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März 2014

1€

Österreich: 1,20 € Schweiz: 2,00 SFR C 8750

Für Eltern, Erzieher und Kinder

Rezepte Pasta – mal ganz anders

Selbst gebastelt

NaturApotheke

Gesund durch das ganze Jahr

Eine süße Anziehpuppe

6

Seiten Kinderkiste

nd Rätselspaß u öne ch eine wunders um Geschichte z Vorlesen

ADHS

Das hilft bei Unruhe

Traumziele Ans Meer oder in die Berge

ModeExtra Trendy SommerSchick für die Kleinen plus Model-Aktion

So fördern Sie Ihr Kind

Mehr Selbstbewusstsein & Selbstvertrauen


Die Themen auf dem Titel sind mit

gekennzeichnet

Fotos: Thinkstock

Inhalt 14

16

50

Scheidung: Nicht immer ein Drama

ADHS: Ständig unter Strom

Griechenland: Urlaub in Blau-Weiß

TITELGESCHICHTE 8 Kopf hoch, Kinder So fördern Sie Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen

KINDERKISTE 28 Vorlesegeschichte Nekke, der Wassermann 32 Rätselspaß mit Berti und Tatze

GESUNDHEIT 46 Natürlich gesund Mit der Natur-Apotheke durchs Jahr

FAMILIE HEUTE 14 „Wir sind glücklich geschieden“ Trennung und Scheidung ohne Rosenkrieg

KINDERKOCHKLUB 34 Geht doch Nudeln mal anders

16 Hilfe für die Zappelkinder Unruhe, Konzentrationsschwierigkeiten, chaotisches Familienleben 20 „Wichtig sind Eltern, die in sich ruhen“ Kinderpsychiater Michael Winterhoff warnt: Wir lassen Kinder viel zu oft alles entscheiden VERSICHERUNG-EXTRA 22 Leib und Leben vor Hab und Gut Unverzichtbar: Absicherung für Familien

LERNEN & SPIELEN 36 Kleidchen, wechsle dich! Anziehpuppe selbst gemacht NACHWUCHS-KRITIKER 38 Erik (5) testet neue Bilderbücher MEDIENTIPPS 39 Spiele, Apps & Co. MODE-EXTRA 40 Sonne, wir kommen Outfits für den Frühling

4 Kinder 3/2014

54 Wo das Glück lacht Drei-Generationen-Urlaub in Osttirol 58 Reisetipps Urlaubsziele für Familien KINDERGARTENNEWS 60 Die Angst vor den Hunden Pro & Kontra: Ist es nötig, einen Spielplatz einzuzäunen? 61 Christkind oder Weihnachtsmann? Leserbriefe zum Thema „Weihnachtsgeschenke“ aus Heft 12/2013 GLOSSE 64 Invasion mit Kind und Kegel Eine Familie besucht eine Familie

e: Abo-Hotlin reitag

F Montag bis 0 Uhr, :0 7 1 is 8:00 b 44 84 64, Tel. 040/41 44 84 99 Fax 040/41

REISE 50 Auf ins Land der Götter Griechenland: vielseitig und kinderfreundlich

Seite 40 Mode Die FrühjahrSommerKollektionen sind da

UND SONST 6 News 62 Ihre Seite 66 Vorschau/Impressum

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So fördern Sie Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen

Kopf hoch, Kinder! Das Leben verlangt heute viel von kleinen und großen Leuten: Einerseits muss man sich durchsetzen können, andererseits ist Teamgeist gefragt. Welche Eigenschaft brauchen Kinder, um ein gesundes Selbstbewusstsein zu entwickeln, ohne gleich egoistisch zu werden? Dabei können Freizeitangebote wie Musikunterricht, Sport, Tanz und Schauspielerei optimal helfen. Text: Stefanie Albert; Mitarbeit: Christian Personn

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Fotos: Stagecoach Theatre Arts Schools Deutschland

Die richtige Balance Ein gutes Abbild des echten Lebens sind Gesellschaftsspiele. Eltern sollten ihre Kinder dabei nicht aus Prinzip gewinnen lassen. Klar, es stärkt das Selbstbewusstsein, wenn ein Kind einen Erwachsenen beim Memory besiegt. Das Kind lernt aber nicht, mit Niederlagen umzugehen und wird beim Zusammenspiel mit anderen scheitern. Wer die Kleinen hingegen mit der Überlegenheit eines Erwachsenen nur „abzieht“, demütigt sie unnötig. Am besten ist ein Wechselspiel aus Sieg und Niederlage, bei dem die Kinder sich tatsächlich anstrengen müssen, um mit Erfolg belohnt zu werden. Damit Kinder innere Stärke und Teamgeist gleichzeitig entwickeln, sollten Sie Dinge fördern, die Geduld, Kreativität, Selbstüberwindung, Eigenständigkeit und Gemeinschaftserlebnisse erfordern. Musik, Malen, Theaterspielen, Singen oder Sport im Verein gehören dazu.

mmas Auftritte sind Triumphzüge. Die Sechsjährige scheint vor nichts Angst zu haben. Im Tanzsaal trägt sie selbstbewusst und mit glockenreiner Stimme ein Musicallied vor. In der Schauspielklasse bestimmt sie, wo es langgeht. Doch beim Lernen für die Schule hat sie Probleme. Der gleichaltrige Malte hingegen versteckt sich am liebsten im Tanzkurs hinter Kindern wie Emma. Er spricht ganz leise, weil er erst zum zweiten Mal in die Freizeit-Theaterschule „Stagecoach“ gekommen ist. Doch schon bald wird er aufgeschlossener und traut sich was. Er freundet sich mit einem anderen Jungen

Mit Ellenbogeneinsatz kommt man nicht weit an. Sie behandeln sich gegenseitig mit Respekt und helfen sich auch bei den Hausaufgaben. Malte ist nun nicht mehr nur schriftlich Klassenbester, sondern holt auch beim Mündlichen auf. Zwei Kinder, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten. „Ein bisschen mehr Zurückhaltung würde Emma nicht schaden, dann wäre sie auch besser in der Schule“, sagen ihre Eltern. „Wäre unser Sohn nicht so schüchtern, würde ihm vieles im Leben leichter fallen“, meinen Maltes Mutter und Vater. Die Eltern von beiden Kindern haben recht. Jeder auf seine Weise. Unbestritten ist Durchsetzungsvermögen eine der wichtigsten Eigenschaften in unserer

Leistungsgesellschaft. Doch nur mit Ellenbogeneinsatz kommt man nicht weiter. Damit lässt sich zwar manches Ziel schnell erreichen, langfristig erzeugt die rabiate Tour jedoch auch viele Widerstände. Und sie macht einsam. Ob zu viel Ego oder zu wenig Selbstvertrauen – beides ist keine gute Voraussetzung für ein glückliches, erfolgreiches Leben. Doch alle Eltern, die sich Sorgen um ihre Kids machen, können sich trösten: Jedes Kind hat zwar verschiedene Anlagen, doch sein Verhalten im Bezug auf die Mitmenschen ist nicht angeboren, sondern lernbar. Deshalb haben die Eltern von Emma und Malte für ihre Kinder auch den Besuch in einer Freizeit-Theaterschule wie der in Hamburg-Bahrenfeld ausgesucht. Jeweils am Freitagnachmittag und Samstagvormittag kommen die beiden mit 15 anderen Kindern in ihrer „Early Stages“-Gruppe zusammen – und „lernen“, sich darzustellen. Eine halbe Stunde Gesang, eine Schauspielern und eine Tanzen. „Durch das Erfahren des eigenen Körpers in unseren Kursen bekommen die Kinder mehr Vertrauen zu sich selbst“, erläutert Ann-Katrin Greie, Leiterin der Hamburger Einrichtung. Mitgefühl mit anderen ist heute mehr gefragt denn je Pädagogen sind sich heutzutage darüber einig, dass Kinder langfristig die besten Chancen haben, die genau die Dinge beherrschen, die eine moderne Gesellschaft

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Kinder 3/2014

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Alles dreht sich ums Kind – und die Kleinen dürfen alles. Und lernen so niemals richtig das Erwachsensein.

„Wichtig sind Eltern, die in sich ruhen“ Der bekannte Kinderpsychiater Michael Winterhoff warnt: Wir lassen Kinder viel zu oft alles entscheiden

KiNDER: Sie schreiben, dass heutzutage Eltern ihre Kinder unbewusst als Teil von sich selbst empfinden. Wie sieht diese Symbiose denn aus? Michael Winterhoff: Die Eltern sehen ihre Kleinen als Teil von sich, wie einen Arm. Wenn der schmerzt, müssen sie ihn halten. Übertragen heißt das: Wenn ein Kind hinfällt, trösten die Eltern es in jedem Fall. Egal ob es wirklich wehtut oder das Kind nur markiert und Auf-

20 Kinder 3/2014

merksamkeit will. Eltern ist die Intuition verloren gegangen, auch aus der Distanz die Dinge realistisch einzuschätzen. Sie lesen dem Kind jeden Wunsch von den Lippen ab, weil sie in Wirklichkeit ihr Kind steuern wollen – wie eben einen Teil von sich. Sind diese Kinder deshalb so ausgeprägte Egomanen? Sie haben keine Frustrationstoleranz,

kein Unrechtsbewusstsein, keine Empathie oder sehen sich als Opfer. Und vor allem denken sie, alles würde sich um sie und das Stillen ihrer Bedürfnisse drehen. Aber Kinder sind doch das Produkt der Erziehung ihrer Eltern – die sind doch eigentlich verantwortlich? Sicherlich. Vater und Mutter sind wesentlich – aber auch überfordert von der heutigen, digital geprägten Außenwelt. Und www.wireltern.de

Foto: Thinkstock

FAMILIE HEUTE


KINDERKOCHKLUB

Geht doch Nudeln mal anders Die meisten Kinder mögen Nudeln ohne viel Schnickschnack: am liebsten ohne alles, mit einem Klecks Ketchup oder einem Flöckchen Butter. Unsere Rezepte überzeugen auch Nudel-Puristen – und die Eltern.

Makkaroni mit Fenchel und Rosinen (für die Eltern mit frischen Sardellen) Das braucht man für zwei Erwachsene und ein Kind

1

300

Gramm Fenchel kräftiges Olivenöl große Handvoll Rosinen Salz frisch gemahlener Pfeffer Gramm Makkaroni

Fotos: © Meike Bergmann, Trias Verlag

600

Für die Eltern 200 Gramm filetierte frische Sardellen 1 kleine Handvoll Semmelbrösel 1 unbehandelte Orange So geht’s 1 Die äußeren harten Fenchelblätter und die Stiele abtrennen und den Fenchel waschen. Die Knollen halbieren und klein schneiden. Olivenöl in einem Topf mit passendem Deckel sanft erhitzen und den Fenchel darin andünsten. Die

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Rosinen heiß abspülen und zum Fenchel geben. Salzen, den Deckel auflegen und den Fenchel auf kleinster Flamme bissfest garen. Ab und zu umrühren und etwas Wasser hinzugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. 2 Salzwasser zum Kochen bringen. Die

Nudeln darin al dente kochen. 3 Ofen auf 180 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Für die Eltern die frischen Sardellenfilets nebeneinander in eine geölte Auflaufform legen. Salzen, pfeffern und mit den Semmelbröseln bestreuen. Die Orange heiß abwaschen, ein wenig von der Schale www.wireltern.de


LERNEN & SPIELEN

Anziehpuppe selbst gemacht

Kleidchen, wechsle dich!

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36 Kinder 3/2014

Fotos: Gräfe und Unzer Verlag/Fotograf: Petra Ender Fotos Perlen: Thinkstock

Heute spielen wir Modenschau – und Ihr Kind ist das Model. Toll, wenn es die Outfits dazu auch noch selbst entwerfen darf.

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MODE

Sonne, wir kommen Helle Tage, zartes Grün, Vogelzwitschern – was freuen wir uns auf den Frühling. Und: In der Mode wird es wieder bunt. KiNDER präsentiert die schönsten Sommeroutfits.

Oh, what a sunny day

Foto: Bellybutton

Mit diesen trendigen Teilen fühlen sich die Kids pudelwohl, und es kommt frischer Wind in den Kleiderschrank

Echt spitze Was guckst du?! Verspiegelte Kindersonnenbrille aus Kunststoff. Etwa 20 Euro, www.tom-tailor.de

40 Kinder 3/2014

Stoff-Sneakers mit seitlichem Reißverschluss. Größe 28 bis 36, etwa 35 Euro, www.nameit.com

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REISE

Griechenland: vielseitig und kinderfreundlich

Auf ins Land der Götter

Strände, Säulen, Sonne – trotz Schuldenkrise gibt es gute Gründe, nach Griechenland zu reisen. Die Wiege der westlichen Kultur am Mittelmeer bietet Postkartenidylle in Blau-Weiß und macht Geschichte lebendig.

G

riechenland? Oje. Wenn das Wort in den Nachrichten auftaucht, bedeutet es derzeit meist nichts Gutes. Eurokrise, Schulden, Merkel-Gemecker und kein Ausweg in Sicht. Doch das krisengeschüttelte Land hat seinen Zauber für Urlauber nicht verloren. Der Tourismus ist und

Fotos: Thinkstock

Der Mix aus Natur und Baukunst ist einzigartig

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bleibt eine der wichtigsten Stützen für die Wirtschaft. Die Preise sind günstig, die Vielfalt ist ungebrochen. Auch wenn das Land der Götter beim Preisdumping um die billigsten Betten nicht mit der Türkei oder Spanien mithalten kann, bleibt es für Kulturliebhaber und Strandurlauber gleichermaßen attraktiv. Denn die Mischung aus Natur, alter Baukunst und sonnigen Tagen am Meer ist einzigartig. www.wireltern.de


KiNDER 3