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SwissCurling Magazine

Dezember 2011 I www.curling.ch

Hit and Roll

SWISSCURLING

ASSOCIATION

Präsident Louis Moser:

Weltmeisterschaft 2012:

«Wir wollen immer mitreden!»

Basel – das Curlingzentrum der Welt


«Wir wollen einen Berater, auf den wir uns verlassen können.»

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3 I Louis Moser, Präsident SWISSCURLING

Editorial

Liebe Curlerinnen, liebe Curler Bereits sind wieder einige Wochen ver­ gangen, seit die Delegierten von SWISSCURLING das neue Exekutivkomitee für die Legislaturperiode 2011 – 2015 ge­ wählt haben. Vorab danke ich für das Vertrauen, das man uns mit dieser Wahl entgegenbringt. Ich freue mich, zusammen mit Sandra Stauffer (Breitensport), Armin Harder (Leistungssport), Claude Blatter (Marke­ ting), Jürg Wernli (Planung & Finanzen) und Patrik Loertscher (Vizepräsident) das Boot SWISSCURLING für die nächste ­Legislaturperiode durch hoffentlich nicht allzu stürmische Winde steuern zu dür­ fen.

Volle Konzentration bei der Steinabgabe.

Foto: Max Füri

Vor einem Jahr habe ich Ihnen mitgeteilt, dass ich meine Wahl im Übergangsjahr dazu verwenden will, Stärken, Schwä­ chen, Chancen und Risiken unseres Ver­ bandes kennen zu lernen. Die Analysen sind gemacht, nun heisst es «let’s start working». Das neue EK hat an seiner Klausurtagung die Legislaturziele fest­ gelegt und somit die Marschrichtung ­definiert. Themen wie Dem Rückgang der Mitglieder­zahlen Einhalt gebieten Ausgeglichene Rechnung Neue Sponsoren Optimierung Ausbildung sind nur einige Stichworte, was alles in den nächsten vier Jahren umgesetzt wer­ den soll. Weitere Details zu den Zielset­ zungen sind dem Interview auf Seite 10 zu entnehmen. Bereits bei der Zusammensetzung des neuen Exekutivkomitees haben Sie fest­ gestellt, dass es personelle Änderungen gegeben hat. Im Weiteren konnten wir mit Al Moore als Nationaltrainer eine ­hervorragende Fachkraft für unsere EliteTeams gewinnen. Nicht neu, aber mit zusätzlichen Aufgaben wurde Andreas Schwaller als Nationalcoach und Binde­ glied zu Swiss Olympic bestätigt. Andreas und Al harmonieren sehr gut zusammen und was sehr wichtig ist, die Akzeptanz bei den Teams ist vorhanden. Ich bin überzeugt, dass damit die Basis für eine erfolgreiche Arbeit im Bereich Leistungs­ sport geschaffen wurde. Auch die Geschäftsstelle ist vom «Change-Prozess» nicht verschont ge­ blieben. Neu mit einem 50-Prozent-­ Pensum erledigt Matthias Gamma die Flut von Post, Anfragen, Telefonen etc., die täglich im Haus des Sportes einge­ hen. Und last but not least versuchen wir mit Pierre Benoit als Kommunikations­ chef eine professionellere Gangart bei SWISSCURLING anzuschlagen.

Alle neuen Personen brauchen etwas Zeit, bis sie sich in der neuen Umgebung zurecht gefunden haben. Ich möchte Sie daher bitten, falls mal etwas nicht so rund läuft, wie Sie es sich gewohnt sind, dem neuen Staff bei SWISSCURLING Zeit und v.a. Kredit zu geben. Wir setzen alles daran, dass der Service so schnell wie möglich wieder das Level erreicht, das Sie sich gewohnt sind. Aber es wird ja noch Curling gespielt und das ist natürlich das Wichtigste. Einen ersten Erfolg konnte das Mixed-Team mit Manuela Netzer, Martin Rios, Manuela Siegrist und Thomas Lips (Skip) verbu­ chen. Es holte im dänischen Tärnby die Goldmedaille an den Mixed-Europameis­ terschaften. Herzliche Gratulation. Schliesslich möchte ich noch die KickOff-Veranstaltung Curling-WM in Basel vom 27. September 2011 erwähnen. Nebst Prominenz aus der übrigen Sport­ welt hat sich unser Sportminister, Bun­ desrat Ueli Maurer, auch aufs Eis gewagt und unter kundiger Führung ein gewis­ ses Talent an den Tag gelegt. Die Presse und das Fernsehen wurden an einer Pres­ sekonferenz über den Stand der Arbeiten von OK-Präsident Bruno Schallberger ori­ entiert. Es war eine gelungene Veran­ staltung, die dem Curlingsport ein wenig Präsenz in der Medienwelt beschert hat (u.a. wurde ein Beitrag in der Sendung Glanz & Gloria im Schweizer Fernsehen ausgestrahlt). Dies war ja in der Vergan­ genheit nicht sehr oft der Fall. Gratula­ tion dem Departement Marketing, das diese Veranstaltung mit kürzester Vor­ laufzeit auf die Beine gestellt hat. Ich wünsche Ihnen weiterhin eine tolle Curlingsaison und freue mich, dem Einen oder Anderen auf oder neben dem Eis zu begegnen. Guet Stei Louis Moser 


5 I Inhalt

In dieser Nummer… erenz Saison 2011

6 I Kick-off-Pressekonf

SWISSCURLING

rer Bundesrat Ueli Mau jam Otts Mir und das Staunen srat gilt: den Bunde Auch für ist beim Schuhwerk Passendes Muss. Curling ein

Kick-off-Pressekonferenz Saison 2011 SWISSCURLING

Zuhörer: Von interessierte Al Moore hat Leuenberger Nationaltrainer Vigier, Sven Jean-Pierre links Jan Hauser, (alle SCB). und John Fritsche

Janine Greiner und Silvana Tirinzoni begutachten das Maskottchen «Rocky».

inger Matthias Auch Kranzschw wohl. sich auf dem Glatteis

mit voller Kraft Auch beim Wischen Maurer. Bundesrat Ueli

Sempach fühlte

Die Kick-off-Veranstaltung von SWISSCURLING, die zur Tradition werden soll.

voraus:

6

– André Rötheli, Aller Anfang ist schwer Tirinzoni. beobachtet von Silvana

dies in der CBA tat den Curling-Spiel und Patrick Hürlimann keinen Abbruch. sich die Olympiasieger überrascht zeigte sowie Christof SchwalBegeistert und Patrik Loertscher curling-technischen Beim Spiel mit Stein Mjriam Ott von den ler und Jan Hauser. s. «Ueli Mausich auch die Sportler Fähigkeiten des BundesratLänge und beund Besen hielten so richtige erstaunlich gut, rer fand sofort die anderer Sportarten it mit Sven bei der Wischarbe r André Rötheli, auch hockeyane eindruckte Eis gedie Vigier und John meinte die Bernerin ge Politiker einvollem Einsatz», Leuenberger, Jean-Pierre r Matthias Semsend, als der hochrangi & Gloria, dem Magazin Schwinge Glanz sowie genüber Fritsche traf. h vom Anlass te YBs Medienge standen die bundesauf SF 1, das ausführlic pach. Leider überbrach Bereits auf dem Eis der ann die Nachricht, innen, die Skips berichtete. neral Albert Staudenm rätlichen Instruktor ete Stéphane ChapuiDavos und Aarau, dass der angemeld Spitzenteams aus die sei, doch der Tirinzoni, verhindert Silvana Füri Fotos: Max sat kurzfristig nMirjam Ott und Küng und Janine und dem hochstehe guten Stimmung Davoserinnen Carmen Spitzencurler, so Greiner sowie weitere

Mirjam Ott zeigt funktioniert…

Blatter, CURLING, Claude ngchef von SWISS Defago, der persönliche er neue Marketi ise lle Idee, Jean-Bla hatte die glanzvo ein offenes Ohr. rat Ueli Maurer, Berater von Bundes

D

s für die OrganiDies war der Startschus ng Kick-off-Veranstaltu sation der ersten die zur Tradition von SWISSCURLING,

werden soll. fand die SaisonIn der PostFinance-Arena onferenz mit vielen Eröffnungs-Medienk statt, Bruno Schallneuen Gesichtern ent der Weltmeisberger, der OK-Präsid

orientierte über diesen terschaft in Basel, das vertreten war auch Grossanlass, und meisterschaft in Gstaad OK der Schweizer enten Martin durch dessen Vizepräsid Stähli. wurden die anwesenKurz und sachlich durch Armin Harder, den Medienvertreter ents Leistungssport, Chef des Departem 2012 in Basel

über Patrik Loertscher und Vizepräsident kommenden Saison sportliche Ziele der zum Curling-Plausch informiert, ehe es ging. mit viel Prominenz und sein persönliBundesrat Ueli Maurer Defago kamen e cher Berater Jean-Blais CBA, die andein die per «Nüüni»-Tram waren bereits anweren Prominenten

dem Bundesrat, wie

Curling

26 I Herren-WM

Zum siebenten Mal eine Männer-WM in der Schweiz

Herren-WM 2012 in Basel Jubel beim Attinger-Team nach dem Mit den kanadischen Besen sorgten

die Dübendorfer 1974 in Bern für

Scotch 1959 fand in Schottland mit dem der Cup zum ersten Mal der Vorläufer heutigen Curling-Weltmeisterschaften gegen statt; damals spielte Schottland die Kanada. Von 1961 bis 1967 variierte Anzahl der teilnehmenden Mannschaferhielt 1968 ten zwischen drei und acht. der Scotch Cup den Status einer offiziellen Curling-Weltmeisterschaft. DaDie ersten Weltmeisterschaften der bis men fanden 1979 statt und wurden aus1988 getrennt von der Herren-WM getragen, von 1989 bis 2004 gemeinsam. der Seit 2005 finden die Wettbewerbe

38 I Curling Champions Tour

Michel, de Cruz, Ott, Jäggi und Tirinzoni ganz vorne dabei Vater Peter Attinger.

Sieg.

«Schweiz wunderbar».

Spektakel.

Basler St. Jakobs-Halle die enn am 31. März 2012 in der bedeutet dies den Startersten Steine gespielt werden, aft auf Schweizer Eis. Erst schuss zur siebenten Weltmeistersch Weltmeisterschaft der Frauen auf vier Mal gelangte dagegen die letztmals 2001 in Lausanne. Schweizer Eis zur Durchführung,

W

statt. Herren und Damen wieder getrennt beiden Dabei soll jedes Jahr eine der Weltmeisterschaften in Kanada ausgetrasowie gen werden. Von 1968 bis 1988 Bronseit 1995 werden Gold-, Silber- und bis zemedaillen vergeben. Von 1989 auch 1994 erhielten sowohl der Dritt- wie der Viertplatzierte eine Bronzemedaille. Die Schweiz zählt an WeltmeisterschafDie ten zu den erfolgreichsten Ländern. Herren holten bisher 16 Mal Edelmetall 7 Mal (3 Mal Gold, 6 Mal Silber und Gold Mal 2 (je Mal 8 Frauen die Bronze) und Silber und 4 mal Bronze).

ErAuf Schweizer Eis unter dem hohen Publiwartungsdruck des heimischen biskums taten sich die Schweizer Teams ist der her relativ schwer. Unvergessen BerAuftritt Dübendorfs an der WM im als die ner Allmendstadion im Jahr 1974, Round Equipe Peter Attinger junior die und Robin ungeschlagen überstand daschliesslich Bronze holte. Fünf Jahre Peter nach gab es an gleicher Stätte für holte Attinger junior gar Silber. 1993 mit Markus Eggler mit seinem Team für Bronze die vorläufig letzte Medaille Heimdie Schweizer Männer an einer in ja es klappt vielleicht WM. Wer weiss, Basel. gab es Für die Schweizer Frauen-Teams bisher bei insgesamt vier WM-Turnieren Edelmetall. im eigenen Land noch nie Peter Attinger mit gespanntem Blick

Fotos: Archiv Henry Eggenberger

Wenn am 31. März 2012 in der Basler St. Jakobs-Halle die ­ersten Steine gespielt werden, bedeutet dies den Startschuss zur siebenten Weltmeisterschaft auf Schweizer Eis.

26

nach der Steinabgabe.

I

n der Curling Champions Tour sorgen in dieser Saison zahlreiche Schweizer Teams für positive Schlagzeilen. Bei den Männern realisierten die Schweizer Teams Adelboden (in Baden) und Genf (in Champéry) bereits zwei Turniersiege, dazu gab es für die gleichen Equipen zwei Finalqualifikationen – bei den Frauen stand Davos zwei Mal im Final (Basel und Wetzikon).

Curling Champions Tour Sieht man von den Olympischen Spielen, den Weltmeisterschaften und den Europameisterschaft ab, ist die Curling Champions Tour im Curlingsport das Mass aller Dinge. Vor den beiden letzten Anlässen bei den Männern (in Perth und Hamburg) und den Frauen (Bern und Glasgow), unterhielt sich «Hit and Roll» mit den beiden Turnierdirektoren Armin Harder und Joe Wälchli. Nicht jedermann hat die Möglichkeit, während der ganzen Dauer eines An­ lasses live dabei zu sein. Wie infor­ miert sich der Curlingfreund, wenn er nicht vor Ort sein kann? Joe Wälchli: Erstmals in dieser Saison konnten wir von (fast) allen Schweizer CCT-Turnieren jeweils mehr als sechs Spiele live auf Laola 1 TV übertragen. Diese Neuerung hat uns einen weiteren Schritt in die richtige Richtung gebracht und wir haben bereits sehr gute Zuschauerzahlen (weltweit). Mit Martin Stucki haben wir einen Profi an Bord, der die

Übertragungen mit viel Herzblut, Können und Professionalität vorantreibt. Nicht zu vergessen sind die zahlreichen (ehrenamtlichen) Helfer, die die Kameras bedienen und die Spiele kommentieren. Wie sieht es aus bei der Curling Cham­ pions Tour bezüglich Abdeckung aus? Treten Sie an Ort oder kommen immer wieder neue Austragungsorte dazu? Armin Harder: Auch diese Saison konnten wir eine neue Turnierstation (Hamburg) willkommen heissen. Es freut uns sehr, dass nun Deutschland auch auf der

CCT-Landkarte vorhanden ist. Interessant ist, dass in Deutschland der Curlingverband als Veranstalter auftritt. Es ist wichtig, dass die Curling Champions Tour weiter wächst. Wir sind für die nächste Saison in Verhandlungen mit weiteren Orten. Weiter zu erwähnen ist, dass wir bis vor rund zwei Jahren nach Turnierorten suchen mussten. Heute werden wir angefragt, ob (vornehmlich) Tourismusdestinationen als Durchführungsort einsteigen können. Es zeigt sich, dass Curling als Wintersport sehr geeignet ist, um als Werbeträger von Tourismusregionen zu agieren.

Spitzenränge der Schweizer Teams in der Curling Champions Tour Männer Baden: 1. Adelboden (Sven Michel) Brantford: 2. Adelboden (Sven Michel) Basel: 2. Genf (Peter de Cruz) Champéry: 1. Genf (Peter de Cruz) 3. Zug (Pascal Hess)

Frauen Basel:

2. Davos iFAS (Mirjam Ott) 3. Bern (Michèle Jäggi)

Wetzikon: 2. Davos iFAS (Mirjam Ott) 3. Bern (Michèle Jäggi)

Wie sieht die Lage in der Schweiz aus – mit seiner Hallendichte für die Cur­ ling Champions Tor bestimmt ein ide­ ales Land. Armin Harder: Nach wie vor ist die Schweiz mit der Hälfte der CCT-Turniere im Kalender vertreten. Die Turnierorganisatoren leisten hierzulande hervorragende Arbeit. Sie sehen auch, welcher Effort von Seiten der CCT geleistet wird und sind stolz, ein Teil dieser Erfolgsgeschichte zu sein. Mit dem Turnier in Champéry wurde ein neuer Meilenstein in der Tourgeschichte gesetzt: Erstmals wurde ein

CCT-Turnier in einer Eishockeyhalle ausgetragen. In diese Richtung wird es auch in Zukunft vermehrt gehen. Selbstverständlich werden aber Turniere in Curlinghallen Standard bleiben. Nicht zu vergessen sind auch die ca. 400 freiwilligen Helfer, die europaweit an den CCT-Turnieren zugunsten des Curlingsports arbeiten. Von zwei Turnieren (Baden Masters und Champéry Masters) berichtete das Schweizer Sportfernsehen mit zum Teil mehrstündigen Sendungen. Auch hier sind wir einen Schritt weiter gekommen .In enger Zusammenarbeit mit der

Zwischenstände in der Curling Champions Tour Männer 1. Niklas Edin (Sd) 2. Tom Brewster (Ka) 3. Sven Michel (Sz) 4. Peter de Cruz (Sz)

Frauen 1. Anna Sidorowa (Rus) 2. Mirjam Ott (Sz) 3. Michèle Jäggi (Sz) 4. Margaretha Sigfridsson (Sd) 5. Silvana Tirinzoni (Sz).

neuen Verbandsführung von SWISSCURLING wollen wir in Zukunft Curling von September bis März regelmässig im SSF zeigen.

In der Curling Champions Tour sorgen in dieser Saison zahlreiche Schweizer Teams für positive Schlagzeilen.

38

Haben sich die zahlreichen Wechsel im Exekutivkomitee von SWISSCUR­ LING auch sonst auf die Zusammenar­ beit mit der Curling Champions Tour ausgewirkt? Joe Wälchli: Es ist schön, dass alle Curlinginteressierten in der Schweiz nun am selben Strick ziehen. Neben den besten Curling-Teams unterstützt die CCT auch die Junioren. Vor zwei Jahren wurde die European Junior Curling Tour (EJCT) ins Leben gerufen und wird seither erfolgreich durch Shari Leibbrandt geführt. Aus Sicht der CCT ist es wichtig, dass der Nachwuchs an die Weltspitze herangeführt werden kann.

Fotos: zVg

Kick-off-Pressekonferenz Saison 2011 SWISSCURLING 6 Louis Moser, Präsident SWISSCURLING 10 Patrik Loertscher, Vizepräsident SWISSCURLING 13 Claude Blatter, Marketingchef SWISSCURLING 14 Sandra Stauffer, Chefin Ressort Breitensport SWISSCURLING 17 Andreas Schwaller und Al Moore 19 Herren-WM 2012 in Basel 20 Interview mit Bruno Schallberger, OK-Präsident Curling-WM 2012 in Basel 22 Bisherige WM-Turniere in der Schweiz 26

Europameisterschaften in Moskau 2011 Curler fragen Curler Schweizermeisterschaften in Gstaad Curling Champions Tour Umpire / Matthias Gamma, Sekretär SWISSCURLING Pierre Benoit, Kommunikation SWISSCURLING Reise ins Mutterland des Curlingsports 100 Jahre CC Engelberg Der neue Modus Agenda

28 35 36 38 40 41 42 44 45 46

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6 I Kick-off-Pressekonferenz Saison 2011 SWISSCURLING

Bundesrat Ueli Maurer und das Staunen Mirjam Otts

D

er neue Marketingchef von SWISS­CURLING, Claude Blatter, hatte die glanzvolle Idee, Jean-Blaise Defago, der persönliche Berater von Bundesrat Ueli Maurer, ein offenes Ohr.

Dies war der Startschuss für die Organisation der ersten Kick-off-Veranstaltung von SWISSCURLING, die zur Tradition werden soll. In der PostFinance-Arena fand die Saison-­ Eröffnungs-Medienkonferenz mit vielen neuen Gesichtern statt, Bruno Schall­ berger, der OK-Präsident der Weltmeis-

terschaft in Basel, orientierte über diesen Grossanlass, und vertreten war auch das OK der Schweizermeisterschaft in Gstaad durch dessen Vizepräsidenten Martin Stähli. Kurz und sachlich wurden die anwesenden Medienvertreter durch Armin ­Harder, Chef des Departements Leistungssport,

und Vizepräsident Patrik Loertscher über sportliche Ziele der kommenden Saison informiert, ehe es zum Curling-Plausch mit viel Prominenz ging. Bundesrat Ueli Maurer und sein persönlicher Berater Jean-Blaise Defago kamen per «Nüüni»-Tram in die CBA, die anderen Prominenten waren bereits anwe-


esrat gilt: Auch für den Bund ist beim erk hw Passendes Schu ss. Mu Curling ein

essierte Zuhörer: Nationaltrainer Al Moore hat inter -Pierre Vigier, Jean und Von links Curler Jan Hauser SCB). (alle he Fritsc John und Sven Leuenberger

Janine Greiner und Silvana Tirinzoni begutachten das Maskottchen «Roc ky».

Auch Kranzschwinger Matthias Sempach fühlte sich auf dem Glatteis wohl.

Auch beim Wischen mit voller Kraft voraus: Bundesrat Ueli Maurer.

Aller Anfang ist schwer – André Rötheli, beobachtet von Silvana Tirinzoni.

Mirjam Ott zeigt dem Bundesrat, wie Curling funktioniert…

send, als der hochrangige Politiker eintraf. Bereits auf dem Eis standen die bundesrätlichen Instruktorinnen, die Skips der Spitzenteams aus Davos und Aarau, Mirjam Ott und Silvana Tirinzoni, die ­ ­Davoserinnen Carmen Küng und Janine Greiner sowie weitere Spitzencurler, so

die Olympiasieger Patrick Hürlimann und Patrik Loertscher sowie Christof Schwaller und Jan Hauser. Beim Spiel mit Stein und Besen hielten sich auch die Sportler anderer Sportarten erstaunlich gut, so die Eis­ hockeyaner André Rötheli, Sven Leuenberger, Jean-Pierre Vigier und John Fritsche sowie Schwinger Matthias Sempach. Leider überbrachte YBs Mediengeneral Albert Staudenmann die Nachricht, dass der angemeldete Stéphane Chapuisat kurzfristig verhindert sei, doch der guten Stimmung und dem hochstehen-

den Curling-Spiel in der CBA tat dies ­keinen ­Abbruch. Begeistert und überrascht zeigte sich ­Mjriam Ott von den curling-technischen Fähigkeiten des Bundesrats. «Ueli Maurer fand sofort die richtige Länge und beeindruckte auch bei der Wischarbeit mit vollem Einsatz», meinte die Bernerin gegenüber Glanz & Gloria, dem Magazin auf SF 1, das ausführlich vom Anlass ­berichtete. Fotos: Max Füri


8 I Kick-off-Pressekonferenz Saison 2011 SWISSCURLING

Gruppenbild vom Kick-off-Anlass mit dem WM-Maskottchen «Rocky».

Christof Schwaller, Janine Greiner, Matthias Sempach und Silvana Tirinzoni.

Jan Hauser, André Rötheli, Sven Leuenberger und Pierre Benoit.

Jean-Pierre Vigier, Mirjam Ott, Carm en Küng und John Fritsche.


Gruppenbild mit Dame: Jürg Wern li, Sandra Stauffer, Patrik Lo ertscher, Matthias Gamma und Patrick Hürlim ann.

Jan Hauser mit Carmen Küng.

Nationaltrainer Al Moore beim Apéro vor der PostFianance-Arena in Bern.

no onferenz präsentiert Bru An der Kick-off-Pressek rtscher, Loe rik Pat n: ebe Basel. Dan Schallberger die WM in Harder. Pierre Benoit und Armin

Bundesrat Ueli Maurer, Claude Blatter, Armin Harder und O lympiasieger Pa trick Hürliman n.


10 I Louis Moser, Präsident SWISSCURLING

«Bei der Medaillenvergabe immer ein ernsthaftes Wort mitreden»

S

eit dem Jahr 2010 ist Louis Moser Präsident von SWISS­CURLING. Der Berner hat mitten in einer Legislaturperiode das Amt des zurückgetretenen Christian Anderegg übernommen und ist am 10. September 2011 an der Delegiertenversammlung in Ittigen einstimmig bis 2015 in seinem Amt bestätigt worden.

Gleichzeitig wurden mit Patrik Loertscher (Vizepräsident), Claude Blatter (Marketing) und Sandra Stauffer (Breitensport) drei neue Mitglieder in das Exekutivkomitee berufen. «Hit and roll» unterhielt sich mit dem Präsidenten und fragte ihn unter anderem nach den Zielen von SWISSCURLING für die nächsten vier Jahre. Wie sind Sie zum Curlingsport gekommen? Sind Sie ein Kind aus einer Curling-Familie oder faszinierte Sie der Sport ohne erbliche Vorbelastung? Meine Eltern waren aktive Curler, doch ich interessierte mich vorerst nur für Fussball und war aktiver Spieler. Zum Curling kam ich erst mit 22, während dem Studium, als mich ein Studienkollege zu einem Schnupperkurs anmeldete. Ich hatte sofort grossen Spass und kam nicht mehr von diesem Sport los. Als Sieger der regionalen Mixed-Meisterschaften war ich auch Teilnehmer der Schweizermeister-

schaften. Als es dann 1991 galt, einen Nachfolger für den VR-Präsidenten der Curlingbahn Allmend AG, Christoph Wirz, zu finden, nahm ich diesen Posten an und schuf neue Strukturen und organisierte den Neubau der Curlinghalle, die 2001 eröffnet wurde. Insgesamt zehn Mal führte ich in Bern die Schweizer­ meisterschaften durch, und als im vergangenen Jahr ein Nachfolger für den Präsidenten von SWISSCURLING, Christian Anderegg, gesucht wurde, stellte ich mich zur Verfügung. Im September wurde ich mit einem erneuerten Komitee für die nächste Legislaturperiode bis 2015 gewählt. Wie lauten Ihre Zielsetzungen für die kommenden vier Jahre in sportlicher und administrativer Hinsicht? In sportlicher Hinsicht gilt es sicherzustellen, dass die Schweiz weiterhin in Europa und der ganzen Welt eine wichtige Rolle spielt und an Europa- und Weltmeisterschaften sowie Olympischen

Spielen ein ernsthaftes Wort bei der Medaillenvergabe mitreden kann. Der ­ Verband muss die Grundlagen schaffen, damit die jungen Talente und hoffnungsvollen Teams dem Sport nicht verloren gehen und der Übergang vom Junioren zum Aktiven nahtlos erfolgt. Mit der starken Besetzung des Depar­ tements Leistungssport mit Chef Armin Harder, Nationalcoach Andreas Schwaller und

«Wir müssen jetzt Ideen sammeln, wie wir dem Mitgliederschwund Einhalt gebieten und neue Mitglieder gewinnen können.» Nationaltrainer Al Moore haben wir in personeller Hinsicht die Grundlagen erarbeitet, um unsere hochgesteckten Ziele zu erreichen. Daneben sind wir bestrebt, den Mitgliederschwund aufzuhalten und in eine andere Richtung zu lenken. Dafür sind wir auch auf die Unterstützung der Vereine und der Vertreter der Curlinghallen angewiesen. Die Erwartungshaltung gegenüber dem neuen Exekutivkomitee ist hoch. Gefordert ist namentlich das Departement Marketing, das dafür sorgen muss, dass SWISSCURLING breiter abgestützt und die finanzielle Unabhängigkeit verbessert wird. Das attraktive Produkt Curling soll besser verkauft werden, dazu gehört auch eine höhere Medienpräsenz ausserhalb der Olympischen Spiele.

Der Präsident zeigt auch auf dem Eis ganz genau, was zu tun ist.

Wo sehen Sie das grösste Verbesserungspotenzial und welche dringen-


den Massnahmen sollen sofort umgesetzt werden? Das Departement Marketing muss sofort aktiv werden und Strategien entwickeln, damit wir dorthin kommen, wo wir hin wollen. Der Kick-off-Anlass mit Bundesrat Ueli Maurer war ein guter PR-Anlass und ein Schritt in die richtige Richtung. Wir müssen jetzt Ideen sammeln, wie wir dem Mitgliederschwund Einhalt gebieten und neue Mitglieder gewinnen können. Eine Möglichkeit wäre die Einführung einer «Curling Night», ein Galaanlass mit Prominenz und Glamour. Welche positiven Auswirkungen erhoffen Sie sich von der Weltmeisterschaft in Basel? SWISSCURLING wird in Basel präsent sein und in Zusammenarbeit mit dem Basler OK einen marketingmässig idealen Auftritt haben. Wir wollen potentiellen Sponsoren in Basel aufzeigen, dass Curling eine ideale Plattform für Kunden­ events darstellt. 2014 finden im russischen Sotschi die Olympischen Winterspiele statt. Blicken Sie schon so weit voraus und wenn ja, wie lautet Ihre Zielsetzung? Zuerst wollen wir an den Weltmeisterschaften die für eine Qualifikation notwendigen Punkte sammeln. Unsere Spitzenteams werden wir in Ihren An­ strengungen bestmöglich unterstützen und sie auffordern, mit harter Arbeit und seriösem Training alles daran zu setzen, sportlich auf höchstem Niveau zu sein. Von uns, von Nationalcoach Andreas Schwaller und Nationaltrainer Al Moore, werden Sie in ihren Bemühungen nach bestem Wissen und Gewissen unterstützt. Bezüglich Infrastruktur ist die Schweiz mit 44 Hallen in einer komfortablen Lage. Die Situation bezüglich Hallen ist in der Tat ideal. Die Wege sind kurz, die Hallen

neu und modern und werden von Leuten betrieben, die mithelfen, die Spitze zu fördern. In Genf und St. Gallen werden im Moment neue Hallen gebaut, so dass diejenigen Spieler, die trainieren wollen, auch die entsprechenden Möglichkeiten dazu haben. Sie scheinen in sportlicher Hinsicht zuversichtlich zu sein, die Infrastruktur stimmt, also geht SWISSCURLING in den kommenden Jahren rosigen, um nicht zu sagen goldenen Zeiten entgegen? Es wäre schön, gingen Ihre Voraussagen in Erfüllung. Ich bin ein positiv denkender Mensch und überzeugt, dass die Anstrengungen, die wir jetzt unternehmen, vor allem die seriöse Arbeit, die in den Departementen geleistet wird, und die Einsatzbereitschaft und der Ehrgeiz der jungen und aufstrebenden Teams Früchte tragen werden.

Fotos: Max Füri, Reto Fiechter


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13 I Patrik Loertscher, Vizepräsident SWISSCURLING

Der Gold-«Junge» aus Lausanne

Wer Patrik Loertscher in Curling-Kreisen nicht kennt, ist selber schuld, darf man mit Fug und Recht behaupten, denn Loertscher ist als Curler wirklich einzigartig. Sein Palmarès liest sich etwa so, wie wenn ein Junior-Curler träumt und sich nachts an allen Grossveranstaltungen zuoberst auf dem Podest wähnt. Loertscher ist der einzige (männliche) Curler, der es bisher geschafft hat, sowohl an Olympischen Spielen als auch an Welt- und Europameisterschaften Gold zu gewinnen, an Europameisterschaften gleich zwei Mal. Gerade mal 18-jährig, eröffnete er an der EM in Aviemore seine Medaillensammlung mit Gold, zum Abschluss der internationalen Karriere holte er 1999 in St. John an der WM nochmals Bronze und dazwischen liegen eine OlympiaGoldmedaille, ein WM-Gold-, zwei Silber- und zwei weitere WM-Bronzemedaillen sowie eine EM-Goldmedaille. Insgesamt vier Mal Gold, zwei Mal Silber und drei Mal Bronze – eine Medaillensammlung, die ihresgleichen sucht. Wer sich mit Patrik Loertscher unterhält, der fühlt, dass ihn diese Erfolge zwar noch heute freuen und ihn auch ein bisschen stolz machen, doch an die grosse Glocke hängen mag er all diese Meriten nicht. Als das Quartett um Skip Hürlimann 1998 die Schweiz in Richtung Nagano an die Olympischen Winterspiele verliess, hatte es wenig bis keinen Kredit. Als Referenz brachten die Schweizer einen ­ enttäuschenden 5. Rang von den Europameisterschaften mit und niemand rechnete ernsthaft damit, dass die Curler für die Schweizer Medaillenbilanz einen Beitrag würden leisten können. Doch alles kam anders. Niederlagen gegen Norwegen und Kanada standen in der Round Robin lauter Siege gegenüber, so dass die Halbfinalqualifikation feststand. «Als ein kanadischer Spieler im Fernsehen in einem Interview lauthals verkündete, die Schweiz wäre in Kanada nicht unter den besten hundert Teams, war der Ehrgeiz unseres Quartetts endgültig geweckt», blickt Loertscher zurück. Dem Halbfinal-Sieg über Norwegen folgte ein überzeugender Erfolg im Endspiel gegen Kanada. Als nach fünf Ends ein 5:1 für die Schweiz auf der Resultattafel stand,

S

eit September 2011 ist Patrik Loertscher als Vizepräsident Mitglied des Exekutivkomitees von SWISSCURLING. An der Delegiertenversammlung hat sich der Lausanner wie alle anderen Kandidaten für einen Sitz im Komitee vorgestellt und sich den Delegierten präsentiert, auch wenn er dies nicht hätte tun müssen.

An prominenter Stelle – vor dem Olympischen Museum in Lausanne-Ouchy – präsentiert Patrik Loertscher seine Goldmedaille von Nagano 1998.

brach das kanadische Fernsehen die Direktübertragung ab. Drei Ends später gaben die Kanadier aufgrund der aussichtslosen Lage entmutigt und demoralisiert auf und und hatte die Schweiz Gold gewonnen. «Unser grosser Vorteil war, dass wir unbelastet spielen konnten und niemand von uns etwas erwartete. Für uns wäre auch Silber ein Erfolg gewesen, doch die Kanadier mussten ganz einfach gewinnen. Entsprechend gross war auch ihre Enttäuschung», sagt Loertscher rückblickend.

Die Tour de Suisse Gerne erinnert sich Loertscher auch an die Festivitäten, die nach der Rückkehr aus Nagano auf dem Programm standen. «Wir absolvierten eine Tour de Suisse, wurden an jedem Wohnort der vier Spieler empfangen, unter anderem auch im Musée Olympique und im Landsitz Lohn des Bundesrats. Und als kurz danach in Bern die Schweizer Meisterschaften statt­ fanden, war Bundesrat Ogi praktisch Stammgast bei unseren Spielen», blickt Loertscher auf die goldene Zeit zurück.

«Geändert hat sich danach für längere Zeit auch das Medieninteresse. Erschienen zuvor von den Schweizer Meisterschaften nur ein paar Zeilen oder einfach die Resultate, wurde damals seitenweise über uns berichtet», erinnert sich der Romand. Was die Zukunft «seiner» Sportart betrifft, sieht der heutige Lausanner Topbanker auch wieder Silberstreifen am Horizont. «Vor Beginn dieser Saison war ich bei den Damen optimistisch, bei den Herren weniger. Doch in der Zwischenzeit wurde ich zum Glück eines besseren belehrt. Wir haben auch bei den Herren hoffnungsvolle junge Teams, beispielsweise in Adelboden, Genf oder Bern», blickt Loertscher in eine rosige Zukunft und hofft, dass er sich an der Weltmeisterschaft in Basel über Schweizer Erfolge freuen kann. Wahrscheinlich auch erneut als Ko-Kommentator des Westschweizer Fernsehens, wo er in den letzten Jahren mit seinem immensen Wissen den Zuschauern auf sympathische Weise den Curling-Sport näherbringen konnte. Foto: Max Füri


14 I Claude Blatter, Marketingchef SWISSCURLING

Marketingchef Claude Blatter: «Wir brauchen alle Curler»

S

eit September amtet Claude Blatter als Chef Marketing bei SWISSCURLING. Der geborene Berner Oberländer hat mit seinem Optimismus und seinem Tatendrang frischen Wind in das weitgehend neuformierte Exekutivkomitee gebracht. Mit der Organisation des gelungenen Kick-off-Events mit der Telnahme Bundesrat Ueli Maurers hat er seine Feuertaufe bereits glänzend bestanden. Blatter ist erblich belastet. Seine Eltern waren aktiv im CC Frutigen, die Mutter während 25 Jahren Sekretärin im Klub, sein Vater übte verschiedene Funktionen aus, war zwischenzeitlich auch Präsident im CCF. So lag es auf der Hand, dass Sohn Claude neben seinen Aktivitäten im Skiklub Frutigen mit zwölf Jahren auch mit Curling begann. Nach seinem Umzug nach Basel trat der dem CC Basel-Regio bei, bestritt dort auch wettkampfmässig Curling und war unter anderem im Team vier Mal Basler Meister. Zusammen mit dem Chef des Departements Leistungssport, Armin Harder, spielte Blatter nicht nur Plauschturniere, sondern hatte auch Einsitz im OK der Schweizermeisterschaften 2001/02 in Arlesheim. Aus beruflichen Gründen trat der Senior Projekt Manager Sponsoring der Feldschlösschen Getränke AG zwischenzeitlich im Curling kürzer, bis ihn eben wiederum Armin Harder für das Amt des Marketingchefs bei SWISSCURLING begeistern konnte.

«Wir sind auf die Hilfe aller angewiesen.»

Dank seiner beruflichen Erfahrung im Sport (bei den Skirennen in Wengen und Adelboden, den Ski-Weltmeisterschaften in St. Moritz und Bormio und bei verschiedenen Klubs der obersten Spielklasse im Eishockey) ist Blatter für seinen Arbeitgeber tätig, liess er sich überzeugen, im Curling wieder aktiv mitzuwirken. «Ich bin sicher, dass sich dieser attraktive Sport besser vermarkten lässt und ich mit meinem Netzwerk etwas bewegen kann. Zudem verspreche ich mir auch einiges von der Unterstützung durch den neuen Kommunikationschef Pierre Benoit, der dank seiner jahrzehntelangen Erfahrung im Sport eine ideale Ergänzung zu mir bildet.» Nach zweimonatiger Tätigkeit stellt Blatter fest, dass der Aufwand enorm ist. «Doch ich bin überzeugt, dass Potenzial vorhanden ist und Curling eine grosse Chance hat. Mein Ehrgeiz ist es, die Möglichkeiten auszuschöpfen und die

Claude Blatter Geboren am 24. September 1964 Verheiratet, 1 Sohn Hobbies: Curling, Ski, Wassersport Senior Projekt Manager Sponsoring der Feldschlösschen Getränke AG


Von der Stirne heiss, rinnen muss der Schweiss... Claude Blatter beim Openair-Curling auf der Elsigenalp bei Frutigen (1998).

WM in Basel zu nutzen, damit Curling wieder auf reges Interesse in der Öffentlichkeit stösst. Wir wollen, auch im Hinblick auf die Olympischen Spiele 2014 in Sotschi, Sponsoren akquirieren, damit der Verband auf solidem Fundament steht und die Elite finanziell unabhängig werden kann. Dazu benötigen wir die Hilfe aller, der Spieler, der Hallenbetreiber, der Sponsoren und Donatoren. Wer curlt, soll auch wieder Mitglied von SWISSCURLING werden. Mit Leistung und Engagement wollen wir die Leute wieder in den Verband bringen, denn um vorwärts zu kommen, sind wir auf die Hilfe aller angewiesen», sagt Claude Blatter. Fotos: zVg, Reto Fiechter

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Wir bieten Ihnen folgende Leistungen: Neues SWISSCURLING-Magazin Special Edition Donator Neuer Curling Guide (Lancierung Saison 2012/13) Einladung zur SWISSCURLINGSoirée anlässlich der Schweizermeisterschaft in Gstaad, mit Nachtessen im Kreis der Elite und des Leitungs­ teams von SWISSCURLING und verschiedenen promineten Gästen. Die ideale Networking Plattform

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G N I L R U C S S I W S s r e e t n u l o V t such Für den Betrieb seiner Lounge anlässlich der Curling-Weltmeisterschaft in der ­St. Jakobs-Halle in Basel vom 31. März bis 8. April 2012 sucht SWISSCURLING aufgestellte Curlerinnen und Curler. Sie sind Gastgeber in der SWISSCURLING-Lounge an der WM in Basel. Sie servieren den Besuchern der SWISSCURLING-Lounge Getränke und Snacks. Sie treffen dabei auch auf die weltbesten Curler und sind aktiv an der Curling-WM dabei.

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17 I Sandra Stauffer, Chefin Ressort Breitensport SWISSCURLING

In der Familie Stauffer «curlt» es

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enn sie eines mit Sicherheit nicht ist, dann ist es die Quotenfrau im Exekutivkomitee von SWISSCURLING. Sandra ­Stauffer, die als Nachfolgerin von Caroline Balz seit September im Exekutivkomitee als Chefin des Ressorts Breitensport Einsitz hält, lebt Curling, und mit ihr tut dies auch die ganze StaufferFamily. Ihr Auftritt an der Delegiertenversammlung im Haus des Sports in Ittigen hinterliess beim Delegiertenrat Spuren. Mit Feuer, Engagement, Leib, Seele und viel Herz parlierte sie in französisch genau so gut wie in deutsch und wurde nicht einfach gewählt, sondern mit Applaus geradezu ins Exekutivkomitee katapultiert.

Begonnen hat die ehemalige Leicht­ athletin, deren Vater leidenschaftlicher Fussballer war, ihre Curling-Karriere im Jahr 2002. Gemeinsam mit Ehemann Kurt und einigen Kollegen besuchte sie in Thun einen Schnupperkurs und war sogleich begeistert vom Spiel mit Stein und Besen. Ein Jahr danach bestritt sie bereits die Hallenmeisterschaft und

schaffte in Thun den Aufstieg in die höchste Spielklasse. In der Zwischenzeit hat Sandra Stauffer auch schon diverse Turniere gewonnen, so unter anderem den Thuner Fulehung-Cup im Jahr 2010. Die grösste Freude haben Sandra und Kurt Stauffer mittlerweile, wenn sie zusammen mit ihren Kindern Sarah (17) und Michael (15) ein Team bilden und die Gegner überraschen können. Klar, dass Sarah und Michael in die Fussstapfen der Eltern traten und in den Juniorinnen B resp. Junioren B der CBA Allmend trainieren und Turniere bestreiten. Die Kinder üben bereits zwei Mal wöchentlich während eineinhalb Stunden und bestreiten dazu auch Turniere und Meisterschaften.

Sandra Stauffer Verheiratet, zwei Kinder. Hobbies: Curling, Reisen, Kochen

Klub-Präsidentin und jetzt Chefin Breitensport

Bis zu ihrer Wahl ins Exekutivkomitee von Ehemalige Leichtathletin im ST Bern; SWISSCURLING im Mehrkämpferin und Spezialistin in den September dieses JahWurfdisziplinen; Kantonal­meisterin res war Sandra Stauffer Präsidentin des CC Thun Rotweiss und Mitglied der Geschäftsleitung der Curlinghalle Thun. Als die Anfrage von SWISSCURLING-Präsident Louis Moser kam, als Chefin Breitensport im Exekutivkomitee der SCA Einsitz zu nehmen, nahm sich Stauffer eine Auszeit. Nach einem Gespräch mit ihrer Vorgängerin Caroline Balz war sie überzeugt, eine hochinteressante Aufgabe zu übernehmen. «Statt auf regionaler Ebene kann ich nun national tätig sein und meine Sprachkenntnisse anwenden. Meine ersten Eindrücke sind durchwegs positiv, auch wenn die Aufgabe zeitintensiv und sehr aufwendig ist», sagt Sandra Stauffer, die nach ihrer Wahl sämtliche in Thun innegehabten Ämter niederlegte. Doch sie ist überzeugt von ihrer neuen Auf­ gabe und ebenso von der Schaffenskraft ihrer durchwegs männlichen Kollegen im Exekutivkomitee. Stauffer: «Es ist viel ­Potenzial vorhanden und ich bin sicher, dass sich einiges bewegen lässt.»

Foto: Max Füri


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19 I Andreas Schwaller und Al Moore

Ein ideales Team

S

eit Saisonbeginn zeichnen sie unter der Führung von Armin Harder, Chef des Departements Leistungssport bei SWISSCURLING, für die Weiterbildung der Schweizer Spitzenteams verantwortlich: Nationalcoach Andreas Schwaller und ­Nationaltrainer Al Moore.

Andreas Schwaller und Al Moore sollen dafür sorgen, dass der Abstand zwi­ schen der Weltspitze und den besten Schweizer Teams kleiner wird, respek­ tive gar nicht mehr vorhanden ist und die Schweizer Teams selbst die absolute Spitze bilden. Die Entwicklung bei den Frauen und auch bei den Männern ist bisher hoch erfreulich. Verschiedene Siege und Spit­ zenränge wurden im Rahmen der Cur­ ling Champions Tour erreicht und auch in den Zwischenklassementen liegen Schweizer Equipen in den Spitzenposi­ tionen. «Unser Ziel ist es, den Spielerinnen und Spielern zu helfen, ihnen Wege auf­ zuzeigen, um Erfolg zu haben», sagt Andreas Schwaller. Er sieht durchaus Pa­ rallelen zu seinem heutigen Beruf als Coach in der Wirtschaft. «Es gibt eine Wechselwirkung zwischen Wirtschaft und Sport und in der Wirtschaft kommt

Silvana Tirinzoni und Al Moore beim Kick-off-Tag von SWISSCURLING.

das Thema Sport sehr gut an», sagt der Olympia-Bronzemedaillengewinner von 2002. Bezüglich der Arbeitstrennung zwischen ihm und Al Moore sieht Schwaller keiner­ lei Probleme. «Während sich Al um die technische Entwicklung der Aktiven kümmert, liegt die Verantwortung für die Entwicklung der Spielerinnen und Spieler ausserhalb des Eisfelds in meinem Kom­ petenzbereich. Wie viel und auf welche Art trainiert wird, wie die Vorbereitung auf einen Grossanlass verläuft, das alles liegt in meinem Aufgabenbereich, doch der Mann, der zu den Aktiven fährt, mit ihnen trainiert, das ist Al Moore», so der Europameister von 2006.

Schwallers beeindruckendes Palmarès

Höchste Konzentration bei der Steinabgabe: Schweizer Nationalcoach Andreas Schwaller.

Schwaller war als Spieler sehr erfolg­ reich. Er gewann an den Olympischen Spielen 2002 in Salt Lake City die Bron­ zemedaille, war 2006 Europameister und gewann bei den Europameister­ schaften 2001 und Weltmeisterschaften

2001 jeweils die Silbermedaille. Zudem wurde Schwaller vier Mal Schweizer­ meister. Schwallers oberstes Ziel als National­ coach ist es, mit seinen Teams auf inter­ nationaler Ebene Erfolge und Edelme­ tallgewinne zu feiern. «Es wird viel Fleiss seitens der Athleten und eine ideale Vorbereitung auf die Grossanlässe not­ wendig sein, um die hochgesteckten Ziele zu erreichen», sagt der National­ coach. Nationaltrainer Al Moore, Gatte von Olympiasiegerin Linda Moore, ist seit über 45 Jahren im Curling aktiv. Erfolg­ reich war und ist der Kanadier nament­ lich als Coach und Ausbilder, ein Tak­ tiker und Stratege par excellence. Der aus Winnipeg stammende Coach war vor seinem Engagement als Schweizer Nationaltrainer bereits einmal in unse­ rem Land tätig: In Jahr 2007 arbeitete er mit Silvana Tirinzoni (damals Dübendorf) erfolgreich zusammen. Fotos: zVg, Max Füri


20 I Herren-WM 2012 in Basel

Superlative vom Eis über die Tribüne bis zu den olympischen Top-Teams

D

ie Curling-Herren-Weltmeisterschaft 2012 in Basel wird vom 31.März. bis 8.April neue Massstäbe für Europa setzen: Sportlich mit den allerbesten Teams, die nebst Medaillen auch um die Olympia-Qualifikation kämpfen, und organisatorisch mit einem Klasse-Event.

Nach den erfolgreichen Europameisterschaften 2006 hat das lokale Basler Organisationskomitee in der gleichen personellen Besetzung mit Präsident Bruno Schallberger sowie Christoph Socin und Conrad Engler sofort entschieden, sich für eine Männer-Curling-Weltmeisterschaft in Basel zu engagieren. «Wir wollten noch eine Stufe höher mit einem attraktiven, unvergesslichen Top-Event ­ Curling-Geschichte für Basel und die Schweiz schreiben», schildert Bruno Schallberger die Motivation der EM- respektive WM-Crew.

Aufschwung nach der WM 1974 in Bern Die Weltmeisterschaft Basel 2012 steht nun vor der Tür. Es sind dies die siebten Weltmeisterschaften in der Schweiz. Die Jahresabstände werden hingegen ständig grösser, da immer mehr Nationen eine Weltmeisterschaft durchführen wollen. Doch sowohl Bruno Schallberger als auch Conrad Engler waren schon beim ersten Mal dabei an der legendären WM 1974 in Bern. Der damalige Umpire und das heutige WM-OK-Mitglied Conrad Engler erinnert sich noch gut an die erste Schweizer WM: «Es war der Startschuss für den Aufschwung des Curlings in der Schweiz in eine neue Zukunft – und heute können wir die Früchte ernten.» In bester Erinnerung bleibt auch die hervorragende Leistung der Schweizer Attinger-Crew, die ungeschlagen die Round Robin überstand und auch die Favoriten Kanada, Schottland und USA schlug. Unvergessen bleibt leider aber auch der missratene allerletzte letzte Stein beim Score von 2:2 im Halbfinal gegen das US-Team um «Bud» Somervile, das dann die Goldmedaille holte, während die Schweizer sich mit Bronze begnügen mussten.

phase zu Ende. Die erfolgreiche Durchführung der EM 2006 mit einem Zu­ schauerrekord war sozusagen die Visitenkarte des Basler OKs beim Anklopfen an der Türe des Curling-Weltverbandes. Ohne gezielte Lobby-Arbeit wären die Basler heute nicht auf der Zielge­ raden. An einer legendären Sitzung der World Curling Federation im Dezember 2009 im schottischen Aberdeen ging es um die Wurst: Basel im Zentrum von Europa oder Karlsbad im fernen Schweden. Die Basler spielten alle Joker aus, von der zentralen Lage über die hervorragende Infrastruktur bis zu den Schweizer Getränkepreisen, die gegenüber dem hohen schwedischen Niveau auch ein überzeugendes Argument waren. Die Basler St. Jakobshalle, die von den Tennis Swiss Indoors her mit Roger Federer als Publikumsmagnet auf der ganzen Welt bekannt ist, war ein weiterer Trumpf der Basler Kandidatur. Nach einem aufreibenden Nervenkrieg und einer schlaflo-

sen Nacht kam dann die Erlösung: Basel erhielt den Zuschlag für die Herren-WM 2012.

Werbetour in Europa und Übersee Die Basler schlugen an allen Europa- und Weltmeisterschaften die Werbetrommel und überzeugten immer mehr Funktionäre und Delegierte von den Vorzügen eines Events in Basel. «Unser Ziel war klar: mehr ausländische Besucher anzulocken durch einen attraktiven Event und gute Arrangements», betont Bruno Schallberger. Viele europäische Veranstalter mit abgelegenen Wettkampforten haben dies vernachlässigt und erhielten mit bescheidenem Zuschaueraufkommen die Quittung. Anders in Basel: Das Resultat der bis heute getätigten Reservationen aus Kanada und Schottland bestätigen die Vorarbeiten des OKs. Knapp sechs Monate vor der WM wurden schon über 100 Buchungen registriert. Für die Schotten ist

Trümpfe und Joker Für das Basler OK geht im Frühling 2012 eine rund sechsjährige Vorbereitungs-

Dort wo sonst Roger Federer Asse serviert, wird im Frühling die WM stattfinden.


Rocky, das Maskottchen der Herren-WM 2012 in Basel.

«Die Erfolge Roger Federers in der St.JakobsHalle sind für unsere Curler ein gutes Omen.»

der extrem günstige ­Direkt-Flug von ­Easyjet von Edin­burgh natürlich eine einmalige Gelegenheit für einen Trip an die Basler WM. Die vom Basler OK kreierten Packages und die Preise sind trotz oder dank den EuroTurbulenzen äusserst attraktiv. Als Ergänzung zum WM-Besuch mit Eintritten und Übernachtungen in gehobenen Hotelkategorien werden auch viele tolle Exkur­ sionen und Sonderangebote in den Schweizer Alpen angeboten.

Zusätzliche Zuschauer-Tribüne Zu den Superlativen zählt auch der Einbau der Curling-Rinks in die St. Jakobs -Halle, in der sonst nebst den Swiss Indoors auch «Wetten dass?» und viele Konzerte durchgeführt werden. In die Halle mit einem eher unebenen Boden wird eine Curling-Bahn hineingezaubert, wie sie noch nie an einer Weltmeisterschaft verwendet wurde. Der erfahrene Eismeister Hans Wüthrich, ein SchweizKanadier, wird ein Spitzen-Eis produzieren, das einer Weltmeisterschaft würdig ist. Das Eis wird auf einem zusätzlich eingebauten, erhöhten Boden präpariert, damit es absolut eben ist. Die Rinks werden fast wie auf einer erhöhten Torte den Zuschauern zu Füsse liegen. Eine zusätzliche Tribüne hinter den Eisrinks wird ca. 900 Plätze in der Kategorie 1 haben, also die Zahl der beliebtesten Ränge massiv erhöhen. Erfreulich ist vor allem, dass ein Grossteil dieser Plätze schon mit Dauerkarten verkauft sind. Wer so einen Spitzenplatz möchte, sollte diesen möglichst rasch mit einem E-

Mail bestellen an: bschallberger@bluemail.chEin weiterer Teil dieser Tribüne steht für die begehrten «Granit-VIP-Tische» zur Verfügung. Die sieben Plätze pro Tisch sind für die ganze WM-Dauer mit allen Finalspielen zum Event­ preis von 15’000.– (inkl. Getränke für die Tischgäste) erhältlich. Auch hier ist nur noch ein einziger Tisch verfügbar. Der Verkauf dieser Tische ergibt eine zusätzliche finanzielle Basis für die Durchführung des Anlasses.

nen Fernsehzuschauer den Event in Basel sehen werden. Die grosszügige St. Jakobs-Halle mit grossem Platzangebot wird auch für Sponsoren eine ideale Plattform bieten. Mit der Hilfe von Swisslos-Beiträgen aus den Kantonen Basel-Stadt und Baselland sowie Beiträgen von Swiss Olympic und Baspo wurde ebenfalls eine gute finan­ zielle Basis gelegt.

Auch finanziell ein Grossanlass

OK-Chef Bruno Schallberger ist überzeugt, dass sowohl die Curlingszene aus Basel und der Schweiz wie auch Fans aus dem benachbarten Frankreich und Deutschland den Anlass unbedingt live erleben wollen. Dazu kommen Hunderte Gäste aus Übersee, vor allem aus Kanada, und dann natürlich aus dem MotherCountry of Curling, aus Schottland. Das Basler OK zählt darauf, dass die Schweizer Zuschauer den Event und unser Team tatkräftig unterstützen, damit die Gastgeberland-Crew eine Topleistung erzielen kann. Das ist für den Schweizer Verband und das Team enorm wichtig im Hinblick auf eine Olympia-Qualifikation für Sotschi. Wer in Russland dabei seil will, muss an den Weltmeisterschaften 2012 in Basel und 2013 ein gutes Resultat erzielen.

Für den Curling-Weltverband ist die Herren-WM finanziell natürlich DER Mega-Event mit einem entsprechenden Millionenbudget. Doch auch das Basler OK ist zusätzlich mit einem Budget von 920’000 Schweizer Franken unterwegs. Der lo­ kale Veranstalter hat vom WeltCurling-Verband respektive von dessen Marketing-Verantwortlichen Infront in Zug vertraglich das Recht, acht Banden (Grösse 3.2 x 1 m) und ein im Eis unterlegtes Signet selbst zu verkaufen. Es gibt eine fein aufgegliederte Arbeitsteilung zwischen dem Weltverband und den lokalen Organisatoren. Der Weltverband übernimmt zum Beispiel die Fernsehproduktionskosten in der Grössenordnung von rund 500‘000 Franken. Somit hilft jeder dem anderen. Die Fernsehanstalten aus China, Korea, Japan, USA, Kanada, Brasilien, Schweiz, Italien, Spanien, England, Norwegen und Schweden wie auch Eurosport werden etwa 100 Stunden übertragen. Es wird damit gerechnet, dass dank dieser TV-Übertragungen und -Aufzeichnungen sicher über 100 Millio-

Startschuss für Olympia-Qualifikation

Text: Conrad Engler, Fotos: zVg, Reto Fiechter


22 I Interview mit Bruno Schallberger, OK-Präsident Curling-WM 2012 in Basel

«Basel liegt im Zentrum von Europa und führt Weltklasse-Events durch»

B

runo Schallberger ist OKPräsident der Curling-WM 2012 in Basel. Zusammen mit seinem Team hat er sich mit viel Herzblut und Einsatz engagiert, damit dieser Grossanlass in der Rheinstadt durchgeführt werden kann. Hat die Curling-Welt den Baslern überhaupt zugetraut, solch hoch­ karätige internationale Wettkämpfe durchzuführen? Am Anfang wurden wir schon als Exoten belächelt, die wahnwitzige Ideen hatten. Aber spätestens nachdem wir die EM 2006 nach Basel holten, wurden wir ernst genommen. Der Erfolg dieses Events mit einem Zuschauerrekord öffnete uns dann die Tür im Welt-Curling-­ Verband für die Vergabe der WM 2102. Wie haben Sie es geschafft, auch noch die WM nach Basel zu ­holen? Wir mussten im Vorfeld der Vergabe weltweit auf verschiedenen Hochzeiten tanzen. Dazu gehört, dass man auf jedem Parkett den richtigen Tanz auswählt und mit Botschaften glänzt, die auf das Zielpublikum ausgerichtet sind. Das ist harte Lobby- und Knochenarbeit. Aber wir haben da im OK gleich drei Profis, die etwas davon verstehen. Basel hat verschiedene Trümpfe ausgespielt und wir kannten auch die Achillesfersen unseres Gegenkandiaten Karlsbad aus Schweden. Am Ende ist es auch weitgehend ein Bauch-Entscheid der Delegierten im Welt-Curling-Verband. Auf der Zielgeraden geht es darum, wer sympathischer wirkt und im richtigen Moment noch den Joker ausspielt. Den haben wir bis zuletzt aufgespart und mit ihm dann zugeschlagen. Was reizt Sie persönlich an dieser WM? Ich blicke ja auf eine reiche Erfahrung als Spieler an Schweizer Meisterschaften zurück und habe mich dann als Spitzenfunktionär für den Leistungssport in der Schweiz en­gagiert. Auch im Weltverband habe ich die Schweiz vertreten und mich ins­besondere auch für den Aufbau des

Bruno Schallberger, der Mann an der Spitze des WM-OK.

­ollstuhl-Curlings eingesetzt und dafür R gesorgt, dass die Schweiz internationale Wettkämpfe durchführen und einen guten Ruf in der World of Curling aufbauen und halten konnte. Die Durchführung der Herren-WM 2012 in Basel ist sozusagen die Krönung dieses na­tionalen und internationalen Einsatzes. Ich persönlich und unser OK haben viele gute und einige eher schlechte Europaund Weltmeisterschaften mitverfolgt. Wir wollen mit der WM in Basel neue Standards setzen und der Welt zeigen, dass wir einen hervorragenden Event auf die Beine stellen und durchziehen können. Was ist in Basel anders als an vergangenen WMs in Europa? Wir haben WMs erlebt, die in schönen Kurorten durchgeführt wurden, aber mit

wenig Zuschauern und wenig Ambiance. Basel liegt im Zentrum von Europa und führt Weltklasse-Events durch wie die Uhren- und Schmuckmesse BASELWORLD oder die international ausgerichtete Art Basel und den ­legendären EliteTennis-Event Swiss Indoors Basel mit Lokal-Matador Roger ­Federer in der gleichen St. Jakobs-Halle, in der auch die Curling-WM durchgeführt wird. Zudem sind die Basler sport-begeistert und feuern mit viel Herzblut die eigenen lokalen oder nationalen Mannschaften an. Für die Curling-WM bedeutet das: Vor allem wenn die Schweiz vorne mitspielt, erwarten wir einen für europäische Verhältnisse grossen Zuschaueraufmarsch und eine entsprechend gute Stimmung.

Foto: Max Füri


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EM 2011 in Moskau


26 I Herren-WM 2012 in Basel

Zum siebenten Mal eine Männer-WM in der Schweiz

Mit den kanadischen Besen sorgten die Dübendorfer 1974 in Bern für Spektakel.

«Schweiz wunderbar».

W

enn am 31. März 2012 in der Basler St. Jakobs-Halle die ersten Steine gespielt werden, bedeutet dies den Start­ schuss zur siebenten Weltmeisterschaft auf Schweizer Eis. Erst vier Mal gelangte dagegen die Weltmeisterschaft der Frauen auf Schweizer Eis zur Durchführung, letztmals 2001 in Lausanne.

Vater Peter Attinger.

1959 fand in Schottland mit dem Scotch Cup zum ersten Mal der Vorläufer der heutigen Curling-Weltmeisterschaften statt; damals spielte Schottland gegen Kanada. Von 1961 bis 1967 variierte die Anzahl der teilnehmenden Mannschaften zwischen drei und acht. 1968 erhielt der Scotch Cup den Status einer offiziellen Curling-Weltmeisterschaft. Die ersten Weltmeisterschaften der Damen fanden 1979 statt und wurden bis 1988 getrennt von der Herren-WM ausgetragen, von 1989 bis 2004 gemeinsam. Seit 2005 finden die Wettbewerbe der

Herren und Damen wieder getrennt statt. Dabei soll jedes Jahr eine der beiden Weltmeisterschaften in Kanada ausgetragen werden. Von 1968 bis 1988 sowie seit 1995 werden Gold-, Silber- und Bronzemedaillen vergeben. Von 1989 bis 1994 erhielten sowohl der Dritt- wie auch der Viertplatzierte eine Bronzemedaille. Die Schweiz zählt an Weltmeisterschaften zu den erfolgreichsten Ländern. Die Herren holten bisher 16 Mal Edelmetall (3 Mal Gold, 6 Mal Silber und 7 Mal Bronze) die Frauen 8 Mal (je 2 Mal Gold und Silber und 4 mal Bronze).


Jubel beim Attinger-Team nach dem Sieg.

Auf Schweizer Eis unter dem hohen Erwartungsdruck des heimischen Publikums taten sich die Schweizer Teams bisher relativ schwer. Unvergessen ist der Auftritt Dübendorfs an der WM im Berner Allmendstadion im Jahr 1974, als die Equipe Peter Attinger junior die Round Robin ungeschlagen überstand und schliesslich Bronze holte. Fünf Jahre danach gab es an gleicher Stätte für Peter Attinger junior gar Silber. 1993 holte Markus Eggler mit seinem Team mit Bronze die vorläufig letzte Medaille für die Schweizer Männer an einer HeimWM. Wer weiss, vielleicht klappt es ja in Basel. Für die Schweizer Frauen-Teams gab es bisher bei insgesamt vier WM-Turnieren im eigenen Land noch nie Edelmetall. Fotos: Archiv Henry Eggenberger

Peter Attinger mit gespanntem Blick nach der Steinabgabe.


28 I Europameisterschaften in Moskau 2011

Doch noch ein versöhnlicher Abschluss

H

ochmotiviert und dem festen Willen, ein gutes Resultat zu erzielen, waren die beiden Schweizer Teams aus Adelboden (Männer) und Flims (Frauen) an die Europameisterschaften nach Moskau gereist.

Mit einer Ausnahme (Binia Feltscher-Beeli) war es für sämtliche Spielerinnen und Spieler der erste Auftritt auf der internationalen Bühne und so ist verständlich, dass beide Teams etwas Lehrgeld zahlen mussten. Immerhin wurden mit Rang 6 bei den Männern und Rang 7 bei den Frauen und der damit verbundenen WM-

Qualifikation die Minimalziele erreicht. In den Analysen wird durchwegs die fehlende Erfahrung an Anlässen ­dieser Grösse als Grund angeführt, dass nicht ein besseres Ergebnis herausschaute. Für die Schweizer Curlingteams sind die Europameisterschaften in Moskau vorzeitig zu Ende gegangen. Sowohl die Män-

ner als Sechste als auch die Frauen als Siebente blieben leicht unter ihren Zielsetzungen. Die Adelbodner um Skip Sven Michel verspielten ihre letzte Chancen auf die Teilnahme an den Play-offs mit einer 2:8-Niederlage in der Tiebreak-Partie gegen die vom dreimaligen Europameister und


zweifachen Weltmeister David Murdoch angeführten Schotten. Die Curlerinnen des CC Flims um Skip Binia Feltscher konnten derweil das grösste Übel abwenden. Sie verloren das erste Tiebreak gegen Italien 4:6, setzten sich danach jedoch gegen Tschechien 6:4 durch. Damit retteten sie SWISSCURLING

Abklatschen bei den Damen – Konzentration bei den Herren.


30 I Europameisterschaften in Moskau 2011

Die in Moskau erfolgreichen Europameisterteams aus Schottland bei den Damen und Norwegen bei den Herren.

den Startplatz an der Frauen-WM vom kommenden März im kanadischen Lethbridge.

Adelboden das jüngste Team Die Männer um Skip Sven Michel waren mit 23,5 Jahren das jüngste Team im Feld. Obwohl die Halbfinalqualifikation knapp verpasst wurde, zog Sven Michel dennoch eine positive Bilanz: «Bei uns wechselten Hochs und Tiefs in bunter

Folge. Auf gute Spiele folgten leider immer wieder weniger gute. Dennoch war die EM eine gute Standortbestimmung für unser Team. Wir wissen jetzt, was wir noch verbessern müssen. Nun konzentrieren wir uns ganz auf die Meisterschaft.»

Andreas Schwallers Bilanz Der Schweizer Nationalcoach Andreas Schwaller, der sich in Moskau schwerge-

wichtig um das Männerteam kümmerte, zog eine positive Bilanz. Zu den Männern aus Adelboden meinte der Coach: «Engagement, Auftreten und das Verhalten waren ausgezeichnet. Dazu kommt die Spielfreude, man fühlt, dass die Burschen diesen Sport lieben und sehr gerne curlen. Die Zusammenarbeit zwischen Spielern und auch mit den Coaches ist optimal, ebenso die Disziplin im Team, nie kam ein Spieler zu irgend einem Treffen


Die Resultate der Schweizer Männer: Adelboden

Schlussrang 6

Tschechien7:3 Schottland5:6 Norwegen5:9 Frankreich8:3 Schweden7:8 Italien4:9 Dänemark7:6 Deutschland4:3 Schottland 8:2 (Tiebreak) (Skip Sven Michel, Claudio Pätz, Sandro Trolliet, Simon Gempeler, Ersatz Benoit Schwarz, Coach Andreas Schwaller) auch nur eine Minute zu spät, auch nicht, wenn das Morgenessen auf sechs Uhr angesetzt war. Berücksichtigt man, dass sie ihre erste EM absolvierten, ist die ­Bilanz gut.» Berücksichtigt hat der Coach in seiner Analyse mit Sicherheit auch die Tatsache, dass zwischen Turnieren der Curling Champions Tour und einer EM punkto Belastung ein wesentlicher Unterschied besteht (grössere Halle, anderes, stärker curlendes Eis als Beispiele).

In spielerischer Hinsicht weist Schwaller auf einige sehr positive Punkte hin. «Sven Michel hat eine sehr gute Länge, er gewann sieben von neun Ausmarchungen um den letzten Stein und war so die Nummer 1 aller Skips. Claudio Pätz spielte ruhig, ausgeglichen und hatte wenige Aussetzer, Sandro Trolliet ist defensiv sehr stark und zudem ein guter Wischer, leider fehlt bei ihm noch etwas die Konstanz. Simon Gempeler war von der Er-

folgsquote her die Nummer 2 aller Leads, hat eine gute Länge und als Stimmungsmacher im Team eine wichtige Funktion.» Des Lobes voll war Schwaller auch über Ersatzspieler Benoit Schwarz. «Er fügte sich nahtlos ins Team ein, war immer für seine Mitspieler da und erfüllte die Rolle als Mädchen für alles optimal.» Bei den Frauen versuchte Schwaller mit der Hereinnahme von Manuela Siegrist vorübergehend für frischen Wind zu

Die Resultate der Schweizer Frauen: Flims repower

Schlussrang 7

Italien4:8 Deutschland5:7 Tschechien9:7 Russland5:11 Schweden4:5 Norwegen8:3 Lettland11:4 Dänemark5:6 Schottland7:10 Italien 5:7 (Tiebreak) Tschechien 6:4 (Tiebreak) (Skip Binia Feltscher-Beeli, Marlene ­Albrecht, Franziska Kaufmann, Christina Urech, Ersatz Manuela Siegrist, Coaches Andreas Schlunegger und Al Moore)


e i S n e n n i w G Ge N I L R U C S ! S I e s i W e S r i P e e b l l o t

Mitmachen und gewinnen Senden Sie Ihre Antwort bis spätestens 20. Januar 2012 per E-mail an folgende Adresse: sekretariat@curling.ch Beantworten Sie die drei folgenden Fragen: Welches ist die standardmässige Länge des Curling-Eisfelds? Nennen Sie die Namen der vier Spieler, die an den Olympischen Spielen 1998 in Nagano im Curling Gold holten. In welchem Jahr holte das Schweizer Frauen-Team an der Europameisterschaft letztmals die Goldmedaille? Unter den richtigen Einsendungen werden folgende Preise verlost: 1. Preis: Zwei Eintrittskarten zum Galadiner im Gstaad Palace an der Schweizermeisterschaft in Gstaad. 2. Preis: Zwei Tageskarten an der Weltmeisterschaft in Basel vom 31. März bis 8. April 2012. 3. Preis: Eine Tageskarte an der Weltmeisterschaft in Basel vom 31. März bis 8. April 2012.


33 I Europameisterschaften in Moskau 2011

s­orgen, doch in der entscheidenden Begegnung um die WM-Qualifikation gegen Tschechien spielte Flims dann doch wieder in der Standardbesetzung und holte den entscheidenden Sieg. Armin Harder, Leistungssportchef bei SWISSCURLING, zeigte sich von der Zusammenarbeit zwischen Teams und Coaches begeistert. «Diese Zusammenarbeit ist sicherlich als sehr positiv zu werten. Bei der Beurteilung der Leistungen darf man nicht vergessen, dass für die Aktiven alles neu war, ihnen jegliche Erfahrung abging und der Druck gross war. Uns fehlt nach diversen Abgängen eine ganze Generation von Spitzenspielern. Wir müssen diese mit guten Trainings- und Coaching-Angeboten erst wieder heranziehen.» An Auswahlmannschaften, mit

denen etwa die Russen, die Chinesen und die Koreaner mit einigem Erfolg arbeiten, glaubt Harder nicht: «Das entspricht nicht dem Spirit im Curlingsport. Wir können die Teams höchstens beraten, wie sie sich auf den einzelnen Positionen weiterentwickeln können. Dazu braucht es aber ein Vertrauensverhältnis zwischen dem Verband und den Spielern und wir sind nun mit dem neuen Komitee daran, dieses wieder aufzubauen.»

Fotos: © Copyright World Curling Federation / Richard Gray 2011

Claudio Pätz zeigt Skip Sven Michel, was zu tun ist.

Franziska Kaufmann verfolgt gespannt die Wischerarbeit ihrer Kolleginnen Marlene Albrecht und Christina Urech.


Bild: Carmen Schäfer | Bildquelle: Keystone

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35 I Curler fragen Curler

Was ich, Silvana, schon immer von Dir, Claudio, wissen wollte: Wenn Du alle Curler weltweit zur Auswahl hättest, wie sähe Dein Mixed-Team aus? Lead: Silvana Tirinzoni Second: Reid Carruthers Third: Anna Hasselborg Skip: Claudio Pescia Welche Person hat Dich während Deiner Karriere am meisten inspiriert? Kevin Martin, als Spieler und Promotor. Wenigen ist bekannt, wieviel er für die Professionalisierung des Sports getan hat. Bist Du abergläubisch oder wechselst Du Deine Socken während eines Wettkampfs regelmässig? Auf keinen Fall. Wer damit anfängt, macht sich das Leben sehr kompliziert. Was war der unnützeste Preis, den Du an einem Turnier je gewonnen hast? Ein Curlingspiel Computerprogramm für MS-Dos auf einer 5 ¼ Zoll Floppydisk (ein solches Laufwerk war zu jener Zeit längst nicht mehr verbreitet...) Mit welcher Curlerin würdest Du ­gerne im Lift stecken bleiben?

Heather Kushnir aus Edmonton (und bringe somit keine Schweizer Curlerin in Verlegenheit...) Mit Jahrgang 1963 bis Du der älteste Swiss-Curling-League-Spieler. Wie fühlt es sich an, ein Curling-Relikt zu sein? Ich bin zurzeit athletisch fit und habe glücklicherweise keine Beschwerden, also fühlt es sich gut an. Mit dem gleichaltrigen aktuellen Weltmeister Jeff Stoughton, Olympia-Gold-Medallist Kevin Martin und Grand-Slam-Sieger Glenn Howard bin ich schliesslich in guter Gesellschaft, nicht? Anlässlich eines Turniers in Kanada hat sich neulich ein bekannter Curler nach Ralph Stöckli erkundigt, worauf er sich am Kopf kratzend fragte, wie solch ein Talent noch vor den besten Curlingjahren zurücktreten könne... Das ist das Schöne an unserer Sportart: Alter ist egal (zumindest für Skips)! Wie oft hast Du in Deiner Karriere bereits über einen Rücktritt nach­ ­ gedacht? Offen gestanden, während dieser Saison zum ersten Mal, nach dem harzigen Start. Nach der Viertelfinalqualifikation

Claudio Pescia: Dribbelte sich optimal durch den Fragenslalom.

an einem gut dotierten Turnier in Kanada sind diese Gedanken verflogen. An welchen von Dir gespielten Stein wirst Du Dich ein Leben lang erinnern? Der letzte Stein des SM-Finals im 2008 gegen meinen früheren Skip Ralph Stöckli war schon aufregend: Ein schnell gespielter Peel, millimetergenau und voll durchgewischt schälte den Shot liegenden Freeze des Gegners heraus, um ein Zweierhaus zum Sieg zu schreiben. Welche Innovation/Technologie müsste Deiner Meinung nach für den Curlingsport entwickelt werden? Ich bin eher konservativ diesbezüglich, weil ich den Sport, so wie er jetzt ist, schon als sehr attraktiv erachte. Einzigartig ist der Einsatz von Spielermikrofonen, ist das nicht aufregend? Eine Regeländerung würde ich dennoch begrüssen: 8 statt 10 Ends! Viele Zuschauer vor Ort und am TV wären dafür dankbar. Zu prüfen wäre die in Kanada versuchsweise eingeführte 5-Rock-Rule (Erweiterung der Free-Guard Regel) Würdest Du ein Buch über Curling schreiben, was wäre der Titel? «Modernes Curling!» oder im Originaltitel «Keep throwing rocks at houses!»

Silvana Tirinzoni ist eine der Schweizer Spitzencurlerinnen.

Text: Silvana Tirinzoni, Claudio Pescia, Foto: zVg, Reto Fiechter


36 I SM Finalrunde der Elite in Gstaad

«best curling @ best place!»

S

eit geraumer Zeit sind die engagierten Gstaader Curler daran, die zweite Durchführung der Finalrunde in Folge vorzubereiten. In diesem Jahr kommt dem Anlass noch grössere Bedeutung zu, weil sich die zu erkürenden Schweizermeister für die diesjährige Weltmeisterschaft in Basel qualifizieren werden.

Das Organisationskommitee will alles unternehmen, um folgende Zielsetzungen zu erreichen: sehr gute Eisqualität, optimale Rahmenbedingungen für alle und in allen Bereichen zufriedene Beteiligte. Wie der Stilstudie zu entnehmen ist, blickt der OK-Präsident, Rolf Schumacher (alias «Schumi») dem Anlass äusserst zuversichtlich entgegen. Das Schiff SM-­

Finalrunde 2012 sei zielgerichtet, stabil und zeitgerecht auf Kurs, berichtet «Schumi» gegenüber «Hit and Roll». Er freue sich darauf, Gstaad nicht nur als bekannten Nobelkurort, sondern auch als zwar kleine, aber bedeutende Curling-Hochburg präsentieren zu dürfen. Wie bereits bei der letzten SM gilt auch für die SM-Finalrunde 2012 in Gstaad

Freude herrscht bei den Meisterteams aus St. Moritz (Herren) und Davos (Damen).

das Motto «klein aber fein», deshalb wird am Grobkonzept festgehalten. Aufgrund der Umfrageergebnisse, welche in vielen Bereichen sehr erfreulich waren, versucht das Gstaader OK das positiv Beurteilte beizubehalten, die Anregungen der teilnehmenden Teams ernst zu nehmen und ein paar Verbesserungsvorschläge und -ideen umzusetzen. Das OK lässt nichts unversucht, den Publikumsaufmarsch zu vergrössern. Mit gezielter, zeitgerechter und weiter ausgedehnter Werbung soll ein breiteres Publikum angesprochen und für einen Besuch in Gstaad animiert werden. Die verbesserte Präsenz in den Medien wird


diese Bemühungen hoffentlich unterstützen. Mit dem Einsatz eines professionellen DJ’s soll an den Abenden ab Donnerstag die Attraktivität des Anlasses im Bereich Unterhaltung auch für Jugendliche deutlich gesteigert werden. Dadurch werden hoffentlich auch einige Gäste den Weg in die Curlinghalle finden, welche unseren geliebten Curlingsport bisher noch nicht kannten. Damit die Besucher noch besser zufrieden gestellt werden können, sind im ­Bereich der Restauration bereits in der Planung des Anlasses die Aufträge, Kompetenzabgrenzungen und

Verantwortlichkeiten klarer geregelt worden. Der OK-Präsident und seine Crew aus Gstaad freuen sich darauf, die hohen Erwartungen aller Beteiligten an die reibungslose Durchführung der SM-Finalrunde erfolgreich erfüllen zu dürfen. Die Motivation der Vorbereitenden wird durch die Aussicht gestärkt, dass die SMFinalrunde in Gstaad dank der von Swisscurling in Aussicht gestellten Präsenz von «live-stream» und Fernsehen ein hörbar grösseres Echo bei einem viel breiteren Publikum auslösen wird, als dies in vorangehenden Jahren der Fall war.

Möge der Slogan auf den Werbeunterlagen, «best curling @ best place!» nicht nur reine Vorfreude auf einen grossartigen sportlichen Anlass sein, sondern allen Beteiligten auch mit einer positiven Nachhaltigkeit in Erinnerung bleiben. Das Gstaader OK wünscht allen Frauenund Herrenteams der Curling Swiss League A auf ihrem schwierigen Weg zur Finalrundenqualifikation viel Erfolg und «Guet Stei!» «Cu in Gstaad!».

Text: Martin Stähli, Fotos: Peter Ogi

Gespannte Blicke beim Berner Team um Skip Michèle Jäggi.


38 I Curling Champions Tour

Michel, de Cruz, Ott, Jäggi und Tirinzoni ganz vorne dabei

I

n der Curling Champions Tour sorgen in dieser Saison zahlreiche Schweizer Teams für positive Schlagzeilen. Bei den Männern realisierten die Schweizer Teams Adelboden (in Baden) und Genf (in Champéry) bereits zwei Turniersiege, dazu gab es für die gleichen Equipen zwei Finalqualifikationen – bei den Frauen stand Davos zwei Mal im Final (Basel und Wetzikon).

Sieht man von den Olympischen Spielen, den Weltmeisterschaften und den Europameisterschaft ab, ist die Curling Champions Tour im Curlingsport das Mass aller Dinge. Vor den beiden letzten Anlässen bei den Männern (in Perth und Hamburg) und den Frauen (Bern und Glasgow), unterhielt sich «Hit and Roll» mit den beiden Turnierdirektoren Armin Harder und Joe Wälchli. Nicht jedermann hat die Möglichkeit, während der ganzen Dauer eines An­ lasses live dabei zu sein. Wie infor­ miert sich der Curlingfreund, wenn er nicht vor Ort sein kann? Joe Wälchli: Erstmals in dieser Saison konnten wir von (fast) allen Schweizer CCT-Turnieren jeweils mehr als sechs Spiele live auf Laola 1 TV übertragen. Diese Neuerung hat uns einen weiteren Schritt in die richtige Richtung gebracht und wir haben bereits sehr gute Zuschauerzahlen (weltweit). Mit Martin Stucki haben wir einen Profi an Bord, der die

Übertragungen mit viel Herzblut, Können und Professionalität vorantreibt. Nicht zu vergessen sind die zahlreichen (ehrenamtlichen) Helfer, die die Kameras bedienen und die Spiele kommentieren. Wie sieht es aus bei der Curling Cham­ pions Tour bezüglich Abdeckung aus? ­Treten Sie an Ort oder kommen immer wieder neue Austragungsorte dazu? Armin Harder: Auch diese Saison konnten wir eine neue Turnierstation (Hamburg) willkommen heissen. Es freut uns sehr, dass nun Deutschland auch auf der

CCT-Landkarte vorhanden ist. Interessant ist, dass in Deutschland der Curlingverband als Veranstalter auftritt. Es ist wichtig, dass die Curling Champions Tour weiter wächst. Wir sind für die nächste Saison in Verhandlungen mit weiteren Orten. Weiter zu erwähnen ist, dass wir bis vor rund zwei Jahren nach Turnierorten suchen mussten. Heute werden wir angefragt, ob (vornehmlich) Tourismusdestinationen als Durchführungsort einsteigen können. Es zeigt sich, dass Curling als Wintersport sehr geeignet ist, um als Werbeträger von Tourismusregionen zu agieren.

Spitzenränge der Schweizer Teams in der Curling Champions Tour Männer Baden: Brantford: Basel: Champéry:

1. Adelboden (Sven Michel) 2. Adelboden (Sven Michel) 2. Genf (Peter de Cruz) 1. Genf (Peter de Cruz) 3. Zug (Pascal Hess)

Frauen Basel:

2. Davos iFAS (Mirjam Ott) 3. Bern (Michèle Jäggi)

Wetzikon: 2. Davos iFAS (Mirjam Ott) 3. Bern (Michèle Jäggi)


Wie sieht die Lage in der Schweiz aus – mit seiner Hallendichte für die Cur­ ling Champions Tour bestimmt ein ideales Land. Armin Harder: Nach wie vor ist die Schweiz mit der Hälfte der CCT-Turniere im Kalender vertreten. Die Turnierorganisatoren leisten hierzulande hervorragende Arbeit. Sie sehen auch, welcher Effort von Seiten der CCT geleistet wird und sind stolz, ein Teil dieser Erfolgsgeschichte zu sein. Mit dem Turnier in Champéry wurde ein neuer Meilenstein in der Tourgeschichte gesetzt: Erstmals wurde ein

CCT-Turnier in einer Eishockeyhalle ausgetragen. In diese Richtung wird es auch in Zukunft vermehrt gehen. Selbstverständlich werden aber Turniere in Curlinghallen Standard bleiben. Nicht zu vergessen sind auch die ca. 400 freiwilligen Helfer, die europaweit an den CCT-Turnieren zugunsten des Curlingsports arbeiten. Von zwei Turnieren (Baden Masters und Champéry Masters) berichtete das Schweizer Sportfernsehen mit zum Teil mehrstündigen Sendungen. Auch hier sind wir einen Schritt weiter gekommen .In enger Zusammenarbeit mit der

Zwischenstände in der Curling Champions Tour Männer 1. Niklas Edin (Sd) 2. Tom Brewster (Ka) 3. Sven Michel (Sz) 4. Peter de Cruz (Sz)

Frauen 1. Anna Sidorowa (Rus) 2. Mirjam Ott (Sz) 3. Michèle Jäggi (Sz) 4. Margaretha Sigfridsson (Sd) 5. Silvana Tirinzoni (Sz).

neuen Verbandsführung von SWISSCURLING wollen wir in Zukunft Curling von September bis März regelmässig im SSF zeigen. Haben sich die zahlreichen Wechsel im Exekutivkomitee von SWISSCUR­ LING auch sonst auf die Zusammenar­ beit mit der Curling Champions Tour ausgewirkt? Joe Wälchli: Es ist schön, dass alle ­Curlinginteressierten in der Schweiz nun am selben Strick ziehen. Neben den besten Curling-Teams unterstützt die ­ CCT auch die Junioren. Vor zwei Jahren wurde die European Junior Curling Tour (EJCT) ins Leben gerufen und wird seit­her erfolgreich durch Shari Leibbrandt geführt. Aus Sicht der CCT ist es wichtig, dass der Nachwuchs an die Weltspitze herangeführt werden kann.

Fotos: zVg


40 I Umpire / Matthias Gamma, Sekretär SWISSCURLING

Werden Sie Umpire bei SWISSCURLING

S

ie sind ruhig, bewegen sich im Hintergrund, beobachten, unterstützen die Spieler, kennen die Regeln und fällen, wann immer es notwendig ist, die (richtigen) Entscheide.

Wenn es ganz eng wird und sich die Teams nicht einig sind, welcher Stein näher am Zentrum liegt, messen die Umpires ganz genau.

Sie sind Idealisten und erfüllen ihre Aufgaben ehrenamtlich. sie bilden sich weiter und sie engagieren sich zum Wohl des Curlingports: die Unparteiischen von SWISSCURLING, auch Umpires genannt. Curling ist eine Sportart, bei der Fairness und Respekt gegenüber dem Gegner sehr gross geschrieben wird. Deswegen sind Umpires auch nur bei offiziellen Meisterschaften anzutreffen, bei Turnieren im Breitensport organisieren sich die Teams und entscheiden die Spieler selbst. Auch an offiziellen Meisterschaften fällen die Spieler die Entscheidungen normalerweise selber. Erst wenn zwei Teams sich nicht einigen können, werden die Umpires gerufen. Dies kann sein, um Steine zu messen, oder auch, wenn ein Team sich nicht sicher ist, ob und wie eine Regel angewendet werden kann. Der Umpire fällt dann die nötige Entscheidung fussend auf dem für den Wettkampf gültigen Reglement. Die Entscheidung des Umpires ist endgültig. An Informationsveranstaltungen werden immer wieder die aktiven Umpires weitergebildet und neue Umpires geschult und in die Geheimnisse dieser interessanten Tätigkeit eingeweiht.

Bei SWISSCURLING werden insgesamt vier verschiedene Stufen unterschieden. Der Einstieg erfolgt auf Level 1 mit dem Besuch eines Kurses und einem Tag praktischem Einsatz an einer Meisterschaft sowie dem Bestehen einer Regelprüfung. Die ersten Einsätze erfolgen danach als Hilfsumpire oder Delegierter, wobei es mindestens alle zwei Jahre einen Wiederholungskurs zu absolvieren gilt. Level 2 erreicht man durch das Absolvieren eines weiteren Kurses und zwei Einsätzen auf der Stufe Hilfsumpire oder Delegierter, Level 3 und 4 werden dann durch SWISS­ CURLING vergeben, wobei ab der Stufe Level 3 auch internationale Einsätze möglich sind. Wollen Sie bei wichtigen Turnieren dem Geschehen nahe sein, wünschen Sie Kontakt mit den besten Spielerinnen und Spielern, dann melden Sie sich bei SWISSCURLING. Freddy Meister (079 524 16 50) Eva Röthlisberger (079 442 83 00) und Urs Surber (079 422 77 06) erteilen Ihnen gerne weitere Auskünfte.

Foto: zVg

Matthias Gamma: Der Sekretär der aus dem Wallis kam… Nach erfolgreichem Masterabschluss in Betriebswirtschaft und einer Zwischenstation im Eventmarketing von Swisscom brauchte Matthias Gamma eine neue Herausforderung. Dass er sich bei seinem nächsten Job dann tatsächlich aufs «Glatteis» begab, war dem 27-jährigen Walliser zu diesem Zeitpunkt noch nicht bewusst. Denn im September hat er den Posten als Verbandssekretär bei SWISSCURLING angetreten und sorgt seitdem für geordnete Abläufe im Verband. Obwohl er mittlerweile schon eine ganz gute Figur auf dem Eis abgibt, schlägt sein Herz eigentlich für den Fussball. Und als waschechter Walliser gehört er natürlich zur treuen ­Fangemeinde des FC Sion – trotz des Präsidenten. Der leidenschaftliche Fussballfan steht auch selbst regelmässig auf dem Rasen und stürmt zusammen mit den Teamkollegen von Tibet United in der 5. Liga. An den kickerfreien Tagen trifft man Matthias Gamma zusammen mit Freunden beim Jassen oder auf den Skiern in den schönen Walliser Bergen. Hat er die ­Berge satt, zieht es den in Bern wohnenden «Üsserschwiizer» in die Ferne. Während eines Studentenaustausches in der Nähe von Seattle hat er die Amerikaner kennen gelernt. Später zog es ihn dann in den Süden nach Uruguay und Argentinien. Auf seinem nächsten Trip will er nun das Mutterland des ­Curlings mal genauer unter die Lupe nehmen. Der Schottenrock hängt bereits im Schrank.


41 I Pierre Benoit, Kommunikation SWISSCURLING

Der Allround-Sportler und Kommunikator

D

er neue Kommunikationschef von SWISSCURLING ist seit ­frühester Kindheit eng mit dem Sport verbunden. Schon mit elf Jahren spielte er in den Junioren des BSC Young Boys Fussball und hielt dem Verein während neun Jahren die Treue, ehe er ­seine fussballerische Karriere in Österreich beim Grazer AK b ­ eendete.

Daneben interessierte sich der in Bern aufgewachsene Neuenburger auch für Tennis, Handball und Eishockey und, ab 1974, auch für Curling. Seine Begeisterung für den Sport mit Stein und Besen lösten die Attingers mit ihrem begeisternden Auftritt an der WM 1974 im Berner Allmend­ stadion aus. Nach seiner Berufung als damals jüngster «Bund»-Redaktor an die traditionelle Berner Tageszeitung übernahm Benoit auch die Verantwortung für Curling innerhalb der Redaktion und berichtete selbst über diesen Sport, so auch von den Olympischen Spielen 1988 in Calgary und 1992 in Albertville. Als Leiter des Sport-Ressorts am «Bund» zeichnete Benoit während Jahren für Beilage und Berichterstattung der internationalen «Bund»-Trophy in Bern verantwortlich. Benoit war dann in allen Sparten des Journalismus tätig, und zeichnete neben seinem Engagement am «Bund» beispielsweise verantwortlich für den Berner Fernsehstart («Bernsehen», später «TeleBärn»), war während zwölf Jahren Chefredaktor des Eishockey-Magazins «Slapshot», Verfasser zahlreicher Sport-Bücher, Radioreporter für das damalige Radio Förderband und Ausbilder junger Sportler im ­Medienverhalten. 1995 erfolgte die Berufung zum Kommunikationschef des Schweizerischen Fussballverbands. Für die Kommunikation der Nationalmannschaft zeichnete Benoit an drei Europa- und einer Weltmeisterschaft verantwortlich, dazu an unzähligen Junioren Europa- und Weltmeisterschaften und für die FIFA war er ebenfalls an drei Weltmeisterschaften als Medienchef eines Stadions zuständig. Ende 2010 verliess Benoit den SFV und nahm nun im September 2011 nach Anfrage von Präsident Louis Moser und Chef Marketing Claude Blatter die Stelle als Kommunikationschef von SWISSCURLING an. «Ich freue mich auf diese neue Herausforderung in einer Sportart, die mir ausserordentlich gut gefällt. Die Zusammenarbeit mit dem Exekutivkomitee, den verantwortlichen Trainern und den Spitzenspielern verläuft bisher ausgezeichnet und ich blicke zuversichtlich und voller Tatendrang in die Zukunft», sagt Benoit.

Die Attingers weckten an der WM 1974 Benoits Interesse am Curling.

Foto: Max Füri


42 I Reise ins Mutterland des Curlingsports.

Team Nova on the Road

A

m 29. September 2011 war es soweit. Ein lang gehegter Traum wurde Wirklichkeit. Ueli Leuenberger, Markus Hofmann, Hans Felder und René Stöckli machten sich auf den Weg nach Schottland. Von Basel ging es per Flug nach Edinburgh und dann per Auto im Linksverkehr nach Glasgow, wo unser Hotel mitten in der City bezogen wurde und als Basis für unsere nächsten Tage diente. Ein kleiner Stadtrundgang mit dem ersten Nationalgetränk Whisky in der Fussgängerzone rundete den ersten Reisetag ab. Am Donnerstag früh programmierten wir unser GPS, welches uns zum Treffpunkt mit Gordon, einem pensionierten Polizist und passionierten Curler führen sollte. Nach dem obligatem Spruch des GPS «bitte wenden» fanden wir Gordon und Graham, welche uns schon erwarteten. Auf dem Programm stand der Besuch der Brauerei in Strathaven. Diese Kleinstbrauerei in ländlicher Idylle mit zwei Angestellten stellt ein vorzügliches Bier her, welches von uns gekostet und für sehr gut befunden wurde.

Inverness

Glasgow Edinburgh Strathaven

Belfast

Dublin

Danach stand ein erster sportlicher Höhepunkt an. Wir waren als Gast an der Christine Michell Memorial Trophy in Hamilton eingeladen. Mit gutem Spiel und etwas Glück konnten wir dieses Memorial zum Erstaunen aller schottischen Gegner für uns entscheiden und den geschichtsträchtigen Pokal in Empfang nehmen. Die Dankesrede des Skips René auf englisch fiel etwas holprig aus, wurde aber sehr wohlwollend angenommen und mit Applaus verdankt.

So werden Curlingsteine hergestellt Nach

einem typischen schottischen Snack mit Tee und Sandwiches stand ein weiteres Highlight auf dem Programm. Der Besuch der Fabrik, in welcher die Curlingsteine hergestellt werden, war für uns Curler höchst Interessant. In einer fast antiken Werkstatt wird aus Granitplatten der Stein in höchster Präzision bearbeitet und hergestellt. Nach dem Besuch der Werkstatt wurde die Souvenirabteilung leer gekauft. Diese staubige Angelegenheit wurde mit dem Besuch eines Pubs in diesem kleinen Dorf beendet. Am Freitag lernten wir Glasgow näher kennen. Auf einer zweistündigen Bustour wurden uns alle Sehenswürdigkeiten, welche diese Stadt zu bieten hat, gezeigt. Glasgow ist wirklich eine schöne Stadt und das Beste ist, dass in keinem Museum ein Eintrittsgeld verlangt wird. Gegen Abend dislozierten wir nochmals nach Hamilton, wo es zu einem Spiel gegen London das Team von Lesmahogow mit Skip Gordon ging. Nach anfänglich gutem Spiel unsererseits wur-

den wir aber von diesem schottischen Team in die Schranken gewiesen. Der Samstag war reserviert für eine kleine Rundreise. Die zwei pensionierten Polizisten Gordon und Graham zeigten uns zuerst, wie man sich flüssig im Linksverkehr bewegt. Zwischendurch wähnten wir uns auf einer Verfolgungsjagd nach schottischen Gaunern. Hier gingen wohl die Pferde mit ihnen ein wenig durch. Zuerst besuchten wir die Schleuse von Falkirk. Diese riesige Schleuse erstaunt uns durch die komplexe Technik, mit welcher sie betrieben wird. Danach stand das Castle von Sterling auf dem Programm. Da typisches Schottenwetter mit Nieselregen und Nebel herrschte, kürzten wir diese Tour ab und begaben uns zum Höhepunkt der Rundreise. Der Besuch der Distillerie Glengoyne nördlich von Glasgow war angesagt. Die «Tasting – Tour» war genau das Richtige für uns. Die ausgesprochen hübsche Führerin versuchte uns mit schneller schottischer Mundart die Verschiedenheiten des Whiskys näher zu bringen. Wir konnten uns mit dem Inhalt der Gläser der Degustation selber ein Bild machen. In der Tat schmecken die verschiedenen Destillate ausgezeichnet. Zum Abschluss des Tages waren wir bei Gordon zum Nachtessen eingeladen. Die Frauen der beiden Polizisten zauberten ein vorzügliches Buffet mit schottischen Spezialitäten herbei. Es schmeckte allen ausgezeichnet und es wurde in gemütlicher Runde geplaudert und die Zeit verging wie im Flug. Die Nacht liessen wir an der Hotelbar ausklingen, da in der Stadt alles schon geschlossen war.

Besuch bei den Greenacres Den Sonntag starteten wir gemütlich. Nach dem Frühstück war eine Shoppingtour angesagt. Dies war möglich, weil in Glasgow am Sonntag sämtliche Geschäfte geöffnet haben. Danach hiess es das GPS zu programmieren, war doch unser Ziel die «Greenacres» Curlinghalle in Howwood. Diese Halle zu finden war


Team Nova aus Küssnacht am Rigi (vorne, von links Markus Hofmann, Ueli Leuenberger, René Stöckli und Hans Felder) als Gast beim Greenacres Curling Club.

eine spezielle Aufgabe, lag diese doch in der schottischen Wildnis und war früher eine Farm. Dass die Bauern in Schottland auch innovativ sein können, zeigt dieses Beispiel hier. Die Curlinghalle mit vier Rinks war im grossen Stall untergebracht und das Ökonomiegebäude wurde zum Restaurant umgebaut. Der Bauer und sein Sohn pflegten das Eis, während die Bäuerin und die Töchter für das Wohl der Gäste zuständig waren. Wir liessen den speziellen Charme dieser Umgebung bei einem Apero auf uns einwirken. Um 15 Uhr waren wir auf dem Eis gegen ein schottisches Team des Curlingclubs Stewarton, welches aus lauter Cracks be-

stand. Der Skip Thomas Reid als Vater der amtierenden Juniorenweltmeisterin Sarah Reid führte dieses Team an. Uns wurde gezeigt, wie dieser Sport wirklich funktioniert. So blieb uns nur zu staunen und zu lernen, mit welcher Präzision und Hingabe die Steine gespielt werden konnten. Diese Lektion in Sachen Genauigkeit und Tempo wird immer präsent sein. Dieses Spiel werden wir alle nie vergessen. Dass Spitzenspieler auch sehr offene und gemütliche Leute sind, merkten wir beim anschliessenden Apero. Wir waren in gute und spannende Gespräche verwickelt und so ging die Zeit dahin.

Der abschliessende Besuch bei einem Italiener beendete unseren Besuch in Schottland. Mit vielen Eindrücken und neu gewonnenen Freundschaften kehrten wir nach Hause zurück.

Text: René Stöckli, Foto: zVg


44 I Jubiläum

100 Jahre Curlingsport in Engelberg

G

eburtstage soll man feiern wie sie fallen, hohe Geburtstage sowieso! Deshalb laden wir Sie ein, mit uns zu feiern. Das Jubiläumsturnier 100 Jahre Curlingsport in Engelberg findet vom 13.-15. Januar 2012 statt. Erwartet werden 36 Teams, die in der grossen Eishalle um jeden Stein kämpfen. Das etwas andere Rahmenprogramm lädt Sie, liebe Curlerinnen und Curler, zum verweilen ein. Spannende Tage mit viel Sport und Genuss warten auf Sie.

Vor hundert Jahren legten, wie sollte es anders sein, Engländer und Schotten den Grundstein für den Curlingsport. Damals als Openair-Curling-Station bekannt, gewann der Curlingsport in Engelberg immer mehr an Bedeutung. Der Curling Club Engelberg ist einer der ältesten Curling-Clubs der Schweiz. Er verfügt über viel Tradition und Geschichte und ist nicht nur für Engelberg etwas besonderes, sondern auch für die Zentralschweiz und anno dazumal war er es für die ganze Schweiz. Vor Engelberg gab es sieben Ortschaften, in denen Curling gespielt wurde und so Wintergäste an ihre Orte lockten. Dazu gehörten St. Moritz, A ­ rosa, Davos, Klosters, Adelboden, Grindelwald und Chateau-d’Oex. Anfangs der Jahrhundertwende, genauer gesagt am 13. Januar 1912, wurde der

Curling Club Engelberg im Grand Hotel, heute Europäischer Hof, ins Leben gerufen. Gründer waren vorwiegend Schotten, damals waren es nur wenige Einheimische, die dem Curlingsport frönten. Im Buch «Curling in Switzerland» von 1929 ist bereits die Rede vom Curling Club Engelberg. Rund 50 Mitglieder (unter ihnen immerhin auch schon drei ­Frauen) gehörten damals dem Club an. Gespielt wurde jeden Tag zwischen ­ Weihnachten und dem 21. Januar. Drei Rinks standen zur Verfügung. Durch die Errichtung der 3-Rink-Halle im Sportcenter Erlen (heute Sporting Park) wurde in Engelberg der Startschuss zum Wettkampfsport gegeben. Seit nun schon fast 30 Jahren werden in der Curlinghalle regelmässig Turniere ausge­ tragen. Es fanden Curling-Akademien

Bald einmal wurde in Engelberg auch Indoor-Curling gespielt.

statt und die heutige Juniorenförderung nimmt einen bewussten Stellenwert des Curling Clubs ein. In den 80er Jahren wurde sogar eine Europa-Meisterschaft durchgeführt. Engelberg hat mit unzähligen Turnieren wie dem Challenge Shild, Jackson Cup, der Veriset-Trophy und Melchsee-Frutt-Trophy, um nur einige zu nennen, dazu beigetragen, den Curlingsport zu etablieren. Der Curling Club Engelberg fusionierte 2007 mit den beiden anderen Clubs aus der Region, Curling Club Stans und Curling Club Melchsee-Frutt zum Curling Club Engelberg-Titlis. Heute blicken wir zurück und können mit Ihnen den 100. Geburtstag feiern. Das machen wir, wie es traditionell ist, mit einem grossem Turnier im Sporting Park Engelberg. Die OK-Präsidentin Rosmarie von Rotz

Ab 1912 wurden in Engelberg die ersten Curlingsteine gespielt.

Fotos: zVg


45 I Herren League A neu mit 16 Teams

SWISSCURLING LEAGUE mit neuem Modus

I

n Zusammenarbeit mit dem Chef des Departementes Leistungssport, Armin Harder, hat der Sportausschuss von SWISSCURLING (Bernhard Attinger und Patrik Loertscher als Vertreter des Delegiertenrats und Claudio Pescia und Irene Schori als Vertreter der aktiven Spitzencurler) im Hinblick auf die Saison 2011/12 einen neuen Meisterschaftsmodus ausgearbeitet, der vom Exekutiv­ komitee von SWISSCURLING einstimmt genehmigt worden ist.

Patrik Lörtscher war zusammen mit Bernhard Attinger einer der Baumeister des neuen Modus’.

Gemäss Bernhard Attinger soll damit der sofortige Aufstieg wieder möglich sein und vor allem ehemaligen, erfah­ renen Spielern die Möglichkeit geboten werden, zusammen mit jungen Spielern wieder einzusteigen. «Ohne diese Ände­ rung hätten nur zehn Teams noch die Chance gehabt, sich für die Olym­ pischen Winterspiele 2014 in Sotschi zu qualifizieren, so aber sind es immerhin deren 16», sagt Bernhard Attinger. «Mehr Teams bringen auch mehr Erfahrung und das kann dem Spitzen-Curling nur dienlich sein. Unsere jungen, talentierten Spieler können so von der Rou­ tine der älteren Curler profitieren», so Attinger.

Die wichtigsten Eckdaten der neuen Meisterschaft sind: Die SWISSCURLING LEAGUE A der Frauen und Herren starten erst im ­Januar. Im ersten Teil der Saison werden re­ gionale und interregionale Ausscheidungen durchgeführt. Neu gemeldete Teams können bei den Herren wieder innerhalb einer Saison die Finalrunde erreichen. Bei den Herren wird die SWISSCURLING LEAGUE  A in der Saison 2011/12 mit 16 Teams gespielt. Die EM-Qualifikation wird mit den Top4-Teams der letzten Finalrunde ausge­ tragen (mit Nachrückungsrecht).

Das Schweizer-Meister-Team vertritt die Schweiz an der Weltmeisterschaft. Das Hauptziel dieses Moduswechsels ist, den Schwund an Meisterschaftsteams zu stoppen und die Eintrittsschwelle für neue Teams zu senken. Damit wird der Wettbewerb gefördert. Durch die Verschiebung der SWISSCURLING LEAGUE A in den Januar können ausserdem die bereits qualifizierten Teams den ersten Saisonteil nutzen, um an internationalen Turnieren teilzunehmen oder sich mit Trainingslagern in Kanada optimal vorzubereiten. Foto: Max Füri


46 I Agenda / Impressum

Wichtige Termine ab Januar 2012:

Anlass

Ort

Datum

Leistungssport SCL A Frauen 1. Teil Wallisellen SCL A Männer 1. Teil Schaffhausen SCL A Männer 2. Teil Zug SCL A Männer 3. Teil Bern SCL A Frauen 2. Teil Bern SM Männer und Frauen Gstaad Weltmeisterschaft Frauen Lethbridge / Kanada Weltmeisterschaft Männer Basel Nachwuchs Junioren und Juniorinnen A SM 1. Teil Baden Regio Junioren und Juniorinnen A SM 2. Teil Baden Regio Juniorinnen B 4.Teil und SM Baden Regio Junioren B 4.Teil und SM Luzern Junioren und Juniorinnen C SM Interlaken Weltmeisterschaften Junioren und Juniorinnen Östersund / Schweden SWISS Cherry Cup Wetzikon Breitensport Rollstuhl SM 1.Teil Thun Open-Air Masters SM Wengen Rollstuhl SM 2.Teil Luzern Senioren 2 SM und WM-Quali der Seniorinnen Wetzikon Weltmeisterschaft Rollstuhl Chuncheon City / Südkorea Aktive SM Urdorf Damen SM Küsnacht Zürich Senioren 1 SM Zug Mixed SM Adelboden Weltmeisterschaften Seniorinnen und Senioren Tarnby / Dänemark Weltmeisterschaft Mixed Doubles Erzurum / Türkei

7. - 8. Januar 13. - 15. Januar 27. - 29. Januar 3. - 5. Feb 4. - 5. Feb 17. - 25. Feb 17. - 25. März 31. März - 8. April 27. - 29. Januar 3. - 5. Feb 11. - 12. Feb 11. - 12. Feb 11. - 12. Feb 3. - 11. März 10. - 11. März 13. - 15. Jan 27. - 29. Jan 3. - 5. Feb 3. - 5. Feb 18. - 25. Feb 24. - 26. Feb 2. - 4. März 9. - 11. März 16. - 18. März 14. - 21. April 23. - 29. April

Hit and Roll SWISSCURLING

Das offizielle Magazin von SWISSCURLING Herausgeber/Adressänderungen SWISSCURLING Haus des Sports, Talgutzentrum 27 3063 Ittigen Telefon 031 359 73 80 Fax 031 359 73 89 www. curling.ch sekretariat@curling.ch Management/Projektleitung Michel Bongard, IMS Sport AG in Zusammenarbeit mit Pierre Benoit, SWISSCURLING Redaktion Pierre Benoit, SWISSCURLING pierre.benoit@curling.ch

Textmitarbeit Conrad Engler, Rosmarie von Rotz, Martin Stähli, René Stöckli Layout/Gestaltung IMS Sport AG, Köniz Reto Fiechter, Benny Aegerter

ASSOCIATION

Druckerei Stämpfli Publikationen AG Wölflistrasse 1, Postfach 8326 3001 Bern Tel. 031 300 66 66 www.staempfli.com

Fotos Max Füri; Reto Fiechter; zVg

Druckauflage Total: Deutsch: Französisch:

Anzeigen IMS Sport AG, Köniz Fabian Furrer fabian.furrer@ims-sport.ch

Redaktionsschluss Donnerstag, 15. Dezember 2011

8100 Exemplare 7000 Exemplare 1100 Exemplare


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