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Oktober I955

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Die gedeihliche wirtschaftliche Entwicklung Innsbrucksstehtund fällt mit dem Fremdenverkehr Von Dr. Dietmar K e t t l, Magistratsrat, Leiter des ftädt. Verkehrsamtes Der Reisesommer 1955 geht seinem Ende entgegen. Er dauert in Innsbruck schon fast sechs Monate an. I m August erreichte die Zahl der im Stadtgebiet nächtigenden Gäste fast das Doppelte der Einwohnerzahl und die Zahl der Reisenden, die nur einen Tagesausflug nach Innsbruck machten oder ihre Reise hier auf kurze Zeit unterbrachen, ein Vielfaches davon. Die Umsatzziffer aus dem Fremdenverkehr dürfte in Innsbruck im August nicht weit von 5(1 Millionen Schilling liegen. Kongresse und Tagungen mit größeren Teilnehmerzahlen waren nur mehr in der frühen Vorsaison und in der späten Nachsaison unterzubringen' trotzdem war es möglich, bis jetzt zirka 20 Veranstaltungen dieser A r t durchzuführen. Das war ein kurzes Streiflicht auf die Sommerreisezeit. Von einer augenblicklichen Konjunktur zu sprechen märe falsch. Ich möchte eher sagen, wir stehen mitten drinnen i n der Entwicklung der „Neisebewegung" unseres technischen Jahrhunderts, die nur durch unglückliche politische Ereignisse gestört werden könnte. Beleuchtet man etwas die Struktur des Reiseverkehrs, so kann festgestellt werden, das; die ..Weltmacht Reisebüro" immer mehr an Vedeutung gewinnt. War es in den ersten Reisejahren nach dem Krieg die Devisenbewirtschaftung, die sich die Reisebüros zunutze machen tonnten, so sind es hente die bestechend billigen Arrangements der ..^onsettionsreise" und die Bewirtschaftung des Bellenraumes in Forni der Allotments in der Hochsaison, die diese Entwicklung immer mehr fördern. Die ständig zunehmende Motorisierung bedingt einen gewissen Kundenverlust bei den Reisebüros, der jedoch aus dem Markte der breiten Mlisse. die sich immer mehr in den internationalen Reiseverkehr einschaltet, mehr als ausgeholt werden kann. Dafür ein Beispiel ans einem der wichtigsten Absendeländer unserer Reisegäste. Die Zahl der Reisenden von England auf den Kontinent betrug im Jahre >!>.">< zirla eine M i l l i o n und dürfte Heuer voraussichtlich 1'/> Millionen erreichen.

Bei dieser Gelegenheit kann vielleicht auch darauf hingewiesen werden, daß die „Bewirtschaftung des Vettenraumes" in der Hochsaison auch der Grund sein dürfte, daß schlechtes Wetter den Reiseverkehr kaum beeinflußt. Wer sein Bett „versäumt" hat, dürfte schwer Ersatz finden können, so daß ein Verschieben einer Reise meist kaum möglich ist. Trotzdem sind die letzten vorangegangenen Sommer nicht unbedenklich. Sollten sich diese in den kommenden Jahren wiederholen, so wäre allerdings zu befürchten, daß die Länder in den Alpen für Sommeraufenthalte i n Verruf geraten werden, was dann allerdings zu spürbaren Rückschlägen führen könnte. Je größer der Verkehr wird, um so größer werden auch die Aufgaben, die für den modernen Fremdenverkehr zu lösen und zu erfüllen sind, um so größere Vedeutung kommt der Werbung zu, denn es wächst nicht nur die Zahl der Gäste, sondern ebenso die Zahl der Betten und neuer Konkurrenzorte. M i t welcher Härte der Konkurrenzkampf im Fremdenverkehr geführt wird, hat sich so richtig gerade bei der Vergebung der Olympischen Winterspiele 1960 in P a r i s gezeigt. Von der Seite der Vorbereitung der Reisesaisonen kann man das Fremdenvertehrsjahr in Innsbruck in drei Abschnitte teilen! n) Die Tommcrhochsaison. ltberfiillter Bettenraum ist bereits eine Selbstverständlichkeit. Die Freude am wirtschaftlichen Ertrag darf aber nicht über die Mängel, die gerade in dieser Zeit besonders hervortreten, hinwegführen. I n n s bruck wird nur dann Drehscheibe im internationalen Verkehr bleiben können, wenn es im Wettlauf mit der Entwicklung des Verkehrs nicht unterliegt, d. h. daß seine vertehrsmäßigeu Zubringer gesundet werden müssen. W i r benötigen den großzügigen Ausbau der Straßen nach Innsbruck und eine flüssige Abwicklung des Verkehrs an den Grenzen, die man fast als unsere äußeren Stadttore bezeichnen kann. I n der Stadt selbst bedeuten die Erweiterung der Leopold-


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strafe und ein rascherer Fortschritt der Arbeiten an der Konzertkurve eine ^ebensnotwendigkeit des Verkehrs. Aber nicht mir die Verhältnisse ans den Strafen gilt es zu sanieren, sondern auch die Belange der Schiene. Da erweift sich die Rolwendigteit eines vierten Bahnsteiges am Hauplbahnhof immer zwingender, denn kein Reisender wird ein Verständnis dafür aufbringen können, das; er, obwohl rechtzeitig am Zug, diesen nicht benutzen kann, weil die Träger mit dem Gepäck die Übergänge nicht passieren können. d) Die Vor- und Nachsaison der Sommerreisezeit. E i n besonders starker Werbecinsatz, der auf diese Zeit ausgerichtet ist, konnte entscheidend mithelfen, diesen Zeitraum zu beleben. W i r haben damit eine Länge der Sommersaison erreicht, wie sie wenige Frcmdenverkehrsorte in Europa aufzuweisen haben. M i t den bereits geplanten Werbeaktionen wird hier noch eine weitere erfreuliche Entwicklung möglich sein. Dieser Zeitraum ist auch als die Kongreßzeit der Stadt Innsbruck anzusprechen, mit der sie sich i n den letzten Jahren in der weiten Welt einen guten Namen geschaffen hat. c) Die Wintersaison. A l s Erfolg einer besonders geschickten und jahrelangen Werbung war es i m abgelaufenen Winter das

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erstemal möglich, im Stadtteil I g l s von einer guten Wintersaison zu sprechen. I n Innsbruck hat die Nächtigungsziffer gegenüber dem vorausgegangenen W i n ter um zirka ll! Prozent zugenommen. Sie erreichte somit in den sechs Winlermonaten den Rächtigungsstaud der beideu Sommermonate J u l i und August. Es ist dies ein erfreulicher Erfolg, aber noch keinesfalls das Erreichen des gesteckten Zieles. Diese Tatsache findet auch in der Werbung entsprechende Veriicksichtigung, und es darf die berechtigte Hoffnung gehegt werden, daß der kommende Winter schon wieder einen weiteren Fortschritt bringen wird. Neben den hohen Deviseneingängen, die der Fremdenverkehr bringt, spielt die Umlaufgefchwiudigteit des Geldes, die er zur Folge hat, eine bedeutende volkswirtschaftliche Nolle. Wenn auch bei den Fremdenverkehrsinteressenten anscheinend hohe Geldbeträge eingehen, so ist doch dort eine Kapitalsbildung schwer möglich, weil laufend Investitionen erforderlich sind, um die Forderungen der modernen Neisezeit zn erfüllen. Daraus ergibt sich auch ganz klar, daß neben den vielen Arbeitsplätzen, die ein starker Fremdenverkehr bringt, auch eine entsprechende Belebung des Handels, des Gewerbes und der Industrie erfolgt, ganz abgesehen von den Einkäufen, die der Gast am Platze tätig.

Grundsteinlegung des zweiten Eigentumswohnhauses für Magistratsbeamte I n der Oktober-Nummer 1953 dieses Amtsblattes erfuhr die Öffentlichkeit erstmals von einer Grundsteinlegung eines Eigcntumswohnhauses für Magistratsbeamte in der Egger-Lienz-Straße. Für den gleichen Zweck erfolgte nach Ablauf von zwei Jahren abermals eine Grundsteinlegung, diesmal in Pradl, an der Einmündung der GumPPstrahe in die Amrascr Straße. Zur Feier — durch Negenwetter leider etwas beeinträchtigt — waren neben Vizebürgermeister Heinrich S ü ß und Stadtrat S t o l l mehrere Persönlichkeiten der Stadtverwaltung nnd der Stadtwcrke erschienen. Unter ihnen sal) man Magistratsdirektor Dr. Mangntsch, den Generaldirektor der Stadtwerke, I n g . Egger, Dr. Lugger, Baildirc'lkwr Dipl.-,Ing. "Reiter, mehrere Abteilungsleiter des Stadt magistrates sowie Vertreter des Tiroler Vereines der Freunde des Wohnnngseisscntunis und des Tiroler Landeswohunngs- und Siedln ngsam bes. Selbstverständlich befanden sich nnter den Erschienenen auch vollzählig, die Eigentümer des zu errichtenden Wohnhauses. Der Obmann der Pcrsonalvertrctnng der Beamten und Angestellten des Stadtmagifrrates, Josef T h u m a n, der sich um das Zustandekommen und die Planung des Bauvorhabens in besonderer Weise bemüht hatte, berichtete nach 'seinen Begrnhnngs Worten, daß der Gemeinderat der Landeshauptstadt Innsbruck durch den in seiner Sitzung vom 25. März 1'.»55 beschlossenen Mverkauf des Grundstückes die Er richtung dieses Eigentnm5wohnhaus^ ermöglicht und damit in ancrkcnnnngswerter Weiseeinen weiteren Bei trag zur Linderung der Wohnungsnot in Innsbruck geleistet hat. Durch die tatkräftige Forderung dieses

Bauvorhabens seitens aller beteilissten Stellen, im besonderen des Tiroler Wohnbanfördernngsbeirates, der Sparkasse der Stadt Innsbruck und nicht zuletzt des Tiroler Vereines der Freunde des Wohnnngseigentmns, war es nunmehr möglich, mit den: Van dieses zweiten Eigentumswohnhanses städt. Bediensteter ,zn beginnen. Die Baukosten für dieses 20 Wohnungen und mehrere Geschäftslotale enthaltende Gebäude belaufen sich ungefähr auf 3,8 Millionen Schilling, wovon 10A von den künftigen Eigentümern selbst aufgebracht werden müssen. Von den 20 Wohnungen umfassen fünf zwei Zimmer, zehn zweieinhalb und fünf dreieinhalbZimmer mit den entsprechenden Nebenräumen und einer ausreichenden Wertungsfläche. Der nmbauie Raum beträgt 9500 Kubikmeter und die Gesamtimtzuugsfläche der Wohnungen 1750 Quadratmeter. Die Pläne und der Entwurf stammen von Bmirat Dipl.-Ing. Thaler. Als Bauleiter für die Bauherrschaft fungiert Baninspektor I n g . Kofler. Baumeister Sanerwein Null den Bau noch in diesem Jahr unter Dach bringen. Vizebürgermcister Süß, der in seiner Ansprache die Bedeutung des Gedankens des Wohnungveigeutums ausführlich behandelte, nahm dann die Grundsteinlegung vor. Die Urkunde, die in das bcreits erstellte Fundament versenkt wurde, hat folgenden Wortlaut: „Dieses Hans in Innsbruck, Amrascr Straße 2!i, wnrde in den Jahren 1W5- 1!>5!> mit Hilfe des Vohub^üfördrruüsssfonds des Laudrs Tirol und mit tatkräftiger Unterstützung der ^wdl ^un5brnck und drr >3plirt'lisse der Stadt Junslnnck im WohnuuM'nieutum erbaut. Für unsere Gemeinschaft und alle künftigen Bewohner dieses Hauses erbitten


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wir auch für die Zuluuft Gottes Segen, der dieses Werk gelingen ließ. Innsbruck, am 27. September 1955. Die Miteigentümer: Fuchs Johanna, Hopf! Franz, Jahn Naimnnd, Kaiser Franz, Kofler Chrv sant, Lcchleitner Anton, Lechner Walter, Maller Adolf, Nachlschall H , Niedermayer l^'rich, Dr. Obwegeser Leo, Platzgninmer Crnst, Pnrlscheller Erich, Nieder.^>ans,

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Schneider Karl, Schöpf Max, Speiser Hans, Steinlechner Paul, Waldmüller Hiorbert, Dr. Wurzer Haus." Herr Dr. Leo Obn>egeser nnd Frau Dora Waldmiiller sprachen abschließend im Xiamen der Miteigentümer allen Faktoren, die dein Hausbau bishier ihre Hilfe angedeihen liefen uud noch Nn'iler angedeiheu lassen werden, aufrichtigen Dank an^>, W. ^

Verschall auf die dicsjahnqc > Napf beidrn ^)ytlcn iin Adoniicincnt, „!^ Symphonie konzcrtc" uud „(> Kauuucnnusikabende",>habeu sich nuu schon einciebürstert nud werdcu vou allen Konl^ertintcressenten dankbar «beqrilßt. Nie ssroß das Interesse ist, beweist die von Jahr zu Jahr steinende Zahl der Abonnenten, vor alleni bei den Syniphoniekonzlcrtcn, die es Heuer notwendig machte, daß die ursprünglich für den Nachmittag festgesetzten Iugcndkonzertc auf den Abcnd verlegt werden mußten, um so allen jcnen erivachsl.'nen .^on^ertbesnchern, die bisher kein Abonnement mehr bekommen ^konnten, die Möglichkeit zn geben, am Konzcrtlebcn teilzunehmen. Die Leitung der Konzerte der Stadt Innsbruck trägt in der Saison 1955/56 dem Umstand Nechmmg, daß einer unserer größten Meister, Wolfgang Amadeus Mozart, vor 200 Iahreu das Licht der Welt erblickte. Aus diesem Attlaß werden, wie auch in anderen österreichischen Städten, zahlreiche seiner Werke im Laufe dieser Saison erklingen. Den Höhepunkt dieser MozartGhrung wird zweifellos die ,Mozart-Festwoche 1956" in Innsbruck darstelleu, die zwischen dem 23. uud A). Jänner 1956 stattfindeu wird und bei der sich die städtische Musikschule, das städtische Symphonieorchester und das Landcstheatcr mit Fcstanffi'lhrungen <beteilissien werden. I m folgenden sei ein Überblick über die Programme der heurigen Konzerte gegeben. Nebenbei sei noch verwiesen, daß auch einige außerordentliche Konzerte stattfinden werden, so z. V. das Konzert der Münchner Philharmoniker am 6. März 1956, bei dem G M D . Frit) Flieger Vrnckncrs 8. Symphonie ausführen wird. Zyklus „8 Symphoniekonzerte" (mit je zwei Ausführungen im Abonnement) im Großen Stadtsaal: Ausführende: Stadt. Symphonieorchester Innsbruck Dirigent: Musikdirektor Knrt Napf 1. Kml;ert.' Freitag, 7.,und i'.'iontag, >0. Oktober 1955 W. A. Mozart, Symphonie 15-l.lur, , KV. 'il 9 A. Brnckner, <l. Symphonie. 2. Konzert: Dienstag, l., nnd Mittwoch, 2. Novcm ber 1955 W. A. Mozart, Geistliche Chorwerke L. Cherubini, Requiem c-mnll für Chor und Orchester Es singt der Salzburger Nnndfnnl und Mozartenm Kammerchor. Dirigent: Ernst Hinreiner. ^ .

8. Konzert: Montag, 12., nnd Mittwoch, 14. Dezember 1955 P. ftindcmith, Sinfonie „Mathis der Maler" W. A. Mozart, Klavierkonzert 5-6ur, KV. 459 L. v. Beethoven, 6. Symphonie („Pastorale") Solist: Hans öeygraf (Klavier). 4. Konzert: Mittwoch, 25., und Montag, A). Jan ner 1956 Festkonzert anläßlich des 200. Geburtstages von W. A. Mozart (im Nahmen der Mozart-Festwoche 1956) W. Ä. Mozart, Fantasie t-moii, KW. 608, für Orgel Konzertante Symphonie ^3-6ur, KV. 364 Konzertaric Symphonie (>äur („Iilpiter"), KV. 551 Solisten: Ilse Kaischinka-Maps (Sopran), Franz Bruckbaner (Violiuc), Naimund Jahn (Viola), Kurt Napf (Orgel). 5. Kongert: Mittwoch, 15., und Donnerstag, 16. Februar 1956 W. A. Mozart, Symphonie Q-änr (Prager), KV. 504 S. Prokoficff, Violinkonzert Nr. 1 I . Brahms, 4. Symphonie Solistin: Miriam Solovieff (Violine) 6. Konzert: Dienstag, 13., und Donnerstag, 15. März 1956 Gastdirigcut Programm wird noch bekanntgegeben. 7. Konzert: Mittwoch, 18., nnd Freitag, 20. April 1956 W. A. Mozart, Symphonie I)-6ur (Haffncr), KV. 385 N. Schumann, Klavierkonzert .^-inoll, op. 51 G. Einem, (Capricci«, op. 2 N. Strauß, Dou Juan Solist: Hellmnt Schoell (Klavier). 8. Konzert: Äiittlvoch, 9., und Donnerstag, 10. Äiai 1956 L. v. Beethoven, 9. Symphonie Solisten: Ilse Katschinka Napf (Sopran), Hertha Topper (Alt), Herbert Hundt (Tenor), Alois Pernerstorfer (Baß). Chor: Lehrcrgesangverein Ntünchen.


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Zyklus „6 Kammcnmlsitabcudc" (im Abonnement) im Konzertsaal der Stadt, schule Innsbrucks 1. Abend: Mittwoch, 5. Oktober 1955 W. A. Mozart, Streichquartett, KV. 461 C. Debussy, Streichquartett F-rnoii, c»p. 10 L. v. Beetihovcn, Streichquartett k'-clur, op. 59, Nr. 1 Barylli-Quartett 2. Mend: Freitag,, 25. November 1955 Werke alter Meister Rosl Schwaiger (Sopran), Umberto Teodori (Oboe), Franz Bruckbauer (Violine), Joses VvMert (Violine), Walter Kurz (Vwla da Gamba), Kurt Napf (Cembalo). 3. Abend: Dienstag, 6. Dezember 1955 , op. 9, L. v. Beethoven, Streichtrio (-Nr. 1 M . Neger, Streichtrio a-moii, op. 77 d W. A. Mozart, Klavicrquartett KV. 493 I n g r i d Hacbler (Klavier) Wiener Streichtrio 4. Mend: Donnerstag, 26. Jänner 1956 (im Nahmen der Mozart-Festwoche 1956) W. A. Mozart, Serenade Nr. 12, c-moii, 5. 388, Divertimento L-ciur, K.-Anh.

Nnmincr

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229, Divertimento k-clur, KV. 213, Klavicrquinwtt I^5;-6ur, KV. 452 Kurt Napf (Klavier) Bläserquintett des Stadt. Symphonieorche sters Innsbruck. 5. Abend: Donnerstag, 9. Februar 1956 Konzert auf zwei Klavieren W. Fr. Bach, Sonate k-cäur M . Neger, Variationen nnd Fu^e über ein Thema von Beethoven, up. <^6 W. A. Mozart, Sonate O-clur, KV. 448 A. Heiller, Toccata M. Infante, Andalusische Tänze Hermann Schwertmann — Kurt Napf. 6. Abend: Anfang J u n i 1956 W. A. Mozart, Streichquartett L. Ianacck, 2. Streichquartett („Intime Briefe") F. Smctana, Streichquartett e-mc»11 („Aus meinem Leben") Smetana-Quartett Solisten-^lonzerte (auher Abonnement) ini Großen Stadtsaal oder im Konzertsaal der Mädt. Musikschule Innsbruck

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Ilse von Alvenhenn (Klavier) Walter Kurz (Violoncello) Friedrich Wührcr (Klavier) Arthur Grumiaur. (Violine)

Ein Gedenken an I.C. Platter anläßlich scinco Todestages vor 50 J a h r e n M i t Vorliebe wird der Fremdenverkehr von der heimischen Presse als das Herzstück der tirolischen Wirtschaft dezeichnet. Ein außergewöhnlich gntes Fremdenverkehrsjahr wird auch das nun ablaufende Jahr genannt werden müssen. Ist es da nicht angebracht, eines der hervorragendsten Pioniere des Fremdenverkehrs zn gedenken, dessen Todestag bereits zu Beginn dieser erfolgreichcnSaisou sich zum 50. Male jährte? I . C. Platter hat wie kein anderer Tiroler sein ganzes Sinnen nnd Trachten dem Ausbau und der Organisierung des Fremdenverkehrs, der vor etwa 70 Jahren noch arg in den Kinderschuhen stak, gewidmet. Das hcntige Frcindenverkchrsland Tirol sollte nicht vergessen, daß Platter in die erste Reihe der Initiatoren des modernen Fremdenverkehrswesens zu zählen ist. Auf diesem Gebiete selbst in besonderer Weise ideenreich, verstand er auch, was andere mit klingenderen Namen — wie etwa Dr. Angerer, Landsec und Dr. Kofler — ersonnen uud geplant hatten, zn ordnen und in die Tat umzusetzen. Da Platters Name heule auf keiner Strahentafel nnd in keinem EhrcubiirgerVerzcichnis aufscheint und sonst nur mehr höchst selten genannt wird, soll sein für ganz Tirol erfolgreiches Wirten hier aufgezeigt werden. Josef Calasanz Platter wurde am 17. August 1«',^ zu Thuins bei Sterzing geboren,, wo sein Vater, der

später iu das Zillertal zog, im Forstdienste wirkte. Mehrere Jahre hindurch besuchte Platter das Gym? nasinm in Briren, dann kau: eine Sturm und DrangPeriode für ihn, während der er iu verschiedenen Ländern, darunter auch Deutschland, weilte. Später fand er eine Anstelluug bei der Nschrcgulierungökommission in Bozen. Schon damals trat er schriftstellerisch hervor und schrieb für zahlreiche Zeitungen, was seinen Vorgesetzten nicht eben genehm war. Man stellte ihm daher die Alternative, entweder das Schriftstellern oder die Vcaiutenlaus'bahtt aufzugeben. Platter entschloß sich für das letztere, sagte dem Beamtentum Lebewohl und gründete im Verein mit dem Reichstags uud ^andtaaMbgeordneten Dr. Johann Angerer in Bo^'u deu „Tiroler Soimtaasboten". Zugleich trat cr mit Dr. Anderer in die Freuideuverkehr^beU'egniui ein und bereitete schriftstellerisch die ganze heutige ^remd verkehrsorgauisation vor. Als man (Lude der K0er Jahre dm'an gin^, die ihm und Dr. Angerer verfochteneu Ideen m verwirk lichen, wurde in Verfolgung dieses Zielev der „Verein zur Hebung des Fremdenverkehrs ill Tirol" für Süduud Osttirol mit dem Sitze in Brir.en ins Leben gevnsen und bald darauf auch eiu Verein für Nordtirol, an dessen Spitze A. v. (^uggeuberg, kaiser!. Nat Dr. .Rosier n. a. standen. Später tralcn diese Vereiuc zu-


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sanimen uild berieten die Errichtung eines großen,g Tirol nmfasseiiden Verbandes, der ancl, l,^90 gegründet wurde. Nachdem Tv. Anderer al"? Präsident die Agen den für t'urge Zeit selbst gefilhrt halte, ergab sich bald die Notwendigkeit zur Bestellung eines eigenen Be^ amten. Platter wurde daher ein Jahr nach der Grün duug des „Landesverbandes für die vereiuigteu Knr und Freindenverkehrsvereine" zuni Sekretär desselben — mit dein ^itz in Innsbruck - ernannt, in >ve!cher Eigenschaft er bis zn scinein Ableben wirkte. Den „Sonntagsboten" verkanfte er nnd zog in die Landes 'Hauptstadt, wo er sich im Laufe der Jahre zl»vei Hänser erwarb. Platters Wirken als Sekretär war wcilgreifend nnd ausgedehnt. Unvergeßlich sollen der Gegenwart seine in fast alle Täler führenden Propagandafahrten bleiben, deren Ergebnis in wirtschaftlicher Beziehung einen großen Aufschwung Tirols zur Folge hatte. An zahlreichen Orten, die ihm für den Fremdenverkehr geeignet erschienen, sprach er von den Einrichtungen, die zu treffen wären. Neben der propagandistischen Neiselätigkeit nnd Gründung vieler Fremdeuverkchrssektioncn im Lande war Platter auch als Schriftsteller überaus ersprießlich tätig. Man begegnete in den größten Blättern des I n - und Auslandes seiner Feder, so namentlich in der „Gartenlaube", „Leipziger I l l u strierten", in den „Münchner Neuesten Nachrichten", in der „Neuen Freien Presse" nnd in der „Zeit". Besonders viel schrieb er in der ehemaligen „Salzburger FrcmdenZcitnng", in den „Innsbruckcr Nachrichten", in der „österreichischen Alpenpost" und im „Boten für Tirol". (Zum Tode Plattners brachte letzterer einen gediegenen Nekrolog, ans dein auch für dieses Gedenk-

blatt einiges entnommen wurde.) I n I . C. Platter erblicken wir heute mit stecht einen Pionier im Fremden«Verkehrswesen; seine Aufsähe nnd Essays iu der dent scheu Presse waren geeignet, Stimmung nnd Begei sternng für nnser Tirolerland in weitesten Kreisen zn wecken uud ;um Besuch nnserer Gegenden an^usporneu. Platter war auch ein bedeutender Erzähler und Schilderer. Dies beweisen seine Bücher „Naut'n und )1tosmarin", „Graf nnd >Saltnerstochler" uud „Berg^ uud Talfahrten". Auch mehrere Lebensbilder schrieb er, so jenes des heldenmütigen Josef Eisenstecken nnd des Schützenhanptüianns (^eorg Ha hl. Ebenso veröffentlichte er über Josef Madersverger eine Reihe von Aufsätzen und gab so den Anlaß zur Errichtung des Maderspcrger Denkmales iu Kufstein. Seiner Anregung nnd Beharrlichkeit verdankt auch das Berg-Ise'IPanorama in Innsbruck die Entslel)nn>g. Neben seinem beruflichen nnd literarischen Wirken entfaltete Platter auch eine rege gesellschaftliche Tätigkeit. Er war es, der den Tiroler Schriftstellerverein ins Leben rief und auch die Initiative zur Gründung des Wiltener (später Innsbrucker) Hansbesitzervcreines ergriff, dem er auch eine Zeitlang als Obmann Vorstand. Platters allzu frühes Ableben, seine Frau Isabella M., geb. Hack, zwei Töchter uud einen Sohn hinterlassend, erfolgte am 22. März 1905. Sein Leichnam wurde vom Trauerhause aus (Speckbacherstraße 19) auf den: Wiltener Friedhos begraben. Erfolgreich war sein Schaffen. Verdient sein Name daher nicht einen ehrenvolleren Platz, als ihm bisher eingeräumt war? Wilhelm Eppacher

Stadtmagistrat Innsbvnck Zahl: VI-5818/1955

bcitcn uud Stcinholzbödcn für den Wohnhausneubau Gumppstraße Nr. 23", bis Mittwoch, den Z.November, 11 Uhr vormittags beim Stadtbauamte, Nathaus, Fallmerayevstrahe Nr. 1, 3. Stock, Zimmer Nr. 401, abzugeben. Die Eröffnung der Angebote erfolgt am gleichen Tage um 11.15 Uhr im Nathans auf Zimmer Nr. 415 vor anwesenden Anbotstellern. Nach 11 Uhr einlangende Angebote werden nicht mehr berücksichtigt.

Innsbruck, den 14. Oktober 1955 Öffentliche Ausschreibung Für den Neubau des ,städtifchen Wohnhanses Gumppstraße Nr. 23 werden die El ck t r o - I nstall at i o n sarb ei ten Sa ni t are n Insta lla ti onsa rbe itcn Maler- nnd Anstreicher arbeiten TcrraMarbeiten Schlosserarbeiten Glaserarlxiteu Parkettischlerarbeiten (Fußböden) und Steinholzböden öffentlich ausgeschrieben. Die Ausschreibungsuuterlageu köuueu im Stadtbaumute, Neues Nathans, 5. Stock, Zimmer Nr. 475, ab Montag, den 24. Oktober 1955, in der Zeit von 10 bis 12 Uhr nnd von Kl bis ltt Uhr bezogen werden, wo selbst anch Planeinsicht nnd Anskünste erfolgen können. Die Ansf^lgnng der Unterlagen ist kostenlos. Die An^ geböte sind unter Benützung des Leistungsver^eichnisVordruckes firmeumäßig gezeichnet in verschlossenem Umschlag mit entsprechender Aufschrift, „Angebot fiir Elettro.Installation, bzw. Sanitäre Installation, Maler lind Anstreicherarbeiten, Terra;^xirbeilen, Schlossera rbci tei!, Gla sera rbeiten, Pa rketti sch l era r

Der 1. Vizebnrgermeister: Hans Flöckinger e. H. Stadtmagistrat Innsbrnck Statistisches Amt Zahl: St — 117/1955 Kundmachung über die öffentliche Auflage des Iuusbrucker Schöffengemeindeverzeichnisses 195< »' Anf Grund des Schöffenlisteugesekes vom 13. I n n i 194<;, BGBl. Nr. 135/1910, nnd des Gesetzes vom 25. J u l i 1951, BWBl. Nr. 190/1951, wird das Schöffengemeindeverzeichnis fiir das Gcmeindegebiet I n n s bruck in der Zeit vom 13. bis 27. Oktober 1955 im Städtischen Einwohneramt, Nathans^Nenban, Fallmerayerstraße 1, 1. Stock, Zimmer Nr. 350, an Werk-


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tasten mit Ausnahme vom Sanistag zu den Amts stünden von 8 bis 12 nnd 14 bis 18.Ü0 Uhr zur öffeut lichen Einsicht aufgelegt. Jeder ciqenberechti^te Staats bürqer kann in der Allflaqefrist beim TladtmaMrat ^veqen Eintragung von Personen, die nach diesen Bun desqesetzen zum Schöffcnamt uufähig smd ( ^ 1 bis 2) oder uicht berufen werden dürfen <H 3), schriftlich zil

Prolotoll Einspruch erheben. I n gleicher Weise können Befreiuugögrüudc nach ^ 4, Z. 3/ geltend gemacht werden. Innsbruck, am 11. Oktober 1955. Dr. Angercr Obevmagistratsriat

Bevölkerungsbewegung Das statistische ^Imt der Stadt Innsbruck gibt für den Monat August N155 folgende Bevölkerungsbewegung bekannt' 3> r t s n n s ä s s i g o

Insgesamt Veoölkernngs» bewegung

Eheschließungen Geburten Knaben davon,^,... . Madchen ehelich unehelich Totgeburten Sterbcfälle ^riegssterbefälle

Anunst 1955

1954

116 185 95 90 151 34 2 106

113 146 66 80 118 28 6 92 2

AngliU

Zug nun. ( l ) Abgang l,—) -r> 4^ ^ ^ — > —

3 39 29 10 33 6 4 14 2

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(nachträglich dcurkundct»

D taciti ä^c von 1),-.

Innsbruck vor hundert Jahren Ottober 1855 10. wird das große Landesschictzen zu Ehren des neuen Statthalters, Erzh. K a r l Ludwig, bei dem 34.153 Schüsse abgegeben wurden, beendigt. Schützenkönig wurde J o hann Schmelzer von Obernberg. Das Porträt des Schützenkönigs vom vorausgehenden Kaiscrschicßen, Thomas Horrucgger aus Scllrain, vom Maler E. V.Edlingcr war im ersten Stock des Schießstandes zur Schau gestellt. M a n hatte den Plan, die Schützenkönige der großen Schützenfeste auch weiterhin porträtieren zu

lassen.

12. erhält Generalmajor nnd Brigadier Anton Burlo als Ritter des Ordens der eisernen Krone das Prädikat von Ehrwall. 13. empfiehlt der landwirtschaftliche Verein den Anbau der „Amerikanischen Angnst-Kartoffel", die zwei ergiebige Ernten — i m J u l i uud Mitte Oktober — liefern sollte. 19. reist der gewesene Statthalter Kajetan Graf Bissingcn von Innsbruck ab, nm seinen neuen Posten i n Venedig anzutreten. Eine große Zahl von Honoratioren begleitet ihn in 23 Wägen bis auf den Schönbcrg. 22. wird beim Stadtmagistrat znfolge Beschlusses der Armcndircktion „die Ansspcisung für die Zwänglinge des städtischen Arbeitshauses, für die Armcnvfründner und die Ausgabe der Numfordcrsuppe an den Mindestbicter" versteigert. A m 30. fand im Natssaalc eine ähnliche „Abstcigcrung der Verpflegung der Arrestanten i n der diesgcrichtlichen Frohnfestc" von Seite des Landesgcrichtcs statt. F ü r die Verköstigung eines Arrestanten waren Pro Tag 16 Kreuzer vorgesehen, sür die Fasttage 8, bei Krankenkost 19.

25. veröffentlicht der landwirtschaftliche Zcntralausschnß die vom Apotheker Oclacher durchgeführtechemischeAnalyse des aus Maiskolben bereiteten Mchlcs und erklärt, daß es „nicht nnr keine ungesunden, sondern durchaus nur der Gesundheit zuträgliche Bestandteile enthalte". I n folge dieser Untersuchung habe Josef Tschurtschenthalcr die Herstellung dieses Kolbenmehls begonnen. 26. bedauert ein Bcsncher der Stadt, daß von dem „ehemals sehr bekannten nnd beliebten Darsteller tirolischer Gegenden undcharakteristischerSzenen ans dem tirolischen Volksleben, Herrn Jos. Georg Schädlcr, gar keine Erwähnung mehr geschieht, als wäre er schon ganz verschollen".

Das Wichtigste vom letzten Monat September 1!»55 2. stirbt in Villach der ehemalige Innsbrucker Musikdirektor Rudolf Kattnigg, 61 Jahre alt. 3. werden die Koreth-Lichtspiele in Mühlan eröffnet. — wird im Znge der 2. Bauctapvc der Niugrohrwasserlciluug die Erzh.-Eugen-Straße aufgegraben. ?. resigniert Abt Hicron. Trieudl vom Stifte Wüten. 8. wird Monsignore Wciskopf zum Provikar ernannt, ltt. beginnt der 1. internationale deutschsprachige Schriftstellerkongrcß in I g l s . 14. stirbt Kommcrzialrat Dipl.-Ing. Theodor Hntcr, 76 Jahre alt. 15. nimmt der Konvent des Stiftes Wiltcn nntcr Vorsitz des Ordensgcnerals die Neuwahl eines Abtes vor. Die SlimmzeUel werden nach Rom eingesandt. — wird nm drei Uhr früh ein leichtes Erdbeben verspürt.


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Amtsblatt der Landeshauptstadt Innsbruck

2l. wird Bundesländer Ina,. Julius Raab feierlich emp-

fange»! er besichtigt die in Innsbruck und Umgebung befindlichen Kasernen zN'ecks Festlegung der Standorte des neuen Bundcsheeres. vollendet Univ.-Prof. Dr. C>wdehard Ebers, der emerit. Inhaber des Lehrstuhles für >tirche»recht, sein 75,. Lebensjahr. N'ird die 23. Innsbrucker Herbstmesse mil über lliW ausstellenden Firmen in Gegenwart des Bundesmini« slcrs für Handel nnd Wiederaufbau Dr. ^llig feierlich eröffnet. trifft Sherpa Pasang Dawa Lama, der als Bergführer bei der Ersteigung des Eho Oyu U'ichtige Dienste leistete, zn einein mehrtägigen Besuch ein.

Ncllcrschcinungen ssridolin Dörrcr: Bistumsfragcn Tirols nach der Grenzziehung vun l!>1<^l. Nachdem erst in der Angustnnmmer dieses Blattes eine Arbeit des gleichen Verfassers über die Innsbrucker Pfarrgrenzen besprochen werden konnte, liegt bereits eine neue vor, die — soeben im 140. Band der Schlern-Schriften, „Südtirol, Land enropäischer Bewährnng" (Festschrift für Kanonikus M. Gamper), erschienen -— u. a. die Frage der Errichtung eines Bistums in Innsbruck behandelt. Dörrer hat in dieser ebenso aktuellen wie fleißigen (40 Seiten) Abhandlung vorzüglich den Verlauf der Grenzen der Bisiümer Brixcn und Tricnt einer kritischen Betrachtung unterzogen. An zwei Stellen kommt auch die Errichtung eines Bistunis in Innsbruck zur Sprache, wodurch auch die Stadtgeschichte eine Bereicherung erfährt. Bereits im 16. Jahrhundert faudcn zwischen Erzherzog Ferdinand I I . nnd Papst Pins V. Verhandlungen über eine Bistnmsgründuug in Innsbruck statt. Kaiser Josef I I . erwägt 1782 die Aufteilung Tirols in drei Bistümer: Trient, Brixeu und Innsbrnck. Der damalige Landesgouvernenr Graf v. Heister regte an SteNe der Schaffung eines Bistums Innsbruck die Verlegung der Residenz des Bischofs von Chur nach Fcldkirch an. Von besonderer Aktualität siud begreiflicherweise die Ausführungen, die Dörrer den Verhältnissen seit der Annexion Südtirols durch Italien (10, Oktober 1920) und der Errichtung einer Apostolischen Adniinistratur im April 1921 widmet. Dr. Schadelbaucr.

Baugenehmigungen Erlerstrafte 1!», Bambino Ges. m. b. H., Betriebsanlage. Wicsengassc 4'l^, Antun Ncißengruber, Wohnhaus mit n 2, Annemarie Gnbcrth, Tabaktrafik. 5», Kraslwagen-Vcrtriebsges., Umbanarbciten. 17! li, Maria Krismcr, Einfamilienwohnhans. Kaus»lanns<ras;e 2ü, ?albnl n. Co,, G. ni. b. H., dcf. VaubcN'ilülliniq, Müllerstraßc l5», Ioh. il. Emil mitizzi, Umbauarbeitrn. Hiliterwaldüerstiasic l i a , Prof. Hermann Prolsch, Einfamilienhans, Maria-Tliciesicu-Ttraste 17—ll), Hnmanic, Geschäftsportal, Aizl !l2<», Dr, ^tudolf Paner, Einfamilienwohnhaus, «p. 7«4/2 K.-M. Isslcc, Stadtwerle, Errichtung einer Trafostation. Willi.-ftircil-3tras;e 4, Schagingcr Georg, Anbau, Aizl 94, Richard Stern, Dachsluhl.

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>tla»el'il<e!! « a. Fr. Spörr, Eampingpla^errichlung. Feldstras;c l l I,, Jakob Kaufmann, Kohlenlager. Dr.-3tllmvs-3<ias;e 74 ^, Baugemeinschast Jug. Jos, Nohrmoser, Bierfainilienwohuhaus. ^"urain :!<>, Innerebncr u. Mayer, Dachgeschos;ansban. Pradler Tirnftc l:l, Thercse Moll, (^eschäflsumbau. 11, Dr. Theosried und Anna Attinger, Einsamilicnwohnhans. 7'.>, Franz Meisinger jnn,, ,^Ieingaruge und Ilinrain ^'7 ^.".», Tiroler Graphik, Barackenansslellnng, l5>, BnndesgebäudeverN'allnng, >tüchrn< und llmbauarbeiten. traße !l, Stadlwerle Innsbruck, 3rafo< station. Innraiu <Wa, Intern. Studentcnhaus, Sl»denlenhans-> rrrichinng, Maria-Theresicu-Ttraße 4'.!, Tiroler Verein der Freunde o, W, E., ^lseucrungsanlage. Richardswcg 15>a, Tir. Gem. Wohnbauges., Mchrfamilienwohnhaus. Kaiser-Frauz-Iosef-Str. 22, Eichard Eisner, Ausbau des

Dachgeschosses.

Wohntauschangebote Abkürzungen: Zi. ^ Zimmer, Ka. ^ Kabinett, Kü. — Küche, Sp. ^ Speis, V. - Vad. 1 Z i . und Ka. (als Kü. benutzbar): I w o Vogl, Innsbrnck, Leopoldstraße 36, 2. St. gegen gleich große Räumlichkeiten. 1 Zi., Kü. und Zubehör: Oberkofler Eduard, Schretterstraße 7, 1. St. gegen 1 Zi., 1 Ka„ Kü., SP., B.? — Seebacher Franz, St. Bartlmä 4, Part, gegen 2 Zi., 1 Ka., Kü., Sp., B.? — Heegemann Helene, Spcckbachcrstraße 57, 2. St. gegen 2 ^ Zi.,, Kü., SV.? B.? 1 Zi., 1 Ka., Kü., Zubehör: Eiterer Wilhelm, Türingstrahe 10, Part, gegen 2^—3 Zi., Kü., B.? — Grutsch Anton, Lindcnhof 3, 2. St. gegen 3 Zi., Kü., Sft., B. — Pichler Johann, Kapuzinergasse 34, Part, gegen 2 Zi., 1 Ka., 5tü. 2 Zi., Kü. und Zubehör: Reichler Rosa, Niesengasse 11, 3. St. gegen 2—3 Zi., 1 Ka., Kü,, B. — Tschenett Karl, Kaufmannstr. 32, Part, gegen 1 Zi., Ka., Kü., B. 2 Zi., 1 Ka., Kü., Zubehör: Steeg Emil, Innstraße 27, 2. St. gegen 2 Zi., 1 Ka., Kü,, B. — Vrandmayr Josef, Dcfreggerstraße 32, 3. St. gleich groß, ruhige Lage. Auswärtige Tauschpartner: Nübuer Martha, K e n i a t e n , Bahnhosstraßc 14, Part., 1 Zi., 2 Ka., Kü,, B., Garlen gegen 2 Zi.,, 1 Ka., Kü,, B. in Innsbrnck. Winkler Georg, Schwaz, Frciheitssiedlnng 35, 3. St., l -'.i., 1 Ka., Kü,, Marten gegen 2 Zi,, Kü., N, in Inns< !n,x!, Rossaro Remo, N e u - R n m I«3, 2'^ Zi., Kü,, Sp.., B. gegen 3 Zi., Kü., Sp., V. in Innsbrnck. Löhmer Alfr., Alt» r a n s 66, 4 Zi., Kü., Sp., B., Einfamilicnhans gegen 3 Zi., 1 Ka., Kü., Sp., N. in Innsbruck.

Prrlrn/r, (5M!i!i"i!!irr u. Heraü^sbrr i Tie Stadtqrmrmde Innsbruck. — Prrnntw. Echriftlcitrr: Dr. Karl Tchadcll'mior, l, Ziüilncr Nr. li)0. — Druck: Felizian Nauch, Innsbruck.


Amtsblatt der Landeshauptstadt Innsbruck

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Nummer 10

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v 6er in <)8terleicd, k'lankreicn, Italien, ^u^03wwien, llriecnenl^nc!, in äer in äer Oeutäenen Lunäezrepublik oäer in äen Lenewx- unä 8kanäin2vi8cnen 3t22ten — auf heizen, im Urlaub oäer alä Lenker oäer In8238e einez einen ^ n i a l l erleiäet, kann clurcn unäere neue, erweiterte neben äer vereinbarten I^niallentäenääi^un^ aucn wirkzamen beäonäeren erlangen. XVir erzet^en nämlien ^'ene Konten unä , äie ersaräerlicd 8inä, wenn äer Verunglückte oäer 3eine ^ngenürigen wegen 6e3 ^nsall3 an äritte ?er3c»nen 3cr>aer3at^an8prücne 8teIIen wollen uäer wenn 8icn 6er Verunglückte gegen ein gericritlicne8 oäer ein Verwaltung88tralverialiren wenrcn will, saliere ^U3kuiist erlialten 3ie l)ei «.ler

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Ausgabe Oktober 1955

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