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Klipp Jänner 2003

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€ 1,45 € 1,45 V erlagspostamt 8020 Graz, P.b.b. GZ 02Z033225 M Jänner 2003 / 1 DialogfürEuropa Schirmherrn:Kohl& Gorbatschow
Lebenslänglich wegen Pizza Nagl gegen Ferk: Ihre Strategien
Wir alle wohnen Graz03 im Ausnahmezustand Graz03 Fotos: 2003. Gestaltung:Herbert Maitz
USA:
Sonderthema:

Traumhafte Schigebiete

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Schifahren, Bade

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JÄNNER

COVERSTORY

USA Spezial. Wegen einer Pizza lebenslänglich. Das Gewissen Amerikas. Gottesfürchtig und gläubig. .................................................. 67-71

POLITIK & WIRTSCHAFT

Köpfe unterwegs. 11

Seine Karriere verlief nie geräuscharm. LR Gerhard Hirschmann sieht sich als erster Verkäufer des Landes. ..............18

Lilly Lotterblume. .............. 20

Aktuell. Steirische Erfolge auf mehreren Ebenen und die Menschen dahinter. ........................ 21

Auszeichnung. McDonald‘sMann KR Anton van Heesen - immer einen Schritt nach vorn. ... 22

Großereignis in der Grazer Stadthalle am 28. März. Unter der Schirmherrschaft von Michail Gorbatschow und Helmut Kohl. ...................................... 83

Wer hätte das gedacht? Graz liegt im Kulturjahrfieber. 80.000 in der Innensta

SONDERTHEMA BAUEN&WOHNEN MEDIEN

Wir alle wohnen. ................... 29

Wie Architekten wohnen. ...... 30

Nordische Gemütlichkeit. .... 31

Eine heimelige Zuflucht. ...... 34

“und dennoch drinnen”. ..... 34

Traum und Albtraum. ......... 35

Eine Oase des Lichts. ..... 37

Sorgenfreies Wohnen. ...... 38

Ein Spiel der Ebenen. ....... 39

Die Finanzierung. ............. 40

Gesund mit Kachelöfen. ........ 42

Kunst des Fliesenlegens. ...... 43

Wie vor 2000 Jahren. ....... 44

Maßgeschneidert. ................ 45

Modern Times. .................. 50

Bauen mit Feng Shui. ............. 51

Bühnenkritiken im Internet: Neujahrskonzert; Der Name:Wenig Worte sagen viel; Orpheus. .... 62

www www.klippmagazin.at .klippmagazin.at

Der Kreischberg war bereit. A1 warb als Presenting-Sponsor bei Snowboard-WM. ............... 63

Lümmeltüten für den Pistenflirt. ......................................... 63

Sebor unterrichtet Radio. ExKrone-Hit-Radio-Chef bildet Studenten weiter. .......................... 63

4 Klipp Jänner 2003
Erfolgreich mit dem “Schwiegersohnprinzip”? Wie Siegfried Nagl seinen Konkurrenten Walter Ferk überflügelt. ............................ 12 Fotos:Kolaric

R 2003

STANDARDS

Spots. 6

LKH-West entwickelt sich zum “Konkurrenten”. Es wird “altes LKH” entlasten. ......... 64

Anerkennung für Grazer ForscherInnen. Weibliche Pionierleistungen made in Styria. . 64

Ärztehaus Feldbach. Symbiose von Medizin, Kunst & Gastronomie. ..................................... 66

Auto & Motor. 72 Sekundenschlaf. ErmüdeteFahrer rechtzeitig erkennen. ... 72

Kino. ..................................... 80 Lesestoff. ............................. 81

SONDERTHEMA

Zu diesem Heft …

enstadt und Europa feiert mit. ................. 23

Menschen helfen: Gleiche Rechte erreichen. Nicht ohne uns, über uns. .................................. 69

KULTUR LEBEN&LEUTE

Wer hätte das gedacht? Die nächsten Highlights. ................ 24

Ein 57-Mio.-Euro Budget und seine Nachhaltigkeit. Was wird bleiben? ................... 25

Wie der Kultur-Coup gelang. Hartnäckigkeit im dritten Anlauf lohnte sich. .............................. 26

Karge Schönheit im Atlantik. Attraktive Kapverden. ............. 74

Mankellhaftes Rührstück

“Butterfly Blues”. 28

Die neue Welt aus Glas. Glasbläser Otto Karpf macht mundgrechte Unikate. ............. 79

Golf: Worauf es ankommt - konstante Schläge durch richtige die Schwungbewegung. .............. 82

Amerikanische Präsidenten agierten nie zimperlich, gerade dieser Präsident aber vertritt die Interessen der Ölkonzerne und der Militärs wie kein anderer zuvor. Seit Monaten bereiten Präsident Bush und seine Kampfgefährten die Welt mit täglichen Gräuelmeldungen über einen unausweichlich scheinenden Krieg gegen den Irak vor. Eine Gehirnwäsche nach amerikanischer Lesart. Wir sollen uns mit einem Krieg anfreunden, den weder die Mehrheit der Amerikaner noch die der Europäer will. Doch entschieden wird der Feldzug nicht von den Menschen, sondern von der Regierung und den Militärs, die ja schon in den Startlöchern scharren. Es wäre aber grundfalsch, „die Amerikaner“ über einen Kamm zu scheren. Es gibt in den Vereinigten Staaten genauso viele Humanisten, Menschen und Organisationen, die selbstlos helfen wie bei uns, aber die Kriegstrommler haben eine starke Lobby und selbst müssen sie ihr Leben ja nicht riskieren. Ein Phänomen, das wir Europäer unterschätzen, ist die zum Teil bizarre und uns völlig fremde Gottgläubigkeit und Religiosität im Alltag.

Die Amerikaner

Schrill war sie, die Eröffnung in der Kulturhauptstadt Europas des Jahres 2003. Und dem Publikum hat’s gefallen. Graz erlebt in den nächsten Monaten nun einen „Ausnahmezustand“, was die Dichte an Kulturereignissen angeht. Dass die Grazer davon Notiz nehmen, das zeigte der Eröffnungstag, an dem 100.000 unterwegs waren. So viele Menschen wie nie zuvor, klammert man die unselige HitlerZeit aus. Logischerweise werden auch Tausende kulturinteressierte Touristen in diesem Jahr Graz als Reiseziel wählen, doch für wichtiger halte ich persönlich die Bewusstseinsveränderung unter den Grazern selbst, die dieses Kulturjahr hoffentlich auslöst.

IMPRESSUM

Medieninhaber:

KLIPP Zeitschriften GmbH Nfg & Co KG, 8041 Graz, Liebenauer Hauptstraße 2-6, Tel. 0316/ 42 60 80-0, Fax-Dw 122

Herausgeber & Geschäftsführer:

Dr. Jürgen Lehner

Sekretariat: Isabella Hasewend Chefredakteur-Stv.: Mag. Karl Fitzthum

Anzeigenleitung: Georg Schottmeier

Redaktion und Mitarbeiter (Verkauf): Mag. Helmut Bast, Birgit Buchbauer, Daniela Gößler, Bernd Hadler, Walter Held, Wolfgang Helke, Karl Knas jr., Helmut Kolaric, Mag. Vera Leon, Kornelia Macher, Peter Rappold, Agnes Turza

Produktion:

agentur print-line, Gerald Hammerer, Helmut Kolaric

Lektorat: Efi Papst

Cover: Herbert Maitz Internet / EDV: Gerald Hammerer, Georg Schottmeier

Marketing: Karl Knas jr..

Fotos: KLIPP-Archiv (wenn nicht anders angegeben)

Druck: Universitäts-Druckerei Klampfer, Weiz

Abonnentenpreise:

Jahresabo € 14,53, Zweijahresabo € 26,16,

Studentenabo: 2 Jahre € 18,16, 1 Jahr € 13,08

Vertrieb:

Morawa Pressevertrieb

Erscheinungsort:

Graz, Verlagspostamt: 8020 Graz, P.b.b. www.klippmagazin.at

Nächster Erscheinungstermin: Ausgabe 2/2003, KW 10

5 Klipp Jänner 2003
Foto:Kolaric

Wein, der aus der Kälte kommt

KLIPP half bei der allerersten Eisweinlese von Dreisiebner-Muster. Ein frostig-wärmender Erlebnisbericht

Am Anfang war ein Anruf. "Was machst du morgen um fünf Uhr in der Früh?" wurde der KLIPP-Redakteur gefragt. "Nichts", kam (natürlich) zur Antwort – richtig wäre gewesen: "Schlafen." Denn schon hatte er eine Zusage zum ersten Eisweinlesen des Weinbetriebes Dreisiebner-Muster in Gamlitz in der Tasche – da gab es kein Entkommen mehr.

Also alle drei Wecker auf vier Uhr gestellt und schon ging es bei eisiger Kälte (es hatte knappe minus 10 Grad) Richtung Südsteiermark. Der Empfang war freilich herzlich herzerwärmend. Familie Muster war schon fast komplett auf den Beinen – nur Veronika, die jüngste musste den Schulbesuch vorziehen. Schwester Christina & Co servierten den

zahlreich eingeladenen Helferleins Weißbrot zur Stärkung – und dazu gleich Glühwein. Dermaßen aufgewärmt ging’s dann ab zur Lese – und schon nach wenigen Minuten wurde die Dreischichtbekleidung zu warm. Die Arbeit ist allerdings nicht nur hart, sondern auch wunderbar romantisch: Kein Wunder, wenn die Sonne gerade über der Südsteiermark aufzugehen beginnt ...

"Wir feiern heute praktisch Beginn und Finale", erzählt Weinchef Reini Muster, der gerade erst dem Teenageralter entwachsen ist. "Wir produzieren heuer zum allerersten Mal Eiswein, der heutige Arbeitsvorgang ist allerdings auch die letzte Ernte der heurigen Saison." Und er entschuldigt sich auch: "Bei der Eisweinlese muss es mindestens sechs Grad unter Null haben, darum erfolgte die ,Einberufung’so spontan. Das kann

Sp ts

GAW erfolgreich in China

Der Grazer Anlagenbauer GAWwurde Ende vergangenen Jahres von Dongguan Sea Dragon Paper, einem der größten Verpackungspapierhersteller weltweit, mit der Lieferung, Montage und Inbetriebnahme derAufbereitungsanlagen für neue Kartonmaschine beauftragt. Der Gesamtbestellwert beträgt 4,5 Millionen Euro. Für die GAWstellt dieses Projekt einen wichtigen Grundstein für einen langfristigen Erfolg in China dar, freut sich Jochen Pildner-Steinburg, Chef eines der exportstärksten und international erfolgreichsten steirischenFamilienunternehmen. Die Vertriebsaktivitäten im chinesischen Markt sollen in Zukunft weiter verstärkt werden. Sea Dragon Paper ist eine der größten und modernsten Papierfabriken Chinas und liegt in der südlichen Provinz Guangdong. Produziert wird in erster Linie Kraft Linerboard, das bedeutendste Grundmaterial in der Verpackungsindustrie. Zum Kundenstock zählen namhafte Unternehmen wie die Weltkonzerne Coca Cola und Sony. ■

man eben nicht planen." Die Musters haben sich die Arbeit aufgeteilt. Seit Reini die Weinsparte übernommen hat, ist Vater Josef nur mehr für die Brände zuständig. Dafür wurde er 2002 gleich augezeichnet – der seinige gehört zu den besten der Steiermark. Nach nicht einmal drei Stunden ist der Zauber vorbei, knapp fünfzehn Reihen Reben sind geerntet. Während Mutter Muster den "Arbeitsbienen" anschließend als Belohnung ein sensationelles BuschenschankFrühstück serviert, machen sich Vater und Sohn schon ans Pressen. "Daraus sollen rund hundert Flaschen Eiswein werden", so Reini. Ob das Experiment gelingt, wird sich erst im Mai weisen – dann kommt das edle (und teure) Tröpferl erst auf den Markt.

Der KLIPP-Redakteur freilich hofft auf gutes Gelingen – denn dann wird er nächstes Jahr wieder eingeladen ... (hadler) ■

6 Klipp Jänner 2003 Spots
Zur Belohnung servierte der Buschenschank Muster den Helferleins ein wunderbares Frühstück. 99-er Präsident und Sponsor GAW Chef Jochen Pildner-Steinburg: „China macht keine Sorgen, dafür die Eishokey-Cracks.“ Foto: Hadler
Foto: GAW

Aperitif-Parties: 2gether Treff für Singles

Das Duo wehrt sich entschieden dagegen, in irgend einer Weise mit „weiblichen Kupplern“ alten Stils verglichen zu werden. Die beiden Akademikerinnen Cornelia Wanke (Familien- und Beziehungsberaterin) und Brigitte Maierhofer (Kommunikations- und Karriereberaterin) sind die Initiatoren für ein Stelldichein der besonderen Art: „Wir wollen auf anspruchsvolle Weise

Konsul Roth

70.000 € für UNI

or wenigen Wochen verlieh Vizerektor Univ.Prof. Dr. Friedrich Zimmermann bereits zum zweiten Mal die Rudi-Roth-Stipendien. Mit insgesamt 10.900 Euro wurden Mag. Patrick Eixelsberger, Judit Jacsó, Gentiana Kera, Enriketa Papa und Andrej Zivanovic ausgezeichnet. Das Geld soll den Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern die Reise- undAufenthaltskosten für ein Forschungssemester im Ausland ersetzen. Konsul Mag. Rudi Roth stiftete 2001 der Uni Graz eine Million Schilling, die für sieben Jahre als Grundlage für das Stipendium dient. Gefördert werden mit dem Geld wissenschaftliche Arbeiten aus dem Bereich der Rechtswissenschaften sowie der Sozialund Wirtschaftswissenschaften, die sich mit der Situation in Ost- und Südosteuropa auseinander setzen. ■

Menschen zusammenbringen. Unsere Welt wird immer schnelllebiger. Wer heute erfolgreich im Berufsleben steht, dem mangelt es häufig an der Zeit neue zwischenmenschliche Kontakte zu knüpfen, den Freundeskreis zu erweitern oder Freizeitpartner zu finden. Dennoch ist das Bedürfnis nach partnerschaftlichem Austausch und hochwertiger Kommunikation so stark wie nie zuvor.“ Die beiden Damen selbst sind vergeben, aber sie sehen im Beziehungs-Coaching eine reizvolle Aufgabe. Ihre Aperitif Partys sind so angelegt, dass neben der persönlichen Betreuung, einem abwechslungsreichen Programm auch dafür gesorgt wird, dass „Frau“ und „Mann“

KLIPP-Weihnachtsmann:

VWurde stark beansprucht

mit allen Anwesenden auch tatsächlich ins Gespräch kommen. Die nächsten Party-Termine sind am 31. Jänner 2003, wo’s das Thema „Ostasiatische Selbstverteidigung“ gibt und am 14. Februar 2003, wo’s um „Schüssler Salze“ geht. Die ganze Hetz kostet natürlich auch etwas – exakt 22 Euro – und geht im 4-Sterne Hotel Gollner in Graz über die Bühne. Maierhofer und Wanke: „Man erreicht uns auch unter www.best-com.net.“ ■

raschte. Selbstverständlich erfreute er die Kinder mit kleinen und großenAufmerksamkeiten. Anstoß für diese kleine Feier war ein kreatives Geschenkeprojekt, welches von einer Gruppe unter der Leitung von Frau Daniela Sorko umgesetzt wurde.

Aus diesem Projekt heraus entstanden kleine, handgefertigte Kunstwerke, welche dann Freunden und Partnern des KLIPPSteiermarkmagazins als kleines Dankeschön für die gute Zusammenarbeit übergeben wurden.

Dieser Schülerhort verfügt darüber hinaus über eine eigene Kreativwerkstätte, bei der Kinder ihre individuellen Fähigkeiten ausleben können.

Mitte Dezember des letzten Jahres strahlten die Kinderaugen im Hort in der Schönaugasse um die Wette. Grund dafür war ein Team des KLIPPSteiermarkmagazin, welches die Kinder des Hortes mit einem echten Weihnachtsmann (natürlich ein KLIPP-Mitarbeiter) über-

In dieser Kreativwerkstätte werden künstlerische Kreationen hergestellt und teilweise über Vernissagen der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Der Reinerlös dieser Veranstaltungen fließt wieder an den Hort zurück, um dringend benötigte Dinge zu anzuschaffen. KLIPP dankt den Kindern noch einmal für ihre tolle Leistung.

Nächste Weihnachten wieder? ❑

8 Klipp Jänner 2003 Spots
Wanke und Maierhofer:
„Wir wollen auf anspruchsvolle Weise Menschen zusammenbringen“.
Beim „Plätschern“ (Bild: Badevergnügen in der Kurtherme Bad Gleichenberg) kommt man sich sehr rasch näher. Aber auch eine Parties bietet viele Möglichkeiten zum Kennenlernen. Der Kreativhort in der Schönaugasse in Graz bastelte für Klipp. Unser Weihnachtsmann bedankte sich und fühlte sich sichtlich wohl inmitten der Kinderschar. Foto:Kurtherme Bad Gleuchenberg

Europa trifft sich in der Steiermark

„Es wird ein großer Tag in der Steiermark und für die Menschen in unserem Land sein“, ist Landesrat Gerhard Hirschmann überzeugt.

Unter der Schirmherrschaft von Helmut Kohl & Michail Gorbatschow

Am 28.März 2003 in der Grazer Stadthalle

Die Farbenwelt bei HALI

Das 1942 gegründete Unternehmen HALI Büromöbel feierte ein grandioses Fest. Der neue Schauraum in Graz (Kalvariengürtel 67) wurde am 4. Dezember 2002 eröffnet. Nicht nur dieser neue Ausstellungsraum ist ein Augenschmaus, auch die Mitarbeiter sprühen nur so vor Energie. „Fun at work“ lautet das Motto von HALI Büromöbel. Gemeint ist Spaß an der Leistung. Halis Mitarbeiter haben auch allen Grund dazu, Spaß an der Arbeit zu haben. Trotz Branchenkrise wurde in den ersten 6 Monaten des vergangenen Geschäftsjahres der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 6% gesteigert.

Passend zur Vorweihnachtszeit gab es Punsch in Hülle und Fülle. Sogar der Nikolaus kam höchstpersönlich, um den neuen Schauraum von HALI zu besichtigen, und auch die Krampusse ließen sich dieses Spektakel nicht entgehen.

Mit dem Leitbild „Fun at work“ haben die beiden Geschäftsführer KR Ing. Michael und Mag. Winfried Ransmayr mit Hali ein Vorzeigeunternehmen. „Das wichtigste Kapital eines Unternehmens sind die Mitarbeiter. Motivierte Menschen arbeiten einfach viel lieber und somit effizienter und produktiver“, so die beiden Geschäftsführer.

„Fun at work“ kommt nicht nur bei den Mitarbeitern gut an, sondern wirkt sich auch auf die Gestaltung der Büromöbel sehr stark aus. Im neuen Schauraum in Graz wurde viel durch Farben und Gestaltung bewegt. Dank Einbringung der neuen Farbrichtungen von HALI werden Büromöbelsysteme, Raumausstattungen, Schulungs-, Konferenz- und Kommunikationsräume in Zukunft nicht mehr eintönig und langweilig sein. Mehr erfahren Sie bei einem Besuch im neuen Schauraum oder unter www.hali.at

10 Klipp Jänner 2003
Geschäftsführer KR Ing. Michael Ransmayr mit dem kopflosen Sakko – der Knüller des Abends. Wo man auch hinsieht – bei Hali gibt es ausschließlich freundliche Gesichter. Für Jung und Alt gab es einiges zu lachen. Landesrat DI Herbert Paierl und Geschäftsführer von Hali Mag. Winfried Ransmayr. Hali schafft eine traumhafte Arbeitsumgebung.

Köpfe unterwegs

Fenster in Rekordzeit

Häuslbauer haben kein Geld zu verschenken, deshalb sollten Sie vom 23.- 25. Jänner 03 die Hausmesse der Niederlassung von REKORDFenster in Weitendorf besuchen. "Wir glauben an den selbständigen und eigenverantwortlichen Kunden", meint Geschäftsführer Dr. Maitz. Unter dem Motto "Keiner besser, keiner billiger," zeigt er, wie man am besten kauft. Zu Hause Maß nehmen, hinfahren, unter verschiedensten Modellen, Farben und Dekors wählen, die Qualität bestaunen und bestellen. ❑

Sturm auf Ford

Unter dem Ford Motto – " BESSER ANKOMMEN" –entschied sich kürzlich der polnischen Legionär Jerzy Brzezek von SK Puntigamer Sturm Graz für einen Ford Galaxy aus dem Hause Ford Reisinger.

Bei der offiziellen Schlüsselübergabe durch Herrn Werner Petrovitz, und Herrn

Daniel Jantscher, konnten auch die eisigen Temperaturen den Sturm auf den neuen Ford Galaxy nicht stoppen.

Messecenter Graz - Haus & Garten 2003

Auf keinen Fall sollte man die Themenmesse Häuslbauer verpassen. Von der individuellen Planung, über die besten Baustoffe bis hin zur trendigsten Badausstattung – hier bleibt kein Wunsch offen. Das reichhaltige Ausstellungsangebot wird durch ein attraktives Rahmenprogramm wie z. B. Workshops und Publikumsveranstaltungen zum Thema "Lebende Baustoffe" ergänzt. Die "Haus & Garten 03" ist vom 30. Jänner - 2. Februar 2003 täglich von 9:00h bis 18:00h geöffnet.

BFC – Graz

Die Aufgabe des Business Frauen Centers Steiermark ist es, Lebensunternehmerinnen in ihrem Mut und Selbstvertrauen zu beleben, zu bestärken und sie zu vernetzen.

"Ich möchte Frauen dabei unterstützen ihr Berufsleben mutig und selbstbewusst zu gestalten", meint Sabine Volpe-Laussegger, Geschäftsführerin des BFC Graz. Die Fachfrau im Bereich Unternehmensberatung bringt 12 Jahre Erfahrung aus den Bereichen Dienstleistung, Industrie und Beratung mit in ihre Coachings und Workshops, welche sie im BFC leitet. Bei Interesse wenden Sie sich an das BFC Steiermark, Tel.: 0664 –1822920, oder besuchen Sie die Homepage unter www.bfc.at

Gemeindesorgen für 2003 sind groß!

Der Steiermärkische Gemeindebund, Interessensvertreter der steirischen Gemeinden, erörterten bei einer Pressekonferenz das Thema der Finanzsituation der Gemeinden und machten erste Prognosen über die Finanzlage der steirischen Gemeinden im Jahr 2003. Gemeindebundpräsident Bürgermeister Hermann Kröll, Vizepräsident Bürgermeister Franz Ninaus, Vizepräsident LAbg. Bürgermeister Bernd Stöhrmann und Landesgeschäftsführer Dr. Klaus Wenger legten unter anderem auch die Hauptforderungen des Gemeindebundes an den neugewählten Nationalrat und an die neue Bundesregierung dar.

Direkte Intercityverbindung nach Budapest

Seit 15. Dezember 2002 werden von und nach Graz neue Direktzüge nach Ungarn geführt. Bekanntlich wird es 2004 die EU-Osterweiterung geben und das war für die Österreichischen Bundesbahnen Anlass für eine Rundfahrt nach Ungarn um die in Graz erstmals direkte InterCity-Verbindung nach Budapest und die direkten EURegio-Züge nach Sombathely einzuweihen. Von der ÖBB wird noch vor der Osterweiterung ein entscheidender Beitrag geleistet, um dann den Mobilitätsbedürfnissen der Bevölkerung mittels grenzüberschreitendem Nahverkehr gerecht zu werden.

11 Klipp Jänner 2003
Sabine Volpe – Laussegger, Geschäftsführerin des BFC Steiermark Mit dem Zug von Graz nach Budapest fahren und diesen Anblick genießen. Verkaufsleiter Werner Petrovitz, Jerzy Brzeczek, Verkaufsberater Daniel Jantscher (v.r.n.l.) Produktion von Accdur Fenstertechnik in Weitendorf bei Wildon Bürgermeister Hermann Kröll

Wahltag ist Zahltag. Spannung in Graz. Entscheidung am 26. Jänner!

Durchmarsch für den „Feschak“? Durchmarsch für den „Feschak“? Durchmarsch für den „Feschak“?

Das Duell um den Grazer Bürgermeistersessel in der Nachfolge von Alfred Stingl lautet Walter Ferk (SPÖ) gegen Siegfried Nagl (ÖVP). Nur noch auf dem Papier. Denn laut Meinungsschnüfflern katapultiert sich Nagl von Platz 3 auf Platz 1. Er bildet erfolgreich den „guten“ Grazer ab, während Walter Ferk mit seinem aufgesplitteten Themenwahlkampf nicht so recht ankommt. Für Spannung am 26. Jänner wird auch das Gerangel um den dritten Platz sorgen: Sigrid Binder (Grüne), Ernst Kaltenegger (KPÖ) und Peter Weinmeister (FPÖ) dürfen bis dahin noch hoffen.

Walter Ferk arbeitete sich brav an Themen ab und vergaß auf

187.300 Wahlberechtigte (101.800 Frauen und 85.500 Männer, davon erstmals 4.000 16- bis 18-Jährige) werden die Entscheidung darüber treffen, ob

Siegfried Nagl oder doch noch Walter Ferk den nächsten Grazer Bürgermeister stellen wird. Walter Ferk rudert und kämpft heftig, doch er kommt nicht vom Fleck, und mehr noch als das erschüttert die Grazer Sozialdemokraten die Tatsache, dass man nicht weiß, warum. Liegt es am Kandidaten Walter Ferk oder am ÖVP-Gegenüber Siegfried Nagl, der beinahe ausschließlich sein gutes „Schwiegersohn-Image“ zur Perfektion aufpoliert hat – wie eine SPÖ-Funktionärin kritisch bemerkte –, aber kaum irgendwelche Inhalte präsentiert? Nicht recht verstehen wol-

Klipp Jänner 2003
Politik
Foto:Kolaric
das "Gspür" für Graz. Schafft er noch die Sensation?
von Helmut Bast

len die Genossen, dass es nicht reicht, sich brav an politischer Programmatik abzuarbeiten. In der Wahlauseinandersetzung geht es auch um deren Präsentation bzw. die Präsentation der/des Kandidaten, die für das Programm stehen. Wofür steht die SPÖ? Für 77 Projekte? Die Botschaft hört man wohl, doch wollen die Grazer nicht zuerst jemanden, der ihnen vermittelt, warum die Grazer ihn brauchen, und nicht den anderen und was er mit Graz vorhat?

Die sozialdemokratischen Funktionäre, die einen Wahlkampf schlagen sollen, sind schon verzweifelt angesichts der fabelhaften Umfragewerte, die Siegfried Nagl verbuchen kann.

Umfragen seien halt Umfragen, Wahlen ticken anders, hoffen die Optimisten. Etwas kleinlaut und resigniert erkennt mittlerweile auch so mancher SPÖ-Entscheidungsträger, dass das „Schwiegermutterprinzip“ für Siegfried Nagl ausschlägt. Für viele ist es ein Rätsel, dass dieser nur sein „Gesicht präsentieren“ muss und damit so fantastische Zustimmung erhält. Nach 17 Jahren wird man wohl den Bürgermeister nicht mehr stellen. Vor allem die Jungen hoffen,

Kontrahent Siegfried Nagl: Profitiert vom Rückenwind der Nationalratswahl

dass man für Entscheidungen mit den Grünen und der KPÖ wenigstens eine Mehrheit links der Mitte zusammenbringt. Man habe nichts falsch gemacht bisher, kramt der SPÖ-Wahlkampfstratege Peter Rieger in seinen Erinnerungen der letzten Monate und kann nicht recht glauben, was

die Umfragewerte über den ÖVP-Spitzenkandidaten in den letzten Wochen so ausspuckten. Man habe gezielt die Jungwähler, die Frauen und die Pensionisten angesprochen. Man habe sich auch nicht gegenüber den FPÖ-Wählern verschlossen, weil man die Stadt-Blauen nicht ausschließe.

Kultur-Regen bringt Geldsegen

In Graz regt sich etwas. Das Großprojekt „Europäische Kulturhauptstadt“ bringt nicht nur internationale Aufmerksamkeit, sondern auch messbare wirtschaftliche Auswirkungen.

Schon vor dem Startfeuerwerk haben die Forscher des Instituts für Technologie und Regionalpolitik der JOANNEUM RESEARCHdieAuswirkungender getätigten Investitionen, der Ausgaben der „Kulturstadt-Macher“ und der BesucherInnen und der damit verbundenen steuerlichen Ströme abgeschätzt. Dazu kommen natürlich auch nicht mess-bare Faktoren, wie das Image der Stadt, der Werbewert und die Lebensqualität der Region.

Löwenanteil bleibt im Großraum Graz

Was die Forscher berechnet haben, kann sich sehen lassen: Durch Neu- und Umbauten, 2003-Projekte und geschätzte 10% mehr Nächtigungen werden ca. 122 Mio. Euro ausgegeben. Der größte Anteil von ca. 89 Mio. Euro wird direkt in der Steiermark inves-tiert. Von diesen Effekten, die zwischen 1999 und 2004 wirksam werden, profitieren in erster Linie die Bauwirtschaft und der Dienstlei-

stungssektor mit einerWertschöpfung von ca. 63 Mio. Euro. In der Steiermark entfallen von den Gesamteffekten rund 60% oder etwa 38 Mio. Euro an Wertschöpfung und mehr als 700 Arbeitsplätze auf Graz und Graz-Umgebung. Nicht berücksichtigt sind dabei mittelbar mit 2003 in Verbindung stehende Investitionen (Stadthalle, Dom im Berg usw.), die weitere 75 Mio. Euro Wertschöpfung undetwasmehrals1.200Arbeits-

plätzeinderSteiermarkbewirken. Längerfristig wirksame Effekte: Die auf Basis vonVergleichswerten und Besucherumfragen geschätzten Wirkungen des Kunsthauses und der direkten Wirkung der Werbeeffekte von Graz 2003 lassen einen dauerhaften Anstieg der Nächtigungen um 4% pro Jahr realistisch erscheinen, was längerfristig jährlich ca. 14 Mio. Euro an Produktionswert und ca. 130 Beschäftigten entspricht.

13 Klipp Jänner 2003
Foto:Kolaric
Bitte umblättern

Gestörte Kommunikation

Parteiintern behindert man sich halt doch immer wieder einmal; auch wenn’s der Wähler nicht merken mag, die Stoßkraft der Wahlkampftruppe schmälert es allemal. So hat etwa die Landes-SPÖ ein unglückliches Wahlplakat affichiert, auf dem der SPÖ-Bürgermeisterkandidat Walter Ferk dem amtierenden Bürgermeister Stingl mehr bedrohlich denn freundschaftlich nahe gerückt scheint. Allseits, vor allem von den Stadtgenossen, erntet dieses Plakat nur Kopfschütteln. Irritiert hat die Funktionäre der Stadt, angeblich einschließlich Walter Ferk selbst, dass die Landesgruppe das Plakat ohne Rücksprache der Grazer anbrachte, denen man so zwangsbeglückt eher einen Bärendienst erwiesen und Motivation genommen hat. Die Kommunikation scheint massiv gestört, wie auch Landeschef Franz Voves in einem Interview indirekt zugibt, indem er fordert, dass die SPÖ ein „anderes Erscheinungsbild, eine andere Methodik“ brauche.

Reibereien, Rivalitäten und divergierende Meinungen innerhalb der Sozialdemokraten der Murmetropole und auch mit den Genossen von der Reselgasse, sprich den Landesgenossen, gibt es schon länger. Da helfen auch die Beteuerungen von Walter Ferk nicht viel, die SPÖ sei nicht zerstritten und die Zerreißprobe einer Urabstimmung im Sommer 2001 zwischen ihm und der damaligen SPÖChefin Tatjana Kaltenbeck um die Vorherrschaft unter den Grazer Genossen sei ein demokratiepolitischer Vorzeigeprozess gewesen.

Walter Ferk hat das Pech, dass ihm nach dem erfolgreichen Kampf gegen den Verkauf der Stadtwerke, in dem er sich profilieren konnte und auch die Umfragen ihn noch vor Nagl sahen, das Thema abhanden kann. Just vor der Wahl konnte Ferk mit keinem Thema, das er hätte „anpacken“ können, punkten.

„Vielleicht sind wir eine zu ehrliche Partei, die anderen zielen allein auf Marketing und Strategie ab, während wir uns mit den Inhalten beschäftigen“, bemerkt Walter Ferk selbstkritisch. Mit den „anderen“ ist die ÖVP gemeint und deren politische Enthaltsamkeit in derWahlauseinandersetzung. Immerhin haben bei den Roten 250 Leute 77 Projekte für die „Grazer Visionen 2010“ erarbeitet, die auch großteils in die nächste Gemeinderatsperiode Eingang finden sollen. Doch vermittelt dieses Präsentieren einer fleißigen Arbeit in

Wahlzeiten etwas von dem, was die Leute mindestens genauso wollen (und brauchen) von der Politik? Das Wissen und Spüren, dass der Politiker das Feeling der Stadt inhaliert hat, sie kennt, sich mit der Stadt identifizieren kann, ihr emotional nahe steht. InhaltlicheArbeit hin oder her, wichtig ist genauso die Vermittlung der Person, die die Inhalte vertritt.

Des Feschaks guter Lauf

DieAusgangsposition der Grazer ÖVPist um einiges leichter. Nicht nur hat man in den letzten Wahlgängen so viel verloren, dass es von den 23,2 Prozent von 1998 nur noch aufwärts gehen kann. Ähnlich wie im Bund wird sie von einem Totalabsturz der vor allem sich selbst beutelnden FPÖ profitieren, deren (Ex)Wähler eher beim smarten Siegfried Nagl denn beim hemdsärmeligen Walter Ferk das Kreuzerl machen werden.

Siegfried Nagl ist zurückhaltend und immer elegant-adrett gekleidet. Dem Sohn einer Geschirrgeschäftsdynastie hat schon sein Vater früh die Bedeutung der Tischkultur für das Geschäft auseinander gesetzt.Als der Finanzstadtrat Siegfried Nagl nach dem Rückzug von Helmut Strobl auch das Kulturressort übernommen hatte, schien die Brücke zur Kultur nicht so weit. Finanzen und Kultur in der Kulturstadt Graz in einer Hand, eine glückliche Fügung? Und doch musste dank notorischer Schulden der Stadt und des Anziehens der Daumenschrauben von Schwarz-

Blau in Wien (Finanzausgleich) das Kulturbudget um 10 Prozent gekürzt werden. Künstler attestieren dem Kulturstadtrat, durchaus „höflich und interessiert“ zu sein, und doch weiß man nicht – im Gegensatz zu seinem überaus kunstinteressierten Vorgänger Strobl –, was genau Nagl mit der Kultur will und wohin er will. Und dem Finanzstadtrat dürfte das überspannte Zeitbudget für dieses Amt etwas den Atem für so manche Kulturfragen nehmen.

Was Nagl als Finanzstadtrat kann, ist noch nicht so recht zu sehen: 1998 hat er das StadtRessort mit einem Defizit von rund 4,1 Mrd. Schilling übernommen, 2001 steigerte es sich auf satte 398 Mio. Euro (5,48 Mrd. Schilling), wofür allerdings viele Ausgaben für das Kulturhauptstadtjahr (Stadthalle, Kunsthaus, Budget Kulturhauptstadt Graz 2003) verantwortlich zeichnen. Dem stünden jedoch seit 1998 Investitionsmaßnahmen von 683 Mio. Euro (9,4 Mrd. Schilling) gegenüber, lautet es pflichtbewusst aus Nagls Büro.

Eine geschickte und vorausschauende Werbelinie vermittelt dafür schon seit Sommer letzten Jahres einen Siegfried Nagl, der für Graz steht, wenngleich man anfangs diese Plakate – „Graz. Eine gute Stadt“ – gar nicht mit Nagl selbst verbunden hatte. Die positive wie simple Botschaft sowie die

14 Klipp Jänner 2003
„Warum ich?“ – wählbar für die Schwiegermütter
Siegfried Nagl wird mit seiner Strategie, für Graz zu stehen, Erfolg einfahren. Schafft er mehr Zugewinn als Wolfgang Schüssel und wie dieser, den Sprung auf Platz 1?

Vermittlung einer Erwartung, was da noch kommen möge, festigen den ÖVP-Kandidaten im Bewusstsein der Grazer, der sich seinen „Platz“ auch (bildlich) nicht einmal in einem Team „erstreiten“ muss. Er allein darf Sympathieträger sein.

Nun weiß der Wähler natürlich, wie es gemeint ist, seit Nagl mit mächtiger finanzieller Unterstützung für die Werbemaschinerie – die Rede ist gar von 1,4 Mio. Euro – keinen Grazer mehr mit seinem Konterfei verschont mit der Botschaft: „Nagl. Eine gute Chance“ . Nun tun sie ihre Wirkung, den jugendlich wirkenden Mann mit dem hübschen Gesicht hätte sich nicht nur so manche Schwiegermutter gewünscht, sondern Nagls Wahlkampf vermittelt seinen Wählern auch das Gefühl: Der ist da für Graz, dem ist Graz wichtig.

„Warum ich?“, lautet das an Waltraud Klasnics Magnolienbüchlein angelehnte Bekenntnis des Siegfried Nagl. Dieses „Warum“ ist eigentlich rhetorische Staffage: Ich, lautet die Botschaft. So emotionell und so einfach.

Wenngleich politische Inhalte bei diesem Marketing und allein auf die Person Nagl abzielende Wahlkampfstrategie beinah gänzlich fehlen und der Eindruck entstehen kann, dass Nagl eine One-Man-ÖVPpräsidiere, der sonst jegliches Personal abhanden gekommen ist, gibt die Strategie dem Erfolgreichen Recht, wie man schon bei Wolfgang Schüssel gesehen hat.

Die Knittelfelder, der Suff, der Sex und die Hetze

Die Blauen fügen sich schon schicksalsergeben in die Niederlage, die kommen muss: Einer-

"FIT IM JOB"

Info & Unterlagen: Tel. 0316/601 - 479

wko.at/stmk/freizeitbetriebe freizeitbetriebe@wkstmk.at

Die Wirtschaftskammer Steiermark, Fachgruppe der Freizeitbetriebe und die Merkur Versicherung AG, unterstützt vom Gesundheitsressort des Landes Steiermark, schreiben zum zweiten Mal den Gesundheitswettbewerb für steirische Unternehmen "Fit im Job - Der steirische Gesundheitspreis" aus.

Teilnahmeberechtigt sind all jene Betriebe, die im vergangenen Jahr ein Gesundheitsvorsorgeprogramm für Mitarbeiter angeboten haben. Ziel des steirischen Gesundheitspreises ist es, diese Betriebe weiter zu motivieren sowie zusätzliche Betriebe für den Gedanken der Mitarbeiter-Gesundheit zu gewinnen.

15 Klipp Jänner 2003
Alfred Stingl und Siegfried Nagl bei 2003-Eröffnung: Der alte und der neue Bürgermeister?
2003
Einreichfrist bis 15. Februar 2003

seits befördert das Versagen auf bundespolitischer Ebene den Abwärtstrend, andererseits präsentierte sich die Partei, die auf Sauberkeit und Führungsstärke so großen Wert legt, als zerstrittener Haufen, in dem der Chef Peter Weinmeister die Palastrevolution der Knittelfelder gerade noch im letzten Moment abwenden konnte und sein Abgang nach einem Wahlergebnis um die (prognostizierten) zehn Prozent als gesichert erscheint. Von dem besoffenen Bürgerwehrkapo, der einen Unfall fabriziert, gar nicht zu reden. Und auch nicht zu reden von dem Skandal um den, laut Opferprotokoll, sexbesessenen oder soll man sagen fotosüchtigen (Ex-)Stadtrat, der seinen Sekretärinnen auf das Unflätigste zu Leibe gerückt ist (der anhängige Gerichtsprozess wird glücklicherweise für die Partei erst nach der Wahl entschieden sein, sonst sähe es für die FPÖ noch katastrophaler aus) und von Peter Weinmeister und Co. bis es nicht mehr ging gedeckt wurde.

Dazu fällt der FPÖ seit Jahren in Wahlzeiten nichts anderes ein, als auf rassistische Weise gemeinsam mit dem Kleinformat auf die niedrigen Instinkte und

Ressentiments zu setzen und gegen Ausländer herzuziehen.

Diesmal sind es die Schwarzafrikaner, die dafür herhalten müssen. Allesamt seien sie Drogendealer. Geradezu böse ist der auf schwarzem Hintergrund (man weiß dann, wer genau damit gemeint ist) gehaltene Kalauer „Drogendealer, ab in die Karlau und nicht in den Gemeindebau“. In Zeiten eines Kulturhauptstadtjahres, in dem die internationale Öffentlichkeit aufmerksam nach Graz blickt, könnte selbst den widerborstigsten Chauvinisten aufgehen, dass diese Hetze in einer Kulturhauptstadt 2003 nichts verloren hat.

Rittern um den dritten Platz

7,9 der Grazerinnen wählten im Jänner 1998 die KPÖ Ernst Kalteneggers, der Wohnungsstadtratsposten für einen Kommunisten damit ein österreichisches Unikum. Ernst Kaltenegger ist die Grazer KPÖ, vermitteln die Plakatständer. Mit einer klaren Linie und eindeutigen Botschaften werden Ernst Kaltenegger und seine KPÖ auch diesmal einen Erfolg erzielen: Privilegien abbauen, Privatisierungen stop-

pen; und mit seinem Beitrag zur Kulturhauptstadt Graz 2003, dass Kultur auch sei, ein Bad in jede Gemeindewohnung einzubauen, verschaffte er sich in

weiten Kreisen Gehör. Sympathien erweckt Ernst Kaltenegger immer wieder auch damit, dass er zwei Drittel seines Nettobezugs für Bedürftige spendet, und auch einfach mit seiner zupackenden Hilfe für die am Rand der Gesellschaft Stehenden. Die Chancen stehen nicht schlecht, dass er die selbstverstümmelte FPÖ vom dritten Platz in der Gemeindestube verdrängt, kandidierte man doch 1998 nur in vier Bezirken, während die KPÖ nun in gleich 12 Bezirken kandidiert.

Den Groll der Grünen-Spitzenkandidatin Sigrid Binder hat sich der „Ernstl“ aber doch zugezogen. Hat sich doch Kaltenegger bei einer von der Kronenzeitung im Grazer Rathaus veranstalteten Drogendiskussion unter der nicht gerade ausgewogenen Moderation von KroneChefredakteur Markus Ruthardt geschickt einer eindeutigen Stellungnahme enthalten, „lavierte

16 Klipp Jänner 2003
Von Skandalen, Pleiten und dem Abwärtstrend der Bundes-FPÖ blieb Peter Weinmeister nicht verschont

populistisch herum und nahm dort nicht Stellung gegen die Verleumdung der Schwarzafrikaner als Dealer“, so Sigrid Binder. Und ließ damit die Grünen ziemlich allein im Regen stehen.

Grüne Stadträtin in Sicht?

Man könnte es schon fast die grüne Krankheit nennen: hohe Umfragewerte zu haben und dann doch allzu oft auf den Boden der Wahl-Realität gestellt zu werden. Noch im Herbst vor der NR-Wahl hatten die Grazer Grünen Hoffnungen, am 26. Jänner an die 15 Prozent zu erreichen. Doch auch ein Alexander Van der Bellen blieb unter den Erwartungen, man konnte vom NR-Ergebnis keinen Schwung mitnehmen.

Schon fand man selbst die Umfragen „fast zu gut“ und setzte das Wahlziel mit 10 Prozent relativ bescheiden fest. Trotz der Unbekanntheit der Spitzenkandidatin, der Lehrerin Sigrid Binder, schien den Grünen ein Stadtratsposten sicher. Je näher der Wahltag rückt, desto mehr müssen die Grünen nun wieder darum zittern. Menschenrechte, eine „Versachlichung“ der Drogendebatte angesichts der vereinigten Rassismen gegenüber Schwarzafrikanern von FPÖ und Kronenzeitung kein leichtes Unterfangen. Punkten können die Grünen aber mit der erfolgreichen Einführung der Nachtbusse und der anhaltenden Debatte um die Luftgüte in Graz (Feinstaub).

Die weiteren Listen, wie die Liberalen, die Grazer Verkehrspartei und die Liste „Graz ist Reif für Wirtschaft und Arbeit RWA“ zittern um den Einzug ins Stadtparlament. Die erlösende Zahl und Hürde die überschritten werden muss: Rund 1.800 Stimmen sind für ein Mandat nötig. ■

Ernst Kaltenegger wird die KPÖ auch weiterhin als Wohnungsstadtrat anführen. Überholt er Peter Weinmeister?

Steinmetzmeister Rohardt Reif von der Liste „REIF für Wirtschaft und Arbeit“, der die SPÖ wegen Vernachlässigung der Wirtschaft verließ, will für Klein- und Mittelbetriebe eintreten und erhofft sich durch seine große Bekanntheit drei Mandate

Christa Franz von der Grazer Verkehrspartei setzt auf die Themen Verkehr, Umwelt und Gesundheit und erhofft sich zumindest ein Mandat, das wären bei einer Wahlbeteiligung von 60 Prozent etwa 1800 Stimmen.

17 Klipp Jänner 2003
Die "unbekannte" Siegried Binder muss um den Stadtratjob zittern

Am Montag, dem 18.12.1995, hätte Gerhard Hirschmann, 52, seinem Leben eine andere Wendung geben können. Der scheidende und in der Landtagswal fürchterlich geschlagene Landeshauptmann

vor. Hirschmann überlegt, lehnt dann für viele überraschend ab und sagt seinerseits, Waltraud Klasnic möge es machen. Die weiteren Geschehnisse können als bekannt vorausgesetzt werden. Gerhard Hirschmann bleibt

umph von Waltraud Klasnic im Oktober 2000 zu einem noch stärkeren Mitspieler. Seine Ressorts Tourismus, Sport und Kultur bieten ihm dazu eine ausgezeichnete Plattform. Die Karriere des stets leger gekleideten

Gerhard Hirschmann: Seine unkomplizierte aber auch kompromisslose Art machen ihn nicht zu “everybody‘s darling”.

Seine Karriere verlief nie geräuscharm

Gerhard Hirschmann bleibt auch in Zukunft „energiegeladen“

Josef Krainer schlägt seinen hoch gewachsenen „politischen Ziehsohn“ als seinen Nachfolger

in der Regierung, erweitert sich seinen innerparteilichen Spielraum und wird mit dem Wahltri-

ÖVP-Denkers, der von Freund und Feind wegen seiner oft scharfzüngigen Kritik oft attackiert wird, verlief nie geräuscharm. Für kurze Zeit auch Journalist bei der Kleinen Zeitung, weiß er, wie wichtig mediale Präsenz ist. Nun verdichten sich die Vorzeichen, dass er als glühender Sturmknofler bekannte Gerhard Hirschmann die Politik verlässt und in der ESTAG künftig für die eine oder andere mediale Aufgeregtheit sorgen wird.

Gerade in einer Phase, da es für ihn so gut läuft, eine Erfolgsgeschichte nach der anderen vom Stapel geht, ob Kunsthaus, Thermenverkauf, A1-Ring und und und, fragen sich viele: Warum jetzt? Vielleicht spürt Gerhard Hirschmann mit seinem guten Instinkt für sich selbst, dass man dann gehen soll, wenn es am schönsten ist. Was zwar leicht gesagt ist, aber oft sehr schwer getan. Nie scheute er sich, mit der Partei zu leben, nie aber wollte er ausschließlich von ihr abhängig sein. Und diese Gefahr droht jedem, der im sechsten Lebensjahrzehnt steht, weil in Eu-

ropa im Gegensatz zu Asien, wo man bis ins hoheAlter aktiv sein kann, auch die Frühpensionierung von Politikern mehr und mehr zum Thema wird. Da Seelenpflege- oder Betroffenentrost nicht wirklich seine Sache ist, tröstete er sich in schwersten Stunden damit, dass er die Fähigkeit habe, auch etwas anderes zu machen als nur Politik, die bisher seine Lebenslinie geprägt hat.

Hirschmanns legere, unkomplizierte, aber auch kompromisslose Art, wenn nötig auch gegen Kritiker in der eigenen Partei, haben ihn nie zu „everybody’s darling“ werden lassen. Im Gegenteil, diese seine Linie ist sein politisches Markenzeichen. In vielen Gefechten war er für seinen Lehr- und Schirmherrn Josef Krainer die innerparteiliche Feuerwehr, Blitzableiter aber auch Hitzeschild. Stets freundlich, aber auch klar, kühl und selbstbewusst in seinen Entscheidungen. Überall, wo Gerhard Hirschmann werkte, bewegte er Dinge und verstand es, sich Gefolgsleute heranzuziehen, denen er viel abverlangte, die er aber, wie auch Josef Krainer, nie ohne Netz arbeiten ließ.

18 Klipp Jänner 2003
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Er lässt sich auf Theorien ein, ohne die Realitäten zu beschönigen oder gar zu verdrängen, und war schon immer ein Verfechter der schwarz-blauen Koalition. Nur sie, so predigte er bereits vor Jahren, würde der ÖVP die Chance eröffnen, wieder zur Nr. 1 zu werden. Mit Wolfgang Schüssel bekam er Recht. Seine Vita prädestiniert ihn zum klassischen pragmatischen Vertreter einer christlich-sozialen Partei. Der Werdegang über die katholische Hochschülerschaft, das afroasiatische Institut, die Kleine Zeitung, die ÖVPZentrale am Karmeliterplatz bis in die Regierung. Einer Versuchung hat er stets widerstanden: das warme Nest der steirischen ÖVPgegen das Wiener Haifischbecken zu vertauschen.

Bin erster Verkäufer meines Landes

Aus Hirschmann spricht Überzeugung, wenn er der Steiermark durch viele von ihm forcierten Aktivitäten ein Profil als Tourismus-, Sport-, Kultur-, Wirtschaftsland und Zukunftsregion geben will. Die Erfolge, auf die er verweisen kann, beeindrucken: Da ist der A1-Ring, da sind die Großveranstaltungen im Winter, da ist das Kulturhaus, da sind die Museen, und und und. Auch wenn ihm seine Gegner stets vorhalten, dass er mit seinen Aktivitäten kaum neue Arbeitsplätze schaffe, was so gesagt sicher nicht zutrifft. Er sieht sich einfach als erster Verkäufer seines Landes, und bei ihm verknüpft sich christlich-soziales Denken mit urbanem Ethos. Dies verkörpert Hirschmann nicht ganz ohne Pose, er weiß, wie wichtig mediale Schlagzeilen sind, zeigt sich öffentlich nie als Zaud(b)erer, war bekennender Zivildie-

ner, seine Angriffslust führt dazu, dass er nur wenige ein Fettnäpfchen auslässt. Stets streitet Hirschmann auf gleicher Augenhöhe, nie von oben herab, und auch das zeigt sich im guten Klima zu seinen politischen Mitbewerbern in der Vergangenheit, aber auch in der Gegenwart. Früher war es ein Peter Schachner, mit dem er die Klingen kreuzte, ein Michael Schmid, heute bestimmt das gute Klima zwischen Hirschmann und SPÖ-Chef Franz Voves nicht zuletzt auch die funktionierende Achse zu Waltraud Klasnic. Ob Franz Voves damit allerdings politisch erfolgreich sein wird, das wird sich zeigen.

Gerhard Hirschmann versteht es, steirische Regionen aus ihrer Depression zu holen, sodass sich dort nicht nur die Stimmung, sondern auch die Wirtschaftszahlen verbesserten, wie der A1-Ring zeigt. Als Redner brilliert er nicht nur mit Variationen der Arie „Meine Steiermark lob` ich mir, sie ist ein kleines Juwel“, sondern es gelingt ihm auch, ohne schwer atmende Rhetorik Projekte und Investitionen mit historischen Visionen zu verbinden. Das jüngste Beispiel ist wohl der Verkauf des A1-Ring an Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz, dessen Dimension Gerhard Hirschmann mit den Aktivitäten und dem Engagement eines Frank Stronach gleichsetzt.

Beruflich steht Hirschmann nun an einer Wegkreuzung, weil er seine geliebte Politik verlässt und im Frühjahr in die Energiewirtschaft wechseln soll. Privat hat er diese Wegkreuzung bereits hinter sich und ein zweites Glück gefunden. ■

Mitglied der Treuhandrevision der Steiermärkischen Rechtsanwaltskammer

IhrRechtsanwalt als Beraterin wohnrechtlichen Fragen

Kompetente anwaltliche Beratung durch einen Rechtsanwalt in wohnrechtlichen Fragen ist heute wichtiger denn je. Die komplexen gesetzlichen Regelungen und rasch erfolgenden Novellierungen der Rechtslage bewirken, dass sowohl Unternehmer, als auch Privatpersonen oftmals nicht in der Lage sind, ohne kompetente anwaltliche Beratung die Konsequenzen der in diesen Bereichen zu setzenden Rechtshandlungen und zu treffenden Entscheidungen abzuschätzen. Ob nunmehr ein Objekt angemietet oder vermietet, gekauft oder verkauft wird – zumeist ist viel Geld im Spiel. Der Rechtsanwalt gewährleistet im Bereich des Mietrechtes, dass durch professionell errichtete Verträge klare Verhältnisse zwischen den Vertragspartnern hinsichtlich der jeweiligen Rechte und Pflichten geschaffen werden. Durch klare Vertragsgestaltungen werden später kostspielige Rechtsstreitigkeiten hintangehalten. Allein die einfache Überprüfung des vorgelegten Vertragsentwurfes durch einen Rechtsanwalt führt meist dazu, dass dieser Sie auf zahlreiche, für Sie negative, Vertragsklauseln hinweist. Auch im Rahmen der Abwicklung von Wohnungseigentumsverträgen und Liegenschaftskaufverträgen macht sich kompetente anwaltliche Beratung immer bezahlt. Beim Kauf und Verkauf von Liegenschaften kommt nicht nur der konkreten Ausgestaltung der Verträge, sondern auch der Sicherheit der Vertragsabwicklung größte Bedeutung zu. Der Käufer muss die Garantie haben, dass im Rahmen der Kaufabwicklung die vertraglich vorgesehene Lastenfreistellung der Liegenschaft und die Eigentumseintragung im Grundbuch erfolgt. Der Verkäufer muss die Garantie haben, dass die Grundbuchseintragung erst nach Erlag des Kaufpreises erfolgen kann und der Kaufpreis nach Vorliegen der vertraglich festgelegten Voraussetzungen rasch und verlässlich an ihn ausbezahlt wird. Zur Absicherung dieser wechselseitigen Rechte und Pflichten von Käufer und Verkäufer bietet sich daher der Rechtsanwalt als Treuhänder an. Die Steiermärkische Rechtsanwaltskammer hat mit dem System der Treuhandrevision, sowie des „Treuhandbuches“ ein Kontrollsystem geschaffen, welches die Sicherheit der Abwicklung von Liegenschaftstransaktionen hundertprozentig gewährleistet. Die anwaltliche Tätigkeit im Zusammenhang mit Wohn- und Liegenschaftsrecht erstreckt sich auch auf die Beratung in förderungsrechtlichen sowie steuer- und abgabenrechtlichen Fragen.In diesem Sinne empfiehlt es sich daher jedenfalls, den Rechtsanwalt des jeweiligen Vertrauens vor dem Abschluss eines Miet-, Pacht-, Wohnungseigentums- oder Liegenschaftskaufvertrages zu konsultieren, um vom Start weg Zeit, Nerven und Geld zu sparen.

Klipp Jänner 2003
Dr. Rath & Partner
W erbung
Mag. Georg Dieter
Dr.Rath&Partner Friedhofgasse20 • 8020Graz Tel.0316/7085 • Fax-DW25 E-Mail:law-office@rath-partner.at Internet:www.rath-partner.at
Mag. Georg Dieter, Rechtsanwalt und Partner der Rechtsanwaltskanzlei Foto Nina Krok Foto:Kolaric

Unternehmenspolitik als Erfolgsgarant“

„Wer nicht versucht, künftige Entwicklungen so weit wie möglich vorauszudenken, wird die jeweilige Realität verschlafen“, stellt Othmar Ederer, Generaldirektor der GRAWE anlässlich des Jubiläums fest. „Gerade das Jahrhundertprojekt der EU-Erweiterung Richtung Osten stellt wieder einmal die Wichtigkeit einer vorausschauenden Unternehmenspolitik unter Beweis. Auch für unser Unternehmen gilt, dass nur die intensive Auseinandersetzung mit der Zukunft und frühzeitige unternehmerische Weichenstellun-

gen künftig Garanten für betriebswirtschaftlichen Erfolg sein werden.“

„Die Versicherungsbranche ist ein Paradebeispiel dafür, welche Wichtigkeit eine vorausschauende Unternehmenspolitik mittlerweile hat“, hebt Ederer die aktive Auseinandersetzung mit der Zukunft hervor. „Diese Wichtigkeit wird noch weiter steigen, weil die Märkte um uns permanenten Wandlungen und Veränderungen unterworfen sind. Dazu kommt die Geschwindigkeit, mit der diese Prozesse ablaufen und die sich immer weiter steigert. Das hat sich nicht zuletzt bei der nun beschlossenen Erweiterung der Europäischen Union Richtung Osten bewiesen.“ Für Ederer ergibt sich daraus eine Konsequenz: „Wer sich auf die positiven, aber auch negativen Effekte solcher Entwicklungen nicht rechzeitig einstellt, wird immer mehr reagieren müssen als agieren können.“

GIT-Bartermesse

GITveranstaltet jedes Jahr im Herbst eine Teilnehmermesse, um den Teilnehmern eine weitere Möglichkeit zur Präsentation ihrer Waren und Dienstleistungen zu geben. Der Ballsaal im Pichlingerhof der Familie Reisinger in Söding in der Nähe von Graz war diesmal der Veranstaltungsort.

Gute Stimmung herrschte auf dieser Messe, die von mehr als 20Ausstellern und ca. 80 Gästen aus dem In- und Ausland besucht wurde. Viele neue und bestehende Teilnehmer, die aus Vorarlberg und Tirol ebenso wie aus Salzburg oder Wien angereist waren, konnten gemeinsam mit unseren internationalen Gästen, die beispielsweise in der BRD, der Schweiz oder in Rumänien im Sektor der Bartergeschäfte tätig sind, Informationen austauschen und Geschäftsmöglichkeiten besprechen.

Mit der guten Küche des Pichlingerhofes und dem abwechslungsreichen Rahmenprogramm mit einem Fachvortrag und einer Modenschau konnten die Teilnehmer und Interessenten der GITeinen interessanten Nachmittag und Abend verbringen.

Gegen Ende des 3. Jahres ihrer Tätigkeit als Barterorganisation führt GITbereits 300 Mitgliederkonten. Durch Informationstransfer und Betreuung können Zusatzumsätze für die Teilnehmer im In- und Ausland realisiert werden. ■

Hallo, meine Lieben!

Ich bin leider krank, wir können erst das nächste Mal wieder plaudern.

GrazalsWachstumsmotorfürdieRegion

ger stellte Rolf Böhme, langjähriger und erfolgreicherOberbürgermeistervon Freiburg im Breisgau (Baden Würtemberg), mögliche Ansätze einer zukunftsorientierten Wirtschaftspolitik dar.

beitsplätze für Graz“, konkretisiert Walter Ferk sein Maßnahmenbündel.

Freiburgs Oberbürgermeister Rolf Böhme und SP-Bürgermeisterkandidat

Walter Ferk

Im an wirtschaftspolitischen Themen mehr als sparsamen Wahlkampf zur Grazer Gemeinderatswahl punktet nun die SPÖ mit ihrer Initiative „Perspektiven sozialdemokratischer Wirtschaftspolitik in Stadt und Land“. Auf Anregung und Einladung des SPÖ-Hoffnungskandidaten Günter Getzin-

Bürgermeisterkandidat und Grazer SPÖ-Chef Walter Ferk fordert in seinem Eröffnungsplädoyer die Stärkung der Klein- und Mittelbetriebe. „Die Kleinund Mittelbetriebe sind das Fundament des Wirtschaftsstandortes Graz. Mit gezielter Förderung muss die Stadt diese wirtschaftliche Basis stärken,“ betonte Ferk. Durch den Abbau bürokratischer Hürden mit finanziellen Anreizen, durch die Erlassung von Gebrauchsentgelten, die die Stadt einhebt etc.

„Mein Ziel für die kommende Gemeinderatsperiode ist: 1000 neue Unternehmen und damit 3.500 Ar-

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Profunde Unterstützung erhielt Walter Ferk von Rolf Böhme, der anschaulich referierte, wie es der 210.000 Einwohnerstadt Freiburg gelungen mit verkehrs- und wirtschaftspolitischen Entscheidungen, die weit in den regionalen Umraum ausstrahlen, die Stadt vor Abwanderung zu bewahren und als Wirtschaftsmotor für die Region zu etablieren.

KongeniallegtediejungeSPÖ-Gemeinderatskandidatin Mag. Susanne Bauer Böhmes Analyse auf Grazer Verhältnisse um. Fazit: Graz muss noch mehr wirtschaftlicher Wachstumsmotor für die Region werden.

20 Klipp Jänner 2003
Dr. Günther Getzinger: „Stärkung des Wirtschaftsstandortes Graz“ Fotos:Kolaric
„Vorausschauende
GRAWE-Chef Ederer Eure Lilly Lilly Lotterblume

Wichtiger Stützpunkt

Zu Zeiten, als die Gastarbeiterroute durch die Steiermark noch die gefürchtetste Verkehrsstrecke nach dem Südosten Europas war, landeten viele Opfer von Unfällen im Krankenhaus Kalwang, das von der Allgemeinen Unfallversicherungs Anstalt (AUVA) dort seit 22 Jahren betrieben wird. Diese Zeit ist zum Glück Vergangenheit, doch das Spital in Kalwang hat in der Zwischenzeit andere wichtige Aufgaben für die Gesundheitsversorgung übernommen. Mit seinen 71 Betten und 180 Mitarbeitern, darunter 23 Ärzte, ist es vor allem ein Spezialspital im Bereich von Berufskrankheiten und deren Rehabilitation. Die Bettenauslastung liegt bei knapp 90 Prozent, und die Ambulanz behandelte allein 9.500 Fälle. Knapp 3.200 Patienten wurden stationär aufgenommen, wobei die durchschnittliche Verweildauer von den AUVAVerantwortlichen mit 7,2 Tagen angegeben wird. Die Gesamtkosten für das Krankenhaus, das mit modernster Medizintechnik ausgestattet und für das Liesingtal einer der größten Arbeitgeber ist, belaufen sich auf 16,5 Mio. Euro im Jahr. ■

Mit einem Gesamtvolumen von mehr als 22 Millionen Euro hat KNAPPseinen bisher größten Auftrag seit Firmengründung erhalten. Rechtzeitig zum 50-jährigen Firmenjubiläum der

sten Halbjahr 2003 gestartet. Die Inbetriebnahme des ersten Lagers ist für Herbst 2003 geplant. Die Umsetzung dieses Großprojektes wird also mindestens bis zum Jahr 2006 dauern.

US-Großauftrag für KNAPP zum Fünfziger

KNAPPLogistik Automation GmbH konnte das Unternehmen den größten Auftrag in der Firmengeschichte an Land ziehen. Für AmerisourceBergen – den größten US-PharmaHändler – wird KNAPPin den nächsten Monaten Aufträge in der Höhe von insgesamt 22,5 Millionen US-Dollar, also rund 22,6 Millionen Euro, umsetzen. „Amerisource hat sich für KNAPPentschieden, weil wir gerade im Pharmabereich auf dem Gebiet der Kommissioniertechnik Know-how-Führer sind“, freuen sich die Geschäftsführer DI Karl Freudelsperger und DI Eduard Wünscher. Insgesamt rüstet KNAPPmindestens neun (Option auf bis zu 13) Pharmalager in allen Teilen der USAmit KNAPP-Kommissioniertechnik aus. Mit der Produktion wird im er-

AmerisourceBergen mit Sitz in Pennsylvania/USAist mit einem Umsatz von $ 35 Milliarden und 13.000 MitarbeiterInnen der größte Pharmagroßhändler in den Vereinigten Staaten.

Die KNAPPLogistik Automation GmbH ist einer der international führenden Hersteller im Bereich der Lagerlogistik und Automatisierungstechnik. Mit einem Exportanteil von 98 Prozent rangiert KNAPPunter den Top20-Anbietern auf dem Weltmarkt. Im laufenden Geschäftsjahr plant KNAPPeine Umsatzsteigerung auf EUR 115 Millionen (EUR 108 Mio./2001). Das entspricht einer Steigerung von 8%. Die Anzahl der MitarbeiterInnen wurde bereits auf über 1.000 erhöht. ■

21 Klipp Jänner 2003
AUVA-Direktor Rudolf Mayer Fürhrungsduo Karl Freudelsberger und Eduard Wünscher

Die Firmenpleiten 2002 sind mit einem schwachen Anstieg von 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr relativ stabil geblieben. Ein achtbares Ergebnis, denn in einer Zeit des schlechten Wirtschaftswachstums

Milliarden Euro.

21 Pleiten pro Arbeitstag

Österreichs Wirtschaft resistent – für 2003 kein Anstieg der Pleiten zu erwarten

legte Deutschland um immerhin 30 Prozent zu. Entwarnung will Hans-Georg Kantner, Leiter der Insolvenzabteilung des Kreditschutzverbandes (KSV), aber noch nicht geben: 5.254 Firmen mussten 2002 ihren finanziellen Zusammenbruch erleben, das waren 21 Pleiten an jedem Büroarbeitstag. Damit hinterließen sie einen Schuldenberg von 3,5

Die Prognosen für 2003 sind laut KSVnicht gerade rosig. DieWirtschaft wird wahrscheinlich erst ab der Jahresmitte frischen Wind verspüren. Wenn die Zinsen weiterhin so niedrig bleiben, muss nicht mit einer Insolvenzwelle à la Deutschland gerechnet werden. Erwartet wird eine Größenordnung wie 2002. Johannes Nejedelik, der Geschäftsführer des KSV, wünscht sich für das neue Jahr von der Bundesregierung verschärfte strafrechtliche Untersuchungen aller Insolvenzfälle auf deren Ursachen. 300 bis 350 Insolvenzen seien jährlich wegen Tatbeständen wie Betrug, Untreue oder betrügerische Krida vorsätzlich herbeigeführt worden, vermutet der KSV. Nur 69 wurden jedoch verurteilt. ■

Salomon realisiert Logistikzentrum

SalomonAutomation stattete inAschbach ein vollautomatisiertes Logistikzentrum für den Milchriesen Berglandmich aus. Entstanden ist ein 5-gassiges Hochregallager mit umfassender und ausgeklügelter Fördertechnik, u.a. kommen auch fahrerlose Transportsysteme zum Einsatz. Die Ausmaße dieses Stan-

Wirtschaftskammer hat neue Personalchefin

Mit der 35-jährigen Dr. Silvia Lind-Leitner steht die künftige Leiterin der Personalabteilung der steirischen Wirtschaftskammer fest. Sie ist in dieser Funktion mit 1.1.2003 dem bisherigen Personalchef, Dr. Ernst-Mario Thonhauser, nachgefolgt. Die Juristin mit Schwerpunkt Arbeitsrecht ist seit 1989 in der sozialpolitischen Abteilung der Wirtschaftskammer tätig. Für die zweifache Mutter ist der Wechsel innerhalb der Wirtschaftskammer ein Zeichen großen Vertrauens und eine besondere Herausforderung. „Den Reformweg fortsetzen und erfolgreich zu Ende führen“ sieht Lind-Leitner als wichtigste Schritte der nächsten Zukunft. ■

dortes lassen sich besser einschätzen, wenn man weiß, dass derzeit 240 Millionen Kilogramm Milch zu Trinkmilch, Topfen, Butter und Frischkäse verarbeitet werden. Diese „Milchdrehscheibe Österreichs“ deckt mit rund 15.000 Tonnen Butter rund 45% des Butterbedarfs des österreichischen Marktes ab. ■

Immer einen Schritt nach vorn

Als es vor Jahren darum ging, Speisereste und Müll nach sinnvollen, ökologischen Gesichtspunkten zu trennen und diese damit einer Wiederverwertung zuzuführen, machte er sofort mit: Kommerzialrat Anton van Heesen, in Graz und der Steiermark McDonald’s-Mann der ersten Stunde, war immer aufgeschlossen für Neues und zeigt viel soziales Verständnis: „Das habe ich von meinem Eltern mitbekommen.“ Sein Engagement für krebskranke Kinder, die Unterstützung von Benachteiligten, sein Gespür für sympathische, positiv besetzte Marketingauftritte im Namen von McDonald’s, ob für den Sport, für die Gesundheit (Kampf gegen Drogen), die Kultur (Sponsoring von Ausstellungen), sind nur einige Beispiele dafür. Eine derartige Bereitschaft, als Unternehmer „öffentlich zu helfen“, dabei auch ohne Scheu seine politische Überzeugung

klar darzulegen und in seinem ganzen Wirken bescheiden zu bleiben, dies ist so oft anzutreffen wie Michaeil Gorbatschow in Graz in der Stadthalle. Diese „Vorzeichen“ machen klar, warum die Stadt Graz Kommerzi-

alrat Anton van Heesen mit dem Preis Agenda 21 auszeichnete. Es handelt sich dabei um den ehemaligen Umweltschutzpreis der Landeshauptstadt, der zeitgemäß umgewidmet worden ist. Die Vergabe erfolgte durch eine hochkarätige Jury, in ihr vertreten unter anderen Exponenten der Stadt und des Landes, der Kammern, Interessenvertretung, KR DI Dieter Eigner WikaVize, AMS Mag. Karlheinz Snobe, Landeshygieniker HR Dr. Michael Köck, Wika Abfall Dr. Hans Jaklitsch, DI Gerhard Egger (Wirtschaftsbetriebe der Stadt), Umweltanwalt des Landes HR Dr. Oswald, Naturschutzbeauftragter Dr. Wolfgang Windisch, Univ.-Prof. Dr. Hans-Ludwig Holzer, Dr. Walter Fiala von der Ärztekammer. Mit Univ.Prof. Dagmar Grage ist van Heesen der einzige Preisträger in der Kategorie Leistung Einzelner. „Ich freue mich klarerweise, aber ich bin ein ganz kleines Rädchen“, wehrt van Heesen ohne Koketterie Komplimente ab. ❑

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Bgm. Alfred Stingl und Vizebgm. Peter Weinmeister nehmen Sieger Anton Heesen und seine Tochter in die Mitte Schema des hochtechnisierten Milchverarbeitungsstandortes.

Coverstory

Kulturrekord: 80.000 Neugierige stürmten die Innenstadt

Wer hätte das gedacht?

Graz liegt im Kulturjahrfieber, und Europa feiert mit

Man muss sich mit Armin Assinger geschlagen geben: „Damit haben S’ net g’rechnet.“ Graz ist Kulturhauptstadt Europas, und das sogar allein. Eine Provinzstadt im Konzert der Großen wie Paris, Amsterdam oder Berlin. Noch dazu, wo Österreich, als die Idee geboren wurde, noch nicht einmal Mitglied der Europäischen Union war. Wer in Stadt und Land hätte 1988 geglaubt, dass aus dem mutigen Vorstoß in die erste Reihe Parkett je etwas würde? Nur die 2003-Väter, Helmut Strobl und Alfred Stingl.

Seit 1. Jänner läuft der Gegenbeweis: Die zurückhaltende „heimliche“ Kulturstadt lernt fliegen – mit ca. 1.000 Einzelveranstaltungen – und feiert ihre Kür

ein ganzes Jahr lang. Auftakt: das Neujahrskonzert vor einem für Graz sonst unerreichbaren 65-Millionen-Publikum. Nikolaus Harnoncourts Friedensbotschaft und ein filmisches Graz-Portrait gingen um die Welt. Publikumsansturm und Begeistung beim Openening am 11. Jänner: Endlich war 2003 sichtbar geworden, mit japanischem Feuerwerk, Murinselstart und einem wahren Ausstellungs- und Bühnenparcours. Nicht zuletzt der 3sat-Gala-Abend mit Désirée Nosbusch aus der neuen Stadthalle. 2003-Intendant Wolfgang Lorenz brachte – dank seiner Medienkontakte und eines 57-Millionen-Euro-Budgets – einen Stein ins Rollen, der sich seit 30 Jahren so nicht mehr bewegt hat.

© Graz03
© Kolaric „Die schiefe Kirche von Graz“, sie ist das erste „Opfer“ des Fotografen im Kulturjahr 2003 bei der Eröffnung
© Graz03 © Kolaric
LH Waltraud Klasnic. beim Toast. Helmut Strobl mit Noch-Bürgermeister Alfred Stingl (nicht im Bild) waren die beiden Initiatoren für das Kulturjahr.

Die nächsten 2003-Highlights

Ein bisher nicht gekannter Besucheransturm am Eröffnungswochenende: Mit mehr als 80.000 Besuchern war die Innenstadt gerammelt voll. Spürbar die Begeisterung für den fulminanten Start, der mit Hurra-Rufen beim Einsetzen des japanischen Feuerwerks quittiert wurde. Menschentrauben an den Musikbühnen am Haupt-, Mariahilfer-, Färber-, Tummel- undAndreas-Hofer-Platz. Tausende Besucher, die mit zunehmender Kälte immer stärker in Richtung Hauptbrücke und Murinsel drängten. Dort war bald kein Durchkommen mehr: Von einem Ende der Hauptbrücke zum anderen braucht man gute 20 Minuten. An der Belastungsgrenze nach seiner Öff-

Ein 57-Mio.-Euro-Budget und seine Nachhaltigkeit

„Wir haben keine beliebige internationale Einkaufspolitik betrieben“,betont Intendant Wolfgang Lorenz.„Die überwiegende Anzahl unserer Projekte ist original für Graz,meist mit Grazern und Steirern entwickelt worden.Etwa 80 Prozent der Projekte haben ihreWurzeln in Graz und der Steiermark.“ Für die Durchführung des 2003-Programms wurde eine Organisationsgesellschaft mit beschränkter Haftung gegründet,die mit 50 Mio.Euro an öffentlichen Geldern ausgestattet ist.Zwei Drittel davon gehen ins Programm,nicht weniger als ein Drittel ins Marketing.Das Gesamtbudget für 2003 liegt bei 57 Mio.Euro.Davon kommen je 18,2 Mio.von der Stadt Graz und dem Land,14,5 Mio.vom Bund und 1 Mio.von der EU.An Einnahmen und Erlösen erwartet sich Lorenz rund 1,1 Mio. Euro.Die Kosten des Betriebs will der Intendant möglichst aus Sponsorengeldern aufbringen.Seine Einschätzung dafür liegt bei 3,6 Mio.Euro (50 Mio.Schilling). Papier ist geduldig,gerade bei Prognosen.Wie wird 2003 Graz wirtschaftlich beleben? Eine Frage,der Joanneum Research nachging.Nach den Berechnungen betragen die messbaren ökonomischen Impulse im Zeitraum 1999 bis 2004 mehr als 120 Mio.Euro.Längerfristig sind jährliche Benefits von 15 Mio.Euro zu erwarten. Dem Tourismus soll das Kulturhauptstadt-Jahr eine Nächtigungssteigerung von 5 Prozent bringen.1,5 bis 2 Mio.Tagesbesucher werden 2003 erwartet.

gierter Perspektive (bis 30. 11. 2003). Unterirdische Räume erschließt der 3-beckige Brunnen des renommierten Künstlers Erwin Wurm. Standort: Kaiser-Franz-JosefKai/Sackstraße. Die indirekte Beleuchtung und scheinbar grenzenlose Ausdehnung der Becken zieht den Blick des Betrachters in unterirdische Hallen (ganzjährig).

von C. Pavese, G. Eich, H. Broch, Ovid und Vergil. Gleichzeitig Klangprobe für die neu errichtete Helmut List Halle. Schwere Musikkost mit futuristischem Bühnenleben, für das Stararchitektin Zaha Hadid veranwortlich zeichnet (noch am 17. u. 18. 1. 2003 um 20 Uhr).

nung der Mursteg. Er schwang unter der nachdrängenden Menschenlast nicht nur auf und ab, sondern wohl erstmals seit seiner Errichtung auch seitwärts. – Eine Stadt im positiven Ausnahmezustand. Und der soll auch nach dem Eröffnungsfest erhalten bleiben. Hier einige Highlights der ersten 2003-Monate.

Schattenobjekt Uhrtum/Marienlift/Wurmbrunnen

Markus Wilfing verpasste dem Uhrtum einen Zwilling. Eine verwirrende, dunkle Installation, die unsere Wahrnehmung von der Wirklichkeit in Frage stellt. Zugleich gemahnt das dunkle Abbild an die Geschichte des Grazer Wahrzeichens von den Napoleonischen Kriegen bis zur NS-Zeit (ganzjährig).

Richard Kriesches Marienlift verspricht für nur 1 € eine Himmelfahrt der besonderen Art. Aug’, in Aug’mit der Marienstatue erlebt der Besucher die Innenstadt aus privile-

„Begehren“

Musiktheater von Beat Furrer nach Texten

„M-ars – Kunst und Krieg“

Ist Kunst friedlich, oder liegen nicht in der Kulturentwicklung Momente, die auf Krieg

Klipp Jänner 2003
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Graz03
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Der „TwinTower“, wohl das auffälligste Zeichen dafür, dass Graz im „Ausnahmezustand“ ist.
Kolaric

zutreiben? Gewalt ist allerorts in das Gewebe unserer Zivilgesellschaft eingewoben. Von der Mode bis zur Pop-Musik, von den Produkten bis zu den Programmen ist Gewalt Bestandteil der Alltagskultur geworden (bis 26. 3. 2003, Neue Galerie).

Joze Plecnik und Ljubljana

Die unkonventionelle Persönlichkeit und der architektonische Beitrag Plecniks für seine

Kunsttaxi: Sie sind die auffälligsten Werbeträger im Straßenbild

Heimatstadt stehen im Mittelpunkt der Ausstellung im Grazer Stadtmuseum. Die 400 m2 Ausstellungsfläche sind eine riesige Folie von Ljubljana aus der Luft. So geht man faktisch durch die slowenische Hauptstadt und besucht alle 25 Objekte des Otto-Wagner-

Wie der Kultur-Coup

gelang

Hartnäckigkeit lohnt:im drittenAnlauf.1998 bekam Graz denTitel „Kulturhauptstadt Europas 2003“ zugesprochen.Den Anstoß für eine Bewerbung von Graz um Aufnahme in den Reigen der Kulturhauptstädte Europas (ins Leben gerufen von der griechischen Kulturministerin Melina Mercouri 1985) liefert der InnsbruckerVolkswirt Clemens August Andreae.Graz habe,gerade weil Salzburg ohnehin Festspielstadt sei,Innsbruck den Wintersport habe und Wien (aus der Sicht von 1988) mit Budapest die Expo veranstalte,gute Chancen,sich um denTitel der Kulturhauptstadt zu bewerben. Worte, die beim Grazer Kulturstadtrat Helmut Strobl nicht ohne Wirkung blieben, obwohl Österreich ja damals noch nicht EU-Mitglied war.Über den damaligenAußenminister Alois Mock stellte die Stadt Graz 1988 den ersten Antrag,der ihr aber 1993 nur einen europäischen Kulturmonat bescherte.„Damals glaubten wir,das war es“, so Strobl heute.Trotz „fehlender Dynamik,fehlender Visionen und fehlendem Herzblut“,wie Martin Behr (Salzburger Nachrichten) den an 800Veranstaltungen reichen Kulturmonat empfand,wurde man in Brüssel auf Graz aufmerksam.Doch auch die zweite Bewerbung scheiterte:Stockholm (1988) und Weimar (1999) wurden Graz vorgezogen.Nach einer 9er-Bewerbung fürs Jahr 2000 (von Prag,Brüssel und 7 weiteren Städten),wo Graz sich glücklicherweise nicht als letztes Rad am Wagen bewarb,kam die heiße Phase,die auch Städten der „zweiten Reihe“ eine Chance gab. Nach Rotterdam und Porto (2001) bzw.Brügge und Salamanca (2002) griff Graz zusammen mit St.Petersburg nach demTitel für 2003.In der Bewerbung hieß es:„Graz liegt seit Jahrhunderten am Schnittpunkt der europäischen Kulturen.Die multikulturelle Tradition,die den Charakter der Stadt seit Jahrhunderten prägt,wird in Graz heute als Fundament seiner kulturellen und politischen Identität verstanden.“ – Recht schöne Worte,denkt man an die rassistische Begleitmusik bei Themen wie Drogen, Bettler ...Und wäre Russland EU-Mitglied gewesen,hätte die Brüsseler Entscheidung vermutlich anders ausgesehen.So wurde der Grazer Konkurrent abgelehnt und bloß mit einem Kulturmonat bedacht.Die verständlicheVerstimmung der Kunstmetropole St.Petersburg wusste Alfred Stingl in vielen Kontakten zu entschärfen und zu einer weit reichenden Kooperation im Grazer 2003-Programm umzumünzen.

Schülers. Der rote Faden der Ausstellung beginnt in Plecniks Arbeitszimmer und führt von Werk zu Werk bis in seinen Garten. Filmisch präsentiert wird ebenfalls Plecniks Opus in Wien und Prag (bis 30. 3. 2003, Stadtmuseum).

Erinnerungen an die Menschheit

Das Projekt „Eine Welt von Günter Brus“ präsentiert alle erhaltenen Originalfragmente des Bühnenbildes zum Theaterstück „Erinnerungen an die Menschheit“ von Gerhard Roth, das 1985 in Graz uraufgeführt wurde. In der einmaligen Kulisse des Doms im Berg stehen nun die 28 bewusst fragmentarischen BildSzenen für sich und haben eine sehr weit gehende Vernunfts- und Wissenschaftskritik zum Thema (bis 23. 2. 2003, Dom im Berg).

Drei Jahrhunderte russischer Musik Valery Gergiev und das Mariinsky Theater

Mit Werken von D. Cimarosa, Peter I. Tschaikowski, Igor Strawinsky u. a. bietet der russische Star-Dirigent Valery Gergiev einen Einblick in die russische Musik des 18.–20. Jahrhunderts. Unter seiner Leitung gastieren Solisten, Chor, Orchester und das Kirov-Ballett des Mariinsky-Theaters aus St. Petersburg in Graz. „La Cleopatra/Oedipus Rex“ am 12. 2. 2003, „Mazeppa“ am 15. 2., „Pique Dame“ am 11. 2., „Matinée“ am 23. 2. 2003, Opernhaus Graz.

Klipp Jänner 2003
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Schrille, aber gelungenes Eröffnungsspektakel im Opernhaus
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Hauptbahnhof Graz: Inposante Begrüßungsbild

Inge Morath: Grenz.Räume

Mit dem Projekt „Grenz.Räume“ hat sich die 1923 in Graz geborene weltberühmte Fotografin erstmals auf Spurensuche nach der eigenen Herkunft begeben. Eine mehrschichtige Zeitreise – geografisch, autobiografisch und kulturell, für die Morath selbst das Bindeglied abgab. So wie sie auch in ihren Arbeiten für internationale Magazine und Agenturen (Magnum, Life, Paris Match, Vogue) nie spektakuläre Ereignisse interessierten, wandte sie sich in der Suche nach der eigenen Herkunft den menschlichen Aspekten und dem Alltagsleben zu.

Ausstellung:

Grenz.Räumen. 30. 1.–2. 3. 2003, Künst-

dien subjektive Reportagen produzierten. Ausstellungsort ist das Stollensystem des Schlossbergs, in dem während des 2. Weltkrieges 50.000 Grazer Zuflucht fanden (vom 21. 3. bis 28. 9. 2003, Stollensystem Schlossberg).

Wolf Haas: Das ewige Leben

Der erfolgreichste (und beste) österreichi-

stadt einen geheimnisvollen Fall lösen (Erscheinungstermin: Februar 2003).

Psalm 2003

Drei Religionen begehen im März und April ihre großen Feste: die Christen Ostern, die Juden Pessach und die Muslime Aschura. „Psalm 2003“ lädt zum Mitfeiern ein (5. 3.–27. 4. 2003. Orte: Grazer Dom, Franziskanerkirche, Heilandskirche, List-Halle u. a.)

Siebzehn Grazer

Kulturbezirke

Die Grazer Bezirke kochen auf, stellen aus, spielen, schreiben, präsentieren sich als Orte der Begegnung. Die Innere Stadt als Ort der Stille. Leonhard verwandelt die Sinne, Geidorf baut Baumhäuser, Lend zeigt die Arbeitswelt, Gries kocht Grießkoch, Jakomini präsentiert die Grazer Küche, Liebenau und Puntigam ehren Johann Puch, St. Peter besucht St. Petersburg, Andritz ist Andritz u. v. m. (ganzjährig).

sinnlos

lerhaus, Film: „Inge Morath – letzte Rückkehr an die Grenze“ in ORF und 3sat.

Berg der Erinnerungen

GrazerInnen erinnern sich. Was in die große Geschichte kaum Eingang findet, steht bei dieser Ausstellung im Mittelpunkt. Die Grazer Bevölkerung stellte persönliche Erinnerungsstücke zur Verfügung, und zwar zu den Themenbereichen Ereignisse des 20. Jahrhunderts und Alltagskultur. Am 3. Themenbereich, aktuelle Fragen, arbeiteten spezielle „action scouts“, die mit audiovisuellen Me-

sche Krimischreiber präsentiert sein Auftragswerk für 2003: „Das ewige Leben. Brenners letzter Fall“. Brenner, laut Haas ein „eher phlegmatischer Typ, vergrübelt bis zur Migräne“, stammt aus dem Bezirk Puntigam und muss, bevor er für immer in die Frühpension abtaucht, just in seiner Heimat-

Die Gesellschaft hat viele Barrieren, und sie arbeitet hart daran, sie aufzubauen. „sinnlos“ thematisiert die Methoden der Be- und Verhinderung im täglichen Leben, in der Kunst und Gesellschaft (ganzjährig, im öffentlichen Raum, Dom im Berg, Künstlerhaus, Radio Helsinki).

Minicosmos: Auch für Kinder gibt es attraktive „Spielecken“

27 Klipp Jänner 2003
Das Ensemble des Theater am Bahnhof - heftig beklatscht vom prominenten Eröffnungspublikum
© Graz03
© Graz03 © Graz03 Kunsthaus - Aus der Not eine Tugend: Seine Fertigstellung im Herbst macht es möglich, dass die letzten Monate mit einem Paukenschlag eingeläutet werden.

Mankellhaftes Rührstück „Butterfly

Blues“

Reif für die Insel?

Bitte (noch) warten

Unüberschaubar war das Gedränge bei der MurinselEröffnung im Rahmen des großen Graz 2003-Eröffnungs-

wochenendes. Erst stauten sich Promis von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel abwärts, anschließend durfte auch die Grazer Bevölkerung das Meisterwerk von Vito Acconci (nach einer Idee von Robert Punkenhofer) stürmen. Ebenso groß war jedoch

Der Grund dafür ist freilich ein einfacher. Auf der „Plaza des neuen Millenniums“ (O-Ton Acconci) wird schon wieder eifrigst gearbeitet, schließlich ist der „17. Grazer Stadtbezirk“ noch lange nicht fertig. Erst am 1. März wird die Insel in ihrem vollsten Glanz erstrahlen – Kinderspielplatz, Amphitheater (im Sommer vom Theater im Bahnhof bespielt) und Café inklusive. Für letzteres wird übrigens noch ein Name gesucht. Axel Schauperl, von Arthur Sorger mit der Geschäftsführung beauftragt, schwenkt angeblich noch zwischen „Vito“ und „La Mur“. Wir tippen auf „Vito“ – heißt so nicht auch schon ein feines Gebäckstück in den Sorgerschen Kaffeehäusern.

bei manchem die Enttäuschung, als er sich am darauffolgenden Montag „die Insel geben“ wollte. Denn da hieß es plötzlich wieder: „Zutritt verboten!“

Übrigens: Wem irische Biere lieber als Grazer Sweets sind und dennoch nicht auf das 03-Gefühl verzichten will, sollte einmal im Innenstadt-Pub „Dizzys“ vorbeischauen. Dort wird nämlich ab sofort ein eigenes 03-Guiness kredenzt. ■

Angekündigte Sensationen finden meist nicht statt.Ein Wiener Publikum hätte das hoch- gepushte Rührstück um das Flüchtlingsschicksal einer jungen Afrikanerin schon nach 20 Minuten ausgepfiffen und den Saal verlassen.Das Grazer Publikum harrte aus wie die Eltern bei einem Schülertheater,in falschem Respekt vor dem Namen Henning Mankell.So wichtig das Thema gerade für Graz ist,so oberlehrerhaft-rührselig kam es rein textlich daher.Nach dem Muster eines Stationentheaters will die Gemeinschaftsproduktion des Teatro Avenida und des Schauspielhauses Graz alles erzählen:vom Aufbruch der jungen Anna,ihrer Überfahrt nach Europa,wo sie fast ertrunken wäre, über die Nicht-Aufnahme hierzulande und ihr Leben als UBoot.An Klischee und Schwarz-WeißMalerei ist dabei kein Mangel.Auch wenn das die Realität durchaus treffen mag,machen böse Beamte,listige Schlepper und gute Schwarze noch kein Stück.Das,was von der Bühne – in gehetzter Darstellung – herüberkam,wissen Tageszeitungen und Reportagen packender,genauer und härter zu berichten.Der blaue Schmetterling „Hoffnung“,der im Stück die Überfahrt nicht überlebt,ist auch in dieser Nacherzählung des bereits Bekannten,die Literatur sein will, eine Totgeburt.Dabei mangelt es nicht an Stoff,den man den anwesenden Repräsentanten von Staat,Kirche,Wirtschaft und Medien hätte vor die Nase setzen können.Man denke nur an die skandalöse „Aufarbeitung“ des Falles Omofuma. Andere Theater wissen besser zu selektieren und lesen Textbücher kritischer.Etwa das Stadttheater Stuttgart,wo „Dirty food“,ein Stück um eine illegal arbeitende Küchenbrigade,bereits in die 500ste Vorstellung geht.Ein Thema,das auch in Graz gegriffen hätte,wenn man an die Ermittlungen rund um den Glockenspielkeller denkt....(fit) ?

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Autor Henning Mankell
Am 1. März eröffnet die Murinsel „richtig“
Auf der Murinsel wird Tag und Nacht gearbeitet – ab 1. März gehört sie wirklich allen Grazern. von Bernd Hadler
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Foto: Kolaric
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Sonderthema

Wie Architekten wohnen Ein Blick hinter die Kulissen Baufinanzierung

Damit der Traum nicht zum Albtraum wird

Die Finanzierung für Wohnung und Haus

Tipps zum Innenausbau Der Kachelofen

Die Fliesenverlegung

Bauen mit Feng Shui

Wir alle müssen irgendwo wohnen. Manche von uns haben viele Quadratmeter zur Verfügung, manche nur wenige. Viele sind glücklich in ihren vier Wänden, auch wenn sie es gerne größer hätten, manche bleiben aber immer Suchende. Jeder von uns hat spezielle Vorstellungen und Wünsche, was das Wohnen betrifft. Leider haben wir nicht alle die Möglichkeiten, nach unseren Träumen und Wünschen zu wohnen.

Oft erkennen wir aber auch die Möglichkeiten nicht, denn mit Fantasie kann man dem Traum näher kommen. Dazu gehört allerdings der Mut, diese Vorstellungen zu realisieren. Wände lassen sich durchbrechen, Zimmer verbinden, vergrößern, verkleinern, umgestalten, die Küche zum Schlaf- oder Kinderzimmer umbauen, das Wohnzimmer mit der Küche sozusagen fusionieren. Auch Möbel, anders aufgestellt, verändern das Bild oft ganz entscheidend. Die Devise heißt einfach weg vom gewohnten Denken, dann lässt sich vieles verändern und verbessern.

Wir alle wohnen Wir alle wohnen

Beilagezum Herausnehmen vonS.29–56

Foto:Kapo

Hans Gangoly: „Beim Planen von Wohnhäusern ist es für mich wichtig, die Bedürfnisse zu erkennen und neue zu wecken. Ich bin dann zufrieden, wenn jemand sagt: Ich könnte mir niemals mehr vorstellen, so zu wohnen wie früher.“

zipiert. Man hat hier zwei große, klare Flächen, die miteinander durch eine die Mauer entlang verlaufende, offene Schlitzöffnung verbunden sind, wodurch das Licht ausgetauscht wird. „Für mich hat das Haus konkrete Aufgaben. Es stellt den Rückzugsort dar. Es bietet Erholungsmöglichkeiten in Bezug auf mich allein, aber auch hinsichtlich unseres Freundeskreises. Das Haus Gangoly hat

Der Architekt wohnt es vor

Architekt Hans Gangoly hat vor fünf Jahren in Graz-St. Peter für seine Frau und sich ein 112 m2 großes Haus auf zwei Etagen gebaut, damit haben die beiden

ihren Wohntraum erfüllt. „Unser Haus ist nicht groß, aber es befriedigt alle unsere Platzbedürfnisse.“ Das Haus ist für einen Haushalt ohne Kinder kon-

keine repräsentative Aufgabe. Wir haben zwei Wohnzimmer: eines, das wir mit Freunden und Besuchern teilen, und ein privates.“ Diese zwei Wohnzimmer

sind ganz unterschiedlich ausgestattet. Während man im unteren Wohnbereich auf Parkettboden schreitet, werden die Fußsohlen im oberen Bereich durch gepolsterte Lederfliesen verwöhnt.

Die Wände sind größtenteils aus Glas und geben einem das Gefühl, dass man im Garten sitzt. Vom Energieverbrauch her ist das Haus so angelegt, dass die Sonne gespeichert wird, damit die Gangolys Energie sparen und damit äußerst umweltbewusst vorgedacht haben.

„Ob es um mein Haus oder um Häuser, die ich für andere Menschen plane, geht, ich versuche Räume zu schaffen, die langfristig interpretierbar sind und unterschiedliche Stimmungen erzeugen. Unser Haus hat viel Glas, und wir erleben jede Veränderung der Natur mit.“

30 Klipp Jänner 2003
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Ein Haushalt ohne Kinder geplant. „Wir erleben jede Veränderung der Natur mit.“ 112 m2 Wohnfläche auf 2 Ebenen. „Wir haben ein Wohnzimmer für Freunde und Besucher und ein privates.“ Foto:Kolaric Fotos: Gangoly (3)

Nordische Gemütlichkeit

Ein gutes Beispiel dafür ist die Wohnung der Grazer Architektin Susanna Ahvonen, einer gebürtigen Finnin. Sie wohnt mit ihrem Mann – ebenfalls einArchitekt – und drei Kindern in einem 1942 erbauten Mehrparteienhaus in St. Peter. Architektonisch gesehen ein einfaches Haus. Ein solider Bau mit mittelgroßen Fenstern, ohne Balkon. Vor etwa 13 Jahren hat sich das Paar zuerst eine kleine Wohnung im Erdgeschoss des Hauses gekauft. Später, als die Kinder zur Welt kamen, kauften sie die leer gewordene, symmetrisch angelegte Wohnung dazu. Mit dem Wachsen der Familie vergrößerte und veränderte sich auch die Wohnung. „Wir haben beide Wohnungen miteinander verbunden. Das Haus haben wir dreiseitig mit einer Terrasse eingefasst. Einige der Fenster wurden durch Türen ersetzt, sodass wir aus allen Wohnräumen einen Zugang zum Garten haben.Außerdem bekam die Wohnung dadurch viel mehr Licht.“ Fast alle Zimmer sind durch Schiebetüren verbunden, was mehr Platz

bedeutet. „Platz ist uns sehr wichtig. Es muss viel freie Fläche da sein. Vor allem mussten der Wohn-, Ess- und Kochbereich ineinander fließen. Und es soll alles praktisch und funktionell, leicht zu putzen sein. Wir führen ein Leben mit Kindern, und es ist wichtig, alleAbläufe, die auchArbeit und Haushaltspflichten beinhalten, zu optimieren.“ Viele Möbel, wie Kommoden, Beistelltische, Vitrinen und Ähnliches, gibt es hier nicht. Abgesehen von Kinder- und Schlafzimmer gibt es

eine durch zwei Öffnungen unterbrochene Mittelmauer, die von allen Seiten mit einem Einbauelement eingefasst ist. Küchenseitig sind Garderobe und Geschirr untergebracht und wohnzimmerseitig eine Bücherwand mit integriertem Kamin. Susanna Ahvonen: „Die wenigen Möbel, die wir haben, haben wir aus Finnland mitgebracht. Was hier Thonet ist, ist in Finnland Alvor Aalto, ein Klassiker. Einiges haben wir selbst entworfen, und den Rest haben wir bei Ikea gekauft.“

Ca. 500 m2 Grund in sonniger Westhanglage. Es ist voll unterkellert, hat E-Heizung und eine Doppelgarage. Entspannen kann man sich vor dem Kachelofen, im Wintergarten oder in der Sauna.

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Ein Wohnhaus der Luxusklasse: Bad und Sauna bilden eine homogene und kompakte Einheit. Das Bücherregal verändert sich in der Küche zum Geschirrschrank. Das Wohnzimmer ist auch Platz zum Musizieren und zum Herumtoben. Der Essbereich wird durch zwei große Fenster ideal ausgeleuchtet. Fotos:Kolaric (3) Foto:Ahvonen
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... wie ein roter Faden

Am Anfang steht die Planung. Eine gute Planung braucht Zeit. Zeit, die Sie sich nehmen sollten, denn jede Fehlentscheidung zieht sich wie ein roter Faden durch den Wohnhausbau und kostet viel Geld.

Vergessen Sie nicht: Wenn Sie ein Haus bauen wollen, müssen Sie in größeren Zeiträumen denken und planen (5–10 Jahre). Das heißt etwa: Selbst wenn es Ihnen auch heute

aller Betroffenen. Wollen wir ruhig wohnen, oder ist buntes Treiben wichtiger?

Sind öffentliche Verkehrsmittel erreichbar, brauchen wir das Auto? Gibt es in der Nähe Einkaufsmöglichkeiten? Wie weit ist es zum Arbeitsplatz? Kann das Auto gemeinsam benutzt werden?

Wo sind Schule und Kindergarten? Wie weit ist es zur Apotheke, zum Arzt, zum Postamt, zur Bank? Wie sieht es mit der Erreichbarkeit von Kultur- und Freizeiteinrichtungen aus? Wie weit liegen Spielplätze entfernt? Können die Kinder diese auch

• Universitätsviertel – Schubertstraße

• Kunstviertel – Mariahilferstraße und

• überden Dächern von Graz – Grieskai

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nicht wichtig erscheint, ob es eine Verkehrsverbindung zur nächsten Schule gibt, so könnte dies doch in einigen Jahren für Sie Bedeutung bekommen.

Planen Sie daher auch nicht allein. Das künftige Eigenheim betrifft die ganze Familie. Partner, Kinder, Großeltern, wer immer mit Ihnen in dem neuen Haus leben wird, sollte informiert und in Ruhe angehört werden, um mitentscheiden zu können.

So lautet die erste Frage, die Sie gemeinsam beantworten sollten: Wo wollen wir bauen?

Die in Problemlösungen geübte Familie tut sich hier schon leichter. Es genügt nämlich eine einfacheAuflistung der Bedürfnisse

mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen, oder müssten sie mit dem Auto hingebracht werden? Ist das Grundstück entlegen? Kann ein Jugendlicher auch noch abends allein, ohne Begleitung, gehen? Diese Aufzählung ist unvollständig und kann von Ihnen und Ihrer Familie ergänzt werden. Sobald alle Aspekte und Kriterien, die bei der Beurteilung eines Bauplatzes bedacht werden sollen, aufgelistet sind und eine Reihung nach der Wichtigkeit vorgenommen wurde, wird natürlich klar, dass man auf den einen oder anderen Vorteil wird verzichten müssen. Schließlich hat jeder Bauplatz Vor- und Nachteile.

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Gute Planung ist sehr wichtig. Foto:Kolaric

Eine heimelige Zuflucht

Meine Wohnung in der Elisabethstraße ist nicht groß, aber sie ist auf meine Möglichkeiten und Bedürfnisse hier in Graz zugeschnitten“, stellt Duska Golik Jekic, ehemalige Chefredakteurin einer Zeitung in Porec, fest. Sie kam vor 7 Jahren nach Graz, als ihre Zeitung aufgrund der politischen Ereignisse in Kroatien zusperren musste. „Ich hätte damals auch nicht gedacht, dass ich mich hier in Graz so schnell zurechtfinden würde. Dass ich hier in der Elisabethstraße ein Zuhause gefunden habe, hat sicher dazu beigetragen.“ Nach einer sehr intensiven Schulung, in der sie Deutsch lernte, begann Duska Jekic für die Wiener Städtische Versicherung zu arbeiten. Eine

völlig andere Beschäftigung, als sie es gewohnt war. Umso mehr verspürte sie das Bedürfnis, weiter zu schreiben. „Die Altbauwohnung, in der ich lebe, hat etwas Besonderes an sich. Seit ich hier bin, habe ich zwei Gedichtbände herausgegeben. Die hohen Fenster spendieren viel Licht und sind sehr dekorativ. Die Ruhe und der Blick auf den großen Innenhof wirken auf mich inspirierend. Die Zimmerpflanzen gedeihen prächtig, und ich fühle mich sehr wohl, wenn ich in meinem Garteneck neben dem Wohnzimmerfenster sitze. Und wenn ich viel mehr Raum brauche, habe ich eine gute Ausweichmöglichkeit. In vier Autostunden bin ich in meinem Haus in Porec.“

„In meinem Garteneck fühle ich mich sehr wohl“, sagt die Journalistin Duska Golik Jekic.

Glücklich mit ihrem Reihenhaus in Mariatrost: die Familie Schuch. Atrium ist ein guter Spielplatz für die Kinder, sie müssen nicht beaufsichtigt werden.

noch in Karenz und verbringe viel Zeit mit den Kindern. Ein eigenes Arbeitszimmer mit großem Fenster ist praktisch und für mich wichtig. Außerdem der Umstand, dass ich alles liegen lassen kann.“

und dennoch d

Es war ein Freudentag, als das Ehepaar Schuch mit seinen zwei Kindern vor vier Jahren sein neu erbautes Reihenhaus in Mariatrost bezog. „Unsere Siedlung wurde vom jungen Architektenteam Pentaplan entworfen. Beim Planen haben sie Wünsche der einzelnen Parteien im Wesentlichen berücksichtigen können. So sind alle 22 Wohneinheiten äußerlich gleich, aber im Inneren sehr individuell gestaltet“, schildert Reinhard Schuch, Mitarbeiter der Werbeagentur Madison. Die 110 m2 große Wohnung teilt sich in zwei Etagen, wobei unüblicherweise das Schlaf- und beide Kinderzimmer im unteren Bereich liegen, Küche und Wohnzimmer im oberen Stockwerk.

Seit sich seine Frau Lilli, Journalistin, im Keller ein Arbeitszimmer einrichten ließ, passiert bei den Schuchs der Alltag auf drei Ebenen. „Im Moment bin ich

Die Küche und das Wohnzimmer fließen ineinander und umfassen von zwei Seiten ein großes Atrium, das einen Garten ersetzt. Ein kleines Stück Natur mitten im Wohnbereich. Im Sommer bekommen die Kinder ihr Planschbecken, und im Winter können sie ihren eigenen Schneemann bauen. Das Schöne dabei: Es kann im Wohnzimmer oder in der Küche gearbeitet werden, während Kinder vor unseren Augen spielen. Die Schuchs über ei-

Bauen & Wohnen 34 Klipp Jänner 2003
„...
Foto:Kolaric Foto:Kolaric

nen weiteren Vorteil: „Dass wir in einer Siedlung wohnen, ist vor allem für die Kinder wichtig. Hier gibt es auch andere Kinder, mit denen sie sich treffen und spielen. Auch wir Bewohner der

drinnen!“

Siedlung verstehen einander gut. Unsere gemeinsame Riesengarage ist immer wieder ein Kulturtreffpunkt. In der Vergangenheit haben wir einige Ausstellungen, Theatergastspiele und Kinderpartys dort organisiert.“

Damit der Traum nicht zum Albtraum wird

Gerade weil viele Häuslbauer mit aller Macht nach der Sicherheit der eigenen vier Wände streben, gehen sie bei der Finanzierung ein hohes Risiko ein. Wie schnell hohe Schulden in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zu einem finanziellen Desaster werden können, zeigt die Statistik der Zwangsversteigerungen. Sie weist zweistellige Zuwachsraten auf.

Da die Zinsen so günstig sind wie selten zuvor, überschätzen viele Bauwillige allzu leicht ihre Finanzkraft. „Bauherren sollten sich in der aktuellen Niedrigzinsphase nicht dazu verleiten lassen, mehr Schulden zu machen, als sie sich eigentlich leisten können“, warnen Finanzexperten der Verbraucherzentrale NordrheinWestfalen. Die Situation erscheint in der Tat verlockend:Als die Zinsen für zehnjährige Baukredite noch bei acht Prozent lagen, kostete ein 150.000-EuroDarlehen 1.125 Euro pro Monat. Für die gleiche Monatsrate kann derzeit bei identischer Anfangstilgung ein Baukredit von rund

225.000 Euro abgezahlt werden. Doch wer sich angesichts günstiger Monatsraten so manchen Luxus wie Wintergarten oder Schwimmbad leistet, begibt sich auf gefährliches Terrain. Um beim Beispiel des 225.000-EuroBaukredites zu bleiben: Bei einer anfänglichen Tilgung von einem Prozent beträgt die Restschuld nach zehn Jahren immer noch fast 196.000 Euro. Sollten bis dahin die Zinsen wieder auf acht Prozent gestiegen sein, verteuert sich trotz des leicht gesunkenen Schuldenstands die Weiterfinanzierung von 1.125 auf 1.570 Euro pro Monat. Ist dafür kein finanzieller Puffer vorhanden, hat man als Kreditnehmer ein ernstes Problem.

Es ist ratsam, jetzt die günstigen Zinsen für höhere Tilgungsraten zu nutzen. Während bei einem Prozent anfänglichem jährlichem Tilgungsanteil die Restschuld 87 Prozent der ursprünglichen Darlehenssumme beträgt, reduziert sich die Restschuld bei einer Erhöhung der Anfangstilgung auf 2,5 Prozent auf nur noch

knapp 68 Prozent. Wer in seinen Finanzierungsberechnungen keinen Spielraum für solche Alternativen hat, sollte sich überlegen, ob das anvisierte Eigenheim nicht eine Nummer zu groß ist. Vorsicht ist auch bei der Ermittlung der Gesamtkosten geboten. Wer Grunderwerbsteuer oder Notargebühren, die mit rund fünf Prozent der Kaufsumme zu Buche schlagen, nicht einkalkuliert, sieht sich schnell mit einer Finanzierungslücke konfrontiert. Keinesfalls sollten Einrichtungsgegenstände oder gar Anschaffungen wie ein neues Auto in das Baudarlehen mit hineingemogelt werden. Solche Posten müssen auf jeden Fall außerhalb der eigentlichen Baufinanzierung realisiert werden können, warnen Kreditspezialisten.

Nicht zuletzt sollten Hausbauer bedenken, dass mit dem Wechsel von der Mietwohnung zum Eigenheim auch die laufenden Nebenkosten steigen. Das bedeutet in der Praxis: Neben der Rückzahlung des Baukredites und dem Aufwand für die Lebenshaltungskosten muss genug Platz bleiben für Gebäudeversicherung, Grundsteuer und Instandhaltungsrücklagen. Ist dies der Fall, kann das Finanzierungsmodell als sicher und solide bezeichnet werden.

Quelle: "Die Zeit" / 2002

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Foto:Kolaric Foto:Kolaric

Faszination Planen & Bauen

Tausende sind auf der Pyhrnautobahn täglich unterwegs. Bewusst oder unbewusst haben sie sicherlich wenige Kilometer vor dem Gleinalmtunnel das Schild „Übelbach“ registriert. Dort ist ein Unternehmen angesiedelt, das seit Jahrzehnten weit über den Ort hinaus bekannt ist, das Unternehmen Leitner, das vor mehr als 40 Jahren als Baufirma und Zimmerei begann. 1981 gründete Baumeister Ing. Rudolf Leitner das Planungsbüro in Übelbach und übernahm 1992 auch die Baufirma und Zimmerei von den Eltern.

Voraussetzungen für Qualität: alles unter einem Dach

Das erst neu umgebaute Firmenareal ist auf dem neuesten technischen Stand, und damit sind alle Voraussetzungen geschaffen, bestmögliche Arbeit zu leisten. Am Leitspruch „Alles unter einem Dach“ wird festgehalten. Hinter dem Namen Leitner verbirgt sich Planen & Bauen der besonderen Art. Die Leistungspalette reicht von der Planung bis zum Generalunternehmer. Das Unternehmen bietet ein umfassendes Gesamtpaket, nämlich die ganzheitliche Betreuung eines Projektes: von der Anschaffung der Immobilie bis hin zur Nutzung und Verwertung. Dazu gehören Beratung in finanziellen und bürokratischen Dingen ebenso wie die Entwurfsplanung und schließlich die komplette Abwicklung der baulichen Umsetzung.

Planung & Ausführung

Qualitätsvolle Planung ist die Grundlage für eine problemlose Abwicklung des Bauvorhabens und in der Folge für optimales Wohnen. Ob nun Einfamilien- oder Mehrfamilienhäuser, Wohnsiedlungen, Wohn-, Gewerbe- oder Kommunalbauten, das Planungsbüro und die Zimmerei und Baufirma Leitner in Übelbach sind in allen Fragen des Planens und Bauens der richtige Ansprechpartner. Erfahrene Fachleute sind bemüht, Sie bei Ihrem Bauvorhaben gut zu beraten und Ihre Vorstellungen und Wünsche in planlicher und baulicher Hinsicht zu realisieren.

Altes erhalten – mit Neuem gestalten

Aus einst strahlenden Bauwerken werden im Laufe der Jahrhunderte alte Bausubstanzen. Die historische Architektur verfallen zu lassen ist die eine Möglichkeit, die andere ist, die alte Bausubstanz zu erhalten und durch Sanierung bzw. Revitalisierung neuen Nutzungsmöglichkeiten zuzuführen. „Verantwortung“ und „Liebe zum Detail“ sind für Baumeister Rudolf Leitner die Schwerpunkte seiner Firmenphilosophie. Mit unternehmerischem Konzept und Blick in die Zukunft werden umfassende Sanierungen und Revitalisierungen ermöglicht. Unter dem Motto: Altes erhalten – mit Neuem gestalten.

Jahrelange Erfahrung lässt Unmögliches möglich werden.

BA UMEISTER 8124 ÜBELBACH, ALTER MARKT 70 03125/2465-0 PLANUNG & BAU
Alle Wünsche, ob groß oder klein, werden erfüllt. Bürogebäude der Fa. Leitner in Übelbach.

Eine Oase des Lichts

Zehn Minuten von der Stadtmitte in Graz, im Bezirk Jakomini, bewohnt Helmut Prager mit seinem 16 Jahre alten Sohn Hannes eine 140-m2Wohnung in einem mehr als 100-jährigen Haus. Auf zwei Etagen ausgebaut, beherbergt die Wohnung Räume mit vielen Details, Erinnerungen aus der Geschichte und dem persönlichen Leben. Als Betreiber einer Münzhandlung in der Herren-

gasse weiß Helmut Prager auch Antiquitäten und Kunst entsprechend zu schätzen. Bilder in verschiedenen Größen und kleinformatige Skulpturen von bekannten Künstlern der Gegenwart schmücken die Räume. Vor allem schätzt der Hausherr den chinesischen Künstler Shoxiang Wu, dessen Venus von Willendorf sowie ein Frauentorso aus Silbermünzen in seinem Besitz sind. Durch eine groß angelegte Fensterfront blickt man über die Häuser im Süden. Von der gleichen Seite fällt viel Sonnenwärme und Licht in die Wohnung, in der sich Helmut Prager viele gemütliche Ecken

zum Arbeiten, Lesen, Entspannen, Plaudern, Essen, Kartenoder Schachspielen eingerichtet hat. „Das Wohnen war mir immer sehr wichtig. Wenn ich aus dem Geschäft komme, brauche ich eine arbeitsfreie Zone. Ich wollte ursprünglich hier am Computer arbeiten und meine Münzen ordnen, aber dann nahm ich Abstand von dieser Idee. Das Privatleben und die Arbeit sollte man so weit es geht auseinander halten“, sagt er. „Außerdem hoffe ich, dass mein Sohn, ein wahrer Computerexperte, diesen Teil der Arbeit übernehmen wird. Die Wohnung ist zum Wohnen da.“

Weitere Bürostandorte: Jennersdorf, Oberwart, Graz, Vösendorf, Hartberg, Fehring, Kapfenberg, Saalfelden http://www.team-depisch.at

37 Klipp Jänner 2003
Fürstenfeld:
Fürstenfeld Tel.: 03382/ 54
Fax: 03382/ 54
E-Mail:
Einen erfolgreichen Start ins Jahr 2003 wünschen ... Hauptbüro
Grzer Platz 5 8280
167-0
167-20
fuerstenfeld@team-depisch.at
Genügend Ecken zum Entspannen. Sammler Helmut Prager: „Ich mag besonders gerne chinesische Künstler.“ Fotos:Kolaric

„Generationen wohnen sorgenfrei ...“

In letzter Zeit hört man einiges über den neuen sozialen Wohnbau. Wie stehen Sie dazu?

GWS: Der neue soziale Wohnbau soll eine neue Zieldefinition erhalten, und zwar, sozial schwachen Menschen ein Zuhause zu schaffen. Den gemeinnützigen Bauvereinigungen hat man in den vergangenen Jahrzehnten aufgetragen, geförderten Wohnbau für den Mittelstand zu errichten. Dass man sich jetzt auf die eigentliche Aufgabe des sozialen Wohnbaues besinnt, ist durchaus begrüßenswert. Eine hochkarätige Runde von Experten arbeitet an einem neuen Wohnbauförderungskonzept. Leider sind gerade die Gemeinnützigen, die Tausende Wohnungen errichtet haben und auch verwalten und über entsprechendes Know-how verfügen, nicht in diesem Arbeitskreis vertreten.

Auch hört man in letzter Zeit, dass es eigentlich keinen Wohnungsbedarf mehr gibt und zahlreiche Wohnungen leer stehen.

GWS: Die GWS errichtet im Jahr in der ganzen Steiermark zwischen 200 und 300 Wohnungen. Auch im Jahr 2002 ist keine einzige dieser von uns neu errichteten Wohnungen bei der Übergabe leer gestanden. So gesehen muss es einen Wohnungsbedarf geben. Dieser hat, unserer Meinung nach, drei Schwerpunkte: den sozialen Wohnungsbedarf nach sehr günstigen Wohnungen einerseits, andererseits die Wohnversorgung alter Menschen in Pflegeheimen und nicht zuletzt Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Wohnungen in ausgezeichneten Lagen.

Diese natürlich schwerpunktmäßig in den städtischen Ballungszentren, in Graz und Graz-Umgebung. Die GWS hat mit der Gründung einer eigenen 100%igen Tochtergesellschaft im vergangenen Jahr auf diese Marktentwicklung reagiert und bietet exklusive Wohnungen mit ausgezeichneter Ausstattung in bester Lage zu angemessenen Preisen an.

Wie sehen Sie die Zukunft der GWS in der Wohnungswirtschaft?

GWS: Die GWS, die letztes Jahr ihr 50-jähriges Bestandsjubiläum gefeiert hat, hat mit ihrem Mitarbeiterstab, der aus einer engagierten Runde von Wohnbauexperten besteht, den Dienstleistungsgedanken für ihre Kunden an die erste Stelle gestellt. Neben dem professionellen Bau- und Projektmanagement nicht nur für Wohnhausanlagen, sondern auch für Bauherren, wie Gemeinden und private Auftraggeber bei der Errichtung und Sanierung von Kindergärten, Mehrzweckanlagen, Seniorenpflegeheimen, Bürogebäuden usw., wird vor allen Dingen bei der Verwaltung auch besonderes Augenmerk auf Kundenwünsche gelegt. So können Sie bereits jetzt bei uns einen Übersiedlungsdienst sowie einen technischen Dienst bei Übergabe der Wohnhausanlagen in Anspruch nehmen. Dieses Dienstleistungspaket wird in Kooperation mit profes-

sionellen Partnern noch weiter ausgebaut, sodass Sie zahlreiche Dienstleistungen rund um das Wohnen in Anspruch nehmen können. Damit gilt auch in Zukunft verstärkt unser Versprechen „... und Generationen wohnen sorgenfrei“. ❑

38 Klipp Jänner 2003
Bauen & Wohnen
Klipp-Interview mit Frau Dir. Mag. Renate Erhold und Herrn Dir. Ing. Johannes Geiger, Geschäftsführer der GWS und GWS Bau- und Verwaltungsgesellschaft m.b.H.

Ein Spiel der Ebenen

Exakt seit dem 1. Jänner 2003 freuen sich Gerhard Hubmann, Betriebswirt, und Ana Radulovic, Studentin am Dolmetschinstitut, über ihre in mehrere Ebenen ausgebaute Dachwohnung. Nach einer kleinen Bleibe in der Färbergasse stehen dem Paar jetzt 120 m2 zur Verfügung. Die Suche nach einer geeigneten Wohnung dauerte viele Monate, sie sollte in der Innenstadt liegen, nicht allzu viel

Schräge Fenster ermöglichen den Blick über die Dächer von Graz, Vorhänge sind überflüssig.

kosten, sonnig und geräumig sein. „Wir haben sehr, sehr viele Wohnungen besichtigt. Aber es hat nie alles gepasst. Entweder war die Kaution, dieAblöse, die Lage oder die Wohnung selbst ein Stolperstein“, erzählen die beiden. „Als wir diese Wohnung sahen, wussten wir sofort, dass wir unsere Traumwohnung gefunden haben. Dazu kommt, dass unsere Vermieterin eine sehr freundliche, großzügige Person ist. Wir konnten uns gleich einigen, und nun sind wir hier. Es ist noch nicht alles eingerichtet, aber es ist eine Woh-

Studentin Ana Radulovic: „Mein Freund und ich haben Monate nach einer solchen Wohnung gesucht.“

nung, die viel Stimmung hat. Die Küche, das Wohnzimmer, Schlafzimmer, Arbeitsbereiche, jeder kann sich zurückziehen, und überall fühlt man sich wohl“, schwärmen die beiden. Die schrägen Fenster brauchen keine Vorhänge, außerdem geben sie auf einer Seite eine schöne Aussicht über die Dächer von Graz, und auf der anderen Seite hat man den Schlossberg und den Uhrturm vor der Nase. So war das Miterleben des Feuerwerks anlässlich der Eröffnung des Kulturjahres 2003 vom Küchenfenster aus ein Genuss, nicht nur für Ana und „Hubsi“, wie ihn seine Freunde nennen, sondern auch für ihre Gäste.

39 Klipp Jänner 2003
Foto:Kolaric

AWD Finanztipp

Die Finanzierung für Wohnung Die Finanzierung für Wohnung

Wohnraumfinanzierung leicht gemacht.

Den Traum von den eigenen vier Wänden träumen viele Österreicher. Mit einem Finanzierungskonzept vom AWD Wirtschaftsberater lässt sich dieser auch in die Wirklichkeit umsetzen.

AWD – Gesellschaft für Wirtschaftsberatung – ist eines der größten unabhängigen Finanzdienstleistungsunternehmen in Europa. Die Angebotspalette von AWD reicht von Investmentfonds über alle Arten der Versicherung bis hin zu Bausparen und Wohnraumfinanzierungen.

Im Bereich der Wohnraumfinanzierung bietet AWD sämtliche Finanzierungsformen vom klassischen Bauspardarlehen bis hin zu einer Fremdwährungsfinanzierung an.

„Je nach Bedürfnis und Wunsch werden die unterschiedlichen Finanzierungsformen individuell für den Kunden maßgeschneidert“, erklärt Zsolt Janos, Leiter von AWD Steiermark, die Beratungsleistung des Unternehmens.

Die Vorteile der jeweiligen Finanzierungsformen können dadurch optimal verbunden werden: so zum Beispiel die kalkulierbaren Ausgaben beim Bauspardarlehen mit einer Zinsobergrenze von 6% einerseits sowie der Zinsvorteil bei einer Fremdwährungsfinanzierung andererseits.

Durch den ganzheitlichen Marktüberblick der AWD-Berater können diese für ihre Kunden aus dem großen Produktangebot das optimale Konzept auswählen. AWD ist Partner aller renommierten Banken, Bausparkassen und Versicherungen in Österreich.

Individuelle Vertragsgestaltung und einfach Abwicklung

Wesentliche Vorteile bei der Beratung durch AWD liegen sowohl in der Möglichkeit der individuellen Vertragsgestaltung für den Kunden sowie in der raschen und einfachen Abwicklung durch den AWD-Wirtschaftsberater. Wenn Sie Ihren Traum vom eigenen Haus oder von der eigenen Wohnung verwirklichen wollen, sollten Sie sich an folgende AWD-Beratungszentren wenden:

ï AWD Graz Zentrum, Tel.: (0316) 720272-0

ï AWD Graz St. Peter, Tel.: (0316) 424203

ï AWD Bruck/Mur, Tel.: (03862) 55540-0

ï AWD Voitsberg, Tel.: (03142) 21119 ❑

Der Bau eines Hauses, der Kauf einer Eigentumswohnung, das Mieten einer Wohnung – der Entschluss, sich ein angenehmes Domizil anzuschaffen, ist wohl eine der wichtigsten finanziellen Entscheidungen im Leben fast jeden Steirers. Denn kaum etwas bestimmt den Inhalt einer Brieftasche so stark.

Die Rückzahlungsraten für eine Eigentumswohnung,dieHypothekenbeimBaueines Hauses überleben meist die erste Einrichtung. Und auch die „lebenslange“ Miete verschlingt einen zunehmend größeren Teil des Familieneinkommens. Weil viele diesen Verpflichtungen entrinnen wollen, streben die Österreicher nach Eigentum. „Mieten oder kaufen?“ lautet die Gretchenfrage. Nur rund ein Viertel der Österreicher lebt in Mietwohnungen, die Hälfte im Eigenheim und rund 20% in einer Eigentumswohnung.

Und allemal ist die Eigentumswohnung gefragter, weil man sie verkaufen oder an die Kinderweitergebenkann.„FürdenWiederverkauf ist das Lagekriterium am allerwichtigsten“, urteilt Immobilien-Spezialistin Dr. Hannelore Ulrich. In letzter Zeit sind die guten Lagenunverhältnismäßigstärkergestiegenalsdie schlechten und mittleren.

Die größte Hürde für ein Eigenheim und eine Eigentumswohnung ist die Finanzierung. Bauspardarlehen sind seit Jahrzehnten der absoluteRenner,unddaranwirdsichwahrscheinlichauchinnächsterZukunftnichtsändern.Sie

sindsicherundrisikolos.DiekombinierteRendite aus Subvention und Zinsen beträgt etwa 4,8% (vergleichbar mit einem Sparbuch). Die Schwankungsbreite ergibt sich aus den Zeiten der Einzahlung. Diese ansprechende Verzinsung lockt viele Leute an, ihr Geld einer Bausparkasse zu überlassen. Diese gibt dann Kredite an Hausbauer und Wohnungskäufer weiter,wobeisichdieEffektivverzinsungeines zugeteilten Darlehens inklusive der Nebenkosten auf rund 5% beläuft.

Der Wermutstropfen dabei: Während andere und teurere Kredite sofort bei Abschluss verfügbar sind, muss man auf die Bausparfinanzierung oft Jahre warten. Es lohnt sich daher, sie früh genug zu organisieren. Benötigt der BausparervorAblaufderAnsparzeiteinDarlehen, so hat er die Möglichkeit, sein Bausparkonto sofort auf die notwendigeAnsparsumme aufzufüllen.

In Betracht kommt diese Vorgangsweise jedoch erst bei einem schon 3 Jahre laufenden Bausparvertrag. DieAnsparsumme selbst kann zwischen 30 und 40% der gewünschten Darlehenssumme liegen.

40 Klipp Jänner 2003 Bauen & Wohnen
Zsolt Janos, Leiter von AWD Steiermark Foto:PeterPhilipp

Haus

und Haus

Zwischenkredit

Dauert Ihnen die Zuteilung des Bauspardarlehens zu lange, so können Sie auch einen Zwischenkredit aufnehmen. Man muss sich allerdings darüber im Klaren sein, dass dieser Zwischenkredit zu einem höheren Zinssatz für die volle Vertragssumme aufzunehmen ist. Dabei ist sehr genau zu prüfen, ob man bei Verwendung eines solchen Zwischenkredits in Summe tatsächlich günstiger aussteigt als bei einem Hypothekarkredit. Genaue Informationen zum Bauspardarlehen erhalten Sie bei den Bausparkassen. Folgender wichtiger Hinweis: Beim Kauf einer neuen, geförderten Wohnung werden Sie zwar Eigentümer und kommen ins Grundbuch. Trotzdem können

Sie die Grund- und Aufschließungskosten nicht mit einem Darlehen finanzieren. Dies deshalb, weil das Grundbuch durch die Aufnahme der Bank- und Landesdarlehen seitens der Wohnbaugesellschaft bereits zur Gänze belastet ist.

Kreditrestschuldversicherung

Manche Geldinstitute verlangen, wenn Sie allein stehend sind, Ihr Lebenspartner nicht berufstätig ist oder nicht mithaften will, eine so genannte Kreditrestschuldversicherung. Dabei handelt es sich um eine Art Lebensversicherung, die im Falle Ihres vorzeitig eintretenden Ablebens die Rückzahlung des Kredites übernimmt. Die Prämien dafür sind als Sonderausgaben absetzbar, und zwar unabhängig von ihrer Laufzeit. Die „Gretchenfrage“: Was wird das kosten? Ihr Haus hat seinen Preis Mit der Ausarbeitung eines Bauplans sollte auch eine

Österreichische Qualität aus Meisterhand!

HAUSMESSE 23.–25. JÄNNER 2003

KEINER BESSER KEINERBILLIGER

Fenster DK 100 x 100 cm

Fenster D/DK 170 x 130 cm

Balkontüre DK 100 x 200 cm

Prozentanteil an den Baukosten

Rohbau40% Baumeister30% Zimmermann5% Spengler1% Dachdecker4%

1. Ausbaustufe51% Zwischenwände5% Türstöcke1% Fenster4% Verglasung1%

2. Ausbaustufe65% Elektroverrohrung2% Heizungsrohre2% Sanitärinstallation3% Kanalisation im Haus2% Decken und Innenputz5%

Aufstellung der zu erwartenden Gesamtbaukosten erstellt werden.

Als Grobkosten-Schätzung können Sie folgende einfache Rechnung anwenden: Wohnnutzfläche multipliziert mit dem Richtpreis der Wohnbauförde-

3. Ausbaustufe75% Unterböden (Estrich)3% Verfliesungsarbeiten1% E-Verdrahtung und Schaltermontage2% Außenputz4%

4. Ausbaustufe92% Anstreicherarbeiten2% Maler und Tapezierer3% Heizkörpermontage3% Gehbeläge4% Heizkessel + Öltank5%

5. Baustufe100% Türen, Komplettierung3% Sanitärgerätemontage3% Außenarbeiten + Reinigung2%

rungsstelle. Unsere Tabelle gibt Anhaltspunkte über die Anteile der einzelnen Arbeiten an den Baukosten. Sie können je nach Bauausführung (verschiedene Baumaterialien, unterschiedliche Heizungssysteme etc.) im Einzelfall abweichen. ❑

FENSTER REKORD

- BESSER - BILLIGER

Kunststoff-Fenster und Türen direkt ab Fabrik

ACCDURFenstertechnikGes.m.b.H

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€ 112,–

€ 225,–

€ 289,–

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Mo–Fr 8–18 Uhr

ESG beidseitig nachKlagenfurt

Glas Zemann in Graz besteht seit fast 100 Jahren als Glasbauunternehmen. Als Konzernbetrieb von Pilkington, dem internationalen Glasproduzenten, seit 1986. Individuell wird auf jeden Wunsch eingegangen. Das wird bei der Häuslbauermesse 2003 in Graz am Messestand Nr.

694 wieder einmal unter Beweis gestellt. Ob es um Balkonverglasungen, Wintergärten, Terrassenüberdachungen aus Holz, Aluminium, Kunststoff oder Stahl, Reparaturen und Neuverglasungen, Glasportale oder Ganzglastüren, Bilderrahmen, Fassadenverglasung, Glasdächer, Glas- und Spiegelschleiferei sowie Plexiglas und Polycarbonatstegplatten geht – Glas Zemann hat für alles eine Lösung, denn Service steht im Vordergrund, und der Kunde ist König, so Geschäftsführer Guido Stürböth.

41 Klipp Jänner 2003
Glas ist nicht immer nur Glas
Werbung Glas Zemann GmbH, Metahofgasse 16, A8020 Graz Tel: 0316/71 17 50, Fax: 0316/71 17 50-26, e-mail: glas@zemann.at www.zemann.at KUNSTSTOFF-FENSTER + TÜREN AB FABRIK! office@rekord-stmk.at · www.rekord-fenster.com zusätzlich 10% Messerabatt SCHNELLER
Ein Einblick in die Welt der Glasbaukunst.
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KACHELÖFEN – HERDE – HEIZKAMINE KAMINÖFEN – FLIESEN – SANITÄR

WALLNER, ÖFEN u. FLIESEN Ges.m.b.H.

A 8042 GRAZ, ST. PETER HAUPTSTRASSE 200

Tel.: (0316) 40 11 20, Fax: 40 11 20-16

E-mail: wallner.oefen-fliesen@aon.at office@ok-hafner.at

Hafnermeister

Ganzhausheizung vom Kachelofen und Herd sowie Fliesenarbeiten

ERWIN GUTMANN

Klostergasse 32

A 8280 Fürstenfeld

Tel: 03382/52377 Fax: 03382/52377-4

Gesundheitsförderung durch den Kachelofen

In Zeiten steigender Heizöl- bzw. Erdgaspreise werden Holzheizungen wie Kachelöfen, Kombikachelöfen, Heizkamine oder Küchenherde immer attraktiver. An wen wendet man sich, wenn man einen Kachelofen braucht? Selbstverständlich ausschließlich an den Hafnermeister.

Es ist nicht nur eine Frage des subjektiven Empfindens, wie die Abgabe von Wärme stattfindet; es ist auch erwiesen, dass es sich um die gesündeste Form des Heizens handelt. Holz ist ein guter heimischer und regenerierbarer Brennstoff und daher absolut krisensicher. Die Kacheln, bestehend aus den natürlichen Materialien Ton und Schamotte, sind ein wesentlicher Bestandteil des Kachelofens. Sie sind ein ideales Gestaltungselement in den verschiedensten Farben und tragen entscheidend zum Wärmespeichervermögen des Ofens bei. Es muss nur 1- bis 2mal pro Tag Holz aufgelegt werden, damit der Kachelofen den ganzen Tag seine milde, behagliche Strahlungswärme abgeben kann. Andere Einzelraumheizungen geben meist nur in der Zeit Wärme ab, in der das Holz verbrennt.

Feldmessungen bei Kachelöfen

In der Heizsaison 1999/2000 wurden Feldmessungen bei Kachelöfen durchgeführt. Die Messungen erfolgten in Analogie zu den vom Bund beauftragten Messungen an Feue-

rungen für feste Brennstoffe zur Ermittlung der Emissionsfaktoren. Mit der Durchführung wurde eine akkreditierte Versuchsanstalt beauftragt, die auch im Rahmen der Messungen des Bundes tätig war. In allen Bundesländern wurden Kachelöfen geprüft. Als einziges Heizgerät erreicht der Kachelofen annähernd die gleichen Werte wie auf dem Prüfstand.

Bei weiteren Messungen hat man bewiesen, dass der Mensch in Gegenwart eines Kachelofens im Raum weitaus belastbarer ist als bei einem normalen Heizkörper. Die Ergebnisse haben gezeigt, dass die Erhöhung der Pulsschläge bei Belastung mit einem Kachelofen im Raum geringer ausfällt. Der Kachelofen fördert auch die Entspannung. Tests ergaben, dass man sich in der Nähe eines Kachelofens viel rascher entspannt und somit die Lebensqualität steigt.

WARNUNG: Kachelofeneinbau, bei dem der Fachmann fehlt

Bei Schäden und Bränden in Eigenheimen vom Kachelofen ausgehend, gibt es von der Versicherung keine Unterstützung, wenn der Nachweis des fachgerechten Kachelofeneinbaues durch einen Fachmann in Form einer Rechnung, Berechnung und des Typenschildes nicht gegeben ist.

Fliesenlegerbetrieb

8051 Graz, Thal-Schlüsselhof 229

Telefon und Fax: 0316/57 26 74

www.wieser–groebming.at

Tel: 03685 / 22579-0 Fax: DW-4

Mobil: 0664/300 71 31

e-mail: franz.mautner@magnet.at

bis hin zu akuter Atemnot und Asthma reicht das Krankheitsbild. Was das alles mit Fliesen zu tun hat? Milben besiedeln bevorzugt textile Einrichtungsgegenstände wie Betten, Vorhänge, Teppichböden und Teppiche. Als wirkungsvollste Methode zur Bekämpfung der weit verbreiteten Milbenallergie wird die weitgehende Entfernung von Heimtextilien empfohlen. Selbst in Schlafräumen ist ein keramischer Belag in Kombination mit Fußbodenheizung (elektrische Fußmatte) sehr angenehm. Dadurch wird ein hygienischer Boden geschaffen und die Milben haben keine Chance.

HERDEKACHELOFENOFFENEKAMINE

Hafnermeister

Friedrich Ehgartner 8443 Gleinstätten, Haslach 65, Tel: 03457/2483, Fax: 03457/2625, e-mail: ehgartner@direkt.at

NEU: Beheizung mit Pellets und Scheitholz

Fliesen verlegem

Fliesen verlegen ist eine wahre Kunst

Warum ein Fliesenlegermeister zu beauftragen ist, ist leicht erklärt. Die Fliesen haben größte Qualitätsunterschiede betreffend Glasur, Abrieb, Porigkeit, Härte oder Frostsicherheit, deshalb sind die kompetente Beratung durch den Fachmann, die richtige Nutzung des Fliesenmaterials in den entsprechenden Räumen und Terrassen und die qualitätsvolleVerlegung der Fliesen unumgänglich. So einfach es auch scheint, die Schwierigkeiten nach einer nicht fachgerechten Verlegung sind fatal. Es gibt viele Punkte, welche zu beachten sind. Beispielsweise die richtige Fliesenverlegung auf den Terrassen. Es ist nicht jedes Material, welches als frostsicher angepriesen wird, für unsere Breiten wirklich geeignet. Es gibt viel stärkere Temperaturschwankungen, als in der Norm vorgesehen sind. Die Fliesen müssen

absolut hohlraumfrei verlegt und auf dem richtigen Untergrund angebracht werden. Welche Untergründe sind überhaupt geeignet?

Die Gestaltung mit Fliesen ersetzt manche Sanitärgegenstände. Verzichten Sie auf die Duschtasse und lassen Sie stattdessen die Dusche mit rutschsicherem Fliesenmaterial verlegen. Die Kunst der Fliesenverlegung hat keine Grenzen.DurchdasGestaltenvonRegalenmit Fliesen wird eine angenehme Harmonie geschaffen.

Fliesen verhindern Allergien

Zu den wesentlichsten Allergieauslösern zählen Milben im Hausstaub. Diese Allergien gehören zu den unangenehmsten weltweit. Von Niesreiz über Schleimhautschwellungen

FLIESEN-ÖFEN-HERDE

Tutter Straße 662 8970 SCHLADMING

Telefon 0 36 87 / 22 6 13

Kamine Kachelöfen Herde Heizkamine ● Holzbrandkachelöfen ● Kachelofen-Ganzhausheizungen ● gesetzte Küchenherde ● Heizkamine, Tepidarien
offene Kamine Waltendorfer Hauptstraße 21, 8010 Graz Telefon 0316/47 51 80, Fax 0316/46 53 47 www.kachelofengraz.at office@kiwidesign.at

Holzeinrichtung aus Meisterhand

Zwischen Deutschlandsberg und Bad Gams in der Weststeiermark gibt es ein kleines Örtchen namens Wildbach, die Urheimat des weststeirischen Schilchers, wo die Wildbachertraube ihre Wurzeln hat. Dort existiert ein Tischlereiunternehmen, welches vor 23 Jahren von Herrn Josef Hofer gegründet und im Jahr 2000 an den Sohn Werner Hofer übergeben wurde. Das Familientraditionsunternehmen ist dadurch bekannt, dass alle Stiegen steiermarkweit in den Compact-Fertigteilhäusern ausschließlich von der Tischlerei Hofer angefertigt werden. Probleme gibt’s in dieser Branche genug. Viel zu oft wird das Stiegenhaus beim privaten Häuslbauer zu klein geplant, und manche Wünsche können dann in vorgestellter Größenordnung nicht erfüllt werden, was natürlich nicht im Sinne der Tischlerei ist, so Herr Werner Hofer. Bei der Planung sollte man bereits wissen, welche Stiege man wählt, dann steht der Traumstiege in der passenden Größe nichts mehr im Wege. Der Meisterbetrieb hat sich auf Stiegen- und Treppenbau spezialisiert, hat aber im Laufe von 23 Jahren sein Können als Gesamtanbieter oft unter Beweis gestellt. Egal was und in welcher Größenordnung geplant wird, Herr Werner Hofer steht jederzeit qualifiziert mit seinem Können und Wissen zur Verfügung. Von der Planung bis zur Konstruktion und Montage ist das Tischlerunternehmen in der Schilcherheimat gerne für Sie da.

Nicht viel hat sich geändert ...

Bauen vor 2000 Jahren

Die folgenden Auszüge aus den Rahmenbedingungen hellenistischer Architektur lassen deutlich erkennen: Allzu viel hat sich im Laufe der Jahrhunderte nicht geändert.

Auftraggeber und Bauherr

Ihnen gebührt nach Lage der Dinge die erste Aufmerksamkeit, weil sie die Initiative bei der Einrichtung eines Gebäudes haben und die Richtlinien vorgeben. Man kann grundsätzlich öffentliche, halböffentlich-genossenschaftliche und private Bauträgerschaft unterscheiden, wobei auszuführen sein wird, dass die beiden letzten Gattungen von Bauherren wenigstens in vielen Fällen öffentlicher bzw. staatlicher Genehmigung bedurften.

Zur öffentlichen Hand zählen die Gemeinden, vertreten durch die zuständigen Gremien; es zählen dazu die Verwaltungen der großen Heiligtümer und in den Monarchien die Herrscher und deren Funktionäre. Die öffentliche Hand bestreitet die Ausgaben für Bauvorhaben aus

laufenden Einkünften des Etats, besonders in den Königreichen. Heiligtümer, zumal solche von überörtlicher Bedeutung, hatten früher gerne auf den Ausweg der Kollekte zurückgegriffen, die die Grenzen des Gemeindestaates überschritten.

Die Bauträgerschaft der – im Hellenismus mächtig aufblühenden – Vereine und Genossenschaften bezeichnen wir als halböffentlich, weil ihre Projekte dem größeren Personenkreis der Mitglieder oder selten sogar der Allgemeinheit zugute kommen sollten.

Die Finanzierung erfolgte aus einer Gemeinschaftskasse und durch die Spendenfreudigkeit wohlhabender Mitglieder. Von einer Bauaufsicht durch die Behörde, die über die allgemeinsten Rechtsnormen hinausgeht, wissen wir dagegen nichts. Die Bedeutung privater Bauherren und Auftraggeber versteht sich für den Wohnungsbau und die Grabarchitektur von selbst.

Organisation des Bauwesens

Eine verhältnismäßig große Anzahl erhaltener Bauurkunden er-

Hofmüllerweg 30

8524 Bad Gams

Tel. 03462/ 44 93

Fax: DW 12

Mobil 0664/ 25 64 643

www.stiegenbau-hofer.at

Renommierobjekt der WEGRAZ, das moderne Architekturgeschichte schrieb: Klaus Kadas „Haus auf dem Haus“ in der Maiffredygasse/ Glacistraße direkt am Stadtpark.

Bauen & Wohnen 44 Klipp Jänner 2003
Stiegen vom Meister persönlich errichtet. Café Uuuuuups in Wildbach – Einrichtung von Tischlerei Hofer.
Wohnen i
Foto:Kolaric

laubt es, genaueren Einblick in die praktischen und rechtlichen Realitäten des griechischen Bauwesens zu nehmen. Drei Gattungen dieser urkundlichen Primärquellen sind zu unterscheiden: die Ausschreibung, der Kontrakt zwischen Bauherrn und Unternehmer, die Abrechnung. Sie beziehen sich so gut wie ausschließlich auf öffentliche Bauvorhaben der Gemeinden und Heiligtümer und haben offenbar den Zweck, für eine Transparenz der öffentlichen Baumaßnahmen zu sorgen, das heißt, die korrekte Verwendung der öffentlichen Mittel zu belegen und die pflichtbewusste Amtsführung der verantwortlichen Behörden herauszustellen. Die fernere Leitung eines Vorhabens obliegt einer Baukommission. Bemerkenswerterweise wurde der Entwurf meist nicht von vornherein einem ausgesuchten Architekten fest übertragen. Vielmehr fand ein Wettbewerb statt, zu dem wahrscheinlich jedermann Zugang hatte. Unter den eingereichten Plänen entschied der Rat bzw. das Volk. In Zweifelsfällen konnte ein öffentliches Streitgespräch der Bewerber anberaumt werden, dem Abgewiesenen stand häufig sogar die Anrufung eines Gerichts offen. Die Behörde fungierte ehrenamtlich. Die Aufgaben der Baukommission wiederum umfassen Ausschreibung und Vergabe, Aufsicht und Abnahme der Arbeiten sowieAnweisung der Löhne; bei letzterer bedurften sie allerdings der Mitwirkung der staatlichen Finanzorgane. Das Maß der Strafen war entweder im Kontrakt vorgeschrieben oder in das Ermessen der Beamten gestellt. Grundsätzlich ist die starke rechtliche Stellung des Bauherrn bemerkenswert. ❏

n im Herzen von Graz

Als Pionier für die Verwertung von ehrenwerter Altbausubstanz meist in den besten Gründerzeitgegenden hat sich die WEGRAZ, die Gesellschaft für Stadterneuerung und Assanierung m.b.H., bereits seit gut 20 Jahren einen Namen gemacht. Zahlreiche Dachausbauten in den besten Innenstadtlagen wie auch die Revitalisierung von Häusern an Adressen wie dem Freiheitsplatz hat die WEGRAZ umgesetzt. Der Erfolg gibt der WEGRAZ Recht: Sie kauft „alte“ Häuser in guten Innenstadtlagen, saniert diese, be-

gründet Wohnungseigentum und verkauft die sanierten Wohnungen an Interessenten. Als Eigentümer verkauft man direkt und bietet auch noch die Verwaltung der Objekte an.

Vielleicht liegt der Erfolg der WEGRAZ darin, dass sich Geschäftsführer Dr. Reinhard Hohenberg, ein ausgewiesener Spezialist für Bau- und Gewerberecht, auf sein „Damenteam“ verlassen kann. Immerhin sind von den 30 Mitarbeitern der WEGRAZ gleich 26 weiblich.

Elisabeth Koter ist eine von ihnen. „Entgegen den Beteuerungen der Branche haben wir keinen merklichen Immobilieneinbruch erlebt. Revitalisierte

Häuser aus der Gründerzeit sind nach wie vor gefragt und sanierte Wohnungen durchaus kostenbewusst zu erwerben.“

Als besonders zukunftsträchtiges Stadtgebiet erachtet Elisabeth Koter das „zauberhafte Alt-Grazer Mariahilferviertel, welches durch das Kunsthaus und die damit verbundenen Aktivitäten rund um die Kulturhauptstadt eine Renaissance erlebt“.

Sabine Richter zeichnet als Projektmanagerin für ein zweites Standbein der WEGRAZ verantwortlich: Gewerbe- und Industrieimmobilien. Mit Beginn des Jahres hat man etwa die Halle des ehemaligen Skischuherzeugers Koflach in Köflach übernommen und bereits an einen renommierten Autozulieferer vermietet.

45 Klipp Jänner 2003

EGAL, OB SIE ROSINEN MÖGEN ODER NICHT – bei uns bekommen Sie alles gleich nach Ihren Vorstellungen. Das liegt daran, dass unsere Kundenbetreuer sich genügend Zeit nehmen, um auf all Ihre Bedürfnisse einzugehen. Denn nur wer zuhört und versteht, kann auch richtig handeln.

In jederBeziehung zählen
www.steiermaerkische.at
die Menschen.
Wenn Sie alles gleich so bekommen wollen, wie Sie es wollen.

Seit Spätsommer vergangenen Jahres betreibt die Steiermärkische ein wohn2 Center am Grazer Hauptplatz direkt im Rathaus. Auf insgesamt 600 m2 „High-Tech-Marktplatz“ sind 25 Mitarbeiter ausschließlich für persönliche Wohnberatung da. Im wohn2 Center werden aber nicht nur Geldfragen beantwortet. Gemeinsam mit den Verbundspartnern s Bausparkasse, s Versicherung, s Real und Schauersberg Immobilien hilft die Steiermärkische auch bei der Suche nach Grundstück, Haus oder Wohnung.

Steiermärkische: wohn2 Leiter Kurt Suppan (links) und Vorstandsdirektor Gerhard Fabisch.

Maßgeschneiderte Wohnkonzepte

Der größte Marktplatz für Immobilien Österreichs am Grazer Hauptplatz im Rathaus

Seit Bestehen des Centers haben sich schon sehr viele Familien so ihren „Traum vom Wohnen“ erfüllt. Ob ein neu errichtetes Einfamilienhaus in der Umgebung von Graz,oder eine wunderschöne Wohnung in Graz, im Eigentum oder in Miete, im wohn2 Center findet jeder, was er sucht.

Traum vom Wohnen

Mit Anfang Dezember hat sich das Team weiter verstärkt. Eine Mitarbeiterin widmet sich nun voll und ganz dem suchenden Kunden, begleitet ihn auf dem oft mühevollen Weg zur Wunschimmobilie und betreut ihn dabei aktiv.

Modernste technische Hilfsmittel stehen dabei zur Seite, z. B. die Immobiliendatenbank im Internet unter www.wohnquadrat.at der Sparkassen, die durch weitere Kooperationen mittlerweile auf über 40.000 Objekte ausgeweitet wurde. Das wohn2 Center dient als Drehscheibe für Immobilienkauf, -verkauf, -miete oder –vermietung sowie zahlreiche aktuelle Angebote von Maklern und Bauträgern vor Ort. Es gibt In-

formationen zum Thema Hausbau, Renovierung, Förderungen und Versicherungen. Auch Ankaufsberatung, Kaufvertragsbegleitung, Objektcheck und Internetplatzierung zählen zum Service der Steiermärkischen, die Hilfestellung bei der Finanzierung sowie bei allen rechtlichen und administrativen Abwicklungen anbietet.

2003 – „Punkt 7“

Für das heurige Kulturhaupstadt-Jahr 2003 haben die Immobilienprofis rund um den Leiter des Centers, Kurt Suppan, schon einiges geplant. Im Jänner wird eine kleine Ausstellung moderner Architektur den Startschuss für eine Veranstaltungsreihe mit dem klingenden Namen „Punkt 7“ bilden. Jeden Donnerstag gibt es beginnend mit 16. Jänner Punkt 19 Uhr 30 Minuten Architektur aus Graz. 2003 präsentiert das Haus der Architektur in einer Kooperation mit der STEIERMÄRKISCHEN zeitgenössische Architektur anhand aktueller Projekte aus dem Raum Graz. In Impulsreferaten werden die Anforde-

rung, die architektonische Lösung und der Wert des Bauwerkes in Wort und Bild von den jeweiligen ArchitektInnen vermittelt. Die kontinuierliche

Reihe findet jeden Donnerstag statt und soll so zu einer fixen Schnittstelle der Vermittlung von jüngerer Architektur zur Öffentlichkeit werden. ❑

47 Klipp Jänner 2003

Sozialer Wohnbau

In den letzten Jahren explodierten die Kosten für die Wohnbauförderung und Wohnbeihilfen in der Steiermark. Genaue Untersuchungen zeigten, dass aber nur rund 20 Prozent dieser Mittel Menschen aus dem untersten Einkommensdrittel zugute kamen.

„Oberstes Kriterium ist, dass wirklich jene in den Genuss der Förderungsmittel und geförderter Wohnungen kommen, die sie wirklich brauchen“, ist die Zielsetzung der Wohnbauförderungsabteilung (A15) des Landes Steiermark. Im Klartext heißt das: Schaffung von Sozialwohnungen mit kostengünstigen Mieten. Damit soll wirk-

milien ohne gesicherte finanzielle Basis, allein stehende Frauen mit Kindern und unverschuldet in Not geratene Menschen. Mit der Schaffung von Senioren- und Pflegeheimen soll der Bevölkerungsentwicklung Rechnung getragen werden. Bis 2007 werden rund 1.100 Senioren- und Pflegeheimplätze geschaffen, die von Organisatio-

lich Bedürftigen geholfen werden. Für diese Wohnungen muss keine Anzahlung geleistet werden, und die Anfangsmiete beträgt netto lediglich 1,50 Euro pro Quadratmeter (exklusive Betriebskosten). Allein in Graz sollen noch in dieser Regierungsperiode 500 derartige Wohnungen geschaffen werden. In Graz wurden ja in den vergangenen Jahren kaum noch Sozialwohnungen errichtet. Zum „Handkuss“ drohten damit vor allem die wirklich Bedürftigen zu kommen, etwa Jungfa-

nen wie Caritas, Lebenshilfe oder Volkshilfe gemeinnützig betreut werden. Außerdem sollen Seniorenwohnungen mit „betreutem Wohnen“ verstärkt gefördert werden. Weiters gibt es Überlegungen zu neuen Wohnmodellen, etwa in Verbindung mit Arbeit und Wohnen oder soziale Betreuung bei der Integration in ein neues Wohngefühl für einkommensschwache Haushalte.

Gedacht ist auch an eine treffsichere Wohnbauförderung für finanzschwache Förderungswer-

Bauen & Wohnen 48 Klipp Jänner 2003
Foto:Kapo

ber mit Verlegung des Schwerpunktes auf Mietwohnungen. Exklusive Eigentumswohnungen sollen dem freien Markt überlasen werden.

Geplant ist weiters, den Einkommensbegriff für Gewährung von Förderungsmitteln neu zu definieren, konkret: jenem der anderen Bundesländer anzupassen. So sollen künftig u. a. Alimente, Kindergeld und sonstige Zuwendungen wie etwa Abfertigungen usw. wieder als Einkommen gewertet werden. Hofrat Kristan: „Das soll noch in der zweiten Hälfte des heurigen Jahres umgesetzt werden.“

Diese neue Gesetzesregelung wird natürlich auch Auswirkungen auf den Bereich der Wohnbeihilfe haben. Anpassungen sind allerdings nur im Rahmen der bisherigen finanziellen Gegebenheiten möglich.

Um das neue Wohnbau-Förde-

rungskonzept abseits von ideologischen Befindlichkeiten effizient umzusetzen, wurde rund um die beiden Wohnbauexperten Siegfried Kristan und Dieter Dreibholz eine „Arbeitsgruppe Wohnbau“ eingerichtet. Dieser Arbeitsgruppe gehören unter anderen der Grazer Wohnungsstadtrat Ernst Kaltenegger, der grüne Landtagsabgeordnete Peter Hagenauer, der Architekt Hubert Riess, der Soziologe Peter Gasser-Steiner und Caritas-Direktor Franz Küberl an.

Der für den Geschosswohnbau zuständige Landesrat Gerhard Hirschmann brachte die Neuorientierung der steirischen Wohnbauförderung hin zum „neuen sozialen Wohnbau“ vor Weihnachten in einer Pressekonferenz auf den Punkt: „Wenn man wenig Mittel hat, soll man sie dort einsetzen, wo sie wirklich benötigt werden.“

Wohnen: Diese Förderungen gibt‘s vom Land

– Eigenheimförderung (Ein- oder Zweifamilienhaus)

Rückzahlbare Annuitätenzuschüsse für Kapitalmarktdarlehen –Laufzeit 20 Jahre.

– Eigenheimförderung (Eigenheime in Gruppen)

Annuitätenzuschüsse und Förderungsdarlehen für Familien mit 3 Kindern und Behinderte.

– Errichtung von Wohnungen zur eigenen Wohnversorgung

Wie Eigenheimförderung – mehr Geld, wenn Wohnung in Denkmalschutz-Gebiet.

– Erweiterung von Eigenheimen und Wohnungen

DieFörderunggibtesdann,wenndiezusätzlicheNutzflächemindestens 15 m2 beträgt.

– Ersterwerb von Wohnungen („Wohnbauscheck“)

GiltfürWohnungenab30m2 –bezahltwerden1.017Europrom2 als Landesdarlehen.

– Geschossbauförderung

Für Gemeinden, gemeinnützige Bauträger, Gemeindeverbände, karitative Organisationen.

– Wohnhaussanierung

Förderungen für Hauseigentümer, Mieter, Wohnungseigentümer, Bauberechtigte.

– Wohnbeihilfe

Bei Erfüllung aller Kriterien gibt es max. 131 Euro für eine, 167 Euro für zwei Personen.

– Sonstige Förderungen: Schutzraumerrichtung etc.

Förderungen gibt es u. a. für Ortserneuerung, Revitalisierung, Jungfamilien etc.

49 Klipp Jänner 2003

Modern Times in der S Bausparkasse

Die Nutzung des Internets zur Erledigung von Bankgeschäften ist stark im Steigen begriffen. Laut einer Studie von Nielsen/NetRatings führten im Oktober 2002 rund 18,6 Millionen Europäer von zu Hause aus Internet-Banking durch. Österreich liegt mit 3,3 Millionen Internetnutzern (50%) im Jahr 2002 europaweit im vorderen Drittel und im Hinblick auf die Nutzung von Internet-Banking vollimTrend:DerZugriffaufInternet-Banking stieg seit dem Jahr2000um40%.Imvergangenen Jahr erledigten laut Austrian Internet Monitor 28% aller über 14-jährigen österreichischen Internetuser ihre Bankgeschäfte online. Im Jahr 2000 waren es noch20%,2001bereits26%.Die Gründe für die hohe Akzeptanz von Internet-Banking liegen auf der Hand: bequemeAbwicklung,

Zeitersparnis, keine vorgegebenen Öffnungszeiten, individuelle und personenunabhängige DurchführungderTransaktionen. IndenUSAist–einerStudievon

Pew Internet & American Life zufolge – die Zahl der InternetBanker seit 2000 um 164% auf 31Millionen(32%)angestiegen. Als innovatives Unternehmen und Leistungsführer im EBusiness- und E-Service-Bereich unter den Bausparkassen geht das Institut den zeitgemäßen Weg, Kunden mit Online-Bankservicesdirektundindividuellzu bedienen.

BereitsimJänner2000punktete dieSBausparkassemitdemAngebot an Kunden, Bausparverträge online abzuschließen, und im Vorjahr konnten mit der Implementierung des Tools www.direktdarlehen.at völlig neue Schritte in der digitalen

Darlehensberatung gesetzt werden. Nun hat die S Bausparkasse ihr Angebot an E-Businessund E-Service-Produkten weiter ausgebaut.

● S Bausparkasse: Leistungsführer der heimischen Bausparkassen bei E-Business und E-Service-Angeboten

● S Bausparen im Internet-Banking der Vertriebspartner integriert

● One-to-One-Infos: die individuelleKundenbetreuung

● Bauspar-Community: 27.000 E-Newsletter-Abonnenten ❏

Besser als befürchtet

Überraschend wirkt auch eine Trendumkehr beim Wohnbau (Hauptgewerbe).

Zwischen 1997 und 2001 hat diese Sparte rund ein Viertel ihres Produktionsvolumens verloren, allein 2001 über

10%. Demgegenüber ist für heuer und nächstes Jahr mit einer leicht positiven Entwicklung zu rechnen. Dies ist umso bemerkenswerter angesichts weiterhin rückläufiger Bewilligungszahlen im Eigenheimbereich.

Gründe für die Trendumkehr sind zum einen die Stabilisierung der Gesamt-Wohnungsbewilligungen auf heuer voraussichtlich knapp unter 40.000 Einheiten.

Entgegen verbreiteten Befürchtungen werden die Bewilligungen auf Sicht kaum weiter fallen. Zum anderen zeigt die demografische Entwicklung einen Anstieg der für Haushaltsgründungen besonders wichtigenAltersgruppe der 20bis 24-Jährigen, nachdem deren Zahl jahrelang deutlich rückläufig war. Der nominelle Produktionswert der Sparte wird 2002 bei ca. 2,27 Milliarden Euro liegen. ❏

Bauen & Wohnen 50 Klipp Jänner 2003 ➢ funktionelle Lösungen ➢ termingerechte Montage VERKAUF: 8010 GRAZ, JOANNEUMRING 6, ✆ 0316/81 17 45 FERTIGUNG: 8330 FELDBACH, GNASERSTR. 12, ✆ 03152/22 54, FAX DW. 75 email: koller-moebel@aon.at SCHRANKSYSTEME NACH MASS. Zeit für neue Ideen Finden wir gemeinsam Ihre ideale Raumlösung! Gleittüren VERKAUF: 8010 GRAZ, JOANNEUMRING 6, ✆ 0316/81 17 45 FERTIGUNG: 8330 FELDBACH, GNASERSTR. 12, ✆ 03152/22 54, FAX DW. 75 email: koller-moebel@aon.at

Häuslbauen nach Feng Shui

Die Prinzipien von Feng Shui sind bei uns bereits seit dem Mittelalter bekannt. Damals wurde dieses Wissen ohne diese spezielle Bezeichnung in den Zünften weitergegeben. Viele verbinden Feng Shui nur mit Einrichtung, jedoch kann die richtige Anwendung dieser Lehre beim gesamten Hausbau Wunder wirken.

Das Ziel von Feng Shui ist es, die positiven Energien zu fördern und die negativen abzuwehren. Gerade das Eigenheim, welches oft der einzige Ort ist, an dem man in unserer hektischen Zeit zur Ruhe kommt, sollte eine Energiequelle sein, in der man auftanken kann.

Bereits in der Auswahl eines Grundstücks kann Feng Shui sehr hilfreich sein. Durch radiästhetische Messungen stellt man fest, ob Störfaktoren wie Wasseradern vorhanden sind.

Bei der Planung ist es wichtig, durch eine sinnvolleAnordnung der Räumlichkeiten einen optimalen Energiefluss im Haus zu erzielen. Mit Hilfe des Baguas, das Grundkonzept von Feng Shui, kann man feststellen, ob sich alle Lebensbereiche im Grundriss widerspiegeln. Das Bagua teilt das Haus in neun Bereiche ein, wobei jeder einem Lebensthema zugeordnet ist. Die Innenräume sollten so gestaltet werden, dass jeder Bewohner in seinem Element berücksichtigt wird und so sein Energiepotenzial entfalten kann. Die Räume werden individuell und harmonisch nach dem 5-Elemente-Zyklus (Erde, Metall, Wasser, Holz, Feuer) gestaltet.

Wenn zusätzlich die Gartengestaltung nach Feng-Shui-Kriterien erfolgt, dann steht einem Leben in Glück, Harmonie und Wohlstand im Eigenheim nichts mehr im Wege.

Albert Karl Wirth hat 1997 innerhalb der bestehenden Heureka-Akademie das Europäische Feng-Shui-Institut in Stadt Haag gegründet und auch ein

Qualifizierte Ausbildung zum Dipl. Feng-Shui Beraternach westlich ganzheitlichem Standard (WEGA ®Feng-Shui)

HEUREKA-AKADEMIE

Europäisches Feng-Shui-Institut

A 3350 Stadt Haag, Porstenberg 29

Tel. 07434/ 440 95, Fax: 07434/ 444 22

www.abnet.at/heureka E-Mail: wirth@abnet.at

Buch zu dieser weltweit bekannten Weisheitslehre geschrieben: „Feng Shui für den Westen“. Frau Ing. Johanna KurzhatinderHeureka-Akademie ihre Ausbildung mit Abschlussdiplom zum Feng-ShuiBerater gemacht. „Wohne einzigartig und schöpfe Kraft in

deinem Zuhause“, so Johanna Kurz. „Es ist wichtig, dass man die chinesische Lehre Feng Shui nicht einfach blauäugig aus Fernost übernimmt. Damit diese Harmonielehre funktioniert, muss sie sehr behutsam in unsere Kultur integriert werden“, soAlbert Karl Wirth. ❑

Feng Shui und Raumgestaltung

Ing. Johanna Kurz

A 8211 Prebensdorf 201

Mobil: 0676/6510873

Tel. und Fax: 03113/3294

51 Klipp Jänner 2003
Kaiserin Maria Theresia ließ aus China einen Feng-Shui-Meister kommen. Auch Franz Josef I. ließ Teile der Schönbrunner Anlage ganz genau nach Feng-Shui-Kriterien errichten. Nicht nur herrlicher Anblick in Schönbrunn, auch die Energiehöhe ist einzigartig dank westlichem Feng Shui. Albert Karl Wirth, Gründer und Leiter der Heureka-Akademie und des Europäischen Feng-Shui-Institutes.

KAPO: Wohnen ist mehr…

Es ist der unmissverständliche Ausdruck der eigenen Persönlichkeit. Möbel, mit denen man sich umgibt, haben eine Reihe von Kriterien zu erfüllen: Sie müssen ebenso schön wie funktionell sein, und sie dürfen das sensible Ökosystem nicht verletzen. Wir entwickeln und bauen seit nunmehr vier Generationen diese Möbel für Sie: Ob viel Platz zur Verfügung steht oder wenig, ob hohe Räume eingerichtet werden oder niedrige. Ob Sie edle Hölzer lieben oder Lackoberflächen, glatte Fronten oder profilierte Rahmen um Wurzelholzfüllungen: Sie bekommen Möbel, mit denen Sie sich wohlfühlen werden und deren Wertbeständigkeit nicht nach Jahren, sondern nach Generationen bemessen wird. Die Auswahl unserer Materialien treffen wir nach strengen Umwelt- und Qualitätsrichtlinien. Die geglückte Kombination aus Handwerkstradition und Modernität zeichnet unseren Betrieb aus und garantiert die exakte Fertigung der Möbel: Das Team

Ganz gleich, ob Sie eine Lösung für Ihre Wohnung suchen oder ein Krankenhauszubau neu zu installieren ist – wir sind Ihr kompetenter Partner in allen Bereichen!

Unser kompetentes Team liefert Ihnen Lösungen in den Bereichen Stark- und Schwachstrominstallation, EDV- und Kommunikationsanlagen, Beleuchtungen, Verkehrs- und Sicherheitsanlangen, LAN-Verkabelung, Bus-Installations- und Regelungsanlagen, Energieverteilungen und Anlagenprüfungen.

Zu unseren zufriedenen Kunden zählen u. a. Die Steiermärkische, Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Graz-Eggenberg, UKH Kalwang, SVA, SOT, Fa. Hornig, Rottag-Metallverarbeitung und das Pfarramt Herz-Jesu.

Besuchen Sie uns auch auf unserer Homepage www.friebe.at !!!!

52 Klipp Jänner 2003 Bauen & Wohnen
Die Hausmesse im Schloß Pöllau - eine gelungene Premiere für KAPO. Tausende Besucher an den Wochenenden und mehr als 200 Kunden der Möbelbranche aus mehreren europäischen Ländern zeigten sich beeindruckt von der Leistungsstärke und den neuen Modellen. Diese wurden unter beachtenswertem Interesse auf der erst kürzlich zu Ende gegangenen Kölner Möbelmesse gezeigt. Das Fachpublikum reagierte ausgesprochen positiv auch auf die neue Klassik-Linie.
53 Klipp Jänner 2003

als ein Dach über dem Kopf…

unserer hochqualifizierten

Tischler versteht mit Hobel und Säge ebenso selbstverständlich umzugehen wie mit den computergesteuerten

Präzisionsmaschinen des 21. Jahrhunderts. So verlassen unsere Werkstätten nur Stücke, die in jedem Detail perfekt gearbeitet sind. Bei der Planung und Verwirklichung Ihrer individuellen Wünsche stehen Ihnen unsere Fachhändler mit deren Innenarchitekten zur Seite.

Frohnleiten

Maisonetten- und Penthouseanlage in attraktiver Wohngegend, von 75 bis 107 m2 Wohnfläche, eigener Gartenanteil, Top-Lage, Tiefgarage od. Carport, Fertigstellung Dez. 2003, provisionsfrei, Wohnbauscheck

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54 Klipp Jänner 2003 Bauen & Wohnen ✆ 0316/7790www.schuster.at
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IMMOBILIENTREUHAND

Das Wohlfühlerlebnis Fenster

FrüherwurdedasBadbeispielsweise als Nasszelle bezeichnet. Heute ist es eine Wohlfühloase. Nicht nur beim Bad wurde der Name geändert, auch das Fenster stellt heute etwas anderes dar. Das im Jahr 2000 von Manfred Hermann gegründete Unternehmen New Line legt beim Fenstereinbau großen Wert auf Qualität, und ganz besonders wichtig für das Unternehmen ist es, dass das Fenster nicht mehr als einfaches Bauelement angesehenwird,sondernals Wohlfühlerlebnis. Probleme gibt es beim Fenstereinbau genug, doch der Firma New Line sind diese bekannt. Der Einbau der Rollos und der Jalousien sollte bereits mit dem Einbau des Fensters erfolgen. Zwischen Fenstereinstellung und perfekter Ein-

der Sprossenteilung spielen. Bei Fenstern mit zu vielen Sprossen geht wichtige Energie verloren.

Das typische normale Fenster gibt es auf dem Fenstermarkt schon lange nicht mehr. New Line passt sich selbstverständlich den neuen Trends an. Ob eckig oder rund, ob kreisförmig, oval oder dreieckig – New Line erfüllt kleine Träume. Das Unternehmen ist jedoch nicht nur bei den Fenstern Spezialist, sondern auch bei Hauseingangstüren, Schiebetüren, Faltschiebetüren in Kunststoff oder Holz-Aluminium und Wintergärten stel-

stellung des Fensters gibt es große Unterschiede. Auch die chinesische Lehre Feng Shui kann beim Fenstereinbau eine entscheidende Rolle beispielsweise bei den Farben und

len keinerlei Probleme dar. Bei Glasfassaden wird für Planung und Einbau gesorgt. Beim Neubau gehen die Elemente bis zur Rohbodendecke. Dies ist keine Selbstverständlichkeit. Noch vor der Verlegung des Estrichs sollte das Fenster bzw. die Tür eingebaut werden, dadurch kann die Kältebrücke vermieden werden. Für diejenigen, die es noch nicht wissen: Der Knüller auf dem Fenstermarkt ist das so genannte Fenster mit Spaltlüftung. Bisher gab es nur Fenster zum Kippen. Die nicht serienmäßige Spaltlüftung im Holzund Holz-AluminiumBereich ist 2–3 mm breit und absolut einbruchsicher. Dadurch wird eine gute Durchlüftung ermöglicht, ohne dabei im Winter zu frieren. Ein

Spezialist in Sachen Fenster ist New Line mit Sitz in Graz. Wer auf Qualität und kompetente Beratung Wert legt, sollte nicht zögern – das Team steht jederzeit gerne zu Ihrer Verfügung. ❐

Köstenbaumgasse 17

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Telefon: ++43 (0)316/721550-0

Fax: ++43 (0)316/721550-4

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New Line Handelsges.m.b.H.
Das Team des Fensterspezialisten New Line. Rehabilitationszentrum Judendorf-Straßengel. Moderne Architektur in der Moserhofgasse.
55 Klipp Jänner 2003

Planung

Planen heißt entwerfen, Lösungen suchen und diese auch finden.

Bauen mit Holz

Holz kann sowohl im dekorativen wie auch im konstruktiven Bereich gleichermaßen eingesetzt werden. Es ist möglich, ein Haus komplett aus Holz zu bauen, wie uns Beispiele alter Blockhäuser zeigen. In der Praxis hat sich heute die so genannte Mischbauweise von Ziegelmauerwerk in Verbindung mit Riegel- oder Blockbau bewährt.

Sanieren, revitalisieren und restaurieren

Das Bewahren alter Bausubstanz ist für das Traditionsunternehmen oberstes Prinzip.

„Altes erhalten – mit Neuem gestalten“

Fenster – mehr als bloße Wandöffnung –architektonisches Element Tür und Aufgang – Einladung und Abgrenzung zugleich Balkon – im Freien und doch daheim
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Sanierung – Bewahren alter Bausubstanz
PLANUNG & BAU

Amerika – Ein Land, schwer zu verstehen.

Lola Dayton, 28, hatte Hunger. Sie war arbeitslos, ließ in einem Supermarkt Lebensmittel, einige Flaschen Alkohol und ein paar Kleinigkeiten für den Haushalt mitgehen. Ein Bagatelldelikt, der Schaden betrug nicht einmal 50 Dollar. Kaum zu glauben, doch Lola Dayton wurde zu 25 Jahren bis lebenslänglich verurteilt. Sie darf im Jahre 2028 das erste Mal einen Antrag auf Freilassung auf Bewährung stellen.

2 Millionen Menschen

weggesperrt.

Wegen einer Pizza lebenslänglich!

Als ich das erste Mal davon hörte, dachte ich an einen Irrtum oder an eine Geschichte, die völlig falsch dargestellt wird. Doch nein, heute weiß ich, dass es Realität ist. Nicht in einem strengen muslimischen Land, nicht irgendwo in einer bösen Diktatur oder einem zurückgebliebenen Schurkenstaat, nicht in Singapur, nein, im amerikanischen Bundesstaat Kalifornien. Dort, wo Österreichs erfolgreichster „Exportartikel“, unser Terminator und als solcher unbarmherzig schießender Held in vielen Actionfilmen, Arnold Schwarzenegger, in absehbarer Zeit zum Gouverneur und damit zum höchsten Repräsentanten gewählt werden dürfte. 8 Jahre gilt nun in Kalifornien bereits eine Gesetzesbestimmung, die gnadenloser, sieht man von der Todesstrafe ab, nicht sein könnte: Das three strikes law. DenAmerikanern bekannt als „three strikes and you are out“. Was so viel heißt wie „Du haust (schlägst) 3-mal daneben und bist out“. Entnommen ist dieser Begriff dem Rasensport, aus dem Baseball: Wenn der

Schlagmann 3-mal den Ball nicht trifft, ist er out, kommt der Nächste.

Doch in kalifornischen Gerichten geht es viel härter zu. Wer zum 3. Mal wegen eines Verbrechens verurteilt wird, dem muss der Richter die Höchststrafe geben. Lola Dayton wurde im Jahr 1991 wegen räuberischen Diebstahls verurteilt, 1995 folgte dann eine Drogengeschichte. Als sie im abgelaufenen Jahr sich im oben genannten Supermarkt wieder selbst bediente, war sie zwei Jahre auf freiem Fuß und vorher nach Los Angeles gezogen. Ein Schritt, der ihr nun zum Verhängnis geworden ist, weil dort die Gerichte three strikes law drakonisch anwenden. Im nördlichen San Francisco, wo sie früher gewohnt hat, wäre sie freigekommen. Denn dort umgehen viele Richter (vernünftigerweise) die Regelung, indem sie argumentieren, es handle sich nicht um ein Verbrechen, sondern nur um ein Vergehen. Diese goldene Brücke bauten jedoch die Richter Lola Dayton in Los Angeles nicht. Sie sitzt nun in einem

Hochsicherheitsgefängnis in der kalifornischen Wüste. Ihre 12jährige Tochter darf sie mit der Großmutter besuchen, muss aber ganz sicher ohne sie aufwachsen. Lola Dayton ist damit eine von 2,2 Millionen Personen, die in den Vereinigten Staaten inhaftiert sind – und das bei einer Bevölkerung von 250 Millionen. Als erster Krimineller wurde im Jahr 1994 in Kalifornien ein Mann Namens Williams zu lebenslänglich verurteilt, weil er einer Kindergruppe ein Stück Pizza entrissen hatte. Aufgrund seiner Vorstrafen, Raub und noch einmal räuberischer Diebstahl, war dies ausreichend, um ihn für die nächsten 25 Jahre hinter Gitter zu bringen. In Österreich sitzen bei einer Bevölkerung von mehr als 8 Millionen Menschen rund 9.000 in den Gefängnissen, in Deutschland sind es bei 82 Millionen Einwohnern 78.000, die nicht in Freiheit leben. Legt man amerikanische Verhältnisse oder den amerikanischen „Standard“ auf Österreich um, so müssten wir nahezu 65.000 Häftlinge haben.

Im Terminator-Land Kaliforni-

en wagt niemand, keiner der verantwortlichen Politiker, sich bei der Verbrechens- und Kriminalitätsbekämpfung „soft“ zu geben. Politiker loben die Three-Strikes-Regel. Früher einmal war der Sonnenstaat ein Vorbild im Bildungs- und Gesundheitswesen, heute hat man sich dort dem Strafen verschrieben. Allein 200.000 Häftlinge vegetieren dort in den Gefängnissen, mehr Häftlinge als in Deutschland, der Schweiz, Frankreich und Österreich zusammen. Und jeder Häftling kostet die Steuerzahler, den Staat, jährlich rund 22.000 Dollar, weit mehr, als viele Bewohner verdienen. Wohl gemerkt, es handelt sich bei der überwiegenden Zahl der Häftlinge um Menschen, die keine Gewaltverbrecher sind. Viele, die als kleine Diebe angefangen haben, werden erst durch den Knast gefährlich. Kleinkriminelle haben keine einflussreiche Lobby, daher stehen die Bürgerrechtsorganisationen im Kampf ziemlich chancenlos da, selbst wenn sie den einen oder anderen Fall spektakulär an die Öffentlichkeit bringen und helfen könnten. ■

57 Klipp Jänner 2003
KLIPPSpezial USA

Die bibelfesten „Amis

Wie halten es die Amerikaner mit der Religion?

Sie sind bibelfest, so wie wir das in Europa nicht kennen. Bei uns ist unvorstellbar, dass Bundeskanzler Wolfgang Schüssel am Ende einer Rede –etwa im Parlament oder sonstwo – den Menschen ein herzhaftes „Gott segne euch“ zuruft oder ein „So wahr mir Gott helfe“ in die Menge schmettert. Für die Amerikaner ist das Alltag. Was niemand von uns so richtig registriert: dass die Religion oder der Umgang mit ihr mittlerweile jenes Merkmal geworden ist, das Europa und Amerika am tiefsten trennt. In den kritischen Augen von uns Europäern ist diese demonstrierte Gottgläubigkeit der Amerikaner nichts anderes als heuchlerische „Frömmelei“. Sie entstammt dem calvinistischen Puritanismus. Doch Bush, Clin-

ton oder wer immer, Religiosität gehört für sie, wie für die Mehrheit ihrer Landsleute, ganz einfach zum Alltagsleben. Sie bestimmt dieses weit mehr als bei uns in Europa, wo die Kirche und der Staat völlig getrennt von den Menschen erlebt werden. Das zeigt sich auch in der Einstufung der Wertigkeit. Nahezu zwei Drittel der christlich getauften Amerikaner bekennen, die Religion sei für ihr Leben „sehr wichtig“. Nur rund 15 Prozent kreuzen in Umfragen die Kategorien „unwichtig“ oder „eher unwichtig“ an. Ganz anders sind die Einschätzungen in Europa oder der Österreicher, wo nur rund 50 Prozent behaupten, dass die Religion für sie im Alltag „ganz wichtig“ sei. Das zeigen auch die Besucherzahlen in den Kirchen, wo ja

Paul Volcker, 75 Jahre, früherChef derUS-Notenbank: „Es gibt einen Verfall derSitten.“

Er soll das angeschlagene Image der Börse durch eine neue Funktion aufpolieren. „Die Regierung tut sich schwer durchzugreifen, weil Wirtschaftsprüfer wegen ihrer hohen Wahlkampfspenden mächtiger sind, als man denkt, und weil viele Prüfer gezielt einzelne Abgeordnete unter Druck setzen. Es gibt einen Verfall der Sitten in unserem Land.“ Volckers Position zu Europa: Europäer haben regionale Unterschiede, strukturelle Probleme und eine sehr schwache Binnennachfrage. Er hält den Stabilitätspakt für zu starr. Die Regeln müssten mehr Flexibilität bei ernsten Konjunkturproblemen zulassen. Europäische Zentralbank reagiert ebenfalls zu starr bei Inflation, sie will nicht mehr als 2% zulassen. Auch hier muss man beweglicher sein, weil schon allein die Daten über die Preisentwicklung immer voller Unsicherheiten sind.

Wirkliche Verbesserung würde nur eine Weltfinanzreform bringen. Währungsschwankungen führen laufend zu Instabilität. Auf lange Sicht kann nur eine Weltwährung Verbesserung bringen. Am besten geht es mit dem heutigen System jenen, die sich dem Weltmarkt relativ wenig öffnen, das sei die Ironie, so Volcker.

vondenGeistlichengeklagtwird, dass sie ständig zurückgehen. Das beweisen aber auch die fehlenden Priester in den Landgemeinden, wo am Sonntag nicht einmal mehr eine Messe gehalten werden kann.

Kirche – rettende Oase

Ganz anders in Amerika: Rund die Hälfte der Katholiken, der Baptisten, der Methodisten, der Lutheraner findet sich wenigstens einmal in derWoche zu einer Messe in ihrer Kirche ein. Von daher ist dochAmerika das einzige letzte christliche Land, wenn man so will, das diesen Namen auch verdient. Der verwirrende Unterschied zu Europa: In den USAist die Kirchengemeinde eine selbständige Rechtsgemeinschaft. Ihre Mitglieder sorgen dafür, dass sie finanziell und materiell ausgestattet wird. Die Pfarrer werden dort selbst gewählt und damit auch von der Pfarrgemeinde entlohnt. Die starke Verankerung der Kirche im Alltag hängt damit zusammen, dass sie offenbar weit mehr eine soziale Institution ist und nicht nur eine spirituelle Oase. Weil eben das soziale Netz in den Staaten weit durchlässiger ist und oft gar nicht vorhanden, ist die Kirche in mancher Hinsicht sogar das Zentrum der Gesellschaft. Und genau diese Freiwilligkeit der Gemeinschaft und die Selbstverantwortung schaffen ganz offensichtlich festere und tiefere Bindungen, als sie unsere Kirchen zu schaffen vermögen. Karitative Aufgaben, die in Europa mit völliger Selbstverständlichkeit vom Sozialstaat verlangt werden, leisten in den Staaten die Kirchen. Daher spenden die Menschen in den Staaten

jedes Jahr zumindest so viel wie auch bei uns in Österreich oder in anderen Ländern Europas.

Es gibt keinen Religionsunterricht an den staatlichen Schulen, nur an den nach dem jeweiligen Glauben ausgerichteten High Schools und Universitäten. Dennoch bemühen Politiker bis zum Präsidenten hinauf jeden Tag das „Gott schütze Amerika“, obwohl dieAmerikaner in viele, viele Religionsgemeinschaftenaufgesplittet sind.

Erzkonservative Prediger locken

Doch zwei Drittel der Bürger meinen, dass der multireligiöse Charakter der Gesellschaft der Einheit ihres Landes keineswegs abträglich sei. Sie bestimmen sogar stark die Öffentlichkeit mit, wie etwa die erzkonservativen Prediger, die meist über ein Netz von Fernseh- und Radiosendern verfügen. Als buchstabengehorsame Nachbeter der heiligen Schriften verteidigen diese, wie auch die Fundamentalisten, unter den Juden die Expansion des zionistischen Staates auf das gesamte Territorium Palästinas. Das macht zumindest verständlich, warum Amerika so stark hinter den Juden und damit

58 Klipp Jänner 2003

is“

hinter dem Staat Israel steht. Gerade diese Staatsferne der amerikanischen Kirchen erlaubt mitunter eine gefährliche Politisierung von radikalen Religionsgemeinschaften, ob bei den Christen oder bei den Moslems. Man sollte sich daran erinnern, dass auch der politische Ansatz der Bürgerrechtsbewegung des großen Martin Luther King aus der spirituellen Kraft des Evangeliums herrührte. Auch bei Martin Luther King war die Wurzel für seineAuftritte eine Art Sendungsbewusstsein und die erschmelzung der religiösen Impulse mit den Elementen der Aufklärung. Ganz im Gegensatz stand dazu Europa. Denn da waren Religiosität und Aufklärung stets heillos miteinander verfeindet. Das jüngste Beispiel für diese amerikanische Gottgläubigkeit ist wohl Jimmy Carter, der Friedensnobelpreisträger. Er, ein Sonntagsschulprediger aus einem Südstaat, ist bei uns in Europa nie wirklich als Persönlichkeit ganz oben gestanden. Doch es sind gerade seine tiefen christlichen Überzeugungen, die den Friedensnobelpreisträger heute mehr denn je zu einer wichtigen moralischen Stimme machen. Und nicht von ungefähr lautete einer seiner Sätze anlässlich der Verleihung des Friedensnobelpreises, dass er voller Dankbarkeit am Ende seiner Amtszeit Thomas Jefferson, einen der Gründungsväter der USA, zitieren konnte: „Meine Regierung hat in ihrer Amtszeit keinen Blutstropfen auch nur eines Bürgers durch das Schwert des Krieges vergossen.“

Die Angst hat zugenommen

Psychiater sagen, dass die Kinder in New York seit dem 11. September 2001 erheblich ängstlicher geworden sind. Keiner weiß aber so richtig, wie man damit umgehen soll. Psychologische Tests an Schülern bestätigen diesen Eindruck der gestiegenen Ängstlichkeit. Offensichtlich hat sich ein Nebel von Angst über die Stadt gelegt, und man wartet doch irgendwo auf den nächsten Angriff und wünscht, dass jemand eine Ahnung hätte, wie man ihn

verhindern könnte. Doch es gibt keine glaubhafte Information, auch wenn tagtäglich betont wird, wie sicher die Stadt nun sei. Ein zynischer Scherz macht die Runde in New York: „Ein Mann ruft seine Frau auf dem Handy an und fragt sie: Wo bist du? – In meinem Büro natürlich. – Dein Büro ist soeben bei einem Anschlag von Terroristen eingestürzt. – Die Frau, die mit ihrem Freund im Bett liegt, verstummt. – Hallo?, ruft die Frau. – Hallo?“ Ein Faktum ist auch – das ist der Witz aus dieser Geschichte heraus –, dass sich seit dem 11. September die Zerwürfnisse häufen. Offensichtlich sinkt angesichts der Bedrohung auch die Toleranz in Beziehungen.

Früher, vor dem 11. September, da meinten die New Yorker, immun gegen Chaos und Zerstörung zu sein. Heute haben sie das Gefühl großer Verletzlichkeit.

„Wenn ich in den Bus steige“, sagt Leo L., der in New York wohnt, „sehe ich mich nach Selbstmordattentätern um, dann aber verdränge ich diese Vision von einem Überfall schnell aus meinem Kopf.“ Ganz besonders krass spürt man die Veränderungen von New York, wenn man New York verlässt. Die Wartezeiten an den Flughäfen sind dreimal so lang, wie sie früher waren, und sehr oft versäumen Passagiere ihren Flug. Die Warteschlangen sind lähmend, doch niemand regt sich darüber auf, aber die Kontrollen sind letzten Endes nicht auf eine Weise genauer geworden, wie man es erhoffen sollte. So gesehen ist es

KLIPP-Spezial USA

auch hier in New York anders geworden, aber es ist kein Wandel, der einen erfreut. Ganz krass ist die Tatsache, dass sich die Toleranz für abweichende Meinungen ganz gehörig verringert hat.

Unkritischer Patriotismus

Die Amerikaner schwelgen nun in unkritischem Patriotismus, der jede natürliche Debatte abwürgt. Das ist auch das Glück für Präsident Bush, denn jeder Angriff auf seine Politik wird damit im Keim erstickt. Und es ist eigenartig, Journalisten werden sogar gefeuert, wenn sie zynische oder satirische Bemerkungen über den 11. September von sich geben. Vorbei ist diese Distanz, diese normalerweise gegebene spöttische Haltung gegenüber der Regierung und der

Präsidentschaft. Absolute Gefolgstreue ist gefordert. George Bush kann sich glücklich schätzen, dass die Terroranschläge in seine Amtszeit fielen. Denn diese verschaffen ihm einen Deckmantel für seine unmögliche Politik. Er sieht gegenwärtig wie ein Held aus. Und Zyniker könnten sagen: Wenn es den 11. September nicht gegeben hätte, hätten ihn Bushs Untergebene erfinden müssen. Denn es gibt nichts Wirkungsvolleres als einenAngriff auf das eigene Land,

Bitte umblättern 59
Die U.S. Marine: Sie wird im drohenden Irak-Krieg eine Schlüsselrolle spielen. Klipp Jänner
2003

um eine Stimmung zu erzeugen, die dann die Führung unkritisch unterstützt. Keine Rede davon, dass New York ob seiner Angst nun bei den Menschen weniger wert ist. Nein, die Börse erlebt zwar einen Kurssturz, aber die Immobilienpreise steigen seither unaufhaltsam.

Eine eigenartige Stimmung

Vorbei ist es mit der Sensibilität der Grundrechte. Man möge um der Sicherheit des Landes willen Maßnahmen verstehen. Loyalität wird mit Durchhalten und Mundhalten gleichgesetzt. Aber haben

wir deshalb mehr Sicherheit? Eine kritische Stimme istAutor Gore Vidal: „Der furchtbare materielle Schaden, den uns Osama und seine Spießgesellen am schwarzen Dienstag zugefügt haben, ist nichts im Vergleich zu dem K.O.Schlag für unsere Freiheiten.“ Wer den Frieden durch erhöhte

Sicherheit erzwingen will, der wird am Ende weder Freiheit noch Frieden noch Sicherheit haben, der landet in der Sackgasse, wo nur noch Angst und Paranoia dominieren. Auch die Berichterstattung über die Aktionen in Afghanistan sind sehr, sehr eingeschränkt gewesen und sind es

Gottesfürchtig und gläubi Gottesfürchtig und gläubi

Schon eine halbe Stunde vor Beginn der Messe ist das Gotteshaus voll mit Menschen, die in kleinen und großen Gruppen zusammenstehen. Seit dem 11. September 2001 ist es offensichtlich, dass die Glaubensgemeinschaften, ob Kirchen oder Sekten, ganz starken Zustrom erfahren haben. Die Schar der Gläubigen in der Presbyterianerkirche ist nicht nur vielfarbig, Schwarze, Weiße, Asiaten, sie ist auch vom Alter her von Jung bis Alt durchmischt. Und die Menschen fühlen sich offenbar behaglich und wohl im Gotteshaus. Der Gottesdienst beginnt mit Singen und Beten, dann kommt der Auftritt des Reverend, des Geistlichen. Dieser Sonntagvormittag ist deshalb etwas Besonderes, weil einer der Starredner in Sachen Kirche und Religiosität sein Kommen und sein Auftreten angekündigt hat. Sein Name: Charles Stanley, er ist einer der ganz Großen in diesem Geschäft um die Gläubigkeit, denn um ein solches handelt es sich. In den USA gibt es einige Dutzend von derartigen Reverends oder Priestern, die ihre Zuhörerschaft, oft sind es Tausende, mit ihren fulminanten verbalen Auftritten in den Bann ziehen und begeistern. Und Charles Stanley hat seine Zuhörer sofort im Griff. Er redet auf sie ein wie auf Kinder, lobt und streichelt sie verbal, sorgt dafür, dass sie mit geschlossenenAugen seinenAusführungen lauschen und nur durch häufiges Kopfnicken zu erkennen geben, dass sie seine Weisheiten, die verknüpft mit Bibelzitaten sind, ganz intensiv bejahen. Perfekt einstudiert ist diese Bühnenshow, dieser Auftritt in Sachen Religion, und auch glaubwürdig vorgetragen. Die Amerikaner verzeihen ihren Stars auch, wenn diese zwar auf der Bühne von dem Schönen, Guten und Ehrenhaften sprechen, es selbst aber im Privatleben oder auch mit ihrem Vermögen nicht so ge-

nau nehmen.

Charles Stanley ist einer, der sogar mit den Großen der Welt in Kontakt steht, das zeigen alle seine Prospekte und Videospots, die man auch im Fernsehen bewundern kann. Er spricht sehr schnell, in kurzen und klaren Sätzen, sodass die Menschen gar nicht dazu kommen, wirklich zu überlegen, was da auf sie einprasselt.

Sätze wie:

„Gott liebt uns ohne Bedingung, ob du an Ihn glaubst oder nicht, Sein Leben ist nicht von deinen Gefühlen abhängig, Er weiß alles über unsere Zukunft“, „Sein Sohn starb für uns am Kreuz, und auch wir müssen dafür einfach bereit sein“. Die Tonlage und auch das, was er an Botschaften seinen Zuhörern vermitteln will, kommt hundertprozentig an. „Du kannst gerettet werden, denn er gab Seinen eigenen Sohn für uns am Kreuz, und der Herr kann auch dich retten. Wir alle leben in der Gegenwart Gottes weiter, ganz egal wo du bist. Auch die Opfer des 11. September“,

so streut er ein, „keines geht verloren, Gott hat sie alle, auch wenn wir es nicht verstehen wollen, Er versteht es, Er versteht uns, denn Gott sieht jeden von uns zu jeder Zeit. Er bereitet uns vor für das nächste Leben, und mit Gott ist die Dunkelheit nicht dunkel, ist die Nacht nicht dunkel“, kommt ein Psalm nach dem anderen wie ein Gewehrfeuer in den Saal. „Er vergisst keinen von uns“, muntert Stanley auf. Wieder brandetApplaus auf, und die Menschen jubeln ihm zu. Beim Gospel

60 Klipp Jänner 2003
An einem Sonntagvormittag in einer Kirche in den USA. Die Gotteshäus unterrstützen ih Foto aus: In the line of duty, Regan

heute noch. Wenig darüber, was in Afghanistan schief gegangen ist. Nichts darüber, wie es mit der geplanten Öl-Pipeline durch Afghanistan war, über die mit den Taliban jahrelang verhandelt worden ist. Gebilligt wurde sie aber erst kürzlich von Hamid Karsais Regierung. Die Medien

berichten von den Bomben, von den Opfern, von den Erklärungen der Politik, aber über die wirtschaftlichen und ökonomischen Grundlagen der amerikanischen Präsenz in Afghanistan haben sie nie berichtet. Die Informationsfreiheit in den Staaten, früher ein Markenzeichen für Amerika, ist

praktisch gestorben. Bush und seine Regierung nützen alle Möglichkeiten der Geheimhaltung aus. Doch kaum ein großes Medium im Land ist bemüht, diese Strategie zu hinterfragen. Die Situation beschreibt auch die amerikanische Schriftstellerin

Was macht New York aus, das einen gleichzeitig anzieht, aber auch abstößt und lähmt? „Wenn du hier lebst, musst du gegen diese Stadt ankämpfen, denn sonst verschlingt sie dich“, sagt der Österreicher Kurt G. Ständig hupende Autos, Taxis, Polizisten, viel Verkehr, das gibt es auch in anderen großen Städten, doch das ist es nicht, was New York von anderen Großstädten der Welt abhebt, sondern mehr dieAbfolge der Situationen und Bilder. Jede Sekunde eine andere Wahrnehmung, New York ist keine Stadt der Langeweile und Monotonie, dort probt die große Welt im Klei-

Erica Yong in einem Essay, ein Zitat daraus: „Wie können wir behaupten, im Namen der Freiheit Krieg zu führen, wenn wir zu Hause so bereitwillig auf sie verzichten?“

Diese Stadt schläft nie

„Hey man, hey man“, stehen sie mit in die Höhe gestreckten Händen ineinander verschränkt, den Nachbarn umarmend, und stimmen mit ihrem Messias auf der Bühne in dessen Gesänge mit ein. Man hat fast das Gefühl, dass die Menschen hypnotisiert diesen Bibelwahrheiten folgen. Und ganz besonders hier in New York, in dieser Zeit, wo sie sich Zuspruch erhoffen, weil draußen, vor dem Gotteshaus, eine ganz andere Welt sie wieder erwartet.

nen ihr Bestehen. Auf wenigen hundert Metern im Durchmesser begegnet man als Besucher der Welt, ihren Kulturen und Gegensätzen. Dem schwarzen Chauffeur im schwarzen Rolls Royce mit verdunkelten Scheiben, in einen Frack gewandet, der seiner weißen Lady den Türschlag öffnet und die Pakete im Kofferraum verstaut. Dem herrisch wirkenden schwarzen 2 Meter großen Basketballstar, der seinen Lincoln von einem Asiaten chauffieren lässt und dessen Kinder sich im Fond des Autos wie alle Kinder dieser Welt lustig unterhalten. Innerhalb einiger Häuserblöcke trifft man auf Chinesisches, Indisches, Japanisches, Italienisches, Irisches, Russisches oder arabische Geschäfte, Juwelierläden, Reinigungsfirmen, Schneidereien, Parfümerien, Cafès, Restaurants, Tapisserien, Betten- und Lampengeschäfte, eine Tierhandlung, einen Waffenhändler, eine Kirche, und, und. Zum Straßenbild gehören aber auch die Hot-Dog-Stände mit der Flagge „Good bless America“, in sich versunkene Liebespaare, studiogebräunte Sonnenbrillentypen, streunende Hunde, alte Menschen,

die von Helfern gestützt ihren Spaziergang machen, jüngere Männer in Business-Kleidung mit Krawatte und schwarzem Anzug und schwarzen Schuhen, die sich beim Straßenverkäufer eine 10-Dollar-Uhr aussuchen, Latinos, die am Bau schwer arbeiten müssen, gelangweilte Verkäufer in den vielen Foto- und Computer-Shops oder einfach Menschen, denen die Mühe des Alltags ins Gesicht geschrieben ist, mit müden Augen, die an einer Bus- oder U-Bahn-Station auf demWeg nach Hause sind. Ihnen allen begegnet man, aber man trifft sie nicht, weil man ohne Notiz voneinander zu nehmen vorübereilt. Von den Jüngeren abgesehen, geben die New Yorker nicht gerneAuskunft, wenn man sie auf der Straße anspricht. Sie empfinden dies als aufdringlich, mitunter auch gefährlich, wenn man weiß, mit welchen Tricks Menschen in einer Großstadt betrogen, bestohlen und ausgeraubt werden. Wofür man sonst eine Reise durch viele Großstädte der Welt machen muss, das erlebt man in New York an einem einzigen Tag. Wenn man will. ■

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KLIPP-Spezial USA big big
New York, Manhattan: Multikulti in Reinkultur shäuser sind am Wochenende übervoll – die Amerikaner tzen ihre Glaubensgemeinschaften großzügigst.

Medien K ultur

Wer schon am Tag nach der Premiere alles über die neuesten Aufführungen wissen will, klickt auf www.klippmagazin.at. Nur da gibt’s die schnellsten Kritiken des Landes – hier kurze Ausschnitte:

Neujahrskonzert: Oper "verzaubert"

Seit einigen Jahren schon lädt auch das Grazer Opernhaus am 1. Jänner zum Neujahrskonzert - und wenn man sich das heurige ansieht, darf man das als äußerst gutes Omen für das soeben beginnende Kulturhauptstadtjahr sehen. Intendantin

Werther: Leiden mit Hingabe

Regisseurin Kerstin Maria Pöhler konzentriert sich besonders auf Charlottes Gefühle und bringt damit eine weitere Vielschichtigkeit in die Goethes Liebestragödie. Die Hauptfigur wird hervorragend dargestellt von Opernhaus-Tenor Marlin Miller. Voller Pathos lässt

Karen Stone engagierte erstmals eine Frau als Dirigentin für dieses Ereignis - mit Erfolg. Denn die junge Finnin Susanna Mälkki erwies sich als echter Goldgriff. Sie schickte die Zuhörer und das perfekt positionierte Grazer Philharmonische Orchester auf eine wunderschöne musikalische Berg- und Talbahn der Gefühle. Ein Mann auf der Bühne stellte die Dirigentin sogar noch in den Schatten: Bandoneon- undAkkordeon-Genie James Grabb. Gemeinsam mit dem Orchester intonierte er auf fabelhafte Weise insgesamt gleich vier Stücke der argentinischen Tango-Größe Astor Piazzolla - das Publikum war schlicht und einfach hingerissen.

er die Hauptfigur auf der Bühne leiden, der Selbstschmerz ist in keiner Szene zu übersehen. Ihm gegenüber steht die herausragende Ekaterina Semenchuk, die ein sensationelles Opernhausdebut gab.

Nathan, der Langweilige Schauspielhausregisseur

Thomas Reichert vergibt mit seiner Inszenierung eine goldene Chance. Statt dem hervorragenden

Text Lessings ein wenig BühnenTempo mitzugeben, stellt sich der Zuschauer drei Stunden lang die Frage: Wofür war hier ein Regisseur am Werk?

Dabei geben die Akteure ihr bestes. Allen voran Otto David, der den reichen Juden Nathan beeindruckend gut gibt.

Der Name:

Wenig Worte sagen viel

Dass auf der Probebühne des Grazer Schauspielhauses immer wie-

chen. Mit der Premiere von Jon Fosses Familiendrama "Der Name" gelang nun ein weiterer Beweis dafür. Regisseur Stephan Losse gelang mit der Inszenierung des mit dem "Nestroy"-Preis ausgezeichneten Stückes ein Bravourstück. Mit minimalen Mitteln sorgt er für beängstigende Emotionen und nicht wegzubekommende Spannung. Er dirigiert seine Schauspieler nach dem Motto "Weniger ist mehr" und verzichtet (glücklicherweise) auf jeglichen Firlefanz.

Orpheus: Die spinnen, die Götter Wenn Götter vor Langeweile fast sterben, Jupiter als Fliege in einem Ballett tanzen muss und Pluto in die Gestalt eines kessen Bodybuilders schlüpft - dann erlebt Graz einen der besten Opernabende der letzten Zeit: Jaques Offenbachs "Orpheus in der Unterwelt" feierte eine göttliche Premiere.

der echte "Zuckerln" der Theaterwelt aufgeführt werden, hat sich ja zum Glück bereits herumgespro-

PS: Alles über die Premieren im Rahmen von Graz 2003 lesen Sie bitte in unserer großen Titelgeschichte. ■

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Alexander Weise und Julia Kreusch faszinierten auf der Probebühne Göttlich: Alexandra Reinprecht und Patrick Raftery in Orpheus’ Unterwelt Susanna Mälkki begeisterte als Dirigentin des Neujahrskonzertes Fotos: Theater, Graz

Ein Stadtpfarrer, ein Bär, der SchiSepp und die WM am Kreischberg

Die Snowboard-Weltmeisterschaft 2003 am Kreischberg ist vorbei. Doch neben den Siegern sind auch die Hauptakteure der drei Spots in aller Munde.

Als Presenting- und Hauptsponsor des vom 11. bis 19. Jänner stattgefundenen Sport-Events hatte A1 vom internationalen Ski-Verband FIS die Erlaubnis, während der 35-Sekunden-Unterbrechungen der internationalen Ski-Rennen zu werben. Zu diesem Zweck hatte Alexander Sperl, Director Marketing Communications A1, drei WM-Spots inAuftrag gegeben, die Teil einer Kreischberg-Kampagne von Mo-

bilkom Austria waren. Der Murauer Stadtpfarrer Anton HerkPickl, der „Ski-Sepp“ und der Sportlehrer „Bär“ waren zentrale Figuren in den drei Spots, die den Enthusiasmus, mit dem sich der Ort auf die Weltmeisterschaft vorbereitete, verkörpern. Sie wurden in drei unterschiedliche Storys eingebettet, die von ÖSVSnowboardern wie etwa Alex Maier, Hermann Maiers Bruder, aufgelöst wurden. „Die A1Storys für die Snowboard-WM in Murau hatten wirklich Charme, und der Dreh mit den Murauern war ein einzigartiges Erlebnis“, zieht Regisseur Kadar Resümee. Die Kampagne zeigte mit viel Emotion und Witz das Besondere einer lokalen WM. ■

Cyberkrieg um Graz 2003

Mit lustigen Spielideen wie der ersten Pisten-Fuß-Sauna sorgte man schon bei derSnowboard-WMam Kreischberg für wärmendes

Lümmeltüten für Pistenflirt

Pionier Sebor unterrichtet

Er war der erste Mann, der in der Steiermark Privatradio machen durfte und das erfolgreich, in den 90-er Jahren beim Start der Antenne Steiermark. Danach wechselte er zum Krone Hit Radio, nun ist er aber von dort wieder weg.

www.grazer2003.info zieht die Kulturhauptstadt durch den Dreck, www.graz03.at dagegen boomt

Frechheit siegt anscheinend: Im Forum der offiziellen Homepage der Kulturhauptstadt hat ein anonymer (!) Kritiker des Großprojektes seine eigene Site gepostet: www.grazer2003.info. Und darauf bekommen es die 2003-Macher kräftig ab. In einem laufend aktualisierten Tagebuch sind Sprüche in nicht ganz korrektem Deutsch zu le-

sen wie "Warum ,Käptn’Lorenz?! Er steht ganz vorne, an der Brücke der Insel, die eigentlich ein Schiff ist und sagt (mit rotem Kopf, verschwitzen Haarsträhnen und mit Speichelknöllchen im Mundwinkel): ,Voraus, voraus, setz dich in Bewegung, du mein goldiges Jahr 2003, du Geldvernichtungsmaschine aller Geldvernichtungsmaschinen, du zynisches Prachtstück zwischen Erniedrigung und Selbstüberschätzung, oh domina mea, die mich für die jahrelangen Schmerzen einer ganzen Kleinstadt auch noch fürstlich bezahlt.” Die 2003-Macher können darüber freilich nur milde lächeln ob dieser offensichtlichen Armseeligkeiten und freuen sich lieber über die täglichen Zugriffsrekorde der offizi-

Schmunzeln und heiße Gedanken. Die Kondommarke Billy Boy bietet nun in Kooperation mit dem Steiermarkmagazin KLIPPfür weitere heiße Pistenflirts vor allem für junge Leute spezielle Packages an: Für die Leser des KLIPPwerden 5 Billy Boy Lümmeltüten ( Cap, Energydrink, Schokolade, Handwärmer und viele Billy Boy Condome) sowie 10 Wochenendpackungen Billy Boy Condome (12 Stück) verlost. ■

Einsendungen unter dem Stichwort „Billy Boy“ an: Steiermarkmagazin KLIPP Liebenauer Hauptstraße 2 – 6 A-8041 Graz

Oder E-Mail: office@klippmagazin.at

„Schönste Zeit meines Lebens“ nennt der ehemalige Krone-HitR@dio-Chef Bernd Sebor seine derzeitige Lebenslage: Seit Anfang des Semesters unterrichtet er an der Fachhochschule Joanneum Graz im Rahmen des Lehrgangs „Journalismus und Unternehmenskommunikation“. Hintergrundwissen in Sachen Radio – Programmformate, Musikmoderation, Nachrichtenwesen, Ausarbeitung und Abwicklung einer Radiosendung – vermittelt er nun den 25 Studenten in Graz, vorerst bis März. „Ich führe sowohl in Österreich als auch in Deutschland und den USAGespräche“, teilt Sebor mit. Möglich sei der Fernseh- als auch der Radiobereich. Auch ein Umzug nach Amerika sei „privat geklärt“. und . Konkretes wollte Sebor aber doch nicht verraten: „Ich muss erst die Verhandlungen abwarten.“ Bei seiner Lehrtätigkeit habe er jedenfalls die „Option auf Weiterverpflichtung“. ■

ellen Homepage. Beinahe 2 Millionen User gehen pro Tag auf die Adresse www.graz03.at –und die Site hält dem Ansturm noch immer Stand ... Übrigens: www.grazer2003.info ist nicht der einzige Internet-Kritiker der Kulturhaupstadt. Seit geraumer Zeit wird auch auf www.graz0815.at versucht, Wolfgang Lorenz & Co ins Lächerliche zu ziehen. ■

Täglich 24 Stunden unter: 0316 72 11 11

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“Zoff für Lorenz und CO”.
Graz
TOP-SERVICE

LKH-West entwickelt sich zum „Konkurrenten“

Im Großraum Graz werden die Patientenströme von rechts der Mur in Hinkunft nach Möglichkeit im LKH-West aufgefangen. Bis in die Umlandbezirke wirkt sich dies aus, sodass das „alte LKH“ eine spürbare Entlastung erfahren wird. Jetzt wurde auch noch das medizinische Führungsteam erweitert.

In einem österreichweit einzigartigen Modellverbund sind verschiedene Spitalsträger (AUVA, Barmherzige Brüder, Elisabethinen und die KAGes) in vielen Bereichen sehr

enge Kooperationen eingegangen. DasLKHWest ist nur der jüngste Teil davon und trägt eine Bezeichnung, die für den Verbund passender wäre. Seit Anfang Dezember 2002 ist es im Vollbetrieb, arbeitet mit den anderen Anstalten zusammen und tauscht diverse (Dienst-)Leistungen aus. Labor sowie Magnetresonanztomographie (Barmherzige Brüder), Pathologie und DiaPeter Steindorfer (2. v. l.) stellte seine „Neuen“ im medizinischen Führungsteam vor: Sigurd Lax, Fritz Flückinger und Heribert Walch (v. l.) ergänzen die „alte“ Riege.

Anerkennung für Grazer ForscherInnen

Weibliche Forscher leisten Pionierarbeit – vier Wissenschaftlerinnen und ein männlicher Kollege der Karl-Franzens-Universität Graz und deren Mitarbeiter durch die Aventis-Stiftung geehrt.

Die eingereichten Arbeiten haben revolutionäre Erkenntnisse und weltweite Anerkennung gebracht. Damit ist die Universität Graz wieder einmal in den Mittelpunkt des „wissenschaftlichen Interesses“ gerückt. Wie überhaupt solche Anlässe erst zeigen, was in der Steiermark an verborgener Pionierarbeit geleistet wird. Bemerkenswert:Vier der fünf Preisträger sind Frauen!

Die PreisträgerInnen und ihre Arbeiten:

● Dr. Ulrike Demel von der Klinischen Immunologie und dem Jean-Dusset Labor gelang es, einzelne Molekülkomplexe in Flüssigkeiten in extrem geringer Konzentration nachzuweisen. Durch die hohe Sensitivität kann es möglich werden, bestimmte Immunerkrankungen bereits in einem besonders frühen Stadium zu erkennen.

● Dr. Tamara Egger vom Institut für Medizini-

sche Biochemie und Molekularbiologie wies nach, wie Vitamin E Nervenzellen durch Eingriff in die komplexen Signalübertragungs-Mechanismen schützen kann, was therapeutische Ansatzpunkte z. B. bei der Alzheimer-Erkrankung liefern könnte.

● Dr. Christine Helige vom Institut für Histologie und Embryologie entwickelte ein dreidimensionales Gewebekultur-Modell zur Beobachtung der Invasion embryonaler Zellen in die Uterusschleimhaut im Rahmen der Plazentaentwicklung, das unter anderem auch für die Krebsforschung wichtige Hinweise liefern kann.

● Dr. Elisabeth Mahler von der Universitätsklinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin entwickelte eine nichtinvasive Methode, um das Narkoserisiko bei Koronarpatienten vorherzusagen, ohne dass dazu die übliche Herzkatheter-Untersuchung durchgeführt werden muss.

gnose (LKH-West) und Computertomographie (UKH) sind die Schwerpunkte. Sogar die technischen Dienste wurden konzentriert. Die Verpflegung wird genauso zentral für alle drei Häuser koordiniert, wie auch die Heizungsund die Telefonanlage gemeinsam genutzt werden. Darüber hinaus gibt es Zusammenarbeit mit dem LKH Voitsberg, dem Landespflegeheim Schwanberg und der Nevenklinik im Landeskrankenhaus Sigmund Freud in Graz. Mit seinen rund 260 Betten ist das neue Vollkrankenhaus hinsichtlich der Kapazität wesentlich bescheidener als das größte Krankenhaus der Steiermark, das „alte LKH“.

Trotzdem sind die Zahlen beachtlich:412 Mitarbeiter betreuen die Patienten. Davon sind 211 im Pflegebereich und in medizinischtechnischen Sparten tätig und unterstützen die rund 70 Ärzte.

Der Verbund hingegen wartet schon mit mehr als 700 Betten und rund 180 Ärzten auf. So ist der Zusammenschluss in gewissem Sinne auch als „Konkurrenz“ zu sehen oder als wichtige Ergänzung. Damit ist das LKH-West ein Paradebeispiel unter den 20 Spitälern der KAGes. Diese gehört mit mehr als 15.000 Mitarbeitern, 240.000 stationären und rund 570.000 ambulanten Patienten übrigens zu den größten und modernsten Spitalsunternehmen Europas.

● Dr. Gernot Zollner von der Abteilung für Gastroenterologie und Hepatologie der Medizinischen Universitätsklinik entdeckte den molekularen Schutzmechanismus, den Leberzellen bei Gelbsucht entwickeln. Damit gelang der Nachweis, wie ein tödlicher Leberschaden durch körpereigene Regulative vermieden wird.

64 Klipp Jänner 2003 Gesundheit
Foto:Kolaric
Foto:Kolaric
Dr. Christine Helige entwickelte eine Methode, die auch bei Krebsforschern weltweites Interesse erweckte.

Neuer Primar im LKHDeutschlandsberg

Der Jahreswechsel bringt im Gesundheitswesen viele Veränderungen. Die Interne Abteilung des LKHDeutschlandsberg wurde neu besetzt.

Mit Univ.-Prof. Ing. Dr. Gerhard Stark erhielt Deutschlandsberg einen neuen Vorstand der Internen Abteilung. Er hat eine beachtliche wissenschaftliche Karriere hinter sich und war bislang am Klinikum Graz tätig. Der gebürtige Kärntner und seit 14 Jahren Wahl-Steirer (Mooskir-

chen) begann seine Laufbahn mit der Ausbildung zum Maschinenbauingenieur und studierte danach in Rekordzeit Medizin. Zahlreiche Forschungsergebnisse und das technische Wissen führten zur Entwicklung von Programmen und Geräten, die in der Diagnostik angewandt werden.

Nun will sich Stark aus der Forschung sukzessive zurückziehen und sich dem Umbau der Internen Abteilung widmen. Stark:„In Deutschlandsberg habe ich das Gefühl, dass man mich nicht nur braucht, sondern auch haben will. Es ist für mich eine große Herausforderung, in meiner unmittelbaren Heimat zu wirken und alle meine Erfahrungen hier umzusetzen.“

SAUER ODER BASISCH

KEIN PROBLEM MIT ZU VIEL SÄURE !

Chronische Übersäuerung – ein Risikofaktor,gegen den man sich wehren kann. Zahlreiche Ärzte warnen vor chronischer Übersäuerung und empfehlen eine Umstellung der Essgewohnheiten,einen gesünderen Lebensstil und die regelmäßige Einnahme von natriumfreiem Basenpulver.Der Wert der Natriumfreiheit wird oft in Frage gestellt und ist ein häufiger Diskussionspunkt bei Ärzten und Pharmazeuten,weil Natrium als Spurenelement nicht gleichzusetzen ist mit Natriumchlorid (Kochsalz).Natriumchlorid ist eine der stabileren Verbindungen.Gelangt Natriumsalz in den Magen,kommt es unweigerlich zur Reaktion mit der massenhaft im Magen vorkommenden Salzsäure.Es entsteht Kochsalz,und dieses braucht bei den herkömmlichen Essgewohnheiten nicht extra mit der Nahrung zugeführt zu werden.Bei diversen Untersuchungen konnten mit natriumfreiem Basenpulver bessere Ergebnisse erzielt werden. Das Argument,dass der Körper über genügend Möglichkeiten verfügt,überschüssige Säuren zu neutralisieren,wenn nur die Ernährung basisch genug ist,stimmt nicht.Zum ständigen Abbau des Säureüberschusses muss der Körper so genannte Pufferbasen bereitstellen.Mit zunehmendem Alter und bei großem Säureüberschuss können diese nicht mehr im nötigen Umfang bereitgestellt werden.Ein weiters Märchen ist,dass im Harn gemessen werden kann,ob ein Körper übersäuert ist.Der Harn eines gesunden Menschen muss sogar sauer sein.Es wird im Harn lediglich die Säureausscheidung gemessen und nicht der Säuregrad im Organismus.Natriumfreies Basenpulver enthält basische Salze in höchster Reinheit.Beim Kauf sollten Sie darauf achten,dass auf billige Füllstoffe verzichtet wird und Sie nur geprüfte Markenware zu sich nehmen. Durch natriumfreies Basenpulver wird auf einfachem Weg die Bilanz der Säurebilder zugunsten der Basen verschoben.Das Forschungsteam von Dr.Auer wird von einigen Universitäten bei der Optimierung von Basenpulver unterstützt,sodass ein optimaler Effekt zu erwarten ist.Dr.Auer hat dem Säure-Basen-Haushalt in der Forschung den Stellenwert gegeben,den er verdient.

der

Stoff,

aus dem alles Leben besteht

Kraftvoll, aus der Quelle der Natur! Wasser ist der Träger allen Lebens. Dennoch kann man es nicht oft genug in Erinnerung rufen: Ohne Wasser, unser kostbarstes Lebensmittel, „Überlebensmittel“, gibt es kein Leben, mit energetisch hochwertigem Wasser – ein gesünderes Leben!

Obwohl Analyse und Hygiene stimmen, erhalten wir aus unseren Leitungen „energetisch minderwertiges“ Wasser. Denn durch den Druck in den Leitungsrohren werden die natürlichen, informationstragenden Strukturen gebrochen und zerstört.

Das Geheimnis lebendigen Wassers liegt in seiner Struktur. Die Physik spricht von Clusterbildung. Das bedeutet, dass die Anordnung der Wasserteilchen in energetisch hochwertigem Wasser in charakteristischen Gruppen und Strukturen vorliegt – schöne sternartige Kristalline. „Energetisch minderwertiges Wasser“ hingegen zeigt keine natürliche Ordnungsstruktur – gebrochene, zerstörte Kristalline. Das mit Aqua-Power-Joint vitalisierte Wasser erhält seine ursprüngliche Information und Frische natürlicher Quellen

zurück. Der Aqua-Power-Joint ist ein Gerät, das alle drei magnetischen Formen für eine optimale Vitalisierung unseres Wassers bereitstellt. Er erzeugt einen permanenten, sich ständig erneuernden Energiewirbel mit Heilinformation, die durch denAnbau mittels hochwertiger 999er-Feinsilberaufhängung an der Wasserleitung auf das darin fließende Wasser übertragen wird.

Der Aqua-Power-Joint ist ein patentiertes Gerät zur Verbesserung der Wasserqualität und Kalktransformation – Patent Nr. 408.977. Er wurde bioenergetisch von Ärzten und Wissenschaftlern getestet und auf seine Funktion mit positivem Erfolg ausgezeichnet.

Nähere Informationen bei:

Firma Aqua Power Wasservitalisierungsgeräte GmbH

8082 Kittenbach 14, Tel. 03116/21045

Fax 03116/28414

E-Mail: mail@aquapower.at

Internet: www.aquapower.at

65 Klipp Jänner 2003
Foto: Kolaric

Rückenschmerzen und chronische Kopfschmerzen gehören zu den häufigsten Krankheiten unserer Zeit“, erklärt

Dr. Dolf Dominik, Mitinitiator des Ärztehauses Feldbach. „In unserem Zentrum haben wir Topspezialisten auch in den Bereichen Physiotherapie und Sportwissenschaft. Zusätzlich bieten wir ein Biofeedback an, wie es sonst nur von Spitzensportlern genützt wird.“

Die Ursachen für chronische Kopfschmerzen und Rückenschmerzen liegen häufig in einer verspannten Wirbelsäulenmuskulatur, die sowohl von körperlicher als auch von seelischer Belastung herrührt und zu

schmerzhaften

Blockaden führt.

Dagegen helfen spezielle Entspannungstechniken. Damit die Patienten wieder zu ihrer körperlichen Stabilität zurückfinden, bedarf es eines ausgereiften, komplexen Therapieprogramms. Diese Programme werden für jeden Patienten individuell zusammengestellt. Auch wissenschaftliche Forschungen belegen eindeutig, dass bei der Behandlung von Rückenschmerzen kein Weg am Aufbau der Muskulatur vorbeiführt. „Bei gezielter Behandlung unter der laufenden Begleitung durch den Facharzt können beste Erfolge erzielt werden.“

An Arbeit fehlte es dem einzigen Radiologen im Bezirk Feldbach, Dr. Alois Kramberger, auch vor seinem Umzug ins Ärztehaus nicht.

„Es ging mir nicht um mehr Patienten, sondern um großzügigere Räumlichkeiten.“ Auch das Konzept „Alles unter einem Dach“ war für ihn anziehend. „So brauchte ich die mir wichtige Selbständigkeit nicht aufzugeben und habe zugleich die Möglichkeit, mich mit Kollegen abzusprechen und Patienten gezielt weiterzuleiten.“

Ein großer Anteil der Untersuchungen Krambergers sind Mammographien: „Die Medien und das höhere Körperbewusstsein veranlassen Frauen öfter zu Vorsorgeuntersuchungen. Leider werden häufig frühere Röntgen-

bilder vergessen, was die Beurteilungsmöglichkeiten erschwert. Daran bitte ich zu denken.“

Zweiter Schwerpunkt ist die Volkskrankheit Kreuzschmerzen. Die Schwachstelle ist meist die untere Halswirbelsäule mit den daraus resultierenden Schmerzen im Schultergelenk wie auch im Ellbogen und den Händen sowie die Lendenwirbelsäule mit BeschwerdenimHüftgelenk.Leider bekommt der Patient von der Krankenkasse nicht die volle Abdeckung von Therapien. Dabei sind konstantes Training und Muskelaufbau unerlässlich.

„Natürlich sollte auch dem Patienten klar sein, dass er für seine Gesundheit selbst und ständig etwas tun muss.“

Für Dr. Erich Ziak, Internist, liegen die Synergieeffekte von mehreren Praxen in einem Haus auf der Hand: „Wir können in der Zuweisung rasch reagieren und Befunde direkt zum jeweiligen Spezialisten weiterleiten.

Auch gegenseitige Anregungen sind wertvoll, weil dadurch fachübergreifendes Handeln möglich wird. Gleichzeitig bleibt aber die Autonomie des einzelnen Arztes intakt, damit auch die Eigenverantwortlichkeit.“ Diese Eigenverantwortlichkeit wünscht sich Ziak auch vom Patienten: „Wir legen großen Wert auf Prävention und versuchen das auch in Gesprächen zu vermitteln. Ziel ist es, bei funktionalen Störungen mit nichtmedikamentösen Therapien einzugreifen, bevor Krankheiten entstehen.“ Das Be-

wusstsein dafür steigt. Ziak: „Man muss präzisieren, vor allem bei Frauen. Sie kommen nicht erst, wenn’s zu spät ist. Sie besuchen Vorträge, lesen medizinische Beiträge, über die Männer offenbar drüberblättern.“

Hauptübel aus der Sicht des Internisten ist zu wenig Bewegung und falsche Ernährung. Ziak: „Das heißt: zu viel, zum falschen Zeitpunkt und in zu schlechter Qualität.“ Wenn man sich dauernd von Fast-food und Industriewaren ernährt, wirkt sich das irgendwann aus, primär in Herz-Kreislauf-Erkrankungen. In der Folge dann, bei Übergewicht, in Gelenkbeschwerden. Deshalb ist Lebensstilberatung unumgänglich. Die medizinische Hilfe des Arztes ist zwar wichtig, aber ohne Zutun des Patienten sekundär.

Unsere Geräte gleichen denen eines Fitnessstudios, aber die Technik ist eine ganz andere“, so Sportwissenschaftler Mag. Bernd Kropf von „medtrain“. Nach Stabilisierung der betroffenen Gelenke durch den Physiotherapeuten ist der entscheidende Schritt der Muskelaufbau. Kropf: „ Nach 4 bis 6 Wochen hat der Muskel einen hohen Prozentsatz seiner Kraft eingebüßt, und ohne gezieltes Aufbauprogramm kommen die Verspannungen schnell zurück. Eine Schonhaltung führt zu einem Missverhältnis in der Belastung der Streck- und Beugemuskulatur. Hier lässt sich nur durch gezieltes Training der Schwachstellen gegensteuern.“

Zu Hause gelingt das nicht:

„Denn der Patient belastet instinktiv nur jene Muskelpartien,

die ohnehin kräftig genug sind.“

Anders bei „medtrain“: „Unsere Trainingsgeräte sind mit einem Computerprogramm vernetzt, das sowohl bei der Analyse der Krafttests wie auch beim Training mit neusten Referenzwerten arbeitet. So bekommen wir genauen Aufschluss darüber, wie stark Bauch- und Rückenmuskulatur sind, und über ihr Kraftverhältnis zueinander. Trainiert wird auf diese Sollwerte hin, in die Alter, Gewicht und Gesundheitszustand einfließen, und außerhalb des Schmerzbereichs, was nur mit Geräten wie den unserenmöglichist:Siesindsokonzipiert, dass der Patient nicht gegen die Schwerkraft ankämpfen muss, sonst wäre ein Muskelaufbau, quasi von null, wie wir ihn bieten, gar nicht möglich.“

66 Klipp Jänner 2003
Mag. Bernd Kropf –Sportwissenschaftler 03152/898-550
„Haben Top-Spezialisten im Haus“
„Kurze Wege bringen Vorteile für Patienten“
„Ohne Muskelaufbau keine Heilung“
„Synergieeffekte für den Patienten“
Dr. Dolf Dominik – Facharzt für Psychiatrie und Neurologie 03152/898-100 Dr. Erich Ziak – Facharzt für innere Medizin 03152/898-300 Dr. Alois Kramberger –Facharzt für Radiologie 03152/898-200

Rückenschmerzen und chronische Kopfschmerzen gehören zu den häufigsten Krankheiten unserer Zeit“, erklärt

Dr. Dolf Dominik, Mitinitiator des Ärztehauses Feldbach. „In unserem Zentrum haben wir Topspezialisten auch in den Bereichen Physiotherapie und Sportwissenschaft. Zusätzlich bieten wir ein Biofeedback an, wie es sonst nur von Spitzensportlern genützt wird.“

Die Ursachen für chronische Kopfschmerzen und Rückenschmerzen liegen häufig in einer verspannten Wirbelsäulenmuskulatur, die sowohl von körperlicher als auch von seelischer Belastung herrührt und zu

schmerzhaften

Blockaden führt.

Dagegen helfen spezielle Entspannungstechniken. Damit die Patienten wieder zu ihrer körperlichen Stabilität zurückfinden, bedarf es eines ausgereiften, komplexen Therapieprogramms. Diese Programme werden für jeden Patienten individuell zusammengestellt. Auch wissenschaftliche Forschungen belegen eindeutig, dass bei der Behandlung von Rückenschmerzen kein Weg am Aufbau der Muskulatur vorbeiführt. „Bei gezielter Behandlung unter der laufenden Begleitung durch den Facharzt können beste Erfolge erzielt werden.“

An Arbeit fehlte es dem einzigen Radiologen im Bezirk Feldbach, Dr. Alois Kramberger, auch vor seinem Umzug ins Ärztehaus nicht.

„Es ging mir nicht um mehr Patienten, sondern um großzügigere Räumlichkeiten.“ Auch das Konzept „Alles unter einem Dach“ war für ihn anziehend. „So brauchte ich die mir wichtige Selbständigkeit nicht aufzugeben und habe zugleich die Möglichkeit, mich mit Kollegen abzusprechen und Patienten gezielt weiterzuleiten.“

Ein großer Anteil der Untersuchungen Krambergers sind Mammographien: „Die Medien und das höhere Körperbewusstsein veranlassen Frauen öfter zu Vorsorgeuntersuchungen. Leider werden häufig frühere Röntgen-

bilder vergessen, was die Beurteilungsmöglichkeiten erschwert. Daran bitte ich zu denken.“

Zweiter Schwerpunkt ist die Volkskrankheit Kreuzschmerzen. Die Schwachstelle ist meist die untere Halswirbelsäule mit den daraus resultierenden Schmerzen im Schultergelenk wie auch im Ellbogen und den Händen sowie die Lendenwirbelsäule mit BeschwerdenimHüftgelenk.Leider bekommt der Patient von der Krankenkasse nicht die volle Abdeckung von Therapien. Dabei sind konstantes Training und Muskelaufbau unerlässlich.

„Natürlich sollte auch dem Patienten klar sein, dass er für seine Gesundheit selbst und ständig etwas tun muss.“

Für Dr. Erich Ziak, Internist, liegen die Synergieeffekte von mehreren Praxen in einem Haus auf der Hand: „Wir können in der Zuweisung rasch reagieren und Befunde direkt zum jeweiligen Spezialisten weiterleiten.

Auch gegenseitige Anregungen sind wertvoll, weil dadurch fachübergreifendes Handeln möglich wird. Gleichzeitig bleibt aber die Autonomie des einzelnen Arztes intakt, damit auch die Eigenverantwortlichkeit.“ Diese Eigenverantwortlichkeit wünscht sich Ziak auch vom Patienten: „Wir legen großen Wert auf Prävention und versuchen das auch in Gesprächen zu vermitteln. Ziel ist es, bei funktionalen Störungen mit nichtmedikamentösen Therapien einzugreifen, bevor Krankheiten entstehen.“ Das Be-

wusstsein dafür steigt. Ziak: „Man muss präzisieren, vor allem bei Frauen. Sie kommen nicht erst, wenn’s zu spät ist. Sie besuchen Vorträge, lesen medizinische Beiträge, über die Männer offenbar drüberblättern.“

Hauptübel aus der Sicht des Internisten ist zu wenig Bewegung und falsche Ernährung. Ziak: „Das heißt: zu viel, zum falschen Zeitpunkt und in zu schlechter Qualität.“ Wenn man sich dauernd von Fast-food und Industriewaren ernährt, wirkt sich das irgendwann aus, primär in Herz-Kreislauf-Erkrankungen. In der Folge dann, bei Übergewicht, in Gelenkbeschwerden. Deshalb ist Lebensstilberatung unumgänglich. Die medizinische Hilfe des Arztes ist zwar wichtig, aber ohne Zutun des Patienten sekundär.

Unsere Geräte gleichen denen eines Fitnessstudios, aber die Technik ist eine ganz andere“, so Sportwissenschaftler Mag. Bernd Kropf von „medtrain“. Nach Stabilisierung der betroffenen Gelenke durch den Physiotherapeuten ist der entscheidende Schritt der Muskelaufbau. Kropf: „ Nach 4 bis 6 Wochen hat der Muskel einen hohen Prozentsatz seiner Kraft eingebüßt, und ohne gezieltes Aufbauprogramm kommen die Verspannungen schnell zurück. Eine Schonhaltung führt zu einem Missverhältnis in der Belastung der Streck- und Beugemuskulatur. Hier lässt sich nur durch gezieltes Training der Schwachstellen gegensteuern.“

Zu Hause gelingt das nicht:

„Denn der Patient belastet instinktiv nur jene Muskelpartien,

die ohnehin kräftig genug sind.“

Anders bei „medtrain“: „Unsere Trainingsgeräte sind mit einem Computerprogramm vernetzt, das sowohl bei der Analyse der Krafttests wie auch beim Training mit neusten Referenzwerten arbeitet. So bekommen wir genauen Aufschluss darüber, wie stark Bauch- und Rückenmuskulatur sind, und über ihr Kraftverhältnis zueinander. Trainiert wird auf diese Sollwerte hin, in die Alter, Gewicht und Gesundheitszustand einfließen, und außerhalb des Schmerzbereichs, was nur mit Geräten wie den unserenmöglichist:Siesindsokonzipiert, dass der Patient nicht gegen die Schwerkraft ankämpfen muss, sonst wäre ein Muskelaufbau, quasi von null, wie wir ihn bieten, gar nicht möglich.“

60 Klipp Jänner 2003
Mag. Bernd Kropf –Sportwissenschaftler 03152/898-550
„Haben Top-Spezialisten im Haus“
„Kurze Wege bringen Vorteile für Patienten“
„Ohne Muskelaufbau keine Heilung“
„Synergieeffekte für den Patienten“
Dr. Dolf Dominik – Facharzt für Psychiatrie und Neurologie 03152/898-100 Dr. Erich Ziak – Facharzt für innere Medizin 03152/898-300 Dr. Alois Kramberger –Facharzt für Radiologie 03152/898-200

Schwellenangst vor dem Arzt gehört in Feldbach der Vergangenheit an. Mit dem 1998 eröffneten SigmundFreud-Center entstand eine Stätte ungehetzter, angstfreier Begegnung im Zeichen der Gesundheit. Gemeinsam mit den Kollegen Dr. Ziak und Dr. Kramberger hat Dr. Dolf Dominik eine alte Molkerei zu einem Gesundheitszentrum umgebaut. Auf nunmehr 2.500 m2 Nutzfläche gelang eine bisher nicht gekannte Symbiose aus Kunst, Gastronomie und Medizin. Eine Gesundheitsinsel, die endlich auch für die Bevölkerung das bietet, womit das Thermenland wirbt: Gesundheit und Lebensqualität.

Symbiose von Medizin, Kunst & Gastronomie

Schon der erste Eindruck überrascht. Statt mit Spitals-Atmosphäre empfängt das Ärztehaus Feldbach den Besucher mit Gastlichkeit und Kunstsinn. Im ebenerdigen Café-Restaurant „Freud“ genießt man bei einem frisch gepressten Saft den Ausblick auf die vorbeifließende Raab. Die 550 m2 große Kunsthalle bringt mit namhaften Ausstellungen zeitgenössischer Künstler und Veranstaltungen (L. Hirsch, D. Schmidinger oder Grissemann & Stermann) die Kunst zu den Menschen.

Gesprächskultur

Eine bauliche Lösung mit Hintergedanken. Dr. Dolf Dominik, Mitinitiator des Ärztehauses: „Wir wollen mit dieser Mischung von Kunst, Gastronomie und Medizin verdeutlichen, dass dauerhaftes Wohlbefinden nicht nur eine medizinische, sondern auch eine Frage des richtigen Lebensstils ist.“ Und darüber darf und soll der Patient im Ärztehaus Feldbach selbst nachdenken und entscheiden. Fünf Großordinationen, von der Dermatologie bis zur Radiologie, so-

wie chinesische Medizin, Sportwissenschaft, physikalische Therapie oder schulpsychologische Beratung machen das Ärztezentrum zu einem „One-stop-shop“ in Sachen Gesundheit. Groß geschrieben wird eine angstfreie und kommunikative Atmosphäre. Nicht umsonst ist Sigmund Freud, damals übrigens erstmals in der Steiermark, Namensgeber der Einrichtung. Dominik: „Freud ist für uns ein Symbol dafür, dass trotz hoher apparativer Ausstattung, die heute in der Medizin unumgänglich ist, die Gesprächskultur und das Vertrauen an erster Stelle zu stehen haben, sowohl untereinander wie zum Patienten.“

Kein Ordinationsmarathon

Die 500 Personen, die täglich das Ärztehaus besuchen, beweisen, dass die Strategie „Alles unter einem Dach“ angenommen und geschätzt wird. Die Vorteile liegen auf der Hand: hoher fachlicher Standard der Betreiber, unbürokratischeAbsprache bei Problemfällen und schnelle, fächerübergreifende Abklärung. Eine ganzheitliche medizinische Versorgung, die man sonst lange und meist vergeblich sucht. Auch die öffentliche Hand darf sich freuen: Neben der Verbesserunginderambulanten Versorgung bringt das Ärztehaus beträchtli-

che Einsparungen von kostenintensiven Spitalbetten.

Gesundheitsstandard heben

Seit seiner Eröffnung 1998 hat sich das Ärztehaus Feldbach als überregionales Vorsorgezentrum etabliert: Vier- bis fünfmal jährlich finden Vorträge und Fortbildungsveranstaltungen statt: freitags jeweils für ein Fachpublikum, tags darauf für die Bevölkerung. Dieses „Frühstück mit Experten“ lockt jeweils an die 150 Besucher an, die sich über die neuesten medizinischen Entwicklungen informieren können. Projektiert ist bereits eine weitere Kampagne zusammen mit der FH für Gesundheitsmanagement in Bad Gleichenberg und dem Haus der Region. Dominik: „Ziel der Initiative, in die alle Ärzte und Einrichtungen im Bezirk eingebunden sind, ist es, dass Gesundheitsbewusstsein im Vulkanland zu heben. Denn Herzinfarkte, Darmerkrankungen und Schlaganfälle sind in der Steiermark relativ häufig. Und das in einer Region, die nach außen mit Wellness wirbt. Unser Ziel ist es, diesen Gesundheitsstandard, den man Gästen anbietet, auch der ansässi-

Einmalig in der Steiermark:die Mischung aus Kunst, Gastronomie und Gesundheit.

gen Bevölkerung zukommen zu lassen.“

Appartement Freud – Urlaub mit Gesundheits-Check

Neben der Erholung sich gleichzeitig auch einem umfassenden Gesundheits-Check unterziehen zu können, dies gehört zum besonderen Angebot im Gesundheitszentrum Feldbach in der Oststeiermark. In Frage kommt eine solche Annehmlichkeit für auswärtige Gäste. Sie können sich in den vom Grazer Künstler Fedo Ertl gestalteten Appartement „Freud“ mit herrlichem Blick auf die Raab einquartieren. Ohne zeitlichen Druck erfolgt für die Gäste der GesundheitsCheck durch die Spezialisten in unserem Haus, und die Gäste nützen dabei auch die Gelegenheit, Kunst und Musik zu genießen. Das zu jeder Jahreszeit reichhaltige Kulturprogramm im Vulkanland bietet dafür die nötigenAnreize.

Spezialistenteam im Ärztehaus Feldbach 03152/898-0

Dermatologie (Dr. Piet Auer-Grumbach)

Psychiatrie und Neurologie (Dr. Dolf Dominik)

Radiologie (Dr. Alois Kramberger)

Neurologie und Psychiatrie (Dr. Brigitte Scherübel)

Psychotherapie (Dr. Gisela Schwarz)

Interne Medizin (Dr. Erich Ziak)

Chinesische Medizin (Dr. Yali Sui)

Sportwissenschaft (Mag. Bernd Kropf, medtrain)

Psychotherapie (Mag. Elisabeth Walzl u. Mag. Karl Unterhofer)

Physikalische Therapie (Inst. F. Neurophysiologie)

Kinder- u. Jugendtherapie (Institut Dr. Ursula Grohs)

Schulpsychologische Beratung (Dr. Doris Schechtner)

Kultur- und Kunsthalle

Café-Restaurant F.R.E.U.D

Koleric (5)
Fotos:
Kein Geringerer als Sigmund Freud ist der Namensgeber für das Gesundheitszentrum.
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Gleiche Rechte erreichen

Nicht ohne uns, über uns

Die Vertreter der Behindertenorganisationen kämpfen einen schweren Kampf.

Es gibt in der Steiermark rund 10.000 Menschen mit Behinderungen jeder Art. Diese werden durch 3.500 Beschäftigte unterschiedlich intensiv betreut. Den 40 weiß-grünen Behindertenorganisationen gehören 30.000 Mitglieder an. Beträchtlich ist auch die wirtschaftliche Leistung, diese beläuft sich auf 120 Millionen Euro (1,7 Milliarden Schilling). Sie fordern die Gleichstellung für Bürger mit Handicaps. Ganz besonders jetzt, 2003, dem „Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderung“. Franz Wolfmayr, Präsident der Steirischen Behindertenhilfe: „Wir wollen die Gleichstellung unserer Klienten und Schützlinge als Bürger.“ Vier Ziele haben sich die Vertreter der Menschen mit Handicaps in diesem Jahr vorgenommen zu erreichen:

• Die Bevölkerung für die Anliegen behinderter Menschen zu sensibilisieren und über deren Lebenswelten zu informieren. • Die Kommunikation zwischen behinderten und nichtbehinderten Menschen zu vertiefen und Barrieren abzubauen. • Behinderte Menschen als selbstverständlichen Teil der Gesellschaft zu begreifen und ihre Teilhabe zu verbessern. • Die Vielfalt der Behinderungen aufzuzeigen und die Breite der Hilfen zu verdeutlichen.

Die Europäische Union, so Wolfmayr, hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, zum stärksten Wirtschaftsraum weltweit zu werden. Dabei wird auch festgehalten, dass dies nur dann gelingen kann, wenn die sozialen Bedingungen für die Menschen gut sind, ganz konkret „wenn man benachteiligten Menschen die gleichen Chancen einräumt.“ Der Europäische Sozialfonds ist eine Einrichtung, die Starkes dafür leistet. 46 Prozent kommen bei Assistenzleistung für Behinderte aus dem Fonds, damit diese eine Chance bekommen, am Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Wolfmayr: „Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.“

Steiermark muss handeln

Was in der Steiermark längst überfällig ist –das neue Behindertengesetz. Seit dem Jahr 1964 ist es nicht mehr novelliert worden, damals galt noch die Devise „Schützen und Behüten.“ Das Bild hat sich zum Glück stark

gewandelt,jetztbenötigtmandasneueGesetz, damit „Assistenzleistungen“ im notwendigen Ausmaß geleistet werden können. Doch die zentrale Botschaft ist: Menschen mit Handicaps sollten so selbständig wie möglich leben. Die positive Konsequenz daraus – die Steigerung bei den Betreuungskosten in den Sozialbudgets kann bedeutsam abgeschwächt werden. Nach den derzeitigen Regelungen steigen in der Steiermark die Aufwendungen jährlich um 10 Millionen Euro (140 Millionen Schilling). „Je länger man die Reform hinausschiebt, soWolfmayr, desto teurer wird die Sache.“ Nicht zuletzt deshalb, weil private Betreuungspersonen (Eltern und Verwandte) von Behinderten sterben.

Es sei höchst an der Zeit, andere Leistungsansprüche aufzubauen. Während in den nordischen Staaten bereits 100 Prozent aller behinderten Menschen erfasst sind, die so genannte Assistenzleistungen benötigen, sind es in Österreichnur70Prozent.Assistenzleistungen haben den Vorteil, dass sie vor allem mobil und ambulant eingerichtet werden können und auf lange Sicht nicht nur den Behinderten helfen „so zu leben wie Andere“, sondern auch noch finanzierbar bleiben. In Tausenden Beratungsstunden erarbeiteten die Steirischen Behindertenorganisationen tiefgreifende Reformvorschläge für das neue, zu beschließende Behindertengesetz. „Aber leider nimmt die Politik dieseVorschläge nicht so ernst, wie wir es uns wünschen. Wenn das Land aber nichts tut, wird die Sache viel viel teurer, als wenn man eben alternative Wege einschlägt.“ Denn wirhabennurteureLeistungeninunseremSystem, betont Wolfmayr. Die steirische Politik hat uns schon oft Verbesserung versprochen. Wir brauchen das neue Gesetz, damit Assistenzleistungen im notwendigen Ausmaß möglich werden, so Wolfmayr. ■

2003 ist das Jahr der Menschen mit Behinderung und als solches eine willkommene Gelegenheit, an deren Bedürfnisse und Interessen zu erinnern. Ebenso wie wir alle haben sie ein Recht auf vollwertige Teilnahme am gesellschaftlichen Leben. Dem Grundsatz möglichst weitgehender Selbstbestimmung wurde im neuen steirischen Behindertengesetz Rechnung getragen, das ich dem Landtag zum Beschluss vorgelegt habe. Selbstständiges Wohnen soll zukünftig durch mobile Wohnassistenz erleichtert werden, Unterstützung am Arbeitsplatz kann es mehr Menschen ermöglichen, erwerbstätig zu sein und so auch an diesem Teil des gesellschaftlichen Lebens teilzunehmen. Das neue Gesetz beinhaltet weiteres ein Recht auf bestmögliche Ausund Weiterbildung auch für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Behinderung. Es wurde für all diese richtungsweisenden Elemente in der Behindertenenquete des Landtags von internationalen Experten und sogar über Parteigrenzen hinweg gelobt und ich hoffe stark auf seine baldige Beschlussfassung. Das neue Behindertengesetz stellt einen entscheidenden Schritt dar in der Entwicklung unserer Gesellschaft weg von der Vergabe „mildtätiger“ Almosen und hin zu festgeschriebenen Rechtsansprüchen, die es Menschen mit Behinderung ermöglichen, weitgehend selbstbestimmt und somit in persönlicher Würde zu leben.

Die vollwertige Teilhabe von Menschen mit Behinderung an der Gesellschaft darf nicht nur im Jahr der Behinderten möglich sein, es ist aber eine Chance, die Entwicklungen so voranzutreiben, dass wir dem Ziel vollständiger Integration einen großen Schritt näher kommen. ❑

Soziallandesrat Dr. Kurt Flecker zum „Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderung 2003“
Menschen
erreichen
69 Klipp Jänner 2003

Menschen

Hofrat

Dr. Magareta Steiner Europäisches Jahr für Menschen mit Behinderung

ir vom Bundessozialamt verstehen uns seit je als wichtige Anlaufstelle für Menschen mit Behinderung. Die Rahmenbedingungen für Menschen mit Behinderung zu verbessern gehört zu unseren zentralen Anliegen. Wir fördern nicht nur Projekte die derAus- undWeiterbildung von Menschen mit Behinderung dienen, sondern auch Beratungs- und Betreuungsprojekte und solche, die der Sensibilisierung der Umwelt für die Belange der Menschen mit Behinderung dienen. Wir freuen uns daher besonders, dass die Europäische Union das Jahr 2003 zum Jahr der

Die Einrichtungen und mobil ambulanten Dienste der Lebenshilfe Graz und Umgebung – Voitsberg wünschen allen Kooperationspartnern, Eltern und Förderern ein gutes neues Jahr 2003.

Dienstleistungsbereich Wohnen

August Pachleitner-Wohnheime Söding

Haus 1

8561 Söding, Lebenshilfeweg 5

8572 Bärnbach, Hauptstraße 62

8580 Köflach, Peter-Rossegger-Gasse 1

Haus 2

8561 Söding, Lebenshilfeweg 5

8561 Söding, WG Alte Bundesstraße 62

Haus 3

8561 Söding, Lebenshilfeweg 5

Wohnhaus Wolkensteingasse

8020 Graz, Wolkensteingasse 43

8010 Graz, WG Körösistraße 120

Wohnhaus Casalgasse

8041 Graz, Casalgasse 58

Rainingswohnungen

8010 Graz, Theodor-Körner-Str.65

8010 Graz, WG Grüne Gasse 49 A

8010 Graz, WG Steyrergasse 46

8010 Graz, WG Grabengürtel 80

Mobile Wohnassistenz

8010 Graz, Conrad-von-Hötzendorfstraße 37a

WMenschen mit Behinderung erklärt hat. Die Zielsetzung des Jahres besteht darin, Fortschritte beim Erreichen von gleichen Rechten für Personen mit Behinderungen zu erzielen. VieleAktivitäten und Ereignisse werden 2003 auf nationaler und lokaler Ebene stattfinden. Wir sind stolz darauf, dass unsere Initiative „JobAllianz“, die sich an ArbeitgeberInnen richtet, in diesem Jahr auf eine breitere Basis gestellt wird. In diesem ganz besonderen Jahr für Menschen mit Behinderung soll ein österreichischer „JobOskar“ vergeben werden. Im Rahmen einer Initiative bemühen wir uns verstärkt, um Partnerschaften mit den steirischen Medien. Ein Theaterstück wird von Menschen mit mentaler Behinderung erarbeitet und aufgeführt. Selbstverständlich wird unser schon

Dienstleistungsbereich Arbeit und Beschäftigung Tageswerkstätte Söding

8561 Söding, Lebenshilfeweg 5

8562 Mooskirchen, Oberer Markt 6 (Café – Konditorei faMoos)

Tageswerkstätte Kalvariengürtel

8020 Graz, Kalvariengürtel 51

Arbeitsprojekte Liebenau

8041 Graz, Casalgasse 58

8010 Graz, Ortweinplatz 1 (Bistro Relativ)

8010 Graz, Wielandgasse 35 (Zweigstelle Bistro Relativ)

8055 Graz, Puntigamerstraße 127 (Werkstätte „Puntigam“)

Einrichtungsverbund Voitsberg

8582 Rosental/K., Karlschachtstraße 1

8564 Krottendorf-Gaisfeld, Krottendorf 150

8580 Köflach, Piberstraße 15 (Schulbuffet)

8570 Voitsberg, Höhenstraße 6

Tageswerkstätte Gratkorn

8101 Gratkorn, Grazerstraße 80

Tagesförderstätte Niesenbergergasse

8010 Graz, Niesenbergergasse 37

Tagesförderstätte/Tageswerkstätte Deutschlandsberg

8530 Deutschlandsberg, Schwanbergstraße 9

Projekt Team A+, 8020 Graz, Ägydigasse 13

Projekt Start?Klar!, 8020 Graz, Ägydigasse 13

bekanntes Maßnahmenpaket in diesem Jahr, und über dieses Jahr hinaus mit dem gewohnten Engagement von uns weitergeführt. Ich hoffe, dass dieses ganz besondere Jahr für Menschen mit Behinderung dazu beiträgt, weitere Fortschritte beim Erreichen von gleichen Rechten für Personen mit Behinderungen zu erzielen. 2003 stellt eine Gelegenheit dar, die Zukunft für behinderte Menschen zu verändern. Und eine gute Zukunft für behinderte Menschen bedeutet eine gute Zukunft für alle Menschen. ❑

Dienstleistungsbereich Service

Frühförderung

8010 Graz, Conrad-von-Hötzendorfstraße 37a

8582 Rosental/K., Karlschachtstraße 1

Familienentlastungsdienst

(Pilotprojekt des Landes Steiermark)

8010 Graz, Conrad-von-Hötzendorfstraße 37a

TUMAWAS kids

8010 Graz, Conrad-von-Hötzendorfstraße 37a

Familien und Partnerberatung

8010 Graz, Conrad-von-Hötzendorfstraße 37a

Elternberatung

8010 Graz, Conrad-von-Hötzendorfstraße 37a

Infoservice

8010 Graz, Conrad-von-Hötzendorfstraße 37a

VIOLA

8010 Graz, Conrad-von-Hötzendorfstraße 37a

TUMAWAS

8010 Graz, Conrad-von-Hötzendorfstraße 37a

Empowerment für Eltern

8010 Graz, Conrad-von-Hötzendorfstraße 37a

70 Klipp Jänner 2003
„Ein Angebot des Bundesministeriums für soziale Sicherheit und Generationen“ „Ein Angebot des Bundesministeriums für soziale Sicherheit und Generationen“

Up2business -

Dieses Projekt, welches das Jung Akademiker Service (JAS) in Kooperation mit dem Bundessozialamt durchführt, soll eine rasche Eingliederung der Projektteilnehmer/innen in den Arbeitsmarkt erfolgen. Durch Bewusstseinsbildung der Firmen/Arbeitgeber soll derAbbau von Vorurteilen beschleunigt sowie die Stabilität und Nachhaltigkeit der Beschäftigungsverhältnisse gefördert werden. Die Zielgruppe umfasst Personen ab dem Abschluss einer mittleren Schule mit bestimmten Formen von Handicaps, die

eine Integration am Arbeitsmarkt erschweren.

Im Einzelcoaching wird versucht, Motivationen zu stärken und vor allem den Selbstwert zu steigern. Grundlagen für die Integration amArbeitsmarkt wie z.

B: Vorstellungsgespräche, oder persönliches Auftreten werden im Kleingruppentraining ausgearbeitet. ❑

Kontaktpersonen:

Fr. Dr. Karoline Ott-Rinner

Fr. Mag. Irmgard Zandonella

Tel.: 0316 – 822996 dw 3

E-Mail: office@jas-graz.at

Wir fordern Projekte für

Menschen mit Lernbehinderungen

Qualifizierung und Beschäftigung

»Pluspunkt«

individuelle Qualifizierung Jugendlicher (Berufsfindungszentum Hartberg)

»Pension Anders«

Beschäftigungsprojekt (Lebenshilfe Radkersburg)

»working solutions«

Qualifizierung für Tätigkeiten in Küche und Garten (Pius Institut)

»Service-Sajach«

Arbeitstraining in der Landschaftspflege (Verein Alpha Nova)

Beschäftigungsprojekt in der Reinigung (Verein Alpha Nova)

Teilqualifizierungslehre (Verein Alpha Nova)

»Team A+«

Qualifizierung in Landschaftspflege, Büro, Regalbetreuung und industrielle Hilfstätigkeiten (Lebenshilfe GUV)

»next way«

Ausbildung zu DienstleistungsassistentInnen (sozialökonomischer Betrieb ›KOMPETENZ‹)

»nueva«

Ausbildung zu EvaluatorInnen (Verein à tempo)

»Da Qui«

EDV-Ausbildung (Verein à tempo)

Begleitung in die Erwerbstätigkeit

Arbeitsassistenz (Verein Jugend am Werk)

Jobcoaching

Begleitung bei der Eingewöhnung am Arbeitsplatz (steiermarkweit)

Start?Klar!

Begleitung bei der Auswahl des richtigen Berufsfeldes und Unterstützung bei den notwendigen Umsetzungsschritten (steiermarkweit)

Verbesserung der Rahmenbedingungen

»Capito« Übersetzung von Informationsmaterialien in Leicht-Lese-Versionen (Verein à tempo)

»people first«

Aufbau einer Selbstvertretungsorganisation (Lebenshilfe Steiermark)

Projekte für Menschen Behinderung werden aus Mitteln der

der österreichischen Bundesregierung und des europäischen Sozialfonds finanziert.

71 Klipp Jänner 2003 Mehr als ein Amt ö Auskünfte erteilt Herr Wolfgang Grünauer Tel.: 0316/7090-652 Oder unter: www.basb.bmsg.gv.at
Diese Beschäftigungsoffensive
Ausbildungsprojekt für höherqualifizierte Personen mit besonderen Bedürfnissen

Sekundenschlaf

Die Ermüdung des Fahrers rechzeitig und

Der so genannte Sekundenschlaf am Steuer kann zu einem bösen Erwachen führen. Übermüdete Lkw- und Pkw-Fahrer verursachen immer wieder fatale Unfälle. Forscher von Daimler Chrysler erproben daher technische Systeme, die den Fahrer bei nachlassender Aufmerksamkeit rechtzeitig warnen.

Im Zubehörhandel werden Ermüdungswarner bereits angeboten – Geräte, deren Lautsprecher oder Leuchtdioden den schläfrigen Fahrer wachrütteln sollen. Auf Lars Galleys Gesicht sorgen sie für ein müdes Lächeln: „Wir haben solche Geräte getestet, aber alles, was ich über ihre Zuverlässigkeit sagen müsste, könnte mir als geschäftsschädigendes Verhalten ausgelegt werden.“ Daher schweigt der Verkehrspsychologe am Forschungszentrum von Daimler Chrysler in Berlin-Marienfelde lieber.

Gerät abschalten. Zudem soll es den Fahrer nicht nur warnen, sondern sein Handeln sinnvoll beeinflussen, ihn also zumAnhalten bewegen.

Auto Motor

Manche dieser Geräte haben Comic-Qualitäten – etwa der Neigesensor, den man sich wie ein Hörgerät hinters Ohr klemmt und der Alarm schlägt, sobald der Kopf vornüber kippt. Andere Apparate piepsen wild drauflos, wenn man das Lenkrad eine bestimmte Zeit lang nicht bewegt hat. Wieder andere Geräte nutzen zwar Messgrößen, die sich in wissenschaftlichen Tests zur Müdigkeitserkennung bewährt haben, warnen aber, wie Galley erzählt, in der Regel viel zu spät.

Zwei Kernprobleme sind es, die Lars Galley und seine Kollegen im Blick haben: Die Müdigkeit muss rechzeitig erkannt werden. Die Warnung muss erfolgen, bevor der Fahrer so müde ist, dass er fahruntüchtig wird. Andererseits darf das Gerät nicht jede abweichende Reaktion als Müdigkeitsindiz werten und dann falschen Alarm auslösen. Passiert das häufiger, wird der Fahrer das nervtötende

Götz Renner, Leiter dieses Forschungsteams, ergänzt: „Wir haben extrem strenge Kriterien für die Häufigkeit von fehlenden und falschen Alarmen bei einem solchen System angelegt, und wir verwenden sehr viel Sorgfalt darauf, eine Mensch-MaschineSchnittstelle für die Müdigkeitserkennung zu entwickeln, die den Fahrer so warnt, dass er intuitiv das Richtige tut.“

Aktiv ist das Team unter anderem im Rahmen des EU-Forschungsprojekts AWAKE, in dem mehrere Automobilhersteller, Zulieferer und Forschungsinstitute miteinander kooperieren. Ziel ist es, innerhalb des heurigen Jahres in Berlin ein Demonstrator-Fahrzeug mit einer Reihe von Sensoren zur Risiko- und Ermüdungserkennung zu bauen, die geprüft und deren Qualität miteinander verglichen werden.

Generell lassen sich für die Müdigkeitserkennung sowohl Fahrdynamikdaten als auch Messgrößen des Fahrers nutzen. Messungen

des Lenkwinkels, der Spurposition oder der Pedalaktivitäten sind Beispiele für die erste Gruppe. Hirnströme, Lidschlag und Augenbewegungen zeigen den Müdigkeitsgrad des Fahrers direkt an. Beide Wege, so berichtet Renner, hat man bei Daimler Chrysler parallel verfolgt.

Über die Zeit hinweg erlebten die Methoden ein Wechselbad der Wertschätzung. Als Favoriten gelten derzeit etwa Dauer und Frequenz des Lidschlags. Wolfgang Gottlieb, ebenfalls ein Mitarbeiter in Renners Team, sieht indes keinenAnlass zur Euphorie: „Augenparameter sind zwar gut, aber sie erfüllen unsere Qualitätsanforderungen bisher nicht.“ Das Berliner Team sieht deshalb nicht in einem Parameter allein den Königsweg zur Müdigkeitserkennung. Vielmehr geht es davon aus, dass mehrere Messgrößen miteinander verknüpft und mit Hilfe entsprechender Algorithmen so verarbeitet werden müssen, dass eine zuverlässige und rechtzeitige Warnung möglich wird.

In Renners Team arbeiten Ingenieure und Psychologen zusammen, denn das Problem hat eine höchst menschliche Komponente. Wolfgang Gottlieb gibt ein Beispiel: „Wir wissen aus psychologischen Untersuchungen, dass mit zunehmender Müdigkeit die Entscheidungsfreudigkeit abnimmt. Der

72 Klipp Jänner 2003 Auto & Motor
Lidschlagdauer und -frequenz sind Parameter für die Müdigkeitserkennung. Im Experiment werden sie mit aufgeklebten Elektroden gemessen. Bei einer späteren Serienanwendung könnte eine Kamera den Fahrer beobachten.
Copyright: Daimler Chrysler High Tech Report
zuverlässig erkennen

Fahrer erkennt also vielleicht sogar die Gefahr einzunicken, aber zwischen dem Auftauchen eines Hinweisschilds auf einen Parkplatz in 1.000 Metern bis zum Erreichen der Abbiegespur kann er sich einfach nicht entscheiden, und schon ist er daran vorbeigefahren.“

Götz Renner legt den Finger auf eine andere Wunde: „Immer häufiger passiert es, dass Auto-

bahn-Rasthöfe überfüllt sind und gerade Trucker mit ihren langen Fahrzeugen keinen Parkplatz finden. Was soll ein LkwFahrer in solch einer Situation machen, selbst wenn er einsichtig genug ist, die Fahrt zu unterbrechen?“

Fragen zu beantworten, ist also beileibe nicht eine alleinigeAufgabe des Berliner Forscherteams. Doch gute Antworten darauf zu finden, lohnt sich alle-

mal. Unfallanalysen aus verschiedenen Ländern zeigen, dass zwischen 25 und 40 Prozent aller Unfälle auf Autobahnen auf Übermüdung zurückzuführen sind. „Lassen Sie uns nicht über Prozentwerte streiten“, meint Götz Renner, „dahinter verbergen sich in jedem Fall Tausende von Schicksalen. Und einen großen Teil dieser Müdigkeitsunfälle wollen wir in Zukunft verhindern.“

Beim Autokauf: Gefühl ist Trumpf

Die Autohersteller haben in den letzten Jahren eines registrieren müssen: Der Kunde kauft jenes Auto, in dem er sich am besten fühlt. Früher konnten sie die Kunden noch mit technischer Perfektion beeindrucken, die da sind ABS, die Airbags, Seitenaufprallschutz, also alles technische Finessen, die zum Kauf reizten. Heute hingegen ist beim Autokauf offensichtlich das Gefühl der Trumpf. EinAuto muss also die Sinne ansprechen. Lederduft im Innenraum ist das Optimum für die Nase, Kunden streicheln prüfend über Armaturen und möchten eben lieber kühles Aluminium, Holz statt des lauen Kunststoffs spüren. Und auch die Ohren spielen beim Kauf kräftig mit, denn vom Klang wird auf die Qualität geschlossen. Daher sind nun auch die Akustiker im Versuchslabor intensiv dabei, den richtigen Klang, die richtigen Geräusche für die Autokäufer zu entwickeln. Da gibt es die leisen Summtöne, wenn etwa das Radio läuft oder das Licht noch eingeschaltet ist beim Aussteigen, alle möglichen akustischen Signale. Sie müssen hörbar sein,

dürfen aber nicht sofort nervenaufreibend wirken. Ähnlich geht es beim GPS-System zu, beim Navigationssystem. Da gibt es eine sehr vertraute Stimmlage, dann wieder einmal eine befehlende oder eine freundlich gedämpfte, stark ratende Stimme, die auch Widerspruch zulässt. Das alles wollen die Autohersteller berücksichtigen, weil diese Kleinigkeiten in Summe beim Autokauf doch eine größere Rolle als bisher gedacht spielen. Es gilt einfach herauszufinden, warum sich der Kunde in dem einen Auto wohl fühlt und in dem anderen nicht.

Denn je kostspieliger und exklusiver die Autos sind, desto mehr kommt es auf Kleinigkeiten an, die den empfindlichen Kundenwunsch stören könnten. Da gibt es falsche Geräusche beim Fen-

sterheber, beim Schreibenwischer, Lichtreflexe auf der Windschutzscheibe, leicht zerkratzbare Sitzbezüge oder einen falschen Auspuffton. Alles das ist für den Kunden wichtig.

Um Autogeräusche so lebensecht wie möglich untersuchen zu können, haben nun die BMW-Werke einen Simulator gebaut. Man kann in einemAuto Platz nehmen, das einfach die Wirklichkeit simuliert, und bekommt auch alle Geräusche und Düfte serviert. Per Film, der vor der Windschutzscheibe abläuft, setzt man dann sein Auto in Bewegung, hört das Motorbrummen, und alles klingt ausgesprochen echt. Selbst wenn der Straßenbelag von glatt auf rau wechselt, donnern die Räder etwas lauter darüber. Mit einem Wort: Die Geräuschwelt des Autofahrers wird in Echtzeit und lebensnah mitgeliefert. Nun gilt es einmal abzuwarten, man wird sehen, wie weit diese „Spielereien“ wirklich das Kaufverhalten der Kunden beeinflussen. Oder sind die Dinge so intelligent gemacht, dass sie der Kunde dann gar nicht mehr registriert? ■

• ARBÖ-Mobilitätsgarantie rund um die Uhr

• §57a-Überprüfung

• Ankaufstest

• Gesamtüberprüfung

• Garantie-Check

• Schätzgutachten

• Kaufvertragsbeglaubigung

• Oldtimerzertifizierung

• Klimaservice

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• AutomatrixDiebstahlsicherung

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• Öl- und Bremsflüssigkeitsservice, Luftfilter, Wischerblätter, Zündkerzen, Glühstifte, Batterien, Autolampen und Zubehör

73 Klipp Jänner 2003
Ihr Pannennotruf 1-2-3 Info und Terminvereinbarung: 0316/271600 Dienstleistungen für unsere Mitglieder
Der teuerste Ferrari Oldtimer tut sich leicht beim Ansprechen der Sinne.

Leben & Leute

Karge Schönheit im Atlantik Karge Schönheit im Atlantik

In den Reiseprospekten werden die Inseln bereits als "Karibik vor Europas Haustür" ausgewiesen.

Unerhört positiv sieht man seit Jahren der fortschreitenden Entwicklung des Tourismus auf den Kapverden, einem Archipel vor der Küste Westafrikas, entgegen. Die

Wachstumsraten können sich sehen lassen. Dabei bezieht man sich in erster Linie auf die Insel Sal, die aufgrund ihres internationalen Flughafens zunächst alle Gäste an sich bindet. Badewie Surfgäste verbringen ihren Urlaub vorwiegend hier, wo sie

in Santa Maria, im Süden der Insel, dem zur Zeit einzigen Fremdenverkehrsort westlichen Standards, in passablen Hotels untergebracht sind. Sauberste Wasserqualität, unüberschaubare, hell leuchtende Sandstrände und konstante Surfwinde sorgen für grenzenlose Begeisterung.

Wechselvolle Geschichte

Seit ihrer Entdeckung im 15. Jahrhundert lag das Schicksal der Kapverden nahezu ausschließlich in portugiesischen Händen. Eine Wechselfolge von Höhenflügen und Tiefschlägen charakterisiert die Wirtschaftsgeschichte. Für einen kurzen wirtschaftlichen Aufschwung sorgte die Insel Sao Vicente, als

ihr Hauptort Mindelo zu einem wichtigen Kohleversorgungshafen für den Schiffsverkehr zwischen Europa und Übersee avancierte. Regelmäßig wiederkehrende Dürren und die Verarmung des Mutterlandes hatten nachhaltige Auswirkungen für den Inselverband. So fielen ca. 40% der Bevölkerung gegen Ende der 40er Jahre des abgelaufenen Jahrhunderts dem Hungertod zum Opfer. Von Portugal im Stich gelassen, war der Kampf um die Unabhängigkeit nicht mehr aufzuhalten. Trotz der im Jahre 1975 erreichten Selbständigkeit, konnte die nahezu vollständige Abhängigkeit (95%) von ausländischen Lebensmitteleinfuhren nicht beseitigt werden.

Über Entwicklungshilfen ist man bemüht, den Menschen in ihrem wirtschaftlichen Nachhol-

bedarf – die Kapverden sind zu den zwanzig ärmsten Ländern der Erde zu rechnen – Unterstützung in Form von Projekten angedeihen zu lassen. Leider kann

Klipp Jänner 2003
Der erloschene Vulkan Pico de Fogo. Faszinierende Haarpracht. Krater bei Accada Furna– Fogo. von Heimfried Mittendorfer

man vielerorts die Feststellung machen, dass nach Abschluss der Projekte das Fehlen von Eigenständigkeit, Genauigkeit, Verantwortungsbewusstsein und auch dem nötigen Interesse zum Stillstand geleisteter Vorarbeiten führt. Aus diesen Gründen hat sich auch die Europäische Union mit Ende des Jahres 2000 von der weiteren Bereitstellung von Entwicklungsgeldern klar distanziert.

Die Nähe der Inseln zueinander

den in den Fels gesprengten Steig, der an die förmlich im Fels klebenden Gehöfte heranführt, drängt sich immer wieder die Frage auf nach der Lebensgrundlage der hier in totaler Abgeschiedenheit lebenden Menschen sowie nach den Zukunftschancen der Kinder.

ner Passatinversion, sodass auf den gesamten Inseln mit nicht allzu hohen Niederschlägen gerechnet werden darf. So gesehen ist es verständlich, dass die meisten Inseln an akuter Wasserarmut leiden und wüstenhafte Eindrücke vermitteln.

bietet gute Voraussetzungen für diverse Inselsprünge. So unter anderem zu den wilden Gebirgslandschaften Santo Antaos mit seinen "hängenden Gärten." Auf

Die Farbenpracht der Märkte in den größeren Städten ist überwältigend, oftmals ist dies aber leider auch das Einzige, das für den Fremden eine gewisse Attraktivität besitzt. Selbst Praia, die Hauptstadt, verfügt über keinen Trumpf in der Hand, denn die spärlichen, aus der Kolonialzeit stammenden Bausubstanzen wirken desolat und abbruchreif. Trotz der an allen Ecken und Enden gegenwärtigen Armut legen die Menschen großen Wert auf ein gepflegtes Outfit. Gerade die Vereinigung verschiedener rassentypischer Merkmale macht die Kapverdeaner, ein Mischungsergebnis aus Afrikanern und Europäern, so interessant und anmutig, denn dunkle Hautfarbe, blondes Kraushaar und noch dazu blaue Augen sein Eigen nennen zu können ist eine Spezialität, auf die man sonst nicht so häufig trifft.

Nordostpassat und Kanarenstrom sorgen für die Existenz ei-

Bereits beim Anflug auf die Insel Fogo ist man von dem die Insel beherrschenden Kegelvulkan, dem 2.800 Meter hohen Pico de Fogo, Ergebnis des jüngsten Ausbruches im Jahre 1995, maßlos beeindruckt. Grau und Schwarz sind die tonangebenden Farben dieser lehrbuchreifen Vulkanlandschaft. Majestätisch und mitunter bedrohlich – obwohl inzwischen wieder zur Ruhe gekommen – wirkt dieser Ko-

loss, dessen überaus steile Flanken nahezu symmetrisch zum Kraterrand empor führen. Hat man die wunderschönen Ornamente, die die Stricklava in den Caldeiraboden gelegt hat, verlassen, beginnt ein schweißtreibender, ungefähr 2_-stündiger Aufstieg bis zum Kraterrand. Dabei ist es weniger die Steilheit des Geländes, die Mühen verursacht, als vielmehr der geringe Halt, den die aus Asche, Lapilli und Geröllen bestehende Unterlage zu bieten hat. Am, 170 Meter in die Tiefe gehenden Kraterrand, nach etwa 1.000 bewältigten Höhenmetern angekommen, schwindelfrei ist gefragt, hat man angesichts des grandiosen Panoramas die Anstrengungen des Aufstieges rasch vergessen. ■

Klipp Jänner 2003
Modisch und chic. Noch immer eine wichtige Lebensquelle. Traditioneller „Transport“. Die Saline v. Pedra Lume

Im Schloß wohnen

Seit 7 Jahren führt er wohl das exklusivste und von der Lage her auch attraktivste steirische Hotel – das Schlosshotel Pichlarn. Der gebürtige Fürstenfelder Frenzel ist jener Mann, den die Hypo-Bank Tirol, sie ist der Eigentümer, als Sanierer eingesetzt hat. Frenzel und sein Team haben es in den letzten Jahren geschafft, das durch viele Eigentümerhände gegangene 5-Sterne-Hotel in ruhiges Gewässer zu geleiten. Ob Golfen, Wandern, Reiten oder dem Wintersport, so wie jetzt, nachzugehen, sich einer Ajurveda-Kur zu unterziehen, Pichlern bietet das alles.

Mit seinen 120 Beschäftigten und 260 Betten ist auch die Größe für ein Luxushotel entsprechend. „Die Auslas-tung ist für ein Hotel dieser Klasse nicht das erste Kriterium, ein Fetischismus hier wäre völlig falsch“, sagt Direktor Frenzel. Die Auslastung hänge letztlich nur von der Preisgestaltung ab, und es wäre ohne weiteres möglich, auch 90% Auslastung zu erreichen, im Normalfall sprechen Hotels von einer Auslastung von 60%. Aber auch das ist nicht unbedingt das Maß aller Dinge, meint Frenzel. Dass es auch anders geht, zeigen etwa die Hotels auf Mauritius, die zwischen 30 und vielleicht 50% Auslastung aufweisen und dennoch ausgezeichnete Erträge erwirtschaften. Höhere Preise sind sicher eine bessere Antwort als eine höhere Auslastung. Weil klarerweise das Personal mit

„weniger Gästen“ sich noch mehr beschäftigen kann. Gerade die Luxushotels leben auch davon, dass ihre Ausstattung und jede Kleinigkeit im Haus passt. Diese Qualität zu erhalten bedingt auch die penible Erhaltung und optimalen Einsatz. So darf es keine schmutzigen Böden, keine abgeschlagenen Kanten und Ähnliches geben. „Mit einer entsprechend hohen Auslastung ist jedoch auch der Verschleiß entsprechend, und auch die Reparaturen bzw. dann neue Investitionen sind ja nicht gerade billig,“ so der Direktor. Die Küche in Pichlarn verfügt über 2 Hauben, und die reichen, denn es muss auch für jene gekocht werden, die nur gesund leben wollen im Hotel. Eine dieser Gesundheits-Ideen ist Ajurveda, wo Pichlarn als einziges Hotel in Österreich ein Vollpaket anbietet. „Das ist auch kein Massen-

geschäft, aber es passt zu unserem Haus.“

Entscheidend für die neue Erfolgsstory Pichlarn war jedoch der Bau des Konferenzzentrums, weil damit Pichlarn auch über die nötigen Kapazitäten für Seminare und eben Symposien und andere Events verfügt.

„Es gibt mehrere Ausweichmöglichkeiten für die Gäste, jene, die privat hier sind, speisen in einem anderen Restaurant als eben die Gruppen, und so gesehen ist die Auslastung in Pichlarn nicht mehr das Thema. 40% der Gäste kom-

um Auslastung.

ist allerdings

men aus Österreich, weitere 40% aus Deutschland und die restlichen 20% setzen sich aus allen möglichen Nationen zusammen.“ Eine stark steigende Tendenz, nach Pichlarn zu kommen, ortet Frenzel bei den Italie-

76 Klipp Jänner 2003
Direktor Frenzel (Schloßhotel Pichlarn: In der Luxusklasse geht´s nicht Sie für viele ein Fetisch.. Behagliche Turmsuite

nern, für sie ist der August der traditionelle Urlaubsmonat, und auch im Winter zieht es sie in den Norden. In den letzten Jahren gelang es Pichlarn daher, auch etliche Auszeichnungen einzuheimsen und so haben sich die knapp 10 Millionen Euro Investitionen gelohnt. Nur standesgemäß ist daher auch, dass Real Madrid bei seinem Trainingslager in der Steiermark auf Schloss Pichlarn Quartier bezog. Doch Frenzel sieht das gelassener als die Öffentlichkeit, die von den Stars mehr spricht. „In unserem Haus spüren wir sie gar nicht, denn sie essen in einem eigenen Speiseraum, haben sozusagen ihren eigenen Bereich im Hotel, es gibt auch keinen Lärm, und die anderen Gäste freuen

sich, zu wissen, dass eben so prominente Sportler in unserem Haus sind. Europas Spitzenfußballer benehmen sich ja logischerweise wie Manager, das hat nichts mehr mit einer Fußballmannschaft vom alten Stil her zu tun, wo gefeiert und zusammen gesungen wird und andere Späße getrieben werden. Diese Profis sind Stars und verhalten sich auch wie Stars. Kein Lärm, Journalisten sind klarerweise dabei, aber es geht ausgesprochen ruhig zu.“ Und in Pichlarn sieht man es auch von der wirtschaftlichen Seite äußerst gelassen: Für die Eigentümer spielt es keine Rolle, wer den Aufenthalt von Real Madrid finanziert, ob der Millionen-Club selbst oder das Land Steiermark. ■

SKI & SCHNEE OPTIMAL IM TIROLER HOCHPUSTERTAL

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77 Klipp Jänner 2003

Geschäftsreisen ohne Stress

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* Name von der Redaktion geändert.

Golf auf der Sonneninsel

Grado verführt mit historischem Flair und dem Reiz der Lagune

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Haben wir Ihre Lust auf Grado geweckt?

Dann sollten Sie bei unserem Gewinnspiel mitmachen! Sie können ein "Wine & Dine"

Package des Golf Club Grado gewinnen: eine Übernachtung für 2 Personen inkl. Frühstücksbuffet, Degustationsmenü im Gourmet Restaurant "Al Casone", 3 Golfbälle, 2 Green Fees.

Gewinnfrage: Über welche Anlage verfügt der Golf Club Grado?

a) 18 b) 27 Loch

Ihre Antwort senden Sie bitte an: Klippmagazin, Graz

Die Insel Grado schwebt im Meer zwischen Triest und Venedig und verdient mit Recht die Bezeichnung Sonneninsel. Unweit der Altstadt befindet sich die 27-Loch Anlage des Golf Club Grado, die dank des milden Klimas das ganze Jahr über bespielbar ist. Die atemberaubende Lage direkt an der Lagune und der Verlauf der Spielbahnen zwischen kleinen Seen und Biotopen küren diesen Golfplatz zu den schönsten Italiens.

Der Golfplatz bietet allen Sportfreunden einen 18 Loch-Championshipplatz, einen 9 Loch-Executiveplatz, eine Driving Range mit 24 Abschlägen, ein Putting- und Chipping Green und natürlich einen Pro-Shop. Natürlich verfügt der Golf Club Grado auch über ein komfortables Club House, das –mit dem angeschlossenen Gourmet Restaurant "Al Casone" - ein beliebter Treffpunkt für Feinschmecker und Sportler ist. ❑

78 Klipp Jänner 2003

Die neue Welt aus Glas

Otto Karpf hat seinen Traum von der Selbstständigkeit verwirklicht. Seit Mai 2002 betreibt er in Bärnbach eine Werkstatt für mundgeblasenes Glas, die in der ehemaligen Feu-

erwehrhalle untergebracht ist. In der Galerie, „Maestoso-Glas“ genannt, sind mundgeblasene Unikate, handgemachte Gebrauchsgegenstände, Schmuck und Glasbilder zum Verkauf ausgestellt. Tochter Martina betreut die Galerie.

„Als ich eines Tages meiner Familie mitteilte, dass ich nach 35 Jahren meine Arbeit als Betriebsrat in der großen Glasfabrik in Bärnbach aufgebe und ein eigenes Studio für Glasblasen gründen möchte, hätte ich jede Antwort erwarten können. Aber meine Familie, wenn auch mit Besorgnis und skeptischen Blicken, akzeptierte meine Entscheidung. Heute sind sowohl meine Frau als auch unsere beiden Kinder ganz fasziniert vom Material Glas.

Daniel, unser Sohn, ist zwar in der Edelstahlindustrie beschäftigt, nützt aber jede Gelegenheit, um hierher ins Studio zu kommen und immer etwas auszuprobieren. Meine Frau hat ihr Interesse in Ausarbeitung von Glasbildern, die sehr dekorativ wirken, gefunden.“

Edith Karpf: „Wenn man beginnt, sich mit Glas zu beschäfti-

Otto Karpf ist mit seinem mobilen Glasstudio bei verschiedenen Veranstaltungen dabei. So etwa am Weihnachtsmarkt in Schierning.

gen, entdeckt man unbegrenzte Möglichkeiten. Beim Glasblasen kann es leicht passieren, dass das eine oder andere Stück vor dem Fertigwerden kaputt wird. Die bunten Scherben sind ideal für meine Bilder. Das Schöne dabei ist, dass der Abnehmer der Bilder sie nach eigenem Geschmack weitergestalten kann.“

Tochter Martina wollte schon immer Schmuckdesignerin werden. Heute stammen alle GlasPerlenketten, die in der Galerie ausgestellt sind, aus ihrer Hand.

„Wenn meine Familie nicht vom ersten Augenblick an zu mir gestanden wäre, weiß ich nicht, ob ich Mut gefasst hätte, in die Selbstständigkeit zu gehen.“

Und Mut braucht man. Denn nicht nur, dass man einen sicheren und gut bezahlten Job aufgibt, man muss auch viel investieren, viel produzieren, den Markt schaffen und betreuen.

Öfen und Geräte kosten ein Vermögen, das Glasgranulat, der Strom ....

„Im Studio ist immer viel zu tun. Man arbeitet amAbend, am Wochenende. Eigentlich immer. Das Glas wartet bereits. Die Öfen kann man nicht jeden Augenblick ein- und ausschalten.

Die Betriebstemperatur bewegt sich in den Öfen bei 1.400 Grad.” Ein Kuriosum ist, dass Otto Karpf, als er in der großen Glasfabrik in Bärnbach beschäf-

tigt war, praktisch mit Glasproduktion direkt nichts zu tun hatte. „Ab und zu, am Sonntag, wenn sich die Gelegenheit ergab, bei verschiedenen

Anläsen, habe ich wie viele andere versucht, ein Glasstück zu machen. Die Technik des Glasblasens habe ich in Deutschland erlernt.Aber erst, nachdem ich schon die Entscheidung getroffen habe, dieses Glasstudio zu gründen. Und Lust auf eigene Kunststücke habe ich bei Workshops und Symposien, die ich seit 1989 in einem zweijährigen Rhythmus für unsere StölzleOberglas-Fabrik in Bärnbach organisiert habe, bekommen. Die farbenfrohen, ungewöhnlichen Unikate aus der Hand der weltbekannten Glaskünstler haben mich einfach begeistert. Das Spiel zwischen Licht und Farbe. Indem ich es selbst ausprobiert habe, bin ich auf den Geschmack gekommen.”

Nun gibt es in der Werkstatt von Herrn Karpf Workshops – auch für Anfänger nicht nur für Glaskunstkenner. “Bald wollen wir hier in regelmäßigen zeitlichen Abständen die steirischen Glaskünstler einladen, gemeinsam zu arbeiten, Ausstellungen zu machen und sich als Gruppe zu präsentieren”. Ein kleines Glasstudio auf Rädern kann man sich

auch für ein Fest leihen. Und das ist sogar europaweit einzigartig. Ein solches mobiles Glasstudio ist ganz praktisch, wenn man zu den Messen fährt.Im 100m 2 großen Studio werden von der Familie Karpf auch traditionelle Hüttenabende organisiert. Das geschmackvolle Eisenfleischgericht wird im riesigen Kühlofen zubereitet. Nach dieser Köstlichkeit zeigt Otto Karpf, wie nach alter Glasmachertradition das Glas mundgeblasen, frei geformt und feuerveredelt hergestellt wird. Dabei hat jeder Gast die Gelegenheit, sich im Glasblasen selbst zu versuchen und ein eigenes Kunstwerk nach Hause mitzunehmen. Besucher können ihre Glaskugeln selber machen. ■

79 Klipp Jänner 2003
von Vera Leon Kunsthandwerker Otto Karpf

Die neue Welt aus Glas

Otto Karpf hat seinen Traum von der Selbstständigkeit verwirklicht. Seit Mai 2002 betreibt er in Bärnbach eine Werkstatt für mundgeblasenes Glas, die in der ehemaligen Feu-

erwehrhalle untergebracht ist. In der Galerie, „Maestoso-Glas“ genannt, sind mundgeblasene Unikate, handgemachte Gebrauchsgegenstände, Schmuck und Glasbilder zumVerkauf ausgestellt. Tochter Martina betreut die Galerie.

„Als ich eines Tages meiner Familie mitteilte, dass ich nach 35 Jahren meine Arbeit als Betriebsrat in der großen Glasfabrik in Bärnbach aufgebe und ein eigenes Studio für Glasblasen gründen möchte, hätte ich jede Antwort erwarten können. Aber meine Familie, wenn auch mit Besorgnis und skeptischen Blicken, akzeptierte meine Entscheidung. Heute sind sowohl meine Frau als auch unsere beiden Kinder ganz fasziniert vom Material Glas.

Daniel, unser Sohn, ist zwar in der Edelstahlindustrie beschäftigt, nützt aber jede Gelegenheit, um hierher ins Studio zu kommen und immer etwas auszuprobieren. Meine Frau hat ihr Interesse in Ausarbeitung von Glasbildern, die sehr dekorativ wirken, gefunden.“

Edith Karpf: „Wenn man beginnt, sich mit Glas zu beschäfti-

Otto Karpf ist mit seinem mobilen Glasstudio bei verschiedenen Veranstaltungen dabei. So etwa am Weihnachtsmarkt in Schierning.

gen, entdeckt man unbegrenzte Möglichkeiten. Beim Glasblasen kann es leicht passieren, dass das eine oder andere Stück vor dem Fertigwerden kaputt wird. Die bunten Scherben sind ideal für meine Bilder. Das Schöne dabei ist, dass der Abnehmer der Bilder sie nach eigenem Geschmack weitergestalten kann.“

Tochter Martina wollte schon immer Schmuckdesignerin werden. Heute stammen alle GlasPerlenketten, die in der Galerie ausgestellt sind, aus ihrer Hand.

„Wenn meine Familie nicht vom ersten Augenblick an zu mir gestanden wäre, weiß ich nicht, ob ich Mut gefasst hätte, in die Selbstständigkeit zu gehen.“

Und Mut braucht man. Denn nicht nur, dass man einen sicheren und gut bezahlten Job aufgibt, man muss auch viel investieren, viel produzieren, den Markt schaffen und betreuen.

Öfen und Geräte kosten ein Vermögen, das Glasgranulat, der Strom ....

„Im Studio ist immer viel zu tun. Man arbeitet amAbend, am Wochenende. Eigentlich immer. Das Glas wartet bereits. Die Öfen kann man nicht jeden Augenblick ein- und ausschalten.

Die Betriebstemperatur bewegt sich in den Öfen bei 1.400 Grad.” Ein Kuriosum ist, dass Otto Karpf, als er in der großen Glasfabrik in Bärnbach beschäf-

Kunststücke habe ich bei Workshops und Symposien, die ich seit 1989 in einem zweijährigen Rhythmus für unsere StölzleOberglas-Fabrik in Bärnbach organisiert habe, bekommen. Die farbenfrohen, ungewöhnlichen Unikate aus der Hand der weltbekannten Glaskünstler haben mich einfach begeistert. Das Spiel zwischen Licht und Farbe. Indem ich es selbst ausprobiert habe, bin ich auf den Geschmack gekommen.”

Nun gibt es in der Werkstatt von Herrn Karpf Workshops – auch für Anfänger nicht nur für Glaskunstkenner. “Bald wollen wir hier in regelmäßigen zeitlichen Abständen die steirischen Glaskünstler einladen, gemeinsam zu arbeiten, Ausstellungen zu machen und sich als Gruppe zu präsentieren”. Ein kleines Glasstudio auf Rädern kann man sich

auch für ein Fest leihen. Und das ist sogar europaweit einzigartig. Ein solches mobiles Glasstudio ist ganz praktisch, wenn man zu den Messen fährt.Im 100m 2 großen Studio werden von der Familie Karpf auch traditionelle Hüttenabende organisiert. Das geschmackvolle Eisenfleischgericht wird im riesigen Kühlofen zubereitet.

Nach dieser Köstlichkeit zeigt Otto Karpf, wie nach alter Glasmachertradition das Glas mundgeblasen, frei geformt und feuerveredelt hergestellt wird.

Dabei hat jeder Gast die Gelegenheit, sich im Glasblasen selbst zu versuchen und ein eigenes Kunstwerk nach Hause mitzunehmen.

Besucher können ihre Glaskugeln selber machen. ■

79 Klipp
2003
von Vera Leon
Jänner
Kunsthandwerker Otto Karpf

GRADO GOLF AND GOURMET

> 7 Nächte mit Frühstück im Bungalow deluxe;

> 2 Abendessen (Getränke ausgeschlossen) im Restaurant “al Casone”;

> 2 Mal 30 Minuten Gruppenunterricht in der Grado Golf Academy;

> 1 Gourmet-Degustationsabend im Restaurant “al Casone” (Getränke ausgeschlossen);

> 5 Green Fees;

> 10 Getons für die Driving Range. ab euro 395,00/Person

PLAY&DINEFORONE NIGHT (MIN. 2 PERS.)

>1 Nacht mit Frühstück im Bungalow deluxe;

> 1 Gourmet-Degustationsabend im Restaurant “al Casone” (Getränke ausgeschlossen);

>3 Bälle Golf Club Grado;

>2 Green Fees; ab euro 150,00/Person

Ken Park

Demnächst im Kino im Augarten

ist der Name eines Jungen, der sich gleich zu Beginn der Geschichte auf einem Spielplatz das Gehirn aus dem Kopf schießt. Zuvor sehen wir ihn, wie er mit dem Skateboard seine Runden zieht und dabei Glück und Zufriedenheit ausstrahlt. Zwei bildliche Stimmungen, die den gesamten Film prägen. Gezeigt werden eine Gruppe von Jugendlichen und ihr Umfeld. Der tägliche Kampf mit der Familie, Gewalt, Erotik und Sex. Letzterer wird – auch unter häufiger Zurschaustellung des männlichen Geschlechtsorgans – besonders exzessiv behandelt. Doch der Film zeigt keine Teenager, die von Party zu Party fahren und sich dort bis zum Abwinken mit Bier abfüllen. Nein, hier geht es – wenn auch

manchmal in überzogener Form –um die Sichtbarmachung ernster Probleme. Angestaute Aggressivität, die sich dann gegen Menschen entlädt, religiöser Fanatismus, der die Person in ein zügelloses Sexleben treibt,Alkoholismus, Drogen und noch mehr Sex.

„Ken Park“ demonstriert all die negativen Dinge des Lebens in so nüchterner und eindeutiger Art und Weise, als handle es sich hier um eine dokumentarische Arbeit.

Larry Clark und Ed Lachman haben mit „Ken Park“ einen hoch moralischen Film über Amerika gedreht. ■

Nikolaus Geyrhalter Elsewhere

Österreich 2001, Aki Beckmann. Das Jahr 2000 auf der Erde. Der Gegensatz zwischen dem ersten und letzten Bild des Dokumentarfilms Elsewhere könnte kaum größer sein: Macht der Mangel an Wasser das Leben in der Wüste seit jeher zu einer Herausforderung für Mensch und Tier, so hat die kleine Insel im Pazifik, die einem Paradies ähnelt,

ein relativ neues Problem: Die globale Erwärmung, das Schmelzen der Polkappen und der dadurch verursachte steigende Meeresspiegel bedeuten eine Bedrohung für die Existenz ihrer Bewohner. Das sind nur zwei von zwölf Episoden, die vier Stunden aus dem Leben abseits und am Rande von westlichen Zivilisationen ergeben.

80 Klipp Jänner 2003
/ Italien / Telefon +39 0431 896 896 / tenuta-primero.com
Grado
GOLF TOTAL (MIN. 4 PERS.)
Trailer

Europa

Erlesen Graz

Wieser Verlag € 12,95

John Vermeulen, Der Garten der Lüste Diogenes € 25,60

Garbriel Garcia Márquez, Leben, um davon zu erzählen

Kiepenheuer & Witsch € 25,60

Reiner Stach, KafkaFischer € 30,80

Siri Hustvedt, Was ich liebte

Rowohlt € 23,60

Werner Kopacka, Rack

Onebe € 14,50

Aber bitte mit Sahne! Abschied vom Schlankheitswahn

Hanne-Lore Heilmann/Gisela Schütte/Bastei Lübbe Verlag

Erscheinen Ihnen Ihre weiblichen Rundungen nur noch als „Problemzonen“, wenn Sie Ihr Äußeres mit den Hochglanzbildern von unterernährten Models vergleichen? Haben

Sie Ihre nächste Diät bereits fest geplant? Versuchen Sie ständig abzunehmen? Vergessen Sie es! Genießen Sie lieber ein Schlemmermenü, angerichtet nach pikantem Rezept von zwei Frauen, die den Magerkult aus gutem Grund satt haben. Sie ermutigen ihre Leserinnen, sich dem Diätterror zu verweigern, ihre eigene Linie zu finden. ■

Alle Bücher erhältlich unter: www.webbuch.at

BESTSELLERLISTE Lesestoff

in Graz, Liezen, Deutschlandsberg, Hartberg, Kapfenberg, Leoben und Feldbach

Die sieben Töchter Evas

Bryan Sykes/Bastei Lübbe Verlag

Warum wir alle von sieben Frauen abstammen – revolutionäre Erkenntnisse der Gen-Forschung.

650 Millionen Europäer sollen von nur sieben Urmüttern abstammen? Bryan Sykes, Professor für Genetik an der Uni Oxford, hat die Mitochondrien-DNATausender Europäer analysiert und konnte dabei sieben Bausteine entdecken, die sich auf sieben Töchter der Urmutter Eva zurückführen lassen. Darüber hinaus lässt sich sagen, wann unsere Vorfahren erstmals auftraten, wo und wie sie lebten und wohin sie gingen – jeder von uns kann herausfinden, von welchem der sieben Stämme er abstammt. ■

Fit fürs ganze Leben

TopCoaching

Erreichen Sie Ihre Ziele mit den Strategien der Top-Trainer

„Top-Coaching“ ist das Zauberwort, das hinter dem Erfolg steht. Olympische Medaillen, Europacupsiege, Champions League – dahinter stehen außergewöhnliche Persönlichkeiten. Sieben Trainer – jeder für sich eine Legende im österreichischen Sport – geben in diesem Buch Auskunft über ihre Strategien, ihr Privatleben und ihre Philosophien. Leitgedanken, die sich ebenso gut im Alltag umsetzen lassen. Erreichen Sie Ihre Ziele mit den Methoden der Spitzentrainer! „TopCoaching“ wird Ihnen den steinigen Weg zum Erfolg ebnen. ■

Ein Drittel mehr Bewegung, mehr gesundes Essen und Trinken, mehr Begeisterung. Fitness lässt sich am besten mit dem goldenen Dreieck „Bewegung – Ernährung – Begeisterung“ erreichen.Ausdauer, Kraft, Vitalität, Beweglichkeit und Harmonie sind das Ziel. Was wir unbedingt zur Fitness brauchen, ist „Motivation“.

8 Spezialprogramme für Herz und Kreislauf die Venen die Atmung Verdauung und Stoffwechsel den Urlaub Wirbelsäule und Rücken Gelenke und Muskeln die Nerven und zur Entspannung

Riskieren Sie täglich 10 Minuten für ein neues Lebensgefühl! ■

Fusionsfieber

Oder: Das große Fressen

Papy Rossa Verlag

Elefantenhochzeiten, Megafusionen, spektakuläre Firmenaufkäufe – erleben wir die weltweite Machtübernahme durch Banken und multinationale Konzerne? Sind wir den Zwängen einer anonymen Globalisierung ausgeliefert? Sind Staaten und Regierungen nur noch Statistiken? Winfried Wolf widerspricht diesen Vorstellungen und belegt: Das Fusionsfieber verläuft in „nationalen Bahnen“, stärkt einige wenige Staaten, festigt die von ihnen dominierten Wirtschaftsblöcke und verschärft deren Konkurrenz. Es erhöht die Krisenanfälligkeit der Weltwirtschaft, beschert uns eine fortschreitende Militarisierung und führt zu wachsender Kriegsgefahr.Wolf schildert Möglichkeiten und Beispiele für Widerstand und benennt dessen Adressaten. ■

81 Klipp Jänner 2003
MR Dr. Karl F. Maier, Facharzt für Innere Medizin/Kneipp Verlag
Lesestoff

Verlässt der Schläger seine Schwungebene, sind gute Schläge unmöglich.

Schauen wir uns einmal an, worauf es ankommt, damit Ihr Schwung konstanter wird.

Der englische Begriff „laid off“ bei der Schlägerführung, auf Deutsch wird das vielleicht etwas verständlicher mit „Abweichung von derSchwungebene“ oder einfacher mit „zu flach“ bezeichnet. Bestimmt schon oft gehört, ohne zu wissen, was damit genau gemeint ist.

Nun, der Schläger kann so ziemlich an jedem Punkt des Schwunges von seiner Ebene abweichen, also zu flach sein. Egal wo dieser Zustand eintritt, die Folge: Ihre Flugkurve wird ähnlich flach verlaufen wie auch die Schlägerführung.

Sie werden dazu tendieren, Ihre Schläge weiter nach rechts hinaus zu blocken, als Sie es eigentlich wollen. Dabei gibt es Unterschiede. Derunerfahrene Spielerist zu flach im Rückschwung, derbessere Spielereherim Abschwung.

„Laying off“ ist ein FehlerderHände und Arme.

Wenn ich meine Hände in der Treffzone nicht sehr schnell überkreuze, wird der Schlag nach rechts hinaus geblockt. Setze ich aber die Hände zu stark ein, kann das einen krassen Hook zur Folge haben.

Wenn die Ursache für Ihre schlechten Schläge in der Laid-offStellung des Schlägers zu suchen ist, muss die Korrektur bei Händen und Armen erfolgen.

Ihr Schläger ist laid off, wenn er an irgendeinem Punkt des Schwunges hinter Ihren Händen steht. In allen Abbildungen, die Sie hier sehen, halte ich den Schlägerkopf hinter meinen Händen.

Wie die korrekte Haltung sein sollte, ist in jedem Bild durch die eingezeichnete Linie kenntlich gemacht.

82 Klipp Jänner 2003
In der Ansprechstellung Auf halbem Weg hinauf Am oberen Endpunkt Beim Abschwung Auf halbem Weg hinab Beim Eintritt in die Treffzone Fotos:Kolaric
Von Head Pro Ali Rosker im Golfclub Erzherzog Johann, Maria Lankowitz

Europa trifft sich in der Steiermark

„Es wird ein großer Tag in der Steiermark und für die Menschen in unserem Land sein“, ist Landesrat Gerhard Hirschmann überzeugt.

Unter der Schirmherrschaft von Helmut Kohl & Michail Gorbatschow

Am 28.März 2003 in der Grazer Stadthalle

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