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SCHWEIZER

Ausgabe 137_ 7. Jahrgang / 19. März 2012

IMMOBILIENBRIEF Das e-paper der Schweizer Immobilienwirtschaft EDITORIAL

Inhalt 2 MIPIM 2012: «Wenig helle Sterne in Europa» 3 Nachrichten: «The Circle» 7 Zweitwohnungsinitiative: Ein knappes Ja 8 Nachrichten: Allreal 10 Vals: Therme geht an Remo Stoffel 10 Nachrichten: Andermatt Swiss Alps 12 Im Trend: Alternative Büroarbeitsorte 14 Marktkommentar 14 Nachrichten: Banque Rothschild/AST Swiss Life 15 Immobiliennebenwerte 16 Immobilienfonds/-Aktien 17 Stadtentwicklung: Puls Thun/Rex Thun 18 Impressum

Nichts Neues von der Côte d’ Azur Nein – wirklich Neues gibt es von der MIPIM nicht zu berichten. Wie auch, wenn an den internationalen Immobilienmärkten der Wind noch immer nicht gedreht hat? Die Investoren sind weiter an Sicherheit und Nachhaltigkeit interessiert, nicht zuletzt wegen strikterer Anforderungen der finanzierenden Banken. «Core» liegt weiterhin im Trend und weiterhin besonders gefragt: sichere Standorte. Euphorische Stimmung wollte in Birgitt Wüst Redaktionsleiterin Cannes noch nicht aufkommen. Immerhin: Nach Angaben von Reed Midem sollen rund 19.500 Messebesucher nach Cannes gekommen sein – wenngleich viele Teilnehmer die «gefühlte» Präsenz geringer einschätzten. Die Ausstellungsfläche soll sich auf knapp 19.000 Quadratmeter erhöht haben, etwa fünf Prozent mehr als im Vorjahr. Was für eine einsetzende leichte Erholung der internationalen Immobilienmärkte spricht. Über Besuchermangel konnten die Schweizer Stände auf der MIPIM unterdessen nicht klagen; insbesondere die Partner des Gemeinschaftsstands Swiss Circle freuten sich an allen Messetagen über ein reges Interesse auch Nicht-Schweizer Messeteilnehmer. Kein Wunder, zählt doch die Schweiz im internationalen Vergleich als «safe haven»; gleichzeitig hat sich im Ausland herumgesprochen, dass auch für Schweizer Institutionelle Anleger im eigenen Land eine gewisse Angebotsknappheit herrscht und sie sich daher verstärkt im Ausland nach geeigneten Investmentmöglichkeiten umsehen. Mit den besten Grüssen, Birgitt Wüst

Partner Immobilienbrief 

SCHWEIZER IMMOBILIENGESPRÄCHE Gewerbeund Industrieflächen – SCHWEIZER Vom Kosten- zum Ertragsfaktor

IMMOBILIENGESPRÄCHE

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Private Equity Real Estate als Ausweg // Schweizer Immobilienbrief / Immobilien Business Anlagedruck? Verlags AG / 8045 Zürich / www.immobilienbusiness.ch // aus dem Investitionen in den Schweizer Immobilienmarkt im Core Bereich wird zunehmend schwieriger. Eine Diversifikation in opportunistische Private Equity Real Estate-Anlagen kann in einem solchen Umfeld Sinn machen. Zahlreiche Schweizer Immobilieninvestoren haben das Potenzial im Bereich Private Equity Real Estate (PERE) erkannt und investieren in diese Immobilienstrategie. Experten aus Theorie und Praxis diskutieren über folgende Fragen die sich dazu stellen:


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MIPIM

«Wenig helle Sterne in Europa»

MIPIM 2012: Zur 22. Edition der internationalen Gewerbeimmobilienmesse kamen 19.300 Besucher aus 83 Ländern

Aufgrund allgemeiner Verunsicherung setzen Immobilieninvestoren weiter auf die Strategie «Risiken vermeiden». Was Ländern, die als stabil gelten, zugute kommt. Dies zeigte sich zuletzt auf der MIPIM.

BW. Wer Anfang März die MIPIM besuchte, tat gut daran, sich warm anzuziehen; von frühlingshaften Temperaturen konnte in Cannes jedenfalls nicht die Rede sein. Zwar präsentierte sich die Cote d’Azur zum Frühlingstreff der internatio-

nalen Immobilienbranche sonnig, doch wehte bisweilen ein recht eisiger Wind. Ähnlich durchmischt war die Stimmung auf der Messe, was angesichts der makroökonomischen Grosswetterlage, insbesondere in Europa, kaum erstaunt. Schliesslich stehen hinter der konjunkturellen Entwicklung und dem weiteren Schicksal des Euro grosse Fragezeichen. Was wiederum die Freude an Immobilien- oder Projektfinanzierungen bei vielen Banken drückt und damit die Aktivitäten der Immobilienbranche stark einschränkt. Ob sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen

stabilisieren, ist derzeit schwer prognostizierbar – folglich setzen viele Immobilieninvestoren weiterhin auf die «Nummer Sicher»: Core bleibt im Fokus, gefragt sind Topobjekte, Topqualität und vor allem: gute Lagen in Ländern, deren Wirtschaft funktioniert und die stabile Rahmenbedingungen bieten. Wie etwa die Schweiz, was sich in Cannes nicht zuletzt am Messeauftritt der Schweizer Stände zeigte. Für den Swiss Circle sei die MIPIM 2012 «ein voller Erfolg» gewesen, berichtet Roman H. Bolliger, Leiter des Swiss Circle. «Mit 31 Ausstellern konnten wir die-

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NACHRICHTEN

ses Jahr einen Teilnehmerrekord vermelden!» Rekordverdächtig war auch der Andrang am Schweizer Gemeinschaftsstand an allen Messetagen, bisweilen kam es sogar zur «Traubenbildung», etwa anlässlich einer Projektpräsentation der Steiner AG mit anschliessendem Apéro. Neben Landsleuten zeigten sich in diesem Jahr an den Schweizer Ständen auch viele internationale Investoren, um mit den Ausstellern ins Gespräch zu kommen und Geschäfte anzubahnen. Was derzeit nicht ganz einfach scheint. Dies liegt keineswegs nur am hohen Frankenkurs, der den Appetit auf Schweizer Liegenschaften beim einen oder anderen Auslandsinvestoren dämpft. Eher an der Angebotsknappheit – egal ob in Genf oder Zürich, Basel oder Lugano, Winterthur oder Davos. Nicht einmal heimische «Player» finden genügend Offerten für ihren Anlagebedarf. Hinzu kommt: Die Preise sind hoch, die Renditen niedrig. Anders sieht es in Deutschland aus, dem diesjährigen Ehrengastland der MIPIM. Ehrengastland sehr gefragt

Immobilien in Deutschland – dem stärksten Markt in Kontinentaleuropa – gelten aktuell als sichere Anlage mit interessanten Erträgen, die selbst bei einem Katastrophenszenario noch Optionen bieten. Denn die deutsche Wirtschaft hält sich wacker; darüber hinaus bietet das Land Rechts- und Planungssicherheit, die «Fundamentals» für Immobilieninvestments stimmen. Hinzu kommt, dass viele Analysten und Researcher deutsche Immobilien im europäischen Ver-

gleich als unterbewertet einschätzen. Entsprechend hoch ist die Nachfrage nach Immobilienprodukten im gewerblichen Bereich, insbesondere an den Topstandorten Frankfurt, Hamburg, Düsseldorf, Essen, Berlin, Stuttgart und München. Die Gemeinschaftsstände dieser Städte und Regionen erfreuten sich regen Besucherinteresses. Entsprechend zufrieden zeigten sich die Stand-Partner, die den Messeauftritt nutzten, um Einzelprojekte oder städtebaulichen Entwicklungsvorhaben einem internationalen Interessentenkreis vorzustellen. Mit «dynamisch, innovativ, nachhaltig» etwa warb Stuttgart für sein neues «Europaviertel», das auf der Fläche des ehemaligen Güterbahnhofs entsteht. Im Zentrum dabei: Das «Milaneo». Das Quartiersprojekt am Mailänder-Platz – geplant sind bis zu 500 Wohnungen, rund 43.000 Quadratmeter Detailhandelsflächen plus Gastronomie, Dienstleistungen, Büros und Hotel – soll «Massstäbe in Deutschland setzen», wie Jens Jäpel, Geschäftsführer ECE Development, betonte. Für Frankfurt präsentierten Oberbürgermeisterin Petra Roth und Frank Junker, Geschäftsführer der stadteigenen Wohnbaugesellschaft ABG, den «Kulturcampus» – ein 16,5 Hektar grosses Areal mitten in der Stadt, auf dem in dem nächsten zehn Jahren rund 1.500 Wohnungen, Büros, Dienstleistungen und Detailhandel sowie Gebäude für das «Zentrum für Musik und darstellende Kunst», die Junge Philharmonie und die Hessische Theaterakademie entstehen sollen. Alles in allem rund 290.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche – ein neuer «grüner» Stadtteil. Düsseldorfs Oberbürgermeister >>>

Zürich: «The Circle» kommt voran Das Megaprojekt «The Circle» am Zürcher Flughafen ist einen grossen Schritt weiter. Zum einen hat der Stadtrat von Kloten für das geplante neue Dienstleistungszentrum in den ersten März-Tagen die Baubewilligung erteilt; zum anderen konnte der Flughafen Zürich die Hotelkette Hyatt als Betreiberin für das Hotelangebot im Grossprojekt gewinnen. Wie der Flughabenbetreiber mitteilt, werden mit der Zusage von Hyatt als Betreiber des Hotelangebots rund 25 Prozent der Gesamtgrundfläche von rund 200.000 Quadratmetern des in Gehdistanz zu den Terminals gelegenen «Circle» belegt. Die langfristige Vereinbarung mit dem Hotelbetreiber sehe vor, dass ein Hotel Hyatt Regency und ein Hotel Hyatt Place mit insgesamt 550 Zimmern auf einer Gesamtfläche von rund 45.000 Quadratmetern entstehen, heisst es weiter. Im Hyatt Regency werde es darüber hinaus einen Kongressbereich mit 1.500 Plätzen und zusätzliche Räumen für Sitzungen und Ausstellungsflächen geben. Den Angaben zufolge müssen für eine erfolgreiche Umsetzung des Projekts allerdings noch weitere Ankermieter für die Büroflächen und Dienstleistungsbereiche gefunden werden. Ferner müssten noch Investitionssicherheit als wesentliche Grundlage für die Wirtschaftlichkeit des Projekts erreicht sowie Beteiligungs- und Finanzierungsstrukturen geschaffen werden. Sind die Voraussetzungen erfüllt und ist die Finanzierung gesichert, soll der Bau 2013 beginnen – sofern keine Einsprachen zur Baubewilligung eingehen.


SCHWEIZER IMMOBILIENBRIEF Dirk Elbers setzte bei seiner Präsentation der nordrheinwestfälischen Landeshauptstadt ebenfalls auf die «grüne Karte», sprich: Nachhaltigkeit in der Stadtentwicklung. Düsseldorf wächst an Einwohnern, die Stadt braucht Potentiale und Flächen, um sich zu entwickeln. Elbers will mit Gebäude- und Flächenrecycling künftig neue Nutzungsformen ganzer Areale sichern: Aus alten Büroflächen soll Wohnraum entstehen, aus alten Wohnkomplexen attraktive Büros – «immer dort wo es passt».

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«Olympics» als Schrittmacher

Reges Besucherinteresse herrschte auch an den Ständen von London und Paris, den beiden «ganz grossen» Ge-

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werbeimmobilienmärkten Europas. Der Auftritt der britischen Finanzmetropole stand ganz im Zeichen der Olympischen Spiele 2012: Neben der Miniaturausgabe der City of London wurde ein Modell des «Queen Elizabeth Olympic Park» präsentiert, in den bis dato 14,9 Milliarden Euro geflossen sein sollen; die Nutzung für die Zeit nach der Olympiade scheint zum Grossteil schon gesichert. Die französische Hauptstadt präsentierte unter anderem das gigantische Projekt «Grand Paris», in dem unter anderem 70.000 neue Wohnungen entstehen sollen und das ein völlig neues Verkehrskonzept für den Grossraum Paris beinhaltet. Neue Wege geht auch Katar bei der Stadtentwicklung, wie sich bei der Präsentation der Plä-

ne für «Downtown Doha» eindrucksvoll zeigte. Gemäss John Rose, dem zuständigen Projektleiter bei Musheireb Properties, setzt Katar beim Bau des neuen Stadtzentrums von Doha auf urbane Strukturen und orientiert sich dabei an den lokalen, historischen und insbesondere funktionellen Bautraditionen. Ökologische und soziale Nachhaltigkeit zählen auch hier zu den zentralen Themen. Gelingt die Umsetzung des Projekts, dürfte sich Doha erfreulich von den meisten Städten in den Golf-Staaten abheben – denn auch das spektakulärste Hochhaus ersetzt kein städtisches Leben, wie das Beispiel Dubai zeigt. Einen Vorteil haben die Projektentwickler in Katar: In dem für seinen Reichtum bekannten Emirat

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Nachhaltigkeit am Persischen Golf: Das Musheireb-Projekt

dürfte die Verwirklichung ihrer Pläne an Finanzierungsproblemen nicht scheitern. «Das K apital könnte auch wieder abwandern»

Im krisengeschüttelten Europa gestaltet sich die Suche nach Kapital für Projektentwickler und Investoren unterdessen weiter schwierig. Banken verhalten sich bei der Finanzierung restriktiv. Somit kommen am Markt vor allem eigenkapitalstarke Akteure, unter anderem Family Offices, Staatsfonds, Real Estate Privat Equity und die (tatsächlich) offenen Immobilienfonds, zum Zuge – die sich gerne in «sicheren Häfen» engagieren, wie einer aktuellen Studie von PwC zu entnehmen ist. «Inves-

toren sind bei Risikoabwägungen bewusster geworden», bestätigt Hubert Spechtenhauser, Mitglied der Geschäftsführung der Hannover Leasing, die für private wie institutionelle Investoren strukturierte Finanzierungen sowie geschlossene Fonds und andere Beteiligungsmöglichkeiten konstruiert. Eine ähnliche Einschätzung äusserten Jean-Michel Six, Chefökonom von Standard & Poor’s Europa, und Bernhard Berg, Leiter IVG Institutional Funds, bei einer Keynote-Präsentation im Rahmen des MIPIM-Konferenzprogramms: Investoren würden weiterhin zu CoreObjekten tendieren, schon aufgrund der im Vergleich mit Staatsanleihen immer noch attraktiven Zinsen. Doch es gibt auch skeptische Stimmen, wenngleich Deutschland derzeit als

sehr sichere ImmobilieninvestmentDestination gilt. Für Ralph Winter, den Vorstandsvorsitzenden der Corestate Capital AG, hat sich in Cannes gezeigt, dass bei Banken und Investoren wie in den vorangegangenen Monaten weiterhin hohe Unsicherheit herrscht: «Die Bankenwelt verhält sich trotz des kürzlichen Tenders der EZB nach wie vor sehr zurückhaltend». Dieses Verhalten zeigt für den Chef des Zuger Unternehmens, dass Deutschland nicht als reiner «safe haven» gesehen werden kann: «Erfolgreiche Transaktionen und nachhaltige Fremdfinanzierungen können nur Marktteilnehmer realisieren, die das notwendige Know-how und den entsprechenden Marktzugang haben.» Winter geht davon aus, dass das fehlende Vertrauen der >>>


SCHWEIZER IMMOBILIENBRIEF Banken in derzeitige Eigentümerstrukturen wie erwartet dazu führen wird, dass sich Immobilieninvestoren in baldiger Zukunft von ihren Beständen trennen müssen. Thomas Beyerle, Leiter Research der IVG Immobilien AG, verweist darauf, dass in Deutschland viel «defensives Kapital» unterwegs ist – was sich auch schnell wieder verabschieden könne, wenn sich andere Märkte erholten und die Investoren dann wieder bereit sind, mehr Risiko zu akzeptieren: «Das Geld könnte wieder auf Wanderschaft gehen, auch in andere Assetklassen.» Bislang allerdings stimme die Gemengelage noch. «Gemessen an den

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Erfreute sich regen Besucherinteresses: Der Swiss-Circle-Stand auf der MIPIM

hohen Spreads zwischen den Spitzenanfangsrenditen von Büros und den Zinsen zehnjähriger Bundesanleihen

/// 5_2012 / Seite 6 erscheinen Immobilien für Anleger nach wie vor sehr attraktiv», so Beyerle. «Allerdings werden die hellen Sterne in Europa 2012 nur an wenigen Destinationen scheinen.» Als neuer «Stern» am Horizont taucht aus Sicht vieler Investoren derweil die Türkei auf. Das Land, das ein kräftiges Wirtschaftswachstum bei geringer Staatsverschuldung vorweisen kann, wird im nächsten Jahr «Country of Honour» sein. Die MIPIM wird dann ausserdem eine Woche später als in diesem Jahr stattfinden, vom 12. bis 15. März. Und um diese Zeit sind die Temperaturen an der Cote d’Azur vielleicht ja schon ein wenig wärmer. •

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Ferien-Immobilien/Hotelimmobilien

Knappes Ja für die Zweitwohnungsinitiative Der Bau von Chalets und Ferienwohnungen in den Bergen scheint vorerst gestoppt. Mit der Annahme der Zweitwohnungsinitiative tritt de facto ein Verbot des Zweitwohnungsbaus in Kraft.

BW. Am 11. März hatte Franz Weber seinen grossen Tag. Seit Jahren wettert der 84jährige Umweltaktivist gegen die Zersiedelung der schönen Schweizer Bergwelt, gegen den «uferlosen Bau von Zweitwohnungen» – mit Erfolg. Bei der «Zweitwohnungsinitiative», die am zweiten März-Sonntag vor die Urne kam, stimmte eine Mehrheit dafür, dass der Anteil von Zweitwohnungen am Gesamtbestand der Wohneinheiten in Gemeinden verfassungsmässig auf höchstens 20 Prozent beschränkt wird. Da diese 20 Prozent gerade in den Tourismusgemeinden der Schweiz schon häufig erreicht sind, kommt der neue Artikel 75b der helvetischen Landesverfassung de facto einem Zweitwohnungsverbot gleich. Bei der Abstimmung über die WeberInitiative lieferten sich Befürworter und Gegner ein knappes Kopf-anKopf-Rennen – am Ende wurde die Initiative von einer hauchdünnen Mehrheit von 28.451 Stimmen abgesegnet. Punkten konnten die Initianten um Weber vor allem mit dem Vorwurf, die Tourismusgemeinden hätten in den vergangenen Jahrzehnten zu wenig unternommen, um der Zweitwohnungsproblematik Herr zu werden. Tatsächlich sind viele Ferienappartements und Chalets in den Alpen nur während der Winterund Sommerferien bewohnt. Zudem

Der Bau von Zweitwohnungen ist in vielen Gemeinden nicht mehr möglich

hat die steigende Nachfrage nach Zweitwohnungen zur Preisexplosion an den dortigen Immobilienmärkten geführt: Während in St. Moritz, Zermatt und Davos ausserhalb der Saison viele Wohnungen leerstehen, können sich sich Einheimische dort kaum noch eine Bleibe leisten. Bauwirtschaft fürchtet massive Einbrüche

Eine Abstimmung mit Folgen. Wie Bundesrätin Doris Leuthard mitteilte, soll der neue Verfassungsartikel 75b ab sofort gelten. «In allen Ge-

meinden, in denen der Anteil bereits mehr als 20 Prozent beträgt, kann man ab heute keine Zweitwohnungen mehr bauen», so die Umweltministerin. Wohnungsbauvorhaben, für die bereits eine Baubewilligung vorliegt, dürfen anscheinend noch realisiert werden. So sei etwa das Grossprojekt Andermatt Swiss Alps von Orascom Development vom Volksentscheid nicht betroffen – da in Andermatt bereits alle Bewilligungen erteilt wurden, wird Leuthard in den Medien zitiert. Doch während sich Umweltschützer wie Weber über das Abstimmungsergebnis >>>


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NACHRICHTEN Allreal: Baustart für Favrehof Für das letzte von sieben Projekten auf dem Richti-Areal in Wallisellen ist der Baubeginn erfolgt. Bis Sommer 2014 entsteht dort das Wohnhaus Favrehof mit 118 Zweieinhalb- bis Fünfeinhalb-Zimmer-Mietwohnungen, Gewerbeflächen im Erdgeschoss und einer Tiefgarage mit 116 Parkplätzen. Das vom Architekturbüro Diener & Diener entworfene sechsgeschossige Gebäude entsteht auf dem letzten noch unbebauten Baufeld auf dem Richti-Areal. Die Vermietung der Wohnungen starte frühestens ein Jahr vor Fertigstellung, heisst es bei der Allreal. Auf dem insgesamt 72.000 Quadratmeter grossen Gelände zwischen Bahnhof Wallisellen und Einkaufszentrum Glatt realisiert Allreal seit März 2010 ein Quartier mit Miet- und Eigentumswohnungen für rund 1.200 Bewohner und mit über 3.000 Arbeitsplätzen. Das Areal ist seit April 2007 vollumfänglich im Besitz von Allreal. Die sechs sechsgeschossigen Blockrandbauten und das Bürohochhaus im neuen Quartier entstehen im Minergie-Standard; das RichtiAreal ist die schweizweit erste Arealüberbauung, welche die Ziele der 2000-Watt-Gesellschaft erreicht.

>>> freuen, sehen Kritiker des Zweitwohnungsverbots düstere Zeiten auf manche Tourismusregionen, insbesondere in den Alpen, zukommen. Wie die «Südostschweiz» berichtet, sind in Graubünden 135 der 176 Gemeinden vom Baustopp betroffen; ähnlich sieht es im Wallis, im Tessin, in Uri und im Berner Oberland aus. Franco Lurati, der oberste Bündner Baumeister, rechnet mit steigenden Arbeitslosenzahlen, Abwanderung aus den Bergebieten und Kampf um Aufträge. Bauunternehmer im Engadin sollen ihren Arbeitern bereits jetzt geraten haben, anderswo Jobangebote anzunehmen, weil sie keine Arbeitsgarantie mehr geben könnten. Die Branche rechnet mit massiven Auftragseinbussen. Lurati zufolge sind die meisten Firmen im Zweitwohnungsbau lokale Gewerbetreibende mit zehn bis 20 Mitarbeitern. Die kleinen Unternehmen treffe der zu erwartende Rückgang der Bautätigkeit besonders hart – grössere Unternehmen könnten Schwankungen weitaus besser ausgleichen. Auch das Wirtschaftsforum Graubünden geht davon aus, dass die Bauausgaben in den Tourismusgemeinden Graubündens drastisch zurückgehen werden. «Wir rechnen mit einem Einbruch der Arbeitsplätze um bis zu 15 Prozent», sagt Geschäftsführer Peder Plaz. Aufgrund des raschen Rückgangs des Bauvolumens sei davon auszugehen, dass ein Teil der Firmen in diesen Branchen liquidiert. «Da in den Alpentälern kaum Job-Alternativen be-

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Vom Zweitwohnungsverbot anscheinend nicht betroffen: Samih Sawiris Projekt Andermatt Swiss Alps

stehen, werden die Arbeiter entweder in weit entfernten Orten nach Arbeit suchen und pendeln, oder das Dorf mit ihren Familien verlassen.» Handlungsspielraum der Hoteliers massiv beschnitten

Auch hotelleriesuisse bedauert die Annahme der Zweitwohnungsinitiative. «Berg- und Randregionen, die bereits mit den Folgen des starken Frankens zu kämpfen haben, wird ein wesentlicher Teil ihrer wirtschaftlichen Basis entzogen», befürchtet

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Seite 9 / 5_2012 /// Guglielmo Brentel, Präsident des Branchenverbands. Das Zweitwohnungsverbot gefährde die touristische Entwicklung und schränke den Gestaltungsspielraum der Schweizer Hotellerie massiv ein. Denn mit dem Inkrafttreten des neuen Verfassungsparagraphen entfällt für viele Hoteleigentümer die Möglichkeit, ihren Betrieb dank Zweitwohnungen rentabel weiterzuführen. «Das Zweitwohnungsverbot hat eine erhebliche Reduktion des Marktwerts der Liegenschaft und schlimmstenfalls die Schliessung zur Folge», so Brentel. Dem Hotelier werde auch die Option genommen, eine Alternativnutzung der Gebäudesubstanz anzustreben, falls der Markt Zweitwohnungen anstelle von Hotelbetten verlangt. «Genau eine solche Umwandlung nicht überlebensfähiger Hotelbetriebe in Zweitwohnungen trägt heute zur notwendigen Strukturbereinigung bei.» Eine Garantie, dass Gäste bei fehlendem Zweitwohnungsangebot in Hotels logieren, gebe es nicht vielmehr bestehe die Gefahr einer Abwanderung ins Ausland, warnt der

SCHWEIZER IMMOBILIENBRIEF Verbandschef. Das faktische Zweitwohnungs- und damit auch Umnutzungsverbot für Hotels dürfte sich auch auf die Finanzierung von Hotelrenovierungs- und –neubauvorhaben auswirken, da die Risiken für Banken und Investoren deutlich ansteigen. Denn das heute gängige Modell von Querfinanzierungen von Hotels durch den Zweitwohnungsbau ist künftig kaum mehr möglich, und so geht Plaz davon aus, dass das volkswirtschaftlich, sozial und umweltpolitisch erwünschte «Standbein Hotellerie» massiv in der Entwicklung behindert wird. Er rechnet damit, dass die Investitionen in Hotels – entgegen den landläufigen Erwartungen – in vielen Orten auf ein Minimum sinken. Hoffnung auf «pragmatische Rahmenbedingungen»

Einen Hoffnungsschimmer gibt es allerdings: Denn auch die Initianten und Befürworter der Initiative betonten im Abstimmungskampf stets ihre Absicht, mit dem Volksbegeh-

ren die Hotellerie stärken zu wollen: Für strukturschwache Gebiete sollten Ausnahmen ermöglicht werden; für den Tourismus wurde eine gemässigte Umsetzung in Aussicht gestellt. Brentel fordert nun, «diese Worte in Taten umzusetzen, damit nicht diejenigen in ihrer Existenz bedroht werden, denen eigentlich geholfen werden wollte». Bei hotelleriesuisse hofft man darauf, dass bei der Umsetzung der Initiative auf Gesetzesstufe für die Hotellerie und den Tourismus pragmatische Rahmenbedingungen geschaffen werden – beispielsweise durch Begleitprogramme wie neue Kreditrahmen oder die Förderung von Renovationen bestehender Hotels. Unterdessen dürfe die Umsetzung der Zweitwohnungsinitiative auf Gesetzesstufe noch eine Weile dauern. «Der Verfassungsartikel strotzt nur so vor Unklarheiten», monieren Marktbeobachter und Juristen. Es hakt schon bei der Definition: Denn Webers Initiative liess offen, was als «Zweitwohnung» zählt. Eine Arbeitsgruppe soll sich jetzt um die Klarstellung kümmern. •

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Projektentwicklung/Hotelimmobilien

Zumthor unterliegt in Vals

NACHRICHTEN Andermatt Swiss Alps: Neuer Geschäftsführer Andermatt Swiss Alps, die 100prozentige Unternehmenstochter von Samih Sawiris’ Orascom Development AG, meldet zwei Personalentscheidungen: Robert Fellermeier übernimmt Ende März die Geschäftsführung bei Andermatt Swiss Alps von Gérard Jenny; Christof Birkhofer ist neuer Verkaufschef. Beide waren schon bisher für das Unternehmen tätig, das in Andermatt ein neues Ferienresort realisiert. Fellermeier war seit Dezember 2010 Head Destination Operation bei Andermatt Swiss Alps; Birkhofer arbeitet seit Januar 2010 als Head Special Projects Real Estate bei Orascom und ersetzt den Ende Januar ausgeschiedenen Jürg Maurer. Andermatt Swss Alps baut in Andermatt ein neues Tourismusresort, das im Endausbau 490 Appartements und sechs Hotels umfassen wird.

Die Entscheidung um die Therme Vals ist gefallen: Die Gemeindeversammlung des Bündner Bergdorfs will das Bad an den Einheimischen Remo Stoffel verkaufen.

BW. Peter Zumthor, der Architekt der zum Verkauf stehenden Therme Vals, konnte sich mit seinem Gebot für die weltberühmte Anlage nicht durchsetzen. Der Entscheid der Gemeinde fiel mit 287 zu 219 Stimmen überraschend deutlich für den Valser Investor Remo Stoffel aus; die Frage, ob die Hotel und Thermalbad Vals AG (Hoteba) verkauft werden soll, beantworteten 75 Prozent mit Ja. Einheimische im Vorteil

Stoffels Aktiengesellschaft Stoffelpart bezahlt der Gemeinde für Therme und Hotel 7,8 Millionen CHF und wird gemäss Absprache rund 50 Millionen CHF investieren, das Hotel renovieren und ein weiteres, archi-

tektonisch hochwertiges Haus mit 70 Zimmern errichten. Ferner hat Stoffel zugesagt, eine zwölf Millionen CHF teure Mehrzweckhalle zu bauen und die Hälfte der Kosten zu übernehmen. Ein weiteres Angebot von Stoffel: Die Therme könnte, wenn die Valser es wünschen, in eine Stiftung der Gemeinde eingebracht werden, während sein Unternehmen nur das Nutzungsrecht beansprucht – somit würde Vals seine «Perle» nicht ganz verlieren.  Zumthors Gruppe hatte der Gemeinde ein vergleichbares Angebot unterbreitet und dazu eine Gruppe namhafter Investoren um sich geschart, zu der etwa der Churer Hotelier und Unternehmer Hansueli Baier, Hanspeter Lebrument, Verleger der «Südostschweiz» und Präsident des Verbands Schweizer Medien, oder der Zürcher Psychiater und Immobilienunternehmer Daniel Meili zählen. Gegen den in Vals gebürtigen Unternehmer Stoffel konnten sich die Kontrahenten indes nicht durchsetzen. Um Stoffels Gruppe hatte sich im Zuge des Wettbewerbs eine Valser

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SCHWEIZER IMMOBILIENBRIEF Therme Vals: Die Weichen wurden neu gestellt

Interessengemeinschaft um den vormaligen Hoteba-Verwaltungsratspräsidenten Pius Truffer gesellt, der dafür sorgte, dass die Offerten beider Seiten zum Vorteil der Gemeinde nachgebessert wurden. Eine Frage des Vertrauens

Letztlich sei die Entscheidung für einen der Interessenten eine Frage des Vertrauens gewesen, kommentieren regionale Zeitungen. Vielen Valsern sei es nicht zuletzt darum gegangen, die Gemeinde von Zumthor als «Therme-Übervater» unabhängig zu machen, zumal die Zusammenarbeit mit dem Stararchitekten anscheinend

als schwierig galt. Wie in Vals zu hören ist, haben sich sowohl der alte wie auch der aktuelle Therme-Verwaltungsrat mit Zumthor überworfen; ferner setzten zahlreiche der jungen Teilnehmer der Gemeindeversammlung auf Stoffel, der am Anfang des Abstimmungsabends versichert habe: «Ich bin nach Vals zurückgekommen, ich möchte hier investieren und ich möchte bleiben.» Viele Valser sähen in Stoffel einen Einheimischen und vertrauten ihm daher. Daran änderte offensichtlich auch nichts, dass der Immobilienunternehmer schon früh das Dorf verlassen hatte oder in der jüngeren Vergangenheit mehrfach Zweifel an

seiner Seriosität aufkamen, während sich sein Gegner Zumthor in weiten Kreisen der 1.000-Seelen-Gemeinde höchster Wertschätzung erfreute. Wie die «Basler Zeitung» feststellt, reichte es am Schluss nicht aus, dass viele Valser mittleren und fortgeschrittenen Alters ihre Überzeugung ausdrückten, die «Marke Zumthor» sei durch nichts zu ersetzen. Das Blatt verweist darauf, dass Stoffel für den Hotelneubau einen internationalen Architekturwettbewerb plant und durchblicken liess, dass er Zumthor gern unter den Teilnehmern sehen würde. Ob der Stararchitekt diese «Kröte» schlucken wird, bleibt abzuwarten. •

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Büromarkttrends

Alternative Arbeitsorte gefragt Flexibilität beim Arbeitsplatz könnte für Unternehmen wie Mitarbeiter Vorteile bringen – theoretisch. Die Umsetzung in die Pra xis gelingt nicht immer.

BW. Ortsunabhängiges Arbeiten ist keineswegs gleichbedeutend mit dem Arbeiten im Home Office, wie gemeinhin angenommen wird. Gemäss einer Studie von ZZA Responsive User Environments entscheiden sich immer mehr Büroangestellte für einen Alternativarbeitsplatz jenseits vom Heim- oder Firmenbüro, etwa in

Business Centern, Bibliotheken oder an informellen Orten wie Cafés oder Bistros. Die Befragung von global tätigen Unternehmen ergab, dass mit dem Arbeiten an solchen Arbeitsplätzen zahlreiche Vorteile verbunden werden: Beispielsweise ein besseres Gleichgewicht zwischen Arbeits- und Privatleben und weniger Stress für die Mitarbeiter oder höhere Kosteneffizienz für Firmen, die langfristige Mietverträge reduzieren könnten. Zudem könnten Unternehmen bei der Rekrutierung qualifizierter Mitarbeiter mit Flexibilität als «soft factor» punkten – denn die Möglichkeit,

Aufgaben auch ausserhalb des Zentralbüros zu erledigen zu können, erhöhe die Qualität des Arbeitsplatzes. Unterdessen scheinen längst nicht alle Firmen diese Vorteile nutzen zu wollen oder zu können. Das Problem: Viele Angestellte tauschen ihren gewohnten Arbeitsplatz nur ungern gegen die «neue Freiheit» ein. Dies zeigt sich etwa beim Versuch von Konzernen, mittels Einführung von «Desksharings» Raumkosten zu minimieren. Wie zu hören ist, kollidieren solche Einsparungsmodelle oftmals an der «Entwurzelungsangst» der Mitarbeiter und werden alsbald wieder auf-

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// Schweizer Immobilienbrief / galledia verlag ag / IMMOBILIEN Business / 8045 Zürich / www.immobilienbusiness.ch //


Seite 13 / 5_2012 /// gegeben. So berichtete unlängst die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, dass es bei den 18 grössten deutschen Arbeitgebern nach wie vor eine feste Sitzordnung gebe – egal ob Telekom oder Deutsche Bank, Daimler oder Bayer, Eon oder TUI. Unterstützung für die «Platzverteidiger» kommt auch von medizinischer Seite. «Arbeitnehmer, die ihre Büroeinrichtung kontrollieren, arbeiten zufriedener», ist Elisabeth Arnold, Vorstandsmitglied im deutschen Verband der Betriebsärzte, überzeugt. Flexible Sitzplätze würden den Trend zu psychischen Erkrankungen und HerzKreislauf-Leiden verstärken – wobei die Arbeitnehmer ohnehin schon belastet seien, weil Hierarchien flacher werden und die Grenze von Arbeitsund Freizeit verschwimme. Gleichwohl scheint der Trend weltweit zu mehr Flexibilität im Berufsleben stärker zu werden – zumindest legt dies der Blick auf den Geschäftserfolg von Anbietern von Alternativarbeitsplätzen nahe. So meldete etwa Regus Anfang März, dass mit Innovative Database Solutions (IDS) der

SCHWEIZER IMMOBILIENBRIEF

In der Schweiz ist Regus mehrfach vertreten. Im Bild: Das Businesscenter in Bern

1.000.000ste Kunden ein flexibles Büro in einem Regus Business Center – in diesem Fall im The Point of Inverness in Denver, USA – angemietet habe. Das Start-up-Unternehmen steht für Regus-CEO Mark Dixon «stellvertretend für viele kleine Unternehmen, die mit uns zusammenarbeiten, um

ihren Geschäftsstart so schnell und kosteneffizient wie möglich zu gestalten und zum gegebenen Zeitpunkt expandieren zu können». Expandieren will auch Regus: Zu den aktuell 1.200 Standorten weltweit sollen bis Ende 2012 weitere hundert neue Business Center hinzukommen. •

ANZE IGE

Kunden Beratung Internationale Vermietungskonzept Vertragsverhandlung

Büroflächen

Nutzer Relocation Nationale Kunden Projektentwicklung Umbau Internationale Vernetzung Kundenzufriedenheit Erst- und Wiedervermietung Konjunktur Vermarktung Greater Zurich Area Einsparungen Zürich Cushman & Wakefield Standortsuche Flughafen

Vertragsverlängerung

Mietvertragsabschluss Wir kennen Ihre Prioritäten. Tenant and Landlord Representation Eigentümer Green Label

Robert Hauri FRICS CEO

Regulated by the RICS

Kirsten Rust Head Tenant and Landlord Representation

SPG Intercity is a joint venture of the Société Privée de Gérance (Geneva) and the Intercity Group (Zurich), two independent real estate service companies with offices in major Swiss cities. SPG Intercity Zurich: Zollikerstrasse 141, P.O. Box, CH-8032 Zürich, Phone +41 (0)44 388 58 48. SPG Intercity Geneva: Route de Frontenex 41A, CH-1207 Genève, Phone +41 (0)22 707 46 00. SPG Intercity Basel: Rennweg 40, P.O. Box, CH-4020 Basel, Phone +41 (0)61 317 67 80


SCHWEIZER IMMOBILIENBRIEF

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Marktkommentar NACHRICHTEN Banque Rothschild: Neuer Fonds Die Banque Privée Edmond de Rothschild hat angekündigt, einen neuen Immobilienfonds zu platzieren. Wie die Gesellschaft mitteilt, beginnt die Zeichnungsfrist für den Real Estate SICAV – Helvetia am 16. April und endet am 25. April 2012. Der Ausgabepreis beträgt 100,00 CHF je Anteil; hinzu kommt eine Ausgabekommission von 1,5 Prozent. Der neue Fonds investiert in Wohn- und Geschäftsliegenschaften. Den Angaben zufolge will sich das Management beim Aufbau des Immobilienbestandes auf den Erwerb von Immobilienportfolios konzentrieren. Das geplante Emissionsvolumen liegt bei rund 200 Millionen CHF.

AST Swiss Life: Vermögen verdoppelt Die Anlagestiftung des Versicherungskonzerns Swiss Life hat ihre verwalteten Vermögen im vergangenen Jahr verdoppelt. Insbesondere die Lancierung einer neuen Anlagegruppe Geschäftsimmobilien Schweiz im Umfang von 500 Millionen CHF habe 2011 massgeblich zum erfolgreichen Kapitalzufluss beigetragen, teilt der Lebensversicherer mit. Das Erst-Emissionsvolumen der Anlagegruppe war damals mit Investitionszusagen von rund 890 Millionen CHF deutlich überzeichnet, was das hohe Interesse von privaten wie öffentlichen Vorsorgeeinrichtungen an dem qualitativ hochstehenden Portfolio belegte. Mit einem Wachstum von 106 Prozent war die Anlagestiftung Swiss Life gemäss KGAST- Performancevergleich von Fundo/ Lipper im Kalenderjahr 2011 die mit Abstand am stärksten wachsende Anlagestiftung der Schweiz.

Aktien toppen Fonds Der Index der kotierten Immobilienaktien konnte im laufenden Monat deutlich zulegen; etwas weniger gut performten die Immobilienfonds.

TM. Bis zum 14. März 2012 verbucht der Real Index ein Plus von 2,81 Prozent zum Vormonat; auf’s Jahr gesehen liegt er mit 4,17 Prozent im Plus. Inzwischen haben Intershop, Mobimo und Swiss Finance & Property Investment die Zahlen für das Geschäftsjahr 2011 publiziert. Der Reingewinn von Intershop liegt mit 55,0 Millionen CHF um 4,5 Prozent tiefer als im Vorjahr; dennoch wurden die Erwartungen der Analysten übertroffen. Die UBS erhöht die Einstufung auf «Neutral»; der neue UBS-Analyst Sebastian Weiss sieht das Kursziel nun bei 320,00 CHF (zuvor: 285,00 CHF). Mobimo weist für das Geschäftsjahr 2011 ein Rekordergebnis aus. Der Reingewinn inklusive Neubewertung steigt auf 80,5 Millionen CHF (+22 %); der Erfolg aus dem Verkauf von Stockwerkeigentum erhöht sich von 8,4 auf 22,3 Millionen CHF. Dank des tiefen Leerstandes, der soliden Eigenkapitalquote und der vollen Projektpipeline belässt der ZKB-Analyst Markus Waeber die Einstufung auf Übergewichten. Die Swiss Finance & Property Investment AG konnte den Reingewinn ohne Neubewertungseffekte um 39,7 Prozent auf 6,26 Millionen CHF und das Eigenkapital je Aktie um 1,31 auf 79,33 CHF steigern. Zur Erweiterung des Immobilienportfolios wird eine Kapitalerhöhung geplant, der die Generalversammlung noch zustimmen muss; ferner wird die Kotierung

Thomas Marti, Swiss Finance & Property

an der SIX Swiss Exchange und die Aufnahme im Real Index angestrebt. Metall Zug berichtet beim Ausblick auf die Jahreszahlen, dass die Vorbereitung für die Ausgliederung ihres Immobilienbereichs weiter nach Plan verlaufe. Details nannte die Gesellschaft indes noch nicht; weitere Informationen sollten an der Bilanzmedienkonferenz am 12. April 2012 folgen. Am 21. März steht mit SPS Swiss Prime Site die nächste Präsentation der Jahreszahlen 2011 an. Fonds suchen neues K apital

Der Swiit Index liegt im März mit 0,4, auf Jahressicht mit 2,98 Prozent im Plus. Damit gewannen die Immobilienaktien gegenüber den kotierten Immobilienfonds Fonds in den letzten beiden Wochen deutlich an Boden; inzwischen liegt ihre Jahresrendite um 1,19 Prozentpunkte höher. Derweil rücken Kapitalerhöhungen näher. Seit dem 12. März läuft die Kapitalerhöhung des Rothschild SICAV; bis zum 23. März können neue Anteile im Verhältnis 3 zu 1 zu 104,34 CHF gezeichnet werden. Die Realstone-Titel werden nach der Ausschüttung von 3,80 CHF/Anteil ab vom 22. Bis 30 März Ex-Anrecht gehandelt, im Verhältnis 4 zu 1 und zum Preis von 114,25 CHF. Weitere Kapitalerhöhungen folgen mit Residentia am 20. März und Ende April/Anfang Mai mit dem UBS Sima. •

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SCHWEIZER IMMOBILIENBRIEF

Immobilien-Finanzmärkte Schweiz KURSE NICHTKOTIERTER IMMOBILIEN-NEBENWERTE NOM . BRUT TO - VALOREN - BESCHREIBUNG WERT DIVIDENDE NUM MER

13. MÄRZ 2012 TIEFST HÖCHST GELD BRIEF 2011 2011

500 3490024 N

AG für Erstellung billiger Wohnhäuser in WinterthuR 35,000.00

50

140241 N

Agruna AG

50

155753 N Bürgerh aus AG, Bern

96 10202256 N

C a saInvest Rheintal AG, Diepoldsau

10

Espace Real Estate Holding AG, Biel

25

4.25

37,510.00

4

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49,500.00

1

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4,190.00

9

3,900.00

4,300.00

4

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1,110.00

7

1,110.00

1,340.00

5

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260.00

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265.00

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137.00

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12

140.50

141.50

500

363758 I FTB Holding SA, Briss ago

20

570.00

690.00

37

255740 N

500

191008 N Im mges Via m al a, Thusis

1

6,210.00

7,625.00

5

400

257750 I Im mobiliare Phar m apark SA, Barbengo

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1,160.00

1,600.00

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2,800.00

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2,260.00

3,200.00

1

200 11502954 N Konkordia AG N 50

154260 N Löwengarten AG

2,350.00

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200.00

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254593 N MSA Im mobilien, Adliswil

10

575.00

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0

6,790.00

2

525.00

525.00

4,000.00

4,000.00

1

3,000.00

1 2989760 I Real Estate Holding

0

0.00

500 3264862 N Pfenninger & Cie AG, Wädenswil

600

1.10 72500

36.00

225664 I SAE Im mobilien AG, Unter ägeri

56

2,760.00

0.00

0

870

228360 N Schüt zen Rheinfelden Im mobilien AG, Rheinfelden

5

2,210.00

3,250.00

5

800

231303 I Sia - Haus AG, Zürich

160.00

5 1789702 I Sihl Manegg Im mobilien AG

1000

172525 N TL Im mobilien AG

100 250.00 253801 N Tersa AG

5,000.00

5,200.00

2

4,930.00

5,200.00

3

1.50

1.60

0

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0.00

0

6,000.00

8,100.00

2

6,150.00

9,100.00

10,000.00 10,000.00

1

1 10,000.00 13,500.00

2

1000

256969 N Tuwag Im mobilien AG, Wädenswil

1

13,000.00

17,600.00

2

100

635836 N Zürcher Freil ager AG, Zürich

1

5,050.00

5,300.00

10

5,075.00

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Das Branchenverzeichnis der Schweizer Immobilienwirtschaft Bestellen Sie jetzt Ihre persönliche CD-Rom-Ausgabe bis 28.02.2012 zum Vorzugspreis von 550.– statt 700.– Franken! · rund 1500 qualifizierte und aktualisierte Adressen · sortiert nach Branchen und Regionen · CD-ROM mit vielseitigen Such- und Exportfunktionen · tägliche Aktualisierung der Daten im Internet

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IMMOBILIEN BUSINESS

Das Schweizer Immobilien-Magazin


SCHWEIZER IMMOBILIENBRIEF

/// 5_2012 / Seite 16

Immobilien-Finanzmärkte Schweiz IMMOBILIENFONDS CH -VALOREN ANL AGEFONDS NA ME

13. MÄRZ 2012 RüCKNA ME PREIS

BÖRSEN - AUS- EC ART KURS SCHüT t.- RENDITE

2,672,561 BONHOTE IMMOBILIER

844,303 CS 1A IMMO PK

PERF. MTL . KURSE SEIT 1.1.11 Y TD UMSATZ TIEFST / HÖCHST 2012 %FEB 2012

2.00%

BÖRSEN K APITALISIERUNG

105.95

122.50

2.20% 15.62%

3.38%

112.00

120.50

663,303,813

1109.00

1340.00

4.00% 20.83%

3.08% nich t kot ier t 1215.00

1365.00

3,536,735,700

4,515,984 CS REF PROPERT Y PLUS

108.90

144.25

2.84% 32.46%

7.50%

2.17%

134.00

145.00

1,229,702,400

276,935 CS REF INTERSWISS

174.10

223.70

3.79% 28.49%

1.27%

1.09%

209.50

230.30

1,518,518,998

3,106,932 CS REF LIVINGPLUS

96.10

125.00

2.48% 30.07%

8.10%

2.19%

116.00

125.00

2,187,500,000

1,291,370 CS REF SIAT

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170.25

3.20% 38.58%

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152.00

172.90

2,157,212,042

1,458,671 FIR

103.75

144.50

2.62% 39.28%

5.94%

1.40%

126.00

143.00

929,775,713

977,876 IMMOFONDS

292.00

398.75

3.45% 36.56%

3.30%

1.46%

367.00

397.00

1,166,856,543

278,226 L A FONCIERE

586.25

835.00

2.43% 42.43%

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0.90%

741.00

842.00

941,379,000

277,010 IMMO HELVE TIC

154.85

204.00

3.28% 31.74%

2.51%

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186.90

205.00

571,200,000

107.30

122.00

2.69% 13.70%

5.08%

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113.00

125.60

372,349,978

3,499,521 PATRIMONIUM SRE FUND 3,362,421 PROCIMMO SWISS COMM FUND

114.00

137.50

3.36% 20.61%

2.61%

1.34%

119.00

138.00

460,280,288

3,941,501 RE ALSTONE SWISS PROP FUND

109.00

128.50

3.01% 17.89%

1.58%

4.26%

114.30

130.00

315,112,326

278,545 SOLVALOR «61»

166.50

261.00

1.97% 56.76%

0.38%

1.45%

252.00

280.50

926,862,156

725,141 SCHRODER IMMOPLUS

878.00

1108.00

1.36% 26.20%

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1032.00

1155.00

1,063,680,000

3,743,094 SWISSC ANTO (CH) REF IFC A

86.60

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2.99% 35.10%

2.27%

1.87%

111.00

121.90

1,110,339,594

107.50

137.00

3.29% 27.44%

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120.00

134.50

619,719,363

1,442,082 UBS SWISS RES. ANFOS

48.00

62.50

3.23% 30.21%

2.29%

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59.00

65.80

1,921,337,750

2,646,536 UBS CH PF DIREC T RESIDENTIAL

11.85

15.00

2.36% 26.58%

0.00%

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14.35

17.40

373,383,930

2,616,884 SWISSINVEST REIF

1,442,085 UBS LEM AN RES. FONCIPARS

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2.86%

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73.00

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813,195,583

1,442,087 UBS SWISS MIXED SIM A

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97.60

3.44% 29.27%

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91.20

99.75

5,506,622,939

1,442,088 UBS SWISS COM. SWISSRE AL

59.60

72.00

3.74% 20.81%

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64.25

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1,123,262,208

Ø(1) Ø S W I T T Ø

Tota l

3.03% 29.39% 3.18% 1.58% 29,508,330,323

IMMOBILIENAKTIEN

13. MÄRZ 2012

CH -VALOREN AKTIEN NA ME NAV

BÖRSEN - KURS

AUS- EC ART SCHÜT-

TUNGS-

RENDITE

883,756 ALLRE AL HOLDING

1,820,611 BFW LIEGENSCHAFTEN N

255,740 ESPACE RE AL ESTATE

PERF. Y TD 2012

MTL . UMSATZ % FEB

KURSE SEIT 1.1.11 TIEFST / HÖCHST

BÖRSEN K APITALISIERUNG

115.60

146.50

3.90% 26.73%

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242,915,314

1,731,394 INTERSHOP

257.10

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388,080,000

1,110,887 MOBIMO

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217.50

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1,829,415 PSP SWISS PROPERT Y

803,838 SWISS PRIME SITE

261,948 WARTECK INVEST

2,183,118 ZÜBLIN IMMOBILIEN HOLDING

60.70

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Ø Ø RE AL Ø

Tota l

3.73% 4.08% 3.93% 3.35% 10,4 47,147,366 w w w.mvinvest.ch Tel. Nr. 043/499 24 99

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SCHWEIZER IMMOBILIENBRIEF

Projektentwicklung/Stadtentwicklung

Projekte Puls und Rex auf Kurs Wo Emmi früher K äse produzierte und das Kino Rex Filme zeigte, entsteht in Thun ein neues Stadtquartier: Vor kurzem war Baubeginn für die Grossprojekte Puls Thun und Rex Thun.

PD. Auf dem früheren Industrieund Gewerbeareal am Guisanplatz in Thun begann Mitte März der Bau der beiden Grossprojekte Puls Thun und Rex Thun. Federführend ist dabei die Losinger Marazzi AG, welche die Projekte auch entwickelt hat; Bauherr die Credit Suisse, die die Projekte im September 2011 für ihre Anlagestiftung Real Estate Switzerland (CSA RES) erwarb. Diese investiert 145 Millionen CHF in die Überbauung. Nach dem Entwurf des Büros Holzer Kobler Architekturen, Zürich Berlin, sind auf einer Art Sockelgeschoss vier geknickte, riegelartige

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Thun, Guisanplatz: Gewerbeareal wird Stadtquartier

Baukörper und ein vertikales Gebäude geplant. Während im Projekt Puls Thun 151 Mietwohnungen und über 10.000 Quadratemeter Wohn-,

Büro-, Verkaufs- und Gewerbeflächen entstehen, setzt das Projekt Rex mit einem neuen Multiplexkino die 60-jährige Kinotradition am >>>


Standort fort. Ferner werden schützenswerte Bestandesbauten renoviert – hier sollen Verkaufs- und Gastronomieflächen entstehen. Das über 12.000 Quadratmeter umfassende Areal befindet sich in unmittelbarer Nähe zu Altstadt und Aare und ist sowohl mit öffentlichen als auch mit privaten Verkehrsmitteln optimal erschlossen. Für Andreas Roth, Produkt Manager der Anlagegruppe CSA RES, zählte neben dem intelligenten Mischnutzungskonzept und der Zentrumslage die Nachhaltigkeit zu den besonderen Stärken des Projekts: «Alle Bauten werden im Minergie-Standard und nach den Kriterien des greenproperty, dem umfassenden Gütesiegel für nach-

>>>

haltige Immobilien, erstellt.» Die Anlagegruppe CSA RES der Credit Suisse verspricht sich davon eine gute Vermietbarkeit sowie die Erwirtschaftung langfristig stabiler Erträge und eine langfristig solide Wertentwicklung der Immobilien. Jacky Gillmann, Verwaltungsratspräsident der Losinger Marazzi AG, beschreibt die Zeit von den ersten Projektideen bis zum Baustart angesichts der Komplexität des grossen Bauvorhabens als recht kurz – was «für die konstruktive Zusammenarbeit mit den Behörden und den anderen beteiligten Partnern» spreche. Kommt auch der Bau so reibungslos und glatt voran, kann die Überbauung plangemäss bis 2014 fertiggstellt werden. •

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SCHWEIZER IMMOBILIENBRIEF Das e-paper der Schweizer Immobilienwirtschaft Ausgabe 5/2012 / 7. Jahrgang / 137. Ausgabe. Verlag: galledia ag IMMOBILIEN Business Grubenstrasse 56, 8045 Zürich www.immobilienbusiness.ch Birgitt Wüst, Redaktionsleitung Erich Schlup, Verlagsleitung Massimo Esposito, Mediaberatung Susana Perrottet, Layout Administration & Verwaltung: info@immobilienbusiness.ch WEITERE TITEL: IMMOBILIEN Business Schweizer Immobiliengespräche HAFTUNGSAUSSCHLUSS: Der redaktionelle Inhalt stellt weder ein Angebot noch eine Aufforderung zum Abschluss einer Finanztransaktion dar und entbindet den Leser nicht von seiner eigenen Beurteilung. ISSN 1664-5162

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FOTOS: PD

SCHWEIZER IMMOBILIENBRIEF


SCHWEIZER IMMOBILIENGESPRÄCHE Die nächsten Immobiliengespräche

Gewerbe- und Industrieflächen – Vom Kostenfaktor zum Ertragsbringer Donnerstag, 24. Mai 2012, um 17.30 Uhr im Kongresshaus Zürich Der durch die Wechselkursveränderungen verstärkte Strukturwandel führt dazu, dass bestehende Gewerbe- und Industrieflächen weniger oder anders genutzt werden. Was können Unternehmen mit ihren eher peripher gelegenen, nicht mehr vollständig genutzten Flächen tun? Wie können sie diese entwickeln? Wie können Unternehmen generell ihre Flächennutzung optimieren und Belegungskosten reduzieren?

Investments in turbulenten Zeiten – Inflation, Zinsen und Währungskurse Donnerstag, 14. Juni 2012, um 17.30 Uhr im Kongresshaus Zürich Die aktuellen Unsicherheiten auf den globalen Finanzmärkten haben auch Auswirkungen auf die Schweiz und sind auch für hiesige Investoren eine grosse Herausforderung. Wie ist auf verschiedene Szenarien betreffend Inflation, Zinsen, Wechselkurse zu reagieren? Wie kann der Investor die notwendige Flexibilität erreichen? Welche Risiken lauern? Wo sind sichere Häfen und aussichtsreiche Chancen?

Moderation: Dr. Stephan Kloess, Kloess Real Estate, Wollerau und Dozent Hochschule Luzern

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Die Teilnahme kostet 80 Franken. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmeldung unter: www.immobilienbusiness.ch oder per Mail an vonmuralt@ibverlag.ch Die Schweizer Immobiliengespräche finden achtmal im Jahr statt. Namhafte ReferentInnen halten Vorträge, diskutieren auf dem Podium und beantworten Fragen zu aktuellen und spannenden Themen. Anschliessender Apéro mit Networking und Erfahrungsaustausch.

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137. Immobilienbrief  

137. Immobilienbrief