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SCHWEIZER

Ausgabe 122_ 6. Jahrgang / 11. Juli 2011

IMMOBILIENBRIEF Das e-paper der Schweizer Immobilienwirtschaft EDITORIAL

Inhalt

2 KMP: «Scherenbildung korrigieren» 4 E&V: Neue Preisrekorde 4 Nachrichten: Andermatt Swiss Alps 8 JLL: Glanz und Glamour 9 Nachrichten: Aldi/Lidl 10 Nachrichten: Spar 11 IVG Research: «150 Milliarden Umsatz realisierbar» 13 Immobilienfinanzierung: Konkurrenz für Banken 14 Nachrichten: Acron/Züblin /Allreal/Implenia 15 Marktkommentar 15 Nachrichten: UBS AST/CS 16 Immobiliennebenwerte 17 Immobilienfonds/-Aktien 18 Projekt: Torfeld Süd Aarau 19 Nachrichten: Peach Property 19 Impressum

Luxusimmobilien gefragt Im Urserntal sind die Bauarbeiten für das Tourismusprojekt Andermatt Swiss Alps auf Kurs: Im November soll das Hotel „The Chedi“ im Rohbau stehen; der Verkauf der Villen und Chalets läuft den Angaben zufolge gut, trotz des hohen Frankens. Mit dem Projekt hatte Orascom-Chef Samih Sawiris anscheinend die rechte Idee zur richtigen Zeit: Luxusgüter und Nobelimmobilien sind gefragter denn je. Wie Jones Lang LaSalle berichtet, Birgitt Wüst Redaktionsleiterin verzeichneten Luxusgüterkonzerne zuletzt zweistellige Umsatzzuwächse und Detailhandelsimmobilien an «Luxuslagen» in der Folge Höchstwerte, ungeachtet der noch nicht lange zurückliegenden Finanzmarktkrise. Preisrekorde auch bei Nobelresidenzen: Im jüngst veröffentlichten europaweiten Ranking von Engel & Völkers liegt Monaco mit seinem knappen Angebot an der Spitze. Hier wurden stolze 148.000 Euro für ein Appartement bezahlt – pro Quadratmeter. Auch Londoner Lagen sind begehrt; vor allem Superreiche aus Griechenland, Spanien und Italien sollen sich dort Nobelunterkünfte sichern. Nicht zuletzt locke die sichere Vermögensanlage in Pfund, kommentiert Savills. Andermatt Swiss Alps – noch nicht einmal fertig gebaut – belegt im E&V-Ranking bereits Platz 12. Auf die Konjunktur für Luxusimmobilien setzt auch Peach Property und expandiert: Zur Finanzierung des Wachstums platziert die deutsche Tochtergesellschaft eine Unternehmensanleihe. Mehr hierzu und zu weiteren Themen lesen Sie auf den folgenden Seiten. Mit den besten Grüssen Birgitt Wüst

Partner Immobilienbrief 

SCHWEIZER IMMOBILIENGESPRÄCHE Renovation, Umnutzung oder Ersatzneubau? SCHWEIZER Szenarien für nicht marktgerechten Objekte

IMMOBILIENGESPRÄCHE

Donnerstag, 25. August 2011 um 17.30 Uhr im Kongresshaus Zürich

Anmeldung unter www.immobilienbusiness.ch / vonmuralt@ibverlag.ch Teilnahme CHF 75.-. Die Teilnehmerzahl ist beschränkt Do, 17. Februar 2011 um 17.30 Uhr im Kongresshaus (Vortragssaal) in Zürich

Anlagestrategien institutioneller

// Schweizer Immobilienbrief / Immobilien Business Verlags AG oder / 8045 Zürich / www.immobilienbusiness.ch // Investoren: Core Kreativität? Die Anlagestrategien vieler institutioneller Investoren in der Schweiz gleichen sich sehr stark. Mit dem Resultat, dass viele Gelder in die gleichen Immobilien investiert werden wollen, was in den letzten Jahren zu massiv sinkenden Renditen im Core-Bereich geführt hat. Verschiedene, vor allem grosse Investoren haben sich Gedanken über Alternativen gemacht. Fonds mit alternativen Anlagethemen werden aufgelegt. Für den Investor stellt sich die Frage, wieweit er mit dem Strom


SCHWEIZER IMMOBILIENBRIEF

/// 14_2011 / Seite 2

Wohnimmobilienmärkte Schweiz

«Scherenbildung muss korrigiert werden» Die Diskussionen über den Schweizerischen Immobilienmarkt halten an. Für Kuoni Mueller & Partner ein sicheres Zeichen dafür, dass sich der Markt nicht im «Normalbereich» befindet.

PM/BW. «Während die einen immer vehementer von einer – zumindest regionalen – Immobilienblase reden, diskutieren andere über die effektive Preisentwicklung von Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern

in den vergangenen Jahren –  auch dies ist kein sonderlich vertrauenswürdiges Zeugnis über die Transparenz am hiesigen Markt», konstatiert Felix Rappold, Partner beim Zürcher Immobilienberatungsunternehmen Kuoni Mueller & Partner (KMP). Die Transparenz habe sich in den vergangenen Jahren zwar stark verbessert, genüge offenbar aber immer noch nicht, um eine eindeutige Schlussfolgerung über den Zustand des Immobilienmarktes abzugeben. Aus Sicht des Praktikers könne je-

denfalls festgestellt werden, dass die Preise in den vergangenen Jahren unüblich rasch und stark gestiegen sind. «Mancherorts sind die angebotenen Preise mehr als nur gewöhnungsbedürftig», meint Rappold und verweist darauf, dass sich die Entwicklung der Immobilienpreise seit längerem deutlich über derjenigen der Einkommen bewege. «Diese Scherenbildung wird längerfristig korrigiert werden müssen», ist sich der Experte sicher. «Um es in der Börsensprache auszudrücken: Der Zürcher Immobilienmarkt

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// Schweizer Immobilienbrief / Immobilien Business Verlags AG / 8045 Zürich / www.immobilienbusiness.ch //


Seite 3 / 14_2011 ///

SCHWEIZER IMMOBILIENBRIEF

Preise am Zürcher Wohnimmobiliemarkt: «Mancherorts mehr als nur gewöhnungsbedürftig»

ist überkauft, bzw. bestimmt nicht unterbewertet!» Sollte sich die Kluft zwischen Einkommen und Preisen in der nahen Zukunft nicht bald zu schliessen beginnen, dann wäre dies ein sehr ernstes Gefahrensignal für die Stabilität der hiesigen Liegenschaftspreise. Tiefe Zinsen und Wirtschaftswachstum bleiben Schlüsselfaktoren

Eine solche Preissituation bedeute aber nicht zwangsläufig, dass Wohneigentum in nächster Zeit günstiger werden muss. Rappold zufolge ist nicht auszuschliessen, dass mehr oder weniger einfach nichts mehr geschieht, dass heisst, dass sich die Preise konsolidieren und eine Pause einlegen: «Genau diese Entwicklung stellen wir bei den hochpreisigen Immobilien, insbesondere an beiden

Seeufern und den Top-Quartieren der Stadt fest. Die da und dort überzogenen Verkaufspreisvorstellungen der Eigentümer treffen bereits häufiger als gedacht nicht mehr den Geschmack der Käufer.» Insbesondere bei Immobilien, bei denen der Schätzwert der finanzierenden Bank deutlich nach unten abweicht, sei Zurückhaltung angebracht: «Bei solchen Objekten besteht Verhandlungsspielraum oder sie kommen später günstiger auf den Markt.» Daher prognostiziert KMP eine –  volkswirtschaftlich nicht unerwünschte – Beruhigung an der Preisfront. Die Schweizerische Nationalbank wird wegen der Frankenstärke die Zinsen noch weit über 2011 tief belassen, und da der Wirtschaftsmotor und damit die Zuwanderung weiterhin gut laufen, wenn auch weniger hochtourig, müsse mit keinen substantiellen Verschiebungen am

Zürcher Immobilienmarkt gerechnet werden, meint Rappold. «Vorausgesetzt, das makroökonomische Umfeld in Europa und vor allem in Deutschland bleibt stabil, erachten wir den Kauf von Wohneigentum gegenüber der Wohnungsmiete als weiterhin interessant und lohnenswert.» Für Investoren beurteile KPM insbesondere die Projektierung von nicht übertrieben grossflächigen Eigentumswohnungen im Bereich unter zwei Millionen CHF als «sehr vielversprechend». •

Felix Rappold, Partner beim Zürcher Beratungsunternehmen Kuoni Mueller & Partner


SCHWEIZER IMMOBILIENBRIEF

/// 14_2011 / Seite 4

Wohnimmobilienmärkte Europa NACHRICHTEN Andermatt Swiss Alps Grossprojekt kommt voran Das Grossprojekt Andermatt Swiss Alps schreitet zügig voran. Auf den drei Grossbaustellen Hotel The Chedi Andermatt, Podium und Golfplatz sind die Arbeiten dank guten Wetters dem Plan teilweise voraus. Im November 2011 soll der Rohbau des Hotels The Chedi Andermatt fertig sein, bis Ende 2011 ein Drittel des insgesamt 46.000 qm grossen Podiums stehen - es bildet die konstruktive Basis für die Überbauung mit 42 Apartmenthäusern, fünf Hotels, Restaurants und Läden. Auch die ersten GolfFairways und Greens wurden inzwischen besät: Der Spielbetrieb auf dem 18-Loch Golfplatz soll 2013 starten. Wie die Andermatt Swiss Alps AG mitteilt, wurden 2011 Bauaufträge im Umfang von 55 Millionen CHF erteilt; in den kommenden Wochen würden weitere Aufträge im Umfang von 60 Millionen CHF vergeben. Damit wird Andermatt Swiss Alps bis Ende 2011 Aufträge von insgesamt 185 Millionen CHF seit Baubeginn erteilt haben. Trotz des starken Frankens hätten im ersten Halbjahr 2011 Kaufverträge für 53 Millionen CHF abgeschlossen werden können; Reservationsverträge bestünden per Ende Juni im Umfang von 22,5 Millionen CHF. In der zweiten Jahreshälfte wird die Erteilung der Baubewilligungen für die ersten vier Wohnhäuser, für die erste Villa und für das Golfclubhaus erwartet. Gegen Ende Jahr werden Baubewilligungsgesuche für das Hotel Radisson Blu, die Sportcenter, die Talstation der neuen Gondel- und Sesselbahn A nd e r m at t-Nät s c he n- Güt s c h und für die Fussgänger- und die Skiunterführung eingereicht.

Neue Preisrekorde bei Wohnimmobilien

Kostspielige Immobilie in Monaco: Das Gebäude mit der Penthousewohnung «Belle Epoque»

DAS Maklerhaus Engel & Völkers (E&V) hat ein Ranking der teuersten Objektverk äufe Europas aufgestellt. Spitzenreiter ist Monaco.

BW. Die Strasse mit den teuersten Wohnimmobilien in Europa liegt derzeit im Fürstentum Monaco. Dort war ein namentlich nicht genannter Investor aus dem Nahen Osten von einem Penthouse mit Blick auf den Yachthafen anscheinend derart angetan, dass er sich die Wohnung in der Avenue d’Ostende in Monte Carlo 199 Millionen GPB (rund 240 Millionen Euro) kosten liess. Das Penthouse reicht über zwei Etagen und 1.625

Quadratmeter und bietet Spa, Kino und Garten. „Belle Epoque“ heisst die bislang wohl teuerste Wohnung, die in Monte Carlo verkauft wurde, berichtet die Wirtschaftszeitung „Financial Times“. Vorbesitzer waren die Londoner Immobilienhändler Christian und Nick Candy. Der Kauf erfolgte laut Engel & Völkers (E&V) im vergangenen Herbst – zu stolzen 148.000 Euro/qm. An zweiter Stelle in dem vom Hamburger Maklerhaus erstellten Ranking der teuersten Objektverkäufe in Europa folgen Wohnsitze auf der Mittelmeerinsel Sardinien: In der Romazzino Bucht werden Quadratmeterpreise bis zu 100.000 Euro gezahlt Basis der

// Schweizer Immobilienbrief / Immobilien Business Verlags AG / 8045 Zürich / www.immobilienbusiness.ch //


Seite 5 / 14_2011 /// aktuellen Studie sind die im vergangenen Jahr erfassten oder vermittelte Wohnimmobilien. London belegt Platz drei, angeführt durch die Strasse Knightsbridge im Nobelbezirk Kensington; mit Quadratmeterpreisen von bis zu 76.000 Euro ist Knightsbridge gleichzeitig auch die teuerste Strasse Europas, die innerhalb einer Grossstadt liegt. Wie britische Medien unter Berufung auf weitere Maklerunternehmen berichten, bringen vor allem Superreiche aus den europäischen Schuldenländern ihr Geld in das Nicht-Euro-Land Grossbritannien. Das Interesse aus Griechenland, Spanien und Italien an Immobilien in vornehmen Londoner Vororten wie Mayfair und Belgravia sei deutlich angestiegen, heisst es: Reiche aus südeuropäischen Ländern verstärkten jetzt die bestehenden Kolonien aus Russland, Indien und den Golfstaaten in der britischen Hauptstadt. Vor allem locke die Aussicht auf sichere Vermögensanlagen in Pfund, sagte Yolande Barnes, Chefanalystin von Savills Research dem «Finances Journal». Auch Privatbanken berichten von einem Anstieg von Geschäften mit Käufern aus den Krisenstaaten. Der Anteil von Kunden aus dem westeuropäischen Ausland beim Kauf von Immobilien in guten Londoner Wohnlagen >>>

SCHWEIZER IMMOBILIENBRIEF Die Top Ten des Engel & Völkers-Ranking Land

Stadt

Strasse

1

Monaco

Monte Carlo

- Avenue d’Ostende

148.000

2

Italien (Sardinien)

Ponte Cervo

- Romazzino Bucht

100.000

3

UK

London

- Knightsbridge - Chesham Place - Eaton Square

76.000 56.000 48.000

4

Frankreich

Saint-JeanCap-Ferrat

Chemin de Saint-Hospice

71.000

Frankreich

Cannes

- Chemin de Collines - Avenue du Paradis Terrestre

50.000

5

50.000

50.000

6

Frankreich

Paris

- Avenue Montaigne - Avenue des Champs-Elysées - Rue Faber - Place Fürstemberg

Schweiz

St. Moritz

- Via Suvretta/ Suvrettahang - Via Tinus

48.000

7

50.000 30.000 30.000

24.000

8

Schweiz

Genf

- Rue des Granges - Rue François-Bellot

39.000 35.000

Deutschland (Insel Sylt)

Kampen

- Hobokenweg - Heideweg/ Heidewinkel

35.000

9

- Schillerplatz - Kohlmarkt, Graben, Kärntnerstrasse - Weihburggasse

21.000

10

Österreich

Wien

Quelle: Engel & Völkers, Juni/2011

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SCHWEIZER IMMOBILIENBRIEF ist Savills zufolge in diesem Jahr auf 14 Prozent (Vorjahr: elf Prozent) gestiegen; der Anteil von Käufern aus Spanien, Italien und Griechenland in dieser Gruppe sei auf 36 Prozent (2010: 25 %) gestiegen. Im Engel und Völkers-Ranking bleibt Frankreich ebenfalls Ziel der Käufer von Luxusimmobilien und belegt dort die Plätze vier bis sechs. Auf Rang vier und fünf rangieren die Côte d’Azur-Städte Saint-JeanCap Ferrat und Cannes mit bis zu 71.000 respektive 50.000 Euro/qm 50.000. In der an sechster Stelle platzierten französischen Hauptstadt sind Wohnungen in der Avenue Montaigne, in der Nähe der Avenue des Champs Elysées, besonders gefragt. In beiden Strassen, mitten im Zentrum von Paris, werden bis zu 50.000 Euro/qm bezahlt. Die Schweiz ist ebenfalls unter den Top Ten, und das gleich mehrfach. Preise von bis zu 48.000 Euro für den Quadratmeter Wohnfläche wurden in der Via Suvretta in St. Moritz registriert. Damit belegt der berühmte

>>>

Skiort Platz sieben im E&V-Ranking; gefolgt von Genf auf Platz acht: In der Rue des Granges werden Quadratmeterpreise bis zu 39.000 Euro bezahlt. Die teuersten Adressen im nördlichen Nachbarland liegen weiterhin auf Sylt. Der Hobookenweg in der begehrten Wattlage von Kampen kommt mit 35.000 Euro/qm auf Platz neun in der europäischen Rangliste. Preistreiber: Einzigartige Lagen und extreme Knappheit

Neben den teuren Zweitwohnsitzgebieten liegen die teuersten Wohnadressen Europas vor allem in den grossen Metropolen. Deutliche Preissteigerungen besonders in den vergangenen Jahren verzeichnet Wien, Drehscheibe zwischen Ost-, Süd- und Westeuropa. Die teuersten Wohneinheiten liegen direkt im Zentrum im 1. Bezirk der österreichischen Hauptstadt. Am Schillerplatz mit Blick zur Oper und zum zentralen Museum Albertina werden Preise bis zu 21.000 Euro je Quadratmeter

/// 14_2011 / Seite 6 gezahlt. Mit Quadratmeterpreisen bis zu 20.000 Euro führt München die Metropolen Deutschlands auf Platz elf an. Selbst zahlreiche Luxusneubauprojekte können die grosse Nachfrage nicht befriedigen, so dass die berühmte Maximilianstrasse, die Pienzenauer Strasse im Herzogpark oder auch die Müllerstrasse im szenigen Glockenbachviertel Preise wie in Mailand (Via Montenapoleone im Herz des Modezentrums), Zürich (Storchengassen in der Altstadt) und Rom (Piazza Navona in unmittelbarer Nähe des Pantheons) erzielt. Platz 12 des europäischen Rankings von E&V belegt mit Quadratmeterpreisen von 19.000 Euro/qm schon jetzt das Schweizer Alpendorf Andermatt – dabei ist das prestigeträchtige Projekt Andermatt Swiss Alps von Samih Sawiris noch mitten im Bau. Nicht ganz so teuer, aber immer noch im deutlich fünfstelligen Bereich bewegen sich die Kaufpreise je Quadratmeter Wohnfläche in Hamburg sowie in Spaniens Metropole Barcelona. Im Harvestehuder Weg an der

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Seite 7 / 14_2011 /// Hamburger Aussenalster werden für extravagante Neubau-Penthäuser bis zu 16.000 Euro je Quadratmeter gezahlt. Die teuerste spanische Strasse auf dem Festland ist der Prachtboulevard in Barcelona Passeig de Gràcia in voller Schönheit des katalanischen Jugendstils. Auf demselben Preisniveau liegt auch das belgische Seebad Knokke, in dem insbesondere die Ferienhäuser direkt an der Strandpromenade Quadratmeterpreise bis zu 14.000 Euro erzielen. Platz 15 belegt Mallorca: Am Cap de Formentor, dem nördlichsten Punkt der Baleareninsel, zahlen Käufer bis zu 12.200 Euro/qm. Die Gründe für die europäischen TopPreise sind vielfältig. «Die höchsten Preise haben wir dort verzeichnet, wo sich extreme Exklusivität mit höchster Knappheit vereinigt», sagt Christian Völkers, Vorstandsvorsitzender der Engel & Völkers AG. Es handele sich um kleinste Areale mit einigen wenigen Strassen, die angesichts einer nicht mehr zu befriedigenden Nachfrage Kaufpreise zeigen, die weit ab

SCHWEIZER IMMOBILIENBRIEF

Ein enges und sehr teures Pflaster: Monaco.

von den Durchschnittspreisen liegen. Allerdings gelten die Toppreise nur eingeschränkt. «Nicht jede Wohnung und damit auch nicht jeder Quadratmeter erreicht in den Bestlagen der Metropolen und Urlaubsregionen die von uns ermittelten Spitzenpreise», betont Völkers. Neben einer äusserst

exklusiven Lage müssten auch jegliche Details der Objekte vom Grundriss bis zur Ausstattung stimmen. Angesichts der weltweit steigenden Nachfrage nach besonders exklusiven Wohnimmobilien geht Engel & Völkers davon aus, dass die Spitzenpreise künftig weiter steigen werden. •

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/// 14_2011 / Seite 8

Detailhandelsimmobilien Europa

Glanz und Glamour als Immobilienperspektive

Derzeit die teuerste Luxusmeile in Europa: Londons New Bond Street

Der Handel mit Luxusgütern boomt; kein anderes Handelssegment ist ähnlich global ausgerichtet; die Luxuslabels befinden sich auf Expansionskurs. Jones Lang LaSalle befasste sich mit der Präsenz internationaler Luxusanbieter in Europas wichtigsten Metropolen.

PD/BW. Der Markt für Luxusgüter hat die Finanzkrise schneller als erwartet hinter sich gelassen. Die führenden Luxusgüterkonzerne ver-

zeichneten zuletzt zweistellige Umsatzzuwächse oder sogar Rekordjahre. Stets fällt dabei die steigende Umsatzbedeutung der jeweiligen Standortnetzwerke ins Auge. Jones Lang LaSalle (JLL) hat vor diesem Hintergrund eine Studie (s. Kastentext) zur Präsenz der 100 namhaftesten Luxuslabels in über 20 Metropolen Europas vorgelegt. Paris, London und Mailand sind danach die Top 3-Städte mit der höchsten Dichte an Luxus-Shops. Die höchsten Ladenmieten werden in der Londoner New Bond Street erzielt. «Der Handel mit Luxusgütern ist

auch aus der Immobilien-Perspektive einzigartig. Kein anderes Handelssegment ist ähnlich konsequent international ausgerichtet», heisst es in der JLL-Studie. Bei ihrer Expansion setzten Luxusanbieter derzeit insbesondere auf Asien und die Schwellenländer. Aber auch in den entwickelten westlichen Märkten werde in die Standortnetzwerke investiert. Dieser Trend äussere sich in aufwändigen Renovierungen und Vergrösserungen bestehender Stores; ferner gehe es um Standortverbesserung innerhalb der Luxusmeilen. Bestehende Lücken im

// Schweizer Immobilienbrief / Immobilien Business Verlags AG / 8045 Zürich / www.immobilienbusiness.ch //


Seite 9 / 14_2011 /// jeweiligen Standortnetzwerk würden derzeit gezielt beseitigt. «Dies trifft in besonderem Masse auf Deutschland zu, das als europäische Konjunkturlokomotive derzeit im Fokus der Luxusanbieter steht», berichtet Doris von Muschwitz, Leiterin Einzelhandelsvermietung Deutschland bei Jones Lang LaSalle. Paris: unangefochtene Luxusmetropole Europas

Die höchste Dichte an internationalen Luxuslabels sei indes in Paris anzutreffen, so Muschwitz. Mit über 150 Luxusshops sind die von JLL definierten 100 Luxusmarken in der französischen Hauptstadt zum Teil gleich mehrfach vertreten. Nur London kann in dieser Hinsicht mithalten und weist mit insgesamt 125 Shops ebenfalls etliche Doppelstandorte auf. Mailand komplettiert mit knapp 90 Luxuslabels die Top 3. Während sich das Angebot in den meisten Metropolen auf jeweils eine Strasse konzentriert, sind besonders in den Megacities London, Paris und Moskau gleich mehrere hochwertige Luxuslagen anzutreffen. Insgesamt zeigen die Zahlen, dass Paris als unangefochtene Luxusmetropole Europas gelten kann. Nur London, und mit Abstrichen auch Mailand, können in der Liga der Top 3 mithalten. Die

SCHWEIZER IMMOBILIENBRIEF höchste Präsenz in den untersuchten westeuropäischen Städten weist mit über 40 Standorten Hugo Boss auf. Das Label hat in den letzten Jahren massiv in sein Standortnetzwerk investiert und die Internationalisierung konsequent vorangetrieben. In vielen Metropolen ist Hugo Boss gleich mit mehreren Shops seiner Hauptmarke vertreten. Auch Max Mara hat eine ausgesprochen hohe Shopdichte. Die Top-Luxuslabels Burberry, Cartier, Escada, Gucci, Louis Vuitton und Prada verfügen jeweils über mindestens 25 Shops und erreichen damit in der Regel eine Vollabdeckung der analysierten Metropolen. Insgesamt betreiben die von Jones Lang LaSalle definierten 100 Luxuslabels fast 1.000 Shops in den analysierten europäischen Städten. Trend zur Vertikalisierung setzt sich durch

Die New Bond Street in London ist die teuerste Luxusmeile in Westeruropa. Ein Quadratmeter Ladenfläche schlägt hier in der Spitze mit Jahresmieten bis zu 7.900 Euro zu Buche. Es folgen die Avenue Montaigne in Paris mit bis zu 7.500 Euro/qm und die Moskauer Toplage Stoleshnikov Lane mit bis zu 7.015 Euro/qm. Die italienischen Luxuslagen Via Montenapoleone in Mailand und >>>

NACHRICHTEN Discounter: Aldi und Lidl expandieren weiter Laut GFK-Marktreport erreichten Aldi Suisse und Lidl im Jahr 2010 zusammen mit 193 Verkaufsstellen einen geschätzten Umsatz von 1,9 Milliarden CHF, gegenüber 2009 ein Plus von 33 Prozent. Bis ins Jahr 2013 wird ein Umsatz von rund drei Milliarden CHF erwartet. Pro Jahr wollen die beiden Discounter rund 50 neue Verkaufsstellen eröffnen. Unterdessen dominieren Migros und Coop weiterhin den Schweizer Detailhandel, auf Platz drei Denner vor Manor; Platz fünf belegt Aldi vor Volg. Auf Platz sieben kam die Landi mit einer Zuwachsrate von 11 Prozent. Der Hintergrund: Alte kleinere Verkaufsstellen werden geschlossen; attraktive neue Läden mit rund 2.000 qm Verkaufsfläche eröffnet. Auch andere kleinere Händler konnten 2010 an Umsatz zulegen, so etwa Conforama (+ 7 %), die Optikhändler Visilab und Fielmann (jeweils 10 %) oder die Drogeriekette Müller (+22 %); auch Lyreco, LeShop, Chicorée und Weltbild erreichten überdurchschnittliche Zuwachsraten.

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SCHWEIZER IMMOBILIENBRIEF Via Condotti in Rom komplettieren die Top 5. Spitzenreiter in Deutschland ist die Münchner Maximilianstrasse mit jährlich 3.000 Euro/qm. Trotz boomender Online-Angebote ist der stationäre Handel gerade im Luxussegment ein sehr wichtiges Erfolgskriterium. Die Bilanzen der wichtigsten Anbieter zeigen eindrucksvoll, dass die Umsatzbedeutung selbstbetriebener Shop-in-Shops und Stores in den letzten Jahren erheblich gestiegen ist. Fast alle Luxusmarken haben deshalb in den letzten Jahren massiv in eigene Retailstrukturen investiert und sich vom Wholesale-Geschäft unabhängiger gemacht. «Im Zuge dieser Entwicklung sind erhebliche Investitionen in die Steigerung der Flächenproduktivität festzustellen», betont von Muschwitz: «Luxusanbieter investieren in die Schnelligkeit ihrer Prozesskette, ohne die eine funktionierende Steuerung eigener Flächen nicht zu bewerkstelligen ist. Gleichzeitig setzt sich der Trend zur Vertikalisierung auch im Luxusbereich durch. Die Kollektionen werden marktgerechter und fallen in ihrem Umfang kleiner aus. Wie im konsumiger orientierten Textilhandel hat die zeitliche Aufei-

>>>

NACHRICHTEN Spar Tankstellen im Visier Der Detailhändler Spar steigt in der Schweiz in das Geschäft mit Tankstellen-Shops ein und kooperiert mit der A.H Meyer & Cie, einem Mitglied des AviaTankstellenverbundes. Am Zürcher Mythenquai wurde jetzt ein erster «SPAR express»-Laden eröffnet; Mitte Juli soll ein weiteres Geschäft in Winterthur Grüze folgen. Betrieben werden die Tankstellen-Shops von Spar durch Contashop, ein Tochterunternehmen der Oettinger Davidoff Group aus Basel. Nach einer erfolgreichen Testphase sollen weitere Avia-Shops der A.H Meyer & Cie auf «SPAR express» umgestellt werden, heisst es.

Spar expandiert in der Schweiz

/// 14_2011 / Seite 10 nanderfolge der Kollektionen erheblich zugenommen und entfernt sich mehr und mehr vom klassischen Saisongeschäft.» •

Zur Studie Die Studie «Glanz und Glamour in Europas Luxusmeilen» analysiert die Präsenz der aus Sicht von Jones Lang LaSalle 100 bedeutendsten Luxusmarken in den 21 wichtigsten europäischen Metropolen. Bei der Ermittlung der Shopanzahl in den jeweiligen Städten werden ausschliesslich Luxusmarken mit in Eigenregie betriebenen Standortnetzwerken berücksichtigt. Die Auswertung bezieht ausschliesslich Shops in 1a-Lagen und EinkaufsGalerien ein. Zudem werden nur Shops der jeweiligen Hauptmarke berücksichtigt. Zweitmarken sind ebensowenig Bestandteil der Erhebung wie Franchise- und Multilabelstores. Auch Markenshops in namhaften Luxuskaufhäusern werden mangels Transparenz nicht berücksichtigt. Geografisch bezieht sich die Analyse stets auf das Zentrum der jeweiligen Stadt. Im Mittelpunkt stehen dabei die renommierten Luxusmeilen, gegebenenfalls ergänzt um die umliegenden Seitenstrassen.

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Seite 11 / 14_2011 ///

SCHWEIZER IMMOBILIENBRIEF

Immobilieninvestmentmärkte Europa

«150 Milliarden Euro Umsatzvolumen realisierbar» Der Aufschwung an den Immobilieninvestmentmärkten Europas ist unübersehbar – trotz weiter bestehener Hindernisse. So lautet das Fazit der IVG-Analysten, die sich 80 europäische Standorte etwas genauer ansahen.

PD/BW. Trotz der hohen gesamtwirtschaftlichen Risiken wird sich die Aufwärtsdynamik an den europäischen Immobilieninvestmentmärkten angesichts des hohen Volumens an wertsicherer Anlage suchenden Kapitals fortsetzen. So lautet das Ergebnis des akutellen Research-Berichts der IVG Immobilien AG «Europäische Büroimmobilienmärkte 2011» . Der Bericht nimmt zum ersten Mal 80 Standorte in Europa unter die Lupe und untersucht diese auf ihr Risikopotential und ihre Wachstumschancen. Demnach werden die Risiken, darunter die Staatsschuldenproblematik und die Erblasten der jüngsten Finanzkrise, den Aufschwung an den Märkten nicht bremsen. IVG Research erwartet für die kommenden 24 Monate vielmehr eine starke internationale Ausweitung der Investitionsaktivitäten. «Zeit der Rückbesinnung ist vorbei»

Dies werde bereits beim ersten Blick auf die untersuchten Standorte deutlich: Das Marktspektrum der internationalen Anleger werde in den kommenden Quartalen deutlich breiter. «Vorbei sind die Zeiten der Rückbe-

investments 2010 nach zielländern

Die Kernfragen der IVG-Studie: Wie gross sind die konjunkturellen Rückschlageffekte aufgrund der angespannten Währungssituation in Europa? Welche Wege geht das Kapital, das in den kommenden 24 Monaten in Immobilien investiert werden soll? Welche europäischen Märkte spielen hierbei eine besondere Rolle? Haben Märkte wie Grossbritannien und Frankreich den Zyklushöhepunkt bereits erreicht? Beschränkt sich die Erholung auf Teilmärkte oder profitieren die Märkte in ihrer Breite von der Trendwende? Kommen neue Anlageländer in den Blickwinkel der Investoren? Wenn ja, welche? Stellt die erwartete Refinanzierungswelle trotz Markterholung noch eine Gefahr für den Immobiliensektor dar?

sinnung auf die Heimatmärkte», sagt Thomas Beyerle, Leiter Research der IVG. Verantwortlich dafür seien vor allem drei Gründe: «Erstens: Die heimischen Core-Märkte sind von den Investoren schon gründlich gescreent worden. Das Angebot an geeigneten Investmentobjekten kann mit der Nachfrage nicht Schritt halten, die Renditekompression ist bereits weit fortgeschritten. Zweitens: Die Investorengelder, die für Immobilien allokiert wurden, sollen trotzdem angelegt werden. Und drittens: Die Risikoeinschätzung der ausländischen Märkte basiert mittlerweile wieder auf einer fundamentalen und damit eher rationalen Einschätzung.» Kein Wunder also, wenn internationale Investoren angesichts des Engpasses an gut vermieteten Objekten in bevorzugten Lagen mit entsprechend hohen Preissteigerungen schon wieder auf riskantere Engagements in Mittel- und Osteuropa und auf moderne, aber problembehaftete Objekte mit tendenziellem Leerstand oder mit Sanierungslasten schielen, sofern die Investitionen ein entsprechend hohes Wertaufholpotential versprechen. Akteure handeln besonnen und vorsichtig

Rein quanitativ betrachtet, habe der europäische Investitionsmarkt inzwischen ein Gesamtvolumen von etwa 1,5 Billionen Euro. Unterstellt, dass aufgrund der skizzierten Gemengelage im Schnitt zehn Prozent pro Jahr gehandelt werden, erscheine grundsätzlich ein Umsatz- >>>


SCHWEIZER IMMOBILIENBRIEF

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miet- und yield-perspektiven in den jahren 2011 bis 2013 im spitzenbürosegment

volumen von 150 Milliarden Euro realisierbar, so Beyerle: «Eine Dimension, die bislang allein während der Kreditschwemme der Jahre 2005 bis 2007 erzielt wurde.»

>>>

Konjunkturaufschwung ist noch fragil

Gewissen Anlass zur Skepsis geben aus Sicht der IVG-Researcher unterdessen die nach wie vor hohen gesamtwirtschaftlichen Abwärtsrisiken sowie die vielerorts restriktiven Kreditvergabebedingungen im Immobiliensektor. «Die jüngsten Ereignisse in Japan und in der arabischen Welt sowie die Rettungsbemühungen aufgrund der Staatsschuldenproblematik im Euroraum zeigen, wie fragil der Konjunkturaufschwung noch ist», sagt Beyerle. «Die Akteure aus Politik und Wirtschaft drohen daher – anders als während des New Economy-Booms und den Jahren der Kreditschwemme – nicht in blinde Euphorie zu fallen, sondern handeln besonnen und vorsichtig.» Dies sei nicht die schlechteste Voraussetzung

für einen anhaltenden Aufschwung. Belastet werden die Immobilienmärkte trotz der Erholung noch durch das Erbe der Boomjahre 2006 und 2007, das heisst durch Hunderte von Milliarden an Immobilienkrediten, die in den nächsten Jahren zu realistischeren Konditionen zur Verlängerung anstehen. Einige Teilsegmente des europäischen Immobilienmarkts werden den Finanzierungsengpass deutlich spüren,

spitzenanfangsrenditen

wenngleich die Problematik durch den Eintritt neuer, teilweise unkonventioneller Darlehensgeber in den Finanzierungsmarkt sowie durch den Wiederanstieg der Immobilienpreise gelindert wird. Sanierung – stabile Grösse im Stadtumbau

«Von Vorteil ist, dass seit Ende des 2. Weltkriegs europaweit noch nie so wenig gebaut wurde wie heute», meint der IVG-Research-Chef. Angesichts der Verknappung an modernen Flächen scheine es allerdings nur eine Frage der Zeit zu sein, bis sich die Kräne wieder heftig drehen werden. Zudem werde die zunehmende Nachhaltigkeitsdebatte innerhalb Europas dafür sorgen, dass das Thema Sanierung und Modernisierung flächendeckend beim Stadtumbau eine stabile Grösse darstellt. Das Positive an den aktuellen Marktaussagen etlicher Akteure sei zweifelsfrei: «Der Fatalismus und Zweckoptimismus der letzten drei Jahre ist verflogen.» •

// Schweizer Immobilienbrief / Immobilien Business Verlags AG / 8045 Zürich / www.immobilienbusiness.ch //


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SCHWEIZER IMMOBILIENBRIEF

Immobilienfinanzierung

Die Banken bekommen Konkurrenz

In der Immobilienfinanzierung tun sich inzwischen Alternativen auf

Die Vergabekriterien für Immobilienkredite sind seitens vieler europäischer Banken immer noch hart. Doch inzwischen haben das Geschäftsfeld auch andere Anbieter entdeckt.

BW. Basel III, Solvency II – die Bedingungen für Banken, Kredite für den Kauf oder Bau von Immobilien zu geben, werden nicht leichter; von den noch ausstehenden Refinanzierungsrunden mit unklarem Ausgang oder waghalsigen CMBS-Engagements einiger Kreditinstitute ganz zu schweigen. Doch tun sich für fremdkapitalsuchende Marktteilnehmer seit geraumer Zeit auch bankenunabhängige Alternativen auf: Inzwischen haben eigenkapitalstarke Marktteilnehmer die Immobilienfinanzierung für sich als lukratives Geschäftsfeld entdeckt; so

etwa Assekuranz-Konzerne. Versicherungen haben im gewerblichen Immobilien-Finanzierungsgeschäft massiv expandiert. Dies belegen Zahlen des Kreditvermittlers Dr. Klein, der im 1. Halbjahr Kredite von 220 Millionen Euro fast 50 Prozent des Gesamtvolumens (450 Millionen Euro) im Firmenkundengeschäft an Versicherungen und Versorgungskassen vermittelt hat; im entsprechenden Vorjahreszeitraum haben die Versicherer noch 25 Prozent zum Gesamtvolumen beigesteuert. Dabei werden längst nicht mehr nur kleine Abschnitte bei Wohnimmobilien bis zu 60 Prozent des Beleihungsauslaufs finanziert. Auch für Gewerbeimmobilien oder grosse Abschnitte oberhalb von 50 Millionen Euro finde man in der Versicherungswirtschaft mittlerweile Finanzierungspartner, heisst es. Die Obergrenze liege bei einem Beleihungsauslauf von 80 Pro-

zent. Dabei sei das wachsende Engagement der Assekuranzen keineswegs eine «Eintagsfliege»: Der Bankensektor werde sich gerade unter Basel III und Solvency II auf einen deutlich verschärften Wettbewerb mit der Versicherungswirtschaft einstellen müssen, die sich verstärkt auf die Bedürfnisse des Markts eingestellt habe. Zwar finanzierten Versicherungen immer noch ausschliesslich langfristig, seien aber bei den übrigen Darlehensbedingungen und der Vertragsgestaltung deutlich flexibler geworden. Finanzinvestoren setzen auf Immobilienfinanzierung

Dass alternative Finanzierungsmodelle künftig an Bedeutung gewinnen könnten, bestätigen auch die Ergebnisse einer Studie des Real Estate Management Institute  an der  >>>


SCHWEIZER IMMOBILIENBRIEF European Business School (Ebs). Bisher haben nur zwölf Prozent der befragten Investoren neue Finanzierungen in einer Grösse über 50 Millionen Euro abseits der klassischen Kredite gestemmt und gerade einmal vier Prozent der Investoren haben auf eine Alternative zurückgegriffen, wenn sich die Gelegenheit dazu ergab. Allerdings geht ein Drittel der befragten Kreditnehmer davon aus, dass die Bedeutung alternativer Finanzierungsformen bei Finanzierungen von über 50 Millionen Euro deutlich steigen wird. Bei den befragten Anbietern von Krediten erwarten 50 Prozent, dass die Bedeutung von Finanzierungsalternativen steigen wird, allerdings erwarten nur zehn Prozent einen «deutlichen» Bedeutungszuwachs. Insbesondere Real Estate Private Equity, stille Beteiligungen, Nachrangdarlehen, Immobilien-Verbriefungen sowie Leasing und Factoring werden demnach an Bedeutung gewinnen. Für die geringe Verbreitung von innovativen Finanzierungsmodellen gibt ein Teil der Investoren den Kreditinstituten die Schuld: Rund ein Viertel gibt «mangelndes Engagement der Institute» als Grund für die schwache Präsenz von Kreditalternativen an. Den Instituten zufolge sind der wichtigste Grund, warum nachgefragte alternative Finanzierungen nicht zustande kamen, die hohen Finanzierungskosten und die zu niedrigen Renditen. Unterdessen setzen auch internationale Finanzinvestoren verstärkt auf Gewerbeimmobilienkredite. Wie der Branchendienstleisters Preqin mitteilt, gab es per Ende Mai bereits 122 Immobilienfonds mit einem Zielvolumen von 49 Milliarden US-Dollar, die in Immobilienkredite investieren wollen. In diesem Jahr haben acht Fonds insgesamt 8,3 Milliarden Dollar eingesammelt. Zu den Playern, die sich gegenwärtig für Kreditkäu-

>>>

NACHRICHTEN Acron: Helvetia V platziert Die Acron AG platziert das Aktienkapital von 12,2 Mio. CHF der Acron Helvetia V Immobilien AG bei drei Privatinvestoren und bleibt selbst mit 100.000 CHF beteiligt. Das Vehikel ist zu 100 Prozent in die Büro- und Logistikimmobilie Fiege in Münchenstein investiert, Fiege ist bis 2024 Mieter. Züblin: neue Anleihe Zur Refinanzierung kurzfristiger Verbindlichkeiten hat die Züblin Immobilien Holding AG eine Anleihe über 40 Mio. CHF mit Option zur Erhöhung auf 60 Mio. CHF lanciert. Laufzeit: vier Jahre, Zinssatz 3,3758 4,125 Prozent. Allreal: neuer deal Allreal erwirbt von der UBS ein 20.000 qm grosses Teilareal der Sport- und Freizeitanlage Guggach beim Bucheggplatz in Zürich und plant dort den Bau einer Wohnsiedlung für 500 Bewohner. Zum Verkaufspreis gab es keine Angaben. Implenia: Adieu VSGU Implenia verlässt den Verband Schweizerischer Generalunternehmer (VSGU). Als kotierter Konzern habe Implenia bei Rechnungslegung und Transparenz weitergehenden Vorschriften zu genügen als die Mehrheit der VSGU-Mitglieder; heisst es. Zudem sieht sich die Gesellschaft aufgrund ihrer Grösse in der Lage, ihre Interessen auch ohne VSGUMitgliedschaft wahrzunehmen.

/// 14_2011 / Seite 14 fe rüsten, zählen Blackstone, Lone Star, Starwood Capital, Prudential mit ihrer Tochter Pramerica, Real Estate Investors Colony Capital, Area Property Partners, Brookfield Properties, Apollo Global Management, Henderson Global Investors und KKR Kohlberg Kravis & Roberts. Auswege für Projektentwickler

Die alternativen Finanzierungsmodelle betreffen auch den europäischen Projektentwicklungsmarkt, der durch die Folgen der Finanzmarktkrise stark einbrach. Wurden vor der Krise von Banken noch 80 Prozent der Gesamtinvestitionskosten finanziert oder mehr, sind es gegenwärtig nur noch 65 bis 75 Prozent und auch weiterhin zeigen sich die Kreditinstitute bei der Finanzierung von Bauvorhaben sehr zurückhaltend. Für Entwickler tun sich inzwischen Alternativen auf: Nach einer Analyse von Savills und Flatow Advisory Partners (FAP) stehen bis Ende 2012 für Immobilienprojekte in Deutschland rund 3,2 Milliarden Euro Eigenkapital von nationalen und internationalen Investoren bereit. Mit Krediten könnten damit Projekte im Gesamtvolumen von zehn bis zwölf Milliarden Euro realisiert werden. Zu den potenziellen Geldgebern zählen institutionelle Anleger wie Versorgungskammern und Pensionskassen sowie spezialisierte Beteiligungsfonds. Um an Eigenkapitalspritzen solcher Investoren zu kommen, müssen die Entwickler gewisse Mindestanforderungen erfüllen, wie z.B. eine positive Leistungsbilanz und ein plausibles Vermarktungskonzept und einen Anteil von zirka 20 Prozent des geforderten Eigenkapitals einbringen. Den Angaben zufolge haben Savills und FAP eine Kooperation geschlossen, die Entwicklern Zugang zu dem bereitstehenden Kapital bietet. •

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SCHWEIZER IMMOBILIENBRIEF

Marktkommentar

Prognosen weiter positiv

NACHRICHTEN UBS AST: Frisches Geld

Verhaltener Start ins zweite Halbjahr beim Real Index; Trend beim Swiit Index dreht wieder ins Plus.

TM. Nach der Bodenbildung und dem darauf folgenden Kursanstieg zum Halbjahresende startet der Index der kotierten Immobilienaktien (Real Index), mit einer Seitwärtsbewegung in die zweite Jahreshälfte. Für den Monat Juli verbucht der Real Index ein Plus von 0,06 Prozent und für das laufende Jahr bleibt ein Kursanstieg von 8,97 Prozent. Zum Monatsbeginn haben sich vor allem die Titel von Allreal und Mobimo entwickelt und um 1,30 respektive 1,15 Prozent zugelegt. Zudem hat der UBS-Analyst Till Leisner im neusten Researchbericht zum Immobilienmarkt Schweiz die Preisziele dieser beiden Titel leicht nach oben angepasst. UBS-Fonds legen zu

Aus Sicht der technischen Analyse zeigt sich in der jüngsten Indexentwicklung die Bildung einer TrippelTop-Formation. Sollte die nächste Kurskorrektur unterhalb der Marke von 1.535 Indexpunkten führen, wird durch diese Formation ein Indexstand von 1.500 Punkten erwartet. Der Index der kotierten Immobilien-

ANZE IGE

Thomas Marti, Swiss Finance & Property

fonds (Swiit Index) ist positiv in die zweite Jahreshälfte gestartet. In den ersten Tagen des Monats gewinnt der Index 0,79 Prozent; für das Jahr verbucht der Index eine Wertsteigerung von 4,93 Prozent. Nach der negativen Indexentwicklung im Juni konnte der Index zum Monatsende auf der Höhe einer langfristigen Trendlinie eine Umkehrbewegung vollziehen. Diese Trendumkehr bestätigt ein weiteres Mal die langfristige Aufwärtsbewegung und eröffnet die Möglichkeit, die bisherige Höchstmarke bei 266.86 Punkten zu überbieten. Zu den Gewinnern des laufenden Monats gehören die beiden Indexschwergewichte der UBS. UBS Sima kann im Juli um 2,27 Prozent an Wert zulegen, UBS Anfos um 2,02 Prozent. •

Die Kapitalerhöhung der UBS AST Anlagestiftung für ihre beiden Anlagegruppen UBS AST Immobilien Schweiz (AST-IS) und UBS AST Kommerzielle Immobilien Schweiz (AST-KIS) hat den Vehikeln Ende Juni rund 150 Millionen CHF frisches Geld in die Kassen gespielt. Beide Reopenings waren laut UBS mehrfach überzeichnet. Der Emissionserlös dient der Rückführung von Fremdfinanzierungen und dem Zukauf von Immobilien. Die auf Wohnobjekte fokussierte UBS AST-IS hält ein Immobilienportfolio im Wert von mehr als 1,2 Milliarden CH; die 2009 lancierte UBS AST-KIS hält kommerzielle Liegenschaften im Gesamtwert von ca. 140 Millionen CHF. Suva: Zukauf in Cham Der Credit Suisse 1a Immo hat das Neudorf Center in Cham aus strategischen Gründen an die Suva verkauft. Zum Verkaufspreis machten die Gesellschaften keine Angaben; wie die CS mitteilt, wird für die Anleger des Credit Suisse 1a Immo PK ein Gewinn realisiert. Am Nutzungskonzept «Retail plus Wohnen» des 2004 renovierten und erweiterten Neudorf Centers werde sich durch den Verkauf nichts ändern, hiess es.


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Immobilien-Finanzmärkte Schweiz KURSE NICHTKOTIERTER IMMOBILIEN-NEBENWERTE NOM . BRUT TO - VALOREN - BESCHREIBUNG WERT DIVIDENDE NUM MER

500

600.00 3490024 N 0.00

TIEFST HÖCHST GELD BRIEF 2011 2011

40,000.00

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35,500.00

55,000.00

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4,400.00

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3,900.00

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385

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820.00

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750.00

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191008 N Im mges Via m al a, Thusis

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6,210.00

8,035.00

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96 10202256 N

C a saInvest Rheintal AG, Diepoldsau

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Espace Real Estate Holding AG, Biel

Agruna AG

155753 N Bürgerh aus AG, Bern

4.00

255740 N

363758 I FTB Holding SA, Briss ago

25

2.50 150.00

400

40.00

200

140241 N

AG für Erstellung billiger Wohnhäuser in Winterthur 32,000.00

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257750 I Im mobiliare Phar m apark SA, Barbengo

0.00 11502954 N Konkordia AG N

50 75.00 154260 N Löwengarten AG

10

500

6. JULi 2011

254593 N MSA Im mobilien, Adliswil

25.00 3264862 N Pfenninger & Cie AG, Wädenswil

1 2989760 I Real Estate Holding

1,650.00

1,650.00

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1,500.00

2,000.00

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2,100.00

2,470.00

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2,060.00

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130.00 500.00 220 146.00 500.00 12 425.00

500.00

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275.00

525.00

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3,950.00

3,960.00

1

3,950.00

8,000.00

1

0.90

0.90

600

36.00

225664 I SAE Im mobilien AG, Unter ägeri

870

80.00

228360 N Schüt zen Rheinfelden Im mobilien AG, Rheinfelden

2,500.00

3,000.00

800

160.00

231303 I Sia - Haus AG, Zürich

4,800.00 1.00

5

0.00 1789702 I Sihl Manegg Im mobilien AG

2

2,615.00

10

2,300.00

3,000.00

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5,000.00

3.00

1500

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253801 N Tersa AG

8,405.00

15,000.00

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9,250.00

13,500.00

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172525 N TL Im mobilien AG

9,100.00

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2

7,110.00

9,080.00

1

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260.00

256969 N Tuwag Im mobilien AG,Wädenswil

1

14,000.00

100

110.00

635836 N Zürcher Freil ager AG, Zürich

5

5,200.00

5,180.00

5,400.00

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SCHWEIZER IMMOBILIENBRIEF

Immobilien-Finanzmärkte Schweiz IMMOBILIENFONDS CH -VALOREN ANL AGEFONDS NA ME

6. JULi 2011 RÜCKNA ME PREIS

BÖRSEN - AUS- EC ART KURS SCHÜT t.- RENDITE

2,672,561 BONHOTE IMMOBILIER

844,303 CS 1A IMMO PK

106.80

119.00

PERF. MTL . KURSE SEIT 1.1.10 Y TD UMSATZ TIEFST / HÖCHST 2011 %JUNI 2011

2.28% 11.42%

2.41%

1116.00

1365.00

3.97% 22.31%

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4,515,984 CS REF PROPERT Y PLUS

107.30

139.50

2.97% 30.01%

6.53%

276,935 CS REF INTERSWISS

175.60

222.00

3.87% 26.42%

3,106,932 CS REF LIVINGPLUS

95.90

119.50

2.19% 24.61%

2.40% nicht kotiert

BÖRSEN K APITALISIERUNG

108.00

120.00

644,352,275

1215.00

1365.00

3,602,719,575

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122.50

145.00

1,189,209,600

3.26%

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202.50

227.90

1,506,979,068

3.04%

2.04%

113.00

125.00

2,091,250,000

1,291,370 CS REF SIAT

123.10

164.00

3.36% 33.23%

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149.00

164.80

2,078,019,236

1,458,671 FIR

100.30

133.00

2.88% 32.60%

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117.00

135.00

778,147,090

977,876 IMMOFONDS

292.60

387.00

3.59% 32.26%

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354.00

389.00

1,132,472,682

278,226 L A FONCIERE

580.65

800.00

2.55% 37.78%

8.25%

1.46%

683.00

816.00

901,920,000

277,010 IMMO HELVE TIC

151.10

197.00

3.32% 30.38%

5.10%

2.59%

179.00

203.00

551,600,000

3,499,521 PATRIMONIUM SRE FUND

105.40

122.50

2.63% 16.22%

0.98%

2.11%

106.00

129.00

373,876,003

3,362,421 PROCIMMO SWISS COMM FUND

108.00

128.50

3.12% 18.98% 12.89%

6.23%

112.00

128.00

430,152,851

3,941,501 RE ALSTONE SWISS PROP FUND

106.85

123.50

3.06% 15.58%

4.65%

3.11%

111.00

127.00

302,851,146

278,545 SOLVALOR «61»

167.50

267.00

2.24% 59.40%

4.91%

2.21%

240.00

280.00

948,169,332

725,141 SCHRODER IMMOPLUS

852.50

1085.00

1.21% 27.27%

2.94%

1.74%

926.00

1100.00

1,041,600,000

3,743,094 SWISSC ANTO (CH) REF IFC A

84.60

114.00

3.00% 34.75%

0.77%

1.31%

109.00

121.90

1,081,869,348

106.35

127.30

3.50% 19.70%

5.21%

1.23%

118.90

128.90

521,815,048

1,442,082 UBS SWISS RES. ANFOS

48.75

63.25

3.23% 29.74%

4.98%

1.40%

56.50

63.00

1,749,954,385

2,646,536 UBS CH PF DIREC T RESIDENTIAL

11.50

17.00

1.79% 47.83% 18.88%

0.00%

11.85

17.10

423,168,454

2,616,884 SWISSINVEST REIF

1,442,085 UBS LEM AN RES. FONCIPARS

61.45

75.60

3.27% 23.03%

5.83%

1.77%

70.40

78.25

775,742,411

1,442,087 UBS SWISS MIXED SIM A

73.65

94.00

3.49% 27.63%

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82.80

99.20

5,303,509,798

1,442,088 UBS SWISS COM. SWISSRE AL

58.10

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2.96%

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63.30

71.90

1,080,359,832

19.19%

Ø(1) Ø S W I T T Ø

Tota l

3.05% 28.20% 4.77% 1.64% 28,509,738,133

IMMOBILIENAKTIEN

6. juli 2011

CH -VALOREN AKTIEN NA ME NAV

BÖRSEN - KURS

AUS- EC ART SCHÜT-

TUNGS-

RENDITE

883,756 ALLRE AL HOLDING

1,820,611 BFW LIEGENSCHAFTEN N

255,740 ESPACE RE AL ESTATE

PERF. MTL . KURSE SEIT 1.1.10 Y TD UMSATZ TIEFST / HÖCHST 2011 %mai

BÖRSEN K APITALISIERUNG

112.40

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3.97% 24.56%

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1,141,201,320

33.80

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240,340,240

1,731,394 INTERSHOP

245.40

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6.47% 27.75%

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342,342,000

1,110,887 MOBIMO

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2,797,482,672

1,829,415 PSP SWISS PROPERT Y

803,838 SWISS PRIME SITE

261,948 WARTECK INVEST

2,183,118 ZÜBLIN IMMOBILIEN HOLDING

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3,726,567,579

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110,797,995

Ø Ø RE AL Ø

Tota l

3.67% 8.91% 9.27% 4.27% 9,821,264,393 www.mvinvest.ch Tel. Nr. 043/499 24 99


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Projektentwicklung

Grundsteinlegung im Torfeld Süd Aarau

Luftaufnahme Torfeld Aarau Süd

In A arau begann die Mobimo jetzt mit dem Bau für das erste Gebäude auf dem Torfeld Süd. Mit dem «Polygon» entsteht der neue Geschäftssitz der Rockwell Automation AG.

PD/BW. Ein Schub in der Stadtentwicklung von Aarau. In diesen Tagen legte die Mobimo Holding als Bauherr und Investor auf dem Torfeld Süd den Grundstein für «Polygon». Geplant ist hochwertiges und nachhaltiges Bürogebäude, für das Rockwell einen Mietvertrag bis 2022 unterschrieben hat. Auf einer Grundfläche von 1.700 qm entsteht ein Ge-

bäude mit fünf Obergeschossen und einem Untergeschoss. Auf über 4.000 qm Fläche werden rund 220 Arbeitsplätze in den Bereichen Finanzen, Personal, IT, Verkauf, Marketing, Operations und Qualität eingerichtet. Das Investitionsvolumen für das Polygon beträgt den Angaben zufolge rund 23 Millionen CHF. Der Bau dieses Gebäudes schafft die räumlichen Voraussetzungen um das restliche Areal überbaubar zu machen; der Baubeginn markiert den Übergang von einer langjährigen, intensiven Planungsphase zur Entstehung eines lebendigen neuen Stadtquartiers direkt am Bahnhof Aarau. Auf dem Torfeld Süd soll ein qualita-

tiv hochstehendes, energietechnisch und soziologisch nachhaltiges sowie lebendiges Stadtquartier entstehen, geprägt durch eine Vielfalt an Nutzungen, Bewohnern und Besuchern. Im Mai startete Mobimo in enger Zusammenarbeit mit der Stadt einen umfassenden Studienauftrag mit namhaften Architekturbüros. Das neue Quartier soll im Leitbild einer hohen «Diversität» stehen, daher behandelt das Programm vor allem Themen wie Nachhaltigkeit und Energieeffizienz, hochwertige Architektur und soziale Durchmischung. Die Produktpalette spannt sich von grossen Familienwohnungen über Single- Lofts bis hin zu Stadtvillen und neuartigen

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SCHWEIZER IMMOBILIENBRIEF

NACHRICHTEN Peach Property Group Anleiheemission geplant

Erstes Gebäude auf dem Torfeld Süd: Das Polygon

lem Mietwohnungen zu erstellen und diese im Anlageportfolio zu behalten, setzt Mobimo den strategisch erwünschten Ausbau des Wohnanteils am Gesamtportfolio gezielt fort. •

SCHWEIZER IMMOBILIENBRIEF Das e-paper der Schweizer Immobilienwirtschaft Ausgabe 14/2011 / 6. Jahrgang / 122. Ausgabe. Immobilien Business Verlags AG Grubenstrasse 56, 8045 Zürich www.immobilienbusiness.ch Birgitt Wüst, Redaktionsleiterin Erich Schlup, Verlagsleiter Sandra Schwarzenberger, Gestaltungskonzept Susana Perrottet, Layout Dominique Hiltbrunner, Verleger Administration & Verwaltung: abo@immobilienbusiness.ch

WEITERE TITEL: IMMOBILIEN Business Schweizer Immobiliengespräche HAFTUNGSAUSSCHLUSS: Der redaktionelle Inhalt stellt weder ein Angebot noch eine Aufforderung zum Abschluss einer Finanztransaktion dar und entbindet den Leser nicht von seiner eigenen Beurteilung. ISSN 1664-5162

FOTOS: PD

Town Houses im Stockwerkeigentum; gesamthaft werden ca. 200 neue Wohnungen entstehen. Herz des Quartiers wird die als erhaltenswert eingestuften Aeschbachhalle: Sie soll in eine Art «neuartiges Quartierzentrum» mit Gastronomienutzungen, Seminar- und Atelierräumen sowie Flächen für Kulturveranstaltungen umgenutzt werden. Zudem realisiert Mobimo zwischen dem Baufeld 2 und dem Baufeld 4 einen öffentlichen Park auf einer Fläche von rund 5.000 qm. Wahrzeichen des neuen Quartiers soll ein Hochhaus werden, ein Projekt der GastroSocial. Die Pensionskasse der Gastrobetriebe investiert in das Teilgrundstück und wird das Gebäude nach Fertigstellung selbst beziehen und so eine weitere Belebung des Areals gewährleisten. In Sachen Nachhaltigkeit strebt Mobimo erstmalig in der Schweiz die Zertifizierung des DGNB Stadtquartiere–Labels (deutsches Gütesiegel für nachhaltiges Bauen) an; selbstredend wird damit auch der Minergiestandard eingehalten. Mit dem Konzept, auf den restlichen Baufeldern mit hohem Wohnanteil vor al-

Peach Property, Entwickler von hochwertigen Wohnimmobilien im deutschsprachigen Europa, plant die Platzierung einer Unternehmensanleihe. Laut Unternehmensmeldung hat die Anleihe ein Volumen von bis zu 50 Millionen Euro und wird bei einer Laufzeit von fünf Jahren eine jährliche Verzinsung von 6,6 Prozent aufweisen. Emittentin der Anleihe, die am deutschen Kapitalmarkt platziert wird, ist die deutsche Konzerngesellschaft Peach Property Group (Deutschland) GmbH, eine Tochter der schweizerischen Peach Property Group AG. Die Mittel aus der Anleihe sollen für das künftige Wachstum der Gesellschaft im deutschen Markt eingesetzt werden; im Vordergrund stünden die Finanzierung bestehender und neuer Projekte, der Aufbau von Bestandsimmobilien sowie die Optimierung der Finanzierungsstruktur, heisst es. «Die Peach Property Group hat sich in Deutschland als Anbieter von hochwertigen Immobilien etabliert», sagt CEO Thomas Wolfensberger. «Wir kennen den Markt und sehen ein attraktives Potenzial, sowohl in der Projektentwicklung als auch im Aufbau eines Portfolios von Bestandsimmobilien mit guter Rendite.» Der Erlös aus der Anleihe schaffe die Basis, um dieses Potenzial auszuschöpfen. Die Anleihe wurde am 1. Juli 2011 von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gebilligt. Die Zeichnungsfrist läuft vom 4. bis zum 15. Juli 2011. Die Anleihe wird zusammen mit der ACON Actienbank platziert und im Open Market der Deutschen Börse notiert.


SCHWEIZER IMMOBILIENGESPRÄCHE Daten und Themen Donnerstag, 25. August 2011 um 17.30 Uhr

Renovation oder Ersatzneubau – Szenarien bei nicht mehr marktgerechten Immobilien. Donnerstag, 22. September 2011 um 17.30 Uhr Das Thema wird zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben. Donnerstag, 13. Oktober 2011 um 17.30 Uhr

Wann geht der aktuelle Immobilienzyklus zu Ende – was kommt danach? Donnerstag, 17. November 2011 um 17.30 Uhr

Die Immobilie: Chance oder Last bei Nachfolgeregelungen?

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im Vortragssaal des Kongresshaus Zürich Moderation: Dr. Markus Schmidiger, MRICS / Hochschule Luzern Die Teilnahme kostet 75 Franken. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmeldung unter: www.immobilienbusiness.ch oder per Mail an vonmuralt@ibverlag.ch Die Schweizer Immobiliengespräche finden achtmal im Jahr statt. Namhafte ReferentInnen halten Vorträge, diskutieren auf dem Podium und beantworten Fragen zu aktuellen und spannenden Themen. Anschliessender Apéro mit Networking und Erfahrungsaustausch.

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Immobilienbrief Nr. 122 vom 11. Juli 2011