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Nr. 12 I 22. März 2012 I Tel. 0732/76 10-39 44 I www.kirchenzeitung.at Einzelpreis: € 0,95 I 4020 Linz, Kapuzinerstraße 84 I Jg. 67

Aus dem unscheinbaren Magnolienstrauch sind die Blüten aufgebrochen.

Agentur Waldhäusl

Pfarrgemeinderäte mit dem Potenzial zum Blühen

Für einen neuen Frühling in der Kirche 4898 Frauen und Männer wurden am letzten Sonntag zu Pfarrgemeinderäten für Oberöster­ reichs Pfarren gewählt. Zusammen mit den Seelsorgern und Seelsorgerinnen, aber auch mit vielen anderen, die in den Pfarren Aufgaben übernehmen, werden sie in den nächsten fünf Jahren dafür sorgen, dass Kirche den Menschen nahegeht. In den Pfarrgemeinderäten steckt das Potenzial zum Blühen. Ange-

sichts mancher Missstände wurde Kirche in den letzten Jahren oft mit Krise gleichgesetzt. Doch in der Kirche – vor allem in den Menschen, die Kirche gestalten – steckt viel Hoffnung nicht nur für die Kirche selbst, sondern für ein gutes Miteinander in der Gesellschaft insgesamt. Gegen so manchen Egoismus der Zeit setzen Christinnen und Christen den Wert des Füreinander-Daseins. Seite 3, 6–7

 5 Oberösterreich. „Support“ coacht chronisch Kranke.  10 Interview. Dr. Alfred Trendl über Familienpolitik. 14 Serie. Bischof Erwin Kräutler: Wie Hausgenossen Gottes 19 Bewusst leben. Down-­ Syndrom. Was nun? 21 Jugend. Glaubensort Burg Altpernstein. 22 Impressum.


2 Meinung Kommentar

22. März 2012

Mit dem Blick auf das Mögliche

Kremsmünster: Die Schatten bleiben Genau vor zwei Jahren – am 11. März 2010 – wurden die Missbrauchsfälle im Benediktinerstift Kremsmünster öffentlich. Abt Ambros Ebhart, der seit 2007 der Klostergemeinschaft vorsteht, hat die Situation nicht beschönigt. Seine Absicht, mit der Situation ehrlich umzugehen, war zu spüren. Nun liegt der Gerichtsakt vor. In den Medienberichten darüber wird das ganze erschreckende Ausmaß dessen, was im Internat des Stiftes vorgefallen ist, noch einmal deutlich. Für viele ist es schwer verständlich, wie all das so lange im Dunkeln bleiben konnte, zumal es ganze Schulklassen an Zeugen geben musste. Man hätte den Gerüchten nachgehen sollen, bedauert nun Abt Ambros Ebhart. Die Vorfälle seien unentschuldbar.

„Yes, we can!“ Obama hat vor vier Jahren seinen Wahlkampf mit dieser Parole beschrieben. „Angst ist nicht so mein Lebensthema gewesen“, sagt nun Deutschlands neuer Präsident Joachim Gauck – und geht davon aus, dass die großen Herausforderungen an die Politik auch zu lösen wären. Den Blick auf das Mögliche zu richten statt sich in Ausweglosigkeiten zu verbeißen, wäre auch für die Kirche eine gute Empfehlung. Die eben neu gewählten Pfarrgemeinderäte werden viel an Phantasie brauchen, wie sie in gegebenen kirchlichen Rahmenbedingungen ihre Pfarren als einen guten Lebensort gestalten können. Am Ende ihrer fünfjährigen Amtsperiode wird es – zum Beispiel – deutlich weniger Priester geben als jetzt. Noch klarer wird dann sein, dass Kirche von dem lebt, was

Matthäus Fellinger

ihre Mitglieder selbst einbringen. An ihnen wird es liegen, ob die damit verbundenen Veränderungen eine Geschichte des Niedergangs oder des Aufbruchs sein werden. Die Pfarrgemeinderäte werden Zeitzeugen einer wichtigen Veränderungsepoche der Kirche sein. Wenn sie es nicht in einer passiven Haltung des Beklagens tun, sondern in einer gelassenen Haltung mit dem Blick auf das Mögliche, kann es eine gute Zeit werden.

Matthäus Fellinger Chefredakteur matthaeus.fellinger@ Kirchenzeitung.at

Kopf Der Woche: kardinal jaime ortega, Erzbischof von havanna

Erfolgreicher Vermittler

Gutzumachen ist nichts mehr, auch wenn das Stift den Empfehlungen der Klasnic-Kommission folgend Entschädigungszahlungen leistet. Und auch „Verjährung“ gibt es nur im juristischen Sinne. Geheilt wird dadurch nichts. Das ist der lange Schatten des Bösen: dass die Folgen von Missbrauch und Gewalt Menschen ihr Leben lang zu schaffen machen.

Kardinal Jaime Ortega, Erzbischof von Havanna, wird Papst Benedikt bei seinem Aufenthalt in Kuba in der Hauptstadt des Inselstaates empfangen. Er hofft, dass es durch den Besuch des Papstes (26.–28. März) zu einem Wiederaufflammen des christlichen Glaubens auf Kuba kommen wird. susanne huber

reuters

Dass es neben der Geschichte um Gewalt und Missbrauch auch die segensreiche Geschichte des Wirkens von Patres und anderen im Stift Kremsmünster gibt, damals wie heute, wird man ebenfalls annehmen können. Das eine wiegt das andere nicht auf. Gutes macht Böses nicht ungeschehen, aber auch das Böse macht das Gute nicht ungeschehen. Wachsam gegen Gewalt und Missbrauch heute zu sein. Das ist es, was möglich ist. Wenigstens das!

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Die Situation der katholischen Kirche auf Kuba war seit der Revolution 1959 von Unterdrückung geprägt. Viele Geistliche mussten die Insel verlassen oder wurden ins Arbeitslager gesteckt. So auch Jaime Ortega, der 1966, zwei Jahre

„Vielleicht wurde der Glaube in Kuba etwas unterdrückt, aber er ist immer noch präsent im Herzen der Menschen.“ kardinal jaime ortega

nach seiner Priesterweihe in Matanzas, acht Monate im Arbeitslager verbringen musste. Danach gab es für ihn die Möglichkeit, nach Spanien auszuwandern. Doch er blieb auf Kuba und wurde 1967 Gemeindepfarrer in Jagüey Grande, seiner Geburtsstadt. 1969 ist er zum Dompfarrer von Matanzas und zum Präsidenten der Diözesankommission für Katechese ernannt worden, 1978 zum Bischof von Pinar del Rio, 1981 zum Erzbischof von Havanna und 1994 zum Kardinal. Ortega engagierte sich stark in der Jugendbewegung, baute zerstörte Kirchen wieder auf und gründete 1991 die Caritas Cuba, deren Präsident der 75-Jährige ist. Vermittler. Immer wieder übte der studierte Theologe, Philosoph und Ethiker Kritik an der Kommunistischen Partei auf Kuba und an den Missständen in seiner Heimat und forderte dringend nötige Reformen für das Land ein. Auch Übergriffe auf die „Damen in Weiß“, die auf das Schicksal politischer Häftlinge auf Kuba aufmerksam machen, hat der Kardinal stets angeprangert. Seit zwei Jahren ist auf Kuba eine Annäherung der kommunistischen Regierung an die katholische Kirche spürbar. Kardinal Ortega galt dabei als erfolgreicher Vermittler. Gespräche zwischen Ortega und Präsident Raúl Castro führten beispielsweise zu einer Freilassung vieler politischer Häftlinge. (Siehe Panoramaseite)


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Im Gespräch 3

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Pfarrgemeinderätin Marianne Damböck über die Bedeutung des „Zusammenhelfens“

Die Brücke ist ein Markenzeichen Unter den 4898 Pfarrgemeinderäten, die am 18. März 2012 gewählt wurden, ist auch Marianne Damböck aus Waldneukirchen. Sie erzählt, warum ihr der Einsatz in der vergangenen Pfarrgemeinderats-Periode Freude gemacht hat und warum sie gerne weiter arbeitet. JOSEF WALLNER

Marianne Damböck steht auf der Metallbrücke, die den Kirchenplatz mit dem ersten Stock des Pfarrhofs verbindet. „Das war meine erste Aufgabe“, sagt sie: „diese Brücke zu bauen.“ Das Projekt war rasch abgeschlossen, aber „Brücken zu bauen“ ist das Motto für ihren Einsatz geblieben. Vor fünf Jahren zog Damböck erstmals in den Pfarrgemeinderat ein. Mit 54 Jahren war sie eine Spät- und zugleich Senkrechtstarterin. Sie wurde unverzüglich zur Obfrau des Pfarrgemeinderats gewählt. Alle helfen zusammen. Als sie ihr Amt antrat, wohnte kein Priester im Pfarrhof. Für die Gottesdienste kam ein Aushilfspriester aus Kremsmünster, es war das Seelsorgeteam da, eine Pfarrsekretärin und die Unterstützung von Regionaldiakon Carlo Neuhuber. „Die Situation war nicht einfach“, aber als durch und durch optimistischer Mensch zweifelte sie keine Sekunde: „Wenn wir zusammenhelfen, dann schaffen wir das.“ So war und

ist es. Damböck findet ihre Aufgabe als Pfarrgemeinderats-Vorsitzende nicht schwierig. „Weil die Struktur der Pfarre einfach sehr gut ist“, erklärt sie klipp und klar, umso mehr als seit 2009 mit Alois Hofmann wieder ein Pfarrer in Waldneukirchen wohnt. Zeitansage vom Kirchturm. Ihren Dienst sieht Damböck, eine vor Energie sprühende pensionierte Tischlermeisterin, im Aufnehmen von Anregungen und im Helfen, dass sie umgesetzt werden können. So hat die Mütterrunde eine neue Kirchenkrippe angeregt, die die Goldhaubenfrauen des Ortes dann ermöglicht haben. Ganz ähnlich war es mit der defekten Turmuhr. Eigentlich fehlte das Geld. Heute leuchtet ein erneuertes Ziffernblatt vom Turm und über den Ort klingt der vertraute Stundenschlag. Den Glauben anbieten. „Das mögen von außen betrachtet keine großartigen Dinge sein, aber wir freuen uns, dass sie gelungen sind. Sie stärken unsere Gemeinschaft“, sagt Damböck: „Wir können auf so vieles stolz sein.“ Und nennt als Beispiel die Jugend. Alles Organisieren führt für sie aber auf das eine Ziel hin: „Wir bemühen uns, die Sakramente, die Feste des Kirchenjahrs ansprechend anzubieten – sodass die Menschen Freude am Glauben finden. Wir können anbieten, den Glauben muss aber jeder selbst leben.“

Die Brücke führt vom Kirchenvorplatz und lockt in den Pfarrsaal.

KIZ/JW

Marianne Damböck wurde am 18. März 2012 wieder in den Pfarrgemeinderat von Waldneukirchen gewählt. Mit ihren 59 Jahren ist sie das zweitälteste Mitglied des Gremiums. KIZ/JW

WÖRTLICH Die Substanz der Pfarre erhalten Die große Herausforderung für Waldneukirchen besteht in der beginnenden PfarrgemeinderatsPeriode in der Renovierung des Pfarrhofs. Das ist dringend notwendig, erklärt Marianne Damböck: „Es geht aber nicht bloß um den Erhalt einer GebäudeSubstanz, sondern um die Substanz der Pfarre. Unser Herr Pfarrer ist schon Dechant, weiters Pfarrer für Steinbach an der Steyr und es kommen noch weitere Pfarren dazu. Wir werden uns über kurz oder lang darauf einstellen müssen, dass nicht mehr jeden Sonntag, auch nicht an jedem Festtag eine Eucharistiefeier sein kann. Daher werden wir uns bemühen, dass die Menschen der Pfarre auch die Wort-Gottes-Feiern schätzen. Völlig klar ist, dass wir nicht leichtfertig mit der Messfeier umgehen, aber es gibt eben nicht mehr genug Priester. Es wäre schade, wenn die Leute nach Kremsmünster oder in andere große Orte, die immer einen Priester haben werden, ausweichen würden. Wenn die Gottesdienstgemeinschaft in einem Ort zerbricht, dann verliert man die Substanz – und dann wird es für eine Pfarre wirklich schwierig.“


4 Oberösterreich Auf einen BlIck Legionäre Christi: Neuer Ordensprovinzial aus Oberösterreich Altenberg bei Linz. P. Andreas Schöggl (37 Jahre alt, im Bild) aus Altenberg ist zum neuen Ordensprovinzial der „Legionäre Christi“ (LC) für West- und Mitteleuropa ernannt worden. P. Schöggl trat nach der Matura am Bischöflichen Gymnasium Petrinum 1993 in das Noviziat der Legionäre Christi ein, 2003 wurde er zum Priester geweiht. Von 2005 bis 2010 war er Mitarbeiter der deutschsprachigen Sektion des Staatssekretariats des Heiligen Stuhls. Seither ist er am Erneuerungsprozess der Legionäre Christi beteiligt, der von Papst Benedikt XVI. wegen Unregelmäßigkeiten und Missbrauch, dessen sich der Ordensgründer P. Marcial Maciel Degollado (1920–2008) schuldig gemacht hatte, angeordnet wurde. Dem 1941 gegründeten Orden gehören derzeit 900 Priester an, etwa 2500 befinden sich in Ausbildung. In der Provinz Westund Mitteleuropa sind 70 Ordensbrüder und -priester tätig. Ferner befindet sich in Bad Münstereifel ein Noviziat mit aktuell elf Novizen. j.w./athpress

Herausgeforderte Theologie Vom 9. bis 11. März 2012 veranstaltete ISRIT, die Internationale Gesellschaft für Interkulturelle Theologie und Studium von Religionen, ihr 4. Internationales Symposium. Die Veranstaltung hatte die „Rede von Gott“ zum Thema. 20 Referenten behandelten drei Tage lang das Themenfeld – unter anderem unter der Perspektive der verschiedenen Weltregionen: Prof. Krumpel stellte Gottesbilder in Lateinamerika dar, Prof. Duggan analysierte den aktuellen republikanischen Wahlkampf in den USA und die Instrumentarisierung Gottes, Doz. Udeani vermittelte ein differenziertes afrikanisches Gottesbild und Dr. Cerny-Werner stellte neue offene Ansätze christlicher Entwicklungen in der ehemaligen DDR dar. Auf den Berichtsband, der angekündigt wurde, darf man gespannt sein.

Dechanten: Sorgen ernst nehmen Die von der Pfarrerinitiative und anderen Reformbewegungen geäußerten Anliegen seien Ausdruck der Sorge um die Zukunft der Kirche – und man müsse diese unbedingt ernst nehmen. So meinte Generaldechant Franz Wild bei der Frühjahrs-Dechantenkonferenz am 15. März im Bildungshaus Puchberg. Der Linzer Regional­dechant Walter Wimmer plädierte für das Prinzip des Dia­logs in der Kirche. Beklagt wurde bei der Konferenz ein Zentralismus in der gegenwärtigen Kirche, der die Weiter­ entwicklung hemme.

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Erfolgreicher Studientag über die tschechischen Kirchen in der NS-Zeit

Tschechischer Botschafter nahm an PRO-ORIENTE-Treffen in Linz teil Angekündigt hatte sich der tschechische Botschafter in Österreich Jan Koukal zu einem Grußwort, dann blieb er aber zum gesamten PRO-ORIENTEStudientag (13. März 2012 im Linzer Priesterseminar). Das Symposium hatte die Bedeutung der Kirchen in Tschechien für den Widerstand gegen das NS-Regime zum Thema. Schwerpunkt war dabei die orthodoxe Gemeinde von Prag. Sie gab den Attentätern des Nationalsozialisten Reinhard Heydrich Unterschlupf, der in der Bevölkerung der „Henker von Prag“ hieß.

Der tschechische Botschafter Jan Koukal (rechts) und der orthodoxe Prager Protopresbyter Jaroslav Suvarsky mit seiner Frau Eva, die die Widerstandsgedenkstätte in der Krypta der Kirche betreut. kiz/jw

Botschafter Koukal machte aufmerksam, dass man sich in Tschechien noch kaum mit dem kirchlichen und nationalen Widerstand beschäftigt. Die Kommunisten hätten nach ihrer Machtergreifung 1948 das Thema Widerstand ausschließlich für sich in Beschlag genommen und in Schule und Medien keine vollständige Darstellung zugelassen. Das sitzt vielfach bis heute in den Köpfen der Menschen seiner Heimat fest. Er selbst hat bei dem Studientag viel Neues erfahren, erklärte der Botschafter. Koukal dankte, dass PRO ORIEN­ TE mit der Veranstaltung eine Vorreiterrolle eingenommem hat, und hofft, dass in Tschechien die Aufarbeitung der NS-Zeit vorankommt. In Linz beeindruckten der Prager Historiker Jaroslav Sebek, der Dekan der orthodoxen Prager Kathedrale Jaroslav Suvarsky und der orthodoxe Militärseelsorger des Österreichischen Bundesheeres Alexander Lappin mit ihren Vorträgen. josef Wallner XX Zu den Umständen und Folgen des Heydrich-Attentats siehe KirchenZeitung Nr. 10, Seite 27.

Service-Center der Kreuzschwestern Die Kreuzschwestern eröffneten am 16. März 2012 ihr neues Büro- und Wohnhaus in der Linzer Stockhofstraße. Sr. Maria Bosco Zechner, Provinzoberin der Kreuzschwestern Europa Mitte (im Bild links mit Mag.

Gerhard Posch, Vorstand Kreuzschwestern Europa Mitte GmbH, und Sr. Christine Geyrhofer, Oberin Kreuzschwestern Linz), übergab die Räumlichkeiten ihrer Bestimmung. Im neuen Gebäude befinden sich ein Service-Center, welches die Kreuzschwestern Europa Mitte GmbH, den Schulverein und die Alten- und Pflegeheim GmbH vereint, sowie 18 Mietwohnungen mit dem Konzept „Wohnen mit Service“ für ältere Menschen. Die hellen Gänge dienen als Ausstellungsfläche. Den Anfang mit der Präsentation ihrer Werke machen Walter, Brigitte und Doris Urbanke.


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Oberösterreich 5

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Notizen

Die beiden SupportTeams: v. l. DSA Stefan Mühlberger und Ingrid Muhr von Support Vöcklabruck, Hans Schmiedbauer und Mag. Veronika Ehrengruber von Support Ried, sowie Mag. Cornelia Schachreiter, Support Vöcklabruck. OÖZIV

Jährlich berät „Support“ viele Menschen mit Beeinträchtigung und begleitet 60 von ihnen intensiv

Coachen und beraten „Support“ berät und coacht Menschen mit Behinderung oder chronischer Erkrankung in arbeitsfähigem Alter. Support wird in Oberösterreich auf zwei Standorten – Vöcklabruck und Ried/I – vom OÖ. Zivilinvalidenverband (OÖZIV) geführt und vom Bundessozialamt gefördert. Ernst Gansinger

Einem Mann, der seit vielen Jahren gern in seinem Beruf tätig ist, macht chronisches Rheuma zu schaffen. Er fragt sich: Wie lange kann ich meinen Beruf noch ausüben? Was kommt auf mich zu? Die eigenen Stärken wecken. Dieser Mann kommt zu Support in Ried. Mag. Veronika Ehrengruber, Support-Verantwortliche in Oberösterreich, übernimmt das Coaching. In diesem geht es um die Erweiterung der Perspektiven, um aus der Aussichtslosigkeit herauszukommen. Menschen zwischen 16 Jahren und Pensionsalter können sich an Support wenden, wenn sie chronisch krank, körper- oder sinnesbehindert sind und Orien­ tierung für das Berufsleben brauchen. Support stärkt das Selbstvertrauen, hilft die eigenen Stärken zu erkennen und in Alternativen zu denken. Bewerbungen oder ein Wiedereintritt, die Erhaltung des Arbeitsplatzes wie auch ein Berufswechsel können gelingen. Nach neun Monaten ist zum Beispiel für den Rheuma-Patienten klar, wie er durch die

möglichen Unterstützungen eine entlastete Zukunft gestalten kann. Umstieg. Eine weitere Erfolgsgeschichte: Eine Migrantin, die schon 20 Jahre in Österreich lebt, war in ihrer Heimat Lehrerin. Diesen Beruf konnte sie hier nicht ausüben. Sie arbeitete als Reinigungskraft und Pflegehelferin. Schwere Bandscheibenprobleme lassen jetzt aber eine weitere Ausübung des Berufs nicht mehr zu. Ihr Traum war immer schon, auch in Österreich als Lehrerin zu arbeiten. In diesen Wochen macht sie nach SupportCoaching die letzten ausstehenden Prüfungen für den Eintritt als Volksschullehrerin. Beratung. Beratung ist die zweite Aufgabe. Viele Menschen mit Beeinträchtigung wissen nicht ausreichend über die möglichen Unterstützungen Bescheid. Zu wenig etwa darüber, dass ab 25 Prozent Beeinträchtigung ein pauschalierter Lohnsteuerfreibetrag zusteht, der mit dem Grad der Beeinträchtigung steigt. Wenig über Leistungen wie Parkausweis, Mobilitätszuschuss vom Bundessozialamt, Fahrtkostenzuschuss vom Land OÖ, GratisVignette ... Support kennt sich im Unterstützungs-Dickicht aus und berät Betroffene. XX Support Ried im Innkreis, Kellergasse 2, Tel. 07752/264 13; XX Support Vöcklabruck, Mühlbachgasse 7/1 (Arkadenhof), Tel. 07672/200 40; XX www.ooe-ziv.at

„„ Temelin-Ausbau. Die tschechische Regierung überlegt, im Rahmen des laufenden Verfahrens zur Umweltverträglichkeitsprüfung für den Ausbau der Reak­torblöcke 3 und 4 in Temelin nur eine Informationsveranstaltung für deutsche und österreichische Bürger/innen durchzuführen. Landesrat Rudi Anschober drängt dagegen auf ein offizieles UVP-Hearing. „„ Senioren wohnen. Die Cari­ tas für Betreuung und Pflege errichtet in Linz 25 barrierefreie, wohnbaugeförderte Mietwohnungen für Senior/innen. Schon in wenigen Monaten wird das Projekt „Wohnen am Froschberg“ begonnen. „„ Vogelzählung. Auch die KirchenZeitung hatte mit einem Artikel in Nr. 1 des heurigen Jahres zum Mitmachen bei der österreichweiten Vogelzählung am 6. Jänner eingeladen. Die veranstaltende Organisation BirdLife hat Details zum Ergebnis veröffentlicht, aufgeschlüsselt nach Bundesländern: In Oberösterreich wurden am meisten ­Kohlmeise, Grünfink, Feldsperling, Spatz, Blaumeise, Amsel und Buchfink beobachtet. XX www.birdlife.at

„„ Fünf oder sechs neue Windräder. Für fünf Windräder liegt die energierechtliche Genehmigung für den Windpark Munderfing vor. Für ein sechstes Windrad steht die Entscheidung noch aus. Der Windpark ist ­einer von 27 Standorten, die im oö. Windmasterplan als Positivzonen ausgewiesen sind. Die Genehmigung ist die erste im Rahmen des Plans. Die Leistung, die von diesen Windrädern kommen wird, steigert in Oberösterreich den Windstromertrag um 75 Prozent. „„ Radeln und sparen. Die Oberösterreicher/innen radelten im vorigen Jahr auf Alltags-Wegen 355 Millionen Kilometer. Sie haben sich etwa 37 Millionen Euro Spritkosten erspart.


Eine hohe Wahlbeteiligung gerade bei den Jungen, Wahlpartys für den neuen Aufbruch und eine gute Stimmung in den Pfarren. Das sind die positiven Seiten der Pfarrgemeinderats-Wahl, die am 18. März 2012 österreichweit über die Bühne ging und die Weichen für die Pfarren in den nächsten fünf Jahren stellte. Ernst gansinger/Paul Stütz

Eines der erfreulichen Ergebnisse der Pfarrgemeinderats-Wahlen 2012: Die Wahlbeteiligung der Katholikinnen und Katholiken ist ziemlich stabil geblieben, sie lag in der Diözese Linz bei knapp 25 Prozent. In Summe gingen mehr Menschen zur Wahl, als am Sonntag in den Gottesdienst gehen. Rund 7000 Personen haben sich der Wahl gestellt, 4898 wurden gewählt, davon 55 Prozent Frauen und 45 Prozent Männer. Einige Pfarren konnten eine besonders hohe Wahlbeteiligung melden. Ganz vorne dabei lagen Obermühl mit 133,3

Gute Stimmung nach und Palting mit 124,2 Prozent. Das Ergebnis jenseits der hundert Prozent kommt dadurch zustande, dass in diesen beiden Pfarren auch Kirchenbesucher aus anderen Pfarren, die sich aber zugehörig fühlen, gewählt haben. Unter den weiteren Pfarren mit einer Wahlbeteiligung über 70 Prozent sind unter anderem Aistersheim, Neustift, St. Marienkirchen bei Schärding und St. Pankraz. Die absolut meisten Menschen sind in Naarn zur Wahl gegangen: 1834. Aus einigen Orten wurde eine hohe Beteiligung Szenen einer Wahl: Fröhliche Stimmung in Kleinraming. Dechant Ludwig Walch mit einer jugendlichen Wählerin. Rechts: Eine ganz junge Wählerin in Leonding gibt ihre „halbe“ Stimme ab. pfarre, KIz/BH

­ nter den Jungen vermeldet. Beispiele dafür sind Hofkiru chen an der Trattnach oder Steyr-Ennsleite. Wahlparty zur Motivation. Die Stimmung am Wahlsonntag war ausgezeichnet. Wie Neuhofen im Innkreis, so berichteten viele Pfarren, dass sich eine große Zahl sehr qualifizierter Männer und Frauen der Wahl stellten, sodass es nicht möglich war, dass alle auch gewählt wurden. Aber die Kandidat/innen, die nicht ausreichend viele


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Thema 7

22. März 2012

Pfarrgemeinderats-Wahl in Regau.

alois huemer

Wahlsplitter Spannungen in Linz-Herz Jesu Bereits im Vorfeld der Pfarrgemeinderats-Wahl war es in der Pfarre Linz-Herz Jesu zu Spannungen gekommen (die KirchenZeitung berichtete). So warfen Teile der Pfarrgemeinde Pfarradministrator Dietmar Neubauer vor, unliebsame Kritiker nicht als Kandidaten zum Pfarrgemeinderat zuzulassen. Am Tag der Wahl, die unter Beobachtung stand, fand nun eine Protestaktion statt. Einige ehemalige Mitglieder des Pfarrgemeinderats und einige früher in der Pfarre Engagierte entzündeten Kerzen und brachten unter anderem ein Trauer­plakat an. Ihre Solidarität für die Kritiker des Pfarradministrators drücken nun außerdem die Pfarrgemeinderäte aus den benachbarten Pfarren des Dekanates Linz-Süd aus. Sie haben sich an Diözesanbischof Ludwig Schwarz gewandt, um ihm ihre Betroffenheit über die Vorgänge in Linz-Herz Jesu mitzuteilen.

Junges Engagement

h der Wahl Stimmen erhielten, haben sich nach der Wahl nicht zurückgezogen, sondern bestätigt, dass sie sich weiter in der Pfarre engagieren werden. Eigene Wahlpartys am Sonntagabend gab es in Neumarkt im Mühlkreis, Steyr-Ennsleite und in Linz-Ebelsberg. In letzterer Pfarre nutzte man die Party auch, um die Kandidaten, die den Einzug in den Pfarrgemeinderat verpasst haben, anzusprechen. Dass die Enttäuschung so abgefedert wird und die nicht ausreichend gewählten Kandidaten dabei zur Mitarbeit in den Fachausschüssen eingeladen wurden berichtet Herta Hahn, Pfarrsekretärin in Ebelsberg. Kinder wählen „halb“. Gut angenommen wurde auch das Familienstimmrecht, das zum Beispiel in LeondingSt. Michael und in Wels-St. Franziskus zur Anwendung kam. Dabei durften Kinder im Beisein ihrer Eltern mit ­einer halben Stimme wählen (siehe Bild Seite 6). In WelsSt. Franziskus wurden zum Beispiel 83 halbe Stimmen von Kindern abgegeben von insgesamt 246.

Beispiele für das junge Engagement an vielen Orten sind die beiden 19-Jährigen Birgit Lugmayr (links) und Julia Holzleitner (rechts) aus der Pfarre Attnang. Ab sofort sitzt Lugmayr als gewähltes Mitglied und Holzleitner als amtliches Mitglied im pfarrlichen Entscheidungsgremium. Für sie steht fest: „Wir wollen kräftig mitmischen!“

Neu im Pfarrgemeinderat in Attnang: Birgit Lugmayr (links) und Julia Holzleitner. baier

Bei der Wahlparty in LinzEbelsberg feierten sowohl die in den P ­ farrgemeinderat Gewählten als auch jene, die dieses Ziel knapp verpasst haben. derflinger

Start des Pfarrgemeinderats Ende März finden die Startbegegnungstreffen für den neu gebildeten Pfarrgemeinderat statt. 22. März – Riedberg und Rohrbach, 23. März – Wels-St. Franziskus, 27. März – St. Peter/Hart und Bad Zell, 28. März – Taufkirchen, 29. März – Bad Ischl, Garsten, Laakirchen und Linz, Priesterseminar. u Detailinfos zu den Terminen: www.dioezese-linz.at/pfarrgemeinde


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Heim

„Bio“ passt zu einem Kloster

Stift Schlierbach. P. Martin Spernbauer (rechts), Administrator des Stiftes Schlierbach, und P. Alfred Strigl von der Stiftskäserei machen Appetit auf Schlierbacher Käse – der ab sofort zu 100 Prozent „bio“ ist. „Der respektvolle Umgang mit Menschen, Tieren, Pflanzen und Umwelt wird in Klöstern seit fast 1000 Jahren Tag für Tag gelebt“, erklärt P. Martin: „Die Umstellung der Käserei auf einen reinen Biobetrieb ist daher nur logisch und konsequent.“ P. Alfred Strigl ist den Weg dorthin seit mehr als einem Jahrzehnt schrittweise gegangen: „Die intensive

und langjährige Zusammenarbeit mit den Biobauern bringt konstante Qualität und sichert den Erhalt landwirtschaftlicher Betriebe.“ An die 150 bäuerliche Familien liefern Kuh-, Ziegen- und Schafmilch an die Stiftskäserei. Der Zisterzienserbruder Leonhard Kitzler begann 1924 im Stift mit der Produktion des berühmten „Schlierbacher Schloßkäses“, heute beschäftigt der Betrieb 38 Mitarbeiter/innen und setzt jährlich 8,5 Millionen Euro um. XX Tipps zum Kochen mit Schlierbacher Biokäse finden sich auf Seite 19.

Vogelscheuch und Starenschreck

Der Sonntag der Herzen Gallneukirchen. Nicht nur im Salzkammergut, sondern auch in Gallneukirchen wird am 4. Fastensonntag bereits traditionell der „Liebstattsonntag“ gefeiert. Wie jedes Jahr bereiteten die Goldhaubenfrauen auch heuer fast 2600 Lebkuchenherzen vor. Trotzdem war schon kurz nach der 10-Uhr-Messe alles ausverkauft, weil so viele Gallneukirchner/innen ihre Liebsten mit den außerordentlich köstlichen und liebevoll verzierten Lebkuchenherzen beschenkten. Der Reinerlös dieses Jahres kommt der bevorstehenden Pfarrheim-Renovierung zugute. foto: Rainer WeiSS

Pinsdorf Der Verein der Freunde der Pfarre Pinsdorf versucht die Vogelscheuche vor dem Aussterben zu bewahren mit einem Wettbewerb zur Förderung der Fantasie und Kreativität. Es geht um Interaktion, um Begegnung der Menschen, so der Verein in einer Aussendung. Nicht zuletzt solle dieser Wettbewerb dazu dienen, sich der alten Tradition der Vogelscheuchen wieder bewusst zu werden. Jeder und jede aus der R ­egion Salzkammergut ist teilnahme­ berechtigt. Es können auch Gruppen, Vereine, Firmen oder einzelne Straßen, Ortschaften teilnehmen. Der Anmeldeschluss ist der 24. Mai 2012. XX Anmeldeformulare sind unter gerhard.pumberger@dioezeselinz.at erhältlich.

Vogelscheuchen gesucht in Pinsdorf. manfredxy – Fotolia.com


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Aus Oberösterreichs Pfarren 9

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pfarrimpulse

Die Kinder der 4. Klassen der Volksschule Sierning freuen sich schon, wenn sie – tatkräftig unterstützt von ihrem Religionslehrer Franz Knoll (Mitte) – am Sonntag ihre Basteleien verkaufen dürfen. kiz/jw

20 Jahre – 20 Länder – 20 Projekte – 20.000 Euro

Mit Kleinigkeiten viel bewegen Kinder helfen Kindern: Seit 1992 führt der Religionslehrer Franz Knoll jährlich mit Volksschülern von Sierning ein Missionsprojekte für Kinder in aller Welt durch. Die Bilanz ist beeindruckend. Josef wallner

Das ist die Fahne von Rumänien, das ist In­ dien, dort sieht man Nigeria und Madagaskar – erstaunlich, wie viele Flaggen quer durch alle Koninente die Kinder der 4-A-Klasse ken­ nen. Religionslehrer Franz Knoll hat ein Pla­ kat mit den Fahnen von 20 Staaten aus allen Kontinenten auf die Tafel geheftet. In jedem dieser Länder hat er mit seinen Schüler/in­ nen in den vergangenen 20 Jahren ein Hilfs­ projekt unterstützt. Einfach, aber pfiffig. Den Anstoß dazu gab ihm das Kinderjahrbuch der Päpstlichen Missionswerke. Die Hefte stellen jedes Jahr ein anderes Land der „Dritten Welt“ in den Mittelpunkt. Knoll erinnert sich noch genau: Das erste Land war 1992 Haiti. Dann kam Mosambik. Die Missionswerke riefen auf, für die Behandlung von unterernährten Säuglin­ gen zu spenden: Mit einer – für europäische Verhältnisse spottbilligen – Zuckerlösung können in dem afrikanischen Staat Klein­ kinder wieder aufgepäppelt und vor dem si­ cheren Tod bewahrt werden. Eine simple, aber effektive Methode. Eine genauso einfa­

che und auch erfolgreiche Methode ließ sich Knoll einfallen, um an Geld zu kommen. Sei­ ne Schulkinder verkauften besonders ver­ packte Zuckerwürfel. Dann begann Knoll un­ terstützt von den Kolleg/innen an der Schule Kleinigkeiten zu basteln. Fünfter Fastensonntag. Inzwischen hat sich in Sierning der fünfte Fastensonntag als Tag des Kindermissionsprojekts herauskris­ tallisiert. Rund um die Kirche werden die Bastelarbeiten verkauft, fast immer auch die Gottesdienste mitgestaltet. Zwei Mal hat bei der Aktion die ganze Schule mitgemacht, zu­ meist bezieht Knoll die beiden vierten Klas­ sen mit ein. Wenn er auf die zwei Jahrzehnte zurück­ blickt, sagt er: „Es ist schön, wie viel man auch mit kleinen Summen bewegen kann.“ In 20 Jahren konnte er 20 Projekte in 20 Län­ dern mit 20.000 Euro unterstützen. Jubiläums-Aktion. Zum 20-Jahr-Jubiläum steht heuer Rumänien im Mittelpunkt. Ge­ meinsam mit dem Verein Mara Hand wird im Bergdorf Crasna Viseuli Kindern gehol­ fen. XX Am Sonntag, den 25. März 2012 ist von 9 bis 16 Uhr im Pfarrheim Sierning die Ausstellung „20 Jahre Kindermissionsprojekt“ zu sehen, die Kinder verkaufen ihre Basteleien und Tombolalose, ganztags gibt es Kaffee und Kuchen.

„„ Pilgern in der City. Im Rah­ men der Fastenaktion „Pilgern in der Linzer City“ begleitete Ma­ ria Hofstadler zum Thema „Die Frau am Jakobsbrunnen“ (Joh 4) zwei Frauen und zwei Män­ ner mit spirituellen Impulsen auf dem Weg vom Linzer Ma­ riendom zum Martin-LutherPlatz, wo die Citypastoral eine Labestelle eingerichtet hat. Die nächste Möglichkeit zum Pilgern in der Linzer City gibt es am 23. und 24. März (Pilgerbegleiter: Mag. Reinhard Kaspar). Start ist jeweils am Domplatz um 12.40 Uhr, das Ziel ist immer der Mar­ tin-Luther-Platz, womit auch der ökumenische Gedanke zum Aus­ druck kommt. Es ist keine An­ meldung zum „Pilgern in der Linzer City“ notwendig. „„ Lindach. Die Kindergarten­ gruppe der Pfarre nahm zum Famlienfasttag am Gottesdienst teil. Nach einem Lied und einem gemeinsamen Gebet überreich­ ten die Kinder eine Sparbüch­ se mit dem „Jausengeld“, das sie für die Anliegen des Familien­ fasttages gespendet hatten. Es war für die ganze Pfarrgemein­ de eine Freude, dass ein Großteil der Kindergartenkinder mit ih­ ren Eltern den Gottesdienst, der um 7.45 Uhr beginnt, mitgefei­ ert haben. „„ Dekanat Wels-Stadt. Eine neue Aktion haben die Seelsor­ ger/innen des Dekanates WelsStadt in der Fastenzeit gestartet. Sie verteilen an den ­Werktagen um die Mittagszeit in der Welser Fußgängerzone Kärtchen mit be­ sinnlichen Sprüchen. „Wir wol­ len die Menschen auf die Fasten­ zeit aufmerksam machen und ihnen etwas Gutes mitgeben“, erklärt Dechant Slawomir Dadas. „Wir möchten darauf hinweisen, dass es nicht nur um das Wohl­ befinden des Körpers geht, son­ dern auch ein geistiges Zeichen setzen. Wir gehen auf die Stra­ ße, weil wir uns nicht verstecken wollen. Wir wollen zu den Men­ schen gehen und ihnen geistige Nahrung anbieten. Die meisten nehmen die kurzen Texte ger­ ne an.“


10 Thema Zur Sache Weniger Steuern für Familien Ende Februar hat Finanzministerin Maria Fekter in der ORF-Pressestunde die Entlastung der Familien als einen der Eckpunkte für eine kommende Steuerreform genannt. Sie will die Absetzbeträge für Unterhaltsleistungen für Kinder spürbar anheben. Konkrete Berechnungsmodelle gibt es noch nicht. Als Orientierung nannte Fekter Deutschland als Vorbild. Dort sind 7000 Euro pro Kind und Jahr steuerfrei. Derzeit ist das Familiensteuerrecht relativ unübersichtlich: Pro Kind und Monat gibt es einen Absetzbetrag von 58,40 Euro, der mit der Familienbeihilfe ausbezahlt wird. Ihn erhalten auch Familien, die wegen ihres niedrigen Einkommens nicht steuerpflichtig sind. Dazu gibt es einen Kinderfreibetrag, der das steuerpflichtige Einkommen um 220 Euro pro Jahr und Kind vermindert (je 132 Euro, wenn ihn beide Eltern beantragen). Den Eltern bleiben davon zwischen sechs und neun Euro pro Monat. Seit 2009 können nach dem Bezug des Kinderbetreuungsgeldes bis zum 10. Lebensjahr des Kindes auch Betreuungskosten von 2300 Euro pro Kind und Jahr geltend gemacht werden. Auch diese vermindern die Steuerbemessungsgrundlage. Nicht-Steuerpflichtige haben davon aber nichts. Zusätzlich gibt es noch Absetzbeträge, die an bestimmte Voraussetzungen gebunden sind: für Alleinverdiener und Alleinerziehende, für behinderte Kinder, für Studierende etc.

Finanzministerin Dr. Maria Fekter will Familien entlasten.

22. März 2012

KirchenZeitung Diözese Linz

Familienpolitik ist wieder ein Thema

Schöne Aussichten allein sind zu wenig Papamonat(e) als Recht oder Pflicht, Steuererleichterungen für Familien (Fekter) oder Ausbau von Betreuungseinrichtungen (Heinisch-Hosek). Während die Familien gerade das alte Sparpaket (jährlich 350 Millionen) schwer verdauen, werden ihnen neue Leckerlis versprochen. Wie sieht das der Präsident des Katholischen Familienverbandes, Alfred Trendl? Hans Baumgartner

Während sie das Sparpaket noch lange nicht im Trockenen hat, kündigt die Finanzministerin eine Steuererleichterung für Familien an. Wie glaubwürdig ist das?

Trendl: Zunächst ist es erfreulich, wenn Frau Minister Fekter die Entlastung der Familien als eines der drei wichtigsten Ziele einer künftigen Steuerreform bezeichnet. Damit ist zumindest einmal ein Pflock eingeschlagen, der eine Richtung angibt, die man dann auch einfordern kann. Ob es tatsächlich zu einer spürbaren Entlastung kommen wird, hängt auch davon ab, ob die Regierung bereit ist, wenigstens in einem dritten oder vierten Anlauf dort den Sparstift anzusetzen, wo nach übereinstimmender Meinung der Wirtschaftsforscher und Budgetexperten die großen Defizitbringer bzw. die Einsparungspotentiale liegen. Auch jetzt hat man in diesen Bereichen nur homöopathische Korrekturen und keine Einschnitte vorgenommen. Damit bleibt

unsere Politik viel zu sehr vergangenheitsbezogen, während sie bei Zukunftsthemen wie der Familienförderung auf der Sparbremse steht. Vergangenheit contra Zukunft: Sprechen Sie da auch einen möglichen Generationenkonflikt zwischen Alten und Familien an?

Trendl: Wenn ich vergangenheitsorientiert sage, dann meine ich zuerst, dass viele alte Strukturen, die heute längst nicht mehr zeitgemäß sind, immer noch teuer gepflegt werden; damit meine ich auch, dass neue Ansätze wie eine Ökologisierung des Steuersystems nicht in Angriff genommen werden. Dazu gehören aber auch Auswüchse und Weichenstellungen im Pensionsbereich, von denen alle Experten sagen, dass sie rascher geändert werden müssen. Da geht es nicht um ein Ausspielen zwischen Alten und Jungen, sondern darum, dass der Friede zwischen den Generationen auch eine Frage der Gerechtigkeit und Solidarität ist. Wir sehen doch im privaten Bereich, wie der gegenseitige Austausch zwischen den Generationen funktioniert, etwa bei der Kinderbetreuung, der Pflege oder auch finanziell. Ich würde mir wünschen, dass dieser Austausch auch gesellschaftlich stärker stattfindet. Nur zu sagen: für die Familien ist leider nicht mehr Geld da – damit kann und will ich mich nicht abfinden. Wie wollen Sie gegenüber anderen Gruppen eine Entlastung der Familien argumentieren?

Trendl: Frau Fekter hat das ja in der ORFPressestunde deutlich gesagt: Es ist schwer einzusehen, warum Familien fast gleich viel Steuer zahlen wie Kinderlose, obwohl sie bei gleichem Einkommen wesentlich weniger Geld zur freien Verfügung haben. Deshalb tritt der Katholische Familienverband seit Jahren für die Formel „Existenzrecht vor Steuerpflicht“ ein. Damit meinen wir, dass jener Teil des elterlichen Einkommens, der für die gesetzlichen Unterhaltsverpflichtungen gegenüber Kindern aufgewendet wird, nicht versteuert wird. Jedem Erwachsenen wird ein steuerfreies Existenzminimum zugestanden, nicht jedoch den Eltern für ihre Kinder. Dr. Alfred Trendl. Der Präsident des Katholischen Familienverbandes ist im Hauptberuf Steuerberater. Rupprecht

Aber die Eltern erhalten ja auch noch Familienbeihilfe, Gratisbücher und andere Unterstützungen. Reicht das nicht?


KirchenZeitung Diözese Linz

Thema 11

22. März 2012

Zur debatte Mehr Betreuung statt Geld

Familienpolitik ist Zukunftspolitik. Das heißt aber auch, dass Kinderkosten von der Gesellschaft entsprechend mitgetragen werden. Wodicka

Trendl: Nein. Es reicht nicht. Österreich liegt nach der OECD-Statistik aus dem letzten Jahr bei der Familienförderung erst an 16. Stelle unter den Industrieländern. Dass wir hier „Weltmeister“ wären, ist ein Mythos, der allerdings vor zwei Jahren dazu geführt hat, dass man den Familien seit 2011 jährlich über 350 Millionen Euro wegnimmt (u. a. Kürzungen bei der Familienbeihilfe und Mehrkindstaffel). Außerdem wurde das Kinderbetreuungsgeld seit seiner Einführung vor zehn Jahren nicht mehr erhöht, was einen Wertverlust von 25 Prozent bedeutet. Die Familienbeihilfe wurde in den vergangenen 20 Jahren um 37 Prozent weniger wert. Unsere Forderung, auch die Familienleistungen regelmäßig an die Inflationsrate anzupassen, stieß bisher auf taube Ohren. Auf den Fekter-Vorschlag kam sofort ein Nein aus dem Frauenministerium. Dort setzt man statt auf Steuererleichterungen auf den Ausbau von Betreuungseinrichtungen. Wie wollen Sie diese politische Pattstellung überwinden?

Trendl: Ich halte von diesem Entweder-oderGezerre nichts. Wir brauchen beides: ein qualitätsvolles, flächendeckendes Betreuungsangebot und eine stärkere finanzielle Entlastung der Familien. Und wenn es heißt, Steuererleichterungen kämen nur Besserverdienenden zugute, dann kann man das, etwa über Negativsteuern, so regeln, dass alle Familien

davon profitieren. Wichtig ist mir, dass das Gesamtvolumen stimmt. Und dazu braucht es, das sagt ja auch die OECD, ein Nachziehen bei der Besteuerung der Familien, denn aus dem Familienlastenausgleichsfonds allein lässt sich die notwendige Entlastung der Familien nicht finanzieren. Ich halte es daher für dringend notwendig, dass wir zu einem Nur zu sagen, für die Familien ist leider kein Geld mehr da – damit kann und will ich mich nicht abfinden.

familienpolitischen Dialog kommen, der auf Fakten und Daten, die allerdings erst umfassend erhoben werden müssten, beruht und nicht auf ideologischen Festlegungen. Wir fordern eine verlässliche Familienpolitik, die sich nicht alle paar Jahre ändert. Und dazu ist ein gesellschaftlicher Konsens darüber notwendig, was Familien heute benötigen. Was sagen Sie zur aktuellen Diskussion über einen oder mehrere Papamonat(e)?

Trendl: Ich halte das für eine gute, unterstützenswerte Idee, dass Väter nach der Geburt eines Kindes ein Recht auf einen Papamonat haben, wie das bei Beamten schon der Fall ist. Damit das auch für die – vor allem kleineren – Unternehmen möglich ist, sollten Väter für diese Zeit ein Kinderbetreuungsgeld erhalten. Ich bin überzeugt, das würden viele nutzen. Einen Zwang dazu lehne ich aber ab.

Die Arbeiterkammer und die Industriellenvereinigung haben Anfang des Jahres eine Neuordnung der Familienförderung vorgeschlagen. In ihrem Konzept „Familienbeihilfe neu“ sollen alle Steuererleichterungen und direkten Zahlungen an die Familien zusammengefasst werden. Für jedes Kind soll es eine Familienbeihilfe von 210 Euro/Monat geben (bisher ca. 130 Euro plus Schulstartgeld und Steuerabsetzund Freibeträge). Alters- und Mehrkindstaffeln sollen wegfallen. Alleinerziehende und Eltern behinderter Kinder erhalten Zuschläge. Bis zum 15. Lebensjahr sollen Eltern pro Kind und Monat Gutscheine im Wert von 35 Euro für Kinderbetreuung, Schikurse etc. bekommen. Zusätzlich sollen in den nächsten vier Jahren 100 Millionen Euro aus dem Familientopf für den Ausbau von Betreuungseinrichtungen aufgewendet werden. Ziel der „Reform“ ist neben der finanziellen Unterstützung der Familien die gleichberechtigte Teilhabe beider Geschlechter am Erwerbsleben sowie eine leichtere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Der Katholische Familienverband kritisiert an dem Vorschlag die Benachteiligung von Mehrkindfamilien sowie die Schlechterstellung von Familien mit älteren Kindern. Außerdem fehlen dem KFÖ konkrete Vorschläge, wie der Familienlastenausgleichsfonds diese Leistungen erbringen kann. Und schließlich kritisiert KFÖ-Präsident Trendl, dass sich die Familien den Ausbau von Betreuungseinrichtungen selber finanzieren sollen. „Das sicherzustellen ist Aufgabe der öffentlichen Hand. Man verlangt ja auch von Pensionist/innen nicht, dass sie auf einen Teil ihrer Rente verzichten, um Alten- und Pflegeeinrichtungen auszubauen.“ Schon jetzt würden viele Leistungen, für die eigentlich andere Ressorts aufkommen müssten, aus dem Familientopf bezahlt.


12 Panorama stenogramm n Ungleichheit von Frauen. Auf eine neue, wachsende Ungleichheit zwischen Frauen aus reichen und armen Ländern hat die Generalsekretärin der Aktion Leben, Martina Kronthaler, hingewiesen. Durch

22. März 2012

Pfarrgemeinderatswahl am 18. März: 30.000 Mandate vergeben

Die Pfarren sind den Leuten wichtig Lebendige Pfarrgemeinden sind den Menschen in Österreich immer noch wichtig. Das bestätigten die Pfarrgemeinderatswahlen am vergangenen Wochenende. Nach einem Zwischenstand vom Montag haben sich knapp 20 Prozent der 4,5 Millionen wahlberechtigten Katholik/innen an den Pfarrgemeinderatswahlen beteiligt. Gegenüber den letzten Pfarrgemeinderatswahlen (2007) ist die Beteiligung nur leicht zurückgegangen – und das, obwohl die katholische Kirche insgesamt nach dem jüngsten APAVertrauensindex deutlich an Vertrauen ver-

Martina Kronthaler: Gegen Ausbeutung armer Frauen. FJR/A.

die Fortpflanzungsmedizin werden weltweit zunehmend arme Frauen aus Osteuropa und den Entwicklungsländern als Eizellenspenderinnen und Leihmütter ausgenutzt, damit reichere Frauen sich ihren Kinderwunsch erfüllen können. „„ Mit Muslimen reden. Mit der Situation der Muslime in Österreich beschäftigte sich die Generalversammlung der katholischen Friedensbewegung „Pax Christi“. Wie Generalsekretär Josef (Jussuf) Windischer betonte, möchte Pax Christi nicht über, sondern mit den Muslimen reden – vor allem dann, wenn es um den Frieden und das gute Zusammenleben geht. Dazu hat man zur Generalversammlung auch den Politologen Farid Hafez eingeladen, der zur Geschichte und Situation der Muslime in Österreich sprach. Weiters nahmen Mitglieder der Muslimischen Jugend Österreichs teil. „„Bischofskonferenz. Von Montag bis Donnerstag dieser Woche tagt die Österreichische Bischofskonferenz in Tainach/ Kärnten. Hauptthema der Beratungen sind die Vorbereitungen zum „Jahr des Glaubens“. Es wurde von Papst Benedikt anlässlich des 50-Jahr-Jubiläums des Beginns des II. Vatikanischen Konzils ausgerufen und beginnt am 11. Oktober. Auch aktuelle Kirchen- und Gesellschaftsfragen werden erörtert.

KirchenZeitung Diözese Linz

Knapp 900.000 Katholik/innen beteiligten sich vergangenes Wochenende an den Pfarrgemeinderatswahlen. Wodicka

Bischof Egon Kapellari warnt vor „einem Weg in die Sackgasse, auf dem schließlich alle nur Verlierer wären“, und ruft die ReformInitiativen auf, „vom Gashebel herunterzusteigen“. fjr/A

loren hat (minus 9 Prozent). Die Wahlbeteiligung lag in Eisenstadt bei rund einem Drittel und in Wien bei ca. zehn Prozent. Damit liegt sie überall deutlich über der Zahl der regelmäßigen Sonntagsgottesdienstbesucher. „Die Pfarren sind, vor allem dort, wo sie eine überschaubare Größe haben, für viele Menschen ein wichtiger Ort der Beheimatung ihres Glaubens und Lebens“, sagt der Sprecher der österreichischen PGR-Referenten, Wolfgang Müller. „Das zeigte sich auch bei der Erstellung der Kandidat/innenlisten. Denn trotz mancher Ängste im Vorfeld ist es doch gelungen, auch viele neue Frauen und Männer zum Mittun zu bewegen. Eine Kunst der kommenden Pfarrgemeinderäte wird es sein“, so Müller, „jene gut einzubinden, die grundsätzlich ihre Bereitschaft zur Mitarbeit bekundet haben, die sich aber nicht als ,Generalverantwortliche‘ für fünf Jahre binden wollten.“ Zahlen. Mit über 50 Prozent neu gewählten PGR-Mitgliedern zeigen die Pfarren ein durchaus vitales Lebenszeichen. Spitzenreiter sind hier Innsbruck und Graz mit 57 bzw. 56 Prozent. Der bisherige Frauenanteil von 54,5 Prozent dürfte leicht gestiegen sein; in Feldkirch liegt er bei 63 und in Eisenstadt bei 35 Prozent. Der Altersschnitt der Pfarrgemeinderät/innen liegt bei knapp über 50 Jahren; die jüngsten Pfarrgemeinderäte haben Innsbruck und Feldkirch mit 41 bzw. 46 Jahren. Das zeigt, dass durchaus auch jüngere Leute bereit sind, in ihrer Pfarre mitzugestalten.

Kapellari warnt vor Spaltung der Kirche

Österreich ist ein Pilgerland

In einem Hirtenwort hat Bischof Egon Kapellari (Graz) die Pfarrerinitiative und andere gewarnt, die Einheit der Kirche aufs Spiel zu setzen. Er wolle alles tun, damit jene Katholiken, die auf Veränderungen drängen, im Boot bleiben. Aber es müsse auch ein „klares Nein gesagt werden“, wenn Vertreter der Pfarrerinitiative oder anderer Initiativen „eigenmächtig das Steuerrad des Schiffes Kirche ergreifen wollen. Das führt zur Spaltung oder ist schon Spaltung.“ In weiterer Folge begründet Kapellari das Festhalten der Kirche an bisherigen Regelungen (Zölibat, Ablehnung der Frauenweihe, Geschiedene und Kommunion) näher.

Vergangene Woche stellten „Pastoralbischof“ Alois Schwarz (Klagenfurt), der Projektleiter von „Pilgern in Österreich“, Anton Wintersteller, und der Vorsitzende der Landestourismusorganisationen, Leo Bauernberger, Österreich als „Pilgerland“ vor. Sie betonten das zunehmende Interesse der Menschen, in einer Zeit, in der alles schneller wird, das „langsame“ Pilgern neu zu entdecken. Dabei würden immer häufiger auch heimische Pilgerwege genutzt. Diese steigende Nachfrage soll durch eine neue Pilgerkarte, die Informationen über traditionelle und neue Wege bündelt, unterstützt werden. u Infos: www.pilgerwege.at


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Panorama 13

22. März 2012

Intensivprogramm in Lateinamerika

Papst in Kuba und Mexiko

Nach seiner Brasilienreise 2007 (im Bild) startet Papst Benedikt am 23. März seine zweite Lateinamerikareise, die ihn nach Mexiko und Kuba führen wird. reuters

Trauer um KoptenPapst Shenouda III.

Tuberkulose – tödliche Krankheit der Armen

Die Kopten in Ägypten haben ihres verstorbenen Papstes Shenouda III. gedacht. Laut ägyptischen Medienberichten nahmen Zehntausende Gläubige an einem Trauergottesdienst in Kairo teil. Das Oberhaupt der koptisch-orthodoxen Kirche war am 17. März im Alter von 88 Jahren gestorben. Der Patriarch habe jahrelang mit Leber- und Lungenproblemen zu kämpfen gehabt, so das ägyptische Fernsehen. Papst Shenouda stand seit 1971 einer der ältesten und wichtigsten christlichen Kirchen mit weltweit rund zwölf Millionen Mitgliedern vor. Zum Tod Shenoudas kondolierten u. a. der Papst, Kardinal Schönborn und US-Präsident Obama

5000 Menschen sterben täglich an Tuberkulose. Betroffen davon sind vor allem die Ärmsten in Afrika, Asien und Lateinamerika, die kaum Zugang zu Gesundheitsdiensten haben. Daran erinnert das Aussätzigen-Hilfswerk Österreich von Missio zum Welt-Tuberkulose-Tag am 24. März. Tuberkulose ist mit Antibiotika innerhalb von wenigen Monaten gut heilbar, das kostet im Schnitt 50 Euro. Das Aussätzigen-Hilfswerk unterstützt die Behandlung von TuberkuloseKranken in Asien, Afrika und Brasilien und ermöglicht den Aufbau von Gesundheitsdiensten und die Ausbildung von Fachpersonal. u Spendenkonto Hypo-Landesbank 11.111.114 BLZ 58.000

Papst Benedikt wird vom 23. bis 29. März eine Pastoralreise nach Mexiko und Kuba unternehmen. Es ist seine 23. Auslands-­ reise und seine erste in die Region des spanischsprachigen Amerika. Laut Programm wird er zunächst den zentralmexikanischen Bundesstaat Guanajuato besuchen und anschließend am 26. März nach Kuba weiterreisen. Insgesamt besucht er fünf Städte in beiden Ländern, zum Beispiel Leon de Los Aldama in Mexiko und Santiago de Cuba und Havanna auf Kuba. Ob er auch Fidel Castro treffen wird, ist noch unklar. Aus Anlass des Papstbesuchs will das Regime in Kuba auch die erwarteten Exil-Kubaner willkommen heißen. Insgesamt sollen rund 800 Pilger aus Fort Lauderdale und Miami die Reise nach Santiago de Cuba antreten. Die Papstmesse im mexikanischen Silao am 25. März, zu der laut mexikanischen Behörden bis zu 1,5 Millionen Menschen erwartet werden, und der Gottesdienst auf der Plaza de la Revolución von Havanna am 28. März dürften zu den Höhepunkten der Papstreise zählen. Der erste und bisher einzige Papstbesuch im sozialistischen Kuba fand im Jänner 1998 durch Johannes Paul II. statt. (Siehe Kopf der Woche)

weltkirche „„ Großbritannien. Der anglikanische Erzbischof von Canterbury, Rowan Williams, tritt mit Ende des Jahres von seinem Amt zurück. Das gab das Büro des Primas der anglikanischen Kirche am 16. März bekannt. „„ Busunglück. Mehrere Tausend Trauernde haben am 14. März in der historischen St.-Pieters-Kirche in Löwen bei Brüssel der beim Busunglück im Schweizer Sierre ums Leben gekommenen 22 Kinder und sechs Erwachsenen gedacht. n Seit der Begegnung mit Papst Benedikt „gehe ich wieder häufiger in die Kirche“: Das schreibt Franz Beckenbauer in dem neuen Sammelband „Benedikt XVI. – Prominente über den Papst“, der zum 85. Geburtstag des Papstes am 16. April erscheint. reuters


5. Teil: Gemeinschaft in Liebe und Mitverantwortung

Leben als Hausgenossen Gottes „Welch wunderschöner Bananenhain! Wer hat ihn gepflanzt? Wem gehört er?“, frage ich einen Kayapó-Indio mit dem Blick auf die üppig behangenen Stauden ganz in der Nähe des Dorfes. Er lächelt stolz und antwortet: „Wir alle! Er gehört uns!“ Kinder und alte Leute genießen wohl als Erste diese am Xingu so aromatischen Früchte. Beim Anbau haben sie aber sicher nicht nach-

Bischof Dom Erwin Kräutler mit einem Indio in traditioneler „Tracht“. PRELATIA DO XINGU

haltig mitgeholfen. Trotzdem sagt der Kayapó: „Wir alle haben den Hain gepflanzt!“ Leben im Wir. Immer wieder beeindruckt mich dieses spontane Wir-Bekenntnis der Indios, das sogar über die Stammesgrenzen hinausreicht. Alle Indios, auch wenn sie einer anderen Sprachgruppe angehören, verstehen sich als „Verwandte“. Das „Wir“ zu betonen, ist charakteristisch für die indigenen Völker. Außerhalb des Stammesgefüges verwandelt sich das „Wir“ in ein isoliertes, sich abkapselndes „Ich“. Nicht mehr die Gemeinschaft ist es, die den Indio und seine Familie trägt. Er fühlt sich fremd in der neuen Umgebung, merkt, dass er nicht dazugehört. Auch ruft ihn kaum jemand mehr bei seinem Namen. „Caboclo“ oder „Bugre“, je nach Region, nennen ihn die Leute, verachtend und abweisend. Oft stürzt ihn der Gemeinschaftsverlust und die Entwurzelung in Alkoholismus oder er wird straffällig. Und kein Mensch kommt auf die Idee zu fragen, wer tatsächlich für dieses menschliche Schicksal, ja sogar für einen Völkermord Verantwortung trägt, Schuld auf sich geladen hat und immer noch lädt. Vertreibung. Vertreibung von Grund und Boden, beschönigend Umsiedlung genannt, hat für jedes indigene Volk fatale Folgen. Das Land und der Wald, die Flüsse und Seen mit


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Fastenzeit 2012 15

22. März 2012

Die Bananen gehören dem ganzen Dorf. Auch die nicht mitarbeiten konnten, sollen essen. Archiv

Impuls Vom Ich zum Wir „„ Besinnung. Welche Empfindungen löst die Lebensweise der Indios, alles gemeinsam zu besitzen, in Ihnen aus? Welches Gefühl überwiegt? all dem Reichtum, den sie bergen, die Pflanzen und Tiere waren für die Indios nie Waren, die veräußert werden können. Die Schöpfung gehört allen, verlangt Respekt, liebenden Schutz. Ausbeutung. Für die Wirtschaftsordnung der freien Marktwirtschaft, in der das kaltschnäuzige Prinzip von „Angebot und Nachfrage“ regiert, sind solche Gedanken unrealistisch und illusorisch. Wasser, Land, Luft und Feuer – Wasserstoff, Sauerstoff, Stickstoff, Kohlenstoff – sind lukrative Einnahmequellen, die es auszubeuten gilt. Die Grundelemente des Lebens werden zu Handelsgegenständen. Die Perspektive des „Guten Lebens“. Welche Lebensform ist humaner und entspricht eher dem Mensch-Sein? Ist es die Konsum- und Ellenbogengesellschaft, in der ich die Triebe und Gelüste meines „Ich“ absolut setze und dem Mitmenschen nur dann Recht auf Leben einräume, wenn er produziert und konsumiert, damit die Maschine läuft? Oder ist es die indigene Perspektive des „Bem Viver“, des „Guten Lebens“, in Einklang mit der Natur und der menschlichen Gemeinschaft? Lebensweisheit. Ist die „Weltanschauung“ der Indios nicht menschlicher? Zeigen die In-

dios nicht mehr Lebenserfahrung und -weisheit, wenn sie „Wir alle“ sagen und so darauf hinweisen, dass auch Kinder und alte Leute dazugehören, auch wenn sie nicht als Arbeitskräfte eingesetzt werden können? Ist es nicht die bewusst gelebte Gemeinschaftsbezogenheit, die den Menschen erst menschlich macht? Wie Verwandte und Geschwister. Als Christinnen und Christen verpflichten wir uns dem Evange­lium Gottes und bekennen, dass wir berufen sind „zur Gemeinschaft mit seinem Sohn J­esus Christus, unserem Herrn“ (1 Kor 1,9). Durch die Liebe Jesu Christi sind wir „nicht mehr Fremde ohne Bürgerrecht, sondern Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes“ (Eph 2,19). Mitmenschen sind nicht nur Zeitgenossen. Mitmenschen sind Verwandte und Geschwister. Gemeinschaft ist mehr als ein bloßes Zusammenleben in Raum und Zeit. Sie gründet auf Liebe und Mitverantwortung, auf liebevoller Solidarität mit den Schwachen und zärtlicher Sorge, niemanden vom Miteinander auszuschließen und vom Festmahl des ­Lebens zu verdrängen. Nur auf diese Weise wird das von Jesus verheißene „Gnadenjahr des Herrn“ Wirklichkeit (vgl. Lk 4,18–19).

- Wäre schön, ist aber bei uns unrealistisch. - Wäre ungerecht, denn wer kann, muss für sich selber sorgen. - Diese Lebensweise hat mehr Zukunft als der Individualismus in unserer Kultur. „„ Teilen. Welche Besitztümer sind Ihnen besonders ans Herz gewachsen? Denken Sie nach, wie Sie die Freude daran mit anderen teilen könnten. „„ Bitten. Haben Sie den Mut, andere um etwas zu bitten – Geräte, Dienstleistungen –, oder schaffen Sie sich alles lieber selber an, um nicht auf andere angewiesen zu sein? „„ Ein erster Schritt. Bieten Sie Dinge, die Sie besitzen, anderen zum Mitbenutzen an. Und haben Sie Mut, um etwas zu bitten. Nächste Ausgabe: Ringen um Gerechtigkeit.


Sonntag

5. Fastensonntag – Lesejahr B, 25. März 2012

Wieder sehen lernen „Ich will mich nicht gewöhnen“ ... an die Nachrichten von Krieg und Völkermord / an die Bilder halb verhungerter Menschen / an den Gedanken, dass auch in Österreich noch viele Kinder mit roher Gewalt erzogen werden / an das traurige Gesicht des schikanierten Kollegen ... Die Kreuze in den Kirchen sind verhüllt. Vielleicht ist gut, auch für kurze Zeit die Augen zu verschließen vor all den Bildern. Um sie danach wieder ganz bewusst zu öffnen und mit klarem Blick all das Unheil in dieser Welt zu sehen, und durch die Karwoche hindurch mit großer Sehnsucht das Osterfest zu erhoffen.

1. Lesung

2. Lesung

Jeremia 31, 31–34

Hebräer 5, 7–9

Seht, es werden Tage kommen – Spruch des Herrn –, in denen ich mit dem Haus Israel und dem Haus Juda einen neuen Bund schließen werde, nicht wie der Bund war, den ich mit ihren Vätern geschlossen habe, als ich sie bei der Hand nahm, um sie aus Ägypten herauszuführen. Diesen meinen Bund haben sie gebrochen, obwohl ich ihr Gebieter war – Spruch des Herrn. Denn das wird der Bund sein, den ich nach diesen Tagen mit dem Haus Israel schließe – Spruch des Herrn: Ich lege mein Gesetz in sie hinein und schreibe es auf ihr Herz. Ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein. Keiner wird mehr den andern belehren, man wird nicht zueinander sagen: Erkennt den Herrn!, sondern sie alle, klein und groß, werden mich erkennen – Spruch des Herrn. Denn ich verzeihe ihnen die Schuld, an ihre Sünde denke ich nicht mehr.

Als er auf Erden lebte, hat er mit lautem Schreien und unter Tränen Gebete und Bitten vor den gebracht, der ihn aus dem Tod retten konnte, und er ist erhört und aus seiner Angst befreit worden. Obwohl er der Sohn war, hat er durch Leiden den Gehorsam gelernt; zur Vollendung gelangt, ist er für alle, die ihm gehorchen, der Urheber des ewigen Heils geworden.

Evangelium Johannes 12, 20–33 Auch einige Griechen waren anwesend – sie gehörten zu den Pilgern, die beim Fest Gott anbeten wollten. Sie traten an Philippus heran, der aus Betsaida in Galiläa stammte, und sagten zu ihm: Herr, wir möchten Jesus sehen. Philippus ging und sagte es Andreas; Andreas und Philippus gingen und sagten es Jesus. Jesus aber antwortete ihnen: Die Stunde ist gekommen, dass der Menschensohn verherrlicht wird.

Amen, amen, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es reiche Frucht. Wer an seinem Leben hängt, verliert es; wer aber sein Leben in dieser Welt gering achtet, wird es bewahren bis ins ewige Leben. Wenn einer mir dienen will, folge er mir nach; und wo ich bin, wird auch mein Diener sein. Wenn einer mir dient, wird der Vater ihn ehren. Jetzt ist meine Seele erschüttert. Was soll ich sagen: Vater, rette mich aus dieser Stunde? Aber deshalb bin ich in diese Stunde gekommen. Vater, verherrliche deinen Namen! Da kam eine Stimme vom Himmel: Ich habe ihn schon verherrlicht und werde ihn wieder verherrlichen. Die Menge, die dabeistand und das hörte, sagte: Es hat gedonnert. Andere sagten: Ein Engel hat zu ihm geredet. Jesus antwortete und sagte: Nicht mir galt diese Stimme, sondern euch. Jetzt wird Gericht gehalten über diese Welt; jetzt wird der Herrscher dieser Welt hinausgeworfen werden. Und ich, wenn ich über die Erde erhöht bin, werde alle zu mir ziehen. Das sagte er, um anzudeuten, auf welche Weise er sterben werde.


Wort zum Sonntag

Der verhüllte Schmerz Ab dem 5. Fastensonntag, dem sogenannten Passionssonntag, bis einschließlich Karfreitag werden in der Kirche alle Kreuze verhüllt. Was bedeutet dieser Ritus? Der Mensch neigt dazu, sich schnell an etwas zu gewöhnen. Das ist im Grunde nichts Schlechtes. Oft ist es von Vorteil, wenn wir uns schnell auf neue Gegebenheiten einstellen können. Weniger gut ist, dass sich der Mensch auch an Bilder von Gewalt und Elend gewöhnt. Wir hören täglich von unsagbarem Leid in der Welt und wir gewöhnen uns daran.

kna

Am Passionssonntag verhüllen wir das Kreuz, damit uns am Karfreitag von Neuem bewusst wird, wie hoch der Preis ist, den Jesus für unser Heil bezahlt hat. Vielleicht sollten wir in diesen Tagen auch einmal bewusst die Augen verschließen vor dem Leid und dem Unrecht, das uns täglich vor Augen geführt wird. Ich will mich nicht gewöhnen an das traurige Gesicht meines Arbeitskollegen, der wegen seiner Herkunft und seiner Andersartigkeit täglich gehänselt und schikaniert wird. Ich will mich nicht gewöhnen an den Gedanken, dass auch in unserem Land viele Eltern ihre Kinder noch mit roher Gewalt erziehen. Ich will mich nicht gewöhnen an die Nachrichten von Krieg und Völkermord und auch nicht an die Bilder von halb verhungerten Menschen am Horn von Afrika. Daher verschließe ich für kurze Zeit meine Augen. Ich stelle mir eine heile Welt vor, eine Welt, wie Gott sie sich vielleicht gewünscht und erträumt hat. Und wenn ich meine Augen dann wieder öffne, dann lass’ ich mich erschüttern von all dem Unheil dieser Welt. Mit einem klaren Blick auf das Leid und das Unheil der Menschen trete ich in die Karwoche ein. Ich gehe den Kreuzweg Jesu mit und ich denke an so manches Leid meiner Mitmenschen. Und mit großer Sehnsucht erwarte ich dann das Osterfest, das Fest des Sieges Christi über all das Leid dieser Welt.

Die Nacht wird zerrissen

Zum Weiterdenken

Die Gewissheit ist felsenfest:

Trage ich einen Schmerz in mir, der verhüllt ist, den noch nie jemand wahrgenommen hat, den ich noch nie jemandem anvertraut habe?

wenn der Augenblick gekommen ist, wird die Nacht zerreißen

Franz Hinterholzer

und das Morgenrot wieder hervorbrechen.

ist seit Jahren Pfarrer in Pfunds, seit 2008 Dekan des Dekanates Prutz

Möge die Morgenröte kommen

und seit 2009 gleichzeitig Pfarrer

und eines Tages unser Tod,

Fendels, Pfunds, Tösens und Spiss.

in den Pfarreien Prutz, Kauns, Ried, Den Autor erreichen Sie unter

Anbruch eines neuen Lebens.

frère roger, taizé

u sonntag@kirchenzeitung.at


18 Bewusst leben

22. März 2012

KirchenZeitung Diözese Linz

IN KÜRZE „Fasten“ sagen und „abnehmen“ meinen Die vorösterliche Zeit ist für Christen traditionell Fastenzeit. Doch viele Menschen, die jetzt „fasten“, wollen eigentlich nur ihre überschüssigen Winter-Kilos loswerden und greifen dabei zu (fast) allen Mitteln. Beliebt sind die Schlankheitskuren vieler Zeitschriften und Magazine mit jährlich neuen Erkenntnissen und „Experten“. Auf besonders skurrile Diäten stößt man im Internet: Abnehmen nach Mondphasen, Sternzeichen oder Blutgruppen, oder verlockende „ForeverYoung“- und „Mittelmeer“-Diäten. Werbungen von Säften und Pillen, die den Hunger ohne viel Plagerei reduzieren sollen, sind in diesem Zusammenhang nicht zu übersehen. Zur Verstärkung werden positive Erfahrungsberichte und Menüpläne nachgereicht, die Vorher-Nachher-Fotos kennt man zur Genüge. Gesundheitliche Aspekte. Mediziner warnen vor zu schnellem Gewichtsverlust, einseitigen Diäten und der Überbetonung einzelner Nährstoffe. Sie stellen aber auch fest, dass starkes Übergewicht gesundheitliche Schäden hervorruft: Bluthochdruck, Gefäßverkalkung, Diabetes mellitus, Gicht, Gelenksbeschwerden oder Sodbrennen. Ziel einer jeden Diät sollte aus medizinischer Sicht eine Umstellung auf ein ausgewogenes Ernährungsverhalten sein. Das bedeutet vielseitige Ernährung, bei der weder die Genusskomponente noch die regelmäßige Bewegung zu kurz kommen darf. Auf keinen Fall. Wer es mit der Gewichtsreduktion ernst meint, sollte einseitige Diäten meiden, vor allem wenn die Kost ganz anders ist als gewohnt. Verbote von bestimmten Nahrungsmitteln können sogar zur Frustration führen. Sinnvoll abnehmen funktioniert am besten mit abwechslungsreicher, wohlschmeckender Kost. B. H.

Gertraude und Clemens Steindl geben in ihrem Buch interessante und humorvolle Einblicke, wie sie sich auf das Alter eingestellt und wie sie die ersten Jahre im Ruhestand miteinander verbracht haben. TYROLIA VERLAG

Jemanden lieben, heißt einwilligen, mit ihm alt zu werden. – Albert Camus

Ruhestand für Anfänger Wir sind dankbar, das Alter gemeinsam erleben zu dürfen – Gertraude und Clemens Steindl haben sich auch nach 40 Ehejahren noch viel zu sagen. Wie ihr gemeinsamer Weg im Alter aussieht, darüber erzählen sie in ihrem Buch. BRIGITTA HASCH

Das Wort „Pensionsschock“ ist dem Ehepaar Steindl völlig fremd. „Ich kann mir schon vorstellen, dass es das gibt. Aber ich habe mich schon lange vorher auf die Zeit nach dem Erwerbsleben eingestellt“, erklärt Clemens Steindl. Und so hat er gleich nach der Pensionierung seinen Plan verwirklicht und mit dem Völkerkunde-Studium begonnen. Er schwärmt von drei unheimlich interessanten Semestern, wobei ihn vor allem die Themen afrikanische Kulturen und vorreligiöse Bewusstseinsformen wie der Schamanismus beeindruckt haben. „Danach kam eine wunderbare Zeit als Vorsitzender des Katholischen Familienverbandes.“ Hier war ihm besonders wichtig, den Stellenwert der Familie als zentrales gesellschaftspolitisches Thema in den Vordergrund zu rücken. Selbstbestimmung so groß wie nie. Gertraude Steindl hat einen ganz eigenen, sehr positiven Blick auf die Lebensphase des Alters. Für sie ist es jene Zeit, die man – soweit man halbwegs gesund ist – weitgehend nach

 Ruhestand für Anfänger, Unser Weg in eine neue Lebensphase. Gertraude und Clemens Steindl, Tyrolia Verlag, Innsbruck – Wien 2012, 14,95 Euro, ISBN 978-3-7022-3166-8. Buchvorstellungen mit den Autoren sind u.a. in Innsbruck (9.5.) geplant..

den eigenen Bedürfnissen gestalten kann. „In der Kindheit sind es die Eltern, dann die Schule, später Beruf und Familie, die einem vor allem zeitliche Rahmen setzen. Jetzt können wir wirklich das machen, was uns Freude macht.“ Und so stehen ehrenamtliche Tätigkeiten ebenso wie Theater- oder Kinobesuche auf dem abwechslungsreichen Programm des aktiven Paares. Besonders genießen die beiden ihr neues Dasein als Großeltern. „Als Oma kann ich mich ganz auf die kleine Clara einlassen. Es gibt keine Verpflichtungen rundum, wir können einfach nur spielen und schmusen“, schwärmt Gertraude Steindl von dieser anderen Qualität der Beziehung. Stachelschwein-Syndrom. Ganz wichtig, so Gertraude Steindl, ist es, dass man sich bei den vielen gemeinsamen Stunden immer auch Platz für eigene „Spielwiesen“ lässt. „So können wir selbst nach 40 Ehejahren noch sehr gut miteinander reden, diskutieren und manchmal Konflikte austragen. Diese werden aber immer am selben Abend aufgearbeitet, betonen beide. Wie viel Nähe gut und wie viel Abstand notwendig ist, vergleicht Clemens Steindl schmunzelnd mit dem Verhalten der Stachelschweine im Winter: „Sie sind sich so nah, dass sie sich wärmen können, und halten den Abstand, um sich gegeneinander nicht zu stechen.“ Respekt und Achtung vor dem anderen sind selbstverständlich. Sonnenstrahlen sammeln für kältere Tage. Wenn man miteinander auf viele schöne Erlebnisse, etwa Reisen, zurückblicken kann, ist das ein großer Schatz. „Unsere Reisen sind auch ein Sammeln von schönen Vorräten, auf die man gerne zurückblickt“, verrät Gertraude Steindl. Am Schluss verweist Clemens Steindl darauf, dass das Alter mit Sicherheit die letzte Lebensphase ist, denn: „Der Tod ist ein Teil des Lebens.“


KirchenZeitung Diözese Linz

Bewusst leben 19

22. März 2012

Qualifizierte Information in der neuen Neugeborenenbox soll positiven Zugang ermöglichen

Down-Syndrom, was nun? Eltern, die mit der Diagnose „Down-Synd­ rom“ konfrontiert werden, brauchen vor allem Hilfe und Beratung, um ihr Kind, so wie es ist, annehmen zu können. Für die Betroffenen sind in der „Neugeborenenbox“ umfangreiche Informationen und Kontaktadressen zusammengefasst. brigitta hasch

Trisomie 21 – für viele Eltern ist es zunächst ein Schock. Ihr Kind ist nicht so wie erwartet, nicht so wie die anderen. Und doch ist es wie jedes Kind – außergewöhnlich und einzigartig. Zu dieser positiven Erkenntnis gelangt man, wenn man sich mit Down-Syndrom näher auseinandersetzt. „Ich habe bei null anfangen müssen. Deshalb möchte ich anderen Eltern helfen, rasch an die notwendigen Informationen und an umfassendes Wissen zu kommen sowie Kontakte zu Elternnetzwerken zu knüpfen“, so erklärt Birgit Brunsteiner ihre Beweggründe für dieses Projekt. Sie selbst hat 2008 Noah zur Welt gebracht. Ein Bub mit Down-Syndrom, der ihr Leben jeden Tag bereichert. Nicht alleinlassen. Egal ob während der Schwangerschaft oder nach der Geburt – man muss die Eltern behutsam mit dieser neuen ­Situation vertraut machen. Dazu braucht es Expert/innen, die wissen, was Down-Syndrom bedeutet, und die selbst auch Erfahrungen mit DS-Kindern haben. Für Manuela Baumgartner, Oberärztin und Leiterin der Ambulanz für Entwicklungsneurologie und Neuropädiatrie im KH der Barmherzigen Schwestern, ist es ganz entscheidend, wer die Box übergibt, wie, wann und wo es geschieht. „Das muss ganz individuell sein. Manche Paare wollen gleich alles wissen, andere brauchen Zeit.“ In der Box finden Eltern Informationen über Möglichkeiten, wie sie ihr Kind fördern können, Hilfestellungen der öffentlichen Hand, Kontaktadressen von Institutionen und Selbsthilfegruppen. „Dort erfahren sie, dass sie nicht

alleine sind, und das macht Mut.“ Brunsteiner weiß aus ihrer eigenen Erfahrung, dass gerade der Anfang sehr schwierig ist. Der Kontakt mit anderen zeigt aber, das es sehr wohl viele positive Zukunftsperspektiven gibt. Pränataldiagnostik. Schätzungen gehen davon aus, dass bis zu 95 Prozent der Frauen die Schwangerschaft abbrechen, wenn eine Behinderung im Mutterleib diagnostiziert wird. Für Doris Schulz, Vorsitzende der Ak­tion Leben OÖ, ist es daher ein dringendes Anliegen, dem Leistungsdruck der Gesellschaft gegenzusteuern. In ihrem Begleitbrief zur Box gratuliert sie den Eltern zu „einem liebenswerten Kind mit großem Potenzial und einer Vielfalt an Begabungen“. XX Die Neugeborenenbox ist eine Initiative von Mag. Birgit Brunsteiner, Obfrau der Elterninitiative 46+1, Down Syndrom gemeinsam mit der Aktion Leben OÖ. Die Box wurde anlässlich des Welt-Down-Syndrom-Tages präsentiert und liegt in allen Geburtenstationen in OÖ auf.

Aufgetischt Kochen mit Schlierbacher Käse Zwei Rezepte aus 100 Prozent Bio-Käse (siehe Bericht Seite 8). Käserahmsuppe (ca. 1,5 l) Zutaten: 12,5 dag Speck, 10 dag Zwiebel, 5 dag Mehl, 0,25 l Milch, 1,25 l Rindsuppe, ca. 20 dag reifer Schlierbacher Schlosskäse 55 %, Süß- und Sauerrahm. Zubereitung: Speck und Zwiebel fein schneiden, in Butter anrösten, mit Mehl stauben, kurz durchrösten und mit Milch und Rindsuppe aufgießen, etwas Knoblauch dazugeben. Den reifen Käse, klein geschnittten, in der Suppe unter ständigem Rühren schmelzen lassen, mit Süßund Sauerrahm vollenden.

Die heiße Suppe mit gerösteten Schwarzbrotwürfeln, Obershaube und frischer Kresse servieren!

Geboren mit Down-Syndrom und liebenswert anders. www.a-ss.at

Gebackener Schlierbacher (4 Portionen) Zutaten: 8 Stk. Schlierbacher Schlosskäse 55 %; für die Panier: ca. 200 g Mehl, 8 Eier, Brösel, Preiselbeeren. Zubereitung: Die Schlierbacher Käselaibchen zuerst in Mehl, dann in den aufgeschlagenen, verquirlten Eiern und in Semmelbrösel wälzen. Wichtig: ein zweites Mal mit Eiern und Brösel panieren (verhindert das Auslaufen des Käses). In sehr heißem Fett goldgelb backen.

zur sache 6. Oö. Gemeindefamilientag. Eingeladen sind alle Verantwortlichen in den Gemeinden, die sich für familienfreundliche Lebensbedingungen engagieren, aber auch jene, denen das The-

ma „Familie“ am Herzen liegt. Thema der Podiumsdiskussion und der Ausstellung: „Familienfreundlichkeit fördern durch Zusammenarbeit in und mit anderen Gemeinden“. Veranstalter

ist das Familienreferat des Landes Oberösterreich. XX Freitag, 23. März, 13.30 bis 19 Uhr, Amt der Oö. Landesregierung, Landesdienstleistungszentrum, Bahnhofplatz 1, 4021 Linz.

Mit Salzkartoffeln und Preiselbeeren servieren. stift schlierbach (2)


„„ Minitag 2012. Unter dem Motto „Kunterbunt im Weih­ rauchfass“ treffen sich auch ­heuer wieder viele oberösterrei­ chische Ministranten zu einem Gottesdienst mit Bischof Ludwig Schwarz im Stift St. Florian. Da­ nach wird gemeinsam gespielt, gesportelt oder das Stift erkun­ det. Der Spaß soll jedenfalls nicht zu kurz kommen. XX Sa., 2. Juni, 9 bis 16 Uhr.

KK

Die Kirchenzeitung für Kinder 22. März 2012

Die ersten Hasen hoppeln Dazu braucht ihr keine teuren Materialien, es geht alles mit buntem Papier, Farbstiften, Karton, Kleber und Schere.

Es dauert nicht mehr lange bis zum Osterfest. Zum Dekorieren für den Festtagstisch oder euer Zimmer zeigt euch KIKI einige Bastelideen.

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„„ Der Richter: „Sagen Sie mir bitte Ihren Geburtstag.“ Der An­ geklagte: „14. August.“ Darauf der Richter: „Welches Jahr?“ – „Jedes Jahr, Herr Richter!“

XX Die Bastel-Vorlagen findet ihr auf den Kinderseiten auf www.kirchenzeitung.at

„„ Ein Einfaltspinsel kommt ins Elektrogeschäft. „Sechs aus­ gebrannte Glühbirnen, bitte.“ – „Die sind doch zu nichts nutz!“ – „Doch, ich brauch sie für mei­ ne Dunkelkammer!“ XX Spiele, Experimente, Witze, Bastel- und Buchtipps findest du auf den neuen Kinderseiten der KirchenZeitung im Internet. Schau rein! www.kirchenzeitung.at.

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„„ Ein Roboter betritt den Bau­ markt und fragt nach Wellblech. „Wozu brauchen Sie es denn?“ fragt der Verkäufer. „Meine Freundin will sich einen Falten­ rock schweißen!“

Meine Mitmachbibel In diesem Buch findet ihr BibelGeschichten zum Lesen und Vorlesen. Und ihr könnt Bilder malen und kleine Rätsel lösen! Die Bibel ist die Heilige Schrift der Christen. Und hier ist sie für Vor- und Volksschulkinder ein Lesebuch zum Mitmachen, voll

„„ Schick deine lustigsten Witze an: piepmatz@kirchenzeitung.at oder an PIEPMATZ, Kapuziner­ straße 84, 4020 Linz. „„ Hast du Fragen an den Schlaukopf oder Wün­sche an KIKI? Suchst du eine Brieffreun­

din oder einen Brief­freund? Ich freu mich auf deine Post! kiki@kirchenzeitung.at, KIKI, Ka­ puzinerstraße 84, 4020 Linz. Deine gitti

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mit spannenden Geschichten. Genau richtig, um sie mit allen Sinnen zu erfahren – viel Spaß dabei! XX Meine Mitmachbibel, Spiel und Spaß für Vorschulkinder. Angela Reinders, Eva Spanjardt, Pattloch Verlag, München 2012, ISBN 978-3-629-14108-8.

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Da mach ich mit


22. März 2012 © PICTURE-FACTORY – FOTOLIA.COM, PRIVAT

Wo zwei oder drei: Gott ist in der Gemeinschaft spürbar Die Burg Altpernstein in Micheldorf sowie Taizé in Frankreich sind für Anna Pointner (18) zentrale Glaubensorte. „Hier passe ich hin, hier kann ich sein, wie ich bin“, sagt die junge Gallneukirchnerin. Es sind sehr schöne Erfahrungen, die Anna mit der Burg Altpernstein verbindet. In dem hoch über dem Kremstal gelegenen Begegnungszentrum der Katholischen Jugend fühlt sich die Jugendliche einfach wohl. Besonders gerne ist sie im Raum der Stille, um alleine für sich zu sein. Am wichtigsten ist ihr bei ihrem Glaubensort jedoch die Gemeinschaft. „So wie es Jesus gesagt hat: Wo zwei oder drei in meinem Namen beisammen sind, da bin ich mitten unter ihnen. Auf der Burg Altpernstein habe ich das Gefühl, dass ich aufgehoben bin“, sagt

Anna Pointner (18) aus Gallneukirchen hat ihre Glaubensorte in Taizé auf der Burg Altpernstein.

Anna Pointner: „Im Alltag frage ich mich oft, ob das so passt, wie ich mich gebe. In der Burggemeinschaft werde ich aber so angenommen und darf so sein, wie ich bin. Mit diesem Gefühl, dass jeder wertvoll ist, ist man besonders nahe bei Gott.“ Gott ist überall. Ihren zweiten wichtigen Glaubensort hat Anna in Taizé. „Es kommen dorthin Jugendliche aus aller Welt. Alle ver-

aufgeschnappt

en in ndliche zeigt Welt. 80 Juge f, dass es au n te Singen für die er nz uften Chorko i‘s UM drei ausverka und singen: we rgehen kann, . so nicht weite ht ge ÖD d‛W

Chormusik mit starker Message Das Mega-Chorprojekt des Jugendhauses Schacherhof in Seitenstetten mit 80 Jugendlichen hat seinen glanzvollen Abschluss gefunden. In

bindet das Gleiche: der Glaube. Ich merke dadurch, dass Gott überall ist.“ Unmittelbar spürbar ist Gott, wenn Not gesehen wird von uns Menschen und wenn wir handeln, meint die 18-Jährige. Den starken Glauben will sie im Übrigen nicht für sich behalten. In ihrer Heimatpfarre engagiert sich Anna Pointner für die Gestaltung von Gottesdiensten, etwa beim Kinderweltgebetstag. „Ich hab das Gefühl, dass ich anderen Menschen etwas geben kann.“

Serie zu Glaubens-Orten

MEIN TIPP Tod und Teufel. „Tod und Teufel“, ein Theaterstück von Peter Turrini, schildert die Suche eines Priesters nach der Sünde. Es handelt von der Unmenschlichkeit, in welchen Gewändern sie sich immer auch zeigt. Das Stück wird am Linzer Khevenhüller Gymnasium aufgeführt. Am 26., 27., 28. und 29. März. Beginn jeweils ab 19 Uhr.

KONTAKT Schreib an die FORYOU-Redaktion: paul.stuetz@kirchenzeitung.at

Dritter und letzter Teil der Kurzserie zum Jahresschwerpunkt der Katholischen Jugend „Mehr als du glaubst“. In der Fastenzeit erzählten drei Jugendliche dabei, was sie und ihre Glaubensorte verbindet.

szene

drei ausverkauften Chorkonzerten sangen sie zum Motto„wei‘s UM d’WÖD geht“. Die Botschaft ans Publikum: Damit die (Um-)Welt nicht niedergeht, müssen alle etwas tun. Die musikalische Übersetzung dieser Message passierte mit eindrucksvollen Nummer wie „Brenna tuats guat“ von Hubert von Goisern. Daneben regten die inhaltlichen Beiträge zum Nachdenken an. In einem Film wurde klargemacht, dass bei Stau(b)bildung eine Klimarettungsgasse zu bilden ist, wurde das Fahrrad als gute Alternative beworben. Eine besondere Werbeeinschaltung widmeten die Jugendlichen der Sonne, die gratis und immer verfügbar ist Neben der Chance, in einem Riesenchor zu singen, konnten die Jugendlichen ihr Geschick

moment mal als SolosängerInnen unter Beweis stellen und das Publikum so in den Bann ziehen. Das große Chorprojekt beweist auch, dass vor allem anlassbezogen viele Jugendliche bereit sind, sich zu engagieren. „Musik ist hier ein besonderer Magnet“, betont Martina Schauer, pädagogische Mitarbeiterin vom Schacherhof.

Begeisterung bei den Jugendlichen.

PRIVAT (2)


22 Anzeigen

22. März 2012

KirchenZeitung Diözese Linz

KLEINANZEIGEN 12

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IMPRESSUM KirchenZeitung Diözese Linz Medieninhaberin: Diözese Linz. Herausgeber: Willi Vieböck. Chefredakteur: Matthäus Fellinger. Redaktion: Ernst Gansinger, Christine Grüll, Brigitta Hasch, Paul Stütz, Josef Wallner. Verlagsleiterin: Ursula Schmidinger. Marketing: Monika Jellmair, Birgit Kubik. Anzeigen: Sigi Hafner. E-Mail: anzeigen@kirchenzeitung.at Sekretariat: Irmgard Draxler, Barbara Erber, Brigitta Fuchshuber, Kerstin Robitschko. Adresse: Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz. Tel. 0732/76 10-39 44, Fax: 0732/76 10-39 39. E-Mail: office@kirchenzeitung.at Leserbriefe an: leserbriefe@kirchenzeitung.at DVR: 0029874/10770 Kooperationsredaktion der Kirchenzeitungen OÖ, Tirol, Vorarlberg und Burgenland: Hans Baumgartner (Leiter), Susanne Huber, Brigitte Huemer. Werbung: Walter Achleitner, Thomas Hödl, Bergstraße 12, 5020 Salzburg, Tel. 0662/88 44 52, Fax: 88 44 52-4, E-Mail: koopred@kirchenzeitung.at Hersteller: OÖN Druckzentrum GesmbH & Co KG, Medienpark 1, 4061 Pasching. Verlagsort: Linz. Jahresabonnement: Inland: € 44,– (Abodauer mindestens ein Jahr und danach bis auf Widerruf, Kündigung zum Halbjahr, schriftlich mit 14-tägiger Kündigungsfrist). ART COPYRIGHT VBK WIEN

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KirchenZeitung Diözese Linz

Ausblick 23

22. März 2012

bildung – spiritualität – kurs

griass eich die radln Kremsmünster. Der Frühling – und damit die Radsaison – stehen vor der Tür. Und Kremsmünster kann das passende Fest dazu bieten: „griass eich die radln“ wird alle Facetten des Radfahrens aufzeigen. Folgende Highlights sind unter anderem geplant: Gratis-Frühjahrsradcheck, E-Bike-Workshop: „Wie baue ich mir selbst ein Elektrofahrrad?“, große (Elektro-)Räderausstellung, Alles dreht sich ums Rad am Fr., Kinderfahrradbörse 23. März in Kremsmünster. privat XX „griass eich die radln“, Fr., 23. März, 14 bis 18 Uhr, Kremsmünster, Marktplatz beim Bauernmarkt (bei Schlechtwetter verschoben auf 30. März).

Attnang, Maximilianhaus  07674/665 50 XX Bring Freude und Leichtigkeit in dein Leben, Mi., 11. 4., 18 bis 21 Uhr, Ref.: Ingrid Lehner. Bad Dachsberg, Bildungshaus  0732/76 10-34 43 XX Dachsberger Kulturtage, Gutes für Leib und Seele – fröhlich, bereichernd, wohltuend, Di., 10. 4., 10 Uhr bis Fr., 13. 4., 14 Uhr, Ltg.: Veronika Humer, Elfriede Renner, Hildegard Mair, Johanna Roitinger. Lambach, Stift  07245/217 10-334 XX Kartage im Stift, Do., 5. 4., 15 Uhr bis So., 8. 4., 13 Uhr, Begl.: Abt em. Gotthard Schafelner OSB. XX 12 Apostel gesucht: Die Karwoche im Kloster erleben für Männer zwischen 18 und 33 Jahren, Mo. 2. 4., 17 Uhr bis So., 8. 4., 13 Uhr. Begl.: Abt Maximilian Neulinger, Fr. Elija Oberndorfer, Br. Severin Großerohde.

Streitforum: Aufruf zum Ungehorsam Pfarrer Helmut Schüller (oben), Sprecher der Pfarrerinitiative, und Dechant Johann Gmeiner aus Grieskirchen diskutieren im Landeskulturzentrum Ursulinenhof über: „Aufstand der Hirten. Gehorsam zwischen Gewissen und Autorität“. Moderator ist Christian Schacherreiter. Veranstaltet wird das Gespräch, das zur Reihe „Streitforum“ gehört, vom Forum St. Severin, Oö. Presseclub, Oö. ­Journalistenforum und der Katholischen Hochschuljugend Linz.

Linz, Haus der Frau  0732/66 70 26 XX Mit Freude helfen, Orientierungshilfe für freiwillige Mitarbeit, Fr., 23. 3. und 30. 3., 14 bis 18 Uhr. Ried, Treffpunkt der Frau  07752/802 92 XX Voll der Würde – Alter und Ethik, Impulsvortrag, Do., 22. 3., 19.30 Uhr, Ltg.: Dr. Harald Retschitz­ egger, Franziska Gattringer.

XX Streitforum am Donnerstag, 29. März 2012, um 20 Uhr im Oö. Presseclub (Landeskulturzentrum Ursulinenhof, Linz).

„„ Die Gewinner/innen beim Rätsel im inpuncto zur PGR-Wahl. Maria Gabauer aus Bad Leonfelden hat die Ballonfahrt für zwei Personen gewonnen, Johann Buchberger aus Ansfelden die große Don Bosco Kinderbibel

XX Erlösung als Befreiung. Wovon? Wozu?, Fr., 23. 3., 16 bis 21 Uhr, Ltg.: Johann Schausberger. Ried, St. Franziskus  07752/827 42 XX Die Verteidigungsrede des Judas Ischariot, Theaterabend mit Diskussion, Fr., 30. 3., 19.30 Uhr, Ltg.: Martin Granig. Seitenstetten, St. Benedikt  07477/428 85 XX Dem Leben entgegengehen, vorösterliche Pilgerwanderung von St. Valentin nach Seitenstetten, Sa., 31. 3., 6.30 Uhr ab St. Valentin oder 8.24 Uhr ab Stadt Haag, Ltg.: Dr. Stefan Kimeswenger, Dipl.Päd. Marianne Kimeswenger. Steyr, Dominikanerhaus  07477/428 85 XX Exsultet, Kunstnacht zur Osterzeit, Sa., 31. 3., 20 Uhr. Vöcklabruck, Geistl. Zentrum  07672/726 67 XX Trauer – Freude. Die Kar- und Ostertage bewusst erleben, Do., 5. 4., 15 Uhr bis So., 8. 4., 13 Uhr, Begl.: Sr. Klara Diermaier, Franziska Harbich. Wels, Bildungshaus Puchberg  07242/475 35 XX Stille Tag vor Ostern, Medita­ tion in der Karwoche, So., 1. 4., 19.30 Uhr bis Do., 5. 4., 15 Uhr, Ltg.: Sr. Huberta Rohrmoser, Sr. Margret Grill.

„Ich bin bei euch“. Je ein Herders Neues Bibellexikon erhalten Paula Kröswagn, Eferding, Maria Auböck, Puchkirchen, und Rudolf Hauer, Vorderweißenbach. Wir gratulieren herzlich!

Angebot der woche

Osterschiff-Fahrt am Inn Wer an den Osterfeiertagen einen abenteuerlichen Ausflug zu Wasser erleben möchte, der ist in Schärding goldrichtig. Die Innschifffahrt Kpt. Manfred Schaurecker bietet an den drei Oster­ feiertagen (7. bis 9. April) jeweils ab 11 Uhr und ab 14 Uhr eine zweistündige Innschifffahrt ab Schärding – durch das wildromantische Untere Inntal – an. Bei der Rückfahrt wird an der Burg Wernstein ein Zwischenstopp eingelegt. Alle gro-

ßen und kleinen Passagiere dürfen dann rund um die Mariensäule bunte Ostereier suchen. Danach geht’s mit dem Schiff zurück nach Schärding. Genusswanderer können die Strecke gerne auch auf „Schusters Rappen“ zurücklegen. Sonderpreis (ohne Essen): Erwachsene 11 Euro, Schulkinder (6 bis 14 J.) 5 Euro, Familien mit ­einem Kind (6 bis 14 J.) 25 Euro, Familien mit zwei bis drei Kindern (6 bis 14 J.) 28 Euro. Anmeldetel.: 07712/73 50, www.innschifffahrt.at Die KirchenZeitung verlost 5 x 2 Karten für die Osterschiff-Fahrt am Inn.

H. Berndorfer

XX Schreiben Sie bis Fr., 30. 4. (Kennwort: „Osterschiff“): KirchenZeitung Diözese Linz, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz, Fax: 0732/76 10-39 39, E-Mail: office@kirchenzeitung.at


24 Termine namenstag

Helmut Fabian ist Sachbearbei­ ter im Forstbereich in der Diö­ zesanfinanzkammer Linz. Privat

Helmut (29. März) Am 2. Oktober 1957, dem Schutzengeltag, erblickte ich das Licht der Welt. Mein Namenspatron ist Bischof Helmstan von Winchester. „Helmstan“ bedeutet „mutiger Schützer“. Er lebte ein spannendes Leben in der Zeit, als die Dänen England eroberten und die Normannen ihre Eroberungszüge machten. Mit sieben Jahren sollte ich erfahren, was es heißt, am Schutzengeltag geboren zu sein. Ich erkrankte an Gehirnhautentzündung und überlebte, weil ein neues Medikament an mir ausprobiert werden konnte. Vieles geschah in meinem Leben, wo sich herausstellte, dass ich nicht von ungefähr Helmut als meinen Namen tragen darf. Nach fünf Jahren in der Diözesanfinanzkammer wurde mir ein Aufgabengebiet in der Waldbewirtschaftung und Verpachtung der landwirtschaftlichen Grundstücke angeboten. Obwohl ich nicht Forstwirtschaft erlernt hatte, nahm ich all meinen Mut zusammen und habe das Angebot angenommen. Rückblickend weiß ich, dass da wieder die Schutzengel ihre Hand im Spiel hatten. Helmut Fabian

22. März 2012

freitag, 23. 3. 2012 XX Altenberg b. L. Albert Schweit­ zer – ein Leben für Afrika, Pfarrheim, 20 Uhr. XX Grünau i. A. Von Wunderbar bis Sonderpaar, Pfarrsaal, 20 Uhr, Ref.: Dr. Christine Haiden. XX Haslach. Gemeinsam fasten, Pfarrsaal, 19.30 Uhr, mit Traudi Roth­ berger. XX Linz. Linzer Kirchenroas, Pfarrund Wallfahrtskirche St. Margare­ then, 15 Uhr. XX Linz. Lebende Bücher, Treffpunkt mensch & arbeit Linz-Mitte, 16 Uhr. XX Linz, St. Margarethen. Kreuz­ wegmeditation über die Berufung jedes Christen zum Dienst in der Kir­ che, Treffpunkt: Aufgang zur Kirche, 18.30 Uhr, anschl. hl. Messe. XX Linz, St. Peter/St. Theresia. Führe mich, wohin du willst ..., ge­ meinsamer Kreuzweg, Treffpunkt: Kapelle St. Theresia, Keferfeld, 16.30 Uhr. XX Meggenhofen. Passionssingen, Pfarrkirche, 20 Uhr, mit der Chorge­ meinschaft Meggenhofen-Gallspach, Sonja Trauner, Sopran, Philine Voit­ hofer, Alt. XX Puchenau. Der Mensch lebt nicht vom Brot allein ..., Pfarrzentrum, 15 Uhr, Ref.: Elisabeth Jodlbauer-Rieg­ ler, Dipl.Päd. Johannes Jodlbauer. XX Steyr. Das Haus der älteren Mit­ bürger, Buchpräsentation, Bibliothek im Dominikanerhaus, 19 Uhr, mit Ur­ sula Maria Plotz. samstag, 24. 3. 2012 XX Adlwang. Heilungsgottes­ dienst, Krankensegnung und Eucha­ ristiefeier, Sakrament der Versöh­ nung, Marienheiligtum, Rosenkranz, Wallfahrtskirche, 13.30 Uhr, Hei­ lungsgottesdienst, 14 Uhr. XX Bad Schallerbach. Benefizver­ anstaltung von Weltladen und EineWelt-Kreis mit fairer Modenschau, Pfarrsaal, 20 Uhr. XX Eberstalzell. Sehnsucht der rus­ sischen Seele, Kirchenkonzert, Pfarr­ kirche, 19 Uhr, mit „Newa“ und Bo­ ris Kozin. XX Gaspoltshofen. Der v­ erirrte Messias, Lesung, Kulturinitiative Spielraum, 20.15 Uhr, Ref.: Peter He­ nisch. XX Grieskirchen. Zeichen deiner Liebe, Konzert, Pfarrsaal, 17 Uhr, mit Heinz Purrer und Band.

XX Haibach. Kamera trifft Stift und Note, Texte aus der Schreibwerkstatt im Haus der Begegnung, Pfarrheim, 20 Uhr. XX Linz. Frischer Wind – Impulse für die Mini-Arbeit, Tag für Mini-Grup­ penleiter/innen, Diözesanhaus, 10 Uhr, Anmeldetel. 0732/ 76 10-33 41. XX Linz. Aus der Tiefe leben, Ein­ kehrtag, Karmelzentrum, Landstra­ ße 35b, 14 Uhr, Begl.: P. Paul Wein­ gartner. XX Linz, St. Paul. Faust I, Pfarrsaal, 19.30 Uhr, mit Mag. Dr. Gerhard Pau­ za. XX Linz, Ursulinenkirche. „O Haupt voll Blut und Wunden“ von J. G. Wal­ ther, Orgelstation, 17 Uhr, mit Peter Paul Kaspar. XX Ottnang a. H. Mutter Teresa ganz persönlich, Lichtbildervortrag, Pfarrsaal, 14 Uhr, Ref.: Msgr. P. Dr. Leo Maasburg, mit dem Jugendchor. XX Pöndorf. Heiraten in verschiede­ nen Kulturen, Frauenbegegnungs­ abend, Pfarrsaal, 19.30 Uhr. XX Rohrbach. Passionskonzert, Stadtpfarrkirche, 17 Uhr, mit dem Linzer Jeunesse Chor, Lisa Reschen­ eder, Philipp Sonntag. XX Schwanenstadt. Volksmusikali­ sches Passionssingen, Philippsberg­ kirche, 19 Uhr, mit Cor Jesu und Vier­ Viertel. XX Wels, St. Stephan. Es tanzt der Tod sein Reigen, Szenische Kanta­ te für Chor, Insturmentalisten und Schauspieler, Zeltkirche, 16.30 und 20 Uhr, mit Barocktheater, Union Chor und St.-Stephans-Chor Lam­ bach. XX Weyer. Und wenn sie nicht ge­ storben sind ..., Kabarett, Egerer­ schloss, 20 Uhr mit BlöZinger. XX Zell a. d. P. PRAM REnaTOUR – naturkundliche Wanderung, Schloss­ parkplatz, 13.30 Uhr, mit Clemens Ratschan. sonntag, 25. 3. 2012 XX Attnang. Volksmusikalisches Pas­ sionssingen, Pfarrkirche, 17 Uhr, mit dem Frauenensemble Cor Jesu und der Saitenmusik VierViertel. XX Feldkirchen. Mit Konflikten kon­ struktiv umgehen!, Männertag der Kath. Männerbewegung, Pfarrheim, 9.30 Uhr. XX Gaflenz. Kreuzwegandacht auf den Heiligenstein, Treffpunkt: Pfarre Gaflenz: Pfarrhofbauer, 14 Uhr, Pfar­ re Weyer: Reiterhof Krenn, 14 Uhr.

KirchenZeitung Diözese Linz

XX Gallneukirchen. Frühlings­reigen im Haus Elisabeth des Diakonie­ werks, 14 Uhr, mit der Engerwitzdor­ fer Sängerrunde. XX Gallspach. Passionssingen, Pfarr­ kirche, 20 Uhr, mit der Chorgemein­ schaft Meggenhofen-Gallspach. XX Gmunden. Rolf Rüdiger sucht das hohe C, tierischer Opernspaß mit Werken von Mozart, Puccini, Hän­ del u.a., Stadttheater, 17 Uhr, mit ­Stefan Gaugusch, Ursula Langmayr, Lior Kretzer. XX Kleinraming. Ruhig und froh lebe ich weiter. Älter werden mit Jo­ hannes XXIII., Autorenlesung, Biblio­ thek, 17 Uhr, mit Hubert Gaisbauer. XX Kremsmünster. Missa brevis von G. P. da Palestrina, Stiftskirche, 10.15 Uhr. XX Lasberg. Kappadokien – Naturund Welterbe, PowerPoint-Präsen­ tation, Saal der Musikschule, 15 Uhr, Ref.: Dir. Franz Karger. XX Linz, Alter Dom. GCL-Messe mit musikalischer Gestaltung, 10.30 Uhr. XX Linz, Ebelsberg. Licht in der Nacht, Spirituals, Gospels und neue geistliche Lieder, Pfarrkirche, 17 Uhr, mit den Swinging Pfadis, evang. Kir­ chenchor Linz-Süd, Pichlinger Stadt­ pfeifer, Spirit & Soul. XX Linz, Mariendom. Messe von J. Brahms, 10 Uhr, mit dem Vokalen­ semble b.choired. XX Linz, Minoritenkirche. Passions­ konzert, 17 Uhr, mit dem Linzer Jeu­ nesse Chor, Lisa Rescheneder, Philipp Sonntag. XX Linz, St. Paul. Faust I, Pfarrsaal, 19.30 Uhr, mit Mag. Dr. Gerhard Pau­ za. XX Linz, Stadtpfarrkirche Urfahr. Messe mit Überset­ zung in Gebärde, 10 Uhr. XX Nußbach. KMB-Männertag, Got­ tesdienst, Pfarrkirche, 9 Uhr, Schwei­ gen ist Silber, ist Streiten Gold?, Vor­ trag und Diskussion, Pfarrheim, 10 Uhr. XX Perg. Lieder, Musik und Texte zur Pas­sion, Kalvarienbergkirche, 17 Uhr, mit der Chorgemeinschaft und dem Flötenensemble Perg. XX St. Marienkirchen a. H. Spott und Hohn – Gottessohn, Dorfpas­ sion, Pfarrkirche, 19.30 Uhr. XX Schlägl. Duette zur Fastenzeit, Stiftskirche, 10 Uhr. XX Waizenkirchen. Kreuzweg der Kath. Frauenbewegung, Pfarrkirche, 19.30 Uhr.

ausstellungen – ostermarkt – fahrradmesse – basar XX Attnang. Im 4-Klang mit der Natur, Andreas Mülner, Karoline Edlbauer, Christine Devic, Clau­ dia Schoger, Maximilian-Haus, Vernissage, Mi., 28. 3., 19 Uhr, Ausstellung bis 30. 6., Mo. bis Fr., 8 bis 11.30 Uhr. XX Braunau. Kunsthandwerks- und RaritätenAusstellung, Stadttheater, Eröffnung, So., 25. 3., 14 Uhr, Ausstellung bis 6. 5., Öffnungszeiten: Mi., 9.30 bis 11.30 Uhr, Sa., So., 10 bis 17 Uhr, Oster­ feiertage und 26. 4. bis 6. 5.: täglich 10 bis 17 Uhr. XX Ebensee. Umtauschbasar Kinder-, Frühjahrs-, Sommerbekleidung, Großer Rathaussaal, Di., 27.

3., 13 bis 18 Uhr, Mi., 28. 3., 8 bis 11, 15 bis 18 Uhr. XX Hirschbach. Österlich biblisches Geschehen, Ingrid Wittibschlager, Eröffnung, So., 25. 3., 15 Uhr, Ausstellung bis 15. 4., jeweils Sa., So., Feier­ tag, 13 bis 17 Uhr. XX Kremsmünster. Trachten, Spitzen und histo­ risches Brauchtum, Stift, Eröffnung, Mi., 28. 3., 19 Uhr, Ausstellung bis 31. 10., täglich 10 bis 17 Uhr. XX Kremsmünster. griass eich die radln, Fahrrad­ messe mit Räderausstellung, Workshops, KinderFahrrad-Tauschbörse u.a., Marktplatz, Fr., 23. 3., 14 bis 18 Uhr, Schlechtwetter-Ersatztermin: 30. 3.

XX Linz, St. Leopold. Kindersachen-Flohmarkt, Pfarrsaal, Sa., 24. 3., 8 bis 12 Uhr. XX Stadl-Paura. Flohmarkt der Pfarre, Volksheim, Fr., 23. 3., 15 bis 20 Uhr, Sa., 24. 3., 9 bis 15 Uhr, So., 25. 3., 9 bis 12 Uhr. XX Unterweißenbach. Ostermarkt der Tages­ heimstätte, So., 25. 3., 8.30 bis 17 Uhr. XX Wernstein a. I. Es/Ich & Anderich, Oscar Ho­ lub, Kubin-Haus Zwickledt, Eröffnung, Fr., 23. 3., 19 Uhr, Ausstellung bis 15. 4., jeweils Di. bis Do., 10 bis 12, 14 bis 16 Uhr, Fr., 9 bis 12, 17 bis 19 Uhr, Sa., So., Feiertag, 14 bis 17 Uhr.


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Termine 25

22. März 2012

montag, 26. 3. 2012 XX Haslach. Gemeinsam fasten, Pfarrsaal, 19.30 Uhr, mit Traudi Roth­ berger. XX Münzbach. Bibeltext anders ge­ lesen, Bibelrunde, Pfarrheim, 19.30 Uhr, Ref.: Mag. Hans Hauer. XX Wels. Die zehn Gebote, Tanz­ theater, Dienststelle Kulturaktivitä­ ten, Minoritengasse 5, 19.30 Uhr, mit dem Sorbischen National-Ensemble, Bautzen. dienstag, 27. 3. 2012 XX Braunau. Gesegnete Mahlzeit. Ethische und spirituelle Aspekte des Essens und Trinkens, Vortrag, Veran­ staltungszentrum der Stadt, 19.30 Uhr, Ref.: Univ.Prof. Dr. Michael Ro­ senberger. XX Linz. Die Schulsozialarbeit der Ju­ gendwohlfahrt, Interdisziplinärer Arbeitskreis, Diözesanhaus, 19 Uhr, Ref.: Mag. DSA Reinhold Rampler, DSA Heidemarie Graf. XX Linz. Solidarische Gesellschaft am Beispiel Gesundheit, Sozial-Stamm­ tisch, Cardijn-Haus, Kapuzinerstra­ ße, 19 Uhr, Ref.: Mag. Dr. Andrea Wesen­auer. XX Linz, Ebelsberg. Sinn der Kar­ woche, Pfarrzentrum, 19.30 Uhr, mit Mag. Martha Leonhartsberger. XX Mauerkirchen. Ausbildung Be­ hindertenbegleitung, Informations­ abend, Schule für Sozialbetreuungs­ berufe des Diakoniewerks, Haus für Senioren, Bahnhofstraße 49, 19 Uhr. XX Mauerkirchen. Die Quellen der weiblichen Kraft – woraus Frauen ihre Energie schöpfen, Landwirt­ schaftliche Fachschule, 20 Uhr, Ref.: Dr. Christine Haiden. XX Michaelnbach. Nähe wirken las­ sen in der hl. Messe, Glaubensabend, Volksschule, 19.30 Uhr, mit Pfr. An­ ton Renauer, Gertraud Mörtenhu­ ber. XX Nettingsdorf. Die Bibel ins Le­ ben geholt, Treffpunkt mensch & ar­ beit, 19 Uhr. XX Rohrbach. Die Kraft der Gedan­ ken – die Kraft des Betens, Pfarrzent­ rum St. Jakobus, 20 Uhr, Ref.: Mag. Johannes Brandl. XX Steinerkirchen a. d. T. Homo­ sexualität – da hat sich was verän­ dert, Klostersaal, 19.30 Uhr, Ref.: Mag. Rolf Sauer. XX Thalheim b. W. Tanzen ab der Lebensmitte. Die etwas andere Art zu tanzen!, Pfarrzentrum, 9 Uhr, mit Monika Decker. XX Vorderweißenbach. Fit und ­vital ins hohe Alter mit Obst und Ge­ müse, Pfarrheim, 20 Uhr, Ref.: Gerda und Siegfried Kainberger. XX Waizenkirchen. Mit der Bibel auf Ostern zu, Pfarrsaal, 19.30 Uhr, Ref.: Ingrid Penner. mittwoch, 28. 3. 2012 XX Enns, St. Laurenz. Von der Schwierigkeit, heute Christ zu sein, kleiner Pfarrsaal, 19 Uhr, Ref.: MMag. Dr. Harald Prinz. XX Grünau i. A. Ich sehe deine Trä­ nen, Pfarrsaal, 20 Uhr, Ref.: Herta Jobst.

XX Lambach. Hl. Messe mit Fasten­ predigt von P. Leopold Fürst OSB, Stiftspfarrkirche, 19.30 Uhr. XX Linz. Es lebe die Phantasie!, evang. Gemeindezentrum, J.-K.-Vo­ gel-Straße 2a, 19.30 Uhr, Ref.: Kurt Palm. XX Linz. Taizé-Gebet, Kirche der Barmherzigen Brüder, 19.30 Uhr. XX Münzkirchen. Heilen – Grenzen des Heilens –Heil, Pfarrsaal, 20 Uhr, Ref.: Univ.Prof. Dr. Helmut Röckl. XX Nettingsdorf. „Von Menschen und Göttern“, Filmabend, Treff­ punkt mensch & arbeit, 19.30 Uhr. XX Puchenau. Plastic Planet, Doku­ mentarfilm, Pfarrzentrum, 20 Uhr. XX Traberg. Für mich nahmst du das Kreuz, Passionssingen, Pfarr­ kirche, 20 Uhr, mit dem Rainbacher Dreig'sang, Pfarrer Rupert Baum­ gartner.

Kappadokien, Vortrag am 25. 3. in Lasberg. kulturring

donnerstag, 29. 3. 2012 XX Adlwang. Was die Seele zum Le­ ben braucht, Gemeindeamt, 19.30 Uhr, Ref.: KonsR Ernst Bräuer. XX Antiesenhofen. Mami, wo fängt der Himmel an?, Spielgruppenraum, Pfarrhof, 20 Uhr, Ref.: Markus Grasl. XX Haag a. H. Die ­Schlossbrauerei Starhemberg sowie die 5 bürgerli­ chen Brauhäuser im Markt Haag, Pfarrheim, 19 Uhr, Ref.: OSR Franz Schoberleitner. XX Haslach. Gemeinsam fasten, Pfarrsaal, 19.30 Uhr, mit Traudi Roth­ berger. XX Linz, Hl. Dreifaltigkeit. Sakra­ mente – Symbole des Lebens, Pfarr­ saal, 19.30 Uhr, mit Mag. Anton ­Aichinger. XX Mattighofen. Konfliktlösung durch Aufstellungsarbeit, Probe­ raum der Musikschule, 19.30 Uhr, Ref.: Martin Auer. XX Meggenhofen. Schicksal Darm­ krebs? Vorsorge und Füherkennung, Gasthaus Auzinger, 19.30 Uhr, mit Prim. Dr. Andreas Kirchgatterer. XX Nettingsdorf. Schreibwerkstatt, Treffpunkt mensch & arbeit, 19 Uhr, Begl.: Ilse Lorenz. XX St. Veit i. M. Fußreflexzonen­ massage für den Hausgebrauch, Pfarrheim, 19 Uhr, mit Gertrude Hochbaumer. XX Vöcklabruck. Meditation in der Fastenzeit, Treffpunkt mensch & ar­ beit, 19 Uhr. XX Vöcklamarkt. Politische und reli­ giöse Umbrüche in Europa, Pfarrsaal, 19.30 Uhr, mit Univ.Prof. Dr. Helmut Renöckl.

XX Waizenkirchen. In Frieden kom­ men mit meiner Lebensgeschichte, Besinnungsnachmittag für Senior/in­ nen, Pfarrheim, 14 Uhr, mit Pfr. i.R. Franz Haidinger. freitag, 30. 3. 2012 XX Bad Wimsbach. Ostercafé der Werkstätte des Diakoniewerks, 13.30 Uhr, österliche Andacht, 17 Uhr, mit dem Chor „The Message“. XX Kollerschlag. 10 Jahre Weltwei­ ber, Best of, Kabarett, Pfarrsaal, 20 Uhr. XX Kremsmünster. Mehrwert Glau­ be, Stift, Hl. Messe, 19 Uhr, Vortrag „Dramaturgie der Heiligen Woche“, 20 Uhr, mit P. Bernhard Eckerstor­ fer OSB. XX Lambach. Paulinchen, die junge Henne, Klosterhof, Stift, 16 Uhr, Kas­ perltheater Schneiderlino. XX Lambach. As it ist, Jazzkonzert, ProDiagonal, 20 Uhr, mit dem Martin Gasselsberger Trio. XX Peuerbach. Sprechtag der Kir­ chenbeitragsstelle Grieskirchen, Pfarrkanzlei, 15 bis 18 Uhr. XX Ternberg. Der Weg – szenische Darstellung des Markusevangeli­ ums, Pfarrkirche, 20 Uhr, mit Franz Strasser. samstag, 31. 3. 2012 XX Alberndorf. Konzert zur Passion, Benefizkonzert, Pfarrkirche, 20 Uhr, mit der Musikkapelle Alberndorf. XX Bad Ischl. „O Haupt voll Blut und Wunden“, Salzkammergut-Passions­ singen, Stadtpfarrkirche, 19 Uhr, mit Pongauer Geigenmusik, Rainbacher Dreigesang, Vilsleitenmusi. XX Gaspoltshofen. Orgelkonzert, Pfarrkirche, 20 Uhr, mit Michaela Deinhammer. XX Linz, St. Magdalena. Bilder ­einer Ausstellung von M. Mussorgs­ kij, Abendmusik in der Kirche, 19 Uhr, mit dem Duo DYAS. XX Mauthausen. Osterbewegun­ gen, Pfarrheim, 17 Uhr, mit Mag. Thomas Pree, Univ.Prof. Mag. Wolf­ gang Schreiblmayr. XX Schwanenstadt. Ich will Kind sein, auf der Reise mit Rucky Reise­ lustig, Kindermusical, Stadtsaal, 16 Uhr, mit Jungschar und Ministranten der Pfarre. XX Timelkam. Klangräume – Raum­ klänge, Konzert, St.-Anna-Kirche, Oberthalheim, 19.30 Uhr, mit dem Chor Ad Libitum. XX Wels, Hl. Familie. Musik für Ma­ rimba, Benefizkonzert zugunsten der neuen Orgel, Pfarrkirche, 20 Uhr. sonntag, 1. 4. 2012 XX Gaspoltshofen. Romantisches Chorkonzert, Pfarrkirche, 20 Uhr, mit den Academy Singers. XX Schwanenstadt. Ich will Kind sein, auf der Reise mit Rucky Reise­ lustig, Kindermusical, Stadtsaal, 16 Uhr, mit Jungschar und Ministranten der Pfarre. XX Vöcklamarkt. Leidensgeschich­ te nach Markus von A. Reinthaler, Pfarrkirche, 9.30 Uhr, mit Solisten, Chor und Bläsern der Pfarre.

Liturgie Lesejahr B Lesereihe II sonntag, 25. März 2012 5. Fastensonntag. L1: Jer 31,31–34 L2: Hebr 5,7–9 Ev: Joh 12,20–33 oder L1: Ez 37,12b–14 L2: Röm 8,8–11 Ev: Joh 11,1–45 (oder 11,3–7.17.20–27.33b–45) Montag, 26. März 2012 Verkündigung des Herrn L1: Jes 7,10–14 L2: Hebr 10,4–10 Ev: Lk 1,26–38 Dienstag, 27. März 2012 L: Num 21,4–9 Ev: Joh 8,21–30 mittwoch, 28. März 2012 L: Dan 3,14–21.49.91–92.95 Ev: Joh 8,31–42 donnerstag, 29. März 2012 L: Gen 17,1a.3–9 Ev: Joh 8,51–59 freitag, 30. März 2012 L: Jer 20,10–13 Ev: Joh 10,31–42 samstag, 31. März 2012 L: Ez 37,21–28 Ev: Joh 11,45–57 sonntag, 1. April 2012 Palmsonntag. Feier des Einzugs Christi in Jerusalem. Palmprozession oder feierl. Einzug. Ev: Mk 11,1–10 oder Joh 12,12–16 Vom Sonntag: L1: Jes 50,4–7 L2: Phil 2,6–11 Ev: Mk 14,1 – 15,47 (oder 15,1–39)

aussaattage 26. 3.: Frucht bis 22, ab 23 Wur zel 27. 3.: Wurzel bis 23 28. 3.: ------------ 29. 3.: Wurzel von 2 bis 23, ab 24 Blüte 30. 3.: Blüte 31. 3.: Blüte 1. 4.: Blüte bis 5, ab 6 Blatt Aus: Aussaattage 2012, M. Thun.


teletipps Sonntag, 25. märz 12.30 Uhr: Orientierung (Religion) Geplant: “Pfarrgemeinderatswahlen 2012 – Eine Nachlese“; „Reaktionen auf Tod von Kopten-Papst Schenouda“; „Kuba vor dem Papst-Besuch“; „Karl May und die Religionen“ (Wh So 16.25, ORF III). ORF 2 20.15 Uhr: Tootsie (Spielfilm; USA 1982) Mit Jessica Lange u.a. – Regie: Sydney Pollack – Ein großartiger Dustin Hoffman als arbeitsloser Schauspieler, der sich erfolgreich um eine Frauenrolle bewirbt. arte 20.15 Uhr: ORFeins Sherlock Holmes (Spielfilm) ORF 2/ARD Tatort (Krimi) ZDF Frühling für Anfänger (Spielfilm) Montag, 26. März 20.15 Uhr: An ihrer Seite (Spielfilm, CND 2006) Mit Julie Christie, Gordon Pinsent u.a. – Regie: Sarah Polley – Ein kluger Film, der mit dem Thema Alzheimer unverkrampft, unsentimental und mit befreiendem Humor umgeht. arte 20.15 Uhr: ORF 2 Die Millionenshow ARD Erlebnis Erde: Die großen Wanderungen (3/Doku-Reihe) ZDF Das Ende einer Nacht (Spielfilm) 22.25 Uhr: kreuz & quer: Fasten – Eine Reise ins Freie (Religion). 3sat dienstag, 27. März 20.15 Uhr: Die Zeit, die man Leben nennt (Fernsehfilm, D/A 2007) Mit Kostja Ullmann, Hinnerk Schönemann u.a. – Regie: Sharon von Wieters-

25. 3. bis 31. 3. 2012 des Medienreferats der Österreichischen Bischofskonferenz

heim – Hoffnungsvoll stimmender Film, der Werte hinterfragt und darauf hinweist, dass sie gegebenenfalls einer neuen Definition bedürfen. 3sat

– Regie: John Stockwell – Anspruchsvoll unterhaltende Teenagerkomödie, die von der Selbstfindung einer jungen Frau erzählt. Kinowelt

20.15 Uhr: ORFeins Schnell ermittelt (Krimireihe) ZDF Und ewig locken die Wälder: Heimat, Holz und harte Kerle (Doku-Reihe)

20.15 Uhr: Der Herr der Ringe – Die zwei Türme (Fantasyfilm, NZL/USA 2002) Mit Elijah Wood, Ian McKellen, Viggo Mortensen u.a. – Regie: Peter Jackson – Ein packender Genrefilm, in dem sich Uneingeweihte freilich hoffnungslos verirren werden und der sich in seiner visuellen Wucht deutlich an ein (halbwegs) erwachsenes Publikum wendet. ATV

22.30 Uhr: kreuz & quer (Religion) „Ein Leben ohne Geld“: Ein Film über das Glück, ohne Geld leben zu können. // (23.20 Uhr) „Geld oder Leben! – Chancen einer humanen Ökonomie“: Diskussion. ORF 2 Mittwoch, 28. März 19.00 Uhr: stationen.Magazin (Religion) Anlässlich des Papstbesuchs in Mexiko und Kuba ein Bericht über Schwerpunkte dieser Pastoralreise. BR 20.15 Uhr: ORFeins FB/UEFA-Champions-League ARD Halbe Hundert (TV-Film) ZDF Rette die Million! (Quiz) 21.35 Uhr: Liebe auf Neuseeländisch – Eagle vs Shark (Spielfilm, NL 2007) Mit Loren Horsley, Jemaine Clement u.a. – Regie: Taika Cohen – Eine Inszenierung, die genau den richtigen Ton trifft, mitunter surreale Handlungselement machen diese LoserKomödie anschauenswert. arte donnerstag, 29. März 20.15 Uhr: Mein blühendes Geheimnis (Spielfilm, E/F 1995) Mit Marisa Peredes, Juan Echanove u.a. – Pedro Almodovars Film besticht durch geistige Klarheit, aufrichtige

ZDF/Lorey Sebastian

Donnerstag, 29.3., 22.25 Uhr: Unsere Welt war eine schöne Lüge (Spielfilm, USA 1994) Mit Harvey Keitel, Fairuza Balk, Kelly Lynch u.a. – Regie: Anthony Drazan – In ruhigen Bildern und bis in die Nebenfiguren mit großartigen Schauspielern besetzt, erzählt der Film mit feinem Gespür für die Psychologie seiner Figuren, die Geschichte einer Emanzipation. 3sat Menschlichkeit und reifen Humor und bietet in und hinter seiner Geschichte eine brillante und mehrfach gebrochene Reflexion über Medien, Kunst und Kultur. Kinowelt 20.15 Uhr: ORF 2 Die Rosenheim-Cops (Krimi) ARD Toni Costa – Kommissar auf Ibiza: Küchenkunst (Spielfilm) 22.15 Uhr: Fasten und Heilen (Dokumentation) Der Film stellt Forschungsergebnisse zu Heilfasten als eine alternative Behandlungsform vor, die in unterschiedlichen internationalen Studien ermittelt wurden. arte freitag, 30. März 20.15 Uhr: Middle of Nowhere (Spielfilm, USA 2008) Mit Susan Sarandon, Eva Amurri u.a.

20.15 Uhr: ORF 2/ZDF Der Alte (Krimireihe) ARD Eine halbe Ewigkeit (Spielfilm) samstag, 31. März 20.15 Uhr: Armee im Schatten (Spielfilm, F, 1969) Mit Lino Ventura, Simone Signoret u.a. – Regie: Jean-Pierre Melville – Distanzierte, sachliche, unpathetische Schilderung der selbstzerstörerischen Aktionen einer französischen Widerstandsgruppe mit hervorragenden Schauspielerleistungen. Kinowelt 20.15 Uhr: Die letzten Geheimnisse der Titanic (Dokumentation) Der wohl berühmteste Schiffsuntergang der Welt jährt sich am 14. April zum 100. Mal. Noch immer gibt der Unfall bei der Jungfernfahrt des Luxusliners Rätsel auf. Bringt eine neue Expedition Licht ins Dunkel? arte 20.15 Uhr: ORF 2 Klingendes Österreich: Die Pala – Dolomitenberge im Alten Österreich (Volksmusik-Reihe) ZDF Rosa Roth (Krimireihe)

radiophon

privat

Dipl.-Kffr. Christine Sommer Gemeindeassistentin im Leitungsteam der Pfarre Namen Jesu in Wien

So 6.05 Uhr, Mo–Sa 5.40 Uhr: Morgengedanken. Biblische „Gartentexte“ vom paradiesischen Garten Eden bis zum Garten der Erlösung sowie das Erleben des eigenen Gartens haben mich zu diesen ‚Morgengedanken‘ inspiriert. ÖR

Zwischenruf ... von Pfarrer Roland Werneck (Wels/OÖ). So 6.55, Ö1 Erfüllte Zeit. Bibelkommentar: Veronika Prüller-Jagenteufel. So 7.05, Ö1 Motive – Glauben und Zweifeln. „Die Sehnsucht nach dem Edelmenschen“ – Karl May und die Religion. So 19.04, Ö1 Einfach zum Nachdenken. So–Fr 21.57, Ö3 Gedanken für den Tag. „Die Bühne in mir“ – Gedanken rund um den Welttheatertag. Von Sunnyi Melles. Mo–Sa 6.57, Ö1 Religion aktuell. Mo-Di/Do-Fr 18.55, Ö1 Praxis. Mi 16.00, Ö1

Tao – Religionen der Welt. „Die virtuelle Reise in die Kabbala“ – Das Internet als Medium jüdischer Mystik. Sa 19.04, Ö1 Radio Vatikan Täglich. 7.30 Lateinische Messe (KW: 5885, 7250, 9645 kHz, UKW: 93,3 MHz) 16.00 Treffpunkt Welt-kirche (KW: 5885, 7250, 7320/DRM, 9645 kHz) 20.20 Abendmagazin (Wh. f. Tag 6.20/KW 4005, 5885, 7250, 9645 kHz): (So) Sie Fragen, wir antworten; (Mo) Weltkirchen-Magazin; (Di/Sa) Die Fastenexerzitien; (Mi) Die Woche in Rom; (Do) Kreuz des Südens; (Fr) Prisma-Magazin – 20.40 Lateinischer Rosenkranz (KW: Siehe Lateinische Messe)

Helga slowacek

So 10.00 Uhr: Katholischer Gottesdienst. Aus St. Ursula, Wien 1. – P. Jörg Wegscheider OP steht dem Gottesdienst vor, der vom Chor der Studienrichtung Kirchenmusik des Instituts für Orgel, Orgelforschung und Kirchenmusik musikalisch gestaltet wird. Leitung: Erwin Ortner; Orgel: Peter Planyavsky. ÖR


KirchenZeitung Diözese Linz

22. März 2012

Hinweise und Tipps 27

Evangelisches Bildungswerk und KirchenZeitung laden zur Ökumenischen Reise 2012

Ökumenische Reise nach Polen Die Ökumenische Reise 2012 führt von 21. bis 28. Juli ins südliche Polen, zwischen der ehemaligen schlesischen Stadt Breslau und Krakau. Polen gilt als katholisches „Kernland“ Europas. Doch es ist ein Land einer reichen religiösen Geschichte weit über die katholische Kirche hinaus. Im Blick auf Ökumene ist Polen auch nach dem Zweiten Weltkrieg Vorreiter gewesen. Schon vor dem Konzil wurde in der katholischen Martinskirche in Warschau der erste ökumenische Gottesdienst gefeiert. Bei den Besuchen der Päpste Johannes Paul II. und Benedikt XVI. wurde der Ökumene hoher Stellenwert eingeräumt. Kultur und Begegnung. Bei der Ökumenischen Reise werden zwei der prachtvollsten Städte Polens besucht: Krakau und Breslau. Ein Besuch in der Bergwerkstadt Wieliczka führt zu unterirdischen Seen und Salzgrotten.

Tschenstochau wiederum ist die wichtigste Pilgerstätte Polens. Die Reise bietet Gelegenheit zu Begegnungen, zum Beispiel mit den Schwestern im Prämostratenserinnenkloster in Imbramowice, mit der evangelischen Gemeinde Hl. Martin in Krakau oder mit der Edith-Stein-Gesellschaft in Breslau. Der Reiz der Landschaft lässt sich im Ojcowski-Nationalpark erleben. Gedenken in Auschwitz. In der Mitte der Ökumenischen Reise steht ein Besuch in der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau. 1,3 Millio­ nen Menschen, die meisten davon Juden, sind den NS-Verbrechen in Polen zum Opfer gefallen.

Die Marienkirche in Krakau aus dem 14. Jahrhundert. archiv

Die Leiterin des Evangelischen Bildungswerkes Renate Bauinger und Chefredakteur Matthäus Fellinger werden die Reise leiten.

Ökumenisch reisen. Die Reise wird von der KirchenZeitung und dem Evangelischen Bildungswerk Oberösterreich organisiert. Der evangelische Pfarrer Andreas Hochmeir (Wallern) und der katholische Pfarrer Thomas Mazur (Linz-Hl. Geist) sind geistliche Begleiter

XX Information und Anmeldung: Reisebüro Neubauer, Reichenauer Straße 39, 4203 Alten­berg. Tel. 07230/72 21, E-Mail: office@neubauer.at, Busreise, Halbpension. Kosten im Doppelzimmer ab € 771,–, Einzelzimmerzuschlag: € 185,–.

durchschnittliche Auslastung der Justizanstalten berägt 98,57 Prozent. Durch Betreuung soll die Rückfälligkeit von Haftentlassenen gesenkt werden. Was aber hilft wirklich?

XX Informationen: www.ratschenbauer.at bzw. im Steirischen Volksliedwerk.

Hinweise & Tipps

„„ Demonstration „Wir haben es satt!“ – für eine neue Agrar- und Ernährungspolitik JETZT, vor dem Lebensministerium, Stubenring 1, 1012 Wien am Freitag, 30. März, ab 10 Uhr; um 12 Uhr dann beim Parlament. Eine Reihe von Organisationen, darunter auch kirchliche, rufen zur Demonstration auf, etwa Attac, FIAN, die ÖBV, Greenpeace, Global 2000, Welthaus der Diözese Graz-Seckau und „Brot für die Welt“. Die Demonstration betont ein JA zu einer zukunftsfähigen, bäuerlichen, klimaschützenden Landwirtschaft, zur Bio-Landwirtschaft, zu gentechnikfreien Futter- und Lebensmitteln, zum Menschenrecht auf Nahrung und zu einer Ernährungskultur, die Menschen, Tieren und Umwelt ihre Würde bewahrt. „„ Reicht Strafe aus? Die Caritas Wohngemeinschaft für Haftentlassene in Wels (WEGE) lädt am Donnerstag, 29. März zum Vortrag von zwei Strafrechtswissenschaftern der Johannes-Kepler-Universität Linz ein: Prof. Dr. Alois Birklbauer und Assoz. Univ. Prof. Dr. Helmut Hirtenlehner gehen der Frage nach, ob Strafe ausreicht. Ende 2011 waren in Österreich etwa 8900 Personen in Haft. Die

XX Do, 29. März, 18 Uhr, Pfarrsaal der Stadtpfarre Wels, Stadtplatz 31, 4600 Wels, Eintritt frei.

„„ Rudolf-Kirchschläger-Preis. Bei der Preisverleihung am Freitag, 30. März, 20 Uhr im Gasthof Leitenbauer, Niederkappel, wird die Direktorin der Nationalbibliothek, Dr. Johanna Rachinger, die Festrede halten. XX Kartenreservierung: Tel. 0680/11 92 197.

„„ Ratschen bauen. Wenn Sie sich in der Karwoche im Raum Graz aufhalten, kann dies ein interessanter Hinweis für Sie sein: Am Karfreitag wird um 17 Uhr am Hauptplatz in Graz „RRRATSCHEN. Praktisches Handbuch zum Ratschenbau und österlichem Ratschenbrauchtum“ vorgestellt. Schon ab 4. April gibt es am Grazer Hauptplatz beim Ostermarkt die Möglichkeit, unter Anleitung von Ratschenbaumeister Franz Ederer eine eigene Ratschen zu bauen.

„„ Hospiz- und Trauerbegleitung. Die Caritas für Betreuung und Pflege lädt ein zu ­einem Tag, der sich dem Wie der Kommunikation mit trauernden Menschen zuwendet: Samstag, 5. Mai, 9 bis 17 Uhr, Marienschwestern, Friedensplatz 1, 4020 Linz. XX Information: Mobiles Hospiz Palliative Care, Caritas für Betreuung und Pflege, Erwachsenenbildung Hospiz, Tel. 0732/78 63 60-79 14 (Mo., Di., Do. und Fr., 9 bis 13 Uhr)

„„ Landlerhilfe. 100 Kinder und Jugendliche aus Landlerdörfern in Siebenbürgen sowie in Nord­rumänien und in den ukrainischen Waldkarpaten kommen von 6. bis 27. Juli 2012 auf Einladung der Landlerhilfe nach Oberösterreich. Die Kinder, die alle Deutsch sprechen, sind zwischen 8 und 14 Jahre alt. Für diese Aktion sucht die Landlerhilfe noch Gastfamilien. XX Anmeldung und Information: Tel. 0732/60 50 20 bzw. E-Mail: sabine.moser@landlerhilfe.at


28 Kultur für sie gelesen Todsünden heute

22. März 2012

KirchenZeitung Diözese Linz

Film: „Barbara“ von Christian Petzold zeigt, wie die DDR Liebesbeziehungen veränderte

Liebe ist kälter als der Tod markus vorauer

Dass der Begriff Todsünden nicht verstaubt, sondern immer noch aktuell ist, will Stephan Sigg in seinem neuen Buch zeigen. In den locker geschriebenen Geschichten thematisiert der junge Theologe wirklichkeitsnah, was Todsünden wie Zorn, Neid oder Hochmut im Leben von Jugendlichen bewirken können. Wenn etwa ein junger Fußballspieler aus Ehrgeiz und Zorn die Freundschaft zu seinen Kollegen aufs Spiel setzt oder der Neid ein junges Mädchen zerfrisst, weil ihre Freundin einen n ­ euen Freund hat. Ebenso werden auf den ersten Blick eher schwierig vermittelbare Sünden, wie Völlerei und Wollust, anschaulich erzählt. Die Handlung bringt die Konsequenzen dieses problematischen Verhaltens näher, ohne zu sehr ins Moralisieren zu kommen. Positiv fällt in diesem Zusammenhang auch auf, dass die Geschichten offen enden und damit mehr Raum für Interpretationen und Diskussionen lassen. Paul Stütz

Plattenbauten, Honeckerbilder, Blümchentapeten, trostlose Grenzübergänge: Die DDR im Film, urban und grau, das war bisher ausstattungstechnisch ein standardisiertes Programm. Umso mehr überrascht die in kräftigen Farben präsentierte ländliche Umgebung, in die die Protagonistin von Christian Petzolds neuem Film (allerdings unfreiwillig) gerät. Warten auf die Flucht. Die Ärztin Barbara (verkörpert von Nina Hoss) wird im Sommer 1980 in einen kleinen Ort in der mecklenburgischen Provinz strafversetzt, weil sie

Die Ärztin Barbara will aus der DDR flüchten.

Stephan Sigg, Die 7 Todsünden, Geschichten aus unserer Zeit. Gabriel Verlag, Stuttgart/Wien 2012, ISBN 978-3-522-30283-8.

moviemento

einen Ausreiseantrag gestellt hat. André, der Leiter der Kinderchirurgie-Abteilung im örtlichen Krankenhaus, soll im Auftrag der Stasi ein Auge auf sie werfen. Barbara versucht Distanz zu ihrer neuen Umgebung zu halten. Jörg, ihr Geliebter aus dem Westen, bereitet ihre Flucht über die Ostsee nach Dänemark vor. Nur gegenüber den Patienten verhält sie sich aufmerksam. Wie so oft in Petzolds Filmen kommen sich die Menschen über die Arbeit emotional näher. André verwirrt Barbara,

weil er ihr Vertrauen entgegenbringt und vor allem ihre beruflichen Fähigkeiten schätzt. Verräterische Sprache. „Barbara“ ist die fünfte gemeinsame Arbeit von Petzold und Hoss. Wieder spielt sie eine Frau, die unnahbar scheint, von der aber eine unwiderstehliche erotische Faszination ausgeht. Hitchcock lässt grüßen. Die Spannung bezieht der Film daraus, wie er die Annäherung der beiden Hauptfiguren inszeniert. In einer Verbotsund Kontrollwelt verändern Menschen ihre Verhaltensweisen, was sich vor allem in der Sprache manifestiert. Es ist auch die (verräterische) Sprache, die ein Umdenken bei Barbara zu bewirken scheint. Bei einem ihrer geheimen Treffen mit ihrem Geliebten im Hotel sagt dieser, dass sie, wenn sie erst einmal im Westen ist, nie wieder zu arbeiten brauche, weil er ohnehin genug für beide verdiene. Die Verstörung, die dieser Satz auslöst, ist im mimischen Spiel von Nina Hoss kurz auszumachen: Die Rollenzuteilung verletzt sie und unterschätzt vor allem ihr Arbeitsethos. Ein Liebesfilm. Petzolds Film zeigt auf unspektakuläre Weise, wie man in einem totalitären System mit Würde überleben kann. André (großartig Ronald Zehrfeld) ist zwar systemkritisch, verweigert aber der Ehefrau e­ ines Stasi-Spitzels nicht die ärztliche Hilfe. Seine Lebenseinstellung steht konträr zur kompromisslosen Haltung von Barbara: „Machen Sie das öfter?“ – „Was denn?“ – „Arschlöchern zu helfen?“ Solche Sätze kommen überraschend, umso nachdrücklicher ist ihre Wirkung: Liebe ist kälter als der Tod. „Barbara“ ist vielleicht gerade darum der bisher schönste Liebesfilm des noch jungen Kinojahres. u Derzeit im Moviemento. Einführung und Diskussion am Freitag, 30. März, um 21 Uhr.

Steyr. Eine Woche lang formt die Künstlerin Elke Punkt Fleisch im Dominikanerhaus Krüge und Becher aus Ton. In der Nacht zum Palmsonntag füllt sie die ungebrannten Gefäße mit Wasser, das den Ton langsam aufweichen wird. Die Installation „Das Maß ist voll!“ kreist um die Themen Reichtum und Überfluss im Gegensatz zu Mäßigung und die Besinnung auf (religiöse) Werte. Das „Zu-

viel“ der Konsumgesellschaft zerstört hier in Form des Wassers eine mühevoll errichtete Welt aus Gefässen und führt den Ton zu seiner Ursprungsform zurück. Das Dominikanerhaus lädt am Samstag, 31. März, um 20 Uhr zur Präsentation im Rahmen des Kunstprojekts „Exsultet“ mit Blick auf Ostern ein. Im zweiten Teil im Advent sind ebenfalls Arbeiten der oberösterreichische Künstlerin zu sehen.

Dominikanerhaus

Das Maß ist voll


KirchenZeitung Diözese Linz

Kunst & Kultur 29

22. März 2012

Kulturland n Passionssingen in Meggenhofen. Die Chorgemeinschaft Meggenhofen-Gallspach lädt am Freitag, 23. März, um 20 Uhr und am Sonntag, 25. März, um 19 Uhr zum Passionskonzert mit Sonja Trauner (Sopran) und Philine Voithofer (Alt). u Karten: Tel. 0699/12 37 91 07.

n Totentanz in Wels-Lichtenegg. Am Samstag, 24. März, um 16.30 und 20 Uhr wird „Es tanzt der Tod sein' Reigen“ von Hans Dieter Mairinger in der Vertonung von Fridolin Dallinger in der Pfarrkirche St. Stephan uraufgeführt. Mitwirkende sind das Barocktheater Lambach, der Unionchor Lambach und der St.-Stephans-Chor unter der Gesamtleitung von Hans Haslinger. Gezeigt werden Totentanz-Motive von Herwig Zens. u Karten: u.a. bei der Sparkasse Lambach und bei Hans Haslinger, Tel. 0699/17 29 72 60.

kunstreferat

Der Dom-Kreuzweg in Linz

Jesus begegnen

n Festwochen in Gmunden. Im Rahmen der Festwochen Extra geben Vocal Provincial und das Ensemble Sonitus unter der Leitung von Lukas Raffelsberger bzw. Herbert Ahammer am Donnerstag, 29. März, um 19.30 Uhr ein Konzert. Auf dem Programm stehen u.a. Henry Purcells „Funeral Music of Queen Mary“. u Karten: Tel. 07612/706 30, E-Mail: office@festwochen-gmunden.at

Jesus begegnet seiner Mutter. Er hält das schwere Kreuz auf seiner Schulter, mit der anderen Hand stützt er Maria. Sie drückt ihre gefalteten Hände an seine Brust, voll Schmerz und flehend zugleich. Als würde sie sagen: Rette dich – und rette uns. Die Leiden ihres Sohnes drücken sie nieder, doch in ihrer Liebe vertraut sie auf ihn, den Erlöser. Und folgt ihm nach auf seinem Weg. Die Gesichtszüge Jesu sind trotz seiner Schmerzen nicht verkrampft, „sondern demütig milde, die göttliche Liebe in der Inkarnation ausdrückend“, schreibt Fritz Feichtinger in seinem Buch über den Bildhauer Franz Seraph Forster. Zwölf Jahre lang, bis 1960, arbeitete der St. Florianer Künstler an dem Kreuzweg im Neuen Dom. Unter dem Eindruck zweier Weltkriege entstand sein Bild von Christus: barmherzig und den Menschen zugetan. christine grüll u Vor 150 Jahren wurde der Grundstein des Mariendoms gelegt. Am Sonntag, 29. April wird mit einem Fest auf dem Domplatz daran erinnert.

haus der frau

n Altarbilder im Haus der Frau. Die Ausstellung der Künstlerin Helene Tröbinger widmet sich dem Thema „Beziehung“: zum einen der Menschen zuein­ ander, zum anderen der Beziehung des Menschen zu Gott. Bilder in Mischtechnik sowie fünf genähte Altarbilder sind noch bis Freitag, 30. März in der Volksgartenstraße 18 in Linz zu sehen.


30 Personen

22. März 2012

KirchenZeitung Diözese Linz

DAnk

Personen

n Ulrichsberg. Die Ulrichsberger Kinder bedanken sich bei Christine Miesbauer. Alljährlich gestaltet die Kindersinggruppe der Pfarre zu Maria Lichtmess einen Familiengottesdienst mit Kindersegnung. Zu diesem Anlass verziert Christine Miesbauer seit 20 Jahren Kerzen – jährlich ca. 200 Stück, die an die Kinder und Familien verteilt und mit großer Freude angenommen werden. Miesbauer gestaltet auch seit 20 Jahren mit viel Geschick und Kreativität die Osterkerze.

n Frankenburg. Herbert Hemetsberger feierte im Altenheim Frankenburg im Kreise seiner Angehörigen mit Freunden, seinem Stammtisch, der katholischen Männerbewegung und den Bewohnern seinen 100. Geburtstag. Bürgermeister Franz Sieberer und Pfarrer Kons. Josef Sallaberger gratulierten dem ehemaligen Gewerbetreibenden. Der Jubilar führt sein hohes Alter auf viel Bewegung in der gesunden Frankenburger Luft zurück. Er gilt als einer der ersten Nordic Walker der Hausruckgemeinde.

Dank n Baumgartenberg. Mitte Jänner 2012 lud der Caritas-Fachausschuss Baumgartenberg zum Stricken von Handspieltierchen für das Rote Kreuz. Dem Einsatz von 21 strickbegeisterten Frauen ist es zu verdanken, dass Anfang März über 150 liebevoll angefertigte Strickexemplare an das Rote Kreuz übergeben werden konnten. Mit diesen fäustlingsgroßen Tierchen werden die Rettungssanitäter Kinder auf ihrer Fahrt ins Krankenhaus unterhalten. Dort angekommen, erhalten die kleinen Patienten dieses Spielzeug als erstes Trostpflaster geschenkt. Im Rahmen einer Feier übergab die Initiatorin Ilse Pichler gemeinsam mit ihren fleißigen Helferinnen die Handspieltiere an Elfriede Reindl, Koordinatorin der sozialen Dienste des Roten Kreuzes der Bezirksstelle Perg.

n Korrektur. In der KirchenZeitung Nr. 9/2012 wurde die Bibel als Magazin vorgestellt und dabei leider die falsche Internet­ adresse zur Bestellung angegeben. Wir bedauern das Versehen. Hier die richtige Adresse: www.bibelalsmagazin.de n Oberthalheim – Haus Lea. Am 8. März, dem Weltfrauentag, feierte das Haus Lea der Franziskanerinnen von Vöcklabruck in nettem Rahmen sein 9. Geburtstagsfest. Mit einem Geburtstagsgeschenk stellten sich dabei Jugendliche der Katholischen Jugend Timelkam und Vertreterinnen der Grünen Vöck-

n Pattigham. Als Dank für seinen Einsatz überraschte Bürgermeister Franz Moser (rechts) Pfarrer Johann Schimmerl mit der Ernennung zum Ehrenbürger von Pattigham. Nach 35 Jahren hat Pfarrer Schimmerl seine seelsorgliche Tätigkeit in Pattigham beendet. Die Ehrenbürgerschaft ist Ausdruck der Wertschätzung der gesamten Bevölkerung.

labruck ein. Die Jugendlichen überreichten 2.500 Euro aus den Einnahmen ihres Glühweinstandes im Advent an die zwei Franziskanerinnen im Haus Lea, an Sr. Hiltrud Bittermann (rechts) und Sr. Teresa Hametner (3. von rechts), die Grünen 1.860 Euro. Das Geburtstagsständchen wurde von Daniela Oberransmayr und Daniela Konrad mit deutschen und englischen Popsongs und Volksliedern dargebracht. Im Haus Lea finden Frauen in Berufs-, Beziehungs-, Lebens- und Glaubenskrisen wieder ihre Selbstständigkeit zurück, sie werden dabei von den Franziskanerinnen von Vöcklabruck unterstützt und finden Schutz und Hilfe. Das Haus bietet Platz für drei Frauen mit Kindern. Die Neunjahresbilanz des Hauses Lea ist jedenfalls eindrucksvoll. Von 8. 3. 2011 bis 8. 3. 2012 waren 14 Frauen und 5 Kinder im Haus Lea zu Gast, insgesamt waren es seit der Eröffnung 2003 96 Frauen und 39 Kinder. n Kefermarkt. Bei einem Besuch der Werkstätten Gallneukirchen des Diakoniewerks überreichten kürzlich die Ortsbäuerinnen aus Kefermarkt unter der Leitung von Ortsbäuerin Gabi Fischer einen Scheck über 1.500 Euro. Diese Spende wird für Arbeitsmaterial verwendet. Die Bäuerinnen hatten für einen Markt Krapfen gebacken – mehr als 1.500 Stück in zwei Tagen.

n Auszeichnungen. Landesrätin Doris Hummer überreichte kürzlich an verdiente Jugendleiter/innen Ehrenzeichen für „Verdienste um die Oö. Jugend“. „Bei aller Professionalität, die heute auch in der Jugendarbeit notwendig ist, bleibt die Ehrenamtlichkeit eine tragende Säule“, so Humer. Das Ehrenzeichen erhielten unter anderen: Lukas Baar, Katholische Jungschar; Benjamin Greindl (Micheldorf), Katholische Jugend; Dipl.Päd. Roswitha Lobmaier (Schildorn), Pfadfinder/innen; Mag. Markus Prötsch (Siezenheim), Pfadfinder/innen; Elisabeth Seidlmann (Bad Hall), Katholische Jugend; Mag. Donata Stockhammer (Linz), Katholische Jungschar.


Leserforum

22. März 2012

Segensfeiern Zu: Segensfeier für Getrennte und Geschiedene, Nr. 10, S. 8

Dankbar habe ich den Bericht über die Segensfeier für Getrennte und Geschiedene in der Pfarre Pinsdorf gelesen. Ich finde es wunderbar, Menschen Hilfe und Begleitung durch die Pfarre anzubieten, wenn sie einen schmerzhaften Bruch in ihrem Leben erlitten haben, wie es eine Scheidung ist. So zeigt sich eine menschenfreundliche und verständnisvolle Kirche. Als Ehe-, Familien- und Lebensberaterin begegnen mir viele Menschen, die vor einer Trennung stehen bzw. bereits getrennt oder geschieden sind. Trauer, Wut, Kränkung, Verzweiflung, Unvermögen und Scham durchleben die meisten. Viele Ehen werden nicht einfach aus Jux und Tollerei beendet, sondern meist ist eine Trennung mit viel Schmerz und Trauer verbunden – für Erwachsene und für Kinder. Der Weg zurück ins eigene Leben ist oft steinig und mühsam und sie brauchen jegliche Unterstützung, vor allem oder gerade von ihrer Kirche. Wie hilfreich, wenn es Stationen wie das Meer der Hoffnung, Meer der Heilung und Segnung in Ihrer Kirche gibt (...). Karin Remsing, Linz

Es ist erfreulich, wenn Menschen eingeladen werden und die Kirche sich füllt. Nur muss das im Sinne Jesu geschehen, denn es ist seine Kirche und sein Wort ist zu verkünden. Auf alle Fälle haben wir den Heiligen Geist um Hilfe zu bitten, um im Denken, Reden und Handeln nicht in die Irre zu gehen. (...) Hilde Öfferlbauer, Wels

Jesus und das Fleisch Zu: Auch Jesus aß Fleisch, Nr. 10, S. 31

Was würde Jesus heute tun? Ich glaube, er würde sich gründlich informieren, und er wüsste also, dass zwar fast 100-mal mehr österreichische Kühe in Freilandhaltung leben als Schweine, aber trotzdem nur etwa 5 % aller Kühe in Österreich wenigstens 3 Monate auf die Wiesen, Weiden und Almen kommen, um dort zu

grasen; dass auch an jede „Freiland-Kuh“ Unmengen an Soja, Mais, Weizen, Zucker etc. verfüttert wird, weil sie sonst keine 6000 Liter Milch im Jahr produzieren würde und der Bauer dann zusperren müsste (täglich ca. 12 Bauern); (...) dass Österreich jährlich hunderttausende Tonnen Nahrungsmittel aus Hungerregionen importiert; dass alle 6 Sekunden ein Kind unter zehn Jahren in einem Nahrungsmittel exportierenden Land verhungert, weil die Hälfte der weltweiten Getreideernte und sogar 90 % der weltweiten Sojaernte an Tiere verfüttert wird (...). Wir sollten Gott jeden Tag dafür danken, dass Gott uns mit einem Verstand ausgestattet hat und wir im Informationszeitalter leben und uns ebenso gründlich informieren können, wie Jesus das täte.

31

N E L L E T S E B T Z T JE ein JahresBestellen Sie enZeitung h Abo der Kirc Sie ein n le h und wä s! Geschenk au

Anton Reiser, Internet

Arbeitskreise Zum KiZ-Leitartikel „Leben gewinnen“, Nr. 11

Die Bedeutung der kirchlichen Arbeitskreise und Ausschüsse in einem KirchenZeitungs-Leitartikel kritisch zu hinterfragen, zeugt von selbständigem Denken und unabhängigem Urteil. Wenn das noch dazu ein paar Tage vor den PGR-Wahlen geschieht, ist dem Leitartikler zudem ein gewisser Mut nicht abzusprechen. Findet die konkrete Arbeit der Pfarrgemeinderäte – wie bei den meisten vergleichbaren Gre­mien auch – doch hauptsächlich in (Fach-)Ausschüssen statt. Bemerkenswert ist weiters, dass eine Überbewertung von kirchlichen Arbeitskreisen und Ausschüssen nur „in unseren Tagen und Breiten“ konstatiert wird. Daraus ist der – wohl zutreffende – Schluss zu ziehen, dass Kirche früher und anderswo auch heute noch in weit wesentlicheren Belangen als in bloßer Ausschuss-Arbeit erfahrbar war und ist. Dr. Johann Hahn, Perg

Veröffentlichungen bedeuten keine Zustimmung der Redaktion. Zuschriften an: KirchenZeitung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz; leserbriefe@kirchenzeitung.at

KirchenZeitung

Verlagsgemeinschaft topos plus © Tyrolia Verlag

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unter uns Was ist die Welt doch ungerecht „Die anderen sind schuld.“ „Ich weiß von nichts.“ „Das ist eine Hetzkampagne!“ „Da liegt ein Missverständnis vor.“ Diese Sätze kommen Ihnen bekannt vor? Kein Wunder, sie sind zu Standards geworden, wenn unsere Volksvertreter/ innen oder ehemalige Politiker/innen zu Vorwürfen befragt werden. Wenn Millionen für fragwürdige Leistungen den Besitzer wechseln, haben das die Medien nur falsch verstanden – ich bin echt erleichtert! Und es beruhigt mich, dass der Ex-BAWAG-Chef – krank und haftunfähig – nun doch ein paar Schwünge am nächtlichen Parkett machen kann, wirklich. Auch ein anderer Herr, der zwar „gar nicht so untalentiert ist und eigentlich ganz gut tanzt“, musste das (DancingStars-) Parkett schon wieder räumen. Die Begründung? Klar, er konnte nichts dafür, die Juroren haben ihn „vernichtet“.

Dies ist ein Blindtext. Er ist ei und einen realistischen

Denk mal

Wasser auf die Mühlen Denken Sie sich über einer Fläche so groß wie Steyr einen See, 100 Meter tief, gefüllt mit sauberem Trinkwasser. – Dann haben Sie eine Vorstellung von Österreichs jährlichem Wasserverbrauch! ernst Gansinger

Ganz anders ist der Wasserzugang im Süden. Vielen Menschen in Afrika stehen zum Beispiel maximal zwanzig Liter Wasser am Tag zur Verfügung. Schmutziges Trinkwasser ist Ursache für den Tod vieler Kinder. Machen Sie mit. Wieviel Wasser wird für die Produktion von einem Kilo Rindfleisch benötigt? a) 1000 Liter, b) 10.000 Liter oder c) 15.000 Liter? Schreiben Sie uns bis 30. März ihre Antwort, wir verlosen ein Wasserbuch. XX Adresse: KirchenZeitung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz, E-Mail: office@kirchenzeitung.at XX Beim Denk Mal Nr. 10 hat Erika Bittmann aus Wels gewonnen. (Die Stadt Wien steht an zweiter Stelle der Großgrundbesitzer.)

brigitta hasch brigitta.hasch@kirchenzeitung.at

Domspatz

merk-würdig

Die Unterrichtsministerin will, dass Lehrer/in­nen länger unterrichten. – Das leuchtet mir ein! So können sie auf die Schulschwänzer warten.

„Der Kapitalismus hat gezeigt, dass er keine Lösungen zur Beendigung der Armut anbietet.“ Kardinal Oscar Rodriguez Maradiaga, Präsident der „Caritas Internationalis“, des Weltcaritas-Dachverbandes

P.b.b. Verlagspostamt 4020 Linz, GZ 02Z031277 W

Der Weltwassertag am 22. März rückt ins Bewusstsein, dass der Zugang zu sauberem Wasser sehr ungleich verteilt ist. Die Wasserverteilung ist Wasser auf die Mühlen der Armut. Etwa zwei Drittel der 2,5 Kubik-Kilometer Wasser, die hierzulande jährlich verbraucht werden, benötigen Gewerbe und Industrie. Ein bisschen mehr als ein Viertel brauchen die Haushalte, sieben Prozent die Landwirtschaft. Ein Drittel des von den Haushalten verbrauchten Trinkwassers wird zum Duschen und Baden verwendet. In den Toiletten wird mehr als ein Fünftel weggespült, nur drei Prozent werden getrunken oder gekocht. Gewerbe, Industrie und Großverbrauch ausgenommen, verbraucht der/die DurchschnittsÖsterreicher/in pro Tag 135 Liter Wasser.

Österreich ist wasserreich. EG

Da lobe ich mir unsere Schisportler/innen. Sie haben in den letzen Jahren gelernt, dass das Publikum nichts von schlechten Pisten hören will, selbst wenn das nicht zu übersehen ist. Sie stehen – wenn sie schon einmal einen schlechteren Lauf hatten – zu ihren Patzern und wollen es beim nächsten Mal besser machen. Bravo, diese Ehrlichkeit imponniert mir.


KiZ-ePaper 12/2012  

KirchenZeitung Diözese Linz

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