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derUandesnaupktadt Znngdrmk E r s c h e i n t e i n m a l im M o n a t Iahrcsabonn. 3 '^0.—, Einzeln 5> ^.— Erhältlich beim RathauS-Porticr Nummer 9

S ch r i f t l c i t u n g : R a t h a u s 3. S t o c k , Z i m m e r N r . 1 9 0 Fernsprecher N r . 6371/190 September 1900

23. Jahrgang

Zum Schulbeginn - Heuer mehr Schulneulinge Am 12. September hat in Tirol ein ueues Schuljahr begonnen. I n der Landeshauptstadt mit ihren vielen Schulen mußten bis zu diesem Tage viele planende und organisatorische Arbeiten erledigt werden. Die Schulbehörde gewann dabei einige Gesichtspunkte, die auch für die Allgemeinheit wissenswert sind. Auf Grund der Einschreibungen im Mai konnte festgestellt werden, daß im Schuljahr 1960/61 in der Stadt Innsbruck um rund 60 Echulneulinge mehr sind als im Vorjahr. Nicht allein der Heuer schulpflichtig gewordene Geburtsjahrgang 1954 hat eine höhere Zahl gebracht, es ist in steigendem Maße auch bei den nächsten Jahrgängen der Fall. Man kann annehmen, daß sich die Zahl der Erstklässler in den nächsten sechs Jahren um 40 bis 50 Prozent erhöhen wird. Diese Steigerung, die den vor Jahren eingetretenen Schülerrückgang wettmachen wird, ist für den Stadtbezirk Innsbruck als Ganzes gesehen erfreulich, wenngleich die Entwicklung in den einzelnen Stadtteilen verschieden ist. Zeigt die Zahl der Schulneülinge in der Innenstadt und in den Gebieten am linken Innufer kaum eine Erhöhung, so hat sie in den Randgebieten

und vor allem im Osten der Stadt bedeutend zugenommen. Sehr problematisch erschien in unserer Stadt zu Beginn dieses Schuljahres die Festlegung und Abgrenzung der Schulsprengel, die früher längere Zeit hindurch ohne wesentliche Änderung beibehalten werden konnte. Die Einteilung der Schulsprengel wird künftig elastischer sein müssen. Die Schulbehörde weiß um die Unbeliebtheit der notwendigen Maßnahmen und wird trachten, soweit es irgendwie vertretbar ist, die Wünsche der Eltern und Kinder zu erfüllen. Auch Heuer werden bei Schulbeginn Schulärzte die sogenannten Schulreifeuntersuchungen vornehmen. Schulpflichtige Kinder, die körperlich oder geistig zuwenig entwickelt sind, werden zurückgestellt, um eine Überforderung zu vermeiden. Für Kinder, die in der Zeit vom 1. September bis 31. Dezember sechs Jahre alt werden, sieht das Tiroler Landesgesetz noch keine Schulpflicht vor, der Schulbesuch kann ein Jahr aufgeschoben werden. Dagegen können geistig und körperlich reife Kinder auf Antrag der Eltern in die Schule aufgenommen werden, auch wenn sie erst im letzten Drittel des laufenden Jahres sechs Jahre alt werden.

Die Tschurtschenthaler, ein uraltes Tiroler Geschlecht Zu den bedeutendsten und weitverzweigtesten Tiroler Geschlechtern zählt das der Tschurtschenthaler ans den, Pusterlal. Auf Nil!« Meter Höhe gelegen, steht ihr Stammsitz an der Siidlehne des Helmberges, seit vielen Jahrhunderten eine echte tirolische Bodenständigkeit verkörpernd. Um 800 begann vom Venedittinerstift Innichen die Besiedlnng des Gebietes und gehört der Voltsmeinung nach der TschurtscheulhalerHof zn den „sechs" ältesten Freistifthöfen, die dem Ort den Namen Sexten gaben. Auf diesem Hof haust die Stammfamilie der Tschurtschenthaler in ununterbrochener Reihenfolge nachweisbar seit dein 11. Jahr hundert, wohl eine einzigartige Erscheinung im gan^ zen deutschen Sprachgebiet. Vor 100 Jahren umfaßte

der Hof 47 Ka Grund, der zur Haltung von N« Stück Großvieh und 100 Schafen ausreichte; in neuester ^eil ist sein Flächenausmaß auf 2?>/^> K:l zusammengeschrumpft. Durch 1!! Generationen, vom Vater auf den Sohn vererbt, schenkte der Tschurtschenthaler Stamm dem Lande und Staate fast unermeßlich viele und wertvolle Menschen. Die Tschurtsch^nthaler waren nicht nur Bauern auf ihrer Väter Scholle, viele vcm ihnen machten sich verdient als Schützen, Offiziere und Beamte, als Kaufleule und Handelsherren, als Ordensleute und Priester, Wissenschaftler und Lehrer; andere betätigten sich als schlichte Arbeiter und Handwerker in weilen deutschen Gebieten, Auch als Bürgermeister und Abgeordnete scheinen in allen Zeit-


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lauften immer wieder Tschurtschenthaler auf. die i» tirolischer Pflichterfüllung den Verpflichtungen des alten Namens nachkamen. Ob ihrer Verdienste erfolgte 1592 uon Erzherzog Ferdinand II. die erste Verleihung von „Wappen und Elainot" mit den Tschurtschen im Schild und dem Pusterer Hut über der Helmzier, welches Wappen auch heute noch allen Tschurtschenthaler Nachfahren zukommt. 1625 erfolgte die erste Adelserhebung mit Wappenbesserung des Salzkammcrgutzweiges als rittermäßige Adelige des Heiligen Römischen Reiches mit der Bezeichnung Zurtschenthaller von Zurtschenthall und Grafeneck, der zwei weitere Adelserhebungen des Vozner Zweiges und die Verleihung des Prädikates „von" und Edle von Helmheim folgen. Der Vozner Zweig rückt in der Kurie des Tiroler adeligen Großgrundbesitzes zum Tiroler Landtag auf und wird in späterer Folge in die Tiroler Adelsmatrikel als Herr und Landmann von Tirol aufgenommen. I n Innsbruck lassen sich um 1700 die ersten Tschurtschenthaler tätig nieder, erwarben Besitz und Ansehen. Aus ihnen geht Johann Georg Tschurtschenthaler, Magistratsrat und mehrmals 1796. 1809—1813 ausgezeichneter Hauptmann der Innsbrucker Vürgerwehrfiisiliere, hervor. Neben mehreren TschurtschenthalerGroßhandlungen in der Altstadt entsteht 1812 die Tschurtschenthaler-Vrauerei am Innrain Nr. 2 mit dem Tschurtschenthaler-Felsenkeller beim Peterbrünnl und eine Großspedition sowie ebenfalls von Innsbruck aus in Trieft die durch etwa ION Jahre bestehende Firma der Gebrüder Tschurtschenthaler, die zu den bedeutendsten Großhandelshäusern dieser österreichischen Hafenstadt zählte. Außer mehrfachem Stadtbesitz erwarben die Tschurtschenthaler den Allerheiligenhof, den Vrockenhof (Aldrans), die Figge (Gallwiese), den Tschurtschenthalerhof westlich des Plumeskopfes, den Grillhof (Vill), den Ansitz Giggelberg (Natters), auf dem Hermann von Gilm. der Walzerkönig Lanner und Viele andere mit Vorliebe einkehrten. Der Innsbrucker Dr. jur. Johann Tschurtschenthaler (1828—1893). Notar und Direktor der hiesigen Sparkasse, wird dreimal, und zwar 1869, 1872 und 1875 zum Bürgermeister der Landeshauptstadt gewählt und ob seiner vielfachen Verdienste zum Ehrenbürger von Innsbruck ernannt. Die Tschurtschenthalerstraße am Saggen erinnert an diese angesehene Persönlich-

Karl

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keit. Die Vrüder Dr. jur. Hugo (1861—1929) und Dr. med. Alfred (1863—1931), Ehrenbürger von Vill und Igls, sind der älteren Innsbrucker Generation als Wissenschaftler, große Wohltäter und Nunslmäzene noch in bester Erinnerung. Nicht fehlen darf in dieser Aufzählung der hervorragende Mediziner Hofrat Anton von Tschurtschenthaler-Helmheim (1815—1900). Er trat 1843 in den tirolischen Sanitätsdienst ein, lehrte seit 1845 als suppl. Assistent, dann als Professor an der Innsbrucker Universität, war 1884/85 Reltor derselben und gehörte von 1870—1898 vorwiegend als Präsident dem Tiroler Landessanitätsrat an. Auch sein Sohn. Hofrat Leo von Tfchurtschenlhaler, sicherte sich in der Zeit zwischen beiden Weltkriegen als beliebter Ehef der Tiroler Verwaltungsschuldehörden einen guten Namen. Gleichzeitig wirkte in Klagenfurt der Rechtsanwalt Dr. Ignaz Tschurlschenthaler als Stadtrat und Landeshauptmannstellvertreter von Kärnten. Durch Verheiratungen mit weiblichen Familienmitgliedern entstanden zahlreiche nahe Slammuerwandtschaften und Beziehungen zu Tschurtjchenlhalern in Nord- und Südtirol. So z. V. heirateten Landeshauptmann Dr. Freiherr Th. von Kathrein. LAbg. und Herrenhausmitglied Dr. Karl von Gral'mayr und Univ.-Prof. Dr. R. von Klebelsberg Tschurtschenthaler-Tö'chter des Vozner Zweiges, aus dem auch Clara von Tschurtschenthaler-Helmheim, die Mutter des LR.a.D.Stadtrat Dipl.-Ing.Anton von Hradetzti) stammte, während Univ.-Prof. Reichstagsadgeordneler Dr. Tobias von Wildauer eine Innsbruckcr Tschurtschenthaler. die Großmutter des derzeitigen Propstes Msgr. Dr. Heinz Huber, ehelichte und so weiter. Für Hunderte von Angehörigen dieses allen Geschlechtes wurde der Sonntag, 17. Juli 1960, zum einmaligen Erlebnis. An diesem Tag fand am alten fahnenumwehten Stammhof in Sexten, angesichts der herrlichen Vergheimat, ein Familientag der Tschurtschenthaler statt, an dem sich alt und jung zu eiucr großen und stolzen Familiengemeinschaft neu zusammenschlössen. Echt und inhaltsreich, voll Froheit und Ernst, ohne Firlefanz und „voltstümelnden" Beiwerk, ist dieser Tag verlaufen. Möge er auch anderen Geschlechtern des Landes Beispiel und Ansporn sein — das ist Tirol. W. Eppacher

Innsbruck — meine Heimatstadt

Als der Kriegsausbruch die friedliche Entwicklung der Landeshauptstadt jäh abriß, stand Innsbruck mitten im Aufblühen und konnte, unter normalen Umständen, einer hoffnungsvollen Zukunft entgegensehen. Unter dem großen, weitblickenden Bürgermeister Wilhelm Greil waren die Grundbedingungen eines modernen, großstädtischen Gemeindewesens geschaffen worden, wichtigste Unternehmungen, die Licht- und Kraftwerke waren der Stadt eingegliedert und ausgebaut worden, so schon 1898 das Mühlauer Elektrizitätswerk, 1901—1903 die neu erbauten Sillwerke, 1905 das Gaswerk. Die Trinkwasser- und Lebensmittelversorgung der Stadt wurde gesichert, be-

Ztunnncr l)

(1. Forschung)

sonders durch Anlage eines neuen Schlachthofes und anderer Avprovisionierungsanstalten. die Gesundheitspflege erhielt durch Einrichtung eines eigenen Stadtphysikates im Etadtmagistrat eine behördliche Stütze, das Schulwesen, der wachsenden Bevölkerung entsprechend, empfing seine Förderung durch den Neubau verschiedener Volks- und Mittelschulen. Vor allem war es das Bestreben der Stadtverwaltung, das Verkehrswesen in moderne Bahnen zu leu ten. um dem steigenden Fremdenvertehr zu dienen und zu genügen. Gaststätten, Hotels und Geschäftshäuser wetteiferten, um Gästen aus aller Welt den Aufenthalt in Tirols bergumrahmler Hauptstadt anziehend zu


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gestalten, alle M i t t e l einer aufstrebenden Volkswirtschaft wurden eingesetzt, uni Innsblllcks Bedeutung iin j'vranz öst^rreicliischer Alpenstädte zu festigen. Alle diese Alisgaben und Pläne wurden nun plötzlich unterbrochen, die Stadtverwaltung mußte sich ohne Übergang von der Friedens- auf die Kriegswirtschaft umstellen und stand einer Fülle von bisher nnbelannlen Problemen gegenüber. I m Merlans der vier Kriegsjahre 1!N l l!)!.^ mehrten sich die Schwierigkeiten, besonders seit 1915 mit dem Kriegseintrilt Italiens T i r o l engeres Kriegsgebiet geworden war. Die Einschränkung auf allen Gebieten, die Stationierung der Lebensmittel und Rohstoffe, erforderte straffe Organisation, um der Beoölternng den notwendigsten Lebensunterhalt zu sichern. I n diesen Jahren hat sich Innsbrucks Stadtverwaltung als wahrhaft sorgende Mutter der Einwohnerschaft bewährt, zugleich zeigten sich die gediegenen Stützen des städtischen Wirtschaftslebens auch den schwersten Belastungen der Kriegsjahre gewachsen, so daß die Stadt — mit Ausnahme der Menschenverluste, der Gefallenen und Kriegsopfer — ohne wesentliche Erschütterungen aus dem ersten Weltkrieg trotz seines unglücklichen Endes hervorging. Bürgerliche Organisationskraft bewahrte dann auch in den Novembertagen 1918, als das zurückflutende österreichisch-ungarische Heer die Stadt zu überfluten drohte, Innsbruck vor schweren Schäden. Das unwirklich milde Herbstwetter jenes Jahres begünstigte den friedlichen Abfluß der Hunderttausende, die über die Brenner- und die Ellbögener Hochstraße aus dem vierjährigen Völkerringen heimkehrten. Innsbruck stand nun einer neuen Zeit gegenüber. Von dem einstigen mächtigen Kaiserreich war nur der Numpfstaat, die Republik Deutschösterreich, übrig geblieben, aus der „Geforsteten Grafschaft T i r o l " war ein kleines Bundesland geworden, das 1919 durch den Friedensvertrag von St. Germain trotz aller leidenschaftlichen Proteste und entgegen dem zugesicherten völkischen Selbstbestimmungsrecht sein Kernstück, das deutsche Südtirol verlor. Nun galt es, Innsbruck als Hauptstadt des verstümmelten Landes zu behaupten, aus der verringerten Substanz das Notwendigste zu schöpfen und unverzagt an den Wiederaufbau zu schreiten. Von diesem Wendepunkt an erlebte auch ich das Werden des neuen Innsbruck unmittelbar, war ich doch zu Neujahr 1919 endgültig aus Bozen i n die Landeshauptstadt übersiedelt und hatte ein neues Berufsfeld gefunden, das mir erst eigentlich den Einblick in das öffentliche Leben ermöglichte. Denn ein Hauptzweig meiner Tätigkeit als Lokalredakteur der größten Tageszeitung, der ..Innsbrucker Nachrichten", war Fühllingnahme und Berichterstattung über städtische Angelegenheiten, und so kam ich zu jahrzehntelanger enger Berührung mit dem Nathans, dem Sitz der Gemeindeverwaltung, und seinen Funktionären. Der Journalist legt ja sein Ohr an den Herzschlag der Zeil, er fühlt den Puls des öffentlichen Lebens, er blickt hinter die Kulissen städtischer Ämter und Behörden und in das Näderwcrl der vielverzweigten Organisation. Bald nahm ich lebhaften Auteil an den Belangen der Stadt, namentlich feit ich als ständiger

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Berichterstatter den öffentlichen Gemoiiideratssitzungen im Adlersmil beiwohnte. I n jenen Jahren der materiellen Not regte sich mächtig die Sehnsucht nach geistigen Gütern, Heimalliebe, Pflege uon Dichtung, Kunst und Kultur trieb fruchtuerheißende Blüten. I m Voltsbildungsverein „Junsbructer Urania", der bald nach Kriegsende gegründet worden war, hielt ich im historischen Claudiasaal, dem einstigen Sitz des Tiroler Landtages, meine ersten Vorträge. Die uoltslümlichen Vorträge der Alpenuniuersität Innsbruck vermittelten weitesten Kreisen die Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung und heute gcnießt unsere Hochschule durch deu Nang ihrer Gelehrten internationalen Ruf, der Studierende aus vielen Ländern nach Innsbruck führt. Früh regte sich i n m i r die Vorliebe für Dichtung, Theater und Heimatgeschichte. Die Werte der großen Dichter der Vergangenheit waren mir von Jugend auf vertraut, Hermann von Gilms, des größten L y r i kers Tirols, Gedichte, dessen Büste an seinem Geburtshaus i n der Maria-Theresien-Straße hoch über dem Straßenlärm ragt, Adolf Pichlers, des Naturforschers, Denkers und Dichters bronzenes Denkmal steht auf dem gleichnamigen Platz nahe dem Stadtzentrum. M i t den damals noch lebenden Dichtern, markante Gestalten Innsbrucks, dem kraftvollen Dramatiker Franz Kranewitter, seinem Landsmann, dem bühnengewaltigen K a r l Schönherr, Bruder W i l l r a m , dem feurigen geistlichen Lyriker, dem tiefgründigen, allzufrüh dahingegangenen Josef Leitgeb und anderen stand ich in persönlicher und literarischer Verbindung. Dem unvergeßlichen Dichter und Tonsetzer des Tiroler Volksliedes Josef P ö l l , dem Ehormeifter der Sängeruereinigung „Die Wolkensteiner", war ich freundschaftlich verbunden. Und das Innsbrucker Theaterleben, neben der regen Musikpflege stärkster Ausdruck künstlerischer K u l tur, habe ich als langjähriger Schauspielkritiker des Innsbrucker Stadttheaters, heute üandestheater, und der berühmten Exl-Vühne, aufmerksam und begeistert verfolgt. Waren die Kriegsjahre schwer gewesen, noch schwerer wogen die wirtschaftlichen Auswirkungen der ersten Nachkriegszeit. Daher mühten sich die Stadtväter, denen noch immer Bürgermeister E r e i l vorstand, i n einträchtigem demokratischen Zusammenwirken, der Not der Zeit zu steuern. I n vielstündigen Sitzungen, die sich oft bis tief in die Nacht ausdehnten, wurden dringende Tagesfragen beraten, zum wirtschaftlichen Mangel gesellten sich die immer mehr ansteigende Wohnungsnot, politische Wirren, I n f l a t i o n , Stocken des Fremdenverkehrs etc. Nachdem er auch in diefen schlimmen Jahren noch das Steuer der Stadt mit nie erlahmender Hand und nie versiegendem Humor geführt im ganzen mehr als ein Vierteljahrhundert —, legte Bürgermeister Wilhelm Greil 192!l seine Amtsbiirde nieder, von der dankbaren Stadt zum Ehrenbürgermeistt'r ernannt. Seinen Nachfolgern, Bürgermeister Dr. Anton Eder (192:l—1929) und Franz Fischer (1929—19!!«) war es vergönnt, nach der Veondigung der I n f l a t i o n durch die Stabilisierung des österreichischen Schillings, die Stadt einem neueil Aufschwung zuzuführen. Das erste und wichtigste Anliegen der Eladtvertretung war die


Amtsblatt der ^andesdanptstadt Innödrucl Sorge für die Familien, die Keimzellen alleo (Gemeinschaftslebens, durch möglichste Behebung der furchtbaren Wohnungsnot. Daher schritt der Gemeinderat und seine Spitzenorganisation, der Stadtrat, r»or allem an cine großzügige kommunale Wohnbautätigkeit, aus der neue Wohnhausblocks vorwiegend in den Stadtteilen P r a d l und Reichenau entstanden. Daneben wurde die private Wohnbautätigkeit nach Kräften gefördert, so daß am Stadtrand vielen Menschen das ersehnte Eigenheim geboten werden konnte. Eine der letzten Großtaten Wilhelm Greils, der für die Stadt durchgeführte Ankauf des Achensees, wurde durch die Errichtung des Achenseekraftwerkes gekrönt und dadurch eine für das ganze Land und seine Elektrizitätswirtschaft bedeutungsvolle Licht- und Kraftquelle geschaffen. Der Volksgesundheit dienten in hervorragendem Matze die neuerbauten städtischen Bäder, das Dampfbad und das Hallenschwimmbad, ein Freiluft-Strandbnd am I n n ist bis heute Projekt geblieben. Dem mächtigen Aufschwung, den der Sport in allen seinen Zweigen in den letzten Jahrzehnten genommen hat, besonders im Fußballspiel und Skilauf, kam die Stadt durch Errichtung und Ausbau des großen Sportplatzes am T i v o l i , der in jüngster Zeit zu einem allumfassenden Sportstadion erweitert wurde, und durch den Bau der Sprungschanze am Vergisel, auf der unter anderem 1933 die internationalen 1^18-Wettkämpfe ausgetragen wurden. Dem in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen stark ansteigenden Fremdenverkehr, der allerdings durch weltwirtschaftliche und politische Ereignisse sehr empfindlich beeinflußt wird, gab das Entstehen zweier neuer Drahtseil-Bergbahnen wichtige Anziehungspunkte, der Nordkettenbahn auf das Hafelekar und der Patscherkofelbahn. Wer sie benützt, der kann an e i n e m Tag von der Stadtmitte aus mühelos auf mehr als 2000 Meter Meereshöhe gelangen und die herrliche Rundschau über das Gipfelmeer des Karwendels und über das Gletscherreich der Stubaier Alpen erleben. I n den internationalen Flugverkehr wurde Innsbruck schon 1925 nach Eröffnung des ersten Flughafens i n der Reichenau — heute in der Höttinger A u — einbezogen. Auch der Hauptbahnhof erhielt Ende der Zwanziger Jahre neue Gestalt. Die Modernisierung der Stadt kam zunächst in neuzeitlicher Straßenpflege, in der Einführung des Autobusvertehrs zur Ergänzung der Lokalbahn zum Ausdruck. Aber auch die Kunststadt Innsbruck, berühmt vor allem durch das mittelalterliche B i l d der Altstadt, erfuhr reizvolle Bereicherung. Die unter den gotischen Lauben befindlichen Kaufläden und Geschäftshäuser tragen jetzt vielfach moderne Firmenschilder, originelle Erzeugnisse heimischen Kunstgewerbes, neuartig i n Idee und Ausführung, die sich vortrefflich den alten Baudenkmälern und ihrem Kunstschmuck anpassen. E i n Spaziergang durch die Altstadt „unter den Lauben" im Bannkreis des Goldenen Dachls verbindet daher künstlerische Eindrücke aus alter und neuer Zeit, Zeugen des fortschreitenden schöpferischen Lebens unserer schönen Stadt. Seit 1930 hemmten störende Einflüsse das weitere Gedeihen der Landeshauptstadt, Weltwirtschaftskrise,

politische Gegensätze, Kämpfe zwischen demokratischem und autoritärem Regime, das Anbranden nationalistischer Wellen aus Nord und Süd. Innsbruck stand und steht als Landeshauptstadt, Sitz der Universität, im Vrennpuntl solcher Strömungen, sein Leben reagiert auf alle Schwingungen innen- und außenpolitischer A r t wie jedes größere menschenerfüllle Gemeinwesen-'sein Schicksal wechselt daher auch mit den jeweiligen Zeitläuften. Die politische Umwälzung des Jahres 193tt brachte Innsbruck zunächst eine beträchtliche Erweiterung der Stadtgrenzen durch Einbeziehung der Vororte Hotting. Mühlau, I g l s , so daß das heutige Gemeindegebiet rund 102 Quadratkilometer umfaßt. Bedeutungsvoll für die Stadtausdehnung war es auch, daß als Folge der unglückseligen Umsiedlung der deutschen Südtiroler uach dem Mussolini-HillerAbkommen von 1939 ganze neue Slraßenzüge als Wohnungen für die Umsiedler, sogar noch während des zweiten Weltkrieges gebaut werden tonnten. Der Scheinblüte eines ungehemmten Zustromes von Fremden, besonders aus dem Deutschen Reich, folgten nur allzubald die Vorboteu des nahen Krieges, der dann im September 1939 ausbrach und mit Österreich auch T i r o l und seine Hauptstadt ins Ver derben riß. Blieb Innsbruck auch in den ersten Jahren von zerstörender Kriegseinwirkung verschont, so änderte sich dies nach dem Einbruch der Alliierten in die Südflanke der Achse Rom—Berlin im Sommer 1943. Waren zwar Luftschutzmaßnahmen schon seit Kriegsbeginn getroffen und hervorragende Kunstschätze — daruuter sogar die seit 400 Jahren auf ihren Postamenten in der Hofkirche stehenden „Schwarzen M a n der", die Erzstatuen des Maxgrabmales sowie die Bestände der Museen — geborgen worden, so dachten doch die wenigsten an die vom Süden her der Landeshauptstadt drohende unmittelbare Gefahr. Daher traf der erste Luftangriff auf Innsbruck, das als erste österreichische Stadt am 15. Dezember 1913 ins Vomberziel genommen wurde, unsere Stadt besonders schwer. Die Zerstörungen an Gebäuden. Denkmälern, Kirchen erstreckten sich vom Bahnhof auf die ganze Innenstadt. Hunderte von Menschenleben fielen den Bomben zum Opfer, unabsehbare Verwüstungen verwandelten die blühende Stadt in zahlreiche Schutthaufen. B i s Kriegsende forderten in Innsbruck 22 Luftangriffe zirka 500 Todesopfer, zerstörten 3«33 Objekte und beschädigten mehr als 15.000 Wohnungen. Wer eiuige dieser schweren Angriffe, zum Beispiel i n Bahnhofnähe im Luftschutzkeller mitgemacht hat, der weiß, was sie außerdem für die Nerven der Bevölkerung bedeutet haben. M a n kann sich heute kaum mehr eine Vorstellung machen, vor welch ungeheuren, mit Menschenkraft kaum lösenden Aufgaben die neue Stadtverwaltung unter dem Bürgermeister Dr. Anton Melzer stand, als seit dem 3. M a i 1945 die Waffen schwiegen. Die Stadt in Trümmer, die Magazine ausgeplündert, Mailgel und Rot an allem und jedem, der Verkehr gelähmt, alle Verbindungen unterbrochen. I n diesen kritischen Tagen und Wochen wareu dem jnngen


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Stadtoberhaupt der verläßliche, pflichtbewußte, treue Veamtenstab und die städtische Arbeiterschaft die unentbehrlichsten Stützen. Ohne Rücksicht auf die eigene Not griff jeder .zu, stand an seine»! Arbeitsplatz und lies; die mustergültige Organisation des Stadtmagistrales nicht abreißen. I n monatelanger freiwilliger Fronarbeit, an der sich fast die Hälfte der Einwohnerschaft einsatzbereit beteiligte, mußten die vielfach hanshohen Schntltegel aus der Bombenzeit abgetragen werden. Dann be gann langsam, aber zielbewußt, iminer wieder behindert durch den tatastropl)alen Materialmangel lind dein Fehlen von Fachkräften, der Wiederaufbau. Zuerst wurden die ärgsten Bombenlücken ausgefüllt, die leichter beschädigten Wohngebäude wieder instand gesetzt. Denn die Wohnungsnot war durch die

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Anforderungen der Vesatzungsmacht, zuerst Amerikaner, seit J u l i 1945 Franzosen, ins Ungemessene gestiegen. Wenn trotzdem nach zwei Jahren 194? schon 57 Prozent aller bombenbeschädigten Innsbrucker Wohnungen wieder bezogeil werden tonnten, ist dies ein rühmenswertes Zeugnis unbeugsamen Aufbauwillens der ganzen Bevölkerung, der die Stndtverwallnng ein hohes Beispiel echten, opferbereiten Gemeinschaftsgeistes gab. Wenn die schwierigsten Probleme der ersten Nachtriegsjahre gelöst werden tonnten, so war dies auch der verständnisvollen Mitarbeit der französischen Vesatzung und ihres Chefs General Bethouard sowie des Generalgouuerneurs Voizard zu verdanken, die im Nahmen ihrer Möglichkeiten manche Hilfe und Erleichterung brachten. (Schluß folgt)

Die Defteggerstraße in Pradl Über Vorschlag des Vaureferenten GR. Julius Greil beschloß der Innsbrucker Gemeinderat am 20. Oktober 1904, dem inmitten durch Felder neu projektierten, die Pradler Straße kreuzenden Straßenzug den Namen des berühmten Tiroler Kunstmalers Franz Defregger zu geben. Eine Verlängerung gegen Osten erfuhr die Straße dann im M a i 1910, nachdem Enteignungsuerfahren gegen mehrere Feldund Gartenbesitzer durchgeführt worden waren. Defregger wurde diefe Ehrung seitens der Stadtgemeinde Innsbruck ausnahmsweise bereits zu seinen Lebzeiten zuteil. Es geschah dies zu einem Zeitpunkt, an dem der Geehrte einen der ersten Plätze unter den Künstlern deutscher Zunge einnahm. F ü r die seltene Ehrung mitbestimmend dürfte wohl auch der Umstand gewesen sein, daß Defreggers Werke, die seine Heimat T i r o l künstlerisch verklärten, zu jener Zeit i n Massen vervielfältigt und i n alle Welt verstreut wurden, und so mehr, als andere Werbemittel Stimmung und Begeisterung für unser Alpenland und seine Bewohner erzeugten. I n edelster Weise regten Defreggers Werke zum Besuche Tirols an. Franz Defregger war am 30. A p r i l 1835 zu Stronach, Gemeinde Dölsach, geboren und starb am 2. Jänner 1921 i n München, wo er den größten Teil seines Lebens verbracht hatte. B i s zu seinem 22. Lebensjahr hatte er als Knecht und einziger Sohn an dem väterlichen Ederhof gearbeitet. Nach dem Tode seines Vaters, nach dem unglücklichen Ausgang des Krieges von 1859, dem Mißernten und Steuererhöhungen folgten, verleidete den Iungbauern sein Beruf. Er vertaufte seinen Hof um 15.000 Gulden, zahlte feine Geschwister aus und zog nach Innsbruck, um Bildhauer zu werden. Damals wußte er vom Malen so gut wie noch nichts. Der an der Innsbrucker Gewerbeschule tätige Prof. Michael Stolz riet ihm aber. Maler zu werden und brachte ihn nach München. Defregger besuchte die dortige Kunstgewevbeschnle. später die Akademie' er versuchte sein Glück auch in Paris, trat dann 1864 ins Atelier Piloty ein, in dessen Meisterwertstatt er zum großen Künstler heranreifte. Reproduktionen seiner „Wilderer" und „Holztnechte", seiner „Sennerinnen" und „Vauerndirnen" fanden

weite Verbreitung. Eine allgemeine Bewunderung wurde ihm jedoch als Maler der heroischen Epoche um 1809 zuteil. Gerade i m abgelaufenen Gedenkjahr rückten seine Werke neuerdings i n den Mittelpunkt des Interesses. 1878 wurde Defregger zum Professor für Historienmalerei an die Münchner Akademie bestellt, 1883 wurde er durch Verleihung des bayrischen Kronenordens i n den Adelsstand erhoben und 1905 ernannte ihn die Stadt München zu ihrem Ehrenbürger. I n Innsbruck wurde 1885 zur Ausstellung seiner Werke im Ferdinandeum ein eigener Saal eingerichtet, der als Sehenswürdigkeit viel besucht wurde. Während der Sommermonate hielt sich Defregger mit Vorliebe als Kurgast i n seiner engeren Heimat, die er über alles liebte, auf. Die Zerreißung T i r o l s nach dem ersten Weltkrieg beschattete seinen Lebensabend. Die Defreggerstraße, 430 Meter lang, zieht sich in weftöstlicher Richtung vom Leipziger Platz zur Langstraße. I h r Äußeres ist großstädtisch und imponierend, gleich, durch welchen der vielen Zugänge man i n sie eintritt. Sah man vor etwa 10 Jahren im Bereiche der Straße noch eine Reihe von Baulücken, fo sind ihre Häuserzeilen, nachdem seit Kriegsende bis 1958 ununterbrochen gebaut wurde, fast ganz gefchlossen. Die durch Bomben zerstörten Häuser Nr. 8, 13, 14 und 16 sind wiedererrichtet und zeigen sich heute in einem ansehnlichen Kleide. Das älteste Gebäude der Straße ist das Gasthaus „Neupradl", wo auf einer mit einem Sechsstern versehenen Erhebung über dem Dache die Jahreszahl 1903 zu lesen ist. Für Nichtortskundige irreführend ist, daß besagtes Gasthaus ebenso in A l t - P r a d l steht wie das Gasthaus „ A l t p r a d l " in der Pradler Straße. Neue Häuser modernen Baustils sind nach dem Kriege im östlichen Elraßenteil hinzugewachsen, wodurch neben dem etwas Düsteren auch farbige und lebhaste Motive im Straßenbild entstanden. Die ai: den eigentlichen Stammhäusern während der Bauzeit vor dem ersten Weltkrieg geübte Zierlust hat eine große Menge Spuren hinterlassen. So kann man z. V. in der Defreggerstraße wohl alle Arten und Abarten von Erlern bemerken' es gibt Beton- und hübsche Korbsöller (Haus 13, 14 und 32), da und dort einen klassischen Spruch. Wer sorgfältig fchaut, ent-


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deckt auch einzelne religiöse Neliefs. Aber auch Gerante von Fantasieblumen in Veton oder Stuck sowie allerlei anderer Schmuck, bis zu den vielen Mansarden und (Nnckfenstern hinauf wohloerleilt, ist zu finden. Auffallend m i r t i das gegenüber dem zierlich gestalteten Napoldipart liegende Haus Nr. 12, von dessen Fassade herab die Staats-, Landes- und Stadtwappen leuchten, unter denen ein feingerahmtes weitflächiges Andrcas-Hofer-Vildnis — ein Werk des Pradler Malers N. Thaler — angebracht ist. Ein durch mehrere Giebel geziertes Gebäude von imponie-

render Nestalt und Farbigkeit ist das Anckenthalerhaus, Eckhaus Nr. 1!j. E i n Straßenschmuck, der allseits viel Gefallen auslöst, ist jener am neuen städtischen Wohnhaus Nr. 44, wo Kunstmaler Dcgn über die ganze höhe des Vckerkers Bildnisse von leichtlebigen Tieren in feiner A r t angebracht Hal. Angeführt zu werden verdient schließlich das Haus neben der Gaststätte „Scharfes Eck", wo der Welt bester Bergsteiger, Hermann Buhl, seine Jugendjahre verbracht hat. W. Eppacher

Natürliche Bevölkerungsbewegung Oas Statistische Amt der Stadt Innsbruck gibt folgende Bevölkerungsbewegung bekannt

davon

insgesamt

Ortsansässige

Standesfälle

im August

Eheschließungen Geburten Knaben davon ^ „ , , Madchen ehelich unehelich Totgeburten Sterbefälle männl. davon weibl.

1960

1959

1958

1960

1959

1958

116

111

110

IN: 93 ?: 92

228 121 107 -185 43 5

208

200 91 109 172 28 6

111 56 55 92 19 2

88 93 101 56 45 82 19 3

87 89 107 48 59 92 15 2

121 69 52

102

111 64 47

8« 35 31

62 28 34

78 40 38

110 98 164 44 6 52 50

von Dr. Karl

Innsbruck vor hundert Jahren September I860:

3. trifft Prof. Dr. Alban Stolz aus Freiburg, der bekannte Pastoraltheologe und katholische Volksschriftfteller, ein und steigt im „Goldenen Stern" ab. — nimmt der bekannte Historiker Univ.-Prof. Dr. Albert Jäger aus Wien für einen mehrtägigen Besuch beim „Weißen Nößl" Aufenthalt. 4. fährt der Unterschützenmeister des Landeshauptschießstandes David v. Schönherr mit einer Schützenabordnnng nach Köln znm großen nationalen Schießen. Es soll dies das erste Auftreten von Tiroler Schützen im Auslande gewesen sein. Wegen der hierzulande ungewohnten Schießweise mit aufgelegtem Gewehr hatten sie wenig Erfolgsanssichten. l l . teilt der „Bote" in feiner „politischen Übersicht" u.a. mit: „Die französische Erfindung eines bayerisch-österreichischen Vertrages wegen der Besetzung Tirols durch bayerische Truppen während eines Krieges zwischen Österreich und Italien ist durch allseitige Widerlegung sehr bald als ein Pariser Preßmanöver enthüllt worden." — wird vormittags ein leichtes Erdbeben verspürt. — wird das 50jährige Doktorjubiläum der beiden Stadt-

physici (nämlich für das rechte und linke I n n u f e i ) , D r . Joseph Mayrhofer und D r . Franz v. Wucher, die im September 1810 von der damals noch vollständigen medizinischen Falkultät den Doktorgrad erhalten hatte»:, festlich begangen. Die praktischen Ärzte hatten eine G r a tulationsadresse in lateinischer Sprache verfaßt. Das Fest fand in den Räumen der Universität statt. D r . v. Wocher erhielt zugleich vom Kaiser das goldene Verdienstkreuz verliehen. 13. wird der beliebte Katechet Gymn.-Prof. Consistorialrat David Moritz begraben. 17. wird Näheres über die in T i r o l und Vorarlberg angeordnete Werbung zur Ergänzung des Kaiserjägcr-Rccumcntes bekanntgegeben. Jeder Freiwillige erhielt bei seiner Meldung auf acht Jahre ein Handgeld von 10 Gulden. Melden konnte sich jeder Österreicher ohne Unterschied der Nationalität. Der „Note" bemerkt: „ E s steht zu wünschen, daß Tirols tapfere Söhne recht zahlreich die Lücken ihres Regiments füllen, nm zu nencm Ruhme nnd Ehre desselben beizutragen." 2<i. trifft ein Prof. Mahr, der in Pussenhosen der kaiserlichen Familie seine Kunst als Bauchredner vorgeführt lMte, ein. nm auch hier aufzutreten.


Nummer 9

Amtsblatt der Landeshauptstadt Innsbruck

Teile 7

Das Wichtigste vom letzten Monat August «'.»»!<>: 1. stirbt Hofrat D r . Friedrich Mader im «tt. Lebensjahre (siehe Amtsblatt N r . 8, Seite 2) und am s. der beliebte Internist Primarins D r . Hermann Fa» schingbauer im ?!. nnd am 7. der vielseitige Publizist und Heimatforscher Pros. >larl Panlin im 72. (siehe Amtsblatt Nr. «, Seite 3>.

Harüuann, der am 2<». I n l i in der Iesuitenkirche zum Priester geweiht worden war, seine Primiz in der Mariahilfkirche. Der erste Sohn, Dietmar, ist ebenfalls Priester. l l . wird um ^irla l Uhr früh ei» leichtes Erdbeben wahr« genommen. >5. zelebriert Se. G n . Abt Stöger vom S t i f t N i l t e n den Gcdächtnisgottcsdienst in der Berg-Iscl°Kapcllc zu Ehren der Hohen Fran von T i r o l .

— ebenso .Kunstmaler Rudolf Stolz in Bozen im K7. 3i. Stolz hat seinerzeit die Abfahrtshalle des HauptbahnHufes mit einem beim Publikum beliebten Freskenzyklus geschmückt, der leider einem Bombenangriff zum Opfer siel.

1«. stirbt (Generalmajor i. N. Viktor Echemfil, Ehrenmitglied der Universität Innsbruck, der Vcrsafscr mehrerer militärgeschichtlicher Bücher, im 82. Lebensjahre.

— seier! der dritte Sohn weil. Burgermeister D r . Melzers,

ll>. beginnt ein (hastspiel des Münchner „ I i r k n s Krone".

Stadtmagistrat Innsbruck

Uhr im städtischen Einwohncramt, Rathans-Neuban, Fallmeraycrstraße 1, I. Stock, Zimmer 346, znr öffentlichen E i n sicht aufgelegt. Innerhalb der Auflagefrist kann jeder eigenberechtigte Staatsbürger wegen Eintragung von Personen, die nach dem Gesetze znm Amte eines Gcschwornen oder Schöffen unfähig sind oder zu diesem Amte nicht zu berufen sind, beim Stadtmagistrat schriftlich oder zu Protokoll Einspruch erhcbeu. Ebenso können gesetzliche Befreiungsgründe geltend gemacht werden. Innsbruck, am 9. September 1960. Der Bürgermeister: D r . Lugger

Kundmachung über die öffentliche Auflage des Gcschwornen- und Schöffcnverzcichnisfcs 1961 der Stadt Innsbruck Gemäß § 20 des Geschwornen- und Schöffenlistengesetzes, B G B l . Nr. 135/1946 in der geltenden Fassung, wird das für das Jahr 1961 für die Stadtgcmeindc Innsbruck erstellte Verzeichnis der Personen, die znm Amte eines Geschworncn oder Schöffen berufen werden können, in der Zeit vom 19. bis einschließlich 28. September 1960 an Werktagen mit Ausnahme des Samstags von 8 bis 12 nnd 14 bis 18.80

Verzeichnis über die im Monat August 1960 beim Stadtmagistrat Innsbruck ausgestellten Gewerbescheine bzw. Konzessionsurkunden Mar. Untergasser, Scbastian-Scheel-Straße 3, Anbietung persönlicher Dienste an öffentlichen Orten. — D i p l . - I n g . Erich Thönig, Salurner Straße 11, Baumeistergewerbe. — Miegler Josef, Claudiastraße 10, Bäckcrgewerbc. — J u l i u s Franiek, Pradler Straße 30 a. Auuoncenwcrbnng. — Fa. „Synthcsa-Kommanditgescllschaft m . b . H . " , Linz, Hessenplatz 7, Innftraße 2 (Zweigniederlassung), fabriksmäßige Erzeugung von Leimen, synthetischen Waschmittcln,, I m prägnierungsmitteln, Lacken und Beizen. — D r . Iofcf Vumcs, I g l s , Obererstraße 15, Gast- und Schankgcwerbe in der Betriebsform eines „Fremdenheimes". — D r . Franz stillar, Licbcrftraße 2, Handel mit Tcrtilrohstoffen, Garnen nud Textilwaren aller A r t . — Fa. Alpenruud-slutoreifen, reg. wen. m. b. H.. Südtirolcr Platz «, Auvflngwagcngewerbe für einen Omnibus mit 43 Sitzplätzen. — Frauz Hofmann, Walderkammwcg 12, Handel mit Maschinell und Automaten aller A r t sowie Verleih von Spiel- nnd Musikautomaten. Günther Josef Kue», Dreiheiligenstraße 1.1, Tischlergewerbe. Fa. „Hofschänte Lclfuhs u. Co." (K. sii.), Hofgasse 2, Großhandel mit Wein. Hermann Weistopf, Bürgrrstraße 13, Großhandel mit Eisenwaren. Josef K r o l l , Hungerburg 21a, Gast- uud Schanlaewerbe in der Bctriebsform eines „Espressos". — Stefanie Eiterer geb. I n e n , Veopoldstraße 5>l» Gast- uud Schanlgewerbe in der Betriebssorm eines „Fremdenheimes". Fa. „Echlosserci H. Hufcr und N e i i c i " »OH«.», Speckbacherstraße ',9, EchlossergeN'erbe. Alfred Haura, PmiÜaNer Straße 37, Handel

mit Parfumerie- nnd Toilettcartikeln fowie mit Wasch- und Putzmitteln. — Josef Seiwald, Speckbacherstraße 7, Verlegen von Gummi- und itnnststoffböden. - - Katharina Gutmann, Fürstenweg 13 c, Kleinhandel mit Mineralölen und Mineralölprodukten aller A r t , jedoch beschränkt auf „ L 8 8 0 Erzcugnisfe". — Josef Niegler, Elandiastraße 10, Detailhandel mit Süßwaren. — Veronika Geißler, Mar.imilianstraße 4, Sonnen- und Regcnschirmmachergewcrbe. — D r . Margarethe Hutter, Adamgassc 13, Plannng nnd Aufstellung von Zcntralheiznngs-, Warmwasserbcrcitnngs- nnd Lüftungsanlagen. — D r . Wilhelm Kreutzcr, Tchlachthofgassc Nr. 2, Handel mit Fleischcrcibedarf (Därmen, Pökelstoffcn, Zntaten n. dgl.) sowie mit Geräten, Einrichtungen und Maschinen für Fleischereien und Großküchen. — Martha Niibucr, Spcckbacherstraße 26, Einzelhandel mit Nahrnngsuud Genußmitteln sowie Wasch- und Putzartikeln. - M a r i a R i p f l , Scbastian-Schecl-Ttraße 15, Verleih von Spiel- uud Musikautomaten. - - Etadtgemeindc Innsbruck, Sportplatz Tivoli, Gast- nnd Schankgrwerbe lBusset!. Edith sligner, I n n r a i n U»,',, Friseur- nnd Perückenmachergewerbe. Margit Austerhofer, Höttinaer Au 37. Repassieren von Strümpfe». Katharina Plattncr geb. Kahlhammer, Ncuhanserstraße ,",!!','!,'., C>»roßliande! mit ^iseu uud Melallwareu. Josef Walducr, Amras 15,0, Kraftfahr^eugeleltrikrrgeN'erbc. Vin.zen; Pongra<z, Speckbachrrstraße <>3. Handelsagenturgeiverbr lHandrlsgeschäfte mit Spr^ialmaschiuen für die Tertilindustrie). Franziska Schlögl, Leopoldstraße 33,


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Amtsblatt der Landeshauptstadt Innsbruck

Repassieren von Strümpfen. Friedrich Hirschmanncr, Junstraftc 19, Fleischcrgewcrbc. Fa. „Gourmand, Haudcl6a.csellschaft m. b. H.", Amraser Strafte (Neubau der Fa. Herrburger »^ Rhomberg). Handel mit Fleisch-, Obst-, Gemüsclonscrven, Fruchtuiark, Marmeladen, Weinen, Schnäpsen, Likören, Schaumweinen, Fruchtsäften, Geflügel, Eiern, Wurstwarcn, Kaffee, Tee, Schokoladen, Bonbons, Boubonieren, Banditen, Bachwarcn. — Margarcthe Obcrhaidinger geb. Heiß, Leoftoldstraße 7 (Stückl), Handel mit Photographischen Filmen uni» Platten sowie mit Materialien zur Entwicklung und Koftiernng ^holographischer Aufnahmen. — Bernhard Hinterwaldner, Eckcnried 9, Großhandel mit Kfz.-Znbehör. ^ Johann Dosenbcrgcr, Rennweg 20, Handel

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mit Kraftfahrzeugen aller Art. — Robert Waidacher, Mariahilf 1, Laudmaschincnbaucrgcwcrbc. Laurenz Moser, Fürstenwcg 13 c, Handel mit Wein und Maisch» Zweigniederlassung von Ober-Rohrendorf). ^ Hein; Fleisch»,«!,», I n n rain 26, Kartographische Anstalt. Maria Vinzler geb. Mair, Riedgasse ',, Einzelhandel mit Sliick-, Wirl- und Kurzwaren. — Leo Wolf, Blasius-Hncbcr-Ttraftc s>, Güterbeförderung mit Kfz. — Josef Hörmann, ?csn'lM'is!ras,e Nr. 18, Tischlcrgewerbe. - Dipl.-Ing. Erhard Koll'iisch, Fischcrstraße 15, Vanmeistcrgcwerbe. — Allton Puntel, Sennstrahc 4, Handclsvcrtrctcrgcwerbe (Handelögeschäfte mit Leichtmetall- und Springfcnsterjalousien der Fa. Heinrich Gollner ^ Eo. in Innsbruck).

Nachweisung über die im Monat August 1960 beim Stadtmagistrat Innsbruck durchgeführten Gewerbelöschungen „W. Palm 6 Co.", OHG., Herzog-Friedrich-Stratzc 14, Einzelhandel mit Teztil-, Wirk- und Strickwaren. — Julius Waida, Leopoldstraße 5, Anstreicher-, Lackierer- und Zimmermalcrgcwerbe. — „Waida H Wolf, Wertstätte für Malerei, Anstrich und Lackierung". OHG., Lcoftoldstr. 5 (Stockt), Maler-, Anstreicher- und Lackiercrgcwcrbe. — Ludwig Gruber, I g l s 7, Gast- und Tchankgewcrbe. — Walter Vcggl. Iahustraße 8, Einzelhandel mit Stahl, Eisen, Blechen.' Metallen, Eisen- und Metallwaren, Installations- und Heizungsartikeln. — Karl Mahr. Langstraße 17, Handel mit Möbeln und Polstermöbeln aller Art. — Klosterneuburger Holzindustrie, Ges. m. b. H., Innstratze 65,, fabriksmäßige Herstellung von jeglicher Art Sperrholzplatten, Fournieren usw. — Hans Vator, Hofgasse 2, Großhandel mit Wein. — Josef Schirmer, Meraner Straße 4, Kleidermachergewerbe. — Herta Schmitt, Anichstraße 14 (Filialbetrieb), Handel mit allen ini freien Verkehr gestatteten Waren usw. — Anna Prackwieser, Speckbacherstraße 26, Gemischtwarenhaudcl. — Adolf Bernhard, Fischerstraße 29, Verlegen von Kunststoff-

böden. — Elisabeth Winterte. Durfgasse 60, FlaschenbierHandel und Handel mit allen im freien Verkehr gestatteten Waren. — Franziska Stolz, Sportplatz Tivoli, Gastgewerbe (Buffet). — Aloisia Rauter, Fallmcraycrstraßc 10, Handel mit Gebetbüchern und Marktfahrcrgcwcrbc. Dipl.-Jug. Josef Schreiner, Schießstand 6, Maschincnbancrgcwcrbr für Müllcrcimaschinen. — Otto Thönig, Salurncr Straße 11, Naumeistergcwerbe. — Ioscfine Kern, Steinbrnchstraße 8, Gastgewerbe. — Gertrud Nagele, Müllcrstraßc 37, Heißmangel. — Raimund Pollo, Ing.-Ehel-Straße (Bogen 1A4), Terrazzo- und Kunststeinerzeugergewcrbe.- Richard Tenner, Innrain 54, Tischlcrgcwerbe. — Johann Danner, I n n straße 26, Fleischergcwerbe. - - Adolf Wörndle, Speckbacher» straße 23, Güterbeförderung mit Kfz. — Friedrich Zettinig, Pfarrgasse 1 (Filialbetrieb), Kartonagenwarencrzcngnng. Leopoldine Hanuig, Mnscnmstraße 14, Friseurgewcrbe. - ^ Dipl.-Jug. Joh. Georg Schmitt, Fischerstraßc 19, Präparieren von fertig bezogener fester Nasierseife.

Ausschreibung von Lehrlingsbeihilfen der Stadt Innsbruck Die Stadtgemeinde Innsbruck vergibt für das Schuljahr 196(1/61 an besonders bedürftige Lehrlinge (Burschen und Mädchen) mit österreichischer Staatsbürgerschaft, die in Innsbruck ansässig sind, seit spätestens 16. August 1960 in einem Lehrverhältnis stehen und sich durch ihre Führung, Leistung und ihren Fleiß einer Förderung würdig erweisen, einmalige Beihilfen. Anträge auf Veteilung mit einer Beihilfe sind von den Bewerbern persönlich beim

Etlldtjugendamt Innsbruck, Haydnplatz 5, 1. Stock, Zimmer 32, in der Zeit vom 17. bis 22. Ottober 1W0. von 8—12 Uhr und von 14—17 Uhr und am Samstag, den 22. Oktober 1960, von 8—12 Uhr, zu stellen. Vorzulegen sind: Geburtsschein, Staatsbürgerschaftsbescheinigung, Meldeschein und Lchruertrag. Schüler der ersten Verufsschulklasse haben das Vntlassungszeugnis der Volks- oder Hauptschule beizubringen.

Baugenehmigungen Gp. 1708/3, KG. Pradl. Karl und Hedwig Schreckenfuchs, Wohnhaus, 2 Wohnungen. Arzl !N, Franz Hochenburger, Einfriedung. Amras 82 c, Dr. Aloys und Anni Heinerman, Einfamilien» Wohnhans mit Kellergarage. Haller Strahe 153, Dr. Bernhard Prochaska, Pension. Hahlllongasse 2, Julius Schubert, Mittclgarage. I n der Ulle 16, Hofrat Dr. Rudolf Junger, Einfamilienwohnhans mit Kellergarage. Fiirslcnwea. 1, Modcrnbau G. m. b. H., Gebäudekompler,, 34 Wohnungen. Arzl 32, Josef Stock. Einfriedung. K'irschcntalgasse IN, ttebr. Kollenspergcr, Flugdachcrrichtung. Viaduttbogen 12<i, 127 »nd 128, N. Nenhänßcr, Renovierung der Fassade und Anbringung einer Firmenaufschrift.

Arzl 1i>4a, Maria Nach, Wohnhaus und (Garage, l Wohnung. Innstrahe 67, Obermann ck Czetl, Ölfcnernngsanlagc. Fickerweg 14, W. und P. Tate, Einfamilienhaus und Kleingarage. Col-di-Lana-Strake 19, Moser K Amos, Wohnhaus und (Garage, l Wohnnng. Kaufmannstraste 21 c, Johanna Siller, Kleingaiage und 'Anbau. Sonnenslraste l«, Martha Hanck, Blechgaragenerrichlnng. Fallstras;c -1, Mag. Abt. IV, Einfriedung am Ei^Iausplah. Hciliss-Iahr-Tiedlunss 1, 2, 3 und 4, „ I ' X x " , Aufstockung. Hcilia.-Iahr-Tiedluna. 5» 41, „ I ' ^ X " , Ausslockung und Anbau. 2<», Anna Scheidle, Kleingarage.


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Amtsblatt der Landeshauptstadt Innsbruck

l»p. 1742 nnd l5!2, .Ustl. Wiltcu, Fa. Nori^, Ges. »i. b. H., Tankstelle, Audreac-Hofer-Ttraße 5», Robert Lackucr, Etagcubackose». a»ann'a N. ^r. Rudolf Pauer, Einfriedung.

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Huugerburss-Hotting <l, Martin Plattucr, Kleiugaragc. ^uurm» l«:!, ^ladllocrle Iuusbruck, Umspauustelle. Auorcas-Hofer-Ttraße 4N, „Automatic", Gew.-Pol.«GrucI)->

Neumvclbllngen der Stadtbüchcrci Iunsbrllck Gullvaag. Olav: „Der Halbmondbläscr." Ronia». .'lWTeilen. „Ein altes Lied klingt aus." Roman. Ein Bild des bäuerlichen Lcbeus in Rorduorwegcu. Gin Dorf inuft dem Einbruch der Technik, dem Staudamm .eines Kraftwerkes weichen. 316 Seiten. Habcck, Fritz: „Der Ritt auf dem Tiger." Roman. Die (beschichte der Wiener Familie Leichtfricd nnd ihres sozialen Aufstieges ans dem Handwerkerstand in die Kreise des Bürgertums. Ein halbes Jahrhundert Zeitgeschichte vom Ende der Monarchie bis zur zweiten Nachkriegszeit. 010 Seiten. Hageuau, Gerda: „Lucyna Herz." Noman. Die Geschichte eines polnischen Mädchens unserer Zeit, das ein Opfer des zweiten Weltkrieges wurde. 302 Seiten. Hall, Mona: „Die spöttischen Augen." Kriminalroman. Schauplatz ist ein Londoner Vorort. Das Buch gibt einen guten Einblick in das Leben >dcr jnugen englischen Generation. 284 Seiten. Hanau-Strachwitz, Maria: „Wenn wir warten können." Roman. Geschichte einer Liebe, die auf einer englischen Farm im zweiten Weltkrieg spielt. 239 Seiten. Hardy, Rene: „Bitter war der Sieg." Roman. Äriegscrlebnifse zweier englischer Offiziere, in der Wüste Libyen im zweiten Weltkrieg. 319 Seiten. Hartger, Friedrich: „Wo der Adler kreist." Feinsinnige Tiergeschichten in der Art Svend Flcurons mit 24 Bildern. Havelte, Sänne van: „Stürmische Jahre." Noman, der von der seelischen Wandlung eines jungen Mädchens erzählt. Schauplätze sind ein belgisches Seebad, eine moderne holländische Stadt und ein einfaches friesisches Dorf. 302 Seiten. Hcmeldonk, Emiel van: „Das Dorf in der Heide." Roman ans dem Leben einer opferwilligen Frau, deren Liebe zu ihrem Mann auch dann noch standhält, als dieser durch Leichtsinn die Existenz der Familie Zerstört. 384 Seiten. Henz, Rudolf: „Der große Sturm." Roman um Walther von der Vogelweide und seine Stellungnahme in den Auseinandersetzungen zwischen Kaiser uud Papst. 367 Seiten. „Herzhafter Hauskalender." Herausgegeben von der Stiftnng „Soziales Fricdcnswcrl". Mit Bildern von Ernst von Dombrowsli. Mit Beiträgen namhafter deutscher und österreichischer Dichter. 184 Seiten. Hitchens, Bert: „Die gelbe Flagge." Kriminalroman. Thema: Fahndungsdienst einer amerikanischen Eisenbahngescllschaft. Ausgezeichneter Kriminalroman im Stil jener des Ehepaars Gordon. 32l Seiten. Holgersen, Alma: „wroßstadtlcgcude." Noman vom Leben am Rande einer großen Stadt in siebe» schweren Jahren. 247 Seiten. Horgan, Paul: „Das Haus der Tonne." Ein in ^'e» Meriko spielender Eheroman eines Ar;tcs, belebt durch cine Fülle liebenswerter Gestalten. 312 Seiten. Horneck, Heribert: „Die Stille lügt nicht." Mit Fotos. Tier- und Jagdgeschichtcn. 329 Seiten.

Horster, Hans Ulrich: „Suchliud :!12." Die (beschichte einer unerfüllten ^icbe. 5,42 Seite». Hougron, Jean: „ . . . w i r d Sturm ernteu." Ionian <i»rs Arztes in Indochina. 498 Seiten. Honsepiau, Marjoric: „Ein Haus voll Liebe." Roman. Schicksale ciuer armenischen Sippe, die nach New Wrk auswanderte und dort Fuß zu fassen sucht. 277 Seiten. Hnch, Felix: „Beethoven." Roman. 455 Seiten. Hucck-Dehio, Else: „Er aber zog seine Straße." Geschichte einer Wandlung. Schicksnlsweg eines cstländischcn Physikers, der aus russischer Gefangenschaft flieht und vor einem Neubeginn steht. 183 Seiten. „Ja, damals." Zwei besinnlich-heitere estländische Geschichten. 79 Seiten. Huttel, Hermann: „Auf silbernen Zinnen." Ein Bergjagdbuch. Mit 65 Fotos auf Kunstdrncktafeln. Hochgcbirgsjagd in den Tancrn. Spannende Iagdgeschichlen wechseln ab mit besinnlichen Betrachtungen über die Pflanzenwelt und das kleine Getier. 226 Seiten. Ielusich, Mirko: „Der Stein der Macht." Roman, der an den roten Karfunkclstcin in der deutschen Kaiserkrone anknüpft. Zeitlich reicht er von der Stein- und Bronzezeit bis in die Zeit der Habsburger und Luxemburger. 462 Seiten. Jensen, Hans: „Schach dem Abt." Ein Roman nm den Abt Anselm I I . , den Erbauer des Klosters Ncu-Birnau aus der Zeit Maria Theresias. 327 Seiten. Jong. Adriaan M. de: „Heller Klang aus dunkler Flöte." Mit Bildern. Die Geschichte einer Jugend in Rotterdam. Aus dem arbeitslosen träumenden Jüngling wird ein junger Dockarbeiter, der das Leben meistert. 5,29 Seiten. Kades, Hans: „Ich schwöre bei Apoll." Roman eines Arztes. Liebesschicksal und beruflicher Aufstieg eines jungen Arztes, der zuerst in einem Luugeusauatorium am Lago Maggiore nnd später in einen: Schwarzwaldsanatorium arbeitet. 459 Seiten. Kaeser, Hildegard Johanna: „Mehr als Liebe." Gin Franenroman, der das Problem der kinderlosen Ehe behandelt. 252 Seiten. Kammerlander, Max: „Das Dorf im Eis." Ein Berg' roman. Schicksal eines durch die Schmelzwasser des Gletschers bedrohten Dorfes. 271 Seiten. Kazantzakis. Niko: „Freiheit oder Tod." Roman. Freiheitskampf der griechischen Bevölkerung Kretas gegen die Türken am Ende des 19. Jahrhunderts. 482 Seiten. Knobloch, Hilda: „Die Mutter vieler tausend Kinder." Mit Taselbildcru. 1«1 Seiten. Kortooms, Toon: „Pfarrei im Moor." Roman. Ein svi.'l)° licher Fran.zislanerpaler, der von einer Mission in Bra>i!ien träumte, wirkt in einem abgelegenen Moordorf von Nord braban! segensreich mit einem originellen Arzt. 220 Seiten. Kurz, E. R.: „Talomc Alt." Roman ans dein Leben einer schönen Frau und einer schöne» Stadt. Mit 18 Kuustdrnckbildern n»d einem Pia». 270 Seiteu.


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Nummer l)

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Verleger, Eigentümer und Herausgeber: Die Stadtgemeiude Innsbruck. - Verantw. Schriftleiter: Dr. Karl Schadelbcmer, Innsbruck. Rachaus, Zimmer Nr. 190. — Druck: Felizian Rauch, Innsbruck.


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