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Frühling 2016

Munich Quality

Das Beste in München E I N K A U F E N � ES S E N U N D T R I N K E N � ENTDECKEN � WOHNEN � WOHLFÜH LEN

Der Küchenspion zu Gast in

Bobby Bräuers EssZimmer

Concept-Stores Die besten in unserer Stadt

Caféhäuser

Die ganz alten und die heutigen

Golf-Clubs

Kleine Bälle auf großen Wiesen


M U N ICH QUA LI T Y I M F R Ü H L I N G 2 0 16

Einkaufen 5 MQ-Tipp

Christian Loubertin in München

6 Noch 2 Tipps Aesop, LST

8 Schaufenster

Modisches fürs Frühjahr

44 MQ-Tipp

Christian Liaigre

45 Noch 3 Tipps

Die Fliese, Elha Service, Sunday in Bed

46 Gartenmöbel

Alte raus, neue rein

48 Palais Ludwig

18 Münchner Meile

52 Ausgewählte Immobilien

Die Kurfürstenstraße in Schwabings feinem Westen

22 Die MQ Label-Serie

Helmut Lang, Céline, WE.RE

Essen & Trinken 26 MQ-Tipp

Tim Raues Brasserie Colette

27 N och 3 Tipps

Aubergine, de Afric, Plaza Mayor

28 Cafés

Von den Palästen bis zur Gegenwart

38 Küchenspion

Das EssZimmer in der BMW-Welt

42 Leben im Hotel Die neue Rubrik

Titelbild: Carolin Hirschfeld

Wohnen

10 Concept-Stores

Neue Ideen in der Ladenwelt

28

10

Edel in der Maxvorstadt

Entdecken 53 MQ-Tipp

Roger Cicero als Frank Sinatra

56

Wohlfühlen 56 MQ-Tipp

Schloss Elmau

57 Noch 2 Tipps

Lefay Resort, Bora Hot Spa

58 Golf

Die 14 besten Plätze rund um München

66 Spielsalon

MQ verlost Gourmetessen, Golfwochenende, Tea-Time-Einladungen

38

66 Impressum

46

48 Frühling 2016 MQ — 3


MÜNCHENS SCHNELL(ST)ES MÖBELHAUS

Heute bestellt – morgen geliefert CAIRO DESIGNSTORE MÜNCHEN Tal 30, 80331 München, Nähe Marienplatz und Isartor, www.cairo.de


Einkaufen

Christian Louboutin

Fotos: Jens Bruchhaus

Maximilianstraße 40 christianlouboutin.com

Christian Louboutin, der die Sohlen seiner mörderisch hohen High-Heels-Entwürfe mit rotem Nagellack lackierte, gilt seit jeher als Schuh-Revolutionär. Bereits Carrie Bradshaw zeigte in der Kultserie Sex and the City, wie sie mit ihren Louboutins durch die Straßen von New York spaziert und Kim Kardashian entpuppt sich mit ihren rund hundert Exemplaren des Luxus-Schuhs als wohl größter Fan. Louboutins Modelle strotzen vor Eleganz, sind farbenfroh und repräsentieren die moderne Frau von Welt. Daher nimmt der Wirbel um die Kreationen des Pariser Desig-

ners auch nach über 20-jährigem Firmenbestehen nicht ab, und es war langsam an der Zeit, den ersten Christian-Louboutin-Shop Deutschlands in München zu eröffnen, um dort eine exquisite Auswahl an Schuhen und Luxus-Lederwaren zu prä-

Der rote Teppich darf in keinem Louboutin Store fehlen Der Eingangs­ bereich verrät noch nichts vom großen Sortiment der Luxuswaren

MQ Tipp

sentieren. Der knapp 140 Qua­ dratmeter große Store teilt sich sich in neun voneinander abgesetzte Bereiche, ein Teppich im legendären Louboutin-Rot und die elegante Optik von Kalkstein bilden den eher kühlen, aber harmonischen Rahmen für die farbenfrohen Kreationen des Designers. Das dekorative Wandgemälde mit den metallenen Pflanzenobjekten stammt von einem diplomierten Maler der Ecole des Beaux Arts in Paris. Es lässt wie die Regale aus Alt-Messing und das reichlich verwendete Gold ge­ radezu die prunkvollen Zeiten der Renaissance neu aufleben – opulente Designs passen eben zu keinem besser als zu Chris­ tian Louboutin.  — N. M. Frühling 2016 MQ — 5


„Schwabing zieht mich an.“

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yukai, Kurfürstenstr. 45

Aesop

Maximiliansplatz 10 · aesop.com

Der im vergangenen Oktober eröffnete Aesop-Store aus Melbourne steht für hochwertige Haut-Kosmetika, die sich ausschließlich aus natürlichen Substanzen zusammensetzen. Ihr schlichtes und unauf­ fälliges Produktdesign signalisiert, dass der wertvolle Inhalt im Vordergrund steht. Das sieht man auch im Interieur-Design des Shops am Luitpoldblock: Schränke aus Samt in zartrosa, Regalen aus Carrara-Marmor und vertikale Trapeze aus Messing unterstützen den cleanen Ansatz von Aesop. — N. M.

LST

Reichenbachstraße 26 · lst-munich.de

yukai Store Kurfürstenstr. 45 80801 München Tel: 089-20061828 yukai Store www.yukai.de Kurfürstenstr. 45 · 80801 München Tel: 089 20061828 www.yukai.de

Der Name des Stores steht für Laura Sterzenbach. Die studierte Mode­ managerin vereint im LST Punkrock mit Glamour zu einer FashionMelange, die ihre Inspirationen aus London bezieht. Besser gesagt aus dem Szene-Viertel Camden-Town, in dem sich Punks, Alternative und Fashion-Victims tummeln und Mode mit dem gewissen Etwas schaffen. Die Devise: Weg vom Mainstream, hin zum Auffälligen und Mutigen. Daher reihen sich im LST außergewöhnliche Kleidungsstücke von Labels wie Kokon To Zai, Bernhard Wilhelm, Linda Far­ row, Surface To Air oder Jeremy Scott

aneinander und holen ein Stück sty­ lisches London direkt nach München ins Gärtnerplatzviertel.  — N.M.


WELCOME

ERLEBEN SIE DIE WELT VON JAGUAR L AND ROVER . DIE NEUE JAGUAR LAND ROVER MARKENBOUTIQUE. Automobile von Jaguar und Land Rover begeistern seit jeher mit britischem Stil, innovativen Technologien und einem besonderen Gesp端r f端r hochwertige Materialien. Sie bieten den Fahrern einzigartige Erlebnisse und sind zugleich Ausdruck eines individuellen Lebensstils. Erleben Sie dieses Gef端hl hautnah und besuchen Sie uns am Odeonsplatz 2 in M端nchen. jaguarlandrover-odeonsplatz.de


EINKAUFEN SC H A U F E N S T E R

Seit dem 26. Februar sind die neuen Sneaker im Handel erhältlich, die das Label Puma zusammen mit der Sängerin Rihanna er­ arbeitet hat. Die atmungsak­ tiven Sport-Treter gibt es bei Footlocker in den Farben weiß, rot und schwarz. Preis: 190 €.

Indiana Jones wäre neidisch geworden – mit diesem Hut-Modell von Stetson ist man perfekt gewappnet für den nächsten Großstadt­ dschungel-Besuch. Erhältlich bei Lodenfrey für rund 80 €.

Nachdem Model Béatrice Wenker fest­ stellen musste, dass ihre Haut nach jeder Show durch ver­ schiedenste Beautyprodukte massiv beansprucht wird, entwickelte sie zu­ sammen mit Expertenteams drei maß­geschneiderte Seren, die naturnah pflegen und die Haut nicht belasten. Das Essential Eye Serum für alle Haut­ typen gibt es bei Hello Beauty für 60 €.

Eine Vintage-Inspiration bietet Montblanc mit der 1858 Chronograph Tachymeter Blue Limited Edition. Die Uhr mit 44mm Edelstahlgehäuse, tiefblauem Ziffernblatt mit Tachymeter-Skala im Cloisonné-Design ist eine Hommage an die Minerva Manu­ faktur der frühen 1920er Jahre. Bei Mont­ blanc in der Maximilianstraße.

Luxus-Mieze Choupette ist von ihrem berühm­ ten Herrchen Karl Lagerfeld gar nicht mehr wegzudenken. Als neuesten Clou designte er mehrere Handtaschen mit Katzenmotiv, die in unterschiedlichen Varianten als Tote Bag oder Clutch erhältlich sind. Preis 295 €.

Der Sonnenbrillen-Typ „Sideral 2“ von Dior mit goldenem Gestell und schwarzen Gläsern signalisiert Understatement und Futurismus – das Modell ist bei Eyecatcher für ca. 263 € erhältlich und garantiert Augenkontakt. Das Credo des Labels Drykorn: eine Symbiose aus Bürotauglichkeit und Lässigkeit. Wer mit dieser modisch-selbst­ bewussten Aussage trumpfen will, muss für das KomplettOutfit knapp 600 Euro auf den Tresen legen.

Basics muss Man(n) im Kleiderschrank haben! Dieses Casual-Hemd in Passform Slim Fit mit angesagten blau-weißen Längsstreifen gibt es von Polo Ralph Lauren für knapp 100 €.


Die Tage werden länger, das Klima angenehmer – und der nächste Sommernachtstraum lässt mit dem Diffuser von Jo Malone nicht lange auf sich warten. Die Mischung aus weißem Thymian, Basilikum und Limette vermitteln das Gefühl von Romantik und einer kleinen Prise Sommer. Bei Oberpollinger, ab ca. 65 €.

Nicht ohne Denim heißt die Devise. Aufgekommen in den 70ern, sind nun a-linien­f örmige Jeansröcke in Midilänge total im Trend – kombinierbar mit lässigen Boots und Rollkragenpulli – die die „Relax“-Attitüde komplettieren. Bei All Saints, ca. 575 €.

2016 ist das chinesische Jahr des Affen. Infolgedessen kreierte Designer Salvatore Ferragamo niedliche Ketten und Armbänder im Affendesign – nicht nur für Anhänger des Dschungelbuchs. Preis: 195 €.

Mädels, bitte Tasche festhalten: Diese Key-Piece mit Bambushenkel von Gucci ist unser neuer Accessoires-Liebling. Mit den Streifen in Grün und Rot als typisches GucciMerkmal und dem Metallverschluss mit Schlangenköpfen stiehlt Sie allen anderen die Show.

Das Parfüm B9 ist eine Hommage an die Marke Bond und überbringt mit Gardenie, Zitrus und Eichenmoos eine dufte Note in der nächs­t en MartiniBar Ihres Vertrauens. Erhältlich bei Oberpollinger, Preis ca. 320 €.

Zuerst vom Militär getragen, danach durch diverse Sub­kulturen meist negative Behaftung erhalten: die Bomberjacke. Das diese durchaus salonfähig geworden ist, beweist Acne Studios mit ihrem rosa-gestreiften Exemplar für 650 €.

Wir sehen blau! Auch dieses Jahr sind Blautöne von Iced Aqua bis Deep Dive weiterhin im Trend. Von Brioni gibt es diese hochgeschnittenen Sneakers aus Leder mit Verstärkung über der Ferse für knapp 620 €.

Das Frühjahrswetter kann schon mal herb sein, aber dank diesem Parka hat Mann in Punkto Wetterfragen ein Problem weniger. Das Allwettergewebe ist strapazierfähig, atmungsaktiv und besteht aus 100% Schweizer Baumwolle. Mit einer lässigen Chino-Hose und verschiedenen Hemden ist er vielseitig kombinierbar. Erhältlich ist das Allround-Talent bei Hirmer für 470 €. Zusammenstellung: Nadine Miller


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Weißglut - Im Shop finden sich ausschließlich minimalistische Farben wie Schwarz, Weiß und Kupfer

10 — MQ Frühling 2016


Kleiner Guide zum ConceptStore Stereo - Das Gemälde stammt noch von der ehemaligen Confiserie und ist der Eye-Catcher des kleinen Cafés im ersten Stock

Frühling 2016 MQ — 11


Das Bikini in Berlin ist eine ganze ConceptMall mit den verschiedensten Ideen

Jeder hat von ihnen gehört, nur die wenigsten können den Begriff richtig deuten: Concept-Stores. Wodurch definieren sie sich, welche Unterschiede gibt es, und wo finden wir sie? Nadine Miller hat sich in der Stadt umgesehen und eine Auswahl der Läden für MQ zusammengestellt.

D

er Zug zum Concept-Store ist kaum noch zu übersehen – auch in München gibt es inzwischen einige ihrer Art. Doch oft wird der Begriff in einen falschen Zu­ sammenhang gebracht, da die Grenzen oft verschwimmen. Zu­ nächst einmal steht „Concept“ im Englischen (auch) für „Lebensentwurf“, genauer gesagt: für eine bestimmte Haltung gegenüber aufkommenden Trends. Und so richten sich Concept1 2 — MQ Frühling 2016

Stores nach einer bestimmten Zielgruppe und nicht wie in gewöhnlichen Warenhäusern nach Produktkategorien. In solchen Stores findet man oft eine Mischung aus ungewöhnlichen, meist hochwertigen Einzelstücken aus Mode, Interieur, Büchern und CDs, Kosmetik und kleinem Krims-Krams – nicht selten also eine Mischung aus Warenhaus und Boutique. Dabei richtet sich das Sortiment immer nach dem momentan vorherrschenden Zeitgeist in bestimmten Gruppen, was wiederum be-

deutet, dass das Sortiment auch einem permanenten Wandel unterliegt. Der erste (und heute noch berühmte) Concept-Store war das noch in den Neunzigern eröffnete Warenhaus Colette in Paris. Inzwischen gibt es auch eine Reihe von Concept-Malls weltweit wie das Merci in Paris oder das 2014 eröffnete Bikini in Berlin. Dabei sind die Stores naturgemäß sehr verschieden (auch in der Größe), da ja die unterschiedlichsten Lebensentwürfe abgebildet werden. Fakt ist aber: Wenn der Laden gut gemacht ist, kann man das zugrunde liegende Konzept in jedem angebotenen Produkt und in der Einrichtung wiederfinden. Dadurch entstehen ganz andere Kauferlebnisse als im traditionellen Einzelhandel. Denn im Concept-Store soll es möglichst alles geben, womit sich ein bestimmter Teil des Publikums identifizieren kann.

Stereo

Residenzstraße 25 stereo-muc.de Dieser Concept-Store nur für Männer existiert seit nunmehr zwei Jahren und bietet den Herren eine hochwertige Auswahl an authentischer Sports- und Ready-to-Wear-Bekleidung wie auch Accessoires von Uhren über ausgefallene Schreibgeräte bis zu Produkten wie Rasierpinsel aus Dachshaar. Unter den Marken findet man(n) u.a. Denim aus den Staaten wie Jean Shop NYC und Gilded Age, aber auch italienische und französische Sportswear-Klassiker wie C.P. Company und Hartford. Hinzu kommen feine Anzüge von Gior­ gio Brato, Accessoires von Filson oder Want – und um den Großstadtdandy (nicht zu verwechseln mit dem Hipster) ab­zu­runden, gibt’s noch Schuhe von Church’s oder Dr. Martens obendrauf. Da


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sich die Herren von Kopf bis Fuß einkleiden können, kann das Shoppen gelegentlich etwas län­ ger dauern. Zum Glück muss man aber für eine Stärkung nur die weit geschwungene Treppe in den 1. Stock hinaufgehen – denn das Stereo hat nicht nur einen Store, sondern auch eine hüb­ sche Cafébar inklusive Dachter­ rasse in petto. Zurück in die 50er Jahre versetzt fühlt man sich in dem lichtdurchfluteten Raum mit der riesigen Fensterfront, den türkisfarbene Samtbezügen zum weißen Lack und dem Por­ zellangeschirr vom Format Ro­ senthal. Als Highlight haben die Betreiber das vollflächige Origi­ nalwandgemälde der früheren Traditions-Confiserie Rotten­ höfer konserviert. Hier gesellen sich Studenten, die in ihren Bü­ chern lesen, neben Kaufleute, die ihren Feierabendwein genie­ ßen. Diverse Konserven, Kaffee­ bohnen oder selbstgemachte Mar­melade können aus dem Feinkostregal erstanden werden. Die Idee mit dem Café stammt übrigens von den gleichen Leu­

ten, die sich schon durch die James T. Hunt Bar, das Bob Bea­ man und das Flushing Meadows Hotel einen Namen in der Szene gemacht hatten.

Mohrmann Basics

Maffeistraße 6 (Fünf Höfe) Innere Wiener Straße 50 Hohenzollernstraße 50 mohrmann-basics.de „Bloß keine Labelmanie!“ lautet das Credo von Nicole Mohrmann, die gleich drei Concept-Stores in München führt. Die reisefreu­ dige Kauffrau, die auf der gan­ zen Welt umher tingelt, um die ausgefallensten Einzelteile zu ergattern, definiert den Shop als individuellen Entdeckerladen. Mainstream ist ihr zu langwei­ lig, Frauen bei Mohrmann sollen nicht wie ihre Nachbarinnen aus­ sehen. Entsprechend bekommt man bei ihr auch mehr als nur die Basics, denn Mohrmann setzt auf ungewöhnliche plakative Looks –Haarreifen mit Tüllrand, Seidenhosen, Schluppenblusen, Lammfellmäntel, Postkarten, bunte Taschen, Mohair-Pullis mit

Eine bunte Auswahl bietet Mohrmann und ihr Team – alles andere als Basic

Ob Manschettenknopf oder Socken – im Stereo findet Man(n) alles, was sein Herz begehrt

Lurex-Effekt gehören zu ihrem Sortiment. Es geht, wie Mohr­ mann sagt, um aussagekräftige Einzelteile, die nicht aufgesetzt wirken sollen, aber dennoch einen Hauch subtilen Sexappeal versprühen. Mit diesem Stil-Mix spricht Mohrmann viele selbst­ bewusste Frauen an, die mitten im Leben stehen. Größen wie 40 und 42 sind deshalb auch bei betont modischen Teilen vertre­ ten und auch Wäsche spielt im Store eine gewichtige Rolle: denn mit Dessous wie Bodys, Strumpf­ halter und Nachthemden war Mohrmann vor rund zehn Jahren ins Geschäft gestartet. Dazu bie­ tet der Store auch feminine Bade­ mode an, natürlich mit den pas­ senden Badeschlappen, Strand­ taschen und Strandtücher.

Apropos The Concept Store

Promenadeplatz 12 apropos-store.com Die Zeiten, in denen Männer Taschenträger waren, sind ja zum Glück schon lange vorbei. Mitt­ lerweile führen die beiden Mode­ unternehmer Klaus Ritzen­höfer und Daniel Riedo deutsch­land­ weit vier exklusive Geschäf­te für eine auch in Modedingen → Frühling 2016 MQ — 1 3


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→ immer anspruchsvoller gewordene Männerwelt. In München, dem neuesten Store, entstand in Zusammenarbeit mit den bewährten Designexperten von Füssinger und Wolff ein stilvolles Shopping-Ambiente auf weitläufigen 500qm Fläche. Seit Sommer 2015 kommt auch die Damenwelt in den Genuss der zeitgemäßen Exklusivität der Apropos-Stores. Neben internationalen Topmarken wie Tom Ford, Valentino, Balmain oder Missoni stehen auch Accessoires von Luis Morais, Uboat oder Santiago Gonzalez in den Regalen, um das Modepaket abzurunden. Für das stylische Finish findet man Labels wie Bois1920, Molton Brown oder Cellcosmet. Zum Konzept passen auch die kosmopolitischen Interieursachen von Baobab Collection, John Derian oder DNC Tag, wie sich auch Bilder und Auflagenobjekte von ziemlich bekannten Künstlern

14 — MQ Frühling 2016

Lauras neues ModeProjekt mit der Modepreisträgerin wird im Frühling im Bean Store zu sehen sein

hier finden lassen. Ganz im Sinne eines Concept-Stores kann man fast das gesamte Interieur käuflich erwerben: Sämtliche Sofas, Sessel oder Hirschgeweihe kann man mit nach Hause nehmen. Ausgewählte Sammlerstücke namhafter Designer verleihen dem Laden die Duftnote eines New Yorker Luxuslofts mit mehr oder auch mal etwas weniger Understatement.

Bean Store

Theresienstraße 25 bean-store.de Laura Bohnenberger, Inhaberin und Namensgeberin des Bean Stores, studierte Modejournalis­ mus und Kunstgeschichte. Kein Wunder also, dass die „Bohne“ in ihrem Store beide Kreativ-Welten aufeinander treffen lässt. Laura will nicht nur Produkte feilbieten, sondern auch einen Ort des Zusammenkommens und guter Gespräche schaffen. Der Bean Store ist somit auch

Auch der Apropos-Store steht ganz im Zeichen für Qualität und Einzigartigkeit

eine Art Salon, in dem es Events, Ausstellungen, Lesungen und Vorträge gibt. Aber natürlich bleibt die Mode bei alldem nicht außen vor: Hier kann sich Frau an einem sorgsam ausgewählten Sortiment erfreuen, das von Kleidung, Schuhen, Accessoires bis hin zu Düften und BeautyProdukten reicht. Dabei positio­ nieren sich nicht nur bekannte Marken wie Carven, Maison Kitsune oder Lee in ihrem Store, sondern auch Newcomer-Labels wie Bea Bühler, Annika Schüler oder das Münchner Brand WE.RE. Junge Künstler und Designer zu unterstützen, findet Laura sehr wichtig: „Dadurch wird das Sor­ timent vielseitiger und interes­ santer.“ Ganz in diesem Sinne plant die „Bohne“ bereits ihr nächstes Mode-Projekt mit Na­ thalie Jäckle, die letztens für den Münchner Modepreis nomi­ niert war. Wenn man sich im Store umschaut, erkennt man schnell die ganz eigene Identität des Ladens wieder. Die Grundfarben des Bean sind angelehnt an ihre Namensgeberin – grün wie die Bohne und Kupfer wie Lauras Haare. Auch das riesige Schaufenster bietet nicht nur viel Gelegenheiten zum Staunen und Entdecken, sondern wird


von der Inhaberin auch als Ort für die Kunstwelt genutzt. Dem­ nächst sollen die Fenster zusam­ men mit dem Künstler Wolf Gärt­ ner zu einer Ausstellung umfunk­ tioniert werden – Gärtners Wer­ke sollen das Fenster so blickdicht machen, sodass nur noch wenige Gucklöcher, zum Hineinspähen in die Welt der Bohne, vorhan­ den sein werden.

Falkenberg

Franz-Joseph-Straße 21 falkenberg-muenchen.com Die Franz-Joseph-Straße, nicht die Leopoldstraße, ist Schwa­ bings eigentliche Prachtstraße mit ihren großbürgerlichen Alt­ bauten – und damit die präfe­ rierte Location von Besitzerin Sabine Falkenberg. „Ich träumte von einem hellen, klaren Geschäft im Herzen Schwabings, in dem ich alle Waren, die mir gefallen und die mir etwas Besonderes bedeuteten, versammeln könnte“, sagt sie, wenn sie an ihre Anfangszeit zurückdenkt. In den hellen Räum­lichkeiten kann man in ihrem Sortiment an in­ dividuell ausgesuchten Möbeln, Designer-Kleidung, im wahren Sinne er-lesenen Büchern und schönen Lampen nur zu leicht

die Zeit vergessen. Kleinigkeiten wie seltene Tees und Schokola­ den runden das Bild ab, jedoch gibt es auch einen Schwerpunkt, den hochwertiges skandinavi­ sches Design, etwa die Leuchten von Louis Poulsen oder die Klas­ siker von Fritz Hansen und Finn Juhl, bilden. Und damit nicht genug: die gelernte Kunsthisto­

Skandinavisches Design prägt den Store von Sabine Falkenberg

rikerin und Juristin nutzt ihre nahe gelegenen Privaträume auch als Showroom, wo Kunden die Mög­lichkeit haben, in heime­ liger Atmosphäre Möbel und Wohnaccessoires direkt aus der Wohnung der Falkenbergs zu erwerben. Hier berät Sabine Falkenberg ihre Kunden auch in allen Stilfragen, bei Bedarf vermittelt sie auch ein ganzes Netzwerk an Handwerkern, die Wohnungen den letzten Schliff und einen individuellen Charakter geben.

Pool

Maximilianstraße 11 verypoolish.com

Im Pool kann der Kunde extra­ vagante Duft­ kerzen im surrea­ listischen DaliStyle ergattern

Auf der Maximilianstraße gibt es einen Concept-Store, der sich in der Nähe des Brenner’s ganz cool fast ein wenig ver­ birgt hinter den High-FashionLabels der ersten Reihe. Das Pool soll nach eigenem State­ ment für alle Fashion-Victims interessant sein. Der Store ist schlauchartig angelegt, vierzig → Frühling 2016 MQ — 1 5


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Die Deko mag verwirren, aber das Konzept ist klar im Weißglut

ner sehr speziellen Mischung zum Bummeln und Staunen ein.

Rocket

Reichenbachstraße 41 rocket-store.de

Meter lang, über fünf Meter hoch und bietet auf der beachtlichen Fläche von 500 Quadratmetern die passende Plattform für Marken wie Balmain, Saint Laurent, Moschino, Givenchy, Dsquared2 oder Faith Connexion. Aber Pool steht nicht nur für Mode und ausgewählte Lifestyle-Produkte: Cambis Sharegh, bekannter House-DJ in internationalen Clubs weltweit, legt auch bei den Pool-Partys und Events auf. „Unser Pool ist mehr als ein Laden. Hinter dem Titel ‚fashion.music. lounge’ steckt die Idee, trendvisionäre Mode, ausgewählte Musik und besondere Events anzubieten, sprich alles Dinge, die Menschen zusammenbringen.“ Das Ziel von Pool ist es, das Lebensgefühl einer coolen Avantgardegruppe in eine etablierte Nobelgegend zu versetzen.

Weißglut

Hohenzollernstraße 8 Hackenstraße 1 weissglut-design.de

Jetzt, wo immer mehr Kunden die Schwabinger Shopping-Per16 — MQ Frühling 2016

le von Jessica und Stefan Kiefer entdeckt haben, eröffneten die beiden gerade ihren zweiten Weißglut-Store in der Hackenstraße. In den Läden verkauft das Ehepaar Mode- und Wohnaccessoires, Geschenkartikel, Kleidungsstücke und Schmuck von ausgefallenen und qualitativ hochwertigen Designern. Zu Beginn wollte Stefan nur Interieur-Gegenstände verkaufen, die Mode war Jessicas Idee. Nun sei es genau diese Kombination, die das Weißglut für seine Kunden interessant macht. Und so ergänzen Modelabels wie Nümph, Ichi, Armed Angelds oder UVR Connected neben Blommingville, Normann Copenhagen oder Design Letters das Angebot in den Stores. Die Kiefers haben den Anspruch, auch jungen, noch unbekannten Designern die Chance zu geben, ihre Produkte ausstellen zu können – und wollen damit der Ladenszene etwas Abwechslung geben. Das Weißglut bietet kleine Aufmerksamkeiten genauso wie ausgefallenere Geschenke und lädt mit sei­-

Rocket – Urbaner Zeitgeist trifft hier auf rustikales Design

Ein uriger dunkelbrauner Holzboden, dazu weiße Kleiderstangen sowie mit weißen Fliesen belegte Warenpodeste, das ist das Raumkonzept von Rocket, dem Concept-Store im Trendviertel am Gärtnerplatz. Die Inhaberin Kirsten Almanstötter startete ihre Rakete vor acht Jahren mit dem Konzept, feinste Streetwear mit Sportswear zu verknüpfen. Neben skandinavischen Labels findet man sehr exklusive Schuhe und Turnschuhe, zudem ausgewählte Brillen, Schmuck und andere niedliche Kleinigkeiten, die das Herz höher schlagen lassen. Kirsten Almans­ tötter möchte mit ihrem Konzept zeigen, dass es außerhalb der USA noch andere TopLabels gibt. Insbesondere die skan­dinavischen Marken, auf die man sonst nicht allzu oft ein Augenmerk legt. In ihrem Sor­timent finden sich Labels wie Black Lily, Billi Bi oder Cheap Monday.


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Münchner Meile

FOLG E 10

Die Kurfürstenstraße erstreckt sich vom Univiertel in Richtung des gleichnamigen Platzes. Inmitten des beliebten Wohnviertels mit unzähligen Bauten im Jugendstil lassen sich viele Boutiquen, Galerien und eine hohe Dichte an Lokalitäten finden.

Kurfürstenplatz 1 — Im Käse -Abt , dem Delikatessengeschäft am Kurfürstenplatz, kann man seit 2004 ein Sortiment von über 200 Sorten traditionell hergestellten Käses testen und kaufen. Dabei bezieht die Familie Abt ihre Lebensmittel von Landwirten aus aller Welt.

Kurfürstenstraße 4 — Seltene Kunst- und Designobjekte aus dem frühen 20. und 21. Jahr­hunderts findet man bei Uwe G zyganowski . 18 — MQ Frühling 2016

Kurfürstenplatz 2 — Leichte asiatisch-mediterrane Küche mit kunstvoll gestalteten Interieur und integrierter Bar bietet das Tem Thai Co oking . Und das Beste: Der Thailänder gibt nie Ruhe, hat jeden Tag geöffnet.

Kurfürstenstraße 8 — Im Theater und so f ort werden Geschichten für Jung und Alt gezeigt. Momentan läuft u.a. das musikalische Stück „Alles fließt“ sowie das Kasperletheater „Kasperl und die wahre Liebe“.

Kurfürstenplatz 7 — Alle, die in Erinnerungen schwelgen möchten, sind bei Omas Köstlichkeiten an der rich­tigen Adresse.

Kurfürstenstraße 9 — Die Versus Gallery präsentiert auf zwei Etagen ausgefallene Designobjekte sowie Möbel, die mit etwas Verhandlungsgeschick auch sofort erstanden werden können.


Kurfürstenstraße 12 — Neben auffälligem Wohndesign können bei Kristina St ö ckel by L andpartie auch individuell maßgeschneiderte Möbel als Re-Styling in Auftrag gegeben werden.

Kurfürstenstraße 15 — Im Style Deco sind neben originalen Art Déco Leuchten auch Wohn- und Sammelobjekte aus der Epoche des mondänen Paris der 20er und 30er Jahre zu finden. Genießen Sie „La vie en rose“.

Kurfürstenstraße 20 — Edith Spangenberg bietet ihren Kunden über klassische Kosmetikbehandlungen hinweg auch spezielle Verfahren wie Collagen-, Cocon- oder VitaminC-Behandlungen an.

Kurfürstenstraße 15 — Chinas World bietet nicht nur Tafelschmuck aus weißem Gold, sondern auch Porzellan, Besteck, Glas und Keramik.

Kurfürstenstraße 20 — Seit über 40 Jahren kreieren Inge Mayer und ihr Team in der G old schmiede Schmuckkreationen, die weltweit ihre Liebhaber finden.

Fotos: Christian Hacker

Kurfürstenstraße 20 — Einrichtungsgegenstände und Malerei in einem gemeinsamen Shop, findet man im Atelier zierputz . Inhaberin Karolin Schuhmann berät zudem bezüglich Raumgestaltung und Dekorationen.

Kurfürstenstraße 29 — Die seit 2014 geöffnete Galerie Big P ond Artworks zeigt in ihrem Ausstellungsprogramm internationale zeitgenössische Kunst.

Kurfürstenstraße 31 — Good evening Vietnam heißt es direkt in Schwabing. Das Anh-Thu bietet traditionelle vietnamesische Speisen in euroasiatischem Ambiente mit rot-gold getünchten Wänden und Sitzbänken aus Samt.

Kurfürstenstraße 34 — Rosige Zeiten gibt es für Meister-Floristin Agathe Schattschneider und ihre Mannschaft: Sie arbeiten seit 1995 an BlumenArrangements für verschiedenste Anlässe. Ob Hochzeit oder Messedekoration – das Team zaubert kreative Floristik. → Frühling 2016 MQ — 19


Kurfürstenstraße 34 — Sie wollen spontan in die Alpen ver­r eisen? Dann haben Alpen­c halets die Lösung: Über sie können stilvolle Resorts gebucht werden.

Kurfürstenstraße 43 — Im L a B outique de Marie gibt es skandinavisches Interieur-Design, Wohnaccessoires und Geschenkartikel besonderer Art.

Kurfürstenstraße 53 — Hydra Facial, Oxy Jet Peel, Diamanten, Eigenbluttherapie, Fadenlifting – was soll das denn sein? Das Team im G olden Face macht all dies möglich.

Kurfürstenstraße 41 — Das Ristorante Tira Tardi ist nicht nur ein typisches italienisches Restaurant – bei Chefkoch Angelo Zicaro können Kunden direkt einen Kochkurs starten.

Kurfürstenstraße 45 — Die Einfachheit und Natürlichkeit von Kleidung ohne Verzierungen nennt man in Japan „Wabi Sabi“. Das Label Yukai interpretiert in seiner Mode die Tradition neu – und designt in kleinen Stückzahlen made in Germany.

Kurfürstenstraße 55 — Das Kin derzimmer bietet ein riesiges Sortiment an Baby- und Kinderutensilien – von Kleidung, über Spielsachen bis hin zu Möbeln – die Zeitspanne bis zum Vorschulalter ist abgedeckt.

Kurfürstenstraße 43 — Der schönste Tag in Ihrem Leben naht bald? Ob klassisch elegant, romantisch oder extra­ vagant – Brautmode und die passenden Accessoires bietet The White Dress Company mit ausgiebiger Beratung.

Kurfürstenstraße 49 — Im Kleiderpracht spielt das Prinzip von Mix & Match aus High-Fashion-Labels und Highstreet-Brands eine tragende Rolle.

Kurfürstenstraße 57 — Egal ob Veilchen, Tulpen, Rosen oder Narzissen – zu Ostern und den baldigen Feiertagen verschenkt man gerne Blumen an seine Liebsten. Passende Gestecke hierfür gibt es im Krinos .


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Kurfürstenstraße 57 — Der Thiele ist ein italienischer Kaufladen, an dem sich Leute an der Bar treffen, ihren Kaffee, Wein oder Prosecco schlürfen oder eine Kleinigkeit essen.

Hohenstauferstraße 2 — Das L a Stell a ist ein Traditionsitaliener, der durch klassisch edles Ambiente besticht – auf und um den Teller.

Fotos: Christian Hacker

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Kurfürstenstraße 69 — Die Trendfarben 2016 sind kühles Blond, Mint, Mahagoni, Kupfer und pastellfarbene Highlights. Seien Sie mutig: Magic Hair macht auch bei Ihrem Haar Frühjahrsputz!

Konradstraße 1 — Das Le Cézanne steht für ein exklusives, französisches Ambiente, deren Speisen noch ganz typisch französisch auf Schiefertafeln angepriesen werden. Très bien!

Georgenstraße 46 — Die Designerin Adeline Marx entwirft HauteCouture-Kleider für verschiedene Tages- bzw. Abendanlässen sowie einzelne Brautkleider.

Die Kurfürstenstraße ist nach dem Kurfürsten Maximilian II. Emanuel benannt, der einer der Sieger in den Türkenkriegen am Ende des 17. Jahrhunderts war. Da im Feld seine leuchtend blaue bayerische Schärpe schon von weitem erkennbar war, wurde er von den Osmanen nur „Blauer König“ genannt. In München ließ er ein Netz von Kanälen zwischen seiner Residenz und den Schlössern Nymphenburg und Schleißheim anlegen. Ein Teilstück davon war der sogenannte „Türkengraben“, so genannt, weil türkische Kriegsgefangene an den Bauarbeiten beteiligt gewesen sein sollen. Als

Franz-Joseph-Straße 46 — The English Haircutters ist kein „normaler“ Friseur. Dieser Salon hat sich auf die englische Haarschneidetechnik spezialisiert.

der Kanal wegen Wassermangels trocken fiel, wurde er ab 1811 zugeschüttet. Auf seiner Route entstand u.a. die Kurfürstenstraße, an der die ersten Häuser Mitte des 19. Jahrhunderts gebaut wurden. Bis um 1930 war die Gegend rund um den Kurfürstenplatz von niedrigen Gebäuden geprägt. Später wurden die kleinen Altbauten abgerissen und durch fünfstöckige Wohnhäuser mit ebenerdigen Geschäften ersetzt. Der Charakter dieser Straße hat sich seitdem wenig verändert: Die Kurfürstenstraße ist eine ruhige Westschwabinger Straße mit kleinen individuellen Läden mit viel Charakter.  — Nadine Miller Frühling 2016 MQ — 21


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Die MQ Label-Ser e FOLG E 8

Heute: ein österreichischer Helmut Lang Revolutionär der Sachlichkeit

Er gilt als der Vater der Coolness, der dieses Image seiner neuen Ästhetik von eleganter City-Mode zu verdanken hat. Der österreichische Autodiktat Helmut Lang verstand es von Beginn an, die Persönlichkeit seiner Kunden in den Vordergrund zu stellen und seine Kollektionen durch die Kombination erstklassiger Schneiderkunst mit lässigsportiven Elementen fast bescheiden in den Hintergrund treten zu lassen. Sein Erfolg als Modedesigner ist mit einem eher banalen Moment verknüpft: Als der gerade 21 Jahre alte Helmut Lang Ende der Siebziger auf der Suche nach einem stinknormalen weißen T-Shirt war und keines fand, entwarf er kurzerhand eines nach eigenem Gusto, brach das ohnehin nicht besonders intensiv verfolgte Business-Studium ab und eröffnete in Wien seine erste Boutique unter dem (von einem einfach geschnittenen afrikanischen Kleidungsstück) entlehnten Namen „Bou Bou Lang“. Ein paar Jahre später gründete Lang 2 2 — MQ Frühling 2016

Revolutionär, eine britische Design-Chefin im französischen Traditionshaus und ein Pop-Up-Label aus München.

Helmut Lang war einer der ersten Designer, der Frauen von ihren dekorativen Zwängen befreite

das eigene Label und präsentierte es der Fachwelt gleich selbstbewusst im Pariser Centre Pompidou. In den 1990er Jahren feierte Helmut Lang mit seinem, im Gegensatz zu anderen Größen seiner Zeit, zurückhaltenden und auch bequemen Stil große Erfolge, den die Vogue im Jahr 1998 so beschrieb: „Helmut Lang macht diese trügerisch einfache Kleidung, die immer so authentisch dem Stil der Straße entspricht und dabei absolut klassisch ist.“ Der Künstler scherte sich auch nicht um Althergebrachtes: Wenn es ihm gefiel, unterlegte er Seide mit Nylon, um fließende glänzende Effekte zu errei-


Theresa Reiter und Katharina Weber starteten ihr Projekt als Pop-UpLabel – inzwischen sind sie sesshaft geworden

Fotos: Hannes Rohrer

Store und Atelier in einem – WE.RE bietet cleane Designs von der Stange oder maß­ geschneidert

chen und machte aus damals ganz und gar unüblichen Stoffen Kleidung, etwa Hosen aus PVC oder Westen und Shirts aus Netzgeweben. Helmut Lang konzipierte seine Entwürfe sowohl für den Tag als auch für den Abend respektive die Nacht. Seinen „Lifestyle-Minimalismus“ erkannte man schon an der Präsentation seiner Kollektionen: Die Models waren nicht so akkurat gestylt wie bei anderen, sie trugen nur dezentes Make-Up und die Haare zurückgenommen. Im Bereich der Damenmode arbeitete Lang viel mit androgynen Stoffen und Schnitten, seine schmale Anzuglinie ist auch heute noch für die schlanke Business-Frau nicht wegzudenken. Eine „neue Art der Ehrlichkeit“ zu schaffen, war der grundlegende Leitgedanke von Helmut Lang: minimalistischer Chic ohne Schnörkel, Verzierungen oder Ausschmückungen. Ende der neunziger Jahre

ging Lang nach New York und sorgte gleich für eine Innovation: Als erster Modemacher präsentierte er seine Show im Internet per Live-Stream und machte sie so für ein großes interessiertes Publikum auf allen Kontinenten zugänglich. Und nicht nur das – er legte seine Schau zeitlich noch vor die Präsentationen in Mailand und Paris. Ein Jahr später verlegten die Veranstalter dann gleich die ganze New Yorker Fashion Week um sechs Wochen nach vorne. Im Jahr 2004 verkaufte Lang seine Anteile an der Firma an die Prada Gruppe und zog sich zurück. Seit

seinem Ausstieg aus der Modebranche versucht sich Helmut Lang als freier Künst­ ler, zeigt Arbeiten in Ausstellungen rund um den Glo­ bus. Nach mehreren Kreativ-Wechseln konzipiert nun ein internes Designteam die Marke Helmut Lang weiter – mit genau derselben „neuen Art der Ehrlichkeit“, wie sie der Vater der Coolness vorgegeben hat. In München bei Woman/ Man, Kardinal-FaulhaberStr. 14 a, und bei Theresa, Maffeistraße 3.

WE.RE Urbaner Zeitgeist

Alles begann an der AMD in München, einer privaten Modeschule, wo sich Katharina Weber und Theresa Reiter kennenlernten. Nach dem Studium beschlossen sie, ein Pop-Up-Label namens WE.RE zu starten. Dabei setzt sich der Name

nicht nur aus den ersten beiden Buchstaben der Nachnamen Weber und Reiter zusammen, sondern bedeutet auch „wir sind“. Ihr Credo: Wir sind Designer, die entgegen der Massenproduk­ tion individuelle Kleidungsstücke für Leute, Männer wie Frauen) mit Faible für edles Handwerk kreieren wollen. Ihre erste Idee, die aus den USA und Großbritannien bekannt ist, aber in Deutschland bisher kaum Anklang gefunden hat: ein eigenes Pop-Up-Label. Hierbei steht ein temporäres Konzept im Vordergrund, bei dem beide ihre kreativen Ideen zu einer Kollektion zusammenfassen und dann in einem Store verkaufen, der in regelmäßigen Zeitabständen auftaucht, wieder verschwindet, um dann wieder an einer anderen Straßenecke aufzuploppen. Daher wechselte der WE.RE → Frühling 2016 MQ — 2 3


EINKAUFEN

Store auch schon einige Male seinen Standort, seit November 2015 ist das Label jetzt aber dauerhaft in der Buttermelcherstraße sesshaft geworden, wo sie ihren Laden, der gleichzei­ tig auch Atelier ist, auch gleich gekauft haben. Das Design von WE.RE kombi­ niert zurückhaltende, aber zugleich raffinierte Schnitte, fließende Mate­ rialien in kühlen Farbnuan­ cen und hochwertige Stoffe wie Leder, Baumwolle oder Seide zu einer Mischung aus tragbarem Minimalis­ mus, androgyner Streetwear und Avantgarde. Die geradlinigen Details sowie der typische schwarze Punkt auf den WE.RE-Pro­ dukten sind zu ihrem Markenzeichen geworden. Besonders wichtig ist den 24 — MQ Frühling 2016

Phoebe Philo präsentiert eine neue Art der Französin: feminin aber dynamisch

Die britische Design-Chefin haucht dem Tra­d itionsunternehmen moderne Romantik ein

zwei Designerinnen die Nachhaltigkeit ihrer Frauen- sowie Männerlinie. Deshalb arbeiten sie aus­ schließlich mit Qualitäts­ rohstoffen, die sie direkt im Atelier oder in Zusam­ menarbeit mit lokalen Produk­tions­stätten zu pu­ ristischer Mode verarbeiten. Das Besondere von WE.RE ist, dass im Shop direkt Kleidungsstücke angesehen, anprobiert und mitgenommen werden können. Bei Änderungen passt WE.RE die legere Mode mit durchdachtem Konzept und cooler Eleganz „Made in Munich“ dann individuell an den Kunden an. WE.RE Store, Buttermelcherstr. 5 (Eingang Klenzestraße), werealabel.com

Céline Klassiker mit Zukunft

Man nehme eine mit den Jahren etwas angestaubte französische Modemarke und gebe sie in die Hand einer frischen britischen Designerin – heraus kommt eine der wohl gefragtesten Modelabels unserer Gegen­ wart: Céline. Dieses war

wohl bis vor einigen Jahren nur noch den Älteren be­ kannt. Inzwischen wollen alle den neuen Céline-Stil tragen: frisch, modern, cool, deutlich maskulin, nahezu streng, dennoch nicht sprö­ de oder langweilig. Das von Céline Vipiana gegründete Label gehört seit 1993 zum französischen Luxuskon­ zern LVMH. Nach langen und verlustreichen Jahren wurde 2008 die britische Designerin Phoebe Philo zum kreativen Kopf von Cé­ line – und ihr gelang der er­ folgreichste Imagewandel der letzten Dekade. Immer wieder beschäftigt sich Phoebe Philo mit der Frage, wie Reisen den Modege­ schmack von Frauen verän­ dern und beeinflussen. „Sie ist dynamisch, sie arbeitet, sie reist viel und verlässt sich nicht auf extravagante Kleidung, um die Leute von ihrer Persönlichkeit zu überzeugen.“ hatte schon Gründerin Céline Vipiana die Céline-Frau beschrie­ ben. Diesem Leitsatz folgt auch Phoebe Philo: zarte Seidenkleider mit Spitzen­ dekolletés, klobige Chelsea Boots und züchtige Leinen­ kleider mit ausladenden Ärmeln. Die Marke Céline ist somit endgültig aus den Kinderschuhen, mit denen die Gründerin einst begon­ nen hatte, herausgewachsen und präsentiert sich erwachsener denn je. In München seit kurzem bei Oberpollinger (Céline Accessoirs), Marion Heinrich, Residenzstraße 18 und Theresa, Maffeistraße 3 — Nadine Miller


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Essen &Trinken MQ Tipp

Brasserie Colette

Klenzestr. 72 · Telefon 23 00 25 55 Mi – So 12 – 15 & 18 – 23 Uhr brasseriecolette.de Berlins Chefkoch und Multigastronom Tim Raue zeigt jetzt auch in München Präsenz – wenngleich er auch nicht per­ sönlich am Herd steht: Sein Restaurant nach französischem Vorbild liegt im Terzianum, einer Nobelresidenz für Senioren inmitten des hippen Glocken­ bachviertels, doch heißt es auch Gäste von außen willkommen. Dementspre­ chend will es eine Brücke schlagen zwi­ schen der Eleganz einer Grand Dame und bodenständiger, betont lockerer Atmosphäre. Zeichen dafür sind geziel­ te Kontraste im Interieur: Holzbänke aus alten SNCF-Zugabteilen, grüne Le­ derpolster, Vintage-Stühle, Blechdosen

2 6 — MQ Frühling 2016

für Besteck auf Marmortischen, histo­ rische Bahnhofslampen, Wände und Parkett in Schwarzgrau und eine gewal­ tige Messingplatte auf dem geschwun­ genen Tresen als besonderer Blickfang. Das Küchenkonzept entspricht klassi­ scher Brasserieküche gehobener Art: Zwiebelsuppe mit gratiniertem Brioche, frische Austern, Hummercocktail, Boeuf Bourgignon, Confit de Canard, Steak frites, Ratatouille, dazwischen Raffiniertes wie getrüffeltes „Huhn un­ ter der Teighaube“, und das alles beglei­ tet von feinen Tropfen aus der fast rein französisch ausgerichteten Weinkarte. Ein Muss ist die Crêpe Colette mit „Ca­ ramel beurre salé, Banane und Vanille“: Es ist Raues Lieblingsdessert aus Kin­ dertagen und deshalb Namenspatron seiner Brasserie. — Thomas Winzker

Foto: Nils Hasenau

Tim Raue präsentiert seine Münchner Dependance im Stil der alten Eisenbahnen


MQ PRÄ SE NTIE RT AUSL ÄND ISCHE SPE Z IA L ­ ITÄTE N IN MÜNCHE N

Injera –

Gesäuertes Fladenbrot aus Teffmehl

Plaza Mayor

Seit Ende 2014 ist Äthiopiens Küche bietet eine Köstlichkeit, wie es sie in Afrika sonst nirgends gibt: Injera, ein Fladenbrot, gefertigt aus Teff, einer Zwerghirseart, die nur im Nordosten des afrikanischen Kontinents kultiviert wird. Der Teig ist ver­g oren, wodurch die Fladen – auf heißen Ton­ platten oder in speziellen Pfannen gebacken – von fluffiger, sehr saug­f ähiger Textur sind und leicht säuerlich schmecken. Ideal, um damit auch die Sauce der Gerichte aufzunehmen, die auf dem Fladen verteilt serviert werden. Mit der rechten Hand reißt man Stücke vom Injera ab und greift damit eine mundgerechte Portion von Fleisch- und Gemüseragout. Ein — T.W. Genuss der besonderen Art! In München im De Afric (afrikanisch in jeder Hinsicht), Theresienstr. 146, Tel. 23 54 50 39, täglich 12 – 15 & 17 – 24 Uhr (Fr, Sa bis 5 Uhr früh), deafric.com

Ursulastr. 10 (Altschwabing) Telefon 74040321 Mo–Sa 17– 2 Uhr plazamayor-muenchen.de

Seit November gibt es in Schwa­ bing dieses neue Lokal mit süd­ ländischer Prägung. Zugrunde liegt der Mischung aus Bar, Lounge & Restaurant der Gedanke des Tei­ lens, hier interpretiert nach der mediterranen Gepflogenheit, Ge­ richte gemeinsam zu bestellen und zu genießen. Erfreulich, dass es diese Art der Geselligkeit nun auch in München gibt und das Ganze in schöner Atmosphäre und mit Produkten von regiona­ len Erzeugern: Küchenchef Toni Fröschl, bekannt aus der Cantina Cantone, bringt Kombinationen wie Süßkartoffelpüree mit Avo­ cado-Apfel-Tartar und Mönchs­ bart oder Heilbutt auf Selleriepü­ ree mit Miso und Lauch auf den Tisch. Zum Wiederkommen regen auch die Desserts an: Dulce de Leche, Pas­s ionsfrucht, Marshmal­ low und Schokolade haben hier schon eini­ge Liebhaber gefunden. Einladend ist im Plaza Mayor aber auch die Lounge mit dem leder­ nen Sofa unter der antiken Karte von Madrid. Schön chillig lässt sich hier ein „Bamos Fizz!“ aus Tan­ queray No.10, Basilikum, Zitrone, Limette, Eiweiss, Orangen Ex­ trakt und Soda genießen. — L.H.

Aubergine Starnberg

Münchner Straße 17 · Starnberg Telefon 08151  / 4470-290 Di-Sa 18.30-23 Uhr aubergine-starnberg.de Eine ganz schöne Chuzpe, ein Restau­ rant nach Witzigmanns legendärem Gourmettempel zu benennen und auf der Homepage zu erklären, dass der Name sich auf das auberginefar­ bene Interieur bezieht. Auf jeden Fall eine ambitionierte Haltung. Dass das neue Aubergine das Versprechen kreativer Kochkunst jedoch einzulö­ sen gewillt ist, beweist Deutschlands jüngster Sternekoch, der 30jährige

Küchenchef Maximilian Moser, allabendlich von Dienstag bis Sams­ tag in dem Restaurant mit dem schicken Ambiente und den langen Wartelisten für Reservierungen. Der Griff nach den Sternen hat dem Aubergine im Hotel Vier Jahreszei­ ten in Starnberg 2016 zum zweiten Mal in Folge einen Michelin-Stern sowie eine Haube und 14 Punkte von Gault Millau eingebracht. Besucher empfehlen allerdings, den direkten Eingang zu nehmen und nicht den Weg durchs Hotel, da dieser dem Stan­ dard des Ganzen (noch) nicht so ganz entspricht. — L.H. Frühling 2016 MQ — 2 7


Von Kaffeesiedern und Palastcafés

Die besten Cafés Münchens und ihre Geschichte 2 8 — MQ Frühling 2016


ESSEN & TRINKEN

Fotos: Stadtarchiv, Peter Graf

Ob Annast, Dengler oder Putscher: Das Café tamb osi mit der schönen Aussichts­t errasse trug im Laufe seiner langen Geschichte schon viele Namen.

Frühling 2016 MQ — 2 9


ESSEN & TRINKEN

In Ruhe einen Kaffee trinken, Zeitung lesen oder Freunde treffen: So muss das Leben sein. Doch wo in der Stadt finden sich schöne Cafés, wo man sich wohlfühlt wie in alten Zeiten? Eine schwierige Suche, stellt unser Autor Thomas Winzker fest, der sich deshalb zunächst der großen Tradition widmet, die es einmal gab.

U Das Interieur vom heutigen Café Tambosi, als es 1885 noch den Namen Café Dengler trug – in der guten alten Caféhaus-Zeit.

3 0 — MQ Frühling 2016

m Münchens Kaffeehauskultur nachzuspüren, muss man bis ins 17. Jahrhundert zurückgehen, in die Zeit der Türkenkriege, als das in Mitteleuropa bis dahin unbekannte Orientgetränk München zum ersten Mal erreichte, aber längst nicht sofort auf größere Resonanz stieß. Das änderte sich auch nicht gleich, als der Schauspieler Brieder 1704 das erste Kaffeehaus eröffnete, ein Konzept, das er aus seiner Pariser Heimat mitbrachte, wo es schon seit 1643 entsprechende Stuben gab. Ohnehin kam München vergleichsweise spät an den

neuen Genuss: Hamburg, Nürnberg und auch Regensburg waren da schon um etliche Jahre voraus. Brieders Kaffeestube, die sich kaum von einem gewöhnlichen Bürgerhaus der Zeit unterschied, lag am Beginn der heutigen Residenzstraße und war im Besitz des Hofzuckerbäckers Claudius Surat, ebenfalls Franzose und Kaffeewirt.

Kaffeesieder unter Hofschutz Dass in den folgenden Jahrzehnten dann doch immer mehr Kaffeeschenken ihre

Pforten öffneten (1726 werden bereits drei bürgerliche und vier unter Hofschutz genannt), hat wohl mit der österreichischen Besatzung Anfang des 18. Jahrhunderts zu tun, die für den Aufschwung des neuen Gewerbes sorgte. Doch bevor das Heißgetränk hoffähig wurde und München erstmals ernsthaft Kaffeegeschichte schrieb, sollte noch einmal ein halbes Jahrhundert vergehen, bis der kurfürstliche Lotterieeinnehmer Giovanni Pietro „Pantalon“ Sarti aus Venedig endlich die große Kaffeehauskultur einläutete, als er 1774 die Genehmigung erhielt, unter den Arkaden des Hofgartens „coffee“, „chocolats“, „lemonats“ und andere „refraichissements“ zu verkaufen und an der Hofgartenmauer, im Schatten der Reitschule, ein kleines Kaffeehaus zu erbauen.


Fotos: Stadtarchiv

Vor allem letzteres machte schnell Furore, da in vielen der kleineren Schenken oft Kaffee von so schlechter Qualität gebraut wurde, dass er gar als „bloße Gelbenrübenbrühe“ geschmäht wurde. Das Tambosi war nun das vornehmste Haus seiner Art und bei Adel und noblen Bürgern ebenso beliebt wie bei Offizieren und Künstlern. 1840 lobte ein Zeitzeuge: „Wer die Eleganz der französischen und Wiener Lokale in München suchen wollte, irrt sich. Nur eins hat den Anspruch, in diesem Sinne fashionable zu sein: Tambosi unter den Arkaden am Eingang des Hofgartens. (…) Dort kannst du die ausgezeichnetsten Schauspieler und Musiker,

Sartis Unternehmung war von Erfolg gekrönt, weil seit 1780 der Hofgarten für die Öffentlichkeit zugänglich war, und weil der findige Venezianer nicht nur die Konzession als „Kaffeeschenk“ innehatte, sondern auch als „Traiteur“ warme Speisen servieren durfte. Bis 1804 war das die Ausnahme, dann erst hob man generell die Trennung zwischen Restaurant und Kaffeeschenke auf. Als Sarti 1796 starb, folgte ihm – nach mehrmaligem Besitzerwechsel – der legendäre Pächter Luigi Tambosi nach, weshalb das Kaffeehaus seit 1810 unter diesem Namen bekannt ist. Im selben Jahr tauchte auch ein verschollen geglaubtes Objekt der Kaffeegeschichte wieder auf: das Audienzzelt des Großwesirs Suleiman, das Kurfürst Max Emanuel 1687 während der Türkenkriege erbeutet hatte. Bei der

Kronprinzenhochzeit des späteren Ludwig I. diente es auf der Theresienwiese als royaler Pavillon und darf damit als Vorbote heutiger Kaffeezelte auf dem Oktoberfest angesehen werden.

Das Tambosi war nun das vornehmste Haus seiner Art Um den repräsentativen Ansprüchen des Hofes gerecht zu werden, veränderte die kurfürstliche Stadt ständig ihr Gesicht. Auch das Hofgartencafé fiel dem zum Opfer und wurde in den 1820er Jahren zusammen mit der Reithalle zugunsten eines mehrstöckigen Neubaus abgerissen. Nach Plänen von Leo von Klenze entstand das klassizistische „Bazargebäude“ in der heutigen Gestalt, darin ein Kaffeehaus neuen Stils: edel in der Ausstattung und hochwertig im Angebot.

Das Englische Café (li.) mit großem Wirtsgarten und das Café-Restaurant Controlor (re.) im Nymphenburger Schlossrondell waren als FreizeitCafés beliebt

die vorzüglichsten Maler, Literaten, Studenten, vornehme Offiziere, interessante Fremde, die besten Karten- und Billardspieler kennenlernen.“ Ein solcher Beifall war nicht selbstverständlich in Anbetracht von etwa 40 Kaffeehäusern, die 1835 in der Stadt bereits gezählt wurden. Der Boom ließ sich darauf zurückführen, dass man die Kaffeeschankkonzession als kostenFrühling 2016 MQ — 31


sparende Versorgungsmöglichkeit für ausgediente Hofleute entdeckte: ehemalige Schauspieler, Lakaien, Kammerdiener und Leibwächter wurden statt mit „Gnadengeld“ mit einer „Kaffeehausgerechtigkeit“ abgefunden und zudem von bürgerlichen Lasten und Zunftzwang befreit. Demzufolge setzte sich das Völkchen aus „hofbefreiten“ Kaffeeköchen von größter Originalität zusammen, darunter freilich auch eine wachsende Schar von Stümpern und Pfuschern, die Gegenstand ständiger Klage waren. Kein Wunder, dass die Mehrzahl der so entstandenen Kaffeeschenken weit davon entfernt war, den Wünschen einer anspruchsvolleren Klientel zu genügen. Doch erfreuten sie sich, oft „über die Stiege“ im ersten Stock gelegen, bei Dienstboten und 3 2 — MQ Frühling 2016

Marktfrauen größter Beliebtheit. Es gab sogar ausgesprochene „Damen-Cafés“, in denen sich tagsüber einfache Bürgerfrauen, Händlerinnen und Köchinnen ein Stelldichein gaben. In den Küchen solcher Kaffeehäuser wurde für Eilige und schmale Geldbörsen sogenannter „Haferlkaffee“ zum ermäßigten Preis verkauft. Es war eine Art Stehausschank, wo Stühle und Tische – schon allein aus Platzgründen – verboten waren. Im berühmten Café Neumayer über dem Viktualienmarkt soll dieser Haferlkaffee übrigens noch bis 1938 üblich gewesen sein. Einen Eindruck, wie klein die Kaffeestuben teilweise waren, gibt das Testament einer Kaffeesiederin wieder. Ihr Inventar belief sich auf „13 Paar irdene Kaffeeschalen mit 5 Löffeln, 1 zinnernes Kaffee- und 2 zinnerne Teegeschirre.“

NeorenaissanceFassade und Rokokosäle: Das Café Luitpold, einst als „vornehmstes Etablissement Deutschlands“ gelobt, wirkte wie ein Feenpalast aus dem Märchen

Konkurrenz durch Etablissements mit Freizeitwert Doch zurück zur mondänen Seite der Münchner Kaffeehausgeschichte, zurück zum Tambosi, das seine herausragende Einzelstellung nach und nach verlor, als es zunehmend Konkurrenz durch Etablissements mit höherem Freizeitwert bekam. Da gab es seit 1820 das beliebte Englische Café in der Ottostraße, das in britischer Hand lag und an Attraktivität verlor, als man Jahre später anstelle des zugehörigen Gartens das Bernheimer Palais erbaute. Doch bot zur selben Zeit im Englischen Garten das Tivoli, ein Ausflugslokal entstanden aus dem Sommersitz eines Bankiers mit Kaffeepavillon, Karussell und Badeanstalt neue Möglichkeiten der Freizeitgestaltung. So wie auch das Café Controlor im


ESSEN & TRINKEN

Fotos: Stadtarchiv

Nymphenburger Schlossrondell und die Centralsäle in der Neuturmstraße (heute das Hotel Mandarin Oriental) mit einer 30 Meter langen Festhalle und mehreren Gesellschafts-, Konzert- und Billardsälen. Ende des 19. Jahrhunderts begann dann der Glanz der in den Weltstädten Paris und Wien hochentwickelten Kaffeehauskultur sich auch in München zu entfalten: Die Ära der Palastcafés brach 1856 an, als das prunkvolle Probst in der Neuhauser Straße eröffnete. „Ich glaube nicht, dass sich in München ein so nobles Kaffee wird halten können“, soll Altkönig Ludwig I. prophezeit haben. Der Monarch irrte, das Probst hielt sich und fand Nachahmer. So viele, dass Ende des 19. Jahrhunderts nicht weniger als 84 solcher Prachtcafés gezählt wurden. Verschwenderischen Feenpalästen gleich ließ diese neue Generation an Cafés in gewaltigen, opulent ausgestatteten Sälen den eigentlichen gastronomischen Zweck fast als Nebensächlichkeit erscheinen. Exotische Palmen und plätschernde Brunnen luden zu Erholung und Muße ein, und die Lektüre aufliegender Journale konnte manchen Gast einen ganzen Nachmittag beschäftigen. Auch Studenten und Künstler erwählten diese Kaffeehäuser als Zuhause, vertrieben sich dort beim Karten-, Schach- und Billardspiel die Zeit. Oder sie gaben sich dem Tabakgenuss hin – das Rauchen auf offener Straße war lange Zeit nicht gestattet.

Wasserspiele in Palmengärten und Hallen gewaltigen Ausmaßes Gipfel der Entwicklung war unstreitig das im Stil der gerade modernen italienischen

Renaissance erbaute und 1888 eröffnete Café Luitpold in der Brienner Straße, dessen Namen Prinzregent Luitpold höchstselbst absegnete. Es wurde ein Kaffeehaus der Superlative, das mit Wasserspielen im Palmengarten und Hallen gewaltigen Ausmaßes mit Wandfriesen, Spiegeln, Deckengemälden und Plastiken wie ein Märchen-

schloss wirkte und sich mit Fug und Recht „vornehmstes Etablissement Deutschlands“ nennen durfte. Was die Bombardements des Zweiten Weltkriegs von diesem Luxustempel übrig ließen, verrät nichts mehr vom einstigen Glanz. Der ist verloren wie auch die Pracht anderer Kaffeepaläste, wie dem Café Prinzre-

Zu Beginn des 19. Jh. lockte das Café Stephanie (u.) ebenso Musiker, Maler und Lite­ raten an, wie das Theater-Café Orlando (re.) ge­ genüber vom Hof­ bräuhaus

gent, seit 1893 am Beginn der Prinzregentenstraße gelegen. Mit einer Kopie des Spiegelsaals von Herrenchiemsee versetzte es seine Gäste ins Staunen, vor allem abends, wenn es – als erstes Kaffeehaus der Stadt – elektrisches Licht aufleuchten ließ. Bis heute überdauert hat hingegen das Orlandohaus am Platzl, Frühling 2016 MQ — 3 3


ESSEN & TRINKEN

das nach dem RenaissanceHofkapellmeister Orlando di Lasso benannt ist. Tagsüber eine gut besuchte arkadengeschützte Caféterrasse vermittelt das Innere mit hohem Gewölbe und goldenem Stuck noch viel von der einstigen Atmosphäre des 1898 eröffneten Kaffeehauses, das sich bald zu einem wichtigen Theatercafé mauserte und heute von Alfons Schuhbeck geführt wird. Zum beliebten Künstlerund Literatentreff avancierte um die vorletzte Jahrhundertwende auch das Café Stefanie in der Amalienstraße, das der Volksmund „Größenwahn“ nannte. Warum, beschreiben die Münchner Neuesten Nachrichten 1921: „An den nüchternen Kaffeehaustischen warteten junge Dichter auf den Kuß der Muse, oder auf den Vorschuß des Verlegers, junge Maler und Bildhauer suchten den Mäzen für einen großen Auftrag oder den Gönner, der eine Tasse Kaffee bezahlte; der Wahn berühmt zu werden war zumeist stärker als die Nüchtern3 4 — MQ Frühling 2016

heit des Alltags, und der Traum von ‚Größe‘ bald verrauscht. Der Größenwahn war nur die berechtigte Hoffnung der Jugend auf Erfolg und im Café Größenwahn waren die Hoffenden unter sich.“ Nur einen Katzensprung entfernt, im Café Altschwabing in der Schellingstraße, trafen sich ab 1887 ebenfalls illustre Vertreter des Intellekts, darunter Thomas Mann, Wedekind, Ringelnatz, Kandinsky, Franz Marc, Paul Klee und Lenin. Den Ort, wo sie debattierten, gibt es heute noch, das Café blieb vor Kriegszerstörung verschont. Ebenfalls ganz in der Nähe, in der Theresienstraße, etablierte sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts das Café Modern, es wurde richtungsweisend für die besondere Form der „Konzertcafés“. Auf musikalische Unterhaltung ausgerichtet, waren diese, um die Kosten für Kapellen und Solisten zu decken, meist Großbetriebe, die jedoch bedingt durch den zunehmenden Erfolg von Kino und Rundfunk an Bedeutung verloren.

Vors Café Prinz­ regent konnte man um 1900 noch gemütlich mit der Kutsche vorfahren, um dort das Novum elektrischer InnenraumIllumination be­ staunen zu können

Wobei fortscheitende Inflation und Kriegswirren ein Übriges taten. Das goldene Zeitalter luxuriöser Kaffeepaläste war vorbei. Die Zukunft gehörte jetzt, vor allem in der Nachkriegszeit, deutlich kleineren Konditoreicafés, die geringere Unterhaltskosten hatte und durch die kürzere Verweildauer der Gäste und den fast obligatorischen Verzehr von Kuchen höheren Umsatz machten. Trotz mancher Relikte, die die Zeiten überdauert haben, ist die große Kaffeehaustradition, die München einst hatte, ein für alle Mal verloren. Auch wenn einige Cafés noch einen kleinen Eindruck von dem zu vermitteln versuchen, was einmal war. Darunter auch das Café am Beethovenplatz – einst bekannt als Musikcafé Mariandl –, wo auch heute noch Konzerte gegeben werden. Doch wer echte Kaffeetradition von einst erleben will, muss sich nach Österreich aufmachen, in die Metropole Wien. Dort ist sie noch selbstverständlich und höchst lebendig: die wahre Kaffeehauskultur.


Aktuelles Café

Historisches Café

• Palmenhaus

Café Stefanie Café Altschwabing Café Altschwabing Café Modern

Tambosi Tambosi Arzmiller Englisches Café Brieders Kaffeestube Café Kreutzkamm

Me et es r

Café Luitpold Luitpold

Hotel Vier Jahreszeiten

Café Orlando Schubeck’s Orlando

Café Prinzregent

Rischart am Markt Musikcafé Mariandl Café am Beethovenplatz

Fotos: Stadtarchiv

Café Müller’sches Volksbad

→ Frühling 2016 MQ — 3 5


ESSEN & TRINKEN

Moderne Zeiten Wo die Münchner heute ihren Kaffee trinken ...

auch einer ihrer bekanntes­ ten Treffpunkte. Als Inbe­ griff Münchner Lebensart gilt, vor dem Café auf dem Odeonsplatz zu sitzen, auf einem der Stühle, die alle nach Süden hin zur Thea­ tinerkirche ausgerichtet sind. Im Inneren hingegen ist nichts mehr von alter Pracht zu spüren, das Lokal erfuhr mehrere Verkleine­ rungen.

um einiges besser, vor allem im weiten Innenhof mit 50er Jahre-Atmosphäre. Doch nicht des Designs we­ gen kommt man hierher, Hauptanziehungspunkt ist der hochgerühmte Baumku­ chen, eine kulinarische At­ traktion, die Gäste aus aller Welt anlockt.

Rischart am Markt

Schuhbeck’s Orlando

Brienner Str. 11, cafe-luitpold.de Obwohl Münchens berühm­ testes Kaffeehaus noch im­ mer an historischer Stelle steht, zeugen das nach dem Krieg deutlich schlichter wiedererrichtete Gebäude und das stark veränderte Innenleben kaum noch von der Herrlichkeit des einsti­ gen Luxustempels. Der Ku­ chen aus der Hauskondito­ rei lässt sich aber auch heu­ te noch genießen – vor allem bei guter Witterung auf der pflanzengeschützten Ter­ rasse, an der das elegante Leben der Brienner Straße vorbeiflaniert. Vor allem versteht man sich jetzt aber – wie viele andere – auch als Restaurant mit durchaus re­ spektabler Küche. Ein Tipp: Vom Palmengarten aus er­ reicht man ein kleines Mu­ seum im ersten Stock, das viel über die Geschichte des Luitpolds und der Kaffee­ hauskultur Münchens verrät. 3 6 — MQ Frühling 2016

Arzmiller

Salvatorpl. 2 (Theatinerhof) cafe-arzmiller.de Eine Oase inmitten der Großstadthektik, liegt die schmucke Caféterrasse ma­ lerisch auf der Sonnenseite des einstigen Klosterkreuz­ gangs der Theatinerkirche. Das Café ist eines der letz­ ten klassischen Kaffeehäu­ ser, schon die Großeltern vieler Münchner nahmen dort ihren Kaffee.

Tambosi

Odeonsplatz 18 tambosi.de Untergebracht im klassizis­ tischen „Bazargebäude“ von Leo von Klenze ist das Tam­ bosi nicht nur das älteste durchgehend betriebene Café der Stadt, sondern

Platzl 4 schuhbeck.de Im Inneren erweist sich das Café-Bistro unter der Ober­ herrschaft des Platzl-Mo­ guls Alfons Schuhbeck als architektonisches Juwel der Gründerzeitjahre, in denen das markante Giebelhaus mit seiner langen Geschich­ te erbaut wurde. Hohe Ge­ wölbe, Pilaster, viel Gold und Marmor zeugen – fein restauriert – von großer Kaffeehauskultur, die hier gelebt wurde.

OskarMaria

Kreutzkamm

Pacellistr. 5 kreutzkamm.de Zwar liegt das Stammhaus der Backdynastie aus Dres­ den in der Maffeistraße, doch sitzt man in der CaféDependance in der Maxburg

Salvatorplatz 1 oskarmaria.com Das Literaturhaus, einst ein Schulgebäude, ist eine Münchner Institution. Wie auch das „OskarMaria“, das hier neben Kaffee und Kuchen auch warme Speise serviert und metropoles

Foto: Kay Blaschke

Luitpold

Viktualienmarkt 2 rischart.de Jedem Münchner ein Begriff ist der Traditions­ bäcker und Konditor Rischart, der auch mehrere Cafés betreibt. Die male­ rischste Lage hat sein Café am Viktualienmarkt, das sich in der historischen Backsteinzeile zu Füßen der Peterskirche befindet. Und darüber, wo sich die Terras­ se erstreckt, mit unver­ gleichlichem Ausblick auf das bunte Treiben des Vik­ tualienmarkts.


Vorm Café Luitpold Kaffee zu trinken, lässt etwas vom Lebensgefühl guter alter Zeit erahnen

schem Mobiliar versprüht den in München leider selten gewordenen Charme eines Wiener Kaffeehauses. Einst bekannt als Konzertcafé Mariandl wird auch heute noch regelmäßig LiveMusik geboten.

Palmenhaus

Kaffeehausflair verströmt. Das Oskar Maria GrafDenkmal, eine mehrteilige Installation der US-Künstlerin Jenny Holzer, die an den bayerischen Schriftsteller erinnert, bestimmt das Flair der weiten Räumlichkeiten mit seinen hohen Decken genauso wie die einladende Kaffeeterrasse auf dem Salvatorplatz.

Altschwabing

Schellingstr. 56 altschwabing.com Einst berühmter Künstlertreff ist das Café das einzige seiner Art, das die Zeiten überdauert hat und sich in historischen Räumen bis in unsere Tage in nur wenig veränderter Form präsentiert. Von den alten Zeiten zeugen vergoldete Stukka­ turen, Säulen und feine Malereien in den Kassetten der Decke.

Kempinski Hotel Vier Jahreszeiten

Maximilianstr. 17 kempinski.com Die große weite Welt rauscht durch die Halle von Münchens ältestem Grandhotel - mit ihrer prächtigen Glaskuppel zählt sie zu Deutschlands schönsten Hotellobbys. Alternativ zum Kaffeegenuss laden ein di­plomierter Tea-Master und der Pâtissier des Jahres 2015 täglich zum typisch englischen Afternoon Tea.

hauseigenen Café-Bistro im ersten Stock, erreichbar über eine Treppe im Laden, serviert wird. Oben am Eingang grüßt ein Papagei aus Nymphenburgporzellan, während Stuck, Eichentäfelung, Säulen, rote Polsterbänke, Thonet-Stühle und Marmortische für kultivierte Atmosphäre sorgen. Mit Blick auf die Türme der Frauenkirche ist das durchaus klassische Kaffeehausatmosphäre!

Café Müller’sches Volksbad

Café am Beethovenplatz

Dallmayr

Dienerstr. 14 dallmayr.de Weltberühmt ist der Dallmayrsche Kaffee, der im

Schlosspark Nymphenburg palmenhaus.de Wie in einem Gemälde Claude Monets fühlt man sich im ehemals fürstlichen Gewächshaus im Park von Schloss Nymphenburg, genauer gesagt im lichtdurchfluteten Café, das dort beheimatet ist. Mit seinen Palmen und Kronleuchtern ein im besten Sinne romantischer Ort!

Goethestr. 51 mariandl.com Das schmucke Gründerzeithaus, verheißt Gutes schon vor dem Betreten der historischen Räume, die die Zeiten unbeschadet überstanden haben. Das gemütliche Café mit dunkler Kassettendecke und typi-

Rosenheimerstr. 1 cafe-volksbad.de Dass der Jugendstil-Badetempel einer der schönsten Deutschlands ist, ist kein Geheimnis. Wenige aber wissen, dass das pittoreske Bad ein schönes Café mit hoher Gewölbedecke und mit mit original erhaltener Jugendstilausstattung beherbergt, auf das nur der kastanienbeschattete Gastgarten davor hindeutet. Frühling 2016 MQ — 37


ESSEN & TRINKEN

Der Küchen-Spion zu Besuch in Bobby Bräuers EssZimmer

Wie zuhause bei guten Freunden Das Auge isst mit – Bräuer als Meister der Dekoration

Bobby Bräuer, ausgezeichnet mit zwei Michelin-Sternen und 18 GaultMillau-Punkten

ESSZIMMER IN

Ein Restaurant mit einer warmen Atmosphäre in der kühlen Glas-Stahl Architektur der BMW-Welt? An diesem HighTech-Ort mit all den schimmernden Limousinen, den Tausenden von Touristen (mehr als in Neuschwanstein!) und dem Fokus auf Automobilkultur eine erstklassige Gastronomie mit einer hohen Aufenthaltsquali-

tät etablieren? Kein leichtes Unterfangen. Doch dem Trio Feinkost Käfer als Pächter, Sternekoch Bobby Bräuer und Architekturbüro Beek ist mit dem EssZimmer ein Restaurant geglückt, das seit Eröffnung im Jahr 2013 nicht nur zwei Michelin-Sterne und 18 Punkte im Gault Millau eingeheimst hat, sondern mit 89 (von 100) Punk-

Ungewöhnlich, doch sehr passend: ein 1999er Sauterne Cháteau Suduiraut begleitet die Gänseleber

D E R B M W - W E LT

Am Olympiapark 1 Tel. 35 89 91 814 Di–Sa ab 19 Uhr esszimmer. bmw-welt@ feinkost-kaefer.de

���

4-Gang Menü „Herzstück“ (regionaler Schwerpunkt): 100 € 5-Gang Menü „Exkursion“ (internationale Ausrichtung): 120 € 8 Gang Menü: 175 € Weinbegleitung: glasweise insges. ca. 60 € 3 8 — MQ Frühling 2016

ten auch den 17. Platz im deutschlandweiten Hornstein Ranking belegt (das übrigens nichts mit der Autorin dieses Berichts zu tun hat, sondern eine Zusammenfassung aller ernstzunehmenden GastroRanglisten darstellt). Gegen ein schlechtes Feng Shui hilft der Schemel für die Tasche auf halber Tischhöhe. In diesem wie in anderen Punkten präsentiert sich die Tafelkultur im EssZimmer absolut

Die geschmackvoll-gemütliche Einrichtung sorgt für schnelles Wohlbefinden


Hummer­s tücke a point mit Jus, Puder und Petersilien­w urzelpüree, aromatisiert durch Kaffir­l i­m et­t en­ und Oliventapenade

auf der Höhe der Zeit. So erweist sich nicht nur der stei­ nerne Griff des stehenden Messers als handschmeichelnd, ebenso fühlt sich, wie wir im Lauf des Abendessens erleben werden, das Essgeschirr aus Steinzeug und Keramik und die hochwertig gewebte Tischwäsche an. Geschmackvoll sind auch die kleinen hölzernen Tabletts mit Sand und Flußkieseln, auf denen Brot, mehrere Starter und zuletzt Süßes serviert werden.

Gänseleber aus Ungarn mit Mais, Nashi-Birne und Kakao. Brillianter Kontra­p unkt zur cremezarten Lebern und der spritzigen Birnengranita

Lauchkringeln und Rindermark. Nicht nur die zart frittierten Risottobällchen, auch die leicht abgelierte Seeigelmousse mit Algensalat und gebratenen Calamaretti geben eine Vorahnung auf Bobby Bräuers Kunst, Heimisches mit Fernem zu verbinden und dabei regionale und fremde Geschmäcker subtil zu orchestrieren. „Ich liebe das Spiel zwischen Säure und Süße und Schärfe, manchmal auch das Bitterspiel“ sagt der Küchenchef, der im

Hinblick auf die abendlichen Öffnungszeiten bewusst reduziert an Fetten kocht. In den ersten Gang aus Gänseleberpastete, Mais, Nashi-Birne und Kakao begleitet uns ein 1999er Sauterne Château Suduiraut. Der frische, fruchtbetonte Vertreter der Süßweine mit seinen 14% gesellt sich angenehm zur cremezarten Gänseleber aus Ungarn, die ihren Kick durch die Birnenscheiben und die kalte Birnengranita erhält, einen raffinierten Kontrapunkt setzt Bobby Bräuer hier mit ein paar Kakao­ raspeln zu Tupfern von Mais und Leber, auch farblich eine gelungene Inszenierung. Biologisch-dynamisch geht es im Glas zu, als Sommelier Christoph Lange einen 2011er Saint-Veran “La Barnaudiere” von Arnaud Combier serviert. Der kräftige, im Stahlfass gereifte Burgunder aus dem Mâconnais fängt die Carbonara mit schwarzem Trüffel aus dem Périgord und dem Südtiroler Speck auf Stracchinoschaum exzellent auf. Den Hummer l’Armorique mit Petersilie →

Fotos: Carolin Hirschfeld

Das Spiel zwischen Säure, Süße und Schärfe Begleitet von einem frischen und aromatischen 2014er Knewitz-Riesling gelangt zunächst ein ganzes Defilee an AmuseGueules auf den Tisch. Eine Reihe von Startern aus heimischen und exotischen Produkten variiert dabei das Thema Lauch: ein Kartoffel-Gurkensalat-Löffelchen, unter dem sich ein Wachtelei versteckt gesellt sich zu einem Kartoffel-LauchSüppchen, Risotto Lauch-Bällchen gibt es auf Spießchen und dazu, auch dies stylisch auf einem schwarzen Tablett präsentiert, Gewürzkartoffelchips mit

Serviert wird der Rochen nach Grenobler Art: Fischfond, Kalbsjus, Kapern, Tomaten, Zitrone und Petersilie. Wobei der Kalbsjus über drei Tage zubereitet wird Frühling 2016 MQ — 3 9


→ und Taggiasca Olive hingegen begleitet ein reinsortiger 2013er Fleur de Crussol von Alain Voge. Mit seiner niedrigen Säure und der frischen Mineralität versetzt dieser Wein den auf den Punkt gegarten Hummer in die gerade richtige Schwingung.

Taube von der Loire mit Sanddorn, Dattel und Puntarella Abweichend von der Menükarte überrascht uns Bobby Bräuer in der dritten Runde mit einem delikaten Rochen, den der Küchenchef fangfrisch aus der Bretagne hereinbekommen hat. Gefächert geschnitten auf einem Gemüsefond schmeckt der Fisch vorzüglich im Zusammenklang mit dem intensiven Gemüsearoma und grünem Pfeffer. Wunderschön serviert in einer grünen Boule macht sich dazu auch der trockene 2014er Silvaner Ab Ovo von Rainer Sauer gut, der den fein gewürzten Rochen mit seiner frischen Säure und den grünen Aromen auffängt.

Das EssZimmer ist auch ein Platz für die schönen Dinge wie Vasen, Lampen und Gläser

Die Taube von der Loire mit Sanddorn, Dattel und Puntarella genießen wir anschließend mit einem 2011er Barolo Serralunga von Ferdinando Principiano. Wie ein Kunstwerk kommt auch dieses Gericht aus der Küche, bei der rosa gegarten Taube bestechen der Mantel aus Steinchampignon und der mit einem Hauch Butter glasierte Radicchio. Der Aufwand beim Garen der Taube – zweimal ruhen,

Zur Taube von der Loire gesellt sich ein schmackhaftes Püree aus Täubchenherz und –leber mit Topinamburpüree und einem Stück von der getrockneten und frittierten Schale des Topinambur

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zweimal garen, damit sich das Blut zurückziehen kann – macht sich auf der Zunge bemerkbar. Abgerundet wird dieser Fleischgang durch ein Püree aus Herz und Lunge, das mit einem Stückchen frittiertem Topinambur auf Topinamburpüree serviert wird. Ehe wir nach der dieser reichen Menüfolge zum Dessert übergehen, lassen wir die Geschmacksrichtungen der Speisen und die zum Teil ungewöhnlich ausdrucksvollen Weine noch ein wenig auf uns wirken. Mindestens einen Dreiklang an Aromen hatte jedes Gericht zu bieten, Untertöne herauszuschmecken und dabei festzustellen, wie ausgewogen sich vertraute mit selteneren Geschmacksnoten in den Kreationen von Bobby Bräuer verbanden, war geradezu eine Herausforderung. Alles ergab Sinn miteinander, ohne dass sich dabei einzelne Geschmäcker vorgedrängelt und besonders aufgespielt hätten. Besondere Lust bereitete die Verbindung aus


ESSEN & TRINKEN

Sternerennen der Köche von Laurent Perrier in Kitzbühel gewonnen. All die edlen Materialien, die schönen Lampen mit ihrem warmen Licht, die bequemen Designersessel auf dem flauschigen Teppich vor dem offenen Kamin wecken den Impuls, nach dem Essen noch einen Digestif auf einem der LoungeSofas einzunehmen. Allein der bereits wartende (kostenfreie!) Limousinenservice, der für unbeschwer­ten Alkoholgenuss und eine komfortable Heimfahrt sorgt, hält uns davon ab. Wir denken aber, hier den idealen Ort für ein HochstatusAbendessen mit Freunden oder Geschäftspartnern gefunden zu haben und kommen zu einem festlichen Anlass bestimmt wie­ der. Auch wenn dann der SkiWanderpokal vielleicht schon weitergewandert ist.  —  Lucia Hornstein

Warmem und Kühlem, Cremigem und Krossem, Zartem und Bissfestem. Überhaupt ist das große Spektrum an Variationen eines der herausragenden Kennzeichen der EssZimmerKüche. Das Dinner beschließen wir mit einem Dessert aus Mandarine, Mocca und Bittermandel, das mit einem Mandarine-Ingwer-Shot serviert wird. Bei die-

Fotos: Carolin Hirschfeld

In der Küche zeigt Patissier Martin Steger aus Südtirol, wie er geeiste Mangokarrees in Blätt­ chen aus Zucker packt: hier hilft der Flambierer weiter. Das Dessert erweist sich als furiose Kombi­ nation, phantasievoll und kreativ

ser furiosen Kombination stimmt nicht nur die raffinierte Optik, auch geschmacklich überzeugt das Dessert: Mandarine geht hier eine packende Liaison mit Mocca ein, der sich im Eis, in einer Creme und besonders intensiv in einem Blättchen schmecken lässt, das wie der Flügel einer Libelle über all der Sünde liegt. Vor dem Kaffee, den wir in der Küche bei süßen Naschereien genießen, lassen wir unseren Blick noch ein wenig durch den Raum gleiten. An einem anderen Tisch entdecken wir

eine Skulptur von einem weißen Rhinozeros, das von den Gästen liebevoll getätschelt wird. Wir fragen uns, ob das wohl ein Ritual in diesem Haus ist? Glücksversprechen bei Berührung? Oder befindet sich ein Schlitz für Münzen auf dem Rücken, den wir von un­ serem Platz aus nicht sehen? Bobby Bräuer klärt umgehend auf: Die Gäste waren einfach nur neugierig auf dieses Rhinozeros aus Nymphenburger Porzellan im Regal neben ihrem Tisch. Denn wie zuhause gibt es auch im EssZimmer Platz für die schönen Dinge, die man einfach anfassen möchte. In dem edlen Holzregal, das das Restaurant zur Rückwand hin abschließt, entdecken wir eine Reihe schöner Vasen, Lampen, Kunstobjekte, Gläser und Karaffen, diverse Bücher und einen Pokal. Den hat Bobby Bräuer und sein Team beim

BOBBY BRÄUER

München, Düsseldorf, Berlin und Kitzbühel, wo immer Bobby Bräuer am Herd steht, begeistert seine Küche Gäste und Kritiker. Einen Stern erkochte er für den „Königshof“ in München, das Restaurant „Victorian“ in Düsseldorf und die „Quadriga“ im Brandenburger Hof in Berlin, wo er auch als Berliner Meisterkoch 2008 gekürt wurde. In Kitzbühel wurde er vom Gault Millau Österreich im Petit Tirolia des Hotels Grand Tirolia zum Koch des Jahres gewählt. Jetzt ist er in seine Heimat München zurück gekehrt - und schon nach schon wenigen Monaten wurde sein EssZimmer in der BMWWelt mit einem Stern und 18 Punkten ausgezeichnet. Ein Jahr darauf folgte der zweite Stern. Im Großen Guide von Bertelsmann wurde er 2015 Koch des Jahres, und im HornsteinRanking 2016 steht Bobby Bräuer auf Platz 17.

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ESSEN & TRINKEN LEB EN IM HOTEL

Immer mehr Münchner interessieren sich für „ihre“ Hotels. Was in anderen Ländern längst schon selbstverständlich ist, kommt jetzt auch in unserer kleinen Stadt an: Man geht zum Essen, für ein ruhiges Gespräch oder auch mal nur auf einen Kaffee in einen der vielen schönen Gast-Höfe der Stadt. Das Neueste aus dieser Welt finden Sie in Zukunft in dieser Rubrik.

••• Vom 9. bis 15. Mai wird die

Kulinarikreihe „Link“ im Delice La Brasserie im Sofitel Munich Bayerpost fortgesetzt: Christian Bau (Foto), der 3-Sternekoch von „Victor’s Fine Dining“ im Schlosshotel Berg, und Küchenchef Anton Gschwendtner kreieren ein 6-Gänge-Menü.

••• Im The Charles eröffnet am

11. April Sophia’s Restaurant & Bar. Kombiniert mit leidenschaftlicher Barkultur, zeigt sich das neue niveauvoll-legere Gastro-Konzept im Haus am Alten Botanischen Gar­ ten inspiriert von den Neo-BistroTrends internationaler Metropolen.

••• Der Name der Bar 31 im Man-

darin Oriental ist Programm: Alle 2 Monate an jedem 31. schafft die preisgekrönte Bar-Managerin Doreen Philipp innovative Drinks – perfekt begleitet von den Köstlichkeiten aus dem Matsuhisa, das nun auch mittags geöffnet hat. Mit The Lounge in der komplett neu gestalteten Hotelhalle hat das Haus zudem ein neues „Wohnzimmer“ erhalten mit Kaffee und Afternoon Tea in gemütlich-eleganter Atmosphäre.

••• Im Mai gibt’s im Vier Jahreszeiten Kempinski als „Mother’s Day Special“ ein Glas Champagner für alle Mütter. 4 2 — MQ Frühling 2016

••• Zuvor findet hier wie in

6 weiteren Luxushotelbars das neuinszenierte Event „Sparkling Munich“ statt (22. April): Mit einem einzigen Ticket erhält man in der Schwarzreiter Bar und bei den anderen Teil­nehmer an diesem Abend (Sofitel Bayerpost, Louis Hotel, Le Meridien, The Charles, Mandarin Oriental, Königshof und Platzl Hotel) ausgewählte Drinks, Fingerfood und ein dazu passendes musikalisches Programm sowie einen Shuttle zwischen den Örtlichkeiten (sparkling-munich.com).

••• Das Charles Lindbergh im Hil-

ton Airport lädt zum Abtauchen ins Reich der Meere: freitagabends gibt es das neue Themenbuffet „Fischmarkt“, eine kulinarische Reise durch die Ozeane mit Schalen- und Krustentieren, Muscheln und Fisch in allen Variationen.

••• Das Louis Hotel bietet bis

Juni ein ungewöhnliches gastronomisches Highlight: erstmals im Restaurant Emiko wird der regionale Edelfisch Huchen zu Sushi und Sashimi verarbeitet.

••• Das Paulaner’s im Westin

Grand Arabellapark schenkt erstmals Spezialbiere der EiswerkBrauerei aus, ergänzt mit experimentellen Bierkreationen, die bereits Kultstatus genießen, und Empfehlungen, welches Bier zu welchem Gericht besonders gut schmeckt.

• ••

Mit dem neuen Konzept „Paired“ will man in der Arabella Bar im Sheraton Arabellapark gepflegte Barkultur neu definieren. Küchen­chef Sven Roffmann trifft eine Auswahl an raffinierten Speisen-GetränkeKombinationen, Bar­kultur 3.0 sozusagen: regionale Gerichte, neu interpretiert, oder inter­ nationale Spezialitäten, die mit Craftbieren und Sheraton Selects Weinen harmonieren. — Thomas Winzker


Wer sein Herz an den Riedhof verliert, hat es schwer, es in einem anderen Golfclub wiederzufinden.

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Wohnen

MQ Tipp

Christian Liaigre

Brienner Str. 12 · christian-liaigre.de Schwarzer Lack im Stil des Art déco prägt den Shop von Christian Liaigre

4 4 — MQ Frühling 2016

Ein neuer Showroom von Elegant, Edel und Sinnlich. Dass man sich hier in der Meisterklasse der Möbelkunst befindet, ist auf den ersten Blick erkennbar. Spiegelnde Lackflächen und edle Hölzer dominieren das Ambiente. Ein weißer Lüster in Form eines mächtigen Astes wurde von Nymphenburg Porzellan nach einem Entwurf von Liaigre eigens für den Showroom hergestellt. Liaigres Formen und Materialien sind von der Natur inspiriert. Sein unverkennbarer Sessel-Klassiker wurde in der ersten Auflage aus gebürstetem Eichenholz gefertigt. Die moderne Ausgabe kommt in hochglanzpoliertem schwarzen Lack daher. Ganz im Stile des Art déco. Die klassischen Farbtöne Schwarz, Weiß, Chrom und Holz prägen die Kollektion, die zur Gänze im Pariser Studio entworfen und in französischen Werkstätten von Hand produziert wird. — C.H.


Die Fliese

Münchener Str.3 (Ismaning) · die-fliese.com

Nicht nur wenn Sie ausgefallene Fliesen, besonders exklusives Feinsteinzeug oder Naturstein für ihre Böden und Wände suchen, werden Sie bei „Die Fliese“ in Ismaning fündig. Auf 700 qm werden dem Besucher auch ausgefallene Badausstattungen von Marken wie antonio lupi und Textilien von Missoni Home präsentiert. Imposante Mosaiken von Bisazza, handgefertigte Terrakottafliesen und verschiedenste Hölzer und Spachteltechniken runden die Ideenpallette für den Innenausbau ab. Interiordesigner und Architekten lassen sich hier genauso von der Auswahl und Kombination von Materialien inspirieren, wie private Kunden, die ein Gespür für das Besondere haben. Der innovative Familienbetrieb bietet Verlegung und Installation der Materialien, aber auch Planung — C.H. und Gestaltung ganzer Innenräume an.

Sunday In Bed

Ainmillerstraße 28 (Schwabing) ˙ sundayinbed.de

Die Farben der Bettwäsche sind unwiderstehlich. Sie ziehen immer öfter auch den zufälligen Passanten in den schönen Schwabinger Laden. Dort überraschen tolle Betten unter weißen Neonleuchtbuchstaben im Industrial-Style, Lese-Lampen, Spiegel und sogar Bücher zur Bettlektüre. Aber vor allem sind es die Pyjamas, die Kissen, kuschelig-edlen Decken und die mittlerweile im ganzen Land bekannte Bettwäsche aus der eigenen Herstellung, die den Ruf des Ladens — C.H. ausmachen. 

Elha Service

Peter-Stegmüller-Weg 1 · elha-service.de

Für Küchenfreaks, die zuhause wie die Profis kochen möchten, gibt es in München einen kleinen feinen Premium-Händler für Küchen und Einbaugeräte der deutschen Top-Marken. „Wenn wir uns um Ihre Küche kümmern, wird Ihr Wohnzimmer neidisch,“ ist der stolze Claim des renommierten Familienbetriebs, der in seinem Showroom in Allach ein ausgesuchtes Sortiment an Haushaltsgeräten für den gehobenen Anspruch präsentiert: Backöfen und Herde, Dampfgarer, Wärmeschubladen, Teppan Yaki Grillfelder, Kühlschränke, Spülmaschinen und vieles mehr können Interessenten (möglichst nach Terminvereinbarung) hier in Augenschein nehmen. Und die Kücheneinrichtung selbst liefert man natürlich nicht von der Stange, sondern maßge— F.O. schneidert in feiner Schreinerarbeit.

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WO H N E N

Neue Farben und Formen für den Garten Jedes Jahr das gleiche Spiel: Im Frühjahr erkennt man den wahren Zustand seiner Gartenmöbel

Den farbenfrohen OutdoorTeppich Onil haben wir bei roche bobois entdeckt.

und begibt sich auf die Suche nach Ersatz. In diesem Jahr vielleicht mit MQ ?

Den Schaukelstuhl Click mit seinen Kufen aus Bambus hat der skandinavische Designer Henrik Pederson entworfen. Erhältlich bei Cairo.

Mein persönlicher Favorit! Zu schön um wahr zu sein: mit feinen TeakholzRahmen und lichtgrauen Sitzkissen – natürlich wetterfest: die Serie Zidiz. Gesehen bei Who's perfect.

4 6 — MQ Frühling 2016

Viel Spaß macht der rauchfreie Tischgrill LotusGrill. das spezielle Design mit eingebautem Ventilator garantiert seine Einsatz­ bereitschaft schon nach 4 Minuten. Fett aus dem Grillgut kann nicht in die Glut tropfen. Damit wird die Rauchentwicklung verhindert. Gesehen bei Cairo.


Wer es etwas weicher mag und sich auch gerne mal zurücklehnt, dem sei die aktuelle Kollektion Timber von Talenti empfohlen. Mit dem trendigen weißen Stahlgestell und dem wetterfesten Stoff, wird es mit der ein­ ladenden Sitzgruppe genauso gemütlich wie im Wohnzimmer. Neu bei Who's Perfect.

Der „Klassiker“ unter den Son­ nen­schirmen aus dem Hause Weishäupl besticht jedes Jahr aufs Neue mit sei­ner hochwer­ tigen Ver­arbeitung und neuen über­raschenden Farben. Bei Bedarf kann der Schirm auch vor Ort in Stephanskirchen am Samerberg pro­fessionell ge­reinigt oder sogar re­­pariert werden. Die Qualitätswerk­statt fertigt seit über 46 Jahren Son­nen­­schirme aus besten Mate­ria­lien wie Teakholz und Edelstahl. Zu bestellen über Radspieler München.

Puristisches Design und hochwertige Verarbeitung finden Sie in Steingaden bei Silvio Rohr­moser. Tisch, Bank und Stühle werden aus und lang­ lebigen Harthölzern gefertigt.

Futuristisches Design mit Licht­ effekt: Die Liege SURF leuchtet im Dunkeln violett. Who's Perfect.

Der Esstisch und die Stühle aus der Madame O - Serie haben es uns angetan. Bunt leicht und stapelbar kom­ men die fröhlichen Sommer­ begleiter daher: gesehen bei roche bobois.

Die kuschelige Sofamuschel Canasta'13 lädt nicht nur zum gemütlichen Kartenspielen ein, sondern ist auch ein echter Hin­gucker auf der Cocktail-Gartenparty. Das „Weidengeflecht“ besteht aus witterungsbeständigem Polyäthylen und hält daher auch unseren kontinentalen Klimabedin­ gungen stand. Zu beziehen über B&B Italia.

ZUSAMMENSTELLUNG: CAROLIN HIRSCHFELD Frühling 2016 MQ — 47


WO H N E N

Die Eckhausfassade – Ein spannender Blickfang

Urbanes Leben im „Ludwig“ Mitten in München, zwischen Museumsmeile und Brienner Straße, entsteht ein außergewöhn­ liches Wohnhaus im Stile des Art déco.

D 4 8 — MQ Frühling 2016

Das Brienner Quartier punktet nicht nur mit den drei Pinakotheken und den umliegenden Galerien, sondern bietet auch edle Lokale nach jedem Geschmack, trendige Bars und Boutiquen von Möbeldesign bis Fashion prêt-a-porter. Und der Marienplatz wie auch der Englische Garten sind in guten zehn

Minuten zu Fuß zu erreichen: An der Ecke Prinz-Ludwig-Straße (nicht zu verwechseln mit der großen Ludwigstraße) und Türkenstraße wird die elegant gerundete Fassade des Neubaus „Ludwig“ mit dem geschwungenen Eingangsportal und den darüber liegenden Loggien sofort ins Auge fallen.

Hochwertige Details und Materialien, geschmackvolle französische Balkone und die Gesimse und Schmuckelemente im Bronze-Stil des Art déco lassen die Qualitäten im Inneren des Gebäudes an der Ecke erahnen. Trotz der zentralen Lage in der Münchner Innenstadt ist die Gegend um das Gebäude ausgesprochen ruhig. Der begrünte Innenhof des Mehrfamilien-Ensembles wird eine Oase für Ruhe und Entspannung →


Darstellung aus Sicht des Illustrators

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Ein Projekt der


→ sein. Einige der exklusiven Wohnungen lassen sich sogar mit privatem Gartenanteil erwerben. Besonders attraktiv finden wir das bepflanzte SkyDeck auf der großen Dachterrasse, das allen Bewohnern des Hauses zur Verfügung stehen wird. Von dort aus geht der Blick an klaren Tagen über die Dächer Münchens bis zu den Alpen. Die Terrasse soll ansprechend möbliert werden, wobei die raffinierten Holzobjekte nicht nur für eine stimmungsvolle Beleuchtung am Abend sorgen, sondern auch Pflanztröge integrieren, die der Terrasse ihr einzigartiges Dachgartenflair geben. Verkauft werden verschiedene Wohnungstypen: Gartenwohnungen, Garten-Maisonettes, Geschosswohnungen und Penthouses mit ein bis fünf Zim­ mern. Die Wohnungsgrößen reichen von ca. 37 bis 450 m2. Sie verfügen alle über hochwertiges Eichenholzparkett. Raumhöhen von 2,68 Meter in den Geschossen und 3,50 Meter in den Penthouse-Wohnungen und die zahlreichen bodentie-

Das Designstudio Cult aus Kitzbühel zeichnet verantwortlich für die geschmackvolle Innenausstattung

Über den Dächern ist gemütliches Loungen auf der Dachterrasse an­g esagt

fen Fenster erzeugen eine helle, wohnliche Atmosphäre. Die Gemütlichkeit kann optional durch einen offenen Kamin in den Penthouse-Wohnungen maximiert werden. Die Wertigkeit des Bauvorhabens „Ludwig – urban living“ zeigt sich nicht zuletzt auch in der technisch hochwertigen Ausstattung, die modernstee Ansprüche an Funktion und Komfort vereinen. So können mit Hilfe eines ausgeklügelten

Panel-Systems in allen Wohnungen die Aluminium-Roll­ läden, die Regulierung der Fußbodenheizung, die Beleuchtung und die Kommunikation mit dem Eingangsbereich über das Smartphone oder vom PC aus gesteuert werden. Das „Ludwig“ wird über ein großes repräsentatives Entrée über zwei Stockwerke mit einer eleganten Galerie verfügen, von wo zwei Aufzüge Bewohner und Gäste barrierefrei in alle Etagen bringen. In der Tiefgarage können die auf drei Ebenen verteilten Stellplätze optional auch mit Starkstromdosen für ElektroFahrzeuge ausgestattet werden.  — Carolin Hirschfeld IN KÜRZE:

Das Ludwig: Mehrfamilienhaus mit 72 Ein-FünfZimmer-Wohnungen mit Balkon, Dachterrassenoder Gartenanteil. Fertigstellung: Ende 2018. Wohnflächen: 37 bis 450 qm. Preise: Geschosswohnungen von 500tausend bis 4 Mio. Euro, PenthouseWohnungen auf Anfrage. Prinz-Ludwig-Str. 2-4 / Türkenstr. 9 (Maxvorstadt). Verkauf durch Metropolian Liegenschaften GmbH, ludwig-living.de 5 0 — MQ Frühling 2016


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Isarvorstadt – Das hochherrschaftliche Isar Stadtpalais in der Maistraße, nicht weit vom roman­ tischen Parkgelände des Alten Südlichen Friedhofs entfernt, wurde 1855 erbaut und bietet nach seiner umfassenden Sanierung ein prächtiges Wohnambi­ ente. In der zweigeschossigen Vorhalle empfängt ein hauseigener Concierge, die Wohnung, um die es hier geht, liegt im lichten ersten Stock, hat eine Raum­ höhe von 4 Metern und einen schönen Blick auf die mit Pavillons und Wasserspielen hübsch an­gelegten privaten Gärten des Palais. Eichenholzparkett, bodentiefe Fenster mit elektrischen Rolllä­den und Fußbodenheizung gehören zur Ausstattung. Highlight der Wohnung ist der schmucke Balkon, der vom Wohn-/ Esszimmer in den ruhigen Innenhof hinausreicht. Isar Stadtpalais: exklusive Eigentumswohnung, 149 qm, 4 Zimmer, TG-Stellplatz, Preis: € 1,48 Mio., Verkauf: Rauf Real Estate, rauf-real-estate.com

Alt-Bogenhausen – Zwischen altein-

gewachsenen Gär­ten und großen Gründerzeitvillen entsteht das attraktive Mehrfamilienhaus in der Delpstraße an der Ecke zur Donaustraße. Eine großzügige Wohneinheit mit 274 qm und 5 Zimmern steht noch zum Verkauf. Mit dem integrierten BUS-System können Heizung, Beleuchtung, Jalousien und die Wohnraumbelüftung zentral gesteuert wer­den. Die raumhohen Türen und Fenster verleihen der Wohnung, zu der auch ein nicht einsehbarer Privatgarten mit rund 300 qm gehört, ein besonders großzügiges Ambiente. Projekt D19: 1 exklusive Eigentums­ wohnung, 5 Zimmer, 274 qm, Preis: € 3,95 Mio., Verkauf: Duken & v. Wan­ genheim AG, wangenheim.de

Schwabing – Im nördlichen Schwabing ent-

steht auf dem 25 Hektar großen Gelände der ehemaligen Funkkaserne im Domagkpark ein ganz neues Stadtviertel, das mit einigen innovativen Ideen in puncto sozialer Infrastruktur aufwartet. Die 4-6-geschossigen Null-Energie-Häuser der ABG werden in ruhiger Lage errichtet, angrenzend an die Parkfläche, die sich mit altem Baumbestand dort befindet. Die Wohnungen sind alle mit Parkettboden, Fußbodenheizung, bodentiefen Fenstern und hochwertigen Bädern ausgestattet. Die großzügigen Dachterrassen und Balkone sind zur Grünanlage hin ausgerichtet und bieten den entsprechenden Freizeitwert. Park Cubes: 63 Eigentumswohnungen mit 1-4 Zimmer in vier Häusern, 38-122 qm, Preise: € 259.000 (1-Zimmer-Wohnung mit 38 qm im EG) bis € 894.000 (3-Zimmer-DT-Wohnung mit 122 qm im DG), Verkauf: Primmo GmbH, parkcubes.de 5 2 — MQ Frühling 2016


Entdecken

Fotos: Andreas Richter

Roger Cicero ist mit seinen jetzt 45 Jahren im allerbesten Sinatra-Alter

Cicero sings Sinatra

12. April 2016, 20.00 Uhr Philharmonie im Gasteig Rosenheimer Straße 5 Tickets unter muenchenticket.de Als Hommage an Frank Sinatra darf Roger Ciceros Tour „Cicero sings Sinatra“ gelten, die im April in München gastiert. Gemeinsam mit seiner Big Band unter der Leitung von Uwe Granitza präsentiert Roger Cicero sein SinatraProgramm aus ausgewählten Stücken mit einigen bekannten, aber auch neuen und überraschenden Arrangements. Der vielfältige deutsche Sänger, der den swingenden Sinatra am meisten schätzt, hat hier

MQ Tipp

eine packende Auswahl an Lieblingssongs getroffen. Dabei geht es dem charismatischen Bühnentalent nicht da­ rum, Frank Sinatra zu imitieren, sondern vielmehr um seinen persönlichen Blick auf Sinatra, den großen amerika­ nischen Sänger mit den italienischen Wurzeln, der im letzten Dezember 100 Jahre alt geworden wäre. Damit setzt Cicero ein ambitioniertes Vorhaben um, das ihm gerade eine Nominierung für den Echo in der Kategorie Crossover eingetragen hat. Sinatra und Cicero-Fans dürfen sich auf dieses Highlight am 12. April in der Philharmonie im Gasteig freuen. — L.H. Frühling 2016 MQ — 5 3


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ndividuelle Förderung in klei­ nen Gruppen und Klassen, in denen sich jedes Mädchen und jeder Junge wohlfühlen. Dafür stehen die pädago­gischen Einrichtungen der gemeinnützi­ gen Münchner Schulstiftung – Ernst v. Borries. Hier hat jeder Schüler die Möglichkeit eine gym­ nasiale Laufbahn einzuschlagen, ob im staatlich anerkannten Obermenzinger Gymnasium oder im staatlich genehmigten Privat­ gymnasium Dr. Florian Überrei­ ter in Haidhausen. Aufnahmekriterien sind für das Privatgymnasium keine Zah­ len auf Papier, sondern ein Eig­ nungsgespräch mit der Schullei­ tung. Damit bleibt Grundschülern der Druck erspart, der auf ihnen lastet, wenn es um den Wechsel an eine weiterführende Schule geht. An der Ganztagsschule be­ steht die Wahl zwischen einem naturwissenschaftlichen, einem sprachlichen und einem wirt­ schaftswissenschaftlichen Zweig. Der Unterricht findet in kleinen Klassen statt, in denen zusätzlich zum Klassenleiter und den Fach­

lehrkräften pädagogische Assis­ tenten eingesetzt werden. Das Privatgymnasium stellt eine gute Alternative zum bayerischen Schul­ system dar, denn anders als ein öffentliches Gymnasium bietet es mehr pädagogische Freiräume, zugleich entspricht der Lehrplan zu 100 Prozent dem Lehrplan für bayerische Gymnasien. Zwischen einem sprachli­ chen und einem wirtschaftswis­ senschaftlichen Zweig können Schüler des Obermenzinger Gym­ nasiums wählen, das im Grünen und doch zentrumsnah liegt. Zudem ist das Gymnasium eines der wenigen staatlich anerkann­ ten in München, das auch einen bilingualen deutsch-englischen Zug anbietet. Mit dem bundes­ weit einzigartigen Programm ABIplus besteht die Möglichkeit, das Gymnasium zusätzlich mit einem Berufsabschluss in den Bereichen Wirtschaft und Multi­ media abzuschließen. Bei eini­ gen Studiengängen werden die­ se Ausbildungen als Scheine angerechnet. www.muenchnerschulstiftung.de

Natalie Henry studiert aus 8.555 km Entfernung

A

ufgrund des ständigen Umziehens kam für mich nur ein flexibles und ortsunabhängiges Studium in Frage. Das Online-Studium BWL beim Fernstudienanbieter WINGS ist die perfekte Lösung, weil ich mein Studium komplett im Ausland absolvieren kann. Ich bin begeistert vom Studien­ aufbau und wie ich unterstützt werde. Ich habe vor Jahren ein Fernstudium zur Fremdspra­ chenkorrespondentin absolviert.

Das war sehr anstrengend, weil ich mir größtenteils alles selber beibringen musste. Bei meinem Online-Studium ist das anders, man hat Videovorlesungen und Live-Tutorien mit echten Fach­ leuten die einem den Stoff er­ klären. Die Motivation darf trotz­ dem nicht fehlen. Ein OnlineStudium ähnelt einem „normalen“ Studium aber ohne den Druck zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort sein zu müssen. Jedes Fach ist


Natalie Henry (32), Texas (USA)

in mehrere Kapitel aufgeteilt, die man zu jeder Zeit durcharbeiten kann. Es gibt mehrere OnlineTutorien, bei denen man dem Prof. offene Fragen stellen kann. Es ist wie ein normales Studium, nur mit viel mehr Flexibilität. Mich motiviert der Gedanke an den Abschluss und meine Familie, die mir eine große Stütze ist. Die Prüfungen in den USA wa-

ren die größte Hürde für mich. Obwohl viele Hochschulen ein OnlineStudium anbieten, ist es immer noch sehr anstrengend für Studenten im „entfernten“ Ausland. Zum Glück waren meine Studienbetreuer sehr hilfsbereit und wir haben eine Lösung für mich gefunden: Ich schreibe meine Prüfungen nun in einem „testing center“ an einer Amerika­ nischen Universität. Für mich persönlich ist das Online-Stu­ dium ideal. Mehr Infos unter www.wings.de/onlinestudium

80 Jahre Lehrinstitut Bauer:

Quali, Mittlere Reife und Abitur

I

n familiärer Atmosphäre ver­ mitteln wir unseren Schülern: „Wir Lehrer sitzen mit euch in einem Boot – unser gemeinsames Ziel ist euer Abschluss!“ Die besondere Unterrichtsmethode im Institut: ganztags in

Kombinationsdoppelstunden. Hier wird im ersten Teil des Unterrichts neuer Stoff behandelt. Anschließend wird Gelerntes durch Aufgaben vertieft, der Schüler löst sie mit Unterstützung der Fachlehrkraft. Lernende

pro­fitieren von der nachhaltigen Leistungskontrolle, und Lehrer sind stets auf dem Laufenden über die Fortschritte ihrer Schüler. Regelmäßige Prüfungen, deren Termine bekannt sind, erlauben Schülern wie Eltern

eine realistische Einschätzung des aktuellen Kenntnisstandes. In sieben Klassen unterrich­ ten siebzehn Lehrkräfte rund 150 Schüler – das Bauer pflegt dabei ganz bewusst seinen Status „klein und privat“. www.lehrinstitut.de


Wohlfühlen

Hotel Schloss Elmau

82493 Krün · schloss-elmau.de

Das neue „Retreat“ mit den Suiten für die Teilnehmer des G7-Gipfels im vergangenen Jahr und zwei neuen Außenbecken

56 — MQ Winter 2015

Trotz neuerdings weltweiter Bekanntheit hat das luxuriöse Schlosshotel (ein „Leading Hotel of the World“) seinen Charakter als hochklassiger Rückzugsort in einer wunderschönen Landschaft bewahren können. Prunkstücke des Hauses sind die riesigen Spa-Bereiche, die in der Anlage gleich mehrfach vor­ handen sind: im edlen Badehaus direkt am Stammhaus mit Solepool und einem großen Bas­ sin auf der Dachterrasse – und auch in der Superluxus-Dependance „Retreat“, wo im vergangenen Jahr ein gänzlich neuer zusätzlicher Spabereich mit Sau­nen, Ladys-Spa sowie zwei weiteren warmen Außenpools entstanden ist. Während der Sommersaison gibt es mit dem

MQ Tipp

„Nature Spa“ einen weiteren Außenpool, Sauna und Treatments im Freien. Mit dem Namenszusatz „Luxury Spa & Cultural Hide­ away“ vereint das Schlosshotel körperliche Entspannung mit kultureller Ansprache auf höchs­ tem Niveau. So locken auch in diesem Frühling hochkarätige klassische und Jazz-Konzerte sowie Lesungen mit Alexander Kluge und Hans-Magnus En­ zensberger oder der Schauspielerin Martina Gedeck. Schließlich finden auch Gourmets hier im Restaurant Luce d’Oro, das mit dem etwas sperrigen Slogan „Die Kunst der Verfeinerung des Elementaren“ wirbt, eine mit einem Michelin-Stern und 17 Gault Millau-Punkten gekürte Destination mit exzellenter — Lucia Hornstein Küche. 


Lefay Resort & Spa

Gargnano/Gardasee · lefayresorts.com Oberhalb des Gardasees erstreckt sich das 2008 eröffnete Luxusresort über einen elf Hektar großen Park im Herzen der Riviera dei Limoni. Zwischen sanf­ten Hügeln und Naturterrassen mit Olivenbäumen genießt man einen atemberaubenden Panorama­blick über die stille Weite des saphirblauen Sees. Herzstück ist ein 3000 qm großes Spa mit Beauty- und Gesund­heits­pro­grammen, Fitnesszentrum, verschiedensten Saunen, beheiztem Hallenbad, einem 25 m-Sportbecken – und als Highlight einem Infinitypool, der mit dem Garda­see tief unten zu verschmelzen versucht. Wenig überraschend, dass die Nobelherberge 2015 den „European Health & Spa Award“ als „Best Spa Destination“ gewann.  —T.W.

Bora Hot Spa Resort Radolfzell a. Bodensee bora-hotsparesort.de

Dass das Erholungsresort am Ufer des Bodensees fernöstlich durchwirkt ist, zeigt bereits der Gebäude­ kubus, der mit hellen Holz­ streben verkleidet ist und in mannshohen Gräsern gebettet liegt. Das Wich­ tigste aber ist der Spa: Mit Saunen, Sanarium, Dampf­ bad, Pool und Zugang zum Bodensee. Dazu eine japa­

nisches Badehaus mit Bambussauna, Salzgrotte und in Naturstein einge­ lassenen Heißwasserbe­ cken. Ist die Seele dann nach Nippon-Art gereinigt, ruht man auf Tatami-Mat­ ten oder schreitet hinaus auf die Terrasse mit erha­ benem Blick auf die Weite des Sees. Für Kenner ist auch eine Japansuite buch­ bar: mit Futon, opaquen Schiebetüren - und viel positivem Qi, heißt es. T.W.

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WO H LF Ü H LE N

Wo das Runde 18mal ins Runde muss

Ob Sie endlich das Golfspielen beginnen, sich einem (neuen) Club anschließen oder einfach mal nur eine Runde jenseits der gewohnten Gräser spielen möchten:

Fritz Osskar hat in einer wahren Tour de Force für Sie die schönsten Plätze rund um München ausfindig gemacht.


WO H LF Ü H LE N

Im Hintergrund die Benektinerwand, vorne das Übungsgrün des Beuerberger Golfclubs

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WO H LF Ü H LE N

Eichenried 27 begrünte und oft lange Löcher an der Straße nach Erding. Wegen der BMW Open der bekann­ teste Platz in München, der leider vom Verkehrs­ lärm und einigen Hochleitungen etwas belastet ist. Zwei Wochen nach der Open kann man die Löcher so spielen, wie Kaymer und Henrik Stenson sie vor sich hatten. Das schöne Restaurant „Nine­ teen“ ist auf Wohlfühlen getrimmt, das Essen von eher schwankender Qualität. • Greenfee 80 bis 110 (Hcp 36), Bei­t rag auf Anfrage, Eröff­n ungs­ jahr 1989, Relief bretteben, Slope 133 (H/D), Telefon 08123/93080, gc-eichenried.de

Das Greenfee be­ zahlt man als Nicht­ mitglied für eine Runde. Der Beitrag ist der Mitglieder­ preis p.a. Der SlopeWert sagt etwas aus über die Schwierigkeit eines Platzes (unter 130 wird’s leichter, darüber schwieriger).

München - Riedhof Sollte mal das „deutsche Augusta“ werden, aber das ist lange her. Geblieben ist im stadtnahen Egling ein sportlicher, vorbildlich abwechslungsreich gestalteter Platz mit Seen und Bachläufen, einer herausragen­ den (teuren) Platzpflege und einer Besucherfrequenz, bei der man auch in der Saison an den meisten Tagen ohne große Wartezeiten losspielen kann. Seit einigen Jahren gibt es auch die dem hohen Clubstandard ent­ sprechende Küche. • Greenfee 100 Euro (Hcp 36), Bei­t rag 2.900 Euro, Eröffnungsjahr 1991, Relief hügelig mit steileren Passagen, Slope 132/133 (H/D), Telefon 08171/21950, riedhof.de

Fotos: Ralf Gamböck

ANMERKUNG


Maxlrain 18 Löcher Championship-Platz im Park von Schloß Maxlrain bei Bad Aibling. Zusätzlich gibt es einen Par3-Kurzplatz mit 9 Löchern. Landschaftlich wunderschön mit viel Baumbestand. Gehört zur Elite der „Leading Golf Courses Germany“. Das mit netten Flecht-Stühlen modern ausgestattete Restaurant „La Famiglia“ kocht italienisch. • Greenfee 70 bis 90 Euro (Hcp PE), Bei­t rag auf Anfrage, Eröffnungsjahr 1988, Relief eben, leicht hügelig, Slope 136/132 (H/D), Telefon 08061/1403, golfclub-maxlrain.de

München-Valley Ob seines weiten Himmels beeindruckender 27-Loch-Designer-Golfkurs bei Holzkirchen mit den Tegernseer Alpen im Hintergrund. Daneben 9-Loch-Golfpark und mit Flutlicht beleuchtete Driving-Range für den späten Golfer. Offenes Gelände im Links-Stil mit wenig Schatten, entsprechend Wind und viel Wasser, landschaftlich etwas eintönig – auch wegen des danebenliegenden Gewerbegebiets. Sportlich aber ein Ass unter den bayerischen Golfplätzen. Meist gut gefülltes Restaurant im mediterranen Stil. • Greenfee 75 bis 95 (Hcp 36), Bei­t rag 2.400 Euro, Eröffnungsjahr 2010, Relief flach, wellig Slope 134/133 (H/D), Telefon 08024/902790, golfvalley.de

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WO H LF Ü H LE N

Feldafing Ein Traum von einem Parkland-Kurs in einem historischen Park mit gelegentlichen Blicken auf den Starnberger See und ebensolchen Begegnungen mit Spaziergängern und ihren Hunden. Der Natur und dem Alter entsprechend enge, aber nicht zu lange Fairways mit wenig Wasserhindernissen. Modern gestaltetes Restaurant mit mediterran-asiatischem Foodkonzept. • Greenfee 70 bis 90 (Hcp 34), Bei­t rag 1.900 Euro, Eröffnungsjahr 1926, Relief hügelig am Hang, Slope 138/132 (H/D), Telefon 08157/93340, golfclub-feldafing.de

Egmating Am Slopewert erkennbar, ist dies nicht der allerschwerste Platz im (östlichen) Münchner Umland. Und für ganz blu­tige Anfänger gibt es auch noch einen 9-Loch-Kurzplatz – Egmating ist deshalb immer gut besucht. Das als Clublokal dienende Schlossrestaurant ist kein richtiger Adelstreff, sondern mehr ein stilecht ausgestattetes Dorfwirtshaus mit italienischer Küche von Pizza bis Pasta. • Greenfee 80 bis 90 (Hcp PE), Bei­t rag 2.400 Euro, Eröffnungsjahr 1992, Relief sanft gewellt, Slope 128/123 (H/D), Telefon 08095/90860, gc-egmating.de

Olching Ein äußerst attraktiver Platz im Nordwesten von München, Mitglied bei den „Leading Courses“, mit vielen Bunkern, interessanten Gewässern und schönen alten Bäumen, der nicht überlaufen ist. Der Platz wurde vor drei Jahren einer totalen Erneuerung unterzogen. Ein tolles Clubhaus mit wunderbarer zweigeteilter Ter­rasse (Essen und Chillen) macht aus einem Tag in Olching ein Ereignis. • Greenfee 85 bis 95 (Hcp 45), Bei­t rag 2.000 Euro, Eröffnungsjahr 1981, Relief topfeben, Slope 136/132 (H/D), Telefon 08142/48290, golfclubolching.de

6 2 — MQ Frühling 2016


IM INTERVIEW

Kariem Baraka, Geschäftsführer des GC München-Riedhof

Margarethenhof Der Margarethenhof hoch über dem Tegernsee ist ein sehr gepflegtes GolfResort mit Mitglieder- und Hotelbetrieb. Kondition ist auf dem abseits jeglichen Verkehrs gelegenen Kurs allerdings mitzubringen, denn es geht auf dem von dichtem Wald umgebenen Gelände ziemlich rauf und runter. Dafür sieht man vom höchsten Punkt gelegentlich bis nach München. Das Restaurant „Steinberg“ im gehobenen Tegernseer-Landhausstil entspricht

der Klasse der Anlage. Der ProShop ist eine wahre Augenweide. • Greenfee 80 (Hcp 36), Bei­t rag 2.400 Euro, Eröffnungsjahr 1984, Relief auf + ab, Slope 133/126 (H/D), Telefon 08022/7506-330, margarethenhof.com

Gut Häusern Im Dachauer Hinterland ist Häusern zwar etwas kompliziert zu erreichen. Ist man aber erstmal da, beeindruckt der ehemalige Standort von Deutschlands einzigem Turnier auf der Ladies Tour mit einem Layout schottischen Charakters, gemischt aus den „Urelementen“ des Golfs: Wind, Sand und Wasser. Nach einer vollen Runde auf diesem langen Platz wartet die aufwendig ausgebaute Gutsscheune mit der zumindest regional gerühmten Golfküche Armin Brunners. • Greenfee 65 bis 90 (Hcp 45), Bei­t rag 1.800 Euro, Eröffnungsjahr 2003, Relief eben, modelliert, Slope 125/124 (H/D), Telefon 08139/93280, muenchner-golfeschenried.de

MQ : Es gibt Leute, die sagen, dass es mittlerweile fast schon zu viele Golfclubs gibt rund um München. B A R A K A : Ja, das Angebot ist mit rund 50 Plätzen tatsächlich sehr groß. Und der jährliche Zuwachs an Golfern ist derzeit recht klein, liegt unter einem Prozent. Wie präsentiert man sich da am Markt? Die Plätze unterscheiden sich schon stark, was die Qualität der Bahnen, den gebotenen Service und das ganze Ambiente betrifft. Das macht sich natürlich auch beim Preis bemerkbar. Und in der Auslastung vermutlich. Ein ganz wichtiger Punkt. Bei großen Clubs müssen Sie sich manchmal Tage vorher anmelden, wenn Sie als Mitglied spielen wollen. Bei anderen heißt es „come and play“. Oft ist zu hören, dass für Golf zu viel Fläche beansprucht wird und dass die Plätze nicht ökolo­ gisch geführt werden. Beides ist so nicht richtig. Golfanlagen entstehen oft dort, wo landwirtschaftlicher Betrieb sich nicht mehr lohnt und das Land sonst brach läge. Und was die Ökologie betrifft, so haben die meisten Plätze ein hohes Bewusstsein für ihre Verant­w ortung der Natur gegenüber. Viele werden für ihre hohen Umweltstandards regelmäßig ausgezeichnet. Golf war in Bayern die längste Zeit nur ein Halbjahressport. Wirken sich die wärmeren Win­ ter denn schon auf den Platz­ betrieb aus? Eindeutig ja. Die Übungsflächen werden im Winter deutlich mehr in Anspruch genommen als früher und auch auf dem Platz selbst spielen die Mitglieder oft bis in den Dezember hinein – und dann schon wieder im März.

Frühling 2016 MQ — 6 3


Münchener Golfclub Der MGC in Straßlach wurde von dem ame­ rikanischen Golfdesign-Schwergewicht Perry Dye mit relativ kleinen und schwer bebunkerten Grüns versehen – und so ist der klassische Parkland-Kurs, gemessen am Slope-Wert, der schwierigste der in diesem Report vorgestellten Plätze. Nach der Runde haben die über 2000 Mitglieder in Bayerns größtem Golfclub im fein gestalteten Restaurant oder im Bistro die Wahl „zwischen Gourmetgericht und Brotzeit“. • Greenfee 90 bis 130 (Hcp 36), Bei­t rag 2., Eröffnungsjahr 1964, Relief eben, leicht hügelig, Slope 138 (H/D), Telefon 08170/9291811, mgc-golf.de

Starnberg Diesen Platz im Westen von Starnberg sollte man nicht mit Gut Rieden verwechseln, das eigentlich näher am Ort liegt. „Starnberg“, das stolz ist auf seine vielen jahrhunderte­ alten Baum-Solitäre und seine ruhige länd­ liche Waldlage, gehört aber seit Neuestem auch zu den „Leading Courses“. Am Anfang flach, geht der Platz in der zweiten Hälfte mit einigen Steilstücken auch ein wenig in die Beine. Das nette Restaurant richtet seine Karte österreichisch-italienisch aus. • Greenfee 65 bis 95 (Hcp 36), Bei­t rag auf Anfrage., Eröffnungsjahr 1988, Relief hügelig mit steileren Passagen, Slope 126/125 (H/D), Telefon 08151/12157, gcstarnberg.de

Ein weiterer Leading-Platz im Münchner Raum, der mit seinem vielfältigen Layout nicht allzu schwierig zu bespielen ist, aufgrund der reichlich vorhandenen Wasserstellen aber zu gewissen Zeiten der Standort eines gut besuchten MückenFestivals sein kann. Die Golf-Community von MyGolf.de ist sich aber über die hohe Qualität des Platzes einig. Für die Gäs­ te des schönen hell möblierten Wintergartens wird deutsch mit italienisch-französischen Einflüssen aufgekocht. • Greenfee 80 bis 95 (Hcp 36), Bei­t rag 1.950 Euro, Eröffnungsjahr 1986, Relief eben, leicht gewellt, Slope 126/ 127 (H/D), Telefon 08153/934770, golf club-woerthsee.de

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Foto: Mars

Wörthsee


WO H LF Ü H LE N Beuerberg Wer gern Prominente der unterschiedlichsten Kategorien in der Freizeit beobachtet, kann hier fündig werden. Doch ist der Platz auch einer der landschaftlich schönsten in Deutschland mit vielen alten Bäumen vor der an den entsprechenden Tagen herrlichen Bergkulisse mit der Benediktenwand. Präzises Golf ist mit­zubringen bei teilweise sehr engen Fairways. Exzellente und in ganz Golf-Bayern bekannte Gastronomie im Landhaus-Edelstil und mit sechs Köchen am Herd. •  Greenfee 70 bis 80 (Hcp 36), Bei­t rag 2.300 Euro, Eröffnungsjahr 1983, Relief eben, leicht hügelig, Slope 131 (H/D), Telefon 08179/617, golfclub-beuerberg.de

St. Eurach Breite Fairways und angenehm wenig Rough kenn­ zeichnen einen der ältesten Premium-Golfplätze im Münchner Raum, dessen größter Schatz der Blick auf die grandiose Alpenkulisse von Benedik­ tenwand bis Zugspitze ist. Südlich vom Starnberger See wurde zwischen Wäldern, Wiesen und Mooren der alte Baumbestand mit Zupflanzungen geschickt ergänzt. Und als Besonderheit hat man im Clubhaus einen Pool eingebaut, eine Seltenheit in deutschen Golfclubs. • Greenfee 80 bis 90 (Hcp 35), Bei­t rag 2.300 Euro, Eröffnungsjahr 1973, Relief leicht hügelig, Slope 130/125 (H/D), Telefon 08801/1332, eurach.de

Golfclub Schloss Guttenburg & Boutiquehotel Hardthaus präsentieren:

Golf-Wochenende zwischen Inn und Salzach *** 2 Übernachtungen im Superior Doppelzi. mit Hardthaus-Frühstück *** B egrüßungs-Aperitif Nicolas Feuillatte Champagner *** 6 -Gänge-Feinschmecker-Menü im historischen Speisezimmer *** 2 -Tages-Greenfee im schönen Golfclub Schloss Guttenburg Anreise: Freitag , Abreise: Sonntag

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Verlosung . Machen Sie wieder so zahlreich mit wie beim letzten Mal.

� Sagen Sie uns, was

das Hornstein-Ranking der deutschen Gastronomie ist und gewinnen Sie ein Gourmetmenü „Herzstück“ mit passender Weinbe­gleitung in Bobby Bräuers Sternerestaurant EssZimmer im Wert von 400 Euro . Sehen Sie dazu auch den „Küchenspion“ in diesem Heft ab Seite 38.

Senden Sie Ihre (hoffentlich richtigen) Antworten mit Ihrer vollständigen Adresse an verlosungen@mq-mag.de. Einsendeschluss für alle Verlosungen ist der 15. Juni 2016. Wir wünschen Ihnen viel Glück. Alle Gewinne werden unter den Einsendern der richtigen Antworten ausgelost, die Gewinner werden benachrichtigt, und der Rechtsweg ist natürlich wie immer ausgeschlossen.

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IMPRESSUM

R E DA K T I O N

Inmedia GmbH Sendlinger-Tor-Platz 8 80336 München eMail: redaktion@mq-mag.de Nachrichten an die Redaktion bitte vorzugsweise per eMail. Redaktionsleitung: Günter Bereiter (v.i.S.d.P.) Autoren dieser Ausgabe: Volker Hansen, Carolin Hirschfeld, Lucia Hornstein,

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Nadine Miller, Fritz Osskar, Thomas Winzker Fotografen: Christian Hacker, Carolin Hirschfeld, Volker Hansen Gestaltung: Arndt Knieper, Viola Müller Hergerdt (Produktion)

VERLAG

Inmedia Verlags- und Redaktionsbüro GmbH Sendlinger-Tor-Platz 8 80336 München www.mq-mag.de

Geschäftsführer: Günter Bereiter Anzeigen: Lucia Hornstein, Rupert Klostermeier, Werner Brocke, Susanne Schuster Telefon 089 / 38 99 71 - 18 eMail: anzeigen@mq-mag.de

MQ Munich Quality erscheint vier Mal im Jahr und wird ausgesuchten Premiumhaushalten direkt zugestellt (30.000 Exemplare) sowie in ausgewählten Shops, Cafés und Restaurants, bei Dienstleistern und in Kulturbetrieben ausgelegt.

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Nächster Erscheinungstermin: 17. Juni 2016


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Munich Quality Ausgabe 1/2016  

MQ Munich Quality - Das Beste in München ist ein Magazin der Inmedia Redaktions- und Verlags GmbH, München.

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