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Erscheint einmal i ä . Einzelnummer so Gr. Nr. 7

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15. I M 1937

3. Jahrgang

Die Erweiterung öer Meiherburg-Anlagen

Von Magistrats-Dberrat Dr. ltöuarö Angerer Als im Jahre 1911 das maximilianische Lustschloß Weiherburg mit seinem großen Besitz von der Familie Attlmayr abgestoßen werden sollte, griff der Gemeinderat der Landeshauptstadt Innsbruck unter Führung des Bürgermeisters Greil sofort zu und erwarb es für die Stadtgemeinde, um der Bevölkerung Innsbrucks eine in unmittelbarer Nähe der Stadt befindliche Erholungsstätte zu schaffen und das Schloß als solches vielleicht einmal irgend welchen Sammlungs- oder Museumszwecken zuzuführen. Der letztere Gedanke konnte bis jetzt nicht verwirklicht werden, das Museum für Volkskunst, das im Schlosse untergebracht werden ollte, fand in den Räumen des ehemaligen Gymnaiums neben der Hofkirche einen hervorragenden Platz; o blieb der vordere Teil des Obergeschosses des Schloses mit dem Maximiliansaal bis heute unbenutzt. Doch die Hauptabsicht, die mit dem Ankaufe des Schloßbesitzes verbunden war, setzte Bürgermeister Greil sofort in die Tat um. Er beauftragte das Stadtbauamt im Zusammenwirken mit der Stadtgärtnerei, Pläne für eine großzügige Parkanlage mit Auffahrtsstraße auszuarbeiten und rasch ging es dann unter der unmittelbaren Leitung des Ing. Fritz Konzert an die Ausführung. Heute nach 25 Jahren breiten unterhalb des Schlosses wundervoll gewachsene Bäume verschiedener Art, alle mit Bedacht an ihre Plätze gesetzt, kühlen Schatten über den Spaziergänger aus, wenn er vom Hohen Weg auf der leicht ansteigenden Schloßstraße oder den verschlungen angelegten Wegen über die Aussichtswarte zum Schloß hinaufwandelt. Da mit dem Schloß auch der darüberliegende Wald fast bis zur Hungerburg miterworben wurde, konnte der Innsbrucker Verschönerungsverein auch einen seiner herrlichsten Wege, den Wilhelm-Greil-Weg, anlegen, der vom Schloß Weiherburg in sanfter Neigung den hochstämmigen Wald bis zur Hungerburg durchzieht. Unmittelbar benachbart liegt gegen Westen zu Zwischen dem Hohen Weg am I n n und der Weiherburggasse ein anderes Parkgelände mit einem großen,

völlig ebenen Platz und einem darunter steil abfallenden Hang. Am ebenen Platz erhebt sich ein stolzer Villenbau, einstmals der Wohnsitz eines Musikprofessors, später des bekannten Landschaftsmalers Prof. Edgar Meyer. Dieses Gelände der Villa Bianca trennt nur ein kleiner Graben, von einem winzigen Wässerlein durchbogen, vom Weiherburgpark; es bildet eigentlich seine natürliche Fortsetzung. Nichts begreiflicher, als daß oft fchon der Wunsch rege wurde, auch diesen herrlichen Fleck Landes der Bevölkerung zugänglich machen zu können. Nach dem Tode des letzten Besitzers griff der hochverdienstvolle Ehrenbürger unserer Stadt, Kaufmann und Vorsteher der Sparkasse der Stadt Innsbruck, Herr Hans Hörtnagl, diesen Wunsch der Allgemeinheit auf. Mit größter finanzieller Unterstützung der Sparkasse, durch Gewährung einer Spende und eines Darlehens zu besonders günstigen Bedingungen sowie durch die hochherzige, von edelstem Bürgersinn zeugende Spende eines Innsbrucker Kaufmannes konnte die Stadtgemeinde, die aus eigenen Mitteln damals dazu nicht imstande gewesen wäre, daran gehen, Kaufsverhandlungen aufzunehmen. Es war einer der ersten großen Beschlüsse des auf Grund der jetzigen Verfassung bestellten neuen Gemeindetages der Landeshauptstadt, als er am 3. Dezember 1935 der Erwerbung um den Kaufpreis von 150.000 8 zustimmte. Mit Kaufvertrag vom 6. April 1936 ging das große Besitztum Villa Bianca in Hötting sodann auf die Stadtgemeinde Innsbruck über, wobei dem ausdrücklichen Wunsche der Sparkasse entsprechend im Grundbuche die Widmung eingetragen wurde, daß der Park des Anwesens dauernd der gesamten Bevölkerung zur Verfügung bleiben müsse und diese Bestimmung nur mit Genehmigung der Sparkasse und der Landeshauptmannschaft für Tirol aufgehoben werden könne. Durch diese großzügige Widmung zum allgemeinen Nutzen erschien der Sparkasse auch ihre großzügige geldliche Unterstützung dieser Vesitzerwerbung voll gerechtfertigt. Die Aufsichtsbehörden


Amtsblatt Nr. 7 von Stadt und Sparkasse genehmigten die Beschlüsse der beiden Körperschaften. I n reiflicher Ueberlegung trat man an die Ausgestaltung der Parkanlage und des Hauses heran. Das Stadthauamt unter Leitung des Vaudirektors Ing. Fritz Konzert entwarf den Plan für die notwendige Verbindung der neuen Anlage mit dem Weiherburgpark. Zwei Brücken sollten den Graben übersetzen. Die obere Weganlage mit der eigenartig stilvollen Brücke, hergestellt nach einem Entwurf des Vaudirektors Ing. Konzert und Arch. Ing. Thurner im Jahre 1936, leitet von der Höhe der Villa Bianca hinüber gum Gartenhaus der Weiherburg, und foeben geht die Zweite Brücke, als Sprengwerk von Ing. Mignon erbaut, mit der verbundenen Weganlage der Vollendung entgegen. Hiedurch ist von der Unteren Kehre der Weiherburgstraße eine weitere Verbindung zu den beiden Parkteilen geschaffen. Gartenarchitekt Rudolf Schatz gestaltete die Parkflächen durch entsprechende Lichtung des teilweise überalterten und für den Park ungeeigneten Baumbestandes und in Ausnützung des Geländes durch Anlage von reizvollen Blumenumrandungen der Ruheplätze aus. Ueberall laden auf bedacht ausgesuchten Punkten Ruhebänke zum Verweilen ein. Unmittelbar zu unseren Füßen strömen die grünen Wasser des Inns und verlieren sich allmählich in der Niederung der Haller Au, die Kirchtürme und ihr größerer Bruder, der Stadtturm, ragen über die grauen und grünen Dächer der Altstadt empor. Ueber das ganze Stadtbild erhebt sich vom Osten, über den Süden bis nach Westen die lange Reihe der Berge, und hinter uns, wie zum Schütze, steht gewaltig die Nordkette mit ihren Felsbergen. Noch eine besondere Sehenswürdigkeit sollte diese neue Erholungsstätte der Innsbrucker bekommen. Ueber Anregung des Vereines Tiroler Vogelwarte unter Leitung der Herren Ob.-Insv. i. R. Sandner, Postdirektor i. R. Lercher verwandelte sich der ehemalige Frühgarten in ein Vogelhaus mit ganz neuartiger Gestaltung. Eine dreiteilige Anlage bildet den Aufenthalt für heimische Vögel, mit Ausnahme der Raubtiergattungen. Jede der Abteilungen überspannt ein großes Drahtgitter von 5 Meter Länge und 3 Meter Höhe, das sich im Hintergrund in eine Bedachung fortsetzt. Zwischen den Abteilungen liegen die beiden WinteraufentHaltsgebäude, die elektrisch heizbar eingerichtet sind und den Vögeln zu jeder Jahreszeit entsprechenden Schutz bieten. Grün ragt aus der ersten Abteilung ein Ausschnitt einer Tallandschaft mit dem Baumbestand des Tales hervor, in dem sich muntere Vögel, die sich hauptsächlich in den Niederungen des Tales aufhal-

ten, tummeln, das nächste Feld birgt, ebenfalls wieder in die zugehörige Landschaft gesetzt, eine Schar von Mittelgebirgsvögeln und im dritten Abteil schauen wir eine Hochgebirgslandschaft, streng und ernst gehalten, mit Felsen, Wasserfall und Latschenbestand, mit den Vögeln der Berge. Der Verein Tiroler Vogelwarte übernahm die große Aufgabe, die Vögel zu beschaffen, sie auf seine Kosten zu füttern und zu betreuen. Darum mögen alle Besucher dieses einzigartigen Vogelhauses auch in die dort angebrachten Sammelbüchsen ihr Scherflein werfen, um dem Verein einen kleinen Beitrag zu den hohen Kosten der Betreuung zu spenden. Freut sich doch alles, Erwachsene und insbesondere die Kinder, die so Gelegenheit erhalten, unsere heimischen Vögel aus der Nähe kennen zu lernen, an dem munteren Treiben in diesem Vogelhaus. Auswärtige Fachleute erklären heute schon dieses Vogelhaus als gang einzigartige Einrichtung. I n Kürze wird der Vogelbestand so ergänzt werden, daß er alle geeigneten heimischen Vögel umfaßt. Wer sich in dieser wundervollen Landschaft noch stärken will, kann sich auf den Terrassen oder in den Räu men der demnächst zu eröffnenden Kaffee- und Gastwirtschaft Villa Bianca von den Mühen des Ausstieges erholen. Dort wird der Pächter in den hohen, schön ausgestatteten Räumen des Hauses und auf den Terrassen, die einen wundervollen Ausblick über die Stadt und auf die Berge bis weithin zum Brenner bieten, für Innsbrucker und Fremde eine Gaststätte führen, die zu angenehmstem Aufenthalt einladen wird. All das zu schaffen wäre nie möglich geworden, hätte nicht die Sparkasse der Stadt Innsbruck unter Führung des Vorstehers Hans Hörtnagl immer wieder helfend eingegriffen. I h r gebührt der größte Dank der ganzen Bürgerschaft. Herr Hans Hörtnagl und Gemeindetagsmitglied sowie Mitglied des Sparkassenausschusses Kommerzialrat Kunibert Iimmeter erwarben sich größte Verdienste, indem sie immer wieder Anregungen über die Ausgestaltung der gesamten Anlage gaben. Dank gebührt auch den Herren des Stadtbauamtes, voran dem Vaudirektor Ing. Konzert. So wurde nun durch großzügige Hilfe der Sparkasse der Stadt Innsbruck und durch den weitblickenden Entschluß des Gemeindetages für die Bürgerschaft Innsbrucks und für fremde Gäste ein Werk geschaffen, um das uns manche Städte beneiden können, ein Werk, das sich einzig in die Größe unserer Landschaft einfügt und das der Erholung und Freude unserer gangen Bevölkerung dienen wird. Möge sie es auch als Gemeingut betrachten und behandeln!

Htaötisches lNäöchen-Realggmnastum in Innsbruck

rer und 2 Hilfslehrerinnen. Außerdem waren 4 Probelehrerinnen zur Einführung in das Lehramt Mgewichen. Den schulärztlichen Dienst versah Herr Physikatsvat Dr. Hans Eteidl.

(Oeffentlichkeitsrecht zufolge Erlasses des Bundesmimsteriums für Unterricht vom 25. November 1932, I I . 30.360-II-7). Schulnachrichten ^Auszug aus dem Jahresbericht für das Schuljahr 1936/1937.) 1. Perfonalftand des Lehrkörpers: I m Schuljahr 1936/37 wirkten an der Anstalt 8 Bundeslchrer, 5 stiMische Lehrer, 7 städtische Lehrerinnen, 3 Hilfsleh-

2. Unterricht: a) Lehrplan: I n der ersten bis dritten Klasse wurde der Unterricht nach dem neuen Mittelfchullehrplan des Realgymnasiums zufolge Erlasfes des Bundesmmisterwms für Unterricht vom 12.Ium 1935 (BGBl. 285, Vdg.-Bl. des Bundesministerwms für Unterricht Nr. 30 aus 1935) erteilt.


Amtsblatt Nr. 7 I n ver vierten «bis achten Klasse galt der Lehrplan des Realgymnasiums, Form ^ , nach der Verordnung des Bundesministeriums für Unterricht vom 1. Juni 1928 (BGM. 138. V. E. Nr. 46 aus 1928). d) Bezeichnung der Klassen: Zufolge Erlasses des Bundesministeriums für Unterricht vom 17. Dezember 1934, I I . 38.198-1-3, sind die nach der Verordnung der Bundesregierung vom 23. März 1934, BGBI. I Nr. 198, geführten Klassen als „Re a I g y m n a si >u m" Zu bezeichnen. Für die nach dem Mittelschulgesetz vom 2. August 1927 (BGBI. 244) geführten Klassen ist bis M ihrem Auslaufen die bisherige Bezeichnung „Realgymnasium, Form ^ " beizubehalten.

I n Entsprechung des Erlasses des Landesschulrates für Tirol vom 17. April 1936, Zl. ^ 588/1, wurde die Ausbildung der Schülerinnen im Schwimmen besonders ins Auge gefaßt und hiezu das städtische Hallenbad ausgiebig benützt. 4. Reifeprüfungen:

I m abgelaufenen Schuljahre fanden Reifeprüfungen zu folgenden Terminen statt: a) I m Herbst 1936 (28. September bis 1. Oktober und 9. Oktober) unter dem Vorsitze des mit der Inspektion der Mittelschulen in Tirol betrauten Prof. Msgr. Dr. Franz Kolb. d) I m Frühjahr 1937 (17. bis 20. Februar und 27. Februar) unter dem Vorsitze des mit der Inspektion der Mittelschulen in Tirol betrauten Studienrates Dr. Hermann Neurauter. o) Freigegenstände: oj I m Sommer 1937 (schriftliche Prüfung: 10. bis 13. Mai. mündliche Prüfung unter dem Vorsitze des mit der Inspektion Als Freigegenstände waren eingerichtet: der Mittelschulen m Tirol betrauten Studienrates Dr. HerEnglisch in der 6. und 7. Klasse in je 2 Wochenstunden, Italienisch in der 6. und 7. Klasse in je 2 Wochenstunden. mann Neurauter: 21. bis 25. Juni). Von den 41 zur Prüfung zugelassenen Schülerinnen wurKurzschrift in einem zweistündigen Fortbildungslehrgang den 12 für reif mit Auszeichnung und 23 für reif erklärt. für die 5. Klasse, 3 Prüflinge wurden auf den Herbsttermin und 1 aus den NadelardM in der 1. bis 8. Klasse, Frühjahrstermin Zurückgestellt, 2 Schülerinnen erkrankten Kirchenchor als unverbindliche Fachübung mit einer Wo- vor Beginn der schriftlichen Prüfung. Ein Zeugnis der Reife mit A u s z e i c h n u n g erhielten: Ingeborg Bauer, Iosesine chenstunde. Borst, Antonie Bruckner, Charlotte Epp. Hermine Gheri, Frieda Herdy, Gertraud Hermann, Martha Mohr, Gertrude 3. Körperliche Ausbildung der Schülerinnen: Plenk, Marianne Rindberger, Elfriede Söllner, Marianne Der Unterricht in den körperlichen Uedungen wurde im Straßer. allgemeinen wie im Vorjahre gehalten. I m besonderen ist beschloß, auch im Schuljahr 1936/37 die Abiturientinnen der folgendes zu erwähnen: Das Schuljahr 1936/37 zeigte einen stets wachsenden Um- Bundesländer zum Besuche der Bundeshauptstadt einzulafang des Turn- und Sportbetriebes an der Anstalt, Zumal die den, um sie mit den Kulturschätzen und Sehenswürdigkeiten Schülerinnen unter sachgemäßer Leitung in alle Sportzweige Wiens be'kanntzumachen. Es meldeten sich 16 Abiturientineingeführt werden konnten. Hiebei galt als Grundsatz, daß nen, die unter der Führung des Prof. Sebastian Hauser am das Turnen nicht Selbstzweck, sondern nur Mittel zum Zweck 27. Juni die Reife nach Wien angetreten haben. Um den unist. Der Körper soll gesund sein, gestählt sein für die Arbeiten bemittelten Schülerinnen die Teilnahme an der Maturareise des Berufes, um ein taugliches Werkzeug der Seele M sein. Zu ermöglichen, wurde der Reinertrag des am 2. Juni im „Maria Theresia" abgehaltenen Abschiedsabends der Dies war der tragende Gedanke des Schulturnens. Dabei Hotel 8. Klasse zur Bestreitung der Reiseauslagen verwendet. wurde auch immer die heute so notwendige E r z i e h u n g der uns anvertrauten Schulfugend i m v a t e r l ä n d i s c h e n 5. Stipendien: Geiste im Auge behalten, die gerade im Turnunterrichte aufs beste durchgeführt werden kann. I n dieser Hinsicht Die Schülerinnen Augustina Olz (4.a-Klasse) und Elisabeth wurde auf musterhafte Ordnung und stramme Disgiplin be- Wächter (7. Klasse) beziehen je ein Michael von Zollersches sonders Wert gelegt. Konvikthandstipendium jährlicher 630 Schillinge bis Zur ordNeben dem Saalturnon fanden bei günstiger Witterung im nungsmäßigen Vollendung der Studien. Herbst und Frühjahr Nachmittagsturnstunden im Schulhos Die Schülerin der 4.d-Klasse Helga Hahn erhielt zufolge statt. I n dieser Zeit wurden auch die Freiluftnachmitwge auf Erlasses der Landeshauptmannschaft für Tirol vom 26. April dem städtischen Sportplatz „Tivoli" abgehalten, und Zwar 1937. Zl. 111-31/79, für das Schuljahr 1936/37 ein üandesjoden Mittwoch und Freitag von halb 3 Uhr bis halb 5 Uhr. stipendium im Betrage von 8 50.—. Infolge der herrlichen Schneelage des heurigen Winters Die Schülerin der I.a-Klasse Charlotte Wimmler bezieht ein herrschte Hochbetrieb im Skilauf. Die Skikurse bildeten daher Handstipendium jährlicher 200 Schillinge aus dem Bundesein ganz besonderes Ereignis im winterlichen Schulleben. GefällsstrafgelderÜberschuß zum Besuche der unteren Klassen Um der heranwachsenden Jugend Gelegenheit zu geben, sich des Mädchen-Realgymnasiums. im Freien dem schönen Sport Zu widmen, gute Kameradschaft Zu üben und die Willenskraft Zu stählen, wurden ab und zu 6. Schülervorstellungen im Stadttheater: längere Skiwanderungen abgehalten, die sich einer regen Teilnahme erfreuten. I n rein sportlicher Hinsicht brachten Bei den sieben Schülervorstellungen im Stadttheater („Ködie Kurse überaus befriedigende Erfolge. Hervorragende Lei- nig Ottokars Glück und Ende" von Franz Grillparzer, „Alastungen haben die Besten unserer Läuferinnen bei dem am din und die Wunderlampe", „Pasubio" von Dr. R. Skorpil, 23. und 24. Jänner 1937 unter dem Ehrenschutze des Herrn „Medea" von Franz GrillparZer, „Alpenkönig und MenLandeshauptmannes Dr. Josef Schumacher und des Herrn schenfeind" von Ferdinand Raimund, „Es ist Zeit" von GuBürgermeisters der Landeshauptstadt Innsbruck, Franz stav Turneck und „Minna von Barnhelm" von G. E. Lessing) Fischer, stattgesundenen 5. Tiroler Iugendfkitag des Deut- waren stets eine hinreichende Zahl von Schülerinnen anschen und Österreichischen AlpenVereines an den Tag gelegt. wesend.


Amtsblatt Nr. 7 7. Berechtigungen der Absolventinnen des MädchenRealgymnasiums: Direktion und Lehrkörper erblicken ihre Aufgabe nicht nur darin, die Anstalt stets weiter auszubauen und 'den Schülerinnen die besten Ausbildungsmöglichkeiten zu bieten, sie sind auch jederzeit bereit, sie auf ihrem weiteren Lebensweg mit Rat und Tat zu begleiten, bis sie Hr iselbstgewähltes Ziel erreicht haben. Darum ist die Anstalt an allen Berechtigungen interessiert, die mit dem weiteren Studium verbunden sind. Das Reifezeugnis des Mädchen-Realgymnasiums führt: 1. Zu allen Beamtenberufen, für welche die Reifeprüfung Bedingung ist, um in den mittleren Beamtenstand gelangen zu können. 2. I u allen akademischen Berufen, die das Studium an der philosophischen, medizinischen und juridischen Fakultät einer Universität zur Voraussetzung haben. Inwieweit das Reifezeugnis eines Mädchen-Realgymnasiums auch zum Studium einer anderen Hochschule und daher auch zur Erlangung eines auf ein derartiges Studium gegründeten Berufes berechtigt, teilt über Befragung das Sekretariat dieser Hochschulen gewiß gerne mit. I m übrigen sind die Studienberechtigungen der Abgänger der auf Grund der Mittelschulverordnung (BGBl. I, Nr. 198/1934) eingerichteten Mittelschulen (Gymnasium, Realgymnasium, Realschulen, Oberlyzeum und Frauenoberschule) in der am 1. Mai 1937 erschienenen Verordnung des Bundesmimstermms für Unterricht (Verordnungsblatt 1937, 9. Stück, Nr. 24) enthalten. 8. Lehrbesichtigungen, bzw. Lehrausflüge im Schuljahr 1936/37 3. Klasse: Ausstellung „Licht im Heim" im Hochhaus (27. November), Dir. Dr. Föhn. 5. Klasse : Gaswerk (3. März), Tiroler Glasmalerei (25. Juni), Pros. Dr. Linser. 6. Klasse: Museum Ferdinandeum (Michael-Pacher-Ausstellung) (11. November), Prof. Hauser, und (IN. Juni), Prof. Dr. Felkel; Gaswerk (9. März): städt. Molkerei (17.Aoril); Seifensiederei der Fa. Evv (8. Mai); Bürgerliches Brauhaus Innsbruck (26. Juni) Prof. Vinser; Eremitage Erzherzog Maximilians (14. Mai), St.R. Tusch. 7. Klasse: Museum Ferdinandeum (4. Juni), Prof. Dr. Felkel; Höttinger Höhenstraße (14. Juni), Prof. Dr. Felkel; Missionsmuseum (18. Juni), St.R. Tusch. 8. Klasse: Hochhaus: Bortrag über „Praktische Anwendungen der Stromwärme" (5. Juni), Prof. Dr. Ilatarovic.

16. Juni geschlossen werden. Außerdem wurden 6 Schülerinnen wegen verschiedener Krankheiten ansteckender Art in der Familie oder im Wohnhaus für kurze Zeit kontumaziert. IN. Statistik der Schülerinnen: K l a f s i f i k a t i o n s e r g e b n i s zu E n d e des S c h u l j a h r e s 1936/37: 15

1l> 2a 2b

3

4 g 4b

5

6

7

8

3«f.

Vorzüglich geeignet 13 13 14 9 10 10 8 10 12 6 11 1 6 13 16 14 13 21 20 20 22 22 18 24» 203» geeignet (reif) bewilligte Wieder24 2 — — 5 4 2 4 3 4 — — holungsprüfungen bewilligte Nach1 — — 1 1 — 1 1 — 1 1 V tragsprüfungen 11 1 — — — 3 — — 2 I — 4 nicht geeignet Zusammen

30 29 28 28 39 32 33 38 39 25 401 361 »

11. Ueberficht über die Geldleistungen der Schülerinnen im Schuljahr 1938/37: a) S c h u l g e b ü h r e n : Art der Leistungen

1. Halbjahr

2. Halbjahr

Summe

1. Schulgeld 2. Lehrmittelbeiträge 3. Beiträge für die körperliche Erziehung 4. Regiebeiträge 5. Aufnahmstaxen

9.061.60

9.054 —

18.115.60

1.358.44

1.350.90

2.709.34

1.358.44

1.350.90

2.709.34

905.56

9W.60

1.8 6.16

Summe der Zahlungen

Es zahlten im Ausländergebühr dag volle Schulgeld 3i des Schulgeldes ^ des Schulgeldes N des Schulgeldes V8 des Schulgeldes ganz befreit waren

Zusammen

252.—

12.936.04

12.656.40

1. Halbjahr (48 8) (36 8) (24 8) (12 8) (6 8)

1 108

252.— 25.592.44

2. Halbjahr

74 58 35

1 110 23 67 70 59 34

367

364

24 67

9. Gesundheitszustand und körperliche Ertüchtigung: Die Ueberwachung des Gesundheitszustandes der Schülerinnen oblag dem Schularzt, städt. Physikatsrat Dr. Hans Steidl. Die Reihenuntersuchungen fanden am 12. und 22. Oktober. 9., 20. und 26. November. 2. Dezember, 18., 21. und 25. Jänner. 4. Februar, 22. März und 12. April, jedesmal von 4 bis 5 Uhr im Avztzimmer statt. An denselben nahmen die Turnlehrerinnen abwechselnd teil. Die Begutachtungen wegen Befreiung einzelner Schülerinnen vom Turnen und den Iugendspielen wunden bald nach Beginn des Schuljahres vorgenommen. Diesbezüglich wurden entweder Befreiungen oder Erleichterungen für Kürgere oder längere Dauer bewilligt. Die Vefreiungsgesuche vom pflichtmäßigen Turnen, Freiluftnachmittage, geometrisches und Freihandzeichnen wurden im Sinne des Erlasses des Vundesministeriums für Unterricht vom 31. Mai 1932, I I . 9719 (Vog.-VI. 1932, Nr. 49, St. X U ) behandelt. Was die ansteckenden Krankheiten detrifft, so waren 6 Schülerinnen wegen Scharlach, 1 Schülerin wegen Diphtherie und 1 Schülerin wegen Masern länger krank. Die 2.d-Klasse mußte wegen eines Scharlachfalles vom 29. Mai bis 6. Juni und die 3. Klasse aus dem gleichen Grunde vom 10- bis

d) S p e n d e n f ü r d i e W i n t e r h i l f e : a) I m Schuljahr 1336/37 wurden gemäß Verordnung des Landesfchulrates für Tirol (Amtsblatt für das Unterrichtswesen in Tirol vom 11. November 1936. Stück 10/11, Nr. 61) die Schülerinnen für die Winterhilfesammlung nicht herangezogen. Nichtsdestoweniger sammelten die Schülerinnen der I.a, I.d und 4.d Klasse Geldbeträge und Kälteschutzmittel und übergaben sie der Winterhilfsaktion der Pfarre Wilten Die Schülerinnen der 2.d Klasse spendeten der Ravag, Wien, 8 20.— anläßlich der Wunschkonzertaktion. Mit Feuereifer beteiligten sich die Schülerinnen auch an der Hermll-v.-Schuschnigg-Fürsorgeaktion „Nehmt hungernde Kinder zum Mittagstisch". Die Direktion spricht allen Spenderinnen und Sammlerinnen den gebührenden Dank aus. d) Die im Lehrkörper gelegentlich der Gehaltsauszahlungen in der Zeit vom 1. November 1936 bis 30. April 1937 vorgenommenen Sammlungen für die Winterhilfe ergaben den Betrag von 8 454.—. Außerdem beteiligten sich alle Mitglieder an der Frontop feraktion.


Amtsblatt Nr. 7 12. Kundmachung für den Beginn des Schuljahres 1937/38: 1. Das Schuljahr 1937/38 beginnt Mit dem 16. September 1937. 2. Nouaufzunehmende Schülerinnen können in der Ieit vom 5. bis 15. I M und vom 6. bis 11. September täglich, während der Ferien jeden Mittwoch, unter Vorweisung der vorgeschriebenen Belege (Tauf- oder Geburtsschein. Heimatschein und letztes Schulzeugnis) zwischen 10 und 12 Uhr in der Direktionskanzlei angemeldet werden. 3. Die Einschreibung der Etammschülerinnen erfolgt am 16. September von 9 bis 11 Uhr. Näheres am Schwarzen Brett. 4. 17. und 18. September, 8 Uhr. finden die Aufnahmsprüfungen in die erste und höhere Klassen, Nachtrags- und Wiederholungsprüfungen statt. 5. Am 20. September, 8 Uhr, ist das Heiliggeiftamt für die katholischen Schülerinnen, hierauf versammeln sich alle Schülerinnen in ihren Klassen zur Entgegennahme der Weisungen und des Stundenplanes. 6. Der regelmäßige Unterricht beginnt am 21. September 1937. 13. Aufnahmsbedingungen: Die Aufnahmsbedingungen in die erste und alle höheren Klassen des Städtischen Mädchen-Realgymnasiums in Innsbruck sind die gleichen wie an Bundesmittelschulen. a) I n d i e erste K l a s s e : Der Nachweis über die Beendigung der vierten Klasse der Volksschule. Die Ablegung einer Aufnahmsprüfung. Dieselbe besteht aus einem freien Aufsatze, einer Nacherzählung oder Bildbeschreibung, ferner aus einer Nechenardeit mit vier angewandten Rechenaufgaben mit ganzen Zahlen aus den vier Grundrechnungsarten. Bei der Beurteilung der schriftlichen Arbeiten ist auf die Beherrschung der Rechtschreibung im Ausmatze der bezüglichen Volksschullehrvläne besonders zu

achten.

Bei der mündlichen Prüfung sind sowohl Denk-, als Kenntnisfragen zu stellen, insbesondere ist bei der Prüfung im Deutschen an der Hand der Zergliederung des einfachen Satzes auch festzustellen, ob der Aufnahmswerder die wichtigsten Wortarten zu unterscheiden, sie zu biegen, abzuwandeln und zu steigern vermag. Bei der Prüfung im Rechnen 'ist auch eine gewisse Sicherheit und Geläufigkeit im mechanischen Rechnen zu verlangen. Empfehlenswert ist das Büchlein: „Neue Schule der Vorbereitung zur Aufnahmsprüfung für alle Arten der österreichischen Mittelschulen", verfaßt von E. Eh. Weiß, Verlag von M. Perles, Wien, I., Seilergasse 4. An Dokumenten sind vorzulegen (gelegentlich der Anmeldung): Der Tauf- oder Geburtsschein (nicht Extrakt!), der Heimatschein und das Impfzeugnis. Die Leitung der Volksschule hat der Direktion eine Schülerdefchreibung gu übersenden, um welche sich die Eltern selbst zu bemühen halben. d) I n h ö h e r e K l a s s e n : Das entsprechende Alter. Der Nachweis der Kenntnisse der vorhergehenden Klassen einer gleichartigen Anstalt durch ein mit der Abgangsklaufel versehenes Mgana^zeugnis — oder durch eine Aufnahmsprüfung aus den nicht gleichartigen Gegenständen. Vorlegen des Tauf- oder Geburtsscheines, des Heimatfcheines, des Abgangszeugnisses. Schülerinnen des ersten K l a f s e n z u g e s der H a u p t s c h u l e , deren Iahreszeugnis einen mindestens guten Gesamterfolg nachweist (ein guter Gesamterfolg ist dann gegeben, wenn das Iahreszeugnis in allen verbindlichen Gegegenständen mindestens die Note „gut" aufweist, nur in den Gegenständen Zeichnen, Schriftpflege, Handarbeit, Gesang und körperliche Uebungen kann eine genügende Leistung durch „sehr gut" in einem, anderen verbindlichen Gegenstand

ausgeglichen werden), und die auch den fremdsprachlichen Unterricht mit Erfolg besucht haben, können in die nächsthöhere Klasse der Mittelschule, an der die gleiche Fremdsprache (Englisch, bzw. Französisch) gelehrt wird, o h n e A u f n a h m s p r ü f u n g übertreten. Dies gilt auch für Schülerinnen solcher Hauptschulen, die nicht in zwei Klassenzügen geführt werden, wenn sie von der Lehrerkonferenz als besonders leistungsfähig bezeichnet werden. I m Schuljahr 1937/38 ist für jeden Fall bei der Aufnahme in die 2. Klasse der Mittelschule eine Aufnahmsprüfung aus dem Lehrstoff der Fremdsprache (Latein) abzulegen. 14. Schulgeld, Aufnahmstaxen und Beiträge für die Tchulerfordernifse: Die Aufnahmstaxe beträgt für alle nou ausgenommenen Schülerinnen 8 4.—. Das Schulgeld beträgt halbjährig 8 48.—, der Lehrmittelbeitrag, der Beitrag für die körperliche Erziehung und der Beitrag für die Schulerfordernisse zusammen 8 19.20. Diese Beträge erhöhen sich für Ausländer bis zum dreifachen Betrag, doch kann über Ansuchen die Gleichstellung mit den inlllndisHen Schülerinnen gewährt werden. I n berucksichtligungswürdigen Fällen kann von diesen Betrügen für das Schulgeld und die Beiträge eine Ermäßigung erfolgen, wie sie an den Bundesmittelschulen gewährt wird. Die Einzahlung hat während der ersten vier Wochen eines jeden Halbjahres zu erfolgen. Der Lehrkörper kann aber die Abstattung des Schulgeldes in zwei und in besonders oerücksichtigungswürdigen Fällen in vier Raten gestatten, wobei die letzte Rate bis 20. Dezember, bzw. 20. Mai zu entrichten ist. Für minderbemittelte Schülerinnen kann das Schulgeld bis auf 55, ^ oder X des vollen Betrages ermäßigt werden, in besonderen Fällen kann vom Magistratspräsidium die Befreiung auf '/« (8 6.—j gewährt werden. Die notwendigen Auskünfte erhalten die Schülerinnen am Anfang des Schuljahres von ihren Klassenvorständen. Die Ermäßigung bleibt so lange in Geltung, als sich die EinkommensVerhältmsse nicht ändern und d'ie Schülerin sich durch Betragen unid Fortgang dieser Begünstigung würdig erweist. Minderbemittelte Schülerinnen können gegen eine geringe Abnutzungsgebühr die L e h r b ü c h e r aus der SchülerbüHerei entlehnen. Anmeldungen mündlich oder schriftlich. Tel. Nr. 1321. Sprechstunde des D i r e k t o r s w ä h r e n d d e r S o m m e r s e r i e n j e d e n M i t t w o c h v o n 10 b i s 12 U h r . Allen Eltern wird dringendst empfohlen, ihre Kinder von der ersten Klasse angefangen die Mittelschule besuchen zu lassen, wenn anders sie überhaupt die Absicht haben, ihnen eine höhere Ausbildung zukommen zu lassen. Wenn auch der Uebertritt von einer Klasse der Hauptschule in die nächsthöhere Klasse der Mittelschule bei gutem Lernerfolge möglich ist, darf doch nicht übersehen werden, daß beide Schultypen (Hauptschule und Mittelschule) verschiedene Hauptzwecke verfolgen, demnach verschiedene Unterrichtseinstellung haben müssen. Die richtige Vorbildung für die Obermittelschule kann nur die Untermittelschule, an der vom Schuljahr 1937/38 an Latein und Englisch verpflichtend unterrichtet werden, bieten. Alles andere sind Auswege, die von jenen beschritten werden können und müssen, denen der normale, direkte Weg zur Obermittelschule verschlossen war, z. B. Kindern von kleineren Landorten. StMenrat Dr. Josef F ö h n . Direktor.

Der Nachöruck von Aufsätzen, Verichten oöer nur von Teilen Derselben sowie öie Wieöergabe von Daten unb Statistiken sinö nur mit genauer Quellenangabe gestattet.


Amtsblatt Nr. 7

Arbeitslosenstanö im Htaötgebiete Innsbruck am )o. Juni Insgesamt vorgemerkt sind:

Männer 1556 Frauen 994 Zusammen: 2550 Männer 1288

Hieoon sind unterstützt:

Frauen 711 Zusammen: 1999 Die 2550 arbeitslos gemeldeten Personen verteilen sich auf die einzelnen VeiUfsKlassen wie folgt: Männer Frauen Zusam. 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17. 18. 19. 20. 21. 22. 23. 24. 25.

Land- und Forstwirtschaft (Gärtnerei) Bergbau und Salinenwesen Stein-, Ton-, Glasindustrie Baugewerbe und dessen Nebenberufe Wasserkraft- und Elektrizitäts-W. Metallindustrie Holzindustrie, Tapezierergewerbe Leder- und Häuteindustrie Textilindustrie Bekleidungsindustrie Papierindustrie Graphische Industrie Chemische Industrie Nahrungs- und Genußmittelindustrie Hotel-, Gast- und Schankgewerbe Handel Transport und Verkehr Bank- und Versicherungswesen Körperpflege und Reinigungswesen Heilkunde und Gesundheitswesen Lehr-, Bildungs-, Kunst- und Unterhaltungsberufe Rechtsberatungsberufe (Advokaten, Notare usw.) Oeffentlicher Dienst Haushaltungsberufe I n verschiedenen Industriezweigen vorkommende Berufe Summe:

4 —

23 448

— —

6 1

n

4 —

29 449

181 61 6 14 65 8 32 2 123 116 81 102 5 33 7

2 473 108 3 — 17 9

181 61 6 89 110 19 45 2 125 589 189 105 5 50 16

37

22

59

3 2 —

21

' 3 2 21

203

188

391

1556

994

2550

75 45 11 13

I m Vergleich zum Stande der Arbeitslosen am 31. M a i 1937 ergibt sich eine A b n a h m e u m 3 1 5 P e r s o n e n .

Wettbewerb für eine künstlerische Geöentmappe öer staöt Innsbruck Die Stadtgemeinde Innsbruck beabsichtigt eine Gedenkmappe mit IN bis 12 vervielfältigten Stadtbildern (Ansichten der Stadt, bedeutender Straßen oder Plätze. Schaubilder einzelner Gebäude) herauszugeben. Zu diesem Zwecke erläßt sie nachstehende Ausschreibung, an der sich alle in Tirol geborenen oder ansässigen Künstler (Maler, Graphiker) österreichischer Staatsbürgerschaft beteiligen können. Die Wahl der Ansichten sowie die Jahreszeit der Darstellung bleibt den Künstlern freigestellt, desgleichen die Anzahl und Gröhe der einzureichenden Bilder (Ge-

mälde, Graphiken usw.). Diese werden im ungefähren Ausmaße von 24 zu 32 Zentimeter vervielfältigt. Die Auswahl der eingereichten Darstellungen erfolgt durch einen Ausschutz, der aus folgenden Herren besteht: Dr. Alois Oberhammer, Vorsitzender des Kulturausschusses des Gemeindetages, Professor Max Efterle. Prof. Architekt I . V. Fritz Müller, Dozent Dr. Vinzenz Oberhammer, Msgr. Propst Dr. Josef Weingartner. Die Stadtgemeinde fetzt für die Erwerbung des Rechtes auf Vervielfältigung und Verbreitung der durch den Ausschutz ausgewählten Werke eine Summe von 8 20NN.— aus. Die Darstellungen selbst verbleiben Eigentum der Künstler, müssen aber zum Zwecke der Vervielfältigung zur Verfügung gestellt werden. Die einreichenden Künstler unterwerfen sich bezüglich der Höhe der Bewertung des Vervielfältigungsrechtes dem Gutachten des Ausschusses. Außerdem ist der Ausschutz ermächtigt, einen Betrag von 8 5NN.— zum Ankaufe einzelner Werke zu verwenden. Es können auch unverkäufliche Werke eingereicht werden. Die Arbeiten müssen ohne jegliche Signatur, jedoch mit Kennwort und einer fünfstelligen Zahl bezeichnet, eingereicht werden. Beigegebene verschlossene Briefumfchläge, die erst nach der Auswahl geöffnet werden und ebenfalls durch das Kennwort sowie die fünfstellige Zahl bezeichnet sind, haben Namen und Anschrift des Künstlers zu enthalten. Die Einfender werden von der Annahme oder Ablehnung ihrer Werke verständigt. Die für den Wettbewerb bestimmten Darstellungen sind bis 31. Mai 1938. 12 Uhr mittags, bei der Einlaufstelle des Stadtmagistrates. Innsbruck. Rathaus, einzureichen. Innsbruck, am 7. Juli 1937. Der Bürgermeister: Franz F i s c h e r e. h.

Kunömachung! Die von der Leopold-Franzens-Universität in Innsbruck, diesfalls vertreten durch das Dekanat der Theologischen Fakultät als Eigentümerin und Verwalterin des vor der Iesuitenkirche (Universitätskirche) befindlichen, von der Fahrbahn der Universitätsstraße zurückweichenden Platzes getroffene Verfügung, wonach das Parken von Fahrzeugen dortselbst nur in der Zeit von 12 bis 15 Uhr gestattet, somit während der übrigen Zeit verboten wird, wird von der Bundesoolizeidirektion Innsbruck als Straßenaufsichtsbehörde gemäß § 62 der Landesstraßenpolizeiordnung 1936 genehmigend zur Kenntnis genommen. Uebertretungen dieser Anordnung werden von der Bundespolizeidirektion Innsbruck als Straßenaussichtsbehörde gemäß § 99 der Landes-Straßenvolizeiordnung geahndet werden. Der Polizeidirektor: Dr. W i n d h o f e r e. h.


Amtsblatt Nr. 7

Das Innsbrucker Maötarchw

Staöttunöliche Veitrage zum Amtsblatt öer Lanöeshauptstaöt Innsbruck

Geleitwort Zur weiteren Ausgestaltung öes nunmehr im seilten Jahrgangstehenöen-Amtsblattes" weisen künstig ser ltrsorschung ser HaStgeschichte gewismete Beiträge unter sem Titel ,Das Innsbrucker Htastarchib^ eingeschaltet/ sür sie man in sieser ser heimatkunslichen Besinnung besonsers notwensigen Feit bei ser Bevölkerung ser Htast sas entsprechense Verstänsnis zu finse« hofft. Diese Beiträge sollen sas Wissen um sie Geschichte Innsbrucks vorzüglich auf Grüns ser Vestänse ses Htastarchivs auch weiteren Kreisen in zwar wissenschaftliche«/ jesoch möglichst allgemein verstänslichen Aufsätzen vermitteln uns vermehren. Zugleich sollensieein erster Auftakt sein für sie im Jahre i?5? zu begehense seier zur Erinnerung an sie vor 700 Jahren erfolgte Verbriefung ses Htastrechtes. Alle Bürger/ sie Interesse uns Liebe für sie heimatkunsliche Forschung ser Mast Innsbruck haben/ wersen höflichst eingelasen/ Beiträge für siese Rubrik setz Amtsblattes zur Verfügung zu stellen. Der Bürgermeister:

sranz Ascher e. H. Die Innsbrucker Chronik öes Gottfrieö

pusch von

Von T>r. Karl S c h a d e l b a u e r , Ttadtarchivar Für die Innsbrucker Stadtgefchichte von 1765 bis 1865 bildet die Chronik des Hofportiers Johann Pusch und seines Sohnes Gottfried eine überaus wertvolle Quelle. Was Johann Pusch und sein Sohn, der nachmalige k. k. Archiv-Registrant, darin auszeichneten, wurde bei den Darstellungen dieses Jahrhunderts der Stadtgeschichte immer wieder benützt'. Wenn auch bereits größere Abschnitte daraus veröffentlicht wurden, so steht eine Gesamtausgabe dieser auch von weiteren Kreisen gewiß gerne gelesenen Chronik bis heute noch aus. Die der Stadtgeschichte gewidmeten Seiten des „Amtsblattes" erscheinen nunmehr als der gegebene Ort für ihre Veröffentlichung. Von den umfangreichen Handschriften soll zunächst der 1. Band, welcher die Jahre 1765—1781 umfaßt, in Fortsetzungen herausgegeben werden. Vorerst einige Worte über die Verfasser der Chronik und ihr Werk. Der Hofportier Johann Pusch begann seit dem Jahre 1781, da in Innsbruck die Erzherzogin Elisabeth iget». 1743), eine Schwester Kaiser Josephs I I . , die unter dem Namen „kropfete Lisl" beim Volke allgemein beliebt war, als Aebtissin des Damenstiftes residierte, ein „Tagebuch" zu führen, wozu er durch ein alljährliches Geschenk der hohen Frau von 4 Dukaten noch besonders angeeifert wurde. Dieses Tagebuch fetzte der Sohn Gottfried Pusch, der in den Jahren 1836—1845 auch das Stadtarchiv ordnete und dortselbst zwei Repertorien anlegte, seit dem Jahre 1805 bis zu seinem am 10. Dezember 1865 im Alter von 79 Jahren erfolgten Tode fort und erweiterte es durch die nachträgliche Zusammenstellung eines ersten Bandes, der die Jahre 1765—1781 umfaßt. Dies geht aus der Titelbemerkung des 1. Bandes hervor, die lautet: „Historische Notizen, gesammelt und dargestellt nach Art eines Tagebuches von Gottfried Pusch." Auf dem Titelblatt des 2. Bandes findet sich die Angabe: „Tagbuch, geführt von Johann Pusch, k. k. Hofportier, mit aus authentischen Quellen geschöpften Zusätzen von seinem Sohne Gottfried Pufch". Diese Zusätze sind durch ein Sternchen gekennzeichnet. I m 3. Bande trägt dann die Seite 209 die Aufschrift: „Fortsetzung der seit dem Jahre 1781 von Johann Pusch geführten historischen Ausschreibung, durch seinen Sohn Gottfried Pusch gesammelt und hier mit der 1. Epoche im Jahre 1805 bei Ausbruch des Krieges im September begonnen", darunter steht dann noch am Rande: „die 2. Epoche beginnt mit dem Jahre 1809, die 3. mit dem Jahre 1813/4. die 4. vom Jahre 1817 und lauft ununterbrochen fort und wird täglich fortgesetzt". Am 1. Blatte des 6. Bandes (ab 1817) steht die Randbemerkung: „Dieses, mein im Jahre 1817 angefangenes Original-Tagebuch bleibt bei der Familie Pufch. Wenn eine Abschrift vorrätig ist, so habe ich diese meiner im Jahre 1826 ausgesprochenen Meinung zufolge dem H. Abt von Wilten bestimmt. — Innsbruck, am 30. April 1827 — Gottsried Pusch, Verfasser dieses Tagebuchs." 1 So z. B. i n dem Aufsatz „Die Ankunft und Anwesenheit des Kaisers i n I n n s bruck" in den „Tiroler Stimmen", 1898, Nr. 110-12, ober Kaspar Schwarz, „Die äußeren Ereignisse des Jahres 18N9 in Innsbruck und Umgebung bis Mitte A p r i l " in der „Offiziellen Festzeitung — Tiroler Jahrhundertfeier 1809—1909", Nr. 1—14.

Merkwürdigerweise fehlt in der Chronik eine Erwähnung über den Tod des alten Johann Pufch, der nach freundlicher Mitteilung von K. C. Fischnaler am 22. Mai 1818 erfolgte. Die k. k. Hofportierswitwe Notburga Pusch, geb. Neusser, starb am 29. Juni 1837 im Alter von 70 Jahren am Schlagflutz. Zur Ergänzung des Textes der Chronik wurde eine BeilagenSammlung von allerlei handschriftlichen Aufzeichnungen und Druckwerken, wie Verordnungen, Zeitungsblättern, Theaterzetteln ufw., in einem heute kaum mehr erreichbaren Umfange angelegt. Die Original-Chronik, von der sich im Museum Ferdinandeum eine Abschrift und im Stifte Wilten ein Auszug befindet, verkaufte die Witwe Katharina Pusch im Jahre 1866 samt den Beilagen um 200 Gulden an die Stadt. So war dieses für die Innsbrucker Stadtgeschichte wertvolle Werk, das heute 10 mächtige Textbände, 6 Beilagen-Bände und einen von Alt-Kustos Konrad Fischnaler angelegten Registerband umfaßt, in das Stadtarchiv gekommen. Wenn nun soweit die Anlage der Chronik und ihr Werdegang klar ist, bleibt nur mehr die Frage nach den Quellengrundlagen für den 1. Band, der die Jahre 1765 bis 1781 behandelt, zu klären. Diesbezüglich läßt sich nun nachweisen, daß eine Hauptquelle die „Innsbrucker Mittwochige Ordinari-Zeitung" bildete, deren aus „Innsbruck" stammende Nachrichten teilweise wörtlich übernommen wurden. Hiefür nur ein kurzes Beispiel: laut Meldung der Ordinari-Zeitung Nr. 52 vom 1. Juli 1765 trafen in Innsbruck zwei Grenadierkompagnien „in schöner neu mondirter Mannschaft bestehend zur Aufwartung des allerhöchsten Hofes aus Klagenfurt hier an und bezogen das unweit des Tiergartens für selbe ausgezeichnete Lager". I n einem wörtlich übereinstimmenden Satze, der ein zufälliges Gleichlauten ausschließt, teilt auch Pusch dieses Ereignis mit. Während nun Pusch die Wahl des Prälaten von Wilten, mit der die Chronik beginnt, etwas abweichend vom Berichte der Ordinari-Zeitung darstellt, wurden die Mitteilungen über die Grundsteinlegung der Triumphpforte, über die Ankunft der hohen Gäste und Majestäten im Sommer 1765 und die folgenden Hochzeitsfeierlichkeiten zum guten Teil wörtlich übernommen. Weiters werden in der Chronik die Stücke der Veilagensammlung sowie in dieser nicht enthaltene Druckwerke mehr oder weniger ausführlich behandelt. Des besonderen Hinweises wert erscheint es, daß der Sammelband Nr. 448 der Dipaulianifchen Bibliothek des Ferdinandeums außer den meisten Blättern der Ordinari-Zeitung des Jahres 1765 noch eine „Einladung und Ordnung" zum Freudenschießen des genannten Jahres ^. ein 8 Seiten starkes Schriftchen über die feierliche Eröffnung des König!. Damenstiftes am 8. Dezember 1765 sowie ein Programm des Seiltänzers und Tramplinspringers Turquette enthält, welche Druckwerke sich ebenfalls in der Chronik teilweise wörtlich wiederfinden. Da die Dipaulianische Bibliothek bereits im Jahre 1845 in das Ferdinandeum kam, besteht ohnehin die Möglichkeit, daß Gottfried Pusch diesen Band benützt hat. Wird der Wert des ältesten Teiles der Chronik durch den Nachweis einer starken Anlehnung an gedruckte Quellen auch gemindert, so bleibt der einer Veröffentlichung doch davon unberührt, da die zu Grunde liegenden Quellen heute kaum in mehreren 2 Diese ist abgedruckt bei I . E. Bauer, „Innsbrucker Schutzenwesen und Schützen» feste", S. 58—61, und K. Schadelbauer, „Das Freuden-Schießen zu Innsbruck im Jahre 1765", „Innsbrucker Nachrichten", 1937, 26. Juni, Nr. 144.


s. Stücken vorliegen und nicht einmal die Ordinari-Zeitung vollständig erhalten ist. Die folgende Textausgabe erfolgt mit Ausnahme von Schreibverbesferungen und Kürzungen allzu langatmiger Titel möglichst wortgetreu. Die jeweils angeführten Beilagen werden in kleingedruckten Zwischenabsätzen, die gleich an den entsprechenden Stellen eingeschoben werden, behandelt. „Historische Notizen, gesammelt und dargestellt nach Art eines Tagebuches von Gottfried Pufch. 1765. 3V. Mai: Nachdem der hochw. Herr Prälat des Prämonstratenfer Stiftes Wilten Norbert Bußjäger wegen fortwährender Kränklichkeit nach 18jähriger, rühmlichst getragener Verwaltung sich entschlossen hat diese Bürde abzulegen, so wurde heute daselbst zur Wahl eines neuen Prälaten geschritten. Um 7 Uhr früh kam daher schon die K. K. Comission bestehend in den H. Gubernial Räten B. v. Christani und v. Sterzinger und dem Gub. Secretair v. Weinhart in zwei Kutschen mit zahlreicher Dienerschaft angefahren. Das ganze Kapitel empfing dieselbe bei der Abtei Pforte und führte fie in das Vorzimmer des hochw. H. Prälaten, worauf H. B. v. Christani dem H. Prior sein Comissorium übergab und eine kurze aber treffliche Anrede an das Kapitel hielt. Hierauf ging man in die sehr schön gezierte Stiftskirche, allwo der hw. H. Abt von Roth als Pater Domus' das feierliche Hochamt hielt, welchem die landesfürftliche Comifsion in einem rot überzogenen Betstuhl, hinter welchem zwei rotsametne Sessel standen, beiwohnte. Der H. fürstbifchöfliche Brizner Comissar Hildprand, Consistorial Praesident, für welchem auch an der Epistel Seite ein solcher Betstuhl aufgestellt war, las unter dem Hochamt eine HI. Messe. Nach vollendetem Gottesdienste versammelte sich das Kapitel in dem abteilichen Wahlzimmer vor beiden Kommissionen. Der fürstbischöfliche Comissar hielt nun ebenfalls an das versammelte Kapitel eine zweckmäßige Anrede, worauf dann die Wahl felbft vorgenommen wurde, wobei sich schon im ersten Scrutinio * ergab, daß diese ganz canonisch auf den Stiftspriester Iofephus Lizzi» ausfiel, welcher erst auf vieles Zudringen diese Würde anzunehmen erklärte und dann nach verrichteter Professione fide: vom hw. Pater Domus confirmirt wurde. Nachdem durch den Notar in der Kirche dem Volke von der Kanzel herab die Erwählung bekannt gegeben worden war, wurde der Neuerwählte unter Vortretung des ganzen Kapitels und Begleitung des Pater Domus unter Läutung der Glocken. Knallen der Pöller und unter Trompeten und Pauckenschall in die Kirche und von da aus ins Kapitelhaus geführt, allwo ihm dann von den versammelten Stiftspriestern der Gehorsam angelobt wurde. Nach Zurückkunft in die Abtei wurden dem Neugewählten von H. B. Christani im Namen der allergnädigften Landesfürstin bei einer kurzen und bündigen Rede die Schlüssel äcl temporalia« eingehändigt. Mittags war dann im Stifte große Tafel, an welcher die landesfürftliche und fb. Vrixnerische Comission

speiste.

31. Mai: Heute reiste der neuerwählte H. Prälat mit dem H. Abt von Fiecht als Assistent mit dem Prälaten von Gries zur Benediction nach Vrixen ab. N. L. diese erfolgte am 2. Juni. 4. Juni: Heute Vormittag zwischen 9—10 Uhr langte der neugeweihte Hw. H. Abt von Wilten in Begleitung des H. Abt von Fiecht mit einem Zuge von 4 Kutschen in Wilten an. Am Untern Berg wurde derselbe schon vom Hofrichter von Wilten, von einigen Deputirten dieser Gemeinde zu Pferde, welche dann auch den Wagen begleiteten, und von einem Deputirten des Kapitels bewillkommt. Als dieser Zug in die Nähe von Wilten kam, ertönten die Glocken von beiden Kirchen, die Salven der am Linsinghofe aufgestellten Pöller und Trompeten und Paucken Schall. Der hw. H. Prälat wurde nun durch die gestern aufgerichtete Ehrenpforte eingeführt, wobei die Schützen aus dem Hofgericht und Sigmundtaler Gerichts Bezirke in ihrem festlichen AnZuge Spalier bildeten und das Sitftskapitel, den H. Prior an der Spitze, denselben mit dem Weihbrunn empfing und bis zur Stiftskirche begleitete, an deren Portal ein schön gemalener und mit verschiedenen Emblematen versehener Triumvfbogen aufgestellt war. Der hw. H. Abt wurde nun zum Hochaltar geleitet, wo sodann ein solennes 1s6euin wu6amu8 erfolgte. Mittags war große Tafel. 8. Juni: Heute war nach vorausgegangenem Hochamte die feierliche Fronleichnamsprozefsion, welche der eben erwähnte H. Abt von Wilten hielt. IN. Juni: Indem nun bald die Zeit herannahet, welche unser « Der Abt von Rot gilt als Hausherr, da die ersten Prämonstratenser, die um 1138 i n das Stift Wilten kamen, aus dem Kloster Rot i n Schwaben stammten. « Scrutinium — Wahlgang. <l I n dem Bericht der Ordinari'Zeitung, N r . 48 vom IN. J u n i 1765, wird der neue Abt wie folgt beschrieben: „der Capitular H i . Iosephus Lizzi de Rosenau, all. hier gebürtig, SS. Theol. Doctor und vormals gemester Professor und Prior i n eben dieser Abtei, dann letzthin Pfarrer zu Tulfes." « Unter den Temvoralien versteht man die weltlichen Einkünfte.

Amtsblatt Nr. 7 Land und insbesondere unsere Stadt allgemein (mit) Freude und Frohlocken erfüllen wird» da es F. Kais. Majestäten gefiel das Hochzeitsfest ihres zweitgebornen Erzherzogs Peter Leopold, Großherzog von Toscana, mit der kön. Prinzessin Infantin Maria Ludovica', Tochter König Carls I I I . von Spanien, nicht nur in der Hauptstadt unseres Vaterlandes zu feiern, fondern auch solches mit höchst ihrer und des römischen Königs Joseph und der durch!. Familie Gegenwart zu verherrlichen, so ließ heute das Landes Gubernium, da nunmehr die sichere Nachricht eingelaufen ist, daß der allerhöchste Hof den 3. k. M. von Wien aufbrechen und den 15. desselben Monats hier eintreffen werde, mittelst des Druckes die wegen der nötigen Geflügel Lieferung bereits schon untern 14. Sept. und 23. Nov. v. I . wie auch untern 15. April d. I . herausgegebenen Verordnungen erneuern und den Anfang der Lieferungen auf den 22. dies schon zu bestimmen dergestalt, daß von Woche zu Woche von den Gerichten nach der ihnen in eigener Tabelle zugekommenen Quantität unabbrüchig insolange fortgefahren werde, als das allerhöchste Hoflager, dessen Anwesenheit sich auf zehn Wochen erstrecken dürfte, sich im Lande Tirol befinden wird. Ferner wurde auch anbefohlen, daß die zugeführt werdenden Victualien an den gegen den Innrain nach Länge des ehemaligen Grabens hiezu auserlesenen Platz gebracht werden müssen, allwo mit Ausnahme der Sonn- und Feier-Tage täglich von früh morgens bis 11 Uhr diesfalliger Markt gehalten werden wird, dergestalten jedoch, daß vor allem dem Hofeinkäufer gestattet sein soll, dasjenige käuflich herdanzunehmen, was selber zum Behuf des Hofes dienlich findet. Es wurde auch ferner bereits am 15. April bestimmt, daß alle, sowohl in- und als ausländischen Victualien, die nach Hof geführet und allhier verzehret werden, durchaus im ganzen Lande von jeglicher Entrichtung des sonst gewöhnlichen Zolls oder auch Weggelds Gebühr vollkommen frei fein. Nach einer eingelangten Eröffnung S. Exc. des H. Gf. Chotek. K. K. Hofkanzler, ddo. Wien 2. dies, wurde Hieher nicht nur die Anzahl der Pferde, welche auf jeder Station erfordert werden, bekannt gegeben, sondern auch mitgeteilt, daß I . König/ der Prinz Carl von Lothringen und feine dl. Schwester, die Prinzessin Charlotte, mitkommen werden. Die Anzahl der für Ihre Majestäten auf der Reife über das Pustertal anher benötigten Pferde beläuft sich auf 386 Zug- und 23 Reit-Pferde, auch geht eine eigene Hof Suite der dl. Braut bis Genua entgegen. Das K. K. Landesgubernium ließ auch heute mittelst Druckes bekannt machen, daß der allerh. Antrag dahin gehe, daß, nachdem ein Teil des Hofstaates, verschiedene H. Minister, Kanzleien und andere Parteien den Weg über Salzburg nehmen, diese Hieher früher, nämlich am 24. dies, inftradiert werden und sollen daher auf jeder Poststation auf dieser Straße 40 Landpferde beigestellt werden. N. L. der Stadt Innsbruck trifft es auf den 14. Juli 60 Pferde nach Steinach zu stellen." Die hier angeführten Verordnungen, welche der Gouverneur Eassian I g n . Graf Enzenbeig anläßlich der bevorstehenden Ankunft der Kaiserin Maria Theresia und ihres Gemahls Franz von Lothringen zur Vermählung des Erzherzogs Peter Leopold erlassen hatte, finden sich i n der Neilagensammlung als Beilage Nr. 1 (umfaßt sechs Stücke) und Nr. 2 (ein Stück). Sie beinhalten im Einzelnen kurz das Folgende: 1. Am 26. A p r i l 1765 wird mitgeteilt, daß ein Teil der Minister und des Kanzleipersonals den Weg über Salzburg nehmen werde. Daher seien bei jeder Post» station 15 Pferde in ständiger Vereitschaft zu halten und dürfe niemand, da diese Zahl nicht ausreichen werde, Pferde auf die Alpe treiben, fondern müsse sie zu Hause behalten und jederzeit der nächsten Poststation leihen. 2. Ein ähnlicher Erlaß vom 14. M a i bestimmt, daß bei den oberinntalerischen Poststationen 2N bis 30 Pferde bereit gehalten weiden sollen, damit die „Passagiers" aus dem Römischen Reich und aus Schwaben „unverschieblich bedienet wer» den können". 3. Am 24. M a i wurde ein Erlaß mit sieben Punkten bezüglich der Säuberung des Landes von „verdächtigem und liederlichem Gesinde" ausgegeben. An einem be» stimmten Tage soll eine Durchstreifung des ganzen Landes vorgenommen und alle Aufgegriffenen eingezogen weiden, 4. I m erwähnten Dekret vom 10. J u n i bezüglich der Piktualienlieferung wird vor dem Ansetzen übertriebener Preise gewarnt. 5. Am 12. Juni erschien die genaue Liste über die Geflügellieferungen. Demnach hatte z. V. das Gericht Sonnenburg wöchentlich zu liefern: 150 Hühner, 10 Hennen, 20 junge Kapaune, 20 junge Gänslein, 20 junge Enten, 4 Indian und 6 junge Nesttauben. Beinahe gleichviel hatten Ambras, Rottenburg, Kufstein und Imst zu liefern. Es weiden 24, außer Sterzing durchwegs nordtirolische, Gerichte auf» gezählt. 6. Die am 4. J u l i ausgegebene Liste „deren Wägen, welche bei der Reise Ihrer Majestäten von Wien über Gratz nach Insprugg beifolgen", nennt an erster Stelle „4 Postillion zum Blasen", dann den Leibwagen Ihrer Majestäten, dem 2 Post. Officiers, 2 Hof.Postillions und 1 königlicher nachreiten, den Leibwagen der Erz» Herzoginnen mit einem Post-Officier und eine Landauer Chaise für den Obrist» Stallmeister. Für die meisten Wägen waren sechs Pferde vorgesehen. Als letzter wird der für des Königs Officier, welcher zwei Taae vorausfährt, angeführt. Dieser verläßt Wien am 1., hält Nachtstationen zu „Merzuschlag (Mürzzuschlag), Leoben, Neumartt, Elagensurth, Cpittal, Lientz, Vrixen und kommt den 8. i n Insprugg an". Dem Zuge folgten auch 16 Reserve-Pferde, 1 Reserue-Waaen mit 6 Pferden, 2 RUftwagen mit Kuchelgeschirr und 3 Brancard für Tafel-Wäsche und Silber. Beilage 2 ist eine Verordnung vom IN. J u n i 1763, welche die nötige Vorsorge zur Vcistellung von Landpferden i n den Stationen der Straße, die über Salzburg führt und von einem Teile des Hofstaates benützt wurde, verfügt. Es waren auf leder Poftstation 40 Pferde bereitzuhalten. ? Am Rande steht „Louise". » Hier fehlt wohl „Hoheit".


Amtsblatt Nr. 7

Mitteilungen öes Künstlerbunöes

Ausschreibung öes Wettbewerbes für öen großen österreichischen Maatspreis für bilöenöe Kunst 7557 9) Allgemeine Bestimmungen Zum Wettbewerb um den großen österreichischen Staatspreis für bildende Kunst im Jahre 1937 find a) Werke der Architektur, d) Werke der Graphik (einschließlich verwandter Techniken) und Aquarellkunst, dann c) Werke der Medailleurkunst zugelassen. Für diesen Wettbewerb werden neben dem großen österreichischen Staatspreis im Betrage von 2000 8 noch zwei weitere Preise von je 1000 8 gewidmet. Die Preise werden vom Vundesminister für Unterricht auf Grund eines Vorschlages des von ihm ernannten Preisrichterkollegiums verliehen. Die Zusammensetzung dieses Kollegiums wird abgesondert verlautbart werden. Die Anmeldung zum Wettbewerb steht allen in Oesterreich wohnhaften bildenden Künstlern (Architekten) österreichischer Staatsbürgerschaft, ohne Rücksicht auf ihre Zugehörigkeit oder Nichtzugehörigkeit zu einer Künstlervereinigung, offen. Insbesondere können sich auch Künstler, die in öffentlichen Diensten angestellt sind, am Wettbewerb beteiligen, sind jedoch von den Geldpreisen ausgeschlossen. Falls einem solchen Künstler der große österreichische Staatspreis zuerkannt wird, tritt an die Stelle des Geldbetrages eine goldene Staatspreismedaille, an die Stelle eines Geldpreises von 10<X> 8 eine silberne Staatspreismedaille. I m Falle der Zuerkennung einer goldenen Staatspreismedaille an einen öffentlichen Angestellten fällt der mit dem großen Staatspreis verbundene Geldbetrag nach Antrag des Preisgerichtes einem der beiden anderen Kunstzweige zu und wird dadurch noch ein weiterer Preis von 1000 8 verfügbar, welcher über Antrag des Preisgerichtes vergeben wird. I m Falle etwa sich ergebender Zuerkennung einer silbernen Staatspreismedaille kann der freigewordene Geldbetrag von 1000 8 über Antrag des Preisgerichtes anderweitig vergeben werden. Es ist in Aussicht genommen, den Wettbewerb in Form einer Wettbewerbsausstellung in der Akademie der bildenden Künste im Oktober d. I . durchzuführen. Die zur Wettbewerbsausstellung angemeldeten, bzw. eingesendeten Werke unterliegen bezüglich ihrer Zulassung zur Ausstellung einer Vorjurierung durch das Preisrichterkollegium. D i e E i n s e n d u n g d e r W e r k e f ü r den W e t t b e w e r b h a t an d a s R e k t o r a t der A k a d e m i e d e r b i l d e n d e n K ü n s t e , W i e n , I., S c h i l l e r p l a t z 3, i n d e r Z e i t v o m 1. b i s A). S e p t e m b e r d. I . i n B e g l e i t u n g e i n e s a u s g e f ü l l t e n A n m e l d e s c h e i n e s nach dem a m t l i c h a u f g e l e g t e n F o r m u l a r zu e r f o l g e n . Die amtlichen Anmeldescheine stehen für die Architekten bei der Zentralvereinigung der Architekten Österreichs, Wien, I., Hofburg-Schweizerhof, für die Einsendung der Werke der graphischen Künste, Aquarellkunst und der Medailleurkunst im Rektorat der Akademie der bildenden Künste zur Verfügung. Die Einsendung ist unfrankiert (als Postpaket) durchzuführen und erfolgt auf Gefahr des Künstlers. Einsendungen ohne ordnungsmäßig ausgefüllte und unterzeichnete Anmeldescheine werden in den Wettbewerb nicht einbezogen. Die einzusendenden Werke sind rückseitig (an der Montage, bzw. Mappe usw.) mit einer Bezeichnung zu versehen, die Name und Wohnort des Künstlers sowie Titel, Technik und eventuellen Verkaufspreis des Werkes enthält.

b) Sonderbestimmungen für Architekten Für die Anmeldung kommen in erster Linie ausgeführte Arbeiten ab 1920 in Betracht, es sind jedoch in Anbetracht der allgemeinen Wirtschaftslage auch unausgeführte Projekte zugelassen. Jeder Teilnehmer ist berechtigt, bis zu d r e i A r b e i t e n einzusenden, wobei die Vorlage von gewöhnlichen Photographien, Perspektiven, Schaubildern und Grundrissen genügt. Die Einsendung von Modellen ist nicht gestattet. e) Sonderbestimmungen für die graphischen Künste und Aquarellkunst Grundsätzlich können nur Werke, welche seit 1. Jänner 1935 entstanden sind, angemeldet werden. Als weitere Regel gilt, daß j e d e r K ü n s t l e r n u r drei W e r k e einsenden kann. Für Kleingraphik (Exlibrisblätter u. dgl.) erhöht sich die zulässige Einsendung auf 10 Stück. Für die Bereitstellung und Einsendung der angemeldeten Aquarelle, Graphiken usw. in die Akademie der bildenden Künste gilt der Grundsatz, daß diese Arbeiten aus Wien und Umgebung unter Glas und Rahmen, ausstellungsfertig adjustiert, einzusenden sind, aus dem übrigen Bundesgebiet aber nur unter Passepartouts und nicht gerollt. 6) Tonderbestimmungen für die Medailleurkunst Unter die Werke der Medailleurkunst gehört sowohl die Medaille als auch die Plakette, jedoch beide als Werke der Kleinreliefplastik nur innerhalb der üblichen Größenmaße. Zugelassen sind nur Werke, welche feit dem 1. Jänner 1932 entstanden sind. Die Anmeldung und Einsendung ist für Werke der Medailleurkunst mit 10 Werken begrenzt. Die Werke der Medailleurkunst sind ausstellungsfertig adjustiert einzusenden, wobei grelle Farben der Unterlagen zu vermeiden sind.

Nroler Künstlerhaus Der Wettbewerb für den Bau »des Künstlerhauses wurde eröffnet. I n mehreren Sitzungen wurde das Einvernehmen mit der Architektenschaft des Landes hergestellt. Als Einreichungstag für die Entwürfe ist der 26. Juli 1937 festgesetzt worden. I n der Zeit vom 26. bis 31. Juli werden die Herren Bauoberrat I n g . W i e s e n b e r g , Vaurat M e n a r d i unter Mitwirkung der Herren Architekten Franz B a u m a n n und Dipl. InA. S t a n g e r die Vorprüfung der eingelaufenen Entwürfe durchführen. Am 2. und 3. August trifft das Preisgericht seine Entscheidungen. Es besteht aus den Herren: Sektionschef Iny. Rudolf Schober, Vauoberrat I n g . I . Albert, Architekt I n g . I . Fetzier, Kunstmaler Professor Max v. Esterle, Landesrat Dr. Skorvil und den Stellvertretern Prof. Ferd. Koller und Bauob2rrat Fng. Stuefer. Die Entwürfe zum Künstlerhaus werden nach der Preiszuerkennung in einer Ausstellung im Taxishose der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.


10. ltntmutigenöe Kritik Der Kritik an Kunstwerken muß gewiß alle Freiheit zugestanden werden. Sie darf uni) soll Fehler aufzeigen. Sie darf aber — und das sollte jedem Kritiker sein Verantwortungsgefühl als Erzieher und Förderer der Künste vorschreiben ^ mcht zynisch, spöttisch sein, entmutigend wirken. Der echte Kritiker sieht seine Stärke nicht im Ausstöbern von Gelegenheiten Zu guten oder schlechten Witzen über Kunstwerke, denen zumindest ehrliches Wollen nicht abzusprechen ist. Der spöttische Kritiker wendet sich an die Schadenfreude der „breiten Masse", an den Neid der Konkurrenten und erzielt dort lebhaften Beifall. Er trägt aber bei zu einer allgemeinen Entwertung künstlerischen Strebens, er hemmt die Bereitwilligkeit zur Förderung solchen Streb ens, er schreckt von öffentlichen Ausschreibungen zu Wettbewerben ab. Kein erfahrener Erzieher wird es versuchen, unfolgsame und unartige Kinder mit Spott zu bessern. Noch weniger ist eine solche Methode beim empfindsamen Künstler angebracht. Eine behutsame Andeutung der Fehler, die er etwa begangen hat, genügt, ihm schlaflose Nächte Zu bereiten. Schließlich hat auch die Zeit schon so manchem Kritiker Unrecht gegeben, nie aber dem Kunstwerk. Mehr Liebe — auch im Tadel!

Amtsblatt Nr. 7 — Rieper Kassicm, Leopoldstraße 19, Schuhmachergewerbe, 5. 9. 1918, Zl. 23.144. — Schanz Heinrich. Angerzellgasse 4. Konditorgewerbe, 11. 5. 1906, ZI. 20.335. — Schanz Heinrich. Angerzell« gasse 4, Gast- und Schankgewrbe gemäß § 16, lit. e), 6) und l), GO., 11. 8. 1922. ZI. 6491. — Schmidt Johann. Körnerstratze 11. Installationsgewerbe gemäß § 15. Pkt. 17, GO., 26. 4. 1927. ZI. 8642. — Schmidt Johann, Dr.-GIatz-Stratze, Garnisonsspital, Schlossergewerbe, 9. 8. 1922, I I . 12.843. — Stauder Anton, Speckbacherstraße 1, Strickwarenerzeugergewerbe, 19. 6. 1925, Zl. 10.488. — Stegbauer Johann, Innstratze 2, Handel mit allen im freien Verkehr gestatteten Waren mit Ausschluß von Lebens- und Futtermitteln, 3. 10. 1923. Zl. 15.843. — Todeschini Albin. Schillerstraße 1. Handel mit Mehl und Milch. 24. 12. 1926. Zl. 24.495. — Tovazzi Mariano, Leopoldstratze 10, Gast- und Schankgewerbe (Ergänzungskonzession), 17. 11. 1936, Zl. 17.194. — Ueberbacher Robert, Maria-Theresien-Straße 57, Handelsgärtnerei-Verkaufsniederlage. 22. 10. 1928, Zl. 19.482. — Zwerger Johann. Innrain 48. Parkettbodenreinigung, 1. 12. 1931, ZI. 20.506.

Verzeichnis über die i m Monat J u n i 1937 ausgestellten Gewerbe» scheine, bzw. Konzesfionsdekrete

Ammerer Hermann, Beförderung von Lasten mit Kraftfahrzeugen gemäß § 1. Abs. 1. d. Min.-Vdg. vom 31. 3. 1931, BGVl. 109. Innstratze 55, 12. 6., Zl. 7795. — Auhuber Ernst, Zimmermaler-. Anstreicher- und Lackierergewerbe, Mariahilfstr. 22, 17. 6.. Zl. 8178. — Baumann Karl, Erzeugung von Trinkbranntwein, Speckbacherstratze 32, 11. 6., Zl. 7813. — Bertagnolli Paula. Gast- und Schankgewerbe gemäß § 16, lit. b), 6), l) und ß), GO. als Ergänzungskonzession zur gepachteten radiz. Bierschankgerechtsame, Leopoldstraße 10, 18. 6.. Zl. 8235. — Gollner Josef. Tischlergewerbe, I n n straße 59. 1. 6.. Zl. 7280. — Kranewitter Emil, Handel mit Elektro- und Installationsmaterial, Beleuchtungskörpern und elektrotechnischen Apparaten, Museumftraße 21/1, 22. 6.. Zl. 8410. — Kraßmtzer Johann, Spenglergewerbe, Hunoldstraße 16, . 8. 6., ZI. 7706. — Kugi Rudolf. Gast- und Schankgewerbe gemäß § 16. der i m Monat J u n i 1937 durchgeführten lit. a). GO., Maria-Theresien-Straße 12—14, 2. 6., ZI. 7279. — Gewerbeloschungen Lorenzi Johann, Mechanikergewerbe, beschränkt auf Reparaturen von Nähmaschinen, Herzog-Friedrich-Straße 29, 11. 6., Zl. 7869. — Drobek Josefine, Amraser Straße 34, Erzeugung von KinderMeza Peter, Handel mit Molkereiprodukten und Eiern im großen, nährmehl, 19. 8. 1910. ZI. 40.538. — Eisenstecken Cäcilie, I n n Amthorstraße 8, 1. 6., Zl. 7225. — Moser Robert. Kommissionsstraße 61, Handel mit Molkereiprodukten, Bäckereien, Zuckerwarenhandel, beschränkt auf Radiogeräte und Nähmaschinen, waren, Eiern, Kartoffeln, Bündelholz, Mehl, Obst und Gemüse, Andreas-Hofer-Straße 32. 2. 6., Zl. 6344. — Rappold Marie. 7. 4. 1937, Zl. 4668. — Faccio Emil, Südtiroler Platz 8, BarbierFrauen- und Kinderkleidergewerbe, Pfarrgasse 1. 10. 6., ZI. 7814. und Friseurgewerbe, 23. 9. 1905, Zl. 38.626. — Fehler Verta, Fall— Reichmann Otto, Webergewerbe, beschränkt auf die Erzeugung merayerstraße 8, Kreditvermittlung mit Ausschluß der Hypothekarvermittlung. 5. 9. 1931, ZI. 15.214. — Game! Aloisia, Karwenvon Roßhaarfutterstoffen und Kunstseide, Neuhauserstraße 18, delstr. 13, Frauen- u. Kinderkleidermachergewerbe. 31. 8. 1928, Zl. 22. 6.. ZI. 8408. — Todeschini Albin. Handel mit Eiern. Zucker14.827. — Greiner Albert. Maria-Theresien-Str. 12—14, Konzession waren. Schokoladen, Mehl und Milch, Schillerstraße 1, 17. 6., nach § 16. lit. a), GO., 13. 7. 1931, Zl. 11.754. — Hell Ida, Neu- Zl. 8139. — Umlauft Albrecht, Kommissionswarenhandel, behauferstraße 10. Kleidermachergewerbe. 12. 4. 1929, Zl. 4832. — schränkt auf Lebens- und'Futtermittel, Kolonialwaren und Obst, Kapferer Jakob, Gabelsbergerstratze 37, Hausierhandel, 7. 8. 1917, Speckbacherstraße 23. 3. 6., Zl. 7386. ZI. 1338. — Kranewitter Emil, Innrain 16, KommissionswarenHandel im großen, 5. 6. 1934, Zl. 7411. — Kranewitter Emil, Innrain 16. Agenturgewerbe. 5. 6. 1934. Zl. 7412. — Lustig Josef. Maximilianstraße 25. Gepäck-, Fahrräder- und Sportgeräte-Aufbewahrungsstelle, 30. 11. 1935, Zl. 14.094. — Meza Marie, Amthorstraße 8, Handel mit Molkereiprodukten und Eiern im großen, 7. 12. 1935, Zl. 14.599. — Mitschka Anton, Maria-Theresien§ 14 GO., unbefugte Tischlerarbeiten: 10 Stunden; § 132e GO., Straße 7, Handel mit Kolonialwaren, Delikatessen, Wein und Auftrag zu unbefugten Tischerarbeiten: 10 8 (10 Stunden): gebr. geist. Getränken in verfehl. Gefässen, 27. 10. 1906. Zl. 44.760. § 1 GO.. Ladensperre-Uebertretung: 5 8 (8 Stunden); § 2 GO.. ^- Pattis Jos.. Innstr. 38, Zimmermaler-, Anstreicher- u. LackiererHotelbuchverordnung-Nichteinfendung der Fragebögen: 200 8 gewerbe, 16. 8. 1920. Zl. 5514. — Petera Iaroslaw, Maria-Therel5 Tage). 100 8 (4 Tage), 100 8 (4 Tage). 100 8 (4 Tage). 100 8 sien-Straße 18, Handel mit Kurz- und Modewaren, 1. 7. 1895, (4 Tage); § 60 GO., unbefugtes Feilbieten von Gemüse im UmherZl. 13.627. — Peterlongo Johann, Maria-Theresien-Straße 57, fabrikmäßige Erzeugung von Sportartikeln aller Art, 24. 3. 1932, ziehen: 20 8 (2 Tage); § 2 Haufierpatent, unbefugtes Hausieren Zl. 3931. — Pohl Alois, Claudiastraße 16. Gemischtwarenhandel, mit Stoffen: Warenverfall: § 14 GO., unbefugte Malerarbeiten: 50 8 (2 Tage — Verfall der Arbeitsbehelfe): § 2 des Hausier23. 11. 1920. Zl. 24.143. — Rauchenbickler Wilhelm, Unioersitätsstraße 33. Tapezierergewerbe. 27. 3. 1920. Zl. 2885. — Reithmayer patentes: Verfall von 9 Meter Anzugsstoff; § 22 GO., unbefugte Josef, Museumstraße 13, Schuhmachergewerbe. 15. 2. 1910, Zl. 288. Lastenbeförderung mit Kraftwagen: 10 8 (24 Stunden), 15 8

Gewerbe

Nachweis

Gewerbestrafen im Monat Juni


.11

Amtsblatt N i . 7 (36 Stunden): § 13d GO., unbefugter Handel. 40 8 (4 Tage),§ 2 Hausierpatent, Hausieren mit Textilwaren: 20 8 (24 Stunden): § 49 GO., unrichtige Geschäftsbezeichnung: 20 8 (24 Stunden): Laden sperre, Sonntagsruhe: 20 8 (24 Stunden); § 11 GO., unbefugte Radioreparaturen: 30 8 (48 Stunden): § 2 Hausierpatent: 20 8 (3 Tage): § 136 GO., unbefugte Wäscheerzeugung: 200 8 (8 Tage): § 13a GO., unbefugter Bierverkauf: 50 8 (3 Tage): § 55 GO. und § 13a GO., unbefugter Gemischtwarenhandel: 50 8 (5 Tage): § 55a GO., unbefugte Verpachtung: 50 8 (5 Tage): § 2 Hausierpatent: 10 8 (24 Stunden): § 14 GO., unbefugte Glaserarbeiten: 50 8 (3 Tage): § 2a—1 der Milchvorschriften: 10 8 (12 Stunden), 10 8 (12 Stunden): 3 Übertretungen des Einwohnergesetzes 1935: je 5 8 (15). (12 Stunden): 5 Übertretungen des Einwohnergesetzes 1935: je 3 8 (15), (12 Stunden): 8 Übertretungen des Einwohnergefetzes 1935: je 3 8 (24), (12 Stunden): 3 Übertretungen des Einwohnergesetzes 1935: je 5 8 (15), (12 Stunden): 5 Übertretungen des Einwohnergesetzes 1935: je 5 8 (25), (12 Stunden): 1 Uebertretung des Einwohnergesetzes 1935: 12 Stunden Arrest.

162. 163.

164.

165. 166.

Verzeichnis öer Getverbeveranöerungen im Monat Juni 152. A l p e n e x p r e t z , Autoreifen-Gesellschaft m. b. H.. Verlegung des Standortes der Unternehmung periodischer Personentransporte von der Welsergasse 7a (tatsächlicher Betrieb: Graßmayrstraße 2a) in die Maria-Theresien-Straße 23. 153. V a r t l Anna, Verpachtung der Gewerbeberechtigung zum Betriebe des Gemischtwarenhandels im Standorte Innsbruck, Universitätsstraße 14, an Herrn Alois Gundolf. 154. O e s t e r r e i c h i f che B r a u A. G. i n L i n z , Bestellung des Herrn Rudolf Kugi zum Pächter beim Betriebe der auf der Realität Maria-Theresien-Straße Nr. 12—14 (Gasthof „Breinötzl") radiziert haftenden Gast- und Schankgewerbekonzession mit den Berechtigungen des § 16 GO., Ut. d). e), ä), t) und ß), an Stelle des vom Pacht abgetretenen Albert Greiner. 155. D i e t r i c h Therese, Lösung des Pachtverhältnisses mit Franz Wildauer hinsichtlich des im Grunde des § 56 (4) GO. betriebenen Fleischhauergewerbes nach dem verstorbenen Gatten Karl Dietrich im Standorte Innsbruck, Innrain 4 (städtische Fleischbank), und Stillegung des Betriebes. 156. F i s c h n a l l er Anna, neuerliche Verpachtung der Konzession zum Betriebe des Gast- und Schankgewerbes gemäß § 16 Ut. a), d), o), <i), t) und g) GO. im Standorte Innsbruck, Leopoldstraße 16, an Herrn August Cattarozzi auf die Dauer von 5 Jahren. 157. F r o h n w i e s e r Thomas, Verlegung des Standortes des Handels mit allen im freien Verkehre gestatteten Waren, je-» doch mit Ausschluß der im § 38, Abs. 5. GO. aufgeführten Artikel, von der Sterzinger Straße 6 in die Mariahilistr. 10. 158. F r o h n w i e s e r Thomas, Verlegung des Standortes des Mechanikergeirerbes, beschränkt auf Fahrrad- und Automobilreparaturen, von der Ing.-Etzel-Strahe, Viaduktbogen Nr. 62 (70). in die Mariahilsstraße Nr. 10. 159. I a u f e n t h a l e r Theresia, Verlegung des seit 27. Februar 1937 im Standorte Innsbruck, Pfarrgasse Nr. 2. betriebenen Weißnähereigewerbes in das Haus Kaiser-Franz-IosephStraße 5. 160. K a r a s i a t , Auflassung der Verkaufsstelle zum Betriebe des Zuckerbäckergewerbes im Standorte Innsbruck, Defreggerstraße 14. 161. K e l l e r e r Anna. Blattl Grete und Ing. Christian Blattl, Bestellung des Frl. Paula Bertagnolli zur Pächterin beim Betriebe der radizierten Vierschankgerechtsame im Anwefen

167. 168.

169. 170.

171. 172. 173. 174. 175.

176.

177. 178.

Leopoldstraße Nr. 10 und Löschung des bisherigen Pachtverhältnisses mit Mariano Touazzi. K r a s c h i Anna, Verlegung des Standortes des Kleidermachergewerbes nach dem verstorbenen Gatten Josef Kraschl von der Wilhelm-Greil-Straße Nr. 9 in die Anichstraße 5. L a n g e g g e r Heinrich, Bestellung des Herrn Prof. Clemens Cäfar als gerichtlich bestellten Kurator zum Stellvertreter (Geschäftsführer) bei dem dem Langegger gehörigen Gewerbebetrieb, des Handels mit allen im freien Verkehre gestatteten Waren, jedoch mit Ausschluß der im § 38. Abs. 5. GO. aufgeführten Artikel, im Standorte Innsbruck, Innstraße 49. L o c h b i c h l e r Rudolf, Verlegung des Standortes des feit dem Jahre 1936 ruhenden Gewerbebetriebes, des Großhandels ohne Beschränkung auf bestimmte Waren und des Gemischtwarhnhandelsgewerbes von der Kiebachgasse 14 in die Unwersitätsstraße 14. M a y e r Gustav, Abmeldung des Pächters seines Agenturgewerbes im Standorte Innsbruck, Pfarrgasse 4, Herrn Engelbert Ritz. M e n a r d i Anton, Verlegung des Standortes des Sattlergewerbes von der Hunoldstraße 18 in die Michael-GaismayrStrahe 9. M ü l l e r Venedikt. Verlegung des Standortes des Tischiergewerbes von der Heiliggeiststraße 1 in die Leopoldstraße 16. M u n a r e t t o Anton, Verlegung des Standortes des Gewerbes der Ausführung von Entwürfen und der Übernahme der Ausführung von Transportanlagen, wie Drahtseilbahnen für Materialtransporte, Streckenförderern, Aufzügen usw. sowie Kabelkranen und Hängebrücken nebst den dazugehörigen Hochbauten durch hiezu befugte Gewerbetreibende von der Andreas-Hofer-Straße 32 in die Stasflerstraße 20. P l a t t n e r Anton, Verlegung des Standortes des Zimmermaler-, Anstreicher- und Lackierergewerbes von der Fischergasse 3 in die Zeughausgasse 4. P l a t t n e r Helene, Inhaberin des Gewerbescheines zum Betriebe des Handels ohne Beschränkung auf bestimmte Waren im Standorte, Kranewitterstraße 2, Verehelichung und Aenderung des Namens auf „Anzinger". R e n n e r Iosefa, Verehelichung und Umänderung des Namens auf „Höllriegl". T o u f a r Heinrich, Verlegung des Standortes des Agenturgewerbes, beschränkt auf Lebensmittel, von der Burgenlandstraße Nr. 49 in die Kapuzinergasse 20. W i l d au er Franz, Verlegung des Standortes des Fleischhauer- und Selchergewerbes von der Gabelsbergerstratze 21 nach Innrain 4 (städt. Fleischbank gebäude). S c h a a r Ludwig, Verlegung des Standortes des Auslagenarrangiergewerbes von der Leopoldstraße 16 nach dem Frauenanger 4. S c h i n d l e r <K Co., Konditorei-Cafe, Bestellung des Herrn Josef Mogna zum vertretungsbefugten Stellvertreter (Geschäftsführer) beim Betriebe des Zuckerbäckergewerbes im Standorte Maria-Therefien-Straße 29 an Stelle des bisherigen Geschäftsführers Joses Rasovsky. S c h m i d t Oskar. Wiederaufnahme des feit 15. August 1937 ruhend gemeldeten konzessionierten Gewerbebetriebes der Ausführung von Gasrohrleitungen, Beleuchtungseinrichtungen und Waffereinleitungen im neugewählten Standorte Innsbruck, Lindengasse 6. S e i l Anton, Verlegung des Standortes des Faßbindergewerbes von der Ing.-Etzel-Straße, Viaduktbogen 27, in die Hunoldstrahe Nr. 18. S p i e l m a n n Therefe. Fortführung des von dem verstorbenen Gatten Iofef Spielmann hinterlasfenen Tapezieiergewerbes im Standorte Salurner Straße 12 auf eigene Rechnung und Verpachtung diefes Gewerbes an Herrn Roman Thaler.


12

Personalnachrichten Der Gemeinderat der Landeshauptstadt Innsbruck hat in seiner Sitzung vom 9. Juli 1937 gum Beförderungstermin 1. Juli 1937 folgende Beschlüsse gefaßt: a) I m Rahmen der vom Gemeindetage beschlossenen Grundsätze über die Vornahme freier Beförderungen werden ernannt: Der Mag.-Oberkommissär Dr. Josef Oefner zum Magistratsrat der IV. Dienstklasse, der Mag.-Kommissär der V I. Dienstklasse Dr. Walter Kapferer zum Mag.-Oberkommissär der V. Dienstklasse, der Mag.-Kommissär der V I I . Dienstklasse Dr. Fritz Ambrosch zum Mag.-Kommissär der V I. Dienstklasse, der Rechnungs-Oberrevident Franz Scheiring zum Rechnungsrat der V. Dienstklasse, der Rechnungs-Revident Edmund Oesterle zum Rechnungs-Oberrevident der V I. Dienstklasse,b) dem Erhebungs-Offizial Johann Tremi werden die Bezüge der V I. Dienstklasse zuerkannt; o) der Kanzlei-Adjunkt Bernhard Mazegger, der auf einem Dienstposten des städt. Rechnungsdienstes in Verwendung steht, wird unter gleichzeitiger Ernennung zum Rechnungsassistenten in die 7. Verwendungsgruppe überstellt,' ä) der Vertragsangestellte Ing. Siegfried Thurner wird unter gleichzeitiger Ernennung zum Baukommissär der V I I . Dienstklasse in das pragmatische Dienstverhältnis übernommen: y) die Aushilfsamtsboten Siegfried Mikschick, Ferdinand Aichner, Eduard Lerch und Franz Hövfel fowie der Aushilfsfriedhofaufseher Johann Schütz werden auf Dienstposten der 2. Verwendungsgruppe in das pragmatische Dienstverhältnis übernommen. Die Beamtenanwärter Mag.-Kommissär Dr. Alfons Dietrich, Rechnungsassistent Ing. Arthur Jesacher, Rechnungsassistent Erwin Lorber, Rechnungsassistent Edwin Verreitter, Marktamts-Assistent Dr. Otto Wassermann, Marktkommissär Paul Steinlechner, die Gefällsaufseher Karl Schreiner, Josef Astner, August Vertol und Hubert Pirker sowie die Kindergartenleiterin Maria Retter und die Kindergärtnerin Mathilde Plankensteiner, die sämtliche die vorgeschriebene Anwärterzeit vollendet haben, werden mit 1. Juli 1937 in das definitive Dienstverhältnis übernommen. Nach den Bestimmungen des Gehaltsgesetzes über die Zeitbeförderung und die Ieitvorrückung und den grundsätzlichen Beschlüssen des Gemeindetages hiezu werden mit 1. Juli 1937 der Kanzleioffizial Franziska Ribitsch zum Kanzleioberoffizial und der Schulrat der V I I I . Dienstklasse Oberhammer Hans zum Schulwart der V I I . Dienstklasse ernannt.

Amtsblatt Nr. 7 Die bei der Bundespolizeidirektion Innsbruck zugeteilten städt. Polizeirevierinspektoren Georg Haas und Paul Weitzer werden mit 1. Juli 1937 zu Polizeibezirksinspektoren ernannt. Dem ebenfalls bei der Bundespolizeidirektion Innsbruck zur Dienstleistung zugeteilten städt. Polizeirevierinspektor Johann Seiringer wird der Titel eines Polizeibezirksinspektors verliehen. Die zur Besetzung ausgeschriebene Stelle des Hausmeisters für das Rathaus wurde dem Bewerber Hans Ruetz, Stadtarbeiter, verliehen. Risser Anton, Monteur bei der städtischen Wasserversorgung erhält über sein Ansuchen im Sinne der Ruhegenuß- und Versorgungsbestimmungen für Stadtarbeiter vom 1. August 1937 an ein dauerndes Ruhegeld.

Kunömachung! Die Gemeinde Innsbruck hat mit Gemeinderatsbeschlutz vom 22. April 1937 die nachstehenden Anordnungen für die in ihrem Privateigentumstehendenund widmungsgemäh der Oeffentlichkeit zugänglich gemachten Anlagen der Villa „Vlanea" in Hötting getroffen: „Das Betreten der Rasenflächen sowie jede Beschädigung und Verunreinigung der Anlagen ist strengstens verboten. Für Beschädigungen und Verunreinigungen, die durch Kinder verursacht werden, sind deren Begleitpersonen, bzw. deren gesetzliche Vertreter verantwortlich und haftbar. Hunde sind an der Leine zu führen. Das Radfahren fowie das Fahren mit anderen Verkehrsmitteln — Kinderwagen, Krankenrollftühle, Roller und fogenannte Holländer ausgenommen — ist auf den Wegen der Gartenanlage verboten." Diese Anordnungen werden von der Bundespolizeidirektion Innsbruck als Ortspolizeibehörde im Einvernehmen mit dem Stadtmagistrate Innsbruck genehmigt und sind allgemein zu befolgen. Uebertretungen vorstehender Anordnungen werden von der Bundespolizeidirektion Innsbruck, gemäh Art. V I I EGVG., mit Geld bis 200 8 oder Arrest bis zu 14 Tagen bestraft. Für die Stadtgemeinde Innsbruck: Der Bürgermeister: Franz F i s c h e r s , h. Für die Polizeidirektion: Dr. W i n d h o f e r e. H.


13

Amtsblatt Nr. 7

Monatsbericht über öen Fremöenverteljr

Mitteilungen öes HtaötphMates

Monat Juni 1M7 (1936)

Stand der Infektionskrankheiten im Juni 1937 Ständiger Wohnort

Zahl der Zahl der ssremdenmeldungen Übernachtungen 193?

Wien 3487 Sonstiges Oesterreich 3414 Deutsches Reich .2489 Danzig 17 Schweiz, Liechtenstein . . . . 659 Italien 501 Jugoslawien 63 Ungarn 315 Rumänien 56 Tschechoslowakei 694 Polen 56 Litauen, Lettland, Estland. Finnl. 52 Schweden, Norwegen. Dänemark . 429 Niederlande 822 Belgien. Luxemburg 417 Großbritannien. I r l a n d , . . . 2844 Frankreich. Monaco 695 Spanien. Portugal, Albanien . . 16 Griechenland. Bulgarien, Türkei . 2 6 Rußland- und Russisch-Asien . . 2 Palästina. Britifch-Indien. Niederländisch-Indien, Japan, übr. Asien 76 Aegypten. übr. Afrika, Australien 203 Verein. Staaten v. Nordamerika 705 Staatenlose 12 Argentinien, Brasilien, übriges Amerika 101

1936

3046 3536 478 — 1475 725 34 244 35 578 35 4 339 675 260 1865 479 15 15 —

193?

1936

9449 7315 11882 10150 3928 1328 40 — 990 2054 1047 1733 155 87 516 306 97 165 1253 1253 243 62 65 2 696 464 1305 1131 559 37s 6913 4752 1048 844 44 14 60 70 2 —

18 57 309 6

199 403 1239 61

26 101 555 6

43

115

58

Zusammen: 18151* 14271

Scharlach: 24 Erkrankungen, kein Todesfall. Diphtherie: 3 Erkrankungen, kein Todesfall. Typhus: 2 Erkrankungen, kein Todesfall. Zahl der Geborenen im Juni 1937 Gesamtzahl: 44, davon eine Totgeburt, 21 männlich, eine Totgeburt, 23 weiblich, keine Totgeburt. Todesfälle im Juni 1937 67 Gesamtzahl: Davon auswärts: 25 42 (20 männlich, 22 weiblich).

Bericht öes Marktamtes über die Preisbildung bei einigen lebenswichtigen Nahrungmitteln im Monat Juni 1937 Beim Kalb- und Schaffleische ist im Laufe des Verichtsmonates eine Verbilligung um durchschnittlich 20 bis 30 Groschen je Kilogramm eingetreten, auch Kitzfleisch ist wefentlich billiger geworden, doch ist diese Verbilligung nahezu belanglos, weil die Anlie-

42409* 32854

* Anmerkung: Von der ausgewiesenen Gesamtsumme an Meldungen bzw. Uebernachtungen entfallen auf konzessionierte Gastgewerbebetriebe (Hotels, Pensionen, bewirtschaftete Schutzhütten usw.) Fremdenmeldungen: von Inländern 6420, von Ausländern 10594, Uebernachtungen: von Inländern 15895, von Ausländern 17846. Jugendliche in Herbergen 502 Personen mit 1040 Nächtigungen.

Lieferung-Ausschreibung für öie praöler Hauptschule Für die Probier Hauptschule kommt die Lieferung der Einrichtungsstücke (Tischlerarbeiten) zur Vergebung. Die Unterlagen können im Stadtbauamt, I i m mer-Nr. 7N, zwischen IN und 12 Uhr vormittags abgeholt werden. Die Angebote sind bis spätestens Mittwoch. 20. Juli 1937 bis 11 Uhr vormittags im Stadtbauamts-Einlauf einzureichen. Später einlaufende Offerte werden nicht mehr berücksichtigt. Die Iufchlagserteilung ohne Rücksicht auf die Höhe der Angebote wird vorbehalten. Der Bürgermeister: Franz F i s c h e r e. h.

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32 Islspkon 462


Amtsblatt Nr. 7 ferung von Kitzen der Jahreszeit entsprechend bereits sehr weit zurückgegangen ist. Die übrigen Fleischpreise sind annähernd gleich geblieben, Zumindest wurde nirgends eine Verteuerung festgestellt. Die im letzten Berichte erwähnte, nur in einzelnen Geschäften festgestellte Verbilligung des Wiener Schweinefettes ist ziemlich allgemein geworden, so daß mit wenigen Ausnahmen der Kilogrammpreis jetzt 8 2.60 beträgt. Auch beim Schweinefilg ist eine Verbilligung um durchschnittlich 20 Groschen je Kilogramm zu verzeichnen.

Die Obst- und Gemüsepreise sind bei den meisten Sorten infolge sehr reichlicher Zufuhren noch weiter zurückgegangen, wobei jedoch bei den jeweils erstmalig auf den Markt gebrachten Obst- und Gemüsesorten nach wie vor entsprechend hohe Preise verlangt werden, was augenblicklich z. B. bei den ersten einheimischen Frühkartoffeln der Fall ist, welche 35 Groschen je Kilogramm kosten. Außergewöhnliche Erscheinungen im LebensmittelHandel konnten während des Verichtsmonates weder in der Preisbewegung, noch in der Anlieferung beobachtet werden.

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Amtsblatt Nl.?

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H a u p t a n s t a l t : Erlerstraße Nr. 8 Z w e l g a n s t a l t : Maria-Thereslen-Str. 23/2)

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Amtsblatt Nr. 7

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Verleger, Eigentümer und Herausgeber: Die Stadtgemeinde Innsbruck. — Verantwortlicher Schriftleiter: Nr. Willy Rumer, Innsbruck, Wilhelm-Vreil-Straße 25. Druck: Graphische Kunstanftalt T y r o l i a , Innsbruck


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