Page 1

F_To_print_kMETROPOL_Q1_2019.qxp_Metropol 11.12.18 00:19 Seite 1

JANUAR FEBRUAR MÄRZ

Trichter, 1978, Haus Rucker

2019


F_To_print_kMETROPOL_Q1_2019.qxp_Metropol 11.12.18 00:19 Seite 2

Die Galerie der Volksbank Weinheim zeigt

Helle Jetzig & Otto Beer

„GroßstadtMenschen“ 12. März 2019 bis 7. Juni 2019, Vernissage: Dienstag, 12. März 2019, 19:00 Uhr

Die Ausstellung ist geöffnet Mo. - Fr. 9:00 - 16:00 Uhr, Do. 9:00 - 18:00 Uhr Volksbank Weinheim eG, Bismarckstr. 1 • 69469 Weinheim, Tel.: 06201 85-0 www.volksbank-weinheim.de


F_To_print_kMETROPOL_Q1_2019.qxp_Metropol 11.12.18 00:19 Seite 3

STÄDTISCHES WERKZEUG Die legendäre Architekten- und Künstlergruppe Haus-Rucker-Co 24. Februar bis 12. Mai 2019 Mannheimer Kunstverein www.mannheimer-kunstverein.de

Trichter, 1978, Haus Rucker kunstraumMANNHEIM 4 Städtisches Werkzeug Die legendäre Architekten- und Künstlergruppe Haus-Rucker-Co im Mannheimer Kunstverein 11 Die Belle Époque Tanz und Taumel einer Epoche (1870-1914) 29 Galbikalbim Tuğba Şimşek und Cholud Kassem 30 Licht-Blicke Daniel Huss und Udo Rein

kunstraumLADENBURG 14 Leucht_Kraft Installationen, Wandobjekte 23 Köpfe der Weimarer Zeit Emil Stumpp 23 Duplex Ulrike Thiele imGESPRÄCH 15 Werner Tammen zur art KARLSRUHE Beiratsmitglied der art KARLSRUHE artKARLSRUHE 17 Galerie Tammen & Partner 18 Galerie p13 18 Döbele Kunst Mannheim 19 Galerie Lauth kunstraumLUDWIGSHAFEN 20 Autofiktionen Zeichnung der Gegenwart

32 Hinrich Zürn Orte und Bedeutungen

kunstraumWEINHEIM 21 GroßstadtMenschen Helle Jetzig & Otto Beer

kunstraumKARLSRUHE 6 Paris, Paris! Karlsruher Künstler an der Seine 1850–1930

kunstraumLANDAU 25 Keine Tulpenmanie modern baroque in der Villa Streccius

kunstraumDARMSTADT 8 SAUVAGE Emmanuelle Rapin & Angelika Krinzinger

kunstraumSCHWETZINGEN 25 Gerhard Rießbeck Eiszeit in Schwetzingen

12 What Are We Made Of? Werke aus der Art Collection Telekom

kunstraumHEIDELBERG 27 The Art of Japanese Porcelain Alles was Porzellan sein kann

kunstraumSPEYER 13 Marilyn Monroe Die Unbekannte

31 Inszenierte Räume Vera Bonsen 32 Jörg Kraus Windows and Crossroad 33 RaumSehen Vera Bonsen und Esther Hagenmaier

editorial Liebe Leserinnen, lieber Leser, der Winter ist da - wenn auch verhalten- und Ihr Terminplaner für das neue Jahr weist vielleicht noch Lücken auf. Wir haben da vorgesorgt mit Besprechungen zu den kommenden hochkarätigen Ausstellungen in unserer Metropolregion. Ich möchte mich an dieser Stelle für Ihre Anregungen bedanken und nicht zuletzt bei unseren Förderern und Anzeigenkunden, die unsere Arbeit erst ermöglichen. Ich wünsche Ihnen einen guten Rutsch und ein gutes neues Jahr. Björn Barg, Herausgeber

33 Hannes Steinert Druckgrafik kunstraumWORMS 29 Karikaturen und Cartoons Franz Mazura & Rainer Szymannsky kunstraumKAISERSLAUTERN 31 Philipp Hennevogl Unrat und Natur 35 AUSSTELLUNGEN in den kunsträumen der REGION 37 AUSSCHREIBUNG Radiale - Kunst im Kreis 27 kunstraumMETROPOL im ABO 43 Impressum kunstraumMETROPOL 3


F_To_print_kMETROPOL_Q1_2019.qxp_Metropol 11.12.18 00:19 Seite 4

schen Reservaten“ geben – das Bild der fröhlichen Zukunft der sechziger Jahre war endgültig gekippt, plötzlich galt es, sich in der gefährdeten Umwelt, den unwirtlichen Städten einzurichten.

Trichter 2018, Modell zur Ausstellung

STÄDTISCHES WERKZEUG DIE LEGENDÄRE ARCHITEKTEN- UND KÜNSTLERGRUPPE HAUS-RUCKER-CO IM MANNHEIMER KUNSTVEREIN Haus-Rucker-Co war eine österreichische Architekten- und Künstlergruppe, die vor allem in den 1970er und 1980er Jahren im Grenzbereich zwischen Kunst und Architektur Plastiken, Installationen im öffentlichen Raum und Beiträge für eine besondere Wahrnehmung von Architektur und Stadtgestaltung mit dem Anspruch eines differenzierten und anderen Bewusstseins geschaffen hat. Ausdrücklich war damit der Anspruch nach neuen, ungekannten Bauformen, die radikal zeitgenössisch sein sollten und sich ebensolcher Materialien bedienten, verbunden. Die Aktivitäten von Haus-Rucker-Co in den späten sechziger und frühen siebziger Jahren, vornehmlich utopische Architekturkonzeptionen, waren von Pop-art und Fluxus inspiriert und unter dem Titel: „Mind-Expanding-Program“ ganz der Bewusstseinserweiterung gewidmet. Mit Aktionen und Installationen im öffentlichen Raum sollte die sinnliche Wahrnehmungs- und Erlebnis4 kunstraumMETROPOL

fähigkeit der Menschen aktiviert werden. Die Gruppe beschäftigte sich auch mit Dekonstruktivismus und der „Zweiten Natur“ – als Verschmelzung von Natürlichem und Künstlichem. Mit Wahrnehmungsapparaten wie dem „Mind Expander“ und „Provisorischer Architektur“ sollte ein neuer Ansatz in der Architektur gefunden werden und alte Häuser und unzeitgemäße Bauten weggerückt (daher der Name Rucker) werden. Die späteren Schwerpunkte der Gruppe lagen eher in der Richtung der Sozialen Plastik, mit dem Ziel, auf Umweltzerstörung und Entfremdung von der Natur (mit Plastikhäuten wurde die Trennung des Menschen von seiner Umwelt symbolisch dargestellt) hinzuweisen. „Die Straßen haben sich in Gaskammern, die Flüsse in zähe Giftbrühen verwandelt, wandernde Müllberge fressen Gras und Bäume. Keine Science-fiction-Story. Das ist der Planet Erde“, hieß es in einem Bulletin der Gruppe bereits 1971. In Zukunft werde es nur mehr ein „Leben in syntheti-

Gegründet wurde Haus-Rucker-Co 1967 von den Architekten Laurids Ortner, Günter Zamp Kelp und dem Maler Klaus Pinter in Wien. Nachdem die Gruppe 1970 Studios in Düsseldorf und New York aufgemacht hatte, trat Manfred Ortner der Gruppe 1971 bei. Im Jahr 1972 wurden aus Haus-RuckerCo zwei eigenständige Studios: HausRucker-Co in Düsseldorf mit den Gruppenmitgliedern Laurids Ortner, Günther Zamp Kelp und Manfred Ortner sowie HausRucker-lnc. in New York mit Klaus Pinter, Caroll Michels und anderen Künstlern. Im Jahr 1977 erfolgte die Auflösung des New Yorker Büros Haus-Rucker-lnc.. Klaus Pinter und Caroll Michels begannen mit einer selbständigen künstlerischen Tätigkeit. 1987 eröffneten *Laurids Ortner mit Manfred Ortner („Ortner & Ortner Baukunst“) und Günter Zamp Kelp eigenständige Architekturbüros, um sich konkreten Bauaufgaben zu widmen. Die Ausstellung mit der legendären österreichischen Architekten- und Künstlergruppe Haus-Rucker-Co im Mannheimer Kunstverein möchte einen Beitrag zur Architektur heute an der Schnittstelle zwischen Skulptur und Kunst für den städtischen Raum leisten. Eigens für den Mannheimer Kunstverein hat die Gruppe eine In-Situ-Raumarbeit konzipiert, eine begehbare Skulptur in Form eines großen Trichters, der im Mittelpunkt der Ausstellung steht, erfahrbar durch eine Treppenkonstruktion, die einen Einblick ins Innere der Plastik bietet. Parallel dazu werden erstmals umfassend teils realisierte, teils unrealisierte Projekte für den städtischen Raum in Form von Zeichnungen, Skizzen und den dazu gehörigen Modellen aus der Werkgruppe des so genannten „Städtischen Werkzeugs“ vorgestellt. Flankiert wird die Ausstellung durch ein umfassendes Rahmenprogramm. Die Ausstellung mit Haus-Rucker-Co verstehen die Kuratoren, Martin Stather und Hortense Pisano, als ein Experiment, das auf eine mehr als zweijährige Findungsphase zurückzublicken vermag. Wie würden die auch im Kunstkontext vielfach durch Projekte bekannte Gruppe, man denke nur an


F_To_print_kMETROPOL_Q1_2019.qxp_Metropol 11.12.18 00:19 Seite 5

kunstraumMANNHEIM

Oase 7, Kassel Documenta 5 ihren Beitrag für die Kasseler documenta 6 1977 mit dem Titel „Rahmenbau“ (der heute in situ noch zu sehen ist und zu den Klassikern der Geschichte der Documenta gehört) oder für das Museum Lange Krefeld 1971, auf die modernistische pavillonartige Bauweise des Mannheimer Kunstvereins reagieren? Mit welchen Ideen, Entwürfen würden sie die Ausstellungsfläche füllen, sie womöglich nach außen hin erweitern oder, wie in Krefeld getan, das Gebäude verhüllen? Zusammen mit den Mitgliedern von Haus-Rucker-Co Laurids Ortner, Günter Zamp Kelp und Manfred Ortner war man sich rasch einig: Wenn die legendären Architekturvisionäre sich eigens für eine Ausstellung zusammentun, soll daraus keine Retrospektive oder Rückschau auf Bekanntes entstehen. Zur Abwechslung soll daher eben nicht die frühe Schaffensperiode der Architektur- und Künstlergruppe das Hauptthema sein. Herauskristallisiert hat sich eine Ausstellungspräsentation, die sowohl auf die bestehende Architektur des Mannheimer Kunst-

vereins als auch auf den unmittelbaren Stadtraum reagieren wird, insofern das so genannte Städtische Werkzeug – allesamt Entwürfe, konzipiert für den öffentlichen Raum – von Haus-Rucker-Co vorgestellt werden. An der Schnittstelle zwischen begehbarer Skulptur und schlichtem architektonischen Bauelement bewegt sich die InSitu-Arbeit mit dem Titel „Trichter“. Die raumfüllende Arbeit dient als zentraler Mittelpunkt, um den herum sich im Ausstellungraum weitere Skizzen, Fotografien, Bilder und Modelle anordnen. Über eine Treppe als auch durch die Galerie auf der ersten Ebene des Gebäudes ist der scheinbar schwebende Trichter für das Publikum einsehbar. Solcherlei Ein- und Durchblicke sind ein wesentliches Element von Haus-RuckerCo, ebenso die Verwandlung des Raumes, der eine Bühne für eine veränderte Wahrnehmung bietet. Ziel der für den Mannheimer Kunstverein konzipierten Ausstellung ist es, das spezifische architektonische Vokabular von HausRucker-Co herauszustellen. Man könnte in

Anbetracht der Zeichnungen und Modelle von wiederkehrenden Bausteinen sprechen, von einfachen geometrischen Grundelementen, die offenkundig als Ausgangsformen dienen. Praktische Architektur und visionäre Phantasie durchdringen sich in den Arbeiten, zeigen unkonventionelle Lösungsansätze für eine zeitgemäße Architektur auf, die gegen die Ödnis und Phantasielosigkeit städtischer Planungen steht. Gerade für Mannheim könnte dies in einer Situation städtischen Wandels mit plötzlich zur Verfügung stehenden Arealen wie den Konversionsflächen der ehemals von der US Armee genutzten Filetstücke im städtischen Raum interessante Impulse vermitteln, wie Architektur auch verstanden sein könnte. Die Ausstellung möchte daher ganz implizit Anstöße für eine Diskussion zur weiteren Stadtentwicklung geben. Martin Stather • Haus-Rucker-Co 24. Februar bis 12. Mai 2019 Mannheimer Kunstverein www.mannheimer-kunstverein.de kunstraumMETROPOL 5


F_To_print_kMETROPOL_Q1_2019.qxp_Metropol 11.12.18 00:19 Seite 6

der Städtischen Galerie erstmals die facettenreichen Spuren, die der Kunsttransfer Paris – Karlsruhe hinterlassen hat. „Nicht genug danken kann ich dem Meister, welcher mich von der deutschen Spitzenpinselei zu breiter, pastoser Behandlung, von der akademischen Schablonencomposition zu großer Anschauung und Auffassung führte.“ Mit diesen Worten fasste Anselm Feuerbach seine künstlerische Ausbildung im Atelier von Thomas Couture um 1852/53 zusammen. Wie er wollten die Studierenden aus Deutschland den erstarrten heimischen Akademiebetrieb hinter sich lassen und an den privaten Akademien in Paris ihren eigenen künstlerischen Weg finden.

Karl Hubbuch, Das Wahrzeichen, 1926

PARIS, PARIS!

1899 kamen die Karlsruher Studienkollegen Karl Albiker und Karl Hofer in die Metropole an der Seine. Albiker studierte zunächst an aller Geringschätzung durch die offizielle der Académie Julian und wechselte im Mai Kunstpolitik des deutschen Kaiserreichs fand 1900 an das Institut Rodin, wo er entscheidie französische Kunst vor allem in Deutschdende Impulse für seine plastische Arbeit erland große Anerkennung und eine ständig hielt. Hofer lebte von 1908 bis 1913 erneut in wachsende Anhängerschaft. Auch aus KarlsParis. Der späte Cézanne und der frühe Picasso ruhe machten sich viele Künstler auf den Weg sollten seine Malerei nachhaltig beeinflussen. in das pulsierende Zentrum der Avantgarde, nachdem sie zuvor eine Ausbildung in der ba- Die Künstler der 1920er Jahre entdeckten die dischen Hauptstadt erhalten hatten. Manche Themen der Großstadt für sich. Otto Laible mieteten sich für einige Monate eine Untermalte die Straßen der Vorstädte und beobachkunft und besuchten eine der zahlreichen Pri- tete – wie auch Karl Hubbuch – die Menschen vatakademien, andere ließen sich dauerhaft in den Cafés. Wilhelm Schnarrenberger interin Paris nieder und verbrachten dort mehrere essierte sich dagegen vor allem für die breiten Jahre. Von Franz Xaver Winterhalter über AnBoulevards und die überdimensionalen Werselm Feuerbach bis zu Hans Thoma, von Karl beflächen an den Hauswänden. (StG) Albiker über Karl Hubbuch und Otto Laible bis zu Wilhelm Schnarrenberger reicht das Spek• Paris, Paris! trum der mit der Fächerstadt verbundenen 23. Februar bis 2. Juni 2019 Künstler, die sich in und von Paris inspirieren Städtische Galerie Karlsruhe ließen. Mit einer Vielzahl hochkarätiger Expowww.staedtische-galerie.de nate beleuchtet die chronologisch und nach Themengebieten gegliederte Ausstellung in Emil R. Weiss, Sitzender weiblicher Akt, 1909

KARLSRUHER KÜNSTLER AN DER SEINE 1850–1930 Seit Mitte des 19. Jahrhunderts galt Paris als führende Kunstmetropole Europas. Bereits um 1800 waren zahlreiche Kunstschüler in die Stadt an der Seine geströmt, um dort die Werke der Alten Meister zu studieren und ihre Kenntnisse in den Ateliers berühmter Maler und Bildhauer zu vertiefen. Mit ihren reichen Kunstschätzen und Sehenswürdigkeiten, mit den Cafés und Boulevards, den zwischen 1855 und 1900 stattfindenden Weltausstellungen und den alljährlichen Salons strahlte die französische Hauptstadt eine unwiderstehliche Faszination aus und bot eine Fülle an anregenden Motiven. Mehr und mehr entwickelte sich Paris im Lauf der Jahrzehnte zu einem Schmelztiegel der Moderne, der eine geradezu magnetische Anziehungskraft auf junge Künstler und Künstlerinnen ausübte. Besonders stark war das Interesse der deutschen Maler, Grafiker und Bildhauer. Trotz 6 kunstraumMETROPOL

Franz Xaver Winterhalter nimmt in dieser Gruppe eine Sonderrolle ein. Er hatte bereits die Stellung eines badischen Hofmalers inne, als er sich 1834 in der französischen Hauptstadt niederließ. Mit seinem Gemälde „Der Decamerone“, das er 1837 im Salon zeigte, feierte er dort einen epochalen Erfolg und stieg rasch zum Lieblingsmaler des europäischen Adels auf. Hans Thoma hielt sich 1868 nur 16 Tage lang in Paris auf. Doch seine Begegnung mit Gustave Courbet und dessen Gemälden hinterließen nachhaltige Eindrücke und schlugen sich unmittelbar in seinem Werk nieder.


F_To_print_kMETROPOL_Q1_2019.qxp_Metropol 11.12.18 00:19 Seite 7

kunstraumKARLSRUHE

kunstraumMETROPOL 7


F_To_print_kMETROPOL_Q1_2019.qxp_Metropol 11.12.18 00:19 Seite 8

SAUVAGE EMMANUELLE RAPIN & ANGELIKA KRINZINGER „Meine Kunstobjekte sehe ich als Gedichte, die man anfassen kann.“ Dieses Zitat der Künstlerin Emmanuelle Rapin lässt sich leicht auf die gesamte Ausstellung SAUVAGE übertragen – SAUVAGE, darin sieht man Geschichten, die man anfassen kann.

Wald- und Jagdszenen, Rotwildtrophäen, die heimelige Atmosphäre mit den knarzenden Böden und den bis zur Decke holzvertäfelten Wänden im Museum Jagdschloss Kranichstein, und die hohen weißen Ausstellungsflächen im Kunstforum der TU Darmstadt bilden bereits interessante

Emmanuelle Rapin, The Death of the butterfly II, 2018 (Detail) 8 kunstraumMETROPOL

Gegensätze, die der außergewöhnlichen Kunst von Emmanuelle Rapin und Angelika Krinzinger Spielräume von Nähe und Distanz eröffnen. Mal ganz nah, wie bei der Handserie von Krinzinger, die ihren Blick auf Details - in diesem Fall Hände reduziert, mal von fast herbeigesehnter Distanz, wie bei Rapins dornigem goldenen Fingerhut oder dem mit Dornen und Schmetterlingen besetzten Kragen am Revers eines Abendkleides. Dabei schaffen es die beiden Künstlerinnen mühelos einen lebendigen Dialog voller Mystik zwischen ihren zeitgenössischen Arbeiten und der historischen Kunst im Jagdschloss herzustellen, sie erzählen Geschichten voller Geheimnisse, weben ein zartes Netz aus möglichen Verbindungen, werfen Fragen auf, inspirieren, berühren und lassen uns zwischen Realität und Fantasie schweifen. Es scheint als sei das Museum wachgeküsst von der Muse der beiden Künstlerinnen, denn erstmals in seiner 100 jährigen Geschichte zeigt das Museum Jagdschloss Kranichstein, das mit zu den bedeutendsten Jagdmuseen im deutschsprachigen Raum zählt, zeitgenössische Kunst im Kontext seiner historischen Sammlung. Der gewählte Ausstellungstitel SAUVAGE (frz. wild) konnte daher kaum trefflicher sein. Er bezieht sich auf die ungezähmte Natur des Waldes ebenso wie auf die ungebändigte Kraft der Kunst. Das künstlerische Universum der Berliner Künstlerin und diplomierten Haute-Couture Stickerin Emmanuelle Rapin (*1974) verknüpft Mode und archaischer Kunst-


F_To_print_kMETROPOL_Q1_2019.qxp_Metropol 11.12.18 00:19 Seite 9

kunstraumDARMSTADT

Angelika Krinzinger, aus der Serie „An Hand“, 2014 und Kulturtechniken zu einer vielschichtigen und überraschenden Assemblage. Für ihre virtuosen Kunstwerke nutzt sie Motive wie die Jagd oder handwerkliche traditionelle Tätigkeiten wie das Sticken. Aus organischen Materialien wie Knochen, Federn, kostbaren Steinen oder präparierten Tieren entstehen narrativ aufgeladene Objekte, die unsere Fantasie beflügeln und in beunruhigende Bereiche führen können. Die Waldmetapher ist in fast all ihren Werken immanent, in Form von Märchen, die ihren Arbeiten zugrunde liegen oder über das Material, aus dem sie bestehen. Dabei können die Märchen durchaus schon mal ihre ganz eigene Interpretation erfahren. So ist Dornröschen keineswegs nur Opfer, sondern auch Täterin. In diesem Zusammenhang steht Rapins vergoldeter Fingerhut „The sleeping beauty“ (2010), der eindringlich die Verknüpfung von Schutz und Aggression versinnbildlicht. Auch die sich über eine komplette Wand ziehende Fotoserie „An Hand“ im Kunstforum der TU Darmstadt von der Wiener Künstlerin Angelika Krinzinger (*1969) ist assoziationsgeladen: Krinzinger hat die historische Porträtgalerie der Habsburger in Schloss Ambras bei Innsbruck fotografiert, sich jedoch ausschließlich auf die Hände fokussiert. Der restliche Teil des Körpers fehlt. Durch die serielle Reihung dieser verschiedenen „Hand-Porträts“ mit ihrer unterschiedlichen Gestik entsteht eine Semiotik der Gesten, eine Art Geheimsprache. Was die jeweilige Handhaltung zu bedeuten hatte, Hinweise auf Tugendhaftigkeit

etwa, moralisches Verhalten oder Jungfräulichkeit, konnte in der damaligen Zeit entschlüsselt werden, heute ist dies nicht mehr der Fall. „An Hand“ stellt provozierend die Frage nach dem Ganzen und der Bedeutung des Details, früher und heute. Zudem lädt das Werk zur Auseinandersetzung ein über die Kommunikation in historischer Zeit und den aktuellen Gebrauch von Sprache und Gesten. Die Ausstellung wird von einem außergewöhnlichen Rahmenprogramm begleitet.

Die Workshops „Messer im Griff“ (16. Februar), „Vom Horn zum Armreif“ (13. Januar), „Vom Geweih zum Knopf“ oder auch „Vom Knochen zur Nadel“ (24. Februar) laden ein, sich mit nicht mehr alltäglichen Materialien und Techniken zu beschäftigen.. (red) • SAUVAGE bis 24. Februar 2019 Kunstforum der TU Darmstadt und Museum Jagdschloss Kranichstein www.tu-darmstadt.de/kunstforum www.jagdschloss-kranichstein.de

Emmanuelle Rapin, das Wildschweinmädchen, 2010 kunstraumMETROPOL 9


F_To_print_kMETROPOL_Q1_2019.qxp_Metropol 11.12.18 00:19 Seite 10


F_To_print_kMETROPOL_Q1_2019.qxp_Metropol 11.12.18 00:19 Seite 11

kunstraumMANNHEIM

Die Planken mit Wasserturm im Bau, um 1888

DIE BELLE ÉPOQUE TANZ UND TAUMEL EINER EPOCHE (1870-1914) Für keinen Zeitraum der Geschichte scheint es so viele unterschiedliche Bezeichnungen zu geben wie für die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Mit ihren rasanten technischen Entwicklungen, veränderten Lebensformen und sozialen Gegensätzen gleicht diese Epoche einem Tanz auf dem Vulkan. Das Kräftemessen der einzelnen Nationen entlädt sich schließlich im Ersten Weltkrieg. Auch die Künstler streben nach Erneuerung. Im Ausdruckstanz der Amerikanerinnen Loïe Fuller (1862-1928) sowie Isadora Duncan (1877-1927) zeichnet sich eine moderne Entwicklung ab. Das Ballett feiert mit Vaslaw Nijinsky (1888-1950) einen seiner größten Stars. Sie revolutionieren die Tanzkunst und animieren bedeutende Künstler wie Toulouse-Lautrec zu Darstellungen aus der Welt des Tanzes. Die ausdrucksstarken Bewegungen der Tänzer spiegeln sich zugleich in den geschwungenen und verspielten Formen des Jugendstils wider. 1907, anlässlich von Mannheims 300-jährigem Stadtjubiläum, ist Isadora Duncan mit ihren Schülerinnen beim „Attischen Fest“ die Sensation. 15.000 Zuschauer verfolgen ihren Auftritt auf dem abgedeckten Becken der Wasserturmfontänen. Für Mannheim als aufstrebende Industriestadt bedeutet dies einen enormen Prestigegewinn und einen zukunftsweisenden Schritt in Richtung Moderne. Nicht zuletzt orientiert man sich an Paris als damaliger „Hauptstadt Europas“ und deren Weltausstellung von 1900. Belle Époque Das Zweite Goldene Zeitalter einer Stadt und ihrer Region Sprach man bereits im 18. Jahrhundert, verbunden mit der Regentschaft Kurfürst Carl Theodors, vom Goldenen Zeitalter der ehemaligen Kurpfalz und dessen Residenz, so war die vom Bürgertum geprägte Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert in finanzieller wie kultureller Hinsicht mindestens ebenso golden. Dank zahlreicher Industrieansiedelungen und einem ausgeprägten Geschäfts-, Banken- und Verwaltungswesen entwickelte sich die Region zu einem bedeutenden Wirtschaftszentrum mit Mannheim als aufstrebende und äußerst vermögende Metropole.

Étienne Drian, Akt auf Karussellpferd, um 1910

Zwischen 1850 und 1907 hatte sich dessen Bevölkerung um das Siebenfache vergrößert, wobei mehr als die Hälfte der Einwohner schon nicht mehr aus Mannheim stammte. Dies erforderte eine umfangreiche Erweiterung und Veränderung des Stadtbilds. Wie in zahlreichen anderen deutschen und europäischen Großstädten geschah dies mit Blick auf Baron Haussmanns ehrgeiziges Stadtentwicklungsprojekt in Paris um die Mitte des 19. Jahrhunderts. Entsprechend stolz präsentierte sich Mannheim und die Region auch auf der Pariser Weltausstellung 1900. Mit über 50 Millionen Besuchern war sie damals die erfolgreichste Schau dieser Art. Architektur und Grünanlagen orientierten sich vielfach an französischen Vorbildern, insbesondere der Seine-Metropole. Ebenso das emsige Geschäftsleben, das sich in prächtigen Konsumtempeln, stattlichen Bankgebäuden sowie großzügigen Straßen- und Hotelanlagen widerspiegelte. Ihren Höhepunkt fand die enorme Aufbruchsstimmung in der Region schließlich im 300-jährigen Stadtjubiläum Mannheims, das 1907 unter großer Beteiligung gefeiert wurde und nachhaltige Spuren hinterließ. Künstlerisch wie kulturell überaus lebendig und innovativ, fand die Goldene Ära der „Belle Époque“ jedoch durch den Ausbruch des Ersten Weltkriegs ihr jähes Ende. Andreas Belathys • Die Belle Époque bis 1. Dezember 2019 Reiss-Engelhorn-Museen, Zeughaus, Mannheim www.rem-mannheim.de kunstraumMETROPOL 11


F_To_print_kMETROPOL_Q1_2019.qxp_Metropol 11.12.18 00:19 Seite 12

kunstraumDARMSTADT

WHAT ARE WE MADE OF? WERKE AUS DER ART COLLECTION TELEKOM Mit der Ausstellung What Are We Made Of? – Werke aus der Art Collection Telekom eröffnet die Kunsthalle Darmstadt ihr Jahresprogramm 2019. Sie präsentiert etwa 35 in einigen Fällen mehrteilige und raumgreifende Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern, die aus dem kulturellen Raum Osteuropas stammen. Die Werke umspannen einen großen Zeitraum. Sie umfassen die Zeit der 1970er Jahre, in denen die ältere Generation der Künstlerinnen und Künstler noch unter den schwierigen Bedingungen der kommunistischen Parteidiktaturen ihre Freiräume finden mussten, und reichen bis in die Gegenwart, in der die Gesellschaften den dramatischen Umbruch der politischen Systeme zu demokratischen Strukturen durchlaufen und mit dem massiven Einzug der kapitalistischen Wirtschaft und der westlichen Waren- und Konsumwelt zurechtkommen müssen. Die Werke in der Ausstellung entwickeln ihre Erzählungen, Verweise und Bedeutungsfelder vor dem Hintergrund dieses historischen Wandels, der die ideologische und tatsächliche Aufteilung der Welt in Ost und West, in Kapitalismus und Kommunismus aufgehoben hat. Sie lösen Gefühle und Eindrücke aus, vermitteln Geschichten und Geschichte und regen zu Gedanken und Überlegungen an, die dazu beitragen, zu verstehen, was uns in „Ost“ oder „West“ ausmacht, woraus wir „gemacht“ sind, und was uns mehr oder weniger auszeichnet. Die Werke sprechen von politischen Auseinandersetzungen, von tragischen Erlebnissen, von utopischen Hoffnungen und Plänen, von wissenschaftlichen Experimenten, von der Leere, von unseren Körpern und ihrem seelischen Gleichgewicht. Sie erinnern an die leichte Verfügbarkeit von Vorurteilen, die Trauer über untergegangene Träume und Hoffnungen, die Ängste vor konkreter Gefährdung. Sie sprechen Themen, Bezugsfelder und Emotionen an, die über kulturelle, politische und persönliche Grenzen hinweg, auch über die unsichtbaren Trennlinien hinausreichen, die der Eiserne Vorhang bis heute hinterlassen haben mag. Wer wir sind, wie wir uns in einer aktuellen Situation geben, das lässt sich mit etwas Geschick und Schauspielerei vortäuschen. Doch das, was uns ausmacht, das, woraus wir gemacht sind, kommt aus der Vielzahl von Eindrücken und Einflüssen, die Kindheit, Familie, Erziehung, Wertesysteme, Religion, Politik, Sprache, Kultur und Geschichte angelegt haben. Gegenüber diesem komplexen Muster an abstrakten Prägungen geben die Werke sehr konkrete und präzise Verweise. Sie reichen vom Trauma des Bosnienkriegs zur Faszination für die Grundlagenforschung, von der Utopie eines idealen Museums zur psychologischen Sitzung über den Körper als Objekt, vom Maidan-Aufstand bis zu einer fiktiven Konversation zwischen so legendären Persönlichkeiten wie Charlotte Posenenske, Lee Lozano, Paul Thek, Włodzimierz Borowski, Jerzy Ludwiski, Andrzej Szewczyk und Bas Jan Ader. Denn auch das zeichnet uns in ganz besonderer Weise aus, der Austausch von Gedanken und das Gespräch. Die Werke in der Ausstellung sind ein Angebot für den Dialog über das, was uns ausmacht und liefern unterschiedlichste Antworten auf die Frage: „What Are We Made Of?“ 12 kunstraumMETROPOL

Sejla Kameric, Bosnian girl, 2003

Die ausgestellten Werke stammen aus der Art Collection Telekom, die 2010 ins Leben gerufen wurde. Der Schwerpunkt der Sammlung liegt auf zeitgenössischer Kunst aus Ost- und Südosteuropa, die erst in geringem Maße in internationalen Sammlungen vertreten ist. Neben der Sammlung Kontakt der Ersten Group in Österreich, die bereits 2004 ihre Sammlungstätigkeit aufnahm, zählen dazu seit wenigen Jahren die speziellen Abteilungen für Forschung und Dokumentation in den großen Museen, wie dem Museum of Modern Art in New York, der Tate Modern in London oder dem Centre Pompidou in Paris. Alle Anstrengungen in dieser Richtung führten und führen zu einer Neubewertung und Umschreibung vor allem der europäischen Kunstgeschichte, die um die während des Kalten Krieges weitgehend ausgeblendeten Kapitel der osteuropäischen Kunst erweitert und korrigiert werden muss. Die Sammlung spiegelt die mediale Bandbreite zeitgenössischer Kunst von der Zeichnung bis zur performativen Inszenierung. Auch der dem Publikum der Kunsthalle Darmstadt vertraute bosnischherzegowinische Künstler Radenko Milak ist in ihr vertreten. (red) • What Are We Made Of? 26. Januar bis 14. April 2019 Kunsthalle Darmstadt www.kunsthalle-darmstadt.de


F_To_print_kMETROPOL_Q1_2019.qxp_Metropol 11.12.18 00:19 Seite 13

kunstraumSPEYER

1954 singt Schauspielerin Marilyn Monroe für die amerikanischen Soldaten in Korea

Monroe Porträt, Porträt-Aufnahme von 1953 in Hollywood

MARILYN MONROE DIE UNBEKANNTE Die Sonderausstellung „Marilyn Monroe. Die Unbekannte“ präsentiert die meistfotografierte Frau des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung lenkt dabei den Blick auf eine bisher unbeleuchtete private Seite von Marilyn Monroe, die selbst 56 Jahre nach ihrem Tod im Jahr 1962 nichts von ihrer Faszination verloren hat. Das Historische Museum der Pfalz in Speyer präsentiert 400 ausgewählte Einzelstücke auf über 1000 Quadratmeter Ausstellungsfläche. Die Ausstellungsstücke stammen aus dem ursprünglichen Privatnachlass von Marilyn Monroe sowie von ihren Zeitzeugen, heute sind sie Teil der exklusiven Privatsammlung Ted Stampfer, der weltweit größten Sammlung in ihrer Art und Zusammenstellung. Gezeigt werden hochwertige Kleidungsstücke, Accessoires, Pflege- und Stylingprodukte, Requisiten, Privatbriefe und Filmdokumente sowie Fotografien, die erstmals in Deutschland in dieser Kombination zu sehen

sind. Ergänzt wird die Ausstellung um Einzelstücke internationaler Sammler. Die Besucher tauchen in Marilyn Monroes Welt ein und verfolgen ihre wichtigsten Lebensabschnitte. Sie begegnen dabei besonderen Ausstellungstücken, die sowohl Zeugnis über ihr Leben und Wirken ablegen, als auch über ihr Streben nach Emanzipation berichten. So gründete sie 1954 eine eigene Filmproduktionsfirma „Marilyn Monroe Productions“. Zur Pressekonferenz der Firmenpräsentation trug sie sandfarbene Pantoletten, wovon jetzt ein Schuh in der Ausstellung zu sehen ist. Marilyns elfenbeinfarbener Satinmorgenmantel beispielsweise, in dem sie 1953 in dem Film “Blondinen bevorzugt” auftrat, trug sie auch privat und bewahrte ihn sorgfältig auf. So ergibt sich ein unverfälschter Blick auf eine bisher unbekannte Seite dieser Frau,

der es gelang, sich in einer männerdominierten Welt zu behaupten und die Hollywood-Konventionen für Schauspielerinnen zu durchbrechen. Die zur Verfügung gestellten Objekte verdankt das Historische Museum der Pfalz der Zusammenarbeit mit Ted Stampfer, dem Leihgeber und externen Kurator dieser Ausstellung. Der gebürtige Mannheimer studierte Betriebswirt und befasst sich seit seiner Kindheit mit der Person Marilyn Monroe. Ende der 1990er Jahre begann er mit dem Erwerb von Stücken aus Monroes Leben. Seit 2009 ist Ted Stampfer mit seiner Sammlung als Leihgeber und Kurator in internationale Museen tätig und fungiert im Weiteren als Autor und Fotograf. (red)

• Marilyn Monroe bis 16. Juni 2019 Historisches Museum der Pfalz, Speyer www.museum.speyer.de kunstraumMETROPOL 13


F_To_print_kMETROPOL_Q1_2019.qxp_Metropol 11.12.18 00:19 Seite 14

kunstraumLADENBURG

LEUCHT_KRAFT INSTALLATIONEN, WANDOBJEKTE Die Galerie Linde Hollinger zeigt in der „dunklen Jahreszeit“ eine Ausstellung mit Werken und Installationen von drei Künstlerinnen, die sich mit Licht, Farbe, Material und Raum beschäftigen. Der Tenor der Präsentation ist die visuelle Wahrnehmung des immateriellen Lichts, das im Zusammenspiel mit ausgewählten Materialien zu Farbe und damit zum bildgebenden Bestandteil der raumbezogenen, künstlerischen Arbeiten wird. Einen begehbaren Farbraum gestaltet Monika Falke mit Organzastreifen. Die leichten Stoffbahnen hängen stufenweise von der Decke bis fast zum Boden. Zwei Farbtöne und deren Überschneidung, Licht und Schatten, Ruhe und Bewegung, Opazität und Transparenz sind charakteristisch für dieses dreidimensionale abstrakte Farbgemälde. Je nach Situation und Standpunkt ist es sowohl von innen als auch von außen unterschiedlich visuell wahrnehmbar und physisch erlebbar. Die Inspiration für ihre Farbräume leitet die Künstlerin von ihrer Malpraxis her: „Meine Bilder sind ja nur gemalte Illusionen. Irgendwann hatte ich das Bedürfnis, diese gemalten Räume Realität werden zu lassen.“ Um dieses Wechselspiel zu verdeutlichen, werden auch verschiedenfarbige und monochrome Malereien und Radierungen gezeigt. Dorothea Reese-Heims Wandobjekte und Installationen sind spannungsreiche Kombinationen verschiedener Materialien. Die wesentlichen Gestaltungsmerkmale ihrer Werke sind die Linie, die Fläche, die räumliche Konstruktion und bei manchen Werkgruppen auch das Licht. Bei der präsentierten Installation, die den gesamten Raum im Palais einnimmt, kombiniert sie Kreisformen aus leuchtendem Acrylglas mit Schläuchen, die weißes Pigment enthalten. Schon bei Tageslicht ist das Zusammenspiel von Formen und Linien ausgesprochen wirkungsvoll. Doch erst durch den Einsatz von UV-Licht leuchten nicht nur die kreisrunden Scheiben intensiver, sondern auch die Schläuche reflekkunstraumMETROPOL 14

Regine Schumann, color satin munich, 2014

tieren das blaue UV-Licht. Es entsteht ein suggestiver Raum voller Magie. Wie die Künstlerin bemerkt, kommt es in ihren Arbeiten und Installationen zu einem „Dialog zwischen dem physikalischen Verhalten des Materials und der künstlerischen Idee. (...) Gedanken über die Bedingtheit von Raum und Körper, Innen und Außen, funktional bestimmter und freier Form, Statik und Bewegung drängen sich auf.“ Die Bildobjekte und Bodenarbeiten von Regine Schumann fangen an zu leuchten, wenn ihnen Lichtenergie zugeführt wird. Sie verwendet fluoreszierendes Acrylglas und Leuchtkunststoff. Aus diesen Materialien gestaltet die Künstlerin rechtwinklige Bildobjekte oder sie häkelt aus den Kunststoffschnüren große, flächige Wand- und Bodenobjekte. Die industriell eingefärbten Werkstoffe geben ein Farbspektrum vor, aus dem sie auswählt und intuitiv kombiniert. Neben verschieden Einzelarbeiten ist im Gewölbe der Galerie eine zehnteilige Arbeit über die

komplette Längswand angebracht. Ihre ganze Leuchtkraft entfalten Regine Schumanns Arbeiten immer dann, wenn sie ultraviolettem Licht ausgesetzt werden und sie sich in stark leuchtende, raumgreifende Farbkörper verwandeln. Die Wandinstallation kann auch mit normalem Kunstlicht beleuchtet werden, so dass ein ganz anderes Erscheinungsbild beobachtet werden kann. Regine Schumanns Werke besitzen den „Charakter des lebendig Fluktuierenden, eine Art körperlich spürbare Resonanzerfahrung, in der strahlende Intensitäten wie farbige Echos im Raum die Sinne verwirren.“ (Jan Hoet) Die Wahrnehmung der Betrachterinnen und Betrachter ist durch die unterschiedliche Wirkungsweise integraler Bestandteil der künstlerischen Arbeit. Dirk Martin • Leucht_Kraft bis 26. Januar 2019 Galerie Linde Hollinger, Ladenburg www.galerielindehollinger.de


F_To_print_kMETROPOL_Q1_2019.qxp_Metropol 11.12.18 00:19 Seite 15

imGESPRÄCH Vor dem Hintergrund der überaus positiven Entwicklung der art KARLSRUHE, der man ja anfangs eher zögerlich begegnet ist – wie beurteilen Sie das Potenzial der Messe? Welchen Stellenwert nimmt sie in der Kunstlandschaft generell ein, welche Bedeutung hat sie für die Gegenwartskunst? Da ich von Anbeginn aktiv ausstellender Galerist auf der art KARLSRUHE bin - dann später auch Mitglied im Beirat der Kunstmesse - kann ich die wunderbare Entwicklung der Messe und ihr Zukunftspotenzial nur sehr positiv beschreiben. Den Nachweis jährlich gestiegener Qualität, die Zunahme ausländischer Aussteller, die qualitativen Sonderschauen, all das wird uns auch aktiv von Besuchern positiv zurück gemeldet.

Werner Tammen

WERNER TAMMEN ZUR ART KARLSRUHE BEIRATSMITGLIED DER ART KARLSRUHE Erneut richtet sich der Blick der Kunstliebhaber und –sammler nach Karlsruhe, wenn vom 21. bis 24. Februar 2019 die sechzehnte art KARLSRUHE ihre Pforten öffnet. Längst geht das Messekonzept auf und die Messe lädt mit ihren lichtdurchfluteten Hallen, den Skulpturenplätzen und One-Artist-Shows zum Flanieren durch die Kunst ein. Dabei kommen die Besucher auf ihre Kosten egal ob Sammler oder Neueinsteiger. In vier Hallen präsentieren Kunstreibende und Kunstschaffende aus aller Welt – es werden über 200 Galerien aus 16 Ländern erwartet – Fotografie und Editionen, Moderne Klassik (nach 1945), Klassische Moderne, Gegenwartskunst und Contemporary Art – vom alten Meister bis hin zu vielversprechenden jungen Kunsttalenten. Zusätzlich bieten die beiden Sonderausstellungen: Die Sammlung Peter C. Ruppert – Konkrete Kunst nach 1945 und die Sonderschau Druckgrafik ein besonderes Kunsterlebnis, das schon alleine einen Besuch lohnend macht. Seit vielen Jahren im Kuratorium der art KARLSRUHE, das mit viel Gespür und Expertise Jahr um Jahr die Ausstellerliste kuratiert, sitzt der renommierte Berliner Galerist Werner Tammen. kunstraumMETROPOL hat ihn im Vorfeld der kommenden art KARLSRUHE zur aktuellen Kunstszene befragt und er gibt wertvolle Tipps rund um einen gelungenen Messebesuch.

Sie haben Recht, diese Entwicklung wurde der Messe mit dem Kurator Ewald Schrade und einer sehr ambitionierten Messeleitung zu Beginn nicht zugetraut - eher mitleidig belächelt. Inzwischen muss man auf die generelle Entwicklung von Kunstmessen schauen und feststellen, wie anfällig die großen internationalen Messen à la Basel für eine veränderte Galerien- und Käuferklientel geworden sind. Der jüngste Rückzug der Messe Basel aus der Düsseldorfer Messe aber auch am asiatischen Markt spricht Bände. Dagegen konsolidiert sich die art KARLSRUHE mit einem gut durchmischten Markt von hochwertiger Klassischer Moderne bis bezahlbarer junger Entdeckerkunst auf einem immer höherem Niveau. Dies lockt inzwischen auch internationale Player wie z.B. in 2019 erstmalig die Galerie Johann König aus Berlin/London nach Karlsruhe. Sie sind seit vielen Jahren regelmäßig selbst mit Ihrer Galerie auf der art KARLSRUHE vertreten. Wie erleben Sie persönlich die Messe und wie hat sie sich im Lauf der Jahre verändert? Die Messe art KARLRUHE ist für uns ein sehr gerne wahrgenommer Termin im Februar, zum Start in die Kunstmessen-Saison. Die Messe selber ist immer professioneller geworden, für mich mit den schönsten Messehallen in Deutschland und einer fast familiären Atmosphäre im Kreise der wiederkehrenden Galeristen und Galeristinnen. Die Verkaufserfolge sprechen darüber hinaus kunstraumMETROPOL 15


F_To_print_kMETROPOL_Q1_2019.qxp_Metropol 11.12.18 00:19 Seite 16

artKARLSRUHE eindeutig für diese kunstsinnige Wirtschaftsregion im Südwesten der Republik. Was empfehlen Sie einem Kunsteinsteiger in einer Zeit, in der Bansky inszeniertes geschreddertes Kunstwerk sich zu einem neuen Kunstobjekt mit erheblicher Preissteigerung entwickelt. Woran kann er sich orientieren? Was könnte eine Wertsteigerung versprechen? Es ist immer wieder schwer, weg zu kommen von einer Kunstmarkt-Wahrnehmung, die sich aus spektakulären PR-Aktionen à la Bansky bis zu horrenden Millionenverkäufen aus Auktionsverkaufen speist. Daneben steht das tägliche Engagement der Galeristen/innen, die bei freiem Eintritt ihre Räume öffnen, den Künstlern erst einmal das Recht auf eine weiße Wand einräumen und sie dann versuchen am Markt zu plazieren. Dies bedeutet häufig jahrelange Aufbauarbeit, bevor der Künstler, die Künstlerin überhaupt wahrgenommen werden. Dies sollten auch Kunstinteressierte zu erst im Kopf haben, bevor sie sich z. B. gezielt für die Entdeckung spannender junger Kunst auf den Weg machen. Dabei geht es dann erst einmal nicht um Wertsteigerung, sondern ob einem die Kunst gefällt, man im besten Fall eine künstlerische Arbeit nicht mehr aus dem Kopf bekommt und sich dann entschließt, einen „neuen Bewohner“ ins Haus zu holen. „Bauchgefühl“ versus rationale Überlegungen. Wie viele Emotionen sollten einen Kauf begleiten? Natürlich kann man sich umfangreich auch in Fachmagazinen über neue Tendenzen am Kunstmarkt informieren, man kann sogenannte Künstlerrankings - mit aller Vorsicht studieren, aber letztendlich gilt nach meinen Erfahrungen die private, oft emotionale Annäherung an ein Kunstwerk als ausschlaggebend. Die wenigsten meiner Kunden/innen sind Spekulationskäufer. Die art KARLSRUHE bietet dafür einen sehr guten, breit aufgestellten Marktplatz. Über 200 Galeristen, ein mehrere hundert Seiten starker Katalog, unzählige viele Kunstwerke und Positionen, vier Messehallen und 35.000 qm Ausstellungsfläche – das ist eine Herausforderung, die gemeistert werden will. Was empfehlen Sie? 16 kunstraumMETROPOL

Wie kann man die art KARLSRUHE am besten erleben, damit Kunstgenuss nicht zum Kunstfrust wird? Es ist richtig, das Angebot in Karlruhe ist sehr umfangreich und erfordert - wenn gewünscht - ein strategischeres Herangehen. Normalerweise benötigt man, wenn man Alles sehen und wahrnehmen will, zwei Tage. Eventuell hat man aber auch ein gezieltes Interesse, dann sucht man z.B. die Halle 1 u.a. für Fotografie und Grafikkunst auf, oder die Halle 4 mit vielen NewcomerKünstlern, die klassische Moderne findet man hauptsächlich in der Halle 3. Grundsätzlich gilt aber auch, dass z.B. durch die vielfältigen sogenannten Skulpturenplätze das Flaneurangebot besonders anregend ist und diese Messe nicht so stresst, wie ich es von anderen kenne. Im Zeitalter von Digitalisierung, Big Data und schier unbegrenzten Möglichkeiten – was glauben Sie? Welchen Einfluss haben die Veränderungen unserer Gesellschaft auf Künstler und Kunstmarkt? Die Einflüsse sind natürlich nicht von der Hand zu weisen. Die Galerien sind heutzutage gezwungen, aufwendig gestaltete Webseiten vor zu halten und viel intensiver just in time zu kommunizieren.

wesenden Künstlern der Galerie mit potenziell interessierten und auch extra angereisten Kunden. Wenn es gut läuft mit ersten tendenziellen Kaufentscheidungen oder Interessens-Bekundungen und Reservierungen. Andere Tage wie Donnerstag und Freitag mit etlichen Fachbesuchern aus Museen und Kunstvereinen und dazu gehörenden Gesprächen, abends dann der schöne Ausstellerabend im Kreise der Kollegen/innen. Das Wochenende dann der beginnende Counddown meistens mit finalen Entscheidungen für bestimmte Kunstwerke aber auch der Anreise von auswärtigen Kunden, die erst jetzt am Wochenende Zeit zum Besuch der Messe finden. Wenn dazwischen Zeit war, um auch selber die Messe und die Arbeit der Kollegen/innen bei einem Rundgang wahr zu nehmen und zu würdigen, dann war es meistens eine gute Messe. Das unerfreuliche Einpacken - beginnend am Sonntagabend - wird nur dadurch wett gemacht, dass wir wissen, das wir im kommenden Jahr gerne wieder nach Karlruhe kommen werden. Werner Tammen, Beiratsmitglied der art KARLSRUHE Das Interview führte kunstraumMETROPOL

Die Künstler/innen reflektieren sicherlich viel intensiver die Auswirkungen der gesamten digitalen Entwicklung und technischen Neuerungen auf unser soziales gesellschaftliches Gefüge. Dies findet so à la long auch Eingang in die künstlerische Auseinandersetzung. Generell gilt aber nach meiner Auffassung nach wie vor unsere galeristische Erfahrung, dass das „Originalitäts-Erlebnis“ vor der Leinwand, vor der Skulptur, vor der Installation, das ausschlaggebend ist. Auch um sich dann eventuell für den Erwerb eines Originals zu entscheiden. Wie wird Ihr perfekter Messetag aussehen? Es gibt in dem Sinne keinen perfekten Messetag. Jeder ist ein wenig anders und jeder kann in unserem Sinne erfolgreich sein. Die Eröffnung steht ganz im Zeichen des hoffentlichen Zusammentreffens von an-

Internationale Messe für Klassische Moderne und Gegenwartskunst 21. - 24. Februar 2019, täglich von 11 - 19 Uhr Messe Karlsruhe, Messeallee 1 76287 Rheinstetten www.art-karlsruhe.de


F_To_print_kMETROPOL_Q1_2019.qxp_Metropol 11.12.18 00:19 Seite 17

Galerie Tammen & Partner

Ambitioniert wie in allen vorangegangenen Jahren präsentiert die GALERIE TAMMEN & PARTNER ihr Galerieprogramm auf der art KARLSRUHE 2019

Ausgestellte Künstler Marion Eichmann Dietmar Brixy Lars Theuerkauff Sonja Elde von Hoeßle Harald Gnade Sabine Ostermann Michael Ramsauer Andreas Theurer Gabi Streile Werner Schmidt

- one-artist-show - one-artist-show - one-artist-show - Skulpturenplatz

Sonja Edle von Hoeßle, Endlosschleife, 2017 Cortenstahl - 210 x 390 x 260 cm

Galerie Tammen & Partner Hedemannstr. 14 / Ecke Friedrichstr. 10969 Berlin - Germany Telefon: +49 (0) 30 22 50 27 91-0 Mobil: +49 (0) 175 - 206 19 42 www.galerie-tammen-partner.de info@galerie-tammen-partner.de

Stand-Nr. H3/J 27 und J 31 kunstraumMETROPOL 17


F_To_print_kMETROPOL_Q1_2019.qxp_Metropol 11.12.18 00:19 Seite 18

Döbele Kunst Galerie LauthMannheim

Galerie p13

Ingrid Wild, Wer bestimmt die Temperatur der Welt, 2014 Acryl, verschiedene Materialien auf Leinwand, 100 x 100 cm

P.R. Keil, o.T. Eine impulsive und spontane Arbeitsweise gepaart mit gestischem Duktus und leuchtender Farbintensität kennzeichnen das Werk von Peter Robert Keil. Dynamisch und kraftvoll gezogene Linien in Kohle oder Kreide gepaart mit Farbschüttungen und Spritztechnik verleihen den Bildern ihren emotionalen Gehalt und ihre neoexpressive Qualität.

Ausgestellte Künstler Neben der one-artist-show von Peter Robert Keil präsentiert die Galerie p13 außerdem neue Arbeiten von: Fabian Gatermann, Friedemann Hahn, Matthias Maaß, Reinhard Scherer, Normann Seibold, Willi Siber und Evelyn Weinzierl. Die Galerie p13 wurde 2007 gegründet und befindet sich im Zentrum der Heidelberger Altstadt. Neben der Entdeckung und Förderung von jungen Talenten, legt die Galerie Wert auf betont eigenständige Kunstpositionen und konzeptuelle Ansätze in der zeitgenössischen Kunst. Das Galeriespektrum umfasst alle Medien: Malerei, Zeichnung, Bildhauerei, Fotografie und Installation.

Ingrid Wild, Find yourself, 2017 Acryl, verschiedene Materialien auf Leinwand, 51 x 51 cm Ingrid Wild – Verwoben im Dasein und eingebunden in Raum und Zeit rückt die Künstlerin den Menschen mit all seinen Interaktionen, existentiellen Fragen und Gedanken ins Zentrum ihres Schaffens. Markante und dekodierbare Text- oder Bildausschnitte bleiben quasi als inhaltliche Richtungsweiser sichtbar und lesbar. Hermann Reimer, Waldweg, 2016, Öl auf Leinwand, 165 x 165 cm Ingrid Wild - one-artist-show

Galerie p13 Pfaffengasse 13 69117 Heideberg

Stand-Nr. H4/M08 18 kunstraumMETROPOL

Telefon: +49(0)6221-7295543 Mobil: +49(0)170-4516973 www.galerie-p13.de info@galerie-p13.de

Döbele Kunst Mannheim Hedwig undLauth Johann Galerie e. Döbele K.

Tel.: +49(0)621-79943078 Mobil:+49(0)621-563840 +49(0)174-1663050 Telefon: Leibnizstraße 26 Werner Lauth Fax: +49(0)621-56696 92 68165 Mannheim Straße 252 Mobil: www.doebele-kunst.de Mundenheimer +49 (0) 172 - 6 24 59 02 jd@doebele-kunst.de Stand-Nr. H3/K05 67061 Ludwigshafen www.galerie-lauth.de Stand-Nr. H3/K20 mail@galerie-lauth.de kunstraumMETROPOL 18


F_To_print_kMETROPOL_Q1_2019.qxp_Metropol 11.12.18 00:19 Seite 19

Galerie Lauth

Hermann Reimer, Waldweg, 2017, Öl/Leinwand, 180 x 220 cm

Klaus Fußmann, Nachmittag Ostsee, 2018, Öl/Leinwand, 45 x 50 cm Hermann Reimer Hermann Reimer geht es um das Einfangen der Stimmung, um Licht und Schatten, um die Luft zwischen Maler und Objekt. Diese Faszination führt ihn in die Natur, wo direkt vor dem Motiv atmosphärisch anmutende Stimmungsbilder entstehen. Es interessieren ihn nicht die spektakulären Landschaften, sondern die stillen, unauffälligen Flecken und Ausschnitte, wie eine versteckte Lichtung im Wald. Marlis Albrecht Charakteristisch für das Werk von Albrecht sind die figürliche Malerei und die verwendete Wachstechnik. Seit 1994 arbeitet und experimentiert sie mit Bienenwachs, das mit Pigmenten gefärbt und gegossen oder mit Pinsel oder Spachtel aufgetragen wird. Durch Abschaben und Einritzen sowie durch Einbringen von Kaltwachstempera und Übereinanderlegen verschiedener Schichten entstehen komplexe Bildwerke mit teils reliefartiger Oberfläche.

Ausgestellte Künstler Klaus Fußmann Marlis Albrecht - One-artist-show DerHermann 1938 in Velbert Klaus Fussmann gehört zu den großen Malern Reimer geborene - One-artist-show unserer Zeit und ist wohl der wichtigste zeitgenössische deutsche LandschaftInna Artemova Grigori Dor Klaus Fussmann

Marlis Albrecht, Walden LV, Öl/Leinwand, 100 x 100 cm

Patrizia Casagranda, Belief, Öl/Leinwand, 100 x 160 cm und Blumenmaler. Seine Arbeiten finden sich in vielen Museen und Sammlungen der Welt. Er war Professor an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin und stilprägend für viele seiner Schüler. Patrizia Casagranda Es sind anmutige, ungewöhnliche Frauenportraits aus scheinbar vergangenen Zeiten oder anderen Welten, obwohl Gesichter moderner junger Frauen erkennbar sind. Die in Krefeld lebende Künstlerin Patrizia Casagranda schafft durch eine fast greifbare Materialität ausdrucksstarke Gemälde.

Galerie Lauth e. K. Werner Lauth Mundenheimer Straße 252 67061 Ludwigshafen

Stand-Nr. H3/K20

Telefon: +49(0)621-563840 Fax: +49(0)621-5669692 Mobil: +49(0)172-6245902 www.galerie-lauth.de mail@galerie-lauth.de kunstraum METROPOL 19 kunstraum METROPOL kunstraum METROPOL19 19


F_To_print_kMETROPOL_Q1_2019.qxp_Metropol 11.12.18 00:19 Seite 20

kunstraumLUDWIGSHAFEN

AUTOFIKTIONEN ZEICHNUNG DER GEGENWART Mit der neuen Ausstellung Autofiktionen – Zeichnung der Gegenwart zeigt das Wilhelm-Hack-Museum mit über 160 Werken von 33 internationalen Künstlerinnen und Künstlern einen spannenden Querschnitt durch die aktuellen Positionen zeitgenössischer Zeichnung. Im Jahr 2006 rief das französische Sammlerpaar Florence und Daniel Guerlain einen Preis für zeitgenössische Zeichnung ins Leben, der zum Aushängeschild ihrer zehn Jahre zuvor gegründeten Stiftung werden sollte: der Prix de dessin de la Fondation d’art contemporain Daniel & Florence Guerlain. Die Ausstellung im Wilhelm-Hack-Museum bringt erstmals in Deutschland eine Werkauswahl aller Künstlerinnen und Künstler zusammen, die seit den Anfängen des Preises nominiert, beziehungsweise mit diesem ausgezeichnet wurden. Erzählerisch, autobiografisch, bis hin zu fantastisch sind die Werke, die dabei präsentiert werden. Dies spiegelt auch der Titel Autofiktionen wider – ein aus der Literaturkritik stammender Begriff, der in den 1970er Jahren durch den französischen Schriftsteller und Literaturkritiker Serge Doubrovsky geprägt wurde, der eine Kombination aus autobiografischer und fiktionaler Erzählung beschreibt. Anhand von vier Ausstellungskapiteln wird verdeutlicht, wie autobiografische und fiktive Narrationen im Zeitalter von Digitalisierung und Social Media in die zeichnerische Praxis einfließen und verhandelt werden. Das Kapitel „Die Eloquenz der Linie“ konzentriert sich verstärkt auf das erzählerische Potential abstrakter Werke wie die von Tomma Abts, Silvia Bächli oder Jorinde Voigt. Kunstschaffende wie Martin Assig, Sandra Vásquez de la Horra und Jean-Luc Verna geben mit Werken in Körper und Seele: Intime Reflektionen Einblicke in persönliche und emotionale Zustände. Mit dem Kapitel „Private Mythologien“ rücken Zeichnungen von Ulla von Brandenburg, Leiko Ikemura, Cameron Jamie, Amelie von Wulffen und anderen in den Blick, die die eigene Biografie mit kulturellen, sozialen und politischen Narrativen verschränken, während sich das Kapitel „Storytelling“ den Spielarten zeitgenössischer Erzählung innerhalb der Werke unter anderem von Charles Avery, Marc Bauer, Hans Op de Beeck und Marcel van Eeden widmet. Der Begriff der Zeichnung umfasst im Fall des Prix de dessin alle künstlerischen Auseinandersetzungen auf Papier. Damit sind auch Collage, Aquarell und jegliche Mischtechniken bis hin zum subtrakti20 kunstraumMETROPOL

Pavel Pepperstein, Untitled, Illustration für „The Secret of our time“, 2012

ven Verfahren in der Ausstellung vertreten. Mit Ausnahme von Computertechniken oder mechanischen Arbeitsweisen, die eine Vervielfältigung des Werks beabsichtigen, sind alle graphischen Ausdrucksmittel zugelassen. Jedes Jahr schlägt eine Fachkommission drei Künstlerinnen und Künstler vor, aus denen der Preisträger hervorgeht. Der Preis soll Künstlerinnen und Künstler unterstützen, die sich der Zeichnung als wesentliches Ausdrucksmittel bedienen und richtet sich an französische wie ausländische Künstlerinnen und Künstler, letztere unter der Bedingung, dass sie eine ausgeprägte kulturelle Verbindung zu Frankreich aufweisen, zum Beispiel durch Ausstellungen in französischen Museen, Studien oder Stipendien. Die Preisträgerin oder der Preisträger wird von einer internationalen Jury bestimmt, die aus namhaften Sammlerinnen und Sammlern besteht und jedes Jahr neu zusammengesetzt wird. Im Rahmen der Ausstellung hat der Schweizer Künstler Marc Bauer für die Wand an der Rampe im ersten Stock des Wilhelm-Hack-Museums eine Wandmalerei entwickelt, die auf seine in der Ausstellung präsentierte Werkserie In the Past, Only Bezug nimmt. (red) • Autofiktionen bis 24. Februar 2019 Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen www.wilhelmhack.museum


F_To_print_kMETROPOL_Q1_2019.qxp_Metropol 11.12.18 00:19 Seite 21

kunstraumWEINHEIM um eine kunstimmanente Reflektion über Bildmedien wie Malerei und Fotografie, Gegenständlichkeit und Abstraktion, Wahrnehmung und Realität oder das In-Frage-Stellen von Sehweisen. Helle Jetzig, Jahrgang 1956, Kunststudium an der Universität Osnabrück, ist seit 1984 freischaffend tätig. Er ist bekannt durch zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland, wie auch durch die Vertretung auf internationalen Kunstmessen. Seine Werke sind in bedeutenden öffentlichen und privaten Sammlungen zu finden. Helle Jetzig, NY Reloaded D 5, 2018

GROSSSTADTMENSCHEN HELLE JETZIG & OTTO BEER Brillant leuchtende Farben, hochglänzend lackierte Oberflächen, unterschiedliche fotografische Motive, Perspektiven und Ausschnitte, farbige fotografische, fast zeichenhafte Bildbestandteile, Werbeflächen, Häuser und Straßenszenen. Ein Dickicht aus Farben und Formen, das zu beinahe surrealen Szenerien zusammenwächst unverkennbar Arbeiten von Helle Jetzig. Einzigartig ist die spezielle, selbst entwickelte Technik, ein sehr komplexer und zeitintensiver Werkprozess mit unterschiedlichen Medien und Techniken, die der Künstler einfach "Malerei und Siebdruck auf Fotografie" nennt. Helle Jetzig vertritt mit seinem Werk eine künstlerische Einzelposition, die sich den gängigen Zuordnungen zu Gattungen, Schulen, Stilen oder Kunstrichtungen verweigert. Obwohl eindeutig fotografischen Ursprungs, beruht die eigenartige Magie seiner Bilder aber vor allem auf einer vielschichtigen transparenten Malerei, die zudem mit vielen Lackschichten versehen ist. Die Motive für seine Bilder findet der Künstler zumeist in New York oder den Großstädten Europas. In seinen Werken geht es ihm aber nicht um Stadtporträts oder bestimmte bildliche Aussagen, sondern vornehmlich um ästhetische Qualitäten,

Das besondere Interesse des Architekten und Bildhauers Otto Beer gilt immer dem Menschen und der Auseinandersetzung mit seiner Lebensform, seiner Haltung, seinem Wesen, jedoch auch seinem Umfeld und ist somit das verbindende Element. Was für den Architekten die rasch hingeworfene Skizze ist, die oft bereits die komplette Idee in sich birgt, ist für den Bildhauer Otto Beer die Arbeit mit der Kettensäge, sozusagen die Skizze in drei Dimensionen. Holz, einem der ältesten und interessantesten künstlerischen Werkstoffe, hat sich Otto Beer seit vielen Jahren verschrieben. Die Kettensäge, das Werkzeug seiner Wahl, zwingt den Künstler zur Reduktion auf das Wesentliche. Die brachiale Macht der Motorsäge, kombiniert mit messerscharfer Konzentration bei Detailarbeiten ergeben spannungsgeladene Gestaltungsfaktoren. Wie fein und grob können Bearbeitungsspuren von den Skulpturen sein? Lassen sich Späne entfernen? Welche Oberflächenstruktur bleibt letztendlich stehen? Wie viele Kratz- und Arbeitsspuren sind als sichtbares Zeugnis des Schaffensprozesses notwendig, als handschriftlicher Gestus, der die Echtheit des Originals verbürgt und die glatte Oberfläche der Illusion aufbricht? Das macht gerade den besonderen Reiz der abstrakt-figurativen Formen aus. Das Expressive, das Unmittelbare, das Spontane und das Einfach-Archaische. Otto Beer zeigt in seinem Werk die Welt wie sie eben ist. Mit Möglichkeiten für Leid und Glück, für Schmerz und Freude, mit Chancen und Gefahren, Sehnsüchten und Illusionen. (red)

Otto Beer, Es ist schön im Wind zu stehen

• GroßstadtMenschen 12. März bis 7. Juni 2019 Galerie der Volksbank Weinheim www.volksbank-weinheim.de kunstraumMETROPOL 21


F_To_print_kMETROPOL_Q1_2019.qxp_Metropol 11.12.18 00:19 Seite 22


F_To_print_kMETROPOL_Q1_2019.qxp_Metropol 11.12.18 00:19 Seite 23

kunstraumLADENBURG

Emil Stumpp, Theodor Lessing, 1926

Ulrike Thiele, P-BOX I, Collage mixed media, 2018

KÖPFE DER WEIMARER ZEIT

DUPLEX

Emil Stumpp

Ulrike Thiele

Unter dem Titel „Köpfe der Weimarer Zeit“ präsentiert das Kreisarchiv Ladenburg in Zusammenarbeit mit dem Rhein-Pfalz-Kreis eine Auswahl des Ausnahmezeichners Emil Stumpp aus seiner beeindruckenden Bilderwelt. Zu seiner Zeit, den 1920er und frühen 1930er Jahren, war Emil Stumpp Millionen Menschen bekannt, heute ist er fast vergessen. Der in Neckarzimmern geborene, in Worms aufgewachsene Künstler arbeitete nach dem ersten Weltkrieg als Kunst- und Sportlehrer. Doch er kündigte seine Beamtenstellung, um freischaffender Künstler zu sein, war später beinahe rastlos auf Reisen in Europa unterwegs, um zu zeichnen, vor allem Personen, aber auch Stadtansichten und Landschaften. Berühmt machten ihn seine bewegenden Studien zu den Gesichtern der Menschen: Schauspieler, Künstler, Literaten, Sportler und Politiker. Was Rang und Namen hatte, fand sich als Porträt in seinem Oeuvre wieder. Rund 20.000 sollten es in seinem Leben werden, und er sollte bis 1933 beinahe täglich mit seinen Bildern in den Zeitungen und Zeitschriften vertreten sein. Wegen eines missliebigen Hitler-Porträts von 1933 wurde er mit Berufsverbot belegt und 1940 unter fadenscheinigen Gründen verhaftet. Er starb am 5. April 1941 im Gefängnis.

Der Ausstellungsraum des Kreisarchivs Ladenburg mit seiner ganz eigenen Anmutung bildet den Ausgangspunkt für die Multi-Media-Installation Duplex der in Mosbach lebenden und arbeitenden Künstlerin Ulrike Thiele. Seit vielen Jahren gilt Thieles Interesse Raumsituationen, wobei sie unter anderem das Verhältnis von Innen- und Außenraum und die Verknüpfung zu historischen Gegebenheiten untersucht. Aus unterschiedlichen Perspektiven entwickelte Gedanken zum Thema Raum erhalten Gestalt in Grafik, Objekten und Installationen. So auch in der im Rahmen von „Atelier und Künstler“ (neu: „Radiale“) 2016 erstmalig präsentierten „Kunst am Grünen Hang – Landschaftsraum Kommandantenhaus Dilsberg“, bei der die Künstlerin mit ihrer mehrteiligen Außeninstallation „Letzter Stand: schwebend“ das Gelände bespielte. Auch dieser Arbeit ging eine genaue Untersuchung der Umgebung und der Historie des Ortes voraus.

Seine Arbeit, die er mit schnellem Bleistiftstrich absolvierte, war von den Porträtierten geschätzt, denn er schien instinktiv deren Persönlichkeit zu erfassen. Die Betrachter der Bilder fanden, dass er damit einzigartige Einblicke in das menschliche Gesicht gewährte. Und eine weitere Besonderheit boten seine Porträts: er ließ sie sich signieren. (red) • Köpfe der Weimarer Zeit 23. Januar bis 1. März 2019 Kreisarchiv Ladenburg www.kultur-im-kreis.net

Für die neue Ausstellung Duplex dienen Ulrike Thiele besonders bauliche Elemente und Materialien des Ausstellungsraumes als Impulsgeber für eine Reflexion über den Ort in seiner spezifischen Beschaffenheit. Der Titel Duplex weist auf die Vorgehensweise hin, mit der sie sich den Raum erschließt, indem vorhandene Strukturen in einem ersten Schritt über diverse Medien gedoppelt werden. So entstandene Fotografien oder Abdrücke bilden das Ausgangsmaterial für die Entwicklung neuer Form- und Sinnzusammenhänge und ermöglichen einen erweiterten Blick auf vermeintlich Bekanntes. Eine Raumuntersuchung, die den Blick für einen „eigenen Standpunkt“ schärfen soll. (red) • Ulrike Thiele 21. März bis 5. Mai 2019 Kreisarchiv in Ladenburg www.kultur-im-kreis.net kunstraumMETROPOL 23


F_To_print_kMETROPOL_Q1_2019.qxp_Metropol 11.12.18 00:19 Seite 24

24 kunstraumMETROPOL


F_To_print_kMETROPOL_Q1_2019.qxp_Metropol 11.12.18 00:19 Seite 25

kunstraumLANDAU

kunstraumSCHWETZINGEN

Alke Reeh, Plissee (mongolisch), 2004

Gerhard Rießbeck, Der Eisfreund, 2018 (Ausschnitt)

KEINE TULPENMANIE

GERHARD RIESSBECK

modern baroque in der Villa Streccius

Eiszeit in Schwetzingen

Lifestyle-Anzeigen im monumentalen Format, die eine glamouröse Luxuswelt in Szene setzen und riesige Blumenstillleben, in denen Drähte, schimmlige Früchte und tropische Blüten einen hybriden Garten Eden beschwören - das sind zwei der künstlerischen Positionen, die in der Ausstellung modern baroque beispielhaft für eine Tendenz zur „Barockisierung“ in der aktuellen Moderne stehen.

Mit dem 1964 geborenen und in Bad Windsheim/Franken lebenden Maler Gerhard Rießbeck präsentiert der Kunstverein Schwetzingen im Palais Hirsch eine sehr winterliche Ausstellung. Nach seinem Studium an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg entführte Rießbeck ein DAAD-Stipendium 1994 für vier Monate nach Island. 1998 folgte eine Reise nach Grönland, 2000 eine nach Lappland und 2001 eine sechswöchige Arktisexpedition mit dem berühmten Alfred-Wegener-Institut, das ihn als offiziellen Expeditionsmaler engagiert hatte. Viele weitere Reisen in den Norden sollten bis in jüngste Zeit folgen.

Charakteristisch sind etwa der Hang zu Opulenz und pompöser Ästhetik, oder raumgreifender Dynamik mit schwingenden oder seltsam gedrehten Formen, zur Ornamentik u.ä. Ironisierung und Verfremdung, Vergrößerung oder die Übersetzung in andere Medien sind die Stilmittel, um das Potential barockisierender Formen auszuschöpfen. Es finden sich Anspielungen auf das strenge höfische Zeremoniell, auf französische Gartenarchitektur, auf die (Jagd)Lust, auf Natur, auf nobilitierende Raumdekoration und auf die Fassade absolutistisch-diktatorischer Herrschaft. Denn es geht in der Ausstellung nicht um ein idealisiertes Bild des historischen Barock, das mit aktuellen Inhalten gefüllt wird, sondern um eine Reflexion unserer heutigen Gesellschaften, im Spiegel jener Phänomene, die wir heute mit „barock“ assoziieren. Am Beispiel von Werken aus den Medien Skulptur, Fotografie, Video, Installation, Malerei und Zeichnung zeigt die Ausstellung, dass als „barock“ konnotierte Stilprinzipien in der Übersetzung in heutige Kontexte eine überraschende Aktualität gewinnen. Beteiligte KünstlerInnen: Gabriele Basch/D, Iris Bouwmeester/NL, Benjamin Bronni/D, Parastou Forouhar/IR , Sakir Gökcebag/TR/D, Dagmar Hugk/D, Laura Schawelka/D und andere. Lida von Mengden • modern baroque 2. Februar bis 17. März 2019 Städtische Galerie Villa Streccius, Landau www.villa-streccius.de

Hier im Norden ist die Romantik noch zu finden. Ewige Landschaften ohne Menschen und urbane Lichtverschmutzung machen die Natur und insbesondere die Nacht zu einem elementaren Erlebnis. Auf langen Wanderungen durch Eis und Schnee vertiefen sich die arktischen Landschaftseindrücke in ihren besonderen Lichtstimmungen. Bisweilen setzt Rießbeck auch sich selbst in Szene und porträtiert sich als unverfrorenen Romantiker in metaphysischer Einsamkeit. Vor Ort ist freilich schlecht malen, Fotografien und Skizzen versuchen die Eindrücke zu notieren. Wieder zurück im warmen Zuhause werden diese in feinste Ölmalerei umgesetzt. So entstehen winterliche und sehr traumhaft schöne Gemälde in einem naturgemäß kühlen Kolorit, die von Einsamkeit und einer durchaus romantischen Weltflucht erzählen, wie der Titel „Außenposten“ andeutet. Hinzu treten surreale und abstrakte Motive, die die reine Naturschilderung überwinden und die Bilder symbolistisch noch geheimnisvoller erscheinen lassen. Dietmar Schuth • Gerhard Rießbeck 2. bis 24. März 2019 Kunstverein Schwetzingen, Palais Hirsch www.kunstverein-schwetzingen.de kunstraumMETROPOL 25


F_To_print_kMETROPOL_Q1_2019.qxp_Metropol 11.12.18 00:19 Seite 26

THE ART OF

JAPANESE PORCELAIN BIS 20. JANUAR 2019

Galerie Marianne Heller Friedrich-Ebert-Anlage 2, Am Stadtgarten D-69117 Heidelberg Öffnungszeiten: Di - Fr 11 - 13 Uhr & 14:30 - 18 Uhr, Sa 11 - 18 Uhr und nach Vereinbarung Tel.: +49(0) 6221 - 61 90 90 www.galerie-heller.de


F_To_print_kMETROPOL_Q1_2019.qxp_Metropol 11.12.18 00:19 Seite 27

kunstraumHEIDELBERG

kunstraumABO

Yasutaka Baba, Elemental Form II, 2018

THE ART OF JAPANESE PORCELAIN

kunstraumMETROPOL

Alles was Porzellan sein kann

Nie mehr verpassen dank Abo!

Porzellan hat auch im 21. Jahrhundert nichts von seiner Magie verloren. Weltweit erkunden Keramiker ihre kreativen Potenziale im Gestalten des weißen, schwer zu beherrschenden Materials. Seit der Mitte des 17. Jahrhunderts, in die mit der Entdeckung der Porzellanvorkommen von Arita der Beginn von Japans eigener Porzellantradition fällt, hat sich jede Generation japanischer Töpfer (in schöpferischer Auseinandersetzung mit der vorbildhaften chinesischen und koreanischen Tradition) durch besondere, dem Material geschuldete oder verdankte, Fertigkeiten in der Ver- und Bearbeitung von Porzellan ausgezeichnet. Besuche der großen Keramiksammlungen der Welt zeigen, welche globale Faszination von diesem Material ausgeht. Die Arbeiten der sechs in der Galerie Marianne Heller ausstellenden Künstler ihre handwerkliche Vollkommenheit, die Harmonie ihrer materiellen Eigenschaften mit ihrer Erscheinung, erzeugen einen ästhetischen Überschuss, der ihnen ihren besonderen Rang verleiht. Die Ausstellung ist ein Augenfest. Von Yasutake Baba sind einige Kompositionen aus kubischen Formen zu sehen, Yoko Imadas klassisch hergestellte, traditionell glasierte und „gebrauchsfähige“ Schalen ergänzen sich verwandschaftlich mit den hohen, farblich zurückhaltenden zylindrischen Gebilden Masaru Nakadas, deren buchstäbliche Bodenlosigkeit sie jedoch funktionalen Zuord-

nungen entzieht. Auch die durchschnittenen Gefäße von Yoshinoro Ohno sind im üblichen Sinnen keine Gebrauchsgegenstände: sie sammeln Licht und machen die besondere Eigenschaft des Porzellans, seine Transluzenz, sichtbar. Höhepunkte technischer Raffinesse markieren die luftigen Gebilde von Shigekazu Nagae, aus glasierten hauchdünnen Bändern zusammengefügt, punktuell im Brand aneinander geschmolzen und von der Brandhitze gespannt, so leicht wirkend, als könnten sie sich jederzeit in die Lüfte erheben. Berückend schön, fast majestätisch, begegnen uns wie Erscheinungen die Vasen von Akihiro Maeta in reinem Weiß, die nichts mehr von den Mühen ihrer Herstellung verraten. Es sind vollkommen proportionierte, zart facettierte, den Blick des Betrachters fesselnde Formgebilde mit geradezu wesenhafter Ausstrahlung. Diese Ausstellung bietet alles, was Porzellan sein kann. Joachim Utz

kunstraumMETROPOL, das Kunstmagazin der Metropolregion Rhein-Neckar bietet regelmäßig Informationen zu zeitgenössischer Kunst in Heidelberg, Ludwigshafen und Mannheim, um nur einige „hotspots“ zu nennen, und weit darüber hinaus. Ausstellungsbesprechungen, Interviews mit Kunstschaffenden und Kunstvermittlern, Künstlerporträts, Ausstellungsempfehlungen und eine umfassende Übersicht über Kunsttermine in einem Quartal ermöglichen die schnelle Orientierung über die aktuellen Kunstaktivitäten in der Metropolregion. kunstraumMETROPOL liegt in ausgewählten Museen und Kunsträumen aus und ist im Abo erhältlich: Dann erhalten Sie regelmäßig die Ausgaben direkt in Ihren Briefkasten. Es kostet 20,- Euro und umfasst vier Ausgaben inkl. Versand und MwSt. Bei Interesse senden Sie einfach eine E-Mail mit Angabe der Lieferadresse und dem Zeitpunkt, ab dem Ihr Abo beginnen soll an: redaktion@kunstraum-metropol.de

• The Art of Japanese Porcelain bis 20. Januar 2019 Galerie Marianne Heller, Heidelberg www.galerie-heller.de kunstraumMETROPOL 27


F_To_print_kMETROPOL_Q1_2019.qxp_Metropol 11.12.18 00:19 Seite 28

Franz Mazura & Rainer Szymannsky Karikaturen und Cartoons AUSSTELLUNG 4.- 27. FEBRUAR 2019 VERNISSAGE MITTWOCH, 6. FEBRUAR 19 UHR DAS WORMSER THEATER, KULTUR UND TAGUNGSZENTRUM, RATHENAUSTRASSE 11, 67547 WORMS ÖFFNUNGSZEITEN MONTAG-FREITAG 10-18 UHR, SAMSTAG 9-12 UHR

28 kunstraumMETROPOL


F_To_print_kMETROPOL_Q1_2019.qxp_Metropol 11.12.18 00:19 Seite 29

kunstraumWORMS

kunstraumMANNHEIM

Franz Mazura, Selbstbildnisse, 2014

Tuğ ba Ş imş ek, Botanical Garden 2018 / Cholud Kassem, Wudus, ‘06

KARIKATUREN UND CARTOONS GALBIKALBIM Franz Mazura & Rainer Szymannsky

Tuğba Şimşek und Cholud Kassem

Die beiden Künstlerfreunde Franz Mazura und Rainer Szymannsky zeigen Arbeiten auf Papier, die man „erlebte Zeichengeschichte„ nennen könnte. In der karikaturistischen Grundintention sind sie sich - formal gesehen - einig: mit wenigen sicher gesetzten Strichen und klaren Linien die markanten, wesentlichen Merkmale und Charaktereingenschaften ihrer Figuren zum Vorschein zu bringen, inhaltlich gesehen: bei aller karikierenden Übertreibung die dargestellten Personen nie zu verletzen, sondern „kameradschaftlich“-charmant wiederzugeben. So sind viele Zeichnungen eine Homage und „Liebeserklärung“ an Freunde, Bekannte und prominente Persönlichkeiten.

Die in Bagdad geborene Heidelberger Malerin Cholud Kassem lebt seit ihrer frühen Kindheit in Deutschland und ist nur indirekt an der Archäologie oder gar Ethnologie einer fernen Heimat interessiert. Und trotzdem evozieren ihre Acrylbilder archaische Bilder einer versunkenen Welt, die freilich nicht von Wüstensand begraben ist, sondern wie Traumbilder aus unserem kollektiven Unterbewusstsein zu stammen scheinen. Vor einigen Jahren begann Kassem, rudimentäre Gesichter oder Masken in starken Farben und Kontrasten zu malen, in einer organischen wie auch geometrischen Ordnung. Meist fehlt ihnen ein Sinn: die Augen, der Mund oder die Nase. Dazu kommen Helme, Fühler und andere Abwehrwaffen. So kokettiert sie in der Serie Wudus mit dem animistischen Aberglauben, der Masken vor allem als Apotropäen begreift, als Abwehrzauber gegen böse Blicke und personifizierte Ängste. Doch nicht alle ‚Masken‘ sind böse, manche wirken freundlich und zeigen sogar humorvolle Strategien auf, uralte wie ganz moderne Ängste zu besiegen. Zwischenzeitlich entstand eine Serie von Bildern, die sich auf die Ausstattung dieser Apotropäen konzentrierte: schützende Hauben, kultische Gewänder u.a.m. und die Serie Superkarmas.

Durch eine spontane Malauffassung - Mazura mit spitzer Feder, Szymannsky mit rundem Pinsel -, wirken die Zeichnungen äußerst lebendig und ermöglichen dem Betrachter ein heiter-vergnügliches Wiedererkennen, noch ohne dass er den dazugehörenden Namen gelesen hätte. Während Mazura besonders seine Freunde aus dem Theatermilieu liebevoll mit den entsprechenden Attributen ausstattet, sie in typischen Situationen darstellt und ihnen zeichnerisch seine Referenz erweist, rekurriert Szymannsky in seinen farbigen Cartoons auf die große Tradition, etwa des britischen„Punch“ und erzählt kleine komisch-humoristische Geschichten, welche auch dem ernsten Betrachter ein Schmunzeln abnötigen. Die gemeinsame Leidenschaft zum Zeichnen hat den renommierten Sänger-Schauspieler Franz Mazura und Rainer Szymannsky, den Sohn des Haueisen-Schülers Emil Szymannsky, zusammengebracht und motiviert, mit ihren Gestalt gewordenen Ideen an die Öffentlichkeit zugehen. Stefan Ackermann

• Franz Mazura & Rainer Szymannsky 4. bis 27. Februar 2019 Das Wormser, Worms www.kvg- worms.de

Die jeweiligen Keramiken der Serie Botanical Garden von Tuğba Şimşek erinnern an zartes gewelltes Papier und sind unterschiedlich bezeichnet, bemalt und aquarelliert. Hierfür wurden verschiedene Glasuren, Fritten, Engoben, Untergrundstifte, Dekorfarben, sowie Oxidstifte verwendet. Mit Hilfe der Zeichnung als direktes Ausdrucksmittel werden erste Eindrücke der Umgebung vom Künstler festgehalten, sei es im Atelier, in der freien Natur oder unterwegs auf Reisen. Das Zeichnen unterstützt die Reflektion seiner persönlichen Erfahrungen und die Erkenntnis seiner künstlerischen Lebensabschnitte in einer sehr reduzierten und vereinfachten Form. Aufgrund seines intuitiven Arbeitsprozesses wird ihm ein tiefes Einfühlen in die Umgebung ermöglicht und in Form der Zeichnung für den Betrachter konserviert. Dietmar Schuth / (red) • Galbikalbim 25. Januar bis 5. April 2019 Galerie im Tulla, Mannheim www.tulla-mannheim.de kunstraumMETROPOL 29


F_To_print_kMETROPOL_Q1_2019.qxp_Metropol 11.12.18 00:19 Seite 30

kunstraumMANNHEIM

Udo Rein, caddystop4, 2013

LICHT-BLICKE Daniel Huss und Udo Rein Die Ausstellung Licht-Blicke zeigt Arbeiten des Bildhauers Daniel Huss sowie des Malers und Videokünstlers Udo Rein. Beide verbindet die Lust zu erzählen, zu dokumentieren und die Bildhaftigkeit von Kunst in einem anderen Licht zu reflektieren. Die Skulpturen von Daniel Huss rufen ein Narrativ der Irritation, Absurdität und des Spielerischen auf. Die Objekte sind aus unterschiedlichen Materialien, wie Glas, Holz, Metall, Styropor, Stuckmarmor oder Beton geformt und werden zum Teil mit poppig pastelligen Farben versehen oder auf ungelenk erscheinenden Sockeln drapiert. Einem seltenen Fundstück gleich generieren sie einen skulpturalen Raum, in dem der Betrachter auf einen charmanten kleinen Wortschatz stößt, der zu einer Befragung der flüchtigen Trigger-Ästhetik oder der nostalgischen Sehnsucht nach dem Dauerhaften in der Kunst anregt. Der Künstler Udo Rein visualisiert Gegenwartsbeobachtungen, die uns zu den Rändern der Welt führen und zu den Interpretationen der Gegenwart zurück. Thematisch richtet er seinen Blick auf die sozialen und urbanen Gegensätze in unserer globalisierten Gesellschaft und entwickelt dazu, in Referenz auf die Impulse der Popund Street Art, Videoarbeiten und gestische Malerei-Collagen auf Holzpanels. Durch das Fragmentarische der Collagetechnik rücken die Details in den Vordergrund, die, gleichsam einem Spurenbild, Sichtbarkeiten erzeugen. Udo Rein schafft visuelle Zeichen in einem Moment, in dem der politische und soziale Raum Prekarität kennzeichnet. Es kommt auf den wahrgenommenen Moment an. (red) • Licht-Blicke 15. März bis 13. April 2019 [Kunst]PROJEKTE Monica Ruppert, Mannheim www.kunstprojekte.eu


F_To_print_kMETROPOL_Q1_2019.qxp_Metropol 11.12.18 00:19 Seite 31

kunstraumKAISERSLAUTERN

kunstraumHEIDELBERG

Philipp Hennevogl, Essigbaum, 2017

Vera Bonsen, Bly, Installation (Detail) 2018

PHILIPP HENNEVOGL

INSZENIERTE RÄUME

Unrat und Natur

Vera Bonsen

In seinen grandiosen, großformatigen Linolschnitten zeigt sich der Künstler als Beobachter des zeitgenössischen Alltagslebens und dessen spezifischer Gegenstandswelt. Sein herausragendes druckgraphisches Werk fasziniert ebenso mit nah gesehenen Natureinblicken wie mit großformatigen Landschaften. Stilistisch verarbeitet er Anregungen durch Neusachliches und fotorealistische Tendenzen.

In der Ausstellung Inszenierte Räume zeigt Vera Bonsen eine Bandbreite ihrer Arbeiten von Installationen, Papierschnitt über Wandobjekte bis hin zu Mal- und Fotoarbeiten. Herausgefordert durch die Bedingungen des Galerieraumes mit drei großen, einsehbaren Fenstern möchte sie ein Ensemble schaffen, welches im Dialog miteinander einen äußeren und inneren Zusammenhang spürbar machen soll - Fundstücke, Gegenstände, welche verändert in einen anderen Kontext gebracht werden, Alltagsobjekte, Papier, Pappen und Farben.

Begonnen hat Philipp Hennevogl während seines Studiums in Kassel zunächst mit ungegenständlicher Malerei. Seit Mitte der 1990er Jahre arbeitet er zunehmend mit dem künstlerischen Hochdruck, ab 2004 wird der Linolschnitt alleiniges Ausdrucksmittel. Ausgangspunkt seiner Blätter sind meist eigene Fotografien, die als Basis für Vorzeichnungen zu seinen Schnitten dienen. Seit 2007 macht sich Hennevogl unabhängig von den Formatvorgaben der Druckpressen. Seine neue, in dieser Ausstellung umfassend dokumentierte Werkphase ist gekennzeichnet durch den Übergang zu einer großformatigen Arbeitsweise und dem Druck auf qualitativ höherwertigem Papier. Dies bedeutet, dass er sich zum Handdruck hinwendet, den er seitdem für seine großen Linolschnitte ausschließlich praktiziert und den er zu beeindruckender Meisterschaft geführt hat. Mit diesen großen Blättern befindet sich der mittlerweile Fünfzigjährige in formaler wie inhaltlicher Hinsicht auf einem Höhepunkt seines graphischen Schaffens. Philipp Hennevogl gilt als einer der wichtigsten zeitgenössischen Linolschneider. Heinz Höfchen

• Philipp Hennevogl 15. Dezember 2018 bis 10. Februar 2019 Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern www.mpk.de

Die Künstlerin, die in Venedig Bühnen- und Kostümbild studiert hat mit einer anschließenden langjährigen Theatererfahrung im In- und Ausland, lässt sich vom Raum, vom Objekt, vom Gegenstand und den vielfältigen Materialien leiten und vereinnahmen in einer Spielerei mit den unterschiedlichen Genren, ohne dabei den wechselseitigen Bezug aus den Augen zu verlieren. Mal ist es die Lust an der großen Farbfläche, mal die formale Strenge, welche das Material einfordert, dann wieder eine filigrane Kleinteiligkeit, alles hat seine Geschichte, seinen eigenen Raum, seine innere Notwendigkeit, die durch die künstlerische Umsetzung sichtbar gemacht werden soll. „Mich interessiert die Erkundung des Raumes zum einen durch eine präzise architektonische Planung, zum anderen durch die unberechenbaren Bedingungen und Eigenschaften des Materiales und der Gegenstände. Die Natur, Geschichten, Literatur, Filme, der Baumarkt u.v.a. bestimmen und leiten mein Tun.“ (red)

• Inszenierte Räume 12. Januar bis 16. Februar 2019 GEDOK Heidelberg www.gedok-heidelberg.de kunstraumMETROPOL 31


F_To_print_kMETROPOL_Q1_2019.qxp_Metropol 11.12.18 00:19 Seite 32

kunstraumHEIDELBERG

kunstraumMANNHEIM

Hinrich Zürn, Ruanda II, 2018

Jörg Kraus, Window F6, 2018 (Ausschnitt)

JÖRG KRAUS

HINRICH ZÜRN

Windows and Crossroad

Orte und Bedeutungen

Was ist Schicksal anderes als Lebenswege, die sich kreuzen, als Begegnungen und Konstellationen, die zu Entscheidungen an „Kreuzwegen“ führen? Oder Stationen auf einem Weg, an welchen man wie durch Fenster in eine mögliche andere Welt blickt, die im nächsten Moment auch die eigene sein kann?

Hinrich Zürn arbeitet intuitiv. Dennoch dauert der Prozess der Vollendung mitunter Jahre. In seinen Werken zeigt sich der besondere Reiz der Landschaftmalerei für den Künstler: der Gegenstand kann zugunsten der Malerei in den Hintergrund treten. Dabei haben die Linien und Flächen, die beispielsweise Bäume und Berge beschreiben einen eigenen kompositorischen und malerischen Wert für die Arbeit. Zugunsten einer freien Auffassung des Bildmotivs und somit als Loslösung von der Malerei als Abbildung zu einer Malerei als Malerei werden die Körperhaftigkeit der Gegenstände sowie die Perspektive sekundär. Raum und damit Bildtiefe bestimmt der Künstler durch die Wahl der Farben und des Farbauftrags. Dabei wird die Intensität der Farben durch starke und neutrale Kontraste gesteigert. Es entstehen Effekte, die eine strahlende Leuchtkraft schaffen.

Mit einer Foto-, Video- und Rauminstallation in der Heidelberger Heiliggeistkirche formuliert Jörg Kraus eine deutlich andere Version eines „Kreuzweges“, als dies in der Zeit vor Ostern zu erwarten wäre. Ein Dreiweg gliedert den Raum in Segmente und bildet jene Kreuzung nach, die schon seit je her symbolisch aufgeladen ist: als Ort der Entscheidung – auf welchem Weg geht es weiter – als Ort an welchem sich Lebenslinien zum Teil schicksalshaft begegnen und damit auch ein Ort, an welchem die Ahnen ein bevorzugtes Fenster zur Welt der Lebenden haben. Die unterschiedliche Bearbeitung des Fenstermotivs reflektiert das Trennende und gleichzeitig Verbindende unterschiedlicher Welten. Als hinterleuchtetes, frei im Raum stehendes abstraktes Fenster, aber auch als Konstellation unterschiedlich zusammengesetzter Fenster ergibt sich eine frei assoziative Erzählung zu Stationen am Weg. Ein Weg, oder besser ein Dreiweg, der in diesem Fall das Seitenschiff der Kirche gliedert. Dabei geht es nie um den Einzelnen, wie auch in der Videoinstallation deutlich wird. Eher um Familienkonstellationen, um einen Blick, der z.T. absichtlich in der Unschärfe verbleibt, um genau nicht an der einzelnen Geschichte zu verweilen. Insbesondere die Videoinstallation bietet vielmehr einen Fluss dieser Lebenslinien an, behält Distanz wie beim Blättern in einem fremden Fotoalbum, gewinnt durch seine eigene Ästhetik jedoch eine Prägnanz die gemahnt, sich Zeit zu nehmen und genauer hinzusehen. (red)

• Windows and Crossroads 24. Februar bis 14. April 2019 Heiliggeistkirche Heidelberg www.Citykirche-Heiliggeist.de 32 kunstraumMETROPOL

Bei aller spontan wirkenden Geste, vor allem beim Aufbau von großen Flächen mit nur einer Farbe lässt Zürn den Pinselstrich niemals ganz frei. Bis hin zur aufgelöst, skizzenhaft wirkenden Wiedergabe des Hintergrunds oder einzelner Details im Bild bleibt die Setzung des Pinsel kontrolliert und in jedem Strich konzentriert. Denn häufig gilt es einzelne Linien im Werk zu betonen und damit die graphische Anlage des Bildgefüges zu vermitteln. Die Dekonstruktion räumlicher Zusammenhänge schafft bei uns den Betrachtern eine Verunsicherung. Die Verunsicherung über den mehrfachen Wechsel der Perspektive und über unseren Standpunkt zum Motiv, begünstigt, dass wir mit dem Auge von Linie zu Linie springen, ihr folgen und dabei feststellen, dass der Raum stärker durch die sensible Farbskala und damit durch die Malerei selbst entsteht. In einigen Werken schafft es Zürn den Bildraum durch die Verdichtung von Linien und Flächen in einer Weise zu organisieren, dass diese Arbeiten geradezu eine Sogwirkung entfalten. (red) • Hinrich Zürn 13. Januar bis 16. März 2019 Galerie Grandel, Mannheim www.galeriegrandel.de


F_To_print_kMETROPOL_Q1_2019.qxp_Metropol 11.12.18 00:20 Seite 33

kunsträumeHEIDELBERG

Vera Bonsen, doll’s minuet 2, 2017

Esther Hagenmaier, Bildkörper, 2015

Hannes Steinert, o. T., 2017

RAUMSEHEN

HANNES STEINERT

Vera Bonsen und Esther Hagenmaier

Druckgrafik

Material, Struktur, Farbe und Raum sind wichtige Aspekte der Papierarbeiten von Vera Bonsen und rücken sie in die Nähe der Konkreten Kunst. Objekte sowie Papierschnitte gehen von exakten Konstruktionszeichnungen aus, werden aus vielen Einzelteilen gebaut und zusammengesetzt oder in mehreren Lagen von Papier geschnitten. Neben der Liebe zu Geometrie und seriellen Ordnungsstrukturen gibt es auch noch eine andere Seite mit Neigung zur organischen Formsprache wie etwa der Wellenform. Nicht zu vergessen die Bedeutung der sinnlichen und vielschichtigen Farbigkeit. Die Tendenz zur Auflösung der Flächen, zu Leichtigkeit und Transparenz hat Vera Bonsen konsequent weiter verfolgt. Sie experementiert mit verschiedenen Techniken von Faltung, Schichtung, Perforierung bis hin zum Papierschnitt. Er wird ihr adäquates Medium, dem die Linie als wesentliches Gestaltungselement zu Grunde liegt. Von einfachen Strukturen ausgehend, entwickelt sie ein immer komplexeres System farbiger Schnitte mit mehreren hintereinander liegenden Schichten. Die mit dem Skalpell geschnittenen Papiere überlagern sich, sind mit tieferen Schichten verknüpft und verwoben und erinnern an filigrane Gewebe und Flechtwerke. Neu und erstmalig zu sehen sind die Malobjekte auf Leinwand – als Farb- und Formstudien. Sich überlagernde Flächenbänder in unterschiedlicher Farbgebung erzeugen ein Raumgefühl entsprechend den dreidimensionalen Arbeiten von Vera Bonsen. Zu den „shaped photographies„ von Esther Hagenmaier schreibt Birgit Höppl unter dem Stichwort Denkräume: Bereits mit der Wahl des jeweiligen Bildausschnittes reduziert Ha-

genmaier ihre Motive, meist Architekturen, auf spannungsreiche formale Bezüge, verwirft in der Folge, was ihr als unwichtig, als Ablenkung oder schlichtweg als uninteressant erscheint. In einem langsamen Prozess der Reduktion entfernt sie Bildpartien, schält versteckte Bezüge heraus – noch vorhandene Reste erzählerischer Fragmente fallen endgültig weg. Die Linie gewinnt an Bedeutung, Fläche und Form werden als eigenständige Akteure stark. Der Schatten, der immaterielle Mitspieler gewinnt an spannungsreicher Kraft, bis er auf manchen Arbeiten raumprägend das Motiv dominiert. Die photographierte Architektur tritt zwangsläufig hinter ihr skelettiertes Extrakt zurück. Ohne digitale Bildbearbeitung hat sie eine spannendere Methode entwickelt, die Binnenstruktur des Objektes von Beginn an auf das Wesentliche zu reduzieren.

Der in Stuttgart lebende Künstler Hannes Steinert (Jg. 1954) hat sich neben seiner Tätigkeit als Maler und Zeichner, immer  mit den druckgrafischen Techniken auseinander gesetzt. So schuf er in den letzten 40 Jahren ein umfangreiches Werk an Linoldrucken, Radierungen, Holzschnitten und Siebdrucken, die in kleinen Auflagen gedruckt wurden. Zu seinen besonders geschätzten Verfahren im Linoldruck gehört das Arbeiten mit der ‚Verloren Platte‘, bei dem nach jedem Schnitt ein neuer Druckvorgang vorgenommen wird.

Die Themen seiner Drucke beinhalten dieselben wie im malerischen und zeichnerischen Werk, das vom Informel geprägt ist und sich zwischen Figuration und AbstrakMit den Ergebnissen, die dieses, höchste Präzi- tion bewegt. sion erfordernde Verfahren hervorbringt, hat sie eine künstlerische Form gefunden, die Neben seiner kräftigen Farbigkeit bestechen sich zwischen Photogaphie und skulpturalem die Arbeiten durch ihre sehr persönliche Wand-Objekt bewegt, mit dem Ziel, aus dem Poesie. In dem Wechselspiel zwischen Malephotographischen Bild ihre eigene Wahrnehrei und Zeichnung, entstand parallel dazu mung zu destillieren. Durch Beschneidung und ein eigenständiges Werk der Druckgrafik. Reduktion erzeugt sie Rückzugsräume für das Auge. Die Wand als Grundelement jeder dau- Erstmals zeigt der Kunstraum Vincke-Lieperhaften Architektur scheint wie ein Sinnbild mann eine umfassende Werkschau des tragfähiger Strukturen schlechthin. Die Kongrafischen Schaffens von Hannes Steinert. zentration auf das Wesentliche schafft Ruhe. (red) Die „shaped-photographies“ sind nicht gemütlich, sie bleiben anregende Denk- und Aufenthaltsräume. U. Hauser-Suida / (red) • RaumSehen • Hannes Steinert bis 26. Januar 2019 23. Februar bis 7. April 2019 Galerie Grewenig, Heidelberg Kunstraum Vincke-Liepmann, Heidelberg www.galerie-grewenig.de www.kunstraum-vincke-liepmann.de kunstraumMETROPOL 33


F_To_print_kMETROPOL_Q1_2019.qxp_Metropol 11.12.18 00:20 Seite 34

34 kunstraumMETROPOL


F_To_print_kMETROPOL_Q1_2019.qxp_Metropol 11.12.18 00:20 Seite 35

AUSSTELLUNGEN BAD RAPPENAU Wasserschloss (Kulturamt Bad Rappenau) Hinter dem Schloss 1, Bad Rappenau So 13-18h bis 6. Jan. 2019 Künstlergruppe GLUT (Gerd Vetter, Ludwig Hönle, Uli Deuter, Thomas Pfriem): HALTUNGEN Finissage, 6. Jan. 2019, 17h

BENSHEIM Guppe Kunst im Fürstenlager Kur- und Verkehrsverein Auerbach 1866 e.V. Damenbau am Fürstenlager, Bensheim Sa 14-17h, So 11-17h bis 30. Dez. 2018 Mitgliederausstellung Gruppe Kunst im Fürstenlager: Mal so gesehen 26. Jan. bis 24. Febr. 2019 Anette Gundermann, Sylvia Hagen (Malerei, Skulpturen) 3. bis 31. März 2019 Theresia Schug (Malerei)

Stadtkultur Museum Bensheim Marktplatz 13, Bensheim bis 20. Jan. 2019 Freak Show - Abnormitäten im Spiegel historischer Postkarten

BRETTEN Melanchthon-Akademie Bretten Melanchthonhaus, Melanchthonstraße 1-3, Bretten Di-Fr 14-17h, Sa, So 11-13h und 14-17h

BRUCHSAL Kunstverein “Das Damianstor” Bruchsal e.V. Schönbornstraße 11, Bruchsal Sa 14-17h, So 11-17h 3. Febr. bis 3. März 2019 Sophie Lichtenberg: Kinder der Olmype (Preisträgerausstellung zur Verleihung des Giovanni Francesco Marchini Preises) 17. März bis 14. April 2019 Michael Danner: Skulptur, Performance, Installation

BRÜHL Villa Meixner Schwetzinger Straße 24, Brühl Sa 14.30-17.30h, So und Feiertage 14-17.30h 25. Jan. bis 17. Febr. 2019 Bettina Mohr: HEIMArT Eröffnung, 25. Jan. 2019, 19h 22. März bis 22. April 2019 Nina Kruser, Andrea Tewes: Was uns verbindet Vernissage, 22. März 2019, 19h

DARMSTADT Atelierhaus Darmstadt Riedeselstraße 15, Darmstadt Fr-So 16-19h

Designhaus Darmstadt

bis 19. Jan. 2019 Bestandsaufnahme: Die ersten 40 Jahre. Abstraktion und Gegenstand - Farbe und Schwarzweiß

Institut für Neue Technische Form (INTeF) Friedensplatz 11, Darmstadt Di-Sa 11-17h, So 11-14h bis 17. März 2019 65+ Designgeschichte und -geschichten

Kunstarchiv Darmstadt e.V. Kasinostraße 3/Literaturhaus, Darmstadt Di-Fr 10-13h, Do 10-18h bis 14. Dez. 2018 Ariel Auslender, Christa Berz, Gloria Brand, Gudrun Conford, Hagen Hilderhof, Sehriban KöksalKurt, Joachim Kuhlmann, Jürgen Langer, Klaus Lehmann, Sheena Meyer, Werner Neuwirth, Dina Rautenberg, Vera Röhm, Doris Schäfer, Victor Schönrich, Siegrid Siegele, Ortrud Sturm, Peter Thoms, Lei Xue: Material - Sprache der Kunst

Kunstforum der TU Darmstadt Altes Hauptgebäude, Hochschulstraße 1, Darmstadt, Di-So 13-18h und Museum Jagdschloss Kranichstein Kranich Str. 2, Darmstadt Mi-Fr 13-17h, Sa 10-17h bis 24. Febr. 2019 Emmanuelle Rapin, Angelika Krinzinger: Sauvage

Kunsthalle Darmstadt Steubenplatz 1, Darmstadt Di, Mi, Fr 11-18h, Do 11-21h, Sa+So 11-17h bis 6. Jan. 2019 David Czupryn: He She It 26. Jan. bis 14. April 2019 What Are We Made Of? Werke aus der Art Collection Telekom

Museum Künstlerkolonie Darmstadt Olbrichweg 13A, Darmstadt Di-So 11-18h Dauerausstellung Raumkunst - Made in Darmstadt

DOSSENHEIM Galerie Julia Philippi Heidelberger Straße 31, Dossenheim Mi, Do, Fr 15-19h u. n. Vereinbarung

DURBACH Museum für Aktuelle Kunst Sammlung Hurrle Almstrasse 49, Durbach bis 28. April 2019 Mythos Leipziger Schule. Lehrer und Schüler von 1960 bis heute bis 28. April 2019 Heinz Pelz, Roland Spieth (Profile in der Kunst am Oberrhein)

Rathaus Galerie Rathaus, Leopoldsplatz 1, Eberbach Mo, Di, Do 8-17h, Mi 8-18h, Fr 8-12h bis 14. April 2019 Armin Stähle: Bilder und Musik

EDENKOBEN Galerie Neumühle Klosterstraße 173, Edenkoben Mo, Di, Sa nur nach Vereinb.; Mi-Fr 10-12h und 15-18h, So 15-17h bis 16. Jan. 2019 Florian Frieling 20. Jan. bis 28. April 2019 HAP Grieshaber

Schloss Villa Ludwigshöhe Villastrasse 64, Edenkoben Dauerausstellungen Max Slevogt und Moderne Kermamik des 20. Jahrhunderts

EDINGEN-NECKARHAUSEN Schloss Neckarhausen Hauptstraße 389, Edingen-Neckarhausen So 11-17h bis 13. Jan. 2019 100 Jahre Waffenstillstand nach dem 1. Weltkrieg

FRANKENTHAL ART-IST-GALERIE Riedel Wingertstraße 6, Frankenthal Di-Sa 13-17h

Kunsthaus Frankenthal Mina-Karcher-Platz 42a, Frankenthal täglich außer Mo 14-18h 11. Jan. bis 17. Febr. 2019 Essen. Not Kult Lust: Aus der Kulturgeschichte des Essens in Europa und Deutschland

Kunstverein DIE TREIDLER Mina-Karcher-Platz 42a, Frankenthal täglich außer Mo 14-18h bis 30. Dez. 2018 Mitgliederausstellung: Industrie X Kultur

HEDDESHEIM Kunstverein Heddesheim Altes Rathaus, Fritz-Kessler-Platz, Heddesheim So 14-16h (23.12., 30.12. und 6.1. geschlossen) bis 13. Jan. 2019 Dennis Abel, Christina Detmers, Heike Penner (Künstler der FKAM): Blaupause Finissage, 13. Jan. 2019, 14h 25. Jan. bis 17. Febr. 2019 Barbara Brink, Irene Kunze: Kontraste: Form und Farbe Vernissage, 25. Jan. 2019, 19h

HEIDELBERG breidenbach studios Hebelstraße 18, Heidelberg Do 17-20h, Fr, Sa 17-23h, So 11-15h

Eugen-Bracht-Weg 6, Darmstadt Fr 15-19h, Sa+So 11-19h

EBERBACH

Deutsches Apothekenmuseum

Galerie ARTgerecht

Hessisches Landesmuseum

Friedrich-Ebert-Straße 2, Eberbach Di-Fr 15-18h, Sa 11-14h bis 14. April 2019 Armin Stähle: Malerei und Graphik

Schlosshof 1, Heidelberg täglich bis 28. März 2019, 10-17.30h Das deutsche Apothekenmuseum. Schätze aus zwei Jahrtausenden Kultur- und Pharmaziegeschichte (Dauerausstellung)

Museum der Stadt Eberbach

Edition Staeck

Alter Markt 6, Eberbach Dr, Fr 15-17h, Sa, So 14-17h bis 14. April 2019 Armin Stähle: Aquarelle und frühe Werke

Ingrimstraße 3, Heidelb., Di-Fr 10-18h, Sa 10-13h

Friedensplatz 1, Darmstadt Di, Do, Fr 10-18h, Mi 10-20h, Sa, So 11-17h bis 27. Jan. 2019 Stages - Episoden des Lebens

Galerie Netuschil Schleiermacherstraße 8, Darmstadt Di-Fr 14:30-19h, Sa 10-14h

Galerie im Augustinum Jaspersstraße 2, Heidelberg Mo-So 8-20h kunstraumMETROPOL 35


F_To_print_kMETROPOL_Q1_2019.qxp_Metropol 11.12.18 00:20 Seite 36

kunsträume der REGION

36 kunstraumMETROPOL


F_To_print_kMETROPOL_Q1_2019.qxp_Metropol 11.12.18 00:20 Seite 37

AUSSTELLUNGEN bis 12. Febr. 2019 Ingrid Büsing: Naiver Ideenreichtum!

Galerie Grewenig Pfarrgasse 1, Heidelberg Do, Fr 15-18h, Sa 11-14h bis 26. Jan. 2019 Vera Bonsen, Esther Hagenmeier: RaumSehen

Galerie Kunst 2 Lutherstrasse 37, Heidelberg Di-Do 11-15h, Fr 11-18h, Sa 11-15h bis 26. Jan. 2019 Eberhard Ross: Silentium

Galerie Marianne Heller Friedrich-Ebert-Anlage 2, Heidelberg Di-Fr 11-13h und 14.30-18h, Sa 11-18h bis 13. Jan. 2019 Akihiro Maeta, Shigekazu Nagae, Yoshinori Ohno, Masaru Nakada, Yoko Imada, Yasutaka Baba: The Art of Japanese Porcelaine

Galerie p13 Pfaffengasse 13, Heidelberg Do-Fr 14.30-18h, Sa 11-13h u. 14.30-17h, So 14.30-17h bis 20. Jan. 2019 Bruno Kurz: Himmellicht im Purpurrot (neue Arbeiten) 31. Jan. bis 3. März 2019 Stefanie Kettel (Malerei, Collage)

GEDOK Galerie Heidelberg Römerstraße 22, Heidelberg Mi, Fr 17-20h, Sa 11-14h bis 5. Jan. 2019 Künstlerinnen der GEDOK: 550 Jahre nach Gutenberg - aktuelle Positionen 12. Jan. bis 16. Febr. 2019 Vera Bonsen: Inszenierte Räume (Wandobjekte, Installationen, Fotoarbeiten, Malerei) Vernissage, 12. Jan. 2019, 19h 23. Febr. bis 30. März 2019 Inock Kim-Seifert: Reden Wir

Haus am Werderplatz Werderplatz 10, Heidelberg So 15-18h und nach Vereinb. 16. März bis 7. April 2019 Mitsuko Hoshino: listening to the silence (Malerei, Objekte) Vernissage, 16. März 2019, 19h

Heidelberger Forum für Kunst Heiliggeiststraße 21, Heidelberg Di-So 14-18h 16. bis 22. Dez. 2018 Lauter Minis: Große Verkaufsaktion mit mehr als 500 Originalpostkarten und Kleinplastiken 12. Jan. bis 10. Febr. 2019 Chad Evans Wyatt: RomaRising-Archiv (Gastausstellung des Heidelberger Kulturamtes) Vernissage, 11. Jan. 2019, 20h 15. Febr. bis 17. März 2019 Schwarz (jurierte Ausstellung) Vernissage, 15. Febr. 2019, 20h Tag der Druckkunst, 15. März 2019 22. März bis 22. April 2019 Marianne Kaerner, Mitsuko Hoshino, Sebastian Schäuffele, Ludwig Schmeisser, Elke Wassmann, Vera Bonsen, Felicitas Wiest: Kunst-Geschichten Vernissage, 22. März 2019, 20h

AUSSCHREIBUNG

Heidelberg Images Fotogalerie Plöck 32a, Heidelberg Di-Fr 11-18h, Sa 11-16h

Heidelberger Kunstverein Hauptstraße 97, Heidelberg Di, Mi, Fr 12-19h, Do 15-22h, Sa 11-19h bis 17. Febr. 2019 Kerstin Stoll, Friedrich Kiesler: Raumblüte (Auseinandersetzung mit dem Schaffen des austroamerikanischen Künstler-Architekten Friedrich Kiesler (1890-1965) bis 17. Febr. 2019 Sharing as Caring 6: Geschichten, Leben und Landschaften, die Folgen der Reaktorkatastrophe in Fukushima 2011 bis 17. Febr. 2019 Lorenz Bögle, Kertsin Stoll, André Wischnewski u.a.: Jahresgaben 2018

Heiliggeistkirche Haupstraße, am Marktplatz, Heidelberg Mo-Sa 11-17h, So 12:30-17h 24. Febr. bis 14. April 2019 Jörg Kraus: Windows and Crossroad Vernissage, 24. Febr. 2019, 12.30h

Kunstmaßnahmen - Jürgen Leibig Hauptstraße 106, Heidelberg Mo-Sa 10-19h bis 5. Jan. 2019, Kati Elm: One Woman Show

Kunstraum Vincke-Liepmann Häusserstraße 25, Heidelberg Do, Fr 15-19h, Sa, So 11-15h 23. Febr. bis 7. April 2019 Hannes Steinert: Druckgrafik (Linol- und Siebdrucke) Vernissage, 23. Febr. 2019, 19h

Kurpfälzisches Museum Hauptstraße 97, Heidelberg Di-So 10-18h bis 17. Febr. 2019 Das Imaginäre in der Kunst von Caspar David Friedrich bis Picasso ab 24. März 2019 Mobile Kinderwelten. Was Kinder schon immer bewegt hat Eröffnung, 24. März 2019, 15h

Museum Haus Cajeth Haspelgasse 12, Heidelberg Mo-Fr 11.00-17h, Sa 11.30-15h bis 26. Febr. 2019 Die Lerche in die Lüfte steigt, der Löwe brüllt, wenn er nicht schweigt. (Tierleben im Museum Haus Cajeth) Dauerausstellung: Meisterwerke aus der Sammlung Hassbecker

Museum Sammlung Prinzhorn Voßstraße 2, Heidelberg Di-So 11-17h, Mi 11-20h bis 20. Jan. 2019 Extraordinaire! Unbekannte Werke aus psychiatrischen Einrichtungen in der Schweiz um 1900

Skulpturenpark - Orthopädische Universitätsklinik

RADIALE Kunst im Kreis Alle zwei Jahre präsentiert der Rhein-Neckar-Kreis mit „Radiale – Kunst im Kreis“ zeitgenössische Kunst von Künstlerinnen und Künstlern aus der Metropolregion RheinNeckar. Ortsspezifische Ausstellungskonzeptionen an insgesamt vier Orten im Landkreis prägen das Ausstellungskonzept; es umfasst sämtliche künstlerischen Sparten wie Malerei, Zeichnung, Fotografie, Video, Skulptur, Objektkunst und Installation. „Radiale“ wird in einem Katalogkompendium mit individuellen Einzelkatalogen aller Künstler dokumentiert. Die nächste Radiale öffnet ihre Pforten im Frühjahr 2020, die Ausschreibung dafür erfolgt im Februar 2019. Bewerben können sich alle Künstlerinnen und Künstler, die ihren Wohnsitz oder ihr Atelier in der Metropolregion RheinNeckar haben. Eine Fachjury wird über die Zusammensetzung der kommenden Künstlerinnen und Künstler für die „Radiale – Kunst im Kreis“ 2020 entscheiden. Für das Sonderformat „Kunst am Grünen Hang“ – konzeptionell unabhängig aber im Kontext von „Radiale – Kunst im Kreis“ – im Außenbereich des Kulturzentrums Kommandantenhaus Dilsberg gibt es eine Änderung: Künstlerinnen und Künstler werden nominiert und können sich nicht mehr bewerben. Weitere Informationen und Bewerbungsunterlagen ab Februar 2019 unter: www.kultur-im-kreis.net

Schlierbacher Landstraße 200a, Heidelberg, täglich geöffnet

Stadtbücherei Heidelberg Poststraße 15, Heidelberg Di-Fr 10-20h, Sa 10-16h kunstraumMETROPOL 37


F_To_print_kMETROPOL_Q1_2019.qxp_Metropol 11.12.18 00:20 Seite 38

kunsträume der REGION bis 30. Jan. 2019 Roswitha Josefine Pape: Framing (Frauenporträts)

bis 31. März 2019 Donnerwetter! Klima schreibt Geschichte

JOCKGRIM

HEMSBACH

Textilsammlung Max Berk (Kurpfälzisches Museum)

Galerie im Schloss Schlossgasse 41, Hemsbach Mo, Mi 7.30-17h, Di 7.30-15.30h, Do 7.30-19h, Fr 7.30-13h bis 4. Jan. 2019 Nicola Barth: Projekt Morpheus

Ludwigstraße 26-28, Jockgrim Fr 20-22h, Sa 15-17h, So 11-17h nur während der Kunstausstellungen 3. bis 31. März 2019 Matthias Strugalla, Heike Turré (Zeichnungen, Skulpturen) Vernissage, 3. März 2019, 11h

HEPPENHEIM

KAISERSLAUTERN

Atelierhaus Witte

Galerie Wack

Billackerweg 26b, Heppenheim, Ober-Hambach, geöffnet n. Vereinb.

Morlautererstraße 80, Kaiserslautern Mo-Fr 14-19h, Sa 11-16h u. nach Vereinbarung

Brahmsstraße 8, Heidelberg-Ziegelhausen Mi, Sa, So 13-18h bis 6. Jan. 2019 Judith Mundweiler (CH), Urte Hanke (D), Diana Harrison (U.K.), Katriina Flensburg (S), Marita Lappalainen (FIN), Irina Voronina (RUS), Lucia Stacchetti (I) und 34 weitere Künstlerinnen aus 11 europäischen Ländern: 7. Europäische QuiltTriennale

VHS Heidelberg Bergheimer Str.76, Heidelberg Mo-Fr 9-21h bis 10. Jan. 2019 Ralf Kuhlen: Das geheimnisvolle Leben der Bäume (zur Ehrung Heidelbergs als “europäische Waldhauptstadt 2018”)

WOW Gallery Emil-Maierstraße 9, Heidelberg Do 20-22h, Fr 20-23h

HEILBRONN Künstlerbund Heilbronn Kunstetage K55, Karlstraße 55, Heilbronn Di, Do 15-18h, Sa 14-18h

Kunstverein Heilbronn Allee 28/ Kunsthalle Vogelmann, Heilbronn bis 6. Jan. 2019 Wellen - Finale Regionale 2018

Städtische Museen Heilbronn Kunsthalle Vogelmann Allee 28, Heilbronn Di, Mi, Fr 11-17h, Do 11-19h, Sa, So, Feiertag 11-17h bis 7. April 2019 Bildhauerinnen - von Kollwitz bis Genzken

Städtische Museen Heilbronn Museum am Deutschhof Deutschhofstraße 6, Heilbronn Di 10-19h, Mi-So, Feiertag 10-17h

38 kunstraumMETROPOL

Kunstraum Horst Antes Sparkassenstiftung Starkenburg Merianstraße 4, Heppenheim Besuche auf Anfrage Tel.: 06252 120-0 Dauerausstellung

Kunstverein Heppenheim Bahnhofstraße 1, Heppenheim So 16-18h, nach Vereinb. unter info@kunstverein-heppenheim.de 22. Dez. 2018 bis 20. Jan. 2019 Isa Melsheimer: Metaboliten Vernissage, 21. Dez. 2018, 19h

Museum Heppenheim Amtsgasse 5, Heppenheim Mi, Do, Sa, So 14-17h bis 30. Dez. 2019 Dodo Kroner: Keramiken und Zeichnungen

HETZBACH Oskar W. Rug di Monte Bosco Erbacher Straße 88, Hetzbach 11-19h während der Ausstellung bis 3. März 2019 Oskar W. Rug: Bleu Blanc Rouge Finissage, 2. und 3. März 2019

HIRSCHBERG

Zehnthaus Jockgrim

Museum Pfalzgalerie Museumsplatz 1, Kaiserslautern Di 11-20h, Mi-So 10-17h bis 31. Dez. 2018 Rozbeh Asmani: Wem gehört die Farbe bis 10. Febr. 2019 Nobuyuki Tanaka: Urformen Primordial Memories bis 10. Febr. 2019 Philipp Hennevogl: Unrat und Natur 16. Jan. bis 17. März 2019 15 Filmtagebücher. Ergebnisse des Projekts 28 Stunden Film 20. Febr. bis 31. März 2019 Zwischen Schwarz und Weiß: Bestandsprobe V

Volksbank Kaiserslautern Kanalstrasse 4, Kaiserslautern bis 18. Jan. 2019 Hartmut Böhm, Turi Simeti, Klaus Staudt, Jens Trimpin, Günter Uecker u.a.: Weiss

KARLSRUHE Badischer Kunstverein Karlsruhe Waldstraße 3, Karlsruhe Di-Fr 11-19h, Sa+So, Feiertage 11-17h

Rathausgalerie Kulturförderverein Hirschberg e.V.

bis 13. Jan. 2019 Mitgliederausstellung 2018/2019 und Jahresgaben 2018/2019

Großsachsener Straße 14, Hirschberg Mo-Fr 8-12h, Di 8-15h, Do 14-18h

Badisches Landesmuseum Schlossbezirk 10, Karlsruhe Di-So, Feiertage 10-18h


F_To_print_kMETROPOL_Q1_2019.qxp_Metropol 11.12.18 00:20 Seite 39

AUSSTELLUNGEN 26. Jan. 2019 bis 26. Jan. 2020 Daaj - Zwischen Licht und Finsternis

Galerie Knecht und Burster Baumeisterstraße 4, Karlsruhe Mi-Fr 14-19h, Sa 11-16 19. Jan. bis 2. März 2019 Ulrich J. Wolff: tin and paint

Galerie Meyer Riegger Klauprechtstraße 22, Karlsruhe Di-Fr 11-18h, Sa 11-14h bis 2. Febr. 2019 Daniel Roth: Drei Landschaften (Installation, Objekte)

Galerie Schrade Zirkel 34 - 40, Karlsruhe Di-Fr 11-13h und 14-18h, Sa 11-16h bis 19. Jan. 2019 Cornelia Schleime (Arbeiten auf Papier)

Kunstraum Neureut e.V. Kirchfeldstraße 122, Karlsruhe-Neureut Do 17-19h, Sa, So 14-17h 10. bis 31. Jan. 2019 Ulrike Donié 7. Febr. bis 3. März 2019 Heike Negenborn

Staatliche Kunsthalle Hans-Thoma-Straße 2, Karlsruhe Di, Mi, Fr-So 10-18h, Do 10-21h bis 13. Jan. 2019 Francois Boucher, Hubert Robert, Victor Hugo, Odilon Redon u.a.: Sehen, denken, träumen 26. Jan. bis 31. März 2019 Matthias Mansen: Potsdamer Straße; Alles ist Ausschnitt! 9. März bis 2. Juni 2019 Licht und Leinwand. Fotografie und Malerei im 19. Jahrhundert

Städtische Galerie Karlsruhe Lorenzstraße 27, Karlsruhe Mi-Fr 10-18h, Sa-So 11-18h 6. Jan. 2019 Tag der offenen Tür: Kurzführungen, Rundgänge, Entdeckungsreisen und Mitmachaktionen für Kinder

bis 20. Jan. 2019 Blickkontakt: Gesichter einer Sammlung bis 3. März 2019 Heinz Pelz: Dust and Trace bis Frühjahr 2019 Mit Karl Weysser unterwegs bis Frühjahr 2019 umgehängt 2018: Facetten der Malerei 1960-2010 6. Febr. bis 5. Mai 2019 Andreas Arndt: Hand in Hand (Werner-Stober-Preis 2018) 23. Febr. bis 2. Juni 2019 Paris, Paris! Karlsruher Künstler an der Seine 1850-1930

ZKM – Zentrum für Kunst und Medien Lorenzstraße 19, Karlsruhe Mi-Fr 10-18h Sa, So 11-18h bis 31. Dez 2018 AppArtAward 2817 - Highlights bis 6. Jan. 2019 Feedback#3: Marshall McLuhan und die Künste bis 6. Jan. 2019 Open Codes: Leben in digitalen Welten bis 6. Jan. 2019 Oden Codes II: Die Welt als Datenfeld bis 6. Jan. 2019 Durch den schalldichten Vorhang. Das Polish Radio Experimental Studio bis 10. Febr. 2019 Kunst in Bewegung. 100 Meisterwerke mit und durch Medien. Ein operationaler Kanon 9. Febr. bis 2. Juni 2019 Dieter Jung. Between und Beyond 23. Febr. bis 28. März 2019 Writing the History of the Future. Die Sammlung des ZKM bis 31. März 2019 Digital Imaginaries - Africas in Production bis 31. Dez. 2019 zkm_gameplay. the next level

LADENBURG Galerie Linde Hollinger Rheingaustraße 34, Ladenburg Do-Fr 15-19h, Sa 13-17h bis 15. Dez. 2018 art shoppen bis 26. Jan. 2019 Monika Falke, Dorothea Reese-Heim, Regine Schumann: LEUCHT_KRAFT (Installationen, Wandobjekte) Dauerausstellung Vera Molnar: Kunstkabinett

Kreisarchiv Ladenburg Trajanstraße 66, Ladenburg Mo-Do 9-16h, Fr 9-12h 23. Jan. bis 1. März 2019 Emil Stumpp: Köpfe der Weimarer Zeit Eröffnung, 22. Jan. 2019, 19h 21. März bis 5. Mai 2019 Ulrike Thiele: DUPLEX (Multi-Media-Installation) Vernissage, 21. März 2019, 19h

Lobdengau Museum Amtshof 1, Ladenburg Mi, 15-18h, Sa 14-17h, So 11-17h bis 3. März 2019 Nachbarn 1938: Wir waren alle Ladenburger

LANDAU Galerie M am Deutschen Tor Neustadter Straße 8, Landau Mi 18-21h, Fr+Sa 15-18h, u.n.V.

Galerie Z Kaufhausgasse 9, Landau Di-Fr 10-12, 15-18h, Sa 10-14h bis 13. Jan. 2019 Johannes Heisig (Malerei)

Galerie Katrin Hiestand Marktstraße 114, Landau Di-Fr 10-16h, Sa 10-15h

Kunstverein Villa Streccius e.V. Südring 20, Landau Di-Mi 17-20h, Do-So 14-17h bis 20. Jan. 2019 Habitat: vom Sich-Einrichten in der Welt

kunstraumMETROPOL 39


F_To_print_kMETROPOL_Q1_2019.qxp_Metropol 11.12.18 00:20 Seite 40

kunsträume der REGION LEIMEN Bettendorffsche Galerie Im Schlossgarten, Leimen Fr-Sa 14.30-18h, So 12-18h

Kunstverein Leimen ‘81 e.V. Neues Rathaus, Rathaustraße 1-3, Leimen Mo, Di, Do, Fr 8-12, Di 14.30-18.30h, Do 13.30-17h bis 27. Jan. 2019 Bernhard Apfel, Dorothea Burkhardt: Sakral

LOBBACH Manfred-Sauer-Stiftung (Artrium) Neurott 20, Lobbach, täglich 8-22h bis 27. Jan. 2019 Franz Musiol, Andreas Wolf: Reifen wie der Baum (Holzskulpturen, Baumfotografien) 3. Febr. bis 7. April 2019 Volker CHAP Neußer: Details (Malerei, Zeichnung, Grafik) Vernissage, 3. Febr. 2019, 11h

LUDWIGSHAFEN Ernst-Bloch-Zentrum

COLLAGE HEUTE

Walzmühlstraße 63, Ludwigshafen Di, Mi 14-17h, Do 14-20h bis 14. März 2019 Remember 68

Cut-and-Paste Culture

Friedenskirche - Kulturkirche Ludwigshafen

Sammy Slabbinck, The Great Escape, 2013

Die Collage erlebt eine Renaissance. Egal ob in „Old School“ geschnitten und geklebt oder als Stilmittel digitaler Kombinatorik, für viele KünstlerInnen ist es im Moment das Gestaltungsmittel der Wahl. Die Ausstellung zeigt eine prägnante Auswahl unterschiedlicher kreativer Ansätze aus dem zeitgenössischen Kunstschaffen. Zu sehen sind Arbeiten u.a. von Billy Childish (GB), FAILE (USA), Shepard Fairey (USA), Imthor (D), K-Pax (D), POSE (USA), Maria Rivans (GB), Sammy Slabbinck (B), David Spiller (GB), Arika Uno (J) und Holger Zimmermann (D). • Cut-and-Paste Culture bis 22. Februar 2019 Galerie Kasten, Mannheim www.galerie-kasten.de Städtische Galerie Villa Streccius e.V. Südring 20, Landau Di u. Mi 17-20h, Do-So 14-17h 2. Febr. bis 17. März 2019 modern baroque Eröffnung, 1. Febr. 2019, 20h

LAUDENBACH Kunstkreis Laudenbach e.V. Rathaus-Galerie, Untere Straße 2, Laudenbach Mo-Fr 8-12h, Mo, Di, Do 14-16h, Mi 15-18h bis 1. März 2019 Jahresausstellung: Durchsicht 17. März bis 22. Juni 2019 Harald Reinhardt: Farbe - Materalien - Strukturen Vernissage, 17. März 2019, 11h

Leuchnerstraße 56, Ludwigshafen Do 17-19h, So 11-13h 8. März bis 7. April 2019 Reinhild Gerum: Manchmal sehe ich ROT Vernissage, 8. März 2019, 19h

Galerie Lauth Mundenheimer Straße 252, Ludwigshafen Mo-Fr 9-13h und 14:30-18:30h, Sa 10-13h bis 26. Jan. 2019 Marlis Albrecht, Alejandra Atares, Robert Arató, Rudi Baerwind, Arnold Balwé, Mandy Friedrich, Robert Lauth, Hermann Reimer: Nichts als Malerei

Karl-Otto-Braun-Museum Edigheimer Straße 26, Ludwigshafen-Oppau So 10-13h u.14-17h

Kunstverein Ludwigshafen Bismarkstraße 44-48, Ludwigshafen Di-Fr 12-18h, Sa, So 11-18h bis 13. Jan. 2019 Ilkka Halso, Riitta Ikonen & Karoline Hjorth, Jaakko Kahilaniemi, Tellervo Kalleinen & Oliver Kochta-Kalleinen, Sanna Kannisto, Anna Reivilä, Mikko Rikala: considering Finland 2. Febr. bis 24. März 2019 Marlene Bart, Sebastian Bartel, Wolfgang Ellenrieder, Serena Ferrario, Stella Förster, Fabian Lehnert, Thomas Rentmeister, Paloma Riewe, André Sassenroth, Lisa Seebach, Daniel Wolff, Rui Zhang: MyPrivateParadiese Vernissage, 1. Febr. 2019, 19h

Rudolf-Scharpf-Galerie

MAIKAMMER Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie BG RCI Bildungszentrum Haus Maikammer Obere Mühle 1, Maikammer Mo 8-18.30h, Di-Do 7.30-18.30, Fr 7.30-13h bis 14. März 2019 Willie M. Hoffelder (Skulptur & Objekt, Bronze und Holz)

MAINZ Bibliothek der Stadt Mainz Wissenschaftliche Stadtbibliothek Rheinallee 3 B, Mainz Mo-Mi 10-18h, Fr-Sa 10-13h

Galerie D. van der Koelen in der CADORO Zentrum für Kunst und Wissenschaft August-Horch-Straße 4, Mainz Mi 10-16h, Sa 11-16h

Kunst im Abgeordnetenbüro Kaiser-Friedrich-Straße 3, Mainz Mo-Fr 9-18h u. nach Vereinb. bis 21. Dez. 2018 Matej Frank, Artémise Ploegearts, Magdalena Thielen, Lynn Theisen, Jenny Fitz, Eunsun Cho, Martin Lilkendey, Astrid Latz, Jasmin Schaitl, Marcus Coates, Henry Montes: Man muss das Leben tanzen. Kunst. Körper. Tanz. Wechselbeziehungen

Landesmuseum Mainz Große Bleiche 49-51, Mainz Di 10-20h, Mi-So 10-17h bis 10. Febr. 2019 Slevogt, Liebermann, Cassirer: Ein Tag am Meer bis 28. April 2019 Madeleine Dietz: Korrespondenzen (Skulpturen, Installationen, Malerei) bis 28. April 2019 Ausgetrunken! Trinkgefäße von der Steinzeit bis zum Jugendstil

Weltmuseum für Druckkunst Liebfrauenplatz 5, Mainz Di-Sa 9-17h, So 11-17h

MANNHEIM Avesta / Casa del Arte Rheinhäuser Straße 24B, Mannheim Fr, So 14-18h bis 2. Febr. 2019 Avan Anwar & Bahaiden (Installation Werke Transformation) 16. Febr. bis 21. März 2019 Bahaiden: Mythologie Vernissage, 16. Febr. 2019, 17h

Hemshofstraße 54, Ludwigshafen Do-So, Feiertage 13-18h bis 6. Jan. 2019 Laura Schawelka: Double Issues

C7 Galerie

Wilhelm-Hack-Museum

Congress Center Rosengarten

Berliner Straße 23, Ludwigshafen Di, Mi, Fr 11-18h, Do 11-20h, Sa, So 10-18h 40 kunstraumMETROPOL

bis 3. März 2019 Autofikationen: Zeichnung der Gegenwart. Prix de dessin de la Fondation d’art contemporain Daniel & Florence Guerlain bis 31. März 2019 Visuelles Spiel (Kabinettstücke) bis 7. Juli 2019 Bild und Blick - Sehen in der Moderne

C7, Mannheim Di 18-20h, jeden 1. So im Monat 14-16h u. n. Vereinbarung Rosengartenplatz 2, Mannheim geöffnet während der Öffnungszeiten zu öffentlichen Veranstaltungen


F_To_print_kMETROPOL_Q1_2019.qxp_Metropol 11.12.18 00:20 Seite 41

AUSSTELLUNGEN bis 1. Jan. 2019 Peter Mathis: Sphären des Lichts

Die Strümpfe - The Supper-Artclub Jungbuschstraße 3, Mannheim Fr-Sa 20-2h (an den ersten drei Wochenenden)

Döbele Kunst Mannheim Leibnizstraße 26, Mannheim Do, Fr 14-19h, Sa 12-19h u.n. Terminabsprache

Druckwerkstatt Mannheim Kulturzentrum Alte Feuerwache Brückenstraße 2-4, Mannheim

Einraumhaus Dammstraße 1, Mannheim Fr u. Sa 16-19h

Galerie Grandel S4, 23, Mannheim Sa 10-16h und n. Vereinbarung bis 5. Jan. 2019 Karin Brosa: Fell und Porzellan (Malerei, Grafik) 13. Jan. bis 16. März 2019 Hinrich Zürn: Orte und Bedeutungen (Malerei) Eröffnung, 13. Jan. 2019, 11h

Galerie im Tulla Tullastraße 25, Mannheim Mo-Do 8-16h, Fr 8-13h (außer in den Ferien) bis 20. Dez. 2018 Thomas Putze: Senkrechtstarter 25. Jan. bis 5. April 2019 Cholud Kassem, Tuğba Şimşek: Galbikalbim Eröffnung, 25. Jan. 2019, 19h

Galerie Kasten Werderstraße 18, Mannheim Di-Fr 14-19h, Sa 12-15h bis 22. Febr. 2019 Cut-and-Paste Culture - Collage heute

Galerie Peter Zimmermann Leibnizstrasse 20, Mannheim Di-Fr 13-18h, Sa 11-14h bis 12. Jan. 2019 Robert Schad: Hardliners

Kunsthalle Mannheim Moltkestraße 9, Mannheim Di-So u. Feiertage 11-18h bis 3. Febr. 2019 Kunst und Ökonomie bis 10. März 2019 Mannheim wächst: Bilder einer Industriestadt 1. März bis 16. Juni 2019 Henri Laurens: Wellentöchter Eröffnung, 28. Febr. 2019, 19h bis 2020 Gegenüberstellung: Werke internationaler Künstler mit Schlüsselwerken der Sammlung von Edouard Manet bis Anselm Kiefer bis 2020 (Wieder-)entdecken - Die Kunsthalle Mannheim 1933 - 1945 und die Folgen bis 2020 Erinnern. Aus der Geschichte einer Institution

Künstlernachlässe Mannheim im Rathaus E5, Mannheim Dauerausstellung: Arbeiten aus dem Depot

[Kunst] Projekte Monica Ruppert Lange Rötterstraße 68, Mannheim geöffnet nach telefonischer Absprache

25. Jan. bis 22. Febr. 2019 Nina Kozelj und Cordue: Silent Pillow Vernissage, 25. Jan. 2019, 19h 15. März bis 13. April 2019 20., 22., 27., 29. März, 3., 5., 10., 12. April 2019 Daniel Huss, Udo Rein: Licht-Blicke Vernissage, 15. März 2019, 19h

Mannheimer Kunstverein Augustaanlage 58, Mannheim Di-So 12-17h bis 13. Jan. 2019 Susanna Hertrich: Die Abhängigkeit unseres Weltbildes von der Länge unseres Moments 24. Febr. bis 12. Mai 2019 Städtisches Werkzeug - Haus-Rucker-Co

PORT25 - Raum für Gegenwartskunst Hafenstraße 25-27, Mannheim Mi-So 11-18h bis 13. Jan. 2019 Kenneth Bamberg, Elina Brotherus, Ville Lenkkeri, Aurora Reinhard, Iiu Susiraja, Nestori Syrjälä, Pilvi Takala: considering Finland 26. Jan. bis 17. März 2019 Ana Laibach, Amadeus Certa (Mannheimer Kunstpreis der Heinrich-Vetter-Stiftung) Eröffnung, 25. Jan. 2019, 19h

Prince House Gallery Turley Straße 8, Mannheim Mo, Mi-Fr 12-17h bis 31. Dez. 2018 Curator’s Choice: Peter Mathis, Gerhard Winkler, Thomas Petri, Robert Häusser, Gerhard Vormwald, Otto Steinert, Florian W. Mueller, André Wagner, Walter Spagerer, Christian Borth, Thommy Mardo, Markus Käsler, Thomas Wunsch, Imke Jansen, Katerina Belkina

REM Reiss-Engelhorn-Museen Zeughaus C5, Mannheim, Di-So 11-18h 28. Febr. bis 2. März 2019 Internationale und interdisziplinäre Tagung: smart as photography - be an artist today 3. Febr. bis 3. März 2019 Cord Arendes, David Camoany, Deutscher Jugendfotopreis, Forensic Architecture, Dieter M. Gräf, Katrin Koenning, Eva und Franco Mattes, Simon Menner, Ina Neddermeyer, Anasatsia Samoylova, Judin Schmid, Alistair Taylor Young: smart as photography - be an artist today bis 31. März 2019 MUMIEN - Geheimnisse des Lebens bis 1. Dez. 2019 Tanz und Taumel einer Epoche Die Belle Époque (1870 - 1914)

REM - Forum internationale Photographie Zeughaus C5, Mannheim Di-So 11-18h bis 20. Jan. 2019 Abenteuer Anden und Amazonas: Wilhelm Reiß’ Südamerika-Expeditionen in historischen Fotografien

REM - Zephyr-Raum für Fotografie Bassermannhaus C4, 9, Mannheim Di-So 11-18h bis 13. Jan. 2019 Jan Banning: RED UTOPIA. Kommunismus 100 Jahre nach der Russischen Revolution

Théo Kerg, Qui es Kleist?/ Wer ist Kleist? 1976/77

MUSEUM THEO KERG Malerei – Grafik – Plastik -Glasgestaltung In einem Fachwerkhaus mitten in der Altstadt Schriesheims befindet sich das Museum Théo Kerg mit der Schenkung des gleichnamigen und renommierten Luxemburger Künstlers Théo Kerg (1909 – 1993). Die Werke der Schenkung werden auf drei Stockwerken chronologisch präsentiert. Im Erdgeschoss dominieren Werke aus der Schaffensphase „École de Paris“ mit halbfigurativen Farb- und Lichtraum-Gemälden der 50er Jahre. Die Werke im Treppenhaus dagegen zeigen schon die Anfänge einer neuen künstlerischen Ausdrucksform des Künstlers, dem Taktilismus - einem von Théo Kerg selbst geschaffenen Begriff. Hierbei geht es um die Belebung der Materie, besonders unter Einfluss von Licht und Schatten. Diese Entwicklung setzt sich fort im ersten und zweiten Obergeschoss, wo raumgreifende Bildobjekte und Skulpturen zu sehen und als Versinnbildlichung des Zeitgeschehens zu verstehen sind. Im Dachgeschoss, werden Werke gezeigt, die von Leben und Existenz handeln; von der Gefahr für den schöpferischen Menschen. Es war der Wunsch von Théo Kerg, dass zeitgenössische Künstler und Künstlerinnen aus dem In- und Ausland neben seinen Werken eine Plattform erhalten. So fanden mittlerweile insgesamt 55 Gastausstellungen statt. (red • Museum Théo Kerg Sonntags 14 -17 Uhr u. n. V. www.kk-schriesheim.de

kunstraumMETROPOL 41


F_To_print_kMETROPOL_Q1_2019.qxp_Metropol 11.12.18 00:20 Seite 42

kunsträume der REGION REM - Museum Weltkulturen D 5, Mannheim, Di-So 11-18h bis 10. März 2019 Einfach tierisch! Spaß mit Dino, Panda & Co. bis 24. Febr. 2019 Stein(h)art. Gefäße von ewiger Schönheit Dauerausstellung Ägypten - Land der Unsterblichkeit

Sebastian Fath | Contemporary Werderstraße 38, Mannheim Do-Fr 14-19h, Sa 12-16h 10. Jan. bis 16. Febr. 2019 Hermann Abrell, Alfonso Fratteggiani Bianchi 21. Febr. bis 23. März 2019 Curated by (neues Ausstellungsformat, bei dem Künstler, dieses Mal Jan Maarten Voskuil, zum Kurator werden)

Technoseum – Landesmuseum für Technik und Arbeit Museumsstraße 1, Mannheim Dauerausstellungen Bionik und Mediengeschichte bis 10. Juni 2019 Fertig? Los! Die Geschichte von Sport und Technik

TEN Gallery T6, 10, Mannheim Mi-Sa 11-19h bis 15. Febr. 2019 Andrea Klein, Ralf Müller: ONE WAY

Universität Mannheim Schloss Ostflügel, Mannheim Mo-Fr 9-17h, Sa 9-14h Kim-Britt Eigenberger: Anders sehen (Malerei, Fotografie)

zeitraumexit e.V. Hafenstraße 68, Mannheim Do-Fr 17-21h, Sa+So 14-18h

MICHELSTADT Galerie Kautsch Mauerstraße 11, Michelstadt Mi-Fr 15-18h, Sa 12-16h Anmeldung unter Tel. 06061-12361

8. bis 24. Febr. 2019 Stefanie Hofer, Marile Holzner, Steffen Kern: In a silent Way Vernissage, 8. Febr. 2019, 19h

UP ART COMTEMPORARY Villa Knöckel, Quellenstraße 32, Neustadt Mi, Do, So 15-18h u. nach Vereinbarung bis 23. Dez. 2018 Künstler der Galerie: Naturtalente

NEUSTADT gute aussichten gGmbH Haardter Schloss, Mandelring 35, Neustadt Besichtigung nach Anmeldung

Herrenhof Mußbach An der Eselshaut 18, Neustadt-Mußbach Mo-Fr 9-13

Kunstverein Neustadt an der Weinstraße e.V. Villa Böhm, Villenstraße 16b, Neustadt Do, Fr 15-18h, Sa, So 11-13h, 15-18h 42 kunstraumMETROPOL

Museum Stangenberg Merck

SPEYER

Höllweg 12, Nußloch Informationen über Ausstellungen und Aktionen der Galerie unter www.arthea.de

OFTERSHEIM Kunstraum Gewölbekeller Eichendorffstraße 2, Oftersheim Mo, Mi, Fr 8-13h, Do 8-17h 1. März bis 26. April 2019 Mechthild Ficht-Unger: Alles hat seine Zeit Vernissage, 1. März 2019, 19h

PIRMASENS Forum Alte Post Poststraße 2, Pirmasens Mo-So/Feiertage 10-17h bis 13. Jan. 2019 Hommage an Klaus Heinrich Keller: Innere Landschaften

SAARBRÜCKEN Deutsches Zeitungsmuseum Am Abteihof 1, Saarbrücken/Wadgassen Di-So 10-16h

Museum für Vor- und Frühgeschichte Schlossplatz 16, Saarbrücken Di, Do-So 10-18h, Mi 10-20h

Saarlandmuseum - Moderne Galerie Bismarckstraße11-15, Saarbrücken Di, Do-So 10-18h, Mi 10-20h bis 13. Jan. 2019 Slevogt und Frankreich bis Frühjahr 2019 Pae White: Spacemanship bis Frühjahr 2019 Michael Riede St. Johanner Markt 24, Saarbrücken Di-Fr 12-18h, Sa,So, Feiertage 11-18h bis 13. Jan. 2019 In the Cut: Der männliche Körper in der feministischen Kunst (Gruppenausstellung) bis 13. Jan. 2019 Lucie Sahner, Thilo Seidel, Birte Spreurer: Tender Kissing*That leads to some rough ass fucking stuff

Burghofweg 3, Neckargemünd-Dilsberg bis 2019 Barbara Guthy, Soana Schüler: Kunst am Grünen Hang Dilsberg (RADIALE - Kunst im Kreis)

SEEHEIM-JUGENHEIM

galerie arthea

Galerie Schrade

Komandantenhaus Dilsberg

Hebelstraße 2, Schwetzingen Sa, So, Feiertage 14-18h (bis 7. Okt.)

NUSSLOCH

Stadtgalerie Saarbrücken

NECKARGEMÜND

Museum Blau

im Haus auf der Höhe, Helene-Christaller-Weg 13, Seeheim-Jugenheim Mi-Fr 15-19h, Sa, So, Feiertage 11-18h

MOCHENTHAL Schloß Mochenthal, Ehingen-Mochenthal bis 3. März 2019 ausgewählte Werke aus dem Spektrum der Galerie

bis 16. Dez. 2018 Franziskus Wendels: Lichtinstallation

SCHRIESHEIM Museum Théo Kerg Talstraße 52, Schriesheim ab 21. Jan. 2018: So 14-17h u. n. Vereinb. Dauerausstellung Théo Kerg

SCHWETZINGEN Kunstverein Schwetzingen Palais Hirsch, Schlossplatz 2, Schwetzingen Mi-So 14-18h 2. bis 24. März 2019 Gerhard Rießbeck: Aussenposten in der Schlosskapelle, Schwetzingen Do-Fr 17-21h, Sa-So 12-21h

Feuerbachhaus Allerheiligenstraße 9, Speyer Di-Fr 16-18h, Sa, So 11-13h bis 8. Febr. 2019 Werner Ring (1928-2007): Die Kunst der Sachdarstellung (Illustrationen)

Galerie Josef Nisters Bahnhofstraße 29, Speyer Di-Fr 14-18h, Sa 11-15h bis 2. Febr. 2019 Künstler der Galerie: Glanzlichter

Historisches Museum der Pfalz Domplatz 4, Speyer, Di-So 10-18h bis 6. Jan. 2019 Das Sams und die Helden der Kinderbücher bis 16. Juni 2019 Marilyn Monroe: Die Unbekannte bis 11. Aug. 2019 Valentinian I. und die Pfalz der Spätantike

Kunstverein Speyer Kulturhof Flachsgasse 3, Speyer Do-So 11-18h bis 13. Jan. 2019 Elias Wessel: Die Summe meiner Daten (Fotografie) 9. Febr. bis 10. März 2019 Hans-Purrmann-Preis der Stadt Speyer Preisverleihung, 9. Febr. 2019, 16h 22. März bis 28. April 2019 Auf zwei, vier und noch mehr Beinen (Lebewesen aus Speyerer Ateliers) Vernissage, 22. März 2019, 19h

Typographisches Kabinett Kulturhof Flachsgasse 3, Speyer Do-So 11-18h bis 20. Jan. 2019 Anne Deuter (Handpressendrucke) 26. Jan. bis 17. Febr. 2019 Franziska Neubert (Handpressendrucke) 23. Febr. bis 29. März 2019 Martina Geist (Handpressendrucke) 30. März bis 21. April 2019 Peter Rensch (Handpressendrucke)

Städtische Galerie Kulturhof Flachsgasse 3, Speyer Do-So 11-18h bis 20. Jan. 2019 Helmut Dirnaicher, Manfred Graf, Gottfried Jäger, Sebastian Hempel, Siegfreid Kreitner, Susanne Lyner, Julius Stahl, Martin Willing: geradezu beschwingt - Positionen konstruktivkonkreter Kunst 9. Febr. bis 10. März 2019 Hans-Purrmann-Preis der Stadt Speyer Preisverleihung und Eröffnung, 9. Febr. 2019, 16h im hist. Rittersaal


F_To_print_kMETROPOL_Q1_2019.qxp_Metropol 11.12.18 00:20 Seite 43

IMPRESSUM 24. März bis 26. April 2019 Klaus Zwick: Memento Vernissage, 24. März 2019, 11h

TIEFENTHAL Kunst Kabinett Tiefenthal

bis 22. Febr. 2019 Kunstförderverein: Mitgliederausstellung 12. März bis 7. Juni 2019 Helle Jetzig, Otto Beer: GroßstadtMenschen Vernissage, 12. März 2019, 19h

Bahnhofstraße 1, Tiefenthal Sa, So 11-16h, u. nach Vereinbarung

WORMS

VIERNHEIM

Fischerpförtchen 10, Worms Di-Fr 10-17h, Sa, So, Feiertag 10-18h Dauerausstellung: Wagners “Ring”

Kunstraum Gerdi Gutperle Heidelberger Straße 9, Viernheim Fr-So 14-18h bis 17. Febr. 2019 Gerdi Gutperle: Facettenreich

VÖLKLINGEN Weltkulturerbe Völklingerhütte Europäisches Zentrum für Kunst und Industriekultur Völklingen/Saarbrücken täglich 10-19h bis 6. Jan. 2019 Legende Queen Elizabeth II. Sammlung Luciano Pelizzari bis 31. Aug. 2019 Christian Boltanski: Die Zwangsarbeiter Erinnerungsort in der Völklinger Hütte

WALLDORF Künstlergruppe Walldorf Partner Port Walldorf, Altrottstraße 31, Walldorf geöffnet am 10.2., 24.3. und 5.5.2019 jeweils um 11h 24. Jan. bis 17. Mai 2019 Gottfried keim, Marianne Deike, Auguste Meyer, Natalie Payer, Peter Daunhauser, Dinara Daniel, Wolfgang Egner-Koch, Dieter Köster, Hannelore Kunath, Barbara Berger, Christina O’Brian-Ruland, Hedwig Ruder, Rita Hausen, Ursula Keller, Theresia Gaa, Wolfgang Wallowy, Emzar Bazerashivili, Annika Frank Vernissage, 24. Jan. 2019, 19h

Kunst für Walldorf e.V. Galerie Alte Apotheke, Hauptstraße 47, Walldorf So u. Feiertage 14-17h u.n. Vereinbarung bis 13. Jan. 2019 Rainer Schmelzeisen, Hartmuth Schweizer: Schön - alltäglich - vergänglich

SAP SE Internationales Schulungszentrum Dietmar-Hopp-Allee 20, Building 5, Walldorf Mo-Fr 10-18.30h und 27.10. und 28.10. 12-17h bis 22. Febr. 2019 David Amberg, Walker Brengel, Hannah Sophie Dunkelberg, Andi Fischer, Sabrina Labis, Marlen Letetzki, Gary Schlingheider, Felix Schröder, Aline Schwörer, Hara Shin, Caroline Steinke, Sarah Wohler (Studierende der UdK Berlin): Young Talents

WEINHEIM Kunsthaus Klüber Hauptstraße 58, Weinheim Di-Fr 10-18h, Sa 10-15h

Museum der Stadt Weinheim Amtsgasse 2, Weinheim Di-Do, Sa 14-17h, So 10-17h bis 6. Jan. 2019 Weinheim - Bilder einer Stadt

Volksbank Weinheim Bismarckstraße 1, Weinheim Mo-Fr 8:30-16h, Do 8:30-18h

Nibelungenmuseum

Museum Heylshof Stephansgasse 9, Worms Di-Sa 14-17h, So und Feiertage 11-17h (Jan. und Febr. geschlossen)

1. bis 31. März 2019 Die Farben der Nacht (Druckgrafiken)

Museum der Stadt Worms Andreasstift, Weckerlingplatz 7, Worms Di-So 10-17h

Wormser Kulturzentrum Rathenaustraße 11, Worms Mo-Fr 10-18h, Sa 9-12h 4. bis 27. Febr. 2019 Franz Mazura & Rainer Szymannsky: Karikaturen und Cartoons Vernissage, 6. Febr. 2019, 19h

Alle Termine ohne Gewähr.

Bildnachweise Cover/ S. 3: redaktionell betreute Anzeige, Trichter, 2018, Haus Rucker /Trichter 2018, Modell zur Ausstellung, Haus Rucker Oase 7, Kassel Documenta 5, Foto: Hein Engelskirchen / Hubbuch, Karl, Das Wahrzeichen,1926, Germanisches Nationalmuseum Nurnberg, Foto, Monika Runge / Weiss, Emil Rudolf, Sitzender weiblicher Akt, 1909. Foto, Auktionshaus Ketterer / Emmanuelle Rapin, The Death of the butterfly II, 2018, Detail, Foto Albrecht Haag, Copyright Künstlerin / Emmanuelle Rapin, Stilleben-Jacke, 2018, DetailCopyright Künstlerin, Foto Albrecht Haag / Angelika Krinzinger, aus der Serie „An Hand“, 2014, Fotocollage WOrt. Bild.Kultur UG (haftungsbeschränkt) / Die Planken mit Wasserturm im Bau, um 1888_Marchivum_KF033936, Bild: REM / Étienne Drian, Akt auf Karussellpferd,Lithographie, um 1910, Bild: REM / Pavel Pepperstein, Untitled, Illustration für “The Secret of our time”, 2012, Tinte, Wasserfarbe und Collage auf Papier, 28 x 19,2 cm, Collection Florence et Daniel Guerlain, Paris, Courtesy Galerie Iragui, Moskau / what are we made of sejla kameric bosnian girl 2003 copyr seila kameric und deutsche telekom ag foto deutsche telekom ag / Regine Schumann, color satin munich, 2014, Acrylglas, fluoreszierend, 190 x 110 x 7 cm, Bildrechte: Regine Schumann / Monroe Porträt. Porträt-Aufnahme von 1953 in Hollywood.Bildnachweis: Foto: Alfred Eisenstaedt/The LIFE Images Collection/Getty Images / Monroe signiert Autogramme, 1954 singt Schauspielerin Marilyn Monroe fur die amerikanischen Soldaten in Korea. Hier signiert sie während der Show Autogramme / Bildnachweis: Foto: Mai/The LIFE Images Collection/Getty Images / Werner Tammen, Foto: Holger Biermann / Hintergrund: Pressebild, Messe Karlsruhe ©kmk-jürgenrösner / S. 17 bis S. 19 redaktionell betreute Anzeigen zur art KARLSRUHE 2019, / Otto Beer, Es ist schön im Wind zu stehen, Kirsche 222cm, Bildrechte: Otto Beer 2018 / Helle Jetzig, NY Reloaded D 5, 2018, Bildfreigabe: Helle Jetzig 2018 / Ulrike Thiele, SG-BAND I Collage mixed media 20 x 25 cm 2018, Ulrike Thiele / Emil Stumpp, Theodor Lessing, 1926, Bild: Landratsamt RheinNeckar-Kreis / Gerhard Rießbeck, Der Eisfreund, Öl auf Leinwand, 2018, Foto: Kunstverein Schwetzingen / Alke Reeh, Plissee (mongolisch) Gips Stoff 140 x 140 x 15 cm 2004, Foto Jörg Wagner, (c) Alke Reeh, VG Bildkunst Bonn 2018. Freigabe: Alke Reeh / Yasutaka Baba, Elemental Form II, 201, Bildfreigabe: Yufuku Gallery, Tokyo / Tugba Simsek: Aus der Serie "Botanical Garden" 2018, Keramik, Freigabe: Künstler / Cholud Kassem: Aus der Serie "Wudus" 2006, Acryl auf Transparentpapier/ Collage, Freigabe: Künstler / Franz Mazura, Selbstbildnisse, 2014 zu Richard

Wagner „Das Rheingold“ und „Siegfried“, Tuschezeichnungen, Bild: Rainer Szymannsky / Udo Rein, caddystop4, oil acrylic collage on canvas 60x60, 2013, Freigabe: Udo Rein / Philipp Hennevogl, Essigbaum, 2017, Linolschnitt. Foto und Copyright Künstler / Vera Bonsen, Bly, Installation (Detail) 2018. Freigabe: Vera Bonsen / Abbildung: Hinrich Zürn: Ruanda II, 2018, Öl auf Leinwand, 70 x 100 cm, © Hinrich Zürn und galerie grandel / Jörg Kraus, Window F6, 2018 (Ausschnitt) Freigabe: Jörg Kraus / Hannes Steinert, o. T., 2017, Linoldruck, Alle Rechte liegen bei Hannes Steinert / Vera Bonsen, doll’s minuet 2, Papierobjekt, 60 x 80cm, 2017, Bild: Galerie Grewenig /Esther Hagenmaier, Bildkörper 04.2015 - Lambda-Print auf Aludibond 48 x55 cm, Bild: Galerie Grewenig / Radiale, Bild: Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis / Sammy Slabbinck, The Great Escape, Collage, 2013 , Freigabe: Künstler / Qui es Kleist? / Wer ist Kleist? Wandobjekt, Taktilistische Mischtechnik auf Leinwand, 74 x 89 cm H x B, 1976/77, Foto: Copyright Dorothea Burkhardt 2016 für das Museum Théo Kerg

Impressum Herausgeber: art-media-edition-Verlag Insel 3, D-79098 Freiburg Geschäftsführung: Björn Barg Projektleitung und Redaktion: Wort.Bild.Kultur. UG (haftungsbeschränkt)

redaktion@kunstraum-metropol.de www.kunstraum-metropol.de Druck: ColorDruck Solutions GmbH 69181 Leimen/Germany Autorinnen und Autoren dieser Ausgabe: Dr. Martin Stather, STG, Andreas Belathys, M.A., Dirk Martin, Dr. Lida von Mengden, Dr. Dietmar Schuth, Joachim Utz, Stefan Ackermann, Dr. Heinz Höfchen, Dr. Ulrike Hauser-Suida Auflage 7.000 / kunstraumMETROPOL liegt in ausgewählten Museen und Kunsträumen aus und ist im Abo erhältlich Nächste Ausgabe Q2/2019: April, Mai, Juni 2019, Anzeigenschluss: Fr. 22.02.2019 Erscheinungstermin: voraussichtlich 21 Tage nach Anzeigenschluss kunstraumMETROPOL 43


F_To_print_kMETROPOL_Q1_2019.qxp_Metropol 11.12.18 00:20 Seite 44

Profile for art-media-edition Verlag Freiburg

kunstraumMETROPOL 1Q 2019  

Das Kunstmagazin der Metropolregion Rhein-Neckar

kunstraumMETROPOL 1Q 2019  

Das Kunstmagazin der Metropolregion Rhein-Neckar

Advertisement