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Aber wer von euch hört sich diese Dinge an und lässt sich wachrütteln und lernt für die Zukunft daraus? jesaja 42, 23

Liebe Botschaftsfreunde, heute, ca. 70 Jahre nach dem Ende der teuflischen Grausamkeiten des Holocaust, leben immer noch viele Zeitzeugen unter uns. Menschen, die während der Nazizeit ausgeplündert, öffentlich erniedrigt, misshandelt und seelisch vernichtet wurden. Mit Schmerz und Traurigkeit erinnern wir uns der beispiellosen Tragödie des Holocaust. Wir suchen nach Antworten auf die schwierigen Fragen, die uns diese finstere Katastrophe hinterließ. Die herzzerreißenden Geschichten der Überlebenden sind wertvolle Dokumente der Vergangenheit, die es gilt, in unserem Gedächtnis wach zu halten. In unserem Heim für verarmte Holocaust-Überlebende in Haifa hatte ich des Öfteren das Vorrecht, mit vielen dieser Menschen Gespräche zu führen, ihren Geschichten zu lauschen und ihren Mut zu bewundern. Diese Menschen, die dem Verderben geweiht waren, heute noch unter uns zu haben, ist ein ganz besonderes Privileg. Für mich sind es die Helden unserer Zeit. Jedes Mal beeindruckt mich ihr Lebenswille, ihre Lebensfreude und ihre Offenheit, mit der sie mir begegnen. Ihre Anwesenheit ist der Triumph des Lebens über den Tod. Gleichzeitig sind diese wertvollen Menschen lebende Mahnmale für die Menschlichkeit und gleichzeitig Rufer, die uns herausfordern, aufzustehen und unsere Stimmen zu erheben gegen den wieder erstarkenden weltweiten Antisemitismus. Wir alle haben eine besondere Verpflichtung gegenüber unseren jüdischen Brüdern und Schwestern. „Was ihr einem meiner geringsten Brüdern oder Schwestern getan habt, das habt ihr mir getan“. Viele dieser Überlebenden haben uns gefragt: „Was passiert wenn wir alle gestorben sind? Wird irgendjemand glauben, was geschehen ist?“ Diese Frage

Die Holocaust-Überlebende Shoshanna Kolmer mit einer hebräischen Ausgabe der Psalmen


www.wall-of-remembrance.org

bewegte auch die 500 anwesenden Überlebenden am diesjährigen Holocaustgedenktag (8. April 2013) in Auschwitz-Birkenau. Und diese Frage hat auch uns sehr bewegt. Wir leben nicht in der Vergangenheit, aber wir sind verpflichtet, uns zu erinnern und uns dabei bewusst zu machen, welche Bedrohungen in unserer modernen Welt vom Antisemitismus ausgehen. Mit der WALL-OF-REMEMBRANCE.org (Wand der Erinnerung) haben wir eine Plattform geschaffen, um die Geschichten möglichst vieler noch unter uns lebenBitte unterstützen Sie der Zeitzeugen des Holocaust auf einer Webseite im Internet festzuhalten und der diese wichtige Arbeit, den Weltöffentlichkeit zugänglich zu machen. Wir wollen das Schicksal der Überlebenden nicht vergessen. Die Geschichten sollen zum einen als Mahnung dienen, zum Überlebenden des Holocaust anderen aber auch als öffentliche Ehrung der Überlebenden der Schoah. Vor zirka eine Stimme zu geben. einem Jahr haben wir mit diesem visuellen Projekt begonnen. Zunächst werden die Geschichten der Überlebenden in englischer Sprache zur Verfügung stehen, Geben Sie bitte als die Übersetzung in die deutsche, hebräische und andere Sprachen werden folgen. Verwendungszweck Dieses Projekt ist mit einem nicht unerheblichen Zeitaufwand verbunden. Unsere „WOR“ an. Mitarbeiter besuchen diese Menschen und nehmen sich die Zeit, sie zu interviewen. Sie schreiben ihre Geschichten auf und sprechen ihnen Trost und Segen Herzlichen Dank! zu. Bitte helfen Sie uns, dass noch viele weitere Geschichten dieser wertvollen Menschen publiziert werden können. Ihre persönliche finanzielle Hilfe wird dazu beitragen, dass Einzelschicksale in mannigfaltiger Weise wach gehalten werden und die Erinnerung greifbarer wird. Ebenso ist unser Gebet für diese Menschen von enormer Wichtigkeit. Lassen Sie sich inspirieren, einen oder mehrere dieser Menschen im Gebet zu „adoptieren“.

Israel braucht uns! Für die Arbeit unter den Überlebenden des Holocaust. Viele der weltweit schätzungsweise 450.000 Holocaust-Überlebenden leben an der oder sogar unter der Armutsgrenze. Von den zirka 190.000 Holocaust-Überlebenden in Israel leben etwa ein Drittel in Armut. Sie leiden – nicht nur materiell – als alte und gebrechliche Menschen an dem Unrecht, das ihnen angetan wurde. Wir sind sehr dankbar für die Möglichkeit, den Menschen in Haifa und an anderen Orten in Israel helfen zu können. Es ist ein besonderes Vorrecht, ihnen mit den Gaben von Christen aus Deutschland und aus anderen Ländern sowie durch Taten der Barmherzigkeit zu dienen. In unserem Heim für verarmte Überlebende des Holocaust in Haifa leben nun über 70 Personen, die dort in vielerlei Hinsicht versorgt werden. Vor wenigen Wochen durfte ich die herrliche Atmosphäre und die Gemeinschaft mit diesen Menschen während eines Mittagessens erleben (siehe Bild, rechte Seite). Besonders berührt hat mich die Geschichte einer 92-Jährigen, die erst wenige Tage zuvor im Haifa-Heim


ein kleines Zimmer beziehen konnte. Diese beindruckende und freundliche Dame hat als 22-Jährige die grauenvolle Zeit in Auschwitz überlebt und trotz aller dramatischer Erlebnisse und erschütternder Erfahrungen ein wundervolles Leuchten in ihren Augen (siehe Titelbild). Unsere Arbeit in Haifa ist noch lange nicht beendet, und wir spüren, dass wir eine neue Hürde zu nehmen haben. Die Warteliste auf ein Zimmer oder Apartment ist groß, und wir sind auf jede erdenkliche Hilfe angewiesen, um das Heim fortlaufend erweitern zu können. Als ICEJ haben wir uns verpflichtet, diesen Menschen zu helfen und ihnen zu dienen. Bitte unterstützen Sie uns, wenn es Ihnen irgend möglich ist, damit Wunden geheilt und Schmerzen der Erinnerung gelindert werden können und wir diese so wichtige Arbeit weiterzuführen in der Lage sind. Besonders in den „trockenen Sommermonaten“ sind wir besonders auf Ihre wichtige Unterstützung angewiesen. Ich danke Ihnen schon jetzt für Ihre Gebete und Ihre Gaben. Gott möge Sie dafür reichlich segnen. Mit einem herzlichen Schalom, Ihr

Gottfried Bühler Leiter ICEJ-Deutschland

Bitte helfen Sie uns dabei, noch mehr Holocaustüberlebenden einen würdigen Lebensabend zu ermöglichen! Über Patenschaften für Heimbewohner informiert sie das ICEJ-Büro in Deutschland. Der Ankauf und die Renovierung weiterer Appartements sind geplant. Bitte geben Sie als Verwendungszweck „Helfende Hände“ an. Herzlichen Dank!

I C E J

D e u t s c h l a n d

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K r e d i t g e n.

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Übersetzer gesucht! Bitte helfen Sie uns bei der Übersetzung der Lebensgeschichten für die „Wall of Remembrance“ vom Englischen ins Deutsche! Wir suchen erfahrene Übersetzer mit gutem Ausdrucksvermögen in der deutschen Sprache, die uns ehrenamtlich unterstützen möchten. Schreiben Sie bitte an info@icej.de.

Laubhüttenfest 2013

Jesaja-62-Gebetsinitiative

Kommen auch Sie im September zum Laubhüttenfest nach Jerusalem und nehmen Sie an der ICEJ-Konferenz „Zeit der Ernte“ teil! Beten Sie gemeinsam mit Tausenden Christen aus aller Welt den Gott Israels an, so wie die Bibel es verheißt! Weitere Informationen und Reiseangebote unter www.icej.de

Portokosten Bitte helfen Sie uns, Portokosten zu sparen. Alle unsere Publikationen sind in Zukunft auch online erhältlich. Benachrichtigen Sie unser Büro unter info@ icej.de, wenn Sie unsere Publikationen und Einladungen elektronisch erhalten möchten.

Beten Sie mit! Jeden ersten Mittwoch im Monat beten und fasten Christen auf der ganzen Welt für Israel, den Nahen Osten, die ICEJ und ihre eigene Nation. Monatliche aktuelle Gebetsanliegen aus Jerusalem schicken wir Ihnen gerne zu, schreiben Sie eine E-Mail an jesaja62@ icej.de oder rufen Sie uns unter 0711/ 8388 9480 an. Gebetstreffen in Ihrer Nähe finden Sie auf unserer Webseite unter „Veranstaltungen“.

ICEJ – Deutscher Zweig e. V. ist Träger des Spenden-Prüfzertifikats der Deutschen Evangelischen Allianz, mit dem die Einhaltung der strengen Grundsätze bei der Verwendung der Spendenmittel bestätigt wird.

ICEJ – Deutscher Zweig e.V. Postfach 31 13 37 . 70473 Stuttgart Telefon: 0711 8388 9480 Spenden: Kto. 40 20 200 BLZ 520 604 10

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2010 konnten wir das erste Altenheim für verarmte Holocaust-Überlebende in Israel eröffnen. Ihre Spende hilft diesen Menschen, Ihren Lebensabend in Würde zu verbringen.

Der Holocaust hat ihnen alles genommen. Wir können ihnen etwas davon zurückgeben. Jetzt. Aber nicht mehr lange.

WALL of REMEMBRANCE  

ICEJ-Flyer August 2013 Plattform für lebende Zeitzeugen

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