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SCHWEIZER

Ausgabe 100_ 5. Jahrgang / 23. August 2010

IMMOBILIENBRIEF Das e-Magazin der Schweizer Immobilienwirtschaft EDITORIAL

INHALT

2 HEV zu EU-Betrittsplänen 2 Nachrichten: ZKB 3 Nachrichten: CS/SBV-Bauindex Schweiz 4 CS-Fonds investiert in Chile 5 CBRE: Umsatzanstieg 5 Nachrichten: CS Euroreal 6 JLL zu Hotel Investmentmärkten 6 Nachrichten: Qatari Diar RE 7 Nachrichten: Hotelleriesuisse 9 Nachrichten: Orascom 10 Immo-Fonds/Ags 11 Immobiliennebenwerte 12 Expo Real: Gute Vorzeichen 14 Istanbul Real Estate 17 Ein Hilton Garden Inn für Davos 17 Im Trend: Budget Hotels 17 Impressum

Gute Dynamik Pünktlich zur 100. Ausgabe des «Schweizer Immobilienbriefes» gibt es Erfreuliches zu vermelden. Laut Bauindex von CS und SBV läuft die Schweizer Bauwirtschaft «wie geschmiert». Dafür sorgte zuletzt der bekanntermassen volatile Tiefbau; doch inzwischen gibt es auch Zeichen einer Belebung im Hochbausegment. Eine weitere Rückschlagsgefahr beim aktuell noch unter der Birgitt Wüst Krise leidenden Wirtschaftsbau gilt als begrenzt; Redaktionsleiterin im Wohnungsbau herrscht dank anhaltender Zuwanderung und guter Konsumentenstimmung Optimismus. Selbst wenn die Hypothekarzinsen 2011 um bis zu ein Prozent steigen, werde der Immobilienmarkt weiter wachsen, heisst es bei der ZKB. An Dynamik gewinnen auch die internationalen Immobilienmärkte. So beobachtete CB Richard Ellis einen starken Anstieg auf den Investment- und Vermietungsmärkten der USA; Europa, insbesondere dem UK, Frankreich und Deutschland, wird ein «robustes Wachstum» bescheinigt, auch Asien bekommt gute Noten. Aufgrund der Verbesserung des Marktumfelds erwartet die Expo Real erstmals seit dem grossen Crash wieder steigende Ausstellerzahlen. Leitthema der Immobilienmesse in München ist die Vorsilbe «RE». Das Kürzel steht diesmal nicht nur für Real Estate, sondern für «RE–alism», «RE-pair», «RE-quests», «RE-pay» und «RE-set» – als Zeichen für einen Neustart der Branche. Mehr hierzu und zu weiteren Themen lesen Sie auf den folgenden Seiten. Beste Grüsse, Birgitt Wüst

Partner Immobilienbrief 

SCHWEIZER IMMOBILIENGESPRÄCHE

SCHWEIZER Auslandsimmobilien: Ist die Zeit IMMOBILIENGESPRÄCHE

für einen Wiedereinstieg gekommen? 18. Februar 2010 um 17.30 Uhr im Kongresshaus (Vortragssaal) in Zürich

Donnerstag 26. August 2010 um 17.30 Uhr im Kongresshaus (Vortragssaal) in Zürich

Wie macht Anmeldung unter:Steuerwissen www.immobilienbusiness.ch Immobilien rentabler?

Referenten: Rudolf Schumacher, Schumacher swisstax AG, Köniz; Simeon L. Probst, Director, Tax and Legal Services, PricewaterhouseCoopers AG, Basel; Samuel Gerber, samuel-gerber.ch

AG, Raumbewältigung, Zürich. // Schweizer Immobilienbrief / Immobilien Business Verlags AG / 8045 Zürich / www.immobilienbusiness.ch // Das neue Mehrwertsteuergesetz per 1.01.2010 als Chance für die Immobilienbranche. Einkommens- und Vermögenssteuern sowie Liegenschaftssteuern beeinflussen in der Schweiz die Rentabilität von Immobilien. Wir erläutern, wie optimiert werden kann.


SCHWEIZER IMMOBILIENBRIEF

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Immobilienmarkt Schweiz NACHRICHTEN ZKB: Steigende Hypothekarzinsen erwartet Martin Scholl, Chef der Zürcher Kantonalbank (ZKB), geht davon aus, dass die Nationalbank ihre Geldpolitik 2011 straffen wird und in der Folge die Hypothekarzinsen steigen. Für das laufende Jahr erwartet die ZKB nicht zuletzt wegen der günstigen Finanzierungssituation eine weiter anziehende Nachfrage nach Wohneigentum und weiter steigende Preise. Für 2011 sei zwar eine Abkühlung in Sicht, doch werde der Immobilienmarkt weiter wachsen. Denn selbst wenn die Hypothekarzinsen um bis zu einem Prozent stiegen, sei das Niveau immer noch sehr tief, so Scholl. Im ersten Halbjahr 2010 hat die ZKB ihr Hypothekargeschäft im Vergleich zum Vorjahresvergleichszeitraum um 3,1 Prozent auf 60,3 Milliarden CHF gesteigert.

005_Indirect_Immobilienbrief.pdf

«EU-Beitritt hätte weitreichende Folgen» Ein möglicher EWR- oder EUBeitritt der Schweiz steht wieder auf der politischen Traktandenliste.

PD. Aus Sicht des Schweizer Hauseigentümerverbands (HEV) hätte ein Beitritt der Schweiz zur EWR oder EU weitreichende Folgen, insbesondere für den Wohnungsmarkt. Der Verband weist darauf hin, dass die Unterzeichnung des Abkommens zur Personenfreizügigkeit punkto Zuwanderung einen Teil der Konsequenzen eines EWR- oder EU-Beitritts bereits vorweggenommen habe: So habe der Schweizer Wohnungsmarkt durch die Anpassungen im Zuwanderungsregime und die daraus folgende starke Zuwanderung bereits 2007 und 2008 einen ersten Härtetest erlebt (Total 305.400), steigende Boden- und Wohnungspreise waren die Folge. Der HEV Schweiz geht 6.1.2010

davon aus, dass die Zuwanderung in den nächsten Jahren bestehen bleibt. Bei einem EU-Betritt würden insbesondere die Übernahme einer Vielzahl von europäischen Baunormen und präzisen Vorschriften das Bauen noch weiter erschweren. Auch Energie- und Umweltpolitik würden stärker gewichtet. Während es einige Länder mit den EU-Vorschriften nicht so genau nehmen, würde die Schweiz – einmal mehr – den Musterknaben spielen wollen, so der HEV. Auch geht der Verband von Veränderungen beim Hypothekarzinsniveau aus, das in der Schweiz über viele Jahre tiefer als das der meisten Länder der Eurozone war – was aus Sicht des HEV das Vertrauen der Anleger in die Stabilität des Schweizer Immobilienmarktes spiegelt. Bei bei einer weiteren Annäherung an die EU hält der Verband eine gewisse Angleichung an das Hypothekarzins-

9:58:07 Uhr

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© 2010 KPMG Holding AG/SA, a Swiss corporation, is a subsidiary of KPMG Europe LLP and a member of the KPMG network of independedent firms affiliated with KPMG International, a Swiss cooperative. All rights reserved.

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// Schweizer Immobilienbrief / Immobilien Business Verlags AG / 8045 Zürich / www.immobilienbusiness.ch //


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SCHWEIZER IMMOBILIENBRIEF

NACHRICHTEN Credit Suisse/SBV Bauwirtschaft läuft wie geschmiert

HEV: «Ein EU-Beitritt würde den Immobilienmrkt in der Schweiz verändern.» niveau des Auslandes «für sehr wahrscheinlich».Auch sei die Lex Koller, also die Beschränkung des Erwerbs von Wohnungen durch Personen im Ausland, eine der gesetzlichen Besonderheiten der Schweiz, die klar gegen das Diskriminierungsverbot der EU verstösst. «Sie würde bei einem EWR- oder EU-Beitritt stark unter Druck kommen», so die HEVPrognose. Ferner müsste die Mehrwertssteuer angehoben werden, die im EUDurchschnitt bei 18, in der Schweiz indes bei 7,6 Prozent liegt. Des Weiteren stelle der für die Schweiz typische Steuerwettbewerb zwischen den Gemeinden innerhalb der EU eine Ausnahme dar und sei daher indirekt

gefährdet. Zwar seien für Wohn- und Grundeigentümer wichtige Gesetzgebungen wie das Mietrecht, das Raumplanungsrecht oder der Bereich Energie national geregelt, doch sei ein gewisser Anpassungsdruck nicht auszuschliessen. Eine weitergehende Integration würde den Immobilienmarkt Schweiz zwangsläufig verändern, so das Fazit des HEV. Da viele Konsequenzen eines möglichen Beitritts nur schwer einzuschätzen sind, begrüsst der Hauseigentümerverband die Idee des Schweizerischen Gewerbeverbands, diese Fragen zusammen mit anderen Verbänden aus Politik und Wirtschaft an einem Runden Tisches zu diskutieren. •

Der Bauindex Schweiz liegt im 3. Quartal 2010 mit 129 Punkten um 9 Punkte über dem Wert des Vorquartals. Der Tiefbauindex beeinflusst auch diesmal massgeblich den Index: Dank nicht nachlassender Aufträge aus dem öffentlichen Sektor ist er insgesamt konjunkturresistent und hat die Baukonjunktur trotz der Schwächen im Hochbau in Gang halten können. Mit einem geschätzten Umsatzzuwachs von 6,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal erreicht der volatile Tiefbauindex im laufenden Quartal eine beträchtliche «Fallhöhe». So kommen Zeichen einer erneuten Belebung im Hochbausegment wie gerufen. Der Wirtschaftsbau spürt zwar noch immer die Folgen der Krise, die weitere Rückschlagsgefahr dürfte jedoch begrenzt sein. Dem stehen positive Signale im Wohnungsbau gegenüber, wo sich dank anhaltender Zuwanderung, tiefer Hypothekarzinsen und guter Konsumentenstimmung Optimismus breit macht.

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Das Schweizer Immobilien-Magazin


SCHWEIZER IMMOBILIENBRIEF

/// 15_2010 / Seite 4

Auslandsinvestments

Chile lockt Schweizer Institutionelle CS-Fonds investiert in Santiago de Chile

BW. Mitte Juli hat der Immobilienfonds CS REF International in der chilenischen Hauptstadt das Bürogebäude-Projekt Magdalena Norte erfolgreich abgeschlossen. Die Eigentumsübertragung der 18-geschossigen Qualitätsimmobilie an allerbester Geschäftslage sei erfolgt, teilt die Fondsgesellschaft mit. Im exklusiven Geschäftsviertel El Golf in Santiago de Chile wurde in diesem Frühjahr der moderne Büroturm Magdalena Norte fertig gestellt und plangemäss in das Eigentum des Immobilienfonds Credit Suisse Real Estate Fund International (CS REF International) übertragen. Der im Februar 2005 lancierte CS REF International ist der erste schweizerische Immobilienfonds, mit dem sich qualifizierte Anleger an direkten Immobilienanlagen im Ausland beteiligen können. Hoher Vermietungsstand

Das 18-geschossige Bürogebäude im Stadtteil Las Condes hat eine Mietfläche von 8.735 Quadratmeter und verfügt über 226 Parkplätze und 36 Abstellräume in den sieben unterirdischen Halbgeschossen. Dem Vernehmen nach ist ein grosser Teil der Fläche bereits vermietet oder re-

Santiago de Chile: Im Visier europäischer Investoren.

serviert. Wie die Fondsgesellschaft mitteilt, entspricht das Bürogebäude den architektonisch und baulich höchsten Qualitätskriterien. «Wir freuen uns, dass wir mit dem Gebäude Magdalena Norte in Südamerika Fuss gefasst haben und sind überzeugt, dass sich die Investition im wirtschaftlich soliden Chile lohnen wird», erklärt Fondsmanager Rainer

Scherwey. Der CS REF International hat insgesamt 27,8 Millionen CHF in den Neubau investiert. Er wurde durch die Inmobiliaria y Constructura El Ceibo S.A. errichtet, die bereits drei Schwestergebäude in unmittelbarer Nachbarschaft erstellt und vermarktet hat. Eines dieser Gebäude diente als Referenzobjekt für Magdalena Norte. •

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// Schweizer Immobilienbrief / Immobilien Business Verlags AG / 8045 Zürich / www.immobilienbusiness.ch //


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SCHWEIZER IMMOBILIENBRIEF

Beratungsunternehmen

«Gute Dynamik» an den Immobilienmärkten CB Richard Ellis (CBRE) meldet für das zweite Quartal 2010 den höchsten Umsatzanstieg im Jahresvergleich seit dem vierten Quartal 2007.

BW. «Unsere finanzielle Entwicklung hat sich in den meisten Geschäftsfeldern und Regionen der Welt verbessert», sagt Brett White, CEO von CB Richard Ellis. Aktuell verzeichne man «eine gute Dynamik». Im zweiten Quartal 2010 erzielte das internationale Immobilienberatungsund Maklerunternehmen einen Nettogewinn von 54,8 Millionen USD (Q2 2009: - 6,6 Millionen USD); das EBITDA hat sich mit 161,6 Millionen USD mehr als verdoppelt. Der Umsatz erhöhte sich um 23 Prozent auf 1,2 Milliarden USD (Q2 2009: 955,7 Millionen USD). Investment- und Vermietungsumsätze steigen

Es ist der höchste Umsatzanstieg im Jahresvergleich, den CBRE seit dem vierten Quartal 2007 erzielt hat; Hintergrund ist die Verbesserung des allgemeinen Marktumfelds. Wie White mitteilt, konnte CBRE in den USA einen starken Anstieg auf den Investment- und Vermietungsmärkten verzeichnen; auch Europa zeige ein robustes Wachstum, insbesondere aufgrund der Erholung der Investmentmärkte der grossen Volkswirtschaften Grossbritannien, Deutschland und Frankreich. Auch in Asien habe sich das bereits zum Ende des vergangenen Jahres begonnene Wachstum fortgesetzt. Wie das Unternehmen mitteilt, stieg der Umsatz in allen wichtigen Ge-

NACHRICHTEN CS Euroreal: Fonds bleibt geschlossen

Brett White, CEO von CB Richard Ellis schäftsfeldern mit der Ausnahme der Development-Services im zweistelligen Prozentbereich. Die Investmentumsätze legten global um 61 Prozent, die Vermietungsumsätze um 29 Prozent zu. Besonders stark stiegen die Investmentumsätze in Europa mit einem Plus von 93 Prozent und in der Region Asia Pacific mit 67 Prozent. In der Region Americas nahmen die Investmentumsätze um 47 Prozent und die Vermietungsumsätze um 37 Prozent zu. Zu den Einheiten, die sich besonders gut entwickelt haben, zählt die auf Restrukturierungen spezialisierte Abteilung von CBRE, die in den USA aktuell mit dem Verkauf von so genannten «distressed properties» im Wert von rund 7,5 Milliarden USD betraut ist. Im ersten Halbjahr wurden bereits «distressed assets» im Wert von 1,3 Milliarden USD verkauft. Auch in Europa ist CB Richard Ellis in diesem Geschäftsfeld erfolgreich: Das Unternehmen war beispielsweise am Verkauf von CMBS-Krediten über 1,1 Milliarden USD des notleidenden White TowerPortfolios beteiligt. •

Nachdem bereits Kanam und SEB ihre offenen Immobilienfonds Grundinvest beziehungsweise Immoinvest geschlossen liessen, nimmt auch der mehr als 800 Millionen Euro schwere CS Euroreal die Anteilsrücknahme nicht wieder auf. Der Fonds bleibt für weitere bis zu neun Monate geschlossen. Bevor der Fonds für Rücknahmen geöffnet werde, seien klare gesetzliche Rahmenbedingungen sowie die notwendige Liquidität erforderlich, heißt es in einer Mitteilung von Credit Suisse AM, Frankfurt. Dem Vernehmen nach will das Management Zeit gewinnen, um die Liquidität durch Immobilienverkäufe nachhaltig zu erhöhen. Der CS Euroreal hat laut eigenen Angaben 80 Millionen Euro frische Mittel eingesammelt, seitdem die Anteilsrücknahme am 19. Mai 2010 ausgesetzt wurde. Die Bruttoliquidität beziffert CSAM auf aktuell 13,6 Prozent des Fondsvermögens.


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Hotelinvestmentmärkte NACHRICHTEN Bern: Sanierung des «Schweizerhof» kommt voran Der «Schweizerhof», das traditionsreiche Hotel am Bahnhof Bern, wird derzeit renoviert und ausgebaut; wie es heisst, kommen die Arbeit planmässig voran. Im April 2011 soll das Hotel als Tagungs- und Konferenzhotel wiedereröffnet werden. Bis dahin entstehen in dem als Seminar- und Konferenzhotel ausgelegten historischen Gebäudekomplex 100 Zimmer und Suiten und ein Businesscenter mit kleineren, vollständig ausgestatteten Räumlichkeiten für Individual- oder Gruppenbedarf (bis maximal 16 Personen). Hinzu kommen über 800 Quadratmeter in der bel étage für Konferenzen und Feiern aller Art. Das Gesamtinvestitionsvolumen für den Umbau des Hotels beträgt 45 Millionen CHF. Investorin ist die Qatari Diar Real Estate Investment Company aus Katar. Für die Umsetzung und Betreuung ist die QDHP Swiss Management AG, Zug, verantwortlich. Sie betreut neben dem Schweizerhof in Bern auch das Bürgenstock Resort bei Luzern und das «Royal Savoy» in Lausanne, ebenfalls Hotelprojekte der Kataris. Das Investitionsvolumen für alle drei Projekte beträgt rund 500 Millionen CHF. Gesamtverantwortlicher für alle Projekte ist Bruno H. Schöpfer.

Grossvolumige Hoteltransaktionen weiterhin Mangelware Die Verhandlungen sind komplexer als vor der Krise, Investoren agieren zurückhaltend

PD. Das Hoteltransaktionsvolumen in der Region EMEA (Europe, Middle East, Africa) lag im ersten Halbjahr 2010 mit rund 1,6 Milliarden Euro zwar um zirka sechs Prozent über dem Ergebnis des Vorjahreszeitraums. Doch nimmt sich dies im Vergleich zum ersten Halbjahr 2007 mit einem Volumen von neun Milliarden Euro oder den ersten sechs Monaten 2008 (4,3 Mrd. Euro) recht bescheiden aus. «Nach wie vor agieren Investoren aufgrund der nur langsamen Erholung des Hotelmarktes sowie der

eingeschränkten Verfügbarkeit von Fremdkapital sehr vorsichtig», berichtet Christoph Härle, Jones Lang LaSalle Hotels Managing Director, Global Hotel Capital Group. Die Verhandlungen seien dadurch wesentlich langwieriger und auch komplexer als vor der Krise, zumal die Akteure auch noch bei Faktoren wie unterschiedlichen Rendite- und somit Preisvorstellungen zusammen kommen müssten. Während das Volumen bei den Einzeltransaktionen mit 1,3 Milliarden Euro ein Wachstum von rund 18 Prozent verzeichnete, wurde für das Ergebnis bei den Portfoliodeals ein deutlicher Rückgang registriert – bei gleichbleibender Anzahl der Transaktionen. Grossvolumige Einzel- und

Überblick Gross-Transaktionen: • Der grösste Deal im ersten Halbjahr 2010 (rund 200 Mio. Euro) war der Verkauf des 5-Sterne Hotels Four Seasons Kairo (269 Zimmer) an die Regierung von Qatar, Verkäufer: First Arabia Company. • Das Pariser Marriott Renaissance Wagram wurde von der Deka erworben, Verkäufer war das französische Immobilienunternehmen Altarea Cogedim. • In Paris fand das 4-Sterne Hotel Pullman Paris La Defense (384 Zimmer) mit dem US-amerikanischen Investor Invesco Real Estate für 80 Mio. Euro einen neuen Eigentümer. • Invesco erwarb auch ein Hotel in Stockholm: das Courtyard by Marriott in Kungsholmen mit 278 Zimmern; Kaufpreis: 66 Mio. Euro. • Das 4-Sterne Hotel Jolly St Ermin›s

London (275 Zimmer) wurde von einem amerikanischen Joint Venture gekauft, Verkäufer war die spanische Hotelgesellschaft NH Hoteles. • Das UK-Immobilienunternehmen London & Regional erwarb das Londoner 4-Sterne Hotel Marriott Marble Arch (240 Zimmer) für etwa 60 Mio. Euro. • Orient Express erwarb Anfang des Jahres das Grand Hotel Timeo und das Hotel Villa Sant’Andrea in Taormina auf Sizilien. Nach Umbau und Renovierung wurden die Hotels im Mai 2010 wiedereröffnet. • Ein Portfolio von fünf Premier Inn Hotels in England (rund 450 Zimmer) wurde von Prudential Property Investment Managers erworben. Verkäufer war die britische Hotelund Restaurantgruppe Whitbread Group PLC.

// Schweizer Immobilienbrief / Immobilien Business Verlags AG / 8045 Zürich / www.immobilienbusiness.ch //


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NACHRICHTEN Schweizer Hotels: Viele Betriebe nicht mehr wettbewerbsfähig

Quelle: JLL

Portfolio-Deals sind wie im vergangenen Jahr noch immer rar: Nur acht der insgesamt 47 Transaktionen hatten einen Kaufpreis von über 50 Millionen Euro; ein Deal bewegte sich über 100 Millionen Euro (1. Halbjahr 2009: bei insgesamt 40 Transaktionen sieben Deals über 50 Millionen, zwei davon über 100 Millionen Euro). Was die geographische Her-

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kunft des Kapitals anbelangt, gab es im ersten Halbjahr 2010 Veränderungen. Zwar dominierten mit einem Anteil von 47 Prozent auch im laufenden Jahr Investments im eigenen Land (1. Halbjahr 2009: 58 Prozent), der Anteil grenzüberschreitender Investitionen innerhalb Europas legte aber von 18 Prozent auf 34 Prozent deutlich zu. Das höchste Hotelin- >>>

Ein Drittel der 5500 Schweizer Hotelbetriebe ist nicht mehr wettbewerbsfähig. Wie Guglielmo Brentel, Präsident des Branchenverbands Hotelleriesuisse, der «SonntagsZeitung» sagte, braucht es insbesondere in den Ferienregionen mehr gute Hotels. Für die Sommersaison zeigte sich Brentel optimistisch – trotz des starken Frankenkurses: «Uns ist es gelungen, den Euro-Einbruch mit Besuchern aus Asien, dem Orient und den USA mehr als wettzumachen.» Der vom Verband erwartete Rückgang der Übernachtungen um bis zu drei Prozent werde nicht eintreffen. Man gehe davon aus, dass bei den Logiernächten das Vorjahrsniveau erreicht wird oder sogar ein bisschen mehr.


Seite 9 / 15_2010 /// vestmentvolumen registrierte dabei das Vereinigte Königreich (über 300 Millionen Euro), gefolgt von Frankreich (rund 270 Millionen Euro) und Italien (ca. 190 Millionen Euro). Deutschland zeigt zur Jahresmitte ein Volumen von rund 130 Millionen Euro. Vor allem das Interesse an Hotels in London und Paris sei stark gestiegen. Für das zweite Halbjahr 2010 erwartet JLL mehr Bewegung auf dem Hotelinvestmentmarkt. «Es sind derzeit einige Deals, auch mit grösseren Volumina, in Verhandlung; der eine oder andere steht bereits kurz vor Abschluss», berichtet Härle. Einige Käufer gingen davon aus, dass die Talsohle erreicht ist. «Somit fällt es

SCHWEIZER IMMOBILIENBRIEF bei Erwartung steigender Einnahmen und Cash-Flows etwas einfacher, die am Markt geforderten Renditen zu akzeptieren.» Darüber hinaus beobachtet Jones Lang LaSalle durch die Verkäufe der Royal Bank of Scotland und anderer Banken auch mehr Aktivität bei der Portfoliobereinigung: «Das wird weiter zunehmen», meint Härle. Insgesamt rechnen die JLL-Experten für 2010 mit einem Volumen auf dem Hotelimmobilienmarkt, das sich über dem Ergebnis von 2009 (3,1 Milliarden Euro), aber unter fünf Milliarden Euro bewegen wird. Härle zufolge wäre das dann «die Hälfte des durchschnittlichen Jahresvolumens in den vergangenen zehn Jahren». •

NACHRICHTEN Andermatt: Orascom sieht sich auf Kurs Das Andermatt-Projekt ist nach Angaben der Orascom AG weiterhin auf gutem Kurs, um das angepeilte Verkaufsvolumen von 100 Millionen CHF bis zum Jahresende zu erreichen. Wie das Unternehmen des ägyptischen Investors Samih Sawiris mitteilt, wurden seit dem Verkaufsstart Ende April Verkäufe und Reservationen in Höhe von 27 Millionen CHF getätigt.

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Immobilien-Finanzmärkte Schweiz IMMOBILIENFONDS CH -VALOREN

ANL AGEFONDS NA ME

2 672 561 BONHOTE IM MOBILIER

844 303 CS 1A IM MO PK

20. August 2010 RÜCKNA ME PREIS

102.90

EC ART

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MTL . UMSATZ NOV. 09

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BÖRSEN K APITALISIERUNG

108.00

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8.16% nicht kotiert 1215.00

630 815 463

1320.00

3 497 145 375

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276 935 CS REF INTERSWISS

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3 106 932 CS REF LIVINGPLUS

95.30

1 458 671 FIR

1325.00

URSE SEIT 1.1.09 K T IEFST / HÖCHST

4 515 984 CS REF PROPERT Y PLUS

1 291 370 CS REF SIAT

1100.00

BÖRSEN - AUS- KURS SCHÜT t.- RENDITE

4.05% 22.49%

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1 288 248 539

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1 976 652 444

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731 341 250

977 876 IM MOFONDS

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1 002 140 377

278 226 L A FONCIERE

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852.00

830 893 800

277 010 IM MO HELVE TIC

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387 000 000

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106.00

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357 089 733

3 362 421 PROCIM MO SWISS COM M FUND

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208 526 544

3 941 501 RE AL STONE SWISS PROP FUND

106.40

119.00 3.17%3 11.84% 10.59%

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116 726 505

262.50 2.25%3 58.04%

3 499 521 PATRIMONIUM SRE FUND

278 545 SOLVALOR «61»

166.10

725 141 SCHRODER IM MOPLUS

826.75

3 743 094 SWISSC ANTO (CH) REF IFC A

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7.16%

6.89% 15.27% 4.17%

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240.00

270.00

932 188 950

1.27% 25.19% 10.81%

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993 600 000

83.20

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121.00

1 124 574 717

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508 288 028

1 442 082 UBS SWISS RES. ANFOS

48.65

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3.39% 24.36%

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60.70

1 673 869 412

1 442 085 UBS LEM AN RES. FONCIPARS

60.70

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76.00

759 324 582

1 442 087 UBS SWISS MIXED SIM A

72.95

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3.70% 22.00%

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1.54%

82.80

91.80

4 393 732 153

1 442 088 UBS SWISS COM. SWISSRE AL

58.00

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3.94% 15.52%

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871 048 240

2 616 884 SWISSINVEST REIF

Ø(1)

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Ø

Total

24.05%

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IMMOBILIENAKTIEN CH -VALOREN

AKTIEN NA ME

20. August 2010 NAV

883 756 ALLRE AL HOLDING

AUS- SCHÜT- TUNGS- RENDITE

EC ART

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KURSE SEIT 1.1.08 TIEFST / HÖCHST

124.00

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11.71%

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2.18% -25.87%

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nk

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197 422 386

114.00

BÖRSEN K APITALISIERUNG

130.00

762 446 234

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1 731 394 INTERSHOP

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1 110 887 MOBIMO

177.30

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4.98%

7.89%

2.86%

175.00

193.00

859 811 337

1 829 415 P SP SWISS PROPERT Y

64.05

68.00

4.00%

6.17% 20.85%

6.29%

58.25

69.80

2 297 035 949

58.35

66.00

5.34%

13.11% 19.83%

6.42%

57.95

67.70

3 014 201 504

1329.00

1810.00

3.62% 36.19% 10.36%

1.80%

1651.00

1879.00

201 588 750

6.02

3.80

0.00% -36.88%

1.39%

3.38

4.77

176 962 842

1 820 611 BFW LIEGENSCHAF TEN N

111.00

BÖRSEN - KURS

255 740 ESPACE RE AL ESTATE

803 838 SWISS PRIME SITE 261 948 WARTECK INVEST 2 183 118 ZÜBLIN IM MOBILIEN HOLDING

Ø

3.79%

2.09%

Ø

- 6.17% RE AL

Ø

Total

2.71% 15.69%

5.02%

7 939 123 378

// Schweizer Immobilienbrief / Immobilien Business Verlags AG / 8045 Zürich / www.immobilienbusiness.ch //


Seite 11 / 15_2010 ///

SCHWEIZER IMMOBILIENBRIEF

Immobilien-Finanzmärkte Schweiz KURSE NICHTKOTIERTER IMMOBILIEN-NEBENWERTE NOM . WERT

500

BRUT TO - DIVIDENDE

VALOREN - NUM MER

600.00 3490024 N

BESCHREIBUNG

AG für Erst. billiger Wohnhäuser in Winterthur

150

0.00

140241 N

Agruna AG

50

155753 N

Bürgerhaus AG, Bern

100

10202256 N

C asaInvest Rheintal AG, Diepoldsau

20. August 2010 TIEFST 2009

HÖCHST 2009

GELD

BRIEF

30 500.00

35 000.00

2

31 110.00

65 000.00

4 050.00

4 100.00

4

4 100.00

4 250.00

2

50

850.00

1 500.00

11

140.00

195.00

30

190.00

200.00

125

1

10

4.00

255740 N

Espace Real Estate Holding AG, Biel

119.00

137.50

227

137.00

139.00

250

25

2.50

363758 I

F TB Holding SA, Brissago

815.00

820.00

46

650.00

820.00

61 20

10

4582551 N

11.90

12.85

20

12.75

12.85

500

150.00

191008 N

Immges Viamala, Thusis

6 350.00

7 250.00

1

6 210.00

7 950.00

1

400

40.00

257750 I

Immobiliare Pharmapark SA, Barbengo

1 250.00

1 255.00

10

1 270.00

1 650.00

12

Konkordia AG N

10

1 400.00

2 470.00

3

MSA Immobilien, Adliswil

10

230.00

100.00

100.00

8

100.00

180.00

200

0.00 11502954 N

10

254593 N

100

0.00

2766143 N

100 500

Fundamenta Real Estate AG

Pagameno Invest AG N

2766145 P S Pagameno Invest AG P S

25.00 3264862 N

Pfenninger & Cie AG, Wädenswil Real Estate Holding

1

3 375.00

10 000.00

198 1

1

2989760 I

1.00

1.00

600

36.00

225664 I

SAE Immobilien AG, Unter ägeri

2 050.00

2 500.00

1

2 300.00

2 800.00

1

870

80.00

228360 N

Schützen Rheinfelden Immobilien AG, Rheinfelden

2 501.00

3 000.00

2

2 700.00

3 500.00

5

800

Sia - Haus AG, Zürich

4 600.00

5 000.00

2

4 650.00

5 000.00

10

0.40

1.00

24898

0.85

2

8 300.00

23 000.00

8 700.00

8 700.00

5

5 100.00

15 500.00

15 520.00

1

14 500.00

208.00

231303 I

5

0.00

1789702 I

100

0.00

253801 N

Tersa AG

Sihl M anegg Immobilien AG

1000

120.00

172525 N

TL Immobilien AG

1000

260.00

256969 N

Tuwag Immobilien AG,Wä denswil

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IMMOBILIEN BUSINESS

Das Schweizer Immobilien-Magazin

1


SCHWEIZER IMMOBILIENBRIEF

/// 15_2010 / Seite 12

Immobilienmessen

Gute Vorzeichen für die Expo Real

Expo Real-Veranstalter erwarten wieder mehr Aussteller

Die Gewerbeimmobilienmesse wird mindestens das gleiche Ausstellerniveau wie 2009 erreichen.

BW. Vom 4. bis 6. Oktober trifft sich die internationale Immobilienwelt zum inzwischen 13. Mal auf dem Münchner Messegelände. Wie die Veranstalter mitteilen, werden sich mindestens 1600 Unternehmen präsentieren. Damit erreicht die Immobilienfachmesse die gleiche Ausstellerzahl wie im vergangenen Jahr. Da täglich noch Anmeldungen eintreffen, rechnet Eugen Egentenmeir, Geschäftsführer der Messe München, sogar mit einer leichten Steigerung gegenüber 2009: «Die Nachfrage aus dem Ausland ist im Vergleich zum Vorjahr stabil – mit leichter Erholungstendenz.» Auf der Expo Real

2009 stellten 1580 Unternehmen aus 34 Ländern aus und es kamen 21 430 Besucher aus 73 Ländern; zusammen mit den Repräsentanten der ausstellenden Unternehmen zählte die Messe mehr als 36 000 Teilnehmer. Einige Newcomer erwartet

Für diesen Herbst kündigen sich in München einige Premieren an: Im «Pavillon de France» wird sich zum ersten Mal die Immobiliengruppe Nexity präsentieren, ferner werden Paris, Grand Lyon und La Defense vertreten sein. Neu ist der Gemeinschaftsstand «Europa Mitte» für Unternehmen aus Mittel- und Osteuropa, wo beispielsweise die ÖBBImmobilien den Ausbau des Wiener Westbahnhofes vorstellen. Die Wien 3420 Aspern Development AG präsentiert eines der größten Stadtent-

wicklungsprojekte Europas. Ebenso sind die Balkanländer Mazedonien und Montenegro als Investitionsstandorte vertreten. Starke Nachfrage nach Ausstellungsflächen kommt aus Polen –  ein Plus von 40 Prozent zum Vorjahr. Das Land bereitet sich derzeit auf die Fußball-Europameisterschaft im Jahr 2012 vor. So bieten Großstädte und Regionen Flächen für Hotels, Einkaufszentren und Sportanlagen an. Tschechien wird dieses Jahr seine Präsenz vergrößern, Serbien nach dem Ausbleiben in 2009 mit mehr als zehn Unternehmen vertreten sein. Für Spanien, das die Krise noch nicht überwunden hat, zeigt Katalonien auf der Expo Real Flagge: Barcelona präsentiert mehr als sieben Millionen Quadratmeter Gewerbeimmobilienfläche für Investoren. Auch die Schweiz, die seit der ersten Edition

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Seite 13 / 15_2010 ///

SCHWEIZER IMMOBILIENBRIEF

Expo Real - RE-Vival für die Branche

Der Münchner Branchentreff gilt als Messe für Networking bei branchen- und länderübergreifenden Projekten, Investitionen und Finanzierungen. Sie bildet das gesamte Spektrum der Immobilienwirtschaft ab und bietet eine internationale Plattform für die Märkte von Europa über Russland, den Mittleren Osten bis in die USA. Das umfangreiche Konferenzprogramm mit rund 500 Referenten vermittelt einen Überblick über aktuelle Trends und Innovationen des Immobilien-, Investitions- und Finanzierungsmarktes.

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Mit Schlagworten wie «RE–alism», «RE-pair», «RE-quests», «RE-pay» und «RE-set» ist in diesem Herbst die Vorsilbe «RE» Leitgedanke der Konferenzen. «Nach dem bislang schwierigsten Jahr der Branche steht RE nicht nur für Real Estate, sondern auch für einen Neustart in vielen Bereichen der Branche,» sagt Messechef Egentenmeir. «Damit will die Expo Real den Blick der Marktteilnehmer nach vorne lenken und den Austausch über zukunftsfähige Geschäftsmodelle, Marktsegmente und Investitionsstrategien beflügeln.»

der Expo Real im Jahr 1998 in jedem Herbst in München dabei ist, wird im Oktober am Stand des Swiss Circle wieder die attraktivsten Immobilien und Standorte vorstellen. «Die Expo Real hat sich zur zentralen Plattform für Investment, Business und Projekte in Europa entwickelt», sagt Felix Westermann. Unter dem Label Swiss Circle organisiert der Chef der Zenit Management AG seit zehn Jahren den Gesamtauftritt der Schweiz an der internationalen Standort- und Immobilienmesse MIPIM in Cannes und seit sechs Jahren an der Expo Real. «In München sind alle wichtigen Immobilienmärkte und -standorte sowie die internationalen Key Player der Immobilien-Wirtschaft präsent.» •


SCHWEIZER IMMOBILIENBRIEF

/// 15_2010 / Seite 14

Immobilienmessen

Istanbul Real Estate - eine Brücke in die Zukunft Die GYODER-Konferenz und die Fachmesse «Istanbul Real Estate» boten Einblicke in den türkischen Immobilienmarkt.

Von Andreas Schiller Schon zum zehnten Mal fand Mitte Juni die Jahreskonferenz des türkischen Immobilienverbandes GYODER statt, zum zweiten Mal begleitet von der Fachmesse «Istanbul Real Estate», deren Organisatoren GYODER, Istexpo, Reed Exhibitions und das österreichische Wirtschaftsmagazin «Gewinn» ebenfalls für ein umfangreiches Konferenzprogramm sorgten. Das Ausstellungs- und Konferenzzentrum Lütfi Kirdar in Istanbul war an allen drei Tagen gut besucht. «Building bridges into a great future» hiess das internationale Motto der Jubiläumskonferenz. Die Abkürzung GYODER steht für «Gayrimenkul Yatirim Ortaklıgı Dernegi». Das wiederum bedeutet so viel wie Türkische Organisation von Unternehmen des Immobilieninvestments oder auf Englisch «The Turkish Association of Real Estate Investment Companies». «Verständnis für nachhaltige Ansätze gewachsen»

Von den insgesamt mehr als 70 Millionen Einwohnern der Türkei leben über zwölf Millionen in Istanbul – der Stadt, die früher einmal Byzanz und später Konstantinopel hiess und damit über eine Geschichte und Tradition verfügt, die durch die Ernennung zur Europäischen Kultur-

Istanbul braucht Büros, Einkaufsmöglichkeiten, Wohnraum hauptstadt 2010 nur begrenzt widergespiegelt werden kann. Doch für die Zukunft zählt besonders die Demographie: Mit einem Durchschnittsalter von knapp 30 Jahren verfügt Istanbul über eine junge Bevölkerung, die zudem oft gut ausgebildet und geschäftstüchtig ist – und genau das braucht, was Immobilienmärkte kennzeichnet: Büros, Einkaufsmöglichkeiten, Wohnraum, Freizeitangebote sowie gute Infrastruktur. Dennoch sah der türkische Immobilienmarkt seit Herbst 2008 kaum Transaktionen, zudem hält sich die Zahl von Projektentwicklungen in einem recht überschaubaren Rahmen: Die internationale Finanz- und Wirtschaftskrise hatte auch die Türkei erwischt, wenngleich in einer moderaten Form. «In der Türkei spielte Fremdfinanzierung schon immer nur eine geringe Rolle. Daher sind auch in Zukunft keine hohen Verschuldungen zu erwarten», sagt Senay Azak-Matt, General Managerin der Repräsentanz Istanbul der Aareal Bank AG. Die Aareal Bank AG finanziert

seit 1999 in der Türkei und gehört mit der Eröffnung einer Repräsentanz in Istanbul im Jahr 2005 zu den ersten in der Türkei präsenten europäischen Banken. Zum Immobilienmarkt merkt die Expertin an: «Bei den Projektentwicklern nahm während der Krise das Verständnis für langfristige und nachhaltige Ansätze zu. Zudem wächst die Einsicht, dass Asset Management unabdingbar ist.» Baubeginn für neue ECE-Center in Sicht

Internationales Engagement konzentriert sich stark auf Einzelhandelsimmobilien. Das verwundert auch nicht in einer Kultur, zu deren Wesen die Basare gehören, die wiederum die Vorläufer aller heutigen Shopping Center weltweit sind. Aus Deutschland ist zum Beispiel der Spezialist für Einzelhandelsimmobilien ECE aktiv. Das Hamburger Unternehmen – seit dem Jahr 2000 in der Türkei vertreten – betreibt dort mittlerweile sechs Einzelhandelszentren, darunter die

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SCHWEIZER IMMOBILIENBRIEF

erste eigene Projektentwicklung in Eskisehir. Derzeit beginnen die Bauarbeiten für das neue Einzelhandelszentrum «Marmara Park» im Westen von Istanbul, das mit einer vermietbaren Fläche von rund 100.000 Quadratmetern durchaus erstaunliche Dimensionen aufweist. «Marmara Park» soll 2012 eröffnet werden. Andreas Hohlmann, General Manager Türkei der ECE, berichtet: «Über das Areal und die Genehmigungen verfügten wir schon 2008, aber wegen der Finanzkrise haben wir abgewartet. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für den Baubeginn gekommen.»

ven Wahrnehmung gibt es durchaus auch objektive Gründe für Hotelinvestments. «Im Vergleich zu anderen internationalen Standorten war der Hotelmarkt in der Türkei durch die Krise verhältnismässig gering betroffen. Zwar fielen die operativen Ergebnisse im Jahr 2008 zwischen 15 und 20 Prozent geringer als im Vorjahr aus, aber in diesem Jahr wird wieder ein Aufschwung erwartet», sagt Senay Azak-Matt, und konkretisiert für Investoren: «Die hohe Nachfrage nach Hotels im Drei-bis-Fünf-SterneSegment sowohl in den grossen Städten als auch in Anatolien generell, die sich auch in guten Belegungsraten widerspiegelt, ist ein Indikator für potenzielle Investitionschancen in diesem Segment.» Über den Mangel an erstklassigen Büroflächen in Istanbul sind sich nahezu alle Marktteilnehmer einig. «Es gibt eine Unterversorgung bei Büroflächen der Kategorie A», sagt Senay Azak-Matt, und Alan Robertson, Managing Director Türkei bei Jones Lang LaSalle, pflichtet ihr bei: «So wie internationale Unternehmen ihre Aktivitäten in der Türkei erhöhen, steigt der Bürobedarf. Mit dem derzeitigen Angebot wäre der Markt 2011 und 2012 ganz sicher unterversorgt.» Doch man sieht wenige Projektentwicklungen, und auch das Interesse internationaler Investoren an Büroimmobilien in der Türkei oder auch nur in Istanbul fehlt. Für die geringe Zahl an Projektentwicklungen führen türkische Marktkenner nach wie vor überhöhte Grundstückspreise an. Viele Erwartungen seien mit den Vorstellungen von Investoren nicht vereinbar, da sie den in der Investitionsrechnung realistisch erzielbaren Mieten nicht entsprächen. Das weitere Argument mancher internationaler Marktteilnehmer, im türkischen Mietrecht wäre der Auszug von einem Tag auf den anderen unprob- >>>

Investmentchancen im Hotelsegment

Doch nicht nur in Istanbul, auch in Antalya ist die ECE am Start. Dort soll im Herbst 2011 das Einkaufszentrum «Terracity» eröffnen, ein Gemeinschaftsvorhaben von ECE, Pramerica und Eriapartners. Pramerica, die Immobilieninvestmenttochter des nordamerikanischen Finanz- und Versicherungskonzerns Prudential Financial, agiert dabei als Hauptinvestor. Burhanettin Yurtseven, General Manager Türkei von Pramerica, sagt: «Seit dem Jahr 2008 haben wir ein eigenes Büro in der Türkei, von dem aus wir derzeit drei Projektentwicklungen betreuen. Eine davon ist das Einkaufszentrum in Antalya. Zudem sind wir mit der Entwicklung einer Anlage für Zweitwohnsitze in Bodrum beschäftigt sowie einem Hochhaus im Stadtteil Levent in Istanbul, das sowohl erstklassige Büros als auch Wohnungen umfassen soll. Für letzteres erwarten wir die Zertifizierung nach LEED-Standards.» Ein weiteres wichtiges Marktsegment in der Türkei sind Hotelimmobilien. In Zusammenarbeit mit dem Wiener Büro der internationalen Hotelberatung pkf experts wurden daher

Istanbul Real Estate: Viel Raum für Networker

auf der diesjährigen «Istanbul Real Estate» Chancen und Risiken des Hotelmarkts Türkei aus der Sicht von Betreibern, Entwicklern, Finanzierern und Investoren ausgiebig diskutiert. Besonders jetzt zur Sommerzeit können sich diejenigen aus Westeuropa, die ihren Urlaub in der Türkei verbringen, ein eigenes Bild machen. Doch neben der subjekti-

Mehr über die Türkei Wer ausser den Marktberichten der Immobilienberatungen und Reiseführern mehr und Hintergründiges über die Türkei lesen möchte, wird unter anderem in der Schweiz fündig. Zu den Publikationen der heutzutage ungewöhnlich niveauvollen Schriftenreihe der Vontobel-Stiftung gehören die beiden Veröffentlichungen «Türkei» von Rainer Hermann (Band 187) sowie «Über die Freiheit im Islam» von Necla Kelek (Band 195), in den Jahren 2009 und 2010 erschienen. Nähere Informationen über die generell sehr zu empfehlenden Publikationen, die abseits des kommerziellen Buchhandels und Verlagswesens individuelle und hohe Qualität aufweisen, finden sich unter www.vontobel-stiftung. ch im Internet. Bestellungen sind, übrigens kostenfrei, unter schriftenreihe@vontobel.ch möglich. as


SCHWEIZER IMMOBILIENBRIEF

/// 15_2010 / Seite 16

lematisch und kontinuierliche Mieteinnahmen daher schwer kalkulierbar, entkräftet Alan Robertson hingegen: «Sicher ist es richtig, dass ein Vermieter in der Türkei nicht solche Gewährleistungen besitzt wie etwa in Deutschland oder Grossbritannien. Theoretisch kann ein Mieter sehr schnell und ohne grosse Folgen ausziehen. In der Praxis kommt das aber kaum vor, zumindest nicht im gehobenen Segment. Denn dort erhält der Mieter in der Türkei zwar die Räume, nicht aber die Innenausstattung. Die gestaltet und zahlt er selbst. Wer das einmal getan hat, bleibt in der Regel auch.» Und fügt hinzu: «Die Unterschiede in der Gesetzgebung sind einer der Gründe, warum die Rendite für erstklassige Büroimmobilien in Istanbul bei acht

handlungen der Türkei mit der Europäischen Union entstanden sein. Wie und wann auch immer die bereits 2005 begonnenen Verhandlungen ausgehen mögen, konnten sie in der Türkei bereits einige Veränderungsprozesse anstossen. Franz Schausberger, ehemaliger Landeshauptmann von Salzburg und heute Beauftragter des österreichischen Bundeslandes für den Ausschuss der Regionen der Europäischen Union, stellte in seiner Ansprache beim GYODER-Kongress Dezentralisierung und Regionalisierung als notwendige Aufgaben in den Mittelpunkt. Zugleich betonte er die eigenständige Verantwortung der Türkei: «Die EU kann die Verkehrsschilder aufstellen, aber es ist an der Türkei, die Fahrtrichtung und die Geschwindigkeit festzulegen.» •

>>>

Prozent liegt, verglichen etwa mit fünf Prozent in London.» Burhanettin Yurtseven verweist zudem auf weitere Unterschiede zu Westeuropa: «Der türkische Immobilienmarkt hat schon seine Eigenheiten. Zum Beispiel gehören zahlreichen Familienunternehmen oder Unternehmen, die gar nichts mit Immobilien zu tun haben, sehr bedeutende Grundstücke in den besten Lagen von Istanbul. Und da Immobilien- oder Portfoliomanagement noch Fremdwörter sind, ist das Immobiliengeschäft mit diesen Eigentümern nicht immer einfach. Fehlende Transparenz und somit fehlende Vergleichsmöglichkeiten sind aus meiner Sicht das grösste Problem in der Türkei.» Solch offene Einschätzungen dürften auch durch Lerneffekte aus den Beitrittsver-

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SCHWEIZER IMMOBILIENBRIEF

Hotelinvestments

Axa Immovation Institutional investiert am WEF-Standort.

BW. Davos wird bald um ein renommiertes Hotel reicher sein. Vis-à-vis des erweiterten Kongresshauses soll Ende November 2012 das erste Hilton Garden Inn der Schweiz eröffnen: Mit 148 klimatisierten Zimmern, einer Lobby mit grossem Cheminée im Eingangsbereich, Restaurant und Bar sowie einem Wellnessbereich im Untergeschoss. Angrenzend an das Hotel entsteht ferner ein zweistöckiges Geschäftshaus. Im oberen Geschoss wird sich der neue Geschäftssitz der Firma Baulink AG befinden, im Erdgeschoss sind Ladenflächen geplant. Die Tiefgarage ist mit beiden Gebäuden verbunden. Auf dem Dach schliesslich wird eine der nördlich des Neubaus gelegenen Villa dienende Gartenanlage erstellt. Bauherr und Investor ist der von AXA Investment Managers Schweiz AG geführte Immobilienfonds AXA Immovation Institutional. Die Hotel Rinaldi Davos AG ist während 20 Jahren Pächter des Hotels und übergibt das Management der international ausgerichteten Hilton Gruppe. Hoffnung auf Nachahmer

Für Hans Peter Michel, Landammann Davos, ist der Hotelneubau für die Destination Davos strategisch sehr wichtig: «Diese Entwicklung zeigt, dass Investoren wieder an Hotels interessiert sind.» Die Gemeinde Davos habe mit der langfristigen Anbindung des WEF und der Erweiterung des Kongresszentrums hierfür die entsprechenden Vorarbeiten ge-

Neue internationale Top-Adresse für Davos: Das Hilton Park Inn

leistet. Auch beim WEF zeigt man sich erfreut über den Neuzugang bei den Davoser Hotels. «Das World Economic Forum hat eine sehr lange Partnerschaft mit Davos und ist deshalb sehr glücklich, dass dieses wichtige Hotelprojekt nun umgesetzt wird. Dieses Hotel wird die Position Davos als eine wichtige Konferenzdestination weiter stärken», sagt Andre Schneider, Managing Director des WEF. Reto Branschi, CEO Davos Tourismus hofft, dass der Neubau des internationalen Hotels im oberen Segment weitere Nachahmer findet: «Für den Kongressstandort Davos ist das Hilton Garden Inn ein wegweisendes Projekt.» Auslastungsprobleme an dem an Hotels nicht gerade armen Davos werden offenbar nicht befürchtet. Für Hanspeter Danuser, langjähriger Kurdirektor von St. Moritz, steht fest, dass es der international ausgerichteten Hilton Gruppe dank ihrem weltweiten Reservierungssystem und ihrer schlagkräftigen Verkaufsorganisation gelingen wird, neue, beziehungsweise zusätzliche Gäste in den Ort zu bringen. «Dadurch ist es vielleicht möglich, das neue Hotel 365 Tage im Jahr offen zu halten.» •

NACHRICHTEN Hotelinvestments Budget-Hotels im Trend Verkäufe von Budget-Hotels in Berlin, Hamburg und Leipzig machten im ersten Halbjahr 2010 mit ca. 54 Mio. Euro mehr als ein Viertel der Hoteltransaktionen (197 Mio. Euro) in Deutschland aus. Wie Colliers Property Partners mitteilt, waren offene Immobilienfonds von Union Investment Real Estate, Commerz Real bzw. ein geschlossener Immobilienfonds von Lloyd Fonds die Käufer. In Deutschland befinden sich aktuell über 300 Neubauprojekte in Planung bzw. Realisierung, rund drei Viertel davon im 3- bis 4-Sterne-Segment. Die geplanten Kapazitäten belaufen sich auf über 60.000 Zimmer, das Gesamtinvestitionsvolumen auf über 6 Mrd. Euro. Die Expansion im Budget-Segment wird weiter vorangetrieben: Hotelgesellschaften wie Motel One und B & B Hotel erweitern ihr Portfolio, verstärkt auch an B-Standorten.

SCHWEIZER IMMOBILIENBRIEF Das E-Magazin der Schweizer Immobilienwirtschaft Ausgabe 15/2010 / 5. Jahrgang / 100. Ausgabe. Immobilien Business Verlags AG Grubenstrasse 56, 8045 Zürich www.immobilienbusiness.ch Birgitt Wüst, Redaktionsleiterin Erich Schlup, Verlagsleiter Sandra Schwarzenberger, Gestaltungskonzept Susana Perrottet, Layout Dominique Hiltbrunner, Verleger Administration & Verwaltung: abo@immobilienbusiness.ch WEITERE TITEL: IMMOBILIEN Business Schweizer Immobiliengespräche HAFTUNGSAUSSCHLUSS: Der redaktionelle Inhalt stellt weder ein Angebot noch eine Aufforderung zum Abschluss einer Finanztransaktion dar und entbindet den Leser nicht von seiner eigenen Beurteilung.

FOTOS: PD

Ein «wegweisendes Projekt» für Davos


SCHWEIZER IMMOBILIENGESPRÄCHE Donnerstag, 26. August 2010 um 17.30 Uhr im Kongresshaus (Vortragssaal) in Zürich

Auslandsimmobilien: Ist die Zeit für einen Wiedereinstieg gekommen? Investitionen in ausländische Immobilien sind eine wertvolle Diversifikation. Nach dem verschiedene ausländische Immobilienmärkte im Verlauf der letzten zwei Jahre stark korrigiert haben, stellen sich für den Investor folgende Fragen: Wie und wann ein Engagement wieder ins Auge gefasst werden kann? Wie haben sich die verschiedenen Auslandsmärkte entwickelt? Wie können die spezifischen Risiken von Auslandsinvestments geführt werden? Sollen direkte oder indirekte Anlagen bevorzugt werden? Wie ist der Analyse- und Investitionsprozess zu gestalten? Moderation: Dr. Markus Schmidiger, MRICS Referenten: Dr. John Davidson, Forschungsleiter „Immobilien“, Hochschule Luzern Daniel Tochtermann, Global Head of Real Estate Acquisition and Sales, Credit Suisse Ulrich Kaluscha, Managing Director 4IP Management AG Stefan Schädle, Abteilungschef Real Estate Management, BVK Die nächsten Immobiliengespräche Reservieren Sie in Ihrer Agenda folgende Termine: Donnerstag, 23. September 2010 Donnerstag, 28. Oktober 2010

Partner:

Mittwoch, 24. November 2010 Die Themen werden frühzeitig bekannt gegeben. Die Teilnahme kostet 70 Franken. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmeldung unter: www.immobilienbusiness.ch oder per Mail an badmann@ibverlag.ch Die Schweizer Immobiliengespräche finden achtmal im Jahr statt. Namhafte ReferentInnen halten Vorträge, diskutieren auf dem Podium und beantworten Fragen zu aktuellen und spannenden Themen. Anschliessender Apéro mit Networking und Erfahrungsaustausch.

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Immobilienbrief Nr. 100 vom 23. August 2010