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Nr. 3 I 17. Jänner 2013 I Tel. 0732/76 10-39 44 I www.kirchenzeitung.at Einzelpreis: € 0,95 I 4020 Linz, Kapuzinerstraße 84 I Jg. 68

3 Im Gespräch. Vor 120 Jahren wurde Heinrich Gleißner geboren. 6 Reportage. Stift Hohenfurth vor der Landesausstellung. 9 Pfarren. 500 Jahre Pfarrkirche Vöcklamarkt. 10 Interview. Staatssekretär Sebastian Kurz über Integration.

15 Neue Reihe. Himmelsträume mit Maria Riebl. 18 Beratung. Eine zweite Chance für die Liebe. 21 For You. Glaube online. „Mit Gott gehen“ lautet das Thema der Weltgebetswoche um Einheit der Christ/innen. FOTOLIA

29 Kultur. Jesus im goldenen Jugendstil. 22 Impressum.

Aus der Unruh, die von Gott her kommt Weltgebetswoche um Einheit der Christ/innen

„Unruh“ nennt man die Antriebsfeder einer mechanischen Uhr. Aus ihr kommt die Bewegung. Ein Rad greift dann ins andere. Klemmt eines, stehen auch die anderen still. „Mit Gott gehen“ lautet das Thema der Weltgebetswoche um die Einheit der Christen von 18. bis 25. Jänner. Aus einer „Unruh“ werden die Kirchen bewegt. Deshalb dürfen sie auch nicht Ruhe geben, solange Menschen verwehrt wird, was ihnen als „Gotteskinder“ zusteht: Anerkennung. Achtung. Liebe. Und: Gott lässt auch die Kirchen nicht in Ruhe, wenn sie sich nicht mehr bewegen lässt von der Unruh, die von Gott her kommt.


2 Meinung Kommentar

17. Jänner 2013

Im Schein der Dankbarkeit

Volksbefragung – nein danke?

Die „Grande Dame“ des österreichischen Journalismus, Anneliese Rohrer, hat das Verhalten der Regierungsparteien als „Spiel mit gezinkten Karten“ bezeichnet, bei dem die Bürger/innen für dumm verkauft werden. Diesem Missbrauch der Demokratie könne man nur durch Verweigerung der Abstimmung einen Denkzettel verpassen. Nur – wer nicht hingeht, hat es nicht in der Hand, wie sein Verhalten von den politischen Sterndeutern interpretiert wird: ob als Protest oder als bloßes Desinteresse am Thema, der Politik etc. Wer die Deutung seines Verhaltens selbst bestimmen will und wer nicht will, dass das Spiel der Parteien mit der direkten Demokratie diese selbst beschädigt, der/die geht zur Abstimmung – auch wenn er/sie aus Informationsmangel oder Protest ungültig stimmt. „Fragt nicht, was euer Land für euch tun kann – fragt, was ihr für euer Land tun könnt.“ Dieser Satz von J. F. Kennedy könnte auch diesmal hilfreich sein. Hans Baumgartner

Allenthalben wird einem gedankt: beim Ausgang des Geschäftes für den Einkauf, im Pfarrblatt für das Schmücken der Kirche, an der Baustelle für das Verständnis für Unannehmlichkeiten. Selbst der Vortragende hat es schriftlich auf die letzte Folie seiner Powerpoint getippt: „Danke für Ihre Aufmerksamkeit“. Eine dicke Aura schriftlicher Dankbarkeit umgibt einen, sie funktioniert automatisiert und man entkommt ihr nicht. Wie es die Scheinheiligkeit gibt, so gibt es auch die Scheindankbarkeit. Es steht eben doch keiner beim Ausgang, der sich persönlich für den Einkauf bedankte, und an der Autobahnbaustelle weiß kein Mensch, dass man eben vorbeigefahren ist. Die Dankbarkeit ist nur aufgedruckt. Eine Sache der Technik, eine Art Falschgeld der Höflichkeit. In Wirklichkeit ist gar keiner da, der Dankbar-

keit empfände. Vielleicht sollte man ein wenig sparsamer sein mit dem automatisch vervielfältigten Danken, das doch nur zum Ausdruck bringt, dass man sich für den Einzelnen keine Zeit nehmen wollte. Und vielleicht sollte man dafür großzügiger sein, es wirklich zu tun – in echter Begegnung. Dort wird sie wertvoll. Sollte ich je erfahren, dass Sie diese Zeilen zu Ende gelesen haben, ich werde Ihnen persönlich danken.

Matthäus Fellinger Chefredakteur matthaeus.fellinger@ Kirchenzeitung.at

Kopf Der Woche: Dr. Maria Riebl, Autorin der Glaubensreihe

Kraft für ein „gutes“ Leben Ihr Ziel ist es, in den Mitmenschen die Kraft zum Leben und die Freude am Leben von innen her zu stärken. Jetzt braucht sie sie selber – die Kraft und die Freude: Maria Riebl. Hans Baumgartner

Barbara Grabenbauer/Tyrolia

Der Endspurt im „Überzeugungswettstreit“ zur Bundesheer-Volksbefragung brachte leider keine Überraschung. Die Befürchtung, dass die aus parteipolitischem Kalkül vom Zaun gebrochene Heeresdebatte inklusive Volksbefragung (Häupl/Pröll) im polemischen Hickhack stecken bleiben würde, ist eingetroffen. Über die österreichische Sicherheitsstrategie, ihre Einbindung in die europäische Außen- und Sicherheitspolitik und die sich daraus ergebenden Konsequenzen wurde nicht geredet. Zumindest nicht ernsthaft. Dafür wurden die unsinnige Drohung von einer möglichen Wehrpflicht für Frauen und das Gespenst von der Rettung, die zu spät kommt, aus dem Hut gezaubert.

KirchenZeitung Diözese Linz

Sie hat in Wien alte Sprachen und Theologie studiert und sich dabei besonders für die Bibel interessiert. Und obwohl sie über den Auferstehungsglauben im

„Für mich steht das Leben – meines und das der Mitmenschen – im Mittelpunkt. Und die Fragen: Wie können wir es erfüllt leben, wie die Lebensfreude durchhalten – trotz allem – und wie zu einem guten Miteinander finden? Träume können uns auf diesem Weg helfen.“ Dr. Maria Riebl

Neuen Testament ihre Dissertation schrieb, war ihr das „Aufstehen“ und „Aufrichten“ der Menschen immer wichtiger als das wissenschaftliche Sezieren von Texten. Ähnlich ging es Maria Riebl auch Jahre später, als sie sich nach der psychotherapeutischen Ausbildung nach C. G. Jung immer stärker mit der „Traumarbeit“ beschäftigte. Nicht die rein wissenschaftliche Traumanalyse stand im Vordergrund, sondern das Ziel, Träume mit ihren Klient/innen oder Gruppen so anzuschauen, dass sie als hilfreich, bewusstseinsöffnend und stärkend für das Leben erfahrbar werden. Kraftvoll. Nach ihrem Studium war Maria Riebl vor allem als Referentin in der Erwachsenenbildung, bei den „Theologischen Kursen“ und in der Lehrer/innen-Aus- und Fortbildung tätig. „Zur Psychologie bin ich erst um die Lebensmitte gekommen, als ich merkte, dass ich in manchen sehr ernsthaften Fragen, die die Menschen an mich richteten, mit meinem theologischen Rüstzeug allein nicht auskomme.“ Neben ihrer therapeutischen Praxis in Wien und Litschau (Waldviertel) war Riebl weiter als gefragte Referentin in vielen Bildungshäusern unterwegs und als zum Leben verhelfende, das Leben stärkende Autorin tätig. Die Kraft, die sie vielen vermittelte, wird sie nun nach einer schweren Krebsdiagnose selber brauchen. (s. Glaubensreihe)


KirchenZeitung Diözese Linz

Im Gespräch 3

17. Jänner 2013

Gleißner mit ihn prägenden Menschen: (links) Bischof Johannes Maria Gföllner bei einer Feier am Barbarafriedhof, 1935, (rechts) Engelbert Dollfuß bei einer Bauern-Kundgebung am Linzer Hauptplatz, 1934. OÖAL FOTOSAMMLUNG

 Heinrich Gleißner. Vor 120 Jahren – am 26. Jänner 1893 – geboren, Kindheit in Linz, Studium in Prag, Offizier im Ersten Weltkrieg. In der Ersten Republik Arbeit in der Landwirtschaftskammer. Im Ständestaat Landwirtschafts-Staatssekretär unter Dollfuß, Führer der Vaterländischen Front, Landeshauptmann von Oberösterreich (1934 bis 1938). Von den Nazis ins Konzentrationslager gebracht, anschließend nach Berlin verbannt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wieder oö. Landeshauptmann (1945 bis 1971) – gewandelt, um Ausgleich bemüht.

Dr. Heinrich Gleißner, 1893 geboren, Landeshauptmann im autoritären Ständestaat und in der demokratischen Zweiten Republik

Lehrjahre der Toleranz Friedrich, ein Sohn Gleißners, erinnert sich an einen Satz seines Vaters, als dieser im Juni 1939 aus dem KZ Dachau heimkehrte: „Ihr sollt niemals jemanden nur deshalb ablehnen, weil er eine andere Gesinnung als ihr selber hat.“ ERNST GANSINGER

Charismatisch. Diese Episode verdeutlicht den Wandel des charismatischen Politikers Heinrich Gleißner, der schon im Ständestaat Menschen zu begeistern wusste, aber noch ausgrenzend agierte. Franz X. Rohrhofer ist der Entwicklung und dem Wandel Gleißners im jüngst erschienenen Buch „Heinrich Gleißner, Lehrjahre eines ‚Landesvaters‘“ nachgegangen. Der Autor wendet sich Gleißners erster Lebenshälfte (1893 bis 1945) zu. Bischöflicher Segen. Zwei Menschen prägen den Politiker Gleißner: Bischof Gföllner und Engelbert Dollfuß, der Kanzler des faschistischen Ständestaats. Gföllner spielt eine wesentliche Rolle im Zurückdrängen der Parteien, gerade auch der Christlichsozialen Partei. Gleißner weiß sich vom Bischof gestützt, wenn er meint, Parteien stünden einem autoritären Staat im Weg, Faschismus und Bolschewismus Paroli zu bieten, wie argumentiert wurde. Gföllner hat aber auch Sympathien für die Heimwehr, mit deren Stil Gleißner, wie Rohrhofer belegt, nicht glücklich war. Gleißner konnte sich aber „in seiner Annäherung an die Heimwehr durch den bischöflichen Segen bestätigt fühlen“, schreibt Rohrhofer. Die aggressive Einmischung der Heimwehr führte

am 19. Februar 1934 zum Rücktritt von Landeshauptmann Schlegel. Am 1. März 1934 folgt ihm Gleißner nach. Gföllner, Dollfuß, Gleißner. Die Heimwehr ist antiklerikal. Ihrem Führer Ernst Rüdiger Starhemberg ist der Ausspruch zuzuordnen: „Die Saupfaffen werden unter einer neuen Regierung nichts mehr zu reden und die Bauern werden zu kuschen haben.“ Gföllner habe, erklärt Rohrhofer des Bischofs verwunderliche Heimwehr-Sympathie, als Monarchist Gefallen an der von Adeligen geprägten Heimwehr gefunden. Dollfuß und Gleißner kennen einander als Offiziere des Ersten Weltkriegs. Der autoritäre Staat, so argumentieren sie, kämpfe gegen die gottlosen Marxisten und gegen die Nationalsozialisten, die die Eigenständigkeit Österreichs beenden wollen. „Der Vorwurf, den man Gleißner in Zusammenhang mit dem 12. Februar 1934 machen muss, ist“, so Rohrhofer, „dass er die Politik der Destabilisierung mitgetragen hat.“ Kontakte zu Sozialdemokraten. Doch Gleißner ist auch schon im Ständestaat um Kontakte zu den Sozialdemokraten bemüht. Verhandlungen mit ihnen seien notwendig, „dass nicht die Braunen kommen“. Er will sozialistische Kreise in die vaterländische Struktur einbinden. Den leitenden Sekretär der AK, Dr. Ludwig Hiermann – sozialdemokratischer Gemeinderat in Linz –, beruft er in den Landtag. Für den deutschen Journalisten Franz Blum, ebenfalls ein Sozialdemokrat, der 1933 vor Hitler nach Österreich floh, befürwortete Gleißner 1937 die Einbürgerung.

KZ und Verbannung. Der Christ Gleißner stellt sich gegen die marxistische Ideologie. Der überzeugte Österreicher Gleißner stellt sich gegen den Nationalsozialismus. In dieser Gesinnung geht er den ausgrenzenden Weg eines autoritären Politikers. Im Konzentrationslager und in der Berliner Verbannung wird jener Charakterzug geprägt, der Gleißner in der Zweiten Republik gemeinsam mit seinem Charisma zu einem außergewöhnlichen Politiker macht: Er stellt das Gemeinsame vor das Trennende. Im KZ lernt Gleißner österreichische Sozialisten als Schicksalsgenossen kennen. In Berlin ist er eng mit prominenten Sozialdemokraten im Widerstand zusammen – mit Carlo Mierendorff und dem überzeugten Christen Theo Haubach. Am 26. Oktober 1945 ernennt die amerikanische Militärregierung Gleißner zum Landeshauptmann von Oberösterreich. Am 13. Dezember 1945 wählt der neue oberösterreichische Landtag Gleißner zum Landeshauptmann.

 Franz Xaver Rohrhofer (Foto), Heinrich Gleißner, Lehrjahre eines „Landesvaters“, in der Reihe „Owberösterreich 1918–1938“ des Oö. Landesarchivs. 448 Seiten, ISBN 978-3902801-06-7, 19,90 Euro. Erhältlich im Buchhandel bzw. im Landesarchiv: Tel. 0732/77 20-146 01.


4 Oberösterreich AUf einen blick

17. Jänner 2013

KirchenZeitung Diözese Linz

Danielle Spera über jüdisches Leben in Österreich

Wir wollen zeigen, dass es uns noch gibt

„„ Gottesdienst christlicher Kirchen. Die evangelische Kirche in Leonding (Haidfeldstraße 6) ist Gastgeberin des offiziellen ökumenischen Gottesdienstes der christlichen Kirchen Oberösterreichs anlässlich der Weltgebetswoche um die Einheit der Christen. Er wird am Donnerstag, 24. Jänner, 18.30 Uhr, gefeiert. Der Pastor der methodistischen Kirche, Sebastian Meisel, wird die Predigt halten.

Linz. „Das Leben steht niemals still – wir sollen uns immer weiterentwickeln.“ Das gehört zum Wesen des Judentums, meint Danielle Spera. Die prominente frühere ORF-Moderatorin hat das auch ganz persönlich voll­zogen. Sie wechselte 2010 den Beruf und wurde Direktorin des Jüdischen Museums in Wien. Mit rund 300 Gästen sprengte ihr Vortrag bei der Severinakademie am 8. Jänner die Kapazität des Großen Hörsaals der Theologischen Universität in Linz. Allein das ist ein Zeichen, wie stark das Interesse am Judentum in Oberösterreich heute ist. Danielle Spera erzählte, dass sie dieses erwachende Interesse auch sonst in Österreich feststellt. Rund 8000 Mitglieder zählt die jüdische Gemeinde in Wien, ebenso viele weitere Juden dürften außerhalb der Gemeinde dort leben. Wien war einst die Hauptstadt jüdischen Lebens in Europa. In der Blütezeit des Wiener Judentums waren es über 200.000, vor 1938 wird die Zahl mit 185.000 angegeben. Heute – nach der Vernichtung und Vertreibung des Großteils der jüdischen Bevölkerung – geht es für Spera einfach darum „zu zeigen, dass es uns noch gibt“. Freilich, außerhalb der Bundeshauptstadt gibt es nur

„„ Gleichstellung. Mit 1. Jänner 2003 trat das Equality-Leitbild der Diözese Linz als Selbstverpflichtung der diözesanen Ämter und Einrichtungen in Kraft. Zehn Jahre danach bekräftigte die Diözesanleitung die Unterstützung dieser Bemühungen um die Gleichstellung von ­Frauen und Männern. Die Frauenbeauftragte der Diözese Linz, Mag. Sonja Riha, wies darauf hin, dass in den Bereichen „Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben“ oder „Bewusstseinsbildung“ bereits vieles erreicht wurde. Auch sind in manchen Ämtern auf der mittleren Führungsebene Frauen bereits sehr stark vertreten (Caritas über 80 %, Pastorale Berufe 39 %).

Dr. Danielle Spera fand ein zahlreiches und interessiertes Publikum in Linz. KIZ/mf

mehr ganz wenige Juden. Mit dem jüdischen Museum will Spera jüdisches Leben und jüdische Traditionen zeigen und dabei „das Gemeinsame vor das Trennende stellen“. Ihren Berufswechsel vom Journalismus zur Museums­direktorin hat sie auch aus persönlicher Überzeugung vollzogen. Sie will nicht, dass die Traditionen und die jüdische Lebensweise einfach verloren gehen. Mit ihrer eigenen Familie mit drei Kindern versucht sie den Alltag in diesem Sinne zu leben.

Für eine Welt ohne Lepra Der Kampf gegen Lepra, die Krankheit der Armut, ist noch nicht gewonnen. Daran erinnert das Aussätzigen-Hilfswerk Österreich von Missio im Blick auf den Welt-Lepra-Tag am 27. Jänner. 219.075 Neuerkrankungen an Lepra meldet die Weltgesundheitsorganisation WHO für das Jahr 2011 offiziell. Die Zahl könnte weit höher liegen, denn viele Länder möchten die „Schande“ hoher Leprazahlen lieber nicht wahrhaben und legen keinen Wert auf deren Doku-

mentation. Dadurch gerät auch die Hilfe für die betroffenen Patient/innen ins Hintertreffen. Darüber hinaus leiden vier Millionen laut Statistik „geheilte“ Patienten ein Leben lang an den Folgen von Lepra. Sie bleiben auf medizinische und soziale Unterstützung angewiesen. So sind etwa in Liberia ein Drittel der an Lepra neu Erkrankten Kinder. Das ist eine Folge von 15 Jahren Krieg. Zu viele Menschen haben sich damals mit Lepra angesteckt. Seit über 50 Jahren setzt sich das Aussätzigen-Hilfswerk Österreich

Lepra ist heilbar. Ist sie zu fortgeschritten, braucht es Physiotherapie.

für Menschen mit Lepra ein und unterstützt Programme zur Erkennung und Bekämpfung von Lepra und Tuberkulose.

AHW

XX Aussätzigen-Hilfswerk Österreich, 6900 Bregenz, Weidachstraße 1, Tel. 05574/71 42. Beachten Sie die Erlagscheinbeilage.


KirchenZeitung Diözese Linz

Oberösterreich 5

17. Jänner 2013

rus der Diözese gab es viele Opfer – 141 Priester wurden länger als einen Monat in Haft genommen, 300 wurden gemaßregelt. Etwa 30 Priester und Ordensbrüder mit OberösterreichBezug haben für ihre Haltung mit dem Leben bezahlt: Matthias Spanlang aus St. Martin im Innkreis zum Beispiel, der Mariannhiller Hubert Engelmar Unzeitig, der Karmelit Paulus Wörndl, der Jesuit und Kaplan in Bad Schallerbach Johann Schwingshackl, der Direktor des Linzer Blindeninstitutes Johann Gruber und Pfarrer Josef Forthuber aus Friedburg. Gläubige Laien wurden Opfer – Franz J­ägerstätter etwa wurde 1943 hingerichtet.

Kanzler Schuschnigg im Stände-Parlament 1938.

Pfarrer Spanlang im Gefängnis.

Kirchlichen Zeugnissen der NS-Machtübernahme in Österreich 1938 nachgehen

Schicksalsjahr 1938: Jetzt gilt es, die Erinnerungen zu bergen Vor 75 Jahren – in den ersten Monaten des Jahres 1938 – spitzte sich das Ringen um Österreich dramatisch zu: Kanzler Schuschnigg kam niedergeschlagen vom Treffen mit Hitler am 12. Februar zurück. Hitler verlangte u.a., dass Schuschnigg die für 13. März geplante Volksabstimmung absage. Die Regierung Schuschnigg trat am 11. März zurück. Am 12. März marschierten deutsche Truppen in Österreich ein. Ernst Gansinger

Für die Ereignisse vor 75 Jahren gibt es noch lebende Zeitzeugen in den Pfarren und Gemeinden. In manchen kirchlichen Chroniken könnten auch Hinweise zu finden sein: Wie hat sich der Pfarrer verhalten, was war Thema bei den Sonntagsgottesdiensten, gab es besondere Vorkommnisse? Die KirchenZeitung lädt ein, Zeugen und Zeugnissen nachzugehen. So weit es unsere Platzverhältnisse erlauben, werden wir Erinnerungen, die auf diese Weise geborgen und uns übermittelt werden, im Gedenkjahr 1938 – 2013 veröffentlichen. „Die Pfaffen zählen nicht“. „Der Kirche Oberösterreichs blieb die Auseinandersetzung nicht erspart“, schrieb Rudolf Zinnhobler in der Einleitung zu dem von ihm herausgegebenen Buch „Das Bistum Linz im Dritten

Reich“. Die nicht ersparte Auseinandersetzung begann schon vor dem Einmarsch und setzte sich dann in vielen Konflikten fort. In eben diesem Einführungs-Text geht Zinnhobler auf eine Begebenheit ein, die sich in der NS-Zeit in Losenstein zugetragen hat. Kinderreiche Mütter wurden dort mit dem Mutterkreuz geehrt, so auch die Mutter der bekannten Kronsteiner-Familie. Der Ortsgruppenleiter meinte: „Und Sie, Frau Kronsteiner, bekommen das ‚Goldene‘ für Ihre sieben Kinder.“ Als diese erwiderte, dass sie elf Kinder habe, bekam sie zur Antwort: „Die vier Pfaffen zählen nicht!“ Der „Anschluss“. Der damalige Linzer Bischof Johannes Maria Gföllner hatte 1933 ­einen Hirtenbrief gegen den Nationalsozialismus herausgegeben. Am 18. März 1938 aber hat er mit den anderen österreichischen Bischöfen in einer „feierlichen Erklärung“ aufgerufen, bei der für den 10. April 1938 angesetzten Abstimmung über den (vollzogenen) Anschluss mit „Ja“ zu stimmen. Die Empfehlung der Bischöfe wurde oft kritisiert. Sie kam aber – gerade auch bei Gföllner – aus der Sorge, Schlimmeres zu verhindern. Das noch Schlimmere trat jedoch ein. Priester, Ordensleute, Laien. Die Kirche wurde in die Sakristei zurückgedrängt. Im Kle-

Stifte, Klöster. Verschiedene Einrichtungen der Pfarren, der Diözese und der Orden sind sehr bald in schwierige Situationen gekommen. So berichtet Josef Honeder im angesprochenen Zinnhobler-Buch vom Schicksal des Petrinums in Linz: Bereits in den ersten Tagen nach dem Anschluss wurde die Vorstehung des Petrinums ersucht, etwa 100 Soldaten im Haus Unterkunft zu gewähren. Schon am 22. März wurde der Quartier-Bedarf erweitert, 300 Soldaten waren unterzubringen. Der Magistrat Linz ordnete dann am 3. Juni 1938 an, dass alle Räume des Petrinums auf unbestimmte Zeit für militärische Unterkünfte zur Verfügung zu stellen sind. Noch im Juli wurde den kirchlichen Schulen das Öffentlichkeitsrecht entzogen. Am 9. September wurde mit sofortiger Wirkung das Petrinum geschlossen. Andere kirchliche Schulen und Internate, etwa das Franziskaner-Konvikt Vogelsang in Steyr, erlitten das gleiche Schicksal. Ab 1939 wurden Stifte beschlagnahmt. Pfarren, Diözese. Aus Kopfing stammt ein Bericht über einen Gesinnungswandel mit schwerwiegenden Folgen: Als im März 1938 die Nationalsozialisten die Macht ergriffen, war Pfarrer Anton Matzinger zuerst ein begeisterter Anhänger der neuen Ideologie. Er hielt Wahlreden für die Volksabstimmung vom 10. April 1938. Bald erkannte Matzinger aber das wahre Gesicht des Nationalsozialismus und aus einem Befürworter wurde ein entschiedener Gegner. Matzinger wurde 1941 verhaftet und war lange Zeit in Untersuchungshaft. Statt des Bischofs. Schon am 13. März 1938 wurde Dr. Franz Ohnmacht festgenommen. Er war ein enger Vertrauter von Bischof Gföllner und Generaldirektor der Katholischen ­Aktion, bis 1936 war er im oö. Landtag und pflegte – wie Franz Rohrhofer in seinem Buch (siehe Seite 3) vermerkt, auch Kontakte zu den Sozialdemokraten. Seine Festnahme geschah gewissermaßen stellvertretend für den Bischof, an diesen wagte man sich nämlich nicht heran. XX Schicken Sie Ihre Erinnerungen an KirchenZeitung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz,. E-Mail: office@kirchenzeitung.at


Wir erleben hier Wunder um Wunder Soeben wurde die Renovierung der Klosterkirche abgeschlossen, die Arbeiten für die Landesausstellung gehen voran, und seit Jahresbeginn ist das Rückgabegesetz in Kraft: Prior P. Justin Berka vom tschechischen Stift Hohenfurth/Vyššì Brod strahlt: Wer hätte bei der Wende 1989 geglaubt, dass das alles einmal möglich sein wird? Josef Wallner

Man spürt die Freude, mit der Prior P. Justin die Knöpfe drückt. Die Scheinwerfer gehen an und der gotische Kirchenraum erstrahlt in hellem Licht. Die Klosterkirche ist neu renoviert, das erste Mal seit 1927. Der monumentale Hochaltar zieht den Blick nach vorne. Das frühbarocke, über und über vergoldete Kunstwerk verleiht der Kirche ihren besonderen Glanz. Das Gotteshaus ist nun wieder das, was es sein soll: die Mitte und der schönste Raum des Klosters. Einzug in Ruinen. Als die ersten Zisterziensermönche 1990 40 Jahre nach der Vertreibung durch die Kommunisten wieder nach Hohenfurth zurückkehren konnten, regnete es beim Dach herein, erzählt P. Justin: „Dass es heute wieder so aussieht“ – der Prior dreht sich mit der weit ausgestreckten rechten Hand um die eigene Achse –, „haben wir dem Verein der Freunde von Hohenfurth mit seinem Obmann Dr. Klaus Zerbs zu verdanken. Und Landeshauptmann Pühringer.“ Der hartnäckige Kommunismus in den Köpfen. Neben der finanziellen Not hatte die kleine Mönchsgemeinschaft schwer am kommunistischen Erbe zu tragen. In den Köpfen der Beamten hatte sich festgesetzt, dass alles,

P. Justin Berka OCist leitet als Prior das Zisterzienserstift Hohenfurth. Es zählt derzeit sieben Mönche. kiz/jw

was mit Religion zusammenhängt, Privatsache ist und die öffentliche Hand nichts angeht. Das heißt: nichts an finanzieller Hilfe. Daran änderte auch die Wende vorläufig nichts. Dr. Zerbs und dem Landeshauptmann ist es Schritt für Schritt gelungen, öffentliche Stellen zum Umdenken zu bewegen, betont der Prior und ergänzt, dass bei manchen Ämtern der Umdenkprozess noch nicht abgeschlossen ist. Die Entscheidung für die grenzüberschreitende Landesausstellung 2013 brachte einen wirklichen Durchbruch. So hat der Kreis Südböhmen das Ausstellungsprojekt für das Stift vorfinanziert, bis die EU-Fördergelder eintreffen. „Heute sind auch das Kreisamt Budweis und manche Bürgermeister der Re­gion überzeugt, dass ein renoviertes Kloster Hohenfurth für ganz Südböhmen gut ist“, sagt der Prior. Landesausstellung 2013: Das Zawisch-Kreuz. Bis zur Eröffnung der oberösterreichisch-südböhmischen Landesausstellung am 26. April 2013 muss natürlich noch – wie in Freistadt, Bad Leonfelden und Krumau auch – mit Hochdruck gearbeitet werden. Aber die Besucher/innen können sich in Hohenfurth auf besondere Einblicke und einzigartige Kostbarkeiten freuen. Highlight wird die Präsentation des legendären „Zawisch-Kreuzes“ sein. Das ­juwelenbesetzte Reliquienkreuz gehört zu den wertvollsten Arbeiten der europäischen Goldschmiedekunst des 13. Jahrhunderts und ist seit 2010 ein Nationaldenkmal der Tschechischen Republik – im Besitz des Klosters. Das Zawisch-Kreuz wird bei der Landesausstellung erstmals öffentlich in Südböhmen gezeigt. Weiters werden bislang noch nie ausgestellte Tafelbilder der böhmischen Gotik aus der Galerie des Stiftes zu sehen sein. Und es werden die Geschichte des Zisterzienserordens sowie die nicht immer spannungsfreien Beziehungen von Hohenfurth zu Oberösterreich thematisiert. Das Kloster erleben. Dem Prior ist aber nicht nur die Geschichte wichtig, er möchte, dass die Besucher/innen auch die Atmosphäre des Hauses spüren können. Neben dem Erleben von Klosterkirche, Kapitelsaal, Kreuzgang


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Thema 7

17. Jänner 2013

Den Hochaltar der Klosterkirche von Hohenfurth haben von 1644 bis 1646 zwei Laienbrüder des Stiftes angefertigt. kiz/jw

Unsere Zeit braucht Gebet

und „Pardiesgärtlein“ stehen spirituelle Vorträge am Programm. „Die Leute interessieren sich sehr für geistliche Themen“, betont der Prior. Selbstverständlich kann sich jeder Gast dem Chorgebet anschließen. „Ab 4.15 Uhr in der Früh steht die Kirche in der warmen Jahreszeit offen“, meint P. Justin schmunzelnd. Sonntagsgottesdienste sollen österreichische und tschechische Chöre mitgestalten. Rückgabegesetz gibt Hoffnung. Die Gerüste und die geschäftigen Handwerker, die man am ganzen Klosterareal sieht, können nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Stift Hohenfurth außer dem eher bescheidenen Fremdenverkehr keine eigene wirtschaftliche Basis hat. „Wir sind aber trotzdem seit über 20 Jahren hier“, meint der Prior. Er zählt das zu den Wundern, denen er auf Schritt und Tritt begegnet. Nun sollte aber ein weiteres Wunder die Existenz des Klosters absichern. „Nach den Jahren, in denen die politische Vernunft zur Seite geschoben wurde, ist mit 1. Jänner 2013 endlich ein Rückgabegesetz für das Kirchengut in Kraft getreten.“ Für Hohenfurth heißt das: Alles, was das Stift bis zum 25. Februar 1948 besessen hat, muss es zurückerstattet bekommen. Nun hört sich das einfacher

und schöner an, als es ist. Denn jene Gebäude der Klosteranlage, die immer noch dem Staat gehören – mehr als die Hälfte –, erkennt man ganz einfach: Sie sind völlig desolat. Mit den Kunstschätzen ist es ebenfalls nicht problemlos: Der weltberühmte gotische Hohenfurther Altar befindet sich in der Prager Na­tionalgalerie. Er ist so wertvoll, dass das Kloster ihn nicht sicher genug aufbewahren kann. Die Mönche werden ihn vermutlich als Leihgabe in der Hauptstadt belassen müssen. Bäume wachsen nicht in den Himmel. Auch mit dem Forst wird es dauern. Von den 4000 Hektar Wald des Klosters befinden sich Hunderte Hektar unter Wasser im Moldau­ stausee und einiges ist gegen das Gesetz seit der Wende verkauft und privatisiert worden. Auch das ist von der Rückgabe ausgeschlossen. Prior P. Justin hofft auf 2000 Hektar Forst. Die sollen einmal das wirtschaftliche Standbein des Klosters bilden. Bis es wirklich so weit ist, wird noch viel Wasser die Moldau hinabfließen. Doch der Prior ist guten Mutes: „Wir hatten nie die Hoffnung ganz aufgegeben, dass die Gerechtigkeit siegen wird: Aber nach den zwei Jahrzehnten Hin und Her, scheint das Rückgabegesetz jetzt doch wie ein Wunder.“

Dass die sieben Mönche des Klosters Hohenfurth vor zwei Jahren zur traditionellen Gebetsordnung der Zisterzienser zurückgekehrt sind, ist für den Prior P. Justin Berka OCist keine Sentimentalität: „Wir spüren, dass unsere Zeit das Gebet braucht. Wir müssen mehr beten.“ Traditionelle Gebetsordnung heißt, dass die Mönche sieben Mal am Tag zum Stundengebet zusammenkommen und innerhalb einer Woche alle 150 Psalmen beten. (Das Weltpriester-Brevier sieht dafür vier Wochen vor.) Der Tagesablauf ist anspruchsvoll: Um 4.15 Uhr beginnt das Stundengebet mit den Vigilien, dann ist Zeit zur Medita­ tion, anschließend um 6.15 Uhr Laudes und heilige Messe. Um 8.45 Uhr wird die Prim gebetet, um 12 Uhr Terz und Sext, nach dem Mittagessen um 14.20 Uhr die Non. Auf die geistliche Lesung, die um 16.45 Uhr beginnt, folgen um 17.30 Uhr die Vesper und um 19.15 Uhr die Komplet. Anschließend ist das „Große Schweigen“. Rund fünf Stunden täglich nehmen Chorgebet und Messe ein, dazu kommen noch Anbetung, geistliche Lesung und Rosenkranz. Vormittags nach der Prim und nachmittags nach der Non ist Arbeitszeit. Für P. Justin bedeutet diese Ordnung eine Rückkehr zu den Wurzeln. Ausschließlich „tridentinische“ Messe. Seit der Ausweitung des Stundengebets von fünf- auf siebenmal pro Tag vor zwei Jahren wird im Kloster ausschließlich die tridentinische Messe gefeiert. „Diese Form der Messe bildet mit dem Stundengebet einen gemeinsamen Komplex“, argumentiert P. Justin. „Ich respektiere die erneuerte Liturgie des Zweiten Vatikanums, aber für das Kloster passt die andere Form besser. Sie ist meditativer.“ Die tridentinische Messe bezeichnet er für sich und seine Mitbrüder als Quelle der geistlichen Erneuerung.

Das Stift Hohenfurth/Vyššì Brod in der Nähe von Bad Leonfelden wurde 1259 gegründet. kiz/jw


8 Aus Oberösterreichs Pfarren

17. Jänner 2013

KirchenZeitung Diözese Linz

Erfolgreicher Start des Linzer Bibelkurses

Wieder mehr Christ im Alltag sein Polling. „Dieser erste Abend des Linzer Bibelkurses war für mich spannend und gibt mir wieder neuen Mut. Er hat ein neues F­euer entfacht, wieder mehr Christ im Alltag zu sein“, sagt ein Teilnehmer am Eröffnungsabend des vierteiligen Bibelseminars in Polling. Pastoralassistentin Christine GruberReichinger leitet die Abende (in Polling und Aspach) und freut sich, dass der Pfarrsaal mit 40 Besucher/innen bis auf den letzten Platz gefüllt war. Die Linzer Bibelkurse 2013 finden an 23 Orten verteilt in ganz Oberösterreich statt.

Ein Schneemann schickt Grüße aus Jerusalem

„Der Bibelabend war für mich eine Ermutigung“, sagt eine Teilnehmerin aus Polling. privat

Nicht jedes Jahr fällt Schnee in Jerusalem. Wenn aber die weiße Pracht im Land Einzug hält, ist das immer eine Sensation. Sr. Bernadette Schwarz aus der Pfarre Traberg hat ein Bild vom österreichischen Hospiz in Jerusalem geschickt, wo sie als Vizerektorin für den hauswirtschaftlichen Betrieb verantwortlich ist. Letzte Woche hat es geschneit und die Zivildiener nutzten die Gunst der Stunde, um am Dach des Hospizes einen Schneemann zu bauen. Der Schneemann ist ein Neujahrsgruß an alle, die das Haus schon einmal besucht haben oder im Jubi­ läumsjahr 2013 – im 150. Jahr des Bestehens – kommen werden.

Diakonenweihe in Marchtrenk

Julius-Raab-Festmesse in der Minoritenkirche

Teilen gehört zu Weihnachten

Am 5. Jänner 2013 weihte Diözesanbischof Ludwig Schwarz Christian Bachinger (im Bild) zum Ständigen Diakon. Bachinger ist verheiratet, hat vier Kinder und arbeitet als Innenarchitekt bei der Möbelkette XXXLutz. In der Pfarre Marchtrenk wird er rund sieben Stunden wöchentlich ehrenamtlich in der Firmvorbereitung, im Altenheim und in der Liturgie tätig sein.

Linz. Der Oö. Wirschaftbund eröffnet das neue Jahr traditionell mit einem Gottesdienst in Erinnerung an den Gründer der Wirtschaftskammer und Bundeskanzler Julius Raab, der am 8. Jänner 1964 verstorben ist. Raab soll gesagt haben, dass man über ihn keine Bücher schreiben, sondern lieber eine Messe lesen lassen soll. Heuer zelebrierte Bischof Maximilian Aichern die „JuliusRaab“-Messe. Bei der Predigt betonte er das starke soziale Engagement von Bundeskanzler Ing. Julius Raab bei der Durchsetzung des Allgemeinen Sozialversicherungsgesetzes ASVG und des Familienlastenausgleichsfonds. Im Anschluss an den Gottesdienst wurde den 800 Gästen die Lieblingsspeise Raabs – Knackwürste – serviert.

Wallern. Mit der Anzahl der Gottesdienstbesucher/innen an den Weihnachtsfeiertagen steigt auch der Betrag, der bei den Messfeiern ins „Körbchen“ gegeben wird. Die Pfarre Wallern hat die Gaben der Mitfeiernden nicht nur auf das Pfarrkonto gelegt, sondern geteilt: Die Hälfte der Sammlungen – nämlich 950 Euro – werden für Straßenkinder und andere Sozialprojekte im Ausland weitergegeben, erklärt Pfarrer Gerhard Schwarz.

Der neugeweihte Diakon freut sich, dass so viele Pfarrangehörige mit ihm gefeiert haben. Rabl


KirchenZeitung Diözese Linz

17. Jänner 2013

Aus Oberösterreichs Pfarren 9

Jubeljahr in Vöcklamarkt. Am Sonntag, 13. Jänner fand der Eröffnungs-Festgottesdienst mit Bischofsvikar Willi Vieböck (Mitte) statt.

Günther Baumann (2)

Vöcklamarkt feiert „500 Jahre Pfarrkirche“ mit ökumenischem Schwerpunkt:

Als ein Gitter die Christen trennte Die Vöcklamarkter sind eng mit ihrer Pfarrkirche verbunden. Der 500. Geburtstag des Gotteshauses wird ein ganzes Jahr lang ausgiebig gefeiert. Erinnert wird im Jubeljahr auch an die Zeit, als die Kirche simultan von Katholiken als auch Evangelischen genutzt wurde.

kirche auseinandergesetzt. Der Lohn sind nicht zuletzt einige spannende Entdeckun­ gen: Mithilfe des Heimatforschers Herbert Brandstetter konnten sie etwa erstmals be­ weisen, dass die Fresken an der Decke des Chorraums vom Barockkünstler Johann Mi­ chael Vierthaler stammen.

Paul Stütz

Küssende Engel, getrennte Christen. Ein interessantes und sehr ungewöhnliches De­ tail der Pfarrkirche sind zwei sich küssende Engel, die von einem dritten dabei beobach­ tet werden. „Besonders Kinder weise ich bei Führungen darauf hin, dass sich zwei Engel da ein Busserl geben und sich besonders ger­ ne haben“, sagt Pfarrer Greinegger. Unklar ist, was es mit den küssenden Engeln genau auf sich hat. Sicher ist, dass es kein Verweis auf die gemeinsame Geschichte von Katholi­ ken und Evangelischen ist. Obwohl diese den

„Stolz.“ Pfarrer Johann Greinegger überlegt eine Weile, aber eine treffenderes Wort fällt ihm nicht ein: „Die Leute hier sind – natür­ lich im positiven Sinn – stolz auf die Vöckla­ markter Pfarrkirche.“ Das zeigt sich nicht nur an dem Beinamen „Dom des Vöcklatals“, wie das imposante Gotteshaus in der Region oft genannt wird. Nicht unerwähnt gelassen wird beim Besuch der KirchenZeitung auch, dass der Kirchturm zu den höchsten Oberös­ terreichs zählt. Erst vor zwei Jahren wurde dieser komplett saniert. Über 100.000 Euro hat das gekostet. Beachtlich ist: Mit Spenden aus der Pfarrbevölkerung konnte diese Sum­ me fast zur Gänze bestritten werden. Ist die Pfarre reich? „Ich sag so, wir kommen mit dem Geld aus. Reich sind wir in der Pfarre vor allem an vielen Aktivitäten und an guten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern“, formu­ liert Johann Greinegger vorsichtig. Neue Entdeckung in Pfarrkirche. Zu die­ sen engagierten Mitarbeiter/innen zählen etwa Gisela und Friedrich Pillichshammer. Das Ehepaar hat sich ein Jahr lang intensiv mit der Geschichte der spätgotischen Pfarr­

Dom des Vöcklatals von 1540 bis 1620 simul­ tan und friedlich nutzten. Allein, es brauchte schon ein eingezogenes Gitter quer durch das Kirchenschiff, das die Ordnung sicherstellte. Diskussion über Martin Luther. Diese Zeit ist auch ein starker Grund für den öku­ menischen Schwerpunkt des Jubiläumsjah­ res. Mehrere Veranstaltungen werden von evangelischer und katholischer Seite ge­ meinsam durchgeführt. Dabei wird im April der Film „Luther“ gezeigt mit anschließen­ dem Gespräch über den Film und die Öku­ mene. Bereits am 13. Jänner fand die Eröff­ nung des Jubeljahres mit e­iner Festmesse mit Bischofsvikar Willi Vieböck statt. Einer der Höhepunkte wird am 14. Juni mit dem Festakt und Festkonzert „500 Jahre Pfarr­ kirche Vöcklamarkt“ begangen werden. www.dioezese-linz.at/pfarren/voecklamarkt

Forschten über Pfarrkirche: Gisela und Friedrich Pillichshammer haben die Festschrift zum Jubiläum verfasst. Rechtes Bild: Pfarrer Johann Greinegger. KIZ/Ps (2)


Die Chancen nutzen und die Probleme lösen In Österreich leben 1,5 Millionen Menschen mit „Migrationshintergrund“. Jährlich kommen 130.000 dazu. „Entweder es gelingt uns, die Zuwanderung positiv zu gestalten, oder wir setzen den sozialen Frieden aufs Spiel“, sagt Staatssekretär Sebastian Kurz. Auf der Österreichischen Pastoraltagung 2013 stellte er sich der Diskussion zu „Migration und Integration“. Interview: Hans Baumgartner

die viele Politikbereiche – nicht nur die lange im Vordergrund stehenden Sicherheitsfragen – betrifft. Wie sehen Sie das?

Ob Zuwanderer in Österreich Fuß fassen können (Integration), kommt stark auf die Betroffenen selbst und auf das Verhalten der Mehrheitsbevölkerung an. Was kann die Politik da tun?

Kurz: Genauso. Und deshalb sehe ich die Aufgabe meines vor knapp zwei Jahren installierten Staatssekretariates vor allem darin, die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Ministerien, den Ländern und Gemeinden, aber auch mit NGOs und der Zivilgesellschaft zu suchen, um dann gemeinsam da und dort die nötigen Dinge zu bewegen.

Kurz: Die Politik kann weder von oben bestimmte Verhaltensweisen verordnen noch Verantwortung abnehmen. Aber sie kann Rahmenbedingungen schaffen, die das Zusammenleben fördern. Und sie kann Zuwanderer unterstützen, dass sie in der neuen Heimat möglichst gut Fuß fassen, ihre Chancen nutzen und ihre Leistung erbringen können. Caritaspräsident Franz Küberl hat wiederholt betont: Integration ist eine Querschnittsmaterie,

Was hat für Sie dabei Vorrang?

Kurz: Zentral für mich ist, dass wir möglichst früh bei den Kindern ansetzen. Über sie können wir das Thema Integration gewinnen – nach dem Motto: lieber früh investieren als spät reparieren. Eine zentrale Rolle spielt für mich dabei der Spracherwerb. Denn wer bei Schuleintritt kaum Deutsch versteht, hat einfach die schlechteren Karten und hängt erfahrungsgemäß hinten nach – zumindest sehr lange. Deshalb war es mir auch wichtig, dass es vor Schuleintritt nicht nur ein Pflichtkindergartenjahr gibt, sondern dass wir ab heuer – trotz Sparpakets – zusätzlich zehn Millionen Euro jährlich für die Sprachförderung in den Kindergärten zur Verfügung stellen. Derzeit treten Sie sehr vehement für Vorschulklassen für Kinder mit Sprachdefiziten ein. Warum bremst da die Bildungsministerin?

Sebastian Kurz (26) hat am 21. April 2011 das neu geschaffene Amt eines Staatssekretärs für Integration übernommen. Bei der Österreichischen Pastoraltagung stellte er sich vergangene Woche einer Diskussion zur Thematik „Migration und Integration“. BMI/Alexander Tuma

Kurz: Ich sage es ganz offen: Ich will, dass wir Nägel mit Köpfen machen. Die jüngsten Bildungstests zeigen uns, dass wir in der Volksschule mit den bisherigen Sprachfördermaßnahmen, die zum Teil ja auch zurückgefahren wurden, nicht auskommen. Die Sprache aber ist ein zentrales Kriterium für die Schulreife. Und deshalb meine ich, dass wir uns selbst verpflichten müssen, dass wir möglichst allen Kindern die Chance geben, vor Eintritt in das Regelschulsystem die Unterrichtssprache zu erlernen. Ich verstehe nicht, warum man Vorschulklassen als „Ghetto“ abwertet. Die gibt es ja auch jetzt, um Kinder in bestimmten Bereichen „schulfit“ zu machen.

Aber Probleme gibt es ja nicht nur in der Volksschule. Was geschieht später?

Kurz: Natürlich müssen wir auch in der Sekundarstufe bzw. bei denen, die keinen Schulabschluss haben, die Förderung verbessern. Es ist ja kein Geheimnis, dass unser Schulsystem noch nicht ausreichend den neuen Herausforderungen gerecht wird. In keinem anderen Land ist der Unterschied im Bildungserfolg zwischen Kindern mit und ohne Migrationshintergrund so groß wie in Österreich. Das muss sich ändern. Und ich bin fest überzeugt: Ein guter Schulstart ist die beste Investition in die Bildungs- und Berufslaufbahn. Es fällt auf, dass Sie in unterschiedlichen Bereichen sehr bewusst die Zusammenarbeit mit privaten Organisationen und Initiativen suchen. Ist Integration etwas, wo man stark auf die Zivilgesellschaft angewiesen ist?

Kurz: Integration findet vor Ort statt – und nicht in einem ministeriellen Kammerl. Und sie findet dort statt, wo Zuwanderer und Mitglieder der Mehrheitsbevölkerung aufeinander zugehen. Es freut mich daher, wenn ich sehe, wie sich im Bereich der Integrationsarbeit mehr und mehr Menschen auch ehrenamtlich engagieren. Ein gutes Beispiel dafür sind die Lerncafés der Caritas. Die Caritas stellt die Räumlichkeiten und eine/n Mitarbeiter/in zur Verfügung und wir finanzieren das. Wesentlich getragen aber werden diese Lerncafés von den inzwischen mehreren hundert Mitarbeiter/innen, die ihre Freizeit dafür investieren, um Kindern beim Lernen zu helfen und gut in Österreich anzukommen. Diese Modelle haben Zukunft! Aber sind das nicht bloß ein paar „Gutmenschen“ – oder eine Schulgemeinschaft, wenn wieder einmal jemand angeschoben werden soll?

Kurz: Meine Erfahrung ist, dass sich das Klima wandelt, dass es ein wachsendes Bewusstsein gibt, dass das uns alle betrifft, ob Integration gelingt oder nicht. Ich glaube, wir haben es mit dem neuen Zugang, den ich mit dem Motto „Integration durch Leistung“ beschrei-


KirchenZeitung Diözese Linz

Thema 11

17. Jänner 2013

Inter-Nationalfeiertag am 26. Oktober in der Grazer Stadtpfarre St. Andrä. Ein Modell für gelebte Integration. kiz/St. Andrä

ben möchte, geschafft, die rechte Hetze, aber auch manche linke Träumereien etwas zurückzudrängen – und dementsprechend gibt es auch mehr Menschen, die sagen: Ja, in dem Bereich möchte ich etwas tun. Was heißt für Sie „Integration durch Leistung“?

Kurz: Das bedeutet, dass in Österreich niemand danach beurteilt werden soll, woher er/ sie kommt, welche Hautfarbe oder Religion er/sie hat, sondern dass jede/r danach beurteilt wird, welchen Beitrag er/sie in Österreich – im Rahmen der Möglichkeiten – leisten möchte. Deshalb begrüße ich alle Initiativen, die die ehrenamtliche Arbeit von Zuwanderern fördern – z. B. bei der Feuerwehr oder bei Kulturvereinen fördern. Und ich trete dafür ein, solches Engagement bei Ansuchen um Einbürgerung besonders zu honorieren. „Integration durch Leistung“ heißt für mich aber auch, dass man rascher als bisher Berufsausbildungen anerkennt. Denn nichts ist persönlich frustrierender und wirtschaftlich dümmer, als Menschen unter ihrem Niveau zu beschäftigen. Bei den akademischen Berufen haben wir da schon ein gutes Paket geschnürt. Ähnliches steht jetzt für die Anerkennung ausländischer Schul- und Facharbeiterausbildungen auf der Tagesordnung. Da müssen wir rasch weiterkommen. Sie haben wiederholt die positive Bedeutung von Kirchen und Religionsgemeinschaften für die Integration hervorgehoben. Was erwarten Sie sich von ihnen?

Kurz: Als gläubiger Mensch bin ich davon überzeugt, dass Religion nicht ein Problem bei der Integration darstellen sollte, sondern Teil der Lösung sein kann. So etwa sehe ich

in der langjährigen ökumenischen Tradition in Österreich und im bewussten Zugehen der Kirchen auf andere Religionsgemeinschaften einen ganz wichtigen Beitrag, um ein Klima zu schaffen, wo Begegnung und Verständnis – auch auf Ortsebene – gefördert werden. Ich erlebe auch, wie die Kirchen – die katholische und evangelische ebenso wie jene der östlichen Tradition – gerade für Zuwanderer ein wichtiges Stück an Beheimatung bieten – ob das nun afrikanische und philippinische Gemeinden sind oder orthodoxe aus verschiedenen Ländern und Traditionen. Aber sehen Sie Religion nicht auch als eine Gefahr, dass Parallelgesellschaften entstehen?

die nicht unbedingt der Schaffung eines Österreichbewusstseins dienlich ist. In wenigen Tagen (23. Jänner) jährt sich zum 20. Mal der Jahrestag des Lichtermeeres. Damals haben die Kirchen stark gegen das Anti-Ausländer-Volksbegehren mobilisiert. Was erwarten Sie sich heute von den Kirchen?

Kurz: Dass wir weiterhin so gut zusammenarbeiten wie bisher, vor allem auch mit der Caritas und der Diakonie. Und dass sie das Projekt Integration – bis in die Pfarrgemeinden hinein – engagiert mittragen. Derzeit hat das Thema Integration einen ganz guten Wind. Aber im Wahljahr 2013 ist damit zu rechnen, dass Ausländer erneut als Prellböcke herhalten müssen. Sind Sie ein Sisyphus, dessen Einsatz letztlich kaum was bringt?

Kurz: Bei den christlichen Kirchen sehe ich diese Gefahr nicht, denn da gibt es an vielen Orten einen regen Austausch zwischen und in den Gemeinden und auch ein unterein- Kurz: Ich arbeite jedenfalls mit voller Energie ander wachsendes Solidaritätsnetz. Natürlich und hoffe, dass wir rasch und überzeugend können religiöse Gemeinschaften, gerade Integration ist alternativlos. Entweder wir nutzen die Chancen für Menschen, die und lösen die Probleme oder wir riskieren den sozialen Frieden. sich mit ihrer Integration schwertun, auch so etwas wie eine Er- genug unterwegs sind und mehr Steine den satzheimat werden. Aber religiös zu sein und Berg hinaufbewegen als manche wieder heder Wunsch, in der eigenen religiösen Tradi- runterrollen können. Für mich ist ein position zu leben, das ist keineswegs gleichbedeu- tiver Integrationspfad alternativlos. Wir hatend mit sich abzukapseln und abzuschotten. ben in Österreich rund eineinhalb Millionen Ich finde es daher auch gut, dass gemeinsam Menschen mit Migrationshintergrund; jährmit dem Wissenschaftsministerium, der Is- lich wandern etwa 130.000 Menschen zu und lamischen Glaubensgemeinschaft und der gehen 100.000 weg. Wir leben in einer pluraUniversität Wien eine Vereinbarung für eine len und mobilen Gesellschaft. Wenn wir uns Imame-Ausbildung in Österreich (Islamwis- dieser Wirklichkeit nicht stellen, wenn wir es senschaftliches Studium) auf den Weg ge- nicht positiv angehen, die Chancen ergreifen bracht werden konnte – weil es schon so ist, und die Probleme zu lösen versuchen, dann dass über vom Ausland bezahlte und bestellte können wir eher früher als später den soziaImame eine Beeinflussung entstehen kann, len Frieden nicht mehr aufrechterhalten.


12 Panorama stenogramm n Zukunftsforum. Die österreichischen Bischöfe und die Katholische Aktion planen für nächstes Jahr die Abhaltung eines „Zukunftsforums der Kirche in Österreich“. Dabei sollen vier Themenkreise behandelt wer-

KA-Präsidentin Gerda Schaffelhofer: Aufbruchssignal setzen. l.JB

den: der Auftrag der Kirche in einer pluralen Welt und der dafür notwendige Dialog mit anderen Religionen und Weltanschauungen; die Verankerung einer Spiritualität der Achtsamkeit und Solidarität in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft (Neuevangelisierung); der Themenkreis Beziehung, Ehe und Familie sowie die Wahrnehmung der Verantwortung der Laien im Zusammenwirken von Weihepriestertum und allgemeinem Priestertum. Bislang heiß umstrittene „Reformthemen“, so hört man, wurden bewusst ausgeklammert.

17. Jänner 2013

Kirchen laden am 17. Jänner zum „Tag des Judentums“ ein

Jesus ist „nicht ohne Judentum“ zu haben Einen Tag vor Beginn der Weltgebetswoche um die Einheit der Christen (18. bis 25. Jänner) laden die Kirchen Österreichs seit dem Jahr 2000 zum „Tag des Judentums“ ein. Für die Kirchen ist das einerseits ein „Bußtag“, der an die lange Tradition des Antijudaismus erinnern soll; andererseits ist es auch ein Gedenktag, der die tiefe Verbindung des Christentums mit seinem „Wurzelgrund“, dem Bund Gottes mit dem Volk Israel, „unseren älteren Brüdern“ (Papst Johannes Paul

II.) deutlich machen soll. Der österreichische Ökumene-Bischof Manfred Scheuer (Innsbruck) betont in seinem Schreiben zum „Tag des Judentums“ den vom Konzil begonnenen unumkehrbaren Weg der Erneuerung im Verhältnis zwischen Christen- und Judentum. Eine zentrale Rolle spiele dabei die Anerkennung und Deutung Jesu als einen, der nur aus und in seinem jüdischen Glauben verstanden werden kann. Jesus, so Scheuer, sei für Christen „ohne sein Judentum nicht zu haben“.

Protest gegen Ehe und Familie „für alle“

Zu einer Familie gehören Papa und Mama. Mit diesem Slogan zogen in Paris 350.000 Demonstranten auf die Straße.

„„ Klöster-Jubiläen. Mehrere Stifte und Ordensgemeinschaften in Österreich feiern heuer Jubiläen. 875 Jahre alt werden die Klöster Georgenberg-Fiecht, Wilten und Zwettl, 850 Jahre das Stift Vorau. Vor 450 Jahren errichteten die Jesuiten die österreichische Provinz. Vor 125 Jahren eröffneten die Herz-JesuMissionare ihr erstes Missionshaus in Österreich (Salzburg). „„ Kirchen-Vielfalt. Die Katholik/innen in Österreich feiern ihren Glauben in 30 Sprachen. In insgesamt 144 Orten sind anderssprachige Zuwanderergemeinden ansässig. Für die rund 500.000 katholischen Migrant/innen stehen 100 Seelsorger (22 hauptamtlich) zur Verfügung. Damit leistet die Kirche einen wesentlichen Beitrag zur Beheimatung von Zuwanderern.

KirchenZeitung Diözese Linz

Kardinal Peter Turkson vom Päpstlichen Rat für Gerechtigkeit und Frieden: „Im Mittelpunkt aller Bemühungen um eine nachhaltige Entwicklung muss der Mensch stehen.“ Rupprecht

Rechte, Liberale und Linke, Christen, Muslime und Juden und erstaunlich viele Bürgermeister mit ihren Amtsschärpen marschierten am vergangenen Sonntag in mehreren Protestzügen auf den Platz vor den Eiffelturm in Paris. Die „Ehe für alle“ hatte Präsident Hollande vor den Wahlen versprochen und ließ im November im Ministerrat ein Gesetz zur Einführung der gleichgeschlechtlichen „Ehe“ beschließen. Weiters sollen für homosexuelle Paare die Adoption bzw. die künstliche Befruchtung geöffnet werden. Nicht gegen die rechtliche Anerkennung homosexueller Partnerschaften, aber gegen die Gleichstellung mit der Ehe und die Möglichkeiten der Familiengründung ist in Frankreich ein breiter ziviler Protest gewachsen.

Ökologie und Friede gehören zusammen

Weltgebetswoche: Anstoß aus Indien

Auf das verstärkte Engagement der Kirche für ökologische Fragen und deren Zusammenhang mit Gerechtigkeit und Frieden hat Kardinal Peter Turkson bei der ökumenischen Tagung „Gerechtigkeit in einer endlichen Welt“ an der Universität Wien hingewiesen. Für den Präsidenten des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden ist der Umgang mit beschränkten Ressourcen dieser Welt und deren Verteilung auch eine Frage der Generationengerechtigkeit. Für ein entschiedeneres Engagement der Kirchen bei den Themen Armut und Menschenwürde hat sich der evangelische Bischof Michael Bünker ausgesprochen.

Der Einsatz für Gerechtigkeit und Frieden steht dieses Jahr inhaltlich im Mittelpunkt der Weltgebetswoche für die Einheit der Christen (18. bis 25. Jänner). Der Anstoß dazu kam aus Indien, wo die Dalits um ihre Rechte in der Gesellschaft kämpfen. Die „Unberührbaren“ stehen außerhalb des Kastensystems und werden sozial, politisch, wirtschaftlich und kulturell an den Rand gedrängt, betont der Ökumenische Rat der Kirchen in Genf. Etwa 80 Prozent der 25 Millionen indischen Christ/innen haben einen DalitHintergrund. Das führe nicht nur zu Spannungen der Kirchen mit der Mehrheitsgesellschaft, sondern auch in den Kirchen.


KirchenZeitung Diözese Linz

Panorama 13

17. Jänner 2013

Eine Zwei-Staaten-Lösung im israelisch-palästinensischen Konflikt und gerechten Frieden für die Region forderten katholische Bischöfe aus der EU (im Bild: der Trierer Bischof Stephan Ackermann) und Nordamerika in ihrer Abschlusserklärung zum jährlichen Solidaritätsbesuch in Jerusalem (5. bis 10. Jänner). reuters

Bischöfe fordern Frieden im Heiligen Land Die Lage der Christ/innen im Heiligen Land wird zunehmend schwieriger und besorgniserregender: Diese ernüchternde Bilanz zogen Bischöfe aus neun europäischen und nordamerikanischen Bischofskonferenzen sowie aus Südafrika, die im Rahmen des in Bethlehem vergangene Woche zu Ende gegangenen 13. Internationalen Bischofstreffens nach Israel, Palästina und Jordanien gereist waren. Gastgeber war die Versammlung der katholischen Bischöfe im Heiligen Land unter Leitung des Lateinischen Patriarchen

von Jerusalem, Fouad Twal. Die jüngsten Kämpfe zwischen der Hamas-Führung in Gaza und Israel hätten nicht nur Gebäude zerstört. Dramatischer sei die „Traumatisierung vor allem der Kinder durch die israelischen Luftschläge“, so Ackermann, Leiter der deutschen Delegation und Vorsitzender der Deutschen bischöflichen Kommission Justitia et Pax. Der Bischof zeigte sich beeindruckt von der Entschlossenheit der kleinen katholischen Gemeinde im Gazastreifen, das tägliche Leben unter den widrigen Umstän-

Großbritannien: 1,7 Mill. Venezuela: Stabilität Embryonen zerstört der Nation ist in Gefahr Seit 1991 wurden in Großbritannien rund 3,5 Millionen Embryonen für die In-vitro-Fertilisation (IVF) künstlich erzeugt, benutzt wurden nur 1,4 Millionen, etwa jeder sechste Versuch führte zu einer Schwangerschaft. Die 1,7 Millionen Embryonen, die nicht implantiert wurden, sind in den meisten Fällen ungebraucht entsorgt worden. Das geht aus der Offenlegung der Daten von britischen Kinderwunsch-Kliniken hervor. Der Abgeordnete Lord David Alton, der die Offenlegung der Daten gefordert hatte, sprach sich gegen die Zerstörung von Embryonen in industriellen Mengen aus, und forderte technischen Fortschritt in der Medizin.

Die Stabilität Venezuelas sei in Gefahr, das sagen Bischöfe des Landes. Im Zusammenhang mit der langen Abwesenheit des Präsidenten Hugo Chavez aufgrund seiner Krebserkrankung hätten sie steigende Spannungen festgestellt. Am 11. Dezember wurde Chavez in Kuba operiert. Der Vorsitzende der venezolanischen Bischofskonferenz, Bischof Diego Padron, sagte angesichts gegensätzlicher Haltungen von Opposition und Regierung: Die politische und soziale Stabilität des Landes ist ernsthaft gefährdet. Zudem wurde kritisiert, dass die Regierung die Menschen zu wenig über den Gesundheitszustand des Präsidenten informiert hätte.

den zu meistern. Einen Fokus des Treffens bildete der israelische Siedlungsbau in den besetzten Gebieten, der weitergeht. „Es wäre dramatisch für beide Völker, Israelis wie Palästinenser, wenn durch die Fortsetzung dieser Art von Siedlungspolitik eine ZweiStaaten-Lösung unmöglich gemacht würde“, so Bischof Ackermann. In einer gemeinsamen Abschlusserklärung forderten die Bischöfe eine Zwei-Staaten-Lösung im israelisch-palästinensischen Konflikt sowie einen gerechten Frieden für die Region.

weltkirche „„ USA. Jedes zehnte Mitglied im neuen US-Kongress ist Absolvent einer Jesuitenschule. Zugleich ist die Zahl der Katholik/innen im 113. Kongress mit 163 höher als je zuvor in der Geschichte des US-Parlaments. „„ Italien. Die rund eineinhalb Millionen orthodoxen Christ/innen sind die größte religiöse Minderheit in Italien, noch vor den Muslimen. Das ergaben Erhebungen der Caritas und der Stiftung Migrantes. Die meisten stammen aus Russland, der Ukraine und Weißrussland. n Ägypten braucht „eine neue Revolution“, sagt der koptischkatholische Bischof Kyrillus William. Die mit der Revolution vom Jänner 2011 verbundenen Träume von einer besseren Zukunft für Ägypten mit mehr Rechten und Demokratie seien „auf der Strecke geblieben.“ kna


14 Zu Gast

17. Jänner 2013

KirchenZeitung Diözese Linz

Den Glauben als Geschenk entdecken und für andere da sein, gehören für Regionaldiakon Carlo Neuhuber zusammen

Welchen Namen gibst Du Gott KiZ-Solidaritätspreisträger (2012) Carlo Neuhuber aus Steinbach an der Steyr ist für seine zeitgemäße Glaubensverkündigung bekannt. Sein jüngstes Projekt: zu einzelnen Personen gehen und mit ihnen über ihren Glauben reden. Die Rückmeldungen sind überraschend. Josef Wallner

„Wir haben in den Pfarren so viel damit zu tun, dass wir das Kirchenjahr bewältigen, dass wenig Zeit bleibt, zu den Menschen zu gehen“, erlebt Regionaldiakon Carlo Neuhuber – und nicht nur er in seinem pastoralen Alltag. Um Missverständnissen vorzubeugen, betont er nachdrücklich den Wert der Pfarren: „Sie sind eine gute Grundstruktur, aber wir müssen sie um eine Gehstruktur ergänzen.“ Nicht sammeln, sondern hören. In Steinbach hat er mit einigen Mitgliedern des Pfarrgemeinderats-Fachausschusses „Verkündigung“ begonnen, Menschen zu besuchen und mit ihnen über den Glauben zu reden. „Wenn wir von der Pfarre aus in die Häuser gehen, dann zumeist, um für eine Renovierung oder die Orgel zu sammeln“, sagt er. Niemand wird überfallen, sondern er fragt einfach, ob er kommen darf – Kirchgänger oder nicht, spielt keine Rolle. Selbstverständlich gibt es Leute, die nicht sprechen wollen – für Neuhuber kein Problem, aber die allermeisten freuen sich. „Ich will dabei nichts verkaufen und zu nichts einladen. Ich will nur zeigen, dass ich mich für das interessiere, was ihr Leben trägt.“ Mit ganz einfachen Fragen kommt das zur Sprache: Was verbindest du mit dem Wort Gott,

„Allein geht man ein“, gehört zu den Grundüberzeugungen von Carlo Neuhuber (dritter von rechts). Daher versucht er, alle Initiativen und Projekte im Miteinander, besonders im ökumenischen Miteinander zu verwirklichen. privat

welchen Namen gibst du ihm? Kannst Du mit dem Gebet etwas anfangen? Erst die letzte Frage bezieht sich auf die Kirche: Würde dir etwas fehlen, wenn es die Pfarre nicht gäbe? Viele der Gesprächspartner/innen Neuhubers sind erstaunt und erfreut: „Noch nie bin ich nach meinem Glauben gefragt worden!“ ­Regionaldiakon Neuhuber hält diese Gespräche für einen Weg in die Zukunft der Kirche: an den Sorgen, Leiden und Freuden der Leute Anteil zu nehmen. Hürden überwinden. Das Gesprächsangebot ist nicht nur für die Pfarrbevölkerung neu, auch für die Fachausschussmitglieder. Manche fühlen sich dazu nicht in der Lage. Da es auch andere Aufgaben gibt, ist das kein Problem. Einige üben mit Neuhuber, diese Gesprä-

che zu führen. „Es ist noch ein ganz kleines Pflanzerl, aber in diese Richtung möchten wir weitergehen.“ Er ist überzeugt, dass auf lange Sicht dadurch eine gute Basis entsteht, wo der Glaube zum Wachsen kommt. Glaubensfreude entdecken. Für ihn selbst ist der Glaube das Geschenk seines Lebens: „Weil ich auch ein Vorher kenne, weiß ich, wie wertvoll der Glaube ist. Gläubige Menschen haben genauso Sorgen und Probleme, aber ich weiß mich von Gott wirklich und tief geliebt.“ Mit Glaubensseminaren und Cursillo-Wochenenden in der Region des Steyr-, Krems- und Ennstales möchte er dazu beitragen, dass viele andere Menschen die Freude am Glauben entdecken können. Rund um Carlo Neuhuber ist immer Jahr des Glaubens.

Sie kennen gewiss auch Preiswürdige! Sie kennen Personen oder Gruppen, die sich solidarisch für andere aus nah und fern einsetzen, Personen oder Gruppen, die sich für ein gutes Miteinander, für die Umwelt und den Frieden einsetzen und das meist im Stillen? – Für sie ist der KirchenZeitungs-Solidaritätspreis gedacht. Er wird heuer zum 20. Mal vergeben. Die Einreichfrist ­endet am 15. Februar. Schlagen auch Sie Preiswürdige vor! XX Infos: KirchenZeitung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz; www.solipreis.at


KirchenZeitung Diözese Linz

Glaube 15

17. Jänner 2013

Wozu wir unsere Träume brauchen – in der Bibel wie im Leben

War immer nur die „Dienstmagd“ „Träume sind Schäume.“ Das haben viele von uns noch gehört. Nicht nur die Psychologie, auch die Bibel scheint das anders zu sehen. Da gibt es jede Menge Träume. Bei näherem Hinsehen begegnen wir – im Leben wie in der Bibel – auf Schritt und Tritt Träumen. Wo Menschen glücklich sind oder von Angst geschreckt werden, wo sie nicht mehr weiterwissen auf ihrem Lebensweg, wo sie sich ausgenützt und ausgebeutet erleben oder wo sie einfach Freude am Leben haben – da werden sie von nächtlichen Träumen unterstützt und geleitet. Scheinbar gibt es keine Lebensumstände, die nicht auch von Träumen begleitet werden können. In diesem und den folgenden Beiträgen lade ich Sie ein, diesen Träumen auf die Spur zu kommen. Gott spricht im Traum. In der jüdischchristlichen Tradition ist der Traum eine ganz besondere Weise, wie Gott zu uns sprechen kann (oder unser Unbewusstes, unsere innere Tiefe, wie immer wir es nennen). Das Wichtigste dabei ist – wie immer, wenn wir uns mit der Bibel beschäftigen –, dass das alles mit mir und mit meinem Leben zu tun hat. Es geht darum, aus den biblischen Träumen für unser eigenes Leben und Träumen zu lernen. Josefs Träume. „Einst hatte Josef einen Traum: Wir banden Garben mitten auf dem Feld. Meine Garbe richtete sich auf und blieb stehen. Die Garben der Brüder umringten sie und neigten sich tief vor meiner Garbe … Er hatte noch einen anderen Traum. Er erzählte ihn ebenfalls seinen Brüdern und sagte: Ich träumte noch einmal: Die Sonne, der Mond und elf Sterne verneigten sich tief vor mir…“ (Gen 37,5–11) Traum und Leben. „Wenn Sie so träumen würden, wie erginge es Ihnen?“ Befreit atmet die Bäuerin auf meine Frage auf: „Da bin ich endlich einmal wer!“ Anders sieht ihr Leben sonst aus: Da kreist alles um die anderen. Es tut ihr sichtlich gut, sich zumindest in dieser Vorstellung einmal so ernst genommen zu fühlen. Andere in der Gruppe reagieren peinlich berührt: „So im Mittelpunkt stehen, das ist mir unangenehm“; oder: „So wichtig darf ich mich doch nicht nehmen, das wäre ja Stolz …“ – Außerdem: „Da würde ich mich total einsam fühlen …“ Lacherfolg erntet die spontane Äußerung einer Teilnehmerin: „Meinem Mann tät’ der Traum schon passen. Alle sollen nach seiner Pfeife tanzen!“

Biblische Träume können wie Spiegel sein, in denen wir uns und unser Leben erkennen.

Jahrtausendealt sind diese Bilder, aber sie haben eine Strahlkraft bis heute, wie immer unsere Lebensumstände sind. Die Bäuerin mit ihrer spontanen Reaktion merkt, dass ihr genau das im täglichen Leben fehlt, was in den Bildern lebt. Ihr wurde bewusst, wie selbstverständlich sie die Rolle der „Dienstmagd“, wie sie von sich sagt, übernommen hat und ausübt; das hat sie bisher gar nicht gemerkt. In der Folge hat sie versucht, sich selbst und ihre Bedürfnisse bewusster wahrzunehmen; vorsichtig und durchaus erfolgreich ist ihr so manche Veränderung in kleinen Schritten gelungen. Wieder anderes lernt jene Gruppenteilnehmerin, die sich durch das Traumbild peinlich berührt erfährt: Ihr wird bewusst, wie schwer es ihr fällt, auch einmal im Mittelpunkt zu stehen, weil ihr die innere Sicherheit dazu fehlt. Lieber Mäuschen sein und still und unbemerkt tun, was zu tun ist. Wieder ein anderer merkt, wie sehr er von seiner Erziehung geprägt ist – ja nicht stolz sein! Die gesunde Selbstliebe hat er nicht gelernt. Nichts gelernt. Ähnlich ergeht es offenbar dem jungen Josef in der Bibel. Arglos erzählt das Liebkind des Vaters seiner Familie den Traum. Nicht nur die Brüder, auch der Vater ist verärgert, er ändert aber nichts an der ungerechten Situation. Keiner versteht die Warnung – das ist nun doch etwas zu viel der Vorrangstellung! So gesehen – oder besser eben nicht gesehen–, schürt der Traum nur die Eifersucht der Brüder und es kommt zur Katastrophe. Josef landet in der Zisterne und schließlich im Gefängnis. (Gen 37,18–36; 39) Er hat nicht aus seinem Traum gelernt, würden wir heute sagen. Aber uns kann das Bild bis heute berühren – jede/n in anderer Weise.

Wodicka

Wie steht es um meine Träume? Die Träume der Bibel, die in dieser Reihe betrachtet werden, können nur bei Ihnen ankommen, wenn sie ein Echo in Ihren eigenen Träumen finden. Deshalb ein paar Tipps, um auch die eigene Traumwelt zu entdecken: n Stress in der Tagesgestaltung und besonders in den Stunden vor dem Schlafengehen und beim Aufstehen vermeiden. n Bleistift und Papier neben die Schlafstelle legen und den Traum beim Aufwachen sofort festhalten oder jemandem erzählen. n Die Gefühlswelt und das spirituelle Leben auch am Tag pflegen. Denn Träume sind Gefühlsbotschaften, nicht Protokolle oder einfache Handlungsanweisungen. (Davon mehr im nächsten Beitrag.)

Himmels Träume Serie: Teil 1 von 4 Dr. Maria Riebl Theologin und Psychotherapeutin


Sonntag 2. Sonntag im Jahreskreis – Lesejahr C, 20. Jänner 2013

Wenn Wasser Wasser bleibt Bei der Hochzeit in Kana wurde aus Wasser bester Wein. Wunder wie diese geschehen selten. Gebete erfüllen sich nicht. Wasser bleibt Wasser, Gott ist kein Erfüllungsautomat. Keine/r weiß, was Gott mit ihr/ ihm, mit der Welt vorhat. „Das hält mich nicht ab zu beten: ,Kannst du nicht Herrn Herbert ein bisschen von jener Lebendigkeit schenken?‘“ Schweigen. Wasser und Wein: Menschen aussprechen lassen, woran sie leiden und wonach sie sich sehnen. Mit ihnen das Leben aushalten, hinhalten auf ein Morgen, auf Gott hin.

Evangelium

1. Lesung

Johannes 2, 1–11

Jesaja 62, 1–5

Am dritten Tag fand in Kana in Galiläa eine Hochzeit statt, und die Mutter Jesu war dabei. Auch Jesus und seine Jünger waren zur Hochzeit eingeladen. Als der Wein ausging, sagte die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein mehr. Jesus erwiderte ihr: Was willst du von mir, Frau? Meine Stunde ist noch nicht gekommen. Seine Mutter sagte zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut! Es standen dort sechs steinerne Wasserkrüge, wie es der Reinigungsvorschrift der Juden entsprach; jeder fasste ungefähr hundert Liter. Jesus sagte zu den Dienern: Füllt die Krüge mit Wasser! Und sie füllten sie bis zum Rand. Er sagte zu ihnen: Schöpft jetzt, und bringt es dem, der für das Festmahl verantwortlich ist. Sie brachten es ihm. Er kostete das Wasser, das zu Wein geworden war. Er wusste nicht, woher der Wein kam; die Diener aber, die das Wasser geschöpft hatten, wussten es. Da ließ er den Bräutigam rufen und sagte zu ihm: Jeder setzt zuerst den guten Wein vor und erst, wenn die Gäste zu viel getrunken haben, den weniger guten. Du jedoch hast den guten Wein bis jetzt zurückgehalten. So tat Jesus sein erstes Zeichen, in Kana in Galiläa, und offenbarte seine Herrlichkeit, und seine Jünger glaubten an ihn.

Um Zions willen kann ich nicht schweigen, um Jerusalems willen nicht still sein, bis das Recht in ihm aufstrahlt wie ein helles Licht und sein Heil aufleuchtet wie eine brennende Fackel. Dann sehen die Völker deine Gerechtigkeit und alle Könige deine strahlende Pracht. Man ruft dich mit einem neuen Namen, den der Mund des Herrn für dich bestimmt. Du wirst zu einer prächtigen Krone in der Hand des Herrn, zu einem königlichen Diadem in der Rechten deines Gottes. Nicht länger nennt man dich „Die Verlassene“ und dein Land nicht mehr „Das Ödland“, sondern man nennt dich „Meine Wonne“ und dein Land „Die Vermählte“. Denn der Herr hat an dir seine Freude, und dein Land wird mit ihm vermählt. Wie der junge Mann sich mit der Jungfrau vermählt, so vermählt sich mit dir dein Erbauer. Wie der Bräutigam sich freut über die Braut, so freut sich dein Gott über dich.

2. Lesung 1 Korinther 12, 4–11 Es gibt verschiedene Gnadengaben, aber nur den einen Geist. Es gibt verschiedene Dienste, aber nur den einen Herrn. Es gibt verschiedene Kräfte, die wirken, aber nur

den einen Gott: Er bewirkt alles in allen. Jedem aber wird die Offenbarung des Geistes geschenkt, damit sie anderen nützt. Dem einen wird vom Geist die Gabe geschenkt, Weisheit mitzuteilen, dem andern durch den gleichen Geist die Gabe, Erkenntnis zu vermitteln, dem dritten im gleichen Geist Glaubenskraft, einem andern – immer in dem einen Geist – die Gabe, Krankheiten zu heilen, einem andern Wunderkräfte, einem andern prophetisches Reden, einem andern die Fähigkeit, die Geister zu unterscheiden, wieder einem andern verschiedene Arten von Zungenrede, einem andern schließlich die Gabe, sie zu deuten. Das alles bewirkt ein und derselbe Geist; einem jeden teilt er seine besondere Gabe zu, wie er will.


Wort zum Sonntag

Gott, kannst du nicht ... Herr Herbert ist blind. Er ist Patient einer neurologischen Klinik in Deutschland, wo ich kürzlich auf Ausbildung war. Ich suche mit ihm die Klinikkapelle auf. Er legt seine Hände auf den Altar, ein Stück eines Baumes, der vom Blitz getroffen wurde. Er tastet, fühlt das Holz mit seinen Fingern. „Was wünschen Sie sich?“, frage ich ihn. Er erwidert: „Dass es wird, wie es einmal war.“ Und er erzählt von jener Lebendigkeit, die er als Kind hatte und die nun aufgrund schwerer Depressionen verloren ging. Bei der Hochzeit von Kana geht den Feiernden der Wein aus. Der Wein steht für die Freude, für Fröhlichkeit und Lebendigkeit. Gut, dass Jesus da ist. Aber er zögert, lässt sich bitten. Und er vollbringt ein Wunder: Sechs Krüge voll Wasser verwandelt er in Wein. Staunen ringsherum. Die Hochzeitsgesellschaft kann mit Freude und noch besserem Wein weiterfeiern.

waldhäusl

A

ls mein Gebet immer andächtiger und innerlicher wurde, da hatte ich immer weniger zu sagen.

Zuletzt wurde ich ganz still. Ich wurde, was womöglich noch ein größerer Gegensatz zum Reden ist,

Wunder wie diese geschehen selten. Gebete erfüllen sich nicht, wie ich es möchte. Wasser bleibt Wasser. Ich weiß, Gott ist kein Erfüllungsautomat. Ich kann nicht in seine Karten schauen. Ich weiß nicht, was er mit mir, den Menschen, der Welt vorhat. Das hält mich nicht ab zu beten: „Kannst du nicht Herrn Herbert ein bisschen von jener Lebendigkeit schenken?“ „Warum lässt du Frau Monika so leiden?“ Keine Antwort. Schweigen. Unser Ausbildungsleiter in der Klinischen Seelsorge in Deutschland hat mir reinen Wein eingeschenkt. Er meinte, ich sollte nicht auf die Erfüllung der Wünsche starren. Ich sollte nicht auf den Himmel vertrösten. Er ermutigte mich, Menschen aussprechen zu lassen, woran sie leiden und wonach sie sich sehnen. Wasser und Wein: Die Diskrepanzen des Lebens nicht auflösen, sondern in Bewegung halten, mit aushalten, hinhalten auf ein Morgen, auf Gott hin. Herrn Herbert sagte ich beim Verabschieden: „Ich komme morgen wieder“. Und er meinte: „Ja, kommen Sie wieder. Ich freue mich!“, und er weinte.

ich wurde ein Hörer. Ich meinte erst, Beten sei Reden. Ich lernte aber, dass Beten nicht bloß Schweigen ist, sondern Hören. So ist es: Beten heißt nicht, sich selbst reden hören.

Zum Weiterdenken Nicht müde werden, sondern dem Wunder leise wie einem Vogel die Hand hinhalten. hilde domin

Beten heißt: Still werden und still sein und warten, bis der Betende Gott hört.

christian sint war Gemeinschaftsleiter der Arche Gemeinschaft Tirol und ist seit

søren kierkegaard

2008 Seelsorger an der Hospizund Palliativstation Innsbruck. Den Autor erreichen Sie unter u sonntag@kirchenzeitung.at


18 Bewusst leben in kürze Jetzt um Ferialjobs bewerben! Taschengeld aufbessern, Berufserfahrungen machen oder doch von den Eltern ermuntert? Die Motivation junger Leute, in den Ferien ein paar Wochen zu arbeiten, ist unterschiedlich, aber für alle gilt: Jetzt bewerben! „„ Wer kann sich bewerben? Das Mindestalter ist 15 Jahre (für das Ausland 16 Jahre) und die Schulpflicht muss absolviert sein (Kinder- und Jugendbeschäftigungsgesetz). Im Gastronomiebereich oder in der Kinderbetreuung werden oft einschlägige Vorerfahrungen verlangt oder Ferialjobber/innen erst ab 18 Jahren eingestellt. „„ Wo kann man sich bewerben? Grundsätzlich sollte man sich überlegen, welche Voraussetzungen man mitbringt. Ausprobieren ist erlaubt und auch Sinn der Sache. Im Internet gibt es einige Job-Börsen, es lohnt sich aber ebenso, interessante Firmen in der Umgebung anzufragen. Je mehr Versuche, desto größer ist die Chance. Absagen muss man leider einkalkulieren, sie sollten einen aber nicht gleich entmutigen. „„ Persönliche Kontakte. Sehr viele Jugendliche finden ihren Ferialjob durch Menschen im Verwandten- und Bekanntenkreis. Tipp: Ferialjobsuche unter die Leute bringen! „„ Das geht gar nicht. Rechtschreibfehler, Fehler im Firmenwortlaut oder falsche(r) Ansprechpartner/in lassen das Bewerbungsschreiben rasch in den Papierkorb der Personalchefs verschwinden. Leider ein weit verbreitetes No-Go bei den Firmen: auf Bewerbungsschreiben nicht zu reagieren! „„ Tipps im Internet. Auf www. jugendservice.at findet man viele allgemeine Tipps zur richtigen Bewerbung. Dort gibt es ab Anfang Februar auch wieder neue Ferialjob-Angebote (für OÖ).

17. Jänner 2013

KirchenZeitung Diözese Linz

Beratung hilft, wenn von einstiger Liebe nur mehr eine „prima Partnerschaft“ übrig ist

Gibt es eine zweite Chance? Klaus kommt zögerlich in die erste Männerberatungs-Stunde. „Meine Frau schickt mich zur Therapie“, sagt er zerknirscht. „Sie meint ich muss mich ändern, sonst geht sie.“ Ich frage Klaus zunächst, ob er denn auch der Meinung sei, eine Therapie zu brauchen. Er schüttelt den Kopf. „Bis vor Kurzem habe ich geglaubt, dass unsere Ehe in Ordnung ist. Wir haben ein schönes Haus, zwei prächtige Kinder, fahren zusammen in Winter- und Sommerurlaub, jedes Jahr. Ich hab geglaubt, meine Frau hat alles, was sie braucht. Und jetzt droht sie mir mit Auszug!“

Klaus hat zugehört und scheint betroffen zu sein. Seine Frau setzt nach: „Ich möchte, dass mein Mann wieder so wird wie am Anfang unserer Ehe. Ich möchte mich wieder verlieben können in ihn!“ Jetzt schaut Klaus seine Ehefrau fassungslos an. Das hat er nicht erwartet. Vielleicht ist doch noch nicht alles zum Scheitern verurteilt? Wieder miteinander. Ein bisschen muss ich Ehefrau Elke schon eine Illusion nehmen. Den Mann in eine Therapie zu schicken, um ihn dann so „neu geschliffen“ zurückzubekommen und sich wieder in ihn verlieben zu können? Das funktioniert so wohl nicht. Aber ich finde, es ist ein schöner Ansatz, wenn sie sich wieder in ihren Mann verlieben möchte. Das ist auch möglich. Davor steht allerdings ein gemeinsamer Aufarbeitungsprozess. „„ Als ersten Schritt empfehle ich dem Paar, dass sie sich mit ihrem Wertesystem beschäftigen. Ich gebe ihnen dazu eine „Hausauf­ gabe“, die sie zum nächsten gemeinsamen Gespräch mitbringen sollen.

Neue Impulse sollen den Ehealltag beleben.

waldhäusl

Rollenverteilung. Klaus hat eine sehr traditionelle, fast patriarchalische Vorstellung von Ehe und Beziehung: Er bringt das Geld nach Hause – und das nicht zu knapp, meint er – und seine Frau sorgt sich „um den Rest“. Sei doch eine prima Partnerschaft! Dabei hat er wohl aus dem Auge verloren, dass er keine Geschäftspartnerin geheiratet hat, mit der der Alltag „aufgeteilt“ wird, sondern eine Liebespartnerin. Wir reden darüber, wie sie sich kennen- und lieben gelernt haben, welche Träume vom Leben, von einer guten Ehe, von einer schönen Familie er hatte. Plötzlich hat er das Gefühl, doch versagt zu haben! Nebeneinander. An diesem Punkt scheint es mir wichtig, seine Frau mit „ins Boot zu holen“. Auf meine Frage an sie, was sie bewegt, ihren Mann in Therapie zu schicken, sprudelt es aus ihr heraus: „Mein Mann hat sich völlig verändert. Er hat nur noch Arbeit im Kopf und nimmt mich gar nicht mehr wahr. Ja, er behandelt mich wie eine Haushälterin. Gut, er hat immer für mich und die Kinder gesorgt. Aber das hat mein Vater auch gemacht. Ich habe Klaus geheiratet, weil ich in ihn verliebt war, weil ich mit ihm zusammen alt werden, mit ihm eine Familie haben wollte. Aber so nebeneinander herleben, das will ich einfach nicht mehr. Da hungere ich aus!“

„„ Der zweite Schritt sollte entsprechend dem ersten eine neue Aufteilung der Auf­gaben im Alltag sein. Damit muss Klaus auch seine Rolle als Ehemann, Geliebter, Fami­lienvater neu definieren. Und er wird mehr Präsenz zu Hause zeigen müssen. „„ Schließlich der dritte Schritt: gemeinsame Freiräume als Paar schaffen. Dazu empfehle ich, dass sie die Wochenenden aufteilen. Ein Wochenende übernimmt er die Gestaltung, ein anderes Wochenende sie. Ein drittes kann jeder so gestalten, wie er/sie will. Elke ist zwar noch skeptisch, zeigt sich aber bereit, sich auf diese Vorgangsweise einzulassen. Ich freue mich darauf, das Paar dabei ein Stück begleiten zu dürfen.

Beratung

Albert A. Feldkircher Männer- und Paarberatungen, feldkirch

XX Bei Fragen und Problemen wenden Sie sich an: Beziehung Leben, Partner-, Ehe-, Familien- und Lebensberatung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz, Tel. 0732/77 36 76.


KirchenZeitung Diözese Linz

Bewusst leben 19

17. Jänner 2013

AUFGETISCHT Tofucurry So wie das Tofucurry gibt es eine Reihe exotischer Eintöpfe, die zum Fixprogramm im Gelben Krokodil zählen. MARIA KÖSTLER

Die Gäste des Gelben Krokodils können ihre Lieblingsrezepte nun selbst nachkochen

Einblicke in die Krokodil-Küche Wer einmal im Gelben Krokodil in Linz gegessen hat, kommt sicher wieder – und kann nun zusätzlich die köstlichen Rezepte von Fredl Pointner in der eigenen Küche ausprobieren. Achtung, der Gaumen wird schon beim Lesen des Kochbuchs aktiviert!

Minimum reduziert. „Selbst gemachte Säfte und Marmeladen, Gemüse oder Kräuter aus dem eigenen Garten, möglichst regional und der Jahreszeit entsprechend – das sind unsere Spezialitäten und das mögen die Gäste bei uns“, sagt Fredl Pointner.

BRIGITTA HASCH

Auf Haushaltsgröße umgeschrieben. „Viele Gerichte schmecken anders oder funktionieren gar nicht, wenn man die Mengenangaben einfach auf vier Personen herunterdividiert“, erklärt Pointner. Und weil er seine Rezepte richtig weitergeben wollte, hat er mehr als 80 Prozent daheim in „Haushaltsgröße“ noch einmal gekocht. Gerade beim Würzen, der Zugabe von Flüssigkeit oder Garzeiten sei das wichtig gewesen.

Mit einer täglich wechselnden Speisekarte seit dem Gründungsjahr 1990 konnte Fredl Pointner aus dem Vollen schöpfen. Nur wenige Standardgerichte werden von ihm und seinem Team jeden Tag durch eine bunte Mischung an Vegetarischem, Fleisch und Fisch ergänzt. Nicht zu vergessen sind die Suppen, Vorspeisen und immer neue NachspeisenKreationen. Auf Menschen mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Allergien oder Zöliakie wird dabei ebenso Rücksicht genommen wie auf Vegetarier und Veganer. Küche und Personal des Gelben Krokodils wissen, was diese Leute essen dürfen und wollen. Zusatzstoffe, aber auch die Verwendung von Hefe sind auf ein

Schnell ausverkauft. „Als ob die Leute darauf gewartet hätten, war die erste Auflage innerhalb von sechs Wochen weg“, staunt der Küchenchef. Ab 27. Jänner sind daher weitere 1000 Stück erhältlich, mit Fotos von Maria Köstler und liebevoll illustriert von Maria Mager.

NOTIZZETTEL  Schülerprojekt Jägerstätter. Im März vollendet Franziska Jägerstätter ihr 100. Lebensjahr, im August werden es 70 Jahre, dass Franz Jägerstätter hingerichtet wurde. Aus diesem Anlass sind Schüler aller Altersgruppen aufgerufen, sich mit dem Leben und Denken dieser beiden Menschen auseinanderzusetzen. Lehrer/innen und Direktor/innen sind herzlich eingeladen, mit ihren Klassen Beiträge zu erarbeiten.  Einreichungsschluss: 22. März, Kontakt: Thomas Schlager-Weidinger, Tel. 0732/77 22 6611 91, E-Mail: t.schlager-weidinger@ph-linz.at

Zutaten: 250 g fester Tofu, 1 Zwiebel, 3 Karotten, 1 gelbe Rübe, 2 Stangen Stangensellerie, 1 Jamswurzel (ca. 400 g), 50 g getrocknete Mu-Err-Pilze (Judasohr), 400 ml dicke Kokosmilch, 100 ml Wasser, 1 kleines Stück frischer Ingwer, 1 TL süßes Currypulver, 1 MSp. Kreuzkümmel, 1 MSp. Curcuma, 1 TL gelbe oder rote Currypaste, Olivenöl, Steinsalz. Zubereitung: Die Mu-Err-Pilze mindestens eine Stunde vor Kochbeginn in kaltem Wasser einweichen. Anschließend die harten Wurzelteile abzupfen und abschneiden. Klein geschnittene Zwiebel kurz anrösten, dann den klein gewürfelten Ingwer zwei Minuten mitrösten. Nun die würfelig oder diagonal geschnittene Karotte und die gelbe Rübe untermischen. Currypulver, Kreuzkümmel und Curcuma einstreuen. Mit dem Kochlöffel umrühren, damit die Gewürze leicht angeröstet werden. Nach etwa 30 Sekunden mit Wasser und Kokosmilch aufgießen. Jetzt die gereinigten Mu-Err-Pilze, die in 4 x 4 cm gewürfelte Jamswurzel und die Currypaste in den Topf geben und mit Salz abschmecken. Alles zusammen ca. 20 Minuten kochen. Der in Würfel geschnittene Tofu wird die letzten fünf Minuten mitgekocht.  Tipp: Je nach Saison kann man Brokkoli, Zucchini, Erbsenschoten, Kohlrabi oder Paprika dazugeben.

 Beziehungs-Wochenende. Zeit für die Liebe nehmen, Kraft schöpfen und die Liebe neu entdecken, miteinander und voneinander lernen – Gelegenheit und Anregung für all das bietet ein Marriage-Encounter-Wochenende. Eingeladen sind alle Paare, die in einer für sie verbindlichen Beziehung leben, unabhängig von Alter und Konfession.  22. bis 24. Februar, Gallneukirchen, Kontakt: Ingrid und Walter Steininger, verantwortlich für Marriage Encounter in OÖ u. Sbg., E-Mail: iuw.steininger@gmail.com, Tel.: 0680/ 300 36 67.

 Das Gelbe Krokodil Kochbuch. Erhältlich im Gelben Krokodil, Moviemento, Café Stern, Alex Buchhandlung, Infoladen (Kirchdorf) und Buchhandlung Wurzinger (Freistadt), 27,50 Euro.


Da geh ich hin „„ Besuche die Florianer Sängerknaben. Am Tag der offe­ nen Tür haben musikinteres­ sierte Burschen und ihre Eltern die Möglichkeit, Internat und Ausbildungsstätte kennenzuler­ nen. Junge Talente können beim Chorleiter Prof. Franz Farnberger ein Lied nach freier Wahl vortra­ gen, um die Eignung zum Sän­ gerknaben feststellen zu lassen.

Bauwerke aus Eis und Schnee Hast du diesen Winter schon einen Schneemann gebaut? Oder einen Iglu? Oder eine Sprungschanze auf der Rodelwiese? Deine Bauwerke sind sicher schön, aber klein im Vergleich zu Schnee- und Eisskulpturen und gar Eis-Hotels.

XX Fr., 18. 1., 14 bis 17 Uhr, Stiftstraße 1, St. Florian, Infos unter: Tel. 07224/47 99 od. www.florianer.at

Schnee- und Eisskulpturen werden von Künstlern nach Vorlage-Skizzen oder auch freihändig aus riesigen vorgefrorenen Blö­ cken geschnitzt. Zum Einsatz kommen dabei Sägen, Hämmer, Feilen und sogar Macheten. Auch das Anbringen von weiteren Schneeoder Eisstücken ist durch ein „Festfrieren“ (mithilfe von Wasser) möglich. Länger zu bestaunen sind die Bauwerke nur, wenn auch die Lufttemperatur sehr niedrig ist. Wird es zu warm, dann schmelzen die Kunstwerke.

lach mit piepmatz

Dargestellt werden aus Schnee und Eis sehr oft Tiere, Fabelwesen und Bauwerke (Schlös­ ser oder Burgen). Je nach Schwierigkeit, Grö­ ße und Temperatur dauert die Fertigstellung oft einige Tage. Besonders in Japan ist das Eis­ schnitzen sehr beliebt. Dort gilt es als Sport­ art und es werden sogar Meisterschaften aus­ getragen.

„„ Tante Paula spielt Klavier. Eine Stunde, zwei Stunden. Schließlich sagt der kleine Nef­ fe Kurti: „Tante, wenn du nicht mehr anhalten kannst, ich glaub das linke Pedal ist die Bremse!“

„„ Schick deine lustigsten Witze an: piepmatz@kirchenzeitung.at oder an PIEPMATZ, Kapuziner­ straße 84, 4020 Linz. „„ Hast du Fragen an den Schlaukopf oder Wün­sche an KiKi? Suchst du eine Brieffreun­

din oder einen Brief­freund? Ich freu mich auf deine Post! kiki@kirchenzeitung.at, KiKi, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz. Deine gitti

balduin baum

kiki-kontakt

Bei uns werden viele Eisskulpturen eigens als Dekoration für große Veranstaltungen gebaut und dort mit bunten Scheinwerfern beleuch­ tet. Es gibt sogar Restaurants, die kleinere Eis­ kunstwerke als Tischdekoration verwenden. Eishotels werden jedes Jahr im Herbst aus Schnee und Eis neu errichtet und können nur zwischen Mitte Dezember und Ende März bewohnt werden. Sie sind in Skandi­ navien (Finnland, Schweden, Norwegen), in Nordamerika (Alaska, Kanada) und auch in Österreich (Igludörfer am Kitzsteinhorn in Salzburg und am Wilden Kaiser in Tirol) zu finden. Die Gäste bleiben meist nur eine Nacht im Eishotel. Das ist auch nicht verwunderlich, denn in den Räumen hat es nur –5 °C. Darum hat man auch wattierte Overalls an, um sich gegen die Kälte zu schützen. Geschlafen wird in warmen Schlafsäcken auf Rentierfellen, die auf einem Eisbett liegen. Obwohl es in den Eishotels so kalt ist und die Preise nicht gerade günstig sind, kommen viele Gäste zum Übernachten oder auch nur zum Besichtigen und Staunen. XX Auf den Bildern siehst du eine Eis- und eine Schneefigur und ein Zimmer im Eishotel.

Marco Regalia – Fotolia.com

XX Schreib an: Anna Lindenbauer, Franz-Reisenbichler-Straße 13C, 4810 Gmunden.

Die KirchenZeitung für Kinder 17. Jänner 2013

Eiskönig – Fotolia.com

Anna ist 7 1/2 Jahre alt, wohnt in Gmunden und geht in die zweite Klasse Volksschule. Ihre Hobbys sind Turnen, Musik, le­ sen, mit Freundinnen spielen, basteln, malen ...

KK Sergey Tokarev – Fotolia.com

suche brieffreundin


17. Jänner 2013 Mumpitz – Fotolia.com

Immer mehr Junge suchen den Seelsorge-Dialog im Netz Beichten im Internet, virtuelle Exerzitien und Online-Ratsuche. Besonders junge Menschen suchen verstärkt die SeelsorgeAngebote im Netz.

abgeben. Der kommerzielle Zugang zu dieser Seite wird besonders daran deutlich, dass der Betreiber die „besten“ Beichten in Buchform herausgegeben hat.

Im Internet ist das Beichten eine Angelegenheit von wenigen Sekunden. Zwei Klicks für den Vorsatz, aus den eigenen Fehlern zu lernen und zu bereuen, das Ganze bestätigen und die Sünden sind vergeben. „Wahrscheinlich“ wie die Online-Seite beichte.de einschränkend zu diesem virtuellen Sündenbekenntnis hinzufügt. ­Eines der größten Portale beichthaus.com setzt dagegen auf das virtuelle (Selbst-)Anprangern. Eine Nutzerin beichtet etwa, dass sie die Weihnachtsgeschenke ihrer Eltern auf Ebay versteigert hat, ein anderer vom Mobbing eines Mitschülers. Wer will, kann zu diesen Geständnissen einen Kommentar

Exerzitien im Netz. Dass Reli­ gion und Seelsorge im Netz gefragt sind, zeigt auch ein Blick auf Facebook. Jesus Daily hat 15 Millionen Fans, The Bible bringt es auch auf stolze 10 Millionen. Auf die vir­ tuelle Nische setzen dagegen Angebote wie pray-as-you-go. org, bei dem die britischen Jesuiten Online-Exerzitien vermitteln. Den Trend, dass religiöse Internet-Nutzer den Dialog suchen, haben mehrere christliche Organisationen aufgegriffen und setzen auf Online-Seelsorge. In Oberösterreich ist zum Beispiel die TelefonSeelsorge vor einem Jahr mit der Online-Beratung gestartet. Besonders Jugendliche ab 15 Jahren

cd-tipp

aufgeschnappt

Lernen ohne Angst Die Katholische Jugend OÖ, Forum Schule, bietet das Seminar „Lernen ohne Angst – Lernen mit Erfolg“ an. Es vermittelt Schüler/innen Tipps und praktische Übungen zu Lernmethoden und abwechslungsreichem Lernen, Infos über Lerntypen, Strategien gegen Prüfungsangst und Lernfrust. Es findet am Samstag, 9. Februar, von 9 bis 18 Uhr im Bildungshaus Schloss Puchberg statt. Für Schüler/innen ab 14 Jahren. Referentin: Mag. Kornelia Macho, Lerncoach & Referentin des Forums Schule, Anmeldeschluss: 25. Jänner 2013, kj.schule@dioezese-linz.at, ooe.kjweb.at/schuelerinnenseminare

und junge Erwachsene nutzen das neue Angebot. Verglichen mit den telefonischen Anfragen ist es ein kleines Segment, das aber kräftig wächst. 262 Mails haben die Mitarbeiter/innen der TelefonSeelsorge im Jahr 2012 beantwortet. An der Spitze der Online-Beratungsthemen sind Beziehungsprobleme. „Nicht selten entsteht bei den Online-Beratungen ein längerer Dialog mit den Usern“, berichtet Wolfgang Bögl, Referent in der TelefonSeelsorge. Oft brauche es bei dieser Form der Beratung sehr viel Gespür, zwischen den Zeilen zu lesen. Der Vorteil der OnlineBeratung sei aber: Durch das Niederschreiben entwickeln die Hilfesuchenden eine gewisse Distanz und einen „Lösungsblick“. P. S.

Mein Tipp Groove castle. Über zehn Workshops aus den Bereichen Musik, Kreativität und Outdoor finden von 25. bis 27. Jänner auf der Burg Altpernstein statt. Die Veranstaltung „groove castle“ ist für Jugendliche ab 14 Jahren. http://ooe.kjweb.at/ groove-castle-2013//

KOntakt Schreib an die FORYOU-Redaktion: paul.stuetz@kirchenzeitung.at

u Die Beratung der TelefonSeelsorge: www.onlineberatung-telefonseelsorge.at

szene

xxx moment mal

Foto-Ausstellung über Begegnung von Jung und Alt 18 Jugendliche vom Jugendhaus Servas Vöcklabruck haben im vergangenen Oktober 72 Stunden ohne Kompromiss mit den Bewohner/innen im St.-Klara-Heim verbracht (die KirchenZeitung berichtete). Von den spannenden Gesprächen, neuen Freundschaften und beeindruckenden Porträts, die dabei entstanden sind, erzählt eine Foto-Ausstellung. Diese ist bis Ende Februar im Alten- und Pflegeheim St. Klara in Vöcklabruck zu sehen. www.servas.at www.stklara.at

Eines der Bilder, die im Altenheim St. Klara in Vöcklabruck entstanden sind. privat


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KirchenZeitung Diözese Linz

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Österreichische Lotterien laden zur Premiere von „Forever Young“

Lotterien-Tag im Theater an der Josefstadt

Am Donnerstag, dem 31. Jänner 2013, ist Lotterien-Tag im Theater in der Josefstadt. Kulturliebende Spielteilnehmer können jetzt auf www.lotterien.at Tickets für die Premiere des Stücks „Forever Young“ gewinnen. Ein Abend voller Leidenschaften, Turbulenzen und Melancholie zwischen Bar und Bahre ist garantiert. Denn in diesem Stück werden fünf hochbetagte Herren, den letzten Lebensabschnitt vor Augen habend, im Caféhaus durch den Anblick schöner junger Frauen durcheinandergewirbelt. Der Verstand schwindet, das Begehren schlägt Kapriolen, und eine wundersame Verjüngung setzt ein. Zu gewinnen gibt es die Eintrittskarten im Internet auf www.lotterien.at. Dort füllt man bis spätestens Donnerstag, 24. Jänner, ein Formular aus, schickt es ab und nimmt automatisch an der Verlosung von je zwei Karten pro Gewinner teil. Die Gewinnverständigung mit weiteren Details zum Ablauf der Veranstaltung erfolgt per E-Mail am 25. Jänner 2013. 

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 Wortanzeigen bitte an: anzeigen@kirchenzeitung.at

Medieninhaberin: Diözese Linz. Herausgeber: Willi Vieböck. Chefredakteur: Matthäus Fellinger. Redaktion: Ernst Gansinger, Christine Grüll, Brigitta Hasch, Paul Stütz, Josef Wallner. Verlagsleiterin: Ursula Schmidinger. Marketing: Monika Jellmair, Birgit Kubik. Anzeigen: Sigi Hafner. E-Mail: anzeigen@kirchenzeitung.at Sekretariat: Irmgard Draxler, Barbara Erber, Kerstin Robitschko, Regina Spiegel. Adresse: Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz. Tel. 0732/76 10-39 44, Fax: 0732/76 10-39 39. E-Mail: office@kirchenzeitung.at Leserbriefe an: leserbriefe@kirchenzeitung.at DVR: 0029874/10770 Kooperationsredaktion der Kirchenzeitungen OÖ, Tirol, Vorarlberg und Burgenland: Hans Baumgartner (Leiter), Susanne Huber, Brigitte Huemer. Werbung: Walter Achleitner, Thomas Hödl, Bergstraße 12, 5020 Salzburg, Tel. 0662/88 44 52, Fax: 88 44 52-4, E-Mail: koopred@kirchenzeitung.at Hersteller: OÖN Druckzentrum GesmbH & Co KG, Medienpark 1, 4061 Pasching. Verlagsort: Linz. Jahresabonnement: Inland: € 45,60 (Abodauer mindestens ein Jahr und danach bis auf Widerruf, Kündigung zum Halbjahr, schriftlich mit 14-tägiger Kündigungsfrist). ART COPYRIGHT VBK WIEN Mitglied der Österreichischen Auflagenkontrolle (ÖAK)

Die Sätze waren wie folgt zu ergänzen: Aus diesen Ergänzungen waren mit den Angaben des oben abgebildeten Rasters Buchstaben herauszufiltern, worauf die Klammern unten hinweisen.

Grau: hielten(7) Nachtwac(15) h(16)e bei ihrer Herde Gelb: de(2)r Glanz des Herrn u(17)mst(20)rahlte sie Rot: Si(2)e fürc(7)h(8)t(9)eten sich sehr Blau: ich ver(6)kü(8)nde euc(14) h(15) eine große F(26)reude Grün: So eilt(6)e(7)n sie hin. Aus den mehr als 260 Einsendungen haben wir folgende

Gewinner/innen gezogen: Irene Spot, Linz (CandlelightDinner for 4 mit Dombesteigung); die Holzkreuze aus El Salvador erhalten Anna Pichler, Rohrbach; W. Stadlbauer, Regau; Martina Piritsch/Hübl, Wels; Maria Mair, Stroheim, und Maria Wakolm, Eidenberg. Weitere Preise gehen an: Martha Lehner, Sarleinsbach; Christian Reumayr, Hörsching; Vroni Feichtinger, Scharnstein; Margarete Matscheko, Freistadt; Magdalena Hinterberger, Desselbrunn; Maria Wörmanseder, Rutzenmoos; Brigitte Mayrhofer, Leonding; Theodora Reif, Internet; Birgit Stumptner, Hofkirchen/Tkr.; Josef Lugmayr, Hellmonsödt; Maria Greil, Reichersberg; Siegfried Kneidinger, Linz; Herbert Hölzl, Linz; Helmut Haghofer, Rainbach/Mkr.; Wolfgang Waltenberger, Ebensee; und Laura Amidzic, Vöcklabruck.


KirchenZeitung Diözese Linz

Ausblick 23

17. Jänner 2013

Qualitatives Wachstum Das Netzwerk von Christen zur Unterstützung der Global Marshall Plan Initiative und die SPES-Akademie Schlierbach laden zu einem Vortrags- und Diskussionsabend zur ­ Thematik „Qualitatives Wirtschaftswachstum – eine Herausforderung für die Welt“ in das Landhaus in Linz ein. Dabei wird das gleichnamige Buch von P. Herwig Büchele und Anton Pelinka präsentiert. Es geht um die Frage: Bietet das herrschende Wirtschaftssystem mit seinen Antriebskräften einen Ausweg aus den Zwängen, die dieses mitbringt und deren Erscheinungen sich in den gegenwärtigen Krisen zeigen? XX Di., 29. Jänner 2013, 18.30 Uhr, Landhaus Linz. Mit Univ.Prof. Peter Pelinka und Dipl.-Ing. Günther Humer, Moderation: Dr. Johannes Jetschgo.

bildung – spiritualität – kurs Attnang, Maximilianhaus  07674/665 50 XX Die Kunst der Versöhnung, Umgang mit Verletzungen, Vortrag, Mi., 30. 1., 19 Uhr, Ref.: Dr. August Höglinger.

H. Büchele und A. Pelinka präsentieren ihr Buch. 144 S., innsbruck university press, 14,90 Euro.

Denk.Mal.Global – China Was ist China? Entwicklungsland oder Weltmacht? Partner oder ­Bedrohung? Grenzenloser Markt oder Kulturnation? Mit gemischten Gefühlen blickt Europa auf das Reich der Mitte. So gegensätzlich wie unsere Bilder ist auch die Situation in China. Die Vortragsreihe Denk.Mal. Global, eine Zusammenarbeit von Südwind OÖ, „weltumspannend arbeiten“ und der VHS Linz, setzt sich mit der widersprüchlichen Entwicklung Chinas auseinander. Auch 2013 werden an insgesamt fünf Vortragsabenden hochkarätige Vorträge und spannende Diskussionen geboten. Behandelt wird unter anderem das Thema der Lebens- und Arbeitsbedingungen chinesischer Arbeiter/innen und die Zukunft der Energieversorgung in China.

Kremsmünster, Subiaco  07583/52 88 XX Wenn Gott fragt ..., Gemeinschaftswoche für Senioren, Mo., 4. 2., 18 Uhr bis Sa., 9. 2., 9 Uhr, Ltg.: Rupert Aschauer, Cilli Fürst, KonsR Ernst Bräuer. Linz, Haus der Frau  0732/66 70 26 XX Humor ist das Salz des Lebens, Vortrag, Do., 31. 1., 14 bis 16 Uhr, Ref.: Mag. Max Födinger. Ried, Treffpunkt der Frau  07752/802 92 XX Mit Kindern zur Ruhe kommen, Workshop, Di., 5. 2., 20 bis 22 Uhr, Ltg.: Birgit Dick. Ried, St. Franziskus  07752/827 42 XX Körperarbeit und Ausdruckstanz, Du machst meine Füße leicht

XX Denk.Mal.Global, China – Menschen, Macht und Widersprüche. Jeden Mittwoch von 16. Jänner bis 13. Februar, Wissensturm Linz, Eintritt frei. http://www.suedwind-agentur.at

(Psalm 18), Tanz-Seminar, Sa., 2. 2., 9 bis 17 Uhr, Ltg.: Margit Wallner. Seitenstetten, St. Benedikt  07477/428 85 XX Für eine Kirche, die den Menschen dient, Vortrag, Stift, Benediktussaal, 19.30 Uhr, Ref.: Weihbischof DDr. Helmut Krätzl. Steyr, Dominikanerhaus  07252/454 00 XX Die metamorphische Methode. Unsere vorgeburtlichen Muster, Fr., 1. 2., 18.30 bis Sa, 2. 2., 17 Uhr, mit Renate Sturm. Tragwein, Greisinghof  07263/860 11 XX Gesellschaft ohne Gott, Senio­ renwoche 2, So., 3. 2., 17 Uhr bis Fr., 8. 2., 12 Uhr, Ltg.: Siegfried Klein SM, Ref.: P. Franz Ketter SM. Wels, Bildungshaus Puchberg  07242/475 37 XX Fenster zur Ewigkeit, Ikonenmalen für Anfänger/innen und Fortgeschrittene, Mo., 4. 2., 9 Uhr bis Fr., 8. 2., 18 Uhr, Ltg.: Paul Wijnants, Rektor Dr. Adi Trawöger.

„„ Kupfermuckn – Der Film. Am Mi., 23. Jänner, 19 Uhr, wird im Moviemento-Kino in Linz ein Film mit Mitgliedern der Kupfermuckn-Redaktion erstmals gezeigt. Lorenz Tröbinger hat den Film gestaltet. Im Anschluss daran gibt es eine Gesprächsmöglichkeit mit den Mitwirkenden. Eintritt frei. KM

Angebot der woche

Familien-Schigebiet Hochficht Die Drei-Berge-Schischaukel Zwieselberg, Reischlberg und Hochficht ist nicht nur das größte Schigebiet Österreichs außerhalb der Alpen, sondern auch aufgrund seiner Lage schneesicher und vom Zentralraum aus gut erreichbar. Familienfreundlichkeit und perfekte Serviceleistungen stehen im Mittelpunkt, das Angebot ist auf die Bedürfnisse von Familien mit Kindern maßgeschneidert.

Der Sunny Kids Park ist ideal für den Einstieg der Kleinsten, für größere Kinder steht eine große Übungspiste mit überdachtem Förderbandlift sowie eine Cross-Strecke mit Wellenbahn, Steilkurven und kleinen Sprüngen zur Verfügung. Aber auch Profis finden anspruchsvolle Pisten, die ihre Renntauglichkeit schon mehrmals bei internationalen FIS-Riesentorläufen bewiesen haben. Aktionen: Ermäßigung für Kinder und Jugendliche in Begleitung eines vollzahlenden Elternteils. Kinder bis 10 Jahre: Schneemannkarte um 2 Euro. Aktion JUKI: Jugendliche bis 19 Jahre fahren zum Kindertarif.

Die KirchenZeitung verlost 5 x 2 Tagesschikarten für das Schigebiet Hochficht. XX Schreiben Sie bis Fr., 25. 1. (Kennwort: „Hochficht“) an: KirchenZeitung Diözese Linz, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz, Fax: 0732/76 1039 39, E-Mail: office@kirchenzeitung.at


24 Termine namenstag

P. Meinrad Brandstätter ist Pfarrer in Zwettl und Pfarrprovisor in Traberg. Privat

Meinrad (21. Jänner) Der Name Meinrad wurde mir beim Eintritt in das Stift Wilhering am 19. August 1965 gegeben. Meinrad war Priestermönch und Ratgeber. Das Wichtigste für einen Mönch ist: Gott suchen. Auch ich bin Mönch. Meinrad war Mönch auf der Klosterinsel Reichenau im Bodensee. Später lebte er als Einsiedler im „Finsteren Wald“. Dort verehrte er in seiner Zelle, über der sich jetzt das Kloster Maria Einsiedeln erhebt, ein Marienbild. Zu ihm kamen viele, um Rat zu holen. Den Menschen einen guten Rat geben, ein aufbauendes Wort sagen, ist Aufgabe in der Seelsorge. Auch ich bin seit meiner Priesterweihe 1971 Seelsorger und habe Freude an meiner Berufung. Weiter zeichnete Meinrad die Gastfreudschaft aus. Sie hat heute noch große Bedeutung in den Klöstern und sollte Markenzeichen jedes Christen sein. In jedem Gast kommt Gott zu uns. Auch da ist er mir ein Vorbild. Am 21. Jänner 861 wurde der heilige Meinrad, nachdem er zwei Männer bewirtet hatte, von ihnen erschlagen. Zwei Raben verrieten die Mörder. P. Meinrad Brandstätter

17. Jänner 2013

freitag, 18. 1. 2013 XX Bad Ischl. Woher wir kommen, Lesung, Pfarrheim, 19.30 Uhr, mit Barbara Frischmuth, Musik: Simone Pergmann, Bernie Rothauer. XX Dorf a. d. P. 15 Jahre Bauer in Kanada, Vortrag, Dorf.Saal, 14 Uhr, Ref.: Johann Reitinger. XX Linz. Linzer Kirchenroas, Kirche und Kloster der Marienschwestern, 15 Uhr. XX Linz, Dompfarre. Tanz als Gebet, 19.30 Uhr. XX Linz, Hl. Geist. Und wenn sie nicht gestorben sind, Kabarett, Pfarrsaal, 20 Uhr, mit dem Duo BlöZinger. XX Nettingsdorf. Singwerkstatt – Mit Leib und Seele singen, Treffpunkt mensch & arbeit, 19 Uhr. XX Ottensheim. Abenteuer Ostafrika – mit Rucksack und Kletterzeug in Kenia und Tansania, DigiVision, Pfarrsaal, 19.30 Uhr, mit Christoph Daill. XX Ried i. I. Impulse für einen krea­ tiven Umgang mit Trauer, Seminar für Trauernde des Impulsteams der Palliativstation, Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern, 15 Uhr, mit Mag. Elfi Keck-Rapp. samstag, 19. 1. 2013 XX Haag a. H. Wanderung entlang der Grenze von Haag, Start: Parkplatz beim Hohen Kreuz, 13 Uhr, mit Hermann Kibler. XX Linz, Hl. Geist. Faschingskränzchen der DSG Union ARGE Behindertensport, No Limits, Pfarrsaal, 18.30 Uhr. XX Mauthausen. „wia de Zeit vergeht“, Pfarrball, Donausaal, 20 Uhr, mit den Grand Filous. XX Reichenau i. M. Wer will tarockieren lernen?, Pfarrheim, 14 Uhr. XX Thalheim b. W. Irritationen, Literatur & Musik, Festsaal der Landesmusikschule, 19.30 Uhr, mit Susanne Scholl und den „Gastgebern“. XX Thalheim b. W. Pfarrball, Pfarrzentrum, 20 Uhr. XX Vöcklabruck. „Sie haben ­keinen Wein mehr“, Bibel-Nachmittag, Mutterhaus der Franziskanerinnen, Salzburger Straße 18, 14 Uhr, mit ­einem Schwestern-Team. XX Wels, St. Josef. Olympisches Pernau, Pfarrball, Pfarrsaal, 20 Uhr, mit „kindamagic“.

sonntag, 20. 1. 2013 XX Gmunden. Konzert, Werke von A. v. Webern, L. v. Beethoven, R. Schumann, Stadttheater, 16 Uhr, mit dem Minetti-Quartett, Naoko Knopp. XX Kremsmünster. Missa in G von A. Caldara, Stiftskirche, 10.15 Uhr, mit dem Kirchenchor. XX Linz. Espresso con Elisabeth & Bertin, Werke von Fanny & Felix Mendelssohn, Clara Schumann, Landesgalerie, 11 Uhr, mit Elisabeth Breuer, Bertin Christelbauer. XX Linz, Mariendom. Messe in DMoll, KV 65, von W. A. Mozart, 10 Uhr, mit dem Domchor. XX Schlägl. Missa secunda von H. L. Hassler, Stiftskirche, 10 Uhr. XX Timelkam. Gebietsjugendmesse, Pfarrkirche, 19 Uhr. XX Treffling. LebensLieder-Abend, Pfarrheim, 19 Uhr, mit Albin Waid. XX Wels, Hl. Familie. Messe mit Übersetzung in Gebärde, Pfarrkirche, 10 Uhr. montag, 21. 1. 2013 XX Linz. Berührungslos.Beziehungslos, Warum wir mehr Körperkontakt brauchen, BeziehungsfallenVortrag, Neues Rathaus, 19 Uhr, Ref.: Prof. Dr. Cem Ekmekcioglu. XX Linz. Der Balkan liegt in Bulgarien, Vortrag, Kath. Hochschulgemeinde, Mengerstraße 23, 20 Uhr, mit Dr. Markus Schlagnitweit. XX Nettingsdorf. Impro-TheaterTreff, Treffpunkt mensch & arbeit, 19 Uhr. dienstag, 22. 1. 2013 XX Hagenberg i. M. Cocos, Colibri & Canopy, Reise- und Tauchabenteuer, Pfarrheim, 19.30 Uhr, mit Dr. Christian Lehner. XX Kronstorf. Auf dem Pilgerweg des Vertrauens 1941 –2012, Die Gemeinschaft von Taizé, Pfarrheim, 19 Uhr. XX Linz. Gute Hoffnung, jähes Ende, Trauergruppe bei Verlust ­eines Kindes, ZOE Beratung, Gruberstraße 15/1, 19 Uhr, Begl.: Michaela Kaiser. XX Linz, Hl. Dreifaltigkeit. Komm, tanz einfach mit, Pfarrsaal, 18.30 Uhr, mit Martha Schiffmann. XX Nettingsdorf. Lebe deine Fähigkeiten, Treffpunkt mensch & arbeit, 17 Uhr; Liturgie im Alltag, 19 Uhr.

KirchenZeitung Diözese Linz

XX Neukirchen a. W. Thema Schlaganfall, Pfarrheim, 20 Uhr, mit Mag. Helmuth Lehner. XX St. Florian. Bibelrunde, Pfarramtsgang des Stiftes, Zimmer 13 (Florian), 19.15 Uhr, mit Propst Johann Holzinger. XX Sarleinsbach. Agrotreibstoffe. Freie Fahrt in die Sackgasse, Pfarrheim, 20 Uhr, Ref.: Johann Kandler. XX Traberg. Bauch – Beine – Po, Gymnastik, Turnsaal der Volksschule, 19.30 Uhr, mit Erni Gaisbauer. XX Wels, St. Stephan. Den Erkältungskrankheiten keine Chance geben, Pfarrheim, 19.30 Uhr, mit Karoline Postlmayr. XX Wels, Stadtpfarre. Ökumenische Vesper, Stadtpfarrkirche, 19 Uhr. mittwoch, 23. 1. 2013 XX Buchkirchen b. W. Eine Kirche – viele Kirchen: Die Herausforderung der Ökumene aus evangelischer Perspektive, Pfarrzentrum, 19.30 Uhr, Ref.: Dr. Gerold Lehner. XX Gallspach. Ökumenischer Gebetsabend nach Taizé, Pfarrkirche, 19.30 Uhr, anschließend Agape. XX Geretsberg. Christlicher Sonntag. Vom Pflichttermin zur Auferstehung, Mehrzweckraum der Gemeinde, 19.30 Uhr, mit Kan. KonsR Johann Schausberger. XX Hirschbach i. M. Ein Monat Neuseeland – Kühe, Schafe, Meer und Gebirge, 20 Uhr, mit Benedikt Schauer, Wolfgang Schartmüller. XX Hofkirchen i. M. Stress bei Kindern, Pfarrsaal, 19.30 Uhr, mit Dr. Elisabeth Guld. XX Kallham. Israel. Die etwas andere Reise, Pfarrsaal, 20 Uhr, mit Hubert und Maria Ehgartner. XX Linz. Über „dadong“ und „badong“: Wanderarbeiter/innen, Gewerkschaft und Streiks in China, Wissensturm, 19 Uhr, Ref.: ­Daniel Fuchs. XX Linz. „O die Frauen ...“, Vokalisen, Liebeslieder: Walzer von J. Brahms, Akademisches Gymnasium, 19 Uhr, mit Kepler Konsort, Mariko Onishi, Andreas Lebeda. XX Mauthausen. Unsere Kinder – unsere Zukunft, Bildung – Erziehung – Glück, Pfarrheim, 19.30 Uhr, Ref.: Dir. Josef Wintersberger. XX Niederthalheim. Klima im Wandel, Vortrag, Pfarrheim, 19.30 Uhr, Ref.: Mag. Thomas Kumpfmüller.

ausstellungen – theater XX Attnang-Puchheim. Im Bild verschwinden ..., Ingrid Pröller, Galerie Schloss Puchheim, Vernissage, Fr., 25. 1., 19.30 Uhr, Ausstellung bis 17. 2., jeweils Sa., 17 bis 19 Uhr, So., 10 bis 12 Uhr. XX Linz. Einfach göttlich! Mythologisches von den alten Römern bis zur heutigen Werbung, Schlossmuseum, Eröffnung, Di., 22. 1., 18 Uhr, Ausstellung bis 28. 4., jeweils Di., Mi., Fr., 9 bis 18 Uhr, Do., 9 bis 21 Uhr, Sa., So., Feiertag, 10 bis 17 Uhr. XX Linz. Kinder in Weißrussland, Fotos von Kor-

neliuz Konsek, Landesgalerie, Eröffnung, Do., 24. 1., 18.30 Uhr, Anmeldung und Infos: Caritas Auslandshilfe, Tel. 0732/76 10-21 61, E-Mail: auslandshilfe@caritas-linz.at, Ausstellung bis 28. 2., Di., Mi., Fr., 9 bis 18 Uhr, Do., 9 bis 21 Uhr, Sa., So., Feiertag, 10 bis 17 Uhr. XX Ottensheim. Petterson und Findus, Theater für Kinder ab vier Jahren, Pfarrsaal, Sa., 19. 1., So., 20. 1., Sa., 26. 1., So., 27. 1., jeweils 15 Uhr, mit dem Theater Tabor, Karten unter Tel. 0650/778 47 83, www.theater-tabor.at.

Kinder in Weißrussland, Ausstellung in der Landesgalerie Linz. landesgalerie


KirchenZeitung Diözese Linz

Termine 25

17. Jänner 2013

Kreatives Seminar für Trauernde, Freitag, 18. 1. im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern, Ried i. I. XX St. Marien. Nordsee und Ostfrisische Inseln, Bildervortrag, Pfarrsaal, 19.30 Uhr, von Hans Naderer. XX Schwanenstadt. Christliche Bestattungsriten und heutige Herausforderungen, Pfarrheim Bach, 19.30 Uhr, mit Dr. Christoph Freilinger. XX Zwettl a. d. R. Bibelgespräche, Pfarrheim, 20 Uhr. donnerstag, 24. 1. 2013 XX Haag a. H. Hohe Gäste auf der Durchreise in Haag. Das alte Postwesen und die Poststationen in Haag, Gasthaus Mittendorfer, 19 Uhr, mit Kons. OSR Franz Schoberleitner. XX Leonding. Gottesdienst christlicher Kirchen zur Gebetswoche für die Einheit der Christen, evangelische Kirche, Haidfeldstraße 6, 18.30 Uhr. XX Leopoldschlag. Computer und Fernsehen in der Familie, Pfarrheim, 20 Uhr, mit Bernhard Bögl. XX Linz. Die Perle Sibiriens, der Baikalsee – 1700 Kilometer allein im Kajak auf dem tiefsten See der Welt, Biologiezentrum, 19 Uhr, Ref.: Dr. Detlev Henschel. XX Linz, Stadtpfarre Urfahr. Franz-von-Sales-Messe mit Übersetzung in Gebärde, Pfarrkirche, 19 Uhr. XX Neumarkt i. M. Zweites Vatikanisches Konzil, Pfarrheim, 20 Uhr, mit Dr. Franz Gruber. XX Ottnang a. H. „Oba von da Sof!“, ein Mehrgenerationenabend mit Volkstänzen und Musik, Pfarrheim, 19.30 Uhr, mit den Hoangartlern, den Gewürznelken XX Pöndorf. Das hyperaktive Kind, Turnsaal, 19.30 Uhr, mit Dir. Erwin

Zinner. XX Rohrbach. Gemeinwohlökonomie als Chance für eine regionale Entwicklung, Pfarrzentrum St. Jakobus, 20 Uhr, mit Paul Ettl. XX Waizenkirchen. Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg, Schnupperabend, Pfarrsaal, 19 Uhr, mit Andrea Scheuringer. XX Wels. Ökumenisches Abendgebet zur Amtseinführung der neuen Leiterin der Krankenhaus-Seelsorge Claudia Hasibeder, Kapelle, 18 Uhr. freitag, 25. 1. 2013 XX Eberstalzell. Osthilfe-Rückblick 2012, Pfarrsaal, 19.30 Uhr. XX Franking. Im Sprung gehemmt – was blieb vom Zweiten Vatikanum?, Pfarrheim, 19.30 Uhr, mit Prof. DDr. Georg Datterl. XX Lichtenberg. Pfarrball, Seelsorgezentrum, 20 Uhr. XX Linz. Die vier Jahreszeiten von A. Vivaldi, Landesgalerie, 19 Uhr, mit Petra Samhaber-Eckhardt, Ensemble Castor. XX Wels, St. Franziskus. Pfarrball, Pfarrzentrum, 20 Uhr. samstag, 26. 1. 2013 XX Linz, St. Magdalena. Traditionelles Ständchen, Abendmusik in der Kirche, 19 Uhr, mit dem Mo­ lino-Trio. XX Linz, St. Quirinus. Pfarrball, Pfarrsaal, 20 Uhr. XX Pennewang. 99, Kabarett, Turnsaal, 20 Uhr, mit Klaus Eckel, Günther Lainer. XX Wels, Herz Jesu. Pfarrball-Par-

ty, Pfarrheim, 19 Uhr. XX Windhaag b. P. In meiner Schwachheit erfahre ich Deine Kraft, Dance & Praise®-Workshop, Ausspeisungsraum Kindergarten, 15 Uhr, Ltg.: Petra Geiger OVC, Anmeldetel. 0699/10 88 58 90.

Liturgie Lesejahr C Lesereihe I

sonntag, 27. 1. 2013 XX Kremsmünster. Missa brevis in F-Dur, KV 192, von W. A. Mozart, Stiftskirche, 10.15 Uhr, mit dem Kirchenchor. XX Linz, Alter Dom. Arien und Lieder aus dem Bach/Schemelli-Liederbuch, 10.30 Uhr, mit Monika Holzmann, Michaela Danner. XX Linz, Stadtpfarre Urfahr. Messe mit Übersetzung in Gebärde, Pfarrkirche, 9.30 Uhr. XX Neukirchen b. L. Der Teufel im Fass, Singspiel von P. M. Lindemayr, Volksschule, Lindemayr-Saal, 17 Uhr, mit dem Männergesangsverein Lambach, Orchester LamBaccus Amandus. XX Steyr. Missa brevis in B, KV 275, von W. A. Mozart, Michae­ler­kirche, 10.15 Uhr, mit der Kirchenmusikvereinigung Sancta Caecilia. XX Wilhering. Musikalisch-literarische Reise von München nach Wien, Werke von J. Haydn, W. A. Mozart, F. Schubert u.a., Fröhlichsaal des Stiftes, 15.30 Uhr, mit dem Wilheringer Damenquartett, Brass Bros, Franziska Sörensen, Gerhard Hermann.

aussaattage 21. 1.: Wurzel ab 6 22. 1.: Wurzel bis 2, von 7 bis 15 Blüte, ab 16 Wurzel 23. 1.: Wurzel 24. 1.: Wurzel bis 1, ab 2 Blüte 25. 1.: Blüte bis 21, ab 22 Wurzel 26. 1.: Wurzel bis 9, ab 10 Blatt 27. 1.: Blatt Aus: Aussaattage 2013, M. Thun.

Hinweis

Sonntag, 20. Jänner 2013 2. Sonntag im Jahreskreis L1: Jes 62,1–5 L2: 1 Kor 12,4–11 Ev: Joh 2,1–11 Montag, 21. Jänner 2013 Hl. Meinrad, Mönch auf der Reichen­au, Einsiedler, Märtyrer, hl. Agnes, Jungfrau, Märtyrin in Rom. L: 1 Petr 4,12–19 Ev: Mt 16,24–27 L: 1 Kor 1,26–31 Ev: Mt 13,44–46 L: Hebr 5,1–10 Ev: Mk 2,18–22 Dienstag, 22. Jänner 2013 Hl. Vinzenz, Diakon, Märtyrer in Spanien. L: 2 Kor 4,7–15 Ev: Mt 10,17–22 L: Hebr 6,10–20 Ev: Mk 2,23–28 Mittwoch, 23. Jänner 2013 Sel. Heinrich Seuse, Ordenspriester, Mystiker. L: Weish 6,12–19 Ev: Mt 5,13–19 L: Hebr 7,1–3.15–17 Ev: Mk 3,1–6 Donnerstag, 24. Jänner 2013 Hl. Franz von Sales, Bischof von Genf, Ordensgründer, Kirchenlehrer. L: Hebr 7,25 – 8,6 Ev: Mk 3,7–12 oder L: Eph 3,8–12 Ev: Joh 15,9–17 Freitag, 25. Jänner 2013 Bekehrung des hl. Apostels Paulus. L: Apg 22,1a.3–16 oder Apg 9, 1–22 Ev: Mk 16,15–18 Samstag, 26. Jänner 2013

n Urlaub für Menschen mit Demenz und ihre Angehörige. Der Verein M.A.S Morbus Alzheimerhilfe, gegründet von Solidaritätspreisträgerin Felicitas Zehetner, bietet wiederholt zweiwöchige Urlaubs-Turnusse in Bad Ischl an (Bild). Urlaub vom Alltag wird möglich, weil die demenzkranken Partner/innen mit dabei sind und von Fachkräften betreut und gefördert werden. Die nächsten Termine sind vom 10. bis 24. März, 14. bis 28. April, 29. September bis 13. Oktober und 3. bis 17. November 2013. XX Info: www.alzheimerurlaub.at; 06132/21410

Hl. Timotheus und hl. Titus, Bischöfe, Apostelschüler. L: 2 Tim 1,1–8 oder Tit 1,1–5 Ev: Mk 3,20–21 oder Lk 10,1–9 Sonntag, 27. Jänner 2013 3. Sonntag im Jahreskreis L1: Neh 8,2–4a.5–6.8–10 L2: 1 Kor 12,12–31a (oder 12,12–14.27) Ev: Lk 1,1–4; 4,14–21 XX Annahmeschluss Termine: Donnerstag vor Erscheinungsdatum.


teletipps Sonntag, 20. jänner 9.30 Uhr: Katholischer Gottesdienst (Religion) Aus Wolfsburg, mit Prälat Heinrich Günther. ZDF 12.30 Uhr: Orientierung (Religion) Geplant: „Flüchtlinge in Votivkirche – Suche nach einem Ausweg“; „Freikirchen in Österreich – offizielle Anerkennung möglich?“; „Italienischer Fasching – ‚Stolpersteine‘ erinnern an die Judenverfolgung unter Benito Mussolini (Wh 17.15, ORF III). ORF 2 12.30 Uhr: Maria hilf! Eine Reise der Hoffnung nach Lourdes (Religion). 3sat 20.15 Uhr: ORF 2 Tatort (Krimireihe) ARD Polizeiruf 110 (Krimireihe) 22.00 Uhr: Grasmücke und Pitbulls (Dokumentarfilm) Interessante Langzeitbeobachtung dreier Jugendlicher, die die Chance erhalten, einer Jugendstrafe zu entgehen. 3sat Montag, 21. jänner 20.15 Uhr: Empire of dust – Afrika und die Chinesen (Dokumentation) Spannendes Road-Movie, in dem ein Chinese auf amüsante und gleichzeitig schonungslose Weise mit den typisch kongolesischen Geschäftspraktiken konfrontiert wird. ORF III 20.15 Uhr: Das Leben der Anderen (Spielfilm, D 2006) Mit Martina Gedeck, Ulrich Mühe, Sebastian Koch u.a. – Regie: Florian Henckel von Donnersmarck – Eindringlicher Film, der über Einzel-

20. 1. bis 26. 1. 2013 des Medienreferats der Österreichischen Bischofskonferenz

schicksale hinaus die Mechanik eines Unrechtssystems beschreibt. arte

20.15 Uhr: ARD Das fantastische Quiz des Menschen (Show)

20.15 Uhr: ORF 2 Die Millionenshow ARD Der TUI-Check (Doku)

22.25 Uhr: Der fliegende Händler der Provence (Spielfilm, F 2007) Mit Nicolas Cazalé, Clotilde Hesme u.a. – Regie: Eric Guirado – Eine liebenswerte Sommerkomödie mit überzeugenden Darstellern. 3sat

dienstag, 22. jänner 20.15 Uhr: ORFeins Soko Kitzbühel (Krimireihe) ORF 2 Universum: Schladming (1/2) – Von Gipfeln und Gämsen (Doku) ZDF Mein Kampf mit Hitler – „Machtergreifung“ 1933 (Doku) 22.25 Uhr: Wir dürfen uns nicht verlieben: Wenn der Partner unheilbar krank ist (Dokumentarfilm) Film über eine ungewöhnliche und komplizierte Beziehung. 3sat 22.30 Uhr: kreuz & quer (Religion) „Liebe oder Tod“: Die Dokumentation handelt von einem Mann, dessen zwei größte Leidenschaften im direkten Konflikt stehen: seine Liebe zu Gott und zu seinem Partner (Wh/ Do 11.55, ORF 2/Wh Mi 20.15 + 1.00/ Do 16.35, ORF III). // (23.25 Uhr) „Der Zölibat – Eine Geschichte von Sex, Gier und Moral“. ORF 2 Mittwoch, 23. jänner 19.00 Uhr: stationen.Dokumentation: Abenteuer Senegal – Mit Erzbischof Schick in Westafrika (Religion). BR 20.15 Uhr: So viele Jahre liebe ich dich (Spielfilm, F 2008) Mit Kristin Scott Thomas, Elsa Zylberstein u.a. – Regie: Philippe Claudel – Ein meisterlicher Film, der animiert, den eigenen Umgang mit Schuld, Sühne und Vergebung zu reflektieren. arte

BR / © BR/CWP Film/Alexander Fischerkoesen

Fr., 25.1., 20.15 Uhr: Mobbing (Fernsehfilm, D 2012) Mit Susanne Wolff, Tobias Moretti, Andreas Lust u.a. – Regie: Nicole Weegmann – Welche verheerenden Auswirkungen Mobbing auf die direkt Betroffenen haben kann, zeigt dieser engagierte, authentisch dargestellte Film nach dem gleichnamigen Roman von Annette Pehnt, in dem die Autorin eigene Erfahrungen niederschreibt. arte 20.15 Uhr: ORFeins Soko Donau (Krimireihe) ARD BlitzBlank (TV-Film) 22.15 Uhr: Lourdes (Spielfilm, A/F/D 2009) Mit Sylvie Testud, Léa Seydoux u.a. – Regie: Jessica Hausner – Streng komponiert, hervorragend gespielt, wirft der Film einen Blick auf das Geschehen am Wallfahrtsort. ORF III donnerstag, 24. jänner 20.15 Uhr: Atmen (Spielfilm, A 2011) Mit Thomas Schubert, Karin Lischka u.a. – Beeindruckendes Regiedebüt Karl Markovics. Hervorragende Laiendarsteller, lebenskluge Ideen über Schuld, Tod und Einsamkeit machen das dokumentarisch anmutende Sozialdrama ansehenswert. ORFeins

freitag, 25. jänner 12.15 Uhr: Pater Delp – Ein Jesuit im Widerstand (Religion). 3sat 20.15 Uhr: ORFeins Rezept zum Verlieben (Spielfilm) ARD Die Erfinderbraut (Spielfilm) 21.45 Uhr: Sie weint nicht, sie singt (Fernsehfilm, B 2010) Mit Erika Sainte u.a. – Regie: Philippe de Pierpont – Eindringliches, sensibel inszeniertes Drama, das ein Thema aufgegreift, das zum Nachdenken auffordert: Missbrauch. arte samstag, 26. jänner 9.45 Uhr: Ein neuer Bischof für Regensburg und Bischofsweihe von Prof. Rudolf Voderholzer (Religion). BR 20.15 Uhr: Gottes mächtige Dienerin (1+2/2; Fernsehfilm, D 2010) Mit Christine Neubauer, Remo Girone u.a. – Regie: Marcus O. Rosenmüller – Fernsehfilm, der, ausufernd, aber mit recht lebendigen Momenten, die Geschichte der Ordensschwester Pascalina Lehnert erzählt. WDR 20.15 Uhr: ZDF Wilsberg (Krimireihe) BR Marcel Reich-Ranicki: Mein Leben (TV-Film)

radiophon

privat

Mag.a Klaudia Achleitner Theologin und Gemeindeberaterin in der Erzdiözese Salzburg

So 6.04 Uhr, Mo–Sa 5.40 Uhr: Morgengedanken. Die Verbindung von Glaube und Handeln sind der Ausgangspunkt dafür, über Themen wie die eigenen Begabungen, die Zeit, oder den Mut zu Veränderungen, nachzudenken. ÖR

Zwischenruf ... von Christine Hubka (Wien). So 6.55, Ö1 Erfüllte Zeit. U.a.: Bibelstelle „Die Hochzeit in Kana als Zeichen“ (Joh 2,1-11). Kommentar: Johann Gmeiner. So 7.05, Ö1 Motive. „Nächstenliebe unter dem achtspitzigen Kreuz“ – Die Johanniter. So 19.04, Ö1 Einfach zum Nachdenken. So–Fr 21.57, Ö3 Gedanken für den Tag. „Kunst ist, wenn man trotzdem lacht“ – Über das Verhältnis von Humor und Kunst. Von Johanna Schwanberg. Mo–Sa 6.56, Ö1 Religion aktuell. Mo+Di/Do+Fr, Ö1 Praxis. Mi 16.00, Ö1 Tao. „Islamische Mystik in Pakistan“ – Mit Juergen Frembgen am Schrein des roten Sufi. Sa 19.04, Ö1

Radio Vatikan Die deutschsprachigen Sendungen um 16.00 Uhr und 20.20 Uhr können nur über Satellit empfangen werden: Eutelsat 1-Hotbird 8-13o E 11804 MHz, oder: Intelsat AOR-IS 907@332,5o E4161.705 MHz // Die 16.00 UhrNachrichten sind auch über den Astra-Satelliten unter WRN (World Radio Network) empfangbar. Täglich. 7.30 Lat. Messe 20.40 Lat. Rosenkranz (KW: 5885, 7250, 9645 kHz) 16.00 Treffpunkt Weltkirche 20.20 Abendmagazin (Wh. f. Tag 6.20): (So) Aktenzeichen: Gertrud von Helfta; (Mo) Weltkirchen-Magazin; (Di) Die Radioakademie (3): Wer ist Jesus?; (Mi) Die Woche in Rom; (Do) Kreuz des Südens; (Fr) Prisma-Magazin; (Sa) Unsere Woche / Betrachtung zum Sonntag

So 10.00 Uhr: Katholischer Gottesdienst. gemeinde grinzens Aus der Pfarre Grinzens/T. – „Für Gottes Verwandlungskraft ist nichts unmöglich“ – diesem Gedanken folgt Vikar Ernst Jäger im Gottesdienst, den er mit seiner Gemeinde, die zum „Seelsorgeraum westliches Mittelgebirge“ gehört, feiert. Für die musikalische Rahmung sorgen der Singkreis Grinzens, Bläser der Musikkapelle und eine Instrumentalgruppe. ÖR


KirchenZeitung Diözese Linz

Theologie 27

17. Jänner 2013

Valentin Zsifkovits: Ein Testament des „Altmeisters“ der Katholischen Soziallehre

Ohne Orientierungspunkte geht die Weltreise in die Sackgasse „Wir wissen zwar nicht, wohin wir wollen, aber dafür sind wir umso schneller da.“ Mit diesem legendären Wort von Helmut Qualtinger beginnt der „Altmeister“ der Katholischen Sozialethik in Österreich, Valentin Zsifkovits, sein neuestes Werk. Sein Aufriss aktueller Problemfelder macht deutlich: persönliches, gesellschaftliches und politisches Handeln braucht Orientierung. Wer hätte nicht ein Grundbedürfnis nach „Kenntnis von Weg und Gelände“, wie man Orientierung von der Wurzel des Wortes her umschreiben könnte? Das gilt besonders auch in Bezug auf politische Gestaltung. Aber gerade hier zeigt sich im Mangel an Grundsatzpolitik und damit im Verlust von Orientierungen ein Charakteristikum der heutigen Zeit. Wenn man das Sprichwörtliche „grau ist alle Theorie“ als eine Berechtigung, auf theoretische Grundsätze im pragmatischen Abhandeln von Politik verzichten zu sollen, sieht, dann ist dem gegenüberzuhalten: gräulich ist oft politisches Handeln, das auf theoretische Einordnung verzichtet, weil es Gelände nicht nützt und den Weg versäumt. Nicht zuletzt die öffentlich gewordenen Korruptionsfälle der letzten Zeit sind ein Beleg dafür. Bauprinzipien. Valentin Zsifkovits legt in seinen kleinen, aber feinen „Orientierungen für eine humane Welt“ Bauprinzipien für die Gestaltung der Welt vor. Er will keine Rezepte vorschreiben, keine Baupläne vorgeben, die das zu gestaltende Gebäude vorwegnehmen, das sich dann oft als unbewohnbar erweist. Er will vielmehr in der Auseinandersetzung besonders mit den Prinzipien der christlichen Soziallehre Grundlinien für den Bau anbieten. Dabei sind diese Prinzipien, wie Zsifkovits sie darstellt, keineswegs blutleer oder abgehoben abstrakt, sondern sie stellen Ausgangs- und Zielpunkte für die Vermenschlichung der Welt auf den verschiedenen Ebenen dar, von der Familie bis zur Weltgemeinschaft. Sie können wahrhaft „Weg machen“ helfen, indem sie das Gelände der heutigen Welt abstecken und Möglichkeiten aufzeigen, was getan werden soll, damit der Mensch mehr Mensch werden kann – und zwar alle Menschen.

Dr. Valentin Zsifkovits lehrte an der Universität Graz Ethik und Gesellschaftslehre. martinus

Zsifkovits will möglichst viele auf „seine Reise“ mitnehmen. Er setzt auf Argumentation, weiß aber auch, dass Ethik, wenn sie nicht beliebig sein will, nicht ohne Voraussetzungen auskommt. Für den „Altmeister“ der Soziallehre, der noch beim Papstberater Johannes Messner in die Schule ging, ist das christliche Menschenbild eine zentrale Vorgabe: der Mensch als „Ebenbild Gottes“ geschaffen und als „Bruder und Schwester“ von Christus erlöst – das macht seine Würde, seine Einmaligkeit, aber auch seine Verantwortung aus. Aus dieser Vorgabe entwickelt Zsifkovits die ethischen Orientierungsprinzipien – vom Wahrnehmen und Einbinden „der Betroffenen“, der Frage der Überparteilichkeit und dem „Selbstzweck“ des Menschen bis zu den klassischen vier Säulen der katholischen Soziallehre: dem Personprinzip, dem Solidaritätsprinzip, dem Gemeinwohlprinzip und dem Subsidiaritätsprinzip (Aufbau der Gesellschaft und der Verantwortung von unten nach oben!). Die Armen. Den Schlusspunkt setzt Zsifkovits mit der Aufforderung, die „Option für die Armen“ als eigenes Sozialprinzip zu verankern. Er greift damit ein Anliegen auf, das eine Gruppe von Bischöfen (Helder Câmara u. a.) bereits während des II. Vatikanischen Konzils verfolgt hatte. Auch wenn das Konzil

das angestrebte Dokument über die besondere Verbindung der Kirche mit den Armen nicht formuliert hat, im Anschluss daran wurde dieser Weg vor allem von der Lateinamerikanischen Bischofskonferenz und der Theologie der Befreiung klar beschritten. Mit seinem Hinweis auf das durch seine breite Entstehungsgeschichte auch für Österreich vorbildhafte US-amerikanische Hirtenwort zur „Wirtschaftlichen Gerechtigkeit“ (1986) macht Zsifkovits deutlich: Arme gibt es auch unter uns. Gerade die Eurokrise und die rasant ansteigende Jugendarbeitslosigkeit in vielen Ländern unterstreichen das Zitat aus dem US-Hirtenwort: „Die Verpflichtung, Gerechtigkeit für alle zu schaffen, bedeutet, dass die Armen den absoluten Vorrang vor dem Gewissen der Nation haben müssen. Als Einzelmenschen und als Nation sind wir daher aufgerufen, eine grundsätzliche ,Option für die Armen‘ abzugeben.“ Die vorliegenden Orientierungen fordern so ein Nachdenken darüber, auf welches Ziel hin die Welt entwickelt werden soll. Sie tun das in herausfordernder Weise, indem sie Verantwortung einmahnen. Neuhold/Baumgartner . u Valentin Zsifkovits: Orientierungen für eine humane Welt. Reihe „Zeitdiagnosen“, LIT Verlag Wien/Münster 2012, 122 Seiten, Euro 9, 50


28 Kultur

17. Jänner 2013

KirchenZeitung Diözese Linz

für sie gelesen

Oberösterreichisches Kulturbudget 2013

Die Franziskaner im Heiligen Land

„Die kulturelle Vielfalt wird ausgehungert“

Nach der Vertreibung der Kreuz­ fahrer waren die Franziskaner der einzige Orden der römischkatholischen Kirche, der ins Hei­ lige Land durfte. So wurden die Franziskaner 1342 zu den Hü­ tern der heiligen Stätten und sind es bis heute geblieben. Der Schweizer P. Gottfried Egger be­ schreibt vom Berg Nebo über Nazareth und Jersualem bis Da­ maskus die 22 Heiligtümer, die die Franziskaner in Jordanien, Is­ rael/Palästina und Syrien betreu­ en. Das Buch ist bestens geeignet für die Vor- und Nachbereitung einer Pilgerfahrt. J. wallner An den Quellen unseres Glaubens. Franziskus und seine Brüder im Heiligen Land, Gottfried Egger OFM, EOS Verlag, St. Ottilien 2012, 203 Seiten, € 14,95.

Mehr Geld für Musiktheater und Musikschulen und weniger für Kulturvereine in den Regionen: Das Budget 2013 vernachlässigt die kulturelle Nahversorgung, meint Richard Schachinger von der Kulturplattform OÖ. CHristine Grüll

Die Landkarte an der Wand ist gespickt mit Stecknadeln. Jede Nadel steht für einen der 125 oberösterreichischen Kulturvereine, die die Kulturplattform OÖ (Kupf) vertritt. Ri­ chard Schachinger deutet auf die „weißen Flecken“, unter anderem im Innviertel. „Un­ ser Auftrag ist es, selbst verwaltete Kultur­ arbeit auch in diesen Regionen zu unterstüt­ zen“, sagt der Geschäftsführer der „Kupf“. Dafür braucht es Förderungen und einen kulturpolitischen Auftrag vom Land. Und

Kardinal König bereitet das Konzil vor Der Bibelwissenschafter Walter Kirchschläger war von 1970 bis 1973 Sekretär von Kardinal Kö­ nig. Im ersten Band der Kardi­ nal-König-Bibliothek zeichnet er den Weg von der Ankündi­ gung des Zweiten Vatikanischen Konzils 1959 bis zur Eröffnung 1962 nach. Kirchschlägers Pers­ pektive ist der Beitrag von Kar­ dinal Franz König in den Jahren der Planung, in die er promi­ nent eingebunden war. Er wur­ de Mitte 1960 in die vorbereiten­ de Zentralkommission berufen. Die handschriftlichen Notizen und Anmerkungen, die sich an den Textentwürfen finden, zei­ gen, wie intensiv Kardinal König gearbeitet und versucht hat, Ak­ zente im Sinn einer modernen Theologie zu setzen. j. wallner Kirche im Aufbruch. Der Weg zum Konzil, Walter Kirchschläger (Band 1 der Kardinal König Bibliothek), Styria, 2012, 135 Seiten, € 16,99.

„Der Sturm“ von Christine Biehler beim Festival der Regionen 2011. Das Festival findet alle zwei Jahre statt. Dann erhöht sich das jährliche Budget für Zeitkultur in den Regionen von 2,5 auf 2,75 Mio Euro. 2013 – ein Festival-Jahr – wird das Budget um 5% auf 2,61 Mio Euro gekürzt. OTTO SAXinger/FDR

den sieht er zurzeit nicht gegeben. Das Kul­ turbudget des Landes hält für 2013 eine Er­ höhung der Fördergelder für Kultureinrich­ tungen der öffentlichen Hand bereit. Davon profitieren die Landesmuseen, das Landes­ musikschulwerk und das neue Musiktheater in Linz. Das Budget für die freie Kulturszene wird um fünf Prozent gekürzt. Betroffen sind Vereine, die die Regionen mit Lesungen, Kon­ zerten, Ausstellungen und Theater versorgen. Kultur braucht Struktur. Seit zwölf Jahren lädt der Verein „4840 Kultur Akzente Vöckla­ bruck“ hochkarätige Autor/innen wie Anna

Mitgutsch oder Michael Köhlmeier zu Lesun­ gen ein. „Auf längere Sicht ist es schwierig, die Kontinuität und Qualität unserer Veran­ staltungen aufrechtzuerhalten“, sagt Anna Brandstätter, die den Verein initiiert hat. ­Allein mit Mitgliedsbeiträgen, Spenden und der rein ehrenamtlichen Arbeit – jeder Cent fließt in die Veranstaltungen – sind die Kos­ ten nicht zu decken. Gemeinsam mit ande­ ren Vereinen möchten die „Kultur Akzen­ te“ ein ganzjähriges Programm im Offenen Kunst- und Kulturhaus anbieten, das mit großem Engagement renoviert wurde. Doch das Geld für die Heizung fehlt. Anna Brand­ stätter hofft, dass der persönliche Einsatz die Politik überzeugt: dass Kultur gerade für jun­ ge Menschen Bedeutung hat und das Kultur­ haus regelmäßige Förderungen braucht, um eine Struktur aufbauen zu können. Gerecht verteilen. Die „Kupf“ hat die kul­ turelle Nahversorgung zu ihrem Jahresschwer­ punkt gewählt. Ein weiteres Augenmerk liegt darauf, dass Fördergelder gleichberechtigt an männliche und weibliche Kulturschaffende verteilt werden. Das scheint nicht selbstver­ ständlich zu sein. So wurden die „Kunst am Bau“-Projekte des Musiktheaters ausschließ­ lich an Künstler vergeben. Die Landeskultur­ preise – sie sind mit je 7.500 Euro dotiert – erhielten im vergangenen Jahr vier Män­ ner, in den letzten zehn Jahren waren es 36 Männer und nur 16 Frauen. Das liegt jedoch nicht an der Jury, meint Paul Lehner von der Landeskulturdirektion: „Wir bemühen uns um eine möglichst ausgewogene Jury, doch es kommen meist mehr Einreichungen von Männern. 2012 hat zum Beispiel keine ein­ zige Frau in den Bereichen Architektur und Wissenschaft eingereicht.“ Richard Schachinger und der „Kupf“ liegt es fern, öffentlichen Kultureinrichtungen die Budgeterhöhung zu neiden. Dem Musikthea­ ter wünschen sie einen erfolgreichen Start. Trotzdem lebt die kulturelle Vielfalt in Ober­ österreich von vielen kleinen Initiativen – und die dürfen nicht ausgehungert werden.

Richard Schachinger ist Geschäftsführer der „Kupf“, Kulturplattform OÖ. Sie vertritt 125 Vereine. KUPF


KirchenZeitung Diözese Linz

Kunst & Kultur 29

17. Jänner 2013

Kulturland Filmvorführerkurs Das Kino Cinematograph in Linz bietet ab Dienstag, 5. Februar dreiwöchige Filmvorführerkurse für 16-mm- und 35-mm-Filme an. Gelehrt wird die Geschichte des Kinos, der Umgang mit dem Filmprojektor sowie die klassische Überblend-Vorführtechnik. Vergoldeter Augenblick: Die Taufe Jesu, in Mosaiktechnik festgehalten. Geschwungene Linien, flächenhafte Ornamente und das Aufbrechen der Symmetrien sind Elemente des Jugendstils. Kunstreferat

Kunst feiert Geburtstag: 100 Jahre Apsismosaik in Ebelsberg bei Linz

Jesus und goldener Jugendstil In der Pfarrkirche Ebelsberg ist das einzige Jugendstil-Bild Oberösterreichs zu sehen. Vor goldglänzendem Hintergrund ist in einem Oval die Szene der Taufe Jesu zu sehen. Dominiert wird das Bildnis von der Figur des Täufers. Genau genommen wird nicht die Taufe selbst dargestellt, sondern die Erwartung des Geschehens, das da kommen wird. Jesus scheint fast an den Rand gedrängt und kauert in Demut vor Johannes. Dieser weist mit der Hand auf das Taufwasser und auf das Lamm Gottes, das in einer Glorie erscheint. Hinter Christus ist eine Gestalt mit ernstem Gesichtsausdruck zu sehen: Es ist die Personifikation des Jordan, der wie ein antiker Flussgott die Szene bezeugt. Überirdisches Licht. Das Bildnis ist in Mosaiktechnik ausgeführt. Auffallend ist die große goldene Fläche, die das Bildnis umgibt. Der Goldgrund ist nicht nur ein Zeichen materieller Kostbarkeit, er taucht das Dargestellte auch in ein festliches Licht. Das Motiv des goldenen Himmels stammt aus der byzantinischen Kunst. Gold galt als Symbol für die Sonne und war somit angemessen für die Illustration himmlischer Sphären. Gold wirkt nicht als Farbe, sondern verkörpert ein übernatürliches Leuchten. Ein neuer Stil in der Kirche. Das Bildnis zeigt eine eigenwillige Gestaltung: Das Was-

ser des Flusses Jordan besteht aus dekorativen Spiralen und Wellen – ein Motiv, das sich in den Haaren des Flussgottes wiederfindet. Auch die Landschaft wird zum Ornament. Es ist die Bildsprache des Jugendstils. In der Kirche lehnte man den „modernen“ Stil vielfach ab und bevorzugte die Gestaltungen des Historismus. So bleibt die Apsis ein einzigartiges Zeugnis des Jugendstils im oberösterreichischen Kirchenraum. Künstler aus OÖ. Der Entwurf stammt von Leopold Forstner (1878–1936). Der Mühlviertler studierte in München und Wien, wo er mit bedeutenden Künstlern des Jugendstils in Kontakt kam. In Wien eröffnete er eine Mosaikwerkstatt mit einem Glasofen, in dem er die Materialien für seine Werke herstellte. Er erweiterte die Mosaiktechnik mit Platten und Keramikelementen. So arbeitete er in Ebelsberg mit dem Keramiker Wilhelm Bormann zusammen, der Relieffiguren für die Apsis anfertigte. Forstner stammte aus Bad Leonfelden. Sein Geburtshaus auf dem Hauptplatz wird Teil der Oö. Landesausstellung, die im April eröffnet wird. u Am Samstag, 23. Februar findet um 15 Uhr eine „Jugendstil-Spezial“-Führung in der Kirche statt. Mag. Judith Wimmer Kunstreferat der Diözese Linz, zuständig für Kunstgutinventar und denkmalpflege.

u Anmeldung: Mag. Georg Kügler, Tel. 0732/78 56 03.

Kurzfilme im Kino Zum 21. Mal zeigt „Augenblicke – Kurzfilme im Kino“ zwölf Filme, die die Deutsche Bischofskonferenz nach ästhetischen und lebensbejahenden Gesichtspunkten ausgewählt hat. Zu sehen im Linzer Moviemento, in der Local-Bühne Freistadt, den Lichtspielen Lenzing und Katsdorf, im Programmkino Wels und Stadtkino Grein. u Termine: Donnerstag, 24. Jänner, um 20 Uhr. In Linz und Freistadt auch Donnerstag, 28. Februar und 21. März, jeweils 20 Uhr.

Szene aus dem Film „Wenn Bäume Puppen tragen“. Macchiato Pictures

„Paradies: Glaube“ Ulrich Seidls Film „Paradies: Glaube“ war Thema eines Gesprächs, zu dem die katholische Presseagentur „Kathpress“ geladen hatte. Teilnehmende waren u.a. der Wiener Dompfarrer Toni Faber, Gustav Schörghofer, Rektor der Wiener Jesuitenkirche und Gerda Schaffelhofer, Präsidentin der Katholischen Aktion. Der – künstlerisch gelungene – Film sei schwere Kost, Glaube werde in keiner Szene positiv dargestellt. Der Film sei jedoch nicht blasphemisch, lautete der Tenor.


30 Personen & Dank

17. Jänner 2013

KirchenZeitung Diözese Linz

DAnk & Ehrung

Geburtstage

n Lembach. Die Schüler/innen der ÖKOLOG-Hauptschule verkauften in der Vorweihnachtszeit Marmelade, die im Fach „Ernährung/Haushalt“ hergestellt wurde. Den Erlös von 300 Euro spendeten sie der Aktion SEI SO FREI, die damit den Bau einer Schule in einem Bergdorf in Guatemala unterstützt.

n Am 22. Jänner 2013 feiert Msgr. Berthold Müller, Pfarradministrator in St. Nikola an der Donau, seinen 80. Geburtstag. Er wurde in Linz geboren, empfing 1956 die Priesterweihe und war anschließend u.a. Kaplan in Linz-Herz Jesu und ab 1976 in Grein. 1977 wurde er Pfarrer in Grein, dazu ab 1985 Dechant des Dekanates Grein und ab 1994 auch Regionaldechant für das Mühlviertel. 1997 wurde Msgr. Müller zusätzlich Pfarrprovisor von St. Nikola an der Donau. Als Pfarrer von Grein ging er im Herbst 2007 in Pension. Er betreut aber weiterhin die Pfarre St. Nikola als Pfarradministrator.

n Kirchdorf am Inn. PGRObfrau Helga Schachinger und Pfarradministrator Klemens Pillhofer (hinten) dankten Anni Ranftl (Jedinger), dass sie zwei Jahrzehnte täglich die Kirche auf- und zugesperrt hat, und baten die Neueinsteigerinnen Juli Rögl und Hilda Weinberger um ihren Dienst.

n Zielpunkt – St. Isidor. Vom Erlös jeder verkauften Zielpunkt-Papiertragetasche gingen heuer insgesamt 40.000 Euro an die Caritas-Einrichtung St. Isidor. Zielpunkt-Vorstand Thomas Janny übergab den Betrag an Gertraud Assmann (links) und Maria Sumereder, Geschäftsführerinnen der Caritas für Menschen mit Behinderungen, sowie an Rolanda Fassl vom Integrativen Reitzentrum.

n Waldzell. Das neue Team des Katholischen Bildungswerks Waldzell mit Obfrau Irmgard Diermaier übergab an Pfarrer GR Dr. Stanislaus Bedrowski, seit Kurzem Konsistorialrat, 1.000 Euro als Hochwasser-Hilfe für die Pfarrheim-Renovierung. n Ebensee. Seit Jahren ist Dietfried Pilz (von links) mit seinem Team unermüdlich für die Altpapieraktion der Pfarre Ebensee im Einsatz. Aus dem Erlös der Altpapierentsorgung übergaben die Helfer 1.500 Euro für die neue Orgel an Pfarrer Alois Rockenschaub und OrgelkomiteeObmann Matthias Schmied.

n Fachschule Bergheim. Die Fachschülerinnen haben 150 Pölster in Herzform angefertigt und an Erika Mayr von der REHA Bad Schallerbach übergeben. Die Kissen sind ein Geschenk für Frauen, die an Brustkrebs erkrankt sind.

aus. Franz Wall (mit seiner Frau und Propst Johannes Holzinger) fand seine erste Anstellung 1948 im Stift St. Florian als Stiftsorga­ nist und Lehrer bei den Florianer Sängerknaben. Seit über sechs Jahrzehnten lebt er seither sein Engagement in St. Florian als Lehrer, Organist, Chorsänger und Stiftsorchestermusiker. Seit 1956 war er erster Geiger des Brucknerorchesters am Linzer Landestheater. 1963 wurde er Violinlehrer am Bruckner-Konservatorium. n HLUW Ysper (NÖ). Drei Schülerinnen aus der dritten Klasse der HLUW Ysper, einer Schule des Stiftes Zwettl, haben unterstützt von der Schulgemeinschaft, einer Theatergruppe, der Landjugend Gans und Verwandten eine Weihnachtsaktion für Flüchtlingskinder durchgeführt, die vom Verein Purple Sheep betreut werden. Die Schülerinnen brachten einen Christbaum und 46 reich befüllte Weihnachtspakete nach Wien, mit denen sie den Kindern große Freude bereiteten.

n St. Florian. Landeshauptmann Josef Pühringer zeichnete Professor Franz Wall mit der Kulturmedaille des Landes OÖ

n Am 23. Jänner 2013 vollendet Oberstudienrat KonR Franz Gasteiger, Religionsprofessor in Ruhe, sein 85. Lebensjahr. Er wurde 1928 in Überackern geboren und 1954 zum Priester für die Erzdiözese Wien geweiht. Nach seiner Pensionierung kam er wieder nach Oberösterreich, er lebt in seiner Heimatpfarre und ist Seelsorger im Seniorenheim Braunau. n Am 23. Jänner 2013 wird KonsR P. Josef Parteder, Salesianer Don Boscos, Pfarrer in Linz-St. Severin, 75 Jahre alt. Er stammt aus Brand-Laaben (NÖ), feierte 1962 die Ordensprofess und wurde 1970 zum Priester geweiht. P. Parteder ist seit 1978 Pfarrer der Linzer Severin-Pfarre.

Dank n Schönau i. M. Die Katholische Frauenbewegung machte der Pfarre ein besonderes Weihnachtsgeschenk: Sie finanzierte die gesamte (!) Lautsprecheranlage mit Induktionsschleife, die in Kirche und Pfarrheim verlegt wird.

n BG Wallerstraße Wels. Die 4B-Klasse hat unterstützt von ihrem Klassenvorstand Thomas Hochreiter und Prof. Hannes Müller vor Weihnachten die „Aktion Kilo“ der Caritas als Hilfe für das Welser Asylantenheim „Courage“ durchgeführt. Die Schülerinnen sammelten vor Supermärkten Nahrungsmittel und Hygieneartikel und übergaben die Spende (aufgestockt um 1.040 Euro) der Heimleitung.


KirchenZeitung Diözese Linz

Leserforum 31

17. Jänner 2013

Unverständliche Werbung Es ist mir in hohem Maße unverständlich, dass der ORF (FS) in der Adventzeit bzw. Weihnachtzeit die Werbung von X-masstar (Handy? I-Phone?) genommen und jeden Abend einige Male gebracht hat. Diese besagte Werbung, in der das Lied „Stille Nacht“ vermarktet wird, war für mich und sicher viele andere auch ein einziges Ärgernis! Ich kann nicht umhin, dem ORF eine gewisse Scheinheiligkeit vorzuwerfen – einerseits volkstümliches, auch klassisches Liedgut „vorweihnachtlich“ anzubieten, und zwar in der Sendung „Licht ins Dunkel“, und – andrerseits die ganz und gar unpassende Entgleisung mit unserem geliebten, bekannten und berühmten Weihnachtslied „Stille Nacht“ zu bringen. Christine Gierlinger, Haslach

Ins neue Jahr Zu Leitartikel und Seite 3 in Nr. 1

„Unverschuldet in das neue Jahr“ ist ein Beitrag, der seinesgleichen sucht in der Aufarbeitung von Schuld. Ich glaube, davor ist niemand gefeit, und ich muss ehrlich gestehen, da gehöre ich auch dazu. Die Zusicherung im Glauben, trotzdem wieder neu anfangen zu können, ist wirklich eine Perle im Glauben. Der Beitrag „Kirche in der Werkstatt von morgen“ gibt ebenfalls große Zuversicht, dass Gott auch auf krummen Zeilen gerade schreibt und die Bemühungen vieler engagierter Christen zum Guten (Erfolg) führen werden. Eines ist aber auch wichtig: den Hl. Geist bitten, in Rom und Wien tätig zu werden. Gundi Kampelmüller, Reichenthal

Volksbefragung Zur Lösung heutiger Sicherheitsprobleme und Konflikte wie Spannungen um Rohstoffe, Unterdrückung von Minderheiten, Terrorismus oder um Füchtlingsströme wegen Armut zu bewältigen, sind militärische Mittel untauglich – eher werden dadurch Probleme verlängert oder sogar verschärft – siehe Irak, Afgha-

nistan, Syrien, Kosovo, Bosnien, Nordirland ... Und ist die Unterdrückung der Freiheit im kommunistischen Ostblock durch militärische Mittel beendet worden? Wird der Konflikt zwischen Israel und Palästinensern durch Kriege gelöst oder verschärft? Was wir heute brauchen, ist eine massive Förderung ziviler, nichtmilitärischer Friedensstrategien: Konfliktbearbeitung mit friedlichen Mitteln, durch gewaltfreie Aktionen, Verhandlungen, Mediation und Versöhnung, sowohl auf staatlicher als auch auf zivilgesellschaftlicher Ebene (Friede durch Dialog), eine konsequente Demokratie- und Menschenrechtspolitik (Friede durch Recht), eine (auch global verstandene) Politik der sozialen Sicherheit und wirtschaftlichen Kooperation (Friede durch soziale Gerechtigkeit). (...) Dieser angesprochene Vorrang der zivilen Mittel zur Konfliktbewältigung ist in beiden Positionen der Befragung nicht gegeben. Deshalb begrüße ich die Parlamentarische Bürgerinitiative des Internationalen Versöhnungsbundes „Abschaffung des Bundesheeres und aktive Friedenspolitik“. Gerhard Lehrner, Pregarten

(...) Das Volk wird nun befragt, welche Art der Ausbildung von Soldaten es bevorzugt. Nach der Möglichkeit, ohne Waffen Frieden zu schaffen, wird nicht gefragt, keine Rede von geistiger Landesverteidigung und Gewaltlosigkeit, und leider auch kein Wort von der religiösen, von der christlichen Verantwortung. Die Religion der Liebe, die sogar von Feindesliebe spricht, die das Gebot „Du sollst nicht töten“ predigt, die schweigt oder lässt Pro und Kontra erwägen. Dass dadurch das Eintreten für das ungeborene Leben unglaubwürdig wird, das bedenkt man nicht. Kein Bischof fragt, was wohl ­Jesus getan hätte. (...)

mit Pater Georg Sporschill

Ab 14. Februar in der

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ich möchte die Serie ABENTEUER GOTTESGLAUBE lesen und erhalte die KirchenZeitung ab 14. Februar 7 Wochen lang um 5 Euro.

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Meine Daten werden von der KirchenZeitung vertraulich behandelt und nicht an Dritte übermittelt. Ich bin einverstanden, dass mich die Zeitung kontaktiert, um mir Gelegenheit zum regelmäßigen Bezug der KirchenZeitung zu geben. Aktion gültig bis 15. Februar.

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UNTER UNS Was Männer wirklich wollen Ein Autor hat mir sein Buch geschenkt. Die Freude über das Geschenk verwandelte sich in Staunen. Von Männern und Frauen ist hier die Rede, die sich auf die Suche nach dem Glück machen. Was mich zum Staunen brachte? Dass das, was Männer wirklich wollen, ganz leicht zu begreifen ist.

DENK MAL

Nicht ausgebucht! Wenn man Statistiken trauen darf, sind die Bücher auf den zehnten Platz der Weihnachtsgeschenke-Hitliste abgerutscht. Wenn man den Gesprächen unter Freunden trauen darf, sind wir aber weit weg von „ausgebucht“. Bücher sind nach wie vor beliebte Geschenke.

Ob Zwergkaninchen Bücherstützen sind? Ein Bücherwurm ist gewiss nicht unter ihnen. OKAPIA//DOREEN ZORN

ERNST GANSINGER

und stellen eine Hitliste der „Weihnachtsbücher“ unserer Leser/innen auf unsere Homepage www.kirchenzeitung.at Adresse: KirchenZeitung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz, E-Mail: office@kirchenzeitung.at Das Denk Mal Nr. 1 war wegen eines Farbdruck-Fehlers für Teilnehmer/innen aus der Region Linz kaum zu lösen. Wir haben dennoch sehr viele Einsendungen bekommen – was uns ermutigt, bald wieder ein Logik-Rätsel dieser Art zu bringen. Gewonnen haben Magdalena Irnstötter aus Hochburg-Ach und Michael Kubik aus Enns. Lösung siehe rechts.

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CHRISTINE GRÜLL CHRISTINE.GRUELL@KIRCHENZEITUNG.AT

DOMSPATZ

MERK-WÜRDIG

Goldene Zeiten für den Stammtisch; er braucht Bier und Spiele. Die Spiele liefern die Politik-Skandale.

REGINA POLAK, WIENER PASTORALTHEOLOGIN UND RELIGIONSSOZIOLOGIN, WIES IM INTERVIEW MIT DER WIENER KIRCHENZEITUNG AUF DIESE FORMULIERUNG VON PAPST PAUL II. HIN.

„In der Kirche gibt es keine Fremden.“

P.b.b. Verlagspostamt 4020 Linz, GZ 02Z031277 W

Unter den Buch-Bestsellern findet sich zum Beispiel die Durchschnittsfalle von Markus Hengstschläger und „Ewig Dein“ von Daniel Glattauer. Oder Paulo Coelhos „Die Schriften von Accra“, aber auch ein Kochbuch – „Jamies 15-Minuten Küche“. Machen Sie mit. Jede/r von uns hat eine persönliche Buch-Vorliebe. Viele Schenkende wissen sich darauf einzustellen. Ich zum Beispiel lese gerne Geschichtliches. Heuer habe ich (auch dienstlich) mit großem Gewinn Franz Xaver Rohrhofers Buch über Heinrich Gleißner gelesen. (Siehe auch Seite 3.) Schreiben Sie uns, welches Buch Sie unterm Christbaum gefunden haben, das Ihnen große Freude bereitet hat. Wir verlosen einen aktuellen Bestseller

Umfragen pflegen das Bild vom Mann, der insgeheim nach Karriere, Geld und Abenteuer strebt. Doch was Männer wirklich wollen ist heimkommen. Sie wollen in ein Heim kommen, in dem sie nicht zu hören bekommen, was sie alles besser machen könnten. Es sind nur ein paar Sätze, die Autor Rupert W. Federsel mit leichter Feder schreibt. Aber sie stellen alle Umfragen in den Schatten, und nicht nur das. Sie rücken das Verhalten der Männer in meiner Familie in ein neues Licht. Warum hat sich mein kleiner Bruder nach der Schule in den Wald verzogen? Warum zieht sich mein Vater immer gleich zu einem Schläfchen zurück? Warum hält sich mein Mann stundenlang im Musikzimmer auf? Hat das etwa mit meinen gutgemeinten Anregungen und durchdachten Ratschlägen zu tun? Mein Sohn kommt von der Schule heim und verschwindet im Kinderzimmer. Ich werde mich hüten, ihn anzusprechen!


KiZ-ePaper 03/2013