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INDIA SPECTRUM Indian Embassy, Vienna

DAS MAGAZIN DER INDISCHEN BOTSCHAFT, WIEN e-TOURIST VISA (eTV)

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FOTO [by] ERIC

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Jahrgang 2 • Ausgabe 5 • April 2016

eit einigen Jahren bietet Indien Reisenden die Möglichkeit, elektronisch um Visa anzusuchen. Mit Wirkung vom 26. Februar 2016 gehört nun auch Österreich zu den Ländern, deren Bürgerinnen und Bürger um e-Visa ansuchen können. Die Prozedur ist – wie oben veranschaulicht – denkbar einfach. Hier finden Sie noch einige wissenswerte Dinge: ■■ Berechtigt für ein e-Visa sind international Reisende, welche als Grund der Reise Erholung, Sight-seeing, ein beiläufiges Treffen mit Freunden, kurze medizinische Behandlung oder ein beiläufiges Business-Treffen haben. ■■ Der Pass muss wenigstens eine Gültigkeit von 6 Monaten vom Datum der Ankunft in Indien haben. Der Pass muss wenigstens zwei freie Seiten für Stempeln des Immigrationsbeamten frei haben. ■■ Die international Reisenden müssen ein Retur-ticket oder ein Ticket der Weiterreise haben und genügend Geld für den Aufenthalt in Indien. ■■ International Reisende mit Pakistanischen Pass oder pakistanischer Herkunft müssen regulär Visa in den indischen Botschaften beantragen. ■■ E-Visa ist nicht möglich für Diplomatenpass- Besitzer ■■ E-Visa ist nicht möglich für Eltern/ Gattinen Passport, jeder Antragsteller muss seinen eigenen Pass haben. ■■ Nicht möglich mit nur internationalem Reisedocument Besitzers. ■■ Von den berechtigten Ländern können sich Antragssteller 4 Tage im voraus, bezogen auf das Datum ihrer Ankunft, für ein e-Tourist Visa bewerben. Es gibt ein Zeitfenster von 30 Tagen: Wenn man sich z.B. für den

SEITE 01 e-Tourist Visa SEITE 02 Rajasthani Folk Instrumente SEITE 03 Göttliche heilige Gewässer SEITE 05 Modis Rede beim World Sufi Forum SEITE 10 Hindi Lernen SEITE 11 Wussten Sie, dass... – interessante Fakten aus Indien SEITE 12 Indisch Kochen: Chapati SEITE 13 Yoga für Anfänger SEITE 14 Indische Filmabende SEITE 15 Veranstaltungshinweise 1. September bewirbt, kann man seinen Ankunftstag zwischen 5. September und 4. Oktober ansetzen. ■■ Aktuelles Gesichtsfoto von der Vorderseite mit weißem Hintergrund und einem Foto von der Passseite in der die persönlichen Details wie Name, Datum der Geburt, Nationalität, Ablaufsdatum des Passes usw. Stehen- soll vom Antragssteller hochgeladen werden. Der Antrag kann zurückgewiesen werden, when das hochgeladene Dokument nicht klar ist oder nicht den Anforderungen entspricht. ■■ Die Gebühr für das E-tourist Visa ist von Land zu Land verschieden. Es wird eine Bankgebühr von zusätzlich 2,5 % verrechnet. Die Gebühr muss 4 Tage vor dem erwarteten Datum der Reise bezahlt sein, ansonsten wird der Antrag nicht bearbeitet. ■■ Die Antragstellenden sollten eine Kopie von dem e-Visa bei der Reise bei sich führen ■■ Biometrische Daten werden vom Antragstellenden aufgenommen bei der Ankunft am Flughafen in Indien. ■■ Die Gültigkeit vom Visa gilt 30 Tage nach des Datums von der Ankunft in Indien. ■■ E-Visa ist gültig für die Einreise von 16 ausgewiesenen Flughafen: Ahmedabad, Amritsar, Bengaluru, Chennai, Cochin, Delhi, Gaya, Goa, Hyderabad, Jaipur, Kolkata, Lucknow, Mumbai, Tiruchirapalli, Trivandrum & Varanasi. ■■ Die Ausländer können Ausreisen von jedem authorisierten Immigration Check Post (ICPs) in Indien. ■■ Die Möglichkeit des e-Visas besteht zusätzlich zu den bereits existierenden Visa services. India Spectrum • 1


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■■ E-Tourist Visa ist nur bei maximal zwei Besuchen innerhalb eines Kalenderjahres möglich. ■■ Wenn E-Tourist Visa einmal bei der Ankunft auf nur Single Entry ausgestellt ist, ist es nicht ausdehnbar oder umwandelbar und nicht gültig für gesperrte Gebiete. ■■ eTourist Visa sind jetzt gültig für folgende Länder: Albanien, Andorra, Anguilla, Antigua & Barbuda, Argentinien, Armenien, Aruba, Australien, Österreich, Bahamas, Barbados, Belgien, Belize, Bolivien, Bosnien & Herzegowina, Botsuana, Brasilien, Brunei, Bulgarien, Kambodscha, Kanada, Kap Verde, Cayman Island, Chile, China, China Hong Kong SAR, China Macao, Kolumbien, Komoren, Cook-Inseln, Costa Rica, Elfenbeinküste, Kroatien, Kuba, Tschechische Republik, Dänemark, Dschibuti, Dominica, Dominikanische Republik, Ost-Timor, Ecuador, El Salvador, Eritrea, Estland, Fidschi, Finnland, Frankreich, Gabun, Gambia, Georgien, Deutschland, Ghana, Griechenland, Grenada, Guatemala, Guinea, Guyana, Haiti, Honduras, Ungarn, Island, Indonesien, Irland,

Rajasthani Folk Instrumente Teil 1

Israel, Jamaika, Japan , Jordanien, Kenia, Kiribati, Laos, Lettland, Lesotho, Liberia, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Madagaskar, Malawi, Malaysia, Malta, Marshall-Inseln, Mauritius, Mexiko, Mikronesien, Moldawien, Monaco, Mongolei, Montenegro, Montserrat, Mosambik, Myanmar, Namibia, Nauru, Niederlande, Neuseeland, Nicaragua, Niue Island, Norwegen, Oman, Palau, Palästina, Panama, Papua-Neuguinea, Paraguay, Peru, Philippinen, Polen, Portugal, Republik Korea, Republik Mazedonien, Rumänien, Russland, St. Christoph und Nevis, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen, Samoa, San Marino, Senegal, Serbien, Seychellen, Singapur, Slowakei, Slowenien, Salomonen, Südafrika, Spanien, Sri Lanka, Suriname, Swasiland, Schweden, Schweiz, Taiwan, Tadschikistan, Tansania, Thailand, Tonga, Trinidad & Tobago, Turks & Caicos Island, Tuvalu, UAE, Ukraine, Großbritannien, Uruguay, Vereinigte Staaten von Amerika, Vanuatu, Vatikanstadt Heilige Stuhl, Venezuela, Vietnam., Sambia, Simbabwe . Bruder an der Tabla begleitet, als „Pintoo & Haider Khan“ präsentiert. Die Beiden stammen aus Rajasthan und gehören einer Musiker-Dynastie an, die ihr Können und Wissen über Generationen von Kindesbeinen an überliefert bekommen hat. Pintoo Khan [MORCHANG] vs Iqbal [DHOLAK] bit.ly/morchang_vs_dholak

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ie MORCHANG (Maultrommel) gehört zu den Wind-Perkussionsinstrumenten und wird häufig in Rajasthan, in Südinden und Pakistan in der Volksmusik eingesetzt. Es besteht aus einem Metallring, der die Form eines Pferdehufes hat und in der Mitte eine Zunge besitzt, die an einem Ende am Rahmen fixiert ist. Das andere Ende wird durch Zupfen in Vibration versetzt. Der Rahmen wird zwischen den Zähnen eingeklemmt. Durch gezielte Atmung und Bewegen der Zunge wird der Ton verändert. Morchang wird in Rajasthan in erster Linie als Rhythmusinstrument verwendet und oft mit anderen Perkussionsinstrumenten wie Dholak und Tabla begleitet. Sie wird wird händisch von einem Schmied in unterschiedlichen Tonlagen gefertigt. Der metallische Klang wirkt einerseits sehr ursprünglich, mystisch, doch andererseits in Verbindung mit anderen Musikstilen als sehr modern, beat box artig. Könnte auch ein Symbol sein für den musikalischen Weg der reisenden Völker von Indien über den Balkan nach Wien und sich dabei ihre Musik stets gegenseitig inspiriert und verändert. So wie der Weg des Ausnahmemusikers Pintoo Khan aus Rajasthan, der in Wien seine Mundakrobatik, von seinem

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Ebenso hat Pintoo die Kunst des Khartal-Spielens gelernt. Die KHARTAL, sozusagen die Urgroßmutter der spanischen Kastagnetten, ist ein altertümliches Percussion-Instrument bestehend aus zwei Paar kleinen Holzbrettern. Sie werden, nicht nur als Begleitung, sondern auch als Soloinstrument zu Folk, Sufi-Liedern und Tänzen, vor allem in Rajasthan verwendet.

Die Khartal haben den Namen hat von den HindiWörtern „Kara“ (Hand) und „Tala“ (Schlag). Gewöhnlich aus Holz oder Metall, hält der Spieler eine “männlich” und eine “weiblich” Khartal in jeder Hand. Die “männliche” Khartal ist in der Regel dicker und wird


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mit dem Daumen gehalten, während die “weibliche” Khartal in der Regel dünner ist und mit dem Ringfinger kontrolliert wird, der das Feuerelement darstellt. Er ist mit der Sonne und dem Wurzel-Chakra verbunden, die ihm Kraft, Ausdauer und Selbstsicherheit liefern.

Ein Feuerwerk der Rhythmen – energetisch, fröhlich, magisch, mitreissend !!!

Die Holzbretter sind in keiner Weise miteinander verbunden, können jedoch mit Zusammenklappen zu komplexen Rhythmen und theatralischen Gesten in rasender Geschwindigkeit bespielt werden. http://bit.ly/khartalsolo Als Duo mit Haider Khan an der Tabla erobern die mittlerweile in Wien lebenden Virtuosen nun auch die europäische Musikszene. Mit Können, Facettenreichtum, Improvisation verschmelzen ihre außergewöhnlichen Instrumente nicht nur in der indischen klassischen Musik, Sufi, Folk, sondern wunderbar auch mit zahlreichen aktuellen Fusion- und Jazz-Projekten.

Göttliche heilige Gewässer

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ie indischen Flüsse sind nicht nur Teil von Epen, religiösen Texten und Mythen, sondern auch die Hüter des kulturellen Reichtums. Seit Beginn der geschichtlichen Aufzeichnungen hält Indien seine Flüsse in Ehren, sowhl wegen deren Schönheit wie auch wegen ihres Segens. Sieben dieser Flüsse werden als Götter betrachtet, nicht wegen ihres hydrologischen Profils sondern wegen der heiligen und kulturellen Assoziationen, die sie wecken. ■■ Ganges: Symbol der Reinheit Der erste Fluss auf der Liste ist die Göttin Ganga (der Ganges- Fluss). Seine Quelle in der Eishöhle von Gaumukh (Kuhmaul) im Himalaya in Uttarakhand muss wegen ihrer reinen ästhetischen Schönheit die inspirierendste dieses Planeten sein. Nicht einmal die mythologische Umgebung des Flusses kommt seiner erhabenen physikalischen Entstehung gleich. Er entspringt an dem Pilgerort Gangotri als Fluss Bhagirathi. Erst nach seinem Zusammentreffen mit dem Fluss Alakananda in Devprayag erhält er den Namen Ganges. Später taucht er flussabwärts bei Haridwar in die Ebenen hinab, wo sein Verlauf bis zum Meer vom Zusammenfluss bei Prayag in Allahabad in Uttar Pradesh gekennzeichnet ist. Hier kommt der Yamuna hinzu und symbolisch auch die dritte Gottheit Saraswati. Auch Varanasi wird vom Ganges gegrüßt. Der Holi passiert Kalkutta in Westbengalen und hat das Privileg, der letzte Pilgerort auf der kleinen Insel Ganga Sagar zu sein, wo sich die Göttin nach 2.525 km mit der Bucht von Bengalen vereinigt. ■■ Yamuna: Freigiebige Schönheit Die Quelle der zweiten Göttin Yamuna, der jüngeren Schwester des Ganges, ist von den kochend heißen Quellen in Yamnotri gekennzeichnet. Der Fluss erhebt sich aus dem Schnee des Bander-Poonch-Massivs an

--Text von Gefion Gufler der Grenze von Uttarakhand und Himachal Pradesh. Er fließt in der Nähe von Musoorie in Uttarakhand vorbei. An seinen kurvenreichen Ufern erläutert ein AshokaEdikt die Werte der Gewaltlosigkeit. Die Göttin verlässt den Himalaya in Paonta Sahib, einem Sikh-Pilgerort aufgrund des Wohnorts des Sikh-Gurus Gobind Singh. Sein Wasser gibt dem Staat Haryana in Indien seinen Namen und bedeutet blendendes Grün. Sobald sich die Göttin Neu Delhi, der Hauptstadt Indiens, nähert, wird sie von urbanen Herausforderungen angegriffen. Nach der Hauptstadt fließt der Fluss an den Ghats in Mathura in Uttar Pradesh vorbei, wo sich die Jünger von Radha und Krishna versammeln. Er schlängelt sich um das traumhafte Profil des Taj Mahal in Agra in Uttar Pradesh herum, windet sich dann durch erodiertes Gelände, wo sich der Chambal mit ihm vereinigt. Schließlich wird der Yamuna vor dem glücklichen Zusammentreffen mit den Flüssen in Prayag 1.370 km nach seinem Ursprung durch die blauen Gewässer des Betwa erfrischt. ■■ Godavari: Versprechen von Wohlstand Godavari, Gangas ältere Schwester, ist kein HimalayaFluss. Sein Verlauf ist saisonabhängig. Er entwässert die niedrigen Ebenen des Deccan Plateau, die außerhalb

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des Monsuns nur wenig bewässert werden. Seine Quelle liegt oberhalb der schwarzen Mesa-Formationen der nördlichen Sahyadri-Berge. Am Fuße dieser Berge befindet sich der heilige Trimbakeshwar Tempel in der Nähe der Stadt Nasik im Staat Maharashtra. Der Fluss fließt von Nasik in den Western Ghats 1.465 km quer durch fast die ganze Breite der Halbinsel, durchschneidet die Eastern Ghats und fließt nach Yanam, einem früheren kolonialen Außenposten von Puducherry in Andhra Pradesh. Die kleine Stadt Paithan in Maharashtra liegt an einer alten Handelsroute und ist berühmt für ihre schweren Seiden-Saris. Shirdi ist eine weitere kleine Stadt in der Nähe des Godavari, die zu einem Pilgerort geworden ist. Flussabwärts liegt das guterhaltene Gurudwara in Nader, wo der SikhGuru Gobind Singh verstarb. Nachdem der Fluss von Maharashtra südostwärts nach Andhra Pradesh fließt, wird er vom Fluss von Manjra aus dem Süden und Pranhita und Indrawati aus den Stammesdistrikten im Norden ergänzt. Die Göttin macht am Bhadrachalam Templ in Andhra Pradesh eine scharfe Kurve, bevor sie die Eastern Ghats spaltet. Dann fließt sie in einem breiten Fluss südwärts zur landwirtschaftlichen Stadt Rajahmundry in Andhra Pradesh, wo das fruchtbare Delta beginnt. Hier erhält sie am Draksharama Tempel den letzten Segen, bevor sie über Yanam in die Bucht von Bengalen fließt. ■■ Narmada: Vielversprechende Schönheit Narmada, Tochter von Lord Shiva, ist für viele der schönste Fluss. Seine Quelle liegt in Amarkantak inmitten der grünen Maikala Berge des östlichen Madhya Pradesh. Dann passiert er Stammesgebiet voller Bambus und reich an Eisenerz. Bei der mittelalterlichen Festung Mandala in Madhya Pradesh verbreitert er sich. Die ehemalige Herrscherdynastie dieses Gebiets ist die letzte, die dem Mughal-Vordringen Widerstand leistete. In der Nähe von Jabalpur in Madhya Pradesh befindet sich die Dhuandar Wasserfälle in der legendenumwobenen Mamorschlucht. Die vielen Marmortöne sollen Glück bringen beim Schnitzen von Tempelbildern. In Narmadas Flussbett findet man auch große weiche Basalt-Lingams. In Jabalpur soll das Snooker-Spiel erfunden worden sein; zu Kolonialzeiten soll es hier das erste Mal gespielt worden sein. Omkareshwar ist eine hübsche Insel mit einem alten Jyotirlinga Tempel. Im Kontrast dazu folgen auf diesen Pilgerort flussabwärts die fürstlichen Bade-Ghats in Maheshwar. Diese wurden von der verwitweten Holkar-Königin Ahalya Bai aus dem Maratha-beherrschten Malwa-Königreich errichtet, die sich im Angesicht der Bigotterie mutig für ihre Familie einsetzte. Im weiteren Verlauf wird der Fluss in die Form des Sardar Sarovar gepresst, einer Gewichtsstaumauer in der Nähe von Navagam in Gujarat. Schließlich fließt er in dem Flussstädtchen Bharuch in Gujarat in das Arabische Meer. ■■ Saraswati: Lebendig in der Folklore Der heilige Fluss Saraswati ist die Hindu-Göttin des 4 • India Spectrum

Lernens. Saraswati ist schön anzuschauen, hält das alte Saiteninstrument Veena in der Hand und sitzt auf einem Schwan. In den alten Schriften war Saraswati ein breiter Fluss, der das bewässerte, was heute die Rajasthan–Wüste ist. Er wurde in den 1930er Jahren in den Überresten der Harappan-Zivilisation unter dem Sand entdeckt. Anhand von Satellitenbildern kann der Verlauf des ausgetrockneten Flusses immer noch sehr lebendig verfolgt werden. Vor kurzem wurde in Ad Badri in den Shivalik-Hügels von Haryana die Quelle eines kleinen Flusses, bekannt als Sarsutti, zum Pilgerzentrum ausgebaut. Sowohl in Kurukshetra in Haryana wie auch in Pushkar in Rajasthan gibt es Seen, die mit diesem verlorenen heiligen Fluss in Verbindung gebracht werden und an denen sich an schönen Badetagen riesige Pilgermengen versammeln. Man nimmt an, dass der Saraswati in Gujarat in den Rann of Kutch floss und dann in das Arabische Meer. ■■ Indus: Groß und mächtig Der Indus gab Indien seinen Namen - Ausländer kennen es als Land, das ‘‘außerhalb des Indus‘‘ liegt. Der Indus (oder Sindhu) ist auch bekannt als Lion River und ist der größte Fluss des Subkontinents, 3.200 km lang von den gewöhnlichen Quellen in Tibet nördlich des Mount Kailash. Der Flussverlauf wird von den Jahreszeiten bestimmt - er verkleinert sich im Winter und überflutet seine Ufer zwischen Juli nund September. Dieser mächtige Fluss begrenzt die westlichen Ausläufer der Great-Himalaya-Berge und die turmähnlichen Höhen des Nanga-Parbat-Massivs dort, wo er scharf abbiegt, um die Berge zu überholen, was alle verblüfft. Ab der Grenze Tibets fließt er nordostwärts durch Leh, vorbei an der riesigen und faszinierenden Lehmfestung. In Nyemo vereinigt sich der Zanskar River mit dem Indus zu dem vielleicht erhabensten Zusammenfluss des Himalaya. Der Fluss wird flussabwärts in der pakistanischen Provinz Sind von Fischern angebetet, wo der seichte und träge Indus das Arabische Meer erreicht. ■■ Kaveri: Hüterin des kulturellen Reichtums Die Göttin Kaveri mag die kürzeste sein (765 km), aber sie ist die Hüterin der funkelndsten Palette des kulturellen Reichtums Indiens. Die Göttin ist als ‘‘Ganga des Südens‘‘ bekannt und trägt auf Abbildungen einen


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roten Seiden-Sari und einen Kupfer-Wassertopf, mit dem sie ihren Segen verteilt. Der Kaveri (oder Cauvery) erhebt sich aus den Bergen von Coorg im Karnataka-Teil der Western Ghats oberhalb des Tempels Bhagamandalam. Die Quelle ist als Talakaveri bekannt und es wurde ein kleines Becken gebaut, um den Überfluss aus der heiligen Quelle aufzufangen. Von den waldigen Hügeln von Coorg fließt der Fluss zur Grenze von Mysore und dann an Srirangapatnam in Karnataka vorbei, wo Tipu Sultan seinen Palast hatte. Am Ufer des Kaveri in Talakad in der Nähe von Mysore in Karnataka erblickt man einen sonderbaren mittelaterlichen Tempel, der vom Sand verweht wurde. An den spektakulären ShivanasamundraWasserfällen und dann wieder bei den dramatischen

Hogenakkal-Wasserfällen in der Nähe der Grenze zu Tamil Nadu zeigt sich die Göttin in königlicher Stimmung. Wenn sie sich der Deltagegend nähert, präsendiert die Göttin einige künstlerische, architektonische und musikalische Wunder: Trichys Festung, die Präsentation religiöser Tyagaraj-Lieder in Thiuravaiyaru in den Thanjavur-Distrikten in Tamil Nadu, Sriamgams großes göttliches Anwesen, die exquisiten Bronzedarstellungen von Cholan-Figuren und Thanjavurs turmhohe Tempel sind einige der existierenden Schätzte der Delta-Region. Der sichtbare Kaveri-Kanal fließt in der Nähe der Küste in Poomphahar in Tamil Nadu, bei römischen Händlern als Kaveri Emporium bekannt, in die Bucht von Bengalen.

PM Modis Rede beim World Sufi Forum

und Mitgliedern der Basis abgehalten. Das Event zielte darauf ab, konstruktivere Wege zur Verbreitung der islamischen Botschaft des Friedens und der Toleranz zu finden, das Problemfeld des Extremismus zu beleuchten und wirksame Gegenmodelle zu entwerfen.

Die All India Ulama and Mashaikh Board (AIUMB) organisierte das viertägige „World Sufi Forum“ vom 17. bis zum 20. März 2016 in Delhi. Im Rahmen des Events wurden auch ein internationales Seminar sowie eine große öffentliche Konferenz unter Teilnahme hunderter Islam-Gelehrten, Sufismus-Experten, Authoren, Journalisten, Akademikern, Gesellschaftsaktivisten

Bei der Eröffnung dieses Forums hielt der ehrenwerte Premierminister Indiens, Narendra Modi, die folgende Rede:

Syed Mohammad Ashraf, gründender Vorsitzender, All India Ulama and Mashaik Board, Shawki Ibrahim Abdel Karim Allam, Großmufti von Ägypten, Shaykh Hashimuddin Al Gailani aus Bagdad, Syed Minhaj Ur Rehman aus Bangladesch, Diwan Ahmed Masood Chisti aus Pakistan, Syed Nizami aus Nizamuddin Dargah und Syed Chisti aus Ajmer Sharif, meine Ministerkollegen, Gelehrte und Sufis aus Indien, unsere Gäste aus den Nachbarländern und Ländern der ganzen Welt, willkommen in einem Land, das ein zeitloser Brunnen des Friedens ist, und ein uralter Quell von Traditionen und Glaubensrichtungen, einem Land, das Religionen aus der ganzen Welt aufgenommen und genährt hat. Willkommen unter einem Volk mit treuem Glauben an Vasudhaiva Kutumbakam, die Welt ist eine Familie. India Spectrum • 5


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Einem Glauben an Harmonie mit der Botschaft des Heiligen Koran, dass die Menschheit eine Gemeinschaft war, die sich erst später unterschied. Eine Überzeugung, die in den Worten des großen persischen Sufi-Poeten Saadi Widerhall findet und in den Vereinten Nationen festgeschrieben steht, dass Menschen der gleichen Quelle entstammen: Wir sind eine Familie. Willkommen in der uralten Stadt Delhi – erbaut durch das Genie vielfältiger Völker, Kulturen und Religionen. Wie unsere Nation auch bietet das Herz dieser Stadt Platz für jede Glaubensrichtng, von jenen mit nur wenigen Anhängern zu jenen mit Milliarden Gläubigen. Seine prächtigen Schreine beherbergen die Dargah von zwei der großen Heiligen des Sufismus, Mehboob-e-Ilahi und Hazrat Bakhtiyar Kaki, die Menschen aller Glaubensrichtungen aus der ganzen Welt anziehen. Dies ist ein besonderes Ereignis von großer Bedeutung, das zu einer für die Menschheit kritischen Zeit stattfindet. In einer Zeit, in welcher der dunkle Schatten von Gewalt wächst, seid Ihr das Noor, oder Licht der Hoffnung. Wenn das Lachen der Jugend durch Waffen in den Straßen zum Verstummen gebracht wird, seid Ihr die heilende Stimme. In einer Welt, die sich bemüht, Frieden und Gerechtigkeit herzustellen, ist dies eine Versammlung jener, deren Leben selbst eine Botschaft des Friedens, der Toleranz und der Liebe ist. Ihr seid aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen gekommen, seid aber im gemeinsamen Glauben vereint. Ihr sprecht unterschiedliche Sprachen, aber diese vermischen sich zu einer Botschaft der Harmonie. Und Ihr steht für die reiche Vielfalt der Islamischen Zivilisation, die auf der festen Grundlage einer großartigen Religion erbaut wurde. Diese Zivilisation hat bereits im 15. Jahrhundert Großes geleistet auf den Feldern der Wissenschaft, Medizin, Literatur, Kunst, Architektur und des Handels. Sie bediente sich der gewaltigen Talente ihrer Menschen sowie des Kontakts zwischen dem Islam und verschiedenen Zivilisationen – dem antiken Ägypten, Mesopotamien und Afrika; den persischen, zentralasiatischen und kaukasischen Ländern; der ostasiatischen Region; und dem Buddhismus sowie der indischen Philosophie und Wissenschaft. Mit ihrem wachsenden Reichtum bereicherte sie im Gegenzug die Welt. Erneut lehrte sie die nachhaltige Lektion menschlicher Geschichte: Es sind Offenheit und Neugier, Engagement und Übereinkunft, und Respekt für Vielfalt, welche die Menschheit voranbringen, Nationen zum Fortschritt geleiten und die Welt gedeihen lassen. Dies ist die Botschaft des Sufismus, eines der größten Beiträge des Islam für die Welt. Von seinen Anfängen in Ägypten und Westasien verbreitete sich der Sufismus in weit entfernte Länder, stets mit dem Glauben und menschlichen Werten auf seinen Fahnen geschrieben. Er lernte aus den geistigen Traditionen anderer Kulturen und zog Menschen mit dem Leben und der Botschaft seiner Heiligen an. In den verschiedenen Gegenden der Sahara in Afrika oder in Südostasien, in der Türkei oder in Zentralasien, im Iran oder in Indien, der Sufismus spiegelte das universale menschliche Bedürfnis, über die Bräuche und Gebote der Religion hinaus nach einer tieferen Vereinigung mit dem Allmächtigen zu streben. Durch diese spirituelle und mystische Vertiefung erfuhren die Sufis die Universalbotschaft des Allmächtigen: Die Vollkommenheit im menschlichen Leben wird in den Eigenschaften widerspiegelt, die Gott liebt. Dass alle Geschöpfe Gottes sind; dass, wenn wir Gott lieben, wir auch all seine Schöpfungen lieben müssen. Wie Hazrat Nizamuddin Auliya sagte: Der Allmächtige liebt jene, die Ihn um der Menschen willen lieben, und jene, die Menschen um des Allmächtigen willen lieben. Dies ist die Botschaft der menschlichen Einheit, der Einheit aller Geschöpfe des Allmächtigen. Für die Sufis bedeutet dies, dass der Dienst am Menschen ein Dienst am Gott ist. In den Worten von Khwaja Moinuddin Chishti: Von allen Arten der Verehrung erfreut den Allmächtigen Gott jene am meisten, die den Bescheidenen und den Unterdrückten Erleichterung verschafft. Mit wunderschönen Worten beschrieb er die menschlichen Werte, als er sagte, dass Menschen die Warmherzigkeit der Sonne, die Großzügigkeit des Flusses und die Gastfreundschaft der Erde haben müssen, denn diese kommen uns allen zugute, ohne Diskriminierung oder Unterscheidung zwischen den Völkern. Der sufistische Humanismus hat auch die Stellung und das Ansehen von Frauen in der Gesellschaft hochgehalten. Der Sufismus feiert in erster Reihe Vielfalt und Pluralismus, wie auch in den Worten von Hazrat Nizamuddin Auliya ausgedrückt, der sagte, dass alle Völker ihren eigenen Weg zur Wahrheit, ihren eigenen Glauben und Mittelpunkt der Pietät besitzen. Diese Worte spiegeln die göttliche Botschaft des Heiligen Propheten wider, dass es in der Religion keinen Zwang gibt; auch, dass jedes Volk festgesetzte Formen der Verehrung hat, denen es folgt. 6 • India Spectrum


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Dies steht in Eintracht mit dem Geist der Redensart von Bhakti-Heiligen in der hinduistischen Tradition: Ströme aus Hügeln auf allen Seiten fließen alle in das Schoß eines großen Ozeans. Durch die Weisheit von Bulleh Shah ausgedrückt: „Der Herr findet sich in jedem Herzen.“ Diese Werte sind notwendig in unserer Zeit. Dies ist die Wirklichkeit der Natur. Wir lernen diese Weisheit im vollkommenen Gleichgewicht und der Harmonie, die in der schieren Vielfalt eines Waldes zu finden ist. Ihre Botschaft reicht über die Grenzen von Schulen und Glaubensrichtungen hinaus. Sie ist ein spirituelles Streben, das seinen Ursprung zum Heiligen Propheten zurückverfolgen kann und zu den Grundwerten des Islam, der wörtlich Frieden bedeutet. Dieses Streben erinnert uns daran, dass wenn wir an die 99 Namen Allahs denken, steht kein einziger davon für Gewalt, und dass die ersten beiden für Barmherzigkeit und Gnade stehen. Allah ist Rahman und Raheem. Der Sufismus ist die Stimme von Frieden, der Koexistenz, Barmherzigkeit und Gleichheit; ein Aufruf zur universalen Bruderschaft. Und so wie Indien zu einem bedeutenden Zentrum der islamischen Zivilisation wurde, trat unsere Nation auch als eines der dynamischsten Zentren des Sufismus hervor. Sufismus wurde zum Gesicht des Islam in Indien, und blieb dabei tief im Heiligen Koran, und den Hadith, verwurzelt. Der Sufismus gedieh in Indiens Offenheit und Pluralismus. Er ließ sich auf die indische spirituelle Tradition ein und entwickelte seinen eigenen indischen Ethos. Und half dabei, ein individuelles islamisches Erbe in Indien zu erschaffen. Wir entdecken dieses Erbe in den Bereichen der Kunst, Architektur und Kultur, die Teil des Gefüges unserer Nation und unseren gemeinsamen Alltags sind. Wir sehen es in der spirituellen und intellektuellen Tradition Indiens. Es half dabei, die Kultur der Inklusion zu stärken, welche den unermesslichen Beitrag unserer großartigen Nation zum kulturellen Gefüge der Welt darstellt. Wir fühlen die gleiche spirituelle Verbindung in der Poesie von Baba Farid oder den Werken von Guru Granth Sahib. Wir sehen Mitgefühl in den Langar von sufistischen Schreinen und an den Dorfgräbern der örtlichen Pir, welche von den Armen und den Hungrigen aufgesucht werden. Die Worte von Hindawi wurden in den sufistischen Khanwqah gesprochen. Der Beitrag des Sufismus zur indischen Poesie ist immens. Seine Wirkung auf die Entwicklung indischer Musik ist tiefgreifend. Keiner hatte einen größeren Einfluss als der sufistische Poet und Musiker Amir Khusrau. Selbst acht Jahrhunderte später bleibt seine Poesie und musikalische Innovation ein Teil der Seele hindustanischer Musik. Kein anderer Sprach von indischer Musik mit einer Leidenschaft, die seiner gleichzukommen vermochte. Wer sonst hätte seine Liebe zu Indien so schön zum Ausdruck bringen können wie er: „Doch Indien, von Kopf bis Fuß, ist ein Abbild Himmels. Adam kam aus dem Palast im Paradies. Er konnte nur in den Obstgarten Indien gesandt werden. Wenn Indien nicht Paradies ist, wie konnte es zum Heim des Pfaus gemacht werden, des Paradiesvogels?“ Es ist dieser Geist des Sufismus, die Liebe für ihr Land und der Stolz auf ihre Nation, welche die Muslime in Indien definieren. Sie spiegeln die zeitlose Kultur des Friedens, der Vielfalt und der Gleichheit des Glaubens in unserem Land wider. Sie sind verwurzelt in der demokratischen Tradition Indiens, sich ihres Platzes im Land sicher und die Zukunft der Nation ist ihnen ein Anliegen. Und sie wurden in erster Reihe von den Werten des islamischen Erbes Indiens geformt. Dieses Erbe hält die größten Ideale des Islam hoch und hat sich stets gegen die Kräfte des Terrorismus und Extremismus gestellt. Wenn sie heute in die verschiedensten Teile der Welt reisen, sind sie die Botschafter der Werte und Traditionen unserer Nation. Als Nation stellten wir uns in unserem Streben nach Freiheit dem Kolonialismus entgegen. Mit dem Anbruch der Unabhängigkeit beschlossen Einige, fortzugehen; und ich glaube, dass auch das mit der Kolonialpolitik jener Zeit in Zusammenhang stand. Die größten unserer Anführer, wie Maulana Azad, und bedeutende spirituelle Persönlichkeiten, wie Maulana Hussain Madani, sowie Abermillionen der einfachen Bürger waren gegen den Gedanken einer Teilung aufgrund von Religion. India Spectrum • 7


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Heute schreitet Indien voran dank der aus Anstrengungen gewonnenen Kraft, den Opfern, dem Mut, Wissen, den Fähigkeiten, der Kunst und dem Stolz eines jeden Mitglieds einer jeden Religion unserer vielfältigen doch vereinten Nation. Wie die Saiten einer Sitar, die alle unterschiedliche Noten hervorzaubern, welche sich in einer wunderschönen Melodie vereinigen. Dies ist der Geist Indiens. Dies ist die Stärke unserer Nation. Alle unserer Völker, Hindus, Muslime, Sikhs, Christen, Jainisten, Buddhisten, die mikro-Minderheit der Parsi, Gläubige und nicht-Gläubige, alle sind ein integraler Bestandteil Indiens. Wie er einst nach Indien kam, so breitet sich der Sufismus heute aus Indien in die ganze Welt aus. Diese Tradition, welche sich in Indien entwickelte, gehört jedoch ganz Südasien. Aus diesem Grund fordere ich andere in der Region auf, dieses prächtige Erbe zu fördern und wieder aufleben zu lassen. Wenn die spirituelle Liebe des Sufismus und nicht die gewaltsame Kraft des Terrorismus über die Grenzen fließt, wird diese Region das Paradies auf Erden werden, von dem Amir Khusrau sprach. Lassen Sie mich umformulieren: Terrorismus trennt und zerstört uns. Wenn Terrorismus und Extremismus zu den zerstörerischsten Kräften unserer Zeit werden, erhält die Botschaft des Sufismus globale Relevanz. Von den Konfliktzentren in Westasien zu den ruhigen Städten weit entfernter Länder, von den abgelegenen Dörfern Afrikas zu den Städten unserer Region, Terrorismus ist eine alltägliche Bedrohung. Jeder Tag bringt schreckliche Nachrichten und erschreckende Bilder mit sich: ◊ von Schulen, die zu Friedhöfen der Unschuld verwandelt wurden; ◊ von Gebetsversammlungen, die in Trauerzüge verwandelt wurden; ◊ von Gebetsaufrufen und Azaan, die von Explosionen übertönt werden; ◊ von Blut an Stränden, Massakern in Einkaufszentren und rauchenden Autowracks in den Straßen; ◊ von ruinierten lebendigen Städten und zerstörten unschätzbaren Kulturgütern; ◊ und von Eltern, die Särge tragen, ganzen Gemeinschaften, die vertrieben wurden, Millionen von verjagten Menschen und Flüchtlingen, die zwischen Feuer und stürmischen Meeren gefangen sind. In diesem digitalen Jahrhundert neuer Versprechen und Möglichkeiten wächst die Reichweite des Terrors, und fordert jedes Jahr einen noch höheren Zoll. Seit dem Anfang dieses Jahrhunderts haben zehntausende Familien ihre Angehörigen in tausenden terroristischen Anschlägen auf der ganzen Welt verloren. Terroristische Anschläge wurde allein im vorigen Jahr, 2015, in über 90 Ländern verübt. Eltern in 100 Ländern leben mit dem täglichen Schmerz, dass sie ihre Kinder an die Schlachtfelder in Syrien verloren haben. Und in dieser global mobilen Welt kann ein Anschlag die Bürger vieler Länder das Leben kosten. Jedes Jahr geben wir mehr als 100 Milliarden Dollar dafür aus, die Welt gegen den Terror zu verteidigen, Geld, das hätte verwendet werden sollen, um für die Armen ein Leben aufzubauen. Die Auswirkungen können nicht von Statistiken allein erfasst werden. Sie verändern die Art, wie wir leben. Es gibt Kräfte und Gruppierungen, welche Instrumente staatlicher Politik und Pläne sind. Es gibt auch jene, die aus fehlgeleitetem Glauben für die Sache rekrutiert wurden. Es gibt manche, die in organisierten Lagern ausgebildet werden. Es gibt auch solche, die ihre Inspiration in den grenzenlosen Weiten des Cyberspace finden. Terrorismus bedient sich verschiedener Motivationen und Sachen, und keine davon kann gerechtfertigt werden. Terroristen behaupten, sie würden eine Religion unterstützen, dabei verzerren sie diese nur. Sie töten und zerstören mehr im eigenen Land und unter ihren eigenen Leuten als sie es woanders tun. Und sie gefährden ganze Regionen und machen dabei die Welt unsicherer und gewaltsamer. Der Kampf gegen den Terror ist keine Konfrontation mit einer Religion. Das kann er nicht sein. Er ist ein Kampf der humanistischen Werte gegen die Kräfte der Unmenschlichkeit. Dieser Konflikt kann nicht nur mit militärischen, geheimdienstlichen und diplomatischen Mitteln ausgefochten werden. Er ist auch eine Schlacht, die gewonnen werden muss durch die Stärke unserer Werte und die wahre Botschaft der Religionen. 8 • India Spectrum


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Wie ich bereits sagte, müssen wir jegliche Verbindung zwischen Terror und Religion ablehnen. Diejenigen, die Terror im Namen der Religion verbreiten, sind gegen die Religion. Und wir müssen die Botschaft des Sufismus voranbringen, der für die Prinzipien des Islam und die höchsten menschlichen Werte steht. Dies ist eine Aufgabe, die von Staaten, Gesellschaften, Weisen, Gelehrten und Familien wahrgenommen werden muss. Für mich ist jedoch die Botschaft des Sufismus nicht nur auf den Kampf gegen den Terror beschränkt. Die Werte der Harmonie, Fürsorge, des Mitgefühls und der Liebe für alle Menschen sind die Grundlage einer gerechten Gesellschaft. Das ist das Prinzip meiner Überzeugung „Sab Ka Saath, Sab Ka Vikaas“. Diese Werte sind auch wichtig, um Vielfalt in unseren Gesellschaften zu erhalten und zu fördern. Vielfalt ist eine Tatsache der Natur und ein Quell des Reichtums einer Gesellschaft; sie sollte nicht der Grund für Zwietracht sein. Wir brauchen nicht nur Verfassungsregeln und gesetzliche Sicherheitsnetze, wir brauchen auch gesellschaftliche Werte, um eine inklusive, friedliche Gesellschaft zu erbauen, in der jeder einen Platz hat, mit sicheren Rechten und Zuversicht für die Zukunft. Dies ist auch eine Zeit großen Wandels für die Welt. Die Mitte des letzten Jahrhunderts war ein bedeutender Wendepunkt der Geschichte. Eine neue Weltordnung entstand. Viele neue Nationen wurden geboren. Am Anfang des neuen Jahrhunderts sind wir erneut an einem Wendepunkt angelangt, wie es ihn in der Geschichte der Menschheit nur selten gibt. Unsicherheit über die Zukunft herrscht in vielen Teilen der Welt vor, und es ist unklar, wie Nationen und Gesellschaften damit umgehen sollen. Dies sind exakt die Zeiten, in denen die Welt für Gewalt und Konflikte am anfälligsten ist. Die Weltgemeinschaft muss wachsamer sein denn je und sich den Kräften der Dunkelheit mit dem strahlenden Licht der menschlichen Werte entgegenstellen. Lasst uns an die Lehren des Heiligen Koran erinnern, dass wenn jemand eine einzige unschuldige Person tötet, ist es so, als ob er ein ganzes Volk tötete; wenn jemand ein Leben rettet, ist es so, als ob er ein ganzes Volk rettete. Lasst uns von der Botschaft des Hazrat Moinuddin Chishti inspiriert sein. Mit deinem geistigen Licht, löse die Wolken der Zwietracht und des Krieges und verbreite Wohlwollen, Frieden und Harmonie unter den Menschen. Lasst uns den unendlichen Humanismus in den Worten des sufistischen Poeten Jalaluddin Rumi in Erinnerung rufen: „Trage die Gesichter aller Menschen in deinem eigenen, ohne sie zu verurteilen.“ Lasst uns die Predigt der Bibel leben, die uns aufruft, Gutes zu tun und Frieden zu suchen. Und die Beobachtung Kabirs, dass der Fluss und seine Wellen eins sind. Und Guru Nanak Devjis Gebet: Herr, mögen alle auf der Welt gedeihen und in Frieden Leben. Lasst uns inspiriert sein von Swami Vivekanandas Aufruf gegen Teilung und dafür, dass die Menschen aller Religionen denn Banner der Harmonie tragen, nicht des Streits. Lasst uns auch die nachhaltige Botschaft von Ahimsa des Buddha und Mahavira wiederholen. Und von diesem Forum aus, in diesem Land Gandhis, mit zeitlosen Gebeten die immer mit der Anrufung aufhören Om Shanti; Shanti; Shanti: Frieden, Frieden, Frieden; Frieden in und auf der Welt, lasst uns der Welt eine Nachricht schicken: ◊ eine Melodie der Harmonie und Menschlichkeit; ◊ das Begrüßen der Vielfalt, den Geist der Einheit; ◊ eine Botschaft des Dienstes mit Mitgefühl und Großzügigkeit; ◊ der Entschlossenheit gegen Terror und der Ablehnung von Extremismus; ◊ und der Entschlossenheit, Frieden voranzubringen. Lasst uns den Kräften der Gewalt entgegentreten mit der Güte unserer Liebe und den Universalwerten der Menschheit. Und schließlich, lasst uns das Licht der Hoffnung erneuern und diese Welt in einen Garten des Friedens verwandeln. Vielen Dank, dass Ihr hier seid. Habt Dank dafür, wofür Ihr steht. Danke für die Rolle, die Ihr beim Erbauen einer besseren Welt spielt. Vielen, vielen Dank. India Spectrum • 9


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Liebe Leserinnen und Leser, das Wetter wird wärmer, die Zeit ist wieder auf Sommer umgestellt, der Frühling liegt fast schon in der Luft (zumindest offiziell ist er schon seit einem Weilchen da) – und meine Reise nach Indien rückt immer näher! Ich hatte mir letztes Mal vorgenommen, meinen Wortschatz zu erweitern und einfache Sätze zu bilden. Liebe Leserinnnen und Leser, mit dem unten beschriebenen Wissen sollte es Ihnen möglich sein, sich selbst und die Menschen und Dinge um Sie herum zu beschreiben. Am Ende der Lektion finden Sie einige Hauptwörter, mit denen Sie auch gleich üben und einfache Sätze bilden können. Zuerst und am wichtigsten: Hindi ist eine Subjekt-Objekt-Verb-Sprache, also: Ich Markus bin. Hauptwörter sind in Hindi entweder männlich (maskulin, M) oder weiblich (feminin, F). Diese Sprache kennt das sachliche Genus nicht. Schauen wir uns das Ganze am Beispiel einiger Wörter an: 1) लड़का = Junge (M) 2) लड़की = Mädchen (F) Üblicherweise sind Substantive, die mit einem wie „a“ ausgesprochenen Laut enden, männlich. Andere Beispiele hierfür sind: घोडा = Pferd, राजा = König. Substantive, die mit einem wie „i“ ausgesprochenen Laut ended, sind üblicherweise weiblich. Andere Beispiele: घोड़ी = Stute oder रानी = Königin. Dies ist natürlich nur eine Regel; nicht alle Hauptwörter enden mit „a“ oder „i“. Aber sie ist ein Anfang. Im Prinzip verhält es sich aber nicht anders als im Deutschen – der, die und das muss man auch lernen, und in Hindi muss man eben lernen, ob Hauptwörter grammatikalisch männlich oder weiblich sind. Bei manchen Wörtern ist dies denkbar einfach, wie zum Beispiel bei पित (Vater) und माता (Mutter) . Bei anderen ist es nicht gleich ersichtlich – und so ist zum Beispiel घर (das Haus) männlich und मछली (der Fisch) weiblich. Das wäre geschafft. Weiter zu den Pronomen: Verglichen mit der deutschen Sprache verhält es sich bei Hindi ein wenig anders, und es kann sein, dass man sich and das leicht unterschiedliche System zuerst ein wenig gewöhnen muss. Los geht’s: 1. Person Singular: मैं = ich 1. Person Plural: हम wir So weit, so gut. Jetzt wird es ein wenig komplizierter. 2. Person: तू (wird nur im Singular verwendet) oder तुम oder आप (beide können im Singular und Plural verwendet werden). Also, Hindi hat drei Wörter für du... Die Erklärung ist jedoch denkbar einfach: आप ist formell und höflich. Wenn Sie jemanden zum ersten Mal treffen, können Sie damit nichts falsch machen. तुम sollte nur für Freunde reserviert sein. Benutzen Sie तू nur für Menschen, die Ihnen sehr nahe stehen, z.B. wenn es um Ihre Ehepartnerin geht, oder die Anrede sehr informell ist, z.B. bei kleinen Kindern. 3. Person Singular: यह und वह Vorsicht, diese zwei Fürwörter haben nichts mit dem Geschlecht zu tun! Er, sie oder es – das ist in Hindi gleich. यह benutzt man, wenn der, die oder das Bezeichnete sich im räumlichen Sinne sehr nahe am Sprecher befindet. वह nimmt man bei weiter entfernten Dingen oder Personen. Im Zweifel nehmen Sie lieber वह. 3. Person Plural: ये und वे – selbes Spiel, selber Unterschied.

Fortsetzung... 10 • India Spectrum


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So, nur ein Ding noch – होना , das Verb „sein“, das wohl wichtigste Zeitwort in so ziemlich jeder Sprache. Dies ist seine Infinitivform; konjugiert wird es so: 1. Person Singular: मैं हूँ 1. Person Plural: हम हैं 2. Person: तू है oder तुम हो oder आप हैं Für jedes der drei Pronomen in der zweiten Person gibt es eine eigene Form des Verbs; die Unterscheidung bleibt jedoch die gleiche - तू है äußerst informell, तुम हो nur für Freunde und आप हैं wenn man formell und höflich bleiben möchte. Mit आप हैं kann man eigentlich nicht wirklich falsch liegen, wenn man sich nicht sicher ist. 3. Person Singular: यह है (nah) oder वह है (fern) 3. Person Plural: ये हैं (nah) oder वे हैं (fern) आदमी – Mann (M) महिला – Frau (F) कुत्ता – Hund (M) बिल्ली – Katze (F) पक्षी – Vogel (M) मछली – Fisch (F) गाय – Kuh (F) पुस्तक – Buch (F) घर – Haus (M)

विद्यार्थी – Student (M) आदमी – Person (M) गांव – Dorf (M) शहर – Stadt (M) कलम – Stift (M) कार – Auto (F) मंदिर – Tempel (M) बाल – Haar (M) सिर – Kopf (M)

हाथ – Hand (M) भुजा – Arm (F) टांग – Bein (F) पैर – Fuß (M) दांत – Zahn (M) आंख – Auge (F) कान – Ohr (M)

Liebe Leserinnen und Leser, viel Spaß beim Üben und bis zum nächsten Mal!

W U S S T E N

S I E ,

Markus P.

D A S S . . .

...Chaturanga, ein uraltes indisches Spiel, in den Augen vieler Schachhistoriker als der wahrscheinlichste Vorfahr des modernen Schachspiels und seiner verschiedenen Varianten gilt? Chaturanga wurde spätestens im 6. Jahrhundert in Indien entwickelt und auf Brettern mit 64 Feldern gespielt, jedoch ohne die heute gängige Unterteilung in schwarze und weiße Felder. Von Indien aus verbreitete sich das Spiel in den Nahen und Mittleren Osten und gelangte schließlich auch nach Europa.

I N D I A P E R S P E C T I V E S M AG A Z I N O N L I N E h t t p : / / w w w. m a g z t e r. co m / p u b l i s h e r s / m e a i n d i a

IN 14 SPRACHEN! AUCH AUF DEUTSCH VERFÜGBAR! India Spectrum • 11


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I N D I S C H

KO C H E N

Gemüse Pulao Zutaten 150g Reis 375ml Wasser 2 TL Cashewnussstücke 2 TL Rosinen 75g Erbsen, Bohnen und Karotten gewaschen und in kleine Stücke geschnitten Fodni 2TL Ghee 3 Nelken 3 Pfefferkörner 1 Zimt 2 getrocknete rote Chili 1 ¼ Salz (oder nach Geschmack) Zubereitung Das Ghee in einem Topf erhitzen, dann Nelken, Pfefferkörner, Zimt, Rosinen, Chilis und Cashewnussstücke zugeben. Etwas anbraten bis die Cashewnussstücke leicht anbräunen dann das Gemüse mit dazugeben. Alles verrühren, etwas Salz zugeben und auf kleiner Flamme 5 Minuten köcheln lassen. Nun den Reis untermischen und erneut etwas anbraten bevor das Wasser und das restliche Salz zugegeben werden. Kurz aufkochen lassen dann den Topf zudecken und auf kleiner Flamme köcheln (falls nötig noch Wasser zugeben). Wenn das Wasser fast aufgesogen ist den Topf vom Herd nehmen und noch 5 Minuten stehen lassen bevor man serviert damit alles einmal gut durchzieht. *****

Verfasserin: Frau Dr. Veena També, Atmasantulana, Village Karla, Maharashtra

B I B L I OT H E K

D E R

B OT S C H A F T ■■ Die Bibliothek der Botschaft ist täglich von 10 bis 13 Uhr geöffnet. ■■ Unsere Sammlung umfasst über 2000 Bücher zahlreicher Richtungen. 2 ■■ Um sich einen Termin außerhalb der Öffnungszeiten auszumachen und bei sämtlichen Anfragen, kontaktieren Sie bitte den Information Assistant: info. vienna@mea.gov.in oder 015058666 33 ■■ Das stets auf dem neusten Stan gehaltene Verzeichnis unserer Bücher finden Sie hier: indianembassy.at/pdf/ EmbassyLibrary.pdf

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YO G A

F Ü R

PREMA DREIECK Stehen Sie aufrecht, die Beine etwa einen Meter auseinander. Drehen Sie den rechten Fuß nach außen, der linke zeigt leicht nach innen. Strecken Sie mit der Einatmung den linken Arm am Ohr nach oben. Mit der Ausatmung beugen Sie den Körper zur rechten Seite. Lassen Sie die rechte Hand entlang des Beines nach unten gleiten. Beide Beine gerade halten. Hüften und Oberkörper zeigen nach vorne. Der linke Arm liegt am Ohr und wird parallel zum Boden gestreckt. Einige tiefe Atemzüge nehmen. Mit der Einatmung richten Sie sich wieder auf. Wiederholen Sie die Übung zur anderen Seite.

A N FÄ N G E R ■■ Wirkung: Dehnt die Wirbelsäule zur Seite und regt die Verdauung an. Dehnt und kräftigt die seitliche Rückenmuskulatur.

AIR INDIA startet ab April 2016 neue Flugverbindung Delhi-Wien Um direkte, non-stop Verbindugen zu den Hauptstädten Europas und der ganzen Welt sicherzustellen, optimiert Air India fortlaufend seine Dienstleistungen und startet eine neue Flugverbindung nach Wien (beginnend am 6. April 2016). Die Marke Air India wächst in heimischen und internationalen Märkten. Die Flugverbindung nach Wien wird dreimal pro Woche (Mittwoch, Freitag und Sonntag) mit der Air India Boeing 787 angeboten. Der Flieger hebt um 14:00 Uhr (IST) in Neu-Delhi ab und landet um 18:45 Uhr (örtliche Zeit) in Wien. Beim Rückflug fliegt das Flugzeug um 22:45 Uhr von Wien weg und kommt am nächsten Tag um 9:25

Uhr (IST) in Delhi an. Die Flugverbindung bietet sowohl Anschlussmöglichkeiten zu heimischen und südostasiatischen Flugnetzwerken mit attraktiven Fahrpreisen als auch nach Zentral- und Osteuropa mit dem Star Alliance Partner Austrian Airlines an. Diese Flugverbindung wird die 8. Destination von Air India in Europa neben den bereits bestehenden sein. Es gibt täglich das non-stop Service des B787 Dreamliners nach Frankfurt, Paris, Rom, Mailand, Birmingham und Moskau. Vier mal täglich gibt es die Flugverbindung nach London (LHR), dreimal von Delhi und einmal von Mumbai. India Spectrum • 13


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I N D I S C H E

F I L M A B E N D E

29. April, 17:30

27. Mai, 17:30

24. Juni, 17:30

Anmeldung und weitere Infos unter www.indianembassy.at Indische Botschaft Business Centre/Bibliothek Kärntner Ring 2, 1. Stock, 1010 Wien 14 • India Spectrum


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