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Sexueller Missbrauch Wer sind die Täter? erstmals im fortgeschrittenen Alter Delikte aus­üben. Die untere Altersgrenze liegt hier bei 50 bis 60 Jahren. Oft findet man hier ein Nachlassen der Potenz bei erhaltener oder auch aufflammender Libido. Die­ se Täter nähern sich mit ihrem sexuellen Bedürfnis Kindern, weil sie bei Frauen Angst haben, sexuell zu versagen, und Frauen gleichen Alters ihnen oft nicht mehr sexuell attraktiv erscheinen. Diese Täter weisen meist eine unauffällige sexuelle Vorgeschichte auf und sind auch sonst psychologisch eher als unauffällig einzustufen. Oft spielen hirnorganische Abbauprozesse eine Rolle, die sowohl die Fähigkeit zur Selbstkritik als auch das Kontrollvermögen beinträchtigen. Ist die Schranke erst mal durchbrochen und ein erstes Delikt begangen worden, kommt es zu häufigen sexuellen Übergriffen an Kindern. Die Kinder sind den Tätern häufig bekannt, zu zwei Drittel suchen sie sich jugendliche Opfer, ansonsten eher kleinere Kinder. Aggressive Handlungen kommen hier kaum vor, aber dafür häufiger mehrere Übergriffe an ein und demselben Opfer.

Beim Inzest hat man es mit einer anderen Tätergruppe zu tun. Inzesttäter stammen aus allen sozialen Schichten und zeigen eine sozial angepasste Fassade. Alkohol spielt hier nur in der Situation des Übergriffs eine Rolle und dient zur Überwindung der Hemmungen. Ein auslösender Faktor für Inzesthandlungen ist oft die lange Abwesenheit der Väter von den Familien, so gab es nach den beiden Weltkriegen eine Häufung an Inzestfällen. Diese Täter sind ansonsten sexuell eher wenig aktiv. Meist besteht wenig Einsicht in die eigene Schuld, sondern sie betrachten sich eher als Opfer der Umstände. Die Ehefrau sei frigide, die Tochter habe sie verführt etc. Auffällig häufig haben diese Täter in der Kindheit Verlassenheitserfahrungen gemacht, ihre Lebensgeschichte ist von Trennungen und Verlusten oder Zurückweisung durch die Eltern geprägt. Die Väter dieser Täter waren oft gewalttätig und gefürchtet oder haben die Familie früh verlassen. Die eigene Familie wird von diesen Tätern oft nach außen abgeschottet, am deutlichsten wird dies, wenn die Töchter

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BDK - Sichere Kindheit, verantwortungsvolle Gesellschaft  

Mit der Broschüre „Sichere Kindheit" möchte die Redaktion von „Kripo-Tipps" eine Information und Handreichung für Eltern, andere Erziehungsv...