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aupktadt Innsbruck Erscheint ei» m a I i m M onat Jahres ab onu. l> ^ 0 . — , Einzeln ^> 2.— E r h ä l t l i c h beim R a t h a u s - P o r t i e r Nummer l l

Schriftleitilncz: R a t h a u s 3. S t o c k , Z i m m e r N r . 1 9 0 Fernsprecher N r . 6371/190 November

22. Jahrgang

1959

Das Ergebnis der Gemeinderats-Ergänzungswahl Wiederwahl Bürgermeisters Dr. Alois Lugger Nach § 58 der Innsbrucker Wahlordnung ist vie erste Gemeinderatssitzung nach jeder Wahl in »der dritten Woche nachdem Wahltag einzuberufen. I m Sinne dieser Bestimmung fand am 9. November 1959 im Stadtsaalgebäude die erste und konstituierende Sitzung des auf Grund der Ergänzungswahl vom 25. Oktober 1959 neu zusammengesetzten Gemoinderates statt. Bürgermeister Dr. Lugger eröffnete die Sitzung mit Glückwünschen für Vürgermeifterstellvertreter Hans Flö'ckinger, dem das Große Silberne Ehrenzeichen, und für den amtsführenden Stadtrat Heinrich Süß, dem das Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich vom Bundespräsidenten verliehen worden war. Beide sind seit 4. April 1946 Mitglieder des Gemeinderates und seitdem ununterbrochen an hervorragender Stelle in der Gemeindeführung tätig gewesen. I n einem Nachruf würdigte der Bürgermeister Leben und Wirken des kürzlich im 88. Lebensjahr verstorbenen Malers Professor Thomas Riß, eines Trägers des Ehrenringes der Landeshauptstadt Innsbruck. Nach H 10 des Stadtrechtes wurden sodann die teils neu-, teils wiedergewählten Gemeinderatsmi'tglieder angelobt! Egger Hans Eich le r Alois Fritz Anton Gamper Otto Gnigler Michael Hack! Karl Kaiser Maria Dr. Knoll Hermann Kranemil ter Albert Dr. Kunst

Mauler Zita Dr. Öfner Josef Peintner Anton Prazeller Alois Primus Pel er Schöpf Wendel in Dr. Sel)tora Theodor Tollinger Ferdinand Dr. Vinatzer Roberl Weber Karl

Außerdem wurde einen» einberufenen Ersatzmann der SPÖ, Dr. Herbert Salchcr, das Gelöbnis abgenommen. Den anläßlich der Ergänzungswahl ausgeschiedenen Gemeinderatsmitgliedern widmete der Bürgermeister

Worte des Dankes, wobei er die Tätigkeit der einzel? nen in der Reihenfolge ihres Eintretens als aktives Mitglied in den Innsbrucker Gemeinderat umriß: Napoldi Maria Probst Alois Dipl.-Ing. Nosche Kurt Dr. Winter Otto

Mayer! Lambert Tschoner Gottfried Plieger Kajetan Stand Auguste.

Für die Wahl Zum Bürgermeister schlug die Gemeinderatspartei der Gekoppelten Liften der ÖVP Dr. Alois Lugger vor, der mit 21 Stimmen wiedergewählt wurde. Zum ersten Vürgermeifterstellvertreter schlug die Sozialistische Fraktion Hans Flöckinger vor, der in einem zweiten Wahlgang, nachdem der erste ergebnislos verlaufen war, mit 15 Stimmen gewählt wurde. Für das Amt des zweiten Vürgermeisterstellvertreters wurde auf Vorschlag der Gemeinderatspartei der Gekoppelten Listen Hans Maier gewählt, der 21 Stimmen erhielt. I n der Sitzung erschien nunmehr Landeshauptmann Dr. TschiMfrey, der nach Begrüßung durch den Bürgermeister diesem in seinem und im Namen des Landes Tirol zur Wiederwahl gratulierte und die Erwartung aussprach, daß durch die Kontinuität der Wahl viele bereits begonnene Aufgaben fruchtbringend fortgesetzt und erfolgreich beendigt werden tonnen. Es sei bekannt, daß die -tt.'l Tiroler Gemeinden auf die Verwaltung und die Erfolge ihrer Landeshauptstadt blitten, die für andere Städte und Orte des Landes beispielgebend sei. Der Landeshauptmann Iiob aus den Ausgaben, die die Stadtverwallung zu bewältigen hätte, die Bekämpfung der Wohnungsnot und die Durchführung der Olympischen Winterspiele 1!!!>l hervor und sprach den Wunsch nach sachlicher und objektiver Zusammenarbeit aus, zu der das Land im Rahmen des Möglichen beilragen würde. Der Bürgermeister dankte dem Landeshauptmann für seine Ausführungen und versicherte. Innsbruck werde immer darans bedacht sein, voll Stolz und Treue die Landeshauptstadt Tirols zu bleiben.


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Bevor man zur Wahl der Stadträte schritt, gab Gemeinderat Otto Walter im Namen der Fraktion der FPÖ die Grundsatzerklärung ab, daß es von der ÖVP, die auf Grund der Wahl die Mehrheit in der Gemeinde und damit die Verantwortung für alles habe, was in den nächsten drei Jahren beschlossen und durchgeführt werde, abhänge, ob sich die FPÖ im Gemeinderat in Opposition befinde oder konstruktiv mitarbeite. Bürgermeister Dr. Lugger nahm von den drei Fraktionen die Vorschläge entgegen und erklärte im Sinne der gesetzlichen Bestimmungen, <daß tne Gemeinderäte Dr. Kunst Karl Zschiegner Hermann Obenfeldner Ferdinand Süß Heinrich Gamp er Otto Haidl Arthur Dipl.-Ing. Hradetzky Anton zu Stadträten gewählt seien. I m Namen der Sozialistischen Fraktion beantragte Stadtrat Obenfeldner, den Stadtrat von 7 auf 8 Mitglieder zu erweitern, und schlug für diesen achten Stadtratsposten den Gemeinderat Karl Hackl vor. Der Vorschlag wurde angenommen und Gemeinderat Hackl Mm Stadtrat gewählt. Es folgte die Bildung und gleichzeitig die Konstituierung der Ausschüsse sowie die Wahl ihrer Obleute und deren Stellvertreter: V ^ Gemeinderatspartoi der Gekoppelten Listen der ÖVP 8 ^ Sozialistische Partei Österreichs ? ^ Freiheitliche Partei Öfterreichs 0 - Obmann 08t ^ Obmann-Stellvertreter Stadtschulrat (4.2:1) Obmann: Bgm. Dr. Lugger.

Nummer

Vauausschuh (4:2:1) Fritz Anton (), Prazeller Alois, Dipl.-Ing. Rauch Robert, Peintner Anton. Ersatz: Harbinger Sepp, Dr. Seykora Theodor, Gnigler Michael, Kranewitter Albert. 2 8 Eichler Alois 08t, Hiittenberger Rudolf. Ersatz: Kaiser Maria, Gastl Franz. Dr. Öfner Josef. Ersatz: Gamp er Otto. Personalausschuh Stadtwerke (3:2) 3 v Dr. Knoll Hermann 0, Weber Karl, Dr. Vinatzer Robert. Ersatz: Primus Peter, Dr. Seykora Theodor, Gnigler Michael. 2 8 Obenfeldner Ferdinand 08t, Schöpf Wendelin. Ersatz: Gastl Franz, Eichler Alois. Wohlfahrtsausschuß (4 : 2 :1)

^

Oberhammer Sonja, Primus Peter, Dr. Vinatzer Robert, Haidl Arthur. Ersatz: Prazeller Alois, Dr. Seykora Theodor, TolMnger Ferdinand, Fritz Anton. 28 Klingler Hans, Kaiser Maria. Ersatz: Dr. Kunst Karl, Hagleitner Maria. 1 r PichlorAnton. Ersatz: Dr. Öfner Josef. Personalausschuh Hoheitsverwaltung (3:2) 3 v Maier Hans 0, Primus Peter, Haidl Arthur. Ersatz: Weber Karl, Hardinger Sepp, Dr. Vinatzer Robert. 2 8 Obenfeldner Ferdinand 08t., Schöpf Wendelin. Ersatz: Gichler Alois, Egger Hans.

Oberhammer Sonja 08t, Primus Peter, Hardinger Sepp, Gnigler Michael. Ersatz: Psintner Anton, Dr.Ninatzer Robert, Weber Karl, Kranewitter Albert. 2 8 Hagleitner Maria 0, Mauler Zita. Ersatz: Hüttenberger Rudolf, Klingler Hans. 1 r Pichler Anton. Ersatz: Walter Otto. Wohnungsausschlch (4:2:1)

4v Oberhammer Sonja 08t, Primus Peter, Hardinger Sepp, Prazeller Alois. Ersatz: Gnigler Michael, Peäntner Anton, Weber Karl, Tollinger Ferdinand. 28 Schöpf Wendelin 0, Ggger Hans. Ersatz: Dipl.-Ing. Kummer Robert, Mauler Zita. Pichler Anton. Ersatz: Walter Otto.


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Nummer I t

Darlehensausschuh für die >)ohcil5uori> (2:1) Harbinger Sepp 0 , Gnigler Michael. Ersatz: Pliinn5 Peter, Peinlner 18 Schöpf Wendelin 08t. Ersatz: Obenfeldner Ferdinand. Darlehcnoauc'schusj für die Stadt werte (2 ! 1)

20 Hardinger Sepp 08t, Gnigler Michael. Ersatz: Primus Peter, Peintner Anton. 18 Schöpf Wendelin 0. Ersatz: Obenfeldner Ferdinand. Darlehensausschuh für Wohnbaufö'rderung und Familiengründung (3 :2) 3 0' Haidl Arthur 0, Maier Hans, Dr. Knoll Hermann. Ersatz: Primus Peter, Harbinger Sepp, Gnigler M i chael. 28 Hackl Karl 08t, Kaiser Maria. Ersatz: Flöckinger Hans, Schöpf Wendelin. ltberwachungsausschuh der Krankenfürsorgeanstalt (2:1) 2V Dr. Vinatzer Nobert 08t, Primus Peter. Ersatz: Oberhammer Sonja, Peintner Anton. 1 8 Eichler Alois 0. Ersatz: Hagleitner Mama. Ordnungsausschuh (2 ! 1) 2N Gnigler Michael 0, Pcintner Anton. Ersatz: Hardinger Sepp, Kraneroitter Albert. 1 8 Gastl Franz 08t. Ersatz: Schöpf Wendelin. Theaterausschuh (2:1) 2N Prazeller Alois (als Vertreter des Bürgermeisters), Dr. Greller Franz. Ersatz: Haidl Arthur, Ischiegner Hermann.

l 8 Kaiser Maria. Ersatz: Hiitlenber.qer Nndc>If. (6:4:1, li t) Süft Heinrich 0. Zschi^in'r Hermann, Dipl.-Ing. Dla»ch Robert, Mai^r Hans. Dipl.-Ing. hradetzky Antoil, Dr. Knoll Hermann. Ersatz: Prazeller Alois, Dr. Vinatzer Nobert, Kraneuiittcr Albert, Weber Karl, Tolling« Ferdinand, Dr. Seytora Theodor. 48 Hackl Karl 08t, Dr. Kunst Karl, Flöckinger Hans, Gastl Franz. Ersatz: Obenfeldner Ferdinand, Kaiser Maria, Schöpf Wendelin, Eichler Alois. 1 r Walter Otto. Ersatz: Gamper Otto. Finanzkontrollausschuh (4:2:1) 4 N Dr. Greiter Franz 08t, Primus Peter, Hardinger Sepp, Fritz Anton. Ersatz: Gnigler Michael, Oberhammer Sonja, Peintner Anton. 28 Dipl.-Ing. Kummer Nobert 0, Ggger Hans. Ersatz: Hüttenberger Nudolf, Hagleitner Maria. i

r

Dr. Öfner Josef. Ersatz: Pichler Anton. Ausschuh für die Angelegenheiten der Kunst, der Wissenschaft und der Kultur (4 I 2 I 1) 4 d Dipl.-Ing. Hradetzky Anton 0, Haidl Arthur, Prazeller Alois, Fritz Anton. Ersatz: Oberhammer Sonja, Weber Karl, Gnigler Michael, Zschiegner Hermann. 28 Kaiser Maria 03t, Klingler Hans. Ersatz: Hüttenbcrqer Nudolf, Dipl.-Ing. Kummer Nobert'. ' . ^ 1 I Walter Otto. Ersatz: Dr. Öfner Josef. Landwirtschaftsausschuh (3:2) 3 U Tollinger Ferdinand 0, Primus Peter, Gnigler M i chael.


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Ersatz: Dipl.-Ing. Hradetzky Anton, Peintner Anton, Hardwger Sepp. 2 8 Dipl.-Ing. Kummer Robert 08t, Eichler Alois. Ersatz: Klingler Hans, Hüttenberger Rudolf. Nechtsausschuh (4.2:1) 4 0 Dr. Greiter Franz 08t, Dr. Knoll Hermann, Dr. Vinatzer Robert, Dr. Seykora Theodor. Ersatz: Prazeller Alois, Haidl Arthur. Obechammer Sonja, Weber Karl. 2 8

Dr. Kunst Karl 0, Gastl Franz. Ersatz: Egger Hans, Hackl Karl. Dr. Öfner Josef. Ersatz: Tamper Otto. Sportausschuh

Nummer 11

Verwaltungsausschuh für die Wirtschllftsunternehmungen der Stadtwerte (6 : 4 : 1) 6 v Dr. Seykora Theodor 0, Ischiegner Hermann, Dipl.Ing. Rauch Robert. Weber Karl, Maier Hans. Doktor Knoll Hermann. Ersatz: Prazeller Alois, Kranewitter Albert, Fritz Anton, Dr. Gre'iter Franz, Tollinger Ferdinand. Primus Peter, 4 8 Dr. Kunst Karl 08t, Flöckinger Hans, Obenfeldner Ferdinands Hackl Karl. Ersatz: Gastl Franz, Schöpf Wendelin. Eichler Alois, Dipl.-Ing. Kummer Robert. Gamper Otto. Ersatz: Dr. Öfner Josef. Exekutioausschich für die Ttadtwerke (2 : 1 : 1) 2 N Zschiegner Hermann 0, Dr. Seykora Theodor,

Prazeller Alois 08t, Dr. Seykora Theodor, Hardinger Sepp, Dr. Knoll Hermann. Ersatz: Weber Karl, Ischiegner Hermann, Dr. Vinatzer Robert, Gnigler Michael.

1 8 Dr. Kunst Karl.

2 8 Obenfeldner Ferdinand 0, Flöckinger Hans. Ersatz: Gastl Franz, Eichler Alois.

Gamper Otto.

Dipl.-Ing. Rhomberg Othmar. Ersatz: Pichler Anton.

2N Dr. Seykova Theodor 0, Dr. Knoll Hermann. Ersatz: Dr. Greiter Franz, Dr. Vinatzer Robert.

Verwaltungsausschuh für die Versorgungsunternehmungen in den Stadtwerken (6 : 4 : 1) 6 '0 Zschiegner Hermann 0. Kranewitter Albert, Maier Hans, Dr. Greiter Franz, Dr. Knoll Hermann, Doktor Seykora Theodor. Ersatz: Dr. Vinatzer Robert, Dipl.-Ing. Rauch Robert, Prazeller Alois, Weber Karl, Hardinger Sepp, Primus Peter. 4 8 Dr. Kunst Karl 08t, Flöckinger Hans, Obenfeldner Ferdinand, Hackl Karl. Ersatz: Gastl Franz, Schöpf Wendelin, Eichler Alois, Dipl.-Ing. Kummer Robert. Gamper Otto. Ersatz: Dr. Öfner Josef.

Unvereinbarteitsausschuh (2 .' 1)

1 8 Dr. Kunst Karl 08t. Ersatz: Egger Hans. Vertehrsausschuh (4:2:1) Dr. Seykara Theodor 08t, Weber Karl. Fritz An ton, Ersatz: Zschiegner Hermann, Peintner Antun. Tollinger Ferdinand, wnigler Michael. 2 8 Gastl Franz. Egger Hans. Ersatz: Hagleitner Maria, Eichler Alois. Gamper Otto 0. Ersatz: Dr. Öfncr Josef.


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Nummer

2 8 Dr. Kunst Karl (Vorsitzender-Stellvertreter), Hüttenderger Rudolf.

'Ausschuß für Iugcndfragen (4:2:1) Prazeller Alois <_>, Pointner Anton. Weder Karl. Tollinger Ferdinand. Ersatz: Gnigler Michel, .siardinger Sepp, Oberhand mer Sonja, Kraiiewillcr wildert. 28 Gastl Franz 08t, Klingler Hans. Ersatz: Kaiser Maria, Obenfeldner Ferdinand. Pichler Anton. Ersatz: Walter Otto. Aussichtsrat der Innsbrucker Verkehrsbetriebe (7 : 4 :1) Dr. Knoll Hermann (als amtsführender Vorsitzender), Dr. Lugger Alois, Dr. Greiter Franz, Süß Heinrich, Maier Hans, Dr. Vinatzer Robert, Zschiegner Hermann. 48 Dr. Kunst Karl (Vorsitzender-Stellvertreter), Kaiser Maria, Obenfeldner Ferdinand, Schöpf Wendelin. Pichler Anton. Aufsichtsrat der Stubaitalbahn (4:2:1) Dr. Knoll Hermann (als amtsführender Vorsitzender), Dipl.-Ing. Hradetzky Anton, Dr. Seykora Theodor, Weber Karl.

Otto. DK' Anfsichtsräte fiir dio Innsbrucker Verkehrsbetriebe und die Slubaitalbahn wurden lediglich namhaft gemacht. Sie werden später nach dem Aktiengesetze gebildet. Bürgermeister Dr. Lugger schloß die Sitzung mit folgenden Worten: „Die Tagesordnung ist abgewickelt, und es obliegt mir noch, zu danken und zu bitten. Allen Bediensteten der Stadt und ihrer Betriebe darf ich für die so vorbildliche Arbeit in den abgelaufenen drei Jahren den herzlichen Dank der Stadtführung aussprechen und die Bitte daran knüpfen, auch in der kommenden Periode mit den gewählten Vertretern der Stadt bestens zusammenzuarbeiten. Ich selbst darf meinen Willen zur Zusammenarbeit mit allen aussprechen, die aufbauende Arbeit für die Mitmenschen in dieser Stadt leisten wollen. Rechtlichkeit und Gerechtigkeit müssen der Boden aller Entschließungen und Handlungen sein. I m Innsbrucker Gemoinderat soll nach wie vor echte, Verantwortungsbewußte Demokratie beheimatet bleiben. Das Gemeinwohl soll das oberste Gesetz dieser Gemeinschaft bilden. Auch in dieser Stunde gilt der brüderliche Gruß Innsbrucks allen Gemeinden Süd-, Oft- und Nordtirols. Innsbruck will als Landeshauptstadt seinem Heimatland Tirol in Treue verbunden sein und bei gegenseitiger Achtung ein gutes Verhältnis von Land und Stadt haben. I n der Wahrung der Gemeindeautonomie sehen wir eine wertvolle Art im Bekenntnis zum österreichischen Vaterlande. So geht nun wiederum der freigewählte Gemeünderat Innsbrucks ans Werk. Der Herrgott möge unsere Arbeit segnen." Pz.

Die tzauptwahlbehörde Innsbruck veröffentlicht folgende Kundmachung Gemäß § 56 der Innsbrucker Wahlordnung — 2WO 1953, Landesgesetzblatt Nr. 39/1953, wird das Ergebnis der Ergänzungswahl in den Gemeinderat der Landeshauptstadt Innsbruck vom 25. Oktober 1959 öffentlich kundgemacht.

1. Wahlberechtigte Personen 69.397 2. Gesamtsumme der abgegebenen gültigen und ungültigen Stimmen 61.810 3. Ungültige Stimmen 1.518 4. Gültige Stimmen 60.292

5. Parteisummen Österreichische Volkspartci (ÖVP) Liste Bürgermeister Dr. Lugger Österreichische Volkspartei Allgemeine Liste Ö. V. P. Österreichische Volkspartoi Allgemeine Liste Hausbesitzerliste Junge Tiroler Volkspartei Sozialistische Partei Österreichs sSPÖ) Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) Koinmiinisten und Lintssozialisten

Wahlzahl für das Gesamtergebnis

2.741.54

22.578 4 6.129 1.218 228 21.698 7.236 1.201

21.951 4 5.957 1.096 12 21.496 300 1.188

627 — . 172 ' 122 216 202 6.936 13

9 — 2 — — 7 2 —

8.288

20

Wahlzahl für die gekoppelten Listen

2.508.66


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6. Gewählte Gemeinderatsmitglieder und Ersatzmänner: a) Österreichische Volkspartei (ÖVP) Liste Bürgermeister Dr. Lugger 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9.

Mitglieder: Dr. Seykora Theodor, hier, Hunoldftraße 10 Dr. Vinatzer Robert, hier, Anichstraße 29 Fritz Anton, hier, Fischerstraße 5 Dr. Knoll Hermann, hier, Lutterottistraße 6 Kranewitter Albert, hier, Vogelweiderstraße 1 Tollinger Ferdinand, hier, Sillhöfe 2. Gmgler Michael, hier, Egerdachstraße 6 Prazeller Alois, hier, Ing.-Thommen-Straße 5 Peintner Anton, hier, Reichenauer Straße 100 a

1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15.

Ersatzmänner: Kinzl Hermann, hier, Vienerstraße 27 Panchieri Josef, hier, Anichstraße 27 Menardi Anton, hier, Hörmannstraße 11 Prünfter Marin, hier, Templstraße 3 Dr. med. Hirn Karl, hier, Vrandjochftraße 5 I n g . Andergafsen Albert, hier, Pradler Straße 31 Heiß Andrà, hier, Planö'tzen-Umgebung 4 Gruszka Josef, hier, Lohbachsiedlung 77 !i Steffan Herbert, hier, Nachlasse 2 Zimmermann Karl, hier, Amras 14 Ritzer Ulrich, hier, Hungerburg 34 Dallapozza Johann, hier, Ios'ef-Pöll-Straße 25 d Gaswiger Johann, hier, Speckbacherstraße 6 Fink Herta, hier, Freisingstraße 9 Dipl.-Ing. Matt Eugen, hier, Graßmayrstraße 4

K) Ö.V.P. Österreichische Voltspartei Allgemeine Liste Mitglieder: 1. Weber Karl, hier, Anton-Rauch-Straße 16 2. Primus Peter, hier, Riedgasse 15 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15.

Ersatzmänner: Dr. Kundratitz-Worzikowsky Wilhelm, hier, Hörtnaglsiedlung l8 Nabenfteiner Michael, hier, Leopoldftraße 26 Mr. Winkler Franz, hier, Riesengasse l Dr. Fiegl Albert, hier, Adolf-Pichler-Platz 12 Worda Josefine, hier, Riedgafse 12 Riesner Franz, hier, Kiebachgafse 6 Pirkl Josef, hier, Gumppstra'ße 16 Stand Auguste, hier, Rennweg 34 Auer Heinrich, hier, Haller Straße 19 Vonapace Edgar, hier, LutteroMstraße 8 2 Plicger Kajetan, hier, Ing.-Sigl-Straße 45 Oberhofer Franz, hier, Lohbachsiedlung 107 Schnitzer Heinrich, hier, Arzl 81 Gstir Heinrich, hier, Hauptplatz 2 Tabarelli Maria Theresia, hier, Colingasse 4

16. 17. 18. 19. 20.

Nummer

Hofer Rudolf, hier, Mozartstraße 1 Dr. Bücher Johann Georg, hier, Felseckstraße 34 Marche! Ida, hier, Vürgerstraße 30 Platzgmnmer Elmar, hier. Vitlor-Dantl-Str. 14 c Dr. Gutmann Leo, hier, Tschurtschenthalerstraße 5 c) Sozialistische Partei Österreichs lSPÖ)

1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13.

Mitglieder: Dr. Kunst Karl, hier, Mötzlstraße 14 Kaiser Maria, hier, Templstraße 5 Eichler Alois, hier, Fürstenweg 3 c Schöpf Wendelin hier. Gumppstraße 53 Hackl Karl, hier. Am Roßsprung 18 Egger Hans, hier, Goethestraße 8 Mauler Zita, hier, Freisingstraße 9 Ersatzmänner: Dr. Salcher Herbert, hier, Amraser Straße 120 Vrix Rudolf, hier, St.-Nilolaus-Gasse 11 Pokos Trude, hier, Lö'nsstraße 2 c Auer Alois, hier, Schießangergasfe 2 Vlachfellner Alfred, hier, Kaufmannstraße 34 Freytag Walter, hier, Reichenauer Straße 100 .l Holzknecht Rudolf, hier, Anton-Nauch-Straße 30 Mikesch Valerie, hier, Stafflerstraße 16 Minatti Dominikus, hier, Monte-Piano-Straße 17 Aufserer Viaria, hier, Fürstenweg 5 ^ Wintler Franz, hier, Kärntner Straße 64 e Preiß Karl, hier, Schillerstraße 22 Schuchter Egon, hier, Weingartnerftraße 11 cl) Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ)

Mitglieder: 1. Gamper Otto, hier. Maria-Theresien-Straße 33 2. Dr. Öfner Josef, hier, Mandelsbergerstraße 19 Ersatzmänner: 1. Tschoner Gottfried, hier, Maria-Theresien-Str. 34 2. Dipl.-Ing. Patek Rudolf, hier, Erzherzog-EugenStraße 14 ^. Dr. Hampl Rudolf, hier. Pechestraße 5 4. Adolf Re'inhold, hier, Anichstraße Z3 5. Metzler Heinz, hier, General-Eccher-Straße 8 6. Eoinploj Anna, hier, Kaiser-Iosef-Straße 13 7. Schneeberger Lorenz, hier, Heiliggciststraße 3 8. Terboglav Walter, hier, Innrain 26 9. Bacher Walter, hier. Pradler Straße 2ü 10. Folladore Fabio, hier. Amraser Straße 2 11. Swolioda Hans, hier, Elaudiastrnße 11 12. Pitsch Hermann, hier. Noseggerstraße 15 13. Schobesberger Franz, hier, Gutenbergstraße 15 14. Vogl Julie', hier, Kaiser-Franz-Iosef-Straße 12 15. Winkler Matthäus, hier, Anichstraße 2l 16. Dr. Mader Heinz, hier, Kö'rnerslraße 1l> 17. Mahnert Klaus, hier, Falkstraße 1? 18. Walser Willi, hier, Erzherzog-Eugen-Straße 52

Innsbruck, 30. Oktober 1959 Der Vorsitzende der Hauptwahlbehörde: Dr. Alois Lugger Bürgermeister


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Nummer

Seite 7

Eiqmlzilnqswahl am 25.O>kt^ber 1939

7 Kinclrrßnlil'!» 8< !>!nl n l l i u l

733

9 Kincll'l^orl^n 8l nluc l u l i o t 10 Kinclc^nr!<?„ ^ k l n c n l n o k

660 634

>> (!«>>!!!UU8 8<I>!u^n!nut > 2 V<>!I<88l I n i l l ' I<>nn8tl»üe

636 808

16 Vlilküzcliule Il>nn8ti-l>üe 17 Volk«« nule inknztrllLe >8 I!>,i,!!<>8l«>l8<'liu!?

631 842 679

26 VoII<88( l,ull> ^iIm8lll>Üe 27 Vc)IIl85<^uI«! (^!l!N8tll>8e

617 651

28 29 30 3! 32 33 34

448 567 577 551 726 846 889

8cnu!e I.enpc)!c!8!rn6e 8c^ule I.l>c,iiQ>ci8!ru<;o 8rnulo I^eupolll^lniss^ 8cnu!e I.enpciIll8!r«Le 8cnule I.eopoI63tla6e 8cnule I.e(,pc>I68!lnLe Qu8ll>llu8 Vil>l8<incll

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792

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828 551 408 709 630 725 880

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576

47 llu5<l,2U8 pe!^ll)lün»l

5!8

50 5! 52 53

Vo!I<88cl,uI« ^ I l e r l i e i l i ^ n IIln>i,!8ckuI<? I l ö l t i n ß Vc>II<88l.ku>e ttöllinß Vulk88lkule I l ä ü i n ß

691 838 750 813

54 Vu>l<88c'nuls I ^ n r i a n i l i 55 Vn»<8«nule ttüüinß

900 849

Vc,II<88lI>u!S Vnlli88cnule Volllüüc-Kule Volk88c^ule Vc>Ik88c-Iiu>l> VuII<88<,!iu>? Vu»i88l,l>ule

57 I Iaupl8cnul(? 58 I leniplüc-nule

ttiilünß I liillinß

472 737

61 Vn»<88c !,u!e I l u l l i n g 62 Vlillc^c nulo Innn»«>t>

732 961

64 n<>n<f>,>,< n»!<> I»!^!s<istc 36 65 Nl>lüsü8> !,u!>> lüiiüll««^ 36

550 66N

66 67 68 69 7N 71

569 616 440 85l 732 662

Vl,IK»!>rl>u!<> l l ü l l i n « Volk««! !>ü!l> I l i i l l i n « Ois,' I I>!i^<>l!>»l« <I I n n , ^Inlr» V o l k ^ , !„,!<> ^I»I>>.»> V«»<,^( !»>!(> ^U>!>I<,» Volküül nu!l> I I«ul,!,!nIl>L,«»n6

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2 3 24 12 13 29 19 13 14 21 11 15 3

II 7 14 22 17 14 7 23 9 IN 15 7 14 20 2

IN 12 7 6 22 25 7 19 20 10 5 12 26 10 36 14 17 33 6 6 15 9 20 13 15 26

II 13 19 24 5 8 22 26 28 14 15 8 12 19 19

II 9 19 21 15 22

IN 17 30 20 10 14

446 418 824 663 598 835 656 586 604 574 581 711 433 441 323 539 758 581 552 451 781 752 614 399 388 511 516 393 475 492 495 635 745 771 654 673 720 482 372 633 549 660 726 556 519 838 452 416 535 622 722 668 737 748 759 435 393 676 468 563 644 820 576 493 592 528 526 316 756 683 639 7N3 847 <>N8 5IN 556 508 806 693 562 834

160 196 335 279 258 377 312 219 193 158 274 335 186 185 158 165 299 201 238 188 398 466 327 194 182 282 201 160 174 162 134 277 281 321 311 304 313 177 143 273 225 280 247 227 82 279 197 211 170 190 297 285 228 185 231 138 146 178 263 205 192 261 237 153 224 176 194 103 336 218 2NN 215 368 199 I<>8 175 214 279 143 96 324

I

I

98 117 118 99 6! 77 75 63 79 61 38 , 88 51 35 31 51 79 48 59 49 115 73 58 48 34 49 74 56 68 77 36 49 70 74 85 68 71 48 39 61 69 73 52 71 37 87 57 22 73 6? 88 85 72 54 83 38 34 59 53 70 60 63 78 29 49

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1

I

42 135 115 56 74 44 42 34 52 41 93 40 34 54

20 5 6 19 23 5 5 18 2 ».

2 2 3 2 5 5 3 -

II

6 5 4

10 I 3 7 28 II 6 9 14 9 15 8 4 5 17 14 19 5

II 8 22 12 35 7 20 8 12 6 12 3

I 15 2 2 14 3 45 36 30 26 40 10

I -

I 2 12 4 -

I 2 I I 2 2 I I I 3 3 2 3 3

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I 3 9 2 4 4 3 2 2

I 1

I 13 4 4« 28 22 7 20 14 28 22 13 26 21 19 14 IN 9 6 12 3

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7 4 3

I I 2 3

I 2 1 2 3

I I 3 I 6 2 2 I 4

87 63 148 113 103 162 167 187 279 285 220 201 81 142 102 255 219 218 182 137 172 94 96 62 82 96 114 104 99 169 250 203 251 259 125 167 227 173 151 152 184 182 325 174 351 315 139 143 182 300 150 173 349 408 345 184 170 335 87 172 270 381 214 254 232 196 154 105 177 249 268 307 350 301 240 212 174 300 408 348 340

76 28 204 146 144 205 82 93 37 60 39 68 97 68 20 45 118 85 57 56 69 104 113 83 78 75 99 56 109 74 43 85

III 67 86 117 80 65 28 III 64 105 77 71 15 124 46 32 74 47 133 71 45 48 40 51 32 67 58 64 80 69 27 23 66 50 49 48 74 76 73 82 52 40 46 89 61 1N3 70 50 80

3 7 10 7 7 4 10 3 16 7 IN 2 3 6 8 14 3 14

IN II 13 4 4 3 6 2 10 3 5 4 18 10 8 38 9 7 8

IN IN 15

I 7 21

I 33 16 7 6 22

II 6 16 II 26 20 13

IN 17 3 8 II 23 12 12 7 15 6 3 7 2 20 10 22 14 14 10 13 25 31 34 23


Amtsblatt der Landeshauptstadt Innsbruck

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Nummer 11

Wahllokal

82 I.oitßedzcliule 83 I.ei!ßl>l)5ckulc' 84 I^itßobzcliul«

909 908 925

86 Nennei^ckule - IVIäcicnon

717

88 «9 90 91 92 93 94 95 96 97 9» 99 100

Nennelzcnule - !Vlä6cken ^itßel^zckulL llcnne^cnu!« . Knaben Nonnl>l8cnule . Knnden N?nnol5ckulo . Knllkon I.eitßl>k5cnule I.ei<ßol)8cnule <^c>8»Ki,U8 plUcilL!ttl)f <^U8!nnu« l i v o l i c^omc?incien2U3 ^ l x l l^r. 21 (Üemein6enau8 ^ r ^ I t>Il. 21 >Ite 5cnule, Ißl8 <^u5tn»U3 Il«ude. V i l i 3uinmc>

776 854 954 578 587 449 583 869 582 621 640 787 266 69,397

827 839 853 835 661 773 705 680 890 542 511 363 543 809 535 574 580 542

61.810

1.518

811 823 823 815 643 748 681 668 867 532 493 351 534 795 526 563 564 529 209

320 228 292 231 224 232 224 161 288 185 141 125 230 168 162 250 228 '235 119

43 66 59 86 34 63 54 56 57 51 35 22 35 29 34 53 85 70 28

60,292

22,578

6,129

301 413 31! 394 288 313 311 349 411 174 221 165 195 499 266 230 162 102 4« 1,218

228

104

«j 115 67 78 99 <><) 79 77 104

6«i 32 63 41 3« 17 6! 85 14

21,698

Abschied von Ehrenringträger Thomas Riß Kurz vor Vollendung seines 88. Lebensjahres ist am 27. Oktober d. I . der weit über T i r o l und Österreich hinaus bekannte Kunstmaler Professor T h o m a s R i ß i n seiner Innsbrucker Wohnung, Deutsches Heim Nr. 15, verschieden. Damit hat die Finsternis wiederum das Leben eines Großen aus T i r o l überwältigt. Die Heimat verlor eine Künstlergestalt von fast unerschöpflich scheinender Kraft und Wirksamkeit, die in gleichem Maße nur einem Josef Schretter, einem Defregger und Egger-Lienz eigen waren. Berühmt sind seine Bilder von Charaktertöpfen, in alle Welt verteilt sind seine Werke aus dem Tiroler Volksleben, i n deren Farbengebung er bisweilen an Rubens erinnert. Wer kennt auch nicht seine Meisterwerke, die das verlorene Südtirol zum Thema haben? Nun gähnt eine düstere und betrübliche Leere an dem Platz, an dem der allzeit bescheidene Altmeister Riß gestanden ist. Über des Künstlers Leben und Werk ist reichlich geschrieben worden. Anläßlich der am 20. Dezember 1956 nn hiesigen Stadtsaal erfolgten Überreichung des Goldenen Ehrenringes der Stadt Innsbruck durch Bürgermeister Dr. Lugger hat auch das Amtsblatt ein ausführliches Lebensbild über den Gefeierten gebracht. Gin e besondere Beachtung verdient nunmehr die zu seinem 70. Geburtstag von H. C. Pfeifer verfaßte reich bebilderte Monographie „ M a l e r Riß — T i r o l " , erschienen im Universitätsverlag Wagner in Innsbruck. Seinem Wunsche entsprechend, fand die Beisetzung in seiner engsten Heimat Ttams-Haslach, wo Prof. Thomas Riß am 4. Dezember 1871 als Sohn eines Bauern geboren worden war, statt. Aus den letzten Grüßen, N e zu Ehren des Verblichenen, der auch Träger des Österreichischen Verdienstkreuzes für Kunst und Wissenschaft und des Ehrenzeichens des Landes T i r o l war, am offenen Grabe gesprochen wurden, seien zuerst einige Satze aus dem Mund des V i z e b ü r g e r -

m e i s t e r s O t to G a m p er angeführt.' „Großer M e i ster, 'ich habe die traurige Aufgabe, mich heul» von D i r im eigenen und im Namen derLandeshauplstlidt I n n s bruck, deren Ehrenringträger D u bist, zu ucr abschieden. Dein Schicksal, das uns alle einmal treffen wird, unterscheidet sich von dem unsern dadurch, daß D u mit Deinen in so großer Zahl geschaffenen Werken ewig weiterleben wirft, nicht nur in unserem Lande, sondern überall, wo Deine Kunst geschätzt w i r d ' zieren doch Deine Werke nicht nur die Museen der Heimat, sondern auch jene Amerikas und fast aller europäischen Länder. Unvergeßlich bleiben Deine Werte, in denen Du vie markanten Typen unserer Bauern, Jäger und Hirten, vor allem aber die Kämpfer des ersten Weltkrieges, ob Standschützen oder Kaiserjäczer. verewigt Haft. Möge Dich die Heimaterde, die D u so innig geliebt Haft, zur ewigen Nuhe aufnehmen!" M i t diesen Worten legte Vizebürgermeister Gamper einen Kranz der Landeshauptstadt Innsbruck auf das frische Gnib. Auch der ehemalige M i l i t ä r p f a r r e r Ioscf Seelos, ein Kriegskamerad von Thomas Riß aus dein 1. Wellkrieg, hielt seinem verstorbenen Freund am offenen Grabe einen warmempfundenen Nachruf; darin sagte er u. a.: „Und Trost gibt uns ein Wort ans dem unseres Herrn Jesus Ehristus.' ,An ihren werdet ihr sie erkennen/ Die Früchte unseres Thomas Riß sind seine unvergleichlich schönen Werte erhabenster Kunst. Und diese Werke sind unvergänglich, erst recht i n unserer Heimat. W i r wissen es alle, die w i r hier an seinem Grabe trauern, und weit über T i r o l hinaus ist es bekannt! die herrlichsten Gemälde, die Riß geschaffen hat als gottbegnadcler Künstler, find die ausgesprochen religiösen. Denkt nur an seine wundervollen Madonnenbiloer! Solange er bis i n sein hohes Patriarchenalter zu malen beglückt war, hat er immer wieder die liebe M u t -


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Amtsblatt der Landeshauptstadt Innsbruck

verherrlicht. M i t viel Innigkeit und Liebe hat er daran gearbeitet, bis ihm der Pinsel enlsant! Vor seinen Madonnenbildern ist das Volt zum Peten angeregt, ganz anders als vor Vildern hypermoderner Äialer, die unser christliches Volt mehr ärgern als erbauen. Nur ein liefreligiöser Künstler tonnte solche Äiadonnenbilder schaffen, nur unser Thomas Niß! llnd denti an die religiösen Bilder, die er in harter Krieg^zeil an der Front gemall hat. Ich erinnere nur an die zwei bekanntesten: an Ken „sterbenden Krieger", einen Tiroler Standschützcn, dem sein Feldturat das Kruzifix zum letzten Kuß reicht, und an die „Soldatenkoinmnnion im Schützengraben". Ein Meisterwert r>oll ergreifendstem Ernst. Durch fast vier Jahrzehnte hing es als Prachtstück im Wiener Heeresmuseum. Wie hat es unfern, hier vor uns im Grabe Liegenden geschmerzt und empört, als er vernehmen mußte, daß dieses herrliche religiöse Gemälde von der russischen Vesatzungsmachl nach Ende des zweiten Weltkrieges entweder geraubt oder zerstört wurde! Noch mehr kommt uns vielleicht gar noch etwas anderes als Beweis der tiefen Religiosität unseres Heimgegangenen Meisters Riß in dieser schmerzvollen Abschiedsstunde zu Bewußtsein. Er war zeitlebens ein treuer Nosenkranzbeter. Droben in seinem Heim bei euch in Haslach steht man erschüttert vor seiner Lagerstätte, die i n nichts sich unterscheidet vom Lager eines armen Holzknechtes oder Vauernburschen. An seinem Vctt hängt noch der Rosenkranz, den er immer und immer wieder still gebetet hat. And bei euch droben in Haslach in der schlichten Kapelle hat er, so oft er daheim war, mit euch gemeinsam die bäuerlich schöne Maiandacht gehalten. Rosenkranz betend haben wir Trauernde ihn bis zum Grab geleitet. Und drinnen im Sarg liegt unser Thomas Riß, einen alten, abgegriffenen Rosenkranz um die erkalteten Hände geschlungen.

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Und nun muß ich noch als alter Kamerad und freund von Dir Abschied nehmen, lieber Thomas. Vor bald l5 Jahren standen wir unter Kaisers Fahnen zum Schutz unserer Tiroler Heimatberge an gleicher ^ront auf der Marmolata, der Königin der Dolomiten. Du auf ihrer Südseite auf Feldwache und ich ans der Nordseite. Und damit verband uns seither warme Kameradschaft. Und es verband uns zugleich der gemeinsame Schmerz um die verlorene Heimat. D u gabst diesen, bitteren Weh schönsten Ausdruck in Deinem herrlichen Gemälde, dem wie Prometheus an den Fels geschmiedeten, schmerzzerwühlten M a n n , der den Adler umhalst, den Tiroler Adler mit den trauervoll gesenkten Schwingen. Unser Tiroler Patriot Vvuder Willram hat darunter die Verse geschrieben: ,. . . Laß ab, mein Volk, von demom unfruchtbaren Gram, Dein Adler ist nur flügellahm, Dein Adler ist nicht t o t . . . ' Um dieses Bildes wegen, unstreitbar des packendsten und erschütterndsten Gedenkens an die verlorene Heimat, das überhaupt je geschaffen wurde, mußtest Du, lieber Kamerad, Dein heißgeliebtes Meran, unser armes Südtirol, unterm Druck der heutigen Machthaber verlassen. Doch dieses Südtirol, die verlorene Heimat, steht in dieser herben Stunde unseres Abschiednehmens von D i r auch trauernd und dankbar an Deinem noch offenen Grab. Als priesterlicher Freund rufe ich D i r in die Ewigkeit hinüber nach! Gott lohne Dir göttlich, was Du Großes schufst zu Seiner Ehre und Zur Ehre unseres ganzen Landes T i r o l ! Und als alter treuer Kamerad nehme ich von D i r Abschied mit den Worten unseres schönsten Liedes: ,Kann Dir die Hand nicht geben, Bleib Du im ew'gen Leben, Mein guter Kamerad/"

W.E.

Nachtrag zum Gemeindebudget 1959 Der Gemeindcrat der Landeshauptstadt Innsbruck hat in seiner Sitzung vom 1. Ottober 1959 nachstehenden Beschluß gefaßt:

Beiträgen, sonstigen Abgaben und Entgelten sind folgende Änderungen in Geltung: 2. Die Gewerbesteuer

„Bedingt durch das am 1. I ä n n e r 1959 i n Kraft getretene Fiuanzausgleichsgesetz 1959' ( B V V l . Nr. 97/ 1 !!.">!») werden die Ansätze des ordentlichen Voranschlages für das Jahr 195!) abgeändert." Die Darstellung des Gemoindebudgets 1959 im Amtsblatt der Landeshauptstadt Innsbruck. Rr. 1, Iänner 1959, 22. Jahrgang, erfährt hiedurch nachstehe nd e A n>d erungen!

nach dem Gewerbeertrag und dem Gewerbekapital; von den stehenden Gewerbebetrieben mit Hcbcsatz von 180 u. H. des einheitlichen Steuermeßbetrages,' von den Wandcrgewerbebetrieben mit Hebesatz von 180 u. H. des einheitlichen Steuevmeßbetrages.

Ordentlicher Poranschlag:

mit Hebesatz von 1000 u. H. des Steuermeßbetrages — 2 v. H. der Lohnsumme.

Neinansgaben in der Höhe oon , , . . 8 1N.'l.972.!l<)<) Reineinnahmen in der Höhe von . . . . 8 158,^1.100 (Weiteres siehe obzitiertes Amtsblatt.) Bei den gemäß tz 51 Abs. !5 des Stwdtrechteö im Haushaltsjahr 1959 zu erhebenden Steuern. Gebühren,

A. Die Lolinsummensteuer

(Weiteres siehe obzitiertes Amtsblatt.) Einzelne Verwaltungsposten des ordentlichen Voranschlags 1959 werden durch den genehmigten Nachtrag zum Voranschlag 1959 wie folgt geändert:


Veite 10

Amtsblatt der Landeshauptstadt Innsbruck

N»u«Ii. «teile

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Nummer 11

<^l,plll „ f l i c k e r '^„««^

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IV< »< r ^^^^

1,906.000

4- 3.801.300

5.707.300

808.700 8,776.000 582.000

— — —

808.700 1,418.900 582.000

— 7.3.">7.100 —

Beiträge an Pensionsversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft gemäß G S P V G

2,640.000

2,640.000

Ausgleichszulllgen zu Renten gemäß A S V G , § 299 Abs. 4

3,467.900

3,172.100

295.800

Zuführung zum ao. Haushalt (für Schulbauten)

7.400.000

1,722.600

5.677.400

Ausgaben 11—76 941—76

Beiträge zur Nundespolizei Gewerbesteuerausgleichsbeträge an Wohngemeinden

943—760 Landesumlage 943—761 Umlage für Familienbeihilfe 945—75 945—76 95—72

4- 3,801.300 — 10.344.300

Mehrausgaben Minderausgaben Differenzbetrag

-

6,543.000

Einnahmen 9414-52

Gewerbesteuer

9414-76

Gewerbesteuerausgleichsbeträge triebsgemeinden

9424-76 964-76

44,000.000 von

85.800

Ertragsanteile an gemeinschaftlichen Vundesabgaben Vedarfszuweisungen

964-782 Verwaltungskoftenzuschuß triebe

für

— 17,600.000

26,400.000

Ve-

27,125.700 7,400.000

85.800

4- 12,388.000 — 1,722.600

— 39.513.700 5,677.400

Vundesbe-

1.666.000

1.090.000

Mindereinnahmen

4- 12,388.000 — 20.498.400

Differenzbetrag

Mehreinnahmen

576.000

8.110.400

Die Maximilianstraße in Innsbruck Die Namensgebung einer Straße zählt i m allgemeinen zu den angenehmeren und weniger komplizierten Aufgaben einer öffentlichen Verwaltung. Nicht so einfach war dieser Vorgang bei der Maximilianstraße, bei der eine Reihe von Beschlüssen erforderlich wurde, ehe für alle Innsbrucker Name und Abgrenzung des Straßenzuges festgelegt waren. Zuerst war es der dumalige Obmann der Vausektion Johann Kästner, der am 30. Dezember 1887 in der Vürgerausschußsitzung den Vorschlag unterbreitete, „für die damalige Grenzstraße zwischen den Gemeinden Innsbruck und Wilten vom Südende des Vahnhofsplatzes bis zur Triumphpforte die Bezeichnung Maximilianstraße zu nehmen", Die endgültige Beschlußfassung fiel jedoch nicht i n dieser, sondern erst i n der Sitzung vom 22. Februar 1888. Zweifelsfrei verstanden die Mitglieder des Gemeinderates darunter die ganze gegen die Martinswand hinlaufende Grenzstrecke, reichend vom Nahnhofsplatz bis

zum heutigen Klinikeingang. (Ein dann unter dem 12. Oktober 1900 eingebrachter Antrag bezweckte die Herstellung eines drei Meter breiten Verbindungswcges nebst hölzerner Brücke über den Sultana! i>l der Maximilianftraße, um dadurch wenigstens für Fußgänger eine kürzere Verbindung zum Bahnhof zu ermöglichen. Die Kosten für die Abtragung des im Wege stehenden Serviten-Stadels und für die Herstellung des erwähnten Weges samt Brücke betrugen für die Stadt 1300 Kronen. Die offizielle Eröffnung dieses Straßenstückes erfolgte erst am 28. November 1!!0l>. I m Hinblick auf die österreichisch-deutsche Waffenbrüderschaft erhielt dieses Straßenstück im Jahre 1!!l 4 den Namen Kaiser-Wilhelm-Straße. Bekanntlich lautet ihre heutige Bezeichnung Saluruer Straße.! Die Festsetzuug der Vaulinie in der Maximilianstraße uom damaligen Hotel Sonne (heute Neubau des ÖGB) bis zur Klinik wurde dann in den Gemeinderal^sitzungen


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noni ^ l . November l!»lü» und I I . Aliili 1!»m beschlossen. , i u l Erössnuiui der Strato westlich der TriumphPforte, also jenes Teiles', den die Maximilianslraße in ^'Uirtlichteit ansmacht, tam es erst im Herbst >!>l»^. , nachdem über ^rülijahr und Sommer die Kanalisierung lind Wasserleitung hergestellt worden waren. M a x i m i l i a n !.. dessen Andenken anläßlich des heurigen ."><«». (Geburtsjahres in unserem Volte besonders lebt und tlingl. war denlscher Kaiser vom Jabre > lüli bis 1.'>1ü. Er erblickte am ^ . Ätärz 1'l7il> zu ^DienerNeustadt das Licht der Welt und starb am 12. Jänner 151!> in Wels. 3Lährend seiner Reqicrun.qszeit rückte Innsbruck nicht nur an die erste Stelle der Tiroler Städte, sondern er machte diese Stadt zum Mittelpunkt seiner neugeschaffenen Zentralbehörde. Unter ihm erstanden, um nur einiges zu nennen, das Goldene Dachl, das Zeughaus ander S i l l sowie das weltberühmte M a x.imiliangrab in der Hofkirche. T i r o l verdankt ihm auch die Begründung der Post, die erste Wehruerfassung und manche andere Einführung auf dem Gebiete der öffentlichen Verwaltung. Dafür ehren ihn die Tiroler als einen der volkstümlichsten Fürsten aller Zeiten. Die 521 Meter lange Maximilianstraße, in ihrer Anlage großzügig und ganz und gar nicht einförmig, zählt zu den bedeutendsten Straßen von Innsbruck. Turm und Kuppeln, die aus ihr emporragen, vermehren das abwechslungsreiche B i l d . Während die südliche Häuserreihe streng in gleicher Flucht liegt, ist die nördliche Front unregelmäßig hoch und stark durchbrochen. Als wichtigste Gebäude, die an der M a x i m i lianstraße liegen, sind zu nennen: das in den Jahren von 1907) bis 1907 vou Arch. N. Tomasi in deutschem Renaissancestil erbaute Hauptpostgebäude, über dem seit neuestem umfangreiche Fernsehanlagen sich spannen. Schräg gegenüber steht die Kammer für Angestellte und Arbeiter, errichtet im Jahre 1905. Das nach außen sich nüchtern gebende Gebäude beherbergte anfangs die österreichisch-ungarische Bank, später die Rationalbank. Während der nationalsozialistischen Ära war hier nach erfolgtem Umbau die Kreisleitung der N S D A P untergebracht. I n dem Gebäude, wo vor 1954 das Hotel „ P a u l " bewirtschaftet wurde, ist nun das Telegraphenbauamt beheimatet. Gin mächtiger Turm, mehr nordischer als tirolischer A r t , überragt den etwas düsteren Bau der Herz-Iesu-Kirche, zu der im Jubeljahr der Zentenarfeier (1896) der Grundstein gelegt worden war. Das romanische Baudenkmal ist

5e

überreich gegliedert, entspricht jedoch dem heutigen Knnstempfinden nur noch im bescheidenen Maße. Das an die Westseite der Kirche angebaute schlichte Kloster beherberg! Mitglieder des Redemptoristenordens, dessen Niederlassung in Innsbruck auf das Jahr 182? zurückgeht. Ani westlichen Ende der Straße erhebt sich noch das 189!» erbaute Marienheim, das i n der Gegenwart u. a. auch zum Heim für die Familienhelferinnen und für die Soziale Frauenschule geworden ist. Sieht man von der fatalen Einfriedungsmauer am Landesgerichtsgefängnis ab, so bietet ein Gang durch die Straße manch angenehme Momente. Schon beim Einbiegen von der Maria-Therefien-Straße in die Maximilianstraße sind der wappengeschmückte Grenzstein von Innsbruck und W i l l e n und das meist liebevoll gezierte spätgotische Kruzifix, beide am Gasthof „Goldene Krone" angebracht, beachtenswert. Das l i n ker Hand befindliche Haus (Nr. 1), vollendet 1903, kann als eines der prunkhaftesten Privathäuser von Innsbruck gelten. Baumeister und Künstler waren Münchner. Ziert die Hauptfront ein reich gegliederter Erker, so bildet den wirkungsvollen Abschluß nach oben ein mächtiger Giebel mit viel Ornamentik. Neben dem plastischen Schmuck ist auch ein an der Ostseite angebrachtes Mosaitbild, eine Erker- und Valkonanlage zu sehen. Nunmehr ist das seltsame Gebäude dem Hause Leopoldstraße Nr. 2 angegliedert. Am Hause Nr. 17, wo unterhalb eines Mosaiks ein Geschoß eingemauert ist, steht zu lesen! Diese Kugel wurde gefunden bei der Eröffnung ( ^ Anlegung) der Maximilianstraße i. I . 1901. I n ihren Ausmaßen überdurchschnittlich groß scheinen in der Straße noch zahlreiche andere Schmuckmotiue auf. Das Haus Nr. 29 zeigt Mosaikbilder, darstellend den heiligen Josef mit dem Iesusknaben und die heilige Anna mit M a r i a am Schöße; dazwischen ist das Melsfamilienwappen der Besitzer KathreinOttenthal zu sehen. Von den ältesten eines dürfte das Haus Nr. 39 sein, das 1894 erbaut wurde; von der Höhe grüßt eine Statue des heiligen Josef herab. Schließlich ist noch eine Muttergottesftgur mit dem Gebet „ O M a r i a , ohne Makel der Erbsünde, bitte für uns!" am Hause Nr. 43 ersichtlich. I n diesem letzten Ttraßenstück, wo eine Reihe prächtiger Vaumpflanzen in die Höhe strebt, herrscht fast allzeit Wohltuende Ruhe, ein Umstand, der im Hinblick auf die nahen Kliniken überaus begrüßensWert erscheint. W. Eppacher

o

c K li k 5

V

Leiträ^e von Dr. Karl

Innsbruck vor hundert Jahren November 1N5N: 4. findet anläßlich des Namenstages des Statthalters Erz° hcrzog.'»tari ^ndwiss ciiu' „ I n v a l i d c n t a f c l " statt. Bereits am Vorabend wurden vier amputierte .Uaiscriä^cr mit je 5,0 Gulden beschenkt! 17 superarbitrierte Invaliden des gleichen Hiessimcntes erhielten sogenannte Nadeyly-Trmls« das heißt Geschenlpakete mit Wäsche, Büchern und Zigarren, andere Hemden, Fußlappen und Zigarren. Mittags versammeln sich «^ zu einer Festtafel im Gartcnsaal bei»! (Goldenen Stern. I m Garten war „ein

Fichlenwäldchen improvisiert, aus welchem ein kerniger Dnrer und ein kniesester Passeirer die Ankommenden begrüßten, während auf Säulen flatternde Adler aufgestellt waren und an Geländern Instige Fähnlein wehten". Auch war folgendes Sprüchlein angebracht: „ M i t GDtt für Kaiser und Vaterland! I s t unser altes Liedl, Schon seit dem Herzog Friedl: Das klinget bis zum Grabesrand!"


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— wird erstmals in Innsbruck Nagillers Oper „Friedrich mit der leeren Tasche" aufgeführt. Der Komponist war eigens von München gekommen, um die Leitung des Stückes selbst vorzunehmen. 5. erhalten unter den 20 Standschützenkompanien, welche zuerst an die vom Feinde bedrohten Grenzen ausmarschierten, auch die Innsbrucker Studentenkomftanie unter Hauptmann Lorenz Hupfauf und jene der Stadt unter Hauptmann Franz Thurner die vom Statthalter gestiftete Erinnerungsmedaille für die Schützenfahne. Sie trugen die Inschrift: „Erzherzog Carl Ludwig, Statthalter in Tirol und Vorarlberg, den zwanzig Kompanien, welche zuerst dem Rufe ihres Kaisers folgten, zum ehrenden Andenken." 9. bis 11. findet die große Friedrich-Schiller-Feier statt. Sie

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beginnt am 9. abends mit einem Festakt im Theater, bei dem H. Laubes „Karlsschüler" aufgeführt werden. Am 10. morgens zieht die städtische Musilbaude durch die Stadt, um 10 Uhr findet eine Feier in der Aula der Uni« versität statt und am Abend wird eine Fcstvorstelluug im Theater mit verschiedenen Szenen aus Schilleychcn Dramen gegeben. Am 11. beendete eine Aufführung des „Wilhelm Tell" die Feier. 12. veranstaltet auch die Liedertafel in der Säugerhallc ciue Schillerfeier. 19. werden die letzten Proben mit der Gasbeleuchtung vorgenommen, die vom 20. d. M. an die ganze Stadt erhellen soNte. Theater nnd Kaffeehäuser erglänzen bereits im neuen Licht. Einige Nührenleitungen müssen noch wegen der Nitschen umgelegt werden.

Natürliche Bevölkerungsbewegung Das Statistische Amt der Stadt Innsbruck gibt folgende Bevölkerungsbewegung bekannt

Insgesamt

Standesfälle im September

davon

«Ortsansässige

1959

1958

1957

1959

1958

! U.'>7

Eheschließungen

110

122

99

N : 82 ? : 86

Geburten Knaben davon Mädchen

200 101 99 169 31 4

170 85 85 140 30 4

114 58 56 95 19

Totgeburten

210 100 110 176 34 3

2

97 101 101 50 51 86 15 1

74 75 94 48 46 79 15 2

Sterbefälle männl. davon „, wewl.

109 54 55

94 40 54

121 66 55

72 35 37

66 28 38

74 38 3l;

ehelich unehelich

davon

Insgesamt

Standesfälle im Qltober

Ortsansässige

1959 '

1958

1957

1959

1958

l!!l>7

Eheschließungen

115

105

103

M: 85 ? : 85

Geburten Knaben ü " ° ° " Madchen ehelich unehelich Totgeburten

235 117 118 19? 38 3

216 111 105 182 34 6

202 107 95 161 41 7

121 60 61 103 18 1

75 81 122 67 55 99 23 3

<;<> 78 108 52 5«; 84 24 4

Sterbefälle männl. davon , ' weibl.

133 65 68

' 118 62 56

130 66 64

82 41 51

83 39 44

95 49 46


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vao Wichtigste vom lohten Nlonat <!»'»!»: stirbt der bramite Tiroler Patriot Prof. D r . Franz Kolb an einem Herzinfarkt (geb. Naviö 1886). tagt die internationale .Kommission fiir Geschichte der Ständeversammlnngen und der parlamentarischen Insti« tntionen. beginnt der 5. Osterreichische Hislorilerlag lzirla 30<)Teilnehiner). begeht tX'r I^l>< <<>r nui^insic u,^ dev lluiversilät, llniv.Professor D r . Erich Sachers, den 70. (Geburtstag (geb. Sarajewo 188'.»; Prof. für röm. Recht). U'ird im Kunstpavillon am Renuwcg eine Ausstellung des akad. Malers Ma).- Weiler eröffnet. 11. stirbt (Generalkonsul i. R. D r . Manfred Reichsr. v. Schullern im <>7. Jahre.

l!». bis 27. findet die von 15 Staaten besuchte 27. Innsbrukler Messe statt. 27. feiert der Chefredakteur der „Tiroler Tageszeitung" Dok!or Auto» Klotz seinen 70. Geburtstag. 2l>. beginnt der Abbruch der ehemaligen Straßenbahnüberfnhrnng, die durch deu Bau der Konzert-Kurve überflüssig geworden war, am Westbahnhof. Oktober l!»5»!»: 3. findet eine Wiedersehensfeier der 118. Iägerdivision statt. 7. stirbt Rechtsanwalt D r . Magnus Müller, 64 Jahre alt. 10. bis 12. tagt der Landeskongreh des Tiroler KriegsopferVerbandes. 13. vollendet Cafetier-Konditor 80. Lebensjahr,, ebenso am

12. findet ein Treffen der Kaiserschützen statt. 13. erreicht die 15,0-Iahr-Landesfeier von 18U9 ihren letzten Höhepunkt in dem Riesenfestzug der Schützen (zirka 25.(M>) und Musikkapellen. lAne unübersehbare Menschenmenge jubelt dem beinahe fünf Stunden lana, vorbeiziehenden Zug au deu Straßenseiten, von Fenstern nnd Dächern zu. Besonderen Beifall finden die waffenlosen Einheiten Südtirols. Herzlich begrüßt werden ebenso die zahlreiche C»)äste aus Bayern, Westfalen nnd sogar Ostpreußen. Auf der Ehrentribüne vor der Hofburg befand .sich Bundespräsident D r . Adolf Schärf im Kreise zahlreicher hoher in- nnd ausländischer Persönlichkeiten. 14. stirbt Oberlandesgerichtsfträsident i. R. Ludwig Prarmarer im 85,. Lebensjahr. 15. findet an: Ostende der Kranewitterstratze der 1. Spatenstich für das nene Altersheim statt.

Alfons

Hammerle' das

17. Universitätsprofessor D r . Adolf Sperlich (Botaniker). 19. bis 20. findet ein Hörerstreik an der Universität statt. 22. wird der Gruudstein für ein zwölfstöckiges Hochhaus in der Holzhammerstraße, das 60 Wohnungen für Landesbeamte enthalten soll, gelegt. 25. findet die Ergänzungswahl zum Gemeinderat statt (siehe Seite 1—7). 26. wird der Tag der österreichischen Fahne festlich begangen. 800 Inngsoldaten leisten in einer militärischen Feier am Rennwcg die Angelobung. 27. stirbt der bekannte Tiroler Kunstmaler Thomas Ritz, Ehrenringträger der Stadt Innsbruck, im 88. Lebensjahr (siehe Seite 8).

Neuerscheinungen „Mitteilungen des Sekretariats der Landesverbände Tirol und Vorarlberg — Österreichisches Tchwarzes Kreuz — Kriegsgriibcrfiirsorge — 1l>59." — 8 Seiten. Diese „ M i t t e i lungen" verdienen hier deshalb eine Erwähnung, weil von den 23 Abbildungen, die sie enthalten, 7 auf den Kriegerfriedhof Innsbrnck-Amras Bezug nehmen: Die Skulptur zum Gedenken au deu namenlosen Beerdigten, eine Ansicht mehrerer schmiedeeiserner Krabkrenze, die Gräbersegunng durch die römisch-katholische, evangelische und griechisch-orthodoxe (Geistlichkeit gemeinsam, Mohammedanergräber ans dem 1. Weltkrieg, ein Weihnachtsbaum fiir die gefallenen Landessöhne in fremder Erde, eine Altarwand mit Gedenksprücheu der Kriegskameraden anf sogenannten Totenbreltern »nd das symbolische „Soldatengrab in fremder Erde". Die angekündigten 6 Bronzetafeln an den Seitenwänden des Stiegenansganges znm Andreas-Hofer-Denkmal anf dem Bcrgisel mit den bekanntgewordenen Namen der in den Vergiselschlachten 18W gefallenen Tiroler Schuhen sind inzwischen angebracht worden. I n geschmackvoller, einfacher Ansfül)r»ng zeigen sie die Namen zwar in einer gnt leser^ lichen Schrift, für längeres Lesen sind die t a f e l n jedoch m tief eingemauert. Hoffentlich kann das österreichische Schwarte Kreuz auch im nächsten ^ahre wieder über sein verdienstvolles Wirken in ähnlichen netten Blättern berichten. K. Schadelbaner „Die Basilika Willen — Innsbruck" von D r . Fritz Stein egger, 16 Seilen, !) 5>. . ^ I n der weitverbreiteten nnd beliebten Reihe der kleinen Knnstführcr, die der Verlag Schnell

nnd Steiner für bedeutende Kirchen und Bauten in Deutschland, Osterreich, der Schweiz und I t a l i e n herausgibt, erschien als Nnmmer 704 eine Neuauflage des von Abt Heinrich Schuler vom Stifte Wilteu bereits 1937 verfaßten, über die Pfarrkirche Wilten. Staatsarchivar D r . Fritz Steinegger, der sich als Wiltener Stiftsarchivar eifrig nm die Verwertung der dortigen Archivbestände bemüht, hat die historischen Angaben auf den neuesten Stand der Forschung gebracht. Die 17 ausgezeichneten Abbildungen sind geeignet, den Lesern des preiswerten Heftes das Aussehen der Basilika mit ihrem reichen künstlerischen Schmnck immer wieder zn vergegenwärtigen. K. Schadelbauer „ T i c Berichte der Innsbruckcr Zeituug vou lklN über das Departement der obern Etsch" von D r . K a r l Schadelbauer, Heft 1ü der „Veröffentlichungen,aus dem Stadtarchiv I n n s bruck", 32 Seiten. - Der Verfasser hätte diese Publikation auch „Südtirols Leidensweg vor 14!» J a h r e n " betiteln können, denn die darin abgedruckten (besetze und widersinnigen Verwaltnngsverordnnngen, die der Franzosenkaiser nnd König von I t a l i e n Napoleon erließ, sowie die nach T i r o l gelangten - wohlgemerlt! zensnriertcn Zeitungsberichte über die Borgänge im südlichen Landesteil haben in ihrer A r t viel Gemeinsames mit den vom faschistischen Regime I t a l i e n s seil lÜ21 gelrossene» Maßnahmen. M a n schrieb den 28. Februar 1810, als Napoleon acht Tage uach der Hinrichtung des Sandwirtes Andreas Hofer zu M a n tna die Abtretung des eben neu errichteten Departements der obern Etsch (Dipartimento Alto Adige) an das Königreich I t a -


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lien anordnete. Die erfolgreiche Erhebung der Tiroler von 1809 war nämlich die eigentliche Ursache für die Errichtung dieses eigenartigen Verwaltungssprengels, zu dem die fünf Distrikte Trient, Cles, Rovereto, Riva und Bozen gehörten. Gerade die militärische und Politische Schwäche Bayerns, das außerstande war i n T i r o l geordnete Verhältnisse herzustellen, bot Napoleon die Gelegenheit, König M a x i m i l i a n Josef wegen seiner Unfähigkeit gröbste Vorhalte zu machen und den schon längst gefaßten P l a n , dem ihm unterworfenen Königreich I t a l i e n nun endgültig eine strategisch günstigere Nordgrenze zu verschaffen und letztlich die für künftige Kricgsoperationen höchst wichtige Militärstraße durch das Pustertal in gesicherter Hand zu wissen. Erst am 7. August 1810 wurde den Nordtirolern die neue „gültige Staatsgrenze" mit I t a l i e n verkündet, die eine eingesetzte Grenzregulierungskommission nach langwierigen Verhandlungen festgelegt hatte. Die ehemalige Grafschaft T i r o l , die 1806 eine Größe von 443V2 Qudratmeilen und 618.893 Einwohner aufwies, büßte dabei 160 Quadratmeilen und zirka 300.000 Seelen ein. Als Beispiel für die „freundliche Gesinnung", die dieses I t a l i e n für die Tiroler aufbrachte, fallen hier bloß zwei sol-

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cher Erlässe aufgezählt werden: Am 9. J u l i Verlautbarte der Präfckt des Departements, Alexander Agncchi, daß die italienische Sprache die einzige gesetzmäßige des Landes ist; bei Amtern nnd im öffentlichen Geschäftsverkehr sei diese Sprache zu gebrauchen. Z u r „Befriedigung" durfte im Distrikt Bozen die deutsche Muttersprache beibehalten werden. Das Verbot des Tragens von Waffen und gefährlichen I n s t r u menten wurde unterm 31. J u l i neuerdings kundgemacht. Das Dekret vom 2. August gestattete nur mehr Messer, deren Spitze rund abgeschliffen waren. Es nimmt nicht wunder, wenn derartige verfehlte Methoden den Haß der Tiroler Bevölkerung weckten, der durch die Einführung der fünfjährige« Militärdienstzeit in den folgenden Jahren noch mehr gesteigert wurde, von den 3000 gefallenen Südtirolern, die von 1811—1813 anf den Schlachtfeldern Spaniens, Deutschlands nnd Rnßlands liegen blieben, gar nicht zn reden. Es war ein direktes Glück, daß Osterreich bereits im Herbst 1813 dem unnatürlichen Departement ein jähes Ende bereitete und die Südtiroler Gemeinden von den ungeheuren Lasten befreite. Die nicht mit einem abfälligen Kommentar versehenen 40 Zeitungsmcldungen nnd 12 wörtlich edierten Gesetzestexte vermitteln einen objektiven Einblick in die gespannte politische Lage jener Zeit. D r . Fritz Stcineggcr

Nachweisung über die im Monat Oktober 1959 beim Stadtmagistrat Innsbruck durchgeführten Oewerbelöschungen Haider M a r i a , Hasftingerstraße 14, Handel. — Fa. „Franz M . Nhomberg O H G . " , Dr.-Glatz-Straße I I , fabrikmäßige Spinnerei, Weberei und Druckerei sowie fabriksmäßigc Erzeugung von Wäschewaren. — Egger Nosa, Dr.-StnmpfStraße 70, Klcinverschleiß gebrannter geistiger Getränke. — — Ganner Josef, Freifingstraße 6, Fleischer- nnd Selchergewerbe. — Fa. Josef Niedl, Kaffee-Spezialgeschäft und Kolonialwaren-Großhandlung (OHG), Kiebachgasse 15, Handel ohne Beschränkung. — Klarer Johann, Seilergasse 17, Bäkkergewerbe. — D r . Schindler Friedrich, Mnseumstraße 25, fabriksmäßige Baumwollspinnerei, Weberei und Bleicherei. — Lagger Emmerentiana, Pcchestraße 1, Damenkleidermachergewerbe. — Weidlinger Friedrich, Eonradstraße 4, Handel mit allen im freien Verkehre gestatteten Waren. — Weidlinger Friedrich, Adolf-Pichlcr-Platz 6, Raseur, Friseur und Perückenmachergewerbe. — I . M . Voith, Salnrncr Straße N r . 11, Büromätzige Tätigkeiten, einschließlich tcchn. Konstruktionsarbeiten (Zweigniederlassung von S t . Polten). — Freiberger Johann, Gumpftstraße 46, Sattlerhandwerk. —

Fa. „Gebrüder Grießer OHG., Kunstgewerbl. Metallbearbeitung, Niesengasse 4, Gold- nnd Tilbcrschmicdegewcrbc sowie Gürtlcrgewcrbe. — Flunger Rudolf, Höttinger An 34, rad. Gast- nnd Schankgewcrbe. — I h l e r Johann, Petcr-MayrStraßc 4 a, Anstreicher-, Lackierer- und Zimmermalergewerbe. — Graf Johann, Klostcrangerstraße 7, Patschcnmachergewerbe. — Friihauf Josefine, Ing.-Etzcl-Strnßc, Bogen 102/103, Kleinverschlciß von gebrannten geistigen Getränken. — Nicdl Rosa, Franenanger 2, Spcditionsgcwerbe nnd Güterbeförderung mit Kfz. — Grissemann K a r l , Feldstraße 9, Sägewerk. — Scholz I r e n e , Muscumstraße 27, Handelsagentur und Kommissionswarcnhandel. — Hofmann Heinrich (Wwe. Nosa), Clandiastraße 20, Handel. - Hofmann Nosa, Elaudiastraße 20, Buchhandel. — Tondl Barbara, Gntcnbergstraße 7, Wäscherei und chemische Pntzerei. — Haselwandtcr Gottfried, Haymongasse 2, Handel mit Brennmaterialien nnd Holz. — Wilhelm Aloisia, Marktgraben !!, Gemischtwarenhandel.

Verzeichnis über die im Monat Oktober 1959 beim Stadtmagistrat Innsbruck ausgestellten Gewerbescheine bzw. Konzessionsurkunden Balzar Heribert« geb. Beck, I g l e r Straße 51/53, Gast- nnd Schankgewerbe in der Betriebsform eines „Hotels". — Kußthaler Siegbert, Stamser-Feld-Straße 10, Handelsagcnturgewerbe. — Vaumgartl J u l i u s , Müllerstraßc 13, Konfektionieren von unechten Perlenketten. — „Scita, Österr.-Italienische Handelsgesellschaft L. Nhomberg <5 Co." (OHG), Museumstraße 36, fabriksmäßige Erzeugung von Bademänteln und Frotteeartikeln. — „Heilmittelwerte Wien GesmbH., Zweigniederlassung I b k . " , Fürstenweg 2, Gemischtwarengroßhandel, beschränkt auf den Absatz der in einer Drogerie

üblicherweise geführten Artikel an Wiederverkäufe^ - ^ Doltor Friedrich Schindler, Muscumstraßc 25, Kleinhandel mit Tcr.til-, Strick- und Wirkwarcn sowie Bcttscdcrn (Zweigniederlassung von Wien). — Vricm Otfried, Jahns! raße 14/M, Großhandel mit Papier- nnd Schreibwaren, Biirobedarf, Kurzwaren, Spielwaren, Reiseandenken nnd Plast ilwarcn. — Namcrsdorfer Harald, Eichhos 10, Verleih von Ailtuiiialcn aller A r t . — Picriugcr Hans, St.-Nikolans-Gassc W, Herslclluug vou Laubsägearbeiten ans Aluminiumblech zur Verzierung von Wandfliesen. — Simader Alfred, Anichstraße 5,


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Einzelhandel mit Senf in Tuben, Senf in (Glasern, Senf offen, Krc,! in (Gläsern, (Türken usw. - Zistlcr Walter, Arzl Nr. 17l, Halldclsagrnturgewcrbe. Spazierei Johann, Er^ Hcrzog-Eufteu-Straßc 19, Detailhandel mi! Obst, Gemüse nud Südfrüchten. „Ferdinand Tporer UG", Kicbachgasse Nr. l, Handel mit Hauv und >iül>^m-n'rälen so!uie Glaü- und Porzellanwaren. Vicuhauscr Johann, Eggrr-Vienz-Straße Nr. '! a lVagerhans), Einlagerung von Ware». Ludwig Wilhelm, Mariahilf Nr. 21, Kleinhandel mit Elcllrowaren, Elektrogeräten, Nadioapparatcn nnd so >veiter <^>weigniederlass»ng von Wien). Tchuedel Hans Geurg, Pontlatzslraßc Nr. I I , Haudel^alienlurgelverbe nnd 5iommissionswareuhandel. -Gricßcr Walter, ^iieseilgassc ^l, Goldnud SilbcrschmiedegeN'erbe sowie Gürllergelucrbc. ^ ^lnnger Johan», Höttiuger An 3-1, rad. Gast- nud Schaulgcwcrbe. - „(5. E. Tchmidt KG", Höttingcr All 19 k, Holzhandel. — Hanra ^llsrcd, Mozartstraßc 18, Handclsagentnrgewerbe. ^— Iatolntsch Joscfinc, Lieberstraßc 1, Friscnrgcwcrbe. - - Ttotter Ursula geb. Vgger, Drcihciligcnstraßc 11, Damenklcidcrmacherstewerbc. ^ „H^<ÜI7, Außen- und Vinncn-Haudclsges. >turt Smolla" Wien I., Rotentnrmstraße 13, Südtiroler Platz 1-l IC, Großhandel mit thermoplastischen nnd weich-

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.^»nslstosfen, rinc^eschr. Vcrcchtiqnngsumfanq. „Tcnuic!tlub Junsbruclcr ilislanfverein", Ncichenau (Klnbheim der Ten»issporlanlaa,c), Gast- und Schankqelocroe in der Äctrieoc'sorm eines „Buffets". — Vissinger Hilda, Ina,cnienr-Ctzcl-Straszc, Bogen Nr. 102/103, >l!ei»vl'ischleiß von gebrannten geistigen Getränken. — „Westtrans-Wesellschast m. b. (-».", Bonner Plah Nr. 1, Speditionsgewerbe und grwerl'sm. Beförderung von läutern mit >tfz. dev Straßenverkehrs. Lorcnzi Emma geb. Wntschcr, Ccl)ubertstraße 8, Damculleiderniachergewcrbe. Wnrzcr Joses, ^-ürstenweg !5>d, Handel mit ter,tilen ^liohstoffen und Halusabrikaten, Textilwaren, Belleidnng sowie Strick-, Wirknnd Kurzwaren. - Schrödl Josef, Ringelfangwcg ^, Herren» lleidermachcrgewcrde. ^ Tersch Friedrich, Holzgasse 15, Handelsagentnrgewcrbc. John HanS Heinz, Prillz-EngenStraßc 81, Handclsagcntnrgcwcrbc. — Wintncr Margaret« geb. Tchcbesta, Innstraßc 69 (Stöckl), Handel mit Armaturen, Fcncrwehrschlänchcn nsw. — Vudin Johann, Leoftoldstraße Nr. 25,, Einzelhandel mit Nahrnngs- und Gcnnßmitteln. — Schrei Nobert, Ncuranthgasse 11, Einzelhandel mit Büromaschincn, Bnroartikcln, Papier- nnd Schreibwaren (Zweigniederlassung von Salzbnrg).

Baugenehmigungen Kaufmannstrahe 21 c, SiNer Johanna, Einfriedung.

Schneeburggasse 103 c. Thorn. Angermair juu., Garage.

Viktor-Dankl-Strahe 14 c, „Neue Heimat", Garagen.

Kirschentalgasse IN, KöMiZPerger, Öltanllager.

Hilberstrahe 17, Beck H. K Sohn, Geschäftsobjekt.

Anichstrahe 20, Felix Mohl, Planänderung.

Arzl 39, Reifer Franz, Dachstuhl.

Marimilianstraße 3, Erich und Gustav Wagner, Umbauarbeitcn. Kaufmannstraße 21 ä, Geschw. Kohlegger, Einfriedung.

sseldftrahe 9, Forstverw. I b l , . Werkst.-Magazin., Arbeitsnntcrkunft.

Höttingei Auffahrt 3, Elisabeth Keiler, Schottergrube.

Diirerstrahe 12, Stadtg. Ibk., Abt. IV, Wohnheim.

Höttinger Au 98, Franz Ieude, Um- bzw. Anbau.

Arzl 225 d, Alois Larcher, Wohnhans mit Garage.

Allerheiligenhöfe 17 c, Josef WiNi, Einfamilienwohnhaus. Arzl 238 i, Dipl.-Ing. Hans und Grete Hampl, Einfamilienwohnhaus. Amraser Straße 8, Max Stotz, Dachgeschohausbau, 1 Woh< nnng. Gp. 1857/1, KG Hötting, Helmut Stern, Wirtschaftsgebäude, 1 Wohnnng. Burgenlandstraße 35 a, Hans Gaida, Kleingarage.

Weingartncrstrahe 91, Anton und Maria Haselwanter, Erweiternitg. Koflerftraße 12, Josef nnd Albert Scharrer, Vergrößerung der Garage. MnscumstTaße25), Württemb. Metallwarenfabrik, Einbau von Igls, Gletscherblick 32, Hete Wieser, Planschbecken. Arzl 219 a, Walter und Gertrud Köll, Kleingarage und Einfriednns,. Am ras 2^l, Paul und Anna Schnh, Garagenobjett. Vill 4N a, Hermann Kinigadner, Einfamilienltvohnhaus mit Kleingarage. Arzl 93, Anton Hnber, Nebengcbände. I n der Ulle 1« »nd 1«a, Dr. Peter Schumacher und Anna Maria v. Bcrncgg, Planändernng. Arzl 225, Dr. Klans Atzwauger, Anbau, Klcingaragc. Höttingcr Gasse <2c, Wohnnngc'eigeutum Gem. Hötliuger l^asse 12 c, „Greb", Wohnhans, !l2 Wohnungen. Amrascr-See«Straße 5, Karl lind Isabella Stuchlik, Planän« deruilg. Innrain 111, Autou ^ritz, Arbeilsunterlllnst. Maria-Thcrcsien-Strahe 40, Frohnweiler H Co., Stockige« l'äude.

Stadtbauamt Innsbruck Zl. V I - 3982/1959

Kundmachung Der Stadtrat hat mit Beschluß vom 24. September 1959 die Janchenabfuhr und die Gebühren hiefür ncn geregelt. Ab 1. August 1!>5>.'» wird demnach das Stadtgebiet von Innsbruck ili drei Zonen eingeteilt. Der Plan für die Zo»eueinteiluug liegt beim Stadtbauamt, Fallmerayerstraße Nr. 1/IV., Zimmcr 15:^, zur Einsichtnahme auf. Die neuen Gebührensätze betragen je Kessel abgeführter Jauche (2,5 ni^) für: Zone I 8 00. Zone II 3 70.— Zone III 3 80.— Innsbruck, 20. November 1959. Mit der Veituug detrau!: T>ipl.«Ing. Schipper e. h.


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Neuerwerbungen der Stadtbücherei Innsbruck Demedts, Andre: Die Herren von Schoendaele. Roman. Bäuerlicher Familienroman aus Flandern zur Zeit der beginnenden Industrialisierung. 410 Seiten. Denti di Pirajno, Alberto: Das Mädchen auf dem Delphin. Nordafrikanische Erlebnisse und Geschichten eines italienischen Arztes und Kolonialbeamten, die weltmännische KIngheit und Beobachtnngsschärfe mit orientalischer Phantasie nnd Sinnenfreude verbinden. 208 Seiten. Descalzo, I . L. Martin: Die Grenze Gottes. Roman. Schauplatz des Romans ist ein armseliges kastilisches Dorf, in dem sich ein Wnnder vollzieht, das die Menschen ganz durcheinander bringt und in die verschiedensten Lager spaltet. Hauptgestalt ist ein eigenbrötlerischer Weichensteller, der zum Wunderapostel wird. Ein spanischer, gesellschaftslritischer Roman, der gleichzeitig ein Mysterienroman ist. 302 Seiten. Dickens, Charles: Leben und Taten des Martin Chuzzlewitt. Bearbeitung und Übersetzung von Inlius Seht. M i t Illustrationen. 2 Bände. 1. Band 625 Seiten. 2. Band 665 Seiten. Familienroman aus dem englischen Bürgertum um 1850.

Dickens, Monica: Immer wehte der Wind. Roiuau. Ein Familien- und Gesellschaftsroman. Hauptgestalt ist eine Mutter, die durch den Tod ihres Mannes mittellos zurückbleibt und zwischen ihre grundverschiedenen Töchter gestellt wird. 308 Seiten. Dublin, Alfred: Berlin, Alexanderplatz. Die Geschichte vom Franz Biberkopf. Geschichte eines armen Mannes iu Berlin nach dem 1. Weltkrieg, zugleich ein treffendes Zeitbild jener Tage. Sozialer Roman. 380 Seiten. Dominik, Hans: Himmelstraft. Zukunftsroman. 344 Seiten. Dominik, Hans: Die Spur des Dschingis-Khan. Roman. Osteuropa und Asien bilden den Schauplatz dieses Romans. Es geht nm die Vorherrschaft in diesen Gebieten. Durch den Einsatz neuester technischer Errungenschaften werden die gelben Riefenheere vernichtet. 307 Seiten. Doolard, A. den: Die Hochzeit der sieben Zigeuner. Roman. Der Roman eines Serben, der nach viclcu Irrungen und Wirrungen die Liebe einer reinen und kraftvollen Frau gewinnt. Schöne Stimmungsbilder aus Landschaft nnd Volksleben. 383 Seiten.

Verleger, Eigentümer und Herausgeber: Die Stadtgemeinde Innsbruck. — Verantw. Schriftleiter: Dr. Karl Schadelbauer, Innsbruck, Rachaus, Zimmer Nr. 190. — Druck: Felizian Rauch, Innsbruck.

Amtsblatt Innsbruck  

Ausgabe November 1959

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