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Nummer

Ottober 1952

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15. Jahrgang

Bürgermeister Dr. Anton D r . Anton Eder wurde als Sohn eines angesehenen Buchhändlers am 9. April 1868 in Buxen am (Hisack geboren, studierte am Gymnasium zu Brixen, wandte sich dann dem Rechtsstudium zu und

beschritt nach Abschluß desselben die Laufbahn eines Rechtsanwaltes. I m Jahre 1899 ließ er sich als Rechtsanwalt in Innsbruck nieder. In verhältnismäßig späten Jahren beginnt seine Tätigkeit im öffentlichen Leben. D r . Eder wnrde als Vertreter der Deutschfreiheitlichcn Partei im Jahre 1914 in den Innsbrucker Gemeindcrat gewählt, in den Jahren 1919 nnd 1921 wiederholte sich diese Wahl als Vertreter der Großdeutscheu Vollsparlei. Während dieser Wahlperioden gehörte er der Dienst-und Rechtnseüion des Ge meinderaten als Mitglied und lauge ^eit als Obmann an, zu deren Aufgabenlieis die Beratung aller Personal- und Rechlsangclcgcnhriten zählte; dnrch ihn war seine Partei auch in weiteren Ausschüssen, wie Banausschnß, Gesällsseltion,Slrnßenloiikiirrenzaunschiiß nsw,, veitrcteu. 1921 wurde Dr. (5der in den Stadtrat entsandt. Nach dem Rücktritt des Ehreubürgernn'isters Wilhelm Greil wählte der Gemeinderat Dr.Eder am 1 2 . I u n i 1923 zum

Bürgermeister und erneuerte diese Wahl am 15. M a i 1925 für die Amtsperiode bis M a i 1929. Die Amtszeit des Bürgermeisters Dr.Edcr zeichnete sich durch hohe Aktivität des Gemeinderates aus. I n diesen Jahren wurden große Pläne verwirklicht, die sonst nur in einer längeren Zeitspanne möglich gewesen wären. Schon unter Ehrcnbürgermcifter Greil war im Jahre 1919 der Achensee zum Zwecke der Ausnutzung seines natürlichen Speicherbeckens durch die Stadt erworben worden. Da nun ausreichende technische Vorstudien die Durchführbarkeit der Ableitung des Achenseewassers, dessen Ablauf nach Norden gerichtet ist, in das I n n t a l gewährleisteten, gründete die Stadt unter maßgeblicher per sönlichcr Führung des Bürgermeistern im Jahre 1924 gemeinsam mit mehreren in- und ausländischen Banken die Tiroler Wasseltrastwcrtc-AG. (Tiwag), in der die Stadi mit säst der Hälfte des Aktienbesitzes und zusammen mit dem ^aude Tirol mit cmer Aktienmehrheit ver treten war. 1925) wurde der Bau den Achensee kraftwcrle«, I.Baustuse,begonnen, 1927 konnte das bisher größte Spcicherwcrl Österreichs in Betrieb genommen werde», womit auf lange Jahre der


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Auuoblalt der ^andcohauptstadt ^

elektrische Strombcdarf Innsbrucks gesichelt nun imd dem übrigen (Gebiete Tirols so>vie den österrei chischen Bundesbahnen für die,'»ugförderuugStrom zur Verfügung gestellt werden tonnte. Die Stadt Innsbruck war im Aufsichtsrat der Gesellschaft durch den Bürgermeister als Präsidenten und durch mehrere Gcmeiuderätc vertreten. Eine bedeutende Errungenschaft bildete auch die zur Belebung des Fremdenverkehrs von der Stadt Innsbruck cröauteIuusbrucker Nordkettenbahn, die im Jahre 1928 dein Verkehr übergeben wurde. I n feine Amtszeit fallen weiter! die Anlage des I n n s bruckcr Flughafens in der Neichenau (1925), die Modernisierung des städt. Elektrizitätswerkes an der S i l l (1927—1928), Verbesserung der Straßenbeleuchtung, die Errichtung des Hochhauses am Bisuiarckplatz-Salurner Straße als Verwaltungsgebäude des städt. Elektrizität- und Gaswerkes (1927—1929), der Neubau der städt. Molkerei (1928), der Neuban zweier Brücken über die S i l l im Zuge der Bicnerstraße und Prinz-Eugen-Straße (1927). Für die Erweiterung der ^uellfassungen am Wurmbach und >tlammbach iu der Mühlaucr >l lamm wurde 1929—1930 ein Projekt ausgearbeitet. Die städt. Mullabfuhr wurde durch die Einführung des Tonnensystems nnd der Beschaffung motorisierter Mullwagen neu gestaltet. Dr. Eder war ein starker Sinn für foziale Not und für allgemein soziale Bedürfnisse eigen. Die drückende Wohnungsnot half er durch Erbauung der Wohnhausblocks beim Schlachthuf, in dcrPemmildern, ein neues Obdachlosenheim in der Hunoldstraße nahm die ärmsten der notleidenden Wohnungssuchenden aus. Das städtische Armenamt wandelte er in ein nach neuzeitlichen Grundsätzen organisiertes Fürsorgcamt um, das sowohl Fürsorgefragcn im engeren Sinne als auch Iugendfürsorgeangelegenheiten zn bearbeiten hat. Dem Kind galt die Erbminng des Kindergartens in der Pcmbnurstraße (1928), die Errichtung desKinderhcimcsMariahilf nnd des Kinderhortes im Schlacht-

hofblock. Auch der schule wandte Dr. Eder fei» volles Augcumerkzu. Nicht !i!ir,daßcrdasür befolg! war, daß alle städtischen Schulen mit den besten Lehrkräften beseht wnrdcn, er förderte auch die Errichtung der Francnberufsschnle ini Ferrali Palais, ließ in städtischen Schnlen Schulbädcr er richten. Es entstanden die Mütterberatungsstellen für werdende und junge Mütter und die Echulzahu kliuik. Als hvgieuische und sportliche Neubauten find zn erwähnen die städtische Badeanstalt Salurner Straße (Dampfbad, 1927), das Hallenbad in Pradl (1929), der Sportplatz an der S i l l und die S l i sprungschanze amBergIscl. Ein Werk des Kultur schaffens bildete der Bühnenausbau im Stadttheater (1927). Alle diese Schöpfungen zeugen voll einem umfassenden Verständnis für die großen Fragen, die in der Zeit der Bürgermcisterschaft Dr. Eders im Nahmen der Stadtverwaltnng aufgeworfen uud verwirklicht wurden. Aus diesen Weiten spricht die ganze Persönlichkeit D r . Eders: ein Mann, der sich ganz dem öffentlichen Wohle zur Verfügung stellte, der nm eine wahrhaft demokratifche Verwaltung bemüht war, der feine große juristische Begabung, sein soziales Verständnis, feine Aufgeschlofsenheit für allen Fortschritt den Bürgern unserer Stadt widmete. Als Dr. Eder am 27. M a i 1929 sein Amt dem ucugewählteu Bürgermeister Franz Fischer über gab, schied mit ihm der letzte Maudatar aus der Zeit vor dem ersten Weltkrieg aus dem I n n s brncker Gemeinderat ans. Er blieb weiterhin Vize Präsident, geschäftsfühlender Verwaltungsrat und Rechtsberater der Tiwag, bis er im Jahre 1947 in Pension trat. Dr. Eders aufrechte, vornehme Gestalt konnte man bis in sein hohes Alter in den Straßen der Stadt wahrnehmen. Ein Verkehrsunfall — er wnrde auf der Straße von einem Kraftwagen niedergestoßen — zog schwere gesundheitliche Schäden nach sich, denen er am 15. September 1952 im Alter von 84 Jahren erlag. Dr. Angcrer

5. Internationaler Bürgermeister Kongreß in Innsbruck 11. bis 14. September 1952 D a n k und Rückblick. I m September 1951 beschloß der 4. Bürgermeister' Kongreß in Loearno, an der Stätte, an der einst Aristide Briand und Gustav Stresemann in der hohen Politit den Grundstein zur deutsch-sranzösischen Verständigung zu legen sich bemühten, auf Einladung des Bürgermeisters D r . Greiter deu nächsten Kongreß in Innsbruck abzu halten. Dieser Entschluß war nicht etwa eine höfliche Geste den der Union neu beigetreleueu österreichischen Freunden gegenüber, sondern er entsprang dem Gefühl des Dantes,

daß sich die österreichischen Bürgermeister für die Annäherung Fraulreichs und Deutschlands einzusetzen und mit den Zielen der Union solidarisch zu erklären wüuschtcn. I m April traf sich der Vei maltungsausschusi in M ü n chen, im I u u i in Stuttgart, uud an beiden Sitzungen nahmen zwecks Vorbereitung des Kongresses auch Bürger^ meister Dr. Greiter und Verlehrsdireltor Dr. Keül teil, ^hrer intensiven Arbeit und ihrem uuermüdlicheu per söulichcu Eiusatz ist es auch zu dmileu, daß die vielseitigen organisatorischen uud technischen Maßnahmen, die ein solcher internationaler.Kongreß erfordert, ill einem


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Amtsblatt der Landeshauptstadt Inusbruct

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Ausmas', ooibeieitel wurde», da^ »>an sclilecknliin als Grubei bei der Ei'ösüilmg des >iongi esses die Richtigmustergültig bezeichueu kau», Eine ilrglinisalio» ist erst keit der Bestrebungen der Uuiou, aus kommunaler Ebene dann volltoi»»le», nicnn die Kongreszleilnehmcr sic lüchl die deutsch-französische Verständigung zu fördern, mit spuren: «lind das war in Innsbruck der Fall. überzeugenden Worten unterstrich. I m gleichen Sinne Die reibungslose Abwicklung des Kongresses trug war auch das Telegramm des österreichische» 'Bundesdaher auch nicht uuwesenllich zum (Gelingen der Arbeit kanzlers Dr. Leopold Figl versasi!. bei. Hieran lai» die Almosphäie der Stadt Innsbruck, Die Mitgliederoersammlung der Union brachte einige die glückliche Verbindung ihrer aus einer reichen Ver- miderungeu der ^usammensetzuug des Vcibindiingsbüros gangenheit beruhenden Traditimi mit einer wohl nicht nnd Verwaltnngsansschusses, betonte aber aufs neue znlel.'.t durch den starten internationalen Fiemdeuvcrkehr die Wichtigkeit der Vermittlerrolle der Schweiz für die belebten ^ellaufgcschlosseuheil. Tie prachtvolle landschaftweitere Verständigungsarbeit der Uuiou, liche ^age inmitten majestätischer, schneebedeckter Verge, Präsiden Eugen Wyler, der durch vier ^ahre hindurch die heimeligen (lassen und Gäs;che», die ausgezeichuctcn als Initiator die erste Begcguuug srauzösischer und deutgastronomischen Leistungen der internationalen Hotels und scher Bürgermeister auf dem M t . P<''lerin, den Aufbau gcmütlichru (Gasthöfe taten ein übriges, um bei den und die Geschicke der Union leitete nnd dem die Uuion Kongreßteilnehmern das (Gefühl des Wohlgcborgenscins alles zu danken hat, trat zurück und wurde in Anerkennung zu crivecken. seiner großen Verdienste zum ständigen Ehrenpräsidenten Der Innsbrucker Kongreß brachte mit weit über ^00 ernannt. Anmeldungen die bisher höchste Tcilnchmcrzahl. Ein Seinen Posten übernahm Moritz Kämpfen, StadtNlick in den festlich geschmückten Kongreßsaal im Ge- präsident von Brig. Auf Wunsch der französischen Delebäude der städt. Musikschule zeigte die lebhafte Anteil- gation wurde die Zahl der Vizepräsidenten auf 3 und nahme aller leiste und — was als besonders erfreulich die der Mitglieder des Verwaltuugsausschusses auf 10 zu werten ist — das große Interesse der Jugend an den erhöht. Auf franzöfischer Seite wurden zu Vizepräsidenten Referaten und Aussprachen. gewählt! M . Vouch», Eolombes, M . Dardel, Putcaux, Um es vorwegzunehmen i der Plan einer Beteiligung und M . deMontgascon, La Fläche. Aus deutscher Seite: starker Iugcnddelcgationen aus Frankreich, Österreich und Oberbürgermeister Dr. Klett, Stuttgart, Oberbürgermeister Deutschland und der Versuch, zwischen ihnen und den Dr. Kraus, Frankenthal/Pfalz, Oberbürgermeister WimBürgermeistern eine Aussprache herbeizuführen, darf als nier, München. gelungen angesehen werden. Wenn auch trotz der enerDie aktive Mitarbeit der österreichischen Bürgermeister gischen Leitung der Diskussion durch Dr. Hans ^binden wurde durch die Wahl des Bürgermeisters von I n n s die jugendlichen Redner sich nicht immer an das Thema bruck, Dr. Gleiter, in den Vcrwaltungsausschuß gewürhielten, wenn auch nicht gerade immer rhetorische Glanz- digt. Damit hat die österreichische Delegation erstmals leistungen geboten wurden, so gab die Jugend den Bür- Sitz und Stimme im Verwaltuugsausschuß der Union. germeistern in einer meist sehr sachlichen Kritik doch manch Das Ergebnis der intensiven Arbeit des 5. Internatiowertvolle Anregung. Es darf hier wohl auch hervorge- nalen Bürgermeister-Kougrcsses in Innsbrnct hat, kurz hoben werden, daß die jungen Franzosen ihren Freunden zusammengefaßt, im Cchlußkommunique seinen Ausdruck aus den deutschsprachigen Ländern weit überlegen waren gefunden. Darin wurden folgende Pläne für die nächste nnd daß sie ihre Argumente mit scharfer Logik uud aus- Zukunft aufgestellt i gesprochenem rednerischen Talent vorbrachten. Das Wich1. Gegenseitige Informationsreisen von Bürgermeistern tigste aber gelang: der Kontakt Zwischen der älteren und Gemeindebeamten, Generation und der Jugend, die berufen ist, das be2. Austausch von Erfahrungen über Gemeindenrbeit, gonnene Werk fortzusetzen, wurde in vollem Umfange hergestellt. Dieser Erfolg wnrde insbesondere durch die 3. Austausch von Gemeindcbürgern aller Bcvölkerungskreise, insbesondere von Schülern, Lehrlingen nnd Forderung der Ingend unterstriche», die Union möge Arbeitern, sie zur Mitarbeit heranziehen und in ihre Organisation 4. Schaffung von 100 französisch-dentschen Städtepaaren einen Ingendansschnß einbauen. (Korresvundenzstädten). Der Verwaltuugsausschuß wird sich mit den von der Jugend gegebenen Anregungen in seiner nächsten Sitzung Bei allen Beratungen des Kongresses stand immer befassen und zur Mitarbeit derIngcud Stellung uehmen. wieder das Grundthema der Arbeit der Union im VorEs ist nicht Aufgabe dieses Veiichtes, näher ans die dergrund : M i t Deutschland und Frankreich steht und einzelnen Referate einzugehen, jedoch darf mit Freude fällt Europa. Mögeu die Anstrengungen der Uuion dazu und Dankbarkeit das überaus große Interesse der öster- beitragen, die Verständigung zwischen Deutschland und reichischen Bundesregierung festgestellt nnd die Tatsache Frankreich zur Grundlage eines dauerhaften Friedens hervorgehoben werden, daß Außenminister Dr. Karl weide» zu lassen. H. Engelhardt, Stuttgart

Dem Stadthiswnker Karl Klaar zum Gedächtnis Von Dr. Hans Krmner. Karl Klaar (geb. 3. November 18l>5 ili Innsbruck, rnngsarchiv, Hcrrcngasse 1) ein, das noch der bekannte gest. 18. September 1952 ebenda) besuchte im Alter Tiroler Historiker David v. Schönhcrr leitete. Dessen von schon 2» bis 30 Jähren den 20. Kurs des Wiener Nachfolger als Archivdircklor wnrde der ebenso beInstitutes für österreichische Geschichtsforschung (1893 kannte (Geschichtsforscher Dr. Michael Mayr, und es bis 1tt95>) und trat im Jahre 1895 als Beamter in das spricht für Klaar, daß er Schönhcrr immer ein verdamalige Statchalterei-Archiv (heute Landesregic- ehrendes Andenken bewahrte nnd dah er durch fem


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Amtsblatt dr, ^'aildeskauptstadt Innsbruck

ganges Leben der treueste Anhanger M a y r s wurde, der, wie mancher Politiker, hie und da in den Widerstreit der Meinungen geriet. M a y r trat ab l907 in das parlamentarische Leben ein, entfaltete eine rege politische Tätigkeit und wurde schließlich'bekanntlich 1920/ 1921 österreichischer Bundeskanzler. S o konnte er sich nur mehr wenig dem Archiv widmen. Maar lei lete als Vertreter M a y r s faktisch ad 19l>7 daö Archiv; er erhielt aber erst 1919 die Direttorstelle, mnßte indessen schon 1923 im Nahmen der Seipelschen Beamtcnabbaumaßnahmeu in den Ruhestand treten. S o lvar das Wirken Klaars iin Archiv verantwortungsschwer und doch selbstlos und äußerlich wenig glänzend. M a n muß i n Betracht ziehen, daß Klaar im Jahre 1919 die Aufgabe erhielt, die gesamten Archi valien Deutschsüdtirols und Welschtirols an I t a l i e n auszuliefern, was sehr heikel, miche und schmerzvoll war. Er 'hat dies ohne Zwischenfall nnd größere Nei düngen getan. E r wurde auch als Herausgeber und Schriftleiter der sehr wertvollen, leider schon längst nicht mehr bestehenden Zeitschrift „Forschungen und Mitteilungen zur Geschichte von T i r o l und Vorarl berg" der Nachfolger M a y r s . I m Archiv genoß Klaar den Nuf eines sehr freundlichen Kollegen nnd später eines ebenso milden Vorgesetzten. Er war ein fleißiger Archivar mit Freude an diesem selbstlosen, stillen und von der Außenwelt oft nicht richtig eingeschätzten Ve ruf, ein M a n n , der an seinen Schätzen von Urkunden und Akten m i t ganzer Seele hing. E i n Archivar, der seine Amtszeit den beruflichen 'Aufgaben widmen mnß, ist immer i n Versuchung, ne benbci wissenschaftlich viel zu veröffentlichen, da er besser als jeder andere die großen Kostbarkeiten seines Archivs kennt. Andererseits w i r d ein M a n n , der sich durch gediegene wissenschaftliche Arbeiten auf den Nang eines Gelehrten erhebt, deswegen gewiß kein schlechterer Archivar und er erhöht dnrch seine Publi^ latiouen den Ruf des Korps der Archivare und seines Archivs. Klaar hat hier den richtigen Mittelweg ge fnndcn. Er hat neben seiner Berufsarbeit eine Menge

wissenschaftlicher Abhandlnngcn und Anssätze geschrie ben,

ohne daß jene darunter l i ü , Ich ba'be die ^ab>

19<^ ;nsa>nmengebracht, nnd zwar Bücher, AbHand lnngen, Anssätze nnd kleine Miszellen, wobei aller dings letzlere zahleninäßig überwiegen. Tarnnter be treffen l83 Innsbruck und Umgebung (nur '.59 davon stehen, in den zwei Bänden „ A l t Innsbruck und seine Uüigebnng"), 55 T i r o l und Vorarlberg außerhalb von Innc-brnck nnd Umgebung nnd 1l) die Tiroler Freiheit tämpfe von 1797 bis 1809. Es ist hier nn möglich, die Titel aller Arbeiten zn nennen. Sie bc treffen die verschiedensten Themen, nnd zwar vornehm üch Kriegs- (Freiheitskriege mn 1809 herum), Lite ratnr (besonders über Walther von der Vogelweide nnd Tirol), Knnst nnd Musik (besonders über den Geigeumacher Jakob Stainer), Kirchen-, Familien nnd Archivgcschichte, immer im weitesten S i n n des Wortes. Klaar war also sehr vielseitig. Er hat in sei ner Art viel von David v. Schönherr und Michael M a y r , seinen zwei Vorgesetzten im Archiv, gelernt nnd übernommen. Er bringt vor allem kultnrgcschicht lich Interessantes, darunter wahre Knriositätcn, und er hatte eine besondere Begabung, ja fast eine gute Nase wie ein Iagdhnnd, in den sonst trocken erscheinenden Archivalicn die Spuren solcher Merkwürdigleiten zu finden nnd sie dann vollkommen zn erfassen. S o kommen vielleicht keine großen Bücher zustande, aber vielerlei, nnd die Breitenwirkung auf das Heimat kundlich interessierte Pnbliknm ist groß. Dabei schrieb Klaar nie trocken' er hatte einen gemütlichen, anhei melnden nnd leichtverständlichen S t i l . Er schrieb eben nicht nur mit dem Verstand, sondern auch mit dem Herzen und dein Gemüt, und das merkt man seinen Arbeiten an. Denn er liebte sein Heimatland T i r o l echt nnd tief. Ans den oben erwähnten Zahlen ersieht man, daß Klaar v o r a l l e i n S p e z i a l f o r s c h e r sür I n n s b r n ck u n d U m g e b n n g war, ja, er kann hierin rnhig neben K a r l Untcrkirchcr, Konrad Fisch nalcr, Hans Hörtnagl, Heinrich Hammer, Otto Stolz nsw. eingereiht werden. Er war einer der bedeutend sten Kenner der Vergangenheit Innsbrucks und seiner Umgebnng, und zwar des bürgerlichen Gebens, der alten Häuser und Straßen, der Friedhöfe, der Gärten (Hosgarten) nnd ganz besonders der Kirchen und des religiösen Gebens. Hierin hat er sich ganz besondere Verdienste erworben. Als sehr religiös eingestellter M a n n schrieb er mit einer gewissen Innigkeit seine kirchcngcschichtlichen Arbeiten von Innsbruck; als Freund der Natur nnd als stiller Genießer im Harm losesteil S i n n des Wortes verfaßte er mit Dankbar keit seine Anffätze über den Hosgarten, die Weiherbnrg, die Hnngerbnrg, den Tummelplatz usw., weil ihm die Spaziergänge und das Verweilen dort so viele schöne Stunden geschenkt hatten. Bei seinen Arbeilen war eben oft eine innige seelische Verbindung zwischen ihm nnd dem gerade behandelten Thema da, und das merkt man den meisten, seiner stadtgeschichtlichen M i s '.ellen an, weil er sein altes Innsbruck lieble wie wc nige seiner Mitlklirger. Von den Innsbrncker Verla gen war er besonders mit der seiner^eitigen M a r i a n i schen Vereinsbuchhandlung nnd bnchdrnckerei (früher neben der Servitentirche, hente Albert Ditterich, Uni versitätsstraße) eng verbunden, deren l^eschichk' er ge schrieben InN ( l ^ , ! ' . ><,»:'.<'., ^nn>?brnck !'.>:>,«'»>.


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Amtsblatt der

Seine vibici! Aufsätze und Miszelleu sind leider sehr verstreut, ^ r schrieb in die „Äcilteiinugeir des Institute für österreichische <^eschichlsforschuug", fcr uer i,i die genannteil „Forschungen und Äliitteiluu geil", iil die Ferdiuandeuinszeitselirift (später „Ver öffenllichungen des ^cuseums ^erdiuandennl"), iil die „Tiroler Heimat", „ t i r o l e r Heimalblätter", in den „Schlern", in die längst versnnkene lollservativ ge sinnte Zeitung „Tiroler S t i m m e n " , deren Haltung ihm besonders nahestand, später in den „Tiroler An Zeiger", in den „Volt'sboten", gelegentlich indie „ M i t leiluugeu des Iuusbrucker Verfchöuerungsvereines", in den „äinustfrcnnd", in den „.UriPPenfrellnd", bc sonders aber durch einige Jahre in das „Psarrblatl" von 3 t . Jakob in Innsbruck, dessen vorirchmliche Stütze er war, weil er den religiös eingestellten und heimatkundlich interessierten Innsbruckern imincr el >oas Schönes ans alter Zeit brachte. 99 teils ältere (Neudruck), teils neue und bisher ungedruckte Aussätze über Innsbruck und Umgebung brachte Klaar hier aus in seinem zweibändigen Werke „Alt-Innsbruck und seine Umgebung" (Innsbruck 1939/40), das damals uuter manchen Sorgen, gerade zu Beginn der Kriegszcit, besonders gern und eifrig gekauft wurde, weil es an gemütliche alte Zeiten erinnerte. Dieses Werk 'wird seinen Verfasser lange überleben, während die vielen anderen Aufsätze leider zu unübersichtlich verstreut uud z. T. heute schwer erfaßbar sind. Es ist an Klaar vieles versäumt worden. Wohl wurde er 'Ehrenmitglied der Universität Innsbruck. Es erschien aber nie zu seinen Ehren, eine wissen schaftliche Festschrift. B i s auf wenige Zeilen in Zei tnngen ist über ihn zu seinen Lebzeiten nie etwas Ausführlicheres geschrieben worden. S o i st e s n m s o n o t i g c r, d a ß d e r W e r t seiner P e r s o n und seines Nachlasses nnn hervorgehoben w i r d . E r hat das Manuskript zu einem dritten Band des genannten Werkes „Alt-Innsbruck nnd seine Umgebung" mit vielen weiteren Einzelauffätzcn hinterlassen. Es wäre äußerst wünschenswert, daß dieser Band m i t Sub ventiouiernng durch die zuständigen Stellen in Stadt und Land im Druck erscheinen könnte. Klaar war eine sehr bescheidene, stille, zurückgezo-

Innsbruck

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gen lebende Persönlichkeit. l>'r war lief religiös gesinnt nnd führte ein ethisch geradezu vorbildliches Gebell. Sein ganzes Wesen bestand aus (hüte, tarita liver Hilfs<bereilschast, Rechtlichkeit und Wertschätzung des lauten, das w i r ans alten Zeiten noch herüber gerettet haben. Er erschloß sich seinen Mitmenschen schwer, aber er liebte nnd schätzte so manche von ihnen, ohne daß sie viel davon wußten. Er ist nie in seinem ^eben Ehrungen nachgelaufen nnd nahm es hin, wenn er Übergängen oder gerade nicht gnt behandelt wurde (frühe Pensionierung). Er, der immer schon große Selbstsucht geübt hatte, besaß im Alter erst recht dessen Abgellärthe'it. Es wird, von seinem Werk „ A l t - I n n s bruck" abgesehen, um Klaars Namen bald wieder sehr still werden. Aber in dell Herzen vieler alter Freunde wird er noch lange in treuem und herzlichem Gedcn teil weiterleben. Das hat sein stimmungsvolles Bc gräbnis ans dein sonnigen Mariahilfer Friedhof am W . September 1952 nnd die Zusammensetzung seiner vielen Teilnehmer bewiesen. Nußer dem genannten Zweibändigen Werke „NIt-Inns< druck und seine Umgebung" erschien an selbständigen Vü« chern: Ignaz yochrainer, ,das 3ahr 1809 zu meiner Crinnerung, 2. kl. besorgt von K. Klaar, „Nnno Renn", 16. Vand, Innsbruck 1919. — ßranz Raff!, der Verräter Andreas Hosers, „Nnno Reun", 21. vand, Innsbruck 1921. - Die gerren- und Vürgerkongregation in Innsbruck 1578—1928, Festschrift, Innsbruck 1928. — Gründung und ßortschritte der Firma Marianische Vereinsbuchhandlung un>d -'buchdruckerei Innsbruck 1856-1926, Innsbruck 1926. — Manche seiner Aufsähe, besonders aus »den „Tiroler Stimmen", sind uor 1914 auch als kleine Sonderdrucke erschienen. Es ist, wie oben ermähnt, wegen Raummangels hier ganz unmöglich, sämtliche kleineren Arbeiten aufzuZählen. <5twas Aufsehen erregte sein Aufsah über das bekannte Mädchen von Spinges l1?9?) l,F>ro!er Heimat", Ig. 1928), worin er feststellte, daß dieses (Katharina Tanz) keine Vuchensteinerin war, sondern aus der Umgebung von Spinges lRah) stammte und in Wirklichkeit Helena Lanz hieß. Prof. Dr. Anselm Sparber-Vriren verteidigte gegen ihn die >ai!te Ansicht l„6chlern", Ig. 19481, worauf Klaar in der „Tiroler Heimat", Ig. 1948, nochmals seine neue These begründete. — Klaar hat überdies, besonders in den „Tiroler Stimmen", Ziemlich viele Besprechungen über Bücher geschrieben, die Themen der Tiroler Geschichte behandeln.

Einschreibullgsergebnissc der Pftichtfchulen in Innsbruck für 1952/53 Von stellv. Be;iriksschulinspektor D i r . Anton Brnggcr. ^ach den nunmehr vmliegenden l^mschreibungs uud >tlassifit'ationsergelmissen besuchen im angelau feneu Schnljahr 1U5)^/5>!', die !. .^lassen der Inn>> orncler Volkoschnlen: <'!>? ,^>i., 5,tt<» Hldch., zus. l^^!^ Schnlneuliuge »ud !'^ >tu., -".» '.vidch., ;us. <;« Repetenten, zns.

l'.ll'.j K u . , <'.!5. Mdch.,

zns. l ^ l

Binder.

E i n ^Vergleich mit dem Stande vom Vorjahre ergim eine Abnahme von l ^ .''tüaben nnd eine Zunahme von <!<» '.»(ädcheu, im gan;eu ein Wachstum der Schüler ',al,l um 5,1 Binder. Das Hinansschiebcu des ^ e

giuncs der gesetzlichen Schulpflicht bi^ mm volle>ldelen <'.. Lebcusjal)r hat demnach keinen Nnckgang gezeitigt. Weiters ist ausfallend, daß ungefähr ein D r i t t e l d e r x V n n s b r u c k e r 3 t r a s; e n z i i g e h c n c r ü b e r h a n P t kei n e n S ch il I n e n l i n g st e l l t, u'ähreud einzelne Randgebiete ein starkes Anschwellen der Schnlerzahl anfweiscn. Bei der Anfstellnng des Stellenplanes wnrde Vorsorge getroffen, das; Über füllnngen von Atlassen vermieden >oerden und jene schule», iu deren Sprellgeln durch Neubauten ein größerer Z u mg ;u erwarten ist, noch aufnahmefähig bleiben.


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Bei den Hauptschukn mnßle die Ausnahme wärtiger Schüler zuni größten Teil abgelehnt werde», da sich hier der Naulnniaiigel besonders stark auÄvirtl. Die Einschreibunssserqebnisse wurdei^ daher auf 649 Knaben, 009' Madchen, znsannnen also 125« Hanptchnlncnlinge beschränkt. Das ergibt im Vergleich zum Vorjahre eiueu Rückgang von 107 Knaben, 23 Aliädchen, zusammen 180 Bindern. Die Zahl der 1. Hauptschulklassen verringert sich dadurch um vier. Da auch drei zweite Hauptschulklassen in diesem Schul jähr ausfallen, ist es möglich, alle dritten und vierten Hauptschulllassen, deren Zahl sich uni 10 erhöht hat, unterzubringen. Der Ausbau von Keller- und Dach bodeuränmen, die Herabsetzung der Unterrichtszeit auf Knrzstundcn nnd der Wechselnntcrricht bleiben die notwendige Voraussetzung hicfür. Abschließend sei zu Wergleichszwecken noch eine Übersicht über die Geburtenziffern der letzten 15 Jahre angefügt. Lebendgeborcne

Ortsansässige in Innsbruck I m I. Lebensjähr gestorb. verbleiben

1937 1938

513 «40

21

492^)

33

Dm 1. Lebens» jähr geslorb. verbleiben

1939 1940 1941 1942 1943 1944 1945 1946 1947 1948 1949 1950 1951

1774 1780 1803 1677 941 1109 1668 1532 1427 1235 1083 993

7l 103 W3 76 67 51 101 98 90 80 60 36 39

l677 1727 1610 890') 1008') 1570 1442 1347 1175 1047 954

i j Nach dem Gebietsstanb von 19o? und 19Z8, d. i, ohne Eingemeindung non Höttin,g, Mühlau, klmras, KrzI, Igls und Vili. §ür diese emgemeindeten Orte stehen keine stati« stischen klngaben Zur Verfügung. ^) Die niedrigen Geburtenziffern sind auf die durch die Vombardierung verursachte vorübergehende Abwanderung zurückzuführen.

Leiträ^e v o n D r .

Innsbruck vor hundert Jahren September 1852: 1. zeigt 0er seit 184? in Innsbruck ansässige Private 3. Perzager in seiner Wohnung einigen Kennern und Liebhabern seine sogenannten optischen Rebelbilder, bevor er eine Kunstreise nach Salzburg und Ischi antritt. 6. wird in der Hranziskanerkirche nächst dem klntonialtar eine Tafel aus weißem Marmor zum klndenken an die in Goito gefallenen Soldaten angebracht. Die Inschrift lautet: „Den Gefallenen seines Jäger-Regiments das Heimatland. Zur Lhre killer ruhen hier: Nnton V. v. pirquet, Hauptmann, Rivolo 32. Juli. Josef Knezich, Hauptmann, Josef Hofer, Lieutenant, Lnkel des klnidreas Hofer, und ein Gemeiner, Goito 8. kipril 1843. Veigeseht am 20. ßebr. 1851 - I h r Rame lebt von Geschlecht zu Geschlecht". 12. veranstaltet der pyrotechniker Ioh. Kalligaris ein großes Feuerwerk im Klosterkasernhof. 18. empfiehlt der parfümeur und Wundarzt ßranz Schmid in der Museumstraße im „Voten" ,das aus Paris impor» tierte Melainocom-slirir g«gen alle Haarübel. Oktober 1852: l. kündigt die „Innsbrucker Zeitung" an, daß sie nur mehr viermal in der Woche erscheinen wird.

ton eins große militärische Trauerfeier am Rennwege statt. Räch dem klbfeuern von 72 Kanonenschüssen defi» lierlen die Truppen vor dem Militärkommandanten v. Roßbach. IN. wird die 1?jährige Tochter des Statthalters Graf o. Vissingen, die vermutlich einer Vlmddarmentzündung erlag, in einem riesigen Trauerzug, an dem sämtliche Militär- und Zwilbehörden teilnahmen, Zu Grabe ge< tragen. Iß. ertönen erstmals die vier neuen Glocken in Mühlau, die klnton Rauch gespendet hatte. Die Glocken im li.^-Mkord hatte Ioh. Grasmalir gegossen. 17. begeben sich die Mühlauer Gemeindeuertreter nach dem ßestgottesdienst zu kl. Rauch und überreichen ihm „un» ter den wohlgeordneten Harmonietönen der nouorganisierten Dorfmusik" eine umfangreiche Dankadresse, die folgendermaßen begann: „Die Inschrift, welche wir in das Crz unseres neuen Geläutes eingraben ließen, be< wahrt der Rachwelt das Andenken der uinierwelklichen Verdienste, die Sie sich soeben für Mühlan erwarben, obschon wir uns überzeugt halten, daß Sie nicht Ihrem Rainen, sondern Gott, der Sie so sehr gesegnet hat, zu <khre ein Denkmal sehen wollten . . . . "

5. wird im Kerdinandeum das von Iele gemalte Hoch altarbild für Rassereith, die 5)1. Drei Könige darstellend, ein Geschenk der Kaiserin Maria klnna, ausgestellt.

19. widmet der „Vote" der Rachricht längere klusführungen, daß „mehrere Krauen höheren Ranges es sich zur slufqabe machten, einem in Tirol schon lange gefühlten Vedürfnisse abzuhelfen und dem Lande durch ihr tati« ges Vemühen möglich zu machen, ein den klnforderungen einer höheren ckrziehung der weiblichen Jugend an» paffendes Institut Hieher berufen zu können,"

8. findet über kaiserliche Anordnung für den in London verstorbenen berühmten Keitcherrn Herzog u. Welling'

— übernachten der König Gtto von Griechenland und die Herzogin von Modena im Gasthof zur Goldene» Sonne.

3. wird in der Wiltener Stiftskirche die von TU. Ragiller komponierte Kestmesse in 13 aufgeführt.


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Stcllenansschreibunq Stadlmagistrat Innsbruck ZI. MV. 2592/! 95^' Die Stadtgemeinde Innsbruck uergib! die Stelle eiue^ städt. Musikdirektors, welche, durch das Ablegen des Musik dirsktors Prof. Hrit; Weidlich nakanl geworden ist. Dem Musikdirektor obliegt die Teilung des ftädt. Konzertwesens lNorbereitung und Leitung der Symphoniekonzerte, Kammermusik- und Kolistenkonzerte, «lhorkon zertej, in gleicher Weise die Direktion der städt. Musikschule, kln der Musikschule obliegen ihm die Leitung einer Kapell meislerschule, die c5rteilunq des Unterrichtes iu einer KIa> uier fl>!sbi>dung5klasse und nach ^cdars in den theoretischen fächern. Der Bewerber musz erprobter Konzertdirigeut sein ini! der Fähigkeit, Soloparte in Klauier-Kammormusik zu spieleu, lind so» Kenntnisse im Spiel eines Streichinstrumentes

besitzen. Voraussetzung sur die Anstellung is! sanier die i'sterr. Staatsbürgerschast. Die Anstellung ersolgt iwrläufig aus ein Jahr, bei ziisriedenslclleiidcr ^eistunq Nerlanqeruna. mit Sondernertraq. Den ciestempelten Oesucheu siul' beizulccion soüitüclie Uelege über absoluierte lionserna!i'>rien und dort adqeleqte prüsuugeu sowie iiber die bislieriqe ossentliche musikalische Tälisskeil, serner ei» kurzqesasiter Lebenslauf samt Licht« bild und ein amtsärztliches Zeugnis. Aber Mlsforderuna, sind ein probedirigieren und ein I^robcspiel in Innsbruck abzulegen. Letzter Vewerbungstermin 31. Dezember 1952. Innsbruck, am 15. Oktober 1952. Der Maqistratsdirektor: Dr. Mangutjch

Neuerscheinungen für Innsbruck Der lllpcnboto 1953. Hamilienkalender für Stadt und Land. 8. Jahrgang. 176 Seiten, preis 3 1 2 . - . lWagner'sche Anwersitäts-Vllchdruckerei, Innsbruck.) — Der diesjährige ,,kllpenbote" ist unter der bewährten Schriftleitung Karl p a u I i n s wiederum Zu einem Jahrbuch mit echt heimatlichem und uolksuerblmdenem Charakter geworden, sowohl was Inhalt als auch Ausstattung anlangt. Wir müssen weit gehen, wahrscheinlich sogar ausier Landes, um auf diesem Gebiete Gleichwertiges Zu finden. Der neue „Nlpenbote" ist eine ßundgrubo für Kunst lind Wissenswertes, für Dichtung, Geschichte und Überlieferung. Sein Bilderreichtum verdient Beachtung rwn weitesten Kreisen. Wohl jedermann, der ihn

in die Hand nimmt lmd darin Zu blättern beginnt, wird sich tirolerisch angesprochen suhlen. Die Innsbrucker wenden aus dem reichen bunten Inhalt insbesondere uier Aufsätzen ihr Interesse schenken' es sind dies' „Innsbrucks Voden vor 3000 Jahren" uon Anw.-Prof. Leouhard ß r a n z, „besuch bei ßrau 5)itt" uon Herbert K u n t s ch e r, „Mozart in Innsbruck" uon Marianne k! u f f i n g e r und „Weltberühmte Kunstschähe sprechen dich an" non Kau! p a u I i n sewst. Die beigefügte Tafel der Tiroler Gedenklage — gegenüber früheren Ausgaben erweitert und ergänzt bis in unsere Gegenwart — erhöht den Wert des „Mpenboten 1953". W. <5ppacher.

Wohntauschangebote Abkürzungen: Ka - . Kabinett' M

^ Küche) 6 p -- Speis: Zi ^

1 Zimmer und Küche: Cller Josef, Iahnstrafte 33/1 gegen 1 Zi., Ka., Kü. Gasser Sophie, Riodgasse 77/III. gegen 1 Zi.,. Ka., Kü., V., li. Innufer. — Gastier Maria, höttinger Au 40 I I I gegen 1 5i., 1 Ka., Kü. - Vaumgartner Anton, Rivogasse 75/I gegen 2 Zi., Kü. — Kuchs Josef, Hzg.-Hriedrich-Str. 20/111 gegen 2 Zi., Kü., V. 2 Zimmer und Küche: Vauer Leopold, Krauowitterstrasie 42/p. gegen 2 Zi., Ka., Kü, V. — Vrugger 5ranz, Hzg.-Kriebrich-Str. 20/11 gegen 2 Zi., Kü., V. - Winkler Paula, Schneeburggasse 3/II gegen 2 Zi., Ka., Kü. 2 Zimmer, Kabinett und Küche: himberqer Alois, Karwendelstrafte 6 p. gegen 2 Zi., Ka,, Kü., U.

Zimmer.

klusmiirtige Caujchpartner: Lheuberger Richard, Sillian 19/1 gegen 2 Zi., Kü. — Schildenfeld Wilhelmine, Varwies 18 gegen 1 Zi., Kü. — Rittenau Kranz, Lienz, Mühlanger 10 I gegen 1 Zi., Ka., Kü., V. - Rösch! Adelheid, Wien 1?., Wurliherstraße 93/111 gegen 1 Zi., Ka., Kü., V. —Rädler Hans, Sistrans, Ludwig« Lichler-Straßs 81/1 gegen 1 Zi., Kü. — Lhraust Adolf, Kufstein, Oberer Stadtplah 11/111 gegen 2 Zi., Kü., V.

Verleger, Eigentümer u. ßerausgeiber: Die Stadtgemeinde Innsbruck. — Verantm. Schriftleiter: Dr. Kar! Schädelbauer, Innsbruck, Rathaus, Zimmer Rr. 190. — Anzeigenuermaltung: Internat. Werbegesellschaft m. b. h., Innsbruck, Museumstrasto 21. — Druck: ßelizian Rauch, Innsbruck.


Seite 8

Amtsblatt der Landeshauptstadt Innsbruck

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Nummer

Amtsblatt Innsbruck  

Ausgabe Oktober 1952

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