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S T A D T N A C H R I C H T E N

OFFIZIELLES MITTEILUNGSBLATT

DER

LANDESHAUPTSTADT

An einen Haushalt P.b.b. D Erscheinungsort Innsbruck D Verlagspostamt 6020 Innsbruck

18. März 1981/Nr. 3

Nächtigungsrekord in der Wintersaison Ein Erfolg jahrelangen Werbeeinsatzes — Kunstschnee für wetterunabhängige Patscherkofelabfahrt? (Gr) Das Bild, das sich in den terlandschaft war, die uns heuvergangenen Wintermonaten in er Monate hindurch beschert Innsbrucks Straßen bot, mach- war, Kenner der Branche wiste es deutlich: Schon seit Jahren sen natürlich, daß sich ein solwar für Innsbruck keine so gute cher Nächtigungszuwachs nicht Wintersaison im Fremdenver- plötzlich einstellt, weil gerade kehr zu verzeichnen wie in die- optimale Schneeverhältnisse gesem Winter. Die Bilanz der geben sind; nur Kurzurlauber Nächtigungsziffern für die Mo- können sich darauf auch kurznate Dezember und Jänner un- fristig einstellen. Ausschlaggeterstrich dies nüchtern in Pro- bend für den Erfolg der Winterzenten: für Innsbruck gegen- saison waren vielmehr die langüber dem gleichen Zeitraum des fristigen Vorbereitungen und Vorjahres ein Zuwachs um 18,7 die jahrelangen WerbeanstrenProzent, für Igls ein Zuwachs gungen des Fremdenverkehrsum 13,09 Prozent. verbandes und des Städtischen So erfreulich die herrliche Win- Verkehrsamtes wie auch die Be-

mühungen und das qualitäts- fahrt mit Kunstschnee in Aufvolle Angebot der Fremdenver- trag zu geben, einstimmig angekehrsbetriebe selbst. nommen wurde. Dieser langfristigen Konzeption entspricht es auch, jetzt nicht die Hände in den Schoß zu legen, als wäre alles gelaufen, sondern für die Zukunft vorzusorgen, um die erzielten Erfolge Seite 5 halten zu können. Dabei kommt zweifellos einem Schigebiet im unmittelbaren Innsbrucker Bereich, das gute Schneeverhältnisse auch unter ungünstigen Witterungsbedingungen garantiert, besondere Bedeutung zu, weshalb vom Ausschuß des Fremdenverkehrsverbandes in seiner letzten Sitzung der Antrag des amtsführenden Gemeinderates Dr. Ebenberger, die Ausarbeitung Seite 10 eines Vorprojektes zur Präparierung der Patscherkofelab-

Umbau des Pflegeheimes angelaufen

ArzI im Zentrum der Stadtplanung

Der Alpenraum als Experimentierfeld

Schwäne überwintern am Inn Durch Nahrungsangebot immer mehr Wasservögel (Th) Einiges Aufsehen bei den Spaziergängern auf der Innpromenade erregen seit Monaten vier Schwäne, die sich am Inn in der Nähe des Innsteges aufhalten. Die Jungtiere, die als solche an der bräunlichen Färbung erkenntlich sind, nehmen bereitwillig Futter entgegen; äußerst eindrucksvoll ist es, wenn sie sich gleichzeitig zu einem Flug erheben. Wie vom Alpenzoo zu erfahren war, dürften die Schwäne von einem Privatsee im Osten Österreichs zugeflogen sein. Die Anzahl und Artenvielfalt der Vögel, die am Inn überwintern, sind seit Jahren im Stei-

gen. Neben den vielbewunderten Stockenten — die Erpel zeichnen sich durch besonders schön gefärbtes Gefieder aus — sind in zunehmendem Maße auch Blaßhühner und Blendlinge zu sehen. Ebenfalls zum ersten Mal wurden heuer Reiherenten gesichtet; wanderlustige Lachmöwen, die aus München oder Salzburg stammen dürften, machen ebenfalls immer wieder am Inn Station. Neben den Futterplätzen an der Innpromenade ist es vor allem das „nahrhafte" Gebiet um die Markthalle, das von den Vögeln bevorzugt wird. (Foto: Murauer)


Statt Supermarkt 120 Wohnungen Verbauung Schmuckgasse/Pradl ideal gelöst (We) Seit dem Frühjahr 1972 hat die BOE-Wohnbau-Ges. m. b. H. gemeinsam mit dem Innsbrucker Stadtplanungsamt an

Vizebürgermeister Niescher nahm gemeinsam mit Vizebürgermeister Obenfeldner mittels Baggers den Spatenstich vor. (Foto: Frischauf) der bestmöglichen Gestaltung des zwischen der Schmuckgasse und der Egerdachstraße liegenden 5600 Quadratmeter großen

Grundstückes gefeilt. Dieser Tage wurde nun im Rahmen einer kleinen Spatenstichfeier, musikalisch umrahmt von der Musikkapelle Arzl, symbolisch grünes Licht für den Baubeginn einer modernen Wohnanlage gegeben, die sich städtebaulich gut in das historisch gewachsene Zentrum von Alt-Pradl einfügt. Ursprünglich war ja geplant, hier ein Bezirkszentrum mit einem Supermarkt zu errichten, doch hat man aus wirtschaftlichen und städtebaulichen Gründen im Sinne des Stadtentwicklungskonzeptes von dieser Variante abgesehen. Nunmehr entstehen in einer architektonisch ansprechenden Bauweise, halbkreisförmig um einen Hof gruppiert, sechs Häuser mit 120 Wohneinheiten. Vizebürgermeister Niescher unterstrich in seiner Ansprache die Notwendigkeit, das in Innsbruck nur in beschränktem Ma-

Der Verkehr nimmt weiter zu Mehr Fahrzeuge, zuwenig Parkraum (Gr) Die Zahl der Kraftfahrzeuge in Innsbruck steigt weiter, wie amtsführender Gemeinderat Dipl.-Ing. Lobgesang bei der Budgetdebatte des Innsbrucker Gemeinderates feststellte. Im Jahr 1980 war ein Zuwachs um mehr als 800 Fahrzeuge zu verzeichnen. Dementsprechend erhöhte sich auch die Zahl der Unfälle; im Jahr 1979 waren es 2178 mit zehn Toten, für das Jahr 1980 war die Bilanz kaum besser.

Besonders hohe Unfallzahlen sind für die Kreuzungen Blasius-Hueber-Straße/Höttinger Au, Blasius-Hueber-Straße/Innrain und Egger-LienzStraße/Andreas-Hofer-Straße zu verzeichnen. Im Hinblick auf die Rücksichtslosigkeit einer kleinen Gruppe von Mopedfahrern hat die Exekutive dieser Verkehrsteilnehmergruppe besonderes Augenmerk geschenkt. Wegen Schnellfahr ens wurde in 52, wegen mangelnder Ausrüstung in 36 und wegen Lärmerregung in 86 Fällen das Kennzeichen abgenommen. Seite 2

Zwischen dem 1. Juni und dem 30. September 1980 wurde gegen 232 Lenker wegen Alkoholisierung und gegen 2271 Lenker wegen Schnellfahrens (42.149 Fahrzeuge wurden radarkontrolliert) Anzeige erstattet. Die Errichtung von Lichtsignalanlagen an gefährdeten Kreuzungen wurde fortgesetzt, für den Fließverkehr konnten weitere kleine Schritte im Sinne des Generalverkehrsplanes getan werden, eine Lösung der Probleme des ruhenden Verkehrs stehe noch aus, doch fordere ein vom Innsbrucker Gemeinderat beschlossener Dringlichkeitsantrag die Einführung von gebührenpflichtigen Parkplätzen und die Bindung der eingehenden Mittel für den Bau von Parkgaragen. Radwege seien auch für ein sicheres Durchfahren des Stadtkerns vorzusehen, das Experiment mit Spielstraßen für die Jugend solle weitergeführt und die Errichtung weiterer Gehsteigrampen und Parkmöglichkeiten für Behinderte im Auge behalten werden.

Modell der neuen Wohnanlage in Pradl. Ein interessanter Wohnbereich ist hier im Entstehen. Die Wohneinheiten werden voraussichtlich bis Februar 1983 übergeben werden können. ße vorhandene Bauland beson- meinde selbst nördlich des ders sorgfältig zu nützen, und Wohnparks Schmuckgasse an konnte die erfreuliche Mittei- der Reichenauer Straße den lung machen, daß die Stadtge- Bau einer Wohnanlage plant.

KURZ GEMELDET • Eine Überprüfung der Heizsituation im Olympischen Dorf hat ergeben, daß die umweltfreundliche Gasheizung beträchtliche Kosten für die Mieter verursacht hat. Vizebürgermeister Niescher hat sich daher dieses Problems angenommen und konnte nun nach Einholung mehrerer Expertengutachten und einem diesbezüglichen Beschluß im Verwaltungsausschuß der Stadtwerke den Bewohnern des Olympischen Dorfes die erfreuliche Mitteilung machen, daß die Heiztarife rückwirkend auf die Heizperiode 1979/80 um 8,9 Prozent gesenkt werden.

rien über die Gleichwertigkeit der Reifezeugnisse in beiden Staaten und andere Fragen der Gleichstellung und kulturellen Zusammenarbeit beraten hat. • Der in Wien akkreditierte Botschafter des Königreiches der Niederlande, Van Barnevold Kooy, hielt sich in Tirol auf und nützte dabei die Gelegenheit, Bürgermeister Dr. Lugger im Rathaus seinen Antrittsbesuch abzustatten.

Stadträte geehrt

Bürgermeister Dr. Lugger und die Mitglieder des Gemeinderates gratulierten amtsführendem Stadtrat Dr. Günther Schlenck, der am 20. Februar 1981 mit dem Ehrenzeichen des Landes Tirol ausgezeichnet wurde, und Stadtrat Rudolf Krebs, der das Verdienstkreuz erhalten hat, • Bürgermeister Dr. Lugger herzlich zu dieser hohen empfing im Rathaus in Beglei- Ehrung und Anerkennung. tung des Rektors der Universität Innsbruck, Univ.-Prof. Dr. INNSBRUCKER STADTNACHRICHBraunsteiner, und des UniversiTEN - offizielles Mitteilungsblatt der Landeshauptstadt. Herausgeber, Eigentätsdirektors Hofrat Pittracher tümer und Verleger: die Stadtgemeinde Innsbruck. Chefredakteur und für den die Mitglieder der ständigen ExInhalt verantwortlich: Paul Gruber, in pertenkommission, die entspreder Redaktion: Ulla Ehringhaus-Thien und Wolfgang Weger. Alle Innsbruck, chend einem Abkommen zwiRathaus, Maria-Theresien-Straße 18, Tel. 32 4 66. Druck: Wagner'sche Univschen der Republik Österreich Bucndruckerei Buchroithner & Co. und der Volksrepublik Bulga• Der in Wien akkreditierte Botschafter von Algerien, Belaid, stattete Bürgermeister Dr. Lugger im Rathaus seinen Antrittsbesuch ab und lud dabei Bürgermeister Dr. Lugger offiziell zu einem Besuch Algeriens ein.

Innsbrucker Stadtnachrichten — Offizielles Mitteilungsblatt der Landeshauptstadt. Jahrgang 1981, Nr. 3


Kultur im rechten Maß gefördert 1981 insgesamt 127,3 Millionen Schilling für kulturelle Erfordernisse

Liebe Mitbürger! Zwei Berichte der Bundespolizeidirektion, die mir dieser Tage übermittelt wurden, haben das besondere Augenmerk auf die Sicherheitsverhältnisse in unserer Stadt gelenkt. Ihnen ist die erfreuliche Tatsache zu entnehmen, daß in Innsbruck im vergangenen Jahr keine schwereren Straftaten gegen Leib und Leben verübt worden sind. Bedauerlicherweise hat sich jedoch die Suchtgiftkriminalität in bemerkenswertem Ausmaß erhöht. Gewaltverbrechen, Betrug und Wirtschaftsdelikte, Einbruchsdiebstähle und Diebstähle haben die Sicherheitskräfte jedenfalls in hohem Maß gefordert, und die erzielte Aufklärungsquote spricht für den Einsatz unserer Polizei. Dafür möchte ich heute im Namen der Bevölkerung die Anerkennung und den besonderen Dank aussprechen. Der Dienst, den unsere Exekutive leistet, stellt an sie harte Anforderungen. Besonders dankbar bin ich für die Nachtstreifen, die Kriminalbeamte regelmäßig von 20 Uhr bis in die Morgenstunden durchführen. Wir müssen uns klar darüber sein, daß eine weiterhin erfolgreiche Tätigkeit im Interesse unserer Sicherheit nur gewährleistet ist, wenn zwischen Exekutive und Bevölkerung ein Vertrauensverhältnis besteht und die Tätigkeit der Exekutive von der Bevölkerung unterstützt wird.

(We) Die 800-Jahr-Feier gehört nun wieder der Vergangenheit an, und eine Reihe auch kulturell bedeutender Veranstaltungen liegt hinter uns. Stadtrat Dr. Schlenck gab in der Budgetdebatte des Gemeinderates seiner Überzeugung Ausdruck, daß die Innsbrucker das Jubiläum zu einem großen Teil echt empfunden und miterlebt und damit als gediegene Plattform für die kommenden Jahrzehnte angenommen haben. Kultur ist ja eine Wechselbeziehung zwischen den Menschen einer Stadt, zwischen Umwelt, Erziehung, Lebensraum und Zeitgeist. Was im Rahmen der Kulturarbeit in Innsbruck geleistet wird, kann immer nur die Ergänzung und Unterstützung des Bürgerwillens sein. Und diese Unterstützung läßt sich auch konkret in Zahlen ausdrücken und zeigt, daß die Stadtgemeinde auch auf dem kulturellen Gebiet ihre Aufgaben erkennt und in entsprechendem Maße fördert. Für das laufende Jahr sind für den Bereich der städtischen Kulturarbeit im ordentlichen

Haushalt 111 Millionen Schil- möglichen es unter anderem, ling vorgesehen, das sind um der großen Raumnot für die 3,2 Millionen mehr als 1980. Musikschularbeit endlich eine Davon erfordern allein das Erleichterung zu verschaffen, Konservatorium und die Mu- indem bereits für das Schuljahr sikschule Aufwendungen in der 1981/82 im ehemaligen UrsuliHöhe von 26,4 Millionen Schil- nengebäude am Innrain über 50 ling, wobei nur 3,9 Millionen neue Lehr- und Übungsräume aus Schulgeldern abgedeckt adaptiert werden. Mit Mitteln werden können. Dies bedeutet, aus dem außerordentlichen daß die Stadt für jeden Instru- Haushalt sollen aber auch Maßmentalschüler zusätzlich zum nahmen zur Schaffung einer Schulgeld einen Betrag von Musiklehrerausbildung in Innsmehr als 11.000 Schilling im bruck eingeleitet und die privaJahr aufwenden muß. Derzeit ten Maßnahmen zur Altstadterwerden am Konservatorium haltung und Ortsbildpflege weiund an der Musikschule 1854 ter gefördert werden. Auch der Schüler unterrichtet, und 700 künstlerische Schmuck für Kinder besuchen die Singschu- städtische Bauten und Anlagen le, in der wertvolle musikpäd- wird daraus finanziert, und agogische Arbeit geleistet wird. schließlich soll noch in diesem Dazu kommen aber noch die Jahr in Innsbruck ein Olympialaufenden Zuwendungen für museum eingerichtet werden, das Tiroler Landestheater, für das den Besuchern aus aller das Symphonieorchester, für Welt die Bedeutung der zweidiverse Konzerte der Stadt maligen Olympischen Spiele für Innsbruck, für Maßnahmen zur unsere Stadt vor Augen führen Förderung der bildenden kann. Ein wertvoller Beitrag Kunst, der Musik und der dar- wird auch zur Sanierung der Jostellenden Kunst, für Schrift- hanneskirche geleistet. tum, Museen und die allgemei- So gibt dieser Voranschlag für ne Kunstpflege, für Heimat- das Jahr 1981 der Stadt wieder pflege, Stadtarchiv, Denkmal- die Möglichkeit, ihre vielfältipflege, Altstadterhaltung, gen Aktivitäten und BemühunKunstpreise und verschiedene gen im kulturellen Bereich fortCaritas bittet um kirchliche Angelegenheiten. zusetzen. Er ermöglicht aber hochherzige Spende Aber auch im außerordentli- auch eine Unterstützung der (We) Die diesjährige Frühjahr s- chen Haushalt spiegelt sich das zahlreichen Privatinitiativen, Haussammlung der Caritas, die Kulturbewußtsein der Stadt wi- die ja die eigentlichen Kulturnoch bis zum 31. März durch- der. 16,3 Millionen Schilling er- träger in unserer Stadt sind. geführt und am 29. März durch eine Kirchensammlung ergänzt wird, steht unter dem Motto „Fasten heißt Helfen". Schwerpunkte sind dabei die Behindertenhilfe sowie der weitere Ausbau des Malfatti-Pflegeheimes. Im vergangenen Jahr haben die Spender bei den verschiedenen Aktionen rund 27 Millionen Schilling der Caritas anvertraut, die in der Auslandshilfc für die Hungernden im Sahel, für die Erdbebenopfer in Algerien und in Italien, für die Kindergartenkinder werden nun auch über Millag betreut Flüchtlinge in Ostasien und in Seit kurzem gibt es nun auch in Innsbruck die Möglichkeit, Kinder Inlandshilfe für Caritasein- dergartenkinder über die Mittagszeit unter der A ujsieht der,, Tanrichtungen, wie Einzelhilfe, ten" zu belassen. Ein schmackhaftes Mittagessen und eine anSOS-Hilfe, Bahnhofsozial- schließende Ruhestunde stehen während dieser Zeit auf dem Prodienst, Betagtenhilfe, Familien- gramm. Die Neueinführung, die in erster Linie für berufstätige hilfe, Sonderkindergärten, Mütter gedacht ist, wird im Kindergarten in der BachlechnerstraSchülerhorte und Krankenfür- ße angeboten; sie trägt einem wiederholt vorgebrachten Wunsch aus der Bevölkerung Rechnung. (Foto: Murauer) sorge, eingesetzt wurden.

Innsbrucker Stadtnachrichten - Offizielles Mitteilungsblatt der Landeshauptstadt. Jahrgang 1981, Nr. 3

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Gesundheitsturnen intensivieren Mutterberatungsstellen sollen renoviert werden (Th) Wie Ergebnisse von Schuluntersuchungen in ganz Österreich zeigen, weisen rund 50 Prozent der untersuchten Kinder Haltungsschäden, Senkfüße und andere Mängel auf. Wie

de. In Vorbereitung ist das von den Kinderärzten empfohlene Säuglings- und Kleinkinderschwimmen. Zur baulichen Instandsetzung der erfreulicherweise stark frequentierten Mutamtsführender Genieinderat terberatungsstellen stehen im Franz Meisinger in seiner Bud- heurigen Jahr 250.000 Schilling getrede dazu ausführte, ist die bereit. Eine bei diesen Stellen Stadtgemeinde bemüht, das aufliegende Broschüre, an deGesundheitsturnen in den ren Herausgabe ebenfalls gePflichtschulen in Zukunft zu dacht ist, soll jungen Müttern intensivieren. Ein eigener Spe- zusätzliche Information über zialkurs soll interessierten Leh- ihre Aufgabe geben. Wie die rern die nötigen Kenntnisse ver- Praxis immer wieder zeigt, werden die Mutterberatungsstellen mitteln.

Der Fürsorge der werdenden Mutter wird auch weiterhin die volle Aufmerksamkeit von seiten der Stadtführung geschenkt. Neben dem Schwangerenschwimmen und dem Schwangerenturnen wird nun eine neue Form der Vorbereitung der Mütter und Väter auf die Geburt angeboten. Ein Gynäkologe, ein Psychologe, eine Hebamme, eine Diätassistentin sowie Fachleute aus dem Bereich des Sozialversicherungswesens bestreiten die Kursaben-

nicht nur wegen gesundheitlicher Fragen aufgesucht, sondern in immer stärkerem Ausmaß auch, wenn Probleme aus dem sozialen Bereich, aus der Kindererziehung usw. auftauchen. Aufgrund der steigenden Anzahl von Drogenabhängigen erhöhte die Stadtgemeinde ihre Subvention für das KIT (Kontakt — Information — Therapie) in Steinach am Brenner auf jährlich 50.000 Schilling.

Nun auf acht Achsen nach Igls

Stadtnahe Loipen sehr gefragt Förderungsgemeinschaft Absam-Gnadenwald Ergebnisse dieser Bemühungen vor Augen: eine Vielzahl von markierten und beschrifteten Wanderwegen, Orientierungstafeln, Parkplätze für den „Wochenendansturm", das imposante Ausmaß der verzieller Unterstützung durch die schiedenen bestens präparierten Fremdenverkehrsverbände, die und ebenfalls bezeichneten LoiSparkasse Innsbruck-Hall und pen. unter tatkräftiger Mithilfe der Da der Gnadenwalder ErhoForstinspektionen, des Heeres- lungsraum wegen seiner Nähe sportvereines sowie weiterer In- zu Innsbruck auch stark von stitutionen wurde der reizvolle, den Bürgern der Landeshauptglücklicherweise landschaftlich stadt aufgesucht wird, unternoch ziemlich unberührt geblie- stützt die Stadtgemeinde die bene Erholungsraum vorsichtig Förderungsgemeinschaft allerschlossen. jährlich mit 80.000 Schilling. (Th) Vor vier Jahren schlössen sich die Gemeinden rund um das Gnaden walder Plateau, wie Fritzens, Terfens, Hall usw., zu der Förderungsgemeinschaft „Erholungszentrum Gnadenwald" zusammen. Mit finan-

Eine Sondersubvention in der

Der nunmehr von der Förde- Höhe von 100.000 Schilling Gleichzeitig Umstellung auf 850 Volt Gleichstrom rungsgemeinschaft herausgege- wurde vor kurzem für die Neubene Prospekt (er liegt in den anschaffung eines Loipenspur(We) Am 19. Februar hatte für sichtsrates der Verkehrsbetrie- Sparkassenfilialen auf) führt gerätes zur Verfügung gestellt. die „alte Igler" das letzte be, Stadtrat Dr. Knoll, und Stündlein geschlagen. Anläß- Stadtrat Dr. Steidl teilnahmen. lich der Aufnahme des Straßen- Etwas wehmütig war einem bahnbetriebes nach Igls mit den schon zumute, als sich der neue Innsbrucker Baufachmesse vom 13. bis 17. Mai modernen Großraumtriebwa- Achtachser mit der nostalgigen luden die Innsbrucker Ver- schen Straßenbahngarnitur in (Th) Gerade nach dem heuri- werden dabei die Aussteller Isokehrsbetriebe zu einer ersten of- Tantegert kreuzte. Stadtrat Dr. gen strengen Winter, der sich in lierungen für Dach- und Wohnfiziellen Befahrung ein, an der Knoll gab in einer kleinen An- hohen Heizkostenrechnungen räume, eine umfassende Ausneben zahlreichen Ehrengästen sprache seiner Freude darüber niederschlagen wird, dürfte die wahl an Fenstern und Türen und den Direktoren der IVB, Ausdruck, daß die Igler als um- I-Bau '81 besonderen Widerhall mit zahlreichen technischen Dipl.-Ing. Pock und KR Gastl, weltfreundliches Verkehrsmit- finden. Unter dem Thema Verbesserungen, hochwertige auch Bürgermeister Dr. Lug- tel erhalten werden konnte. „Energie — mach mehr dar- Sanitär- und Naßzellen usw. ger, der Vorsitzende des Auf(Foto: Frischauf) aus ! ' ' werden auf dem Messege- anbieten. lände im Rahmen einer Wanderausstellung der richtige Um- Weitere Schwerpunkte liegen in gang mit den Energieträgern so- der Präsentation von Solaranlawie Möglichkeiten zur Vermei- gen, Wärmepumpen, Isoliedung von Energieverlusten auf- rungs-, Lüftungs- und Entstaugezeigt. Gleichzeitig präsentie- bungsanlagen, aber auch in der ren 200 Fachfirmen, die zusam- Beratung über Altbausanierung men über 300 Produzenten ver- einschließlich Finanzierungsintreten, ein umfangreiches Qua- formationen. Als Rahmenprolitätsangebot aus den Bereichen gramm veranstaltet die Tiroler Bauen, Isolieren, Energietech- Handelskammer am 14. und nologien, Feuerschutz. Auf 15. Mai Fachvorträge und Berund 6000 Quadratmeter Fläche ratungen zum Thema Energie(Halle 2 und 3 und Freigelände) sparen.

Energiesparen im Mittelpunkt

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Innsbrucker Stadtnachrichten — Offizielles Mitteilungsblatt der Landeshauptstadt. Jahrgang 1981, Nr. 3


Umbau des Pflegeheimes angelaufen „Essen auf Rädern" und Hauskrankenpflege sehr gefragt - 5 Altenstuben (Th) Mit der Feststellung, daß das im Umbau befindliche Pflegeheim der Stadtgemeinde in der Kaiserjägerstraße nach seiner Fertigstellung allen Innsbrucker Bürgern ohne Rücksicht auf ihre finanziellen Verhältnisse offenstehen wird, ging der Sozialreferent, amtsführender Gemeinderat Dr. Kummer, im Rahmen seiner Budgetrede im Gemeinderat auf den Baufortschritt dieser Anstalt näher ein.

Verein zum Schutz des Eigentums (Th) Nicht zuletzt im Hinblick auf das demnächst zu erwartende neue Mietrechtsgesetz hat sich nun auch in Innsbruck ein Haus-, Grund- und Wohnungseigentümerverein konstituiert. Das Ziel des Vereines liegt einerseits in der Vertretung der Interessen der Eigentümer nach außen, andererseits aber auch darin, die Mitglieder kostenlos über einschlägige Fragen, z. B. des Miet- oder Steuerrechtes, zu informieren und zu beraten. Der jährliche Mitgliedsbeitrag beträgt je nach Art des Eigentums zwischen 150 und 500 Schilling. Präsident des Vereines ist Kurt Rungaldier, als Vizepräsidenten zeichnen Dr. Ludwig Kögl und Dr. Kurt Gattinger.

Die erste Baustufe, die einen Kostenaufwand von rund 19 Millionen Schilling erfordert, wird voraussichtlich bis Ende 1981 abgeschlossen sein. Die zweite Baustufe soll Mitte 1982, die dritte, die den Südosttrakt des Hauses umfaßt, Mitte 1983 fertiggestellt sein. Das Pflegeheim Innsbruck wird dann rund 230 Betten aufweisen. Eine besondere Schwierigkeit beim Umbau des Hauses liegt darin, daß 35 pflegebedürftige Menschen, die sich seit Jahren in diesen Räumlichkeiten befinden, weiterhin voll zu versorgen sind. Aus diesem Grunde muß z. B. während der Umbauarbeiten in der Großküche des Heimes ein Essenszubringerdienst vom Wohnheim Saggen eingerichtet werden. Für das Wohnheim Saggen standen im abgelaufenen Jahr 2,35 Millionen Schilling zur Verfügung. Damit wurden die begonnenen Umbauarbeiten zur Errichtung von Einzelzimmern, die Sanierung der Sanitäranlagen und die Errichtung eines Heimaufzuges vorgenommen. 1981 werden die Arbeiten mit rund 2,7 Millionen Schilling weitergeführt.

Die Aktion „Essen auf Rädern" erfreut sich nach wie vor regen Zuspruches; täglich werden rund 300 Essensportionen ausgeliefert. Den Zustell-

dienst führt seit Juni 1980 die Freiwillige Rettung durch. Zwei neue Begegnungsstätten für betagte Mitbürger in Mühlau bzw. in Pradl wurden eröffnet. Das mit einem Kostenaufwand von 350.000 Schilling umgestaltete Heimcafé im Innsbrucker Wohnheim in der Dürerstraße stellt zugleich auch die Altenstube dar. Die zweite Begegnungsstätte liegt im neuen Vereinshaus bzw. erweiterten Schulhaus in Mühlau. Neben den fünf von der Stadtgemeinde geführten Altenstuben laden weitere 24 zu geselligen Stunden ein. Die Ausgaben der Stadtgemeinde für diese von Institutionen und Vereinen geführten Einrichtungen betrugen im Vorjahr 1 Million Schilling.

Vier Turnusse für Jugendliche und 12 Turnusse für ältere Menschen wurden wiederum im Rahmen der Erholungsaktion der Stadtgemeinde durchgeführt und vermittelten alt und jung die gesuchte Abwechslung. Aus der Altenbetreuung nicht mehr wegzudenken ist sowohl der Haushaltshilfsdienst als auch die rege Beratungstätigkeit in den Altenstuben. Stark war auch die Nachfrage nach dem Hauskrankenpflegedienst, dessen Krankenschwestern täglich bis zu 110 Menschen versorgen. Die Anzahl der im Rahmen der Stadtgemeinde tätigen Behinderten soll weiter erhöht werden. Dies nicht zuletzt aufgrund der guten Erfahrungen, die in den verschiedenen Arbeitsbereichen der Stadtverwaltung mit behinderten Menschen gemacht worden sind.

Bevor das Hühnerauge zwickt Lehrlinge behandeln Betagte in der Berufsschule (Th) Selten wird eine Aktion sowohl von den Veranstaltern als auch von den Teilnehmern mit so viel Zustimmung aufgenommen wie die seit Jahren laufende Seniorenfußpflege in der Landesberufsschule. Was den einen, in diesem Fall den alten Menschen, enorme Erleichterung verschafft, bedeutet für die anderen, die angehenden Fußpflegerinnen und Kosmetikerinnen, eine wichtige Möglichkeit zum Lernen und Üben. Mit zunehmendem Alter fallen nicht nur immer mehr Handgriffe immer schwerer, auch die eigene Körperpflege wird manchmal zum Problem. Das städtische Sozialamt, das durch seine fünf gutbesuchten Altenstuben bzw. Sozialstationen in Hötting, Mühlau, Pradl, der Reichenau und im Olympischen Dorf auch mit diesen Fragen immer wieder konfrontiert wird, konnte in Zusammenarbeit mit der Berufsschule für Kosmetik und Fußpflege eine sich bestens bewährende Lösung finden.

Bus zur Landesberufsschule gebracht, in bestens ausgestatteten Räumen wird hier von den Lehrlingen — bis auf eine Ausnahme sind es durchwegs Mädchen — die Fußpflege durchgeführt. Unter Aufsicht eines Fachlehrers rücken geschickte Hände den Hühneraugen, Schwielen, eingewachsenen Nägeln oder der Hornhaut mit modernen Instrumenten und Geräten zu Leibe. Großgeschrieben wird dabei auch die Hygiene: Sterilisation der Instrumente, Desinfektionslösungen zum Händewaschen und Mund- und Haarschutz wegen eventueller Pilzinfektionen beim Abfräsen der Nägel sind Selbstverständlichkeiten.

Mit sichtbarer Dankbarkeit quittieren die Betagten die sowohl mit Sachkenntnis als auch mit Feingefühl ausgeführte Behandlung. Für die mit vollem Eifer arbeitenden Jugendlichen stellt die Pflege dieser jahrzehntelang bewährten Füße einen wichtigen Beitrag während ihrer Ausbildung dar. Die Füße Besucher der verschiedenen Al- der Kollegin zu pediküren wäre tenstuben werden von städti- zwar leichter, nicht aber halb so Bringt beiden Vorteile: Fußpflege für Belugte in der Berufsschule. (Foto: Frischauf) schen Sozialarbeiterinnen per lehrreich. Innsbrucker Stadtnachrichten — Offizielles Mitteilungsblatt der Landeshauptstadt. Jahrgang 1981, Nr. 3

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Ausstellungen

Theater Tiroler Landestheater (Beginn: 19.30 Uhr — Telefon 21 7 71) Die Kluge (Carl Orff), Scheherezade (Ballett von N. RimskiKorsakow) — Sonntag, 22., Montag, 23., Freitag, 27., Sonntag, 29. März, Sonntag, 5. April Sechs Personen suchen einen Autor (Pirandello) — Dienstag, 24. März, Samstag, 4. April, Mittwoch, 8. April (letztmalig) Boccaccio (F. v. Suppe) — Samstag, 21., Donnerstag, 26. März, Mittwoch, 1., Samstag, 18. April Tristan und Isolde (Richard Wagner), Beginn: 18 Uhr — Samstag, 28. März, Montag, 20. April Bunbury (Wilde/Weigl) — Donnerstag, 2. (Premiere), Dienstag, 7., Sonntag, 12., Montag, 13., Mittwoch, 15. April Albert Hering (B. Britten) — Samstag, 11. (Premiere), Sonntag, 19. April

Kammerspiele (Beginn: 20Uhr —Telefon21 7 71) Ist das nicht mein Leben? (B. Clerk) — Samstag, 21. (Premiere), Donnerstag, 26., Samstag, 28. März, Freitag, 3., Donnerstag, 9. April Die tollen Geschäfte des Ivar Kreuger — Sonntag, 22., Mittwoch, 25., Dienstag, 31. März, Mittwoch, 1., Sonntag, 5., Freitag, 10., Sonntag, 19. April Rumpelstilzchen (Oper von Norbert Gerhold) — Freitag, 27. März Ballettwerkstatt — Donnerstag, 2., Samstag, 4. (Beginn: 15 Uhr), Mittwoch, 15. April Georg Dandin (Molière) — Mittwoch, 8., Donnerstag, 16. April (letztmalig) Gaslicht (P. Hamilton) — Samstag, 11. April Monsieur Chasse oder wie man Hasen jagt (G. Feydeau) — Samstag, 18. April

Innsbrucker Kellertheater (Beginn: 20 Uhr — Telefon 20 7 43) Veränderungen (Felix Mitterer) — täglich außer Sonntag und Montag

Bauerntheater - Ritterspiele (Beginn: 20 Uhr — Telefon 24 9 60) Das sündige Dorf (Bauernschwank von Max Neal) — derzeit Freitag und Samstag

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Holiday on Ice — ein Vergnügen für Augen und Ohren. Von 24. bis 29. März im Olympiastadion. Mit von der Partie sind Marika Kilius und Hans Jürgen Bäumler. Der große Sultan — ab Mitte April — jeden Freitag und Sams-

ze — Giovanni Carmassi (Klavier), Stefano Michelucci (Violine), Settimo Guadagni (Violincello) — Werke von Haydn, Zangelmi, Dvorak Tiroler Volksbühne Blaas Mittwoch, 1. April, Kongreßhaus: (Beginn: 20 Uhr — Telefon 25 9 02) Konzert des Wiener JohannDer Witwentröster (Lustspiel von Strauß-Orchesters — Dirigent: Hannes Bauer) — bis 5. April Kurt Wöss — Werke von Johann Der verkaufte Großvater — 7. Strauß und Josef Strauß April bis 3. Mai täglich, aus- Donnerstag, 2. April, Kongreßgenommen Montag haus: Klavierabend Rudolf Buchbinder — Werke von Chopin, Schubert, Beethoven Theater am Landhausplatz Freitag, 3. April, Kongreßhaus: (Beginn: 20 Uhr — Telefon 33 9 91) Musikanten spielen auf Sarah Camp — Kreuzweg — Mitt- Sonntag, 5. April, Kongreßhaus woch, 1., bis Samstag, 4. April (Beginn: 19 Uhr): MatthäuspasWas heißt hier Liebe? — Samstag, sion — Mitglieder des Münchner 11., bis Sonntag, 19. April (17. Telemann-Collegiums und des April geschlossen) Bayrischen Staatsorchesters, Dirigent: Harald Geitner Donnerstag, 9., und Freitag, 10. Konzerte April, Kongreßhaus: 7. Sympho(Beginn: 20 Uhr) niekonzert — Innsbrucker SymMontag, 23. März, Kongreßhaus: phonieorchester, Dirigent: EdLiederabend — Dietrich Fischergar Seipenbusch, Julia HamaDieskau, Jörg Demus (Klavier) ri (Alt), Margareth Marshall (SoMittwoch, 25. März, Konservatopran), Helmut Wildhaber (Teriumssaal (Beginn: 19 Uhr): nor), Artur Korn (Baß) — J. 5. öffentlicher Vortragsabend Brahms: Rhapsodie op. 53, J. von Studierenden des KonservaStrawinsky: Psalmensymphotoriums anläßlich des 100. Genie, J. Haydn: Messe d-Moll burtstages von Bela Bartók Samstag, 11. April, JesuitenkirDonnerstag, 26. März, Konservache (Beginn: 17 Uhr): Choraltoriumssaal: 6. Kammerkonzert passion von Hugo Distler — — Heinrich Schiff (Violoncello), Kammerchor Mentlberg Sunna Abram (Klavier) — Max Samstag, 11. April, OlympiastaBruch: Kol Nidrer, Cesar Franck: dion: Gastspiel — James Last Sonate A-Dur, W. Lutoslavski: Samstag, 11. April, Kongreßhaus: Sacher Variationen, J. Brahms: Gastspiel — Konstantin Wecker Sonate e-Moll, op. 38 Samstag, 11. April, Großer StadtSonntag, 29. März, Konservatosaal: Konzert der Stadtmusikkariumssaal: Wettbewerb ,,Jugend pelle Amras musiziert" Dienstag, 14. April, ORF-Studio Dienstag, 31. März, KonservatoTirol: Bläservereinigung Berlin riumssaal: Konzert des italieni- Dienstag, 14. April, Wütener Stiftsschen Institutes — Trio di Firenkirche: Sepulcro Leopold I

Stadtarchiv, Badgasse 2: Bis 30. April — Ausgewählte Werke aus der städtischen Porträtsammlung Galerie Zentrum 107, Innstraße 107: 9. bis 16. April: Osterverkaufsausstellung — Volkskunstarbeiten mit osteuropäischen Motiven, 23. April bis 7. Mai: Fini Worda — Ölbilder mit Blumenmotiven Die kleine Galerie, Gumppstraße 21: Bis 26. März: Erich Torggler — Öl, Aquarelle, Zeichnungen Tiroler Kunstpavillon, Rennweg 8a: Bis 17. April: Tonguelly-Objekte; 16. April bis 2. Mai: Prof. Eduard Klell — Malerei Stadtturmgalerie, Herzog-Friedrich-Straße 21: 20. März bis 28. April: Schweizer Foto Kongreßhaus Innsbruck: 27. bis 29. März: Tiroler Kunstgewerbe- und Souvenirausstellung Galerie im Taxispalais, Maria-Theresien-Straße 45: Bis 22. März: München — Kollektiv Herzogstraße; 23. April bis 17. Mai: Prinzip Collage Galerie Annasäule, Maria-Theresien-Straße 29: 20. März bis 18. April: Zeichnungen von Schweizer Bildhauern Galerie Ynnsprugger Werkstatt, Innrain 41: 15. März bis 15. April: Elisabeth Bauerstein Neue Galerie, Bozner Platz 5: 31. März bis 18. April: Gröger Jose (Holland) — Aquarelle, Zeichnungen Tiroler Handelskammer, Meinhardstraße: Bis 22. März: Triest — Tor zum Süden; 3. April bis 3. Mai: Fotos aus Meisterhand Galerie Krinzinger, Maria-Theresien-Straße 17: 20. März bis 20. April: Projektsituation Schweiz: Ausstellung Daniel-Spoerri-Objekte Galerie der Jugend, Herzog-Friedrich-Straße 8/1: Bis 25. März: Peter Auberger — Aquarelle Sparkasse, Hauptanstalt: 23. März bis 17. April: Prachensky-Dynastie — Bilder und Reiseskizzen Sparkasse, Reichenauer Straße: 18. März bis 10. April: Obstlt. Bäumel — Malerei Galerie Bloch, Herzog-FriedrichStraße 5: Bis 10. April: Felix Valloton — Holzschnitte, Zeichnungen Sunclub-Galerie, Innrain 6: März: Beitrag zum Jahr des behinderten Menschen — Kinder des Elisabethinums stellen aus — April: Arbeiten international bekannter behinderter Künstler

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Mehr Sicherheit Nachdem sich das Bautenministerium mit einer erforderlichen Grundabtretung einverstanden erklärt hat, kann nun von der Stadt die für die Verkehrssicherheit so wichtige Ampelanlage an der Kreuzung Kranebitter Allee/Technikerstraße errichtet werden. Für den Bereich der Karwendelbahn im Gebiet Hötting-West wurden von der Eisenbahnbehörde folgende Maßnahmen in Aussicht gestellt: Absicherung der Kreuzung

Aus dem Stadtsenat Lahntalweg mit einem Fußgängergitter, Absicherung der Kreuzung St.-GeorgsWeg mit einer Warnblinkanlage und Absicherung der Kreuzungen Tschiggfreystraße und Karl-InnerebnerStraße mit (automatischen) Schrankenanlagen.

Neue 30-m-Leiter Um 4,5 Millionen Schilling kauft die Stadt eine neue 30m-Drehleiter für die Berufsfeuerwehr an, die für die Brandbekämpfung und Rettung vor allem bei Hochhauseinsätzen eine Reihe besonderer Vorteile bietet.

Hilfe für Gnadenwald Zur Anschaffung eines für das Sport- und Erholungszentrum Absam-Gnadenwald, das von den Innsbruckern gerne besucht wird, erforderlichen Pistenpflegegerätes für die Langlaufloipen leistet die Stadtgemeinde Innsbruck einen Beitrag von 100.000 Schilling.

Erhaltungswürdig Der Stadtsenat hat Auftrag gegeben, den Zustand des städtischen Hauses Erzherzog-Eugen-Straße 46, das unter Denkmalschutz verbleibt, zu überprüfen und die zur Sanierung erforderlichen Maßnahmen vorzuschlagen.

Arzl im Mittelpunkt der Stadtplanung Hauptfunktionen sind Landwirtschaft, Wohnen und Naherholung • der Waldrand mit dem davorliegenden Wiesengürtel, • das Feuchtgebiet • und der Wachstumsbereich der Innsbrucker Küchenschelle. Von besonderer Bedeutung für das Ortsbild und eine gesunde Entwicklung von Arzl wären ferner unter anderem die Sanierung der bestehenden Landschaftsschäden, eine Verbesserung der sozialen Infrastruktur, die Fernhaltung des Durchzugsverkehrs, der Ausbau des öffentlichen Verkehrs und des Fußwegenetzes. So könnte zum Beispiel die Lehmgrube zu einem Naturspielplatz ausgebaut und auch nördlich der Volksschule Framsweg könnte ein Spielplatz angelegt werden. Die starke bauliche Entwicklung von Innsbruck hut auch vor Arzl Dort, wo gebaut werden darf — nicht haltgemacht. (Fotos: Mag. Hoideger, Stadtplanung)die Bautätigkeit sollte sich auf (We) Wie wir in unserer letzten ßend an den alten Ortskern in das Ausfüllen der Baulücken Ausgabe der „Stadtnachrich- zum Teil städtischen Baufor- und auf eine mäßige Abrunten" schon berichtet haben, hat men ihren Niederschlag gefun- dung des Siedlungsgebietes beschränken —, sollten zeitgemädas Innsbrucker Stadtplanungs- den hat. ße und eigenständige Architekamt als erste Teilbearbeitung Das Stadtteilentwicklungskonturformen mit dem typischen des Stadtentwicklungskonzep- zept zählt nun genau jene BereiCharakter des Ortes in Eintes ein Grundsatzprogramm für che auf, die in Zukunft von eiklang gebracht werden. den Stadtteil Arzl erarbeitet, ner Bebauung unbedingt freizudas nun dieser Tage vom Stadt- halten sind. Dazu gehören: So nennt das Stadtteilentwicksenat zur Kenntnis genommen • die zwischen den Siedlungs- lungskonzept viele Rezepte, die wird. gebieten Mühlau, Arzl und bei genauer Therapie eine geSinn dieses Konzeptes ist es, ein Rum liegenden Grünkeile, sunde Entwicklung von Arzl Leitbild für die künftige Ent- • der Kalvarienberg als weit- auch für die Zukunft gewährleiwicklung dieses Stadtteiles auf- hin sichtbares Wahrzeichen und sten. Weitere Stadtteilkonzepte sind derzeit für die Stadtteile zustellen, damit die dort lei- als Orientierungspunkt, stungsfähige Landwirtschaft er- • die bestehenden Ackerbau- Höttinger Au und HöttingWest in Ausarbeitung. halten bleibt und das hochqua- terrassen, lifizierte Wohnen und die Funktion als Naherholungsgebiet gesichert und gestärkt werden, ohne dabei die gewachsene Struktur und das eigentümliche Gepräge des Erscheinungsbildes zu verändern. 1173 wird Arzl als ,,Arcella" erstmals urkundlich erwähnt. Heute hat Arzl rund 3640 Einwohner, und die Bevölkerung ist im Durchschnitt etwas jünger als die Innsbrucker insgesamt. Der Ort stellt auch heute noch als geschlossenes Haufendorf in bezug auf Funktion und Gestalt eine Einheit dar, wobei jedoch die starke bauliche Entwicklung von Innsbruck in den letzten Als wesentliches Element des Ortsbildes ist vor allem der typische Jahrzehnten auch vor Arzl Landschaftsraum mit seinen Hügeln, Kuppen, Tälern, Hanglagen nicht haltgemacht und anschlie- und Terrassen unbedingt erhaltenswert.

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Das Ergebnis des Wettbewerbes zum Neubau der Innbrücke (Gr) Seit Bestehen der Stadt Innsbruck hat beinahe jedes Jahrhundert „seine" Innbrücke aufzuweisen. Nachdem am Stahltragwerk der nun über 100 Jahre alten Eisenfachwerksbrücke irreparable Korrosionsschäden aufgetreten waren, hat der Stadtsenat von Innsbruck den Neubau der Innbrücke beProjekt 35: Durch die spezielle Ausbildung und Gestaltung der Brückenkopfbereiche (Verbreiteschlossen und dafür einen gesamtrung und Überdachung der Gehwege) wird die Bau- und Raumstruktur der beiden Uferseiten einbeösterreichischen Wettbewerb auszogen. Damit betont dieses Projekt die Verbindung der beiden durch den Fluß getrennten Stadtteile geschrieben, an dem sich Architekzu einem erweiterten ,,Altstadtbereich". ten, Bauingenieure bzw. Arbeitsgemeinschaften beider Richtungen beteiligen konnten. Der Wettbewerb fand beachtliches Interesse. Insgesamt hatten 110 Bewerber die Unterlagen angefordert, 41 Projekte wurden zeitgerecht eingereicht.

Die gestellte Aufgabe Für den Brückenneubau, der an historischer Stelle errichtet werden soll und damit das ErscheinungsProjekt 2: Der statisch-konstruktive Entwurf dieser den lnn überspannenden Brücke zeigt eine herbild der Stadt entscheidend mitvorragende Beherrschung der zeitgemäßen Technologie, jedoch wird mit diesem Projekt dem Enprägt, wurden als Schwerpunkte semblecharakter des Stadt- und Flußraumes zuwenig Rechnung getragen. der Wettbewerbsaufgabe von den Teilnehmern erwartet, daß • der Entwurf für ein Brückenbauwerk der zentralen Bedeutung und dem traditionellen Symbolcharakter für die Stadt gerecht wird; • die Brücke geeignet ist, als innerstädtische Verkehrsverbindung zwischen den beiden Innuferbereichen den Individualverkehr, die Fuß- und Radwegebeziehungen zwischen Innenstadt und Wohngebiet sowie den öffentlichen VerProjekt 14: Dieses Projekt aus Stahl ist ein sehr klares, aus seiner Konstruktion folgerichtig abgeleikehr aufzunehmen; tetes Brückenbauwerk. Die zur Realisierung erforderliche Änderung der Tragwerkskonstruktion würde jedoch zu einer empfindlichen Beeinträchtigung des Gesamteindruckes führen. • das Bauwerk unter Berücksichtigung des Landschaftsraumes in die gegebene historische Bau- und Raumstruktur eingebunden wird; • das Brückenbauwerk nach den neuesten Erkenntnissen der Ingenieurbaukunst geplant wird und einen Beitrag zur Baukultur der Stadt leistet. Aus der Sicht der Konstruktion wurden 3 Projekte ohne Pfeiler und 38 mit zwei Pfeilern eingeProjekt 18: Dieses Brückenbauwerk zeigt eine sehr konsequente Durchbildung einer Gestaltungs- reicht. 2 Entwürfe haben den Standort der zukünftigen Brücke idee. Materialwahl und die zu geringe Gliederung der Brückenelemente (Geländer, Pfeiler) verleihen wesentlich verschoben, 39 grundder Brücke jedoch eine harte Monumentalität, die der Bau- und Raumstruktur der Umgebung nicht sätzlich beibehalten. 31 Entwürfe Rechnung trägt. Seite 8

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sehe i Flachbrücken, 9 Trag- Projekt 14 von Dipl.-Ing. Helmut brüc ren und 1 Entwurf sieht eine Dreger, Hall in Tirol, und Dipl.-Ing. Peter Baumann, InnsSchrygseilbrücke vor. bruck. Mitarbeiter: Dipl.-Ing. Dr. techn. Anton Obholzer und Das Ergebnis Dipl.-Ing. Dr. techn. Wolfgang An der Lan, Innsbruck. i Die Jury ist am 12. Februar unter Projekt 18 von Arch. Prof. Baurat der Leitung von Univ.-Prof. h. c. Dipl.-Ing. Georg Lippert und Dipl.-Ing. Dr. Wicke zusammen- Dipl.-Ing. Willibald Zemler, Wien. getreten. Sie hat in einer dreitägi- Mitarbeiter: Mag. Arch. Dieter gen Sitzung von insgesamt 21 Stun- Zuna-Kratky, Dipl.-Ing. Herbert den Dauer, an der Bürgermeister Teschler, Ing. Josef Streit und Dr. Lugger, Univ.-Prof. Dr. Dipl.-Ing. Herwig Reider, Wien. Barth, Hofrat Dipl.-Ing. Menardi Die Jury wie auch der Bürgermeiund Stadtbaudirektor OSR ster als Repräsentant der StadtgeDipl.-Ing. Angerer als stimmbe- meinde würdigten die im Rahmen rechtigte Juroren sowie Vizebür- des Wettbewerbes erbrachten Leigermeister Reg.-Rat Obenfeldner, stungen österreichischer Architekamtsführender Stadtrat Dr. ten und Ingenieure als einen überSchknck, Stadtrat Dr. Steidl, aus wertvollen Beitrag und eine für amts: fahrender Gemeinderat Dr. die Stadtführung wichtige EntEben berger, SR Dipl.-Ing. Müller scheidungshilfe. Die der Jury vorund Dipl.-Ing. Dr. techn. Klotz als gelegenen Projekte wurden im beratende Mitglieder teilnahmen, Bauingenieursaal der Technischen entsprechend den Ausschreibungs- Fakultät der Universität im Rahkriterien die eingereichten Entwür- men einer Ausstellung auch der Bevölkerung zur Besichtigung angefe überprüft. Wie (lieh dabei zeigte, hat die Viel- boten. schicitigkeit der gestellten Wettbewerb, »aufgaben dazu geführt, daß keines der eingereichten Projekte Wie geht es weiter? allen' Beurteilungskriterien standhielt. Aus diesem Grund hat sich Anläßlich einer Pressekonferenz die Jury entschlossen, in Übereindes Bürgermeisters, in der über den stimmung mit den WettbewerbsbeWettbewerb berichtet wurde, wies stimrnungen je drei gleiche Anerder Baureferent der Stadt, Vizekennungspreise, und zwar einerbürgermeister Reg.-Rat Obenfeldseits für die architektonische Gener, darauf hin, daß angesichts der staltung, andererseits für die ingeDringlichkeit des Brückenneubaunieurtsmäßige Lösung der Aufgabe, es im Budget der Stadt für das Jahr zu vergeben. Nachdem sich nach 1981 bereits Mittel vorgesehen seiFestlegen der dafür vorgesehenen en, um mit dem Bau der Brücke Projekte herausgestellt hatte, daß noch in der Niederwasserperiode zwei der Projektanten dieser Entim Herbst 1981 beginnen zu könwurf«: die Teilnehmerberechtigung nen, wobei als Bauzeit für die im Sinne der WettbewerbsausBrücke etwa 18 Monate vorzuseschreibung nicht nachgewiesen hen seien. Die Pionierbrücke, die hatten, verblieben folgende vier derzeit als Behelf zu Entlastung der Projekte für einen AnerkennungsInnbrücke diene, sei dann für eine preis: Innüberquerung vom Olympischen Projekt 35 von Dipl.-Ing. Johann Dorf in den Erholungsraum um Stella und Dipl.-Ing. Walter Sten- den Baggersee im Stadtteil Reigel, ijvilingenieure für Bauwesen, chenau vorgesehen. Mit Beschluß Wien, und Arch. Dipl.-Ing. Man- des Stadtsenates vom 24. Februar fred Rapf, Wien. Mitarbeiter: wurden nun die mit einem AnerDipl.-Ing. Karl Schwamberger, kennungspreis ausgezeichneten Ing. Friedrich Hack und Dipl.-Ing. vier Wettbewerbsteilnehmer eingeElisabeth Hübner, Wien. laden, bis spätestens Mitte April Projekt 2 von Dipl.-Ing. Alfred 1981 ihre Projekte näher zu präziPauser, Dipl.-Ing. Karl Beschor- sieren, allfällige ergänzende Vorner, Dipl.-Ing. Peter Biberschick schläge vorzulegen und die vorausund Arch. Dipl.-Ing. Dr. Peter sichtlichen Gesamtkosten bekanntzugeben. Mohilla, Wien.

Die nachstehend gezeigten vier Projekte von Tiroler Architekten und Bauingenieuren illustrieren die Bandbreite möglicher Planungsüberlegungen zum Neubau der Innbrücke. Gemeinsam ist allen vier Entwurf en die bevorzugte Behandlung des Fußgängerverkehrs im Sinne einer Erweiterung der Fußgängerzone von der Altstadt in Richtung Hötting.

Projekt 10: Der Vorschlag einer vom Fahrverkehr getrennten, im Bogen geführten, zweigeschossigen Brücke für Fußgänger und Radfahrer mit direktem Anschluß über die Ottoburg an die Altstadt versucht, die Idee der baulichen Verbindung der beiden ,,Altstadtteile" zu realisieren.

Projekt 20: Verkehrsberuhigung der beiden Innuferbereiche durch Straßentunnels; großzügiger Fußgängerbereich in der Brückenachse zwischen den Fahrbahnen, den auf der Höttinger Seite ein zweigeschossiger Pavillon mit Café und anderen Einrichtungen abschließt.

Projekt 29: Zwei beidseitig der Brücke mit den Fahrbuhnen für den Kraftfahrzeugverkehr gelegene, konstruktiv eigenständige und zum Fluß hin offene Glasröhren führen Fußgänger und Radfahrer geschützt und ungestört über den Inn.

Projekt 40: Einseitige starke Verbreiterung der Brücke für die Fußgänger und Unterbringung verschiedener Angebote für die Passanten.

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UNIVERSITÄTSSTADT INNSBRUCK

Der Alpenraum als Experimentierfeld Institut für Meteorologie und Geophysik arbeitet an Alpex-Programm mit Während der Herbst- bzw. Frühjahrsmonate der Jahre 1981/82 wird im Alpenraum ein großangelegtes internationales Feldexperiment zur Erforschung der vielfältigen Einflüsse eines Gebirgsreliefs auf das Wetter durchgeführt werden. Das Alpenexperiment (= ALPEX) ist ein Subprogramm von GARP ( = Global Atmospheric Research Program), das unter der Schirmherrschaft der WMO (= World Meteorological Organization) steht. Das GARP hat sich zur Aufgabe gestellt, die globale Zirkulation der Atmosphäre und ihre Wechselwirkung mit kleinräumigeren Zirkulationsformen eingehend zu untersuchen, und dient dem Ziel, die Wettervorhersage zu verbessern.

Winde in einem Gebirgstal (Berg- und Tal- bzw. Hangwinde), durchgeführt wurden.

wurde der Alpenraum als Experimentierfeld ausgewählt, da dieses Gebiet einerseits die größte Dichte an Wetterbeobachtungsstationen der Welt aufweist, andererseits an den Universitäten des Alpenraumes, insbesondere in Innsbruck, bereits grundlegende Arbeiten zu diesem Problemkreis, z. B. über das Föhnproblem und über die tagesperiodischen

Zur Erfassung der Temperatur-, Feuchte- und Windverhältnisse in einem Gebirgstal werden am Innsbrucker Flughafen Fesselballonaufstiege und in Schwaz Radiosondenaufstiege durchgeführt werden.

Am ALPEX werden sich voraussichtlich acht Nationen beteiligen. Die Intensivmeßkampagne, die erst festgelegt werden muß, wird zwei Monate andauern. Für diese Zeitspanne werden zusätzliche Beobachtungsstationen und Beobachtungssysteme installiert werden. In Tirol selbst wird ein von Seefeld über Innsbruck und die Brennerfurche nach Brixen führendes feinmaschiges Netz von Mikrobarographen errichtet werden, das vom Institut für Meteorologie und Geophysik der Universität Innsbruck (Vorstand: Univ.-Prof. Dr. H. Pichler) betreut werden wird, um Druckschwankungen mit groUm den Einfluß der Gebirge ßer Genauigkeit entlang eines auf die vielfältigen Zirkula- Alpenprofils registrieren zu tionsformen zu erforschen, können.

ein Gebirge durchgeführt werden. Die Meßflüge werden von der Deutschen Forschungs- und Versuchsanstalt für Luft- und Raumfahrt geflogen werden. Auf Grund der Analyse der Beobachtungen, die nach erfolgreichem Verlauf des Experimentes z. T. am Institut für Meteorologie und Geophysik an der Universität Innsbruck durchgeführt wird, hofft man, den Einfluß der Alpen auf die großräumige Strömung besser verstehen zu lernen. Weiters wird sicher der Einblick in eine thermisch angetriebene Lokalwindzirkulation eines Alpentales vertieft werden können. Diese Zirkulationsform spielt z. B. im Inntal bei der Beurteilung der Schädlichkeit der Luftverunreinigungen eine besonders wichtige Rolle. Diesem Problemkreis ist zur Zeit ein eigenes Forschungsprojekt des Instituts für Meteorologie und Geophysik der Universität Innsbruck (gefördert vom Österreichischen Fonds zur Förderung der wissenschaftli-

chen Forschung) gewidmet, das bereits als Vorexperiment zum ALPEX aufgefaßt werden kann.

Ferner verspricht man sich von diesem Alpenexperiment die Klärung vieler offener Fragen bei einer erzwungenen Überströmung eines Gebirges. Dieses Phänomen ist der Innsbrucker Bevölkerung als „Föhn" bestens bekannt. Einen großen Einfluß auf das Wetter im Alpenraum übt immer wieder eine Zyklonenbildung im Golf von Genua aus. Welche Rolle dabei die freiwerdende Kondensationswärme im Mittelmeergebiet spielt, soll ebenfalls im Rahmen des ALPEX geklärt werden. Die internationale Zusammenarbeit im Rahmen dieses groß angelegten Forschungsexperimentes wird sich sicherlich sehr fruchtbringend auf die Forschungsarbeiten in den einzelnen Instituten auswirken. Dem Institut für Meteorologie und Geophysik an der Universität Innsbruck wird nach Abschluß des Alpenexperimentes ein Beobachtungsmaterial von unschätzbarem Wert vorliegen, dessen Analyse und Auswertung sicherlich geraume Zeit in Anspruch nehmen wird.

Neues vom Sportplatz Reichenau

Zusätzlich werden mit Hilfe von Flugzeugen auch Registrierungen der Druck-, Tempera- Errichtung eines Garderobengebäudes mit Buffet tur- und Feuchteschwankungen (We) Ein Fußballplatz ohne werden können. Die Kosten für in der freien Atmosphäre über Garderobengebäude und Erfri- den Neubau, die zur Gänze die schungsmöglichkeit ist nicht Stadtgemeinde trägt, belaufen komplett, auch wenn er von der sich inklusive der UmgebungsAnlage her den modernsten gestaltung auf 3,2 Millionen Anforderungen entspricht. Ab Schilling. Bleibt zu hoffen, daß dem Sommer wird nun auch die sich die verbesserten BedingunSparkassen-Sportanlage in der gen dann auch auf die TorReichenau über ein entspre- schußfreudigkeit der Spieler chendes Garderobengebäude auswirken. verfügen, womit ein großer Wunsch der Reichenauer Fuß- Eröffnungsschießen ballfreunde in Erfüllung geht. (We) Ein großer Tag war es Dieser Tage wurde in der Nord- auch für die Höttinger Schütwestecke des Platzes mit dem zen, als im Dezember das HötBau eines erdgeschossigen Ge- tinger Vereinshaus offiziell seiAuch Pradl verfügt nun über eine eigene Altenstubc bäudes begonnen, in dem zwei ner Bestimmung übergeben Nach den Stadtteilen Hötting, Olympisches Dorf, Reichenau undgetrennte Garderobenanlagen wurde. Um ihrer Freude über Mühlau nahm vor kurzem im Wohnheim Pradl in der Dürerstraße mit je zwei Räumen, einem den schönen Vereinsraum mit eine neue Altenstube ihren Betrieb auf Als Räumlichkeit ist dafür Waschraum und einer Sanitär- dem neuen Luftgewehrstand das gemütliche Heimcafé vorgesehen. Dienstag und Donnerstag anlage sowie ein Buffet für lautstark Ausdruck zu verleinachmittag in der Zeit von 14.30 bis 17.30 Uhr stehen Unterhal- Sportler und Besucher einge- hen, veranstalten die Schützentung, Aktivierung und Weiterbildung der älteren Mitbürger auf richtet werden. Im Keller sind gesellschaft und die Schützendem Programm. Eingeladen dazu — und zu der anschließenden sechs Räume für die Vereine kompanie Hötting noch bis ebenfalls kostenlosen Jause — sind nicht nur die Pradlerinnen vorgesehen, wo auch die Fuß- zum 22. März ein großes Eröffuntergebracht nungsschießen. und Pradler, sondern auch die Bewohner des Heimes. (Murauer) ballutensilien Seite 10

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willige Helfer für den Katastrophenschutz anzuwerben und auszubilden, um für einen NotBeste Voraussetzungen für die Hilfestation 13 fall gerüstet zu sein. Die MelAls kürzlich das neue Vereins- Notzeiten als Schutzraum für dung von freiwilligen Helfern haus in Hötting seiner Bestim- viele Bürger dienen kann, wird für die Hilfestationen nimmt mung übergeben wurde, erreg- in eigens dafür errichteten La- die Berufsfeuerwehr Innsbruck, ten die zahlreichen Mitglieder gerräumen eine Notverpfle- 6020 Innsbruck, Hiinoldstraße der Hilfestation 13 des Kata- gung, die derzeit für etwa 500 17, Telefon 31 7 31, jederzeit strophenschutzes der Stadtge- Personen auf die Dauer einer gerne entgegen. meinde Innsbruck, die sich aus Woche ausreicht, gelagert und den verschiedenen Gruppen nach einem genauen Plan Bundesheerbilanz und Vereinen der Höttinger Be- frischgehalten bzw. aufgevölkerung zu einer geschlosse- stockt. Neben anderen im Not- (Gr) Die Neuaufstellung von 19 nen Hilfsgemeinschaft vereinig- fall erforderlichen Behelfsmit- Sperrkompanien in Tirol spreten und als solche vorstellten, teln werden überdies 60 Betten che für die Konsolidierung im besondere Aufmerksamkeit. mit allem Zubehör, wie Matrat- Aufbau der raumgebundenen Das neue Vereinshaus hat auch zen, Leintüchern, Kopfkissen Landesverteidigung, stellte Militärkommandant Divisionär der Hilfestation 13 besonders und Decken, gelagert. günstige Voraussetzungen ge- Um die Einrichtung aller 17 Mathis vor der Presse fest, der bracht: Im Kellergeschoß, das Hilfestationen im Stadtbereich er auch Informationen zum so ausgebaut wurde, daß es in ständig zu verbessern, sind im Bauprogramm und zur AusrüBudget der Stadtgemeinde re- stung des Bundesheeres gab. gelmäßig Beträge vorgesehen. Über die neuen Wege, welche Erfolg für Schenker Für das Jahr 1981 sind dies bei- die Offiziersgesellschaft Tirol, spielsweise 700.000 Schilling. der wachsende Bedeutung zu(Gr) Im Bestreben, der ladenEin besonderes Anliegen bleibt kommt, gehen will, gab ihr Präden Wirtschaft die besten Möges nach wie vor, noch mehr frei- sident Dr. Kantner Auskunft. lichkeiten zu vermitteln und somit gewissermaßen „Architekt des Güterverkehrs" zu sein, hat die Innsbrucker Niederlassung der internationalen Expedi- Kriminalpolizei legte Tätigkeitsbericht 80 vor tionsfirma Schenker, die als einziges Unternehmen dieser (Gr) Einem von der Polizeidi- klärt werden konnten. Von 18 Branche auch am Innsbrucker rektion vorgelegten Bericht ist Raubüberfällen wurden 15 eiFlughafen etabliert ist, im Ge- zu entnehmen, daß in Inns- ner Klärung zugeführt. Die schäftsjahr 1980 mit den öster- bruck im Jahr 1980 ein Mord- Verbrechenstatbestände nach reichischen Spitzenergebnissen versuch und drei schwere vor- dem Suchtgiftgesetz sind gegenKörperverletzungen über dem Vorjahr um 134,7 im Rahmen des Unternehmens sätzliche verübt wurden, die alle aufge- Prozent und die Vergehenstataufgewartet. bestände um 66,6 Prozent gestiegen, drei Personen sind an einer Suchtgiftüberdosis gestor19 Drogenabhängige verDie Stadt bot Räume im Haus Krippengasse 4 an ben, übten über 100 EinbruchsdiebFür die Arzler Bevölkerung Wissen darum, daß die Arzler stähle bzw. -versuche mit einem geht der Wunsch nach einem ei- bisher andere Stadtteile aufsu- Schaden von über 615.000 genen Postamt in Erfüllung. Im chen mußten, um ihre postali- Schilling. Von 32 Abgängigschen Probleme zu lösen, hat keitsanzeigen konnten zwei Vizebürgermeister Niescher mit noch keiner Klärung zugeführt der Post- und Telegraphendi- werden. rektion für Tirol und Vorarl- Wegen verschiedener Wirtberg verhandelt, dort Verständ- schaftsdelikte wurden 1906 nis und Entgegenkommen ge- Strafanzeigen an die Staatsanfunden und gegenüber Präsi- waltschaft erstattet. Von den dent Dr. Carozzi die Parterre- angezeigten Einbruchsdiebstähräumlichkeiten im Haus Krip- len wurden nahezu 40 Prozent pengasse 4 zur Unterbringung aufgeklärt, 149 Täter wurden 115 Kraftfahrzeuge eines Postamtes angeboten. Der gefaßt. bisher dort untergebrachte Ka- wurden gestohlen, in 273 Krafttastrophenhilfsdienst wurde in fahrzeuge wurde eingebrochen. den ersten Stock verlagert, und Im Rahmen der Nachtstreifen, der Stadtsenat hat am 4. Mai die von Kriminalbeamten regelzugestimmt, die Parterreräume mäßig zwischen 20 Uhr und 4 der Post zur Verfügung zu stel- Uhr durchgeführt werden, wurlen. Das neue Postamt im Haus den 4035 Verdächtige angehalKrippengasse 4 wird am 4. Mai ten und perlustriert, 165 Perso1981 eröffnet werden. (Hofer) nen wurden festgenommen.

Betten im Vereinshaus Hötting

Suchtgiftdelikte im Vormarsch

Ein Postamt für die Arzler

Entwurf des Änderungsplanes Nr. 85/v Wüten, südlich der Schidlachstraße: Das ursprüngliche, durch einen Baubescheid genehmigte Projekt sieht eine Gesamtüberbauung des Grundstückes an der Pechestraße vor. Nachdem sich der Bauwerber im Einvernehmen mit dem Stadtplanungsamt zu einer Umplanung entschlossen hat, wird die zukünftige Bebauung voll-

Änderung von Bebauungsplänen kommen als Randbebauung ausgeführt, wodurch die Hoffläche von einer Bebauung freigehalten werden kann. Entwurf des Änderungsplanes Nr. 66/ag, HöttingWest, Bereich zwischen Speckweg, Schneeburggasse, Achselkopfweg und Knappen weg: Die bisher zulässigen 3 Wohngeschosse auf den noch freien Bauplätzen wurden im Bereich zur Rideaukante hin dem Bestand entsprechend auf 2 Geschosse reduziert; die zukünftige Geschoßflächendichte von 30 Prozent läßt eine Einfamilienhausbebauung zu. Im Bereich der geplanten Innerebnerstraße und der Schneeburggasse erscheint die Beibehaltung der dreigeschossigen Bebauung als zweckmäßig und vertretbar, wobei die Geschoßflächendichte in diesem Bereich mit 50 Prozent festgelegt wurde. Eine Abstimmung mit dem neuen Bebauungsplan nördlich der Schneeburggasse ist dabei hergestellt. Die Änderungspläne Nr. 80/er zum Flächenwidmungsplan Vill-Ortsbereich, Nr. 80/di zum Flächenwidmungsplan Hötting, nördliche Dorfgasse, und Nr. 23/k Höttinger Au, Bereich zwischen Lohbachsiedlung und Lohbachufer, wurden nach erfolgter Auflage vom Gemeinderat beschlossen.

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DER BÜRGERMEISTER GRATULIERTE Zur Vollendung des 102. Lebensjahres:

Zur Vollendung des 90. Lebensjahres: Herrn Rudolf Karba, Kaufmannstraße 30 (13. 2.) Herrn Viktor Zierhut, Kochstraße 3 (20. 2.) Frau Anna Mayr, Höttinger Au 20 (21. 2.) Herrn Karl Krulis, Pechestraße 3 (26. 2.) Frau Karolina Lenz, Kreuzgasse 30 (3. 3.) Frau Katharina Steiner, OswaldRedlich-Straße 4 (4. 3.)

Frau Luise Radinger, Dürerstraße 12 (20. 2.) Frau Frieda Wetzl, BurgenlandstraHerrn Anton Uri, Dürerstraße 12 ße 27a (24. 2.) (25. 2.) Frau Ottilie Feichtinger, Am Rain 13 (26. 2.) Zur Vollendung des Frau Rosa Wotschitzky, Dürerstra96. Lebensjahres: ße 12 (28. 2.) Frau Emilie Kathrein, Leopoldstra- Frau Berta Bibus, Innrain 53 (7. 3.) Frau Josefine Nogler, Sebastianße 58 (24. 2.) Scheel-Straße 3 (10. 3.) Herrn Franz Schwinghammer, DüFrau Johanna Praxmarer, Schnee- Zur Goldenen Hochzeit rerstraße 12 (1. 3.) burggasse 43a (11. 3.) Frau Martha Strele, Tempistraße 6 Frau Maria und Herrn Hermann Zur Vollendung des Geiger, Rudolf-Greinz-Straße 11 (11.3.) 94. Lebensjahres: (14. 2.) Frau Frieda und Herrn Dr. Alois Frau Christine Deninger, Beda- Zur Vollendung des Danner, Vili 45a (23. 2.) Weber-Gasse 3 (4. 3.)

91. Lebensjahres:

Zur Vollendung des 93. Lebensjahres: Herrn Viktor Leuba, Elisabethstraße 12 (14. 2.) Frau Josefini Todeschini, Schulgasse 8a (25. 2.) Herrn Hans Dal Pont, Buchweg 2 (27. 2.) Frau Berta Pletzer, Dürerstraße 12 (5. 3.) Frau Gertrud Gromes, Universitätsstraße 24 (8. 3.) Herrn Josef Maidler, Höhenstraße 64 (9. 3.) Frau Maria Alfreider, Blasius-Hueber-Straße 12 (9. 3.)

Frau Anna Ploner, Egger-Lienz- Frau Kreszentia und Herrn Peter Ladstätter, Anton-Rauch-Straße Straße 90 (21. 2.) 33 (2. 3.) Frau Hanny Schoner, KapuzinerFrau Luise und Herrn Vitus Vohgasse 10a (22. 2.) radsky, Amraser Straße 90c Frau Maria Wächter, Pacherstraße (7. 3.) 22 (24. 2.) Herrn Johann Weigert, Egger- Frau Berta und Herrn Josef Tschugg, Hunoldstraße 15 (9. 3.) Lienz-Straße 49 (8. 3.) Frau Ida Kaesbacher, Ing.-Etzel- Frau Barbara und Herrn Ferdinand Straße 59 (9. 3.) Kaiser, Goethestraße 2 (10. 3.)

KURZ GEMELDET

• Auf größtes Interesse bei den Zuhörern stieß ein im Rahmen der Archäologischen GeZur Vollendung des sellschaft gehaltener Vortrag 92. Lebensjahres: von Prof. Dr. Johannes SakelFrau Anna Sturm, Wilhelm-Greil- larakis, Herakleion, der sich im Straße 12 (13. 2.) Frau Maria Grill, Mandelsberger- Zusammenhang mit neuen Ausgrabungen mit der Frage der straße 15 (13. 2.) Herrn Franz Hofer, Erzherzog- Menschenopfer im minoischen Tempel von Archanes auf Kreta Eugen-Straße 18 (18. 2.) Frau Melanie Salcher, Höhenstraße befaßte. 23b (19. 2.) • Die Geschäftsentwicklung

der Sparkasse Innsbruck-Hall war, wie Generaldirektor Dr. Klingan auf einer Pressekonferenz mitteilte, im vergangenen Jahr besser, als ursprünglich erwartet. Die Bilanzsumme erhöhte sich im Jahresvergleich um 15 Prozent auf 12,3 Milliarden Schilling, womit das Institut an vierter Stelle aller österreichischen Sparkassen rangiert.

10 Jahre Forschung (Th) Das Institut für Verkehr und Tourismus, eine als Verein organisierte Körperschaft, feierte dieser Tage seinen zehnjährigen Bestand. Unter seinem Obmann Präsident Komm.-Rat Heinrich Menardi und unter der wissenschaftlichen Leitung von Univ.-Prof. Dr. Christian Smekal hat sich der Verein u. a. der wissenschaftlichen Forschungstätigkeit auf dem Gebiet des Verkehrs- und Fremdenverkehrswesens verschrieben. Aus der umfangreichen und beachtlichen Forschungsund Untersuchungstätigkeit der letzten Jahre seien im besonderen die Ausarbeitung des 1. Tiroler Fremdenverkehrskonzeptes, die Studie über die Igler Bahn als Entscheidungshilfe für die Stadt Innsbruck und die Erarbeitung einer Nachfrageanalyse für den Flughafen Innsbruck erwähnt.

• Im Rahmen der Städtepartnerschaft ist das Innsbrucker Theater am Landhausplatz vom 7. bis 10. April im WalgrabenTheater Freiburg zu Gast. Gespielt wird „Die Zofen" von Jean Genet. • Beim diesjährigen Landeslehrlingswettbewerb der Blumenbinder wurde Anneliese Pöderer aus dem „Blumenhaus Innsbruck" für ihre unter das Thema „Blühende Formen" gestellte Koje der zweite Platz zuerkannt.

LESERSERVICE DER INNSBRUCKER STADTNACHRICHTEN Wochenenddienst der Apotheken 21./22. März: Alte Hof-Apotheke, Herzog-Friedrich-Straße 19, Telefon 23 8 90, Apotheke „Zum Andreas Hofer", Andreas-Hofer-Straße 30, Telefon 24 8 61, Dreifaltigkeits-Apotheke, Pradler Straße 51, Telefon 41 5 02, St.-Georg-Apotheke, Rum, Dörferstraße 2, Telefon 63 4 79; 28./29. März: Apotheke „Zur Triumphpforte", Müllerstraße la, Telefon 36 5 70, Prinz-Eugen-Apotheke, Prinz-Eugen-StraSeite 12

ße 70, Telefon 44 1 80, Mariahilf-Apotheke, Innstraße5, Telefon 81 7 58; 4./5. April: Apotheke „Zum hl. Konrad", Bozner Platz 7, Telefon 25 8 17, Apotheke „Zur Universität", Innrain 47, Telefon 26 7 11, Saggen-Apotheke, Claudiastraße 4, Telefon 28 0 92; 11./12. April: Apotheke „Zum Tiroler Adler", Museumstraße 18, Telefon 24 3 29, Löwen-Apotheke, Innrain 103, Telefon 29 0 74, Linden-Apotheke, Amraser Straße 106a, Telefon 41 4 91.

Zahnärztlicher WochenendTelefon 25 9 56; 4./5. April: Dent. Max Elsässer, und Feiertagsdienst Lans Nr. 117, Telefon 71 18, Dr. (Notdienst) (Samstag und Sonntag von 9 bis 11 Uhr)

Paul Felder, Museumstraße 33/ IV/35, Telefon 26 4 95; 11./12. April: Dr. Richard Feuerstein, Anton-Rauch-Straße 30, Telefon 37 21 93, Dr. Gottfried Finger, Fallmerayerstraße 6, Telefon 26 0 39.

21./22. März: Dr. Bruno Erhart, Schützenstraße 40, Telefon 63 4 92, Dent. Ludwig Dittmer, Seefeld, Münchner Straße 38, Telefon 0 52 12/24 42; 28./29. März: Dr. Hansjörg Duft- Weitere Notdienste ner, Lans, Haus Nr. 58, Telefon Ärztlicher Sonntagsdienst und kin0 52 22/74 76, Dr. Koloman Federärztl. Bereitschaftsdienst dorcio, Leopoldstraße 41b/II, (Notfälle): Telefon 35 5 44

Innsbrucker Stadtnachrichten — Offizielles Mitteilungsblatt der Landeshauptstadt. Jahrgang 1981, Nr. 3


Johanniter-Unfallhilfe (Spezialwa- 5. April: Dr. Peter Wessely, Pradler Straße 30, Telefon 44 1 63; gen für Rollstuhlfahrer): Telefon 44 4 02 12. April: Tzt. Walter Mayr, InnTelefonseelsorge, täglich 8—11 Uhr rain 33, Telefon 20 27 83. und 16—23 Uhr: Telefon 36 1 36 Kinder- und Jugendtelefon, Montag bis Freitag 13—19 Uhr: Wochenend- und Telefon 27 0 10 Feiertagsdienst der Rettet das Leben, Montag bis Rauchfangkehrer Freitag 9—12 Uhr, 15—19 Uhr, 21./22. März: Franz Jirka, UniverTelefon 28 8 75 sitätsstraße 25, Telefon 23 0 93; 28./29. März: Franz Jirka, UniverTierärztlicher sitätsstraße 25, Telefon 23 0 93; Sonntagsdienst 4./5. April: Anton Aigner, Gabels22. März: Tzt. Gert Heissl, Geyrbergerstraße 35, Telefon straße 1, Telefon 42 79 52; 41 61 75; 29. März: Dr. Josef Stolz, Eger- 11./12. April: Josef Kofier, Weindachstraße 8, Telefon 42 2 12; hartstraße 1, Telefon 31 67 23.

Sonntagsdienst der Bestattungsunternehmen 22. März: C. Müller, Pradler Straße 6, Telefon 45 1 51; Platzer Bestattungsges.m.b.H., Reichenauer Straße 95, Telefon 42 3 04; 29. März: J. Neumair, Marktgraben 14, Telefon 22 0 74, 22 0 13; 5. April: H. Flossmann, Markgraben 2, Telefon 24 3 81, Platzer Bestattungsges.m.b.H., Reichenauer Straße 95, Telefon 42 3 04; 12. April: J. Neumair, Marktgraben 14, Telefon 22 0 74, 22 0 13.

Wochenendabschleppdienst (Freitag, 20 Uhr, bis Montag, 7.30 Uhr)

21./22. März: Helmut Kroh GmbH, Innsbruck, Schusterbergweg 26a, Telefon 0 52 22/ 63 1 83 (84); 28./29. März: Hansjörg Holleis, Innsbruck-Völs, Bahnhofstraße 33, Telefon 0 52 22/27 0 91, Hans Pletzer, Hall in Tirol, Gerbergasse 8a, Telefon 0 52 23/ 61 77, 25 40; 4./5. April: Helmut Kroh GmbH, Innsbruck, Schusterbergweg 26a, Telefon 0 52 22/63 1 83 (84); 11./12. April: Hansjörg Holleis, Innsbruck-Völs, Bahnhofstraße 33, Telefon 0 52 22/27 0 91, Hans Pletzer, Hall in Tirol, Gerbergasse 8a, Telefon 0 52 23/ 61 77, 25 40.

AMTLICHE MITTEILUNGEN UND NACHRICHTEN

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EHESCHLIESSUNGEN

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Dirk Süß, München, Tegernseer Landstraße 185, BRD, und Christine Dollinger, Hunoldstraße 20 Karl Landauer, Gemsengasse 13, und Ilse Pichler, Gemsengasse 13 Kurt Schaffer, Sankt-Georgs-Weg 6, und Brigitte Daum, Storchenstraße 18 Walter Nussbaumer, Kaiser-JosefStraße 9, und Gabriele Pogatschnig, Andechsstraße 61 Bernhard Kinigadner, Innstraße 10, und Christina Dodd, Innstraße 10 Johann Gleirscher, Pradler Platz 4, und Silvia Steiner, Pradler Platz 4 Josef Kalkschmid, Jahnstraße 25, und Brunhilde Mellak geb. Jaritz, Noldinstraße 8 Franz Schwarz, Ziri, Franz-Plattner-Straße 24b, Tirol, und Beate Linser, Daneygasse 28 Die nächste Ausgabe der ,, Innsbrucker Stadtnachrichten" erscheint am 15. April 1981 in einer Auflage von 55.300 Stück und wird kostenlos jedem Innsbrucker Haushalt zugestellt. Wenn Sie schon am nächsten Tag in den Besitz der ,,Innsbrucker Stadtnachrichten" kommen, ist dies ein Verdienst Ihres Postzustellers. Sollten Sie die „Innsbrucker Stadtnachrichten" einmal nicht erhalten, bitten wir Sie um eine kurze Nachricht an das Pressereferat im Rathaus, Maria-Theresien-Straße 18, Tel. 32 4 66.

Michael Flörl, Durigstraße 22, und Gabriele Trabos, Durigstraße 22 Klaus Resler, Ampass, Kirchweg 14, Tirol, und Claudia Hatzi, Holzgasse 2 Ludwig Reichart, Oberkoflerweg 2, und Roswitha Kneissl, Holzgasse 5 Walter Lindner, Zellberg, Zellbergeben 46, Tirol, und Maria-Rosalinde Mandi, Trientlgasse 2 Herbert Hauser, Gabelsbergerstraße 32, und Marianne Weinberger, Eberschwang, Maierhof 118, OÖ Franz Fossi, Graz, Am Eichengrund 42, und Gabriele Waldner, Wurmbachweg 20 Wolfram Stark, Haller Straße 203a, und Kerstin Lorey, Frankfurt am Main, Wertheimer Straße 20, BRD

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GEBURTEN

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Georg Daviotis (10. 2.), Tiergartenstraße 91 Caroline Tagwerker (5.2.), An-derLan-Straße 34b Martin Roman Würfl (31. 1.), Haspingerstraße 6 Tanja Maria Lueger (1. 2.) Erzherzog-Eugen-Straße 12 Michael Schalk (7. 2.), Mariahilfpark 1 Gabriele Brandner (4. 2.), Tiergartenstraße 35e Oliver Emanuel Morderle (29. 1.), Innstraße 71 Daniela Hohlweg (2. 2.), Radetzkystraße 20 Gloria Sonja Sabath (12. 2.), Innrain 33 Christine Dorigo (16. 2.), Graßmayrstraße 18 Franz-Josef Hochenegg (10. 2.), Archenweg 4 Kristin Lintner (5. 2.), Grenzstraße 5

Markus Christian Kolland (27. 1.), Burghard-Breitner-Straße 4 Eva-Maria Meisinger (26. 1.), Franz-Fischer-Straße 5a Angelika Haslwanter (26. 1.), Bachlechnerstraße 14 Melanie Waltraud Höger (30. 1.), Knollerstraße 14 Markus Schwarz (24. 1.), Hilberstraße 16 Martin Norbert Montagnolli (26. 1.), Kirschentalgasse 32 Selda Turkan (17. 1.), Gaswerkstraße 17 Alexander Franz Pocheinig (28. 1.), Südbahnstraße 14 Tuyet Nhung Tri (24. 1.), Bäckerbühelgasse 20 Priska Kolland (23. 1.), Schützenstraße 62 Pedro Praxmarer (7. 2.), Knollerstraße 4 Tanja Grasberger (5. 2.), Gaswerkstraße 17a Bernhard Puszter (6. 2.), Lohbachufer 5 Tanja Bader (9. 2.), Dr.-StumpfStraße 59c Härmen Auner (12. 2.), Mitterweg 61 Catrin Christiane Krieber (12. 2.), Höttinger Auffahrt 1 Caroline Josefine Lerchner (3. 2.), Kranewitterstraße 10a Andreas Prantner (6. 2.), Klappholzstraße 18 Sabrina Renate Edith Hildegard Fanzot (6. 2.), Dr.-Stumpf-Straße 80 Monika Silvia Schlager (2. 2.), Schöpfstraße 9 Johannes Rainer (16. 2.), Brucknerstraße 10 Kathrin Krenn (13. 2.), Sillhöfe 3a Gregor Walter Schatzer (5. 2.), Bachlechnerstraße 12 Petra Silvia Marina Plangger (7. 2.), Schneeburggasse 52 Caroline Maria Sieberth (10. 2.), Kravoglstraße 2

Stefan Siegfried Gaber (8. 2.), Tiergartenstraße 125 Robert Paul Pernlochner (4. 2.), Purnhofweg 34 Karlheinz Zankl (12. 2.), EggerLienz-Straße 51 Christian Spiegl (11. 2.), Premstraße 30 Hubert Albert Prein (23. 1.), Brunecker Straße 2a

STERBEFÄLLE Maria Rosina Oberholler geb. Hutàs, Hausfrau (83), Innallee 11 Hermine Winkler, kfm. Angestellte (49), Rudolf-Greinz-Straße 11 Agnes Czernohaus geb. Ofner, Hausfrau (96), Claudiastraße 24 Valeria Kutin geb. Kerschbaumer, Postbeamtin i. R. (81), Bürgerstraße 15 Robert Max Stolz, Bundesbahnbeamter i. R., Lokomotivführer (83), Schneeburggasse 27 Marie Beatrice Antonie Peinlich geb. Reisch, Hausfrau (72), Gerhart-Hauptmann-Straße 31 Berta Anna Aloisia Miller geb. Brantner, Hilfsarbeiterin i. R. (69), Bertha-von-Suttner-Weg 10 Edith Gisela Antonia Rassler geb. Depaoli, Hausfrau (76), Hörmannstraße 15 Franziska Brugger geb. Greinegger, Hausfrau (59), Knollerstraße 18 Anna Magdalena Berchtold geb. Abfalterer, Landwirtin i. R. (89), Sadrachstraße 8 Maria Elise Stigger geb. Zangl, Buchhalterin i. R. (67), Goethestraße 12 Anna Elisabeth Auer, ohne Beruf (82), Innrain 53 Hilda Gassebner geb. Kanitscheider, Hausfrau (73), Innstraße 89 Maria Wächter geb. Ehrlich, Hausfrau (72), Franz-Fischer-Straße 6

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Amalia Josepha Schmidhuber, Organistin (68), Pfarrgasse 1 Cäcilia Niederl geb. Maurberger, Hausfrau (96), Ing.-Etzel-Straße 59 Wilhelm Haselwanter, Baumeister i. R. (74), Speckbacherstraße 18 Josef Ernst Galovic, Angestellter der Innsbrucker Verkehrsbetriebe AG, Leiter des Fahr- und Bahnhofdienstes (54), An-derLan-Straße 34a Adolf Wassermann, Kranführer (40), Innsbruck, Wohnlager in der Technikerstraße ohne Nr. Remo Gusmerotti, Konsulatsbeamter i. R. (67), Lohbachufer D 70 Peter Paul Rock, Baupolier i. R. (78), Langstraße 37 Johann Waroschitz, Bundesbahnbeamter i. R. (78), ErzherzogEugen-Straße 18 Claudia Jaqueline Schöpf, Schülerin (15), An-der-Lan-Straße 24 Maria Gertrud Zanner geb. Schätzer, Billeteuse i. R. (91), Innallee 11 Dr. med. Gebhard Mitterstieler, Oberarzt (38), Haydnplatz 4 Sofia Theresia Plaikner, Haushälterin i. R. (85), Andreas-HoferStraße 33 Rosina Josephine Johanna Brunner, Volksschuldirektorin i. R. (80), Jahnstraße 25 Mathilde Gatz geb. Hinterberger, Hausfrau (72), An-der-Lan-Straße 52 Helene Traute Mair geb. Wiegrebe, Hausfrau (75), Sillufer 11 Josef Gastl, Schriftsetzer i. R. (83), Hunoldstraße 3 Gertrud Helene Martha Nickel, Zeitungsausträgerin i. R. (78), Erlerstraße 13 Richard Maria Wenzel, Maurer i. R. (53), Kajetan-Sweth-Straße 48 Anna Heinsch geb. Bader, Hausfrau (87), Ing.-Etzel-Straße 71 Antonia Reinlein geb. Laviat (90), Innallee 11 Paul Josef Ebner, Postbeamter, Fachinspektor (44), Amraser Straße 110 Hedwig Nairz geb. Benischek, Hausfrau (50), Fennerstraße 6 Maximilian Weber, Städtischer Beamter i. R. (68), Höttinger Au 24 Maria Jaschi geb. Waibl, Hausfrau (82), Gabelsbergerstraße 25 Maximilian Schorn, Kaufmann

i. R. (66), Kärntner Straße 66 Johann Anton Fritz Lackner, Kaufmann i. R. (70), Gumppstraße 34 Johanna Madl, Haushälterin i. R. (96), Sternwartestraße 4a Dr. jur Robert Wörndle, Finanzbeamter i. R., Reg.-Rat (76), Grillparzerstraße 5 Augustin Josef Philipp Schachenmann, Kaufmann i. R. (81), Müllerstraße 7 Wilhelm Frank Raggob, Tischlermeister i. R. (81), Innrain 53 Josefine Rudig geb. Liensberger (verw. Grutschnig), Hausfrau (75), Erzherzog-Eugen-Straße 18 Maria Wurzinger geb. Kofier, Hausfrau (93), Innrain 53 Anna Elisabeth Maria Zauchner geb. Siess, Hausfrau (71), Schneeburggasse 20 Johann Josef Prosch, Landesbeamter i. R. (77), Vögelebichl 57 Marta Anna Boida geb. Reinhold, Landesvertragsbedienstete i. R. (71), Holzgasse 2c Max Hampl, Postbeamter i. R., Inspektor (87), Schneeburggasse 39a Elsa Walter geb. Hunger, Hausfrau (74), Hörmannstraße 7 Cäcilia Unterberger geb. Schwödiauer, Hausfrau (73), Innstraße45 Albert Früh, Polizeibeamter i. R., Revierinspektor (67), Reichenauer Straße 92b Edith Royko geb. Zimmermann, Hausfrau (88), Schulgasse 8a Dietmar Margreiter, Berufsoffizier, Major (40), Prandtauerufer 2 Agnes Johanna Greiner geb. Siber, Geschäftsfrau i. R. (59), Igler Straße 63 Margit Maria Adelheid Olga Vojnich, Hausfrau (90), Innrain 53 Anton Jordan, Schneider i. R. (79), Premstraße 19 Theresia Anna Maria Rienzner geb. Pöder, Hausfrau (82), Gumppstraße 46 Rosina Rock geb. Taibon, Hausfrau (85), Ing.-Etzel-Straße 59 Alice Auguste Henrika Eugenia Korger, Geschäftsfrau (74), Anton-Rauch-Straße 8a Maria Wagner, Schneiderin i. R. (81), Innrain 39 Maria Josefine Rosa Proxauf, akademische Malerin (87), Innallee 11 Adelheide Kier geb. Schestauber, Hausfrau (88), Innallee 11

ERTEILTE BAUGENEHMIGUNGEN Imbißstand, Reichenauer Straße 149, Josef Stadibauer, Museumstraße 35 Gartenhaus, Sadrachstraße 6, Helmut und Klara Kelderer, Sadrachstraße 6 Kaufwagen, Innrain 48, Hannelore Reiter, Oberlangkampfen 43,

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6322 Kirchbichl Notrauchfänge, Pontlatzer Straße 15, Rotadlerstraße 5, Nagele Wohnbau Ges.m.b.H., Rennweg 10a Zubau, Heiligwasserweg 14, Arch. Fritz Gruber, Heiligwasserweg 14 Anbau, Tempistraße 11, Prof. Ilse

Glaninger-Balzar, Tempistraße 11 Umbau, Schidlachstraße 5, Waltraud Bosch, Schidlachstraße 5 Umbau, Angerzellgasse 10, Karl Löw, Angerzellgasse 10 Lagerhalle, Archenweg 58, ElektroTerminal Ges.m.b.H., Archweg 58 Tankstellenanlage — baubeh. Genehmigung, Schlachthofgasse 1, Schlüsselverlag Moser & Co KG, Schlachthofgasse 1 Werkstättengebäude und Stützmauer, Kirschentalgasse 10, Autohaus Köllensperger Ges.m.b.H., Kirschentalgasse 10 Umbau, Großer-Gott-Weg 14, Walter Morandell, Arzler Straße 68 Einfamilienwohnhaus, Gufeltalweg 5, Georg Baldemair, Pradler Straße 83 Anbau, Höhenstraße 22, Arno Brunner, Höhenstraße 22 Kleingarage, Pertingerweg 11, Franz und Martha Filzer, Pertingerweg 11, 6080 Igls Wohnhaus, General-Eccher-Straße I, Stadtgemeinde Innsbruck, z. Hd. Mag.-Abteilung IV, Fallmerayerstraße 1 Sonnenkollektoranlage, Klammstraße 19, BUWOG-Gemeinn. Wohnbauges. f. Bundesbed., Plankengasse 3, 1010 Wien Lagerraum, Geyrstraße 90, Paula Sumper, Geyrstraße 90 Teilw. Dachgeschoßausbau, Andreas-Hofer-Straße 19, Cornelia Kessler, Andreas-Hofer-Straße 19 Loggia, Kaiser-Franz-Josef-Straße II, Dr. Walter Handle, KaiserFranz-Josef-Straße 11 6 Einfamilienwohnhäuser, Allerheiligenhofweg 24, 26, 26a, 28, 28a und 34, Gesellschaft zur Schaffung von WE. Ges.m.b.H., Rennweg 12, 1031 Wien

Planänderung, Arzler Straße 90, P + M Wohnbau Ges.m.b.H., Anton-Rauch-Straße 8c Umbau, Fischnalerstraße 44, Felix Wopfner, Gewerbezone 2, 6176 Völs Mauerdurchbruch und Klimaanlage, Zeughausgasse 7, Ing. Hans Hiesmayr, Zeughausgasse 7 Garagentor, Reimmichlgasse 11, Karl Pichl KG, Schießstandgasse 10, 6401 Inzing Kamin, Speckweg 3a, Dr. Hansjörg Mader, Andreas-Hofer-Straße 11 Traglufthalle, Olympiastraße 10, Olympia-Eissportzentrum Innsbruck Ges.m.b.H., Olympiastraße 10 Dachterrasse, lnnstraße 4, Jörg Dialer, lnnstraße 4 Einfamilienwohnhaus mit Kleingarage, Obexerstraße 3, Walter Gruber, Fernkreuzweg 50, 6080 Igls Umbau, Anichstraße 12, Gastronom Ges.m.b.H. & Co, HerzogFriedrich-Straße 34 Stadel, Gp. 2294/3 KG Hötting, Paul Kopp, Schießstandgasse 3 Wohnhaus, Gufeltalweg 10, Dr. Manfred und Dr. Regine Danner, Ampfererstraße 16 Umbau, Höttinger Au 26, IWOBau Individual Wohnbau Ges. m.b.H., Innsbrucker Straße 5—7, 6130 Schwaz Fassadenneugestaltung, Südbahnstraße 1 und la, Eisenbahnsiedlungsges.m.b.H., Tiroler Straße 2, 9500 Villach Aufzugsanlage, Ing.-Etzel-Straße 59, Stadtgemeinde Innsbruck, z. Hd. Mag.-Abteilung IV, Fallmerayerstraße 1 Abbruch (Nachmeldung), MatthiasSchmid-Straße 12, Stadtgemeinde Innsbruck, z. Hd. Mag.Abteilung IV, hier

AUSGESTELLTE GEWERBESCHEINE Siegfried Platzer, Patscher Straße 20 (Standortverlegung von NeuRum, Seriesstraße (Interspar), Handel, beschränkt auf den Einzelhandel mit Textilien usw. „Maiflex Vertriebsges.m.b.H. & Co KG", Höttinger Au 51 Standortverlegung von Wattens, Marienplatz 4), Handel, beschränkt auf den In- und Export mit Artikeln zur Ausrüstung von Straßenverkehrseinrichtungen Angelika Mair, Hechenbergweg 16, Ausgestaltung von Innenräumen (Innenarchitektur) ,,Bauunternehmung Innerebner & Mayer Ges.m.b.H", Dreiheiligenstraße 27, Baumeister Peter Blöder, Herzog-FriedrichStraße 3, Einzelhandel mit Rauhwaren sowie Konfektionswaren aus Pelz und Leder

Monika Heis, Dr.-Stumpf-Straße 36, Kleinhandel mit Naturblumen Helmut Knab, Claudiastraße 20, Handel mit Altwaren „Lastentaxi Ges.m.b.H.", Fürstenweg 180, Güterbeförderung mit Kfz, beschränkt auf 8 Lkw mit jeweils einer maximalen Nutzlast von 2 t Harald Juchum, Neuhauserstraße 8, Zahntechniker Ing. Herbert Gutsch, Kranebitter Allee 130 (Standortverlegung von Neu-Rum, Kugelfangweg 27), Baumeister „Özdemir Ges.m.b.H.", Mentlgasse 18 (Betriebsstätte von Linz, Scharnitzer Straße 21), Handelsgewerbe, beschränkt auf den Einzelhandel mit Lebensmitteln, Wandteppichen usw.

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auf den Einzelhandel mit Obst, Einzelhandel mit Kfz-Ersatzteilen Gemüse, Flaschenweinen, Süßund -Zubehör waren, Fruchtsäften, GemüseErnest Staudinger, Stadiweg 21, konserven, Essig und FlaschenKraftfahrzeugmechaniker bier Emil Mühlbacher, Sterzinger StraAmt für Wirtschaftsförderung ße 3 (Betriebsstätte von Wiesing, „Canon Ges.m.b.H.", Höttinger Rathaus, Maria-Theresien-Straße 18, 2. Stock, Zimmer Nr. 139 Au 51 (weitere Betriebsstätte von Rofansiedlung 485), Bäckergeund Nr. 168, Tel. Nr. 26 7 71 /168 oder 139 Wien III, Molitorgasse 4), Mewerbe chanikergewerbe, eingeschränkt Walter Maier, Tiergartenstraße 27, auf Reparatur und InstandsetWerbemittelverteiler m.b.H.", Maria-Theresien-Stra„SVD-Sparkassen- Versicherungszung von Canon-Geräten „Pietra Ges.m.b.H.", Haller Straße 27, Versicherungsmakler dienst-Gesellschaft m.b.H.", „Canon Ges.m.b.H.", Höttinger ße 35, Gastgewerbe in der BeSparkassenplatz 1, Berater in Manfred Sohm, Erzherzog-EugenAu 51 (weitere Betriebsstätte von triebsart „Restaurant" Straße 1, Versicherungsmakler Versicherungsangelegenheiten Wien III, Molitorgasse 4), Han„Feldkirchner & Co., Feinkost- „Herbert Stolz KG", Anichstraße „SVD-Sparkassen-Versicherungsdelsgewerbe, beschränkt auf den 29, Gastgewerbe in der BetriebsGroß- und -Einzelhandel" KG, dienst-Ges.m.b.H.", SparkasHandel mit Büromaschinen und art „Café-Restaurant" Anichstraße 9, Handelsgewerbe senplatz 1, Versicherungsmakler Zubehör „Mix and Match" Handelsges.m. Harald Kraler, Herzog-Friedrich„Canon Ges.m.b.H.", Höttinger Straße 3, Handelsgewerbe, beb.H.", Colingasse 9, HandelsAu 51 (weitere Betriebsstätte von schränkt auf den Einzelhandel gewerbe, beschränkt auf den Wien III, Molitorgasse 4), Hermit Textilien Einzelhandel stellung von Fotokopien „Terra-Finanz Ges.m.b.H. & Co. Christoph Rudolf Vogl, AntonErika Obacher, Innstraße 57, HanKG", Kranebitter Allee 88, GeRauch-Straße 21, Handelsgewerdel mit Altwaren bäudeverwaltung be, beschränkt auf den EinzelMonika Larch, Reut-Nicolussi„Terra-Finanz Ges.m.b.H. & Co. handel mit Zierfischen, WasserStraße 12, Friseur und PerückenKG", Kranebitter Allee 88, Verpflanzen und Aquarienzubehör macher, befristet bis 30. Juni mittlung des Kaufes, Verkaufes Johann Laner, Fürstenweg 42 (Be1981 und Tausches usw. triebsstätte von Unterangerberg Dietmar Spielmann, SchützenstraErik Megiska-Guggenberger, MeinNr. 50), Einzelhandel mit Christße 50, Friseur und Perückenmahardstraße 7, Ankündigungsunbäumen cher ternehmen, Werbemittelverteilen Johann Laner, Andechsstraße 53 Charlotte Theiner, Erzherzog-Euund Adressenverlag (Betriebsstätte von Unterangergen-Straße 9, Handelsgewerbe, berg Nr. 50), Einzelhandel mit Renate Mayer, Höttinger Au 66-68, beschränkt auf den Einzelhandel Christbäumen Privatgeschäftsvermittlung mit Parfümeriewaren Gottfried Rainer, Hoher Weg 3, Anita Schlager, Amraser Straße 89, „Jakob Kaufmann Ges.m.b.H.", WerbeankündigungsunternehTaxigewerbe, beschränkt auf 2 Wilhelm-Greil-Straße 6, Hanmen Pkw delsgewerbe unter Ausschluß von Müssiggang Ges. Josef Pal, An-der-Lan-Straße 34b, „Sebastian Nahrungs- und Genuß mittein, m.b.H.", Ing.-Etzel-Straße 12, Handelsagent Material- und Farbwaren sowie Güterbeförderung mit Kfz, be- Erika Plesz, Schöpfstraße 39/1, „Feinbäckerei Robert Lackner Ges. Handelsgewerbe, beschränkt auf des Großhandels mit Mineralschränkt auf 2 Lkw m.b.H.", Andreas-Hofer-Straße den Einzelhandel mit Toiletteölen 5, Handelsgewerbe, beschränkt „CGR Compagnie Generale de Raund Kosmetikartikeln usw. „Jakob Kaufmann Ges.m.b.H.", auf Süßwaren diologie Ges.m.b.H.", Pradler Wilhelm-Greil-Straße 6, Gas„Feinbäckerei Robert Lackner Ges. Straße 81 (Standortverlegung Ingeborg Glowka, Gutenbergstraße und Wasserleitungsinstallation 14, Handelsgewerbe, beschränkt m.b.H.", Andreas-Hofer-Straße von Sistrans, Badhausweg 240, 5, Bäckergewerbe Betriebsstätte von Wien XIV, Lützowgasse 12—14), Handels„Buchgemeinschaft Donauland STADTWERKE INNSBRUCK gewerbe, hier in Form eines Kremayr & Scheriau" KG, Bürobetriebes Marktgraben 1 (weitere Betriebsstätte von Wien XII, Niederhof- Helmut Beringer, Bürgerstraße 30, Herstellung gesellschaftlich-sostraße 37), Fotohandel, beschränkt auf den Einzelhandel zialer Kontakte zwischen PersoGemäß Bescheid des Amtes der Tiroler Landesregierung Id — ZI. nen und Beratung derselben un„ABC-Finanz- und Realservice 1.0707-30 vom 23. Februar 1981 wurde der Abgabepreis für Gas ter Wahrung der Intimsphäre Ges.m.b.H.", Tempistraße 30, aus der Erzeugung der Stadtwerke Innsbruck mit einem Mindestusw. Betriebsberater einschließlich Beheizwert von 7,443 kWh/Normaikubikmeter (Nm3) wie folgt neu Helga Kirchler, Erikaweg 8, Fritriebsorganisator festgesetzt: seur und Perückenmacher, je„Profinanz Unternehmen für Fidoch zeitlich befristet bis 30. Juni nanz- und Wirtschaftsberatung Allgemeiner Gastarif: Nettopreis Bruttopreis 1981 Ges.m.b.H. & Co. KG", Anich(ohne USt.) (inkl . 13% USt.) straße 2 (weitere Betriebsstätte „Avis Parking Ges.m.b.H.", Safür Haushalt, Gewerbe/Indulurner Straße 15, Garagierungsvon Salzburg, Vogelweiderstraße strie und Heizgas je Kilogewerbe 50, verzogen von Völs, Innsbrukwattstunde ker Straße 59), Vermögensbera- Ernest Staudinger, Stadiweg 21, S —,5204 S —,588052 a) ab 1. März 1981 tung Handelsgewerbe, beschränkt auf S —,640145 S —,5665 „Universal Vermittlungsges. b) ab 1. September 1981 Kraftfahrzeuge sowie auf den

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Bürgerservice Dienststunden: Montag, Mittwoch, Freitag, 9 bis 12 Uhr, Rathaus, Maria-Theresien-Straße 18, 2. Stock, Zimmer 168.

Für die Beistellung der technisch notwendigen Meß- und Regeleinrichtungen (Gaszähler und Regler) werden monatlich 1,5% des Wiederbeschaffungswertes in Rechnung gestellt. Die Verrechnung erfolgt nach Nettopreisen, die Umsatzsteuer im gesetzlich vorgeschriebenen Ausmaß wird dem jeweiligen Rechnungsbetrag zugeschlagen. Der bisher gültige Gaspreis tritt mit Ablauf des 28. Februar 1981, der unter a) genannte, ab 1. März 1981 geltende Gaspreis mit Ablauf des 31. August 1981 außer Kraft. STADTWERKE INNSBRUCK

Innsbrucker Stadtnachrichten - Offizielles Mitteilungsblatt der Landeshauptstadt. Jahrgang 1981, Nr. 3

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Der Bau des Domes 1717 -1724 Mit großer Freude wurde am 8. Dezember (dem Fest Maria Empfängnis) 1964 feierlich begangen, was Papst Paul VI. in der Bulle ,,Sedis Apostolicae" verfügt hatte: die Errichtung der Diözese Innsbruck, die ErVon Mag. Herbert Woditschka

nennung von DDr. Paul Rusch zum Diözesanbischof und die Erhebung der Stadtpfarrkirche St. Jakob zur Kathedrale. Die St.-Jakobs-Kirche in Innsbruck wird erstmals in einem Ablaßbrief vom 29. Juni 1270 genannt, ihre Erhebung zur Stadtpfarrkirche erfolgte jedoch erst 1643. Das Erdbeben von 1689 fügte der Kirche große Schäden zu. Der hierauf 1710 barockisierte gotische Altbau konnte jedoch nicht mehr befriedigen, das Interesse der Innsbrucker galt vielmehr einem barocken Neubau. Am 1. Dezember 1711 konnte der Stadtpfarrer Dr. Matthias Tausch (1697—1725) eine Bitte um Subvention Kaiser Karl VI. (1711—1740) in der Hofburg in Innsbruck vortragen. Der Statthalter Karl Philipp von der Pfalz-Neuburg (1704—1717)

konnte 1712 vom Wiener Hof in dieser Sache einen zusagenden Bescheid auf 100.000 Gulden erwirken. Auf seine Empfehlung hin reiste 1712 der Stadtrat Ulrich Sprenger zum Baumeister Johann Jakob Herkommer (1648—1717) nach Füssen mit dem Ersuchen, einen Gesamtentwurf zu erstellen. Herkommer entwarf einen Kirchenbau im Stil des süddeutschen Hochbarocks und wurde dafür mit 45 Gulden honoriert. Auch der Innsbrucker Hofbaumeister Georg Anton Gumpp (1682—1754) legte einen Entwurf vor, der sich im Stil des römischen Hochbarocks an die Kirche S. Agnese in Rom anlehnte. 1715 stellte Gumpp ein Modell im Sommerhaus des Hofgartens aus. Im Dezember 1716 lehnten die Wiener Stellen „das Gumppische Modell als vihl zu pretios" ab und erteilten dem Entwurf Herkommers die Baubewilligung. Nachdem das Mariahilfbild von Lukas Cranach in die Spitalkirche zum Heiligen Geist übertragen und die Jakobskirche profaniert worden war, begann man am 23. April 1717

mit dem Abbruch. Bereits am 12. Mai 1717 nahm der Statthalter die Grundsteinlegung vor. Am 25. und 26. Mai kam Herkommer zur Festlegung der Baulinien nach Innsbruck und übertrug die Bauausführung seinem Polier, Johann Georg Fischer (gest. um 1740), der nach dem Tod Herkommers als Baumeister dessen Werk fortsetzte. Bis zum 31. Oktober 1717 war „der völlige Grundt gelegt". Fischer erhielt für die im Winter 1717/18 gezeichneten Detailpläne 150 Gulden. Im Jahre 1718 erreichten die Mauern des Langhauses eine Höhe von 6,3 Metern, die am 29. Juli begonnenen Türme eine Höhe von 3,3 Metern. Ende 1719 waren die Mauern 14 und die Türme 10 Meter hoch. Am 16. April 1720 begannen die Arbeiten an der Fassade. Am 16. November fand die Firstfeier statt, bei der auch der Pfarrmesner Johann Ev. Schenacher (1687—1734), dessen Tagebuch uns eine detaillierte Kenntnis über den Kirchenbau vermittelt, tatkräftig mitwirkte. 1721/22 wurde die Chorkuppel errichtet und mit Kupfer gedeckt. Der Nordturm konnte

1721, der Südturm 1722 fertiggestellt werden. Bis Herbst 1722 waren die Außenarbeiten abgeschlossen. Im Inneren entstanden 1722/23 die Deckenfresken von Cosmas Damian Asam (1686—1739) und die Stukkaturen von Ägid Quirin Asam (1692—1750). Mit der Marmorverkleidung der Pfeiler 1724 war der Bau — abgesehen von Altaraufbauten, Kanzel und Orgel — vollendet. Am 9. September 1724 nahm der Fürstbischof Caspar Ignaz Graf Künigl von Brixen (1702—1747) die Weihe des Gotteshauses vor. Zum 250-Jahr-Jubiläum 1974 schrieb Bischof Rusch: „Unser Tiroler Volk hat eine innere Verwandtschaft zu diesem barocken Stil, der die Erhebung des Herzens, der Seele und des Geistes fördert." (Vgl. FranzHeinz Hye, Stadtpfarrkirche und Dom zu St. Jakob in Innsbruck. Hg. von der Propstei St. Jakob 1974.)

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VOR HUNDERT JAHREN

16. März: In der Gemeinderatssitzung brachte Gemeinderat von Schullern „die lebhafte Beunruhigung der Bevölkerung wegen wiederholter unentdeckt gebliebener Einbruchsdiebstähle" zum Ausdruck und forderte in einem Dringlichkeitsantrag, das Polizei-Comité möge Mittel in Erwägung ziehen, „durch welche der Gefährdung der öffentlichen Sicherheit in der Stadt begegnet werden könne". Weiters wurde einem Antrag zur Errichtung der Staatsgewerbeschule in der Anichstraße zugestimmt. 1. April: „Morgen findet der letzte populäre Vortrag in der Aula der Universität statt, und zwar von Herrn Professor Semper über Michelangelo. Hiezu wurden eigens 20 Photographien angefertigt, welche während des Vortrages von Sr. Magnificenz dem Herrn Rector mittelst einer Camera obscura auf eine dunkle Wand projiciert werden. Die Aula wird zu diesem Zweck verfinstert." 12. April: „Damen, welche ihre Niederkunft in stiller Zurückgezogenheit incognito abwarten wollen, finden freundliche Aufnahme und gute Pflege bei äußerst billigen Preisen bei Frau Elisabeth Harrasser, geprüfte Hebamme, Sillgasse Nr. 8, im Ansicht der Fassade des Domes auf einer Neujahrsentschuldigungskarte von 1851. W. (Original: Stadtarchiv — Repro: Murauer)III. Stock, Innsbruck."


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