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Editorial

in der Bayernstudie „München – Tolerant und aufgebrezelt“ von Anja Wolf wird das Münchner Lebensgefühl zutreffend beschrieben. Wie hat es München doch glückhaft getroffen mit Bayern! Und umgekehrt natürlich. Die barocke Hauptstadt und das seenreiche Voralpenland - sie sind füreinander geschaffen. Zwei Liebende sind sie. Ein Herz und eine Seele. Nicht auszudenken, München hätte sich einst, als die Standortfrage anstand, zum Beispiel für die Lüneburger Heide entschieden. Woher nämlich nähme dann die Stadt ihr berühmtes Lebensgefühl ohne Bayern? Und auf dieses Lebensgefühl legen die Münchnerinnen und Münchner sehr viel Wert. Dieses Münchner Lebensgefühl ist also auch ein bayerisches Lebens- und Heimatgefühl. Heimat! Wo gäbe es reichlicher davon als in und um München herum. Dazu gehören Biergärten, Knödel und Schweinsbraten genauso wie Oskar Maria Graf und Karl Valentin. Die Theatinerkirche etwa, der Viktualienmarkt, ja und dazu gehört auch nach wie vor das Münchner Oktoberfest. Mit freundlichen Grüßen

PS: Die 23. Ausgabe der „Münchner Innenstadt“ erscheint Mitte Oktober 2010 und wird Sie dann wieder zum Spaziergang durch München einladen.

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Münchner Kirchen

Münchner Brunnen

Münchner Denkmäler

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Trudering

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f ü r S ie pr o bie r t...

Münchner Zeittafel

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Die Neue Pinakothek

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münchner

Innenstadt 23/Juli 2010

Impressum Herausgeber: Jenny Schmidbauer Niederalmstraße 21 81735 München

Gesamtherstellung und Anzeigen: sms-schmidbauer GbR Niederalmstraße 21 81735 München T 089-480 68 68-6 F 089-480 68 68-7 e-mail: info@sms-schmidbauer.de Grafik, Design und Foto: studio liebhart Breisacher Straße 3 81667 München T 089-459 94 38 -19 F 089-459 94 38 - 50 e-mail: mail@fotostudioliebhart.de Fotos und Text: Landeshauptstadt-München, Stadtarchiv München, Münchner Stadtmuseum, Haus der Bayerischen Geschichte, Susanne, Herbert und Philipp Liebhart, Petra Perle, Chalwa Heigl DERGUGL,

Münchner Liederbuch „So lang der Alte Peter“ von Wolfgang A. Mayer und Eva Becher, 2008, aus dem Dölling-und Galitz-Verlag, Etagezwo

9 Münchner-Denkmäler Die öffentliche Rose

Inhalt

Verlag und Redaktion: sms-schmidbauer GbR Niederalmstraße 21 81735 München T 089-480 68 68-6 F 089-480 68 68-7 e-mail: info@sms-schmidbauer.de www.münchner-innenstadt.com

6 Münchner Kirchen St. Ursula

14 Münchner Brunnen

16 Münchner Straßen

20 Stadtteilbesuch Trudering

28 Neue Pinakothek

32 Münchner Zeittafel

33 für Sie probiert...

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ST. URSULA Die Katholische Stadtpfarrkirche St.Ursula, die zweite Pfarrkirche des Münchner Stadtteil Schwabing. Zugleich ist St. Ursula der erste Sakralbau Münchens, der sich von den mittelalterlichen Architekturvorbildern abwandte und dadurch eine Brückenfunktion zwischen Historismus und Jugendstil/Moderne einnimmt. Nachdem Schwabing, 1887 zur Stadt erhoben seit dem 18. Jahrhundert immer mehr anwuchs, erwies sich die Pfarrkirche St. Sylvester bald als zu klein. Erste Erweiterungspläne wurden zugunsten eines Neubaus an anderer Stelle verworfen, deren Planung August Thiersch übertragen wurde. Thiersch wollte mit St. Ursula ein neues städtebauliches Zentrum für Schwabing schaffen, was aber nicht gelang. Daher stellte er die dreischiffige Basilika in die Achse der Friedrichstraße und gestaltete einen Platz um sie. Der Entwurf sah eine Basilika mit zentralem Campanile im Zentrum, die beiderseits von symmetrischen Bauten flankiert werden sollte. Um zugleich die eigenständige Verbindung mit Schwabing zu zeigen, wurde als Patrozinium das der hl. Ursula gewählt, das von der bisherigen 6

Dorfkirche übernommen wurde. Nebenpatron wurde der hl. Nikolaus von Myra, da der Neubau zugleich Nachfolger der im 19. Jahrhundert profanierten und 1908 abgerissenen Nicolaikapelle war.

Thierschs Entwurf für das Gelände am heutigen Nikolaiplatz


Blick durch das Kirchenschiff zum Altarraum

Nachdem 1888 das Grundstück zur Verfügung stand, erfolgte 1894 die Grundsteinlegung. Am 10. Oktober 1897 wurde St. Ursula geweiht, die alte Dorfkirche St. Ursula, seit 1921 St. Sylvester, wurde zu diesem Zeitpunkt Filialkirche mit eigener Kuratie. Im Zweiten Weltkrieg wurde 1944 die Farbverglasung der Kirche zerstört, ansonsten blieb die Kirche aber unversehrt. 1956 und nochmals 1977-1980 erfolgte eine Sanierung. Zur Zeit befindet sich der Campanile wegen Einsturzgefahr in einem Gerüst, eine Bürgerinitiative sammelt Geld für die Restaurierung. Die Kirche, der „Dom von Schwabing“, ist nach Norden ausgerichtet und ist durch ihre Lage in der Achse der Friedrichstraße mit der Vierungskuppel und dem seitlich stehenden Campanile schon von weitem sichtbar.

Balthasar Schmitt, der sich dabei an Arbeiten der Familie della Robbia orientierte. Die dreischiffige Basilika besitzt Querhaus, Vierung und Staffelchor. Die Schiffe des Langhauses mit einfachen Rundbogenfenster werden durch rundbogige Säulenarkaden getrennt. Die quadratische Vierung wird von einer Tambourkuppel überragt. Die Halbtonnengewölbe in Querhausarmen, Chorseitenkapellen und Vorchorjoch sind mit Stuck verzierten, vergoldeten Kassetten ausgesetzt. Die Ordnung der Säulen des Langhauses findet in durch flache Pilastern mit Gebälk und Fries in Querhaus und Chor eine Fortsetzung. Die Apsis besitzt kreuzförmige Kassetten mit Engelsfiguren.

Die Architektur lehnt sich an die Florentiner Renaissance an. Dies zeigt sich besonders an den Majolikareliefs von 7


Die öffentliche Rose Das Denkmal „Die öffentliche Rose“ von Rolf Szymanski 1969-1971 geschaffen, gespendet von Theo Wormland, integriert sich in die Grünanlage zwischen Frauen- und Westenriederstraße. Rolf Szymanski am 22. Oktober 1928 in Leipzig geboren, lebt in Berlin. Von 1970 bis 1993 Mitglied der Akademie der Künste, Berlin (West), Sektion Bildende Kunst. 1990 Korrespondierendes Mitglied der Akademie der Künste, Berlin (Ost), Sektion Bildende Kunst. Von 1990 bis 1993 Ordentliches Mitglied der Akademie der Künste, Berlin (Ost), Sektion Bildende Kunst. Seit 1993 Mitglied der Akademie der Künste, Berlin, Sektion Bildende Kunst. Zahlreiche Werke stehen im öffentlichen Raum in Deutschland. Gemeinsam mit HAP Grieshaber begründet er den Jerg-RatgebPreis, der 1977 erstmals verliehen wurde. 1986 bis 1996 hatte Szymanski eine Professur an der Hochschule der Künste Berlin inne. Von 1974-1983, und dann wieder ab 1986 war Szymanski Direktor der Abteilung Bildene Kunst der Akademie sowie Vizepräsident (19831986) unter Günter Grass. 1999 wurde Szymanski Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Rolf Szymanski ist ein Vertreter eines abstrahierenden, das figürliche nie gänzlich vergessenden, Stils.

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„Mia samma die lustinga Truderinga“ ein Münchner Lied und seine Geschichte von Petra Perle Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde Musik nicht durch Radio oder CD unters Volks gebracht, sondern auf den vielen Münchner Volkssängerbühnen vorgesungen zum Amüsement des mitsingenden und mitgrölenden Publikums. Die dazu gehörigen Liederhefte wurden in Bierhallen und Bierzelten billig angepriesen, damit nur ja alle mitmachen konnten! Typisch ist die weite Verbreitung , die unser „Truderinger“ Lied schon Ende des 19. Jahrhunderts fand. Ganz schnell wurden die Lieder, die sich im Gehör festgesetzt hatten, in ganz Süddeutschland verbreitet und man findet sie in verschiedenen Aufzeichnungen mit geringfügigen Textvarianten überall. Gerade unser Lied kling, als hätte man es immer schon gekannt. Deshalb ist es auch heute noch absolut erlaubt, ja geradezu gefordert, Texte zu verändern und an die heutigen Üblichkeiten anzupassen. Damit die Münchner überhaupt auf „ihre“ Lieder wieder zugreifen können, haben Wolfgang A. Mayer, der große LIedforscher, und Eva Becher vom Kulturreferat 2008 das Buch „Solang der Alte Peter“, Münchner Liederbuch, herausgegeben. Es enthält Noten und Texte von rund hundert Münchner Liedern und einen dicken Teil, in dem die Geschichten um die Lieder und das musikalische Leben in München enthalten sind. Überall im Buchhandel erhältlich. Damit aus diesem Buch auch gesungen wird, haben wir uns im Valentin-Karlstadt-Musäum gedacht, muss man auch Sing-Gelegenheiten schaffen: Einmal im Monat in unserem Turmstüberl wird gemeinsam mit Wolfgang A. Mayer oder Eva Becher gesungen. Ein Stünderl trägt einer der beiden dazu bei, dass Sie alle sich an die Lieder erinnern, mitträllern und mitsingen können, dabei auch Neues lernen, vielleicht einen Jodler oder auch ein paar Gschichtln um das Alt- Münchnerische. Neben der noch relativ frischen Erinnerung an Bally Prell werden Weiß Ferdl, Michl Lang, Otto Kuen, aber auch moderne Liedermacher wie Konstantin Wecker und viele andere mit ihren Liedern aus dem Buch von allen gemeinsam gesungen. Unsere nächsten „Turmsingen“ werden sein am: 14.6. - 19.7. - 16.8. - 20.9. - 18.10. - 15.11. - 13.12. und alles 2010. Meine berühmten Kuchen, die gute Suppn und beste Getränke halte ich natürlich für Sie alle bereit! Zum Singen sollte man zumindest was Gscheits trinken, damit die Stimme geölt ist! Den Eintritt fürs Musäum (2,99 ˡ je erwachsene Person) muss man entrichten, die Singerei ist frei (und macht frei!). Das Gemeinschaftsgefühl, wenn mit vielen Fremden, ein gesungenen Jodler geschmettert wird, ist unbeschreiblich! Ich freu mich auf Sie und die alten und neuen Volkssängerlieder! Eure Petra Perle, Wirtin vom Turmstüberl im Isartor, Tel.: 089/29 37 62 9


G´schichten aus dem Münchner Bratwurstherzl AKTION Renovierung der Fresken in der Heilig-Geist-Kirche! Weiterhin, von jeder verkauften Original Nürnberger Bratwurst geht ein Cent als Spende an die HeiligGeist-Kirche. Spenden willkommen!

Bei uns können Sie die Hörbuch-CD »Viktualienmarkt G´schichten« von Gerhard Acktun zum Preis von 14,95 € erwerben.

Ein Rückblick auf die letzten 3 Monate im „Münchner Bratwurstherzl“.

und feinfühligen Aquarelle, diese sind auch bei Frau Uhl zu kaufen. Es liegt im „Münchner Bratwurstherzl“ eine Bildermappe auf.

Der „Obergmoa Zwoagsang“ der zum musikalischen Weißwurstfrühstück aufspielte, brachte dem Geburtstagskind selbstverständlich zu diesem Ehrentag ein Ständchen. Die sonntäglichen Weißwurstfrühstücke im „Münchner Brat-

größerer Beliebtheit. Die beiden Musikanten heizen die Stimmung dermasen an, dass die Gäste mitschunkeln und mitsingen. Man freut sich schon auf das nächste musikalische Weißwurstfrühstück, und natürlich auch auf die noch kommenden Überaschungstage im „Münchner Bratwurstherzl“.

wurstherzl“ mit dem „Obergmoa Zwoagsang“ erfreuen sich immer

Am 30. Mai fand im „Münchner Bratwurst Herzl“ ein weiteres sonntägliches Highlite statt. Die Gala mit den Travestie-Komödianten, Baronesse de Luxe & Kashmaa Rosé begleitet von Perle Jürgen unter dem Motto „Ein Herz voller Illusionen“. Im vollen Haus brodelte die Stimmung, die Gäste feuerten die Travestie-Komödianten zu wahren Höchstleistungen Ihrer Auftritte an. Es war ein fantastischer Abend für alle Beteiligten. Vor dem Auftritt stärkte man sich am reichhaltigen Buffet, arrangiert vom Küchenchef Rainer Maier. Am Ende der Gala wurde zum run-

Seinen 85. Geburtstag feierte der Stammgast Gerhard Nixdorf im April mit Verwandten und Freunden. Gerhard Nixdorf, bekannt im „Münchner Bratwurstherzl“ sind seine feinen Bleistiftzeichnungen

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den Geburtstag von Inge BaldaufKostner, seit 10 Jahren Servicekraft im BWH, mit einem wunderschönen Blumenstrauß, und der Küchenchef Rainer Maier mit einer Karikatur von Franz Eder, geehrt.

Ab 10. Oktober kann man das neue Programm der „Fabulous Four“ in ihrer Spielstätte „Zunfthaus“ in

der Thalkirchnerstraße 76 erleben. Unser Tipp rechtzeitig Karten reservieren im „Münchner Bratwurstherzl“.

ßen der Staatsoper und des Staattheaters am Gärtnerplatz, auch Schauspieler und Größen von Film und Fernsehen finden hier eine gemütliche Entspannung. Seit Jahren schon hat der Opernclub München in mem. Franz Lachner hier für manche Sängergrößen und Dirigenten seine Heimat gefunden. So fanden Künstlergespräche dort unter anderem mit Marilyn Schmiege, Prof. KS Hans Sotin, Ivor Bolton, dem Pianisten Donald Sulzen, KS Alfred Kuhn, um nur einige wenige herauzugreifen statt. besuchen Sie doch einmal das Lokal, irgendwann begegnen Sie dort Ihren Lieblingskünstler.

Am Sonntag, den 25. Juli ab 12.00 Uhr findet wieder das Sommerfest des Ambulanten Kinderhospitz München am Dreifaltigkeitsplatz statt. Es gibt die original Nürnberger Bratwürstel vom Buchenholzgrill, Würstel, Kaffee und selbstgemachten Kuchen, Live Musik, viele Spiele, Tombola, Kinderschminken Ivor Bolton, Chefdirigent des Mound weitere Überraschungen. Ge- zarteum -Orchesters Salzburg, ersponsert und unterstützt von der hielt 1998 den Bayerischen TheaWirtin des „Münchner Bratwurst- terpreis. herzls“ und vielen ehrenamtlichen Helfern. Spenden an die Stiftung „Ambulantes Kinderhospiz München“ Das Motto vom „Münchner BratAKM Bank für Sozialwirtschaft wurst Herzl“ Konto Nr.: 8820605/BLZ 700 205 00 Die Stiftung AKM München ist ge- „Tue deinem Leib Gutes, damit die meinnützig anerkannt. Schirmher- Seele Lust hat, darin zu wohnen“. rin, Christa Stewens, Staatsminis- Hl. Theresia von Avila terin a. D. Ihre Mannschaft vom „Münchner Bratwurstherzl“ Im traditionsbewussten Bratwurstherzl am Viktualienmarkt, das durch seine fränkische-bayerische Küche begeistert, speisen auch die Gro-

Hertha Uhl Betriebs GmbH Dreifaltigkeitsplatz 1 80331 München Tel.: 089-29 51 13 11


WA R Z E N B E N I Der Springbrunnen am Sendlinger Tor Platz von Heiner Schuhmann 1972 aus Granit-Großstein geschaffen. Dieser Brunnen entstand anläßlich der Olympischen Spiele 1972. Der alte Vorgängerbrunnen mußte dem Neuen weichen. Dieser neue Brunnen zeigt die alte Form des Springbrunnens in moderner Verkleidung. Wie Lavaausbrüche steigen sechs Fontänen aus kraterförmigen, runderhabenen Wölbungen und fallen zur Erde, wo das Wasser verschwindet. Kleine Krater zwischen den großen und die Granitsteinpflasterung lockern das Bild auf. Gefällig erscheint das große Rund, in dem kleinere und ganz kleine Rundungen von den senkrechten Wasserfontänen besprüht werden. Der Volksmund nennt diesen Brunnen Warzenbeni. Leider sprudelt der Brunnen zur Zeit nicht, Grund dafür sind die anstehenden Reparaturmaßnahmen.

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Rückblick auf Veranstaltungen im Münchner Hofbräuhaus

HB Maitanz 2010

23.03.2010

10:44 Uhr

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TANZ- UND MUSIKVERANSTALTUNGEN IM HOFBRÄUHAUS 01.05.2010 MAITANZ MIT DEN WELLBUAM Kartenvorverkauf im Reservierungsbüro.

Maibockanstich mit dem Bayerischen Finanzminister Georg Fahrenschon und Direktor Dr. Michael Möller.

24.06.2010 1.Eintritt TANZKURS ZUM KOCHERLBALL 12 € auf allen Plätzen im Festsaal, 2. Stock

Erkerzimmer, 2. Stock, Einlass 18.30, Eintritt frei

07.05.2010 MÜNCHNER TANZBODEN Erkerzimmer, 2. Stock

25.06.2010

MÜNCHNER TANZBODEN

12.05.2010 VOLKSMUSIK-ABEND der Wastl-Fanderl-Schule Erkerzimmer, 2. Stock, Einlass 18.30 Uhr

01.07.2010

im Festsaal mit der Weinbergmusi, der Zirbelstubnmusi und den jungen Riederinger Musikanten. Reservierungsbüro 2.Kartenvorverkauf TANZKURSimZUM KOCHERLBALL Erkerzimmer, 2. Stock, Einlass 18.30 Uhr

11.06.2010 VORSTADTHOCHZEIT

legendäre Künstlerball 08.07.2010 3.Der TANZKURS ZUM KOCHERLBALL

Kartenvorverkauf imStock, Einlass 18.30 Uhr Erkerzimmer, 2. Reservierungsbüro. Eintritt 30 € allen Plätzen inklusive 15.07.2010 4.auf TANZKURS ZUM KOCHERLBALL Hochzeitsessen anno 1905 Einlass 18.30 Uhr Erkerzimmer, 2. Stock, Einlass 18.30 Uhr 19.30 Uhr imTANZBODEN Festsaal, 2. Stock 30.07.2010 Beginn MÜNCHNER Erkerzimmer, 2. Stock, Einlass 18.30 Uhr

24.06.2010 1. TANZKURS ZUM KOCHERLBALL Erkerzimmer, 2. Stock Eintritt frei

der Kaberettist Django Asül

15.10.2010

MÜNCHNER TANZBODEN

25.06.2010 MÜNCHNER Erkerzimmer Erkerzimmer, 2.TANZBODEN Stock, Einlass 18.30 Uhr 01.07.2010 2. TANZKURS ZUM KOCHERLBALL

28.10.2010 08.07.2010 1.3.TANZKURS TANZKURS ZUM ZUM KATHREINTANZ KOCHERLBALL

Erkerzimmer, 2. Stock, Eintritt frei, Einlass 18.30 Uhr

15.07.2010 4. TANZKURS ZUM KOCHERLBALL

11.11.2010 TANZKURS TANZBODEN ZUM KATHREINTANZ 30.07.2010 2.MÜNCHNER Erkerzimmer Junggesellen- und Junggesellinnenabschied der Münchner“VorstadtHochzeit anno 1905“

Erkerzimmer, 2. Stock, Eintritt frei, Einlass 18.30 Uhr

15.10.2010 MÜNCHNER TANZBODEN Erkerzimmer

18.11.2010 3. TANZKURS ZUM KATHREINTANZ

2. Stock, frei, Einlass 18.30 Uhr 28.10.2010 1.Erkerzimmer, TANZKURS ZUM Eintritt KATHREINTANZ

Erkerzimmer, 2. Stock Eintritt frei

20.11.2010 KATHREINTANZ 11.11.2010 3.2.MÜNCHNER TANZKURS ZUM KATHREINTANZ

im historischen Festsaal, 2. Stock, Einlass 18.30 Uhr

18.11.2010 3. TANZKURS ZUM KATHREINTANZ Einweihung des neu renovierten Erkerzimmers durch Pater Peter Linter

Jeden 1. Montag im Monat 20.11.2010 MÜNCHNER KATHREINTANZ Musikantentreff Bräustüberl im historischen im Festsaal, 2.Stock

1. Stock Eintritt frei

Jeden 1. Montag im Monat Musikantentreff im Bräustüberl Das ist eine kleine Auswahl der Veranstaltungen im Hofbräuhaus. Alle 7HUPLQHÀQGHQ Veranstaltungen finden 6LHXQWHUZZZKRIEUDHXKDXVGH sie unter: www.hofbraeuhaus.de

Münchner Vorstadthochzeit anno 1905 im Hofbräuhaus-Festsaal

Platzl 9 · 80331 München · Tel 089 - 29 01 36 - 10 00 Fax 22 01 75 36 86 1· Öffnungszeiten: 9.00 Uhr Uhr Uhr Fax 089 089 - 29 29 U Öffnungszeiten: 9.00 bis Uhr23.30 bis 23.30 15


Münchner

Straßen und Plätze und ihre Herkunft

Wann und wie sie zu ihren Namen kamen. Genau genommen sind Straßen und Plätze ja nur anonymer Raum zwischen Häuserzeilen. Charakter und Stil bekommen sie erst, wenn Menschen ihnen Namen geben. Dabei könnte die Bezeichnung von diesem Gässchen und jenem Sträßchen in vielen Fällen einen historischen Roman erzählen. Hier verweist der Name auf ein altes Rittergeschlecht. Dort standen die Vips unterschiedlichster Epochen Pate.

Karl-Arnold-Weg, Biedersten, *1975; Karl Arnold (1883-1953), Karikaturist, Zeichner und Maler; wurde berühmt durch seine zeitkritischen Karikaturen und humoristischen Zeichnungen mit klarer Linienführung und entlarvender Treffsicherheit; er war Mitarbeiter u.a. der „Jugend“ und des „Simplicissimus“ (seit 1907).

Karl-Haider-Straße, Obersendling, *1926; Karl Michael Haider (1846-1912), Maler; malte Landschaften mit häufig schwermütiger Stimmung sowie Porträts; wurde 1897 mit der Goldenen Medaille auf der Münchner Internationalen Ausstellung geehrt.

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Karl-May-Straße, Mittersendling, *1937; Karl May (1842-1912), Lehrer, dann Schriftsteller; schrieb Abenteuergeschichten aus dem Orient („Durch die Wüste“, 1892, u.a.) und aus Amerika („Winnetou“, 1893, u.a.), die bis heute eine außergewöhnliche Breitenwirkung und Faszinationskraft auszeichnen (Millionenauflagen in über 25 Sprachen).

Karl-Scharnagl-Ring, Altstadt/Lehel, *1964: Karl Scharnagl (1881-1963), Bäckermeister und Politiker; Landtagsmitglied für die BVP seit 1911, Stadtrat seit 1919, 1.Bürgermeister der Stadt München von 1925 bis 1933 (ab 1926 Oberbürgermeister) und (als CSU-OB) von 1945 bis 1948; von 1948 bis 1949 war er 2.Bürgermeister; Präsident des Bayerischen Roten Kreuzes; während des Nationalsozialismus lebte er zurückgezogen in Glonn.

Karlstraße, Maxvorstadt, *um 1808; Prinz Karl Theodor Maximilian August von Bayern (17951895), zweiter Sohn des späteren Königs Max I. Joseph und Bruder König Ludwigs I., nahm 1814 unter Fürst Wrede an den Befreiungskriegen gegen Napoleon teil und befehligte 1866 die bayerisch Armee am Main; Prinz Karl war auch ein großer Wohltäter der Armen.


Karlsplatz (Stachus; 1792 noch Neuhausertorplatz), Altstadt, *1797; Nach Kurfürst Karl Theodor (1724-1799), der die Festungswerke vor dem Neuhauser Tor niederlegen, das Tor renovieren und links und rechts im Halbrund Häuser anbauen ließ; der Platz wird von den Münchnern „Stachus“ genannt; diese Bezeichnung geht etwa seit 1747 auf die damalige Gastwirtschaft „StachusGarten“ (auch „Stachus-Wirt“) des Eustachius Föderl zurück, die an der Südwestecke des jetzigen Karlsplatzes (heute Kaufhof), an der Ecke Sonnenstraße/Bayerstraße stand.

Karmeliterstraße (um 1565 Seemüllers Gassl, Ende des 18.Jahrhunderts Kalteneckergassel), Altstadt, *seit vor 1662; Nach dem Karmeliterkloster, das Kurfürst Ferdinand Maria 1654 bis 1660 an dieser Straße erbauen ließ; er erfüllte damit ein Gelübde seines Vaters, Kurfürst Maximilian I. vor der (siegreichen) Schlacht am Weißen Berg bei Prag (1620); von der Gesamtanlage ist nur noch die Kirche erhalten (wurde 1657 bis 1660 als erster barocker Kirchenbau der Altstadt erbaut, 1802 bis 1805 zur „Studienkirche“ umgestaltet, nach den Bombenschäden 1943/44 durch Sepp Ruf 1955 bis 1957 restauriert).

Karl-Theodor-Straße, Schwabing, *1892; Karl Theodor (1839-1910), Herzog in Bayern, Sohn von Herzog Max in Bayern, Augenarzt und Philanthrop; gründete 1896 in München die nach ihm benannte Augenklinik; Ehrenbürger der Stadt München

Kaufingerstraße, Altstadt *seit vor 1316: Nach dem „Cufringer Tor“ benannt, einem Torturm, der einst diese Straße abschloss und der wiederum nach der Patrizierfamilie Kaufinger benannt ist; Namensgeber war wohl der Münchner Bürger Chunradus Choufringer, der in einer Urkunde vom vom 28. Mai 1239 als Zeuge genannt ist und wohl in der Straße ein repräsentatives Haus besaß; der Name Kaufingerstraße wird ebenso wie der der westlich anschließenden Neuhauser Straße im Volksmund langsam durch die Bezeichnung „Fußgängerzone“ verdrängt, die mit deren Einrichtung ab 1972 immer mehr als Straßenname angewandt wird; die Kaufingerstraße (1379 fällt erstmals das „r“ aus dem Rahmen) ist mit dem Rindermarkt wahrscheinlich der älteste Straßenname Münchens.

Karl-Weinmair-Straße, Schwabing, *1988; Karl Weinmair (1906-1944), Maler; seine Werke fallen besonders durch sein sozialkritisches Engagement auf, das Kleinbürgertum münchnerischer Prägung war sein bevorzugtes Thema; sein letztes Werk, das „Skizzenbuch aus dem 1000järigen Reich“, ist eine harte Abrechnung mit dem Naziregime.

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Trudering

Der Stadtbezirk Trudering umfasst

den östlichen Bereich Münchens. Im Westen grenzt Trudering an Berg am Laim und Bogenhausen, im Süden an Ramersdorf-Perlach, im Norden an Johanneskirchen, und im Osten an mehrere selbstständige Gemeinden des Landkreises München. TruderingRiem ist einer der flächenmäßig größten Stadtbezirke Münchens. Die Unterbezirke Truderings: Riem, Messestadt Riem, Am Moosfeld, Kirchtrudering, Gartenstadt Trudering, Neutrudering, Straßtrudering und Waldtrudering.

zehn Meter breiten, von einem Säulenumgang eingefassten Bau handelte es sich wahrscheinlich um einen römischen Gutshof.

Dreigeschossige Ecktürme, 1900

frühgeschichtlichen Gräberfelder im Münchner Umland wurde im August 1955 südlich des Martin-Empl-Rings in der Nähe des Rappenwegs im neuen Messegebiet gefunden und vom Amt für Denkmalpflege systematisch freigelegt. Es handelte sich um etwa 100 bescheiden ausgestattete Gräber aus dem 7. Jahrhundert. Die erhaltenen Gegenstände wie Ohrringe, Gürtelschließen und anderer Schmuck, Messer und weitere kleine Objekte deuten auf bäuerliche Siedler hin. Ein Skelett hatte die Reste eines Sax in der Arm beuge. Auch Überreste von Helmen

Die älteste schriftliche Erwähnung fand Trudering 772 als Truhtheringa. Die Bezeichnung wird auf den Eigennamen eines Sippenoberhauptes Truhtheri oder Drudheri zurückgeführt. Schon während der Steinzeit war Trudering bewohnt. Grund der relativ frühen Besiedlung dürfte der Wasserreichtum der Gegend gewesen sein. Ein Steinbeil, das man an der Tru-

Traufseitbau, im Kern 18./19.Jahrhundert

deringer Bahnstrecke gefunden hat, wurde auf über 5000 Jahre geschätzt. Beim Bau des Flughafens Riem wurden 600 Meter nördlich der Gronsdorfer Kirche zwei hallstattzeitliche Grabhügel gefunden. Eines der größten 20

barockisierendes Wohnhaus Anf. 20. Jh.

und Lanzen waren in einigen Gräbern zu finden. Durch Luftbildarchäologie konnten im Juni 1980 nördlich des Riemer Flughafens die Spuren eines vergangenen größeren Holzbaus lokalisiert werden. Bei dem rund 25 Meter langen und gut

Am Truchtari Anger, ebenfalls in Nähe des Martin-Empl-Rings, wurden im Sommer 1999 bei Versuchsgrabungen ein Urnenfeld aus der Hallstattzeit, die Reste einer Siedlung aus der LaTène-Zeit und ein Brennofen aus der

Kriegerdenkmal, Muttergottesstandbild

Römerzeit entdeckt. Unter den über tausend entdeckten Fundstücken ist ein keltisches Grab mit relativ gut erhaltenem Skelett mit Bronzeschwert und Geschirrbeigaben archäologisch am wertvollsten. Teile dieser Ausgrabungen sind im Museum für Vor- und Frühgeschichte der archäologischen Staatssammlung in München zu sehen. Möglicherweise um das Jahr 500 siedelte sich ein Bauer und Sippenführer namens „Truchtaro“ oder ähnlich samt seiner Sippe, Knechte und Mägde im Gebiet von Trudering an. Zu dieser Zeit lebten hier noch Bären und Wölfe in waldiger Umgebung (Sträucher-,


St. Peter und Paul, Kirchtrudering

Birken- und Eichenhaine). Truchtaro war wahrscheinlich Gefolgsmann eines Feudalherrn, eine Verbindung zu dem adligen Grundherrn Fagana wird vermutet. Die Adelsfamilie Fagana war eine der einflussreichsten Herrscherfamilien im Bayern der Frühzeit und wird im Lex Baiuvariorum ausdrücklich erwähnt. Wo Truchtaros Hof stand, konnte noch nicht eindeutig geklärt werden. Nach umfangreichen Untersuchungen kommt als erste Siedlungs-

Gaststätte Lindengarten

stätte am ehesten der Zehentbauerhof in Kirchtrudering in Frage. Als die Sippe des Truchtaro wuchs, gab es sicher Kontakte zu anderen Sippen, die sich in der Umgebung niederließen, und wahrscheinlich auch mit der ‚Urbevölkerung‘. So entstand aus der Ansiedlung des Truchtaro nach und nach

Friedenspromenade

ein Dorf, das die Leute nach dem ersten Siedler Truhtheringa, Truchteringa oder ähnlich nannten, was sich bis heute zu Trudering gewandelt hat. Truchteringa befand sich nicht allzu weit südlich von zwei wichtigen Herzogshöfen, nämlich Oberföhring mit dem Isarübergang und Aschheim, wo Herzog Tassilo III. 756/57 die erste bayrische Landessynode und den ersten bayrischen Landtag abhielt.

Gaststätte Franziskanergarten

Die Schenkungsurkunde des Hiltiprant Aus dem Jahre 772 stammt die älteste bekannte und erhaltene schriftliche Erwähnung des Ortes Trudering in einer Schenkungsurkunde. Die Urkunde bezeugt, dass ein gewisser Hiltiprant Ländereien in Truhtheringa, die er lehnsweise von dem mit ihm verwandten letzten Agilolfinger-Herzog Tassilo III. erhalten hatte, dem Bistum Freising vermacht.

Zur Erinnerung an die Siedlungsgründung

als Herrschergeschlecht ablöste. Diese Adeligen stehen auch selbst im Zusammenhang mit der Gründung oder Erstnennung von Ortschaften, etwa Bogenhausen von Poponen, die Situli begründeten Freimann, die Ratolte gehören ebenfalls der Gründersippe von Freimann sowie des benachbarten Gronsdorf an. Trotz der großzügigen Schenkung Hiltiprants an die Kirche blieben weite Teile Truderings in adeliger Grundherrschaft. Eine andere wichtige Gründungsperson ist die edle Frau Uta. Zwischen 1080 und 1090 übereignet die edle Frau Uta große Teile Truderings an die Kirche. Diese Urkunde ist nur in Drittschrift vorhanden. Dieses

Diese Schenkung und Beurkundung wurde durch Unterschriften mehrerer Adeliger bezeugt, wie etwa Ratolt, Popo, und Situli, die dem Geschlecht der Huosi zugeordnet werden können, welches die Agilolfinger nach Tassilo III.

Reihenhausgruppe, barockisierend, Teil einer geplanten Landhauskolonie Waldtrudering

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die gleichen wie die in der Umgebung waren. Es sah also so aus, dass tief unten der Boden eingesunken war und die oberen Erdschichten mit nach unten genommen hat. Die Bauern aus der Umgebung erzählten sich von einem Schloss und einem schlimmen Ritter, dessen Schreckensherrschaft ein entsetzliches Ende erfuhr. Das Messegelände in Riem

Ereignis hat schon bald mehrere Geschichten und Sagen nach sich gezogen. Von Uta, welche ihr Land (550 Tagwerk Ackerland) an die Kirche in Trudering vergibt, ist kaum etwas bekannt. Noch bis ins letzte Jahrhundert sollen, eingedenk der großherzigen Stiftung, die Truderinger allsonntäglich der hohen Frau gedenken und am Jahrestag für das Heil ihrer Seele beten. Damit die Leute umso freudiger am Gedächtnisgottesdienst teilnehmen, soll ihnen eine Brotspende gereicht werden. Eine Sage ist die in mehreren Abwandlungen bekannte Uta-Sage, in welcher Utas Mann ein gemeiner Ritter ist (oft Cuno mit Namen), der seine Leibeigenen schindet, wo er kann. Seine Frau wiederum hat Mitleid und versucht heimlich, das Unrecht, das

ihr Gatte begeht, ein wenig zu mildern, indem sie Brot, Eier und Schinken aus dem Schloss an die Kranken und Hungernden vergibt. Eines Tages jedoch, als sie zum Schloss zurückkommt, sieht sie, wie das Schloss urplötzlich mit lautem Grollen von der Erde ver-

St. Augustinus, Michaeliburg/Straßtrudering

Der Grund der Utaischen Schenkung wird von der Kirche an die Bauern als Lehen verliehen – die Bauern mussten dafür viele Abgaben leisten. Die Kirche in Trudering ist erstmals in der Utaischen Schenkung (um 1085) erwähnt. Ursprünglich wurde die Kirche im gotischen Stil gebaut. Der erste namentlich bekannte Ortsgeistliche, dessen Grabstein noch erhalten ist, hieß Haring (1474). Keine 20 Meter neben der Kirche beginnt der zur Entwässerung angelegte Truderinger Hüllgraben. Im 12. und 13. Jahrhundert wachsen die beiden frühmittelalterlichen Siedlungskerne Kirch- und Straßtrudering

schluckt wird – samt dem herzlosen Ritter Cuno. Dieses Loch nannte man seitdem die Uta-Höhle. Die Senke gab bzw. gibt es tatsächlich. Das Eigentümliche an der Senke (ca. 5 m) war, dass die oberen Erdschichten

Druden-Brunnen, v. J. Kaltenbach,1929

Pferde und Indianer-Tipi vor dem Neubaugebiet an der Friedenspromenade

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als Doppeldorf zusammen. Immer mehr gerät Trudering auch in das Interessenfeld des Münchner Bürgertums. Mit der Münchner Geschichte ist Trudering von Anbeginn stark verbunden, da durch Münchens Gründung 1158 die wichtige Salzstraße von Wasser-


St. Christi Himmelfahrt, Waldtrudering

burg am Inn bzw. Reichenhall/Salzburg über Truderinger Gebiet führte. Viele privilegierte Patrizier kauften nicht nur, sondern erhielten Lehen in Trudering, so z. B. Ulrich Ragausch im Jahre 1352.

Die Nähe zur Natur im Stadtviertel wurde lange Zeit beeinträchtigt durch Fluglärm, da die Einflugschneise des früheren, nahegelegenen Flughafen München-Riem darüber lag. Es gab daher auch Flugzeugabstürze in diesem Gebiet. Am 11. August 1987 stürzte ein zweimotoriges Kleinflugzeug auf der Wasserburger Landstraße auf Höhe Nikolaus-Prugger-Weg ab,

Kriegergedächtniskapelle, Michaeliburg

zerstört und später an gleicher Stelle wiederaufgebaut wurde. 10 Menschen

Mit einer Ausnahme, einem großen Grund in Kirchtrudering, welcher wohl mit zum Kern der bajuwarischen Erstbesiedlung des 6. Jahrhunderts gehört, wurden die Gebiete der Hiltiprant-Schenkung häufig verschenkt, vertauscht oder verkauft.

St. Franz Xaver, Trudering

starben, darunter die zweiköpfige Besatzung des Flugzeuges, Fahrgäste die alte Riemer-Flughafenhalle

Schnitterin-Brunnen, v. G. Gardi 1939

In den nächsten Jahrhunderten erlebten die Truderinger Bürger ein ständiges Auf und Ab. Katastrophen, Pestepidemien und der 30-jährige Krieg bringen Trudering im 16. und 17.Jahrhundert mehrmals an den Rand des gänzlichen Zusammenbruchs. Die Gemeindebildung erfolgte 1818 (aus Kirch- und Straßtrudering bestehend). Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden diverse Siedlungen auf dem Gemeindegebiet, so die Gartenstadt Trudering, Waldtrudering und Neu-Trudering. Die Eingemeindung nach München erfolgte am 1. April 1932; der letzte Bürgermeister Truderings war Gustav Lindner.

verfehlte nur knapp die dort gelegene Tankstelle, streifte einen Linienbus der Stadtwerke München und stürzte in das McDonald‘s-Restaurant an der Wasserburger Landstraße, das total Friedrich-Ebert-Brunnen, 1925/30

des gestreiften Linienbusses, Restaurantgäste und eine Fahrradfahrerin. Ein Gedenkstein an der Bushaltestelle Nikolaus-Prugger-Weg erinnert seit 1992 an das Unglück. 1989 stürzte eine weitere Maschine auf ein Wohnhaus, beide Piloten kamen ums Leben. Der Flughafen in Riem wurde am 7. Mai 1992 geschlossen.

Uta-Brunnen v. A. Erlacher, Waldtrudering

Sieben Jahre nach dem letzten Flugzeugabsturz ereignete sich nur wenige hundert Meter von der Unglücksstelle entfernt am 20. September 1994 ein 23


wichtige Verbindungsstraße in Trudering - der Schatzbogen - nach ihm benannt. Auf Riemer Gebiet wurden viele archäologische Funde gemacht, die ältesten stammen aus der Zeit um 700 v. Chr. Die urkundliche Erstnennung von Riem wird auf 957/972[2] datiert (nach anderen Quellen 788), doch Friedenskirche, Waldtrudering wurde Riem vermutlich schon um 700 Busunglück in Trudering, als beim Bau von einem fränkischen Ritter gegründes neuen U-Bahnhofes Trudering die det, der sich mit seinen Leibeigenen unfertige Tunneldecke am Bahnhof dort niederließ. Der Name Riema, der durch Wassereinbruch nachgab und wohl im 9. Jahrhundert entstand, wird ein Linienbus rückwärts in die Tiefe von einigen auf die Bedeutung „Gürstürzte. Ein Gedenkstein am Busbahn- tel“ zurückgeführt, da der ursprünglihof des Truderinger Bahnhofs erinnert che Ort mit seinen Höfen wie ein Gürheute an die 3 Todesopfer. tel um die Kirche herumgebaut sei. Er wird von anderen Stimmen aber auch Am 29. Mai 1999 eröffnete die neue U- als „Niederlassung am Kanal“ oder Bahn zum neuen Messegelände und „an der Traufe“ gedeutet, was dieser der Innenstadt. Hypothese nach auf den Hüllgraben weist, einen Grundwasserstrom, der Trudering gilt als ein gehobenes bei Riem an die Oberfläche tritt. Wohnviertel Münchens, WaldtrudeIm ehemaligen Dorf Riem steht die älteste Kirche des heutigen Stadtteils Trudering-Riem. 1183, etwa 200 Jahre nach der ersten Erwähnung Riems als Kirchdorf, ist der steinerne Bau der St.-Martins-Kirche schriftlich beurkundet. Riem war Jahrhunderte lang wichtige Poststation und Rastort für

ring gar als eines der teuersten. Im Unterschied zu den angrenzenden Bereichen Messestadt Riem und Neuperlach sind für Trudering Einfamilienhäuser und gepflegte kleinere Wohnanlagen typisch. Dadurch hat sich Trudering, allen voran die Gartenstadt sowie Kirch- und Waldtrudering, einen sehr kleinstädtischen Charakter erhalten. Einer der Bürgermeister von Trudering hieß Josef Schatz († 1968). Er kümmerte sich um den Wald und um seine Erhaltung. Dafür wurde eine

Sophienkirche, Messestadt Riem

die Fuhrwerke auf der Strecke München–Mühldorf. Ab 1818 war Riem eine selbstständige Gemeinde, später wurde es für einige Zeit der Gemeinde Dornach (heute Ortsteil von Aschheim) zugeschlagen. Von 1895 bis 1897 wurde die Galopprennbahn in Riem erbaut. Die Eingemeindung nach München erfolgte am 1. Januar 1937. Riem war bis 1992 Standort des Internationalen Flughafen München-Riem. Ab 1994 erfolgte die Bebauung des alten Flughafengeländes mit dem neuen Messegelände und mit Wohnbebauung. Der neu entstandene Ortsteil Messestadt Riem ist durch die Autobahn vom Ortsteil Riem getrennt. Dort eröffnete 2004 in den Riem Arcaden ein neues Einkaufscenter mit Geschäften, Boutiquen, Restaurants und einem Hotel, daneben entstand ein ökumenisches Kirchenzentrum. Vom 28. April 2005 bis zum 9. Oktober 2005 fand in der Messestadt die Bundesgartenschau statt, wofür der Riemer Park angelegt wurde.

St. Martin, Alt Riem

Am 10. September 2006 hielt Papst Benedikt XVI. für die Stadt München auf dem Riemer Messegelände


Der U-Bahnhof Moosfeld sowie der S-Bahnhof Gronsdorf übernehmen zusätzliche Erschließungsaufgaben für kleinere Einzugsgebiete.

eine Messe mit 250.000 Menschen. Der Ort wurde ausgewählt, da es in der Stadt keinen freien Platz gab, der groß genug gewesen wäre. Es wurde ein großer Altar für diesen Zweck gebaut. Zum Stadtbezirk gehört heute auch die Siedlung Michaeliburg. Benannt ist sie nach dem ersten Siedler, Michael Obermeyer, dessen 1898 errichtetes Wirtshaus aufgrund seiner Türme einen burgähnlichen Charakter

Geschäfte des täglichen Bedarfs und Supermärkte sind hauptsächlich an der Truderinger Straße im Bereich Schmuckerweg (Truderinger Stachus), an der Wasserburger Landstraße im Wege zum täglichen Einkauf meist nur mit dem Auto oder Bus zu bewältigen. Entlang der Wasserburger Landstra-

Bereich Phantasiestraße sowie seit einigen Jahren auch im Neubaugebiet ße als Hauptverkehrsachse hat sich zudem eine beachtliche Zahl an Autohändlern, Tankstellen und Fast-FoodRestaurants angesiedelt.

Das Truderinger Kulturzentrum an der Wasserburger Landstraße

hat. Die zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstandene Siedlung lag zum Teil auf Perlacher, zum Teil auf Truderinger Gemeindegebiet und wurde am 1. Januar 1930 bzw. am 1. April 1932 nach München eingemeindet. Im öffentlichen Nahverkehr ist für Trudering der U- und S-Bahnhof Trudering der zentrale Umsteigeknoten. Zur Anbindung Riems dienen neben dem 1972 eröffneten S-Bahnhof Riem auch die Bahnhöfe Messestadt West und Messestadt Ost der 1999 verlängerten U-Bahn.

an der Friedenspromenade zu finden. Abseits der Hauptverkehrsachsen sind in Trudering über weite Strecken keinerlei Geschäfte zu finden und die

In der Messestadt Riem befindet sich das Einkaufszentrum Riem Arcaden. Da Trudering-Riem überwiegend ein Wohnviertel ist, sind größere zusammenhängende Gewerbegebiete nur im Moosfeld entlang des Stahlgruberrings sowie in den Randbereichen der Messestadt Riem zu finden. In Waldtrudering ist an der Wasserburger Landstraße eine mittelgroße Zweigstelle der Münchner Stadtbibliothek untergebracht.

Kartoffelacker und Neubausiedlung an der Wasserburger Landstraße


Im Stadtbezirk 15 finden sich 7 Grundschulen und 2 Hauptschulen, davon 2 Grundschulen und 1 Hauptschule in der Messestadt Riem. Trotz der hohen Einwohnerzahl gibt es in TruderingRiem bis heute keine Realschule und kein Gymnasium. Die Realschulen und Gymnasien in den Nachbarstadtteilen Berg am Laim und Neuperlach übernehmen diese Versorgung mit. Der Bau eines eigenen Truderinger Gymnasiums an der Friedenspromenade ist seit Jahren in den Planungen der Stadt München enthalten, aber bis heute nicht gesichert. Folge für

An der Wasserburger Landstraße befindet sich das Truderinger Kulturzentrum, hier werden regelmäßig Kulturelle Veranstaltungen und Ausstellungen abgehalten. Nebenan auf dem Festplatz findet jedes Jahr im Mai die Truderinger Festwoche mit Festzelt, Biergarten und einem Vergnügungspark statt. Eine Anzahl von Truderinger Bürgerinnen und Bürgern hegte im Jahre 1976 den Gedanken, in Trudering das Brauchtum wieder besser aufleben zu lassen, dem Bürger näher zu bringen und durch verschiedene Veranstaltun-

die Schüler sind teils erhebliche Anfahrtswege zu weiterführenden Schulen mittels Bus. In Riem befindet sich die Staatliche Berufsschule MünchenLand für die Ausbildungsberufe Landwirt, Hauswirtschafter und Pferdewirt. In Trudering mit seinen Unterbezirken finden wir folgende Kirchen: Christi Himmelfahrt in Waldtrudering, St. Florian in der Messestadt Riem, St. Franz Xaver in Trudering, St. Martin in Alt-Riem, St. Peter und Paul in Kirchtrudering, St. Augustinus in Michaeliburg/Strasstrudering, Sophienkirche in der Messestadt Riem und die Friedenskirche in Waldtrudering.

gen zu pflegen. Ausgangspunkt war die Festwoche zur legendären 1200 Jahr Feier 1972.

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So wurde der Verein »Truderinger Buam Festring e.V.« am 18.10.1976 gegründet. Der Verein ist auch Veranstalter der Truderinger Festwochte, die dieses Jahr zum 39. Mal stattfindet. Der Vorsitzende des Vereins, Franz Risch und seine „Buam“, bereiten jedes Jahr mit viel Liebe und Herzblut die Truderinger Festwoche, das Truderinger Faschingstreiben und viele weitere Festivitäten in Trudering vor.


Die Neue Pinakothek

Die Neue Pinakothek in München

ist ein Museum der europäischen Kunst des 19. Jahrhunderts. Im Münchener Kunstareal gelegen, stellt sie ein Bindeglied zwischen ihren zwei Geschwisterinstitutionen dar – der Alten Pinakothek mit den Alten Meistern und der Pinakothek der Moderne für die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Die Neue Pinakothek bietet einen Überblick über die Epochen der europäischen Kunst von der Aufklärung bis zum Anbruch der Moderne – von Goya und David bis zu van Gogh und Cézanne – und umspannt damit das späte 18., gesamte 19. und die Anfänge des 20. Jahrhunderts. Neben Gemälden und Skulpturen des Klassizismus sind Werke der Romantik, des Jugendstils und des Impressionismus zu sehen.

Der Bestand der Neuen Pinakothek umfasst mehr als 6000 Werke und ist seit 1915 Teil der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, welche mit mehr als 30.000 Objekten einen wesentlichen Teil des Gemälde- und Kunstbesitzes des Freistaates betreut. Die Sammlungsgeschichte Die Galerie wurde von Ludwig I. gegründet, der damit nach dem von ihm ebenfalls veranlassten Bau der Alten Pinakothek seine seit 1809 entstandene Privatsammlung von zeitgenössischen Kunstwerken der Öffentlichkeit zugänglich machen wollte. Die Neue Pinakothek, eröffnet am 25. Oktober 1853, war damit außerdem die erste Sammlung „moderner“ Kunst weltweit und sollte einen Gegenpol zu den königlich wittelsbachischen Alten Meistern bilden, die seit 1836 in der Alten Pinakothek ausgestellt waren. Vorerst lag, bedingt durch Ludwigs Vorlieben, das Hauptgewicht der Sammlung auf der Münchner Schule (Bildende Kunst) und der Deutschen Romantik. Der besondere Schwerpunkt lag auf den Malern der süddeutschen Schulen und Akademien. Allerdings verfolgte Ludwig I. auch dynastische Ziele mit der Errichtung des Museums, denn einst wurden die Gemälde Carl Rottmanns, die das von Ludwigs Sohn Otto regierte Griechenland in heroisierenden Landschaften darstellen, im Hauptsaal ausgestellt. Nach dem

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Tode Ludwigs kamen nach und nach weitere bedeutende – Kunst, Grafik Architektur und Design. Die Pinakothek der Werke hinzu, allerdings verharrte München lange in vertrau- Moderne löst die Neue Pinakothek in ihrem originären Anten Wegen. spruch, „zeitgenössische“ Kunst zu präsentieren ab und stellt sie zugleich vor eine neue Herausforderung: die KonDies änderte sich erst wieder 1911 mit der unter der Aufsicht zentration auf Malerei und Skulptur des facettenreichen 19. des seit 1909 amtierenden Generaldirektors der Münchner Jahrhunderts und damit die Verknüpfung der drei PinakoStaatsgemäldesammlungen, Hugo von Tschudi erfolgten theken miteinander. Trotzdem oder gerade daher sind die „Tschudi-Spende“. Er richtete sein Augenmerk verstärkt auf Grenzen dieser Schau auf ein Jahrhundert offen: am Beginn die bis dahin eher vernachlässigten modernen französi- mit der bürgerlichen und klassizistischen Malerei des deutschen Künstler. Ihm verdankt die Neue Pinakothek ihre ein- schen 18. Jahrhunderts, der auf Kommendes verweisenden drucksvolle Impressionistensammlung. Kunst Englands, mit der kühnen Dramatik Goyas, dem revolutionären Anspruch Davids und dann am Schluss mit der Als 1944 das Gebäude der Neuen Pinakothek durch Brand- in das 20. Jahrhundert reichenden Bewegung der jungen bombem sowie Luftangriffe schwer beschädigt wurde und Moderne. man sich fünf Jahre später für einen Abriss der Ruine entschied, endet die erste Etappe der Geschichte der Neuen Die hier erstmals gezogene Trennlinie zwischen Alt und Neu, Pinakothek. Nach provisorischer Präsentation einiger Meis- die für die Zeit kurz vor 1800 angesetzt wurde, wurde für terwerke im unzerstörten Haus der Kunst ab 1947 wurde am deutsche Galerien wegweisend 28. März 1981 der postmoderne Neubau der Pinakothek, ein Werk des Architekten Alexander Freiherr von Brancas, Neue Pinakothek eröffnet, um die Geschwisterinstitutionen – Alte Pinakothek Kunstareal München und Neue Pinakothek – auch topographisch wieder miteiBarer Straße 29 nander zu vereinen. Mit dem Jahr 2002 und der Eröffnung 80333 München der Pinakothek der Moderne in unmittelbarer Nachbarschaft Tel.: 089/23 80-52 16 und damit im selben Kunstareal hat sich die Situation für die Neue Pinakothek neuerlich verändert: vier bedeutende Museen für das 20. und 21. Jahrhundert unter einem Dach www.pinakothek.de 31


Münchner Zeittafel Teil 8

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1940

Erste Luftangriffe auf unsere Stadt

1943

Mitglieder der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ werden verhaftet und später hingerichtet

1945

Einmarsch der Amerikaner

1945

Karl Scharnagl wird als Oberbürgermeister wieder eingesetzt

1948

Thomas Wimmer wird Oberbürgermeister

1957

München hat zum ersten mal 1 Million Einwohner

1960

Hans-Jochen Vogel wird Oberbürgermeister

1966

Das Nationaltheater wird wieder eröffnet

1971

Die erste U-Bahn-Strecke wird dem Verkehr übergeben

1972

Georg Kronawitter wird Oberbürgermeister

1972

Eröffnung der Fußgängerzone

1972

Olympische Sommerspiele in München

1974

Fußball WM Endspiel in München, Deutschland wird Weltmeister

1978

Erich Kiesl wird Oberbürgermeister

1984

Georg Kronawitter wird wieder zum Oberbürgermeister gewählt

1992

Der Flughafen München „Franz Josef Strauß“ wird in Betrieb genommen

1993

Christian Ude wird Oberbürgermeister

2002

Eröffnung der Pinakothek der Moderne

2006

Einweihung der Synagoge im Jüdischen Zentrum am St. Jakobs-Platz

2007

Eröffnung der BMW Welt

2008

München feiert seinen 850. Geburtstag

2010

Münchner Oktoberfest wird 200 Jahre alt


für Sie probiert... DerGugl. Das Glück darf auch klein sein. Im August 2009 hatte Chalwa Heigl die Idee, im Dezember 2009 kam DerGugl zur Welt. DerGugl. Das sind feine Kuchenpralinen in Form von Mini-Guglhupfen. Die verschiedenen, kreativen Geschmacksrichtungen stammen von großen Pátissiers und Köchen aus den besten Küchen. Überraschend und ausgesprochen lecker sind sie, die genial-kreativen Rezepte der Frühjahr-/Sommer-Kollektion. Zitrone-Eierlikör, Rose-Physalis, HaselnussSauerkirsche, Kaffee-Kardamom bis hin zu klassisch Schokolade – um einige von den 9 Sorten zu nennen. Passend zum Oktoberfest gibt es den Wiesngugl mit Weißbier-Holunderblüte.

Chalwa Heigl Gugl-Erfinderin

Alle Gugl werden von Hand, mit Liebe und nur mit besten Zutaten in einer Familien-Konditorei in Planegg bei München gebacken. Ab Herbst ist die Heimat der Gugl in der Müllerstraße 46a in München. Hier in einem der wenigen Industriegebäude im zentralen Gärtnerplatzviertel wird DerGugl einzigartige Events und Backkurse anbieten. Die Location ist auch buchbar: events@dergugl.de. Weitere buchbare Gugl-Besonderheiten sind das kleine Laster, eine fahrbare Pátisserie und mit Gugl bestückte Bauchläden (mit hübschen Promoterinnen), für kleine und große Events.

unseren LKW gibts auch zu buchen

Das kleine Laster (natürlich mit allen leckeren Gugl-Sorten) steht jeden Samstag vor Loden-Frey in der Maffeistraße 3. Wer die 4er oder 9er-Kuchenpralinenschachteln lieber bestellen will, kann das ganz einfach unter www.dergugl.de. Und mit dem Geschenkservice Menschen glücklich machen: Die Gugl-Pralinenschachteln werden liebevoll verpackt und mit einem persönlichen Grußkärtchen verschickt. Die Idee vom Gugl hat sich Chalwa Heigl geradezu aufgedrängt. Mit den Coffeeshops haben Muffins, Cupcakes und Donuts den deutschen Markt überflutet, gleichzeitig fehlte es aber an zeitgemäßer Vielfalt und Spaß beim Kuchennaschen. Chalwa Heigl suchte nach einer Form Deutscher Backkultur und legte den Guglhupf neu auf. „Von meinen eigenen Events wusste ich, wie schwierig es ist, etwas zum Naschen zu finden, ohne Glas und Löffel, etwas, was nicht gleich austrocknet. Und wer kennt nicht die trockenen Kekse oder das Gebäck, an das sich keiner rantraut, weil er vielleicht doch gleich etwas sagen will? Oder den leckeren, aber großen Kuchen der zukünftigen Schwiegermama, an dem zwei Personen sicher eine Woche essen? Irgendwann sieht man nur noch das, was fehlt und so hab ich ihn geboren, den Gugl.“ Chalwa Heigl will mit DerGugl aber nicht nur eine neue Marke etablieren, sondern eine Philosophie, die dafür steht: Das Glück darf auch klein sein.

Der Gugl Manufaktur GmbH & Co. KG Müllerstraße 46 a 80469 München Tel.: 089-230 3242-42 Fax 089-230 3242-24 mehl@dergugl.de www.dergugl.de 33


Kennen Sie München?

Dieses Relief befindet sich am Bierbrunnen vor dem Haus des Bayerischen Bieres am Oskar von Miller-Ring,

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Wo befindet sich dieser Bronzekopf? Die Auflösung wieder im nächsten „Münchner Innenstadt“ Magazin.


Anspruchsvoll und ungezwungen – die „Etage Zwo“ in der Ledererstr. 3 Die „Etage Zwo“ (Bar&Restaurant) liegt direkt am Marienplatz, versteckt im zweiten Stock im Innenhof des zweitältesten Gebäudes Münchens, das 1264 gebaut wurde. Ein Hauch von Berlin, der aber deutlich bayerisch daherkommt, sagt man. Die „Etage“, wie sie von ihren Stammgästen genannt wird, bietet raffinierte, saisonale Gerichte für Feinschmecker, aber auch leichte, unkomplizierte Kleinigkeiten. Die Betreiber Stefan Oelze und Carl von Walderdorff setzen bei Küche, Bar und Interieur auf einen Mix aus modern und historisch, neu und gebraucht, bekannt und überraschend. Bei ihrem jungen Service legen die Gastronomen Wert auf persönliche und aufmerksame Ansprache, die unaufdringlich und unkompliziert bleibt. Bar und Restaurant gehen nahtlos ineinander über. Nach der Bar im Vorderbereich verteilen sich die Esstische über drei Räume, wodurch viele kleine Ecken entstehen. Gedimmtes Licht und Kerzenschein sorgen für Gemütlichkeit, so dass man glaubt, die locker, leichten, leckeren Speisen und Drinks zu Hause serviert zu bekommen. Bis zum 19.8. macht die „Etage Zwo“ Sommerpause bar & restaurant ledererstrasse 3 80331 münchen öffnungzeiten: jeden sonntag ruhe !!! montag bis donnerstag: 17.00 - 1.00 uhr freitag und samstag: 17.00 - 3.00 uhr tel. 089-089 23232973 (reservierung ab 17.00 Uhr) kontakt@etagezwo.info www.etagezwo.info


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