Page 1

#4|2016

GZ 02Z032301M · DVR 0029874(101)

Verlagspostamt 1010

P.b.b. · Erscheinungsort Wien

N E G N I S N STERkumquat e

h c i e Z n e z t e Wir s

en.at g n i s tern www.s

Welt e t h c e r e g n – für eine


Wie du Kinder auch im Sommer fürs Stern­ singen begeistern kannst, erzählt dir Hem­ ma Gamillscheg aus der Pfarre Gersthof.

Auf die Plätze, fertig, looos… …ist das Motto für unser „Koki-Fest“ - einem Sommerfest für und mit den Kindern der Kommunionvorbereitung. Die aufgeweckten Buben und Mädchen sollen motiviert werden, sich nicht mit „endlich geschafft“ aus der Gemeinde zu verabschieden, sondern passende weiterführende Angebote in unserer Pfarre Gersthof-St.Leopold kennen zu lernen. Vier Stationen sind vorbereitet und anschließend ist ein Grillfest im Pfarrgarten geplant. In der Ministrant/innensakristei gibts in Wort und Bild Informationen über die große Gruppe der Minis und die Möglichkeit gleich die neuen Gruppenleiter/innen kennen zu lernen. Natürlich gibts auch eine modische Einlage am roten Teppich beim Probieren der Minigewänder…- ja wie heißt schnell dieses Bandl, das wie ein Gürtel funktoniert? Und dann falten die Kinder Papierflieger und lassen sie von der Orgel starten.…Minis ganz groß! Inzwischen arbeitet eine andere Gruppe konzentriert an einem Kreuzworträtselsudoko und gestaltet ein Mandala, während sie unser Pastoralhelfer über die Jungschar informieren will – „das weiß ich schon, da geht meine Cousine hin, das is super!“ tönt es gleich dazwischen und die Information übernimmt ein Achtjähriger.

Und dann…hallo, es ist Sommer, was ist da los? Ein Bild der Sternsinger/ innen und ein goldener Stern tauchen auf und dann heißts "namaste" und die Reise nach Indien beginnt. Gespannt hören die Kinder zu, wie SIE SELBST die Not in anderen Ländern lindern helfen können und eine Botschaft vom Frieden bringen. Nein, noch nicht jetzt – erst nach Weihnachten, aber zuvor gibts die Gelegenheit, sich mal probehalber in eine/n König/in zu verwandeln. Mit ein bisschen Geschubse gelingt es,einen Platz bei der Fotowand zu ergattern und – klick – schon ist Lisbeth ein Melchior, was auch gleich am Foto festgehalten wird. Und während des großen Würstlschmausens werden die Fotos ausgearbeitet und mit einem InfoEtikett samt Aktionsterminen und Kontaktmöglichkeit zu den DKA-Verantwortlichen versehen - zum Gleich-Mitnehmen. Mit Schmunzelgarantie für die Eltern. Schon beim Heimgehen gibts heiße Diskussionen, wo man im Herbst mitmachen wird - am besten überall - das meinen jedenfalls die Kinder! Also: Auf die Plätze, fertig, looos…..in die Ferien! Und auf ein baldiges Wiedersehen! Hemma Gamillscheg

Das ganze Jahr lang Sternsingen Das Jungscharbüro bietet jederzeit Material und Know How für dich und deine Gruppe Sternsingen gehen – das ist so schön! Doch die Dreikönigsaktion hält uns nicht nur rund um den 6. Jänner, sondern auch unterm Jahr auf Trab! Im Jungscharbüro beschäftigen wir uns in einem fort mit Sternsingen und allem, was da dazugehört. Und wusstest du, dass auch unterm Jahr ständig etwas zu tun ist? Da gibt es einerseits die Projekte zu lesen und abzustimmen, andererseits auch Veranstaltungen zu planen und natürlich auch eine Gruppenstunde zu schreiben! Zwischendurch kümmern wir uns um ein Kumquat oder um die Materialien, die ihr im Herbst immer geliefert bekommt. Es ist durchaus viel los und viel zu tun!

2

Gerade beschäftigt uns der Projektpartner/innenbesuch sehr. Uns werden im November Menschen aus dem Süden Tansanias besuchen, die für einige Zeit in Österreich unterwegs sind, um von ihrem Land und ihrem Projekt zu erzählen. Auch du und deine Pfarre oder Schule habt die Möglichkeit, sie persönlich zu treffen und zwar beim Workshopnachmittag am 19. November! Und wenn die Aktion vorbei ist, dann kümmern wir uns auch schon wieder um die nächste Veranstaltung: und zwar den Welt.sichten Tag. Das ist ein Workshop für alle Interessierten am Globalen Lernen, der am 13. Mai 2017 stattfinden wird. Also halte dir den Tag schonmal frei! Möchtest auch du mit deiner Gruppe unterm Jahr viel mehr zu Themen rund um den Globus machen? Das freut uns sehr, komm vorbei und schau, welches Material es dazu gibt! Oder wir kommen zu dir in die Pfarre und halten direkt vor Ort einen Workshop mit den Gruppenleiter/innen oder mit deinen Kindern ab!


Liebe DKA-Verantwortliche, lieber DKA-Verantwortlicher! Die Erfolgsgeschichte der Sternsingaktion tut sich keinen Abbruch! Während der letzten Aktion wurden in Wien 2,4 Millionen Euro gesammelt, in ganz Österreich waren es knapp 16,7 Millionen! Unglaubliche Zahlen und das haben wir alles euch und euren Sternsingkindern zu verdanken. Also bevor ihr euch wieder in die Arbeit stürzt, die Lieder übt und die Gewänder auspackt, möchten wir nochmal herzlich DANKE sagen! Ihr seid großartig! Im letzten Jahr haben wir sehr viel über Indien gelesen, über unsere Projektpartner/innen im Nordosten und über ihre Arbeit mit Jugendlichen bei I-Card. Heuer wandert unser Blick in den Osten Afrikas, genauer gesagt nach Tansania. Im Fokus des heurigen Beispielprojekts liegen Landrechte. Bäuerinnen und Bauern sind von Landraub betroffen, sie verlieren ihre Felder, weil große Firmen sie kaufen. Da die Menschen aber meist keine offiziellen Besitzrechte haben, ist es schwer ihr Recht durchzusetzen. Unsere Projektpartner/innen von MIICO machen Lobby- und Medienarbeit und leisten auch Rechtsbeistand, wenn dieser benötigt wird. In diesem Heft kannst du vieles über Tansania, über Landraub und über das Projekt MIICO lesen. Du findest Materialien, um auch mit Kindern gut zu diesem Thema arbeiten zu können. Und außerdem gibt es natürlich auch jede Menge praktische Tipps für die Durchführung der Sternsingaktion in deiner Pfarre!

Power Points und Filme (eine Auswahl) „Sternsingen“ Film (12 min). Österreichische Kinder erzählen vom Sternsingen. Kinder aus dem Globalen Süden berichten von ihrem Leben. Kindgerechte Einblicke, wie Menschen mit Sternsing-Spenden unterstützt werden. „A Steansinga Füm :)“ Film (24 min). Jugendliche aus Niederösterreich berichten in diesem selbst gestalteten Film, was sie zum Sternsingen motiviert. Außerdem werden zwei Projekte aus Kolumbien und Indien vorgestellt. Das Sternsing-Projekt in Tansania Powerpoint-Präsentation oder Fotoset (A4) mit 14 Fotos und Projektbeschreibung. Die Materialien findet ihr online unter www.sternsingen.at oder ihr könnt die Filme bei uns im Büro ausborgen!

Wir wünschen euch viel Spaß mit den Materialien, beim Vorbereiten und natürlich beim Sternsingen! Wir freuen uns sehr, euch beim Projekt­ partner/innen Besuch, beim Workshopnachmittag, beim DKA Cocktail und beim DKA Kino zu sehen!

Info Tansania Tansania ist ein großes Land im Osten Afrikas, das an den Indischen Ozean grenzt. Es ist mehr als 11 mal so groß wie Österreich. Es leben fast 6 mal so viele Menschen in Tansania wie in Österreich. Die meisten sprechen Swahili. „Hallo, wie geht’s?“ heißt auf Swahili „Habari gani?“. Obwohl Tansania eine britische Kolonie war, ist Swahili heute wieder die wichtigste Sprache im öffentlichen Leben. Die meisten Menschen leben von Landwirtschaft, hauptsächlich Subsistenz­ wirtschaft. Viel gewinnbringender für die Unternehmen sind aber andere Wirtschaftssektoren, wie der Export von Mineralien (vor allem Gold), landwirtschaftlichen Produkten (z.B. Cashewnüsse, Kaffee und Tabak) und Erdgas. In Tansania gibt es eine riesige Savanne – sie heißt Serengeti und ist in der Welt sehr berühmt. Es gibt auch einen sehr großen See – den Viktoriasee.

Länderpakete Ob Brasilien, Indien, Philippinen oder Ghana: Im Jungscharbüro gibt es Länderpakete zum Ausborgen! In diesen prallgefüllten Schachteln findest du neben Hintergrundinformationen und praktischen Tipps alle möglichen Dinge aus dem jeweiligen Land: von Geräuschmemory in Filmdosen, über Länderfahnen bis hin zu Puppen und Instrumenten. Material zum Ausborgen Im Jungscharbüro haben wir noch viele anderen Materialien, die du dir für deine Gruppenstunden oder für das Jungscharlager ausborgen kannst! Komm einfach mal zu uns an den Stephansdom und schau dich um. Wir helfen dir gerne, etwas Passendes für dich und deine Gruppe zu finden!

3


This Land was made for you and me Tagtäglich werden kleinbäuerliche Familien und Gemeinschaften von ihren Feldern verdrängt oder gewaltsam vertrieben, um Agrarunternehmen oder finanzstarken Investor/innen zu weichen, die das Land zur Produktion für den Weltmarkt nutzen. Dieses Phänomen das gemeinhin als Landgrabbing oder Landraub bezeichnet wird sorgt seit einiger Zeit für großes Aufsehen. In den vergangenen 15 Jahren haben rund 45 Mio. Hektar Land auf diese Weise ihre Besitzer/innen gewechselt – das entspricht ca. 5 mal der Gesamtfläche Österreichs. Doch in ihren Grundzügen ist diese Verdrängung Kleiner durch Große tief in der kapitalistischen Art zu wirtschaften verankert und damit alles andere als neu. Wenn Geld und Reichtum zum höchsten Ziel des guten Lebens werden, scheint nützlich nur, was am Markt zu Profit gemacht werden kann. Kleinbäuerliche Familien folgen jedoch oft einer anderen Logik: sie produzieren nicht für den Markt, sondern hauptsächlich für den eigenen Bedarf und die lokale Gemeinschaft. Außerdem zwingt die Konkurrenz auf diesem Markt die Unternehmen dazu, immer weiter zu wachsen, um sich im Wettbewerb behaupten zu können. Doch wer immer mehr produziert, die/der braucht auch immer neue Ressourcen – Land, Rohstoffe und Arbeitskräfte. Und so werden seit Jahrhunderten Menschen in allen Ecken der Welt vertrieben, verdrängt, enteignet. Die jüngste Welle von Landnahmen begann mit dem Ausbruch der globalen Wirtschaftskrise vor rund zehn Jahren. Während die einst himmelstürmenden Aktienkurse in sich zusammenfielen, erlebten die Preise für Lebensmittel und andere landwirtschaftliche Güter plötzlich einen ungeahnten Aufschwung. Inmitten dieser wirtschaftlichen Turbulenzen wurde somit Land zur ebenso lukrativen wie sicheren Finanzanlage. Die Gründe dafür sind vielfältig. Zum einen sorgt der wirtschaftliche Aufstieg einst armer Länder wie China, Indien oder Brasilien dafür, dass sich auch der westliche Lebensstil und Ressourcenverbrauch globalisiert. Die aufstrebenden Industrien benötigen Rohstoffe und die Ernährungsgewohnheiten der Menschen ändern sich. So entsteht ein enormer Bedarf an Land, etwa um Futtermittel für die wachsende Fleischproduktion zu erzeugen.

4

Über Landraub und was die Projekt­ partner/innen der DKA dagegen tun

Doch auch der Klimawandel spielt eine wesentliche Rolle. Neben dem Verlust von Agrarflächen durch Dürren und Naturkatastrophen haben vor allem die Maßnahmen der internationalen Klima- und Umweltpolitik zu Landnahmen geführt, die mittlerweile auch als „Green Grabbing“ bezeichnet werden. Die gesetzliche Förderung von Agrartreibstoffen in vielen europäischen Staaten etwa, hat den Bedarf an Ackerland massiv erhöht und verdrängt vielerorts die Produktion von Lebensmitteln. Ähnliche Auswirkungen hat der sogenannte Emissionshandel. Dieser Mechanismus ermöglicht Unternehmen durch Investitionen in vermeintlich klimafreundliche Projekte, Lizenzen für zusätzliche CO2-Emissionen zu erwerben und hat dafür gesorgt, dass Land im „Globalen Süden“ zur Kompensation des übermäßigen CO2-Ausstoßes im „Norden“ genutzt wird. All diese Faktoren lassen die Nachfrage nach Ackerflächen steigen und machen sie so zu einem beliebten Spekulationsobjekt. Manche Investor/innen haben gar nicht erst die Absicht, das Land zu bewirtschaften, sondern hoffen, es später zu einem höheren Preis wieder verkaufen zu können. Von ihren Verteidiger/innen aus Politik und Wirtschaft wird die Landnahme oft als historische Notwendigkeit dargestellt. Die Methoden der Kleinbäue-


rinnen und –bauern gelten ihnen als „rückständig“ und wenig produktiv. Um die wachsende Weltbevölkerung auch in Zukunft ernähren zu können, brauche es, ihrer Meinung nach, daher eine umfassende Modernisierung und Industrialisierung der Landwirtschaft. Dabei ist eine regionale, kleinbäuerliche Landwirtschaft langfristig betrachtet sogar effizienter. Denn die Agrarindustrie zielt auf kurzfristige Ertragssteigerungen und Profite. Monokulturen, chemische Düngemittel und Pestizide zerstören aber Böden und Gewässer und machen das Land für die kommenden Generationen nutzlos. Trotzdem unterstützen viele Regierungen die Investitionen der Agrarindustrie. Denn für die Staaten bedeuten diese eine neue Einnahmequelle und die häufig sehr undurchsichtigen Verkaufsprozesse bieten lokalen Entscheidungsträger/innen Gelegenheit, sich persönlich zu bereichern. So wird Land oft einfach über die Köpfe der Betroffenen hinweg vergeben. Die kleinbäuerlichen Familien wiederum besitzen nur selten einklagbare Eigentumsrechte wie Besitzurkunden für die Äcker, die sie seit Generationen bewirtschaften. Und gegen die hochbezahlten Anwält/innen der Gegenseite sind ihre Chancen vor Gericht ohnehin gering. Zum Teil wird die lokale Bevölkerung aber auch einfach gewaltsam von ihrem Land vertrieben oder mit falschen Versprechungen von Geld, Jobs, Schulen oder Straßen, zum Verkauf gedrängt. Ein Schauplatz dieses globalen Kampfes um die Äcker ist Tansania, das Schwerpunktland der heurigen Sternsinger/innenaktion. Hier leben rund 70 % der Menschen am Land – von Ackerbau, Viehzucht, Fischerei und Jagd. Eigenes Land besitzen und bebauen ist für die Familien dort lebenswichtig, denn viele von ihnen sind Selbstversorger/innen und die kleinbäuerlichen Betriebe produzieren den Großteil der Lebensmittel für die hiesige Bevölkerung. Doch die Regierung hat andere Pläne. Mittels großer Investitionsprojekte möchte sie die Landwirtschaft industrialisieren und für den Wettbewerb am Weltmarkt fit machen. Sie vergibt riesige Flächen an die Agrarindustrie, die dort Mais und Soja für den Export pflanzt. Als Futtermittel oder Basis für Agrartreibstoffe landen die Produkte auch in unseren Tanks und auf unseren Tellern. Den Bauernfamilien wird ihr Land oft ganz einfach weggenommen - gegen bestehendes Recht. Mit der Vertreibung ist ihr Überleben bedroht. Unterer-

nährung und Hunger sind die dramatischen Folgen. Ohne ein regelmäßiges Einkommen sind aber auch die medizinische Versorgung und der Schulbesuch der Kinder nicht mehr möglich. Jetzt schließen sich die Bäuerinnen und Bauern zusammen, um den „Landraub“ zu verhindern. MIICO, eine Partnerorganisation der Dreikönigsaktion, unterstützt sie dabei. Sie fördert die Selbstorganisation und Vernetzung der Bäuerinnen- und Bauernfamilien und schult sie in rechtlichen Fragen, damit diese ihren Zugang zu Land besser einfordern und durchsetzen können. Lobby- und Medienarbeit bringt die skrupellosen Praktiken von Investor/innen und lokalen Entscheidungsträger/innen ans Licht der Öffentlichkeit. Auf diese Weise konnten viele Landflächen wieder zurückgewonnen und die Armut in der Region erheblich verringert werden. Dank ihres unermüdlichen Einsatzes und die Unterstützung von MIICO haben die tansanischen Bauernfamilien so bereits viele kleine Siege im globalen Kampf gegen Landgrabbing errungen – und sie kämpfen weiter. Jonathan Scalet

Info

Subsistenzwirtschaft Ein großer Teil der ländlichen Bevölkerung in Tansania und vielen anderen Ländern des Globalen Südens lebt von Subsistenzwirtschaft. Das bedeutet, dass sie die Dinge, die sie zum Leben brauchen (Nahrung, Kleidung, Unterkunft) weitgehend selbst produzieren, statt sie für Geld zu kaufen. Im Gegensatz zu bezahlter Arbeit, arbeiten Menschen in der Subsistenzproduktion also nicht, um einen möglichst hohen Profit oder Gehalt zu erzielen, sondern um ihre grundlegenden Bedürfnisse zu erfüllen. Meist ist es aber nicht möglich alle Dinge, die sie zum Leben und Arbeiten brauchen, selbst herzustellen. Deshalb müssen sie einen Teil ihrer Produkte verkaufen, um etwa Werkzeuge, Maschinen oder bestimmte Lebensmittel am Markt zukaufen zu können.

5


Eine Familie vereint ihre Kräfte Eine Gruppenstunde zum Thema Landwirtschaft und Landraub in Tansania für Kinder zwischen 6 und 13 Jahren

Hintergrund: In Tansania leben mehr als 75% der Bevölkerung als Landarbeiter/innen. Das heißt also, dass drei von vier Menschen Bauern bzw. Bäuerinnen sind. All diese Menschen sind von ihrem Land abhängig, es ist der wichtigste Besitz der Familien. Allerdings können viele von ihnen rechtlich nicht nachweisen, dass das Land ihrer Familie gehört. Deshalb ist es für große Firmen oft sehr leicht, die Menschen von ihrem Land zu vertreiben – auch ohne die oft versprochenen Entschädigungen. Dieser Boden wird aus mehreren Gründen gekauft: um Soja oder Mais als Tierfutter anzubauen, um Agrartreibstoffe zu produzieren oder wegen Landspekulationen (Infos siehe Seite 4-5). Aufbau: Die Jungschargruppe reist als Landarbeiter/innenfamilie nach Tansania. Dort kümmert sie sich erstmal um das Feld und die Ernte. Doch dann kommt ein reicher Mann daher und will das Land der Familie kaufen. Mit vereinten Kräften und gemeinsam mit Helfer/innen und Unterstützung durch die DKA-Partnerorganisation MIICO schafft es die Familie, ihr Land zu behalten und kann wieder Samen säen. Material: (online verfügbar unter wien.jungschar.at/kumquat oder im JSBüro zum Ausborgen) 4 Kärtchen mit Mangos, Bananen, Hirse, Mais, Bohnen und Hühnern(1-2 Kärtchen pro Kind) 4 Kärtchen mit einer Flasche Öl, Salz, Milch und Zucker (1 Kärtchen pro Kind) Achtung: Von den Bananen und Mangos sollte es mehr als von den anderen Lebensmittel-Kärtchen geben! 4 1-2 Spielzeug-Bananen (aus Stoff, Holz…) 4 zwei Landkarten von Tansania (auf A3, jeweils in acht Teile geteilt) 4 eine Landkarte mit je einem Buchstaben pro Teil, die zusammen „T A N S A N I A“ ergeben. (Option für jüngere Kinder: auf der Rückseite ergibt sich die Flagge von Tansania) 4 eine Landkarte mit den Titeln der Handlungsmöglichkeiten und auf der Rückseite weitere Erklärung dazu (möglichst in zwei Farben für die beiden Kategorien)

4 Kärtchen mit Briefen 4 Kärtchen mit Schwimmbad, Maisfeld und Fabrik 4 Spielfiguren, welche die Bevölkerung von Tansania darstellen sollen (ca. 20 Stück) 4 Holz- oder Legosteine 4 Essstäbchen 4 ev. tansanisches Essen und Trinken (Rezepte im Länderpaket) für den Abschluss Hinweis: Eine lange Version mit allen Informationen findest du unter http://wien.jungschar.at/kumquat Vorbereitung Verteile vor der Gruppenstunde die Kärtchen mit Hirse, Mais, Bohnen, Hühnern, Bananen und Mangos im Raum. Achte darauf, dass Bananen und Mangos eher weiter oben, an schwieriger zu erreichenden Stellen sind. Du kannst sie auch irgendwo aufhängen1. Einstieg Lege die Puzzleteile der Tansania-Landkarte mit Buchstaben auf den Tisch. Die Kinder sollen sie nun zusammenbauen. Anschließend erzählst du ihnen kurz etwas über Tansania (Infos siehe Seite 3). Zeig den Kindern auch auf einem Globus oder im Atlas wo genau es liegt. Auflockerungsspiel (Baustein2) Wir bewegen uns zu passender Musik durch den Jungscharraum und reisen so gemeinsam nach Tansania, um dort unser Land zu versorgen. Wir sind nämlich eine typische tansanische Großfamilie und besitzen gerade so viel Land, dass wir von den Dingen, die wir anbauen, leben können. Nun steht bald die Ernte an und danach müssen die neuen Pflanzen gesät und versorgt werden. Um uns in Tansania gut zurechtzufinden, üben wir uns auf Swahili zu unterhalten. Wir gehen im Jungscharraum herum und grüßen jede Person, die uns entgegenkommt mit „Habari gani?“ („Hallo, was sind die Neuigkeiten?“), die zweite Person antwortet mit „Nzuri“ („die Neuigkeiten sind gut“). Ernte Super! Wir haben es geschafft und sind in Tansania angekommen. Und in unserem Postkasten wartet schon ein Brief auf uns! Lasst uns lesen, was da drinsteht (Kärtchen 1). Pass bitte gut auf, dass das Obst für die Größe der Kinder geeignet liegt und nur auf bzw. über stabilen Möbeln und Dingen. 2 Einige Teile der Gruppenstunde sind als Bausteine gekennzeichnet. Diese kannst du, je nachdem ob ihr genug Zeit habt, einbauen oder auch weglassen. 1

6


Die Kinder sollen nun versuchen, die Lebensmittel-Kärtchen, die du zuvor verteilt hast, zu finden und zu „ernten“. Sie sollen versuchen, auch an die höher hängenden Früchte ranzukommen, ohne Möbel oder andere Hilfsmittel zu verwenden – nur durch gegenseitiges Fest- und Hochhalten. Wenn die Kinder alle Kärtchen eingesammelt haben, ratet ihr gemeinsam, was die dargestellten Dinge sind. Diese Obst- und Getreidesorten gehören zu den wichtigsten Anbauprodukten von tansanischen Familien. Hirse, Bohnen und Mais, aber auch Bananen sind ihre Grundnahrungsmittel. Tausch-Lauf-Spiel (Baustein) Die Ernte ist beendet und die Familie muss sich überlegen, was davon sie bis zur nächsten Ernte selbst braucht und was sie tauschen kann. Die Kinder sollen dabei lernen, dass viele Menschen in Tansania von dem Leben, was sie auf ihrem eigenen Land anbauen (Subsistenzwirtschaft, siehe Seite 5). (Kärtchen 2) Wir sind auf dem Markt und möchten die Lebensmittel, von denen wir genug haben gegen andere Produkte tauschen. 1-2 Kinder sind Fänger/innen und bekommen je eine Spielzeug-Banane. Die anderen Kinder erhalten jeweils ein Kärtchen mit Öl, Salz, Milch oder Zucker. Wenn ein Kind mit einer Spielzeug-Banane ein anderes Kind gefangen hat, werden Kärtchen getauscht und das Kind, das nun eine Banane hat, ist der/die neue Fänger/in. Hat das Kind mit der Banane keine Lust mehr, Fänger/in zu sein, dann legt er/sie das Spielzeug auf den Boden. Ein anderes Kind kann es nun aufheben und ist dann neue/r Fänger/in. Der Mann, der sich ein Schwimmbad bauen wollte (Kärtchen 3) Setzt euch in einen Kreis und legt die Landkarte von Tansania in die Mitte. Nun nimm kleine Papier- oder Spielfiguren und stell sie ausgeglichen verteilt auf die Karte. Erklär den Kindern währenddessen, dass es in Tansania genug Land gibt, sodass alle Bäuerinnen und Bauern genug Essen anbauen könnten. Dann nimm das Schwimmbadbild und leg es auf die Karte. Die Figuren, die dort standen, müssen jetzt zusammenrücken. Nimm nun das Maisfeld und leg es genauso hin, sodass alle Figuren noch enger beisammen stehen müssen. Erklär den Kindern, dass auch viel Mais angebaut wird in Tansania, um davon Tiere zu füttern, die anschließend auf unseren Tellern landen. Auch so bringt der Ertrag vom Land nur sehr wenigen Menschen etwas. Nimm nun die Fabrik her und leg auch das dazu. Erkläre den Kindern, dass viele große Unternehmen Land kaufen, damit sie mehr Platz haben zur Produktion und weil Land in Tansania billiger ist, als in Österreich. (mehr Infos dazu siehe Seite 4-5) Jetzt stehen alle Figuren auf dem Bild sehr eng aneinander gedrängt. Die wenigen Menschen, die so vom Land etwas haben, nehmen den Großteil der Fläche ein. Was können wir tun? (Kärtchen 4) Nimm nun die zweite zerschnittene Landkarte her und legt sie nacheinander auf die andere. Jetzt wollen wir mal sehen, was die Kinder mit anderen Menschen überall auf der Welt und was die betroffenen Menschen in Tansania tun können, um diese Situation zu verändern. (mehr Infos zu jedem Punkt beim Material)

Das können die Kinder mit anderen Menschen überall auf der Welt tun: 4 Geh Sternsingen! 4 Erzähle anderen Menschen von diesem Thema! 4 Setz dich für eine faire Verteilung von Land ein!   4 Schau drauf, was du kaufst!  Das kann in Tansania getan werden: 4 Mitarbeiter/innen von MIICO beraten Betroffene und verteidigen sie vor Gericht 4 Menschen über Landrechte informieren 4 Sich gegenseitig aushelfen 4 Landrechte durchsetzen Aussaat und Aufzucht Nach der Ernte müssen natürlich neue Pflanzen angesetzt werden, damit auch im nächsten Jahr wieder etwas wachsen kann. Hirse, Bohnen und Mais werden ganz neu angesetzt, die Obstbäume natürlich nicht. (Kärtchen 5) Du hast eine große Schüssel mit Bausteinen (kann auch Lego oder kleine Holzstücke/Äste sein) vorbereitet. Die Kinder sollen nun versuchen innerhalb von 5 Minuten daraus einen möglichst großen Turm (bei Holzstücken/ Ästen besser einen „Hügel“ bzw. eine „Pyramide“) zu bauen. Weil das Saatgut sehr empfindlich ist, dürfen sie dabei allerdings nicht ihre Hände verwenden, sondern müssen die einzelnen Teile mit Essstäbchen aus der Schüssel fischen und zum Ort, wo gebaut wird, tragen. Jonathan Scalet, Valentina Steigerwald und Johanna Walpoth

7


Organisations-Ideen aus den Pfarren Wann sind die besten Zeiten?

Auf welchen Routen und Orten?

An welchen Tagen und zu welcher Uhrzeit erreichen wir die meisten Menschen zu Hause? Wann sind die Leute von der Arbeit bzw. vom Freizeitprogramm oder vom Urlaub wieder zurück? Das kann jedes Jahr (wegen der Feiertage) und in jeder Pfarre anders sein, deswegen vorher die Zeiten für das Sternsingen gut überlegen und Erfahrungen der Vorjahre einbeziehen.

Die Einteilung der Routen ist manchmal eine Tüftelei, vor allem wenn neue Siedlungsgebiete dazu kommen oder Pfarren zusammengelegt werden. Überleg die Routen schon im Vorfeld und bitte auch Stationen für Pausen und Verpflegung einplanen.

Tipps aus den Pfarren 4 Am Wochenende nach dem 6. Jänner (liturgisch erlaubt!) 4 Vormittags eher Büros, Geschäfte, Bahnhof, Arztpraxen … und nachmittags dann die Häuser 4 Abends mit älteren Kindern und Jugendlichen 4 Bei Abwesenheit die Möglichkeit Sternsinggruppe zu bestellen (TelefonHotline) 4 Zeiten ankündigen: Sternsingplakat mit Leerfeld, Pfarrbrief, „Schwarze Bretter“ in Häusern, Lokalmedien

Niemand zu Hause? Dann bitte Flugzettel mit Erlagschein - wenn vorhanden auch Segensspruch zum Aufkleben – im Postkasten hinterlegen (nicht in Postkästen, wo ein „Bitte keine Werbung“ Pickerl drauf ist). Bitte die Materialien nicht vor die Türe legen, das kann Einbrecher/innen verraten, dass Menschen nicht da sind! Bei der Abendtour haben Jugendliche und/oder Erwachsene in Lokalen und Restaurants viel Spaß: Musik abdrehen lassen, Lied/Lieder (Instrumente vorteilhaft) und Sprüche präsentieren, Flugzettel verteilen und absammeln (mit mehreren Kassen).

Anerkennung des Einsatzes Es ist für alle Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen sehr wichtig, dass ihr tolles Engagement für die Mitmenschen im Globalen Süden gewürdigt wird. Dies kann natürlich durch materielle Aufmerksamkeiten erfolgen, wie etwa dem Danke-Geschenk aus fairem Handel (Bestellung im Jungscharbüro) oder durch ein gerechtes Aufteilen der ersungenen Süßigkeiten. Ein Danke kann aber auch auf immaterielle Art und Weise passieren und das kann besonders toll sein! Sagt DANKE und zwar laut und oft: in der Sternsinger/innen Messe, im Pfarrblatt, an öffentlichen Orten. Zeigt auch, was die Kinder durch ihr Engagement alles bewirken können: schaut euch gemeinsam einen Film über ein Projekt der DKA an. Oder macht zusammen einen Ausflug, ein Picknick oder ein Lagerfeuer! Natürlich bietet sich auch ein Besuch des Danke Kinos an. Für die Gruppenleiter/innen und allen Helfer/innen gibt es den Danke Cocktail. Gemeinsame Zeit ist ein sehr tolles Geschenk!

8

Immer mehr Pfarren bringen den Segen auch zu den Menschen, die gerade unterwegs sind: 4 Geschäfte, Einkaufsstraßen, Wochenmarkt 4 Cafés und Gasthäuser 4 Firmen, Büros, Fabriken 4 Krankenhaus, Seniorenheim, Sozialeinrichtungen 4 Gemeindeamt, Feuerwehr, Rettung, Polizeistation 4 Bus- oder Zughaltestellen Eine neue Idee ist auch das „Platzsingen“: 4 Einkaufszentren, Hof in Wohnanlagen, Bahnhof, Flughafen, Haupt- oder Kirchenplatz 4 Bei Veranstaltungen in der Region (z.B. Konzert, Fest …) 4 Dauert länger, einige Lieder, mehrere Sternsinger/innen, Instrumente vorteilhaft 4 Mit Infostand, Tee und Keksen, … 4 Eine Pfarre hat auch schon einmal ein echtes Lama als Attraktion dabei gehabt 4 Auch hier ist eine Bewerbung mit Angabe von Ort und Zeit hilfreich

„Sternsingen? Was ist das?“ Sternsingen in Tourismusregionen 4 Besuch in Hotels oder Pensionen in der Früh oder am Abend 4 Besuch von öffentlichen Tourismusattraktionen (etwa Stephansplatz oder Schönbrunn) 4 Abendtour durch die Lokale und Restaurants 4 Zur Info: Sternsing-Flugzettel und fremdsprachige Kurzinfos (auf www. sternsingen.at) Sternsingen bei Menschen mit Migrationshintergrund Die Segenswünsche für das neue Jahr werden oft auch Menschen überbracht, die einen anderen religiösen und kulturellen Hintergrund haben - in Wohnungen, Geschäften, Kulturvereinen. Um das Sternsingen zu erklären, gibt es auf www.sternsingen.at eine Kurzinfo als Kopiervorlage (A5, in 8 Sprachen). Auf der „Checkliste für Begleitpersonen“ sind auch drei informative Sätze angeführt.


Achtung! Achtung!!! - Neues System Neues System bei Spendenabsetzbarkeit bei Spendenabsetzbarkeit Bei steuerlichen Absetzbarkeit vonhat Spenden Staat neue Bei derder steuerlichen Absetzbarkeit von Spenden der Staat hat neueder Regelungen einge-Regelungen eingeführt. Die führt. Die Begleitpersonen sollten denSpender/innen, Spender/innen, diedie ihreihre Spende absetzen wollen, wollen, Auskunft geben können. Begleitpersonen sollten den Spende absetzen Auskunft geben können. Bitte die Infos weitergeben (am besten mit einer Kopie der Bitte die Infos weitergeben (am besten mit einer Kopie der untenstehenden Erläuterungen). untenstehenden Erläuterungen).  Vollständiger Name (so wie auf Meldezettel)

 Die Adresse ist ein weiterer Faktor für die Zuordnung von Spende zu Spender/in.

 Mit dem Geburtsdatum kann die Spende klar einer Person zugeordnet werden.

Name:

Geburtsdatum:

 Adresse:

Betrag:

 Bitte ankreuzen:

Datum der Spende u. Unterschrift des Spenders/der Spenderin:

 ¨ Meine Spende ist eine Privatspende b Daten an Finanzamt übermitteln.  ¨ Meine Spende stammt aus Betriebsvermögen b Spendenbestätigung zusenden.  Die Daten werden auf Wunsch der Spender/in von der Dreikönigsaktion an das Finanzamt übermittelt. Privatspenden werden so bei Arbeitnehmerveranlagung oder Einkommenssteuererklärung automatisch steuerlich berücksichtigt (ohne weiteres Zutun des/der Spender/in).

 Für Spenden aus dem Betriebsvermögen ist weiterhin eine Spendenbestätigung nötig, d.h. die Spende wird nicht automatisch berücksichtigt.  Das genaue Datum der Spende ist deswegen wichtig, weil die Spenden im Dezember bis 28.02. des Folgejahres übermittelt werden müssen, die Spenden des Jänners dann aber erst ein Jahr später.

 Die steuerliche Absetzbarkeit wirkt sich positiv auf die Spendenhöhe aus (und in Folge auf die Unterstützung von notleidenden Menschen). Die Spendenabsetzbarkeit sollte aber nur bei größeren Beträgen aktiv angeboten werden (wegen des administrativen Aufwandes).

Spenden über Erlagschein oder Online-Banking Oben stehende Erläuterungen betreffen die Bargeldspende. Damit eine 3. Die Listen werden in der Pfarrkanzlei gesammelt - abgestempelt - unDer über Ablauf der steuerlichen Absetzbarkeit Spende Bankeinzahlung oder Online-Banking steuerlich berücksichterzeichnet (und für die Pfarre kopiert). tigvon werden kann, muss der/die Spender/in die verlangten Daten inklusive Am Ende der Sternsingaktion bitte die Listen möglichst rasch - bis späSternsinger-Spenden Geburtsdatum eintragen. Die Erlagscheine der Dreikönigsaktion werden testens 31. Jänner - mit der Post ans Jungscharbüro (Stephansplatz die Felder 1010 Wien) schicken. 1. entsprechenden Die Begleitperson jederaufweisen. Sternsinger-Gruppe hat Listen mit (Kopiervorlage auf6/6.18, der Folgeseite 4. Die Kopien der Listen bitte fünf Jahre lang in der Pfarre aufbewahren. oder auf www.sternsingen.at). Der Ablauf der steuerlichen Absetzbarkeit von Sternsing-SpenDies dient als Sicherheit, falls etwas auf dem Postweg verloren geht. den Bitte einen eigenen Ordner anlegen! 2. Wenn ein/e Spender/in die steuerliche Berücksichtigung der Spende will, werden die Daten Spenden über 1. Die Begleitperson jeder Sternsinger/innen-Gruppe hat unterschrieben. Listen mit (Ko- 5. Die Daten werden von der Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar in die Liste eingetragen und von dem/der Spender/in piervorlage auf www.sternsingen.at). bis zum 28.02. des Folgejahres an das Finanzministerium Erlagschein oder übermittelt. 2.3. Wenn ein/ewerden Spender/in diePfarrkanzlei steuerlichegesammelt Berücksichtigung der Spende Die Listen in der – abgestempelt – unterzeichnet (und für Online-Banking will, die Daten die Liste eingetragen und von SpenBei Fragen die werden Pfarre kopiert). AminEnde der Sternsingeraktion bittedem/der die Listen möglichst rasch –zur steuerlichen Absetzbarkeit von Sternsing-Spenden bitte der/in unterschrieben. kontaktiere bis spätestens 31. Jänner – mit der Post an das diözesane Jungscharbüro (Adresseuns. auf Seite 2) schicken. 4. Die Kopien der Listen bitte fünf Jahre lang in der Pfarre aufbewahren. Dies dient als Sicherheit, falls etwas auf dem Postweg verloren geht. Bitte einen eigenen Ordner anlegen! 5. Die Daten werden von der Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar bis zum 28.02. des

Oben stehende Erläuterungen betreffen die Bargeldspende. Damit eine Spende über Bankeinzahlung oder OnlineBanking steuerlich berücksichtigt werden kann, muss der/die Spender/in die verlangten Daten inklusive Geburtsdatum eintragen. Die Erlagscheine

9


Bausteine für eine Vorbereitungs­ stunde mit den Sternsingerinnen und Sternsingern

Die Königinnen und Könige lernen ihre Myrrhe kennen Das Sternsingen von Kindern und Jugendlichen hat unglaublich viele positive Auswirkungen auf andere Menschen. Um das den/die „Heiligen Königen/innen“ in spielerischer Weise bewusst zu machen, sind hier einige Bausteine zusammengestellt. Diese sind flexibel einsetzbar - je nach Anzahl der Kinder und räumlichen, sowie zeitlichen Möglichkeiten.

1. Beim Eintreffen der Kinder Beim Ankommen der Kinder malen diese sich gegenseitig einen kleinen Stern auf die Wange oder die Stirn - als Zeichen, dass sie dem „Stern von Bethlehem“ folgen.

Material: Schminkstift oder Schminkfarben mit dünnem Pinsel

2. Bewegungsspiele zum Austoben

Die Sternsinger/innen möchten die Sternschnuppen fangen! Alle König/innen stehen im Kreis. Es ist Abend und die Sterne gehen auf. Es ist eine Nacht voller Sternschnuppen: sie springen fröhlich kreuz und quer von Königin zu König, werden also im Kreis herumgeworfen. Doch die Sternsinggruppen wollen die Sternschnuppen fangen. Sie können sich aber nur weiterbewegen, indem sie von Haus zu Haus gehen, also immer nur zur Nachbarin oder zum Nachbarn im Kreis (die Sternsinggruppen werden reihum weitergegeben). Wenn die Sternschnuppe und die Sternsinggruppe gleichzeitig bei einem Kind sind, haben sie es gefangen. Es können viele Sternschnuppen und Sternsinggruppen gleichzeitig im Spiel sein!

Material: mehrere Sternschnuppen (Tücher, Bälle, Stoffsterne…) und mehrere Sternsinggruppen (ausgeschnitten aus Karton oder eventuell auch Tücher, Bälle…)

Der Weg zum Jesuskind Die Königinnen und Könige suchen den Weg zum Jesuskind, doch das ist nicht so einfach, es ist nämlich sehr bewölkt und sie sehen den wegweisenden Stern leider nicht mehr. Als sie unterwegs einer Frau auf einem Kamel begegnen, bitten sie sie um Hilfe. Doch sie müssen zuerst ein paar Aufgaben erledigen, bevor die Dame ihnen den Weg weist.

Sternen-Kette Die Kinder verteilen sich als „Sterne“ im Raum, eine/r ist Fänger/in. Wenn jemand gefangen wird, halten sie sich einander die Hände, die beiden fangen nun zu zweit, und bald bildet sich eine Sternen-Kette. Das Spiel endet, wenn die Kette das letzte Kind gefangen hat. Gefällt einem Kind die Sternenkonstellation nicht, kann es „Südhalbkugel“ (da können wir ganz andere Sternbilder sehen) rufen und es wird ein ganz neues Bild erstellt.

Die Kinder müssen als Gruppe unterschiedlich viele Hände, Füße und andere Körperteile am Boden behalten (z.B. bei 8 Kindern: 13 Füße, 8 Hände, 1 Nase), alles andere darf den Boden nicht berühren. Durch gegenseitiges Festhalten und Hochheben ist es möglich.

Sitzkreis für Pause-Machen Es ist beim Sternsingen ganz wichtig, dass wir alle zusammen arbeiten. Alles was ich hier tue, kann auch Auswirkungen auf etwas weit Entferntes haben. Das wollen wir nun probieren! Alle Kinder stehen im Kreis und drehen sich dann um 90°, sodass sie dem/der Vorderen am Hinterkopf schauen. Jetzt wird der Kreis verkleinert, indem alle so weit nach innen gehen, bis alle sehr knapp hintereinander stehen. Auf ein Signal setzen sich alle jeweils auf den Schoß des hinteren Kindes. Das Ganze klappt selten beim ersten Mal. So lange probieren, bis es hinhaut und alle „gemütlich“ sitzen.

10


3. Thematischer Einstieg Du erzählst den Kindern, wieso das Sternsingen so wichtig ist. Dazu sind acht Zettel vorbereitet, auf denen je ein Begriff geschrieben ist (fett gedruckt, siehe unten). Die Kinder, die Lust haben, ziehen jeweils einen Begriff und stellen ihn pantomimisch dar (zeichnen oder umschreiben ist auch möglich). Wenn das Wort erraten wurde, erklärst du den Kindern kurz, was dieser Begriff mit Sternsingen zu tun hat. 4 Kamel: Die „Heiligen drei König/innen“ sind auf Kamelen zum Jesuskind nach Bethlehem geritten. Wir gehen zu Fuß, um den Menschen die Frohbotschaft zu verkünden. 4 Stern: Der berühmte „Stern von Bethlehem“ war wahrscheinlich eine ganz seltene Himmelserscheinung, an der Jupiter und Saturn beteiligt waren. Diesen Stern können wir durch unser Handeln für andere Menschen zum Leuchten bringen. Das tun wir auch beim Sternsingen. 4 Segen: 20 C+M+B 17 schreiben wir an die Türen und bringen damit den Segen für das neue Jahr. C+M+B bedeutet „Christus mansionem benedicat“, übersetzt „Christus segnet dieses Haus“. 4 Welt: Wir bewegen mit dem Sternsingen aber nicht nur Menschen in Österreich, sondern auch ganz viele Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika, die oft sehr wenige Möglichkeiten haben, kein sauberes Wasser, keinen Zugang zu Bildung, keine ärztliche Versorgung. 4 Kinder: Die Sternsingaktion ruht auf den Schultern von vielen tausenden Kindern, die in Österreich von Tür zu Tür gehen, ihren Segen verteilen und Spenden sammeln. Und damit unterstützen sie auch noch Kinder in weit entfernten Ländern. 4 Landwirtschaft: Sehr viele Menschen in Tansania – ein Land, wo ein Teil der Sternsing-Spenden hingehen – leben als Landarbeiter/innen. Diese Familien haben Felder und bauen dort das an, was sie zum Leben brauchen. Der Boden ist also ihr wichtigster Besitz, ohne den sie sich nicht erhalten können. 4 Diebstahl: Große Firmen versuchen in Ländern des Globalen Südens (in Lateinamerika, Afrika und Asien) – auch in Tansania – große Flächen an Land zu kaufen. Dort wollen sie zum Beispiel Soja für Tierfutter in Europa anbauen oder die Bodenschätze (etwa Erdöl) ausbeuten. Doch verlieren so die Bäuerinnen- und Bauernfamilien ihr Land und können das, was sie zum Leben brauchen, nicht mehr anbauen. (auch Landraub genannt, weitere Infos siehe Seiten 4-5) 4 Spenden: Mit den Spenden an die Sternsingaktion helfen wir den Menschen in Tansania, dass sie ihr Land behalten können. Außerdem verbessern sie ihre Landwirtschaft, um eine bessere Ernte zu bekommen. Insgesamt unterstützen wir mit den Sternsing-Spenden - im Vorjahr waren es über 16 Millionen Euro - rund 500 Hilfsprojekte in 20 Ländern.

Tipp: Eine sehr gute Möglichkeit ist es auch, mit deiner Gruppe zum Workshopnachmittag am 19. November zu kommen, dort könnt ihr Projektpartner/innen aus Tansania kennenlernen und viele Informationen über Land und Leute, sowie das Projekt erhalten!

5. Abschluss: Wunsch-Sterne Die Kinder gestalten auf A3-Zetteln mit bunten Stiften einen farbigen Stern (die Umrisse können vorgedruckt sein). Die Gestaltung kann sich auch am Tingatinga-Stil aus Tansania orientieren, der eine Fülle von knalligen Farben und Formen aufweist (siehe Bild). Für die Mitte überlegt sich jedes Kind einen Wunsch für die Menschen in Tansania, den es dann auch hinschreibt. Die Sterne werden dann ausgeschnitten und im Raum - z.B. auf einer Wäscheleine mit Wäscheklammern - aufgehängt. Außerdem können die Wünsche im Sternsinger/innen-Gottesdienst von den Kindern vorgelesen und in der Kirche aufgehängt werden.

Material: A3-Blätter evtl. stärkeres Papier, viele bunte Stifte, Schere Bausteine von Georg Bauer, überarbeitet von Johanna Walpoth

4. Anschauliche Infos zum SternsingProjekt Im Anschluss an den spielerischen Zugang zum Thema gibst du den Kindern einige Infos zum Sternsingprojekt in Tansania. Am besten ist es, wenn du Bildmaterial dafür verwendest, zum Beispiel die „Power-Point-Präsentation“ auf www.sternsingen.at mit Kindertexten. Die Bilder gibt es auch als „Fotoset“ (im A4-Format) zum Ausleihen im Jungscharbüro. Kindgerecht aufbereitet sind Infos zum Sternsingprojekt auch in den „Sternsinger/innen-News“ (anhand des Beispiels einer Familie). Fotos und Infos finden sich aber auch im „Aktionsheft“ und auf dem „Textplakat“.

11


Kontakt http://wien.ju

ngschar.at

http://www.fa

Impressum

cebook.com/j

ungscharwien

http://dlblog.w

ien.jungschar .at outube.com/j ung

kumquat Sternsin gen, Zeitschrift für Kindergruppenlei Medieninhaberin: ter/innen, Nr. 4/20 Katholische Jung 16 sc har Erzdiözese W Herausgeberin: Di ien özesanleitung de r Katholischen Ju Adresse: 1010 ngschar Wien Wien, Stephans pla tz 6/6.18 * Tel.: E-Mail: dlwien@ 01/51552 3396 jungschar.at * Redaktion : Joha nna Walpoth, Ge org Bauer * Bilde KJSÖ Feichtner r: DK A (Cover) , (Seite 4-5) , Horiz DK A/ ont300 0 Hannelo oben ), DK A/ KJSÖ re Wallner (Seit Markus Meister e4 (Seite 5 oben ), (Seite 2 oben ), Hemma Gamills WH Graz Christia cheg n Köpf (Seite 6) Archiv Jungscha , DK A Archiv (Seit r Wien (Seite 3 ob e 7) , en, Seite 8) , DK A/ Seite 10, Seite 11 KJSÖ (Seite 3 un oben ), DK A/ KJSÖ ten, Sigrun Zwanzger KJSÖ Wolfgang (Seite 11), DK A/ Zarl (Seite 12) Mitarbeit : Jonath an Scalet, Hemm a Gamillscheg Layout: Christina Schneider * Druc k: Netinsert GmbH

http://www.y

scharwien

dlwien@jungsc

har.at

01 51552 339

6

1010 Wien, St Di 9–13 Uhr |

ephansplatz 6

/6.18

Mi, Do 13–17

Uhr und nach

Sternsingerak tio

Vereinbarung

http://wien.ju

n im Internet

ngschar.at/ster

Termine

:

nsingen und

http://www.s

DKA Workshop Nachmittag

DKA Cocktail

DKA Danke Kino

Auch heuer kriegen wir wieder Besuch von Projektpartner/ innen. Diesmal aus Tansania! An diesem ereignisreichen Nachmittag können deine Kinder vieles über Land und Leute, über die Kultur und die Gewohnheiten von Menschen in Tansania erfahren. Außerdem werden sie ein Projekt kennenlernen, das von der Sternsingaktion gefördert wird!

Wie jedes Jahr, so werden wir auch heuer wieder ganz laut DANKE sagen! Danke an alle, die bei der Umsetzung der Sternsingaktion mitgemacht haben – allen Begleitpersonen, Köchinnen und Köchen, Organisator/innen…! Und das werden wir im Rahmen eines netten Abends mit leckeren Cocktails, gutem Essen aus aller Welt und toller Musik tun.

Sternsingen ist lustig, kann aber auch sehr anstrengend sein! Als Dankeschön für euren tollen Einsatz, möchten wir euch und eure fleißigen Sternsinger/ innen auch heuer wieder zu einem gemeinsamen KinoBesuch einladen. An diesem Nachmittag könnt ihr einen filmischen Blick über den Tellerrand werfen!

Wann: 29.11.2016, 15-18 Uhr Wo: Pfarre Maria Hietzing, Am Platz 1, 1130 Wien Anmeldung: telefonisch oder über wien.jungschar.at (bis 15.11.)

Wann: 14.1.2017, ab 19 Uhr Wo : A l t e B u r s e, Sonnenfelsgasse 19, 1010 Wien

Wann: 21.1.2017 Wo: Filmcasino Wien und Stadtkino-Center Ternitz Anmeldung: telefonisch oder über wien.jungschar.at (bis 13.1.)

ternsingen.at

Welt.sichten Mein, dein, unser! An diesem Workshopnachmittag wollen wir uns mit dem Thema Eigentum beschäftigen. Was bedeutet es eigentlich etwas zu besitzen und welche anderen Ideen gibt es in Bezug auf Eigentum eigentlich? Dieser Nachmittag soll einerseits einen Einblick in dieses Thema ermöglichen, andererseits auch Methoden und Ideen für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen geben. Wann: 13. Mai 2017 Wo : A l t e B u r s e, Sonnenfelsgasse 19, 1010 Wien Anmeldung: telefonisch oder über wien.jungschar.at (bis 8. Mai)

Lern Einsatz LernEinsatz heißt, dass du in einer Kleingruppe für ungefähr einen Monat zu Projektpartner/innen der Dreikönigsaktion fährst, um von deren Erfahrungen zu lernen. Dabei reist du ganz nah am Alltag der Menschen und lernst so Land und Leute aus vielfältigsten Blickwinkeln kennen. Im Zentrum stehen Begegnung, Austausch und eine intensive Auseinandersetzung mit Gesellschaft, Kultur und Geschichte des Gastlandes. Nähere Infos, Termine und die Anmeldung findest du unter www. lerneinsatz.at

Vollversammlung und 70er Feier Die Vollversammlung der Jungschar Wien ist DER Ort für Mitbestimmung und Vernetzung und offen für alle Gruppenleiter/ innen! Neben einem regen Austausch mit anderen Aktiven in der Jungschar oder bei den Minis, gibt es auch noch Spiel und Spaß für die ganze Gruppe. Und natürlich die Wahl der ehrenamtlichen Vorsitzenden und der weiteren gewählten Mitglieder der Diözesanleitung. Also sei dabei und rede mit! Wann: 21.-23.4.2017 Wo: Burg Wildegg, 2393 Sittendorf Anmeldung: telefonisch oder über wien.jungschar.at (bis 14.4.)

kumquat sternsingen 2016  

Die Zeitschrift der Katholischen Jungschar der Erzdiözese Wien

Read more
Read more
Similar to
Popular now
Just for you