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August l<)64

"27. Jahrgang

Innsbruck — heute — morgen — übermorgen Über die Ausstellung in der Tiroler Handelskammer Die Ausstellung „Innsbruck — heute — morgen — übermorgen", die oom Wirtschaflsförderungsinstitut der Tiroler Handelskammer veranlag und bereits ani .'l. J u l i eröffnet wurde, ist wohl eine der interessantesten und aufschlußreichsten, die im Ausstellungssaal der Tiroler Handelskammer je gezeigt wurden. Bereits in den ersten Tagen ihrer Eröffnung strömten lausende Innsbrucker herbei, um an Hand zahlreicher Modelle. Pläne und Fotomontagen die städtebauliche Entwicklung nnd das zukünftige Aussehen ihrer Stadt zu besichtigen und zu bestaunen. Es ist kaum faßbar, daß all diese Pläne, die einem Laien als unrealisierbare Zutunftsträume erscheinen, zum Teil in allernächster Zeit sogar verwirklicht werden sollen. I n n s bruck ist nun wahrhaft eine Großstadt geworden, deren Vedeutung nicht unterschätzt werden darf. Die Welt von heute fordert zeitgerechtes Denken nnd Handeln, will man den Ansprüchen des modernen Mischen N^ recht werden und nicht in der schnellen weltweiten Entwicklung nachhinken oder gar steckenbleiben. Und so wird geplant, gebaut, nach Verbesserung und Vervollkommnung gesucht. Daß Innsbruck diesbezüglich eine der aktivsten Städte unseres Staates ist und in allen seinen Bestrebungen bemüht ist. die Wünsche seiner Bevölkerung zu erfüllen, zeigt diese einmalige Ausstellung, Beginnen wir mit unserem Rundgang! Einleitend wird demBesucher eine riesige^otonwntage vorAugen geführt, die das Stadtpanorama, vom worden gesehen, darstellt. Hier ist in dicken weißen Linien der Verlauf der geplanten Autobahn eingezeichnet. Sie wird von der bisher bereits vollendeten Strecke über eine elegant geschwungene Brücke auf sogenannten ..Pilzbelonpfeilern". die einen Hohlraum von vier Meter Durchinefser aufweisen, durch die Sillschlucht und dann am südlichen Stadtrand entlang, beim Schloß Amrns vorbei, gegen Osten führen. Die westliche Autobahn wird hinter dem Bergisel durch einen Tunnel abzweigen und auf einer ähnlichen Brücke über die Ferrari wiefe in Züchtung PelerbrünnI geleitel. Durch den Ausbau des Südringes. dessen Verbindung mil dein

sogenannten Nordring über die geplante Holzhammerbrücke und durch direkte Anschlüsse dieser Umfahrungsstraßen mit der Autobahn im Bereich größerer Industriezonen wird ein klagloser Verkehr von Transitfahrzeugen gewährleistet und der Stadtkern in uerkehrstechnischer Hinsicht entlastet. Eine schematische Skizze bietet dem Besucher eine genaue Übersicht über alle diese Straßenzüge. I m Westen der Stadt, gegenüber der Sieglanger-Eiedlung. mnß für den Bau der Autobahn eine Innregulierung gegen Norden zu vorgenommen werden. Auf den weiteren Tafeln und Plänen wird ersichtlich, wie verkehrshindernde Engstellen sowie gefährliche Straßenkreuzungen im Stadtbereich beseitigt werden. Die Engstelle bei der Rauchmühle und das berüchtigte „Löwenhaus-Eck" seien hier nur kurz erwähnt. Durch eine große Unterführung, die knapp hinter dem Westbahnhof in der Egger-ÜicnzStraße beginnt und bei der Glockengießerei Graßmayr allmählich zur Olympiabrücke hin steigt, wird die üeopoldstraße, dieHauptdurchzugsstraße gegen Süden, wieder von einer hemmenden, gefährlichen Kreuzung befreit. Ein kleines Modell veranschaulicht die Zu- und Abfahrtsstraßen zu und von der Autobahn im Vereich des Peterbrünnl. Beim ersten Blick sieht es wie ein unübersehbares Durcheinander von sogenannten „Straßenbrezeln" aus. doch nach genauerem Studium scheint alles wohldurchdacht und überlegt. ^ i i r Fußgänger werden eigene Einkaufszentren geschaffen, die vom allgemeinen Autoverkehr vollkommen abgeschlossen sind. So besteht der P l a n , die sogenannte ..Vittoriavassnge" gegenüber dem Hauptbahnhof zn errichten. Sie soll bis zur Adamgasse führen. Personenautos und Lastkraftwagen können in Tiefgaragen abgestellt werden. Auch die Allsladt soll verkehrssrei gestaltet werden. 'Auf diese Weise erhält dieses Fleckchen Innsbruck wieder seinen ursprünglichen, millelalterlichen Charakter und bietet dem Besucher ^ul,e und Beschaulichkeit, ^ ü r die Versorgung der Geschäfte, Gasthöfe und Holeis werden frühmorgens und abends Ladezeilen eingeführt. Über das Thema ..Altsladl" wurde bereits viel nnd lelchasl distuliert. Die


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Amtsblatt der Landeshauptstadt Innsbruck

Gegenstimmen zu diesem Vorhaben, die hauptsächlich von feiten der Gastwirte und Kaufleute kamen, waren sehr zahlreich. Diese seien daran erinnert, daß bereits vor geraumer Zeit in St. Polten der Versuch unternommen wurde, die Altstadt vom allgemeinen Autooertehr zu isolieren. Eine Umfrage in der Bevölkerung ergab, daß die Ausführung dieses Planes glücklich und zur Zufriedenheit aller gelang. An eine Erweiterung der für dieses Vorhaben noch dringender benötigten Parkplätze wird ebenfalls gedacht. Die gerade in den Mittags- und Abendstunden stark frequentierten Kreuzungen Maria-Theresien-Straße—Marttgraben und Innrain—Marttgraben sollen durch unterirdische, teilweise mit Rolltreppen ausgestattete Fußgängerpassagen entlastet werden. Ein interessantes Modell ist weiter vom Wasserwert Mühlau zu sehen. Es zeigt, wie das Wasser im Verginnern in einem langen Stollen, der bis unter das Samertal hineinreicht, gesammelt und von dort ins KraftwerkMühlau geleitet wird, das übrigens das einzige Kraftwert Europas ist, von dem das Wasser anschließend noch als Trinkwasser verwendet werden tann. Dieses wird in einem Speicherbecken von 27).000 Kubikmeter I n h a l t gesaßt. Eineinhalb Tage tonnte die Stadt mit diesem Wasseruorrat versorgt werden. Pläne geben Aufschluß über die Größe des Kanalnetzes im eigentlichen Stadtgebiet. Die Wasserversorgung non I g l s wurde durch eine Pumpanlage beim Klarerhof gesichert, wobei das Wasser von den gespeicherten Klarerhofquellen zu einem Hochbehälter nach oben gepumpt wird. Ähnliche Tafeln bieten dem Beschauer einen Überblick über die vorhandenen und geplanten Kanalsiisteme fiir die Abwässer. Interes fan! ist das ^oto eines sogenannten ..Negenüberlans

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tanals". Das Regenwasser. das während eines staile» Gewitters die Kanalröhren fast zur Gänze fülle,! würde, wird durch diesen Überlaufkanal direkt in den I n n geleitet. I n den nächsten Jahren foil in der Reichenau eine große Kläranlage entstehen, die sämtliche Hauptkanäle aufnehmen wird. Das Projekt ..Völser See" kommt in dieser Ausstellung auch wieder zur Sprache. Nach dem aufgestellten Modell ist am Nordufer des Sees der Bau einer Satellitenstadt mit eige ner Kirche, einem Einkaufszentrum, einer Schule und so weiter vorgesehen. I m Westen dieser Stadt schließt das Strandbad an. Immer wieder werden von feiten der Stadtverwaltung Überlegungen getroffen und Pläne entworfen, wie für die ständig wachsende ?>nns brucker VevölterungVademöglichkeiten geschaffen mei den könnten. Ein Teil der Ausstellung ist dem Wohnliausdau gewidmet. Modelle von modernsten Wolinsiedlungen in Pradl und Sadrach, Pläne und Skizzen von HochHäusern, auch von den sogenannten „Sternhochhäusern", geben dem Vesucher Aufscyluß über die soll fchrittliche Bauweise von hellte, wie sie in Innsbruck in vielen Arten uud mannigfaltigen T r i n e n in Erscheinung tritt. Einzelne solcher Vanlen, wie eine Wohnanlage in der Höhenstraße. das Gebäude de>, Wirtschaftsförderungsinstitlits mit feinen geplanlen Zubauten lind die Villa Vlanta, die zur Gän,e neu errichtet wird, sind im Modell zu sehen, Am>, da,> Ollimpische Dorf, das durch zahlreiche Hochhäuser und kleinere Wohnsiedlungen zu einem neuen Stadtteil l>on Innsbruck ausgebaut wird, der in ^ u l u n ü elmo M,0l><) Menschen beherbergen lan», wird in einer l'er lleinerten Abbildung gezeigt, ebenso der Innen mit dem neuen ^ l


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Amtsblatt der Landeshauptstadt Innsbruck

Schemaüsche Darslellnngen, P l ä n e und tagen bieten eine tiare tibersichl und tontrete A n g a ben über den A u s b a u des K r a f t w e r t e s ..Untere S i l l " , Ans den Aufsatz ..Das K r a f t w e r t Untere S i l l " , do> i», M ä r z dieses Jahren im Städtischen A m t s b l a t t erschien, sei in diesem Zusaminenlmng Iiingelviesen, D a ^ neue G a ^ i v e r t , eine Leiclilbenzinspallanlage, die dereil,. in B e t r i e b ist und giftfreies l^'ias erzeugt, ist aus mehreren F a r b f o t o g r a f i e n zu sel)en. E i n interessante','' ''Ausstellungsstück ist die uerllei nerte, »laßstal'gelreue R a ä i b i l d l i n g des ^uschaueirau

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,nes des T i r o l e r Landestheaters, das in den näcl)sten salire» in neuein Glanz erstrahlen w i r d . Der Zuschaue r r a u i n . nlinmelir auf!!!»<» Sitzplätze e r w e i t e r t , soll in moderne!», jedoch zeitlos elegantem S t i l ausgestaltet . bei dein die t r a d i t i o n e l l e n F a r b e n ^'l,<eiß lind mit Goldverzielungen d o m i n i e r e n , B ü l i n e und r werden um ein Vielfaches vergrößert, (Garderoben nnd T o i l e t t e a n l a g e n in das T i e s p a r t e i r e verlegt. d'in ?,deenvorschlag über die Lage und Gestaltung des geplanten Kongreßhanses beschließt die A u f s t e l l u n g ,

Aus dem Gemcinderat Der Iiuisbrucker Gemeinderal uersaininelte sich am 22. J u l i 1W4 zu einer ordentlichen Sitzung, der letzten vor den Serien. Vor Eingang in die Tagesordnung beantwortete Bürgermeister Dr. Lugger Anfragen aus der Gemeinderatssitznng vom 11. J u n i dieses Jahres, betreffend die Einsichtnahme i n die Tagesordnung über Grundstücksangelcgenheiten. die Vergabe von Bauaufträgen für das Kraftwert „Untere S i l l " und über die Vertretung der Stadlgemeinde Innsbruck in der Gesellschaft mit beschränkter Haftung „Haus der Jugend". Gemeinderat Hofer und Genossen beantragten, die Straßenzüge in der Lohbachsiedlung nach abgeschlossener Kanalverlegung instand zu setzen lind mit einer Straßendecke zu versehen. Stadtrat Hackl fragte an. ob der Gesellschnftsvertrag „Haus der Jugend", der in der derzeitigen Fassung den Verhältnissen nicht mehr entspricht, durch die zuständigen Organe in Behandlung genommen wurde. (hemeinderat Dr. Knoll stellte den Antrag, mit dem Land T i r o l und den in Betracht kommenden Stellen des Bundes Verhandlungen mit dem Ziele anzubahnen, daß im Falle eines Verkaufes das Sporthotel in der Aramer Lizum samt Rebenbauten für soziale und sportfördernde Zwecke gemeinsam durch die (hebietstölperschaften erworben wird. (hemeinderat Dr. Kögl stellte die Anfrage, wie Offerteröffnungen nach beschränkten Ausschreibungen bei der Stadtgemeinde vor sich gehen und welcher Firmentreis zu Bewerbungen eingeladen wird. Bürgermeister Dr. Lugger führte die Anfragen und Anträge der geschäftsordnungsmäßigeit Behandlung zu. I n die Tagesordnung eingehend, teilte Bürgermei^ ster Dr. Lugger mil^ Der Stadt Innslnnck wurde der Europapreis znertanni. Der Stadtrat nnd die Obleute der gemeinderätlichcn Klubs sind zu einem Besuch der Aufstellung in Lau sänne eingeladen worden. Der ^Rechnungsabschluß !!><>:! wurde vom Amte fer liggestellt und ist dem Konlrollamt zur Prüfung und Abfassung des Prüfberichtes überlassen worden, Berichterstatter Stadtrat Dr. Septora! Auf Aiitrag des Finanzausschüsse'.'' bewilligte der (s>emeinderat Rächt ragstredite von zusammen :>,<»:l7. llM. Schilling und gab Kredite von zusammen 12M!x000.—Schilling frei'

Dem Tierschutzverein T i r o l wird für das neue Tierheim inMentlberg ein Bautostenbeitrag von 5>l).l)W.— Schilling zuerkannt. Eine längere Debatte löste die Bewährung eines Beitrages zum Bauvorhaben „Das neue Zentrum der Jugend der Marianischen Mittelschülerkongregation aus. (hemeinderat Krebs anerkannte das Bemühen dieser Institution, ein derartiges Heim zu errichten. Alle ähnlichen Projette der Jugendorganisationen seien förderungswürdig. Die Gewertschaftsjugeud beabsichtige, in Innsbruck ein neues Heim zu bauen. Auch dieses Vorhaben möge entsprechend unterstützt werden. «iemeinderat Dr. Mang sprach sich fiir die Schaffung eines neutralen Jugendzentrums aus lind meinte, die Steuergelder würden damit objektiver und vorteilhafter verwendet als im vorliegenden Falle, wo es sich um eine einseitige Angelegenheit handelt. Gemeinderat Dr. Knoll verwies auf die llberparteilichkeit der Mnriauischen Mittelschülertollgregation. Beim Jugeudzentrum der Mittelschülerkongregation uud beim Haus der Gewerkschaftsjugend gehe es um einen bescheidenen Beitrag der Gemeinde. Ein eigenes Haus für die gesamte Jugend zu schaffen, übersteige die finanzielle Leistungsfähigkeit der Gemeinde nnd gehe auch über den Nahmen hinaus, der einer kommunalen Einrichtung zusteht. Bürgermeister-Stellvertreter Obenfeldner erklärte, die Jugendarbeit der katholischen Jugendorganisationen unterstützen zu wollen. Jugendarbeit sei in jeder Hinsicht zu fördern' jedoch sollte bei der Gewährung von Subventionen ein gerechter Maßstab angelegt werden. Das Bauvorhaben der Gewertschaftsjugend sollte eine gleich hohe Unterstützung erfahren. Stadtrat Dr. Seytora führte aus. daß eine Reihe lwn Jugendverbänden von einem zentral geführten Heim nichts halte. Verbände nnd Vereine würden ein Haus der offenen Tür nicht aufsuchen. Der Finanzansschuß habe das vorliegende Projett geprüft und als gut befunden. M i t Mehrheit faßte der Gemeindera! den Beschluß, der Mitlelschiilertougregalion zum Bauvorhaben einen Beilrag von ."><«»,<»<«!. Schilling zu bewilligen. wovon !.'s)!<.Wlj. Schilling im Jahre 1W4 flüssigzustellen sind nnd ein gleich hoher Betrag l25,<».<»<!!». ^ Schilling! in das Budget 1!)l»5) aufgenommen wird. Der Miltelschiilerlongregalion wird die vorgeschriebene Abgabe zum Straßenbauaufwaud auf den Betrag von l2.'1l>7.5,<> Schilling ermäßigt.


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Frau Witwe Karolino I u u g mild aiigesichts der kostenlosen Überlassliug ^ou l^rund für Straßenersiel luug in» Betrage dcv kosten oou 33.lj<11.l>l) Schilling für dio Crsthcrstclluug des össenllichen Gehweges entlang der Grundparzelle 1>^>l1 7. KG. Pradl. eine Sub ooliti un gewährt. Für Abschlußarbeileil a,l der Götzener Schiabfahrt lBegrünuiig) wird ein Betrag voll 4l1.000.— Schilling aus M i t t e l i l fiir die Olunlpischeil Winterspiele 1W4 beivi Iligl. Berichterstatter I n g . Fritz! Auf Antrag des Vauausschufses wnrden folgende Änderung^- und Teilbebauungspläne beschlossen! Nr. 63/ax, Pradl-Amras, Reichenau, Motorpool' Nr. 84/K, Hungerburg, im Vereich der Grundpnrzellen 3517/2.'/6, /8, /9, KG. Hotting' Nr. 110. Arzl, Rumer Lager.

Gleichzeitig wurden die eulsprechenden leilslüclv der bisherigen P l ä n e answer K r a f t gesetzt. Ingenieur Lener lind Johanii Maurer muldcu ".'lus ualiiuegeuehiuiguugeu uacli >? 7 ,, Iuusbi'inlcr Vau ordnuug erteilt. Gemäß i> Nil) Innsbrucker Baliorduung inurdo der Vali folgender Objekte bewilligt! Zuschauerhaus des Tiroler Landeslliealers; Unterfllir-Umspallitstelle in der Schillerstraße! Uinspailnstelle in der Höttinger Gassen ^Wirtschaftsgebäude auf dem Campingplatz '.>^ei chenau und Doppeluoltsschule Neichenali. An die öffentliche Sitzung schloß sich ei»e .'cvlnni liche Veratllng über Gruitdstiicksangelegeulieileu an. Berichtigung. Die im Juli-Amtsblatt mitgeteilte Gemcinderatssitzung fand am N . Juni, uich! am 1. Juni statt.

Ehrenringträger Prof. Dr. Carl Senn zum Gedenken Eine hochgeachtete Innsbrucker Künstlerpersönlichteit ist am 26. J u l i d. I . unserer Vlitte entrissen worden. Professor Dr. Carl Senn hat seine Augen geschlossen und den ewigen Frieden gefunden. Ob des herben Verlustes wendet sich den Hinterbliebenen allgemeines Mitgefühl Zu. Carl Senn, geboren als Sohn des Schuldirektors und Chorleiters von St. Nikolaus am 31. Jänner 1878 in Innsbruck, Mariahilfstras^e !U, oblag schon neben seinem Gymnasialstudium eifrig dein theoretischeil Unterricht bei Josef Pembaur d. Ä. I m Praktischen lernte er bei Konzertmeister Cibel das Geigenspiel, dem mehrere andere Instrumente folgten. Bereits als Knabe erfuhr ihm die erste öffentliche Anerkennung durch die Verleihung des „Wilhelm-Greil-Preises", der ihm wogendes virtuosen Veherrschens des Orgelspieles verliehen wurde. Größere Kompositionen tirchenmusikalischen Charakters, die bei Feierlichkeiten in St. Nikolaus aufgeführt wurden, machten ihn über die Heimat hinaus bekannt. Nach Abschluß des Gymnasiums wurde Carl Senn Kapellmeister am Innsbrucker Stadttheater. Dann ergriff der junge Musiker das Hochschulstudium in Wien, wo er nebenberuflich als Dirigent an die Volksoper berufen wurde. Ein großer Erfolg wurde ihm durch die Aufführung des Männerchors mit Orchester „Aus Goethes Höllenfahrt Jesu Christi" zuteil. Zahlreiche Chor- und Orchesterwerte erschieneil in der Folge von ihm. Durch die Verleihung des Musikpreises der Stadt Graz wurde sein Wirken weiterhin populär. I n die Heimatstadt Innsbruck zurückgekehrt, nahm Professor Senn einen Posten bei der damaligen t. t. Staats-

bahndirektion an, um so kompromißlos seiner kompositorischen Tätigkeit nachgehen zu können. Musikwissenschaftliche Zeitschriften würdigten Senns Schaffen, und bald fchon startete er in München als Operntomponist mit dem Werke „Der Rattenfänger", das in sieben Aufführungen große Erfolge brachte. Bedeutung erlangte auch seine Oper ..Philippine Welser". Der Te nor der damaligen Kritiken verglich Carl Seuu mil einem anderen Tiroler und nannte den .^ompouisteli den musikalischen Egger-Lienz. Vor allem betraf diese Würdigung auch seine großen oratorienhaften Werke, wie etwa die „Franzisknskantate" oder die Passionskantate, die der Persönlichkeit Senns zutiefst entsprangen. Nur streifend fei darüber hinaus daran erinnert, daß es Carl Senn war, der jene Arbeitsgemeinschaft gründete, deren klar umrissene Ziele im Tiroler Liedgute bedeutende Früchte zeitigte. Eines seiner letzten großen Werte schuf Professor Carl Senn zum Jubiläumsjahr 1l)7)9, das den Namen des Freiheitsheldeu ..Andreas Hofer" trug. Seiner Vaterstadt Innsbruck hatte er schon früher die „Sinfonietta" gewidmet. I n Anerkennung seiner hohen Verdienste erhielt der Künstler das Ehrenzeichen des Landes T i r o l , seit 1!!. M a i l!!lì!l war er überdies Träger des Clireuriuges der Stadt Innsbruck. Die Leichenbestattung erfolgte über Wunsch des Verblichenen in aller Stille. Eine Bibellesuug lind Orgeltlänge erfüllteil die Artaden des städtische» Westfriedhofes. Blumen der Verehrung und Kränze des Landes nnd der Vaterstadt schmücken das Grab des großen Tontünstlers. W. Eppacher

Altgemeinderat Alois Traqer I n seinem Höttinger Heime, Bauerngasse 7, verschied am 22. J u l i Nüil im Greisenalter der Kleinbauer Alois Träger, vom I^l. Dezember M28 bis Fc bruar 1934 Gemeindeausschußmitglied der damals noch selbständigen Gemeinde Hötting. Der in diesem Stadtteil überans belieble und angesehene Bürger go

hörte späler auch dem öandwirteausschliß des brucker G e n i e i n d e r a t e s a n . n i i d z w a r u o m !, <!>!!! b i s l . A p r i l !!!,',<>. C i » schlveicr l'n' z l v a u g i l ) » d a n n z u m R ü c t t r i l l , obuiol)I i l ! » insister D r . M e l z e r , d e r i l i u a l s V o i l r a u c u s » n n i , , u » d g u l o r ,^xcuuer d e r >'>öl!i»gor V e r l i ä l l i i i s j e besonders


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schätzte, wiederhol! zliv ^eiln'lwllung des Mandates zu bewegen versuchte. Alois Träger, gebore,! ani 7, dünner l>>7!> in Hotting, war der Sohn armer Eltern. Räch der ^ o l t s schnle erlernte er in der Schlosserei Platzer das Schlossereihandwelt, trat aber später als Heizer in den Dienst bei der Vahünerwaltnng, Pflichtbewußt stellte er sich während des ^'l,<elttlieges in die ^leihen der T i roler .^niseriäger. 1!»1_'ü trat er als Lokführer in den Nnhestand. Das alle Knappenhäusl, das er N>-'1 lim :l.'>.Ml).- Kronen getauft hatte, vergrößerte er um ein vielfaches lind baute es zu einen« Miethaus aus. Tragers Vemühlingen zeitigten freilich mir geringe Erträgnisse' denn noch heute entrichten die Mieter durchschnittlich einen Mietzins von!i5. Schilling. Da das Einkommen aus der Pension ebenfalls niedrig war. traten bei der Familie Trager, bestehend aus Frau und zwei Töchtern, nicht selten Notstände auf. Schwer drückten auf Tragers Schultern die Schulden, die er aufzunehmen gezwungen war. M i t viel Verzicht und Sparsinn gelang es ihm bis zwei Jahre vor seinem Tode, die letzten Schulden zu begleichen. Neben den Sorgen um Heim und Familie widmete

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siili AIoi>> Träger durch mele ^alii'zelmle mich dem allgemeinen ^ o h l in seiner engeren Heimal, ^m Hötlingerl^enieiuderat war er für die balilichen lind landwirtschaftlichen Velange verantwortlich, vor allem oblag ihm die Sorg^ nm die (siemeindealmen nnd Berghütten, für die er stets auch die Kommissionierungen durchzuführen Halle, Opferreich war seine Täligteil in der ^eil der Arbeitslosigleil, uw er den Vetrosfenen immer wieder den Weg zu einer bescheidenen Arbeit öffnen lonnte. Zahlreich waren seine Ehrenämter, die er belleidete lind die ihm mei ^eil lind Opfer kosteten. Als Obmann des Schaszüchleroereines erbaute er die Achseltopfhütte. die dann in das Eigentum der (Gemeinde Hotting überging. Damals trug er nach des Tages Mühen noch oft schwere Lasten zum Bauplatz empor. Auch für den in der Gemeinde bedeutsamen Schrebcrgartenverein und den Kleintierzuchtverband war er dnrch viele Jahre ein selbstloser Mitarbeiter. Trager, der in all seinen Lebenslagen stets nnr den geraden Weg ging, gebührt auch über das Grab hinaus noch Dank und Anerkennung. W . Eppacher

Der Kammerchor Mentlberg in Knokke Fünfunddreißig Mitglieder unter der Leitung von Dr. Eduard Hofbauer traten am Abend des 2. Juli ihre Reise nach Knokke an. I m Casino von Knokke lVelgien) fand am 4. Juli 1964 unter einer siebenköpfigen internationalen Jury der Auswahlwettbewerb für das Finale statt. 27 Ehöre waren angetreten. Bei diesemWettbewerb mußte derKammcrchorMentlberg als erster antreten, konnte mit dem Pflichtlied „ I n Taberna" und dem Wahllied „Ave Maria" von Vruckner den dritten Platz erreichen und wurde dadurch für das Finale am Sonntag, den 5. Juli, vorgeschlagen. Beim Finale, für das sich elf Ehöre placierten, erhielt der Kammerchor Mentlberg mit zwei Pflichtlie-

dern und dem Wahllied „Glückselig bist du, Maria" von O. Iaeggi den fünften Preis. Durch die außerordentlich schwere Konkurrenz, vor allem der spanischen, jugoslawischen und polnischen Ehöre, war dies ein großer Erfolg, unter die europäischen Spitzenchörc gezählt zu werden. Der Kammerchor Mentlberg war übrigens der einzige Chor aus Öfterreich. Durch den spontanen Applaus bei den Auftritten des Innsbrucker Chors hatte man dassichereEmpfinden, daß damit nicht nur der Kammerchor Mentlberg ans Tirol begrüßt, sondern vor allem auch Österreich Sympathie und herzliche Reverenz entgegengebracht wurde.

Natürliche Bevölkerungsbewegung Innsbruck gil't für den Monat

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Innsbruck vor tiundert Jahren l.hält die Freiwillige Feuerwehr ihre diesjährige Schlußü bun q, 5>. wird der Paduancr Dozent Dr. Franz Schnpfer zum außerordentlichen Professor der deutschen Reichs- und Rcchtsgcschichte mit italienischer Vortragssprache an der Universität Innsbruck ernannt, !>. wird bekannt, daß alle 34 Maturanten des Gymnasiums die Rcifeprüfuug bestanden haben, davon fünf mit Auszeichnung. 17. fiudet — es war dies der Vorabend von Kaisers Geburtstag — ein großer Zapfenstreich uud anschließend „Reunion" (Tanz) im Garten des Adambräns statt. 2<». stirbt in Natters der bekannte Historiker Rudolf Kiuk

(Herausgeber des Codex Wangianus). der schon länger an einem Lnngenleidcn litt, 43 Jahre all. 2«. steigen 70 Berliner, die in fünf großen Stellwägen reisten, ab. 2!). wird in der Bürgeransschußsitzung die Schenkung des Handelsmannes Alois M a l f a t t i , der sein um 22,<!<«>.— Guldeu erworbenes Anwesen in St. Nikolaus zur (Errichtung eines Institntcs für verwahrloste Knaben augeb»teu hatte, ciustimiuig angenommen. Ein weiterer Puukt der Sitzung war die Überlassung der Reooutenlokalitätcn au die Stadt, Für diese Frage N'nrde eiu cigeucs Komitee gewählt. Schließlich werden dringende Reparaturen im Schnlhause zu Dreiheiligeu bewilligt.

Das Nichtigste vom letzten Monat 5 uli ll)»i4: 1. verabschiedet sich Professor Francois Leger, der seit 1958 das französische Knlturinstitut bestens leitete, mit einem offiziellen Empfang, Sein Nachfolger ist Professor Pierre Wnrms. 2. wird auf der Abschlußfeier des Vereinsjahres 1963/64 der Gesellschaft „ P r o sencctnte" Bürgermeister D r . Alois Lugger mit dem goldenen Vcrciusabzeichcu ausgezeichnet. - werdcu Formulare zur Eiuleituug ciues Volksbegehrens über die Aufgaben nnd die Einrichtung des Österreichischen Rundfunks ausgegeben. 3. wird die Ausstellung „Innsbruck — heute — morgcu übermorgcu" (siehe Seite 1) eröffnet. 4 verleiht die Universität den Mozartftreis für das Jahr 1904 an Professor D r . Joseph Lefftz in Straßburg für seine Verdienste um die Volkskunde. 5. findet das 3. Bezirksschützenfcst in Arzl statt. Bürgermeister D r . Alois Lugger schreitet die Reihen der Kompanien von Amras, Ärzl, Hötting, I g l s , Mühlau, Pradl uud Wilten, die samt ihren Inugschützen und den Musikkapelleu Amras nnd Arzl aufmarschiert waren, ab. werden in einer Feier im Großen Stadtsaal vom Präsidenten der Tiroler Arbeitcrkammcr Gänsinger in Gegenwart von Vizebürgcruieister Direktor Maier und Gemeinderat Eichlcr an 334 Preisträger des Berufsschulwettbewerbcs die Preise verteilt. <!. stirbt Generalmajor a. D. Albert Reichel, ehem. Kommandant des Tiroler Artilleriercgimentes Nr. 6, 81 Jahre alt.

!!. begeht der Vorstand des Institntcs für Anorganische und Aualytische Chemie Univ.-Professor D r . Crich Hayet seinen (><>. Geburtstag. 14. begiuut der österreichische Natioualzirkus Reberuigg ein längeres Gastspiel. l<i. fiudet im Großen Stadtsaal ein Konzert der Wiener Symphoniker nntcr der Leitung von Professor Robert Heger statt. — wird D r . Crnst Cigentler, der seit dein Übertritt des Ministcrialrates Dr. Gottfried Hohenaner in den Ruhestand die Kulturabteilung der Tiroler Landesregierung provisorisch leitete, zu deren definitivem Leiter bestellt. ^ stellen zwei Künstler, der Bildhauer Heinz Goll und der Maler Werner Lößl, ihre Werkc in, Frcicn am Sockel des Stadtfaalcafcs ans. Itt — 2N. weilt der Arbcitcrsängerbund„Harinonie"ans Freiburg in Innsbruck. 2N. weiht Se. Er.z. Bischof D r . Paulus Rusch deu Neubau des Theologeutraktes der Herz->Iesu-Missionäre in Hötting ein. 2«'. stirbt der ehemalige Gemcindcrat Alois Trager, NB.-Beamter in Ruhe, tt'> Jahre alt (siehe Seite 4), 24. wird der Große Stadtsaal infolge eines Dachstuhlbraudes für läugere ^>eit uubcuühbar. 26. stirbt der Chrcuriugträgcr Professor T r . Carl Scuu, «7 Jahre alt (siehe Scitc 4). 30. vollendet Lanoesschnlinspcktor Hofrat Dr. Alois Bnrtscher das 6N. Lebensjahr,

Kunstausstellungen im Monat Juli Tiroler Kuustpavillon, Renuwcg 8 .-,, Fritz Wotruba, Plaslilcn und Werlzeichnuugcli, 26. J u n i bis 3. August. Galerie im Tarispalais: ,'>eitgruössische Tiroler Kuust aus dem Besitz der Raiffeisen^'enjralkasse ? i r o l , J u l i bis August.

Galerie Studio 2, Innstrahc 47: Jugoslawische Malerei von I v a n Geueralie, ^vau Veeeuaj. Fanja Klopotan, Eugen Bukleniea.

vicuc Universität. Knnsthistorisches InstitutTilman Ostrrivold (Hamburg), Malerei uud Graphiken, I n l i bis August.

Tiroler Volkstuuftmuseu»!. ^'uderansstelluug im Kreuz gang^ Mar. Spielniann, >a!rale Kunsl. ^ u n i bis Septeiuocr.


Anitsblall der Landeshauptstadt Innsbruck

Kardinal Nikolaus von Cnsa nnd Innsbruck Kardinal Nilulans von Ensa. seit 1 l.',<> Bischof von Brircn. starb vor ',<)<) Jahren am 11. August 1K»l zu Todi in llm^ bricn. Ensanus. ei» gebiirtiger Mosrlläuder, war einer der bedeutendsten Denker des ansgehenden Mittelalters, Als Bischof von Briren scheint er nicht immer den richtigen Verhandlungslon mit dem Landessürslen >vie auch mit sei nen geistlichen und welllichen Untertanen gefunden zu ha ben. wie schon vor hundert fahren Albert Fässer in seinem Werke „Der Streit des Cardinals Nicolaus von Eufa mit dem Herzog Sigmund von Österreich" anfgezeigt hat. Die Stadt Innsbruck I>a! jedoä, Aulaß. seiner dankbar zu ge denken. Innsbruck hatte mehrfach Beziehungen zu dem kardinal, Als er zn Ostern des Jahres 145>2 von einer Legationsrcisc nach Teutschland und den Niederlanden zurückkehrte, i'ibcruahm er die Verwaltung des Bistums. Die Osterfeiertage verbrachte er zu Innsbruck, dann begab er sich nach Brix.cn, Als Eusanus in den folgenden Monaten, wahrscheinlich »m sich bei seinen Diözcsanen bekannt und beliebt zu mache», zahlreiche Ablässe verlieh, da bedachte er auch die St.-JakobsKirche iu Innsbruck niit ci»em G»adcnbrief. Er ließ ihn zu Briren am 2. August N5>2 für die in St. Jakob erbaute Drcisaltigkeitskapelle, die auch zu Ehren des heiligen Evangelisten Lucas uud der heiligen Blasius und Ehristoforus erbaut,worden war. ausstellen. Alle Bußfertige», die an den festen der Kirchwcihe wie der Patrone diese Kapelle besuchen, dem Gottesdienst beiwohnen nnd für den Bau der Kapelle und ihre Verbesserung ei» Almoseu speude». erhalle» l M Tage Ablaß.

Noch im Jahre l l,'»2 begann Nikolaus von E»>'a mit der Urform des Stiftes Wilten. wobei er z>uar anch leine glückliche Hand zeigte, mit der er aber schließlich eine für die Stadt höchst bedeutsame Angelegenheit günstig rege!» lomüe. Die Innöbrncker Ware» »ämlich damals kirchlich »och gänzlich vom Stift Wilten abhängig. Auch die Messeslistnngen für die St. Jakobs Kirche, für die täglich fünf, montags sogar >echs Chorherren benötigt wurden, wollte es nicht aus der Hand gebe», obwohl es kam» »och die nötigen Priester hiefür aufbrachte. Bereits seit dem Ende des 18. Jahrhunderts empfand die Stadt ihre Abhängigkeit von der nach damaligen Anschannngcn doch ziemlich abgelegenen und entfernten Stiftspfarre als drückende Last und kämpfte nnentwegt um die Zucrkcunnng pfarrlicher Rechte für ihre in der Altstadt gelegene Kirche.. Als Eusauus nnn !die Reform des Stiftes in Angriff nahm, drang er alsbald auch auf die Bereinigung dieses Streites mit der Stadt. Er überließ die Vermittlung dabei dem Landesfürsten, Herzog Sigmund, der tatsächlich rasch ein Übereinkommen zustande brachte. Schon am 8. Jänner 1-15,8, dem Erhardstagc, an dein der Rat nnd die Bürger stets alle wichtigen (Geschäfte zu erledigen pflegten, wurde der Vertrag besiegelt. Wenn er auch manche.fragen offcu ließ, die bis in die jüngste Zeit noch den Anlaß zu Erörteruugeu bildeten, so hatte die Bürgerschaft dadurch doch eine wesentliche Erleichterung — zum Beispiel brauchten die Kinder nicht mehr znr Tanfe nach N i l t c u getragen werden - - erfahren. Und dafür »iag Innsbruck Nikolaus von Eusa Dauk wisse», Dr. K. Schadclbaner

Woranstarbdie Kaiserin Maria Vlanka wirklich? Jüngst erschien turz hintereinander im „Schlern" (1W4, Heft 1/2, Seite t>2) uud dauu iu der „Tiroler Tageszeitung" !1!«U 1. August) die beschichte vom Tode der Kaiserin M a ria Blanca, der zweiten Gemahlin Kaiser Marimiliaus I,. am 81. Dezember 15>M infolge des Genusses von Schnecken. I m „Schlern" heißt es: „Durch den Genuß von zuviel gebratenen Schnecke» zog sie sich ein schweres Magenleiden uud vollkommene Sterilität zn nnd starb nach ncuuzigtägiger Agonie, erst 88 Jahre alt, am 81. Dezember 151N." I n der „Tageszeitung" liest man: „ M i t 36 Jahren starb sie. Sie hatte sich ihr Lieblingsgericht. Weinbergschnecken, von Italien schicken lassen und sich eine schwere Magcuvcrstnnmiiug zugezogen. Tagelang litt sie Qnalcn in einer einfachen Herberge in Freiburg und erlag am 81. Dezember 1'">W dieser Vergiftung, ohue daß M a r sich die Zeit geiwmmen hätte, an ihr Krankenlager zu eilen." Nun drängt's - nach „^aust" , den Gruudtcxt aiifzuschlagcu. der sich zweifellos in: „Spiegel der Ehren des Erzhanses Österreich" von Johann Jakob ssuggcr findet, in dem auf Seite 1277 steht: „ I h r e tötliche Schwachheit kam ihr von Erkältung des Magens uud verlohruer Däuung <^ Vcrdauu»g>: diese aber von znvielem Essen der Schnecken, so auch eine Ursache gewesen, daß sie unfruchtbar geblieben," lind wc»n dies »villlich der (^rnndtert ist. warum wurde eigentlich nnr immer die Schneckengcschichtc erzählt? Es wird ans Seite K M ja noch eine zweite Todesursache berichtet: „Kaiser Marimilian zen^te kein Kind mit dieser (Gemahlin, welche . . . gleich ihrer Vorfahrerin am Ehebett von einem Pserdstu.rz auf der Jagd nnd Kinds-schwang>cr in des Kaisers Abwesen Todes verfahren nnd im Kloster Stambs" begraben worden. Leider wird die Schuecleuqin'IIe von deu Aoloreu »ich! genau zitiert. War es der obgeuannte. von Sigmund vm>

Birken zusammengestellte „Spiegel", dann war es nnr ein trübes Wässcrlcin, Friedrich Knndolf nennt in seinem Buche „Anfänge Deutscher Geschichtsschreibuug" vielleicht allzu scharf - das Werk „ciu Muster der rcineu Hofhistoric, zwei Folianten geschwollener Hnldiguugen über klapperdürre Meldungen, die er großenteils Hans Jakob Luggers Vorarbcitcu entnommen hat . . . Birken ist einer der unleidlichsten Schwnlst- nnd Klingelmanicristcn . . . Seine Wälzer sind wenig mehr als annalistisch gestützte Schmeicheleien für die mächtigsten Gönner, kurz, pure Liebedienerei eines affigen Literaten." Für den Wstnudigen — „Wtägigen" ist wohl ein Schreibfehler! — Todeskampf ( ^ Agonie) der Kaiserin hat Oswald Graf Trapp in seiner Arbeit „Die Grabstätten der Landesfürsten etc." die Qnelle mitgeteilt. I n einem Schreiben vom 2. sscbrnar 1',N heißt es: (die Kaiserin) hat anheben zn ziehen an sand Iohanstag ( ^ 27. Dezember). Woher stammt aber die „einfache Herberge in s?reibnrg"? I n ssrcibnrg befand sich nämlich Marimilian. Der sehr verläßlich arbeitende Hans Hörtnagl schrieb bereits in den „Innsbrncker Nachrichte»" von, 2^. Dezember 1927: „Zur ^'>eit des Todes sciuer Gemahlin weilte Marimilian z» ^rribnrg im Brcisga». Dorthin schickte die Innsbrncker Kammer eileuds reitende Boten mit der Trauerluude. Die Regierung scheint jedoch mit der Rückkehr des Kaisers nach Innsbrnck von vorncherein nicht gerechnet zu haben, sonst wäre die Eile nicht verständlich, mit der die Bestattnng troy kalter Jahreszeit betrieben wurde." — „Die Todesnachricht seiner ?vrau dürfte der Kaiser am 8, oder l, Iäuner in Freiburg erhaüeu daben," Woran starb Maria Bianca aber nun wirklich? I h r Leibarzt Dr, Baptista Baldironns möge diesbezüglich das letzte Wort haben. Bereite am 2!< November !,">>!!, also einen gan-


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zen Monat vor dem Mieden, schreibt er an den Kaiser genau über den bcsorguiscrregeuden Zustand der .Kaiserin, (ir bedauert, seinem Herrn nichts Günstigeres mitteilen ;u können, aber da er bezüglich des Zustandes seiner hohen Patientin leine gute Prognose zu stellen vermöge, halte er sich für verpflichtet, ihm davon Nachricht zu geben. Tie hohe Fran leide bereits seit vier Monaten au verschiedenen Unpäßlichkeiten, von donen sie sich allerdings einigermaßen erholt habe, Jetzt sei jedoch jene Gattung von Wassersucht aufgetreten, die

Nu »imer

Hyposarca genannt werde. Auch ein Mil^tnmor und eine Schwclluug der Beiuc mache sich bemerkbar; seit riuigeu Tagcu bestehe Lieber, (Der Wortlaut des Briefes wurde l'.!M iu der Arbeit „Hof-^eibärztc Kaiser Maximilians I, zu Innsbruck" in der M.-Neuburgcr-Fcstschrift veröffentlicht,) Die .Kaiserin M a r i a Bianca erlag also nach mehrmouatiger Krankheil einer sich rasch verschlechternden Wassersucht, Dr. K. Cchadelbaner

v o m 27. - 2Y. A u g u s t Verzelchnis über die im Monat J u l i 19tt^ beim Staotmaglstral Innsbruck ausgestellten Gewervescheine bzw. Konzessionsurkunden Nichard, Hormayrstraße 9, Handelsagentur mit Elektroluarcn. — I n g . Manfred K r u l i s , Tonnenstraßc ll>c, Banmeistcrgcwerbe. — Waldhart Ncininger, Rcichcuaucr Straße !><!. Wcrbegestaltung. „ B u t a n Export von Ttahlflaschcn nnd Ttahlblechcn, Gesellschaft m. b. H.", Tei»plstraßc ^0, Großhandel mit Stahlflaschen, Propaugasflaschru, Ventilen usw. — Urban Ulrike, Weiherburggassc ^5,, Tctailhaudcl mit Obst nnd Süßwaren. - Ferdinand Erlachcr, St.-Nikolaus-Gasse 28. Handclsagcntnrgewerbe. Kurt Fally, Ncichcnauer Straße ,^l^, Elcktroiustallatiousgewerbe lllulerstufc). - „Echlüssclwcrbnng Mofcr c<- Co." KG., Erlerstraße ^ 7 , Wcrbevermittlnng und Werbeuntcrnchmcu. Ma^c Kummer, Luigcnstratze 64, Erzeugung der unter Nr. 226.N76 patentierten Lawincnmarkiervorrichtung (Erfinder Christian Steiner) durch ^usammeubau fertig bezogener Bestandteile. — Alois Ncichholf, Schlcrngassc 2 3, Haudclsagenturgcwerbe. - ^ Nossi Walter, Andcchsstraßc 2^, Handelsagentur mit Nahrnugs- uud Geuußmittelu. — Konrad Dnnnncr, ^ischcrhäujlweg 2:;, Schlossergenierbe. — „Thell Austria Atticnqesellfchaft" Wien I., Tchubertriug 1, 1. Höttinger Au 4, 2. Michacl-Gaismayr-Straße 9, hier beschränkt! Verkauf von Betriebsstoffen an Kraftfahrer im Rahmen einer Tankstelle (Zweigniederlassung). — Anton Kiechl, Leopoldstraßc 17, Galvaniseur- liud Mctallschleifcrgcwcrbc. — Johann Schlvarzcnbcrgcr, Sadrach (Gp. 841/2 >^iG. Hotting), Haudcl ohuc Beschränkung. — Benno Etaincr, Andreas-Hof^cr-Straße 1, .Kleinhandel m>it Elektrowaren, Elektroartikeln usw. — Leonhard Pertl, Klapphol^straße ^. Laudmaschincnbauerhandwerk. Fa. „Elettro Terminal ftjes. m. b. H.", .Nohlstaltgasse l, Haudel init Elektroinstalla tionsmaterial aller Art. — Franz wanspöck, Niesengasse ^ ». Seüergasse 1, Einzelhandel mit Wasch- ». Pntzartikeln. — wünicr Peer, St,-Nikolaus-Gasse 12, Bäckergcwcrbc, — Alois Wackerncll, i/copoldstr, .'il!, Detailhandel mit Tertilbekleidung aller Art. - Gertraud ^)rtucr geb. Tabath, Schulgasse <>, Ver leih von Wiegeautomaten. - K a r l Puruer, Haymougasse (Kiosk), Einzelhandel mit allen im freien Verkehr gestatteten Waren (ohne bctrctbarcn Kundcnraiun).— MariaGrostgut geb. Tab.ir, Amraser-Scc-Straßc 1, Gemischtwaren-Tetailhaudcl. Oberhuber I n g e , ^i'irstcnwcg 12Z, ssriseurgewcrbc. Pipino Mathilda. Veopoldstraße 27, Kleinhandel mit Teppi-

chen aller Art. ^ „ M c . Clintock and Holzmann O H G " , Sildtiroler Platz 6 a, Handel mit Tcxtil-, Wirk- uud Kurzwareu, Leder- und Schuhwaren, Parfumcricwaren sowie kosmetischen Artikeln. — Erich Löw, Pcstalozzistraßc :^. Handel mit Glaswarcn für Gast- nnd Schankbctriebe. ^ - I n g . Dagobert Urbanck, Goethcstraßc >4, Verlegen von Kunstslofsboden. Walter ^'icuc'bnrger, Karmelitergasse 1, Herstellung vou Gc° gcnständcn aus Plexiglas und Kunststoffen (Zweigniederlassung in Form eines Stadtbüros von Nadfcld l'^i/l-il). — „Raum Tcx.til Tchongcr, Edcr u. Noither OHG.", Freisingstraßc l, Großhandel mit Textilwaren, Teppichen. Bodenbelägen, Tapeten und Möbeln. — Houcywrll Ges. m. b. H. (Zweigniederlassung vou Wien IV., Favoritcustrastc 42), Salnrncr Straße 1^, Elcktroinstallationsgcwcrbe, Unterstufe. — Herbert Dür, Ercherwg-Eugcu-Straßc 2li, Handelsageuturgcwcrbe. - „Misch «au K G . " (Vrcgcuz. «cuibiihel l), M u scumstraße 2^, Fotografengewcrbc (Zweigniederlassung). — Fran,; Äliiililbachcr, Amraser-Scc-.Straßc l, Bäckrrgcwerbe. — Alfred haura, Ing.-Eyel-Etraße «>l. ^noßhandel mit Wein und Spirituosen, Fa. „Interplastic Wert Aktiengesellschaft", Wien I I . , Kleine Etadtgutgassc '.», Madersper gcrstraße 10, fabriksmäßige Erzeugung von Kunslstosfloaren. Friedrich Tteinhänsler, Schillerstraßc 17, Stciumchmeistergcwcrbc. Ticgfried Ploncr, Amraser Straße l, „Musikagentnr" (Vermittlung von musikalischen Tarbietuugeu). E. Flüggen, Österreichische Kohlcnhansa K Treibstoff Ges. m. b. H.", Museumstraßc ^ - l . Einzelhandel mit Tankstellen.Straßenkarten. „Norma Fabrik elektrischer Meßgeräte Ges. m. b. H.". (Wien X I . , Ficlcystras;c l > ! ». An-der^an-2traßc l,'>, fabrilsmäßige Erzeugung vou Instrumeuten uud Apparaten sonne Vornahme von Messungen gegen E»! gelt, hier beschränk! auf einen Bürobetrieb (^weignieder lassnng). — T r . Ludwig Kögl. Schlossergasse 21. Tetailhan del mil Brot und anderen Backwaren sowie mit ^uckerbät« ter uud Süßware». K a r l Pernthalcr, Friy Konzert» Straße 7, Gast- nnd Schankgewerbe (Eafc-Nestaurant). — Griiudlil'.lnmcr Kurt, Roseggerstraße ,'i, Spoditeurgrwerbe. — Fels Heinrich. Mentlgasse ',< nnd ! l, Tischlergewcrbc. — „Ttcpli,iu-Maschincn Ges. m. b. H.", Huuoldstraße 20, Hcm» del mit Maschinen und Geräten des Nahrnngsmiltelgewer» bes.


Nummer

Amtsblatt der ^audeshauptstadt Innsbruck

Seite

Nachweisung über die un Monat Huli llXi^ beim Stadtmagistrat Innsbruck (^ewerdclöschungen Jordan, I g l s l<>, Holzhaudel nud Sägeloerl, Paul» Uiliau, ,^gls 2!i. Bäckergelverbe und Handel mi! Kou ditorcigcbäck, Ässucs Natlerer. Pianole» Umgebung -, Gast^ uud Tchaulgeloerbe, „Butan Export von Tlahlslaschcn und Ttahll'lcchcn Gesellschaft m. b. H.", Höüinger .'Ins fahrt !!. Großhandel ini! ^!ah!>!a>ll,en mn', l(>ll,'eigniederla> sunq von Wien», l l r w i n Ttaincr, Audreas-Hoser°S<raße Nr. l. Handel mit Elellromaienal. Wilhelm (Gürtler. Veopoldstraßc !?, (Galvaniseur, nnd Metallschleifergeluerbe, Illss. Adolf Tomwcber-Eichcle, Neicheuauer Straße .'i»>, ElellroiusiallaüonsgeN'erde lllnlersüise). Josef Tchrödcr, Hayduplal) l. Rcllamcoüro. — L r . J u l i u s Hofcr, M a r i a Theresieu 2traße -,'». Kouzessio» zur VerwalNmg von Gebäude». „Tteinwcrtc scovolo Tccber << Tohn" <^7HG.). ^iebeneggstraße l. ^leiiimeNgeN'erbe, Verta Ttahl Lezuo, M a r i a Theresieil-Straße 2 l , Handel ini! Dameut'leider», Wäsche, Wo!l°. Wirk- und Modewaren, Friedrich Nicf, , l^roschandel mit Obst und Gemüse. — Nobert Weis, Höttinqcr Nu 85,, Spulerei

sur Nallil uud >iuusiliarue, Gl'arti» ^Vlittcrcr, Leopoldslraße !.'<, ^leischeisseN'erl'e, Ilicrcse I c i i u l i . ^'Imraier tiraste !^. Detailhandel mil Tamenlonselliou »>U', (!>'arl (5sa>ita, ^eopoldstras^e '>. Handel mit Fahrrädern und Nah» Maschinen. Schlosser» und ^ahrradmcchauilerhaudwerl. — ^lutwls Schmid. Heilisssseislstraste ! .1. Haudel. Baudassisten' haudN'erl uud Orlhovädiemechanilclsiewcrbc, Heinrich Tlrodl, ^Uss,-Ei)el-Str, l,', Mechauiserhaudwerl. „slmalie Lettner, Inhaber .Uarl Albiilncr i?Hftj.", Musrnmstrafzc ')ll, !7 >->, Wäsche>vareuer;euliuu9, ?llo>« Mächtcr, Noldill« slraße l, Gemischlloareuhaudel. ^ r m a ^llteuedcr, Philip« piue-Welser-Strcch>e 8-'. (^ast- uud Schau Gewerbe «Fremdenheim). D r . Ernst M i t l i n , Kaiser ^ran^^osrf°2tras^e ^ir. 17. Holzhandel, ^ a . „ ^ r a n ; ^icchcic> ^ Tohu, ^leischuud Tclchcrci ^ H f t i . " , Biirqevsivaste ! ! , ^leischerqeElvira Angcrcr, ^iirstenwess l^,'i. ^-riseurqewerbe. Hans Weih, Höttinger An 06, Handel mit Alt- nnd Abfallstoffcil.

Neuerscheinungen „ T i r o l . " Verfaßt von Hermann Holzmann. — GoldstadtNeiseführer. Band ?. — 252 Seiten. 32 Abbildungen und eine Übersichtskarte. Goldstadt-Verlaa,, Pforzheim. Der als Heimatforscher wie schöngeistiger Schriftsteller in T i r o l bcstbekannte Verfasser hat diesen handlichen Führer durch Nordtirol in knapp einem Jahr herausgebracht. Nach eiucr kurzen Schilderung der nach T i r o l führenden Einfallstore zählt Holzmann „Meilensteine der Geschichte" des Landes ans. Es folgt eine Beschreibung der „Stadt an der I n n brücke". Die dariu genannte „Polls Oeni" wurde allerdings voll der neueren Forschnng ans Obernburg bei Zaisering lnövdlich von Rosenheim) festgelegt, was Mathias Mayer in seinem Buch „Die Nömerstraßc dnrch das Untcrillntal" (l!»2?) ausführlich begründet hat. Die Annahme einer uralten Kirche „ S t . Jakob ill der A l l " geht vermutlich auf die sschldatieruug eines Ablaßbriefes von l32? zurück, der ill vielen alten Arbeiten immer wieder aufscheint. Manche» Besuchern Innsbrucks wird die ansprechende Schilderung einer Nachtwandcrung dnrch die Altstadt zu eiuem bleibenden (Lrlebnis verhelfen. Nachdem der Verfasser mi! der ^andeshauplsladt bekannt gemacht ha!, führt cr

seine ^cscr dnrch das Wipptal zum Brenuer, in seine engste Heimat, anschließend ili das Stubai- und «das Scllraintal. Von derMartinswand ans geleitet Holzmanndnrch dasObcrinntal. in das Otz- und das Pihtal, über den Fcrnpaß iilö ^echtal, zum Arlberg, ill das Paznauntal und zniu Ncscheu. M i t einem Kapitel „Zander des .^tarluelidels" wird die Beschreibung der westlichen Landeshälftc beende!. Die Stadt Hall, das „Nürnberg" Tirols, wird in dem Abschnitt „Nnlld um deli Münzcrturm" vor Augeil geführt, ill dell folgenden „Schwaz — die Silbcrstadt", der Achcusec und das Zillertal. Hier bricht der Verfasser seine Wanderung durch das Untcrinntal ab und begibt sich nach .^»fstcin, von wo alls er nnn die östlichen Landcsteilc durchstreift un'd seinen Lesern vorstellt- das „Kaiser"-Gcbict. Brirental. die Wildschönau. das weltberühmte Schiparadies vou Kitzbi'chel iilld clldlich ssieberbrililn. Allgclneille Ratschläge für den Urlauber beschließen das gelullgelle Büchlein, das nunmehr uuzähligcu ^orschern eill treuer Begleiter und belehrender Führer durch das schöne Tirol sein mag. Dr. 5l. Tchadelbauer

Neuerwerbungen der Stadtbücherei M o r r i s I r a : Ttrahlcnd war mci» ferner Osten. Aus dem Euglischru. (Lrlebllissc eiuer Ostasieurcise N>5><>. lebendige Darslelluug mit Humor und Sell'süronie. Bremen: Schüne mann l!»<!l. 2^l7 Seiten, Niinlist Hugo^ Tpikl'l'l^e». l^ipse! über deui Cismeer, Erlebuisse uud (irgebuisse der Schweizer Spil)brrgeu.Erpeditiou l!»<>2. M i t ^olos uild Karten. Acht Schlveizer Bergsteiger ohne Helfer erforschen l!»<>2 deu Nordlvesteu der (5!SnlccriusrI. Neben kartographischen Erhebungen führten sic viele Erstbcsleignng'en durch nnd gaben den uruentdeckten Bergeu Nameu ihrer Heimat. Der Geist echter Kameradschaft beseelte die Gruppe. M i ! interessanten Fotos. Zürich: Füssli l!>«^, l',»5> Seiten.

Nittlinger Herber: I n s Land der Lacandouen. M i t <!<» Abbildungen auf Kunstdrucktaselu. l! '^eichuuugen. 1 Kartenskizzen, Spannender Reisebericht einer El.peditio»sfahrt. die der bekannte Schriftsteller zn den Laeandonen unternahm. Diese bacandone» sind ein sterbender Indianerslamm, die ledle» Nachkomme» der Mayas. Der Forscher fand nur mehr 1»>? Menschen vor, die in drei Sippcn weit verstreut als Halbno»iaden inmiüeu großer Wälder, nicist an Flußlänfcn. im südlucrilauisllieu llrloald lebe», Wiesbaden!: Brvckhans l'«»!<», :i.'>7> Seiten, Sell. Hans Joachim: Perlocknnn Tpanien. Erfahruug und Erlebllis, Eiil aus Skizzen ^»sai»»ie»ge>eh!es. vielseiüge u»d wichlige Probleme aufzeigendes l^esamlbild des Vaudes, von


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Amtsblatt der Landeshauptstadt Innsbruck

Nummer uud

cincin ungewöhnlich sachkundigen Bersasser geschrieben, ^iis seldorf: Diederichs lülüi, 2ü'.> Sriteu,

uud eiugeheud interpretiert werden, Koch l!!<>2, !N gezählte Blätter,

Stephan Klause ^iigerin. Neise liefen die Zeit. Äcit ^ ' Ausnahnicn. ^audeskundl icher Reisebericht eines Ruudfunlreportcrs über Nigeria in Westafrika. Eigene Erlebnisse werden interessant erzählt und durch Zitate älterer Berichte geschickt ergänzt. Land uud Veute werden plastisch nahegebracht und die politische Gegenwart erklärt, München: Prcstel 1W1. Nu Sollen.

Stuhler Werner uud Engler l^iinter,: Toscana, ^andjchasl uud Kunst. Das toskanische Hügelland nnd bekannte KunstN'erkc aus den toskanischcn Städten, vor allem aus Florenz, in !:.'«> Schwarzlueiß- und 4 Farbaufnahmen, ^ionstau^ Simon nnd Koch l!»<!2. !»? gezählte Blätter.

Ttuhler Werner und Engler Günter: Apulien. Landschaft uud Kunst. Ein Bildband, in dem Landschaft, Kunstwerke, Arbeit uud ^eben der Bevölkerung Apuliens anschaulich gezeigt

Paysan Klans: Naturfotografic fiir jedermann. Ätit 42 Zeichnungen uud mit Tabellen und mehrfarbigen ^wtos. Eine Einführung in die Theorie uud Praxis der Pflanzenuud Ticrfowgrafic. Stuttgart: Franckh l!Xi^. l^'2 Seiten.

Baugenehmigungen lWenn nicht anders angeführt, entspricht die Anschrift für deu Bauherrn auch jener für das Bauobjekt.) Objekt, Garage uud Trafostatiou, Tschurtscheuthalerstraße ^a, Apustol. Admiuistratur, Wilhclm-Grcil-Straße 7, llmbanarbcitcn, Maria-Theresicn-Straße '»^, Alfred ^eld-

kirchn>cr. ^enchtstcckschild, Stcrzingcr Straße «, Nansparkasse der Österreichischen Sparkasse, D r . G. Dax,, Adamgasse «'». Umbau uud Erweiterung, Mittcrweg5>l, Alexander und 'Uosa Gratl. Sprcngmittcllagcr Gp. ?0tt/1 5 M . V i l l , Arbeitsgemeinschaft „Untere S i l l " , Leopoldstraße 5,2 a. Haudwerkstätte, Niedgasse 2!>, Haus Höllwarth. Erweiterung des Geschäftes Brnncckcr Straße 1, Tiroler Konsumgenossenschaft, reg. Gen. m, b, H., ^cldstraße l. Qlfencrungsanlage, Höhcnstraßc 1^ g, Josef Brnnncr. Errichtung einer Kleingaragc, ArzI 205, Dr. Anton I a u d . Planändcrnng, St.-Nikolans-Gassc 2<i, Leopold ^tallenrinncr, Scbastian-Schccl-Straßc 16 a. Geschäftsnmban, Rechengasse 1, Komm.-Nat Sebastian Molk. Drcihciligcnstraßc 21. Umban, Wittenberg I d , B P Benzin uud Petroleum AG,, Wien IV., Schwarzenbcrgcrplah Ni. Errichtung einer Einfriedung, I g l s , ^erntrenziveg Ui, ^riedl Sticbleichinger. Ölfcnernngsanlagc, Kanfmanilstraßc 5>2, Hermann Player. Geschäftsnmban, Maria-Theresicn-Straßc 21, Lndwig Schirmer. Olsencrnngsanlage, InnaUee I I , Malfaltiheim ;um heiligen

Josef. Stützmauer, Geländcfcstiguug. Weiherburggasse 2:^. Dozeut Dr. med Walter Richter. 8 10.000 3 11.060 « Lei 8 25.460 » 3 45.590 N 3 190, - » 3tS^S^6!'8PIl'5>i5: 30 big 70 8c!iil>ilig

Verleger, Eigentümer und Herausgeber: Die Stadtgemeinde Innsbruck. — Verantw. Schriftleiter: Dr. Karl Schadclbaucr, Innsbruck, Rathans, Zimmer Nr. 1!»«, - - Drnck: Fclizian Nanch, Innsbruck,

Amtsblatt Innsbruck  

Ausgabe August 1964

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