Wie wäre es, wenn ein Buch keinen Anfang und kein Ende hätte? Kein fixes Cover, sondern mehrere Lesearten – viele mögliche Einstiege und viele Arten, Wissen zu begegnen?
Es würde eine Publikation von Texten nach sich ziehen, die nicht behaupten, wie die Welt ist, sondern zeigen, wie wir sie betrachten können. Sie würden nach dem Woher von Wissen fragen, nach dem Wie und dem Wer. Und sie würden dies nicht abstrakt tun, sondern situiert: in Landschaften, Gesprächen, Küchen, Kämpfen, Klassen-
zimmern.
Entstanden ist ein solcher Reader zum Jahresthema gathering/situating knowledges, das sich am HyperWerk 2024/25 entfaltete – in Workshops, Gesprächen, Praktiken. Das Thema lässt die Vorstellung eines universellen, objektiven Wissens
hinter sich und fragt nach vielfältigeren, situiert entstandenen Wissensformen wie verkörpertem Wissen, kollektiver Erinnerung, lokalen Praktiken sowie digitalen und mehr-als-menschlichen Netzwerken.
Entsprechend ist diese Publikation eine Tragetasche, kein Speer. Ein Archiv, das ni