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Klipp Mai 2003

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Schüssels & Bartensteins

„Pensions-Coup“:

Mehr Sorge als

Vorsorge

Fußball: Graz im „roten“ Bereich Rechtsanwälte:

Golf:

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1,45 V erlagspostamt 8020 Graz, P.b.b. GZ 02Z033225 M Mai 2003 / 4
Jungpolitiker: Frust + Hoffnung
Gemeinschaftsrecht imVormarsch vonS.33-43
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MAI 200

STANDARDS COVERSTORY

Spots. 8

Köpfe. .................................... 12

Auto & Motor. 52

Oldtimer-Rennen in Graz. Auch die Optik zählt. ...............52

Gesundheit. 59

Kino & Lesestoff. 74

SONDERTHEMA

Beilage zum Herausnehmen Rechtanwälte: Gemeinschaftsrecht ist im Vormarsch. ...........33

Grazer Badeszene. Sommerurlaub ohne Reisestress. ..............66

ÖAAB-Pensionsexperte Mag. Pratl: „ÖVP-Politiker sind offensichtlich nicht wirklich über Auswirkungen informiert.“

Schüssels und Bartensteins Pensionscoup: Mehr Sorge alsVorsorge. ................................................16

POLITIK & WIRTSCHAFT HINTERGRUND

Voll zufrieden. Alles eitelWonne in der Jungen VP? ......14

Junger Sisyphos in der SPÖ. JGObmann Hannes Schwarz kritisiert eigene Partei schwer. ..... 15

Pensionen:Wem nützt die Umverteilung. 24

Umlageverfahren nicht zuschlagen. Pensionskassensystem führen zur Armut. ........... 24

Lilly Lotterblume. 32

Museumseröffnung im Stift Admont. Mit dem größtenTollu-Teppich von Rohani. ........................... 25

Formel 1: Zuseherzahlen steigen. Das letzte Formel RenneninSpielberg?.................... 25

Die grüne Lagune. Eine Oase der Selbständigkeit in Fehring. 26 Die Gefahr aus dem Internet: Viren und Trojaner. Zunehmendes Problem. ............. 26

Graz im roten Bereich. Hier “regiert”der GAK,Sturm-Boss Kartnig ist seltsam ruhig. .........44

“Im Sound der Zeit”. OhrenExperten amWerk. ................. 48

MEDIEN

Liebe Grazer Woche! Mutig nur beim Austeilen?.................. 9

www www.klippmagazin.at .klippmagazin.at

KULTUR

Max Droschl übergibt Verlag an Tochter. 10

Selbständigkeit & Freiheit. Exotische Möbel und KunstFranz Grassegger wagt viel. .....70

LEBEN&LEUTE

Grünes Herz mit Charme. Floßfahrt auf der Enns. ..........64

DievielenSeitendesLagodi Garda. Ein Paradies...............68

Golfen mit Ali Rosker. Das richtige Zielen. ........................ 72

4 Klipp Mai 2003

Zu diesem Heft …

Mit der Pensionsreform verhält es sich so wie mit einem Krieg. Jene,die Schüssels und Bartensteins,die darüber entscheiden –notfalls auch gegen die Mehrheit des Volkes – tun sich leicht,weil sie nicht an die „Front“ müssen,nicht zum Handkuss kommen und ihren Kopf hinhalten brauchen. Von ihrer Lebensqualität büßen sie nichts ein,weil sie auch nach und mit der Pensionsreform im Überfluss leben können. In vielen kompetenten Berichten über die Husch-Pfusch-Reform kann der Laie vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr erkennen. Klipp hat da in der Person des Leiters der sozialrechtlichen Abteilung in der steirischen Arbeiterkammer der Zufall geholfen. Denn glaubwürdiger kann man in seinen Standpunkten nicht sein. Mag. Peter Pratl,so sein Name,ist Pensionsex-

Die Zeche zahlen Andere

perte,steht,also an der Front. Hinzu kommt jedoch,dass er langjähriger ÖAAB-Funktionär und auch Schüssel-Wähler ist,4facher Familienvater,keiner Lobby verbunden ist und die Pensionsreform daher aus der Sicht des Fachmanns aber auch eines Betroffenen sieht. Mit dieser Reform drängt man hunderttausende Österreicher an die Armutsgrenze,ich kann diese Pensionsreform nicht mittragen,betont er offen. Alleinverdiener werden in Zukunft auf eine Ausgleichszulage angewiesen sein,führt Pratl aus,das ist ein Schicksal,das sich niemand verdient hat,der jahrelang Beiträge in die Pensionsversicherung einbezahlt hat. Doch nur Wenige seiner Parteifreunde wollen das in diesen Wochen hören. Ich persönlich habe mich in den letzten Monaten intensivst mit dem Pensionsthema befasst und für mich ist es äußerst traurig,dass man nicht die Argumente ernst nimmt,die an der Front stehen und wirklich wissen,was auf die kleinen und mittleren Pensionsbezieher zukommen wird,sollte die Reform in dieser geplanten Art und Weise durchgeboxt werden.

Jürgen Lehner

Medieninhaber:

KLIPP Zeitschriften GmbH Nfg & Co KG, 8041 Graz, Liebenauer Hauptstraße 2-6, Tel. 0316/ 42 60 80-0, Fax-Dw 122

Office@klippmagazin.at

Herausgeber & Geschäftsführer:

Dr. Jürgen Lehner

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Karl Knas

Sekretariat:

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Chefredakteur-Stv.:

Mag. Karl Fitzthum

Anzeigenleitung: Georg Schottmeier

Redaktion und Mitarbeiter (Verkauf):

Mag. Helmut Bast, Birgit Buchbauer, Daniela Gößler, Agnes Turza, Wolfgang Helke, Karl Knas jr., Mag. Vera Leon,

Kornelia Macher, Peter Rappold, Produktion: agentur print-line, Helmut Kolaric Lektorat:

Mag. Dr. Günter Murgg

Cover: Herbert Maitz Internet / EDV: Georg Schottmeier

Fotos:

KLIPP-Archiv (wenn nicht anders angegeben)

Druck:

Universitäts-Druckerei Klampfer, Weiz

Abonnentenpreise:

Jahresabo € 14,53, Zweijahresabo € 26,16, Studentenabo: 2 Jahre € 18,16, 1 Jahr € 13,08

Vertrieb:

Morawa Pressevertrieb

Erscheinungsort:

Graz, Verlagspostamt: 8020 Graz, P.b.b. www.klippmagazin.at

Nächster Erscheinungstermin: Ausgabe 5/2003, KW24

5 Klipp Mai 2003
IMPRESSUM
03

Auch die Renovierung des Grazer Rathauses um insgesamt EUR 4,7 Mio. lag in den Händen der IMMORENT SÜD.

sen sein. Leasing ist eine bilanzschonende Lösung und schafft zugleich positive Voraussetzungen für ein mögliches späteres Rating.

Zunehmend werden öffentliche Infrastrukturinvestitionen (Projekte) im Rahmen von so genannten PPP-Modellen ausgelagert. Für die Finanzierung derartiger Auslagerungen eignet sich Leasing besonders. Beeindruckendes Beispiel dafür:die Tiefgarage von Kastner & Öhler im „Grazer Kulturbezirk“. 460 Tiefgaragenstellplätze werden unter dem nun „schwebenden“ Gebäude in spektakulärer Ingenieursarbeit errichtet. Hier konnte die IMMORENT SÜD mit der

Entwicklungsmotor für die Kulturhauptstadt

IMMORENT SÜD – Full Service für richtungsweisende Bauprojekte

Ob beim Rathaus, Messeturm, Literaturhaus, Forum Stadtpark oder Kindermuseum und Schlossbergcafé; mit ihrem Know-how bei der Finanzierung, Planung und Umsetzung hat die IMMORENT SÜD in erheblichem Maß zur Realisierung des Kulturjahrs 2003 beigetragen. Gesamtinvestitionsvolumen der architektonisch überzeugenden

Bauprojekte: 17,5 Mio. EUR.

Auch als Partner der Wirtschaft stellt der umfassende Leasing-Gesamtanbieter die Weichen in Richtung Zukunft:Mit dem Cargo Center Graz wächst ein europäischer Handelsknotenpunkt der Superlative heran; mit dem Innovationspark Puchstraße ein Großprojekt für Betriebsansiedlungen. Kein Wunder,dass die IMMORENT SÜD –ganz gegen den Trend – ein Plus von 19% im Neugeschäft verzeichnet und einmal mehr die Marktführerschaft für sich beanspruchen kann.

Zu Jahresbeginn verwandelte sich Graz,deren Altstadt zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt,von einer Kulturstadt in die Kulturhauptstadt Europas. Nicht zuletzt architektonisch hat Graz in den letzten Jahren eine international beachtete Entwicklung genommen,ein Trend,der durch eine Reihe von richtungsweisenden Bauprojekten im Rah-

men von 2003 verstärkt wurde. Mag. Franz Kerber,Vorstand der IMMORENT AG und Geschäftsführer der IMMORENT SÜD, über diesen Innovationsschub:„Lange geplante Kulturbauten und andere städtebauliche Maßnahmen wurden und werden realisiert,vieles unter Mitwirkung der IMMORENT SÜD.Wir sind stolz,dass uns das Vertrauen geschenkt wurde und wir unseren Teil zur Stadtentwicklung im Rahmen der Kulturhauptstadt Graz beitragen konnten.“

Keine Angst vor Basel 2 – Erfolgsmodell Immobilienleasing

Mit einem Neugeschäftsvolumen von EUR 115,4 Mio. und einem Marktanteil von mehr als 42% ist die IMMORENT SÜD wieder Marktführer im Süden Österreichs. „In der Steiermark wurde 2002 sogar jedes zweite Immobilienleasing-Geschäft über die IMMORENT SÜD abgewickelt“,erklärt Mag. Kerber. Als Motive für Immobilienleasing nennt Kerber vor allem die Tatsache,dass Leasing eine Position „off Balance“ ist und die Unternehmensperformance eines Leasingnehmers entscheidend verbessern kann. Gerade vor dem Hintergrund der bevorstehenden Reformierung der Baseler Eigenkapitalrichtlinie sollten vor allem mittelständische Unternehmen für alternative Finanzierungen zum klassischen Kredit aufgeschlos-

Finanzierung,den Baurechts- und Versicherungsverträgen besonderes Know-how einbringen.

Zuwachs um 19 Prozent

Durch ihre Angebotspalette nach dem Leitsatz „leasing & more“ nimmt die IMMORENT SÜD,die Leasinggesellschaft der Sparkassen-Gruppe,im Süden Österreichs eine Sonderstellung ein. Sie agiert als umfassender Gesamtanbieter in den Bereichen Leasing und Dienstleistungen rund um die Immobilie. Im Jahr 2002 verzeichnete sie mit einem Leasing-Neugeschäft von 177,1 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr einen Zuwachs von beachtlichen 19 Prozent –und das,obwohl der Leasing-Gesamtmarkt in der Region Süd praktisch gleich geblieben ist. Mag. Kerber:„Mit dem Neugeschäftsvolumen sind wir nicht nur wieder die klare Nummer 1 im Gesamtmarkt Steiermark und Kärnten,sondern haben unseren Vorsprung klar ausgebaut. Allein 150 Mio. Euro davon entfielen auf die Steiermark,wo wir einen Marktanteil von 25% halten. Das ist vor allem auf unsere Kompetenz rund um die Immobilie zurückzuführen. Der Leasingnehmer wird dadurch entlastet und kann sich auf sein Kerngeschäft konzentrieren. Mit uns haben die Kunden einfach mehr vom Leasing,das ist unser Erfolgsrezept.“ Im Bereich Baudienstleistungen konnte die

6 Klipp Mai 2003
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IMMORENT SÜD im Jahr 2002 ein Neugeschäftsvolumen von EUR 38,2 Mio. realisieren. Dieser Bereich umfasst sämtliche Dienstleistungen „rund um die Immobilie“,wie begleitende Kontrolle, Projektsteuerung,Generalplanung mit Architektur und Haustechnikplanung bis hin zum Generalübernehmer,die ein Bauvorhaben zum Erfolg machen.

Wichtigster Betriebsansiedler in der Region Süd

Mit den derzeit laufenden Betriebsansiedlungen bestätigt der Leasing-Gesamtanbieter auch 2002 seine Rolle als wichtigster Betriebsansiedler der Region Süd. CCG – Cargo Center Graz:Auf einer Gesamtfläche von 500.000 m2 und einer Nutzfläche von 67.000 m2 entstehen seit März 2001 die Hallen und Büros des CCG. Die Gesamtfinanzierung dafür beträgt 131 Mio. Euro,die Fertigstellung erfolgt im Juni 2003. IPG – Innovationspark Graz-Puchstraße: Mit einem Investitionsvolumen von 26,2 Mio. Euro wird in der Puchstraße der Innovationspark errichtet. Dieses Großprojekt für Betriebsansiedlungen wird gemeinsam mit der Stadt Graz als PPP-Modell realisiert. Für den Liegenschaftsankauf wurden rund 19,6 Mio. Euro aufgewendet. Die Gesamtfläche der Grundstücke umfasst rund 175.000 m2,davon beträgt die nutzbare Gebäudefläche zurVermietung rund 30.000 m2. Im Endausbau werden 125.000 m2 Gebäudeflächen errichtet. 24.000 m2 sind bereits verwertet.

„Last,but not least“ veranschaulicht das Projekt Kultur- und Geschäftszentrum Weiz,dass die IMMORENT-SÜD-Kulturentwicklung und -Betriebsansiedlung kein Gegensatz sind. Kultur- und Geschäfts- bzw. Büroflächen der 4.230 m2 Gesamtfläche sollen sich hier fast gleichermaßen verteilen. Der Baubeginn ist für Sommer 2003 angesetzt. Investitionssumme:8,1 Mio. Euro. ❑

Mit der IMMORENT SÜD zur Kulturhauptstadt

Forum Stadtpark

Das Forum Stadtpark zählt zu den wichtigsten Kunstproduktionsstätten Österreichs. Im Mai 2000 wurde es nach einer sechsmonatigen Umbauphase neu eröffnet. Sowohl die Finanzierung (1,5 Mio. Euro) wie auch die Bauabwicklung des für Graz bedeutenden Projekts erfolgte über die IMMORENT SÜD.

Schlossberg-Café

Bei der Lift-Ausstiegsstelle am Schlossberg entsteht bis Mai 2003 ein neues Café für die zahlreichen Besucher des beliebtenAussichtspunktes. Die IMMORENT SÜD zeichnet für die Leasingfinanzierung sowie für die bautechnische und baukaufmännische Betreuung des 735.000,– Euro-Projektes verantwortlich.

Das Projekt Innovationspark Graz-Puchstraße wird ca. 2.000 Mitarbeiter beschäftigen. Die Fertigstellung der Infrastruktur erfolgt im März 2003. In den nächsten 10 Jahren sollen rund EUR 145 Mio. an Investitionen in den neuen Innovationspark fließen.

Der an die Stadthalle angeschlossene, neungeschossige Büroturm des markanten Gebäudekomplexes von Klaus Kada verleiht der Stadt einen besonderen städtebaulichen Akzent. Die IMMORENT SÜD zeichnete als Investor für die Projektentwicklung und die Verwertung der obersten fünf Geschosse des Messeturms verantwortlich. Gesamtinvestitionskosten: EUR 4,2 Mio.

Das Literaturhaus in der Elisabethstraße bietet erstmals in Graz eine gemeinsame Plattform für die viele Literatur-Initiativen. Der architektonisch außergewöhnliche dreigeschossige Zubau im Hof beherbergt seit Mai 2003 zwei Veranstaltungssäle sowie ein Schauarchiv. Gesamtinvestitionskosten: 3,4 Mio. Euro.

7 Klipp Mai 2003
Das moderne Museumsgebäude wird Kindern und Erwachsenen auf 1.200 m2 einen spannenden Ort zum Experimentieren mit allen Sinnen bieten. Investitionsvolumen: 3,0 Mio. Euro.

Die Ausstellung „MEISTERWERKE DER STEIRISCHEN MODERNE“ zeigt vom 31. Mai bis 12. Oktober 2003 auf Burg Rabenstein und am Hauptplatz Frohnleiten die bedeutendsten Leistungen der steirischen Kunst des 20. Jahrhunderts in Malerei und Plastik von 19182000.

raz und das Land Steiermark können auf eine beachtliche Zahl von Künstlern verweisen,die in Malerei und Plastik der vergangenen 80 Jahre die verschiedenen Phasen der Moderne repräsentieren und eigene Ausdrucksweisen

GDas „Steirische“ definiert nur die intellektuellen und existenziellen Grenzen,in denen sie ihre Tätigkeit entfalteten. Ihre Leistungen sind vor dem Hintergrund der Voraussetzungen zu sehen,die in der lokalen Situation wesentlich schwieriger waren als in den Metropolen. Nach dem 1.Weltkrieg konnte die „Sezession Graz“ zwar die Anerkennung internationaler Stilrichtungen vor Ort erreichen,doch mit der Verengung des geistigen Klimas im Ständestaat begann die politische Vereinnahmung der Kunst,die in der NSZeit,in der alle modernen Stilrichtungen als „entartet“ verteufelt wurden,zur Verfolgung

wusstsein. Mit der Dreiländerbiennale „Trigon“ und dem alljährlichen Avantgardefestival „Steirischer Herbst“ übernahm die Steiermark eine Vorreiterrolle in der Vermittlung aktueller,internationaler Kunst in Österreich. ■

Die existenziellen Grenzen des „Steirischen“

entwickelt haben. Fernab der Metropolen und der Verflechtungen des globalen Kunstmarkts haben nur einige von ihnen – Wilhelm Thöny etwa,der außer Landes gegangen ist,oder Günter Brus,der in Wien den Aktionismus mitgeprägt hat – internationale Anerkennung gefunden.

und in einigen Fällen zur Emigration der Protagonisten führte. DasVerständnis für die internationalen Strömungen der Moderne war bis in die 60er Jahre gering und ein Markt kaum vorhanden. Erst durch die Aktivitäten des „Forum Stadtpark“ ab 1960 gelang der Durchbruch im öffentlichen Be-

Auftakt am 31.05.2003: Künstlerfest am Hauptplatz Frohnleiten ab 18.30 Uhr Infos: Burg Rabenstein,A-8130 Frohnleiten, Adriach 41 und am Hauptplatz Frohnleiten 31. Mai - 12. Oktober 2003,tägl. 10 - 19 Uhr InformationundAnmeldung: Tel. +43 (0)3126/2303,Fax +43 (0)3126/2303-4 info@meisterwerke.at; www.meisterwerke.at

Wie real ist Fernsehen?

Die Millionenshow sorgt nach wie vor für höchste Einschaltquoten. Soll so sein,doch es ist erstaunlich,wie sich unsere sonst so nach Transparenz gierende TV-Gesellschaft an der Nase herumführen lässt. Da legt man großen Wert darauf,dass die aufregenden Ereignisse – ob Krieg oder Formel 1 – in Echtzeit ins Wohnzimmer flimmern. „Zuerst und exklusiv“,lautet die Botschaft in den elektronischen,aber auch in den Printmedien. Umso bemerkenswerter ist dafür das gemeinsame Schweigen meiner sonst so neugierigen Kollegen in Sachen Millionenshow. Jüngst am Beispiel der Grazer Millionen-Gewinnerin ablesbar. Da wird so getan,als ob die Sendung live gesendet wird,dabei werden gleich immer mehrere Sendungen in einer Staffel aufgezeichnet. Sowohl das Publikum wie auch die Gewinnerin werden jedoch unterAndrohung von rechtlichen Konsequenzen zu völligem Stillhalten verpflichtet. Selbst in den Tageszeitungen wird so berichtet,als ob das Ereignis wirklich an diesem Abend stattfindet. Zum Glück ist wenigstens das Publikum und derApplaus echt und live,was ja sonst bei den Klamaukserien aus den USA einfach dazugeschnitten wird. Ein großes Theater,doch offensichtlich wollen die Menschen „betrogen“ werden. Fernsehen legt viel Wert darauf,authentisch zu sein, dabei handelt es sich bei der Millionenshow um Kost aus der Konserve. ■

Spots
Königsfigur „Baby Doll“ Hauptplatz Frohnleiten
F oto:bild &
F oto:Günter Waldorf grafik,H.-G. Tropper Burg Rabenstein F otos:Tourismusverband Frohnleiten

Liebe Grazer Woche! Mutig nur beim Austeilen?

Da titelte die Grazer Woche auf Seite 1 „Privilegienwirbel um den 2003-Chef“. Der Redaktion würden Informationen und Unterlagen vorliegen,denen zufolge 2003-Intendant Lorenz von der Apcoa das Privileg habe,in ganz Österreich gratis zu parken. Der gesamte Bericht war so angelegt,dass eben die 2003Privilegien ins Fadenkreuz genommen wurden. Eine Woche darauf liest man wieder auf Seite

1 der Grazer Woche,dass die Apcoa alle Vorwürfe zurückziehe und es keine Privilegien für 2003-Intendant Lorenz gäbe. Mit keiner Silbe erwähnt oder bedauert die Grazer Woche,dass sie es war, welche die Falschmeldung verbreitet hat. Offensichtlich waren die Recherchen eben ungenügend gewesen. Derartige Dinge werden immer wieder passieren, auch uns im Steiermarkmagazin Klipp. Doch bei derartigen Flops sollte man halt die Größe haben,sich dafür beim Leser zu entschuldigen und nicht so zu tun,als ob man überhaupt nicht darüber berichtet hätte. Oder geht man davon aus, dass die Menschen ein so kurzes Gedächtnis haben? ■

Sie fahren froh gelaunt nach dem Süden,bella italia wartet ja,oder sind erholt auf dem Heimweg. Da passiert es. Eine Verkehrsstreife der italienischen Polizei,versteckt postiert stoppt sie,weil sie viel zu schnell unterwegs waren. Bis 160 km/h hätte man noch gleich bezahlen können,doch da der Betreffende etliche Kilometer drüber war, gab`s keinen Pardon. Die Beamten stellten ihn vor die Wahl:Er könne umdrehen und nach Hause fahren,oder bis zu seinem Bestimmungsort,darf dort aber sein Auto nicht mehr weiter benützen.

bot von 1 Monat hätte. Also Glück im Unglück,denn bei der Heimfahrt konnte er sich den Fahrkünsten seiner Frau anvertrauen. Je größer die Übertretung der Geschwindigkeit,desto länger wird das Fahrverbot ausgesprochen und auch desto höher fällt die Geldstrafe aus. Gegenwärtig erfährt die österreichische Polizei davon noch nichts,es sei denn,sie erblickt den Stempel im Führerschein. Das hat jedoch keine Konsequenzen. Noch. Noch, denn es wird sicher nicht allzu lange dauern und TempovergehenineinemderEU-Länderwer-

Da der Grazer zu zweit unterwegs war,fuhr er eben an seinen gedachten Urlaubsort und ließ dasAuto dort stehen.Was ihm allerdings fehlte:Das war der Führerschein,denn diesen hatten ihm die Polizisten abgenommen. Am Urlaubsort zahlte er dann die Strafe von 350 Euro ein und pilgerte in den darauf folgenden Tagen zu den Behörden,um seinen Schein wieder zu bekommen. Das gelang auch,allerdings erst nach einigen Tagen. Im Führerschein prangte dabei ein Stempel, in dem geschrieben stand,dass der Grazer in Italien ein Fahrver-

den auch im Heimatland Konsequenzen nach sich ziehen. Man fragt sich allerdings,warum lässt die EU es überhaupt zu,dass solche schnellen Autos gebaut werden,die 200 km/h Höchstgeschwindigkeit haben und mehr, obwohl man auf öffentlichen Straßen nie so schnell fahren darf. Die Bemerkung ist nicht ganz ernst gemeint,aber treffen darf man sie dennoch:Sollten nicht auch jene zur Verantwortung gezogen werden,die den Verkehrsteilnehmer,die den Fahrer eines solchen Autos in Versuchung führen? ■

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Ungenaue Recherchen – Reicht das für Titelseite? Angriffe gegen Lorenz in Grazer Woche.
F acsimile aus Grazer Woche
Italiener nehmen Temposündern sofort den Schein ab

Mount Everest-Bezwinger

Wolfgang Fasching:

Völliger Unsinn.

„Ich war hundertprozentig auf dem Gipfel,alles,was da getuschelt wird,ist absoluter Blödsinn“,reagiert Extremsportler Wolfgang Fasching auf Gerüchte, er sei am 23.05.2002 – also der Jahrestag kommt in den nächsten

Günther Fasching und Begleiter

Tagen –nicht auf dem Gipfel des Mount Everest gestanden. Dieser schwerwiegende Vorwurf gründe sich angeblich auf Fotos von anderen Mount Everest-Bezwingern, wo ein Vermessungsdreizack zu sehen ist,der am Gipfel von den Chinesen dort verankert wurde. Erich Gatt,der Expeditionsleiter undBergsteigererreichte5Minuten vor Wolfgang Fasching den Gipfel. Er betont in einerAussen-

dung,dass Wolfgang Fasching sehr wohl am Gipfel gewesen sei und es auch dafür genügend fotografische Beweise gibt. „Für das Fotografieren habe ich mir die Sauerstoffmaske abgenommen“, sagt Wolfgang Fasching. „Jeder hätte es mir gegönnt von den Bergsteigern,dass ich nicht oben gewesen wäre“,bemerkt der Extremsportler. Dies deshalb,weil er als „Nicht-Bergsteiger“ das ebengeschaffthatunddamitauch offensichtlich einen Mythos zerstörte,weilernichtsoüberwältigt war wie eben die klassischen Bergsteigertypen. „Hätte ich es nicht geschafft,dann wäre ich ganz sicher 1 Jahr später,also heuer noch einmal dorthin gefahren und hätte es versucht. Und dann hätte ich diesen Gipfelsieg ganz bestimmt besser vermarktet, meint Wolfgang Fasching,weil dann hätte ich mit einem Satellitentelefon vom Gipfel aus eine Live-Reportage oder Live-Interviews gegeben.“ ■

Unglaublich: 2,18 Liter Diesel für 100 km!

Nicht immer geht es darum, wer der Schnellste ist ...

Das Siegesauto im Ziel in Moscenicka Draga/Istrien.

... denn bei der schon traditionellen Economy-Rallye von Ford Jagersberger, welche heuer bereits zum 19. (!) Mal veranstaltet wurde, siegt der Fahrer, der den Durchschnittswert des außerstädtischen Normverbrauchs am weitesten unterschreitet!

Fordkonvoi nach Istrien bedeutet es,wenn Ford Jagersberger zum Journalisten-Wochenende nach Moscenicka Draga lädt. Die Aufgabe bei der „Economy Rallye“:Die neuesten Ford-Modelle mit möglichst geringem Treibstoffverbrauch an die Adria zu kutschieren. Die Tricks wie runter vom Gas,bergab ohne Gang,keinAutoradio,nur wenn wirklich nötig Licht,keine Klimaanlage und am besten Windschattenfahren sind dabei für alle ein offenes Geheimnis. Der Sieger,Paul Hart-

lauer von derWeizer Zeitung,mit dem 95 PSigen Street Ka und einem Verbrauch von 2,98 Liter/100 km (Normverbrauch lt. Werk 6,4 Liter je 100 km),hat wohl alle Tricks beherzigt. Aber auchMag.GerhardFetkavonder Neuen hat sich anscheinend alle guten Tipps zu Herzen genommen und schaffte mit 2,18 Liter den absolut niedrigsten Verbrauch und belegte mit seinem Fusion Trend TDCi und 68 PS den zweiten Platz der Gesamtwertung. „Die Vorfreude des Tankwartes über das „große Geschäft“ mit dem Konvoi wich beim Bezahlen der Rechnung der Verwunderung über die niedrige Rechnungssumme“,so Peter Jagersberger,Marketingchef. Dass es allerdings auch Wagen gibt, mit denen man einfach nicht ge-

Generationswechsel im Grazer Droschl Verlag. Max Droschl hat die Leitung des Verlags an seine Tochter Annette Knoch übergeben. Sie arbeitet schon seit Jahren im Verlag mit und will die Entdeckung neuer und junger Autoren genauso pflegen wie den Fortbestand vonAltbewährtem. Noch bis 15. Juni hat das „Café Droschl“ im Cafe Promenade geöffnet,in dem in DroschlBüchern geschmökert werden kann

Droschl Verlag: Tochter folgt Max Droschl

(man kann sie auch käuflich erwerben) und an den Sonntagen kannn man an Podiumsgesprächen zu den Graz-bezogenen Kulturthemen teilnehmen. ■

winnen kann,musste das KLIPPTeam heuer feststellen. Wir haben uns mit dem Ford Ka Komfort,trotzniedrigerGeschwindigkeit und Anwendung so mancher Tricks,wohlaufGrunddergeringen 60 PS,„nur“ auf den 6. Platz kutschiert. Beim anschließenden Tennisturnier (jeder gegen jeden) konnten die Tennisspieler unter den Teilnehmern noch einmal ihren Kampfgeist beweisen und zeigten auch dabei,in mehr als 4 Stunden,vollen Einsatz. Belohnt wurde der Ehrgeiz durch ein entspannendes Wochenende mit ausgiebigen Mahlzeiten,komfortablen Zimmern mit Meerblick und mediterranem Flair. ■

10 Klipp Mai 2003 Spots
Peter Jagersberger und der Sieger beim Tankstopp. Max Droschl übergibt an Tochter Annette Knoch, Lektor Rainer Götz bleibt weiter Stütze . F oto:Wolfgang Fasching

Vor einigen Jahren war das Handynocheineherlästiges und schweres „Gerät“,doch heutzutage trifft man kaum noch auf jemanden,der keines besitzt. Dank der Technik ist das Handy klein,leicht und praktisch und erfüllt bekanntlicherweise nicht nur den Zweck des Telefonierens. Mit dem Trend und der immer weiter wachsenden Technik stellt man sich nun auch in Stainz am Hauptplatz auf die Anforderungen des Kunden im BereichTelekommunikation ein. Am 22. März 2003 war es so weit – der Handyshopbetreiber

Robert Ribic und der Internetund Homepagefachmann Johann R. Frank (Frank Com) eröffneten zwei Geschäfte unter einem Dach.

Mit den beiden zukunftsorientierten Unternehmen Frank Com und dem Handyshop in Stainz wird nun auch in der Schilcherheimat eine Marktlücke geschlossen und selbstverständlich durften bei der VIP-Eröffnung

Altbürgermeister Fritz Hubmann und Bürgermeister Walter Eichmann nicht fehlen. Auch Ing. Harald Hermann, Vertreter der Wirtschaftskammer,ließ sich den Ansturm auf den Shop am Hauptplatz nicht entgehen.

Technik in Sachen Handys vertreibt.

Johann R. Frank, Geschäftsführer von Frank Com,ist der richtige Ansprechpartner im Bereich ProfiHomepages,Telekom-

nikationsbereich abgedeckt. Schauen Sie rein und überzeugen Sie sich selbst von Qualitätsbewusstsein und den neuesten Trends.

Fulminanter Start in Stainz

Der HandyShop ist die erste Adresse für den besten Service rund ums Handy. Geschäftsführer Robert Ribic,der Durchstarter aus der Weststeiermark, eröffnete mit der Filiale in Stainz bereits den vierten HandyShop,denn mit seinem Service rund ums Handy startete er bereits in Preding,Mureck und Schärding durch. Der Dritte im Bunde ist Gerald Brunner,ein qualifizierter Fachberater,der nun gemeinsam mit Ribic die neuesten Trends und neueste

munikation und Webhosting. Auch Mario Haas „is powered“ by Frank Com,der seine offizielle Homepage hier betreut. Frank hat sich auf den perfekten Internetauftritt von Firmen spezialisiert und bietet intelligente Lösungen und tolle Angebote für PC und Laptop.

Die Eröffnung der beiden zukunftsorientierten Unternehmen

Frank Com und Handy-Shop („zwei unter einem Dach“) war ein absoluter Erfolg und nun ist auch in Stainz der Telekommu-

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Filialleiter in Preding Mario Tschemmernegg, Johann R. Frank (GF Frank Com), Robert Ribic (GF Handyshop) und Fachberater Gerald Brunner. „Klein, aber fein“ ist das neue Geschäft am Hauptplatz in Stainz. In Sachen Telekommunikation die Nase nach vorn in die Zukunft gerichtet.
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Diabetes Gala 2003

Zum 23sten Mal lud Ende April die Steirische Diabeteshilfe für Kinder und Jugendliche zur traditionellen DiabetesGala in das Palais Meerscheinschlössl in Graz ein. Show-Gast war diesmal Joe Harriet und für die musikalische Untermalung des Abends sorgte das „Duo Express“. Folgende Gäste wurden gesehen:LR Herbert Paierl, LR Erich Pöltl,Gen.-Dir. Josef Kassler,Gen.-Dir. Werner Reimelt, LAbg.Wolfgang Kasic,StR. Tatjana Kaltenbeck-Michl,Karl Polzhofer,Dr. Fritz Florian und viele andere mehr. Übrigens,der Erlös der Veranstaltung betrug rund 6.500 Euro. ■

Hausmesse bei Fürndörfler

Einen tollen Erfolg konnte die Firma Fürndörfler,Liebenauer Hauptstraße 103 in Graz,bei der erstmals durchgeführten Hausmesse in der neuen Adresse verbuchen.

Der Andrang der vielen Kunden war gerade bei den Top-Angeboten bei Küchen,Böden,Türen und Stiegen groß. Die Vorteile am neuen Standort liegen klar auf der Hand:Großer Schauraum und Parkplätze direkt vor dem Geschäft. Übrigens:Beratungstermine gibt es bei Fürndörfler auf Wunsch auch außerhalb der Geschäftszeiten!

Informationen unter 0316/42 51 51 oder www.fuerndoerfler.com

Am Streiktag per Fahrrad unterwegs

Für ihn ungewöhnlich war kürzlich am abgehaltenen „Streiktag“ der Frohnleitner LAbg. Wolfi Kasic unterwegs. Um Staus zu entgehen und pünktlich zu den Sitzungen ins Landhaus zu gelangen schwang er sich wieder einmal auf sein Rad und strampelte – leicht keuchend – über den Murradweg in die Innenstadt. „Wenn einer glaubt, dieArbeit verweigern zu müssen,so soll er dies in seiner Firma tun. Aber andere an der Arbeit zu hindern und den Verkehr lahm zu legen,ist inakzeptabel“,so Kasic.

So kann jedoch ein Streik auch die Kondition fördern! ■

Köpfe unt

Exponate von Gerhild Bogner bei Muhri & Werschitz

Bereits zum vierten Mal stellen Dr. Georg Muhri und Dr. Otto Werschitz die Büroräumlichkeiten, in der Neutorgasse 47, für ausgewählte Werke junger Künstler zur Verfügung. Am 24. April 2003 luden die beiden Rechtsanwälte zurVernissage von Gerhild Bogner. Dr. Johannes Koren führte,wie immer gekonnt,die Besucher verbal durch die Ausstellung und die Gäste und Kunstbegeisterten konnten anschließend auch ihren Hunger am steirischen Buffet stillen. ■

Blutspendenaktion am Welt-Rotkreuz-Tag

Das Rote Kreuz und der ÖAMTC-Steiermark haben am Welt-Rotkreuz-Tag,dem 8. Mai 2003 Autofahrer,Motorradfahrer und all jene,die Blut spenden wollen,in die ÖAMTC-Zentrale eingeladen. Schwerpunkt war auch eine Aktion „Motorradfahrer spenden für Motorradfahrer“. Die Präsidenten Dr. Fallada und Univ.-Prof. Dr. List konnten zahlreiche Blutspender willkommen heißen. Zahlreiche Biker standen vor der ÖAMTC-Zentrale um Blut zu spenden.

Vom Abstellgleis in den Park

Die allseits bekannte Agentur Park Communication hat die Zelte am Grazer Bahnhof abgebrochen. Neue Wahlheimat ist ein Loft in der Köstenbaumgasse 17 in Graz. Die aufgegebenen Räumlichkeiten waren dann doch zu „verschachtelt“ – dem zollte man Tribut und nahm ein Loft in wunderbarer Umgebung in City-Park-Nähe. „Der Blick zum Schlossberg zieht uns zu den umliegenden Schanigärten,der Anblick des Wachturms der Karlau motiviert wiederum zu redlicher Schaffensfreude“,freut sich Pepo Brem über die Vorteile der neuen Räumlichkeiten. ❑

Neues Projekt der Park Com: Die Gästeliste wird zu einem „Objekt“ mutieren...

12 Klipp Mai 2003
Foto Fischer erknipste sich einen keuchenden Landtagsabgeordneten. Schauspieler Serge Falck, Show-Gast Joe Harriet und die Veranstalter Jutta und Gert Maria Hofmann Eigentümer Gerald Fürndörfler im Gespräch mit Kunden, Partnern und Freunden. HR Dr. Helmut Fallada, Univ.-Prof. Dr. Werner List und die Direktoren Dr. Paul Fernbach und Karl Schicker beim „Blutabnehmen“ F oto:Nina Krok

nterwegs

Wer was draufhat, gewinnt

Ende Mai 2003 startete die Steirische AIDS-Hilfe die Jugendkampagne „Wer was draufhat,hat was drauf“. Diese wurde von der Grazer Werbeagentur RoRo+Zec kreiert und im Rahmen des vom Papierkonzern SAPPI initiierten europaweiten Wettbewerbs „Ideas that Matter“ ausgezeichnet. Die Steirische AIDS-Hilfe unter der Leitung von Frau Dr. Lola Fleck lud Schüler/innen ein,Ideen zum Thema Aids-Prävention beizusteuern.

Nun stehen die Sieger fest:Unter 221 Einsendungen wurden Thomas Schadler,Bianca Höfler,Mario Kolli und Dominique Heißenberger von einer Fachjury als Preisträger ermittelt.

Bank am Bahnhof

Die ÖsterreichischeVerkehrskreditbank hat ihre erste Filiale in Graz am neu gestalteten Hauptbahnhof eröffnet. Außer den SB-Geräten EASYD´OR,dem Sparautomaten und dem Kontoauszugsdrucker,die an sieben Tagen in der Woche von 6-22 Uhr zugänglich sind,stehen den Kunden von Montag bis Freitag in der Zeit von 9-19 Uhr und samstags von 8-14 Uhr erfahrene MitarbeiterInnen zur Verfügung. Zum Angebot zählen Bargeldeinzahlungen und -Abhebungen unter Verwendung eines EASYD´ORSparbuches oder der EASYD´OR-Card. Zur Zeit wird für täglich fällige Einlagen ein Zinssatz von 2,0% p.a. angeboten. ■

Ausgefallene Schmuckkreationen

In der Galerie Workshop Graz in der Färbergasse sind derzeit Exponate der Künstler Joachim Baur und seiner Gattin Barbara Edlinger zu sehen. Vor allem außergewöhnliche Schmuckkreationen können dort bewundert werden. Namhafte internationale Künstler wie Peter Skubic,Mari Ishikuawa,Petra Zimmermann u.v.a.m. präsentieren hier ebenso Schmuckvarianten in ausgefallenen Formen. ■

SPAR am Bahnhof - praktisch und gut

Die Frage,wo man am Wochenende günstig seine Lebensmittel einkaufen kann,stellen sich die Grazer nun nicht mehr,denn mit der neuen SPAR-Filiale am Grazer Hauptbahnhof kann man rund um die Uhr von Montag bis Sonntag seine Lebensmittel zu normalen Supermarktpreisen erwerben. Mit den 48 topgeschulten Mitarbeitern wird in der neuen Filiale nun im Dreischichtbetrieb von Mo–So von 06:00 –21:00 Uhr für den Kunden gesorgt.

Volksbank intim

EndeApril fand im Hotel Paradies die Mitgliederversammlung der Volksbank Graz-Bruck statt. Im Anschluss an die Delegiertenversammlung lud sie ihre Mitglieder zu einem Cocktail-Empfang mit anschließendem Abendprogramm ein. Die Besucheranzahl,unter anderem Dir. Fritz Gande,Dr. Reinhard Hohenberg,Ing. Rudolf Leitner,Mag. Walter Messner,Dr. Herbert Seelig,Dr. Franz Unterasinger,Dr. Hella Ranner,Johann Schreiner oder Dr. Werner Hubmer,zeigte,dass die Bank mit dieser Kundenveranstaltung ihrem Ziel – die Beziehungsqualität zum Kunden ständig zu intensivieren – Folge leistet. ❑

Volksbank: Bemerkenswertes Wachstum

Dir. Dr. Gerhard Reiner und KR DDr. Hans Hofinger konnten bezüglich des Geschäftsjahres 2002 durchaus zufriedenstellende Erfolge vermelden: „2002 konnten die Steirischen Volksbanken in wichtigen Bereichen,wie zum Beispiel bei der Bilanzsumme,bei den Direktkrediten,den Primärmitteln und bei den Eigenmitteln zum Teil ein kräftiges Wachstum erzielen.“ Nicht nur die Kundenanteile sind stark im Aufwärtstrend,sondern auch das Bilanzwachstum kann einen Zuwachs von 9 % verzeichnen. Übrigens, 2002 war bereits jeder fünfte Klein- und Mittelbetrieb Volksbankenkunde. ■

13 Klipp Mai 2002
Marktleiterin Helga Franz, V-Dir. Hans K. Reisch, Filialgebietsleiterin Gerlinde Rathammer und Direktor Erwin Schmuck freuen sich über die neue Filiale am Grazer Hauptbahnhof. Reinhold Schlaffer und Evelyn Rotter neben dem neuen Sparautomat. Dir. Dr. Gerhard Reiner, Ernst Prassel, KR Günther Grassel und Dir. Peter Niederl. DDr. Hans Hofinger, Vorstandsvorsitzender des ÖGV Barbara Edlinger, Schmuckkünstlerin

Politik

nun ist er Klubobmann im VPLandtagsklub.

KLIPP: Wie ist eigentlich die Haltung der JVP zur „Pensionssicherungsreform“? Die Jungen werden ja nach dem Reformkonzept der ÖVP einiges an Einbußen bei den Pensionen haben.

Einwallner: Das wird bei uns schon viel diskutiert. Aber es ist allen bewusst,dass sich was ändern muss. Bei der Reform ist

So gut wie keine Reibungspunkte findet Thomas Einwallner, Obmann der Jungen ÖVP Steiermark, mit Waltraud Klasnic, Wolfgang Schüssel und Co. Man zeigt Einsicht in die Notwendigkeit der „Pensionsreform jetzt“. Alles eitle Wonne? Umhätschelt die ÖVP ihre Jungen wirklich derart? „Man werde auch bei Kritik nicht fertig gemacht“, sagt Einwallner. Im November stellt sich der 24Jährige Oberwölzer der Wiederwahl als steirischer JVPObmann.

KLIPP: Wie gut verankert ist die JVP in der Mutterpartei?

Thomas Einwallner: Die JVP ist mit dem Landesobmann in den ÖVP-Gremien vertreten. Dass man als Jugendfunktionär was werden kann in der ÖVP, zeigt das Beispiel Christopher Drechsler,der vor acht Jahren noch Obmann der JVP war,und

die Jugend nicht der Verlierer. Die Einsparungen sind vielmehr im Sinne der Jugend. Uns ist klar,dass wir weniger Pension bekommen werden als die Generation jetzt. Ich selber habe daher schon mit 18 Jahren eine Pri-

Vergangenheit bedanken,aber diese Reform passiert nicht überfallsartig. Bereits 2001 hat Bundeskanzler Wolfgang Schüssel von der dringenden Notwendigkeit einer Pensionsreform gesprochen. Es ist sozialer und gerechter,wenn man den Leuten die Wahrheit sagt und nicht verspricht,was man nicht halten kann. Ich könnte mir einen Eingriff in bestehende Pensionen nur ab der Höhe von 1000,– Euro vorstellen.

KLIPP: Vielfach wird der Vorwurf geäußert, die Pensionsreform sei eine Geldbeschaffungsaktion fürs Budget. Was sagen Sie dazu?

Einwallner: Das stimmt sicher nicht. Die ersten Maßnahmen greifen erst ab 2007,die großen Schnitte finden überhaupt erst 2020 statt. In bestehende Pensio-

KLIPP. Sie sind also mit Waltraud Klasnic zufrieden?

Einwallner: Ja,wir sind mit ihr zufrieden und unterstützen sie voll. Fragen von uns werden von ihr beantwortet,wir finden ein offenes Ohr bei ihr,man darf mitdiskutieren,wird gehört,bei Jugendthemen können wir auf jeden Fall mitreden. Von Anfang an,als ich vom Bezirksobmann zum Landesobmann gewählt wurde und sozusagen in der Landespolitik tätig bin,fand ich tolleAufnahme.

KLIPP: Wie sieht es mit dem kritischen Potential in der JVP aus?

Einwallner: Beim Punkt Wählen mit 16 ist die JVP Vorreiter. Bei der Änderung des Fremdenrechts mit der Folge,dass Asylsuchende aus

Voll zufrieden

vatvorsorge gemacht,weil ein guter Freund von mir in einer Bank arbeitet und sich da gut auskennt.

KLIPP: Für viele bedeutet diese Reform Einschnitte bis zu 40 Prozent, mehr oder weniger von heute auf morgen. Ist das sozial verträglich?

Einwallner: Es ist uns natürlich bewusst,dass Menschen,die knapp vor der Pension stehen, relativ abrupte Eingriffe in ihrer Lebensplanung hinnehmen müssten. Die Betroffenen müssen sich bei den Zögerern in der

nen wird nicht eingegriffen. Der Bundeszuschuss für die Pensionen sollte ab 2030 auf 3,5 Prozent abgesenkt sein,das betrifft nämlich die Generation der jetzt 20-Jährigen.

KLIPP: Prescht die JVP der ÖVP auch in irgendeinem Thema voran?

Einwallner: Bei uns wurde der § 209 (Homosexuellenparagraf) heftig diskutiert. Die JVP als gesamtes hat sich dann gegen den § 209 ausgesprochen. Durchgesetzt haben wir uns beim Thema Wählen mit 16.

der Bundesbetreuung entlassen wurden,hat sich Klasnic stark gemacht und gesagt, dass in der Steiermark niemand auf der Straße landen wird.

KLIPP: Sie meinen, da hat Klasnic einen kritischen JVPStandpunkt aufgegriffen?

Einwallner: Ja. Sicher könnte hier vieles schneller gehen,aber immerhin sind konstruktive Kritik und Diskussion immer möglich. Man wird nicht gleich fertig gemacht,wenn man kritisiert. ■

14 Klipp Mai 2003
Thomas Einwallner, 24, Obmann der steirischen JVP ist mit Klasnic und Co. zufrieden: „Wir finden ein offenes Ohr.“ von Helmut Bast F oto:ÖVP
F oto:SPÖ

„Verwirrung und Versäumnisse“: Der Leobener Hannes Schwarz, er ist Bundesvorsitzender der SPÖ-Jugendorganisation „Junge Generation“, übt harsche Kritik an der schlechten Kommunikation seiner Partei in Sachen Pensionsreformdebatte. Vor allem Doris Bures, aber auch Alfred Gusenbauer hätten schlecht agiert. Frustrierend in der Partei sei, so Schwarz, dass er zwar im Bundesparteivorstand, im Landesparteipräsidium und Vorstand sitze, sich aber selten Gehör für Jugendanliegen verschaffen kann. Dabei vertritt er in der Steiermark immerhin 150 Orts-Organisationen mit 13.000 Mitgliedern.

KLIPP: Wie zufrieden sind Sie mit der Performance der SPÖ in der aktuellen Pensionsdebatte?

Schwarz: Die Kommunikation

in der Partei ist nicht auf dem besten Stand,weil sonst täten solche politischen Fehler wie Gusenbauers Weinverkostung im „profil“ nicht passieren.

KLIPP: Warum hat man die „Pensionsreform“-Debatte nicht besser nutzen können?

Schwarz: Die Phase,wo die ÖVP ihr Konzept präsentiert hat bis zu dem Zeitpunkt,wo wir

unser Gegenkonzept präsentiert haben,ist schlecht genutzt worden.

KLIPP: Gar nicht, würde ich sagen.

Schwarz: Sagen wir schlechter als schlecht,schlecht genug.

Bundesparteivorsitzende entscheiden.

KLIPP: Was ist denn ihre Position zur Bundesgeschäftsführerin?

Schwarz: Die Doris Bures wird sicher eine Mitschuld dafür haben,dass es nicht funktioniert hat. Es muss gehandelt werden im kommunikativen Bereich, nach innen und nach außen. Ich habe starke Zweifel daran,ob Doris Bures die Richtige sein wird,um diese Kommunikationsprobleme zu lösen.

KLIPP: Wie geht es der Jugend in der SPÖ?

Schwarz: Die ÖVP ist für mich in keinem politischen Bereich ein Vorbild. Nur in der Jugendnachführarbeit in der Partei den-

und wirtschaftspolitischen Fragen nicht im Kapitalismus häuslich einrichten,wie es auch bei uns üblich geworden ist,sondern weiter auf das Ziel eines demokratischen Sozialismus hinarbeiten.

KLIPP: Wo liegen die Frustrationsgrenzen?

Schwarz: Wenn man in der SPÖ ist,muss man ein hohe Frustrationstoleranz haben und ein gutes Stehvermögen.

KLPP: Was ist denn so frustrierend?

Schwarz: Dass man sich vorkommt wie Sisyphos,der manchmal glaubt,den Stein schon am Gipfel zu haben,also glaubt,man hat es geschafft, man ist etabliert,man hat seine

Ein junger Sisyphos in der SPÖ

KLIPP: Die Bühne ließ man jedoch vollends den Regierungsparteien, vor allem der ÖVP.

Schwarz: Es hat regelrechte Verwirrung,Kommunikationsverwirrung auf unserer Seite gegeben in der Zeit,als die ÖVP die Vorlage präsentierte bis zur Präsentation des eigenen Modells. Ich hoffe,dass diese Verwirrung vorbei ist.

KLIPP: Für diese Kommunikationsmisere in der Bundesgeschäftsführung wird vielfach Doris Bures verantwortlich gemacht. Soll sie gehen?

Schwarz: Das muss der

ke ich mir,dass man sich das eine oder andere abschauen muss. Wir müssen mehr die Möglichkeit bekommen,dass wir das, was wir mit den jungen Leuten diskutieren,auch umsetzen können.

KLIPP: Welche Bedeutung hat denn die „Junge Generation“ in der SPÖ?

Schwarz: Wir sind kritisches Gewissen und das Salz in der Suppe der SPÖ. Wir treten für einen Erneuerungsprozess der Partei ein,damit sie tauglich für das 21. Jahrhundert wird. Unsere Position ist:Wir dürfen uns in politischen,gesellschaftlichen

Inhalte in den Gremien entsprechend eingebracht,und dann kommt man am nächsten Tag wieder drauf,dass man am Fuße des Berges ist.

KLIPP:WarumtunSiesichdasan?

Schwarz:Wenn ich in die Ortsgruppen in der Steiermark schau,wo sich junge Leute für die Sozialdemokratie völlig idealistisch engagieren,dann sind das Momente,wo man sich als junger Sozialdemokrat freut, oder wenn man die eine oder andere Wahl gewinnt. Das habe ich in meiner Funktionärstätigkeit leider noch nicht allzu oft auskosten können. ■

Klipp Mai 2003
Hannes Schwarz, 26, Obmann der „Jungen Generation“ – „wir sind das Salz in der Suppe der SPÖ, unser Ziel ist ein demokratischer Sozialismuss.“
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F oto:SPÖ

Coverstory

Die Pensionisten von heute plündern das Sozialsystem und verprassen die Renten, sagen die Jungen. Die Alten von morgen werden arm und entrechtet.

Ihnen droht ein Schuldenberg, behaupten Politiker. Sie alle irren sich.

ÖAAB-Pensionsexperte: Kalthe

80Prozent der Österreicher lehnen diese geplante Pensionsreform in dieser Form ab. Doch Schüssel und Co wollen ihr Modell durchziehen, das die Österreicher in den Nebel führt. Sie stellen sich taub gegen alle Warnungen von Fachleuten und Gewerkschaftern,aber auch Sozialpolitikern.

„Ich kann die jetzt geplanten Änderungen des gesetzlichen Pensionssystems nicht mittragen“,sagt Mag. Peter Pratl,der seit vielen Jahren die österreichische Volkspartei unterstützt und auch ÖAAB-Funktionär ist,und er weiß,wovon er spricht, im Gegensatz zu vielen Befürwortern der Pensionsreform. Pratl ist Leiter der Abteilung für Sozialversicherungsrecht der steirischen Arbeiterkammer und als solcher täglich an der „Pensionsfront“ tätig.

Pratl ist unverdächtig irgendeiner Lobby anzugehören,er fühlt sich einfach für den kleinen Mann und Millionen Österrei-

Klipp Mai 2003
Mehr
F oto:Helmut Kolaric
Mag. Peter Pratl: „Das haben sich die Menschen nicht verdient! Ich kann die Pensionsreform nicht mittragen“.

chern damit verpflichtet. „Wenn die im vorliegenden Entwurf geplanten Maßnahmen tatsächlich umgesetzt werden,kommt es zu drastischen Kürzungen der Pensionshöhe. Allein die Umstellung der Pensionsberechnung durch die Verringerung des Steigerungsbetrags und die Erhöhung des Abschlags bedeuten eine Reduzierung um rund 12%,die Verlängerung des Bemessungszeitraums kann im Einzelfall extreme Auswirkungen mit sich bringen“,warnt Pratl vor dem verhängnisvollen Schnitt.

Diese Reform erfolgt auf dem Rücken der Kleinen und der Familien mit Kindern. Pensionskenner Pratl an die Adresse seines Parteifreundes und Pensions-Durchpeitschers Minister Bartenstein,heute Multimillionär,früher einmal selbst Familienminister:„Gerade jene,die es auf sich nehmen, Kinder in dieWelt zu setzen und zu erziehen, werden die Hauptleidtragenden der Reform sein,da sie häufig nur teilzeitbeschäftigt sind und schlechtere Karriereverläufe aufweisen.

geminderter Arbeitsfähigkeit gar nur € 775,– betrugen. Nahezu die Hälfte der österreichischen Pensionisten ist davon bedroht an die Armutsgrenze abzusinken. Weil immer von den so gut dotierten Pensionen und Pensionisten die Rede ist,die Neuzugänge wurden nicht gerade üppig bedient. In der Pensionsversicherung der Arbeiter erhielten im Jahr 50% der Neuzugänge nur € 847,–Pension,wobei Frauen mit € 531,– weitaus schlechter gestellt waren als Männer mit € 1.181,–.

Wichtige Grundsätze christlicher Soziallehre gehen verloren

Der Ausgleichszulagenersatz für ein Ehepaar beträgt im heurigen Jahr € 965,–.Werden die geplanten Maßnahmen wirklich in Kraft gesetzt,so werden sehr viele Alleinverdiener in Zukunft auf eine Ausgleichszulage angewiesen sein. Mag. Pratl:„Wichtige Grundsätze christlicher Soziallehre gehen verloren. Ein Schicksal,das sich niemand verdient hat,der

Müssen wir seine Suppe auslöffeln?

„Gerade jene, die Kinder haben, werden die Hauptleidtragenden der Reform sein“, so AK-Mann Pratl.

therzige Pensionsreform Schüssels drängt Zigtausende an die Armutsgrenze

Sorge als Vorsorge

Das ist sicherlich kein Anreiz,Kinder zu bekommen. Kinder sind aber notwendig,um das Pensionssystem in Zukunft zu sichern.“ Und er setzt gleichsam als Beleg nach:„Ich habe 4 Kinder. Wenn ich ein Kind hätte, dann würde ich mir als kommender Pensionist mehr Sorgen machen,bei 4 Kindern und wenn viele Familien in der Richtung denken, dann tue ich mir leichter in der Pension.“ Was vermutet er hinter dem Standpunkt von Schüssel und Bartenstein? „Einen unbändigen Glauben ans Private,dass privat einfach besser ist als staatlich und das kann ich nicht teilen.“ Mit der kaltherzigen Pensionsreform züchte man sich ein Volk von Ausgleichsempfängern,so Pratl. Die wohl wesentlichste Ziffer,auf die wurde in der Diskussion bisher kaum hingewiesen – das ist die durchschnittliche Höhe der in Österreich bezahlten Pensionen. Diese betrug im Jahre 2001 ganze € 822,–,wobei die Alterspensionen im Schnitt € 998,– und die Pensionen wegen

„Ihm fehlt das Gefühl für Pension eines normalen Pensionisten.“ (Pratl). Ex-Familienminister Bartenstein ist Mitinhaber eines Pharmaunternehmens mit Sitz in Lannach bei Graz, machte Millionen durch geschickte Zu- und Verkäufe.

jahrelang Beiträge in die Pensionsversicherung einbezahlt hat. Man muss die geplanten Maßnahmen zurücknehmen bzw. verhindern. Eine Pensionsreform muss wirklich langfristig vorbereitet und nicht überfallsartig in Kraft gesetzt werden.“Worauf Pratl hinweist, weil das bisher in der Diskussion überhaupt nicht angesprochen wurde:„Der Staat verliert auch viele,viele Millionen an Lohnsteuer,welche die Pensionisten jetzt beziehen, aber nach der Reform eben nicht mehr. Da kommt es zu einem Einnahmen-Ausfall,der nicht berechnet und berücksichtigt worden ist. Bei der jetzigen Durchschnittsrente von € 822,– sind das immerhin knapp € 18,– Lohnsteuer,die bezahlt werden.“ Pratl’s Vorwurf, dass sich niemand wirklich damit befasst hat. Für ihn ist die Strategie deutlich erkennbar: „Wenn Leistungen absinken,dann sind diese wie im Fall der staatlichen Pension nicht mehr sicherungswert. Die glauben allen Ernstes daran,dass der private Sektor in Zukunft

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F oto:Helmut Kolaric
F oto:Nina Krok

das lösen wird. Eine völlig falsche Vorstellung. Außerdem geht der Gedanke der Solidarität verloren und damit bedroht diese Vorgangsweise die Gesellschaft. Ich sehe in diesem System keine Verankerung der christlichen Soziallehre,da gehen die wichtigsten Grundsätze verloren.“ Reformieren ja,doch mit Kenntnis undAugenmaß.

Grobe Benachteiligung der Frauen

Das Vorgehen der Regierung Schüssel in Sachen Pensionsreform erregt den Zorn großer Teile der Bevölkerung,vor allem die unsoziale Neugestaltung der Durchrechnungszeiträume und auch die Benachteiligung der Frauen. Es steckt allerdings mehr dahinter,es kommt nämlich ein krasses Fehlverhalten weit über künftige Pensionsberechnungen hinaus. Warum diese plötzliche Hast,fragen sich die Kritiker? Die Regierung braucht die Kürzung der Pensionen,um sich demnächst eine Steuersenkung leisten zu können. In anderen Worten:Die vom Duo Schüssel – Grasser in 3 Jahren auf das höchste Niveau seit 1945 hinaufgetriebene Steuerbelastung in Österreich soll etwas gemildert werden. Zahlen sollen die Milderung die Pensionisten. Dazu kommt,dass die Konjunktur flau ist,das Wirtschaftswachstum weniger als bescheiden. Erfahrene Wirtschaftsforscher betonen immer wieder,man müsse die Forschung,Entwicklung und qualitativ hochstehende Ausbildung forcieren,den Gemeinden dafür auch das nötige Geld zur Verfügung stellen. Andere europäische Regierungen wie die Niederländische,Schwedische,die Finnische tun das und haben gute Beschäftigungsquoten, auch ein entsprechendes Wirtschaftswachstum und daraus fließen wieder gute Staatseinnahmen und daher weniger Bud-

getprobleme. Die österreichische Regierung tut auf diesem Gebiet kaum etwas,hat daher auch keine wirtschaftlichen Erfolge,sondernArbeitslosen- und Sozialprobleme. Die Zukunft bestimmende Indikatoren,wie Produktivität,Wissensgesellschaft,Vermeidung verlängerter Werkbänke,Technologieeigenständigkeit – bei all diesen Werten rangiert Österreich in den EU-Tabellen im letzten Drittel. Eine Regierung,die jeden wirtschafts- u. strukturpolitischen Offensivgeist vermissen lässt, verspielt einen Gutteil der Zukunft des Landes.

Bartenstein spürt 1.000 Euro am Tag nicht

„Mit voller Hose ist es leicht zu stinken“,bietet der gebürtige steirische Gewerkschaftsobmann Hans Sallmutter einen drastischen Vergleich. Bartenstein und Schüssel könnten an einem Tag ohne Probleme rund € 1.000,–,also die Durchschnittspension eines österreichischen Pensionisten ausgeben,und hätten kein finanzielles Problem damit. „Es fehlt der Sinn für die Realität und den Alltag eines normalen Pensionisten,der mit 1.000 Euro im Monat auskommen muß.“ verdeutlicht Mag. Pratl,der Leiter der sozialpolitischen Abteilung in der Arbeiterkammer und keinesfalls sonst auf der politischen Linie von Hans Sallmutter. Der Glaube an die Reform und an die heilenden Kräfte des Kapitaldeckungsverfahrens und der privaten 2. Säule grenzen für Viele an Zynismus. Wohin das führen kann,zeigen ja die Pleiten in den USA und auch in Europa,wo hunderttausende Menschen um ihre Pensionen gleichsam umfielen,weil auf den Börsen nicht jene Erträge erwirtschaftet worden sind,auf die man gesetzt hat. Es sei völlig absurd,von einer Vollkasko-Gesellschaft zu sprechen,die dann die Enkelkin-

der einzulösen hätten. Die Debatte wird mit üblen,falschen Argumenten angeheizt und sie zeigt bei den Einpeitschern ein erschreckendes Ausmaß ökonomischer Unkenntnis.

Jede

Aussage über künftige Schuldenberge unseriös

Doch die Polemik zeigt Wirkung. Jüngere fühlen sich als Opfer – fremdbestimmt von der Führungsriege derAlten in Wirtschaft und Politik und ausgeplündert von einem Sozialsystem,das die Renten und Pensionisten großzügig bedenkt. Von dem sie aber selbst kaum noch etwas zu erwarten haben.

Jede Aussage über kommende Schuldenberge für künftige Generationen ist unseriös. Denn niemand kann sagen,wie sich die Produktivität und damit das Bruttoinlandsprodukt in den nächsten 20 Jahren entwickeln wird. Zu oft haben sich die Wissenschaftler in ihren Prognosen geirrt. So hat man in den 80er-

Jahren gemeint,Anfang des jetzigen Jahrtausends werde es einenArbeitsmangel geben ...Alle Prophezeiungen und Prognosen lagen daneben. Es ist doch pervers,rund zwei Drittel der unter 25-Jährigen glauben laut einer Umfrage nicht,dass sie im Alter noch eine Rente bekommen,von der sie leben können. Jetzt wollen Schüssel und Co nicht mehr die Alten schützen,wie bis vor wenigen Jahren,sondern jetzt gelten als schützenswerte Spezies die Jungen. Doch es gibt für die nachfolgende Generation keinen Anlass zum Jammern. Dass dieseAngstmacherei bei so vielen Jüngeren überhaupt Wirkung zeigt,hat vor allem einen Grund:Weil Kinder ein knappes Gut geworden sind und dieAlten immer länger leben,altert die Gesellschaft. Folglich müssen im Rentensystem,in dem die Berufstätigen mit ihren Beiträgen direkt die Renten bezahlen, immer weniger Berufstätige für immer mehr Ruheständler aufkommen.

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Herr Bundeskanzler: „Es ist angerichtet!“

Altersstruktur von heute sagt nichts über Wohlstand von morgen aus

Schon jeder Lehrling,jeder Student kennt die furchteinflößende Kennzahl:Dass in 3 Jahrzehnten ein Beitragszahler 1 Rentner zu versorgen hat,während heute das Verhältnis noch 2:1 ist. Tatsächlich sind die Bevölkerungsprognosen das einzig Sichere in diesen KatastrophenSzenarien. Dabei sagt dieAltersstruktur nichts über den Wohlstand gegenwärtiger und künftiger Generationen aus. Eigentlich müssten wir nach der Kopfzahltheorie verhungert sein,hieß es einmal in den 90er-Jahren. Denn im Jahre 1900 hat ein Bauer drei Konsumenten ernährt,heute kommen auf einen Landwirt mehr als 80 Konsumenten. Was ist also das Entscheidende für das Funktionieren des Pensionssystems? Die Produktivität. Deshalb sind die so genannten Ge-

nerationenbilanzen,die den Jungen eine schlechte Zukunft verheißen,wenn nicht reformiert würde,mehr als fragwürdig. Jede Zahl,die heute kolportiert wird,ist falsch,kann man im Klartext sagen. Denn niemand weiß,wie sich die Wirtschaft in den nächsten 30 Jahren entwickeln wird. Gerade in jüngster Zeit haben doch die Wirtschaftsgelehrten ihr Unvermögen bewiesen,auch nur die Entwicklung der nächsten Monate halbwegs zuverlässig einzuschätzen. Das künftige Wachstum entscheidet einfach darüber, wie groß der Kuchen sein wird, der zwischen Alt und Jung verteilt werden kann.

Regierung vernachlässigt einfachste ökonomische Zusammenhänge

Ein einfaches Rechenbeispiel, aber eines,das stimmt. Wächst die österreichische Volkswirtschaft nur um bescheidene 2%

im Jahresdurchschnitt,wäre das Bruttoinlandsprodukt in gut 3 Jahrzehnten immerhin real schon doppelt so hoch wie heute. Und das sollte wirklich für ein auskömmliches Leben aller, vom Baby bis zum Greis reichen. Vielleicht gelingt es den heute Jungen im Laufe ihres Arbeitslebens sogar,dank neuer Technologien,besserer Bildung und mehr Investitionen,die Produktivität deutlich zu erhöhen. Sollte dadurch die jährliche Wachstumsrate sogar auf 4% im Durchschnitt steigen,dann würde in 30 Jahren der Kuchen auf mehr als das Dreifache wachsen. Derartige Zuwachsraten gab es in Österreich bis in die 70er-Jahre und in den USA sogar noch in den 90er-Jahren. Was damit gesagt werden soll:Die Wachstumschancen und nicht die Versorgung im Alter sollten der Dauerbrenner in der innenpolitischen Debatte sein.

Wenn die Regierung den Jüngeren weismacht,sie seien die Armen und Entrechteten der Zukunft,vernachlässigt sie eindeutige Fakten und einfachste ökonomische Zusammenhänge. Denn jede Generation baut auf den Fundamenten auf,die ihr die Vorgänger hinterlassen. Es wird immer so getan,als wenn die Pensionen exorbitant hoch seien, dabei muss man sich wieder die Zahl vor Augen führen:Die Durchschnittspension liegt unter € 1.000,–. Damit lassen sich wahrlich keine großen Sprünge machen. Und viele der Alten legen noch immer Geld auf die hohe Kante,sparen also,weil sie sich nicht ganz sicher fühlen. Es ist eine echte Falschmeldung, wenn Schüssel und Bartenstein behaupten,Kinder und Kindeskinder sollten noch von uns etwas anderes erben als Schuldscheine und Hypotheken. Der Schuldenberg belastet zwar die staatlichen Budgets und die Steuerzahler,aber er schafft mit den Kreditzinsen auch Einkommen. Es geht also nicht um einen Verteilungsstreit zwischen Alt

und Jung,sondern es ist das uralte Problem der gerechten Verteilung zwischen Arm und Reich, ganz unabhängig von der Generation. Es sind ja nicht die Bedürftigsten,die dem Staat Geld leihen. Es ist auch nicht der Nachwuchs der armen Teufel, der sich auf ein opulentes Erbe freuen kann. Ausgesprochen eigenartig ist das Argument,die Lastenverteilung zwischen Alt und Jung müsste sehr schnell geregelt werden,weil sonst der übermächtige Block der Pensionistenwähler solche Reformen verhindern werde. Das treibt Bartenstein und Schüssel,die niemals eine kleine Rente haben werden,sondern im besten Wohlstand leben werden,zur Eile an. Die Erfahrung zeigt,dass seit 15 Jahren die Pensionisten jene waren,die stets „zugestimmt haben“,wenn es um Kürzungen ging,denn sie haben die kleinste Lobby hinter sich.

Gute Arbeitsmarkt- und Lohnpolitik beste Absicherung für Pensionen

Selbstverständlich hat jeder ein Interesse daran,dass die Jungen nicht überfordert werden –schließlich lebt die nächste Generation bald von ihnen. Die Höhe des Pensionsversicherungsbeitrags ist vor allem aber eine Frage nüchternen ökonomischen Kalküls,weniger der Gerechtigkeit. Die Grenze liegt dort,wo die Beiträge Arbeitsplätze vernichten und neue Beschäftigung verhindern. Gelingt es tatsächlich,der Massenarbeitslosigkeit Herr zu werden, könnten allein wegen der zusätzlichen Einzahler in die Rentenkassen die Beiträge gesenkt werden. Und die Jüngeren würden sogar doppelt profitieren,weil für sie dann auch die Arbeitslosenversicherung billiger würde. Eine zukunftsorientierteArbeitsmarkt- und Lohnpolitik wären die wichtigsten Voraussetzungen dafür.

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Illustration:Maitz

Wenn die junge Generation glaubt,mit einer kapitalgedeckten Rentenversicherung,wie sie nun stärker und stärker betont wird,der vermeintlichen Pensionsfalle zu entkommen,so irrt man. Die Hoffnung auf mehr Sicherheit und Rendite ist trügerisch. Denn solche Versicherungen,die ihr Kapital in Wertpapieren und Immobilien oder in Fonds anlegen,können sich nicht vom Auf und Ab der Wirtschaft und der Börsen abkoppeln. Viel wichtiger als die Frage,ob nun ein Kapitaldeckungsverfahren bei den Pensionen besser sei als das Umlageverfahren,ist die Notwendigkeit,dass man auch den Älteren in unserer Gesellschaft,denen weitere Karrierestufen nicht mehr wichtig sind,attraktive Jobs anbieten kann. Dies deshalb,damit sie nicht vorzeitig auf die Golfplätze,in die Kleingärten oder nach Mallorca ausschwärmen. Denn wer eigenverantwortlich gearbeitet hat,will im Alter nicht zum Handlanger und Befehlsempfänger werden,nur um die

Ergebnisse

Jüngeren in der Pensionsversicherung zu entlasten. Viele wollen durchaus länger arbeiten, wenn man ihnen entsprechende Chancen bietet. Doch wie sieht denn jetzt die Situation aus? Nicht wenige Firmen lassen die mehr als 50-Jährigen oder Älteren wie eine heiße Kartoffel fallen,oder mustern sie aus,weil sie einfach die Kosten nicht mehr tragen wollen. ■

Volkszählung 2001 – Steiermark

Wem nützt

Von Franz Röhrenbacher,Direktor der Pensionsversicherung in Linz

Eigenvorsorge heißt also die Devise. Was soll die Systemänderung hin zum Kapitaldeckungsverfahren bewirken?

Der von neoliberalem Deregulierungszwang geleitete Zeitgeist sucht Befriedigung:„Weniger Staat,mehr privat“ verlangt den Rückzug des Staates aus der Altersvorsorge der breiten Masse. Jede und jeder ist dann ihres oder seines Glückes Schmied, auch im Alter – wenn er oder sie sich das Vorsorgen zeitlebens leisten konnte.

Die staatlichen Aufwendungen können dann auf eine Mindestsicherung oder Volkspension beschränkt werden,ausschließlich die Beitragseinnahmen aus den Sozialabgaben der Versicherten würden schließlich die Leistungshöhe determinieren.

Der Bundesbeitrag könnte bei einem Drei-Säulen-Modell entfallen und das Budget so maßgeblich entlastet werden. Damit bestünde für Superreiche,Industrielle,Großbauern und Schwerverdiener sowie Spekulanten die Hoffnung,dass für sie das Steuerparadies Österreich aufrecht bleiben könnte.

rungsbeiträge noch die Einführung einer Wertschöpfungsabgabe ein Thema wären. Auch ein weiteres Sinken der Lohnquote wäre hinsichtlich der Finanzierung von Sozialleistungen kein Grund zur Sorge. Mit hohen Selbstbehalten und noch mehr Eigenvorsorge kann sichergestellt werden,dass die Umverteilung von unten nach oben weiter beschleunigt wird. Schließlich ist mit dem Produkt Altersvorsorge ein Geschäftszweig bei Banken und Versicherungen entstanden,welcher Aktionären und Großanlegern satte Gewinne verspricht. Kleine Altersvorsorger sind ja auf Gewinnanteile beschränkt. Ein Geschäft also,das jährlich Milliarden abwirft,ohne irgendwelche Garantien für die Betroffenen.

(WISO Dokumente,Heft 47, Dezember 2000,Vorwort)

Steiermark hat bundesweit den zweithöchsten SeniorInnenanteil (nach Burgenland).

Ein Ansteigen der Lohnnebenkosten könnte ebenfalls unterbleiben,weil weder die Anhebung der Pensionsversiche-

Die Diskussion um die Reform der Pensionsversicherung hat somit eine neue Qualität erlangt. Es geht nicht mehr darum,das System durch Reformen für die Zukunft auszurichten und die entsprechenden Ansätze zu finden,um eine langfristige Sicherung herbeizuführen. Es geht vielmehr darum, das System der gesetzlichen Altersvorsorge so weit zu reduzieren,um ein Einfallstor für private Pensionsfonds mit all den oben genannten Vorteilen für die

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GesamtMannFrau 50 – 54 Jahre73.76236.45537.307 55 – 59 Jahre64.04730.90833.139 60 – 64 Jahre67.78232.62135.161 65 – 69 Jahre52.26323.93028.333 70 – 74 Jahre52.64222.76929.873 75 – 79 Jahre46.43815.93830.500 80 – 84 Jahre23.9047.42316.481 85 – 89 Jahre14.4944.04510.449 90 – 94 Jahre5.2861.2714.015 95+977178799 GESAMT401.595175.538226.057
263.786 EW, 8,1% mehr als 1991 Bevölkerungsanteil199120,6%200122,3%
Pensionsalter von 60 und mehr Jahren:
Kanzler Schüssel bringt es fertig: 100.000 streiken. F oto:ÖGB

der Umbau

Wirtschaft zu schaffen. Niemand will die gesetzliche Pension abschaffen – diesen Beteuerungen ist grundsätzlich Glauben zu schenken. Bloß wenn immer davon geredet wird,dass die zukünftige Altersvorsorge auf drei Säulen aufgebaut werden muss,wie tragfähig soll die erste Säule,die staatlich verpflichtende,öffentlich organisierte und umlagefinanzierte Pensionsvorsorge dann noch sein? Hiezu warten wir vergeblich auf Antwort. Österreich hat derzeit eine Nettoersatzrate bei der ersten Säule von ca. 78%. Wohin soll die Reise gehen? Und:Ist diese Reise in das wirtschaftsliberale Pensionsparadies überhaupt erforderlich! Warum brauchen wir eine zweite und dritte Säule,wenn es reichen würde,das Fundament der ersten Säule zu verstärken und die Lasten,die sie zu tragen hat,etwas zu verringern?

Begründung für den Umstieg

Es wurde bereits darauf hingewiesen,dass keine der bisherigen Pensionsreformen ernsthaft darauf ausgerichtet war,das bestehende Pensionssystem langfristig zu sichern. Wenn von langfristig die Rede ist,so geht es nicht um die nächsten zehn Jahre,auch nicht um die nächsten 20 Jahre,sondern um einen Zeitraum der nächsten 30 bis 50 Jahre. Zur Veranschaulichung:Das ASVG ist erst 45 Jahre alt. Wieso also dieser weit in die Zu-

kunft gerichtete Zeitraum?

Die echten Finanzierungsprobleme,verursacht durch die demographische Entwicklung,beginnen erst ab 2015 eine Dimension anzunehmen,bei der bei Beibehaltung des Status quo und keiner Veränderung der Rahmenbedingungen die Finanzierbarkeit der Pensionen ein echtes Problem darstellt. Der Kulminationspunkt wird,glaubt man den Prognosen der Demographen,etwa 2030 erreicht sein.

Eben diese Prognosen über dieAltersstruktur der österreichischen Bevölkerung in den nächsten 30 bis 40 Jahren dienen als die Argumentationsgrundlage für die Notwendigkeit der Pensionsreform. Kurz auf den Punkt gebracht lauten sie:

Die Altenquote (Zahl der Über-60-Jährigen je 1000 Personen im Haupterwerbsalter von 15-59 Jahren) wird sich von heute 330 auf ca. 400 im Jahre 2020 und bereits auf 654 im Jahre 2030 erhöhen. Dann wird nur mehr ein flacher Anstieg prognostiziert. Bei der Pensionsbelastungsquote (Pensionen je 1000 Beschäftigungsverhältnisse) wird ein Anstieg im Ausmaß von 617 (1999) auf 760 (2015) und 889 (2030) vorausgesagt.

Stimmt die Prognose?

Wie Alois Guger und Christine Mayrhuber in der Studie (siehe „Einfluss der Erwerbsbeteiligung auf die Pensionsquote“,in:Soziale Sicherheit,Heft März 2001; www.sozvers.at/hvb/sosi) festgestellt haben, wurde in den bisher verwendeten Projektionen nur von einer sehr mäßigen Zunahme der Er-

Mitglied der Treuhandrevision der Steiermärkischen Rechtsanwaltskammer

Gemeinsame Obsorge getrennt lebender Eltern

Ehescheidungen und Auflösungen von Lebensgemeinschaften haben unbestrittenermaßen massive Auswirkungen auf die gemeinsamen Kinder. Die Obsorge eines minderjährigen Kindes besteht aus den Bereichen Pflege und Erziehung,Vermögensverwaltung und gesetzliche Vertretung.

Vor der Novelle des Kindschaftsrechtes war nach Trennung der Eltern nur die alleinige Obsorge eines Elternteiles möglich und war die gemeinsame Obsorge nicht verheirateter Eltern nur bei dauernder häuslicher Gemeinschaft der Eltern gesetzlich vorgesehen. Seit dem Kindschaftsrechtänderungsgesetz 2001 bleibt nunmehr im Fall der Scheidung oder Trennung der Eltern zunächst die gemeinsame Obsorge bestehen. Die Eltern können dem Gericht jedoch eine Vereinbarung über die Verteilung der Obsorge vorlegen. Erzielen jedoch die Eltern im Zuge der Trennung keine einvernehmliche Lösung über den Aufenthaltsort oder die Obsorge des Kindes oder entspricht die von den Eltern getroffene Vereinbarung nicht dem Kindeswohl, so muss in weiterer Folge gerichtlicherseits wiederum ein Elternteil allein mit der Obsorge betraut werden. Weiters besteht seit dem Kindschaftsrechtänderungsgesetz 2001 eine neue Regelung dahingehend,dass nunmehr auch Eltern eines unehelichen Kindes,wenn diese nicht (mehr) in häuslicher Gemeinschaft leben – genauso wie geschiedene Eltern – gemeinsam die Obsorge innehaben können. Damit sind uneheliche und eheliche Eltern weitgehend gleichgestellt,wobei ohne eine Vereinbarung freilich wie bisher die Mutter des unehelichen Kindes allein obsorgeberechtigt ist. Zusammenfassend wird angemerkt,dass diese neue Regelung im Sinne der Wahrnehmung möglichster Kontinuität der elterlichen Beziehungen zum Kind grundsätzlich zu begrüßen ist. Wie auch immer das Interesse nach einer klaren Regelung hinsichtlich der Obsorge des Kindes geartet ist,der Rechtsanwalt ihres Vertrauens steht Ihnen in der rechtlichen Ausgestaltung der obsorgerechtlichen Vereinbarung sowie der Auflösung der Ehe (streitige oder einvernehmliche Ehescheidung) selbstverständlich jederzeit gerne zur Verfügung.

Klipp Mai 2003
Dr. Rath & Partner Dr. Manfred Rath
Dr.Rath&Partner Friedhofgasse20 • 8020Graz
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Dr. Manfred Rath, Rechtsanwalt undPartnerderRechtsanwaltskanzlei
Tel.0316/7085
E-Mail:law-office@rath-partner.at
zt
Waltraud Klasnic herzlich, wie sie ist, dennoch eifrige Verfechterin von Schüssels Pensionseinschnitten. F oto:Nina Krok

NOEST-Wissen: Eine Datenbank stellt sich vor

Das Netzwerk Öko-Energie

Steiermark NOEST ist eine Plattform für die Initiierung und Realisierung von Projekten zur verstärkten Nutzung von erneuerbarer Energie und zur Steigerung der Effizienz der Energienutzung. NOEST besteht aus einer operativen Einheit (NOESTZentrum) und der Datenbank NOEST-Wissen, in der Informationen zur Ökoenergie bereitgestellt werden.

In NOEST arbeiten diverse Institutionen zusammen,um interessierte Projektträger und beteiligte Wirtschaftsunternehmen bei der Realisierung von Projekten zu unterstützen. Das Projekt wird ausgehend von einer Initiative von Herrn Landeshauptmann-Stv. Dipl.-Ing. Leopold Schöggl getragen.

Unter dem Begriff Öko-Energie werden alle jene Energiequellen verstanden,die im Rahmen natürlicher Kreisläufe ohne nachhaltige Beeinträchtigung des Ökosystems genutzt werden können. Dabei handelt es sich um Wasserkraft,Bioenergie (z.B. Holz,Biogas),Windkraft, Sonnenstrahlung,Geothermie und sonstige Themen.

Die Datenbank NOEST-Wissen ist nach Technologien geordnet. Zu jeder Technologie werden Themenfelder angeboten,in denen weiterführende Informationen bereitgestellt werden. Die Betreuung der Datenbank NOEST-Wissen wird von JOANNEUM RESEARCH wahrgenommen. ❑ Anzeige

werbsbeteiligung ausgegangen. Außerdem halten sie fest,dass bei der Berechnung der Pensionsbelas-tungsquote auch die Hinterbliebenenleistungen,wie Witwen/Witwer- und Waisenpensionen eingerechnet wurden. Nimmt man nur die Eigenpensionen,beträgt die Pensions- belastungsquote des Jahres 2000 anstelle der errechneten 619 nur mehr 451. Neben einer Veränderung in der Demographie hat auch die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt direkte Rückwirkung auf die gesetzliche Pensionsversicherung. Jede Erhöhung der Erwerbsbeteiligung dämpft die Altenabhängigkeitsquote. Guger und Mayrhuber haben die Wechselwirkung zwischenArbeitsmarkt und Pensionsquote anhand von drei unterschiedlichen Szenarien dargestellt. Bei einer Fortschreibung des Status quo der Erwerbsbeteiligung auf dem Niveau von 1999 und einem Rückgang der Hinterbliebenenpensionen von 10% errechnet sich eine Pensionsbelastungsquote von 889. Würde in den kommenden Dezennien annähernd das Arbeitskräftewachstum der vergangenen drei Jahrzehnte erreicht,so würde sich die Quote schon nur auf 766 erhöhen. Steigt die Erwerbsquote hingegen bis 2030 auf das heutige

Niveau von Norwegen,so erreicht die bereinigte Pensionsquote 782, beim dänischen Niveau würde sich die Quote sogar auf 595 verringern.

Der Schluss daraus kann nur lauten:EineSystemreformmiteinem Umstieg auf ein Drei-Säulenmodell wäre somit absoluter Unsinn. DerFaktorErwerbsbeteiligungals maßgeblicher Faktor für die Nachhaltigkeit des PensionssystemsmussindenMittelpunktder Beschäftigungspolitik gerückt werden.

System-Evolution statt System-Revolution

Die Uhr kann noch angehalten werden. Aber selbst wenn die schlimmsten Befürchtungen der Demographen eintrefffen sollten und sich im Jahre 2030 eine Pensionsbelastungsquote von 889 Pensionisten auf 1.000 Beitragszahler einstellt,heißt das noch lange nicht,dass das heutige umlagefinanzierte Pensionssystem unfinanzierbar ist.

Es bieten sich eine Vielzahl von Möglichkeiten an,im System selbst Änderungen herbeizuführen,die durchaus geeignet sind,es langfristig zu sichern. Eines der wichtigsten Ziele hätte

dabei zu sein,das Vertrauen der Bevölkerung in das staatliche Pensionssystem wiederherzustellen. Dies kann aber nur gelingen, wenn man sozialpolitische Kompetenz beweist,wenn man eine langfristige Planung vorlegt, wenn man auch bereit ist,das System gegen Eingriffe aus Gründen der Budgetkosmetik – wenn es sein muss,auch durch einen verfassungsrechtlichen Schutz –abzusichern. Dann steht ein breites Spektrum an Möglichkeiten zurVerfügung.

Es sollen nur die wichtigsten angeführt werden,zumal es hiezu ohnedies bereits eine Vielzahl von Arbeiten gibt,die sich ausführlich mit den einzelnen Maßnahmen auseinander setzen. Bereits im Rürup-Gutachten wurde ein Mix an Möglichkeiten durchleuchtet und wurden deren Auswirkungen auf die Finanzierung der Pensionen errechnet.

Die Verantwortung des Staates

Der Staat darf sich bei derAltersvorsorge nicht aus seiner Verantwortung stehlen. Nehmen wir nur den Bundesbeitrag in der Relation zum BIP her und halten wir uns vor Augen,dass die Ausgaben der Pensionsversicherung (PV) in der Relation zum BIP

22 Klipp Mai 2003
Hat Kanzler Schüssel den steirischen ÖAAB-Obmann Hermann Schützenhöfer über die Härte der Reformen ausreichend informiert? F oto:Nina Krok

von 1975 bis 1999 von 8,1% auf 11%,demgegenüber aber der Bundesbeitrag in Relation zum BIP von 2,1% lediglich auf 2,3% angestiegen ist. Das heißt,dass der Bundesbeitrag in der Relation zu den Ausgaben für die PV von 31,3% (1970) auf 25% (1999) gesunken ist. Festzuhalten ist, dass dies trotz eines Anstieges der Zahl der Pensionsbezieher im gleichen Zeitraum um 700.000 erfolgte. Gleichzeitig blieben die Beitragssätze bei den unselbständig Erwerbstätigen zur PV seit 1990 unverändert auf 22,8%.

Für Bauern und Selbständige leistet Staat höchsten Pensionszuschuss

Der österreichische Staat ist weit davon entfernt,den bei Einführung desASVG bezüglich der Finanzierung vereinbarten Beitrag in Höhe eines Drittels der Aufwendungen zu leisten. Die restlichen zwei Drittel sollten durch Beiträge der Arbeitnehmer und der Arbeitgeber je zur Hälfte aufgebracht werden. Derzeit beträgt der Bundesbeitrag bei den Unselbständigen ca. 13,1%,in der gesamten PV ca. 21,2%. Nicht unerwähnt soll bleiben, dass der Bundeszuschuss zu den Leistungen der selbständig Erwerbstätigen mehr als 62% und zu den Bauernpensionen schon 80,9% ausmacht (Handbuch der österreichischen Sozialversicherung 2001,Seite 94.Angaben ohne Ersatz der Aufwendungen für Ausgleichszulagen).

Maßnahmen zur Sicherung

Wie bereits weiter oben ausgeführt,muss einer der zentralen Ansatzpunkte bei steigender Altersquote die Senkung der Pensionsbelastungsquote sein. Gelingt es,insbesondere ältere ArbeitnehmerInnen und heute wieder an den Herd gedrängte Frauen vermehrt im Arbeitsprozess zu behalten bzw. wieder einzugliedern,führt dies einerseits

zu einem Anstieg des effektiven Pensionsalters und andererseits zu einem Anstieg der Erwerbsquote. Einem Szenario,bei dem eben genau der prognostizierte Effekt des Anstieges der Pensionsbelastungsquote bei weitem nicht so dramatisch sein würde. Auf eine ganz wesentliche Möglichkeit – eigentlich Notwendigkeit – muss aber noch hingewiesen werden. Man darf die Verbreiterung der Beitragsbasis, weg von der ausschließenden Lohnbezogenheit hin zu einem auf Basis der Wertschöpfung bzw. einem ähnlichen Modell, nicht aus den Augen verlieren. Warum wird nicht darüber nachgedacht,alle Einkünfte – also auch jene aus Kapitalvermögen –in die Beitragspflicht miteinzubeziehen! Eine Erhöhung der Beitragssätze selbst darf ebenfalls nicht tabu sein,zumal sie im Ergebnis dazu dient,die Belastungen paritätisch zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern zu verteilen. Wer in eine zweite und dritte Säule einzahlen muss, muss doch auch dafür Beiträge aufbringen. Das Budget wird durch Förderung der privatenAltersvorsorge ebenfalls belastet. Es ist entlarvend,aber auch zynisch,wenn der Politiker Thomas Prinzhorn sagt,ab 2003 oder 2004 wird die steuerliche Förderung der privaten Altersvorsorge ausgebaut,weil dann durch das Wirksamwerden der Pensionsreform im Budget zusätzliche Mittel frei werden. Dies ist ein weiterer Beweis für die Richtigkeit der Behauptung,dass es dieser Bundesregierung nicht um die langfristige Sicherung der Pensionen geht,sondern um den Umbau des Systems.

Forderungen an die Politik

Während im Umlageverfahren die Gesellschaft durch die von ihr gewählten Politiker bestimmt,was mit dem Geld für die Altersversorgung zu geschehen hat,die Verwaltungskosten trotz der viel geschmähten

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23 Klipp Mai 2003
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ÖAAB-Pensionsexperte Pratl: „ÖVP-Politiker sind offensichtlich nicht wirklich über Auswirkungen informiert.“ LHKlasnic und ÖAAB-Chef Schützenhöfer tragen die Schüssel-Reform noch immer voll mit, aus Angst, offene Kritik könnte die Regierung sprengen.

Selbstverwaltung bei nicht einmal zwei Prozent liegen,ein Riskenausgleich gegeben ist und das Umlageverfahren bei entsprechender Ausgestaltung eine Umverteilungswirkung von oben nach unten beinhalten kann,bestimmen im Kapitaldeckungsverfahren Spekulanten,was mit den Beiträgen der arbeitenden Menschen geschieht. Dort üben die Kleinanleger Druck auf sich selbst aus (Shareholder-Value) und führt das Kapitaldeckungsverfahren zu einer Umverteilung von unten nach oben.

Die wichtigsten Forderungen an die Politik müssen daher lauten:

• Beibehaltung des umlagefinanzierten Pensionssystems,wobei das Vertrauen in das bestehende gute System wieder hergestellt werden muss.

• Eine definitiv letzte – das heißt für einen bis 2030 reichenden Zeitraum – ausgewogene Re-

Umlageverfahren ist nicht zu schlagen

WeilvonBartensteinundCo.

die Thematik immer angesprochen wird,dass ein Privatkassensystem dem Umlageverfahren überlegen sei. Eine Diplomarbeit von Andreas Jaidhauser an der TU Wien (2000) zeigt klar auf,was die Österreicherzuerwartenhaben.Pensionskassensysteme führen zurArmut.

alversicherung die Bundesbeiträge außer Betracht gelassen.

form im Leistungsbereich.

•Absicherung des Bundesbeitrages.

•Verbreiterung der Beitragsbasis und Pflichtversicherung für jede Form des Erwerbseinkommens. Darüber hinausgehend aber auch für andere Formen des Einkommens.

• Beitragswahrheit in der Form, dass die Ersatzzeiten in Beitragszeiten umzuwandeln sind und der Staat seinen Beitrag zu leisten hat.

•Als psychologische Begleitmaßnahme wäre die Einrichtung eines persönlichen Pensionskontos wünschenswert, damit der Versicherte jederzeit weiß,wie viel er durch seine Beitragsleistung bis jetzt für seine Pension angespart hat, um gegebenenfalls auch zu wissen,was ihm genommen werden soll. ■

Ein Versicherter bzw. eine Versicherte der Österreichischen Sozialversicherung ist am 1. Jänner 1934 geboren,tritt am 1. Jänner 1954,also mit 20 Jahren,ins Erwerbsleben ein und arbeitet ohne Unterbrechung bis er bzw. sie mit 1. Jänner 1994,also mit 60 Jahren,die Alterspension in Anspruch nimmt. Dieses Alter liegt nahe dem Durchschnitt der damals sowohl für Männer als auch für Frauen beobachteten Anfallsalter für die Alterspension. Gefragt ist nun (a) die Höhe dieser Alterspension aus der Sozialversicherung und weiters,welche Pension hätte erwartet werden können,wären die Beiträge (b) in eineprivatePensionskassegeflossen oder (c) auf ein mittelfristig gebundenes Sparbuch zum Ansparen einer Einmalprämie für eine Alterspension eingelegt worden. Dabei werden unterschiedlicheAnnahmen über Einkommen, Familienstand,Geschlecht usw. zugrunde gelegt und in der Sozi-

Dienstgeber- und Dienstnehmerbeiträge entsprechen den in den jeweils in Betracht kommenden Jahren geltenden Beitragssätzen. Trotz der Vielzahl der auf Grund verschiedenartigster Annahmen für die einfließenden Parameter berechneten Varianten zeigt sich doch eine klare Linie in den Ergebnissen ab.

Um die Größenordnung der unterschiedlichen Leistungserwartungen abschätzen zu können, werden die Ergebnisse für drei Fälle beispielhaft angegeben. Es handelt sich dabei (1) um einen männlichen ledigen Angestellten, (2) um einen männlichen verheirateten Angestellten und (3) um eine ledige Angestellte. In allen dreiFällenwurdeein„guter“Einkommensverlauf vorausgesetzt, d.h. es wurde angenommen,dass der individuelle Einkommensverlauf gegenüber dem Gesamtdurchschnitt aller Erwerbseinkommen eine steigende Tendenz aufweist. Verglichen wird jeweils die Höhe der dynamisierten Pension mit ihrem Betrag aus dem Jahr1994,alsoimZeitpunktihres Anfalles. Der Dynamisierung wurde die gesetzliche Regelung der Österreichischen Sozialversicherung vor der kürzlichen Aufhebung der Pensionsdynamik zu Grunde gelegt. ■

Die Berechnungen führten zu folgenden Ergebnissen:

(1) Männlicher lediger Angestellter

a)Pension aus der Sozialversicherung € 1.675,–

b)Pension aus der Privatversicherung € 712,–

c)Pension auf Grund eines Sparbuches € 927,–

(2) Männlicher verheirateter Angestellter

a)Pension aus der Sozialversicherung € 1.675,–

b)Pension aus der Privatversicherung € 215,–

c)Pension auf Grund eines Sparbuches € 680,–

(3) Weibliche ledige Angestellte

a)Pension aus der Sozialversicherung € 1.425,–

b)Pension aus der Privatversicherung € 284,–

c)Pension auf Grund eines Sparbuches € 656,–

Diese Zahlen sprechen für sich. Jeder weitere Kommentar erübrigt sich.

24 Klipp Mai 2003
Autor: Franz Röhrenbacher,Dir. der Pensionsversicherung, Linz
F oto:Kolaric

Museumseröffnung im Stift Admont

Ab 30. Mai 2003 ist das neue Museum im Stift Admont –das kontrastreichste Privatmuseum Österreichs – öffentlich

zugänglich.Alt und neu – von der weltgrößtenKlosterbibliothekbis zur Sammlung zeitgenössischer Kunst – sind unter einem Dach

vereint. Für den umfassenden Umbau zeichnet sich das Wiener Architekturbüro Univ.-Prof. Dr. Manfred Wehdorn (u.a. Wiener Redoutensäle,Wiener Museumsquartier) verantwortlich. Die neue Museumslandschaft wird auf 8.000 m2 erstrecken.

„Das neue Museum versteht sich als Ort der Toleranz,der multikulturellen Koexistenz und Kommunikation. Und als Teil des Klosters soll es als Stätte der Vielfalt erlebt werden,in dem die Botschaft des hl. Benedikt spürbar wird“,soAbt Bruno Hubl. Für den Besprechungstisch im großen Saal der Prälatur wurde nun nach mehr als einjährigerArbeit der größte aller vom Stift in Auftrag gegebenen Tollu-Teppiche fertig gestellt und geliefert: Mit einer Fläche von 41 m2 (ca. 10 x 4) und knapp 200 kg Gewicht ist dies nicht nur der größte Tollu-Teppich aller Zeiten,sondern auch einer der größten Teppiche in Österreich.

(v.l.n.r.) Am Boden der große „Admont-Teppich“ und stehend das Geschenk an den Abt: der Wappenteppich.

Fündig wurde man bei Dr. Rohani auf Schloss Kornberg. Dieser bietet exklusiv jene Teppiche an, die alle gestellten Aufgaben erfüllen:nämlich diese angespro-

Formel 1: Zuseherzahlen steigen

Eine Untersuchung von Initiative Media zeigt:Nach der „Formel Schumi“ der letzten Jahre steigt das Interesse der Motorsport-Fans wieder. Spannende Rennen locken wieder mehr Zuseher vor die Fernsehgeräte.

Dazu kommt die Dominanz von Ferrari und Michael Schumacher derletztenJahre,welchedieRennen zu langweiligen Prozessionen werden ließ. Langeweile heißt natürlich,dass immer weniger Fans den Fernseher einschalten oder zur Rennstrecke pilgern und damit die Werbefläche Formel 1 für Unternehmen uninteressanter macht.

Die FIA (Federation Internationale de l’automobile) reagierte bereits im vergangenen Jahr und

veranlasste Regeländerungen,die die Rennen wieder spannender machen sollen.

Diese aktuelle Studie,die die Media-Agentur Initiative Media (www.initiativemedia.at) durchgeführt hat,zeigt,dass sich diese Eingriffe ins Reglement bezahlt machen:Die Agentur hat die ersten drei Rennen der Saison analysiert und stellte fest,dass die Zuseherzahlen nach verhaltenem Beginn beim Grand Prix in Australien im dritten Rennen in Brasilien gegenüber dem Vorjahr deutlich angestiegen sind.

Eines der Ergebnisse der Studie ist,dass nicht im Ferrari-Land Italien,sondern in Finnland die Zuseherzahl am schnellsten gewachsen ist. Großes Interesse

zeigen auch diejenigen Länder,in denenkeinGrandPrixstattfindet: So verzeichnete Rumänien heuer die zweithöchsten Zuseherzahlen – auch noch mehr als Italien,das sich an dritter Stelle befindet. Weitere Länder,in denen die Zuseherzahlen rapide gewachsen sind,sind die Tschechische Republik und Brasilien. Ein interessanterAspekt ist,dass die Märkte neben Rumänien und Tschechien auch in den Ländern Kroatien, Ungarn und Slowenien stark gewachsen sind. Untersucht wurden die Zuseherzahlen in 38 Ländern.

Zum vorläufig letzten Mal fand heuer in Spielberg ein Formel-1Rennen statt:Das Tabakwerbeverbot veranlasste Bernie Eccle-

chenen Tollu-Teppiche. Der Teppich musste in zwei Teilen hergestellt werden,da kein Knüpfstuhl im Herstellungsort über die nötige Größe verfügte. Fünf erfahrene Knüpferinnen arbeiteten parallel ein gutes Jahr an dem kostbaren Stück. Eine besondere Herausforderung war die Färbung des Garns.Aufgrund der großen Menge konnte das benötigte Garn nicht auf einmal gefärbt werden,sondern musste auf mehrere Farbbänder aufgeteilt werden,was bei Verwendung von pflanzlichen Farbstoffen (Krappwurzel für Rot) zu einem uneinheitlichen Ergebnis führen kann. Doch die Färbung gelang ebenso wie die perfekte Verarbeitung. Der Teppich ist kerzengerade,eine Meisterleistung bei Teppichen dieses Ausmaßes mit einer Grundstruktur aus Schafwolle. Denn Übermaßteppiche werden in der Regel auf einer Struktur aus Baumwolle geknüpft,da Baumwolle reißfester und nicht so elastisch ist. Der „Admont-Teppich“ zählt damit zu den weltweit größten Teppichen mit einer Grundstruktur aus Schafwolle. ■

stone,neue Länder und Märkte für seinen Zirkus zu erschließen. Diesen prognostizierten Aufschwung wird Österreich also nicht mehr im eigenen Land,sondern nur mehr auf der Mattscheibe erleben.

25 Klipp Mai 2003
Abt Bruno Hubl, Neysan mit Dr. Huschang und Pujan Rohani
Schumi wieder einmal in Österreich – wann wohl?

Der Gewerbepark „Grüne Lagune“ in Fehring ist eine Oase der Selbstständigkeit,ein Hoffnungsträger für die Wirtschaftstreibenden dieser ländlichen Gegend. Die Gemeinden Fehring,Johnsdorf-Brunn und Hohenbrugg-Weinberg haben sich zusammengeschlossen,um die Jungunternehmer der Region zu bestärken und am Anfang zu betreuen. In diesem zukunftsorientierten Zentrum sind mittlerweile 14 Firmen angesiedelt. Geboten wird eine umfassende,kostenlose Beratung schon im Vorfeld und kompetente Begleitung in den ersten 5 Jahren. Es ist eine innovative Möglichkeit, neue Arbeitsplätze zu schaffen und gleichzeitig die Vorteile des Standortes in Richtung Osterweiterung zu nutzen.

dard. Die Firma ist der richtige Ansprechpartner beim Umbauen,Ausbauen,Renovieren. Sie hat sich spezialisiert auf Sanierung alter Bausubstanz,nachträgliche Wärmedämmung,Oberflächenbehandlungen mit natürlichen Farben,künstlerische Gestaltungen.

Cserni Wohnen – das bedeutet individuelle Produktion von höchster Qualität. Das bedeutet Ästhetik im Alltag,ein starkes Lebensgefühl für zu Hause und überall. Das bedeutet eine Verbindung von Architektur und traditionellem Handwerk,die funktioniert.

Die Grüne Lagune

Gewerbepark Grüne Lagune 8350 Fehring

Tel.: 03152/2561

Mobil: 0664/32 51 022

Produktions- und HandelsgmbH.

www.wohnkork.at

Mobil: 0664/3108199

Das Ingenieurteam DEPISCH (mit rund 80 Mitarbeitern,verteilt auf neun Büros) ist neben den traditionellen Ingenieurleistungen (in den Bereichen Wasser,Abwasser,Umwelttechnik,Straßenwesen,etc.)

intensiv im Bereich Architektur und Raumplanung tätig. „Die Situierung einer Reihe von Filialbüros unmittelbar vor Ort zur Betreuung der regionalen Kommunen und Partner hat sich bestens bewährt und eine weitere Vertiefung mit den Auftraggebern bewirkt“, so die Geschäftsleitung.

Belimed GmbH, eine Tochterfirma der Metallwaren Holding AG mit Sitz in der Schweiz,unter der Leitung von Alois Neumeister ist der kompetente und verlässliche Partner für die ökonomische und ökologische „Infection Control“ in Spitälern,Labors,Arztpraxen und in der Pharmaindustrie. Das Unternehmen ist Gesamtanbieter in der Reinigungs-,Desinfektions- und Sterilisationstechnologie der neusten Generation.

PRO LEHM Frauwallner KEG beschäftigt ein Team von erfahrenen Baufachleuten für die Verarbeitung des Baustoffes Lehm nach modernstem bauökologischem Stan-

Die Eröffnung der neuen Betriebsstätte mit einem umfangreichen Programm findet am 24. Mai 2003 in der Grünen Lagune statt. Die Versicherungsagentur CONNEXA bietet ihren Kunden alle Dienstleistungen rund um Versicherungen,Wohnbaufinanzierung,Leasing und Pensionsvorsorge. ImVordergrund stehen selbstverständlich die persönliche Beratung,maßgeschneiderte,individuelle Lösungen und langfristige Betreuung.

WohnKork ist ein innovativerVeredelungsbetrieb von exklusiven Korkfußböden für den Wohnbereich. Diese sind ein Naturprodukt aus der nachwachsenden Rinde der Korkeiche. Die Korkböden werden fachmännisch verklebt und mit lösemittelfreiem Lack versiegelt. Muster und Farbe kann man frei gestalten. Korkböden sind der wahre Luxus für Ihre Füße.

Das sind einige der erfolgreichen Firmen, die sich für die „Grüne Lagune“ entschieden haben.

Die Realität beweist,dass Synergien dieser Art die Basis für Erfolg sind. Viel Erfolg!

Fehring: Tel.: 03155/2843

Fürstenfeld: Tel.: 03382/54167

26 Klipp Mai 2003

Tourismus und Stadtplanung haben längst die Vorzüge der Virtual Reality entdeckt – am Computer lassen sich virtuelle Stadtspaziergänge unternehmen

den jedoch sehr zeitaufwendig und teuer. Das Institut für Digitale Bildverarbeitung der JOANNEUM RESEARCH bietet mit Mobile Mapping eine schnelle

und kostengünstige Methode,um ganze Stadtbereiche – quasi im Vorbeifahren – in digitale Form zu bringen. Mobile Mapping basiert auf der Kombination von

Stadtmodelle in 3D

oder neue architektonische Lösungen noch vor Baubeginn visualisieren. Die Erstellung der dafür benötigten digitalen Stadtmodelle gestaltet sich mit herkömmlichen Vermessungsmetho-

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Mit nur vier Aufnahmen von verschiedenen Standorten lässt sich bereits ein 3D-Modell des Grazer Hauptplatzes zusammensetzen, das beliebig viele Ansichten ermöglicht.

Navigations- und Bilddaten:Ein GPS-Gerät,optische Kameras und ein 3D-Laserscanner werden auf einem Fahrzeug montiert,um in langsamer Fahrt durch die Straßen automatisch Form und Oberflächentextur der umgebenden Gebäude und Objekte zu erfassen und präzise örtlich zuzuordnen. Derzeit arbeiten die Grazer Forscher an der Entwicklung eines mobilen Cityscanners,der das historische Zentrum der Kulturhauptstadt 2003 in ein digitales Stadtmodell gießen soll. Das Projekt „CityScanner“ ist Teil eines Gesamtkonzepts „CityGrid“ zur Entwicklung eines Systems zur Aufnahme,Verwaltung, Verarbeitung und Visualisierung von 3D-Daten im Stadtmodellbereich. Dieses Gesamtkonzept wird gemeinsam mit den steirischen Firmen Geodata und NoLimits abgestimmt. JOANNEUM RESEARCH übernimmt dabei die Prototypentwicklung der technisch sehr komplexen 3DDatenerfassung. ❑

27 Klipp Mai 2003

Das Bad wird zur

Wohlfühloase

Ein unschlagbares Team im Sanitärbereich

Mag. Susanne Schneider, Dr. Alexander v. Boch und Miss Styria, Dagmar Albegger. Beim Plantschen „erwischt“.

Ein „Gustostückerl“ der Technik

Kastner + Öhler - Garage geht im Herbst in Betrieb

Bei der 500 Stellplätze großen Tiefgarage von Kastner + Öhler in der

dafür wurden entsprechende Sicherheitsvorkehrungen von Bauseite getroffen. So gibt es

Villeroy & Boch präsentierte mit gemeinsam dem Spezialisten ODÖRFER,einem der führenden Sanitär- und Heizungsgroßhändler Österreichs, die News aus der „DesignSchmiede“ Villeroy & Boch. Bad,Badezimmermöbel und Fliesen werden durch einen der kreativsten Köpfe,Dr. Alexander von Boch,zu einer Wohlfühloase.

ODÖRFER-Geschäftsführerin Mag. Susanne Schneider-Assion:„Wir betreuen heute sehr kompetente und individualistische Konsumenten,die immer stärker auf Design und Qualität Wert legen. Der Wandel vom Badezimmer als reine „Nasszelle“ hin zum exklusiven Wohnbad ist längst vollzogen. „Wir wollen Trends nicht nur präsentieren,sondern auch mitgestalten.“ Mit 260 Mitarbeitern wurden 2002 rund 70 Mio. Euro erwirtschaftet.

Neue Trends:

„Aevo“,die Urform des Lebens, rückt das „Ei“ in den Mittelpunkt von Design und Funktion. Dem Prinzip „weniger ist mehr“ folgt die Keramik-Badkollektion „Subway“. Ein Design,welches

auf das Wesentliche reduziert ist und damit punktet. Ein Beleuchtungssystem hat V & B für die Serie „City Life“ entwickelt. Leuchten sind in Möbelstücke eingelassen,welche Schimmer auf Holz, Keramik und Glas werfen. Alle Highlights sind in der Bäderausstellung bei ODÖRFER in der Herrgottwiesgasse in Graz zu sehen.

Seit 1804 steht Odörfer für Qualität. In größtmöglicher Vielfalt und Auswahl reicht die Produktund Servicepalette heute von Badezimmereinrichtungen und Wellnessprodukten über Badplanung und Probebad bis hin zu Heizung sowie alternativen Energien. Zu besichtigen in allen Schauräumen in Graz,Wien, Wiener Neustadt,Linz,Innsbruck und Klagenfurt.

Grazer Altstadt handelt es sich um eines der spektakulärsten Projekte in Österreich. Allein der Aushub und die damit verbundenen technischen Auflagen und Leistungen sind einmalig. Um sich eine Vorstellung von der Dimension zu machen:Die Tiefgarage reicht bis unter die Mursohle und entspricht einem fünfzehnstöckigen Hochhaus. Während der Bauphase wird der darüber liegende Gebäudekomplex von Bohrpfählen getragen und gehalten.

eine eigene Pumpenanlage,ein Drainagebecken und einen Dammbalken,der die Garage auch vor einem Jahrhunderthochwasser schützen soll. Ein umfassendes Paket an höchstwertiger Technik bewerkstelligt den Betrieb der Garage. Insgesamt wurden ca. 60 Kilometer Kabel verlegt und mittels Videoüberwachung gibt es ein ausgeklügeltes Sicherheitssystem.

Miss Styria´s Vorfreude auf ein gemütliches Bad ist groß. Anzeige

Dabei ist darauf zu achten, dass es zu keiner Senkung –nicht einmal um tausendstel Millimeter kommt. Die Garage muss auch gegen Hochwasser geschützt werden und auch

Was die künftigen Tiefgaragenbenutzer am meisten interessiert:Wer bei Kastner + Öhler einkauft,der erhält je nach Höhe seines Einkaufes die Parkgebühr rückerstattet, und allgemein werden die Tarife der Parkgarage unter jenen der Mitbewerber liegen. ❑

28 Klipp Mai 2003
Die Arbeiten an der Tiefgarage gehen rasch voran.

Der steirische SPÖ-Chef Franz Voves hält seine scharfe Kritik an den Pensionsreform-Ideen der Regierung aufrecht. Er wirft Bundeskanzler Schüssel vor, den sozialen Frieden in Österreich nachhaltig zu gefährden, weil dieser die Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern (Arbeitnehmer und Wirtschaft) abgelehnt hat.

Diese so genannte Pensionsreform ist nach Ansichtdessteirischen SPÖParteivorsitzenden Franz Voves nichts anderes als ein Raubzug der Regierung. „Ich bin zutiefst bestürzt, das hat nichts mit einer Reform zu tun,sondern ist ein reines Pensionskürzungsmodell,wo bestehende Ungerechtigkeiten weiter verschärft werden“,so Landeshauptmann-Stv. Franz Voves. „Die Menschen müssten deutlich längerarbeiten,fürdeutlichweniger Pension,und das ohne Rücksicht auf Gesundheit undArbeitsmarktsituation!“

Voves:„Eine Reform muss sozial gerecht,transparent und nachhaltig finanzierbar sein.“ Er verstehe nicht,warum es die Regierung mit diesem nicht ausgereiften Modell so eilig hat:„Am Beispiel der Ambulanzgebühr haben wir gesehen,was herauskommt, wennmanderartigüberhastetund eilig an ein wichtiges und sensibles Thema für die Menschen herangeht. Und der Schaden für die Menschen wird bei diesem Pensionsraub sicher tausendfach höher sein als bei denAmbulanzgebühren. Voves hält den Vorschlag der Sozialpartner,nämlich bis zum Herbst zu warten und die Reform noch einmal in allen Einzelheiten zu besprechen,für sehr gerechtfertigt.

In diesem Zusammenhang übt Voves heftige Kritik am Bundes-

kanzler:„Jener Mann,der in der letzten Zeit so viel von sozialem Frieden spricht – nämlich Bundeskanzler Schüssel – ist sich scheinbar nicht bewusst,dass er und sein Regierungsteam den sozialen Frieden in Österreich wirklich gefährdet,indem er die weitere Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern ablehnt,die von Schüssel einfach in die Ecke gestellt werden – das ist ein wahrer Hohn gegenüber den Gewerkschaften!“,ist Voves empört und stellt sich voll hinter die Gewerkschaft:„Daher habe ich mehr als nur Verständnis für die Streikdrohung. Wenn man sich die Streikstatistik der letzten Jahre in Österreich ansieht,muss man erkennen,dass etwas Furchtbares passiert sein muss,denn schon sehr lange nicht mehr hat es eine so klare,einstimmige Bereitschaft aller Fraktionen für einen Streik und gewerkschaftliche Maßnahmen gegeben!“ Die SPÖ wolle die Überlegungen der Gewerkschaft allerdings nicht verpolitisieren:„Die Aufgabe unsererParteiistes,mitallen demokratischen Maßnahmen eine solche Reform verhindern zu können. Die SPÖ wird alles daran setzen,dass diese Reform nicht umgesetzt wird–wirhaltenaucheine Volksabstimmung für sinnvoll!“,meint Voves und deponiert unmissverständlich:„Die Steirische SPÖ steht voll und ganz hinter dem Pensions-Modell der Bundes-SPÖ!“ ■

Attraktives Kunstsponsoring

Den künstlerischen Rahmen spannte Friedrich Kleinhapl, Grazer Cellist mit internationaler Karriere,von Johannes Brahms bis Astor Piazzolla. HypoGeneraldirektor Alfred Groger sowie die seine Vizes Edwin Knoll und Ludwig Sik luden einen kleinen Kreis von Kunden und Freunden zum Konzert. Die Qualität des Markenzeichens HYPO Premium sollte dieser Abend auf jeden Fall unterstreichen, handelte es sich doch bei diesem Konzertabend Ende April in der Grazer Oper um den Beginn einer neuen Kulturpartnerschaft. Friedrich Kleinhapls

umfangreiche Konzerttätigkeit –als Solist mit Orchester,als Kammermusiker oder solo –wird werblich von der HYPO Steiermark begleitet. Diese Partnerschaft soll auch als Ausdruck für die umfassende Unternehmenskultur eines ebenso traditionsreichen wie dynamischen Wirtschaftsbetriebs – der HYPO Steiermark stehen. ❑

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Voves: „Schüssel gefährdet den sozialen Frieden in Österreich!“

Die Gefahr aus dem Internet: Viren und Trojaner

Auch die größte Bedrohung, die jeden seiner Benutzer betreffen kann, egal wie lange, wie oft und zu welchen Zwecken er das Internet besucht, kommt aus diesem Medium selbst. Es handelt sich dabei um Aspekte der Sicherheit jedes Einzelnen und um den Schutz seiner Daten.

Computerviren gab es zwar schon vor dem Internet, doch war die Verbreitung meist auf bestimmte geographische Bereiche beschränkt,da sie erst über den Tausch von Disketten ihren Weg auf Festplatten des betreffenden Rechners fanden.

Ein Computervirus ist generell ein Programm,das sich selbst verbreiten kann und das zudem in der Lage ist,getreu seiner individuellen Programmierung Daten zu manipulieren oder gar zu zerstören,im Extremfall können sie durch direkten Zugriff auf die Hardware-Befehle der Festplatte sogar die Zerstörung aller darauf gespeicherten Daten bewirken.

Kaum eine Woche vergeht,in der man nicht von einem neuen

und noch gefährlicheren Virus erfährt. Diese Viren,die nicht unbedingt von hoch begabten Programmierern stammen müssen,werden vielfach mit downloadbaren „Virus Construction Kits“ recht einfach oder als Anhang von (Massen-)E-Mails verschickt. Öffnet man nun diesen Anhang,so wird mit dem betreffenden Programm auch das Virus gestartet und kopiert sich als Erstes auf die Festplatte. Oft lagert es sich auch im Hauptspeicher ab,um von dort aus sein schädliches Wirken zu beginnen.

Versteckte Viren

Generell muss ein Computervirus,um seine Arbeit verrichten zu können,in einem ausführbaren Programm stecken,beispielsweise in einem „exe-File“. Auf diesem Weg verbreiteten sich auch die ersten Viren:das „klassische“ Virus versucht, auch andere Programme mit seinem eigenen Code zu infizieren, sprich:in dessen Programm seinen eigenen Code hineinzuschmuggeln. Jedes Mal,wenn das infizierte Programm dann gestartet wird,verbreitet sich das Virus auf dem betreffenden System weiter und infiziert ein weiteres Programm. Und irgendwann – je nach Programmierung

– wird es aktiv und beginnt sein eigentliches,zerstörerisches Werk.

Aber inzwischen können auch in vielen anderen Files ausführbare Codes versteckt sein,darunter etwa in fast allen Files von Microsoft-Programmen,also in „.doc“-Texten,in „.xls“-Tabellen usw. Denn fast alle Programme des Microsoft-Office-Paketes unterstützen die Programmiersprache „Microsoft Visual Basic“ und führen Programme aus,die in dieser Sprache geschrieben sind – sofern diese in einem „passenden“ File verborgen sind,beispielsweise in einem „.doc“-File für MS Word oder in einem „.xls“-File für MS Excel usw. Diese versteckten Befehle veranlassen sodann das betreffende Programm (also MS Word,MS Excel usw.) zu bestimmten – für den Benutzer unerwünschten – Handlungen.

Diese weitgehende und leistungsfähige Programmiermöglichkeit wurde ursprünglich geschaffen,um auch innerhalb dieser Programme eineVielfalt an automatischen Funktionen einbauen zu können und um hierfür eigene Programme wie z. B. zur

Schon lange nicht mehr ist die Programmierung von Malware (dt. bösartige Programme) den Insidern vorbehalten.

Downloadbare „Viren-Kits“ ermöglichen es jedermann, “Programm-Schädlinge” zu designen.

Fakturierung oder für die Lagerhaltung zu schreiben; so haben sich bestimmte Anbieter seit Jahren darauf spezialisiert,in diesem „VBasic“ ganze Buchhaltungs- oder Warenwirtschaftssysteme zu programmieren,die dann z. B. unter Excel laufen. So weit die „gewünschte“ Nutzung dieser Möglichkeiten.

Leider hatte Microsoft bei der Konzeption dieser Programmiermöglichkeiten mittels VBasic ein systemübergreifendes Konzept vor Augen. Aus diesem Grund ist es den einzelnen Programmen auch generell erlaubt und möglich,„über ihren Tellerrand hinaus“ zu agieren – und das bedeutet:Ein in einem Excel-File verstecktes Stück Programmcode hat auch auf sämtliche Daten des gesamten Computers (bei Netzwerken sogar des gesamten Netzwerkes,so weit es für den betreffenden Anwender zugänglich ist) außerhalb der Anwendung „Excel“ uneingeschränkten Zugriff. Und genau hier kann ein solches „Makro“ viel Schaden anrichten.

Es würde zwar keinem Programmierer einfallen,selbst ein solches Programm zu schreiben, das ihm die Daten seiner Festplatte löscht,kommt allerdings ein solches Programm versteckt in einem „harmlosen“ Text (oder

Klipp Mai 2003

einer ebenso „harmlosen“ Tabelle etc.) daher,so startet es in der Regel beim Anklicken des betreffenden Files automatisch. Der Anwender glaubt,nur einen harmlosen Brief zu lesen, während im Hintergrund das darin versteckte Virus längst aktiv ist ...

Trojaner

Während Computerviren als „Zerstörer vor Ort“ auftreten, sind die Trojaner die „Einschleichdiebe“ unter den Virusprogrammen. Der Name stammt von jenem hölzernen Pferd,mit dem im Streit um die schöne Helena die Stadt Troja erobert wurde. Einmal auf einen Rechner gelangt,installiert ein Trojaner auf diesem Rechner ein kleines Dienstprogramm,das nun bei jedem Hochfahren des Rechners automatisch gestartet wird und zunächst nichts anderes tut, als still und emsig Informatio-

nen zu sammeln – z. B. über alle auf diesem Computer vorhandenen Verzeichnisse und Dateien, über bestimmte Internetverbindungen oder auch über alle Tastatureingaben,die bei bestimmten Transaktionen gemacht werden (z. B. alle Kontonummern, Kundendaten,Zugangscodes und auch sämtliche dabei eingegebenen Passwörter beim Telebanking).

Sonst verhält sich dieses Programm völlig unauffällig,niemand bemerkt es – eben ein echtes „Trojanisches Pferd“. Erst wenn es via Internet von seinem „Meisterprogramm“ über einen bestimmten Port mit einem bestimmten Code „gerufen“ wird, schickt es sämtliche gesammelten Informationen an seine Meister – und damit einen Cracker,der nun über einige sehr geheime und sehr private Vorgänge auf diesem fremden Computer bestens informiert ist – gut genug,um beispielsweise

ab nun eine Telebanking-Überweisung von dessen Konto vornehmen zu können.

Das Auffinden dieser kleinen Trojaner im Internet schafft das „Meisterprogramm“ übrigens ganz einfach:Das Programm sucht einfach systematisch sämtliche Internetadressen (genauer: IP-Adressen,wie z. B. „207.46.226.17“) ab und schickt seinen „Trojaner-Aktivierungsbefehl“ jedes Mal an einen sonst nicht benutzten Port. Ist ein Trojaner auf dem Rechner installiert,so überwacht er diesen Port ständig und meldet sich sofort beim Ruf seines „Meisters“. Dieser kann ihn nun aufrufen und alle gesammelten Daten abholen.

Von nicht infizierten Rechnern dagegen wird diese Anfrage einfach ignoriert. Die bekanntesten und am weitesten verbreiteten Trojaner sind die beiden Programme „Back Orifice“ und „NetBus“. Sie werden inzwi-

Das Glücksempfinden des Konsumenten: „Schnäppchenkauf“

schen aber schon von den meisten Virenscannern erkannt. Zusätzlichen Schutz bietet auch die Installation einer „Firewall“, welche die Ports überwacht und nicht genehmigte Zugriffe auf diese abblockt.

AntiVirus-Software

Man sollte aber auf jeden Fall auch noch die jeweils aktuellste Version eines Viren-Killers installieren. Hier gibt es im Internet ein breites Angebot,von Norton Antivirus (Symantec) und ThunderByte AntiVirus (Datafellows) über die Produkte von Ikarus Software und Trend Micro bis zum Virenscanner von McAfee gibt es eine reichhaltige Palette. Kombiniert mit einer Firewall und der nötigen Portion Vorsicht der Benutzer ergibt sich so zwar kein 100%iger Schutz, sollte aber die EDV vor den meisten Angriffen bösartiger Programme bewahren. ■

Alles hat seinen Preis, aber man kann es auch günstiger bekommen. Das Glücksempfinden des Konsumenten ist ja wohl bekanntlich der Schnäppchenkauf. Günstig einkaufen und trotzdem im Trend liegen? Die Outlets machen’s möglich und ein kleiner Traum wird wahr. Jeder weiß, dass es den Schnäppchenkauf gibt, aber allzu viele Orte, wo man zu absoluten Sonderpreisen seine Waren erwerben kann, gibt es nicht mehr. Das HUMANIC-Outlet in der Lastenstraße in Graz ist ein Vorzeigeunternehmen des so genannten Schnäppchenkaufes und jeder kann davon profitieren. Qualität kostet Geld, aber Humanic steht für Qualität und günstige Preise. Wie das funktioniert? Für die Verbraucher liegen die Preise bis zu 50% unter denen des Einzelhandels, da Outlets über diese Verkaufsschiene die Möglichkeit haben, ihre Überproduktion oder Auslaufmodelle auf den Markt zu bringen.

31 Klipp Mai 2003

Hallo, meine Lieben!

Unser Österreich ist in diesen Wochen ganz schön aufgeregt. Auch ich als einfache Frau fühle da mit,denn es geht diesmal um sehr viel. Denn wer möchte im Alter und in der Pension –ich hab’zum Glück noch viele Jahre Zeit – plötzlich zum Almosenempfänger werden. Diejenigen,die da auf Teufel komm‘raus die Pensionen kürzen wollen,haben so viel, dass sie das leicht verkraften. Die Hilde –sie kennt das Umfeld – erzählt mir,dass der Minister Bartenstein ein vielfacher Multimillionär ist. Seine Kinder und seine Familie können in hundert Jahren nicht das Vermögen verbrauchen,das schon jetzt da ist und von Tag zu Tag wächst. Um Gottes Willen,ich bin es ihm nicht neidig,doch er als reicher Mann kann nicht nachempfinden,wie es jemandem geht,der im Monat mit 1000 Euro auskommen muss. So viel gibt er für einen Marathon aus – Sie wissen,er läuft sehr gern –,oder bei einem Essen mit Freun-

Lilly Lotterblume

den. Nach den Worten vonHilde tritt der in der steirischen ÖVP geschätzte,aber kaum beliebte Bartenstein auch deshalb für die Privatisierung und Kürzung der Pensionen ein, weil er indirekt über die Banken sein Geld herborgt,dafür Zinsen bekommt und wiederum reicher wird. Was die Hilde wundert:Dass Bartenstein bei seinem fast religiös anmutenden Glauben an die Heilkräfte der Privatisierung noch nicht vorgeschlagen hat,die Pensionen der Politiker völlig durch Privatkassen zu finanzieren. Mit vollem Risiko versteht sich, doch warum sollten die Herrschaften nicht mit gutem Beispiel vorangehen.

Er verstehe die Frau Landeshauptmann Klasnic nicht,auch etliche ihrer Mitarbeiter fühlen so,wundert sich mein Allerliebster darüber,dass sie so vorbehaltlos für den von Wolfgang Schüssel geplanten Pensionsraubzug eintritt. Sie zeige doch sonst so viel Gespür,was den Menschen im Lande zumutbar ist. Klasnic kommt als Findelkind ja aus den kleinsten Verhältnissen. Sie sei nie wirklich umfassend informiert worden,habe sich für jene aus ihrer Partei,die begründet gegen die überfallsartig ausgesetzte Reform sind,wenig Zeit zum Anhören genommen. Klasnic glaube dabei nicht,dass hunderttausende in die Zukunft gesehen –vor allem kinderreiche Eltern – durch Schüssels Aktion arg draufzahlen. Bei ihr, so erzählt der Herwig aus der Burg meinem Mann,gäbe es einfach die Sorge,dass ein Nachgeben die mühsam gebildete Koalition zerbrechen lässt.

Ich als einfache Frau hab’unser Haushaltsbudget im Griff, würde mir aber schwer tun,wenn wir 200 bis 300 Euro im Monat weniger hätten. Von der hohen Versicherungsmathematik versteh’ich nichts,doch vom Leben doch einiges. Gerne hätten mein Allerliebster und ich noch ein Kind großgezo-

gen,ist das doch vom ersten Gedanken bis zum Wirklichwerden die schönste Sache der Welt. Aber wir entschieden uns schweren Herzens für ein Nein,weil mehr Geld und eine größere Wohnung zu unsicher waren. Ich find’s schön,dass wir dank medizinischen und sozialen Fortschritts immer älter werden. Das ist die gute Nachricht,sagt mein Freund Peter, die schlechte:wir bekommen immer weniger Kinder. Viele oder mehr Kinder sind die beste Altersvorsorge – seit Menschengedenken. Was wir also brauchen ist,dass man nach der Karenz wieder leicht eine gute Arbeit findet,die gut bezahlt ist und auch die entsprechenden Kinderbetreuungsstätten vorhanden und erschwinglich sein müssen. Und mir ist eine Pension wie bisher vom Staat lieber,die mir ein ordentliches Leben im Alter sichert,als mich auf die „Wunderkräfte“ der Finanzmärkte zu verlassen. Man muss sich die Börsen nur anschauen,was Millionen Menschen da in den letzten Jahren verloren haben. Mein Allerliebster hat da einen sehr klaren und mir einleuchtenden Satz gesagt:Eine gute Politik fördert die Familien,sorgt dafür,dass Frauen bessere Chancen im Beruf kriegen,dann gibt’s mehr Nachwuchs und wenn’s mehr Kinder gibt,dann gibt’s genügend junge Leute,die arbeiten können,und dann haben die Älteren keine Sorgen wegen ihrer Pensionen. Mein Jüngster studiert,er denkt klarerweise überhaupt nicht daran,dass er einmal auch eine Pension braucht. Schüssel,so erklärt mir der Herwig,tut so,als ob er den Jungen die Pensionen sichern will. Was dabei unter den Tisch fällt:Dass durch seine Reform die Jungen mit der „Normalpension“,die es dann geben soll,nicht mehr überleben werden können.

Auch für ihn ist die Gefahr groß,dass er nicht überleben wird. Massiv sind die Attacken und Intrigen gegen den Grazer SPÖ-Vizebürgermeister und Parteiobmann Walter Ferk. Ihn,der die Wahl gegen Siegfried Nagl verloren hat,wollen einflussreiche Genossen in Stadt und Land abschießen,erzählt der Otto aus der SP-Zentrale. Selbst SPÖ-Landeschef Franz Voves hält nicht hinter dem Berg damit,dass Ferk in Graz erfolgreich sein wird. Dieser wird zwar vom Gewerkschaftsflügel um Kurt Gennaro –er ist Ferks großer Förderer gewesen – gehalten,ist aber stark angeschlagen. Nicht zuletzt deshalb,weil rund zwei Millionen Euro Schulden aus dem Wahlkampf da sind,wo man noch nicht weiß,wie diese gewaltige Schuldenlast abgedeckt werden kann. Es soll auch keine wasserdichten Beschlüsse,kein Ja für die Überschuldung geben. Nur um dem politischen Gegner keine „Munition“ zu liefern,so sagt der Kurt,versuche man jetzt still zu halten.

Auch ich halte still,bis zum nächsten Mal.

32 Klipp Mai 2003

Gemeinschaftsrecht im Vormarsch Gemeinschaftsrecht im Vormarsch

Mai 2003 / 4 Sonderthema ZumHerausnehmen
Steirische Anwälte bieten Beistand für alle Fälle 410

Rechtsanwaltskanzlei

Dr. Michael Zsizsik

Verteidiger in Strafsachen

Konzipienten:

Dr. Gernot Prattes LL.M.

Mag. Alexander Friedrich

Mag. Heimo Schamberger

Insolvenzrecht und Unternehmenssanierungen

Gemeinsch im Vormar Gemeinsch im Vormar

Vertragsrecht

Gesellschaftsrecht

Gesellschaftsgründungen

Baurecht

Enteignungsrecht

Bestandrecht

Immobilien- und Liegenschaftsrecht

Hauptplatz 23, 8600 Bruck an der Mur

Tel.: 03862/51317, 57328, Fax: 53797

E-mail: info@zsizsik.at, Internet: www.zsizsik.at

Spezialisierung einerseits und der Trend zu Gemeinschaftskanzleien sind das Gebot der Stunde für die mehr als 410 steirischen Rechtsanwälte. Sie zählen zur geistigen und wirtschaftlichen Elite des Landes Steiermark. Seit dem EU-Beitritt befindet sich ihr Berufsstand im Umbruch. Über Generationen hinweg waren sie größtenteils Einzelkämpfer. Tagtäglich treten sie für die Wahrung der Interessen ihrer Klienten bei Gericht oder in privaten Gesprächen ein, von kleinen, unauffälligen Rechtsfällen bis zu den großen, spektakulären Dingen.

Mag. Dr. Marlies Folger Rechtsanwalt

Hauptplatz 20/1 8530 Deutschlandsberg

Tel: 03462/30 6 36

Fax: 03462/30 6 36-36

e-mail: ra@dr-folger.at

Wie wichtig eine gute und konsequente juristische Vertretung ist, zeigt sich am Beispiel der Pleite gegangenen BHI-Bank. Kaum jemand gab den Kunden noch eine Chance, dass sie ihre sauer verdienten und ersparten Gelder wieder oder noch einmal sehen würden. Doch der Grazer Anwalt Harald Kristandl zeigte von Anfang an Stehvermögen und ließ nicht locker. Er klagte die Republik Österreich, wohl den „hartnäckigsten und mächtigsten Gegner“ in

Sonderthema Rechtsanwälte 34 Klipp Mai 2003
photo-project

haftsrecht rsch haftsrecht rsch

einem Gerichtsfall. Was nur wenige für möglich und realistisch hielten, ist nun eingetreten: Kristandl gewann diesen Prozess gegen die Republik Österreich nach 7 Jahren und unzähligen Verhandlungen. Und das Ergebnis ist spektakulär und ermutigend, denn die Republik Österreich muss den zum Handkuss gekommenen Sparern rund

400 Mio. Schilling (rund 29,1 Mio. Euro) bezahlen. Dieser Erfolg belegt einmal mehr die Kompetenz und Fähigkeiten der steirischen Rechtsanwaltszunft.

Wollen noch kompetenter beraten

Immer mehr steirische Anwälte schließen sich zu Kanzleigemeinschaften zusammen und erweitern damit ihren Leistungsbereich. „Wir wollen noch kompetenter unsere Klienten beraten“,begründet Rechtsanwaltskammerpräsident Guido Held diese Entwicklung. Die Formen der Kooperation sind äußerst unterschiedlich.

Rechtsformen:„Die Spezialisierung ist ein Gebot der Stunde“, betont der Rechtsanwaltskammerpräsident. Damit können die Klienten sicher sein,aufgrund der fast explosionsartig gestiegenen Gesetzesflut,aber auch aufgrund der zunehmenden Bedeutung von EU-Rechtsnormen kompetent beraten und vertreten zu werden.

Kanzleigemeinschaften bringen aber auch den Rechtsanwälten selbstVorteile in der sozialenAbsicherung imAlter. Ganz anders als in der Politik und Beamtenschaft ist die Pensionshöhe im Monat äußerst bescheiden und der Anwalt ist somit gezwungen, schon während seiner Berufszeit,sich etwas auf die hohe Kante zu legen,oder auch über das 65. Lebensjahr hinaus zu arbeiten. In einer großen Kanzlei,in einer Kanzleigemeinschaft oder auch mit einem Zusammenschluss ist das leichter möglich. Held: „Damit,denke ich,wird auch das soziale Netz für ältere Kollegen besser.“ ■

FRÖHLICH KOLAR-SYRMAS KARISCH

Mag. Vinzenz Fröhlich

Dr. Maria Christina Kolar-Syrmas

Dr. Armin Karisch

Rechtsanwälte

Verteidiger in Strafsachen

Eingetragene Treuhänder

Marburgerkai 47/2, 8010 Graz

Tel.: +43 316 812881 Fax DW 28

e-mail: office@findlaw.co.at

www.findlaw.co.at

Unsere Tätigkeitsschwerpunkte sind

- Wirtschaftsrecht

- Gesellschaftsrecht f. Gesellschaftsgründungen

- Immobilien- und Liegenschaftsrecht

- Miet- und Wohnrecht

- Ehe- und Familienrecht

- Erbrecht und Verlassenschaftsangelegenheiten

- Schadenersatz- und Gewährleistungsrecht

- Verkehrsrecht, Unfallschäden

- Medienrecht

- Strafrecht

Guido Held:„Spezialisierung ist immer mehr vorherrschend.“
35 Klipp Mai 2003

Günstigeres Europarecht – auch für den inländischen Unternehmer!

Welcher Unternehmer hat sich noch nie durch uneinsichtige Regelungen oder unverständliche Verwaltungspraxis in der Ausübung seines Wirtschaftslebens unnötig beschränkt erachtet? Wem schlug in Amtsstuben noch nie einer der „ehernenVerwaltungsgrundsätze“ wie etwa „Für Sie werden wir hier keine Ausnahme machen!“ oder

„Da könnt’ja jeder kommen!“ entgegen? Nun,an sich sollten solche Praktiken seit dem EU-Beitritt Österreichs der Vergangenheit angehören! Da die Gesetzes- und Verwaltungsmühlen aber bekanntlich langsam mahlen,ist der „wache“ Unternehmer zuerst selbst gefordert:Nur er kann im konkreten Wirtschaftsalltag „an der Front“ feststellen, wo lästige unverständliche und damit europarechtswidrige Beschränkungen drücken!

Nach der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) sind nämlich derartige Beschränkungen des Wirtschaftslebens –selbst dann,wenn sie in Österreich gesetz-

lich vorgeschrieben sind! – unzulässig, wenn für eine derartige einschränkende Regelung auch bei ehrlicher Betrachtung kein begründetes Allgemeininteresse (z.B. Gesundheit,Arbeitnehmerschutz,Verbraucherschutz etc.) zu erkennen ist. Denken Sie in diesem Zusammenhang an die unzähligen Verwaltungsvorschriften,Genehmigungsverfahren,von Behörden geforderten Nachweise etc.,für welche Sie als Unternehmer auch bei wohlwollender Betrachtung keine wirkliche Begründung erkennen können! Und so kommen Sie zum Recht:Wenn Sie eine derartige (durchaus auch gesetzlich oder behördlich vorgeschriebene) Beschränkung oder Einschränkung Ihrer Wirtschaftspraxis welcher Art auch immer aufgespürt haben, lohnt sich – zweckmäßigerweise unter Beiziehung eines europarechtskundigen Beraters – der Blick über die Grenze,wie sich der gleiche Sachverhalt für einen EU-Ausländer darstellen würde. Wäre dieser EU-Ausländer

aufgrund der sehr wirtschaftsliberalen Judikatur des EuGH damit unzulässigerweise „beschränkt“,womit gemäß Europarecht diese „Beschränkung“ ganz einfach nicht anzuwenden ist? Wenn ja,muss gleiches Recht auch für Sie bei rein inländischem Sachverhalt gelten! DerVerfassungsgerichtshof hat in einer seinerzeitigen,vomVerfasser dieses Artikels initiierten Entscheidung zum gewerberechtlichen Zugang klar festgestellt, dass jegliche österreichische Normen – soweit sie Europarecht entgegenstehen – unanwendbar sind und ein Inländer gegenüber einem EU-Ausländer unter gar keinen Umständen schlechter gestellt werden darf! Mit anderen Worten:Günstigere EU-Regelungen gelten auch für den Inländer!

Ein sehr weit reichender Anwendungsfall des Europarechts auf Inlandssachverhalte steht bezüglich des Fahrzeugleasings offenbar vor der Tür:In einem beim EuGH anhängigen Verfahren wurde vom dort tätigen Generalanwalt bereits klargestellt,dass die um-

36 Klipp Mai 2003 Sonderthema Rechtsanwälte www.upc.at ✆ 0800700767 * Gültig in verkabelten Häusern bei Neuanmeldung von chello,chello plus,chello StudentConnect bis 30.6.2003 bei 12-Monatsbindung und monatl.Einziehungsauftrag,wenn der bestellte Dienst in den letzten 6 Monaten nicht bezogen wurde. chello Breitbandinternet anmelden und € 50,Bonus kassieren.* „Das bessere Sparpaket“: Anschluss gratis!* Telekabel exklusivbei entertainment communication information

satzsteuerliche Belastung eines Leasingvertrags mit dem Einführen des in Deutschland geleasten Fahrzeugs nach Österreich europarechtswidrig ist. Im Ergebnis bedeutet dies,dass Fahrzeugleasing eines Österreichers in Deutschland dann vollkommen mehrwertsteuerfrei (!) über die Bühne geht. Aufgrund der oben dargestellten Grundsätze und der Rechtsprechung des Verfassungsgerichtshofs (Verbot der Schlechterstellung des Inländers) müsste damit aber auch die Mehrwertsteuer für das in Österreich geleaste,betrieblich genutzte Fahrzeug entfallen oder jedenfalls als Vorsteuer abziehbar sein. Jede andere Regelung wäre nicht nur gleichheitswidrig,sondern brächte wohl auch mit einem Schlag den österreichischen Fahrzeughandel zum Erliegen!

Lassen Sie in diesem Zusammenhang Ihrer Phantasie ruhig freien Lauf! Nicht nur spektakuläre Beschränkungen – wie im dargestellten Leasingfall –,sondern auch die kleinen lästigen,gesetzlichen oder behördlichen „Nadelstiche“ machen dem Unternehmer das Leben oft schwer. Denken Sie an „sinnlose“ Genehmigungsverfahren,Zugangsvorschriften,vorgeschriebene Rezepturen oder

ERBEN IN DER EU

Bezeichnungen,Ausübungsverbote,Formalitäten jeder Art etc. Wenn hiefür keine Begründung aus einem Allgemeininteresse besteht,„halten“ derartige Beschränkungen nicht und sind sie nach dem oben dargestellten Mechanismus zu entfernen. In Konsequenz gilt damit jedenfalls auch für den Inländer das günstigere Europarecht! Nur: „Von allein“ werden Sie von den Behörden im Regelfall nicht darauf gestoßen; der Unternehmer ist zuerst selbst gefordert!

r. Erich Holzinger LL.M. ist Rechtsanwalt am Rathausplatz 3 in 8940 Liezen und Absolvent eines Postgraduate-Studiums für Europarecht (Master of Laws in European Law).

Zu seiner Haupttätigkeit gehört die Vertretung von Unternehmen in sämtlichen Bereichen des Wirtschaftsrechts; weitere Schwerpunkte seiner Tätigkeit sind Europa-,Insolvenz- und Sanierungsrecht.

ERBRECHT ERBRECHT

Bisher hat sich die EU mit den erbrechtlichen Vorgängen kaum beschäftigt,was verständlich ist,da ja Dienstleistungen oder Warenströme zwischen den Ländern nicht betroffen sind. Sichergestellt muss nur werden,dass die Erben ihr Erbe von einem Land ins andere transferieren können. Dies ist mit zwischenstaatlichen Verträgen sowohl mit EU-Ländern als auch mit vielen anderen Ländern geregelt. Ebenfalls durch zwischenstaatliche Verträge ist geregelt,welcher Staat die Erbschaftssteuer geltend macht. Diese erbschaftssteuerlichen Regelungen sind bei weitem die kompliziertesten Rechtsvorschriften im Erbrecht,die zu bedenken sind, da die Staaten völlig verschiedene Anknüpfungspunkte für die Erbschaftssteuer haben. Es kann dies die Staatsbürgerschaft des Verstorbenen oder der Erben,der Wohnsitz des Verstorbenen oder der Erben,es kann der Ort sein,an dem das Vermögen gelegen ist. Die einzelnen Staaten scheuen sich durchaus nicht Erbschaftssteuer auch zusätzlich zu anderen Staaten zu verlangen. Nur wenn es einen Staatsvertrag zwischen den konkurrierenden Staaten gibt,kann dieses Ergebnis gemildert werden. Für Liegenschaften,die in Österreich liegen,ist auf alle Fälle das Österreichische Gericht zuständig. Für anderes Vermögen ist im Wesentlichen das Gericht zuständig, das sich nach dem Personalstatut des Verstorbenen und dessen Wohnort ergibt. Denkbar ist durchaus,dass bei Liegenschaftsvermögen in verschiedenen Staaten verschiedene Ergebnisse eines Verlassverfahrens herauskommen und verschiedene Erben erben. Vor dem Erben kommt jedoch ein hoffentlich gültiges Testament. Dessen Gültigkeit wird im internationalen Bereich durch das Haager Testamentsübereinkommen geregelt. Danach sind letztwillige Verfügungen dann gültig,wenn sie dem Recht des Errichtungsortes,der Staatsbürgerschaft,des Wohnortes, des Aufenthaltsortes,jeweils zum Todeszeitpunkt,und bei unbeweglichem Vermögen dem Recht des Ortes,an dem sich dieses befindet,entsprochen hat. Wenn die Hürden des Erbrechtes gelöst sind,ist noch die Hürde der Erbschaftssteuer zu überwinden,bevor man in den Genuss des Erbes kommt. Dazu wird es juridischer Hilfe von Juristen aus allen beteiligten Rechtsordnungen bedürfen. Dies kann kostspielig sein,ist wohl aber auch lohnend.

Albrechtgasse 3,8010 Graz - Tel. 0316/824342,Fax 0316/837768 - E-Mail: daghofer@vip.rdb.at

MIET MIET- & - & WOHNRECHT WOHNRECHT

DWenn man die Entwicklung des Österreichischen Mietrechts seit den Anfängen 1917 bzw. 1922 beobachtet, fällt auf,dass der „Endverbraucher“,nämlich der Untermieter,vom Interesse des Gesetzgebers her nur ein „AschenputtelDasein“ fristet. Von den meisten Schutzbestimmungen ist er ausgenommen,viele Mietrechte sind ihm verwehrt. Im Wohnrecht gibt es etwa kein Eintrittsrecht für den Untermieter,im Geschäftsbereich auf keine Unternehmensveräußerung im Sinne des § 12 a MRG,um nur zwei markante Beispiele zu nennen.

Die Ursachen hiefür sind sicherlich politischer Natur:Die Mieter waren und sind offensichtlich in der Überzahl,somit auch eine wichtige politische Zielgruppe,die man in vielerlei Hinsicht schützen musste, deshalb aber auch nicht durch gleichgelagerte Rechte des Untermieters belasten wollte. Im Regelfall hört in unserem Gesetz die Moral und der Schutzgedanke beim Mieter auf und setzt sich daher beim Untermieter nicht mehr fort.

Wenn man sich die Hierarchie im Mietrecht mit einem botanischen Vergleich veranschaulichen will,dann ist der Hausbesitzer der Baum,der Hauptmieter der Ast und der Untermieter der Zweig. Es erscheint – auch botanisch gesehen – wenig sinnvoll,hier nur das Wohlergehen des Astes im Auge zu haben,die Zweige aber völlig zu vernachlässigen. Oder mit anderen Worten:Der Gesetzgeber ist gefordert, endlich auch (um von der Grundidee des Mietrechtsgesetzes auszugehen) die „Ärmsten der Armen“ einmal in eine angemessene Schutz-Position zu versetzen.

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Rechtsanwälte Medwed – Kupferschmid – Medwed Adolf-Kolping-Gasse 2,8010 Graz Tel. 0316/ 82 00 08,Fax 0316/ 82 00 28 F oto :Peter Philipp
Der schutzlose Endverbraucher. Dr. Hans Günther Medwed

Die Welt wird komplexer

„Auch in der 3-jährigen Ausbildung der Richteramtsanwärter nehme das EU-Recht einen immer wichtigeren Stellenwert ein,“ erklärt Gottfried Musger, Richter am Oberlandesgericht Graz und ein Experte in Sachen EU-Recht.

Rein von der Zahl der Fälle liege allerdings der Schwerpunkt im Verwaltungsrecht,so Gottfried Musger. In der EU gilt bekanntlich das Subsidiaritätsprinzip,das heißt so viel,dass die EU nur dort Rechtsnormen setzen soll,wo diese wirklich für die Gemeinschaft notwendig sind. In der Praxis gehe es daher sehr oft darum,

Sprüche, Aussagen und Zitate

Entnommen aus Gesprächen mit der steirischen Anwaltschaft

ie großen Unternehmen werden sich in jedem Land für alle Handlungen ihre Spezialisten suchen. In der heutigen Zeit wird dies verstärkt passieren.

Brüssel: Hier fallen die Entscheidungen – auch in Sachen Rechtsprechung.

die Zuständigkeiten zu prüfen. Ob es sich nun um das Wettbewerbs-,Kartellrecht,Marken- u. Patentrecht,um das Sozial- und Arbeitsrecht handelt – der Bereich ist äußerst breit,um den es da geht. Im EU-Recht gibt es,vereinfacht ausgedrückt,Verordnungen und Richtlinien. Die Verordnungen entsprechen unseren Gesetzen und werden unmittelbar angewendet,bei den Richtlinien handelt es sich um Zielvorgaben,welche dann in den einzelnen Staaten rechtlich umgesetzt werden müssen. Logischerweise führt die Erweiterung der EU dazu,dass auch die Gerichtsbarkeit immer komplexer wird,und so gibt Musger auch offen zu,komplizierter und schwieriger.An technischen Hilfsmitteln stehe der Richterschaft vor allem die Rechtsdatenbank der EU zur Verfügung. Sie trägt den Namen Celex. In ihr sind sämtliche relevanten Daten,die es in der Rechtsprechung und in der Gerichtsbarkeit der EU gibt,erfasst. ■

Spezialist für:

Zivilrecht

Schadenersatz- und Gewährleistungsrecht

Insolvenzrecht, Unternehmenssanierungen

Wirtschaftsrecht

Verwaltungsrecht

Öffentliches Vergaberecht

In Amerika wird das Honorar erfolgsorientiert ausbezahlt. Das ist die eine Seite. In Österreich hat man weder Klienten noch Honorar, wenn man nicht erfolgreich ist. Das ist die andere Seite.

Die Diskussion mit anderen Freiberuflern ist im Prinzip ein reiner Konkurrenzkampf. Nicht mehr und nicht weniger.

Der Kuchen der Aufgabengebiete im Bereich des Rechtes ist nicht mehr groß genug für alle. Es muss jedoch ein friedliches Miteinander zwischen allen Beteiligten geben.

Graz, mehr oder weniger tiefste Provinz, hat leider wenig Möglichkeiten, um große und interessante Causae auszuspucken. Wien und andere Städte sind hierbei meist ansprechender.

Jetzt bin ich Rechtsanwalt und verdiene gut! Dies hat vielleicht in vergangenen Zeiten der Richtigkeit entsprochen, jetzt muss ich rund um die Uhr arbeiten, um mir einen Kundenstock und einen Ruf zu erarbeiten.

Die Abwicklung einer Insolvenz ist wahrscheinlich eines der letzten Gebiete, wo ich als Anwalt fast alle Rechtsproblematiken zu bearbeiten habe.

Schadenersatzrecht

Baurecht

Agrarrecht - Wasserrecht

38 Klipp Mai 2003 Sonderthema Rechtsanwälte RECHTSANWALT DR. ARNO R. LERCHBAUMER A-8010 Graz, MARBURGER KAI 47 T: (+43 316) 82 22 44-0 F: (+43 316) 82 22 44-22
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Rechtsanwalt Dr. Klaus Hirtler 8700 Leoben,Krottendorfer
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Gasse
- Gewährleistungsrecht
– Raumordnung

BANKRECHT BANKRECHT

Der Oberste Gerichtshof hat sich mit der Frage der Sittenwidrigkeit riskanter Bürgschaften erstmals in der Entscheidung SZ 68/64 befasst. Der Rechtsprechung hat diese Leitentscheidung als Richtschnur zur Beurteilung der Einzelfälle gedient. Die Voraussetzungen für ein Sittenwidrigkeitsurteil sind:Inhaltliche Missbilligung des Interzessionsvertrages; Missbilligung der Umstände seines Zustandekommens infolge verdünnter Entscheidungsfreiheit des Interzedenten und Kenntnis bzw. fahrlässige Unkenntnis dieser Faktoren durch den Kreditgeber; krasses Missverhältnis des Haftungsumfangs und der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Interzedenten im Zeitpunkt der Haftungsübernahme,Fehlen eines relevanten Eigeninteresses der Bürgen an der zu sichernden Kreditgewährung. Nunmehr kommt ein entscheidendes Moment in Form des § 25 c KSchG dazu. Tritt im Sinne des § 25 c KSchG ein Verbraucher einer Verbindlichkeit als Mitschuldner,Bürge oder Garant bei (Interzession),so hat ihn der Gläubiger auf die wirtschaftliche Lage des Schuldners hinzuweisen,wenn er erkennen muss,dass der Schuldner seine Verbindlichkeiten voraussichtlich nicht oder nicht vollständig erfüllen wird. Unterlässt der Unternehmer diese Information,so haftet der Interzedent nur dann,wenn er seineVerpflichtung trotz Information übernommen hätte. In der zitierten Gesetzesstelle werden also Schutzbestimmungen für „Interzedenten“ vorgesehen. Die Lehre hat die Grundsätze und Schutzbestimmungen teilweise nicht nur auf den Bürgen selbst bezogen,sondern auch auf Sicherheiten,die von ihm beigebracht wurden. Diese Beurteilung wurde vom Obersten Gerichtshof zuletzt mit Entscheidung vom 5.6.2002,9 Ob 85/02v,verworfen,weil bei einer Verpfändung das für eine Sittenwidrigkeit erforderliche Merkmal der massiven Überforderung fehlt,zumal der Sicherungsgeber in einem solchen Fall seinen Vermögenswert bereits hat und damit seine Zukunft nicht belastet. Im Übrigen wollte der Gesetzgeber nach Meinung des Obersten Gerichtshofes die bloße Sachhaftung von einer Kontrolle bzw. Mäßigung nach § 25 c bzw. 25 d KSchG ausnehmen.

VERKEHRSRECHT VERKEHRSRECHT

Verkehrsunfall - was nun?

Allzu leicht kann es passieren,dass man an einem Verkehrsunfall beteiligt ist und in der Folge mit den verschiedensten Gesetzesmaterien in Berührung kommt. Da ist zum einem das Verwaltungsrecht und das Strafrecht,zum anderen das Zivilrecht. Um diesen Rahmen nicht zu sprengen soll nur ein kurzer Streifzug durch das Zivilrecht unternommen werden und sollen lediglich die Anspruchsgrundlagen und der zu leistende Schadensersatz kurz umrissen werden:Diese Grundlagen kommen die schadenersatzrechtlichen Bestimmungen des ABGB und das Eisenbahn- und Kraftfahrzeughaftpflichtgesetz (EKHG) in Betracht. Während das ABGB eineVerschuldenshaftung normiert,stellt das EKHG auf die Gefährlichkeit einer Sache ab und sieht verschuldensunabhängigen Schadenersatz vor. Die Bestimmungen des EKHG sind anzuwen-den,wenn durch den Unfall beim Betrieb eines KFZ ein Mensch getötet,verletzt oder eine Sa-che beschädigt wird. Haftpflichtig ist nach dem EKHG der Halter des Fahrzeuges. Daneben besteht eine Reihe vonAusnahmeregelungen,unter welchen Voraussetzungen der Halter nach EKHG nicht haftet. Da die Haftung von EKHG und ABGB nebeneinander bestehen, wird bei rechtswidriger und schuldhafter Verursachung des Unfalles ohne Höchstgrenzen gehaftet. Unmittelbar nach ABGB haftet prinzipiell bloß der Lenker des KFZ. Neben der Haftung des Halters und des Lenkers besteht nach den gesetzlichen Bestimmungen auch eine des Kraftfahrzeughaftpflichtversicherers. Der Geschädigte kann daher seine schadenersatzrechtlichen Ansprüche unter Umständen gegen mehrere Haftpflichtige richten,welche für den Schaden solidarisch einzustehen haben. Schadenersatz wird für Vermögensschäden und ideelle Schäden geleistet. Den bedeutendsten Vertreter dieser Gruppe stellt das Schmerzensgeld dar. Die Ausmittlung des Schmerzensgeldes orientiert sich dabei an dem vom Verletzten erlittenen Schmerzausmaß. Neben Schmerzensgeld wird bei einerVerletzung einer Person auch Ersatz für Heilungskosten und Verdienstentgang geleistet. Des Weiteren steht Personen,denen der Getötete nach dem Gesetz Unterhalt zu gewähren hatte, ein direkter Schadenersatzanspruch zu. Ersatzfähig sind beispielsweise auch die Fahrzeugreparaturkosten oder die Totalschadensablöse,Abschleppkosten,An- und Abmeldespesen. Jeweils wird jedoch ein allfälliges Mitverschulden des Opfers die Schadenersatzpflicht entsprechend mindern. Jedenfalls empfiehlt sich,schon aufgrund der Vielzahl der anzuwendenden Rechtsmaterien einen Rechtsanwalt seines Vertrauens zu Rate zu ziehen,der sie gerne kompetent berät.

Rechtsanwalt Mag. Dr. Marlies Folger

Hauptplatz 20/1

8530 Deutschlandsberg

Tel:03462/30 6 36 - Fax:03462/30 6 36-36

e-mail:ra@dr-folger.at

EHERECHT EHERECHT

Scheidung und Unterhalt

Dr. Fritz Starnberg

In Liebe geheiratet mit der Sicherheit zu verbinden,dass die eigene Ehe bis zum Ende des Lebens Bestand haben würde, ist leider oftmals nur eine Hoffnung,die sich nicht erfüllt. Die Statistik zeigt uns, dass inzwischen mehr als ein Drittel aller Ehen geschieden wird.

Wo es beim Heiraten noch nichts zu regeln gab,zum Zeitpunkt der Scheidung stellen sich neben dem Leid und Unglück auch noch eine Reihe vielfältiger Fragen, die es zu lösen gilt.

Besonders die Frage des Unterhaltes gilt es zu klären:Für viele Frauen ist die Unterhaltsfrage anlässlich der Scheidung nämlich existenznotwendig. Eine angemessene Unterhaltszahlung für Frauen, die keinVerschulden an der Zerrüttung der Ehe trifft,kann bei einer einvernehmlichen Scheidung oft nur durch geschicktes Verhandeln eines versierten Rechtsanwaltes erreicht werden. Es empfiehlt sich daher im Falle einer Ehekrise und einer bevorstehenden Scheidung,den Rat eines Eherechtsspezialisten einzuholen. In vielen Fällen können Unterhaltsvereinbarungen getroffen werden,welche das scheinbar großzügige Angebot des schuldigen Ehemannes weit übersteigen. Auch bei einvernehmlicher Scheidung ist die professionelle Beratung durch den Rechtsanwalt gerade in Unterhaltsfragen ein unübersehbarer Vorteil. Die Rechtsanwaltskanzlei Dr. Fritz Starnberg erteilt kostenlose Rechtsauskünfte in Scheidungsangelegenheiten. Beratung und Wissen,wo die Probleme liegen und welche Lösungen im Rahmen der Gesetze möglich sind,bedeuten dann immer noch nicht,dass es auch wirklich zur Scheidung kommen muss. Sie bedeuten aber das Wissen,wie man sich verhalten soll und welche Fehler vermieden werden können.

Rechtsanwalt

Dr. Fritz Starnberg

39 Klipp Mai 2003
Mag. Dr. Marlies Folger
Haftungsübernahme
F oto:Peter Philipp Dr. Franz Unterasinger
81 01 41
0316/ 81 01 42
Dr.
Franz Unterasinger Radetzkystraße 8/I,8010 Graz Tel. 0316/
Fax
19,8010 Graz Tel. 0316/ 82 20 21,Fax 0316/ 82 20 21-4
Kaiserfeldgasse

EISENBERGER & HERZOG

RECHTSANWALTSSOZIETÄT

Dr. Gottfried Eisenberger, em.

Dr. Jörg Herzog

Dr. Michael Nierhaus

Mediator für Wirtschafts- und Familienrecht

Dr. Ralph Forcher

Mag. Dr. Georg Eisenberger

Univ.-Lektor für Bau- und Raumplanungsrecht

Dr. Christian Riesemann, M.B.L.

European and International Business Law,HSG

Mag. Dr. WaltherNauta

Wissenschaftliche Mitarbeiter

Mag. Dr. Elisabeth Hödl

Univ.-Ass. Mag. Iris Eisenberger

Unsere Anwälte beraten Sie gerichtlich und außergerichtlich insbesondere in folgenden Bereichen:

❍ Allgemeines Zivil- und Handelsrecht

❍ Durchsetzung und Abwehr von Schadenersatzansprüchen (Unfälle, Arzthaftungen,etc.)

❍ Versicherungsrechtliche Fragen

❍ Baumängel und damit verbundene Ansprüche

❍ Ehe- und Familienrecht (Eheverträge, Scheidungen,Vermögensregelungen,etc.)

❍ Erbrecht

❍ Vertragserrichtung (Kaufverträge, wirtschaftsrechtliche Verträge,etc.)

❍ Gesellschaftsrecht (Firmengründung, Betriebsnachfolge,M & A,etc.)

❍ Baurecht,Raumordnungsrecht, Gewerberecht und sonstige verwaltungs- und verfassungsrechtliche Bereiche

❍ Vereinsrecht

❍ Schiedsrichterliche Tätigkeit

❍ Mediation für wirtschaftsrechtliche und familienrechtliche Auseinandersetzungen

❍ Vergaberecht

PARLEX®GROUP OF EUROPEAN LAWYERS Hilmgasse 10,A-8010 Graz; FN80985x; DVR 0713368;

40 Klipp Mai 2003 Sonderthema Rechtsanwälte
E-Mail:office@court.at,www.court.at; Telefon:+43-316-3647,Fax:+43-316-3647-58

WIR WIRTSCHAFTSRECHT TSCHAFTSRECHT

Ähnlich wie im Bereich der Medizin findet man auch bei den Rechtsanwälten eine zunehmende Spezialisierung auf einzelne Fachbereiche. Vermehrt finden sich in den letzten Jahren auch Anwälte,die sich als „Wirtschaftsanwalt“ bezeichnen. Teure Anzüge,hohe Honorare und sonstige ähnliche „Merkmale“,mit denen die Öffentlichkeit einen Wirtschaftsanwalt leider oft verbindet,werden für einen seriösenAnwalt niemals der Ausgangspunkt dafür sein. Er weiß,welche unermesslichen fachlichen Anforderungen seine Tätigkeit im Wirtschaftsrecht bedeutet und in wie vielen zusammenhängenden Rechtsgebieten er bewandert sein muss. Im Fall einer Unternehmensgründung etwa weiß ein Wirtschaftsanwalt,dass er sich nicht auf das Anpassen irgendeines Vertragsmusters beschränken darf:Er wird seine detaillierten Kenntnisse auf dem Gebiet des Gesellschaftsrechtes, des Erb- und Familienrechtes,des Gewerberechtes etc. einsetzen,um für den Klienten eine taugliche und beständige Grundlage zu schaffen. Die besondere Fertigkeit des Wirtschaftsanwaltes besteht also darin,sein Fachwissen in den verschiedensten rechtlichen Bereichen so zu kombinieren,dass er die Verbindung von rechtlicher Klarheit und Sicherheit mit größtmöglicher wirtschaftlicher Sinnhaftigkeit schafft. Neben seinem Fachwissen wird er dabei vor allem auch Erfahrung und ein Maß an dem benötigen, was man neuerdings als „emotionale Intelligenz“ bezeichnet:Er wird vor allem im Bereich der außergerichtlichen Beratung stets darauf achten,dass er nicht sein auftragsgemäßes Bestreben,die rechtlichen Interessen seines Klienten zu schützen,in eine die wirtschaftliche Realität negierende und letztlich den wirtschaftlichen Interessen des Klienten schadende Besserwisserei ausufern lässt. Teuer? Sicher hat fachliche Qualität ihren Preis. Ein Wirtschaftsanwalt wird aber,weil er gewohnt ist,auf rechtliche und wirtschaftliche Interessen des Klienten zu achten,die Honorarfrage mit dem Klienten eindeutig abklären und sich auch mit seinen eigenen Honorarvorstellungen an den wirtschaftlichen Gegebenheiten orientieren.

FFAMILIENRECHT AMILIENRECHT

Einvernehmliche Scheidung –Anwaltszwang

Das Bundesministerium für Justiz beabsichtigt vor einer einvernehmlichen Ehescheidung zwingend die Beratung durch Rechtsanwälte/innen vorzusehen.

Der Grund hiefür ist zweifellos auch der, dass Richter,besonders in größeren Städten,heillos überfordert wären,sich ausführlich mit denAnliegen Scheidungswilliger zu befassen. Gerade bei einvernehmlichen Scheidungen kommt es immer wieder vor, dass sich Parteien über die Tragweite ihrer Vereinbarungen nicht im Klaren sind und infolge nicht ausreichender Beratung Vereinbarungen schließen,die sich in der Folge oft erst Jahre später als katastrophal herausstellen,dies speziell im Zusammenhang des nachehelichen Unterhaltes,damit auch verbunden in Pensionsfragen und dgl. m. Ganz unabhängig davon,ob die Überlegungen des Justizministeriums Gesetzeskraft erlangen oder nicht,empfiehlt es sich zweifellos,Rechtsanwälte/innen vor einer einvernehmlichen Scheidung zu konsultieren. Die damit verbundenen Kosten sind in Anbetracht der möglichen Risken verschwindend gering.

Bei einvernehmlichen Scheidungen ist es unbedingt notwendig,dass die Ehepartner eine Vereinbarung schließen über Unterhaltsfragen der Ehepartner; der nicht selbsterhaltungsfähigen Kinder; Übertragung von Eigentumsrechten an Häusern, Wohnungen,Übernahme von Schulden etc.; Aufteilung von während der Ehe erworbenen Vermögenswerten,welcher Art auch immer u.a.m. Der Unterschied zwischen der Beratung durch Rechtsanwälte/innen und „sonstigen Beratungen“ liegt insbesondere auch darin,dass Rechtsanwälte/innen bei fehlerhaften Ratschlägen, zum Unterschied von anderen beratenden Institutionen,versichert sind.

Dr. Michael Nierhaus,Partner der Kanzlei Eisenberger-Herzog-NierhausForcher & Partner,Mediator und Obmann des Verbandes der Steirischen Rechtsanwaltsmediatoren

Probleme

BAURECHT BAURECHT

Der Idealfall bei Beauftragung,Planung und Errichtung von Bauwerken ist folgender:der der Beauftragung zugrunde liegende Vertrag ist in allen Punkten klar und eindeutig,die Planung liegt ordnungsgemäß vor und entspricht den Wünschen des Bauherrn,die Errichtung des Bauwerks erfolgt exakt nach Planung, mängelfrei und innerhalb des vereinbarten zeitlichen Rahmens,nach ordnungsgemäßer Übergabe des fertig gestellten Bauwerks wird fristgerecht und vollständig Zahlung geleistet.

Die Praxis zeigt allerdings,dass dieser Idealfall nur in den seltensten Fällen eintritt – vielmehr kommt es bei der Realisierung von Bauvorhaben sehr oft zum Auftreten unerwarteter Probleme,die sowohl die Rechtssphäre des Bauherrn als auch jene der bauausführenden Professionisten und planenden Architekten betreffen können. Sei es,dass Baumängel auftreten,deren rechtliche Konsequenzen Probleme bereiten,sei es,dass es im Zuge der Bauausführung zu Mehrkosten kommt und fraglich ist,ob diese in einer allfälligen Pauschale beinhaltet sind,sei es,dass Planungsfehler auftreten oder aber Fragen des Bodenrisikos betroffen sind.

Derartige Probleme belasten nicht nur die Bauabwicklung und das Verhältnis der Vertragspartner vor und nach Übergabe des Bauwerks – in einer Vielzahl von Fällen führen derartige rechtliche Unklarheiten darüber hinaus zu gerichtlichen Auseinandersetzungen,im Zuge deren es zu langwierigen und komplizierten Verhandlungen kommt und diverse Sachverständige beigezogen werden müssen. Aus diesem Grund sind Bauprozesse mit einem hohen Kostenrisiko verbunden – dennoch kommt es immer wieder auch in Fällen zu Bauprozessen,in denen dies möglicherweise vermeidbar gewesen wäre.

Hier kann schon bei Vertragsabschluss und auch beim Auftreten von Problemen professionelle rechtliche Beratung dazu beitragen,Streitigkeiten von vornherein zu vermeiden,zumindest aber rechtzeitig Klarheit über die rechtlichen Positionen und Ansprüche zu schaffen.

41 Klipp Mai 2003
Dr. Ralph Forcher Partner der Rechtsanwaltssozietät Eisenberger-HerzogNierhaus-Forcher &Partner,Graz Dr. Christan Riesemann Partner der Rechtsanwaltssozietät Eisenberger-HerzogNierhaus-Forcher &Partner,Graz beim Bauwas nun? Dr. Christian Riesemann

E-Commerce lebt es vor Rechte in einer vernetzten Welt

Am 1.1. 2002 trat das ECommerce-Gesetz (ECG) in Kraft, das die Richtlinie 2000/31/EG über den elektronischen Rechtsverkehr umsetzt.

Das ECG enthält allgemeine Informationspflichten,wonach Diensteanbieter (im wesentlichen Online-Vertrieb von Waren und Dienstleistungen,Online-Informationsangebote,Online-Werbung,Suchmaschinen) Name und An-

schrift (Post-Adresse und EMail Adresse) bekannt geben und Werbeeinschaltungen besonders kennzeichnen müssen.

Internet-Werbung,die versendet

Ist das noch normal? Was wird doch nicht alles angeboten.

wird,muss beim Eingang beim Benutzer klar als solche erkennbar sein. Die Rundfunk- und Telekom-RegulierungsGmbH (RTR-GmbH) führt in diesem Zusammenhang eine Liste mit

denjenigen Personen,die keine solchen Zusendungen erhalten wollen.

Info beim Vertragsabschluss

Für den Abschluss von Verträgen werden ebenfalls Informationspflichten statuiert. So muss über die einzelnen Schritte,die zu einer Abgabe einer Vertragserklärung führen,informiert werden und Zugangsbestätigungen ausgestellt werden. Eingabefehler müssen korrigiert werden können und Geschäftsbedingungen zugänglich sein.

Dr. Rath & Partner

Die nunmehrige Kanzlei Dr. Rath & Partner wurde im Jahr 1957 von Dr. Willibald Rath mit Sitz in 8010 Graz, Hamerlinggasse 8, gegründet. Vorrangiges Betätigungsfeld war damals die Vertretung in Verkehrsunfallssachen und Schadenersatzfragen. Im Jänner 1983 trat Dr. Manfred Rath als damals jüngster in Österreich zugelassener Anwalt in die Kanzlei ein, die dann in der Folge bis 1996 an dem genannten Standort betrieben wurde. Zwischenzeitig sind mit Mag. Gerhard Stingl im Jahr 1996 und Mag. Georg Dieter im Jahr 1999 zwei weitere Rechtsanwälte in die Partnerschaft eingetreten. Die Kanzlei beschäftigt mittlerweile vier Rechtsanwaltsanwärter sowie zwölf Angestellte.

Der Kanzleisitz wurde im Jahr 1996 an die Anschrift 8020 Graz, Friedhofgasse 20 verlegt, wo ein modernes Bürogebäude mit insgesamt 1.200 m2 Nutzfläche und 20 Kundenparkplätzen errichtet bzw. adaptiert wurde. Die Rechtsanwaltskanzlei nutzt in drei Stockwerken eine Bürofläche von rund 650 m2 und verfügt über modernste Ausstattung und Infrastruktur, insbesondere im EDV-Bereich undim elektronischen Rechts- und Datenverkehr. Der direkte Online-Zugang zum Grundbuch, zum Firmenbuch, zum Grundstückskataster und zu den Rechtsdatenbanken ist dabei ebenso schon Selbstverständlichkeit wie das elektronische Versenden von Klagen und Exekutionsanträgen, sowie der elektronische Rückverkehr mit den Gerichten.

Durch die große Zahl speziell geschulter Juristen existiert für jedes Fachgebiet der richtige und kompetente Ansprechpartner, und damit ist die rasche und effiziente Bearbeitung der übertragenen Causen garantiert.

Die Rechtsanwaltskanzlei Dr. Rath & Partner versteht sich als moderner Dienstleistungsbetrieb, der sich gleichzeitig den traditionellen Grundsätzen der anwaltlichen Verschwiegenheit und Unabhängigkeit, sowie der umfassenden Wahrung und Durchsetzung der Interessen der Klienten verpflichtet fühlt.

Dr. Rath und Partner, Rechtsanwälte, Friedhofgasse 20, 8020 Graz, Tel. 0316/7085, Fax 0316/7085-25

E-Mail: law-office@rath-partner.at, Internet: www.rath-partner.at

42 Klipp Mai 2003 Sonderthema Rechtsanwälte
Mag. Georg Dieter, Mag. Gerhard Stingl und Dr. Manfred Rath Screenshot:lustich.de

In vergangenen Zeiten tummelten sich hier Millionen von Usern. Heute ...

Befreiung von der Haftung

Außerdem regelt das ECG die zivilrechtliche und strafrechtliche Haftung einzelner Diensteanbieter.

Dabei werden aber nur HaftungsbefreiungsVoraussetzungen aufgestellt. Liegen diese nicht vor,so muss die Verantwortlichkeit noch extra geprüft werden. Bei den Haf-

tungsbefreiungsvoraussetzungen wird zwischen Dienstanbietern unterschieden.

So haften Access Provider (Anbieter,die nur den Zugang vermitteln) und Betreiber von Suchmaschinen im Wesentlichen dann nicht, wenn sie die Informationen unverändert weitergeben. Anbieter,die Links verwenden,und Host Provider (Anbieter,die fremde Informationen länger speichern) sind dann nicht verantwortlich, wenn sie keine Kenntnis von rechtswidrigen Inhalten haben. Für Betreiber,die eigene Informationen speichern, gelten keine Haftungsbefreiungen.

Herkunftslandprinzip gilt

Grundsätzlich gilt für Diensteanbieter das Herkunftslandprinzip. Von diesem Prinzip gibt es aber zahlreiche Ausnahmen,so etwa für vertragliche Schuldverhältnisse bei Verbraucherverträgen. Diese

Legal – illegal?

unterliegen bei Auslandsbezug also weiterhin dem Recht,das sich aus Art. 5 EVÜ ergibt.

3000 Euro Verwaltungsstrafe

Bei Verletzung der Informationspflichten droht eine Verwaltungsstrafe bis 3.000 Euro (41.280,90 Schilling). Eine Verletzung der Bestimmungen des ECG kann aber auch im Rahmen des § 28a KSchG durch die Sozialpartner bzw. durch den VKI mit Unterlassungsbegehren geltend gemacht werden. ■

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Hintergrund

Wachablöse im Grazer Fußball. Der GAK hat den Lauf und drängt aus dem Schatten, den jahrelang die „Blackys“ von Sturm auf den „kleinen“ Stadtrivalen warfen und natürlich deren Präsident Hannes Kartnig. Wo sind die Zeiten, da Sturm 60.000 Fans zur Meisterfeier in die Grazer Innenstadt locken konnte – samt Autokorso und Marsch in die Innenstadt? Die Stadt erbebte vor Fußballglück. Nun hoffen die „Roten“ auf den zweiten Platz und die Millionen aus

der Champions League. Sonst ist weiter Abspecken angesagt.

Hannes Kartnig ist ruhiger geworden. Noch vor einem Jahr hat er großmundig gemeint,er gönne dem GAK auch einmal das Gefühl,erfolgreich zu sein. Die Großmundigkeit ist

Graz im ro Graz im ro

dem Präsidenten vergangen. Keine Rede mehr von Meisterschaft oder von einem Durchmarsch,wie er ihn noch im Vorjahr angekündigt hat.

Sturm spielt nicht mehr vorne mit. In diesen Zeiten wirken die Plakate,die Kartnig in strotzender Pose mit Zigarre zeigen,mit Kartnigs Sager „Wen kauf ich mir jetzt“,nur mehr peinlich. Dabei hätte sich der Präsident gelegentlich im eigenen Sturmnachwuchs umschauen müssen. Die Liste der Talente,die man bei Sturm ziehen ließ oder vertrieben hat,ist lang:Roman Wallner,Ferdinand Feldhofer (beide Rapid),Emanuel Poga-

tetz,Mathias Dollinger (nun beide GAK),Wolfgang Hopfer (Wiener Austria),um nur einige zu nennen. Wie höhnte unlängst beim letzten Derby,das Sturm 1:2 verlor,ein Transparent aus dem Sturmsektor (!) über den Präsidenten? „Pogatetz und Dollinger beim GAK,weil Hannes K. zu dämlich war.“ Sturm-Manager Heinz Schilcher meint dazu angesprochen sarkastisch: „Vermutlich wird der GAK mit den beiden noch Meister.“

44 Klipp Mai 2003
Skelli Adu Tutu, kurz nachdem er Sturm „erledigte“. GAK-Trainer Walter Schachner ist erleichtert. von Helmut Bast

Mit Krisen kann Kartnig nicht umgehen

Gutgesinnte haben ihn schon lange gewarnt,dass Sturm einen tiefen Fall erleben wird. Das Beispiel BayerLeverkusen zeigt drastisch,wie rasch man im Abstiegsstrudel ist. In den Vorjahren war man noch unter den besten 10 europäischen Vereinsmannschaften,jetzt kämpft BayerLeverkusen gegen denAbstieg in die 2. Bundesliga in Deutschland. Wer ist nun für die gegenwärtige „Krise“ bei Sturm verantwortlich? Die Antwort ist einfach:Hannes Kartnig hat Sturm in die Champions League gebracht,er ist auch maßgeblich dafür verantwortlich,dass es bei Sturm nun nicht läuft. Weil er,so sagen das auch seine Freunde,mit Erfolgen blendend umgehen kann,aber mit der Krise überhaupt nicht. Das hat er schon in seiner Zeit als Eishockey-Präsident gezeigt,auch dort machte er Graz zur Hochburg im österreichischen Eishockey,als das Ziel,Meister zu werden,jedoch knapp verfehlt wurde,es zu kriseln begann,kam er nicht zurecht und wandte sich ab.

Europaspitze ist im Moment nur Kartnigs Rolls-Royce

Sturm komme ein Jahr leicht ohne Champi-

3. Liga spielt. Man hat in der besten Zeit versäumt, die jungen Talente heranzuziehen und sie auch bei den Clubs zu halten. Jetzt besinnt man sich auf die jungen Talente und versucht sie einzubauen. Sein Geschimpfe, dass in Österreich zu wenig professionell gearbeitet wird,die Spieler aber nur die Gagen der großen Vorbilder kassieren wollen,ist ebenfalls nicht ganz richtig. Denn Hannes Kartnig weiß zu genau,dass die internationalen Spitzenspieler ein Vielfaches der Gagen unserer heimischen Spieler kassieren. Europa-Spitzen- oder Champions-LeagueReife hat in diesem Umfeld nur sein Rolls Royce,der ihm allerdings gegönnt sei.

15 Millionen Euro verbraten

Schlichter ging es seit jeher beim GAK zu. Sportlich und wirtschaftlich stand der Stadtrivale des SK Sturm immer etwas im medialen Abseits. Vor zwei,drei Jahren hatte der

oten Bereich oten Bereich

ons League aus,erklärte er und mit den neuen Spielern Amoah und den anderen Neuerwerbungen werde man halt dann das nächste Jahr wieder dabei sein. Eine Fehleinschätzung,wie sich heute zeigt, Sturm wird auf Jahre nicht mehr dorthin kommen,wo es vor 3 Jahren noch war. Es war ein einmaliger Höhenflug. Es war eine Gunst der Stunde,die sich eben nicht wiederholen lässt. Man muss akzeptieren,dass Österreich in Sachen Fußball in Europa eben in der

gue-Einsätzen der Jahre zuvor zurVerfügung hatte.

Die Genies Vastic und Osim sind weg,man ist im österreichischen Mittelmaß gelandet, inzwischen – weg sind die einstigen Millionen – auch in finanzieller Hinsicht. Laut „News“ hat Kartnig „innerhalb von zwei Jahren gut 15 Millionen Euro aus drei Champions League-Saisonen verbraten“. Nun stehen Gehaltskürzungen der Spieler von 30 Prozent an.

Keine heimische Mannschaft spielt international mit,die fortwährende Krise des Nationalteams, die Hoffnung EM 2008 in relativer Ferne – dem heimischen Fußball kam der Hype, den ehedem Salzburg und dann Sturm auslösten,so ziemlich abhanden. Ein v olles Schwarzenegger-Stadion ist schon eine Weile her.

Man spielt wieder,wie einst,vor sechs- bis achttausend Zuschauern. Der Titelpokal steht bald bei WiensAustria.

Die finanziell guten Jahre sind vorerst vorbei. Die Liga stöhnt und ächzt,Tirol ging bereits pleite,Salzburg und Bregenz haben die Bundesligalizenz vorerst nicht erhalten. Fußball ist ein finanzielles Hasardspiel geworden,für die Spieler sind die fetten Jahre vorbei.

GAK jährliche Budgets von knapp

100 Mio. Schilling, wo Sturm noch rund das doppelte davon aus den ruhmreichen

Champions-Lea-

Was soll man da noch sagen? Auf Sturm-Trainer Franco Foda wartet eine schwere Aufgabe.

Wie es gehen kann,das zeigt momentan der spielerische und publikumswirksame Erfolg des burgenländischen RedZac-Erste-LigaSpitzenreiters Mattersburg,an dem maßgeblich auch Ex-GAK-Trainer Werner Gregoritsch beteiligt ist. 12.000 Fans treiben die Mattersburger bei Heimspielen an,mehr als sich Sturm,aber auch der neue BundesligaMeister Austria Wien momentan erträumen können. Das Erfolgsrezept scheint einfach. Erfolg bringt Stimmung und die gute Stimmung treibt die Mannschaft zum Erfolg. Fußball verkauft sich am besten über die Emotion. Das hat Mattersburg von allen österreichischen Klubs gegenwärtig am be-

45 Klipp Mai 2003
Eigentlich ist Hannes Kartnig kleinlaut geworden. 15 Mio. Euro aus der CL-Kassa hat er verbraten. F otos:©„der Plankenauer“,Gepa,Helmut Kolaric GAK-GF Stefan Gary: „Fürs GAK-Image wäre Vastic ideal gewesen.“

sten verinnerlicht und kann diese Einstellung mitreißend seinen Zuschauern weitergeben.

GAK im Aufwind?

Erst seit Walter Schachner seit Herbst 2002 den GAK trainiert, laufen die „Roten Teufel“ mit der Form aufs Spielfeld,wo man sie dank des starken K ollektivs schon vor Beginn der Meisterschaft eingeschätzt hatte: Hinter der Wiener Austria,die dank der Stronach-Millionen finanziell in einer anderen Liga spielt,an den zweiten Platz.

„Der österreichische Fußball muss umdenken“,sagt der Geschäftsführer des GAK,Mag. Stefan Gary,und meint wohl auch die eigenen Kicker. Den Sparkurs haben die Stützen des Vereins,Toni Ehmann,Gregor Pötscher und Didi Ramusch ,zu spüren bekommen. Mit den neu verhandelten Verträgen verdienen sie nun um 20 Prozent weniger. Auch Stürmer Roland Kollmann,der zuerst als Leihspieler

des Twente Eschede beimVerein kickte,musste bei seinem Vertrag mit den Grazern gehörige Abstriche von der bisherigen Gage machen.

20 Prozent weniger als noch vor zwei Jahren stehen dem seit Herbst 2002 werkenden GAKGeschäftsführer Stefan Gary zur Verfügung. Er wacht über den strikten Budgetkurs und die -kontrolle beim Verein. „Es war der Wunsch unseres Präsidenten Rudi Roth,dass wir den Verein wirtschaftlich in den Griff bekommen“,so Gary.

Die Marke GAK würde mit einem Typ wie Ivica Vastic auf jeden Fall „an Image und Attraktivität gewinnen“,hoffte Stefan Gary noch,als er von einem möglichen Engagement von Ivica Vastic beim GAK träumen konnte.

Inzwischen hat sich Sturms Boss Hannes Kartnig wohl erfolgreich vorgedrängelt. Das Buhlen der beiden Grazer Klubs um Ivo Vastic dürfte gelaufen sein. Ein Zehnjahresvertrag,davon zwei Jahre als Spieler und dann als Leiter der Nachwuchsakademie sollte Vastics Heimkehr zu Sturm versüßen.

Der GAK wird die Früchte der erfolgreichen Nachwuchsarbeit ernten. Nicht weniger als 13 vielversprechende Jungkicker kommen von der Nachwuchsakademie der Grazer Roten und verstärken die österreichischen Jugendnationalteams:Drei spielen in der U-19,vier in der U-18, vier in der U-17 und zwei in der U-16 der österreichischen Teamauswahl.

Mit diesen jungen Burschen sei eine ordentliche Investition in

Peter Svetits,Austrias Sportdirektor und Kartnig-Intimfeind,der „NichtKönner“ (©Hannes Kartnig),hat es geschafft:Austria ist Meister. Warum er trotzdem nicht ganz glücklich ist,und kein gutes Haar an GAK-Coach Walter Schachner lassen kann,erzählte er KLIPP.

„Ich kann ihm gar nicht helfen,auch wenn der Frank das will“,sagt Austria Sportdirektor Peter Svetits. Gemeint sind rund drei Mio. Euro,die Frank Stronach gerne auch für einen Sturmspieler auf den Tisch legen würde,damit Hannes Kartnig und Sturm wieder besser bei Kassa sind. „Wer soll in dieser Mannschaft drei Millionen Euro wert sein“,fragt Svetits nicht ganz unpolemisch. Er,den Hannes Kartnig meist als „Nicht-Könner“ und keinesfalls als ebenbürtig öffentlich abgekanzelt hat,soll Sturm und Hannes Kartnig helfen? „Früher hat Kartnig eine gute Mannschaft gehabt,die gut gespielt hat und auch ihr Geld wert war,zur Zeit hat er nichts von beidem“,so Svetits.

„Da ist der GAK noch besser dran,der hat auch wenig Geld,aber er hat wenigstens eine Mannschaft,die gut Fußball spielt“,lautet Svetits’Analyse. Wobei er betont,dass die Mehrheit jener Spieler noch immer unter seiner Ära unter Vertrag genommen worden sind. Seine Einkaufspolitik habe dafür die Grundlage gelegt,dass der GAK jetzt einen Höhenflug durchmachen kann.

Es freut ihn natürlich,dass der GAK derartig erfolgreich sei,doch dürfe man wiederum nicht die Realität aus den Augen verlieren:Walter Schachner,wie Svetits ein Autodidakt,vielleicht rührt auch von daher die Animosität,werde als Trainer einfach überschätzt. Für dieAustria habe er einfach nicht gepasst,zur Führung eines solchen Clubs fehle ihm einfach die nötige Weitsicht,attackiert Svetits Schachner. Seine Attacken auf die Austria zeigten sehr deutlich,dass er mit seinem Urteil Recht habe. Denn es ist doch seltsam,dass Schachner sich gegen die Austria so negativ äußert, obwohl er dort rund 10 Mio. Schilling als Gage kassiert habe. „Das Zeug zu einem großen Trainer sehe ich bei ihm nicht“,betont Svetits. Schachner habe zu wenig Gefühl und zu wenig Einfühlungsvermögen,mit Stars umzugehen. Er könne eine Mannschaft führen,die aus guten Handwerkern bestehe,aber keine,die große Fußballerpersönlichkeiten habe. Wenig hält Svetits von Frank Stronachs Aussagen,Österreich werde spätestens bis zum Jahr 2010 einen Europacup-Sieger stellen. Dazu fehlten in Österreich einfach die Möglichkeiten. Selbst die Millionen eines Stronach bringen keine wirklichen Spitzenfußballer nach Österreich. Das Klima,das Umfeld und das Zuschauerniveau der Liga seien zu wenig attraktiv im Vergleich zu Spanien,Italien,Frankreich,Deutschland oder England. „Das müssen wir zur Kenntnis nehmen und nicht immer davon träumen. Das zeige sich auch bei Christoph Daum,auch er habe erfahren, was es heißt,in Österreich Trainer zu sein. „Auch wenn die Austria nun als Meister in der Champions League spielt. Jahrelang hat es die Austria mit den Spielern,die wir hatten,nicht geschafft. Heuer ist es gelungen. Das war meine Aufgabe und darauf bin ich stolz,dass wir das erreicht haben.“ Aber es sei nun wiederum ein Irrtum,zu glauben,dass Austria in der Champions League sicher weiterkommen werde. Die Aufgabe sei sehr schwierig,weil Austria im Gegensatz zu Sturm nicht gesetzt werde. Damit tritt der Fall ein,dass es die Austria schon in der ersten Runde mit einem großen Gegner zu tun haben werde. Svetits:„So gesehen würde sich Sturm viel,viel leichter tun und es leichter haben.“ JL ■

„Früher hat Kartnig eine gute Mannschaft gehabt, zur Zeit hat er nichts“
Austria-Sport-Direktor Peter Svetits (re. mit ExTrainer Werner Gregoritsch) – er soll Intimfeind Kartnig „unter die Arme greifen“. „Fußballkönig“ Hannes Kartnig, die Erinnerungen an die glorreichen Zeiten verblassen.
46 Klipp Mai 2003
Rudi Roth, GAK-Präsident, hoffte Ivo Vastic ins GAK-Dress stecken zu können. Kartnig drängte sich erfolgreich vor.

Der Sonne und den

Farben entgegen

Mode bei Brühl

Je wärmer die Tage, desto mehr Farbe werden wir auf der Straße sehen. Eine wahre Farbenpracht, die bis jetzt kaum zu sehen war, wird uns überfluten. In Europa hat man bis jetzt mehrheitlich dunkle Farben, eher Schwarz, Braun, Grau getragen. Auch im Sommer. Dadurch ergab sich eine leicht pessimistische Note im Unterschied z. B. zu Afrika. Aber in diesem Jahr, zumindest was die Farben betrifft, kommt die Inspiration gerade aus dem Süden. Wir können uns an den klaren, kräftigen Farben erfreuen: Rot, Gelb, Blau, Orange, Grün ... Die Modedesigner propagieren bunt, bunt und noch einmal bunt. So bei Damen. Stoffe sind ganz oder nur zum Teil transparent, sehr feminin im Sinne der Romantik mit vielen Rüschen. Und die Herren werden sich auch dem Licht nähern. In diesem Sommer werden ihren Körper helle Stoffe umhüllen. Was bis jetzt hauptsächlich dem Süden vorbehalten war, wird es in dieser Saison auch auf unseren Straßen zu sehen geben. Die Herren in weißen, beigen Anzügen, Hosen und Sakkos aus Leinen, Baumwolle, leichten Stoffen. Die Hemden werden ihre Taille leicht betonen. Ihr Hemdkragen wird etwas wuchtiger als sonst sein, doch nicht so stark wie in den 70ern.

Wenn eine Frau sich Zöpfe machen lässt, eine große Sonnenbrille aus den 70ern oder 80ern auf der Nase trägt, eine Tasche über der Schulter, ein leichtes Kleid in vielen Farben von Brühl und Söhne anhat, wenn der Mann einen leichten, hellen Anzug trägt, Schuhe, wo auch ein Stück Haut zu sehen ist, dann haben sie Mode in der Tasche. Denn das ist „in“ in dieser Saison.

Ohren auf – Experten am Werk „Im Sound der Zeit“

Radio, Musik, Fernsehen und Ton sind Begriffe, welche fast ein jeder definieren kann, aber Akustik, Schall, Sound, Takt oder Frequenz hingegen sind für einen Laien nicht mehr so leicht definierbar. Mit dem richtigen „Handling“ ergeben diese Wörter Musik und diese wird tagein tagaus von jedem Einzelnen konsumiert. Sei es nun beim Frühstück, im Bad oder im Auto auf dem Weg zur Arbeit. Musik begleitet uns durch den Tag, doch wer sind die großen Meister des guten Tons? Wer ist für die Qualität der einzelnen Töne verantwortlich, wie sieht es hinter den Kulissen eines Tonstudios aus und welche Probleme gibt´s in der Musikbranche in der Steiermark?

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pchstudios - komposition & tontechnik - gf paul c. hönigschnabl

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Musik in aller Ohren,vielleicht hat sich der eine oder andere schon einmal die Frage gestellt,wer für die Qualität der einzelnen Songs oder Jingles im Radio und auch Fernsehen zuständig ist. Hat ein Jingle die gleiche Bedeutung wie ein Radiospot? Zur Erklärung:Ein Jingle ist ein wichtiger Bestandteil im Radiospot und meist eine einprägende Melodie. Das handwerkliche und teilweise auch psychologische Geschick ein Tonstudio zu betreiben ist in der Steiermark gar nicht so einfach. „Von den etwa 80 angemeldeten Tonstudios sind vielleicht 25 hauptberuflich aktiv und leben auch davon“,so erfahrener Tonstudioinhaber in Judendorf/Strassengel Andreas Fabianek,der bereits für Opus, A3,aber auch Reinhard Fendrich gearbeitet hat und auch immer noch tätig ist. Bereits zwei Mal wurde er mit dem österreichischen Tonmeisterpreis ausgezeichnet für die Produktionen „Broadlahn“ und Reinhard Fendrichs „Recycled“. Es gibt zwar keinen Lehrberuf für den so genannten Tontechniker,aber auf der Technischen Universität sind alle Voraussetzungen für eine in-

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Herwig Burghard arbeitet fleißig an seinem Wunschlied-Angebot in der Tonburg unter dem blauen Dach. F oto:Burghard

ternationale akademische Ausbildung gegeben,jedoch wird nach diesem Studium meist im Bezug der Forschung und Wissenschaft gearbeitet,da durch viel Theorie der praktische Bereich zum Tonstudio etwas fehlt. Das Betreiben eines Tonstudios ist ein freies Gewerbe und die meisten Tonstudioinhaber in der Steiermark sind auch gleichzeitig Musiker und haben im Laufe der Jahre genug Erfahrungen gesammelt um diese Tätigkeit selbstständig auszuführen. Tonstudioinhaber Herwig Burghard (Tonburg in Graz mit eigener Sprecherdatenbank und Wunschliedservice) meint,dass seine Arbeit mit jungen Talenten im Studio vergleichbar mit einem Regisseur am Set sei. Er bezeichnet sich selbst als „MusikPsychologe“ und „Tonregisseur“,denn er muss aus Sängern oder Sprechern das Maximum herausholen und das erfordert Motivationstalent und psychologische Erfahrung in jeder Hinsicht.

Im und ums Tonstudio

In einem Tonstudio dreht sich selbstverständlich alles um den guten Ton. „Wir machen Ideen zu Musik“,so Paul C. Hönigschnabl (pchstudios mit internationalem „Know-how“ in St. Johann i. d. Haide). Zu den weiteren Tätigkeiten eines Tonstudios zählen Konzertmitschnitte, Jingles für Radio-,Fernseh- und

auch Kinowerbung (pchstudios und Tonburg),CD-Produktionen,Telefonbandproduktionen, Karaoke (Sound Studio Süd), Playbackbänder,Vertonung von Websites,Spielen oder Intranets für Firmen (Pro Tone,Christian Scheucher),Tonaufnahmen jederArt,aber auch Grafik (Sound Studio Süd,Fr. Dorothea Wurzinger,Leibnitz) und CD-Cover, Flyer,Plakate oder Einladungen werden bereits im FullService-Paket angeboten,wie beispielsweise von Peter Wageneder (GF NOWA Records und Vollgas-Musiker Graz/Andritz)

Selbstverständlich sind unsere heimischen Tonstudios alle mit den neuesten technischen Standards ausgerüstet. Bei Musicgarden,geleitet von Kurt Strohmeier auch im Hause Nowa Records,besteht seit kurzem die Möglichkeit,auf dem neuen Digidesign-Pro-Tools-HD-System zu produzieren. Das Berndt Luef Trio,Gerd Schuller (Attack) und das Austrian Art Ensemble unter der Leitung von Wim van Zutphen haben davon bereits Gebrauch gemacht.

Problematik der Tonstudios

In der heutigen Zeit kann man sich jedoch nicht mehr auf ein Gebiet spezialisieren. Flexibilität ist oberstes Prinzip eines jeden Tontechnikers,weil man sonst in dieser Branche aufgrund der immer weiter ausgereiften

Technik keine Überlebenschance hat,aber nicht nur die Technik wie beispielsweise das Downloaden von Songs aus dem Internet (MP3),sondern auch der Österreichische Rundfunk machen das Leben der Experten nicht unbedingt einfacher.

Ö3 ignoriert Talente

Dass es in Österreich und selbstverständlich auch in der Steiermark genügend junge Menschen mit herausragenden Talenten gibt,hat Starmania wohl bewiesen,aber Ö3 scheint alles außerhalb von Starmania nicht zu interessieren. „In Österreich hat man wenig Chancen wirklich etwas zu erreichen bzw. den großen Durchbruch zu erlangen, Ö3 spielts einfach nicht. Mit Sicherheit wurde der Österreichische Rundfunk mit minderwertigen Produkten im Laufe der vielen Jahre überschwemmt,aber das sollte kein Grund sein,keinen Austropop zu spielen“,so Günther Wurzinger (Sound Studio Süd,Leibnitz). „Als Musikproduzent ist es geradezu unmöglich,eine Band oder einen Musiker zu fördern,da die Plattform zur Veröffentlichung nicht gegeben ist“,so Herwig Burghard. (Tonburg mit ausgezeichneter Sprecherdatenbank) „Es ist eigenartig mitanzusehen,dass die gesamte Industrie im Bereich der Volksmusik im Vergleich sehr wohl funktioniert“, so Peter Wageneder (GF NOWA Records). Wenn Ö3 nicht nur Musik aus dem Ausland,sondern auch heimische Musik spielen würde,hätte mit Sicherheit auch unser Finanzminister eine große Freude damit,denn dann würden die Steuern nicht ausschließlich ins Ausland fließen. Der Direktor der Austro Mechana Dr. Helmut Steinmetz erklärte schon vor 20 Jahren: „Wir brauchen eine Quote österreichischer Musik!“ Ein Beispiel:Frankreich ist einer der positivsten Musikmärkte der Welt. ■

Sound Studio Süd

Günther und Dorothea Wurzinger

Hugo-Wolf–Gasse 13 A-8430 Leibnitz

soundstudiosued@utanet.at dw-grafix@utanet.at Tel & Fax: 03452/85065

Unsere Schwerpunkte:

● Tonaufnahmen jeder Art

● Karaoke CD, CD + G, DVD

● Multimedia

● DVD: Videoschnitt & Authoring

● CD: Alles von der Idee über Komposition und Text bis zur fertigen CD

● Organisation von Pressungen und Vervielfältigungen von CD, Video, DVD....

● Texte und Musik (auch AKM-frei) für Telefonanlagen

● Aufnahme von Chören und Blaskapellen (auch mobil)

● Webdesign mit AKM-freier Musik

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“Grafik & Tonstudio unter einem Dach”

Full Service –selbstverständlich alles aus einer kompetenten Hand

Idealer Ansprechpartner für Aufnahmen von Bands & Musikgruppen - kompetente & seriöse Beratung von der ersten Note bis zur fertigen CD - Neueste technische Standards - Pro Tools HD System

● Werbeproduktionen

● Sound Design & Multimedia

● Komposition & Arrangement

Drucksorten jeder Art: Flyer, CD-Cover, Booklet, Plakate, Autogrammkarten etc.

Spezielle Angebote für Jungbands: Demoproduktionen inkl. Kleinauflage von ca. 200 Stk. CDs.

www.nowa-records.com www.musicgarden.at Plickweg 8

8046 Graz/Andritz

Tel: 0316/695911

Fax: 0316/696020

e-mail:

nowa-records@aon.at

Starmania:

Diese großartige Show war das Musikereignis schlechthin. Starmania,bereits in aller Munde,ist das Großartigste,was es in Österreich in der Musikbranche je gegeben hat und auch wieder geben wird. (Starmania – die 2. Generation) Dies zeugt von Einsicht des ORF und bekanntlicherweise ist Einsicht der beste Weg zur Besserung. „Es wird gezeigt,dass auch in Österreich Talente schlummern,endlich hat dies der ORF auch bemerkt“,so Herwig Burghard. „Man muss jedoch Künstler als Menschen betrachten und bei Starmania habe ich das Gefühl,dass die jungen Künstler teilweise als Ware angesehen werden“,so Günther Wurzinger (Sound Studio Süd & dw grafix in Leibnitz). Kurt Strohmeier (GF Musicgarden Graz/Andritz) meint: „Sehr lobenswert,dass es Starmania gibt,nur stellt sich für mich die Frage,wie Ex-Ö3-Chef Bogdan Roscic nun mit Starmania brillieren kann,wo er doch bei Ö3 die heimischen Stars schlichtweg übersehen hat. Weiters finde ich es sehr schade, dass es Musiksendungen wie beispielsweise „X-large“ nicht

mehr gibt,wo auch Talente,ohne bei Starmania gewesen zu sein,ihre Chance erhalten.“

POTENTIAL AUCH IN DER STEIERMARK

„Potential ist da – nur keiner siehts“,so Paul Hönigschnabl (pchstudios St. Johann in der Haide) Es muss nicht unbedingt Starmania sein,es gibt auch in der Steiermark die Möglichkeit gute Musik aufzunehmen,diese zu leben und auch zu spüren. In der Steiermark gibt es ausgezeichnete Tonstudios mit hohem Qualitätsbewusstsein und kompetenten Herren mit einem „Gspür“ für wirklich gute Musik. Eigentlich liegt es nur am Österreichischen Rundfunk, dass die Arbeit der Einzelnen gehört und auch anerkannt werden kann. „In den 80er Jahren hat die Zusammenarbeit zwischen den Künstlern mit allen Medien,egal ob TV,Radio oder auch Printmedien,auch funktioniert und Stars wie STS,EAV (jetzt:von 0 auf Platz 1 mit der neuen CD Frauenluder),OPUS, Stefanie Werger (Auszeichnung des Amadeus 2003),Boris Bukowski,Alex Rehak oder Brun-

ner & Brunner haben es geschafft,populär zu werden. Die Steiermark hatte und hat aber auch immer noch im Bereich des steirischen Pop sehr viel zu bieten. Wir sind ein besonderes Bundesland mit besonderen Fähigkeiten sowohl im Bereich der Musik als auch der Technik“, so Andreas Fabianek. „Zu dieser Zeit war auch der Markt noch nicht so sehr von kurzlebiger Musik überschwemmt“,so Christian Scheucher (Pro Tone).

ANERKENNUNG der Steirer ist gefragt ...

.... wenn gute Musik weiterhin produziert werden soll. Dass dies in der Steiermark der Fall ist,wird ganz einfach übersehen, pardon ... überhört. „Man muss seine Nische finden. Das Tonstudio ist ein Instrument,der Techniker der Künstler“,so Paul Hönigschnabl (pchstudios).

Die Arbeiten der Meister des guten Tons und der jungen Künstler gehören gefördert und anerkannt,denn Talente gibt es in der Steiermark zur Genüge. Also:Ohren auf,wenn Experten ihre Arbeit tun und große Werke vollbringen. ■

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Starke Frauen bestimmten Schicksal

Schon immer haben auf der Riegersburg, wohl dem Wahrzeichen wehrhafter steirischer Vergangenheit,die Frauen eine starke Rolle gespielt. Bis hin zur jetzigen Burgherrin Annemarie,Prinzessin Liechtenstein,die mit dem neuen Burglift die „Eroberung“ zum Kinderspiel macht. Ein Glück, dass zur Zeit der Türken die Eroberung von Burgen weit schwieriger war.

Der Traum.

Was lange währt,wird endlich gut. Sagt man.Auch wenn es sich um die Idee handelt, eine Aufstiegshilfe zum wohl mächtigsten Gebäude der Steiermark zu installieren. Seit dem Jahr 1987,als auf der Riegersburg die Landesausstellung „Hexen und Zauberer“ Massen anlockte (mit 352.000 Gästen ist sie nach wie vor die meistfrequentierte ihrer Art),träumten Annemarie Prinzessin und Friedrich Prinz Liechtenstein davon,den Besuchern ihrer Festung den Aufstieg ein bisschen weniger beschwerlich zu gestalten.

Der Lift.

Seit kurzem ist es nun so weit. Nicht Tausende von Schritten sind nötig,sondern es bedarf nur noch eines Knopfdruckes. Ein Schrägaufzug (Kosten:2,1 Mio. Euro) an der Nordseite,teils aus Eigenmitteln, teils vom Land Steiermark finanziert, bringt die Gäste in nur 90 Sekunden nach oben,85 Höhenmeter werden dabei überwunden. In nur

etwas mehr als drei Monaten haben das Architekturbüro Killinger & Fink aus Graz sowie das Vorarlberger Seilbahnunternehmen Steurer und die Firma Strobl ausWeiz als Generalunternehmer die revolutionäre Aufstiegshilfe installiert.

Der Durchblick.

Transparenz wird beim neuen Lift auf die Riegersburg groß geschrieben. Die Gondel besteht vornehmlich aus Glas,was bereits bei der Auffahrt zur Burg einen herrlichen Blick über die oststeirischen Weinberge garantiert. Und während man am Fuße der Burg in der Talstation eine Caféteria eingerichtet hat – ein neuer Parkplatz für 150 Fahrzeuge wurde ebenfalls angelegt –, ist die eigentliche Bergstation durch eine Glasbrücke mit der Burg verbunden. Zu besonderen Gelegenheiten, wie bei der Eröffnung,geht’s allerdings noch ein paar Meter weiter himmelwärts. Für Events,deren es auf der Riegersburg in Zukunft mehrere geben soll,wurde ein eigener Ausstieg angelegt,der ebenfalls durchsichtig ist.

Der Weg.

Wer fortan dennoch die Kraft seiner Beine der modernen Technik des neuen Liftes vorzieht, hat’s auch leichter. Der alte Burgweg wurde nämlich nicht nur restauriert,sondern ist in den Abendstunden auch beleuchtet. Bergauf per Lift,bergab per pedes –

gut möglich,dass dies in Zukunft die beliebteste Variante zur Eroberung der Riegersburg sein wird. Ganzjährig gesperrt bleibt im Jahr 2003 der Eselssteig.

Die Ausstellungen.

Neben der Hexenausstellung,die adaptiert wurde,startete am 1. Mai eine neue Schau auf der Riegersburg. „Sagenhafte Riegersburg & Legendäre Frauen“ bietet in den Prunkräumen einen Einblick in das Leben des 17. Jahrhunderts auf der und um die Burg. Das Konzept und die Gesamtgestaltung derAusstellung obliegt dabei der Grazer ARGE K.I.R.A.

Die Frauen.

Dichtung und Wahrheit,Legende und Fron, Armut und Drama - eine Mischung aus all dem soll die „Sagenhafte Riegersburg“ sein. Und dennoch steht die Ausstellung ganz im Zeichen zweier bemerkenswerter Frauen: Elisabeth Katharina von Gallers und der „Blumenhexe“ Katharina Paldauf. Das unkonventionelle Leben der legendären „Gallerin“ sowie das tragische Schicksal ihrer Bediensteten, die auf dem Scheiterhaufen endeten,bieten den Stoff,aus dem eine spannende Schau gemacht ist. Wobei Inszenierungen der Schlacht bei Mogersdorf oder eines Saufgelages mitten im Schloss die Verbindung von Information und emotionaler Erfahrung vertiefen. ■

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Riegersburg mit neuer Schau und mit einzigartigem Schrägaufzug
F otos:Bernhard Bergmann In 90 Sekunden auf der Burg Blumenhexe Katharina Paldauf wurde hingerichtet

Frei nach Gertrude Stein: Ein Mercedes ist ein Mercedes ist ein Mercedes ist ein Mercedes ...- der unverfängliche Charme des berühmten Mädchennamens ist auch im Grazer Rennen spürbar

sind also um nichts billiger als die gegenwärtigen Formel-1-Geschosse. „Mit der Altstadt als Kulisse folgt dann am Sonntag die Classic-City-Challenge“,wie Günter Lichtner vom Veranstalter Selection Event bemerkt. Der Start erfolgt am Hauptplatz,es geht dann über die Sporgasse zum Stadtpark,von dort zur Oper und wieder zurück zum Hauptplatz.Versteht sich von selbst,dass es dort auch einen VIP-Bereich und einen Paddock-Bereich gibt. Am Start sind dann allerdings nur noch jene, die bereits die Etappen-Rennen an den zwei vorhergehenden Tagen überstanden haben. Da sind die alten Flitzer in der Weststeiermark und im Weinland unterwegs – wiederum mit Start und Ziel am Hauptplatz in Graz,wo es nach dem RiesRennen im Hof des Priesterseminars auch die Galanacht geben wird.

Zwei Oldtimer-Rennen in

Nicht die Geschwindigkeit allein zählt,sondern der optische Genuss und die Erinnerung an große Ereignisse in vergangener Zeit. DieAutorennen von 1907 bis 1946 auf der

weise gesperrt und es wird ein internationales Starterfeld geben. Unter den Boliden auch millionenteure Raritäten,wie mehrere Bugattis,ein Alfa Romeo 8C Monza (Bj. 1934) oder der 7,2-Liter-Gigant – ein Merce-

Auto Motor

6,5 km langen Ries-Strecke waren für Graz ein Publikumsmagnet. Am Samstag,den 26. Juli 2003 gibt es im Rahmen der Tour de Charme eine Neuauflage mit Oldtimern aus der Vorkriegszeit. Die Strecke ist logischer-

des Benz SSK (Bj. 1928) eines Grazer Arztes,sowie ein grüner Bentley 4,5 Liter Blower und weitere 80 eindrucksvolle Vorkriegsautos. Jedes dieser alten Geschosse ist nicht unter 1,5 Millionen Euro zu bekommen,sie

Untrügliches Zeichen von Würde, Kraft und Charme zugleich: Porsche

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Foto: Helmut Kolaric
F otos:Veranstalter Tour de Charme

Eleganz in weiß - ein Rolls Royce

Wittwar an der Spitze bei Pappas

Das steirische Paradeunternehmen Konrad Wittwar GmbH ist in Östereich der mit Abstand erfolgreichste Vertreter der zur Pappas-Gruppe gehörenden Mercedesvertretungen. Mit über 5,2% Marktanteil – knapp nach Audi,aber weit vor BMW mit 3,3 % - ist der Erfolg ganz besonders zu bewerten,zumal der Verkauf im Pkw-Bereich fast gleich geblieben ist. DerAnteil an gehobeneren Pkw’s ist im Jahr 2002 stark gestiegen,wobei rund 4.000 Neuwagen verkauft wurden und auch der Gebrauchtwagensektor – dieser wurde um 15% gesteigert - zum gute Ergebnis beitrug. Neben der Vorstellung der Bilanz wurde sowohl das neue TModell der E-Klasse,als auch der größte Vertreter im Angebot vorgestellt:DerActros,den es ab 18 t und 320 PS gibt. ❑

5 Jahre Powerdrive mit Ford

Es geht auch sportlich, schnell - ein Jaguar im silbernen Outfit

Rotes Jaguar-Cabrio der ruppigen Art - ,mit reiliegender Auspuffanlage - echt heiß

Graz

Die Powerdrive-Fahrschulen,mit Standorten in St. Peter,Straßgang,Andritz,Eggenberg und Lieboch feierten unlängst ihr 5jähriges Bestandsjubiläum. Seit der Gründung besteht eine Partnerschaft mit der Firma Gaberszik und der Marke Ford.

Etwa 5000 Fahrschüler haben seit Bestehen den begehrten rosaroten Zettel auf Fahrzeugen der Marke Ford - Fiesta und Focus - erworben. Im Jubiläumsjahr haben die Fahrschüler die Möglichkeit mit dem brandneuen Street-Ka unterwegs zu sein. ❑

Die Tradition wird fortgesetzt: der „neue“Audi A3

Nach langem Warten ist er endlich da:Das jüngste Kind aus dem HauseAudi,der neueA3,steht bei jedemAudihändler bereit und wartet auf eine Probefahrt. Der „NEUE“ zeichnet sich durch gediegene Eleganz,durch seine progressive Technik und durch das sportliche Design aus. ❑

Nächster Coup von Renault

Mit dem in Barcelona vor einigen Wochen vorgestellten Modellen Mégane Grand Tour und der viertürigen Limousine ist Renault wieder der ganz große „Wurf“ gelungen. Die beiden Fahrzeuge heben sich wohltuend vom „Einheitsbrei“ des Mitbewerbs ab und überzeugen auf ganzer Linie. Beide Fahrzeuge bieten in ihrer Klasse äußerst großzügige Abmessungen,sowohl zum Wohle der Insassen ,als auch das Ladevolumen betreffend. Neu sind auch die zahlreichenVariationen bei den Ausstattungen:So kann nicht nur aus vier Designlinien,drei Ausstattungsniveaus,sondern auch aus einer zunächst aus sechs verschiedenen Motoren bestehenden Palette gewählt werden. Probefahrten sind beiVogl & Co,in der Grazer Schießstattgasse möglich.

Die durchdachte Konzeption des neuen Mégane Grand Tour besticht durch durchdachte Details und harmonische Linienführung.

53 Klipp Mai 2003 n
Aston Martin - darfs auch ein bisschen länger sein?
Foto: Huemer

Salis & Braunstein präsentiert MERIVA und SIGNUM

Zeitgleich mit der Feier zum 65. Firmenjubiläum von Salis & Braunstein fällt die Österreichpremiere der neuen Opel Modelle MERIVA und SIGNUM. Fast könnte man meinen, das Zusammentreffen dieser beiden Highlights wäre von OPEL Europa beabsichtigt gewesen – so absurd wäre dieser Gedanke aber nicht, denn 65 Jahre ein Unternehmen erfolgreich zu führen, bedeutet mehr als nur den Willen allein. Weitblick, Mut und Können gehören genauso dazu wie Innovation, Flexibilität und Dynamik.

Es reicht schon lange nicht mehr,nur „gut“ zu sein,Autos mit guter Optik,gutem Fahrverhalten oder ebensolchem Motor zu erzeugen. Heute ist die Erwartungshaltung der Kunden so gestiegen,dass „gut“ schon

Coupé mit etwas höherem Heckabschluss?

mehr als „schlecht“ bedeutet. Opel hat das viele Jahre nicht ganz ernst genommen,und erst mit dem neuenVectra jene Innovation gezeigt,auf die alle gewartet hatten. Nun geht es aber Schlag auf Schlag. Der neue Meriva und mehr noch der Signum zeigen,„wo der Bartl den Most herholt“:elegantes Aussehen, großzügigstes Raumangebot,eine Motorauswahl,dass einem schwindelig wird,und ein tadelloses Fahrverhalten kennzeichnen das neue obere Mittelklassemodell von Opel. Schon die Seitenansicht – sicherlich die Butterseite des Wagens – zeigt,worum es sich beim neuen Signum handelt:um einen gestreckten Vectra,der ein besonders attraktives Hinterteil verpasst bekam. Ist das nun ein

Kombicoupé oder Coupékombi?

Oder ein Kombi,mit etwas niedrigerem Deckel? Oder eine Hoch-Popo-Limousine? ... nein,das kann nicht sein,denn so was gibt es nicht. Die Antwort:von allem ein bisschen, und daher nennt Opel es auch im neuen Selbstverständnis die:„Signum-Class“. Sehen wir uns diese nun im Detail an:Vorne innen,die schon vom Vectra gewohnte Ordnung mit aufgeräumter Mittelkonsole,gut geformten Sitzen und griffigem Lenkrad. Hinten innen aber ist alles anders:Einzelsitze,bisher den Managern in verdunkelter S-Klasse oder so vorbehalten,laden zum entspannten Reisen ein. Die Beinfreiheit ist überreichlich,und wenn man’s sich noch bequemer machen will, sind diese Sitze auch jeweils um 130 mm in Längsrichtung zu verschieben,und die Lehnen um bis zu 30 Grad zu neigen. In der Mitte wartet ein verwandelbarer (Not-)Sitz darauf,zu einer Armlehne mit darunter liegender Ablagekonsole umgewandelt zu werden. Das ist aber längst nicht alles. Für diesen Bereich gibt es auch noch verschiedene Konso-

len,wie eine „Kühlbox-Tisch-CupholderDVD-Player-Halterungs-Kombination“,genannt:Travel Assistent,oder ein Twin-AudioSystem. Legt man die Sitze hinten,und wenn’s ganz besonders lang sein muss,auch den Beifahrersitz ganz um,erhält man eine durchgehende Ladefläche,auf der man getrost Surfbretter samt Mountainbike verladen kann, denn wer trägt das heutzutage noch auf dem Dach! Igitt! Neu sind auch drei der insgesamt sieben (!) Motoren:erstmals ein V6-3.0-Turbodiesel, der bärenstarke 177 PS liefert,ein 2.0 turboaufgeladenes ECOTEC-Triebwerk mit 175 PS und – nun auch bei Opel – ein 2.2 lt. Benzin-Direkteinspritzer mit 155 PS. Mangelnde Kraft ist bei all diesen Triebwerken wohl kein Kriterium,persönliche Vorlieben werden eher denAusschlag geben,welcher Kraftquelle der Vorzug gegeben wird. Als Spitzenmotorisierung verpasst Opel dem Signum einen V6ECOTEC-Benziner mit souveränen 211 PS, der das Kombi-Coupé zum Wolf im Schafspelz macht.

Vorangetrieben werden kann der Signum von Schalt- oder Automatikgetrieben,wobei die Schalter mit fünf oder sechs Gängen ausgestattet sind,dieAutomaten mit fünf Stufen. Neu bei Opel sind auch die „um die Ecke“ leuchtenden – optionalen – Scheinwerfer,in Vergewaltigung der Sprache:„Adaptive Forward Lighting“ genannt. Es sind mitlenkende Bi-Xenon-Lichter,die gleichzeitig die Kurven und die Geradeausfahrbahn ausleuchten. ■

Auto & Motor
Er hat von allem ein bisschen Gutes Raumangebot –Annehmlichkeiten für die Mitfahrer von Richard Kaan F otos:Werksfotos

Das Sitzwunder Meriva

Neue Wege beim Meriva bedeuten in diesem Falle die Möglichkeit,das Platz- und Komfortangebot im gesamten Innenraum sowie die Gepäcksraumkapazität individuell zu ge-

stalten,ohne dass dafür die Sitze ausgebaut werden müssen.

KR Max Braunstein und Walter Kleinsasser:„Ohne Sitzausbau wird im Handumdrehen aus einem Fünfsitzer ein Vier-,DreiZwei- oder Einsitzer.“

Der neue MERIVA eröffnet eine neue Dimension in der Kompaktklasse und macht ein bislang konkurrenzloses Angebot im schnell wachsenden Markt der Minivans.

MERIVA-Passagiere profitieren vorne wie hinten von einer angenehm hohen Sitzposition,die für die gute Übersicht und bequemes Ein- und Aussteigen sorgt. Besonders komfortabel ist die Konfiguration mit zwei Einzelsitzen in der hintersten Position. Je nachdem wie viel Stauraum benötigt wird,lassen sich mit wenigen einfachen Handgriffen die beiden äußeren Einzelsitze unabhängig voneinander entweder nach vorn schieben,umklappen oder komplett versenken.

Auch für den MERIVA stehen mehrere Motorvarianten zurVerfügung,die bekannte Opelqualität. Opelqualität ist ein Recht und kein Privileg. ■

Er war noch kaum drei (!) Jahre alt,als Max,der Stift im Hause Braunstein,von der elterlichen Wohnung in der Grazer Belgiergasse in die Wienerstraße stapfte. Ziel war die väterliche Werkstatt,die ihn unwiderstehlich anzog. Schon damals hätte klar sein müssen,dass schulisches Dasein nicht ganz das Seine wäre. War auch nicht notwendig, für einen intelligenten Menschen,das Leben war Schule genug; die Ausbildung zum Kaufmann und Mechanikus sollte Rüstzeug für alle Eventualitäten sein,und was man darüber hinaus noch alles so brauchte,lernte Max flugs auf den Rennstrecken dieser Welt. Kart-Staatsmeister,Europameister,später dekoriert mit güldenem Ehrenzeichen und KR-Titel,und die Frau für’s Leben hat er auch ohne Doktorat gefunden. Ja das,das ist auch so eine – typisch Max’sche – Geschichte:Nicole Braunstein,damals noch hurtig auf der Karriereleiter der Stmk. Bank unterwegs,war verzückt von einem Gebraucht-Wägelchen mit elendslanger Schnauze und Schlafaugen (es war kein Opel!),angeboten bei Salis & Braunstein. Der Verkäufer,offensichtlich gut geschult vom Chef,rief hurtig denselben,und der konnte vor lauter Schmetterlingen im Bauch kaum mehr den Kaufpreis herausstottern. Das „Ja“ hat er später aber doch herausgebracht. Heute,59-jähriger Jubilar,hat er sich nicht wirklich verändert. Die Haare

vielleicht ein bisschen mehr Einstein-mäßig,der Airbag vermutlich ein paar Nummern größer als mit 18,angetrieben aber mit derselben jugendlichen Leidenschaft für alles Schöne,für Autos und für’s Geschäftemachen. Wir gratulieren!

Auf Abwegen

Salis & Braunstein hat das 65-jährige Firmenjubiläum,welches auch zeitgleich mit dem Geburtstag von KR Max Braunstein zusammenfiel,in festlichem Rahmen im Planetensaal des Schlosses Eggenberg gefeiert. 2000 Lehrlinge,weit mehr als 100.000 verkaufte Neuwagen,21 Vertragspartner,zur Zeit über 200 Mitarbeiter sind beeindruckende Zahlen. Den kulturellen Höhepunkt steuerte der bekannte Klaviervirtuose Markus Schirmer bei,der u.a. mit Christian Altenburger,Eszter Haffner und Friedrich Kleinhapl Werke von Schubert und Mozart zur Aufführung brachte. 400 geladene Gäste erlebten einen kulturell ansprechenden und anschließend einen kulinarisch entsprechenden Höhepunkt. ■

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(v. l.n.r. LR Herbert Paierl, LH Waltraud Klasnic, KR Max Braunstein, Walter Kleinsasser und Nicole Braunstein) von Peter Rappold

Die Transportwelle Steuersparende Varianten

Neue Vielfalt bei den Transportern und anderen leichten Nutzfahrzeugen: Aufgrund der Wiederkehr der Fiskal-Lkw-Steuerregelung bieten nun fast alle Autohersteller angepasste Modelle für Gewerbetreibende.

Attraktiver Lastenträger –Peugeot 206

Der Peugeot 206 wird als 206XA zum Lastenträger.

Zwei Sitze vorne in eleganter Ausführung vom Pkw,dann das obligate Trenngitter,dahinter ein verblechter Laderaum,

der Stahlblechboden aber durch einen Teppich gemildert und Seitenverkleidung aus Blech in Wagenfarbe. Da können sich auch Ladungen wohl fühlen. Der übliche HDI-Direkteinspritzdiesel mit 70 PS werkt vorne leise und fast nicht merkbar. ABS, vier Airbags sind selbstverständlich. Der Nettopreis beginnt mit 10.210 Euro.

Stark aufgefrischt ist auch der Peugeot Partner,jenes praktische Fahrzeug,das auf kleinstem Raum Platz wie ein großer MPV bietet,indem man einfach auch die Höhe nutzt. Als Partner hat er zwei seitliche Schiebetüren,die das Besteigen und Beladen ebenso wie die zwei bis 180 Grad zu öffnenden Heckflü-

geltüren erleichtern. Drei Kubikmeter Laderaum und 700 kg Zuladung machen ihn zum vielseitig verwendbaren Klein-Lkw. Noch besser ausgestattet sind nun die voll vorsteuerabzugsfähigen Expert-Kombis mit neun Sitzplätzen ebenso wie die Kastenwagen,die auf dem MPV beruhen und daher Pkw-Komfort über lange Strecken bieten. Den Boxen,der gemeinsam mit Citroen und Fiat gebaut wird, gibt es brutto ab 21.960 Euro.

Citroens Profi-Linie neu mit Leader

Citroen nennt seine FiskalLkw auf Pkw-Basis Profi: Der Saxo ist überhaupt der günstigste FiskalLkw in dieser

Größenklasse. So bieten die Franzosen jetzt Nutzfahrzeuge mit allen steuerlichen Vorteilen mit Ladevolumina von 3 bis 14 Kubikmeter Fassungsraum an. Jumpy und Jumper sind etwa die echten Lastenfahrzeuge mit Citroen-Angebot,das sich parallel zu den Modellen von Peugeot bewegt.

Besonderes Augenmerk wird derzeit auf den Berlingo-Lkw gelegt,der jetzt nach einer

Nicht vergessen: Wenn Sie sich jetzt für einen Vito entscheiden, kann daraus in sieben Monaten ein neuer werden.

56 Klipp Mai 2003 Auto & Motor
Denken Sie auch mal an sich! FlexBack**, CharterWay. Jetzteinzigartig inÖsterreich. FlexBack** Ab 7 – 18 Monate umsteigen. FlexBack** Vertrags-Laufzeit: 24 Monate Wertpaket: 3 Jahre Garantie/120.000 km* *) Wertpaket:Gültig für Vito Neuwagen, erweiterte Vollgarantie auf 3 Jahre oder 1 20.000 km, inkl. Verschleißteile, wie Batterie, Stoßdämpfer und Auspuffanlage. **) gültig bis 31. Mai 2003.
Das Beste erfahren Mercedes-Benz Landesvertretung für Steiermark und südliches Burgenland 8051 Graz, Schippingerstraße 8, Tel. 0316/60 76-0; Zweigbetriebe: Fohnsdorf, Niklasdorf, Weißenbach/Liezen, Zettling
Mercedes-Benz – eine Marke von DaimlerChrysler. Der Renault Kangoo ist ein Beispiel für die zahlreichen „großstadttauglichen“ Klein-Lkws.

Marktpräsenz seit 1996 neu überarbeitet herauskam. Mit seinen drei m3 Fassungsraum und Stauraum für 100 Liter,seinem klappbaren Beifahrersitz,der als Arbeitsfläche dienen kann,ist alles getan,um ihn praktisch zu machen. Die vielen Ablagen können bei unordentlichen Leuten schon für allgemeine Verwirrung sorgen,wenn man nicht Buch darüber führt, wo man was hineingesteckt hat. Die Überarbeitung war auch technisch sehr wirksam,so vor allem die variable Servounterstützung für die Lenkung,verbesserte Bremsanlage,veränderte Dämpfung und Stabilisatoren, um höhere Stabilität zu erreichen,verstärkte Türen,um die Seitenaufprallfestigkeit zu verbessern. Für den Beifahrersitz ist derAirbag optional.

Van,voll absetzbar innerhalb von fünf Jahren,keine Nova, Vorsteuerabzug,mit einem Nettopreis ab 8.590 Euro eines der preiswertesten Angebote überhaupt.

Einen Luxustransporter hat Fiat mit dem Scudo-Doppelkabine Lusso auf die Räder gestellt,um einen Nettopreis von 21.220 Euro mit elektrischen Fensterhebern,Zentralverriegelung mit Fernbedienung,Velourspolsterung,Tempomat und Klimaanlage. Fahrerairbag und ABS sind serienmäßig bei allen Scudo mit einem modernen CommonrailDirekteinspritzer von Fiat.

Voll an die Kundenwünsche angepasst ist jetzt der Ducato:Auf Wunsch gibt es ihn für alle,die oft auf schlecht gesäuberten Straßen oder überhaupt in freiem Terrain fahren müssen,mit

Renault Konzeptstudie „Modus“ –können wir uns so das multifunktionale Auto der Zukunft vorstellen?

Zwei Motoren,ein 1,9 LiterDiesel und ein 2,0 Liter-Direkteinspritzer stehen zur Verfügung. Viele Umbaumöglichkeiten und Ausstattungsvarianten sind gegeben.

Beim Sondermodell Leader gibt es einen Sonderpreis von 8.990 Euro exkl. MwSt.

Italienische Schmankerln

Fiat geht heuer bei den Transporten und dem Fiskal-LkwMarkt aufs Ganze:Im Vorjahr konnten sich die italienischen Wagen mit 9,3 Prozent Marktanteil in den bedienten Sparten trotz einer Marktflaute den höchsten Marktanteil aller Zeiten sichern.

Bei den „CityVans“ ist eines der günstigsten Angebote der Punto

einfachem,zuschaltbaren Allradbetrieb,also genau das,was der Transporterfahrer braucht, um ohne große Mehrkosten und vor allem ohne dauernden Mehrverbrauch alle Fahr- und Zustellprobleme bewältigen zu können. Der Listenpreis für den Ducato 4x4 startet bei 28.270 Euro. Wer einen Ducato vom Lager weg vor dem 30. April ordert,erhält auch den RuckZuck-Bonus von 1.000 Euro,so dass ein Ducatokauf schon ab 14.599 Euro Nettopreis möglich ist. Die Ducato-Varianten sind sehr weit gestreut,sowohl was Größe,Ausstattung und Einsatzmöglichkeiten betrifft. Es steht dafür,die Angebote genau zu durchfors-ten,um wirklich ein Auto nach Maß zu bekommen. ■

Der neue Multivan hat alle Voraussetzungen für sicheres und entspanntes Reisen. Dank serienmäßigem ABS, EDS, ASR und MSR haben Sie ihn jederzeit fest im Griff. Aberdavon überzeugen Sie sich am besten selbst.

57 Klipp Mai 2003 Gesamtverbrauch Multivan: 7,7 l/100 km (105 PS TDI PD)-8,2 l/100 km (131 PS TDI PD). CO2-Emission: 208-221 g/km.
Multivan SicherheitPlus. Der neue Multivan. Hans Pugl Ges.m.b.H. Karlauergürtel
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Telefax
20,8025 Graz
+43-316-715055-36
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Ein sauberes Geschäft

Die größten Feinde unserer Gesundheit kann man weder sehen noch riechen. Die Rede ist von Keimen und Bakterien. Die meisten sind Krankheitserreger,oft sehr aggressiv,und diese müssen weg. Ihre Überlebenskunst ist sehr groß. Schnell werden sie resistent und mutieren gern. Aber eines mögen sie nicht:Saubere Luft! Die Hygiene macht sie zunichte. Und gerade das ist die Hauptwaffe,die Christine Dvorak-Marisch im Krieg gegen Keime und Bakterien anwendet.

„Ich habe begonnen mich für dieses Thema zu interessieren, als ich noch im Controlling für die Versicherungsanstalt der österreichischen Eisenbahnen gearbeitet habe“,erzählt die ausgebildete Krankenschwester Dvorak-Marisch. „Durch diese Tätigkeit bekam ich Einblick in den Bereich Hygiene,Qualität und Kontrolle in den Ambulatorien,bzw. Arztordinationen“,

erinnert sie sich. Was die Desinfektion und Reinigung betrifft, ist sie mehr oder weniger Autodidaktin. Zu den einzelnen Produkten meint sie:„Bei den Mikrofasern geht es nur darum, dass ihre Faserstruktur so fein ist,deshalb haben sie eine so gute Reinigungskraft. Das Geheimnis einer optimalen Reinigung ist der Arbeitsplan,der sagt:Kopf einschalten und die

Ärmel hochkrempeln. Die Situation erkennen und sich das Ziel setzen. Zuerst wird Müll sortiert und weggetragen,egal ob es sich um eine Ordination oder einen Privathausalt handelt. Dann reinigt man alles von oben bis unten,von der Decke bis zum Boden und für alle Schritte gibt es die richtige Dosierung. Wo ein kräftiges Mittel gebraucht wird, wird es auch verwendet,wo mildes ausreicht,wird man dieses

nehmen.“

Pflegt man die Räume regelmäßig,wird man sie immer sauber und frisch haben. Dazu gehören Fenster,Türen,Fliesen, Vorhänge,Böden,Instrumente und bei Kindern die Spielsachen... .Wenn man sie vernachlässigt und lange nichts macht,wuchern die Keime und Bakterien, sodass es zu einem Problem wird,sie in den Griff zu bekommen. Abgesehen davon,dass man feststellen muss,dass man auf diese Weise nichts spart.“ Apropos Sparen! Da staunt man, mit wie wenig Mühe man im Haushalt nur beim richtigen Ankauf von Sanitärmittel sparen kann. Es ist viel Wissen notwendig,damit man die Umwelt und auch die eigene Tasche schonen kann. Beim Papier sollte man daran denken,dass man es einmal verwendet und dann entsorgen muß. Da das Papier auch Geld kostet,wirft man gleichsam dieses weg. Aber nicht nur Reinigung und das Geschäft „HYGMANS“ interessieren sie. „Ich könnte alles machen,was schön ist. Nähen

Seit geraumer Zeit trägt sie eine Idee mit sich herum und bald ist es auch so weit:Zum Jahr 2003 soll es auch Tischservietten geben auf denen Schlossberg,Kunsthaus und Murinsel zu sehen sind. Wenn wir zu unserer Bestellung in einem Cafehaus oder Restaurant eine solche Serviette bekommen,dann hat Christine Dvorak-Marisch auch diese Idee realisiert. Wer weiß,wie viele kreative Ideen noch die großen Augen dieser lebensfrohen Frau verbergen. „Wir Menschen haben viel mehr Kreativität in uns als man glauben würde,man muss sich nur den freienWeg für diese Kreativität schaffen“,ist sich Christina Dvorak-Marisch sicher. ■

hristine Dvorak-Marisch: Wir sind auch als Zusteller von Hygieneartikeln unterwegs.

58 Klipp Mai 2003 Gesundheit
zum Beispiel,Entwerfen... .“
von Vera Leon

Leider ist es in der heutigen Zeit so,dass sich die Steirer bewusst keine Zeit für gesunde Ernährung nehmen. Dass dies sich aber auszahlt und womöglich „länger leben“ heißt, beweist Barbara Rütting. Durch Umstellung ihrer gesamten Ernährung verschwand ihr lästiges Rheuma. Mit dem neuen

Gesundes wird schmackhaft gemacht

„Rütting-Brot“ startet die bekannte Schauspielerin undAutorin Barbara Rütting,welche bereits mit Sophia Loren und Kirk Douglas auf der Bühne stand, nun mit Top-Bäcker MartinAuer in Österreich durch. Die Rezeptur der neuen Brotsorte stammt von Barbara Rütting selbst,es werden ausschließlich Naturprodukte aus vollbiologischem Anbau verwendet. „Mit diesem Brot treten wir zudem den Beweis an,dass gesundes auch wirklich gut schmecken kann“,

merken Barbara Rütting und Martin Auer an. Und dass das Rütting-Brot auch wirklich schmeckt,ist eine Tatsache.

Kreativ und gut

Große Tradition im HauseAuer: In Kooperationen mit den verschiedensten Veranstaltern entstanden schon Leckerbissen wie etwa das Hollerbrot & Speckbrot zum Steirischen Herbst,das Junkerbrot zum Wein- und Kulturereignis oder das DiagonaleWeckerl zum Grazer Filmfest.

Jetzt hat man eigens ein spezielles Brot für Gesundheitsbewusste kreiert,welches beim gesunden Frühstück auf gar keinen Fall fehlen darf.

Perfektes Styling braucht bekanntlich seine Zeit. Neben Make-Up und passendem Outfit gehören perfekt rasierte Beine zu den grundlegenden Voraussetzungen für einen gelungenenAuftritt.

Die Nassrasur mit dem Lady Protector Swing von Wilkinson spart nicht nur Zeit,sondern läuft auch schnell und einfach ab. Durch die 3D-Beweglichkeit seiner Klingen „swingt“ er sich optimal den Konturen des weiblichen Körpers an. Wilkinsons bewährte mikrofeine Schutzbügel vor den scharfen Schneiden helfen, Schnittverletzungen zu vermeiden.

Lady Protector Swing – ein absolutes

Wer kennt das nicht:Gerade wenn die Zeit drängt und „Frau“ schon unter der Dusche steht,ist der Nassrasierer nirgendwo in Sicht. Mit dem praktischen Apparatehalter sind der Lady Protector Swing und seine Klingen stets hygienisch aufbewahrt und sofort griffbereit. Die weiße Halterung lässt sich durch starke Saugnäpfe problemlos an der Duschwand befestigen. Jetzt ermöglicht Wilkinson allen weiblichen Nassrasur-Fans einen

doppelten Zeitvorteil:Den „flinken“ Lady Protector Swing gibt’s als Special Edition mit trendiger gratis Spaghetti-Uhr. So hat „Frau“ nicht nur stets die Zeit im Auge,sondern auch ein ausgefallenes,freches Styling-Accessoire,das die Blicke auf sich zieht. Doch Wilkinson hat noch mehr zu bieten:Ein weiteres „Rundum-Paket“ besteht aus dem Lady Protector Swing,einer angesagten Kosmetiktasche mit süßem Blümchen-Motiv und der Lady Protector Rasiermousse für empfindliche Haut. Die milde Rezeptur mit Vitamin E bereitet die Haut sanft auf die Rasur vor,versorgt sie mit Feuchtigkeit und beruhigt sie. Übrigens:Das regelmäßige Verwenden von Rasiermousse verlängert zudem die Lebensdauer der Klinge. Das Erfolgsteam Wilkinson und BRAVO Girl! macht einmal mehr „gemeinsame Sache“ im Namen der Schönheit:Von April bis August verlosen die Partner jeden Monat zwei Beauty-Days für ein Freundinnen-Pärchen. Die beiden Monatsgewinnerinnen erhalten nicht nur Tipps und Tricks von einem professionellen Stylisten rund ums Thema Schönheit,sondern verbringen gemeinsam ein unvergessliches Wochenende in einem der erstklassigen MARITIM-Hotels. Ein Kamerateam hält die interessantesten und lustigsten Momente für BRAVO TV fest. Girls,die Lust auf Beauty haben,können sich unter www.bravo-girl.de/beautydays und www.wilkinson.de informieren.

heute

59 Klipp Mai 2003
Schauspielgröße trifft Top-Bäcker: Martin Auer und Barbara Rütting
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„Muss“ für die Frau von
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Jedes Korn im Brot schmeckt: Barbara Rütting

Sonnenbrillen mit Kultstatus

„In dieser Saison präsentiert sich die Sonnenbrille mehr denn je als Prestigeobjekt mit Kultstatus“, so Wolfgang Grebien, Landesinnungsmeister der Augen- und Kontaktlinsenoptiker in der Steiermark. Ein Beispiel dafür ist die 1937 für die US-Army entwickelte Pilotenbrille, ein Symbol für absolute Freiheit und Unabhängigkeit.

Neuer Präsident der steirischen Ärztekammer

Gesundheitsdepot Stammzellen

Voll im Trend liegen auch Kunststoff-Fassungen im Retrostyle. Stars wie Jackie Kennedy-Onassis, Audrey Hepburn haben diese Linie zum Hit gemacht. Die Modelle punkten mit weichen Rundungen oder zeigen kantiges Profil, zum Beispiel in Rechteckform. Die Gläser sind vor allem in geheimnisvollen dunklen Tönen gehalten. Das „Comeback von Black“ gilt auch für die Männerwelt: futuristische Shields à la „Men in Black“ zählen zu den absoluten Favoriten.

Topaktuelle Modelle der hippsten Designer aus Frankreich, Italien, England unddenUSAsindabsofort bei Steiermarks Optikermeistern erhältlich. Diese sind nicht nur Experten für den modischen Durchblick, sondern garantieren auch die perfekte individuelle AnpassungderSonnenbrille und eine optimale Styling-Beratung.

Der 36-jährige Allgemeinarzt und Facharzt für Psychiatrie, Dr. Dieter Bayer,ist neuer Präsident der Ärztekammer für Steiermark. Die Vollversammlung wählte ihn mit 28 von 49 Stimmen.

Stammzellen aus der Nabelschnur sind ein wertvoller Vorrat fürs ganze Leben. Informieren Sie sich bei unseren

Eltern-Info-Abenden:

Gasthof Gambswirt, Tamsweg

23. Mai 2003, 18:00 Uhr

Privatklinik Graz Ragnitz

2. Juni 2003, 18:00 Uhr

Sanatorium Leonhard, Graz

25. Juni 2003, 19:30 Uhr

Dr. Dieter Bayer, neuer Präsident der Ärztekammer Steiermark.

Erster Vizepräsidenten ist der niedergelassene Urologe Dr. Norbert Meindl.

Zum zweitenVizepräsident wurde der bisherige Präsident Dr. Wolfgang Routil gewählt. Dietmar Bayer war vor seiner Wahl zum Präsidenten Obmann der Turnusärzte in der steirischen Ärztekammer. Beschäftigt ist Dr. Bayer an der Landesnervenklinik Sigmund Freud. Neben seiner Tätigkeit als Sektionsobmann und stellvertretender Kurienobmann engagierte sich Bayer auch im

Anmeldung erbeten: lifecord@eccocell.com 0316/ 722 866-12

EDV-Bereich. Er gestaltete die für die Chipkarte erforderlichen Standards entscheidend mit. ■

Lebens- und Sozialberatung

Barbara Vogl-Sammer,Diplomsozialarbeiterin und Lebens- und Sozialberaterin,bietet Beratung, Begleitung,Unterstützung und Supervision in allen Lebenslagen wie z.B. familiären Fragen,per-

SINN-Residenz Ragnitz: Hohe Lebensqualität für Menschen mit Pflegebedarf

Die SINN-RESIDENZ in Graz/Ragnitz vermittelt unseren älter gewordenen Mitmenschen etwas, was mit einem einzigen Wort zu beschreiben ist:

Lebensqualität!

In diesem modernst geführten Haus sind qualifizierte Mitarbeiter rund um die Uhr darum bemüht, ihre 38 BewohnerInnen bestens zu betreuen, damit diese ihren wohlverdienten Lebensabend genießen können.

Leiterin der SinnResidenz –Andrea Drexler

Stammzellvorsorge für Ihr Kind

sönlichen Fragen oder schwierigen Lebenssituationen aller Art. Ebenso bei Lebensübergängen, Stress und Überforderung,aber auch bei Einsamkeit,Trauer und Isolation. DSA Barbara VoglSammer hat ihre Praxis in der Leonhardstraße 91/I in 8010 Graz und ist unter 0316/318548 zu erreichen. Um telefonische Kontaktaufnahme wird ersucht, Termine erfolgen nach Vereinbarung. ■

Augenmode um 1 Euro

Bei erhöhter Pflegebedürftigkeit

wird man erst richtig die Qualität des Hauses und der Mitarbeiter zu schätzen wissen. Neben einem individuellen Tagesablauf ist es auch selbstverständlich, dass jeder die eigenen Möbel und sogar das eigene Haustier mitbringen kann. Eine Frischküche sorgt für die Erfüllung der kulinarischen Wünsche und bietet Wahlmenüs und Diäten. Besuchen Sie die SINN-RESIDENZ und überzeugen Sie sich von der Lebensqualität in diesem Haus. ❑

SINN-Residenz

Ragnitzstraße 60

Tel.: 0316/30 32 80

E-Mail: sinn.residenz@chello.at

Augenmode um 1 Euro bekommt man derzeit bei Optik Schrei. Bei einem Kauf von Gläsern –natürlich je nach Kundenwunsch kann man sich eine Brillenfassung aus der Optik-Schrei-Kollektion um 1 Euro aussuchen. Die Fassungen aus der Optik Schrei-Kollektion bieten eine Vielfalt an modernen Designs für jeden Geschmack. Die Fachbetriebe (3x in Graz,Gleisdorf und Weiz) bieten dem Kunden neben bester Beratung auch ein optimales Service nach dem Kauf. Dazu gehört eine zeitlich variable Überprüfung der Sehstärke sowie derAnpassung.AuchkleinereReparaturen führt Optik Schrei kostenlos aus. Dieses Service bietet dem Kunden eben nur ein Fachbetrieb,bei dem man sicher sein kann,das Beste für seine Augen getan zu haben. Gehen sie deshalb kein Risiko ein,Ihre Augen sind ein kostbares Gut! Die Aktion ist zeitlich begrenzt,handeln Sie also rasch und holen Sie sich Ihre Qualitätsfassung um 1 Euro nur bei Optik Schrei! ■

60 Klipp Mai 2003 Gesundheit
www.lifecord.at, www.eccocell.com Ein Partner der EccoCell Biotech

Europa – Ein Platz zum Leben

Im Zuge des europäischen Jahres der Menschen mit Behinderung 2003 wird vom europäischen Netzwerk für Dienstleistungsanbieter für Menschen mit Behinderung ein internationales Projekt durchgeführt. Mit diesem Projekt sollen Menschen mit schwerer geistiger Behinderung, die nicht sprechen können, eine Plattform erhalten, ihr Leben und ihre Wünsche vorzustellen.

Auch steirische Organisationen wie die steirische Behindertenhilfe,Chance B, Jugend am Werk und sämtlichen Einrichtungen der Lebenshilfe setzen sich mit der Idee „Europa“ auseinander. Arbeitsgruppen beschäftigen sich in Zusammenarbeit mit ausländischen Projektpartnern wie z. B. Belgien, Deutschland,Griechenland,Italien u.v.m. mit europäischen Themen.

Hier einige Beispiele der Projektpartner und ihrer Arbeitsgruppen:

● Die Chance B in Gleisdorf arbeitet mit einer homogen zusammengesetzten Schwerstbehindertenklasse zusammen. Diese bereist seit 2 Jahren in Form von Unterrichtsprojekten virtuell Europa und erfährt in dieser Zeit Land und Leute,als Ergebnisse

liegen Geschichten,Zeichnungen und Kochbücher vor.

● Jugend am Werk Steiermark GmbH arbeitet unter dem Titel „Europa und wir“. Arbeitsgruppen diskutieren über die Geschichte,die Gegenwart und die Zukunft Europas. Sie kommunizieren mit den Abgeordneten im Europäischen Parlament. Weiters wird ein internationaler Textbeitrag für ein EUBuch gestaltet. Auch eine Reise nach Brüssel ist geplant.

● Die Lebenshilfe Graz-Umgebung undVoitsberg arbeitet nach dem Motto „Vom Leben schreiben“. Menschen mit Behinderung verschaffen sich eine Stimme in Form von Geschichten und Gedichten. In einer Schreibwerkstatt der Lebenshilfe wird

die Möglichkeit geboten,Gedanken und Lebenswelten in Worte zu fassen.

● Die Lebenshilfe Feldbach lädt unter dem Arbeitstitel „Brunch mit mir“ zum öffentlichen Brunch. Die 6-teilige Frühstücksserie wird unter anderen an wunderschönen Plätzen wie Kornberg oder Riegersburg stattfinden.

● Die steirische Behindertenhilfe übernimmt die Koordination des Projektes und bietet eine Plattform für die Gruppenleitungen für Informationsaustausch und gemeinsames Vorgehen. Natürlich gibt es für das gesamte Projekt auch eine Leicht-LeseVersion,welche vom Dachverband erstellt wird.

Ein weiterer Schwerpunkt im Zuge dieses Projektes ist das „Europäische Multi-Kulti-Fest“ am Mittwoch,dem 02. Juli 2003 in Graz,am Mariahilferplatz. Hier werden die Ergebnisse der steirischen Gruppen der Öffentlichkeit präsentiert. Selbstverständlich sind alle herzlichst dazu eingeladen. ■

FaMoos – das süße Zentrum der Weststeiermark

Herausragende,famo(o)se Qualität,kreativ,fachkundig und freundlich. All diese Eigenschaften prägen die Mitarbeiter der Konditorei FaMoos. Die Einrichtung der Lebenshilfe Graz,GrazUmgebung und Voitsberg präsentiert sich im neuen „Gewand“. Wollten Sie schon immer mal wissen,wer die Menschen sind,die hinter einer köstlichen Süßigkeit stehen? Besuchen Sie die neue Homepage der Konditorei FaMoos und verschaffen Sie sich einen Einblick in die sagenhafte Mehlspeisenwelt! ■

61 Klipp Mai 2003
www.famoos.at
Menschen

Leben & Leute

Was steckt unter den Hauben? Was steckt unter den Hauben?

Vorbei ist es mit billigem Tourismus. Zumindest in Istrien. Vorbei ist es auch mit Cevapcici und Pljeskavica und lauwarmem Bier. In Istrien weht ein anderer Wind. Die Restaurants haben ihren eigenen Stil gefunden. Sie haben ihre Blicke weit über die Grenzen gerichtet bis nach Italien,Frankreich,ja sogar China und Japan.

Von dort haben sie sich die Inspi-

ration geholt und mit frischesten Meeresfrüchten aus der Adria haben sie es geschafft,Kreationen auf den Tisch zu bringen,die auf der Zunge zergehen.

Feinschmecker und „Restaurantdetektive“ von „Gault Millau“ haben sich in diesemTeil von Kroatien umgeschaut,die besten Restaurants ausgesucht und fünf von ihnen mit einer und eines sogar mit zwei Hauben ausgezeichnet und in ihr Buch 2003 aufgenommen. Das sind:„Vela Nera“,„Milan“ und „Valsabbion“ aus Pula,„Monte“ aus Rovinj,„Damir und Ornela“ aus Novigrad und das neu restaurierte,in einerVilla untergebrachte Restaurant „Kukuriku“ aus Opatija. KLIPP-MitarbeiterinVera Leon war auf „Kontrollfahrt“.

Sechs Auszeichnungen,sechs Restaurants,geführt von Menschen unterschiedlicher Stile und unterschiedlicher Persönlichkeit sorgen in jedem dieser Restaurants für ein anderes Erlebnis. Danijel Dekic, der kochende Patron von „Monte“ setzt auf mediterrane Gerichte mit französischem Touch. Sein Restaurant in Rovinj mit blumenverwachsenem Eingang gilt als beste Adresse hier. Speisen kann man entweder in der steinernen Loggia oder auf der von einer Steinmauer umschlossenenTerrasse. Sein Kol-

Klipp Mai 2003
Die Hotels Restaurants in Istrien stehen bereit –die Touristen können kommen. Sonja Peric vom Restaurant „Valsabbion“ - ernsthafte Anwärterin für zwei Hauben. von Vera Leon

lege Dusan Cernjul von „Vela Nera“ legt viel Wert - neben guter Küche und gutem Wein - auf extravagante Einrichtung. Er seine eigene kulinarische Philosophie entwickelt. Empfehlen würde er vielleicht ein Carpaccio vom Seeteufel,eine Salatkomposition von Zackelbarsch und Melanzani und das edle Risotto Vela Nera mit Scampi,dazu Glasweine von kroatischen Winzern. Einen Hang zur Show verbunden mit Eleganz und Fantasie zeigt Sonja Peric in ihrem erstklassigen Restaurant „Valsabbion“. Auf ihrer gepflegten Terrasse mit einem schönen Meeresblick macht sie es dem Gast nicht leicht. Die Auswahl der Speisen ist sehr groß,sogar der Vegetarier findet hier ein großes Angebot an kreativen Speisen. Wie wäre es mit knusprigen,dünnen Fladen mit Cannestrelle oder einer Scampisuppe mit Erdbeeren,cremig-bissfestem Risotto mit Scampi und Melone? Oder ...

Die Liste ist lang,die Verlockung groß.

Die Familie Matic,im Restaurant „Milan“ –spezialisiert auf das internationale BusinessPublikum – weiß nach 35-jähriger Erfahrung bestens,was den Gast bei Tisch glücklich und zufrieden macht. IhrVorschlag für ein Abendmenü:Tintenfischsalat auf frittiertem Rucola. Dann gibt es Seemuscheln,groß und geschmackvoll,begleitet vom trockenen Malvasia.

Mit dem Risotto mit Spargeln und Cannestrelle kommt Pinot bianco,trocken.

Damir und Ornela haben in ihrem gleichnamigen Restaurant nur 24 Sitzplätze,und wenn man dort essen möchte,muss man unbedingt vorbestellen. Dieses ist weit und breit das einzige Restaurant,das Rohfisch und rohe Krustentiere anbietet. Die Speisen werden direkt vor dem Gast frisch in einer fein-würzigen Olivenölcuvee zubereitet. Köstlich.

-Und schließlich das Zwei-Hauben-Restaurant der Familie Kukurin aus Opatija,„Kukuriku“ genannt (zu Deutsch Kikiriki).

Der Koch Zdravko Tomsic empfiehlt das große Slow-FoodMenü,das auf der schattigen Terrasse der gerade frisch restaurierten Villa mit Blick aufs Meer serviert wird. Nach Ricotta-Ziegenkäse mit Pilzen kommt die geräucherte Goldbrasse im Orangensaft,Olivenöl und Honig,danach Rindscarpaccio in Kren- und Buttermilch-Juice auf Rucola,sehr fein die gefüllten Kartoffelteigtaschen mit Scampi und so in einem langsamenTempo kommen die Speisen hintereinander und keiner denkt ans Aufhören ... Das ist die beste

Unter dem Slogan „Das bessere Sparpaket“ können alle, die sich ab sofort für chello und/oder Priority anmelden,zusätzlich zum Gratis-Anschluss einen attraktiven Extra-Bonus in Anspruch nehmen:für superschnelles Breitband-Internet die 50-Euro-Gutschrift kassieren und rund um die Uhr zum Fixpreis surfen. Für supergünstige Festnetztelefonie die ersten 3 Monats-Grundentgelte sparen.*) So verhilft UPC Telekabel seinen Neukunden zu noch dickeren Geldbörsen.

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53 Klipp Mai 2003
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F otos:ART/Petr Blaha Herr Matic (re.) übernahm sein kulinarisches Wissen von seinem Vater, der vor 35 Jahren das Restaurant „Milan“ in Pula eröffnete.

Nach Wochen der Vorbereitungsarbeiten ist das Wellenund Freizeitbad Gleisdorf für die Badesaison,die bereits begonnen hat,gerüstet. Mitten im Grünen gibt es ein Sportbecken, ein Nichtschwimmerbecken mit Wellenanlage und ein Kinderplanschbecken. Die Belebung des Bades mit Grander-Technologie tut ihr Übriges. Für sonsti-

ge sportliche Betätigungen stehen den Gästen Beachvolleyball-,Badminton-,Minigolfanlage,Tischtennistische und vieles mehr zur Verfügung. Für schnell entschlossene Saisonkartenkäufer (bis 19. Mai) gibt es wieder einen Frühzahlerbonus. Erlagscheine gibt es bei der Sparkasse Gleisdorf sowie im Badereferat. Info:03112/2601-600. ❑

Es gibt eine ganze Reihe von Synonymen für die Steiermark. Grünes Herz Österreichs wird sie wegen ihrer herrlichen Naturlandschaften und der Offenheit ihrer Bewohner genannt. Österreichische Toskana heißt sie südöstlich von Graz, wo der Schnee dank pannonischen Klimas eher spärlich fällt. Land der geheimnisvollen Freiheit wird sie ebenso genannt. Ein Land, in dem Brauchtum und Moderne friedlich nebeneinander existieren, wo das autofreie Dorf Pürgg genauso seine Berechtigung hat wie der A1-Ring. Unsere Steiermark ist ein Land, in dem besonders Österreicher, aber auch logischerweise die Steirer selbst Urlaub machen und sich an Wochenenden entspannen.

Sommer ab Flughafen Graz

Feldkirchen,7. Mai 2003: Auch in diesem Sommer warten zahlreiche Urlaubsdestinationen ab Graz auf Sie! „Das Angebot der Destinationen,die direkt von Graz aus erreichbar sind,ist in diesem Jahr besonders breit gefächert“,freut sich Mag. Gerhard Widmann, Geschäftsführer des Flughafens Graz,„wir sind uns daher sicher, dass für jeden Geschmack etwas dabei ist!“

Sonne,Meer und Süden rufen und der Gedanke an den nächsten Urlaub lässt uns nicht mehr los.

Der Flughafen Graz bietet auch in diesem Sommer zahlreiche interessante und erholsame Urlaubsdestinationen ab Graz: Ob Griechenland,Italien,Kroatien,Spanien,Tunesien,Türkei, Zypern oder vielleicht die neuen Angebote nach Montenegro und

Bulgarien (Bourgas) – ab Flughafen Graz erreichen Sie Ihr Urlaubsziel schnell und einfach. Erstmals bieten auch ITS-BillaReisen und Jahn-Reisen ihr Angebot ab Graz nach Kos,Saloniki,Zakinthos und Ibiza – um nur einige zu nennen – an.

Und wie bereits auch in den letzten Jahren gibt es auch heuer wieder direkteVerbindungen auf die Sonneninsel Sardinien.

Wer sich eher für einen Städteflug in eine der europäischen Großmetropolen interessiert,hat unter anderem die Möglichkeit, den britischen Kronjuwelen im Tower,der Eremitage in St. Petersburg oder der Sagrade Familia in Barcelona einen Besuch abzustatten. Zahlreiche spezielle Wochenendflüge runden dasAngebot ab. Den aktuellen Flugplan finden Sie unter: www.flughafen-graz.at

64 Klipp Mai 2003
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Wellen- und Freizeitbad Gleisdorf EineWellevoraus
Ein erholsames Erlebnis ist eine Floßfahrt. F oto:Dirninger & Strohmüller

Grünes Herz mit Charme

Mit dem Floß auf der Enns

Die Natur hautnah erleben, das kann man auf der Enns bei einer Floßfahrt mit urigen Holzflößen. Das Ehepaar Dirninger von der Sportagentur Gesäuse sorgt für dieses in Österreich einmalige,aber völlig ungefährliche Freizeitvergnügen. „Bei Bedarf stellen wir Schwimmwesten zur Verfügung, ein geprüfter und bestens geschulter Floßmeister kümmert sich um die Gäste und es geht gemächlich auf der Enns dahin.“ Die Floßfahrt von Weyer nach Großraming dauert rund zwei Stunden,auf einem Griller kann an Bord sogar gegessen werden. Von 20 bis zu 120 Personen kön-

nen auf einer Fahrt mit und zur Unterhaltung fährt auch ein Musikant mit. „Wir fahren nach Vereinbarung, bieten ein ideales Programm für Gruppenund Vereinsausflüge und mit Getränken und Jause kostet die Enns-Fahrt knapp 30 Euro pro Person.“ Selbst bei leichtem Regen sind die Floßfahrer geschützt – da wird überdacht. Für besonders Aktive gibt es auch einen Floßbau-Workshop,wo jeder sein eigenes kleines Floß sich baut und mit den Feinheiten und einer Urkunde versorgt wird.

Die Weißen Sterne blühen beim Narzissenfest im Ausseerland

Ende Mai findet das größte Frühlingsfest Österreichs statt. Ein Reigen von Veranstaltungen und Blütenskulpturen mit abertausenden schneeweißen Narzissen wetteifern um die Gunst des Publikums. Höhepunkt ist der 1. Juni mit demAuto- und Bootskorso in BadAussee bzw. am Grundlsee.

Info: Narzissenfestverein,A-8990 Bad Aussee,Tel.:0043(0)362252273,www.narzissenfest.at ■

Mai ist Geburtstagsmonat... ... und wir beschenken Sie.

Bei Buchung von 2 Übernachtungen erhalten Sie KOSTENLOS 2 x grosses Abendbuffet.

2 Nächte e 184,–pro Person im Doppelzimmer

inklusive reichhaltigem Frühstücksbuffet, Thermen- und Saunaspaß und unser Abendbuffet als Geschenk für Sie.

Gültig: Sonntag bis Freitag im Mai 2003

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Fax: 0043 (0) 3383/5100-804 spa.blumau@rogner.com www.blumau.com

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65 Klipp Mai 2003
© Hundertwasser Architekturprojekt
Hotel & Spa* Rogner-Bad
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SPA = Sanus Per Aquam = Gesund durch Wasser!
Rogner-Bad Blumau,
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F oto:Narzissenfestverein Eines der vielen fantasievollen „Kunstwerke“.

News aus der Grazer Badeszene

Sommerurlaub ohne Reisestress; die Grazer Freizeitbetriebe starten mit neuen Ideen in die Saison. Die Gäste können gespannt sein.

Bad

Eggenberg setzt auf die Kombination Baden und Computer. Unter dem Motto „Surfen & mehr im Freibad“ wird den Gästen ein Internetzugang sowie die Möglichkeit von PCoder IT-Kursen und Seminaren in bürofremder Atmosphäre angeboten.

Sommerflirt einmal ganz anders: „Surfers Sofa“ – Internetcafé (1 Euro / 15 Minuten Surfen) Unter www.sommerflirt.at erkundigt man sich vor dem Badevergnügen,ob Freunde oder jene,welche es werden sollten, online sind. Mit einer ab Juni eingerichteten Videocam ist es dem Besucher möglich,einen Blick auf die anderen zu werfen. Mit dieser tollen Einrichtung, welche in Wien von den Wasser-

ratten bereits erfolgreich angenommen wurde,hat man auch in Graz große Pläne.

Stukitzbad

Als Paradies für Kids geht das Stukitzbad in die Badesaison 2003. So bietet man

auch die kleinsten Kids sind im Kinderareal auf 300 m2 die Größten.

Augartenbad

„Läufer aufgepasst – Eine bunte Angebotspalette lockt“

Ein neuer Gastrobereich und ein noch attraktiverer Sitzgarten sowie ein spezielles Angebot für Läufer sind die Highlights der heurigen Badesaison imAugartenbad.

Spezielles Angebot für den lauffreudigen Badegast:Dieser erhält beim Kauf einer speziellen Monats- oder Saisonkarte eine Lauftasche,ein Handtuch und Kosmetikutensilien als Geschenk dazu.

Margarethenbad

„Für die Leseratten – eine neue Leseecke“

Heißes Pflaster Innenstadt:Im Margarethenbad spürt man davon aber nichts,ist es doch der ideale Ort,um sich in kleiner,aber feiner Atmosphäre abzukühlen.

NEU:Ein umfangreiches Zeitungsangebot gibt es nun im Margarethenbad in einer dafür eigens eingerichteten Leseecke mit nationalen und internationalen Tageszeitungen und Zeitschriften. ❑

heuer Kindergeburtstagsfeste mit Erinnerungsfoto und Kinderfest-Spielnachmittage an.

„Gebt den Kindern das Kommando.“ Diese Textaussage von Herbert Grönemeyer wird im Stukitzbad Wirklichkeit,denn

Details zu den absolut tollen News der Grazer Bäder finden Sie auch unter www.badehose.at

66 Klipp Mai 2003
„Sommerflirt & Weiterbildung abseits stickiger Büroatmosphäre“
„Purzeltag im kühlen Nass“
Zum Wohlfühlen – das Augartenbad. Großes Kinderareal. Genügend Auswahl für die Leseratten imMargarethenbad. Das Sprungbecken und die Wasserrutsche inEggenberg. Anzeige Fotos: Nina Krok

Die Wellnessoase im Herzen von Graz

„Abschalten, sich neu motivieren und sich wohl fühlen“ Tauchen Sie in eine Welt ein, in der man den Stress vergisst und sich alles ausschließlich um Ihr Wohlbefinden dreht.

Spezialangebot für Firmen: Business to Wellness

Emotion:

Das Spa zur Sonne ist eine innerstädtische Erholungsoase, die dem gesteigerten Bedürfnis nach „Work-Life-Balance“ entspricht. Das umfassende Angebot unterstützt Ihr Unternehmen in der emotionalen Bindung Ihrer Mitarbeiter/innen. Business to Wellness fördert die Gesundheitsvorsorge und Vitalität und stärkt die individuelle Leistungsbereitschaft und Loyalität.

Motivation:

Mit diesem B2W-Angebot im Spa zur Sonne setzen Sie innovative Akzente für zukunftsorientierte Incentives (unternehmensintern- und extern).

Regeneration:

B2W verwöhnt Sie und Ihre Mitarbeiter/innen jederzeit mit einem individuell auf Ihre Wünsche abgestimmten WellnessProgramm. Planen Sie einfach Ihren nächsten Unternehmertag im Spa zur Sonne.

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● Alle Leistungen des Bads zur Sonne

● Lesedeck, Kommunikationsraum, Internetstation

● Sonnenterrasse

● Fitness

● Bademantel, Saunatuch und Kilt, Badeschuhe inkl.

● Getränke- und Snackangebot für Gesundheitsbewusste

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Mitgliedspreis für ein Jahr, Montag bis Sonntag

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Vorteile der B2W-Card:

Diese Karte ist personenungebunden und kann innerhalb des Unternehmens weitergegeben werden.

„Das Team Spa zur Sonne erstellt – abgestimmt auf die speziellen Bedürfnisse des jeweiligen Unternehmen – ein individuelles, ganzheitliches Behandlungsprogramm.“

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Verwöhntag für den Mann Gesichtsbehandlung; Facial Detox Oligomer Bad Ganzkörpermassage (ca. 50 Minuten) Maniküre

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Spa-Bereich „all inclusive“

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Tel: 0316/722734

Fax: 0316/722734

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„etwas Vergleichbares in Graz gibt es nicht“
Ruheinsel bei Spa zur Sonne: Wenn man dort keine Ruhe findet, dann bestimmt nirgendwo auf der Welt. „wie neu geboren.“

Die vielen Seiten des Lago di Garda

Wer den Gardasee und sein traumhaftes Panorama einmal erlebt hat,der weiß mit Sicherheit,dass er wieder hierher kommt,um die Schönheit

des Sees zu genießen.Am Gardasee glaubt man,man sei an irgendeinem Strand am Mittelmeer und ist es in Wahrheit doch nicht. Denn den besonderen Charme

des Lago di Garda macht gerade die kontrastreiche Umgebung aus:Das Mittelmeer ist in den Gärten vertreten,wo Oleanderbüsche in Hülle und Fülle wachsen, oder im riesigen Olivenhain,der

ein äußerst delikates Öl liefert. Bergwärts nimmt die Landschaft hingegen einen alpinen Charakter an. Der Übergang von den Olivenbäumen und Stränden zur Blumenwelt und den Almen des höchsten Gipfels des Monte Baldo – von oben hat man einen atemberaubenden Blick über den Gardasee – ist ein einzigartiges Erlebnis. Die Winde am See (morgens „Vento“,nachmittags „Ora“)machendieHitzeimSommer erträglich und heizen die Segler und Surfer so richtig an. Am 369,98 km2 großen Gardasee

gibt es viele nette Städtchen,die auf jeden Fall alle einen Besuch wert sind. Am Ostufer im nördlichen Teil des Sees liegt der Ort Malcesine – „la perla del lago“ (die Perle des Sees),wie er von Einheimischen liebevoll genannt wird. In der dortigen Bucht von Val die Sogno sind die beiden direkt am See gelegenen Häuser „Hotel Maximilian“ und „Hotel Val di Sogno“,in welchen man umrahmt vom fantastischen alpinenPanoramamitsüdländischem Flair einen unvergesslichen Urlaub genießen kann. Die Hotels bieten ausgezeichnete mediterrane Küche in einer freundlichen und familiären Atmosphäre. In der Bucht von Val di Sogno kann man umgeben von grüner Natur ein breites Freizeitangebot in einer der schönsten Regionen Europas nützen. Hier ist für jeden etwas dabei:Angefangen von sämtlichen Wassersportarten wie zum Beispiel Segeln,Katamaran und Surfen – Ex-Europa- und Weltmeister Heinz Stickl im Se-

Urlaub mit Fellner-Caravan: ein

echtes Erlebnis

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68 Klipp Mai 2003
Malcesine - „Die Perle des Gardasees“ mit der traumhaften Bucht von Val di Sogno. von Isabella Hasewend F otos:Auer

geln und Windsurfen hat ganz in der Nähe der beiden Hotels seine Segelschule –,Tauchen oder Schwimmen,über Golf,Tennis, Mountainbiken,Canyoning, Klettern,Paragliding und Bergwandern,bis hin zu romantischen Spaziergängen entlang der Seepromenade oder im faszinierenden Städtchen Malcesine. Es kommt einfach jeder auf seine Kosten. Auch Menschen,die Ruhe und Entspannung suchen,finden im „Hotel Maximilian“ viele Möglichkeiten dazu – wie Sauna, Beauty-Center,In- und Outdoorpool oder die wunderschöne

Parkanlage. Das „Hotel Val di Sogno“ ist bei einer jungen und aktiven Zielgruppe sowie bei Familien mit Kindern besonders beliebt. Die Terrasse mit Seeblick und eine „American Bar“ versprechen unterhaltsame und erholsame Stunden unter Freunden.

Nähere Informationen: Hotel Maximilian,Fam. Gagliardi,I-37019 Malcesine - Val di Sogno,Lago di Garda - Verona, Tel:+39 0457 400 317 oder +39 0457 401 188,Fax:+39 0456 570 117,www.hotelmaximilian.com

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Begleitausstellung zur Landesschau „Mythos Pferd“ eröffnet

„Hoch zu Ross“ auf Schloss Greißenegg

Graz/Voitsberg – Im Bezirk Voitsberg dreht sich heute „alles ums Pferd“. Nach der Landesschau „Mythos Pferd“ eröffnete Landeshauptmann Waltraud Klasnic die Kinderspielzeugschau „Hoch zu Ross“ auf Schloss Greißenegg. Auf einer Größe von 2.400 Quadratmetern präsentieren Ausstellungsleiter Gerhard Tötschinger,der langjährige ORF-Quizmaster, und seine Mitarbeiter eine Vielzahl unterschiedlichster Exponate zu diesem Thema. Spielzeugpferde,die aus jedem nur denkbaren Material hergestellt worden sind und aus vielen Ländern der Erde stammen,sind zu sehen. Rösser zum Nachziehen und Aufstellen können sowohl in natura,aber auch auf Plakaten,Fotos,in Katalogen oder Kinderbüchern bestaunt werden. Reichhaltig ist auch das Angebot des Pferdespielzeuglandes,um mit einem Geschenk die Eindrücke dieser Schau auch nach Hause mitzunehmen.

Die Veranstalter beziffern die Ausstellungskosten mit rund 312.000 Euro. Zirka 175.000 Euro stellten bisher die Stadt Voitsberg,das Land Steiermark und private Sponsoren zur Verfügung. ■

69 Klipp Mai 2003
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Das direkt am See gelegene Hotel Maximilian.

Der geborene Hartberger begann die Welt gleich nach dem Abschluss der Gastgewerbeschule zu erforschen. Damals ging es zuerst nach Amerika in die Karibik, nach New York,Bermudas. Monatelang war er auf einem Luxusschiff beschäftigt,später zog es ihn nach Asien. „Aber immer wieder kam ich nach Hause. Als meine Eltern noch am Leben waren,war es einfacher. Ich konnte jedes Mal nach meiner Rückkehr in Ruhe zuerst eine Arbeit

suchen,Wohnung finden, mich einfach in den Alltag hier integrieren (hineinleben). Und doch,sobald ich etwas eingespart hatte,zog es mich wieder in die ferne Welt. Mich faszinieren diese Länder. Wenn man dort ist,ändert sich die Sichtweise. Man

beginnt dort die Dinge zu schätzen,die man hier nicht einmal beachtet. Zum Beispiel: Wasser. Auch die Nahrungsmittel bekommen einen anderen Stellenwert,wenn man sieht, wie viele Menschen hungern. Oft kommt man in Gebiete,die ohne Strom sind. Es gibt dort kein Fernsehen,kein Radio,keine Zeitung. Man lebt wie vor 2000 Jahren. So wird man verschont von täglich schlechten Nachrichten. Nichts über Kriege und Katastrophen. Man lebt wirklich in der Zeit,in der man existiert. Und es geht einem gut dabei,auch ohne finanzielle Rücklage,ohne Absicherungen. Das ist hier gar nicht möglich,weil wir tief in der Wirtschaft integriert sind. Hier sind wir gezwungen an Morgen zu denken.“

Alles ist anders für Franz Strassegger in diesen Ländern und doch nicht so fremd. „Dort nimmt man sich leichter Zeit für sich selbst.

Wenn die Selbstständigkeit die Freiheit einschränkt

Was treibt den Menschen dazu, Tausende von Kilometern zurückzulegen, in entfernte Erdteile zu reisen und dort sogar monatelang zu verweilen?

„Es ist die Neugierde, fremde Länder, fremde Kulturen und Religionen kennen zu lernen. So war es zumindest bei mir“, schildert Franz Strassegger, Inhaber des Möbel- und Kunstgeschäftes in der Jakoministraße 25 in Graz. Das Geschäft wurde im August

2002 eröffnet und scheint eine logische Folge dieser Reisen zu sein. Die Wohnkultur, die er vor allem in Asien kennen gelernt hat, hat ihn so beeindruckt, dass er „Uniq:art“ eröffnete, in dem er Tische, Sessel, Kommoden, Regale, Bilder und Installationen verkauft, welche aus China, Thailand, Indien, Tibet, Nepal, Indonesien, Burma, ... kommen. „Meine Absicht war immer, die exotischen Möbel zusam-

men mit Kunstwerken aus Österreich unter ein Dach zu bringen.“ Das ist ihm auch gelungen. Er hat persönlich jedes einzelne Stück, das er in seinem Geschäft zum Verkauf ausstellt selbst ausgesucht bzw. bietet Kunstgegenstände der einheimischen Künstler an. „Ich habe zu den meisten Künstlern, die ihre Kunstwerke hier haben, eine innige, freundschaftliche Beziehung.“

70 Klipp Mai 2003
von Vera Leon Franz Strassegger: Vor jeder Reise habe ich meine Wohnung aufgelöst, das Auto verkauft und musste dann wieder alles besorgen, als ich aus Asien zurückkam. Ein Tisch mit Sitzgelegenehit aus einer Baumwurzel

Ich glaube,dass auch ich das inzwischen gut gelernt habe.“ Und trotzdem ist sein Alltag hauptsächlich durch sein Geschäft bestimmt. Von Montag bis Samstag ist er täglich im Geschäft. Am Sonntag wird immer etwas umgestellt,verbessert,verschönert,verändert,damit die Möbel und Kunststücke gut präsentiert werden können.

„SelbstverständlichgibtesInteressenten“,versichert Franz Strassegger. Aber die meisten kommen herein,schauen und bewundern die Möbel und Kunstwerke,stellen ein wenig überrascht fest,dass die Preise gar nicht so hoch sind und gehen wieder weg,fest entschlossen,bald wieder zu kommen. Manche

kommen auch und kaufen vereinzelt etwas, waszudenvorhandenenMöbelninihrerWohnung als Einzelstück gut passt.

„Mein Geschäft ist in Graz noch unbekannt. Alles braucht seine Zeit. Geduld habe ich.“

So wie die Möbel in diesen Ländern anders sind,so leben auch die Menschen dort anders.

Ihre Sitten und gesellschaftlichen Regeln unterscheiden sich von unseren und es ist gut, wenn man sie kennt,damit man die Gastgeber nicht aus Unwissen beleidigt.Wenn man mehrere Monate unter den Menschen dort lebt, lernt man jeden Tag etwas Neues. Zum Beispiel nur mit der rechten Hand zu essen. Beim Sitzen mit der Fußspitze nicht auf den Gesprächspartner zu zeigen. Man lernt,sich vor einigen Krankheiten zu schützen,oder sie auch zu bewältigen,mit eigenem Abwehrsystem. Dort kann es passieren,dass sie die Straße entlanggehen,ein Gewitter kommt und wischt ihnen die Straße unter den Füßen weg. Oder sie begegnen einer Kobra,oder stellen fest,dass eine Kokosnuss nur eine Handbreite von Ihrem Kopf entfernt auf den Boden geprallt ist.

FrauensiehtmaninLokalenkaum.Thailänder verlieren nie die Kontrolle. Wenn sie sich ärgern,lächeln sie,weil sie durch das Schreien und Schimpfen ihr Gesicht verlieren würden.“

Was schenke ich nur?

Für mich ist es noch immer ungewöhnlich, hier zu sein. Wenn man die Freiheit kennen lernt,braucht es seine Zeit,bis man sich daran gewöhnt,an einem Ort zu sein,in einer Straße,in einem,wenn auch großen Raum. Dieses Leben hier verlangt eine hohe Selbstdisziplin. Ich bin 47 Jahre alt. Hier ist meine Heimat und es ist an der Zeit,eine solide Existenzgrundlage zu schaffen. ■

ein völlig neues Gefühl sowie eine unvergleichbare Übersicht. Egalzu welcher Jahreszeit,ein Hubschrauberflug wird zu einem unvergesslichen Erlebnis undbleibtlange in Erinnerung. Das traumhafte Fluggefühlbietet denFluggästen monatelang reichlichen Diskussionsstoff.

Die Impressionen eines Hubschrauberfluges sind am ehesten mit der Freiheit eines Vogels zu vergleichen.

Die Fa. Heli-Line startet ganzjährig vom Flughafen Graz aus.

Vielleichtetwas Außergewöhnliches – etwas Besonderes – einen unvergesslichen Hubschrauberflug.

Die Heli-Line-Hubschrauber fliegen Sie in alle Richtungen. Man genießt die wunderschöne Heimat aus luftiger Höhe und verbindet dies mit einer Sightseeingtour,wie. z.B.in

die Weinstraße,ins steir. Hügelland,ins Mürztal,in die Thermenregion oder in die nächsten Berge.

Es ist schon ein Erlebnis,binnen Minutendas Gipfelkreuz unserer bekannten Berge,wie z.B.den Schöckl oder den Speikkogelzu erklimmen.

Dabei erstrahlt unsere Welt in völlig neuer Perspektive. Die grenzenlose Aussicht verleiht

71 Klipp Mai 2003
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Das richtige Zielen

Von Head Pro Ali Rosker im Golfclub Erzherzog Johann, Maria Lankowitz

Zwei Drittel der Golfer sind am Platz falsch ausgerichtet,also sie zielen in die falsche Richtung. Das beste Gewehr wird nichts nutzen,wenn ich in die falsche Richtung ziele – und so ähnlich ist es auch beim Golf:Der technisch beste Schwung führt bei falscher Zielerfassung nicht zum Erfolg. Ein Grundfehler:Die meisten Golfer sind mit dem Körper zwar zum Ziel ausgerichtet,das ist jedoch falsch,weil der Körper parallel – versetzt zum Ziel – ausgerichtet sein soll. Blickt man z.B. Richtung Fahne,so schaut man gefühlsmäßig links bzw. je nach Schlägerhaltung rechts

daran vorbei. Man kann das mit dem Putten vergleichen,da sind auch nur Schläger und Ball direkt aufs Loch ausgerichtet. Die Konsequenz bei falscher Ausrichtung ist die,dass man nicht mehr frei durchschwingt,sondern man versucht instinktiv den Schläger Richtung Ziel zu steuern. Dadurch geht der Schwung kaputt,man verliert Schlägerkopfgeschwindigkeit und der Ball wird – wenn er überhaupt in die richtige Richtung fliegt – einfach zu kurz fliegen. Um ein optimales Ergebnis zu erzielen,eignen Sie sich die nachfolgenden Schritte an:

Wertvolle Tipps von Profis

Versteckte Kleinigkeiten sind meist die Ursache dafür,dass bei Hobby-Golfern der Ball nur im Kopf so weit und genau dorthin fliegt,wie man will,die Wirklichkeit aber allzu oft eine andere ist. Es ist daher verständlich,dass viele Amateur- und Hobby-Golfer den Wunsch verspüren,einmal gemeinsam in einem Flight mit einem Profi zu spielen und diesem dabei über mehrere Stunden hinweg über die Schulter zu schauen,wie er sein „Hand-

GRAZERSTEIRERBarwisch Sepp und der große „Durscht“.

Schritt eins: Den passenden Schläger für den Schlag aussuchen,einige Schritte hinter den Ball gehen,sodass der Ball immer genau zwischen Ihnen und dem Ziel ist. Suchen Sie sich etwa zwei Meter vor dem Ball einen imaginären Punkt zwischen Ball und Ziel,der exakt an der Ziellinie liegt (im Bild durch den zweiten Ball demonstriert).

Falsch

Falsche Ausrichtung: Das Resultat ist ein „kaputter“ Schlag.

Schritt zwei: Stellen Sie sich nun neben den Ball und nützen Sie den Punkt,den Sie eben ausgewählt haben,als Hilfe,um sich auszurichten.

Schritt drei: Die Füße,die Knie,die Hüfte und die Schulter stehen parallel zum Ziel. Ein Blick zum Ziel – dabei:Stellen Sie sich den Flug des Balles vor, danach einfach schlagen.

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Richtig Schritt 2 Schritt 1 Schritt 3 Angelika und Otto Kresch freuen sich mit Ali Rosker (li.) über das gelungene Golffest. Tofferl auf Abwegen? Auch Puntigamer schmeckt beim Gösser-Open.

werk“ verrichtet. Eine Möglichkeit für diesen kostenlosen Nachhilfeunterricht gab’s kürzlich beim Pro-AM-Turnier in Maria Lankowitz anlässlich der Gösser Open.

Die Steiermärkische machte es möglich,dass die Profis mitmachten und ihre Flight-Partner mit wertvollen Tipps und Verbesserungsvorschlägen „versorgten“. Und es war – wie man am Ende feststellen konnte – nicht vergeblich, denn nahezu jeder nahm irgendeinen kleinen Tipp oder Ratschlag mit nach Hause und meinte,sein Spiel verbessert zu haben. Zumindest bis zum nächsten Mal,wenn sich wieder derselbe Fehler bemerkbar macht ... ■

„Pohorje“ – direkte InterCityVerbindung an die Adriaküste

Graz – Ljubljana – Koper – immer eine Reise wert

Mit der direkten Intercityverbindung nach Marburg und diesen Anblick genießen.

Schon imVorfeld der EUOsterweiterung leisten die ÖBB einen wichtigen Beitrag zur Forcierung des bilateralen öffentlichen Verkehrs. Die obere Adriaküste – insbesondere Istrien – ist mit der neuen Verbindung Pohorje von Graz aus ohne Umsteigen erreichbar. ■

Spezialangebot mit der ÖBB-VORTEILScard:

Bahnfahrt nach Maribor für die Hin- und Rückfahrt nur € 10,40. Die Bahnfahrt in Maribor (2. Klasse) und eine Nächtigung mit Halbpension im „Hotel Habakuk“ gibt es mit VORTEILScard schon ab € 148,–In Koper kann Istrien bequem per Bus erreicht werden. Mit toller Verbindung nach Portoroz, direkt am Meer, genießt man im Hotel „Vile Park“ zwei Nächte mit Frühstück ab € 78,–ÖBB – Bahn wirkt

Fotos: Helmut Kolaric
Am Green ist auch gut sitzen – nach „getaner Arbeit“. Günter Dörflinger – neues Ziel vor Augen? Steiermärkische General Heinz Hofer – konzentrierter Abschlag. Felix Wiegele – zitterte mit Martin um den Sieg. P. H. Gebell – alle Hände voll zu tun. Steiermärkische Werbechef Leo Hrovath.
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Die Terroristenjägerin

Anonym (gebürtige Irakerin jüdischer Abstammung) / C. Bertelsmann

Wie ich das Netzwerk des islamistischen Terrors aufdeckte

Getarnt als Muslimin gelang es einer jungen Exil-Irakerin jüdischer Abstammung,sich in islamistische Organisationen einzuschleusen,die in den USA operieren. Ihre Ermittlungen offenbaren ein weltweites, jahrelang von FBI und CIA ignoriertes Terrornetz zur Unterstützung radikal-islamischer Gruppen wie Hamas,Hisbollah und al-Quaida. „Die Terroristenjägerin“ ist die Geschichte einer mutigen Frau,die unter großen Risiken für sich und ihre Familie bereit ist,ihr Schweigen zu brechen,und damit einen faszinierenden Einblick in das finanzielle Netzwerk des islamischen Terrorismus gewährt. ■

Lesestoff

Vom Kochen in den Bergen

Die österreichische alpenländische Küche

Anna Scheffer / Krenn Verlag

Gerade in Österreich ist es schwierig,von „höherer Kochkunst“ zu sprechen,ohne auf die Wurzeln in der Bauernküche einzugehen.

Dem alpenländischen Raum und seiner Küche ist dieses Kochbuch gewidmet und beinhaltet eine Vielzahl von traditionellen Gerichten,die früher wohl einfache Alltagskost gewesen sein mögen,heutzutage aber in verfeinerter oder nahezu unveränderter Form wieder große Beachtung finden. ■

Grüß Gott und Heil Hitler

Von Stefan Moritz / Picus Verlag Wien Katholische Kirche und Nationalsozialismus in Österreich

Wenn sie unter sich waren,grüßten sie mit „Grüß Gott“,im Umgang mit den NSBehörden hieß es dann schon etwas zeitgemäßer „Heil Hitler“. Stefan Moritz belegt anhand bislang unpublizierter Dokumente,wie Angehörige des österreichischen katholischen Klerus zu Erfüllungsgehilfen des Nationalsozialismus wurden und dessen Ideologie publizistisch,in Lehre und Verkündigung untermauerten.

Er zeigt eindrucksvoll,wie Bischöfe und Priester ein ideologisches Fundament für den Aufstieg des Nationalsozialismus schufen und wie die Kirchenleitung in politischen Verhandlungen versuchte,Nutzen aus den Herrschaftsverhältnissen nach dem „Anschluss“ zu ziehen. So versäumten es weite Teile des katholischen Klerus nicht nur, ihre Stimme gegen die Verbrechen des NS-Regimes zu erheben,sie trugen darüber hinaus noch zur Rechtfertigung der Verfolgungen bei. Moritz schildert auch,wie einzelne Bischöfe sich bereits vor 1938 auf die Herrschaft des Nationalsozialismus vorbereiteten. Und er weist nicht zuletzt nach,dass höchste Würdenträger der Kirche auch nach 1945 an ihrer Sympathie für die Täter festhielten,für sie intervenierten und ihnen zur Flucht verhalfen. ■

T

railer

Demnächst im Kino im Augarten

Regie,Produktion und Kamera: Alfonso Cuaron.

Buch:Alfonso und sein Bruder Carlos Cuaron.

Alfonso Cuaron, geboren am 28.11.1961 in Mexico City. Er studiert Film und Philosophie an der Nationalen Unabhängigen Universität von Mexiko, arbeitet als Regieassistent beim Film und als Regisseur von TV-Shows, bevor er seinen ersten eigenen Spielfilm inszeniert.

I

m Mittelpunkt von „Y tu Mama tambien“ („Und deine Mutter auch“) steht die Freundschaft von Tenoch (Diego Luna) und Julio („Amores Perros“-Veteran Gael Garcia Bernal),der eine,Sohn eines hohen Regierungsvertreters mit viel Geld in den Taschen,der andere ein Abkömmling der Arbeiterklasse Mexikos. In den Sommerferien,nach ihrem vorletzten Schuljahr,auf einer Hochzeit lernen die beiden die 28-jährige Luisa (Maribel Verdú) kennen, die mit Tenoch’s Cousin liiert ist. Mit ihrer großen Klappe erfinden die beiden einen sagen-umwobenen Strand und laden Luisa zu einem Trip dorthin ein. Was nur als Jux gemeint war, wird allerdings überraschend in die Tat umgesetzt:Nachdem Luisa erfährt,dass ihr Gatte sie betrügt,nimmt sie das Angebot spontan an und begibt sich mit Julio und Tenoch auf einen Ausflug,dessen Ziel eigentlich keiner so genau kennt. Dieser Road Trip ist das Herzstück von „Y tu Mama tambien“,eine Reise,auf der Julio und Tenoch viel zu lernen haben werden. Über Frauen,über Freundschaft,über die Welt außerhalb ihres Fensters,und vor allem auch über Sex.Wie die zwei kleinen Machos,die sie sind,versuchen sich Julio und Tenoch mit Offenheit und Prahlerei vor Luisa aufzuspielen,die diese Masche aber von Anfang an durchschaut,elegant mehr Informationen aus den Jungs herauskitzelt,als diese eigentlich geben wollten,und sich alsbald in der Position befindet,wo nur noch sie neue Erkenntnisse in die Runde werfen kann. Und ihren beiden frühreifen Zuhörern dann nur noch die Kinnlade runterfallen kann. Dass Sex mehr ist als Rammeln im Rekordtempo,muss MöchtegernCasanovas wie Julio und Tenoch erst einmal klar gemacht werden. ■

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Y tu mama tambien Lesestoff
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»ICH BIN ZUTIEFST BESTÜRZT

ÜBER DIE PLÄNE ZUR PENSIONSREFORM, DIE MAN TATSÄCHLICH ALS ‚PENSIONSRAUB‘

BEZEICHNEN MUSS. DIE RÜCKSICHTSLOSIGKEIT, MIT DER MAN

VOR ALLEM DIE WIRTSCHAFTLICH SCHWÄCHEREN, DIE LEBENSLANG ARBEITENDEN UND DIE FRAUEN TREFFEN WÜRDE, ZEIGT DIE FERNE EINER REGIERUNG ZU DEN WAHREN

LEBENSUMSTÄNDEN DER MEISTEN MENSCHEN IN DER STEIERMARK UND IN GANZ ÖSTERREICH. ICH WEISS UM DIE NOTWENDIGKEIT EINER VERÄNDERUNG BEI DEN PENSIONEN UND BEKENNE MICH ZU EINER REFORM, DIE DAS VERTRAUEN DER BEITRAGSZAHLER NICHT DERART ENTTÄUSCHT; ZU EINER REFORM MIT HERZ UND SOZIALEM AUGENMASS. DIE GESETZESENTWÜRFE LASSEN BEIDES VERMISSEN. WIR WERDEN MIT DER KRAFT EINER BÜRGERINITIATIVE FÜR EINE FAIRE, GERECHTE UND SICHERE PENSIONSREFORM EINTRETEN, DIE EINER VOLKSABSTIMMUNG UNTERWORFEN WERDEN SOLL. « FRANZ VOVES UND DIE STEIRISCHE SOZIALDEMOKRATIE

AKTUELLER SCHWERPUNKT IM ARBEITSPROGRAMM „KURS 2005“:

SPÖ-PENSIONSREFORM-MODELL:

EINHEITLICHES PENSIONSSYSTEM FÜR ALLE AB 01.01.2004, GLEITENDE ÜBERGÄNGE BEI DER ZUSAMMENFÜHRUNG

> PENSIONSANTRITTSALTER MIT 65 JAHREN > DURCHRECHNUNGSZEITRAUM VON 40 JAHREN MIT HÖHERER AUFWERTUNG > 80% NETTO-ERSATZRATE BEI 45 VERSICHERUNGSJAHREN OBLIGAT > EIGENSTÄNDIGE ALTERSSICHERUNG

FÜR FRAUEN MIT VERBESSERTER BERÜCKSICHTIGUNG VON KINDERERZIEHUNGSZEITEN > KEINE SOFORTIGE ABSCHAFFUNG DER FRÜHPENSIONEN > SOLIDARITÄTSBEITRAG VON HOHEN ALTPENSIONEN > LÄNGERE EINSCHLEIF–UND ÜBERGANGSREGELUNGEN (Z.B. FÜR FÄLLE MIT NAHEM PENSIONS-ANTRITT). ACHTUNG: REGIERUNG PLANT

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