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INDIA SPECTRUM Indian Embassy, Vienna

DAS MAGAZIN DER INDISCHEN BOTSCHAFT, WIEN Präventive Konservierung im NapierMuseum, Trivandrum, Kerala

Jahrgang 2 • Ausgabe 6 • Juni 2016

I N H A LT SEITE 01 Präventive Konservierung im

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er Bundesstaat Kerala befindet sich an der MalabarKüste in Südindien. Ein wichtiges Wahrzeichen dieses Staates und seiner Hauptstadt Trivandrum ist das Napier-Museum, das sich durch seine Architektur und seine hochqualitative Sammlung auszeichnet. Das Napier Museum ist in einen größeren Museums- und Parkkomplex im Herzen von Trivandrum eingebettet, der unter anderem auch ein naturhistorisches Museum und einen Zoo umfasst. Die Gründung des Museums geht auf das Jahr 1857 zurück. Die beiden federführenden Persönlichkeiten waren J.A. Brown, der Direktor von „Trivandrum Observatory“, und der Brite General William Cullen, ein Förderer von Kunst und Handwerk. Anfangs wurde die Sammlung im Haus von William Cullen präsentiert. Im Jahr 1872 entsandte dann Lord Napier, der damalige Gouverneur von Madras, den britischen Architekten Robert Fellowes Chisholm nach Trivandrum, um ein Museumsgebäude zu errichten. Chisholms Design im sogenannten indisch-sarazenischen Stil verband Elemente aus der indo-islamischen und der indischen Architektur mit der neogotischen und neoklassizistischen Architektur, die sich während der Viktorianischen Ära großer Beliebtheit erfreute. Das Gebäude wurde nach Lord Napier benannt und diente ab 1880 als Museum. Bis heute wurden mehrmals Änderungen an der Bausubstanz durchgeführt, so wurde etwa ein kleines Depot später hinzugefügt. Heute stellt das Napier-Museum über 550 Exponate aus. Die Hauptsammlung umfasst Metallskulpturen aus der Zeit vom 8. bis ins 18. Jahrhundert mit religiöser Bedeutung. Die Ikonographie dieser Werke geht auf die traditionellen Schriften „Silpashastras“ bzw. „Matsyapurana“ zurück. Die Sammlung beinhaltet

Napier-Museum SEITE 02 Indische Folk Instrumente - Tabla SEITE 03 Die erfolgreiche Geschichte des Tees SEITE 05 Hindi Lernen SEITE 06 Wussten Sie, dass... – interessante Fakten aus Indien SEITE 06 Yoga für Anfänger SEITE 07 Indisch Kochen: Toor Dal, Mung Dal SEITE 09 Indische Filmabende SEITE 10 Veranstaltungshinweise auch zahlreiche Gegenstände aus Stein, wie z.B. die „Gandhara“ aus dem 2. Jahrhundert bis hin zu den Kerala-Skulpturen aus dem 18. Jahrhundert, welche Einflüsse der Reiche von Chera, Chola, Pallava, Pandya und Vijayanagara zeigen. Auch Holzschnitzereien aus Gmelina-Holz stellen einen integralen Bestandteil der Sammlung dar. Das Museum beherbergt außerdem Musikinstrumente, Masken, Elfenbeinschnitzereien, antike Münzen und Textilien. Das Napier-Museum steht für den kulturellen Reichtum Keralas, der für die künftigen Generationen erhalten werden soll. Aus diesem Grund wurde von der Regierung in Kerala ein Expertenkomitee ins Leben gerufen, das sich mit zukünftigen Maßnahmen zur Erhaltung auseinandersetzt. Das Komitee bat das Institut für Konservierung und Restaurierung der Universität für angewandte Kunst Wien um Unterstützung. In der Folge wurden im Februar 2016 unter der Leitung von o. Univ. Prof. Mag. Dr. Gabriela Krist ein Workshop mit dem Titel „Conservation ofTangible Heritage with Special Reference to Napier Museum Trivandrum“ (Konservierung von materiellem Kulturerbe mit besonderem Augenmerk auf das Napier-Museum in Trivandrum) veranstaltet. Im Rahmen des Workshops, der im Napier Museum stattfand, arbeitete das Institutsteam gemeinsam mit Experten aus Kerala und ganz Indien Empfehlungen zur Erhaltung aus. Der Fokus lag hierbei auf der präventiven Konservierung – vorbeugendes Handeln bevor Schäden passieren, ausgehend von den bestehenden Risiken. Im Detail setzte sich der Workshop aus Vorlesungen, India Spectrum • 1


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Demonstrationen und praktischen Übungen zusammen. Im Fokus standen die Erfassung des Zustands der Sammlung, der Risiken und Schadensquellen im Museum. Des Weiteren wurden die Themenkreise des Handlings, der Pflege und der Kennzeichnung von Objekten behandelt. In einer Übung hatten die indischen KollegInnen die Möglichkeit, eine konservatorische Bestandsaufnahme an originalen Objekten der Sammlung durchzuführen. Materialien für verbesserte Lagerung und Ausstellung von Kunstobjekten wurde besprochen und gezeigt und die TeilnehmerInnen wurden mit den Auswirkungen von Klima und Licht auf die Sammlung vertraut gemacht. So ist etwa das feuchte tropische Klima in Kerala eine besondere Herausforderung für die Erhaltung von Kunstobjekten, da es die Korrosion von Metallen, den Zerfall von organischen Objekten und das Wachstum von Mikrobiologie wie etwa Schimmel fördert. Auch Schädlinge vermehren sich im tropischen Klima schneller und werden so zu einem ganzjährigen Problem. Im Rahmen der Abschlussübung nutzen die TeilnehmerInnen die erworbenen Erfahrungen, um in Gruppen die Stärken und Schwächen in Ausstellung und Depot des Napier Museums in Bezug auf die präventive

Konservierung festzuhalten und Empfehlungen für zukünftige Maßnahmen zu geben. Die Ergebnisse des Workshops wurden nun in die strategische Planung des Expertenkomitees aufgenommen. Die Empfehlungen sollen in den folgenden Jahren umgesetzt werden. So kann das Napier-Museum in Zukunft als Vorbild für andere Museen mit ähnlichen Herausforderungen dienen.

Indische Folk Instrumente Teil 2 - Tabla

mit Hautriemen an den Trommelkörpern befestig. Bei der hohen Trommel werden runde Holzklötzchen unter die Riemen geschoben, um die Spannung zu erhöhen und die Trommel zu stimmen. Die Feinstimmung und die Stimmung der Basstrommel erfolgt nur durch leichte Schläge auf den Rand des Fells. Zum Spielen werden die Trommeln in Ringe gestellt, damit sie den nötigen Halt haben und der Korpus unbeeinträchtigt schwingen kann. Der Spieler sitzt meist im Schneidersitz vor den Trommeln. Die höhere Trommel wird auf den Grundton des begleiteten Instruments mit einem Metallhammer gestimmt, in der nordindischen Instrumentalmusik häufig in der Nähe von Cis. Die Bayan kann ein Quart niedriger gestimmt werden. Der typische TablaKlang entsteht durch die Spieltechnik, die wesentlich aus den Fingern kommt. Tabla-Spieler bedienen sich zur Bezeichnung der einzelnen Schläge und Schlagkombinationen eines Systemes von Sprechsilben (Bols), so dass man jedes Muster nicht nur spielen, sondern auch sprechen kann. Grundlage des Spiels sind rhythmische Zyklen (Tala), die den Rahmen für vielfältige rhythmische Variationen und virtuose Improvisation bieten (Dha tire kite dha ghe na tun na dha ti dha ghe dhin na ghe na). Der Name Tabla (“Tabl”) stammt aus dem Arabischen und steht für “Trommel”. Tablas gibt es seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in der heute verwendeten Form. Eine Legende besagt, dass sie die Erfindung des berühmten persischen Dichters und Musikwissenschaflers Amir Chousrau sein soll, der die “Pakhawaj”, eine der ältesten Trommeln aus dem indischen Kulturkreis, bestehend aus einem Kessel mit einem hoch- und ein tiefgestimmtes Fell auf den beiden

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ie Tablas sind heute das wichtigste Perkussionsinstrument in Indien. Es wird der König unter den Schlaginstrumenten genannt. Die sind so ein komplexes Instrument, dass sie nicht nur als Begleitung glänzen, sondern auch großartig als Soloinstrument klingen. So ein Solokonzert kann auch über zwei Stunden dauern. Sie bestehen aus zwei Trommeln, die immer zusammen gespielt werden. Eine kleine Holztrommel, die die Form eines Zylinders hat, genannt “Tabla” oder “Dayan” und mit der rechten Hand gespielt wird. Eine große Trommel aus Metall (in der Regel in Kupfer oder Messing und Chrom beschichtet) auf der den BassSound gespielt wird, “Bayan” oder “Dagga” genannt. Das augenfälligste sind die schwarzen Punkte (Syahi) auf den kompliziert aufgebauten Fellen (Puri). Die Felle sind

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--von Tanushree Gupta und Johanna Wilk Sämtliche Bilder sind © Napier Museum, Photo: Subhash Kowdiar


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Seiten in zwei geteilt hat, um sie nebeneinander zu stellen und so bespielen zu können. Das Lernsystem in der klassischen indischen Musik ist ein besonderes, das auf dem Verhältnis “Guru” – “Shyshia” (Lehrer Schüler) basiert. Dieses Lehrer – Schülerverhältnis hat eine andere Bedeutung als im Westen. Der “Guru” ist in einer besonders respektierten Position, da er das Tabla-Repertoire mündlich an seine Schüler weitergibt. Es gibt keine Aufzeichnungen, alles wird mündlich von Generation zu Generation überliefert, auswendig gelernt und dann wieder weitergegeben. Der Respekt vor dem Guru wird symbolisch dadurch ausgedrückt, dass ihm der Schüler vor jeder Stunde die Füße berührt und sich vor ihm verneigt. Eine weitere, wichtige Rolle neben dem „Guru – Shyshia“ – System spielen die „Gharanas“ (Schulen), die verschieden örtlich lokalisiert sind und sich durch ihre Spielweise unterscheiden. Es gibt es eine bedeutende Anzahl an Tabla-Virtuosen, Meistern, die die Solospielweise in neue Dimensionen geführt haben und auch in Zukunft weiterführen. Diese Tradition ist vergleichbar mit der Geschichte des Klaviersolospiels im Westen. Bedeutende Tabla-Meister der älteren Generation sind Amedjan Thirakwa, Amir Hussain Khan, Alla Rakka, Chatur Lal, Shanta Prasad, Nikhil Gosh, Kishan Maharaj, Shankar Gosh etc, der bekannteste der jüngeren Generation bestimmt Zakir Hussain neben Nayan Gosh, Suresh Talwalkar, Anindo Chatterje, Sadanand Nayampalli etc. Die Tablas haben auch Eingang gefunden in westliche Musikstile und sind eine Fusion mit verschiedenen Musikrichtungen, wie Jazz, Rock und auch Popmusik

eingegangen. Den Durchbruch in die westliche Welt schaffte die indische Musik durch das Woodstock und Monterey Festival, als Ravi Shankar (Sitar) und Alla Rakha (Tabla) die Hippiegeneration zu wahren Begeisterungsstürmen hinrissen und einen Indienboom auslösten. Von da an schafften es indische Instrumente wie Sitar und Tabla, ihren Eingang in die Popmusik zu finden (Beatles, Rolling Stones etc.). Ein Vorreiter für die Fusion von indischer Musik mit Jazz war Miles Davis, der ende der 60iger und Anfang der 70iger Jahre erstmals Tablas in seiner Musik einsetzte (z.B. “Big Fun”, “On The Corner”, “Bitches Brew”). Das war wiederum der Auslöser für weitere Fusion-Gruppen mit indischen Elementen wie dem Mahavishnu Orchestra, Oregon oder Shakti mit John McLaughlin und Zakir Hussain. Eine weitere neue Richtung entstand Mitte der 90iger Jahre unter dem Begriff Asian Underground in London unter dem Einfluss dort angesiedelter, junger Inder wie Talvin Singh oder Karsh Kale. Sie mischten Club Sounds, Drum’n’Bass und Computer-Samples mit indischen Musikelementen und kreierten damit einen neuen tanzbaren Stil, der neben Techno in die Clubszene westlicher und indischer Metropolen Eingang fand. In Österreich war bis jetzt der wichtigste aus Indien stammende Vertreter Jathinder Thakur. Nachdem dieser wieder nach Indien zurückgekehrt ist, ist in dessen Fußstapfen ein junges Ausnahmetalent, Haider Khan, getreten, um auch im Musikschmelztiegel Wien neue Wege zu beschreiten. --www.pintoohaiderkhan.info Text und Bilder von Gefion Gufler

Die erfolgreiche Geschichte des Tees

die erste Teeplantage in Assam angepflanzt. Man nimmt an, dass der schottische Abenteurer Robert Bruce in dem nordöstlichen Staat zum ersten Mal eine Teepflanze erblickte. Danach begann die Ostindische Gesellschaft mit der Teeproduktion in Assam, indem große Landflächen in Teeplantagen verwandelt wurden.

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ee-Reisen sind im letzten Jahrzehnt in Indien immer beliebter geworden und sind heute ein wichtiger Teil vieler Rundreisen. Chai (Tee) war immer die erste Wahl für Menschen in aller Welt, wenn sie Stress und Erschöpfung lindern wollten. Er wurde zuerst im Jahr 2737 v. Chr. durch den zweiten Kaiser von China, Sheng Nung, entdeckt, und in Indien wurde während der britischen Herrschaft

Zurzeit ist Indien einer der weltweit größten Teeproduzenten, wobei 70 Prozent im Land konsumiert werden. Darjeeling am Fuße des Himalayas, die Region Assam mit ihren hohen Niederschlagsmengen, die ‘‘Blue Mountains‘‘–Landschaft Nilgiri, sowie Munnar und Wayanad, die üppigen grünen Regionen in Kerala, sind wichtige Teeregionen. Es geht aber nicht nur ums Teetrinken; man muss das Aroma erleben, den Geschmack erfahren und den Prozess der Teeherstellung lernen. Um Teeliebhabern und Reisenden ein besseres Verständnis zu vermitteln, wurde das Konzept des Teetourismus entwickelt. Auf diesen Reisen besucht man Teefabriken, wohnt in Teebungalows, pflückt Teeblätter und erwirbt Wissen. Mit dem Aroma frisch gebrühten Tees in der Nase aufzuwachen, kann eines der vielen Erlebnisse sein. ■■ Westbengalen Die Stadt ist eine der beliebtesten Bergstationen India Spectrum • 3


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und ist umgeben von Teegärten, die den berühmten hellen und aromatischen Darjeeling produzieren. Interessanterweise stammen rund 25 Prozent der gesamten Teeproduktion des Landes aus Darjeeling, das über rund 80 produzierende Teeplantagen verfügt. Makaibari Tea Estate and Homestay ist eine der ältesten Teeanbauplantagen der Region. Es liegt in Kursong, 37 km von Darjeeling entfernt, und ist einer der besten Teeherstellungsgärten der Welt. Das Happy Valley Tea Estate ist eine weitere sehr bekannte Anbauplantage. Es liegt 3 km nördlich von Darjeeling und ist eine der höchsten Teegärten der Welt. Hier werden einige der feinsten Tees angebaut. Es wurde 1854 von einem Engländer gegründet. Später wurde es von einem indischen Aristokraten aus Kalkutta übernommen. Beste Reisezeit: März bis November ■■ Assam Assam ist die größte Teebaugegend des Landes. Der Tee wird hauptsächlich in der Gegend des Brahmaputra-Tals angebaut. Als Teeliebhaber sollte man einen Besuch der Teeplantagen, die untrennbar zu den Bundesstaat gehören, nicht verpassen. Es gibt auch hier mehrere Aufenthaltsoptionen, wo man sich inmitten von Teegärten erholen und entspannen kann. Jedes Jahr organisiert die Tourismusbehörde von Assam das Assam Tea Festival, bei dem Tee-Enthusiasten wundervolle Teegärten besuchen und aufregende Flusskreuzfahrten genießen können und währenddessen an einem heißen Tee schlürfen. Man kann auch das Guwahati TeeAuktionszentrum besuchen, das größte in Indien. Beste Reisezeit: Mai bis Juni ■■ Tamil Nadu Nilgri ist für seine Berge mit den blauen Gipfeln bekannt, wie auch für seinen intensiven duftenden Tee. Im Gegensatz zu Assam und Darjeeling wird Tee in der Nilgiri-Region das ganze Jahr über angebaut, wobei Oolong und der schwarze Tee die wichtigsten Teesorten sind. Bei einem Aufenthalt in Coonoor sollte man eine Teeplantage besuchen, um alles über den Vorgang der Teeherstellung zu erfahren. Es ist ratsam, einen Tag für diese Plantage und den Teegherstellungskurs einzuplanen. Als Unterkunft bietet sich Nonsuch Retreats an, das von der Tea Board of India unterstützt

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wird. Es handelt sich um einen gut ausgestatteten Teeplantagen-Bungalow, der in 1872 erbaut wurde. Hier, auf 1676m Höhe über dem Meeresspiegel, findet man ausgedehnte Teegärten, hügelige Berge und wabernde Nebel, der die Gäste begleitet. Beste Reisezeit: Das ganze Jahr über ■■ Kerala Sobald man nach Munnar kommt, in die Region, die mit üppigen Teeplantagen übersät ist, hat man das frische Aroma von Teeblättern in der Nase. Die Teereise sollte mit einem Besuch im ersten Teemuseum des Landes in Nallathanni Estate beginnen, das einen faszinierenden Einblick in die Geschichte der Teeherstellung in der Region bietet. Wohnen kann man im KTDC Tea Country in Munnar. Es liegt eingebettet zwischen zwei Hügeln und ist ein wichtiges Ziel für die ÖkotourismusAktivitäten rund um den Eravikulam Nationalpark, das Chinnar Naturschutzgebiet, den Pampadum Shola Nationalpark und das neu entstandene Neelakurinji Naturschutzgebiet. Die Teeplantage Kundala ist ein weiterer Pflichttermin in Munnar. Sie liegt neben einem See und beim Betrachten des gesamten Teeherstellungsprozesses geht einem das Herz auf. Im Tee Sanctuary, einigen umgebauten alten kolonialen Bungalows inmitten einer riesigen Teeplantage, lässt es sich gut übernachten. In Wayanad, der üppigen Bergregion in Kerala, die auch eine bedeutende Menge an Tee produziert, ist man der Natur ganz nahe. Ein samtiger Teppich aus frischen grünen Teeblättern beruhigt die Sinne, wenn man sich den Hügeln von Kalpetta nähert. Ein interessanter Aspekt der Teereisen in Wayanad ist, dass die Ernte hier eine frühmorgendliche Angelegenheit ist und man also früh und vor der Dämmerung aufstehen muss, um Teeblätter zu pflücken. Für einen Besuch und als Unterkunft bietet sich das Priyadarshini Tea Estate an. Es wird von der staatlichen Regierung geleitet und verfügt über einen alten Bungalow, der renoviert wurde und Wayanad Tea Country heißt. Beste Reisezeit: August bis Mai --Text: Supriya Aggarwal


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H I N D I

L E R N E N

Liebe Leserinnen und Leser, meine Reise naht, die Zeit wird knapp und daher fällt die Lektion in dieser Ausgabe auch denkbar knapp aus... Scherz beiseite, liebe Leserinnen und Leser – was ich Ihnen heute beibringen möchte, ist unglaublich einfach, schnell gelernt und Sie werden nachher trotzdem das Gefühl haben, ein weites Stück vorangekommen zu sein. Bereit? Letztes Mal haben wir gelernt, dass Hauptwörter in Hindi grammatikalisches Geschlecht besitzen, ähnlich wie die Sache mit der-die-das im Deutschen. Eigentlich einfacher, denn Hindi kennt nur das maskuline, männliche (M) und das feminine, weibliche (F) Geschlecht. Und jetzt bringe ich Ihnen bei, wie Sie die Hauptwörter in Hindi in die Mehrzahl versetzen können. 1) Männliche Substantive, die mit आ enden: Um die Mehrzahl von solchen Hauptwörtern zu bilden, liebe Leserinnen und Leser, müssen Sie lediglich das आ am Ende des Wortes mit ए ersetzen. Ende der Geschichte. Beispiel: दरवाजा (Tür) - > दरवाजे 2) Männliche Substantive, die eine andere Endung als आ haben: Die Mehrzahl ist die gleiche, es ändert sich genau absolut garnichts, das Wort bleibt gleich. Ich habe es Ihnen gleich gesagt – einfach! Beispiel: अखबार (Zeitung) –> अखबार 3) Weibliche Substantive, die mit ई enden: Hierbei verhält sich die Regel ähnlich wie bei 1) – wir ersetzen das ई einfach mit einem इयां . Beispiel: मछली (Fisch) –> मछलियां 4) Weibliche Substantive, die eine andere Endung als ई haben: Fügen Sie dem Wort einfach ein एं hinzu. Beispiel: माता (Mutter) –> माताएं Und das war es auch schon wieder. Weiter unten finden Sie einige Hauptwörter in der Einzahl samt dem dazugehörigen grammatikalischen Geschlecht, damit Sie üben können. Es gibt natürlich Ausnahmen und auch andere Regeln; viele Hauptwörter sind außerdem in Hindi überhaupt nicht zählbar. Aber mit den obigen Regeln kommen Sie schon sehr viel weiter! राजा (König; M) रानी (Königin; F) दाढ़ी (Bart; F) शब्द (Wort; M) आदमी (Mann; M) महिला (Frau; F) चींटी (Ameise; F) हाथ (Hand; M) किताब (Buch; F) कहानी (Geschichte; F) जूता (Schuh; M) उत्तर (Antwort; M) वस्तु (Ding; F) Viel Spaß beim Üben und bis zum Nächsten Mal!

Markus P. India Spectrum • 5


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W U S S T E N

S I E ,

D A S S . . .

...die Vereinten Nationen auf Initiative des indischen Premiers, Shri Narendra Modi, im Dezember 2014 den 21. Juni zum Internationalen Yoga-Tag bestimmt haben? Die Rekordanzahl von über 170 Staaten haben in der UN-Vollversammlung eine entsprechende Resolution angenommen und riefen darin die Regierungen weltweit dazu auf, den Tag zu nutzen, um auf die Vorteile des Praktizierens von Yoga aufmerksam zu machen. Der erste Internationale Yoga-Tag wurde am 21. Juni 2015 rund um den Globus gefeiert, unter anderem auch mit Events und Vorführungen in Wien.

YO G A

F Ü R

BHADRASANA ‘’Bhadra’’ bedeutet ‘’fest’’. ■■ Technik ■■ Wir sitzen aufrecht, die Beine sind nach vorne gestreckt ■■ die Hände neben den Hüften ■■ das ist Dandasana ■■ die Fußsohlen zusammenlegen ■■ ausatmen ■■ die Zehen mit den Händen umfassen ■■ die Fersen sonahe wie möglich an den Damm heranziehen ■■ das ist die Endstellung ■■ wir strecken nun die Beine aus und gehen in Visramasana ■■ Nutzen ■■ Bhadrasana festigt den Körper und verleiht inneren Halt ■■ Vorsicht ■■ Vermeiden Sie diese Übung bei schwerer Arthritis und Ischiasleiden.

Fotos: (c) Yoga in Daily Life - The System by Paramhans Swami Maheshwarananda

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A N FÄ N G E R


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I N D I S C H

KO C H E N

Toor Dal, Mung Dal Mixed Dal (1/3 Toor + 2/3 Mung) Zutaten für 4 Personen (350 ml. p.P.) 200 g Dal (Toor Dal braucht länger, evtl. im Dampfkochtopf kochen) 1200 ml Wasser ½ TL Haldi (Gelbwurz) 2 Tomaten enthäutet und gewürfelt (alternativ:Kokampflaumen) 5 Curryblätter 1 EL Geriebener Ingwer 40 g Jaggery (Rohrzuckermelasse) oder braunen Zucker 1 ½ -2 TL Sambar Massala 2-3 EL frische Korianderblätter gezupft oder gehackt Fodni I 1-2 EL Erdnussöl 1 TL schwarze Senfsamen ¼ TL Hing (Asafötida) 1TL Haldi (Gelbwurz) 1 grüne Chili gehackt 1 EL geraspelte Kokosnuss (frische Kokosnuss gegen Ende der Kochzeit direkt in den Dal geben) falls erhältlich frische Curryblätter Fodni II Anstatt Erdnussöl Ghee verwenden und, anstatt Senfsamen Jeera (Kreuzkümmel Zubereitung

Dal kochen, den Schaum kann man verrühren. Warten bis der Dal zerfällt. Zucker, Salz, Tomaten und Ingwer zugeben und auf niedriger Hitze etwas weiter köcheln lassen, dann Sambar Massala zugeben. Das Fodni zubereiten zum Dal dazugeben (Vorsicht, kann spritzen). Koriander kann gegen Ende mitgekocht oder vor dem servieren dazugegeben werden. ---

Verfasserin: Frau Dr. Veena També, Atmasantulana, Village Karla, Maharashtra

I N D I A P E R S P E C T I V E S M AG A Z I N O N L I N E h t t p : / / w w w. m a g z t e r. co m / p u b l i s h e r s / m e a i n d i a

IN 14 SPRACHEN! AUCH AUF DEUTSCH VERFÜGBAR!

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B I B L I OT H E K

D E R

B OT S C H A F T ■■ Die Bibliothek der Botschaft ist täglich von 10 bis 13 Uhr geöffnet. ■■ Unsere Sammlung umfasst über 2000 Bücher zahlreicher Richtungen. 2 ■■ Um sich einen Termin außerhalb der Öffnungszeiten auszumachen und bei sämtlichen Anfragen, kontaktieren Sie bitte den Information Assistant: info. vienna@mea.gov.in oder 015058666 33 ■■ Das stets auf dem neusten Stan gehaltene Verzeichnis unserer Bücher finden Sie hier: indianembassy.at/pdf/ EmbassyLibrary.pdf

AIR INDIA startet ab April 2016 neue Flugverbindung Delhi-Wien Um direkte, non-stop Verbindugen zu den Hauptstädten Europas und der ganzen Welt sicherzustellen, optimiert Air India fortlaufend seine Dienstleistungen und startet eine neue Flugverbindung nach Wien (beginnend am 6. April 2016). Die Marke Air India wächst in heimischen und internationalen Märkten. Die Flugverbindung nach Wien wird dreimal pro Woche (Mittwoch, Freitag und Sonntag) mit der Air India Boeing 787 angeboten. Der Flieger hebt um 14:00 Uhr (IST) in Neu-Delhi ab und landet um 18:45 Uhr (örtliche Zeit) in Wien. Beim Rückflug fliegt das Flugzeug um 22:45 Uhr von Wien weg und kommt am nächsten Tag um 9:25 8 • India Spectrum

Uhr (IST) in Delhi an. Die Flugverbindung bietet sowohl Anschlussmöglichkeiten zu heimischen und südostasiatischen Flugnetzwerken mit attraktiven Fahrpreisen als auch nach Zentral- und Osteuropa mit dem Star Alliance Partner Austrian Airlines an. Diese Flugverbindung wird die 8. Destination von Air India in Europa neben den bereits bestehenden sein. Es gibt täglich das non-stop Service des B787 Dreamliners nach Frankfurt, Paris, Rom, Mailand, Birmingham und Moskau. Vier mal täglich gibt es die Flugverbindung nach London (LHR), dreimal von Delhi und einmal von Mumbai.


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I N D I S C H E

F I L M A B E N D E

24. Juni, 17:30 HINDI OV mdUT

29. Juli, 17:30

26. August, 17:30 HINDI OV mdUT

HINDI OV mdUT

Reservierungen und weitere Infos: www.indianembassy.at Indian Embassy Business Centre/Library Kärntner Ring 2, 1. Stock, 1010 Wien India Spectrum • 9


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29/04/16

15:06

INTERNATIONALER TAG DES

YOGA

C

M

Y

CM

MY

CY

CMY

K

WO: STADTPARK, WIEN

(VOR DE M JOHANN STRAU SS DENKMAL)

WANN: SONNTAG, 19.JUNI 2016 BEGINN: 10 UHR Alle sind willkom m en. Eintritt ist gratis.

Für weitere Informationen (sowie Programm-Updates bei Schlechtwetter) besuchen Sie: goo.gl/bp24l0 oder scannen Sie den QR-Code:

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I N D I S C H E V E R A N S TA LT U N G I N Ö S T E R R E I C H Vienna Essence of Yoga Flyer final 1_Layout 1 27/04/2016 15:42 Page 1

Spirituelles Highlight Lesungen und Kommentare aus der klassischen Yogaschrift Bhagavatam. Die Bhagavata Saptaha ist eine siebentägige Reise zum Sinn des Lebens. Das Hören der spirituellen Geschichten, Poesie, Musik und Philosophie der Bhagavatam expandieren den Intellekt und das Herz.

EHRENGAST: Sri Venugopal Goswami, Bhakti Yoga Acharya,

stammt aus einer über 500 Jahre alten Familientradition. Er wurde im Radha Raman Tempel in Vrindavan, Nordindien in die Lehren der Bhakti Schriften eingeweiht. Sri Venugopal lernte viele Jahre bei dem weltberühmten Vokalisten Pandit Jasraj, einem international ausgezeichneten Meister-Interpreten der klassischen Hindustani Musik. Englisch mit deutscher Simultanübersetzung. Mit LiveMusik-Begleitung: Harmonium, Gesang, Bambusflöte, Shanai-Oboe und Tabla.

Swami Sivananda (1887–1963)

Die Essenz des Yoga

Swami Vishnudevananda (1927–1993)

Yoga und Musik-Festival

Yoga-Inspirationen im täglichen Leben

Freitag, 3. Juni – Donnerstag, 9. Juni 2016

Vorträge mit Swami Durgananda, Yoga-Acharya Samstag, 14.30 Uhr: „Die Meditationserfahrung“ Sonntag, 14.30 Uhr: „Yoga Weisheit im täglichen Leben“ Swami Durgananda, Yoga Acharya ist Seniorschülerin von Swami Vishnudevananda und Leiterin der Sivananda Yoga Vedanta Zentren in Europa. Ihre praktische und intuitive Unterrichtsweise entspringt der Inspiration und intensiver Praxis.

Der nächste Schritt in der Yogapraxis

Asana Specials und Vorträge mit Swami Sivadasanada, Yoga Acharya

Ehrengast: Sri Venugopal Goswami, Nordindien Weisheitsverse aus der Yogaschrift Bhagavatam mit Live-Musik

Swami Sivadasananda ist bekannt für seinen inspirierenden Unterricht von Asanas und Pranayama. Er ist Autor der Bücher „Einführung in Yoga“ und „Besser Leben mit Yoga“.

Vorträge und Asana-Workshops mit

Swami Ramapriyananda ist Senior-Schülerin von Swami Vishnudevananda und unterrichtet in den Internationalen Sivananda Yoga Lehrerausbildungen. Ihre Asana Workshops und Vorträge vermitteln Präzision und eine natürliche Spiritualität.

Swami Vasudevananda ist langjähriger Mitarbeiter in den deutschsprachigen Sivananda Zentren. Er ist ein stetiger und gewissenhafter Lehrer.

Swami Gitananda Ist Mitarbeiterin der deutschsprachigen Sivananda Zentren und eine engagierte und freundliche Yoga-Lehrerin.

Padmavati ist Senior-Schülerin von Swami Vishnudevananda und Gründerin des affilierten Sivananda Yoga Zentrum in Klosterneuburg. Padmavati hat mehrere Werke von Swami Sivananda ins Deutsche übersetzt.

Ishwara Ist ein erfahrener Yogalehrer und Physiotherapeut und unterstützt das Sivananda Yoga Zenrum in Wien seit vielen Jahren.

Swami Durgananda und Swami Sivadasananda sowie Swamis und Lehrern des Sivananda Yoga Zentrums

Asana-Workshops / Vorträge: 17,- € oder 1x Streifenkarte. Zuzahlung Dauerkartenbesitzer: 6,- € pro Veranstaltung. Weisheitsverse mit Musik: auf Spendenbasis. Nada-Yoga-Konzert am Sa, 4. Juni: 17,- €. Am Sa, 4. Juni und So, 5. Juni: Tageskarte 25,- € und 20 % Ermäßigung auf Streifenkarten und Kurse.

Sivananda Yoga Vedanta Zentrum Wien Gründer: Swami Vishnudevananda, seit 1957

Prinz Eugen-Str.18 • Beim Belvedere 1040 Wien • Tel. 01 586 34 53 • vienna@sivananda.net www.sivananda.org/vienna • www.sivananda.eu

Gründer: Swami Vishnudevananda, seit 1957

Tel. 01/586 34 53 0 • vienna@sivananda.net • www.sivananda.org/vienna

ASTAD DEBOO dance expression 28.06.2016 OFF THEATER Kirchengasse 41 1070 Wien

20 Uhr Tickets: € 18,- | € 14,Abendkasse und Reservierung: natyamandir@hotmail.com Info: Tel.0676 312 57 36

Foto: Amit Kumar, Layout: rasz

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Ein nladung zum Vo ortrag     

Dr. Sunil K Koth hari

(Former Professor and D Dean, Schooll of Arts and A Aesthetics,  Jawaharlal Nehru Unive ersity, New D Delhi, India)  

The Pioneers  off Ind dian Dan nce  who Placed d it  o he W on th Worlld M Map

Vortrag 016  Donnerstagg, 16. Juni 20 18:30 

Ort:

Seminarraum m 1,   Institut für Sü üdasien‐, Tibet‐ und  Buddhismuskkunde,  Universitätscaampus,  Spitalgasse 2,, Hof 2.7  1090 Wien 

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