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Vorwort

Sichere Kindheit – Herausforderung für die gesamtgesellschaftliche Kriminalprävention Die überarbeitete Broschüre „Sichere Kindheit“ legt erneut einen inhaltlichen Schwerpunkt auf das Thema Kindesmisshandlung und die Möglichkeiten diese schrecklichen Straftaten gegen die Schwächsten in unserer Gesellschaft besser erkennen zu können und alle Verantwortlichen zu sensibilisieren. Die Kripo-Tipps sollen hier eine Information und Handreichung für Eltern, andere Erziehungsverantwortliche und Pädagogen, aber auch für Jugendliche geben. Sichere Kindheit heißt, dass Kinder und Jugendliche vor sexuellem Missbrauch und Übergriffen geschützt werden müssen. Die Ereignisse in den vergangenen Monaten haben gezeigt, wie schwierig es ist, sexuelle Übergriffe zu definieren und strafbare Handlungen von Belästigungen und Pöbeleien abzugrenzen. Dies zeigt sich in Deutschland aktuell in der Diskussion, ab welcher Handlung eine sexuelle Beleidigung, Nötigung oder Vergewaltigung vorliegt. Da wird die neue

Hermann-Josef Borjans Erster Polizeihaupt­kom­­missar Polizeipräsidium Bonn

geltende verschärfte Rechtslage im Sexualstrafrecht eine konsequentere Strafverfolgung möglich machen. Aufklärung ist hier zwingend notwendig. Das Thema Netzwerkarbeit nimmt einen Schwerpunkt ein und soll bewusst machen, wie man diese Taten erkennen kann und in gemeinsamer Arbeit mit den Partnern von Polizei und Justiz, wie Beratungsstellen und Psychologen die Taten bearbeiten und verhindern können. Das gilt für das gesamte Spektrum von der Belästigung bis hin zum Missbrauch von Kindern und Jugendlichen. Wichtig sind hier die Hinweise auf das Projekt RISKID (Risikoinformationssystem Deutschland) bei dem die gemeinsame Verantwortung insbesondere in der Zusammenarbeit

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BDK - Sichere Kindheit, verantwortungsvolle Gesellschaft  

Mit der Broschüre „Sichere Kindheit" möchte die Redaktion von „Kripo-Tipps" eine Information und Handreichung für Eltern, andere Erziehungsv...