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Im Zentrum Analyse von Qendër
Infolge der Rückkehr aus der Diaspora in den Kosovo nahm in der Nachkriegszeit die Bevölkerungsanzahl in Pristina zu und die Wohnungsnot beschleunigte die informellen Bauaktivitäten. Die aktuellen informellen Bautätigkeiten sind seit dem Ende des Kommunismus als Folge der politischen Veränderungen sowohl als kleinmaßstäbliche Bebauungen als auch als großmaßstäbliche Siedlungen in Pristina zu finden. Die Defizite der gesetzlichen Vorgaben oder das Versagen der baulichen Kontrollmechanismen führten zu einer 75-prozentigen Veränderung des Stadtbildes innerhalb kürzerer Zeit. [1] (vgl. Kastrati und Geci, Pristina- Die Dynamische Stadt, s.13) Archis Interventions beschäftigten sich mit der Definierung und der Kategorisierung der informellen Bautätigkeiten in Pristina. Bei den kleinmaßstäblichen informellen Bautätigkeiten ist Baufortschritt meistens von dem Geldfluss abhängig. Der Bauverlauf war am Anfang nicht klar definiert und oder der Bau erfolgte überhaupt ohne Genehmigung und ohne Architekten/-innen. Bei dieser Kategorie von den Hybridhäusern werden durch An- oder Aufbauten das Bauvolumen erhöht. Laut des Buches 'Pristina is Everywhere' von Kai Vöckler sind die Dacherweiterungen ab dem Jahr 1999 illegal. Auf der anderen Seite müssen die sozialen Aspekte auch in Betracht gezogen werden. Die ungeklärte Eigentumssituationen der informellen Bauten verursachen immer neue Probleme. Damit diese Bauwerke als eigentumsrechtswidrig bezeichnet werden können, müssen sie entweder auf öffentlichem Land oder auf dem Land einer anderen Person errichtet werden. Das unter Verletzung von Eigentumsrechten errichtetes Gebäude muss gemäß Legalisierungshandbuch von Archis entweder abgerissen oder legalisiert werden.