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Aus dem Gemeinderat ^n der ordentlichen Gemeinderatssitzung am tt. Ottober dieses Jahres beantwortete Bürgermeister Doktor Lugger Anfragen, die in der Sitzung am 2^. I u l i betreffend das „Haus des Sportes" und die beschränkten Ausschreibungen fiir Bauaufträge gestellt worden waren. Ramens der drei Gemeinderatsfraktionen brachte Gemeinderat Dr. K n o l l einen Dringlichkeitsantrag ein, wonach für die Gewährung von zinsfreien Darlehen zur Abdeckung von Instandhaltungskostcn der Wohnhäuser Richtlinien ausgearbeitet und im Budget 1965 ein entsprechender Betrag für solche Darlehen vorgesehen werden soll. Der Gemeinderat erkannte dem Antrag die Dringlichkeit zu. Stadtrat Hackl verlangte, daß von der gemeinnützigen Genossenschaft ?^VX eine Liste über die Besiedlung der Wohnhäuser Andechsstraßc 55 und 5? eingefordert werde. Er verwies in diesem Zusammenhang auf das Recht der Stadtgemeinde Innsbruck zur Besiedlung und Rachbesicdlung dieser Wohnungen. Stadtrat Hackl und Genossen legten den Antrag vor, die Richtsätze für den verbilligten Strom- und Gasla rif für Minderbemittelte neu festzusetzen. Der Antrag wurde der geschäftsordnungsmäßigen Behandlung zugeführt. Eine Anfrage des Gemeinderates Dr. Ealcher, welche finanziellen Belastungen durch die Übernahme von Verpflichtungen beim Projett „Kongrcßhaus-Dogana"

für die Stadt Innsbruck entstehen werden, wird Bürgermeister Dr. Lugger in der nächsten ordentlichen Gemeinderatssitzung beantworten. Bericht des Finanzt'ontrollausschusses: Berichterstatter Gemeindcrat Egger! Der Gemeinderat nahm den Bericht des Finanzlontrollausschusses über die Gebarung und Iahresrechnung 1963 der Hoheitsverwaltung und des städtischen Sanatoriums zur Kenntnis und erteilte dem Bürgermeister hinsichtlich dieser Gebarungen und Rechnungen die Entlastung. Der Sollüberschuß 1963 des ordentlichen Haushaltes in der Höhe von 11,030.000.81 Schilling wird zur Abwicklung in den Voranschlag 1965 aufgenommen, der Gewinn des städtischen Sanatoriums dem Stammkapital dieses Unternehmens zugeschlagen. Anträge des Vauausschusses' Berichterstatter Stadtrat I n g . Fritz: Der Gemeinderat genehmigte mehrere Ansuchen um Ausnahmcgenehmigung gemäß § 7 ^ Innsbrncker Bauordnung und um Verringerung der Vorgartentiefc. Den Stadtwerken Innsbruck wurde für eine Umspannstelle am Höttinger Bahnhof, der Stadtgemeinde für die Erweiterung der Sieglangerschule die Vaubewilligung gemäß § 105 I n n s brucker Bauordnung erteilt. Der öffentlichen Sitzung schloß sich eine vertrauliche Beratung über Grundstücksangelegenheiten an. Schi.

Vizebürgermeister Hans Maier ein sechziger Wieder einmal konnte ^Bürgermeister Dr. Alois Lugger zur Ehrung einer uerdienstreichen Persönlichteil an der Spitze der Stadtverwaltung laden. Nicht allein, daß der erste Vizebürgermeister Hans M a i e r am 7. November sein 60. Lebensjahr mitten im besten Schaffen vollenden tonnte, durste er auch das ihm vom Herrn Bundespräsidenten mit Entschließung vom 31. Oktober d. I . verliehene Große Ehrenzeichen fiir Verdienste um die Republik Österreich aus den Händen des Bürgermeisters in Empfang nehmen. Zu dieser Feierstunde waren alle Mitglieder des

Innsbrucker Gemeinderates, die leitenden Beamten des Stadtmagistrates und der Stadtwerke sowie die Personalverlrellingen in den Gasthof Korett) gebeten worden. I n seinem Glückwünsche würdigte Bürgermeister Dr. Lugger die Verdienste des Jubilars und führte unter anderem aus. daß Hans M a i e r bereits am -'3. A p r i l 1933 dem Gemeinderat der Landeshauptstadt Innsbruck angehörte. Er war damals im W i r t schafts-. Wohlfahrts-, Wohnungssürsorge- und P o l i zeiausschuß tätig. Diese Funktion endete mit der Auf-


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löfung des Innsbrucker Gemeinderates am 14. Februar 1934.' Nach 1 !!!.'> nnirde Hans Maier am 23. September 1!>48 aus Grund des vorläufigen Gemeindegeseizes in den Gemeinderat der Stadt Innsbruck entsendet. Er wurde erstmals im Jahre 1!!.">0 uud in der Folge immer wieder bei den Gemeinderatswahlen in deu Gemeinderat gewählt. Am 1. Dezember 1!)l>0 wurde er Stadtrat, am !!. November 19l>!> zweiter Vizebürgermeister. Seit >!. Noveinber 1902 übt er die Funktion eines ersten Bürgermeisterstellvertreters aus. Die vielfältigen Aufgaben, die Hans Maier ressortmäßig obliegen, erfordern stets den Einsatz seiner ganzen Kraft und Person. I n sein Ressort fällt vor allem das gesamte Wohnungswesen, eine Aufgabe, die beim großen Wohnungsmangel in Innsbruck besondere Anstrengung verlangt. Dazu untersteht ihm das Wohlfahrtswesen der Stadt. Darüber hinaus ist er Obmann des gemeinderätlichen Personalausschusses, Mitglied des Finanzausschusses sowie der Verwaltungsausschüsse für die städtischen Wirtschafte und Versorgungsunternehmungen.

Bürgermeister Dr. Lugger überreichte dem Jubilar das ihm vom Herrn Bundespräsidenten mit Entschließung vom 31. Ottober 190 l verliehene Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich. Als besondere Würdigung der vielseitigen ''Arbeil, die Vürgermeislerstellverlreter Maier seit Jahrzehnten für die Innsbrucker Bevölkerung geleistet hat. habe die hohe Auszeichnung durch den Herrn Bundespräsidenten, das eben überreichte Große Ehrenzeichen, zu gellen. Den Glückwünscheit des Bürgermeisters schloß sich in herzlichen Worten der zweite Vizebürgermeister Ferdinand Obenfeldner für die Sozialistische Gemeinderatsfraktion und Gemeinderat Gottfried Tschoner für die Fraktion der Freiheitlichen Partei an. Vizebürgermeister Hans Maier dankte darauf den Gratulanten, wobei er das gute Einvernehmen mit seinen Mitarbeitern besonders hervorhob. Unmittelbar vor dieser Feier überbrachte Ma gistratsdirektor Dr. Mangutsch mit den leitende» Beamten der Stadtverwaltung die Glückwünsche der städtischen Bediensteten.

Zum 50. Todestag Georg Trakl kam am 3. Februar 1887 in Salzburg zur Welt. Er entstammte einer alten protestantischen schwäbischen Familie, die schon lange Zeit in Salzburg ansässig war. Nach einer Apothekerlehrzeit studierte er Pharmazie, wohl eine Berufswahl um des Lebenserwerbs willen, die jedoch eine geheime, im Geschick des Dichters nunmehr offenbare Bedeutung hatte. Er fühlte sich zu den künstlichen Paradiesen des Rausches hingezogen. Die Sphäre der Drogen war das M i t t e l , sich als I n d i v i d u u m fallen zu lassen und zugleich zu erheben durch die Berührung mit dem Ehaos. Der Dichter E m i l Barth schrieb in einem grundlegenden Essay über Trakl, die Seele Trakls lebte „ i m Untergang zwischen Leiden und Tod, am Rande des Chaos in einer Welt düster von Schuld". Gleichnishaft spiegelt sich im Dichter eine zerbrechende W e l t ' nach der Schlacht bei Grodek, die für die Österreicher verloren ging, hatte Trakl mit unzureichenden Medikamenten neunzig Schwerverletzte zu betreuen. Er verzweifelte in dieser Hölle der Schmerzen, flüchtete hinaus ins Freie, um dort, anstatt die ersehnte Beschwichtigung seines Herzens zu finden, Leichname von Gehenkten an Bäumen zu sehen . . . Diese Schrecknisse konnte sein Geist nicht überstehen. Er wurde zur Beobachtung in eine psychiatrische Anstalt nach Krakau gebracht' dort nahm er eine überstarte Dosis Gift und starb in der Nacht vom 3. zum 4. November U>14. Auf Veranlassung seines Freundes Ludwig u. Fickcr wurden seine Gebeine nach Innsbruck überführt und am Mühlaiier Friedhof beerdigt. Innsbruck wurde dem Dichter durch die enge Freundschaft mit Ludwig v. Ficker zur geistigen Heimat. Ludwig v. Ficker. der Herausgeber des „Brenner", einer der damals bedeutendsten literarischen Zeilschriften im deutschen Sprachraum,war es,der die große dichterische Begabung seines jungeu Freundes erkannte und dessen erste Werke veröffentlichte. Es waren dies gereimte Gedichte, die gleichsam dort begannen, wo der letzte Hölderlin geendet hatte. Sie wurden später von

Trakls

reimlosen, rein rhythmischen Bildungen abgelöst, nin sodann in kristallnen, hochhymnischen Formen und Versen, die in Prosa aufgehen, zn gipfeln. Tratls Wortgefüge sind oft von mythischer Einprägsamleit. I m Rhythmus siuteud, scheinen sie in die uralt-ewige Nacht vor allem geschöpflichen Sein zu schwinde». Früher reihte man T r a t l zu den Weltkriegsexpressionisten, doch angesichts des Ranges, den seine ständig anwachsende Wirkung erlangt hat, merkt man. wie wenig damit gesagt ist. Diese seine geistschweren Rhythmen sind die Verkörperung eines Dichtertums, in dem Person, Werk und Schicksal eines sind. Zum 50. Todestag des Dichters fand am Freitag, den 30. Oktober, im Kaiser-Leopold-Saal der Alten Universität in Innsbruck eine Feierstunde statt. Nach der Begrüßung der Festgäste durch den Rektor der Universität, Se. Magnifizenz Universitätsprofessor Dr. L. Hörbst, trat Ludwig v. Ficker, Frennd lind Förderer Tratls, ans Rednerpult. I n ergreifenden Worten schilderte er die Lebensstimmuug des Dichters, seine Schwermut, die ihn, wie dergestalt keinen großen deutschen Dichter, ohne Ausweg und Hoffnung umhüllte und die schon vor der Erschaffung seiues eigentlichen, in sich ausnahmslos vollendeten und vollkommenen Werkes Tratls innerste Artnng war. Dr. Wallher Killy, Professor am germanistischen Institut der Universität Göttingen, der sich intensiv mit Trakl beschäftigt uud eiue historisch-kritische ^nsammenfassung aller seiner Dichtungen und Briefe herausgibt, zeichnete ein anschauliches B i l d von Leben lind Werk des Dichters. Er erhellte die kosmische Bilderwell und die Sprachstruttur Georg Trakls durch eigene aufschlußreiche Delitungen und brachte somit der Forschung neue wichtige Erlennlnisse. Georg T r a t l selbst kam mil seine,,, letzten Gedicht ,,Grodet" und zwei Vertonungen von Eugen Auerdacl, ,,Gesang einer gefaugenen Amsel" (für Ludwig non Ficleij und ,,Untergang" ^>i Wort, -tz-


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Buch und Wissenschaft m Polen Vom 5,. bis 12. November fand im Hotel Vreinößl die von der Österleichisch'Polnischen Gesellschaft veranstallcle Aufstellung .,Vuch und 'R^issenschasl i» Poleil" und ,.liM» Jahre Kralnuer Infelloniscile Uni versität" statt. Zur Eröffnung Innicn sich zahlreiche Ehrengäste eingefunden, wie Se, Mag». Nettor Univ.Prof. Dr. Körbst mit namhaften Professoren, der Kullurreferent des Landes. Dr, Eigenller. und der Vertreter dec> Kulluramles der Stadt. Dr. Neisinger, Nachdem der geschäftsführende Vizepräsidenl der Österreichisch-Polnischen Gesellschaft Dr. Th. ^ l i n i tz e r die Aufstellung eröffnet hatte, dankte Vizebiirgerineister Dir. Ferdinand O b e n f e l d n e r dem Eliropa-Verlag fiir die Organisation der Ausstellung. Er sagte dabei unter anderem, daß es frieden zwischen den Völkern anf die Dauer nur geben könne, wenn sich die Menschen aller Nationen und Nassen untereinander besser kennenlernen. Eine Völkerverständigung im sportlichen Vereich sei zwar gut und wichtig, aber doch zu wenig. M a n müsse sie auch sonst anstreben, wie etwa in der Wissenschaft nnd Literatur. Und deshalb sei diese Vuchausstellung herzlich w i l l kommen. Prokurist Lingk des Europa-Verlages gab dann noch nähere Erläuterungen und verwies auf die Leistungsfähigkeit der polnischen Verlage, die jährlich etwa 700N bis 8000 Bücher herausbringen. Dabei ist der Polnische Verlag der Wissenschaften erst ein Jahr-

zehnt alt. >,7 Werke der Ausstellung, nach den verschiedenen Wissensgebieten geordnet, entstammten diesem Verlag. Eine Liste mil den in>> Deutsche übersetzten Vuchliteln machte sie den Besuchern verständlich. So ersieht »uni lmnnis z. V.> daß auch auf dem Gebiete der beschichte in Polen Bemerkenswertes geleistet wird. Jeder alle Österreicher müßte sich für die Arbeiten von N. Nozdolsti „Verhältnisse der Untertanen im ehemaligen Galizien" und „Die große Steuer uud Agrarreform Joses >!," interessieren. Dlugobowski verfaßte Stadtgeschichlen von Breslau und Stellin, Eine im 12. Jahrgang stehende Zeitschrift „Polnische Neuerscheinungen" gibt monatlich eine Übersicht in deutscher Sprache. Die Festnummer ..20 Jahre Vollspolen", die zur Wiener Herbstmesse erschienen war, wurde in der Ausstellung verteilt. Eine besondere Erwähnung verdient die l>0U-IahrFeier der Universität K r a l a u , die sogar ein Jahr älter als die Wiener ist, weil es in Krakau I.'llì l bereits eine medizinische Fakultät gab. Zn diesem großartigen Fest der polnischen Wissenschaft war auch eine (truppe österreichischer Gelehrter mit dem Nettor der Wiener Universität und dem Präsidenten der Österreichischen Akademie der Wissenschaften an der Spitze erschienen. Den Vertretern der fast 900 Jahre allen Universität Bologna folgten im Festzuge jene von l>7 anderen Städten nnd Universitäten.

Die Anichsttaße I h r e ursprüngliche Vorläuferin, das sogenannte Pestgaßl, hatte schmale und unscheinbare Ausmaße, ihr Voden war ungepflegt und holperig. Um 1874 kam fiir diese von der Maria-Theresien-Straße westwärts führende Abzweigung inoffiziell der Name „Melzergasse" auf. die bis Zur heutigen Vürgerstraße ging. Durch den im August 1877 erfolgten Abbruch des Melzerhnuses und -turmes gewann die Gasse einiges an Ansehnlichkeit und Gestalt. I n seiner Sitzung vom !50. Dezember 1878 beschloß der Innsbrucker Gemeinderat. die für den Ausbau freigegebene Strecke nach dem berühmten Tiroler Geodäten Peter Anich zn benennen. V i s in die achtziger Jahre bestand auf der Stelle des heutigen Vrüllhanses eine Vierwirtschaft, die als „Melzerkeller" einen anziehenden Namen besessen haben soll. Ein vielseitiges Vanen begann in der Folge an beiden Seiten, wobei der tuppelgekrönte Van an der Maria-Theresien-Slraße den Ton für einen neuen S t i l angab. Nahezu ein halbes Jahrhundert galt dieses vom Vrauereibesitzer Nobert Nißl errichtete Cafc-Nestaurnut „ M a x i m i l i a n " den Innsbruckern als eine der bevorzugtesten Einlehrstätten, lüNl war der Ausbau der Straße so gut wie abgeschlossen, und es konnte die Asphaltierung der Fahrbadn vorgenommen werden. Peter Anich ist der große Sohn von Oberperfuß, wo er am 22. Februar 172!l als Sohn eines Kleinbauern geboren wurde. Schon von Kindheit an hegte Peter eine besondere Vorliebe für die Slernentunde. die ihn

einst sogar veranlaßte, sich abends in den Kirchturm sperren zu lassen, um so die ganze Nacht über die Wunder der Sternenwelt zu bestaunen. Nach dem Tode des Vaters mußte er den Hof übernehmen, seine große Liebe galt aber stets der Himmels- und Erdkunde. M i t 28 Jahren gelang es ihm, beim gelehrten Jesuiten Prof. Ignaz v. Weinhart der Universität Innsbruck wissenschaftlichen Unterricht zu erhalten. Spielend lernte Anich die höhere Mathematik nnd Geometrie. Da Weinhart auch bald die Kunstfertigkeit Anichs im Basteln erkannte, trug er ihm auf, einen astronomischen Himmelsglobus für die Studienbibliothek der Universität anzufertigen. MitVegeisterung schritt er ans Wert. Ans Holz machte er zwei Halbtugeln, die er dnrch Schrauben zu einer Kugel von fast einem Meter Durchmesser mit einem Gewicht von 50 kg zusammenpaßte. Anf der Oberfläche der Kugel war der Sternenhimmel mit mathematischer Genauigkeit ausgezeichnet. Ein Uhrwerk drehte den Globus in 2N Stunden nnd 7><> Minuten um seine Achse. Dieser Anichsche Himmelsglobus ist heute eines der wertvollsten Schaustücke des Tiroler Landesmnseums. Auch als Kartograph leistete Anich Außerordentliches. Sein erstes Wert auf diesem Gebiete war eine Landkarte des Kriegsschauplatzes zwischen Preußen nnd Österreich in Schlesien (1756 bis 17<;:l). Dann erhielt er den Auftrag, das Land T i r o l zu oermessen und eine Landkarte anzufertigen. E r vollendete dieses Niesenwert uud holte sich bei den Arbeilen in den snmpfigen Niederungen an der Etsch


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den Keim für seine Todeskrankheit. Kaiserin M a r i a Theresia anerkannte seine Leistungen. Der talentierte Bauer starb am 1. September 1?<'l> in Oberperfuß. Die Anichstraste ist die längste und belebteste Seilenstrasse der Maria-Theresien-Straße. ^l-^'l' sie von liier aus betritt, erblickt moderne Geschäftslokale, wie solche sonst nur im Stadtzentrum zu finden sind. Bedrängend ist an manchen Tagzeitcn der Verkehr. Nicht nur der non der Stadtmitte aus zum Allgemeinen Landestrankenhaus führende Verkehr verursacht oft ein arges Gewirr' vor allem sind es die vielen Fahrzeuge aller A r t , die die ziemlich schmale Fahrbahn als Ausfallstraße gegen den Westen hin benützen. Zur Belebung trägt überdies auch die Trambahn bei. die die erste Hälfte der Straße durchfährt. Schnurgerade wie kaum in einer anderen Innsbrucker Straße verlaufen die beiden vorwiegend dreistöckigen Häuserfronten, die zum T e i l architektonischen Schmuck, im großen gesehen aber besonders eine bürgerliche Wohlhabenheit aufweisen. Fast sämtliche Baulichkeiten lassen auf den ersten Blick ihr Alter erkennen. Es find

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Wohn- und Geschäftshäuser, die noch knapp vor der Jahrhundertwende entstanden sind. Allerdings sieht man da und dori ,>>>>> auch stillose und moderne Fassade», die erst in den letzten Jahren entstanden sind. Hat man den anfänglich schluchlarligen Straßenteil dnrchschritten. dann mildert die Anichstraße. die in ihrem westwärtigen Verlauf mehrere Querstraßen durchschneidet bzw. aufnimmt, einigermaßen ihren strengen Charakter. Sie wird allmählich breiter und luftiger, insbesondere dort, wo sie bei der Frauenklinik, der Geburtsstätte unzähliger Tiroler, zum I n n r a i n abbiegt. Als wichtigster Van in der Anichstraße muß neben den Klinitbauten die Höhere Technische Bundeslehr- und Versuchsanstalt, errichtet 1882 durch die Stadt Innsbruck und deren Spartasse, genannt werden. Peter Anichs Bronzebildnis nimmt auf der Mauerwand der Anstalt einen würdigen Platz ein. Von öffentlichem Interesse ist gleichfalls das 1895 erbaute und 1955) modernisierte Lehrlingsheim an der Ecke Anichstraße-Innrain. W. Eppacher

Über Innsbrucker Goldschmiede „ A m 12. März 1964 gründeten junge Innsbrucker Goldschmiede die .Verufsuereinigung Iunggoldfchmied T i r o l ' . I h r Ziel ist die Hebung des Niveaus der heimischen Goldschmiedetunft, die auf eine ruhmreiche Tradition zurückblicken kann, und die Hebung des Etandesbewußtseins. Diesem Ziel dienen Vorträge mit anschließender Diskussion, wobei der Themenkreis von der allgemeinen Entwicklung des Handwerks über sachliche Fragen bis hinein ins Künstlerische gespannt ist. Regelmäßig werden interne Wettbewerbe durchgefühlt, bei denen jedes Mitglied aus dem gleichen M a t e r i a l bei vorgegebener Arbeitszeit ein vorher bestimmtes Schmuckstück fertigt. Diese Wettbewerbe zeigen so erfreuliche Ergebnisse, daß die Verufsvereinigung sie zu gegebener Zeit im Rahmen einer eigenen Ausstellung zeigen w i l l . Für das kommende Frühjahr ist ein Arbeitskreis für die fachliche Weiterbildung geplant, der auch dem Nachwuchs offenstehen wird. Studienreisen zu Ausstellungen nnd Erfahrungsaustausch mit ausländischen Berufskollegen fallen folgen. Die erste Veranstaltung, mit der sich die Verufsuereinigung Iunggoldschmied vorstellte, war Ende September ein Festabend in den Stiftssälen." So berichtete uns Goldschmied Vernward Pichl, Präsident dieser Vereiniguug. Er hielt an jenem Abend, an dem auch als Vertreter der Stadt Innsbruck Stadtrat Direktor A, Haidl teilnahm, einen interessanten Vortrag über die geschichtliche Entwicklung des Goldschmiedehandwerks in Innsbruck. Dieser Vortrag gab die Anregung, an dieser Stelle einiges über die alten Meister und ..Stempfelgraber" aus unserer Heimatstadt zu berichten. Da in den letzten Jahren umfangreiche wissenschaftliche Arbeiten über die Goldschmieoeknnst in T i r o l erschienen sind, kann dieser Artikel natürlich keinen Anspruch ans Vollständigkeit erheben. Hier sei nur ein kurzer Überblick geboten. Das Goldschmiedehandwert, das von den italienischen Städten Padua und Verona über das Reichsfürstentnm Trient nach T i r o l kam. hatte schon in frii

Hefter Zeit große Bedeutung. Sakrale Kunstgegenstände, wie Kelche, .Patencn, Ziborien, Monstranzen. Neliquiare und Kreuze waren als Stiftungsgaben für Kapellen und Kirchen sehr beliebt, und der Bedarf an allerlei goldenen und silbernen Zier- nnd Gebrauchsgegenständen, wie Ringen, Schließen, Gürteln. Bechern oder Tafelbesteck, war am Hofe nnd bei be^ gitterten Adels- und Vürgerfamilien sehr groß. Häusig diente solch ein kunstvoll ausgefertigtes Schmuckstück auch als Pfand für Schuldforderungen oder als Deckung für Anleihen, und so nimmt es nicht wunder, daß das Goldschmiedohandwerk in zunehmendem Maße an Bedeutung und Ansehen gewann. Die früheste Nachricht über einen in Innsbruck ansässigen Goldschmied namens Meister Simon stammt aus dem Jahre 1M)6. Unter Herzog Friedrich, der bekanntlich einen mehrere Truhen füllenden Goldschatz hinterließ, nnd unter dessen Sohn Sigmund war schon eine große Zahl an Goldschmbedemeistern am herzoglichen Hofe beschäftigt. Zu diesen ersten in Innsbruck ansässigen Hofgoldschmieden zählen die beiden bedeutenden Meister Michael Sterz und dessen Nachfolger Bernhard BeHeim. Sie waren wie fast alle Goldschmiede zu jener Zeit des Siegel- und Münzstempelschneidens kundig — von Sterz stammt das schöne, seit 1454 nachweisbare Siegel des Trienter Bischofs Georg Hake — und fomit auch neben manch anderem der vielen Meister, die in den herzoglichen .^ammerbüchern aufscheinen, wie Heinrich Kändler l > M l bis 1 l 7 l j . Hanns Vogl (oder Vogler. 1 !<>:; bis l l?2). M a r t i n Tegenhart. Konrad Allenstein (N85 bis 1492). Jörg Enderl oder Benedikt Burkhart. an die Münzstätte zu Hall verpflichtet, die Erzherzog Sigmund im Jahre 1 17.') von Meran dorthin verloqle und z» einem großen technischen Betrieb ausbaute. Die Nachrichten über die in Innsbruck ansässigen Goldschmiede verdichten sich im M, Jahrhundert, Roch nungsbücher nennen zahlreiche Namen, wie Hans Psandler lPsaimdler, um !,",!»<> I'is lü.'iljj. Han^> Premi


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(1589 bis 1595». Gregor T»Ilitz lseil !''!>2>, 'Achaz Wiez l15!>l, bi? K'.'ll, und Iatoh Heller l'.'!»- l'is !.'>!!!). Nalsprolotolle bericliteil über ausländisclie l^old schmiede, di^ >>,,< das InwohnellcllN ansuchten, und über Anordniingen der Nalsherren. die Goldschmiede betreffend, z. B, im ^atsprototoll vom 29. Dezember 1570! „Goldschmiede Ihnen ist auf Befehl der F I . D l . l ^ Fürstliche» Dlirchlaucht» Herrn Stablineisters Caspar Freiherr von Woltensteiil siirgehalten lind angezeigt worden^ nachdem je zuweilen an dem fürstlichen Hof goldene Ketten, anch goldene und silberne Geschmeide und (Geschirr verloren werde und die? nicht jederzeit sogleich gewahr wird, das; demnach die Gold schmiede dergleichen Gold und Silber so ihnen zu tali sen angelragen wird, von denselben Personen annehmen, aber nicht gleich bezahlen, sondern alsbald anzeigen und fernern Bescheid darüber erwarten." Eine einzigartige Blüte erlebte das Goldschmiedehandwert unter den Negicrungszeiten der kunstsinnigen Kaiser M i x i m i l i a n I. und Ferdinand I. und Erzherzog Ferdinand I!.. dem Gründer der berühmten „Kunst- und Wuudertammer" im Schlosse Ambras. Durch das aufstrebende Platlnerhaudwert erschlossen sich den Goldschmieden neue Aufgabenbereiche. Harnische und Helme wurden von ihnen ziseliert und vergoldet. Für den Schwertfeger wurden Knauf- und Scheidenbeschläge angefertigt, aber auch das Gravieren von Metallgehäusen, GeHülsen und Zifferblättern von Uhren wurde von ihnen besorgt. Die Meister schlössen sich zu jener Zeit zu einer Zunft oder, wie man es damals nannte, zu einer „Lade" zusammen, stellten ihre althergebrachten Privilegien und Verordnungen in der sogenannten Zunftordnung, die elf Artikel umfaßt, zusammen und ließen sich diese am IN. September 1591 von Erzherzog Ferdinand „gnädiglich" bestätigen. Kaiserin M a r i a Theresia unterzeichnete am 27. November 1773 ebenfalls diese „zur ordentlichen Einrichtung des Mittels der bürgerlichen Gold- und Silber- und Galanteriearbeiter und zur mehreren Sicherheit des Publikums eine durch die Behörde entworfene und von uns genehmigte neue Vruderschaftsordnung" und erließ ferner zur Ergänzung derselben eine Verordnung, die, in fünf Punkten zusammengefaßt, die verschiedenen Arten der Punzieruug vorschreibt. So sollen z.V. „jene Gold- und GaInnteriewnaren. welche zufolge Patents <ic ciato 28sten September 1743. nnd der gesagten neuen Bruderschastsordnung 20 Karat mit einem remedio von 2 Granen, das ist. vollständig 19 Karate 10 Gräne pr. Mark feines Nuld halten, mithin nach der Schwere eines Dutaten 3 li. 30 Kr. betragen, mit den zu Ende "<!) Nr. 1 angefügten Goldpuuzen bezeichnet werden". Diese Zunftordnung geht wohl ursprünglich auf Augsburger Einfluß zurück, da sehr häufig Innsbrucker Goldschmiede auf ihren Wanderjahren in der damals reichen Fuggerstadt ihre Lehrzeit, die durchschnittlich sieben Jahre dauerte, »erbrachte». Anderseits tamen aber auch zahlreiche ausländische Lehrlinge oder „Puoben" in die Landeshauptstadt Tirols, wie in dem im Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum aufbewahrten „Verzaichnnß der Pueben, so allhie zu Pnsprugg das Goldschmied! Handwerch erlernet haben", ersichtlich ist. Dieses Blich wurde im Jahre 1592 angelegt und »och bis in die Mitte des III. Jahrhunderts ge-

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führt. So errechnete K. Fischnnler <in ,,.^>illur des Handwerts", 7. Heft. München. Juni 1927. S. 2<».^> auch daraus, daß es in Innsbruck im l7. Jahrhundert 36 und im !>!, Jahrhundert 30 Wertstätten dieses Handwerts gab. Von den aus jener ^eil erwähnten Goldschmiedemeister!! seien I,ier um dic detannlesten genannt' Gregori Eigner, die Familien Eirisch, Happ. Hässi, .^ reizer und Spitzer. Goller. Schalliuger und Schindler. Weithin berühmt waren die Witz. Am Ende. Pfaundler und Kupriau. Von den Kuprian sind uns einige wenige Nachrichten überliefert. Philipp Kuprian. wohl einer der Bedeutendsten aus dieser Familie, war oermnllich der Sohn des Hans Kuprian von Arams, der 1585 bereits das Inwohnerrecht und 1592 wegen seiner Verdienste un, das Uhrwert der Sladl das Bürgerrecht erhielt. Er trat 1608 bei Christof Am Ende in die Lehre. 1683 besaß er eine eigene Werkstätte in der Hofgasse. Zehn Jahre später wurde er Vorgcher (Vorstand> der ^unft und bekleidete auch in der Stadtverwaltung wichtige Ämter. I m Zeitraum von 1649 bis 1675 wählte ihn der Nat der Stadt siebenmal zum Bürgermeister. Von seinen Söhnen folgte ihm M a x i m i l i a n im Goldschmiedehandwert'. Auch er war Mitglied des Nates lind bei Gericht und in der Zunft tätig. Anton Kuprian, Sohn des Max, gehörte fchon mit 24 Jahren zu den führenden Goldschmieden seiner Zeit. Er schuf — um hier nur ein Beispiel seiner Kunstfertigkeit zu nennen — die überaus kostbare und kunstvoll gearbeitete Prunkmonstranz in der Innsbrucker Hofkirche. I n den Jahren 1705 und 1711 war er Bürgermeister der Stadt. Zu seinen Schülern zählten unter anderem Johann Narziß und Johann P a u l Hässi, die ihrerseits wiederum einer bekannten, in Innsbruck ansässigen Goldschmiede- und Zinngießerfamilie entstammten. So lesen wir z. V. im „Puebenbuch": „ A m 7. September 1690 hat Herr P a u l Hosse bey aufnembuug deß Maiftcr Stückh das Einschreibgelt erlegt. Ist solliches bey Herrn Antony Kupprian vergunnt wordtn zu machen." Über diese Familie Hässi und über die bekannte Goldschmiedewertstätte Schindler-Norz, die Heuer ihr 200. Gründungsfest begeht, berichtet nun der folgende Veitrag, den Herr M i c h a e l N o r z freundlichst zur Verfügung stellte: „Die Goldschmiedewerkstätte Andreas Norz, vormals A. Schindler, die im heurigen Jahre 1964 ihr 200. Gründungsfest begeht, kann ihren Bestand auf Franz Johann Hässi. Sohn des Johann Narzyß. zurückführen, der im Jahre 1750 eine eigene Goldschnnedewcrkstätte aufgemacht hat. Die Silberwerkstätle seines Vaters ist schon drei Jahre vorher auf seinen Schwager Antony Gollner übergegangen. Franz Johann Hässi starb am 17. Oktober 1762 und hinterließ seiner Frau Eva M a r i a geb. Kindmillerin die Sorge um die junge Werkstatt. Schon nach Jahresfrist stellt sie daher das Ansnchen an den Sladtmagistnit. ihren Gesellen S i m o n S c h i n d l e r heiraten und ihm die Werlstätte übergeben zu dürfen. Sie erhält die Bewilligung, und am 16. Jänner 1761 ist Hochzeit, am 29. wird er nach Entrichtung der Tare von 22 Gulden und .'l0 Kreuzer als Gold- lind Silberarbeiter eingetragen. Simon Schindler gilt der Firmenüberlieferung nmh als Gründer des Geschäftes. Er stammt ans Bayern nnd hat in der „Fürstlichen Haubt- und Negieruugsstadt Landshuet" das Handwert erlernt. Er bringt von


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seinem Meister Schirz die glänzendsten Zeugnisse mit. muß aber hier in Innsbruck bei Antony (hollner ein neues Meisterstück anfertigen. Sehr rasch hat er es in der hiesigen ^ u n f t z n Rang und Ansehen gebracht und ist mehrmals als Vorgeher erwähnt. Seine Frau Eoa M a r i a stirbt früh. Erst seiner zweiten Ehe mit Elisabeth Katharina Vischer erwächst der erwünschte Leiberbe. Antony Simon Alois, im Jahre 177!!. Dieser erlernt das väterliche Handwerk. An den Abenden sowie an Sonn- und Feiertagen besucht er die K. K. Zeichenschule an der Normalschnle und erwirbt sich so eine gediegene künstlerische und handwerkliche Ausbildung. I m Jahre 1796 erhält er am 2. November von K. K. Zeichenmeister Peter Denifle ein glänzendes Zeugnis und wird am 4. Dezember freigesprochen. Seine Wanderschaft führt ihn unter anderem auch nach Augsburg, wo man ihn sehr schätzt und er den nicht unbeträchtlichen Lohn von 16 Gulden in der Woche bezieht. Er hätte sich dort sogar als Meister niederlassen dürfen, eine ganz ungewöhnliche Ehre, aber die Sorge um den alternden Vater zieht ihn wieder nach Innsbruck. 1805 bis 1817 ist er bei ihm als Geselle sehr zum Wohle des Geschäftes tätig. Außerdem beschäftigt er sich als Porträtmaler und fängt einen anscheinend recht erfolgreichen Handel mit Elfenbeinmaren an, so daß er nach eigenen Worten „nicht nur aus der Stadt sondern aus dem ganzen Lande die beste Kundschaft zuwegen bringt". Am 8. Jänner 1817, bereits im Alter von !l7 Jahren, sucht er beim „hochlöblichen Stadtmagistrnt" um Erteilung einer eigenen Goldschmiedegerechtsame sowie um Heiratserlaubnis an. Er weist darauf hin, daß „überdies die Goldarbeitersgerechtsame nicht überhäuft sind, da allhie nur zwey bestehen, und auch nur 2 Silberarbeiter sich befinden, mit welchen Arbeiten sich aber Bittsteller nicht abgibt". Er wird aber abgewiesen bzw. angewiesen, N. 11, Kr. 27 in die Stadttasse zu bezahlen. Ein Rekurs beim Landesgubernium bleibt anscheinend auch erfolglos, da sich noch im selben Jahr der Vater entschließt, ihm das Geschäft zu übertragen. Nun darf er heiraten. M i t der Werkstatt des Vaters übernimmt er auch eine Schuld von 2000 Gulden, aber schon 1824 kann er daran denken, in der Neustadt (Maria-TheresienStraße 8) ein Haus zu kaufen, und hat es bereits 1826 abgezahlt. Er kann mit dem Erreichten zufrieden sein. Seine Ehe mit Rosina geb. Haselwanter bleibt kinderlos, also zieht er den Neffen seiner Frau, Andreas Norz. geboren 26. Jänner 1814, heran und läßt ihn das Goldschmiedehandwerk erlernen. 1829 steht im Buebenbuch der I n n u n g von ihm vermerkt! „ist am 17. September dem hiesigen M i t t e l der Gold- und Silberarbeiter vorgestellt worden und von selben freigesprochen worden". Nach den Wanderjahren, die er wie sein Onkel in Augsburg und München verbringt, arbeitet er wieder in der heimischen Werkstätte. I m Jahre 1852 erwirbt er für 240 Gulden das Bürgerrecht und übernimmt in der Folge den Betrieb. Sein Onkel lebt noch bis zum 18. Oktober 187i7i. Die Werkstätte hat um diese Zeit einen guten Ruf und wird verschiedentlich für öffentliche Arbeiten in Anspruch genommen. Bei K. Fischnaler sind z. B. neue Kronen für die „Schmerzhafte" bei den Seruiten und eine Monstranz für die Pfarrkirche erwähnt. Andreas Norz hat zwei Söhne, von denen der ältere, Alois, das Geschäfl übernehmen soll. Er läßt ihn also

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das Handwert erlernen und schick! ihn nach Lehre 1877> zuerst nach Wien und dann nach Gens und Paris, wobei er sich in einem Empfehlungsschreiben bereit erklärt, alle Schäden, die sein Sohn an Inwelen und Edelsteinen verursacht, bis zn einein Betrag von 500 Goldfranten zn ersetzen. Das öffne! ihm die besle» Werkstätten, nnd als Alois nach Innsbruck zurücktehrl. hat er sich wirtlich das Handwerkszeug erworben, der heimischen Wertställe zu nener Bliüe zu verhelfen. Fast selbstverständlich mehren sich die Besuche von adeligen Kunden, ja sogar Mitgliedern des kaiserlichen Hauses. 1889 erhält die Firma den Titel eines königlich bayrischen Hoflieferanten unter Befreiung von den Spesen. Am 11. Dezember 1892 stirbt der Vater Andreas, und Alois übernimmt das Geschäft. 1899 wird ihm der Titel eines k. u. k. Hofjuweliers verliehen. Die hohe Konjunktur der Jahrhundertwende gibt der Werkstätte, die zeitweise bis zu 20 Arbeiter beschäftigt, ausreichend zu tun. Außer Juwelen nnd Goldschmuck werden, auch Silber- und Vronzegegenstände in reichster Ziselierung hergestellt,' große öffentliche Aufträge werden ausgeführt, so z.B. 1910 nach einem Entwurf von Prof. E. Kirchmair die schwere goldene Kette, die die Bürgerschaft Innsbrucks ihrem Bürgermeister Wilhelm Greil zum 60. Geburtstag anfertigen läßt. Als der ältere Sohn. Hubert, gerade nach seiner Matura die ersten Monate Goldschmiedelehre hinler sich hat, bricht der erste Weltkrieg aus. Hubert wird

Ehrrnkrtte dea Entwurf lwn ^rof. <k.

Arbeit


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Amtsblatt der Landeshauptstadt Innsbruck

al5 e i n j ä h r i g ^ f r e i w i l l i g e r eingezogen, ieillinel sich an dor Ostfront, später an der T i r o l e r ^ r o n l lind am Isonzo m e h r m a l s a l i ' ' , u'ird bei S i n i a i o a schwer uev wlindel lind hat bei Kriegsende den ^liang eiiles O b e r l e u t n a n t ö i m i e . Ä i i c er 1!>l^ zurücttehrt, lebt der ^ a t e r nicht mehr, er ist am .'l0. A p r i l I!N5 infolge einec, !lnfallc> gestorben, sein V r u d e r sierbert ist gefallen, W ä h r e n d p u d e r t eilende seine unterbrochene A u s b i l d u n g vollendet, h a l l die schwergeprüfte Ä l u l l e r das Unternehmen über ^l,<asser. Durch die I n f l a t i o n werden alisterdem noch oiele '.»ieseioen liinlueggerafsl. Es ist eine schlimme ^ e i l .

?>>> don» sollenden Halden Iahiln>ude>l dis heute hat das Nnlerneliinen noch e i n m a l einen ^ e l t k r i e g m i t ^lisainnienbrnlli und allen Zersallserscheinuiigen überstehen müssen, wie es i n seiner .zmeihunderljährigen beschichte schon oieles iiberdaliert Hal. I n .sniberts S o h n ^ i i c h a e l . geboren l ü . ' l l . ist n u n schon die sechste lsieneration an der A r b e i t . Michael hat eine gediegene handwertliche A u s b i l d u n g erfahren. Durch sein S t u d i u m an der 5ninstatademie, da^ er mit dem D i p l o m a>5 atad. B i l d h a u e r abgeschlossen hat, f ü h l t er sich be sähigt, deu B e t r i e b gelreu seiner T r a d i t i o n , die eine handwertlich'tünstlerische ist. w e i t e r z u f ü h r e n , " lz

Natürliche Vevolkeillngsbewequng ^nns^ruck 9il.1t für örn üUona! Oktober

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weil?!.

150 72 78

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Eheschließungen

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7?

^ebendgeborene ^ir»»n Knaben Mädchen ehelich unehelich Totgeborene Gestorbene öavon mann!.

von

kl:

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Innsbruck vor hundert Jahren bringt uns darin Gestalten, wie sie nur eine frische Phantasie schaffen konnte, und deshalb gilt auch dieses Stück mit seiner höchst romantischen Idee, dem »Mädchen i n Manusklcidcrn', neuerdings als eine herrliche Blume seilte» dramatischcu Dichterkranzcs."

November l«<>4:

1. herrscht eine „zn dieser Zeit nur ausnahmsweise heitere Nitternnss", so daß die Fviodhofsftrozessionen zahlreiche Teilnahme finden. :l. trifft Atonia, ^u,dwiq I. von Bayern mit der Bahn ein und übernachtet im „Österreichischen Hof". 13. zciqt das National-Theater das historische Vollsstück „Kaiser Maximilians V r a u t f a h r l " oder „,^>in^ von der Xiosen" von (Gustav Freitag. 15). veranslaltel der Musilverein ein .Uouzert, bei dein die „NheinU'einouvertiire" von Tchnmmin. wieder von stöbert <n'anz, der Äacchuschor von Mendelssohn und die Symphonia Eroica von Beethoven aufgeführt werden. 1«. wird das Halm'sche Stück „Wildfeuer" im NationalTheater erstmals in Österreich ausgeführt. Die anläßlich des ^l'amrnsfestes der Kaiserin Elisabeth gegebene?vesl anfführnng hatte zugunsten der Armen erhöhte Preise angeseht. Eine Parterreloge mit vier Sitten loslete 4 (dulden. Die Einnahme de>^ üdenwllen Hauses uiachtr 5,00 dulden aus. Der „Bote" bemerkte beiüqlich des Stückes: „Der Dichter

^

dankt der Franenvcrein für das Legat des in Wien verstorbenen F r l . Caroline v. Neinisch von , M X ^ l . zugunsten der drei Innsbrucker .Uiuderbewahranslalteu. Ten gleichen Betrag erhielt der Mnsikvercin,

2 l . trifft unerwartet im strengsten Incognito .ttonig Lnd wig I I . von Bayern in Begleitung eines eiuz,igcn Herren hier ein, übernachtet in der Goldenen Sonne und besichtigt am 22. d. M . die Hoftirche und das Schloß Ambras. Der „Bote" erzählt zn vorstehendem Besuch des Königs folgende Anekdote: Der König, von Z i r l her in einem (vinspänner kommend, war mit seinem Begleiter vor der ^unbrücke ausgestiegen, um zu Fuß in die Stadt zu gehen. Bei der Brücke fragte er einen M a n u , ob die Goldene Sonne ein gutes Gasthaus sei. Dieser sagte: „ O ja. aber etwas teuer, ich würde I h u e n raten, zum Goldenen ^tern ',» gehen, dort ist es billiger." Der 5<öuig


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Amtsblatt dcr Landeshauptstadt Innsbruck

ging aber, über die treuherzige Aulwort herzlich lachend. doch zur Eoune. 22. behandelt die Bürgerausschußsitzung die Rcorgauisicruug des städtischen Gcfällswcseus. Es sollten künftig unr voll-

Nnmmer I I

kuninien diensttaugliche, des Lesens und Schreibens lundisse Personen als Anfseher bestellt werden, denn von den vorhandenen 22 sci nicht einer geeignet, den Aufseher Posten bei der Fleischbank zu versehen.

Vas Wichtigste vom letzten Monat 1W4: übernimmt Konsul William Weiler die Leitung des Konsulates der Bundesrepublik Deutschland, trifft der Bremer Lehrer-Gcsaugsvercin mit 90 M i t gliedern ein; er veranstaltet am 7. d . M . ein Konzert im Saal des Konservatoriums, gemeinsam mit dem I n n s brnckcr Lchrcrchor. feiert das Innsbrnckcr Franziskancrklostcr seinen 4Mjährigcn Bestand. Die Franziskaner, die anch die Hofkirche betreuen, crfrenen sich bei der Bevölkerung größter Beliebtheit nnd Wertschätzung. findet das 7. Internationale Automobilrenncn auf dem Flughafen statt. bis 12. stehen 24 Eintragungsstcllcn für das Volksbegehren bezüglich des Rundfunks offen, findet im Norbertisaal des Stiftes Wilten ein Konzert, Barockmnsik von Malvezzi bis Bach, statt, weiht Gcucralvikar Prälat Wciskopf vier Glocken für die neue Kirche bei den Allerhciligenhöfcn. stirbt Stadtbandircktor i. N. ' D i p l . - I n g . Fritz Konzcrt 88 Jahre alt (siehe Amtsblatt Nr. 10, Seite 2). wird die 3. Woche der Jugend in der Messehalle eröffnet, 16, erhält Univ.-Prof. Dr. Bruno Sander anf der Tagnng der Dentfchcn Gesellschaft für Mineralogie als erster die Medaille für besondere wissenschaftliche Verdienste. Der Herr Bundespräsident verleiht au folgende drei Iunsbruckcr Persönlichkeiten den Professortitel: Kapellmeister Sepp Tanzer für seine besonderen Verdienste nm das Volks- und Blasmusikwescn in T i r o l sowie für seine kompositorische Tätigkeit; Intendant K a r l Goritschan für seine anerkennenswerten Leistungen als Dramaturg beim Tiroler Landestheater nnd in den Kammerspiclcu;

Mufillchreriu M a r i a Aucr für ihre jeü !',«27 geleistet Lehrtätigkeit an der ^nnsbrncker Musü'iclmle nnd am Konservatorium. beginnt der Abbruch des allen Obdachlosenheimen in der Hcrrcngasse. bis 29. weilen ,">,", dänische Kindergarleuschülerinneii unter Führung der Leiterin der Fröbel-Hochschnle Kopen. Hagen, Asta Jensen, nnd vier Lehrpcrsoneu in Innsbruck, nm verschiedene Kindergärten, deren Einrichtungen nnd Erziehungsmethoden kennenzulernen. Das umfangreiche Programm gab den Besncherinnen Gelegenheit, neben den städtischen Kindergärten nnd Iugcndhorten auch die Gemeindekindergärten in Wattens nnd Telfs, das 303Kinderdorf in I m s t und die Montcssori-Kmdergärtcn in Bozen zu besnchen. Die Kindergärtnerinnen, die von Obermagistratsrat D r . H. Rcttmcycr und der Kindcrgartcndircktorin Herta Recheis bestens betreut wnrden. äußerten sich sehr befriedigt über die vielen Anregungen, die sie anf ihrer Studienreise gewinnen konnlen,

24 wird die ncnc Orgel in der Kirche Wilten-Wesl eingeweiht nnd ebenso von S r . Gn. Abt A. Stoger der neue Milchhof, 25. stirbt der Inhaber des Hotels Central Josef Falkner im 88. Lebensjahre. weiht der 93jährige orthodoxe Erzbischof voll Wien-Stefan die Kapelle im ehemaligen Sibcrcr'schen Waisenhaus für die orthodoxe Glaubensgemeinschaft ein.

2<> kann die Feier znm Tag der Fahne bereits im erneuerten Stadtsaal stattfinden. Oktober bis 8. November w i r d im AusstcNunassaal der Tiroler Handelskammer die diesjährige österreichische Buchausstcllung veranstaltet.

Kunstausstellungen im Monat Oktober Tiroler Landesmuseum Ferdinanden,«: Max Weiler, Ö l gemälde.

Neue Universität, Kunsthistorifches I n s t i t u t : Helga Spcrlich, Zeichnungen.

Galerie im Tar.isvalais: K a r l Plattner, Vorarbeiten zu den Fresken für die Enropakapelle, Malerei nnd Graphik.

(Valerie Studio 2, Innstraße 47: Josef Schwarz, Zeichnungen.

Tiroler Kunstpavillon, Nennweg 8 a: Franz Graphiken.

Zentrum 1N7, Iunstraßc: Ehincsische Malerei von Theresa Ehiao.

Thurncr,

Neuerscheinungen „Studia Wiltinensia — Studien zur Geschichte des Stiftes Wiltcn." Von Univ.-Prof. Dr. H. Lentzc O. Praem. — Erschienen als l. Band der von Univ.-Prof. Dr. Nikolaus Graß herausgegebenen „Forschungen zur Rechts- nnd Kulturgeschichte". — Universitätsverlag Wagner, 1964. ^ 294 Seite» nnd 10 Bildtafeln. Die vorliegende für die Stadtgeschichtc bedeutsame Neuerscheinung ist eigentlich ein Sammelbaud von zwölf bereits gedruckten Studien zur Geschichte Wiltcus, die der dortige Stiflsherr Professor Lcutzc in verschiedenen Zeitschriften veröffentlicht hatte. Daran schloß er als 1A. Beitrag einen bisher nngedrnckten Abriß der Stiftsgeschichte. Der Verfasser, aus Landau in Schlesien stammend, war 1989 in das S t i f t Wilten eingeireten, 1943 zum Priester geweiht worden nud wirk!e

nach 1945, an verschiedenen Stiftspfarrcicn. Dank seiner vorher genossenen vorzüglichen historischen und rechtshistorischen Ausbildung konnte er in kurzer Zeit eine Reihe das S t i f t betreffender Fragen erschöpfend uutcrsuchcu, wie z. B. die Leibreutcuvcrträge uud Herrenpfrüudc im mittelalterlichen Wiltcn. Für die Stadtgeschichtc ist der Beitrag „Stadt nud Kirche im mittelalterlichen Innsbruck" besonders wertvoll. I m heurigen Cusauus-Iahr ist die seinerzeit in der Fest» schrift für Otto Stulz erschienene Abhandlung „Nikolaus von Cues und die Reform des Stiftes Wilten" hochaktuell. Der 12. Aufsah gilt dem Andenken des in Innsbruck in bester Erinneruug forllebeudcn Abtes Heinrich Schuler (gest. 1949). Der Verfasser hat das Buch dem Herausgeber zu dessen ,"><!, Geburtstag gewidmet. K. Schadelbaner


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Amtsblatt der Landeshauptstadt Innsbruck

^IU Heft 26 des nun schon ,;» einer stattliche» :»ieihe a»geN'achjenen, N'issenschaftlich wohl fundierte» he!!»a!l»»dliche» Publilatio»sorga»s „Veröffe»tlich»»ge» aus dein Stadtarchiv I»nsbr»ck" < Innsbruck !'.»»!!> habeu der unermüdlich schaffende Univ.°Doz. Dr. >larl Schadelbauer und F r l . Dr. Monika Fritz eine vollständige Liste der von l',W bis 15><!7 iu Innsbruck aufgeuommene» <!92 I»n.'ohuer zusammeugestellt. Das Verzeichnis ist für dir K u l t u r , Wirtschaft- uud Rrchtsgcschichte unserer Landeshauptstadt eine Ivertvolle Quelle. (5s erhellt nämlich zunächst den Nechlsvorgang der einzelnen Anfnahmeu. Der vou auswärtö Zugezogene Halle durch den sogenannten „Sipsalbrief" den Nachweis seiner ehelichen Geburt zu erbringen und die Freiheit vuu der Leibeigenschaft nachzuweisen, dann erst beriet der Innsbnicker Stadtrat über die Aufnahme des Antragstellers, Die Ansnahmegebühr (Taxe) richtete sich je nach der Vermögenslage des auszuuehmeuden Juwohuers und schN'auktc durchschnittlich zwischen 5, Pfnnd, 1 .Urouc, oder l Mulden und 1^ Gulden. Die Zahl der jährlich aufgenominencn Frcuidc» zu IuN'oh»cru der Stadt variierte ebenfalls stark. So suchten z. V. 15>21 gleich 23 Personen, im folgenden Jahr darauf, 15,22, aber nur Haus Pcrckhamer, Karrcnmacher, 15,51 15, Männer, 15,5,9 nnd 15>65> je 24 und 15,06 sogar 28 Herren nm die ?lnfuahmc an. Soweit der Herkuuftsort ausgewiesen wird, läßt sich das Einwandcrungsgcbiet der neu zugewachsenen Bevölkerung Innsbrucks crmittclu. Außer von Orten der nahen Umgebung, von Städten nnd Märkten Nord- nnd Südtirols,

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besonders viel ^nwohucr aus dem südwestdcutschen ans Bayern »ud a»s den »»»^österreichische» Nach« bariändern her. Was die soziale Stellung der .vnwohner aubelaugl, so geHörleu die meisleu dem .UleiugeU'erbeslaud au oder nbten ein zunslgebuudeues oder ei» uichtzüusligcs Haudiverl bz>v. Beruf aus. Bloß wenige wareu als Tagwerler beschäsügl. Dies verrät »us auch von eiuem gewisse» wirtschaftliche» Wohl» slaud uud Uuabhäugigleit unserer Borvorder». I u Iuusbruck, a»> Sitz der Iaude5fnrstlichen ^Itegicrung uud Nesideu;. luare» gn! ausgebildete Arbeilslräfle und erstklassige Prosessiouisleu sehr gefragt. Es nimmt daher nicht N'nnder. wenn folche Spezialisten vonr benachbarlcn Aus« laud, »vie uuler anderem 1:">2A der Biichsenschmicd Hans ^ingsch von Pforzheim und der Panzermacher ^aeob Schlund! von Aichach. 15,27 der Goldschmied HauS Haylmau vou Würzburg uud der Sporer J ö r g Prannlhoser von München, l',!7 der Geschmeidcmachcr Wolfgang Derchiuger vou M ü n chen uud !'>»!»> der .^ürschucr .'^imprccht .^ohl von Ulm in die aufstrebende Alpcnstadt am grüueu I u u kamen, N'o ihnen eine sichere (Lristcnz winkte. Die dargebotene Edition bietet auch dem Bevölkeruugsgcographen branchbarcs Vcrglcichsmaterial uud ist vor allem sür dem an der Familicnforschung interessierten Laien dnrch das beigefügte Namcnsregister ein willkommenes Hilfsmittel. Sie darf in einer künftig zn schreibenden Innsbrncker Stadttopographie, wie sie die Stadt Graz in zwei umfangreichen Bänden besitzt, nicht fehlen. D r . ^ritz Steineggcr

Verzeichnis über die im Monat Oktober 196^ beim Stadtmagistrat Innsbruck ausgestellten Gewerbescheine bzw. Konzessionsurkunden Emil Stampfer, Amraser-See-Straße 1, Elettroinstallatiousgcwcrbc der Unterstufe. — Josef Eder. .^irschentalgasse Nr. :Ü, Tischlergcwcrbe. — Walter Echidlbauer, Langstraßc Nr, l l, Handclsagcnturgcwerbc. — „ I n t e r n a t i u n a l Schoul, ssernschule und Vertrieb «es. m. b. H.". Wilhclm-GreilEtraßc l !, ^tleiuhandel mit Musikinstrumeutcu. — Iugeborg Schiuto qeb. Trauncr, .^ilappholzstraße 9, Minigolfaulage. — Elsriede Heis, Dorfgasse 9 l „ ^ u m Bnrenwirt"), Gast- nnd Tchmikgewerbe. ftjeorg Lindner, Univcrsitätsstraße 28 «„Grane .Uatz"), Gast- ilnd Schankgewerbe. — Friedrich Tlciuhäuslcr, Schillerstraßc 17, Tcrrazzomachcrgcwcrbc. ^ Tiegfried Euutiger, Kapuzincrgasse 35,, Elcktroinstallationsgeunrbe der Unterstufe. — Annamaria Perauer geb. Heiß, Dorfgasse I I , Gast- uud Schankgcwcrbe. Fa. „Ed. Ast H Co.. I n g . " , Viller Berg (Lcmmenhofgelände), Gast- nnd Schankgcwcrbc (Bankantiue). — Raimund Pollo, Ttadlweg Nr. lü, HaudelSagentnrgcwerbe. - „Audrä Hörtnagls Nachfolger. Hörtnagl H Eo.", Ing.-Etzcl-Straße 6, Großhandel ohne Beschränkung. Antonie Fröhlich, Burggrabc» >l. Naturblumenbiuder- uud Naturblumeuhäudlergewerbe. Verta Pall geb. Fröhlich, Burggrabe» l l . Naturbluuie». bi»der u»d Nal>!rbl>i»ie»hä»dlergewerbe. I t i c b c r Anna, B»rggrabe» l l , Handel mit Blumeu, Topfpflau-.e» und >träuzeu, Anna Tticbcr geb. Fröhlich, Burggrabe» l l . »»d

Arthur Tchöfthalcr, Amrascr Straße 15,, Vcrmicteu vou Müuzautouiaten fiir die Reinigung von Bekleidung, — „H. Paulns K G . " , Muscinustraße 30,^Einzelhandel ohne Beschränkung. — „ H . Paulus > M . " , Sillgasse 17, Tapcziererund Bettwarcncrzeugcrgewerbc. — „Sika-Plastiment G. m. b. H.", Ncnnweg 29, Erzeugung von Zement nnd M ö r t e l znsatz, insbesondere ,der Sika-Erzeugnisse, sowie Asfthaltkitt und Asphaltanstrichmasse (Zweigniederlassung von BlndcnzBings Nr. l>). — „Gastwirte-Einkaufsgenossenschaft reg. Gen. m. b. H.", Innstraßc 3 l . Handel mit alkoholfreien Getränken. ^ Ferdinand Lamprechter, Herzog-Friedrich-Ttraße 28 (1. Stock), Gast- nnd Schankgcwerbe. — Gertrud Plesz, Hcrzog-Fricdrich-Straße 22, Groß- nnd Einzelhandel mit Gold- und Silberwaren sowie Uhren. — „Andrii Hörtnagls Nachfolger, Hörtnagl 6 Co.", An-der-Lan-Straße 45,, E i n zelhandel ohne Beschränkung auf bestimmte Waren. — Max, Kucn, Haller Straße 212, Großhandel mit Schuhen und Schuhhalbfabrikatcu. - Gröhenig Otto, Auichstraßc 5 3, Handel mit Maschine» jeder Art, Ha»delsage»tnrgewcrbe. — Johann Vncher, Höttingcr A l m , Gast- nnd Schankgewerbe <Almwirtschafl>. Plehcr Peter, Nadetzkystraße 2<!, Ha»delsa.ge»t»rgewerbe. „Trausalpiue Öllciluug in Österreich Ges. m. b. H.", Taluruer Straße l^l. Betrieb ei»er ^^

leiliinq.

Nachweisung über die inl Monat Oktober l96^t beim Stadtmaqistrat Innsbruck durchqcfülirten (bewerbe!öschunqen Widiuair, I u u r a i u ll), .UlcidermachergeN'erbe. — Karl »iasncr. Auiraser See-Straße 1. Eleltroiuslallatiousgelverbe. Berta E;ctl, I»»slraße <>7. Ha»dcl mit Eisenware» »sw, Emma Pöllingcr, Höhcnstraße 35», Wäschc>varener;eug>,»g, Johann Figallo. Mozartstraße 6, F r i -

seurgewrrbe. Albert Josef i?blil!ger. N^icheuauer Straße Nr, 1, Tapeziererge>oerbe, Eduiuud Fiedler, Fallmerayer straße !, Mechanilergewcrbe. — „Westtraus Ges. m. b. H.". Bozner Platz 1. Spediteurgewerbe. „ K a r l Weber. Kommanditgesellschaft", Autou-Rauch-Straßc 18, Haudrl. „Or-


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Amtsblatt der Landeshauptstadt Innsbruck

ganisationokomitcc der IX. Olympischen Winterspiele", Talurucr 3>raßc I I , Einzelhandel mit Ware» aller Art. — Teveri» Farnit, Tr.-Glah-Straße 26, Bäckcrgcwcrbe. — Dr. Rudolf Vanr, Brirucr Ctraßc l, HaudclKagculiirgcwcrbe. Hubert Glaser, Hcrzog^Friedrich-Straßc 19, Kleinhandel mit Wein und Spirituosen. — Arthur Tinlhauser, Erlcrstraße 4, Füllhaltcrrcparatur. — Johann Paulus, Sillgassc 17 und Muscumslraßc 30, 3<ipc',icrcrgewcrbe und Handel. — Knoll Margarethc, Blasius-Hucbcr-Straße IN, Erzeugung von Mops. — Ferdinand Lamprechtci, Herzog-Friedrich-Straßc

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Nr. 28, Austochcrci. „Ärthnr Löffler OHG.". Mcraucr Straße 9, Ttciumctzgcwcrbc, Pension Nockerhof „ Spörr und Co.", Tcrlcswcg 8, Gast, und ^chanlgcwc Karl Moser, ^icglaugcr 12, Lohubrütcrci, .Uarl Erlcrstraßc 3, Haudcl niit ParfümerieN'arru, „(5. Flüggen Österr. Kohlenhansa und Treibstoff l^es. in. d. .'p.", Iuuslraßc Nr. 91 (weitere BctricbsställcX snlildare ^crlausspnmpc, Echafzuchtvercin Hotting. Höttingcr Alm, <^asl und Schanl gcwcrbc.

Baugenehmigungen (Wenn nicht anders angeführt, entspricht die Anschrift für das Bauobjekt auch jeuer des Bauhcrru.) Aubau, Haller Straße 171, 3/^-Starkstrom-Anlagcn, Balurner Straße 18. Aufstockuug des Bürotraktes, Haller Straße 117, Duschet «^ So. OHG., Kaiser-Franz-Iosef-Stratze 7, 2 Wohnungen. Untcrflnr-Umsftannst., Schillcrstraße 9, Stadtwerke Innsbruck, (5WI, Salnrner Straße 11. Klcingaragc, Botanikerstraße 1b, Dr. Otto und Fr. Olga Hcnn. Umspannstellc, Höttinger Gasse 12 c, Stadtwerke Innsbruck, E N I , Salurner Straße 11. Vordach-Neugestaltung, Vrlerstraße 11, Josef Falkner. <I>Ifcucrungsanlagc, Spergcsstrahc 3, Isolde Fritz, FranzFischer-Straße 1. .Moingara'gc, Bichlweg IN, Johann Schicner. .Meingarage, Fraucnaugcr 2, Rosa Haidl Olfcueruugsanlagc, Fickerwcg 2^, Univ.-Prof. Dr. H. Frauke, Würzburg, Teutschland. Zwei Wohnblockc und Garagen, Ampfercrstraße 34, 36, 38 nnd 40, Intercs.-Gcm. Ampfercrstraße, Maria-TheresienStraße 42, 3n Wohnungen. Schuppen, Haller Straße'i65>, Autohaus VONA. Veranda, Weingartnerstraße 150, Herbert Gasser und M. Kiener. Einfriedung, Hüttinger An 22, Karl und Barbara Schweiger. Einfriedung, Sounenstraße 28 c, Rosa Avancini. Anbau, Iagdgasse 12, Hans Popp. Geschäftsportal, Innstraßc 67, Eduard Wintner. Unterkellerter Anbau, Haller Straße 192, Alfred Castka, Rcunwcg 26. Wohu- und Stallgcbäudc. ArzI 77, Dr. Ludwig Kögl, Schlossergasse 21, 2 Wohnungen. Gemauerte Closctte, Schnceburggasse 9, Rudolf Larese, z. Hd. Heleue Buratti. Stöcklgebäudc-Aufbau, Maria-Thcrcsicu-Straße 38, Traftp'schc Union, 5 Gar<^on. Anbau, Bauerngasse 3, Leopoldiue Marx. Kleingarage, Waldstraße 31, Anton und Christine Reich. Olfellernngsanlage, Arzl 130 e, Dr. Armin Santner, Anichstraße 22. Ölfcucruugsanlage, Hungerburg-Hötting 32, Paul Flora. Wohuhochhaus nnd Tiefgarage, Schützenstratze Nr. 38, RA. DDr. Josef Sokops, An'ichstraße 7, 72 Wohnungen. Olfeucrungsanlagc, Schöpfstraßc 5>8, Landesarbeitsamt, Republik Österreich, Herrengassc, Bundeshochbauverwaltung. ^ündmittellagcr Gp. 2033/2, KG. Pradl, Arge. Ast k Co.. R. Oberranzmcycr, Villcr Berg 3. Büro- nnd Geschäftshaus, Klcingarage, Mitterwcg 9, Alois nnd Anna Stcffan, Fischualcrstraßc 34. ^lfeuerilngsanlagc, Allcrhciligenhöfc 3y und 3?,, Roman uud Maria Holzmaun, Planötzen-Umgcbung 4. Wintergarten, Am Gießen 5, Franz nnd Rosa Audratsch. Einfriedung, Höttinger Au 40 a, Hans Haufer ^ Co.

Toppclwohnhaus, Wciugartucrstraße. 114 uud lI6, Tiroler Gem. Wohuuugsbau- u. Sicdlg. G. m. b. H., Praudtaueruser 2. Mullcimerhäuschen, Erikaweg 2, Wohng.-Eigent. Gem,, Evikawcg 2, 4. 6 und 8. Flugdach, Höttiuger An 74, Hans Oberachcr. Wohnblock „Haus L", Gpn. 2439/3 und 3732, KG. Hotting. Gemeinuützige Hanp>tgenossenschaft des Sicdlcrbuudes, Innrain 95,, 40 Wohnnngen. Wohnhaus „Haus ^ " , Gp' 2439/3, KG. Hötting, Gemeinnützige Hauptgenosscnschaft des Siedlerbundcs, Innrain Nr. 95>. 8 Wohnungen. Einzclwohuhaus. Gp.'2439/3, KG. Hötting, Gem. WohuungsWerk Ges. m. b. H., Innrain 35,, 8 Wohnungcn. Olfcneruugsanlagc, Schcuchcustuclgassc 10, Mobil Oil AusMa AG., Wien I., Schwarzcnbergplatz 16, Gcschäftsportal, Leuchtschrift, Höttiugcr An 33, Alois Schöndorfcr. Wohnhaus „Haus ^ 1", Gft. 2439/3, KG. Höttiug. C>>cm. Hauptgcnosscnschaft des Siedlerbundcs reg. ni. b. H., Iuuraiu 95i, 8 Wohnnngen. Einzclwohnhaus 6, Gft. 2439/3, KG. Höttiug, Gem. Wohuuugswerk, Junrain 35,, 8 Wohnungen. Einzclwohnhaus 7, Gft. 2439/3. KG.' Höttiug, Gem. Wohnungswcrk, Inurain 35>, 8 Wohnungen. 3 Wohnhäuser 8, 9, 10, Gp. 2439/3, KG. Hutting. Gem, Wohnnngswcrk, Innrain 35, 30 Wohnungen. 3 Wohnhäuser 3. 4, 5, Gp. 2439/3, KG.'Hötting, Gem. Bauuud Siedlungsgenossenschaft „Frieden", Iuurain 37, 30 Wohnungen. Einzclwohuhaus 11, Gft. 2439/3, KG. Hötting, Gcm, Wohuuugswcrk, Junrain 35, 8 Wohnuugeu. Topftcllvohuhans 1 nnd 2, Gp. 2439/1 und 2139/3, KG. Hötting, Gcm. Bau- und Sicdlnngsgenosscnschaft „Fricden", Innraiu 37, 14 Wohnnngen. 3 Wohnhäuser 12. 13. 14. Gp. 2439/3. KG. Hötting. Gcm. Ban- nud Siedlungsgcnosscnschaft „Frieden", Innrain 37, 30 Wohnungen. Fcncrmaner-Dnrchbruch, Franz-Fischer-Straßc 17—19, Kurt Nemcc. Anbau, Pradler Straße 13, Josef Singewald. Umbau und Klciugaragc, Dr.-Stumpf-Straße 38, Klaus Tittrich, Praudtauerufcr 2. ^ileingarage, Tr.-Stumpf-Straße 18, Dipl.-Ing. Eberhard uud Mclauic Müller-Thicß. Aubau, Coliugassc 6. Autou Tchöllhoru. Wohuhaus mit Klciugaragc, Schwimmbcckcu, Wicscugassc ! l, Waldhart Rciuiugcr, Reichcuaucr Straße 9N/II, 1 Wohuuug, Umbau, Tiroler Laudcstheatcr, Stadtqemeiudc Innsbruck, Abt. IV, Neues Rathaus.

Verleger, Eigentümer und Herausgeber: Die Swdtgemoinde I:insbruck. — Veranrw. Schriftleiter: Dr. Karl Schadelbauer, Innsbruck, Nathans, Zimmer Nr. 190. — Druck: Felizian Ranch. Innsbruck.

Amtsblatt Innsbruck  

Ausgabe November 1964

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