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november 2012

Laresser/Marienschwestern

hellwach

sonntag Tiroler

Kirchenzeitung der Diรถzese Innsbruck


Solidaritätswallfahrt mit Flüchtlingen von Weltdorf St. Gabriel/Steyler dem Don-Bosco-Flüchtlingswerk und der Pfarre Schwechat.

Helm

Wenn ich „hellwach“ höre, dann denke ich …

Ohne sie wären wir ärmer Martinus

Trost spenden und helfen. Sr. Emmerika IvansitZ, „Erlöserschwestern“ Eisenstadt Wenn ich „hellwach“ höre, dann denke ich an ... Menschen, die Leid zu ertragen haben. Ich denke dann an Bürgerkriege, die toben. Und dann wird man schon hellwach. Auch die Menschen um mich herum sind mir ein großes Anliegen und ich bete oft für sie. Menschen besuchen, Trost spenden, helfen, wo man helfen kann. Ich komme in einem Pflegeheim oft mit Leuten zusammen, die mir von ihrem Leid erzählen. So kann man auch helfen, indem man hellwach für die Sorgen und Anliegen der Menschen ist. l

FJR/A.

Offen für neue Wege. P. Alois Riedlsperger, der jesuit leitet die Katholische Sozialakademie Ich durfte in den vergangenen Jahren immer wieder Ordensgemeinschaften in ihren Entscheidungsprozessen begleiten. Dabei erlebte ich ein große Wachheit dafür, dass man Vertrautes, auch wenn es schmerzt, aufgibt und sich für neue Wege und Initiativen öffnet. Hellwach erlebe ich Orden auch gegenüber ihren Mitarbeiter/innen, etwa wenn die Barmherzigen Brüder die Prioren und die Direktoren in derselben Feier in ihr Amt einführen. Das heißt: Wir alle sind Mitarbeiter auf Augenhöhe und nicht wir „haben“ Mitarbeiter. l

Privat

Freundinnen der „Kleinen“. Sr. Resi von Jesus, Kleine Schwestern Linz „Freunde werden denen, die keine Freunde haben“, sagt Charles de Foucauld. Auf seinen Spuren möchten wir als Kleine Schwestern in der Nachfolge Jesu und in liebender Vereinigung mit Ihm zusammen mit den Armen, Unbeachteten und Verletzten in aller Welt, so wie hier in Linz, leben. Wir teilen die Lebensbedingungen der „kleinen Leute“ und möchten durch die Freundschaft dazu beitragen, dass die Menschen, in ihrer persönlichen und kulturellen Vielfalt, einander achten, schätzen und lieben lernen. l

F. Bertl

Das Ohr beim Volk Gottes. Martin Felhofer, Abt des PrämonstratenserStifts Schlägl (OÖ) Das Zweite Vatikanum brachte Licht in die Kirche, weil es die Türen und Fenster zur Welt öffnete. Es ermutigt mich zugleich, hellhörig und wach zu bleiben und die Kirche zu öffnen, damit das Evangelium Jesu Christi im Heute leuchtet. Für mich als Abt ist es daher vorrangig, diesen Auftrag im Hier und Jetzt zu leben und dem Volk Gottes in der Kirche Gehör zu schenken, um ihre Nöte wahrzunehmen und die Zeichen der Zeit zu erkennen. l

PRIVAT

Gehören Klosterschwestern und Mönche überhaupt noch in unsere Zeit? Wenn man ihnen zuhört, merkt man, sie leben mitten im Heute, mitten unter den Menschen.

Offen für die Interessen der Kinder. Sr. Aloisia Bumberger. Die Don-Bosco-Schwester ist Kindergartenpädagogin in Baumkirchen (Tirol)

„Ich möchte wach sein für die Nöte der Kinder und Jugendlichen. Für mich heißt das, dafür zu sorgen, dass sie einen Platz haben, wo ihre Stimme gehört wird. Zum Beispiel in der Nachmittagsbetreuung. Ich möchte da sein und zuhören, wenn sie von der Schule kommen und erzählen. Ich möchte, dass sie spüren, da ist jemand, der ich wertvoll bin, die offen ist für meinen Kummer und meine Freude. l

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Titelbild: Unterwegs zu den „Quellen“; marienschwestern Bad Mühllacken Laresser/Marienschwestern


Sich von den Notleidenden berühren lassen

Erfüllt statt ratlos „Wir müssen dort helfen, wo die Not am größten ist“, sagt er. Als sein Orden 1991 jemanden suchte, der bereit war, zu den Straßenkindern von Bukarest zu gehen, machte sich der Jesuit Georg Sporschill auf den Weg. Hans baumgartner

Pater Georg Sporschill, der „Vater der Straßenkinder“ in Rumänien und Moldawien.

Der französische „Armenbischof“ ­Jacques Gaillot sagt: Ein Kirche, die nicht dient, dient zu nichts. Wie weit gilt das auch für Sie? Es deckt sich mit dem, was ich denke, spüre und immer wieder erfahre. Wer von Hunger, Not oder Vertreibung nur im Fernsehen sieht, den wird das, wenn er nicht überhaupt gleich wegschaut, bestenfalls deprimiert oder ratlos machen. Ich habe die Erfahrung gemacht: Wenn man den ersten Schritt tut und dort hingeht, wo die Not ist, wo sie groß ist, dann dient das nicht nur anderen, sondern auch mir. Biblisch könnte man sagen: Nur wer sich entäußert, wird das Leben gewinnen. Das gilt für die Kirche wie für jede und jeden Einzelnen. Was meinen Sie damit konkret? Nehmen wir die Wirtschaft: da muss jedes Unternehmen schauen, was auf dem Markt an Produkten oder Dienstleistungen gebraucht wird. Sonst geht es pleite! Auch die Kirche muss die Augen und Ohren offen halten: wer braucht uns zuerst und wo ist die Not am größten. Nicht die Gesunden bedürfen des Arztes, sondern die Kranken, hat Jesus gesagt. Und, so heißt es, er hatte Mitleid mit ihnen, weil sie wie Schafe ohne Hirten waren. Dort hinzugehen, wo ich gebraucht werde, das setzt auch in mir viel Kraft und Fanatasie frei, das schenkt Erfüllung statt Ratlosigkeit.

Das klingt so einfach. Aber ist es das wirklich? Wenn ich unsere Volontär/innen, die nach Rumänien kommen, frage, was sie hier wollen, dann sagen sie: helfen. Es gibt diese tiefe Sehnsucht, aber hinter den dicken Mauern unserer Wohlstandsgesellschaften sehen sie oft nicht die Möglichkeit dazu. Es gibt sie auch da, die Not, aber sie liegt weniger direkt auf der Straße. Sie haben auf vielen steinigen Äckern gearbeitet. Wie ist es dazu gekommen? Begonnen hat es in der Schänke am Wiener Westbahnhof. Dort bin ich mit einigen Jugendlichen, die gerade aus der Haft entlassen worden waren, ins Gespräch gekommen. Ihre Perspektive – trostlos: ohne Dach über dem Kopf, ohne Arbeit und mit zu viel Alkohol. Ich erzählte davon dem damaligen Caritas-Direktor und Freund, Prälat Ungar. Und der sagte: Ich hab da ein leeres, altes Haus, mach was. Gemeinsam mit den ersten Burschen bin ich dann mit dem Schlafsack in das Haus eingezogen. Ich wusste nicht, wie das alles gehen würde, aber ich spürte etwas von der Not der Obdachlosigkeit und dem Ausgesetztsein. Und damals wurde mir klar: sich berühren zu lassen von der Not des anderen, sich anrühren zu lassen – das ist für mich eine ganz entscheidene Kraftquelle. Deshalb will ich mit jenen, für und mit denen ich arbeite, auch ein Stück meines

Caroline Hilti

Lebens teilen. Und wenn dich dann so ein hartgesottener Straßenjunge bei der Hand nimmt, dann spürst du plötzlich: Wer ein Leben rettet, rettet die ganze Welt. Und weitere Kraftquellen? Eine dieser Quellen ist die Gemeinschaft – mit den Mitarbeiter/innen, den Freunden und meinem Orden. Eine Gemeinschaft, die auch immer wieder ins gemeinsame Beten führt, wobei die Straßenkinder immer mehr meine „Lehrer“ wurden. Ganz zentral ist schließlich für mich die Bibel. Deshalb habe ich vor über 30 Jahren begonnen, neben meiner Sozialarbeit Bibelschulen anzubieten. Die Bibel ist für mich auch das beste Handbuch für die Sozialarbeit, voll von echtem Leben und der Zuversicht, dass Gott einem immer zur Seite steht, den nächsten Schritt zu finden. Mensch, was willst du mehr! ●

Zur Person Georg Sporschill wurde 1946 als fünftes von neun Kindern in Feldkirch (Vorarlberg) geboren. Er studierte Theologie, Psychologie und Pädagogik und trat mit 30 in den Jesuitenorden ein. Ab 1980 Caritas-Häuser für straffällige junge Obdachlose; 1991 ging er nach Rumänien, 2004 nach Moldawien. Das Hilfswerk Concordia betreut über 1.000 Jugendliche und verteilt an etwa 3.000 ältere Menschen Essen. www.concordia.or.at

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Achtsam Ordensleute könnten definiert werden als Menschen, die achtsam zu leben versuchen – wie Jesus. Ich habe da sein achtsames Hinhören auf den Vater vor Augen, wenn er nachts allein auf dem Berg betet. Aber ebenso seinen Blick auf den Vater während des Tages, da er nach seinen eigenen Worten nur tut, was er ihn tun sieht (Joh 5,19). Ich denke auch an seine Achtsamkeit für den blinden Bartimäus, dessen Ruf er mitten im S­ timmengewirr vernimmt, für die blutflüssige Frau, deren Berührung er trotz des Gedränges spürt, für den kleinen Zachäus, den er auf dem Baum oben entdeckt, oder für die Kinder, die er trotz abweisender Jünger in seine Arme schließt. Und an seinen Blick für die Natur und für den Alltag der Menschen, was sich in der Anschaulichkeit seiner Gleichnisse niederschlägt. Jesus war also, kurz zusammengefasst, ein achtsamer Beter, ein sensibler Freund der Kranken und Kinder, ein mitfühlender Beistand der Randständigen und Beladenen, ein verständiger Prediger. Ist nicht genau diese Achtsamkeit das Herzensanliegen auch der Ordensleute? Beispielsweise von Christoph, der im Stephansdom predigt, von Herta, die in Hall in Tirol Salben herstellt, von Clara, die in Gwiggen die Kranken betreut, von Erwin, der sich am Amazonas für die Armen einsetzt, von Bruno, der nachts in der Karthause betet, von Georg, der in Moldawien Jugendliche betreut, von Ingeborg, die in Bad Kreuzen die Speisen aufträgt? Ordensfrau, Ordensmann: achtsam dem Achtsamen folgen.

Pater Christoph Müller, Benediktiner aus einsiedeln

Bild: Der zisterzienser Raphael Statt gestaltet in der Glaswerkstatt Schlierbach das Verkündigungsfenster für die Marienkapelle in Trumau.

Der heilige Benedikt verwendet in seiner Regel elf Mal das Wort „custodire“ (wachen, achtsam sein). Es geht dem Ordensvater um die Achtsamkeit Gott gegenüber, aber auch um einen achtsamen Umgang mit den Mitmenschen, mit sich selber, ja sogar mit den Alltagsgegenständen. – In einfacher Art und Weise spricht P. Christoph Müller davon in seinem neuen Buch „Benedikt für Anfänger“ (Tyrolia 2012).

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Ordensfrauen gegen Menschenhandel

Die sechs „Musketiere“ Man findet sie auf dem Straßenstrich und in Bordellen – die Opfer der Menschenhändler. Wollen sie aussteigen, wird ihr Elend meist noch größer. Sechs Frauenorden wollen dem nicht länger zusehen. Hans Baumgartner

Menschenhandel ist ein Milliardengeschäft. Laut EU gibt es in Europa rund 670.000 Zwangsprostituierte. Alle EU-Länder haben kürzlich einer Richtlinie gegen Menschenhandel zugestimmt. Wodicka

E

s beutelt einen so richtig her, wenn sie von ihrem Leben und Leiden erzählen“, sagt Sr. Patricia Erber von den Salvatorianerinnen. „Man glaubt nicht, dass es so etwas in Österreich gibt. Ich weiß nicht, wer da aller wegschaut“, meint die gelernte Psychotherapeutin. Mehrfach hatte sie Gespräche mit Prostituierten, die über Menschenhändler ins Land gekommen waren, und die überlegt haben, auszusteigen. Für eine kurze Zeit hatte sie im Haus ihres Ordens auch ein Opfer versteckt. „Es ist unglaublich, welcher Druck auf diese Frauen ausgeübt wird, wenn sie nicht mehr ,spuren‘. Das geht von körperlicher Gewalt bis zur Bedrohung ihrer Familien in den Herkunftsländern. Afrikanerinnen werden häufig auch noch mit einem ,Fluch‘ bedroht. Und sie glauben das.“ Die Not am Rande. Sr. Patricia, die etliche Jahre im Kongo gearbeitet hat, war schon seit Jahren bemüht, etwas für die Opfer des Frauenhandels auf die Beine zu stellen. Eine Begegnung mit Sr. Lea Ackermann, der Begründerin des Hilfs- und Netzwerkes „Solidarität mit Frauen in Not – SOLWODI Deutschland“, hat sie darin bestärkt. Auch das internationale Netzwerk der Frauenorden gegen Menschenhandel, das es bereits in über 30 Ländern gibt, war für sie ein Ansporn, an der Sache dranzubleiben. Sr. Patricia ist überzeugt, dass es zur Kernaufgabe eines Ordens gehört, sich der Menschen am Rande anzunehmen, vor allem jener, die in

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der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen werden.“ Nach einem vergeblichen Anlauf ist es ihr dann 2010 gelungen, eine größere Projektgruppe auf die Beine zu stellen. Neben Streetworkern und verschiedenen Vereinen (NGOs), die im Bereich Menschenhandel und Prostituierten schon tätig sind, gehören ihr auch sechs Ordensfrauen aus verschiedenen Gemeinschaften an. In dieser Gruppe habe sich bald herausgestellt, dass am dringendsten eine Unterbringungsmöglichkeit benötigt würde – eine Schutzwohnung für Frauen, die von Zwangsprostitution und Menschenhandel betroffen sind und nach einer neuen Lebensperspektive suchen. Für die sechs Ordensfrauen war das der Anstoß, dieses Projekt in die Hand zu nehmen. Frauenpower. Bei der Suche nach einer Bleibe kam man bei der Erzdiözese Wien nicht weiter. Auch für die von der Bischofskonferenz in Aussicht gestellte finanzielle Unterstützung gibt es bisher keine verbindliche Zusage. Die Ordensfrauen haben die Sache dennoch durchgezogen. Eine Ordensgemeinschaft stellte zu sehr günstigen Sr. Patricia Erber ist Initiatorin und Mitarbeiterin im neuen Schutzhaus der Ordensfrauen gegen Menschenhandel. Salvatorianerinnen

Bedingungen ein Haus für acht Bewohnerinnen zur Verfügung. Eine Reihe von Frauenorden haben auch die Finanzierung für die nächsten fünf Jahre zugesagt. „Ein besonderer Glücksfall war“, so Sr. Patricia, „dass wir Anna Mayrhofer von den Franzikanerinnen Missionarinnen Mariens, die eigentlich auf der Durchreise zu einem neuen Einsatz war, gewinnen konnten, die Hausleitung zu übernehmen. Sie hat bereits 13 Jahre lang in Deutschland eine ähnliche Einrichtung von Sr. Ackermann geführt. Im vergangenen Juli haben die sechs „Musketiere“ – Sr. Susanne Krendelsberger (Caritas Socialis), Sr. Sigharda Leitner (Barmherzige Schwestern), Sr. Maria Petra Schüttenkopf (Steyler Missionsschwestern), Sr. Marianne Milde (Congregatio Jesu) sowie Sr. Anna und Sr. Patricia – den Verein SOLWODI Österreich gegründet. Am 15. Oktober haben sie das „Schutzhaus“ eröffnet – das einzige in Österreich neben einer viel zu kleinen Einrichtung des Innenministeriums. Neues Leben. Das Haus soll Opfern, die aus der Zwangsprostitution aussteigen oder gegen ihre Peiniger aussagen wollen, Schutz bieten. Die Frauen werden auch rechtlich und therapeutisch begleitet. Neben Deutschkursen soll ihnen auch eine Berufsvorbereitung angeboten werden. Erschwerend dabei ist, dass Asylwerberinnen nicht arbeiten dürfen, ausgenommen als Prostituierte (!), und dass auch Aussagewillige nicht vor der Abschiebung sicher sind – wo oftmals die Menschenhändler schon wieder warten. ●


Treffpunkt Kloster-Leben

Margit PollheimerPühringer leitet das Don-Bosco-Flüchtlingswerk Austria. Noch heuer soll die Einrichtung um zwei Nachbetreuungswohnungen erweitert werden. KIZ/Privat

Zehntausende Menschen besuchten in diesem Sommer Oberösterreichs Klöster und die Ausstellung „Treffpunkt Kloster-Leben“. Nehmen Sie noch bis 25. November 2012 im Schlossmuseum Linz Einblick in die Geschichte, Traditionen, Zukunft und Ziele der Ordensgemeinschaften in Oberösterreich am Beginn des 21. Jahrhunderts.

www.kloster-leben.at www.schlossmuseum.at

Der klopft bei mir an

Wolfgang Pucher ist Mitglied des Lazaris­ tenordens, Pfarrer in St.Vinzenz/Graz und Begründer des Vinzi-Werkes mit zahlreichen Einrichtungen für Notleidende. Rupprecht/a.

Wenn ein Mensch in Not an meine Tür klopft, dann klopft er quasi bei mir an, ganz tief drinnen. Das ist die menschliche Seite. Gleichstark ist mein Bemühen, in jedem Hilfesuchenden ganz persönlich meinen Herrn und Meister zu sehen, der zu mir sagt: Hilfst du mir mein Kreuz tragen? Und wenn ich einmal jemanden abgewiesen habe, weil er zu aufdringlich war, dann bin ich ihm nicht selten auf die Straße nachgegangen und habe ihn wieder hereingeholt. Die Sache mit den Vinzi-Einrichtungen hat mit einer Jugendgruppe unserer Vinzenzgemeinschaft in Graz-Eggenburg begonnen, die Essen an Obdachlose verteilt hat. Diese haben uns von ihrer Not, im Winter einen Schlafplatz zu finden, erzählt. Da haben wir 1990 einen ersten Schlafkontainer im Pfarrgarten aufgestellt. Als nächstes haben wir 1991 101 bosnischen jungen Deserteuren mit einem Zeltdorf über den Winter geholfen. 1993 konnte wir durch die Unterstützung vieler Menschen die ersten 13 Kontainer für Grazer Obdachlose aufstellen. Das Vinzidorf war geboren. Heute umfasst es 26 Wohnkontainer, und das Vinziwerk ist auf insgesamt 31 Einrichtungen gewachsen. l

DER OÖ. LANDESMUSEEN

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Im Jahr 2003 feierten die Salesianer Don Boscos ihr 100-Jahr-Jubiläum in Österreich. Im Vorfeld haben sie überlegt, wo sind eigentlich besonders benachteiligte Jugendliche in Österreich und erreichen wir diese überhaupt, was ja der Ordensauftrag wäre. Da kam die Sprache auf unbegleitete minderjährige Flüchtlinge und ich wurde beauftragt, deren Situation näher anzuschauen. Da zeigte sich, dass ein besonderer Bedarf für ein jugendgerechte Unterbringung bestand. Daraufhin gründeten die Salesianer, die Don-Bosco-Schwestern und Jugend Eine Welt gemeinsam das Don-Bosco-Flüchtlingswerk. Bereits 2003 konnten wir das freizeitpädagogische Projekt „Tobias“ gründen, wo Ehrenamtliche wöchentlich in Flüchtlingseinrichtungen in Ober- und Niederösterreich Begegnung durch gemeinsame Freizeitgestaltung anbieten. 2004 konnten wird das Jugendwohnheim für 15 junge Flüchtlinge eröffnen. Was mich besonders freut, ist die ganz starke Motivation der Jugendlichen, aus ihrem Leben etwas zu machen. Wir können dabei helfen. l

Sonderausstellung im Schlossmuseum bis 25. November 2012

Medizin mit Qualität und Seele.

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Der Leitgedanke der Vinzenz Gruppe lautet „Medizin mit Qualität und Seele“. Die Vinzenz Gruppe betreibt ihre Ordenskrankenhäuser, Pflegehäuser und Einrichtungen für Rehabilitation und Kur ganz bewusst auf Basis christlicher Werte – kombiniert mit hoher medizinischer und pflegerischer Kompetenz und effizientem Management. Das Ergebnis: Medizin mit Qualität und Seele, die allen Menschen zugänglich ist – ohne Ansehen ihrer Konfession und ihrer sozialen Stellung. Krankenhäuser Barmherzige Schwestern Wien, Linz, Ried • Orthopädisches Spital Speising • St. Josef-Krankenhaus Wien • Krankenhaus Göttlicher Heiland • Herz-Jesu Krankenhaus • Barmherzige Schwestern Pflegehäuser • Kurhaus Marienkron • Herz-Kreislauf-Zentrum Bad Ischl

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Die Freiheit der Orden Ohne die Orden wäre nicht nur die Kirche, sondern auch die Welt ärmer, sagt Propst Maximilian Fürnsinn. Interview: Hans Baumgartner

In Österreich gibt es eine bunte Vielfalt an Orden. Was bringt das der Kirche und der Gesellschaft? Was die Orden „bringen“, das merken viele oft erst, wenn ein Orden aus einer Pfarre abzieht, wenn ein Haus oder ein Werk geschlossen werden. Da gehen nicht selten die Wogen hoch. Ich möchte nur einige Eckdaten nennen: Fast die Hälfte der Pfarren in Österreich werden von Ordenspriestern betreut; jedes fünfte Spitalsbett (20%) steht in einem der 31 konfessionellen Krankenhäuser; rund 70.000 Kinder und Jugendliche besuchen Schulen und Bildungseinrichtungen der Orden. Dazu kommen zahlreiche soziale Einrichtungen, wo die Orden nicht selten zu den Vorreitern gehören, etwa bei den Hospizeinrichtungen in Österreich. Erfreulich ist auch, dass sich immer mehr Klöster darauf besinnen, spirituelle Zentren in der Region zu sein. Wir haben 17 Bildungshäuser und zahlreiche Angebote an Menschen, die sich für eine Zeit zurückziehen wollen. Und schließlich sind viele Klöster Bestandteil des kulturellen Reichtums unseres Landes – mit ihren Bauten, ihren Museen und Bibliotheken, aber auch mit ihren zahlreichen Veranstaltungen. Allein wir in Herzogenburg hatten heuer schon an die 70.000 Besucher/ innen.

haben jetzt zwölf Jahre lang unser Kloster renoviert und dafür mehr als 10 Millionen Euro ausgegeben. Das war eine wirtschaftliche Gratwanderung. Wir als Orden haben davon nichts, wir könnten auch in einem einfachen Haus gut leben. Deshalb ärgert es mich, wenn uns manche vorwerfen, wie viel öffentliche Subventionen wir dafür bekommen haben. Denn in Wahrheit zahlen wir für unsere Sanierungen mehr an Steuern als wir an Subventionen erhalten.

Aber sind nicht gerade die prächtigen Stifte auch ein ständiger Reibebaum, wenn es um die „reiche Kirche“ geht? Es stimmt schon, dass manche Orden oder Klöster reich sind – reich an einem kulturellen und religiösen Erbe, das Österreich bis heute mitprägt. Von diesem Erbe kann man aber nicht abbeißen, im Gegenteil, es ist eine große Herausforderung, es für die Menschen heute zu erhalten und zugänglich zu machen. Um ein Beispiel zu nennen: Wir

Einer Ihrer Mitbrüder sagte einmal, Orden haben eine gewisse Narren­ freiheit in der Kirche. Ist das so? Ich würde nicht „Narrenfreiheit“ sagen. Aber es stimmt: Orden haben von der Kirchenleitung bewusst einen gewissen Freiraum bekommen, um in manchen Dingen einfach etwas weiter denken zu können, auch um in manchen Bereichen der Verkündigung, der Spiritualität oder der sozialen Arbeit etwas zu wagen, was über den gewohnten struktu-

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Ticken die Klöster beim Wirtschaften anders als Unternehmen? Unser Wirtschaften ist grundsätzlich nicht auf Gewinnmaximierung ausgerichtet, sondern auf Gemeinnützigkeit. Wir bedienen uns nicht „an der Kasse“, sondern stecken die Erträge aus unseren Betrieben wieder in unsere kulturellen, seelsorglichen und sozialen Werke. Viele Klöster sind auch, was eine nachhaltige, ökologische Wirtschaftsweise angeht, zu Vorreitern in ihrer Region geworden. Natürlich gilt auch für uns: rote Zahlen sind unmoralisch – denn sie gefährden die Arbeitsplätze unserer Mitarbeiter/ innen und beschneiden unser Wirkmöglichkeiten. Denn Klöster sind wirtschaftlich auf sich gestellt, sie können nicht auf Kirchenbeitragsgelder zurückgreifen.

rellen Rahmen hinausgeht. Wir gehören ja auch nicht zur hierarchischen Struktur der Kirche, sondern zur charismatischen. Ob wir das immer mutig genug nützen? Ich hoffe es. Vieles wächst ja auch im Verborgenen. Aber ich muss schon sagen, ich sehe da immer wieder neue Pflanzen, die da aufbrechen und aufblühen – als Antwort auf die Nöte und Sehnsüchte der Zeit. Auch die Kirche befindet sich in einer „Notlage“. Kann man da von Orden etwas lernen? Es ist keine Frage, in der Kirche sind manche Reformen überfällig. Dazu braucht es den Dialog. Aber der findet kaum statt, nicht zwichen den unterschiedlichen Positionen und nicht zwischen „oben“ und „unten“. Auch in den Klöstern gibt es eine Hierarchie, gleichzeitig gibt es hier aber auch seit 1.500 Jahren eine starke demokratische Tradition. Alle wesentlichen Entscheidungen werden im Hinhören auf das Wort Gottes, aber eben auch im Hinhören aufeinander und im Ringen miteinander getroffen. Das ist nicht immer einfach, aber es ist ein guter Weg. Generell denke ich, dass wir in der Kirche in Österreich mutigere Schritte setzen müssten, um eine andere Entwicklung herbeizuführen. Ich halte es für falsch, wenn manche auf eine „kleine Herde“ der Hundertprozentigen setzen, für die man dann auch weniger Priester braucht – Stichwort „Gläubigenschwund“.Wir dürfen die Mehrheit der Katholiken nicht allein lassen. Das Evangelium ist allen zu verkünden und nicht bloß einem „heiligen Rest“. ● Maximilian Fürnsinn (72) ist seit 1979 Propst des Augustiner-Chorherrenstiftes Herzogenburg. 1998 wurde er zum Vorsitzenden der Superiorenkonferenz der Männerorden Österreichs gewählt.


Vom Leben „hinter“ Klostermauern

Wach und lebensvoll Jemand muss wachen, auch für diese Welt. Denn durch meine Zellentür kommst du in diese Welt, Herr, durch mein Herz zu den Menschen. (nach Silja Walter)

Hans Baumgartner

Klöster sind verstaubte, alte Einrich­ tungen hinter dicken Mauern, weit weg von der Welt. Wie geht es Ihnen mit diesem „Bild“? Leider ist das nicht bloß eine provokante Einleitung zu unserem Gespräch; dieses Bild ist immer noch weit verbreitet. Und auch wenn wir die Türen weit aufmachen, scheinen sich immer noch relativ wenige dafür zu interessieren, was denn wirklich „hinter“ den Klostermauern los ist. Natürlich schätzen nicht wenige unser Wirken in Krankenhäusern, Schulen oder Sozialeinrichtungen, für manche sind unsere Häuser auch zu guten Brunnen für Leib und Seele geworden – aber das Klosterleben beibt dennoch für viele alt und verstaubt. Und – womit hängt das zusammen? Das hat vermutlich auch damit zu tun, dass viele heute Institutionen im Allgemeinen

und die Kirche im Besonderen für „verstaubt“ halten. Und dazu kommt, dass es in den meisten Klöstern so etwas wie einen Bereich des Rückzuges, der Abgeschiedenheit gibt. Für mich hatte das aber nie etwas mit Weltfremdheit oder Weltflucht zu tun, sondern ich habe das immer sehr stark als Kraftquelle erlebt. Ich habe mich bewusst manchmal zurückgezogen, um klarer zu sehen, was Gott mir und unserer Gemeinschaft im Heute sagen möchte. „Seid wachsam“ – dieses Jesuswort gilt in besonderer Weise uns Ordensleuten, selbst für jene, die in beschaulichen Gemeinschaften leben, wie das wunderbare Gebet von Schwester Silja Walter (s. oben) zeigt. Aber stellt nicht die Realität knall­ hart vielen Orden die Frage „Passt ihr überhaupt noch in die Zeit, ist euer Mandat nicht ausgelaufen?“ Orden sind immer auf eine ganz konkrete Not oder auf ein ausgeprägtes soziales oder spirituelles Bedürfnis hin gegründet worden. Und es ging immer auch um einen Schritt der radikalen Christusnachfolge – bei allen menschlichen Schwächen. Beides müssen wir wachhalten, die Radikalität gegen die „Versuchung“ der Verbürgerlichung und die Frage „Was will unser Auftrag unter heutigen Bedingungen?“. Ein Beispiel: Wir haben beim Generalkapitel im Jahr 2000 beschlossen, wir wollen „das Mitleid Gottes“

erfahrbar machen und Menschen helfen, soweit es uns möglich ist. Im selben Kapitel haben wir beschlossen, ein Haus für Frauen in Lebenskrisen und Notlagen zu eröffnen. Die Umsetzung war dann nicht ganz so einfach, und es gab auch innerhalb der Gemeinschaft Fragen, wozu das Ganze gut ist. Heute erleben wir das Haus „Lea“ wie einen Jungbrunnen und es kommt so viel positive Resonanz aus der Bevölkerung. Andere Beispiele sind unser seit Jahren konsequenter Einsatz für Asylwerber oder unsere Entscheidung, unseren Kindergarten um eine Krabbelstube zu erweitern, um damit viele Frauen, vor allem alleinerziehende Mütter, zu entlasten. Damals gab es heftige Kritik von „außen“, weil wir das „christliche“ Familienbild unterlaufen. Gut. Aber wie gehen die Orden mit dem Schwesternschwund um? Da gibt es sehr unterschiedliche Verhaltensweisen: Manche stecken den Kopf in den Sand und andere setzen sich damit sehr professionell auseinander – sowohl in einem Prozess der Trauer und des Loslassens als auch in ihrem Willen der Neuorientierung, was die Aufgaben, die Art des Zusammenlebens, die Neuordnung der Ordenswerke, die Berufungspastoral oder Ausbildung der Jungen angeht. Wenn Sie heute einen Orden gründen würden. Was wäre der Zunder? Ich fühle mich nicht als Ordensgründerin. Aber ich glaube, es käme darauf an, mit einem sehr, sehr gläubigen Herzen an die Brennpunkte des Lebens und die Hotspots der Gesellschaft zu gehen – etwa in die Interreligiosität, den Bereich Arbeitslosigkeit und Jugend, den Bereich der zunehmend vereinsamenden Alten … ●

Kunigunde Fürst, studierte Theologin und Mathematikerin, hat als Volksschul- und Gymnasiallehrerin gearbeitet. Von 1994 bis 2012 war Sr. Kundigunde Generaloberin der Franziskanerinnen Vöcklabruck. Seit 2008 ist sie Vorsitzende der Vereinigung der Frauenorden Österreich. Im Februar 2013 will sie in die während ihres Generalats gegründete kleine Ordensniederlassung in Kasachstan gehen. Sie freut sich darauf, noch einmal franziskische Basisstiefeln anzuziehen. Zugute kommt ihr, dass sie in der russischen Besatzungszone (Mühlviertel) in der Hauptschule Russisch lernen musste. KIZ/HB

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Wertschätzendes Miteinander im St. Josefs-Spital: Die „Goldene regel“ aus der Sicht verschiedener religionen und ein „grenzenloses“ Fest.

In den „Zeichen der Zeit“ neue Chancen erkennen

Heilsam mitten in der Welt Heilend und heilsam – das wollen die Salvatorianerinnen sein. Ob im stressigen Krankenhausalltag oder mitten in der Welt. hans BauMgartner

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ür Brigitte Thalhammer, die Provinzleiterin der Salvatorianerinnen in Österreich, ist das die tägliche Herausforderung: „Wie können wir durch unser konkretes Leben, aber auch durch das Wirken unserer Einrichtungen heilend und heilsam für unsere Mitmenschen da sein?“ Wenn man im Ordensnamen das Wort „Heiland“ (Salvator) trägt, dann ist das ein Anspruch, um den man immer neu ringen muss, zumal, wenn die Ordensgründer fordern, dass man für alle offen sein soll. Es geht um keine „heilsamen Kuschelecken“ für ein paar Auserwählte, sondern darum, mitten in der Welt etwas von der heilsamen Berührung durch Jesus spürbar zu machen. Das erfordert Wachsamkeit für die Zeichen der Zeit. Wertschätzung. „Eine konkrete Herausforderung war“, so erinnert sich Sr. Tahlhammer, „wie können wir unsere Werte und unsere Spiritualität unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Wiener St. Josefs-Kran-

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kenhaus vermitteln – durch unser konkretes Leben, aber auch durch unser Feiern.“ Und so hat man vor einigen Jahren begonnen, die Weihnachtsfeier und das Sommerfest nicht mehr mit einer Messe zu beginnen, „weil wir immer mehr Mitarbeiter/innen haben, die nicht katholisch sind. Wir wollten diese nicht ausschließen, sondern bewusst einbeziehen – als Zeichen der Anerkennung und Wertschätzung.“ Die multireligiösen Feiern haben zu einer neuen Dynamik des Miteinander geführt. Gemeinsam wird nach Themen gesucht, zu denen dann mehrere Mitarbeiter/ innen die Sichtweise aus ihrem Glauben oder ihrer Weltanschauung einbringen. Ein Thema war „Was hat Wertschätzung im Krankenhaus mit meinem Glauben zu tun?“ Als da eine muslimische Ärztin aus dem Koran vorlesen konnte, habe sie tief bewegt gemeint: „Das ist gelebte Wertschätzung.“ Ein anderes Thema war die „Goldene Regel“ in den verschiedenen Religionen. Einmal zu Weihnachten haben Mitarbeiter/innen zu „Gott kommt in St. Josef zur Welt“ gesprochen. „Es war für uns alle sehr berührend, wie ein orthodoxer Turnusarzt seine Erlebnisse rund um die Geburt eines Kinders, das zur Adoption Sr. Brigitte Thalhammer: „es ist ein täglicher Spagat, im stressigen Spitalsalltag den Menschen zu sehen.“

freigegeben wurde, geschildert hat. Und wie er in seiner Sorge, was aus diesem Kind wird, erleben konnte, wie sehr es von der ganzen Station dann als Christkind aufgenommen wurde – und später auch von der Mutter.“ Zu einem weiteren, gerne angenommenen Angebot wurde die wöchentliche „Zeit für mich“ – eine wohltuende „Mittagsrast“ im stressigen Spitalsalltag. Wachsam. „Die Wertschätzung und Anerkennung der Mitarbeiter/innen ist die beste Voraussetzung, dass es auch den Patient/ innen im Krankenhaus, den Bewohner/ innen unseres Altenheims und der multinationalen Kinderschar in unserer Volksschule gut geht“, sagt Brigitte Thalhammer. Daran wird auch bei den regelmäßigen Leitungssitzungen gearbeitet. „Unsere Spiritualität auch unter neuen Bedingungen lebendig zu leben, ist uns ein großes Anliegen“, sagt Thalhammer. Denn um das Krankenhaus nachhaltig abzusichern, ist St. Josef Teil der VinzenzGruppe geworden und die Schule war eines der ersten Mitglieder der Vereinigung der Ordensschulen. Auch das ist für Sr. Thalhammer „Wachheit“, die eigenen Werke für die Zukunft zu rüsten, materiell – aber auch, was ihren „Geist“ angeht. Neues. Offen sind die Salvatorianerinnen auch für neue Herausforderungen wie das Projekt gegen Frauenhandel oder die Initiative für spirituell suchende junge Erwachsene „ImpulsLeben“ mitten in Wien. l


Wie geht es nach dem Spital weiter? Die Aufenthaltsdauer in den Spitälern wird immer kürzer. Gleichzeitig aber wird das Problem immer größer, wie die entlassenen Patienten zu Hause allein zurechtkommen können. JoseF waLLner

Elisabeth Kirsch im Gespräch mit einer Patientin. vinZenZgruPPe

S

eit der neuen Krankenhausfinanzierung sind die Spitäler vor allem auf die Akutbehandlung festgelegt. Viele der Entlassenen brauchen aber anschließend noch Pflege oder Betreuung. Die Spitäler sind verpflichtet, in diesen Fällen Hilfe anzubieten. Das Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Linz gehörte zu den ersten, die Patient/innen mit einer sogenannten „Überleitungspflege“ den Schritt vom Spital nach Hause wesentlich erleichtert haben. Diplomkrankenschwester Elisabeth Kirsch erzählt von ihren Erfahrungen. Einfühlung. Am Bildschirm ihres Computers erscheint eine Liste mit Namen von Patienten, mit denen Elisabeth Kirsch Kontakt aufnehmen soll. So beginnt ihre Arbeit. Auf den Stationen wird mit den Patient/innen schon bei der Anamnese geklärt, wie sie im

Fall der Entlassung ihren Alltag bewältigen können. Brauchen sie Unterstützung, tritt Elisabeth Kirsch oder eine ihrer Kolleginnen Gabriele Steininger und Beate Glasner auf den Plan. Die Schritte, die das Team der Überleitungspflege setzt, sind rasch beschrieben: den Bedarf an Hilfe erheben, über Sozialleistungen beraten, Kontakte mit Verwandten herstellen und schon während des Spitalsaufenthalts jene Unterstützung organisieren, dass mit der Entlassung die notwendige Betreuung gesichert ist. Im Konkreten fordert die Begleitung von Patienten und Angehörigen aber viel Einfühlungsvermögen. Oft ist es für die Betroffenen nicht einfach zu akzeptieren, dass es nicht mehr so wie bisher weitergehen kann, dass z. B. eine selbst über 80-jährige Ehefrau die Betreuung eines ebenso alten Partners nicht mehr schafft.

Mut zum Leben. Rund 1.200 Patienten jährlich begleitet das Team der Übergangspflege der Barmherzigen Schwestern. Knapp die Hälfte sind Tumorpatienten, da die „Schwestern“ ein onkologisches Schwerpunktkrankenhaus sind. Die zweite große Gruppe ist der „alte oder demente Mensch“. Und dann kommen die Sonderfälle: Alkoholkranke, die trotz Bemühens jede Hilfe ablehnen und alleine weiterwursteln. „Oft tut uns das Herz weh, aber wir dürfen nicht gegen den Willen der Betroffenen agieren.“ Manchmal greifen die Schwestern auch in die eigene Tasche, um das Taxi für einen Obdachlosen zu bezahlen, der auf seinen „Stammplatz“ am Bahnhof zurückwill. Wenn sie erzählt, spürt man, ihre Arbeit ist mehr als ein „Job“. Sie öffnet vielen neuen Lebensmut und Hoffnung. l

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Pater Raphael – Mönch und Künstler

Gott führt seine Hand „In erster Linie bin ich Mönch“, sagt Pater Raphael Statt vom Stift Heiligenkreuz. Aber er ist auch Künstler. Für ihn ein Weg, auf dem Gott ihn führt, und auf den er die Menschen von heute mitnehmen möchte. Josef Wallner

Pater Raphael Statt vor dem Modell der Marienkapelle in Trumau bei Baden (NÖ).

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n der Wand lehnt in Decken verpackt ein Glaskreuz, das auf den Abtransport wartet, auf brusthohen Podesten stehen bronzene Vogelskulpturen, am Boden sieht man eine Reihe gerahmter Porträts von Franziska Jägerstätter und einen Teil des Raums füllt das Modell eines Altarraums aus – das ist das Atelier von Pater Raphael Statt, des Künstlermönchs von Heiligenkreuz. Jedes einzelne Werk hat seine Geschichte, er sprüht vor Begeisterung, wenn er zu erzählen beginnt, und man spürt daraus die Liebe zur Kunst und noch mehr zu Gott. Mönch sein. 14 Jahre hat der bei Berlin geborene Wilfried Statt als freier Bildhauer gearbeitet, ehe er 2004 mit 46 Jahren in das Stift Heiligenkreuz kam. „Mit dem Klostereintritt habe ich die Kunst losgelassen“, betont er. „Der Wunsch, Gott in Gebet und Arbeit nachzufolgen, war so stark, dass mir völlig egal war, durch welche Arbeit.“ Nach einer Phase theologischer Studien beauftragte ihn der damalige Abt HenkelDonnersmarck mit der Neugestaltung des Chorraums in Stiepel, des deutschen Tochterklosters von Heiligenkreuz. Seither hat ihn die Kunst wieder. Das ist nun sein Dienst in der Gemeinschaft der Mönche – aber nicht nur: Er trägt im Kloster auch täglich die Post aus und ist für den Blumenschmuck in der Kirche verantwortlich. Werkzeug Gottes. Wie ein roter Faden zieht sich durch Pater Raphaels Arbeit die Erfahrung, dass Gott seine Hand führt.

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Ganz besonders hat er das erlebt, als er das Relief-Triptychon für die Ölbergkapelle vor dem Stift gestaltete. Die Komposition in Ton hat sich gut entwickelt, erzählt er. Als er aber zum Christusantlitz kam, begannen die Schwierigkeiten. Es wollte und wollte nicht gelingen. Gezählte siebzigmal hat er mit seinem Modellierwerkzeug, das einem Buschmesser gleicht, den Christuskopf zerstört und von Neuem begonnen. Man arbeitet und kämpft und stößt immer mehr an seine Grenzen, bis der Punkt kommt, wo man loslässt: „Ich war einfach nur mehr dem Herrn auf der Spur. Irgendwann kam dann dieses Antlitz zum Vorschein.“ Er zeigt auf eine Schwarzweiß-Fotografie an der Wand: „Man sieht das schmerzerfüllte

J. wallner, P. Raphael

Antlitz Christi. Dieses Ergebnis hat meine Erwartungen bei weitem übertroffen. Ich habe hierbei besonders erlebt, dass ich Werkzeug Gottes bin.“ Lobpreis. Aus Gesprächen mit Besuchern weiß Pater Raphael: Durch seine Kunst und sein Zeugnis kann er viele Menschen näher zu Gott führen. „Etwas Schöneres kann ich mir nicht wünschen.“ Auch mit seinem jüngsten Projekt möchte er Menschen zur Begegnung mit Gott verhelfen. Er arbeitet an einer Werktagskapelle für die Pfarre Trumau bei Baden (NÖ). Er schiebt einen Schemel zum Modell, das er sich in seinem Atelier gebaut hat, und beginnt zu erklären. Nichts soll dem Zufall überlassen werden, die Details sollen sich zu einem Ganzen fügen: die Gestaltung wird so zum geformten Lobpreis Gottes. Pater Raphael tut alles, dass die künftigen Besucher der neuen Marienkapelle einmal spüren, was ihn bei der Arbeit an ihrem Kirchenraum bewegt hat: die Herrlichkeit Gottes sichtbar zu machen. l www.kuenstler-moench.com

CULTUS – Feiertage

Christus am Ölberg – sein Antlitz in der Dunkelheit der Angst und des Schmerzes.

Mit dem Heiligenkreuzer Künstlermönch Raphael Statt und seiner Sicht des Festes Allerheiligen startet am 1. November eine Fernsehserie über die Feiertage im Jahreskreis. In 26 Kurzdokumentationen sprechen österreichische Ordensleute über ihre Bedeutung dieses spirituellen Kalenders. ORF III, 1. November, 12.00 Uhr und 18.50 Uhr


Dem Leben auf der Spur

Ecclesia Versicherungsdienst 20 Jahre in Österreich Kompetenter Partner von kirchlichen und kirchennahen Einrichtungen

Der österreichische Ecclesia Versicherungsdienst hat im September in Wien sein 20-Jahr-Jubiläum gefeiert. Der unabhängige Versicherungsmakler ist vor allem auf den kirchlichen Bereich spezialisiert. Manfred Klocke, Geschäftsführer der Ecclesia Gruppe, sprach von einer Erfolgsgeschichte des Versicherungsdienstleisters in Österreich seit der Gründung 1992. Ecclesia habe sich als kompetenter Partner von kirchlichen und kirchennahen Einrichtungen hierzulande etabliert. Als Makler vermittle man unabhängig von Banken und Versicherern und gestalte maßgeschneiderte Versicherungslösungen mit überzeugendem Preis-Leistungs-Verhältnis. Neben Diözesen zählen viele Orden, Sozial- und Bildungseinrichtungen sowie Krankenhäuser zu seinen Kunden. Pater Gerwig ­Romirer hat das Begegnungszentrum „Schule des Daseins“ im Benediktinerstift St. Lambrecht ge­ gründet. KIZ/Privat

Wach für Muslime. Warum?

Dr. Elisabeth Dörler leitet das „Werk der Frohbotschaft“ Batschuns und ist Islambeauftragte der Diözese Feldkirch. KIZ/Privat

Was bringt eine „Frohbotin“ und Muslime zusammen? Mitglieder des Werkes der Frohbotschaft Batschuns (Vorarlberg) arbeiten seit 1961 im österreichischen St. GeorgsWerk in Istanbul mit. Präsenz in einem islamischen Land war damals ein wichtiges Anliegen. Als ich zum ersten Mal nach Istanbul kam, interessierten mich die Menschen, mit denen ich leider nicht sprechen konnte. Darum lernte ich Türkisch und entdeckte, wie viele Leute mit islamischen Wurzeln in Vorarlberg leben. So begann ich in unserem Bildungshaus Batschuns in den 1990er-Jahren mit interkulturellen und interreligiösen Angeboten. Als ich dann Auslandsseelsorgerin in Istanbul war, lernte ich rasch, was es heißt, sprachlich-religiös in der Minderheit zu sein. Das half, mich in das Andere, Fremde besser einzufühlen. Mit Unterstützung meiner Gemeinschaft konnte ich ein Spezialstudium zum christlich-islamischen Dialog machen, um mich als Christin dieser Herausforderung an unsere Gesellschaft stellen zu können. Begegnung und Bildung von Christen und Muslimen auf Augenhöhe sind für mich der Weg zu einem friedlichen Zusammenleben. l

Die Gesellschaft gehört zur Ecclesia Gruppe mit Hauptsitz in Deutschland, deren Geschichte bis ins Jahr 1909 zurückreicht. Gesellschafter sind die deutsche Caritas und die evangelische Kirche. Mit rund 1.300 Mitarbeitern ist die Ecclesia Gruppe eines der größten Maklerhäuser im deutschsprachigen Raum. Ecclesia Versicherungsdienst GesmbH Elmargasse 2–4, 1191 Wien Telefon: 01/718 92 00 www.ecclesia.at

Erkennen, was dahinter steckt.

Immer wieder darf ich Gäste im Verlauf ihres Aufenthalts bei uns ein Stück weit begleiten und mit ihnen Fragen, Zweifel und Schwierigkeiten bedenken, Entscheidungen überlegen, auf der Suche nach Antwort und Richtung behilflich sein. Meistens sind es dann die richtigen Fragen, die weiterhelfen und Perspektiven eröffnen, undurchsichtige Bereiche ein wenig ausleuchten und verworrene Situationen einer Klärung näherbringen. Sich diesen „richtigen Fragen“ zu stellen erfordert Zeit und Energie, Mut zur eigenen Wahrheit und die Bereitschaft, unbequemen Erkenntnissen nicht auszuweichen. Hinter all diesen Bemühungen steht immer die Sehnsucht, dass das Leben gelingen möge, dass Beziehungen tragfähig bleiben, dass Aufgaben – beruflich oder privat – erfüllend wahrgenommen werden können. Die „Schule des Daseins“ im Benediktinerstift St. Lambrecht will mit ihren Seminaren Impulse geben, den je eigenen Entwurf gelingenden Lebens zu entwickeln und zu gestalten. Ich sehe in dieser Begleitung eine zentrale Aufgabe von uns Möchen heute. l

Theologischer Fernkurs

Eine Einladung zur Reflexion des Glaubens

Zweites Vatikanisches Konzil

Zentrale Texte lesen und interpretieren Basiskurse in allen Diözesen

www.theologischekurse.at 1010 Wien, Stephansplatz 3, Tel. 01 51552-3703

IMPRESSUM: inpuncto hellwach ist das gemeinsame Magazin von KirchenZeitung Diözese Linz, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz; martinus, St. Rochus-Straße 21, 7000 Eisenstadt; Sonntagsblatt für Steiermark, Bischofplatz 2, 8010 Graz; TIROLER SONNTAG, Riedgasse 9, 6020 Innsbruck; Vorarlberger KirchenBlatt, Bahnhofstraße 13, 6800 Feldkirch. Redaktionsleitung: Hans Baumgartner, 0662/88 44 521, hans.baumgartner@kirchenzeitung.at. Anzeigenleitung: Mag. Walter Achleitner, Marketing-Kooperation der Kirchenzeitungen, 0662/88 44 523, mako@kirchenzeitung.at. Grafik: Egger & Lerch. Druck: Niederösterreichisches Pressehaus Druck und Verlags-GmbH. 3100 St. Pölten. Gesamtauflage des Magazins inpuncto hellwach: 125.000 Exemplare. Am 29. November 2012 erscheint das Magazin inpuncto advent.

gedruckt nach der Richtlinie „­ Druckerzeugnisse“ des Öster­reichischen Umweltzeichens, NP DRUCK, UW-Nr. 808

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Wagemut und Sicherheit – darauf kommt es

„Christsein bewährt

an, wenn man im Klettergarten unterwegs ist. Mit Wagemut haben die jungen Flüchtlinge allein ihre Heimat verlassen, ihre österreichischen Freund/ innen geben ihnen zunehmend Sicherheit. „Tobias“ – das Freizeitprojekt des Don-Bosco-Flüchtlingswerks macht es möglich.

sich für mich, wenn es mir gelingt, den Alltag, auch seine Lasten, mit den Menschen zu teilen“, sagt Christina. Sie ist Missionarin auf Zeit im Benin – und eine von 700 Frauen und Männern aus ­Österreich, Deutschland und der Schweiz, die in den vergangenen 25 Jahren mit dem MAZ-Programm der Steyler Missionare in ein „Dritte Welt“-Land gingen. MAZ

DB Flüchtlingswerk

Den ganzen Menschen im Bllick haben die Marienschwestern (Bad Kreuzen, Bad Mühllacken, Aspach) mit ihren Heil- und Theapiemethoden nach der traditionellen Europäischen Medizin. Im Sinne von Pfarrer Sebastian Kneipp verbinden sie Heilkräuter, Wasser, Bewegung und Ernährung zu einer „heilsamen“ Mixtur.

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Ein „grüner Gockel“ kündet in Dechantskirchen weitum die gelebte Umwelt- und Schöpfungsverantwortung der Vorauer Stiftspfarre. 2005 wurde die erste Solaranlage errichtet, seit 2010 ist die Pfarre EMAS (Europäisches Umweltmanagement) zertifiziert. Bei allen Einkäufen wird auf regional und fair geachtet. Heuer wurden eine weitere Photovoltaikanlage im Kindergarten sowie eine Gemeinschaftsanlage auf Pfarrinitiative geschaffen.

Orden heute

Heilsam In Österreich sind 205 verschiedene Ordensgemeinschaften tätig. Zu ihnen gehören 2.060 Ordensmänner und 4.210 Ordensfrauen. Ihr Gebet, ihr Zeugnis und ihr Engagement sind nicht nur ein „Schatz“ für die Kirche, sondern auch für die Gesellschaft. Ein waches Auge für die Bedürfnisse und Nöte der Zeit stand für die meisten Orden am Beginn. Ihre Gründerinnen und Gründer wollten Menschen um sich sammeln, die bereit waren, sich radikal in den Dienst Gottes und damit auch in den Dienst der Menschen zu stellen. Die Zeiten haben sich geändert, manche Aufgaben haben sich überholt, von manch Liebgewonnenem muss Abschied genommen werden – auch die Zahl der Mitglieder ist in vielen Ordensgemeinschaften zurückgegangen. „Gerade bei den Gemeinschaften, die sich ernsthaft dieser Wirklichkeit stellen, ist – bei allem Schmerz, der damit auch verbunden ist – eine neue Dynamik gewachsen, eine neue Zuversicht. Und bei manchen spürt man richtig, wie durch die Annahme neuer Aufgaben auch alte Ordensmitglieder wieder aufgeblüht sind, sagt der Jesuit Alois Riedlsperger. Er hat viele Ordensgemeinschaften bei Entscheidungsprozessen begleitet. Er meint, wo das verstanden werde, dass der Orden kein Selbstzweck ist, sondern „Gottesdienst“ und „Menschendienst“ in den jeweils aktuellen Herausforderungen, da gebe es Aufbrüche, da würden Orden für Suchende und Notleidende, für Neugierige und Müde zur „heilsamen“ Erfahrung. l Hans Baumgartner

Alt trifft Jung. Unter einem Dach haben die Mit einer Recycling-Party hat St. Ursula in Wien ihr Umweltprogramm gestartet. Gemeinsam mit den Ursulinenschulen in Salzburg und Klagenfurt hat man sich verpflichtet, nach dem EMASZertifikat den Schulbetrieb auf nachhaltiges Umweltmanagement auszurichten. Dechantskirchen, St. ursula

Caritas-Sozialis-Schwestern in Wien ihr Pflegeund Sozialzentrum und ihren ­Kindergarten angesiedelt. Für die Begegnung zwischen jungen und alten Menschen gibt es ein eigenes Programm, wo miteinander ges­pielt, gebas­telt, gesungen wird und Geschichten erzählt werden. Dabei lernen beide Seiten Lebensfreude und Rücksichtnahme, Verständnis und Vertrauen. Was das PflegezentrumMaskottchen, der „Memofant“, mit dem elefantischen Gedächtnis und großem Herzen wohl den beiden zu sagen hat? CS/Alt&Jung

Links www.ordensgemeinschaften.at https://twitter.com/ordensgem_at www.facebook.com/ordensgemeinschaften.at

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Werden Sie Lehrlingspate!

gesucht! Übernehmen Sie eine Lehrlingspatenschaft! Eine Investition, in die Zukunft junger Menschen! Angenommen Sie lesen in einer Tageszeitung, dass über 4.000 Lehrlinge in Österreich keine Chance auf eine Lehrstelle haben. Möchten auch Sie diesen Jugendlichen helfen und eine Zukunft voller Perspektiven schaffen? Ermöglichen Sie gemeinsam mit uns jungen Menschen einen Ausbildungsplatz! Übernehmen Sie als Einzelperson, Unternehmen oder auch als Ordensgemeinschaft eine Lehrlingspatenschaft! Für detaillierte Informationen kontaktieren Sie uns oder besuchen Sie unsere Website. Jugend Eine Welt St. Veit-Gasse 21 • 1130 Wien Tel. +43 (1) 879 07 07–0 • info@jugendeinewelt.at • www.jugendeinewelt.at Lehrlingspatenschaft_196x126 mm_inpuncto.indd 1

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Das SchelhammerEthiksparbuch: Wir verbinden Geldanlage mit mehr Verantwortung.

Gute Rendite und gutes Gewissen müssen kein Widerspruch sein: Wir freuen uns auf Ihren Anruf: Tel. +43 1 534 34 - 2046, Herr Wolfgang Schöbel www.schelhammer.at

Es gelten die „Allgemeinen Bestimmungen für die Einlagen auf Sparbücher (ABES)“ der Bankhaus Schelhammer & Schattera AG in der jeweils gültigen Fassung gemäß Aushang.

DAS E THIKSPARBUCH

WERTE VERBINDEN UNS


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