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nsbruck Schriftleitung: Rathaus 3. Stock, Z i m m e r N r . 190 Fernsprecher N r . 6371/190

E r s c h e i n t e i n m a l im M o n a t Iahresabonn. 8 20.—, Einzeln 5 2.— Erbältlich beim Ratkaus-Portier Nummer l

Jänner 1962

25. Jahrgang

Zwei neue Ehrenringträger Am 9. Jänner 1962 fand im festlich geschmückten Kleinen Stadtsaal vor einem erlesenen Publikum die Verleihung des Ehrenringes der Stadt Innsbruck an die Herren Universitätsprofessoren Dr. Wilhelm Fischer und Dr. Hans Kinzl durch Bürgermeister Doktor Alois Lugger statt. Nach einleitenden Klängen des Städtischen Orchesters, das unter Leitung von Herrn Musikdirektor Dr. Robert Wagner Tanzsätze aus der O6ul--Tuite von I . S. Nach zu Gehör brachte, führte Bürgermeister Dr. Lugger in seiner Festansprache aus:

Ezl, bis zu Professor Dr. Joseph Georg Obertofler, dem bis zum heutigen Tag letztmalig diese Auszeichnung verliehen wurde. Sie alle, in den verschiedensten Vereichen des Lebens tätig, gaben und geben ihr Bestes in Erfüllung der sich selbst gestellten Aufgabe, wahrten und mehrten Ansehen und Bedeutung unserer Heimatstadt Innsbruck. Wenn auch viele ihre Erdenlaufbahn beendet haben, so bleibt die Frucht ihres Wirkens und Handelns, ihres Ringens und Suchens uns stets unverlierbar und unzerstörbar erhalten. Doch begrüßen wir dankbaren Herzens alle jene, die unter uns weilen, wenn Als der Gomeinderat der Landeshauptstadt Inns- sich auch nicht allen die Möglichkeit der persönlichen bruck am 11. Dezember 1961 den einstimmigen Be- Teilnahme an diesem Festakt bot. Ich darf nennen: Oberbaurat Dr. h. c. Karl Innerschluß faßte, den Herren Unioersitätsprofessoren Doktor Wilhelm Fischer und Dr. Hans Kinzl den Ehren- ebner, Universitätsprofessor DDr. Theodor Rittler, ring der Stadt Innsbruck zu verleihen, konnte er da- Universitatsprofessor Dr. Dr. h. c. Bruno Sander und mit ein Mehrfaches unter Beweis stellen i einerseits die bisher einzige Frau i n dieser illustren Reihe, wiederum die treue Verbundenheit und stets beste Frau Anna Exl. Zusammenarbeit Innsbrucks mit seiner Universität, Erlauben Sie, daß ich nun versuche, in kurzen Züandererseits die Würdigung der hervorragenden cha- gen — eine erschöpfende Würdigung würde den Rahrakterlichen Haltung und Wissenschaftlichen Leistung men dieser Festveranstaltung sprengen und muß beruunserer heute Gefeierten; zum dritten aber, und nicht fener Seite vorbehalten bleiben — Leben und Werk zum mindesten, den Dank und die Anerkennung dafür, der Gefeierten gu skizzieren. daß unter der kundigen Führung beider Professoren Geboren am 19. April 1886 in Wien, wandte sich zahllose Studierende zu wissenschaftlichem Denken und Universitätsprofessor Dr. Wilhelm Fischer nach AbForschen angeleitet wurden und die Qualifikation sowierung des Piariftengymnasiums dem Studium zu selbständiger Weiterarbeit erlangten; diese jungen der Geschichte, Geographie und Geologie Mr das LehrMenschen trugen und tragen den Namen und Ruf amt an Mittelschulen sowie dem Studium der Musikder Universität, an der sie studierten, und den Namen wissenschaft und Komposition an der Universität Wien und Ruf der Stadt, in der sie lebten, in alle Welt zu. Nach der Promotion zum Dr. phil. tm Hauptfach und ehren damit auch ihre Lehrer, denen sie ihr wis- Musikgeschichte, Nebenfach österreichische Geschichte, senschaftliches Rüstzeug verdanken. wirkte Fischer in den Jahren 1912 bis 1928 als AssiDie Erfüllung der Bestimmung des Innsbrucker stent am Musikhistoiischen Institut der Wiener UniStadtrechtes, derzufolge der Gemeinderat an Perso- versität unter Guido Adler. Ab 1915 Privatdozent für nen, vie sich um die Stadt kulturell oder sozial beson- Musikwissenschaft in Wien, wurde ihm 1923 der Titel dere Verdienste erworben haben, den Ehrenring der eines außerordentlichen Universitätsprofessors verlieStadt Innsbruck verleihen kann, darf als voll gegeben hen. NSben seiner Lehr- und Forschungstätigkeit an der Universität wirkte Fischer auch lange Jahre als erachtet werden. Geschaffen in den zwanziger Jahren, ziert der gol- Fachprüfer für Musikgeschichte der Staatsprüfungsdene Ring heute hervorragende Persönlichkeiten, an- kommission für das Musiklehramt an Mittelschulen. gefangen vom Gründer der Ezl-Vühne, Ferdinand Ab 1928 bekleidete Professor Fischer den Lehrstuhl


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für Musikwissenschaft an der Universität Innsbruck. Hier suchte und fand Fischer ein reiches Betätigungsfeld für sein eminentes Fachwissen. So wurde er bald Mitglied der Innsbrucker wissenschaftlichen Gesellschaft, wirkte als Vortragender und Kursleiter der Innsbrucker Urania, war Vortragender der volkstümlichen Vorträge der Universität Innsbruck und in der Zeit von 1932 bis 1937 auch Geschäftsführender im Vorstand des Innsbrucker Musikvereins. 1938 begann für Fischer eine schwere Zeit. Er war untragbar geworden und wurde in den zeitlichen Ruhestand versetzt, erhielt Verbot für Tirol und fand in Wien als Bürohilfskraft und später als Metallschleifer in einer Fabrik Beschäftigung. 1945 finden wir ihn in ungebrochener Schaffenskraft als Direktor der Musiklehranstalten der Stadt Wien, als Professor der Musikgeschichte an der Staatsakademie für Musik und als Vortragenden der Wiener Volkshochschulen. 1948 nahm Fischer wieder seine Lehrtätigkeit als Professor der Musikwissenschaft an der Innsbrucker Universität auf. 1957 emeritiert, arbeitete Fischer bis zum heutigen Tage unermüdlich weiter als Forscher und Lehrer in zahlreichen Organisationen und Institutionen. Erwähnt seien seine Vorträge bei den Ferienkursen der Universität Innsbruck in Mayrhofen, seine Tätigkeit als Kursleiter und Vortragender der Volkshochschule Innsbruck einschließlich der Schwedenkurse, seine Arbeit als Vorsitzender des Zentralinstituts für MozartForschung in Salzburg und als Mitarbeiter bzw. Herausgeber und Redaktionsmitglied der neuen MozartAusgabe sonne als Vorstandsmitglied der deutschen Händel-Gesellschaft. Zahlreich sind auch die Publikationen Fischers, von denen ich auszugsweise erwähnen darf.' „Geschichte der Instrumentalmusik von 1450—1888", „Zur Entwicklungsgeschichte des Wiener klassischen Stils", „Tanzbrevier" (1925), „Zur entwicklungsgeschichtlichen Wertung der Kirchenfuge Bruckners" (1926), „Beethoven als Mensch" (1928), „Wesen und Methodik geschichtlicher Forschung" (1930), „Volkstum und Tonkunst" (1933), „Albanische Tonkunst" (1933), „Rhythmus und Takt" (1933), „Das Grablied des Seikilos, der einzige Zeuge des antiken weltlichen Liedes" (1954), „Wolfgang Amadeus Mozart, Symphonien" (1956), sowie besonders auch seine rege Mitarbeit als Herausgeber der „Denkmäler der Tonkunst in Österreich". Dazu kommen noch zahlreiche wissenschaftliche Aufsätze in vielen europäischen Fachzeitschriften. Daß einer so profilierten Persönlichkeit auch zahlreiche »ehrende Anerkennungen zuteil wurden, kann nicht wundernehmen. So wurde ihm die Große Silberne Mozart-Medaille der Stadt Salzburg verliehen, wurde er zum Ehrenmitglied der Deutschen MozartGesellschaft ernannt sowie zum Mitglied des Kuratoriums der internationalen Stiftung Mozarteum. Die Überreichung der „Festschrift Wilhelm Fischer" zum 70. Geburtstag im Mozart-Jahr 1956 als Sonderheft 3 der „Innsbrucker Beiträge zur Kulturwissenschaft" bedeutete für Fischer sicherlich eine besondere Freude und Ehre. Ich möchte noch kurz auf die Erfolge der Lehrtätigkeit Professor Fischers hinweisen.

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So gingen aus seiner Schule allein in der Zeit von 1948 bis 1958 24 Doktoren der Musikwissenschaft hervor, die heute als Hochschulprofessoren und Dozenten, als Lehrer für Musik, als Rundfunlberater und Musikschriftsteller in Österreich, in der Bundesrepublik Deutschland, in den USA und in Südafrika wirken. Wahrlich — Freude für den Lehrer und Beweis für die Richtigkeit seiner Zielsetzung. Innsbruck war in der Geschichte der Musik zeitweise eine Pflegestätte von erheblicher Bedeutung, insbesondere ab der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. I n der allgemeinen Enzyklopädie der Musik, herausgegeben von Friedrich Blume, „Die Musik in Geschichte und Gegenwart", hat Walter Senn eine ausgezeichnete Kurzfassung Wer Innsbruck gegeben. I n den friedlichen Zeiten dieses Jahrhunderts tritt die Musik in unserer Stadt immer mehr in den ganzmenschlichen Bereich unserer Mitbürger. Der heutige Tag möge auch ein Bekenntnis sein zur Musik, in der Vegriffsweise von Augustinus, der in „De muzica" in der Musik das Bild einer höheren Ordnung ficht, deren wir durch ihre Vermittlung teilhaftig werden, wobei es an uns liegt, diese Ordnung in sittliche Kraft zu verwandeln. Gerade am Beispiel Professor Fischers können wir wahrnehmen, wie sich eine romantisch-künstlerische und eine rationalistisch-wissenschaftliche Haltung musikalischen Kunstwerken gegenüber sehr wohl miteinander vertragen. M i t besonderem Dank möchte ich die stets uneigennützige und liebenswürdige Vereitwilligkeit von Professor Fischer ermähnen, wenn die Stadtgemeinde Innsbruck seines erfahrenen Rates bedurfte. Lassen Sie mich diese kurze Biographie mit Worten von Herrn Professor Hans Zingerle, dem Herausgeber der „Festschrift Wilhelm Fischer" schließen i „Was ihn als Lehrer auszeichnet, ist die ungewöhnliche Vertrautheit mit allen Zweigen der Musikwissenschaft, die, verbunden mit einer seltenen pädagogischen Begabung, ihn instand setzt, seinen Schülern eine umfassende fachliche Bildung zu vermitteln und ihnen bei eigenen Untersuchungen auf was immer für einem Teilgebiete der Disziplin wertvolle Anregungen zu gsben. Schon die vielen jüngeren Musikwissenschaftler aus aller Welt, die zur Zeit, da Fischer noch als Dozent und Assistent des Begründers des Wiener Musikhistorischen Institutes, Guido Adler, wirkte, seine Unterweisung empfingen, werben dankbar anerkennen, wieviel sie sachlich, wie methodisch von ihm lernten." Universitätsprofessor Dr. Hans Kinzl wurde auf dem seit Jahrhunderten in der Familie vererbten Irbergut in Rainiding, Gemeinde St. Florian am I n n , am 5. Oktober 1898 geboren. Nach Besuch der Volksschule in der Heimatgemeinde kam Kinzl an das humanistische Gymnasium Collegium Petrinum in Urfahr-Linz. Noch vor Abschluß der 6. Klasse rückte Kingl im Mai 1916 zum Kaiserschützenregiment I I I ein. Am Weihnachtstag 1917 wurde er bei der Erstürmung des Weilers Ecchele durch sin Dumdumgeschoß an der rechten Mittelhand schwer verwundet. Erst nach dem Zusammenbruch konnte er seine Mittelschulstudien beenden und bezog 1919 die Universität Inns-


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brück. Er studierte zunächst Geographie und Geschichte, um in diesen Fächern das Mittelschullehramt zu erlangen, wandte sich dann aber bald ganz der Geographie und Geologie unter den bekannten Professoren Johann Solch, Raimund v. Klebelsberg und Hermann Wopfner zu. Nachdem er noch während seiner Studienzeit die neugeschaffene Assistentenstelle am Geographischen Institut erhalten hatte, promovierte er 1923 mit einer Dissertation über die Hauptzüge der Landformung im Westlichen Oberöfterreich zwischen Traun und I n n . Anschließend inskribierte Kinzl noch mehrere Semester an der rechts- und ftaatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Innsbruck, um volkswirtschaftliche und soziologische Studien zu betreiben. Als Johann Solch 1928 nach Heidelberg berufen worden war, lud er seinen Mitarbeiter Kinzl ein, ihm dahin als Assistent zu folgen. I n Heidelberg konnte er sich im Frühjahr 1931 habilitieren. Von Professor v. Klebelsberg, der heute hier die Akademie der Wissenschaften die Ehre hat zu vertreten, vorgeschlagen, war es Kinzl möglich, im Jahre 1932 an der von Dr. Borchers geleiteten Alpenvereins-Ezpedition in die Cordillera Bianca in Peru teilzunehmen. Anschließend besuchte er die Tiroler Kolonie Pozuzo und lernte die Länder Bolivien, Chile, Argentinien und Brasilien kennen. Nachdem Kinzl bereits in Heidelberg schon zeitweilig die geographische Lehrkanzel betreut hatte, wurde er 1935 zum außerordentlichen Universitätsprofessor für Geographie und zum Vorstand des Geographischen Institutes an der Universität Innsbruck ernannt. Die Höhepunkte der Innsbruck« Lehrtätigkeit von Professor Kinzl bildeten die Jahre unmittelbar nach dem zweiten Weltkrieg, nicht nur wegen der großen Zahl der Hörer, die mitunter auf über 300 stieg, sondern auch wegen der Mitarbeit der schon reiferen Studierenden, die sich gegenüber dem Heimkehrer aus dem ersten Weltkrieg besonders aufgeschlossen zeigten. Als Kinzl zum 50. Geburtstag in einer Vorlesungsftunde der ihm gewidmete Band 65 der SchlernSchriften „Alpine geographische Studien" überreicht wurde, sprach Professor v. Klebelsberg von seinem „zeitlich und leistungsmäßig ersten Schüler", gerade über das Verhalten des schwerkriegsversehrten ehemaligen Heimkehrers zu den Heimkehrern des neuen Krieges. Während seines Innsbrucker Wirkens botsichKinzl die Möglichkeit, drei Expeditionen in die peruanischen Anden zu führen, und zwar in den Jahren 1936, 1939 und 1954. Während seines Ausenthaltes in Peru überraschte ihn 1939 der Ausbruch des zweiten Weltkrieges, und er konnte erst ein Jahr später über Japan, China und Sibirien in die Heimat zurückkehren. I m Anschluß an die Internationalen Geographenkongresse dereiste er im Jahre 1952 die Vereinigten Staaten und 1956 Brasilien, wobei er unter anderem auch die Tiroler Siedlung Dreizehnlinden besuchte. Es konnte nicht ausbleiben, daß einem so hervorragenden Fachgelehrten zahlreiche Berufungen in andere, meist noch größere Wirkungskreise zugingen. So wurde Professor Kinzl 1951 die geographische

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Lehrkanzel an der Technischen Hochschule in München zu äußerst günstigen Bedingungen angeboten. 1952 erhielt er eine Berufung an die Universität Wien als Nachfolger seines einstigen Lehrers Solch. Außerdem hatte ihn 1951 die peruanische Regierung eingeladen, in Verbindung mit einer Professur an der Universität Lima ein hydrologisch-gletscherkundliches Amt einzurichten und zu leiten. Es spricht für die Liebe und Treue zur Heimat, daß Kinzl sämtliche Berufungen ablehnte und sich für ein dauerndes Verbleiben in Innsbruck entschied. Die immense Arbeitskraft Kinzls erhellt auch aus der Tatsache, daß er neben seiner eigentlichen Berufsarbeit mit großer Liebe Zeit fand, sich in immer steigendem Maße dem Öfterreichischen Alpenverein zu widmen. Kinzl trat bereits 1922 in den Gletschervermessungsdienst des Alpenvereins. Er nahm damals die Stubaier, nachher auch Venediger-, Glockner-, Sonnblick- und Silvrettagtetscher in seine Obhut. Er wurde 1947 als Sachwalter für Wissenschaft, Kartographie und Veröffentlichungen sowie als Vorsitzender des Wissenschaftlichen Unterausschusses in den Verwaltungsausschuß berufen. I n den Jahren 1953 bis 1957 war er zweiter Vorsitzender und damit Vorsitzender des Verwaltungsausschusses, und seit 1958 fungiert Kinzl als erster Vorsitzender des Österreichischen Alpenvereins. Es erscheint fast als selbstverständlich, daß die Ergebnisse eines so reichen Forscherlebens ihren Niederschlag in einer ebenso reichen Fachliteratur fanden. Nur auszugsweise darf ich anführen i „Durchbruchstäler am Südrand der Böhmischen Masse in Oberöfterreich" (1926), „Die größten nacheiszeitlichen Gletschervorstöße in den Schweizer Alpen und in der Montblanc-Gruppe" (1932), „Die Cordillere von Huayhuash" (1937), „Die künstliche Bewässerung in Peru" (1944), „Die Herausgabe einer stereo-photogrammetrischen Karte 1:100.000 des Tüdteiles der Cordillera Bianca" (1945), „Alpengeographische Studien" (1950), „Cordillera Huayhuash, Peru, ein Bildwerk über ein tropisches Hochgebirge" (1954), „Die Darstellung der Gletscher im Atlas Tyrolensis von Peter Anich und Vlastus Hueber" (1956), „Um die letzten Sechstausender der Anden" (1957), „Hofrat Martin Busch — sin Charakterbild" (1958), „Die Alpenvereinskarte der Langkofel-Sella-Gruppe" (1959), „Veda Weber als Geograph" (1960), „Die Alpenvereinskarte des Wetterstein- und des Mieminger Gebirges" (1960) und „Das Inntal—die Kernlandschaft Nordtirols" (1961). Die Wertschätzung der Kollegenschaft geht aus der Festschrift zum 60. Geburtstag von Hans Kinzl, „Geographische Forschungen", besorgt von Herbert Paschinger, hervor, die von Professor v. Klebelsberg mit „Kinzl-ErinnerunIen" eingeleitet wurde. Professor Kinzl bekleidete verschiedene akademische Ämter an der Universität Innsbruck, so als Senator, als Dekan der philosophischen Fakultät und (1958/59) als kecwl massnilicus. Seine tiefgehende Inaugurationsrede befaßtesichmit den „Wandlungen im alpinen Vevölkerungsgebiet". Wir finden Kinzl in zahlreichen wissenschaftlichen Gesellschaften: seit 1936 Ehrenmitglied der Geographischen Gesellschaft in Lima (Peru), 1940 korrespon-


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dierendes Mitglied der Academia de Ciencias Ezactas Fisicas y Naturales in Lima und der Geologischen Gesellschaft von Peru, 1949 korrespondierendes Mitglied der Schweizerischen geomorphologischen Gesellschaft, 1960 wirkliches Mitglied der Osterreichischen Akademie der Wissenschaften, mathematisch-naturwissenschaftliche Klasse, 1961 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldma in Halle an der Saale. Noch ein Blick auf die mannigfachen Ehrungen und Auszeichnungen, die Professor Kinzl zuteil wurden: Neben mehreren Kriegs- und Dienstauszeichnungen wurde ihm 1946 der Delgado-Preis der Geographischen Gesellschaft von Lima, 1953 die silberne EarlRitter-Medaille zur 125-Iahr-Feier der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin für Verdienste um die Erforschung der Hochanden und der Alpen, 1956 der Orden „Por Servicios Distinguidos" durch den Staatspräsidenten von Peru und im Jahre 1960 das Ehrenzeichen des Landes Tirol verliehen. Wahrlich — ein reiches, ein erfülltes Leben. Wenn ich nun die Ehre habe. Ihnen, sehr geehrter Herr Professor Fischer, und Ihnen, sehr geehrter Herr Professor Kinzl, als Bürgermeister der Landeshauptstadt Tirols in Erfüllung des Beschlusses des Gemeinderates den Ehrenring der Stadt Innsbruck zu überreichen, dann vollziehe ich diesen Akt der Ehrung im Bewußtsein, damit zwei Männer auszuzeichnen, die — wie sollte es bei Kündern und Forschern der Wahrheit anders sein — trotz, nein, wegen ihrer überragenden wissenschaftlichen Leistungen als Mensch seltene Bescheidenheit, menschliches Verständnis und helfende Güte bewahrt haben und ihrer Heimat die Treue hielten. Sie «haben mit ihrer Lebensarbeit Innsbruck und unserem ganzen Heimatland Ruhm und Ehre erwiesen, haben den jahrhundertealten Ruf unserer Universität als Pflegestätte echten wissenschaftlichen Geistes weiter gefestigt und dürfen mit berechtigtem Stolz zurückblicken auf ein Leben der Arbeit, beglückender Erkenntnis und Erfüllung. Möge der goldene Reif an Ihrer Hand sichtbarer Ausdruck der engen Verbundenheit zu unserem geliebten Innsbruck sein. Sichtlich bewegt, kleideten die neuen Ehrenringträger ihren Dank in folgende Worte. So führte Universitätsprofessor Dr. Fischer aus: Meine verehrten Herren Bürgermeister, hoher Gemeinderat, hochansehnliche Festversammlung! Als Akademiker könnte ich meine Dankworte erschöpfen in jener Ihnen allen wohlbekannten Formel „ ? l d collato konore et — i n d e m

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nitate Fraciaz innumere a^irnuz". Wenn ich diese althergebrachten schönen Worte etwas erweitern darf: es ist mir selten im Loben eine so schöne Weihnachtsüberraschung zuteil geworden als vor etwa drei Wochen, als Herr Magistratsdirektor Dr. Mangutsch in meiner Wohnung erschien und mir in feierlicher Weise mitteilte, welche Ehrung meine zweite Heimat, die Stadt Innsbruck, mir zugedacht hat. Ich darf wohl sagen „meine zweite Heimat". Am 1. Mai dieses Jahres werden es 34 Jahre, seit ich nach Innsbruck ernannt

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wurde und damit die Zuständigkeit nach der geliebten Stadt genießen darf. Ich kann nur sagen, die ehrenden Worte des Herrn Bürgermeisters haben mich tief bewegt und gerührt. M i t gutem Gewissen kann ich versichern, daß ich von allem Anfang an bemüht war, dieser meiner neuen Heimat genauso gewissenhaft zu dienen wie meiner Vaterstadt Wien und ihrer Hochschule, Volkshochschule und den verwandten Institutionen. Nicht aus Tugend, meine hochverehrten Damen und Herren. Ich bin einmal als Schulfuchs geboren, und das Unterrichten ist mir einfach ein dringendes, unabweisbares Bedürfnis und macht mir auch keinerlei Mühe und Beichwerde. Und so habe ich, wie schon Herr Bürgermeister so liebevoll erwähnte, nach meiner Berufung nach Innsbruck nicht nur den Vorlesungsbetrieb an der Universität im vollen Ausmaß übernommen, sondern mich sofort an die damalige „Urania", vorläufige Volkshochschule, gewendet, habe mich an den volkstümlichen Universitätsvorträgen, die ja damals eine weit bedeutendere Rolle spielten als heute — ich muß sagen leider —, nach Kräften beteiligt. Meine Damen und Herren, ich tat, was ich konnte — es irrt der Mensch, solang er strebt —, ich habe gestrebt, ich habe geirrt, ich habe manches erreicht, ich darf mit größter Dankbarkeit auf das Erreichte zurückblicken, und besonders diese Stunde ist ein Geschenk für mich, wie noch wenige Gaben, die mir das Leben gebracht hat. Darf ich Ihnen nochmals meinen allerherzlichsten Dank aussprechen, meine Herren Bürgermeister und Väter dieser Stadt, für dieses Geschenk, das ich als tief im 76. Lebensjahr Stehender ganz besonders zu würdigen weiß. Universitätsprofessor Dr. Kinzl drückte seinen Dank mit folgenden Worten aus: Hochverehrter Herr Bürgermeister, meine sehr geehrten Stadt- und Gemeinderäte! Lassen Sie auch mich Ihnen tiefbewegten Herzens für diese Ehre des Ringes danken. Ich empfinde diese Ehrung als so groß, daß ich nicht hoffen kann, sie wirklich zu verdienen. So möchte ich in ihr mehr einen Ansporn sehen, in den kommenden Jahren alles zu tun, um mich dieses Ringes erst würdig zu machen. Er ist für mich über alle Maßen kostbar. Er umschließt jene Droiheit in meinem Leben, die umfaßt: die Alpenstadt Innsbruck, moine geliebte Wahlheimat, und meine beiden Wirkungsstätten, die mir ebenfalls sehr teuer sind, nämlich die Alpenuniversität Innsbruck und den Österreichischen Alpenverein. Mögen diese drei zusammenwachsen, blühen und gedeihen — jetzt und immerdar. Die eindrucksvolle Feier, die nicht nur einen Festtag für die Stadt Innsbruck bildete, sondern auch eine Huldigung an die ^lma mater Oenipontana darstellte, schloß mit den Schlußsätzen der Tanzsuite von I . S. Bach. Beim anschließenden, von der Stadtgemeinde Innsbruck zu Ehren der neuen Ehrenringträger gegebenen Empfang gingen den beiden Ehrengästen noch zahl-


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reiche Glückwünsche verschiedenster Organisationen und Institutionen zu. So übermittelte sector maFnilicu» Universitätsprofessor ?. Dr. Engelbert Gutwenger 8. ^. die Glückwünsche der Universität Innsbruck, Senatsrat Dr. Sträub überbrachte die Grüße und Glückwünsche der Stadt Salzburg, wobei er insbesondere auch der Stadt Innsbruck dazu gratulierte, Bürger in ihren Mauern zu haben, die eine so hohe Auszeichnung verdienen, der Präsident der Internationalen Stiftung Mozarteum Salzburg Dr. Gehmacher sprach namens dieser Institution und überbrachte auch die Glückwünsche von Herrn Präsidenten Professor Dr. Paumgartner. Die Wünsche des Verwaltungsausschusses des Österreichischen Alpenvereines brachte Herr Dr. Hörmann zum Ausdruck. Die Gefeierten dankten nochmals tiefbewegten Herzens, wobei Professor Fischer folgendes von ihm verfaßtes Sonett zum Vortrag brachte:

Macht der Musik „Verkalkter Narr, ex catkeära zu lehren, daß die Musik das Menschenherz beglücke, der sturmgepeitschten Gegenwart entrücke zu bess'rer Zeiten Himmlisch reinen Sphären! Von jedem Poppele laß Dir erklären: Dein morsches Ideal ging längst in Stücke, des Tages Not und Grausamkeit und Tücke, das will man heute aus den Tönen hören!" Vergib, Du Viferer: wer ist das „man"? Die Hälfte derer, die die Welt bewohnen — gesetzt den Fall — ergötzesichdaran. Dann bleiben Hunderte von Millionen, die trägt die Tonkunst aus des Grauens Bann hinauf in Gottes heil'ge Regionen! Dr. Trentinaglia

Das Gemeindebudget 1962 Der Gemeinderat der Landeshauptstadt Innsbruck hat in der am 14. Dezember 1961 abgehaltenen öffentlichen Sitzung die Feststellung der Voranschläge der Stadt Innsbruck und den Wirtschaftsplan der Stadtwerke Innsbruck für das Verwaltungsjahr 1962 beschlossen. Die Voranschläge wurden wie folgt festgesetzt: Ordentlicher Voranschlag Reineinnahmon in der Höhe von .. 8 218,805.600.— Reinausgaben in der Höhe von 8 221,136.800.—

4. Die Feilbietungsabgabe auf Grund des § 32 des Gemoindeabgabengesetzes, LGVl. Nr. 43/1935, mit 3v.H. des Erlöses beweglicher und 1 v . H . des Erlöses unbeweglicher Sachen bei freiwilligen öffentlichen Versteigerungen.

Außerordentlicher Voranschlag Einnahmen — Ausgaben

6. Die Vergnügungssteuer auf Grund des Vergnügungssteuergosetzes 1959, LGVl. Nr. 9/1960, mit den darin enthaltenen Höchstsätzen und in bestimmton Fällen mit den von der Tiroler Landesregierung genehmigten erhöhten Sätzen. Für Amatoursportveranstaltungen und für Vereine gelten die vom Gemeinderat in der Sitzung vom 15. Dezember 1955 beschlossenen Begünstigungen, ebenso die Begünstigungen für die in Innsbruck gemeldeten Kulturvereinigungen (Gemeinderatsbeschluß vom 2. Juni I960).

8 99,525.000.—

Wirtschaftsplan der Stadt Innsbruck Einnahmen in der Höhe von 8 174,012.000.— Ausgaben in der Höhe von 8 195,423.000.— Der Gemeinderat genehmigte außerdem gemäß § 51 Abs. 3 des Stadtrechtes die Steuern, Gebühren, Beiträge, sonstige Abgaben und Entgelte, die im Haushaltsjahr 1962 erhoben werden. Sie sind: 1. Die Grundsteuer a) Grundsteuer ^ für land- und forstwirtschaftliche Betriebe mit Hebesatz von 400 v.H. des Steuermeßbetrages, b) Grundsteuer L für andere Grundstücke mit Hsbesatz von 250 v. H. des Steuermeßbetrages. 2. Die Gewerbesteuer nach dem Gewerbeertrag und dem Gewerbekapital von den stehenden Gewerbebetrieben mit Hebesatz von 180 v.H. des einheitlichen Steuermeßbetrages, von den Wandergewerbebetrieben mit Hebosatz von 180v.H. des einheitlichen Steuermeßbetrages. 3. Die Lohnsummensteuer mit Hebesatz von 1000 v. H. des Steuermeßbetrages, ^ 2 v. H. der Lohnsumme.

5. Die Getränkesteuer auf Grund des Geträntesteuergesetzes vom 12. November 1947, LGVl. Nr. 26/1947, und der Getränkesteuersatzung vom 18. Dezember 1952 mit IN v. H. des Kleinhandelspreises.

7. Die Ankündigungsfteuer auf Grund des Ankündigungssteuergesetzes vom 2. Juni 1948, LGVl. Nr. 21/1948, mit dem gesetzlichen Höchstausmaß. 8. Die Tpeiseeissteuer auf Grund der Speiseeissteuersatzung vom 18. Dezember 1952 mit 10 v. H. des Kleinhandelspreises. 9. Die Hundesteuer auf Grund des § 25 des Gemeindeabgabengesetzes, LGVl. Nr. 43/1935, und der Hundesteuerordnung vom 20. Dezember 1951 mit nachstehenden Sätzen: für einen Hund 8 100.— für den zweiten Hund 8 150.— für jeden weiteren Hund 8 200.— für Wachhunde und Hunde, die in Ausübung eines Berufes oder Gewerbes gehalten werden, sowie für Melde-, Sanitäts-, Schutz- und Fährtenhunde 8 20.—


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als Zwingersteuer für jeden Hund 8 50.— jedoch für einen Zwinger höchstens 8 200.— 10. Die Abgabe zum Stratzenbauaufwand der Gemeinde auf Grund des Landesgesetzes vom 8. Februar 1960 (LGVl. Nr. 10/1960) und der Verordnung der Landesregierung vom 31. Mai 1960 (LGVl. Nr. 22/1960) unter Anrechnung des vom Gemeinderat am ?. J u l i 1960 beschlossenen Einheitssatzes von 8 5.— für jeden m^ umbauten Raumes der die Abgabepflicht begründenden Bauwerke und Vauwerksteile. 11. Die Abgabe für die Benützung öffentlichen Gemeindegrundes und des darüber befindlichen Luftraumes durch Gemeindeunternehmen auf Grund des Landesgesetzes vom 23. Juli 1956 (LGVl. Nr. 23/1956) zu dem vom Gemeinderat am 30. I u l i 1956 beschlossenen Hundertsatz von 3 v. H. der Roheinnahmen. 12. Gebühren von Gemeindeeinrichtungen und -anlagen, insbesondere a) die Mullabsuhrgebühren zu den vom Gemeinderat am 20. Jänner 1960 beschlossenen Sätzen' d) die Gehwegreinigungsgebühren zu den vom Gemeinderat am 14. April 1951 beschlossenen Sätzenc) die Kanalgebühren und Ritschenreinigungsgebühren zu den vom Gemeinderat am 20. Jänner 1960 beschlossenen Sätzen; ä) die Kanalanschlutzgebiihren auf Grund der Votschrift vom 7. J u l i 1960 Wer die Erhebung von Kanalanschlußgebühren unter Anrechnung eines Einheitssatzes von 8 75.—, d. i. Vi» der durchschnittlichen ortsüblichen Vauko-

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sten von derzeit 8 1350.— bei einem Meter Mischwasserlanal; die Vlarktgebiihren zu den Sätzen der vom Gemeinderat am 12. Juni 1951 beschlossenen Marktordnung; die Gebühren für die Leistungen der Friedhöfe-Verwaltung zu den vom Gemeinderat am 30. Jänner 1958 beschlossenen Sätzen; die Gebühren des Schlacht- und Viehhofes auf Grund der vom Gemeinderat am 6. März 1958 beschlossenen Gebührenordnung samt Gebührentarif mit den vom Gemeinderat am 20. Jänner 1960 und 6. Dezember 1960 beschlossenen Abänderungen; die Gebühren für die Leistungen der Wasenmeifterei zu den vom Gemeinderat am 20. Jänner 1960 beschlossenen Sätzen; die Gebühren für die Leistungen der Desinfektionsanstalt in der vom Gemeinderat am 24. Juni 1949 beschlossenen Höhe bzw. hinsichtlich der Transportgebühren nach dem jeweiligen Tarif der Freiwilligen Rettungsgesellschaft. Der Iahresertrag dieser Gebühren überschreitet nicht das Iahreserfordernis für die Erhaltung, den Betrieb und die Amortisation der Einrichtung oder Anlage.

13. Die Verwaltungsabgaben auf Grund der GemeindeverWaltungsabgabenverordnung und anderer Gesetzesvorschriften. Die Gebühren und Entgelte für die Leistungen sonstiger städtischer Betriebe, Anstalten und Einrichtungen nach den bei diesen ersichtlich gemachten Tarifen.

Weihnachtsgratulation im Rathaus Da im Jahre 1961 der Heilige Abend auf einen Sonntag fiel, mußte der usuelle Weihnachtsempfang im Rathaus bereits am Freitag, den 22. Dezember, stattfinden. Die leitenden Beamten des Magistrates und der Stadtwerke versammelten sich im Sitzungssaal des Bürgermeisters, um diesem sowie den Vizebürgermeifteru und amtsführenden Stadträten ihre Glückwünsche für das Weihnachtsfest und zum Jahreswechsel zu entbieten. I m Namen der Erschienenen gab zuerst Magistratsdirektor Dr. Mangutsch einen kurzen Überblick über das zu Ende gehende Jahr, das für die Stadt günstig verlaufen war. Schließlich überreichte er Bürgermeister Dr. Lugger als wertvolles Weihnachtsgeschenk den diskussionsreifen Entwurf einer neuen Innsbrucker Bauordnung, welcher von den Obermagistratsräten Dr. Otto Schwamberger und Dr. Manfred Veitner in dreijähriger Arbeit erstellt worden ist. Hiebet führte Magistratsdirektor Dr. Mangutsch u.a. aus: „Möge diese Bauordnung als wahrscheinlich modernste Bauordnung der Landeshauptstädte Österreichs ein gutes Instrument im Baugeschehen und im Rechtsleben unserer Bürger werden. Alle, die mit den Bau- und Naurechtssachen zu tun

haben, werden mir recht geben, daß gerade auf diesem Geriete einerseits vieles durch die Technik überholt wurde und andererseits wichtige Fragen des Eigentums, nämlich einschneidende Maßnahmen am Besitz von Grund und Boden, mit den demokratischen und verfassungsrechtlichen Grundsätzen i n Einklang zu bringen wären. Die Beamten haben gesprochen — jetzt werden die Politiker das Wort hiezu haben, damit es die richtige Mischung gibt." Anschließend gab Generaldirettor I n g . Egger einen Rückblick über die Leistungen der Stadtwerke, die zum guten Teil unter der Erde vor sich gehen und daher unbeachtet bleiben. Das Fortschreiten anderer Arbeiten, wie der Bau der Pfriemeskö'pflbahn, ist allerdings auch gut sichtbar. Bürgermeister Dr. Lugger stellte in seinen launigen Dankesworten fest, daß er sich wie ein Vater vorkomme, der eine große Schar verschieden gearteter Kinder um sich habe, mit denen man rastlos bemüht sei, dem Wohle der Stadt Innsbruck zu dienen, sie zu verschönern und ihr internationales Ansehen, besonders im Hinblick auf die bevorstehenden Olympischen Winterspiele, zu heben und zu festigen.


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Edmund Christoph Am 27. Dezember 1961 erlag Edmund Christoph einem Herzinfarkt. Der Verstorbene war vom 11. März 1939 bis Kriegsende erster beigeordneter Bürgermeister von Innsbruck. An seiner Bahre legte Bürgermeister Dr. Lugger einen Kranz nieder.

Am offenen Grabe würdigten Nationalrat Klaus Mahnert und Obermagistratsrat i. R. Dr. Eduard Angerer sowie Landtagsabgeordneier Ökonomierat Georg Ritzer mit tiefempfundenen Worten das Leben und die Arbeit des Verstorbenen. Allgemeine Teilnahme wandte sich seiner Familie zu.

Abteilung I I I I I I - 78/1962

15. Jänner 1962

Kundmachung betreffend Hundesteuer 1962 Jeder im Gebiete der Stadt Innsbruck gehaltene, steuerlich noch nicht erfaßte Hund ist innerhalb 14 Tagen nach Vollendung des 3. Lebensmonats oder Verbringung in das Stadtgebiet beim Etadtsteueramt Innsbruck zur Versteuerung anzumelden. Innerhalb gleicher Frist ist anzumelden joder Abgang eines steuerpflichtigen Hundes durch Veräußerung (auch innerhalb des Stadtgebietes), Tod, Fortzug usw. Die Außerachtlassung dieser Meldepflicht zieht die Verhangung einer Verwaltungsstrafe gemäß § 14 Abs. 2 der Hundesteuerordnung der Stadt Innsbruck

nach sich.

Die Hundesteuer für das Jahr 1962 ist bis zum 31. März 1962 bei der Stadtkasse Innsbruck nach vorheriger Einholung der Steuervorschreibung beim Ttadtsteueramt Innsbruck, Altes Nathans, MariaTheresien-Straße 18, 3. Stock, Zimmer 202, zu entrichten. Die Hundesteuer beträgt für den ersten Hund jähr-

lich 100.—Schilling, für den zweiten 150.— Schilling und für jeden weiteren 200.— Schilling. Für die Hundesteuermarke sind 2.— Schilling zu entrichten. Außerhalb des Hauses oder umzäunter Gehöfte befindliche Hunde müssen die gültigen Hundesteuermarken tragen,' Zuwiderhandlungen werden geahndet. Hunde, für die die Hundesteuer nach Fälligkeit nicht restlos beigetrieben werden kann, können ohne weitere Friststellung eingezogen werden. Die Listen Wer steuerbegünstigte Hunde, zum Beispiel in Zwingern, Diensthunde der Behörden, des Jagd-, Fischerei-, Flur- und Forst-Aufsichtspersonals und des Rettungsdienstes gemäß §§ 4 und 6 der Hundesteuerordnung, sind bis 31. Jänner 1962 vorzulegen. Neuansuchen um Steuerbegünstigung sind spätestens 14 Tage nach Eintritt der steuerbegünstigten Verwendung einzubringen.

Der Abteilungsleiter i Dr. Herbert Ob.-Mag.-Nat Stadtbauamt Innsbruck Zl. VI-369/1962

Innsbruck, am 18. Jänner 1962

Öffentliche Ausschreibung Für die bsiden Bauvorhaben „Wohnanlage an der Schiitzenstrahe" (Olympisches Dorf) und „Wohnheim für betagte Mitbürger" (Dürerstraße 12) werden hiemit die Herstellung und Lieferung der V a u t i s c h l e r a r b e i t e n (Türen) öffentlich ausgeschrieben. Die Ausschreibungsunterlagen für die „Wohnanlage an der Schützenstraße" können täglich ab 29. Jänner 1962 auf der Baustelle in der Kanzlei der städtischen Bauleitung in der Schützenstraße (nächst dem Hauptschießstllnd) in der Zeit von 9—11 Uhr und von 15—17 Uhr gegen Erlag von 100. —Schilling je Aus-

schreibungsexemplar bezogen werden. Planeinsicht und Auskünfte werden ebenfalls in der Vaukanzlei erteilt. Die Ausschreibungsunterlagen für das „Wohnheim für betagte Mitbürger" können täglich ab 29. Jänner 1962 auf der Baustelle in der Kanzlei der städtischen Bauleitung in der Dürerftraße Nr. 12 in der Zeit von 9—12 Uhr und von 15—17 Uhr gegen Erlag von 100.— Schilling je Ausschreibungsexemplar bezogen werden. Planeinsicht und Auskünfte ebenfalls in der Vaukanzlei. Die Angebote sind unter der Benützung der Leistungsverzeichnisvordrucke, firmenmäßig gezeichnet und verschlossen mit der Aufschrift! „Angebot für Tischlerarbeiten (Türen), Wohnanlage an der Schiit-


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zenstratze", bzw. „Angebot für Tischlerarbeiten (Türen), Wohnheim für betagte Mitbürger" bis Freitag, den 16. Februar 1962, 15 Uhr, beim Etadtbauamt, Neues Rathaus, I I I . Stock, Zimmer Nr. 401, abzugeben.

Nummer

Nach diesem Zeitpunkt einlangende Angebote werden nicht mehr angenommen. Die Eröffnung Ver Angebote erfolgt am gleichen Tage um 15.20 Uhr im Neuen Rathaus, I I I . Stock. Zimmer Nr. 415, vor anwesenden Anbotstellern.

Der 1. Vizebürgermeister: Hans Flöckinger e. H.

Natürliche Bevölkerungsbewegung Oas Statistische Amt der Stadt Innsbruck gibt für öen Monat Dezember 1Y61 folgende Bevölkerungsbewegung bekannt: Insgesamt Stanüesfälle

tebendgeborene . Knaben davon ^ > . .

Madchen ehelich unehelich

Totgeborene Gestorbene . davon

männlich ^ welblich

Eheschließungen

davon

Ortsansässige Oezember

Oezember 1961

1960

1959

1961

1960

1959

256 124 132 216 40

205 108 97 159 46

208 116 92 161 47

134 69 65 107 27

118 59 59 89 29

126 69 57 93 33

6

6

5

1

2

4

118 58 61 45 45

97 43 54 42 42

104 56 48 43 4b

163 77 86

137 67 74

139 77 62

61

56

69

ll: ?:

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V Leiträ^e von Dr. Karl

Innsbruck vor hundert Jahren Jänner 1862: 1. wird im „Boten" mitgeteilt, daß „mit Beginn des Schuljahres 1862/63 in hiesiger Stadt eine vollständige Handels-Lehranstalt ins Leben treten wird". 4. hält Prof. Dr. Kerner im Ferdinandeum einen Vortrag „über die Pflanze als Motiv in der Kunst". — verweist der „Bote" auf ein Gerücht, daß ,/demnächst die Landesverteidigung Tirols eine Umgestaltung in der Art erleiden werde, daß das doppelte Contingent Kaiser, jäger ausgehoben und dafür die Dienstzeit auf die Hälfte der bisherigen Dauer herabgesetzt werde". 5. werden vormittags zwei ziemlich starke Erdstöße verspürt. 6. wird der Finanz-Landes-Direktor Hofrat R. v. Kofler, Edler zu Felsheim (geb. zu Kartitsch), 70 Jahre alt begraben, und ebenso 6. der Pens. Oberstlieutenant Anton Melli aus Parma, 84 Jahre alt. 8. läuft der Termin zur Einreichung von Plänen für ein neues Rathaus ab. Auswärtige Architekten haben einige vorgelegt, ein ausgezeichneter kam aus Frankfurt. Die Pläne werden im Museum ausgestellt.

12. berichtet ein ausführlicher Straßenzustandsbericht folgendes: „Die laue Witterung am gestrigen Tage und in der letzten Nacht brachte uns um einen Genuß, der uns vorgestern abends und gestern morgens unerwartet zu Teil wurde. Anstatt des einförmigen Ganges über Steinplatten und Asphalt durften wir auf den Trottoirs der Landeshauptstadt zur Abwechslung über schlüpfrige Schnee- und Eishöcker wandeln, und wem es gefiel, der konnte nebenbei durch Lacken von Schneewasser während des Gehens ein Fußbad nehmen. Es war trefflich gesorgt, daß das Zeichen mit der Glocke zum Wegräumen des Schnees erst gegeben wurde, nachdem derselbe schon hinlänglich festgetreten war. Auch war man human genug, die Hauseigentümer, bis sie es gelegen fanden, mit dem Wegräumen des Schnees warten zu lassen. DaK Bestreuen der Trottoirs wurde vorsorglich vermieden und, daß das Schneewasser dorthin abfliehen mußte, der weggeräumte Schnee hart an denselben aufgeschichtet . . . " 20. wird die Barmherzige Schwester Landelina Wissiak mit militärischen Ehren beigesetzt. Sie war 1849 „ihrem frommen Berufe folgend nach Ungarn gegangen und widmete sich im dortigen Kriegsgetümmel auf den Verbandplätzen des Schlachtfeldes und in den Spitälern


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mit aufopfernder Hingebung der Pflege verwundeter und kranker Soldaten, vorzüglich jener unseres vaterländischen Regiments. Auch im Jahre 1859 war Wissiak in den hiesigen Militärspitälern eine unermüdete Pflegerin verwundeter und kranker Soldaten." Die aus St. Margarethen bei LaibachstammendeSchwester erlag 44jährig der Lungenschwindsucht. 2s. stellt auf der 1. Armenredoute ein Maskenzug „mit gänzlich neuen und prachtvollen Costümen" die vier Jahreszeiten dar. Das Programm verkündete zuerst den Auftritt von Herolden mit den Wappenkleidern des Prinzen Carnedal. Der Frühling, von einem Blumenwagen geführt, läßt durch seine Gesellen ,^as verehrte Publikum zum freundlichen Gruße mit Milliarden der herrlichsten duftigen Blumensträuße überschütten". Der Sommer haucht den Anwesenden „den Duft der reinsten Alpen-

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luft zu", während Diener ,/die Herrschaften mit echtem Tiroler Gemsenkäse" traktieren. Der Herbst, umgeben von Sonntags- und Bratljägern, bietet goldene Früchte aller Zonen, die süßesten Trauben Cyperns, echten Bozner Zuckerwein. Der Winter im glitzernden Eispalast ist umgeben von unzähligen Nymphen, „deren holde Liebesblicke allen Tausenden, die diese Redoute besuchen, den innigsten Dank namens der Armen ausdrücken". Ende Jänner wird die erste Nummer der „Stenografischen Blätter aus Tirol" ausgegeben. Sie sollten alle 6 Wochen, in der lithographischen Anstalt Karl Redlich hergestellt, erscheinen. Schriftleiter war Prof. P. Hubert Riedl in Hall. Der Iahresbezugsftreis betrug 1 Gulden. Die 1. Nummer enthielt u. a. den Anfang einer Biographie Peter Anichs und ein ungedrucktes Gedicht Gilms.

Das Wichtigste vom letzten Monat Dezember 1961: 1. wird der städtische Christbaum, eine 14 Meter hohe Fichte, vor dem Goldenen Dachl aufgestellt. 2. stirbt Univ.-Prof. Dr. Theodor Erismann, der 1926 auf den philosophischen Lehrstuhl der heimischen Universität berufen wurde, 78 Jahre alt. 3.—6. wird in der Klosterkaserne die Ausstellung „Soldat und Uniform im Wandel der Zeit" gezeigt. 4. findet die Hauptversammlung des Vereines für Heimatschutz, der 700 aktive Mitglieder zählt, statt. Den Tätigkeitsbericht erstattete Hofrat i. R. Dr. Seberiny; zum Obmann wird einstimmig Kunstmaler Oswald Haller wiedergewählt. 5. findet der St.-Nikolaus-Einzug statt. — wird nach einer Bauzeit von 14 Monaten der Patscherkofel-Gipfellift eingeweiht. Nachdem der kaufmännische Direktor der I V B Franz Gast! den zahlreichen Ehrengästen Wert und Zweck der neuen Anlage erläutert hatte, nahm der Abt von Wilten, Prälat AI. Stöger, die kirchliche Weihe vor. Anschließend übergab der Vorsitzende des Aufsichtsrates der I V B O M R . Dr. Knoll die Anlage ihrer Bestimmung. 6. erhält Volksschuldirektor Herbert Unterwurzacher das ihm vom Bundespräsidenten verliehene goldene Verdienstzeichen der Republik Ofterreich. 7. wird der 1. Teil der oralen Kinderlähmungsimftsung, bei der etwa 60.000 Innsbrucker geimpft wurden, abgeschlossen. 13. feiert Univ.-Prof. Dr. Gustav Markt, der Erste Vorsitzende des Osterr. I n g . - und Architektenvereines, Landesverein Tirol, seinen 80. Geburtstag. 14. vollendet der bekannte Strafrechtslehrer Univ.-Prof. Dr. Theodor Rittler das 85. Lebensjahr. — begeht der als Herausgeber der Schlern-Schriften weit-

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15. 17.

bekannte Tiroler Geologe Univ.-Prof. Dr. Raimund v. Klebelsberg semen 75. Geburtstag. verabschiedet der Gemeinderat den Haushaltsplan 1962 (siehe S. 5). erklären sich Einheiten des Bundesheeres bereit, am Ausbau des Innsbrucker Alpenzoos teilzunehmen; die Panzerjäger übernehmen zum Beispiel den Bärenzwinger. vollendet der um die heimische Wirtschaft hoch verdiente Kommerzialrat Dr. Ernst Fischer das 70. Lebensjahr. werden dem bekannten Innsbrucker Schulmann Hofrat Dr. Franz Rohracher im Stifte Slams von Se. Ezz. Bischof Dr. P. Rusch die Insignien eines Ritters des päpstlichen Gregoriusordens überreicht.

17. findet zum 14. Male der Ehristkindl-Einzug statt. 19. begeht der feinsinnige Schriftsteller Karl Emerich Hirt seinen 95. Geburtstag. ^ findet die Firstfeier am Alftenvereinshaus in der WilHelm-Greil-Straße statt. 20. vollendet Kommerzialrat Robert Wallner, leitender D i rektor der Bank für Tirol und Vorarlberg, das 70. Lebensjahr. - wird das restaurierte Denkmal Andreas Hofers wieder auf seinen Sockel gehoben. Die Schäden des Sftrengstoffanschlages konnten völlig ausgebessert werden. 26. stirbt Kommerzialrat Anton Köllensfterger, der Seniorchef der gleichnamigen Firma, 78 Jahre alt. 29. übergeben Bürgermeister Dr. Al. Lugger und Vizebürgermeister Hans Flöckinger der Arbeitsgemeinschaft Innsbrucker Bergiselspringen die neugeschaffene Olympiaschanze für das 12. Internationale Bergiselspringen, das am 30. dersteirischeSkispringer Willi Egger in hervorragender Form gewinnt.

Neuerscheinungen „Brenner-Autobahn." Die Landesbaudirektion für Tirol gab jüngst eine luxuriös ausgestattete Aufklärungsschrift über die „Brenner-Autobahn" heraus. Landeshauptmann Dr. Hans Tschiggfrey betont in einleitenden Worten die historische Bedeutung des Brennevweges, der „von Natur aus die geringsten Schwierigkeiten für die Uberquerung der Alpen entgegenstellte". Der Brennerpaß sei „die ideale

Stelle, an der die Alpen mit einer Autobahn in wintersicherer Höhe, ohne Anordnung eines kilometerlangen Scheiteltunnels, überquert werden können". Der folgende, von Oberbaurat Dipl.-Ing. Leo Feift verfaßte Text ist in vier kurze Abschnitte aufgeteilt. Zuerst wird die „Führung und Bedeutung der Brenner-Autobahn" behandelt. Von Tiroler Warte aus gesehen, müsse man bestrebt sein, „Tirols jähr-


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hundertealte Rolle als klassisches Paßland zum Wohle der Wirtschaft des gesamten Landes auch in Zukunft beizubehalten, um den Anschluß an den europäischen Nord-SüdVerkehr nicht zu verlieren". Es bestehe angesichts des schnell vonstatten gehenden Ausbaues des westlichen Straßennetzes die Gefahr einer Bertehrsverlagerung des europäischen Nord-Süd-Berkehrs nach dem Westen, wodurch es zu einer Umfahrung Tirols kommen würde. I m zweiten Abschnitt, „Die Projektierung der BrennerAutobahn", wird eingangs daran erinnert, daß erstmals bereits 1938/39 Entwürfe für eine reine Durchzugsautobahn ausgearbeitet wurden. Es sei ein Glück, daß es damals zu keinem Baubeginn kam, weil jene über Volders — Sistrans — Ellbogen geplante Straße viel zu weit von Innsbruck abgelogen wäre. Die 1956 neu aufgenommene Projektierungsarbeit konnte völlig unabhängig davon die Interessen Tirols berücksichtigen. I m Kapitel über „Die Trassierungselemente der Brenner-Autobahn" wird darauf hingewiesen, daß die Autobahn Kufstein — Brenner in zwei völlig verschiedene Abschnitte zerfällt. Während die Strecke Kufstein — Innsbruck als Flachlandautobahn gebaut werden kann, fordert das Stück Innsbruck — Brenner eine reine Gebirgsautobahn, für die es bisher noch keine Borbilder gibt. Abfchlietzend wird „Das Autobahnteilstück Innsbruck — Schönberg" hinsichtlich der hiefür nötigen Erdarbeiten und Brükkenbauten näher beschrieben. Dem Text folgen 18 ganzseitige Pläne und Aufnahmen einzelner Baustellen. Das Titelbild, darstellend die Pfeiler der Euroftabrücke, stammt von Kunstmaler Franz Schwetz.

K. Sch.

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Ewald Theodor Kininger: „Die Macht des Abendlandes." Europäischer Verlag, Wien, 80 Seiten. Leinen 8 40.—. — Damit hat der erst 32jährige Innsbrucker Rechtsanwalt DDr. E. TH. Kininger, Sohn des früheren Stadtbaudirektors, ein überaus beachtenswertes Werk verfaßt. Der Inhalt des an sich schmalen Bandes fasziniert den aufmerksamen Leser, und es ist zu hoffen, daß diese Arbeit, aus der ebenso Geist wie auch Mut spricht, alsbald einen beliebten allgemeinen Gesprächsstoff weiter Kreise bilden werde. Noch wünschenswerter wäre, die hier dargelegten Ansichten würden schlechthin zum Programm für die Jugend erhoben, der ja bekanntlich heutzutage sonst so wenig Ideale geboten werden. Freilich ließe sich über den einen und anderen hier gemachten Vorschlag diskutieren. Vielleicht wären auch einzelne wesentliche, hier nicht berührte Gesichtspunkte noch zu ergänzen. I m allgemeinen bietet jedoch jede Seite des Buches viel Erstaunliches und Konstruktives. Manch prägnant geführter Satz enthält wertvollstes Rüstzeug für die Bestrebungen zur Neugestaltung des Abendlandes. I n vortrefflicher Schau führt der weitblickende Autor zu Europas wahren Juwelen, die Unsterblichkeit besitzen. Er zeigt jedoch auch unerbittlich die auf vielen Gebieten eingetretene Krankhaftigkeit auf, die ihrerseits unserer Gegenwart so erschrekkend viele krankhafte Formen hervorbringt. Das Buch, das Begeisterung für die Idee eines neuen Abendlandes erweckt und einen gesunden Optimismus erzeugt, ist geeignet, für unsere Jugend einen gangbaren Weg in die Zukunft bahnen zu helfen. Nach Ansicht des Verfassers erfordert jedoch die allseits so heiß ersehnte Einigung Europas mehr Härte gegen sich selbst, mehr echtes Christentum, Opferfreudigkeit und Persönlichen Einsatz. W. Eftpacher

Verzeichnis über die im Monat Dezember 1961 beim Stadtmagistrat Innsbruck ausgestellten Gewerbescheine bzw. Konzessionsurkunden Max Svarber, Langstraße 6, Taxigewerbe (mit einem Personenkraftwagen). — Albin Dalsah, Burgenlandstraße (Arboiterlager der Baustelle „Olympia-Eisstadion"), Detailverkauf von Flaschenbier und alkoholfreien Getränken. — Nolksbuchverlag GesmbH., Wien, Südtiroler Platz 14—16, Sortimentsbuchhandel. — Georg Schagingei, Wilhelm-GreilStratze 4, Detail- und Großhandel ohne Beschränkung. — „Deutsche Nuchgemeinschaft C. A. Koch's Verlag Nachf., Zweigniederlassung Wien" (OHG), Salurner Straße 18, Kleinhandel mit Tonaufnahme- und Tonwiedergabegeräten, deren Bestandteilen und Zubehör sowie mit Schallplatten. — Oswald Mimm, Gumppstratzeii, Isolierergewerbe. — I r m gard Obeiretl, Maria-Theresien-Straße 49 (Eingang Welsergasse), Einzelhandel mit Woll- und Wirkwaren, Strümpfen und Wäschewaren. — Peter Sojer, Hormayrstraße 9, Großhandel mit Fleisch-, Wurst- und Selchwaren. — Robert Mitterhofer, Weingartnerstraße 76, Einzelhandel ohne Beschränkung. — Fa. „Kristall-Tollinger KG", Wilhelm-Greil-Straße Nr. 16, Detailhandel ohne Beschränkung. — Dr. Iovan Prooanovic, Erlerstraße 19, Handelsagenturgewerbe. — Stefanie Stampfer, Kiebachgasse 13, Marktfahrergewerbe. — Heribert« Balzar geb. Neck, Eugenpromenade 12, Gast- und Schankgewerbe in der Betriebsform einer „Fremdenpension". — Josef Eder, Mentlgasse 14, Handelsagenturgewerbe. — Klara Meraner geb. Prorotti, Reichenau 2, Gast- und Tchllnkgewerbe in der Betriebsform eines Gasthauses. — Roswitha Wachtler geb. Klaus, Prinz-Eugen-Straße 81, Tciailhandel mit Süß- und Konditoreiwaren. — Fa. „Johann Egger, Ludwig Schaufler's Nachf." (OHG.), HerzogFriedrich-Straße 15, Bettfedernreinigung. — Annaliese

Fritz geb. Miklautz, Mitterhoferstraße 3, Handel mit gebrauchten Autos. — Gertrud Nailz geb. Mister, Spartassendurchgang 2, Schönheitspflege und Erzeugung von kosmetischen Artikeln. — Fa. „Arthur Löfflel OHG", Meraner Straße 8, Tischlergewerbe (Verlegen von Klebeparketten) und Handelsagenturgewerbe. — Fa. Edition Helbling OHG, Musikverlag, Import von Musikalien A. Nlunnei <K Co., Bozner Platz 1, Druckergewerbe, beschränkt auf die Anwendung einfacher Verfahrensarten. — Josef Mayr, Amras 73, Gemischtwaren-Detailhandel. — Theresia Modersbacher geb. Schindl, Templstraße 32, radizierte Bierschankgerechtsame. — „Hansaton Rudolf G. E. Fischer K. G.", Salzburg, Wartelsteinstlaße 1, Bürgerstraße 15, Handel und Vertrieb von elektromedizinischen Geräten. — Fa. „81LXH., Tirol« Steatit- und Keramikwerle Rojlowski H Co." (KG.), Amras Nr. 1ll8 in, fabrikmäßige Erzeugung von technischer Keramik, Wärmekeramik, Elektroporzellan, Steatit und sonstigen Isolierstoffen. — Hilda Pauli, Defreggerstraße 19, Einzelhandel mit Nahrungs- und Genußmitteln. — Hermann Frenes, Umversitätsstraße 18, Fleischhauergewerbe. — Franz Jäger, Reichenauer Straße 76 a, Theaterkartenbüro. — Franz Gutmann, Weiherburggasse 5, Handel. — Alois Egger, Siedlung am Fürstenweg Nr. 5, Handel mit echten und synthetischen Steinen, Korallen, Perlen, Glasschmucksteinen, Glasschmuckwaren nach Gablonzer Art sowie mit Gold- und Silberwaren. — Verta Wimmer geb. Pairs, Andreas-HoferStraße 23, Gast- und Schankgewerbe in der Betriebsform einer „Cafe-Konditorei". — Franz Kerschbaumer, Gries am Brenner, Dr.-Matz-Straße 25, Stammgewerbe: Steinbruchbetrieb, Zweigniederlassung in der Form eines Steinbearbei-


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tungsbetriebes. — Franz Kerschbaumer, Gries a.Br., Adamgasse 11, Stammgewerbe: Steinbruchbetrieb, Zweigniederlassung in der Form eines Bürobetriebes. — „Unitherm, Österr. Gesellschaft für universelle Wärmetechnik mbH.", Wien XI., Nemelkagasse 9, Amraser Straße 1, Stammgewerbe: fabrikmäßige Herstellung von Ol- und Gasfeuerungen u.a., wärmetechnischen Geräten, erweitert um den fabriksmäßigen technischen Betrieb einer Härterei. Hiesige Zweigniederlassung: beschränkt auf den Verkauf dieser Erzeugnisse. — Benno Stainer, Andreas-Hofer-Strahe 1, Elektroinstallationsgewerbe der Unterstufe. — Waltraud Nußbaumer geb. Weih, Egger-Lienz-Straße 96, Repassieren

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von Laufmaschen. — Iosefine Stuflesser geb. Tteinlechner, Anichstraße 13, Einzelhandel mit Schuhen und Schuhzubehör. — Fa. „Josef Elfter" (OHG), Kiebachgasse 13, Detailhandel mit Nahrungs- und Genußmitteln sowie mit Wasch- und Putzartikeln. — Fa. „Josef Elster" (OHG), Amchstraße 13, Detailhandel mit Nahrungs- und Genußmitteln. — Harry Veimrohr, Müllerstrahe 24, Großhandel mit Nahrungs- und Genußmitteln. — „Univerfale Hoch- und Tiefbau AG.", Bozner Platz 1, Hoch- und Tiefbauunternehmen (Zweigniederlassung von Wien). — Wolfgang Scheiber, Sterzinger Straße 3, Handel mit Textilwaren sowie Einzelhandel mit kunstgewerblichen Artikeln.

Nachweisung über die im Monat Dezember 1961 beim Stadtmagistrat Innsbruck durchgeführten Gewerbelöschungen Georg Schaginger, Wilhelm-Greil-Strahe 4, Großhandel. — „Büchergilde Gutenberg", Südtiroler Platz 14—16, Buchverlag und Vertrieb. — Margarethe Putzt, Salurner Straße Nr. 6, Damen- und Kinderkleidermachergewerbe. — Iofef Haag, Pfarrplatz 2, Einzelhandel mit Papier-, Kurz- und Galanteriewaren. — Josef Franz Pradler, Angerzellgasse 8, Anstreicher-, Lackierer-, Schilder- und Schriftenmaler. — Hans Rudig, Kranewitterstraße 24, Brandmalergewerbe. — Robert Mitterhofer, Weingartnerstraße 76, Einzelhandel ohne Beschränkung auf bestimmte Waren. — Gertraud Pefendorfer, Erlerstrahe 17, Entwurf und Beratung in allen, die Trachtenerzeugung berührenden Angelegenheiten. — Iofef Stauder (Witwenbetrieb), Universitätsstraße 17, Handel mit Motorrädern und Mechanikergewerbe. — Anton Seidl, Kranebitter Allee 37, Handel mit Maschinen. — Elife Benigni, Innstraße 63, Handel. — Sophie Neck, I g l s Nr. 94, Gastund Schankgewerbe. — Wenzel Schneider, Reichenau 2, Gastuno Schankgewerbe. — Georg Falle«, Universitätsstratze 18, Fleischhauergewerbe. — Maria Wilde, Herzog-FriedrichStraße 19, Handel mit Wein und Spirituosen. — Anna Zoller, Marktplatz, Handel mit Obst und Gemüse. — Karl Richter, Verkaufsstelle Innrain 4, Konditorgewerbe. — Emil Wachtler, Prinz-Eugen-Straße 81, Detailhandel mit Süß- und Konditoreiwaren. — Helene Müller, Sparkassendurchgang 2, Schönheitspflege und Erzeugung von kosmetischen Artikeln. — Arthur Löffler, Meraner Straße 8, Tischlergewerbe und beschränkte Handelsagentur. — Witwe Aloi-

fia Mahr, Amras 73, Gemischtwarenhandel. — Ludwig und Alma Eller, Tempistraße 32, radizierte Bierschankgerechtsame. — Iosefine Marx, Universitätsstraße 11, Einzelhandel mit Wirk- und Strickwaren. — Christine Herzl, Reichenauer Lager 6, Brandmalergewerbe. — „Robert Eckert GesmbH.", Karl-Schönherr-Straße 1, Großhandel mit Textilwaren. — Otto Haller, Innstraße 51, Tischlergewerbe. — „Miller Optik OHG.", Meraner Straße 3, Handel mit photographischen Bedarfsartikeln und mit ofttischen Instrumenten sowie Optikergewerbe. — Mathias Martin, Leopoldstraße 49, Raseur-, Friseur- und Perückenmachergewerbe sowie Handel mit Parfümerien und Toiletteartikeln. — Rudolf Federfftiel, Hohlweg 2, Malergewerbe. — Heinrich Steffan, Maria-TheresienStraße 57, Antiquitätenhandel. — Ernst Preidel, Graßmayrstraße 3, Handel und Agenturgewerbe. — Hermann Rotbacher, Universitätsstrahe 15, Handel. — „Anton M a i l , Fleifchhauerei und Wurstwarenerzeugung, GesmbH.", Pradler Str. 9, Fleischhauerei und Wursterzeugung (Verkaufsniederlage). — Stefanie Mühlauer, Brunecker Str. 8, Handel mit Holz. — Johann Hartlieb, Anichstr. 13, Einzelhandel mit Schuhen und Schuhzubehör. — Luise Kummer, Müllerstr. 6 und Hafelekar, Photographengewerbe. — Herta Elfter, Kiebachgasse 13 u. Anichstraße 13, Detailhandel mit Nahrungsund Gcnußmitteln. — Friede! Auer, Leopoldstraße 28, Großhandel mit Papier, Papier- und Schreibwaren. — Hubert Elsässer, Reichenauer Str. 23 u. I n n r a i n 173, Handel mit Rundholz und Handelsagentur.

Baugenehmigungen Tschurtschenthalerstraße 4, Komm.-Rat Hanns Neuhaufer, Olfeuerungsanlage. Meraner Straße 7, Dr. Fred Beck, Gastlokalerweiterung> Klosterangergasse 39, Fritz Plörer und Hermann Gstrein, Garage. St. Nartlmä 6, C. Flüggen, 12 Unterflurbehälter im Tanklager. Amras 146, Inge. Verger K Brunner, Olfeuerungsanlage. Deutsches Heim 16, Viktor Herzner, Dachgeschoßumbau. Arzl 184«, Diftl.-Ing. Robert Lezuo, Einfriedung. Landfeestraße Ift, Erna Gadner, Aufstockung. Amras 68», Franz Stern, Errichtung eines Wohnhauses, 2 Wohnungen. Anichstraße 7, Rudolf Brüll's Erben, Errichtung eines Bürohauses. Berg Isel 3, Stadtwerle Innsbruck, Umspannstelle. Kranebitter Allee 6, Hans und Fritz Walcher, Einbau einer Wohnung.

Faltstrahe 21, Provinzialat der Don-Bosco-Sch«western, Anbau, Unterbringung, Kinderhort. Amras, Post- und Telegraphendirektion, Neubau, Wähleramt. Matthias-Schmid-Straße 12, Stadtwerle Innsbruck, Anbau. Amras 155, 155», 155 d, 156, 156 a, 156 d, Alpenländische Heimstätte, Errichtung von 6 Wohnhäusern, je 8 Wohnungen. Amras 155 c und 156 c, Alpenländische Heimstätte, Errichtung von 2 Wohnhäusern, je 12 Wohnungen. Meinhardftraße 1s, Shell Austria AG., Vergrößerung der Serviceboxen. Conradstrahe 9, I t a l . Generalkonsulat, Olfeuerungsanlage. Falkstraße 4, Innsbrucker Messe Ges. m. b. H., Messehalle. Sebaftian-Scheel-Straße 18 b, Franz Fuchs, Kleingarage mit Abstellraum. Amraser Straße 56, Montana Baugesellschaft m. b. H., Tiefgarage.


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Felseckftraße 30, Konrad Manisch, Errichtung eines Wohnhauses. Vill 34», Dr. Richard und Luise Dagostin, Anbau und Kleingarage. Sadrach 21, 22, 23, 24, 25, 26, Tiroler Gemeinn. Wohnbauges. m. b. H., 6 Wohnhäuser zu je 8 Wohnungen. Ing.-Etzel-Strahe 20, Andrä Hörtnagl's Nachf., Hörtnagl <K Co., Anbau. Gramart, Anton Stecher, Umbauarbeiten. Müllerstrahe 19/Ttöckl, Friedrich Schennach, Freitreppe. Nurggraben 4—6, Andrä Hörtnagl's Nachf., Hörtnagl K Co., Olfeuerungsanlage. Innstrahe 93, Regina Lanner, Ausbau des Stücklgebäudes. Fischerstraße 29, Sparkasse der Stadt Innsbruck, Olfeuerungsanlage nnt Ollagerung. Stafflerstrahe 10 a, 503-Kinderdorf, Olfeuerungsanlage. Kiebachgasse 8, Dr. Tilman Luchner, Olfeuerungsanlage. General-Eccher-Strahe 3, Vereinigte Tuchfabriken, BaurForadori, Dampfkessel mit Olfeuerung. Amrafer Straße l i t t » , Alois Mößmer, Betriebstankstelle. Amras 148 x, Gowerbebau-Gem. Dr. Hugo Dollenz, Lagerhalle. Fürstenweg 15 a, Johann Neuhauser, Tennenausbau und Umbauarbeiten, 1 Wohnung. Iofef-Schraffl-Straße 2, Gregor Höcher, Garage. Amras 53, Maria Dum, Um- und Aufbau, 2 Wohnungen. Kaiserjägerstraße 32, Gertrud Faschingbauer, Anbau. Arzl 211, Anton Brandner, Einfriedung. Iofef-Schraffl-Straße 2K, Christoph Weingartner, Wohnhaus mit Kellergarage, 1 Wohnung. Fürstenweg 15 v, Franz Grätsch, Betriebsgebäude mit Wohnung, 1 Wohnung.

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Wörndlestraße 19, Neue Heimat, Geschäftslokale. General-Eccher-Straße 3, Bereinigte Tuchfabriken BaurForadori, Erweiterung der Webehalle. Arzl 245 e, Dr. Walter Mark, Einfamilienwohnhaus. Sonnenstraße 16 b, Thusnelda und Fried. Payr, Olfeuerungsanlage. Gumppftraße 19, Anna Kollmann, Gast- und Wohnhaus, Garagenobjekt, 2 Wohnungen. Arzl 63, Richard Stern, Wohnhaus, 3 Wohnungen. Gp. 689/3, KG. Mühlau, Dipl.-Ing. Rudolf Meisel, Kleingarage. Stafflerstrahe 10 2, 803«Kinderdorf, Imst, Umbauarbeiten. Innrain 7V, Raimunda Schwengbeck, Kiosk. Waldstrahe 9, Anna Müller, Kleingarage. Holzgasse 8, Prof. Karl Payer, Olfeuerungsanlage. Mühlau-Hauptplatz 1, Geschwister Kuen, Einfriedung. Fischnalerstrahe 22, Gemeinn. Wohn- u. Siedl.-Ges. m. b. H. Schönere Zukunft, Wohnhaus, 15 Wohnungen. Fifchnalerstrahe 24, Schönere Zukunft, Wohnhaus, I I Wohnungen. Gp. 689/3, KG. Mühlau, Hildegard u. Martha Gruber, Kleingarage. Waldstrahe 11, Heinrich Ploner, Anbauten. Nurgenlandstraße 37, Anni Messing, Kleingarage. Lohbachsiedlung 62, Leopold Hobel, Doftpelgarage. Fischerha'uslweg 1—23, „Frieden", Einfriedungen. Huchenstraße 1—19, „Frieden", Einfriedungen. Grauer Stein 26, 29, 30, 33, Eigentumsgemeinsch. „Grauer Stein", Olfeuerungsanlagen. Maria-Theresien-Straße 18, Stadtgemeinde Innsbruck, Abtlg. IV, Umbauarboiten im Zwischentrakt.

Verleger. Eigentümer und Herausgeber: Die Stadtgemeinde Innsbruck. — Ver Innsbruck. Rathaus. Zimmer Nr. 19t). — Druck: Felizil.


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