten Jugoslawiens das BenediktinerPriorat in Marburg nicht aufgegeben wurde,auch wenn es nur miteinemPaterbesetztwar.Am Priorat war auch das Stift Admont beteiligt und daher erhielt der Orden nach der Unabhängigkeit Sloweniens rund 300 Hektar Grund,Weinbauflächen,
dazu Obstplantagen und etwas Wald zurück. Rund 60 Hektar umfasst der Weinanbau an drei Standorten. Neun Millionen Euro wollen die Admonter in dennächstenJahreninvestieren, fast die Hälfte davon soll durch FördermittelausderEUzurückfließen. Also eine echte Goldgräberzeit,die sich da abzeichnet. Derzeit erfolgt die Finanzierung über ein Darlehen des Stiftes. „Knapp 50.000 Flaschen konnten im letzten Jahr“, so Krutzler,„abgesetzt werden, mittelfristig sollen 500.000 Flaschen erreicht werden. Wir wissen,dass wir über zwei Schienen gehen müssen –eine für den Lebensmittelhandel und die andere für Top-Kunden.“ Wobei die größeren FlächeninderGegendvonJeruzalem in Ostslowenien liegen, das wegen seiner Lehm- und Lösböden bereits eine große Weintraditionhat.Krutzlersetzt auf Morillon,Chardonnay und
62 Klipp Juni 2004
Steirische Winzer sind dabei, sich bei unserem neuen EU-Nachbarn Weingärten zu günstigen Preisen zu sichern
Erich und Walter Polz, expansionsfreudige steirische Winzer: Ohne heimische Partner tut man sich in Slowenien aber sehr schwer.
Erich Krutzler: Einmalige Chance für mich
Jaringhof bei Sentilj: Weingut gehört Benediktinermönchen von Stift Admont
Muskateller,probiert aber auch Pinot Noir. „Ich weiß,dass der Markt für halbtrockene Weine nicht ganz einfach sein wird, dochWeinemitwenigSäureha-
ben vor allem in Deutschland, Belgienusw.guteChancen.Wir wollen auch keine Kopie der Steirer-Weine produzieren.“
Auf nach Jeruzalem
Noch sei der Kauf nicht ganz durch,alles in der Abwicklung sehr umständlich,sagt der bekannte steirische Winzer Erich Polz,dermitseinemBruderWalter und dem slowenischen PartnerMiroMundadaszehnHektar große Weingut Miro Vino im OstenSloweniens,etwa60Kilometer von der Südoststeiermark entfernt,aufbaut. Es liegt an der Weinstraße von Jeruzalem. Der Weintraubenertrag pro Stock liegt bei 1,5 Kilogramm. Dort werden Rebsorten wie Weißburgunder,Welschriesling,Sipon,Riesling,Chardonnay und SauvignonBlancangebaut. DieSlowenenfürchtenvorallem den Ausverkauf ihrer wertvollen Gründe,daher haben slowenischeLandwirteVorrang,wennes
um den Ankauf von Gründen geht. Doch es gibt erfindungsreiche Konstruktionen,wie man diese Bestimmung umgeht oder durchbricht. „Es ist ein Beginn wiebeiunsMitteder80erJahre“, beschreibt Erich Polz die Stimmung,„wo wir 4.000 Flaschen Qualitätswein erzeugten und heute ist es eben das 150fache.“
Kroatien als Nachbarland bietet sich als Zukunftsmarkt –und da vor allem der Tourismus –an. „Aber ohne heimischen Partner hast du dort nicht wirklich eine Chance“,bekennt Erich Polz,„weil die wehren alle Ausländer ab. Doch für unsistdaseinsehrreizvollesProjekt,weilwirnatürlichSynergien nützen können – ob das unsere Logistik ist,die Technologien, das Vertriebsnetz. Aber eines ist auch klar – bis jetzt haben die
Weine weniger gekostet,in Zukunft wird teurer produziert, daher werden sie auch mit den Preisen raufgehen. Die Kollegen hier müssen keine Angst haben, auch nicht in den Buschenschanken. Denn ich hab’lieber sympathische,gesunde Nachbarn,derenGärtenhergerichtetsind,weil dann noch mehr Besucher in diese südsteirische Gegend kommen.“ ■
Selbst viele Steirer müssen passen,wenn man sie fragt, wo der Ort Straden genau liegt. Ausgenommen davon sind logischerweise die wirklichen Weinliebhaber und Freunde guten Essens,die auch ohne GPRS nach Straden finden. Gerhard Fuchs,der für die Saziani-Stub’n drei Hauben erkochte und damit das In-Lokal zu einem der attrak-
tivsten Restaurants der Steiermarkmachte,wurdevonAgraner (Wiener Zucker) und Gault Millau zum Koch des Jahres 2004 gekürt. Für ein Jahr darf er damit auchineinemnoblenLanciaherumkurven. Es war ein Zufall,der den Oberösterreicher in die Südsteiermark führte. Er kochte am Schloss Mondsee – dort war eine Drei-Hauben-Küche nach einem
Eigentümerwechsel nicht mehr gefragt – die Familie Neumeister in Straden suchte ein neues Küchenteam und so kamen die beiden Seiten gleichsam zusammen. Fuchs übersiedelte mit seiner Lebensgefährtin und einem KollegenindieSüdoststeiermark und zeigt seit zwei Jahren dort seine Kochkünste,wobei er als Grundprodukte vor allem die
Bio-Bauern aus der Region animiert,ihmihreSachenzuliefern. Drei Hauben – das schreckt so manchen ab,der einfach gemütlich essen und trinken will. Für die Saziani-Stub’n gilt das nicht, denndortistesauchmitdreiHauben urig geblieben. Wer nach einem schönen Abend oder einem guten Essen einfach entspannen will,der muss sich künftig nicht einmal mehr ins Auto setzen. Denn die Neumeisters als Besitzer der Saziani-Stub’n haben nun neben ihrem Weingut auch noch ein Schlafgut errichtet,wo man sichzurRuhelegenkann. ■
63 Klipp Juni 2004
Die Saziani-Stub’n in Straden „beherbergt“ mit Gerhard Fuchs den Koch des Jahres 2004 Ein Platz für Genussmenschen
Küchenchef Gerhard Fuchs, Sous Chef Yvonne Schwarzinger und Restaurantleiter Matthias Neumeister kreieren Qualität bei Speis und Trank.
Polz-Partner Miro Munda
Steirischer Tennisverband-Präsident Hannes Zischka geht völlig neue Wege mit
neuen Partnern
Mit Muster als Musterbeispiel
Als Präsident des Steirischen Tennisverbandes geht Hannes Zischka neue Wege –erste Erfolge sind bereits da. Thomas Muster,die Ikone des österreichischen Tennis,macht völlig kostenlos den „ChefMentor“ und „Chef-Trainer“ und machte damit Tennis schlagartig wieder auch für die Öffentlichkeit attraktiver. Die Zusammenarbeit mit Thomas Muster begann im Jänner 2003. „Er hat angerufen,und gesagt: ‘Ich möchte wieder Tennis spielen’“. Zischka organisierte daraufhin mit seinem Team junge steirische Nachwuchsspieler als Sparring-Partner für Thomas Muster,die natürlich darauf brannten,sich mit der ehemaligen Nummer eins im WeltTennis zu messen. Alles wurde vertraulich behandelt – ein Wunsch von Muster,der sich in Ruhe vorbereiten wollte und
dann im Sommer 2003 bekanntlich mit seinem Debüt in Seiersberg in die Seniors-Tour einstieg. Wie vorteilhaft dieser Kontakt war,zeigt sich,weil Muster wieder als Vorbild für die steirischen Tennis-Hoffnungen fungiert,wiewohl ihn die vor wenigen Monaten übernommene Rolle des DaviscupKapitäns zeitlich stark beansprucht. Für seine steirischen Landsleute engagiert sich Thomas Muster aber nach wie vor. Mit seiner Hilfe öffnen sich auch die Türen zu neuen Sponsoren. Präsident Hannes Zischka:„Für die Jungen ist er ein Idol wie ein Niki Lauda oder Franz Klammer.“
Ausbildungszentrum mit Internat bis 2006
Zischka und Muster,die einandervorherfastnichtkannten,arbeiten bereits an einer Vision –
einem Tennis-Trainingszentrum mit angeschlossenem Internat für maximal 24 Nachwuchsspieler, das Ende 2005 fertig gestellt sein soll. „Nach derzeitigem Projektstand könnte es in Eggenberg oder inStraßgangerrichtet werden“,so Hannes Zischka,„die Kosten für einen z.B. 16jährigen Nachwuchsspieler inklusive Reisetätigkeit und Turnierbetreuung belaufen sich im Jahr auf rund 40.000,– Euro.“ In den nächsten zehn Jahren will man drei Burschen und ein Mädchen unter die Top 100 bringen. Momentan ist die Steiermark in Sachen Tennis Mittelmaß in Österreich,Niederösterreich liegt vorne. UnterZischkasFührung wurde die Verbandsarbeit neu organisiert und strukturiert,werden auch erstmals Nachwuchsspieler gefördert, die ihre Karriere privaten Trainern anvertrauen. Diese müssen allerdings eine Partnerschaft mit bestimmten „Spielregeln“ mit dem Verband eingehen.
Ziel sind Top-100-Spieler
„Musterland Steiermark – von der Breite zur Spitze“,lautet ein Slogan. Wie wird derumgesetzt?„Leiderpasstbei vielen Clubs der Standard nicht
mehr,das Angebot ist nicht zeitgemäß,die Betreuung schlecht. Es gibt aber auch schon sehr erfreuliche Änderungen. Jene,die sich bemühen,konnten ihre Kundschaften halten,man muss auch nach Varianten und sogar Alternativen suchen“,sagt Hannes Zischka. „Junge Leute sollen nicht nur Tennis spielen,sondern einfach Sport betreiben. FürTennis ist Schnelligkeit und Geschicklichkeit wichtig. In den Vereinen werden Talente ausgesucht und dann in Leistungsgruppen zusammengeführt. Rund 35 bis 40 sind es am Anfang,übrig bleiben dann 10 bis 12 Spieler,darunter meist ein Mädchen.“ Hannes Zischka,der in Graz-Straßgang bekanntlich eine sehr erfolgreiche Tennisschule betreibt und auch als ReiseveranstaltervielErfahrunghat: „Die Ausbildung zum Spitzen-
spieler dauert zehn Jahre und es ist eine sehr harte Zeit. Tausende versuchen es,aber nur die,die Ausdauer haben,schaffen es.“ ■
64 Klipp Juni 2004
Tennis-Präsident Hannes Zischka (links): „Der Thomas hat Tennis in der Steiermark schlagartig wieder attraktiv gemacht.“
Zischka, Tennisschulbetreiber und Reiseveranstalter in Graz: „Wer sich bemüht, der hat Erfolg.“
Styriarte-Novum:
Harnoncourt-Konzert-Karten noch zu haben
Zeit und Musik,wieder ein in sich stimmiges Thema,das da styriarteIntendant Mathis Huber aus dem breit gefächerten styriarte-Hut gezaubert hat. Ein Lotteriespiel mit dem Wetter versprach das auf die Sommersonnenwende am 20. Juni fallende Eröffnungsfest am Grazer Hausberg,dem Schöckl. Die Wettergötter gaben sich sehr gemischt,verhaltenundnass.Nun,auchdieGötter spielenhaltirgendwiemitdemheurigen styriarte-Thema „Zeit“,wie es ihnen grad passt. Mit dabei am Schöckl immerhin der umtriebige Musikkosmopolit Bertl Mütter,ein Klang- und Stimmungszauberer mit der Posaune. Für die Nikolaus-Harnoncourt-Konzerte „Schwager Kronos“ im Stephaniensaal am 26. Juni,für „Tag des Gerichts“, Helmut-List-Halle am 7. Juli,und für die Requiem-Konzerte in Stainz,2.,3. und 4. Juli,gibt es heuer,das ist ein absolutes Novum bei der styriarte,noch genügend Karten. Schnell zuschlagen! ■
Von Bad Aussee nach Salzburg
Schwierige Aufbauarbeit reizt
Wer das Ausseer Land und das Salzkammergut kennt,der weiß,dass es nicht leicht ist,dort mehr als zwei Menschen dazu zu bewegen,an einem Strang zu ziehen. Umso mehr haben die „Einheimischen“ gestaunt,als es der Touristikerin Ulrike Lindner gelungen ist,dieGemeindendesSalzkammerguts unter einen Hut zu bringen und daraus die Dachmarke des Salzkammerguts zu entwickeln. Nun ist sie zu neuen Ufern aufgebrochen und nach Salzburg weitergewandert. „Ich hab’einfach in die Privatwirtschaft zurück gewollt“,begründet sie diesen Schritt. In Salzburg hat sie denAufbau des Stammwerkes für die österreichweit tätige Agentur GFB übernommen. „Wir betreiben ebenfalls die Hotel- und Tourismusbranche und entwickeln eben innovative Marketingkonzepte,bieten aufgrund unsererVerzweigtheit eine universelle Dienstleistung undeingutesNetzwerkan.Daskönnenwirvorallemdeshalbauch, weilwirjaweitereStandorteinKlagenfurt,ZellamSee,München, Innsbruck haben und die Entwicklung zeigt uns,dass wir auf dem richtigenWeg sind.“
65 Klipp Juni 2004
❑
Touristikerin Ulrike Lindner
Für drei Konzerte von Nikolaus Harnoncourt gibt es noch Karten.
Foto:styriarte/Polleross
Kindergarten in Stein und Fels
Wer beim Titel dieses Beitrages an Kletterkurse für Kleinkinder denkt, der liegt zwar nicht vollkommen daneben, er trifft den Nagel aber auch nicht wirklich auf den Kopf. Kindergärten gibt es nämlich auch im Tierreich, und Kindergartentanten sind keine Erfindung des Menschen.
Oben am Berg weidet in einem Kar ein Rudel Gams, dem Beobachter fällt auf, dass nur wenige Kitze bei den Geißen sind. Plötzlich taucht über dem Grat eine Gamsgeiß auf. Nachdem das Tier kurz hinter Steinblöcken verschwunden ist,kommt die Geiß in das Kar, und hinter ihr folgen im Gänsemarsch acht Kitze. Langsam steigt die Gruppe herunter zu den anderen Tieren,und nun spielt sich Folgendes ab. Drei Kitze gehen sofort an der Geiß
vorbei zum Rudel und springen zu ihren Muttertieren,nach kurzem Beschnuppern säugen sie mit energischen Stößen. Drei Kitze bleiben stehen und suchen nach ihren Müttern,die ihnen jetzt aus dem Rudel heraus entgegenkommen. Die zwei letzten Kitze schauen und suchen immer noch,bis sie endlich weiter unten auf einer Geröllhalde ihre Mütter entdecken und zu ihnen springen. Die Tante,welche den Kindergarten zurückgebracht hat,bleibtohneKitzezurück,sie
ist anscheinend schon älter und führt selbst kein Junges mehr. Landesjägermeister Gach:
„Gamswild ist tagaktiv und kann daher auch von Ihnen als Almwanderer immer wieder beobachtet werden. Es fühlt sich durch Sie meist ungestört,solange Sie den Wandersteig nicht verlassen.“
Was hier kurz beschrieben wurde,ist im Hochgebirge beim heimischenGamswildkeineSeltenheit. Immer wieder kommt es
vor,dass sich eine Schar von Kitzen ausgelassenen Spielen hingibt und sich dabei vorübergehend vom Rudel entfernt. In der Regel bleibt dann eine ältere,erfahrene Geiß bei den Jungen,und die Mütter nutzen die kurzeAtempause,um inRuhenachNahrungindensteilen Bergmatten zu suchen. Gamskitze spielen und tollen gerne mit ihresgleichen,dabei rutschen sie über Schneefelder,verteidigen Felsblöcke und vollführen Luftsprünge und Kapriolen. In der Regel folgen die Jungen ihrer Mutter auf Schritt und Tritt, aber es scheint, dass sie im Spiel mit anderen Kitzen manchmal den Anschluss verlieren. Dabei ist aber immer Verlass auf die Kindergartentante,siebeaufsichtigt die übermütige Truppe und führt sie sicher zu den Müttern zurück. Kindergärten sind also durchaus zweckmäßig,weil MütterentlastetwerdenundKinder Spielkameraden finden – sie sind aber keine Erfindung von unsMenschen.
66 Klipp Juni 2004
Dr. Hubert Zeiler,Wildökologe der Steirischen Landesjägerschaft
Manchmal wollen Gamsgeißen ungestört von ihren Sprösslingen der Äsung nachgehen, dann geben sie ihre Kitze einfach im Gamskindergarten ab.
Attraktives Modell für den Wunsch nach einer Wohnung oder einem Haus
Sicherer Profit
Positive Aspekte einer Anlegerimmobilie – gute Investition in Grund und Boden
Beispiel 1 (Wohnung):
3-Zimmer-Wohnung (Andritz)
54 Quadratmeter Wohnfläche, 12 Quadratmeter Terrasse im ersten Stock mit offenem TiefgaragenplatzundKeller
Endnutzer: 123.000,– Euro
Anleger: 108.000,– Euro
Nettomiete: 6,90 Euro/m2
Beispiel 2 (Haus):
Haus in Graz-St. Peter (Voraussetzung:Anleger nützt einen RaumalsBüro)
100 Quadratmeter Wohnfläche, 400 Quadratmeter Grund,vollunterkellert,Flachdachhausmit GartenundDachterrasse
Endnutzer: 260.000,– Euro
Anleger:ca. 230.000,– Euro
Nach wie vor wollen drei Viertel aller Steirer jetzt oder in Zukunft eine Wohnung oder ein Haus anschaffen, weil Mieten auf Sicht teurer kommt. Wer für seine Familie oder einfach als Vermögensanlage oder als Pensionsvorsorge eine Immobilie anschaffen will, der findet günstige Bedingungen vor.
Wodurch kommt diese Ersparnis zustande? „Ich kann hier steuerliche Aspekte geltend machen,allerdings unter der Voraussetzung, dass ich durch die Vermietung innerhalb von 20 Jahren einen Gewinn erziele,denn sonst handelt es sich um Liebhaberei“, sagt Karoline Mihelic (VISIO Immobilien),die gemeinsam mit der FirmaWEIKA derartige Projekte und Modelle für Immobilien in Andritz,St. Peter,Strass-
gang und Mariatrost anbietet. Man kann eine solche Wohnung oder ein solches Haus an jedermann,sogar an Verwandte und auch an Firmen vermieten,klarerweise unter der Voraussetzung eines abgeschlossenen Mietvertrages. Nach zehn Jahren Vermietung kann der Anleger über die Wohnung verfügen,wie er will,weil sie dann nicht mehr von der Finanz her als „spekulative Anlage“ gewertet wird. Mitentscheidend ist klarerweise für Anleger die Frage der Vermietung,weil davon auch der geschäftliche Erfolg abhängt. Für alle jene,die sich nicht selbst mit der Vermietung beschäftigen wollen,bieten VISIO und
WEIKA sogar eine Vermietungsgarantie mit einem vereinbarten Quadratmeterpreis. „Diesen Service wickeln wir provisionsfrei ab“,so Karoline Mihelic. „Anlegermodelle sollten“, so Mihelic,„mit einem Steuerberater abgestimmt werden,damit der betreffende Anleger auch entsprechende Beratung erfährt.
Der Anleger kann sich die Vorsteuer abziehen und je nachdem, wie hoch die Grundkosten sind,
bewegt sich seine Ersparnis schon beim Kauf in der Höhe von 10 bis 15 Prozent.“ Sollte dieWohnung in den ersten zehn Jahrenverkauftwerden,somuss dieVorsteuer dann anteilsmäßig an die Finanz rückgeführt werden. Es kann jedoch jeder Aufwand (Zeitaufwand,Kosten für Steuerberatung,AVA usw.) geltend gemacht werden,sodass unterm Strich die Kunden mit diesem Modell der Vermögensbildungsehrzufriedensind.
❑
67 Klipp Juni 2004
Immobilien GmbH Grabenstraße 28,8010 Graz 0316 / 67 47 47 oder 0664 / 61 47 0 47
ZuzüglichKaufnebenkosten(Verträgeusw.)von6,5Prozent
Seine in den letzten Jahren geweckte Leidenschaft für Golf ist bekannt. Nicht nur, dass unter seiner Verantwortung als Vize-General der Steiermärkischen der steirische Golfsport großzügig gesponsert wurde, hat sich Heinz Hofer selbst mit viel Trainingsschweiß zu einem sehr guten Hobby-Golfer entwickelt. Daher war auch seine Freude groß, dass er beim Pro-Am-Turnier anlässlich der Gösser-Open in Maria Lankowitz – einem seiner letzten offiziellen Auftritte –ausgezeichnet wurde. Mit 1. Juli beginnt für Heinz Hofer die Expedition „Rückzug in die Pension“.
kende nie ausgrenzt,sondern im Gegenteil Freunde in allen politischen Lagern hat,der dort,wo er hingesetzt wird,zu gestalten versucht. Dass damit auch Gegner auf den Plan gerufen werden, versteht sich von selbst. „Natürlich haben mich dasAngebot von Schachner und der Wechsel in die Politik gereizt,doch wir ha-
großes Gespür mit Mitarbeitern umzugehen,diese zu motivieren und ihnen immer auf Augenhöhe – und nicht als Vorgesetzter – seine Wünsche darzulegen. Seine Fähigkeit, Finanzprobleme in ihrer Grundstruktur rasch zu erkennen und auch Lösungen zu finden,machte ihn zum wichtigen Partner von Peter Schachner im letzten Jahrzehnt und zum führenden Mann in der Steiermärkischen. „Ich muss in diesem Zusammenhang meinen lieben Kollegen im Vorstand danken,dem Sepp,dem Gustl und dem Gerhard,die mit mir gemeinsam die Architekten für unseren Erfolgsweg waren. Sie haben mir reichlichen Freiraum gegeben und haben mich als Exzentriker ein Jahrzehnt lang er-
Verantwortung zu übernehmen, Flagge zu zeigen,und versuchte den ihm übertragenenAufgabenbereich bestmöglich auszufüllen. „Ich wollte immer gestalten.“ Dieser – sein Stil – verschaffte ihm in den letzten Monaten im Zusammenhang mit der ESTAGAffäre auch „erhöhte Präsenz“ und Aufmerksamkeit in den Medien. Fast historisch schon sein Sager:„Es gibt keinen ESTAGSkandal.“ Und scheint es so,als wird auch der Untersuchungsausschuss des Landtags sinngemäß zu einem ähnlichen Schluss kommen. Im Laufe seiner Karriere setzte Heinz Hofer auch seine Macht ein,wenn er überzeugt war,auf dem richtigen Weg zu sein. So war er maßgeblich dafür verantwortlich,dass sich die Steiermärkische in den letzten zehn Jahren nicht nur zur größten Sparkassengruppe im Südosten Österreichs entwickelte,sondern auch einen gewaltigen Imagewandel erfuhr. Nicht zuletzt die breit angelegten
Pension
Alt-Landeshauptmann Josef Krainer stimmte bereits Anfang der 80er-Jahre seiner Ernennung zum Generaldirektor des Bankhauses Krentschker zu, als die ÖVP-Mehrheit in der Steiermark absolut war. Damals eine Besonderheit und ein Zeichen der Anerkennung. SPÖ-Regierungschef Peter Schachner wollte ihn später als Finanzlandesrat in die Regierung holen. Heinz Hofer widerstand dieser „Versuchung“. Sowohl Krainer als auch Schachner förderten den talentierten,kommunikationsfreudigen Bankmanager – nicht wegen seiner Groscherl-ZählerQualitäten,sondern weil er ein Mann des großen Überblicks ist. Einer,der politisch Andersden-
ben das innerfamiliär beraten und letztlich glaube ich,die richtige Entscheidung getroffen zu haben“,beschreibt Heinz Hofer die Phase der damaligen Entscheidung. Während andere Manager ihre politische Grundhaltung und Gesinnung gerne als „privat“ oder „keiner Partei zugehörig“ öffentlich definieren, machte er nie ein Hehl daraus, dass er sich absolut der Sozialdemokratie zugehörig fühlt. Schon von seiner Herkunft her – konnte man doch in der Vergangenheit immer wieder hören,dass er stolz auf seine Mutter war,die zeitweise sogar als Aufräumefrau den Lebensunterhalt für die Kinder verdienen musste. Vielleicht auch deshalb hat er ein
tragen“,so Hofer scherzend. Die Ehrungen in den letzten Wochen lässt er gerne über sich ergehen,auch wenn er kein Hehl daraus macht,dass er das eine oder andere Jahr durchaus noch als aktiver Spitzenmanager angehängt hätte. Doch die politische Konstellation ließ das im Lande nicht zu. In der Vergangenheit war es so,dass sich ÖVP und SPÖ auch noch zu Peter Schachners Zeiten gleichsam über ein Vorschlagsrecht für Spitzenmanager in jenen Geldinstituten verständigten,die im Einflussbereich des Landes stehen. Unter SPÖ-Chef Franz Voves ist das anders geworden. Heinz Hofer scheute sich nie,in den Positionen,wo er tätig war,
Sponsor-Tätigkeiten veränderten das Erscheinungsbild der Steiermärkischen in der Öffentlichkeit. Wie im Beruf,wo er immer für Spitzenleistungen den Boden aufbereitete,so hält er es auch mit dem Golfen. Sein neues „Berufsziel“:schon bald in die oberste Spielklasse der HobbyGolfer aufzusteigen – und das ist dann der Fall,wenn man zu den Single-Handicappern zählt (unter 10). Dass er das schaffen wird,ist fast überflüssig zu erwähnen. ■
68 Klipp Juni 2004
Eindrucksvolle Karriere
Spitzenmanager Heinz Hofer verlässt den Kommandostand in Richtung
„Ich wollte immer gestalten“
Neues Ziel: Bald ein Single-Handicapper zu sein
Fotos:Kolaric
Vom Mister Steirerobst
zum ESTAG-Manager
Dass er erfolgreich sein kann, bewies Karl-Franz Maier,53, bei der Steirerobst. Im Laufe von 20 Jahren formte er die Gleisdorfer Steirerobst vom Gewerbebetrieb zu einem industriellen Marktführer in Europa. Im März dieses Jahres verließ er das Unternehmen unfreiwillig,so gesehen ist nun der Wechsel zur ESTAG eine glückliche Fügung für ihn. Er ist mit 1.August der neue Sprecher des ESTAG-Vorstandes. Der zweite Mann heißt Franz Kailbauer,derzeit noch bei einem deutschen Anlagenbauer beschäftigt. Der Gleisdorfer Saftmacher kann vom Umsatz her (110 Millionen Euro) natürlich nicht mit der ESTAG mit knapp 950 Millionen Euro verglichen werden. Aber,so Maier,die Steirerobst sei ei-
nem europaweiten scharfen Wettbewerb ausgesetzt und unter seiner Führung an die Börse gebracht worden. Die von seinem Vorgänger Ditz präsentierte Bilanz des Jahres 2003 ließ „pflichtgemäß“ aufgrund der Abschreibungen keine Dividende zu. Dennoch war dies mehr oder minder eine rein buchhalterische Maßnahme, denn von der Substanz her ist die ESTAG sehr gut aufgestellt. Mit 200 Millionen Cashflow und 90 Millionen operatives Ergebnis ist sie das Spitzenunternehmen in der Steiermark. Dies sind die wichtigsten Kennzahlen für einen möglichen neuen Gesellschafter oder einen Börsengang. Der Substanzwert eines Unternehmens wird in der Industrie nach dem Cashflow errechnet. ■
Mit Assl garantiert zum optimalen Schlafsystem!
Lieboch. – MitderEröffnung der neuen Schlafabteilung hat Assl Möbel in Lieboch neue Maßstäbe gesetzt. Besonders das neue Schlafstudio mit SternenhimmelwurdevondenKundenbegeistert angenommen, denn hier kann man wirklich in Ruhe, mehrere Matratzen ausprobieren,vergleichenundsichdannfür die beste Lösung entscheiden. Zusammen mit der Kompetenz der diplomierten Schlafberater kommen Sie so bei Assl Möbel garantiert zum richtigen Schlafsystem und damit zu einem wirklich ange-
nehmen und erholsamen Schlaf. An den Aktionstagen gibt’s außerdem zu jedem Schlafsystem von Lattoflex,Austroflex und Dr. Lanz das original Schlafkissen kostenlos dazu.
neuen
kann man in aller Ruhe alle Matratzen und kompletten Schlafsysteme ausprobieren. An den Aktionstagen gibt’s bei uns außerdem zu jedem Schlafsystem von Lattoflex, Austroflex und Dr. Lanz das jeweilige Original Schlafkissen kostenlos dazu. Ich freue mich auf
Um 8 Euro durch die ganze Steiermark!
Endlich Sommerferien! Das Wochenende ruft. Und Sie wollen etwas unternehmen. Genau dafür hat die Verbund Linie das Freizeit-Ticket. Und obendrein jede Menge Busund Bahnverbindungen.
Mit dem Freizeit-Ticket fahrenzweiPersonenumnur 8 Euro einen Tag an Samstagen oder Sonn- und Feiertagen mit allen städtischen Verkehrs-mitteln, Regionalbussen sowie Regional- und Eilzügen im Verkehrsverbund. Maximal vier Kinder bis zum 15. Le-
bensjahr können gratis mitfahren. Das Ticketgiltvon 3. Juli bis 12 September 2004 jeweils am Tag der Entwertung.
Und wie kommen Sie mit dem Freizeit-Ticket zu IhremVergnügen?
Ihr Fahrplan bei Mobil Zentral: 03 0316 / 82 06 06 oder im Internet auf www.busbahnbim.at
P. S.: Heuer wieder mit dem großen ORF-Gewinnspiel mit tollenPreisen!
69 Klipp Juni 2004
Joohhaannn n A Assssll: : "Liebe Steirerinnen
Kommen!" Deer r s sttaarrkke e S Stteeiirreer r s sttaarrtteet t M Maattrraattzzeen n A Akkttiioonnss--TTaaggee: :
und Steirer! In unserem
Schlafstudio
Ihr
Das neue Führungsduo (v.l): Franz Kailbauer und Karl-Franz Maier
Das kleine Steinhaus oben auf dem Hügel hat goldene Fensterumrahmungen und blaue Balken. Kunstvolle Gegenstände und Figuren sind ringsherum im schönen Garten voller Blumen aufgestellt. Neu-
Aussteigen in Nordistrien Aussteigen in Nordistrien
– Orten und Häusern ist dieses etwas Besonderes.
gierig und von diesem besonderen Haus angelockt steige ich von meinem Fahrrad. Ich bin den ganzen Tag auf Erkundigungsfahrt kreuz und quer durch die zauberhafte Landschaft der nordistrischen Hügel und Weinberge geradelt. Unter all den –fast an die Toskana erinnernden
„Bist du aus Deutschland?“, spricht mich ein bärtiger Typ aus einem Fenster des Hauses schauend an. „Nein,aus Österreich!“ –„Komm doch rein,warte,ich komme gleich...“ Der Hausherr Michael aus Ostdeutschland erscheintinArbeitsmonturamGartentor. Ein wenig später bei einem Bier im Garten sitzend erfahre ich seine Geschichte:Er
und seine Frau hatten jahrelang vom Aussteigen geträumt. Ein Haus im Süden. Die Toskana oder Spanien waren zu weit weg und nicht leistbar,also kamen sie irgendwann auf diese zauberhafte Landschaft in Nordistrien,in Kroatien gleich nach der slowenischen Grenze. Vieles hier erinnert ohnehin sehr stark an die Toskana:Die vielen mittelalterlichen Dörfer inmitten von Weinbergen,die italienische Vergan-
genheit–denndasGebietwarbis in die 50er Jahre italienisch besiedelt. Dort fanden sie das schöneSteinhaus,dasehemalsKünstlern gehört hatte. Als der Kauf bereitsfixiertwar,bekamMichaels Frau kalte Füße und wollte vom Aussteigen plötzlich nichts mehr wissen. Das Hin und Her führte zu Streit und die beiden
70 Klipp Juni 2004
von Christian Hlade
Ein idyllisches Plätzchen …… eine typische Dorfansicht auf der HalbinselTrüffelgerichte sind eine Spezialität
Fotos:Hlade
trennten sich. Nun saß also unser Michael plötzlich alleine im traumhaft einsamen Steinhaus. Ohne Telefon,ohne Strom – und ohne Heizung. „Der erste Winter war verdammt hart,es hat sogar geschneit und einige Tage unter null Grad gehabt“,erzählt mir mein neuer Freund sogleich. „Ich habe es dann nicht mehr ausgehalten und bin für einigeWochen zu Freunden nach Deutschland gefahren.Als ich zurückkam, war mein Haus ausgeraubt. Das ganze Werkzeug,Stromaggregat,Möbel und Baumaterial –einfachalleswarweg. Mann,war ich verzweifelt!“
Aber Michael gab nicht auf. Allein und mit wenig Geld machte er weiter. Das Haus hat früher einem Künstlerehepaar gehört,daher die schöne Fassade. Innen ist es allerdings stark baufällig und verfallen –dieDeckenbalken waren vermorscht und mussten ausgetauscht werden. Eine mühevolleArbeit für einen einsamen Ostdeutschen, aber Michael will durchhalten…
Begegnungen wie diese bereichern eine Reise enorm.Ichbingeradeunterwegs um die letzten Erkundigungen für meine bald startende Wan-
schon. Hier bekommt man ausgezeichnete istrische Spezialitäten:Wildspargel, Trüffelgerichte,Prosuttound diverse Wildgerichte. Dazu den trockenen Malvasia,den herrlichen lokalen Weißwein.DieGastfreundschaft hier ist noch wirklich herzlich und unmittelbar. Herausragend der Betrieb der Familie Sinkovic. Gleich am Eingang werden die Gäste vom Trüffelschwein „Jack“ begrüßt. Der Wirt Libero Sinkovic
Nur zur Sicherheit
derreise in Istrien zu machen. Dieses Gebiet habe ichseiteinigenJahrenals neuesWanderreisezielim Visier:Es liegt sehr nahe an Österreich (kaum 3 Autostunden von Graz) und vermittelt doch eine ganzandereWelt. Weite Steineichenwälder mit den berühmten Trüffeln,die nahe Mittelmeerküsteundvielewunderschöne mittelalterliche Dörfer,wie Motovon,Momjan, Opatali und wie sie alle heißen. Durch diese wunderschöne Landschaft führen viele zauberhafte alte Wanderwege,die ich in wochenlanger Arbeit erkundet habe. Das Gebiet ist touristisch gerade am Erwachen. Einige gute Gasthäuser und ländliche Wirtschaften gibt es
sucht mit „Jack“ in den nahen Eichenwäldern die schmackhaften Trüffelpilze, die dann seine Frau in der Küchezutraumhaften„Gnocci con Tartuffi“ verarbeitet. Diese herrlichen Gaumenfreuden bereichern unsere Wanderwege durch Istrien. Als eigener Programmpunkt kehren wir nun auch kurz in Aussteiger Michaels Garten ein und bewundern seine Ausdauer … ■
Es gibt Menschen,die sind schon mit grauen Haaren und Sorgenfalten auf die Welt gekommen,und es gibt solche,die nichts aus der Fassung bringen kann. Um Letztere braucht man sich nicht zu sorgen,wofür es meist gute Gründe gibt. Es könnte sich um eine genetische Veranlagung handeln,oder aber,was zumeist der Fall ist,es wurde entsprechend vorgesorgt. Im Regelfall besteht die Vorsorge darin,dass man sich ab- und versichert,doch genau da liegt auch der Hund begraben:Wie,sofragtmansich,sollsich der Laie im Dschungel der Angebote und im Gordischen Knoten des Kleingedruckten zurechtfinden? Ein unlösbares Problem? Keineswegs! Die Lösung heißt schlichtweg Versicherungskanzlei Maier. Dabei handelt es sich um ein Unternehmen,dassichganzindenDienstderSache gestellt hat und dessen Motivation wie folgt lautet:Im Zentrum jeglicher Überlegungen steht der Mensch als Individuum, zwar gibt es die unterschiedlichsten Problemstellungen,aber dieVK-Maier findet für alles eine passende Lösung. Das rührt daher,weil die VK-Maier über ein ausgeklügeltes Netzwerk verfügt,Geschäftsbeziehungen mit allen relevanten Versicherungenunterhältunddaherübereinaußergewöhnliches Lösungsspektrum verfügt. VK-Maier,nur zur Sicherheit. ❑
Zentrale 8020 Graz,Karl-Morre-Straße 100
Tel.:0316/ 577 377
Fax:0316/ 577 377 -18
E-Mail:kanzlei@vk-maier.at www.vk-maier.at
71 Klipp Juni 2004
Zeitzeugen einer anderen Epoche
Jack, das TrüffelschweinWandern macht müde, hungrig und durstig.
Golfen verständlich gemacht Keine Angst vor langen Eisen
Wenn Sie bei Ihren einmal erlernten Grundlagen bleiben und einige zusätzliche Übungen machen, müssen Sie eigentlich in der Lage
sein, unbeeinträchtigt durch Schaftlänge und Schlagflächenneigung immer gute Schwünge zu machen.
Ihre Ansprechstellung und Haltung bleiben gleich
Schlägereinsatz hin zum Ball
Von Head Pro Ali Rosker im Golfclub Erzherzog Johann, Maria Lankowitz
Internet:www.golfschule-ali.at E-Mail:office@golfschule-ali.at
Ihr Basisschwung bleibt gleich und alles andere auch. Mit folgenden kleinenAnpassungen:
Ihre Fußstellung ist weiter,ungefähr Schulterbreite oder etwas darüber. Der Ball ist automatisch durch den längeren Schaft etwas weiter vom Körper ent-
fernt und bei den längeren Schlägern stehen Sie insgesamt aufrechter. Beachten Sie,dass ich den Ball hier ein klein wenig links von der Körpermitte liegen habe. Mein Gewicht ist gleichmäßig verteilt und meine Hände sind auf gleicher Höhe wie der Ball.
Der Schlag hinunter lässt den Ball steigen
Hiermit können Sie sich mehr Gefühl erwerben,einerseits für das Timing bei der Körperdrehung und zum anderen beim Arm- und Handeinsatz. Sie werdendasGefühldafürbekommen, wie Ihre rechte Körperseite die Muskelenergie freisetzt. Nehmen Sie das Eisen vier und sprechen Sie den Ball wie gewohnt an. Legen Sie dann den Schläger beiseite und nehmen Sie einen Ball in die rechte Hand. SchwingenSiewiegewohntauf(Bild1). Beim Abschwung strecken Sie den rechtenArm wie beim richtigen Schlag. Ihr Ziel ist,den Ball in Ihrer rechten Hand so freizugeben,dass er den Spielball auf dem Boden trifft (Bild 2). Führen Sie den Schwung bis zum Ende durch.
Im Treffmoment sollte Ihr Schläger noch in der Abwärtsbewegung sein und nicht schon wieder auf dem Weg nach oben. Es sollte sich so darstellen,dass Sie das Divot,das vor Ihrem
Schläger auf den Boden gestellt wird,vorn auf die dem Ziel zugewandte Seite des Balles ziehen. Ich habe hier zur Demonstration sieben Bälle aufgelegt,von denen der mittlere knapp vor der Körpermitte liegt. Machen Sie eine Reihe von Probeschwüngen und finden Sie heraus,wo Sie den tiefsten Punkt in Ihrem Schwungbogen haben. Anhand dessen platzieren Sie Ihren Spielball. Wiederholen Sie diesen Vorgang auch mit Ihrem anderen Schläger,um die jeweils richtige Lage für
Ihren Spielball zu ermitteln. Es gelingt Ihnen bedeutend leichter,wenn Sie sich vorstellen, dass der Schläger erst den Ball und dann den Boden berühren soll. Die Neigung der Schlägerfläche gibt dem Ball seine Flughöhe.
Der Schwung bei langen Eisen ist derselbe wie bei mittleren Eisen. Weil man im Kopf will, dass der Ball weiter fliegen soll, wird der Griff zu fest,die Muskel verkrampfen sich und manbekommtbeimSchlagdann keine Länge. Ein kleiner Trick,
damit der Schläger frei „läuft“: Den Schläger fünf Zentimeter tiefergreifen,dannerwartetman keine besondere Länge mehr, dadurch bleibt man locker,man greift langsam höher bei den Übungsschwüngen und kommt damit zum gewünschten lockeren Schwung. ■
72 Klipp Juni 2004 Golf
Monique Schwitter fesselt in Bruck
Wieder einmal sorgte das Kunstmagazin Margarethe Hell für einige begeisternde künstlerische Schlaglichter in Bruck an der Mur. Im Rahmen der Reihe LESE-KUNST las Monique Schwitter,der scheidende Star des Grazer Schauspielhauses („Janis Joplin“) aus „DieWand“, dem bedeutendsten Werk der großen österreichischen Autorin Marlen Haushofer. Wie aus unzähligen Produktionen des Schauspielhauses gewohnt, konnte Monique Schwitter ihr Publikum auch in Bruck mit ei-
ner Eindringlichkeit fesseln,der man sich nur schwer entziehen konnte.
Seine eigenhändige Handschrift drückte der junge Maler Georg Frauenschuh einer ganzen Galeriewandauf.Nochzubesichtigen bis 26. Juni.
Im Oktober und November hält wie jedes Jahr der steirische herbst Einzug im Kunstmagazin. Die zentraleAusstellung ist Emil Siemeister gewidmet,der sich in seinen Arbeiten unter anderem mit der arabischen Schrift auseinandersetzt. ■
Exquisiter Wein-Genuss mit Stölzle-Oberglas
Exklusive Präsentation
Der„thinkman“ – der schnellste und kürzeste Weg zum Wohlbefinden
Dienstag,29. Juni 2004
Tennisparadies Graz-Straßgang
Zeit:19:00 Uhr
„Exquisit“heißtdasneue,bewusstgestraffteSortiment,dasdiezweiLinien„Classic“und„Professional“ ergänzt und mit vier Glasvarianten in ansprechendemDesigndasThemaTrinkgenussund Weinkultur neu definiert. Die Balance zwischen gezogenemStielundderweichenKelchformverleiht jedem Glas im „Exquisit“-Quartett eine nahezu perfekte optische Ausgewogenheit. Dabei überzeugen die vier neuen Gläser durch ihre Eigenständigkeit in der Formgebung und setzen ganzbewusstaufGegensätzezudenSerien„Classic“ und „Professional“. Neben der Form fällt die Brillanz der Kristallgläser ins Auge,die auf jedem Tisch im wahrsten Sinn desWortes Glanzpunkte setzen und vom festlichenAnlass,bis hin zumCateringäußerstvielseitigeinsetzbarsind.DiequalitativhochwertigenGläsereignensichaufgrundihrertechnischenKonstruktion,durch diesieextrembruchsichersind,idealerweisefürdenGebrauchinGastronomieundHotellerie–aberselbstverständlichauchfürdenindividuellen Weingenuss zu Hause. Die Gläser aus der „Exquisit“-Serie sind ebenso wie alle anderen Stölzle-Produkte geschirrspülergeeignet. Das neueSortimentwirdinvierGläsergrößenangeboten.Sogibtesein0,65l-Kelchglas,bevorzugtfüreinenvollmundigenPinotNoiroderBurgunder,ein 0,48-l-Rotweinglas,ein 0,35-l-Weißweinglas und ein 0,175-lSekt-/Champagnerglas. „Exquisit“ – der Name ist Programm,denn die ästhetisch ansprechenden Gläser sind nicht nur schön,sondern liegen überdiesperfektinderHand.
73 Klipp Juni 2004 g.
❑
Gläser von Stölzle Oberglas sind handgemachte Kunstwerke in Vollendung.
Monique Schwitter nimmt Abschied aus Graz und liest im Kunstmagazin Margarethe Hell aus Marlen Haushofers „Die Wand“.
Foto:Peichl
Lesestoff
BESTSELLERLISTE
Belletristik
Verschwiegene Kanäle
Donna Leon Diogenes € 20,50
Sakrileg
Dan Brown Lübbe € 20,50
Jessica, 30
Marlene Streeruwitz Fischer € 19,50
Der Klang der Zeit
Richard Powers Fischer € 23,60
Die Selbstmordschwestern
Jeffrey Eugenides Rowohlt € 18,40
Sachbuch
Weltmacht im Treibsand
Peter Scholl-Latour Propyläen € 25,60
Die Hundeesser von Svinia
Karl Markus Gauß Zsolnay € 15,40
Das Methusalem-Komplott
F. Schirrmacher Blessing € 26,40
Schwarzbuch USA
Eric Frey Eichborn € 25,60
Abbilder Gottes
Monika Wogrolly Styria € 19,90
Lesestoff
Alle Bücher erhältlich unter:
geworden,ein lakonischer „Lagebericht“, gleichsam ein Spiegelbild dessen,was dieAutorinimKrankenhauserlebte(MartinNovak,Ärztekammer Steiermark).
„Duvoest“
OGBVerlag
Ein Bilder-Lesebuch, das die Ereignisse rund um die Totalprivatisierung der voestalpine AG im Jahr 2003 aus der Sicht der Betroffenen schildert. Es soll Mut und Lust zum Widerstand machen und es soll die Erinnerung bewahren an ein Kapitel österreichischer Industriegeschichte der etwas anderenArt.
Erich-Norbert Detroy, RedlineWirtschaft
egeisternde Verkaufserfolge – als Praktiker unter denVerkaufstrainern gilt ErichNorbert Detroys ganz besonderes Interesse der Erforschung von Gründen,die für SuperErfolge von Verkäufern ausschlaggebend sind. Seine Begeisterung erleben Sie in diesem Buch. Sein berufliches Hobby:Diskussionen mit den wahren Verkaufsstars dieser Welt. Profitieren Sie davon! Es ist schwer,von ihm nicht begeistert zu sein.
„Falsches Zeugnis“
in Graz,Liezen, Deutschlandsberg,Hartberg, Kapfenberg,Leoben und Feldbach
Monika Wogrolly-Domej, Verlag Styria M
ehrere Jahre hindurch hat Monika Wogrolly als Beobachterin viel Zeit auf Intensiv- und Langzeitpflegestationen verbracht. Aus dem medizinethischen Forschungsprojekt ist ein – fast quälend präzises – Sachbuch
Cristina Sumners, Blanvalet
om Holder,Chefinspektor in einem verschlafenen Städtchen in New Jersey,ist beinahe froh,als bei ihm eine Frau als vermisst gemeldet wird. Das bringt Abwechslung in seinen täglichen Trott – und er hat einen guten Grund,Hochwürden Kathryn Koerney aufzusuchen. Die kluge und charmante Pastorin ist nämlich seine beste Beraterin inVerbrechensfragen. Als sie sich gemeinsam an die LösungdesFallsmachen,bringtdasjedeMenge unbequeme Wahrheiten über die biedere Kleinstadt an die Oberfläche – und lässt das Ermittlerpaar näher zusammenrücken …
„Mut zu neuen Kunden“
Hans Christian Altmann, RedlineWirtschaft
Wie Sie sofort neue Kundengewinnen–mit Telefon,Briefen, Multiplikatoren,Veranstaltungen,Spontankontakten,Empfehlungen und Kaltbesuchen! 90 Prozent der erfolgreichen Neukundengewinnung hängen von der richtigen Strategie und der optimalen Motivation ab.
„Change – Lust auf Veränderung“
Michael Mary,Henny Nordholt,Bastei Lübbe
MBenschen sehnen sich nach Veränderung und fürchten sich zugleich davor. Doch Wandel geschieht ständig – unabhängig davon,ob er gesucht wird oder nicht. Und er kündigt sich an. Durch körperlich spürbare,emotional fühlbare oder in Träumen sichtbare Impulse. Sie sind die verborgene Lust eines Menschen. Wenn man lernt,diese Anzeichen zu erkennen, besteht die Chance,denWandel zu unterstützen, sodass er sich nicht gegen den Willen des Menschen durchsetzen muss. Denn der Lust Raum zu geben erweitert das Leben. Das Buch führt zu einem tiefenVerständnis vonWandlungsprozessenundmachtverborgeneWünschefürdenEinzelnen erkennbar.
„Der einzige Ort“
TThomas Stangl,Literaturverlag Droschl Manchen Eroberungszügen gehen kollektive Träume voraus,unterhalb des Ideologischen,Rationalen und Rationalisierbaren,in der Schwebe zwischen Bildern und Geschichten,sie begleiten und beeinflussen die Handlungen,ohne dass sie von ihnen eingeholt werden könnten,ohne dass die Verbindung wirklich festgemacht werden könnte; manchmal geraten sie in Vergessenheit,man bleibt mit der Realität zurück …
74 Klipp Juni 2004
„Mit Begeisterung verkaufen“
www.webbuch.at
„Abbilder Gottes – Demente, Komatöse, Hirntote“
Besuchen Sie unsere neue
Website unter der Adresse
www.kurtherme.at
Schirmbar
Hungrige und Durstige finden im Freibeckenbereich der Therme warme und kalte Gerichte von der „kleinen“ Karte sowie diverse Getränke. Neben verschiedensten Snacks bieten wir auch eine „gesunde Ecke“ wie z. B. Joghurtprodukte, einen Obstkorb, verschiedene Salate sowie hausgemachte Mehlspeisen und Eisspezialitäten an.
Thermenrevision
Die Revisionsarbeiten am Innenbecken finden von Montag, dem 28. Juni, bis einschließlich Freitag, 2. Juli 2004, statt. Aus diesem Grund ist in der KW 27 der gesamte Thermenbereich geschlossen.
Neue Massageangebote im Kurzentrum
■ LOMI LOMI NUI
Der neueste Massage-Trend aus Hawaii · Dauer: ca. 110 Min. EUR 110,00
■ LA STONE
Erleben Sie die Kraft und Energie der Steine! · Dauer: ca. 40 Min. EUR 40,00
■ CHAIR-MASSAGE
Die schnelle Massage zwischendurch Dauer: ca. 25 Min. EUR 25,00
Telefonische Voranmeldung unter +43 (0) 31 59 / 22 94-27 oder -29
Die Grundlagen unseres Erfolges bilden die mineralstoffreichen Quellen, unsere geschulten Therapeuten und die laufende Qualitätssicherung unserer Kuranwendungen mit namhaften Ärzten.
Gönnen Sie sich Erholung und erleben Sie entspannende Stunden fernab von der Hektik des Alltags in der Oase der Ruhe! Erkundigen Sie sich über Therapiemöglichkeiten bzw. Pauschalangebote der Kurtherme Bad Gleichenberg! Gleichenberger
Wohlfühltag
■ Thermeneintritt mit Sauna
■ 4-gängiges Tagesmenü im Thermenrestaurant von 11.30 bis 14.00 Uhr
■ 15-minütige Verwöhnmassage der Rückenmuskulatur
■ Sonnenbad im Solarium pro Person EUR 36,40
Kulinarium
■ Thermeneintritt ohne Sauna
■ 4-gängiges Tagesmenü im Thermenrestaurant von 11.30 bis 14.00 Uhr pro Person EUR 17,00
AG · Brunnenstraße 31 · A-8344 Bad Gleichenberg · Telefon: +43 (0) 31 59 / 22 94-0 Telefax: +43 (0)
office@kurtherme.at
und Johannisbrunnen
31 59 / 22 94-22 ·
· www.kurtherme.at
Preis- und Leistungsänderungen vorbehalten. Angebote gültig bis 31. Dezember 2004.
www.printmaster.at