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Das SCB-MAGAZIN

SPIRIT

Ausgabe Februar 2012 / CHF 5.– / EURO 4.–

Pascal Berger Der Stürmer will mit dem SCB an die Spitze – sein Bruder Alain setzt auf die Karte Nordamerika.  SEITE 18

Xaver Unsinn Der SCB-Meistertrainer von 1979 verstarb im Alter von 82 Jahren. Ein Nachruf von Max Sterchi. SEITE 44

Der ewige Kämpfer «Aufgeben» existiert im Wortschatz von Beat Gerber nicht. Der Verteidiger spricht im Interview über die bisherige Saison und was er von den Playoffs erwartet.


Auf den Bärendurst. FELDSCHLÖSSCHEN VERBINDET


Inhalt / Editorial

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Viele Erfahrungen im Januar

8 Verteidiger Beat Gerber

Der SCB erlebte in dieser Saison Hochs und Tiefs, konstant war dagegen der ­unermüdliche Einsatz von Beat Gerber. Im Interview erklärt er unter anderem seinen Spielstil – und spricht auch über seine wehenden Locken.

40 8. AXA Future Cup

In der Altjahreswoche standen am AXA Future Cup wieder die Stars von morgen in der PostFinance-Arena im Einsatz. Die Zuschauer erhielten am ­traditionellen Turnier guten Sport und viele optische Leckerbissen geboten. 5 Foto des Monats 18 Pascal und Alain Berger – zwei Brüder, zwei Wege 23 Poster von Jean-Pierre Dumont und Olivier Gigon 29 Küres Talk: Der ängelibeck befragt Philippe Furrer 31 Das Fanturnier 35 Der Fanclub Innerschweiz 36 Merchandising 43 Der Besuch der Meistermannschaften 1989 – 1997 44 Max Sterchi über den verstorbenen Xaver Unsinn 46 Kolumne von Roman Josi

Wir haben einen sportlich ziemlich unbefriedigenden Januar hinter uns. Vier Niederlagen in neun Spielen, das ist viel, zuviel. Diese Bilanz kann nicht zufriedenstellend sein, auch wegen der Art und Weise, wie die Mannschaft das eine oder andere Mal auftrat. Das hat zu denken gegeben und Kritik hervorgerufen – nicht nur bei den Fans und den Medien, auch bei allen Verantwortlichen im SCB und selbstverständlich haben sich die Spieler selbst in die Kritik genommen. Es gibt jedoch – wie fast immer – auch eine andere Betrachtungsweise. In den letzten fünf JanuarSpielen gab es vier Siege. Diese Tendenz zeigt in die richtige Richtung. Ich bin überzeugt von den Qualitäten unserer Trainer und Spieler. Das Team hat im Spätherbst in den ersten 15 Partien unter Antti Törmänen elf Mal gewonnen und dabei teilweise sehr attraktiv gespielt. Das allein zeigt, wozu die Mannschaft fähig ist. Sie hat die Kreativität aus jener Phase noch nicht zurück gewonnen. Aber das Fleisch ist willig, es wird hart ­gearbeitet. Und

die beiden letzten Partien im ersten Monat des Jahres haben es gezeigt: Unsere Mannschaft ist intakt. Sie hat beim Auswärtssieg in Zug bis auf wenige Minuten taktisch ausgezeichnet gespielt und beim 5:0 im wichtigen Heimspiel gegen die Kloten Flyers eine begeisternde Leistung mit viel Herzblut gezeigt. Entschieden wird im Kopf, das haben unsere Erfahrungen im Januar einmal mehr deutlich aufgezeigt. Wer nicht hundertprozentig bereit ist, kann in dieser Liga keine Siege mehr erwarten. Dafür ist das Feld der NL A viel zu ausgeglichen geworden. Bis zum Ende der Qualifikation stehen nach der Nationalmannschaftspause nun noch vier Spiele auf dem Programm, zuerst die Genfer Woche mit zwei Partien gegen Servette und dann das Tessiner Wochenende mit dem Auswärtsspiel in Lugano und dem abschliessenden Heimspiel gegen den HC Ambrì-Piotta am 25. Februar. Aufgrund der Ende Januar angedeuteten Tendenz bin ich mit der nötigen Vorsicht optimistisch, dass unsere Mannschaft im Hinblick auf die am 1. März beginnenden Playoffs rechtzeitig ihre Bestform erreichen wird. Ihnen, liebe spirit-Leserinnen und -Leser, w ­ ünsche ich dann spannende und lange dauernde Playoffs mit dem SCB.

Ihr Marc Lüthi


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Splitter

spirit

Fotos des Monats Im September hat der SCB auf seiner Facebook-Seite den Wettbewerb «Foto des Monats» lanciert. Inzwischen sind auch die Fotos der Monate November, Dezember und Januar gewählt worden. Im Februar besteht nun die letzte Möglichkeit, an diesem Wettbewerb teilzunehmen. Die Teilnahmebedingungen lauten wie folgt: Schicken Sie uns Ihr Lieblingsfoto (Fotoqualität: high resolution, mindestens 300dpi) zum Thema SCB an die EMail-Adresse: scbfoto@scb.ch. Der Sujetwahl sind keine Grenzen gesetzt. Eine Jury wählt das beste Foto aus und publiziert dieses auf Facebook. Die untenstehenden Bilder haben sich in den Monaten November bis Januar durchgesetzt. Die Teilnahme am Wettbewerb lohnt sich. Ausser der Publizierung im spirit, ist ein SCBHeimspiel im VIP-Logenbereich zu gewinnen. Alle Siegerfotos kommen automatisch in die Verlosung zum Foto der Saison 2011/12. Dem Saisonsieger des Wettbewerbs winkt als Hauptpreis ein Abendessen mit einem Spieler, Trainer oder Exponenten des SCB nach Wahl.

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Geoff Kinrade und die grosse Playoff-Liebe

www.facebook.com/SCBern Foto des Monats November

Foto des Monats Dezember Foto des Monats Januar

Weil Travis Roche nach wie vor nicht hundertprozentig fit ist, hat der SCB auf dem Transfermarkt reagiert und im Hinblick auf die Playoffs den Verteidiger Geoff Kinrade verpflichtet. Der 26-jährige Kanadier spielte in dieser ­Saison bisher für den tschechischen Erstligisten HC Pilsen. Davor war der 182 cm grosse und 83 kg schwere Kinrade zwei J­ ahre lang bei den Binghamton Senators in der AHL t­ätig und gewann in der vergangenen Saison den Calder Cup. «Ich werde machen, was ­immer der Trainer von mir verlangt», v­ersprach ­Kinrade nach seiner Ankunft. «Aber ich kann sagen: Ich liebe die Playoffs, ich l­iebe es, wenn jede Sekunde zählt. Diese spezielle ­Herausforderung bringt mir Energie.»

Impressum spirit Nr. 3, Februar 2012 Erscheint 4 x jährlich Herausgeber SCB Eishockey AG Mingerstrasse 12 B 3014 Bern Tel. 031 336 80 80 www.scb.ch

Verlag, Layout, Redaktion und Anzeigenakquisition: IMS SPORT AG Gartenstadtstrasse 17 3098 Köniz Tel. 031 978 20 20 www.ims-sport.ch Verlagsleiter: Martin Erpen

Produktionsleitung: Michel Bongard IMS SPORT AG

Anzeigenakquisition: Sven Zbinden, Michael Dähler IMS SPORT AG

Verlags-/Inseratekoordination: Björn Siegenthaler

Textmitarbeiter: Christian Dick (dk) Andy Maschek (am) Matthias Müller (mm)

Layout/Litho: Ralf Küffer, Benny Aegerter Fotos: Pius Koller, Reto Fiechter, Tom Hiller, Jürg Wymann FotoPro Dany Bern, Kirsten Jerkins Druck: Stämpfli Publikationen AG Wölflistrasse 1, Postfach 8326 3001 Bern


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Traditioneller Fahnenmaltag Die Szene Bern hat am 5. November in Zusammenarbeit mit dem SC Bern unter dem Motto «Für eine farbige Kurve» den traditionellen Fahnenmaltag organisiert. In der Entlastungszone des Stehplatzbereichs trafen sich am Samstagvormittag 50 Fans zu gemütlichem Beisammensein. Ideen zu neuen Sujets wurden entweder auf Folien oder digital mitgebracht und dann auf Fahnen, Doppelhalter etc. gemalt. Das benötigte ­Material (Stoff, Farbe, Stangen, Pinsel etc.) wurde von der Szene Bern zur Verfügung gestellt. Der SCB offerierte kostenlose Verpflegung in Form von Bärenzipfeln und alkoholfreien Getränken. Die neuen Fahnen wurden anlässlich des Spiels gegen den HC Fribourg-Gottéron am 19. November erstmals öffentlich präsentiert.

Freiwillige Funktionärinnen und Funktionäre im Ressort Sicherheit gesucht Der SCB sucht im Bereich Ticketkontrolle beim Eingang, Verteilen der Matchprogramme, Verkauf der 105-Game-Lose, Platzanweisung, Reinigung und Sicherheit laufend freiwillige Funktionärinnen und Funktionäre. Wenn Sie sich ange­sprochen fühlen, teamfähig und zuverlässig sind und Freude an der Mitarbeit in unserem Club haben, melden Sie sich bitte bei folgender Adresse: SCB Eishockey AG, Peter Bischoff, Mingerstrasse 12 B, 3014 Bern / peter.bischoff@scb.ch oder Telefon 031 336 80 88 Als Entschädigung für Ihre Tätigkeit erhalten Sie einen persönlichen Ausweis, ein Gratis-Saisonabonnement sowie eine offizielle Jacke. Zudem können Sie bereichsspezifische Ausbildungen besuchen und werden jedes Jahr zu einem speziellen Helfer-Event eingeladen. Der SCB bedankt sich schon jetzt bei allen Interessentinnen und Interessenten und freut sich auf eine positive und effiziente Z­ usammenarbeit!


Beat Gerber

«Sonst gehen die Lichter schnell aus»


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Es gibt Künstler, es gibt jene, die über das Eis fliegen, es gibt jene mit der grossen Übersicht, jene mit den krachenden Checks und jene mit dem wuchtigen Schuss. Es gibt jene, die mal besser und mal schlechter spielen. Und es gibt Beat Gerber.

Seit der Saison 2003/04 spielt der Oberländer Beat «Bidu» Gerber für den SCB. Bis zum 26. Januar 2012 kam der Verteidiger in 484 Partien zum Einsatz. Bilanz: 17 Tore, 42 Assists. Doch das ist nicht die Bilanz, welche ihn auszeichnet. Sein Wert ist weit davon ­entfernt, in Scorerpunkten gemessen werden zu können. Beat Gerber ist einer, der vielen Zuschauern kaum je auffällt oder dann ­ höchstens, wenn er Fehler begeht – und das kommt äusserst selten vor. Am 14. Januar, im Heimspiel gegen die Rapperswil-Jona Lakers, war so ein Abend. Da sah man einige Unzulänglichkeiten, mal im Stellungsspiel, mal bei einem Pass. Es war auffällig. Jene, die ihn immer im Auge haben, fragten sich: Was ist denn mit dem «Bidu» los? Die Antwort gab der Arzt. Im ersten Drittel musste Gerber vorzeitig die Garderobe auf­ suchen. Magendarmgrippe. Beat Gerber musste erbrechen. Im zweiten Drittel kam er dennoch für einige Einsätze aufs Eis, ehe er endgültig passen musste und ihn Teamarzt Dr. Martin Schär nach Hause schickte. Andere hätten unter diesen Umständen gar nicht erst versucht zu spielen, für Gerber wäre das keine Option gewesen. Er gibt

i­mmer alles, krallt sich am Gegenspieler fest, nagelt ihn an die Bande, lässt nicht locker und geht fast immer als Sieger aus ­Zweikämpfen hervor. Erstaunlich dabei: Seine harte, unnachgiebige Spielweise wäre bestens dafür geeignet, oft durch Strafbankaufenthalte unterbrochen zu werden, doch Gerber hat in seinen 484 Spielen für den SCB erst ganze 84 Strafminuten kassiert. Er weiss, was Härte bedeutet, aber auch, wie man sie im Rahmen der Regeln anwendet. Beat Gerber ist nicht der Mann, der den SCB zu Siegen schiesst, aber er ist derjenige, der in jedem Spiel mustergültige Arbeit abliefert und jedem Gegner das Leben schwer macht. Nicht zuletzt deshalb hat er als erster SCBSpieler überhaupt einen Fünf-Jahresvertrag erhalten, der noch bis zum Ende der kommenden Saison läuft. Bezüglich Einsatz und Einstellung ist er seit Jahren das Vorbild in der Mannschaft und in der Garderobe geniesst «Bidu» grössten Respekt, auch wenn er nicht der Mann der grossen Worte ist. Gerade weil er nicht der Lautsprecher des Teams ist, hat spirit versucht, den Herrn der Knochenarbeit verbal herauszufordern.


Beat Gerber

Warum kann keiner so kämpfen wie du? Das ist eine Einstellungssache, vielleicht ist es auch angeboren. Als ich im Alter der Mini und Novizen war, habe ich viel offensiver ­gespielt. Doch irgendwann kam die Zeit, als es schwieriger wurde, Tore zu erzielen. Da habe ich begonnen, mich auf die Defensive zu konzentrieren. Das bedeutet harte Arbeit, und die muss man dann auch bieten können. Das Wort «aufgeben» scheinst du nicht zu kennen… Nein, aufgeben gibt es nicht – beziehungs­ weise erst, wenn ich den Puck erobert und ihn zum Mitspieler gepasst habe. Was geht in dir vor, wenn du alles gibst und es der Mannschaft trotzdem nicht läuft? Das ist eine schwierige Situation. Wenn den Mitspielern nichts gelingen will, sitze ich manchmal auf der Bank und denke, ich sollte vermehrt mit nach vorne gehen. Aber dann erinnere ich mich daran, dass ich für die Stabilität in der Defensive zuständig bin und meine Mannschaft in dem Bereich nicht im Stich lassen darf. Ich hoffe dann einfach, dass in der Offensive ein Ruck durch meine Mitspieler geht und irgendjemand etwas reissen kann. Klar ist aber auch, dass ich immer bereit bin, meinem Nebenspieler in der Verteidigung ­ ­zusätzlich zu helfen, wenn er in irgendeiner Art Schwierigkeiten bekundet. Wen würdest du als besten Mitspieler in deiner Karriere bezeichnen? Es gab und gibt natürlich viele ausgezeichnete Mitspieler. Wenn ich die Frage auf meine Verteidigungspartner beziehe, habe ich in meiner Karriere noch nicht so viele erlebt. In Langnau habe ich an der Seite von Samuel Balmer gespielt, in Bern dann fünf Saisons mit Martin Steinegger. Von diesen beiden Spielern habe ich am meisten profitiert. Sie


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haben mir das beigebracht, was ich jetzt kann. Ich habe ihnen sehr viel zu verdanken. Balmer und Steinegger sind ziemlich ­unterschiedliche Spieler, so wie wohl auch der Wechsel von den SCL Tigers zum SC Bern im Sommer 2003 eine Kulturän­ derung bedeutete. Ja, das stimmt. Steineggers Spielweise entspricht sicher eher der meinigen als jene von Balmer. Tatsächlich tat ich mich am ­Anfang in Bern ziemlich schwer, es war eine ganz andere Welt mit viel höheren Erwartungen. In Bern gibt es immer nur ein Ziel: den Meistertitel. Wer ist bisher der schwierigste Gegenspieler gewesen? Davon gibt es ein paar. Grundsätzlich sind es jene Stürmer, die ähnlich agieren wie ich. Sie spielen die Scheibe in unsere Zone und dann suchen sie den Zweikampf, um sie zu erobern. Praktisch in jeder Mannschaft gibt es solche Spieler. Auf sie muss man besonders gefasst sein. Manchmal erlebe ich auch, dass ein gegnerischer Stürmer eigentlich

vor mir wäre und dann doch nicht in die Ecke geht. Das empfinde ich als gutes Zeichen für mich. Solche Spieler haben offenbar besonderen Respekt vor mir. Du hast zwei Meistertitel miterlebt, aber auch einige Saisons mit dürftigen PlayoffLeistungen und Ausscheiden im Viertel­ final. Was hat den starken SCB aus­ gemacht, und warum gab es auch schwächere Ausgaben? Stark waren wir immer dann, wenn wir uns durch Nachsetzen, durch Hartnäckigkeit und Körperspiel ausgezeichnet haben, wenn wir den Gegner überfahren konnten und mit Checks verunsichert haben. In jenen Jahren, in denen wir bereits im Viertelfinal ausgeschieden sind, lag es meistens daran, dass es für uns in der Regular Season zu einfach ging. Wir trafen dann als Qualifikationssieger auf Gegner, die oftmals bis zur letzten Runde um die Playoff-Teilnahme kämpfen mussten. Die waren dann in den Playoffs jeweils von der ersten Minute an hundertprozentig bereit. Du bist für einen Gegenspieler wie eine Zecke – lästig, immer da und unter die Haut gehend. Gibt es Gegenspieler, die du auch so erlebst? Zu den derzeitigen Gegnern nenne ich keine Namen. Als ich noch in Langnau war, haben meine Stürmerkollegen jeweils von Martin Steinegger gesprochen. Er ist äusserst unangenehm, doch zum Glück begegne ich ihm als Verteidiger nur selten. Mir ist der Tscheche Michal Grosek, der beim EV Zug gespielt hat, in Erinnerung. Da wusste man nie, was kommt. Der war zu allem fähig. Solche unberechenbaren Spieler empfinde ich als lästig. Mit deinem Spiel nervst du die Gegner. Kommt es da oft zu verbalen oder auch handfesten Provokationen? Während der Zweikämpfe gibt es kaum ­verbalen Austausch. Danach kommt es manchmal vor, aber aus meiner Sicht praktisch immer in vertretbarem Rah-

Was sie über «Bidu» sagen Antti Törmänen: «Er spielt immer auf seinem Niveau und ­ gibt immer alles. Beat Gerber ist ein Spieler, den jeder gerne in seinem Team hätte. Er hätte mit seinem guten Schuss auch in der Offensive mehr Qualitäten als man denkt, aber ‹Bidu› zieht es vor, sich auf die Defensive zu konzentrieren. Und wir sind froh, dass er das tut.» Marco Bührer: «Er hat sich mit den Jahren sehr geöffnet. Am Anfang hat er kaum ein Wort gesagt. Auf dem Eis ist er sehr ­zuverlässig, unglaublich stark in der Defensive und gibt immer Vollgas. Und jassen kann er auch.»

men. Und nach dem Spiel sind solche Dinge sowieso vergessen, man kennt sich schliesslich gut in unserer Liga. Deine hartnäckige Spielweise wäre ­eigentlich bestens für viele Auszeiten auf der Strafbank geeignet. Doch du hast in 484 Spielen für den SCB nur gerade 84 Strafminuten erhalten. Wie ist das zu erklären? Wenn man bedenkt, dass ich ein einziges Mal frühzeitig unter die Dusche musste und das bereits 25 Minuten zählt, ist es tatsächlich sehr wenig. Man muss einfach die Grenzen kennen und darf die Nerven nicht verlieren. Aber die Gegenspieler wissen mittlerweile, dass sie mich nicht provozieren können.


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Du bist kein Mann der grossen Worte. Was muss passieren, dass du in der Garderobe laut wirst? Das kommt wirklich selten vor. Meistens gehe ich zu einzelnen Spielern und spreche direkt mit ihnen. Wenn ich jedoch das Gefühl habe, dass wir mit hohlem Kreuz auf dem Eis ­herumfahren und einfach froh sind, da zu sein, dann kann es schon sein, dass ich dies der Mannschaft mitteile. Das war bisher an einer Hand abzuzählen. Bist du privat auch ein ruhiger Typ oder lässt du es auch mal krachen? Ich bin sicher auch schon mal lauter geworden. Aber die Nerven habe ich noch nie verloren. Gegenüber meinen Kindern muss ich ja vorleben, wie es sein soll. Du stehst trotz hervorragender Leistungen selten im Rampenlicht: Ist das Genuss oder Frust? Das ist sicher kein Frust. Ich bin nicht unglücklich darüber, dass ich nicht im Rampenlicht stehe. Und es ist logisch, dass die guten Scorer für Fans und Medien von grösserem Interesse sind als ich. Aber wer etwas von ­ Eishockey versteht, wird auch meine Arbeit anerkennen. Und es ist natürlich besonders schön, wenn nach einem Meisterschaftsspiel jemand lobend auf mich zukommt. Heute versuchen sich viele junge Schweizer Spieler in Nordamerika. Hattest du auch schon Gedanken, dass du diesen Weg ebenfalls eingeschlagen hättest, wenn du damals die heutigen Möglichkeiten gehabt hättest? Als ich jung war, gab es kaum Schweizer in der NHL. Schweizer Eishockeyspieler wurden in Nordamerika damals noch belächelt. Wäre ich jetzt nochmals 20 Jahre alt, würde ich es wohl zwei, drei Jahre probieren. Die jetzige Mannschaft hatte in dieser ­Saison einen mittelmässigen Start, dann

nach dem Trainerwechsel über mehrere Wochen ein Hoch und anschliessend eine Baisse. Welche Zwischenbilanz ziehst du? Unser Hoch hatte sicher mit dem Trainerwechsel zu tun. Es ist ein neuer Schub gekommen und es hat neue Impulse gegeben. Antti Törmänen lebt uns das Spiel mit grosser Freude vor. Er hat den Stürmern viele Freiheiten gegeben. Man sieht das zum Beispiel bei Christoph Bertschy und vor allem auch bei Tristan Scherwey. Wir haben uns alle gegenseitig hochgezogen. Wie wir in das Tief ­ geraten sind, ist schwer zu erklären. Man fängt dann an, überall nach Gründen zu ­suchen. Sicher liegt es nicht an der kämpferischen Einstellung. Ebenso klar ist, dass wir jetzt noch näher zusammenstehen müssen. Mit «Probieren wir mal» kommen wir nirgends hin. Wir müssen rennen, kämpfen, arbeiten und auf diesem Weg unbedingt vor Beginn der Playoffs aus dem Loch kommen. Sonst gehen dort die Lichter schnell aus. Man kann in den Playoffs nicht einfach auf einen Knopf drücken. Ich bin jedoch überzeugt, dass unser Team genügend Qualitäten hat, um den richtigen Weg zu gehen.

Was sie über «Bidu» sagen Travis Roche: «Er ist der lustigste Typ in der Mannschaft. Wir können zwar nur zwanzig Worte mit­ einander wechseln, aber wir haben trotzdem immer unglaublich Spass in der ­Garderobe. Auf dem Eis ist er unglaublich, ein ‹Krieger›. Man weiss genau, was man von ihm bekommt. Aber er sollte endlich mal die Haare schneiden.» Ivo Rüthemann: «Er ist ein sehr wichtiger Spieler für unsere Defensive und dazu ­ ein sehr angenehmer Mensch. Was seine Einstellung betrifft, ist ‹Bidu› ein Vorbild für die ganze Mannschaft.»


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Wen hast du in der Regular Season als stärksten Gegner empfunden? In erster Linie fällt die Ausgeglichenheit auf. Zug ist offensiv sehr stark. Die Frage ist, ob die Innerschweizer durchziehen können. Denn die wichtigsten Spieler sind enorm f­orciert worden. Davos ist klar, mit den Bündnern muss man immer rechnen. Gottéron bleibt für mich eine Wundertüte. Und Kloten hat unbestritten ein sehr gutes Team, auch wenn es wie wir eine schwierige Phase durchlaufen hat. Die Playoffs stehen vor der Tür. Was ­erwartest du?

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Es wird eine pickelharte erste Runde geben. Wir werden mit Garantie nicht durchlaufen können wie in den beiden letzten Jahren, als wir jeweils im Viertelfinal Lugano und die SCL Tigers 4:0 besiegt haben. Aber es wird uns entgegenkommen, wenn wir von Anfang an die Grenzen gehen müssen. Vor zwei Jahren hast du im Hinblick auf die Playoffs gesagt: «Alle müssen bereit sein und ihre beste Form ausspielen. Und alle müssen am gleichen Strick in die

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g­ leiche Richtung ziehen.» Was sind weitere wichtige Faktoren, um in den Playoffs erfolgreich sein zu können? Über allem steht der Teamgedanke. Natürlich können Spiele durch Einzelne entschieden werden. Aber es geht Schlag auf Schlag, da kann man nur als Team bestehen, in dem jeder für jeden ­alles gibt. Du stehst bereits in deiner neunten Saison beim SCB. Gab es nie den Gedanken, den Club zu verlassen? Doch, nach dem Gewinn des Meistertitels 2004 kam für mich unter Alan Haworth eine schwierige Zeit. Menschlich hatte ich kein Problem mit ihm, doch er hat überhaupt nicht auf mich gesetzt. Ich habe mir dann schon Gedanken über einen Wechsel gemacht. Doch dann kam Alpo Suhonen, der hat mich dorthin geführt, wo ich heute bin. Wann dürfen wir mit der Verlängerung des Vertrags, der 2013 ausläuft, rechnen? Ich weiss noch von nichts. Aber für mich ist klar, dass ich auf keinen Fall bei einem ­andern Club unterschreiben würde, ohne ­vorher mit dem SCB gesprochen zu haben. Noch etwas ganz anderes. Du wechselt auf jede Saison deine Frisur. Zurzeit sind wehende Locken dein Markenzeichen. Was steckt ­dahinter und hast du schon einen Plan für die kommende Saison? Die nächste Saison ist noch kein Thema. So lange Haare wie jetzt hatte ich noch nie. Aber wer weiss, vielleicht passiert diese Saison noch etwas. Die neue Frisur kommt meistens aus einem Bauchgefühl heraus. Es ist einfach ein Spass von mir, und eine ehemalige Schulkameradin, die ihr Geschäft in der Nähe meines Zuhauses hat, sorgt regelmässig für die Umsetzung. (dk) l

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Alain und Pascal Berger

Zwei Brüder – zwei Wege zum Eishockey-Glück Pascal Berger (22) und sein Bruder Alain (21) wollen eine erfolgreiche Karriere erleben. Pascal verfolgt dieses Ziel beim SCB und konnte schon einen Meistertitel feiern, Alain hat das Stahlbad der Minor Leagues in Nordamerika ausgewählt und einen Vertrag mit den Montréal Canadiens unterzeichnet. Pascal und Alain Berger wurden nicht nur im «normalen» Leben gemeinsam gross, ­sondern auch im Eishockey. «Bei den Junioren haben wir oft gemeinsam in einer Linie gestürmt», erinnert sich Pascal. Doch als sie den Schritt in die NL A machten, hatte Pascal die Nase vorne. Er debütierte in der Saison 2006/07 in der ersten Mannschaft, und als sein jüngerer Bruder ein Jahr später zu ­seinem ersten und in jener Saison einzigen Einsatz im Fanionteam kam, standen in ­Pascals Saisonstatistik bereits 29 Spiele mit 4 Skorerpunkten. Während Pascal Berger ein Jahr später Stammspieler war, zog Alain nach der Saison 2008/09 einen Schlussstrich unter das Kapitel SCB und suchte sein Glück in Nordamerika, genauer gesagt bei den Oshawa Generals in der kanadischen Juniorenliga OHL. Dieser Schritt in eine neue Welt sei für ihn damals kein Thema gewesen, sagt Pascal Berger. «Alain hatte mit dem Start in der ersten Mannschaft des SCB etwas Mühe, es ist ihm nicht nach Wunsch gelaufen. Er hat schon immer gesagt, dass es ihn reizen würde, mal nach Nordamerika zu gehen. Er hat die Chance gepackt, die er bekommen hat. Zu diesem Zeitpunkt war es für mich nicht nötig, den Club zu wechseln. Ich sah gute Perspektiven beim SCB. So war es für mich kein Thema, zumal ich auch mehr der Familienmensch bin


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als er.» Sie hätten damals über Vor- und Nachteile diskutiert, ein wichtiger Grund sei sicher gewesen, dass Alain beim SCB nicht richtig Fuss fassen konnte, was ja auch schwierig sei. «Wir kamen zum Schluss, dass eine Veränderung das beste ist für ihn und es ist ja gut rausgekommen.» Montréal-Vertrag als Belohnung Wie gut, zeigt der Verlauf Alains bisheriger Karriere in Nordamerika. Er spielte zwei ­starke Saisons mit Oshawa mit 85 Skorerpunkten in 109 Spielen und erhielt im vergangenen Sommer als Belohnung einen

­ rei­jahresvertrag bei den Montréal CanadiD ens. Der Stürmer nahm am Saisonvorbe­ reitungscamp und an einer Trainingswoche der Canadiens teil und kam auch in zwei NHL-Testspielen zum Einsatz. «Diese Erlebnisse waren p­rägend. Sie gaben mir Kraft und ­Motivation für den steinigen Weg, den ich vor mir habe», erklärte Alain kürzlich der «Berner Zeitung». Seine momentane ­Zwischenstation auf dem Kurs Richtung NHL sind die Hamilton Bulldogs in der AHL. «Hier wird im Vergleich zur OHL ‹erwachseneres› Eis­hockey gespielt», sagt Alain zu den Unterschieden zu Oshawa. «Die Schüsse und

P­ässe sind härter und ­ präziser, auch der ­Einsatz ist härter.» Regelmässige Kontakte Bei den Hamilton Bulldogs lief es ihm in ­dieser Saison aber noch nicht nach Wunsch, weil er längere Zeit verletzt ausfiel. Die regelmässigen Kontakte per Mail oder Skype mit Bruder Pascal waren vor allem auch in jener Zeit, in der er nur vereinzelt Konditionseinheiten auf dem Hometrainer bestreiten konnte, umso wertvoller. «Wir reden über alles, aber natürlich ist Eishockey immer ein grosses Thema», verrät Pascal. «Er sagt mir immer,


Alain und Pascal Berger

Bruder. «Ich fühle mich in der Schweiz und mit der hiesigen Spielweise sehr wohl. Ich bin glücklich hier und bereue es überhaupt nicht, dass ich mich für diesen Weg entschieden habe. Auch Alain sieht ein, dass meine Zukunft eher hier in der Schweiz oder im europäischen Eishockey ist als in Nordamerika.» Was aber nicht heisst, dass der Traum NHL, den fast jeder H ­ ockeyprofi hegt, bei ihm kein Thema ist. «Man weiss nie», sagt er zuerst – und fügt dann an: «Mark Streit ist ein Beispiel, dass man diesen Weg auch später noch einschlagen kann, Damien Brunner wird es nach dieser Saison, dannzumal im ­ Alter von 26 Jahren, ­vermutlich auch in der NHL versuchen. So ist das sicher auch im ­Hinterkopf präsent, aber momentan verfolge ich ­andere Ziele.» Und was bedeuten diese Ziele konkret ausgedrückt? «Jetzt kommen die Playoffs, da geht es nur um Mannschaftsziele.

dass ich mehr Tore schiessen und härter spielen müsse und nicht so viel auf die ­Medien hören solle. Er lobt mich auch und hat Freude und schreibt sofort, wenn er sieht, dass ich ein Tor erzielt habe.» Dazu hatte Alain bislang, trotz der durch­zogenen SCBSaison, reichlich Gelegenheit. ­Immerhin trug Pascal im Herbst den gelben Helm des PostFinance Top Scorers und zählt im Team zu den eifrigsten Punktesammlern. Pascal ­selber hält sich d­ agegen mit Tipps an Alain zurück, weil er das dortige Eishockey nicht allzu gut kenne: «Ich gebe weniger Tipps, ­frage eher, wie es ihm geht, was er macht.»

Pascal Berger (oben) ist eine fixe Grösse

Alain drängt in den regelmässigen Gesprächen seinen älteren Bruder aber nie, ebenfalls nach Nordamerika zu wechseln. Was – zumindest momentan – auch vergebliche Liebesmühe wäre. Denn Pascal sieht seine Zukunft nicht in Nordamerika, wobei nicht ausschlaggebend ist, dass er mit 1,77 m Körpergrösse 16 cm kleiner ist als sein jüngerer

beim SCB, Alain Berger durfte sein Können immerhin schon in NHL-Testspielen der ­ ­Montréal C ­ anadiens unter Beweis stellen.


Wir wollen und müssen uns als Mannschaft steigern und ich will einen möglichst guten Beitrag ans Team leisten», erklärt Pascal Berger, dessen Vertrag beim SCB noch ein Jahr läuft. «Ein weiteres Ziel ist es, Stammspieler in der Nationalmannschaft zu werden. Das braucht sicher noch etwas Zeit, doch ich bin auf dem richtigen Weg.» Das Debüt im Nationalteam hat Alain Berger übrigens vor seinem Bruder gegeben – in der Saison 2009/10, als für ihn die Saison schon vorbei war und Pascal mit dem SCB noch erfolgreich in den Playoffs aktiv war und den Meistertitel gewann. Und diese Nationalmannschaft ist durchaus auch ein Thema für Alain, der bislang zweimal für die Schweiz spielen durfte (Pascal achtmal) und sagt: «Von mir aus können es noch sehr viele mehr werden.» C

«Ich weiss, wie schwer es wird, den Schritt in die NHL zu machen» Doch vorerst steht für Alain vor allem die Karriere in Nordamerika im Fokus. «Ich bin froh, dass ich diesen Vertrag bei den Montréal Canadiens erhalten habe», zieht er ein posi­ tives Fazit seiner bisherigen Zeit in Nordamerika. «Ich bereue nichts und würde nochmals denselben Weg gehen.» Einen genauen Zeitplan für die Fortsetzung dieses Weges bis in die NHL hat er aber nicht: «Wenn der Vertrag nach drei Jahren ausläuft, muss man weiter sehen. Ich muss geduldig bleiben und hart arbeiten. Ich bin realistisch und weiss, wie schwer es wird, den Schritt in die NHL zu machen.» Pascal und Alain Berger. Zwei Brüder, die im Eishockey an die Spitze wollen und unterschiedliche Wege verfolgen. Die aber auch davon t­räumen, mal wieder gemeinsam zu ­ ­ stürmen, wie Pascal erklärt: «Unser Ziel ist es sicher, mal zusammen zu spielen. Das muss aber nicht in den USA oder in Kanada sein.» (am)l

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SPIRIT 29

höllisch guet!

ängelibeck, der Bärner Bio-Beck.

Kurt Sahli ist als «ängelibeck» in Bern ein bekanntes Gesicht und seit 40 Jahren eingefleischter SCB-Fan. Für spirit unterhielt sich der SCB-Partner mit Philippe Furrer über dessen Verbundenheit mit dem SCB und die anstehenden Playoffs. Philippe, du spielst seit Kindsbeinen an beim SCB und bist noch nie für einen ­anderen Club eingelaufen... (Unterbricht) Nein, das stimmt nicht ganz: Ich habe auch schon drei Spiele bei Langenthal und ein paar bei Rot-Blau Bern gemacht. Aber das ist jetzt auch schon einige Jahre her und in der Gesamtrechnung vernachlässigbar. Gut, aber du bist ein absoluter Ur-SCBler. Könntest du dir vorstellen, bei einem ­anderen Club zu spielen? Durch meine lange Vergangenheit beim SCB identifiziere ich mich mit diesem Klub. Zum Glück war ich bisher in der angenehmen Lage, mich nie mit dieser Frage auseinan­ dersetzen zu müssen. Es hat nie einen ­An­lass gegeben, sich über einen Wechsel Gedanken zu machen. Das Profi-Geschäft ist hart, vor einigen Wochen wurde Caryl Neuenschwander – der ja immerhin seit 2009 beim SCB gespielt hatte – mitten in der Saison nach La-Chaux-de-Fonds geschickt. Was empfindet man da als Mitspieler? Natürlich ist das nicht einfach, aber es gehört dazu. Es ist für den eingefleischten Fan wahrscheinlich schlimmer als für die Mitspieler, denn wir wissen, was es für einen Eis­ hockeyspieler bedeutet, wenn er nicht zum Einsatz kommt. Am Anfang ist das auch für den betroffenen Spieler enttäuschend, aber das wird schnell verfliegen. Schliesslich wird

er froh sein, endlich wieder zu viel Eiszeit zu kommen. Dafür kommen immer wieder junge ­Spieler ins Kader. Vor zwei Jahren war es Tristan Scherwey, letztes Jahr Joël Vermin, heuer Christoph Bertschy. Nimmst du dich als Routinier diesen Spielern an? Grundsätzlich habe ich natürlich schon eine Vorbildrolle. Im Falle der drei genannten ­Spieler war dies aber eher weniger der Fall, da ich ja Verteidiger bin. Bei Christoph ­Bert­schy sind es Ivo Rüthemann und Martin Plüss, die sich ihm annehmen. Sportlich läuft es euch in dieser Saison ­weder richtig gut noch richtig schlecht. Es fehlt die Konstanz. Weshalb? Wenn wir das wüssten, würden wir es ändern. Irgendwie müssen wir für jedes Tor

sehr hart arbeiten, jedes Tor ist ein «Chnorz». Wir sind sehr oft im Scheibenbesitz, dementsprechend igeln sich die Gegner ein und dementsprechend schwierig wird es für uns, offensiv etwas Produktives zu kreieren. Bald stehen die Playoffs an. Habt ihr ­eigentlich schon in den «Playoff-Modus» umgeschaltet? Wir befinden uns in diesem Prozess. Die Intensität wird gesteigert, wir versuchen, das Match-Niveau die ganze Woche beizube­ halten, auch wenn das wegen des Spielplans, der oft nur Freitag- und SamstagSpiele vorsieht, nicht ganz so einfach ist. Hand aufs Herz: Hast du einen Wunschgegner für die erste Playoff-Runde? Ganz ehrlich: Nein! Wenn du Meister werden willst, musst du jeden schlagen.


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1. Fanturnier

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1. Fanturnier des SCB – eine rundum gelungene Sache

Am 22. November führte der SCB erstmals ein Fanturnier durch. Mehrere hundert Fans hatten sich in der Ausschreibung beworben. 48 glückliche Gewinner, darunter 12 Frauen, waren für die Teilnahme ausgelost worden. In sechs gemischten Mannschaften mit ­Spielern der ersten Mannschaft wurde das Turnier in zwei Gruppen auf den Eisfeldern der PostFinance-Arena und der Trainingshalle ­gespielt. Angeführt wurden die Teams von den Spielern Pascal Berger, Philippe Furrer, Ryan Gardner, Martin Höhener, Martin Plüss und Ivo Rüthemann. Mit grossem Engagement, aber ohne übertriebenen Ehrgeiz lieferten sich die Teams packende Partien, welche nicht nur den teilnehmenden Fans und Spielern, sondern auch den Zuschauern viel Spass ­ machten. Die Oberhand behielt die Mann-

schaft von Philippe Furrer. Nach der zwei­ stündigen Anstrengung auf dem Eis genossen die Fans mit ihrer Begleitung das gemütliche Zusammensein mit der ersten Mannschaft des SCB bei einem Pastaessen. (dk) l


1. Fanturnier

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Stimmen zum Fanturnier Martin Mechkene: «Es war einfach super! Ich danke all ­denen, die diesen Event ermöglicht ­haben! Und ich will mich bei Martin Höhener, Thomas Déruns und Jean-Pierre Dumont für ihre Geduld mit mir bedanken!» :-) Felix Streit: «Dieser Anlass war der absolute Hammer! Dass der SCB so etwas auf die Beine stellt, hätte ich nicht erwartet. Umso mehr habe ich mich über die Spiele mit und ­gegen die SCB-Spieler gefreut. Hut ab und vielen Dank, dass ich teilnehmen durfte.» Sandra Haudenschild: «Es war einfach toll! Vielen Dank für alles und ich hoffe sehr, dass nächstes Jahr wieder ein Fanturnier stattfinden wird.» Pascal Furrer: «Vielen Dank für den tollen Abend, es hat mir riesigen Spass bereitet. Auch ohne Fangesänge war Gänsehautstimmung zu spüren. Vielen Dank an alle Helfer.»


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Fanclub Innerschweiz

SPIRIT 35

20 Jahre Fanclub Innerschweiz

Der SCB Fanclub Innerschweiz wurde 1991 gegründet und konnte demnach 2011 sein 20-jähriges Bestehen feiern. Zu diesem Anlass fand im Swiss Holiday Park in Morschach SZ ein Jubiläumsevent mit Kartfahren, Bowling und anschliessendem Abendessen statt. Der Fanclub Innerschweiz ist in seinen 20 Jahren stark angewachsen und zählt im Moment ca. 80 Mitglieder. Anlässlich des 20-jährigen Bestehens gab es im Fanclub diverse Umstrukturierungen. So wurde praktisch der ganze Vorstand neu besetzt. Nach zwei je 10-jährigen Amtsperioden der ersten Präsidenten wurde im letzten Jahr auch ein neuer Präsident gewählt. Bei dieser Gelegenheit wurde der Fanclub neu aufgebaut. So erhielt er eine komplett neu gemachte Homepage (www.scb-innerschweiz.ch), ein neues Logo und neue Fanartikel. Nach Möglichkeit besuchen die Mitglieder ­jedes Heimspiel per Car ab den Kantonen O ­ bund Nidwalden und Luzern. Dieser Service

wird dank dem Reisepartner günstig ange­ boten, was auch sehr geschätzt wird. Die Mitglieder haben die Möglichkeit, sich auf der Homepage für die Spiele direkt anzu­ melden und dort auch Tickets zu bestellen, sollten sie keine Saisonkarte haben. Der Fanclub ­Innerschweiz hat zudem vor, in Zukunft auch ausgewählte Auswärtsspiele mit dem Car zu besuchen, die Planung läuft hier aber noch, ein erstes Mal wurde der Versuch mit dem Weihnachtsspiel in Ambrì gestartet. Neumitglieder gesucht Im Zuge des Auftritts mit dem neuen Logo wurde auch ein Sortiment an Fanartikeln geschaffen. Wie jeder Verein ist auch er ­ auf Neumitglieder angewiesen und freut

sich sehr, wenn er Anmeldungen für Mit­ gliedschaften erhält. Anmeldungen sind über das Kontaktformular auf seiner Website ­möglich. (dk) l

SCB Fanclub Innerschweiz Gründungsjahr: 1991 Sitz: Kanton Schwyz Mitglieder: 80 (Stand 31.12.2011) www.scb-innerschweiz.ch Vorstand seit Mai 2011: Präsident: Thomas Reuteler (Wechsel, vorher Kassier) Vizepräsident: Walter Bürer (Wechsel, vorher Beisitzer) Kassierin: Sandra Gisler (neu) Aktuar: Marcel Tschuppert (bisher) Beisitzer: Stefan Häfliger (zusätzlich auch Webmaster, neu)


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Schaufenster der Zukunft

An der achten Austragung des AXA Future Cups während der Altjahrswoche nahmen in der PostFinance-Arena alle vier untersten Nachwuchsstufen teil. Internationale Juniorenturniere während der Altjahrswoche gibt es in Bern seit 1978. Seit acht Jahren heisst das Turnier AXA Future Cup. In der Ausgabe 2011 wurden wieder alle vier untersten Nachwuchskategorien zum Turnier geladen, nachdem die Jüngsten ihr Turnier zuletzt jeweils im Februar ausge­ tragen hatten. Am zweiten Weihnachtstag spielten nun je acht Bambini- und PiccoloTeams ein Eintagesturnier. Die fünf Tage vom 26. bis zum 30. Dezember boten einen ausgezeichneten Überblick über die Entwicklung des Eishockeys von Stufe U9 bis U15. Bei den Jüngsten war noch der eine

oder andere Stolperer zu sehen. Dort gab es zahlreiche Kanterresultate. So gewann Bambini-Turniersieger SC Langenthal ­unter anderem 7:0, 9:0, 10:1 und 11:0. Ähnliche Ergebnisse gab es auch bei den Piccolos, wo der EHC Biel vor SCB Future siegte. Bei den Moskito Top hingegen war 4:0 das höchste Resultat. Hier gewann BEV Bayern dank einem 4:2-Finalsieg gegen SCB Future. Bei den Mini Top endeten alle Finalspiele mit nur einem Tor Differenz. Der EV Zug sicherte sich den Turniersieg dank einem 2:1-Erfolg gegen Mannheim ERC. (red) l


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Erneuter Meisterbesuch

Vordere Reihe (v.l.): Michel Mouther, Gaëtan Voisard, Martin Steinegger, Régis Fuchs, Bernhard Schümperli, Renato Tosio, Marc Beyeler. – Zweite Reihe: Rolf Jenni, René Friedli, Andreas Beutler, Urs Hirschi, Thomas Maurer, Martin Rauch, Elvis Clavien, Jean-Michel Clavien. – Dritte Reihe: Sven Leuenberger, Laurent Müller, Thierry Paterlini, Patrick Howald, Max Sterchi, Peter Vondal, Roberto Triulzi, Reto Dekumbis, Martin Studer. – Vierte Reihe: Beat Nuspliger, Peter Bärtschi, Thomas Burillo, Marco Hagmann, Thomas Künzi, Daniel Rutschi, Viktor Kormann, Romeo Mattioni, Martin Bühler, Stefan Moser.

Im Oktober 2011 hatte der SCB die Mitglieder der Meisterteams von 1959 – 1979 eingeladen. Anlässlich des ersten Heimspiels im neuen Jahr gegen den Genève-Servette HC waren am 2. Januar 2012 die Meister der Saisons 1989, 1991, 1992 und 1997 in der PostFinance-Arena zu Gast. 2011 ist der SCB 80 Jahre alt geworden, kein klassisches Jubiläum zwar, aber fraglos Grund genug, die Tradition aufleben zu lassen, sich an grosse Erfolge und Verdienste aus der Vergangenheit zu erinnern und diese zu würdigen. Nachdem vor zwei Jahren die Legenden ge­ feiert worden und Dresses von Roland Dells­ perger (12), Renzo Holzer (18), Patrick Howald (22), René Kiener (0), Sven Leuenberger (16), Martin Rauch (7), Peter Stammbach (6) und ­Renato Tosio (31) als Retired Numbers, die im SCB nie mehr vergeben werden, unter das

Dach der PostFinance-Arena gehängt worden waren, sollte die Tradition in der Saison 2011/12 auf andere Weise aufleben: Ziel war, die Mitglieder der ehemaligen Meisterteams zu einem «Klassentreffen» einzuladen. Am 14. Oktober war es soweit: Meister der Jahre 1959, 1965, 1974, 1975, 1977 und 1979 trafen sich anlässlich des Heimspiels gegen die Rapperswil-Jona Lakers zu ge­ mütlichem Beisammensein und angeregtem Gedankenaustausch. Wie am 14. Oktober ­kamen auch zum Rendez-vous der Meister

von 1989, 1991, 1992 und 1997 am 2. Januar mehr als die Hälfte der geladenen Gäste. Die Erfolgreichen aus der Zeit von Bill Gilligan und Brian Lefley wurden anlässlich des Heimspiels gegen Servette von Sven Leuenberger, der selbst all diesen vier Meisterteams angehörte, und Marc Weber empfangen. Nach der offiziellen Begrüssung durch Marc Lüthi bei einem Apéro in der Energie Lounge genossen die Meister das Mittagessen in der Casa Buitoni und verfolgten anschliessend gemeinsam auf der Tribüne das Spiel gegen Servette. (dk) l

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Xaver Unsinn *29. November 1929

† 4. Januar 2012 zusetzen. Der Mann mit dem Hut verkündete bei seinem Amtsantritt: «Ich brauche zwei Jahre, um mit dieser Mannschaft Meister zu ­werden.» Unsinn bekam mit seiner Behauptung nicht Recht: Er g­ ewann den Titel mit dem SCB schon in ­seiner ersten Saison.

Der Bayer kam 1978 zum SC Bern, nachdem er in der deutschen Eishockey-Bundesliga und mit ­ der deutschen Nationalmannschaft zahlreiche grosse Erfolge gefeiert hatte. So gewann Deutschland unter Xaver Unsinn an den Olympischen Spielen von 1976 in Innsbruck als krasser Aussenseiter die Bronzemedaille.

Nach dem Erfolg von 1979 lag der SCB auch in der Saison der Titelverteidigung auf Meisterkurs. Mit einem Sieg im letzten Spiel in Davos hätten sich die Berner die Trophäe erneut sichern können. Doch im entscheidenden Spiel erlebten ­Xaver Unsinn und sein Team die grosse Ernüchterung. Ausgerechnet Unsinns Vorgänger Paul-André Cadieux, der nun für Davos spielte, entzauberte die Berner beim 8:3Sieg des HCD praktisch im Alleingang. Xaver Unsinn war nach der Niederlage sehr ungehalten und kritisierte den Gegner, aber auch die eigene Mannschaft in der Garderobe lautstark. Die heftige Reaktion des Trainers führte damals zu einem Autoritätsverlust gegenüber den Spielern, der sich in der folgenden Saison auswirkte. Das Ergebnis der entstandenen Kluft zwischen dem SCB und seinem Trainer waren ein fünfter Rang und die ­ Trennung – in bestem Einvernehmen – am Ende der Saison 1980/81.

Als Nachfolger von Paul-André ­Cadieux, mit dem der SCB 1974, 1975 und 1977 drei Meisterschaften gewonnen hatte, kam Xaver Unsinn, um die Erfolgsphase fort-

Xaver Unsinn kehrte 1990, anlässlich der Eishockey-Weltmeisterschaft, als Trainer der deutschen Nationalmannschaft, nochmals nach Bern zurück.

Der SCB trauert um Xaver Unsinn. Der Meistertrainer von 1979 ist am 4. Januar 2012 nach langer, schwerer Krankheit im Alter von 82 Jahren in Füssen verstorben.


Als waschechter Bayer war Xaver Unsinn geselliger Kumpel, Sprüche­ klopfer, Antreiber, aber auch Autoritätsperson. Von seinen Eishockey­ fähigkeiten und -ideen war er sehr überzeugt. Andere Meinungen und Ansichten hingegen mochte er nicht besonders. Er liebte Bern und vor allem das Stadion, gefüllt mit bis zu 16  000 Zuschauern. Er war ­zugänglich für jedermann, konnte sich prächtig unterhalten, stellte dabei aber seine Person vorwiegend in den Mittelpunkt. Xaver Unsinn liebte öffentliche Auftritte, so zum Beispiel auch jene im Herbst 1979, als er auf Anfrage von Adolf Ogi bei dessen erstmaliger ­Natio­nalratskandidatur an einigen Veranstaltungen als Wahlhelfer auftrat. Xaver Unsinn zeichnete sich dadurch aus, mit Spitzenmann­ schaften hervorragend arbeiten zu können. Weniger lag es ihm, Nachwuchsspieler in seine Mannschaften einzubauen und dort zu f­ ördern. Zu seiner Zeit war der Mann mit dem «Huterl» der richtige Trainer und mit dem Titelgewinn 1979 auch sehr erfolgreich. Nach drei Jahren aber waren die vorgängig er­ wähnten Abnützungserscheinungen deutlich erkennbar. Die damalige Führung, Spieler und Zuschauer sowie die ganze SCBFamilie werden Xaver Unsinn stets in bester Erinnerung bewahren. Max Sterchi


Kolumne Roman Josi

Ich fühle mich in dieser Welt sehr wohl Bis Ende Januar habe ich nun in 29 Spielen erste Erfahrungen in der NHL sammeln ­können. Es ist cool, und es ist gut gelaufen bis jetzt. In meinem ersten Spiel war ich sehr nervös und habe auch einige Fehler begangen, aber ich denke, das ist normal. Natürlich bin ich nach wie vor aufgeregt vor den Spielen, aber die NHL ist ungefähr so, wie ich sie erwartet habe.

Am Anfang ging es vor allem um die Anpassung an das deutlich höhere Tempo im ­Vergleich zur AHL. Das habe ich nun recht gut im Griff. Was die NHL wirklich ist, merkt man jedoch erst, wenn man es mit den grossen Stars zu tun bekommt. Fahren Rick Nash, Pavel Dat­ syuk oder die Sedin-Brüder auf dich zu, ist das schon eine andere Welt als jene, die ich bisher kannte. Natürlich fühle ich mich in dieser Welt sehr wohl. Man schenkt mir Vertrauen und gibt mir viel Eiszeit. Aber ich weiss genau: Hier darf man sich nie ausruhen, sonst ist man ganz schnell weg. Verteidigerkollege Jonathon Blum hat erst kürzlich erleben müssen, wie man auch ziemlich überraschend in die AHL abgeschoben werden kann. Ich habe gehört, dass Headcoach Barry Trotz mit mir zufrieden sein soll. Wäre es nicht so, würde er mir sicher nicht soviel Eiszeit geben. Aber gesprochen hat er mit mir, so wie man es aus der NHL kennt, noch nie richtig. Er hat mit nur einmal gesagt, ich solle nicht zu viele ­Burger essen. Ich muss zugeben, er kennt mich offensichtlich recht gut... Mein Ansprechpartner ist jedoch in erster Linie Assistenzcoach Peter Horachek. Ich schreibe diese Zeilen während des All Star-Breaks Ende Januar. Die Regular

Season dauert danach noch 32 Spiele, also mehr, als ich bisher absolviert habe. Für mich geht es in der bevorstehenden Phase einerseits darum, meine Position im Team zu festigen und anderseits mit dem Team die Playoffs zu er­ reichen. Nachdem wir im Januar sehr erfolgreich gespielt haben, stehen unsere Chancen recht gut. Aber man muss nur drei Partien ­verlieren, dann sieht alles wieder anders aus. Privat geht es mir auch gut, nicht zuletzt, nachdem ich in meine Wohnung in Nashville einziehen konnte. Meine Mutter und mein Bruder sind gekommen und haben mir beim Einrichten geholfen. Die Wohnung ist an guter Lage, ich kann mich nicht beklagen. Die freien Tage während des All Star-Breaks haben ebenfalls Schweizer Prägung. In Miami habe ich Mark Streit und Nino Niederreiter getroffen. Wir erholen uns dort und geniessen es, unter uns zu sein. Was die Heimat betrifft, bekomme ich natürlich schon mit, was beim SCB läuft. Erst kürzlich habe ich wieder mit Etienne Froidevaux und Ivo Rüthemann telefoniert. Ich hoffe, dass die Mannschaft, wenn Sie diese Zeilen lesen, aus ihrem Tief gefunden hat und dann so richtig bereit sein wird für die Playoffs. Herzlich Roman Josi

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