Kiteboarding Magazin #148

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7,90 EURO

Juni/Juli 2022 The Art of Kitesurfing

KITEBOARDING.EU

TEST FREERIDE-KITES TARIFA MIT DEM VAN

#148


A I R B I G C A T E G O R Y

FEEL THE LIFT

O U R W AY T O M A K E T H E W ORLD A BETTER PLAC E.

D UOTO N ESP O RTS .C O M


D U O T O N E

D U O T O N E

D U O T O N E

D U O T O N E

DUOTONE

DUOTONE DUOTONE DUOTONE DUOTONE SELECT

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SELECT

JAIME

JAIME

REBEL

REBEL


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KITEBOARDING

NUMMER 148

E D I T O

Fotos der Snowkite-Weltmeisterschaft in Kharkiv/Ukraine vom 24. Januar 2022 Fotos: Krainjukow Oleksandr


EDITO

24. Januar 2022 Das letzte Editorial habe ich am 17. März 2022 geschrieben. Das war rund drei Wochen nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine. Geplant in der letzten Ausgabe hatten wir auch einen Bericht über die Snowkite-Weltmeisterschaft Ende Januar in der Ukraine. Diese fand in Kharkiv statt. Bis dahin wusste ich nicht, wo genau Kharkiv liegt. Die Fotos, die wir vom Wettbewerb erhielten, zeigen Kiter mit Helmen, Skibrillen und in Snowboardklamotten. Nachdem ich gegoogelt hatte, wo Kharkiv sich befindet – und mir die Fotos ansah, entstanden in mir die Bilder, dass vielleicht genau diese Menschen, die sich im Snowkiten im harten – aber friedlichen Miteinander gemessen hatten, vielleicht anstatt der Snowboardhelme, Kitetrapeze und Snowboardklamotten jetzt Stahlhelme, Schusswesten und Tarnuniform tragen – und mit Waffen ihre Nation, ihre Freiheit und ihr Lebensgefühl verteidigen. Zwischen Druckabgabe und offiziellem Erscheinungstermin vergehen zehn Tage. Vor zwei Monaten, als ich vor meiner Tastatur saß und das Editorial schreiben wollte, habe ich lange überlegt, wie ich es machen soll. Ich habe mich dann dafür entschieden, einen Auszug der offiziellen Pressemitteilung zur Snowkite-WM in Kharkiv vom 24. Januar 2022 abzudrucken. Kommentarlos. Denn mir fehlten die Worte. Heute sitze ich wieder vor meiner Tastatur. Der Krieg ist nicht vorbei. Ich bin immer noch fassungslos. Dirk Seifert, Chefredakteur

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NUMMER 148

LEIDENSCHAFT

STUFF

01

Neuheiten 2022 64 – 66

CORE Nexus 3

68 – 69

Duotone Juice ‘Classic’ Mono

70 – 72

RRD Vision . Passion . Global Bar . Twintips

74 – 93

Freeride Summit TEST Freeridekites

10 – 31

Portfolio Svetlana Romantsova. Pure Emotionen

CORE Nexus 3 Duotone Evo (Classic) Duotone Evo SLS

34 – 38

Millionenfach durchgespielt. Interview mit James Carew

Ozone Enduro V3 Ozone Catalyst V3

48 – 51

Wie in einem Piratenfilm. Video Dominican Republic

94 - 103

Must Haves


I N H A LT

05

S TA N DA R D S

PROFIZIRKUS

03 04

4–5

130 - 131 Kiteboarding Abo

REISE Erste Big-AirWeltmeisterschaft Interview mit Posito Martinez

112 – 116

80 % Windausbeute. Spotbericht Theologos, Rhodos/Griechenland

118 – 129

Wanju Kepa Kurl Boodja. Off-Road-Trip durch Südwest-Australien

130 - 131 Impressum

06 40 – 45

Tarifa im Winter. Im Van mit Vlogger Ben Beholz

54 – 59

Brown Maui. Spotinfos Lake Tahoe, Nevada/Kalifornien, USA

60 – 62

Dicke Cojones. Spotinfos Fuerte Northshore

110 – 111

Fast-n-FuriousOlympiaklasse A’s Youth Foil Class

KITEBOARDING

TITEL

104 – 109

Editorial

Rider: Willow-River Shakes Tonkin Foto: Thomas Burblies Spot: Südafrika

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CORE Kiteboarding GmbH +49 (0) 4371 88934-0 info@corekites.com Fehmarn, Germany


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BUILT FOR EVERYTHING, TUNED FOR EVERYWHERE Kompromisslose Allround-Performance

Ab jetzt braucht sich niemand mehr darüber Gedanken zu machen, ob Kraftentfaltung, Drehverhalten, Lift oder Drift wichtiger sind. Denn der neue Nexus 3 vereint alle diese Eigenschaften auf beispiellos hohem Performance Niveau. Der neue Materialmix aus ExoTex 2, ExoTex Light und CoreTex 2 macht das Universaltalent nicht nur stärker und robuster, sondern auch leichter und wendiger. Entdecke die Freiheit auf nichts zu verzichten. 


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KITEBOARDING

NUMMER 148

Als Fotografin ist Svetlana Romantsova fest in der Kiteszene verwurzelt. Sie fotografiert auf den GKA World Cups, shootet die besten Kitesurfer der Welt und arbeitet seit Jahren fest mit bedeutenden Brands der Branche zusammen, für RRD ist sie so etwas wie die Haus-und-Hof-Fotografin. Eine Freundschaft, die über den Job hinausgeht, verbindet sie mit der Profikiterin Kari Schibevaag. Mit der Norwegerin reiste sie an den Nordpolarkreis und mit einem Segelboot zu den Lofoten. In diesem Portfolio präsentieren wir euch einige der besten ihrer Kitefotos aus den letzten zehn Jahren.

S V E T L A N A RO M A N T S OVA

Pure Emotionen


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P O RT F O L I O | S V E T L A NA R O M A N T S O VA

RIDER: ALVARO ONIEVA | SPOT: TARIFA, SPANIEN ALVARO HATTE DIE IDEE ZU DIESEM FOTO AUF EINER DER BUNKER-RUINEN IN DER NÄHE VON TARIFA. WIR HATTEN GUTEN WIND, ABER LEIDER EBBE UND SOMIT KEIN WASSER. WIR WOLLTEN NICHT UNVERRICHTETER DINGE WIEDER GEHEN, DA KAM UNS DIE IDEE, WASSER AUS EINEM EIMER AUF DEN BUNKER ZU SCHÜTTEN. LETZTENDLICH PASSTE DANN ALLES. SOGAR DER MOND AM NACHTHIMMEL.

Ich möchte einem Foto etwas Besonderes geben. Ich versuche immer, einen interessanten Winkel zu finden und genau den Moment abzupassen, der ein Foto besonders und ungewöhnlich werden lässt


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NUMMER 148

RIDER: ANTON CHERKASHIN VOR EIN PAAR JAHREN HABE ICH MIT MEINEM FREUND ANTON CHERKASHIN EINE REIHE VON SNOWKITE-BILDERN GEMACHT, DIESES IST EINS DAVON. WIR FANDEN EINE WASSERPFÜTZE AUF DEM EIS. DIE IDEE WAR, ORDENTLICH SPRAY ZU ERZEUGEN. ICH HATTE DREI BLITZE IM EINSATZ. EINEN MIT EINEM BLAUEN FILTER, DEN ZWEITEN DURCH EINE ROTE JACKE UND DEN DRITTEN FREI MIT WEISSEM LICHT. WIR BRAUCHTEN MEHRERE VERSUCHE, BIS DER SHOT IM KASTEN WAR. ANTON MUSSTE SICH UMZIEHEN, ER WAR KOMPLETT DURCHNÄSST.

Neben dem künstlerischen Aspekt ist es für mich nahezu ebenso wichtig, dass ein Foto scharf und technisch perfekt ist


P O RT F O L I O | S V E T L A NA R O M A N T S O VA

Svetlana, seit wann fotografierst du? Seit 2004. Als ich zum ersten Mal in den Bergen war, versuchte ich ein paar Fotos vom Snowboarden mit einer einfachen Kamera zu schießen. Es funktionierte nicht. Nach dieser Reise kaufte ich mir eine Canon 5D Mark II und ein paar Objektive – und ging zu einer Fotoschule. Und seit wann Kitesurfen? Gleich kurz danach. Es war ein Deal mit einem Freund: Ich machte Fotos von ihm und er gab mir Unterricht. Fotografierst du auch in anderen Sportarten? Ja, angefangen habe ich im Snowboarden. Aber je öfter ich am Meer war, desto weniger fotografierte ich in den Bergen. Mittlerweile fotografiere ich hauptsächlich Wassersport. Aber auch Lifestyle und Porträts. Einige FotografenInnen verstehen sich als „ContentLieferantInnen“, andere als KünstlerInnen. Wie ist dein Ansatz in deiner Arbeit als Fotografin? Fotografieren bedeutet für mich, zum einen die schönen Momente in einer Umgebung einzufangen und zum anderen auch den künstlerischen Teil des Sports und des Lebens zu zeigen. Ich fühle mich somit mehr als Künstlerin.

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NUMMER 148

Ich mag es, aus dem Wasser zu fotografieren. Ich bin dann mitten im Geschehen und ganz nah am Rider

RIDER: GUILLE ALVA DIAZ | SPOT: TAIBA, BRASILIEN DIESER SURFSPOT IST EIGENTLICH UNGEEIGNET ZUM KITEN. DER WIND IST BÖIG UND NICHT KITEBAR. ABER AN DIESEM TAG WAR ALLES ANDERS. ES WAREN PERFEKTE BEDINGUNGEN! UND FLUT UND SOMIT PERFEKTE KICKERWELLEN HATTEN WIR AUCH.


P O RT F O L I O | S V E T L A NA R O M A N T S O VA

Wie wichtig ist Kunst in der Fotografie für dich? Sehr wichtig. Eigentlich das Wichtigste. Mein Bestreben ist es, einem Foto etwas Besonderes zu geben. Ich versuche immer, einen interessanten Winkel zu finden und genau den Moment abzupassen, der ein Foto besonders und ungewöhnlich werden lässt. Und wie wichtig ist es für dich, dass ein Foto technisch perfekt ist? Neben dem künstlerischen Aspekt ist es für mich nahezu ebenso wichtig, dass ein Foto scharf und technisch perfekt ist. Somit habe ich bessere Möglichkeiten, es zu bearbeiten. Ich fotografiere in RAW und bearbeite die Fotos hinterher in Lightroom oder Photoshop, sodass sie realistischer erscheinen.

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RIDER: CHRISTOPHE TACK | SPOT: TARIFA, SPANIEN IMMER NOCH EINS MEINER LIEBLINGSBILDER, DIE ICH JE GEMACHT HABE. CHRISTOPHE TACK MIT EINER ECHT HARTEN LANDUNG IM FINALE DES PKRA WORLD CUPS 2014 IN TARIFA.

Ich will etwas Künstlerisches und Ungewöhnliches schaffen


P O RT F O L I O | S V E T L A NA R O M A N T S O VA

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RIDER: CARL FERREIRA | SPOT: SCARBOROUGH, SÜDAFRIKA ES WAR EIN LEICHT DIESIGER, FRÜHER MORGEN IN SCARBOROUGH IN DER NÄHE VON KAPSTADT. AUSSER UNS WAR KEINER AM STRAND. ES WAREN KEINE LEICHTEN BEDINGUNGEN, UM FOTOS ZU SCHIESSEN – DAS LICHT WAR SELTSAM. DOCH PLÖTZLICH PASSTE ALLES: DAS LICHT, DIE WELLE UND DER RADIKALE TURN VON CARL FERREIRA.


P O RT F O L I O | S V E T L A NA R O M A N T S O VA

Arbeitest du auch im Studio? Ja, ich bin oft im Studio. Seit fünf Jahren habe ich mein eigenes Fotostudio. Welche Ausrüstung hast du bei einem Kiteshooting dabei? Meistens fotografiere ich aus dem Wasser. Ich mag es sehr, ich bin dann mitten im Geschehen und ganz nah am Rider. Im Wasser arbeite ich mit einem Water Housing AquaTech oder Outex, meiner Canon 5D Mark IV und den Objektiven 70–200 mm, 50 mm oder 17–55 mm – manchmal auch mit einem Fisheye. Wenn ich vom Strand aus fotografiere, nehme ich gerne mein 100–400 mm oder 70–200 mm und 1,4-Extender. Mit welcher Ausrüstung fotografierst du am liebsten? Mit meiner Canon 5D Mark IV und einem 50-mm-Objektiv. Einige Sportfotografen wie André Magarao und Lukas K. Stiller arbeiten gerne mit Blitzen. Sind Blitze auch interessant für dich? Ja, ich arbeite sehr gerne mit Blitzen, aber leider nicht so häufig, wie ich es gerne hätte. Gerade wenn ich auf Contests fotografiere, bleibt meist nicht viel Zeit und oft auch nicht ein geeigneter Platz, um sie einzusetzen. Aber ich bin immer daran interessiert, etwas Künstlerisches und Ungewöhnliches zu schaffen.

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Mein erstes Shooting war mit Alex Pastor und Mallory de la Villemarqué in Dakhla


Du bist auch offizielle Fotografin auf den GKA World Cup Events. Wie wichtig ist dieser Job für dich? Auf den Events zu fotografieren macht mega Spaß, aber es ist kein leichter Job. Die Fotos, die den Tag über geschossen wurden, müssen noch in der selben Nacht bearbeitet und veröffentlicht werden. Aber es ist so cool, ein Teil davon zu sein und all diese puren Emotionen am Strand und die unglaubliche Action auf dem Wasser auf Bildern zu zeigen. Und natürlich liebe ich es, mit einem großartigen, professionellen Team zusammenzuarbeiten und die besten Rider der Welt zu fotografieren.

RIDER: RENO ROMEU | SPOT: CEARÁ, BRASILIEN ICH LIEBE DIESE FÜR BRASILIEN SO TYPISCHEN BOOTE SO SEHR. ICH LIEBE ES, SIE ALS KULISSE FÜR MEINE FOTOS ZU NUTZEN. ICH HABE WIRKLICH VIELE VERSCHIEDENE. DIESES HIER MIT RENO IST EINER MEINER FAVORITEN.

Konzentrierst du dich ausschließlich auf Fotos oder produzierst du auch Videos? Ich mache beides – Fotos und Videos. Aber in der Fotografie fühle ich mich sicherer.

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P O RT F O L I O | S V E T L A NA R O M A N T S O VA

Wie stehst du zu Drohnenfotos? Megainteressant und ein großer Bereich für Kreativität. Ich möchte mich mehr damit beschäftigen.


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P O RT F O L I O | S V E T L A NA R O M A N T S O VA

Ist dir die Fotografie auch wichtiger? Ja, ich bin eher Fotografin, aber manchmal zeige ich die Momente auch gerne über ein Video. Du stehst nicht nur hinter der Kamera, sondern auch auf dem Board. Wann hast du mit dem Kiten begonnen? 2007. Seitdem ich kite, hat sich mein Leben verändert. Ich habe meinen Job im Büro gekündigt und wurde Freelancer – und Traveller. Was bevorzugst du, Twintip oder Surfboard? Meist bin ich mit dem Twintip unterwegs, aber ich versuche mich langsam auch mit dem Surfboard – aber leider nicht häufig. Wenn ich an einem guten Spot bin und gute Rider um mich herum habe, genieße ich es immer noch mehr, mit der Kamera im Wasser zu sein, als zu kiten. Welche sind deine Lieblingsspots? Auf jeden Fall Brasilien, Kapstadt, Griechenland, Ägypten und Mauritius. Aber ich freue mich immer wieder, auch neue Orte kennenzulernen. Während deiner Shootings – wie oft gehst du selber aufs Wasser? Nicht wirklich oft. Hängt davon ab, wie beschäftigt ich bin, aber meist habe ich nicht viel Zeit.

RIDERIN: POLINA BOYAROVA | SPOT: MALEDIVEN ICH HABE NOCH NIE SO KLARES WASSER UND EINE SO ERSTAUNLICHE UNTERWASSERWELT GESEHEN WIE AUF DEN MALEDIVEN. WENN DU VON DEM GESCHEHEN AUF UND ÜBER DEM WASSER GELANGWEILT BIST, KANNST DU EINFACH ABTAUCHEN. DU SIEHST FANTASTISCHE WOLKEN VON BRECHENDEN WELLEN, FISCHE, SCHILDKRÖTEN, HAIE – UND SCHÖNE MÄDCHEN BEI EINEM DUCK DIVE.

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Besonders viel Spaß macht es mir, mit den Mädels Paula Novotná, Hannah Whiteley, Rita Arnaus und Bruna Kajiya zu arbeiten

RIDERIN: PAULA NOVOTNÁ | RHODOS, GRIECHENLAND DIE SPOTS AUF RHODOS SIND EINIGE MEINER FAVORITEN FÜR KITEBOARDING-FOTOS. PERFEKTER WIND IN DER PASSENDEN RICHTUNG, FLACHES WASSER UND TOLLES ABENDLICHT. UND NATÜRLICH IST ES IMMER WIEDER EIN RIESENVERGNÜGEN, MIT PAULA ZU SHOOTEN.


L E I D E P O RT F O L I O | S V E T L A NA R O M A N T S O VA

Welche Sportarten außer Kiteboarden betreibst du noch? Ich liebe Snowboarden. Und wenn ich in den Bergen bin, lasse ich die Kamera meist auf der Hütte. Von Dezember bis Februar habe ich weniger Jobs, dann verbringe ich viel Zeit in den Bergen und genieße Powdertage auf dem Snowboard. Dein erstes Kitesurfshooting, wo war es und mit welchem/r RiderIn? Mein erstes Shooting war mit Alex Pastor und Mallory de la Villemarqué in Dakhla. Ich war super nervös und wollte unbedingt gute Aufnahmen machen, haha! Am Ende war es ein großartiger Start als Fotografin in der Kitesurfindustrie. Und ein besonderer Dank geht an Mallory, der mich immer sehr motiviert hat, mich weiterzuentwickeln, und auch, mich für die Tour zu bewerben.

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Rider: Jerrie van de Kop | Spot: An der Straße nach Witsand (Südafrika) WIR HATTEN EINE PANNE, DIREKT AM BEACH. DIE JUNGS WAREN GELANGWEILT. ALSO BAUTE ICH EINEN BLITZ AUF – UND JERRIE EINEN KITE. EINEN REIFEN NUTZTEN WIR ALS REQUISITE.

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Ja, es war eine großartige Zeit, mit Kari zu arbeiten – es hat so viel Spaß gemacht! Unser Törn mit dem Boot zu den Lofoten ist immer noch eine meiner Lieblingsreisen


L E I D P O RT F O L I O | S V E T L A NA R O M A N T S O VA

Du hast in der Vergangenheit viel mit Kari Schibevaag gearbeitet. Habt ihr geplant, wieder einmal eine Produktion zusammen zu machen? Ja, es war großartig, mit Kari zu arbeiten – es hat so viel Spaß gemacht! Unser Törn mit dem Boot zu den Lofoten ist immer noch eine meiner Lieblingsreisen. Ja, ich möchte gerne wieder etwas mit Kari machen. Mit welchen RiderInnen hat du außerdem gearbeitet? Vor und nach den Events habe ich oft noch Shootings mit den Ridern für ihre Brands. Ich arbeite also mit fast allen Top-Fahrern zusammen, die auf der GKA Tour antreten. Besonders viel Spaß macht es mir, mit den Mädels zu arbeiten: Paula Novotná, Hannah Whiteley, Rita Arnaus und Bruna Kajiya.

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RIDER: AIRTON COZZOLINO | SPOT: MAURITIUS DIESES FOTO ENTSTAND WÄHREND DER DREHARBEITEN ZUM VIDEO „BETWEEN THE WALLS“. ES HAT WIRKLICH EINE MENGE SPASS GEMACHT, MIT DEM DUOTONE-TEAM AUF MAURITIUS HERUMZUREISEN UND AN DEN BESTEN SPOTS ZU SHOOTEN.

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Es ist anspruchsvoller geworden, einen guten Job abzuliefern


L E I D E N S C H A F T | P O RT F O L I O | S V E T L A NA R O M A N T S O VA

Mit welchem/r RiderIn möchtest du gerne einmal arbeiten? Ich bin immer offen für interessante Shootings, neue Projekte und dafür, neue Leute kennenzulernen und mit ihnen zu arbeiten. Von daher ist es für mich schwierig, eine genaue Person zu nennen. Wie hat sich die Arbeit als SportfotografIn verändert in den letzten 15 Jahren? Die Qualität in der Fotografie ist stark gewachsen. Es gibt so viele neue, gute Stile. Und viele neue talentierte FotografInnen kommen in die Branche. Es ist in jedem Fall anspruchsvoller geworden, einen guten Job abzuliefern. Wie hat Corona dein Leben verändert? Wie für uns alle sehr. Es war eine harte und beängstigende Zeit. Und sie hängt uns immer noch nach. Jobs und Events wurden abgesagt oder waren deutlich schwieriger zu realisieren. Ich denke, Corona hat aber auch gute Seiten. Mich hat es gelehrt, mehr im Moment zu sein, das „Hier und Jetzt“ stärker zu genießen und nicht nur für die Zukunft zu leben. Wohin wird sich die Kitefotografie deiner Meinung nach in der Zukunft entwickeln? Die Technik wird sich weiterentwickeln und es wird neue, kreative Ansätze und Stile geben, um diesen schönen Sport zu dokumentieren.

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RIDER: HANNAH WHITELEY | SPOT: CEARÁ, BRASILIEN NACH VIER WOCHEN HARTER DREHARBEIT FÜR DEN GKA UND GWA MACHTE ICH MICH MIT HANNAH WHITELEY UND PAULA NOVOTNÁ AUF EINEN TRIP WEITER IN RICHTUNG NORDEN. ES WAR DEFINITIV DIE REISE DES JAHRES! ENDE NOVEMBER IST DER NORDOSTEN BRASILIENS EINFACH DER RICHTIGE ORT!


P O RT F O L I O | S V E T L A NA R O M A N T S O VA

Welche persönlichen Ziele hast du für die Zukunft? Das ist für mich im Moment schwer zu sagen. Ich bin froh, das zu haben, was ich jetzt habe. Ich möchte gerne weiter für die Tour fotografieren und mit Brands zusammenarbeiten. Und ich möchte meine Familie öfter sehen.

I N F O LEBT IN

NATIONALITÄT

ALTER

MIT

INTERVIEW

IN DER GANZEN WELT

RUSSISCH

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SVETLANA ROMANTSOVA

DIRK SEIFERT

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Status defined

1.65 kg


Elite III PERFORMANCE FREERIDE

CRAZYFLYKITES.COM


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WEB SERIES STORMING

James Carew ist amtierender Weltmeister im Wave. „Ein Kindheitstraum ging in Erfüllung“, so der Australier. Doch was kommt danach? Für Carew eine weitere Realisierung eines Traumprojekts: Mitte März veröffentlichte er die erste Folge seiner neuen Web Series STORMING. Episode 2 folgte Ende April. „STORMING zeigt meine Reise, mein Potenzial zu finden“, so Carew über die knapp sechs Minuten lange Episode 1. Episode 2 spielt in Nazaré, der epischen Welle in Portugal. Weitere Folgen sollen folgen. „Wir haben keinen Druck. Erst wenn wir etwas wirklich Gutes haben, werden wir es veröffentlichen“, so Carew. Im Interview spricht Carew über seine Ziele 2022 und verrät, wer aus seiner Familie ihn zum Kiten motiviert hat und wie es sich anfühlt, Weltmeister zu sein.

James, du bist amtierender Weltmeister im Wave. Wie fühlt sich das für dich an? Es ist immer noch schwierig für mich in Worte zu fassen. Ich hatte den Gewinn des Titels in meinem Kopf zuvor millionenfach durchgespielt. Das ist vielleicht auch der Grund, warum ekstatische und übertrieben stolze Gefühle bei mir nicht aufkommen. Auf jeden Fall ist der Titelgewinn ein absoluter Motivationsschub für mich. Es ist, als hätte jemand meinen Antrieb ganz weit nach oben gedreht.

I N F O

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„Millionenfach durchgespielt“

INTERVIEW DIRK SEIFERT FOTOS TOM COURT, MINTUKUNAS, WESLEY BRITO

Du hast erzählt, dass dein Vater Windsurfer war. Du wolltest aber lieber ein Kiter sein, so wie deine Onkel. Wie alt warst du, als du mit dem Kiten begonnen hast? Ja, mein Vater war ein wahrer Windsurfer, meine Onkel Kiter. Ich dachte, das sind die Coolen, denen wollte ich folgen. Meinem Vater folgte ich auf dem Weg als Surfer. Als ich acht, neun Jahre alt war, begann ich mit dem Windsport. In erster Linie wohl auch, um von der Schule wegzukommen.


Mein Vater war Windsurfer, meine Onkel Kiter. Ich dachte, das sind die Coolen, denen wollte ich folgen Welcher Kite und welches Board waren deine ersten? Ein Cabrinha Switchblade, danach dann ein North Rhino 9.0. Mein erstes Board war ein 4’5 von Smook Boards – gebraucht und mit Schlaufen. Wann warst du das erste Mal in der Welle kiten? Gleich nachdem ich meine ersten Meter gemacht hatte. Ich wollte sehen, was möglich ist. Motiviert haben mich Videos von Keahi, Airton und Matchu.

Gehst du manchmal auch mit dem Twintip oder einem Foilboard kiten? Ich liebe Big Air mit dem Twintip, aber nur, wenn es mehr als 50 Knoten hat. Denn dann macht es mit den Surfboard keinen Spaß mehr. Seit wann fährst du im World Cup? Seit vier Jahren die komplette Tour, davor zwei Jahre einzelne Events, da die Schule Vorrang hatte. Na, eigentlich nur drei, wenn man das Covid-Jahr abzieht.

VIDEO | STORMING

INTERVIEW MIT JAMES CAREW, AMTIERENDER W E LT M E I S T E R I M W A V E


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KITEBOARDING

Was braucht es, um Weltmeister zu werden? Es braucht viele Dinge – und es gibt kein Patentrezept. Es gibt immer jemanden, der besser ist als du. Jemanden, der mehr trainiert, bessere Voraussetzungen oder mehr Erfahrung hat. Diese Typen gilt es zu schlagen, auch wenn sie nicht zu schlagen sind. Das muss deine Motivation sein. Die Saison 2022 beginnt spät, erst Ende August mit dem Event auf Sylt. Der Tourstopp in Dakhla wurde von März auf Ende September verschoben, in Tarifa findet jetzt Big Air und nicht Wave statt. Insgesamt sind vier Tourstopps im Wave geplant. Wie siehst du als Rider die Situation, dass der erste Wettkampf erst so spät im Jahr stattfindet? Es spielt keine Rolle, wann oder wo es passiert. Ich gehe immer gleich an die Sache heran. Wenn es Zeit ist anzutreten, bin ich bereit.

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Was sind deine Ziele für 2022? Mein größtes Ziel ist es, mein komplettes Potenzial auszuschöpfen, mich als Athlet auf die nächste Stufe zu bringen. Ich weiß, dass ich noch viel mehr zu geben habe. Mein Ziel ist es, all das, was in mir steckt und möglich ist, auch auszuschöpfen. Und erst dann Schluss zu machen, wenn wirklich kein Tropfen mehr im Tank ist.

Wer sind deine härtesten Konkurrenten? Es gibt Typen, die mich wie kein anderer pushen, und Typen, die mich motivieren. Aber ohne Zweifel – mein größter Konkurrent bin ich selbst. Ich werde nie zufrieden sein, mich nie schlagen können. Na ja, schauen wir mal, was kommt. Welche jungen Talente siehst du auf der Tour? Es gibt wirklich eine überraschend große Anzahl junger Groms, die das Niveau enorm pushen. Einige auch aus Australien. Und da ich im Moment viel unterwegs bin, konnte ich auch viele junge Talente aus anderen Ländern kennenlernen und war mit ihnen auf dem Wasser. Es ist wirklich großartig – und es erinnert mich daran, dass ich echt am Ball bleiben muss. Ich werde einzelne Namen nicht nennen, aber glaube mir, da werden einige kommen. Mitte März hast du deine erste Episode von STORMING veröffentlicht. Es ist nicht dein erstes Video. Was ist das Besondere an STORMING? Ja, STORMING ist nicht mein erstes Video, ich habe schon viele veröffentlicht. In STORMING sehe ich ein immenses Potenzial. Ich möchte mit STORMING Kitesurfen in einer Art zeigen, in der es nicht viele erleben können. Die besten Bedingungen, die besten Trips, die besten Moves, die besten Rides. Und ich möchte die Leute motivieren, es selber zu machen. STORMING #1 besteht aus Sequenzen von mehreren Spots. Einer ist Sylt, während des GKA World Cups. An welchen Spots habt ihr noch gedreht? Episode 1 ist so etwas wie ein Trailer für das, was noch kommen wird. Ja, es sind einige Sequenzen aus Sylt, Bangladesch und Portugal. Die nächsten beiden Folgen werden in Portugal gedreht.

LINK TO VIDEO STORMING EPISODE 1

LINK TO VIDEO STORMING EPISODE 2


Wie wird sich Folge 2 von Folge 1 unterscheiden? Episode 2 ist völlig anders, heftige Action, wir hatten einige wirklich verrückte Sessions. Das ist das Gute an STORMING, wir haben keinen Druck. Erst wenn wir etwas wirklich Gutes haben, veröffentlichen wir es.

Was willst du mit STORMING erzählen? STORMING zeigt meine Reise, mein Potenzial zu finden. Ich möchte visualisieren, was ich für mich noch erreichen will. Vielleicht werde ich es nie erreichen, aber ich möchte zeigen, wie ich mich selbst antreibe und wohin es mich führt – ob im Wettbewerb oder beim Freeriden. Und ich hoffe, dass ich viele KiterInnen auf diese Reise mitnehmen und begeistern kann.

Wann erscheint Folge 2? Wir haben noch kein genaues Datum, aber ich denke, zur Veröffentlichung dieser Ausgabe ist auch das Video schon online.

In einigen Sequenzen in STORMING #1 bist du mit einem Neo in 11.0 in den Wellen. Welche Kitegröße ist dein Favorit? Ich liebe meinen Achter. Für mich ist dieser Kite perfekt. Ich kann ihn von 20 bis 40 Knoten einsetzen. Und er loopt einzigartig. Welche Boards fährst du? Mein Lieblingsboard ist das D/LAB Whip 5’1. Perfekt für mich in nicht so perfekten Wellen. Ich fahre es in Wellen bis 5 ft. Über 5 ft nehme ich mein Session SLS 5’8. Dieses Board ist ein Klassiker, in größeren Wellen perfekt für mich.

Es spielt keine Rolle, wann oder wo es passiert. Ich gehe immer gleich an die Sache heran. Wenn es Zeit ist anzutreten, bin ich bereit

Du hast weitere Episoden von STORMING geplant. Im Abspann gibst du einen Vorgeschmack auf Episode 2. Es sieht nach Nazaré in Portugal aus. Habt ihr Episode 2 dort gefilmt? Ja, in der zweiten Folge dreht sich alles um Nazaré. Ich war zum ersten Mal dort und wir haben gleich ziemlich perfekte Bedingungen abgegriffen. Ich will noch nicht zu viel verraten, da das Video bald erscheinen wird. Nur so viel: Es war einige der größten Wellen meines Lebens.

I N S TAG R A M @JA M E S S C A R E W

VIDEO | STORMING

Wer hat gefilmt und wer den Schnitt gemacht? Für die erste Folge hat Tom Court (@courtintheact) den größten Teil gefilmt, aber es gibt auch Sequenzen von @Mintukunas und @wesley_brito. Der Schnitt stammt von Tom Court.


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KITEBOARDING

NAME JAMES CAREW ALTER 22 NATIONALITÄT AUSTRALISCH GEBURTSORT CONNECTICUT, USA

NUMMER 148

LEBT DERZEIT IN KEINE AHNUNG, WO DER NÄCHSTE SWELL IST KITET SEIT 2010, SEIT ICH 10 JAHRE ALT BIN HEIMATORT BELLS BEACH LIEBLINGSSPOT BANGLADESCH (WENN DU ES WEISST, WEISST DU ES) ERSTER WETTBEWERB MERIMBULA CLASSIC, AUSTRALIEN ERSTER WORLD CUP MAURITIUS GKA 2015 ERFOLGE WELTMEISTERTITEL 2021 MEIN WELTMEISTERTITEL IM LETZTEN JAHR WAR MIT SICHERHEIT MEIN BISHER GRÖSSTER ERFOLG. DOCH AUCH MEIN SIEG BEIM BIG AIR EVENT AUF FUERTEVENTURA IM JAHR 2016 WAR FÜR MICH EIN KARRIEREVERÄNDERNDER MOMENT. GENAUSO DER TOURSTOPPSIEG AUF DEN KAPVERDEN 2020, DER LETZTENDLICH ZU MEINEM ERSTEN WELTMEISTERTITEL FÜHRTE.

Es gibt wirklich eine überraschend große Anzahl junger Groms, die das Niveau enorm pushen. Es ist großartig – und es erinnert mich daran, dass ich echt am Ball bleiben muss


ELEMENTS

INTRODUCING

SURFING

MAX FLEX DISCOVER OUR

MAX_FLEX, I N N O VAT I V E

FA B R I C

OFFERING S

T

R

WETSUIT

I O N - P RO D U CTS .C O M

THE E

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EVER

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MADE.


DIRK SEIFERT

LORIAN PECHER, PATRICK WEEL, SARAH MISSIAEN

INTERVIEW

FOTO

NUMMER 148

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TARIFA IM WINTER INTERVIEW MIT VLOGGER BEN BEHOLZ

I N F O


R E I S E | TA R I FA I M W I N T E R

Tarifa im August. Hochsaison. Die Strände sind voll, die Unterkünfte teuer und rar, die Innenstadt platzt aus allen Nähten. Party pur. Echt der Hammer. Doch wie ist Tarifa im Winter? Noch dazu mit dem Camper? Vlogger Ben Beholz lebt im Van – und hat in Tarifa überwintert. Im Interview gibt er Infos zu Spots und Stellplätzen, verrät seine Lieblings-Tapasbar und gibt Tipps, worauf ihr in Tarifa im Winter unbedingt achten solltet. NAME

BEN BEHOLZ ALTER 30 GEBURTSORT ENGEN LEBT ZURZEIT IN

KITET SEIT 2010 HOMESPOT COMER SEE LIEBLINGSSPOT(S) COMER SEE WEB INSTAGRAM.COM/B.BEHOLZ/

KITEBOARDING

BENBEHOLZ.COM

ITALIEN

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KITEBOARDING

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Wohnmobil-Lifestyle Wir haben jede Nacht mit Meerblick und Salz in der Luft verbracht. Das ist einfach ein Traum.

Moin Ben, Tarifa mit dem Camper im Winter 2022, wie war’s? Ja, das war ein Wahnsinnstrip darunter. Es war alles dabei, Autopanne, böigster Levante – aber auch absolute Traumsessions bei Poniente am Hauptstrand von Tarifa. Wir sind Anfang Januar los und waren bis Mitte Februar unten. Kannst du es empfehlen – im Januar/Februar mit dem Camper nach Tarifa? Ja, ich finde, das war absolut geil dort unten um diese Zeit. Ich war wieder einmal überrascht, wie muggelig warm es in Europa auch im Winter sein kann. Klar, wir hatten auch etwas Glück mit dem Wetter, aber trotzdem, wenn ich mich an meine bisherigen Weihnachtstrips nach Tarifa erinnere, meine ich, meistens ähnlich gutes und warmes Wetter gehabt zu haben. Das Geile am Wohnmobiltrippen ist, dass der Weg zum Ziel wird. Unterwegs schon kannst du unendlich viele geile Spots entdecken. Quasi Spothopping einmal durch Europa. Wie waren die Temperaturen? Wasser und Luft? Das Wasser ist schwer einzuschätzen, in der Lagune war es anders als auf dem Meer. Die Luft hatte um die 17 Grad, nachts ging’s nicht unter 10 Grad. Das ist natürlich megageil für den Wohnmobil-Lifestyle. Wir mussten nicht heizen. Und wie war die Windausbeute? Die Anzahl der Windtage war so gut, wie ich glaube, es noch nie erlebt zu haben. In den sechs Wochen hatten wir nur zwei windfreie Tage. Leider hatten wir aber auch nur zwei Tage mit Poniente. Das ist dann megageil für Freestyle, da extrem konstant. Ansonsten Levante – Tag und Nacht! Es wurde zur Challenge, einen ruhigen Schlafplatz zu finden, an dem wir vom Wind nicht durchgerüttelt wurden und morgens nicht sandgestrahlt aus dem Wohnmobil klettern mussten. Welchen Wetsuit braucht man im Winter? Ich hatte meinen 5/3er mit. Das war absolut fein. Leider wurde der mir mitten in der Nacht in Palmones von ein paar Drogen-

Balneario Freestyletraum und ein Paradies für Big Air und Kiteloops. Direkt an der Wasserkante abdrücken.

dealern aus Marokko geklaut. So hatte ich nur noch einen 6/4er mit Haube – der war etwas warm. Das mit den Drogendealern ist übrigens kein Spaß. Direkt am Kitespot in Palmones, wo ich, wenn der Levante zu stark wird, gerne zum Freestylen hingehe, ist einer der Drogenumschlagsplätze. Davon bekommt man allerdings nicht viel mit. Außer dass es einmal pro Woche in der Nacht sehr busy wird. Wie lange hast du gebraucht für die rund 2.500 km von Deutschland an das südlichste Ende Festland-Europas? Man kann das bestimmt am Stück oder in zwei Tagen fahren. Wir wollten es aber genießen. So sind wir zügig ans Meer gefahren – haben uns dann aber Zeit gelassen. Insgesamt haben wir für die Anreise vier Tage gebraucht. Das war sehr chillig. Zurück ging’s dann schneller.


Zu den Spots: Die Bedingungen am Balneario müssten doch genau dein Ding sein. An welchen Spots in Tarifa warst du draußen? Haha, ja, das stimmt. Für mich ist Balneario sowohl ein Freestyletraum als auch ein Paradies für Big Air und Kiteloops. Wenn der Wind nicht zu stark ist, ist Freestylen im Glattwasser von Balneario super geil. Direkt an der Wasserkante abdrücken – mit dem Bewusstsein, dass man, wenn’s schiefgeht, im tiefen Wasser landen wird. Bei starkem Levante geht es dann hoch und weit hinaus. Allerdings ist dieser Spot nicht ganz ungefährlich. Halt ablandig. Jedes Jahr erlebe ich es mindestens einmal, dass jemand seinen Kite verliert und dabei zusehen muss, wie er gen Marokko treibt. Welche Spots gibt es noch rund um Tarifa? Und wann lohnt es sich, an welchen Spot zu fahren? Meine liebsten Spots sonst noch sind Palmones zum Freestyle, wenn der Levante in Tarifa über 30 Knoten hat. Die Lagune am Hauptstrand von Tarifa bei Poniente, Sankt Petri bei Poniente und Levante – für Big Air und auch Freestyle und Playa Chica zum Wingfoilen (bei Levante).

Wo habt ihr mit dem Womo über Nacht gestanden? Das Geile am Wohnmobil-Lifestyle ist ja, dass man – egal wo man ist – immer alles dabeihat. So spielt der Stellplatz keine Rolle. Das einzig Wichtige war uns immer, irgendwo am Wasser zu sein, wo man auch kiten kann. Wir haben somit jede Nacht mit Meerblick und Salz in der Luft verbracht. Das ist einfach ein Traum. Ist es möglich, frei zu stehen? Ich habe jetzt vier Jahre Vollzeit-Wohnmobilisten-Erfahrung. In der Zeit stand ich nur drei Mal auf einem Campingplatz. Und ich bin noch nie weggescheucht worden. Wenn man mit etwas Rücksicht auf die Locals parkt, kann man überall stehen.

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R E I S E | TA R I FA I M W I N T E R

Das war ein Wahnsinnstrip darunter. Es war alles dabei, Autopanne, böigster Levante – aber auch absolute Traumsessions bei Poniente

Wie hat sich Tarifa in den letzten Jahren verändert? Puh, das ist sehr schwer zu sagen. Ich finde, dass Tarifa sich nicht groß verändert hat. Ich empfinde das als positiv. Im Winter ist es irgendwie immer noch das verschlafene, kleine Städtchen an der Straße von Gibraltar mit der vermutlich höchsten Wassersportlerdichte auf der ganzen Welt. Ein Surfshop neben dem anderen und mehr Surfschulen, als es braucht.


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Palmones, wenn der Levante in Tarifa zu stark ist. Wie sind die Bedingungen dann in Palmones? Palmones kann extrem gut oder auch extrem schlecht sein. Das hängt davon ab, wie südlich der Levante reindrückt. Grundsätzlich gilt: Wenn der Levante in Tarifa über 30 Knoten hat, sind es in Palmones um die 15 bis 20 Knoten. Es ist sehr speziell dort, zwischen den Riesentankern und vor dem Industriehafen zu kiten. Ich liebe es!

Palmones kann extrem gut oder auch extrem schlecht sein. Es ist sehr speziell dort, zwischen den Riesentankern und vor dem Industriehafen zu kiten. Ich liebe es!

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Und du warst auch in Cadiz. Sightseeing – oder auch zum Kiten? Geplant war das eigentlich schon, aber da wir nur zwei Tage ohne Wind hatten, musste ein Blick aus der Ferne auf Cadiz genügen. Wie sieht es mit der Party im Winter aus? Haben das La Ruina, das Mombassa und die anderen Klubs geöffnet? Bei Party bin ich raus. Ich war da – glaub ich – noch nie feiern. Haha. Wie ist es mit den Tapasbars in der Altstadt? Welche ist dein Favorit? Tapas und Tarifa gehören für mich direkt zusammen. Man kann in dem herzigen Altstädtchen wirklich fast an jeder Ecke gute Tapas essen. Mein Lieblingsrestaurant aber ist La Burla im Hafen. Wir haben unseren Camper immer so nah wie möglich an diesem Restaurant geparkt, um es nach dem Kiten nicht mehr weit zu haben.

Und zum Frühstück? Wo hattet ihr euer bestes Frühstück? Uiii, das ist ebenfalls eine Philosophie für sich. Frühstücken in Tarifa geht aufs nächste Level – und sollte stets ausgiebig zelebriert werden. Meine liebsten Frühstückrestaurants sind La Tarifena und Sur la Vida. La Tarifena ist direkt neben dem Burla und war somit stets das nächstgelegene für uns. Was – außer kiten – kann man rund um Tarifa noch anstellen? Habt ihr Wanderschuhe und Mountainbike dabei, wird euch selbst mit der schlechtesten Windausbeute nicht langweilig. Die Berge direkt hinter Tarifa sind ein endloses Naturparadies und bieten alles, was sich der Outdoorsportler wünscht. Zudem hat Tarifa einen Skateplatz und eine Motorcross-Strecke – und wenn’s mal kurz nach England zum Affengucken gehen soll, ist Gibraltar auch nicht weit. Wie sind die Lebenshaltungskosten und die Preise in den Supermärkten im Vergleich zu Deutschland? Ich würde sagen, ähnlich wie in Deutschland. Kite- und Surfkurse sind allerdings günstiger. Tarifa hat unendlich viele Surfshops auf engsten Raum, um sich mit neuem Material einzudecken, und ein paar wirklich gute Segelmacher, falls euer Zeugs mal repariert werden muss. Welchen Tipp kannst du jemandem geben, der im Winter mit dem Camper nach Tarifa will? Go for it! Der lange Weg zahlt sich wirklich aus. So unkompliziert wie im Winter ist es in Tarifa den gesamten Rest des Jahres nicht.


Wir hatten nur zwei Tage mit Poniente. Ansonsten Levante – Tag und Nacht! Es wurde zur Challenge, einen ruhigen Schlafplatz zu finden

Z U M

Wie heißt dein neuestes Video? „I Kitesurfed This Ice Crack“. Ich war mit meinem Neopren-Sponsor für ein Fotoshooting eine Woche lang im Eis. Wir hatten die Zeit unseres Lebens. In diesem Film skizziere ich alles rund ums Shooting. Bestimmt unterhaltsam. Und welches Projekt hast du als nächstes auf der Pfanne? Ich will Pumpfoilen lernen. Unbedingt! Julian Wiemar ist mit seinem Pumpfoil durch das Eis gepumpt – da hat es mich einfach gepackt. Ich werde meine Versuche in meinem nächsten Freistiel Series dokumentieren.

Cadiz Geplant war Sightseeing. Aber ein Blick aus der Ferne musste genügen.

LI N K

Du bist einer der bekanntesten Vlogger der deutsche Kiteszene. Wie sind die Arbeitsbedingungen in Tarifa für einen Digitalnomaden wie dich? Die sind hervorragend. Überall gutes Internet auf dem Smartphone. Und wer möchte, kann den gesamten Nachmittag im Café verbringen, um zu arbeiten. Ihr solltet euch von dem ganzen Wind nur nicht von der Arbeit abhalten lassen. Das ist für mich die größere Challenge.

Du bist auch Coach. Vom 14. bis 22. Mai 2022 hast du dein „Freistiel Pro Camp“ am Comer See veranstaltet. Worum geht es in diesem Camp und wer kann sich anmelden? Ja, Coaching ist eine meiner großen Leidenschaften. Übrigens auch, gecoacht zu werden. Darum weiß ich auch, wie wichtig und hilfreich gute Tipps sein können. Bewerben kann sich jeder, der Lust hat zu lernen. Die fünf Teilnehmer und ich – wir wohnen in einer sehr schönen Villa am Comer Wee. Wir leben zusammen und kiten zusammen. Wir hatten bisher immer eine wirklich gute Zeit mit guten Vibes. La dolce vita in bella Italia. Wann ist der nächste Termin? Das weiß ich noch nicht. Ich habe einen Newsletter, den ihr abonnieren könnt, dann seid ihr immer informiert über meine Pläne.

V I D E O

„THIS MADE MY DAY“

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R E I S E | TA R I FA I M W I N T E R

Lohnt es sich von den Kosten her überhaupt, mit dem Camper anstatt mit dem Flieger nach Tarifa zu reisen? Ich vermute schon, du brauchst ja keine Unterkunft und auch keinen Mietwagen. In Tarifa musst du viel fahren, um an die jeweils funktionierenden Spots zu kommen. Also ist ein Auto schon notwendig. Aber ich denke, ob es sich von den Kosten her lohnt, darum geht es nicht. Mit dem Wohnmobil zu reisen ist einfach ein anderer Lifestyle. Und wer den mag, steigt nicht in einen Flieger, wenn er nicht muss.


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Interview mit Laci Kobulský

DIRK SEIFERT

VIDEOGRAF

INTERVIEW

FOTO

WIE IN EINEM PIRATENFILM

„DOMINICAN REPUBLIC 2022“ E I N C R A Z Y F LY - V I D E O

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I N F O

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VIDEO | „DOMINICAN REPUBLIC 2022“

„Dominican Republic 2022“ ist eigentlich ein Imagevideo von CrazyFly. Aber anders als andere Brandvideos spielen die Produkte nur eine untergeordnete Rolle. „Dominican Republic 2022“ basiert auf einem Plot, im Vordergrund stehen Infos zu den Spots um Cabarete und die lokale Kite-Community. Anders als die meisten Clips auf Plattformen wie Instagram und YouTube ist „Dominican Republic 2022“ ein für ein Kitevideo aufwendig inszenierter Film mit einer Handlung, auch werden die Tricks in kompletter Länge gezeigt. „Dominican Republic 2022“ ist zudem auch eine Hommage an die Rider Liloo Fourré, Posito Martinez und Alex Soto.


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Laci, du bist der Filmemacher von „Dominican Republic 2022“, einem Video von CrazyFly. Warum hast du ein Video mit einer Handlung produziert und kein reines Produktvideo? Ich denke, uns fehlen solche Videos. Die Mehrzahl der heute für Instagram, Reels und ähnliche Plattformen produzierten Videos sind kurz und nicht so aufwendig. Ich wollte ein Video produzieren, das die Tricks in voller Länge zeigt, eine Handlung besitzt, die lokale Community zeigt und Infos zu den Spots vermittelt, an denen wir gedreht haben. Mit diesem Konzept bin ich an CrazyFly herangetreten. Produziert haben wir dann zwei Videos, ein kurzes nur mit Highlights und ein längeres, aufwendigeres Video. Ich war froh, dass CrazyFly zugestimmt hat, denn „Dominican Republic 2022“ ist ein voller Erfolg. Für 2023 wird es eine Fortsetzung geben.

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Wer hatte die Idee zu „Dominican Republic 2022“? Die Idee hatte ich, das Konzept habe ich dann zusammen mit Juraj, dem Marketing Director von CrazyFly, erarbeitet. Ich bin sehr froh, dass auch Juraj längere Formate mag.

Ich wollte ein Video produzieren, das die Tricks in voller Länge zeigt, eine Handlung besitzt, die lokale Community zeigt und auch Infos zu den Spots vermittelt, an denen wir gedreht haben


Z U M LI N K

RIDER: LILOO FOURRÉ, POSITO MARTINEZ, ALEX SOTO

Welches Projekt ist als nächstes geplant? Wir werden noch in diesem Jahr wieder in der DomRep drehen. Ein großer Teil des CrazyFly-Teams lebt dort. Wir werden aber ein komplett anderes Video produzieren, auch an anderen Spots – einige noch unberührt. Wir hoffen, euch mit unserem neuen Video dann wieder überraschen – und gut unterhalten – zu können.

V I D E O

Wie siehst du den Stellenwert aufwendig inszenierter Videos wie „Dominican Republic 2022“ in einer Zeit, in der auf Instagram viel schnell produzierter Content läuft? Nun, ich denke, die Zeit wird es zeigen. Als Content-Produzent kann man Trends nicht ignorieren. Ich denke, beides ist wichtig. Nur ist ein kurzes Highlightvideo schneller produziert als ein aufwendig inszeniertes Video. Deshalb gibt es mehr kurze, schnell produzierte Videos auf den Plattformen. Ich persönlich

An welchen Spots in der DomRep habt ihr gedreht? Wir hatten unsere Base am Cabarete Kite Beach. Das war super bequem. Wir haben dort auch einige Clips gedreht. Zum Fotografieren ist der Spot aber eher ungeeignet. Zu viele Kiter und auch kein guter Winkel zum Shooten. Am häufigsten waren wir in Kite Buen Hombre, vier Stunden von Cabarete entfernt. Wir hatten dort ein Boot zur Verfügung. Der Spot ist etwas windiger als Cabarete Kite Beach, hat perfektes Flachwasser, und auch die Stimmung am Strand ist entspannter als in Cabarete. Mit dem Boot besuchten wir einige vorgelagerte Inseln. Mega gut – wie in einem Piratenfilm. Zum Foilen waren wir in Las Terrenas. Ein wunderschöner Spot, obwohl wir mit den Bedingungen nicht das ganz große Glück hatten.

KAMERA & SCHNITT: LACI KOBULSKÝ | WWW.KOBULSKY.COM

Veröffentlicht habt ihr „Dominican Republic 2022“ im März 2022, also ein Jahr nach den Dreharbeiten. Warum eine so lange Zeitspanne? Unser Ziel war es, die Inhalte über einen längeren Zeitraum zu veröffentlichen. Wir begannen mit den kürzeren Highlightvideos, im März erschien dann das längere Hauptvideo. Wir wollten es nach dem Winter veröffentlichen, da sich im Frühjahr wieder mehr Kiter mit ihrem Hobby beschäftigen und ihren Urlaub planen.

bin der Ansicht, dass ein fünfminütiges Video mit einer Geschichte und einer Botschaft mehr vermittelt als mehrere kurze Videos. Aber ich produziere beides gerne und bin froh, dass CrazyFly als Auftraggeber ähnlich denkt.

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VIDEO | „DOMINICAN REPUBLIC 2022“

Produziert habt ihr das Video Anfang 2021, also mitten in der Pandemie. Wie schwierig war es zu der Zeit, von Europa aus in die DomRep zu reisen? Nun, die Dominikanische Republik war während der Pandemie 2021 eine Art „sicherer Hafen“. Abgesehen vom PCR-Test vor dem Abflug und einer Ausgangssperre nach 22.00 Uhr gab es durch die Pandemie keine weiteren Einschränkungen.


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S P OT I N F O L A K E TA H O E U N D WA S H O E , N E VA DA / U S A

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„Brown Maui“


R E I S E | L A K E TA H O E U N D WA S H O E

Viele bezeichnen den See als einen der schrecklichsten Orte zum Kiten. Für mich ist er mein Lieblingsspot

I N F O

Der Lake Tahoe ist der größte Bergsee Nordamerikas. Er liegt 1.897 m über dem Meeresspiegel – in der Sierra Nevada an der Grenze zwischen Kalifornien und Nevada. Der fast 500 km2 große Süßwassersee ist bekannt für seine guten Wassersportbedingungen, die umliegenden Berge gelten als ein hervorragendes Skigebiet. Zudem ist die Gegend ein Mekka für Outdoor-Sportler, die oft von weit her zum Mountainbiken, Kajaken und Klettern anreisen. Wir sprachen mit dem Local Matt Bansak darüber, wie gut Kiten dort funktioniert, die beste Windzeit, was das Besondere an der lokalen Kiteszene ist, wie ihr am besten Kontakt zu den Locals bekommt und warum der benachbarte Washoe Lake den Spitznamen „Brown Maui“ trägt.

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INTERVIEW DIRK SEIFERT FOTOS WEI WANG

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I N T E R V I E W M I T M AT T B A N S A K , A B E N T E U E R F OTO G R A F U N D L A K E TA H O E LO C A L

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Die Community ist es, die das Kiten auf dem Lake Tahoe so besonders macht. Jeder, der auf dem See kiten möchte, ist mehr als willkommen

Fast jeder hier in der Gegend ist in irgendeiner Weise wegen der Berge hier, entweder zum Skifahren, Mountainbiken, Wandern oder für eine der anderen OutdoorAktivitäten. Die Kite-Community ist recht klein


M AT T B A N S A K . C O M

Matt, wie ist Kitesurfen auf dem Lake Tahoe und wann ist die beste Windzeit? Viele bezeichnen den See als einen der schrecklichsten Orte zum Kiten, für mich ist er mein Lieblingsspot. Für Einsteiger sind die Bedingungen ungeeignet, der Wind ist verwirbelt, das Wasser kalt, die Start- und Landezonen sind eng und tückisch – aber das Panorama mit den umliegenden Bergen entschädigt für alles. Das türkisblaue Wasser, die schneebedeckten Gipfel und die kleine, aber eingeschworene Kite-Community machen Kiten auf dem Lake Tahoe zu einem besonderen Erlebnis. Angesichts der extrem unzuverlässigen Windbedingungen ist der Lake Tahoe nicht unbedingt ein Spot, zu dem man reisen muss. Aber da es mein Homespot ist, checke ich täglich die Webcams, um nichts zu verpassen. Sofern dich stürmische Bedingungen, kalte Temperaturen, eisiges Wasser und gefrorene Wimpern nicht stören, ist der Winter die beste Jahreszeit zum Kiten. Die Schneestürme sorgen für starken Wind und gute Wellen. Die Bedingungen sind dann herausfordernd und auch nicht ungefährlich, aber immer ein großes Abenteuer – und keine Kitesession gleicht der anderen. Du besitzt ein Foilboard und ein Twintip. Welches Board benutzt du häufiger? Mein Foilboard erhöht meine Wasserzeit deutlich, besonders im Sommer. Im Winter ist der Wind stärker, dann dominiert mein Twintip. Wie ist die Kite-Community am Lake Tahoe? Wie viele Kiter gibt es dort? Fast jeder hier in der Gegend ist in irgendeiner Weise wegen der Berge hier, entweder zum Skifahren, Mountainbiken, Wandern oder für eine der anderen Outdoor-Aktivitäten. Die Kite-Community ist recht klein. Im Winter sind es nur eine Handvoll Kiter, die in den brutal kalten Bedingungen rausgehen. Im Sommer hingen nahezu zwei Dutzend, meist Foiler. Wir sind eine eingeschworene Gemeinschaft und achten aufeinander. Die Community ist es, die das Kiten auf dem Lake Tahoe so besonders macht. Wer das erste Mal hier rausgeht, ist von den Bedingungen meist enttäuscht. Aber wir Locals lieben unseren See und nehmen die herausfordernden Bedingungen an – und teilen unsere Session gerne mit allen, die zu uns kommen.

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LAKE TAHOE | USA

R E I S E | L A K E TA H O E U N D WA S H O E

DER LAKE TAHOE IST DER GRÖSSTE BERGSEE NORDAMERIKAS. ER LIEGT IN DER SIERRA NEVADA AN DER GRENZE ZWISCHEN KALIFORNIEN UND NEVADA. SEINE FLÄCHE BETRÄGT 496,2 KM² (LÄNGE: 35 KM, BREITE: 19 KM). MIT EINER TIEFE VON 501 M IST ER NACH DEM CRATER LAKE (594 M) DER ZWEITTIEFSTE SEE DER USA. AM SÜDWESTLICHEN UFER BEFINDET SICH DER EMERALD BAY STATE PARK, AM NORDÖSTLICHEN DER LAKE TAHOE NEVADA STATE PARK MIT DEM SAND HARBOR BEACH UND DEM SPOONER LAKE. EINE AUTOSTUNDE ENTFERNT LIEGT DER WASHOE LAKE, VON DEN LOCALS LIEBEVOLL „BROWN MAUI“ GENANNT.


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San Francisco und somit der Pazifik sind rund 200 Meilen, also vier Autostunden entfernt. Kitest du auch auf dem Pazifik? Sosehr ich das Kiten auf dem Ozean liebe, meine Reisen dorthin beschränken sich auf ein paar Mal im Jahr. Denn wenn die Bedingungen an der Küste gut sind, sind sie es zeitgleich meist auch auf Tahoe. Also bleibe ich gerne hier – genieße meinen Homespot und unternehme hinterher noch etwas in den Bergen. Es kommen tatsächlich recht viele Kiter aus der Gegend um San Francisco an den Lake Tahoe, denn sie können hier Kiten und andere Outdoor-Aktivitäten – besonders auch Skifahren – verbinden. Dass jemand nur wegen des Kitens hierherkommt, ist eher selten.

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Wenn ich aus Europa an den Lake Tahoe reisen möchte, wie mache ich das am besten? Der nächstgelegene internationale Flughafen ist Reno, NV. Aber nur zum Kiten hierherzukommen, würde ich tatsächlich nicht empfehlen. Lake Tahoe ist ein Mekka für alle OutdoorAbenteuer. Als einer der schönsten Orte in den Vereinigten

Staaten haben wir wirklich unglaubliche Möglichkeiten zum Skifahren, Mountainbiken, Kajaken, Wandern und Klettern. Wer eine dieser Outdoor-Sportarten auch mit Kiten verbinden möchte, ist hier goldrichtig. Welche sind die besten Spots? Der Wind kommt meist aus Südwest, daher hat die Nordostseite des Sees tendenziell den saubersten Wind und auch die größten Wellen. Gelegentlich haben wir Wind aus Ost, sehr selten auch aus Nord. Mit fast 500 km2 ist der See recht groß, je nach Windrichtung funktionieren mehrere Spots. Auch Downwinder sind möglich. Nur eine Stunde vom Lake Tahoe entfernt liegt – südlich von Reno – der Washoe Lake. Washoe bietet nicht das Panorama von Tahoe, hat aber gerade im Sommer, thermisch bedingt, den besseren Wind. Auch sind die Strände größer und das Wasser wärmer. Wenn der Wind im Sommer in Tahoe zu schwach ist und die Strände zu voll, weiche ich gerne nach Washoe aus. Aufgrund des schlammigen Wassers und der steppenähnlichen Umgebung trägt Washoe bei uns den Spitznamen „Brown Maui“.

Gelegentlich haben wir Wind aus Ost, sehr selten auch aus Nord. Mit fast 500 km2 ist der See recht groß, je nach Windrichtung funktionieren mehrere Spots. Auch Downwinder sind möglich

Nur eine Stunde vom Lake Tahoe entfernt liegt der Washoe Lake. Washoe hat im Sommer den besseren Wind. Auch sind die Strände größer und das Wasser wärmer. Washoe trägt bei uns den Spitznamen „Brown Maui“


Welche Kites und Boards sollte ich dabeihaben? Meist einen Quadratmeter mehr als an der See, da der Wind hier weniger Schub hat. Im Sommer besonders Leichtwindkites und gerne ein Foilboard, im Winter Twintip und kleine Größen. Welchen Wetsuit? Im Winter 5/4, Handschuhe und Booties. Im Sommer 3/2. Wo finde ich am besten eine Unterkunft? Ich wüsste nicht, dass ein europäischer Kite-Reiseveranstalter Lake Tahoe im Programm hat, also AirBnBs oder eins der Hotels rund um den See. Wie bekomme ich Kontakt zur Kite-Community? Jeder, der auf dem Lake Tahoe kiten möchte, ist mehr als willkommen. Ihr könnt mich über meine Website oder Facebook kontakten, ich unterstütze euch gerne. Ich bin fast jeden Tag am Strand, wenn Wind ist. Wir sind eine kleine, aber äußerst freundliche Crew und freuen uns, wenn jemand die Session mit uns teilt. Du bist Fotograf, Webdesigner und Ski-Coach. Welcher deiner drei Jobs ist dir der liebste? Als Abenteuerfotograf habe ich das Glück, die Welt bereisen zu können. Das ist schwer zu toppen! Es mag klischeehaft klingen, aber ich versuche, das Leben so vollständig wie möglich zu leben. Die Fotografie ermöglicht es mir, meine Eindrücke mit anderen zu teilen, Webdesign ist ebenfalls kreativ, aber eher technisch. Ich versuche in meinen Jobs alle Bereiche zu verbinden, sodass sie sich für mich nicht ausschließen.

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HAUPTSACHE SWELL

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Dicke Cojones An diesem Tag hatte ich bereits eine Session auf der anderen Seite der Insel und wollte eigentlich nur ein paar Bilder von der untergehenden Sonne über dem Atlantik machen, als ich an einem Secret Slab in der Ferne drei Kiter sah. Ich hatte noch nie daran gedacht, an diesem Spot selber aufs Wasser zu gehen. Der Einstieg ist nur bei Flut möglich und zudem absolut grenzwertig für Material und Gesundheit. Die drei Locals teilten sich ein Set nach dem anderen. Zwei Stunden zu dritt, 16er-Wellenperiode und 1,8 m Swell türmten sich über dem Lavariff zu satten Barrels auf. Das Fotografieren vom sicheren Land aus brachte mir genügend Stoke, um am nächsten Tag wieder – in gemäßigteren Wellen – aufs Wasser zu gehen. Locals haben dann halt doch dickere Cojones.

I N F O RIDER MATHIEU OGER

FOTO UND TEXT JAN UEBERALL

SPOT FUERTEVENTURA NORTHWESTCOAST SECRET

Jan Ueberall ist Inhaber eines Surf- und Kiteshops auf Fehmarn. Während der Saison von Frühjahr bis Herbst arbeitet er in einer Siebentagewoche. Im Winter zieht es ihn selber zum Surfen und Kiten, in diesem Frühjahr für einige Wochen nach Fuerte. Seit vier Jahren das erste Mal wieder. Wir haben den Fehmaraner nach den besten Wave- und Twintip-Spots auf Fuerte im Winter gefragt, warum er will, dass Secret Spots secret bleiben, und welche Schirmgrößen ihr einpacken solltet.


Hey Jan, das Foto entstand an einem Local-Spot, den du nicht nennen möchtest. Warum nicht? Die Kanaren sind mittlerweile sehr überlaufen, und ich möchte nicht zu sehr die Toleranz der Locals strapazieren. Es gibt ja genug bekannte Spots auf der Insel, da können die wenigen Juwelen noch einigermaßen secret sein. Und wer selber sucht, wird schon finden. Auch das macht Surfen und Kiten ja aus. Von wann bis wann warst du auf Fuerte? Ich war zwei Wochen im März dort. Davor vier Jahre nicht. Hat sich schon sehr verändert in der Zeit, die Insel. Es werden leider immer mehr Hotelburgen gebaut.

REISE | FUERTEVENTURA NORTHWESTCOAST

INTERVIEW MIT JAN UEBERALL, INHABER „ S U R F & FA S H I O N F E H M A R N “

Welche Wave-Spots kannst du im Winter empfehlen, für die man nicht so „dicke Eier“ braucht? Auf Fuerte ist der Flag Beach eigentlich perfekt. Dort hat man eine Mischung aus allem. Perfekte Tage und auch mal normale Tage, wie wir sie auch von Fehmarn her kennen. Du warst im Norden. Wie unterscheiden sich die Spots im Norden von denen im Süden? Im Süden war ich – ehrlich gesagt – noch nie kiten. Sicher gibt es dort auch sehr gute Tage. Aber da ich hauptsächlich zum Surfen auf die Kanaren fahre, zieht es mich eher in den Norden.

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Welche Tipps kannst du jemandem geben, der im Winter nach Fuerte reisen möchte? Welche Kitegrößen sollte er/sie einpacken? Ich hatte 6.0, 8.0 und 10.0 dabei. Aber ihr könnt gerne auch einen 12er-Waveschirm einpacken. Man hat schon auch oft Tage mit gutem Swell und recht wenig Wind. Da ist es dann schade, wenn ihr am Strand stehen und den anderen beim Rippen mit größeren Schirmen zuschauen müsst. Welche Spots sind mit einem Twintip interessant? Flagbeach – oder auch der Süden. Am Nordshore gibt es bei Flut ein paar Lagunen, aber da solltet ihr wirklich vorsichtig sein, da die Fläche sehr begrenzt ist und das Lavagestein scharfkantig.

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Was hat sich auf der Insel verändert seit Corona? Es ist einfach wesentlich voller geworden. Mal sehen, ob sich das jetzt wieder einpendelt, weil Fernreisen ja wieder möglich sind. Ich habe ja selber einen Shop – und bin da immer ein wenig in einem Zwiespalt. Ich „produziere“ ja auch neue Surfer und mache meinen Job auch wirklich gern. Ich freue mich, neue Kiter und Surfer zu beraten. Wenn sich dann alle an die Surf-Etikette halten, passt es, denke ich, auch. Ich versuche auf jeden Fall allen beizubringen, ein bisschen Rücksicht auf die Locals zu nehmen. Bist du im Winter 2022/23 wieder auf Fuerte? Das kann schon sein. Wenn ich es einrichten kann und die Bedingungen passen. Im Winter bin ich zeitlich flexibler und gucke, wo es gerade Swell hat. Das können entweder kalte oder warme Regionen sein. Hauptsache, es hat Swell.

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Rider: Steven Akkersdijk | Foto: Julieta Pereyra


NEUHEITEN 2022 | CORE KITEBOARDING

NEUHEITEN 2022 | CORE KITEBOARDING

Leichter und präziser Der Allrounder Nexus ist mittlerweile nach dem XR der meistverkaufte CORE Kite. Von allen Kitelinien des größten deutschen Kiteherstellers besitzt er den größten Einsatzbereich. Der FreerideAllrounder soll über das entspannte Cruisen hinaus absolute Topleistungen auch in der Welle und im Freestyle zeigen. Darin liegt der Grund, warum der Nexus auch bei weit fortgeschrittenen Kitern so beliebt ist. Doch nicht nur für erfahrene Kiter ist der Nexus ein perfekter Schirm, er besitzt zudem auch die höchste Einsteigereignung aller CORE Kites. Sein Einsatzbereich und seine weit gefächerte Zielgruppe machen den Nexus nach dem XR7 zu dem erfolgreichsten Kite des Fehmaraner Brands. Ende April präsentierte CORE die dritte Generation seines Bestsellers. Neben einigen konstruktiven Anpassungen ist die wichtigste Neuerung am Nexus 3 der neue Materialmix.

Durch den neuen Materialmix ist der Nexus 3 rund 5 % leichter und zugleich robuster als der Vorgänger. Zugelegt hat der neue Nexus in allen Disziplinen, besonders das Lenkverhalten ist präziser und die Wave-Eignung höher

KITEBOARDING

COREKITES.COM

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KITEBOARDING

N E U E R M AT E R I A L M I X Neu sind das Flugtuch (CoreTex 2) und das Dacronmaterial der Fronttube (ExoTex 2). Das neue Flugtuch CoreTex 2, das CORE bereits beim XR7 einsetzt, soll durch seine Beschichtung reißfester und dehnungsärmer sein als das bisher verwendete Spinnaker-Nylon (CoreTex). Die Fronttube fertigt CORE aus ExoTex 2, einem neuen Dacronmaterial, das ebenfalls deutlich reißfester sein soll (50 % in Schuss- und 80 % in Kettrichtung). Nur die Querstruts bestehen aus dem gleichen Material wie beim Vorgänger (ExoTex Light). Erreicht wird die höhere Steifig- und Reißfestigkeit des neuen Fronttube-Materials ExoTex 2 durch eine modifizierte Gewebestruktur mit einer gesteigerten Fadenanzahl, die Verwendung festerer Garne sowie ein spezielles Temperund Beschichtungsverfahren. Durch den neuen Materialmix ist der Nexus 3 rund 5 % leichter und zugleich robuster als der Vorgänger. In den Flugeigenschaften soll sich das durch eine höhere Drehgeschwindigkeit, ein präziseres Lenkverhalten und einen erhöhten Drift bemerkbar machen. Dadurch soll der neue Nexus gegenüber seinem Vorgänger in allen Bereichen merklich – besonders aber in der Welle und in Kombination mit einem Foilboard – zugelegt haben. Geflogen wird der Nexus 3 mit dem Sensor-3-Barsystem (ab 619 Euro).

Nexus 3 LW 15.0 und 17.0 sind spezielle Leichtwind-Versionen Rider: Willow-River Tonkin | Foto: Steven Akkersdijk/Thomas Burblies

KONSTRUKTIVE VERÄNDERUNGEN

NUMMER 148

In der Konstruktion der Kappe hat Kitedesigner Frank Ilfrich den Durchmesserverlauf der Fronttube an das neue, steifere Material angepasst. Er übernahm den Bogen und die Breite im mittleren Bereich und verringerte den Durchmesser zu den Tips hin. Durch die höhere Steifigkeit des Materials ist die Fronttube im Mittelbereich jetzt steifer und stabiler, aufgrund des höheren Flexverhaltens im Bereich der Tips soll der neue Nexus sein spielerisches Lenkgefühl beibehalten und in der Präzision des Lenkverhaltens und in der Agilität zugelegt haben. Ilfrich hat alle Größen individuell an den neuen Materialmix angepasst, die unterschiedlichen Größen sollen sich gleichmäßiger anfühlen. Über alle hinweg hat Ilfrich das Profil der Fronttube, die Tip-Geometrie, die Bridle-Positionierung und den Aspekt Ratio (Länge-Breite-Verhältnis) überarbeitet. Sein Ziel war es, dass die größeren Versionen schnell fliegen, sich leicht bewegen lassen und gut loopen und die kleineren Größen berechenbar und kontrollierbar sind.

CIT MODES

NEXUS 3 LW 15.0 UND 17.0 SIND SPEZIELLE LEICHTWINDGRÖSSEN (LW) MIT EINER FÜR DEN LEICHTWINDEINSATZ ANGEPASSTEN KAPPENFORM UND EINEM LEICHTEREN MATERIALMIX (EXOTEX LIGHT, CORETEX 2).

ERSATZTEIL-GARANTIE CORE GARANTIERT, DASS ERSATZTEILE FÜR DEN NEXUS 3 SECHS JAHRE LANG VERFÜGBAR SEIN WERDEN.

Verantwortlich für den großen Einsatzbereich des Nexus 3 ist laut Konstrukteur Ilfrich „das einzigartig ausgewogene Verhältnis zwischen Aspect-Ratio, Bogenprofil, Tip-Geometrie und fein abgestimmter Bridle-Positionierung. Wer seinen Nexus hinsichtlich einer bestimmten Disziplin oder Eigenschaft modifizieren möchte, kann dies über die CIT Modes tun.“ Die CIT Modes sind eine Trimm-Möglichkeit in der Waage, über die der Allrounder stärker auf die Einsatzbereiche Wave, Freestyle oder Freeride abgestimmt werden kann. Im FreestyleModus loopt der Nexus am explosivsten, im Wave-Modus liefert er eine höhere Depower und driftet besser – diese ist zudem auch die beste Einstellung zum Foilen –, die Freeride-Einstellung soll den höchsten Komfort bieten.

GRÖSSEN UND PREISE 4

5

6

7

8

9

10

11

12

13.5

15.0 (LW)

17.0 (LW)

1269

1329

1399

1469

1549

1629

1699

1789

1849

1949

2069

2169


www.kiteworldwide.com

CORE & NORTH 2022er Kitematerial

Windtage im Jahr

KiteWorldWide Pro Center & frisch renoviertes Hotel


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NEUHEITEN 2022 | DUOTONE

EINSATZBEREICH:

FREERIDE/LEICHTWIND/FOIL

KONSTRUKTION:

DELTA-HYBRID | 3 STRUTS | 4 (5) LEINEN

NUMMER 148

J U I C E

Juice 'Classic' und Mono neu

UICE 'CLASSI

KITEBOARDING

REAKTIONSFREUDIGER

JUICE

Der Juice ist Duotones Waffe für Leichtwindtage. Duotone bietet zwei Versionen seines LW-Freeriders: D/LAB und 'Classic'. In der D/LAB Version besteht das Strutgerüst aus Aluula, beim 'Classic' aus Dacron. Die Aluula-Version ist deutlich teurer als der 'Classic' (um 1.050 Euro). Der neue Juice 'Classic' soll reaktionsfreudiger und agiler sein als der Vorgänger und auch in der Sprungperformance zugelegt haben. Der 13.0 ist speziell zum Foilen entwickelt, 15.0 und 17.0 sind auf den Twintip-Einsatz abgestimmt. Seine hohe Agilität und direktes Anspringen auf Lenkimpulse soll der Juice seinen Flexstruts verdanken.

GRÖSSEN UND PREISE 13.0

15.0

17.0

1.959€

2.119€

2.279€


FREERIDE/FOIL

KONSTRUKTION:

DELTA-HYBRID | 1 STRUT | 4 (5) LEINEN

DUOTONESPORTS.COM

M O N O

EINSATZBEREICH:

NEUHEITEN 2022 | DUOTONE

MONO

Seit Mitte April sind die 2022er Modelle des Juice 'Classic' und des Onestruters Mono verfügbar.

KEINE F L AT T E R G E R ÄU S C H E

MONO

GRÖSSEN UND PREISE 3.5

5.0

7.0

9.0

11.0

13.0

15.0

1.009€

1.109€

1.269€

1.429€

1.589€

1.749€

1.959€

In den Mono hat Duotone in den letzten Jahren sehr viel Entwicklungsarbeit investiert. Der neue Mono soll noch stärker auf den Foil-Einsatz zugeschnitten sein als die Vorgängermodelle. Durch ein flacheres Profil soll der 2022er Mono in der Leistung zugelegt haben, auch soll der Windbereich größer sein. Besonderes Augenmerk bei der Entwicklung hat Kitedesigner Ken Winner auf eine möglicht geringe Backstallanfälligkeit gelegt – und dass der Mono in den Turns keine für einen Onestruter so typische Flattergeräusche mehr verursacht. Denn auch in der Welle soll der neue Mono richtig Spaß machen. Verständlich, denn schließlich gehört Sky Solbach, der Shaper der Duotone Waveboards und passionierte Wavekiter zum Entwicklungsteam des Mono.

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KITEBOARDING

NEUHEITEN 2022 | RRD ROBERTO RICCI DESIGNS

PRODUKTOFFENSIVE

NUMMER 148

ROBERTORICCIDESIGNS.COM

Mit gleich zwei neuen Kites (Passion und Vision), zwei neuen Twintips (Crank und Bliss) und einem neuen Barsystem (Global) in der Y27-Kollektion (Year 27) startet RRD in die neue Saison. In der Y27-Kollektion hat RRD sein Produktportfolio übersichtlich gestrafft. Angeboten werden jetzt vier Kitelinien und vier Twintips. Neu ist auch die Zuordnung zur Pro Line und Free Line. Die Produkte der Pro Line erschienen im Herbst, die zwei Kites und zwei Twintips der Free Line jetzt im Frühjahr zum Saisonstart.

PASSION | PASSION LW Y27 EINSATZBEREICH: FREERIDE HIGH PERFORMANCE KONSTRUKTION: OPEN C-HYBRID | 3 STRUTS | 4 LEINEN

M O D E R AT Ü B E R A R B E I T E T Feinjustiert hat RRD seinen High Performance Freerider Passion. Der Passion ist RRDs bester Hangtime-Kite, als Allrounder zeigt er aber auch Bestleistungen in der Welle. Das Bargefühl ist sehr direkt und sauber definiert, die Barkräfte vergleichsweise gering. Für die Y27-Kollektion hat RRD dem Passion ein umfangreiches Feintuning spendiert. Überarbeitet wurde die Waagengeometrie, noch besser aufeinander abgestimmt die unterschiedlichen Kitegrößen. Verbesserungen im Flugverhalten und in der Haltbarkeit soll die neue Nahttechnik (Diamond Grid) bewirken.

GRÖSSEN UND PREISE 5

7

8

9

10.5

12

13.5 (LW)

15.0 (LW)

17.0 (LW)

1210

1364

1440

1489

1599

1729

1842

1970

2081


NEUHEITEN 2022 | RRD ROBERTO RICCI DESIGNS

RRD KITES 2022 (Y27)

VISION UND EMOTION VERSCHMOLZEN In der Y27-Kollektion hat RRD die Anzahl seiner Kitelinien auf die beiden FreerideKites Vision und Passion (Free Line) sowie Religion (Wave) und Obsession (Big Air/ Freestyle) in der Pro Line übersichtlicher reduziert. Der Onestruter Emotion ist mit dem Vision verschmolzen, in der Y27- Kollektion wird der Allrounder Vision in den Größen 13.5, 15.0 und 17.0 als Onestruter angeboten. Den High Performance Freerider Passion hat RRD moderat überarbeitet, ebenso die Global Bar.

PASSION Y27

VISION Y27 EINSATZBEREICH: FREERIDE/ALLROUND KONSTRUKTION: OPEN C-HYBRID | 3/1 STRUT(S) 4 LEINEN

DREI- UND ONE-STRUT

PASSION Y27

Der Allrounder Passion ist der RRD Kite mit dem größten Einsatzbereich. Seine Kappe ist etwas gerundeter als die des Passion, auch steht er tiefer im Windfenster. Der Vision dreht enger, driftet besser und ist somit stärker für die Welle geeignet als der Passion. Zudem ist er der RRD Kite mit der höchsten Einsteigereignung. Aufgrund seiner hohen Agilität soll der Vision sehr manöverorientiert ausgelegt sein; seine Zielgruppe sind RiderInnen, die in möglichst vielen Disziplinen und Bedingungen kiten wollen. Neu ist die Zweiteilung der Range in Drei- und Onestruter. In den sieben kleinen Größen 5.0 bis 12.0 spannt sich das Flugtuch über drei Struts, 13.5, 15.0 und 17.0 sind Onetruter. Zielgruppe der Onstruter sind LeichtwindKiterInnen und FoilerInnen. VISION Y27 GRÖSSEN UND PREISE 5

6

7

8

9

10.5

12

1081

1133

1199

1269

1349

1449

1559

13.5

15.0

17.0

(ONE-STRUT)

(ONE-STRUT)

(ONE-STRUT)

1842

1970

2081

GLOBAL BAR Y27

I M D E TA I L V E R B E S S E R T

VISION Y27

Überarbeitet hat RRD seine Global Bar. Neu sind das Mittelteil aus CNC-gefrästem Aluminium mit einem ovalen Durchlauf der Depowertampen, die Farben der Schwimmer und die Führung der Sicherheitsleine. RRD verspricht, dass sich der Depowertampen (PU-ummantelt) jetzt reibungsloser bewegen lässt – besonders während des Einlenkens – und die Sicherheitsleine freier läuft und weniger Verschleiß aufweist als bisher. GLOBAL BAR Y27 48 CM | GLOBAL BAR Y27 52 CM | 599 EURO

GLOBAL BAR Y27

KITEBOARDING

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KITEBOARDING

RRD TWINTIPS Y27

Neues Crank

Auch seine Twintip-Linien hat RRD übersichtlicher strukturiert: Juice (Wakestyle) und Poison (Freestyle) in der Pro Line sowie Bliss (Freeride/Freestyle) und Crank (Freeride) in der Free Line. Neu ist das Crank, es ersetzt das Placebo. Angeboten wird der RRD Freerider auch in einer Grom-Version (Kinder), für Leichtwind und in einer Tandem-Version.

NUMMER 148

BLISS | FREERIDE/FREESTYLE In der Y27-Kollektion ist das Bliss nur noch in der LTE-Bauweise (Glas, mit KarbonStringern) erhältlich, die reine Karbon-Version wurde aus dem Programm genommen. „Freerider schätzen Komfort stärker als die höheren Rückstellkräfte der Karbon-Version, daher bieten wir in der reinen Karbon-Version nur noch das Poison an“, so RRD Sales Manager Marc Lammel. „Das Bliss wird am häufigsten mit Passion oder Vision kombiniert, da ist die Glas-Version mit Karbon-Verstärkungen mit ihrem komfortableren Flexverhalten die bessere Wahl.“ Trotz seiner starken Freeride-Eignung soll das Bliss auch im Freestyle eine gute Figur machen. Das Bliss ist „Made in Europe“.

BLISS LTD

135 X 39 | 136 X 40 | 137 X 41 | 138 X 42 | 140 X 43,5 | 599 EURO

C R A N K LT E | F R E E R I D E Der neue RRD Freerider Crank ist der Nachfolger des Placebo. Neu am Crank ist sein CNC-gefräster Holzkern. Gegenüber dem Placebo konnte der Flexverlauf deutlich definierter abgestimmt werden, was ein Plus an Leistung und Komfort bewirken soll. Auch das Höhelaufen soll effektiver gelingen. Das 127er (LTE Grom) besitzt eine leicht geänderte Outline, es ist für Kinder konstruiert. Konstruktion: biaxialer Glaslaminataufbau mit Holzkern (CNCgefräst), ABS-Seitenwangen

CRANK LTD

CRANK GROM

127 X 36 | 132 X 39 | 135 X 40 | 138 X 41 | 140 X 43,5 599 EURO

CRANK LIGHTWIND LEICHTWIND Die Crank-Leichtwind-Version ist in Größe und Aufbiegung (Rockerkurve) speziell auf den Leichtwindeinsatz und frühes Höhelaufen ausgerichtet. Konstruktion, Ausstattung und Laminataufbau sind identisch mit denen des Crank LTE.

CRANK LIGHTWIND

145 × 45 | 499 EURO

C R A N K TA N D E M | S C H U LU N G Das Crank Tandem wurde speziell für die Schulung entwickelt. Es ist länger, breiter und in den Tips kastiger als das Crank Lightwind, zudem bietet es die Möglichkeit, zwei weitere Fußschlaufen auf dem Deck zu montieren, um eine zweite Person mit aufs Board zu nehmen. Ein besonderer Spaß gerade für den Nachwuchs. 148 × 47 | 499 EURO

CRANK TANDEM



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KITEBOARDING

FREERIDE SUMMIT CORE NEXUS 3 DEN CORE NEXUS 3 FÜR HAT DAS TEAM VON „SURF AND KITE THEOLOGOS“ AUF RHODOS FÜR EUCH GETESTET.

EST

CORE NEXUS 3 DUOTONE EVO (CLASSIC) DUOTONE EVO SLS OZONE ENDURO V3 O Z O N E C A T A LY S T V 3

S U R FA N D K I T E T H E O LO G O S . C O M

NUMMER 148

PART2

TEST FREERIDE-KITES


DIE BEIDEN DUOTONE EVO HAT DAS TEAM DES „MAKANI KITEHOUSE“ AUF FEHMARN FÜR EUCH GETESTET.

KITEHOUSE-FEHMARN.DE

DUOTONE EVO SLS

TEST FREERIDE-KITES | FREERIDE SUMMIT

DUOTONE EVO (CLASSIC)

OZONE CATALYST V3 DEN OZONE ENDURO V3 HAT DAS „KITE-POWER-SHOP“TEAM IN ST. PETER-ORDING FÜR EUCH GETESTET UND DEN OZONE CATALYST V3 DAS TRAINERTEAM DER KITESCHULE „KITEGUIDE-SPO“ IN ST. PETER-ORDING UND DAS TRAINERTEAM DER „KITEBOARDING-EVENTS“ AUF FEHMARN.

KITEBOARDING

KITEBOARDING-EVENTS.DE

OZONE ENDURO V3

KITEGUIDE-SPO.DE

KITE-POWER-SHOP.DE

In diese Ausgabe haben wir für euch fünf FreerideKites getestet. Vier unserer Testkites – CORE Nexus 3, Duotone Evo, Duotone Evo SLS und der Ozone Enduro V3 – verfolgen das gleiche Konzept: Als Freeride-Allrounder sollen sie einen möglichst großen Einsatzbereich abdecken und dadurch möglichst viele RiderInnen ansprechen. Wie die jeweiligen Kitedesigner diesen Anspruch umgesetzt haben und welcher Kite in welchem Bereich am stärksten performt, erfahrt ihr auf den nächsten Seiten. Der Ozone Catalyst V3 dagegen ist deutlich spezialisierter. Als preisgünstiger Einstiegs-, Aufstiegs- und Schulungskite soll der Onestruter EinsteigerInnen die ersten Meter auf dem Board möglichst einfach machen und AufsteigerInnen bei wachsendem Fahrkönnen viel Fahrspaß für wenig Geld bieten.

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TRIPLE-RIPSTOP (CORETEX2)

3 IM TIP, UM DREHRADIUS UND BARKRÄFTE ZU VARIIEREN 3 IN DER WAAGE (CIT MODES) FÜR ALLROUND, WAVE UND FREESTYLE

FLUGTUCH

TRIMM-MÖGLICHKEITEN

FRANK ILFRICH KITEDESIGNER

SPEED VALVE 2

OPEN-C-HYBRID (FUTURE C) 3 STRUTS | 4 LEINEN KONSTRUKTION

VENTIL

FREERIDE/WAVE/FREESTYLE

NUMMER 148

Von alle CORE Kites besitzt der Nexus den größten Einsatzbereich. Der Allrounder punktet in der Welle, im Freestyle, in Kombination mit einem Foilboard, ist einsteigerfreundlich und auch der perfekte Kite zum entspannten Cruisen und Erlernen erster Tricks. Verantwortlich für diesen immens großen Einsatzbereich sind neben der Konstruktion die CIT Modes, eine TrimmMöglichkeit in der Waage. Über die CIT Modes kann der Nexus stärker auf die Einsatzbereiche Freestyle, Freeride oder Wave angepasst werden. Im Freestyle-Modus loopt der Nexus kraftvoller, im Wave-Modus liefert er eine höhere Depower und driftet besser, die FreerideEinstellung soll den höchsten Komfort bieten. Neu am Nexus 3 ist der Materialmix, die Konstruktion hat Kitedesigner Frank Ilfrich nur leicht überarbeitet und dem neuen Materialmix angepasst.

EINSATZBEREICH

KITEBOARDING

TES

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CORE Nexus 3

Wie beim Nexus 2 sind 15.0 und 17.0 spezielle Leichtwindgrößen (LW) mit einer für den Leichtwindeinsatz angepassten Kappenform und einem leichteren Materialmix (ExoTex Light, CoreTex 2). CORE garantiert, dass Ersatzteile für den Nexus 3 sechs Jahre lang verfügbar sein werden.


NEXUS 3

NEXUS 3 LW

Der Nexus 3 hat in der Leistung zugelegt und ist vielseitiger einsetzbar als der Vorgänger. Das ist offenbar dem neuen Materialmix zu verdanken.

4.0

5.0

6.0

7.0

8.0

9.0

10.0

11.0

12.0

13.5

1.269

1.329

1.399

1.469

1.549

1.629

1.699

1.789

1.849

1.949

15.0

17.0

2.069

2.169

TEST FREERIDE-KITES | CORE NEXUS 3

GRÖSSEN UND PREISE

BARSYSTEM Wie alle CORE Kites wird der Nexus 3 mit den drei Freeride Sensor 3 Barsystemen geflogen werden. SENSOR 3

BARBREITE: 52 CM LEINENLÄNGE: 24 M

619 €

SENSOR 3+

BARBREITE: 52 CM LEINENLÄNGE: 18/22/22/24 M

669 €

SENSOR 3 PRO

BARBREITE: 52 CM LEINENLÄNGE: 18/22/22/24 M

749 €

TESTERGEBNISSE Getestet hat den Nexus 3 für euch das Team von Surf&Kite Theologos auf Rhodos.

S U R FA N D K I T E T H E O LO G O S . C O M

SO WIRKEN SICH DIE NEUERUNGEN AUF DIE FLUGEIGENSCHAFTEN AUS

DAS IST NEU AM NEXUS 3 Die CORE-Entwickler haben im Nexus 3 zwei neue Materialien verbaut: ein neues Tuch, CoreTex 2, das wir bereits vom XR7 kennen, sowie ein ganz neues Dacron (ExoTex 2) das jetzt in der Leading Edge zum Einsatz kommt. Wir waren sehr gespannt, wie sich der neue Materialmix auf die Flugeigenschaften auswirkt, denn das bisherige Material hat sich beim Vorgänger ja hervorragend bewährt. Am Charakter des erfolgreichen Nexus 2 wollte das Entwicklerteam nichts groß verändern, somit wurde der Shape lediglich harmonisch an die leistungsstärkeren und robusteren Materialien angepasst.

KITEBOARDING

Zunächst einmal verhält sich der Nexus 3 wie sein Vorgänger. Er fliegt äußerst ausbalanciert, lässt sich sehr spielerisch bewegen, generiert Power angenehm linear und driftet stabil. Im direkten Vergleich zum Vorgänger Nexus 2 fühlt er sich dann doch etwas knackiger und druckvoller an. Vermutlich liegt dies am neuen, steiferen Tuch und dem neuen Fronttube-Material. Wir fragten uns, ob das auf Kosten der Drehfreude und Agilität in Wellen gehen würde. Doch offenbar hat Kitedesigner Frank Ilfrich genau die notwendigen Anpassungen vorgenommen. Der Kite verwindet sich etwas besser als sein Vorgänger. So hat der neue Nexus trotz seiner höheren Leistung seine ganze Drehfreudigkeit behalten. Wir würden sagen, die neuen Materialien addieren überall etwas Plus – ohne an Agilität einzubüßen.

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NUMMER 148

FREERIDE-EIGENSCHAFTEN

KITEBOARDING

WINDBEREICH Am großen Windbereich hat sich unserer Meinung nach nichts nennenswert verändert. Mit den Standardgrößen 9.0 und 12.0 konnte die Testmannschaft ab 12 bis maximal 30 Knoten gut testen. Mit den beiden LW-Größen 15.0 und 17.0 können durchschnittliche Fahrer auch unter zehn Knoten entspannt cruisen und problemlos Höhe halten.

LEISTUNG IM UNTEREN WINDBEREICH Dank seines leichteren Drei-Strut-Gerüsts fliegt der Nexus deutlich früher als ein Fünfstruter wie der XR7 in derselben Größe. Unterstützt wird das durch seine etwas leichter gewordene Bauweise, die wir mal in Zahlen erfasst haben: Der 9er bringt 150 Gramm weniger auf die Waage als sein Vorgänger.

LEISTUNG UND BEHERRSCHBARKEIT IM OBEREN WINDBEREICH Hier hat der Nexus 3 Nachteile gegenüber dem XR7, aber für einen Dreistruter fliegt er auch im oberen Windbereich immer noch sehr stabil und komfortabel.

BARGEFÜHL Das Bargefühl des Nexus 3 ist sehr ausbalanciert – so, wie wir es von einem echten Allrounder erwarten. Im internen Vergleich weist der Nexus 3 geringere Barkräfte als der XR7 auf, jedoch höhere als der GTS6. An dieser Stelle haben wir mit den CIT-Einstellungsmöglichkeiten an Bridle und Steuerleinen herumgespielt und festgestellt, dass ihr hierüber Barkräfte sowie Reaktivität sehr gut an eure persönlichen Vorlieben anpassen könnt.

HÖHELAUFEIGENSCHAFTEN Der Nexus 3 hat überdurchschnittlich gute Höhelaufeigenschaften. Er kommt zwar nicht ganz an den XR7 heran, aber läuft unserer Meinung nach besser Höhe als Freeride-Allrounder anderer Hersteller.

SPRUNGPERFORMANCE (EINGEHAKT) Hier konnte der Nexus 3 zulegen, was vermutlich am leistungsstärkeren Tuch liegt. Über alle Sessions gesehen, ist jeder im Team effektiv etwas höher gekommen als mit dem Vorgänger Nexus 2.

WASSERSTART Problemloser Wasserstart, selbst im unteren Windbereich. Ein kurzes Ziehen an einer Steuerleine reicht aus, und der Nexus 3 schält sich aus dem Wasser und zieht Richtung Himmel. Beim Foilen lohnt es sich, den Rückwärtsstart zu beherrschen.

UNTERSCHIEDE IN DER FLUGCHARAKTERISTIK IN DEN VERSCHIEDENEN CIT MODES Der Kite wird an den CIT Modes weder besser noch schlechter. Der Mehrwert liegt in der unkomplizierten Anpassbarkeit an die ganz persönlichen Vorlieben. Wir finden, es lohnt sich, damit herumzuspielen. Vielleicht findet ihr darüber ein Setting, das euch besser liegt. Und falls nicht, geht ihr einfach wieder in den Auslieferungszustand zurück.


3 ANKNÜPFPUNKTE FÜR DIE STEUERLEINEN

FREERIDE- UND CRUISEREIGNUNG?

POTENZIAL FÜR AUFSTEIGER UND FORTGESCHRITTENE KITER

XR, Nexus und GTS – alle drei sind großartige Allrounder. Aber im direkten Vergleich ist der Nexus der vielseitigste – ohne erkennbare Schwächen in den einzelnen Disziplinen. Wir glauben, dass die neue Generation ein noch besserer Allrounder geworden ist, weil er etwas an Power und Stabilität zugelegt hat, ohne Nachteile im Drift und in der Agilität.

Vom Nexus 1 zu Nexus 2 ist der Kite unserer Einschätzung nach – im Sinne der fortgeschrittenen Zielgruppe – etwas Freestyle-lastiger geworden. Das scheint so geblieben zu sein. Gleichzeitig wurde der Fokus wohl auf zusätzliche Bereiche wie Foil-Eignung gelegt.

FREESTYLE-EIGNUNG (UNHOOKED) CORE Rider Linus Erdmann hat es am Nexus 2 vorgemacht – wir haben uns daran ein Beispiel genommen. Der Nexus 3 schießt nicht nach vorne, wenn ihr ihn aushakt, sondern bleibt perfekt in seiner Position, und ganz ohne dass er plötzlich einen Auftrieb erzeugt.

EIGNUNG FÜR DIE WELLE Auch wenn er insgesamt noch breiter aufgestellt ist, zählen Wellenritte nach wie vor zu seinen absoluten Stärken. Der Nexus 3 dreht schön eng und spielerisch, driftet sehr stabil. Eigenschaften, die ihn übrigens auch zu einem sehr guten Foil Kite machen.

EINSTEIGEREIGNUNG Der Nexus 3 bringt alles mit, was EinsteigerInnen brauchen: eine lineare Kraftentfaltung, einfach navigierbar, fehlerverzeihend. Daher ist er auch bei uns an der Station der beliebteste Kite unter SchülerInnen und Instructoren.

DIE UNTERSCHIEDE DER DREI CORE FREERIDE KITES NEXUS 3, XR7 UND GTS6. WER SOLLTE ZU WELCHEM KITE GREIFEN? Der XR7 ist und bleibt der High Performance Allrounder mit den klaren Schwerpunkten Big Air und Hangtime. Trotz seiner Leistungsspitzen ist der XR7 aber ein wunderbar zugänglicher Allrounder, der auch Einsteigern Fortschritte leichtmacht. Der Freestyle Allrounder GTS6 ist ebenfalls sehr zugänglich, er hat Vorteile bei Kiteloops und im Freestyle. Doch er bekommt unserer Meinung nach immer mehr hausinterne Konkurrenz vom Nexus, der einfach echt stark in allem ist. Ausgewiesen als Wave-Allrounder, eignet sich der Nexus 3 im Prinzip für alle Disziplinen und ist gerade für Kiter, die nichts auslassen wollen, die beste Wahl.

FAZIT Seinen Charakter hat der Nexus auch in der dritten Generation beibehalten. Die AllroundIdee wurde tendenziell vertieft und der Kite an weitere Einsatzbereiche wie Foilen angepasst. Bei der Leistung wurde noch eine Schippe draufgelegt, was offensichtlich auch den neuen Materialien zu verdanken ist.

REISSFESTER DAS NEUE FRONTTUBE-MATERIAL EXOTEX 2 CIT MODES WAVE, ALLROUND UND FREESTYLE

KITEBOARDING

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TEST FREERIDE-KITES | CORE NEXUS 3

TEST FUNKTIONIERT SUPER DAS SPEED VALVE 2


TEST

NUMMER 148 VENTIL

SCHLAUCHBOOTVENTIL (OEM)

FLUGTUCH

TRIPLE-RIPSTOP VON TEIJIN

TRIMM-MÖGLICHKEITEN

3 IN DER WAAGE FÜR FREERIDE, FREESTYLE, WAVE/FOIL 3 IM TIP, UM DREHRADIUS UND BARKRÄFTE ZU VARIIEREN

OZONEKITES.COM

KITEBOARDING

OZONEKITES.DE

80

EINSATZBEREICH

FREERIDE/FREESTYLE/WAVE FOIL

KONSTRUKTION

OPEN C HYBRID | 3 STRUTS LEINEN

KITEDESIGNER

ROB WHITTALL, TORRIN BRIGHT, DOMINIK ZIMMERMANN

Der Enduro V3 ist der Ozone Kite mit dem größten Einsatzbereich. Als leistungsstarker Freeride Allrounder soll der Dreistruter supergut mit einem Twintip, Surfboard oder Foilboard kombinierbar sein und neben dem Freeride auch im Freestyle und in der Welle punkten. Möglich ist dieser immens große Einsatzbereich auf hohem Niveau durch ein ausgeklügeltes Trimmsystem. Über die Steuerleinen sind Steuerkräfte und Drehgeschwindigkeit einstellbar, über die Waage kann der Enduro V3 jeweils stärker auf Freeride, Freestyle oder Wave getrimmt werden. Ausgeliefert wird der Enduro V3 im Freeride Setting, in der WaveEinstellung sind die Barkräfte geringer, im depowerten Zustand ist die Kappe besser zu lenken. Im Freestyle Setting sind die Barkräfte höher, ebenso die Eignung für unhooked Tricks (stärkerer Pop und Slack). Gefertigt wird der Enduro V3 aus TeijinTechnoForce-D3-Spinnakertuch, Ozone verbaut sein neues One-Pump-System.

Ozone Enduro V3


TEST FREERIDE-KITES | OZONE ENDURO V3

Jana Hansen

Mit dem Enduro fällt das Höhelaufen leicht. Er zieht ziemlich stark an den Windfensterrand und bleibt dort stabil stehen. Bei schwächerem Wind muss er ein paar Mal über Sinuskurven angekurbelt werden, damit er konstant die Strömung am Windfensterrand hält.

KITEBOARDING

1819 1709 1649 1599 1539 1469

14.0 12.0 11.0 10.0 9.0 8.0 7.0

1359 1289

HÖHELAUFEIGENSCHAFTEN

1229

Für eine/n RiderIn mit 80 kg hat der 10er eine Windrange von 14 bis 27 kn. Ich (58 kg) fliege den 9.0 von 14 bis 22 kn und den 11.0 zwischen 11 und 18 kn.

Wer ein direktes Bargefühl mag, liegt mit dem Enduro genau richtig. Für mich persönlich sind die Barkräfte perfekt, ich bekomme genaues Feedback, wo der Kite steht, und das Timing bei Sprüngen ist dadurch easy. Auch bei Freestyletricks weiß ich immer, wo der Kite steht. Der Druckpunkt ist leicht zu spüren. Über drei Anknüpfpunkte könnt ihr mit dem Turning Speed und den Barkräften spielen. Für mich ist der mittlere der richtige.

1149

WINDBEREICH

BARGEFÜHL

6.0

Den Ozone Enduro V3 hat das „Kite-PowerShop“-Team in St. Peter-Ording für euch getestet, federführend die Shopriderin Jana Hansen.

Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase besticht der Enduro V3 durch sein extrem präzises Verhalten. Durch den stetigen, aber nicht zu hohen Grundzug und seine direkte Lenkbarkeit und Führung lässt er sich in jeder Situation leicht handhaben und beherrschen. Als besonders angenehm empfinde ich die nicht vorhandenen Front- und Backstall-Eigenschaften.

5.0

TESTERGEBNISSE

HANDLING UND BEHERRSCHBARKEIT

4.0

Alle Ozone Tubekites werden mit der Contact Water V4 geflogen. Ausgestattet ist die sehr aufgeräumte Bar mit einem Click-in-Loop, Clamcleat Adjuster und Swivel zum Ausdrehen der Frontleinen. Das Auslösesystem ist AFNOR NF S52-503-zertifiziert. Wählbar sind drei unterschiedliche Loop-Größen: klein (Freeride und Wave, eingehakt), mittel (Freeride, längere Arme) und groß (Freestyle, Wakestyle). Fein getrimmt wird die Contact Water V4 über eine Knotenleiter in den Barenden (Schwimmern), der Depowertampen ist PU-ummantelt. Flugleinen: 500 kg, Steuerleinen: 300 kg, farblich markiert und unterschiedlich anzuknüpfen (Kook Proof). An den Steuerleinen befinden sich Relaunch-Bälle für einen komfortablen und sicheren Wasserstart. Lieferbar in vier Breiten: 38 cm, 45 cm, 50 cm und 55 cm. Preis: 549 Euro (25 m).

GRÖSSEN UND PREISE

BARSYSTEM

KITE-POWER-SHOP.DE

T

Der Enduro ist für alle, die sich – genauso wie ich – in ihrem Stil und in den Einsatzbereichen nicht festlegen wollen, der perfekte Kite.

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KITEBOARDING

FREESTYLE-EIGNUNG (UNHOOKED) Für einen Allrounder liefert der Enduro gute Freestyle-Eigenschaften. Durch die leichte C-Form ist der Pop merklich ausgeprägt, etwas weniger vorhanden ist der Slack. Nachvollziehbar, denn die Kappe will ja nach vorne ziehen.

NUMMER 148

EIGNUNG FÜR DIE WELLE Auch in der Welle macht der Enduro Spaß und ist leicht handlebar. Durch seinen stetigen Zug könnt ihr euch auf ihn verlassen und müsst nicht mit unvorhersehbaren Kraftspitzen rechnen. Am besten, ihr wählt das Wave Setting, dann sind Drift- und Turneigenschaften absolut okay.

Die 50-cm-Bar hat den größten Einsatzbereich. Unter 8.0 könnt ihr auf die 45er wechseln, den 14er mit der 55er.

FAZIT Der Enduro ist für alle, die sich – genauso wie ich – in ihrem Stil und in den Einsatzbereichen nicht festlegen wollen, der perfekte Kite. Er macht Spaß – in der Welle, im Freestyle, bei Sprüngen und natürlich beim entspannten Cruisen. Der Enduro ist gutmütig und verlässlich und trotzdem sportlich, spielerisch und präzise. Mir gefällt der Enduro auch durch sein cleanes und „einfaches“ Design. Auch ist er sehr benutzerfreundlich. Die Einstellungen an der Knotenleiter für die unterschiedlichen Einsatzbereiche sind grafisch gut kenntlich gemacht, sodass ein schneller Wechsel am Strand problemlos möglich ist. Für mich ist der Enduro perfekt, da er so vielseitig einsetzbar ist. Ich möchte nur einen Kite für alle Bedingungen – und das Gefühl, angekommen zu sein. Und das habe ich mit dem Enduro.

AXEL REESE | REEMEDIA

Der Enduro lässt sich schnell und unkompliziert aus dem Wasser starten. Bei wenig Wind müsst ihr zusätzlich an einer Steuerleine, bei mehr Wind reicht das Einlenken der Bar.

BARSYSTEM

FOTOS

WASSERSTART

Der Einstieg mit dem Enduro ist möglich, aber für mich ist er kein typischer Anfängerkite. Erst mit einem etwas höheren Fahrkönnen könnt ihr aus diesem Kite das Potenzial rauskitzeln, das in ihm steckt. Denn der Enduro ist durchaus sportlich.

JANA HANSEN UND MARIEKE PRENZEL

Durch das gut abgestimmte Bargefühl ist Springen einfach mit dem Enduro. Bei ordentlich Druck kann sich die Hangtime des Enduro sehen lassen. Im Vergleich zum Vorgänger zieht der V3 überraschend hoch hinaus. Dass er in seiner Sprungperformance hinter dem Edge zurückbleibt, ist keine Überraschung.

EINSTEIGEREIGNUNG

RIDERIN

SPRUNGPERFORMANCE (EINGEHAKT)


DEINE ZIELE + + + + + + + + +

FEHMARN EL GOUNA SOMA BAY KITECRUISE ROTES MEER SIZILIEN MAURITIUS DÄNEMARK BRASILIEN KAPSTADT


NUMMER 148

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KITEBOARDING

Mit dem Catalyst V3 will Ozone EinsteigerInnen in den Sport einen preisgünstigen und einfach zu fliegenden Kite bieten, der zudem aber auch genügend Leistung und Potenzial besitzt, um auch bei zunehmendem Fahrkönnen Spaß zu bereiten. Weiter fortgeschrittenen KiterInnen soll der Catalyst V3 das Erlernen der ersten Sprünge sehr einfach machen. Der neue Catalyst V3 ist ein komplettes Redesign, mit dem Vorgänger hat er nur den Namen gemeinsam. In seiner Konstruktion basiert der Catalyst V3 sehr stark auf dem Alpha V1, der aus dem Programm genommen wurde. Wichtig bei der Entwicklung war, dass der Catalyst V3 sehr einfach zu fliegen und intuitiv im Handling sein und eine große Windrange und hohe Depowerleistung besitzen soll. Selbst in böigen Bedingungen soll der Catalyst hervorragend funktionieren. Der neue, robustere Materialmix wurde besonders für Ein- und AufsteigerInnen und den Schulungsbetrieb optimiert. Ozone verbaut beim neuen Catalyst V3 hochwertiges und haltbares Double Ripstop und ein VENTIL neues One-Pump-System (High Flow).

BARSYSTEM Wie der Enduro wird auch der Catalyst mit der Contact Water V4 Bar geflogen.

T CATALYST V3

FREERIDE/ONE STRUT

KONSTRUKTION

OPEN C HYBRID | 1 STRUT | 4 LEINEN

KITEDESIGNER

ROB WHITTALL, TORRIN BRIGHT DOMINIK ZIMMERMANN SCHLAUCHBOOTVENTIL (OEM)

FLUGTUCH

DOUBLE RIPSTOP

TRIMM-MÖGLICHKEITEN

KEINE


T E S T F R E E R I D E - K I T E S | OZO N E C ATA LYS T V 3

Der preiswerte Catalyst ist perfekt für Ein- und AufsteigerInnen. Sein Materialmix ist robust und hochwertig

Ozone Catalyst V3

TEST KITEBOARDING-EVENTS.DE

KITEGUIDE-SPO.DE

879 739

KITEBOARDING

KITE-POWER-SHOP.DE

1.279 1.139 1.009

10.0 8.0 6.0 4.0

GRÖSSEN UND PREISE

Für einen Onestruter ist der Windbereich sehr groß, allerdings kleiner als bei einem Dreistruter. Durch das geringere Gewicht zeigen Onestruter im unteren Windbereich früher gute Leistungen, machen im oberen aber deutlich früher Schluss, da der Kappe im oberen Windbereich die Stabilität fehlt.

12.0

WINDBEREICH

949

14.0

16.0

Den Ozone Catalyst V3 haben das Team des „Kite-Power-Shop“ in St. Peter-Ording zusammen mit dem Trainerteam der Kiteschule „Kiteguide-SPO“ und das Trainerteam der „Kiteboarding-Events“ auf Fehmarn für euch getestet.

1.349

TESTERGEBNISSE

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KITEBOARDING

HANDLING UND BEHERRSCHBARKEIT Handling und Beherrschbarkeit sind perfekt auf die Bedürfnisse von Ein- und AufsteigerInnen abgestimmt. Kaum ein Kite ist leichter zu fliegen und entfaltet auch bei geringstem Fahrkönnen schon Leistung wie der Catalyst.

BARGEFÜHL Auch das Bargefühl ist perfekt auf Ein- und AufsteigerInnen abgestimmt. Der Catalyst erzeugt permanent Barkräfte, sodass er sehr gut zu spüren ist. Allerdings wird der Zug auf der Bar nicht unbedingt in Leistung umgesetzt, sodass die Kappe auch bei geringerem Fahrkönnen ständig gut beherrschbar bleibt.

HÖHELAUFEIGENSCHAFTEN Perfekt für seinen Einsatzbereich. Neben einer moderaten Kraftentfaltung und leichten Beherrschbarkeit sind solide Höhelaufeigenschaften ein weiteres, äußerst wichtiges Kriterium für einen Ein- und Aufsteigerkite. Das liefert der Catalyst mit Bravour.

NUMMER 148

SPRUNGPERFORMANCE (EINGEHAKT) Der Catalyst ist keine Sprungmaschine. Seine Hangtimeleistung ist begrenzt. Für SprungeinsteigerInnen hingegen ist der Onestruter perfekt. Er lässt sich megaeinfach springen, ist sehr fehlerverzeihend und erleichtert das Erlernen erster Sprünge ungemein, auch wenn es nicht hoch hinaus geht.

WASSERSTART Kaum ein Kite startet einfacher aus dem Wasser. Einlenken und starten lassen gelingt so gut wie in allen Situationen.

FREESTYLE- UND WAVE-EIGNUNG Der Catalyst ist ein Ein- und Aufsteigerkite. Für den Freestyle ist er ungeeignet. In der Welle hingegen ist er einsetzbar, auch wenn es deutlich bessere Wave-Kites gibt.

EINSTEIGEREIGNUNG Die absolute Paradedisziplin des Catalyst. Dieser Kite ist perfekt für den Einstieg in den Kitesport. Er stellt keine großen Ansprüche an seine/n RiderIn, jede/r findet sofort Zugang zu diesem Kite. Auch für EinsteigerInnen ist der Catalyst nahezu selbsterklärend, auch ohne große Vorkenntnisse sollte jede/r schnell die ersten Meter auf dem Board zurücklegen können. Böen federt er kaum merklich für die RiderInnen ab.

BARSYSTEM Die 45er-Bar ist für 4.0 und 6.0 empfehlenswert, der 8.0 kann entweder mit der 45er oder 50er geflogen werden, 10.0 und 12.0 mit der 50er und 14.0 und 16.0 mit der 55er.

FAZIT Der Catalyst ist der perfekte Kite für Ein- und AufsteigerInnen. Alles an diesem Kite ist darauf abgestimmt, dass Ein- und AufsteigerInnen schnell Erfolge erzielen können. Dieser Kite macht den Einstieg in den Kitesport sehr einfach und bietet zudem genügend Potenzial, um auch bei höherem Fahrkönnen entspannt cruisen zu können, auch erste Sprünge sind drin. Allerdings ist der Catalyst in seiner Leistung begrenzt. RiderInnen, die bereits ein fortgeschrittenes Fahrkönnen besitzen, werden mit dem Catalyst unterfordert sein. Äußerst interessant ist sein Preis. Als erster eigener Kite nach dem Kitekurs ist der Catalyst perfekt.


ernsthaft.

Wir haben echt genug! wind. sonne. Platz. strand, Material. lässige unterkünfte. lockere leute. spass. und zeit zum erholen! ;-D

surfandkitetheologos.com


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KITEBOARDING

EINSATZBEREICH

FREERIDE/ALLROUND

KONSTRUKTION

DELTA HYBRID | 3 STRUTS | 4 (5) LEINEN

KITEDESIGNER

RALF GRÖSEL

VENTIL

AIRPORT VALVE II, SEPARATES AUSLASSVENTIL IM TIP TRINITY TX VON TEIJIN | 2 LASTFÄDEN, IM 90°-WINKEL 3

TRIMM-MÖGLICHKEITEN

DOUBLE-V-PIGTAILS AN DEN STEUERLEINEN

Duotone Evo (Classic)/ Evo SLS FLUGTUCH

Duotone bietet vier FreerideKitelinien: Rebel, Neo, Dice und Evo. Als Allrounder bietet der Evo den größten Einsatzbereich aller Duotone Kites, die Kappe beruht auf einer Delta-Konstruktion. Den Evo bietet Duotone in zwei unterschiedlichen Bauweisen an: Evo Classic und Evo SLS. Beim Classic besteht das Strutgerüst – wie bei den meisten anderen Kites auch – aus Dacron, in der SLS-Version (Strong, Light, Superior) aus Penta TX. Penta TX ist leichter, robuster und dehnungsärmer als Dacron, die SLS-Version im direkten Vergleich leistungsstärker – aber auch teurer (250 Euro).

NUMMER 148

BARSYSTEM Geflogen werden beide Evo wahlweise mit der Trust oder Click Bar. Beide Barsysteme sind vierleinig, eine fünfte Leine kann nachgerüstet werden. Duotone bietet für beide Barsysteme unterschiedliche Loops, unsere Empfehlung für den Freeride-Einsatz ist der Freeride-Loop, für Wave der Rope-Loop und für Freestyle der Freestyle- oder Wakestyle-Loop. Ob Trust oder Click Bar, ist Geschmackssache. Bei der Click Bar befindet sich der Adjuster im Barholm, ge- und depowert wird über eine Ratsche am Barende, ähnlich einer Fahrradschaltung. Empfohlene Leinenlänge: 22 m von 5.0 bis 9.0 und 24 m ab 10.0 Trust Bar ab 529 Euro, Click Bar ab 719 Euro

Rider: Nora Klement Foto: Marcel Würfel

und

Felix

Vetter


TEST FREERIDE-KITES | DUOTONE EVO (CLASSIC)/EVO SLS

KITEHOUSE-FEHMARN.DE

TESTERGEBNISSE Die beiden Duotone Evo hat das Team des „Makani Kitehouse“ auf Fehmarn (Kiteboarding-Events) für euch getestet.

DAS IST NEU AM EVO UND AM EVO SLS

TEST

Kitedesigner Ralf Grösel hat beide Evo komplett überarbeitet. Zugelegt haben beide Modelle besonders in der Welle. Neu am Evo Classic sind die Bridle, der flachere Bogen der Fronttube, der Schnitt der Tuchbahnen sowie das Flugtuch (140 g/m²). Der neue Evo Classic soll deutlich sportlicher sein als der Vorgänger. Bei der SLS-Variante ist die Leistung einfacher abzurufen, das Feedback an der Bar direkter.

Rider: Felix Vetter | Foto: Dirk Seifert

EVO CLASSIC

EVO SLS

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12.0

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1.519

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1.829

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7.0

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13.0

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1.609

1.689

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1.849

1.929

2.009

2089

2.169

KITEBOARDING

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FREERIDE-EIGENSCHAFTEN

KITEBOARDING

WINDBEREICH Als Allrounder bieten Evo und Evo SLS nicht nur einen großen Einsatzbereich, sondern auch einen großen Windbereich. Die SLS-Version geht etwas früher los, im oberen Windbereich ist ein/e versierte/r RiderIn gefragt, da das steifere Strutgerüst aus Penta TX einfallende Böen weniger komfortabel abfedert.

BARGEFÜHL Das Bargefühl ist, wie von Duotone gewohnt, extrem direkt. Die SLS-Version reagiert nochmals definierter auf Lenkimpulse, fühlt sich dadurch sportlicher und nicht so komfortabel an – gerade für eine/n weniger versierte/n FahrerIn.

HÖHELAUFEIGENSCHAFTEN Beide Evo ziehen einen sehr effektiven Winkel gegen den Wind. Der SLS bietet die besseren Höhelaufeigenschaften, benötigt aber auch ein leicht höheres Fahrkönnen.

SPRUNGPERFORMANCE (UNHOOKED) Die Hangtimeleistung des Evo ist hervorragend und reicht schon fast an die des Rebel heran. Allerdings ist der Evo schwieriger zu springen als der Rebel. Der SLS legt in der Performance noch einmal eine Schippe drauf. Aber auch hier gilt: Um der SLS-Version die höhere Sprungleistung auch entlocken zu können, ist eine größere Erfahrung notwendig.

WASSERSTART Aufgrund der runden Tips seiner Deltaform startet der Evo – trotz seiner hohen Streckung – hervorragend aus dem Wasser. Die SLS-Version verwindet geringer, startet dadurch nicht so smooth, erhebt sich aufgrund des geringeren Gewichts aber früher.

TE

FREERIDE- UND CRUISEREIGNUNG?

Beide Evo sind die perfekten Cruiser. Kraftvoll – und dennoch sehr intuitiv und unkompliziert zu fliegen. Die Classic-Version bietet den höheren Komfort und ist fehlerverzeihender – somit der komfortablere Freeride-Cruiser.

FREESTYLE-EIGNUNG (UNHOOKED)

Durchaus machbar, aber unter allen Duotone Freeride Kites bietet der Evo die geringste Unhooked-Freestyle-Eignung.

EIGNUNG FÜR DIE WELLE

In der Welle hat das 2022er-Modell mächtig zugelegt. Gerade die SLS-Version macht Spaß in der Welle – aufgrund des direkteren Umsetzens von Steuerimpulsen und des besseren Drifts. Aber auch hier gilt: In böigen Bedingungen ist die Classic-Version komfortabler.

EINSTEIGEREIGNUNG Der Evo Classic ist absolut einsteigertauglich, deutlich besser als Rebel und Dice. Etwas leichter als mit dem Evo gelingt der Einstieg nur mit dem Neo. Die SLS-Version sollten Einsteiger nicht wählen. Der SLS steht weiter vorne im Windfenster, für EinsteigerInnen ist das schwieriger zu handhaben.

POTENZIAL FÜR AUFSTEIGERINNEN UND FORTGESCHRITTENE KITERINNEN Der Evo – besonders in der Classic-Version – ist der perfekte Kite für AufsteigerInnen und Fortgeschrittene, die sich nicht auf eine Disziplin festlegen wollen. Als Allrounder bietet der Evo eine super Hangtime – auch wenn er etwas schwieriger zu springen ist als der Rebel – und zudem auch ausreichende Leistungen in der Welle, im Big Air und im Freestyle. Neben dem Rebel (und der ist deutlich teurer) ist der Evo der entspannteste Cruiser unter den Duotone Kites. Die SLS-Version zeigt in allen Bereichen – besonders beim Höhelaufen und in der Hangtime – ein merkliches Plus an Leistung.

Rider: Nora Klement Foto: Dirk Seifert


TR P ES O TD U FC RT EERIDE-KITES | DUOTONE EVO (CLASSIC)/EVO SLS

EST

Der Evo/Evo SLS ist sehr intuitiv und unkompliziert zu fliegen. Er richtet sich an alle RiderInnen, die ihren Kite in allen Disziplinen einsetzen wollen. Der neue Evo Classic ist sportlicher als sein Vorgänger, die SLS-Version einfacher im Handling

Rider: Nora Klement und Felix Vetter | Foto: Dirk Seifert

DIE UNTERSCHIEDE DER SIEBEN DUOTONE FREERIDE KITES REBEL SLS, EVO, EVO SLS, NEO, NEO SLS, DICE, DICE SLS – WER SOLLTE ZU WELCHEM KITE GREIFEN? Der Rebel ist der stärkste in der Hangtime. Der Dice bietet die besten Leistungen im Freestyle, im Big Air („King of the Air“-Disziplin) und im Kiteloop, der Neo ist unser Favorit für die Welle und zudem am besten für den Einstieg geeignet. Auf keine Disziplin festgelegt ist der Evo, er punktet in allen Bereichen. Zielgruppe für den Evo sind RiderInnen, die sich nicht auf einen Stil festlegen wollen. In der Hangtime ist der Evo nicht so stark wie der Rebel, aber stärker als Neo und Dice. In der Welle liegt er hinter dem Evo, aber vor dem Rebel. Und im Freestyle und Big Air hinter dem Dice – aber vor Rebel und Neo. Der Rebel (fünf Struts) ist nur in der SLSVersion erhältlich und teuer als der Evo.

FAZIT Der Evo bietet den größten Einsatzbereich aller Duotone Kites. Er ist hervorragend ausbalanciert und sehr intuitiv und unkompliziert zu fliegen. Das Bargefühl ist ausgewogen und direkt, der Materialmix äußerst hochwertig. Der Evo richtet sich an alle RiderInnen, die ihren Kite in allen Disziplinen einsetzen wollen. Der Allrounder bietet beste Leistungen in der Hangtime und ist auf hohem Niveau auch in der Welle, im Freestyle und im Big Air einsetzbar. Besonders auch entspanntes Cruisen macht mega Spaß mit dem Evo. Zugelegt gegenüber ihren Vorgängern haben beide Evo in der Welle. Ob es die SLS-Version sein soll oder der Evo Classic, ist Geschmackssache. Erfreulich ist, dass Duotone den aktuellen Evo Classic etwas sportlicher getrimmt hat als den Vorgänger und der SLS jetzt leichter im Handling ist. Wer 250 Euro mehr ausgeben möchte, bekommt mit dem SLS eine höhere Leistung, allerdings benötigt die SLS-Version auch ein höheres Fahrkönnen. Wer entspannt cruisen möchte, für den ist der Evo Classic die bessere Wahl.

KITEBOARDING

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KITEBOARDING

Kitespaß in allen Bereichen 4.0 EVO CLASSIC

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EVO SLS

13.5

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1.329

1.399

1.469

1.549

1.629

1.699

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1.849

ENDURO V3

1.149

1.229

1.289

1.359

1.469

1.539

1.599

1.649

1.709

1.819

CATALYST V3

739

1.139

1.279

Die beiden Duotone Evo hat das Team des „Makani Kitehouse“ auf Fehmarn für euch getestet. RiderInnen: Nora Klement und Felix Vetter | Fotos: Marcel Würfel und Dirk Seifert

NUMMER 148

1.269

949

1.009

16.0

2.069 (LW)

NEXUS 3

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15.0

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17.0

2.169 (LW)

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T E S T F R E E R I D E - K I T E S | FA Z I T

Den Nexus 3 hat das „ Surf&Kite Theologos“ Team auf Rhodos für euch getestet. | Foto: Manuel Huhle

Es ist wirklich faszinierend, wie groß der Einsatzbereich der Freeride-Allrounder ist. CORE Nexus 3, die beiden Duotone Evo und der Ozone Enduro V3 bieten in der Welle, im Big Air, im Freestyle und natürlich auch beim entspannten Cruisen absolute Spitzenleistungen und sind die perfekte Wahl für KiterInnen, die ihren Kite in allen Bereichen einsetzen möchten. Ihr Handling ist intuitiv und fehlerverzeihend, trotzdem bieten alle vier Testkites eine Performance, die auch weit fortgeschrittene RiderInnen zufriedenstellt. Und selbst EinsteigerInnen sind mit den Freeride-Allroundern bestens beraten. Hier macht nur der Evo SLS eine Ausnahme, er richtet sich an fortgeschrittene KiterInnen. Alle Testkites sind hervorragend ausgestattet und verarbeitet. Preislich liegen Ozone Enduro V3 und Duotone Evo (Classic) gleichauf, rund 100 Euro teurer ist der Nexus 3, nochmals 150 Euro mehr müssen für den Evo SLS investiert werden. Ausnahmslos auf die Bedürfnisse von Ein- und AufsteigerInnen abgestimmt ist der Ozone Catalyst V3, der mit weitem Abstand günstigste unserer Testkites. Mit kaum einem anderen Kite gelingen die ersten Meter auf dem Board müheloser. Der preisgünstige Onestruter ist der perfekte erste Kite nach dem Kurs.

Den Ozone Enduro V3 hat das „Kite-Power-Shop“Team in St. Peter-Ording für euch getestet, federführend die Shopriderin Jana Hansen. Fotos: Axel Reese | reemedia

KITEBOARDING

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KITEBOARDING

NUFFINZ 2.0

Nuffinz produziert „superbequeme Klamotten für deine täglichen Chill-out-Einsätze“ – aus nachhaltiger Biobaumwolle – und nur für Männer. Die Nuffinz 2.0 – „die bequemsten Shorts der Welt“, so das junge Start-up vom Bodensee selbstbewusst – ist seit Kurzem in den Shops und wird aus einem neuen Stoff gefertigt, der nochmals weicher im Stoff sein soll.

NUFFINZ.COM

Nuffinz 2.0

NUMMER 148

Nur für Männer


S T U F F | M U S T- H AV E S

A H T S MU WINDTOOLS SPØKES

Spøkes 142

EINSATZBEREICH: FREERIDE/EINSTEIGERINNEN 137 X 40,5 / 142 X 41,5 | 665€ (KOMPLETT) EXKLUSIV ERHÄLTLICH BEI „KITE-POWER-SHOP“ IN ST. PETER-ORDING

KITE-POWER-SHOP.DE

Entwickelt wurde das Spøkes direkt in St. Peter-Ording, am (wohl) besten Kitespot Deutschlands. Somit soll das Twintip perfekt auf die Bedingungen an den Nordseespots abgestimmt sein. Das Spøkes ist ein gutmütiger Freerider für Glatt- und Kabbelwasser mit mittlerem Flex. Optionale Sliderfins unter den Fersen sollen auch bei wenig Wind oder gering angepowerter Fahrt von EinsteigerInnen exzellente Höhelaufeigenschaften bieten. Der leichte Holzkern, eine Doppelkonkave sowie Tip-Channels sollen für eine gute Sprungperformance sorgen. Optisches Highlight ist das St.-Peter-Ording-BeachlifePanorama auf dem Deck. Produziert wird das Spøkes in Deutschland.

Spøkes 137

SPO Skyline

S E V A TH KITEBOARDING

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TA K U M A . C O M

KITEBOARDING

TAKUMA RS MASTER WING

Vorteile von Boom und Griffen vereint

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Takuma ist ein Hersteller von Wassersportequipment, der sich zu 100 % aufs Foilen spezialisiert hat. Das Produktportfolio umfasst zwei Wings, drei Flügel, vier Boards sowie drei Efoil-Modelle (ab 5.890 Euro). Neu ist der Performance Wing RS Master Wing. Konstruiert hat den RS Master Wing der Segeldesigner Robert Stroj, der auf eine lange Branchenerfahrung zurückblicken kann. Er konstruierte Windsurfsegel für namhafte Hersteller wie ART/ Fanatic (bis 2000) und war danach für die Pryde Group tätig. Stroj lebt auf Maui, seit April 2021 ist er bei Takuma für die Entwicklung der Wings zuständig. Sein Erstlingswerk ist der RS Master Wing. „Es war definitiv völlig neu für mich, mich mit aufblasbaren Strukturen zu befassen, auch wenn mir das Konstruieren von Segeln und Windsurfriggs natürlich mehr als vertraut ist“, so Stroj. „Mein Ansatz beim RS Wing war, die ergonomischen Vorteile eines Booms mit dem Gewichtsvorteil von Gurtbandgriffen zu kombinieren. Aus dieser Überlegung ist die Karbon-‚Direct Control Bar‘ entstanden.“ Der RS Master Wing richtet sich an erfahrenere Piloten. Die Streckung (AR) hat Stroj so gewählt, dass der RS Wing in den Manövern gut zu handhaben sein und besonders das „Pumpen“ möglichst mühelos gestalten soll. „Power Tip Battens“ (flache Latten) sollen ein Einknicken des Flügels verhindern und ihm eine höhere Profilstabilität verleihen. Der Designer konnte somit den Durchmesser des Strutgerüsts verringern und auf die Trimmleine verzichten. Stroj empfiehlt (abhängig vom Gewicht des Fahrers), den RS Wing mit dem TK Carbon 95 und dem Kujira 1095 Foil zu kombinieren. 2.8

3.5

4.3

5.1

6.1

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999

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1079

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„Mein Ansatz beim RS Master Wing war, die ergonomischen Vorteile eines Booms mit dem Gewichtsvorteil von Gurtbandgriffen zu kombinieren.“ Robert Stroj, Takuma Wing Designer


A H T S MU

S E V A TH


M S E V A H T S U M 98

KITEBOARDING

Schütze, was dir wichtig ist

COREKITES.COM

Kite Gear Bag

Hochwertiges Equipment verdient besten Schutz. CORE bietet ein volles Sortiment an Taschen und Hüllen: Board- und Travelbags, Foil Cover und Boardsocken, um die Ausrüstung sicher an den Spot zu bekommen.

SINGLE BOARDBAG TWINTIP 140 | TWINTIP 155 | SURF 6'2" | STUBBY 5'4", AB 119€ BOARD SOCK TWINTIP 140 | TWINTIP 155 | SURF 6'2" | STUBBY 5'4", AB 44,90€ C

KITE GEAR BAG KITE GEAR BAG 150, 269 EURO | KITE GEAR BAG 190, 319€ FOIL COVER FOIL WINGSUIT | FOIL QUIVERBAG | FOIL BAG | FOIL COVER SET, 269€

M

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CM

MY

CY

CMY

K

XC E LW E T S U I T S . C O M

XCEL AXIS SHORTARM 4/3

Ideal für warme Tage Der Axis Shortarm 4/3 soll ideal für warme Frühlings- und Sommertage sein. Die „Thermolite Infrared“-Innenkaschierung soll dafür sorgen, dass die Körperwärme optimal gespeichert und reflektiert wird. Verarbeitet wird kaschiertes Neopren und im Brust- und Rückenbereich Glatthautpanel, um den Windchill-Effekt zu minimieren. Der lange Rückenreißverschluss soll das An- und Ausziehen erleichtern, ein „Flap“ so wenig wie möglich Wasser eindringen lassen. 259€

Axis Shortarm 4/3

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Foil Cover

CORE PROTECTIVE GEAR RANGE

M


A H T S MU

S E V A H T S MU


M S E V A H T S U M 100

KITEBOARDING

AXIS SUPER EASY START PACKAGE (SES)

360° HAMBURGER SEGELTUCHTASCHEN-MANUFAKTUR

Maritim und nachhaltig

Kutter XL | Reise- und Sporttasche Aus recyceltem Segeltuch | 65 x 42 x 35 cm, Volumen ca. 80 l 159,90 Euro

3 6 0 G R A DTA S C H E N . D E

NUMMER 148

Super Easy Start (SES)

Das AXIS Super Easy Start Package (SES) wurde speziell für den Einstieg in alle Foil-Sportarten entwickelt. Das Komplettset umfasst einen Mast, Baseplate, Fuselage, Front- und Backwing. Das SES ist in zwei Größen erhältlich: 1040 für Einsteiger über 80 kg, 940 für leichtere Foiler. Die Fuselage mit 725 mm Länge soll ausreichend Kontrolle während der ersten Flüge bieten, aber auch bei höherem Fahrkönnen noch Spaß machen. Die SES-Modelle basieren auf der BSC-Serie, sind aber benutzerfreundlicher. Komplett-Set: 1.229 Euro

AXISFOILS.COM

Benutzerfreundlich

Die 360°-Mission sind funktionale und zeitlose Taschen, die ein Leben lang halten sollen. Hergestellt werden die 360°-Bags aus gebrauchten Segeln. Segeltuch ist stabil, UV-beständig, reißfest und seetauglich, die Segel werden direkt bei Yachtbesitzern gekauft. Aus diesen gebrauchten Segeln fertigt die Hamburger Segeltuchtaschen-Manufaktur stylische Seesäcke, Umhängetaschen, Backpacks und Sporttaschen. Die 360°-Taschen sind Designklassiker, alle Stücke sind handgefertigte Unikate. Vertrieb über ausgesuchte Läden und im eigenen Onlineshop: www.taschen-aus-segeltuch.de

Barkasse | Messenger-Bag Aus recyceltem Segeltuch | 169,90 Euro


CABRINHA SOURCE

Die Strap-Bindung „Source“ soll Komfort, Kontrolle und Performance vereinen und ergonomisch perfekt sitzen. Die vorgeformte 360-Grad-Schlaufe soll sich schnell individuell anpassen lassen, das DualDensity-Pad für ein weiches, komfortables Fahrgefühl sorgen. Lieferbar in drei Größen (S < 42, M 40–45, L > 44) für 179 Euro.

Foto: Lukas K Stiller

Cabrinha Source

CABRINHA.COM

Komfort, Kontrolle und Performance

S T U F F | M U S T- H AV E S

A H T S MU

S E V A TH KITEBOARDING

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M S E V A H T S U M 102

KITEBOARDING

ION MAX FLEX

Max Flex ist eine neue Außenhaut von Neoprenanzügen, das dreidimensionale Mesh-Material entsteht in einem Webprozess. ION setzt die Max Flex-Technologie in den Modellen Seek Select und Seek AMP (Männer) sowie Amaze (Frauen) ein. In Kombination mit dem wärmenden Innenfutter „Graphene“ will ION neue Maßstäbe in der Kombination von Wärmeisolierung und Bewegungsfreiheit setzen. Je mehr Flex, desto mehr Freiheit – ION verspricht 30 % mehr Dehnung durch das neue Material bei identischer Wärmeisolierung. Ab 339,99 Euro

5'0, 75 L | 5'1, 90 L | 5'3, 110 L | 5'5, 130 L | 879€

ION Amaze

ION Seek

Max_Flex

NUMMER 148

Rider: Aaron Hadlow

BOARDS-MORE.COM/ION

S T R E T C H I E S T

I N S TAG R A M . C O M / I O N AC T I O N S P O RT S

Leichtigkeit und ein geringes Transportvolumen standen ganz klar im Vordergrund bei der Entwicklung des IFlyer. Das inflatable Wingfoil-Board ist ausgestattet mit Footstrap-Einsätzen (Surfstance und Y-Position), für die Steifigkeit sorgt eine große Karbon-Platte. Transportiert wird das IFlyer in einem Rucksack, der selbst in den kleinsten Kofferraum passen soll.

VAYU IFlyer

Reisefertig

VAY U . W O R L D

VAYU IFLYER

M


A H T S MU R I D E R : E L I AS O U A H M I D

P HO TO : M ITC HEL L D OY LE MARKG RAAFF

LIGHT YEARS AHEAD We introduce the new Ultra Team, featuring Ho’okipa.

Developed in partnership with Challenge Sailcloth, this unique Ultra PE leading edge and strut composite material is 25% lighter and 10x stronger than traditional fabrics. This allows for 50% higher pressure, creating increased stiffness combined with a thinner leading edge. The result is supercharged responsiveness coupled with sublime handling, and of course the long-term performance you expect from Airush. The new Ultra Team, light years ahead.

S E V A H T S MU A P M M ar ket i n g Gm b H | info@a irus h- deutsc hla nd.de | DE


Die Judges wollen extrem hohe und extrem spektakuläre Tricks sehen. Die Klassiker sind Kiteloop Board Off und Boogieloop Board Off; neuere, radikalere Tricks sind S-Loop, Double Kiteloop und Boogieloop Double Kiteloop

ERSTE BIG-AIRWELTMEISTERSCHAFT

G K A B I G A I R W O R L D C H A M P I O N S H I P 2 0 2 2 TA R I FA

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POSITO MARTINEZ

ALTER 27 NATIONALITÄT DOMINIKANISCHE REPUBLIK GEBURTSORT SOSUA, DOMREP LEBT DERZEIT IN CABARETE, DOMREP KITET SEIT 2006 HOMESPOT KITE BEACH CABARETE, DOMREP LIEBLINGSPOT(S) CABARETE, LA BOCA INSTAGRAM @POSITO_MARTINEZ

P RO F I Z I R KUS | G K A B I G A I R WO R L D C H A M P I O N S H I P 2 0 2 2 , TA R I FA

NAME

Vom 20. Juni bis 6. Juli 2022 werden in Tarifa/ Spanien die ersten offiziellen Big-Air-Weltmeisterschaften stattfinden. Die GKA Big Air World Championship wird als World Sailing Special Event durchgeführt und ist der einzige offizielle Big Air World Title im Kitesport. Weltmeistertitel werden in den Disziplinen Twintip, Strapless und Hydrofoil vergeben. Qualifizieren können sich Rider über die Freestyle-Rangliste (Top 4), einen Videocontest und über Wildcards. Posito Martinez ist einer der vier Rider, die über die Rangliste qualifiziert sind. Wir sprachen mit dem CrazyFly Teamrider, was genau Big Air ist, welche Tricks gewertet werden und wie er die Zukunft im Big Air sieht. KITEBOARDING

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Posito, du bist einer der vier vorqualifizierten Rider für die erste offizielle Big-Air-Weltmeisterschaft. Wer sind die anderen drei? Ja, ich bin total happy, einer der vier gesetzten Rider zu sein. Die anderen drei sind Arthur Guillebert, Jeremy Burlando und Carlos „Bebê“ Mario. Wie war das Auswahlverfahren? Ich bin vorqualifiziert, da ich bei der GKA-Freestyle-Weltmeisterschaftstour 2021 unter den Top 4 war. Alle weiteren Plätze wurden über einen Videocontest und Wildcards vergeben.

Was genau ist die Disziplin Big Air, welches Equipment wird verwendet und welche Tricks werden von den Judges gezählt? Die Judges wollen extrem hohe und extrem spektakuläre Tricks sehen. Die Klassiker sind Kiteloop Board Off und Boogieloop Board Off; neuere, radikalere Tricks sind S-Loop, Double Kiteloop und Boogieloop Double Kiteloop. Für die Disziplin Big Air brauchst du einen Kite, der extrem liftet, möglichst lange trägt und sicher loopt. Das Board sollte einen hohen Pop besitzen, um die Höhe zu unterstützen, und sicher, einfach und mit hoher Geschwindigkeit zu


landen sein – zudem auch stabil genug, um bei unsauberen Landungen aus hoher Höhe nicht zu brechen. Ich werde das CF Raptor Extreme einsetzen, mein Pro-Model, das ich zusammen mit CrazyFly speziell für die Big-Air-Disziplin entwickelt habe. Meine Kites werden CrazyFly Sculp und Hyper sein.

P RO F I Z I R KUS | G K A B I G A I R WO R L D C H A M P I O N S H I P 2 0 2 2 , TA R I FA

Die neue Generation von Big-Air-Ridern bringt weit mehr Innovationen hervor als die der Freestyler. Tricks auf einem noch nie dagewesenen Niveau, die den Sport pushen. Ich denke, Big Air wird sich erneut etablieren und Kiteboarden auf ein neues Level heben

Was genau ist der Unterschied zwischen den beiden GKA-Disziplinen Freestyle und Big Air? Beim Big Air geht es darum, möglichst radikale Tricks in extremer Höhe zu zeigen. Freestyle ist deutlich technischer. Im Freestyle werden Wakestyle-Tricks wie Handle Passes gewertet. Während des Tricks sollte der Kite möglichst tief geflogen werden, der Trick muss aggressiv sein. Anders als im Big Air ist die Höhe nicht so entscheidend. Das bekannteste Big Air Event ist der „King of the Air“ (KOTA), der jedes Jahr in Kapstadt/Südafrika stattfindet. Wo liegen die Unterschiede zwischen dem KOTA und der GKA-Big-Air-Weltmeisterschaft? Ja, der „Red Bull King of the Air“ ist das größte Big Air Event der Welt, und auch nur die besten Fahrer können teilnehmen. Aber der GKA Big Air World Cup ist die offizielle Weltmeisterschaft. Für mich ist das der Unterschied. Der KOTA läuft über eine Halteperiode von 14 Tagen. Der Wettbewerb selbst findet an den beiden windreichsten Tagen statt. Gibt es eine Mindestwindstärke und eine Halteperiode auch für die GKA-Big-Air-Weltmeisterschaft? Die GKA Big Air World Championship ist für 18 Tage angesetzt. Der Wettbewerb wird an den drei bis vier Tagen stattfinden, an denen die Bedingungen am besten sind. Es wird in drei Disziplinen gewertet: Twintip, Strapless und Hydrofoil. KITEBOARDING

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Der „King of the Air“ ist das größte Big Air Event der Welt, nur die besten Fahrer können teilnehmen. Aber die GKA Big Air World Championship ist die offizielle Weltmeisterschaft. Für mich macht das den Unterschied

Das zweite international wichtige Big Air Event ist die „Big Air Kite League“ (BAKL). Bist du schon einmal auf einem BAKL Event angetreten? Nein, auf einem BAKL Event bin ich bisher noch nicht gestartet. Aber es steht auf meiner Liste für die Zukunft. Ich war auf der Starterliste zum Lords of Tram 2022 in Frankreich, dem ersten BAKL Event in diesem Jahr. Aber leider war ich durch ein anderes Projekt verhindert. Ich denke, dass ich auf der Tour 2023 dabei sein werde.

Die Qualifikationsrichtlinie lautet, dass die Top 4 der männlichen Freestyle-Fahrer aus der Rangliste der GKA Kite World Tour 2021 bereits vorqualifiziert sind. Weitere vier Plätze gehen an die Top 4 Rider des Full-Power-Tarifa-Qualifikationsevents, das im Mai 2022 stattfinden wird, acht Plätze über einen Videocontest und acht weitere über Wildcards der GKA. Für die Hydrofoil- und Strapless-Wertung jeweils die Top 4 der aktuellen Rangliste, vier Plätze über einen Videocontest und vier weitere Plätze über GKA-Wildcards.

Wie unterscheiden sich der KOTA und die BAKL? Der KOTA hat eine längere Tradition und ist größer organisiert als die BAKL Events. Ich denke aber, dass die BAKL sich entwickeln und in den nächsten Jahren zu den Top-Events gehören wird.

2021 bist du auf den GKA Freestyle Events gestartet, auch warst du schon zwei Mal beim KOTA dabei. Wie sind deine Pläne für die Saison 2022? An welchen Events wirst du teilnehmen? Letztes Jahr konnten aufgrund der Pandemie leider nur zwei GKA Freestyle Events stattfinden, eins in Tarifa, das zweite in Brasilien. Hoffentlich werden wir in diesem Jahr mehr Freestyle Events haben. Mein Plan ist es, auf den GKA Events sowohl im Freestyle als auch im Big Air zu starten.

Wie sehen die Qualifizierungsrichtlinien für die GKA-Big-Air-Weltmeisterschaft aus? Wenn sich ein Rider für dieses Event bewerben möchte, was muss er tun?


Ich habe bisher zweimal an KOTA teilgenommen. Damit ist mein größter Traum bereits in Erfüllung gegangen. Mein Ziel ist es, mich noch einmal qualifizieren zu können. Mein persönliches Ziel ist, einfach immer das Beste zu geben. Big Air ist die älteste Wettkampfdisziplin im Kitesurfen. Bei den ersten FreestyleMeisterschaften im Kitesurfen im Jahr 2000 ging es um hohe und weite Sprünge, alle eingehakt. Später war Big Air verpönt. Freestyle-Wettbewerbe wurden erst im New School und später dann im Wakestyle abgehalten. Mittlerweile gibt es eine Renaissance des Big Air, nicht zuletzt durch Wettbewerbe wie den KOTA. Wo siehst du die Zukunft des Big Air im Kitesport und als Wettbewerbsdisziplin? Für den Big Air sehe ich eine große Zukunft. Keine Disziplin hat einen so starken Wow-Effekt. Für die Zuschauer ist es einfach spannender, einen radikalen 20-Meter-Sprung zu sehen als einen komplizierten Freestyle-Trick. In meinen Augen wird der aktuelle Freestyle zu stark von Wakeboarding-Tricks dominiert. Von daher begrüße ich die Entscheidung der GKA, Big-Air-Elemente zu integrieren, denn sie sind die Wurzeln unseres Sports. Zudem bringt die neue Generation von Big-AirRidern weit mehr Innovationen hervor als die neue Generation der Freestyler. Als ich vor ein paar Jahren beim KOTA antrat, war der radikalste Trick ein Kiteloop Board Off. Heute sehen wir Down-Loop Board Offs, Double-Loops und S-Loops. Tricks auf einem noch nie dagewesenen Niveau, die den Sport pushen. Ich denke, Big Air wird sich erneut etablieren und Kiteboarden auf ein neues Level heben.

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FORMULA KITE "A’S YOUTH FOIL CLASS"

MARINA PSYCHOGYIOU DIRK SEIFERT

GIOVANI MITOLO

TEXT:

FOTOS:

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FAST-N-FURIOUSOLYMPIAKLASSE


SPØKES by

WIND

TOOLS YOUTHFOIL.ORG

Gestartet wird in der "A’s Youth Foil Class" wird mit Tubekites (Ozone Edge) und einem Foilboard (SABfoil Carbon Hydrofoil). Die Kite-Range ist auf die Größen 6.0, 9.0 und 13.0 begrenzt. Die Hydrofoils liegen in der Leistung zwar unter den Foils, die bei Olympia eingesetzt werden, sollen aber dennoch Hochleistungsflügel sein, die den Fahrern Spaß machen und zudem für spannende Rennverläufe sorgen sollen. Die Tubekites sind deutlich einfacher im Handling als die HochleistungsSoftkites der Formula Kite. Das Rennformat hingegen ist das gleiche wie bei Olympia. In Vorläufen wird über die 14 FinalTeilnehmer entschieden, die dann um die Medaillen kämpfen werden. Welt- und Europameisterschaften werden in zwei Altersklassen ausgetragen: U15 (2008 oder später geboren) und U17 (2006 oder später geboren).

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WEITERE INFOS ZUR "A’S YOUTH FOIL CLASS"

Die Formula Kite "A’s Youth Foil Class" ist die olympische Nachwuchs-Foil-Race-Disziplin. Die Offiziellen nennen die "A’s Youth Foil Class" auch gerne die "Fast-n-Furious-Olympiaklasse". Gestartet wird auf einer One-Design-Ausrüstung, das bedeutet, jede/r TeilnehmerInnen fährt mit dem gleichen Material. "Ziel war es, jungen Athleten die Möglichkeit zu geben, mit einer erschwinglichen One-Design-Ausrüstung antreten zu können, die sicher, aufregend und überall auf der Welt verfügbar ist.", so die IKA (International Kiteboarding Association). Die IKA ist der offizielle Ansprechpartner für die Olympischen Spiele und organisiert auch die Weltmeisterschaftsserie (Formula Kite) im Race.

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TERMINE 2022 16. - 22. MAI 2022

WELTMEISTERSCHAFT 2022

TORREGRANDE (ITA)

23. - 26. JUNI 2022

GRAND PRIX

CAMPIONE (ITA)

20. - 24. JULI 2022

EUROPAMEISTERSCHAFT 2022

GIZZERIA (ITA)

MATERIAL INTERESSIERTE KÖNNEN SICH AN DIE DEUTSCHEN VERTRIEBE VON OZONE (KITES) UND SABFOIL (FOILBOARD) WENDEN. OZONE: SANJA WIEGMANN | SANJA@OZONEKITES.DE SABFOIL: FRANK ROSIN | FRANK@FAMOUSFRANK.COM

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80 % WINDAUSBEUTE SPOTBERICHT THEOLOGOS RHODOS/GRIECHENLAND

Tobi, du bist der Inhaber von „Surf&Kite Theologos“ und dem LOGOS Beach Village. Seit wann bist du auf Rhodos? 2011 bin ich als Surflehrer nach Rhodos gekommen. Ein Jahr später habe ich die kleine Surfstation übernommen und auch eine Kitestation eröffnet. Das Village entstand 2018. Momentan planen wir ein weiteres Projekt.

Eure Station ist von April bis Ende Oktober geöffnet. Wie sind die Windbedingungen und wann ist die Windsaison auf Rhodos? Wir haben dieses Jahr – endlich wieder – am 1. April eröffnet. Unsere ersten Gäste haben ca. 50 % Windausbeute. Das ändert sich ab ca. Mitte Mai bis Ende September. Dann sind es rund 80 %. In der Vor- und Nachsaison bieten wir viele Fahrradtouren, Crossfit-Klassen und Yoga an. Wann baut sich der Meltemi bei euch auf, wie lange hält er den Tag über an und mit welcher Windstärke bläst er in der Regel? Der Meltemi bläst in der Regel ab 12 Uhr und baut sich zum Nachmittag/Abend auf. Tagsüber und in den späten Stunden kann man mit gut 20 bis 25 Knoten rechnen.

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Wie kam es dazu, dass du die Station in Theologos übernommen hast? Ich habe als Lehrer gearbeitet und war von Griechenland, Rhodos und vor allem dem Ort Theologos fasziniert. Die Herzlichkeit der Griechen ist einfach außergewöhnlich.

INTERVIEW

DIRK SEIFERT

FOTOS

SURF&KITE THEOLOGOS MANUEL HUHLE


REISE | 80 % WINDAUSBEUTE

Der kleine Ort Theologos liegt an der Westküste, nur fünf Kilometer vom Flughafen Rhodos entfernt. Direkt vor dem Alex Beach Hotel befindet sich die Kite- und Windsurfstation „Surf&Kite Theologos“, und gleich neben der Kitestation das LOGOS Beach Village, „die vermutlich lässigste Unterkunft auf ganz Rhodos“, so die Inhaber. Wir sprachen mit Tobias Gottfried, wann die beste Meltemi-Zeit ist, was „Glamping im Boutique-Stil“ bedeutet und welche Aktivitäten – außer Kiten – auf Rhodos sonst noch geboten werden.

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Sundowner Programm Freitags BBQ mit Livemusik am Strand, sonntags Pasta Night und Livemusik im LOGOS und mittwochs griechisch essen im Drosia

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Der Meltemi baut sich ab 12 Uhr auf. Tagsüber und in den späten Stunden könnt ihr mit gut 20-25 Knoten rechnen

Wie sind die Wasserbedingungen bei euch? Und gibt es einen Stehbereich? Wir haben einen sanften Einstieg mit kleinem Stehbereich und eine Sandbank etwas weiter draußen, auf der man wieder stehen kann. Generell aber tiefes Wasser, wenig Welle, tolle Temperaturen und atemberaubende Karibik-Farben – mitten in Europa. Wie groß ist der Strandbereich, der fürs Kiten genutzt werden kann? Der Strandbereich ist etwa 2500 qm, also groß genug, um sich auch an Land nicht in die Quere zu kommen. Zudem haben wir keine Hindernisse im Wasser oder am Strand. Wie hoch ist die Einsteigereignung eures Spots? Jeder, der bei uns kiten lernt, kann es auch. Im reinen Stehbereich lernt man eventuell etwas einfacher, ist aber für die große Kitewelt nicht bereit. Bei uns hast du eine persönliche Betreuung. Einen Instructor für maximal zwei Schüler, jeder Schüler trainiert mit einem eigenen Kite. Daher sind Lerntempo und -erfolge sehr hoch.


Bietet ihr auch Kurse speziell für Kinder an? Ja, beim Windsurfen und Wingen haben wir spezielle Kurse für Kinder. Beim Kiten ist das etwas schwieriger, da unser Revier kein Stehrevier ist. Generell sollte das Kind über 35/40 kg wiegen und über 12 Jahre alt sein. Außer Kiten und Windsurfen, welche Sportarten sind bei euch noch möglich? Wingsurfen/Wingfoilen, Yoga, Zumba, SUP und Biketouren.

Wie gut ist der Spot zum Foilen (Kite und Wing) geeignet? Sehr gut. Wir haben Sideshore-Wind – und das Wasser wird nach dem seichten Einstieg sofort tief. Welche Aktivitäten bietet ihr euren Gästen außerdem? Wir haben jede Woche ein paar Events. Mittwochs gehen wir alle zusammen griechisch essen im Drosia, freitags ist am Strand BBQ mit Livemusik und sonntags Pasta Night und Livemusik im LOGOS. Ansonsten ohne feste Termine weitere Specials wie Downwinder und SUP-Rennen. Wo können eure Gäste übernachten? Direkt neben der Station im LOGOS Beach Village, in den „Let it Be“-Unterkünften oder im Sunset Beach Hotel. Für Familien, die All-in bevorzugen, ist das TUI Best Family Hotel Alex Beach eine gute Wahl. Jeder, der eine Unterkunft sucht, wird bei uns auch eine finden.

REISE | 80 % WINDAUSBEUTE

Wie ist eure Station ausgestattet? Neben Storage und Materialmiete, was bietet ihr noch? Wir haben eine Crossfit-Station direkt am Kitecenter, bieten morgens unterschiedliche Aktivitäten wie Zumba oder Yoga an, zudem die Bike-Station MOOVE, an der sich jeder ein Rennrad, Mountainbike oder E-Bike ausleihen kann, und für windstillere Tage haben wir SUP Boards vorrätig.

Wer bei uns kiten lernt, kann es auch

Die Windausbeute ist hoch. 50% bis Mitte Mai und 80% bis Ende September Pefekt auch zum Wing- und Kitefoilen Sideshore-Wind – und das Wasser wird nach dem Einstieg sofort tief

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LOGOS Beach Village Näher am Wasser geht es nicht Foto: Manuel Huhle

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KONTAKT: SURFANDKITETHEOLOGOS.COM BUCHUNGEN ÜBER SUN&FUN SPORTREISEN | SUNANDFUN.COM BUCHUNGEN ÜBER SURF AND ACTION | SURFANDACTION.DE

Auch für windlosere Tage ist gesorgt: Crossfit, Bikes, SUP, Zumba und Yoga Kurse

Movie Night Kite- und Surfvideos auf der Großbildleinwand an der Station

Das LOGOS Beach Village befindet sich direkt hinter der Kitestation und besteht aus 13 Lodges und 4 Studios. Ihr versprecht „Glamping“ im Boutique-Stil. Was genau bedeutet das? Das bedeutet, dass ihr bei uns ein Campinggefühl auf allerhöchstem Niveau in direkter Strandnähe erleben könnt. Die ersten Zimmer stehen quasi schon auf dem Strand, näher am Wasser geht es nicht. Sei wann gibt es das LOGOS Beach Village? Eröffnet haben wir im Juni 2018.

Wie weit ist es von eurem Kitecenter zu eurer Windsurfstation? 300 m, rund zwei Minuten Laufweg. Wie hoch ist der Partyfaktor auf Rhodos? Sehr, sehr hoch!!!!! Was kann man auf Rhodos sonst noch unternehmen? Einiges. Die Insel bietet wirklich sehr viel. Für Tipps könnt ihr uns jederzeit ansprechen.


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WILLKOMMEN, WO DAS WASSER WIE EIN BUMERANG LIEGT

Wanju Kepa Kurl Boodja

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O F F - R OA D -T R I P D U R C H S Ü D W E S T- A U S T R A L I E N

„Sind Sie ganz alleine unterwegs?” Der Ranger guckte mich verdutzt an. „Yep“, erwiderte ich mit einem breiten Lächeln. Seine Augen inspizierten meinen Land Cruiser. „Haben Sie denn Offroad Recovery Equipment dabei?“ „Ehm, nope.“ Ich ließ mir nichts anmerken, aber natürlich machten mich seine Fragen etwas nervös. „Und Sie schlafen alleine am Strand?“ „Ja, das hatte ich vor.“ „Unzählige Autos sind hier schon der Flut zum Opfer gefallen. Der Sand ist stellenweise wirklich weich. Einen Luftkompressor haben Sie aber schon, und mit Reifendruck kennen Sie sich auch aus, oder?“ „Absolut!“ Ob er mir die Antwort wirklich abnahm, sei dahingestellt. „Na dann, good luck!“ „Thanks, Mate.“ Als der Thomas River – die erste Schikane, die ich überwinden musste, um auf den 29 km langen Strand des wilden Cape Arid zu gelangen – beim Durchqueren bis über meine Motorhaube schwappte, schlug mein Herz dann doch bis in den Hals. Das glückliche Gefühl, auf der anderen Seite angekommen zu sein, werde ich so schnell nicht vergessen. Ich stoppte den Motor, atmete tief durch und ließ meine Reifen auf 20 psi runter. Jetzt konnte das Abenteuer richtig losgehen!


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Auf diesem Trip wollte ich auch an entlegene Küstenstriche – Hardcore-4-Wheel-Driveonly-Terrains –, um die ich ohne 4WD einen Riesenbogen gemacht hätte. Mit meinem rappelvollen Toyota Land Cruiser machte ich mich auf den Weg. Gute 800 Kilometer wollte ich als erste Etappe zurücklegen

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TEXT GABI STEINDL FOTOS JAIMEN HUDSON JAMES HOOPER

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Mit seiner gigantischen Fläche von 2,6 Millionen km2 (sieben Mal so groß wie Deutschland) ist Westaustralien die Heimat des Roadtrips. Ich bin fest davon überzeugt, dass Gott den größten Bundesstaat des australischen Kontinents mit seiner malerischen und rauen Schönheit, epischen Gebieten und einer der unberührtesten und saubersten Küstenlinien der Welt geschaffen hat, damit wir Erdlinge jene mit dem Auto erkunden können. Auf diesem Trip wollte ich an die schönsten Spots. Auch an entlegene Küstenstriche – Hardcore-4-WheelDrive-only-Terrains –, um die ich ohne 4WD einen Riesenbogen gemacht hätte. Mit meinem rappelvollen Toyota Land Cruiser machte ich mich auf den Weg gen Südküste. Gute 800 km wollte ich als erste Etappe zurücklegen. Das Gebiet um Esperance ist ein isoliertes Paradies. Die Wudjari People der Noongar-Kulturgruppe (auch Nyungar, die indigenen Australier im Südwesten) sind die australischen Ureinwohner und traditionellen Eigentümer dieser Region. Ihr Name für Esperance ist Kepa (Wasser) Kurl (Bumerang) und bedeutet „wo das Wasser wie ein Bumerang liegt“. Grundlegend für die Identität und Kultur der Noongar und Wudjari ist die Verbindung zum Land (Boodja oder auch Boodjar) mit einem tiefen Verantwortungsgefühl für die Natur und das kulturelle Erbe. Der kleine Ort Esperance hat rund 12.000 EinwohnerInnen und liegt extrem abgeschieden. Der schneeweiße Sand hier ist so fein und kompakt, er quietscht unter den Füßen. Die Wellen sind durchsichtig wie Glas, oft ist es schwierig, sie überhaupt richtig zu sehen. Leider ist Esperance auch für seine riesengroßen Weißen Haie bekannt. Allein in den letzten drei Jahren gab es drei tödliche Haiattacken und eine Anzahl an „near misses“. Die Emotionen während meiner ersten Session in Esperance waren intensiv. Das etwas mulmige Gefühl in der Bauchgegend aufgrund der großen weißen Bewohner unter der Wasseroberfläche bekam ich dann doch relativ schnell unter Kontrolle. Die unglaubliche Naturkulisse der hufeisenförmigen Twilight Bay, des inoffiziellen Wahrzeichens von Esperance mit seinem ikonischen „Felsen mit Loch“, half mir dabei. So allgegenwärtig die Weißen Haie in Esperance auch sind, mit den Tagen dachte ich nicht mehr an sie. Dort, wo die Wellen rollten und der Wind blies, ging ich kiten. Ich machte lange Downwinder, spielte in durchsichtigen Wellen und war immer – ohne Ausnahme – alleine auf dem Wasser. Rund um Esperance gibt es eine relativ konsistente kleine Dünung und im Sommer eine beständige Seabreeze, fast alle Breaks sind Beachbreaks. Größere Dünung gibt es in Esperance nur sehr selten, da die über 100 unberührten vorgelagerten Inseln des Recherche Archipelago (von den Locals auch „Bay of Isles“ genannt) den Swell blockieren.

Das etwas mulmige Gefühl in der Bauchgegend aufgrund der großen weißen Bewohner unter der Wasseroberfläche bekam ich dann doch relativ schnell unter Kontrolle. Die unglaubliche Naturkulisse der hufeisenförmigen Twilight Bay mit seinem ikonischen „Felsen mit Loch“, half mir dabei


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„Haben Sie denn Offroad Recovery Equipment dabei?“ „Ehm, nope.“ Ich ließ mir nichts anmerken, aber natürlich machten mich seine Fragen etwas nervös KITEBOARDING

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Der Pink Lake mit seinem Kaugummi-Farbton wird von den Einheimischen als Naturschatz angesehen. Ich dachte sofort: „I want to kite it.“


Nachhaltige Mixed-Media-Kunstform Der lokale Surfboardshaper Pmac ist auch als „Fish Skin Artist“ (Fischhaut-Künstler) bekannt. Er fixiert getrocknete Häute typischer Fische auf recyceltem Holz, darüber kommt durchsichtiges Surfboardharz.

An einem Tag mit völlig auflandigem Wind und chaotischen, verblasenen Breaks fuhr ich den berühmten Great Ocean Drive von Esperance, eine 40 km lange kreisförmige Schleife. Vorbei an atemberaubenden, leeren Stränden, felsigen Landzungen, kleinen Buchten, steilen Klippen, Karri-Wäldern und den zwei Seen, die landeinwärts liegen: Pink Lake (der jetzt nicht mehr pink ist) und Lake Warden. Noch vor 20 Jahren war der Pink Lake mit seinem Kaugummi-Farbton ein Ort, der von den Einheimischen als Naturschatz angesehen wurde. Das Rosa im Wasser wurde durch mikroskopisch kleine Algen verursacht, die Betacarotin produzierten, das aber mit sinkendem Salzgehalt abnahm. Die einzigartige Farbe verblasste aufgrund reduzierter Verdunstung und von Salzgewinnung. Als ich so in die Ferne blickte, erspähte ich plötzlich ein rosarotes Schimmern. Der Nachbarsee Lake Warden (auch ein Salzsee) leuchtete in Pink. Im Tourismusbüro wurde mir gesagt, dass dies ein bis zwei Mal pro Jahr passieren würde und dafür viele glückliche Zufälle zusammenkommen müssten. Ich konnte es nicht glauben und dachte sofort: „I want to kite it.“ Die Gegend um Lake Warden ist ein Naturschutzgebiet, und der Zugang ist schwierig. Es war schon spät am Nachmittag, viel Zeit blieb mir nicht mehr. Ich fuhr näher gen Lake Warden und kämpfte mich durchs dichte Gebüsch. Wie auf Schnee – es war Salz – stapfte ich zum Ufer des Sees und watete vorsichtig hinein. Das Wasser war nur 10 cm tief, der Wind blies um die 12 kn. Ich demontierte die Finnen meines Waveboards und los ging’s auf einen völlig verrückten Ritt auf diesem pinkfarbenen Spiegel. Einige Lake Warden Tattoos – Narben von diversen Cuts, die ich mir durch die scharfe Salzkruste an den Füßen zugezogen hatte – sind mein lebenslanges Souvenir, genau wie die Fotos, die Jaimen geschossen hat. An einem anderen Nachmittag besuchte ich den lokalen Surfboardshaper Pmac, der auch als „Fish Skin Artist“ (FischhautKünstler) bekannt ist. In seinem Boardshaping-Schuppen hängen seine Werke an den Wänden, die er unter FOFS (Fish on Fish Skins) vermarktet. Pmac trocknet die Häute typischer

Mein nächstes Ziel war der Cape Le Grand National Park. Der ca. 60 km östlich von Esperance gelegene, 32.000 ha große Nationalpark wurde 1966 gegründet. Die hügeligen Heidelandschaften, aus der sich massive Granit- und Gneisgipfel in der Küstenebene erheben, beherbergen Pygmäen-Opossums, westaustralische Graue Riesenkängurus und eine Vielfalt bunter Wildblumen.Lucky Bay, der 5 km lange und berühmteste Strand des Parks, hat offiziell den weißesten Sand Australiens, was schon zweimal wissenschaftlich bewiesen wurde. Dazu wurden Sandproben von Stränden in ganz Australien gesammelt. Der Nachbarstrand, Hellfire Bay, ist übrigens Australiens zweitweißester.

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Fische Westaustraliens, zum Beispiel Breaksea Cod, Nannygai, Mangrove Jack und Barramundi, und fixiert sie danach auf außergewöhnlichem, recyceltem Holz. Darüber kommt durchsichtiges Surfboardharz, und zu guter Letzt malt er den Rest des Fisches auf. Eine wunderschöne, einzigartige und nachhaltige Mixed-Media-Kunstform, die der begeisterte Fischer selbst erfunden hat, nachdem er sich beim Fischfiletieren einmal gesagt hatte: „Es muss etwas geben, was ich mit diesen Häuten machen kann, anstatt sie in die Mülltonne oder den Krähen zum Fraß vorzuwerfen.“

Lucky Bay bekam seinen Namen 1802, als der englische Seefahrer Mathew Flinders in einen Sturm geriet. Erfolglos versuchte er, Schutz auf einer der vorgelagerten Inseln zu finden. Also segelte er zum Festland (eine riskante Strategie), wo er einen sicheren Ankerplatz in einer großen Bucht fand, die er später Lucky Bay nannte. In Lucky Bay dürft ihr euch nicht wundern, wenn am Strand auf einmal ein Känguru neben euch steht. Sie suchen im Wasser der Bucht nach Abkühlung. Auch ich wurde „lucky“ in Lucky Bay. Der Wind blies und eine

So allgegenwärtig die Weißen Haie in Esperance auch sind, mit den Tagen dachte ich nicht mehr an sie. Dort, wo die Wellen rollten und der Wind blies, ging ich kiten. Ich machte lange Downwinder, spielte in durchsichtigen Wellen und war immer – ohne Ausnahme – alleine auf dem Wasser

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kleine, aber feine Dünung rollte – ich fühlte mich wie in einem Traum. Auch erklomm ich im Cape Le Grand National Park den ikonischen Frenchman Peak, eine beeindruckende Granitkuppel, die sich 242 m über den Meeresspiegel erhebt. Seine Spitze ähnelt den Hüten, die von französischen Truppen im 19. Jahrhundert getragen wurden. Der Name der Aborigines für den Gipfel ist Mandooboornup, er ist ein wichtiger Ort in ihrer lokalen Kultur. Das absolute Highlight meines Roadtrips war aber ohne Zweifel der 280.000 ha große Cape Arid National Park, der gute 125 km östlich von Esperance beginnt. In diesem wildschönen, artenreichen Gebiet bekommt „weltabgeschieden“ eine ganz neue Definition. Diese nahezu unberührte Wildnis ist ein wichtiges Schutzgebiet für 1.100 Pflanzen- und mehr als 160 Vogelarten, von denen einige bedroht oder gefährdet sind. Wandernde Wale ziehen im späten Winter und Frühling in der Nähe der Landzungen vorbei. Der Großteil des Parks ist nur

Der Name der Wudjari People für Esperance ist Kepa (Wasser) Kurl (Bumerang) und bedeutet „wo das Wasser wie ein Bumerang liegt“. Grundlegend für die Identität der Wudjari ist die Verbindung zum Land (Boodja) und ein tiefes Verantwortungsgefühl für die Natur


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Unbeschreiblich Das Gefühl, nach dieser Session den Tag Revue passieren zu lassen und stoked mit kleinen roten Augen in meinen Swag zu kriechen – ganz alleine an einem endlos langen schneeweißen Sandstrand –, war unbeschreiblich

Ich bin fest davon überzeugt, dass Gott den größten Bundesstaat des australischen Kontinents mit seiner malerischen und rauen Schönheit, epischen Gebieten und einer der unberührtesten und saubersten Küstenlinien der Welt geschaffen hat, damit wir Erdlinge jene mit dem Auto erkunden können

mit Allradantrieb zugänglich. Alles muss mitgebracht werden: Wasser, Verpflegung, Zelt oder Swag. Kampieren unter dem riesengroßen Sternenhimmel ist die einzige Option – aber auch meine absolut favorisierte Art der Unterkunft. Ich überquerte den Thomas River, verringerte den Reifendruck und fuhr am Strand in Richtung Cape Arid. Völlig alleine glühte ich den endlos langen Sandstrang entlang, was nur bei Ebbe möglich ist – und spürte ein Gefühl der puren Freiheit. Ich hatte noch keinen Schimmer, wo ich meinen Swag ausrollen würde, und machte mir auch keine Gedanken darüber, was für Gefahren und Abenteuer in dieser komplett isolierten Ecke der Welt auf mich warten könnten. Hier existiert kein Telefonempfang, hier könnt ihr Tage verbringen, ohne eine Menschenseele zu treffen, denn einzelne Fischer, die am Strand ihre Angeln auswerfen, sind die Ausnahme – und ein kleiner Fehler kann eine Riesentragödie hervorrufen. Ich fühlte ich mich sauwohl und zu Hause. Um von einem Strand zum nächsten zu gelangen, musste ich über felsige Landzungen fahren. Ich war völlig auf mich alleine gestellt, Spuren konnte man auf den Felsen keine erkennen. Jeder Strand war anders – und einer schöner als der andere. Am Küstenabschnitt bis zu Cape Arid befinden sich Strände für alle Windrichtungen – von völlig ablandig bis völlig auflandig. Im Osten erheben sich wunderschöne, hohe Sanddünen. Der Ausblick von oben, mit leuchtenden Stränden und Buchten in drei Himmelsrichtungen und diversen Bergen im Landesinneren, ist fantastisch. Einige Überwindung kostete es mich, so wirklich völlig alleine meinen Kite aufzubauen und aufs Wasser zu gehen. Umso mehr, weil es bei der vorgelagerten Salisbury Island eine „Great White Shark Nursery“ gibt. Als „Shark Nursery“ wird eine Region bezeichnet, in der Junge geboren werden und aufwachsen. In den Gewässern rund um Salisbury Island wurde die Discovery-Channel-Doku „Lair of the Great White“ (Der Schlupfwinkel des Weißen Hais) gefilmt. Das Gefühl,

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Einige Überwindung kostete es mich, so völlig alleine meinen Kite aufzubauen und aufs Wasser zu gehen. Salisbury Island gilt als eine „Great White Shark Nursery“. Als „Shark Nursery“ wird eine Region bezeichnet, in der Junge geboren und aufgezogen werden

nach dieser Session unter der Milky Way den Tag Revue passieren zu lassen und stoked mit kleinen roten Augen in meinen Swag zu kriechen – ganz alleine an einem endlos langen schneeweißen Sandstrand –, war unbeschreiblich. Unter einem typisch australischen Swag könnt ihr euch ein Zwischending aus Schlafsack und kleinem Zeltchen vorstellen. Früher wurden sie meist von Land- und Wanderarbeitern genutzt, mittlerweile gibt es unendlich viele Versionen. Als ich am nächsten Morgen in der Früh beim Rauskrabbeln den feinen, quietschenden Sand unter meinen Zehen spürte, mich im türkisblauen Wasser erfrischte, einen Kaffee vom Campingkocher schlürfte und darauf wartete, dass der Wind stärker wurde, um kiten zu gehen – war das pure Lebensfreude für mich. Mein nächster Spot war Wharton Beach. Westlich der Duke of Orleans Bay befindet sich einer der beliebtesten Surfstrände. Das Wasser ist so glasklar, dass es anmutet, als glitten die WellenreiterInnen wie auf fliegenden Teppichen über die durchsichtigen kleinen Wellen. Als der Wind etwas stärker wurde, surfte auch ich auf meinem „Magic Carpet“ und meinem Kite über die cyanfarbene Traumwelt.


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Die letzten Tage in Esperance vergingen viel zu schnell. Zusammen mit dem Fotografen Jaimen machte ich noch ein paar unvergessliche Ausflüge. Darunter ein Bootstrip in die atemberaubende Meereslandschaft des Recherche-Archipels mit seinen 105 Inseln. Wir sahen Kolonien australischer Seelöwen, die leider vom Aussterben bedroht sind, und neuseeländische Seebären, die sich auf den Granitfelsen in der Sonne aalten. Seeadler cruisten über uns.

Wave Rock ist ein gigantischer Granitfelsen, der die Form einer riesigen Brandungswelle hat. Die wellenartige Form entstand über mehrere Millionen Jahre. Mich erinnerte diese landumschlossene Monstersteinwelle an Tahitis weltberühmte Welle „Teahupo’o

Auf dem Heimweg wartete noch ein Highlight auf mich: Wave Rock, ein gigantischer Granitfelsen, der die Form einer riesigen Brandungswelle hat. Die wellenartige Form der 15 m hohen und 110 m langen Granitklippe mit ihren grauen, roten und gelben Streifen entstand über mehrere Millionen Jahre durch die sukzessive Erosion des weicheren Gesteins unterhalb der Oberkante. Mich faszinierte diese landumschlossene Monstersteinwelle, die mich an Tahitis weltberühmte Welle „Teahupo’o“ erinnerte. Für meinen letzten Sonnenuntergang

dieser Reise saß ich hoch oben auf dem Kamm der Felsenwelle und blickte in die weite Wüstenwildnis der Umgebung. Szenen meines Trips zogen durch mein Gedächtnis, verrückte Erlebnisse und legendäre Kitesessions, die ich nie vergessen werde. Mein Herz und meine Gedanken waren bei all den Menschen, die ich während dieser Reise kennenlernen durfte.


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Ich überquerte den Thomas River, verringerte den Reifendruck und fuhr am Strand in Richtung Cape Arid. Völlig alleine glühte ich den endlos langen Sandstrang entlang, was nur bei Ebbe möglich ist. Ich hatte noch keinen Schimmer, wo ich meinen Swag ausrollen würde

Meinen letzte Sonnenuntergang dieser Reise Ich saß ich hoch oben und blickte in die weite Wüstenwildnis. Szenen meines Trips zogen durch mein Gedächtnis. Erlebnisse und legendäre Kitesessions, die ich nie vergessen werde. Mein Herz und meine Gedanken waren bei all den Menschen, die ich während dieser Reise kennenlernen durfte

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AUTORINNEN DIESER AUSGABE Svetlana Romantsova, Matt Bansak, James Carew, Jan Ueberall, Laci Kobulský, Ben Beholz, Jana Hansen, Jens Baxmeier, Tobias Gottfried, Posito Martinez, Marina Psychogyiou, Gabi Steindl Die Autoren dieser Ausgabe werden bei den Artikeln genannt. Die Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung von Verlag oder Redaktion wieder. Unverlangt eingesandte Beiträge sind immer willkommen. Der Verlag kann jedoch keine Haftung übernehmen. Verlag, Redaktion und Autor haften auch nicht für Personen-, Sach- oder Vermögensschäden. Bestehende Patente, Warenzeichen, Gebrauchsmuster und ähnliches sind nicht immer als solche gekennzeichnet, und das Fehlen eines solchen Hinweises lässt nicht den Schluss zu, dass Warennamen, Konstruktionen u. ä. frei sind. Reproduktionen des Inhalts oder Auszüge des Inhalts bedürfen der schriftlichen Genehmigung des Verlags.

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