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SCHWEIZER

Ausgabe 150_ 7. Jahrgang / 29. Oktober 2012

IMMOBILIENBRIEF Das e-paper der Schweizer Immobilienwirtschaft EDITORIAL

Inhalt 2 Wohnimmobilienmarkt: Veränderte Marktkonstellation 3 Nachrichten: NAB/Aargau 4 W&P Immo-Monitoring 1/2013: Entschleunigte Dynamik 5 Nachrichten: Winterthur 8 Wohnimmobilien: Stabile Preise in den Alpen 9 Nachrichten: Basel/Gstaad 11 REPE: Umfeld weiter schwierig 11 Nachrichten: Aevis Holding 14 Marktkommentar 15 Immobiliennebenwerte 16 Immobilienfonds/-Aktien 17 Stadt-/Projektentwicklung: Neue Fussballarena für Zürich 18 Impressum

Veränderte Marktkonstellationen «Für die Schweizer Wirtschaft sieht es im kommenden Jahr nach einer unveränderten Grosswetterlage aus», heisst es im neuen Immo-Monitoring von Wüest & Partner. Man geht davon aus, dass Konsum und Hochbau die inländische Volkswirtschaft weiter stützen werden. So wird auch für 2013 mit der stolzen Summe von 48,6 Milliarden CHF für Hochbauinvestitionen gerechnet; zwei Drittel davon entfallen auf Neubauten, insBirgitt Wüst Redaktionsleiterin besondere Mehrfamilienhäuser. Bereits in diesem Sommer waren rekordverdächtige 57.000 Eigentumswohnungen im Angebot; eine weitere Zunahme in den kommenden 24 Monaten gilt als wahrscheinlich. Es gelte in diesem Segment, beide Marktseiten – Nachfrage und Angebot – aufmerksam im Auge zu behalten, raten die Experten von Wüest & Partner. Bilde sich ein Überangebot und nehme die zusätzliche Nachfrage ab, könne der Nachfrageüberhang rasch in einen Angebotsüberhang drehen und in diesem Fall müsste mit vorübergehend sinkenden Preisen gerechnet werden. Vorerst scheint dies nicht der Fall zu sein. Gemäss den SWX IAZI Preisindizes für Immobilien sind die Preise für Eigentumswohnungen auf Jahresbasis um elf Prozent gestiegen. Ob der Trend anhält, ist indes fraglich. Schon aufgrund der schärferen Finanzierungsregeln, die den Preisanstieg bei den Einfamilienhäusern bereits ausbremsen – nicht nur für die IAZI-Researcher erste Anzeichen für eine sich verändernde Marktkonstellation. Mit den besten Grüssen, Birgitt Wüst

Partner Immobilienbrief 

SCHWEIZER IMMOBILIENGESPRÄCHE

SCHWEIZER Nachhaltigkeit – konkret umgesetzt

IMMOBILIENGESPRÄCHE

Donnerstag, 15. November 2012 um 17.30 Uhr im Restaurant METROPOL in Zürich

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Nachhaltigkeit – konkret umgesetzt

// Schweizer Immobilienbrief / Immobilien Business Verlags2012, AG /um 8045 Zürich www.immobilienbusiness.ch // Donnerstag, 15. November 17.30 Uhr im /Restaurant Metropol Zürich Nachhaltigkeit ist zur Zeit als Schlagwort allgegenwärtig. Wie sie konkret umgesetzt wird, ist jedoch für viele diffus und sehr unterschiedlich interpretierbar. Anhand verschiedener Beispiele zeigen Experten, wie Nachhaltigkeit in Gebäuden konkret umgesetzt werden kann und geben Antworten zu folgenden Fragen.


SCHWEIZER IMMOBILIENBRIEF

/// 18_2012 / Seite 2

Wohnimmobilienmarkt Schweiz

Veränderte Marktkonstellationen Schwächere Preisanstiege bei Einfamilienhäusern und sinkende Preise für Mehrfamilienhäuser: Die jüngsten Entwicklungen deuten die Experten der Zürcher IAZI AG als Hinweis auf eine Marktberuhigung.

PD/BW. Die «SWX IAZI Preisindizes für Immobilien» weisen auf sich verändernde Marktkonstellationen hin. So sind die Preise für Mehrfamilienhäuser (MFH) gesamtschweizerisch betrachtet erstmals seit dem zweiten Quartal 2009 wieder gesunken. Wie das Zürcher Beratungsunternehmen IAZI AG mitteilt, hat sich der Preisanstieg bei den Einfamilienhäusern (EFH) weiter abgeschwächt. Einzig Eigentumswohnungen (EWO) scheinen noch eine Sonderstellung einzunehmen. In diesem Segment haben die Preise im Vergleich zum Vorquartal wieder angezogen. Nachdem die Preise für MFH in der Schweiz während gut drei Jahren kräftig gestiegen sind, haben sie im dritten Quartal einen Dämpfer erhalten. War im zweiten Quartal noch ein Preisanstieg um 1,5 Prozent zu verzeichnen, betrug der Preisabschlag im dritten Quartal nun 1,3 Prozent. Auf Jahresbasis gerechnet macht die Preissteigerung allerdings immer noch 5,4 Prozent aus. Donato Scognamiglio, CEO der IAZI AG, wertet den Preisrückgang auf Quartalsebene als Zeichen für eine Marktberuhigung. Gründe dafür gebe es verschiedene; die drei wichtigsten sind aus seiner Sicht sinkende Einnahmen bei den Bestandsmieten, nachlassender Nachfragedruck nach Wohnraum sowie ein in der Tendenz eher rückläufiges,

Die Preisentwicklung der Schweizer Mehrfamilienhäuser hat im dritten Quartal einen Dämpfer erhalten

aber noch immer ausreichend liquides Angebot an neuen Mietwohnungen. «Institutionelle Investoren haben erkannt, dass vor allem das Auseinanderklaffen von Mieterträgen und Anschaffungspreisen ein Risiko birgt, das sich in Zukunft noch verschärfen kann», konstatiert Scognamiglio. So

erlaubt der vom Bundesrat per 1. Juni von 2,5 auf 2,25 Prozent zurückgestufte Referenzzinssatz eine Reduktion der Mieten von rund drei Prozent (die Verrechnung von gestiegenen Betriebs- und Unterhaltskosten vorbehalten). «Diese Zinsrunde ist nicht abgeschlossen und die Möglichkeit, dass

Entwicklung der Angebotspreise Seit April dieses Jahres kann auf den Webseiten von ImmoScout24 und von der IAZI AG ein in Echtzeit nachgeführter Index der Angebotspreise von Wohneigentum mitverfolgt werden. Dabei zeigt sich, dass die Anbieter von EFH und EWO im dritten Quartal pessimistischer geworden sind, was die verlangten Preise ihrer Objekte betrifft. Der EFH-Index sank in dieser Zeitspanne um 0,92 Prozent, derjenige der EWO um 1,22 Prozent. Der längerfristige Trend weist weiter nach unten.

// Schweizer Immobilienbrief / galledia verlag ag / IMMOBILIEN Business / 8045 Zürich / www.immobilienbusiness.ch //


Seite 3 /18_2012 /// der Referenzzinssatz weiter sinkt, ist weiterhin gegeben», so Scognamiglio. Der Preisrückgang bei den MFH hat sich bereits auf die Performance niedergeschlagen. Die Gesamtrendite belief sich im 3. Quartal auf -0,3 Prozent. Im Vorquartal lag der Wert noch bei 2,5 Prozent. Auf Jahresbasis betrachtet beträgt die Performance 9,9 Prozent. «Deutliche Bremsspuren»

Auch im Segment der Einfamilienhäuser macht sich aus Sicht der IAZI-Experten auf gesamtschweizerischer Ebene eine Normalisierung der Marktsituation bemerkbar. Im dritten Quartal betrug die Preissteigerung bei den EFH nur mehr 0,4 Prozent, nach 1,6 Prozent im Vorquartal. «Der Markt hinterlässt eine deutliche Bremsspur», sagt Scognamiglio. Im 1. Quartal dieses Jahres hatte die Preissteigerung noch 5,5 Prozent betragen. Die markant schwächer gewordenen Preissteigerungen führt IAZI auf die verschärften Finanzierungsbedingungen der Banken bei der Ver-

SCHWEIZER IMMOBILIENBRIEF gabe neuer Hypotheken sowie auf die pessimistischeren Aussichten der Schweizer Wirtschaft zurück. «Dennoch ist nicht damit zu rechnen, dass die Preise für EFH bald deutlich nach unten korrigieren werden, denn die tiefen Zinsen und die stabilen Einkommen stützen die Nachfrage», sagt Scognamiglio. Zudem weise der Zuwanderungssaldo nach wie vor deutlich positive Vorzeichen auf und auch von der Angebotsseite her gesehen seien kaum Änderungen zu erwarten. Aus der Reihe tanzen allerdings die Eigentumswohnungen. Hier haben die Preise im 3. Quartal gegenüber dem Vorquartal (+1,5 %) mit +2,1 Prozent sogar wieder angezogen. Auf Jahresbasis betrachtet, beträgt der Preisanstieg elf Prozent. «Eigentumswohnungen werden von jungen urbanen Menschen und von Seniorinnen und Senioren bevorzugt, was die noch immer sehr rege Nachfrage zeigt», sagt Scognamiglio. Ob der Trend noch lange anhält, sei indes fraglich, denn auch für EWO gelten die schärferen Finanzierungsregeln. •

NACHRICHTEN Aargau: Als Wohnkanton beliebt Gemäss der NAB-Regionalstudie avanciert der Aargau zum beliebtesten Wohnkanton: Er weist den schweizweit höchsten Saldo bei der Binnenmigration auf. Angesichts des überdurchschnittlichen Wachstums ist auch die Bautätigkeit äusserst rege. Hintergrund sind gleich mehrere Standortvorteile: Der Aargau bietet ein attraktives Steuerregime und ist sehr günstig an den wichtigsten Schweizer Verkehrsadern gelegen. Baulandreserven und ein noch nicht allzu stark ausgeschöpftes Verdichtungspotential sorgen für ein reichliches Angebot an Wohnraum. Nicht zuletzt ist das Preisniveau moderater als in den nahen Ballungsräumen. Relativ moderate Preise

Quelle: IA ZI, 3. Quartal 2012

SWX IAZI REAL ESTATE PRICE INDIZES

Während die Preise von Eigentumswohnungen gesamtschweizerisch seit dem Jahr 2000 um 70 Prozent gestiegen sind, legten sie im Aargau «nur» um 40 Prozent zu. Das Zinsumfeld und der aktuelle Trend hin zu Wohneigentum dürften den Aargauer Wohnungsmarkt noch stärker ins Blickfeld rücken, da dort gerade Eigenheime vielmals einfacher zu finden und zu finanzieren sind als in den grossen Zentren, meinen die Autoren der Studie. Der Kanton profitiere stark von den Verdrängungseffekten, welche etwa in Zug, Zürich und Basel den Markt bestimmten. Am stärksten betreffe dies die Aargauer Regionen Freiamt, Fricktal und Mutschellen, welche in naher Pendeldistanz zu diesen Zentren liegen. Das Fazit der NAB-Researcher: Auch in Zukunft werde der Aargau schneller wachsen als der Schweizer Durchschnitt.


SCHWEIZER IMMOBILIENBRIEF

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Wohnimmobilienmarkt Schweiz

Gemäss den jüngsten Erhebungen von Wüest & Partner sprechen die Indik atoren am Schweizer Wohnimmobilienmarkt nicht für eine Trendumkehr.

BW. Die Preise für Wohnimmobilieneigentum in der Schweiz kennen seit Jahren nur eine Tendenz: Aufwärts. Dies scheint auch weiterhin so zu bleiben, wenngleich sich die Geschwindigkeit des Preisanstiegs inzwischen etwas verlangsamt hat. Gemäss der in der vergangenen Woche präsentierten Herbstausgabe des Immo-Monitoring 1/2013 von Wüest & Partner lag der Preisanstieg bei den Eigentumswohnungen Mitte 2012 mit einem Plus von 5,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr wiederum deutlich über dem durchschnittlichen Wachstum der zurückliegenden zehn Jahre (+4,2 %). Allerdings resultierte beim Angebotspreisindex, der die Entwicklung anhand von ausgewerteten Immobilieninseraten aus Zeitungen und dem Internet misst, im zweiten Quartal 2012 erstmals seit längerer Zeit ein Rückgang von 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum. Doch sind an den besonders gefragten

Quellen: BFS; Baubl att Info - Dienst, Wüest & Partner

Entschleunigte Dynamik Gesamte Hochbauinvestitionen mit Prognose (in Mrd. CHF, Baupreise 2012)

Immobilienmärkten Zürich und Genferseeregion die Preise weiter gestiegen und im dritten Quartal hat sich der Aufwärtstrend schweizweit fortgesetzt. Der Preisanstieg bei Einfamilienhäusern hielt in den zurückliegenden Monaten ebenfalls an und erreichte Ende Juli ein Plus von 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Weiterer Preisanstieg bei den Mieten erwartet

Auch am Mietwohnungsmarkt herrscht weiterhin eine hohe Dynamik. In den

ersten beiden Quartalen 2012 wurden in der Schweiz insgesamt 120.000 Mietwohnungen angeboten, rund 20.000 Einheiten mehr als im langjährigen Durchschnitt; insbesondere der Anteil der hochpreisigen Mietwohnungen hat sich gemäss Wüest & Partner markant erhöht. Gleichzeitig ist auch die Nachfrage gestiegen und so wundert nicht, dass das Angebot gut absorbiert wurde. Die Mietpreise, denen das Zürcher Beratungsunternehmen im vergangenen Jahr nur ein moderates Wachstum prognostizierte, legten per Ende Juni

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Seite 5 /18_2012 /// gegenüber dem Vorjahr um knapp vier Prozent zu. Zwar stagnierten die Angebotsmieten im zweiten Quartal, doch gehen die W&P-Researcher für die kommenden zwölf Monate von einem Mietpreisanstieg von zwei Prozent aus. Auch bei den Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern prognostizieren sie in Anbetracht der regen Nachfrage weitere Preissteigerungen von 2,3 respektive 2,8 Prozent. Damit fiele der Anstieg zwar etwas weniger kräftig aus als in der Vergangenheit, doch eine Trendwende am Markt machen die Experten mit Blick auf die weiterhin soliden Fundamentaldaten nicht aus. Denn ungeachtet der wenig freundlichen ökonomischen Grosswetterlage im europäischen Umfeld halte sich die Schweizer Konjunktur recht stabil, und dank dieser vorteilhaften Entwicklung werde sich der Immobilienmarkt weiterhin gut behaupten, so die Prognose. Auch im kommenden Jahr rechnen die Berater mit Immobilieninvestitionen in Höhe von 48,6 Milliarden CHF und beim Hochbau mit einer Wachstumsrate von nominal 3,2 Prozent. Gut zwei Drittel der erwarteten nationalen Hochbauinvestitionen gehen auf das Konto von Neubauten. Während in allen Umbausegmenten unterdurchschnittliche Impulse erwartet werden, dürfte der Neubau von Mehrfamilienhäusern und Büroliegenschaften überdurchschnittlich zulegen, heisst es. Hinsichtlich der seit geraumer Zeit von besorgten Marktbeobachtern beschworenen Gefahr einer ImmobiANZE IGE

SCHWEIZER IMMOBILIENBRIEF lienblase am Schweizer Wohnimmobilienmarkt zeigt man sich bei Wüest & Partner zurückhaltend. Die Researcher konstatieren zwar durchaus noch Überhitzungstendenzen; allerdings habe sich die Ausdehnung der möglichen Blase verlangsamt. In der neuesten «Fieberkarte» des Wohneigentumsmarkts sind mehr Gemeinden mit einer «sehr grossen» Überhitzungsgefahr aufgelistet. Deren Zahl hat sich um 16 auf 118 der insgesamt 2.485 Gemeinden erhöht. Zu einer grundlegenden Veränderung der Hotspots - am Genfer- und Zürichsee, in einzelnen Gebieten in der Innerschweiz sowie in wenigen touristischen Regionen – sei es in den vergangenen Monaten nicht gekommen. 9,4 Millionen Einwohner bis 2030

Den Schluss, dass bei der Entwicklung der Preise auch mittel- bis langfristig kaum grundlegende Änderungen eintreten werden, legt auch die jüngste demographische Prognose von Wüest & Partner nahe. Nach dem mittleren Szenario eines neu entwickelten Perspektivmodells des Beratungsunternehmens könnte die Wohnbevölkerung der Schweiz bis 2030 von derzeit acht auf 9,4 Millionen Menschen anwachsen. Ausgehend von einer jährlichen Wachstumsrate von 0,89 Prozent würde sich die schweizerische Bevölkerungsdichte von aktuell 192 auf dann 228 Einwohner pro Quadratkilometer erhöhen. Gemäss dem neuen Perspektivmodell, welches die relative >>>

NACHRICHTEN Winterthur: Wieder Leben im Sulzer-Hochhaus Zehn Jahre lang stand das Sulz e r -Ho c h h a u s in Winterthur leer; doch jetzt zieht Sulzer mit 360 Mitarbeitern in die oberen 14 Etagen ein; die unteren zwölf Stockwerke sind weiter unbelegt. Von der Konzentration der bisher an der Zürcherstrasse und an vier weiteren Standorten untergebrachten Mitarbeiter verspricht sich Sulzer deutliche Synergieeffekte. Einzugstermin ist im zweiten Quartal 2013. Vermieter der Flächen ist die zur privaten Stiftung von Bruno Stefanini zählende Wintower Immobilien AG. Berichten regionaler Medien zufolge soll Sulzer eine marktübliche Miete bezahlen. Mit 92 Metern war das in den 1960er Jahren errichtete Hochhaus fast 30 Jahre lang das höchste Gebäude der Schweiz – bis ihm der Basler Messeturm den Rang ablief. Sulzer nutzte das Hochhaus bis Anfang der 90er Jahre als Bürohaus. Als die Flächen im Zuge des Niedergang der Industrie für den Konzern überflüssig wurden, wurde die seit 2002 leerstehende Immobilie an die Stiftung von Stefanini verkauft.


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SCHWEIZER IMMOBILIENBRIEF

Bevölkerungsszenario gemäss dem mittleren Szenario des Perspektivmodells von Wüest & Partner (MS-Regionen, 2011-2030)

Standortqualität und Baulandreserven berücksichtigt, werden die Kantone Waadt und Genf sowie die französisch sprachigen Gebiete in den Kantonen Freiburg und Wallis am stärksten wachsen. Dieses Fazit erlaubt der Blick auf die aus dem Jahr 2007 stammende Bauzonenstatistik des Bundesamtes für Raumentwicklung: Da Freiburg, Waadt und Wallis rund 40 Prozent der gesamten nationalen unbebauten Wohnzonen auf ihre Gebiete vereinen, stünde diesen Kantonen – rein rechnerisch betrachtet – genügend Bauland für ein ausgedehntes Bevölkerungswachstum zur Verfügung. Anders sieht es im Kanton Genf aus, in dem Baulandreserven seit Langem Mangelware sind, weshalb sich die angebotsseitigen Engpässe verschärfen könnten. Unter den Deutschschweizer Kantonen verfügt Zürich über die besten Wachstumsaussichten. Am anderen Ende der Skala befinden sich die Kantone Appenzell-Ausserrhoden und Uri, wo die Wohnbevölkerung bis Ende 2030 auf dem Kantonsgebiet nur geringfügig zulegen dürfte. •

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SCHWEIZER IMMOBILIENBRIEF

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Wohnimmobilien/Ferienhäuser

Kein Preiseinbruch in den Alpen

NACHRICHTEN Basel: Les Trois Rois vor dem Verkauf Thomas Straumann will sich von den Grandhotels Les Trois Rois in Basel und Bellevue in Gstaad trennen. Gegenüber der Basler Zeitung erklärte der Milliardär, er habe sich entschlossen, den Hotelleriebereich abzugeben, um sich ganz auf sein Kerngeschäft in der Medizinaltechnik mit der Firma Straumann und der von ihm gegründeten Medartis konzentrieren zu können. Die Trennung von den beiden Hotels sei eher ein «Vernunfts- als ein Herzensentscheid» gewesen, sagte Straumann der Zeitung. Es sei ihm «ganz wichtig, dass neue Besitzer gefunden werden, die die beiden Häuser im bisherigen Stil weiter führen». Der Verkaufsprozess wurde bereits eingeleitet; unter Zeitdruck steht Straumann eigenen Angaben zufolge nicht: Er wolle sich die «nötige Zeit nehmen, um für beide Häuser den richtigen Investor zu finden». Entgegen Marktgerüchten ist die Qatari Diar Real Estate Investment Company, die in der Schweiz das Hotel Schweizerhof in Bern, das Bürgenstock Resort bei Luzern (Wiedereröffnung 2013) und das Hotel Royal Savoy in Lausanne (Wiedereröffnung 2014) übernommen hat, nicht am Erwerb der beiden Hotels interessiert.

Das Trois Rois in Basel

Zweitwohnsitze in den Alpenregionen sind weiterhin begehrt

28 Ferienorte hat Savills in den Schweizer, österreichischen und französischen Alpen analysiert. Das Ergebnis: In knapp zwei Drittel davon sind die Preise stabil.

BW/PD. Der alpenländische Immobilienmarkt ist 2011/2012 an einem Wendepunkt angelangt. Zwar sind die Alpen ein weites Gebiet, und mit Verallgemeinerungen sollte vorsichtig umgegangen werden, doch verzeichnete das weltweit tätige Immobiliendienstleistungsunternehmen Savills in 72 Prozent der 28 analysierten Ferienorte in Österreich, Frankreich und der Schweiz stabile Preise, das heisst: Die Änderungen bei den Angebotspreisen bewegten sich zwischen höchstens plus respektive minus fünf Prozent. In 42 Prozent der analysierten Orte gab es in

den vergangenen zwölf Monaten sogar Preisanstiege von mehr als fünf Prozent. Als wesentliche Gründe für das Anziehen der Preise gelten die zunehmend strengen Planungsauflagen im Alpenraum und das dadurch limitierte Angebot, die Auffassung der Käufer, der Alpenraum stelle ein sicheres Investitionsziel dar – sowohl in Bezug auf Lebensqualität als auch auf Ertrag – sowie die wachsende Erkenntnis, dass ein Zuhause in den Alpen das ganze Jahr über genossen werden kann. Allerdings haben die Feriengebiete in Österreich, Frankreich und der Schweiz ihre eigenen Mikromärkte. Wettbewerbsintensiver Markt in Österreich

Als eines der wenigen Länder innerhalb der EU, das eine sogenann-

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Seite 9 /18_2012 /// te technische Rezession verhindern konnte, verzeichnet Österreichs Wohnimmobilienmarkt seit 2005 stagnierende respektive steigende Preise. Savills zufolge lag der Preisanstieg 2011 bei 3,1 Prozent. Die Nachfrage nach Immobilien im Alpenraum wird nicht ausschliesslich von ausländischen Käufern bestimmt, vielmehr beobachten lokale Vermittler eine starke Nachfrage nach Zweitwohnsitzen in den österreichischen Alpen. Dies trägt dazu bei, die Preise in einem immer wettbewerbsintensiveren Markt anzukurbeln. «Wären wir Börsenmakler, würden wir Österreich derzeit mit einer deutlichen Kaufempfehlung versehen», merkt Jeremy Rollason, Managing Director Alpine Homes Savills, an. Auch in Frankreich stiegen die Preise für Wohnimmobilien in den letzten

SCHWEIZER IMMOBILIENBRIEF Jahren deutlich an; im Zeitraum 2000 bis 2010 kam es Savills zufolge zu einer Verdopplung. Im Schlussquartal 2011 sowie im 1. Quartal 2012 gingen sie um 1,2 bzw. 1,1 Prozent zurück. Auf dem Markt für Zweitwohnsitze nahm die Zahl ausländischer Käufer 2011 um sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr ab, obwohl die Durchschnittspreise im gleichen Zeitraum um zwölf Prozent stiegen. In der Region Rhône-Alpes, in der der Grossteil der französischen Skigebiete liegt, stiegen die von ausländischen Käufern gezahlten Preise gegenüber dem Vorjahr um 27 Prozent, was auf eine deutliche Erholung von den Preisrückgängen in den Jahren 2009 und 2010 hindeutet. Aus Sicht von Savills scheint es daher ratsam, an den berühmten Skigebieten wie Chamonix, Val d’Isère und Les Trois Vallées

(Courchevel, Méribel, Val Thorens) festzuhalten. Zweitwohnungsk äufer von Frankenkurs wenig beeindruckt

Unter dem hohen Schweizer Franken leidet die Schweizer Tourismusindustrie, weil die Besucherzahlen aus dem europäischen Ausland rückläufig sind. So hat sich etwa das Pfund Sterling von seinem historischen Tief von 2011 erholt und ist um 25 Prozent gestiegen, doch von seinem Hoch gegenüber dem Franken im Jahr 2007 ist es immer noch 40 Prozent entfernt. Der Euro befand sich in einer ähnlichen Abwärtsspirale und verlor ebenfalls 40 Prozent gegenüber dem Franken, bis die Schweizer Nationalbank im September 2011 intervenierte und >>>

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die Währung an den Umrechnungskurs 1,20 CHF/1 Euro koppelte. Erstaunlicherweise hat dies die Käufer von Zweitwohnsitzen in der

Verfügbarkeit und Erschwinglichkeit von Krediten sowie in der neuen Gesetzgebung, nach der die Anzahl von Zweitwohnsitzen in der Schweiz auf maximal 20 Prozent pro Gemeinde begrenzt ist. «Bis der Markt sich der Konsequenzen der Abstimmung im März 2012 über die Zweitwohnungsinitiative bewusst wird, wird es zu spät sein, das Chalet in den Schweizer Alpen zu bauen, von dem man immer geträumt hatte», meint Rollason. Da die Alpen weiterhin ein äusserst beliebtes Urlaubsziel in Europa sind und die Nachfrage seitens neuer Märkte wie Tschechien, Russland und Fernost steigt, sieht Savills für die nächsten zwölf Monate eine Aufwärtstendenz bei den Kaufpreisen – zumal die Angebotsknappheit anhält. •

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Schweiz nicht vergrault. Die wesentlichen Gründe hierfür sieht Savills in der gefühlten und tatsächlichen Stabilität der Schweizer Wirtschaft, der

Zweitwohnungsverbot mit Folgen Gemäss dem jüngst vorgestellten Immo-Monitoring 1/2013 von Wüest & Partner zeichnen sich mit der in Kürze in Kraft tretenden Zweitwohnungsverordnung erste Tendenzen in den betroffenen Tourismusregionen ab. Seit Beginn des zweiten Quartals 2012 ist die Anzahl der Baugesuche und -bewilligungen – sowohl für Wohnungen in Mehrfamilienhäusern als auch für Einfamilienhäuser – nach oben geschnellt, am stärksten im Wallis, im Berner Oberland und in Graubünden. In den Gemeinden Saanen (mit Gstaad), Vaz/ Obervaz (mit Lenzerheide), Klosters-Serneus und Bagnes (mit Verbier) wurden die meisten Baugesuche eingereicht. Zwischen Januar und August 2012 lag die Zahl eingereichter Baugesuche dort mindestens doppelt so hoch wie üblicherweise in diesem Zeitraum. Die preislichen Effekte auf Zweitwohnungen seien kurz- und mittelfristig offen, beziehungsweise verstärkt standortabhängig, räumen die Experten von Wüest & Partner ein. Es bestehe aber «Konsens darin, dass unter sonst gleich bleibenden Voraussetzungen langfristige Preisanstiege wahrscheinlich sind».

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Seite 11 /18_2012 ///

SCHWEIZER IMMOBILIENBRIEF

Real Estate Private Equity

Dynamik eingebrochen

NACHRICHTEN Aevis: Mit Gesundheitsimmobilien gut im Geschäft

Quelle: swissl ake

anzahl und ziel-ek neu aufgelgter fonds

Die Real Estate Private Equit y Branche befindet sich weiterhin in schwierigem Umfeld. Investoren zeigen sich zurückhaltend; die Platzierungsgeschwindigkeit von Fonds verlangsamt sich.

PD/BW. Die Konsolidierung der Staatshaushalte in Europa wirkt sich zunehmend auch auf die Konsumneigung aus und beeinflusst das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes zahlreicher Volkswirtschaften. «Dieser Umstand ist eine der grössten Herausforderungen für die aktuelle Wirtschaftsentwicklung weltweit», sagt Bernhard Koehler, CEO des Swisslake Capital AG, eines unabhängigen Investmentberaters und Assetmanagers mit Standorten in Pfäffikon/Zürich und Singapur. «Auch wenn das Zinsniveau voraussichtlich für einen längeren Zeitraum von den Zentralbanken künstlich niedrig gehalten wird, ist der globale Ausblick

auf die Immobilienwirtschaft heterogen», meint Koehler und verweist darauf, dass zahlreiche Banken aufgrund regulatorischer Auflagen ihre Finanzierungsbereitschaft zurückschrauben. Interesse an Direktinvestitionen wächst

In den ersten neun Monaten des Jahres 2012 (Q1-Q3 2012) wurden gemäss Erhebung der Swisslake Capital AG weltweit 183 Fonds mit einem Ziel-Eigenkapitalvolumen von 71,8 Milliarden US-Dollar aufgelegt; allein im dritten Quartal 2012 waren es 56 Fonds mit einem ZielEigenkapitalvolumen von 22,9 Milliarden Dollar. Die im Jahr 2011 im ersten Halbjahr bei der Fondsauflage noch zu erkennende Dynamik sei inzwischen komplett eingebrochen, berichtet Koehler: «Die 2012er Werte zeigen, dass sich die Branche weiterhin in einem schwierigen >>>

Die Aevis Holding blickt auf ein erfolgreiches erstes Halbjahr zurück. Der konsolidierte Umsatz nahm im Berichtszeitraum um 61 Prozent auf 161,8 Millionen CHF zu; das EBITDA stieg um 39 Prozent auf 15,4 Millionen und das operative Ergebnis um 59 Prozent auf 5,4 Millionen CHF. Den grössten Teil der Gruppe macht weiterhin Genolier Swiss Medical Network (GSMN) aus; die Immobilien der jüngst übernommenen Swiss Healthcare Properties wurden erst nach Abschluss der Berichtsperiode integriert. GSMN als grösste Beteiligung der konsolidierten Gruppe konnte per Stichtag 30. Juni 2012 dank vier weiteren Akquisitionen in der ersten Jahreshälfte 2012 signifikant zulegen: Übernommen wurden die Clinica Ars Medica und Clinica Sant'Anna in Lugano, die Privatklinik Obach in Solothurn und Privatklinik Lindberg in Winterthur. Mit der Kapitalerhöhung, die an der ausserordentlichen Generalversammlung vom 2. Juli 2012 beschlossen wurde, und der damit verbundenen Integration der Swiss Healthcare Properties AG als 100prozentige Tochtergesellschaft habe man die Grundlagen für eine weitere nachhaltige Entwicklung geschaffen, ist das Management von Aevis überzeugt. Die Effekte dieser Akquisition sind im Halbjahresergebnis per 30. Juni 2012 noch nicht berücksichtigt, werden aber im Jahresergebnis 2012 integriert sein. Inklusive der neuen Tochtergesellschaft geht Aevis davon aus, im Geschäftsjahr 2012 ein proforma EBITDA von rund 50 Millionen CHF zu erzielen.


SCHWEIZER IMMOBILIENBRIEF Umfeld bewegt.» Die Gründe hierfür hätten sich im Vergleich zu früheren Berichtszeiträumen nahezu nicht verändert. Die Zahlen des Berichtszeitraums liessen auch für den Rest des Jahres keinen positiven Trends erkennen. «Zu viele in der Platzierung befindliche Fonds, die keine oder noch keine ausreichenden Eigenkapitalzusagen einwerben konnten, verstopfen die Vertriebskanäle», so Koehler. Aktuell seien mehr als 630 Fonds weltweit in der Platzierungsphase, die teilweise noch aus Auflagejahren von 2010 und früher stammen. Im Allgemeinen leide die Branche weiterhin unter der Investitionszurückhaltung vieler Investoren und dem zunehmenden Wunsch von volumenstarken Investoren, eigene

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Portfolien im Direktbestand mit eigenen Entscheidungskompetenzen aufzubauen. Dementsprechend habe sich in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres die Geschwindigkeit bei der Platzierung von Fonds weiter verlangsamt. Insgesamt konnten zwischen Anfang Januar und Ende September 2012 nur 70 Fonds Swisslake-Datenbank Die Swisslake Datenbank, eigenen Angaben zufolge eine der weltweit grössten Datenbanken für Real Estate Private Equity Investitionen, umfasst zum Stichtag 30. September dieses Jahres 3.460 Fonds, die von insgesamt 1.316 Fondsmanagern verwaltet werden.

/// 18_2012 / Seite 12 mit einem Eigenkapitalvolumen von 28,8 Milliarden Dollar endplatziert werden. Value-Add-Fonds gewinnen Marktanteile

In Bezug auf die Risikoallokation des Jahres 2012 haben sich im Vergleich zum Berichtszeitraum des Vorjahres einige Verschiebungen ergeben: Laut Swisslake Capital ging der Anteil der Corefonds von 26,0 Prozent im Vergleichszeitraum des Vorjahres auf 20,0 Prozent im Berichtszeitraum zurück, was im Wesentlichen auf Sättigungseffekte bei der Geschwindigkeit bei der Platzierung von Fonds zurückgeführt wird. Am deutlichsten konnten Value-Add-Fonds zugelegen;

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Seite 13 /18_2012 /// wobei der Schwerpunkt vor allem auf nordamerikanischen Fonds lag. Gemäss Swisslake stieg der Marktanteil der Value-Add-Fonds weltweit von 25,7 Prozent (Q1-Q3 2011) auf 35,2 Prozent an. Bei den opportunistischen Fonds zeigte sich ein leichter Rückgang des Marktanteils von 48,4 auf 44,9 Prozent. Bezugnehmend auf die geographische Allokation liegen die Nordamerikafonds im Berichtszeitraum vorne. Mit insgesamt 87 Fonds und einem Ziel-Eigenkapitalvolumen von 30,2 Milliarden Dollar machen sie einen Marktanteil von 42,0 Prozent aus und liegen damit deutlich über dem langfristigen Durchschnittswert (2005 - 2011) von 36,3 Prozent. Für Koehler dokumentiert dies ein «nachhaltiges Interesse

SCHWEIZER IMMOBILIENBRIEF von Fondsmanagern wie Investoren an den nordamerikanischen Immobilienmärkten». Finanzierungsfonds gefragt

Auffällig ist, dass die Fondsauflagen in den ersten neun Monaten des Jahres 2012 zunehmend durch spezialisierte Investitionsstrategien bestimmt wurden; mit 57,9 Prozent lagen diese deutlich über dem Vergleichswert des Vorjahreszeitraumes von 50,7 Prozent. Bei den Sektoren am deutlichsten zulegen konnten die Finanzierungsfonds. Insgesamt wurden 30 Fonds mit einem Ziel-Eigenkapitalvolumen von 17,8 Milliarden Dollar aufgelegt, was einem Anteil von 24,8

Prozent am Gesamtmarkt entspricht und deutlich über dem Vorjahreswert von 10,1 Prozent und dem langfristigen Durchschnittswert (2005-2011) von 12,0 Prozent liegt. Auch Wohnimmobilienfonds konnte Marktanteile gewinnen; in diesem Segment wurden weltweit 30 Fonds mit einem Ziel-Eigenkapitalvolumen von 7,4 Milliarden Dollar aufgelegt, was einem Marktanteil von 10,3 Prozent entspricht. «Eine kleine Renaissance zeichnet sich aktuell bei den Logistikfonds ab: Sie konnten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich zulegen», so Koehler. Mit elf Fonds und einem Ziel-Eigenkapitalvolumen von 3,9 Milliarden Dollar werde aktuell ein Marktanteil von 5,4 Prozent erreicht (Q1-Q3 2011: 1,4%). •

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07.03.2012 16:14:29


SCHWEIZER IMMOBILIENBRIEF

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Marktkommentar

Indirekte Immobilienanlagen verlieren leicht an Quote Immobilien-Aktien wie Immobilienfonds tendieren derzeit eher schwach: Sowohl Real wie SWIIT Index haben im laufenden Monat an Wert eingebüsst.

NH. Der Real Index hat diesen Monat 0,5 Prozent an Wert verloren. Für das laufende Jahr weist der Index der kotierten Schweizer Immobilienaktien allerdings noch eine positive Rendite von 11,4 Prozent aus. Für Umsatz sorgte zuletzt vor allem die Platzierung von 505.000 PSPN Aktien – bei 85,00 CHF/Aktie ein Gesamtvolumen von 42.925.000 CHF. Die Aktien stammen vom Grossaktionär Alony Hetz, der über die letzten Monate 1.400.000 Aktien mit einem Wert von gesamthaft 120.610.000 CHF verkauft hat. Die Alony Hetz Properties and Investments Ltd. hat inzwischen

per Pressemitteilung verlauten lassen, in den nächsten 90 Tagen keine weiteren Verkäufe tätigen zu wollen. Dies nimmt sicherlich Druck vom Titel, doch dürfte die Nachfrage auf diesem Niveau gesättigt sein. Der Titel wird somit vermutlich nur im Rahmen des Sektors eine Wertsteigerung erfahren, wohl weniger als Outperformer. Verk äufe bei den kotierteN Immobilienfonds halten an

Auch die kotierten Schweizer Immobilienfonds haben diesen Monat 1,4 Prozent eingebüsst; damit reduziert sich der Wertzuwachs für das laufende Jahr auf 3,49 Prozent. Aktuell sind immer noch stetige Verkäufe auf breiter Front zu beobachten. Diese Verkaufsprogramme laufen nun schon seit einigen Wochen; seit dem Höchststand vom 06. August 2012

Nicolas Hatt, Swiss Finance & Property

hat der SWIIT Index mehr als fünf Prozent verloren. Dass sich der Index bereits seit sechs Tagen (Stand: 25.10.2012, A.d.R.) klar unter dem 200-Tagesdurchschnitt bewegt, spricht kaum für das Einsetzen einer raschen und heftigen Gegenreaktion. Jedoch erachten wir die Stabilisierung auf einen Seitwärtstrend auf diesem Niveau für realistisch. Sollte sich diese Prognose über die nächsten Handelssessionen bestätigen, so wäre der Zeitpunkt für den Einstieg günstig in Verbindung mit engen Stoplosses. •

ANZE IGE

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SCHWEIZER IMMOBILIENBRIEF

Immobilien-Finanzmärkte Schweiz KURSE NICHTKOTIERTER IMMOBILIEN-NEBENWERTE

25. Oktober 2012

NOM . BRUT TO - VALOREN - BESCHREIBUNG TIEFST HÖCHST GELD BRIEF WERT DIVIDENDE NUM MER

500 3490024 N

AG für Erstellung billiger Wohnhäuser in Winterthu 35’000.00

43’510.00

42010

50 140241 N Agruna AG

4’000.00 4’400.00 4200

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1 4986482 I

Athris Holding AG I

1’025.00

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Athris Holding AG N

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155753 N Bürgerh aus AG, Bern

6.00 10202256 N

C a saInvest Rheintal AG, Diepoldsau Espace Real Estate Holding AG, Biel

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255740 N

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363758 I FTB Holding SA, Briss ago

136.00

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690.00

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690.00

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191008 N Im mges Via m al a, Thusis 257750 I Im mobiliare Phar m apark SA, Barbengo

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50.00 11502954 N Konkordia AG N

50

154260 N Löwengarten AG

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254593 N MSA Im mobilien, Adliswil

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7’245.00

5

1’160.00

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3’500.00

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525.00

525.00

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0

4’000.00

4’000.00

3000

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5’500.00

1

1 2989760 I Real Estate Holding

0

0.00

0.00

0

500 3264862 N Pfenninger & Cie AG, Wädenswil

6210

1’160.00

600

36.00

225664 I SAE Im mobilien AG, Unter ägeri

2’875.00

3’500.00

2950

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80.00

228360 N Schüt zen Rheinfelden Im mobilien AG, Rheinfelden

2’250.00

2’825.00

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7

800

160.00

231303 I Sia - Haus AG, Zürich

5’000.00

5’200.00

4950

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5 1789702 I Sihl Manegg Im mobilien AG

1000

172525 N TL Im mobilien AG

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253801 N Tersa AG

10’000.00

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256969 N Tuwag Im mobilien AG, Wädenswil

16’000.00

16’600.00

15000

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21’000.00

1

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5’075.00

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2.5 14805211 N Zug Estates N Serie A 100

635836 N Zürcher Freil ager AG, Zürich

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IMMOBILIEN BUSINESS

Das Schweizer Immobilien-Magazin


SCHWEIZER IMMOBILIENBRIEF

/// 18_2012 / Seite 16

Immobilien-Finanzmärkte Schweiz IMMOBILIENFONDS CH -VALOREN ANL AGEFONDS NA ME

24. oktober 2012 RüCKNA ME PREIS

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106.80

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652’474’363

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nich t kot ier t

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3’563’129’250

4’515’984 CS REF PROPERT Y PLUS

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276’935 CS REF INTERSWISS

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3’106’932 CS REF LIVINGPLUS

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2’097’025’510

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1’152’956’684

278’226 L A FONCIERE

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600’000’000

3’499’521 PATRIMONIUM SRE FUND

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1’042’560’000

3’743’094 SWISSC ANTO (CH) REF IFC A 2’616’884 SWISSINVEST REIF

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1’442’082 UBS SWISS RES. ANFOS

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1’442’085 UBS LEM AN RES. FONCIPARS

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1’442’087 UBS SWISS MIXED SIM A

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1’442’088 UBS SWISS COM. SWISSRE AL

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IMMOBILIENAKTIEN

24. oktober 2012

CH -VALOREN AKTIEN NA ME NAV

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SCHWEIZER IMMOBILIENBRIEF

Projektentwicklung/Stadtentwicklung

Neue Heimat für FCZ und GZ in Sicht

Ein Stadion ohne Mantelnutzung: Die neue Fussballarena in Zürich West

Zürich bekommt ein neues Fussballstadion. Die Pläne für die noch namenlose Arena hat der Zürcher Stadtrat Ende Oktober vorgestellt. Läuft alles rund, soll 2015 Baubeginn sein. Voraussichtlich im Herbst 2013 kommen die Projekte vor die Urne.

BW. Seit wenigen Tagen ist klar, wie die neue Zürcher Fussballarena in Zürich-West aussehen soll: Nach den Plänen, die der Zürcher Stadtrat, die Architekten und die Präsidenten der Fussballclubs FC Zürich (FCZ) und Grasshopper Club Zürich (GZ) in der letzten Oktoberwoche vorstellten, soll auf dem HardturmAreal «ein Stadion für den Fussball, für die Fans und für das Quartier» entstehen. Gebaut werden soll ein

Stadion mit maximal 19.500 Stehund Sitzplätzen, 15 Logen, einem Restaurant sowie zwei Fan-Bars; eine Mantelnutzung ist nicht vorgesehen. Daneben sollen 154 Wohnungen und verschiedene Infrastruktureinrichtungen errichtet werden, so etwa ein Doppelkindergarten, ein Hort sowie Gemeinschafts- und Gewerberäume; 42 Wohnungen sind für die Stiftung Wohnungen für kinderreiche Familien reserviert. Ziel ist, Zürich-West durch die Projekte weiter zu beleben. Im Unterschied zu den neuen Stadien Eine Ausstellung im Migros Herdern an der Pfingstweidstrasse 101 in Zürich informiert bis zum 11. November 2012 über sämtliche Modelle der 12 Stadion- und 62 Wohnprojekte inklusive der beiden Wettbewerbssieger.

in Basel, Bern, Luzern, Schaffhausen oder St.Gallen wird das neue Stadion in Zürich nicht privat finanziert; in Zürich ist die Stadt der Bauherr. Die Arena soll für jährlich 9,1 Millionen an eine noch zu gründende Betriebsgesellschaft vermietet werden, in der neben der Stadt Zürich auch FCZ und GC vertreten sind. Einen kleinen Aktienanteil will man zudem als «Volksaktien» auflegen. Die Investitionen für das Stadion werden auf 150 Millionen CHF veranschlagt. Hinzu kommen 44 Millionen CHF für das bereits erworbene Grundstück sowie für Grundstücksbereitstellungskosten (Abbruch und Altlastensanierung) und 30 Millionen CHF Reserve; alles in allem also rund 230 Millionen CHF. Die Wohnbauten sollen mit 103 Millionen CHF zu Buche schlagen. Stimmt der >>>


Gemeinderat zu, sollen die beiden Vorlagen den Zürcher Stimmbürgern voraussichtlich im September 2013 zur Abstimmung vorgelegt werden. 2015 soll Baubeginn sein; bis zum Saisonstart 2017/18 soll die neue Arena fertiggestellt sein.

>>>

Die Fussballarena «hat ihren Preis»

Medienberichten zufolge stossen die Kosten von rund 230 Millionen CHF für den neuen Stadionbau auf Kritik. Unklar sei, weshalb vergleichbare Stadien in der Schweiz deutlich weniger kosten als das Zürcher Vorhaben, heisst es. Das Hochbaudepartement liess eine Vergleichsstudie anfertigen; dem Vernehmen nach waren die Recherchen nicht einfach: Schweizer Stadionbauer – stets Private – hätten ihre Kostenmodelle nicht offengelegt, berichtet der «Tagesanzeiger». Doch ein Vergleich mit dem neuen Stadion in Luzern, das mit 80 Millionen zu Buche schlug, zeige, dass in der Aufstellung der Stadt Zürich nur 85,1 Millionen CHF (51 % der Ausgaben) der Zielkosten das Stadiongebäude an sich betreffen; in Luzern seien im

Unterschied zu Zürich zusätzliche Bauten und Leistungen nicht eingerechnet – beispielsweise 20 Millionen CHF für eine Tiefgarage und zwölf Millionen CHF für Ausstattung und Betriebseinrichtungen. Auch die Quersubventionierung durch die Wohntürme neben der Swissporarena (6 Mio. CHF) sowie zwölf Millionen CHF Baunebenkosten, Zinsen und Bauherrenleistungen würden in der Luzerner Kalkulation nicht berücksichtigt. Als weitere Gründe für die Verteuerungen in Zürich (ursprünglich war der Stadion mit 150 Mio. CHF veranschlagt worden) führt die Vergleichsstudie Mehrkosten für den Bau im Minergie-P-Standard auf, sowie den mit der «immensen Regelungsdichte» in Zürich verbundenen deutlich erhöhten Planungsaufwand und Umgebungsarbeiten (Erschliessung, Platzgestaltung, Veloparkplätze etc), für die 14 Millionen CHF (9 %) anfallen. Ferner mache der Wunsch nach einander gegenüberliegenden Fankurven den Bau einer neuen Passerelle erforderlich, um die Fans der Stadtclubs beziehungsweise von Gastclubs getrennt zu ihren Sektoren führen zu

/// 18_2012 / Seite 18 können. Zusammen mit den zuerst nicht geplanten Stehplätzen habe dies das Projekt um 15 Millionen CHF verteuert. «Die Fussballarena hat ihren Preis», räumte Stadtrat André Odermatt, Vorsteher des Zürcher Hochbaudepartements, ein. Doch werde ein höchst funktionales Stadion errichtet, «das viel Stimmung garantiert und den beiden Fussballklubs eine gute Basis für eine erfolgreiche Zukunft bietet». • SCHWEIZER IMMOBILIENBRIEF Das e-paper der Schweizer Immobilienwirtschaft Ausgabe 18/2012 / 7. Jahrgang / 150. Ausgabe. Verlag: galledia ag IMMOBILIEN Business Grubenstrasse 56, 8045 Zürich www.immobilienbusiness.ch Birgitt Wüst, Redaktionsleitung Erich Schlup, Verlagsleitung Massimo Esposito, Mediaberatung Susana Perrottet, Layout Administration & Verwaltung: info@immobilienbusiness.ch WEITERE TITEL: IMMOBILIEN Business Schweizer Immobiliengespräche HAFTUNGSAUSSCHLUSS: Der redaktionelle Inhalt stellt weder ein Angebot noch eine Aufforderung zum Abschluss einer Finanztransaktion dar und entbindet den Leser nicht von seiner eigenen Beurteilung. ISSN 1664-5162

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The Metropolitans: Wohnen im Hochhaus mit Rundumsicht

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SCHWEIZER IMMOBILIENBRIEF


SCHWEIZER IMMOBILIENGESPRÄCHE Das nächste Immobiliengespräch

Nachhaltigkeit – konkret umgesetzt Donnerstag, 15. November 2012, um 17.30 Uhr im Restaurant Metropol Zürich Nachhaltigkeit ist zur Zeit als Schlagwort allgegenwärtig. Wie sie konkret umgesetzt wird, ist jedoch für viele diffus und sehr unterschiedlich interpretierbar. Anhand verschiedener Beispiele zeigen Experten, wie Nachhaltigkeit in Gebäuden konkret umgesetzt werden kann und geben Antworten zu folgenden Fragen. · Wie ist Nachhaltigkeit aus Investorensicht zu beurteilen? · Wie können ökonomische und soziale Aspekte konkret umgesetzt werden? · Wie kann Flexibilität in Immobilien eingebaut werden? · Wie sehen moderne Energie- und Gebäudekonzepte aus? · Worauf ist bei der Planung zu achten? · Was ist beim Unterhalt und im Betrieb wichtig? Worauf achten Investoren?

Moderation: Dr. Markus Schmidiger, Studienleiter, Hochschule Luzern Referenten: · Andreas Binkert, Nüesch Development AG · Prof. Urs-Peter Menti, Hochschule Luzern, Zentrum für integrale Gebäudetechnik · Stefan Wehner, Priora Investment Services AG

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Die Teilnahme kostet 80 Franken. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmeldung: www.immobilienbusiness.ch oder per Mail an christine.vonmuralt@immobilienbusiness.ch Die Schweizer Immobiliengespräche finden achtmal im Jahr statt. Namhafte ReferentInnen halten Vorträge, diskutieren auf dem Podium und beantworten Fragen zu aktuellen und spannenden Themen. Anschliessender Apéro mit Networking und Erfahrungsaustausch.

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150. Immobiienbrief