Page 22

Kindesmisshandlungen Ihre Symptome, Ihre Schäden Knochenstruktur. Insbesondere bei Kleinkindern sind sie Zeichen besonders gewalttätiger Misshandlungen, da sie einen erheblichen Kräfteaufwand (Kompressionskraft) erfordern. Rippenfrakturen bei einem Kind sind aufgrund der hohen Elastizität der Knochen nur bei schweren Verkehrsunfällen oder auch bei einem Sturz aus sehr großer Höhe denkbar. Verletzungen des Skeletts finden sich häufig in Kombination mit anderen Misshandlungsspuren. Brüche verschiedenen Alters mit unterschiedlichen Heilungsstadien deuten sehr oft auf Misshandlungen hin. Das Auftreten von Knochenbrüchen bei Kindern von einem Lebensalter unter drei Jahren muss generell als hoch verdächtig angesehen werden. Innere Verletzungen im Zusammenhang mit Kindesmisshandlung stellen die zweithäufigste Todesursache dar. Sie entstehen durch stumpfe Gewalteinwirkung auf den Körper. Sehr oft sind äußerlich gut sichtbare Hämatome vorhanden. Hierbei kann es zu Zerreißungen der inneren Organe z. B. infolge von Faustschlägen oder Fußtritten kommen.

Innere Verletzungen sind schwer zu erkennen, insbesondere dann, wenn keinerlei Hautbefunde festgestellt werden können. An Vergiftungen ist bei Symptomen wie Müdigkeit, Apathie, Gangunsicherheit und Bewusstlosigkeit zu denken. Vergiftungen können bei Säuglingen und Kleinkindern aus folgenden Gründen vorkommen: • Überdosierung eines Schlafoder Beruhigungsmittels. Eventuell wurden Beruhigungsmittel verabreicht, um das Kind ruhig zu stellen, damit die Betreuungsperson ungestört ist, bzw. anderen Aktivitäten nachgehen kann. • Einnahme von Alkohol • Einnahme eines ungesicherten Medikamentes durch Kleinkinder

Foto: Riskid

22

BDK - Sichere Kindheit, verantwortungsvolle Gesellschaft  

Mit der Broschüre „Sichere Kindheit" möchte die Redaktion von „Kripo-Tipps" eine Information und Handreichung für Eltern, andere Erziehungsv...