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HERBST / WINTER 2013 Alsterhaus – Das Magazin

Einkaufskultur zum Blättern

The

NEW LOOK F ORM , FARBE, FACETTE


EDITORIAL

»THE NEW LOOK« Falls Sie Schwarz sehen, liegen Sie richtig. Das soll kein politisches Statement für diesen Herbst sein, sondern Ihnen sagen, dass Ihr Trendbarometer, Ihr Gefühl für den Zeitgeist, sensibel reagiert. Ein paar Saisons trieben es die Designer am liebsten bunt, jetzt ist Schwarz mit voller Kraft zurück. Das ist kein Zeichen von Pessimismus, sondern von reifer Entspanntheit. »Man kann viel Spaß in einem schwarzen Kleid haben«, weiß Karolina Kurkova, das Gesicht unserer Kampagne »The New Look«. Kurkova wurde mit 15 Jahren von Miuccia Prada entdeckt, mit 16 war sie auf dem Cover der amerikanischen Vogue zu sehen. Heute, mit Ende 20, ist sie mehr denn je ein »New Look«, nämlich eine facettenreiche Schönheit, die genauso easy, aber auch so prägnant ist wie die aktuelle Mode. Kurkova erzählt im Interview, dass sie detailverliebt ist und an sich und andere hohe Erwartungen hat. Das passt zu den neuen Kollektionen. Sie sind im Detail perfekt und bestens geeignet, den jeweiligen Anlässen – vom Businesslunch bis zum Stadtbummel – gerecht zu werden. »The New Look« deshalb, weil sich das »neue Schwarz« in vielen Abstufungen bis ins Graue zeigt. Oft wird es durch Farbakzente ergänzt, die den Looks den gewissen Twist geben, der Sie sicher anregt, Ihre Garderobe um das ein oder andere Stück zu ergänzen. Rosa Aussichten also. Männer übrigens haben so gar keinen Grund zum Schwarzsehen: Sie bekommen nämlich im September von uns ihr eigenes Magazin. Wurde doch Zeit! Wir freuen uns darauf, Sie und natürlich auch Ihn bei uns begrüßen zu dürfen!

Things seem to be taking a turn towards the dark side… It’s not a political statement for the autumn season, but a sign that you’re on the right track as a trend spotter with a feeling for the zeitgeist. Designers spent several seasons playing enthusiastically with colour, but now black is back – and in a big way. Less a sign of pessimism, it’s now imbued with a mellow sense of relaxation. »You can have a lot of fun with a black dress,« explains Karolina Kurkova, the face of our »The New Look« campaign. Kurkova was discovered at the age of 15 by Miuccia Prada and graced the cover of American »Vogue« aged 16. Today she’s in her late twenties and embodies the »New Look« more than ever. In other words, she possesses a versatile beauty that’s just as simple, and outstanding, as contemporary fashion. When interviewed, Kurkova notes that she pays attention to detail and has high expectations of herself and others. It’s an approach that parallels the new collections. They’re perfect down to the last detail and ideal for different occasions – from the business lunch to a leisurely stroll downtown. It’s called »The New Look« because the »new black« is presented in several shades extending all the way to grey. Touches of colour often make an appearance to lend the looks a twist and to encourage you to add a few new items to your wardrobe. So the prospects are bright. And by the way, men will have plenty to smile about, too. In September they will have their own magazine. It’s high time, too. We now look forward to welcoming readers both male and female!

Ihr Alsterhaus

Yours, Alsterhaus

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INHALT

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LIEBLINGE FÜR DEN HERBST Must-haves für die kältere Jahreszeit

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Fashion Talk

Lippenstifte von Dior

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WALKING THE DREAM Laufsteg Alsterhaus

Must-haves aus der Beautywelt

90 92

EINE NICHT GANZ SO WEISSE WESTE Schiesser

104

ATELIERBESUCH

LITTLE MISTER SCAAARY

LITTLE MISS SPOOOKY

94

62 80

JUGENDSTIL

THE NEW LOOK

DIE HERBSTZEITLOSEN

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LIEBLINGE FÜR DIE SCHÖNHEIT

REINE FORMSACHE

AUGENSCHEIN

Sisley

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Im Gespräch mit Karolina Kurkova

ROTE LIPPEN SOLL MAN KÜSSEN

Contemporary Fashion, Accessoires und Schuhe

EXKLUSIVE NATURTALENTE

Emma Hill, Chefdesignerin von Mulberry

DAS WUNDERMÄDCHEN

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Die neuen Marken

LIEBLINGE FÜR MODERNE ZEITEN

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NEWS COCKTAIL

NEU IM ALSTERHAUS

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MRS. IT-BAG

100

HERBST IN HAMBURG Die kulturellen Highlights

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POUR LE MOMENT »Candy L’Eau« von Prada

106

ALSTERHAUS SOLITAIRECARD

AND THE WINNER IS …

Der edle Joker für Ihre Brieftasche

Gewinnspiel

12

EDITORIAL

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CONTRIBUTORS

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106

IMPRESSUM

88

WAS IHR WOLLT! Accessoires für den Herbst

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SHOP LIKE A STAR »Gala« Shopping Night


CONTRIBUTORS Ohne sie wäre unser Magazin nicht das, was es ist: die kreativen Mitstreiter. Auf dieser Seite wollen wir vier von ihnen – stellvertretend für alle – vorstellen.

ESTHER HEESCH war mit ihrer Mutter in der Hamburger Innenstadt einkaufen, als die Agentur Modelwerk sie ansprach und fragte, ob sie sich vorstellen könne, zu modeln. Glücklicherweise hat sie Ja gesagt, denn innerhalb von weniger als zwei Jahren hat sich die heute 16-jährige Lübeckerin zu einem der großen Nachwuchs-Stars der Branche gemausert. Und läuft neben ihrem Schulalltag – sie hat das feste Ziel, Abitur zu machen – schon auf den internationalen Laufstegen. Für Prada etwa, Jil Sander, Marni oder Chanel. In diesem Heft bezaubert die 1,79 Meter große Blondine in der Bildstrecke »Jugendstil«.

FREDERIK HEYMAN Dass Frederik Heyman als Illustrator und Gra¿kdesigner arbeitete, bevor er sich fürs Fotogra¿eren entschied, merkt man seinen Bildern bis heute an: Bis ins kleinste Detail plant und designt der Belgier seine Motive weit vor dem Fototermin. Das spiegelt sich auch in der Strecke »Reine Formsache« wider, die er für dieses Heft fotogra¿ert hat. Auch durch seine eigenen, eklektischeren Arbeiten zieht sich diese Arbeitsweise. Ebenso wie in den Fotos für seine zahlreichen Auftraggeber, zu denen etwa die Vogue Hommes Japan, Kenzo, Thierry Mugler und Mercedes-Benz zählen.

WILL BROOME würde seinen Job nie als Job bezeichnen, denn er macht genau das, was er am liebsten tut: zeichnen. In der Schule musste er oft nachsitzen, wenn er während des Unterrichts unerlaubt seiner Leidenschaft nachging – heute verdient er mit ihr seinen Lebensunterhalt. Gearbeitet hat er in den vergangenen Jahren etwa für Marc Jacobs, Gucci und Missoni, hat für Topshop T-Shirts entworfen und seine Werke in London und Paris ausgestellt. Ob er Illustrator oder Künstler ist, kann er selbst nicht eindeutig entscheiden. Aber egal, wie man ihn nennt – seine Zeichnungen berühren jeden Betrachter.

LYNN SCHMIDT macht man nichts vor, wenn es um das Thema Mode geht. Neun Jahre war sie Moderedakteurin und Stylistin für die deutsche Vogue. Heute arbeitet sie als Fashion Director für die deutsche Ausgabe von Harper’s Bazaar, die nach 14 Jahren nun wieder auf dem Markt ist. Außerdem beglückt sie als Selbstständige eine lange Reihe Kunden mit ihren prägenden Arbeiten: Dior etwa, oder Aigner. Geboren ist Lynn in eine Großfamilie mit vier Geschwistern in Hamburg. Seit 13 Jahren lebt sie allerdings in München. Für dieses Heft hat sie die Strecke »Jugendstil« in Szene gesetzt – mit einer wunderbaren Neuentdeckung, dem Model Esther Heesch.

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B L I C K FA N G

SCHAUFENSTER

LIEBLINGE FÜR DEN HERBST Damenmode in der 2. Etage Taschen und Accessoires im Erdgeschoss

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Schwarz-weiß gemusterte Hose, 399 Euro. STRENESSE

02

Schwarzer Rock mit cremefarbenem Muster, 160 Euro. AIRFIELD

Taillierter Mantel mit Gürtel, 629 Euro. CINZIA ROCCA

Weiße Bluse, 129 Euro. STRENESSE

05

Schwarzes Portemonnaie »Continental Wallet«, 325 Euro. MULBERRY

8 Rollkragenpullover in verschiedenen Grautönen und Strickarten, 219 Euro. MAX MARA

0

Pullover mit Hahnentrittmuster, 399 Euro. STRENESSE

Mantel in Beige, 970 Euro. AKRIS PUNTO

»Bayswater Double Zip Tote« aus Kalbsleder, 2.000 Euro. MULBERRY

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1

Schwarzes Strickkleid, 359 Euro. M MISSONI


FOLLOW YOUR NATURE

WWW.MARC-O-POLO.COM


W I L L KO M M E N I M

ALSTERHAUS

NEU IM ALSTERHAUS Den Sommer zu vermissen, ist die eine Sache – den Herbst zu begrüßen, eine andere. Wenn man dabei im Alsterhaus eine Marke wie Claudie Pierlot entdeckt, fällt es in diesem Jahr besonders leicht, sich auf die kühleren Tage zu freuen.

Looks aus der aktuellen Kollektion von Claudie Pierlot

CLAUDIE PIERLOT Hochwertige Stoffe, feminine Schnitte, raffinierte Feinheiten – dem Label Claudie Pierlot gelingt es mit seinen Kollektionen spielerisch, Tradition und Moderne zu verbinden. Die französische Herkunft ist den Entwürfen eindeutig anzusehen. Gegründet wurde es in den 1980er-Jahren von der gleichnamigen Designerin, die es kurz vor ihrem Tod 2009 an die Aktionäre der Modemarken Sandr o und Maje verkaufte. Wir freuen uns sehr auf die eleganten und klaren Entwürfe mit vielen verträumten Details – für einen Hauch von Paris im Herbst und Winter!

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S M A L L TA L K

FA S H I O N

NEWS COCKTAIL Was es Neues gibt in der Fashion- und Beautywelt? Unendlich viel natßrlich – und das Beste haben wir hier wieder fßr Sie zusammengestellt! FASHION TALK:

SOAP STARS

DIE NEUE LĂ„NGE

02. 01.

Ăœber die internationalen Catwalks laufen neuerdings Models mit wadenlangen RĂścken und Kleidern. Diese sogenannte Âťneue LängeÂŤ sorgt fĂźr Diskussionen in der Modewelt. Die einen sagen, sie sei altbacken und unpraktisch. BefĂźrworterinnen halten dagegen, dieses Mehr an Stoff bringe endlich Abwechslung ins Modebild, kleide junge ebenso wie erwachsene Frauen und wĂźrde zudem unschĂśne Knie gnädig verhĂźllen. Mit Schlitz oder SchĂśĂ&#x;chen, taillenbetont und mit Heels getragen, kann die Wadenlänge mindestens so verfĂźhrerisch sein wie ein Mini, eleganter ist sie zweifelsohne. Meine Damen, entscheiden Sie selbst, ob Sie sich mit der langen Silhouette anfreunden kĂśnnen oder ob weiter kurze Hängerchen und RĂśhrenhosen das StraĂ&#x;enbild bestimmen sollen.

03.

Sie ist ein Klassiker im wahrsten Wortsinne: Lange, bevor die Seife Einzug in unsere Badezimmer hielt, unsere Sinne mit ihrem Bukett und unsere Hände mit ihrem Schaum verwÜhnte, pÀegten die Sumerer sie als Heilmittel anzuwenden. Dass die Seife, dieses vorzßgliche Kosmetikum, sogar ein eigenes Reinheitsgebot verdient, ersann erst Ludwig XIV. Jeden Tag begegnen wir ihr heute. Ob in Rosenblßtenform oder aus kristallenen Spendern, ob nach edlen Gewßrzen, Frßchten oder Blßten duftend. Der Klassiker ist luxuriÜs wie nie. Ein Grund, sich genussvoll die Hände zu reiben. $PRXDJHª5HÀHFWLRQŠJ(XUR3HQKDOLJRQҲVª4XHUFXVŠ[J(XUR 03. Acqua di Parma Sapone alla Colonia, 2 x 100 g 38 Euro. Alle Seifen in der Beautywelt im Erdgeschoss

SECHS FRAGEN AN

GARANCE DORÉ Die franzĂśsische KĂźnstlerin Garance DorĂŠ hat acht Shirts mit Modezeichnungen und Statements fĂźr Marc O’Polo illustriert – nebenbei ist VLHHLQHĂ€HL‰LJH%ORJJHULQ Wie konnten Sie durch Ihre Texte und Illustrationen auf Ihrem Blog ein solch groĂ&#x;es Echo auslĂśsen? Ich habe keine Zauberformel, aber ich drĂźcke echte Leidenschaft aus. Und habe den richtigen Moment erwischt, als viele Frauen den unerreichbaren Glamour aus Magazinen satthatten.

MULBERRY GOES COUNTRYSIDE

Britischer geht es kaum! Um ihre neue Herbst-Winter-Kollektion in Szene zu setzen, hat die Luxusmarke Mulberry sich das Shotover House ausgesucht – ein zu Beginn des 18. Jahrhunderts gebautes herrschaftliches Landhaus in der Grafschaft Oxfordshire. Model Cara Delevingne präsentiert die ebenfalls vom englischen Landleben inspirierte Kollektion in der märchenhaften Atmosphäre des denkmalgeschĂźtzten Gebäudes. FotograÂżert hat sie dabei der groĂ&#x;artige Tim Walker, der fĂźr seine romantischen Motive bekannt ist.

Was war die Inspiration fĂźr die Motive auf den T-Shirts fĂźr Marc O’Polo? Mir gefallen die T-Shirts, weil sie sehr graÂżsch sind. AuĂ&#x;erdem entsprechen die optimistischen Texte auf den Shirts – wie etwa ÂťEnjoy lifeÂŤ – dem Spirit meines Blogs. War Mode schon immer ein Thema fĂźr Sie? Nein, ganz im Gegenteil. Ich bin auf Korsika aufgewachsen, und da war Mode immer wie ein ferner Stern fĂźr mich: vollkommen unerreichbar. Wie wĂźrden Sie Ihren Stil beschreiben? Trends sind nicht wichtig fĂźr mich. Ich brauche eine Garderobe, die einfach und chic ist. Teuer muss das nicht sein.

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Wie sieht das dann im Alltag aus? Ich suche etwa nach den perfekten Ballerinas, der dazu passenden Jeans und einer Tasche, die ich jeden Tag tragen kann. Worin unterscheiden sich die Bloggerin und die Frau Garance DorÊ? Ich habe nicht viele Grenzen oder Geheimnisse. Ich erzähle aus meinem Leben und von meinen Problemen, als wßrde ich mit Freunden reden. Mein Blog ist wie ein Liebesbrief an die Mode.


jourdhermes.com

ein neues Parfum erwacht


I M G E S P R Ă„C H M I T

K A R O L I N A K U R K O VA

DAS WUNDERMĂ„DCHEN Karolina Kurkova ist nicht irgendein Model, sie ist ein Supermodel, dazu Mutter, Ehefrau, 6FKDXVSLHOHULQXQG0RGHUDWRULQ(LQH6WXGLHVFKlW]WHLKUHQ0DUNHQZHUWDXI0LOOLRQHQ(XUR 2008 erhielt sie den Titel ÂťWorld’s Sexiest WomanÂŤ. Den entscheidenden AnstoĂ&#x; bekam ihre Karriere von Miuccia Prada, die sie mit der ÂťVogueÂŤ in Kontakt brachte. Da war sie 15, und seitdem geht es nur bergauf. Karolina Kurkova ist das Gesicht unserer Kampagne. Interview N I KOLAS FEI R EISS

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I M G E S P R Ă„C H M I T

K A R O L I N A K U R K O VA

Punkt neun Uhr steht Karolina Kurkova wie aus dem Ei gepellt vor dem Studio. WeiĂ&#x;es kurzes Sakko, schmale Jeans, silberne Ballerinas mit orientalischen Mustern. So wie sie aussieht, kĂśnnte sie zum Ladies-Lunch verabredet sein oder zu einer Sommerparty, aber sie ist auf dem Weg zur Arbeit. Gleich wird sie die hellen Sommersachen aus- und die aktuellen Herbst-Kollektionen Ăźberziehen, die die Stylisten fĂźr sie zusammengestellt haben. Thema: ÂťThe New LookÂŤ. Zwischen Maske und Shooting hat sie noch Zeit fĂźr ein Interview. Weil sie aber auch keine Zeit verlieren will, hopst sie, mit Wattebäuschen zwischen den frisch lackierten FuĂ&#x;nägeln, aus der Maske. Die Nägel trocknen, wir kĂśnnen beginnen. Karolina Kurkova, wie bereiten Sie sich auf Ihren Arbeitstag vor, wie machen 6LHVLFKÂżWI UHLQ)RWRVKRRWLQJ" Ich bin ja sehr viel unterwegs, Ă€iege ständig hin und her, bin in unterschiedlichen Zeitzonen unterwegs. Es ist also wichtig, dass ich frisch aussehe, nicht verquollen, und dass ich mich Âżt fĂźhle. Es hilft mir, mein Gesicht in eiskaltes Wasser zu tauchen, das macht wach, kann ich Ihnen sagen. Ich glaube, Paul Newman hat das vor seinen Drehs sogar mit EiswĂźrfeln gemacht. Auch Kräuterteepackungen auf den Augen helfen. Am wichtigsten aber ist, dass ich die nĂśtige Energie habe, um im Studio zu Ăźberzeugen. Ich hĂśre also Musik am Morgen, die mir gute Laune macht, die mir einen Kick gibt. Sie werden Ăźberall auf der Welt fotograÂżHUWJHUDGHQHXOLFKEHLHLQHU&KDULW\ Veranstaltung in New York in einem sehr coolen schwarzen Kleid, dazu trugen Sie einen extremen, pinkfarbenen /LSSHQVWLIW:LHVWHOOHQ6LH,KU6W\OLQJ zusammen, haben Sie einen Trick? Grundsätzlich hängt ein Look natĂźrlich davon ab, ob es Sommer oder Winter ist, wo ich hingehe und in welcher Stimmung ich bin. Gerade, wenn ich weiĂ&#x;, dass ich Ăźber einen roten Teppich gehe, denke ich sehr darĂźber nach, wie ich ein OutÂżt zusammenstelle. Es kommt wirklich auf jedes Detail an, nicht nur auf die Kleider, sondern auch auf den Schmuck, die Haare und das Make-up. Haare und Makeup bestimmen den Grundton. Wenn ich mein OutÂżt fĂźr einen Anlass auswähle, frage ich mich, was ich fĂźr ein Bild abgeben will, ich kreiere ein Image. Es ist ein bisschen so wie bei einem Shooting.

Man kann in einem schwarzen Kleid sehr viel SpaĂ&#x; haben, es kommt ganz darauf an, wie man es trägt. Wenn man die Augen auch dunkel schminkt, die Haare dazu streng nach hinten, dann wirkt es eher leidenschaftlich und sehr sexy. Wenn die Haare offen sind, weich und glatt fallen, und ich vielleicht noch den pinkfarbenen Lippenstift trage, dann vermittelt das eine vĂśllig andere Stimmung. FĂźr diesen Auftritt wollte ich klassisch aussehen, mit einem modernen Twist. Mit einem schwarzen OutÂżt kann man wirklich jeden denkbaren Look kreieren, sexy, casual, glamourĂśs, alles ist mĂśglich.

Gibt es Momente, in denen Sie mal DXVĂ€LSSHQ" Na ja, ich habe sehr hohe Erwartungen an mich und die anderen. Das sagt vielleicht schon einiges. Ich mag es einfach, wenn alles gut organisiert ist, professionell abläuft. Ich bin ein bisschen detailverliebt und sehr leidenschaftlich, was meine Arbeit angeht. Wenn diese Erwartungen nicht erfĂźllt werden, Ă€ippe ich vielleicht nicht aus, aber, sagen wir mal, es macht mich nicht glĂźcklich. Aber natĂźrlich, ich mĂśchte auch SpaĂ&#x; haben, und ich bin sicher, SpaĂ&#x; und professionelle Arbeit gehĂśren zusammen.

Sie leben in New York und Miami, beides Städte mit groĂ&#x;en Departmentstores, mit perfekten ShoppingmĂśglichkeiten. Was muss ein Departmentstore bieten, um Sie glĂźcklich zu machen? Zunächst Âżnde ich toll an Departmentstores, dass sie mir helfen, Zeit zu sparen. Ich arbeite, ich reise viel, bin verheiratet und habe ein Kind. Ich habe also einfach keine Zeit, von einem Geschäft zum nächsten zu laufen. In einem Departmentstore gehe ich von einer Etage in die andere und Âżnde alles, was ich brauche, eine tolle Tasche, Schuhe, feine Wäsche und auch ganz einfach StrĂźmpfe. Ein perfekter Departmentstore hat dann auch noch, was eigentlich nur kleine Geschäfte bieten, nämlich eine ganz besondere Auswahl: Dinge, die man entdecken oder eben nur dort Âżnden kann.

Neulich haben Sie also dieses schwarze Kleid getragen, ist das Ihre momentane ÂťFashion-StimmungÂŤ?

Stets wird ßber Sie geschrieben, dass Sie absolut zuverlässig sind, immer pßnktlich und freundlich ‌

Sie haben mit 15 Jahren fĂźr Prada gearbeitet, mit 16 waren Sie schon auf GHP&RYHUGHUDPHULNDQLVFKHQÂŞ9RJXHŠ Was hat Ihnen damals RĂźckhalt und Sicherheit gegeben? Ich denke, meine Familie und meine Erziehung gaben mir RĂźckhalt. NatĂźrlich war es Ăźberwältigend, von einer kleinen Stadt in Tschechien nach New York zu gehen, plĂśtzlich zu reisen und so viele aufregende Menschen zu treffen. Vielleicht war es fĂźr mich nicht so schwierig, weil ich am Anfang das Geschäft und seine Spiele gar nicht verstanden habe, das hat mir weniger Druck gemacht. Ich galt zu Hause auch nie als Beautyqueen, war nie das Mädchen, das alle bewunderten. Ich habe die Aufmerksamkeit und Bestätigung, die ich plĂśtzlich bekam, genieĂ&#x;en kĂśnnen. Sie hat mir in diesem Alter geholfen, mich zu akzeptieren, wie ich bin.

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Vielen Dank!


IM GESPRĂ„CH MIT

EMMA HILL

Emma Hill, Chefdesignerin von Mulberry. Alle Abbildungen: Š Mulberry

MRS. IT-BAG 6LHWUlJW-HDQVDXFKPDOĂ€DFKH6FKXKHLVWVLFKI UHLQHQ+RRGLHQLFKW]XIHLQXQGKDWHLQHQ sechsjährigen Sohn mit Namen Hudson. Seit 2007 ist Emma Hill Chefdesignerin von Mulberry, sie hat dem Label seine Coolness zurĂźckgegeben und einige It-Bags beschert: die ÂťAlexaÂŤ etwa, benannt nach der britischen Stilikone Alexa Chung, oder die ÂťBayswater BagÂŤ. Unter ihrer Direktion entwickelte sich Mulberry von einem britischen Accessoire-Label, dessen Brieftaschen in erster Linie solide waren, zu einem globalen und hippen Modeunternehmen, dessen Produkte von Celebrities heiĂ&#x; begehrt werden. Interview N I KOLAS FEI R EISS

Mrs. Hill, Sie haben einen kleinen 6RKQ%HHLQĂ€XVVW,KUÂŞ0XWWHUVHLQŠ Ihre Arbeit als Designerin? Klar, eine berufstätige Mutter zu sein hat Auswirkungen darauf, wie ich designe, welche Tasche ich trage und was ich anziehe. Ich denke, das gilt auch fĂźr andere Frauen. Es geht vor allen Dingen um ZweckmäĂ&#x;igkeit. Darum neige ich auch zu grĂśĂ&#x;eren Taschen, in die all meine Sachen passen, plus all das Zeug, das mir mein Sohn ständig in die Hand drĂźckt. Emma Hill war ursprĂźnglich nur zweite Wahl bei Mulberry, eine andere Designerin hatte abgesagt.

14 Jahre stand ihr Schreibtisch in New York, ihre Arbeitgeber waren Gap, Calvin Klein und Marc Jacobs, fĂźr die sie in erster Linie Accessoires entwarf. Ihren letzten Job schmiss sie, weil er ihr als alleinerziehende Mutter nicht genug Zeit fĂźr ihren Sohn lieĂ&#x;. Als CheďŹ n bei Mulberry, heiĂ&#x;t es, mache sie um 18 Uhr Feierabend, was nicht bedeutet, dass sie nicht doch noch ein bisschen arbeitet, wenn das Kind im Bett ist ‌

Sie haben lange fĂźr amerikanische Brands in New York gearbeitet. War es

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schwierig, wieder britisch zu fĂźhlen, als Sie nach GroĂ&#x;britannien zurĂźckgekehrt sind? Zu Mulberry zu kommen war wirklich kein Problem, britisch zu sein liegt quasi in meinen Genen! Darauf bin ich stolz, und das macht es mir leicht, zu verstehen, worum es bei Mulberry im Kern geht. Ich bin schlieĂ&#x;lich auch mit dem Label aufgewachsen, es war mir sehr vertraut, und ich wusste, wofĂźr es steht. Seit Sie Chefdesignerin bei Mulberry sind, wurden einige Taschen zu It-Bags. Wie ist Ihnen das gelungen, gibt es eine Formel?


IM GESPRÄCH MIT

EMMA HILL

Man kann sich nicht hinsetzen und ein Icon-Piece designen wollen. Die Kunden müssen es dazu machen. Ein Icon-Piece ist immer ein Teil, das gerade in diesem Moment für die Kultur und den Kontext der Zeit richtig ist. Die »Bayswater« ist ja auch erst über die Jahre ein Kultobjekt geworden. Die Menschen haben sie als eine Mulberry erkannt, und die Kommentare, die wir bekommen, zeigen, dass sie sich einfach wie Mulberry »anfühlt«. Sie steht für das, was wir sind. In der ersten Reihe der MulberryFashionshow sitzen regelmäßig Kate Moss, Alexa Chung und die amerikanische Sängerin Lana Del Rey. Kein Zufall, sie haben einiges mit dem Erfolg des Labels zu tun. Kate Moss war es, die Emma Hills aktualisierte »Bayswater«-Henkeltasche, ein schlichtes mittelgroßes Modell, angeblich so dringend tragen wollte, dass sie mit dem Prototyp vorliebnahm. Nach Alexa Chung benannte Emma Hill eine eigene Tasche, deren Design an Schulranzen angelehnt ist. Für Lana Del Rey entwarf sie ein damenhaftes Modell.

Was sind das für Frauen, von denen Sie sich inspirieren lassen, was macht It-Girls wie Alexa Chung oder Lana Del Rey zu »Mulberry-Frauen«? Jede Frau, von der ich inspiriert wurde, hat wirklich ernsthaft mein Interesse geweckt, ist mir irgendwie ins Auge gefallen. Alexa hat eine alte Mulberry-Tasche getragen, die absolut anstrengungslos relaxed und gleichzeitig so chic an ihr wirkte. Bei Lana Del Rey war es ihr Gefühl für RetroGlamour und Nostalgie, das mich anzog. Gleichzeitig ist ihr Style absolut zeitgemäß

Musik ist sehr wichtig. Mode und Musik sind natürliche Partner. Beide drücken Gefühle aus, Kreativität und Freiheit. Bekommen Sie neben den Inspirationen von Celebrities auch Anregungen »von der Straße«? Ich liebe es, Menschen zu beobachten. London ist dafür eine fantastische Stadt. Es gibt hier an jeder Ecke so viele unterschiedliche Charaktere und unendlich viele Plätze, um sich umzuschauen. Inspiration kann an den ungewöhnlichsten Stellen gefunden werden. Emma Hill ist mit Phoebe Philo und Stella McCartney Teil der sogenannten »Girly Brit Gang«. Sie ist überzeugt davon, dass die britischen Designer die besten der Welt sind, und genießt es, »jeden Tag von inspirierenden Menschen umgeben zu sein« und geradezu »in Kreativität zu versinken«.

Als Sie für Mulberry als Creative Director starteten, ging das einher mit der Finanzkrise 2007, die Mulberry am Ende aber nicht betroffen hat. Wie erklären Sie sich den Erfolg? Die Rezession war sicher keine tolle Zeit, um mit dem Job zu beginnen. Ich bin aber mit einer sehr klaren Vision gekommen. Ich war sicher, dass unsere Taschen Luxusartikel sind, in die unsere Kunden eher investieren werden als in kurzlebige Fashionteile – solange sie praktisch, tragbar und zeitlos sind. Es war wichtig, an der DNA des Labels festzuhalten, sie aber mit mehr Selbstvertrauen und Persönlichkeit zu füllen. Mulberry soll sich gegenüber anderen Luxusbrands dadurch auszeichnen, dass es authentisch ist und aufrichtig mit seinem Erbe umgeht. Was bedeutet das konkret? Wir sind sehr stolz auf unsere Tradition der Lederverarbeitung. Jede Tasche ist sorgfältig verarbeitet, mit Techniken, die unsere Handwerker seit Jahrzehnten anwenden. Vom Prüfen des Leders über das Nähen und Färben bis zu den letzten Feinheiten werden alle Mulberry-Taschen mit größter Aufmerksamkeit auf jedes Detail und in höchster Materialqualität hergestellt.

Die »Willow Tote« von Mulberry

und wunderschön. Das und ihre Stimme haben mich aufmerksam werden lassen. Wo wir gerade über Lana Del Rey sprechen – ist Musik ein wichtiger Antrieb für Sie?

Ganz ohne Frage ist es auch diese gewisse »Britishness«, die Mulberry-Accessoires so cool machen und für die Emma Hill als Persönlichkeit selbst steht. Eigenwillig, selbstbewusst, unprätentiös.

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Nach Stilikone Alexa Chung wurde eine Mulberry-Tasche benannt: die »Alexa«

Was überzeugt Frauen davon, sich eine Mulberry-Tasche zu kaufen, die doch nicht ganz preiswert ist? Für die meisten Menschen ist es keine schnelle Entscheidung, in eine Luxustasche zu investieren. Davor machen sie sich eine ganze Menge Gedanken. Ich denke, bei den Überlegungen ist wichtig, dass die Tasche zweckmäßig ist, zeitlos, und dass sie gut zu einem passt. Unsere Taschen sind aus wunderbarem Leder, ihre Idee ist praktischer Luxus, wir denken immer daran, wie Frauen ihre Taschen tragen und welche Ansprüche sie erfüllen müssen. Dank Emma Hill ist Mulberry in den letzten Jahren ein globales Fashionlabel geworden. 2010 bekam Hill für Mulberry den »British Fashion Award« als Designmarke des Jahres, 2011 wurde sie durch die Queen zum »Commander of the Order of the British Empire« gekürt.

Emma Hill, welche Art von Accessoire möchten Sie als Nächstes designen? Mein Ziel ist es, Taschen zu entwerfen, die Männer und Frauen lieben, und natürlich eine Ready-to-wear-Kollektion, die Frauen tragen wollen. Wenn die Entwürfe dann fertig sind und sich 100 Prozent nach Mulberry anfühlen, bin ich glücklich. Vielen Dank!


B L I C K FA N G

SCHAUFENSTER

LIEBLINGE FÜR MODERNE ZEITEN

01 Grauer Pullover mit schwarzen Ärmeln, 290 Euro. THEORY, 2. ETAGE

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Clutch mit Eulenmotiv, 136 Euro. KATE SPADE, ERDGESCHOSS

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Pullover mit schwarzweißen Streifen, 325 Euro. JOSEPH, 2. ETAGE Schwarz-weißer Minirock, 199 Euro. RAG & BONE, 2. ETAGE

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Schwarze Lederleggings, 835 Euro. JOSEPH, 2. ETAGE

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»M Moment Tote« in Schwarz, 650 Euro. MCM, ERDGESCHOSS

Schwarzes Shirt mit Schulter-Patches, 329 Euro. RAG & BONE, 2. ETAGE

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B L I C K FA N G

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SCHAUFENSTER

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Ausgestelltes Kleid mit schwarzem Muster, 649 Euro. ISSA LONDON, 2. ETAGE

Schwarze Tasche mit silbernen Löwenköpfen, 275 Euro. THE KOOPLES, 2. ETAGE

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Silbergrauer Mantel, 665 Euro. THEORY, 2. ETAGE

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Schwarzer Hut mit Nieten, 135 Euro. THE KOOPLES, 2. ETAGE

Rock mit Netzmuster in Blau und Schwarz, 449 Euro. M MISSONI, 2. ETAGE

Schwarze Lederjacke, 1.389 Euro. RAG & BONE, 2. ETAGE

15

Skinny-Hose mit Blumenprint, 155 Euro. TED BAKER, 2. ETAGE

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Blaues Kleid mit Spitze und Schößchen, 320 Euro. THE KOOPLES, 2. ETAGE

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Schmales dunkelgrünes Kleid, 195 Euro. TED BAKER, 2. ETAGE

Weinroter Strickpullover, 195 Euro. THE KOOPLES, 2. ETAGE


B E AU T Y

DIOR

ROTE LIPPEN SOLL MAN KUSSEN Seit der Gründung unterhält das Haus Dior eine ganz besondere Beziehung zur Farbe der Liebe. Für die aktuelle Lippenstift-Kollektion »Rouge Dior« hat der Make-up-Künstler Tyen 32 Farbtöne kreiert. Text BETTINA HOMAN N

»And the Oscar goes to …« Die Spannung steigt, während Natalie Portman den großen Umschlag öffnet. Noch weiß niemand, wer der beste männliche Hauptdarsteller 2012 ist. Was das Publikum zu diesem Zeitpunkt weiß, ist, dass die Schauspielerin, die im Jahr zuvor für ihre Rolle in Black Swan ausgezeichnet wurde, wunderschön aussieht. Sie trägt ein spektakuläres rotes Chiffonkleid, das Christian Dior 1954 entwarf. Lächelnd verkündet sie den Sieger: »… Jean Dujardin!« Portman überreicht die Trophäe und umarmt den Gewinner, der sich mit reizendem französischen Akzent bedankt. Dieses Jahr nahm Kollegin Jennifer Lawrence ihren Golden Globe ebenfalls in einem leuchtend roten Bustier-Kleid von Dior Haute Couture in Empfang. Zwei echte »Red Carpet«-Momente. Apropos: Dass der Teppich, über den Diven ebenso schreiten wie Staatsgäste, rot ist, ist kein Zufall. Rot ist eine ganz besondere Farbe. Die Farbe des Blutes steht auch für Kraft und Liebe, für Erotik, Verführung und für Macht. Im Mittelalter war rote Kleidung sogar per Gesetz den oberen Ständen vorbehalten. Im Hause Dior hat Rot eine lange Tradition. »Ich liebe Rot, Rot ist die Farbe des Lebens«, sagte Christian Dior. In allen Kollektionen des legendären Modeschöpfers

gab es rote Kreationen. Einige, wie die Abendkleider »Topaze« von 1951, »AtoutCœur« von 1955 und »Concerto« von 1957 oder der Reisemantel »Arizona« von 1948, wurden legendär. 1947 hatte Dior mit seinem »New Look« Weiblichkeit und Opulenz in die Mode zurückgebracht. In eine Welt, erschüttert von Krieg und Zerstörung, transportierte er nicht nur einen neuen Look, sondern neue Zuversicht im Zeichen des Glaubens an Schönheit. So war es denn naheliegend, dass der Meister im Dienste der weiblichen Schönheit sich auch den Gesichtern der Frauen widmete. 1949 gab es in einer kleinen Boutique an der Pariser Avenue Montaigne die ersten Dior-Lippenstifte zu kaufen – in streng limitierter AuÀage. Es sollte noch bis 1953 dauern – Dior war mit der verfügbaren Qualität vorher nicht zufrieden –, bis jede Frau Dior tragen konnte, und sei es nur auf den Lippen. Acht Farbtöne umfasste die erste »Rouge Dior«-Kollektion, luxuriös verpackt in mit Seide ausgeschlagene Kartons, für VIPs wie Marlene Dietrich persönlich signiert. Alle acht Nuancen spiegelten Diors Liebe zur Farbe Rot und zu den Rosengärten seiner Kindheit im normannischen Granville. Auf die ersten acht Farbtöne sollten

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über die Jahre über 1.500 weitere folgen. Seit den 1980er-Jahren werden sie von dem Make-up-Designer Tyen kreiert, der an der École des Beaux-Arts studierte und ein untrügliches Gespür für Farben hat. 60 Jahre einer kunstvollen Farbkreation für den unvergleichlichen Lippenstift »Rouge Dior«. Die perfekte Gelegenheit für Dior, um anlässlich dieses Jubiläums seinem legendären Lippenstift frischen Wind einzuhauchen. Von der idealen Dosierung der Pigmente bis zur präzisen Bestimmung der Intensität ist jeder Farbton universell, um allen Hauttypen zu schmeicheln. Die in vier Farbfamilien aufgeteilten Farbtöne (Rot, Rosa, Beige und Koralle) vereint das Ideal einer absoluten, unfehlbaren Eleganz. Kompromisslos Couture … Der Name jeder neuen Nuance ist eng mit der Modewelt von Dior verbunden. Angefangen bei den legendären Nuancen, die an der Spitze der vier Farbpaletten der Kollektion stehen. Alle unbedingt kusstauglich. Ganz im Sinne Diors, der einmal sagte: »Der sicherste Beweis, dass meine Kollektion ein Erfolg ist, ist der Lippenstift auf meinen Wangen!« »ROUGE DIOR«, Lippenstifte je 34 Euro, Erdgeschoss


Alle Abbildungen: Š Dior PR

Die Farbe Rot hat im Hause Dior eine lange Tradition

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B L I C K FA N G

SCHAUFENSTER

LIEBLINGE FUR DIE SCHONHEIT

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Kosmetik in der Beautywelt im Erdgeschoss

01 Nagellack »Vernis Mystic Magnetics 802« inklusive Magnet für eine Farbgestaltung in Streifen, 23 Euro. DIOR

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Lidschatten »Eat, Love« in der Farbe »Deep Emerald (Satin)«, 18 Euro. MAC Lippenstift »Lip Color« in der Farbe »Violet Fatale«, 46 Euro. TOM FORD

Mascara »False Lashes«, 24 Euro. MAC

Lidschatten »Les 4 Ombres« in der Farbpalette »Smoky Eyes«, 49 Euro. CHANEL

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Nagellack in der Farbe »Sepia«, 23 Euro. YSL

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»Diorshow Fusion Mono Eyeshadow« in der Farbe »Hypnotique«, 31 Euro. DIOR

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Eyeliner »Phyto-Khol Star« mit GlanzreÀexen in der Farbe »Dark Amethyst«, 39 Euro. SISLEY

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»Phyto-Lip Gloss« in der Farbe »Plum«, 39 Euro. SISLEY

»Nail Lacquer Vernis À Ongles« in der Farbe »Viper«, 32 Euro. TOM FORD Perfekt abdeckender »Natural Finish Cream Concealer«, 30 Euro. SHISEIDO

»Diorshow Brow Styler Gel« mit Bürstchenapplikator, 23 Euro. DIOR

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RALPH LAUREN Pink Pony

Pink Pony ist Ralph Laurens Initiative f端r den Kampf gegen Krebs.

Unsere Mission besteht darin, Ungleichheiten bei der Versorgung von Krebspatienten in medizinisch unterversorgten Gemeinden zu verringern und sicherzustellen, dass Krebsbehandlungen bereits zu einem fr端heren Zeitpunkt, wenn h旦here Chancen auf eine Heilung bestehen, verf端gbar sind.

25% Prozent des Verkaufspreises aller Pink-Pony-Produkte kommen Susan G. Komen Deutschland e.V. zugute.


The

NEW LOOK FOTOS

H O R ST DI E KG E R DE S c /o S h o t v i e w Ph o t o g r a p h e r s

STYLING

K AT H I K AU DE R c /o S h o t v i e w Ph o t o g r a p h e r s

»In Schwarz kann man ganz viel Spaß haben«, sagt Karolina Kurkova. Recht hat sie! Das Schwarz in diesem Herbst ist absolut ein New Look. Sophisticated, kultiviert, selbstverständlich: eine Freude.

Damenmode in der 2. Etage

BURBERRY Warmer Trenchcoat mit schwarz-weißem Fischgrätmuster und Farbverlauf, 1.595 Euro.

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AKRIS PUNTO Seidenbluse in Beige mit Fotoprint und anthrazitfarbene Wollhose, 395 und 290 Euro.


PAULE KA Blazer mit schräg verlaufender KnopÀeiste und dazu passendes Etuikleid in Bordeaux, 619 und 589 Euro.


MAX MARA Dunkelgrüne Jacke mit ausgestellten Ärmeln und dazu passendes Etuikleid mit verstärkter Mittelnaht, 339 und 279 Euro.


ARMANI COLLEZIONI Kost체m mit tailliertem schwarzen Blazer mit aufgen채hter R체sche und dazu passendem Rock, 799 und 239 Euro.


M MISSONI Schwarzes Strickkleid im klassischen Missoni-Zickzack, 419 Euro.


Reine FORMSACHE FOTOS

F R E DE R I K H E Y M A N

STYLING

N I K I PAU L S c /o S h o t v i e w Ph o t o g r a p h e r s

THE KOOPLES Schwarzes Minikleid mit abgesetztem Rock von The Kooples, 195 Euro. Schirmm端tze von Sandro Men, 95 Euro.

Contemporary Fashion in der 2. Etage Alle Str端mpfe und Strumpfhosen von Falke, Erdgeschoss

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JOSEPH Schwarze Wildlederleggings und weiĂ&#x;e Seidenbluse von Joseph, 835 und 255 Euro. Schwarzer Rollkragenbody von Wolford, 149 Euro.


THE KOOPLES Bordeauxfarbener Hosenanzug, Hose 175 und Blazer 355 Euro.


DKNY Mantel in Beige und Schwarz mit Ă„rmeln aus Leder, 909 Euro.


THEORY Schwarzes Dinnerjacket aus Wolle und elegante schwarze Jogginghose, 470 und 315 Euro.


THEORY Kurzer grau-schwarzer Wollrock und Pullover mit geometrischem Muster von Theory, 210 und 225 Euro. Schirmm端tze von Sandro Men, 95 Euro.

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GERARD DAREL Grauer Kaschmirpullover mit Perlenstickerei und schwarze Hose, 200 und 130 Euro.


ISSA LONDON Seitlich gerafftes Jerseykleid, 479 Euro.


Augen

SCHEIN FOTOS

A L E X A N DE R ST R AU L I N O c /o S h o t v i e w Ph o t o g r a p h e r s

Wenn die Tage kürzer werden und die Nächte länger, sollten Sie umso schöner strahlen! Mit den neuen Lippenstiftund Nagellackfarben und dem passenden Augen-Make-up wird das natürlich eine Ihrer leichtesten Übungen!

Kosmetik in der Beautywelt im Erdgeschoss

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SHISEIDO / GUERLAIN Lidschatten »Luminizing Satin Eye Color Trio«, Palette »Snow Shadow« mit drei Farben von Shiseido, 27 Euro. Puderperlen »Les Météorites« im Farbton »Teint Rosé« von Guerlain, 47 Euro.

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SHISEIDO Cremelidschatten »Shimmering Cream Eye Color« in der Farbe »Purple Dawn«, 28 Euro.

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YSL / SHISEIDO Schwarze Mascara »Baby Doll« mit Volumeneffekt von YSL, 32 Euro. »Automatic Fine Eyeliner« in Schwarz von Shiseido, 33 Euro.

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CHANEL »Glossimer« in den Farben »Crushed Cherry« und »Savage Grace«, übereinander aufgetragen, je 28 Euro.

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CHANEL Nagellack in den Farben »Paparazzi«, »Provocation«, »Taboo«, »Elixir« und »Mysterious«, je 25 Euro.

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Jugend

STIL FOTOS

A R N AU D PY V K A c /o Wa l t e r S c h u p f e r

STYLING

LY N N S C H M I D T c /o Wa l t e r S c h u p f e r

Young Fashion und Schuhe in der 2. Etage Accessoires im Erdgeschoss Alle Strumpfhosen von Falke, Erdgeschoss

TED BAKER Blazer mit geometrischem Muster im Metallic-Look und Bundfaltenrock in Schwarz mit großen Blumenprints von Ted Baker, 350 und 180 Euro. Schwarze Kaschmirmütze mit Silberfäden von Koi, 129 Euro.


MARC O‫ތ‬POLO Strickjacke mit Karomuster und schräg verlaufendem Reißverschluss, 270 Euro, weiße Hemdbluse mit Buttondown-Kragen, 70 Euro, und schwarze Stretchhose mit grünem Streifen an der Außennaht, 100 Euro.


G-STAR RAW Schwarze, schmal geschnittene Jacke, 199 Euro.

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CODELLO Weiches quadratisches Wolltuch mit unterschiedlichen Mustern in Patchwork-Optik, 100 Euro.


BELSTAFF Dunkelbraune Lederjacke von Belstaff, 1.250 Euro. Schwarze M端tze von Seeberger, 90 Euro.


DRYKORN Schwarze Lederjacke mit Reißverschluss und Strickpullover in Weiß mit großem schwarzen Punktmotiv und Stehkragen von Drykorn, 409 und 149 Euro. Schwarze Mütze von Seeberger, 90 Euro.


GARANCE DORÉ FÜR MARC O‫ތ‬POLO Graues Sweatshirt mit der Aufschrift »Seize the day!« von Garance Doré für Marc O‫ތ‬Polo, 100 Euro. Große hellrote Tote und kleine schwarze Crossover Bag von MCM, 535 und 490 Euro.


Die

HERBST zeitlosen FOTOS

BE N JA M I N A L E X A N D E R H US E BY c /o R e p L i m i t e d

STYLING

ST E FA N I E RO T H

SEEBERGER Schal und M端tze in Schwarz, 139 und 80 Euro. SEEBERGER, ERDGESCHOSS


FRAAS Schal und Stirnband in Grobstrick aus Kaschmir, 149 und 50 Euro. FRAAS, ERDGESCHOSS


REPEAT Schwarzer Longpulli aus Merinowolle, unten ausgestellt, 140 Euro. REPEAT, 2. ETAGE


SIMPLY CASHMERE

BOGNER

Links: Pullover mit Dreiecksmuster in Herbstfarben, 199 Euro. Rechts: Pullover mit breiten Streifen in Aubergine und Sand, 169 Euro.

Gemusterter Poncho aus Wolle und Kaschmir mit schräg verlaufendem Reißverschluss, 459 Euro.

SIMPLY CASHMERE, 2. ETAGE

BOGNER, 2. ETAGE


FTC / STEFANEL Links: grauvioletter Grobstrickpullover von Stefanel, 139 Euro. Rechts: Kaschmirpullover in Bordeaux von FTC, 269 Euro. FTC / STEFANEL, 2. ETAGE


Atelier

BESUCH FOTOS

J OAC H I M BA L DAU F STYLING

C L AU DI A H O F M A N N

Damenmode in der 2. Etage Taschen im Erdgeschoss

CINZIA ROCCA Weit geschnittener Wollmantel mit kleinem Stehkragen in Schwarz und anthrazitfarbenem Hahnentrittmuster, 729 Euro.

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AIRFIELD Schwarzes Wollkleid mit silbrig-weißem Kästchenmuster und Reißverschlüssen, 279 Euro, ärmelloser Strickcardigan, 299 Euro.

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MARC CAIN Schwarze Hose mit buntem Blumenaufdruck und BĂźgelfalte, 200 Euro, und weinroter Spitzenblazer mit asymmetrisch verlaufendem ReiĂ&#x;verschluss, 499 Euro.


ROSNER Schwarze Stretchhose mit seitlichen Streifen in Lederoptik, 120 Euro.

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JOOP! CASUAL Chino mit minimalistischem Print in Rosé, 179 Euro, lässiger Mouliné-Pullover, 179 Euro, und leicht taillierte Biker-Jacke aus auberginefarbenem Vintage-Leder, 499 Euro.


LUISA CERANO Jacquard-Hose in Brokatoptik, 200 Euro, langer Pullover in Anthrazit mit Zopfmuster, 300 Euro, und breiter Wollschal mit Zopfmuster, 180 Euro.

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AIGNER Lederhandtasche in Anthrazit mit Reißverschluss und Innenfächern, 1.200 Euro.

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HERBST / WINTER

ACCESSOIRES

01 GEBEANA Mütze, 70 Euro

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02 AW ACCESSOIRES

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Mütze und Schal, 70 und 119 Euro

03 CODELLO Mütze und Schal, 50 und 100 Euro

04 RIKE FEURSTEIN Mütze, 179 Euro

05 RIKE FEURSTEIN Stirnband, 100 Euro

06 RIKE FEURSTEIN Mütze, 139 Euro

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Was ihr

WOLLT! FOTOS A N DR É S SE G OV I A

Diese wolligen und kuscheligen Accessoires halten nicht nur warm, sondern begleiten Sie auch modisch meisterhaft durch den Winter!

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HERBST / WINTER

ACCESSOIRES

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07 AW ACCESSOIRES Mütze und Schal, 60 und 119 Euro

08 SEEBERGER Mütze, 90 Euro

09 GEBEANA Mütze, 40 Euro

10 GEBEANA Mütze, 60 Euro

11 SEEBERGER Mütze, 60 Euro

12 MOSCHINO CHEAP AND CHIC Mütze und Handschuhe, 100 und 119 Euro 11

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Mützen, Schals und Handschuhe, Erdgeschoss Wolford, schwarzer Body, (XUR(UGJHVFKRVV

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Little Miss

SPOOOKY ILLUSTRATIONEN

W I L L BRO O M E

Kindermode in der 3. Etage

BURBERRY / POLO RALPH LAUREN Dunkelblauer Trenchcoat zum Knöpfen, hinten leicht gerüscht, von Burberry, ab 189 Euro. Leggings mit Steigbügelprint von Polo Ralph Lauren, 55 Euro.

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BURBERRY / MARC O’POLO Dunkelblauer DufÀecoat mit Kapuze und Kragen in Fell-Optik von Burberry, ab 339 Euro. Grüner Rock mit Herzchenprint und violettes Strickjäckchen mit pinken und grünen Streifen von Marc O’Polo, ab 46 und ab 50 Euro.

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ARMANI JUNIOR HACKETT LONDON POLO RALPH LAUREN Grauer Baumwollblazer mit eingenähtem Wollkragen und Ellbogenpatches und grau melierter Kapuzenpulli mit Logo von Armani Junior, ab 359 Euro und ab 149 Euro. Rot-weiß gestreiftes Hemd mit dunkelblauen Stickapplikationen von Hackett London, 79 Euro. Beigefarbene Stoffhose von Polo Ralph Lauren, ab 69 Euro.

HACKETT LONDON MARC O‫ތ‬POLO Sportliche rote Jacke mit Reißverschluss, 209 Euro, leuchtend blaues Polohemd mit aufgestickter »5«, 69 Euro, und Jeans, 75 Euro, alles von Hackett London. Dunkelblaues Sweatshirt mit großem »M« von Marc O‫ތ‬Polo, ab 26 Euro.

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Little Mister

SCAAARY ILLUSTRATIONEN

W I L L BRO O M E

Kindermode in der 3. Etage

BURBERRY / HACKETT LONDON / POLO RALPH LAUREN Warme Steppjacke in leuchtendem Grün von Hackett London, 219 Euro. Bunt kariertes Hemd von Polo Ralph Lauren, ab 69 Euro. Beigefarbene Cordhose von Burberry, ab 109 Euro.

BURBERRY Leichte Steppjacke in Schwarz mit Cordkragen, ab 329 Euro, langärmeliges Baumwollhemd mit Burberry-Karo, ab 119 Euro, und dunkelblaue Stretchjeans mit orangefarbenen Nähten, ab 109 Euro.

ARMANI JUNIOR POLO RALPH LAUREN

Kapuzenpulli mit eingestrickter AmerikaÀagge und blau-weiß kariertes Hemd von Polo Ralph Lauren, ab 119 und ab 69 Euro. Dunkelblaue Stoffhose von Armani Junior, ab 100 Euro.

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EDITION

SCHIESSER

»Artists for Revival«-Ent wurf von Monica Bonvicini Alle Abbildungen: © Schiesser – »Artists for Revival«

EINE NICHT GANZ SO WEISSE WESTE Zehn Künstler entwerfen fulminante Doppelripp-Fantasien. Wie aus einem Schiesser-Unterhemd ein Sammlerobjekt wird. Eine kleine Geschichte von Tradition, Moderne und ein bisschen Glamour. Text ULF LIPPITZ

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EDITION

SCHIESSER

Monica Bonvicini

»Artists for Revival«-Ent wurf von Marc Brandenburg

Marc Brandenburg

Der Doppelripp gehört zum Unterhemd wie der Champagner zur FashionAftershow-Party. Der feine Dreiklang lautet: weiß, gerillt, Schiesser. »Ein grundehrliches Kleidungsstück«, so nannte Die Welt das kleine Weiße für darunter. Und glaubte, dass die Schönheit erst daraus entstünde, dass man es auf den ersten Blick gar nicht sieht. Da kannte die Zeitung noch nicht die Entwürfe, für die sich angesehene Künstler ins Atelier gesetzt hatten. »Artists for Revival« versammelt zehn Kreative, die sich anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der »Revival«-Linie von Schiesser Gedanken gemacht haben, wie aus dem Darunter ein Darüber werden kann – ein Hingucker für den Club, den Park oder die Party zu Hause. Von wegen Liebestöter, das sind richtige Anheizer. Dabei sah es vor einigen Jahren noch schlecht für dieses Kleidungsstück aus. Der bewährte Doppelripp wurde zugunsten von Nylon-Baumwollfasern verschmäht – was zu einem großen Problem führte: Ständig schwitzten die Träger dieser ultraleichten Textilien, sobald die Temperatur mal anstieg. Tja, wäre mit Doppelripp nicht passiert. Erst ein Star aus Hollywood musste kommen, um die Jugend von ihrer Verblendung zu befreien, um zunächst Berlin-Mitte und später die ganze Republik wachzurütteln: die Schauspielerin und Oscar-Preisträgerin Frances McDormand (Fargo). Der Legende nach entdeckte sie die »coolen Schiesser-Unterhemden«, als sie 2004 Jury-Präsidentin der Berlinale war. Dermaßen begeistert

war sie von den hochwertigen BaumwollBasics, dass sie sich fortan jedes Mal ein neues Paar mitbringen ließ, wenn Freunde an die Spree kamen. Ohne Marketing und Promotion erreichte das Produkt plötzlich Kultstatus.

Oder Marc Brandenburg, noch so ein Experte physischer Bedürfnisse. Der Berliner hat im legendären Berliner Club Berghain an der Bar gearbeitet, er kennt sich aus mit bärenstarken Männern, die nur in Jeans und DoppelrippUnterhemd tanzen. Für Schiesser hat er ein schwarz-weißes Querstreifenmuster kreiert, das sich wie ein Film um den Körper zu legen scheint und seine künstlerische Arbeitsweise nachahmt – Zeichnungen, die stets wie Fotonegative aussehen. Durch den direkten Hautkontakt steht das Unterhemd in engem Zusammenhang mit einer gewissen Körperlichkeit – das liegt für die amerikanische Gra¿kFetischistin Sarah Morris in der Natur der Sache. Sie spielt mit ihren Initialen und stellt sie als orange-blaue Leuchtfarben-Buchstaben in einen neuen Kontext. Mit einem Mal sieht der Schriftzug SM wie eine poppige Werbebotschaft aus. Nur für was? Hier gibt es verschiedene Deutungsmöglichkeiten … Es ist ein Spiel. So, wie Mode immer ein Spiel mit Zitaten ist, das auf einer soliden Grundlage von Tradition und Expertise funktioniert. Die augenzwinkernde Botschaft dahinter: Der Doppelripp war eigentlich nie weg, jetzt nehmen wir ihn nur plötzlich wahr, weil er in der ersten Reihe auftaucht.

HANDWERKSKUNST UND LANGLEBIGES DESIGN

Kurz zuvor hatte Schiesser die »Revival«Linie ins Leben gerufen – eine Kollektion, die sich an der traditionellen Herstellung mit Rundstrickmaschinen orientierte und dafür hochwertige Baumwolle verwendete. Die nicht unbedingt als glamour-af¿n verschriene taz ver¿el dem Charme des ärmellosen Doppelripp und lobte das »Bekenntnis zu Tradition und Qualität«. Die 1875 in Radolfzell gegründete Textilmarke passte mit einem Mal in eine Zeit, in der junge Menschen Handwerkskunst und langlebiges Design für sich entdeckten. Das schätzen auch die Künstler, die für »Artists for Revival« Hemden entwarfen. Zum Beispiel Monica Bonvicini, die italienische Künstlerin mit Lebensmittelpunkt Berlin. Ihre Werke beschäftigen sich oft mit Fragen sexueller Identität. Für die Schiesser-Jubiläumsedition hat sie sich als Motiv einen Revolver ausgewählt, der vom unteren Saum in Richtung Kopf zeigt – eine ironische Drohung, jetzt mal bitte schön nicht über das Geschlecht unterhalb des Saums nachzudenken. Unisex lautet das Motto, hier einmal ganz launisch interpretiert.

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SCHIESSER »ARTISTS FOR REVIVAL«Unterhemden, je 129 Euro, 3. Etage (Damen) und 1. Etage (Herren)


K A M PAG N E

P R A D A » C A N D Y L’ E A U «

Ausgelassene Stimmung, inszeniert von Roman Coppola und Wes Anderson

Léa Seydoux ist als Candy unwiderstehlich

POUR LE MOMENT Als Candy ist Léa Seydoux unvernünftig und bezaubernd, sinnlich und süß zugleich. Genau wie »Candy L’Eau« von Prada. Eine ziemlich unwiderstehliche Mischung. Text MARIE-SOPHIE MÜLLER

Sie hat diesen Mund, bei dem Männer überhaupt nicht anders können, als daran zu denken, wie es wohl wäre, ihn zu küssen. Aber dazu kommt es nie, denn ständig plappert, schmollt oder grinst er. Candy bringt Julius und Gene um den Verstand. Die beiden schlaksigen Pariser sind beste Freunde und unglücklicherweise beide in dieselbe Frau verliebt. Wie sollte es auch anders sein? Wer würde sich nicht auf der Stelle in Candy verlieben, die dazu geboren ist, Männern den Kopf zu verdrehen. Dabei ist sie mehr Kindfrau als Vamp, mehr Selbstvergessen als tiefsinnige Schönheit. Ihre Stupsnase zeigt leicht Richtung Himmel, und zwischen ihren Schneidezähnen blitzt eine kleine Lücke, wenn sie lacht. Aber das alles macht es eigentlich nur noch schlimmer … Candy ist Léa Seydoux, und Léa Seydoux ist Candy. In drei meisterhaften Kurzepisoden haben Roman Coppola und

Wes Anderson den französischen Shootingstar für die TV-Werbekampagne von »Candy L’Eau« in eine Frau verwandelt, die den neuen frisch-sinn lichen Duft von Prada verkörpert. Candy, die das Vergnügen sucht und ¿ndet – nonchalant, lebenslustig und unberechenbar. Eben dachte Julius noch, er hätte sie endlich für sich allein, da taucht Gene wie aus dem Nichts mit einer Geburtstagstorte auf. Und Candy? Die ist ganz

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hingerissen und schiebt sich gleich eine große Gabel Kuchen in den Mund. Es ist das französische Film motiv der Ménageà-trois, diesem entzückenden Dilemma der Dreiecksbeziehung – man denke an Jeanne Moreau in Truffauts Jule s und Jim oder Eva Green in Bertoluccis Die Träumer. Die Kurz¿lme über Candy lassen dieses Motiv wieder auÀeben. In der letzten Episode wird Candy doch kurz nachdenklich und fragt sich, wie lange das noch so weitergehen kann. Dann hakt sie kurzerhand den einen Mann links und den anderen rechts ein und lächelt ihr Siegerlächeln. Das Leben kann so schön sein, wenn man den Moment zu genießen weiß. Und – on ne sait jamais – vielleicht wird aus dem Moment ja auch ein ganzes Leben. PRADA »CANDY L’EAU«, Eau de Toilette Vaporisateur, 80 ml 89 Euro, Erdgeschoss


AU S P R O B I E R T

SISLEY

EXKLUSIVE NATURTALENTE Sisley-Fans warten immer wieder sehnsüchtig auf die gelegentlichen Gastspiele, zu denen die französische High-End-Kosmetikmarke ihre Treatments und Produkte vorstellt. Wir haben einen der beliebten Termine ergattert! Text BETTINA HOMAN N

Gerade habe ich es mir auf der gepolsterten Liege gemütlich gemacht, da kommt auch schon die Aufforderung, die Augen zu schließen. Mit leichtem Druck auf Zwerchfell und Schultern unterstützt die Kosmetikerin meine Ausatmung. Eine

wohlige Entspannung beginnt sich im Körper auszubreiten, und auf einmal ist die Luft erfüllt von würzigem Lavendelduft. Ein Sisley-Treatment ist viel mehr als eine Kosmetikbehandlung, es ist ein Wohlfühl-Paket für alle Sinne. Dabei spielen ätherische Öle eine entscheidende Rolle. Immer wieder während der folgenden 90-minütigen Behandlung werden sie eingesetzt. Die wechselnden Düfte lösen ganz persönliche Assoziationen aus und entfalten ihre Wirkung nicht nur auf der Haut, sondern im

ganzen Organismus. Lavendel beispielsweise wirkt beruhigend, die zitronige Essenz zum Ende der Behandlung belebend. Die Erforschung und der gezielte Einsatz pÀanzlicher Essenzen ist Grundlage und

Philosophie des französischen Traditionshauses Sisley, das seit über 30 Jahren luxuriöse und hochwirksame HautpÀege, Make-up und Düfte herstellt. 1976 gründete Hubert d’Ornano gemeinsam mit seiner Frau Isabelle das Unternehmen, das bis heute ein Familienbetrieb geblieben ist. Sie benannten die Firma nach dem impressionistischen Maler Alfred Sisley, der eine besondere Vorliebe für Landschafts- und Naturmotive hatte. Die Verwendung von Aktivstoffen aus PÀanzen, Aroma- und Phytotherapie war

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damals ein absolutes Novum. Heute vertrauen Kundinnen in über 90 Ländern auf die Produkte, die nach wie vor nach strengsten Richtlinien in dem an der Loire gelegenen Städtchen Blois hergestellt werden. Und von denen einige, wie

die »Émulsion Écologique«, die »Crème Réparatrice au Beurre de Karité« oder die Linie Sisleÿa, die 1999 die Anti-AgingPÀege revolutionierte, längst zu Kosmetik-Klassikern avanciert sind. Auf den duftenden Einstieg folgen Reinigung, sanftes Peeling, pÀegende und verjüngende Masken, die je nach Hauttyp und individuellen Bedürfnissen ausgewählt werden. Sie werden nicht einfach aufgetragen, sondern auf ausgesprochen angenehme Weise einmassiert. Dabei werden Verspannungen gelöst und alle 24 tragenden Gesichtsmuskeln aktiviert. Das Ergebnis ist verblüffend: Hektik und Anspannung des Alltags haben sich verÀüchtigt, und der Blick in den Spiegel zeigt ein verändertes Gesicht: Die Augenringe sind verschwunden, und die Haut strahlt rosig glatt.

SISLEY BEAUTY-TREATMENT, Behandlungen ab 89 Euro. Bitte melden Sie sich telefonisch an unter: (040) 34 99 39 86


FEIERN

EVENTS

WALKING THE DREAM Ende Februar verwandelte sich das Alsterhaus in einen Laufsteg – auf dem geladenen Gästen in glamouröser Atmosphäre die wichtigsten Trends des Sommers präsentiert wurden.

27. FEBRUAR 2013

SCHÖNER AUFTRITT Ganz in Weiß lief Svenja Holtmann Ende Februar als Erste durch das zum Catwalk umfunktionierte Foyer im 2. Stock des Alsterhaus. Die Freundin von Til Schweiger eröffnete die Fashionshow mit dem französischen Label Paule Ka. Ihr folgten zahlreiche internationale Models, die den 300 geladenen Gästen präsentierten, was im Sommer sonst noch gefragt ist. Danach gab es Fingerfood und Champagner – und natürlich die Möglichkeit, die schönsten Stücke direkt zu ergattern.

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Doutzen Kroes f端r S I LV E R E D I T I O N

www.repeatcashmere.com


TERMINE

HAMBURG

HERBST IN HAMBURG Was tun, wenn die Tage kßrzer und die Temperaturen kßhler werden? Natßrlich den Herbst auskosten – mit den kulturellen Highlights, die den Abschied vom Sommer ganz einfach machen.

DIE NONNE Es ist eine verlogene Welt voll Bigotterie, in die Suzanne Simonin im Frankreich des 18. Jahrhunderts gerät: Als unehelich geborenes Kind wird die 16-Jährige von ihrer Mutter zu einem Leben im Kloster gedrängt. Von allen Seiten unter Druck gesetzt, kämpft sie dort unerbittlich um Selbstbestimmung und persÜnliche Freiheit. Es sind solch klassische Themen der franzÜsischen Aufklärung, die der Film von Guillaume Nicloux behandelt. Vorlage ist das 1796 posthum erschienene Drama La Religieuse von Denis Diderot, einem der wichtigsten Schriftsteller jener Epoche. Nicloux aber gelingt mit seiner Ver¿lmung, den alten Stoff behutsam fßr die heutige Zeit aufzubereiten, ohne dabei explizite Kirchenkritik in den Vordergrund zu stellen: Die Nonne ist vor allem ein eindringliches Plädoyer fßr ein unabhängiges Leben und die Kraft des Willens. Mit der Neuentdeckung Pauline Étienne in der Rolle der unterdrßckten und aufbegehrenden Suzanne Simonin, einer beeindruckenden Martina Gedeck als Suzannes Mutter und der charakterstarken Isabelle Huppert als Mutter Oberin. Ab 31. Oktober in den deutschen Kinos ,QIRUPDWLRQHQXQWHUZZZGLHQRQQH¿OPGH$EELOGXQJ‹%HOOH(SRTXH)LOPV

DIONYSOS. RAUSCH UND EKSTASE Er ist Zeus’ Sohn und jßngster aller griechischen GÜtter. Und er ist der Gott der Freude, des Rausches und der Fruchtbarkeit. Kaum ein antiker Gott wurde so oft gemalt wie er: Dionysos, bei den RÜmern auch als Bacchus bekannt. Die Ausstellung zeigt Werke von der Antike bis heute und vergegenwärtigt die ausgelassene Sphäre des Dionysischen. 3. Oktober 2013 bis 12. Januar 2014, Bucerius Kunst Forum Informationen unter: www.buceriuskunstforum.de Abbildung: Š Hans-Peter Klut, Staatliche Kunstsammlungen Dresden

VERDI IM VISIER Kaum ein Haus, das Giuseppe Verdi in diesem Jahr nicht die eine oder andere Inszenierung widmet – aber die Hamburger Staatsoper hat sich fĂźr den 200. Geburtstag des Italieners etwas ganz Besonderes ausgedacht. Innerhalb von drei Wochen zeigt sie drei Opern des Jubilars, hat sich dafĂźr aber nicht die Klassiker wie Otello, Aida oder La Traviata ausgesucht, sondern drei selten gespielte FrĂźhwerke: La battaglia di Legnano, I due Foscari und I Lombardi alla prima Crociata. Inszeniert werden sie von David Alden, der vor allem fĂźr seine postmodernen Produktionen bekannt ist – und fĂźr den Verdi alles andere als Neuland ist: Er hat dessen StĂźcke mit groĂ&#x;em Erfolg bereits weltweit zur AuffĂźhrung gebracht. Premieren: La battaglia di Legnano am 20. Oktober, I due Foscari am 27. Oktober, I Lombardi alla prima Crociata am 10. November, Hamburgische Staatsoper, GroĂ&#x;es Haus Informationen unter: www.hamburgische-staatsoper.de, Abbildung: Š Klaus Lefebvre

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TERMINE

HAMBURG

PINK MARTINI »Pink Martini ist ein ausgelassenes Einmal-rund-um-die-Welt-Abenteuer«, beschreibt Bandleader und Pianist Thomas Lauderdale sein 12-köp¿ges Orchester. Wie recht er damit hat, beweist die Band seit ihrem ersten Album 1997: Inspiriert von romantischen Hollywood-Musicals der 1940er-und 50er-Jahre, vereinigen sie bis heute Musikstile wie Latin, Klassik und Jazz in ihren Easy-Listening-Songs, die China Forbes in der jeweils passendsten Sprache zum Besten gibt. 8. Oktober, Laeiszhalle Informationen unter: www.elbphilharmonie.de, Abbildung: © Autumn de Wilde

OTHELLO TANZT WIEDER »Die Unmöglichkeit, einen anderen Menschen wirklich zu kennen« – mit diesem Satz beschreibt John Neumeier das Hauptthema der Liebes- und Leidensgeschichte zwischen Othello und Desdemona. Und überführt es gekonnt in seine Ballett-Adaption der Shakespeare’schen Tragödie um den Feldherrn Othello, der aus grundloser Eifersucht seine Geliebte Desdemona tötet und dann sich selbst. Uraufgeführt wurde Neumeiers Inszenierung schon im Januar 1985 in der Kampnagelfabrik in Hamburg. Jetzt wird sie erneut aufgenommen – zu unserer großen Freude, denn kaum einem anderen gelingt es, Gefühle so poetisch im Tanz auszudrücken wie dem Chefchoreografen des Hamburg Ballett. 15. September, Hamburgische Staatsoper, Großes Haus Informationen unter: www.hamburgische-staatsoper.de, Abbildung: © Holger Badekow

JEDERMANN STELLT FRAGEN Wofür lohnt es sich zu leben? Für Geld und den Beruf? Oder doch eher für Familie, Freunde und Liebe? Im Stück Jedermann von Hugo von Hofmannsthal geht es um nichts weniger als solch elementare Fragen des Lebens. Gestellt werden sie anhand der Geschichte des wohlhabenden Jedermann, der unerwartet mit dem Tod konfrontiert wird, welcher ihn vor das Jüngste Gericht führt. Dabei muss der um seine Seele fürchtende Jedermann feststellen, dass er nichts in die Waagschale werfen kann, denn weder sein treuer Knecht noch seine Freunde noch sein Geld begleiten ihn auf diesem schweren Gang. Einzig sein Glaube und die humanistisch-christlichen Werte helfen ihm schließlich. Und dem Zuschauer bleibt die Frage, welche Lebensbilanz er ziehen könnte, würde ihn dasselbe Schicksal ereilen wie Jedermann. Uraufgeführt wurde das Stück 1911, für das Thalia Theater inszeniert es Bastian Kraft in Kooperation mit den Salzburger Festspielen neu. Philipp Hochmair wird in der Rolle des Jedermann live begleitet von der amerikanischen Musikerin Simonne Jones. Premiere am 19. Oktober, Thalia Theater Informationen unter: www.thalia-theater.de, Abbildung: © Paul Schirnhofer

OLAF METZEL: GEGENWARTSGESELLSCHAFT Vom Turkish Delight, einer Bronzeskulptur, die eine unbekleidete Türkin mit Kopftuch zeigt, bis zum Randale-Denkmal, einer haushohen Konstruktion aus rotweißen Absperrgittern – Olaf Metzels Kunst provoziert und berührt den Betrachter zugleich. Der Hamburger Kunstverein gibt nun einen Überblick über das künstlerische Schaffen des Bildhauers, Zeichners und Objektkünstlers. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Arbeiten, die sich mit der bundesdeutschen Geschichte auseinandersetzen. Vom 28. September 2013 bis 5. Januar 2014 im Kunstverein, seit 1817 Informationen unter: www.kunstverein.de, Abbildung: © VG Bild-Kunst, Bonn 2013

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FEIERN

EVENTS

SHOP LIKE A STAR Wenn das Alsterhaus gemeinsam mit dem Lifestyle-Magazin »Gala« zur Shopping Night lädt, gibt es nicht nur die Highlights der neuesten Kollektionen zu bewundern, sondern auch wertvolle Fashion- und Beautytipps.

25. APRIL 2013

»GALA« SHOPPING NIGHT Wer gerne bei Livemusik Seite an Seite mit Prominenten einkauft, dabei ein Glas Champagner in der Hand hält und mit feinen Canapés verwöhnt wird, war bei der diesjährigen Gala Shopping Night wieder genau richtig: »Shop Like a Star« hieß das Motto des Abends, für den das Alsterhaus seine Türen bereits zum fünften Mal bis Mitternacht geöffnet hielt. Der Ansturm war riesig, und nicht nur KauÀustige kamen auf ihre Kosten. Alle Gäste konnten sich in der Beauty-Abteilung von Stilexperten beraten und ihren neuen Look gleich in den Gala-Fotostudios festhalten lassen. Unter den prominenten Shoppern sah man an diesem Abend etwa Yared Dibaba, Jorge Gonzalez, Thomas Heinze, Thomas Helmer, Yasmina Filali sowie Svenja Holtmann, Stephan Luca, Motsi Mabuse und Ina Menzer.

Von oben links im Uhrzeigersinn: Tänzerin Motsi Mabuse im Rausch der Düfte; Alsterhaus-Geschäftsführer Alexander Franke mit Gala-Chefredakteur Christian Krug; der Ansturm war riesig; auf der Suche nach dem schönsten Stück; auch die Schauspieler Kostja Ullmann, Stephan Luca und Janin Reinhardt sind begeistert

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IMPRESSUM HER AUSGEBER:

PRODUKTION:

SCHLUSSREDAKTION:

Alsterhaus Hamburg Jungfernstieg 16–20 20354 Hamburg

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Constanze Ehrhardt, Karola Handwerker, Günter Max Okupski, Miriam Wiesel

Ein Haus der Karstadt Premium GmbH Theodor-Althoff-Str. 2 45133 Essen GESAMTLEITUNG:

Petra Fladenhofer

C A STING:

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DRUCK:

ART BUYING:

E&B engelhardt und bauer Druck und Verlag GmbH

Sonia Adamczak, Ilka Tödt

www.alsterhaus.de

AUTOREN:

Nikolas Feireiss, Bettina Homann, Ulf Lippitz, Sandra Middendorf, Marie-Sophie Müller

PROJEKTLEITUNG:

Andrea Ponholzer Lena Karrenbauer (Praktikantin) KRE ATIVDIREKTION:

Mario Lombardo REDAKTION:

Cordelia Marten (Leitung), Nikolas Feireiss, Sandra Middendorf, Till Schröder, Anna Lea Pasdzierny (Assistenz) ARTDIREKTION:

Tania Parovic, Alexander Seeberg-Elverfeldt DESIGN:

Matthias Neumann, Tania Parovic, Antje Sauer, Alexander Seeberg-Elverfeldt

FOTO GR AFIE / ILLUSTR ATION:

Joachim Baldauf, Will Broome, Horst Diekgerdes, Frederik Heyman, Hadley Hudson, Benjamin Alexander Huseby, Daavid Mörtl, Arnaud Pyvka, Andrés Segovia, Alexander Straulino ST YLING / SETDESIGN:

Angelika Götz, Claudia Hofmann, Kathi Kauder, Peter Klare, Niki Pauls, Stefanie Roth, Lynn Schmidt CVD:

Ilka Tödt KONZEP T, GESTALTUNG UND BILDREDAKTION:

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