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Ratschläge bei Verdacht sexuellen Missbrauchs dass das Kind irgendwie gearteten psychischen Belastungen ausgesetzt ist, die vielerlei Ursachen haben können: z. B. Streit oder Trennung der Eltern, Auszug eines Elternteiles aus dem Haushalt, Krankheit oder Suchtabhängigkeit eines Elternteils, Schulschwierigkeiten, Ablehnung durch Altersgenossen oder Schulkameraden, unglückliches Verliebtsein, psychische oder körperliche Krankheiten des Kindes etc.

psychologischen Berufe veranlasst, den Kindern, bei denen sie – aus mehr oder minder guten Gründen – Missbrauch vermuten, Hilfe für die Offenbarung des – vermuteten – Missbrauchs zu bieten.

Sogenannte „Aufdeckungstechniken“ Es ist richtig, dass Kinder über erlebte Sexualhandlungen häufig Stillschweigen bewahren. Das hängt einerseits damit zusammen, dass sie befürchten, dass ihnen aus ihrer Beteiligung an einem sozial nachdrücklich missbilligten Verhalten ein Vorwurf und Nachteile erwachsen könnten, andererseits damit, dass der erwachsene Täter es zu seinem Schutz selten versäumt, dem Kind ein Schweigegebot aufzuerlegen und dessen Einhaltung mitunter auch durch Drohungen sicherzustellen versucht. Infolgedessen fühlen sich nicht wenige Vertreter der

Nicht selten werden dabei Versuche unternommen, aufgrund des Spielverhaltens eines Kindes (z. B. mit vermeintlich anatomisch korrekten Puppen oder anderen Materialien) oder aufgrund von Kinderzeichnungen Informationen über den vermuteten Missbrauch zu gewinnen.

Foto: www.polizei-beratung.de

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BDK - Sichere Kindheit, verantwortungsvolle Gesellschaft  

Mit der Broschüre „Sichere Kindheit" möchte die Redaktion von „Kripo-Tipps" eine Information und Handreichung für Eltern, andere Erziehungsv...

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