One
world. One kite.
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One
world. One kite.
The new 2023 Sculp is a do-it-all kite with a sporty feel. It is a true allround performer across multiple disciplines. Whether you like old school, freestyle, kite loops, big air, or foiling, the new Sculp will deliver.
Rider: Reece Myerscough
Foto: Lukas K. Stiller
Spot: Ponta Preta
Kiteboarden ist ein bildgewaltiger Sport. Fotos transportieren unser LebensgefĂŒhl und rufen in uns, wĂ€hrend wir sie betrachten, Emotionen hervor, die wir empfinden, wenn wir selbst auf dem Wasser sind. Auf dem Wasser zu sein, dazu haben wir nicht immer Gelegenheit. Umso mehr freuen wir uns, wenn wir Fotos betrachten können, um uns kurzzeitig in die GefĂŒhlswelt versetzen zu können, die wir haben, wenn wir selbst auf dem Wasser sind. So geht es mir zumindest.
Dies ist der Grund, warum wir diese Ausgabe in erster Linie guten Fotos gewidmet haben. Wir haben diese nicht nur sorgfĂ€ltig ausgewĂ€hlt und uns viele Gedanken um das Layout gemacht, sondern diesen tollen Fotos auch einen gröĂtmöglichen Raum eingerĂ€umt. Wir hoffen, wir können euch zum TrĂ€umen bewegen. ErfĂŒllt mit dieser Ausgabe haben wir uns einen Herzenswunsch. Wir hoffen, auch euch.
Viel SpaĂ beim Lesen dieser Ausgabe â und unvergessliche eigene (Photo)Sessions.
Aloha, Dirk Seifert
10 â 23 Eine Geschichte in nur einem Bild
Portfolio Ana Catarina
26 â 37 Wie aus einer anderen
Welt Alaska
38 â 47 Es war unglaublich Interview mit Therese Taabbel
92 â 98 Holz statt Schaum Mio Boards
82 â 91 Der Teuerste ist nicht (immer) der Beste Duotone Classic vs. SLS vs. D/LAB
Ana Catarina fotografiert seit 2008, seit 2013 auch im Surfen. 2018 hat sie ihren Job gekĂŒndigt und lebt seitdem von der Wassersport-Fotografie. Mittlerweile ist sie auch Kitesport eine feste GröĂe. Sie hat fas F-One Team im Oman geshootet â und Marcela Witt in Nazare. Miriam Joanna traf Die Brasilianerin zum Interview.
Rider: Maxime Chabloz, Francesca Mani, Paul Seria und Marcela Witt
Spot: Oman
FĂŒr F-One im Oman. Ich bringe gerne einige Elemente der Umgebung oder der lokalen Kultur mit in die Fotos ein, um einige Details zu zeigen, die der Story zusĂ€tzlich relevante Inhalte geben können. Ich arbeite seit 2020 mit F-One und es ist immer eine Herausforderung, kreativ zu sein und ĂŒber neue Inhalte fĂŒr die neuen Releases nachzudenken. Ich mag das!
Die Möglichkeiten in der Fotografie sind endlos. Fotografie wird niemals ein Wettbewerb sein, also finde dich selbst und das, was du sein willst und lass dich erfĂŒllen
Rider: Paul Seria
Spot: Oman | 2022
WĂ€hrend des F-One Shootings. Ich wollte ein nicht so cleases Foto âund auch eine nicht si alltĂ€gliche Perspektive fĂŒr Rider und den Kite
Rider: Marcela Witt
Spot: CearĂĄ/Brasilien | 2021
Ich bin gerne in CearĂĄ im Nordosten Brasiliens. Marcela verbringt jedes Jahr einige Zeit dort, um zu trainieren.
Rider: Mitu Monteiro
Spot: Oman | 2022
Es war das erste Mal, dass ich diese Legende traf! Mit Mitu im Wasser zu sein zeigt, wie demĂŒtig ein Mensch sein kann!
FĂŒr mich war es toll, ihre Bewegungen zu beobachten, etwas ĂŒber die Tricks zu lernen, mit dem Licht zu spielen und ein bisschen von meiner Fotografie-Sprache einzubringen â die Geschichte in nur einem Bild zu erzĂ€hlen
Ich liebe die Drohnenperspektive. Ich liebe den Ozean und die Wellen von oben
In Nazare im Wasser zu sein, ist immer verrĂŒckt! Jede Session ist eine andere Herausforderung. Wir gehen hinein, aber wir wissen nie, wie wir heraus kommen
Rider: Marcela Witt
Spot: CearĂĄ/Brasilien
2019
Silhouette. Als ich begann, Windsportarten zu fotografieren, versuchte ich, ein wenig von meinem Stil in der Fotografie in diese neuen Sportarten einzubringen
Rider: Marcela Witt
Spot: Ilha dos Poldros | 2021
Ich spiele gerne mit den Schatten, wenn ich die Drohne fliege
Deine Wurzeln liegen im Journalismus. Wann hast du dich entschieden, Worte in Bilder zu verwandeln?
Eigentlich war es umgekehrt. 2008 habe ich mit der Fotografie angefangen und war erst danach journalistisch tĂ€tig. Beide Genres ergĂ€nzen sich fĂŒr mich, in beiden kann ich Geschichten erzĂ€hlen.
Seit wann fotografierst du beruflich?
Ich habe 2008 meinen ersten Fotografiekurs gemacht, aber damals war es nur ein Hobby. 2013 entdeckte ich die SurfFotografie fĂŒr mich â aus dem Wasser mit einem WassergehĂ€use â und war sofort begeistert! Jeden Morgen ging ich â vor meiner Arbeit â gegen 5 Uhr zum Fotografieren am Strand. 2018 habe ich â nach 12 Jahren im öffentlichen Dienst â meinen Job gekĂŒndigt, weil ich beides nicht mehr unter einen Hut bekommen konnte. Ich habe mich entschieden, mich ganz der Wasserfotografie zu widmen â und habe es nie bereut!
Gab es einen Wendepunkt, der dich zur KitesurfFotografie gefĂŒhrt hat?
Ich habe einige Freunde, die sowohl surfen als auch kiten, Marcela Witt zum Beispiel. Ich habe viel von ihr ĂŒber Kiten und Wingen gelernt. 2019 lud sie mich zum ersten Mal nach CearĂĄ/ Brasilien ein, wo sie jedes Jahr drei Monate zum Training verbringt. FĂŒr mich war es toll, ihre Bewegungen zu beobachten, etwas ĂŒber die Tricks zu lernen, mit dem Licht zu spielen und ein bisschen von meiner Fotografie-Sprache einzubringen. Ich versuche gerne, die Geschichte in nur einem Bild zu erzĂ€hlen! Wir haben damals dort besondere Fotos gemacht. Das war mein erstes Kite-Shooting fĂŒr ein Brand.
Kiten ist somit ein relativ neuer Sport fĂŒr dich, was fĂŒr Sportarten shootest du noch?
Ich liebe es auch, Surfen zu fotografieren. Im Wasser zu sein ist das Beste fĂŒr mich. Es ist das gleiche GefĂŒhl fĂŒr mich, ob Surfen oder Kiten fotografiere.
Ich hab einige richtig heftige Surf-Aufnahmen von dir gesehen. Hast du dich schon immer wohl gefĂŒhlt im Meer?
Ja, ich fĂŒhle mich sehr wohl im Meer, habe aber manchmal auch Angst â und die hĂ€ngt nicht nur von der GröĂe der Wellen ab, eher von den Bedingungen. So habe ich immer Angst vor Nazare, aber wenn ich dort shoote, sogar im Jetski. Ich möchte dann zwar wirklich mein Bestes geben, aber das ist immer auch eine persönliche Herausforderung. Jeder hat seine eigenen Ăngste, ich denke, das ist es, was uns bewegt!
Was war fĂŒr dich die bisher verrĂŒckteste Situation im Wasser?
NAME ANA CATARINA
ALTER 40
NATIONALITĂT BRASILIANERIN
ANDERE SPORTARTEN SURFEN UND FUSSBALL
In Nazare im Wasser zu sein, ist immer verrĂŒckt! Jede Session ist eine andere Herausforderung. Wir gehen hinein, aber wir wissen nie, wie wir hinaus kommen â auch, da es immer jemand anderes ist, der den Jetski fĂ€hrt. Und du weiĂt nie, was die Person kann. Wenn ich vom Jetski aus shoote, halte ich das schwere WassergehĂ€use mit beiden HĂ€nden, also benutze ich meine Beine, um den Jetski zu umklammern. Ich bitte den Piloten immer: âWenn du den Jet beschleunigst, lass es mich immer wissen, da ich mich nur mit meinen Beinen festhalteâ.
Eines Tages war ich mit Gabriel Sampaio zusammen drauĂen, sein Spitzname ist Cego (was auf Portugiesisch âblindâ bedeutet). Er ist ein guter Pilot und ich vertraue ihm. Ein Surfer nahm eine Welle, ich fokussierte ihn und Cego begann, den Jetski zu beschleunigen. Ich hielt seinen linken Arm, als wir anfingen die Welle hinunterzufahren. Ich dachte, wir wĂŒrden stĂŒrzen, weil er den Jetski mit seinem linken Arm nicht erreichen konnte, den ich hielt. Er rief: âLass meinen Arm los, ich fahre nur mit einer Hand!â Alles ging gut, aber mein Herz klopfte bis in meinen Mund.
Was ist schwieriger zu fotografieren, Kitesurfen oder Surfen?
Na, die Herausforderungen sind unterschiedlich. Kitesurfen ist schneller als Surfen und das Timing der Tricks ist anders. Zudem sorgt der Wind dafĂŒr, dass das WassergehĂ€use immer ein paar Wassertropfen auf dem Port hat. Kiten zu fotografieren funktioniert auch von Land aus, fĂŒrs Surfen musst du meist ins Wasser.
Siehst du dich als KĂŒnstlerin oder eher als Fotojournalistin?
Eher wie als Fotojournalistin. Ich erzĂ€hle gerne Geschichten mit meiner Fotografie. Ich mag es, eine Botschaft durch Fotografie zu vermitteln. Ich versuche, zu verstehen, wie sich jemand fĂŒhlt, der meine Fotos betrachtet. Auch lerne ich gerne neue Kulturen kennen und nutze die Fotografie, um meine Sichtweise darĂŒber zu teilen.
Wie wichtig ist dir ein kĂŒnstlerischer Aspekt in der Fotografie?
Ich denke, Kunst ist etwas, auf das wir bei unserer Fotografie achten mĂŒssen â aber es ist nicht das Wichtigste. Manchmal entspringt der Gedanke, kĂŒnstlerisch zu fotografieren mehr dem Ego des Fotografen â und kann auch eine Falle sein.
Fotografierst du auch im Studio?
Nein.
Was ist deine LieblingsausrĂŒstung?
Ich verwende ein Aquatech Waterhousing, eine Canon R5 und ein 70-200 f/2.8. Diese AusrĂŒstung ist immer bei mir. Ich shoote auch gerne mit einem 15-35mm, um ganz nah an der Action zu sein. Aber zuerst muss der Athlet mir vertrauen, weil es sehr nah sein kann.
Wie shootest du am liebsten?
Ich liebe es, mein 70-200mm zu verwenden, obwohl ich dafĂŒr weiter weg vom Geschehen sein muss â ich mag ich seine SchĂ€rfentiefe.
Hast du auch mit Blitzen gearbeitet?
Ja. Ich verwende aber ungern den in der Kamera eingebauten Blitz. Er mag es, externe Blitze zu installieren â so wie Andre MargarĂŁo es macht.
Und Drohnenbilder?
Ich liebe die Drohnenperspektive. Ich fliege sie sehr gerne sehr hoch. Ich liebe den Ozean und die Wellen von oben.
Wo liegt dein Schwerpunkt â Fotografie oder Video?
Ganz klar die Fotografie. Aber auch Videos machen mir SpaĂ, besonders aus dem Wasser.
Kitest du selbst auch?
Noch nicht. Ich verspreche immer, dass ich es das nĂ€chste Mal, wenn ich in CearĂĄ bin, lernen werde â aber bisher habe ich es noch nicht geschafft.
Wo war dein erstes Kitesurf-Shooting und mit wem? Mit Marcela Witt in PreĂĄ im Nordosten Brasiliens.
In Nazare hast du Maya Gabeira und Kalani Lattanzi geshootet. Hattest du auch einen Kiter oder eine Kiterin in diesen gigantischen Wellen vor der Linse?
Ja, Maya und Kalani sind gute Freunde von mir und wir shooten öfter zusammen. Anfang 2020 ging auch Marcela Witt nach Nazare. Sie hatte das Ziel, Nazare an einem groĂen Tag zu kiten! Sie hat es geschafft â es war unglaublich! Aber ich konnte an diesem tag nicht ins Wasser und habe vom Ufer aus gefilmt. An so einem Tag einen Fotografen in Nazare im Wasser zu haben, bedeutet auch, einen zweiten Jetski zu brauchen â denn die Bedingungen sind âgnarlyâ. Mir hat es damals auch von Land aus gereicht, denn sie war die erste Frau, die in Nazare an so einem Tag kitete.
Wie hat sich das Arbeitsfeld verÀndert, seit dem du als professionelle Fotografin arbeitest?
Die Fotografie wird immer beliebter. Digitale Fotografie und die soziale Medien. Heute kann man einem Fotografen in Japan folgen und sehen, was er macht â die Welt ist nicht mehr so groĂ. Unsere Fotografie, unsere Jobs und unser Portfolio können somit auf der ganzen Welt gesehen werden und Menschen erreichen, von denen ich mir nie vorstellen konnte, dass sie etwas ĂŒber mich wissen. Es gibt so viele neue Möglichkeiten. Das ist fantastisch!
Hast du konkrete persönliche Ziele fĂŒr die Zukunft oder ein besonders interessantes Projekte in der Pipeline?
Ich habe ein Fotobuch ĂŒber Frauenstories in der Vorbereitung. Und ein Projekt, in dem ich mit meinem Van an der brasilianischen KĂŒste entlang reise und Kids kostenlos die Wasserfotografie beibringe. Das sind meine beiden nĂ€chsten groĂen Projekte.
Gibt es noch etwas, was du teilen möchtest?
Die Möglichkeiten in der Fotografie sind endlos. Es gibt so viele Menschen, die als Fotograf leben â und ich denke, es gibt immer Platz fĂŒr alle. Fotografie wird niemals ein Wettbewerb sein, also finde dich selbst und das, was du sein willst und lass dich von der Fotografie erfĂŒllen. Arbeite zielgerichtet, respektiere den anderen, bewundere deine Partner. Das ist mein Lebensstil in meiner Karriere. Als Fotograf und fĂŒr die Fotografie zu leben ist das, was ich Reichtum nenne.
The BREEZE remains the most user-friendly one-strut kite on the market with astounding light wind abilities matched with a complete ease of use and effortless control.
This fourth version benefits from extensive Sail Engineering work, using new fabrics and staggered seams for incredible performances and durability.
Habt ihr euch schon einmal vorgestellt, wie es ist, vor einer 100 Meter hohen Eiswand zu kiten?
Matchu Lopes, Reno Romeu und Liam Whaley wollten es wissen und haben sich in gelĂ€ndegĂ€ngigen Sportwagen auf den Weg gen Norden gemacht â nach Alaska. Sie ĂŒbernachteten in Dachzelten auf ihren SUV. Angespornt durch den Wunsch nach unvergesslichen Kite-Sessions in einer atemberaubenden Landschaft verbrachten sie Stunden auf der LandstraĂe und fuhren mehr als 2.000 Kilometer. Was sie fanden, war in erster Linie Regen, harte Bedingungen und eisiges Wasser. Die Bedingungen waren also nicht optimal, doch am Ende hat sich ihre Jagd nach Wind ausgezahlt und das Trio wurde mit unvergesslichen Erinnerungen belohnt.
Hier eine Ode an eine einmalige Erfahrung, die sich nicht nur fĂŒr die Drei â sondern bestimmt auch fĂŒr viele andere â wie aus einer anderen Welt anfĂŒhlt.
Trotz der Bedingungen haben wir uns entschlossen, zumindest zu versuchen, etwas Zeit auf dem Wasser zu verbringen. Bei starkem Regen war es keine wirklich sehr erfolgreiche Session. Matchu Lopes
Wir sind nach Juneau geflogen und von dort mit einem Stahl-Segelboot zum Gletscher gefahren. Die Szenerie war wie aus einer anderen Welt â wie aus einem Film. Wir fuhren mit dem Boot ĂŒber die zerbrochenen Eisberge und nach ein paar Stunden standen wir vor einem riesigen Gletscher.
Das Kiten dort hat mir ziemlich zu schaffen gemacht. Das Wasser war eiskalt â ich konnte weder meine HĂ€nde noch meine FĂŒĂe spĂŒren. Und wegen der Kapuze konnte ich nicht wirklich viel hören oder sehen. Zudem hatte ich auf meinem Surfboard ja keine Schlaufen â anders als Reno und Liam auf ihren Twintips. Ich touchierte die ganze Zeit EisstĂŒcke, obwohl ich versuchte, sie zu umgehen. Es war also absolut herausfordernd fĂŒr mich dort zu kiten, nicht nur schwierig, es war wirklich kompliziert. Aber diese Erfahrung war das nĂ€chste Level. Matchu Lopes
Wir mussten das Wasserflugzeug nehmen, um zum Inner Lake George zu gelangen. Da fĂŒhrt kein Weg hin. Als wir uns nĂ€herten, konnten wir den ganzen Gletscher von oben sehen. Ich war völlig ĂŒberwĂ€ltigt. Es war wunderschön. Das mit Felsen vermischte Eis lieĂ den Gletscher etwas dunkler erscheinen, es war einzigartig. Danach ganz alleine davor zu kiten war sehr einprĂ€gsam, sehr friedlich. Reno Romeu
Die Idee war, mit dem Foil so nah wie möglich an den Gletscher heranzukommen. Es war ziemlich beĂ€ngstigend, da alle fĂŒnf bis zehn Minuten Teile aus der Wand brachen und ins Meer fielen. Der Wind war super böig. Ich musste auf die EisstĂŒcke im Wasser achten, um sie herum kiten. Alles in allem war es ziemlich verrĂŒckt und abgedreht â aber absolut schön. Was fĂŒr eine Erfahrung! Wenn ich die Fotos jetzt sehe, bin ich so froh, es getan zu haben und an einem solchen Ort kiten gewesen zu sein â obwohl ich mir die ganze Zeit den Arsch abgefroren habe. Matchu Lopes
Ich mache oft EisbĂ€der und ich liebe das GefĂŒhl, das man danach bekommt. Also sagte ich mir, dass ich Alaska nicht verlassen werde, ohne ins Gletscherwasser gesprungen zu sein â in Boardshorts. Es war definitiv ein Schock. Ich glaube, das Wasser hatte 4 Grad oder so. Ich bin einfach rein gesprungen â hĂ€tte mich vielleicht besser nach und nach daran gewöhnen sollen. Wie auch immer, ich bin wirklich froh, dass ich es getan habe.
Liam Whaley
Es war eine lange Fahrt zwischen Anchorage und Valdez, die Landschaft war traumhaft. Also beschlossen wir, anzuhalten und es uns in unseren Rooftents bequem zu machen. Es regnete in Strömen, aber in den Zelten war es bequem und warm. Der perfekte Ort zum Chillen nach einem langen Fahr- und Kitetag. Liam Whaley
Nach einem langen Kite- und Drehtag montierten wir die Dachzelte auf den Autos. Es war bereits Nacht und ich dachte stĂ€ndig, es könnten BĂ€ren oder andere Wildtiere in der NĂ€he sein. Das war schon ein bisschen beĂ€ngstigend. Aber sobald die Zelte aufgebaut waren, war es cool â und es fĂŒhlte sich super bequem an, auf den Autos zu chillen. Matchu Lopes
Es war eine verrĂŒckte Erfahrung, zwischen den Eisbergen zu kiten, ĂŒber sie zu springen und herumzuspielen, vor allem, weil die Bedingungen an diesem Tag wirklich gut waren. Ich habe das noch nie zuvor gemacht, und das GefĂŒhl war verrĂŒckt. Eigentlich war diese ganze Reise absolut fantastisch, ich bin immer noch beeindruckt von unserer Umgebung. Liam Whaley
Kiten direkt vor einer 100 Meter hohen Eiswand war so ein surreales GefĂŒhl. Das AusmaĂ ist schwer zu verstehen, selbst immer noch fĂŒr mich, der ja dabei war und alles live miterlebt hat.
Liam Whaley
Ich liebe es, das Adrenalin zu spĂŒren und mich selbst zu pushen
Therese Taabbel ist Freestylerin. Die DĂ€nin kitet seit 15 Jahren, mit 14 nahm sie das erste Mal an einem Contest teil. Taabbel ist siebenmalige dĂ€nische Meisterin, ihre World Cup-DebĂŒt hatte sie in St. Peter-Ording, aktuell belegt sie Platz 5 der Weltrangliste. Wieder. Denn durch eine Knieverletzung in Dezember 2020 musste sie zwei Jahre pausieren. Ihr Comeback im Profizirkus feierte sie diesen Februar, in Fuwairit Beach, wo sie auf Anhieb Platz 5 holte, ebenfalls den fĂŒnften Platz belegte sie in Kolumbien, beim zweiten World Cup der Saison 2023.
Wir sprachen mit der 26-JĂ€hrigen, wie schwierig der Wiedereinstieg nach zwei Jahren fĂŒr sie war, wie sie sich vorbereitet hat â und was die Knieverletzung ihrer besten Freundin Rita Arnaus wĂ€hrend des World Cups in Katar in ihr hervorrief.
Der Auftaktevent zur 2023er GKA-Freestyle-Tour in Fuwairit Beach war dein erster World Cup seit deiner Knieverletzung vor zwei Jahren. Was war das fĂŒr ein GefĂŒhl, wieder im Profizirkus dabei zu sein?
Es war unglaublich. WĂ€hrend meiner Verletzungspause hatte ich es wirklich vermisst, an WettkĂ€mpfen teilnehmen zu können. Ich liebe es, das Adrenalin zu spĂŒren und mich selbst zu pushen. Ich hatte mich riesig darauf gefreut, endlich wieder ein Trikot anziehen zu können. Auch hatte ich mich lange körperlich und mental darauf vorbereitet, wieder auf der Welt-
tournee zu sein. Die RĂŒckkehr zum Wettkampf war meine Hauptmotivation wĂ€hrend meiner Reha, daher war es ein groĂer Erfolg fĂŒr mich, wieder dabei zu sein. Als der Wettbewerb begann, schaltete ich auf âWettkampfmodusâ und ich fĂŒhlte mich bereit, loszulegen und mein Ding zu machen. Katar war ein groĂartiger Start in die Saison.
Wie ist deine Knieverletzung passiert?
Ich habe mir im Dezember 2020 â wĂ€hrend des World Cups in Brasilien âmein Kreuzband und Meniskus gerissen. Ich hatte eine sehr harte Landung eines S-Mobes, mein Knie verdrehte sich. Ich hörte einen lauten Knall, da ich aber voller Adrenalin war und konzentriert, spĂŒrte ich zunĂ€chst keine EinschrĂ€nkung. Ich machte noch drei weitere Tricks â bis ich wieder stĂŒrzte. Das war der Moment, in dem ich wusste, dass ich aufhören musste. Ich ging direkt danach zum MRT. Danach war klar, dass mein Kreuzband, mein Meniskus und mein Knorpel ziemlich beschĂ€digt waren. Doch nach bereits neun Monaten Reha war ich wieder auf dem Wasser. Ich habe sehr hart mit der UnterstĂŒtzung eines professionellen Teams gearbeitet, das mir durch meine Reha geholfen hat. Im MĂ€rz 2021 war ich bereits wieder im Wettkampf â in Kolumbien. Am Trainingstag vor dem offiziellen Beginn hatte ich erneut einen heftigen Sturz. Wieder hatte es meinen Meniskus erwischt, ich musste mich erneut einer OP unterziehen â fĂŒr mich brach eine Welt zusammen. Zum GlĂŒck war mein Kreuzband nicht wieder gerissen. Insgesamt hatte ich drei Operationen â und zwei Jahre Zwangspause. Ich denke, ihr könnt euch vorstellen, wie viel mir mein Comeback in dieser Saison bedeutet.
Zwei Jahre sind lang fĂŒr eine Reha. Wie verlief deine Reha und warum hat es so lange gedauert?
Nun, insgesamt waren es zwei Jahre ohne WettkĂ€mpfe. Da ich aber zwei Knieverletzungen hintereinander hatte, hĂ€ufte sich die Zeit einfach. Eine ACL-Reha dauert im Schnitt neun bis zwölf Monate. Ich hatte das groĂe GlĂŒck, das mich Red Bull wĂ€hrend meiner Reha unterstĂŒtzt hat. Red Bull hat ein AthletPerformance-Center in Ăsterreich, das auf Reha spezialisiert ist, dort verbrachte ich viel Zeit mit der Arbeit an meinem Knie. Das bedeutete nicht, dass ich zwei Jahre nicht gekitet bin. Ich war sogar sehr frĂŒh wieder auf dem Wasser â allerdings ânur fluchendâ. Es hat mir dennoch sehr viel bedeutet.
Was hat sich verÀndert im Freestyle-Worldcup in den letzten zwei Jahren?
Die MĂ€dels haben in den letzten zwei Jahren super hart trainiert und das Niveau stark noch oben gehoben. Mikailli hat uns alle inspiriert mit ihren Doubles. Wir mĂŒssten mit ihr gleichziehen und ebenfalls unserer Grenzen weiter nach oben verschieben.
Ich machte noch drei weitere Tricks â bis ich wieder stĂŒrzte. Das war der Moment, in dem ich wusste, dass ich aufhören musste
In Fuwairit Beach traten nur neun Frauen an, auch bei den MĂ€nnern war das Starterfeld kleiner als bei anderen Wordcups. Was ist der Grund dafĂŒr?
Ja, das Starterfeld bestand vornehmlich aus Kiter:innen, die schon lĂ€nger dabei sind â gefehlt haben vor allem neue, junge Gesichter. Ein Start beim World Cup ist mit recht hohen Kosten verbunden. Junge Talente wĂ€hlen fĂŒr ihr DebĂŒt meist lieber einen World Cup in der NĂ€he ihres Homespots. Ich denke, auf den weiteren Tourstopps werden wieder mehr junge Gesichter am Start sein.
2019, vor deiner Verletzungspause warst du auf Platz 7 in der Weltrangliste. Aktuell stehst du auf Platz 5. Wie sind deine Ziele fĂŒr die Saison 2023?
Ich möchte aufs Podium und auch overall unter die Top 3 kommen. Auf den ersten beiden Tourstopps wollte ich in erster Linie mein Selbstvertrauen aufbauen. Jetzt haben wir ein paar Monate bis zum nĂ€chsten Event in Frankreich, was mir die Möglichkeit gibt, weiter zu trainieren. Mit Platz 5 bin ich natĂŒrlich nicht zufrieden, aber ich darf auch nicht vergessen, wo ich her komme. Insofern bin ich schon stolz auf das, was ich bisher in dieser Saison erreicht habe. Und ich bin auch stolz darauf, mit so starken und mĂ€chtigen Frauen auf der Tour zu konkurrieren, wo jede ihr Bestes gibt. Wir motivieren und pushen uns gegenseitig, die bestmöglichen Athletinnen zu sein.
WĂ€hrend des ersten Tourstopps in Fuwairit Beach hat sich deine Freundin Rita Arnaus ebenfalls am Knie verletzt, musste das Event abbrechen und wurde im Krankenhaus behandelt. Wie stehst du zu ihr und hat es Erinnerungen wach gerufen?
Das war die schlimmste Nachricht aller Zeiten. Rita ist meine beste Freundin, wir haben so viel darĂŒber gesprochen, das wir endlich wieder gemeinsam reisen und an WettkĂ€mpfen teilnehmen können. Und ja, natĂŒrlich hat es viele Erinnerungen zurĂŒckgebracht. Ich weiĂ genau, was sie in den nĂ€chsten Monaten durchmachen wird, und das wird nicht einfach. Ich werde sie zu 100% unterstĂŒtzen und ihr mit meinen Erfahrungen und mit Rat und Tat zur Seite stehen. Sie ist sehr stark und macht bereits erstaunliche Fortschritte. Ich zweifle keine Sekunde daran, dass sie stĂ€rker und viel weiser daraus hervorgehen wird. In der Zwischenzeit vermisse ich sie natĂŒrlich sehr, aber wir unterstĂŒtzen uns weiterhin durch Höhen und Tiefen. Es liegen noch so viele Abenteuer und Kitetrips vor uns!
Ich denke, fĂŒr die MĂ€nner sind die RegelĂ€nderungen sehr sinnvoll. Bei den Frauen bin ich anderer Meinung
Wie hoch ist das Verletzungsrisiko im Freestyle?
Das Verletzungsrisiko besteht in jedem Profisport. Im Freestyle haben wir viele harte Landungen. Das Niveau wird immer höher und alle gehen an ihre Limits. Wir Athlet:innen mĂŒssen darauf vorbereitet sein. Krafttraining und VerletzungsprĂ€vention sind wichtig. Viele Athlet:innen gehen ins Fitnessstudio und nehmen sich Zeit, um ihren Körper zu stĂ€rken, damit wir auf dem Wasser alles geben können.
Die MĂ€dels haben in den letzten zwei Jahren super hart trainiert und das Niveau stark noch oben gehoben. Mikailli hat uns alle inspiriert mit ihren Doubles
In der Saison 2023 gelten fĂŒr die GKA-Freestyle-Events andere Richtlinien fĂŒr das Judging. Es wird mehr auf Vielfalt der Tricks geachtet anstatt auf RadikalitĂ€t. Wie denkst du ĂŒber diese Ănderung des Regelwerks?
Ich finde es sehr wichtig, die Regeln an die aktuellen Zeiten anzupassen. Ich denke, gerade fĂŒr die MĂ€nner sind die RegelĂ€nderungen sehr sinnvoll. Wir werden sehen, wie sich die Disziplin dadurch entwickelt, in jedem Lauf mĂŒssen jetzt verschiedene anstatt der gleichen sieben Tricks gezeigt werden. Bei den Frauen aber bin ich anderer Meinung. Ich denke, wir sind noch nicht bereit dafĂŒr. da wir momentan noch einen geringeres Trick-Repertoire haben als die MĂ€nner, macht es in
meine Augen mehr Sinn, die Bewertungskriterien offen zu gestalten. In meinen Augen hat die aktuelle RegelĂ€nderung bei den Frauen fast den gegenteiligen Effekt und senkt unser Level, da wir in unterschiedlichen Kategorien punkten mĂŒssen. Auch denke ich, dass es das Eintrittslevel fĂŒr neue, junge Fahrer:innen erhöht. Denn sind die Bewertungskriterien zu kompliziert, werden weniger neue Wettbewerber angezogen.
Die Meinungen ĂŒber Katar gehen weit auseinander. Wie hat dir Katar gefallen?
Ich denke, es war sehr interessant, eine Veranstaltung im Nahen Osten zu haben. Ich liebe es, neue Kitesurf-Destinationen und -Kulturen zu entdecken. Und Katar war eine völlig neue Destination fĂŒr uns. Die Katarer waren sehr gastfreundlich und wir konnten wirklich spĂŒren, dass sie stolz darauf waren, Gastgeber der World Tour zu sein. Der Spot war groĂartig und ich mochte die Bedingungen, die AtmosphĂ€re und die Begeisterung der Einheimischen, die kamen, um den Wettbewerb zu beobachten.
Ein Start beim World Cup ist mit recht hohen Kosten verbunden. Junge Talente wĂ€hlen fĂŒr ihr DebĂŒt meist lieber einen World Cup in der NĂ€he ihres
Der Kitestation Fuwairit Beach ist erst kĂŒrzlich eröffnet worden. Kannst du uns eine kurze Spotbeschreibung geben, wie sind die Bedingungen dort?
Fuwairit Beach liegt an der NordostkĂŒste von Katar, etwa eine Autostunde von Doha entfernt. Kristallklares Wasser, sandiges Ufer und guter Wind.
Die Kitesurf-Saison in Katar dauert von Oktober bis Mai. Die Wassertemperatur liegt zwischen 20 und 25 °C, was es angenehm macht, nur in einem dĂŒnnen Neoprenanzug zu kiten. Fuwairit Beach ist ein Lagunenspot. Die innere Lagune ist stark von den Gezeiten abhĂ€ngig, die beste Zeit ist Hightide. Das bedeutet auch, dass das Wasser die meiste Zeit recht flach ist. Der Strand ist nicht ĂŒberfĂŒllt.
Wann ist die beste Windsaison?
Die beste Zeit ist zwischen Dezember und MÀrz, wenn die Nordwestwinde (bekannt als Shamal) vorherrschen. Dann habt ihr meist zwischen 12 und 22 Knoten. Der Wind weht nicht jeden Tag, aber drei bis vier Windtage in der Woche könnt ihr aber erwarten.
Therese, Danke fĂŒr das Interview
NAME
THERESE TAABBEL
ALTER 26
NATIONALITĂT DĂNISCH
LEBT ZURZEIT IN KOPENHAGEN, DĂNEMARK
KITET SEIT 15 JAHREN
HOMESPOT KOPENHAGEN, DĂNEMARK
LIEBLINGSSPOT DREPANO, GRIECHENLAND
ERSTER WETTBEWERB ALS ICH 14 WAR
ERSTER WORLD CUP 7 X DĂNISCHE MEISTERIN
Ich werde Rita zu 100% unterstĂŒtzen und ihr mit meinen Erfahrungen und mit Rat und Tat zur Seite stehen. Es liegen noch so viele Abenteuer und Kitetrips vor uns!
ERFOLGE AKTUELL 5. PLATZ AUF DER GKA FREESTYLE WORLDTOUR
Ich möchte aufs Podium. Mit Platz 5 bin ich natĂŒrlich nicht zufriedenKITESHOP Rosenheim Kite, Wing & SUP Shop Rosenheim ONLINESHOP mit besten Preisen und schneller Lieferung www.element-shop.de
Etwa 1.200 km nördlich von Perth, der Hauptstadt Westaustraliens, befindet sich das Ningaloo Reef. Mit einer LĂ€nge von 260 km ist es eines der gröĂten Korallenriffe der Welt
Kilometer gibt es weder
Mobiltelefonempfang noch eine Tankstelle oder eine Ortschaft
âWooooooooowâ, mit weit aufgerissenen Augen deute ich auf den groĂen Schatten, der direkt unter der WasseroberflĂ€che auf unser vier Meter langes Motorboot zu gleitet. âDas ist ein Tigerâ, ruft Vee, eine sehr bekannte Unterwasserfotografin und die Besitzerin des Bootes. âSpring rein, Gabi, los, spring rein!â Ohne viel darĂŒber nachzudenken, springe ich kopfĂŒber in das kristallklare magisch tĂŒrkise Wasser. Als ich den nach dem WeiĂen Hai zweitgröĂten Raubhai der Welt durch meine Tauchmaske praktisch Auge in Auge gegenĂŒber âschwimmeâ, wird mir sehr schnell klar, dass ich seine GröĂe vom Boot aus ziemlich unterschĂ€tz habe. Zwei dunkle Pupillen starren mich aus einem keilförmigen Kopf mit einer stumpfen Schnauze an. Mehrere Schiffshalterfische hĂ€ngen an seinem grauen Körper, der fast so lang ist wie mein Toyota Landcruiser und mindestens so rund wie ein Pferd. WĂ€hrend ich mir völlig gebannt seine wunderschönen gesprenkelten Streifen, die an den Seiten seines Körper herunter laufen, genau ansehe, kommt mir kurz der Gedanke âIch bin mir nicht sicher, ob das hier eine so gute Idee ist.â Meine Faszination war aber wieder stĂ€rker als jeder Zweifel â und so schnorchel ich fĂŒr gute fĂŒnf unvergessliche Minuten Seite an Seite mit diesem Raubtier in den seichten GewĂ€ssern des zum UNESCO Weltnaturerbe gehörenden Ningaloo-Riffs.
Foto: Bluemedia
âNingalooâ kommt vom Wort der Aborigines âNyingguluâ, das soviel wie Vorgebirge oder Landzunge bedeutet. Der heutige Cape Range Nationalpark und die umliegenden Gebiete hatten schon immer eine groĂe kulturelle Bedeutung fĂŒr die ansĂ€ssigen Aborigines. Die traditionellen Ureinwohner an der KĂŒste von Nyinggulu (Ningaloo) sind die Yinikutira, auch als Jinigudira bekannt, die hier schon seit ĂŒber 30.000 Jahren leben
In dieser abgelegenen Gegend herrscht wirklich absolut null Lichtverschmutzung. Am Abend werdet ihr von der Milchstrasse zugedeckt und in den Schlaf gewogen. Es ist eine seelenerfĂŒllende Erfahrung zu beobachten, wie der Nachthimmel nach Sonnenuntergang langsam mehr und mehr aufleuchtet und unsere Galaxie so richtig ins Strahlen kommt
Ich verlegte mein Camp tiefer in den Nationalpark â und muss wirklich alles mitbringen: ausreichend Trinkwasser, Treibstoff und auch alle VorrĂ€te. Auch eine mobile Campingtoilette â die ist hier Vorschrift
Mit einer riesigen FlĂ€che von 2,6 Millionen Quadratkilometern (zehnmal so groĂ wie GroĂbritannien) ist Westaustralien die Heimat des legendĂ€ren Roadtrips. âAbgelegenâ und âweitlĂ€ufigâ bekommt hier im gröĂten Bundesstaat Australiens eine völlig neue Bedeutung. Etwa 1.200 km nördlich von Perth, der Hauptstadt Westaustraliens, befindet sich das Ningaloo Reef. Mit einer LĂ€nge von 260 km ist es eines der gröĂten Korallenriffe der Welt und Heimat fĂŒr rund 300 Korallenund 500 Fischarten.
Mein Landcruiser platzt aus allen NĂ€hten, als ich mich in Margaret River auf meinen rund 1.600 km langen Trip mache. Mit dabei habe ich drei Surfboards, vier Kiteboards, sechs Kites, ein Foil, Zelt, Gaskocher, viel Schattentuch, ein Pavillon, ein Dometic-AutokĂŒhlschrank, Kameras, Computer und meine CampingausrĂŒstung. Ganz alleine so eine Strecke an der echt isolierten WestkĂŒste zurĂŒckzulegen, ist schon ein Abenteuer fĂŒr sich. FĂŒr viele hundert Kilometer gibt es weder Mobiltelefonempfang noch eine Tankstelle oder eine Ortschaft.
26° sĂŒdlich des Ăquators beginnt der wilde Nordwesten, eins der letzten echten Wildnisgebiete der Erde. Mein Ziel ist die kleine KĂŒstenstadt Exmouth, das Tor des zum Weltkulturerbe gehörenden Ningaloo Marine Parks. In den GewĂ€ssern vor der KĂŒste leben die mysteriösen Walhaie, die gröĂten Fische im Ozean, sie ernĂ€hren sich von Krill und werden bis zu 16 Meter lang und 30 Tonnen schwer.
An der Westseite liegt der Cape Range National Park, er grenzt an die GewÀsser des Ningaloo Marine Parks. In dieser kontrastreichen Gegend zeigt sich die wilde, raue Natur Westaustraliens. Und genau hier, in dieser wunderschönen Wildnis, schlug ich mein erstes Lager auf.
Die Ningaloo-KĂŒste ist eine der wichtigsten Brutkolonien des Indischen Ozeans fĂŒr Meeresschildkröten. Jedes Jahr zwischen November und MĂ€rz kehren viele tausend Schildkröten zu ihrem Nistplatz zurĂŒck
Eine meiner besten Kitesessions hatte ich vor dem Schiffswrack der SS Mildura. Die SS Mildura sank im Juni 1907, wĂ€hrend eines Zyklons lief sie auf das seichte Riff auf. GlĂŒcklicherweise kam bei dem UnglĂŒck niemand ums Leben
âNingalooâ kommt vom Wort der Aborigines âNyingguluâ, das soviel wie Vorgebirge oder Landzunge bedeutet. Der heutige Cape Range Nationalpark und die umliegenden Gebiete hatten schon immer eine groĂe kulturelle Bedeutung fĂŒr die ansĂ€ssigen Aborigines. Die traditionellen Ureinwohner an der KĂŒste von Nyinggulu (Ningaloo) sind die Yinikutira, auch als Jinigudira bekannt, die hier schon seit ĂŒber 30.000 Jahren leben.
Ich spaziere den schneeweiĂen, feinsandigen Strand entlang, als ich plötzlich auf ziemlich seltsam anmutende Spuren im Sand stolpere, die denen eines Monstertruck-Reifens Ă€hneln. Es sind nicht nur ein oder zwei â sie sind ĂŒberall! Einige enden in groĂen Löchern, die in den Sand gegraben sind, andere machen riesige Schleifen oder fĂŒhren ins Wasser. Als ich zwei Schildkröten entdecke, die nur einen Meter vom Ufer entfernt im Wasser treiben, geht mir ein Licht auf! Weiter oben am Strand erspĂ€he ich weitere Schildkröten. Die Ningaloo-KĂŒste ist eine der wichtigsten Brutkolonien des Indischen Ozeans fĂŒr drei der weltweit sieben Arten von Meeresschildkröten: die vom Aussterben bedrohte Unechte Karettschildkröte, die GrĂŒne Meeresschildkröte und die Echte Karettschildkröte âbeide sind als gefĂ€hrdet eingestuft. Jedes Jahr zwischen November und MĂ€rz kehren viele tausend Schildkröten zu ihrem Nistplatz hierher zurĂŒck. Traurigerweise erreicht aufgrund der natĂŒrlichen Feinde und der mit Menschen verbundenen Faktoren nur eines von 1.000 Jungtieren das Erwachsenenalter.
Manchmal aber hat man auch GlĂŒck und scort eine geile Wave-Session. Im Nordwesten gilt es als eine unausgesprochene Regel, diese Erfolge still und leise unter Freunden zu feiern und nicht sonderlich public zu machen
Eine postkartenschöne Bucht mit tĂŒrkisfarbenen, butterflachen und kristallklaren Wasser wurde zu meinem LieblingsFoiling-Spielplatz. Oft wird der Wind am Nachmittag hier relativ stark (6.0/7.0). Dennoch kam ich in den Genuss von mehreren magischen Leichtwind-Foilsessions mit meinen gröĂeren Neo SLS. Die Aussicht auf die unglaublichen Riffund Korallenformationen, die ich dabei durch das glasklare Wasser beobachten durfte, war besser als von jedem Glasbodenboot aus.
Mit Wavekiten wird es in dieser Ecke ziemlich kniffelig. Der populĂ€rste KĂŒstenabschnitt zum Wellenreiten liegt gĂ€nzlich im Windschatten des Kaps und insofern vollstĂ€ndig vor der Seabreeze geschĂŒtzt. Andere Breaks liegen so weit drauĂen am Riff, dass ein Safety-Boot notwendig ist, um dorthin zu gelangen. Manchmal aber hat man auch GlĂŒck und scort eine geile Wave-Session. Im Nordwesten gilt es als eine unausgesprochene Regel, diese Erfolge still und leise unter Freunden zu feiern und nicht sonderlich public zu machen. Ich empfehle dringend, diesen Ratschlag nicht zu ignorieren.
Ich verlegte mein Camp tiefer in den Nationalpark â und muss wirklich alles mitbringen: ausreichend Trinkwasser, Treibstoff und auch alle VorrĂ€te. Auch eine mobile Campingtoilette â die ist hier wirklich Vorschrift.
Es gibt fĂŒr mich nichts Schöneres, als mit dem Meeresrauschen einzuschlafen. In der Nacht schenkt mir Mutter Natur hier eine Show, fĂŒr mich ein âBucket Listerâ. In dieser abgelegenen Gegend herrscht wirklich absolut null Lichtverschmutzung. Am Abend werdet ihr von der Milchstrasse zugedeckt und in den Schlaf gewogen. Es ist eine seelenerfĂŒllende Erfahrung zu beobachten, wie der Nachthimmel nach Sonnenuntergang langsam mehr und mehr aufleuchtet und unsere Galaxie so richtig ins Strahlen kommt. Viele NĂ€chte sitze ich mit weit aufgerissenen Augen vor meinem Zelt und starre völlig gebannt nach oben in die schiere Schönheit von Millionen an Sternen â ganz egal, wie sonnenverbrannt und rot meine mĂŒden Ăugelein nach einem langen Tag auf dem Wasser auch sein mögen. Mich begeistert es mehr, in einem 5-MilliardenSterne-Zelt schlafen â als in einem 5-Sterne-Zimmer.
Eine postkartenschöne Bucht mit tĂŒrkisfarbenen, butterflachen und kristallklaren Wasser wurde zu meinem Lieblings-FoilingSpielplatz. Die Aussicht auf die unglaublichen Riff- und Korallenformationen, die ich dabei durch das glasklare Wasser beobachten durfte, war besser als von jedem Glasbodenboot aus
Ich spaziere den schneeweiĂen, feinsandigen Strand entlang, als ich plötzlich auf ziemlich seltsam anmutende Spuren im Sand stolpere
Foto: Bluemedia
Eine meiner besten Kitesessions hatte ich vor dem Schiffswrack der SS Mildura. Die SS Mildura sank im Juni 1907, wĂ€hrend eines Zyklons lief sie auf das seichte Riff auf. GlĂŒcklicherweise kam bei dem UnglĂŒck niemand ums Leben. Mit zwei groĂen Kesseln und der Motorhalterung in der Mitte des noch aufrechten und relativ intakten Rumpfs liegt das Wrack in vier Meter Tiefe ziemlich genau am nördlichsten Zipfel des Nordwestkaps.
WĂ€hrend meines letzten Sonnenuntergangs wurde mir vom Universum ein David Attenborough-Moment geschenkt. Es war ein windstiller Tag mit strahlend blauem Himmel, ich hatte mein Auto an einem der endloslangen StrĂ€nde geparkt. Wie so oft an dieser KĂŒste auĂerhalb der Hochsaison sah ich weit und breit keine Menschenseele. Der Indische Ozean glĂ€nzt, als wĂ€ren gerade Millionen Sternen darin versunken. Ich lieĂ meinen Blick ĂŒber die Weite der unberĂŒhrten Natur gleiten, als ich plötzlich in gut einem Kilometer Entfernung am Strand einen winzigen schwarzen Punkt entdecke. Ich schnappe mir meine Kamera und Trinkwasserflasche und machte mich auf den Weg. Mein Herz fĂ€ngt gleichzeitig an zu rasen â und zu schmelzen. Ich knie mich hin und robbe auf allen Vieren vorsichtig etwas nĂ€her â sehr bedacht darauf, eine gute Distanz zu bewahren. Und da ist sie, eine schwangere Schildkrötenmama. Ich traute mich kaum zu atmen. Sie buddelt gerade ihr Nest, riesige Sandwolken schossen rund um sie herum in die Luft. nachdem sie damit fertig ist, beginnt sie, ihre Eier anzulegen. Es ist offensichtlich, wie viel Anstrengung sie fĂŒr jedes einzelne Ei aufbringen muss. Gerade als die Sonne am orange pinkfarbenen Horizont in den indischen Ozean versinken will, schafft es die Mama-Schildkröte zurĂŒck in den Shorebreak.
Die Ningaloo-KĂŒste ist die BrutstĂ€tte fĂŒr drei der weltweit sieben Arten von Meeresschildkröten
Foto: Bluemedia
AUF DEN FOLGENDEN SEITEN ERFAHRT IHR ALLES ĂBER DEN NEUEN CORE XR8 UND DIE BEIDEN NEUEN FLYSURFER TWINTIPS TRIP UND STAGE. IM TEST IN DIESER AUSGABE DER OZONE ENDURO V4, DIE VIER
Kite: Ozone Enduro V4
Lukas K. Stiller
CORE bringt die achte Generation seines Flaggschiffs. Neu sind das (Hochleistungs-) Dacron und die Konstruktion des StrutgerĂŒsts.
In der CORE-Range steht der XR fĂŒr das gröĂte Leistungspotenzial bei gleichzeitig hohem Fahrkomfort. Daran hat CORE auch in der achten Generation seines High PerformanceFreeriders nichts geĂ€ndert. SpĂŒrbar verĂ€ndert hingegen haben sich einige Flugeigenschaften. Durch eine materielle und konstruktive Ăberarbeitung des StrutgerĂŒsts will das Entwicklerteam um Kitedesigner Frank Ilfrich die Performance des XR8 entscheidend verbessert haben.
Rider: Willow-River Tonkin und Julieta Pereyra
Die Fronttube des XR8 besteht aus ExoTex2, einem neuen, steiferen Dacron-Material. Durch ein neues Temper- und Beschichtungsverfahren erreicht ExoTex2 eine um 80% höhere ReiĂfestigkeit und ist dabei trotzdem leichter als das VorgĂ€ngermaterial (ExoTex). Das steifere Hochleistungs-Dacron ermöglicht einen dĂŒnneren Durchmesser der Fronttube, CORE verspricht eine höhere AgilitĂ€t und einen explosiveren Lift. Zudem soll das Barfeeling direkter sein, auch soll der XR8 bessere Upwind-Eigenschaften besitzen als sein VorgĂ€nger. UnverĂ€ndert ist das Flugtuch (CoreTex 2), die Querstruts fertigt CORE aus ExoTex Light. Im Durchmesser reduziert sind auch die Querrippen, was ein geringeres Gewicht und eine höhere AgilitĂ€t bewirken soll. Gewichtsoptimierung auch durch ein neues Bladdermaterial, CORE verspricht, dass der neue XR8 um durchschnittlich 150g leichter ist als der VorgĂ€nger. Ăberarbeitet hat CORE auch die CIT-AnknĂŒpfungspunkte (Flugcharakter, BarkrĂ€fte und ReaktivitĂ€t individuell einstellbar), die Bridle oder Leinen sollen sich nicht mehr verhaken können.
Die gleichen Modifikationen in Konstruktion und Materialmix hat CORE auch an den beiden Leichtwind-Modellen (LW 15.0 und LW 17.0) vorgenommen â mit den gleichen VerĂ€nderungen in den Flugleistungen.
Geflogen wird der XR8 mit dem Sensor Barsystem (ab 679 Euro). Zur Wahl stehen zwei Farbvarianten (schwarz uns weiĂ).
Durch die dĂŒnnere Fronttube ist der neue XR8 agiler und liftet explosiver. Zudem ist das Barfeeling direkter und die Upwind-Leistungen stĂ€rker
wind. sonne. Platz. strand, Material. lĂ€ssige unterkĂŒnfte. lockere leute. spass. und zeit zum erholen! ;-D
Gleich zwei neue Twintips bringt Flysurfer neu: das Trip, ein Splitboard und das Leichtwindboard Stage
Trip: Das Allround-Performance-Twintip ist in drei Teile zerlegbar (Splitboard) und der ideale Reisebegleiter
Rider: Elena Dimitrova
Foto: Nikola Bagarov
Spot: Los Roques
Das Trip ist ein teilbares Twintip (Splitboard), das in (fast) jede Reisetasche passt. Zusammen mit den leichten FlysurferFoilkites ist dieses Allround-Performance-Twintip ein perfekte Reisebegleiter. Das Trip passt bequem in typische Koffer oder (mit zwei Kites) in die mitgelieferte Tasche.
Das Trip lĂ€sst sich sehr einfach und schnell zusammensetzen, die dreiteilige Konstruktion verfĂŒgt ĂŒber ein PU-VerbindungsstĂŒck, die S-Form verteilt die Last gleichmĂ€Ăig auf beide BoardhĂ€lften. Das PU-VerbindungsstĂŒck kann ausgetauscht werden. Ausgestattet ist das Trip mit Firefin-Finnen, die sich ohne Werkzeug montieren lassen.
137 x 41.5 cm | 142 x 43 cm
Trip: Allround-Performance Splitboard
Rider: Elena Dimitrova
Foto: Nikola Bagarov
Das Stage ist ein High-Performance-Freeride-LeichtwindTwinTip. Es soll bereits bei der leichtesten Brise angleiten und dich spielerisch Höhelaufen lassen. Gib Vollgas und zeig den Hydrofoilern, dass der Spot deine BĂŒhne ist!
Das Stage besitzt eine gerade Fersenkante, asymmetrische Finnenpositionen (45mm), eine Doppelkonkave im Unterwasserschiff und viel FlÀche, um bestmögliche Angleit- und Höhelaufleistung zu generieren. Das Stage ist einen Vollholzkern (Paulownia) gebaut und hart abgestimmt.
159 x 45 cm
Stage: Leichtwind
Foto: Ramon Schoenmaker
3
EVO D/LAB 13.0
Duotone bietet im Leichtwindbereich drei unterschiedliche D/LAB-Kites: Neo D/LAB 12.0, Evo D/LAB 13.0 und den Juice in 14.0, 15.0 und 17.0
EINSATZBEREICH FREERIDE/ALLROUND KONSTRUKTION DELTA HYBRID | 3 STRUTS | 4 LEINEN
NEO D/LAB 12.0
EINSATZBEREICH FREERIDE/WAVE
KONSTRUKTION DELTA HYBRID | 3 STRUTS | 4 LEINEN
JUICE D/LAB 14.0
EINSATZBEREICH FREERIDE/LEICHTWIND
KONSTRUKTION DELTA HYBRID | 3 STRUTS | 4 LEINEN
JUICE CLASSIC 15.0
EINSATZBEREICH FREERIDE/LEICHTWIND
KONSTRUKTION DELTA HYBRID | 3 STRUTS | 4 LEINEN
x D/LAB
Juice Classic 15.0
Eine echte
Ăberraschung: Der Juice Classic 15.0 geht etwas frĂŒher los als der kleinere aber leichtere Juice
D/LAB 14.0
Duotone ergĂ€nzt seine drei Freeride-Kitelinien Neo, Evo und Dice im unteren Windbereich mit dem Juice, einem speziellen Leichtwindkite, der nur in den GröĂen 14.0, 15.0 und 17.0 erhĂ€ltlich ist. Angeboten wird der Juice in zwei Versionen, als Classic (StrutgerĂŒst aus Dacron) und als D/LAB. D/LAB steht fĂŒr âDuotone Laborâ, bei den D/LAB Modellen besteht das StrutgerĂŒst als Aluula. Aluula ist ein Laminat, Dacron ein Gewebe. Aluula ist leichter und dehnungsĂ€rmer als Dacron âD/LAB Kites sind leichter, bieten bessere Leichtwindeigenschaften und auch eine höhere Leistung. Ein deutlicher Unterschied besteht im Preis. Ein Aluula-Kite ist um mehr als 1.000 Euro teurer als sein Dacron-Pendant. In diesem Test vergleichen wir die beiden gröĂten D/LAB-Freeridekites (Neo 12.0 und Evo 13.0) mit den beiden kleinen Juice â in 14.0 in der D/LAB-Version und in 15.0 als Classic.Wir sagen euch, welcher Juice â D/LAB 14.0 (3.3409 Euro) oder Classic 15.0 ( 2.369 Euro) â die besseren Leichtwindeigenschaften und das bessere Preis-/LeistungsverhĂ€ltnis bietet â also âGewicht vs. FlĂ€che â und welcher D/LAB-Leichtwind-Kite (Neo 12.0, Evo 13.0 oder Juice 14.0) in welcher LeichtwindDisziplin punktet.
Neo D/LAB und Evo D/LAB sind seit FrĂŒhjahr 2023 auf dem Markt, besitzen somit keine VorgĂ€nger. Den Neo D/ LAB gab es zwar bereits in der Saison 2022, doch nur in sehr geringen StĂŒckzahlen, die fast ausschlieĂlich in den Quivern der Teamrider landeten. Der Juice D/LAB ist der erste D/LAB Kite, den Duotone auf den Markt brachte âaktuell in der dritten Generation. Der Unterschied zum 2022er Modell liegt in de Abstufung der GröĂen. Das 2022er Modell war in 13.0 und 15.0 lieferbar, der 2023er Juice D/LAB in 14.0, 15.0 und 17.0.
Alle Duotone Tubekites werden wahlweise mit der Trust oder der Click Bar geflogen. Der Unterschied liegt in der Konstruktion und in der Handhabung des Adjusters. Bei der Click Bar befindet sich der Adjuster im Barholm, ge- und depowert wird ĂŒber eine VerĂ€nderung der LĂ€nge der Lenkleinen. Zum Depowern wird am Holmende ein Knopf gedrĂŒckt, zum Powern eine Ratsche am Holmende gedreht.
Die Trust Bar wird ĂŒber eine Belegklemme (Clamcleat) voreingestellt. Ge- und depowert wird ĂŒber eine VerĂ€nderung der Flugleinen
Click Bar: 739 Euro (plus Loop)
Trust Bar: 549 Euro (plus Loop)
Gleich am Anfang die wichtigste Disziplin eines Leichtwindkites: die Leichtwindperformance. Wir waren wirklich ĂŒberrascht. Als erster geht tatsĂ€chlich der Juice Classic 15.0 los. Hier schlĂ€gt wirklich die gröĂere FlĂ€che des Classic das geringere Gewicht des D/LAB. Danach ânahezu gleichauf â Neo 12.0 und Evo 13.0. Erst nach den beiden groĂen Freeridern bringt der kleinste Juice D/LAB den Rider ins Gleiten. Das frĂŒhe Angleiten verdanken Juice Classic 15.0 und Neo 12.0 ihrem hohen Grundzug. Daher sind diese beiden LW-Kites besonders fĂŒr schwerere Kiter und Twintip-Fahrer interessant. Im mittleren Windbereich entwickelt der Neo D/LAB einen immer höheren Grundzug, der fĂŒr leichte Fahrer schwer zu handeln ist, der Evo 13.0 bleibt einfacher beherrschbar. Im oberen Windbereich macht der Juice Classic 15.0 als erster dicht, danach der Evo D/LAB 12.0. Am weitesten in den oberen Windbereich kann der Evo D/LAB 13.0 geflogen werden.
Am leichtesten und agilsten hĂ€ngt der Evo D/LAB 13.0 an der Bar. Von allen LW-Kites in diesem Test zeigt er das ausgewogendste Flugverhalten. Der Juice Classic 15.0 ist aufgrund seiner GröĂe und seines Materialmixes am trĂ€gsten, liefert aber den stĂ€rksten Grundzug. Im Vergleich Evo D/LAB 12.0 und Juice D/LAB 14.0 spricht der Neo stĂ€rker Waver und Foiler an, der Juice ist fĂŒr Twintip-Fahrer die bessere Wahl.
Die D/LAB Kites sind agiler und âhĂ€ngen leichterâ an der Bar, der Juice Classic ist im Vergleich etwas âzĂ€herâ und schwerfĂ€lliger â und springt nicht so direkt auf Böen an.
Alle Testkites liefern gute Höhelaufeigenschaften. Am einfachsten geht es mit dem Evo 13.0 gegen den Wind, gefolgt vom Juice D/LAB, danach der Neo D/LAB.
Seht gut starten Evo D/LAB und Neo D/LAB aus dem Wasser. Etwas schwieriger der Juice D/LAB. Als letzter erhebt sich der Juice Classic â er besitzt das höchste Gewicht. Zu beachten ist, dass fĂŒr den Restart aus dem Wasser ausreichend Wind vorhanden sein muss. Alle vier Kites in diesem Test bringen (besonders Foiler) bei Wind ins Gleiten, der fĂŒr einen Wasserstart (noch) nicht ausreichend ist.
Alle vier Testkites sind hervorragende Cruiser. Am meisten SpaĂ macht uns der Evo D/LAB. Neo D/LAB und Juice Classic sind eine gute Wahl fĂŒr schwerere Kiter.
Die beste Sprungperformance liefert der Evo D/LAB. Ebenfalls gut liftet der Neo D/LAB, aufgrund des höheren Grundzugs ist im mittleren Windbereich aber ein höheres Fahrkönnen notwendig. Etwas trÀger liftet der Juice D/LAB, der Juice Classic bietet schwereren Kitern ab dem mittleren Windbereich gute Leistungen.
Leichtwindkites sind keine Big-Air-Kites. Zwar ist der Evo D/LAB speziell fĂŒr die Big-Air-Teamrider entwickelt, allerdings in den GröĂen 8.0 bis 10.0. Die LW-Version in 13.0 liefert erwartungsgemÀà die beste Big-Air Eignung der Duotone Leichtwindkites.
Hier punktet ganz klar der Juice. Einige Teamrider setzen den Juice D/LAB bevorzugt auch im Park ein.
Ganz klar der Neo D/LAB â er ist der Wavekite der Duotone-Range. Allerdings ist die Wave-Eignung in der GröĂe 12.0 begrenzt. Ebenfalls gut in der Welle funktioniert der Evo D/LAB.
Hier liegen die ganz klar die D/LAB Kites vor den Classics. Welcher der D/LAB-Kites, hĂ€ngt vom Gewicht des Riders ab. Der Neo D/LAB ist die beste Wahl fĂŒr schwere Rider, der Juice D/LAB fĂŒr Mittelgewichte und der Evo D/LAB fĂŒr leichtere Kiter. Der Juice Classic besitzt (stĂ€rker in den kleineren GröĂen) ebenfalls eine Foil-Eignung âbesonders fĂŒr den Einstieg, stoĂt aber schneller an seine Grenzen als die D/LAB-Modelle.
Mit allen vier Testkites ist der Einstieg möglich, allerdings macht keiner richtig Sinn. Einem Einsteiger bringt ein teurer D/LAB Kite nicht wirklich Vorteile â fĂŒr den Einstieg bei Leichtwind ist der Juice Classic in 13.0 am besten geeignet. Der 15.0 startet schwieriger aus dem Wasser.
Hoch. Alle vier Testkites bieten ein hohes Potenzial, mit dem Rider lange zu âwachsenâ. Unter unseren vier LWTestkites bieten die D/LAB-Modelle das höhere âMitwachspotenzialâ.
Evo D/LAB vs. Juice D/LAB
Sie sehen sich zum Verwechseln Àhnlich: Der Evo D/LAB 13.0 basiert auf dem Juice D/LAB 13.0 aus 2022
Evo D/LAB vs. Juice D/LAB
Und noch eine Ăberraschung: Der Evo D/LAB 13.0 bietet eine stĂ€rkere Leichtwindperformance als der Juice D/LAB 14.0
Der Neo D/LAB hat ein deutlich kastigeres Tip als der Juice D/LAB
Vier mal Leichtwind â vier mal komplett unterschiedliche Konzepte. Jeder der vier Duotone-Leichtwindkites richtet sich an unterschiedliche Rider und Einsatzbereiche â alle vier Testkites haben unterschiedliche StĂ€rken (und SchwĂ€chen). Den gröĂten Einsatzbereich â und auch der Kite, der uns am meisten SpaĂ gemacht hat â ist der Evo D/LAB 13.0. Er ist am ausgewogendsten im Flugverhalten und spricht die meisten Rider an â ob Twintip-Piloten oder Foiler. FĂŒr Wavekiter (und auch schwerere Kiter) ist der Neo D/LAB eine gute Wahl, wer als erster im Gleiten kommen möchte, sollte den groĂen Juice Classic wĂ€hlen. Die Fragen âGewicht vs. FlĂ€cheâ beantwortet der Juice Classic 15.0 gegen den Juice D/LAB 14.0 fĂŒr sich. Er geht frĂŒher los âund ist um ĂŒber 1.000 Euro gĂŒnstiger. Allerdings wendet sich das Blatt mit stĂ€rker werdendem Wind. Durch seine höhere AgilitĂ€t, leichteres Barfeeling und schnelleres
Neo D/LAB vs. Juice D/LAB
Anspringen auf einfallende Böen macht der Juice in der D/ LAB Version einfach mehr SpaĂ â bei kaum höherem Fahrkönnen â und kann auch deutlich weiter in den oberen Windbereich geflogen werden.
Die Frage, welcher der beste Duotone-Leichtwindkite ist, ist also schwer zu beantworten. Wer bereit ist, ĂŒber 3.000 Euro fĂŒr einen Kite auszugeben, hat mit einem D/LAB Kite deutlich mehr SpaĂ auf dem Wasser â gerade im unteren Windbereich â als mit den Classic-Modellen. Wer fĂŒr (vergleichsweise) wenig(er) Geld als erster (mit einem Twintip) ins Gleiten kommen möchte, sollte den groĂen Juice Classic wĂ€hlen. Im direkten Vergleich zwischen den beiden D/ LAB Modellen Neo 12.0 und Evo 13.0 geht die Wahl eindeutig zum groĂen Evo, er bietet den gröĂeren Einsatzbereich und das ausgewogenere Flugverhalten â besonders im mittleren und oberen Windbereich. Foilern, Wavekitern und schwereren Kitern wird auch der groĂe Neo D/LAB gefallen.
Juice D/LAB
Den Juice bietet Duotone als Classic und in der D/LABVersion, jeweils in den GröĂen 14.0, 15.0 und 17.0. Der Juice
ergÀnzt die Freeride-Kites
Neo, Evo, Dice und Rebel im Leichtwindbereich
gröĂten Einsatzbereich â und auch der Kite, der uns am meisten SpaĂ gemacht hat â ist der Evo D/LAB 13.0. Er spricht die meisten Rider an
Den
Der Evo D/LAB wurde fĂŒr Big Air-WettkĂ€mpfe entwickelt, ist aber auch von Freizeitkitern gut handelbar. Von allen D/LAB Kites bietet er die besten AllroundEigenschaften
Der Teuerste ist nicht (immer) der Beste
Duotone biete seine Freeride-Kites in drei unterschiedlichen Bauweisen: Classic, SLS und D/LAB. Die Unterschiede liegen im Material, aus dem das StrutgerĂŒst gefertigt ist. Beim Classic bestehen die Tubes aus Dacron â so wie bei fast allen anderen Kites auch â bei den SLS aus PentaTX und bei den D/LAB-Modellen aus Aluula â das Flugtuch ist immer gleich (TrinityTX von Teijin). Dacron und PentaTX sind beschichtete Gewebe, Aluula ein Laminat. Aluula ist leichter, reiĂfester und dehnungsĂ€rmer als die beiden Gewebe, PentaTX reiĂfester und dehnungsĂ€rmer als Dacron. AluulaKites sind am teuersten, Dacron-Kites am gĂŒnstigsten. Nicht alle Duotone Freeride-Kites werden in allen drei Varianten angeboten.
Als Classic, SLS und D/LAB sind Neo (Wave) und Evo (Allround) erhÀltlich, der Dice (Freestyle) als Classic und SLS, der Rebel (Hangtime) nur als SLS.
Immens sind die Preisunterschiede. Am gĂŒnstigsten sind die Classic, rund 350 Euro teurer die SLS und nochmals rund 1.000 Euro teurer die D/LAB.
Insgesamt bietet Duotone somit elf unterschiedliche FreerideLinien. Wir sind alle Duotone-Kites in den unterschiedlichen Bauweisen â und auch in unterschiedlichen GröĂen â geflogen und wagen einen Vergleich, welcher Kite in welcher Bauweise fĂŒr wen die beste Wahl ist.
Der Evo SLS ist merklich schwieriger zu fliegen als der Evo Classic, bietet aber auch eine höhere Leistung
Der Neo ist der Wavekite der Duotone-Range. Er richtet sich an Wavekiter â ist gleichzeitig aber auch der beste Duotone-Einsteiger-Kite. In der D/LAB-Version ist der Neo der beste Foilkite der Range.
Als Allrounder bietet der Evo den gröĂten Einsatz- und auch Windbereich aller DuotoneKites. Er kann von allem ein bisschen, ist somit in jeder Disziplin einsetzbar und am wenigsten auf einen Einsatzbereich spezialisiert.
Der Dice spricht vor allem Freestyler an. Er basiert auf der Kappe des Vegas (C-Kite) und besitzt von allen Duotone-Freeridekites die stĂ€rksten C-Kite-Gene. Seine Merkmale sind das direkteste BargefĂŒhl aller Duotone-Freerider sowie die höchste Freestyle- und Kiteloop-Eignung. Im unteren Windbereich fĂŒhlt sich der Dice nicht so wirklich wohl, kann dafĂŒr aber am weitesten in den oberen Windbereich geflogen werden.
Der Rebel ist der einzige Duotone-Freerider mit fĂŒnf Struts. Er richtet sich an Hangtimekiter und besitzt die besten Höhelaufeigenschaften. Als Hangtimekite ist er fĂŒr den mittleren und oberen Windbereich konzipiert. Einige Duotone-Teamrider setzen den Rebel SLS auch im BigAir ein.
Der Neo SLS ist unsere Empfehlung fĂŒr die Welle âaber auch fĂŒrs Cruisen mit dem Twintip
Im unteren Windbereich liegen eindeutig die D/LABKites vorne. Sie sind leichter und gehen frĂŒher los als die Classics und die SLS-Varianten. Je nach Modell entwickeln die D/LAB-Modelle im mittleren und oberen Windbereich eine höhere Leistung â und oft auch einen hohen Grundzug, der leichte und nicht so geĂŒbte Fahrer frĂŒher an die Grenzen bringt als ein Classic oder SLS. SLS und Classic brauchen etwas mehr Wind als die D/LAB, sind aber weiter in den oberen Windbereich zu fliegen. Der Windbereich der SLS ist gröĂer als der der Classics.
Hier kommt es stark auf das Modell an. Am leichtesten sind die Classics zu beherrschen, sie stellen die geringsten Anforderungen an das Fahrkönnen. Die SLS-Kites sind etwas anspruchsvoller im Handling â besonders der Evo SLS â dafĂŒr ist ihre Leistung höher. Je nach Modell stellen die D/LAB-Kites unterschiedliche AnsprĂŒche an das Fahrkönnen. Der Juice D/LAB ist genau so einfach zu fliegen wie der Classic, aufgrund des geringeren Gewichts ist der Wasserstart â besonders in den gröĂeren GröĂen â sogar einfacher. Ebenso ist es beim Evo. Der D/LAB benötigt nur ein minimal höheres Fahrkönnen als der Classic. Der Evo SLS allerdings ist deutlich schwieriger zu fliegen als Evo Classic und Evo D/LAB. Beim Neo ist der SLS am einfachsten zu fliegen â und macht auch am meisten SpaĂ. Der Classic wurde seit drei Generationen nicht weiter entwickelt, der D/LAB bietet Vorteile im Lowend, baut aber schon ab dem mittleren Windbereich einen sehr hohen Grundzug auf, der ungeĂŒbtere und auch leichtere Fahrer:innen ĂŒberfordern kann.
Alle Duotone-Kites besitzen ein sehr direktes Barfeeeling, das des Dice ist das direkteste. Das BargefĂŒhl eines D/ LAB Kites ist direkter als das eines SLS Kites, das eines SLS Kites direkter als das der Classics.
Aufgrund des geringeren Gewichtes starten die D/LAB Kites schneller und leichter aus dem Wasser ihre SLSund Classic-Pendants.
Zum reinen Cruisen sind die Classics mehr als ausreichend, besonders im optimalen Windbereich. Die SLS sind etwas schwieriger zu fliegen â besonders der Evo SLS â unter den D/LAB Kites baut der Neo D/LAB einen höheren Grundzug auf als SLS und Classic, der beim Cruisen nur fĂŒr schwerere Rider von Vorteil ist.
Die höchste Sprungperformance bieten die D/LAB. Gefolgt von SLS, danach die Classics. Allerdings ist besonders bei den SLS-Kites auch ein höheres Fahrkönnen notwendig, um die höhere Leistung auch in Höhe und Hangtime umsetzen zu können.
Der Neo D/LAB ist der beste Duotone-Kite zum Foilen â und auch fĂŒr Leichtwind in der Welle
Hier ist ganz klar der Evo D/LAB das MaĂ der Dinge. Aber auch der Rebel SLS liefert beste Ergebnisse. Noch im letzten Jahr war der Rebel SLS der bevorzugte Big-Air-Kite der Duotone-Teamrider. Das hat sich erst mit der MarkteinfĂŒhrung des Evo D/LAB geĂ€ndert.
Im Freestyle liegen Dice â und im Leichwindbereich der Juice â vorne. Freestyler bevorzugen entweder den Dice SLS oder den Juice D/LAB. Beim Dice ist der ClassicAnteil an den VerkĂ€ufen am geringsten.
Der beste Duotone Kite fĂŒr die Welle ist der Neo â in der SLS-Version. Der Classic bietet ebenfalls gute Leistungen â war bis vor kurzem ja noch das MaĂ der Dinge. Der Neo D/LAB hat im unteren Windbereich Vorteile, macht im optimalen Windbereich aber in der Welle weniger SpaĂ. Er dreht deutlich weiter, fliegt langsamer, bietet einen nicht so smoothen Leistungsaufbau und driftet zudem nicht so gut wie der SLS. Ebenfalls eine gute Wave-Performance bieten Dice und Evo. Der Dice aufgrund seiner direkten Lenkung und engen Turns, der Evo durch seine Gesamtabstimmung als Allrounder. Allerdings ist bei beiden der Drift geringer als beim Neo.
Foilen ist die Paradedisziplin der D/LAB Kites. Besonders gut sind Juice D/LAB und â in den kleineren GröĂen âder Neo D/LAB. Der Neo D/LAB ist der beste DuotoneKite zum Foilen.
FĂŒr den Einstieg weniger geeignet sind die beiden Dice, Evo SLS und Rebel SLS. Alle anderen Duotone-Kites können in der Einsteigerschulung eingesetzt werden. Allerdings machen die Classics hier mehr Sinn als SLS- oder D/LAB Kites. Der beste Duotone Kite fĂŒr den Einstieg ist der Neo Classic. Auch mit einem Neo SLS gelingt der Einstieg super gut, die höhere Leistung des SLS ist beim Neo gut beherrschbar.
Die Classics stellen die geringsten Anforderungen an das Fahrkönnen und sind fĂŒr das Entwicklungspotenzial der meisten Rider mehr als ausreichend. Die SLS-Kites âbesonders der Evo SLS â stellen höhere Anforderungen an das Fahrkönnen, bieten aber auch ein höheres Leistungspotenzial. FĂŒr Ein- und Aufsteiger ist ein Classic dicke ausreichend, einen SLS sollten nur fortgeschrittene Rider wĂ€hlen. Eine Ausnahme macht hier der Neo SLS. Die SLSVariante ist kaum schwieriger zu handhaben als der Classic, bietet aber ein deutlich höheres Leistungspotenzial. Ein D/LAB Kite macht Sinn fĂŒr Rider, die eine höchstmögliche Performance im unteren Windbereich suchen.
Unsere Empfehlung fĂŒr Hangtimekiter âbeste Leistungen besonders im mittleren und oberen Windbereich
Mit elf Freeride-Linien macht Duotone es schwierig mit der Wahl des/der geeigneten Kite(s). Da alle Duotone Kites aber mit der selben Bar geflogen werden können (Trust oder Click), bietet Duotone durch die groĂe Auswahl aber auch wie kein anders Brand die Möglichkeit, die eigene Range mit unterschiedlichen Modellen in unterschiedlichen Bauweisen individuell auf die eigenen BedĂŒrfnisse anzupassen.
GrundsĂ€tzlich gilt, dass die Classics ein super Preis-/LeistungsverhĂ€ltnis bieten, die SLS mehr Leistung â aber auch ein etwas höheres Fahrkönnen fordern und die D/LAB eine unschlagbar gute Leichtwindperformance bereit stellen. FĂŒr Foiler und Leichtwindkiter bietet ein D/LAB Kite die höchsten Vorteile.
Besonders in den kleineren GröĂen sind die Classics fĂŒr die meisten Kiter:innen ausreichend. Wer bereit ist, rund 350 Euro fĂŒr mehr Leistung auszugeben, ist mit der SLSVariante gut beraten. FĂŒr Cruiser und Wavekiter ist unsere Empfehlung der Neo SLS, fĂŒr Freestyler der Dice SLS und fĂŒr (schwerere) Hangtime-orientierte Kiter der Rebel SLS. Overall am besten gefallen haben uns der Neo SLS und der Evo D/LAB. Im Leichtwindbereich liegen die Vorteile ganz klar beim Juice D/LAB â unsere Empfehlung fĂŒr Leichtwind, sofern ihr bereit seid, 3.000 Euro fĂŒr einen Kite auszugeben.
Rebel SLS
EINSATZBEREICH FREERIDE/FREESTYLE/WAVE/FOIL
KONSTRUKTION OPEN C HYBRID | 3 STRUTS | 4 LEINEN
KITEDESIGNER ROB WHITTALL, TORRIN BRIGHT, DOMINIK ZIMMERMANN
WWW.OZONEKITES.DE | WWW.OZONEKITES.COM
VENTIL SCHLAUCHBOOTVENTIL (OEM)
FLUGTUCH TRIPLE-RIPSTOP VON TEIJIN
TRIMM-MĂGLICHKEITEN 3 IN DER WAAGE FĂR FREERIDE, FREESTYLE, WAVE/FOIL
3 IM TIP, UM DREHRADIUS UND BARKRĂFTE ZU VARIIEREN
Von den acht Tubekites, die Ozone im Programm fĂŒhrt, besitzt der Enduro den gröĂten Einsatzbereich. Der Allrounder ist perfekt zum Freeriden, macht in der Welle SpaĂ, eine gute Figur im Freestyle und ist auch mit einem Foilboard kombinierbar. Ăber eine Knotenleiter in der Mitte der Fronttube kann der Enduro zum Freeriden, Freestylen oder fĂŒr den Einsatz in der Welle feingetrimmt werden, ĂŒber eine Knotenleiter in den Pigtails sind BarkrĂ€fte und Drehradius einstellbar. Ausgeliefert wird der Enduro V4 im Freeride-Setting. In der Wave-Einstellung sind die BarkrĂ€fte geringer, im depowerten Zustand ist die Kappe besser zu lenken. Im Freestyle-Setting sind die BarkrĂ€fte höher, ebenso die Eignung fĂŒr unhooked Tricks (stĂ€rkerer Pop und Slack). Ozone unterhĂ€lt eine eigene NĂ€herei in Thailand, gefertigt wird der Enduro V4 aus Teijin-TechnoForce-D3-Spinnakertuch, unverĂ€ndert zum VorgĂ€nger ist das One-Pump-System (Fast Flow One Pump). Die Waage kommt weiterhin ohne Rollen aus, die VerstĂ€rkungen an der Fronttube (Bumper) sind aerodynamisch geformt. Die Hinterkante ist doppellagig â mit einer Dyneema-VerstĂ€rkung, Segellatten (AntiFlap-Soft-Battens) sollen ein Flattern reduzieren und den VerschleiĂ minimieren. Lieferbar ist der Enduro V4 in drei Farbkombinationen (tĂŒrkis, blau, gelb).
Neu am Enduro V4 ist die Konstruktion der Fronttube (Continuous Curved Leading Edge). Alle Segmente der Fronttube sind vorgebogen, um einen harmonischer geformten Bogen von Tip zu Tip zu erreichen. Das Flugtuch ist straffer, die Aerodynamik merklich verbessert. Neue, dĂŒnnere Bridle-Leinen reduzieren den Luftwiderstand zusĂ€tzlich. GegenĂŒber dem VorgĂ€nger (V3) soll der neue V4 eine höhere Leistung und ein direkteres Barfeeling besitzen.
Alle Ozone Tubekites werden mit der Contact Water V5 geflogen. Ausgestattet ist die sehr aufgerĂ€umte Bar mit einem Click-in-Loop, Clamcleat Adjuster und einem Swivel zum Ausdrehen der Frontleinen. Das Auslösesystem ist AFNOR NF S52-503-zertifiziert. WĂ€hlbar sind drei unterschiedliche Loop-GröĂen: klein (Freeride und Wave, eingehakt), mittel (Freeride, lĂ€ngere Arme) und groĂ (Freestyle, Wakestyle). Flugleinen (Bio-based Dyneema): 500 kg, Steuerleinen: 300 kg, farblich markiert und unterschiedlich anzuknĂŒpfen (Kook Proof), der Depowertampen ist PU-ummantelt. Lieferbar in vier Breiten: 38, 45, 50 und 55 cm, Preis: 599 Euro (mit 25 m)
Neu am Enduro V4 ist die Konstruktion der Fronttube (Continuous
sind vorgebogen
Ich fliege den Enduro V4 in 7.0, 9.0 und 12 qm. Mit diesen GröĂen kann ich den Windbereich an meinem Homespot Bodensee und auf Reisen am besten abdecken. Besonders den 9.0 nutze ich auch gerne zum Foilen.
Der Enduro V4 ist einfach im Handling und lÀsst sich auch in unerwarteten Böen gut beherrschen. Die Kappe steht mit einem stetigen aber nicht zu hohem Grundzug stabil am Himmel. Ich schÀtze den Komfort des Enduro V4 sehr.
Im Vergleich zum VorgĂ€nger ist das BargefĂŒhl merklich direkter. Der Druckpunkt ist leicht zu erspĂŒren, auf Lenkbefehle reagiert der Enduro V4 prompt und sehr prĂ€zise. Die nicht so hohen HaltekrĂ€fte sind fĂŒr mich âauch als Freestylerin â perfekt.
Mit dem Enduro V4 fĂ€llt das Höhelaufen leicht. Er geht sehr weit an den Windfensterrand und bleibt dort stabil stehen. Bei schwĂ€cherem Wind muss er ein paar Mal ĂŒber Sinuskurven angekurbelt werden, damit er konstant die Strömung am Windfensterrand hĂ€lt.
Der Enduro V4 zeigt eine gute Sprungperformance. Durch das gut abgestimmte BargefĂŒhl ist Springen zudem sehr einfach. Bei ordentlich Druck kann sich die Hangtime des Enduro V4 sehen lassen. Er zieht konstant und gleichmĂ€Ăig nach oben und lĂ€sst dem Rider ausreichend Zeit fĂŒr die Landung. In der Hangtime getopt wird der Enduro V4 vom Ozone Edge. Wer auf extreme Hangtime oder Old School steht, kann den Edge erwĂ€gen.
In Kiteloops dreht der Enduro V4 schnell â aber nicht zu explosiv â und fĂ€ngt den Rider sachte auf.
Der Relaunch des Enduro V4 ist easy. Etwas an der Steuerleine gezogen und der Kite startet willig aus dem Wasser. Bei sehr wenig Wind (oder beim Snowkiten) funktioniert auch ein RĂŒckwĂ€rtsstart.
FĂŒr einen Allrounder sind die Freestyle-Eigenschaften sehr ansehnlich â besonders der Pop. Der Slack ist ausreichend.
Der Enduro V4 ist ein Allrounder mit vielen Talenten und einem extrem groĂen Einsatzbereich. Freeride, Freestyle, Wave, Foilen â in allen Disziplinen liefert der Enduro V4 eine sehr gute Performance
Auch in der Welle liefert der Enduro V4 eine akzeptable Performance. Als Allrounder reicht er nicht an die Performance des Reo (Wavekite), wer aber nur ab und zu in die Welle geht â so wie ich als Binnenlandkiterin â und sich keinen reinen Wavekite zulegen mag, wird mit den Enduro V4 auch in der Welle viel SpaĂ haben. FĂŒr mein Level reicht der Enduro V4 vollkommen aus, durch das Wave-Setting könnt ihr den Enduro V4 eine deutlich bessere Drift- und Turneigenschaften verpassen.
Durch die komfortablen Fahreigenschaften ist der Enduro V4 eine sehr gute Empfehlung fĂŒr den Einstieg. Zudem bietet der Enduro V4 ein riesiges Potenzial, um schnell und lange mit dem Kite âwachsenâ zu können. Ihr werdet also sehr lange sehr viel SpaĂ mit dem Enduro V4 haben.
Was mich persönlich zudem noch ĂŒberzeugt, sind die Produktionsbedingungen und Sozialstandards, unter denen die Ozone Kites gefertigt werden.
Der Enduro V4 ist ein Allrounder mit vielen Talenten und einem extrem groĂen Einsatzbereich. Am meisten begeistert mich am Enduro V4, dass ich mit diesem Kite alles machen kann. Freeride, Freestyle, Wave, Foilen â in allen Disziplinen liefert der Enduro V4 eine sehr gute Performance. Selbst zum Snowkiten ist der Ozone-Allrounder geeignet â und auch fĂŒr den Einstieg. Der Enduro V4 fliegt sehr komfortabel und verlĂ€sslich, ist trotzdem sportlich, spielerisch und prĂ€zise. Das Trimmsystem auf die unterschiedlichen Flugcharakteristiken ist durchdacht, sehr einfach zu handhaben und gibt euch die Möglichkeit, euren Enduro V4 auf die unterschiedlichen Einsatzbereiche feinzutunen. Was mich persönlich zudem noch ĂŒberzeugt, sind die Produktionsbedingungen und Sozialstandards, unter denen die Ozone Kites â in einer eigenen Fabrik in Thailand â gefertigt werden.
Interview mit CHRISTIAN MEISSNER, einer der beiden Inhaber und GrĂŒnder von MIO BOARDS
ĂŒber Nachhaltigkeit im Surfboardbau und die Geschichte von Mio Boards
Wir haben die Boardbauweise auf den Kopf gestellt. Normalerweise werden weiche Materialien wie EPS mit möglichst viel VerstÀrkungsfasern ummantelt. Wir aber nutzen eine möglichst feste Konstruktion
Rider: Alex Soto
Spot: Cabarete Kitebeach
Christian, wann habt ihr Mio Boards gegrĂŒndet?
2014. Meine Kinder wollten sich ein Longboard kaufen. Aber alles auf dem Markt war fĂŒr Erwachsene. Also beschloss ich, es selbst zu bauen. Eine Werkstatt und das notwendige Knowhow waren ja vorhanden. Auf dieses Board wurde der Soneart Longboard Shop in Frankfurt aufmerksam, fĂŒr den wir dann eine Kleinserie fertigten â ein schöner Weg zur Aufbesserung des Taschengeldes meiner Kids. Mit den damit gesammelten Erfahrungen war der Weg zum ersten eigenen Kiteboard nicht mehr weit.
Wir sind keine Heiligen, versuchen aber allâ das umzusetzen, was möglich ist
Welches war euer erstes Kiteboard?
Ein Wave-Directional, danach ein Foil-Raceboard, mit dem Sebastian bei den Kitesurf Masters in Heiligenhafen Platz drei eingefahren hat.
WofĂŒr steht MIO Boards?
Wir ĂŒberlegten â zusammen mit meinen Kids â wie unser Longboard-Label heiĂen könnte. Wir kommen aus Offenbach, so kamen wir auf MIO â âMade in Offenbachâ. Mittlerweile gibt es viele Interpretationen: âMy Interest Onlyâ, Most important bla bla bla und âMain Ingredients Organicâ, was es inzwischen auch am Besten beschreibt.
Nachhaltigkeit ist ein groĂes Thema. Wie setzt ihr das in euren Produkten um?
Wir benutzen keine giftigen Kerne oder Erdöl basierende Ausgangsstoffe. Wir benutzen Paulownia Holz, Bio-basiertes Epoxydharz und extrem wenig VerstĂ€rkungsfasern. Unser Holz kommt aus Europa und wird in Plantagen angebaut, die hauptsĂ€chlich auf AgrarflĂ€chen entstehen und keine WĂ€lder zerstören. Es ist sehr schnell wachsend und bindet dadurch unfassbar viel Co2, die tief wurzelnden BĂ€ume holen die NĂ€hrstoffe aus den ausgelaugten Böden wieder nach oben. Wir nutzen Ăkostrom, vermeiden MĂŒllproduktion und Arbeitsschutz ist uns sehr wichtig.
Aber machen wir uns nichts vor. Unser Epoxy ist am Ende auch nur Plastik, was (noch) nicht recyclebar ist. Die Industrie ist aber dran. Aber unsere Boards lassen sicht sehr gut reparieren. Das erhöht die Nachhaltigkeit, denn sie sind lange einsetzbar. Wir sind keine Heiligen, versuchen aber all' das umzusetzen, was möglich ist.
AuĂer der Nachhaltigkeit, was ist das Besondere an euren Shapes?
Wir haben die Boardbauweise auf den Kopf gestellt. Normalerweise werden weiche Materialien wie EPS mit möglichst viel VerstĂ€rkungsfasern ummantelt. Wir aber nutzen eine möglichst feste Konstruktion, die mit sehr wenig VerstĂ€rkung auskommen muss. Dadurch sind unsere Konstruktionen stabiler als die der Industrie, aber nicht schwerer. Unsere Kernstruktur wird am Computer erstellt und mit der Finite Elemente Analyse auf Schwachstellen ĂŒberprĂŒft. So können wir Steifigkeit oder Flexverhalten genau steuern. Das Ergebnis ist spĂŒrbar. Alex Soto ist im Foil-Big Air und -Freestyle sehr erfolgreich mit unserem Brett. Er hat schon einige Boards zerstört â aber keins von uns.
Wir benutzen keine giftigen Kerne oder Erdöl-basierende Ausgangsstoffe, sondern Paulownia Holz, Bio-basiertes Epoxydharz und extrem wenig VerstÀrkungsfasern
Der Kontakt mit Alex kam ĂŒber Instagram. Wir wurden uns einig â und schwubs wurde Alex mit unserem Board
Vizeweltmeister
Ihr baut nur Directionals. Warum keine Twintips?
Wir persönlich sind lieber mit Wave- und Foilboards unterwegs. Uns reizen Twintips nicht so sehr, auch gibt es dafĂŒr ja schon recht viele Hersteller.
Neben eurem Boards bietet ihr auch Flysurfer Kites und Zubehör wie Surfpads und Finnen an. Nach welchen Kriterien wÀhlt ihr die Produkte aus?
Wir bieten Produkte an, die wir selbst gerne benutzen. Nachhaltigkeit aber steht an erster Stelle. Da jeder Hersteller meist nur ein paar Produkte hat, die nachhaltig sind, finden wir die Idee ganz gut, viele dieser Produkte auf unserer Seite zu vereinen.
Wie unterscheiden sich eure vier Foilboards?
âThe Deep Blue Seaâ ist ein Freerideboard, auch fĂŒr den Einsteig gut geeignet.
âFritziflitzerâ ein Freeracer (Alex ist damit 2022 Vizeweltmeister in Foilfreestyle geworden), âThe best of 2 Worldsâ vereint Foilen und Freestyle und das âKitefoil Raceâ ein klassisches Foil-Raceboard.
Welche Zielgruppe sprechen eure Surfboards an? Strapless-Kiter, denen Volumen nicht so wichtig ist. Unsere Bretter sind nur 2,6 â3cm dick, sonst wĂ€ren sie zu schwer. Durch die sehr dĂŒnne Bauweise fahren die Boards sehr gut auf der Kante, was besonders Twintip-Umsteigern sehr gut gefĂ€llt.
Wer hat eure Shapes entwickelt?
Wir selber, Sebastian und ich.
Wie ist es zu der Zusammenarbeit mit Alex Soto, dem amtierenden Vizeweltmeister im Hydrofoil-Freestyle gekommen?
Der Kontakt kam tatsĂ€chlich ĂŒber Instagram. Wir suchten gerade einen Foil-Freestyler. Wir wurden uns einig â und schwubs wurde Alex mit unserem Board Vizeweltmeister.
Alex war in die Entwicklung seines Promodels "Alex Soto Edition" involviert, auch in die der anderen Boards?
Nein. Unsere Zusammenarbeit besteht erst dem letzten Herbst.
Christian Meissner, Mio Boards
Mit welchen FlĂŒgeln sind eure Foilboards kombinierbar?
Wir haben die Trackschienen so platziert, dass die meisten FlĂŒgel der groĂen Hersteller möglich sind.
Alle eure Boards sind âEcoboard Goldlevel" zertifiziert ĂŒber âSustainable Surf". Was bedeutet das?
âSustainable Surfâ ist eine Nonprofit-Organisation, die sich zur Aufgabe gemacht hat, den Klimawandel zu bekĂ€mpfen. Sie haben verschiedene Projekte ins Leben gerufen wie zum Beispiel âSea Treesâ, das den Anbau oder die Erhaltung von Seetang und Mangroven fördert. Diese binden unglaubliche Mengen an Co2 und mĂŒssen geschĂŒtzt werden, immerhin kommt 80 % unseres Sauerstoffes aus dem Meer. Dann gibt es noch âOcean Positiveâ und das âEco Board Projektâ. Das Eco Board Projekt wurde ins Leben gerufen, um nachhaltige Rohstoffe fĂŒr den Boardbau und einen nachhaltigen Surfboardbau zu fördern. Zertifiziert werden âLevel Oneâ und âGold Levelâ. FĂŒr Level One brauchen nur zu einem gewissen Teil zertifizierte Produkte verwenden werden. Das Gold Level zu erreichen, ist deutlich schwieriger â hier muss man eigent-
lich alles richtig machen. Von den richtigen Materialien, MĂŒlltrennung, Entsorgung und Ăkostrom. Bei uns hat der Weg dorthin fast zwei Jahre gedauert.
Arbeitet ihr auch mit anderen NachhaltigkeitsOrganisatoren zusammen?
Ja, âGoodkarma Projectsâ aus Spanien. Sie besuchen Schulen, um Kids ein Umweltbewusstsein zu lehren, organisieren Beach Clean Ups und sammeln Microplastic im Meer. Und âWave Changerâ aus Australien â auch sehr spannend â breit aufgestellt und Surf-orientiert, um den Impact der Surfer zu reduzieren.
Welche PlĂ€ne habt ihr fĂŒr die Saison 2023?
Sebastian wird das ein oder andere Race mitfahren. wir wollen die Produktion weiter verbessern, mehr Testevents organisieren und weitere Shops als Partner finden.
Unser Holz kommt aus Europa und wird in Plantagen angebaut, die hauptsÀchlich auf AgrarflÀchen entstehen und keine WÀlder zerstören
GKA Kite World Tour 2023
FREESTYLE
31.01. â 04.02.2023
01.03. â 05.03.2023
16.08. â 20.08.2023
01.11. â 05.11.2023
05.12. â 09.12.2023
WAVE
Die GKA World Tour kĂŒrt die Weltmeister und Weltmeisterinnen in den Disziplinen Wave, Freestyle, Big Air und Hydrofoil Freestyle. Geplant fĂŒr die Tour 2023 sind insgesamt 15 Events. Die Tour startete mit zwei Freestyle-Events (Katar und Kolumbien), der Auftakt-Event im Wave fand in Ponta Preta (Sal, Kapverden) und der erste Big Air World Cup der Saison 2023 in BarcarĂšs/Frankreich statt.
Wave World Cup Sal/Kapverden
Lords of Tram | Big Air World Cup BarcarĂšs/Frankreich
17.03. â 27.03.2023
01.08. â 09.08.2023
22.08. â 27.08.2023
26.09. â 01.10.2023
08.11. â 12.11.2023
BIG AIR
01.04. â 30.04.2023
26.05. â 16.06.2023
Hydrofoil Freestyle
08.11. â 12.11.2023
Fuwairit/Katar
Salinas del Rey/Kolumbien
Dunkerque/Frankreich
Taiba/Brasilien
Fuwairit/Katar
Sal/Kapverden
Rio de Janeiro/Brasilien
Sylt/Deutschland
Dakhla/Marokko
Taiba/Brasilien
Barcares/Frankreich
Tarifa/Spanien
Taiba/Brasilien
JUGEND-WELTMEISTERSCHAFTEN
20.06. â 25.06.2023
Freestyle
20.06. â 25.06.2023
Hydrofoil Freestyle
Tarifa/Spanien
Tarifa/Spanien
Hohe Local-Dichte Auf Sal leben und trainieren einige der aktuell besten Wavekiter â Matchu Lopes, Airton Cozzolino, Mitu Monteiro und Hendrick Lopes, um nur einige zu nennen. Entsprechend hoch war die Local-Dichte und entsprechend gut auch die Stimmung wĂ€hrend des Events
Foto: Lukas K. Stiller
GKA KITE WORLD TOUR 2023 WAVE, 1. TOURSTOPP 17. â 27. MĂRZ 2023 | SAL/KAPVERDEN
Der erste Tourstopp der GKA Wave Tour 2023 fand im MĂ€rz am legendĂ€ren Spot Ponta Preta auf der kapverdischen Insel Sal statt. 45 Rider â 28 MĂ€nner und 17 Frauen â umfasste das Starterfeld, gewertet wurde ausschlieĂlich Waveriding, kein Strapless Freestyle.
Bei den MĂ€nnern war der Höhepunkt des Eröffnungstages sicherlich das mit Spannung erwartete Duell der beiden Weltmeister, Locals, Teamkollegen und Freunde Matchu Lopes und Airton Cozzolino im letzten Heat des Tages â den Lopes fĂŒr sich entschied
Im Finale setzt sich Lopes gegen seinen Mentor Monteiro durch. Somit stehen auf dem Podium des Tourstopps auf den Kapverden drei Kapverde-Locals â ein wirklich emotionaler Moment â besonders fĂŒr Matchu Lopes, der zum ersten Mal einen World Cup auf seiner Heimatinsel gewinnt
Das Starterfeld war hochkarĂ€tig besetzt. Im Feld auch die beiden amtierenden Weltmeister â James Carew aus Australien und die 16-jĂ€hrige Französin Capucine Delannoy. Carew war bereits mehrere Wochen vor Begin des Events angereist um zu trainieren. Dies zeigt, wie entschlossen der Australier ist, seinen Weltmeistertitel (zum dritten Mal) zu verteidigen. Es sollte spannend werden, denn gleich wĂ€hrend des Auftakt-Tourstopps auf Sal trifft Carew auf seine stĂ€rksten Konkurrenten âalle mit Heimvorteil. Denn auf Sal leben und trainieren einige der aktuell besten Wavekiter â Matchu Lopes, Airton Cozzolino, Mitu Monteiro und Hendrick Lopes, um nur einige zu nennen. Entsprechend hoch war die Local-Dichte und entsprechend gut auch die Stimmung wĂ€hrend des Events und unter den Teilnehmern. Gemeldet hatte zudem der Italiener Lorenzo Casati (17), der amtierende âKing of the Air", der es bis ins Viertelfinale schaffte.
Wieder dabei auf Sal war die Ausnahme-Wavekiterin und Gewinnerin des Tourstopps Punta Preta 2019 â die Hawaiianerin Moona Whyte. Gleich in ihrem Eröffnungs-Heat holte sie eine 8.0 und erreichte spĂ€ter mit einer 9.28 zudem auch den höchsten Score des Tages.
Bei den MĂ€nnern war der Höhepunkt des Eröffnungstages sicherlich das mit Spannung erwartete Duell der beiden mehrfachen Weltmeister, Locals, Teamkollegen und Freunde Matchu Lopes und Airton Cozzolino im letzten Heat des Tages â in perfekten Bedingungen (15 bis 18 Knoten und 6 FuĂ Wellen) und wĂ€hrend der untergehenden Sonne, den Lopes fĂŒr sich entschied (13.13 zu 11.80).
In ihrem Heat traf die Titelverteidigerin Delannoy auf die kapverdische Lokalfavoritin Julia Borghi Silva. Die 14-JĂ€hrige ist die Tochter der Lokallegende und Event-Organisator Joe Silva. Aber trotz der starken emotionalen UnterstĂŒtzung ihres Vaters vom Strand aus reichte es nicht fĂŒr den Sieg der Tochter âDelannoy war einfach zu stark. GroĂe Erwartungen wurden auch an Kesiane Rodrigues gestellt. Die Brasilianerin gewann den Abschuss-Event 2022 im heimischen Taiba.
Quasi aus dem âRuhestand" stieĂ Wavekite-Legende Mitu Monteiro ins Starterfeld. Denn natĂŒrlich lieĂ es sich der mittlerweile 40-jĂ€hrige nicht nehmen, an seinem Homespot gegen die Weltelite anzutreten. Keiner kennt Ponta Preta so gut wie er. Mit einer 7.67 holte er â im Contest der MĂ€nner âauch gleich den höchsten Score des Tages. Ebenfalls einen guten Einstieg hatte Hendrick Lopes, einer der hoffnungsvollsten jungen Kap Verde-Local und Neffe von Airton Cozzolino.
Die gröĂte Ăberraschung an Tag zwei war sicherlich das Ausscheiden des amtierenden Weltmeisters James Carew. Der Australier, der auf einen dritten Titel in Folge gehofft hatte, verlor den letzten Heat des Tages hauchdĂŒnn gegen die kapverdische Legende Airton Cozzolino. Der Sieg von Cozzolino
Rider: Kesiane Rodrigues
Foto: Lukas K. Stiller
löste wilden Jubel bei den Zuschauern am Strand aus. Beide Rider, die zusammen im Duotone-Team starten und auch zusammen trainieren, umarmten sich, als sie an Land kamen. Es war ein Zeichen ihres gegenseitigen Respekts nach einem wahrhaft spektakulĂ€ren und mega-engen 18-minĂŒtigen Heats in Ponta Preta. Denn am Ende trennten die beiden nur 0,13 Punkte, die Cozzolino den Einzug ins Viertelfinale sicherten. Zuvor am Tag hatte Cozzolino knapp gegen den Franzosen Clement Roseyro gewonnen. âDas war mit Sicherheit der best Lauf meines Lebensâ, sagte Roseyro. âGegen Airton Cozzolino hĂ€tte ich es fast geschafft.â Cozzolino wusste, dass er einen harten Kampf ĂŒberstanden hatte. âJeder will es wissen, wenn er gegen mich antrittâ, sagte er. "Sie wollen mich schlagen, das motiviert sie ungemein.â
Hendrick Lopes hingegen hatte nicht soviel GlĂŒck wie sein Onkel. Er verlor seinen Heat gegen den Brasilianer Pedro Matos. Beide Rider zeigten gute Leistungen. Matosâ Punktzahl von 9,27 fĂŒr eine Welle, eine der höchsten des Tages, reichte aus, um ihm den entscheidenden Vorteil zu verschaffen. Lopes, der vor seinen Fans und seiner Familie kĂ€mpfte, war den TrĂ€nen nahe. Matchu Lopes, ebenfalls auf Sal geboren und aufgewachsen, musste ebenfalls alle Register ziehen, um Charly Martin, den jungen Reunion-Insulaner, zu schlagen. Eine atemberaubende 9,0-Welle von Lopes reichte aus, um Martins TrĂ€ume zu beenden.
Vor einheimischen Fans, die sich am Strand drĂ€ngten, startete die Lokal-Legende Mitu Monteiro seinen Heat â gegen seinen Landsmann Titik Lopes. Mit zwei Wertungswellen erreichte der Altmeister 18.04 Punkte und sicherte sich den Sieg. âEs war so schön, mit Titik Lopes da drauĂen zu seinâ, sagte Monteiro. âIch hatte einfach so viel SpaĂ. Er ist so ein guter Freund von mir. Alle hier unterstĂŒtzen mich. Es ist ein bisschen Druck, aber ich gebe einfach mein Bestes.â
Der Brasilianer Sebastian Ribeiro setzte sich in seinem Heat gegen Yaris Dellomo aus Italien durch. Zwei Wellenscores brachten ihm 16.80 Punkte.
Dies ist das beste Podium, das wir seit langer Zeit hatten. Ich teile es mir mit Mitu und Matchu. Davon haben wir getrÀumt, seit wir Kinder waren. Airton Cozzolino
In die Runde der letzten Acht schafften es die beiden Brasilianer Sebastian Ribeiro und Pedro Matos, Nicola Abadjiew (BUL), Matthew Maxwell (RSA), Reece Myerscough (CAN) und die drei Kapverde-Locals Mitu Monteiro, Matchu Lopes und Airton Cozzolino.
In den Viertelfinalpaarungen der MĂ€nner gewinnt Airton Cozzolino gegen Reece Myerscough, Mitu Monteiro gegen Sebastian Ribeiro, Matchu Lopes gegen Matthew Maxwell und Pedro Matos wirft Nicola Abadjiev aus dem Wettbewerb.
In den Halbfinals siegen Lopes gegen Matos und Monteiro gegen Cozzolino.
Im kleinen Finale besiegt Cozzolino den Brasilianer Matos und sichert sich den dritten Podiumsplatz. Im Finale setzt sich Lopes gegen seinen Mentor Monteiro durch. Somit stehen auf dem Podium des Tourstopps auf den Kapverden drei Kapverde-Locals â ein wirklich emotionaler Moment â besonders fĂŒr Matchu Lopes, der zum ersten Mal einen World Cup auf seiner Heimatinsel gewinnt, und in der Mitte seiner Freunde, mit denen er aufgewachsen ist und trainiert hat â ganz oben auf dem Treppchen steht.
"Ich habe keine Worte dafĂŒr", sagte Lopes. âHier zu gewinnen ist fĂŒr mich der beste Ort, an dem ich hĂ€tte gewinnen können, vor meinen Freunden und meiner ganzen Familie. Grandios zudem, mit Mitu in einem Heat zu sein, den ich seit meiner Kindheit bewundere. Mein Traum war es immer, wie er zu sein â um die Welt zu reisen und Weltmeister zu sein. Es ist einfach unbezahlbar"
"Dies ist das beste Podium, das wir seit langer Zeit hatten", sagte Cozzolino. "Ich teile es mir mit Mitu und Matchu. Davon haben wir getrĂ€umt, seit wir Kinder waren. Jetzt ist es ein wahr gewordener Traum. die Saison hat gerade erst begonnen. Ich werde mein Bestes geben, um die Nase vorn zu haben." Ăhnlich begeistert war auch Monteiro. "Es ist so schön, es hier auf den Kapverden zu Hause zu sein â und mit meinen Freunden auf dem Podium zu stehen. Es ist wirklich sehr, sehr schön. Ich bin super gestoked. "
Bei den Frauen erreichen Kesiane Rodrigues, Bruna Kajiya, Moona Whyte und Capucine Delannoy die Runde der letzten Vier. Das kleine Finale entschied Kesiane Rodrigues gegen ihre LandsmĂ€nnin und dreifache Freestyle-Weltmeisterin Bruna Kajiya fĂŒr sich, im Finale siegt Moona Whyte gegen die Titelverteidigerin Capucine Delannoy.
Die Hawaiianerin holte sich â wie 2019 â den Toursieg in Ponta Preta. "Es ist erstaunlich", sagte Whyte, "es ist verrĂŒckt. Es fĂŒhlt sich an wie gestern, dass ich hier zuvor gewonnen habe. Das Finale war hart. Es kamen nicht viele Wellen durch. Ich weiĂ nicht einmal, ob wir groĂe Sets hatten. Auf jeden Fall hart. Der Wind war ein bisschen leicht, aber ich habe es geschafft.â Trotz des verlorenen Finales war Delannoy alles andere als enttĂ€uscht, denn sie hat gegen keine Geringere als ihr Kindheitsidol verloren.
"Es fĂŒhlt sich wirklich gut an", sagte Delannoy. âEs war ein guter Wettbewerb. Das Finale war hart, die Bedingungen nicht die besten. Aber Moona hat diesen Sieg verdient. Ich bin so stolz. Als ich mit dem Kiten anfing, stand Moona schon an der Weltspitze. Und jetzt bin ich mit ihr im Finale. Ich bin wirklich sehr stolz und glĂŒcklich, hier zu sein. "
1. MATCHU LOPES (ESP)
2. MITU MONTEIRO (CPV)
3. AIRTON COZZOLINO (ITA)
4. PEDRO MATOS (BRA)
FRAUEN
1. MOONA WHYTE (USA)
2. CAPUCINE DELANNOY (FRA)
3. KESIANE RODRIGUES (BRA)
4. BRUNA KAJIYA (BRA)
TOURKALENDER
GKA KITESURF WORLD TOUR 2023
17.03. â 27.03.2023
SAL/KAPVERDEN
01.08. â 09.08.2023
RIO DE JANEIRO/BRASILIEN
22.08. â 27.08.2023
SYLT/DEUTSCHLAND
26.09. â 01.10.2023
DAKHLA/MAROKKO
08.11. â 12.11.2023
TAIBA/BRASILIEN
Rider: Mitu Monteiro, Capucine Delannoy, Moona Whyte, Matchu Lopes, Airton
Cozzolino, Bruna Kajiya, Pedro Matos
Foto: Lukas K. Stiller
FĂŒr Big-Air Events wird eine âHalteperiode" von mehren Wochen festgelegt. Gestartet wird der Event an den Tagen mit den besten Windbedingungen. Die Halteperiode fĂŒr BarcarĂšs war der komplette April, der Event fand gleich wĂ€hrend der ersten Woche statt
Mikaili Sol
meines Heats herrschte definitiv der stÀrkste Wind des Tages. Ich wollte unbedingt einen 5.0-Kite, aber ich habe keinenRider: Mikaili Sol Foto: Samuel Cardenas
Der mÀchtige Tramontana-Wind heult und lÀdt die besten Big-Air-Kiter zu einem epischen Showdown ein. Es ist das erste Mal, dass die GKA World Tour im französischen BarcarÚs gastiert, gleichzeitig ist der Event auch der erste GKA Big-Air-Tourstopp der Saison 2023. Ein weiterer wird Ende Mai/Anfang Juni in Tarifa folgen.
FĂŒr Big-Air Events wird eine âHalteperiode" von mehren Wochen festgelegt. Gestartet wird der Event an den Tagen mit den besten Windbedingungen. Die Halteperiode fĂŒr BarcarĂšs war der komplette April, der Event fand gleich wĂ€hrend der ersten Woche statt. Angereist waren 35 Rider, 23 MĂ€nner und 12 Frauen.
Der Lords of Tram hat bereits Tradition, in diesem Jahr fand er zum fĂŒnften Mal statt â zum ersten Mal allerdings als World Cup im Rahmen der GKA- Tour. Gewertet wurde zu 100% Twin-Tip-Big-Air.
Den Start machten die VorlĂ€ufen der Frauen. Es geht um den Einzug ins Halbfinale. Zwei Fahrerinnen dominierten die VorlĂ€ufe â die amtierende Big-Air-Weltmeisterin und Serien-Weltmeisterin im Freestyle Mikaili Sol und die Französin Angely Bouillot, die einzige Frau, die je beim legendĂ€ren Big-Air-Contest âKing of the Air" gestartet ist. WĂ€hrend der VorlĂ€ufe herrschen 20 bis 25 Knoten, die Frauen starteten mit 7.0 und 8.0 Kites. Der Höhepunkt des Tages war der Heat, in dem Mikaili Sol, Angely Bouillot und Lana Hermann (SLO) aufeinander trafen. Sol eröffnete mit einer Kiteloop-Backroll, die ihr 8,03 einbrachte, gewann de Heat und sicherte sich dadurch direkt ihren Platz im Halbfinale. Doch auch Angely Bouillot schaffte den Sprung in die nĂ€chste Runde. Der Wind war wĂ€hrend des Tages mittlerweile auf fast 50 Knoten angestiegen. Einer ihrer Monster-Kite-Loop-Board-Offs brachte ihr eine 9,0 ein, die höchste Trickpunktzahl eines Tages. Die Schwedin Nathalie Lambrecht und Neuzugang Francesca Maini (GBR) erreichten
ebenfalls das Halbfinale. Maini hatte etwas GlĂŒck in ihrem Heat gegen die auf Hawaii lebende Karlie Thoma, die wegen unerlaubter Hilfe disqualifiziert wurde.
âWĂ€hrend meines Heats herrschte definitiv der stĂ€rkste Wind des Tages. Ich wollte unbedingt einen 5.0-Kite, aber ich habe keinen.â kommentierte Mikaili Sol die Bedingungen. Bouillot schien aufgrund ihrer Niederlage gegen Sol im ersten Heat nicht besonders beeindruckt und steigerte sich im Laufe des Tages von Heat zu Heat. Gegen die US-Amerikanerin Jasmine Cho gelang ihr eine 22.0, gegen Zara Hoogenraad in einem wirklich engen Heat eine 21.26. âDieser Heat war wirklich toll, ich bin sehr zufriedenâ, sagte Bouillot nach ihrem Sieg. âDie Bedingungen sind gut, wir haben starken Wind. Ich bin auf jeden Fall froh, wieder in Leucate zu sein.â
Nathalie Lambrecht zog gegen Johanna Disdier (FRA) ebenfalls ins Halbfinale ein, mit einer Kite-Loop-Frontroll holte sie mit 8,37 die höchste Wertung des Tages. âDieser âBoogieLoopâ hat mich heiĂ gemachtâ, sagte Lambrecht nach ihrem Heat. âSonst hĂ€tte ich Probleme gehabt. Ich war mit meinem Siebener etwas ĂŒberfordert. Doch letztendlich hat es mir den Sieg gebracht.â
De Erste Heat des Halbfinales â Bouillot gegen Lambrecht âmussten nach wenigen Minuten abgebrochen werden. Der Wind erreichte 50 Knoten, die Rennleitung entschied auf Abbruch fĂŒr den Rest des Tages.
Der Folgetag begann mit den VorlĂ€ufen der MĂ€nner. Gegen 12.00 Uhr gab es eine Unterbrechung, da sich SanitĂ€ter um Clement Huot (FRA) kĂŒmmern mussten, der sich in seinem Heat gegen Jason van der Spuy (RSA) und Arthur Guillebert (FRA) verletzt hatte. Edgar Ulrich (FRA) wirft den frĂŒheren âKing of the Airâ-Gewinner Marc Jacobs (NZL) aus dem Wettbewerb, Liam Whaley (ESP) Jason van der Spuy (RSA) â Whaley startete mit einem 6.0-Kite â und Lorenzo Casati (ESP) gewinnt gegen Altmeister Aaron Hadlow (GBR), ebenfalls
Im Finale der Frauen besiegte die Weltmeisterin Mikaili Sol (USA) die Französin
Angely Bouillot â und Liam Whaley (ESP)
Andrea Principi (ITA) bei den MĂ€nnern
CORE kann auch Aluula. Teamriderin Angely Bouillot startete wĂ€hrend des âLords of Tramâ mit der Pro-Version des XR8
Rider: Angely Bouillot
Foto: Samuel Cardenas
KOTA-Gewinner. FĂŒr eine Ăberraschung sorgte JosuĂ© San (BRA), er schickte Cohan van Dijk (NED) nach Hause. Big-AirWeltmeister Andrea Principi (ITA) besiegte Julian Huynh (FRA) mit einem Wahnsinns-Contra-Loop-Backroll-Board-Off, bei dem er ĂŒber 17 Meter hoch und 18,1 Sekunden in der Luft war und 235 Meter Distanz zurĂŒcklegte.
Kurz vor 17.00 Uhr wurde die Halbfinale der Frauen gestartet.
Angely Bouillot (FRA) dominierte gegen Nathalie Lambrecht (SWE) und Mikaili Sol (USA) gegen Francesca Maini (GBR). Sol und Bouillot zogen ins Finale ein.
Ab 17.10 das erste Halbfinale der MĂ€nner: Liam Whaley (ESP) gewinnt gegen Jamie Overbeek (NED) â mit 24,40 Punkten. Andrea Principi (ITA) schlĂ€gt Lorenzo Casati (ESP) mit einem entscheidenden massiven Contra-Loop-Backroll-Board-Off (7.60 Punkte).
Im Mini-Finale der Frauen gewinnt Nathalie Lambrecht (SWE) gegen Francesca Maini (GBR) und belegt Platz 3, im anschlieĂenden Mini-Finale der Herren sicherte sich Jamie Overbeek
(NED) gegen Lorenzo Casati (ITA) den dritten Podiumsplatz. Casati hatte Pech, er verlor seine Kite und musste vom Jetski eingesammelt werden.
In den abschlieĂenden Finals besiegte die Weltmeisterin Mikaili Sol (USA) die Französin Angely Bouillot â und Liam Whaley (ESP) Andrea Principi (ITA).
ERGEBNISSE
MĂNNER
1. LIAM WHALEY (ESP)
2. ANDREA PRINCIPI (ITA)
3. JAMIE OVERBEEK (NED)
4. LORENZO CASATI (ITA)
FRAUEN
1. MIKAILI SOL (USA)
2. ANGELY BOUILLOT (FRA)
3. NATHALIE LAMBRECHT (SWE)
4. FRANCESCA MAINI (GBR)
TOURKALENDER
GKA BIG AIR WORLD TOUR 2023
01.04. â 30.04.2023
BARCARĂS/FRANKREICH
26.05. â 16.06.2023
TARIFA/SPANIEN
La Boca_ geeignet fĂŒr Kiter, die sicher Höhe halten können und auf engem Raum zusammen mit anderen Kitern zurechtkommen
Cabarete an der NordkĂŒste der Dominikanischen Republik ist einer der ersten Hotspots des Kitesports. In den Nullerjahren war der karibische Badeort â neben Tarifa â die Kitehochburg schlechthin. Kitepros wie Susi Mai begannen hier ihre Karriere, das Local-Brand EHKites war hier beheimatet und auch Best Kiteboarding nahm in Cabarete seinen Ursprung. Heute hat CrazyFly hier sein Entwicklungszentrum, mehrere Wordcupper der GKA-Tour leben und trainieren hier. Cabarete bietet mehrere unterschiedliche Spots mit unterschiedlichen Bedingungenâ von anspruchvoller Welle bis Flachwasser, alles ist vorhanden. Speziell in den Wintermonaten ist kaum ein Tag wie der andere, was Kiten hier besonders interessant macht. Ihr könnt direkt am Spot wohnen, Restaurants, Shops und das Nachtleben sind fuĂlĂ€ufig erreichbar. Hervorzuheben ist zudem das sehr angenehme Klima, die schöne, tropische, grĂŒne Vegetation, sehr nette Menschen â und gutes Essen. Der Hamburger Matthias Larsen war im Dezember 2022 fĂŒr vier Wochen in Cabarete und â zusammen mit seinem Teamkollegen und Freund Chris Bösch im Februar und MĂ€rz diesen Jahres. Beide haben fĂŒr euch einen Spotbericht verfasst und geben Tipps, was euch in Cabarete erwartet â und worauf ihr achten solltet.
Kitebeach_ Glattwasser bis Kabel, Welle am Riff. Auf dem Wasser kann es recht voll werden. Um entspannter zu kiten, solltet ihr etwas weiter leewÀrts gehen
Was ist das Besondere an Cabarete fĂŒr euch?
Die unterschiedlichen Kitespots und die abwechslungsreichen Wassersportbedingungen. Speziell in den Wintermonaten ist kaum ein Tag wie der andere, was Kiten hier besonders interessant macht. Leichtwind, Starkwind, groĂe Wellen oder Glattwasser â es ist alles dabei. Dazu das sehr angenehme Klima und die Möglichkeit, direkt am Spot zu wohnen.
Welche Spots gibt es in Cabarete?
Der Hauptspot ist die Cabarete Bay vor dem Zentrum Cabaretes â mit acht Wassersportstationen. Ein super Glattwasserspot ist La Boca, eine FlussmĂŒndung ca. sechs Kilometer upwind von Cabarete Zentrum, zwei Kilometer downwind der Cabarete Bay befindet sich der weltbekannte Kitebeach â mit 6 Kiteschulen. Und 3,5 Kilometer weiter downwind Encuentro Beach, der beste Wavespot.
Wie sind die Bedingungen an den einzelnen Spots?
Cabarete Bay_ auflandiger Wind, je mehr downwind, desto gröĂer der Shorebreak und mehr Kabelwasser.
Kitebeach: Glattwasser bis Kabelwasser, Welle am Riff
La Boca: super Glattwasser, kleiner Stehbereich
Encuentro Beach: gute Welle
Als Hydrofoiler, wo gehe ich am besten raus?
Am Vormittag am Kitebeach, zu der Zeit ist der Wind schwĂ€cher und es sind auch noch nicht so viele Kiter auf dem Wasser. Speziell im oberen Bereich des Kitebeaches bleibt das Wasser infolge des Fels-Points glatt. Das Ă€ussere Riff liegt ca. 200 Meter vom Strand entfernt. Die Wellen dort sind sehr geordnet, perfekt fĂŒr den Einstieg ins Wave-Foilen. Doch Vorsicht, bei Niedrigwasser ist das Wasser am Riff recht seicht. Gut âvielleicht sogar besser â ist auch die Cabarete Bay. Auf dem Wasser ist deutlich mehr Platz und das Wasser am Ă€uĂeren Riff ist â mit wenigen Ausnahmen â auch bei Niedrigwasser fĂŒrs Foil tief genug. Unser Lieblings-Foilbereich ist die Cabarete am oberen Point, hinter der Station CaribWind. Dort sind kaum Wassersportler auf dem Wasser und das Wasser ist am glattesten in der ganzen Bucht. Allerdings ist hier ein höheres Fahrkönnen gefragt, ihr solltet auf die Riffe acht geben und euch den Wingern und Windsurfern gegenĂŒber, die sich in Lee dort austoben, rĂŒcksichtsvoll verhalten und könnt aufgrund der Windabdeckung auch nicht bis an den Stand kiten. Bei Swell ist es in der Cabarete Bay aufgrund des höheren Shorebreaks anspruchsvoller als am Kitebeach. Sehr genial ist La Boca, dort ist allerdings wenig Platz â mit sechs Kitern auf dem Wasser ist die Lagune voll.
FĂŒr welches Level ist welcher Spot geeignet?
La Boca_ geeignet fĂŒr Kiter, die sicher Höhe halten können und auf engem Raum zusammen mit anderen Kitern zurechtkommen. Dort trainieren gerne die Profis, auch wird dort unterrichtet.
Cabarete Bay_ geeignet fĂŒr jedes Level. Bei Swell kann es recht anspruchsvoll werden.
Kitebeach_ auch hier fĂŒr jedes Level, auf dem Wasser kann es recht voll werden. Um entspannter zu kiten, solltet ihr etwas weiter leewĂ€rts gehen.
weiter downwind der Wavespot
Cabarete Bay_ Geeignet fĂŒr jedes Level. Auflandiger Wind. Je mehr downwind, desto gröĂer der Shorebreak. Bei Swell kann es recht anspruchsvoll werden
Das Ă€ussere Riff liegt ca. 200 Meter vom Strand entfernt. Die Wellen dort sind sehr geordnet, perfekt fĂŒr den Einstieg ins Wave-Foilen
Encuentro Beach_ Spot fĂŒr Kiter mit Wellenerfahrung. Bei Swell sind die Wellen groĂ â und den Profis vorenthalten. An diesem Spot wird auch der âMaster of the Oceanâ ausgetragen.
An welchem Spot sind Einsteiger am besten aufgehoben?
Eigentlich am Kitebeach â allerdings ist es dort auf dem Wasser und auch am Strand oft recht voll. Gut ist auch die Cabarete Bay zwischen AGK-Schule und dem Hotel Villa Taina â allerdings kann der Shorebreak hier recht hoch sein.
Wenn ich das erste Mal nach Cabarete komme, was sollte ich unbedingt beachten?
Der StraĂenverkehr kann recht laut sein. Falls ihr lĂ€rmempfindlich seid, solltet ihr eine Unterkunft etwas entfernt von der HauptstraĂe buchen. In den Wintermonaten regnet es öfters, dann hat es auch vermehrt MĂŒcken, die allerdings nicht sonder-
lich aggressiv sind. Dennoch MĂŒckenspray oder Salbe einpacken â und ein Zimmer im Obergeschoss buchen. Recht teuer ist Kosmetik, LĂ€den, in den ihr alles bekommt, gibt es in SosĂșa, KrankenhĂ€user in SosĂșa und Puerto Plata. Chris hatte sich beim Kiten am Kopf verletzt, der Schnitt an der Stirn wurde im Krankenhaus von SosĂșa mit sechs Stichen professionell genĂ€ht.
Wie hat sich die Wingfoilszene in Cabarete entwickelt?
In den letzten zwei Jahren hat Wingfoilen das Windsurfen âbesonders in den Schwachwindmonaten â deutlich ĂŒberflĂŒgelt. Im Luv, also im oberen Teil der Cabarete Bay, wo es weniger kabbelig ist und auch am Riff in den Wellen tummeln sich viele Wingfoiler.
Welches ist die beste Windzeit in Cabarete?
Die Locals sagen, es hat 300 Tage Wind im Jahr. Gerade als Hydrofoiler kommt ihr sehr viel aufs Wasser. Die Hauptwindzeit ist Februar bis August, der beste Monat im Winter ist der Februar. Juni, Juli und August sind die windigsten Monate, dann habt ihr bereits am Vormittag starken Wind, also kleine Kites einpacken. September und Oktober ist Hurrikan-Zeit, StĂŒrme kommen allerdings selten vor. November, Dezember und Januar sind eher schwĂ€chere Wind-Monate, dann hat es die gröĂten Wellen.
Die Windrichtung ist side von rechts bis beinahe 90 Grad auflandig, in der Regel jedoch sideonshore von rechts. Bei auflandigem Wind treibt Seegras im Wasser. Der Sand wandert von der Cabarete Bay zum Kitebeach und zurĂŒck. Im Winter ist der Strand am Kitebeach gröĂer, im Sommer in der Cabarete Bay.
Wo finde ich die zuverlÀssigsten Windvorhersagen?
Windguru und Windfinder funktionieren recht gut. Bei bedecktem Himmel kann es sein, dass die WindstÀrke etwas von der Vorhersage abweicht, bei Regen schlÀft der Wind gern mal ein, kommt dann aber meist wieder. Der Wind weht in den Wintermonaten ab mittag und ist schwÀcher als der Wind im Sommer, wo er bereits am Vormittag weht.
Gibt es eine Webcam?
Ja, die von der Schule von Laurel Eastman in der Cabarete Bay ist sehr gut.
Welches Material sollte ich im Quiver haben?
Unsere Empfehlung sind fĂŒr einen Hydrofoiler (80 Kg) im November bis Februar 9.0 und 11.0 und im MĂ€rz 6.0/7.0 und 9.0. Mit dem Twintip im November bis Februar 11.0 und 14.0 und im MĂ€rz bis August 8.0/9.0 und 12.0.
Mit unseren 11ern als gröĂten Kite und Hydrofoil hatten wir in den 3 Wochen bis auf zwei Tage immer guten Wind zum Kiten
Rider: Chris Bösch
Spot: La Bocca
Sehr genial ist La Boca. Dort ist allerdings wenig
In Cabarete gibt es UnterkĂŒnfte direkt am Kitebeach oder im Zentrum. Welche könnt ihr empfehlen?
In Cabarete downtown findet ihr eine bessere Infrastruktur, ist es touristischer und es ist mehr los als am Kitebeach. Im Allgemeinen mĂŒsst ihr euch auch ĂŒberlegen, auf welcher Seite der Strasse ihr wohnen möchtet. Dies ist natĂŒrlich auch eine Preisfrage.
In der Cabarete Bay können wir das âVilla Tainaâ empfehlen, dort findet ihr auch die ION-Station. Chris hat dort gewohnt und sich sehr wohl gefĂŒhlt. Tipp: Zimmer im strandseitigen Hotelblock wĂ€hlen.
Am Kitebeach ist unsere Empfehlung das Hotel âAgualinaâ mit der Schule âKite Pointâ oder die Low Budget-Unterkunft âMango Houseâ auf der anderen Strassenseite.
SosĂșa_ Unser Tipp fĂŒr einen Shoppingausflug. Hier gibt es auch ein Krankenhaus
Brauche ich einen Neo?
Je nach KÀlteempfinden. Im Winter betrÀgt die Tagestemperatur 29 Grad, das Wasser hat 27 Grad. Im Sommer sind Luft und Wasser noch zwei Grad wÀrmer. Chris hatte einen 2mm Shorty dabei, Matthias Boardshorts und Lycra.
Wenn ich ohne Material nach Cabarete komme, wo kann ich am besten Kites und Boards leihen?
An der AGK-Schule in der Cabarete Bay findet ihr gutes Flysurfer Material und am Kitebeach bei âCabarete Kite Pointâ beim Hotel Agualina am Kite Beach sehr gut sortiertes CORE Material.
Wo finde ich eine gute Kite- und BoardrepairWerkstatt?
Neben der Unterkunft âMango Houseâ in der NĂ€he des Kitebeach gibt es eine kleine Kiterepair. Oder ihr wendet euch an Arjen, dem Besitzer der AGK-Schule.
Der StraĂenverkehr kann recht laut sein. Falls ihr lĂ€rmempfindlich seid, solltet ihr eine Unterkunft etwas entfernt von der HauptstraĂe buchen
Gerade als Hydrofoiler kommt
ihr sehr viel aufs Wasser
Rider: Matthias Larsen
Spot: La Bocca
Kitebeach: Die meisten Pros findet ihr am Kitebeach
Rider: Chris Bösch
Die besten Restaurants, wo finde ich die und welche könnt ihr empfehlen?
FĂŒr jeden Geschmack und jedes Budget ist was dabei. Unsere Empfehlungen: FrĂŒhstĂŒck im âFriendsâ an der Hauptstrasse im Ortszentrum. Mittagessen im âTropico del Marâ an der Hauptstrasse vis-a-vis des CaribWind-Surfshops â preiswertes und gutes Localessen.
Abendessen in der Localstrasse CallejĂłn de la Loma in der âRaRo Pizzeriaâ, im Restaurant âFood Truck Kingâ (Mofongos essen) oder im schön eingerichtetem Fischrestaurant âSwaiâ (Fisch aus eigener Fischzucht, eher kleine Portionen). Gutes Eis gibt es beim âPomodoroâ am Strand und Sushi und Mexikanisch (Gorditos) gleich nebeneinander in der Hauptstrasse neben dem âOcean Dreamâ. Indisch gibt es neben dem Janets Supermarkt und asiatisch am Hauptstrand. Direkt am Strand das âVoyVoyâ und das âOjoâ, dort auch Livemusik.
Zu beachten ist, ob Mehrwertsteuer (18%) und Servicezuschlag (10%) in den Preisen auf der Speisekarte schon kalkuliert sind. In einfacheren Restaurants werden diese GebĂŒhren oft nicht berechnet â oder nur die Mehrwertsteuer.
Lokales Essen sind weisser Reis, Huhn oder Rindfleisch, rote Bohnen, Tostones und Avogado als Beilage. Auch Arepas und Empanada werden angeboten. Lokal angebaut werden u.a. Ananas, Avocado, Ess- und Kochbananen, Mango, KokosnĂŒsse und Maniok (Yuca).
Die Hauptwindzeit ist Februar bis August, der beste Monat im Winter ist der Februar
Cabarete Nightlife_ FĂŒr Leute die gerne Salsa, Bachata oder Merengue tanzen, gibt es hier tolle Abende â vor allem im Club Ojo am Hauptstrand
54% der registrierten Fahrzeuge sind Mopeds
27,4 Jahre ist der Altersdurchschnitt
25,8% der LandesflÀche stehen unter Naturschutz
Im Winter MEZ â5, im Sommer MEZ â6 Stunden
Anreise, wie lang ist die Transferzeit vom Flughafen Puerto Plata â und was kostet eine Fahrt mit dem Taxi?
Aktuell gibt es DirektflĂŒge von Frankfurt mit Condor und von ZĂŒrich mit Edelweiss nach Puerto Plata, Flugzeit ca. zehn Stunden. Bei Edelweiss sind 23 Kg KitegepĂ€ck gratis. Die Transferzeit betrĂ€gt 30 Minuten, ein Taxi kostet 35 USD. Tipp: FĂŒllt das Einreiseformular âE-Ticketâ bereits vor der Reise aus, ansonsten verzögert sich eure Einreise bei der Ankunft am Flughafen.
Wie ist Angebot von Mietwagen und MietmotorrÀder und welchen Tipp habt ihr?
Wir haben bei der Autovermietung âMaryâ, an der Hauptstrasse neben der Apartment Anlage âMorning Breezeâ gemietet. Dort bekommt ihr bei Kurzzeitmiete ab 40 USD/Tag ein Auto. Die Vermieter fĂŒr MotorrĂ€der (Scooter) sind zahlreich, ab 15 USD/Tag.
Cabarete ist einer der bekanntesten und Àltesten Hotspots im Kitesurfen. Pros wie Susi May, Posito Martinez und Alex Soto haben hier ihre Karriere begonnen und/oder leben hier. Wie ist die KiteCommunity am Kitebeach und wo kann ich welchen Pro auf dem Wasser antreffen?
Die meisten Pros findet ihr am Kitebeach.
In der nĂ€heren Umgebung gibt es weitere interessante Spots: Buen Hombre und Las Terrenas auf der Halbinsel Samana. Wart ihr dort und könnt uns etwas ĂŒber die Bedingungen erzĂ€hlen?
Ja, diese sind 3,5 bzw. 2,5 Stunden entfernt. Wir waren aber nicht dort. Buen Hombré hat oft guten Wind, ist aber nicht geeignet zum Hydrofoilen. Las Terenas ist wunderschön und definitiv eine Reise wert, dort ist jedoch meist weniger Wind als in Cabarete.
Vorsicht im Strassenverkehr! Es herrscht das âRecht des StĂ€rkerenâ. Es wird viel gehupt, was in der Regel eine Vorsichtsmassnahme und kein Ausdruck von AggressivitĂ€t ist. Helm und Sicherheitsgurten werden kaum getragen und Alkohol am Steuer ist keine Seltenheit.
Eure Tipps fĂŒr windlose Tage. Was kann man sonst noch so machen in und um Cabarete?
Wellenreiten in Encuentro Beach, Ausflug nach SosĂșa, dort könnt ihr auch schnorcheln und tauchen. Ausflug ins Hinterland von Puerto Plata zu den 27 WasserfĂ€llen und/oder an den sehr schönen Badestrand Playa Grande.
Welche Tipps habt ihr noch?
Matthias_ FĂŒr Leute die gerne Salsa, Bachata oder Merengue tanzen, gibt es hier tolle Abende â vor allem im Club Ojo am Hauptstrand. Dort wird auch Tanzunterricht gegeben. Auch das Casino Playa Chiquita in Sosua und in Las Terrenas hat eine tolle Tanzszene. Was wir fĂŒr Familien entdeckt haben, ist der Affenpark in der NĂ€he von Cabarete. Dort gibt es auch eine spektakulĂ€re Zipline! Definitiv empfehlenswert, wenn auch nicht ganz gĂŒnstig. All In und mit Kinderbetreuung ist das âViva Wyndham Tangerine Resortâ interessant.
Chris_ WĂ€hrend meiner Verletzungspause, in der ich nicht ins Wasser durfte, war ich ein paar mal SUP-en. Ihr könnt vom Kanal hinterm Kitebeach aus ca. vier Kilometer bis nach Cabarete paddeln, SUP Verleih bei der âMethod Lodgeâ. Zudem kann ich das Paddeln (SUP oder Kanu) von âRugama Toursâ aus drei Kilometer zur Lagune La Boca sehr empfehlen. Die KanĂ€le und FlusslĂ€ufe sind wie geschaffen dafĂŒr. Ich war ĂŒberwĂ€ltigt vom Paddeln in der wunderschönen Natur und der kompletten Stille.
Bei âRugama Toursâ könnt ihr Mittagessen, in einem Baumhaus ĂŒbernachten oder den ökologischen Park und einen kleinen Zoo inklusive Krokodil besuchen. Da die Angebote bei âRugama Toursâ sehr beliebt sind, besser im voraus reservieren. Sehr empfehlen kann ich auch das Essen im âWilsonâsâ an der Lagune La Boca.
Wenn ihr nicht selbst fahren möchtet, Sammelbusse fĂŒr ca. 20 Personen, Motorradtaxi, Sammeltaxis, Taxi fĂŒr einem allein. Nach Einbruch der Dunkelheit sind die Preise höher.
Mit unseren 11ern als gröĂten Kite und Hydrofoil hatten wir in den 3 Wochen bis auf zwei Tage immer guten Wind zum Kiten. Dabei hatten wir 7.0, 9.0 und 11.0 â alle Kites waren im Einsatz, meist der Neuner. Cabarete als Multispot hat uns sehr gut gefallen, dort waren wir bestimmt nicht zum letzten Mal.
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*FOTOGRAFINNEN
JAna Catarina, Miriam Joanna, Toby Bromwich, Andre Perekura, Bluemedia, Brooke Glaskin, Gabi Steindl, Thomas Burblies, Julieta Pereyra, Nikola Bagarov, Andy Lassiter, Svetlana Romantsova, Lukas K. Stiller, Mintautas Grigas, Samuel Cardenas, Chris Bösch, Matthias Larsen
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Die Autoren dieser Ausgabe werden bei den Artikeln genannt. Die BeitrĂ€ge geben nicht notwendigerweise die Meinung von Verlag oder Redaktion wieder. Unverlangt eingesandte BeitrĂ€ge sind immer willkommen. Der Verlag kann jedoch keine Haftung ĂŒbernehmen. Verlag, Redaktion und Autor haften auch nicht fĂŒr Personen-, Sach- oder VermögensschĂ€den. Bestehende Patente, Warenzeichen, Gebrauchsmuster und Ă€hnliches sind nicht immer als solche gekennzeichnet, und das Fehlen eines solchen Hinweises lĂ€sst nicht den Schluss zu, dass Warennamen, Konstruktionen u. Ă€. frei sind. Reproduktionen des Inhalts oder AuszĂŒge des Inhalts bedĂŒrfen der schriftlichen Genehmigung des Verlags.
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