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w w w.k i n d u n d ke g e l. d e

Angebote f체r werdende Eltern in Dresden und Umland

2. Auflage

Das Kugelbauch

Magazin

n M it v ie le

n A d r e sd esr e aus

Region

Entbindung mit

Doula

V채ter und Geburt Wohlf체hlen mit Babybauch

Mit Buchempfehlungen und wichtigen Internetseiten


»Alle meine Entchen ...«

Jedes Jahr sterben Kinder am plötzlichen Säuglingstod. Das muss nicht sein. Informationen können Leben retten!

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Das KugelbauchMagazin

©

BABYHILFE DEUTSCHLAND Wir retten Leben.

h@nke-design.com_2011

www.babyschlaf.de


In h a l t Grußwort

Geburt vorbereiten

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Eltern, ein neues Leben entsteht – und gleichzeitig auch ein neuer, spannender Lebensabschnitt voller Fragen, Gedanken und Möglichkeiten. Jegliches Medienformat bietet unendlich viele Informationen. Die schwangeren Frauen und werdenden Väter wissen manchmal gar nicht mehr, was davon eigentlich richtig und wichtig ist. Wir Hebammen sind dann gerne für Sie da und bieten Ihnen Beratung und Begleitung vom positiven Schwangerschaftstest bis zum ersten Brei Ihres Kindes an. Wir beraten Sie nicht nur, sondern übernehmen auch die Vorsorgeuntersuchungen während der Schwangerschaft, helfen bei Schwangerschaftsbeschwerden und -sorgen, bieten Kurse zur Geburtsvorbereitung und nach der Geburt in verschiedenen Formaten an und begleiten Sie auch zur Geburt, wenn es möglich ist. Und dabei klären wir all die offenen Fragen, was denn nun wirklich wichtig ist. Das „Kugelbauch-Magazin“ ist ein wertvoller Ratgeber, in dem die regionalen Angebote in Dresden, der neuen Geburtenhauptstadt Deutschlands, sowie dem Umland übersichtlich präsentiert werden. Und vielleicht liefert Ihnen das Magazin die eine oder andere Inspiration für den neuen Lebensabschnitt als wachsende Familie.

Jessica Mustin Hebamme und 2. Vorsitzende des Sächsischen Hebammenverbandes e.V.

4 | Leistungen der Hebamme 6 | Entbindung in der Klinik, im Geburtshaus oder zu Hause 11 | Geburtsvorbereitungskurse 12 | Geburtsbegleitung mit Doula 14 | Kurse für die Vorbereitung auf die Zeit mit Kind 15 | Geschwisterschulen 18 | Väter bei der Geburt

Beratung und Unterstützung

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Nabelschnurblut Risikoschwangerschaften Kaiserschnitt Pränatale Diagnostik Väter in Elternzeit Alkohol und Rauchen in der Schwangerschaft Orientierungshilfe im Bürokratiedschungel Glücklose Schwangerschaften Rat und Unterstützung durch Beratungsstellen

Gesunde neun Monate

30 31 33 34 36 37 38

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Medikamente in der Schwangerschaft Akupunktur und Aku Taping Die sanften Methoden der Homöopathie Aromatherapie Osteopathie in der Schwangerschaft Moxatherapie und Haptonomie Die richtige Ernährung in der Schwangerschaft mit leckeren Getränkerezepten

Fit mit Babybauch

Editorial Liebe Leserinnen und Leser, herzlichen Glückwunsch – Sie sind schwanger. Nun wird Ihnen jeder sagen, dass dies eine ganz spannende Zeit ist voller Fragen, Sorgen und Nöte. Voller toller Gefühle und großartiger Erlebnisse. Eine Zeit auch, in der die werdenden Eltern über Vieles nachdenken. Ist das Kind gesund? Wo entbinde ich? Wird es ein Junge oder ein Mädchen? Welchen Namen soll das Kind tragen? Wie soll das Kinderzimmer aussehen? Auf die meisten Fragen finden die Eltern leicht eine Antwort, und an Beratung mangelt es zumeist nicht. Die künftigen Großeltern, Geschwister, Freunde stehen mit Rat und Tat zur Seite. Und wenn es um medizinische Fragen zur Schwangerschaft und dem Kind geht, helfen Frauenärztin, Hebamme oder die Klinik, in der die Geburt stattfinden soll. Die eigene Realität liegt sicherlich irgendwo dazwischen. Und Sie als Eltern müssen Ihren Weg finden. Wir möchten Ihnen mit diesem Magazin einen Begleiter an die Hand geben, der Ihnen vor allem in Dresdner Raum und im Umland, den Weg zu all den schönen und spannenden Angeboten rund um Ihre Kugelbauchzeit gibt. Dazu haben wir uns mit Ihren Wünschen und Fragen auseinander gesetzt, zahlreiche Experten befragt und eigene Erfahrungen einfließen lassen. Wir wünschen Ihnen eine entspannte Zeit mit Baby im Bauch und zur richtigen Zeit auch eine schöne Geburt Ihres Kindes. Ihre Kugelbauch-Redaktion

Das KugelbauchMagazin

41 42 44 45

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Schwangerenschwimmen Bauchtanz Yoga in der Schwangerschaft Pilatestraining mit Kugelbauch

Wohlfühlen

46 | Wohlfühltipps für Körper, Haut und Haare 48 | Umstandsmode muss kein Umstand sein

Bleibende Erinnerungen

50 | Fotografie 52 | Bauchabformungen

Nach der Geburt

54 56 60 62

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Stillen oder nicht Stillen Rückbildungsgymnastik Unterstützung bei Wochenbettdepressionen Kontakte knüpfen von Anfang an

Service

64 | Adressen – Wer macht was in Dresden und Umland 66 | Impressum 67 | Notfallnummern

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Planung

Fotos (2): JMG / www.pixelio.de

Geburt vorbereiten Mit dem Hörrohr Herztönen und Herzenswünschen auf der Spur Die Hebamme als Begleitung durch eine aufregende Zeit Eine Freundin zu haben, mit der frau durch dick und dünn gehen kann, ist etwas sehr Wertvolles. Wenn es jedoch im wahrsten Sinne des Wortes richtig dicke kommt – in Form eines sich rundenden Babybauches – dann kann selbst die Herzensfreundin manchmal mit ihrem Latein am Ende sein. In diesem Fall und zu jedem Zeitpunkt der Schwangerschaft kann eine Hebamme, die Fachfrau in Sachen Schwangerschaft, Geburt und Muttersein, zu Rate gezogen werden. Sie wird gemeinsam mit der werdenden Mutter zu ergründen versuchen, warum es hier und da zwickt, wird Unsicherheiten und Ängste schmälern helfen und bei Bedarf finanzielle Hilfsangebote aufzeigen. „Wir Hebammen fungieren jedoch nicht nur als Beraterinnen, wir können von der Feststellung der Schwangerschaft an die ganze Bandbreite der Schwangerschaftsvorsorge anbieten“, erläutert Sylke Patka vom Bund

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Freiberuflicher Hebammen. Ausgenommen davon sind die Ultraschalluntersuchungen, die nur ein Frauenarzt durchführen darf. Bei unbedenklichen Schwangerschaftsverläufen führen Hebammen Blut- und Urintests durch, stellen die Lage des Kindes fest, kontrollieren den Blutdruck, die Größenzunahme der Gebärmutter und die kindlichen Herztöne. Im

Hebammensuche Listen über freiberufliche Hebammen liegen aus: in Frauenarztpraxen, in Familienzentren, bei der Schwangerenberatung, bei den Hebammenverbänden Nützlicher Link: www.hebammensuche.de Suche nach einer freiberuflichen Hebamme in ihrer Nähe, auch nach Tätigkeitsgebieten gegliedert.

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letzten Schwangerschaftsdrittel können auch die CTG-Kontrollen, also der Herzton- und Wehenschreiber, wenn die werdende Mutter diese als notwendig erachtet, in die Hände einer Hebamme gelegt werden. Die meisten Schwangeren hierzulande begeben sich immer noch zunächst in die Obhut ihres Gynäkologen. Stetig wächst die Zahl der Frauenärzte, die sich die Vorsorgeuntersuchungen in einer Praxisgemeinschaft mit Hebammen teilen, weil sie es schätzen gelernt haben, dass ihre Kolleginnen sich mehr Zeit zum Zuhören und Beraten nehmen können. Aber auch außerhalb der Arztpraxis kann Hebammenhilfe je nach Notwendigkeit in Form eines Hausbesuchs, in einer Hebammenpraxis oder am Telefon in Anspruch genommen werden. Freiberufliche Hebammen werden von der Krankenkasse für diese wichtige Begleitung vergütet. Wer noch keine genaue Vorstellung hat, wie und wo die Geburt des Erdenneulings stattfin-


Pla nu ng den soll, kann sich ebenfalls umfassend von einer Hebamme beraten lassen. „Wünscht sich die Schwangere eine Hausgeburt, möchte sie in einem Geburtshaus entbinden oder eine Beleghebamme mit ins Krankenhaus nehmen, sollte sie sich frühzeitig vormerken lassen“, rät Sylke Patka, die selbst als freie Hebamme tätig ist. Die enorm gestiegenen Versicherungskosten, die freiberufliche Hebammen für Geburtshilfe entrichten müssen, hält viele davon ab, ihrem ursprünglichen Bedürfnis nach Geburtsbegleitung weiter nachzugehen. Das kann künftig die freie Wahl der Frauen nach ihrer Wunschentbindung noch mehr einschränken.

Checkliste für die Kliniktasche Kleiner Mensch, wann kommst du endlich raus? – Wenn Sie diese Frage bereits gefühlte tausend Mal gestellt haben und das Ende als wandelnde Riesenmurmel naht, dann ist es an der Zeit, die Kliniktasche zu packen. Aber womit?

Muss-Liste für alle wichtigen Dinge: Hebammenleistungen

Mutterpass, Krankenversicherungskarte, Personalausweis

Hebammenhilfe ist eine Leistung der gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen und Sozialämter. Sie übernehmen beispielweise die Hebammenkosten für:

kunden beider Elternteile und Vaterschaftsanerkennung

Heiratsurkunde, beziehungsweise für nicht Verheiratete Geburtsurein bequemes, langes T-Shirt für die Geburt (es werden auch in der Klinik Hemdchen angeboten) bei längeren Haaren unbedingt Haargummis

• Schwangerenberatung in der „Hebammensprechstunde“ • Schwangerenvorsorge (kann auch mit dem Gynäkologen abgewechselt werden) • bis zu 14 Stunden Geburtsvorbereitung • in Ausnahmefällen Geburtsvorbereitung zu Hause • Geburtshilfe (auch außerhalb der Klinik) • Wochenbettbetreuung (Hausbesuche nach der Geburt für Mutter und Kind) • Stillberatung und Hilfe bei Ernährungsfragen • 10 Stunden Rückbildungsgymnastik oder -yoga

2 bis 3 weite Nachthemden, idealerweise mit Knöpfen, was praktisch für das Stillen ist bequeme Hose und Pullover oder ein Bademantel dicke Socken und Hausschuhe Unterwäsche, die nicht sehr empfindlich ist Toilettenartikel und Waschzeug, es werden nicht in allen Kliniken Handtücher angeboten

Kann-Liste enthält Dinge wie: ein paar Stilleinlagen und eventuell schon ein Still-BH, zu empfehlen bei einem längeren Klinikaufenthalt wie zum Beispiel

Doch bevor das kleine Wesen die Welt mit eigenen Augen erblickt, besuchen die meisten werdenden Mütter, oft gemeinsam mit den Vätern, einen Geburtsvorbereitungskurs. Auch dafür sind Hebammen zuständig. Neben sachlichen Informationen rund um die Geburt, das Wochenbett und Stillen geben sie Anleitung zu Gebärhaltungen sowie Atem- und Entspannungsübungen, die bei der Geburt hilfreich sein können.

nach einem Kaiserschnitt Fotoapparat Lesestoff und/oder MP3-Player Traubenzucker zum Durchhalten Telefonliste und Handy zum Verkünden der guten Neuigkeiten gemütliche Sachen für den Papa Tagebuch

Während der Geburt kann die zuständige Hebamme daran anknüpfen und die Schwangere mit ihrem Partner so unterstützen, dass sie in der Lage sind, ihr Kind aus eigener Kraft und selbstbestimmt zu gebären. Nur bei Komplikationen muss sie einen Arzt hinzuziehen und wird gemeinsam mit ihm die eventuellen medizinischen Unterstützungsmaßnahmen erläutern. Sie hilft außerdem beim ersten Stillen und nimmt die erste Vorsorgeuntersuchung beim Kind vor.

Was wäre noch wichtig? Wie komme ich am schnellsten zur Klinik und wo sind die Parkplätze in der Nähe des Einganges? Was ziehe ich an, wenn es nach Hause geht? Und natürlich die winzigen ersten eigenen Sachen und die Autoschale für das Neugeborene zurechtlegen. (me)

Nun wird keine frischgebackene Mutter nach der Geburt allein gelassen. Egal ob sie ambulant geboren hat oder einige Tage in der Klinik geblieben ist. Ihr stehen im Wochenbett regelmäßige Hausbesuche einer Hebamme zu, die ihr mit Rat und Tat zur Seite steht und die gesunde Entwicklung von Mutter und Kind verfolgt. „Natürlich ist es günstig, wenn die Wochenbettbetreuung von derselben Hebamme durchgeführt wird, die bereits für die Vorsorge zuständig war. Das Vertrauensverhältnis muss dann nicht in der sensiblen ersten Zeit mit dem Kind aufgebaut werden“, empfiehlt Sylke Patka. Ist dies nicht möglich, sollten sich die werdende Mutter und die Hebamme trotzdem schon einmal vorher kennen gelernt haben. Im Krankenhaus kann ebenfalls nach freiberuflich tätigen Hebammen gefragt werden. Der Beistand kann auch noch nach Ablauf des Wochenbettes, also 8 Wochen nach der Geburt, erwartet werden. Für viele Frauen ist über die vielen Wochen hinweg aus der einfühlsamen und stärkenden Begleiterin eine gute Vertraute auf Zeit geworden. (ki)

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Wo kommt mein Kind zur Welt? Die Klinik Gemeinsam von Anfang an Babyfreundliches Krankenhaus Als„Babyfreundliches Krankenhaus“ legen wir großen Wert auf eine ausgewogene medizinische Versorgung, verbunden mit dem Gefühl der Geborgenheit. Im Mittelpunkt stehen bei uns: • die körperlichen und seelischen Bedürfnisse des Kindes und der Eltern • das Stillen als optimale und natürliche Ernährung und • die körperliche und räumliche Nähe

Wir bieten an: • vorgeburtliche Diagnostik, spezialisierte Betreuung • Geburtsvorbereitungskurse, Kreißsaalführung, Geschwisterschule, Babymassage • alternative Entbindungsmethoden (Wannenbad, Akupunktur, Aromatherapie, PDA, Homöopathie) • Kaiserschnitt nach sanftem OP-Verfahren • 24-Stunden-Rooming-In, Familienzimmer • kinderärtzliche Versorgung rund um die Uhr • Stillberatung / Stillzimmer / Stillgruppe

Die meisten Frauen entscheiden sich, ihr Kind im Krankenhaus zu bekommen. Dr. Markus Grebe von der Geburtsklinik des Friedrichstädter Krankenhauses kennt die Beweggründe der werdenden Mütter: „Der Hauptgrund ist der Sicherheitsaspekt. In der Klinik steht sofort Hilfe bei Komplikationen zur Verfügung, auch wenn sich keiner wünscht, dass dieser Fall eintritt. Wenn alles in Ordnung ist, wird die Schwangere durch die Hebamme betreut. Der Arzt kommt nur zur Überwachung und dann zur Geburt dazu. Wenn es Probleme gibt, stehen Fachärzte, Kinderarzt und Anästhesist zur Verfügung. OP, Intensivstation und Kinderklinik sind am Ort vorhanden", berichtet Dr. Grebe. Aber Kliniken sind nicht nur für Risikogeburten und Notfallentbindungen eine gute Wahl. Haftete ihnen früher das Image steriler, herzloser Massenabfertigung an, bemühen sich heute die Ärzte, Hebammen und Schwestern um eine entspannte, wohlige Geburtsatmosphäre. Dr. med. Frank Stoermer, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe der Weißeritztalkliniken ist sich dessen sicher: „Uns ist sehr an einer individuellen Betreuung gelegen. Eine Möglichkeit ist die Betreuung durch eine Beleghebamme. Wichtig ist, dass diese Hebamme eine vertragliche Bindung zu unserer Klinik hat. Auch sollte sich die Frau rechtzeitig nach 'ihrer' Hebamme umschauen, da eine problemlose Terminabsprache wichtig ist. Für Frauen, die

sich durch die angestellten Hebammen betreuen lassen, sollten die Anwesenheit des Partners, das Mitbringen der Lieblings-CD und auch weitere individuelle Dinge ebenfalls zum ganz familiären Erlebnis der Geburt beitragen." Moderne Entbindungsbetten, Geburtswannen und andere Kreißsaalaccessoires wie Gebärhocker und Pezzibälle sind natürlich vorhanden, der Kreißsaal soll nicht nach Krankenhaus aussehen. Die Hebammen und Ärzte der Krankenhäuser wenden immer mehr auch alternative Methoden wie die Homöopathie oder die Akupunktur an, um die Geburt zu begleiten. Kommt es zu Komplikationen, können sie jedoch ohne große Umwege auf die konventionellen Medikamente und Techniken zurückgreifen, um das Kind unbeschadet auf die Welt zu holen. Krankenhäuser bieten außerdem schon im Vorfeld und auch nach der Geburt ein weites Spektrum an Kursen zur Geburtsvorbereitung und für die erste Zeit mit dem Baby. Ziel der Kliniken ist es, eine durchgehende Betreuung in der Schwangerschaft, unter der Geburt und im Wochenbett anzubieten. Das Repertoire reicht von Geburtsvorbereitungskursen, Schwangerenschwimmen und Geschwisterkursen bis hin zu Rückbildungsgymnastik, Babymassage und Babyschwimmen sowie der Unterstützung der Mütter beim Stillen. Bei Rundgängen durch die Entbindungsstation können sich die baldigen Mamis und Papis

Familienzimmer Ein guter Start ins Leben zu dritt

Weitere Informationen sowie Anmeldung zu Kursen und Sprechstunden: Kreißsaal (03 51) 44 40 22 57 Stillberatung (03 51) 44 40 50 30 / 22 30 Sprechstunde (03 51) 44 40 22 74 Infoabende jeden dritten Dienstag im Monat 19 - 20.30 Uhr. Krankenhaus St. Joseph-Stift – Klinik für Geburtshilfe Wintergartenstr. 15/17 - 01307 Dresden E-Mail: gyn@josephstift-dresden.de Internet: www.josephstift-dresden.de

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Wenn der kleine Erdenbürger frisch geschlüpft ist, alle Untersuchungen an Mutter und Kind absolviert sind und sich die Aufregung ein bisschen gelegt hat, dann wollen beide erst einmal zur Ruhe kommen und sich zurückziehen. Aber auch der frischgebackene Vater muss dann nicht traurig allein nach Hause gehen. In fast jeder Geburtsklinik gibt es die Möglichkeit, gemeinsam ein Familienzimmer zu beziehen und die ersten Stunden zu dritt zu genießen. Im Elblandklinikum Radebeul wird dieses Angebot seit mehr als fünf Jahren fleißig

genutzt. Einer extra Anmeldung dazu bedarf es nicht. Die Kosten für den Jungvater halten sich auch in Grenzen. 28 Euro zusätzlich für Übernachtung und Verpflegung sind ein kulantes Angebot, das von manchen Familien die gesamte Zeit des Krankenhausaufenthaltes genutzt wird. In den Dresdner Krankenhäusern variieren die Kosten zwischen 15 Euro in der Frauenklinik Friedrichstadt und 45 Euro im Diakonissenkrankenhaus. Voraussetzung bei allen ist, dass der Babyandrang nicht zu groß ist und sich ein freies Bett für den müden Vater findet. (kk)

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Pla nu ng Zertifikat

Foto: caadoo

Babyfreundliches Krankenhaus

die Kreißsäle und die Wöchnerinnenstation anschauen. Sie lernen das Personal kennen und bekommen Antworten auf all ihre Fragen. „Eine Anmeldung zur Entbindung ist zwar nicht zwingend erforderlich, allerdings sollte im günstigsten Fall eine Vorstellung vor der Geburt erfolgen. Der behandelnde Frauenarzt überweist

die Frau meistens nach der 34. Schwangerschaftswoche zur ambulanten Vorstellung in die Klinik. Unabhängig davon können werdende Eltern auch nach vorheriger telefonischer Absprache eine individuelle Besichtigung vereinbaren", rät Dr. Dr. med. Frank Stoermer den werdenden Müttern und Vätern.

U n se r

Geborgen und sicher entbinden • • • • • • • • • • •

Elternschule mit umfangreichem Kursangebot Intensiv-Schwangeren-Beratung Geburtserleichternde Methoden, z. B. Akupunktur, Homöopathie Wannen- und Hockergeburt, spontane Beckenendlagengeburt Ambulante Entbindungen Geburtensaal mit OP (für Kaiserschnitt-Entbindungen) Medikamentöse Schmerzlinderung Familienzimmer, Stillzimmer Zertifizierte Stillberaterinnen (IBCLC) Facharzt, Kinderarzt, Anästhesist rund um die Uhr verfügbar Wochenstation mit integrierter Säuglingsstation (fünf neonatologische Intensivbetten), Perinatologische Schwerpunktklinik Lernen Sie uns persönlich kennen - jeden Montag stellen wir 18 Uhr werdenden Eltern unsere Geburtshilfe vor (Treffpunkt: Haus M, DG). Frauenklinik im Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt, Städtisches Klinikum, Chefarzt Dr. med. Markus Grebe, Friedrichstraße 41, 01067 Dresden, Geburtensaal Tel.: 0351 480-1635, E-Mail: ksfk@khdf.de, www.khdf.de

n eu e s H e

Es gibt von der WHO einen 19seitigen Anforderungskatalog, der 2011 aktualisiert wurde. Er legt umfangreiche Kriterien für das Siegel Babyfreundliches Krankenhaus dar. Dabei spielt die Stillstatistik-Datei und die Schulung der Mitarbeiter zum Thema Stillen und Stillprobleme genauso eine Rolle wie der ununterbrochene Hautkontakt der Mutter zum Neugeborenen. Außerdem sind die völlige Ablehnung der Zusatzernährung von Neugeborenen (außer bei medizinischer Indikation), das 24-Stunden-Rooming-in und die Ablehnung von Schnullern gewichtige Kriterien. Werbung für Muttermilchersatzprodukte ist in diesen Krankenhäusern verboten. (kk) Nachzulesen unter: www.babyfreundlich.org/infomaterial

bammenteam freut sich auf Sie!

ELBLANDKLINIKUM Radebeul Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe Heinrich-Zille-Straße 13  01445 Radebeul  Telefon: 0351 833-3500 Angebote in der Schwangerschaft • Anmeldung zur Geburt und vorgeburtliche Stillberatung bei der Hebamme: 0351 833-4418 • Elterninformationsabend, jeden 1. Mittwoch im Monat um 19.30 Uhr in der Klinik-Cafeteria (3. Etage) • Kreißsaalführung • Geburtshilfliche Ambulanz • Geburtenplanung • Stillgespräch • 3D-Ultraschall als IGEL • Geburtsvorbereitungskurse • Yoga für Schwangere • Akupunktur

Angebote nach der Geburt • Präpartale Überwachung und • Intensivschwangerenberatung • Stillberatung • Rückbildungsgymnastikkurse • Babymassage • Babyschwimmen • Krabbelgruppe „Babyklatsch“ • Häusliche Nachbetreuung durch unsere Hebammen • Stillberatung nach der Entlassung und 24-Stunden-Hotline • Anmeldungen und Auskünfte über die Telefonnummer: 0351 833-4418

Weitere Informationen unter www.elblandbabies.de

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anz WTK Kugelbauchmagazin:Layout 2 13.11.09 11:07 Seite 1

Pl a n u n g

Das Geburtshaus und die Hebammenpraxis persönlich zu begleiten. Sie grenzen sich damit bewusst von Kliniken ab und wollen Frauen dabei unterstützen, bewusst, selbstbestimmt, seelisch und geistig gesund mit ihrer Schwangerschaft, der Geburt und ihrem Neugeborenen umzugehen.

Foto: privat

Eine weitere Möglichkeit sein Kind zur Welt zu bringen ist das Geburtshaus beziehungsweise eine Hebammenpraxis mit Geburtsbegleitung. Ziel dieser ist es, Schwangere und Paare während der Schwangerschaft, der Geburt und der ersten Zeit mit dem Säugling umfassend und

Gerade ein paar Minuten alt - Jonas, frisch geschlüpft, im Geburtshaus "Neues Leben" in Striesen

In den meisten Geburtshäusern kann nur ambulant unter der Leitung einer Hebamme entbunden werden, das heißt nach einem normalen Geburtsverlauf kehren Mutter und Kind bereits nach wenigen Stunden in die eigene Wohnung zurück und werden in der Folgezeit von der Nachsorgehebamme betreut. Wünschen sich die Eltern eine Entbindung im Geburtshaus, dann gilt es, frühzeitig mit den dortigen Hebammen Kontakt aufzunehmen, denn die Hebammen können nur eine begrenzte Anzahl an zu erwartenden Geburten annehmen und die Frauen betreuen. Meist werden die Schwangeren schon lange Zeit vor ihrer Geburt betreut. So haben beide Seiten Zeit, sich über ihre Wünsche und Vorstellungen zu unterhalten. Schön für die Frauen ist es, wenn sie die Hebammen an ihrer Seite schon vorher kennen lernen können und nicht erst in der Klinik am Tag der Geburt sehen. Vor allem bei der zweiten oder dritten Geburt wissen Frauen diese Möglichkeit zu schätzen. Setzen die Wehen ein, ruft das Elternpaar die Hebamme an und kurze Zeit später treffen sich alle im Geburtshaus. Die Hebamme bleibt

ELBE-WEISSERITZ

Klinikum Pirna

K L I N I K E N

AKADEMISCHE LEHRKRANKENHÄUSER AN DER TECHNISCHEN UNIVERSITÄT DRESDEN

Kontakt:

Starke Nachbarn für Ihr Baby: Pirna und Freital Ihre Entbindung in intimer, individueller und familiärer Atmosphäre - mit Ihrem Partner

Ihre Entbindung in intimer, individueller und familiärer Athmosphäre – mit Ihrem Partner In unseren modern ausgestatteten Häusern

werden Sie von einemausgestatteten erfahrenen Team Häusern vor, In unseren modern währendSie undvon nacheinem der Geburt betreut: Team vor, werden erfahrenen während und nach der Geburt betreut: Zusammenarbeit von Klinik - und Beleghebammen ■

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Kinderärzte und Kinderkrankenschwestern vor Ort Zusammenarbeit mit angestellten alternative Entbindungsmethoden und Beleghebammen (u.a. Entbindungswanne) möglich Kinderärzte und -krankenschwestern vor Ort Stillzimmer / Familienzimmer alternative Entbindungsmethoden ambulante Entbindung auf Wunsch (u. a. Entbindungswanne) möglich Durchführung notwendiger Kaiserschnitte mit Stillzimmer / Regionalanästhesie (ohne Vollnarkose), ambulante Entbindung auf Wunsch auch in Anwesenheit des Partners

druck_509_Weißeritzkliniken_KB_2011.indd 1

Umfassendes Begleitangebot: Durchführung notwendiger Kaiserschnitte mitInformationsabende Regionalanästhesie (ohne Vollnarkose), (siehe rechts) auch in Anwesenheit des GeburtsvorbereitungsundPartners Rückbildungskurse,

Akupunktur,Begleitangebot: Aromatherapie, Homöopathie Umfassendes Intensivschwangerenberatung ■ Informationsabende (siehe rechts), für Risikoschwangerschaften Geburtsvorbereitungsund Rückbildungkurse, ambulante Nachbetreuung auf Homöopathie Wunsch Akupunktur, Aromatherapie, fachkundige Hilfe und Unterstützung beim Stillen ■ Intensivschwangerenberatung durch unsere Schwestern unter Leitung einer für Risikoschwangerschaften ausgebildeten Stillberaterin (IBCLC) ■ ambulante Nachbetreuung auf Wunsch

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KranKenhaus FFREITAL reital KRANKENHAUS Bürgerstrasse 01705 Freital: Bürgerstraße 7,7,01705 Freital: Klinik für Gynäkologie Gynäkologieund undGeburtshilfe Geburtshilfe Klinik für Chefarzt Dr. med. med.Frank FrankStoermer Stoermer Chefarzt Dr. Tel.:0351/ 6466808 6808 Tel.: 0351/646 frauenklinik@ frauenklinik@ weisseritztal-kliniken.de weisseritztal-kliniken.de Informationsabende jeden Informationsabende jeden 2. und 4. Dienstag 18.30 Uhr 2. und 4. Dienstag 18.30 Uhr (ohne Voranmeldung) (ohne Voranmeldung) KranKenhaus Pirna KLINIKUM PIRNA Struppener Straße Strasse13, 13,01796 01796 Pirna Pirna: Klinik für Gynäkologie Gynäkologieund undGeburtshilfe Geburtshilfe Chefarzt Dr. med. Klaus Haffner ÄD Chefarzt Dr. med. Klaus Haffner Tel.: 03501/ 71185211 5211 Tel.: 03501/7118 klaus.haffner@klinikum-pirna.de klaus.haffner@klinikum-pirna.de Informationsabende jeden Informationsabende jeden Montag Uhr Montag 18.30 18.30 Uhr (nach Voranmeldung (bitte nach Absprache unter unter 03501/2455) 7118 2455) 03501/7118 05.10.2011 12:00:52


Pla nu ng die gesamte Zeit der Geburt bei der Frau und unterstützt sie. Im Geburtshaus sind alle Gerätschaften und Utensilien, die zur Entbindung benötigt werden, vorhanden. Außerdem sind Geburtshäuser so eingerichtet, dass sie an ein gemütliches Zuhause erinnern und dennoch allen Komfort bieten, den sich die Kreißende zum Gebären wünscht. Sie kann sich vollkommen auf sich und ihr kommendes Kind konzentrieren. Ein Vorteil von Geburtshäusern ist auch, dass hier mehrere Hebammen zusammen arbeiten. Die werdenden Eltern lernen alle Frauen kennen, denn auch eine Hebamme ist nicht immer rund um die Uhr verfügbar. Die Kolleginnen ergänzen sich und können notfalls füreinander einspringen. Manche Geburtshäuser arbeiten auch mit einem niedergelassenen Gynäkologen zusammen, der in ihrem Team die ärztliche Seite abdeckt.

Während bei einer Geburt im Krankenhaus alle Kosten, auch eines längeren stationären Aufenthalts, erstattet werden, wird zwar eine Geburt im Geburtshaus getragen, jedoch werden Kosten für verbrauchte Materialien und stationäre Aufenthalte nur nach Kulanz der jeweiligen Krankenkasse übernommen. Es gibt keine wissenschaftlichen Erkenntnisse darüber, ob die Geburt in einem Geburtshaus größere oder geringere Risiken birgt als eine Geburt in der Klinik. Eine Studie aus Nordamerika belegt, dass es aus Risikoerwägungen keinen signifikanten Unterschied zwischen Hausgeburten und Klinikgeburten gibt. Bei Geburtshäusern sind keine zusätzlichen Risikofaktoren bekannt. Bei der Planung der Geburt ist jedoch die Länge des Weges in die nächstgelegene geeignete Klinik ein Faktor, den man mit bedenken sollte.

HebammenpraxiS / Geburtshaus In einer Hebammenpraxis haben sich mehrere Hebammen zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen. Je nachdem, wie ihre Räume gestaltet sind, können sie Kurse zum Beispiel zur Geburtsvorbereitung oder Rückbildung anbieten. Grundsätzlich jedoch bieten sie die Vor- und Nachsorge an. Sofern es räumlich möglich ist und die Hebammen es anbieten, kann man auch in einer Hebammenpraxis entbinden, diese Praxen nennen sich dann oft Geburtshaus.

Viele Hebammenpraxen/Geburtshäuser bieten Informationsveranstaltungen, Geburtsvorbereitung, Kurse in offenen oder geschlossenen Gruppen, Vorbereitung zum Leben mit Kindern und vieles mehr. Außerdem finden hier auch nach der Geburt Rückbildungsgymnastik, Stilltreffs, Krabbelgruppen und anderes statt. (kk)

Die Hausgeburt Die meisten Schwangeren wünschen sich eine natürliche Geburt – sanft soll der Start ins Leben sein für das geliebte kleine Wesen, nicht zu schmerzhaft für die Mama, und geborgen die ersten Stunden und Tage für die neue Familie.

bei einer Krankenhausgeburt, bei einer weitaus niedrigeren geburtshilflichen Eingriffsrate – und damit auch weitaus weniger belastende, komplikationsbehaftete und teilweise traumatische Erlebnisse für alle Beteiligten.

Tatsächlich sieht die Sache dann manchmal anders aus: der Kreißsaal ist ziemlich fremd, die Hebammen haben gerade Schichtwechsel, irgendwo piepst lautstark ein medizinisches Gerät, routiniert wird frau erst einmal verkabelt und untersucht, und dann darf es endlich losgehen. Kaum ist das Kind da, beginnt eine weitere Routine-Runde, diesmal für zwei. Kein Wunder, dass zum Schluss nur noch die wenigsten Geburten ohne technische und medizinische Eingriffe von statten gehen.

Auch in Deutschland steigt inzwischen die Akzeptanz außerklinischer Geburten an. Vor allem wenn Frauen bereits eine traumatische Geburt überstanden haben, denken sie über Alternativen nach.

Heute ist die Krankenhausgeburt in Deutschland der Standard. Aber die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt nachdrücklich eine Trendumkehr zurück zur Hausgeburt. Anderswo, beispielsweise in den Niederlanden, kommen über zwei Drittel der Babys zu Hause zur Welt. Die Statistiken zeigen hierbei das gleiche hohe Maß an Sicherheit für Mütter und Kinder wie

Sigrun Schulz, Mutter von drei Kindern, hatte sich beim dritten Sprössling für die Hausgeburt entschieden: „Aus den vorangegangenen Geburten hatte ich eine gewisse Erfahrung und Sicherheit gewonnen. Ich wusste genau, wie ich entbinden will und wie mein Durchhaltevermögen bei der Geburt ist." Geburtshäuser und Hausgeburtshebammen verfügen über eine langjährige Erfahrung sowie über geburtshilfliche Medikamente und Instrumente. Sie betreuen die Frauen durch die ganze Schwangerschaft hindurch und kennen sie dadurch sehr gut. All das ermöglicht eine sehr sichere Geburt, die dem Gang ins Krankenhaus

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OPTIMAL INS LEBEN STARTEN GEBURTSHILFE MIT KOMPETENZ UND GEFÜHL Die Geburt ist eines der wichtigsten Ereignisse im Leben einer Familie. Wir, die Mitarbeiter des Kinder-Frauenzentrums am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, stehen Ihnen als werdende Eltern zur Seite. Mit unserem Wissen, unserer Erfahrung und unserer Persönlichkeit schaffen wir Ihnen die Atmosphäre für ein schönes Geburtserlebnis. Über den Service und Komfort eines hochmodernen Krankenhauses hinaus ist die Geburtshilfe des Uniklinikums optimal auf alle Ereignisse bei Schwangerschaft, Geburt und Nachsorge vorbereitet: Hebammen, Frauen- und Kinderärzte arbeiten hier eng zusammen – Hand in Hand mit weiteren Spezialisten. Mit Vorbereitungskursen, Schwangerschaftsgymnastik, Hebammensprechstunden und Geschwisterkursen stimmen wir Sie zusätzlich auf die Geburt ein.

Anmeldung zu Kursen und Sprechstunden: Tel.: 0351 458-2365 Schwangerengymnastik: Tel.: 0351 458-3261 Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe Tel.: 0351 458-3420 E-Mail: Frauenklinik@ uniklinikum-dresden.de Internet: www.uniklinikumdresden.de/gyn


Pl a n u n g um nichts nachsteht, ganz im Gegenteil. Frauen, die zu Hause entbinden, benötigen nur in den seltensten Fällen einen Dammschnitt oder andere medizinische Maßnahmen und haben erwiesenermaßen weniger Geburtsschmerzen und Geburtsverletzungen. Auch die Neugeborenen profitieren. Anpassungsprobleme sind seltener, der Stillstart ist harmonischer und die extrem wichtige erste Phase der Mutter-Kind-Bindung erfolgt in der Regel absolut störungsfrei. „Ich habe die völlig ungestörte Anfangszeit mit dem Kleinsten sehr genossen. Wir konnten so unseren völlig eigenen Rhythmus entwickeln und das hat uns von Anfang an fest zusammen geschweißt", schwärmt Sigrun Schulz. Es ist also an der Zeit, alte Vorurteile über Bord zu werfen. Die aus alten Filmen bekannten Utensilien wie eimerweise heißes Wasser und weiße Tücher müssen vom gestressten Kindesvater keineswegs bereitgehalten werden. Als werdende Mutter braucht man nur ein oder zwei gemütliche Plätze in der Wohnung herzurichten und ein paar Haushaltsdinge bereitzulegen. Zur Geburt kommt die Hebamme dann oft in Begleitung einer zweiten Hebamme oder einer Doula. Die Gebärende braucht sich um nichts zu kümmern, denn alles, was die Hebamme braucht, hat sie dabei – und nimmt es anschließend auch wieder mit oder entsorgt es fachgerecht. Der frisch gebackene Papa schaltet noch die Waschmaschine an, danach kann er sich direkt zu Mutter und Baby ins eigene Bett kuscheln. Keine fremde Umgebung, keine ungebetenen Gäste, keine ständigen Untersuchungen, sondern ungestörte Babyflitterwochen von Anfang an. (kk)

Wo entbinde ich? Eine Entscheidungshilfe Im Krankenhaus

Überprüfen Sie Ihre innere Einstellung: Wie wichtig sind Ihnen medizinische Sicherheit und Rundumversorgung? Können Sie die Krankenhausroutine akzeptieren und sich darin wohlfühlen? Wie sind Ihre medizinischen Parameter? Haben Sie vielleicht keine andere Wahl, da Sie eine Risikoschwangerschaft austragen oder selbst zu einer Risikogruppe gehören? Wie wichtig ist Ihnen die Anwendung schulmedizinischer Schmerzbehandlung, beispielsweise PDA? Wie geht es weiter? • Suchen Sie sich eine Geburtsklinik nach Ihren Wünschen und Vorstellungen, eventuell mit der Möglichkeit einer Beleggeburt mit eigener Hebamme. • Ein Fragebogen erleichtert die Wahl, zum Beispiel unter: www.hebamme4u.net/geburt/geburtkrankenhaus/khfragebogen • Sorgen Sie für Unterstützung durch den Partner, eine Doula, eventuell eine Beleghebamme. • Informieren Sie sich während eines Rundganges über die Entbindungsstation. • Die Kosten einer Klinikgeburt übernimmt Ihre Krankenkasse.

Im Geburtshaus

Überprüfen Sie Ihre innere Einstellung: Können Sie selbstbewusst und mit Zuversicht an eine Geburt ohne ärztliche Begleitung herangehen? Haben Sie Unterstützung bei der Geburt und im Wochenbett, zum Beispiel durch den Partner, die Familie, eine Doula oder Freundin? Außerklinische Geburten sind nur bei gesunden Frauen und medizinisch unauffälligen Schwangerschaften möglich!

Wie geht es weiter? • Suchen Sie sich frühzeitig ein Geburtshaus nach Ihren Wünschen und Vorstellungen. • Komplikationen sind sehr selten – Probleme erkennt die Hebamme jedoch sofort und fährt dann gegebenenfalls mit Ihnen gemeinsam ins Krankenhaus. • Hebammenleistungen und Betriebskostenpauschalen sind Krankenkassenleistungen. Die Rufbereitschaftspauschale der Hebamme (etwa 150 Euro) ist meist Eigenleistung. In einigen Fällen übernimmt die Krankenkasse neuerdings auch diese Kosten pauschal.

Zu Hause

Überprüfen Sie Ihre innere Einstellung: Können Sie selbstbewusst und mit Zuversicht an die Geburt herangehen? Haben Sie Unterstützung bei der Geburt und im Wochenbett? Außerklinische Geburten sind nur bei gesunden Frauen und medizinisch unauffälligen Schwangerschaften möglich! Wie geht es weiter? • Suchen Sie sich eine Hausgeburts-Hebamme („HG" im Hebammenverzeichnis). • Sorgen Sie für Unterstützung durch eine Doula oder eine Freundin. • Für eine Wassergeburt zu Hause reicht oft die Badewanne, oder man leiht sich einen Geburtspool. • Komplikationen sind sehr selten – Probleme erkennt die Hebamme jedoch sofort und fährt dann gegebenenfalls mit Ihnen gemeinsam ins Krankenhaus. • Hebammenleistungen und Betriebskostenpauschalen sind Krankenkassenleistungen. Die Rufbereitschaftspauschale der Hebamme (etwa 150 Euro) ist meist Eigenleistung. (kk)

Weitere Informationen unter: www.quag.de/index.htm

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Foto: Hebammenpraxis Plauen

Gut vorbereitet auf den Start Der Sinn von Geburtsvorbereitungskursen Warum sich überhaupt auf die Geburt vorbereiten? Ein Kind zu gebären, ist doch ein ganz natürlicher Vorgang, den schon viele Frauen ohne einen vorbereitenden Kurs geschafft haben. Mag sein! Aber es stimmt auch, dass eine gut vorbereitete Schwangere die Geburt besser verstehen und bewusster, angstfreier und meist auch schmerzfreier erleben kann. „Geburtsvorbereitungskurse haben nichts mit Hechelkursen zu tun”, sagt Hebamme Claudia Lenz von der Hebammenpraxis Plauen. „Wir erklären den werdenden Müttern, wie die Geburt abläuft, beschreiben die Wehenphasen und informieren über mögliche Gebärpositionen. Außerdem gehören zu den Kursen Atem- und Entspannungsübungen sowie das gegenseitige Massieren der werdenden Mütter untereinander. Zudem geben wir Tipps zum Stillen und Hinweise für die Babypflege.” Auch die werdenden Väter oder andere Angehörige können gern am Kurs teilnehmen. Die Vorbereitungskurse werden von Kliniken, Hebammen, Familienzentren und Krankengymnastinnen angeboten. Viele sind allerdings schon frühzeitig ausgebucht, so dass es sinnvoll ist, sich schnell zu kümmern. Es wird angeraten, den mehrwöchigen Kurs zwischen der 29. und 32. Schwangerschaftswoche zu beginnen. Es gibt aber auch WochenendCrashkurse, bei denen der Partner mitkommen kann. Gerade für den werdenden Vater ist dies eine ideale Möglichkeit, sich mit anderen Vätern auszutauschen, von Anfang an mit dabei und gut informiert zu sein. Auch für Mütter, die ein weiteres Kind erwarten, lohnt sich ein Kurs. „Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett, Stillzeit und Säuglingspflege werden oft aus einer anderen Perspektive betrachtet, als dies beim ersten Kind möglich ist”, sagt Jana Walzer, Geschäftsführerin des Familienzentrums Heiderand, das einen Kurs speziell für Mehrfach-Mütter anbietet. „Dabei gehen wir dann weniger auf den Geburtsablauf ein, sondern unter anderem mehr darauf, wie das Geschwisterkind optimal vorbereitet werden kann. Ebenso sind leichte Gymnastik, Entspannung und Atemübungen möglich”, betont Walzer. Die meisten Krankenkassen übernehmen die Kosten für maximal 14 Stunden in einem Vorbereitungskurs bei einer Hebamme. Die Partner müssen die Kosten selbst tragen. (sr)

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Pl a n u n g Geburtserlebnis in Geborgenheit Geburtsbegleitung von Frau zu Frau durch eine Doula "Du bist mit mir in das für mich beängstigend wirkende helle Krankenhaus gefahren und hast dies alles mit einer Selbstverständlichkeit und Ruhe getan, dass auch ich der Geburt entspannt entgegensehen konnte. Du hast mich massiert und mir zugesprochen, so dass ich die Wehen aushalten und die Geburt erleben konnte, wie ich es mir gewünscht habe. Du hast mir in schwerer Stunde die Möglichkeit gegeben, mich auf mein Innerstes zu konzentrieren und ganz ich selbst zu sein, damit ich loslassen und unseren kleinen Sohn gebären konnte", erzählt eine junge Mutter über ihre Erfahrungen mit der Doula. Die Geburt ist ein sehr intimes und persönliches Erlebnis und ganz ausgewählt sind die Menschen, die die Gebärende dabei begleiten dürfen. Während die Frauen noch bis Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts meist zuhause gebaren, wo sie häufig den emotionalen Beistand durch die eigene Mutter oder Großmutter fanden, gebären die Schwangeren heute eher in Krankenhäusern. Durch diesen Wandel der Zeit, fehlt den Gebärenden bei der Geburt oft die stetig anwesende weibliche Ansprechpartnerin, die aus eigener Erfahrung weiß, wie sich Wehen anfühlen und wie frau damit umgeht. Eine solche emotionale und körperliche Unterstützung bietet die Doula. Das Wort Doula stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet sinngemäß übersetzt Dienerin der Frau. „Dabei übernimmt die Doula nicht die Rolle der Hebamme, die unersetzlich ist für die Geburt, sondern beide ergänzen sich in ihren unterschiedlichen Aufgaben“, betont Doula Manja Ehrecke.

Die Doula Welche Vorteile bringt die Begleitung durch eine Doula? • die Bindung zwischen Mutter und Kind wird gestärkt • die Paare wachsen stärker zusammen • die persönliche Begleitung vermittelt Ruhe und Geborgenheit bei Mutter, Vater und Kind • es werden weniger Schmerzmittel oder wehenfördernde Mittel benötigt • die Zangen-/ Saugglockengeburt sowie die Kaiserschnittrate verringern sich • der Stillerfolg wird erhöht • es gibt weniger Depressionen nach der Geburt

Was leistet die Doula? Vor der Geburt: • zwei bis drei Vorgespräche vor der Geburt • Rufbereitschaft rund um den Geburtstermin Während der Geburt: • persönliche Begleitung (auch bei alleinstehenden Frauen) • seelischer Beistand, den die Frau bei einer vorherigen Geburt vielleicht vermisst hat • Geburtsbegleitung während der gesamten Geburt • Unterstützung für den Partner • Geburtsbegleitung durch eine Frau, die selbst schon entbunden hat • vermittelnde Funktion, wenn die Frau Probleme mit der Sprache der Klinik hat, weil sie aus einem anderen Land oder Kulturkreis stammt • Beistand bei einem geplanten Kaiserschnitt • Unterstützung bei einer Früh- oder Fehlgeburt Nach der Geburt: • ein Treffen nach der Geburt • Erstellen eines persönlichen Geburtsberichts

Foto: Foto: Geburtsfotografie Barthel mit Nadine Hetzelt

Die Kosten werden nicht von der Krankenkasse übernommen und müssen selber getragen werden. Sie liegen je nach Doula zwischen 450 Euro und 650 Euro. (kh)

Die Doula Antonia Werner gibt Massagen zur Entspannung und Schmerzlinderung unter den Wehen.

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Während die Hebamme eher die medizinische Funktion innehat, sieht sich die Doula als individuelle Begleiterin, die der Frau vor, während und nach der Geburt beisteht. Sie hilft der werdenden Mutter durch positive Zuwendung in Form von Worten, liebevollen Berührungen und Massagen loslassen zu können. Die Doula betreut immer nur eine Frau und hat keinen Schichtwechsel, dadurch entsteht eine angenehme Atmosphäre, die sowohl Geborgenheit als auch Ruhe vermittelt und besonders für die Frau von hoher Bedeutung ist. Und auch das Baby sammelt unter der Geburt erste Erfahrungen, die sehr prägend sind. Die Doula versucht daher gemeinsam für Mutter und Kind ein positives Erlebnis zu schaffen und dabei den werdenden Vater zu entlasten. Manja Ehrecke erklärt, dass ein Teil ihrer Arbeit auch die Unterstützung der Männer sei. Diese sind meist erleichtert, wenn ihnen eine erfahrene Person ständig zur Seite steht und ihnen so die Last, die Verantwortung alleine zu tragen, genommen wird. So können sie bei diesem wichtigen Erlebnis einfach in der Weise dabei sein, wie sie sich wohl fühlen. Die Doula übernimmt die unterstützende und emotionale Rolle während der Geburt und ermöglicht so den Männern ihre Grenzen zuzulassen und dennoch die Frau in sicheren Händen zu wissen. Auf diese Weise kann ein Geburtserlebnis entstehen, bei dem sich sowohl Mutter und Kind als auch der werdende Vater wohl fühlen und für immer in positiver Erinnerung behalten. (kh)

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Auf Hautfühlung mit dem Baby Liebevolle Berührungen wirken wie Balsam für Körper und Seele – das gilt insbesondere für Babys. Doch bei der Massage ihres Kindes können auch Eltern entspannen. „Wenn Eltern ihr Baby berühren, fühlt es sich sicher und geborgen, und sein Körperbewusstsein wird gefördert“, weiß Ruth Lewe, Kursleiterin bei der Deutschen Gesellschaft für Baby- und Kindermassage (DGBM). Darüber hinaus regt die Massage die Funktion der Organe an: Die Atmung wird vertieft, die Verdauung gefördert. Spezielle Massagen lindern sogar Babys Beschwerden bei Koliken und Blähungen. Nicht nur das Kind, auch die Eltern erleben eine wohltuende Entspannung, während sie sich ihrem Baby bei der Massage innig zuwenden. Am wichtigsten ist jedoch: Die bewussten Streicheleinheiten stärken die Bindung zwischen Eltern und Kind. Mutter und Vater werden dabei unterstützt, die Signale ihres Babys wahrzunehmen und entsprechend darauf zu reagieren. In speziellen Kursen – beispielsweise in Kinderkliniken, Familienzentren oder Hebammen-Praxen – können Eltern alles über Babymassage lernen. „Viele Eltern haben Sorge, zu fest zu massieren oder Massagegriffe zu vergessen“, berichtet Ruth Lewe. Doch wenn sie sich ihrem Baby aufmerksam widmen, sind sie auf dem richtigen Weg: „Im Vordergrund steht der Kontakt, das Vertrautwerden und die Kommunikation zwischen Eltern und Kind.“

Expertenrat zur Babymassage • Wählen Sie einen Zeitpunkt, in dem Sie und Ihr Baby ungestört sind und die nötige Ruhe haben. • Wenn Ihr Baby einmal nicht massiert werden möchte, teilt es Ihnen das über Rückzugssignale mit. • Ihr Baby sollte bei der Massage weder Ruth Lewe, hungrig noch müde sein. DGBM-Kursleiterin • Eine Zimmertemperatur von 24 Grad ist optimal, damit das nackte Baby nicht friert. • Massieren Sie nicht, wenn Ihr Baby Fieber hat. • Generell gilt: Streichbewegungen vom Herzen weg wirken entspannend, während Streichbewegungen zum Herzen hin anregend wirken. Gut ist eine Mischung aus beiden Arten.

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Planung Mein Baby – Das unbekannte Wesen Kurse, die auf die erste Zeit nach der Geburt vorbereiten Geburt vorzubereiten. „Zu den Themen Stillen, Tragen, Schlafen oder auch Geschwisterkind gibt es je einen eineinhalbstündigen Kurs, bei dem eine Still- und Trageberaterin zunächst einen kurzen Vortrag hält und danach ausführlich diskutiert werden kann", sagt Petra Wilhelm vom Känguru-Stübchen Dresden. „So können sich Paare in entspannter Atmosphäre kennen lernen und austauschen". Im Campusbüro Uni mit Kind gibt es regelmäßig einen „Kaffeeklatsch”, einen Babytreff und Infotreffs, bei denen sich Schwangere und Mütter ganz ungezwungen austauschen können. Angeboten werden unter anderem auch Tragetuch-Workshops. „Wir helfen bei Fragen rund um die Themen Schwangerschaft, Geburt, Elternzeit und Universität – egal ob ‚Hochschwanger zur Prüfung’ oder ‚Studieren mit Kind’", sagt Büroleiterin Manuela Lang.

Foto: Christian Fraa / www.pixelio.de

Im Familienzentrum Pauline heißt der Kurs: „Von Anfang an". „Die Eltern werden dabei während der Schwangerschaft, rund um die Geburt sowie bis zu dreimal nach der Geburt von einer ausgebildeten Elternberaterin betreut", sagt Leiterin Christina Hoffmann. Es besteht zudem die Möglichkeit, mit den Kindern danach an einem der begehrten PEKiP-Kurse teilzunehmen. Auch das KALEB-Zentrum Dresden bietet immer mal wieder entsprechende Kurse an.

„Eltern werden ist nicht schwer, Eltern sein dagegen sehr” – viele junge Paare hören diesen Spruch. Sie hatten sich den Nachwuchs doch sehr herbeigesehnt. Doch nach der Geburt kam die Realität und mit ihr der Schock. Der sogenannte Erst-Kind-Schock, wie Wissenschaftler die Situation benennen, wenn sich die Mutter überfordert, der Mann vernachlässigt fühlt. Die Eltern sind geschafft von den Nächten voller Babygeschrei. Zwischen Windelwechsel, Füttern und Trösten bleibt zudem kaum noch Zeit für sich selbst und noch weniger für die Beziehung. Hinzu kommt, dass gerade gewordene Mütter und Väter von vielen Seiten ungefragt gegensätzliche Ratschläge bekommen. Um werdende Eltern auf die wirklichen Herausforderungen und die schwierige Zeit nach der Geburt vorzubereiten und ihnen mögliche Ängste zu nehmen, gibt es spezielle Kurse. Dort wird gezeigt, wie man das Baby wickelt, wie frau richtig stillt oder wie das Kind schlafen lernt. Entsprechende Kurse werden von Krankenhäusern, Familienzentren, Beratungsstellen oder auch Hebammenpraxen angeboten. Um sie zu finden, müssen Eltern allerdings recherchieren. Viele der Themen werden aber auch in den vielerorts angebotenen Geburtsvorbereitungskursen angesprochen. Das Känguru-Stübchen bietet werdenden Eltern und Großeltern im Schwangerencafé „Endspurt” die Möglichkeit, sich für die Zeit nach der

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Das Familienzentrum Heiderand widmet sich den werdenden Omas und Opas. Zwei Mal im Jahr gibt es das „Großeltern-Seminar", bei denen „wir besprechen, wie man die eigenen Kinder bei den Enkeln unterstützen kann ohne reinzureden", sagt Geschäftsführerin Jana Walzer. Zudem werden unter anderem Ansichten und Erziehungsmethoden von früher und heute diskutiert. Im Städtischen Klinikum in Dresden-Friedrichstadt gibt es seit 1999 eine Elternschule mit eigenen Räumlichkeiten im Haus der Frauenklinik. Die werdenden Eltern werden in verschiedenen Kursen unterstützt, die eigene Intuition wahrzunehmen, auf die innere Stimme zu hören, der eigenen Stärke und Kraft zu vertrauen. Ist das Baby auf der Welt und die Eltern merken, sie kommen nur schwer zurecht, sollten sie sich nicht scheuen, fachkundigen Rat einzuholen. In den drei Beratungsstellen des Gesundheitsamtes der Stadt Dresden beispielsweise können sich Eltern von Säuglingen und Kleinkindern zu den Themen Stillen und Ernährung, Säuglingspflege, Gesundheit und Entwicklung sowie Impfen helfen lassen. Das KALEB-Zentrum sowie private Elternberater, Still- und Laktationsberaterinnen oder Schreibaby-Experten stehen den Eltern ebenfalls zur Seite, wenn das Baby Probleme beim Schreien, Schlafen, Füttern oder der Entwicklung hat. (sr)

kontakte www.cv-aktivdresden.de/ www.kinder.studentenwerk-dresden.de oder www.uni-mit-kind.de www.familienzentrum-heiderand.de www.familienzentrum-pauline.de www.kaleb-zentrum.de www.khdf.de (Krankenhaus Dresden Friedrichstadt)

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Pla nu ng

Ein Diplom für werdende Schwestern und Brüder Geschwisterschulen stimmen auf Familienzuwachs ein Warum wird Mama immer runder? Wie kommt das Baby bloß da raus? Und was wird dann mit mir? So viele Fragen, die sich Kinder stellen, wenn sich in der Familie ein neues Geschwisterchen ankündigt. Sie sind mit ihren Sorgen nicht allein, merken sie, wenn sie gemeinsam mit anderen Kindern die Geschwisterschule besuchen und dort so manches Geheimnis rund um die Schwangerschaft und Geburt lüften.

Geschwisterschulen Krankenhaus St. Joseph-Stift Dresden Wintergartenstr. 15/17, 01307 Dresden Anmeldungen über den Kreißsaal Telefon 0351 / 44 40 22 57 Uniklinikum Dresden Fetscherstr. 74, Haus 21, 01304 Dresden Anmeldung über den Kreißsaal Telefon 0351 / 458 23 65 CV-aktiv Dresden e.V., Känguru-Stübchen Eibauer Str. 26, 01324 Dresden Telefon 0351 / 266 64 29 „Kleine Experimente und Rollenspiele führen die Kinder altersgerecht an die Entwicklung des Babys bis hin zur Geburt heran. So verdeutlichen Marienkäfer, Nüsse oder Obst die Größe des Babys in seinen verschiedenen Entwicklungsstadien. Ein rohes Ei im Glas wird ohne und mit ‚Fruchtwasser‘ geschwenkt, so dass die Kinder sich dessen Funktion eigenständig erklären

können. Mit dem hölzernen Hörrohr können sich die Kinder gegenseitig die Herztöne abhören“, erläutert die Hebamme Michaela Eichele, die seit 2009 die Geschwisterkurse am Universitätsklinikum in Dresden leitet. „Nach dem Geburtsspiel steht das Wiegen der Babypuppe hoch im Kurs“, verrät die Kursleiterin, die auch auf das Stillen und die anstehenden Veränderungen für das Erstgeborene eingeht. Kinder ab fünf Jahren können diese einstündige Geschwisterfortbildung absolvieren, um dann mit Stolz erfüllt ein Diplom für ihren Wissenszuwachs mit nach Hause zu nehmen. Den wissbegierigen künftigen Brüdern und Schwestern widmet sich seit über zehn Jahren auch Dresdens erste Geschwisterschule im Krankenhaus St. Joseph-Stift. Die vier bis 12-Jährigen besuchen an einem Nachmittag die Kreißsäle sowie die Wochenstation und erhalten Antworten auf ihre Fragen. Dazu werden sie in zwei Altersklassen unterteilt. Hebamme Jacqueline Noack ist von Beginn an dabei und berichtet: „Besonders die Entbindungswanne stößt auf großes Interesse bei den Kindern. Der Höhepunkt ist, wenn wir ein Neugeborenes gemeinsam wickeln. Außerdem unterhalten wir uns darüber, wie die frisch gebackenen Geschwister ihre Eltern unterstützen können.“ Auch hier erhalten die Kinder eine Urkunde für ihre Kursteilnahme.

Die Kinder in die Schwangerschaft und die Vorbereitungen für den Neuankömmling einzubeziehen, rät auch Petra Wilhelm, die Leiterin des Känguru-Stübchens. Die vierfache Mutter bietet innerhalb des Kurssystems für werdende Eltern auch einen Abend zum Thema Geschwisterkinder an. Dabei erhalten Eltern gute Tipps und hilfreiche Ratschläge, wie sie mit Fingerspitzengefühl auf die großen Schwestern und Brüder eingehen können, damit sich alle auf und über den Familiennachwuchs freuen können. (ki)

Foto: fotolia

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Planung

Hinz oder Kunz? Oder doch lieber Rumpelstilzchen?

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Die Qual der Namenwahl

Die meisten Eltern haben neun Monate (und nach der Geburt noch einen Monat) Zeit, sich einen Vornamen für ihr Kind auszudenken. Individuell und modern soll er heutzutage sein, klangvoll und zum Nachnamen passend, nicht zu schockierend für die Großeltern und gleichzeitig den eigenen Geschmack spiegelnd. Auch das Geschlecht des Kindes muss erkennbar sein, gegebenenfalls im Zweitnamen. Die Auswahl ist riesig: Bis zu fünf Vornamen dürfen Sorgeberechtigte ihrem Nachwuchs geben und können dabei aus mehr als 10.000 gebräuchlichen (Ruf-)Namen wählen. Und sie sollten beachten, dass der Name einen großen Einfluss darauf hat, wie ihr Kind bei anderen Menschen ankommt: Die meisten Stefans und Susannes aus meiner Kindheit haben jetzt einen Job, denn Personaler bevorzugen – wie andere Menschen auch – Namen, die vertraut und dem eigenen Namen ähnlich sind.

dessen Nachnamen, es sei denn, der oder die Sorgeberechtigte möchte dem Kind den Nachnamen des Partners oder der Partnerin geben und diese/r ist einverstanden. Bei geteilter Sorge müssen sich die Eltern einigen, ansonsten bestimmt das Familiengericht einen „Namenbestimmer”. Achtung: Die beim ersten Kind getroffene Wahl gilt für alle weiteren Kinder, solange die Eltern keine Ehe oder Eingetragene Lebenspartnerschaft eingehen. Auch der Familienname des Kindes muss dem Standesamt innerhalb eines Monats nach der Geburt mitgeteilt werden. Wem die Entscheidung schwer fällt, lässt sich am besten im Standesamt beraten. Bei einem Kind mit ausländischer Staatsangehörigkeit wird der Name nach dem Recht des Staates bestimmt, dem das Kind angehört. Diesbezügliche Informationen erhalten Sie beim Auswärtigen Amt.Weitere Infos unter: Amt24.sachsen.de, www.familienplanung.de oder www.bmj.de (PDF zum Kindschaftsrecht als Download). (vf)

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Trotzdem gibt es immer wieder Eltern, die ihre Kinder Teufel, Schmitz oder Porsche nennen wollen. Leider – oder zum Glück – sind solche Namen nicht zulässig, wie auch die meisten anderen Orts-, Marken- und Familiennamen oder Namen, die das Wohl des Kindes gefährden könnten. Vor der Wahl eines sehr außergewöhnlichen Vornamens können Eltern sich bei der Gesellschaft für deutsche Sprache oder bei der Namenberatung der Uni Leipzig beraten lassen: www.gfds.de/vornamen oder www.onomastik.com/namenberatung_leipzig.php.

Rumpelstilzchen Schmidt oder Rumpelstilzchen Müller? Fast ein Drittel aller Neugeborenen in der Bundesrepublik Deutschland haben nicht miteinander verheiratete Eltern, im Osten sind es sogar fast zwei Drittel. Somit stellt sich bei vielen die Frage nach dem Familiennamen. Ist nur ein Elternteil sorgeberechtigt, erhält das Kind in den meisten Fällen

Paul

"An Rajka und Leska hat mich vor allem der slawische Klang fasziniert: ein hartes ‚k’ und dann ein weiches ‚a’ – famos! Die Bedeutung war mir nicht so wichtig. Die Namen sind zwar ungewöhnlich, aber trotzdem gut auszusprechen. Kein Deutschsprachiger bricht sich dabei die Zunge. Nur bei der Schreibung würde ich’s heute ein bisschen anders machen. Die beiden haben jeweils einen dreisilbigen Zweitnamen und einen viersilbigen Nachnamen. Die kommen aber meist nur beim Schimpfen zum Einsatz, obwohl sie auch sonst ganz prima zusammen passen."

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Vera, Mutter von 2 Töchtern


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Vater werden ist nicht schwer? Aber auch nicht ganz so einfach

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Foto: fannystamm.de

„Du gehst doch mit ins Krankenhaus.“ Der Punkt am Ende des Satzes macht deutlich: Es ist längst keine Frage mehr, sondern eine Feststellung, dass Väter heute die Entwicklung ihrer Kinder von der Zeugung bis zur Geburt und natürlich darüber hinaus bewusst miterleben können, wollen und sollten. Männer in den Geburtssälen deutscher Krankenhäuser sind heute eine Selbstverständlichkeit, ebenso in Geburtshäusern oder bei Entbindungen zu Hause. Bei etwa 90 Prozent der Geburten freuen sich die werdenden Eltern gemeinsam über das Wunder des neuen Lebens. Was vor noch nicht einmal 20 Jahren fast undenkbar schien, ist heute gesellschaftliche Normalität, und viele Väter genießen die Möglichkeit, bei der Geburt ihres Kindes dabei sein zu können. Weil gesellschaftliche Normalität schnell auch als gesellschaftliche Norm verstanden wird, lastet auf ihnen gleichzeitig aber ein enormer Erwartungsdruck. „Kein Mann möchte seine Partnerin enttäuschen“, sagt Dagon Jähnichen, Diplom-Sozialpädagoge und Berater für Väter im Dresdner Caritas-Beratungszentrum. Oft kommen nach


Pla nu ng habe meine des Kleinen dabei und „Ich war bei der Geburt hst das mac 'Du rt: er motivie Frau währenddessen imm eine Wahnon sch ist Es n. d gehalte super!' und ihr die Han ehemaliger d da rauszupressen. Als sinnsleistung, dieses Kin , wie das iert ress mich auch sehr inte Medizinstudent hat es e mir hab Ich per. Kör dann der Köpfchen rauskommt und nnend spa nig nsin wah es d und fan das richtig angeschaut Arm halten meinen Sohn dann im und erhebend. Als ich limmste war Sch ein irres Gefühl. Das durfte, war es einfach Frau mehine me war Da Warterei. im Vorfeld eigentlich die unserer an hat Das . ging ts nich rere Stunden am CTG und ges ver sen Aber nun ist das (fast) beider Nerven gezerrt. neue Familidas n erem großen Soh und wir freuen uns, uns dürfen.“ enmitglied vorstellen zu

e Konstantin, 32 Jahr

der selbstbewussten Zusage, auch bei der Geburt des Nachwuchses seinen Mann zu stehen, sehr schnell die ersten Zweifel: Ist so eine Geburt nicht eine sehr blutige Angelegenheit? Was wird dort von mir erwartet? Dagon Jähnichen hat in seiner Vätersprechstunde schon viele Männer erlebt, die ihre Fragen erst hier wagten auszusprechen. Mit der Partnerin konnten sie über ihre Ängste nicht sprechen, doch gerade

„Bei uns ging es nach der Diagnose "Nabelschnuraneurisma" Schlag auf Schla g. Drei Stunden später nach einem Kaiserschn itt hielt ich meinen Sohn als Erster auf dem Arm und habe mit ihm das Bonding gemacht. Eine wahnsinnig intensive und schöne Erfahrung, auch wenn es mir für meine Partnerin Leid tat, dass sie diesen ersten Moment, der ja natür licherweise ihr gehörte, nicht haben konn te. Aber heute, knapp zweieinhalb Jahre späte r zählt vor allem, dass wir Beide gleichermaßen für ihn da sind. Ich kann nicht sagen, ob ich ohne dieses Erlebnis eher ein Gefühl hätte, "dabe i" gewesen zu sein, statt mittendrin - aber ich glaube schon. Ich glaube, dass hat meine Bindung zu meinem Sohn intensiver gemacht als sie es vielleicht ohne das Erlebnis des Bondings gewe sen wäre.“

Foto: nohrfotografie

Markus

das ist wichtig, damit die Geburtsstunden nicht vom Wunder zum Trauma werden. „Männer sind von ihrem Selbstbild her die Macher. Der Mann hat das Steuer in der Hand“, analysiert Jähnichen. In der Geburtssituation wird ihm aber die Kontrolle genommen, und damit muss er umgehen lernen. Die Frau mit schmerzverzerrtem Gesicht zu sehen und selbst nichts oder nur wenig tun zu können, ist eine schwierige Erfahrung für den Mann. Ist er dann bereit, Verantwortung und Kontrolle abzugeben und Vertrauen zu haben, reicht der Partnerin oft schon seine beruhigende Anwesenheit. „Ich habe Angst.“ - diesen Satz auszusprechen fällt Männern sehr schwer, so die Erfahrung von Dagon Jähnichen. Er empfiehlt den werdenden Eltern daher, Signale zu vereinbaren, die Eingeständnisse oder gar Diskussionen während der Geburt unnötig machen. Ein offenes Gespräch über die Ängste und Unsicherheiten einerseits und die Erwartungen an den Partner andererseits sollte daher der erste Schritt auf dem Weg zu einem positiven Geburtserlebnis sein. Der zweite Schritt ist ein guter Geburtsvorbereitungskurs, der auch auf die Bedürfnisse der Väter eingeht, rät Jähnichen. Viele Kurse sind schon von Beginn an oder zumindest teilweise als Paarkurse angelegt. Einige Hebammen oder Geburtshäuser bieten auch spezielle Angebote für Väter. Oft spüren sie hier sehr schnell, dass sie mit ihren Fragen und Ängsten nicht alleine sind. Erfahrene Hebammen wissen so einiges Interessante für Männer zu berichten. So zum Beispiel, dass manche Frau unter den Schmerzen der Geburt ihren Mann zum Teufel statt an ihre Seite gewünscht hat. Auch das kann passieren. Je mehr der Mann über die Abläufe während der Geburt und auch über mögliche Komplikationen erfährt, desto genauer kann er mit

der werdenden Mutter planen, was er tun kann und welche Grenzen er sieht. Nur so können beide auch über Alternativen nachdenken, zum Beispiel wenn der Partner in einer bestimmten Phase der Geburt nicht dabei sein möchte und man gemeinsam entscheidet, noch eine vertraute dritte Person mit dabei zu haben. „Ich gehe mit ins Krankenhaus.“ Den Inhalt dieses Satzes sollte jedes Paar ganz individuell für sich mit Leben füllen, denn die Möglichkeiten sind vielfältig. Lohn für ein mutiges Gespräch, eine gute Vorbereitung und für das Vertrauen in den Partner ist oft ein unvergessliches Erlebnis zu dritt. (ct) zwei Kinder dabei „Ich bin bei den Geburten meiner meiner Frau zu sein Seite der an um allem vor gewesen, rer Tochter fand und ihr zu helfen. Bei der Geburt unse der Ansage trotz dass nd, ich die Tatsache überrasche Ich hatte mich ng. vergi Zeit viel so 'Jetzt geht’s los' noch ist relativ Zeit aber cht, gema u schla ld Vorfe zwar im uert, bis geda keit und es hat dann eine gefühlte Ewig mation Infor ende bleib unser Mädel da war: Die gleich t man finde r" mete Zenti zwei noch r "Muttermund imme er Vater als hend ange als auch en Stund drei nach zwei, Händen. schmerzhaft - emotional und an den al und eigentnorm sich an n Aber beide Geburten ware Punkte, wo auch es gab ings Allerd lich lief alles glatt. Bei der ersten . habe n unde empf al norm als ich es nicht ural-Anästhesie Geburt war es das Legen einer Peri-D wurde ich kurz es Sohn res (PDA). Bei der Geburt unse k hatte eingeHekti rgt. beso g richti dann vor der Ziellinie des Babys mehr an. setzt, das CTG zeigte keine Herztöne t die Hebamme Da wurde alles rundum nervös – selbs angespannt. Das zlich zusät n und die Frauenärztin ware die Kurzen im dann ich Als t. ruhig hat mich sehr beun , dass es meine htert erleic chst zunä ich war , Arm hatte lle körperliche und Frau überstanden hatte. Der schne hat mir dann aber rn Kinde visuelle Kontakt zu meinen wieder einen neuen nun es dass cht, auch bewusst gema Schwangerschaft Lebensabschnitt gibt. Während der viel machen außer so können wir als Männer ich ja nicht Bauchlauschen und - stipsen.“

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Beratung und Unterstützung Der richtige Ansprechpartner für unsere kleinen Patienten Ein guter Kinderarzt ist Goldes wert In den vergangenen neun Monaten war Mamas Höhle ein prima Ort zum Leben: Es war warm, gemütlich und es gab jederzeit etwas zu essen. Kaum hat Baby dieses Paradies verlassen, wird kritisch betrachtet, ob alles an ihm dran ist, wie die Ohren funktionieren, ob es kräftig schreien kann und auf alle Reflexauslöser reagiert. In der Regel werden die ersten beiden Untersuchungen dieser Art in der Klinik durchgeführt, für alle darauffolgenden gehen Eltern mit ihrem Nachwuchs direkt zum Kinderarzt, den sie sich ausgesucht haben. Aber welcher ist der richtige? Grundsätzlich ist das von Familie zu Familie sehr verschieden, denn es hängt viel von Sympathie und Vertrauen ab. Schließlich möchte man sich, besonders im Krankheitsfall, wohl und angenommen fühlen. Es empfiehlt sich daher, sich bei anderen Eltern umzuhören, welche Erfahrungen sie gemacht haben, manchmal hat auch die Hebamme einen guten Tipp. Ob die Chemie stimmt, lässt sich allerdings erst beurteilen, wenn man dem behandelnden Arzt gegenüber sitzt. „Der Kinderarzt beobachtet die Entwicklung des Kindes, berät zu speziellen Themen wie Impfung und erläutert Therapieformen im Krankheitsfall. Idealerweise kann er auch Alternativen zu herkömmlichen, schulmedizinischen Formen anbieten oder steht diesen zumindest offen gegenüber“, so Dr. Stephan Reinalter, Kinderarzt in Dresden Klotzsche. Da besonders Neueltern noch unsicher sind und schon eher mal einen Arzt aufsuchen, sollten sie das Gefühl haben, dass sie ernst genommen werden. Es ist wichtig, dass sie sich anhören, was der Arzt vorschlägt und dass dieser wiederum seine Schritte sowohl dem Kind als auch den Eltern erklärt, um Unsicherheiten zu vermeiden. Ein guter Arzt nimmt sich Zeit, Symptome zu erklären ohne Panik zu verbreiten oder zu verharmlosen und überweist gegebenenfalls zum Facharzt, wenn er sich seiner Beurteilung nicht sicher ist. Dr. Stephan Reinalter: „Letztlich werden die Kinder behandelt und nicht die Eltern. Aus diesem Grund sollte das Wohlbefinden des Kindes an erster Stelle stehen.“

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Um kränkelnden Knirpsen unnötiges Warten zu ersparen, ist es natürlich sinnvoll, einen Arzt im näheren Umfeld zu suchen, den man auch ohne Auto schnell erreichen kann. Desweiteren sollte das Praxismanagement ein weiteres Kriterium der Wahl sein. Ist die Praxis so gut organisiert, dass es keine allzu langen Wartezeiten gibt? Sind die Arzthelfer nett und gehen auf die Kinder ein? „Scheuen Sie sich nicht, Ihrem Arzt Fragen zu stellen und ihm auch zu sagen, wenn Ihnen etwas missfällt: Ein guter Kinderarzt wird Ihre Fragen und Ihre Kritik sehr ernst nehmen.“ (Quelle: www.babywunder.de/ gesundheit-medizin/kinderarzt-so-finden-sie-den-richtigen.html) (me)

Kleine Checkliste für die beste Wahl • Ist der Kinderarzt schnell und ohne Auto zu erreichen? • Nimmt der Kinderarzt meine Sorgen und Ängste ernst? • Fühlt sich mein Kind sicher und angenommen? Spricht der Arzt es direkt an und erklärt ihm seine Handlungen? • Nimmt er sich angemessen Zeit für die Untersuchung, erläutert er mir Therapie oder Medikation? Lässt er Alternativen zu? • Erhalte ich im Krankheitsfall am gleichen Tag einen Termin? • Werden Kinder mit akuten ansteckenden Krankheiten separat behandelt? • Gibt es eine extra Babysprechstunde? • Sind seine Mitarbeiter freundlich, kompetent und ruhig im Umgang mit schreienden Babys und genervten Eltern? • Bietet das Wartezimmer den Kindern Ablenkung, ist es kindgerecht gestaltet? • Ist sein Wartezimmer für längere Wartezeiten, auch mit Geschwisterkindern eingerichtet? • Verschreibt er keine unnötigen Medikamente, wenn der Körper Ihres Kindes selbst mit der Erkrankung zurechtkommt? • Berücksichtigt er immer auch die seelische Komponente?

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Bera tung


Bera tung Nabelschnurblut kann Leben retten Spezialisierte Blutbanken lagern Stammzellen für den Notfall ein

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Kurz vor der Geburt werden die zukünftigen Eltern mit einer Menge Informationen überhäuft. Wahrscheinlich haben Sie auch schon von den Stammzellen im Nabelschnurblut gehört. Man solle sie auf gar keinen Fall wegwerfen, weil sie so wertvoll und einzigartig seien, heißt es. Aber was macht Nabelschnurblut so wichtig? Was sind Stammzellen? Was hat mein Kind davon? Tut eine Nabelschnurblutspende weh? Muss ich was bezahlen?

Das Nabelschnurblut wird in einen Aufbewahrungsbeutel gefüllt und im Labor werden dann die Stammzellen entnommen. Nabelschnurblut ist das Blut, das sich nach der Abnabelung des Babys noch in der Nabelschnur und der Plazenta befindet. Es enthält noch nicht völlig ausgereifte Stammzellen, die sehr wandlungsfähig sind und schon heute für die Forschung und zur Behandlung schwerer Erkrankungen eingesetzt werden. Diese Stammzellen können sich zu verschiedenen Zelltypen und Gewebe weiterentwickeln. Die Entnahme wird ohne Risiko für Mutter oder Kind und schmerzlos durchgeführt, wenn die Geburt vollständig beendet und das Kind bereits

abgenabelt ist. Von geschulten Hebammen und Ärzten wird die Nabelschnur abgeklemmt, punktiert und das Blut fließt in einen Entnahmebeutel. In einer Spezial-Transportbox unter kontinuierlicher Temperaturüberwachung wird das Blut dann in das Labor der Nabelschnurblutbanken gebracht. Dort wird es in Stickstofftanks bei minus 180 Grad Celsius eingefroren und ist somit unbegrenzt haltbar, denn bei diesen Temperaturen kommen die Stoffwechselprozesse der Zellen fast vollständig zum Erliegen. Werden Stammzellen gebraucht, kann rasch auf die Zellen zurückgegriffen werden. Es gibt an allen Dresdner Krankenhäusern und den meisten Kliniken im Umland drei Möglichkeiten: • Spende an öffentliche Nabelschnurblutbanken • Einlagerung der Stammzellen für das eigene Kind bei einer privaten Nabelschnurblutbank • Einlagerung für das eigene Kind mit der Option einer Spende. „Ich habe das Nabelschnurblut ganz bewusst gespendet und würde es immer wieder tun”, sagt die Dresdnerin Kati Döring. „So steht es uns genauso zur Verfügung wie anderen, das passt doch.” In Dresden gibt es die öffentliche DKMS Nabelschnurblutbank, an die – wenn nicht anders gewünscht – alle öffentlichen Nabelschnurblutspenden gehen. Allein im Jahr 2010 kamen 3.800 Spenden hinzu. Die Gesamtzahl beläuft sich auf mehrere Tausend Spenden. Stimmen die in der DKMS Nabelschnurblutbank eingelagerten Stammzellen mit denen eines Leukämiepatienten überein, können sie diesem transplantiert werden und ihm so die Chance auf Leben geben. (sr)

Spende oder private Einlagerung Vorteile, das Nabelschnurblut öffentlich zu spenden:

• Die Stammzellen aus dem Blut stehen kranken Menschen weltweit zeitnah zur Verfügung. • Die Spende ist in nahezu allen Kliniken möglich. • Dem Spender entstehen keinerlei Kosten. ABER: • Eltern haben keinen Anspruch auf das Nabelschnurblut ihres Kindes. • Bisher gibt es kaum mehr als 15 Jahre Erfahrung mit gefrorenem Stammzell-Material. Ob die Präparate nach Jahrzehnten noch zu verwenden sind, ist noch unklar.

Vorteile, das Nabelschnurblut privat einlagern zu lassen:

• Es besteht ein Anspruch auf das Nabelschnurblut-Präparat des eigenen Kindes. • Die meisten privaten Blutbanken für Nabelschnurblut bieten die Entnahme in nahezu allen Entbindungskliniken an. ABER: • Für die Einlagerung von 20 Jahren zahlen die Eltern zwischen 1.200 und 2.400 Euro – je nach Anbieter. • Viele Unklarheiten: Man weiß weder, ob das Kind krank wird, noch, ob das Nabelschnurblut dann helfen kann. „Für die Aufbewahrung von NabelschnurblutPräparaten zur späteren Eigenbehandlung ist zur Zeit keine medizinische Indikation bekannt. Sie ist daher zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht notwendig", schreibt die Bundesärztekammer in ihren Richtlinien. (sr)

Das Frühchen-Buch Werner Garbe: Das Frühchen-Buch. Schwangerschaft, Geburt, das reife Neugeborene, das Frühgeborene – praktische Tipps für Eltern. 6. Auflage; Thieme Verlag, 2011, ISBN 978-3-13-104566-9 Jedes Kind, das vor Vollendung der 37. Schwangerschaftswoche geboren wird, ist ein Frühgeborenes. Dies betrifft sechs bis sieben Prozent aller Babys. Werner Garbe beschreibt medizinisch-nüchtern, welche Überlebenschancen die Kinder in welcher Schwangerschaftswoche haben, welche Komplikationen typischerweise auftreten können und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt. Er gibt kurze, verständliche Antworten auf viele Fragen, die sich Eltern eines Frühgeborenen stellen: Was bekommt das Baby zu essen? Welche Medikamente oder

Untersuchungen sind unvermeidlich? In wie weit können Eltern ihre Elternrolle wahrnehmen? Des Weiteren informiert er über Hilfsangebote, Kostenübernahme durch die Krankenkasse und Schutzfristen. Junge Eltern erhalten durch die Lektüre dieses Buches einen sehr informativen Einblick in das Gebiet der Neonatologie. Auf seelsorgerische Formeln und Mut machende Beispiele verzichtet der Autor jedoch weitestgehend. Trotzdem ermutigt dieses Buch die Eltern von Frühgeborenen, mit dem medizinischen Personal ins Gespräch zu kommen und auch kritische oder unangenehme Fragen zu stellen. Frühgeburten können Trauer oder Ängste auslösen. Garbe jedoch möchte betroffene Eltern darin unterstützen, die Situation und die Entwicklung ihres Kindes sachlich zu betrachten, damit sie eine aktive Rolle bei Behandlung und Pflege ihres Nachwuchses einnehmen und selbst zu kompetenten Pflegenden werden können. (vf)

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Bera tung Späte Mütter Sicher und gelassen durch die Schwangerschaft Jede fünfte Schwangere in Deutschland ist heute älter als 35 Jahre. Damit sind die Frauen in einem Alter, in denen ihnen Untersuchungen zum Ausschluss von erblich bedingten Schäden des Kindes angeboten werden. Die Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese) gibt eine sichere Auskunft über genetische Veränderungen, bildet aber ein großes Risiko für die Schwangerschaft selbst. Eine Alternative dazu ist die gezielte Sonografie. Sie kann Fehlbildungen wie einen offenen Rücken oder Herzfehler beim ungeborenen Kind aufdecken. Außerdem untersuchen Ärzte damit das Kind auf sogenannte SoftMarker – körperliche Merkmale, die zum Beispiel auf das Down-Syndrom hindeuten können. Sie erlauben zwar keine eindeutige Diagnose, lassen aber genauere Aussagen über die Wahrscheinlichkeit zu, mit der ein Kind betroffen ist.

„Bei unauffälligem Ultraschall liegt das Risiko für ein Down-Syndrom rund 70 Prozent unter dem normalen Altersrisiko”, sagt Privatdozentin Dr. med. Annegret Geipel, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) und Frauenärztin am Universitätsklinikum Bonn. Sie fand in einer Studie mit 700 Schwangeren in der 15. bis 18. Schwangerschaftswoche heraus, dass immer mehr Frauen die risikoärmere Ultraschalluntersuchung vorziehen. Für den Dresdner Frauenarzt Dr. Hildebrandt ist es wichtiger, dass sich die zukünftigen Eltern vor einer Schwangerschaft über Art und Umfang der vorgeburtlichen Krankheitserkennung klar werden. Eltern mit Kinderwunsch sollten abwägen, was sie davon in Anspruch nehmen möchten und wie sie im Ernstfall mit ihrem Wissen oder

dem Verdacht umgehen. Sie sollten wissen, dass in Deutschland ein Schwangerschaftsabbruch aufgrund einer kindlichen Indikation nicht erlaubt ist, sondern immer nur aufgrund einer gesundheitlichen Gefährdung der Mutter erfolgen kann. Späte Mütter können genau wie jüngere Frauen auf ein archaisches Mutterschaftsprogramm vertrauen, das automatisch abläuft und ihnen durch die Schwangerschaft hilft. „Die Geburt ist ein auf Erfolg ausgerichtetes Naturphänomen", sagt Dr. Hildebrandt. Je älter die Frau ist, desto eher werden aber Blockaden aufgebaut. Sie entstehen, je mehr die werdende Mutter über Gefahren und Risiken weiß, ihre Beziehungswelt gestört ist, je weniger sie in sich ruht. Eine einfühlsame Geburtsvorbereitung kann hier eine große Hilfe sein. (tho)

Kuren für Schwangere Ganzheitliche Betreuung für Risikoschwangerschaften

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Die Schwangerschaft ist normalerweise eine wunderbare Zeit im Leben einer Frau. Abgesehen vielleicht von den letzten beschwerlichen Wochen fühlen sich die meisten Schwangeren kaum eingeschränkt, glücklich und gesund. Für einige ist diese Zeit aber auch eine besondere Belastung: weil sie Angst haben vor Fehlgeburten, die sie vielleicht schon erleben mussten, weil sie unter körperlichen Beschwerden leiden, die sich bei

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einer Schwangerschaft verstärken, weil sie noch sehr jung sind oder älter als 35 Jahre… Immer dann, wenn ein erhöhtes Risiko für das Leben von Mutter und Kind besteht, kann eine Schwangerenkur helfen, seelische und oft damit verbundene körperliche Probleme zu lindern. Schwangerenkurheime zielen speziell auf die Versorgung und Behandlung von Frauen mit Risikoschwangerschaften. Mit ihren ganzheitlich auf Körper und Seele abgestimmten therapeutischen Möglichkeiten wollen die Mitarbeiter präventiv dazu beitragen, dass die Mütter möglichst lange die Schwangerschaft in ihrem familiären Umfeld genießen können und nicht wochenlang in Krankenhäusern zubringen müssen. Die Gefahr von Früh- und Fehlgeburten kann durch die rechtzeitige und gezielte Behandlung vermindert werden. Gemeinsam mit Hebammen, Physiotherapeuten und Ärzten haben die werdenden Mütter hier drei Wochen lang die Möglichkeit, an ihren Problemen zu arbeiten, sich zu erholen und intensiv auf die Geburt und die erste Zeit mit dem Neugeborenen vorzubereiten. Zu den Therapiemöglichkeiten zählen unter anderem Massagen, Entspannungsübungen und Bewegungstherapie. Psychologen stehen für psychotherapeutische Einzelgespräche zur Verfügung, erfahrene Hebammen beraten zu allen Fragen der Schwangerschaft, Geburt und zum Umgang mit dem Neugeborenen.

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„Es ist schön wieder zu Hause zu sein, doch ich gestehe, dass ich die vielen kleinen Gesprächsmomente in der Kuschelecke vermisse... die Mut machenden Gespräche, die traumhaften Massagen, die liebevolle Art der Teammitglieder, das Vogelgezwitscher am Morgen und sogar die Fitness- und Gymnastikeinheiten. Gut gestärkt gehe ich in die nächsten Wochen ...”, so äußert sich eine werdende Mutter nach einer Kur in dem ‚Haus an der Sonne" in Bad Saarow. (tho)

Kurantrag Wie beantrage ich eine Schwangerenkur? Schwangere, die eine Kur beantragen möchten, wenden sich an ihre Krankenkasse oder direkt an das Kurheim. Das Kurhaus ‚Haus an der Sonne’ ist die deutschlandweit einzige Kureinrichtung speziell für die Schwangere. Der Kurantrag sollte gemeinsam mit der Frauenärztin/ dem Frauenarzt ausgefüllt und an die Krankenkasse geschickt werden, die die Kosten für eine solche Maßnahme übernimmt. Ihre Krankenkasse wird dann relativ schnell über den Antrag entscheiden. www.schwangerenkur.de


Bera tung Wie soll mein Baby auf die Welt kommen? Spontan oder per Kaiserschnitt? Irgendwann fällt bei jeder Schwangeren die Entscheidung, ob der Nachwuchs durch eine spontane Geburt oder einen (Wunsch)-Kaiserschnitt zur Welt kommen soll.

Soweit die Statistik, aber weshalb steigt die Zahl der Kaiserschnitte so an? Frauen wählen ihn aus Angst vor Schmerzen während der Geburt oder wegen eines klar geplanten Geburtstermins, heißt es bei den Krankenkassen. „Auch wir merken, dass der häufigste Grund für einen Wunschkaiserschnitt der Zeitfaktor ist", sagt Antje Borinsky, Oberärztin an der Gynäkologie im Städtischen Krankenhaus Dresden-Neustadt. „Ansonsten ist die Summe der Schmerzen die gleiche. Aber der Wehenschmerz kommt und geht und dient einem guten Zweck, die Schmerzen nach einer Kaiserschnitt-Operation bleiben, vor allem in den ersten zwei Tagen nach der Geburt." Schmerzarme Geburten seien zudem sowohl per Kaiserschnitt als auch auf natürlichem Weg möglich, dank moderner schmerzstillender Maßnahmen wie der PDA. Es gibt natürlich schwerwiegende medizinische

Foto: Markus Throm / www.pixelio.de

Die Mehrheit der Mütter entscheidet sich für eine natürliche Geburt. Der Anteil der Frauen, die per Kaiserschnitt entbinden, ist allerdings deutlich angestiegen. Laut Statistischem Bundesamt waren es 1999 rund 18 Prozent der Mütter, 2009 bereits mehr als 30 Prozent. Die meisten Kaiserschnitte gab es im Saarland, die wenigsten hier in Sachsen. Wie viele Kaiserschnitte davon auf alleinigen Wunsch der Mutter ohne medizinische Gründe durchgeführt wurden, kann nur geschätzt werden. Experten gehen von sechs bis acht Prozent aus. Gründe, bei denen ein Kaiserschnitt unumgänglich ist: • erwartete oder schon bestehende Komplikationen (Gestose, Präklampsie, HELLP-Syndrom) • sehr große oder schwere Babys • Babys in ungünstigen Lagen • Plazenta liegt vor dem Muttermund • drohende Infektion nach einem Blasensprung Von Notkaiserschnitten sprechen Gynäkologen übrigens äußerst selten. Dieser ist nötig, wenn das Leben des Kindes oder das der Mutter akut gefährdet ist, wegen schlechter Herztöne, Atemstillstand oder hohem Blutverlust. Wird eine Schnittentbindung nach bereits begonnener natürlicher Geburt nötig, sprechen die Ärzte von einem sekundären Kaiserschnitt. Ein medizinisch geplanter oder von vornherein gewollter Kaiserschnitt wird primäre Sectio caesarea bezeichnet. „Sofern keine medizinischen

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Einwände bestehen, ist eine Spontangeburt dem Kaiserschnitt in jedem Fall vorzuziehen", empfiehlt Oberärztin Borinsky. (sr)

Vor- und nachteile des Kaiserschnitts Vorteile: • zeitlich einwandfrei planbar • keine Wehenschmerzen • kein Dammriss Nachteile: • Probleme bei der Narbenbildung • Risiko bei der Narkose, Thrombosegefahr oder Infektionen • Gefahr von Blutungen • längerer Krankenhaus-Aufenthalt • Anpassungsstörungen des Säuglings (schwächere Atmung)

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Vorgeburtliche Untersuchungen Babyfernsehen – eine Entscheidung für das Leben Mit jedem Tag wird der kleine Mensch im Bauch der Mutter größer. Wird es ein Mädchen oder ein Junge? Ist es gesund? Mit vorgeburtlichen Untersuchungen können viele Fragen der werdenden Eltern beantwortet werden. Doch wie wichtig sind die Untersuchungen eigentlich und was ist, wenn eben nicht alles in Ordnung ist? Wir haben mit Winnie Astermann, Schwangerenberaterin der Fachberatungsstelle für pränatale Diagnostik Dresden und ihrem Team darüber gesprochen:

Pränataldiagnostik (PND) – was ist das überhaupt? Die PND ist eine Untersuchungsmethode, um gezielt zu schauen, ob es dem Kind im Bauch gut geht und ob es gesund ist. Einerseits gibt es Grundleistungen, die die Krankenkassen bezahlen, zum Beispiel den dreimaligen Ultraschall während der Schwangerschaft. Andererseits gibt es eine ganze Reihe Untersuchungen, die die Frauen selbst wählen können. Dabei müssen sie sich bewusst machen, was ihnen wichtig ist und was sie wissen wollen.

Was kann die PND leisten? Es gibt einige Krankheiten, bei denen schon während der Schwangerschaft Vorbereitungen getroffen werden können, zum Beispiel wenn das Kind einen Herzfehler hat. Dann kann die Frau entscheiden, in einem Krankenhaus zu entbinden, dem eine Kinderklinik angeschlossen ist. Und es gibt Methoden, mit denen das Kind bei bestimmten Symptomen schon im Mutterleib behandelt werden kann. Auch genetische Fehlbildungen können dabei aufgedeckt werden. Dies bietet die Chance, sich auf die neue Lebenssituation einzustellen. Die Pränataldiagnostik kann jedoch keine hundertprozentige Aussage darüber treffen, welche tatsächlichen Auswirkungen bestimmte Diagnosen haben.

Was sind die gängigsten Verfahren der Pränataldiagnostik? Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unterteilt pränatale Diagnostik in nichtinvasive und invasive Methoden. Dort heißt es: Zu den nichtinvasiven Methoden gehören Ultraschalluntersuchungen und Bluttests. Sie greifen nicht in den Körper ein und sind kein Risiko für die Frau oder das Ungeborene. Zu den invasiven Methoden gehören zum Beispiel die Fruchtwasseruntersuchung und die Chorionzottenbiopsie. Diese Methoden greifen in den Körper der Frau ein. Die den Fötus schützenden Hüllen von Gebärmutter und Fruchtblase müssen durchstochen werden. Dies birgt das Risiko einer Fehlgeburt.

Wie sinnvoll ist es, sich in der Schwangerschaft untersuchen zu lassen? Eine allgemeingültige Aussage gibt es nicht. Es wäre wünschenswert, dass Frauen beziehungsweise Paare diesbezüglich eine bewusste Entscheidung treffen. In der Realität beobachten wir jedoch einen gewissen Automatismus was die Inanspruchnahme dieser Verfahren angeht.

Manche Frauen bekommen eine Überweisung, andere müssen sich selbst kümmern. Warum? Jede Schwangere hat einen Anspruch auf drei Ultraschalluntersuchungen laut Mutterschaftsrichtlinien. Diese werden meist bei der eigenen Gynäkologin angeboten. Frauen, die als Risikoschwangere eingestuft werden, bekommen Überweisungen zu Pränataldiagnostikern. Hierfür bedarf es grundsätzlich einer Indikation wie dem Alter der Mutter, festgestellte Auffälligkeiten beim Ultraschall oder Ängste bezüglich der kindlichen

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Entwicklung. Wird keine Überweisung ausgestellt, müssen werdende Mütter und Väter diese Untersuchung selbst zahlen. Damit müssen sie selbst entscheiden, wie wichtig ihnen diese Untersuchungen sind.

Die Diagnose zu erhalten, dass das ungeborene Kind nicht gesund ist, kann erdrückend sein. Was sollten Schwangere bei einer solchen Diagnose tun? Frauen und Paare, die die Diagnose erhalten, dass ihr Kind nicht gesund ist, befinden sich meist in einem Schockzustand. Nach der Diagnosestellung schließen sich oftmals viele Folgetermine an. Zu dem entstandenen Gefühlschaos kommen Zeitdruck und Hektik. Um diesen Prozess zu entschleunigen, ist es wichtig sich Zeit zu nehmen. Gerade diese Zeit wollen wir den werdenden Eltern in der Beratung geben. Auch wenn der Weg in die Beratungsstelle ein zusätzlicher ist, gibt es hier Raum, Gefühle zuzulassen, Fragen zu klären und weitere Wege zu begleiten.

Die Entscheidung, ob eine Frau die PND zulässt, ist also eine Gewissensfrage. Wie und ab wann kann eine psychosoziale Beratung deshalb helfend zur Seite stehen? Die Inanspruchnahme der PND ist wirklich eine sehr persönliche Entscheidung. Psychosoziale Beratung können Frauen und Paare vor der Durchführung der pränatalen Diagnostik, während der Wartezeit auf einen Befund und nach den Untersuchungen in Anspruch nehmen. Der Umfang der grundsätzlich kostenfreien Beratung richtet sich nach den Bedürfnissen der Betroffenen und ist individuell gestaltbar.

Wie helfen Sie, wenn sich eine Frau auf Grund der Diagnose für einen Schwangerschaftsabbruch und damit gegen das Leben des Kindes entscheidet? Auch hierbei stehen wir den werdenden Müttern und Vätern zur Seite. Die Entscheidung für einen Schwangerschaftsabbruch ist verbunden mit dem Abschied vom Kind. Dabei stehen neben Trauerbegleitung auch konkrete Themen wie die anstehende Geburt und die Bestattung des Kindes im Mittelpunkt. Schwangerenberaterinnen können betroffene Eltern über eine lange Zeit begleiten. Dazu gehört zum Beispiel auch eine Beratung während einer darauf folgenden erneuten Schwangerschaft. (sr)

Fachberatungsstelle für pränatale Diagnostik Die Fachberatungsstellen beraten und vermitteln an weiterführende und ortsnahe Beratungsstellen. Die Fachberatungsstelle Dresden ist das AWO Schwangeren-, Familien- und Beratungszentrum „Neues leben“ auf der Schaufußstraße 27, 01277 Dresden Telefon 0351 / 336 11 07.

Leseempfehlung

Umfangreiche Informationen zur Pränataldiagnostik finden sich in den Broschüren der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Interessierte können Broschüren wie „Pränataldiagnostik – Informationen über Beratung und Hilfen bei Fragen zu vorgeburtlichen Untersuchungen“ sowie „Pränataldiagnostik – Beratung, Methoden und Hilfen. Eine Erstinformation.“ kostenfrei bestellen unter www.bzga.de oder BZgA in 51101 Köln.

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Bera tung Von geteilter Freude und geteiltem Windelwechseln Aufregende (Eltern-)Zeit auch für Männer Eine Studie aus dem Jahr 2004 zeigte, dass 58 Prozent der Väter gewillt wären, Elternzeit zu nehmen. Das Männernetzwerk Dresden beschäftigte sich daraufhin mit der Schieflage zwischen dem Interesse der Väter und der tatsächlichen Inanspruchnahme der Elternzeit von damals höchstens fünf Prozent. „Die Studie, die wir mit der Technischen Universität Dresden 2008 durchführten, förderte zutage, dass sich Männer oft nicht trauen, ihrem Wunsch Nachdruck zu verleihen. Noch immer ist die Elternzeit mit der Vorstellung von Urlaub verknüpft. Unternehmen fehlt es an Ideen und Strategien, Vätern die intensive Zeit mit dem Kind einzuräumen", erläutert Holger Strenz vom Männernetzwerk Dresden. Um die Bedeutung der Väter-Elternzeit für die gesamte Familie und letztlich auch ihre positiven Auswirkungen für Unternehmen publik zu machen, wurde das Projekt „Väter in Elternzeit” (VIP) ins Leben gerufen. Der Projektleiter Holger Strenz begrüßt diese beispielhafte Initiative, die von der Landesdirektion Dresden unterstützt wird, damit Beruf und Familie besser in Einklang gebracht werden können. Er führt aus: „So tragen wir beispielsweise bestehende innovative Konzepte zusammen und geben sie an andere Unternehmen weiter. Auch die Zusammenarbeit mehrerer mittelständischer Betriebe wird angeregt, um sich bei elternzeitbedingten Engpässen mit Arbeitskräften auszuhelfen.”

„Männer sind auf dieser Welt einfach unersetzlich...“, singt Herbert Grönemeyer inbrünstig und spricht damit wohl fast jeder frisch gebackenen Mutter aus dem Herzen. Männer, in unserem Falle werdende Väter, begleiten die Schwangerschaft ihrer Frauen heutzutage ganz selbstverständlich. Der Geburtsvorbereitungskurs wird meist als Paar besucht, über 90 Prozent der Väter stehen ihren Frauen während der Geburt zur Seite und erleben so die ergreifenden ersten Atemzüge ihrer Kinder hautnah. Momente, die nie verblassen. Und dann? So wie die Mutter muss auch ein Vater erst in seine neue Rolle hineinwachsen. Das gelingt natürlich am besten, wenn der Neu-Papa sich Zeit nehmen und dabei sein kann, wenn das neue Familienmitglied nicht nur körperlich zu Hause ankommt. Neben all den wunderbaren Gefühlen, die Eltern beim Heranwachsen ihres Kindes miteinander teilen, stehen eine Reihe von Umstellungen an, die das Paar nun zu meistern hat. Das kostet Zeit und Schlaf und bedarf so mancher Entbehrung. Das Verständnis für das neue Weltbild innerhalb der Familie kann von Mutter und Vater am besten entwickelt werden, wenn sie sich gemeinsam auf die Betreuung des Kindes einlassen. Welche Anstrengung es bedeuten kann, ganze Tage mit dem Kind allein zu verbringen, kann nur ermessen, wer es selbst ausprobiert hat. Dann wird sich manche Frage erübrigen, warum der Haushalt eben nicht noch nebenbei in Schuss gebracht werden konnte.

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Fotos (2): Männernetzwerk Dresden

Gewinnerbilder des Wettbewerbes „Mannsbilder” des Männernetzwerkes Dresden: oben „Sommer im Alaunpark” und unten „Fliegen”.

In Gesprächen hat er immer wieder erfahren, wie sehr Väter den neuen Blickwinkel schätzen, den der zeitweise Ausstieg aus dem Arbeitsleben mit sich bringt. Es ermöglicht ihnen, eine intensive Beziehung zum Kind aufzubauen, die auf beiden Seiten prägende Spuren hinterlässt. Das Elterngeld, das diesen Ausstieg für zwei Monate gesetzlich anregt, hält Holger Strenz für einen wichtigen Meilenstein, an dem nicht gerüttelt werden sollte. Er verweist darauf, dass in Sachsen 32 Prozent der Väter Elterngeld erhalten, damit ist es der Spitzenreiter in Deutschland. (ki) Weitere Informationen: www.maennernetzwerk-dresden.de

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Bera tung

Kein Gläschen in Ehren Null Komma null Promille in der Schwangerschaft In Deutschland werden jedes Jahr mehrere Tausend Kinder mit fetalem Alkoholsyndrom (FAS oder FASD) geboren. Damit ist Alkoholkonsum in der Schwangerschaft die häufigste nicht genetisch bedingte, also vermeidbare Ursache für angeborene geistige Behinderung. Einigen Neugeborenen sieht man das FAS an: Sie haben typische Gesichtsverformungen oder Fehlbildungen an Extremitäten oder inneren Organen. Andere fallen erst im Laufe der Kindheit durch körperliche, kognitive, emotionale oder Verhaltensstörungen auf. Immer wieder gibt es Menschen, die Rat suchenden Schwangeren ‚erlauben’, in der Schwangerschaft ab und zu ein Gläschen zu trinken, obwohl schon geringe Mengen an Alkohol das Ungeborene schädigen können. „In einer Schwangerschaft sollte, genau wie beim Autofahren und auf der Arbeit, jeglicher Alkoholkonsum unterbleiben”, betont Prof. Dr. Ekkehart Paditz vom Zentrum für Angewandte Prävention in Dresden. „Es gibt keine Schwellendosis, das heißt auch gelegentliche Drinks können nachweisbare Schäden hervorrufen.” Alkohol passiert die Plazenta ungehindert. Der Blutalkohol des Ungeborenen ist also genau so hoch wie bei der Schwangeren, der kindliche Organismus kann ihn jedoch noch nicht selbständig abbauen und ist länger seiner giftigen Wirkung ausgesetzt. Alkohol hemmt und stört die Eiweißsynthesen, somit kommt es zu Wachstumshemmungen vor allem in den Zellen des Gehirns, in der Frühschwangerschaft auch an

Organen und Extremitäten. Zu den möglichen Folgen gehören Herzfehler, Gaumenspalten, Schlaf-, Lern- und Entwicklungsstörungen, motorische Probleme und Verhaltensstörungen. Trotz der Gefahren für das Kind verzichten nur etwa 20 Prozent der Schwangeren komplett auf Alkohol. „Das Erschreckende ist, dass der Alkoholkonsum gerade bei jungen Frauen von Jahr zu Jahr zunimmt”, so Prof. Dr. Paditz. Er rät allen Schwangeren: „Wenn Sie während der Schwangerschaft komplett auf Alkohol verzichten, sind Sie auf der sicheren Seite. Bitten Sie Familie, Freunde und vor allem Ihre Partner, Sie zu unterstützen, indem sie Ihnen keinen Alkohol anbieten und auch in Ihrer Gegenwart keinen Alkohol trinken.” (vf)

Hilfreiche Internetadressen Informationen für Interessierte und Betroffene gibt es auch im Internet, beispielsweise unter: www.fetales-alkoholsyndrom.de oder fasd-zentrum.blogspot.com oder www.fasd-deutschland.de. Auf www.verantwortung-von-anfang-an.de gibt es die gleichnamige Broschüre als Download.

Raus aus der Sucht Rauchen gefährdet die Gesundheit! 30 bis 40 Prozent der Frauen im gebärfähigen Alter ignorieren diese Warnung. Fast die Hälfte davon schafft es auch bei einer Schwangerschaft nicht mit dem Rauchen aufzuhören. Und ein Großteil derjenigen, die es schaffen, fängt nach der Geburt wieder an. Dabei ist Rauchen in und nach der Schwangerschaft das Hauptrisiko für den Plötzlichen Kindstod. Zigarettenrauch enthält mehr als 40 Krebs erregende Stoffe. Kohlenmonoxid und Giftstoffe verdrängen Sauerstoff und Nährstoffe aus dem Blut und erreichen ungefiltert das Ungeborene. Rauchende werdende Mütter riskieren somit eine Früh-, Fehl- oder Totgeburt, eine frühe Ablösung der Plazenta und ein geringes Geburtsgewicht ihres Kindes. Auch Sprach- und Verhaltensstörungen, ebenso wie Asthma, Atemwegsinfektionen und Fehlbildungen an Fingern, Händen oder Beinen sind mögliche Folgen. Warum fällt der Verzicht so schwer? Rauchen ist Sucht. Schwangerschaft bedeutet Stress, was sogar zu vermehrtem Rauchen führen kann. Auch die irrige Meinung, dass ein Entzug während der Schwangerschaft dem Baby schaden könnte, ist noch weit verbreitet. Das Gegenteil ist der Fall: Kinder von Raucherinnen haben nach der Geburt häufig mit Entzugserscheinungen zu kämpfen. Grundsätzlich gilt: Jede Stunde, jeder Tag, jede Woche ohne Zigarette bedeutet eine bessere Gesundheit für Sie und Ihr Kind. Wenn Sie mit dem Rauchen aufhören möchten und dafür Unterstützung brauchen, finden Sie Ansprechpartner beim Raucherberatungstelefon

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0180/ 50 99 555, bei (Schwangeren-) Beratungsstellen oder auch bei Ihrer Frauenärztin oder Hebamme. (vf)

Tipps für die raucherentwöhnung • Legen Sie einen konkreten Stopptag fest und bereiten Sie sich darauf vor, indem Sie Zigaretten, Feuerzeug, Aschenbecher entsorgen. • Suchen Sie nach Alternativen, die Ihnen im Alltag Entspannung bringen können! • Sichern Sie sich Unterstützung: Bitten Sie die Menschen in Ihrem Umfeld – vor allem Ihren Partner – in Ihrer Gegenwart nicht zu rauchen und Ihnen auch keine Zigaretten anzubieten. • Belohnen Sie sich für die rauchfreie Zeit, zum Beispiel mit einem Kinobesuch, einer schönen CD oder anderen Dingen, die Ihnen Freude machen. • Vermeiden Sie Situationen, in denen Sie in Versuchung geraten könnten! Lenken Sie sich ab. • Geben Sie nicht auf, wenn Sie mal rückfällig werden! Lernen Sie aus dem Rückfall: Warum haben Sie wieder geraucht? Wie können Sie solche Situationen in Zukunft vermeiden? Nehmen Sie den Rückfall als Anlass für einen neuen Aufhör-Versuch!

Weitere Informationen und ausführliche Anregungen finden Interessierte unter www.bips.uni-bremen.de/rauchen.

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Bera tung Eben noch im Kreißsaal, nun schon auf dem Amt… Notwendige Behördengänge nach der Geburt Sind die Strapazen der Geburt überstanden, wünschen sich Vater und Mutter oft nichts sehnlicher, als die Zeit mit dem neuen Erdenbürger ganz in Ruhe zu genießen. Dennoch sind einige Amtsbesuche unumgänglich. Schon vor der Geburt kreisen die Gedanken häufig um die Gesundheit des Babys. Gleich nach der Entbindung sollte deshalb die Krankenkasse telefonisch über den neuen (Mit-)Versicherten informiert werden, damit man im Krankheitsfall nicht allein dasteht. Arbeitnehmerinnen, die bei einer gesetzlichen Versicherung freiwillig oder pflichtversichert sind, erhalten von ihrer Krankenkasse auch das Mutterschaftsgeld. Bei Privatoder Familienversicherten ist das Bundesversicherungsamt zuständig. Der erste Gang im wortwörtlichen Sinn führt zum Standesamt des Geburtsorts. Innerhalb von fünf Werktagen muss der „Personenstandsfall" dort angezeigt werden. Mitzubringen sind Personalausweis, Geburtsbescheinigung, das Familienbuch bei verheirateten Paaren, bei unverheirateten Eltern die Geburtsurkunden beider Elternteile und vorheriger Kinder sowie Vaterschafts- und eventuell Sorgeerklärung des Kindsvaters. Neben der Geburtsurkunde stellt das Standesamt Bescheinigungen für Elterngeld, Kindergeld, Mutterschaftshilfe und religiöse Zwecke aus. Außerdem wird die Ankunft des neuen Erdenbürgers dem Einwohnermeldeamt mitgeteilt. Mit den vielen Dokumenten macht man sich innerhalb der nächsten Wochen auf zum nächsten Amt beziehungsweise zum nächsten Briefkasten,

wenn man die dazu gehörigen Anträge schon vor der Geburt ausgedruckt und ausgefüllt hat. Das Kindergeld wird von der Familienkasse der Agentur für Arbeit gezahlt. Die berechnet auch, ob ein Kinderfreibetrag steuerlich günstiger wäre. Elterngeld sollte rechtzeitig beantragt werden, da es höchstens für drei Monate rückwirkend bezahlt wird. Auf der Internetseite des Bundesfamilienministeriums (BMFSFJ) findet man einen Elterngeldrechner und die jeweils zuständige Elterngeldstelle, die auch Beratung zur Elternzeit anbietet. Diese muss dem Arbeitgeber spätestens sieben Wochen vor Beginn mitgeteilt werden, frühestens acht Wochen vor Beginn besteht Kündigungsschutz für die/den Elternzeitnehmer/in. Hat sich die junge Familie erfolgreich durch den Behördendschungel gequält, bleibt ihr noch ganz viel Zeit zum entspannten Beisammensein. (vf)

Hilfreiche Internetadressen www.familienplanung.de – Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung www.bmfsfj.de – Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend www.amt24.sachsen.de – Sächsische Staatskanzlei www.dresden.de – Stadtverwaltung Dresden

Willkommen in der Familie Gutschein

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Bera tung Es gibt ein Netzwerk, das dich auffängt Nach einer Fehlgeburt geben Selbsthilfegruppen wieder Zuversicht und Kraft

Hilfe und Unterstützung finden Betroffene beim Dresdner Verein Sternenkinder sowie in einer Selbsthilfegruppe beim Familienberatungszentrum KALEB. „Über unsere Gefühle, Gedanken und Sorgen zu reden, gibt unheimlich viel Kraft”, berichtet eine junge Mutter, die ihr Kind in der 13. Schwangerschaftswoche verloren hat. Sie spürt, sie ist mit ihrem Schicksal nicht allein. Margret Mehner leitet die Selbsthilfegruppe bei KALEB und weiß, dass sich hier das Wunder der Vertrautheit durch Gleichbetroffenheit vollzieht. Das heißt, dass jeder den Anderen und seinen Schmerz versteht. Vor allem, weil der Tod des Babys etwas ist, „was nicht sein dürfte. Und weil es so unfassbar ist, muss ich reden dürfen. Dabei kommen immer wieder neue Facetten des Geschehens in mir hoch und klären sich”, berichtet Margret Mehner. Das Familienzentrum wendet sich dabei vor allem auch Vätern zu und spricht dabei unter anderem an, dass Trauer bei Frauen und Männern unterschiedlich ist. „Dieses Wissen hilft Paaren, nicht stumm zu werden in ihrer Trauer. Manchmal spüren wir, dass die Selbsthilfegruppe allein nicht reicht und machen Mut, das Gespräch mit Fachleuten zu suchen”, so Mehner. Angehörige und Freunde, die vom Verlust eines ungeborenen Kindes erfahren, sollten sich dem Thema und den Tränen stellen, zuhören, Hilfe anbieten oder sie einfach leisten. Die Leiterin der Selbsthilfegruppe rät: „Dazu braucht es keine tollen Beileidssätze. Eine Umarmung und die Tränen, die im Mitleiden kommen, sind kostbarer für Betroffene.” Verboten sei auf eine neue Schwangerschaft hinzuweisen. Das spiele Trauer herab und gebe dem gestorbenen Kind nicht die Ehre. (sr)

Weiterlesen Ein liebevoll für Kinder illustriertes Buch mit Informationen für Erwachsene in der zweiten Buchhälfte: Heike Wolter und Regina Masaracchia: „Lilly ist ein Sternenkind: Das Kindersachbuch zum Thema ver waiste Geschwister", edition riedenburg., 2. veränderte Auflage Januar 2011 Die „Bibel" für Betroffene, die nicht von Anfang bis Ende, sondern in den Abschnitten gelesen werden sollte: Hannah Lothrop: „Gute Hoffnung – jähes Ende: Fehlgeburt, Totgeburt und Verluste in der frühen Lebenszeit. Begleitung und neue Hoffnung für Eltern", Kösel-Verlag, Taschenbuch, 1998.

Hilfe und Unterstützung Sternenkinder „Sternenkinder" sind Kinder, die in einem frühen Stadium der Schwangerschaft im Mutterleib versterben (Gewicht unter 500 g). Der Verein Sternenkinder e. V. bietet Hilfe und Unterstützung bei der Bewältigung der Trauer. Sternenkinder Dresden e. V. | Universitätsklinikum Carl Gustav Carus an der TU Dresden | Fetscherstr. 74 | 01307 Dresden | Telefon 0351 / 458 30 04 www.sternenkinder-dresden.de Glücklose Schwangerschaften In Gesprächsgruppen für verwaiste Eltern bei der ersten oder einer Folgeschwangerschaft durch Fehl- oder Totgeburt lernen Eltern andere Betroffene kennen. Sie finden dort in einem geschützten Rahmen Trost, Zuspruch und Beistand. Die Gruppe bietet den Eltern einen aktiven Umgang mit dem Schicksal. Sie hilft dabei, neuen Mut zum Leben zu sammeln, ohne das tote Kind zu vergessen. KALEB Dresden e. V. | Bautzner Str. 52 | 01099 Dresden | Telefon 0351 / 801 44 32 www.kaleb-dresden.de

„Nach meiner Fehlgeburt war unendlich viel Traurigkeit, Sehnsucht und ganz viel Liebe da, die ich geben wollte und nicht mehr geben konnte. Ich konnte mein Kind nicht streicheln, nicht in den Arm nehmen, nicht küssen. Da ist noch Monate und Jahre danach ganz viel unerfüllte Liebe, aber der Schmerz verändert sich”, erzählt eine junge Mutter, die ihr Kind in der 13. Schwangerschaftswoche verloren hatte.

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Es ist für Betroffene und auch Angehörige eines der schwierigsten Themen überhaupt: eine Fehl- oder Totgeburt. Vor Jahrzehnten noch totgeschwiegen, hat sich in den vergangenen Jahren ein Netzwerk von Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen entwickelt, die betroffenen Eltern helfen können, wenn diese es wollen und zulassen.


Bera tung Dunkle Wolken am babyblauen Himmel Beratungsstellen – Hilfe bei Sorgen in der Schwangerschaft Ein Baby zu bekommen ist ein kleines Wunder der Natur. Unglaublich, was der Körper aus einer winzigen Zelle ohne unser Zutun bastelt. Doch nicht für alle werdenden Eltern ist diese Zeit unbelastet und nicht alle freuen sich über Nachwuchs. Die Umstände, in die ein Kind hinein geboren werden wird, sind verschieden und nicht selten schwierig. Manche Eltern haben sich nichts sehnlicher gewünscht, als ein Baby, andere stecken vielleicht noch in einer Ausbildung oder wollten gerade die weite Welt bereisen. Die einen haben ein sicheres Einkommen, die anderen einen Minijob. Besonders, wenn man zum ersten Mal ein Kind erwartet, gibt es viele Unsicherheiten und Fragen. Ob es grundsätzliche Fragen sind, wie die, ob man denn überhaupt ein Kind möchte, oder die allgemeinen Zweifel, die aufkommen, wenn sich das Leben in Kürze radikal verändern wird – sie wollen beantwortet werden. Unterstützung finden Ratsuchende in Schwangerenberatungsstellen, sowohl in kommunaler als auch in kirchlicher Trägerschaft, beziehungsweise in Familienzentren. Sie bieten unabhängig von Konfession und Weltanschauung kompetente Hilfe bei Fragen der Existenzsicherung, der Klärung gesetzlicher Ansprüche und der Vorbereitung der jungen Familie auf das Leben zu dritt, oder auch nur zu zweit. Wird ein Schwangerschaftsabbruch in Erwägung gezogen, muss sogar ein Gespräch bei einer Beratungsstelle erfolgen. Eine Beratung ist kostenfrei und streng vertraulich, denn die Berater unterliegen der Schweigepflicht. Bei Anträgen sollte man unbedingt auf die Fristen achten, je früher man also Kontakt zu Beratungsstellen aufnimmt, desto besser. Für ganz eilige Fälle bietet sich die Online-Beratung der Caritas an, bei der sich schnell und unbürokratisch übers Internet dringende Probleme klären lassen. Hier findet sich auch eine Liste mit häufig gestellten Fragen, die vielleicht schon eine zufriedenstellende Antwort bieten und weiterhelfen. (me)

wenn es scheinbar keinen Ausweg gibt... Babyklappe: Die Babyklappe besteht aus einem Wärmebettchen, in das man über eine zu öffnende Klappe ein Baby legen kann. Nach dem Schließen der Klappe lässt sie sich nicht mehr öffnen, bis Mitarbeiterinnen vom Kaleb-Zentrum das System wieder frei schalten. So kann niemand unbefugt an das Kind gelangen. Das Baby wird zuerst zur medizinischen Untersuchung in das nahe gelegene Diakonissenkrankenhaus gebracht. Ist das Kind gesund, wird es nach drei bis vier Tagen aus dem Krankenhaus in eine Pflegefamilie des Vertrauens entlassen. Projekt Findelbaby: Schwanger und noch keiner weiß es? Hilfe in der Not, wenn es scheinbar keinen Ausweg gibt. Beratung und praktische Hilfen durch geschulte Mitarbeiter. Kontakte: • Kommunale Schwangerenberatungsstelle – www.dresden.de • donum vitae dresden e. V. – www.dresden.donumvitae.org • Caritasverband – www.caritas-dresden.de • DRK Landesverband Sachsen e. V. – www.drksachsen.de • AWO Kinder- und Jugendhilfe GmbH – Telefon 0351 / 336 11 07 • Medea – www.medea-dresden.de • KALEB Zentrum – www.kaleb-dresden.de

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Gesu n d h e i t

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Gesunde neun Monate

Pillen für den Babybauch Medikamente in der Schwangerschaft Schwangerschaft ist keine Krankheit, aber manchmal führen die typischen Schwangerschaftsbegleiterscheinungen zu Beschwerden, die behandlungsbedürftig sind oder die werdende Mutter erkrankt und Medikamente müssen eingenommen werden. Häufig werden auch schon vor einer Schwangerschaft, zum Beispiel wegen chronischer Erkrankungen, Mittel eingenommen. Ein Großteil der verfügbaren Arzneien ist für Schwangere allerdings nicht geeignet, da sich die Einnahme der Medikamente auch auf das Kind auswirken kann. Deshalb rät Dr. Sören Dreßler, Gynäkologe aus Dresden, jegliche Medikamenteneinnahme schon ab Bekanntsein der Schwangerschaft mit dem Arzt oder der Hebamme abzusprechen. „Gerade im ersten Trimenon, also zwischen der dritten bis achten Schwangerschaftswoche, wenn sich die Organe bilden, sollten die Frauen sehr vorsichtig sein“, meint der Arzt und ergänzt: „Insbesondere bei bestehenden Erkrankungen wie Diabetes, Krampfleiden oder Herz-KreislaufErkrankungen, sollten alle behandelnden Ärzte sowohl von der Krankheit als auch von bestehenden Therapiekonzepten informiert sein. Auch bei auftretenden bakteriellen Erkrankungen gilt

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dies, denn im weiteren Schwangerschaftsverlauf können bestimmte Medikamente das Wachstum und die Funktionen des Kindes beeinträchtigen.“ Trotz dieses Wissens lassen sich Erkrankungen während der Schwangerschaft nicht verhindern. Die werdenden Mütter müssen daher sehr genau Nutzen und Risiko von Medikamenten miteinander abwägen. Auch sollte eine kranke Schwangere so schnell wie möglich wieder auf die Beine kommen und sich erholen. Denn die Krankheiten können ebenfalls Auswirkungen auf das Baby haben. Fühlt die Mutter sich schlecht, gerät ihr Kreislauf aus dem Rhythmus, hat sie Schmerzen – all das spürt auch ihr Ungeborenes in gewisser Weise mit. Vorsicht ist auch bei so harmlos erscheinenden Medikamenten wie Nasentropfen, Kopfschmerztabletten oder Erkältungssäften geboten. Hier lauern Inhaltsstoffe, die dem werdenden Menschlein schaden können. Bei den kleinen Wehwehchen und Zipperlein helfen oft schon homöopathische oder naturheilkundliche Mittel. Doch auch hier gilt, bitte mit der Hebamme

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oder dem Arzt über Anwendung und Dosierung zu sprechen. Nicht medikamentöse Mittel können auch gut Linderung verschaffen. So ist es sinnvoll zum Beispiel bei Kopfschmerzen, sich einfach mal etwas Ruhe zu gönnen oder an die frische Luft zu gehen. Auch Akupunktur kann helfen. Und bei Erkältungen lohnt es sich, auf lang bewährte Methoden zurück zugreifen. Viel Flüssigkeit, am besten warmen Tee trinken und inhalieren sind heilsam. Bei einer verstopften Nase hilft Kochsalzlösung wieder beim Durchatmen. Vorsicht allerdings wieder bei ätherischen Ölen, denn nicht alle sind für Schwangere geeignet. Auch bei Operationen muss die werdende Mutter nicht um ihr Baby fürchten. Lokale Anästhetika wirken vor allem auf die Mutter, so dass das Kind nicht übermäßig beeinträchtigt wird. Auch wenn man versuchen sollte OPs soweit wie möglich zu umgehen oder zu verschieben, sind selbst Blinddarmentfernungen mit einer PDA möglich. Denn bei einer PDA bleibt das Kind munter, nicht wie bei einer Vollnarkose der Mutter, wo auch das Kind mit beruhigt wird. (mvg/elm)


Gesu n d h e i t

Die Kraft der Chinesischen Medizin Akupunktur in der Schwangerschaft Wenn der Babybauch wächst, erlebt die kugelbäuchige Frau physiologisch bedingte Veränderungen ihres Körpers. In dieser Phase des Lebens beschäftigt sich die Schwangere anders – bewusster – mit ihrem Körper. Denn sie beherbergt ein Lebewesen in ihrem Innersten, das der Liebe und Zuwendung bedarf. Die vielfältigen Behandlungsmethoden der Chinesischen Medizin können die Frauen in dieser

Zeit begleiten und stärken. „Je wohler ich mich fühle, umso mehr tue ich für die Gesundheit meines Kindes“, unterstreicht Dr. med. Claudia Mittenzwey-Hänel, Praxis für Traditionelle Chinesische Medizin (TCM).

können eventuell Heilkräuter angewandt werden. Besteht eine Risikoschwangerschaft muss die Anwendung alternativer Heilmethoden immer mit dem behandelnden Gynäkologen abgesprochen werden.

Die Chinesische Medizin ist eine alte Heilkunst mit langer Tradition. Neben der Anwendung von Heilkräutern, der Beratung hinsichtlich grundlegender Ernährungsfragen und Qi Gong, ist die Akupunktur ein Teil der fernöstlichen Medizin. „Das Wissen um diese jahrtausend alten Erfahrungen nutzen wir heute für die Behandlung von Frauen in der Schwangerschaft und im Wochenbett“, so Dr. med. Mittenzwey-Hänel. Zu Beginn der Behandlung führt der Akupunkteur mit der schwangeren Frau ein ausführliches Gespräch, um die Wurzeln der Beschwerden ausfindig zu machen. Häufig hängen die typischen Schwangerschaftswehwehchen mit Ernährungsfehlern zusammen. Die werdende Mutter erreicht dann schon eine Verbesserung ihres Wohlbefindens durch die Umstellung ihres Speiseplans. Reicht die Beratung hinsichtlich der Essgewohnheiten der Schwangeren nicht aus, sind Übelkeit und Erbrechen, Verstopfung, Erkältungskrankheiten und Abwehrschwäche sowie Wassereinlagerungen mittels der Akupunktur gut behandelbar. Dabei verwendet der Therapeut wenige Nadeln und akupunktiert nur die Punkte, die der Schwangeren gut tun. Das Baby im Bauch wird natürlich nicht gepiekst. Vorsicht ist aber geboten, wenn Kontraindikationen wie ein Frühgeburtsrisiko oder eine Abortneigung bestehen. Hier

Sehr gute Erfahrungen haben Ärzte, Hebammen und Schwangere mit der Akupunktur in der Geburtsvorbereitung gemacht. Das setzen der Nadeln an bestimmten Punkten bewirkt die Stärkung der Körpermitte der Mama und unterstützt so eine natürliche und sanfte Geburt. Auch nach der Entbindung können Akupunktur und Heilkräuter wirksam eingesetzt werden. Vor allem wenn sich die frisch gebackene Mama erschöpft fühlt. Die traditionelle chinesische Medizin kann außerdem helfen, wenn Schwierigkeiten beim Stillen auftreten, bei Schmerzen und psychischen Sorgen oder bei Störungen der Blasenentleerung und bei Verdauungsproblemen. Die Wirksamkeit der Akupunktur ist mittlerweile durch Studien belegt. Wer aber Angst vor dem Nadeln hat, muss nicht gänzlich darauf verzichten. Eine gute Alternative ist dann das Aku Taping. „Die flexiblen und stabilisierenden Tapes ermöglichen der werdenden Mama eine ungehinderte und schmerzlose Bewegung“, erklärt Sabine Männchen, Hebamme in der Hebammenpraxis Pirnaer Tor. „Gerade bei Schmerzzuständen beispielsweise im Lendenwirbelbereich, aber auch anderen Beschwerden in der Schwangerschaft unterstützt und ergänzt diese Methode die Akupunktur auf wirksame Weise.“ (bf)

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Homöopathische Arzneimittel aus Plazenta oder Muttermilch Maßgeschneiderte Medizin für Mutter und Kind Was im ersten Augenblick irritierend klingt, wird im zweiten doch sehr einleuchtend. Plazenta, Muttermilch, Nabelschnur(blut) und Fruchtblase können der Ursprung für eine Medizin sein, die es individueller nicht gibt. Zur Herstellung der homöopathischen Verdünnungen werden kleine Mengen zum Beispiel der Plazenta benötigt, um nach den Vorschriften des homöopathischen Arzneibuches (HAB) als Grundbaustein zu dienen. Die hergestellten Mittel nennt man (Auto-)Nosoden oder Sarkoden. Sie sind sowohl für das Kind als auch die Mutter geeignet.

Was Sie tun müssen um eine Nosode aus der Plazenta herstellen zu lassen: 1. 2. 3.

Schon im Vorfeld Infomaterial und Probenversandgefäß von der ausgewählten Apotheke oder Herstellungsfirma anfordern. Hebamme/Klinikpersonal informieren, dass eine Plazenta Nosode gewünscht ist. Probengefäß mit zur Entbindung nehmen und der begleitenden Hebamme geben. Diese entnimmt gleich nach Untersuchung der Plazenta ein etwa erbsengroßes Stück der Plazenta. Das Probengefäß muss dann noch zur Apotheke oder dem Hersteller zurück geschickt werden.

Apotheke Bühlau | Bautzner Landstraße 128 | 01324 Dresden | Tel.: (0351) 2688631 | Fax: (0351) 2688632 www.apotheke-buehlau.de | chef@apotheke-buehlau.de | Webshop: www.gesundviel.de

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Aus der Stammlösung können Kügelchen, Tropfen oder Salben in unterschiedlichen Verdünnungsstufen, den Potenzen, hergestellt werden. Die Stammlösung selbst kann eingelagert und zu einem späteren Zeitpunkt für die Nachbestellungen verwendet werden. Homöopathische Arzneimittel aktivieren die Selbstheilungskräfte des Körpers. Auch Auto-Nosoden wirken so. Plazenta-Nosoden werden bei Beschwerden rund um den weiblichen Zyklus und die Stillzeit eingesetzt. Beim Kind kommen sie in vielfältigsten Bereichen zum Einsatz wie beispielsweise bei Erkältungskrankheiten, Zahnungsbeschwerden und Hautkrankheiten. Der Einsatz von Muttermilch-Nosoden hat sich besonders bewährt bei Problemen rund um die Themen Milchabneigung und Milchunverträglichkeit beim Kind sowie bei Problemen mit der Milchbildung, Schwellung, Schmerzen und Verhärtung der mütterlichen Brust. Wurden während der Schwangerschaft Medikamente eingenommen, ist die Herstellung von Auto-Nosoden in vielen Fällen dennoch sinnvoll. In der fertiggestellten Nosode sind lediglich vernachlässigbare Spuren der Mittel zu erwarten. (Dr. Michael Kunkel, mentop Pharma, pp)


Gesu n d h e i t Natürliche Unterstützung durch Homöopathie Foto: Wala

Was tun, wenn die Schwangere auf Medikamente verzichten muss ... … und sie dennoch Beschwerden hat, die behandlungsbedürftig sind? Muss sie es einfach aushalten, wenn ihr der Rücken schmerzt oder es im Kopf hämmert? Was kann die werdende Mama machen, wenn die Nase läuft oder es im Magen drückt? Die kränkelnde Schwangere muss die störenden Symptome nicht untätig ertragen und damit ihre Schwangerschaft belasten. Sie kann ihren Körper bei der Selbstheilung unterstützen. Die natürliche Hilfe durch homöopathische Mittel ist eine gute Alternative, wenn gängige Medikamente in der Zeit zu Zweit nicht mehr angesagt sind. Verspürt die Baldmama in ihrer Schwangerschaft Beschwerden im funktionellen Bereich wie Blähungen, Verstopfung, Übelkeit oder Sodbrennen oder leidet sie unter Schlafstörungen, Müdigkeit sowie Kopfschmerzen, sollte sich die Schwangere neben dem behandelnden Arzt an die begleitende Hebamme wenden. „Die Hebamme ist für die schwangere Frau Ansprechpartner und fungiert als Mittler“, so Denise Mouton-Mildner, Hebamme der Hebammenpraxis „Pirnaer Tor“. „Kommt die Schwangere mit Beschwerden in die Praxis, kann die Hebamme entscheiden, ob sie selbst behandeln kann oder ob sie die Frau an weiterbehandelnde Ärzte oder Heilpraktiker verweisen muss“, sagt Hebamme Mouton-Mildner. Die meisten schwangerschaftstypischen Wehwehchen kann die Hebamme nach einem ausführlichen Erstgespräch selbst behandeln und so der geplagten Frau unterstützend zur Seite stehen. Dabei verbessern die homöopathischen Mittel nicht nur die akuten Befindlichkeiten der Schwangeren, sondern ihr Körper wird gestärkt und so ihr Gesamtzustand positiv beeinflusst.

Weiterlesen • • •

Sommer, Sven: Homöopathie, GU Verlag, 2007 Naik, Dr. med. Prashant: Homöopathie-Ratgeber für Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit, Humboldt Verlag, 2009 Engelsing, Dr. med. Anja Maria: Homöopathie & Co für Schwangerschaft und Baby, Haug Verlag, 2009

Anders ist es, wenn die Schwangere unter chronischen Beschwerden leidet, die nicht unmittelbar mit der Schwangerschaft zusammenhängen. In diesem Fall wird die Hebamme die Frau an einen homöopathisch arbeitenden Therapeuten verweisen. In einer umfangreichen chronischen Anamnese finden der Behandler und die Mutter in spe gemeinsam die Ursache für ihre Leiden. Aber auch hier ist die Kräftigung des Körpers durch die Gabe homöopathischer Mittel zentral damit er selbst gegen die Ursache ankämpfen kann. Die werdende Mutter sollte aber darauf achten, dass die verabreichten Mittel im Mutterpass vermerkt werden, unabhängig von wem sie sich behandeln lässt. So ist sicher gestellt, dass sie keine doppelten oder sich neutralisierende Wirkstoffe einnimmt. (bf)

Es klingt wie Hexenmedizin Spagyrik - Wertvolles aus Pflanzen Ende des 19. Jahrhunderts fand der Mediziner Dr. Carl Friedrich Zimpel eine Methode zur Herstellung von wirksamen Pflanzenheilmitteln, ähnlich wie es schon hunderte Jahre vorher von alten Medizinern und Heilkundigen gemacht wurde. Spagyrik ist von den griechischen Wörtern span (trennen/ schneiden) und ageirein (zusammenfügen) abgeleitet. Die spagyrischen Mittel, die Urtinkturen werden in drei Schritten hergestellt: Gärung, Destillation und Veraschung. Die Anwendung von spagyrischen Mitteln in der Schwangerschaft ist oft sehr hilfreich, sollte aber nur in Absprache mit einem Homöopathen oder erfahrenen Apotheker erfolgen. „Eingesetzt werden die Essenzen unter anderem bei akuten Infekten, zur Stabilisierung von geschwächten Immunsystemen sowie in fast allen Fachgebieten der inneren Medizin, der Gynäkologie, der Dermatologie, der Psychiatrie, der Kinderheilkunde, bei Schmerztherapien und in der Hals-Nasen- Ohrenheilkunde“, so Silvia Trautmann von der Apotheke Bühlau. Spagyrische Pflanzenheilmittel sind in einigen Apotheken erhältlich, als Einzelmittel und als Komplexmittel. Meist werden die Mittel durch einen Heilpraktiker verordnet. (elm)

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Gesu n d h e i t

Immer der Nase nach Sanfte Aromatherapie in der Schwangerschaft

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Man soll auf seinen Bauch hören, sagt man. Und wenn darin noch ein kleines Menschlein heranwächst, scheinen sich auch alle anderen Sinneskanäle zu sensibilisieren, um die Symbiose aus Mutter und Kind zu schützen. Die empfindsame Zeit der Schwangerschaft braucht Oasen der Ruhe und Besinnung sowie sanfte Unterstützung bei kleinen Unpässlichkeiten. Wie gerufen kommt dann der Beistand aus der Natur. Bereits im Altertum wurden Auszüge aus bestimmten Pflanzen angewendet, um als Einreibung oder Räucherung Entspannung und Wohlbefinden zu fördern. Auch die heutige, in den 1920er Jahren durch den französischen Chemiker Gattefossé begründete Aromatherapie baut auf die heilende Wirkung ätherischer, also flüchtiger, Pflanzenöle, die aus Blüten, Früchten, Kräutern oder Wurzeln gewonnen werden. „Glücklicherweise sind wir heute wieder auf dem Weg, uns rückzubesinnen, dass der Mensch eine Einheit aus Körper, Geist und Seele darstellt. Und die Aromatherapie stellt eine wirkungsvolle Ergänzung dar, wenn es darum geht, Menschen ganzheitlich zu behandeln und Selbstheilungskräfte zu stärken", hebt Manuela Blumtritt hervor. In ihrer Tätigkeit als Krankenschwester hat sie sich von der vielseitigen Einsatzweise und der sanften, aber zuverlässigen Wirksamkeit überzeugen können. So finden sich auch für spezielle Schwangerschaftsbeschwerden wie Übelkeit, Kopfschmerzen, Wassereinlagerungen, Müdigkeit, zu niedriger oder zu hoher Blutdruck sowie auch Schlaflosigkeit mild wirkende Helfer aus der Palette der ätherischen Öle. Eine kleine ausgewählte Aroma-Hausapotheke, die

Foto: Primavera

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eine Selbstbehandlung ermöglicht, kann diese sensible Zeit begleiten helfen. „Gegen Übelkeit kann die werdende Mutter beispielsweise ein Riechfläschchen bei sich tragen, für das sich je nach Vorliebe verschiedene Zitrusöle oder auch Pfefferminze eignen. Schwangere sind extrem geruchsempfindlich und sollten ihrer Nase vertrauen, welcher Duft ihnen gut tut", empfiehlt Manuela Blumtritt.

Duftende Streicheleinheiten für die Seele Sie weist darauf hin, dass die hoch konzentrierten Auszüge sehr stark wirken und nie unverdünnt anzuwenden sind. Es genügen wenige Tropfen, die maximal zweiprozentig mit einem Trägeröl gemischt werden. Gut eignen sich dafür Mandel- oder Jojobaöl. Letzteres kann auf Grund der hohen Hitzebeständigkeit auch in Duftlampen zum Einsatz kommen. Die eingeatmeten Wirkstoffe gelangen dann in den Blutkreislauf bis ins Gehirn und können dort den Hirnstoffwechsel beeinflussen. Diese Seelenwirkung hilft der Schwangeren, sich je nach Gemütsverfassung zu entspannen, zu öffnen oder auch loszulassen. Die ätherischen Öle von Zitrone, Rosmarin oder Bergamotte beleben, während Lavendel, Kamille oder Ylang Ylang bei Schlafproblemen hilfreich sein können. Das Badewasser kann ebenso durch ein paar duftende Tropfen bereichert werden. Sich während der Schwangerschaft die Füße, Schultern oder sanft den Bauch massieren zu lassen, genießen fast alle Frauen. Auch dabei kann der Zusatz ausgewählter Essenzen kleine Wunder bewirken. Am besten ziehen Öle auf feuchter Haut ein. Vorsicht ist jedoch besonders in den ersten fünfzehn Schwangerschaftswochen geboten. „In dieser Zeit sollten alle Öle vermieden werden, die durchblutungsfördernd oder gar wehenauslösend sein können. Dazu zählen Kampfer, Nelke, Zimt, Eisenkraut oder Ingwer", warnt Doris Trepmann, Apothekerin der Lavendel Apotheke Dresden. Generell empfiehlt sie, nur hundertprozentig naturreine Öle zu verwenden, um sich vor unliebsamen Nebenwirkungen zu schützen. Die kleinen Glasfläschchen sind in diesem Falle mit dem lateinischen Namen, der Herkunft der Pflanze sowie dem Gewinnungsverfahren gekennzeichnet. „Aber auch diese Öle sollten vor der Anwendung mit einem Tropfen in der Armbeuge auf Verträglichkeit getestet werden", empfiehlt Doris Trepmann. Bei Fragen zur Anwendung der Aromatherapie stehen neben Nachschlagewerken spezialisierte Apotheken, Heilpraktiker oder Hebammen zur Seite. (ki)

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Gesu n d h e i t Krank in der Schwangerschaft

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Schwangerschaft ist keine Krankheit, aber bestimmte Symptome können in dieser Zeit Anzeichen für ernste Beschwerden sein. Manche eigentlich harmlose Erkrankung kann riskant werden, weil das Baby dadurch gefährdet wird. Besondere Vorsicht gilt, wenn in der Kindertagesstätte oder der Schule der älteren Geschwister ansteckende Kinderkrankheiten auftreten. Darunter zählen: Windpocken, Röteln und Ringelröteln. Hier ist wichtig, Erzieherinnen und Lehrer frühzeitig zu sensibilisieren und um eine schnelle Information über bekannt gewordene Infektionsfälle zu bitten. Es hat sich bewährt, nicht nur genau auf die Aushänge in den Einrichtungen zu achten, sondern um einen persönlichen Anruf bei der werdenden Mutter zu bitten. Dann können auch mal die Großeltern oder der Vater die großen Geschwister in den Kindergarten bringen oder von dort abholen und damit das Ansteckungsrisiko für die schwangere Mama verringern. Wichtig ist es aber auch, eigene Risiken und Vorerkrankungen zu kennen. Dafür werden durch den Frauenarzt oder die Ärztin bestimmte Tests durchgeführt, die anzeigen, ob die Schwangere gegen oben genannte Kinderkrankheiten und andere Infektionen immun ist oder ein besonderes Risiko vorhanden ist. Gefahr besteht zum Beispiel durch die Infektion mit Listerose, Chlamydien, Streptokokken und Toxoplasmose. Der letztgenannte Test ist kein Bestandteil der Leistungen der Krankenkassen, wird aber von Frauenärzten angeraten, um einen Schaden vom heranwachsenden Baby im Bauch durch die Früherkennung abzuwenden.

Nicht nur Erstgebärende sind heute älter als in der Jugend unserer Mütter und Großmütter. Die Gefahr schwangerschaftsbedingter Krankheiten steigt mit zunehmendem Alter der werdenden Mutter. Thrombose, Präklampsie (Gestose) oder Schwangerschaftsdermatosen treten häufiger auf als erwartet. Fast jede zehnte Schwangerschaft in Deutschland ist von Diabetes betroffen. Hier kann ein einfacher Zuckerbelastungstest für etwa zehn Euro Klarheit schaffen. Eine Ernährungsumstellung, sportliche Betätigung oder, falls das nicht ausreicht, die Gabe von Medikamenten fördert die gesunde Entwicklung des Kindes und verhindert eine bleibende Diabetes bei der Mutter. Beschwerden und Zipperlein verschonen kaum eine Schwangere. Aber mit den nötigen und regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen, einer gesunden Lebensweise und einer Portion Wissen um vermeidbare Risiken, können die einzigartigen 40 Wochen in guter Hoffnung erlebt werden. (me)

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12.09.2011 11:18:26

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Gesu n d h e i t Wenn´s im Kreuze zwickt und zwackt

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Osteopathie in der Schwangerschaft

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Wenn der Bauch wächst und wächst, kann es schon vorkommen, dass die werdende Mutter unter dem ein oder anderen Schwangerschaftszipperlein leidet. Störend, wenn sie trotz Schmerzen und anderer Beschwerden ihren Arbeitsalltag bewältigen muss. Die Probleme treten oft ab der 25. Schwangerschaftswoche auf, dann wenn es für den Körper wirklich schwer wird. Schnell stößt dann auch die Physiotherapie, die sonst bei körperlichen Problemen helfen kann, an ihre Grenzen. Denn manche Bewegungen oder Übungen kann die Schwangere einfach nicht mehr mitmachen. Die Osteopathie bietet in diesem Fall eine sinnvolle Behandlungsalternative. Ines Ziegengeist, Physiotherapeutin und Osteopathin aus Dresden erklärt dazu: „Die Körperstatik verändert sich in der Schwangerschaft durch das ungewohnte Gewicht und neue Balanceverhältnisse. Hinzu kommen die weicher werdenden Bänder und die allgemein schlechtere Körperhaltung, die oft zivilisationsbedingt bei den Frauen vorkommt - wer kennt sie nicht, die verkrümmte Computerhaltung.“ Durch die Mehrbelastung der Wirbelsäule und die Öffnung des Beckens, um das Tiefertreten des Fetus zu ermöglichen, kann es häufig zu Kreuzschmerzen, Bewegungseinschränkungen und vermehrtes Wasser in den Beinen kommen. „Oft ist die Ursache hierfür ganz klein, aber doch mit riesiger Auswirkung“, so Ziegengeist. „Ein verdrehtes Becken, ein weggeknickter Steiß oder eine verlagerte Beckenbodenmuskulatur können aber durch die Techniken der Osteopathie schnell und ohne viel Stress für Mutter und Ungeborenes beseitig werden.“ Allen Behandlungen durch einen Osteopathen geht eine gründliche Anamnese voraus. „Ich mache auch einige Sicherheitstests, um ganz bestimmt Komplikationen während oder nach der Behandlung auszuschließen“, sagt Ines Ziegengeist. „Denn manche Schwangerschaftsbeschwerden haben gänzlich andere Ursachen und könnten zum Beispiel mit einer Ernährungsumstellung behoben werden.“ Hat sich die Osteopathin dann ein Bild verschafft, wie

es um den mütterlichen Körper bestellt ist, beginnt sie die Behandlung. Meist setzt sie beim Illius-Sacral-Gelenk an. Hier im Kreuzbein lauern viele Quellen für Beschwerden. Speziell die craniosacrale Osteopathie hat sich dazu bewährt. Dabei sucht man in Kranium (knöcherner Schädel), Sakrum (Wirbelsäulenabschnitt zwischen Lendenwirbelsäule und Steißbein) und der Wirbelsäule nach Bewegungseinschränkungen der Knochen, ertastbar im Mikrometerbereich. Zusätzlich tastet man den Rhythmus des Kranialimpulses bei Mutter und Kind. Das ist der Rhythmus, den die Hirn- und Rückenmarksflüssigkeit erzeugt, wenn sie sich ständig erneuert. „Das Gewebe einer Schwangeren fühlt sich anders an, als bei einer nichtschwangeren Frau. Auch kann ich deutlich Mutter und Kind unterscheiden“, erläutert Ines Ziegengeist ihr Vorgehen. Osteopathie spricht viele Ebenen im Körper an. Es lassen sich viele Schwangerschaftsbeschwerden behandeln, zum Beispiel Sodbrennen, Verstopfungen oder auch Wassereinlagerungen. Wenn schon Vorbelastungen vor der Schwangerschaft im Rücken oder Kreuzbeinbereich existieren, kann Osteopathie auch prophylaktisch eingesetzt werden, um Schlimmeres während der Kugelbauchzeit zu verhindern. „Es ist sinnvoll, wenn sich die Schwangere mit ihrem Gynäkologen berät, bevor sie zum Osteopathen geht. Denn Schwangerschaftsdiabetis, Gestose oder Bluthochdruck sprechen gegen eine Behandlung“, so die Osteopathin. Die Behandlungserfolge sind individuell verschieden. „Oft reichen aber schon ein oder zwei Sitzungen, um die Beschwerden in den Griff zu bekommen“, meint Ines Ziegengeist und ergänzt: „Die Kosten tragen zumeist die Patienten privat, da die Behandlungen nicht von den Kassen übernommen werden.“ (mvg)

Osteopathie und Geburtsvorbereitung In der Schwangerschaft kann speziell die craniosacrale Osteopathie zur Geburtsvorbeitung eingesetzt werden. Das besondere Augenmerk wird dabei auf das mütterliche Becken gelegt, denn eine gute Beweglichkeit ist maßgeblich für den erfolgreichen Ablauf der bevorstehenden Geburt. Zur Geburtsvorbereitung empfiehlt sich die osteopathische Arbeit ab dem sechsten Monat bis zur Geburt. Auch ein „Babydrehen“ ist indirekt möglich. Dabei versucht die Osteopathie dem Baby den Weg zu ebnen, indem sie dafür sorgt, dass das Becken der Mutter frei von Verspannungen ist. Ebenso lässt sich so der Verlauf der Geburt begünstigen. (mvg)

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Gesu n d h e i t Geburtsvorbereitung einmal anders Haptonomie und Moxatherapie

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Schwangerschaft und Geburt sind zwei der natürlichsten Dinge der Welt. Trotzdem haben viele Frauen große Angst vor der Geburt oder sind unsicher, ob sie alles richtig machen. Dabei vergessen viele, dass sie, wenn es um ihren Körper und ihr Kind geht, wahrhafte Experten sein können, wenn sie nur auf ihren Bauch hören. Nimmt die Schwangere regelmäßig Kontakt zum Ungeborenen auf, kann sie sogar erkennen, ob es gerade einen guten Tag hat oder eher Ruhe braucht.

Haptonomie – Lehre der Berührung Moxen an der kleinen Zehe in Vorbereitung auf die Geburt fühl“, betont Frau Györi. Das gelingt nicht jedem Paar, viele sind zu verkopft. Doch wie Haptonomie konkret wirkt, kann wissenschaftlich kaum belegt werden. Mit Begeisterung beobachtet Györi jedoch immer wieder, wie das elterliche Vertrauen, das bei der Haptonomie nötig ist, dann auch auf die Kinder übergeht. „Sie werden für die Geburt gestärkt, für die Leistung, die sie dort erbringen müssen. Außerdem sind solche Kinder besonders wach, sie wollen entdecken, sich weiterentwickeln“, schwärmt sie. Auch die Schwangeren gewinnen durch die Haptonomie Selbstvertrauen und ein gutes Körpergefühl.

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Jutta Györi vom Krankenhaus St. Joseph-Stift, seit über 20 Jahren Hebamme, beschäftigt sich seit zehn Jahren mit der Haptonomie. Ab der zwanzigsten Schwangerschaftswoche können Paare oder Frauen bei ihr lernen, achtsam und regelmäßig über die Hände und die Psyche Kontakt zu ihrem ungeborenen Kind aufzunehmen. „Voraussetzung hierfür ist Harmonie zwischen den Partnern, gegenseitiges Vertrauen und Respekt. Die Eltern müssen sich auf die Methode und das Kind einlassen können und wollen. Besonders Väter brauchen viel Geduld und Ge-

Das hilft ihnen, die Geburt besser zu erleben und das Kind bei der Geburt zu unterstützen. Und nach der Geburt fällt es Mutter und Vater leichter, die Beziehung zum Neugeborenen ebenso achtsam und liebevoll zu gestalten wie vorher den Kontakt durch die Bauchdecke hindurch.

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Moxatherapie – Wärmepunktur mit Beifußkraut Eine weitere Art, sich gemeinsam mit dem Ungeborenen auf die Geburt vorzubereiten, ist die Moxatherapie, auch Moxen oder Moxibustion genannt. Dabei wird getrocknetes, in dünnes Papier gerolltes Beifußkraut in der Nähe bestimmter Akupunkturpunkte abgebrannt. „Die zugeführte Wärme hilft müden und geschwächten Schwangeren Energie zu tanken“, weiß Ines Junge vom Geburtshaus Bühlau. „Auch Schmerzen und Verspannungen können durch das Moxen gelöst werden.“ Wenn sich das Kind zum Ende der Schwangerschaft noch immer in Beckenendlage befindet, kann mit Hilfe der Moxibustion eine Drehung des Kindes in die Schädellage bewirkt werden. Dafür wird der Zhiyin-Punkt – ein Punkt am kleinen Zeh der Schwangeren – mit der Moxazigarre stimuliert. Dadurch erhält das Ungeborene Kraft für mehr Bewegung und die Beckenregion der Schwangeren wird entspannt, um dem Kind die Drehung zu ermöglichen. Ist die erste Behandlung nicht erfolgreich, können bis zur Geburt weitere Versuche unternommen werden. „Vorher sollte jedoch abgeklärt werden, warum sich das Kind nicht auf den Purzelbaum einlassen kann“, gibt Ines Junge zu bedenken. Die Kosten für Haptonomie und Moxatherapie werden leider nicht von den Krankenkassen übernommen. Hebammen und Gynäkologen können werdende Eltern über Anbieter in ihrer Nähe informieren. (vf)

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Gesu n d h e i t Essen, was gut tut! Zur abwechslungsreichen Ernährung in der Schwangerschaft Frauen sind oft mit ihrer Figur und demnach auch mit ihrer Ernährung beschäftigt. Besonders in der Schwangerschaft rückt dieses Thema noch mehr ins Interesse der Frau als zuvor. Der Volksmund sagt häufig, dass die Schwangere nun für zwei isst. Diätassistentin Peggy Görldt weist allerdings darauf hin, dass der Energiebedarf erst ab dem vierten Monat steige und bereits durch ein belegtes Brötchen ausgeglichen werden könne. Wichtiger sei hingegen ein Mehr an Vitaminen und Mineralstoffen wie Kalzium, Eisen und Jod sowie eine ausreichende Zufuhr an Folsäure. Besonders die Aufnahme von Kalzium ist ganz im Sinne der werdenden Mutter, denn bei einem Mangel zieht sich das heranwachsende Kind die nötige Menge an Kalzium aus den Knochen der werdenden Mama. Ein guter Indikator für den Mangel an bestimmten Stoffen sind die bekannten Heißhun-

gerattacken. Diese Gelüste können als Hinweise des Körpers verstanden werden, welche Stoffe gerade fehlen. Besonders wichtig sei laut Peggy Görldt das Wohlbefinden der schwangeren Frau und dass sie esse, worauf sie Appetit habe und was ihr gut tue. Stoffe wie Folsäure, Kalzium, Eisen oder auch Vitamine sollten bei Bedarf durch vom Arzt verordnete Präparate ergänzt werden. Eine gute Grundlage für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung in der Schwangerschaft bieten neben Vollkornprodukten, Obst und Gemüse ebenso Getränke. Allerdings haben Schwangere einen höheren Wasserumsatz und brauchen deshalb zwei bis drei Liter Wasser pro Tag. Zu empfehlen sind kalt gelaufenes Leitungswasser, natriumarmes Mineralwasser, verdünnte Fruchtsäfte ohne Zuckerzusatz sowie möglichst ungesüßte Kräuter- und Früchtetees. Koffeinhaltige Getränke wie beispielsweise Kaffee oder schwarzer Tee sollten eher eine geringe Rolle auf der Getränkeliste der schwangeren Frau spielen. „Aber eine Tasse Kaffee zum Früh-

Lotta lernt essen

Wohltuende Getränke

Edith Gätjen: Lotta lernt essen. Stillen, Milch und Babybreie: Der Ratgeber fürs wirkliche Leben. Trias Verlag 2011. ISBN 978-3-8304-3865-6 Der Grundstein für die späteren Ernährungsgewohnheiten eines Kindes wird bereits in der Schwangerschaft gelegt. Deshalb ist diese Zeit perfekt dafür geeignet, die eigene Ernährung dauerhaft auf ‚gesund‘ umzustellen. Im Buch „Lotta lernt essen“ geht es zunächst darum, wie ‚gesund‘ überhaupt geht: Welche Stoffe braucht unser Körper wofür? Welche sollte man eher meiden? Nach der Geburt stellen sich die gleichen Fragen für Lotta – stellvertretend für alle Kinder. Stillen ist für Lotta die einfachste und gesündeste Art der Ernährung. Allen Müttern, die nicht stillen, hilft das Buch, sich im Dschungel von Pré-, HA- und Anfangsnahrung zurecht zu finden. Im Beikostalter zieht Lotta frische, selbst gemachte Speisen dem industriellen Einheitsbrei vor, da sie ihr vielfältige Sinneseindrücke verschaffen: Sie sieht und fühlt die rohen Lebensmittel, riecht und hört den Kochvorgang und schmeckt schließlich das Resultat. Mit den im Buch enthaltenen Rezepten und Küchentipps werden Selberkochen und Essenlernen zum Kinderspiel. Die Autorin bespricht aber auch die vielen Probleme, die Lotta mit dem Essen hat, und gibt wertvolle Tipps. Und sie warnt Eltern vor überzogenen Erwartungen, denn „jedes Kind is(s)t anders!“ Fazit: Wenn wir unseren Kindern gesundes Essverhalten vormachen, machen sie es bestimmt irgendwann nach. (vf)

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stück ist unproblematisch“, so Peggy Görldt. Erfrischungen wie Bitterlemon, Tonic oder andere chininhaltige Getränke sollten allerdings vermieden werden. Alkoholfreie Biere können hingegen zu einer Feierlichkeit genossen werden, wenn das Bier tatsächlich keine Umdrehungen enthält. Vorsicht ist bei den alkoholfreien Biersorten geboten, die einen geringen Alkoholgehalt haben. Hier sollte die Frau mit dem wachsenden Babybauch verzichten. Aber auch Rohmilch und Rohmilchkäse sowie rohes Fleisch, roher Fisch und rohe Eier sollte die Kugelbäuchige von ihrem Speiseplan streichen, da diese Nahrungsmittel nicht keimfrei sind. Ebenso riskant ist während der Schwangerschaft der Verzehr von Lakritzen, da Bestandteile der Süßholzwurzel sich negativ auf die embryonale Entwicklung auswirken können. Außerdem wurde bei Kindern, deren Mütter in der Schwangerschaft Lakritze zu sich genommen haben, ein dreifach erhöhtes Level an Cortisol festgestellt. Cortisol ist ein für den Organismus relevantes Stresshormon, das eng mit der Stressbewältigung und der Entwicklung

Feines Wässerchen

Wasser kann auf die Dauer ganz schön langweilig schmecken - vor allem, wenn man davon 2 bis 3 Liter am Tag zu sich nehmen soll. Aber Sie können sich ja das natürliche Nass etwas verfeinern! Ob Sie nun Trinkwasser, das vielerorts von guter Qualität ist, stilles Wasser oder Mineralwasser als Grundlage verwenden, bleibt Ihnen überlassen. Zutaten: • 1 Krug Wasser und Eiswürfel als Grundlage Je nach Geschmack hinzuzufügen: • einige frische Pfefferminz- oder Melissenblätter • (Bio-)Limetten- oder Zitronenscheiben • 1 Stück geschälte Ingwerknolle, in dünne Scheiben geschnitten • einige Tropfen Rosenwasser • gefrorene Kumquats statt Eiswürfeln

Winter-Apfelsaft

Für den Winter oder nasskalten Herbst gibt es natürlich schier endlose Teevarianten und auch ein Glas warme Milch oder Kakao wärmen durch, aber ein schöner Punsch ist nie zu verachten. Dabei muss er nicht unbedingt Alkohol enthalten, um gut zu schmecken. Zutaten: • 1 Liter Apfelsaft • 50 cl frisch gepresster Orangensaft • fertiges Glühweingewürz oder Zimt und Nelken Zubereitung: Den Apfelsaft erhitzen, dann den Orangensaft und Gewürze dazugeben und weiter erhitzen. Schon ist das leckere und gesunde Getränk fertig.

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Verbraucherzentrale Sachsen www.verbraucherzentrale-sachsen.de AiD Auswertungs- und Informationsdienst www.aid.de DGE Deutsche Gesellschaft für Ernährung www.dge.de ErnährungsberaterInnen in der Region (Qualifikation: Diätassistenten und / oder Ökotrophologen)

Buchempfehlung: Anne Iburg: Mama-Food – die beste Ernährung in Schwangerschaft und Stillzeit, TRIAS Verlag, 2009

von Diabetes und Übergewicht zusammenhängt. Doch selbst eine bewusste Ernährung kann zu übermäßiger Gewichtszunahme in der Schwangerschaft führen. Insbesondere in diesem Fall sollte die Schwangere den Arzt nach einem Test auf Schwangerschaftsdiabetes fragen. Die Gewichtszunahme kann in Zusammenhang mit einer Schwangerschaftsdiabetes stehen, muss es aber nicht. Auch sehr schlanke schwangere Frauen können an Schwangerschaftsdiabetes leiden und sollten sich testen lassen. Die Abhängigkeit der Ernährung des Kindes von der Ernährung der Mutter findet nach der Entbindung kein abruptes Ende, denn auch während der Stillzeit sind Mutter und Kind eng miteinander verbunden. Peggy Görldt betont, dass sich die Erkenntnisse zur Ernährung während der Stillzeit im vergangenen Jahr geändert haben. Bisher vermieden Mütter auch während der Stillzeit verschiedene Stoffe, um möglichen Allergien vorzubeugen. Diese bisher geltenden Empfehlungen konnten aber in Studien nicht überzeugen und wurden verworfen. Mittlerweile sei auch die Meinung vorherrschend, dass durch die Muttermilch Aromen transportiert werden, die dann den Geschmacksinn des Kindes beeinflussen. Auch geschmacklich sehr intensive Lebensmittel wie Knoblauch könne die stillende Mutter ausprobieren. Zwar müsse sie mit einem verzerrten Gesicht ihres Kindes rechnen, könne aber keinen Schaden bei dem Kind verursachen. Auch blähende Lebensmittel wie Kohl oder Kohlrabi können während der Stillzeit gegessen werden, jedoch solle man das Kind beobachten und bei Problemen im Einzelfall bestimmte Lebensmittel oder Gewürze vermeiden. Doch genauso wie in der Schwangerschaft gilt in der Stillzeit, dass die Mutter essen sollte, was ihr und dem Kind gut tut. Entscheidend sei vielmehr, so Peggy Görldt, auf sich zu hören, genau zu beobachten und auf Probleme zu reagieren oder sich beraten zu lassen. (kh)

Kraftvoll zubeißen Gründliche Mundhygiene in der Schwangerschaft Dass der Satz – Jedes Kind kostet einen Zahn – in das Reich der Ammenmärchen gehört, wissen sicher die meisten Schwangeren. Dennoch ist ein Fünkchen Wahrheit daran. „Durch die hormonelle Veränderung im Körper der Schwangeren wird das Zahnfleisch deutlich sensibler“, sagt der Dresdner Kinderzahnarzt Guido Nitzsche. Deshalb kommt es in der Schwangerschaft häufiger zum Zahnfleischbluten. Zudem sei der Zahnschmelz deutlich anfälliger, weil der Säuregehalt im Speichel erhöht ist. „So können schneller akute, entzündliche Prozesse ausbrechen.“ Gründliches Zähneputzen und die Pflege der Zahnzwischenräume mit Zahnseide oder einer Dentalbürste sind das Wichtigste. Dabei lieber eine weichere Zahnbürste benutzen, denn härtere Borsten reizen das Zahnfleisch unnötig. Ratsam ist es auch, sich Zeit zu nehmen, die Zähne bewusster und länger zu putzen. Eile und Hektik führen schnell zu Verletzungen im Zahnfleisch, ohne die Zähne effektiv zu reinigen. Auch der Zahnarzt sollte in der Schwangerschaft öfter konsultiert werden. „Theoretisch sind alle Behandlungen weiter möglich – selbst Eingriffe mit lokaler Betäubung. Wir raten aber von Röntgenaufnahmen ab, da diese dem Embryo schaden können“, betont Guido Nitzsche. Bei allen Eingriffen sollten Zahnarzt und Schwangere den Sinn überprüfen. Auf das Neuanlegen von Amalgamfüllungen sollte verzichtet werden. „Die Quecksilberdämpfe, die dabei entstehen, sind schädlich für das ungeborene Kind.“ Wer seine bestehenden Füllungen auswechseln lassen will, kann dies aber ruhig tun. Man sollte jedoch darauf achten, dass keine Krümel der alten Amalgamfüllungen verschluckt werden.“ (sr)

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Fit mit Babybauch

Radeln, Schwimmen, Tanzen Fit bleiben mit Kugel vorm Bauch Mit dem positiven Schwangerschaftstest geht oft einher, zumindest am Anfang, wie ein rohes Ei behandelt zu werden. Auch frau ist sich so manches Mal unsicher, wie es jetzt weitergeht. Morgens vor der Arbeit einfach mal so wie sonst auch die Sportschuhe schnüren und im Park joggen? Was ist mit der gewohnten Squashrunde der Kollegen jeden Mittwochabend? Oder der Yogagruppe? Was kann und soll ich mir als werdende Mutter zutrauen? Wo nützt es meinem Kind und wo wird es einfach zu viel?

Als Couchpotato die neun Monate zu verleben, bereitet weder auf das etwas stressigere Leben als Mutter vor, noch stärkt es die Gesundheit von Mutter und Kind. Das Gerücht, werdende Mütter sollten sich lieber ausruhen, hält sich trotzdem hartnäckig. Klar ist, Bewegung ist gut. Aktive werdende Mütter leiden seltener an Bluthochdruck, Rückenschmerzen und Krampfadern. Sie legen weniger an Gewicht zu und erkranken weniger häufig an Schwangerschaftsdiabetes. Noch ein guter Grund: Wer trainiert ist und eine bessere Kondition besitzt, hat mehr Ausdauer bei der Geburt. Da die sich vor allem bei Erstgebärenden über mehrere Stunden hinziehen kann, ist eine gute Kondition von Vorteil. Auch die Kinder profitieren von der Bewegungsfreude fitter Mütter. Sie

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haben eine bessere Stoffwechselproduktion und seltener Übergewicht. Wie intensiv das Training gestaltet wird, hängt von der sportlichen Vergangenheit vor der Schwangerschaft ab. Im ersten Drittel spricht nichts dagegen, das Pensum beizubehalten. Je weiter die Schwangerschaft fortschreitet, desto sanfter sollte das Training gestaltet werden. Das wachsende Kind nimmt langsam mehr Raum ein, Ausdauer und Kraft der baldigen Mutter werden weniger. Wichtig ist es, auf sein Körpergefühl zu hören. Der eigene sportliche Ehrgeiz sollte für ein paar Monate zurück stehen und im Zweifelsfall das Gespräch mit dem Frauenarzt gesucht werden.

„Körperliche Einschränkungen für Sport in der Schwangerschaft gibt es eher selten, nur bei einigen Erkrankungen wie Bluthochdruck, starken Wassereinlagerungen oder Frühgeburtsbestrebungen kann eine körperliche Schonung erforderlich werden”, rät Dr. Uwe Hammermüller, Frauenarzt in Dresden. Der Kugelbauch wächst ja schließlich von allein und das zunehmende Gewicht will auch geschleppt werden. Die gestählte körperliche Fitness kommt der werdenden Mutter spätestens beim Kinderwagen-den-Berghoch-chieben zu Gute. (kk)

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Außen Wasser, innen Wasser – es scheint so, als fühle sich jetzt der Kugelbauch so richtig in seinem Element. Schwangere genießen es, sich trotz des zunehmenden Gewichtes leicht zu fühlen und Bewegungen anmutig zu vollführen, die an Land behäbig aussähen. „Wassergymnastik ist eine ideale Geburtsvorbereitung. Die Muskulatur wird gekräftigt und gedehnt, das Herz-Kreislauf-System trainiert. Die Gelenke sowie die Wirbelsäule werden entlastet”, hebt Hebamme Anke Uhlig hervor. Die angeleiteten Bewegungen wirken aber auch Wassereinlagerungen entgegen, da der Wasserdruck wie eine sanfte Massage der Haut funktioniert. Bei Rückenbeschwerden oder Ischiasproblemen kann die Schwangere Linderung erfahren. Sogar das Risiko von Krampfadern wird gemindert. „Beim Sport im Wasser ist das Verletzungsrisiko gering, Dehnungsübungen fallen leichter. Die Durchblutung des Körpers wird angeregt, was letztlich auch das Wachstum des Kindes fördert”, fügt Hebamme Claudia Blume hinzu.

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Foto: Hebammenpraxis Altpieschen

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Die werdenden Mamas genießen gemeinsam die gefühlte Leichtigkeit des Getragenseins im Wasser. Die Übungen werden im brusttiefen Wasser absolviert, wobei Musik zusätzlich beflügelt. Hilfsmittel wie Poolnudeln oder Schwimmbretter lockern ebenso wie Partnerübungen die nassen Sportstunden auf. Bälle helfen beispielsweise, die Schultermuskulatur zu kräftigen, was eine gute Vorbereitung auf das Stillen ist. „Besonders genießen die Schwangeren die Entspannungsübungen. Sich getragen fühlen oder einfach mal treiben lassen. Dabei kann frau bewusst zum Kind hinspüren”, berichtet Uhlig. Sie ermutigt die werdenden Mütter, auf ihren Körper zu hören und die Übungen zu unterbrechen, sobald es irgendwo zieht. Sprechen keine vorzeitigen Wehen oder Blutungen dagegen, kann die Aquafitness bis über den errechneten Geburtstermin hinaus betrieben werden. Claudia Blume empfiehlt einen möglichst regelmäßigen Kursbesuch, um körperlich für den Marathon Geburt gerüstet zu sein, und verweist noch auf einen angenehmen Nebeneffekt: „Während der Aquafitness sind sich schon manche Frauen näher gekommen und haben Freundschaft geschlossen.” (ki)

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Fi tn ess Bauchtanz in der Schwangerschaft Gut für Körper und Seele Das Interesse am Orientalischen Bauchtanz ist ungebrochen. Viele Frauen haben den Bauchtanz für sich entdeckt, um sich fit zu halten und eine andere Seite des Ichs in sich zu finden. Und so werden es in unseren Breitengraden immer mehr Frauen, die in vollendeter Form eine Tanzkunst ausüben, die viel Übung, Kraft und Ausdauer fordert.

Foto: Fritzsche

Vielleicht fragt sich die eine oder andere kugelbäuchige Frau: Bauchtanz, wenn mein Bauch wächst – ist das gut für mich und mein Kind? Die Antwort lautet eindeutig: Ja. Noch heute wird der Bauchtanz bei verschiedenen Völkern als eine Art Geburtstanz oder Geburtsritual praktiziert. Das Baby wird über einen Zeitraum von einem oder mehreren Tagen auf die Welt getanzt. Auch bei uns findet man heute in der Geburtsvorbereitung bereits einige Bewegungen, die aus dem Orientalischen Tanz kommen. Trotz des ständig wachsenden Umfangs kann die werdende Mama die gesamte Schwangerschaft hindurch tanzen. Im Vordergrund steht, dass die Schwangere sich wohlfühlt und zusammen mit anderen Kugelbäuchigen ihr Baby wiegt. Ihr Körpergefühl nimmt zu und ihr Selbstbewusstsein steigt. Ganz nebenbei wird eine Muskulatur trainiert, die während der Schwangerschaft besonders beansprucht ist. Vorwiegend die beckennahen Muskeln und die an der Beckenbewegung beteiligten Muskelgruppen werden durch das Tanzen gestärkt und gedehnt. Das Aufstellen und Abrollen der Füße fördert durch das Aktivieren

der Wadenmuskulatur als natürliche Venenpumpe den Blutrückstrom und kräftigt das Fußgewölbe. Fließende Arm- und Handbewegungen stärken die Muskulatur und fördern die Blutzirkulation im Oberkörper. Beweglichkeit und Koordination werden merkbar besser. Durch die Isolation der einzelnen Körperteile beim Orientalischen Bauchtanz werden die Kontrolle über verschiedene Muskelgruppen und das bewusste An- und Entspannen gelernt. Nicht zuletzt kommt der Tanz auch der Atmung der Tänzerinnen zu Gute, denn sie lernen die Atemhilfsmuskulatur wie Zwerchfell und Bauchmuskulatur bewusst zu bewegen. Die ruhige, gleichmäßige Atmung, die beim Tanzen wichtig ist, hilft auch beim Entspannen während der Geburt. Ein Maximum an körperlicher Fitness erreicht man durch den Bauchtanz nicht, aber sportlicher Ehrgeiz sollte in den neun Schwangerschaftsmonaten sowieso nicht im Vordergrund stehen. Die Tänzerinnen lernen, wie stark und belastbar ihr Körper ist und welche Bewegungen ihr Entspannung und Entlastung bringen. Nicht alle Bewegungen des Orientalischen Tanzes sind für Schwangere geeignet. Dennoch ist diese Art der Geburtsvorbereitung eine sehr harmonische und selbstbestimmte Möglichkeit, sich auf das Kommende einzustimmen. Die werdende Mama baut einen intensiven Kontakt zu ihrem Kind auf und schaukelt es sanft hin und her, wie in einer Wiege. Ausgebildete Tanzlehrerinnen wissen, dass nur sehr sanfte Bewegungen getanzt werden dürfen und austreibende Bewegungsabläufe vollkommen tabu sind. Jede tanzende Frau sollte auf ihren eigenen Körper hören und ihr unangenehme Bewegungen vermeiden. Besteht ein Frühgeburtsrisiko, muss auf Bauchtanz verzichtet werden. In jedem Fall aber sollte die werdende Mama sich mit ihrem Arzt oder der Hebamme beraten. Nach der Entbindung kann Bauchtanz als Rückbildungsgymnastik ausgeübt werden. (mvg/kk)

Bauchtanz für Frauen mit Babybauch Und wo findet die Schwangere einen Bauchtanzkurs? Bauchtanzkurse finden unter anderem in einigen Hebammenpraxen statt. Das Hebammenverzeichnis bietet umfassende Informationen zu den Angeboten der Praxen: www.saechsischer-hebammenverband.de. Oder informieren Sie sich in diesem Heft auf Seite 65.

Fit in der Schwangerschaft! Und schwanger ins Fitnessstudio? Sind werdende Mütter auf Fahrrädern oder Inlineskates unterwegs, ziehen sie kritische Blicke auf sich. Betreten Kugelbäuchige ein Fitnessstudio, ist es ähnlich. Dabei ist regelmäßiges Sporteln unter professioneller Anleitung eine effektive und risikoarme Möglichkeit, den Körper auf die Hochschwangerschaft und die Geburt vorzubereiten. Empfehlenswert sind Übungen, die die Kondition verbessern, zum Beispiel auf dem Ellipsentrainer oder dem Stepper, ebenso Aquafitness. Dadurch wird der gesamte Körper gestärkt, frau fühlt sich ausgeglichener und gewinnt Selbstbewusstsein. Bei jedem Training sollte darauf geachtet werden, dass die persönliche Belastungsgrenze nicht erreicht wird, dass der Puls nicht zu schnell geht und dass ausreichend Flüssigkeit

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zugeführt wird. Zum Ende der Schwangerschaft sollte der Trainingsumfang reduziert und den Signalen des Körpers verstärkt Beachtung geschenkt werden. Sportarten mit sehr abrupten Bewegungen sind nicht geeignet, da sie die weichen Bänder und Gelenke der Schwangeren belasten. Auch Übungen, die die Bauchmuskeln sehr beanspruchen, sollten vermieden werden. Sport in der Schwangerschaft hat Vorteile, ist aber keine Pflicht! Wer jetzt keine Lust mehr aufs Fitnessstudio hat, kann seinen Vertrag vorzeitig kündigen. Wer auch vorher nicht im Fitnessstudio war, braucht jetzt nicht damit anzufangen. Wer unsicher ist, berät mit Arzt oder Hebamme, ob, wie viel und welche körperliche Betätigung günstig ist. (vf)

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Fi tn ess Ein kleines Wunder auf der Erde willkommen heißen Begrüßungsrituale für Kinder In afrikanischen Naturvölkern ist es noch immer Brauch, dass die Frauen des Stammes die werdende Mutter während der Geburt begleiten, während die Männer dem aufgeregten Vater zur Seite stehen. Der erste Schrei des Neugeborenen wird von den Stammeskindern erwidert, damit es sich im Diesseits willkommen geheißen fühlt. Nun leben wir weit entfernt von derartig öffentlichen Begrüßungsfeiern für kleine Erdneulinge, und dennoch haben auch hierzulande viele Eltern das Bedürfnis, das großartige Ereignis der Geburt ihres Kindes mit Angehörigen oder auch Freunden feierlich zu begehen. Für christliche Familien bietet sich die Taufe als Ritus an. Nun muss aber nicht traurig sein, wer nicht christlich ist oder sich gegen eine Taufe entschieden hat, denn Segen schenken und schöne Momente im Leben zelebrieren kann jeder von uns. Wir haben ganz verschiedene Rituale zusammengetragen, von denen Sie sich ein wenig inspirieren lassen können, wenn auch Sie für Ihr Kind ein kleines Willkommensfest ausgestalten möchte. Ein Baum für die kleine Seele Starke Kräfte werden der kleinen Seele eines Kindes verliehen, wenn sie innerhalb ihrer Familie bewusst begrüßt wird”, erklärt Miriam Gudrun Sieber, die Rituale für besondere Lebensabschnitte begleitet. Für die Geburt eines Kindes hat für sie die Baumsetzung eine besondere Symbolkraft. Im kleinen oder großen Familien- und Freundeskreis kann das Bäumchen über der Plazenta gepflanzt werden. Sie hat das Kind neun Monate lang versorgt und wird nun zum Nährstoff für den ersten Baum des Kindes. Alle Anwesenden können dabei ihre Segenswünsche an die Wurzeln legen. Ganz wichtig ist Miriam Gudrun Sieber, die Mutter innerhalb dieser Zeremonie zu würdigen und die neu entstandenen Positionen der Familienmitglieder zu benennen und anzuerkennen. Für sie schließt sich der Kreis, wenn auch die Ahnen in diesem Ritual ihren Platz finden…

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Fotos: Annett Feustel (www.kleene-engel.de)

Surfen Spannende Internetseiten für die Zeit mit Kugelbauch und später mit Kind www.9monate.de • Forum für diverse Themen von Abstillen bis Zeugungsunfähigkeit • Expertenrat und Austauschmöglichkeit mit anderen Betroffenen oder Interessierten www.familienplanung.de • Internetangebot der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung mit wissenschaftlich fundierten Informationen über alle körperlichen, seelischen, rechtlichen und finanziellen Veränderungen • Überblick über Beratungsmöglichkeiten www.deutscher-familienverband.de • Bundesweiter, politisch und konfessionell ungebundener Zusammenschluss, der sich für die Interessen von Familien stark macht www.familien-wegweiser.de • Internetseite des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit vielen Infos zu Gesetzen, Finanzen und Zuständigkeiten, aber auch zu sozialen und Erziehungsthemen www.stillen.de • Internetseite des Ausbildungszentrums Laktation und Stillen mit zahlreichen Infos für Frauen, die stillen oder stillen wollen www.kindundkegel.de • Internetseite von eltern,Kind+Kegel mit Informationen, Veranstaltungs- und Ausflugstipps für Familien in Dresden und Umgebung

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Yoga für Schwangere Sanftes Kräftetanken bis zur Geburt Vielleicht ist eine Schwangerschaft genau der richtige Zeitpunkt für Frauen, Yoga für sich zu entdecken. Mit seiner entspannenden und gleichzeitig Kraft spendenden Wirkung hilft es, sich auf sich selbst und das im Bauch wachsende Kind zu konzentrieren. Schon seit Jahrhunderten wird Yoga dazu genutzt, Körper, Seele und Geist in Einklang zu bringen. Mit Hilfe von sanften Körperübungen, den Asanas und Atemübungen, den Pranayamas sowie Entspannungstechniken können sich schwangere Frauen mental und körperlich optimal auf die Geburt vorbereiten. Wer schon erfahrener Yogi ist, kann meist weitermachen und sich damit gut die neun Monate der Kugelbauchzeit fit halten. Yoga trainiert den Beckenboden. Dies ist vor allem in und nach der Schwangerschaft wichtig, um Rückenschmerzen zu vermeiden und Inkontinenz vorzubeugen. Aber auch körperliche Fitness und Beweglichkeit verbessern sich, Stress und Müdigkeit werden abgebaut. „In seiner ganzheitlichen Ausrichtung beeinflusst Yoga in der Schwangerschaft nicht nur das Wohlbefinden der Frau positiv, sondern auch die des Babys”, weiß Jana Irrgang vom Kinder-, Sport und Yogazentrum Yofit in Dresden. Während der speziell auf Schwangere zugeschnittenen Kurse entwickeln die Frauen Fähigkeiten, die ihnen helfen, gezielt zu atmen,

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zu entspannen und gelassen zu bleiben. Dies hilft sehr, auf den eigenen Körper zu vertrauen und Kraft für den Wehenschmerz während der Entbindung zu sammeln. Ein Einstieg in die Yogakurse ist zu jedem Zeitpunkt der Schwangerschaft möglich. Hier bietet sich auch eine gute Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch mit anderen werdenden Müttern. „In unseren Kursen legen wir Wert auf eine persönliche und wohltuende Atmosphäre, in der die werdende Mutter optimal zur Ruhe kommen kann. Unser wichtigstes Anliegen ist es, dass die Frau Zeit findet, sich ganz auf ihren Körper und ihr Kind zu konzentrieren und sich so mental auf Geburt und Mutterschaft einzustellen. Spirituelle Rituale wie man sie teilweise mit dem Yoga assoziiert, spielen dabei keine Rolle. Körperliche und meditative entspannende Aspekte stehen im Vordergrund”, schildert Jana Irrgang die Intentionen ihres Angebots. Die Kurskosten werden von einigen Krankenkassen unter bestimmten Voraussetzungen bezuschusst. Werdende Mütter, die sich während ihrer Schwangerschaft mit Yoga ein wenig Zeit für sich selbst gönnen wollen, sollten daher bitte vorher beim Kursanbieter oder bei der Krankenkasse nach der Bezuschussung fragen. (kk)


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SCHÖNE TAGE FÜR WERDENDE ELTERN

Mit Pilates die Körpermitte stärken

Genießt eure Zeit zu zweit im Restaurant, bei Wellness und Kultur und zahlt dabei nur die Hälfte.

Die gesunde Hülle für ein glückliches Baby Auch wenn es viele als powervolles Training der Prominenten wie Madonna kennen - Pilates ist nicht nur ein Sport für die Reichen und Schönen. Pilates ist ein sehr effektives, langsames und konzentriertes Ganzkörpertraining. Kopf und Körper werden in Einklang gebracht. Und es ist für jeden geeignet, ganz besonders für Schwangere. Beim Pilates werden vor allem die kleinen Muskeln im Körper, die die Wirbelsäule und den gesamten Halteapparat schützen, stützen und halten, gestärkt. Trainiert man sie, kommt man zu einem besseren Körper- und Haltungsbewusstsein. „In der Schwangerschaft verändert sich durch die Hormonumstellung die Festigkeit des Bindegewebes beispielsweise von Bändern und Kapseln. Damit verbunden können Beschwerden wir ein schmerzender Rücken entstehen. Dem entgegenwirkend sind solche Trainingsmethoden wie das tiefenmuskuläre Pilatestraining“, erklärt Friederike Hohlfeld vom Körpercentrum Dresden. Die konzentrierte Atmung ist dabei sehr wichtig, sie unterstützt die Übungen. Ein weiterer Vorteil in der Schwangerschaft ist die Anspannung des Beckenbodens, eine Säule des Pilates. Die Beckenbeweglichkeit wird erhalten und vor allem der Beckenboden gestärkt. Bekannterweise hat nämlich der Beckenboden während einer Schwangerschaft eine ganze Menge Lasten zu tragen. Außerdem ist Pilates durchblutungsfördernd, da alle Muskeln angesprochen werden. Eine gute Durchblutung ist für die werdenden Mütter wichtig, denn so kommt Sauerstoff in alle Winkel des Körpers. Dies ist eine gute Grundlage, um gesund durch die Kugelbauchzeit zu kommen. Die Kombination aus langsamen Bewegungen, ruhiger Atmung und Konzentration auf sich selbst ist hilfreich beim Stressabbau. So ein Kugelbauchalltag ist schließlich nicht geschützt vor Alltagshektik und Arbeitschaos. Obwohl vieles für Pilates während der Schwangerschaft spricht, raten Experten, erst ab der 13. Woche mit dem Sport zu beginnen. Wer allerdings schon immer Pilates praktiziert hat, braucht nicht aufzuhören. Trotzdem sollte man sich mit dem betreuenden Gynäkologen und der Hebamme absprechen, ob es keine medizinische Gegenindikation gibt. „Außerdem sollten die Schwangeren auf die fachliche Unterstützung des Trainers achten, um sicher zu stellen, dass keine kontraindizierten Übungen durchgeführt werden“, rät Friederike Hohlfeld. Und nach der Geburt ist diese Form der Körperertüchtigung eine gute Methode, die Rückbildung des Körpers zu fördern und wieder zur alten Form zurück zu finden. (sr/kk)

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Wohlfühlen mit Babybauch Rund und schön Wohlfühltipps für die Haut in der Schwangerschaft Viele Frauen bemerken die hormonellen Veränderungen in der Schwangerschaft zuerst an ihrer Haut. Meist wird sie trockener, vereinzelt treten auch Unreinheiten schneller zu Tage. Der Körper entgiftet sich. Nun braucht gerade die sensible Haut ganz besondere Pflege, eine ganz spezielle, wirkstoffarme Kosmetik. „Generell sind natürliche Wirkstoffe wie Fette, ätherische Öle, Schüssler-Salze und Homöopatika empfehlenswert. Paraffinhaltige und synthetische Duft- und Aromastoffe sollten gemieden werden. Sie können vom Körper nur sehr schwer und erst nach langer Zeit abgebaut werden. Der Körper kann natürliche Wirkstoffe besser und einfacher wieder ausscheiden", erklärt Fachfrau Sabine Fischer von der Apotheke Leuben. Den Rat erfahrener Apotheker suchen schwangere Frauen vor allem bei Fragen zur Bindegewebsschwäche und ihren Folgen: „Viele Frauen möchten unschönen Schwangerschaftsstreifen vorbeugen. Auch Besenreiser, Krampfadern und Hämorrhoiden zählen zu den oft auftretenden Beschwerden“, berichtet Sabine Fischer. „Wir empfehlen bei starker Bindegewebsschwäche vor allem die Körperlotionen und Salze von Dr. Schüssler, das Arnika-Massageöl von Weleda oder spezielles Schwangerschaftsstreifenöl der Hebamme Ingeborg Stadelmann." Die Apothekerin empfiehlt weiter, beim Kauf von Pflegeölen mit echtem

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ätherischen Öl wie beispielsweise Lavendel, Lemongrass und Zypresse immer die Hautprobe durchzuführen. Dabei gibt man einige Tropfen der Mischung auf die Ellenbeuge und wartet eine halbe Stunde. Wenn dann keine allergische Reaktion eintritt, kann das Öl beruhigt angewandt werden. Wichtig ist dabei, nicht nur den Bauch einzumassieren, auch Oberschenkel und Brüste bedürfen jetzt einer intensiveren Pflege.

Welche natürlichen Wirkstoffe sind besonders empfehlenswert? • Fette Öle wie zum Beispiel Mandel-, Sonnenblumen-, Nachtkerzen-, Jojobaöl und besonders Weizenkeimöl, wegen seines hohen Vitamin-E-Gehalts und seiner sehr guten Elastizitätsförderung. • Ätherische Öle wie beispielsweise Lavendel. Es wirkt beruhigend, juckreizstillend und seelisch ausgleichend. Lemongrass und Zypresse gegen Krampfadern und Besernreiser. Achtung: Diese Öle können allergisch wirken. Die vorherige Hautprobe ist wichtig.

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Wohlfühltipps für das Haar

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Nicht nur die Haut, auch die Haare verändern sich in der Schwangerschaft. Yvonne Sander betreibt den mobilen Haarservice Haarfee. Die Redaktion sprach mit ihr über ihre Erfahrungen bei schwangeren Kundinnen.

Wie verändert sich das Haar Ihrer Erfahrung nach in der Schwangerschaft? Termine nach Vereinbarung: 0162 / 404 45 28 www.haarfee-dresden.de

Die Haare verändern sich in und nach der Schwangerschaft sehr unterschiedlich. Manche Frauen haben das Empfinden, dass ihre Haare durch die Hormonveränderungen mehr glänzen, besser liegen und einfach schöner und voller sind. Es gibt aber auch Frauen, bei denen das Haar in der Schwangerschaft sehr kraftlos und widerspenstig wird.

Was empfehlen Sie in diesen neun Monaten beim Wunsch nach mehr Farbe auf dem Kopf?

zuhören. beraten. helfen.

Willkommen im Leben

Bei farblichen Veränderungen in der Schwangerschaft empfehle ich meinen Kundinnen meist verschiedene Strähnchentechniken. Dabei kommt die Haarfarbe nicht auf die Kopfhaut und man kann unbedenklich die Haare auch mit mehreren Tönen färben und sich auch in der Schwangerschaft wohlfühlen. Sollte doch der Wunsch nach einer kompletten Farbauffrischung bestehen, gibt es die Möglichkeit einer sogenannten Softtönung, die ist für Haar und Kopfhaut sehr schonend. Allerdings empfehle ich, dabei einen Profi zu Rate zu ziehen, bevor man eine böse Überraschung erlebt.

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Wie ändert sich das Haar nach der Entbindung?

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Ein paar Wochen nach der Entbindung klagen viele Frauen über starken Haarausfall. Dies ist hormonell bedingt. Es gibt dagegen bestimmte Präparate. Aus Erfahrung weiß ich aber, dass sich dies nach einer bestimmten Zeit von allein wieder normalisiert.

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Werden Frauen in der Schwangerschaft mutig und ändern ihren Typ und ihr Styling? Wie sind Ihre Erfahrungen?

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Wenn überhaupt, werden die Frauen erst nach der Schwangerschaft experimentierfreudig mit dem Schnitt und der Farbe. Für viele Frauen beginnt mit der Geburt ihres Kindes ein neuer Lebensabschnitt, den einige Mamas mit einer optischen Veränderung unterstreichen wollen. Ich persönlich finde dies sehr schön, denn geht es der Mama gut, fühlt sich auch das Baby wohl. (kk)

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Woh l fü h l e n

Mode muss kein Umstand sein Chic mit rundem Bauch

Foto: bellybutton

Wer ein Kind erwartet, ist oft voller Stolz und Hoffnung. Werdende Mütter strahlen von Innen und wollen ihre Vorfreude auch nach außen zeigen.

Doch was kleidet einen Kugelbauch so, dass die Mama in spe sicheren Schrittes ins Büro oder ins Café gehen kann? Der Trend geht schon lange weg von den ab dem Busen gerüschten, eher unförmigen Kleidersäcken. Es gibt genügend Modelle für jeden Typ und jede Figur, die modern und dennoch zeitlos sind. Es geht vor allem darum, dass sich die Frauen wohl

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fühlen und die Kleidung sich den wachsenden Umständen anpasst. Meist kommen die Frauen im vierten oder fünften Monat ins Fachgeschäft für Schwangerenmode. Dann wenn die Hosen anfangen zu zwicken und zu drücken. „Hosen sind eigentlich das erste, was gekauft wird", weiß Petra Eydam, Inhaberin des Modeladens Babybauch. Weiche Bündchen und gute Passformen stehen der aktuellen Mode nicht entgegen. „Qualitativ gute Hosen wachsen mit und können die ganze Zeit über getragen werden. Selbst eine zweite oder dritte Schwangerschaft kann mit so einem Lieblingsteil erlebt werden. Gekauft werden von den werdenden Müttern vor allem Jeans und Businesshosen." Na ja, und auch wenn das Baby dann schon geboren wurde, ist so manche Mama noch froh über die bequemen Schwangerschaftsbegleiter, denn bis man wieder in die alten Größen passt, kann schon noch ein kleines Weilchen vergehen. „Neben dem Hosenkauf rate ich zum Kauf eines guten BHs", so Petra Eydam, „das kann auch bereits ein Still-BH sein." Dieser BH ist ideal bis Körbchengröße C und kann nach der Schwangerschaft noch als Sport-BH getragen werden. Wichtig ist die genaue Feststellung der richtigen BH-Größe, denn viele Frauen tragen zu kleine Büstenhalter. Auch gute Materialien und Schnitte sind wichtig, denn sie ermöglichen besten Stütz- und Tragekomfort. Die Brust verändert sich während der Schwangerschaft. Der BH sollte gut verstellbar sein und mit dem Wachstum mitgehen.

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Die Fachfrau Petra Eydam empfiehlt werdenden Müttern auf jeden Fall in ein Bauchband zu investieren. „Die sind momentan der Renner. Wenn der Bauch wächst, kann trotzdem die Hose weiter getragen werden. Es gibt sehr schicke Wendebauchbänder, die auf der einen Seite schwarz, auf der anderen mehrfarbig sind. Sie lassen sich auch als Rock verwenden." Die Bauchbänder verlängern T-Shirts oder können auch so als Oberteile getragen werden. Viele Schwangere genießen den

Still-BH Tipps vor dem Kauf Ein guter Still-BH sollte folgende Eigenschaften besitzen: • Dehnbarkeit, da sich je nach Milchmenge die Brustgröße ändert • mehrere Erweiterungsmöglichkeiten • breite, rutschfeste Schulter-Träger, die das Gewicht bequem halten • breites Seitenteil und Rückenband zur zusätzlichen Unterstützung • der Brustgröße entsprechende Öffnungen, die nicht beengen und quetschen • genügend Platz für Stilleinlagen • Einhand-Verschluss an den Körbchen, da frau beim Stillen nicht beide Hände frei hat Wichtig ist eine professionelle Messung der richtigen BH-Größe, am besten im Fachgeschäft. (kk)


Woh l fü h l e n sanften Druck von außen durch solch ein Band, das den Bauch zwar nicht stützt, aber sanft umschließt. Auch hier sind gute und elastische Materialien wichtig, damit der modische Genuss lange erhalten bleibt. Für werdende Mütter von Zwillingen gibt es besondere Unterstützung für den größeren Bauch. Stützgürtel entlasten den geplagten Rücken und vermitteln ein gutes Tragegefühl. Und wie sehen die allgemeinen Modetrends für wachsende Kugelbäuche aus? Petra Eydam rät zunehmend zu gerafften Oberteilen: „Figur betonende Kleidung wird vor allem bis Größe 42 getragen. Bei kräftigeren Kundinnen überwiegt dann wieder der Wunsch, die wachsende Fülle gekonnt zu umspielen." Wer schwanger ist, braucht nicht auf Mode zu verzichten. Ganz im Gegenteil. Die veränderten Umstände bieten die Gelegenheit, auch mal etwas Neues auszuprobieren. Wer seine Schritte in den Fachhandel lenkt, wird gut beraten und kommt mit wenigen, ausgesuchten Stücken chic über die neun Monate Kugelbauchzeit. (kk)

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Wer sein Baby trägt, weiß, wie beglückend es ist, sein Kind in Tuch oder Tragehilfe dicht am Körper zu haben. Ein getragenes Baby ist auch ein zufriedenes Baby. Bei schlechtem Wetter oder im Winter wäre es schön, wenn es sich mit in die Jacke kuscheln könnte, um warm und geschützt zu bleiben. Aber wenn diese nicht um Mutter und Kind herum passt?

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Bleibende Augenblicke Schön war die Zeit Wie man sich bleibende Erinnerungen schafft Hand aufs Herz – für manches Elternpaar ist die ersehnte Geburt des neuen kleinen Erdenbürgers auch gleich noch ein guter Grund, sich eine Profi-Fotoausrüstung zuzulegen. Und dann wird geknipst, was das Zeug hält. Erst Mamis dicker Bauch, wie er nicht mehr ins Lieblingskleid passt und anschließend das Baby. Liegend, badend, schlafend, weinend, … Bilder über Bilder. Und oft sind manche zu dunkel und manche leicht verwackelt. Auf einigen sieht die Schwangere aus wie ein Walross und auf den anderen gleicht das süße Baby einem Höhlentroll. Da lohnt es sich, auch mal in ein professionelles Fotostudio zu gehen, um wunderschöne bleibende Erinnerungen zu schaffen. Geübte Profis rücken dann das werdende Glück ins rechte Licht und verhelfen so zu wunderbaren Erinnerungsstücken.

Babybauch-Fotografie Wenn Frauen Frauen fotografieren, haben sie einen anderen Blick auf den weiblichen Körper, als Männer. Und wenn sie dann auch noch die Erfahrungen einer eigenen Schwangerschaft

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hinter sich haben, dann schärft sich der Blick für die kleinen Details der spannenden neun Monate. Schwangere sind eigentlich schon von Natur aus schön, meinen dann die Profis. Dabei fühlen sich viele schwangere Frauen gerade in der letzten Phase, so kurz vor der Geburt unförmig und nicht im Geringsten fotogen. Hautrisse, geplatzte Äderchen und Wassereinlagerungen tragen nämlich nicht unbedingt dazu bei, sich wie Venus, die Schaumgeborene zu sehen. Dafür haben die Fotospezialisten immer ein paar Tücher zur Hand. Mit ihnen lassen sich die kleinen Beulen und Mankos spielend leicht überdecken. Damit die Schwangeren in Fotostimmung kommen, führen die Fotografen immer erst mal ein entspannendes Gespräch mit den Frauen. Es ist wichtig, dass zwischen Fotograf und Fotomodell ein Vertrauensverhältnis herrscht. Schließlich sollen sich die runden Fotomodells nicht zu etwas überreden lassen, sondern vielmehr ihrem persönlichen Gefühl nachgehen. Gern dürfen auch ein paar persönliche Accessoires, die der werdenden Mama wichtig sind, mit auf das Bild. Vielleicht darf schon der erste Teddy

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des Bauchbewohners mit posen oder Mamas Glücksbringer ist mit dabei. Wichtig ist, dass ein gutes, ästhetisches Körperbild rüberkommt. Nicht alle Frauen haben von Anfang an ein gutes Gefühl für ihre Schokoladenseiten. Ihnen helfen die Fotografen dann weiter, indem sie ihnen ein paar Posingtipps geben, so wird alles dennoch schön und natürlich. (mvg)

DER FOTOTERMIN Für so ein Babybauch-Fotoshooting sollten die schwangeren Frauen ein bis anderthalb Stunden einplanen, da die meisten Frauen nicht einfach so aus ihren Sachen hüpfen können und anfangen vor der Kamera zu posieren. Gut ist es, sich zu erst auf den Homepages der anvisierten Fotografen über den jeweiligen Stil zu informieren. So kann man von vornherein feststellen, ob die „Handschrift“ zum eigenen Empfinden passt.

Foto: www.manutella.de

Erinnerungen


Erinnerungen Mit meinem Kuschelkissen durch die Kinderzeit Persönliche Geschenke zum Willkommenheißen Voller Emotionen stecken frischgebackene Eltern, die der Welt die Ankunft ihres Kindes verkünden. Familie, Freunde, Kollegen, alle haben viele Monate mitgefiebert und freuen sich über die Nachricht der glücklichen Geburt. Spätestens wenn die liebevoll gestaltete Geburtsanzeige ins Haus flattert, macht sich das Bedürfnis breit, den Eltern Glückwünsche zu überbringen und dem Neuankömmling ein Geschenk zu bereiten. Ein ganz persönliches wäre doch schön. Einen Kuchen zu backen, ihn mit einer Kerze zu schmücken, stellt für die meisten noch keine große Herausforderung dar. Wer ein Händchen dafür hat, kann auf die Kerze mit Knetwachs noch ein paar Blümchen oder den Namen des Kindes zaubern. Diese Art von Stärkung findet großen Anklang und kann mit ein paar liebevollen Wünschen auf einer hübschen Karte versehen werden. Im Bastelladen finden sich nicht nur viele Anregungen, Glückwunschkarten selbst zu gestalten, hier finden noch Unentschlossene verschiedene Anregungen für selbst gefertigte Geschenke. Vom kleinen Mobile, über Türschilder, die den Neuling mit nennen, machen auch kleine gefilzte Utensilien oder bunte Begrüßungsgirlanden den Eltern Freude. Nähversierte haben die Möglichkeit ihrer Fantasie freien Raum zu lassen. Es muss ja nicht gleich eine Patchworkdecke sein, aber ein Kuscheltuch mit einem Fellschäfchen, ein selbst genähtes Lätzchen, ein Kissen mit dem Namen des Kindes sind ganz persönliche Geschenke, die sicher, wenn sie einmal ganz dünngeknuddelt sind oder ausgedient haben, in den Schatzkästen der Kinderzeit landen. Mehr Zeit kostet es, ein Püppchen selbst herzustellen. Aber auch dafür gibt es Anleitungen im Internet oder entsprechende Kurse, in denen das Material bereit gestellt und Unterstützung gegeben wird.

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Nicht jeder hat jedoch Zeit oder Muße für derartig kreative Unternehmungen. Glücklicherweise haben sich schon einige Läden oder Internetshops darauf spezialisiert, liebevolle persönliche Geschenke anzubieten, die schon die Auswahl zum Vergnügen machen. Susann Krauße beispielsweise entdeckte nach der Geburt ihrer Tochter ihren Faible für ausgefallene, selbst genähte Accessoires und gründete mit ihrem Mann den Internetshop Lavenduli. „Es gibt Dinge, die man nicht unbedingt braucht, die aber das Leben einfach schön machen“, verrät sie über ihre Motivation, immer neue Ideen in die Tat umzusetzen. „Viele Eltern sind nicht nur stolz auf ihr Kind, sondern auch auf dessen Namen. Sie freuen sich besonders über Geschenke, auf denen dieser zu lesen ist“, fügt sie hinzu. Also stickt und appliziert sie ihn auf Wunsch auf Bodys, Halstüchlein oder Kuschelteddys. Auch Schnullerketten fädelt sie auf Bestellung mit Buchstabenperlen. Ihr liegt es am Herzen, dass diese persönlichen Geschenke bezahlbar bleiben, damit sich jeder ein kleines bisschen wohltuenden Überfluss leisten oder verschenken kann. (ki)

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Erinnerungen

Babybauch in 3D Gipsabdrücke vom ersten Babyzuhause Eine schöne Methode den runden Babybauch für die Ewigkeit festzuhalten, sind Gipsabdrücke. Wer über ein Paar geschickte Hände und einen geduldigen Helfer verfügt, kann sich gut allein zu Hause ans Werk machen. Wer sich lieber auf einen Profi verlässt, kann Spezialistinnen wie Bianca Loos vom mobilen Familienatelier für Körperabformungen Kleine Ewigkeiten an den Bauch lassen. „Ich nehme nicht die handelsüblichen Gipsbinden, sondern lieber spezielle Modelliergewebe. Diese lassen eine detailreichere und hochwertigere Abformung zu.“

Ab der 35. Schwangerschaftswoche, wenn der Bauch so richtig schön rund und kugelig ist, lohnt es sich Gipsabdrücke machen zu

Fotos: www.kleine-ewigkeiten.de Fotos: www.kleine-ewigkeiten.de

Ein warmer Raum, eine entspannte Atmosphäre und ein wenig Zeit - und schon kann es losgehen. „Zuerst sollte der Bauch mit Melkfett eingecremt werden“, verrät Bianca Loos schmunzelnd, „sonst hat der Abdruck gleich noch eine epilierende Nebenwirkung.“ Schicht für Schicht

kommen die angefeuchteten Binden auf den Bauch. Nun heißt es Geduld bewahren, denn die Binden müssen trocknen. Aber nach etwa 15 bis 20 Minuten ist die Prozedur überstanden. Nachdem die Binden ausgehärtet sind, erhält man eine schöne Rohform, die man je nach Lust und Laune gestalten und weiter bearbeiten kann. Wer es stabil mag, legt eine weitere Schicht Binden außen auf den Erstabdruck und überzieht dann den gesamten Abdruck mit einer dünnen Gipsschicht. So verschwinden die Struktur der Binden und andere Unebenheiten. „Das trägt allerdings auch ein wenig auf und verändert die wirkliche Form etwas“, gibt Bianca Loos zu bedenken. Sie gießt lieber die Gipsbindenmasken aus. „So entsteht ein sehr detailreicher, echt wirkender eins zu eins Gipsbauch. Man erkennt wunderbar die Körpermerkmale, den Übergang von Brust und Bauch und die individuelle, oft je nach Lage des Babys, entstehende Bauchform.“

Durch den Bauchabdruck mit Gipsbinden erhält Bianca Loos zunächst eine Rohform, die nach dem Trocknen mit Gips ausgegossen wird. Der so entstandene stabile Gipsabdruck kann dann weiterverarbeitet werden.

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lassen. Um eine besonders schöne Bauchform zu bekommen, empfiehlt die begeisterte Bauchabformerin Loos eine stehende Position. „Die Schwangere sollte sich aber anlehnen oder abstützen können, denn 20 Minuten können mit Kugelbauch ganz schön lang werden. Aber natürlich sind Abformungen im Sitzen oder Liegen ebenfalls gut möglich - ganz nach dem Wohlbefinden der Schwangeren.“ Manche Frauen freuen sich über eine einfache weiße Abformung und bewahren die pure Form auf. Manche gestalten sie zusammen mit der Familie. Dazu braucht es nur ein paar Acrylfarben und den Mut zum Gestalten. Wer nicht auf seine eigene Kreativität vertrauen möchte, kann in Sachen Gestaltung ebenfalls auf die künstlerischen Fähigkeiten der professionellen Bauchabformerin zurück greifen. „Ich bespreche mit den Kundinnen sehr genau, was sie sich wünschen, wo der Abdruck hängen soll, was sie sich vorstellen. Gern berate ich auch, wenn es an Ideen und Inspirationen mangelt“, so Bianca Loos. Je nachdem wo der Bauchabdruck später einmal hängen soll, kann man mit der Gestaltung darauf Rücksicht nehmen. Soll er im Kinderzimmer an das erste Babyzuhause erinnern, dann wäre vielleicht ein verspielteres Dekor gut. Wird der Abdruck später im Schlafzimmer der Eltern als Erinnerung stehen, bietet sich eine romantischere Gestaltung an. „Wie auch immer die Abdrücke aussehen und wo auch immer sie aufbewahrt werden, der Bauchabdruck ist eine ganz besondere und individuelle Erinnerung an eine wundervolle Zeit“, sagt Bianca Loos lächelnd. (mvg)


Erinnerungen Tagebuch

Zwillinge

so schön schwanger. Mein Schwangerschafts-Tagebuch.

Zwillinge! Gut durch Schwangerschaft, Geburt und erstes Lebensjahr.

Verlag Antje Kunstmann. Konzept & Text Heike Bräutigam. 2009

Petra Lersch, Dorothee von Haugwitz, Trias Verlag 2011.

Mit 13, da hatte man noch… ein Tagebuch! Und weil eine Schwangerschaft mindestens genauso aufregend ist wie die Pubertät, spricht nichts dagegen, auch in den neun Monaten vor der Geburt alle möglichen und unmöglichen Begebenheiten aufzuschreiben. Das Buch „so schön schwanger“ bietet viel Platz für Entdeckungen in und an sich selbst, für Erinnerungen, Wünsche, Gelüste, Ängste… Hilfreich beim Aufschreiben sind allseits beliebte Ankreuzfragen: Ähnelt mein Appetit im sechsten Monat eher dem eines Vögelchens oder dem eines Scheunendreschers? Oder dem zweier Scheunendrescher? Auch unsinnigen Diskussionen mit dem Kindsvater darüber, an welchem Ort die Fruchtblase wirklich geplatzt ist oder wer die Nabelschnur durchtrennt hat, kann frau durch lückenlose Dokumentation in diesem Buch vorbeugen.

Jedes Jahr erblicken in Deutschland über 10.000 Zwillingspaare das Licht der Welt. Für die werdenden Eltern tun sich damit ganz spezifische Fragen und Probleme auf. Das Buch „Zwillinge!“ nimmt den Betroffenen unnötige Ängste, indem es umfassend Schwangerschaft, Geburt und die erste Zeit mit den Kindern bespricht. Zwillinge sind nicht einfach doppelt normal, sondern in jeder Hinsicht etwas Besonderes, und zwar schon vor der Geburt: Sie werden von ihren Müttern deutlich früher gespürt als Einlinge, sie spielen schon im Bauch miteinander und kommen durchschnittlich zwei bis vier Wochen früher auf die Welt. Und sie bereiten ihren Eltern oft Ängste und Kopfzerbrechen. Lersch und von Haugwitz vermitteln Wissenswertes, klären auf und geben wertvolle Tipps wie zum Beispiel Rezepte, Spiele und Internetadressen. Mehrere Zwillingseltern berichten von ihren teilweise sehr unterschiedlichen Erfahrungen. Auch Experten kommen zu Wort, aber niemals wird den Lesern eine Meinung vorgeschrieben. Vielmehr können sich werdende Zwillingseltern dank der vielfältigen Informationen in diesem Buch wunderbar auf das Leben mit Zwillingen einstellen und sind bestens vorbereitet für alle Entscheidungen, die sie für sich und ihre Kinder in Zukunft treffen werden. (vf)

Wer es diszipliniert von Anfang bis Ende ausfüllt, schafft sich ein sehr persönliches Erinnerungsstück. Und ist der Nachwuchs erst einmal groß, schmökert er sicher auch gern mal durch die aufgeschriebenen Erinnerungen an die kugelbäuchige Zeit der Mama. (vf)

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Mit Baby

Foto: www.fannystamm.de

Nach der Geburt

Die Milch macht's Stillen ist die natürlichste Art der Ernährung, aber mit dem Fläschchen geht es auch Seit Jahrmillionen werden Kinder gestillt. Es ist die einfachste und naturbelassenste Art, den Nachwuchs in den ersten Lebensmonaten zu ernähren. Neun von zehn Frauen stillen ihr Kind nach der Geburt. Mehr als die Hälfte der Mütter hört allerdings vor Ablauf der empfohlenen sechs Monate auf, ergab eine Studie des Bundesinstituts für Risikobewertung. Vor allem, wenn der Alltagsstress und die Probleme zunehmen, denken viele ans Abstillen. Dabei ist Stillen nicht nur Nahrungsaufnahme, sondern auch Körperkontakt und Geborgenheit. „Mutter und Baby können sich auf sehr einfühlsame Weise kennenlernen und die Mutter gewinnt ein immer besseres Gespür für ihr Kind, für seine Bedürfnisse. Somit trägt das Stillen zum Wohlbefinden von Mutter und Kind bei“, sagt die Dresdner LaLecheLiga-Stillberaterin Peggy Mahn. Zudem sei Muttermilch in ihrer Zusammensetzung unnachahmbar. Sie steht dem Kind jederzeit, ohne viel Vorbereitung, in einer äußerst umweltverträglichen und sehr schönen Verpackung, hygienisch einwandfrei, in der richtigen Menge und Temperatur und vor allem optimalen Zusammensetzung zu Verfügung. Stillende Mütter verwöhnen ihr Kind auch nicht,

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wenn sie es trinken lassen, so oft und so lange wie es möchte. „Neugeborene wollen gern zehn bis zwölf Mal in 24 Stunden gestillt werden – ein ganz natürliches Verhalten“, betont Mahn. Ein Baby trinke nie mehr, als es brauche. Ein Neugeborenes benötigt pro Kilogramm Körpergewicht und Tag etwa 120 bis 200 Gramm Milch. „Wichtig ist, dass die Mutter nach ihrem Durstgefühl trinkt. Meist haben stillende Mütter genau dann ein großes Durstgefühl, wenn sie stillen. Deshalb ist es ratsam, immer etwas zum Trinken dabei zu haben“, sagt die erfahrende Stillberaterin. Essen dürfen Stillende grundsätzlich alles. Vorausgesetzt wird eine ausgewogene Ernährung von Obst, Gemüse, Brot, Fisch, Fleisch, Milchprodukten und eben auch mal etwas Süßem, wie Schokolade. Auch ausgewogene vegetarische Ernährung ist in der Stillzeit kein Problem. Blähende Lebensmittel müssen in der Regel nicht gemieden werden. In den ersten vier Monaten des Stillens brauchen Mütter täglich etwa 400 bis 500 Kalorien zusätzlich. Alkohol, Rauchen und Drogen sollten tabu sein und Medikamente nur mit ärztlicher Absprache genommen werden.

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Wie lange die Stillbeziehung dauert, entscheiden Mutter und Kind ganz allein. „Solange sich beide wohl dabei fühlen, sollen sie das Stillen genießen“, sagt Stillberaterin Mahn. Die Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation lautet, dass eine Mutter ihr Kind die ersten sechs Monate voll stillen sollte, danach mit Beikost anfängt und weiter stillt bis zum zweiten Lebensjahr und darüber hinaus. Kann eine Mutter ihr Kind in bestimmten Situationen nicht stillen, hilft es, abgepumpte Milch vorrätig zu haben. Dann kann jemand anderes das Kind füttern und die Mutter hat Zeit für sich oder andere Verpflichtungen. Die vielerorts verbreitete Meinung, Stillen würde zu Hängebrüsten führen, wurde nun von der Forschung widerlegt. Laut einer Untersuchung der University of Kentucky gibt es in der Festigkeit des Brustgewebes von Müttern, die gestillt haben keinen Unterschied zu Müttern, die nicht gestillt haben. "Wenn Stillen nicht in Frage kommt, braucht eine Mutter kein schlechtes Gewissen haben. Babys gedeihen auch gut mit Flaschennahrung“, sagt Ute Fillinger, Referentin für Kindergesundheit bei der Bundeszentrale für gesundheitliche


Mi t Baby Was ist zu tun, bei … Bei Stillen gilt die einfache Regel, dass der Mund des Kindes und die Brustwarze der Mutter wie Schloss und Schlüssel zusammenpassen, ohne dass irgendein Druck ausgeübt werden sollte. Deshalb sollte die Mutter so entspannt wie möglich sein. Manchmal allerdings „klemmt“ das bewährte System aber ein wenig. Engagierte Stillberaterinnen und einladene Stillgruppen stehen der Mutter helfend zur Seite. Auch ist es ratsam, sich für kleinere Schwierigkeiten vorzubereiten:

• rissigen Brustwarzen Sie treten am häufigsten auf und sind am ehesten vermeidbar. Der Säugling sollte oft angelegt und darauf geachtet werden, dass das Kind nicht nur an der Brustwarze sondern auch viel am Brustwarzenhof saugt. Nach dem Stillen am besten eine Stillkompresse einlegen, mit Aloe Vera oder Lanolin „richtig dick einfetten“ und viel Luft ranlassen.

• Pilzinfektion Soor Wenn die Brustwarzen wund sind, zudem jucken und brennen, könnte es auch Soor sein. Hier muss ein Arzt konsultiert werden, der oft Medikamente mit dem Wirkstoff Nystantin verordnet.

• Milchstau Dieser entsteht, wenn die Muttermilch nicht aus allen Teilen der Brustdrüse entleert wurde und nach dem Stillen harte Stellen bleiben. Oberstes Prinzip ist anlegen und die Brust so oft wie möglich leeren lassen. Das Kinn des Kindes sollte in Richtung der harten Stelle zeigen. Es hilft zudem, die Brust vor dem Stillen zu wärmen, beispielsweise mit Rotlicht oder einem Kirschkernkissen. Nach dem Stillen sollte die Brust dann gekühlt werden, zum Beispiel mit Kühlkompressen.

führen, wenn Eltern das von den Herstellern angegebene Verhältnis zwischen Milchpulver und Wasser missachten und den Anteil an Milchpulver erhöhen. „Dies machen Eltern schon mal, weil sie denken, dass das Kind durch einen festeren Brei besser satt wird“, warnt Fillinger. Das sei aber falsch und zudem besteht die Gefahr, dass das Kind zu wenig Flüssigkeit bekomme. Deshalb sollten sich Eltern unbedingt an die Herstellerangaben halten. Um das gute Gedeihen des Nachwuchses zu überprüfen, ist es aber nicht nötig, das Kind täglich auf die Waage zu legen. Die Vorsorgeuntersuchungen beim Kinderarzt sind grundsätzlich ausreichend. Wer dennoch mehr Sicherheit haben möchte oder neugierig ist, kann auch Baby- und Wiegetage in einigen Apotheken in Dresden und dem Umland besuchen und dort das Gewicht des Nachwuchses erfahren. Fachliche Beratung und emotionale Unterstützung in allen Stillfragen erhalten Mütter bei Hebammen, Stillberaterinnen oder in Stilltreffs, die unter anderem unter www.lalecheliga.de zu finden sind. (sr)

• Stillhütchen

Aufklärung. Auch hier ist wichtig, „dass das Kind beim Füttern Körperkontakt zu Vater oder Mutter hat, das fördert die Eltern-Kind-Bindung“, betont Fillinger: „Am besten auf dem Schoß und im Arm füttern, so dass der Blickkontakt möglich ist und das Kind den Körpergeruch wahrnehmen und die Wärme spüren kann.“ Ganz wichtig ist noch, betont Mahn, dass das

Baby beim Füttern aufrecht ist und die Flasche richtig gehalten wird. Das Baby müsse aktiv trinken, brauche Pausen und könne nur so sein Saugbedürfnis befriedigen. „Es ist nicht selten zu beobachten, dass Babys einfach nichts anderes übrig bleibt als zu schlucken, da sie sonst keine Luft mehr bekämen.“ Anders als beim Stillen kann Flaschennahrung zudem zu Überfütterung

Foto: La Leche Liga

Die ist eine Art Silikonhaube, die zwischen Brustwarze und Mund des Kindes geschoben wird. Stillberaterinnen sehen dies kritisch, denn beim regulären Stillen „melken“ die Kinder an der Brust und arbeiten dabei mit Ober- und Unterkiefer sowie mit der Zunge. Mit dem Hütchen sei das ganz stark eingeschränkt. Dem Ratschlag von Hebammen, Stillhütchen zu benutzen, sollten Mütter kritisch gegenüberstehen. (sr)

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Nach der Geburt mehrFamilie Die Redaktion von eltern,Kind+Kegel freut sich auf Sie bei mehrfamilie.de – das neue Netzwerk für Familien.

Rückbildungsgymnastik Wo – Wann – Warum?

Kontakte knüpfen: stadt-, land- und bundesweit

Eltern mit gleichen Interessen finden

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Jede Mutter kennt es: das ‚Loch′ im Bauchraum kurz nach der Entbindung und die Schwierigkeit, mit dem ‚leeren′ Körper wieder zu einer Haltung zu finden. Körperspannung und -haltung sind aber gerade dann von großer Bedeutung. Schwangerschaft und Geburt können nämlich nicht nur sprichwörtliche, sondern auch ganz reale gesundheitliche Spätfolgen haben. Dazu zählen beispielsweise Organsenkungen, vor allem der Gebärmutter sowie Harninkontinenz und Rückenschmerzen. Diesen Problemen kann wirksam vorgebeugt werden, indem frau frühestens sechs, spätestens zwölf Wochen nach der Geburt mit der Rückbildungsgymnastik beginnt. Rückbildungskurse werden von Hebammen angeboten und umfassen zehn Zeitstunden. Die Gestaltung des Kurses ist von Hebamme zu Hebamme verschieden. Manche Hebammen geben dem Austausch und der Kontaktaufnahme unter den jungen Müttern viel Raum, andere bauen sportliche Elemente beispielsweise von Yoga oder Pilates mit ein, und wieder andere legen viel Wert auf Entspannungsübungen. Am besten erkundigt man sich vorher bei der jeweiligen Hebamme darüber, welche Schwerpunkte gesetzt werden und entscheidet sich dann, welches Angebot für einen selbst am ansprechendsten ist.

Freie Hebammenpraxis

Hebammenangebot: • Infoabend jeden ersten Dienstag im Monat • Hilfe bei Schwangerschaftsbeschwerden, auch mit Homöopathie und Akupunktur • Schwangerschaftsvorsorgen • Geburtsvorbereitungskurse • Geburtshausgeburten und Hausgeburten • Wochenbettbetreuung • Rückbildungskurse weitere Kurse im Geburtshaus: • Kreative Begegnung • Schwangerenyoga, Hatha-Yoga, Mama-Baby-Yoga • Mütterfitness • Qi Gong Neu: • Cantienica®-Beckenbodentraining

Auch nach dem Rückbildungskurs sollten die gelernten Übungen regelmäßig wiederholt werden. Wenn dennoch der Rücken schmerzt oder das Zurückhalten des Urins nicht klappt, wissen Hebamme oder Frauenarzt Rat, damit aus kleinen Problemchen keine großen Probleme werden. (vf)

Übungen und Hinweise www.geburtshaus-dresden.de Schaufußstraße 27 01277 Dresden

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Tel: 0351/314 0892 Mo, Mi, Fr 9-11Uhr

Erste Übungen und hilfreiche Tipps finden Sie auf der Internetseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unter www.familienplanung.de

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Foto: fotolia

Geburtshaus Dresden

Wichtig, und in jedem Kurs enthalten, sind Übungen, die gut in den Alltag eingebaut werden können und dem mütterlichen Körper helfen, wieder fit zu werden. Im Fokus stehen dabei die Beckenboden- und die Bauchmuskulatur. Auch die Schulter- und Rückenmuskulatur, die beim Tragen und Stillen stark beansprucht werden, brauchen Kräftigung. Bei manchen Kursen werden die Babys in die Übungen mit einbezogen, in anderen Kursen hat die Mama ganz Zeit für sich und ihren Körper. Die Kosten werden in jedem Fall komplett von der Krankenkasse übernommen, wenn der Kurs neun Monate nach der Geburt abgeschlossen ist.


Foto: vera fieber

Mi t Baby

Die werdende Mama macht CANTIENICA®-Übungen unter Anleitung von Hebamme Dorothea Hezel vom Geburtshaus Dresden

Inkontinenz effektiv vorbeugen und bekämpfen Rückbildung nach CANTIENICA® Seit 25 Jahren ist Dorothea Hezel vom Geburtshaus Dresden schon Hebamme. Vor einigen Jahren hat sie die „CANTIENICA®-Methode für Körperform und Haltung” entdeckt und ist mittlerweile zertifizierte Beckenbodentrainerin dieser Methode. In Geburtsvorbereitungs-, Rückbildungs- und speziellen CANTIENICA®-Kursen übt sie mit werdenden oder frischgebackenen Müttern das, was kleine Kinder noch mühelos können: eine gesunde Körperhaltung.

der Wirbelsäule, im Bauch- und Brustbereich und der Beckenboden. Diese Muskeln sind ineinander verzahnt und tragen den gesamten Rumpf. Durch unsere Lebensweise – viel Sitzen und wenig Bewegung, nachgeahmte oder psychisch bedingte Fehlhaltungen sowie Entlastungshaltungen nach Verletzungen – werden diese Muskeln kaum beansprucht und verkümmern daher. Rückenschmerzen, Bandscheibenvorfälle, Verkleinerung im Alter, Organsenkungen und Inkontinenz sind mögliche Folgen.

Der Irrglaube, dass Beckenbodentraining während der Schwangerschaft die Geburt erschwert, ist weit verbreitet. „Dabei ist gerade ein trainierter Beckenboden viel besser in der Lage, sich unter der Geburt zu entspannen und sich danach auch wieder zu erholen”, stellt Hebamme Hezel richtig. „Außerdem wissen Frauen, die schon vor der Geburt gelernt haben, auf ihre Haltung zu achten, wie sie in der ‚Hebe- und Tragezeit’ nach der Geburt ihren Rücken schonen und ihren Körper wieder in Form bringen können.”

Werden die inneren Muskeln – vor allem der Beckenboden – jedoch regelmäßig und frühzeitig nach einer Geburt trainiert, haben Inkontinenz und Schmerzen keine Chance. Dorothea Hezel hat die Erfahrung gemacht, dass Frauen, die im ersten Jahr nach einer Geburt mit dem CANTIENICA®-

Was ist das besondere an CANTIENICA®? Diese Methode ist nach der Schweizerin Benita Cantieni benannt. Bis zu ihrem 40. Lebensjahr litt sie unter Skoliose, einer Verformung der Wirbelsäule, die ihr starke Schmerzen bereitete. Dann begann sie, Übungen für den Beckenboden und sukzessive für den ganzen Köper auszuprobieren und zu erforschen. Mittlerweile ist sie über 60 Jahre alt und übt Spagat und Radschlagen. Die von ihr entwickelte Methode beruht auf der Beobachtung, dass die Gesundheit des Stütz- und Bewegungsapparats sehr stark von der Arbeit der inneren Muskulatur abhängt. Dazu gehören unter anderem Muskeln an

Training beginnen, ihren Beckenboden schon in etwa drei Wochen wieder in die Form bringen können, die er vor der Geburt hatte. Frauen, die Jahre nach ihren Geburten mit Inkontinenz zu kämpfen haben, brauchen meist etwas mehr Zeit. „Unabhängig von Alter oder Anzahl der Kinder müssen viele Frauen erst mal lernen, ein Gefühl für diese Region des Körpers zu entwickeln”, weiß Dorothea Hezel. Sind die Übungen einmal erlernt, lassen sie sich ziemlich gut in den Alltag einbauen. Auch wenn das Durchhalten vielen Frauen schwer fällt: Regelmäßiges Üben ist die beste Garantie für einen beschwerdefreien und belastungsfähigen Körper. (vf)

Umfassende Informationen Weitere Informationen finden Sie auf www.geburtshaus-dresden.de und auf www.cantienica.com.

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Qualifizierung von Frauen und Männern in der Elternzeit Für Mütter und Väter, die sich in Elternzeit befinden und nach vorübergehender Betreuung ihres Kindes die Rückkehr in den Beruf planen, wurde das Programm „Qualifizierung von Personen in Elternzeit“ entwickelt. Das Programm wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Freistaates Sachsen finanziert. Voraussetzung für eine Teilnahme am Programm ist, dass die Männer und Frauen: • •

arbeitslos sind oder im Verlauf der Elternzeit arbeitslos werden (arbeitslose Personen ohne Anspruch auf Entgeltersatzleistungen nach SGB III bzw. nachrangig zu Leistungen des SGB II).

Im Rahmen dieser Maßnahmen - mit einem Umfang von maximal 350 Stunden - soll den Frauen und Männern die Rückkehr ins Berufsleben erleichtert werden. Sie frischen ihr Wissen auf und erhöhen durch Vermittlung von Kenntnissen und Fähigkeiten gleichzeitig die Chancen des Wiedereinstiegs auf dem Arbeitsmarkt nach der Elternzeit. Auch unternehmensspezifische Qualifizierungen sind möglich. Die Qualifizierungen tragen zudem zu einer

Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei. Daher erfolgt die Qualifizierung in einem Modulsystem, um den Erfordernissen der Kinderbetreuung besser gerecht werden zu können. Die Vermittlung allgemeiner Kompetenzen sind beispielsweise: • • • • • • • • •

Sozialkompetenz, Motivation und Persönlichkeit/Vereinbarkeit von Familie und Beruf EDV/Bürokommunikation Kundenmanagement/Büroorganisation kaufmännisches Rechnungswesen Bewerbungstraining Einführung in den Bereich Arbeits- und Sozialrecht neue deutsche Rechtschreibung Wirtschaftsenglisch zusätzliche Inhalte am Bedarf der Teilnehmergruppe

Darüber hinaus können auch berufs- bzw. branchenspezifische Kompetenzen vermittelt werden. (ESF-Richtlinie des SMS/SMUL vom 31.07.2007)

Trägerübersicht AFI Private Akademie für Informatik GmbH

04509

Delitzsch

Leipziger Straße 26

ASG-Anerkannte Schulgesellschaft Sachsen mbH

09456

Annaberg-Buchholz

Lessingstraße 2

Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) gGmbH: Akademie Chemnitz Akademie Leipzig Akademie Dresden

09113 04103 01187

Chemnitz Leipzig Dresden

Ludwigstraße 21 Rosa-Luxemburg-Straße 29 Bamberger Straße 1

HSB Personal & Service GmbH

04328

Leipzig

Schongauer Straße 29-31

Institut für Fortbildung und Umschulung GmbH (IFU GmbH)

04668

Grimma

Karl-Marx-Straße 8

KOMPAKT Berufliche Bildung- Beratung-Projekte GmbH

08056

Zwickau

Fröbelstraße 17

RTG/Bildungszentrum für Betriebswirtschaft und Steuern GmbH

01219

Dresden

Lockwitzer Straße 15

Sorbisches Bildungszentrum LIPA e.V.

01920

Ralbitz-Rosenthal

Radlubinstraße 23

Steiner, Kirsten

02797

Kurort Oybin

Arno-Münch-Straße 18

Volkshochschule Dresden e.V.

01237

Dresden

Schilfweg 3

(Auszugsweise Übersicht zu Bildungsträgern, die Elternzeitmaßnahmen durchführen bzw. bereits durchgeführt haben.)

Europäische Union

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Geistig Fit

Weiterbildung in der Elternzeit Ein bedeutender Träger, der das vorgestellte ESF-Programm aussichtsreich umsetzt, ist das RTG/Bildungszentrum für Betriebswirtschaft und Steuern GmbH. Die Firma RTG ist seit 1990 als Bildungs-, Beratungs- und Trainingszentrum erfolgreich in Sachsen tätig. Monika Filla, Niederlassungsleiterin der Firma in Bautzen, berichtet über ihre Erfahrungen mit dem Kurs. Wie entstand die Motivation, diese Kurse anzubieten und seit wann werden sie angeboten?

Die Qualifizierung für Mütter und Väter während der Elternzeit, unterstützt durch den Europäischen Sozialfonds und den Freistaat Sachsen, bieten wir seit 2005 an. Wir haben damals immer wieder Anfragen von jungen Eltern in der Erziehungsphase bekommen. Diese wollten in ihren Beruf zurückkehren und waren auf der Suche nach einer Anpassungsqualifizierung. Die Resonanz auf unser Angebot ist groß und die Frauen – aber auch Männer – sind dankbar für diese Möglichkeit der Weiterbildung. Es nehmen 12 bis 15 Teilnehmer pro Kurs teil, wobei der Anteil der jungen Mütter überwiegt. Wo liegen die Schwerpunkte der Weiterbildung?

Wie steht es mit der Kinderbetreuung während der Ausbildungsstunden? Die Kostenübernahme durch den ESF ist dann möglich, wenn es keine andere gesetzlich geregelte Möglichkeit zur Unterbringung gibt. Dies müsste zum Beispiel vom Jugendamt bestätigt werden. Nach den Regeln für die Förderfähigkeit von Ausgaben und Kosten dürfen nur Ausgaben finanziert werden, die außerhalb gesetzlich vorgeschriebener Aufgaben, Pflichtaufgaben sowie bestehender nationaler Fördermöglichkeiten entstehen. Von der RTG erhalten die Mütter und Väter Unterstützung durch Hinweise zu Betreuungsmöglichkeiten. Gibt es diese Weiterbildungsmöglichkeiten nur in Bautzen?

Dieses Angebot kann auch in anderen Orten durchgeführt werden. Alle jungen Eltern sind gut beraten, während der Elternzeit beruflich fit zu bleiben und sich neue Perspektiven zu erschließen. Auch Dresdner Mütter und Väter sollten diese hervorragenden Fördermöglichkeiten, die der Freistaat gemeinsam mit dem Europäischen Sozialfonds unterstützt, für sich entdecken. Wenn sich genug Eltern bei uns melden, die gern diese Qualifizierung für sich nutzen würden, steht auch Kursen in Dresden nichts im Wege.

Also, junge Eltern in Dresden und Umgebung: Nutzt die gebotenen Möglichkeiten, schaut über den Tellerrand, sucht im Internet oder fragt bei Bildungsträgern nach Kursen und schiebt den Kinderwagen zu den Anbietern dieser Weiterbildung. Eure berufliche Zukunft kann damit beginnen. (kk)

Die Ausbildung umfasst 325 Unterrichtsstunden innerhalb von fünf Monaten. Ihre Schwerpunkte liegen auf der kaufmännischen Weiterbildung, wie der Schulung in Rechnungswesen, Lohn- und Gehaltsrechnung und MS®Office Programmen, dem Wirtschaftsenglisch und einem Bewerbungs- und Kommunikationstraining. Nach Abschluss der Qualifizierung erhalten alle Teilnehmer ein Zertifikat. Welche Erfahrungen haben Sie mit den jungen Eltern gemacht? Gibt es Rückmeldungen ehemaliger Kursteilnehmer?

Die Eltern nehmen diese Themen gern an und gehen motiviert aus diesem Kurs. Wir hören immer wieder von ehemaligen Kursteilnehmern, dass die Weiterbildung praxisnah aufgebaut ist und sie dadurch erfolgreich in den Arbeitsprozess eingestiegen sind. Wie gestaltet sich der organisatorische Ablauf?

Die Eltern werden durch unsere Angebote in der Zeitung oder auf der Homepage aufmerksam. Wir führen dann mit ihnen Informationsgespräche durch, dabei erhalten sie alle notwendigen Informationen über die Förderung. Wichtig für die Kurse des RTG: Für die Qualifizierung während der Elternzeit müssen die Teilnehmer arbeitssuchend sein. Diese Maßnahmen werden mit bis zu 100 Prozent aus dem ESF und dem Freistaat Sachsen finanziert.

Europäische Union

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Nach der Geburt Postpartale Stimmungskrisen Was Frauen und Männer nach der Geburt verzweifeln lässt Wochenbettdepressionen gehören zu den Dingen, von denen man gehört hat, die aber immer nur die anderen betreffen. Tatsächlich leiden 10 bis 20 Prozent der Frauen nach der Geburt unter Depressionen, fast 80 Prozent unter dem Babyblues. Was kaum einer weiß und deshalb auch kaum jemand wahrnimmt: Nicht nur Mütter, sondern auch fünf bis zehn Prozent der Väter sind betroffen.

Was sind Wochenbettdepressionen und warum entstehen sie? „Es gibt nicht die Wochenbettdepression. Das Auftreten ist auch nicht auf die Zeit des Wochenbetts beschränkt. Außerdem sind die Verläufe bei Frauen wie bei Männern sehr differenziert“, erklärt Martina Flath, Diplompsychologin und Hebamme mit 35 Jahren Berufserfahrung. Körperliche, hormonelle, biochemische, psychische, soziale und gesellschaftliche Faktoren nehmen Einfluss auf die seelische Gesundheit der jungen Eltern. Besonders psychische und soziale Faktoren – Erfahrungen, die wir in unserem Leben gemacht haben und Erwartungen und Ansprüche, die wir selbst und andere an uns stellen – haben großen Anteil an der Entstehung von Stimmungskrisen.

Hilfe Bekommen Beratung erhalten Sie in jedem Fall von Ihrer Hebamme, Ihrer Frauenärztin oder bei Beratungsstellen wie Kaleb, Uniklinikum, Diakonie, AWO, Caritas. Eine gute Internetadresse ist www.schatten-und-licht.de (Fragebogen für den Selbsttest und Kontaktdaten von Spezialisten). Auch unter www.familienplanung. de findet man hilfreiche Informationen.

Dazu gehören zunächst Erfahrungen aus der eigenen Kindheit. Wie haben uns die Eltern behandelt? Was war gut? Was wollen wir anders machen? Vielen Männern fällt es schwer, in ihrer Erinnerung geeignete Muster für die eigene Vaterrolle zu finden. Statt nur der Ernährer zu sein, wollen oder sollen sie sich heutzutage auch an Erziehung und Hausarbeit beteiligen. Da ist Mann schnell überfordert und braucht das Verständnis seiner Partnerin. Die jungen Mütter sind jedoch selbst sehr gefordert, zunächst durch die Entbindung, dann durch den Nachwuchs und das Umfeld. Alle wollen das Baby sehen und eine strahlende Mutter dazu, das Stillen soll klappen, die Wohnung sauber sein, die Hosen müssen bald wieder passen. Und dann beschwert sich noch der Nachbar, weil das Kind so viel schreit – wer sich dann nicht vom gewohnten Perfektionismus verabschiedet, stellt die Weichen für Depression und Burnout.

Woran erkennt man sie und was kann man dagegen tun? Jede/r hat mal einen schlechten Tag, fühlt sich müde und traurig, antriebs- und wertlos. Andere sind sehr gereizt oder wütend. Der Babyblues, der in den ersten Tagen nach der Geburt unerklärliche Traurigkeit und Hilflosigkeit mit sich bringt, überrascht viele Frauen in seiner Heftigkeit, vergeht aber meist nach einigen Stunden oder Tagen. Halten diese Gefühle jedoch über mehrere Wochen an und werden sie begleitet von weiteren Symptomen wie Schlaf- und Appetitstörungen, sozialem Rückzug, Schuldgefühlen, mangelnder Freude am Kind und Gefühlen der Hilflosigkeit, sollte man Hilfe suchen. Ein Arzt kann zunächst

abklären, ob körperliche Ursachen wie Eisenmangel oder Schilddrüsenstörung ausgeschlossen werden können. Bei leichten Depressionen bewirken Ruhe und praktische Unterstützung oft Wunder. Durch Gespräche mit Vertrauten erhalten die Betroffenen die dringend benötigte Zuwendung und auch Impulse, um die Ursachen der Überforderung ausfindig zu machen. In schweren Fällen, wenn zum Beispiel Selbstmordgedanken oder Wahnvorstellungen auftreten, ist ärztliche Behandlung nötig, um das Wohl von Mutter und Kind nicht zu gefährden.

Wie kann man vorbeugen? Martina Flath hat die Erfahrung gemacht, dass intensive Gespräche sensibilisieren können. Vorbereitend für die Zeit mit Kind sollte sich jede/r fragen, wie man reagiert, wenn die eigenen Gedulds- und Belastbarkeitsgrenzen überschritten werden. Entdeckt man hier Schwachstellen, ist das kein Grund, kein Kind zu bekommen. In solchen Fällen sollte man aber verstärkt Lernangebote aus dem Umfeld nutzen, um Strategien und Handlungsmuster für den Alltag mit Kind parat zu haben. „Entscheidend ist“, so Flath, „das Bewusstsein dafür, dass mit der Geburt ein neuer Lebensabschnitt beginnt, auf den man sich einlassen muss: auf ein neues Tempo, einen neuen Rhythmus, eine neue Persönlichkeit. Das bedeutet gleichzeitig vorübergehend Abschiednehmen von liebgewonnenen Routinen, von Freiheit und Selbstbestimmtheit, von den bisherigen Ansprüchen an die eigene Leistung. Die Bereitschaft dazu ist die wichtigste Voraussetzung für gelingende Beziehungen zwischen Vater, Mutter und Kind(ern).“ (vf)

Foto: Enrico-Heuer / www.pixelio.de

Hebammenpraxis Dipl.Psych. Martina Flath Hebamme und Psychologin

email: HebammeFlath@web.de www.hebamme-flath.de Festnetz: 0351 - 44 25 65 0 Handy: 0173 - 900 48 64

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Das KugelbauchMagazin

 Geburtsvorbereitungskurse  Spezielle Geburtsvorbereitung für Frauen, die schon 1 oder mehr Kinder geboren haben  Psychologische Beratung  Akupunktur / Homöopathie  Wochenbettbetreuung und Stillberatung  Rückbildungsgymnastik  Großelternseminare im Familienzentrum Heiderand

05.10.2011 10:16:55


Mi t Baby Fort- und Weiterbildung in den Bereichen

Hilfe vom Profi Entlastung für werdende Mütter Cristin Sander, Chefin der Dresdner Agentur Wirbelwind, hat umfangreiche Erfahrungen auf diesem Gebiet: „Unsere Haushaltshilfen übernehmen alle regulär anfallenden Arbeiten im Haushalt, wie zum Beispiel die Reinigung, Erledigung der Einkäufe und Vorbereitung der Mahlzeiten. Wenn schon Kinder vorhanden sind, können diese mit betreut und beispielsweise von der Kindertagesstätte abgeholt werden." Vor allem ist es wichtig, sich an den ganz individuellen Bedürfnissen der werdenden Mutter auszurichten. „Jede Diagnose hat ihre eigenen Einschränkungen. Wenn eine Risikoschwangerschaft besteht und die Frau die Wohnung nicht verlassen darf, bestehen an unsere Haushaltshilfen andere Anforderungen als an die Hilfe bei einer Wöchnerin mit Zwillingen", weiß Cristin Sander. Am Anfang der Bewilligung oder Buchung plant Wirbelwind mit der Kundin anhand ihrer Bedürfnisse und der zeitlichen Kapazitäten den gesamten Zeitraum. Die Arbeit wird im Team erbracht, damit ist auch sichergestellt, dass auch bei Ausfall immer eine Hilfe verfügbar ist. Die Dauer der Hilfe ist je nach Krankenkasse und gestellter Diagnose unterschiedlich. Die klassische Wochenbettbetreuung umfasst etwa zwei Wochen mit fünf bis zehn Stunden wöchentlich. Bei schweren Mehrlingsgeburten mit eventuell bereits vorhandenen kleinen Kindern kann aber über Monate Hilfe erforderlich sein. „Bei vielen jungen Familien sind die Großeltern nicht räumlich oder zeitlich verfügbar und die werdenden Väter oft beruflich stark eingespannt. Da kann eine professionelle Hilfe einspringen, um manchmal recht langwierige und stressende Krankenhausaufenthalte zu vermeiden", ist sich Cristin Sander sicher. (kk)

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Akademie für zugewandte Pädagogik

Die Haushaltshilfe kann von professionellen Anbietern, wie zum Beispiel Pflegediensten erbracht werden, die dann mit der Krankenkasse abrechnen. Ebenso werden die Kosten für eine selbstbeschaffte Haushaltshilfe in angemessener Höhe erstattet (8 Euro pro Stunde oder 64 Euro pro Tag). Ausnahmen sind Verwandte und Verschwägerte bis zum zweiten Grad, denen aber zumindest der Verdienstausfall und die Fahrtkosten erstattet werden. Hierbei ist zu beachten, dass nicht mehr als die Kosten einer selbstbeschafften Ersatzkraft erstattet werden. In der Satzung der jeweiligen Krankenkasse können Abweichungen bezüglich des Alters des Kindes bestimmt werden. Ebenso variiert die Dauer und der Umfang der Leistungen. Einige Krankenkassen genehmigen nur vier Wochen, während andere bis zu 52 Wochen im Jahr bezahlen. Nimmt man eine Haushaltshilfe in Anspruch, sind nur 10 Prozent der Kosten pro Kalendertag (maximal 10 Euro) selbst zu tragen. Ausnahmen davon bilden Schwangerschaft und die Zeit nach der Entbindung, denn da entfällt der Selbstkostenanteil sogar ganz. (kk)

Pädagogik ist ein Projekt der: • Akademie für Elternfür in zugewandte Elternzeit Akademie für zugewandte Pädagogik ist ein Projekt der: Akademie für zugewandte Pädagogik ist ein Projekt der: • für Arbeitssuchende SACHSEN INNOVATIV GmbH SACHSEN INNOVATIV GmbH • Erzieher/innen und Tagespflegepersonen Karina Krause

Nur wenige werdende Eltern wissen, dass ihnen im Notfall auch durch Leistungen der Krankenkasse geholfen werden kann. Das SGB V sieht im § 38 vor, dass Versicherten, denen wegen einer Krankenhausbehandlung, einer Kur, einer Reha-Maßnahme oder einer akuten schweren Krankheit die Weiterführung ihres Haushalts und die Betreuung ihrer Kinder nicht möglich ist, eine Haushaltshilfe bezahlt werden kann. Die Voraussetzungen dafür sind, dass: • im Haushalt ein Kind unter 12 Jahren lebt oder • im Haushalt ein behindertes Kind lebt, dass auf Hilfe angewiesen ist, • keine andere Person im Haushalt die Kinderbetreuung und Haushaltsführung übernehmen kann, • eine ärztliche Bescheinigung vorliegt, die die Notwendigkeit der Haushaltshilfe bestätigt.

Pädagogik und Soziales

Organisation/Programm

Unterstützung für Eltern durch Familienpflege

Nickerner Platz 2 01257 Dresden Tel: +49 (0) 351 270 55 47 Fax: +49 (0) 351 270 55 48 kkrause@akademiedresden.de www.akademiedresden.de

Und wer hilft mir?

SACHSEN INNOVATIV GmbH Dornblüthstrasse 30 Dornblüthstrasse 30 Dornblüthstrasse 30 01277 Dresden 01277 Dresden 01277 Dresden

Nickerner Platz 2, 01257 Dresden Tel: +49(0) 351 270 55 47

Akademie für zugewandte Pädagogik ist ein Projekt der: www.akademiedresden.de www.akademiedresden.de www.akademiedresden.de

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Wir wirbeln für Sie und helfen Ihnen seit 2003 für viele Dresdner Familien mit ... • liebevoller Kinderbetreuung • individuellen Hauswirtschaftsdiensten • Haushaltshilfen, als Vertragspartner von Krankenkassen Mail: post@wirbelwind-dresden.de Agentur WIRBELWIND Tzschimmerstr. 30 01309 Dresden Fon: 0351.25 22 897

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Nach der Geburt

Raus aus dem einsamen Muttialltag – rein ins Leben mit Baby Kaum ist das Baby geboren, soll die frisch gebackene Mama eine Menge Aufgaben erledigen: Baby versorgen, Haushalt schmeißen, dabei gut und vital aussehen, sich viel Bewegung verschaffen, ihre sozialen Kontakte nicht vernachlässigen, ihrem Mann weiterhin eine aufgeschlossene und interessierte Partnerin sein und natürlich sollte sie bei alldem auf ihr Äußeres achten und ihr Inneres nicht vergessen. Dabei ist es nicht einfach für die Jungmama sich in ihrer neuen Rolle als Ernährerin und Hüterin eines kleinen, sich entwickelnden Lebens zurecht zu finden. Wie schön, wenn man da Gleichgesinnte findet, Frauen die auch mit einem kleinen Milchvampir vorm Bauch oder im Kinderwagen nach Austausch über die neuen Erfahrungen suchen. Gut, wenn man dann Teil eines Netzwerkes ist, soziale Kontakte schon geknüpft hat oder einfach in eine Gruppe integriert wurde. Wer jetzt noch keine Verbindungen aus der Vorbabyzeit hat, dem sei angeraten, mit seinem Baby wenigstens einmal in der Woche aus dem Alltag zu zweit auszusteigen und sich neue Kontakte zu suchen. Doch Vorsicht, so schön Ablenkung und Spaß mit anderen ist, Mutter und Kind brauchen auch ihre Zeit zu zweit. Das Baby jeden Tag zu einer anderen Unternehmung zu schleppen, überfordert nicht nur die Mama, sondern auch den Winzling selbst.

Ein Überblick über mögliche Kurse Babymassage Unter fachkundiger Anleitung erlernen Eltern die Handgriffe, die nicht nur entspannend sind für Mutter und Kind, sondern auch helfen, kleine Babyleiden, wie Blähungen oder allgemeine Unruhe zu behandeln. Weitere Infos zum Beispiel unter www.dgbm.de (Liste von zertifizierten Kursleiterinnen) oder über die Familienzentren direkt.

PEKiP Das Prager Eltern Kind Programm beschäftigt sich mit der Entwicklung der Kinder im Babyalter. In kleinen Gruppen lernen die Eltern, sich Zeit

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Kontakte knüpfen von Anfang an

für ihr Baby zu nehmen und seine Entwicklung bewusst wahrzunehmen. Das Baby entdeckt im geschützten Rahmen seine eigenen Fähigkeiten, kann von anderen Spielfreunden lernen und mit ihnen in Kontakt kommen. Ganz neben bei können sich auch die Eltern austauschen und im Kontakt mit anderen eigene Wege finden. Weitere Infos unter www.pekip.de oder über die Familienzentren direkt.

DELFI (Denken Entwickeln Lieben Fühlen Individuell) Ähnlich wie PEKIP will DELFI Babys im ersten Lebensjahr neugierig auf das Leben machen, sie in ihrer Entwicklung unterstützen und Eltern helfen, ihre Kinder in ihrer Einzigartigkeit wahrzunehmen. Spielerisches Entdecken und der Spaß miteinander stehen im Mittelpunkt des Kurses. Mit Tüchern, Bewegungs- und Fingerspielen, unterschiedlichsten Materialien und Massagen lernen die Eltern, die Entwicklung ihres Babys in allen Bereichen spielerisch zu fördern. Weitere Infos unter www.delfi-online.de

FABEL In den Familienzentrierten Baby-Eltern-Kursen können sich die Babys in warmer und ent-

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spannter Atmosphäre in ihrem eigenen Tempo bewegen und die Welt erforschen. Schwerpunkt ist hierbei, dass Mama und Papa im Kurs die Zeit und Ruhe haben, die Entwicklung ihres Kindes bewusst zu beobachten. Die Eltern lernen Lieder und Reime sowie Sinnes- und Bewegungsspiele, um die Entwicklung ihres Nachwuchses zu begleiten und zu fördern. Darüber hinaus bieten die FABEL Kurse in kleinen Gruppen themenbezogene Gesprächsrunden zu all den Fragen, die in Babys erstem Jahr wichtig und spannend sind. Die Kursleiterin gibt Informationen zu Themen wie Stillen, Schlafen und Ernährung und regt den Austausch zwischen den frisch gebackenen Eltern an.

Krabbelgruppe In Krabbel- oder Kleinkindgruppen treffen sich Eltern mit ihren Kindern ab einem Alter von etwa sechs Monaten. Über den gemütlichen Zusammenkünften schwebt kein übergreifendes Konzept zur Entwicklungsförderung, sondern die Mamas und Papas spielen mit ihrem Nachwuchs und fördern so nebenbei ihre sozialen Kontakte mit anderen Eltern. Die Kinder genießen das Zusammensein mit anderen Kindern und können die von der Kursleiterin bereitgestellten entwicklungsfördernden Angebote nutzen.


Mi t Baby Babyschwimmen Die Kinder kommen aus dem nassen Element im Mamabauch und entdecken das Wasser beim Babyschwimmen wieder neu. Bei der Gymnastik mit den Säuglingen im warmen Nass fördern die Eltern mit Spaß die motorische Beweglichkeit ihres Nachwuchses und durch den Kontakt mit den Eigenschaften des Wassers wird die Wahrnehmungsfähigkeit der Kinder positiv beeinflusst. Außerdem verstärkt sich durch den intensiven Körperkontakt die Bindung zwischen den Eltern und ihrem Kind. Darüber hinaus erlernen Mutter und Vater sichere Griffe und Haltetechniken während der Kurse.

Babysauna Dürfen kleine Erdenbürger schon in die Sauna oder nicht? Auf diese Frage gibt es keine eindeutige Antwort, nur widersprüchliche Meinungen. Eltern, die selbst begeisterte Saunagänger sind und die die wohltuende Wärme ihrem Sprössling nicht verwehren wollen, aber auch Neusaunierer, die es einfach mal probieren möchten, sollten einige Grundregeln des Saunabadens mit kleinen Kindern beachten. Die Temperatur sollte 60 bis 70 Grad betragen und ein Saunagang sollte zu Beginn nicht länger als drei Minuten dauern. Vor dem Schwitzen müssen die Babys warm duschen und dann gut abgetrocknet, nackt auf Mamas oder Papas Schoß, auf den unteren Bänken die Wärme ohne Aufguss genießen. Nach dem Saunieren ist es ganz wichtig für die Kleinen, sich gut eingewickelt auszuruhen. Neben der wohltuenden Wärme wirkt das Saunabaden stabilisierend auf das Immunsystem und stärkend für Herz und Kreislauf. Infos hierzu auf den Seiten des Deutschen Sauna-Bundes e. V. unter www.saunabund-ev.de.

Englisch für Babys und Kleinkinder Jedes Baby hat die angeborene Fähigkeit, sprechen zu lernen. Heranwachsende Kinder brabbeln ihre Eltern nach und imitieren ihre Laute. Auf diese Weise lernen sie Worte zu verstehen und Sätze zu bilden. Dieses natürliche Lernen machen sich die Leiter von Englischkursen für Babys und Kleinkinder zu nutze. Das muttersprachliche Konzept baut darauf auf, dass bereits die Jüngsten täglich über Audiokassetten Englisch hören und die Bedeutung der Worte während der Kursstunden gemeinsam mit ihren Eltern erfahren. Da wird getanzt, gehüpft, gesungen, es werden neue tierische Knuddelfreunde begrüßt. Fingerspiele und englische Gedichte ergänzen das Angebot. Elemente der Babymassage fließen ein, wenn beispielsweise die Körperteile Namen bekom-

men. Mit viel Spaß und in kleinen Gruppen erhalten die Kinder einen spielerischen Zugang zur englischen Sprache.

Musikalische Früherziehung Musik macht klug. Musik löst Emotionen aus und beeinflusst so Körper, Geist und Seele. Mal abgesehen von den Klängen, die noch ungeborene Kinder wahrnehmen und den Schmuseliedern für die Allerkleinsten, können Kinder schon frühzeitig mit Musik vertraut werden. Mit Eifer und Enthusiasmus wird von ihnen auf Trommeln gehämmert und mit Klanghölzern oder Rasseln geklopft, werden mit Xylophonen oder Glockenspielen wunderbare Klangwelten erschaffen. Neben Wahrnehmungsförderung, Schulung des Bewegungsapparates und Ausbildung eines elementaren Rhythmusgefühls soll die rhythmisch musikalische Früherziehung auch dazu dienen, den Kindern einen ersten Einblick in die große Welt der Musik zu gewähren. Das ganzheitliche Erleben und fantasievolle Gestalten von Reimen, Versen, Bewegungsspielen, Liedern und Tänzen fördert die Kinder in ihrer natürlichen Musikalität. Sie bekommen zum einen die Möglichkeit, selbst

zu musizieren, zum anderen, sich zur Musik zu bewegen und so vielfältige Bewegungsabläufe zu erproben. Fingerspiele, Knierreiter und kleine Kreistänze machen nicht nur den Babys sichtbar Freude, sondern sind auch für die Eltern Anregung, den Alltag mit mehr Musik zu meistern.

Stillgruppe Stillen ist die natürliche Babyernährung vom ersten Tag an. Aber nicht immer klappt alles gleich so reibungslos. Doch das sollte kein Grund zum Verzweifeln sein. Engagierte Stillberaterinnen und einladende Stillgruppen stehen jeder jungen Mutter gern helfend zur Seite. In Stillgruppen steht der Kontakt zu anderen Müttern mit Kindern und Hilfe bei allen Fragen rund ums Baby an erster Stelle. Die Kinder werden mit Reimen und Liedern begrüßt und jede Woche bereitet die Stillberaterin ein anderes Thema wie das Stillen, die erste Beikost oder das Schlafen vor, über das gesprochen wird. Danach ist immer genügend Zeit zum gemütlichen Plausch bei einer Tasse Tee. Stillen ist bei diesen Treffen nicht Pflicht. Auch nichtstillende Mütter sind willkommen. (mvg)

Begrüßungsbesuche in Dresden Fast sechstausend Eltern mit ihren neugeborenen Kindern wurde im Jahr 2010 ein Willkommensgruß der Oberbürgermeisterin übermittelt. In Dresden werden bezogen auf die Einwohnerzahl die meisten Kinder geboren. Diese Entwicklung ist sehr erfreulich und hat der Stadt den inoffiziellen Titel „Geburtenhauptstadt Deutschlands" beschert. Es gibt in der Stadt eine große Vielfalt von Angeboten der Beratung und Unterstützung, um jungen Familien optimale Bedingungen für das gesunde Aufwachsen ihrer Kinder zu ermöglichen. Um Ihnen als Eltern die Orientierung zu erleichtern, bietet das Jugendamt seit August 2009 Begrüßungsbesuche bei Familien nach der Geburt ihres Kindes an. Mit dem Glückwunschschreiben nach der Geburt erhalten sie das Angebot des Jugendamtes zu diesem freiwilligen Service- und Beratungsangebot.

Was ist ein Begrüßungsbesuch? Haben Sie sich entschieden, dieses Angebot anzunehmen und einen Termin bestätigt oder vereinbart, wird Sie eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter des „Teams Begrüßungsbesuche" zu Hause besuchen. Mit dem Begrüßungsgeschenk, bestehend aus dem Elternordner „Gesund groß werden" und der Broschüre „Willkommen im Leben" erhalten Sie eine wertvolle Sammlung von Ansprechpersonen und Adressen für die ersten Lebensjahre Ihres Kindes. Im persönlichen Gespräch können Sie Ihre Fragen zum Alltag mit Baby stellen. Ausführliche Informationen finden Sie im Internet unter www.dresden.de in der Rubrik „Arbeiten, Leben und Wohnen" und im Elternweb des Jugendinfoservice des Jugendamtes unter www.eltern-in-dresden.de. Telefon 03 51 / 4 88 46 34, E-Mail begruessungsbesuche@dresden.de

Das KugelbauchMagazin

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Stillberatung

Stillgruppe / Stilltreff

Krabbelgruppe

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Beratungsangebote, Problemberatung Sonstiges

Trageberatung

Akupunktur

Rückbildungsgymnastik

Schwangerengymnastik

Schwangerenschwimmen

Schwangerenyoga

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Großelternprojekte

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Geschwisterschule

Angebote in Dresden und Umland

Elternvorbereitungskurs

Schwangerschaft, Geburt und die Zeit danach

Geburtsvorbereitungskurs

Adressen

Beratungen und Kurse Campusbüro „Uni mit Kind“

George-Bähr-Straße 1b • 01069 Dresden Telefon 0351 / 463 326 66 www.kinder.studentenwerk-dresden.de

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Stillpraxis Elisabeth Kurth IBCLC Augustusweg 46 • 01445 Radebeul Telefon 0351 / 830 34 78 • www.stillpraxis.de

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Beratung für Schrei-, Schlaf- und Essstörungen Beratung bei emotionalen Krisen Craniosacrale Körperarbeit Milchpumpenmietstation familylab - Erziehungsberatung

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Elternkurs PeKIP Schreibabyberatung Entlastung nach der Geburt - "wellcome"

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Naturheilverfahren Schreikindersprechstunde Osteopathie und Craniosacraltherapie Stillvorbereitungskurs und Erste - Hilfe - Kurse verschiedene Themenabende

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Erste Hilfe bei Säuglingen und Kleinkindern Schwangerenkonfliktberatung Mütternotruf spezielle Angebote für Minderjährige Selbsthilfegruppen für glücklose Schwangerschaften Beratung bei ungewollter Schwangerschaft

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„„ Schwangerenberatung „„ Informationsabende zu verschiedenen Themen

Malwina e.V.

Zukunftsorientierte Soziale Arbeit aus DresdenNeustadt Louisenstraße 46 • 01099 Dresden Telefon 0351 / 802 35 33 • www.malwina-dresden.de Manja Geisler IBCLC Königsstraße 31 • 01097 Dresden Telefon 0351 / 810 86 09 • www.praxis-geisler.de

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Kaleb Zentrum

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Bautzner Straße 52 • 01099 Dresden Telefon 0351 / 801 44 32 • www.kaleb-dresden.de

Medea

Prießnitzstraße 55 • 01099 Dresden Telefon 0351 / 849 56 79 • www.cw-aktivdresden.de

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Känguru-Stübchen

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Eibauer Straße 26 • 01324 Dresden Telefon 0351 / 266 64 29 • www.medea-dresden.de

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Erste Hilfe am Kind Schwangereninfotreff Beratung zum Studium mit Kind verschiedene Elternseminare, wie Montessori-Infotreff

„„ Schwangerschaftskonfliktberatung, Schwangerschaftsberatung „„ Hilfe für Schwangere in Not „„ Vermittlung weiterführender Kontakte zu nebenstehenden Angeboten „„ Beratung zu rechtlichen Fragen „„ Ernährungsberatung, Gesundheitsberatung, Impfberatung

Haus des Kindes

Dürerstraße 88 • 01307 Dresden Telefon 0351/ 447 96 50 • www.dresden.de Außenstellen kommunaler Schwangerenberatungsstellen: siehe Adressen Seite 66

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„„ Frühchentreff „„ Elternkurs zum Umgang mit den großen Geschwistern „„ Schwangerencafé

Krankenhäuser Städt. Klinikum Dresden-Friedrichstadt Frauenklinik Friedrichstraße 41 • 01067 Dresden Telefon 0351 / 480 16 35 www.khdf.de

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„„ Säuglingspflegekurs „„ Beckenbodenschule „„ Intensivschwangerenberatung

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„„ Informationsabende für werdende Eltern jeden ersten und dritten Donnerstag im Monat „„ Schwangerenberatung „„ Hebammensprechstunde und Hebammenvermittlung

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„„ Hebammensprechstunde „„ Homöopathie und Aromatherapie „„ Informationsabende "Rund um die Geburt" jeden ersten und dritten Mittwoch im Monat „„ Familienzimmer

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Homöopathie und Aromatherapie haptonomische Geburtsvorbereitung Klinik für Geburtshilfe kennen lernen jeden dritten Dienstag im Monat Hebammensprechstunde Babymassage, Geschwisterschule

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Betreuung von Risikoschwangerschaften Informationsabend jeden zweiten und vierten Dienstag im Monat Hebammensprechstunde Homöopathie und Aromatherapie

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Elterninformationsabend jeden ersten Mittwoch im Monat Hebammensprechstunde Schwangerenvorsorge Stillhotline

Diakonissenkrankenhaus

Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe Holzhofgasse 29 • 01099 Dresden Telefon 0351 / 810 15 23 www.diako-dresden.de

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Städt. Krankenhaus Dresden-Neustadt Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe Industriestraße 40 • 01129 Dresden Telefon 0351 / 856 24 60 www.khdn.de

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Krankenhaus St. Joseph-Stift

Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe Wintergartenstraße 15 - 17 • 01307 Dresden Telefon 0351 / 444 022 57 www.josephstift-dresden.de

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„„ Informationsabende jeden zweiten und vierten Dienstag im Monat „„ Intensivschwangerenberatung „„ Geburtsplanung

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„„ Risikoschwangerenberatung mit Geburtsplanung „„ Kreißsaalführung jeden ersten und dritten Montag im Monat

Universitätsklinikum Carl-Gustav-Carus Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe Fetscherstraße 74 • 01307 Dresden Telefon 0351 / 458 23 65 www.uniklinikum-dresden.de/gyn

Elblandkliniken Radebeul

Heinrich-Zille-Straße 13 • 01445 Radebeul Telefon 0351 / 833 44 18

Weißeritztal Klinik Freital

Bürgerstraße 7 • 01705 Freital Telefon 0351 / 646 60 • www.weisseritztal-kliniken.de

Klinikum Pirna

Struppener Straße 13 • 01796 Pirna Telefon 03501 / 711 823 55 • www.klinikum-pirna.de

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„„ Schwangerenvorsorge „„ Ernährungsberatung „„ Homöopathie

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„„ Schwangerenvorsorge „„ Schwangerenbeschwerden

Beratungsangebote, Problemberatung Sonstiges

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Krabbelgruppe

Trageberatung X

Stillgruppe / Stilltreff

Akupunktur X

Stillberatung

Rückbildungsgymnastik

Schwangerengymnastik

Schwangerenschwimmen

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Schwangerenyoga X

Großelternprojekte

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Geschwisterschule

Angebote in Dresden und Umland

Elternvorbereitungskurs

Schwangerschaft, Geburt und die Zeit danach

Geburtsvorbereitungskurs

Adressen

Hebammenpraxen Hebammenpraxis Plauen

Kaitzer Straße 109 • 01187 Dresden Telefon 0172 / 352 76 37 • www.hebammenpraxis-plauen.de

Hebammenpraxis Adam & Eva

Malterstraße 40 • 01159 Dresden Telefon 0351 / 403 18 38 • www.hebammenpraxis-adam-eva.de

Hebammenpraxis Jens und Wanda Unger Mildred-Scheel Straße 4 • 01307 Dresden Telefon 0351 / 312 92 33 • www.hebammenpraxis-unger.de

HebammenHaus u. Praxis für klassische Homöopathie

Louisenstraße 75 • 01099 Dresden Telefon 0351 / 658 87 75 • www.hebammenhaus-dresden.de

Hebammenpraxis Sonnenblume

Elbstraße 14 • 01640 Coswig Telefon 03523 / 70 26 44 • www.coswig-geburtspraxis.de

Geburtshaus, Frauenarzt- und Hebammenpraxis Bühlau

Grundstraße 174 • 01324 Dresden Telefon 0351 / 269 98 19 • www.hebammenpraxis-buehlau.de

Hebammenpraxis Bellabauch

Hechtstraße 23 GH • 01097 Dresden Telefon 0351 / 328 45 88 • www.bellabauch.de

Hebammenpraxis UNIkum

Goethealle 21 • 01309 Dresden • Telefon 0351 / 312 26 96 www.hebammenpraxis-unikum.de

Hebammenpraxis am Trachenberger Platz Trachenberger Straße 25 • 01129 Dresden Telefon 0351 / 858 41 07 • www.hebammenpraxis-dresden.de

Geburtshaus Dresden

Schaufußstraße 27 • 01277 Dresden Telefon 0351 / 314 08 92 • www.geburtshaus-dresden.de

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„„ Pekip „„ Homöopathie

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„„ Schwangerenvorsorge „„ Erste Hilfe Kurs „„ Moxatherapie, Homöopathie „„ „„ „„ „„

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„„ Schwangerenvorsorge „„ Beratung zur Einführung von Beikost „„ Homöopathie

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„„ Schwangerenvorsorge „„ Beleggeburten im Diakonissenkrankenhaus „„ Beratung bei Schwangerschaftsbeschwerden

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„„ Schwangerenvorsorge „„ Hilfe bei Schwangerschaftsbeschwerden „„ Homöopathie

„„ Schwangerenvorsorge

„„ Schwangerenvorsorge „„ Hilfe bei Schwangerschaftsbeschwerden

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Hebammenpraxis Altpieschen

Altpieschen 17 • 01127 Dresden Telefon 0177 / 260 86 37 und 0160 / 941 768 31 www.hebammen-altpieschen.de

Hebammenpraxis Dresden Klotzsche

Max-Hünig-Straße 21 (HH) • 01109 Dresden Telefon 0162 / 632 08 90 • www.hebammenpraxis-klotzsche.de

Hebammenpraxis "Familiennest" Berthold-Haupt-Straße 45 • 01257 Dresden Telefon 0160 / 859 84 28

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Hebammenpraxis "Hand in Hand" Aussiger Straße 10 • 01277 Dresden Telefon 0351 / 211 13 83 www.handinhand-dresden.de

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Hebammenpraxis Blasewitz

Loschwitzer Straße 29a • 01309 Dresden Telefon 0351 / 312 82 61 und 0179 / 488 16 70 www.40wochen.de

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Hebammenpraxis "Von Anfang an..." Hertha-Lindner-Straße 10 • 01067 Dresden Telefon 01520 / 474 79 02 www.hebammenpraxis-von-anfang-an.de

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Meißner Straße 108 • 01445 Radebeul Telefon 0351 / 862 89 77 • www.tor-ins-leben.de

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Hebammenhaus Meißen

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Tor ins Leben

Markt 8 • 01662 Meißen • Telefon 03521 / 404 528

Hebammenhaus "Sonnenblume"

Elbstraße 14 • 01640 Coswig • Telefon 03523 / 702 644 www.coswig-geburtspraxis.de

Natürlich gebor(g)en

Dresdner Straße 57 • 01705 Freital • Telefon 0174 / 301 10 11

Gemeinschaftspraxis „Lebenslicht“

Prof.-Joliot-Curie-Straße 8 • 01796 Pirna-Sonnenstein Telefon 03501 / 490 930 • www.hebammenpraxis-lebenslicht.de

Pirnaer Tor

Maxim-Gorki-Straße 23 • 01796 Pirna • Telefon 03501 / 466 940 www.hebammenpraxis-pirna-tor.de

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Schwangerenbetreuung, Praxisgeburt und Nachsorge Vorträge und Kurse für werdende Eltern, Vaterabend Begleitung für Fehl- und Totgeburten "Kleine Hebammenkunde" für Kindergärten und Schulen

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„„ Schwangerenbetreuung (Fragen und Beschwerden) „„ Hilfe bei Baby-Notfällen, Einführung von Beikost „„ Großelternabend

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Craniosacrale Körperarbeit Homöopathie Elternkurs "Das Baby verstehen" Systemische Beratung für Familien

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PEKIP Babymassage Kindermassage Erziehungsberatung für Eltern

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Erste Hilfe bei Babys und Kleinkindern - Kurse für Eltern Babymassage und Breichenfragestunde Schwangerenberatung Nachsorge

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Schwangerenvorsorge Homöopathie Hilfe bei Schwangerschaftsbeschwerden Intensives Beckenbodentraining Delphi Kurse

„„ Schwangerenvorsorge „„ Homöopathie

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„„ Schwangerenvorsorge, Beckenbodenkurse „„ Homöopathie, Craniosacraltherapie „„ Babyschwimmen „„ Schwangerenvorsorge „„ Bauchtanz für Schwangere „„ Kochkurs Babykost

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Schwangerenvorsorge Hilfe bei Schwangerschaftsbeschwerden Erste Hilfe für Säuglinge und Kleinkinder, Beikosteinführung Bauchtanz

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„„ Schwangerenvorsorge und Hebammensprechstunde „„ Homöopathie „„ Zwergensprache

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„„ Schwangerenvorsorge „„ Homöopathie

Unter www.saechsischer-hebammenverband.de/downloads.php gibt es aktuell die komplette Hebammenliste für Dresden und Umgebung zum Downloaden. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann keine Gewähr übernommen werden.

Das KugelbauchMagazin

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Adressen Familienzentren

„ 01239 Dresden Verbund Sozialpädagogischer Viele Angebote rund um die Themen der SchwanProjekte e.V. (VSP) gerenberatung, vorbereitender Kurse und Treffs sowie Gruppen mit Kind bieten die Familienzentren.

„ 01109 Dresden Familienzentrum Heiderand Boltenhagener Straße 70 Telefon 0351 / 889 09 77

„ 01169 Dresden Familienzentrum Gorbitzer Regenbogen Tanneberger Weg 22 Telefon 0351 / 411 29 40

„ 01217 Dresden Schwangeren-, Familien- und Beratungszentrum Neues Leben Schaufußstraße 27 Telefon 0351 / 336 11 07

„ 01259 Dresden Familienzentrum Tapetenwechsel Rathener Straße 115 Telefon 0351 / 201 79 34

„ 01277 Dresden Familienzentrum Pauline Papstdorfer Straße 41 Telefon 0351 / 252 49 11

„ 01445 Radebeul Familienzentrum Radebeul Altkötzschenbroda 20 Telefon 0351 / 839 730

„ 01640 Coswig Familienzentrum Rappelkiste Lößnitzstraße 20 Telefon 03523 / 604 08

„ 01705 Freital „Regenbogen“ Familienzentrum e. V. Poststraße 13 Telefon 0351 / 644 15 39

Familienberatungsstellen

Spreewalder Straße 1 ● Telefon 0351 / 281 32 68 www.vsp-dresden.de

„ 01277 Dresden AWO „Neues Leben“

Schaufußstraße 27 ● Telefon 0351 / 336 11 07

„ 01277 Dresden Diakonisches Werk, Familienberatung

Schneebergerstraße 27 ● Telefon 0351 / 31 50 20

„ 01307 Dresden Kindervereinigung Dresden e.V. Blasewitzer Straße 78 ● Telefon 0351 / 312 29 0 E-Mail: paten@kindervereinigung-dresden.de www.kindervereinigung-dresden.de

„ 01099 Dresden Diakonisches Werk – Stadtmission Dresden e.V. Glacisstraße 44 ● Telefon 0351 / 817 23 00

Bautzner Straße 125 ● Telefon 0351 / 816 50 51

„ 01159 Dresden

Braunsdorfer Straße ● Telefon 0351 / 424 03 54

„ 01219 Dresden

August-Bebel-Str. 29 ● Telefon 0351 / 477 74 14

„ 01239 Dresden

Albert-Wolf-Platz 4 ● Telefon 0351 / 281 61 97

„ 01279 Dresden

Burgenlandstraße 19 ● Telefon 0351 / 257 10 43

„ 01309 Dresden

„ 01097 Dresden Männernetzwerk Dresden e.V.

Schwepnitzer Straße 10 ● Telefon 0351/ 796 63 50 www.maennernetzwerk-dresden.de

Umland „ 01445 Radebeul Diakonisches Werk, Stadtmission Dresden e.V. Ev. Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle Hainstraße 2 ● Telefon 0351 / 8 30 87 50

„ 01454 Radeberg Trägerwerk Soziale Dienste in Sachsen e.V.

Erziehungs- und Familienberatungsstelle Dr.-W.-Külz-Straße 6 ● Telefon 03528 / 44 60 70

„ 01454 Radeberg

Königsbrücker Straße 13 ● Telefon über Radeberg 03528 / 44 60 70

„ 01558 Großenhain Sozialpädagogische Familienberatungsstelle Karl-Maria-von Weber-Allee 51 Telefon 03522 / 31 00 92

„ 01662 Meißen Trägerwerk Soziale Dienste in Sachsen e.V.

Erziehungs- und Familienberatungsstelle Fährmannstraße 16 ● Telefon 03521 / 73 20 10

„ 01705 Freital AWO Beratungsstelle für Kinder, Darüber hinaus bieten folgende Beratungsstellen in freier Trägerschaft ihre Dienste für Familien an: Jugendliche und Eltern Dürerstraße 88 ● Telefon 0351 / 44 79 60

Dresden

„ 01069 Dresden DRK Landesverband Sachsen e.V. Kaitzer Straße 2 ● Telefon 0351 / 467 81 20 oder 467 82 34 oder 467 81 08

„ 01067 Dresden Donum vitae Dresden e.V.

Schweriner Straße 26 ● Telefon 0351 / 484 28 65

„ 01067 Dresden Caritasverband für Dresden e.V. Schweriner Straße 27 ● Telefon 0351 / 498 47 15

„ 01159 Dresden Gesundheitsamt

Braunsdorfer Straße 13 ● Telefon 0351 / 424 03 63

„ 01127 Dresden BiP – Beratungsstelle in Pieschen

(Kindervereinigung Dresden e.V. u. Outlaw gGmbH), Beratung für Kinder, Jugendliche und Eltern Bürgerstraße 75 ● Telefon 0351 / 8 58 81 53

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Am Lutherpark 10/12 ● Telefon 03594 / 70 33 13

„ 01877 Bischofswerda DRK Familienberatungsstelle Putzkauer Straße 12 ● Telefon 03594 / 70 32

Dresdner Straße 162 ● Telefon 0351 / 6 49 21 23

„ 01705 Freital Diakonisches Werk, Stadtmission Dresden e.V.

Erziehungs- und Familienberatungsstelle der Diakonie Freital Paul-Büttner-Straße 2 ● Telefon 0351 / 646 32 89

„ 01796 Pirna Diakonisches Werk Pirna e.V. Ehe-, Familien-, Lebensberatung- und Erziehungsberatungsstelle Rosa-Luxemburg-Straße 29 Telefon 03501 / 47 00 30

„ 01796 Pirna DRK Erziehungs- und Familienberatungsstelle

Badergasse 8 ● Telefon 03501 / 46 01 79

Stilltreffs und Stillgruppen „ 01067 Dresden Im Städtischen Klinikum DresdenFriedrichstadt Friedrichstraße 41, Frau Söhnel (IBCLC) Telefon 0351 / 480 11 83

Erste Hilfe am Säugling & Kind

„ 01067 Dresden Im Mehrgenerationenhaus DresdenFriedrichstadt riesa efau

In diesen Lehrgängen wird Eltern gezeigt, dass beherzte und kompetente Hilfeleistung Leben retten kann. Es kommt nur darauf an, dass Eltern im entscheidenden Moment nicht den Kopf verlieren.

„ 01069 Dresden Im Campusbüro "Uni mit Kind"

„ ASB Dresden & Kamenz gGmbH Leutewitzer Ring 84 ● 01169 Dresden Telefon 0351 / 418 21 41 www.asb-dresden.de

„ Deutsches Rotes Kreuz (DRK) DRK KV Dresden e.V. Klingerstraße 20 ● 01139 Dresden Telefon 0351 / 850 02 35

Und hier können sich werdende Väter hinwenden, um sich über ihre Sorgen, Wünsche und Fragen „ Johanniter Dresden Regionalverband Mittelsachsen – Regionalgeschäftsstelle auszutauschen. Dörte Eberhardt

Gesundheitsamt Kamenz – In den Familienberatungsstellen finden (werAußenstelle Radeberg dende) Eltern unter anderem Angebote wie Heidestraße 70 ● Telefon 03578 / 324 410 Schwangerenberatung, Konfliktberatung, Hilfe in sozialen Fragen sowie psychosoziale Beratung „ 01458 Ottendorf-Okrilla hinsichtlich vorgeburtlicher Untersuchungen. Trägerwerk Soziale Dienste in Beratungsstellen für Kinder, Jugendliche und Sachsen e.V. Familien der Stadt Dresden: Erziehungs- und Familienberatungsstelle „ 01099 Dresden

„ 01877 Bischofswerda AWO Bautzen e.V., Erziehungs- und Familienberatungsstelle

Stephensonstraße 12-14 ● 01257 Dresden Telefon 0351 / 209 14 60 www.johanniter.de

„ Malteser Ortsverband Dresden Leipziger Straße 33 ● 01097 Dresden Telefon 0351 / 435 55-0

„ Notfalldirekt Akademie Enderstraße 59 ● 01277 Dresden Telefon 0351 / 259 62 35 www. notfalldirekt.de

Stillhotline Sie haben keine Stillberaterin in ihrer Nähe gefunden oder brauchen sofort Hilfe? Nichts ersetzt das persönliche Gespräch. Nutzen sie daher die Stillberatung durch qualifizierte Beraterinnen.

„ AFS-Stillberatung per Telefon

Die von ehrenamtlichen AFS-Stillberaterinnen besetzte Hotline erreichen Sie täglich unter Telefon 0180-5-STILLEN (7845536) für 0,14 Euro pro Minute aus dem deutschen Festnetz, abweichende Mobilfunktarife sind möglich.

„ Dresdner AFS-Stillberaterinnen unter www.clauwi.de/Stillen

„ 24h-Stillhotline

des Elblandklinikum Radebeul (ausgezeichnet als babyfreundliches Krankenhaus) Telefon 0351 / 833-44 18

„ La Leche Liga (LLL) Stillberatung

Telefon 0571 / 404 94 81 (Telefonischer Ansagedienst, der die nächste Kontaktperson in Ihrer Nähe nennt) oder Sie senden eine Email mit Ihrem Namen und Ihrer Adresse an Beratung@lalecheliga.de und Ihnen wird so schnell wie möglich geholfen.

Adlergasse 14, Frau Neuber Telefon 0351 / 866 02 49

George-Bähr-Straße 1b Telefon 0351 / 46 33 26 66

„ 01099 Dresden Im KALEB – Zentrum

Bautzner Straße 52, Telefon 0351 / 801 44 32 Extragruppe für Mütter mit größeren Stillkindern

„ 01129 Dresden Still- und Krabbelgruppe in der Weinbergskirchgemeinde Albert-Hensel-Straße 3, Frau Kern Telefon 0351 / 416 18 53

„ 01307 Dresden In der Mütterberatungsstelle Dürerstraße 88 Telefon 0351 / 447 96 14

„ 01309 Dresden LaLecheLiga - offene Stillgruppe Dresden

Händelallee 23, in "Pat´s Colour Box, Carina Heine Telefon 035932 / 27 98 17

„ 01279 Dresden Stillgruppe Tolkewitz Ankerstraße 3, Frau Hiller Telefon 0351 / 408 62 67

„ 01324 Dresden Känguru-Stübchen offene Stillgruppe Eibauer Straße 26 Telefon 0351 / 266 64 29

„ 01445 Radebeul Still- und Krabbelgruppe in der Stillpraxis Elisabeth Kurth (IBCLC) Augustusweg 46 Telefon 0351 / 830 34 78

„ 01445 Radebeul Babytreff und Stillgruppe im Familienzentrum Radebeul Altkötzschenbroda 20 Telefon 0351 / 83 97 30

„ 01662 Meißen Im Hebammenhaus Markt 8, Frau B. Rosrodowski Telefon 03521 / 40 45 28

Impressum

Das KugelbauchMagazin Angebote für werdende Eltern in Dresden und Umland 2. Auflage, 20.000 Exemplare Das nächste Heft erscheint voraussichtlich im Herbst 2013 Herausgeber:

eltern,Kind+Kegel;

WORTGEWAND GmbH Geschäftsführerin: Maria von Gagern (V.i.S.d.P.) Projektleitung: Bettina Fritzsche Redaktion: Maria von Gagern, Kristin Koschnik, Bettina Fritzsche, Katrin Iserhagen, Peggy Elmrich, Marie Elmrich, Sigrid Rehak, Vera Fieber, Karin Heckle, Christiane Thomas Anzeigenbetreuung: Nancy Ulbricht, Petra Perica, Doreen Niepel, Christiane Richter, Sylvia Ehrlich

Das KugelbauchMagazin

Grafik: Anke Nicke (Leitung), Juliane Dorn (Satz) Titelbild: Fanny Stamm www.fannystamm.de Druck: Möller Druck und Verlag GmbH Berlin Vertrieb: Konrad Schmidt, siblog Schneller ist besser! Logistik GmbH Beilagen: AOK (Vollbeilage) und Volksbank (Vollbeilage) WORTGEWAND GmbH Redaktion eltern,Kind+Kegel Schandauer Straße 64, 01277 Dresden Telefon 0351/ 31 540 540 Fax 0351/ 31 540 549 E-Mail redaktion@kindundkegel.de www.kindundkegel.de


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