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Aus dem Gemeinderat

stehe.

Geineinderales allen Mandataren und Funktionären unserer Partnerstadt Grenoble für die großzügige Einladung UM jugendlicher Innsbrucker zu den X. Olympischen Winterspielen. Die in der Beilage verzeichneten Richtlinien für die Gewährung von Darlehen zur Förderung der Haushaltsgründung und Familienbildung wurden

Die Anfrage wurde der geschäftsordnungsmäßigen Behandlung zugeführt. Vürgermeister Dr. Lugger beantwortete die von Gemeinderat Dr. Salcher in der Sitzung des Gemeinderates vom 21. Dezember 1967 gestellten Fragen bezüglich der Ausgaben für die Planung »des Kongreßhauses „Dogana", legte die Gesamtabrechnung mit der Kongreßveranstaltungsgesellschaft im Detail dar und bemerkte, daß aus der abgeschlossenen Tätigkeit mit der der Stadtgemeinde Innsbruck keine wie immer gearteten Kosten mehr entstehen können. Hierauf wurde die Tagesordnung abgewickM. Bürgermeister Dr. Lugger gab einen Kurzbericht über die sportliche Großveranstaltung der Winteruni versi ade Innsbruck 1968 und dankte anschließend den Mandataren und Funktionären, der Presseöffentlichkeit, dem Vundesheer und den Sportorganisationen für die vorbildliche Durchführung der Olympischen Spiele der sporttreibenden Studenten. Vürgermeister Dr. Lugger führte weiters aus, daß das Innsbruck-Haus in Grenoble der Treffpunkt aller Österreicher und aller Freunde Österreichs war. 160.MX) Personen haben das Innsbruck-Haus besucht, in dessen Programm sich Filmvorführungen, Musikdarbietungen, Voltstumsveranstaltungen. Konzerte und Modeschauen abwechselten. Verschiedenste Organisationen haben darüber Fernseh- und Rundfunkreportagen gebracht. Das Auftreten der Wiltener Stadlmusittapelle fand in unserer Partnerstadt Grenoble überall den größten Veifall. Vürg^rmeister Dr. Lugger dankte im Namen des

Der Gemeinderat stimmte der Haftungsübernahme durch die Stadtgemeinde für ein von Dr. Erich Raitmayr zur Instandsetzung des Hauses Mentlgasse 8 bei der Sparkasse der Stadt Innsbruck aufzunehmendes Darlehen von 365.000.— Schilling zu. Für die Garagenintcressentschaft „Olympisches Dorf" übernimmt vie Etadtgemeinde Innsbruck die Ausfallsbürgschaft für e>in Darlehen bei der Sparkasse der Stadt Innsbruck in der Höhe von 380.000.— Schilling, damit 20 auf städtischem Grund bereits errichtete Garagen finanziert werden können. Auf Antrag des Finanzausschusses wurden folgende Nachtragskredite bewilligt: Für die öffentliche Beleuchtung 1,797.000.— Schilling, für die Entlohnung der Arbeiter der Straßenreinigung 400.000.— Schilling, für Fahr- und Räumleistungen durch Fremde 1,000.000.— Schilling. Zu verschiedenen Terminen wurden nachstehende Kredite freigegeben! für das Kanalisationsgroßprojekt 7,500'000.— Schilling, für die Aufschließung von Industrie- und Gewerbegebieten 230.000.— Schilling, für die Doppelvolksschule Rcichcnnu 6,300.000.— Schilling, für die Planung des Neubaues der Volksschule Arzl-Dorf 500.000.— Schilling, für die Erweiterung der Volksschule Sieglanger 1.000.000.— Schilling, für die Einrichtung der Volksschule Neichenau 2.400.000.— Schilling, für die Einrichtung der Volksschule und des Kindergartens Sieglanger 610.000.— Schilling, für die Herstellung einer Vanstraße im Bereich der Technischen Fakultät 5W.000. Schilling und für die Planung der Holzhammerbrücke 150.000.— Schilling.

Der Gemeinderat der Landeshauptstadt Innsbruck trat am 1. März 1!»<>t zu einer ordentlichen Sitzung zusammen. Die freiheitliche Gemeinderatsfrattion stellte an den Vürgermeister die Anfrage, wie es um die tatsächliche Verbauung des Innrains (Vierwastl)

beschlossen.

Die 19. GltorroichifcNe Iuqenokulturwoche findet i» Innsbruck vom 7. bis 14. Juni 1!lli8 statt. Die Veranstaltung vereinigt Heuer erstmals eine Reihe von bedeutenden Referenten und Interpreten aus verschiedenen europäischen Ländern in Innsbruck. Die Proqrammfolqe stellt den Versuch dar, die Situation der zeitgeuössischeu Musik für den österreichischen Kompouisteuunchwuchc' deutlich i» machen. Anfrage» beantwortet der K u l t u r r i n g T i r o l , Nürgerslr. 12, 6020 Innsbruck uud Iugendreforat, I n n s d r u H , Hofb u r g , Zimmer 38.


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Amtsblatt der Landeshauptstadt Innsbruck

Der Gemeinderal beschloß die Festsetzung der Vergnügungssteuer fiir Sportveranstaltungen mit 12 v. H. des Entgelbes ausschließlich der Abgabe, die rückwirkend mit 1. Jänner 190« in Kraft tritt. Die Begünstigung f ü r Amateursportueranstaltungen, Gemeinderatsbeschluß vom Ili. Dezeinbor l!!55, bleibt aufrecht. Der Gemeinderat ermächtigte den Bürgermeister, zur teilweisen Bedeckung des außerordentlichen Haushalbes bei der Bank für Arbeit und Wirtschaft ein Darlehen i n der Höhe von 15,000.000.— Schilling aufzunehmen. Auf A n t r a g 'des Nauausschusses wurde der Ände-

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rungsplan 5/8, Arzl-Mühlau, Ecke Schütze»st ras;e — Waldertammweg. beschlossen und das entsprechende Teilstück des rechtskräftigen Bebauungsplanes außer

Kraft gesetzt. Z u den Bebauungsplänen Nr. 51/«. 51/xv und 51/clc, Höttinger An-West. wurden die Abstandsbestimmungen neu festgesetzt. Mehreren Ansuchen um Ausnayme.aenehmi.qung nach F 7cl I V O und Verringerung der Vorgarlentiefe wurde stattgegeben. Der öffentlichen Sitzung folgte eine oerlnniliche Beratung über Grundstücksangelegenheileu. Er.

Richtlinien für die Gewährung von Darlehen zur Förderung der Haushaltsgriiudung und Familienbildung 1. Gegenstand der Förderung Die Stadtgemeinde Innsbruck fördert die Haushaltsgründung und Familienbildung durch die Gewährung uon Darlehen an Ehepaare zur Beschaffung von Möbeln und Hausrat. Als Hausrat gelten alle Gegenstände, die Zur Führung eines Haushaltes notwendig sind, ausgenommen Kleidung und Wäsche. 2. Voraussetzung für die Darlehensgewiihrung ^) Anträge auf Gewährung von Darlehen dürfen nur von österreichischen Staatsbürgern eingebracht werden, wobei ein Eheteil seit mindestens 5 Jahren in Innsbruck seinen Wohnsitz haben muß. Den österreichischen Staatsbürgern wecken Personen deutscher Sprachzugehörigkoit, die staatenlos sind oder deren Staatsangehörigkeit ungeklärt ist, sowie Südtiroler und Kawaltaler, soweit sie nach den geltenden Bestimmungen wie Österreicher zu behandeln sind, gleichgehalten. !)) Darlehensanträge können nur spätestens 3 Jahre nach der Eheschließung eingebracht werden. Gehören zum gemeinsamen Haushalt Kinder, so verlängert sich der Zeitraum um ein Kalenderjahr je Kind. I n besonderen Härtefällen kann der Stadtsenat die Frist um 2 Jahre verlängern. c) E i n Darlehen kann nur bei Eigenbedarf und wirtschaftlicher Bedürftigkeit des Antragstellers gewährt werden. Eigenbedarf wird als gegeben angesehen, wenn das Darlehen zur Anschaffung voi: Möbeln, i n Ausnahmefällen auch anderem Hausrat, für die Einrichtung einer Wohnung oder Unterkunft Zum Gebrauch des Antragstellers oder seiner nächsten Familienangehörigen notwendig erscheint. Die wirtschaftliche Bedürftigkeit wird dann angenommen, wenn das Einkommen des Antragstellers mit Ehegatten 3500.— Schilling netto monatlich, zuzüglich 500.— Schilling je unversorgtem Familienmitglied, nicht übersteigt. Übersteigt jedoch die Wohnunasmiete 20 Prozent des Nettoeinkommens, so erhöht sich der Freibetrag um den diesen Prozentsatz übersteigenden Betrag. Was als Einkommen anzusehen ist, richtet sich nach den jeweils für die Gewährung von Mietzins- und Annuitätenbeihi'lfen des Landes geltenden Richtlinien. <I) Ein Darlehen darf nicht gewährt werden, wenn es zur Rückzahlung anderer, auch für den gleichen aufgenommener Darlehen d'ienen soll. Ausge-

nommen hieuon ist die Rückzahlung von Darlehen, die der Antragsteller nach Einbringung des Antrages von nahen Verwandten oder Verschwägerten zur dringenden Hausratsbeschaffung auszunehmen gezwungen war. 3. Darlehensbedingungen a) Die Darlehen sind zinsenlos, sie dürfen im Einzelfall 12.000.-^ Schilling nicht übersteigen und werden bar ansbezahlt. Die Rückzahlung hat längstens innerhalb von 10 Jahren in monatlichen, bis zum 15. eines jeden Monats fälligen Teilbeträgen zu erfolgen. Die Darlehenstilgung beginnt mit dem auf die Zuzählung des Darlehens folgenden Kalenderuierteljahr. d) Der Darlehensnehmer hat für die Darlehensrückzahlung ausreichende Sicherheiten zu bieten. c) Der Darlehensnehmer ist verpflichtet, die widmungömäßige Verwendung des Darlehens innerhalb 6 Wochen nach Zuzählung durch Vorlage der bezahlten Rechnungen nachzuweisen. Kommt der Darlehensnehmer dieser Verpflichtung nicht nach, wird das noch aushaftende Darlehen sofort zur Rückzahlung fällig. ä) I m übrigen t r i t t Terminuerlust ein, wenn zwei aufeinanderfolgende Tilgungsraten nicht spätestens binnen zwei Wochen nach Fälligkeitstermin entrichtet werden. Bei Terminuerlust tritt die U n verzins licht eit außer Kraft, so daß das restliche Darlehen ab dein Zeitpunkt des Terminverlustes mit den bei der Sparkasse der Stadt Innsbruck für das jeweilige Jahr im nachhinein üblichen Debetzinsen zu verzinsen ist. I n begründeten Fällen kann eine Stundung gewährt werden. e) Auf die Gewährung eines Darlehens besteh! kein Rechtsanspruch. l. Durchführungsbestimmungen n) Die Darlehensanlläge sind an den Stadtmagistrat, Abteilung I I I , zu richten. Den Anträgen sind alle zur Prüfung und Beurleilunq des Ansuchens erforderlichen Ilnlerlagen anznachließen, >>> Die Beautachtung der Anträge obliegt dem ^'lusschuß für Wohnbanförderungsdarlehen. der seine Anträge nn den Stadtsenat stellt. Über die Anlrä^e entscheidet der Stadtsenat endgültig. < ) Der Abschluß der Darlehensoerlräge obliegi der Mag, Ableitung ! ! I .


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aus dem Mcrtlilatt für die Gewährung lwn ll. Als Familiengesamteintominen gelteil die Bruitoeintünfte dos Hanshaltsvorstandes, seiner Ehegattin und der im gemeinsamen Haushalt lebenden Familienangehörigen (Kinder, Eltern. Onkel, Tanten, Schwiegereltern usw.) aus selbständiger nud unselbständiger Arbeit, ans Pension, Rente und sonstiger Alters- oder Invalidenuersorgung sowie aus Vermögen (Vermögenserträge jeder A r t ) und (5innalnnen ans Vermietung, sticht zn den Einkünften in lnn st elendem Sinne fidlen die gesetilicheu faini-

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.'. und Almuiiätenbcihilf».'» nl, l . A p r i l 1W7 liensörderudeil Beihilfen und Zulagen (z.B. Kinderbeihilfe, Familienbeihilfe, Mütlerbeihilfe, Karenzgeld, Geburten- nnd Sänglingsbeihilfen. Familienzulagen, Unlerhaltsbeilräge bzw. Pslegegelder für Kinder, Lehrlingsentschädigungen) und allsällige Grundrenten und Pslegezulageu nach dem Kriegsopferversorgungs- und Öpferfürsorgegesetz sowie Hilflosenznschiisse nach dem Allgemeinen Sozialversicherungsgesetz und Niisallrenlen bei einer Vermindelling der Erwerb'-.sälnglcil ^on mindeslenv 70 Prozent.

Der GelmttsjahnMg 1947 ist mündig .geworden „Allen Bürgern eines demokratischen Gemeinwesens erwachse!: Rechte nnd Pflichten, die von ihnen gelaunt und geachtet werden müssen, um den Staat zu einer lebendigen Gemeinschaft seiner Bürger zu gestalten. Sott die Zuiunft unseres Staates gesichert fein, muß allen voran die öfter reich ifcheJugend von den Rechten und Pflichten des Bürgers einer Demo tra tie anch Gebrauch machen." Diese Tatsache hob Bürgermeister Dr. Lugger bei der Festansprache anläßlich der Iungbürgerfeier am Z. März 1968 für den Geburtsjahrgang 1947 besonders hervor. Daß die Jugend von heute sich dieser Aufgabe bewußt ist, hat wieder einmal mehr die überaus starte Beteiligung an dieser Feier gezeigt, zu der die Stadt geme inde Innsbruck eingeladen hatte. B i s ans den letzten Platz war der große S t a d t M l , i n dem am Sonntagvormittag der Festakt stattfand, gefüllt. Am Samstag waren die evangelischen Teilnehmer zu einem Gottesdienst in der Ehristnskirche eingeladen, wo Vikar Günther Ungar an Hand der Heiligen Schrift nachwies, daß die Menschen entsprechend der Bestimmung Gottes aufeinander angewiesen seien und bei aller persönlichen Entfaltung das Gesamte nicht aus den: Auge lassen dürften. I n der Kirche wie i m Staat komme dem Menfchen ein Wächteramt zu, das er wahrzunehmen habe. Die Feierlichkeiten am Sonntag begannen mit einem Gottesdienst in der Hofkirche, den Dompropft Prälat Dr. Huber feierte. Ausgehend von der Bezeichnung Iungbürger, sprach Propst Hnber über die Begriffe „ j u n g " und „Bürger". Jugend fei ein Geschenk des Himmels, das man dankbar und freudig annehmen dürfe. Der Jugend wie dem Alter sei i n gleicher Weife gegeben, entweder ein vor Gott wertvoller Mensch zu sein, das Leben mit Sinn nnd I n halt zn erfüllen oder die Möglichkeiten zn vertun und das Leben zu vergeuden. Die stete Verbundenheit mit Gott könne der Jugend im Vorwärlsstreben eine willkommene Hilfe sein, um die Vielfall der Möglichkeiten zu nützen, ohne in der Gefährdnng und Anfechtung ,^iel und I n h a l t des Lebens zn verlieren. Räch dem Gottesdienst empfing die Höllinger Mnsittapelle die jungen Bürger vor dem Sladtsaal mit einem musikalischen Gruß. Festliche Stimmung im Stadlsaal, als um l<> Uhr mit dem Einzug des Stadlsenates und des Gemeinderales der Festakt begann, Unter Leitung von Musikdirektor K a r l Randolf spielte das städtische Symphonieorchester die

8. Symphonie in I^dur Opus 9!i von Ludwig van Beethoven. I n seiner Begrüßungsansprache führte Mzebürgermeister Obenfeldner unter anderem aus! „ M a n geht sicher nicht fehl, wenn man annimmt, daß ein großer T e i l der Iungbürger von der Ginladung der Stadtgemeinde Innsbruck zur Teilnahme an dieser Feier überrascht wurde. Ich kann mir vorstellen, daß die Reaktion der Angesprochenen eine ganz verschiedene war. Sie wird von der strikten Ablehnung über eine phlegmatische Kenntnisnahme bis zur freudigen Aufnahme reichen. Aber sicher ist die Zahl der jungen unter uns weilenden Menschen nicht gering, die von sich aus die Wichtigkeit der Erreichung des wahlfähigen Alters und damit den S i n n dieser Besinnungsstunde, die die Stadtgemeinde diesem Anlaß widmete, voll erkannt haben. Die Stadtführung, >die Sie gebeten hat, zu dieser Feier zu kommen, hat kein Interesse daran, Sie etwa mit erhobenem Zeigefinger, wenn möglich auch noch schulmeisterlich an eine Sie in der Zukunft zu erwartende Pflicht zu erinnern. Der Innsbruckcr Gemeinderat w i l l sich nur mit I h n e n gemeinsam darüber freuen, daß w i r in einer demokratischen Republik, in einem freien Land leben, wo es Ihnen fernerhin möglich ist, das Leben als freier Bürger mitzubestimmen und mitzugeftalten. Sie haben zu einem großen Teil I h r e Berufsausbildung hinter sich. Z u einem anderen T e i l bereiten Sie sich im Studium auf die Erfüllung einer Lebensaufgabe vor. Die ersten Bewährungsproben i n I h r e m Leben liegen schon hinter Ihnen. Sicher ist bei allen da und dort der Ernst des Lebens bereits angeklungen. Dabei wurde I h n e n bewnßl, daß das Dasein nicht nnr von Harmonie, sondern auch oon Mißtönen erfüllt ist. Ganz bestimmt aber haben Sie festgestellt, daß I h r persönliches Wohlergehen nicht unwesentlich vom Funktionieren der Gemeinschaft, in der w i r alle zusammenleben, abhängt. Die Gemeinschaft ist die Basis, von deren Festigkeit unser Fortkommen nnd unsere Erfolge bestimmt sind. Deshalb sind die Organisationen der ^ebensgemeinschast der Staat, das Land und die Gcmeinoe uon en^nmer Bedeutung. Teilzuliaben und a l l i u milzuarbeile» an diesen Aufgaben und ihren Erfolgen sind Sie »u» ausgerufen, ohne Unterschied der Herlnnft, des Standes, der persönlichen Überzeugung. Die Aufgabe wird nicht iminer leicht, stets aber groß und schön sein."


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Meisterhaft spielte sodann der Iungbürger Anton Voigt auf der Orgel die Toccata in 6-moll von Max Neger. Nach dem biodicht von Friedrich Steiner „Glaub stark an Österreich", vorgetragen von I n t e n dant Helmut Wlasak, führte Bürgermeister Dr. Lugger i n seiner Festansprache u.a. ausi „Es bedeutet für mich eine große und aufrichtige Freude, daß Sie so zahlreich der Entladung Folge geleistet haben, un>d ich danke I h n e n von Herzen für I h r e damit bewiesene Aufgeschlossenheit und I h r Interesse an den Vorgängen des öffentlichen Lebens. Es ist bestimmt koin Zufall, daß es gerade die Gemeinde ist, die Sie zu diesem Festakt geladen hat. M i t I h r e r Gemeinde, der kleinsten staatlichen Zelle der Gemeinschaft, sind Sie auf das engste verbunden von frühefter Jugend an. Sie gewährte Ihnen Schutz bereits in den ersten Tagen I h r e r Kindheit, in ihr besuchten Sie die Schulen, hier traten Sie vielleicht schon ins Berufsleben ein, hier fanden Sie I h r e ersten Freunde, genossen Sie die ersten Stunden der Erholung und Entspannung. So darf es auch nicht wundernehmen, daß I h r e Gemeinde es sich zur Ehre anrechnet, Sie zur Feier I h r e r politischen Mündigkeit Hinzuladen. Meinem Versuch, I h n e n die Tragweite der nunmehr übernommenen Rechte und Pflichten kurz vor Augen zu führen, möchte ich einige Bemerkungen voranstellen: W i r sprechen von der persönlichen Freiheit. Diese Freiheit kann aber nur gesichert werden, wenn jeder bereit ist zuzugestehen, daß auch der andere Rechte hat. W i r sprechen hier von der gesellschaftlichen Freiheit. Die in i h r eingeschlossenen Rechte werden seit der Reuzeit kurz als Menschenrechte bezeichnet. Ich darf I h n e n einige aufzählen: Die Freiheit des Gewissens, die Freiheit der Religionsausübung (es ist des Menschen Recht, sich seine Beziehung zu seinem Schöpfer angelegen sein zu lassen und den daraus sich für ihn ergebenden Verpflichtungen zu entsprechen). Das Recht »auf das eigene Leben und die Unverletzlichkeit der Person, das heißt das Recht des Menschen zur Erhaltung seines Lebens,' das Recht auf die eigene Ehre, das heißt auf den guten Ruf i n der Gemeinschaft,' ldas Recht auf Privateigentum unter Einhaltung der sozialen Verpflichtungen daraus ' das Recht zum Unterhaltserwerb und der freien Berufswahl, das heißt zur Sicherung der Lebensnotwendigkeiten durch Arbeit; das Recht zur Ehe und zur Erziehung der eigenen Kinder,- das Recht der freien Meinung auch durch das gesprochene und geschriebene W o r t ; das Recht der freien Vereinigung und das Recht zur Mitbestimmung in der Ordnung und Verwaltung des Gemeinwesens. Diese Freiheitsrechte sichert uns die Demokratie, das heißt die Herrschaft des Volkes durch das Volk für das Volk. Demokratie verpflichtet zur Toleranz. Es gehört zum Wesen der Demokratie, daß man seine eigene Ansicht wahrt, aber die Meinung des anderen achtet und respektiert. Die Freiheit, die ich für mich selbst i n Anspruch nehme, muß ich auch meinen Mitmenschen

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zubilligen. W i r sprechen von der Gcnn'inschasl. Nun ist jeder Mensch von der Wurzel her nur er selbst in Antwort auf den anderen. Ohne den anderen toni int der Mensch nicht zu sich selbst, tann er überhaupt nicht Mensch werden. Er erwacht an der Liebe eines anderen Menschen, entwickelt sich in einer Gemeinschaft. Der Mensch ist von seinem Ursprung her M i t mensch, und je mehr er Mitmensch ist, das heißt, je mehr Menschlichkeit er von seinen Mitmenschen empfangen hat mck wiederum ausstrahlt, desto mehr ist er selbst Mensch. Die wesentlichen Aufgaben des Staates ergeben sich aus dem Zweck und Ziel des Staates, nämlich das Wohl seiner Glieder zu fördern, zu sichern und nach innen und außen zu schützen. W i r wollen unseren Veitrag dazu leisten, gerade weil wir wissen, daß wir in einer Zeit schwerer Auseinandersetzungen leben und diese auch für unser aller Geschick mitbestimmend sind. I m Bewußtsein, daß von der treuen Pflichterfüllung jedes einzelnen im kleinen wie im großen die Zukunft unseres Vaterlandes abhängt, übernehmen Sie einen Teil der Verantwortung für Land und Volk. Sie haben das aktive Wahlrecht erlangt. Sie werden immer wieder Gelegenheit haben, bei Wahlen I h r e Stimme in die Waagschale zu werfen und damit entscheidend den Weg Innsbrucks, Tirols und Österreichs vorzuzeichnen, jenes Österreichs, das allen Voraussagen zum Trotz auferstand, lebte und arbeitete und der Welt mehr gab, als es oft selbst ahnte. I n I h r e Hand ist es mit gelegt, ob w i r gemeinsam weiterhin eine gesicherte Existenz und Zukunft in Ordnung, Gerechtigkeit und Freiheit erarbeiten können. W i r Österreicher wollen unseren Veitrag leisten für das friedliche Zusammenleben aller Völker der Erde. W i r wollen unseren Veitrag leisten für das menschenwürdige Zusammenfinden in diesem Europa, getreu unserer Geschichte. Dabei hat gerade die Jugend eine besondere Aufgabe zu erfüllen. Wenn sich die Jugend der Welt gegenseitig kennt, versteht, schätzt und achtet, dann dürfen w i r alle zuversichtlich auf Frieden hoffen, denn diese Welt von morgen wird dereinst der Jugend von heute gehören. Liebe junge Freunde, wenn nun eine Iungbürgerin und ein Iungbürger in I h r e m Namen geloben werden, der Republik Österreich, dem Heimatland T i r o l und der Vaterstadt Innsbruck die Treue zu halten, die Rechte als Bürger eines demokratischen Staates zu wahren, die staatsbürgerlichen Pflichten zu erfüllen und den Mitmenschen in Not beizustehen, dann denken Sie bitte daran, daß Sie dieses Gelöbnis für ein Land ablegen, das immer leben und blühen wird, solange es junge Menschen gibt, die ihm die Treue halten und stolz darauf sind, Österreicher zu sein." I n Vertretung aller Iungbürger legten dann die Iungbürgerin Monika Gruber und der Iungbürger Reinhold Allinger-Esollich das Gelöbnis ab, der Republik Österreich, dem Heimatland und der Hoimatgemeinde die Treue zu halten, die Rechte als Bürger eines demokratischen Staates zu wahren, die


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staatsbürgerlichen Pflichten zu ersiillen und den M i t menschen in Not beizusteben, Mch dem Gestalt, der mit der Landes- nnd Vundeshymne schloß, erhielten die ^Anwesenden die Neua u f l ä g e d e s T i r o l e r I u n g b ü r g e r b n c h e s a l s Geschenk

,^eier u n d d i e E r r e i c h u n g der ^wlilischen ^liind i g k e i l , A m A b e n d >ua>eu d i e j u n g e n M i t b ü r g e r a l s Gäste der S t a d t z u m Tlieaterbesuch e i n g e l a d e n . 1>.>til der F e s t a u s s ü l i r u n g v o n ^ - r a i i z l ^ r i l l p a r z e r s . . E i n

der S t a d t z u r E r i n n e r u n g a n die g e m e i n s a m

der

erlebte

Bruderzwist fiir

in Habsburg"

a l l e zu e i n e m

ging ein

bleibenden

Ende,

Erlebnis

wurde,

H. Schi es! I

Innsbrncks Inqend zu Gast bei dcn Olympischen Winterspielen in Gmwble Sbaktfülivung >,'on dnenoble Italie iiu Nahmen der Partnerschaft hlinden Iuu'.'bruäer jugendliche eingeladen, für eine ^l.>oche die ^eranslallungen der X . Olympischen Winterspiele zu besuchen. Die Innöbrncker Jugendorganisationen halten somit Gelegenheit, besonders fähige Mitglieder zu nominieren. Handels- und Arbeiterkaminer belohnten die Sieger oon beruflichen Wettkänipfen, und der 2tadtinagistrat Innsbruck ermöglichte mehreren jungen Bediensteten die Teilnahme an dieser Reise. Die A r t der Auswahl gewährleistete einen echten kulturellen Querschnitt aus der jungen Bürgerschaft unserer Stadt. Mädchen und Burschen, Arbeiter und Atavenuker, Mittelschüler und Lehrlinge fanden sich zu einer Gemeinschaft zusammen. Glücklich zu den Auserwählten zu zählen und erma rlungsnoll die X . Olympischen Winterspiele miterleben zu dürfen, traten die jnngen Innsbrucker in zwei aufeinanderfolgenden Turnussen d<ie Autoreise nach Grenoble an. „ L a ville de (3renc>I)1e e8l ^eureuxe cle vou8 e X e seu le cadre 8pc)i-ris cle8 ^scux Ol^mpi^ue8" lautete

der offizielle Empfang durch den Leiter des Onti-e International 6e ^seune8, ^onzieur (Miller, und mit gro-

ßer

Herzlichteil

wurden

die

Inu^brmler

l'0>> den

charmaulen Hostessen lind Betreuern begrüß!. Das Iugeudzeulrum, das iil einem modernen Mädchenlyzeum während der Spiele eingerichtet war, beherbergte außerdem Jugendliche aus Laibach, Oslo, T u r i n , Eatania, V l i v a , Lausanne, Kichinev sowie Mitglieder der französischen Organisation (^«Aeclep nnd junge Afrikaner. Die Grenobler Stadtführung hatte mit großer Umsicht den Aufenthalt ihrer jungen Gäste vorbereitet. Die Unterkunft und die Verpflegung waren ausgezeichnet. Für die verschiedenen olympischen Bewerbe standen täglich rund 50 Eintrittskarten sowie Fahrscheine für die Verkehrsmittel zu den Kampfstätten in Ehamrousse, Autrans, Alpe d'Huez usw. kostenlos zur Verfügung. Großartig war auch die Organisation des Zubringer- und Abholdienstes bei sportlichen und kulturellen Veranstaltungen in Grenoble selbst. Es standen nämlich 2lj Kleinbusse des französischen I n nenministeriums, die von Sicherheitsbeamten chauffiert wurden, im ständigen Einsatz. Das Programm bot reiche Auswahl. Neben den olympischen Bewerben hatte die Jugend auch die Möglichkeit, Gesangs- und Ballettabende, folkloristische Darbietungen oder Kinos zu besuchen. Außerdem stellten IM ventre International cle ^eune8 die


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Amtsblatt der Landeshauptstadt Innsbruck

einzelnen lvrilppen in ^ i l m - nnd Diasoorlrägen ihre Heimat vor. Auch die Innsbvucker Iugendgruppen neranslallelen Tiroler Abende, die begeistert ausgenommen nnirde». Der b'ire nobler Bürgermeister Dipl.-Ing. D u b e d o u >, Zizoliiirgerineister G l e i z e s und zahlreiche Herren und Dameir der Stadtführung besuchten die Iligendgruppen oder nahmen an deren Veranstaltungen toil. Das abwechslungsreiche und interessante Programm ließ die Tage wie im Flug vergehen. M i t einem Abschiedsabend, ver durch die Anwesenheit des Vizebürgermeisters Gleizes uud seiner Gattin aiusgezeichnet wurde, dankte die Innsbrucker Jugend der Leitung des Iugendzentrums, «den charmanten Hostessen und Animateurs, den Chauffeuren und dem immer freundlichen Personal des I^cee 6^8 Ii,aux <^1air^, wie das Mädchenlyzeum hieß. Der Abschied fiel allen

schwer. Und das gof'iel i n unserer Schwesterswdt besonders guti der großartige Vau des 3raäe äe Qiace, das I^i c.i(,' 1a (^uliure — das in ganz Frankreich als

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der modernste Van dieser Art gilt , das neue und sehr schone Rathcrus, die interessante (heslaüung des Olympischen Dorfes mit seinen großzügigen lvriin anlagen, die breiten Vouleoards lind die vielen neu angelegten Straßen, Über- und Ilnlersühruiigsbauleu, An Innsbruck erinnerte die landschasllich berrüllie Umgebung, in die unsere Schweslersladi ei,>gebe>iei liegt. ^ieht man ein Fazit dieser Reise, so muß man ^wr allem feststellen, daß der Begriff der Parlnerschasl i n einer sehr schönen Weise rund 1<«> jugeudlicheu Innsbruckern nahegebracht wurde. Die jungen Menschen hatten Gelegenheit, echte französische (hastfreuudschaft zu erleben, sine aufblühende Stadt lennenznlernen, ein schönes Land z<n sehen nnd in der Diskussion mit Jugendlichen aus zahlreichen Staaten ihr Wissen zu mehren und ihren Gesichtskreis zu erweitern. Grenoble ist nicht nur e i n e Reise wert, behaupten m dankbarer Erinnerung die Jugendlichen aus Innsbruck. Dr. G, Donati,

Natürliche Bevölkerungsbewegung D a s Statistische A m t der S t a d t I n n s b r u c k gibt f ü r

Februar l!«',!-!

besannt^

Insgesamt Standesfälle

Lebendgeborene

davon Knaben Mädchen ehelich unehelich Totgeborene

Gestorbene davon männlich weiblich Eheschließungen

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149 76 73 67

I<,'68

47 52

l!' 57 56 56

Stadtkundliche Beiträge von Dr. Karl Schadelbauer Innsbruck vor hundert Jahren März 5>. stürzt die nördliche Schuhmauer des Friedhofes von S t . Nikolaus in der Nacht ein uud beschädigt einen Teil der neuen Arkaden, 12. berichtet der „ B o t e " vom Plaue des Laudesrates Friedrich von O t t c n t h a l , seiu Haus in der Neustadt Thercsien-Straße N r , 36, Kreditanstalt) nach I n g . Gevftcrt entworfenen P l a n umbauen und die Fassade m i t Fresken von Meister Plattner zierrn ',u lassen. I n der M i t t e der Fassade sollte ein Marienbild augebracht werden uud „ i n einem der Lauge des Hauses nach laufenden priese die sieden Werke der Barmherziglei! a>>5 dem Vebeu der heiligen ^lisaoell)

werden". (Nach ^-ischnalerö „^nnslnucker ^ i M n i ! " IV. 70, malte ssr, Plattuer Medailleuporlrä!^ beviihmler Tiroler,) 14. werden die Mnsitsvennde eiugeladeu. l'ei der gevlauleu ^'lufsuhruug von Handels Oratorium „ ^ a m s o u " aüläs; lich des 5<!jährigcu Bestandes des Musilverein^ >a»i 21, I u u i ) mitzuwirken. !<>. veröffentlicht der „ B o t e " einen längeren Berichi die Abreise von 350 Tiroler Auswaudereru uach P Da in letzter Zeit immer wieder von dem Schicksale jener Kolonie geschrieben w i r d , mag es angebracht sein. jenen Abschiedsaufsah hier nochmals mümteileiü „(western < 15, M ä r ; !868> verliefen >>iii dem


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Kusslein nach Baiern abgehenden Abendznge bei H'>0 tirolische Auswanderer das Vaterland, nm jenseitü des Meeres eine neue Heimat zn suchen, Es ivar ein zu Wehmut und ernsten Gedanken stimmender Anblick, diese Wanderer, die iu fernen Zonen eine bessere Heimat zu finden hoffen, gruppenweise an dem mit Meuscheu angefüllten Äahuhofplatze aulouimcn zu feheu, (3s gab unter diesen AnöN'andrrrrn bejahrte Männer und Frauen, ja (kreise, Familienväter uud «mutter, teil» weise auch kräftige, jugendliche Lente, viele Binder, niitnntrr ganz kleine. Eine Menge Bekannter nnd Verwandter der Auswanderer war mitgekommen, um ihnen hier noch das letzte Lebewohl, den letzten Händedruck zu bieten, zum letzten Male ins Auge zu blicken, Verschiedenartig waren die Eindrücke des 'Abschiedes. M a n sah träuenseuchte Augeu und in vielen (Gesichtern den Ausdruck gepreßter Herzen! bei andern wieder im (Gegenteil sorglosen Gleichmut, ja Freude und Jubel. Unter den weiblichen Auswanderern bemerkte man wenige, die hübsch und stark waren, die meisten waren schwächlichen Aussehens, und manche auch augenfällig in einem Z n stande, der der neuen Ansicdlnng am Poznzn einen baldigen Zuwachs in Aussicht stellte. A n herzerschütternden, aber auch an empörenden Szenen fehlte es nicht. E i n M a n n nahm sein kleines Kind mit anf die Wandernng. Eine Verwandte flehte ihn anf den .Knien an, den kleinen mutterlosen W n r m ihr zurückzugeben, sie

Seite?

würde ihm Mutter sciu. M i t den ehesten Ausdlücken stieß der M a n u sie zurück und äußerte: ,wcnn er zn Gruude gehen werde, so sei nm das Kind anch kein Schade'. Ein anderer M a n n , der zn den Auswanderern gehörte, verlor, als er zum Abschiede kam, plötzlich Lust uud M u t mitzugehru uud war mich nicht durch das Zureden seiner Angehörigen zum Einsteigen in den Waggon zu bewegen. Als diese ihn beim A r m ergriffen und znm Einsteigen zwingen wollte», nahm sich seiner das herumstehende Publiknm in schr energischer Weise an nnd entriß ihn den Händen seiner (Genossen. Beim darüber eutstaudcneu Handgemenge bedurfte es des kräftigen Einschreitens der Polizei, nm die Erhitzten auscinanderzubringeu. Z u den Auswanderern stellte Oberinntal das stärkste Kontingent, nnd mancher derselben wnrde von der Heimatgemciudc mit den M i t t e l n znr Reise ausgestattet. Viele nahmen Handwerkszeug, Lebensmittel nnd anch Stichen mit. Mögen den Wanderern ihre Hoffnungen erfüllt werden nnd sie vor Täuschungen bewahrt bleiben! Mögen sie, wenn sie reisemüde an den Küsten des Stillen Ozeans landen und ihnen die Nieseuberge des Landes das B i l d der für immer verlassenen Heimat znrückrufcn, die Zufriedenheit und die Wohlfahrt fiuden, die sie hier vermißten. Au Arbeit wird es ihnen nicht f e h l e n . . . "

Das Wichtigste vom letzten Monat Februar: 4. reist eine Abordnung von 50 Innsbrucker Jugendlichen zu dcu Olympischen Spielen nach Grenoble ab lsiehc Seite 5). 9. tritt der von der Tiroler Landesregierung auf Grund des Wohnbauförderungsgesetzes 1968 bestellte Wohnbauförderungsbcirat unter dem Vorsitz d>cs Landtagsabgcordncten Josef Thoman zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. 10. feiert der in Innsbruck geborene Komponist Professor A r t u r Kanctschcider seinen 70. Geburtstag. — stirbt iu Innsbruck nach kurzer schwerer Krankheit Univcrsitätsprofcssor Dr. K a r l I a x . Von 1936 bis 195,7 lehrte Professor I a x an der Leopold-Franzeus-Univcrsität Innsbruck klassische Philologie und Altertumskunde. 11. stirbt Univcrsitätsprofessor ?. D D r . Josef Santcler 3. ). in: 80. Lebensjahr. Professor Santcler, der von 1946 bis 1954 an der Universität Innsbruck den Lehrstuhl für christliche Philosophie inuehattc, beschäftigte sich in seinen wissenschaftlichen Arbeiten vor allem mit

erkcnntnistheorctischen Grundfragen der scholastischen Philosophie. 20. wird das Ehrenzeichen des Landes T i r o l an Erich Amonn, Großkaufmann in Bozen, Univ.-Prof. D r . Erich Hayek, D i p l . - I n g . Robert Kummer, Sektionschef D r . Loebcnftein, Ministerpräsident des Freistaates Bayern Dr. K. c. Goppel, Hofrat D i p l . - I n g . Leopold Pack, Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Fritz Prior, Univ.-Prof. D D r . Gustav Sauser und Direktor Ok,-Rat Herbert Schwaighofcr verliehen. 21. empfängt Bürgermeister D r . Lngger eine Delegation des japanischen Organisationskomitccs für die O l y m pischen Winterspiele 1972 i n Sapporo. Die Delegation unter Führung des Generalsekretärs des japanischen Organisationskomitees, A. Sato, unterbrach die Rückreise von Genoble nach Tokio in Innsbruck, nm die Anlagen, die anläßlich der IX. Olympischen Winterspiele 1964 errichtet wurden, zn besichtigen. 28. trifft Innenminister Sorouics in Begleitung von Staatssekretär Minkovitsch, Ministerialrat D r . Weißkirchner, Sektionschcf D r . Seidler uud Gendarmeriegeneral Kunz zu einem offiziellen Besuch in T i r o l ein.

Nussiellungen im Monat März Tiroler Kunstpavillon, Rennweg k a : 1. bis 24. März 196«: Renate Kraus »ud Sigrid Vogl mit 5,5, Ölbildern, Zeichnungen uud Aquarellen. R e n a t e K r a u s besuchte die Gewerbeschule und erhielt Stipendien znm Studinm in München nnd Wien. Sie beteiligte sich an der Ingendkulturwoche nud lebt nun als freischaffende Künstlerin in Innsbruck. S i g r i d V o g l war zuerst bei Prof. Kirchmayr iu Innsbruck, dann bei Pansrr an der Akademie in Wien nnd geht nnn in ihrer Heimatstadt künstlerischer Berufung nach. Galerie im Taxispalais: 12. März 1968: Josef M i l l , Malerei nnd Graphik, geboren 1929 in Wien, Studium an der Akademie der bildenden Künste.

Der Künstler zählt heute zu den bedeutendsten Gestalten der Wiener Kunst. I n Innsbruck ist er durch die Ausstelluugeu der Österreichischen Graphikwcttbewerbc bekannt, bei denen er zweimal mit Preisen ausgezeichnet worden ist. Anch verwandtschaftliche Beziehungen verbinden ihn eng mit T i r o l ; seine Frau M a r i a , selbst eine belaunte Künstlerin nnd Graphilerin, ist eine Tochter der im Vorjahr verstorbenen Tiroler Dichterin Fanny Wibmer-Pedit. Tiroler Handclslammer. Meinhardstrahe: 1. bis 2 l . März I W « : Ansstcllnng „Neue F o r m " . Das Wirtschaftsförderungs« institut zeigt, unterstützt durch das Österreichische I n s t i t u t für Formgebung und durch die Meisterllasse für I n d n s t r i a l Design an der Akademie für angewandte Knnst in Wien, was man uuter industrieller Formgebung versteht.


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Amtsblatt der Landeshauptstadt Innsbruck Zentrum l<!7. ^»nslraßc: 7. bis 20. März 1968: '

I n l i c n w s Kattuns, Zeichner, Maler, Dekorateur, Graveur, (^aphiker, ist Grieche, der ciueu Teil seiner Erziehung in Rom genoß. E r ist weit gereist im Ranni uud in der Welt des Geistes. Sein Geburtsjahr ist 1034.

Nummer 3

U»terl»era.er: März l!«i«: Madeleiue Uilterberger, Aquarelle, Kleiner Stadtsaal: Ab 25. März: „50 Jahre Ministerium für soziale Verwaltung."

Der Etschwind (^Föhn) und die Innsbrucker Waschküchen Von Dr. K a r l Schädel bau er Am l l . A p r i l 1620 vernichtete, wie Konrad Fischnaler in seiner „Inilsbrnckcr Chronik" (I, 35) berichtet, ein Brand die südliche Vorstadt mit dem Kloster und der Kirche der Servilen und der Platinerei beim St.-Gcorgcn-Tor (heute Landhans). Die Regierung sah sich durch diese Katastrophe genötigt, eine nene Fenerordnnng zu erlassen, nach der alle hölzernen Häuser nnd Scheunen im Burgfrieden der Stadt eingerissen werden sollten. Die „leidige" Erfahrung, die mail damals machte, hatte die Bevölkerung anch im Jahre 1614 noch nicht vergessen. Als man in der Platinerei ein Waschhaus einrichten wollte, wurdcu sofort Bedenken dagegen laut nud die geistliche wie weltliche Nachbarschaft erhob klcigeude Beschwerden. Am 5. A p r i l 1644 waren die zn Fencrsachen Deputierten aufgefordert worden, mit dein Hof-Zimmer- nnd Baumeister eiucn Augenschein i n der Platinerei vorzuuchmcu. Dabei sollte festgestellt werden, ob man dort „ein Waschhaus ohne augenscheinliche Fenersgcfahr" aufrichten köune. Znr bestimmten Zeit erschienen zum Augenschein Wohl die Deputierten dcr O. ,Q. Regierung vou scitcu der Kammer nnd des Hofbanschrcibcramtcs erschien aber niemand. Dies meldet am 16, A p r i l das Regiment an die fürstliche Durchlaucht, Erzhcrzogiu Claudia, uud eriuncrt dabei daran, daß dieses Waschhans wie auch andere nnd Sechtclstätteu von dem, Burgfrieden der Stadt mehr entlegen aufgerichtet werden sollten, damit man diesbezüglich der hohen Feuersnöte enthoben sei nnd alle Unsicherheit verhütet sei. Ganz besonders wird noch daranf hingewiesen, „daß dises Haus dein Wind, bevorderist aber dem schädliche:: Etschwind sehr unterworfeil" fei, da es an einem offenen O r t stehe. Der „ s c h ä d l i c h e E t s c h w i n d " war zweifellos der Föhn. Der Ausdruck „Etschwind", der den ans dem Etschland kommenden warmen Wind wirklich treffend kennzeichnet, sollte man wieder anfleben lassen nnd einführen. „Favonins" ( - Föhn) war den Römern ein angenehmer Westwind, auch ciii tauender Frühlingswind. Nbcr jcnc Angelegenheit des Waschküchenbancs unterrichten zwei. Schreiben an die Landcsfürstin, Erzherzogin Claudia, die i m Kopialbuch „ A l i die fürstl. Durchlaucht — 1643/44" ( B l . 676/77' uud 758) im Laudcsregierungsarchiv eingetragen sind. Das zweite Schreiben vom 21. M a i stellt die nngünftigcn Verhältnisse noch ausführlicher vor nnd weist überdies anf die Mcinnng der Arzte hin, daß durch die i l l dell Stätten bestehenden Scchtelstättcn Seuchen verbreitet würden. Unter „sechteln" verstand mail das Übergießen der Wäsche mit heihcr Lange — zn der vielfach U r i n verwendet wurde! —, die mau dauu absitzeil ließ. Die beiden Schreibell 1. ( B l . 676'/??') — 1644. A p r i l 16. — Das Regiment an die fürftl. Durchlaucht: „Augcuschein Einncmbnng, ob in der Plalnerei ohne augcuscheiuliche Feursgefahr uud wasgestalt aufzurichten. Durchlaucht. Demnach ain O(ber)O(ftcrr,) Camer vermia, aiueö an, die zum Feurssacheu Deputierte uulerm 5. div abgelmen Zetls uud des vou Hofpauschreiber Ambt darein gelegten Bericht angeregt, daß man den Hof-Zimer, auch Panincistcr erfordern, in Beisein derselben in der Platncrei, ob daselbs ain Waschhans ohne augeuscheiuliche Fcursgefahr

und wasgestalten auszurichten, Angenschein cinncmln'n. da^> Werk beobachten nnd die Beschaffenheit derselben widerumb ciltdcckcil solle, als hat man zwar anseilen der voll der O. O. Regiernng Deputierten nit unterlassen sich zn E i n nembnng solchcil Augcuscheins auf die hierzue bestinibtL Zeit ill besagte Platnerci zu versiegen, warbei aber ailseiteil O. Ö. Camer oder des Hofpanschreiber Ambts damal nielnaiid erschiileil. Wann uun aber nnsers Vernenibciis sich disfahls sowolen der geistlich als weltliche Nachbarschaft Hierwider dises vorhabeiidcil Paus clagend beschiuercil E(urc) Fürstl. Durchl. auch vorhero alberait untcrthcnigist erinnert werden, nnd anbevolchen in albeg dahin zn sehen, daß dises Waschhaus, auch audcre dergleichen Wösch- niid Sechtlstat von der Stat Burgfricdeu etwas mercrs eiltlegeil anfgcricht iverdcn, damit man der disfahls hochbefahrenden Fcnrs Not clithebt seiil, nnd alle Unsicherhait verhietet werden möge, mithin auch ill Obacht zi! nembcn, daß dises Hans dem Wind, bevordcrist aber dem schädlichen Etschwind sehr linterworfen, an ainem offnen O r t stehend nnd mit der Tachnng vast überdeckt ist, dannenhero nnd im Fahl alda die geringste Gefahr entstehen solte, leichtlich die ganze Stat zu Gruud gegc,l niieste, niassen es die laidige Erfarilhait aniio 1620 gnncgsam mit sich gebracht. Als ist man des untcrteinigisten Ansinnens E. Fr. Dchl. solich vorhabendcll Pail nit zn Werk komcn, sondern anch anderer mehr tauglicheil Orten aufrichtcu lassen wollen. Jedoch etc. deu 16. A p r i l auuo 1644." 2. ( B l . 758) — 1644, M a i 21. — Das Regimeul an die fürstl. Durchlaucht: „Abstellung eiucs Pauenden Waschhaus iil der Platncrci alhie. Durchlancht. Alls E. Fr. Dchl. uiltcr 22. Aprilis ilegsthiii ( ^ l<>-l4) au die O. Ö. Canler gllädigst crgailgiieii Bcvelch uiid Hofdccret des I n h a l t s , das dieselbe über »user eiugcfierte Motivcu wegen Abstellnng ciilcs paucudeu Waschhaus iu der Platiicrei alhic sich mit iiiis eines cutlichcu ciltschüeßeu, und wie solicher Pan ohiic besorgende Gefahr bejchehe» nlöge, ulld was luitciuaudcr eoueludiert luorde», abrichteil solle, haben w i r gehorsamist uit nnterlasscn (ivider) erdcite Camcr abcrmaligeii Augenscheiil eillzliiicmcii die ',!iiu Fcnrwcscn deputicrtcii Hcrril crindert iind dcroselbeu mit Rath Christoffcn von Frcising llcbcns bcizuwohilcil Bevclch acbcil), anch nnsern Mitrati) nild ViccCailzlcr Herrn Johann Vclcntin Schmid etc. cbenfahls zn verordnen. Und feint w i r wie anvor doch der gchorsamist, doch gailz nnfilrgrciffciider Mainnilg, das crdcite vorhabeilde Waschknchl nnd Scchtlftat an discm Orth ciiigcstelt nnd ail andcrwcrtigcn sichern Glcgenhait mcchte trailsferiert werden, hicrznc nns über vor beigebrachtcil Ursacheii noch verer beiuegt, das gleichsamb continnierlichc Fcir aldorih, iil Bedenckhcil in der Woche» wenigist ainmal gewaschen werden mncs. I t e m die vcrbruuueur stccndc hochc Bchau snilg daselbst, so ganz paufellig »ud durchlöchert, ervolgelicl, dcu hierzuc schedlichcii Etschwiud U'euig aufhalle» lhauu^ und da solche durch deu Erdbideu oder sonst einfallen würde, wie es dann lcichtlich beschehen khan», dir Techtlslat demselben gail; offeil stnende. N i l weniger ist z» besahen die darauf steeude erhechtc Tachnng mi! pechige» Scharschintlcil bcdcckht,


Nummer A

Amtsblatt der Landeshauptstadt Innsbruck

so get mich der mediemum opiuiou dahin, das die laidige contagion durch die in Steten habende Sechllslat nit wenig verursacht loerde, Z n dem lhombl, das in wolverordueten Steten dergleichen Waschheiser gomainclich außer der Stat gehalten werden, hierdurch bei crvolgter Änderung E. Fr. Dchl. Ursach geben würden, das die Unterthoncn zn Transportierung der Privat Sechtlstat sich nach und nach bequembcu lniestcn, nnd also nit hindern w i l l , das in privat Hciscrn alwcrts dergleichen Waschlhuchlen sein, znmalrn iehbcriertcrniassen ein solches nit allerdings zn approbiern oder iornigist darin nit so aufgewaschen Wirt; khain Enthebung ist auch, das die Hossechtslat auf der Kolstat alhie

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mi! merer <^esahv behassl und gleichN'ohl bleib!, das eden dieselbe zu remediern sein N'irl, Da nnd zum ^-ahl aber E. Fr. Dchl. merrrdeite Sechtlstat forth zusehen gnädigst gewilt, hielten U'ir nnlerthcnigist darfür, das obbcmelte hoche Behausung in ichtwas abgetragen nnd die Tachung eruidert uud riuwerts. das dieselbe vou den Gcmeir als ein Mantlmaur allerseits nmbgeben würde, gestelt nnd dann in dor Waschkhuchl, alwo das Feur ist, uud Khössl stehen für den Fenstern gegen dem Hof ciscnc Bälckhen gcuiacht werden inechten, welcher gstaltsame nach w i r uns der O. Ö. Eamer genaigtem Parere die Waschstat daselbst zu lassen eunformiern thucn etc. Jedoch etc. den 2 l . M a i anno l u l l . "

Verzeichnis über die im Monat Februar Nlll8 au5gestcllteu biewerbescheine bzw. Konzessionsurkunden bei der Ttadtgemeinde Innsbruck „Vaulcramik KG. Bergmann H Co." (KG), Fürstcuwcg ^.>l'r, ',!7, Handel mit keramischen und anderen Banstoffcu. — Gotthard Valicr, Mar,imilianstraßc 27, Käst- und Schankgeloerbe lEaf^-Konditorci). — „ALGCWA, ANgemeine Wareuhandcls-Gcs. m. b. H. H Co. Kommauditges.", HcrzogFriedrich^Straßc 5,, I m - ilnd Exporthandel. — Franziska Müller geb. Nieder, PrinZ-Engcn-Straße 79, Haudclsagenlnrgewerbo. — Walter Offner, Ricdgasse 2, Ledcrgalanteriewarcncrzcngcrhandwerk (Reiseandenken aus Leder). — „Vaulmtcrnehmuna. Landlnann stiesmbH.", MichaclGaismayr Straße l'>, Vaumeislergewerbe. — Fa. „Doktor .Uinzl OHHj.", Sparkassendnrchgang 2, Einzelhandel mit Ter.til-, Wirk-, Strick- nnd Kurzwaren, Hüten nnd Bcklcidnng. - - Werner Cder, Schöpfstraßc 6a, Handel mit Musiknnd Zigarettenautomaten. — Wilhelm Koch, Innrain 11!!, Uhrmachergewcrbc —- Roman Wollschlaeger, NichardZwcg Nr. 17, Versichcrungsbcratnng. — Carl Nosenauer, (Linz, Zollamtstraße 1), Amraser Straße Wa, Großhandel niit Eisen und Eisenwaren (Zweigniederlassung). — Franz Hiittl, Schöpfstraße 47, Schibobschnle. - - Gerhard Meißner, Stamscrfeld !^, Handclsagentnrgcwerbe. — Konrad Wiuklcr, Langstraßc 11, Flcischhancrgewerbe. — Lebrccht Lcchner, Eolingassc 5, Großhandel mit Süßstoffen. — Günther Erhalt, Amthorftraßc IN, Einzelhandel mit Käse, Bntter, Gnrken, Senf, Gemüse in Konserven nnd mit alkoholfreien Getränken. „World of Veanth, Echönheitspräftaratc Ges. m. b. H.", Dr.-St»mpf-Straßc (>, Handel mit kosmetischen Artikeln. — Erika Vell, Amrascr Straße 1, Wäschcwarener^engergewcrbe. — Albert Iuzeffy. Nadetzkystraßc 10, GcrüstbangeU'erbe (Aufstellung nnd Vermietung von Stahlrohr uud Ho!',gerüsten). — „Siemens GcsmbH." (Wien I., Nioelunclengasse 15), Salnrner Straße 11 nnd Mittcrwcg Nr. 22, fabriksmäßige Erzeugung von Maschinen, Apparaten, technischen Geräten, Einrichtungen nnd Anlagen insbcsonders znr Erzeugung, Umformung, Leitung, Verteilung, Strahluug nnd Verwendung elektrischer Energie (('weignie-

derlassung). „Andreas Hofer Kom»l<nlditlicscllschaft" (Kufftein, Unterer Stadtplatz 27^-29), Hosqasse 4, Einzelhandel mit Gemischtwaren (Zweigniederlassung). — Rolf Schroeter, Noßbachstraße 10, Maler- (Zimincruialcr- und Anstreicher-) Gelucrbc. — Klaus Danninger, Galielsbcrger^ straße 31, Tischlcrgcwcrbc (Vcrlcgnng von Parkettfußböden). — „Dipl.-Ing. Fritz Gatt, chem. Laboratorium uud chcm. Crzeussung OHG.", Sonncnbnrgstraße 2, (Großhandel unt Ehcmikalien nnd Laborbcdarf. — Dr. Robert Winkler, LcoPoldstraße 2, Einzelhandel niit kunstgewerblichen Artikeln jeder Art sowie mit Knnstgcgcnständcn nnd mit Bilderrahmen. — „Hermann Köstcubaumer <k Co. OHG.", Friseurgcwcrbc nnd Einzelhandel mit Parfiunerie- nnd Toilettcartikcln. — Kurt Cllcr, Prinz-Engen-Straße 79, Fleischhaucrgcwcrbc. — Anna sluer geb. Frauz, Markt graben 15, Einzelhandel mit Elektrowaren, Radiogeräten, Musikinstrumenten nnd Haushaltsgeräten. — „Iohauu Groh OHG.", Maria-Thercsicn-Straße 37, Handel mit Musikinstrumenten, Schreib- nnd Zeichcnbcdarf sowie Galanteriewaren. — Frauz Traxl, Haller Straße 235 (Aral-Tankstcllc), Verkanf von Betriebsstoffen an Kraftfahrer (Tankstelle) nnd Kleinhandel mit Nral-Tankstcllcnkarten. — Herbert Cazzouclli, Elaudiastraße 24, Friseur- und Pcrückenmachcrgcwerbe. —^ „Theodor Eeuu, Ärzte- uud Spitalsbcdarf, Orthopädie GesmbH.", Maria-Thercsien-Straße 42 und Landhausplatz I^r. 2, Bandagistcn- nnd Orthopädicmechanikcrgcwerbe, Ehirnrgicmcchanik nnd Handel niit medizinisch-technischen Geräten nnd Apparaten, Bandagen nnd sämtlichen Sanitätsartikeln. ^ - Helmut Kapeller, Hofgasse 3, Kleinhandel mit Pyrotechnischen Schcrzartikeln. ^ - Otfricd Vliem, M n scnmstraßc 19, Einzelhandel mit Fcuerwert'^körpern nnd pyrotechnischen Scherzartikcln. — „ I c n u y H Tchiudler" (Imst. Fabritsstraße 27), Mentlgasse 8. An-dcr-Lan-Straße Nr. 45, fabriksmäßigc Wäscherei nnd Wäschevcrleih (Zweigniederlassung). — Richard Stieglitz, Leopoldstraße 13, Gemischtwarenhandel.

Nachweis über die im Mounl Februar llllitt dllrchgefiil)rleu l<iewerbelöschuugeu beim Stadtmaqistrat Innsbruck slutou H>U'el;e!ll, Mar,imiliaustraße 27. Handel. Arthur Tchös<l>nler. Amraser Straße 15 und Eo!ingasse !>. Ver mielen vou Miinzantomaten. Ko>nm.-Rat Iohaull ^icul>auscr, Egger-Lienz-Straßc 3.1, Einlagerung vou Ware», Rudolf Harm sen., Pradlcr Straße !>l, Detailhandel mit Vasen. Vlumenlöpsen »sw. sowie Großhandel mit Natnrblumen, >tarl Kiudl, MitterN'eg 1K. Essigerzengnng nnd Handel Uli! Essigessenzen. Albert Kiudl. 'Millerweg !0^.

Handelsagentnrgewerbe. - ^osef Fibzer, Innslraße 2, Schuhmacherhandwerl. „Arcl Rovat Elcttronicc! Ges. m. b. H.", Hunoldstraße l l, Handel und fabrilvmäßige Er^euguug lwn Ferusehgeräteu, Rundfunkgeräten, elektronischen l^erälen, deren Bestandteilen nsw. - Heimine Guberth, Sonnenburgstraßc 2, Kommissionsioarenhaudel nnd Handelsagentur, I n g . Max. Haid, Fran-Hitt-Ttraszc ft, Zilsammenbau von elektrischen Beleuchtungskörpern nnd EIek-


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lromechauikerhaudwerk, Marie Rechner, Colingasse 5, Handel ohne Beschränkung. - Cäcilic Erhalt, Amthorstrahe ^ir. 10, Einzelhandel mit Käse, Butler, «Kurten, Konserven und mit alkoholfreicu Getränken. Manfred Hubcr, Hlli^oldstraße 3, Nhrmachergewerbc und Detailhandel niit Golduud Silbcrwaren. — Emilie Reinhart, Eggcr-Licnz-Straße !^ir. 1(1, Einzelhandel mit Vebens und Genußmittclu sowie .Kurzwaren. — „Arcl Novat Clcttronics «es. m. b. H.", Heiliggeiststraße 10, Rundfiiukmechanikerhandwcrk. — I n g . Tiegliudc Willmayr-Aruold, Kärntner Straße 18, Baumeistergcwerbe. — Josef Henrichs, Viktor-Dankl-Straße 8, Einzelhandel mit Möbeln. ^ Martha Moll. Hnnoldstraßc 3, Einzelhandel mit Nahrnngs- und Gcnnßmittcln. — Adolf Winkler, Ing.-Etzcl-Straße 19, Großhandel mit alkoholischen nnd alkoholfreien Getränken. — Juliane Piimpel, Anichstraße 14, Gast- nnd Schankgcwcrbe (Imbißstube). ^ Ulrich Priborsky, Sonnenbnrgstraße 2, Großhandel mit Eheinikalien und Laborbcdarf. — I n g . Mar, Haid, Frau-HittStraßc 8, Elcktromechauikergcwcrbe. ^ Martha Angcrmair, Bürgenlandstraße 15, Lampcuschirmcrzeuguug. — Maria fticntcnhöfer, Höttinger Gasse 6, Einzelhandel mit Lcbcus-

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uud Geuußmillelu. — Nofa Wclser, Sonnenstraßc 18, GemischtU'arenhandel. Hermann Köstenbanüler, Desrrggcr« str. 8, Frisenrhandwerk und Einzelhandel mi! Parfiimerie» uud Toiletlcartikeln. — Ticter Kostelibnuiner, Dcfreggerstr. 8, Friscnrgcwerbc. — Nndols Hulcr, ^nnslr, (»3, Detail« Handel mit Parfümerieu, Spielwaren, Papier uild Schreib» luarcu. ^- Heinrich Eller, Priuz-Eugeu-Str. 79, Fleischhauer« gewerbe. — Lconic Rainer, Maria-Thcrcsicu-Str. 37, Haudel mit Musikinstrumenten, Schreib- nnd Zcichenreqnisitcn. — Hedwig .Uapellcr, Hofgassc 3, Einzelhandel uiit pyrotech« Nischen Scherzartikcln. — Max. Walde, Innstraßc 23—25, fabriksmäßige Erzeugung von Seifen uud Waschmittelu. — Max. Walde, Iuustraßc'23- 25> uud Hofgassc l. (^cmischtwarcnhandcl. — „Siegfried Dellcmann H i5o. .NW.", Eolingasse 9, Einzelhandel init Tcr,til- nnd ,^nr^uarcn. - - Hermann Pfeifer, Tnrerstraße 9, Handclsagentnrgrwerbe. ^— „Triumph-Lichtspiele Vetriebsgcscllschaft Pclichä'r H Co. .^tG.", Maria-Theresieu-Straße 17, öffentliche Bedürfnisanstalt. ^ Friedrich Kovarik, Helfentalweg 8, Gärtnerei uud Gartengestaltung. - Willibald Vlöb, Vürgcrstraße 13, Handel mit Obst und Gemüse nsw.

Baugenehmigungen (Wenn nicht anders angeführt, entspricht die Anschrift für das Bauobjekt auch jcucr des Bauherrn) Olfcueruugsanlagc, Ncnnweg 10, Maria Feix. Olfeuerungsanlage, I n der Ulle 14, Wolfgang Pollak. Olfeuerungsanlage, Reunweg 40, Mnttcrhans der Barmherzigen Schwestern. Olfeuerungsanlagc, Eugeupromeuade 2, Kuranl. Betriebsges. m. b. H. Innsbrnck-Igls. Olfeucrungsanlage, Andrcas-Hofcr-Strahe 44, Firma Marfoner H Rainer. Olfeuernngsaulage, Vcttelwnrfstraßc 18, Rudolf Schiffer, Dentist. OIfcueruugsaulagc, Salurncr Straße 3, Wiener Verein, Lebens- nnd Bcftattnngsuersichcrnng. Wohngebändc, Schneebnrggasse 43 und 43a, Realitäten Besitz- nnd Vcrwcrtungsgcs. m. b. H., Maria-TheresicnStraße 38, 39 Wohnnngen. Olfenernngsanlage, Eol-di-Lana-Straße 8, Karl nnd Nnth Hnber. Garagcnboxen, Leopoldstraße 35, Max König. Wohnhans mit Garage, Dir. I n g . Franz und Gertrude Vcsclcy, Amraser Straße 5, 1 Wohnung. 6 Schanfcnstcruitrinen, Innrain 29, Tiroler Graphik, Ges. m. b. H., Innrain 27—29. Olfeneruugsaulagc, Sternwartestraßc 4c nnd 6, EG. Stcrnwartestraßc 4c nnd 46, v. d. Dr. Karl Posch, Fallmcraycrstraßc 5. OIfcucrnngsanlagc, Hallcr Straße 201a, Firma Hermann Tschabrun. Olfcuerungsanlage, Nmraser-Scc-Straße 4, Firnia Franz Mnhlbachcr. Ölfcucrnngsanlagc, Lnigenstraße 9, Max. Nesch. Olfcncruugsaulage, Dr.-Stumpf-Straße 38, Jug. Klaus Dittrich. Olfeuerungsaulage, Vrirucr Straße 2, Brenncrautobahu

Drei Wohnblöckc nnd zwei Garagcnanlagcn, Fürstcnwcg 65, 65Z, 65d, 67, 69, 71, WEG. Fürstcnwcg. z. H. Vmstr. Martin Eichberger, Innrain, zusammen 72 Wohnungen. Olfenernngsanlagc Zeughausgassc 5, Frauz Tomasiui. Olfeueruugsaulagc, Fclseckstraße 13, Peter Schatz. Qlfcncrungsanlage, Templslraße2, Firma Krauebitter, WKEiurichtuugsh. Olfeueruugsaulage, Amraser Straße 52, Shell Austria AG., Karwcudelstraßc 3. Olfeucruugsaulage, Mcinhardstraßc 12, Klammer der gew. Wirtschaft. Olfcucruugsaulage, Iug.-Etzel-Straße 61, Franziska Kascrcr. Olfcucruugsaulagc, Adamgassc 13—15, WEG. Adamgasse Nr. 13-^15, v. d. Dr. Margarete Hntter. Ndamgassc 13. Qlfenernngsanlage, Lohbachsiedlnng 93a, Maria K'elb. Inst.-Ollagerbehältcr, Haller Straße 65, Kuustmühlc Autou Rauch. Qlfcneruugsanlage, Hormayrstraße 19, EG. Hormayrslraße Nr. 19, v. d. Modcrubau, Licbcucggstraße 6. Aufstockung, Echwiudstraßc 4, Hedwig Höuliugcr. Olfencruugsaulage, Spcckbachcrstraße 9, Dr. Josef Nößler, Ziegelstraßc 4, Inzing. Olfeneruugsaulage, Fürstcuwcg 81, Firma Reithoffer AG,, Mariahilfer Straße 36, Wien. Wohnhaus nud Klcingaragc, Gcyrstraße 16a, Neinhold Kofler. Gcyrstraßc 16. 2 Wohnnngcn. Kleingaragc, Haller Straße 147, Zita Plattner. Anban, Höhcnstraßc 41i^>, Ludwig Stclzhammer, Schueeburggasse 5. .stlciugarage, Schlöglgassc 6, Margarcthe Muhrcr, Schobcrgassc 2. ' Pergola u. Schwimmbecken, Fischottersteig 1, Rudolf Fluuger, Fischnalcrstraße 26.

Jeder Nachdruck, auch auszugsweise, ist nur nntcr genancr Qncllenangabc grstallct! Erscheint einmal im Monat. Jahresabonnement 3 20.—, Einzeln 3 2.—. Erhältlich beim Nathans-Portier. — Verleger, Eigentümer nnd Heransgcbcr: Die Stadtgcmcinde Innsbruck. — Vcrantwurtl. Schriftleiter- Paul Gruber, Iuusbruck, Rathaus. Telcfou 26771.'— Rauchdruck. Dr. Rudolf Erhard, Iuusbruck.


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