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Angst oder Hoffnung? Was mag die Menschen in das neue Jahr begleiten: Angst oder Hoffnung? Allerorts lieft und bespricht man, daß die Menschheit in einem Angstfrieden lebe, daß sie sich in ständiger Angst vor einem Atomkrieg befände, ja daß sie von einer Stunde zur anderen durch die furchtbare Wirkung der Wasserstoffbombe so gut wie ausgerottet werden könnte. Selbst ein so segeuspcndender M a n n wie der weltbekannte Speckpater schreibt in seinem Weihnachtsbrief: „ W i r leben im Advent der Angst. Zwischen funkelnden Sternen, auf verlassenen Inseln und in der Tiefe des Ozeans fauchen die Atombestien, die uns Tag und Nacht beschleichcn." (5s scheint also wohl begründet, in ständiger Angst zu leben. Aber es „scheint" nur so, denn auch längst vor der Erfindung der Atombomben hätten die Menschen in ständiger Angst leben müssen, wenn sie sich öfter der Worte des zweiten Petrus-Briefes an die Christen in Kleinasien erinnert hätten: „Der Tag des Herrn wird aber kommen wie ein Dieb. Da wird der Himmel mit Sausen vergehen. Die Elemente werden sich in Gluthitze auflösen, und die Erde samt allem, was darauf ist, wird verbrennen." Sollte ein Atomkrieg schrecklicher sein als das Wellenende? Für die Menschheit würde das Endergebnis ziemlich dasselbe sein. Doch wer denkt schon Tag für Tag an das Weltgericht. Schreibt doch auch

der Evangelist Markus beruhigend: „Wenn ihr von Kriegen und Kriegsgerüchten hört, so laßt euch nicht verwirren. Das muß so kommen, aber das Ende ist damit noch nicht da. Denn Volk wird sich gegen Volk und Reich gegen Reich erheben. Erdbeben wird es allenthalben geben und Hungersnot. Das ist aber erst der Anfang der Wehen." Und im obzitierten PetrusBrief heißt es weiter: „Das eine aber sollt ihr, Geliebte, nicht übersehen: Ein Tag ist bei dem Herrn wie tausend Jahre und tausend Jahre wie ein Tag." M a n mag also das neue Jahr 1966 mit der seit zwei Jahrtausenden gültigen Hoffnung beginnen, daß es ebenfalls wieder ein gutes Ende nehmen werde. Die Angst aber darf man schon im Hinblick auf die Worte des Matthäus-Evangeliums zurückstellen: „Seid also nicht ängstlich besorgt für den morgigen Tag, denn der morgige Tag wird für sich selber sorgen. Jeder Tag hat genug an seiner eigenen Plage." Jedenfalls ist es erbaulicher und allem weiteren Wirken förderlicher, im neuen Jahr mit hoffnungsvoller Ruhe ans Werk gehen zu können. Ließ doch der alte Homer bereits Odysseus, als dessen Ruderer beim Anblick des zwölffüßigen, bellenden Meerungeheuers Skylla gewaltig erschrocken waren, die tröstlichen Worte sagend „Freunde, w i r sind ja bisher nicht ungeübt in Gefahren. Und ich hoffe, w i r werden uns einst auch dieser erinnern." K. Schadelbauer

Weihnachtsgratulation im Rathaus Am 2:i. Dezember hatten sich, wie in den Vorjahren, die leitenden Veamten des Stadtmagistrates und der Stadtwerle wie auch der Personalvertretungen im Sitzungssaal des Stadtsenales zur Weihnachts- und Reujahrsgralulaliou versainmelt. die Bürgermeister Dr. Alois lugger mit seinen Stellvertretern Direktor Maier und Direktor Obenseldner sowie die amlsführenden Stadt- und Gemeinderäte entgegennahmen. Mngistratsdirektor Dr. Rudolf Maugutsch glib wieder einen kurzen Rückblick aus die Ereignisse des zu Ende gehenden Jahres. Er sagte unter anderem: Doch bleiben wir kurz bei der Stadt Innsbruck, bei I h r e r und unserer Arbeit: I n bester Erinnerung sind vor allem die „Europatage" im Frühjahr ÌN65 mit der Übergabe der Europa-Fahne an die Stadt Innsbruck, eine Krönung

jahrelangen Bemühens, ferner viele Tagungen und Kongresse. Sie führten Techniker, Wirtschaftskreise und Wissenschaftler aller Fakultäten nach Innsbruck, der Alpenuniversitätsstndt, die nunmehr auch Heimat für eine technische Fakultät sein soll. Aber nicht nur zu dieser Arbeil sind ungezählte Gäste aus dem I n - und Ausland nach Innsbruck gekommen, sondern auch zur Erholung. Innsbruck entwickelt sich also zusehends immer mehr einerseits zu einein europäischen Erholungszentrum, andererseits zu einem Heim der Wissenschaft, zu einer Schulstadt, zu einem Schulzentrum. 3n internationale Sprache übersetzt, könnte man sagen: Innsbruck leistet durch seine Schulhilse wertvolle Entwicklungshilfe. Aus dieser Entwicklung ergibt sich für die Hohcitsnerwaltung und die Ttadtwerte die verpflichtende


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Aufgabe, alles zu tun, was dieses Ziel fördert, insbesonders auf dein Gebiete der großen Planungen. Vei neuen Siedlungen und Verkehrsplanungen wird nunmehr auch, medizinisch beurteilt, immer auf die Erholungsmöglichteiten Rücksicht zu nehmen sein. Wenn ich nun nochmals auf das «ergangene Jahr zurückblenden darf, bleibt in dankbarer Erinnerung die Tatsache, daß die Stadt Innsbruck im vergangenen Sommer, als viele Orte unserer Heimat von schweren und schwersten Katastrophen durch Hochwasser heimgesucht wurden, fast unberührt blieb, so daß uns Gelegenheit geboten war, in solidarischem Geist den Geschädigten zu helfen. All das Gesagte betrachtend, dürfen wir wohl mit Dankbarkeit und Genugtuung feststellen, daß 1965 ein erfolgreiches Jahr war und daß ein glücklicher Stern über unserer Stadt weilte. Was das neue Jahr 1966 bringen wird, weiß niemand. Doch möchte ich auf zwei Momente hinweisen, die für unsere Stadtverwaltung von geradezu historischer Bedeutung sein werden. Zunächst ist es das Inkrafttreten des novellierten Stadtrechtes mit 1. Jänner 1966. Es wurde dadurch ein historisch gewachsenes Stadtrecht logischer ausgebaut, die Kompetenzen klarer gefaßt und die seit vielen Jahrzehnten versprochene Selbstverwaltung der Gemeinde ausgesprochen gestärkt. Was uns leitende Beamte mit besonderer Freude erfüllt, ist hiebet, daß die gesetzliche Verankerung, daß der Stadtmagiftrat nicht — wie bisher — ein Hilfsorgan ist, sondern in Zukunft als Organ zu fungieren hat, und daß die ganze Stadtverwaltung auf ein stärkeres Fundament gestellt ist. Es wurde ihr ein neues Instrument vom Gesetzgeber in die Hand gelegt. Die zweite Tatsache ist wirklich ein Instrument im

wahrsten Sinne des Wortes. Es ist die „Elektronische Datenverarbeitungsanlage", die im kommenden Jahr, fast genau auf den Tag, in Betrieb genommen wird. Weil wir aber den Menschen und die Menschenwürde höher als die Technik einschätzen wollen, wird es unser oberstes Ziel sein müssen, dafür Sorge zu tragen, daß trotz Technik der Innsbrucker Bürger nie das Gefühl bekommt, daß er von Eleltronen und Magnetbändern beherrscht wird. Weihnachten und Neujahr beinhalten immer Ende und Anfang. Ich möchte Ihnen, Herr Bürgermeister, und den Mitgliedern des Stadtrates namens der ganzen Hoheitsuerwaltung herzlich wünschen, daß Sie trotz aller Arbeitsfülle mit einem glücklichen Gefühl das alte Jahr beschließen und daß das neue Jahr für Sie persönlich, für Ihre Arbeit, aber auch für unsere Mitarbeit einen guten Stern haben möge. Für den erkrankten Generaldirektor der Stadtwerke gab Direktor Ing. Eroce eine kurze Überschau über die geleistete Arbeit der Stadtwerke auf ihren mannigfaltigen Arbeitsgebieten. Er erinnerte an den Ausbau der städtischen Gärtnerei, der Wasserbehälter und die Vollendung des Gasspaltwerkes. Auch der beachtliche Fortschritt an den Arbeiten am Elektrizitätswerk Untere Sill dürfe nicht übersehen werden. I n seinen Dankesworten stellte Bürgermeister Dr. Lugger fest, daß für eine Stadt eine ständige Zuwanderung ein wesentlich günstigeres Zeichen sei als Abwanderung. Man fühlesichdort eben wohl. Ebenso sei Arbeitsüberfülle besser als Arbeitslosigkeit. Es würden im kommenden Jahre große Bauvorhaben zu bewältigen sein. Besonders das rasche Fortschreiten des Autobahnbaues werde Innsbruck geradezu zu einer großen Baustelle werden lassen.

Aus dem Gemeinderat Der Gemeinderat der Landeshauptstadt Innsbruck trat am 16. Dezember 1965 zu einer Geschäftssitzung zusammen. Eingangs der Sitzung wurde Gemeinderat Erich Fritz, der wegen Erkrankung an der konstituierenden Sitzung des Gemeinderates am 5. November 1965 nicht teilnehmen konnte, angelobt. Bürgermeister Dr. Lugger brachte einen Brief des Bischofs von Innsbruck, Dr. Paulus Rusch, zur Kenntnis, in welchem darauf hingewiesen wird, daß die Stadt Innsbruck Patron der Pfarren St. Jakob, St. Nikolaus und Dreiheiligen ist, und die Kirche sich verpflichtet, die Patronatsrechte der Stadt Innsbruck zu gewährleisten. Hierauf referierte Bürgermeister Dr. Lugger über Anträge des Stadtrates, die zu folgenden Beschlüssen führten: Vorbehaltlich des Inkrafttretens der Novelle zum Innsbrucker Stadtrecht wird an die Tiroler Landesregierung der Antrag gestellt, mit Wirkung vom 31. Dezember 1965 eine Verordnung zu erlassen, daß folgende Angelegenheiton des eigenen Wirkungsbereiches der Stadt der Vundespolizeidirektiun Innsbruck zur Besorgung übertragen werden:

1. die örtliche Sicherheitspolizei, 2. die örtliche Veranstaltungspolizei, 3. die örtliche Straßenpolizei, 4. die Flurpolizei, 5. die Sittlichteitspolizei, 6. die Überwachung der Einhaltung der von der Gemeinde nach tz 6a Abs. 3 des Innsbrucker Stadtrechtes erlassenen Verordnungen. Zur Erweiterung des Wohnbauprogrammes verkauft die Stadtgemeinde Innsbruck an die Tiroler Gemeinnützige Wohnbaugesellschaft „Wohnungseigentum" diestädtischeGrundparzelle 1221/8. KG Pradl. Die Gesellschaft hat darauf zwei Wohnhochhäuser mit je 40 Wohneinheiten zu errichten. Die Stadtgemeinde Innsbruck tauscht mit der „Neuen Heimat" Grundstücke. Sie übergibt das westlich des Campingplatzes an der Neichenaucr Straße gelegene städtische Grundareal in einem Ausmaß von 14.47N in". Dafür übereignet die „Neue Heimat" der Stadtgemeinde ein im Naume Arzl-Süd gelegenes Grundareal in einem Ausmaß von 13.575 i>^. Die „Neue Heimat" wird auf dem Tauschareal 3 Hochhäuser mit je 60 Wohnungen errichten. Infolge Erhöhung der Kosten des Wohnhaus-


Amtsblatt der Landeshauptstadt Innsbruck WiederlNifbauvorhabens I n n r a i n 111? wurde die Aufnahme eines ^usatzdarleheus von l.'i1.2<j<». Schilling beim Wohiilmu^ ^l,<iedelansba>isond>'' notwendig. Der Ausnahme diesem Darlehens Ve r i cli t e r slall e r V ü lge r m e i sl e l - S l e li oe r l re l e r Ma Der Antrag des Stadtrates, die städtischen Sozialmietzinsdeihilfen den Richtlinien des Landes T i r o l für die Gewährung oon Mietzins- und Annuitätenbeihilfen anzupassen, wonach künftighin städtische Eigenmittel oder städtische Kredite für städtische Wohnhansbauten oder für Bauten durch gemeinnützige Gesellschaften, in denen die Wohnungsvergebungen der Stadt zustehen, nur mehr mit 1 Prozent Tilgung und 1 Prozent Verzinsung in Rechnung zu stellen sowie derzeitige und künftige Ansuchen um Beihilfe nur mehr nach Landesrichtlinien zu behandeln sind, rief eine lebhafte Debatte hervor. Die Redner der Österreichischen Volkspartei sprachen sich für die Annahme des Antrages, die Redner der Sozialistischen Partei für eine abwartende Haltung bis Zu einer anderen Regelung des Landes aus. Der A n t r a g des Stadtrates wurde mit Mehrheit angenommen. Dem ehemaligen Pächter der Tennisplätze des Kurhauses I g l s , Alfred Maier, wurde eine Investitionsablöse von 50.0W.— Schilling zuerkannt. Berichterstatter Gemeinderat Kaiser: Ans Antrag des Finanzkontrollausschusses genehmigte der Gemeinderat die Iahresrechnungen 1964 der Hoheitsverwaltung, der Stadtwerke und des städtischen Sanatoriums und sprach hinsichtlich der Gebarungen und Rechnungen die Entlastung des Bürgermeisters aus. Die Verwendung der Gewinne bzw. Bedeckung der Verluste bei den einzelnen Betrieben wurde antragsgemäß genehmigt. Berichterstatter Stadtrat Dr. Seykora: Auf Antrag des Finanzausschusses wurde ein bei der Tirolischen Landes-Hypothekenanftalt laufender Kontokorrentkredit in der Höhe von 6 Millionen Schilling im Einverständnis mit dieser Anstalt in ein Kommunal-Vardarlehen umgewandelt' für einen von der Kuranlagen-Vetriebsgesellschaft

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I g l s bei der Sparkasse der Stadt Innsbruck aufzunehmenden Bautredil oon ! Millionen Schilling die >iaslung als Bürge und Zahler übernommen. Für den Monat Jänner des Rechinlngsjahres >9<>l> wurde sür die Hoheilsvelumllniig und für die Stadtier:werte ein Budgetprooisoliuin beschlossen. Der Gemeinderat genehmigle Rachlragstredile von zusammen .'l^.<l»8,!!!«». Schilling, darunter 15 M i l lionen Schilling sür Personaltosten und -1 Millionen Schilling für Grundtäuse. Für die Einrichtung des Sladlarchioes wurde ein Kredit von 140.865.— Schilling freigegeben. Für die Wiederinstandsetzung der (Grünanlage beim Internat der Villa Blanta werden die halben Kosten übernommen. dem Wiener Institnt für Enlwicklungsfragen anläßlich seiner Wanderausstellung in Innsbruck ein Kostenbeitrag von 15.Ml).— Schilling gewährt. Der „ X I ^ — Königlich-niederländischen Luftverkehrsgesellschaft Österreich" wird die Lohnsummensteuer der Jahre 1952 bis 1965 auf Grund eines zwischenstaatlichen Übereinkommens rückerstattet. Berichterstatter Stadtrat I n g . Fritz: Auf Empfehlung des Vauausschusses wurden die Änderungspläne Nr. 5/n, Arzl—Mühlau, Einkaufszentrum, Nr. 25/1, MUHlau, Ausweitung des Gewerbegebietes Haller Straße, Nr. 63/dm, Pradl—Amras, Vereich ehem. Eutshof Reichenau, Nr. 63/KI, Reichenauer Straße, ehem. Linsergaragen, Nr. 85/m, Neurauthgafse, beschlossen und gleichzeitig die bisherigen Pläne für diese Teilstücke außer Kraft gesetzt. Mehreren Ansuchen um Ausnahme nach § 7a I n n s brucker Bauordnung und um Verringerung der vorgeschriebenen Vorgartentiefe wurde stattgegeben, für den Bau einer Umspannstelle auf der Grundparzelle 22, K G . Arzl, und An der F u r t die B e w i l l i gung nach § 105 Innsbrucker Bauordnung erteilt. Der öffentlichen Sitzung folgte eine vertrauliche Beratung über Grundstücksangelegenheiten. Schi.

Hohe Auszeichnung für Magisttatsbeamte Am 28. Dezember 1965 überreichte Bürgermeister Dr. Lugger in einer internen Feier einer Reihe verdienstvoller städtischer Beamten die ihnen vom Herrn Bundespräsidenten verliehenen hohen Auszeichnungen. Das Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich erhielten: Senatsrat D r . Alfons Dietrich, der langjährige Leiter des Jugend- und Fürsorgewesens. Senalsrat Dr. Leopold ttnlerricliter. seit 1955 Stadtphnsitns. für seine Vemühnngeit um die Schnlgesnndheitspflege sowie die Mutter- und Säuglingssürsorge und der Verwaltungsdirektor der Stadtwerke, Dr. Günther Schöffel. der neben seiner Tätigkeit bei der Grundstücks- und Vermögeiisverwallnng auch bei der Errichtung der Sessel- und Schlepplifte in

der Axamer Lizum für die I X . Olympischen Winterspiele maßgebend beteiligt war. Das Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um die Repnblit Österreich empfingen: Rechnungsdirettor Friedrich Hafenscher. seit lü<!l» Leiter des städtischen Kontrollamtes, und Rechnnngsdiretlor Bernhard Mazegger, seit 1955 Vorstand der Stadthauptlassc. M i t dem Silbernen Verdienstzeichen um die Republik Österreich wurde der Schnlwarl Oberoffizial Jakob Wirtenberger, der vorbildliche Betreuer der städtischen Jugendherberge, ausgezeichnet nnd mit der Silbernen Medaille für Verdienste um die Republik Österreich Oberoffizial Josef Rainer, seit 1915 der getreue Amlsbote des jeweiligen Bürgermeisters.


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Verleihung des Kunstförderungspreises für Musik 1964 Am 10. Dezember 1965 wurden in einem Festakt im Kroßen Stadtsaal die Künstförderungspreise der Landeshauptstadt Innsbruck für das Jahr 1964 aus dem Kunstzweig Musik an Dr. Günther Andergasscn und Raimund Jahn verliehen. Bürgermeister Dr. Lugger übergab die Preise im Anschluß an folgende Ansprache! Unter den vielen Aufgaben und Verpflichtungen einer Stadtverwaltung nimmt die Pflege und Förderung des künstlerischen Schaffens einen ganz besonders hervorragenden Platz ein. I m Jahre 1952 hat die Stadtgemeinde Innsbruck erstmals einen Wettbewerb zur Förderung künstlerischen Schaffens ausgeschrieben und damit bewiesen, wie ernst sie diese Aufgabe nimmt. All die Jahre seither, in denen der Kunstförderungspreis ausgeschrieben und vergeben wurde, haben gezeigt, daß sich diese Einrichtung bewährt hat. I n allen drei Kunstgattungen — bildende Kunst, Dichtung und Musik — wurden immer wieder Arbeiten eingereicht und ausgezeichnet. Dem Etatut entsprechend war für das Jahr 1964 der Kunstzweig Musik ausgeschrieben. Termingerecht wurden von acht Bewerbern sechs Instrumentalwerke und fünf Vokalwerke eingereicht. Die Jury, der namhafte Persönlichkeiten des Innsbrucker Musiklebens angehörten, hat zwei Werke mit dem Förderungspreis ausgezeichnet: Auf dem Teilgebiet Vokalmusik das Werk , Krevi8 zu Ehren des Heiligen Geistes" von Dr. Günther Andergassen und auf dem Teilgebiet Instrumentalmusik das Werk „2. Symphonie, Opus 21" von Raimund Jahn. I m Namen der Stadtgemeinde Innsbruck und persönlich gratuliere ich den Künstlern zu ihren Werken und zur Zuerkennung der Preise herzlich. Es sei mir gestattet, die Preisträger der Öffentlichkeit kurz vorzustellen: Dr. Günther Andergassen wurde am 17. April 1930 in Magreid bei Bozen geboren und ist seit 1940 in Innsbruck wohnhaft. Von Jugend auf fühlte sich Andergassen zur Musik hingezogen. M i t 13 Jahren begann er bereits mit dem Studium der Klarinette bei Walter Polland, ab dem 16. Lebensjahr nahm er Klavierunterricht an der Innsbrucker Musikschule und Kompositionsunterricht bei Prof. Karl Koch. I n den Jahren 1950—1955 studierte Andergassen an der Universität Innsbruck als Werkstudent und dissertierte mit Auszeichnung aus Musikwissenschaft bei Professor Fischer über Giacomo Puccini. I m Herbst 1956 inskribierte Andergassen an der Salzburger Akademie Mozarteum und war Hörer bei Dr. Alois Heine, Klarinette, Professor Cesar Vresgen, Komposition, und Professor Dr. Eberhard Preußner, Echulmusit. I m Herbst 195« berief Professor Preußncr seinen begabten Schüler als Lehrer an das Mozarteum, wo er in den Fächern Musikgeschichte, Kunstgeschichte. Kontrapunkt und Ehorschule unterrichtete. I n dieser Zeit war der junge Komponist dort auch mit der Leitung des Akademiechores betraut.

I m Herbst 1961 berief Musikdirektor Dr. Wagner Andcrgassen an das Konservatorium der Sladt Innsbruck, war hier Leiter des Seminars für Musikerziehung und unterrichtete in den Fächern Theorie, allgemeine Kulturkunde, Einführung in die neue Musik, Kirchenmusik und Ehorschule. Früh trat Andergassen mit eigenen Kompositionen an die Öffentlichkeit. Anläßlich einer Sonderaudienz am 3. Mai 1961 bei Papst Johannes X X I I I . im Petersdom wurde eines seiner geistlichen Werke aufgeführt. Bei dieser Audienz übergab Andergassen die anläßlich der Ausrufung des Konzils komponierte und dem Heiligen Vater gewidmete Messe zu Ehren des Heiligen Geistes. Neben den geistlichen Werken ist sein Werk ..Vläserquintett 1964, Paul Hindemith zum Gedenken" besonders hervorzuheben. Der Preisträger für Instrumentalmusik Raimund Jahn wurde am 19. Mai 1924 in Wien geboren und begann sein Musikstudium im Jahre 1938 an der Akademie für Musik und darstellende Kunst in Wien. Als Hauptfach belegte er bei Professor Wolfgang Schneiderhan Violine. Das kriegsbedingt unterbrochene Studium setzte er im Jahre 1948 fort und belegte dann noch Musiktheorie bei Professor Dr. Joseph Marx. I n dieser Zeit war Jahn bereits als Geiger imstädtischenOrchester St. Gallen und anschließend im Orchester der Wiener Staatsoper tätig. Seit dem Jahre 1950 gehört Jahn demstädtischenSymphonieorchester Innsbruck als zweiter Konzertmeister an und ist als Bratschist im Vruckbauer-Quartett und als Vratschensolist bei Aufnahmen im Studio Tirol erfolgreich tätig. I m Jahre 1962 erwarb Jahn am städtischen Konservatorium Innsbruck das Kapellmeisterdiplom bei Professor Rudolf Graf. Das kompositorische Schaffen von Jahn umfaßt bisher Kammermusik und Orchesterwerke. I n den Jahren 1952 bis 1954 trat er im Nahmen der Österreichischen Iugendkulturwoche mit eigenen Werken vor die Öffentlichkeit. Jahn ist in seinem Schaffen von dem Gedanken geleitet, neue Kompositionstechnik mit traditionellen musikalischen Formen unter einem weitgespannten Bogen klanglicher Ästhetik als Ausdruck inneren Gefühlslebens zu verschmelzen. Die Musik österreichischer Meister ist eine der Größen, die den Namen unseres Vaterlandes in alle Welt tragen. Österreichische Musik der Vergangenheit und der Gegenwart ist dazu berufen, verbindend überallhin zu wirken. Eine große Aufgabe ist damit allen Musikschaffenden gestellt. Bewußt steht heute am Beginn unserer Feier ein Wert von Franz Schubert, einem der großen österreichischen Tontünstler. Der zweite Teil des heuligen Konzertes ist Werten der beiden Preisträger gewidmet. Dr. Günther Andergassen, dessen preisgekröntes Werk aus technischen Gründen nicht aufgeführt werden kann, wird der Öffentlichkeit mit seinem Wert ..Bläserquintt'tt" vorgestellt. Unser Preisträger Raimund Jahn wird sodann sein preisgekröntes Wert „2. Symphonie" selbst dirigieren. Wenn heute der Kunstförderungspreis der Landes-


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Hauptstadt Innsbruck für Musik 1W4 in diesem feierDabei treten im Fachgebiet Musik einige erschwelichen Rahmen überreicht wird, so soll damit ein Zweirende Faktoren auf den Plan. Während ein Gemälde faches erreich! werden i begable Kmnpmiisten der «Ge- oder eine Skulptur durch sich selbst unmittelbar auf genwart der ^fsentlichteit vorzustellen und allen den Beschaller wirtt uild, eine vorteilhafte Plazierung liinstlerisch Schafsenden neuen Ansporn zu geben. des Schaustückes vorausgesetzt, sowohl die interessierten Kreise als auch breiterer Publitumsschichten in Ich möchte es daher heute nicht versäumen, allen irgendeiner Weise anzusprechen vermag, bedarf die Bewerbern nm den Kuustsörderungspreis für ihr Realisation eines Mlisitstückes unvermindert eines, Schassen lind ihre Bereitwilligteit. sich den Juroren zii ineist aber mehrerer Interpreten, um der ^»Hörerstellen, anflicht ig zu danten. (5s ist nun einmal bei schaft einen Cindrnck von den Klangvorstellungen des einem Wettbewerb so. daß nicht alle Werte mit einem Komponisten zu vermitteln. Preis ausgezeichnet werden tonnen. Mein Dant gilt auch der Jury, die unter Vorsitz von Diese Interpretenfrage bedeutet für den Konzertamlssübrendem Stadtrat Haidl sachliche lind obiettive veranstalter eine um so größere finanzielle Belastung, Arbeit geleistet hat. je größer die Besetzung des Wertes ist. Innsbrucks Ruf als aufgeschlossene Pflegestätte Während die beiden Konzertzyllen ^ und I! der guter klassischer und moderner Mnsit geht weit über Stadt Innsbruck, deren Programmauswahl sich von die Grenzen unseres Landes hinaus, sei es durch den Werken des Barock über die Klassik und Romantik bis guten Ruf unseres Konservatoriums und des städtizu den Altmeistern der neuen Musik erstreckt, erfreuschen Slimphonieorchesters, sei es auf dem Gebiete der licherweife ausverkauft find, mußte man vor Jahren Vlasmnsit oder des Chorwesens. Gerade Innsbrucker erleben, daß bei Konzerten desselben Veranstalters, Chöre und Musikkapellen tonnten in den letzten Jahallerdings mit Werken zeitgenössischer Komponisten, ren bei internationalen Wettbewerben schöne Erfolge dieser ansonft überfüllte Stadtsaal trotz verschenkter erzielen. Freikarten kaum zu einem Viertel besetzt war. Ihnen allen sei an dieser Stelle herzlich gedankt. Woran mag dies liegen? Mögen Harmonie und Kameradschaft auch in Zukunft Abgesehen von einer vielleicht etwas konservativen das Innsbrucker Musikleben gestalten und vertiefen. Musitauffassung eines Teiles des Innsbrucker KonGelingt dies, dann wird es allen in unserer Stadt zertpublikums, liegt die Ursache meines Erachtens i n schöpferisch und künstlerisch Tätigen möglich sein, ereiner uneinheitlichen Stilrichtung im Schaffen der folgreich zu wirken. neueren Komponisten. Der individuelle FreiheitsIch bitte nun Frau Andergassen in Vertretung ihres drang i n künstlerischen Belangen läßt die heutige Mannes und Herrn Jahn, den Förderungspreis für Komponistengeneration eine Vielfalt verschiedener Musik 1964 entgegenzunehmen. Wege einschlagen, es entstehen neue Fachausdrücke, Konzertmeister Raimund Jahn führte i n seiner manche Komponisten machen auch vor einer M i t e i n Dankrede u. a. aus: beziehung gewisser Errungenschaften unseres technisierten Zeitalters in ihren Werken keinen Halt. I n einer Stadt, deren Name i n aller Welt bekannt Solches stiftet bei einem fachlich nicht beeinflußten ist als die Stadt i n den Alpen, Stadt des Skisports, Musikfreund V e r w i r r u n g , und man kann oft den Stadt der Olympischen Winterspiele 1964 und die auch Schreckensruf vernehmen: „Oje, scho wieder so a Heimat des Kammerchors Walther von der Vogelvarruckts Z u i g ! " weide und der Stadtmusiktapelle Wilten ist, einer Stadt, deren Ruf von Jahr zu Jahr mehr Freunde aus Sich selbst i n der willkürlichen Freiheit der künstaller Welt anlockt und steigende Deviseneinnahmen lerischen Aussage ab einem bestimmten Stadium registriert, in solch einer Stadt muß man das BestreSchranken zu setzen, nicht einem kulturellen Chaos zu ben der Stadtväter, ihr Auge der Förderung kulturelhuldigen, sondern sich zu verantworten vor dem leu Schaffens zuzuwenden und in den Sparten Dicheigenen Gewissen und vor dem kulturellen Erbe, das tung. Musik und bildende Kunst in abwechselndem w i r Künstler aller Sparten zu bewahren haben, erdreijährigen Turnus Preise hiefür zu verleihen, als scheint mir als große Verpflichtung gegenüber unseren besonders verdienstvolle Tat werten. Mitmenfchen.

Aus dem Rathaus Am Dienstag, den 11. Dezember 1W5. fand ini Stadlsaal eine offizielle Begrüßung bzw. Vorstellung aller im Schuljahre 196.'>/li6 im Schulbezirt InnsbruckStadt neu täligen Lehrpersoneu der Innsbrucker Pflichlschnlen dnrch Herrn Bürgermeister Dr. Lugger statt. Gleichzeitig wurde sieben Innsbrucker Lehrpersonen das Gelöbnis abgenommen und weitere zwölf verdienstvolle Lehrer und Lehrerinnen wurden geehrt bzw. wegen Versetzung in den dauernden Ruhestand verabschiedet. Vom Bundesministerium für Unterricht wurde au

Frali Hauptschulhauptlehrer Anna Grießmnyr der Titel „Schulrat" verliehen. Das Amt der Tiroler Laudesregierung sprach mit Dekret für langjährigem, erfolgreiches Wirten Hauptschulhauptlehrer BlNlnil-lartuer Hermine, Sonderschulhauptlehrer Christoph Margarete. Hauplschulhauptlehrer Schlichter Verta, Spracheuhauptlehrer Schumacher Anna Marin, Hauptschuldirettor Rischawy Alois und Vollsschuldirettor Berti Ernst den Dank und die besondere Anerkennung aus. Bürgermeister Dr. lugger übergab deu Geehrten


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die Dekrete und gratulierte zur erhaltenen Aufzeichnung, die diesen zuerkannt wurde. Weiters dankte er Sonderschuldirektor Klingler Johann, Voltsschuldirektor Hailand Josef. Volksschuldirettor Santeler Hans, Hauptschulhauptlehrer Kohler Ludwig und Volksschulhauptlehrcr Kolp Erika für ihre langjährige, aufopferungsvolle Tätigkeit, die sie für unsere Schuljugend geleistet haben.

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An die jungen Lehrpersonen richtete Herr Bürgermeister Dr. Lugger einen herzlichen Willlommgruß, verbunden mil dem Wunsche, daß diese in den Fußstapfen der scheidenden Lehrpersonen mit demselben gleist und Einsatz zum Wohle des Inn^brncker Pflichlschulwesens beitragen mögen.

Gedanken znr Kultur der Gegenwart Inaugurationsrede Präsident Prof. Dr. Robert Wagners im Mozarteum Am Freitag, den 10. Dezember 1965, nachmittags fand in der Akademie für Musik und Darftellende Kunst „Mozarteum" in Salzburg in Anwesenheit des Unterrichtsministers Dr. Piffl-Percevic die feierliche Inauguration des neuen Präsidenten der Akademie P r o f . D r . Robert Wagner, seit 1W0 Musikdirektor der Stadt Innsbruck, statt. Prof. Wagner übernimmt dieses bedeutsame A m t als Nachfolger des verstorbenen Präsidenten D r . Eberhard Preußner. Seit dessen 'Ableben hatte Prof. Heinz Scholz die Akademie interimistisch geleitet. Von den illustren Festgästen seien noch die Rektoren der Universitäten Innsbruck und Salzburg sowie der Technischen Hochschule Graz, der Landeshauptmann und der Bürgermeister Salzburgs, Innsbrucks Magistratsdirektor Obersenatsrat Dr. Mangutsch und der Altpräsident der Akademie, Bernhard Paumgartner, hervorgehoben. Nach der Begrüßung durch Professor Scholz hielt Präsident Prof. Dr. Wagner nachstehende Inaugurationsrede! Herr Minister!

Hochansehnliche Festversammlung! Der große A u f t r a g , der mir erteilt wurde, erfüllt mich mit tiefstem Bewußtsein der hohen Verpflichtungen, die in i h m liegen. Was mir gegeben ist an Kräften der Aktivität und I n i t i a t i v e , des guten Willens und der hochzielenden Bestrebungen, der fachlichen Kenntnisse und der jahrelangen Erfahrung, ist aufgerufen in diesem Auftrag, und ich versichere mit Freuden, alle diese Kräfte dem mir anvertrauten I n s t i t u t zu seinem Besten zuzuwenden, diesem wichtigen, hochberühmten und — ich darf es aussprechen, da mir das Glück der Mitarbeit durch Jahre hindurch bereits gegeben w a r — geliebten Mozarteum. Dem Bericht meines Vorredners möchte ich noch eines hinzufügen, das ist ein herzliches Wort des Dankes an ihn selbst, der es auf sich genommen hat, neben der künstlerischen und pädagogischen Tätigkeit auch die von künstlerischer Versenkung so verschiedene Arbeit der Organisation und Verwaltung zu leisten, um das Kontinuum zu wahren und das zu erhalten, was zu pflegen, zu schützen und weiterzuentwickeln auch mir so sehr am Herzen liegt! den in seiner A r t ganz besonderen „Geist des Mozarteums". Dieser Geist lebt in den Damen und Herren des Lehrkörpers, mit denen mich die gemeinsame Arbeit zusammengeführt hat. I h n lebendig zu erhalten, ihm die Voraussetzungen für glückliche und segensreiche Entfaltung zu schaffen, erkenne ich als wichtigen Teil

meiner Aufgabe, und zwar als jenen Teil, der in Definitionen, Bestimmungen und Anweisungen nicht erfaßbar, eigentlich aber damit gemeint ist. Denn das Ziel, worauf sich dieser Geist richtet, ist klar — ich danke Herrn Professor Scholz, es ist in dieser Stunde so schön ausgesprochen zu haben! es ist die Jugend. Sie, liebe akademische Jugend, liebe Studentinnen und Studenten, liebe Schülerinnen und Schüler dieses Hauses, denen ich in diesem Augenblick zum ersten M a l gegenübertrete, grüße ich herzlich! I h r e m Weg und I h r e n Lebenszielen gilt aller unser Tun, indem w i r Ihnen über alles Fachliche weit hinaus freudigen Herzens zu übermitteln trachten, was Begabung, Erfahrung und der Lauf des Lebens uns hat gewinnen lassen. Um all derentwillen bitte ich Sie, verehrte Damen und Herren dieser festlichen Versammlung, sich einige Gedanken zur Kultur der Gegenwart anzuhören, wobei mir völlig klar ist, daß ich mich diesem Thema, seiner brennenden Nähe wegen, nur fragmentarisch und in gleichsam aphoristischen Äußerungen zu nähern vermag. Uns Menschen, die w i r hier auf Erden wandeln, ist eines gemeinsam, das ist die Gegenwart. Zunächst einmal im naheliegenden S i n n des Präsentseins, das ist unsere Ehance, unser „lnc et nunc". Dann aber heißt für uns „Gegenwart" auch die Epoche, in der wir stehen, in der wir uns begegnen. W i r verstehen darunter einen Zeitausschnitt, der alles umschließt, was sich begibt, was sich „eben jetzt" begibt. Und das ist nicht wenig. Vielmehr ist die Fülle alles dessen, was sich zu unserer Zeit in der Gleichzeitigkeit degibt, so unübersehbar, daß in gewissem Sinne und obenhin betrachtet die Eigenschaft der Gleichzeitigkeit das einzig Gemeinsame ist in all dem Heterogenen, sich gegenseitig scheinbar Widersprechenden und sich gelegentlich geradezu gegenseitig Widerrufenden, Damit haben wir uns abgefunden. Unsere Reaktion darauf ist, einen Überblick über das Gesainte erst gar nicht zu gewinnen zu trachten, sondern uns einem besonderen Gebiet menschlicher Tätigkeit zuzuwenden und uns hierin zu spezialisieren. Bezüglich des größeren ^nsainmenhanges aber vertrauen wir großen, komplizierten und vielnmfassenden Organisationssystemen, die ihrerseits von Spezialisten geschaffen wurden und von anderen Spezialisten in Gang gehalten werden. Indem wir unser Spezialgebiet im Kleinen richtig


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Alphabetisches Inhaltsverzeichnis (Die römischen Ziffern geben die Islummer, die arabischen Ziffern die Seite des Ilmtsblattes an)

er l e g e r , E i g e n t ü m e r

u n i > l!> e r a u s g è li e r : ^ > i e ^ > t n l > t g e m e i i i d e A n n a l i r u c k D r l > cl^ ^> c l i , ? i n n !x a u ci» ^? >1 n o l» r n cl'


Ablaßbriefe, Von dell ältesten Inusbrucker — n .. XII. 5 Jugendknltnrwoche, Ausschreibnng sür die Altoholnlißdrauch, Zur 3. Österreichischen Auftlä17. Österreichische — IX. 6 IV. 6 ruilgslooche gegell den — IX, 4 Iuugbürgerfcier für die Jahrgänge 1943 und 1944 .ttaij erHochzeit, Erinnernug an die — von 1765 ... II, 5 Alpenllluseuili, Das Zeughaus Kaiser Maximilians X. 2 wird — VII. I ,Ueplinger Lunis, Altgemeindcrat, gestorben Alpeilzoo, Drei Jahre — X. 3 ^moergarlen und Kinderhort im Olympischen Dorf X. 2 Anleihe znr Durchführung von Investitionen XI, 23 Ausschreibung für Säuglingsfürsurgerin XI, 18 Kindergarten, Neuer — für Nenpradl-Aiuras . . . . XI, 2? IX. 3 Auszeichnung, Hohe — für Dipl.-Ing. Stuefer .. V, 4 Kirchenmusik, Innsbruck — Stadt der — Vajilila, Rund um Wiltens — III. 3 Knür Franz, Erinnerungen eines Kaiserjägcrs an den 2. Mai 1915 V. b Baugenehmigungen I-XII XI. 18 Berg'er Adolf, Altstadtrat, gestorben X. 2 Kriegsende, Vom — 1918 Kuudmachungeu, Verschiedelle — VI. 5? VUI. 4 Besatzungen, Freulde ^^ in Innsbruck seit eineinhalb Jahrhunderten IX, 8 Kundmachungen, betreffend Gemeinderats- und Landtagswahl IX. 5 Bevölkerungsbewegung, Natürliche I-XII iXIl Bischofserinneruugen für Innsbruck 11,3 Kunstausstellungen XI, I Blutnntersnchung der werdenden Mutter IV. 6 Llllldtagswahlergcbllisse Bnndespräsidentenwahl VI. 2 Landwirtschaftliche LandesleHranstalten (Lehrgänge) VII. 4; X. 6 Chemie, Bedroht die — unser modernes Leben? .. VII. 3 IX, 7 Tulluig Fritz, Tetanusimpfung in Innsbruck . . . . IX, 4 Lehrlingsbeihilfen, Ausschreibung voll — Leopoldskapelle, Vou der St. — bei der Nuhelusl l' 7 Eppacher Wilhelm, Bischofserinnerungen für I. 5 Innsbruck II, 3 ^ohnsummeusteuer, Knndmachnng Mai 1945 ^ Mai 1965 V. 1 — Ehrenringträger Dr. Ernst Durig zum Gedenken III. 3 Messe, X X X I I I . Innsbrucker — vom 25. September bis 3. Oktober IX. 1 — Wiederaufrichtung des Wetterherrenbildstockes VI. 7. VII. 6- X. 7 in Pradl III. 4 Neuerscheinungen Neuerwerbungen der Stadtbücherei II. 7- III. 8- VI. 10- VII. 9.— Ludwig von Ficker vollendete fein 85. LebensX. 9- XII. 7 jahr IV. 4 Neujahrsgedankeu I. 1 — Eröffnnng und Weihe des Flughafens InnsNenjahrsgratnlation im Rathaus I. l bruck V. I Niedcrwolfsgruber Franz, Das Zeughaus Kai>er — Ein kühner Pionier des Tiroler Flugwesens Maximilians wird ein Alpenmuseum VII, 1 (Naoul Stoisavljevic) V. ? VI. 6- VII. 6- X. 5; XII. 5 — Die Herzog-Otto-Straße in Innsbruck V. 3 Partnerstädte. Ans den —n Pseuner Hans, Drei Jahre Alpenzoo X. 3 ^ - Josef Holzmaun, dem letzteil GemeindeamtsI, 1 verwalter vou Hötting, zum Gedenken VII. 2 Hchaoclbauer Karl, Neujahrsgedauteu I, 2 — Eröffnung des neuen Innsbrucker Vichmarttes VII, ? — Nobelpreisträger Dr. Victor F. Heß gestorben — Innsbruck vor 100 Jahren I-XII — X X X I I I . Innsbrucker Messe vom 25. Septem1-XII ber bis 3. Oktober IX. 1 — Das Wichtigste vom letzten Monat — Von der St.-Leopolds-Kapelle> bei der Ruhelust I. 7 — Fremde Besatzungen in Innsbruck seit eineinII. 5 halb Jahrhunderten IX, 8 — Erinnerung an die Kaiserhochzeit von 1765 . . . — Rund um Willens Basilika III. 3 — Zwei ehemalige Mitglieder des Stadt- und Ge— Zur Grenzbczcichnung „Grauer Stein" III. 6 meinderates gestorben (Adolf Berger und Lonis Keplinger) X. ? — Ehrenringträger Dr. K. Innerebner zum 95. Geburtstag IV. 4 — Festsaal, Kindergarten und Kinderhort im V. 1 Olympischen Dorf eingeweiht X, 2 — Mai 1945 — Mai 1965 VI. 1 — Der neue Kindergarten für Nenpradl-Amras .. XI, 22 — Glaube zur Heimat — „Die Kunst der Donanschnle" und Inusbruck VIII. 3 Erhardt Hans, Innsbruck — Stadt der Kirchenmusik IX. 3 ^ Zum Ableben Herzog Rudolfs IV. (27. J u l i 1365) VIII. 3 Europapreis, Übernahme II. 1 X. 6 Enrupatage in Innsbruck 1965 IV. I — Der „Spanische" XII. I Fatnltät für Bauwesen, Zur Errichtung einer — IX, 1 — Die neueren Aktenbestände des Stadtarchives .. ^ Voll den ältesten Iunsbrucker Ablaßbriefen ... XII. 5 Ficker, Ludwig von — vollendete sein 85. LebensM. I jahr IV. 4 Schärf, Bnndespräsident Dr. Adolf — gestorben .. Schiestl Halls, Iungbürgerfeiern für die JahrFlughafen, Eröffnung und Weihe des —s Innsgänge 1943 nnd 1944 IV. b brnck V. 1 Spanische, Der „—" X. s, Förderung künstlerischen Schaffens, Ausschreibung des Preises zur — für bildende Kunst VII. 4 Spcckbllcher-Nast, Zum Plan einer — in Solbad Hall VI. 5 Fritz Monika, Kunstausstellungen I-XII XII, I - ^ Enropatage ili Innsbruck 1865 IV. 1 Stadtarchiv, Die nensrcn Attenbcständc des —es Gemcindebndget 1965 I. 3 Stoisavljevic, Ein kühner Pionier des Tiroler Flngwescns V. 2 Gemeinderat, Aus dem — II. 2.- IV. 5- VI. I - VIII. 1 - X. 1 - XI. 5 Gemeinderatswahl, Ergebnisse der — X, I- XI. 1 Stuefer, Hohe Auszeichnung für Stadtbaudireltor Diftl.-Ing. — V. 4 Gewerbelöschungen I XII lX. 4 Gewerbescheine bzw. Konzessionsurkunden I XII Tctannsimpfnna, in Innsbruck Grauer Stein, Zur Grenzbezeichnung „—" III, 6 Nnterrichter Leopold, Blutnutcrsuchung der wei> denden Mutter IV. 6 Grundstener, Knndmachnng 1,4 Herzog-Otto-Straßc, Die — V. 3 — Erfolge der Reihenuulersuchuugen auf Znckcrtrantheit VI. 4 Heß, Nobelpreisträger Dr. Victor Franz — geVII. 3 storben 1,2 — Bedroht die Ehemie unser moderncö ^clxn? .. -^ Zur 3. Osterreichischen AnftlärungsUwche gegen Holzmann, Josef —, letzter Gemeindeamtsverwalden Alkoholmißbrauch IX, 4 lcr von Hotting, gestorben VII. 2 VII. 2 Hundesteuer, Knndmachnng I, 4 Viehmarlt, Eröffnung des neuen Innsbruckcr es Voumch Hans, Vom Kriegsende 1918 XI. 18 Innerebuer Karl, Zur Errichtung einer „Fakultät Wetterherreubildstock, Wiedererrichtung des —es lll. 4 für Bauwesen" , IX. I Wohnheim, Das Innsbrucker - - (sür Betagte) ,,. II, 2 Innerebncr, Ehrcnringträgcr ONN. Dr. Karl ^ znln 95. Geburtstag IV. 4 Zeughaus, Das ^ Kaiser Maximilians wird Alpenmnscum VII. I Iazzfcstival, Das 2. Alpcnländische — ill I n n s bruck VII, 6 Zuckerkrankheit, Erfolge der Ncihennniersuchnng^n auf — '... VI. 4 Jonas, Bundespräsident Franz in Innsbruck XII, I


Amtsblatt dcr Vandeshaup<s!ad! Innsbruck lind gut bearbeiten, sichern wir uno unseren Platz im Gesamlen und tonnen darüber hinaus auch noch die Geuugluung haben. als winziges' Zahnrad zum ^untlionieren des großen ^Apparates das Unsere beizutragen. I,n Spezialisieren besteht aber außerdem auch noch die Hoffnung, daß wir dadurch Vertiefung gewinnen und so. wie elwa von einer äußeren Nugelhaul das wäre die Gleichzeiligleil . oon bestimmter Stelle aus lwrdl'iiigend, in die Alalie des Zentrums gelangen. Das Zenlruin aber so hoffen w i r — ist wiederum allem gemeinsam, in seinem Vereich böte sich uns der an der Peripherie »ich! mögliche Überblick, freilich in einer Art von Innenschau. Wenn es erlaubt ist, bei dem stereometrischen Vild zu bleiben, so dürfte in dieser dem Mittelpunkt nahen Zone der Vereich der Kultur erkannt werden. Dieser Vereich ist prinzipiell von allen Stellen der Peripherie erreichbar, denn ihm gehört ja nicht nur an, was gedacht, gedichtet, gemalt oder musiziert wird, sondern alle Teilgebiete des menschlichen Tuns. Studieren wir doch auch an den alten Kulturen den Stand ihres technischen Könnens, ihrer Geldwirtschaft, ihre Staatskunst, ihren Nechtsbegriff, ihr Sozialwesen, Nachrichtenübermittlung, Verkehrstechnik, Handel und Wandel. Allerdings bedarf es der Vertiefung des Tuns von der Oberfläche des Getrieben- und Nefchobenwerdens weg nach dem Zentrum zu. Die Komponente aber, die dahin führt, könnten wir die „Sinngebung" nennen, das Suchen nach dem Sinn, das Streben, den Sinn zu finden und zu deuten. Wenn nun die Hilfskonstruktion eines dreidimensionalen Vergleichsbildes wieder beiseite gelassen wird, so bleibt doch Vertiefung in Richtung Sinnhaftigkeit als Eharakteristikum für die Kultur festzuhalten. Das in dieser Richtung Erkenn- und Erfahrbare entspricht einer neuen Dimension, deren Inhalte auf der Ebene bloßer Gleichzeitigkeit höchstens in der Verkürzung auf ihren Ansatzpunkt zu erahnen sind. I n dieser Abkürzung liegt ein Weglassen, liegt Versäumnis einer Entwicklung. Und daher kommt es wohl, daß die Gegenwart in ihrem Erscheinuugscharakter vielfach so sehr als heterogen und geradezu als verwirrend angesehen wird. Die menschliche Reaktion auf diese Zusammenhänge zeitigt dann das bunte Lebensbild, wie wir es gewohnt sind! da ist die große (Gruppe derjenigen Zeitgenossen, die mit der lurbnlenlen Eigenschaft unserer Zeil virtuos zu spielen verstehen, indem sie eben aus der oertürzenden Weglassung den Vorteil der leichten Beweglichkeit ziehen, Ihrer Lebeusperspettive fehlt, wie gesagt, eine ganze Dimension. Unter den anderen, die diese Knnstfertigteil eines Sich-Tragen- uud ^ortbewegen-Lassens nicht besitzen, gibt es welche, die mit den Zeitbewegungen überhaupt nicht mitkommen! ihnen erscheint die Gegenwart als Verfallszeit, die dem Untergang entgegensühren mnß. I n ihrer Nähe, jedoch mit stärterem Kontakt zur Gegenwart, wenn auch nicht imstande, das Grundproblem zn lösen, finden wir alle die Zeitgenossen, welche wohl das ehrliche Bestreben haben, sich in die Gegenwart zu stellen, in der Kompliziertheit ihrer Maschinerie aber eine unmenschliche Dämonie wirtsam sehe»! die berühmten beschworenen, aber nicht mehr bannbaren Geister der

Seite?

Vallade. Geister, denen man nicht mehr steuern kann und denen man infolgedessen auch nicht mehr folgen soll. ^'lllen diesen wäre vor Augen zu halten, daß auch für das technisch automatisierte Spezialisten-Zeitalter der Begriff der Kultur im Sinne eines Einheitsbegriffes alles menschlichen Planens. Streben^ und Erreichens lieg!. freilich tritt in de» Gegenwart etwas starter als jemals hervor, was an sich zum Menschsein integrierend gehört, in Zeiten eines einheitlicheren äußeren Gepräges aber, weil nicht so differenziert, weniger in Erscheinung getreten ist. das ist die Enlscheidungssituation. Sie durchdringt heute alles, betrifft jeden, und jeden in seiner Weise. I h r sich zu stellen, bedeutet den Punkt, wo aus dem Peripheren eines sozusagen zweidimensionalen Mitgezogenwerdens herausgetreten wird in die Tiefe der Sinnbezogenheit. K u l t u r fängt im Grunde genommen erst hier an. Alles das finden w i r auch in der Musik. W i r finden die verwirrende Vielfalt der Phänomene, die sich teilweise gegenseitig aufzuheben scheinen und keinesfalls mehr von einem einzigen Standpunkt her umfaßt werden können. W i r sehen das Spezialistentum, aber auch die Großräumigkeit der Organisation. W i r f i n den die Flucht vor dem musikalischen Zeitgeist, ja die Reaktion gegen ihn in strikter Ablehnung. W i r finden aber auch den öden, allen Tiefgangs baren Betrieb, der sich jede Tagesströmung zunutze macht und das geschaffen hat, was man eine „Industrie" nennt — ein sonst hochachtbarer Vegriff, im Vereich des Musischen aber ein Paradoxon ohnegleichen. W i r finden vor allem — und darum geht es eigentlich — d i e Entscheidungssituation als Eingangspforte — und einzige! — zum kulturellen Vereich. D a r i n steht unsere Zeit nun wirklich so ganz anders da als die alten Zeiten. Es wäre gänzlich verfehlt, diefe Situation auch für früher anzunehmen, daß es nämlich einer Entscheidung bedurft hätte, eines persönlichen Aktes von der Art, wie sie uns in der Legende von Herakles am Scheideweg erzählt w i r d ! das eine zu tun, das andere aber zu lassen, um vom Sinnlosen weg zum eigentlich Wertvollen, zum Kulturellen zu gelangen. Entscheidungen dieser A r t waren von den alten Meistern kaum zu treffen. Das Grundsätzliche war für sie schon entschieden in der Welt- und Daseinsschau, in die sie hineingeboren waren. Wenn sie schufen, so schufen sie völlig naiv, ja sie waren sich nicht einmal des „Schaffens" im heutigen Verständnis bewußt: Handwerkliches und Schöpferisches war für sie eins, und die große Entwicklung ging unbemerkt über sie hinweg, durch sie hindurch. Sie lebten in der - um ein hente fast unnnterbrochen gebrauchtes Wort zu wiederholen! ..heilen" Well. Die Welt blieb aber nicht ..heil". Wie das vor sich ging, wissen w i r alle. W i r kennen den allmählichen Prozeß, in welchem der Mensch aus scharfsinnigem Denken heraus zunächst die ..Voranssetznngslosigteit" seines Wirkens protlamierte, dann aber erkannte, daß es ans seiner Ebene auch eine Voraussetzuugslosigteit eigentlich nicht gab, sondern daß er sich zu entscheiden habe, welchem Untergrund er sich anvertrauen wolle. Die Well wnrde dadurch uicht elwa „ t r ä n t " . Aber was früher als ..Gauzes" erschienen war, zeigte sich nun mit einem M a l als „Zusammengesetztes": Auflösung


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dos Atoms in materieller wie in geistiger Hinsicht. W i r aber, die in dieser komplizierten Zusammensetzung unseren Lebensranm haben und darin bestehen sollen, sind vor die Wahl gestellt. Vor welche, das kann kaum einer dem andern sagen, denn jeder findet seine persönliche Aufgabe vor. So können die Konsequenzen, die sich aus dieser Entwicklung ergeben, auch nur in ganz groben Umrissen nachgezeichnet werden. Greifbar wird die Neaktion des Menschen auf diese Anforderung in einem neuen Begriff, in dem der Verantwortung. Die Beziehung des „Verantwortlich-Seins" ist natürlich uralt, sicherlich so alt wie der Komo zapien«. Solange sie aber völlig und ungeteilt im Religiösen geborgen war, wurde sie nicht im absoluten Begriff erfaßt. Das Herauslösen und Zergliedern dieser Beziehung und das namentlich Definieren ist ein Symptom der neuen Situation. Ohne die Erkenntnis, verantwortlich zu sein, hätte der Mensch i n den Umwälzungen, die zur Gegenwart geführt haben, geistig nicht bestehen können. Oder anders gesagt, bei Verlassen des Geborgenseins im sicher tragenden Grund einer einheitlichen Weltsicht erkannte der Mensch, daß er nun nicht etwa von allen Verpflichtungen losgelöst sei, sondern erst recht gebunden, eben i n der Verantwortlichkeit. Auch im Musikleben hat diese Haltung ihren Niederschlag hinterlassen. I n den alten Zeiten wurde musiziert, einfach musiziert aus der Substanz heraus. Daß man dazu erst einmal ein Werk braucht, oder genauer: daß das, was man spielt, nicht bloß fließendes, aus dem Musikbrauch der Zeit erwachsenes Musiziergut sei, sondern durchgeformter Ausdruck unverwechselbarer I n d i v i d u a l i t ä t mit dem Recht auf Anerkennung seiner Eigengesetzlichkeit, das erkannte man erst später, als das Einfache immer mehr vor dem Vielfachen zurückwich und sich infolgedessen die Vielfalt unterscheidbarer ausprägte. Werke anderer, auch nicht mehr lebender Meister hatte man immer schon gespielt. Sie aber als eigenständig zu betrachten, sich verantwortlich zu fühlen für den darin ausgedrückten Willen des — nicht anwesenden — Komponisten, dieses Gefühl ist erst hervorgetreten an der Schwelle zur Gegenwart. Und heute ist dies einer der Angelpunkte künstlerischer Entscheidung, freilich ziemlich offensichtlicher A r t , deshalb auch ohne weiters darlegbar, ob nämlich der Musiker sich dem Werk eines anderen nähert bloß aus dem Gesichtswinkel des „Betriebes" oder im Bewußtsein, dem Meister verantwortlich zu sein, das Werk also gewissermaßen „zu treuen Händen" übernommen zu haben. Auch an sich selbst legt der Musiker, zumal der schöpferische, heute andere Maßstäbe! strengere, unerbittlichere, nichts dem Zufall einer augenblicklichen Stimmung überlassend, Kontrolle übend wie in der Versuchsreihe einer wissenschaftlichen Analyse, und wenn Einsamkeit und Isolation sein Los wären! Gewiß mag das auch mit dem Spezialistentum zusammenhängen. W i r kennen aber bereits die Hoffnung, die für den besteht, der sich — und sei es auf einsamen Wegen — immer weiter und intensiver spezialisiert, sie heißt! durch Vertiefung dem Zeiltrum nahe zu kommen und die innere Einheit zu finden oder zu erahnen.

Nummcr 1

Freilich muß die Richtung stimmen, in der gestrebt wird, sonst wächst am Ende der Abstand, statt daß er sich wie in Mittelpunltnähe verringerte. Vielleicht aber läßt sich diesbezüglich etwas „Richtungweisendes" sagen. I n dem Augenblick, wo der Begriff „Gegenwart" mit dem Begriff „Richtung" zusammenstößt, beginnt Gegenwart transparent zu werden, sie verliert zwar ihre Festigkeit des „Heute und Hier", aber auch ihr Starres, Einzwängendes, und weist in die Zukunft. Und ist „Zukunft" nicht das Zauberwort, das eigentlich hinter allem steht, worum mir ringen? Auf was anderes als die Zukunft weisen die Verantwortlichkeit, der Punkt der Entscheidung, ja eigentlich die K u l t u r überhaupt? Lebendigkeit hat ja die K u l t u r nur von dem Blick auf die Zukunft. Was die Zukunft bringen wird, können wir nicht sehen, nur ahnen; vielleicht wünschen. Wenn w i r aber in der uns alle umschließenden Gegenwart sehen, daß der Mitmensch neben uns wie wir in die persönliche Entscheidung genommen ist, nicht in dieselbe, sicherlich aber i n gleicher, bis in die Wurzel greifender I n t e n sität, so erzeugt das ein Gefühl der Brüderlichkeit, wie es die früheren „einfachen", in sich abgeschlossenen Zeiten gegenüber den einer anderen Einheit zugehörigen Nachbarn nicht fühlen konnten. Die Vielzahl der Stellen, an denen heute bereits dieses Gefühl der Brüderlichkeit lebendig ist, trotz alles rundum noch Trennenden, läßt erhoffen, daß die Zukunft etwas erringen wird, wozu in alten Zeiten nur einzelne Weitschauende Zugang hatten: das Bewußtsein weltweiter Gemeinschaft. Die alten Kulturdefinitionen gingen aus von der Abgrenzung der Gültigkeit ihrer tragenden Ideen. Bei solcher Voraussetzung kann es logischerweise zur Fragestellung kommen, ob in globalen Ausmaßen — und die haben w i r heute bereits! — die Entstehung von K u l t u r überhaupt möglich sei. Sie kann entstehen — und sie muß entstehen, aber freilich nur, wenn die „Brüderlichkeit aller Menschen" zu ihren Grundideen gehört und das Streben nach dem Gemeinsamen und Verbindenden ihr durch und durch die Richtung gibt. Träger der Zukunft ist die junge Generation. Was w i r für die Zukunft tun wollen, haben w i r für die junge Generation zu tun. Die junge Generation für die Gemeinschaft der Zukunft vorzubereiten, sie ihr entgegenzuführen, sei unsere wichtigste Kulturaufgabe. Der Musik aber wird darin die schönste Rolle zufallen. Denn viel mehr als Worte, Gedanken und Ideen vermag sie die Menschen vom Innersten her miteinander zu verbinden. Die musikalische Umrahmung besorgten ein Vläserensemble der Klasse Fritz Krammer, die (Minorata uc^sloniica und das Akademieorchester unter Professor Gerhard Wimberger. Es wurde Paul Hindeiniths Vläsermusit aus dem „Planer Musitlag". Mozarts Ouvertüre zu Titus und I o h . Nep. Daoids „Kume, kum, geselle m i n " zum besten gegeben. Der neue Präsident. Prof. Dr. N. Wagner, ist ein gebürtiger Wiener (geb. 1M5). I n Wien studierte er auch an der Universität und an der Staatsatndemie für Musik. I m Jahre 1M:l trat er zunächst als Komponist und Pianist an die Öffentlichkeit. Drei Jahre


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Rummer I

späler begann scine barriere alo Dirigent iu gelegentlichen Konzert- und Overnaufsiihrungen in Wien. Non 193.^ bis 191") war Prof. A^agner Overntapellineister in lhraz. lül.") wurde er als lünsllerischer Keiler an das Mozarteumorchester nach Salzburg berufen, wo er nebenbei die Oper am Lanoesthealer leitete. Von 1945 bis 1951 war er überdies Professor am Mozarteum und in dem folgenden Jahrzehnt (heneralmusitdiretlor der Stadt Münster in Westfalen. I960 lam Prof. A^agner als Mnsildirellor »ach Innsbruck.

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Betriebe, die bereits laufend die monatliche Steuererklärung vorgelegt haben, sind von der Abgabe einer befreit. Der Abteilungsleiter: Dr. H e r b e r t e. H. Senatsrat Abteilung I I I II1-17/1966 4. Jänner 1966

Kundmachung

Abteilung l i l

betreffend Hundesteuer 1966

4. Jänner 1W6

Kundmachung betreffend die Entrichtung der Grundsteuer 1966 Soferne die Grundsteuer für das Jahr 1966 im Einzelfalle nicht mit besonderem schriftlichen Vefcheid bemessen wird, ist sie im Sinne der tz§ 2tt und 29 Abs. 1, 2 und 3 Grundsteuergesetz 1955 ( V G V l . Nr. 149/1955, in der Fassung der Vundesgesetze V G V l . Nr. 146/1963 und V G V l . Nr. 327/1963, V G V l . Nr. 182/1965) bis zur Zustellung eines neuen Bescheides unter Zugrundelegung des zuletzt festgesetzten Iahresbetrages, und zwar bis zu einem Iahresbetrag von 200.^ Schilling am 15. M a i , über 200.— Schilling mit je einem Viertel an den Fälligkeitstagen 15. Februar, 15. M a i , 15. August und 15. November 1966. unaufgefordert an die Stadthauptkasse, Innsbruck, Maria-Theresien-Straße 18, zu entrichten. Der Abteilungsleiter: Dr. H e r b e r t e.h. Eenatsrat Abteilung I I I 111-19/1966 4. Jänner 1966

Kundmachung betreffend Lohnsummensteuer 1965 Alle gewerbesteuerpflichtigen Betriebe (auch F i l i a len, Zweigniederlassungen, Auslieferungslager usw.), die im Gebiete der Landeshauptstadt Innsbruck auch nur in einem Atonal des Jahres 1965 lohnsummensteuerpflichtig waren, werden aufgefordert, die gesetzlich vorgeschriebene, nach Kalendermonaten aufgegliederte Lohnsummensteuerertlärung dem Stadtfteueramt Innsbruck. Mliria-Theresieii-StllM 18, 3. Stock, Zimmer 201. spätestens bis Ende Februar 1966 abzugeben. ^ohnsnininensteucrpflichi besteht, wenn die Vruttolohnsumme des Gesamtbetriebes in einem Monat 1500. Schilling übersteigt. Diese Dlndüiachung gilt als amtliche Aufforderung zur Abgabe einer Lohusunnnensteuererklärung.

Die Hundesteuer für 1966 ist für im Stadtgebiet von Innsbruck gehaltene, mehr als drei Monate alte Hunde längstens bis zum 31. Ntärz 1966 bei der Stadttasse Innsbruck nach vorheriger Einholung der Steueruorschreibung beim Stadtsteueramt Innsbruck, M a r i a Theresien-Ttraße 18, 3. Stock, Zimmer 202, i n der bisherigen Höhe nach Maßgabe der an der Amtstafel im Rathaus ersichtlichen Vorschriften einzuzahlen. Der Abteilungsleiter: Dr. H e r b e r t e. H. Senatsrat

Stellenausschreibung Beim Stadtmagistrat Innsbruck, Gesundheitsamt, wird der Posten für eine medizinisch-technische Assistentin (Verwendungsgruppe L, gehobener Fachdienst) zur Besetzung ausgeschrieben. Die allgemeinen Erfordernisse für die Aufnahme sind: 1. Österreichische Staatsbürgerschaft 2. Unbescholtenheit und politische Verlählichkeit 3. Lebensalter von nicht mehr als 25 Jahren 4. Körperliche und geistige Eignung 5. Absolvierung einer Mittelschule mit staatsgültigem Reifezeugnis 6. Absolvierung einer Schule für den medizinischtechnischen Fachdienst m i t abgelegter Prüfung. Die mit einem 1U.— Schilling-Stempel versehenen, ordnungsgemäß belegten Gesuche (Nachweis der österreichischen Staatsbürgerschaft, Leumuudszeugnis, Geburtsschein, Reifezeugnis und Zeugnis über die abgelegte Prüfung für medizinisch-technische Assistentinnen, amtsärztliches Zeugnis über die körperliche Eignung) sind bis längstens 28. Februar 1967» unter persönlicher Vorstellung beim Leiter des Städtischen Gesundheitsamtes, Stadtphnsitus Dr. Unterrichter, ssallmeranerstrasze 1/1., Zimmer Nr. 339, Rathaus, an Wochentagen von 111 bis 12 Uhr (mit Ausnahme von Samstagen) einzureichen. Den «besuchen ist eine turze Darstellung des Lebenslaufes mit Lichtbild beizuschlieszen. Der Magistratodirektor: Dr. Ntangutsch e. h.


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Amtsblatt der Landeshauptstadt Innsbruck

Nummer 1

Natürliche Nevölkenlngsbewegunq Ann drr ^laöi ^nnokruck gi^I für den Nioiilil Oczcmber 1yb5 folqrn^r ^el .Knügesamt

Stanöesfälle

l.e^cndgeborenc davon Knaben Maöchen ehelich unehelich Totgeborene

d a v o 11 ^

dezember

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1W5

1964

IW3

IW5

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235 109 126 196 39

225 116 109 197 28

24 l

125 52 73 100 25

98 50 48 84 14

145 193 48

1963 120 44 76

97 23

2

4

6

2

Gestorbene davon männl. weibl.

129 66 63

127 70 57

150 69 81

63

63

54

82 44 38 50

103

Eheschließungen

88 44 44 N: 49 s : 46

55

43

von

43 60 38

Dr.

Innsbruck vor hundert Jahren 1866 — J ä n n e r : Veröffentlicht Prof. I ü l g „Kalmückische Märchen", in denen er auch die mongolische Zeitrechnung behandelt. Danach hieß das Jahr 18L(i das „männliche Fcuer-Tigerjahr". 7. erfolgt der Diirchbruch im Bergifel-Tnnnel. — werden die Faschingsnnterhaltnngcn dnrch den B a l l der Landesschützcn-Kompanie in Gegenwart des Statthaltcrei-VizcPräsidcntcn Gf. v. Coronini im Saale des Hauptschießstandcs eröffnet. 20. hält bei der Generalversammlnng des Ferdinandeums der Sekretär des Vereines, Jos. Danni, einen Vortrag über die Tschagersche Gemäldesammlung, dnrch die das Museum i u den Besitz erstrangiger Gemälde holländischer Meister gekommen war.

23. empfiehlt die Nagner'schc Universitätübuchhaudluug das in Landshnt erschienene Buch „Der Schulzwang ein Stück moderner Tyrannei". 26. werden im Bergisel-Tunnel von einem herabstürzenden Felsblock zwei Arbeiter nnd ein Pferd erschlagen. — vollendet Kupferschmied M a y r ein nenes Modell einer Feuerspritze. Diese benötigt nur zwei M a u u zur Bedienung (statt bisher 10^12). Es ist dabei das Druckwerk durch zwei Schwungräder ersetzt. 3N. heißt es im Bericht des „Boten" über dcu Bürgcrball i l l den Redoutcnsälen n. a.: „Herr Conditor Munding labte die erhitzten Tänzerinnen mit erquickender Limonade und den Liebe-Schmachtenden versüßte er ihr Dasein durch Bonbons und andere Leckerbissen."

Das Wichtigste vom letzten Monat Dezember — 1965: 1. findet die Adventfeier des Katholischen Lchrerverems unter Obmann LA. Dir. Max Plattner in der Silbernen Kapelle statt. 3. halten die freiheitlichen Korporationen der Universitätsstndcnten ihren Autrittskommers ab. 4.-8. veranstaltet der Philatclistcnklnb „Merkur" eine Briefinarkcnattsstcllnng im Mchrzwccksaal des Stadtsaalgebäudcs. 4.—1!>. findet eine Krippenschan der Innsbrucker Krippeufreundc in der Volksschule Drcihciligen statt. 5. erstrahlen beim Nikolauscinzng erstmals die Lichter auf dein zirka 15 Meter hohen Wcihnachtsbanm, einer Fichte vom Gramartbodcn, vor dem Goldenen Dachl. 6. wird der beliebte Kunstkritiker Landcsamtsrat i. R. Jos. Ant. Steuror das Opfer eines Verkehrsunfalles. 8. singen vier Chöre im Viorbcrtisaal des Stiftes Wiltcn alle Motetten mit Musikbegleitung. 11. begeht Hauptmann a.D. Ferdinand Zechncr, Ehrcnobmann der Tyroler Landsmannschaft, seinen 80. Gcbnrlstag.

11. stirbt die Hoteliersgattin Maria Schifferegger geb, Hilber, 68 Jahre alt. — wird der 11. Landeskongrcß des Tiroler KriegsopferVerbandes abgehalten, bei dem LA. Josef Thoman zum 5>. Male zum Landesobmann gewählt wird. 12. weiht Se. Vr,z. Bischof Dr. Panlns Rusch die neue Mcrhciligcukirche, die Architekt Prof. Clemens Hofmeister geplant hatte, — findet im Großen Stadtsaal die Generalversammlung des Verbandes Tiroler Blasmnsikkapellcn statt. 13. vollendet Generalmajor a.D. Wilhelm Weiß das 80. Lebensjahr. — ehrt Bürgermeisler Dr. Alois Lugger zwölf verdiente Lehrpcrsouen. 15. gedenkt die Stadtgemeinde in einem feierlichen Requiem im Dom zu St. Jakob des 22. Jahrestages des crsleu Luftangriffes. — übergeben Schüler der 7. Volksschulllasse vou Mariahilf für die Kindergärten gebastelte Baukästeu an Stadtrat D i r . A, Haidl,


Nnnimcr 1

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15.—24. wird auf drin Play vor der Markthalle ein Weihnachtsmarkt abgchallcn. l7. übcrgibt ^andc^hanplmaun Ol, Ra! Eduard Walluöfcr Olympiamcdcilleu au Vandlagspräsident Bingcrmcislcr Dr. 1'llois ^ugqer »ud eine Reihe vou Jourualisten. — bildcu Vertreter des Maudes, der Stadt uud der Uuivcr sität ein Propouculcnkomilcc für die Errichtung cincr Fakultät fiir Bauwesen. 20. beginnt der Christbaummarkt mit zirla 22,0lX1 Bäumen. 24. übcrgibt 3c. Er.^. Bischof Dr. P. Rusch hohe päpstliche

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Auszeichnungen an Staatssekretär Dr. Hchenancr und ^andesamtsdirellor Dr. Kathrein für ihre Verdienste um die Errichtung der Diözese Innsbruck, -'<». friert Komm.-Rat Frit) Miller, langjähriger Präsident der Tiroler Handclvlammcr. seinen 85. Geburtstag. 27. überreich! Vaudeshauplmann Ol.°Rat Eduard Wallnöfcr an zahlreiche Persönlichkeiten Anszeichnnngen, so das Vcrdicnstlrcn^ des Landes Tirol au die Stadträte Direktor A. Haidl uud Dr. Scykora. au Msgr. H. I . Schramm, Hofrat Dr. Psenuer und Pros. ObeNoalder.

im M o n a t Jänner Tiroler Kunstpavillou, Rcuuweg 8 a: Martin Gundolf, Plastiken und Reliefs aus Schmelzzement.

Neue Universität. Kunsthistorisches Institut: Inge Pohl, Aqnarelle und Zeichnungen.

Handelskammer: „Besser wohnen in alten Häusern", Wanderausstellung vom 14. Jänner bis 6. Februar.

Verzeichnis über die im Monat Dezember 1965 ausgestellten Gewerbescheine bzw. Konzessionsurkunden bei der Stadtgemeinde Innsbruck „Tiroler LandeS-Tchi'chcnbund", Landeshauptschießstand, Waffcngcweruc, Groß- und Kleinhandel mit Klcinkaliberninuition (Kaliber 5,l>) und mit Lnftgcwehr-Blcigcschossen. „(isso Standard (Austria) Aktiengesellschaft". Lcopoldstraßc 65), Durchfiihruxg von Dienstleistungen an Kraftfahrzeugen (Servicestation). — Otto Echiehl, Erlcrstraße 3, Kleinhandel mit kosmetischen Waren. — „Esso Standard (Austria) Atticugesellschast", Lcopoldstraße 65, Kleinhandel mit Mineralölprodnktcn aller Art. — Hugo Friedrich Ebner, Klostergasse 10, Handel mit Möbeln. — Josef Bruna, Körnerstraße 15>, Kroditiuformatiunsbüro. — Helmut Illtsch. Kaiserjägerstraße 2, Verleih vou Sportgeräten nnd Schischuhen. —- Johann Neuuer, Arzler Straße 100, Detailhandel mit Nahrungs- und Gcnußnlittelu, Wasch- und Putzartikeln. — Margit Lehuer geb. Mayr, Haller Straße 2:i5) (AralTankstellc), Einzelhandel mit Autozubehör, Süßwaren und gebrannten aeistiqcn Getränken. — Eduard Vaumann, Amthorstraße 12, Handclsagcntnrgcwerbe. — Maria Fasolt geb. Mair, I n n r a i n 23, Feilbieten vou heimischem Obst und Eiern im Umherziehen sowie Handel ohne Beschränkung ans bestimmte Waren. — Kourad Weißengruber, Nadctzkystraße Nr. 11, Großhandel mit Nahrnngs- nnd Genußmitteln. — Franz Scharmer, Schneeburggasse A, Bäckcrgewcrbc. — Diftl.I u g . Dr. Johann Egou ttros, Krauebittcr Allee 4, (5rzeuguug vou Farben, backen uud verwandten Produkten (Zweiguiedcrlassuug von Möllcrsdorf). - - Heinrich Bosiu, Fallmerayrrstraße 5>, Kleinhandel mit Vorhang- nnd Möbelstoffen sowie allen Arten von Spannteppichen. - - Johann Brandt, Johann-Strauß Straße 6, Erzeugung von Feinloslmariua» den (bwbelbisfcn, Mayonnaisen und Aspik). Joljauu Huber,

Höttingcr Gasse 17, Großhandel mit Obst, Gemüse und Südfrüchten. — Iosefiue Völker geb. Seeber, Maria-TheresicnStraße 17—19, Kosmctiker- (Schönheitspfleger-) Gewerbe. — Karl Wolf, Pradlcr Platz 7 a, Handelsagentnrgcwerbe. — Martha Angermair, Burgeulandstratze 15, ^iampenschirmerzcngnng. ^ ^ Alois Egger, Dancygafse 19, Handclsagcnturge.werbe. — „Nuf-Buchhaltuug Gesellschaft m. b. H.". Adanigasse 18, (Zweigniederlassung von Wien). — „Pollo OHG", Maciniiianstraße 13, Gcmischtwarcnhandcl.^'Republik Österreich (Post- uud Telegraphendirektion Innsbruck), Ncichenan (neue Postgarage), Gast- nnd Schankgcwerbe in der Betriebsfurm „Kantine". — Friedrich Echlesiuger, Conradstraße 3, Gast- nnd Schankgewcrbc in der Betricbsform „Fremdenheim". — Alfred Vauni-Martini, Hallcr Straße 167, Servicestation für Kraftfahrzeuge. — Annemarie Fritz, Höheustraßc 17 a, Haudelsagcuturgclvcrbe und Kommissionswarenhandel. — Franz Wolf, Pcmbanrstraße 27, Handel mit elektrischen Büromaschinen nnd Uhren usw. — Alois Steidl, HnngerburgHötting, Gramartboden 3, Gast- nnd Schankgewcrbc in der Betricbsform „Gasthans". — Hermann Hell, Obcrkoflerweg Nr. 8, Gast- nnd Schankgcwerbe in der Betriebsform „Fremdenheim". — Kunigunde Helbock geb. Trettl, Amraser Straße 44, Handclsagcntnrgcwcrbc. — Edmund Baumgartner, Dr.-Glatz-Straßc 21, Großhandel mit Olbrcnncrn, O l breuncrzubehör uud Spczialhcizlesscln. ^ Hedwig Aucr geb. Ostermauu. Mozartstraße 6, Gemischtluareneinzelhandel. — Rita Riedl geb. Banzctta, Völser Straße 6l), Erzcngnng von PBE-Profilcn.

Nachweisung über die im M o n a t Dezember l!»<l5 durchgeführten Kewerbelöschungen beim Stadtmagistrat Innsbruck Ernst Kahinger, Adamgassc 18. Einzelhandel mit Biiro« majänncn allcv Art. Auto» Mair, ^uuraiil 23, Feilbieteil im Unilicr',!chcn und Handcl ohne Beschränkung. ^ - „Widudresi Betleidungowerke Gesellschaft m. b. H.", Andreas-HofcrStraße 16, Adolf-Pichlcr-PIatz 12 nnd Salurncr Straße 18 (Filialbctriebc), Fabrilsinäßige Er;cngnng von Oberbeklei-

dung, Andreas Graser, Tchi'chenstraßc 56, Handclsagentnr. Anton Pilntcl, Scuuslraße 4, Moulage vou Lcichtmctalljalonsien nnd Handclsagcutur. - ^ Paul Schneider, MariaTheresien'Straßc 34, K^leidcrmachcrgcN'crbc. - Eonstauze Ocschelbcrgcr, Egerdachstraße 28, Handelsagcntnrgcwerbe. — Josef Tfchuk. Ing.-Etzel-Straße, Bogen 46, Kleidcrmacher-


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Amtsblatt der Laudcshauptstadt Innsbruck

gewerbc. ^ wcrtrudc Ploder. Haydnplatz 2, Verleih von Kfz. - ^ Joscpha Scharucr, Hörnianiistraße 15, Handelsagcuturl^eluerbe, Leopold Foit, Reichenauer Straße 7, Schlosscrhandwerk. - Alois Rager, Erlerstraßc 17, Übernahme von 'Arbeiten für das Chemischpuher- uud FärbergeN'erbc. — Sieghard Wilfling, Dr,-(^Iah-2traßc 26, Bäckergeiuerbe nnd Einzelhandel. — Raimund Pollo, .^anfmannstraßc 7, Handel mit Baumaterialien. Paula Dicker, Lanscr Straße 24 und 26, Gast- nnd Schankgewerbe. Adolf Frischauf, Schmclzergasse 14, Gemischtwarenhandcl nnd Ausschank von Nein. — Rudolf Kurz. Adamgassc 5, Handel mit Kfz. — Emil Ehrcuhofcr, Ing.-Ehcl-Straße 61, Handel mit Obst und Gemüse. — „Anton Mair Ges. m. b. H.", Höttinger An Nr. 21, FIcischhancrci nnd Wurstcrzcuguug. — Albertine Mayer, Erlerstraße 1, Damen- nnd Kiuderkleidcrmachcrgewcrbe. — Notburga Hartl, Lcopoldftraße 16, Wäfcheschneidcrhandwcrk. — Franz Born, Lcopoldstraßc 9, Rafenr-, Friscurnnd Pcrückcnmachergewcrbe sowie Handel. — Heinrich Nachmann, Innstraßc 73, Bäckcrgewerbe nnd Einzelhandel mit Süßwaren. — Fa. „Alfred Weiß". Seilergasse 18. Kleinhandel mit Nahrungs- und Gcnußmittcln. — Alois Ttcidl feu., Gramartbodcn 3, Käst- nnd Schankgcwerbc. — „Benzin und Petroleum Aktiengesellschaft", Halter Straße 100, Servicestation, Höttingcr An 94 a, Garagicrung, Auto-Service nnd Verkauf von Betriebsstoffen. — Otto Heibock, Amraser Straße 44, Handelsagenturgewerbe. — Albert Zösmayr,

Adolf-Pichlcr-Platz 8, Schlosscrgcwcrbc. Frieda Rcischer. Lohbachsiedlnng 5>5>, Stickcrgewerbc. - Braua Ludwig. Psarrplatz l i , Mechanikergeiuerbe ilnd Einzelhandel mit BüroMaschinen. — Franz Tier, Völser Straße 4p, Tischlergewerbe. — Aloifia (5abas, Siidbahnstraße 1, Damculleider« machcrgewcrbc. — Karl Bohrer, ^ennstraße ^, Handels« asscntnrgcwerbc nnd Kommiiswn^warenliandel (Tex,lil-, Kurz- und Nirkwarcn). — Oswald (tssertli. Adols-PichlerPlcch 2, Planung nnd Aufstellung von ^entralhciznngsanlagcn (Konzession nach H 15» Pkt. 17 der Gew.-O.). ^ „Turnverein Friesen", Höttinger Bild 1, Gast- und Schaukgewcrbe. — Josef Baumüller, Ing.-Etzel-Straße 78, Handel mit Rohprodukten, Nltwarcn nnd gebrauchten Flaschen. — Johann Vohs, Innstraßc 5,!i, Spengler- nnd Glasergcwcrbe. - Katharina Haupt, Müllcrstraßc 47, .Neidcrmachcrgcwerbe. — Sigmund Sailer, Andrcas-Hofer-Straßc 84, Ncrgoldernnd Lackierergewcrbc. — Ernst Fritsch, Haspingerstraße 16, Anstreicher-, Lackierer-, Schilder-, Schriften- nnd Zimmermalcrgcwcrbe. — Franz Oberrcstl, Konradstraße 7, SchnhmachergeN'crbc, ^- Anna stjulbis, Bürgenlandstraße 27Ä, Näschcschneidcrgclucrbe. — Franz Perathoucr, Innslraßc 32, Agcntnrgcwcrbe nnd Handel, — Herbert Zeichner, Sonnenftraßc 36, Handel mit Briefmarken. — „Hans Hartlicb <^ Co.. Ksti.". Anichstratzc 13. Schuh- nnd Orthopädicschnherzcngnng. .

Baugenehmigungen (Wenn nicht anders angeführt, entspricht die Anschrift für das Bauobjekt auch jen^r des Bauherrn.) Firmentafel, Pradler Straße 21, Dr. Josef Stolz, Egerdachstraßc 8. Gewcrbcpol. Genehmigung, Iunrain 2, Hnbert Gostncr, Marktgrabcn 11. Wohnhansanlage, Gp. 1221/94, KG. Pradl, Tir. Geni. Wohn- und Siodlnngs-G. m. b. H., Prandtancrnfer 2, 88 Wohnungen. Wcllblcchgaragc, .^Urchgasse 14, Richard Geister. Vergrößerung der Ausfahrt, Lcopoldstraße 28, NA. Dr. Armin Santncr, Anichstraßc 22. Zahntcchnikcrwcrkstättc, gcwcrbepol. Genehmigung, Andechsstraße 82, Pani Winklcr, Kärntner Straße 60. Nmbanarbeiten, Stcinbrnchstraße 8, Dr. Pebor Penn, Amraser Straße 11/IV. Anfstocknng, Dreiheiligcnstraße 9, Kolvingfamilie Innsbruck. Anbail, Innstraße 42, Marianne Nefl, Reichenauer Straße Nr. 41. Vergrößerung des Lagerraumes, Gv. 245, KG. Innsbruck, Innrain 27—29, Tiroler Graphik G. m. b. H. Umbanarbeitcn, Schobcrgassc 2, Urban Menhrcr. Lagerranm und Garage nnd Abbrnch, Iohannesgasse 14, Lnise Slamik. Umbauarbciteu, Dr.-Glatz-Ttraßc 2, Roland Ncnrnrer. Wohnhans mit Kleingarage, Lnigcnstratze 9 a, Max Rcsch, Luigcnstraße 9, 2 Wohnungen. Wohnhans Moscrfcldwcg 65>' (Arzl), Franz Eder, 2 Wohnnngen. Abbrnch nnd Anfban, Kurhans, Engenpromcnade 2, „Knranlagen Nctricbs-G. m. .b. H.", Hilberstraße l5». Zluei Flngdächcr, Schcnchcnstnelgassc IN, Mobil Oil Austria AG., Wien I., Schwarzcubcrgplcch 16. Anbau, Schwiudstrahe 6, Karl uud Siegfried Kufuer.

Verl. d. Baubewilligung, Allerheiligenhöfe 9cl, Dr. Josef nnd Herta Baner. Kärntner Straße 66 a. Flngdach, Igler Straße 55, Fa. C. Flüggen, Calnrncr Straße 11. Bowling-Anlage, gowerbevol. Genehmigung, Kohlstattgasse 3, Siegfried Hilvolt, Aldrans, Grubcnwcg 3. Um- nnd Aufbanarbcitcn, Hunuldstraßc 14, Jug. Oskar Ioworck. Olfcucrungsanlage, Lohbachsiedlung IN«), Ioscfinc Nbcrbacher. Zwcifamilicnwohnhans, Badhausstraße 25>, Auna nnd Klans Worsch, In-dcr-UIle 3. 2 Wohnungen. Olfeuernngsanlagc, Seilergasse 5>, Fa. St. Netti. Wohnhans, Pnrtschcllcrstraftc 10, Gemein. Bau- uud Wohnuugsgcn. „Volksheim", Noscggerstraße 20, 14 Wohnnngen. Kleingaragc, Gartenmauer, Haller Straße 2l, Hans Ehgartncr, Hallcr Straße 9. Verlängerung der Sägchalle, Innrain 96, Fa. Johann Hntrr ^ Söhne, Kaiscr-Ioscf-Straße 15,. Wohnhans, Dr.-Stnmpf-Straße 1, Martin Steiner, Völser Straße 21, 2 Wohnungen. Wohnanlage, Mittcrweg 6>, 63, 63a, <i3l->, „Wohnuugscigcntnm", Sndtiroler Platz 6, 36 Wohnungen. Windfang^ibau, Blücherstroftc 4, Dr. Alois Lugger. Schi-Werkstätte, gewerdcpol. Genehmigung. Maria-Theresien-Straße 39. Sporthaus Wittiug. Pferdestall mit Wohn- uud Wirtschaflsräumcu, Planäudernng. Rechcilhofweg 1»!3, Dr. Max, nnd Anneliese Schill), „Fa. Prox,anf", Muscumstraßc. Olfeueruugsaulagc, Hungcrburg 9, Albert Bauer.

Erscheint einmal im Monat. Jahresabonnement 3 20.—, Einzeln 5 2.—. Erhältlich beim Nathaus-Porticr. — Verleger, Eigentümer nnd Herausgeber: Die Stadtgcmeiude Innsbruck.— Verantw. Schriftleiter: Dr. Karl Schadelbaucr. Tladtarchiv Iuusbruck. Badgassc 2. Telefon 27 380. — Druck: Fcliziau Rauch. Innsbruck

Amtsblatt Innsbruck  

Ausgabe Jänner 1966

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