MQ Munich Quality Sommer 2016

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Sommer 2016

Munich Quality

Das Beste in München E I N K A U F E N � ES S E N U N D T R I N K E N � ENTDECKEN � WOHNEN � WOHLFÜH LEN

Die große Parade

Sonnenbrillen für München

Fine Dining

auf den schönen Sommerterrassen

Leben im Hotel

Wo Münchner hoch willkommen sind

Murano-Gläser

Eine ungewöhnliche Kunstausstellung



M U N ICH QUA LI T Y I M S O M M E R 2 0 16

Einkaufen

Wohnen

4 MQ-Tipps

46 MQ-Tipps

Aspesi, Hogan, Ruffini, Edited

Christian Fischbacher, Designfunktion, Ligne Roset, agape 32

6 Schaufenster

Modisches und andere Teile für den Sommer

8 Sonnenbrillen

Wie sie wurden, was sie sind – und welche man 2016 trägt

48 Grillgeräte

Wie die Party ein Erfolg wird

50 Neubauprojekt 3Klang Sollner Adresse

16 Münchner Meile

52 Wohnen mit Stil

20 Die MQ Label-Serie

Entdecken

Thierschstraße

Cartier, Escada, J’ai mal à la tête

Essen & Trinken 24 MQ-Tipps

Restaurant Le Berlu, La Bohème, Ghormeh Sabzi, Yang Chai Teeboutique

26 Fine Dining

Tantris

36 Asienrestaurants Früher viel Schatten, heute viel Licht

54 MQ-Tipps

Murano Glasausstellung

55 Momente

48

Kulturtermine für den Sommer

Wohlfühlen 60 MQ-Tipps

JW Marriott Venice, Picture People, AMBA Friseure

62 Hoteltipps Frankreich Die schöne Zeit kommt erst nach dem Event

54

66 Spielsalon

MQ verlost Restaurant­ gutschein, Geschirr und Kunstbücher

44 Leben im Hotel Die neue Rubrik

43

Ausgewählte Immobilien

9 schöne Sommerterrassen

32 Der Küchenspion

26

66 Impressum

8

62 Sommer 2016 MQ — 3


Einkaufen

MQ

Tipps

Aspesi

Das italienische Label Aspesi steht für zeitlose Eleganz und Understatement, die Firma kokettiert damit, keine Logos zu haben und kein Marketing zu betreiben. Auch Modeschauen sind ver­pönt. Der Chef, Alberto Aspesi (71), fährt Panda und ist überhaupt ein „kauziger Typ“ (Die Welt), der den Stil seines Labels verkörpert und diesen als „molto Milanese“ beschreibt. Das sehr reduzierte Interieur im Münchner Store, dem zweiten in Deutschland, unterstreicht den minimalistischen Ansatz der Aspesi Kollektionen für Damen wie Herren. Wer die puristische Marke kauft, der erwirbt nicht nur makellose Qualität bei den verwendeten Zutaten, sondern auch das Provenienzversprechen, dass fast 90 % der Produkte in Legnano, nördlich von Mailand, handgefertigt werden. — N.M. 4 — MQ Sommer 2016

Wie ein Laden, den ein Künstler des „konkreten“ Stils ausgemalt hat, sieht Aspesi aus

Fotos: Gunnar Lillehammer

Salvatorplatz 4 (Luitpoldblock) · aspesi.com


Hogan

Residenzstraße 19 · hogan.com

Das italienische Label Hogan, Tochter des Luxusgüterkonzerns Tod´s aus der Region Marken nahe der Adria, hat in München jetzt seinen eigenen Laden auf zwei Etagen gegenüber der Residenz. Die Marke für lässiges Design wurde durch ihre informell eleganten Schuh- und Taschenkollektionen bekannt, produziert inzwischen aber auch dazu passende Kleidungsstücke. Auch Karl Lagerfeld designte vor ein paar Jahren eine eigene Linie für Hogan. Inspiriert wird Hogans Konzept vom sportlichen Luxus in den aktuellen Sommerkollektionen durch das Disco, Punk-und Rock-Ambiente im New York der Achtziger Jahre, auffallende Farben eingeschlossen. — N.M.

Ruffinis

Sendlingerstraße 1 ruffinis-store.de

Edited

Amalienstraße 57 · www.edited.de

„Mit Edited richten wir uns an junge urbane Kundinnen“, sagt der Geschäftsführer. Das Label, welches bereits in Hamburg und Berlin ansässig ist, eröffnete seinen dritten deutschen Shop in München. Neben der #EDITEDthelabel Kollektion gibt es auf den rund 130 Quadratmetern nicht nur Kleidung der Eigenmarke, sondern auch verschiedene BeautyProdukte, Accessoires vom Newcomer-Brand Gvyn oder It-Labels wie Rebecca Minkoff und Le Specs. — N.M.

Seit Kurzem ist der ehemalige Museums­ laden im malerischen Ruffinihaus wieder besetzt – mit einem Design Pop-UpStore, der praktischerweise den Namen seines Standortes trägt. „Das Konzept meines Ladens ist lokales Design aus München: Handwerk, verbunden mit ho­her Qualität und Schönheit“, erzählt Stephanie Kahnau (Foto), die Textildesignerin, die den Laden führt. Neben ihrer eigenen Mode- und Accessoires-Kollek­ tion verkauft sie ausschließlich Unikate von Designern aus München. Hochwertige Teppi­ che von Romina Pilloni, hand­ gefertigte Taschen von Vanook oder feine Porzellanarbeiten von David Lehmann. Auch fin­

det man Künstler­bücher der Edition Taube, verspielte Acces­ soires von Milli Monka oder pu­ ristische Holzschalen von Rei­ mann & Bordhin. Vieles lässt sich entdecken, wenn man ein wenig Zeit mitbringt in den netten Laden am Rindermarkt. — N.M.

À LA PLAGE Lassen Sie sich inspirieren und finden Sie ausgesuchte Designartikel in Porzellan und Keramik rund um das Thema Wohnen, Küche und gedeckter Tisch. Zusätzlich runden ausgesuchte Küchenmesser und -helfer, Ledersets und -Untersetzer, Bestecke, hochwertige Papierservietten, Weingläser und -accessoires, Kerzen, japanische Badtextilien, französische Handseifen und -cremes, Kerzen und Schmuck unser Sortiment ab.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch! Home by ASA Hackenstr. 5 • 80331 München

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EINKAUFEN SC H A U F E N S T E R

Für alle Herren gilt: Lässig und modern soll das Outfit sein. Jeans und Turnschuhe bilden die Basics – Eyecatcher ist die schwarz anmutende Bomberjacke aus Samt, welche momen­ tan schwer angesagt ist. Den Komplett­ look kann man bei 7forallmankind für knapp 500 € erstehen.

Das weiche Suri-FreyModell „Ruby“ bei ZiaPeppina Taschen für rund 70 € ist eine Hommage an das Meer – wie passend für den Sommer. Das entwickelte Laser-Cut-Verfahren bildet ein wellenförmiges Muster, welches sich aufstellt und wieder schließt, je nachdem wie die Tasche getragen wird.

Ob am Strand von Spanien, am Starn­ berger See oder im Norden auf Sylt – der blau-weiße Bandeau-Bikini im Streifenlook ist ein Klassiker und passt zu jedem Typen. Bei Marc o’Polo, Preis 80 €.

Ein Profi-Fußballer gründet DIE Firma für Outdoor-Möbel: Der ehemalige TSV 1860 München-Torwart Bobby Dekeyser schuf 1990 die Marke Dedon. Das Modell Orbit gilt inzwischen als Klassiker – für 7995 € steht die runde Sofa­insel bald auch auf Ihrer Terrasse.

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Dieses Jahr kann es gerne etwas bunter werden. Orange ist und bleibt eine beliebte Trend­far­b e – derer sich auch das Label Yukai bedient. Die schlichte aus­ gestellte Hose für 298 € ist mit dem orangenen plissierten Top für 269 € aufgepeppt und wird so zum Eye-Catcher.

Man nehme den japanischen Kult­desi­gner Yohji Yamamoto und die Sportbekleidungsfirma mit den drei Streifen. Heraus kommt die trendigste Kooperation seit langem. Die Adidas Y-3 Oasa High Turnschuhe gibt es für 340 € im Beastin Store.

Das neue Bianchi Infinito CV ist der neueste Clou der FahrradIngenieure. Perfekt für alle Stadtcruiser, Kopfstein­ pflasterfans und hart­ gesottene Rennrad­ fahrer. Im Bianchi Store (Schrannenhalle) für schlappe 10499 €.


Der Architekt und Produktgestalter Max Bill ist den meisten wohl eher durch eine seiner puristischen Küchenuhren bekannt. Doch auch eine Armbanduhrenkollektion umfasst sein Lebenswerk. Das schlichte Design wurde von Junghans neu aufgelegt und kann für 495 € erworben werden.

Mit mehr Bildgeschwindigkeit, höherer Auflösung und der Möglichkeit sogar 4K-Videos aufzunehmen, sollte die Systemkamera Leica SL „made in Germany“ auf jeden Fall in der Strandtasche (und nicht im Was­ ser) landen. Preis: 6900 €.

KaniKani ist ein neues Münchner Label, das mit nachhaltigen Materialien handgemachte Kleidung und Accessoires kreiert. Dabei möchten wir den braunen Seesack für 65 € vorstellen, der auch echte Landratten überzeugen kann.

Diese Saison kommen modische Girls nicht an Jogg-Jeans mit dekorativen Elementen vorbei. Auch lässig-weite Sweatshirts mit Druckmotiven sind schwer angesagt. Die Hose mit Stickereien in Macaron-Rosa für 124 € sowie das PatchworkSweatshirt für 126 € bei Twin-Set.

Um den Büroalltag bei den hohen Temperaturen zu überstehen, empfiehlt es sich, dieses Sakko aus Leinen-Baumwoll-Mix mit zeitlosem Reverskragen bei Closed anzuschaffen. Preis 289 €.

Im Sommer wird die Haut ganz schön beansprucht. Dem wirkt die Dynamic Nourishing Face Cream der Marke Retrouvé entgegen: Die Aktivstoffe reparieren, nähren und schützen die Haut und bringen zugleich den Teint zum Strahlen. Den handgearbeiteten Flakon gibt es bei Ludwig Beck für 385 €.

Das Gold-Hydra Gel Eye von Peter Thomas Roth ist die neue Superpflege für die Augenpartie. Mit 24 Karat Gold ist das Gel nicht nur kostbar, sondern strafft auch die Haut innerhalb weniger Minuten. Erhältlich ist die Wunderpaste bei Ludwig Beck für 95 €.

Die Sandalette Antigone, inspiriert von den alten Griechen, ist in dezenter Reptil-Optik aus Leder gefertigt und überzeugt durch ihre hochwertige Verarbeitung. Zu kaufen gibt es die Sommertreter bei Konen für rund 220€. Sommer 2016 MQ — 7


Sonnenbrillen schauen nicht nur super aus, sondern schützen auch vor gefährlichem UV-Licht

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Kein Sommer ohne Sonnenbrille Die Sonnenbrille ist aus den Gesichtern von heute nicht wegzudenken, sie ist ModeAccessoire, Kult- und Prestigeobjekt. Ihre Geschichte, die ganz aktuellen Trends sowie die besten MĂźnchner Stores hat Nadine Miller recherchiert.

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“... 106 Meilen bis Chicago, wir haben Benzin im Tank, ein halbes Päckchen Zigaretten, es ist dunkel und wir tragen Sonnenbrillen.“ Der Kultfilm Blues Brothers machte 1980 die Darsteller Dan Aykroyd und John Belushi weltberühmt und leitete den endgültigen Status der Sonnenbrille als Kultobjekt ein. Das Accessoire galt freilich schon früher als Verkleidungs-Schmuckstück, es verlieh Coolness und Eleganz, war Geheimnisträger und Hingucker zugleich. Greta Garbo, Jackie Kennedy oder Elvis trugen natürlich eine, Marilyn Monroe warb dafür und Audrey Hepburn wäre ohne ihre Sonnenbrille nicht zur großen Trendsetterin geworden. Udo Lindenberg und Karl Lagerfeld hoben sie auf ein höheres Level, indem sie nie „ohne“ das Haus verließen. Ob sportlich, extravagant, mit XXL-Gläsern oder als Klassiker – die Brille ist Hingucker, kann für ihren Träger Intimsphäre schaffen, changiert aber auch zwischen dem Streben nach Distanz und Selbstinszenierung. Großes Kino eben.

Die Ersten waren ... die Eskimos

Die Eskimos, auch Inuit genannt, waren die Ersten, die ihre Augen vor der grellen Sonne der Arktis schützen wollten und mussten. Um der Schneeblindheit zu entgehen, schnitzten sie schmale Gucklöcher in die Knochen von Seehunden und banden sich diese auf die Nase. Kaiser Nero hingegen hielt sich große grüne Smaragde vor die Augen, damit er sich Löwen- und Gladiatorenkämpfe in der sonnendurchfluteten römischen Arena anschauen konnte. In unseren Breiten wurden im 15. Jahrhundert die ersten bunten Brillengläser aus Bern- und Braunstein hergestellt. Im Jahr 1752 führte der Brite James Ayscough Brillen mit Bügeln und bunten Rauchgläsern ein, die der heutigen Brillenform bereits stark ähnelten. Doch auch sie boten noch keinen vollständigen Schutz für die Augen, da ihnen der UV-Filter fehlte. Moderne Sonnenbrillen, welche die Augen vor den schädlichen UV- und Blaulichtern schützen, wurden erst in den 1920er Jahren von den Ameri-

kanern Sam Foster und Brill Grant erfunden. Die Sunglasses entwickelte sich zu einem Must-Have für Reisende und Sporttreibende, Menschen wurden mobiler und sportlicher und wollten sich verstärkt vor Sonne oder Fahrtwind schützen. Gebräunte Haut wurde schick und es war angesagt, draußen Sport zu machen und dabei eine getönte Sonnenbrille aufzusetzen. Das neu entdeckte Produkt entwickelte sich zum großen Markt: Unternehmen wie Nitsche & Günther, Carl Zeiss oder Josef Rodenstock führten ihn in Deutschland an und begeisterten ihre Kunden mit Innova-

Mit den Vorläufern der Sonnenbrille hätten sich Prominente wie die Hepburn und Kennedy (re.) oder Lohan, Lagerfeld und Naomi Watts (rechte Seite) eher nicht vor ihre Fans getraut 10 — MQ Sommer 2016


Heutzutage gibt es Sonnenbrillen in allen Formen und Farben. Welche Brille zu welchem Typ passt, kann der Optiker am Besten entscheiden.

tionen wie fein geschliffenen Gläsern, seitlichen Lichtschutz­ klappen und Rahmen aus leich­ tem Zelluloid.

Das Militär wird zum Trendsetter

Im Jahr 1936 stellte die Firma Bausch & Lomb eigens für die Piloten des US Militärs bruch­ sichere Brillen her. Das Modell Aviator sollte die Flieger vor Blendung in den Wolken schüt­ zen und durch die charakte­ ristische Tropfenform mit Metallbügeln den umfassenden Blick durchs Cockpit erleich­ tern. Ein Jahr später wurde die Tochterfirma Ray-Ban („banned the sun’s rays“) gegründet, die sich ausschließlich mit Sonnenschutzbrillen befasste. Als der 2. Weltkrieg zu Ende war, standen diese Brillen schlechthin für den ame­ rika­nischen Traum, Freiheit, Lebenslust und einen Neuan­ fang. Auch hochkarätige Politi­ ker wie Winston Churchill und Präsident Eisenhower trugen die Aviator. 1952 dann wurde das Modell Wayfarer entworfen, das zu dieser Zeit einen neuartigen Rahmen aus Kunst­ stoff hatte und durch Audrey Hepburn in „Frühstück bei Tiffany’s“ weltweite Bekannt­ heit erlangte. Beide Modelle gelten als Brillenklassiker und

zählen zu den weltweit erfolg­ reichsten Sonnenbrillen. In der Nachkriegszeit ließen auch Modelle wie Parma, Flo­ rida oder Garda Urlaubsgefühle aufkommen. Wer sich einen echten Urlaub nicht leisten konnte, trug ihn zumindest auf der Nase. Die Gestelle bekamen bunte Farben sowie geschwun­ gene Formen und wurden zum Statusobjekt, auch wenn sie sich fast jeder leisten konnte. Filmund Musikstars der 60er und 70er machten die Brillen zu ihren unverzichtbaren Accessoires. In den 80er Jahren schließlich wurden auch die extravagantes­ ten Modelle Trend – ob Gestelle mit Herzchen, Sonnen oder gar

als architektonische Gebäude – plötzlich eignete sich alles als Sonnenbrille. Die sportlichen Modelle der 90er waren hinge­ gen vom Minimalismus geprägt, während man in den Nullerjah­ ren des neuen Jahrtausends die extragroßen Sonnenbrillen zu lieben begann. Heutzutage leben alle Formen, Klassiker und Neotrends nebeneinanderher – egal ob klobige, feine, farben­ frohe oder reine Modelle – für jeden Typ ist mittlerweile das passende Augenstück zur Hand. Denn: die Modeindustrie hat die Gläser in ihre Kollektionen aufgenommen. Und wo das Modebusiness hinfasst, bleibt natürlich kein Stil unbeachtet.

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Aktuelle Sommer-Trends 2016:

Die Brillen der Saison Ob Klassiker, breite Rahmen, Cat-Eye-Modelle, große oder kleine Gläser – die Trends gehen zur Zeit in Richtung Retro.

Pures Titan

Durch unterschiedliche Gläser und Scheibengrößen der Shades von Silhouette wird die Brille ganz unabhängig von ihrer eigenen Form zum wandelbaren Accessoire. Angenehm zu tragen, in der Sonne mit dem perfekten Schutz für die Augen. Die fünf verschiedenen Scheibenformen in zwei Größen und Farben machen Variationen möglich. Das Label Silhouette gibt’s bei Optik Hörtkorn, Marienplatz 8.

Zeitlos modern

Von beinahe jedem Modell einer Sonnenbrille verfügt Persol über zwei unterschied­ liche Größen und erzeugt zwei höchst zeitlose, aber zugleich moderne Looks. Selbst Steve McQueen trug seine Persol – wenn auch Sie dazu gehören möchten, empfiehlt es sich im Store Eye-Catcher Sunglasses, Theatinerstraße 40-42 vorbeizuschauen. 1 2 — MQ Sommer 2016

Eingerahmt

Subtiler Sex-Appeal

Elegant und feminin sind die Brillen von Guccis Kreativdirek­ tor Alessandro Michele. Ob mit bunten oder eintönigen Gläsern, Hauptsache das Gestell und die Umrahmung sind besonders dick und klobig. Erhältlich bei Have a look, Sonnenstraße 25.

Auch die Plexiglasmodelle von Dries van Noten sind wieder im Trend. Ihre Aufälligkeit ist hierbei der Rah­ men mit ziemlich breiten Bügeln. der farbliche Effekt von Hell auf Dunkel ist dem belgischen Designer gelun­ gen. Sonnenbrillen von Dries van Noten gibt es bei: Docks Optic, Kurfürstenplatz 3.


EINKAUFEN Transparenz

Auch transparente Brillengestelle sind im Trend. Krass Optik, die ihre eigenen Brillen vertreiben, hat diesen Trend erkannt und bietet Unisex-Modelle in verschiedenen Varianten und Größen an. Krass Optik, Hohenzollernstraße 7  u.a.

Wayfarer

Das Modell Wayfarer der Marke Ray-Ban gilt als Brillenklassiker. Verschiedene Modelle, ob klassisch schwarz oder mit quietschbunten Rahmen, hat Optik Marx, Augustenstraße 110 vorrätig.

Aviator

Die Ur-Sonnenbrille Aviator erlebt ein Revival und kommt auf die Straßen zurück. Die Ausführungen von Michael Kors haben eins gemeinsam: den doppelten Rahmen, der für einen echten Hingucker sorgt. Zu kaufen bei: TrendOptic, Leopoldstraße 76

Brauntöne

Der Farbton Havanna-Braun ist ein beliebter Klassiker, der farblich von Bernstein bis Kastanienbraun reicht – auch Leo-Muster sind durchaus erlaubt. Die Marke Oliver People stellt viele der Trendteile her – bei Gutsch Optik in der Thea­ tinerstraße 23 kann man diese anprobieren.

Runde Brillen

Einst erreichte die Nickelbrille durch John Lennon weltweit Beliebtheit. Die runden Gläser einer klassischen Nickelbrille stellt auch der Store Viu in der Reichenbachstraße 38 in Handfertigung her.

Massives Schild

Das Credo von Chanel lautete: Überdimensional groß muss es sein! Modelle des Labels sind bei Pupille Optik / Gärtnerplatz 2 zu erwerben.

Auffällig unauffällig

Prunk rules

Der Egozentriker Ludwig XII. von Frankreich hätte sich gefreut: Sonnenbrillen gibt es nun auch in prunkvoller und opulenter Kitsch-Manier. Glitzerbrillen von D&G haben sie bei 5-Höfe-Optik, Theatinerstraße 8.

Miiiiiauuu

Die Wire-Frame-Designs aus poliertem Gold-Metall oder neutralfarbigen Metallen sind oft mit bernstein- und honigfarbenen Akzenten verbunden. City Optik in der Sonnenstraße 4 bietet diesen Typ Sonnenbrille des Labels Tag Heuer an.

Die exzentrische Cat-Eye-Form aus den 1950er Jahren ist absolut nichts für graue Mäuschen. Dickere Rahmen und extrem geschwungene Formen erzeugen eine heftige Wirkung. Wichtig dabei nur: die spitz zulaufenden Sonnenbrillen passen am Besten zu runden Gesichtern. Erhältlich: Eyesee Stork + Bauer Optik, Rindermarkt 15

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UNSERE BESTEN DREI IN MÜNCHEN:

Freudenhaus freudenhaus.com

Seit über 25 Jahren gibt es diesen Laden, inzwischen vier Mal in München, am Odeonsplatz, bei Ludwig Beck, in der Corneliusstraße und in der Hohenzollernstraße. Mittlerweile vertreibt man auch die eigene Brillenmarke Fhone. Stefan Flatscher ist ihr kreativer Kopf: „Bei gutem Brillendesign geht es vor allem darum, was man alles weglas-

„Luder & Luden“. Für diese Kollektion wurden die portraitiert, die sich tagtäglich um ihre Kunden kümmern, nämlich die Optiker.

Leidmann · leidmann.de

Das Credo des Stores ist, Brillen perfekt auf deren Träger anzupassen. Mehrere Filialen wie in der Maximilianstraße, Leopold- und Hohenzollernstraße führt Leidmann bereits mit angesagten Labels wie Celina, Lancier, Thom Browne oder Mykita. Dabei sollte genau diese Marke näher beleuchtet werden. Mykita stellt Brillen her, die gedruckt und in mehrmaligem Wiederholen Viu · Reichenbachstraße 38 veredelt werden. Somit entstehen shopviu.com leich­t e, stabile, individuelle Formen Der erste deutsche Flagshipstore und Haptiken. Leidmann selbst arder Schweizer Marke VIU befindet beitet mit verschiedenen Materialien sich natürlich in München. Alle wie Holz, Gold, Stein, Titan, Silber VIU-Brillen werden in einem italienioder Platin und vertreibt seine eige- schen Traditionsbetrieb in den Dolomiten in 80 Schritten handgefertigt. ne Kollektion Foret Leidmann. Diese Das Ergebnis sind «Contemporary steht für Schlichtheit mit zeitlosen Formen aus Deutschlands BüffelClassics» in gedeckten bis transpahorn-Manufaktur. Genau diesen Anrenten Tönen in einem moder­n en und urbanen Design Schweizer Hersatz kann man auch im Interieur der kunft. Neben der hauseigenen Marke sen kann. Die Konzentration auf eine Stores entdecken: Moosgrün gestrifindet man bei VIU auch so genannte tragende Designlinie baut Spannung chene Wände sind die einzigen farbigen Nuancen, die man im Laden in „Limited Editions“, die in Koopera­ im Gesicht auf und lässt den Menschen mit seiner Brille verschmelzen. der Maximilianstraße entdeckt. Rohe tion mit ausgewählten Fashionbou­ tiquen der Stadt wie beispielsweise Betonwände, schlichte Sitze, dazu Die Brille wird ein Teil seiner Persodem House of Harvest entstanden eine holzverkleidete Ausstellungsnalität - zu einem Teil von ihr oder ihm. Das Ergebnis ist definitiv eine fläche – in dem einzigartigen Design sind. Zusammen mit der SchmuckBrille, die Freude macht, mit der man lässt es sich gut shoppen. designerin Saskia Dietz, die für ihre sich angekommen und wohl fühlt. zarten, filigranen Schmuck­s tücke Unspektakulär. Natürlich. Und indivibekannt ist, haben die beiden Partduell.“ Flatscher ist ein leidenschaft­ ner in diesem Jahr auch zwei Forlicher Macher, überzeugter Minimamen einer sehr puristischen Son­ list und setzt besondere Materialien nen­b rille entwickelt, ohne Rahmen für die Verarbeitung ein. Egal ob itaoder Fassung – dafür inklusive der momentan angesagten Brillenkette. lienisches Zelluloseacetat, natür­ Letztere gibt es in zwei Varianten: liches Büffelhorn oder gar Titan aus die überlangen Modelle können in der Raumfahrt – die Designs sind Gold oder Silber gekauft werden – zeitlos und modisch zugleich. Neben oder als massive schwarze Panzereiner 45-teiligen Kollektion in vier bis sechs Farbrichtungen gibt es kette. Die Brille ist ab Juni im auch eine besondere Linie namens Store erhältlich.

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Münchner Meile

FOLG E 11

Beginnend am Isartorplatz windet sich die Thierschstraße über das Maxmonument bis hin zur U-Bahn Station Lehel. Dabei überzeugt sie als gutbürgerliche Wohn-, Ess- und Ladenstraße mit vielen Altbauten aus guten und vergangenen Zeiten.

Isartorplatz 5 — Echte Teppich-Unikate gibt es bei der Rug Company : Alle Teppiche werden in alter Handwerksarbeit hergestellt.

Thierschstraße 5 — Hier bringt das Restaurant Lemar den Münchern das orienta­l ische Land Afghanistan mit landestypischen Speisen und Aromen näher. 16 — MQ Sommer 2016

Thierschstraße 1 — Seit über 30 Jahren gestalten Bernd Brenner und Caroline Kokawke im Laden Masswerk hochwertige puristischzeitlose Möbel.

Liebherrstraße 10 — Hey L ove Wedding -St ore präsentiert Brautmode sowie Accessoires für den schönsten Tag im Leben.

Thierschstraße 3 — Die Einrichtungsexperten im Fashion F or Home entwerfen individuelle Wohnkonzepte – auf Wunsch dürfen die Kunden sogar selbst Designer spielen.

Thierschstraße 8 — Ob Hermès, Louis Vuitton oder Chanel – im Showroom von WHAT L’S Luxustaschen lassen sich erstklassig erhaltene Original-Taschen aus Privatbesitz entdecken und ergattern.


Thierschstraße 8 — Zahlreiche indische Spezialitäten nach über­ lieferten Original-Rezepten fin­ det man im Restaurant G oa , das sich keinen Ruhetag in der Woche gönnt.

Thierschstraße 11 — Das Traditions­ unternehmen Fischer ist spezialisiert auf Tasteninstrumente. Neben dem Verkauf fördert man kulturelle Events und läßt regelmäßig Künstler im Musik­ haus auftreten.

Thierschstraße 14 — Der Store Upper Club sollte eine Anlaufstelle für alle TurnschuhLiebhaber sein. Auch Sonder­ wünsche und Einzelbestellun­ gen werden berücksichtigt.

Thierschstraße 10 — Das Extre me Hair -Team bietet außer Wa­ schen, Färben, Föhnen und Schnei­ den auch Haarverlängerungen sowie Frisuren für besondere Anlässe an.

Thierschstraße 12 — Lilian B oys & Girls setzt auf Kinder­ mode und verkauft auch Spiel­ sachen und Geschenkartikel für die lieben Kleinen.

Thierschstraße 15 — Das Thiersch 15 , unter Leitung der Architektin Bettina Schreyer, verkauft die Möbelklassiker schlechthin für Ihre Inneneinrichtung: von Carl Hansen, über Vitra bis Swedese.

Thierschstraße 10 — Der Gewölbe­ keller ist Nachtschwärmern noch als Slibowitzkeller im Gedächt­n is. Nun befindet sich dort als Kater Mikesch eine Eventlocation mit exklusiver Weinhandlung.

Thierschstraße 14 — Neapo­ litanisches Feeling kommt im P ort o Capuana auf, das den Namen eines Stadttors in Nea­ pel trägt. Der Italiener bietet feine Küche sowie einen netten Bar-Lounge-Bereich.

Thierschstraße 20 — Schlichte moderne Einrichtungsgegenstände findet man im Ro che B obois . Die französische Marke ist bekannt für ihre Zusammenarbeit mit Designern, Architekten und Modemenschen.

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Thierschstraße 23 — Hier führt der Sol o Friseur einen mit viel Liebe und Geschmack sehr dekorativ eingerichteten Salon.

Thierschstraße 36 — Die Pension Beck , wo bereits Carl Spitzweg sagte: „Du kannst dir gar nicht vorstel­ len, welche Sehnsucht und Lust zu reisen ich habe.“

Thierschstraße 41 — Im Würfel werden seit 1994 Schmuckunikate jeglicher Art angefertigt. Auch ein Umar­ beitungsservice für alte Schät­ ze ist im Atelier inbegriffen. 18 — MQ Sommer 2016

Thierschstraße 31 — In dem Atelier werden nähkurse in kleinen Gruppen angeboten – für Anfänger wie für Fortgeschrit­ tene. Auch Dirndl-Nähkurse.

Thierschstraße 35 — Gastronom Joel Bousquet eröffnete bereits 2005 sein fran­ zösisches Restaurant Le Barest ovino . Im Obergeschoss das Bistro Le B ouchon .

Thierschstraße 38 — Im Casavel a sollte man vorbeischauen, wenn man sich moderne naturfarbene Möbel für die nächste Revision seiner Innen­ einrichtung vorstellt.

Thierschstraße 41 — Im Ladengeschäft Kubul a findet sich ein großes Sortiment an tschechischen Büchern, CDs, Kunsthandwerk und Weinen.

Thierschstraße 39 — Neben frischen Schnitt­ blumen liefert das Magic Wonderl and auch Blumenarrangements für jeden Anlass.

Thierschstraße 42 — Das Dancecode bietet an Kostümen, Schuhen und den passenden Accessoires alles, was des Tänzers Herz höher schlagen lässt.


Ein Jubiläum: 25 Jahre Gudrun Spielvogel Galerie & Edition Jubiläumsausstellung 9.7.-30.7.2016 Maximilianstraße 47 — Das GOP Varieté-Theater bietet, verbunden mit einem feinen Dinner, Comedyshows, Zaubervorstellungen und Akrobatik. Varieté at it‘s best. Maximilianstraße 45 — Die Galerie Spielvo gel vertritt Künstler aus der Schweiz, Deutschland, Frankreich und England, die sich auf konstruktive und lyrisch abstrakte Kunst nach 1945 spezialisiert haben.

Maximilianstraße 54 — Der seit über 25 Jahren bestehende Laden Patic Schmuck führt besonders filigrane Frauenaccessoires.

D

Die Thierschstraße ist nach dem Stadtbaumeister und Architekten Friedrich Ritter von Thiersch benannt, der für die Errichtung des Münchner Justizpalastes (1891–1897) verantwortlich war. Zudem errichtete er die Maximiliansbrücke, das Bernheimerpalais, den heutzutage so beliebten Löwenbräukeller und den Erweiterungsbau der TU München (1918). Friedrich Thiersch gilt als der bedeutendste Vertreter des Spät­historismus in der sogenannten „Gründerzeit“ und der Wilhelminischen Ära, in der viele Stile zusammenkamen. Das kann man bis heute im Straßenbild der Thierschstraße erkennen:

Thierschstraße 49 — Das Hotel Splendid -D ollmann verfügt über Zimmer im Biedermeier-Stil und ist in Künstlerkreisen gesetzt.

neben Bauten im Neubarock und Jugendstil finden sich hier auch Neurenaissancegebäude, die alle unter Denkmalschutz stehen. In den prestigeprächtigen Bauten, früher größten­teils Mietshäuser, haben sich heute viele kleine Geschäfte und Restaurants angesiedelt. Anwohner sagen, dass die Stra­ße sich mit interessanten Läden etabliert hat und zu einer richtigen „Wohn-Meile“ gewor­ den ist. Jedoch ist für die Bewohner die wichtigste Adresse nach wie vor der Lebens­ mittelladen der Familie Zrenner, bei dem die vielen Anwohner das bekommen, was man – außer den Möbeln – sonst noch zum Leben brauche. — nadine miller Sommer 2016 MQ — 19

Bernard Aubertin Erdmut Bramke Andreas Brandt John Carter Guy de Lussigny Chr. Freimann Felicitas Gerstner Edgar Gutbub Oskar Holweck Kubach & Kropp Petra Lemmerz Thomas Lenk Arnuf Letto Jean Mauboulès Christiane Mewes L. v.Monkiewitsch Lothar Quinte Karin Radoy Sigurd Rompza Nelly Rudin Klaus Staudt Hans Steinbrenner Wolfgang Temme Gaby Terhuven Wolfram Ullrich M. Th. Vacossin Thomas Vinson Peter Vogel Martin Willing

Maximilianstr. 45 80538 München Tel 089 -21 86 97 00 www.spielvogelgalerie.de info@galerie-gs.de


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Jeanne Toussaint (li.) kreierte mit dem Panther ein prestigeprächtiges Markenzeichen, das sich bis heute hält

Die MQ LabelSerie

FOLG E 9

In dieser Ausgabe: die Frau, die den Panther zum Markenzeichen von Cartier erhob, ein deutschindisches Luxus-Unternehmen und ein Münchner Label, das sich mit urbaner Streetwear einen Namen machte. Cartier Lass den Panther sprechen

In Paris wurde das vielleicht berühmteste Schmuckunter­ nehmen der Welt im Jahr 1847 von Louis-François Car­ tier gegründet. Schon bald wurde das Geschäft ein Treff­ punkt wohlhabender Kun­ den aus Adel und Bürgertum. Zunächst spezialisierte sich Cartier auf Juwelen und Schmuck. Etwas später nahm er in sein Repertoire auch Taschen- und reich verzierte Schmuckuhren auf. 1904 schrieb der Enkel Louis Car­ tier Geschichte mit der be­ rühmten Herrenarmband­ uhr Santos, die erste Arm­ banduhr mit Lederarmband. 2 0 — MQ Sommer 2016

Die selbstbewusste jun­ ge Frau und Freundin Coco Chanels, Jeanne Toussaint, holte Louis Cartier 1918 in die Firma. Sie bewegte sich in Künstlerkreisen und galt als „It-Girl“ ihrer Zeit. Car­ tier erkannte ihr Potenzial und engagierte sie als kreati­ ven Kopf. Sie lancierte kurz darauf die juwelenbesetzte Uhr mit dem berühmten Panther, dessen Kopf schon bald alle Accessoires zieren und das Markenzeichen Cartiers werden sollte. Schwerer Schmuck und ornamentale Ästhetik im Sinne des Art Déco verkauf­ ten sich jedoch ein Jahr­ zehnt später nicht mehr in einer Generation, die das

Leben und die bürgerli­ chen Freiheiten feierte. Ein Grund, weshalb Car­ tier Ende der 1920er Jahre kurz vor der Pleite stand. Toussaint entstaubte die Fir­ ma, indem sie leichte, hu­ morvolle Schmuckstücke mit wertvollen Steinen ent­ warf. Durch bunte Vögel, Blüten und andere figürliche Motive entwarf sie für die Frauen der Zeit Schmuck­ stücke, mit denen sie ihre Lust auf Befreiung und Un­ abhängigkeit ausdrücken konnten. Dabei arbeitete sie stets nach einem Motto ih­ rer langjährigen Freundin Chanel: „Schmuck ist nicht dazu da, Neid zu erwecken bestenfalls Staunen.“ Jeanne Toussaint hatte mit Louis Cartier auch eine Liebesbeziehung. Er nannte sie „La panthère“ – Tous­ saint hatte ihre ganze Woh­ nung mit Leopardenfellen dekoriert. Der Cartier-Pan­ ther wurde nach und nach zum gefragten Must-Have, später zum Klassiker. Wallis

Simpson, damals schon die Herzogin von Windsor, trug das brüllende Raubtier als Smaragd-Cabochon von 116 Karat. Und mehr und mehr Hollywood-Stars sah man mit den mit Diamanten und Saphiren besetzten Diade­ men, Ringen, Ketten, Arm­ bändern und Uhren über rote Teppiche laufen. Für die besondere Hap­ tik der Schmuckstücke hat Cartier eine eigene Technik entwickelt. Bei der „Pavage peau de panthère", bei der Flecken aus Onyx oder ande­ ren Edelsteinen in winzige Fassungen aus gedrechsel­ tem Edelmetalldraht gesetzt werden, entsteht ein Effekt, der sich bei Berührung fast so anfühlt, als würde man einen echten Leoparden streicheln. Als Louis Cartier 1942 starb, geriet das Unterneh­ men in eine schwere Krise und zerfiel in separate Ge­ schäftsteile, die unter den Familienmitgliedern nach


„Schwabing zieht mich an.“ yukai, Kurfürstenstr. 45

und nach abgestoßen wurden. Erst in den 70er Jahren erholte sich das Unternehmen unter Robert Hock und Joseph Kanoui. Sie peppten die Marke auf und designten Schmucklinien, die mit moderateren Preisen größere Zielgruppen ansprachen. 1988 übernahm die Schweizer Firma Richemont das Unternehmen. Heute zählt Cartier mit seinem Panther zu den größten Juwelierunternehmen der Welt und verkauft nicht nur Schmuck und Uhren, sondern vertreibt auch Lizenzen von Parfümen, Lederwaren und Schreibgeräten. In München in der Maximilianstraße 20, cartier.de

Escada Schlichte Stilsicherheit

Das in Aschheim bei München ansässige Unternehmen ist bekannt für seine elegante Pret-ÁPorter-Damenkleidung sowie für eine große Menge unterschiedlichster Accessoires: Neben Taschen und Schuhen vertreibt Escada über unzählige Lizenzen Produkte wie Düfte, Uhren, Schmuck oder Brillen. Gründerin Margaretha Ley, ein ehemaliges schwedisches Topmodel, und ihr Ehemann Wolf-

gang sorgten nach der Gründung schnell dafür, dass Escada, benannt nach dem Namen eines irischen Rennpferdes, bereits in den 1980er Jahren zum zweitgrößten europäischen Modehersteller aufstieg. 1982 schaffte das deutsche Unternehmen den Sprung über den Atlantik und eröffnete seine erste Filiale in New York. 1986 ging das Unternehmen als eines der ersten deutschen Modelabels an die Börse und etablierte sich als international erfolgreiche Marke. Dabei hatte Margaretha den kreativen Part des Hauses inne, während Wolfgang sich um Organisation, Finanzen, Marketing und die Produktion kümmerte. In den schillernden 1980er Jahren konnte Escada sich mit Margaretha Leys farbenfrohen Entwürfen aus hochwertigen Stoffen besonders im Bereich der Abend- und Businessmode rasch einen Namen machen. Goldknöpfe und heftige Farbkombinationen wurden zum Synonym für Escada-Mode. → EscadaDress und die Münchner Niederlassung

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Im oberen Preissegment be­ heimatete Damenboutiquen führten Escada rund um den Globus, von New York bis Tokio. Supermo­ dels wie Linda Evangelista, Claudia Schiffer und Cindy Craw­ ford liefen für das Unterneh­ men über die Laufstege. Im Jahr 1996 wurde der erste Flag­ ship­store in München in der Theatinerstraße eröffnet. Nach dem frühen Krebstod von Margaretha Ley, geriet das Unternehmen, das sehr schnell, vielleicht auch zu schnell, ge­ wachsen war mehrfach in schwere See, unterbrochen von nur kurzen Erholungs­ phasen. Nach mehreren Umstrukturierungen sowie einem Zwischenspiel mit einem russischen Investor gehört Escada heute einer Investmentgesellschaft von Megha Mittal, der Schwie­ gertochter eines indischen Stahlmagnaten, der zu den 100 reichsten Menschen der Welt gehört. Seit 1995 führt Escada die Untermarke „Escada Sport“ als etwas sportliche­ re und erschwinglichere Zweitlinie des Hauses. Eine weitere Untermarke, „Esca­ da Couture“, wiederum offe­ riert Topluxus-Abendmode im obersten Preissegment. Prominente tragen die os­ karreifen Roben zu vielen Veranstaltungen und reißen

2 2 — MQ Sommer 2016

Das Münchner Kopfweh-Label präsentierte seine Kollektionen schon in großen Modestädten wie Paris, Shanghai und Berlin

sich dabei oft um ExklusivVerträge mit der Marke. Im Jahr 2016 tut sich einiges bei der Luxusmarke Escada. Eine Frau über­ nimmt die Leitung des Hau­ ses: die Mode-Managerin Iris Epple-Righi, die zuvor in verschiedenen Manage­ mentpositionen für Calvin Klein und Tommy Hilfiger tätig war. Mit der gerade er­ folgten Neueröffnung der Niederlassung in Düsseldorf soll auch bei der Gestaltung der Läden eine neue Ära be­ ginnen, weniger Prunk und Glimmer sollen die Läden kennzeichnen, die Kundin­ nen sollen vielmehr das Ge­ fühl haben, „ein elegantes wunderschönes Wohnzim­ mer zu betreten“. Auch den Ausbau des Online-Geschäf­ tes hat Escada in den letzten Monaten vorangetrieben,

um mit den ande­ ren Modemarken mitzuhal­ ten. Mittal ist otimistisch, den Luxusliner Escada wie­ der auf Gewinnkurs steuern können. Immerhin verfügt man bis heute über mehr als 1100 Verkaufsstellen in rund 80 Ländern der Welt. In München in der Maximili­ anstaße 25, escada.com .

J’ai mal à la tête Nostalgische Streetwear

Die Modedesignerin Anja Pawlik mischt seit 2012 mit ihrem eigenen Label J’AI MAL Á LA TÊTE (zu Deutsch: Ich habe Kopfweh) im Modezirkus mit. Anja Pawlik begann ihre Karriere mit einem ModedesignStudium in München. Nach dem Studium arbeitete sie drei Jahre für den bekann­

ten Designer Marcel Oster­ tag, entwarf aber auch schon zu dieser Zeit eigene Teile. Erst 2012 traute sie sich zu, ein eigenes Label zu grün­ den. „Klar hatte ich Angst den ersten Schritt zu wagen, aber ich habe zum Glück mit meiner Ent­ scheidung nicht allzu lange ge­ wartet. Da ich schon bei mei­ ner Zeit bei Mar­ cel Ostertag ei­ gene Teile ent­ worfen habe, wusste ich, dass ich auf jeden Fall etwas Eige­ nes aufziehen will. Für mich gab es deshalb nie einen Plan B.“ Nachhaltigkeit ist Anja Pawlik sehr wichtig, sei es privat oder im Beruf. Sie arbeitet nicht mit Leder, Fellen oder Pelzen. Die De­ signerin benutzt für ihre Kollektion hochwertige Stof­ fe, bei denen moderne Tech­ nologien mit langjähriger, traditioneller Handwerks­ kunst kombiniert werden. Diese Nachhaltigkeit setzt sich auch in der Produktion fort. Denn: Jedes Teil wird in Deutschland produziert. Als reines Menswearlabel gestartet, bietet das Unter­ nehmen mit seiner heurigen Kollektion zum ersten Mal auch eine Linie für Frauen an, welche in Deutschland hauptsächlich in ihrem Onlineshop oder ausgewählten Stores gekauft werden kann. jaimalalatete. de/home/ — Nadine Miller


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Essen &Trinken MQ

Ein französischspanisches Wirteduo führt das char­m ante Restaurant am Baldeplatz

Le Berlu

Wittelsbacherstraße 16/Ecke Baldeplatz (Isarvorstadt) Telefon 74 74 77 50 Mo–Fr 11–14.30, 18.30–24, Sa ab 18.30 Uhr Im Le Berlu tischen Bernard Le Port und Luis Delgado französische Klassiker und Spezia­

24 — MQ Sommer 2016

litäten mit spanischem Einschlag auf. Die Abendkarte beginnt gleich mit interessanten En­trees wie einer BlutwurstTer­rine mit Apfel-Wasabi-Gelee, die Terrine mit einer Konsistenz von Parfait und einer feinen Note von marokkanischem Zimt wird hier mit Piementos de Padrón-Coulis, einem cremigen Püree aus kleinen grünen Paprikaschoten, serviert. Erfreulich auch, dass die beiden Wirte so selten gewordene Gerichte wie Kalbsbries anbieten.

Außen knusprig gebraten und innen zart macht sich das Bries gut auf den Beluga-Linsen mit ihrem nussig-erdigen Geschmack. Wer ein Perlhuhn gefüllt mit Frischkäse bestellt, darf sich dazu auf Sobrasada de Mallorca Gemüsereis freuen, Kalbsjus mit einer Spur Orange verfeinert das Reisgericht. Wie die Homepage schon angekündigt hatte: „Die französische Küche könnte Ihnen einen Hauch spanisch vorkommen.“ — L.h.

Fotos: Carolin Hirschfeld

Tipps


MQ PRÄ SE NTIE RT AUSL ÄND ISCHE SPE Z IA L ­ ITÄTE N IN MÜNCHE N

Ghormeh Sabzi –

Lamm mit getrockneter Zitrone

Persien ist wie andere NahostLänder berühmt für köstliche Gemüsecremes als Entrée und KebabSpieße vom Grill. Doch bietet Irans Küche auch Spezialitäten, die wegen ihrer Aromenvielfalt einzigartig sind. Dazu zählt ein Kräuterragout - meist vom Lamm -, das in seiner Heimat ein beliebtes Festtagsessen ist. Zu Recht, denn nicht nur das Fleisch, Wachtelbohnen, Gelbwurz und diverse frische Grünkräuter geben dem Gericht das Unverwechselbare: Es ist neben dem gedörrten Kraut des Bockshornklees mit seiner streng herb-bitteren Note vor allem die ungewöhnliche rauchig-sanfte Säure von Limo Amani, — T.W. sonnen­g etrockneten ganzen Zitronen. In München im Shandiz, Dachauer Straße 50 (Maxvorstadt), Telefon 59 94 79 86, täglich 11.30 - 23 Uhr, shandiz.de

La Bohème

Leopoldstr. 180 (Schwabing) Telefon 23 76 17 92 tägl. von 9.30–24 Uhr boheme-schwabing.de

Auf die Zeit um 1900, als Restaurants und Cafés die zweite Heimat von Lebemenschen waren, bezieht sich das neue Restaurant im ebenso neuen Stadtviertel Schwabinger Tor. Als Restaurant, Bar und Lounge gibt es von morgens bis in die Nacht deutschfranzösische Küche im Stil einer Brasserie. Klare Ansage im La Bohème macht das wertige Design des Frankfurter Architekturbüros: „Vote against prohibition“ steht auf blankem Mauerwerk aus Sichtbeton, von der hohen Decke hängen Böhmische Lüster. Absolut chillig ist die gut sortierte Bar mit einer beachtlichen Auswahl an Rum und komfortabel speisen lässt es sich an Tischen, die mit Leder bespannt sind. Im Moment verströmen sie noch einen intensiven Lederduft, haben sie aber erst mal Patina angenommen, könnte das La Bohème im neuesten Teil Schwabings angekommen sein. — L.H.

Yang Chai Teeboutique Westenriederstraße 8 yang-chai.com

Tee schenken heißt Zeit schenken. So auch beim Yang Chai, einem jungen TeeLabel aus Ismaning, das kürzlich seine erste Teeboutique in der Nähe des Viktualienmarkts, eröffnet hat. Im Shop fin­ den sich über einhundert Teesorten, die am Eingangsbereich auf einem langen Tisch aufgereiht und individuell kombi-

niert werden können. Vom klassischen Kräuter-Tee bis hin zu exotischen Varianten wie dem Voodoo Spirit wird im Yang Chai alles geboten. Außerdem bietet der Shop nicht nur Tee an: es können auch mundgeblasene Glaskannen sowie massive Gusseisensets erstanden werden. Und wer seine Teekreationen gleich austesten will, der kann sich mit einer Tasse Tee auf der Fensterbank für eine kleine Pause niederlassen. — N.M.

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ESSEN & TRINKEN

Diesen tollen Blick hat man von der China Moon Terrasse im Mandarin Oriental Hotel

Feines Essen unter freiem Himmel Die Schwerkraft eines heißen Sommertages abschütteln: Ob in den letzten Sonnenstrahlen oder schon im Schatten, in Höfen oder auf Dächern. Lucia Hornstein stellt neun

gehobene Adressen an der frischen Luft vor.

1 China Moon

Runterkommen vom Alltag im 7. Stock? Das geht hervorragend auf dem Dach des Hotel Mandarin Oriental bei asiatischarabisch-mediterraner Küche und 360-Grad-Panoramablick über München. Sommerlich leichtes Crossover für internati-

2 6 — MQ Sommer 2016

onale Gäste bietet das Restaurant, z.B. Rindfleischsalat mit Zitronengras und Erdnüssen – statt des dazu gereichten Eisbergsalats einfach Blattsalat ordern! – oder knusprig gebratenes Zanderfilet mit süß-saurer Tamarindenpaste und asiatischem Gemüse. Orientalische

Küche für Einsteiger bietet die Karte mit arabischen Mezze mit Hummus, Baba Ghanoush, Tabouleh und marinierten Oliven. Vorsichtig gewürzt doch sehr schmackhaft kann man hier Pitabrot stippen, von den Oliven naschen und dabei ganz ent­ spannt aus den Korbsesseln den


Blick über die Dächer der Stadt schicken. Ein Stück Freiheit unterm Münchner Abendhimmel und ein exzellentes Setting, um den Tag ausklingen zu lassen. Am besten bei einem Tris von Crème Brûlée aus Vanille, Schokolade und Mango oder einem kräftig gemixten „Gin Basil Smash“ mit Tanqueray Gin, Lemon, Sugar & Fresh Basil. China Moon Neuturmstr. 1 (Hotel Mandarin Oriental) · Tel. 290 98 18 96 14–22 Uhr (Mai – September) mandarinoriental.de

2 Brenner

Die nach dem alpinen Pass benannte Lokalität in der denkmalgeschützten Säulenhalle des alten Marstalls ist ein elegantes Szenelokal mit vielen hübsch beschirmten Open-Air-Sitzplätzen unter dem Himmel vor dem Marstallgebäude. Inhaber Rudi Kull, der einst in L.A. für Hollywoodstars kochte, verbindet im Brenner exklusives BBQ mit Pastaküche und einer gehobenen Getränkekultur. Folgerichtig hat er das Restaurant in einen Grillbereich mit offener Feuerstelle, einen Bereich, in dem Pasta à la minute hergestellt wird sowie in eine gepflegte Bar mit Lounge-Charakter aufgeteilt. Auf der Karte finden sich diverse Ravioligerichte, Risotti oder delikate Linguine Calamaretti ebenso wie Black Tiger Garnelen mit Aioli und Mango-Koriander-Salsa. Dazu Superfood Salat mit zart mariniertem Grünkohl, Avocado und Quinoa, Gojibeeren, geschäl­ ten Hanfsamen, Granatapfelkernen und glasierten Birnenspalten in Agaven-DicksaftLimettendressing. Ökologisch korrekt: Thunfischtatar gibt es handleinengeangelt aus einem WWF-Projekt und wird auf

einem Gurkenbett mit Wasabicreme und -sprossen serviert. Insgesamt ein stylischer Place to be für alle, die frische und gesunde Küche schätzen und dabei gerne unter Leuten sind. Brenner Grill & Pasta Bar Maximilianstraße 15 Tel. 45 22 880, tägl. 8:30–1 Uhr (Fr, Sa bis 2, So ab 9.30 Uhr) brennergrill.de

3

Restaurant No. 15

Vive l’éte! Wer seinen Urlaub nicht im Sehnsuchtsland Frankreich verbringen kann, kompensiert das gerne – zumindest für einen Mittag oder Abend – mit einem Besuch im „Südschwabinger“ Restaurant von Michel Dupuis. Die 15 ist offenbar die Glückszahl des Kochs, der bereits im guten alten Glockenbach für seine Küche und eine respektable Weinkarte bekannt war. Im vergangenen Jahr dann hat er sich in seinem neuen Restaurant No. 15 einen Michelin-Stern erkocht. Zur warmen Jahreszeit genießt man ein Sommermenü, das z. B. aus Bio Gambas und buntem Tomaten-Carpaccio, einem zweiten Fischgang aus Rochen-

Wie ein Kurzurlaub in Schwabings Provence: Im Res­ taurant No. 15 wird französisch gekocht

Im Brenner liebt man Fisch und Fleisch. Pur oder mit Zitrone, ausgesuchtem Olivenöl und etwas Meersalz

flügel und einer delikaten Bouillon aus Krabben „Etrilles“ bestehen kann. Zum Txogitxu Côte de Boeuf aus Galicien gibt’s bei Michel Dupuis eine hausgemachte BBQ Sauce, die dem kräftigen Fleischaroma der sechs bis 16 Jahre alten Rinder raffinierte Würze verleiht. Zum Dessert empfehlen wir Pêche Melba, denn auch dazu passt der 2015er Petales de Rose aus der Provence vorzüglich und zaubert in den gemütlichbunten Garten echt französische Atmosphäre. Fast ein wenig wie Urlaub in der Provence, nur ohne den lästigen Mistral. Neureutherstraße 15 (Maxvorstadt), Telefon 39 99 36, Dienstag bis Samstag 18:30 bis 24 Uhr, → restaurant-n15.com

Sommer 2016 MQ — 2 7


Besonders hoch ist die Aufenthalts­ qualität im Freien auf der schönen Terrasse in Menzin­ gers Cucina & Bar

4 Les Deux

Französisch geht es auch im Schäfflerhof zu: Johan Rappenglück und Fabrice Kieffer bieten im ehemaligen Dukatz, in dem übrigens zuvor Michel Dupuis vom Restaurant No. 15 am Herd stand, Gourmetgerichte mit japanischem Akzent. Besonders zentral mitten in der City empfiehlt sich das Restaurant mit Brasserie für alle, die nach einem Einkaufsmarathon nicht mehr weit laufen möchten. Ganz entspannt kann man hier beobachten wie das luxuriöse Getriebe rundherum einen Gang herunterschaltet. Nach einem Crémant d’Alsace als Aperitif ist das Entenleberparfait eine gute Wahl. Dank grünem Pfeffer und Ananas ein aufregendes Geschmackserlebnis. Aber auch der Mini Burger „à la Johann“, mit roten Zwiebeln und Meerrettichmayonnaise, ein Klassiker im Les Deux, ist ein hervorragender Appetizer mit Biss und Kick. Nicht entgehen lassen sollte man sich den unglaublich schmackhaften Lammrücken Limousin, der hier mit Aubergine, Salz-Zitronen, Cocobohne und Zucchini serviert wird. Die Salz-Zitronen, die man aus der orientalischen Küche als unabdingbare Würze für feine 2 8 — MQ Sommer 2016

Fleischgerichte kennt, versetzen den Lammrücken in einen hocharomatischen Sommerzustand. Für den passenden Wein sorgt Fabrice Kieffer, vormals Maître bei Heinz Winkler. Auf seinen Weinkeller mit 500 Po­ sitionen aus vornehmlich fran­ zösischen, deutschen und österreichischen Gewächsen ist Verlass. Das Restaurant ist mit einem Michelin Stern und 17 Punkten im Gault Millau ausgezeichnet. Les Deux Maffeistraße 3 a, Tel. 710 407 373, Mo–Sa: Restaurant 12-13.30 und 18.30-21 Uhr, Bistro 9 bis 1 Uhr, lesdeux-muc.de

Menzingers 5 Cucina & Bar

„Dîner au vert“ könnte man in Anlehnung an Manets berühmtes Bild ein Abendessen im Garten dieses hübschen Palazzos aus dem aus dem 19. Jahrhundert in Obermenzing nennen. Denn ein Besuch im Menzingers fühlt sich tatsächlich wie ein Ausflug ins Grüne an. Kehrt man hinter dem Nymphenburger Schlosspark der Stadt den Rücken, gibt es in diesem Viertel echte Sommerfrische. Piersandro Pieli bereitet hier seine leichte ita­lienische Küche zu, die man an warmen Sommer-

Entspannt kann man sich auch im Les Deux zurück­ lehnen und den Tag in die Abend­ stunden über­ gehen lassen

abenden am besten mit einem gekühlten 2015er Roero Arneis von Cossetti genießt: der Weiße aus dem Piemont passt zu Lachs­tatar auf Gurkencarpaccio genauso wie zu einer Piccata Lombarda – Kalbsmedaillons mit Zitrone. Bietet die Karte auch keine spezifisch regionalen Extras aus der italienischen Küche, so überzeugen doch die Klassiker, denen der Küchenchef wechselnde Wochenkarten an die Seite stellt. In der warmen Jahreszeit gibt es beispielsweise l’agnello con sformatina di patate e spinaci – zur Lammkrone mit Rotweinsauce darf es auch bei warmen Temperaturen mal ein Rotwein sein, bestens geeignet der „Il Rientro“, ein Valpolicella Superiore aus dem Veneto. Richtig wohlfühlen können sich im Men­ zingers auch Familien. Im hinteren Teil des Gartens gibt es einen hübschen Spielplatz, auf dem die Kleinen unbesorgt turnen können, während die Eltern vielleicht noch einen Digestif genießen. So haben alle etwas von diesem Abend­ essen im Grünen. Menzingers Cucina & Bar Menzinger Str. 123 (Obermenzing) · Tel. 89 16 19 41 Mi bis Mo 11.30–23.30 Uhr menzingers.de


ESSEN & TRINKEN

bis 24 Uhr geöffnet – mit einem herrlichen Blick auf die Frauen­ kirche und die Dächer und Tür­ me der Altstadt. Garden Restaurant Promenadeplatz 4 (Hotel Baye­ rischer Hof ) · Tel. 21 20 993 tägl. 12–15 und 18–24 Uhr bayerischerhof.de

7 Conti Garden Küchen­ chef Philipp Pfisterer: Hier ohne eine seiner Hauben, dafür mit prächtigem roten Bart

6 Garden Restaurant

Gleich neben dem mit Hauben und Sternen ausgezeich­ neten Atelier liegt wie ein Bei­ boot das Garden Restaurant im Innenhof des Bayerischen Hof. Küchenchef Philipp Pfisterer interpretiert unter der eleganten Pergola Brasseriegerichte und Klassiker, besonders beliebt bei Stammgästen ist sein Garden­ menü: Auf in Sojasauce gebeizter Makrele mit Rettich, Salatgurke und Kimizu folgen fein gebrate­ ne Medaillons vom Seeteufel mit Blumenkohlpüree und Baby­ mangold, der geschmor­ten Lammschulter stellt der Küchen­ chef „Bagna Cauda“, eine pie­ montesiche warme Sauce aus Olivenöl, Sardellen und Knob­ lauch mit Mairübchen, konfier­ ter Schalotte und Polenta an die Seite. Das Dessert aus Nespole, Weizengras und Mandel neutra­ lisiert jede eventuell angefalle­ ne Schwere, die der spanische „Terroja“ Terroir al Limit von Dominik Huber aus dem Priorat mit sich gebracht haben mag. Von Vorteil ist auch der schicke Wintergarten – bei einem bayeri­ schen Schauer zieht man ein­ fach unters Glasdach. Wer sich zum Digestiv ein wenig die Beine vertreten möchte, ist im Hotel ohnehin bestens aufgehoben – an schönen Sommerabenden ist die Blue Spa Bar auf dem Dach

Ausgezeichnet draußen essen und Menschen aus Politik und Wirtschaft begegnen kann man im Conti im Haus der Bay­ erischen Wirtschaft. Nachbar­ schaft und Ambiente sind hier genauso gehoben wie die Küche unter Chef Jürgen Weingarten, überraschend bescheiden sind hingegen die Preisauszeichnun­ gen der regionalen Küche mit mediterranem Akzent. Rohen Thunfisch beispielsweise mari­ niert Weingarten mit Amalfizi­ tronen, die linde Säure dieses Entrees genießt man am besten mit einem trockenen 2014er

Sancerre von Henri Bourgeois von der Loire. Nach dem Prin­ zip „from farm to table“ präsen­ tiert Weingarten hauptsächlich saisonale Produkte aus hand­ verlesenen landwirtschaftli­ chen Betrieben - wie die nieder­ bayerische Färsenlende, die in einem hauchdünnen Filoteig aus dem Fleisch der Färse als Maultasche auf den Tisch kommt. Außen knusprig gebra­ ten bleibt das Fleisch innen zart rosa, gerösteter Piment und Stilpfeffer schenken ein würzi­ ges Aroma. Auch die Früchte der Saison, die hier als Sorbet oder Obsttörtchen auf den Tisch kommen, sind ein som­ merlicher Hochgenuss, den man nur noch mit einem Des­ sertwein, einer 2013er Beeren­ auslese von Kracher aus dem Burgenland, steigern kann. Conti Max-Joseph-Straße 5 (Maxvorstadt) · Tel. 55178-546 → Mo bis Fr 10–1, Sa 17–1 Uhr

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Sommer 2016 MQ — 2 9


ESSEN & TRINKEN

Shane's Restaurant: Konzentrier­ tes Tafeln, der Straßenlärm bleibt hier draußen

8 Shane’s Restaurant

Über einen ausgesprochen idyllischen Innenhof verfügen Barbara und Shane McMahon in ihrem Gourmetrestaurant in der Geyerstraße. Frisch, saisonal und voller Überraschungen ist die Küche, denn hier kommt allabendlich auf den Teller, was Shane am selben Tag in der Großmarkthalle oder bei seinem Kräuterspezialisten ergattert hat. Raffiniert kosmopolitisch verwandelt der Koch handverlesene Produkte mit einer Auswahl teils seltener Gewürze und Kräuter in packende sommerliche Menüs. Dem Gast erspart er damit ein mühsames Auswahlverfahren in der Karte, denn Shane spielt hier die Karte der Verführung nach dem Motto „Just cook it“. Raffinierte und innovative eu­ropäischasiatische Kochkunst bietet der Ire mit österreichischen Wurzeln seinen Gästen, die sich in dem begrünten Innenhof des an das Derag Hotel Elisabeth angegliederten Restaurants in Euphorie essen. Zum Beispiel an Tatar vom Thunfisch und Gelbschwanzmakrele (Hamachi) in Gazpacho mit Pak Choi und Avocadocreme auf rotem Ampfer. Sommer pur ist diese Kombination aus zartem Fisch und knackigem grünem Gemüse auf dem Gazpacho-Spiegel mit dem 3 0 — MQ Sommer 2016

intensiven Gar­tenaroma. Gerichte von Shane überraschen durch ihr kühnes künstlerisches Styling. Auch dank der exzellenten Weine eine der ersten Gourmetadressen in München. Shane's Restaurant Geyerstraße 52 · Tel. 74 64 68 20 Di–Sa. 18–23 Uhr shanesrestaurant.de

9 Essence

Seit zwei Jahren gibt es auch im von Stadt-Münchnern chronisch unterbewerteten Pasing eine exzellente Adresse für Feinschmecker mit einer stilvollen Terrasse. Gourmets finden in den wöchentlich wech­ selnden Karten nicht nur überraschende Küchenkombinationen, sondern auch Zutaten, die anderweitig der kulinarischen Correctness zum Opfer gefallen sind. Haifischflossen hat die Redaktion hier zwar nicht entdeckt, wohl aber Froschschenkel oder Terrine de Foie Gras von Elsässer Lieferanten. Klassische Küche, modern interpretiert, und das mit gutem Handwerk ist das Motto von Christian Kosmak, der nach fast neun Jahren in der Sternegastronomie (u.a. bei Harald Wohlfahrt in der Schwarz­ waldstube in Baiersbronn und im Schafhof in Amorbach bei Achim Krutsch) seit Anfang des Jahres im Essence am Herd steht. Dass im Essence klassisches

Extravagante Gerichte und Spezialitäten auch für Veganer serviert das Essence in Pasing

Kochhandwerk im Mittelpunkt steht, zeigt sich besonders an der Zubereitung von Fleisch. So verarbeitet man hier ein ganzes Lamm oder Reh und serviert nicht nur rosa gegarte Filetstück­ chen. Einer Kalbsbacke z.B., eigentlich ein klassisches bayerisches Gericht, das man nur noch selten bekommt, legt der Chefkoch ein Pastinakenpüree und Frühlingsgemüse wie einen kleinen Garten an die Seite. Veganer hingegen können sich an Hirse im Strudelblatt mit Rote Beete-Ravioli auf Meerrettichpüree in Yuzu-Schaum freuen. Sind die Kinder auf dem hauseigenen Spielplatz gut versorgt, erweist sich das ApfelKoriander-Sorbet mit Zitronengrasflan ohnehin eher als ein Dessert für Erwachsene. Essence Gottfried-Keller-Str. 35 (Pasing) Tel. 800 400 25 · Di–Fr und So 12–24, Sa ab 18 Uhr essence-restaurant.de


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ESSEN & TRINKEN

Der Küchen-Spion zu Besuch im „Tantris“

In München unübertroffen Dem Interieur der siebziger Jah­ re ist das Tantris unter Küchenchef Hans Haas ebenso treu geblieben, wie der regelmäßig mit Michelin-Sternen und GaultMillau-Punkten ausgezeichneten Kochkunst. Für MQ haben Lucia Hornstein und Carolin Hirschfeld (Fotos) das Tantris besucht. Nach Witzigmann und Winkler ist der Tiroler Hans Haas nunmehr seit 25 Jahren Küchenchef

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5-Gang Degusta­ tionsmenü: 170 € 8-Gang Gourmetmenü: 210 € Weinbegleitung: 100 € Weinbegleitung mit Raritäten: 160 € tantris.de 3 2 — MQ Sommer 2016

In Eleganz zu altern ist eigentlich kein Merkmal der Siebziger Jahre. Vielmehr haben Interieur und Objekte aus dieser Zeit in der Regel Schäbigkeit statt Patina angenommen. Nicht so im Tantris: Im nördlichen Schwa­bing, gleich hinter der Baustelle Schwabinger Tor, eigentlich abgelegen, wenn man von der Innenstadt aus denkt, liegt das legendäre Restaurant mit dem poppigen Style der Münchner Olympiajahre, doch für Kenner ist es seit über 40 Jahren die zentralste Adresse für gehobene Küche. Eine flauschige Welt in Orange, Schwarz und Sichtbeton, in der nur der Holzkohlengrill gegen eine Bar, bestückt mit edlen Bränden, der Philodendron gegen Buddha­

Eleganz und Siebziger Jahre – diese Assozia­t ion drängt sich sonst eigentlich nicht auf, wohl aber im Tantris

statuen und der nackte Beton gegen Hochglanzfotos von Frauen mit Kunstobjekten (vor Beton) getauscht wurden. Tuna Tatar mit Guacamole und Topinamburchips heißt der

erste Gruß aus der Küche. Geschmeidig zart verbindet sich das unverfälschte Tatar mit der leicht säuerlich angemachten Avocadocreme. Der dekorativ auf dem dunkelroten Tatar sitzende Topinamburchip, den Sepia und Tomatenessenz schwarz eingefärbt haben, ist der krosse Kontrapunkt und passt hervorragend zu dem in der Vinaigrette verteilten Corail, dem köstlichen Hummerrogen, der vom Kochen ebenso rot wird wie Hummer.

Gerichte kommen auf geriffelten Glastellern In den Gang aus Entenleberterrine mit Sellerie-Apfel-Chutney steigen wir mit einer Riesling Spätlese von Albert Mann aus


Wie im Auge eines Taifuns präsentiert das Tantris kulina­ rische Highlights: Tuna Tatar mit Gua­ camole und Topi­ namburchips

Altenbourg ein. Der Demeter zer­tifizierte Riesling aus dem Elsass macht sich mit seiner kör­ perreichen Edelsüße und beinahe rotgoldenen Farbe ausgezeich­ net zur geraspelten Gän­seleber auf der Hippe aus Entenbrust, Entenleber und Trüffelgelee, gleichzeitig fängt er das feine Püree aus Apfel und Sellerie mit seiner erdigen Note auf. Vor­ sichtig gewürzt kommt das Ge­ richt aus der Küche auf konzen­ trisch geriffelten Glastellern im Tantris-Styling. Schon beim Eintritt hatte der vielversprechende Weinschrank, für den der Ex-Bass­gitarrist und Sommelier Justin Leone verant­ wortlich zeichnet, unsere Neu­ gier geweckt. Mit mit einem Car­ toixà aus dem Pri­orat von Domi­ nik Huber hält er auch zum zweiten Gang sein Ver­sprechen. Das hefige Aroma, das an Kräu­ ter erinnert, unterstreicht die feine pflanzliche Note des Spar­ gels, den Hans Haas in Ciabat­ tabrot unter lauwarmem Lachs serviert. Flankiert wird der Spargel in knuspriger Brothülle von zweierlei Vinaigretten aus Basilikum und Eiweiß – die Far­ ben des Tellers mischen sich in­ tensiv mit dem goldenen Carto­ ixà Terroir al Limit, der wie Trä­ nen im Glas herabrinnt.

für Gourmetküchen beachtliche Größe hat. Das muss man erst mal „derkochen“, würde der Ös­ terreicher sagen. Die Teppiche an den Decken und Böden (oben orange und unten anthra­ zit) schlucken die Geräusche, im Ohr bleibt ein sanfter Klang­ teppich aus Stimmen, leichtem Klirren von Besteck und Glä­ sern und zurückhaltend locke­ rer Musik. Den feinen Lachs noch am Gaumen, Fabelwesen aus Porzellan auf den Tischen und die Farbeindrücke um uns herum sorgen dafür,

Spargel schlägt Hans Haas in hauchdünnen Scheiben von Ciabattabrot ein

dass wir uns wie in einem Kokon fühlen und mehr und mehr der suggestiven Kraft des Tantris erliegen. Bei der Musik machen wir einen spanischen Song von Cesaria Evora aus, sprachlich passend zum Herkunftsland der Weine. Die kommen jetzt von Sommelier Nicolas Spanier (!) in weiterer Folge von der iberi­ schen Halbinsel und sind alle­ samt weiß. Beim breiteren Pub­ likum wenig bekannt: Spanien produziert nicht weniger Weißals Rotweine. So ist der nächste Wein ein Rioja Riserva von R. Lopez de Heredia, der zehn Jahre im Fass gereift ist. Spanier serviert uns den Wein aus Viura- und Malva­ sia Reben zum Gang aus Lauch­ püree mit Kaviar und Nussbut­ ter. Die lange Reifezeit hat die Frucht zurück gedrängt und so gesellt sich der Blanco aus einer Viña-Tondonia-Lage vorzüglich zum iranischen Kaviar auf Lauch, den Hans Haas mit →

Nicolas Spanier serviert spanische Weine Inzwischen füllt sich das Restau­ rant, das mit 100 Plätzen eine Sommer 2016 MQ — 3 3


ESSEN & TRINKEN

ausgezeichnet zu den Kräu­ ternoten des Emilio Rojo 2013 aus Ribeiro. Ein Wein aus den Rebsorten Albariño, Treixa­dura und Lado von denen es nur wenige Flaschen, diese aber in herausragender Qualität gibt.

Vieh muss gut auf­ wachsen und gut geschlachtet werden, dann ist es gut

70er Jahre Beton trifft auf flauschige Oberflächen – und nichts wirkt ungemütlich

Zehn Jahre durfte der Rioja Reserva von R. Lopez de Heredia Vina Condonia im Fass reifen (re.) Mariniert statt manieriert: Auf einem Limettensud liegt das Nest aus Sepianudeln mit Tintenfischen 3 4 — MQ Sommer 2016

Sauerrahm zu einem cremig frischen Püree verarbeitet hat. Auf dem Bett aus Butter schme­ cken Lauchpüree und Kaviar zum Niederknien, und wie sehr Wein und Butter sich gegensei­ tig brauchen, erfährt man ganz nebenbei auch bei diesem Gang. Die Rillen in den Tellern des Tantris führen offenbar immer

zu einem kulinarischen High­ light in der Mitte. Die Bandbreite spanischer Weißweine erleben wir auch im Zusammenspiel mit den konfierten Seppioline mit Chili und Sepianudeln. Auf einem Limettensud liegt das Nest aus dünnen schwarzen Nudeln, die Tintenfische darauf hat Hans Haas in Tomatenessenz, die er mit Olivenöl und Zitrone mon­ tiert hat, mariniert und diesen so zu ihrem sanften Biss ver­ holfen. Das nur leicht scharfe Chili darüber erlaubt dem Ge­ richt seine eher meersalzige Note, zusammen mit dem Basi­ likumblättchen hat es genau den richtigen Pep und passt

Noch vor dem Essen hatten wir Hans Haas in seiner Küche ein wenig über die Schulter ge­ schaut. Auch hier hat sich das Ursprungsdesign mit den orangenen Fliesen der Zeit ge­ halten. Während der Chef einen frisch eingetroffenen Steinbutt filetiert, erzählt er uns von den hochklassigen Produkten auch sehr kleiner Bauern, die er in seiner Küche verwendet. „Ich bin selber auf einem Bauernhof aufgewachsen. Vieh muss gut aufwachsen und gut geschlachtet werden, dann ist es gut“, sagt er. Und der Steinbutt aus der Bretagne, den er gerade in schöne Stücke zerlegt, stammt ohnehin aus Wildfang. Gesammelte Konzentra­ tion und routinierte Sicherheit erleben wir auch im Team um Hans Haas, allesamt Bayern und Österreicher. Eine Küche, in der es natürlich dampft und schmort, in der geschnitten, geschält und geraspelt wird. Während auch in manchen Gourmetküchen bereits Gerüs­ tetes aus Behältern und Tüllen auf Teller getupft und arran­ giert wird, sehen wir hier, wie Fisch und Fleisch, Saucen, Sud, Fonds und Essenzen, Pürees, Nocken und Chutneys unter viel Dampf direkt auf die Mahl­ zeiten hin zubereitet werden. Dabei erfahren wir, was man beispielsweise aus Schalen von Tomaten oder Oliven noch machen kann: Getrocknet und


Feine süße Kom­­b inationen statt Verrenkungen: Dessert aus Kokos und Erdbeeren mit Soufflé

gemahlen ergeben Tomatenschalen eine feine Würze, das gleiche funktioniert mit getrockneten schwarzen Oliven, beides macht sich auch farblich und in punkto Konsistenz auf einigen Gerichten hervorragend. Auch das Geheimnis, wie das lauwarme Lachsfilet auf dem Spargel besonders zart gelingt, verrät uns Hans Haas: „Ich lege das Filet in eine mit Butter ausgestrichene Form, die wird dann mit Klarsicht­ folie bedeckt und bei 70 Grad je nach Dicke der Scheiben für zehn bis 15 Minuten im Ofen gegart“ – ein Hinweis, den wir gerne mit nach Hause nehmen, um ihn im Tellerwärmer auszuprobieren. Zurück aus der Küche widmen wir uns dem Steinbutt mit Spinat und Curry-Limonenfond. Den begleitet ein Blanc Fumé de Pouilly von Didier Dagueneau von der Loire, Jahrgang 2008 – ein stolzes Alter für einen Sauvignon. Ausgesprochen mineralig und mit cremiger Textur liegt auch in diesem Wein die Frucht weit zurück und geht mit der Curry-Limonennote unter dem Steinbutt eine packende Allianz ein.

Von der Garderobe bis zum Mocca: angenehme Gastfreundschaft Kurz vor dem Dessert ein Anlagetipp: Eigentlich kann man Geld zur Zeit nicht besser investieren, als in die Fonds von Hans Haas – die bringen sofort einen Gewinn. Wie ihm die so sensationell gelingen? „Fonds binde ich am liebsten mit einer roh geriebenen Kartoffel ab, so erhalte ich Saucen von einer feinen Konsistenz“. Als Spur reinsten Genusses, häufig pointiert mit Rogen, Kräutern und Gewürzen, ziehen sie sich durch Haas‘ Gerichte und sorgen für

Siebzigerjahre Design erleben wir hier in seiner gelun­gensten Interpretation, a jour gebracht durch gezielte Renovierungen und Innovationen, sanfte aber gekonnte Eingriffe ergänzt durch schöne Kunst­objekte. Die Küche aber ist ungekünstelt: So ist das Tantris im Laufe der Zeit ein Stück Münchner Kulturgeschichte geworden.

nicht so schnell vergessene Geschmackseindrücke. Eine angenehm verbindliche Gastfreundschaft erfahren wir im Tantris. Von der Garderobe bis zum Mocca, den wir zu einem Dessert aus Kokos und Erdbeeren mit einem herrlich luftigen Soufflé genießen. Egal ob von Servicechef Pietro aus Verona, mit dem sich sofort eine liebevolle Vertrautheit einstellt, oder Nicolas Spanier, der uns exzellent bei den Weinen beraten hat. Den Mi­ krokosmos Restaurant erleben wir hier als einen wunderbar eingespielten Organismus, bei dem alle Abläufe zum Wohle der Gäste spielend leicht und selbstverständlich ineinandergreifen. Komfortabel sitzt man hier in Räumen, die auf unterschiedlichen Niveaus angelegt sind und immer wieder interessante Blick­ achsen bieten. Für eine kuschelige Atmosphäre an den Tischen sorgen die orangenen Stehlampen mit ihrem warmen Licht.

D I E C H E F S D E S TA N T R I S

Kaum ein Koch in ei­ nem führenden Res­ taurant in unseren Breiten, der nicht we­ nigstens eine Saison bei den früheren Kü­ chenchefs Eckhart Witzigmann und Heinz Winkler oder bei Hans Haas gekocht hätte. Seit 1974 immer hoch dekoriert, zählt das Tantris zu den 15 besten Restaurants Deutschlands. Der Tiroler Hans Haas ist hier seit 1991 Chef­ koch. Seine heraus­ ragenden Stationen waren das berühmte Restaurant von Paul Haeberlin im elsässi­ schen Illhaeusern und fünf Jahre als Sous­

chef in Witzigmanns Aubergine. Der Gault Millau (18 Punkte) kürte ihn 1995 zum Koch des Jahres. Das Magazin Feinschme­ cker verleiht ihm regelmäßig fünf von fünf möglichen „F“s, und Jahr für Jahr wird er im Tantris mit zwei Michelin-Sternen bestätigt. Hans Haas be­ geistert aber nicht nur in der RestaurantKüche. Ebenso beliebt wie seine Koch­ bücher sind seine Kochkurse, in denen er mit seinen Schü­ lern Speisen zuberei­ tet und Hobbykochen Starthilfe gibt.

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Das Banyan überzeugt nicht nur mit edlem Design, sondern auch mit authen­ tischer Vietnam-Küche


ESSEN & TRINKEN

Münchens feinste Asienrestaurants Die Küchen Ost- und Südostasiens authentisch genießen zu können, dazu in edlem Ambiente, war in München lange Jahre nur schwer möglich. Dass sich das mittlerweile grundlegend geändert hat, möchte Ihnen unser Autor Thomas Winzker beweisen.

D

ie asiatischen Restaurants unserer Stadt haben sich ordentlich gemausert, sich richtig schick gemacht. Sie haben verstanden, dass der interessierte, aufgeschlossene Gast heutzutage mit ganz anderer Erwartungshaltung an Asiens Küchen herangeht als einst, als vor allem Chinas Kochkunst noch auf glutamatgeschwängerte Einheitsgerichte beschränkt war, auf fade Suppen, maizenagebunden, oder Schweinefleisch, süß­ sauer mit Dosenananas. Vorgefertigtes, tiefge­ froren aus Vietnam oder Amsterdam eingeflogen, kam auf den Tisch – oft auch bei den Kollegen aus Japan, Thailand und Vietnam. Zwar gibt es in der Stadt weiterhin 08/15-Asiaten zuhauf, doch haben sich insbesondere die Asiaten der gehobenen Gastronomie deutlich gewandelt. Eine neue Ära ist eingeläutet - die „Ess“-Klasse der Asiaten

sozusagen -, die jeden Lukullus-Test besteht, mit zeit­gemäßer Küche: Aromenvielfalt und Authentizität statt Geschmacksnivellierung, frische Verarbeitung statt genormte Fertigprodukte, Tradition und Mannigfaltigkeit vereint mit Innovation. Und das Ganze aufgetischt in stylishkunstsinnigem Interieur, das fernöstliche Philosophie verheißt. Für die farben­ frohen Koi-Karpfen zahlen Liebhaber Preise bis in den fünfstelligen Bereich

Eines der leuchtendsten Beispiele solcher Speisetempel und Clubrestaurants ist das Matsuhisa Munich , das letztes Jahr - nach langem Warten - im Mandarin Oriental eröffnete. Es ist das Reich von Nobuyuki Matsuhisa, dem Meisterkoch aus Japan, der besser bekannt ist unter dem Namen Nobu. Es ist sein weltweit siebter Gourmettempel, in dem er seine sternegekrönte japanisch-peruanische Fusionsküche auf globalem Niveau verwirklicht. Und → Sommer 2016 MQ — 37


ESSEN & TRINKEN

→ das in spektakulärem Am­ biente warmer Gold- und Kup­ fertöne, in dem bronzene Lo­ tusblatträder als Deckenleuch­ ten und Möbel aus Palmholz ausgefallene Fernost-Akzente setzen - nach Entwürfen des renommierten Design-Studio „FG stijl“. Ebenso hochkarätig ist die Küche besetzt: mit Loris di Santo als Küchenchef und Koichiro Kawakami als SushiMeister. Kongenial setzen sie Nobus Inspirationen um: RockShrimps-Tempura, Wagyu mit Tomate, oder Black Cod. Mit Sake-Miso-Paste süßlich mari­ niert ist es Nobus Kultgericht, nicht zuletzt, weil Hollywood­ legende Robert de Niro es zur Leibspeise erklärte. Der beste Weg, Nobus Geschmackskos­ mos in der Essenz zu erleben, ist das 7-Gang-Menü Omakase. Übersetzt heißt das „vom Chef ausgewählt“.

Das Matsuhisa im Mandarin Oriental: Hier verwirklicht der japanische Meister­ koch Nobu – erst­ mals in Deutsch­ land – seine einzig­ artigen Visionen

ty-Küchenchef Makoto Okuwa in seinem angesagten Restau­ rant Sashi in Los Angeles. Aufs Feinste bemerkbar macht sich das bei Muns Sushi-und Sashi­ mi new style oder beim scho­ nend gegarten Schweinebauch auf chinesischen Dampfbröt­ chen, die neben anderen Dim Sum und Korean BBQ auch an der Bar und der Cocktaillounge serviert werden.

M AT S U H I S A ( M A N DA R I N O R I E N TA L )

Neuturmstr. 1 · Tel. 29 09 80 tägl. 12–14 & 18.30–23 Uhr mandarinoriental.de/munich/ fine-dining

Ganz neu: das Mun Highend-Asian-Fusion mit vierbis sechsgängigen Degustations­ menüs bietet auch das soeben eröffnete Mun Restaurant in Haidhausen. Die Speisen sind inspiriert von den Küchen Chinas, Japans und vor allem Koreas – entstammt Chefkoch Mun Kim (ein Ex-Banker!) doch einer koreanischen Fami­ lie, die nach Hawaii emigrierte. Klar, dass die berühmten korea­ nischen Short Ribs auf der Kar­ te stehen, so wie sie seine Mut­ ter zubereitete. Japans Küche und Sushi-Technik hingegen brachte ihm seine Lehre am re­ nommierten Sushi Chef Insti­ tute in Kalifornien nahe - den letzten Schliff gab ihm Celebri­ 3 8 — MQ Sommer 2016

Gerade erst eröffnet: das Mun Restaurant mit Korea-Küche und himmlischen Sushi-Kreationen

M U N R E S TA U R A N T

Innere Wiener Str. 18 Tel. 62 80 95 20 Di–So 17–23 Uhr munrestaurant.de

Juwel im Karpfenteich Sehr edel ausgestattet ist das Koi , ein Japanspezialist mit sensationeller Terrasse auf dem Wittelsbacherplatz, Münchens schönstem klassizistischem Ar­ chitekturensemble. Kein Zufall also, dass das Koi sich nach dem „Juwel im Karpfenteich“, dem kostbarsten Fisch der Welt be­ nennt, Symbol für Luxus und Pomp, für den Preise bis in den fünfstelligen Bereich bezahlt werden. Entsprechend mondän gibt sich das Interieur – obwohl man doch betont, von der Kü­ che einer Izakaya beeinflusst zu sein, einer Nipponkneipe. Doch davon hat das Restaurant mit seinen hohen Räumen und um­ laufender Galerie, erhellt von indirekt beleuchteten großen Metallringen, wenig. Wer hätte auch schon einmal eine Kneipe erlebt, in der ein halbes Pfund Wagyu-Filet auf Bambusholz­ kohle gegrillt wird? Vor dem Hintergrund tief­ grüner Wände, an die sich ge­ polsterte Bänke schmiegen, wird auf massiven Tischen aus Schwemmholz kein Menü im klassischen Sinn serviert. Aus der Küche von Atsu Tajima kommen japanische Tapas, je nach dem, was gerade fertig ist,


in lockerer Reihen­folge - mit Highlights wie Sashimi aus Gelbflossenmakrele oder Octopus-Carpaccio. Unbedingt erwähnens- wie lobenswert ist die umfangreiche Auswahl an Sake – ihr kann man sich zur späteren Stunde vorzugsweise oben auf der Galerie an der Bar im Stil der 50er Jahre widmen. KOI

Wittelsbacherplatz 1 Tel. 89 08 19 26 · Mo–Sa 11–15 Uhr koi-restaurant.de

Japans hohe Qualität und Chinas Garmethoden Von Michelin und Gault Millau seit Jahren hochgelobt werden das Jin und seine herausragende Küche von Hao Jin, dem Namenspatrons des Restaurants, der den japanischen Anspruch auf höchste Qualität (gerade bei rohem Fisch) kongenial mit den vielfältigen Garmethoden Chinas verknüpft. Entsprechend hat der Küchenautodidakt Rezepte aus seiner Heimat südlich von Shanghai mitgebracht. Das

Ergebnis sieht japanisch aus, schmeckt aber chinesisch – oder umgekehrt. Jin kocht mit Liebe, Fantasie und tiefgründender Leidenschaft und erreicht damit kunstvolle wie zugleich puristische Verbindungen kontrastierender Geschmackserlebnisse. Daher wird ohne Anfrage auch kein Reis zu den Speisen serviert. Entsprechend gibt sich das Ambiente zurückgenommen und unprätentiös, obwohl die rot gepolsterten Sitzbänke und Stühle, der dunkle Fußboden und das raffinierte Lichtdesign für wohlige Atmosphäre sorgen und einen würdigen Rahmen bilden für liebevoll geformte Dim Sum von Jins Frau, für Thunfischtartar mit Fliegenfischrogen oder Xiao Long Bao, Jins mit gehacktem Schwein und Hühnerfond gefülltem Signature Dish. JIN

Kanalstraße 14 Tel. 21 94 99 70 Di–So 12–14.30 & 18–23.30 Uhr restaurant-jin.de

Vor allem bei rohem Fisch legt Chefkoch Jin in seinem Restaurant besonderen Wert auf höchste Qualität

Ganz und gar nicht einer Izakaya, einer Japan-Kneipe, entspricht das trendige Interieur des Koi

Best of Asia in Grünwald und in der City Asiatische Fusionsküche mit japanischem Qualitäts- und Purismusanspruch ist auch das Markenzeichen vom Chang in Grünwald. Mit seiner hübschen Terrasse am historischen Marktplatz ist das Restaurant schon längst kein Geheimtipp mehr, seit fast zehn Jahren gilt es als Institution. Kein Wunder, dass sich unter den Gästen so manch Prominenter tummelt, vor allem aus der Riege der Bayernspieler. Nicht nur ortsansässige Feinschmecker und Liebhaber asiatischer Küche wissen eben Changs Küche zu schätzen. Dabei heißt Chang eigentlich gar nicht so, sondern Giang. Sein für unsere Ohren gleich klingender Name stammt aus Vietnam, und doch kombiniert er Japans Küche lieber mit der aus Thailand – nach dem Bestof-Asia-Prinzip. Schließlich ist Sushi & Sashimi nicht jedermanns Sache, räsoniert er. Und so finden sich auf der Karte die unterschiedlichsten → Sommer 2016 MQ — 3 9


ESSEN & TRINKEN

The Hutong Club: Durch gebündeltes Licht über den Tischen entsteht eine geborgene Atmosphäre wie beim Lagerfeuer

gen scharen. Vielleicht um – neben Dim Sum-Variationen – eines der beliebteste Gerichte zu schmausen, wie das sze­ chuanpfeffrige Bang Bang Huhn, das lautmalerisch so heißt, weil dieses mit dem Küchenbeil und brachialer Gewalt plattgemacht wird. T H E H U TO N G C L U B

Franz-Joseph-Straße 28 Tel. 38 38 03 43 · Tägl. 18–1 Uhr thehutongclub.de

Madam Anh Thu aus Vietnam → Thai-Currys von Küchenchef Daniel Gutl, neben einer feinen Auswahl an Sushi von Meister Boonsnri. Und weil Chang mit seiner fernöstlichen Genussphilosophie so erfolgreich ist, eröffnete er vor kurzem im Herzen Münchens das Chang City . Im Schatten der Frauenkirche bietet er dort auf zwei Stockwerken eine japanisch-thailändische Speisewahl von vergleichbarer Qualität wie im Mutterhaus am Grünwalder Marktplatz. C H A N G R E S TA U R A N T

Marktplatz 9, Grünwald Tel. 64 95 88 01 tägl. 11.30–14.30 & 17.30–24 Uhr CHANG CITY

Sporerstraße 2 · Tel. 25 54 41 00 Mo–Sa 11.30–24 Uhr chang-restaurant.de

Aus den Gassen rund um Pekings Ver­ botene Stadt Was Changs Wirkungsstätte für Grünwald darstellt, ist The Hutong Club für Schwabing. Chefkoch Christian Ribitzky, der vom „Eisbach“ noch gut bekannt ist, hat hier seit geraumer Zeit seine Vision eines richtigen Asienrestaurants verwirklicht. Als Vorbild dienten die Hutongs, die Gassen rund 4 0 — MQ Sommer 2016

um Pekings Verbotene Stadt mit ihren einzigartigen Garküchen und Streetfood, das einem nicht mehr aus dem Kopf geht, hat man einmal davon gekostet: Saftige Dumplings, knusprige Teigtaschen und luftige Buns, handgezogene Nudeln und aromatische Suppen. Und alles frisch und hausgemacht aus der Küche – eine einsehbare Bühne wegen eines Fensters im hell gestalteten Eingangsraum. Ansonsten ist der Club dominiert von schwarzlackierten Decken und roten Drachen, wird von tief hängende Lampen über den einzelnen Tischen partiell erhellt – wodurch die Anmutung eines kleinen Lagerfeuers entsteht, um das sich die Hungri-

Die stilvollen Sushi- und SashimiVariationen im Chang gleichen klei­ nen Kunstwerken

Wenn der Hutong Club Chinakost mit Einflüssen der Nachbarländer bietet, ist es im Cochinchina genau andersherum: Vietnamesisches wird hier mit Chinesischem ergänzt. Von Madam Anh Thu, die – was Asiens Küchen anbetrifft – in der Stadt eine feste Größe ist. Davon zeugt auch das geschmackvolle wie ausgefallene Interieur ihres neuen Lokals. Zu oft und zu viele Gäste hätten sie abweisen müssen, daher gab sie den Architektinnen Natalie Nguyen und Caro Schneider den Auftrag zu einem weiteren Restaurant. Einzige Vorgabe war die Libelle, die für die Chefin die tropische Heimat in Südvietnam symbolisiert, das einst Cochinchina hieß. Überall →


MQ ist das neue Magazin für genussvolles Leben in der Stadt.

MQ erscheint vier Mal im Jahr immer zu Saisonbeginn, also im Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter.

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MQ hat eine Auflage von 40.000 Exemplaren. Der größte Teil (30.000 Ex.) wird über einen rollierenden Direktverteiler an ausgewählte Premiumhaushalte im ganzen Stadtgebiet geliefert. Rollierend heißt, jeder dieser Haushalte bekommt das Heft ein- bis zweimal pro Jahr, also nicht jede Ausgabe.

� Darüberhinaus liegt das Heft in einer wachsenden Zahl von ausgesuchten Restaurants, Bars, Cafés, Shops, Hotels und an anderen Stellen in der Stadt zur Mitnahme aus.

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ESSEN & TRINKEN

→ hat das filigrane Insekt seine Flügel­schläge hinterlassen: Die Paravents aus Nussbaum sind ihren zerbrechlichen Flügeln nachempfunden, die schillernden Farbenspiele ihres Chitinpanzers finden sich in den Polstern, den moosgrünen Wän­den, ja, sogar in den Kerzenhaltern und Speisekarten wieder. Da überrascht es nicht, dass das Cochinchina als De­sign­perle gepriesen wird. Darüber sollte jedoch keinesfalls das Essen ins Hintertreffen geraten, das wäre sträflich. Denn nicht nur Klassiker wie die Sommerrollen zum Selbstdrehen aus gedämpftem Reispapier sind ein Gedicht, sondern auch Vit Xao Gung, knusprige Ente mit Ingwergemüse, oder crispy soft shell-Taschenkrebse, beides Spezialitäten des Hauses. COCHINCHINA

Kaiserstr. 28 (Schwabing) Tel. 389 895 77 tägl. 11.30–14.30 & 18–24 Uhr cochinchina.de

Mit großer Stilsicherheit ohne jeden Kitsch Aus derselben Besitzer- und Architektenhand ist auch das Banyan , das, obwohl es im Souterrain liegt, einen lauschi4 2 — MQ Sommer 2016

gen Garten sein eigen nennt. Auch hier gab Anh Thu Natalie Nguyen und Caro Schneider die Möglichkeit, ein unverwechselbares Raumerlebnis zu schaffen: in der Vietnam-Dependence nahe der Theresienwiese. Dass das erfolgreiche Duo mit großer Spielfreude an die Aufgabe ging, zeigt die Umsetzung. Vier mit arkadenartigen Durchbrüchen verbundene Räume bilden den Gastbereich – mittendrin ein goldener Quader, Lampenschirme mit floralem Muster, Riesenschmetterlinge in Violett und an einer Rückwand ein huldvoll lächelnder Buddha. Gewiss freut der sich mit den Gästen über die gebotene Qualität der Speisen, die ganz nach Vietnam-Manier von frischen Kräutern und raffinierten Saucen bestimmt sind: Cha Ca Ha Noi, in Dill mariniertes Seeteufelfleisch mit Reisnudeln aus Hanoi, Entensalat mit Limetten, Schalotten und Mangostreifen, oder Reisbällchen mit Garnelen- und Mungobohnenfüllung. B A N YA N

Goethestraße 68 (Klinikviertel) Tel. 53 09 321 Mo–Sa 11.30–14. 30 & 18–24 Uhr banyan-restaurant.de

Beweis großer architektonischer Spielfreude: Das stilsicher gestal­ tete Interieur des Banyan

„Wir ändern nichts“ Echtes Großstadtflair verbreitet auch das Thai-Restaurant Spicery mit seiner Terrasse am Weißenburger Platz, das die Betreiber von Yum und Yum-to-take leiten. Sie sind in München für Thai-Küche das, was Anh Thu für die Vietnams ist. Und ähnlich stylish ist das Restaurant auch ausgestattet – verborgen hinter abgedunkelten Scheiben. Doch wer die schwere Eingangstür aufschwingt, betritt ein einladendes kleines Reich, geprägt von Bronzetönen und extravagant ornamentalem Deckenschmuck, in dem sich kunstvoll die Leuchtmittel verbergen, die das Lokal samt Nischen-Buddhas in dezenten Schummer tauchen. In kulinarischer Hinsicht legt das Spicery Wert auf höchste Authentizität: „Bitte haben Sie Verständnis, dass wir unsere Rezepturen nicht verändern, sie weder schärfer noch weniger scharf, weder mit mehr noch mit weniger dem Gericht zugehörigen Gewürzen und Kräutern zubereiten. Wir wollen Ihnen Speisen so servieren, wie sie in Thailand zube­reitet, geschätzt und gegessen werden“, steht auf der Speisekarte, ein Hinweis, der ernst zu nehmen ist. Zumindest bei Spei­sen, die

Fotos: whiskersandlions.com

Das geschmackvolle Design des Cochinchina orientiert sich an den filigranen Flügeln schillernder Libellen


Abgetönte Scheiben, Bronzetöne und indirektes Licht: Im Spicery ist die Thai-Küche authentisch

mit zwei Chilischoten markiert sind, Thai-Sausage, Dschungelcurry, Duck-Curry & Co: Das Brennen im Rachen lässt sich da oft nur noch mit einem Drink an der Bar abmildern. SPICERY

Weißenburger Platz 3 (Haidhausen) Tel. 67 97 26 80 · tägl. 18–1 Uhr, spicery.asia

Die erste Asia-Revo­ lution in München Seit einem Vierteljahrhundert Institution und Mutter aller Panasiaten der Stadt ist das Mangostin mit seinem Biergarten. Als sich Gastronom Roland Kuffler 1990 mit Joseph Peter zusammenschloss, um ein Panasia-Restaurant zu eröff­ nen, kam es einer kulinarischen Revolution gleich … die sich schon bald als Glücksgriff erwies. Denn Küchenchef Peter ist voller Passion, reißt seine Gäste mit fundiertem Wissen und tief­ verwurzelter Begeisterung für Thai- und Japanküche mit. Und so wundert nicht, dass das Gasthaus - wie es Peter am liebsten nennt - nunmehr 25 erfolgreiche Jahre auf dem Buckel hat, nicht ohne es 2008 total überholt und

den neuen Zeiten angepasst zu haben. Es entstanden drei ineinander übergehende Bereiche von eigenständigem, stets erle­ se­nem Design. Das geräumige Lemongrass mit Terrasse für laue Sommerabende beeindruckt durch die spektakuläre große Fotoinstallation „Red Child“ mit 34 Kindergesichtern, die Kuffler der Künstlerin Xiau Hui Wang abringen konnte. Klassisch asiatisch und licht ist Papa Joe’s gestaltet, während das Keiko Japanese Pacific Room

Lemongrass im Mangostin: Hier kommen die Kreationen von Monkol Patprom auf den Tisch, der in Japan zum Sushi-Weltmeister gekürt wurde

vom Kolonialstil geprägt ist. Im Mangostin unternimmt der Gast aber nicht nur stilistisch eine Reise durch Asien, es ist allem voran eine kulinarische Tour. Nur mit besten und frischesten Zutaten, zweimal die Woche aus Paris und Bangkok geliefert und zubereitet von Köchen wie SushiWeltmeister Patprom. Oder Meister Bing, der für Thai-Currys und jene Raritäten verantwortlich ist, die es neben Wagyu aus Japans Präfekturen – wie Miyazaki oder Kobe – gibt: den Fischflan Hor Mok, die knusprige „Fischwolke“ aus Red Snapper und Tapioka oder die würzigen Pfefferblatt-Röllchen Bo La Lot. Wer besonderes Interesse für die Küche Thailands und Japans hegt, sollte keinesfalls Peters Kochkurse versäumen: Wie kein anderer versteht er fernöstliche Kochkunst auf fesselnde Weise zu vermitteln und mit ihm tief in Asiens kulina­ rischen Kosmos einzutauchen! MANGOSTIN

Maria-Einsiedel-Str. 2 (Thalkirchen) Tel. 72 32 031, Mo–Sa 11.30–14.30 & 18–24 Uhr, So 11–24 Uhr mangostin.de

Sommer 2016 MQ — 4 3


ESSEN & TRINKEN

Leben im Hotel MQ präsentiert die Sommer-Events der großen Münchner Häuser. ••• Schlemmen für gute Zwe-

cke: Das Benefiz-Dinner Martin Fauster & Friends im Restaurant vom Königshof findet in diesem Sommer schon zum 10. Mal statt. Am 24. Juli ab 13 Uhr kochen Fauster und 16 seiner Sternekochkollegen – darunter Witzigmann, Haas, Bräuer und Nakamura – unter aufmerksamer Beobachtung ihrer spendablen Gäste. Das Ganze zu Gunsten des Vereins „Lichtblick“ und der Philipp-Lahm-Stiftung (p.P. 250 € incl. Getränke / bankett@geisel-privathotels.de).

••• Die „himmlisch-guten“ Köstlichkeiten des Vegetarier-

Ausnahmerestaurants Tian im Derag Viktualienmarkt werden im Sommer auch im neu eröffneten hübschen Innen­ hof serviert. Vom Gault Millau gab es rechtzeitig die erste Haube. Jetzt hofft man natürlich auf den Stern von Michelin, den das Schwesterlokal in Wien sich ja schon erkocht hat.

••• Auch im Sommer

bietet der Bayerische Hof Locals, die ohne Auto da sind, sein Bar-HoppingPackage, mit dem man(n) sich an allen Quellen des Hauses (von der Falk’s Bar bis zur Blu Spa Terrasse) gepflegt in Stimmung versetzen lassen kann. Kleine Barsnacks gehören dazu.

••• Das Mandarin Oriental sucht und findet immer mehr

Anschluss an die große Welt: Die hauseigene Bar31 feiert jeweils am 31. des Monats eine Motto-Party – mit unterschiedlichen DJs, passender Deko und auf den Anlass abgestimmten Speisen und Drinks. Im Juli geht die Reise ins schicke Miami, im August ins nicht weniger stylishe Barcelona.

••• Bei schönem Wetter ist auf Sophia’s Terrasse im

The Charles ab 18 Uhr „Grill&Chill“ angesagt: BBQ vom Green Egg-Keramikgrill kombiniert mit loungigen DJSounds. Im Internet gibt es dazu ein nettes Filmchen vom letzten Jahr (facebook.com/TheCharlesHotelMunich. RoccoForte/videos/).

4 4 — MQ Sommer 2016

••• Public Viewing geht auch auf die gepflegte Art: Die

Schwarzreiter Tagesbar im Kempinski Vierjahreszeiten zeigt Flagge im EM-Wahn. Mit den Vorrundenspielen der deutschen Elf und allen Partien ab dem Achtelfinale - und einem dazu passenden EM-Brotzeitbrettl auf der Menükarte.

••• Golfspieler, aufgemerkt: Bis

Oktober organisieren die Marriott Hotels immer montags ab 16 Uhr das 9-Loch-Turnier „After Work Golf Cup“ auf verschiedenen Plätzen rund um München. Einfache „olympische“ Teilnehmer können sich neben nervenzehrenden Runden auf kulinarische Highlights beim abschließenden Gala-Event im Oktober freuen, und den Gewinnern winken unter anderem Golfreisen nach England und Südafrika.


••• Sand, Liegestühle, BBQ & Bar, DJ und VIP-Lounge: Ebenfalls

zum EM-Viewing bittet Theos Cast Away Beach, Schwabings Hotelstrand, ins Pullman Hotel. Hier kann man im Licht hoher Fackeln zwischen beleuchteten Schilfinseln den Tag ausklingen lassen, ohne dass es zuvor einen Fernflug, der ohnehin nur müde macht, gebraucht hätte.

••• Frisch renoviert öffnet die Roof Top Terrace vom Louis Hotel in

der zweiten Julihälfte: In der Ruheoase im Schatten des Alten Peter lassen sich nach einem freundlichen „Konbanwa“ (guten Abend; sagt man in Tokio ab dem späten Nachmittag) die außergewöhnlichen Sake-Drinks und Japansnacks aus dem Hausrestaurant Emiko ordern.

••• Um eine BBQ-Station ist auch das Westin Grand im Arabellapark

in diesem Sommer nicht herumgekommen. Sie wird einmal im Monat zum Sonntagsbrunch im hauseigenen Paulaner’s aufgebaut: mit LiveSmoking und dem delikaten Craft Beer von der Eiswerk-Brauerei.

Immer mehr Münchner interes­ sieren sich für „ihre“ Hotels. Was in anderen Ländern längst schon selbst­ verständlich ist, kommt jetzt auch in unserer großen kleinen Stadt an: Man geht zum Essen, für ein ruhiges Gespräch oder auch mal nur auf einen Kaffee in einen der vielen schönen GastHöfe der Stadt. Das Neueste aus dieser Welt finden MQ-Leser in dieser Rubrik.

••• Die Aloft Hotels

unterscheiden sich von den anderen Häusern der StarwoodGruppe durch ihre trendige Atmosphäre und das neumoderne Design. So auch im kürzlich als zweitem deutschen Haus eröffneten Aloft am Hauptbahnhof: Hier lockt den einheimischen Jung- und Mittelmenschen die neue Bar WXYZ mit einer ganzen Serie von Live- und DJ-Musiknächten. Praktischerweise kann man das Geschehen durch die großen Scheiben von draußen beobachten und sehen, ob es zur eigenen Stimmung passt.

Nutzen Sie die hohe Verbreitung und inserieren Sie Ihre HotelAktivitäten in

••• Und wer in all diesen sommerlichen Sausen noch nicht das für

ihn Richtige gefunden hat (oder wer, noch besser, nach der halben Saison schon alles ausprobiert hat), für den haben wir noch das Charles Lindbergh im Hilton Airport Hotel (früher Kempinski) im Angebot, denn dort lädt man im Juli und August zum Gastro-Dauerbrenner „4 für 3“: Vier klopfen sich den Magen voll, nur drei bezahlen – bei einem der Themenbuffets wie „Route 66“ oder „Weltreise durch die Ozeane“. — Thomas Winzker

Munich Quality

Das Beste in München

lucia.hornstein@mq-mag.de


Wohnen

MQ

Tipps

Christian Fischbacher

Ottostr.10 · fischbacher.com

Das Schweizer Traditionsunternehmen Christian Fischbacher will „Innenräume mit Persönlichkeit erschaffen“ und bietet entsprechend seit mehr als zwei Jahrhunderten luxuriöse Stoffe, Teppiche und Bettwäsche an mit aktuellen Designs aus hochwertiger Verarbeitung. Im Showroom in der Ottostraße taucht man ein in die Welt der Stoffe und Farben des Labels aus St.Gallen: Die neue Sommerkollektion Soul Garden überrascht mit abstrakten, fast expressionistisch anmutenden Blumenmotiven auf Vorhangstoffen, Teppichen und Zierkissen. Die Bettund Badkollektion Bitter Sweet gibt es in sechs Qualitäten von Easy Satin über Tumbled Jacquard bis Crispy Linen. Der Mix und Match aus verschiedenen Materialien zeugt von der Lebendigkeit und Modernität des Unternehmens. Die neueste Textil-Entwicklung Eco Fr aus den natürlichen Rohstoffen, Leinen, Baumwolle und Viskose sind schwer entflammbar und daher in variablen Um­ gebungen einsetzbar. Inner Glow rundet die Kollektion mit opulenten Gold- und Silbertönen für den urbanen Lebensstil ab. —C.H. 4 6 — MQ Sommer 2016

Stoffe, Teppiche und Bettwäsche sind das Feld der Schweizer Firma Fischbacher


Designfunktion

Leopoldstraße 121 + 254 (New Office) designfunktion.de Das Münchner Wohninteressierten wohlbekannte Unternehmen Designfunktion in der Schwabinger Leopoldstraße feierte gerade sein 35-jähriges Jubi­läum. Das Bauhaus-Prinzip, die Verbindung hoher ästhetischer Ansprüche mit funktionaler Qualität, war von Anfang an der rote Faden der Fir­ ma. Man findet hier vor allem klassische DesignerMöbel von B&B Italia, Vitra, Artemide, Occhio, Thonet und USM. Für die Ausrüstung stylisher Arbeitsplätze hat man vor Kurzem die Depandance New Office etwas weiter hinauf auf der Leopoldstraße eröffnet. Im Stammhaus findet im Rahmen des Jubiläums eine sehenswerte Ausstellung mit Meisterwerken des berühmten Mailänder Möbel—C.H. designers Antonio Citterio statt.

Ligne Roset

Lenbachplatz 4 · ligne-roset.de Neu ist er nicht, aber mehrmals im Jahr wird in dem feinen Showroom am Lenbachplatz alles komplett neu dekoriert. So lassen sich immer wieder interessante Designerstücke des zum multinationalen Unternehmen gewordenen Familienbetriebs aus der Gegend zwischen Lyon und Grenoble entdecken. Vom Sommer inspiriert, gefällt uns in dieser Saison ein rosafarbener Stuhl in Kombination mit dem weißen Sekretär besonders gut. Und das sorgfältig in alter Handwerkskunst hergestellte Plüschsofa in Violett wirkt so gemütlich und schafft in einem Raum den farbigen Hingucker, den es braucht. ­—C.H.

agape 32

Oberanger 32 · agapemuenchen.de

Der Name meint die „göttliche Liebe“, der Flagshipstore des italienischen Herstellers agape zeigt aber denn doch relativ weltliche Produkte fürs Bad aus edlen Materialien und in puristischen Formen. Von der freistehenden Badewanne bis zur körperschmeichelnden Beleuchtung planen die Leute von agape Ihren ganz persönlichen Wellnesstempel. Für ihre puristische Eleganz wurden die Produkte von agape schon mehrfach ausgezeichnet. Architekten und Interiordesigner aus der ganzen Welt setzen auf die Qualitäten des Herstellers aus der Nähe von Mantua. — C .H . Sommer 2016 MQ — 47


SÜSSER, MACH DOCH MAL DEN GRILL AN… MQ stellt Ihnen für einen hoffentlich warmen Sommer einige besonders schöne

Grillausrüstungen vor, mit denen Ihre nächste Freiluftparty Chancen hat, ein noch größerer Erfolg zu werden als die letzte.

DER SMOKER Auch scharfes Angrillen oder indirektes lang­ sames Garen ist mit diesen hochwertigen Keramik-Gußeisengrills möglich. Die Temperatur kann zwischen 50 und 400°C präzise reguliert werden. Big Green Egg bei Manu­ faktum etwa 1770,- € 4 8 — MQ Sommer 2016

A LA PLANCHA Stilvolles Design kombiniert mit innovativer indirekter Grilltechnik zeichnet den Kugelblitz aus: Feuerschale mit luftgekühlten Außenwänden und einer stählernen Grillplatte. Bei Kirsch in Grünwaldetwa 6.450,- €

DER DOPPELTE Auf dem Erdgasgrill Napoleon Prestige Pro 825 lassen sich Steaks bei extrem großer Hitze scharf anbraten, während sich unter der zweiten Grillhaube gleichzeitig Speisen auf geringerer Hitze zubereiten lassen. Bei Pflanzen Kölle ca. 5.600 €


WO H N E N DER DESIGNGRILL Wer besonderen Wert auf das Design seines Grills legt, sollte den portugiesischen Baletto ins Auge fassen: Mit dem roten Steuerrad lässt sich die Höhe der Feuereinheit elegant einstellen. Das Gerät kostet etwa 5.760,- €

DIE GARTENKÜCHE Das Besondere an der nicht gerade kleinen T-Bone Gartenküche ist das mittlere Modul, das als Grill und auch als Gartenkamin genutzt wird. Erweitern kann man dieses mit Waschplatz, Gaskochfeld sowie einem Kühlschrank (!), LED-Licht und Soundsystem. Bei kaufmann-grillkitchen.de für Preise ab 9.000 Euro.

DER PELLETTGRILL Pelletgrills versprechen komfortables Grillen wie mit Gas, dazu umweltschonend und geschmacklich raffiniert, denn unterschiedliche Holzarten wie Apfel, Kirsche, Hickory oder Mesquite ergeben unterschiedliche Aromen. Der Memphis Pro Pelletgrill aus Edelstahl verfügt über ingesamt 5 Grillroste. Temperaturen von 80 bis 344°C, gesteuert am digitalen Display, ermöglichen schonendes Räuchern, Backen und auch scharfes indirektes Anbraten. Mit dem Direct Flame Insert kann das Gerät zum direkten Grillen über offenem Feuer erweitert werden. Beim Hersteller Rösle.de für 3.899,00 € DER SMARTE Das Premiumgerät Bob Grillson Premium, auch auf Pelletbasis, enthält sogar eine App-Steuerung! Der erste Smart-Grill auf dem deutschen BBQ-Markt informiert den Koch am Handy, wenn das Grillgut rare, medium oder well done gegrillt ist. Gesehen bei Media Markt für 3.689,- €

TEXT: CAROLIN HIRSCHFELD

DER LUXUSGRILL Natürlich haben wir für diese Seite auch das absolute High­End-Gerät gefunden: Beim Hajatec 1320 lassen sich die Stäbe des Rosts so gegeneinander verschieben, dass kein Gramm Fett durchtropfen kann. Wärmespeicherndes Material ermöglicht ein um 100 Pro­zent längeres Grillen auf den aufgeheizten Stäben. Da direkt über der Glut gegart werden kann, erhält das Grillgut auf Wunsch einen leckeren rauchigen Geschmack. Das Edelstahlgerät wird in 250 Stunden Handarbeit angefertigt und kostet auch nur etwas mehr als vierzigtausend Euro, vorzugsweise über hajatec.de.


WO H N E N

Es entstehen zwei Wohngebäude mit sonniger WestAusrichtung in einer ruhigen Sollner Anliegerstraße

Licht, Luft und großzügige Außenflächen In den beiden Gebäuden des Neubauprojekts

3Klang im schönen Alt-Sollner Villenviertel werden sechzehn großzügige lichte Wohneinheiten mit zwei bis sechs Zimmern errichtet.

S 5 0 — MQ Sommer 2016

Spaziergänge am Isarhochufer, Baden in der Isar und Tennis oder Golf spielen in den nahe ge­ legenen Clubs: Möglichkeiten der Freizeitgestaltung in der stadt­ nahen Natur sind hier zahlreich vorhanden. Und dennoch haben die Bewohner nur einen kurzen Weg zur S-Bahn, die in 20 Minu­ ten zum Marienplatz fährt.

Die beiden im Bau befind­ lichen Mehrfamilienhäuser, deren Architektur sich durch bodentiefe Fenster und breite umlaufende Balkone auszeich­ net, sind für je acht Parteien bestimmt. Sie zeigen sich zur ruhigen Anliegerstraße zurück­ haltend und öffnen sich nach Westen zu einer idyllischen

Grünfläche mit einladenden Terrassen und breiten Balkonen. Die Erdgeschosswohnungen sind von weitläufigen Gartenflä­ chen umgeben. Die angrenzen­ den Nachbargrundstücke um­ säumen die Anlage mit hohen eingewachsenen Laubbäumen. So entsteht ein parkähnliches Ambiente, in das sich die beiden edel anmutenden Bauten harmo­ nisch einfügen. Im Inneren entsteht luxu­ riöser Wohnkomfort nach


modernster Energie- und Ge­ bäude­technik: Die großen Eckwohnungen mit hellen lichtdurchfluteten Souterrainräumen bieten viel Platz auf über 200 qm. In den Obergeschossen befinden sich je drei Wohnungen mit 68 bis 137 qm Wohnfläche. Im Dachgeschoss werden je zwei Penthäuser mit 112 und 130 qm entstehen. Der Architekt baut auf ein Energieund Lüftungskonzept, das Räume im Winter energiesparend warm und im Sommer angenehm kühl hält. Solarputz, ein Ziegelmauerwerk mit Wärmedämmverbundsystem sowie eine 3-Scheiben-Isolierverglasung sind die Grundpfeiler des Systems, Solarkollektoren unterstützen Warmwasserversorgung und Heizung.

Großflächige umlaufende Balkone charakterisieren die Häuser

Das alte Solln ist ein sehr grüner Stadtteil

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WOHNEN A U S G E W Ä H LT E I M M O B I L I E N IN MÜNCHEN Bogenhausen – Der Name ist hier Programm: Die Parksuiten sind umgeben von Natur. Jede der Wohnungen verfügt über private Räume unter freiem Himmel: Im Erdgeschoss erweitert ein idyllischer Garten mit altem Baumbestand den Wohnbereich nach draußen, in den Obergeschossen sonnige Balkone und Loggien, im Dachgeschoss eine weitläufige Dachterrasse. Boden­ tiefe Fenster und verglaste Balkonbrüstungen bestimmen das äußere Bild. Im Inneren werden hochwertige Materialien wie Eichenparkett und ausgewählte Fliesen in Bad und Küche eingesetzt. Feine Details formen in allen Wohnungen ein zeitgemäße Design. Parksuiten Bogenhausen: Englschalkinger Straße 225, 5 Zweizimmerwohnungen verfügbar mit 58 bis 71 qm, € 419.000 bis 789.000, Verkauf durch Concept Bau GmbH, conceptbau.de

Lehel – Diese helle herrschaftliche 5-ZimmerAltbauwohnung vis-a-vis vom Isartor bietet, was Kenner in Citylage suchen: Über drei Meter Deckenhöhe, Stuckverzierungen, gepflegtes Fischgrät-Parkett in allen Räumen und sogar einen kleinen Balkon. Die bautypischen Durchgangszimmer sind mit kassettierten Flügeltüren miteinander verbunden. Spektakuläre Kontraste setzen der moderne Purismus in der eleganten Einbauküche und der bezaubernde Stilmix im vollausgestatteten Master-Bad mit Glasduschkabine, Marmorfliesen und Säulenwaschbecken. Auch verfügt die Wohnung über ein topmodernes Bussystem mit integriertem Radio und steuerbarer Beleuchtung. Altbauwohnung Lehel: Baujahr 1903, Wohnfläche: 177 qm, Preis: € 2.495.000, Verkauf durch Gantner Immobilien gantner-immobilien.com

5 2 — MQ Sommer 2016

Grünwald – Ein Traumhaus steht zum Verkauf. Die Villa im Bauhaus-FlachdachStyle bietet einen Spabereich mit Sauna und Whirlpool, einen Salzwasser Innen- und Außenpool, 3 Schlaf- und 4 Badezimmer auf einer Wohnfläche von über 500 Quadrat­ metern. Das Anwesen befindet sich in einem uneinsehbaren Garten auf einem 1.370 qm großen Grundstück mit Dreifachgarage und zwei zusätzlichen Stellplätzen. Der 2013 fertiggestellte Neubau ist ausgestattet mit schneeweißen Feinsteinböden, einer Designer-Einbauküche und weißem Eichenparkett im Obergeschoß. Ein Kino mit Bose Surround-System und ein Voll-BUS-System lassen keine Wünsche offen. Bauhausvilla: 544 qm Wohnfläche, Preis: € 6,99 Mio. Verkauf durch Quartier Acht, quartieracht.de


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Murano. Milano. Venezia. Glas

1. Juli bis 16. Oktober 2016 – Neue Sammlung, Pinakothek der Moderne Die internationalen Ausstellungen Triennale di Milano und Biennale di Venezia gehören seit Langem zu den Gradmessern für Kunst und Design der Gegen­ wart. Weniger bekannt ist, dass an diesen Orten auch immer wieder Glas von der MuranoInsel gezeigt und ausgezeichnet wurde: Berühmte Glashütten hatten jahrhundertealtes Wissen um verschiedenste Techniken wiederentdeckt und neu interpretiert. In ihren Arbeiten vereinigte sich das Geschick der Glasmachermeister mit dem künstlerischen Anspruch der Designer zu einzigartigen Objek­ 5 4 — MQ Sommer 2016

Suntis quaerro enduciasit andae nus archicidunt odiatium dolo imin reprae esed quam et aut aut lam quos nonsendant.

ten. Und so stehen die Werke aus Murano bis heute für eine erfolgreiche Wiederbelebung europäischer Glasgestaltung. Die Ausstellung der Neuen Sammlung konzentriert sich auf etwa 200 wertvolle Objekte der Berliner Sammlung Holz, einer der weltweit bedeutendsten Privatsammlungen für Muranoglas. Die in der Rotunde im Obergeschoss der Pinakothek der Moderne eingerichtete Ausstellung ermöglicht es, die gläsernen Kunstwerke bei wechselndem Tageslicht zu präsentieren - eine große Auswahl an Werken herausragender Glasmacher, die die Geschichte des modernen Glases entscheidend beeinflusst haben. Zu den ältesten Stücken gehört die „Calice a spirale“, eine Schale mit Spiral-

MQ

Tipps

fuß aus der Manufaktur Artisti Barovier, die schon auf der 1. Biennale di Venezia im Jahr 1895 gezeigt wurde. Stammten die Glasentwürfe bis zu den 1920er Jahren meist noch von den Glashütten selbst, zeichneten später Designer dafür verantwortlich. So standen beispielsweise die von China-Vasen inspirierten opaken Gefäße Carlo Scarpas für eine neue Formensprache der Glasmanufaktur Venini. Große Experimentierfreude kennzeichnete die 50er Jahre – so beispielsweise Dino Martens buntfleckige „Oriente“-Vasen. In den 1960er Jahren fallen die Gläser, wie die „Rotellato“-Stücke von Barovier & Toso, farbiger und dekorativer aus. — Patrick Stern

Foto: Atelier Adam

Entdecken


ENTDECKEN K U LT U R I M S O M M E R

lichen Musikanten, ist ein durchaus polarisierender Künstler, der vor allem live nichts anbrennen lässt. Wie da die Post abgeht, davon von können sich seine Fans im sommerlichen Olympiastadion selbst überzeugen.

Andreas Gabalier

Pop & Co. Unheilig 19. Juni — Königsplatz Es ist eine Tournee, die Fans traurig macht: Die Band Unheilig um Frontmann „Der Graf“, die sich ursprünglich aus der Goth-Szene entwickelt hat, verabschiedet sich nach 15 Jahren erfolgreicher Konzertauftritte für immer - doch nicht ohne für ihre Fans auch in München ein letztes Konzert zu geben: mit Hits wie „Geboren um zu leben“ und anderen rockigen und gefühlvollen Balladen.

Foto: Julia Schoierer, Ralph Larmann

Andreas Gabalier 30. Juli — Olympiastadion Der Österreicher Andreas Gabalier, so etwas wie der Rocker unter den volkstüm-

Klassik am Odeonsplatz

Rihanna 7. August — Olympiastadion Vorsicht Pop-Highlight: Auf ihrer „Anti World Tour“ kommt Rihanna, der Superstar aus Barbados nach Mün­ chen. Begleitet vom USRapper Big Sean performt die Popqueen Tracks aus ihrem achten Studioalbum „Anti“– mit deutlichen Anklängen an die Karibik-Musik ihrer Heimat kombiniert mit Reggae und HipHop.

Klassik Du Welt meiner Träume 26. Juni — Prinzregenten­theater In einer festlichen Operettengala wird der 150. Geburtstags des Gärtnerplatztheaters begangen. Mit Wiener Walzern, charmanten Couplets und lustvollen Liebesduetten – kurz: den beschwingtesten Melodien aus der glanzvollen Welt der leichten Muse.

sohn-Bartholdys Klaviertrio Nr. 2 in c-moll.

Rihanna

Bach: Hohe Messe in h-Moll BWV 232 29. Juni — AllerheiligenHofkirche der Residenz Das Bayerische Staatsorchester und die Münchner Hofkantorei bringen Johann Sebastian Bachs letztes und vollkommenstes Vokalwerk zu Gehör. Münchner Philharmoniker und Kent Nagano 7. / 9. Juli — Gasteig, Philharmonie Lange Zeit stand Kent Nagano im Münchner Nationaltheater als Generalmusik­ direktor am Pult, seit 2015 tut er dies in der Hamburger Staatsoper. Nun kommt er nach München, um zusammen mit dem kometenhaft aufgestiegenen Pianisten Nikolai Lugansky Brahms’ 2. Klavierkonzert aufzuführen. Clemente Trio 15. Juli — Schloss Nymphenburg, Hubertussaal Ihr 30-jähriges Jubiläum feiern Peter Clemente und seine Musikerkollegen Konstantin Pfiz und Paul Rivinius mit einem Konzert in Schloss Nymphenburg. Dafür haben sie delikate Glanzstücke der Triomusik auf dem Programm: Rachmaninows sehnsuchtsvolles Klaviertrio „élégiaque“ in d-moll und Mendels-

Klassik am Odeonsplatz 16. / 17. Juli Heuer treten die Münchner Philharmoniker unter Stardirigenten Valery Gergiev mit Werken von Strauss und Beethoven auf. Zudem spielt Weltklassepianist Daniil Trifonov unter seiner Leitung Tschaikowkys berühmtes b-moll Klavierkonzert. Am nächsten Tag sind die Musiker des Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks an der Reihe. Unter Daniel Harding spielen sie Beethovens 9. Symphonie. Spanische Sommernacht 25. Juli — Brunnenhof der Residenz Die Münchner Symphoniker lassen Spanien erklingen! Wenn auch Komponisten wie Bizet, Albeniz oder Rossini nicht alle gebürtige Iberer waren, so haben sie ihrem Klangempfinden nach dennoch Werke geschaffen, die Temperament, Sinnlichkeit und Leidenschaft des Landes auf empfindsame Weise widerspiegeln. →

Peter Clemente


der Fassung von Konstantin Wecker und anderen wieder auf die Bühne des Festspielhauses. Die Schlussszene, bei der ersten Inszenierung ein Riesenspektakel mit dem König im Wasser, soll diesmal anders ablaufen, aber auch eine große Überraschung werden.

Theater

Oper La Juive Premiere am 26. Juni — Nationaltheater Die Münchner Opernfestspiele eröffnen heuer mit einer Wiederentdeckung: mit Fromental Halévys Grand Opéra La Juive, die im 19. Jh. zu den meistgespielten Bühnenwerken zählte, dann aber während der Naziherrschaft von den Spielplänen verschwand. Unter der Regie von Calixto Bieito, bekannt für aufsehenerregende Inszenierungen, ist Weltstar Kristine Opolais in der Titelrolle zu hören. Les Indes Galantes Premiere am 24. Juli — Prinzregententheater Ein weiteres Festspiel-Highlight ist die Ballett-Opéra Les Indes Galantes von Barockmeister Jean-Philippe Rameau, der uns mit auf eine Reise in vier exotische Gefilde nimmt – zu „edlen Wilden“, an denen er, ganz dem Geist seiner Zeit entsprechend, unsere Kultur von Liebesglück und Liebesleid misst. 56 — MQ Sommer 2016

Chicago 1930 Premiere am 21. Juli — Cuvilliéstheater Mit dieser getanzten Ur­ aufführung begibt sich Ballettdirektor Karl Alfred Schreiner zusammen mit seiner Compagnie auf die musikalische Reise ins Chicago der 30er Jahre. Dorthin brachten damals afroamerikanische Musiker den New-Orleans-Jazz, woraus sich eine neue Variante entwickelte: der mitreißende Chicago-Jazz. The Gershwin’s Porgy & Bess 2. bis 7. August — Deutsches Theater Das Gastspiel mit George Gershwins Meisterwerk erzählt die schicksalhafte Liebe des Bettlers Porgy zu der leichtlebigen Bess. Als eine der ersten Opernkompositionen in den USA war sie in den 1930er Jahren ein Meilenstein auf dem Weg zu einem eigenen amerikanischen Musiktheater – mit zauberhaften Songs, die zu Evergreens wurden.

Musical Next to normal 13. bis 23. Juli — Deutsches Theater Musik und Liedtexte des Musicals um eine Familie, die ihre Vergangenheit aufarbeitet, um sich der Zukunft zu stellen, wurde für am Broadway mit einem Tony Award ausgezeichnet. Zu sehen ist die gefeierte deutschsprachige Inszenierung des Renaissance-Theaters Berlin – voll gepackt mit Ohrwurmmelodien, emotionalen Soul-Arien und wilden Rockballaden. Ludwig2 11. August bis 4. September — Festspielhaus Füssen In Füssen kommt im Sommer das Ludwig Musical in

Kristine Opolais

Lehman Brothers. Aufstieg und Fall einer Dynastie Premiere am 29. Juni — Residenztheater Im Jahr 2008 meldete die US-Bank Lehman Brothers Insolvenz an und riss den internationalen Finanzmarkt mit in den Abgrund. In seinem eindrucksvollen Epos erzählt Stefano Massini über mehrere Generationen hinweg die Geschichte dreier Söhne eines jüdischen Viehhändlers aus Bayern, die Mitte des 19. Jh. in die USA auswanderten: Eine unglaubliche Erfolgsstory, die zum Albtraum wird. Terror 24./30. August, 6. September — Theater Metropol Ein gekapertes Flugzeug mit 164 Menschen an Bord nimmt Kurs auf die voll besetzte Münchner AllianzArena. Gegen den Befehl des Vorgesetzten schießt ein Kampfpilot die Maschine ab, alle Flugzeuginsassen sterben. Der Pilot wird des 164fachen Mordes angeklagt, sein Fall auf der Theaterbühne verhandelt. Am Ende spricht das als Schöffengericht eingesetzte Publikum das Urteil - jeden Abend aufs Neue: So will es Autor Ferdinand von Schirach.

Foto: Barbara Braun/drama-berlin.de

Ein Wasserbecken spielt auch in der neuen Ludwig-Inszenierung in Füssen eine Rolle


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Sascha Grammel

Blick auf die Experimente der Minimal Art, Arte Povera und Konzeptkunst mit neuen Materialien, Fertigungsmethoden und Arbeitsfeldern.

Kabarett Luise Kinseher – Ruhe bewahren! 20. Juli — Lustspielhaus Nockherbergs Bavaria Luise Kinseher gibt sich in München wieder die Ehre und fordert ihre von To-Do-Listen geplagten Mitmenschen auf hintersinnige Weise zum Durchatmen und Ruhe bewahren auf. Sascha Grammel – Ich find’s lustig! 15. Juli — Circus Krone Sascha Grammel zeigt auf der „Ich find’s lustig“-Tour sein großes Talent als gnadenloser Comedian und Bauchredner, der die Puppen tanzen lässt. Garantiert mit von der Partie sind alle seine Figuren – von Schildkröte Josie bis Adler-Fasan Furchensumpf.

Sylvie Fleury 23. Juni bis 25. September — Villa Stuck Faster! Bigger! Better! – seit den 1990er-Jahren nimmt Sylvie Fleury in ihren Werken auf vielfältige Weise Bezug auf die Welt von Kommerz und Luxus. Zu ihren Inszenierungen von Glamour und Mode zählen Einkaufstüten bekannter Modefirmen ebenso wie auf dem Boden zerbrochene Make-up-Produkte. Bilderwelten – Buchmalerei zwischen Mittel­ alter und Neuzeit 25. Juli bis 6. November — Bayer. Staatsbibliothek In einem dreiteiligen Ausstellungszyklus zeigt die Staatsbibliothek einen Querschnitt ihrer reichen Schätze deutscher Buch­ malerei des Spätmittelalters und der frühen Renaissance. Die hochka­ rätigen Exponate, zum Teil erstmals öffentlich zu

Ausstellung Schiff Ahoy – Zeit­ genössische Kunst aus der Sammlung Brandhorst 9. Juni bis 23. April 2017 — Brandhorst Museum Mit 150 Werken aus den 1960er- und frühen 1970erJahren von Künstlern wie Joseph Beuys, Carl Andre, Albert Oehlen, Mario Merz oder Lawrence Weiner richtet „Schiff Ahoy“ den

Albert Oehlen

sehen, geben faszinierende Einblicke in vergangene Welten.

Galerie Michael Buthe und Ingvild Goetz – Eine Freundschaft 9. Juli bis 3. Dezember — Sammlung Goetz Wie ein Prinz inszenierte sich Michael Buthe in seiner eigenen märchenhaften Welt. Ingvild Goetz lernte Buthe in den 1970er-Jahren kennen und sammelte seitdem kontinuierlich seine

Sonstiges Filmfest München 23. Juni bis 2. Juli — Gasteig, versch. Kinos Seit über drei Jahrzehnten ist das Filmfest - Deutschlands zweitgrößtes - eine feste Institution. Mit vielen Premieren und Welturaufführungen lockt es dieses Jahr zum 34. Mal nationale wie internationale Stars, Nachwuchsdarsteller, renommierte Regisseure und Cineasten an die Isar mit Filmen aus aller Welt.

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Werke. Über 40 Gemälde, Objekte, Collage, Papier­ arbeiten u.a. geben Einblick in Buthes Kosmos und seine Freundschaft mit der Sammlerin.

Hermann Mejía 25. Juni bis 29. Juli — Galerie Filser & Gräf Die Werke des Künstlers, der trotz seiner jungen Jahre bereits zu den wichtigsten zeitgenössischen Künstlern Venezuelas zählt, feiern in München ihre europäische Premiere, bevor sie in Ausstellungen in London und New York wandern.

Tollwood Sommerfestival 29. Juni bis 24. Juli — Olympiapark Konzerte mit Stars, aufregende Akrobatik und der Markt der Ideen: Auch diesen Sommer steigt das Tollwood Festival im Olympiapark. Das Motto: „Dein blau­ es Wunder“ – womit unsere Erde gemeint ist. Das Programm in der Mu­sikarena ist hochkarätig: Rocklegende Deep Purple, bärtigen Kultrocker ZZ Top und Anas­ tacia auf Comeback-Tour. Die Starriege aus Deutschland führen Jan Delay, BAP und Sarah Connor an. — Patrick Stern Sommer 2016 MQ — 57


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Bildung ist der Schlüssel zum Erfolg

Per Fernstudium zum Traumjob „Sportmanager“

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ie sind mitentscheidend für den Erfolg von Profi­ clubs im Fußball, Eis­ hockey, Basketball und Handball: Wer hier als Manager tätig werden will, benötigt eine qua­ lifizierte, zielgerichtete Ausbil­ dung. Das berufsbegleitende Fernstudium Sportmanagement bei WINGS, einem der führenden staatlichen Fernstudienanbieter Deutschlands, ermöglicht Profi­ sportlern und Sportbegeisterten den Einstieg ins Sportbusiness.

Ex-Siebenkämpferin wechselt ins Management Julia Mächtig hat es geschafft. Schon während ihrer aktiven Laufbahn hat sich die olympische Siebenkämpferin (London 2012) im Fernstudium auf ihre zweite Karriere vorbereitet. Nach dem verletzungsbedingten Karriereaus wechselt sie nun in die Ge­ schäftsführung der SV Fortuna '50 Sportmarketing GmbH. „Durch das Studium fühle ich mich auf die neuen beruflichen Herausfor­

derungen vorbereitet. Spannend wird sein, wie sich das theore­ tische Wissen auf die Praxis an­ wenden lässt.“

Flexibel und mobil studieren Durch Online-Module, interaktive Videovorlesungen und OnlineTutorien lässt sich das Studium weitgehend zeit- und ortsunab­ hängig absolvieren. „Präsenzter­ mine gibt es nur wenige, die Prü­ fungen können variabel an einem von acht Standorten absolviert werden“, so Koordinator Andy Mischke. Zusätzlich zum staatli­ chen Hochschulabschluss „Ba­ chelor of Arts“ können Studieren­ de die „Vereinsmanager C-Lizenz“ des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) erwerben. Viele durch Fördermittel finan­ zierte Stellen in Vereinen und Ver­

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Julia Mächtig

bänden setzen diese voraus. Mehr Informationen zum Fern­ studium Sportmanagement unter wings.de/sportmanagement.

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Nach dem Abi: Orientierungsjahr am Bodensee

Salem Kolleg

D

ie Wege für die Zukunft nach dem Schulab­ schluss sind vielfältig, und junge Menschen wissen nicht immer, welche Interessen sie beruflich verfolgen wollen. Abiturientinnen und Abiturienten, die studieren möchten, haben die Qual der Wahl aus mehr als 14.000 Studiengängen an über 400 deutschen Hochschulen. Wer da (noch) nicht weiß, was er oder sie kann und will, läuft Gefahr, im Dickicht der Möglichkeiten hängenzubleiben. Angebote, die

einen systematischen Überblick über die akademischen Diszi­ plinen verschaffen, gibt es in Deutschland kaum. Das Salem Kolleg schließt diese Lücke und bietet seit 2013 ein einzigartiges Orientierungsjahr mit Studium Generale, Persönlichkeitsent­ wicklung und Outdoor Education am Bodensee an. In drei Trimestern werden die Teilnehmer auf ihre akademi­ sche und berufliche Zukunft vor­ bereitet. Junge Dozenten geben im Studium Generale Einblicke in

die Natur-, Geistes- und Gesell­ schaftswissenschaften und füh­ ren in die wichtigen Arbeitsme­ thoden ein. Beim gemeinschaft­ lichen Leben auf dem modernen Campus und im begleitenden „Outdoor Leadership Training“ geht es darum, die eigene Per­ sönlichkeit weiter zu entwickeln und gemeinsam mit Anderen Herausforderungen zu meistern. In selbst gewählten Vorlesun­ gen an Universität und HTWG Konstanz wird der Studienalltag erfahrbar. Kurse im Bereich Thea­ ter, Musik, Sprachen und Sport ergänzen das umfangreiche Ange­

bot, das auch eine Forschungs­ reise beinhaltet. Außerdem wer­ den die Kollegiaten durch das Jahr von erfahrenen Studien- und Be­ rufsberatern begleitet, die jeden Einzelnen auch bei den anstehen­ den Bewerbungen unterstützen. Am Ende des Orientierungs­ jahres am Salem Kolleg haben sich die Kollegiaten in einigen Rich­ tungen ausprobiert, sich durch die verschiedenen Herausforde­ rungen weiterentwickelt und kön­ nen mit einem guten Gefühl die wichtigen Entscheidungen für die Zukunft treffen. salemkolleg.de

Ein Orientierungsjahr mit Studium Generale, Outdoor Education und Persönlichkeitsentwicklung.

Das sagen unsere Kollegiaten: „Nach Abschluss des Orientierungsjahres kann ich sagen, dass ich einerseits ein für mich geeignetes Studienfach gefunden habe und mich andererseits persönlich weiterentwickeln konnte - zwei Ziele, die ich mir für meine Zeit am Salem Kolleg erhofft hatte.“ Anna

www.salemkolleg.de

„Ich würde das Salem Kolleg denjenigen empfehlen, die nicht genau wissen, was sie studieren wollen. Die Zeit haben möchten, sich zu entfalten, ihre Persönlichkeit zu entwickeln und in der Gemeinschaft im Kolleg zu wachsen.“ Noah

Fordern Sie jetzt kostenlos unsere ausführliche Broschüre an! info@salemkolleg.de oder Tel. 07553 919-615.

Erleben. Verstehen. Entscheiden.


Wohlfühlen

JW Marriott

Isola delle Rose, Venedig jwvenice.com

Auf einer privaten Insel in der Lagune von Venedig bietet das neue JW Marriott den von den Amerikanern in ihrer Premiumklasse gewohnten großen Luxus. Weitläufige Grünflächen und eine elegante Restaurierung durch Stararchitekt Matteo Thun kennzeichnen das Hotel mit dem größten Spa Venedigs und einer spektakulären Dachterrasse mit Infinity-Pool. Das Gelände beherbergte früher ein Hospital und aus dieser Zeit stammt die bestechend schön restaurierte neo-romanische Kirche mit ihren Kronleuch6 0 — MQ Sommer 2016

tern aus Muranoglas und den roten Backsteinwänden, die draußen von grünen Olivenbäumen umgeben sind. In den Gärten rund um die Kirche werden Oliven sowie auch Obst und Gemüse angebaut, das man in den drei hoteleigenen Restaurants verwendet. So auch im Dopolavoro, das schon gleich nach der Eröffnung im Dezember 2015 mit einem Michelin Stern ausgezeichnet wurde. Bequem kann man von der Insel aus die Stadt erkunden, mit den beiden haus­ eigenen Schnellbooten erreicht man in 10 bis 20 Minuten den Markusplatz, je nachdem, wie sehr der Kapitän die Motoren laufen (und saufen) lässt. —L.H.

MQ

Tipps

Neben dem Haupthaus gibt es auf der Insel auch verschiedene kleinere Residenzen mit privatem Garten


Picture People

Türkenstraße 71 (Maxvorstadt) picturepeople.de

Wenn Sie sich allein, zu zweit oder zu mehreren gerade besonders wohlfühlen, können Sie das natürlich ganz für sich allein ausleben. Oder Sie schießen ein Selfie (zweiteinfachste Methode). Oder Sie gehen in ein professionelles Fotostu­ dio der neuen Generation, wo man Ihre glück­ lichen Momente ganz besonders ausgefallen in Szene setzt. Ein solches betreiben seit Kurzem die Leute von Picture People im Univiertel. Wenn man einen Termin gebucht hat, verpas­ sen sie einem ein pro­ fessionelles Make-Up und peppen die Fotos auf Wunsch mit Effek­ ten wie Windmaschi­ ne oder Beamer auf. Und am Ende kann man die ausgedruck­ ten Fotos gleich mit­ nehmen. — F.O.

AMBA Friseure Salvatorstraße 2 amba-hair.com

Die jungen AMBA-Friseure sind vor ein paar Monaten aus Schwabing in den Thea­ tinerhof umgezogen, weil man sich fit fühlte für eine höhere Liga. Da hat man sich gleich mal ein außergewöhnliches Interieur einfallen lassen: In einem großen freundlichen Raum reihen sich pastellene Strandhäuschen aneinander, die

ein wenig auch wie große Vogelhäuschen aussehen. Die Kunden sollen sich in diesem Ambiente wie in den 50ies fühlen, irgendwo zwischen den Hamptons und Capri. Mit von der Partie sind auch die beiden Altmeister von MARO, die schon deutsche und europäische Meister waren und den Laden im früheren Klosterhof vor dem Einzug der Jungen alleine betrieben. — F.O.

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Blumenstr. 6 | 80331 München | 089. 23225930 | www.airyoga.com


WO H LF Ü H LE N

Chateau Treyne

Lacave (Dordogne), chateaudelatreyne.com

Tief im Landesinneren liegt das Château de la Treyne aus dem 14. bis 17. Jahrhundert. Hundertjährige Zedern und ein großer Park umgeben das Château und Relais für Reisende auf der Suche nach Ruhe und Geborgenheit. Liebhaber der großen französischen Küche finden hier eine echte Gourmetadresse: Stéphane Andrieux erhielt schon 2001 den ersten Michelin-Stern. Der blaue Hummer und die Meerbarbe schwimmen in der Dordogne genauso wie der Stör stromaufwärts, um auf die Menükar­te des Küchenchefs zu gelangen. Seine Lammkoteletts sind eine Hommage an die Schafe des Quercy, wie auch das Rindfleisch von den Bauernhöfen des Aubrac oder die Kälber aus Mutterkuhhaltung aus Corrèze. Und natürlich stehen auch Täubchen und Wildenten auf der Karte.

Nach der EM beginnt das Vergnügen Kenner wissen, dass man im Urlaub Großereignisse zu meiden hat. Umso schöner ist es dann, wenn die Eventmania erst einmal vorbei ist. Die MQ Redaktion hat ihren Lesern für die „Wochen danach“ in Frankreich , leicht von München aus zu erreichen und nach wie vor eines der schönsten Reiseländer Europas, ein paar herausragende Hoteltipps für eine Woche oder auch nur ein Abwechslung bringendes Wochenende bereitgestellt. 6 2 — MQ Sommer 2016


Wer sein Herz an den Riedhof verliert, hat es schwer, es in einem anderen Golfclub wiederzufinden.

Golfclub München-Riedhof e.V. 82544 Egling bei München • Riedhof 16 Tel. 08 171/21 95-0 • www.riedhof.de Member of the Leading Golf Courses of Germany


Le Manoir les Minimes

Amboise (Loire), manoirlesminimes.com

Von diesem Hotel an der Loire hat man einen herrlichen Blick auf die Altstadt und das Schloss Amboise. Das bedeutendste der Loireschlösser liegt hoch über dem Fluss, im 15. und 16. Jahrhundert war es mehrfach königliche Residenz, zugleich ist es die letzte Ruhestätte von Leonardo da Vinci, der hier seinen Lebensabend verbrachte. Errichtet im 18. Jahrhundert auf den Mauern eines alten Klosters bietet das Manoir mit seinen 15 Zimmern viel aristokratischen Luxus. Den kann man mit den dazu passenden Drinks aus der Bar auch im eleganten Salon und in der Bibliothek genießen.

La Tamise

Paris, 1. arrondissement, tamisehotel.com

Dieses elegante Pariser Stadthotel im 1. Arrondissement in der Nähe der Rue Saint-Honoré mit ihren berühmten Boutiquen wussten schon viele Stars der Mode zu schätzen. Die Eigner haben das Palais komplett restauriert und dem Haus Schönheit und Noblesse zurückgegeben. Kleine, aber feine Zimmer mit Spiegeln über den offenen Kaminen und französischen Balkonen, dazu ein historischer Fahrstuhl bieten Reisenden mit Sinn für Charme und typisch Pariser Interieur eine wohn­ liche Adresse. Exzellente saisonale Küche gibt es im Restaurant La Tamise und gepflegt entspannen lässt es sich nach einem ausgedehnten Stadtbummel bei einem Glas Dubonnet in der schicken Bar.

Hostellerie de Levernois Burgund

Levernois (Burgund), levernois.com

Am Ufer der Bouzaize steht ein edles Landhaus mit einem französischen Garten und einem großen Park voller uralter Bäume. Die nur 22 Zimmer verteilen sich auf drei schöne Gebäude, umgeben von einer weiten intakten Natur. Im Gourmet Restaurant des Viersternehotels kreiert der Chef traditionelle Gerichte mit zeitgemäßen Bezügen, das Bistrot präsentiert sich stilvoll in der aus dem Jahr 1750 stammenden alten Küche. Und was wäre eine Reise ins Burgund ohne die Weine der Region? Kulturreisende schließlich finden hier den idealen Ausgangspunkt für Ausflüge nach Dijon und Autun.

6 4 — MQ Sommer 2016


WO H LF Ü H LE N

La Maison d’Aix

Aix-en-Provence, lamaisondaix.com

„Wenn Luxus eine Seele hat, dann ist die Maison d’Aix eine seiner bezau­ berndsten Botschafterinnen“ verspricht schon die Homepage dieses Palastes aus dem 17. Jahrhundert, den man in ein spektakuläres Privat­ hotel verwandelt hat, ein zeitlos klassisches Retreat in einem Haus mit (Kunst-)geschichte: Maler wie Cézanne, Picasso, Granier gingen hier im noblen Quartier Mazarin ein und aus. Handgefertigte Designmöbel, Bilder und Kunstobjekte vereinen den Charakter von Luxus und Bou­ doir. Nur wenige Gehminuten vom Boulevard Cours Mirabeau entfernt erreicht man von hier aus bequem die Altstadt von Aix-en-Provence mit ihren Sehenswürdigkeiten und exklusiven Restaurants.

ERHOLUNG & SPASS FÜR DIE GANZE FAMILIE Kindergolf ab 4 Jahre


S P I E LS A LO N

Auch in der Sommerausgabe von Munich Quality haben Sie die Chance auf ein paar schöne Gewinne in der

Verlosung . Machen Sie wieder so zahlreich mit wie beim letzten Mal.

2 Sagen Sie uns, in welchem Land der Erde das Porzellan erfunden wurde, und gewinnen Sie eine schöne große Auflaufform mit Platte aus der Serie 250°C plus Poletto der ASA Selection. Der Gewinn kann im ASA-Shop in der Hackenstraße abgeholt werden.

� Sagen Sie uns,

wie das Grenzgebirge zwischen Frankreich und Spanien heißt, und gewinnen Sie ein

4gängiges Gourmetmenü mit pas-

sender Weinbegleitung im französisch/ spanischen Restaurant Le Berlu. Sehen Sie dazu auch den MQ Tipp in diesem Heft auf Seite 24.

Senden Sie Ihre (hoffentlich richtigen) Antworten mit Ihrer vollständigen Adresse an verlosungen@mq-mag.de. Einsendeschluss für alle Verlosungen ist der 15. September 2016. Wir wünschen Ihnen viel Glück. Alle Gewinne werden unter den Einsendern der richtigen Antworten ausgelost, die Gewinner werden benachrichtigt, und der Rechtsweg ist natürlich wie immer ausgeschlossen.

3 Sagen Sie uns, in welchem Meer die Insel Murano liegt und gewinnen Sie drei Mal je einen Katalog zu der großen Murano-Glasausstellung in der Neuen Sammlung in der Pina­ kothek der Moderne.

IMPRESSUM

Inmedia GmbH Sendlinger-Tor-Platz 8 80336 München eMail: redaktion@mq-mag.de Nachrichten an die Redaktion bitte vorzugsweise per eMail. Redaktionsleitung: Günter Bereiter (v.i.S.d.P.) Autoren dieser Ausgabe: Volker Hansen, Carolin Hirschfeld, Lucia Hornstein,

6 6 — MQ Sommer 2016

Nadine Miller, Fritz Osskar, Patrick Stern, Thomas Winzker

Geschäftsführer: Günter Bereiter

Fotografen: Christian Hacker, Carolin Hirschfeld, Volker Hansen

Anzeigen: Lucia Hornstein, Rupert Klostermeier, Werner Brocke, Susanne Schuster

Gestaltung: Viola Müller-Hergerdt, Arndt Knieper (Konzeption)

Telefon 089 / 38 99 71 - 18 eMail: anzeigen@mq-mag.de

VERLAG

ADV Schoder, Augsburg

Inmedia Verlags- und Redaktionsbüro GmbH Sendlinger-Tor-Platz 8 80336 München www.mq-mag.de

gesuchten Premiumhaushalten direkt zugestellt (30.000 Exemplare) sowie in ausgewählten Shops, Cafés und Restaurants, bei Dienstleistern und in Kultur­ betrieben ausgelegt (10.000 Ex.).

DRUCK

Verbreitete Gesamtauflage: 40.000 Exemplare MQ Munich Quality erscheint vier Mal im Jahr und wird aus­

Nächster Erscheinungstermin: 16. September 2016

Foto: Atelier Adam

R E DA K T I O N


Tickets: 01806 / 570070* & 01806 / 999 0000*

* (0,20 €/Anruf inkl. MwSt aus den Festnetzen, max. 0,60 €/Anruf inkl. MwSt aus den Mobilfunknetzen)

Tickets online: www.eventim.de I www.ticketmaster.de I Infos: www.promoters-group-munich.de |

PRESENTED BY LIVE NATION

24.03.2017 OLYMPIAHALLE

28.11.2016 OLYMPIAHALLE

28.10.2016 OLYMPIAHALLE

12.10.2016 OLYMPIAHALLE

03.11.2016 OLYMPIAHALLE

23.09.2016 OLYMPIAHALLE

12.10.2016 CARL-ORFF-SAAL

31.10.2016 PHILHARMONIE

04.11.2016 ZENITH

04.11.2016 OLYMPIAHALLE

18.02.2017 OLYMPIAHALLE

14.-16.10.2016 OLYMPIAHALLE

ELTON JOHN AND HIS BAND

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25.11.2016 OLYMPIAHALLE


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