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INDIA SPECTRUM Indian Embassy, Vienna

DAS MAGAZIN DER INDISCHEN BOTSCHAFT, WIEN Auge im Weltraum : Ziel der AstrosatSatellitenmission ist ein genaueres Verständnis unseres Universums

Damit Wissenschaftler ihre Weltraumforschung durch das Studieren entfernter Himmelsobjekte intensivieren und tiefergehende Analysen unseres Sternensystems durchführen können, hat Indien am 28.September vom Satish Dhawan Space Centre von Bord aus einer PSLVXL- Rakete sein erstes spezielles MultiwellenlängenWeltraumteleskop, Astrosat, gestartet . Nach dem Erfolg des satellitengestützten indischen Röntgenastronomie- Experiments, das in 1996 initiiert wurde, hat die Indian Space Research Organisation (ISRO) im Jahr 2004 mit der Entwicklung von Astrosat als vollwertigem Satelliten begonnen. Die Mission benötigte 11 Jahre spezifischer Forschung und hat das Ziel, neue Daten von der Entwicklung des Universums zu sammeln. ‘‘Dies kündigt eine neue Ära in der astronomischen Forschung an. Astrosat markiert diese neue Ära. Bislang waren Wissenschaftler von Daten abhängig, die von Plattformen der NASA oder der Europäischen Raumfahrtagentur stammen. Jetzt verfügt Indien über sein eigenes Auge im Weltraum , um Strahlungsbänder im All zu studieren, die uns sagen, was dort vor sich geht,‘‘ so K. Kasturirangan, der das Astrosat-projekt als ISRO- Vorsitzender intiiert hatte. Astrosat ehatte eine Abhebemasse von rund 1.513 kg und wurde durch die PSLV-C30 in einer 650 km lange Umlaufbahn mit einem Winkel von 6 Grad zum Äqator gebracht. Nach dem Einschießen in die Umlaufbahn wurden die beiden Solarpanels von Astrosat automatisch schnell hintereinadner in Position gebracht. Das Raumfahrtkontrollzentrum im Mission Operations Comkplex des ISRO Telemetry, Tracking and Command Networks (ISTRAC) in Bangalore wird

Jahrgang 2 • Ausgabe 8 • Oktober 2016

I N H A LT SEITE 01 Auge im Weltraum SEITE 02 Solar Tuk-Tuk aus Indien in Wien SEITE 03 MADAD Portal Student Service SEITE 04 Hindi Lernen SEITE 05 Indisch Kochen SEITE 06 Yoga für Anfänger SEITE 06 Wussten Sie, dass...? SEITE 07 Indische Filmabende SEITE 08 Veranstaltungshinweise Satelliten während seiner Mission begleiten. Der 1,8 Millionen Rupien teure Astronaut wird Daten ausspucken, die er mit fünf Instrumenten an Bord misst. Die primäre Stärke von Astrosat liegt zwar in der Beobachtung hoch energetischer Ereignisse und Objekte durch seine starken Röntgenbanden. Dies war eine Einschränkung bei den meisten anderen Teleskope, die auch von der NASA, im All platziert wurden. Das Astrosat- Teleskop ist nicht nur leistungsstärker, sondern kann auch innerhalb der Röntgenbänder Daten sammeln- was es zu einem perfekten Multitasking – Gerät macht. Bis heute ist das Hubble- Weltraumteleskop, ein Joint Venture der NASA und ESA, das größte der Welt. Astrosat mag nur ein Zehntel so groß sein wie Hubble, aber es macht Indien zum erst vierten Land (nach den USA, Russland unfd Japan), das ein unabhängiges, funktionierendes Weltraumteleskop für astronomische Beobachtungen hat Astrosats wissenschaftlicher Fokus ■■ Simultane Multiwellenlängenmessung von Intensitätsschwankungen in einem breiten Spektrum kosmischer Wellen. ■■ Überwachung des Röngenhimmels im Hinblick auf neue Transienten. ■■ Himmelsuntersuchungen in harten Röngen- und UVBanden ■■ Spektroskopische Breitbanduntersuchung von Röntgendoppelsternen AGN, SNRs, Galaxiehaufen und Sterkoronen ■■ Untersuchung der periodischen und nichtperiodischen Variabilität von Röntgenquellen. Text: Aarti Kapur Singh India Spectrum • 1


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Solar Tuk –Tuk aus Indien in Wien

Naveen Rabelli startete im Februar mit seinem Solar Tuk –Tuk in Bangalore in Indien, nun kam er mit seinem 40 km/h schnellen Solar-Mobil am 18. September in London an. Eine kurze Zusammenfassung seiner

unglaublichen Reise durch Eurasien: Der Abenteurer (35) will mit seiner Reise die Idee umweltfreundlichen Reisens promoten. Dazu baute Naveen Rabelli ein Tuk-Tuk-Dreirad zu einem Solarmobil um. Im Februar startete er im indischen Bangalore und kam nach 13.000 Kilometer am 18. September in London an. Seine unglaubliche Reise führte ihn von Bangalore nach Mumbai, von wo er per Schiff weiterreiste bis zu Bandar Abbas im Iran. Dann fuhr er weiter durch Dörfer im Iran, Türkei , Griechenland und Bulgarien. Weitere Stationen seiner Reise waren Serbien, Ungarn, Österreich, Deutschland, die Schweiz, Frankreich und schließlich England (London). Naveen Rabelli möchte auch darauf aufmerksam machen, dass man Solarenergie verwenden soll. Er schildert ein Erlebnis, wo er in Indien im Stau steckt und eine große Anzahl von Tuk-Tuks bemerkt, die fast leerstehen und großen Lärm von sich geben. In diesem Moment kam ihm der Gedanke, ob man diese Tuk-Tuks nicht auf Solarstrom umstellen könnte. Rabelli hat zwei Jahre Arbeitszeit und seine gesamten Ersparnisse von 6.000 Dollar investiert, um sein solarbetriebenes Auto-Rikshaw zu bauen. Er nennt sein Tuk-tuk ‘‘Tejas‘‘ (dieses Wort steht im Sanskrit für strahlenden Glanz). Bei dem Großteil seiner Reise hat Rabelli seinen Kumpel Raoul Kopacka dabei. Dieser schläft auf einer Matratze im hinteren Teil des Tuk-Tuks. Rabelli hat Kopacka, welcher übrigens plant, einen Dokumentarfilm über die Reise zu machen, ausgesucht, weil der 26jährige klein genug ist, ausgestreckt im hinteren Teil des Fahrzeuges zu liegen.

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I N D I S C H E

S T U D I E R E N D E

I N

Ö S T E R R E I C H

Sehr geehrte indische Studierende in Österreich! Wie Sie wissen, legt die indische Regierung größten Wert darauf, über das Wohl der indischen Diaspora im Ausland auf dem Laufenden zu bleiben, insbesondere wenn es um indische Studierende geht. Damit man Sie und andere indische Studierende in Österreich besser erreichen kann, ersucht die Botschaft von Indien in Österreich, dass Sie sich beim MADAD Portal Student Service (http://www.madad.gov.in/) registrieren. Beim MADAD Portal Student Service handelt es sich um eine neue Dienstleistung, welche kürzlich vom indischen Außenministerium gestartet wurde, um besseren Kontant zu indischen Studierenden im Ausland zu haben. Sobald Sie sich beim Portal registrieren, wird die Botschaft Ihre Kontaktdaten haben. Selbstverständlich unterliegen Ihre Daten bei der Botschaft strengstem Datenschutz und werden mit niemandem außerhalb der Botschaft und des Ministeriums geteilt. Der Sinn des Ganzen ist es, einen besseren Draht zu den indischen Studierenden im Ausland zu haben. Dadurch können Sie sich schneller mit der Botschaft in Verbindung setzen, wenn Sie bei Ihrem Aufenthalt im Ausland Hilfe benötigen. Die Botschaft wird Ihnen außerdem Informationen zu den verschiedenen Botschaftsaktivitäten senden, damit Sie ein Teil der größeren indischen Diaspora in Österreich werden können. 2. Wir wären sehr dankbar, wenn Sie diese Neuigkeit auch an Ihre Freunde, die in Österreich studieren, weiterleiten können, damit sie sich bei der Botschaft durch das MADAD Portal Student Service registrieren können. Weitere Informationen zur Registrierung können Sie hier erhalten: Anleitung 3. Sollten Sie Fragen haben, wenden Sie sich bitte an unseren Students’Welfare Officer, Herrn Brijesh Kumar (culture. vienna@mea.gov.in). Wenn Sie Fragen zu Konsularangelegenheiten haben, wenden Sie sich bitte an unsere Konsularabteilung (cons1.vienna@mea.gov.in). 4. Die Botschaft verfügt auch über eine Telefonnummer für Notfälle, an welche Sie sich bei Bedarf wenden können: 01 5058666. Wir wünschen Ihnen einen angenehmen Aufenthalt in Österreich und alles Gute!

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H I N D I

L E R N E N

Liebe Leserinnen und Leser, ich bin zurück aus Indien! Und mir fehlen die Worte. Es war eine unglaubliche Erfahrung und die schiere Anzahl an Eindrücken, welche ich von dort mitgenommen habe, hat mich beinahe überwältigt. Kurz gesagt: Es war eine einmalige Erfahrung, die man wahrscheinlich nur am eigenen Leib so richtig erleben kann. Es war wohl nicht ganz richtig von mir, eingangs zu schreiben, dass mir die Worte fehlen. Ganz im Gegenteil! Ich hätte so viel über Indien zu sagen, das meiste davon überaus positiv, dass sich die Worte regelrecht darum raufen, welches ich als erstes sagen soll. Und am Ende kommt nichts heraus, was der Erfahrung gerecht wäre. Indien ist so groß, so bunt, so alt, so neu, und jung, und schrill, und laut, und still, bunt und vielfältig, hektisch und gemütlich, so anders – liebe Leserinnen und Leser, befassen wir uns heute mit den sogenannten Adjektiven, auch bekannt als Eigenschaftswörter. Wie Sie sich erinnern können, haben Hauptwörter in Hindi entweder das maskuline oder das feminine Geschlecht. Dies ist auch deshalb wichtig, weil es zwei Arten von Adjektiven in Hindi gibt – beugbare und nicht beugbare. Der Unterschied zwischen den beiden ist denkbar einfach – die beugbaren Adjektive müssen sich dem Geschlecht (und der Zahl) des Hauptwortes, welches sie beschreiben, anpassen. Die nicht beugbaren Adjektive bleiben immer gleich, unabhängig von Geschlecht, Einzahl oder Mehrzahl. Die beugbaren Eigenschaftswörter erkennt man an ihrer Endung – आ. Hier sind ein paar Beispiele: छोटा - klein बड़ा - groß अच्छा - gut लंबा - lang पुराना - alt युवा - jung Diese Form behalten sie nur in der Einzahl bei maskulinen Hauptwörtern. Wenn das Hauptwort männlich und in der Mehrzahl ist, entfernen Sie einfach das आ am Ende und ersetzen es mit einem ए. Bei femininen Hauptwörtern ist die Form in der Ein- und der Mehrzahl die gleiche – ersetzen Sie das आ mit ई. छोटा लड़का - kleiner Junge छोटे लड़के - kleine Jungs छोटी लड़की - kleines Mädchen छोटी लड़कियाँ - kleine Mädchen Adjektive, welche nicht mit आ enden, sind nicht beugbar und bleiben immer gleich. सुंदर - schön कुरूप - hässlich स्वच्छ - sauber Und wenn wir schon dabei sind, Farben sind in Hindi genau wie in der deutschen Sprache Adjketive, welche genau wie alle anderen Eigenschaftwörter in Hindi beugbar oder nicht beugbar sein können. काला

नीला

हरा

पीला लाल सफेदद नारं गी बैंगनी

भरू ा Bis zum nächstan Mal!

Markus

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I N D I S C H

KO C H E N

Kartoffel- Zucchini-Gemüse Zutaten für 5 Personen 0,9 kg Kartoffel- Zucchini (2/3- 1/3) 1/2 Tl. Zucker 1 1/2 Tl. Salz 1 Tl. Garam Masalla ¼ Bund frischer Koriander klein gehackt Fodni 2 Eßl. Ghee 1 ½ Tl. Jeera (Kreuzkümmel) ¼ Tl. Hing (Asafötida, Teufelsdreck) 1 Tl. Haldi (Gelbwurz) ¼ Tl. Chilipulver oder entsprechend frischer Grüner Chili kleingehackt 5- 10 Curryblätter (nicht unbedingt nötig nur falls vorhanden) Zubereitung

Zuchini und Kartoffeln in Würfel schneiden (Kartoffel kurz in Wasser einweichen). Ghee im Fodni erhitzen, Kreuzkümmel zugeben und anrösten. Nacheinander Hing, Haldi, Chilipulver (oder entsprechend frischer grüner Chili kleingehackt) und die Curryblätter zugeben und kurz anrösten. Vorsicht dass die Gewürze nicht anbrennen. Die abgetropften Kartoffeln ins Fodni geben und gut miteinander vermischen und etwas im Fodni anbraten. Die Zucchini hinzufügen alles gut vermischen und das Ganze auf kleiner Flamme weichdünnsten. 10 Minuten vor Ende Garam Masalla, Zucker und Salz zugeben und wenn das Gemüse fertig ist den frischen Koriander untermischen. ---

Verfasserin: Frau Dr. Veena També, Atmasantulana, Village Karla, Maharashtra

B I B L I OT H E K

D E R

B OT S C H A F T

■■ Die Bibliothek der Botschaft ist täglich von 10 bis 13 Uhr geöffnet. ■■ Unsere Sammlung umfasst über 2000 Bücher zahlreicher Richtungen. 2 ■■ Um sich einen Termin außerhalb der Öffnungszeiten auszumachen und bei sämtlichen Anfragen, kontaktieren Sie bitte den Information Assistant: info.vienna@mea.gov.in oder 01 5058666 33 ■■ Das stets auf dem neusten Stan gehaltene Verzeichnis unserer Bücher finden Sie hier: indianembassy.at/pdf/ EmbassyLibrary.pdf

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YO G A

F Ü R

SASANKASANA Hase

A N FÄ N G E R ■■ Nutzen ■■ Diese Übung hilft dabei, Stress und Wut zu vermindern.

■■ Technik ■■ Wir spreizen die Knie weit auseinander ■■ Die Zehen berühren sich ■■ Die Handflächen bleiben zwischen dem Knie ■■ Ausatmen und die Arme langsam in voller Länge strecken ■■ Nach vorne beugen und das Kinn auf dem Boden ablegen ■■ Die Arme sind parallel zueinander ■■ Nach vorne sehen und diese Position halten ■■ Einatmen und nach oben kommen ■■ Ausatmen und zurück zu Vajarasana kommen ■■ Die Beine nach vorne strecken und zu Vishramasana zurückkommen

W U S S T E N

■■ Vorsicht ■■ Arthritispatienten sollten hierbei vorsichtig sein!

S I E ,

D A S S . . .

…die Silbe ‘‘Om‘‘ als das heiligste aller Mantren gilt? Nach hinduistischer Auffassung ist die Silbe ‘‘Om‘‘ die Vibration, aus der das Universum entstand. Bestehend aus A-U-M steht es unter anderem für die Dreieinigkeit von Brahma, Vishnu und Shiva.

I N D I A P E R S P E C T I V E S M AG A Z I N O N L I N E h t t p : / / w w w. m a g z t e r. co m / p u b l i s h e r s / m e a i n d i a

IN 14 SPRACHEN! AUCH AUF DEUTSCH VERFÜGBAR!

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Indian Embassy, Vienna

I N D I S C H E

F I L M A B E N D E

28. Oktober, 17:30 HINDI OV mdUT

25. November, 17:30

16. Dezember, 17:30 HINDI OV mdUT

HINDI OV mdUT

Reservierungen und weitere Infos: www.indianembassy.at Indian Embassy Business Centre/Library Kärntner Ring 2, 1. Stock, 1010 Wien India Spectrum • 7


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I N D I S C H E V E R A N S TA LT U N G I N Ö S T E R R E I C H

1 l'\'m-.>I

Embassy of lndia

to Austria and Montenegro and Permanent Mission oflndia 1o lhe lnlemotional Organizations in \/lenna

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EINTRITT FR E 1

(SPENDEN WILLKOMMEN)

Kartenreservierung unter istb@univie.ac.at oder (+43-01) 4277 43501


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