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Einblicke

 Das Kunden- und Mitarbeitermagazin der Hoval Gruppe Winter 2011/12

Gut aus Tradition!

Das neue Produktdesign erstrahlt in selbstbewusstem Rot


Einblicke 3

Einblicke 2

Vorwort

Inhalt

Einblicke 2 / 2011 Liebe Leserinnen und Leser Alles wird rot! Die Weltwirtschaft steht heute

Wir haben unsere klaren Vorstellungen,

an einem Punkt, wo Prognosen über die

­m otivierte Mitarbeiter und differenzieren uns

Zukunft so schwierig wie selten zuvor sind. ­

von unseren Mitbewerbern. Genau das wollen

Eine über viele Jahre geduldete, immer weiter

wir auch mit unserem neuen Design unterstrei-

gestiegene Staatsverschuldung in vielen

chen. Ein Design, das eigene Wege geht.

Ländern trübt den Optimismus. Die ­B ekämpfung

Ein Design, das unseren hohen technischen

des Klimawandels ist in vielen Staaten zu

Anspruch unterstreicht. Aber auch der Mut,

einem Schönwetterthema verkommen, obwohl

in der Farb­g ebung wieder konsequent darauf

langfristig von existenzieller Bedeutung.

zurückzu­g ehen, wo wir herkommen. Schon die

In so einem Umfeld ist es gut zu wissen, welche Eigenschaften unser Unternehmen stark

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ersten, legendären Hoval-Kessel waren rot! Viel Spass beim Lesen!

gemacht haben. Wir kennen sie. Es sind Punkte

wie unsere Technologieverliebtheit oder die

04 Gut aus Tradition. Designwechsel nach 30 Jahren.

familiären Werte, die in unserem Unternehmen

Im Fokus

gross geschrieben werden. Auch das Wissen um diese Werte gehört bei uns zur Nachhaltig-

keit. Eine Tatsache, die sicherlich wesentlich zu

08 Alles aus einer Hand. Die Komplettlösung betriebsfertig geliefert.

der kontinuierlich positiven Geschäftsentwicklung der letzten 10 Jahre beigetragen hat.

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Peter Gerner, Geschäftsleitung Hoval Gruppe / CEO Heiztechnik

In Betrieb

10 Die Nil-Insel als Ort der Entspannung.

Selbst wenn unser Wachstum in dem aktuell turbulenten Umfeld, vor allem durch den starken

Am Markt

12 Katastrophenhilfe für Japan. Ein kleines Trostpflaster für die Kinder in Not. 13 Hoval im Asiatischen Raum. Neuer Partner mit Zukunft.

Im Detail

18 EcoLine: Die Systemlösung für Supermärkte. Intelligent & Effizient. 20 12 Jahre Holzpellets-Heizkessel von Hoval. Die erste Anlage steht im Eigenheim des ­Produktentwicklers.

Schweizer Franken, für eine kurze Zeit geringer

Einblicke Gewinnspiel

als in den letzten Jahren ausfällt, sind wir fest

Exklusiv in dieser Ausgabe: Gewinnen Sie 7 Nächte + Flug nach Ägypten. Siehe Einlegeblatt.

überzeugt, unsere positive Entwicklung ­fort­setzen zu können.

Einblicke

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Im Rückblick

23 Die Hoval Zeitung dazumal: Blick zurück ins „Hoval Blatt“ Dezember 1955.


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Im Fokus

Mit einem Feuerwerk werden die neuen, roten Hoval-Kessel von den Hoval Mitarbeitern, Kunden, Partnern und Medienvertretern begrüsst.

Das neue Kleid der Hoval-Produkte ist rot!

Fulminante Show bei der Präsentation in St. Wolfgang (AT): Artisten inszenierten die Elemente Feuer, Wasser, Luft und Erde als Energiequellen der Hoval-Produkte.

„Nach über 30 Jahren rot-orange

festival Monte Carlo“ die Enthüllung der neu gestalteten Hoval-Produkte. Die Artisten inszenierten die Elemente Feuer, Wasser, Luft und Erde, die als Energiequellen in der Hoval-Produktwelt vorkommen. Die wahren Helden ® des Abends waren aber rot: Thermalia ® (5-17), BioLyt (100-160), Agrolyt (25), ® UltraGas (1000), TransTherm Über­ ® gabestationen sowie HomeVent RS-500 wurden von den Gästen ­genauestens inspiziert und bestaunt.

Ursprung zurück.

18. Mai 2011, Grindelwald (CH), 37 Nationen. Das „Hoval World Sales Meeting“ brachte erstmals alle HovalPartner aus den Geschäftsbereichen Klimatechnik und Heiztechnik für die Neuen Märkte zusammen. Und das auf

Warum führt Hoval nach 30 Jahren ein neues Design ein?

Ganz einfach: Innovative Technik braucht ein aussergewöhnliches Kleid. Mit begeisternden Events präsentieren sich die neuen Kessel auf den internationalen Hoval Bühnen.

1.034 m getreu der Markenpositionierung „Technologisch überlegene ­Heizund Raumklimalösungen aus den Alpen“. Der rege Austausch von Fachwissen und zukünftigen Verkaufs- und Marketingstrategien sowie die Präsen® tation des neuen Designs am UltraGas (125) waren die Hauptthemen des 3-tägigen Meetings. Der familiäre Teil durfte natürlich nicht fehlen und brachte manchen Besucher erstmals mit Schneemassen und eis­ kalten Temperaturen in Kontakt. Mit warmer Kleidung ging es rauf auf das Jungfraujoch mit seinen knapp 3.500 m Höhe, inklusive Gletscherwanderung und dem Wissen „auf das Hoval-Team ist Verlass“!

12. April, Vaduz (FL), 230 Gäste, 3 Stars. Da standen sie im Rampenlicht und alle Augen waren auf die leuchtend ® roten Karosserien des UltraGas (125), ® ® des UltraOil  (16) und der Thermalia  (10) gerichtet. Tosender Applaus für die drei ersten Modelle, die das neue Kleid vor unseren Verkäufern präsentieren durften. Der Startschuss für die ­internationale Tour war gefallen!

06. Mai, Trafo in Baden (CH), 370 Gäste. Noch stehen die Hoval-­ Produkte verhüllt auf der Bühne. Doch die Spannung steigt. „Dann ein Feuerwerk, die Hüllen fallen, und wir sehen das grosse Hoval-Logo rot von den neuen Produkten leuchten. Langsam fällt das Licht auf die Kessel und zeigt sie in ihrer ganzen Schönheit.“ So berichtet Monika Storkan von Hoval Schweiz über den Markenerlebnistag, zu dem alle Mitarbeiter aus allen Teilen des Landes zusammengekommen waren. Den musikalischen Ausklang intonierte ein Chor, den Mitarbeitende der Administration von Hoval Schweiz

spontan gegründet hatten. Für ihre „Hoval-Hymne“, speziell für den Anlass komponiert und gekonnt vorgetragen, dankten die Kolleginnen und Kollegen mit stehenden Ovationen. 07. Mai, scalaria in St. Wolfgang (AT), 300 Gäste. „Fulminante Show für neues Design“ titelte die Zeitschrift ­IKZ-Haustechnik Österreich, als sie über den Partner-Anlass von Hoval am Wolfgangsee berichtete. Dort begleiteten Artisten aus früheren Produktionen des „Cirque du Soleil“ und Gewinner des „Golden Clown Circus-

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Unsere Wärme­erzeuger werden ab Herbst wieder rot!“ Markus Telian, Leiter Forschung & Entwicklung

Weitere Stimmen:

„Das neue Design ist sehr ­hochwertig. Es bringt die anspruchsvolle Technik und ­Qualität unserer Produkte ­exzellent zum Ausdruck.“ Peter Gerner, CEO Heiztechnik

„Das Hoval-Logo bekommt mehr

Neues Kesseldesign Vom ersten Entwurf bis zum bühnen­ reifen Auftritt war es ein langer Weg. Aber dann war er da – der Moment der Premiere:

kehren wir farblich zu unserem

Platz und mehr Leuchtkraft – im wahrsten Sinn des Wortes.“

■ Bedienfeld befindet sich unter dem prominent positionierten Hoval-Logo ■ Typische Hoval Schräge bleibt als „Markenzeichen“ und ist optimiert hinsichtlich Ergonomie bei der Bedienung ■ Logo und damit Bedienfeld sind beleuchtet ■ Fuge zwischen Front und Korpus teilt das Gerät optisch und lässt es kleiner erscheinen ■ 2-Farbigkeit (vorne RAL 3000, hinten 3011) verkleinert optisch das Volumen

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■ Anthrazitfarbener, zurück versetzter Sockel lässt das Gerät „leicht“ ­aussehen und schafft Fussfreiheit für den Bediener ■ Sicken in der Front geben der grossen Rotfläche Struktur und Dynamik ■ Fronthaube ist neu befestigt und von einer Person abnehmbar ■ innen „aufgeräumte“ Anordnung und freie Zugänglichkeit zu den Komponenten

Fachzeitschrift IKZ-Haustechnik Österreich

„Das Design eines Wärme­ erzeugers spielt eine entscheidende Rolle. Es war eine grosse Herausforderung für uns, optisch attraktive Wärmeerzeuger zu entwickeln, denn ein ansprechendes Design beeinflusst zweifellos die Kaufentscheidung eines Kunden.“ Jürg Nufer, Geschäftsführer Hoval Schweiz


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Im Betrieb In Fokus Italien

Heizen, sparen und staunen! Der Aufruf des höheren technischen Instituts J. F. Kennedy ist knapp und klar: „Komm und entdecke, wo die Zukunft geboren wird.“ Die Schule im ­norditalienischen Pordenone bildet Techniker und Planer aus der Region aus.

„Diese CO2-Reduktionen wirken auf den ersten Blick unglaublich, aber sie sind Tat­sache“, sagt Günther Köb, Produkt­linienleiter Öl und Gas bei Hoval. Kurz nachdem er 1993 zu Hoval gekommen war, hat er das erste Funktions­muster für den Brennwert® Kessel UltraGas gezeichnet. Ab Februar 1994 war es auf dem Prüfstand bei Hoval in Vaduz in Betrieb – und erbrachte auf Anhieb die erwünschten

Werte. Damit nahm der Erfolg von ® ­UltraGas seinen in den ersten Jahren noch zaghaften Anfang. Umso nach­ haltiger stellt sich der Erfolg jetzt heraus: Er hält bis heute an.

Die Anlage in Pordenone spart so viel Energie ein, dass sie sich bereits in fünf Jahren bezahlt gemacht haben wird.“ Günther Köb, Produktlinienleiter Öl und Gas

Trotzdem: „Noch nicht allen ist bewusst, was sich mit dem Brennwert-Kessel ® UltraGas alles einsparen lässt“, so Günther Köb. Der Brennstoff wird optimal genutzt, der Wirkungsgrad liegt über dem Durchschnitt. Die Anlage in Pordenone spart so viel Energie ein, dass sie sich bereits in fünf Jahren bezahlt gemacht haben wird. In diese Berechnung eingeschlossen hat Günther Köb auch die Investitionen in die Gebäude zum Einrichten der neuen

Mit Pellets heizen – rundum gut. Die Gemeinde von Triesen, gleich neben Vaduz, hat sich für das

In ihrem 50. Jahr zeigt sie, wie man Energie spart, denn auch das ist Zukunft. Allein schon der Umstieg von Öl auf Gas macht sich gut für das stets nach vorn schauende Institut. Dass es sich dazu noch für drei Brennwert-Kessel ® Hoval UltraGas (2000D) entschieden hat, reduziert die CO2-Emissionen weiter: Sie gehen von früher 1430 Tonnen pro Jahr um 300 Tonnen zurück. Das entspricht einer Reduktion um nahezu ein Viertel. Mit den Gas­ kesseln in Kaskade geschaltet ist eine Holzschnitzelheizung im 500 Meter ­entfernten naturwissenschaftlichen Gymnasium M. Grigoletti. Dadurch ­vermindert sich der gesamte CO2-­ Ausstoss um 892 Tonnen pro Jahr.

Liechtenstein

Naheliegende, den Schutz der Umwelt und das Praktische, eine

Heizzentrale sowie die Kosten für die Installation und die Abgasleitungen. Die wiederkehrende Kosteneinsparung übersteigt die Marke von 120.000 Euro pro Jahr bei weitem. Daraus resultiert, bei einer Lebensdauer von angenommenen fünfundzwanzig Jahren und einer Amortisationszeit von fünf Jahren, ein Einsparpotenzial von weit mehr als 2.4 Millionen Euro (bei gleichbleibenden Energiepreisen). Rekordverdächtig übrigens auch das Modulationsvermögen des Brennwert® Kessels UltraGas : Die gemeinsame Heizanlage des höheren technischen Instituts J. F. Kennedy und des Gymnasiums M. Grigoletti kann ihre Leistung je nach Bedarf von 200 kW bis 6000 kW variieren. Das Modulationsverhältnis von 1:30 dürfte branchenweit für Aufsehen sorgen. Am höheren technischen Institut J. F. Kennedy – und bei Hoval – wird tatsächlich die Zukunft geboren. Darüber lässt sich erleichtert und ­optimistisch staunen.

Pellets-Heizanlage entschieden. Das Know-how von Nachbar Hoval hat noch andere, buchstäblich einzigartige Vorteile. „Wenn die von Hoval von Umweltschutz sprechen, tun sie auch etwas dafür“. Hoval folge nicht nur einem Trend, sondern nehme das Thema ernst, sagt Dominik Oehri, während er über den Kirchplatz geht. Hinter ihm das Pfarrhaus, rechts zwei Kindergärten, vor ihm der Eingang zur Kirche. Alle vier Ge­bäude werden jetzt von einer Holzpellets-Anlage beheizt. Dominik Oehri hat sie geplant und die Firma Ospelt Haustechnik hat sie installiert. Mit seinem Ingenieurbüro ENB Energie­ planungs-Anstalt im liechtensteinischen Schaan hat Dominik Oehri sich auf Haustechnik und auf die Nutzung ­alternativer Energien spezialisiert.

„Wenn die von Hoval von Umweltschutz sprechen, tun sie auch etwas dafür.“ Dominik Oehri, Ingenieurbüro ENB, Schaan

Herr Oehri, warum gerade Pellets? „Um die bisherigen drei autonomen Ölfeuerungen abzulösen, zogen wir zuerst eine Hackschnitzelanlage, eine Wärmepumpe und eine Pellets-Anlage in Betracht. Die Wahl fiel dann auf die Pellets-Lösung, da sie für die Kirch­ gemeinde Triesen einfach am praktischsten ist. Die Zufahrt zum zentralen Heizraum ist eng, ein Lastwagen hat Mühe durchzukommen. Und Hackschnitzel müsste er alle zwei Wochen liefern. Zudem hätte die Kirch­gemeinde ausbauen müssen,

Die 6 Hoval UltraGas ® (1000D) im Keller der Kennedy Schule.

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um sie zu lagern. Im Verhältnis zu ihrem Heiz­wert ­brauchen sie extrem viel Platz.“ Und für die Pellets reicht der jetzige Lagerraum? „Ja, ein Raum, in dem früher ein Öltank stand, dient jetzt als Pellets-Lager. Die übrigen beiden Öltankräume dienen heute als zusätzliche Keller. Der Last­ wagen muss nur zweimal im Jahr kommen. Er bringt dann gleich 15 Tonnen vorbei, und die Pellets werden ganz ­einfach mit einer entsprechenden Vorrichtung in den Keller geblasen. Die Entnahme der Pellets erfolgt über zwei Maulwurfsaugsysteme. Dank dieser speziellen Saug-Förderanlage haben wir im einstigen Öltankraum baulich nicht viel verändern müssen, um nun darin die Pellets zu lagern.“ An einem sehr kalten Wintertag wäre eine Kesselleistung von 110 kW nötig. Die beiden Hoval BioLyt (50), für die Sie sich entschieden haben, bringen es aber nur auf 100 kW… „Die Erfahrung zeigt, dass die Kirch­ gemeinde selbst im tiefen Winter so gut wie nie alle Gebäude gleichzeitig voll beheizen muss. Darum haben wir uns – zusammen mit den Spezialisten von Hoval – für eine leichte Unter­ dimensionierung entschieden.“ Bei tieferem Wärmebedarf wechseln sich die Kessel im Betrieb ab. Warum? „So kann die Kirchgemeinde die beiden Kessel schonen. Auch während sie für eine höhere Leistung in Kaskade geschaltet sind, wechseln sie sich als Führungskessel ab. Die Betriebs­ stunden summieren sich somit bei

beiden im gleichen Tempo, und der Servicemann findet stets beide in ­ähnlichem Zustand vor. Die Wartungsund Reinigungsintervalle sind ebenfalls für beide die gleichen. Alles eine Frage des sparsamen Umgangs. Zudem ­verdoppelt sich mit der DoppelkesselAnlage auch die Sicherheit.“ Für Dominik Oehri ist dieses Projekt „einfach rundum gut“ gelöst und ­umgesetzt worden. Interview: Ursula Trunz

BioLyt – Platz sparend und funktional.

Die landläufige Meinung, man ­benötige besonders viel Platz für eine ­Pelletsheizung lässt sich widerlegen. Ein Hoval BioLyt braucht kaum mehr Grundfläche als eine Ölheizung. Die platzsparende, funktionale ­Konstruktion platziert den Brenner vorne, die Abgasanschlüsse hinten – ein Zugang von allen Seiten ist somit nicht nötig. Einzigartig ist auch die Saug-Förderanlage, die mit allen ­Pelletslagersystemen kompatibel ist. Platz sparend und flexibel in der ­Auslegung vor allem bei Sanierungen sind hier die grossen Pluspunkte.

Planer Dominik Oehri mit den BioLyt (50).


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Im Betrieb In Fokus Frankreich

Polen

Was, wenn im Gebäudeinnern kein Platz ist für die Heizzentrale? Ganz einfach, sagt Hoval –

Das gute Raumklima im neuen Werk von Rolls-Royce in Gdynia

Alles aus einer Hand – und im Container.

Rolls-Royce und Hoval tun etwas fürs Klima.

und „packt“ alles in einen Container. Die hochwertige Lösung überzeugt den Autohersteller Peugeot.

speist sich aus dem Be- und Entlüftungsgerät RoofVent ® von Hoval.

Die Heizzentrale im Container hebt ­jegliche Widersprüche auf: Sie ist kompakt – und kann gleichzeitig auf Leistungen von 100 kW bis 10 MW ­ausgelegt werden. Der Container hat flexible Masse – und kann exakt nach Kundenwunsch eingerichtet werden. Neben dem Produktionswerk von Peugeot in Mulhouse stehen heute gleich zwei Container mit je einem 1800 kW CompactGas-Kessel.

Rolls-Royce fährt auch über die Weltmeere: Das Netz der „Marine Service Centres“ spannt sich über 35 Länder. Rund dreissig Rolls-Royce-Mitarbeitende kümmern sich im polnischen Gdynia um Wartung und Service von Schiffsdieselmotoren und Gasturbinen, aber auch um das Marketing und den Verkauf im gesamten baltischen Raum und um die Lieferung von Ersatzteilen. Fünfzig weitere Kollegen arbeiten als mobile Service-Ingenieure. Die Organisation hat sich vor wenigen Monaten erst gebildet – zeitgleich mit der Errichtung des Gebäudes für das „Marine Service Centre“. Der Hafen mit seiner Schiffsindustrie, in dem es liegt, gehört zu den wichtigsten und geschäftigsten der Ostsee.

Die beiden Container sind durch die Luft gekommen: Ein Pneukran hob sie vom Lastwagen auf das vorbereitete Fundament. Dort wurden sie auch solid miteinander verschraubt. Die Gesamtmontage beanspruchte nur rund zwei Tage. Die kurze Zeitspanne von einem bis zwei Tagen für die Montage eines ­thermisch isolierten Hoval-Containers wird möglich, da in dessen Innern alles schon vorbereitet und installiert ist. Selbst den Kamin gibt es schon. „Was wir von aussen noch brauchen, ist

Strom, Gas oder Öl und Wasser“, sagt Franck Weber von Hoval Frankreich in Strasbourg. Er hat die Lösung zusammen mit Hoval in Vaduz weiter entwickelt. „Die externe Versorgung ist Sache des Kunden, alles Weitere ­erledigen wir.“ Damit meint Franck Weber auch die Planung, denn das Schema für die Hydraulik und die ­Elektrik stammt ebenfalls von Hoval.

Den Container selber gibt es zudem in feuerresistenter Ausführung, die im Brandfall zwei Stunden standhalten würde.

„Die externe Versorgung ist Sache des Kunden, alles Weitere erledigen wir.“

Die Container-Lösung wird auf jeden Fall ein gutes Geschäftsfeld für Hoval werdem, prophezeit Lebi Gubser. „Autohersteller Peugeot sieht sie auch für weitere Standorte vor. Ebenso meldet Hoval Spanien bestellte, geplante und ausgeführte Anlagen.“

Franck Weber, Hoval Frankreich

So erhält der Kunde alles aus einer Hand“, fasst Business Developer Lebi Gubser am Hauptsitz in Vaduz zusammen. „Das macht für den Kunden vieles einfacher. Und er hat natürlich die Wahl, wie er den Container einrichten will. Er kann ihn genauso mit einem Dampfkessel oder mit Klimageräten bestücken.“

Bei Peugeot in Mulhouse übrigens wird das aufgeheizte Kesselwasser für die Farbbäder verwendet, um die Temperatur der Lacke konstant zu halten. Die Energieeffizienz der Anlage beläuft sich insgesamt auf den hohen Wert von mehr als 95 Prozent.

Damit das Arbeitsklima im „Marine Service Centre“ von Rolls-Royce in Gdynia gleich von Beginn weg stimmt, dafür sorgt Hoval – oder genauer: die ® Dachlüftung RoofVent . Die Geräte zum Lüften, Heizen und Kühlen, die auf dem Dach des „Marine Service Centre“ ­installiert worden sind, versorgen dessen Räume mit Frischluft und saugen die verbrauchte Raumluft ab.

Beim Absaugen gewinnen die in die Geräte eingebauten Plattenwärme­ tauscher die Wärme aus der Abluft zurück. Dank dieser Technologie lässt sich Energie sparen und die Betriebskosten werden niedrig gehalten. Mit einem guten Raumklima bekommt das Betriebsklima bestimmt einen guten Start. Verantwortungsvolle, sachkundige und lösungsorientierte Zusammenarbeit über Landesgrenzen hinweg schreibt auch Hoval selber gross: Die „Hoval-Familie“, obwohl weltweit verstreut, beruft sich damit auf gemeinsame Werte. Auf der Basis dieses gemeinsamen Verständnisses haben Hoval-Kollegen in Polen und Deutschland eng zusammengearbeitet, um den Kunden RollsRoyce bei seiner „Landung“ in Polen zu unterstützen. Für die Planung der gesamten ­Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sassen die Hoval-Ingenieure in Deutschland am „Steuer“ des Projekts, für die Umsetzung ihre polnischen ­Kollegen.

„Marine Service Centre“ von Rolls-Royce in Gdynia

Der erste Teil der Cointainerlösung mit einem 1800 kW CompactGas Kessel vor dem Peugeot Gebäude in Mühlhausen.

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RoofVent® RoofVent sind Dachlüftungsgeräte zur Zufuhr von Aussenluft und ­Entsorgung von Abluft. Sie heizen und kühlen die Zuluft über integrierte Wärmeaustauscher, sparen Energie durch Wärmerückgewinnung oder Mischluftbetrieb und können sogar mit einer dezentralen Wärme- oder Kälteerzeugung ausgerüstet sein.


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Im Betrieb In Fokus Deutschland

Sanierung einer dezentralen Hallenklimaanlage

Neue Geräte sparen über 50 Prozent Betriebskosten ein! Hallenklimaanlagen aus den siebziger und achtziger Jahren sollten Wie ein Schmetterling ragt die Insel aus dem Nil hier ist Erholung garantiert.

spätestens jetzt saniert werden. Wer damals schon vorausgeschaut und den RoofVent ® LHW-S-85 gewählt hat, ist heute mehrfach im Die komplexe Gesamtanlage im Detailplan.

Ägypten

Massgeschneiderte Lösung

Ein E-Mail aus Ägypten hat bei Hoval in Vaduz umgehend gezielte Aktionen ausgelöst. Wenige Monate später war das Warmwasser- und Dampfsystem für die Erweiterung eines Hotels in Luxor in Betrieb. Die ersten Gäste konnten die neuen Bungalows und Villen beziehen. Der technische Leiter des Hotels Maritim Jolie Ville Kings Island in Luxor wusste genau, was er wollte. Schliesslich kannte er schon die bewährten Hoval-Systeme in den drei Hotels in Sharm El Sheikh, die ebenfalls zur Kette gehören. Und er wünschte eine massgeschneiderte Lösung mit Zuverlässigkeit im Betrieb und höchster Qualität bei gleichzeitiger Kosten­effizienz. Daniel Heiss, Export Area Manager für den Mittleren Osten, die Türkei und Nordafrika, erinnert sich noch genau an jenen 24. Februar 2010, als die E-Mail aus Luxor eintraf: „Es enthielt sogar die exakten Typenbezeichnungen!“ Er machte sich im fernen Vaduz sofort an die Arbeit, reiste zusammen mit Exportleiter Harald Verling für einen Augenschein und eine Besprechung kurz nach Luxor, legte danach die vorgesehenen Systeme planerisch aus – und hielt am 15. April die Bestellung in der Hand. „Das Zeitbudget war in der Tat knapp, denn spätestens auf Weih­ nachten mussten die 400 zusätz­lichen Zimmer fertig sein, die ersten Gäste hatten bereits gebucht.“

In jedem Stadium des Projekts stand Daniel Heiss in engem Kontakt mit dem „Egyptian Engineering & Industrial Office for Energy Technology“ (EEIOET), das Hoval seit 2004 in Ägypten vertritt. Youssef Nosseir, zusammen mit Ehefrau Elvira Guindi Eigentümer des EEIOET, klärte immer wieder wichtige Details. Im Juni wurden zwei Dampfkessel, zwei Warmwasserkessel und sechs Modul-plus zur Warmwasserbereitung direkt ab Werk nach Ägypten geliefert. Youssef Nosseir und sein Team konnten mit der Installation beginnen. „Zusammen mit dem Kunden haben wir uns für ein Splitsystem entschieden, um mit genau dimensionierten Dampf- und Warmwasserkesseln einen möglichst hohen Anlagenwirkungsgrad zu erzielen“, sagt Daniel Heiss. „Die beiden Dampfkessel produzieren nur diejenige Dampfmenge, welche die Wäscherei auch tatsächlich benötigt. Dazu kommen sechs hoch leistungs­fähige Modul-plus zur Wassererwärmung, je zwei für die drei definierten Zonen. Die Modul-plus werden von den zwei

Warmwasserkesseln versorgt.“ Das Trennen von Dampf und Warm­wasser mache die Anlage zwar komplexer, dafür wesentlich sparsamer. „Und das schlägt sich auf die Betriebskosten nieder.“ Mit spezifischem Blick auf die Warmwasser-Module weist Daniel Heiss auf weitere wichtige Punkte hin: Der Modulplus bringt eine hohe Leistung, braucht gleichzeitig aber wenig Platz. Darüber hinaus verhindert die spezielle Kon­ struktion die Bildung von Legionellen. Exakt seit Weihnachten 2010 sind die neuen 10 Bungalows und 36 Villen zuverlässig mit Warmwasser versorgt. Das Hotel Maritim Jolie Ville auf Kings Island hat sie zusätzlich zu den 21 bestehenden Bungalows errichtet. Die Gäste können indes in aller Ruhe den Sonnenuntergang am Nil-Ufer geniessen.

Einblicke

Durch standardisierte Dachsockel ist der Altgegen-Neu-Austausch sehr einfach. Bei guter Vorbereitung dauert die mechanische Montage per Hubschrauber gerade einmal drei bis vier Minuten .

Vorteil, und der Austausch pro Gerät dauert nur einige Minuten. Ausgerechnet an einem Freitag, dem 13. begann die heisse Phase: Die neuen Hallenklimageräte wurden auf dem Parkplatz der Gummiwerke ­Kraiburg im bayrischen Waldkraiburg angeliefert. Die alten Geräte auf dem Dach waren bereits elektrisch und mechanisch für eine schnelle Demontage vorbereitet. Die elektrischen ­Leitungen und die Heizrohre waren in den Wochen zuvor erneuert worden. Am darauf folgenden Morgen ging alles sehr schnell: Der angeforderte Helikopter tauschte die alten Dachlüfter gegen die neuen aus. Ein Kran hätte nicht alle Geräte und deren Standorte erreicht. Am Boden und auf dem Dach begleitete je ein Einweiser die Manöver, und je ein Team montierte. Die richtigen Abläufe hatten sich rasch eingespielt – jeder Handgriff sass. Im Schnitt demontierten die Teams alle zehn Minuten ein altes Gerät und installierten ein neues. Nach etwas mehr als drei Stunden war der Einsatz vollbracht. Dass Hoval seit je auf Qualität und ­Energieeffizienz setzt, erweist sich jetzt einmal mehr als absoluter Vorteil. Diesmal für jene Kunden, die in den siebziger und achtziger Jahren in weiser Voraussicht die Hallenklimage® räte RoofVent LHW-S-85 angeschafft haben: Dank deren hoher Qualität und deren über das Dach verteilten Anordnung sind die meisten weit über den üblichen Lebenszyklus von 15 bis 20 Jahren hinaus in Betrieb geblieben. 30 bis 35 Jahre alte Geräte sind keine

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Seltenheit. Ausfälle einzelner Komponenten oder gar ganzer Geräte fallen vorerst auf Grund ihrer dezentralen Anordnung kaum ins Gewicht, da die Defizite von den anderen Modulen ­kompensiert werden. Müssen sie dann doch ersetzt werden, s­ o vereinfacht der standardisierte Dach­sockel den ­Austausch. Seine Abmessungen sind damals wie heute die gleichen.Zudem haben die Kunden, die sich schon früh ® für RoofVent entschieden haben, seither signifikant Energie gespart: Der integrierte, hoch leistungsfähige Platten­wärmetauscher führt die Wärme aus der Abluft wieder der Zuluft zu und reduziert so den Energiebedarf. Mit dem dezentralen Dachklimasystem ® RoofVent setzt Hoval bis heute den ­üblichen Zentralklimaanlagen mit ihrem raumgreifenden, separaten Luftkanalnetz eine modular aufgebaute, kanalfreie und damit schlanke Lösung entgegen. Über die zentrale Steuerung lässt sich zudem jedes einzelne Lüftungs­gerät separat regulieren – eine weitere Möglichkeit, Energie zu sparen. ® Hoval entwickelt die RoofVent Technologie zum Be- und Entlüften vor allem hoher Hallen stetig weiter: Die ® neu lancierte Gerätelinie RoofVent twin heat, twin cool und twin pump wird den Anforderungen an die Wärmerückgewinnung, die in den vergangenen Jahren stark gestiegen sind, mehr als gerecht. Die alten, Energie fressenden Zentralklimaanlagen haben definitiv ausgedient.

Vorteile ■ Reduzierung des Primärenergieverbrauchs und der Betriebskosten um ca. 50 Prozent ■ Erreichen von EnEV 2009Vergleichswert (Deutschland) ■ Verbesserung der Lüftungs­ effizienz durch stufenlos ­verstellbare Drallluftauslässe ■ Verbesserung der Lufthygiene durch F7-Filter ■ Hocheffiziente Wärmerück­ gewinnung durch doppelten ­Plattenwärmeaustauscher ■ Verbesserung der Kühl- und Nachtkühlfunktion


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Im Fokus Am Markt Japan. Etwas Lebensfreude nach den Katastrophen.

China. Jointventure eröffnet Wachstumschancen. in einem davon ein Plastik­becken, zogen Schläuche und Leitungen. Für die Warm­wasseraufbereitung brachten sie einen Hoval-Ölkessel und für den Fall von Strompannen und Stromlücken einen Generator.

Hoval spendet mit dem warmem Wasser auch Freude für die vom Tsunami betroffenen Menschen.

Das Mitgefühl mit Japans Bevölkerung nach dem Erdbeben und dem Tsunami hat bei Hoval gleich zum direkten Handeln und Helfen geführt: Die Stadt Natori am Pazifischen Ozean, wie das nahe Sendai hart von den Katastrophen betroffen, hat eine behelfsmässige, aber gut ausgestattete Badestation erhalten. Ein Segen – nicht nur für die Obdachlosen –, denn Gas- und Strom­zufuhr waren vielerorts unterbrochen, und

heisses Wasser für die Körperhygiene war zum raren Gut geworden. Die Initiative für die Badestation kam aus der Hoval-Zentrale in Liechtenstein von Peter Frick, Verwaltungsrats­ präsident der Hoval Gruppe, höchst ­persönlich. Der Hoval-Partner vor Ort, die ­Hirakawa Guidom Corporation in Osaka, machte sofort mit. Die Ingenieure ­stellten zwei Zelte auf, platzierten

Die Badestation war Tag und Nacht geöffnet und wurde so geschätzt, dass sogar die Medien darüber berichteten. Normalerweise kümmert sich die ­Hirakawa Guidom Corporation um die modernsten Badehäuser des Landes. Sehr viele von ihnen arbeiten mit Solaranlagen und Brennwertkesseln von Hoval. Spätestens seit die Japan Gas Association 2008 den Brennwertkessel Hoval UltraGas® mit dem Technologiepreis ausgezeichnet hat, ist er landesweit bekannt für seine Leistungsfähigkeit und seinen geringen Schadstoffausstoss. Doch diesmal stand eindeutig der humanitäre Gedanke an erster Stelle.

England. Holz führt an die Spitze. Die Nachfrage nach Heizsystemen, die mit Biomasse funktionieren, steigt – speziell in England. Dort ist Hoval der einzige Hersteller von Holzpellets-Heizkesseln. Das zieht auch prominente Gäste an. Unternehmen, die zum Heizen auf erneuerbare Energie setzen, können in England mit staatlicher Unterstützung rechnen: Vor kurzem hat die Regierung den „Renewable Heat Incentive“ in Kraft gesetzt. „Um den stark wachsenden Bedarf nach entsprechender Technolo-

gie zu decken, haben wir unsere personellen Kapazitäten ausgebaut“, berichtet Adrian Walker, Geschäfts­führer von Hoval United Kingdom. Hoval ist in England eine Traditionsmarke und legt auch auf die Ausbildung von Lehrlingen grossen Wert. Etliche Fachleute in den beiden Werken in Lincoln und Newark haben dort schon ihre Lehre gemacht. Zusammen mit den neuen Kollegen in Produktion und Verkauf bilden sie starke Teams. „Gemeinsam werden wir unsere führende Stellung als einziger Produzent von Holzpellets-Heizkesseln auf den britischen Inseln weiter ausbauen“, so Adrian Walker weiter. „Auch wenn es um die Nutzung von ­Sonnenenergie oder um Wärmepumpen geht, sind wir gut positioniert.“

Auf dem Foto v.l.n.r.: Manuela Dummer, Keith Hibberd, Sue Luton, Gary Fenley, Mark Newbert, Greg Kucharski, Scott Lowman, Rebecca Chapman, Stuart Hay, Anthony Crane, Karl McCartney (Member of Parliament), Adrian Walker (Managing Director), James Brown

Der „Renewable Heat Incentive“ und die Spitzenposition, die Hoval United Kingdom einnimmt, haben zu hochkarätigem Besuch geführt: Gregory Barker, der Staatsminister für Energie und Klimawandel, und zuvor schon das lokale Parlamentsmitglied Karl McCartney haben das Werk in Lincoln besichtigt. Die Biomasse-Heizsysteme, die Hoval United Kingdom bis jetzt geliefert hat, so auch für BAE Airbus und die königliche Luftwaffe, erbringen eine Gesamtleistung von weit mehr als 60 MW. Mehr zum Thema „Renewable Heat Incentive“ unter: www.hoval-rhi.co.uk

Staatsminister Greg Barker im Gespräch mit Adrian Walker vor einem Biomasse-Kessel aus dem Hoval-Werk in Lincoln.

Einblicke

Hoval hat mit Sinobaron, seinem langjährigen Partner in China, ein Joint­ venture gegründet, um grosse, nicht kondensierende Gaskessel für den ­asiatischen Markt lokal herzustellen. Fabian Frick, CEO Klimatechnik und Neue Märkte, erklärt die Hintergründe. Als andere Unternehmen noch nicht darüber nachdachten, war Hoval in China schon präsent. Ab 1985 leistete Walter Tschanz umsichtige Aufbau­ arbeit. Tatkräftig wie er war, arbeitete er zuerst mit unabhängigen Agenten zusammen. 2003 dann gründete Hoval in Peking seine eigene Vertriebsgesellschaft und stellte sie unter die Leitung von Bin Song. Der zunehmende Erfolg

führte 2007 zum Entscheid, zusätzlich zur Heiztechnik die Klimatechnik einzuführen und zu vertreiben. Den Verantwortlichen war allerdings bewusst, dass die Hoval-Klimatechnik in China nur würde bestehen können, wenn sie auch lokal gefertigt würde. Der darauf folgende Aufbau von Produktions­ kapazitäten stellte sich als richtig heraus, der Erfolg ist anhaltend gross. Um den gesamten südostasiatischen Raum zu bedienen, gründete Hoval 2010 zudem eine Repräsentanz in ­Singapur. Mit diesem Stützpunkt für Asien, der von Peking aus gesteuert wird, kann sich Hoval flexibel den lokalen Gegebenheiten anpassen. Zu dieser Flexibilität gehört es auch, die Position für die Heiztechnik nachhaltig zu stärken und deshalb – analog zur Klimatechnik – einzelne Produkte lokal herzustellen. Aus diesem Grund ist

England. Kunden profitieren von kurzen Wegen. Der Umwelt zuliebe produziert Hoval möglichst nah beim Kunden. Kurze Transportwege reduzieren den CO2-Ausstoss und die Kosten. Hoval United Kingdom hat darum in seinem Werk in Newark, Nottinghamshire, eine Montagelinie für Plattenwärmeaus­ tauscher eingerichtet. Zuvor wurden diese Wärmerück­ gewinnungsanlagen für den englischen Markt in der ­Slowakei produziert und über Land und Wasser transportiert. „Die eigene Montagelinie macht uns flexibler“, freut sich Adrian Walker, Geschäftsführer von Hoval United Kingdom. „Jetzt können wir gegenüber unseren Kunden auch ­ehr­geizige Lieferfristen einhalten. Zeit zu sparen, heisst auch für die Kunden, Geld zu sparen.“ Die Platten für die Wärme­ tauscher werden im Werk in Newark gemäss patentiertem Hoval-Design hoch effizient zugeschnitten und danach auf Grund präzis berechneter Spezifikationen montiert. Hoval United Kingdom beliefert vor allem Hersteller von Lüftungs­ anlagen und stimmt die Leistung der Plattenwärme­ austauscher individuell auf deren Projekte ab.

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v.l.n.r.: Fabian Frick und Herr Xiao-Dong Zhang in Tianjin bei der ­Unterzeichnung des Vertrages.

Hoval nun ein Jointventure mit seinem langjährigen Partner Sinobaron eingegangen. Die Produktion fertigt grosse, nicht kondensierende Gaskessel, die vor allem die Leistungsbereiche ­zwischen 1 und 10 MW abdecken. Hoval ist überzeugt, sich mit diesem Jointventure auf dem asiatischen Markt behaupten zu können. Das angestrebte Wachstum eröffnet auch weitere Chancen für in Europa gefertigte ­Produkte.

Bulgarien. Gehört jetzt zur Hoval-Familie.

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Kunden in Bulgarien können jetzt direkt von allen HovalDienstleistungen profitieren. Seit Sommer 2011 berät und bedient sie Hoval mit einer eigenen Organisation und ­versorgt sie mit Systemen für Heizung, Klima und Lüftung. Atanas Atanasov leitet Hoval Bulgarien. Für technische Fragen und die Abwicklung von Projekten steht den Kunden Kostadin Djampalski zur Verfügung. „Unsere Hoval-Familie wächst somit weiter“, freut sich Iliyan Pavlov, der bei Hoval für die Integrierten Neuen Märkte ­ver­antwortlich zeichnet. „Wir können damit neue Kunden von unserer Kompetenz überzeugen und sie für Hoval begeistern.“

v.l.n.r.: Atanas Atanasov, Branch und Sales Area Manager Kostadin Djampalski, Manager Technical und Project Services


Einblicke 14

Im Detail Fokus

Peter Engler, Christian Heller und Stefan Müller ® mit der Thermalia twin vor der Klimakammer.

Eine Belaria® im Inneren der Klimakammer bei einem Test.

Roland Oehri und Beni Zeneli bei der ­Überprüfung der Hydraulikanlage.

auf eigenem Know-how – und auf der Erfahrung von Michael Eschmann, der das Wärmepumpen-Testzentrum (WPZ) an der nahen Hochschule für Technik in Buchs (NTB) leitet.

gemäss ISO 9001 zertifiziert. Die gesamte Anlage wird demnächst durch das WPZ des NTB abgenommen. Mit einer Prüfung am WPZ lässt sich für Wärmepumpen das internationale Gütesiegel erreichen. Das Testzentrum in Buchs konzentriert sich auf den Leistungsbereich bis 20 kW bei Luft/ Wasser- und bis 50 kW bei Sole/Wasser-Anlagen. „Die Hoval-Wärmepumpen, die über diesem Leistungsspektrum liegen, prüfen wir nun direkt an unserem Hauptsitz in Vaduz“, präzisiert Stefan Müller.

Und jetzt der Quantensprung. Die beiden Prüfstände beschleunigen und bestärken die Weiterentwicklung der erfolgreichen Wärmepumpen Hoval ® ® Thermalia und Belaria . Die Prüfanlage erlaubt auch den Vorstoss in höhere Leistungsbereiche, die für Wärmepumpen-Prüfstande in der Schweiz bisher unerreichbar gewesen sind. „Unsere Kunden können sich also darauf gefasst machen“, so Peter Gerner, „dass wir diese Technologie leistungsmässig auf die nächste Entwicklungsstufe heben werden.“

Für den Laien präsentiert sich der Prüfstand für Sole-Wasser-Wärmepumpen wie eine Raffinerie im Kleinformat: ­Leitungen, alle aus nicht rostendem Stahl, winden und verschlingen sich. Zum Prüfen von Luft-Wasser-Wärmepumpen hat Christian Heller eine Klimakammer eingerichtet, die sibirische ­Tieftemperaturen zumindest bis minus 20° C erzeugen kann, aber auch den tropischen Dschungel nachahmt mit Temperaturen bis plus 43° C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 65%. „Wir haben unsere Anlage so aufgebaut“, erklärt Christian Heller, „dass wir mit der Abwärme, welche die Wärme­ pumpen erzeugen, die Klimakammer heizen können.“

Liechtenstein

Von Vaduz nach Sibirien – und in die Tropen.

Wärmepumpen für jeden Anwendungsbereich Hoval bietet Wärmepumpen für alle Anwendungsbereiche. Sie zeichnen sich aus durch hohe Wirkungsgrade (COP) und problemlose Kombinations-

möglichkeit mit anderen Wärmeerzeugern. Montagefertige Komplettsysteme in Kompaktbauweise vereinfachen die Installation und sparen Platz.

Investition in die Zukunft: Hoval hat am Hauptsitz in Vaduz eigene Prüfstände für Wärmepumpen eingerichtet, um die technologische Entwicklung zu optimieren. Davon profitiert zuerst der Kunde. Ja, die Hoval-Mitarbeitenden sind technologie­ verliebt, und sie zeigen ihre Begeisterung und Überzeugung: „Wir vertrauen auf unsere Kompetenz“, sagt Stefan Müller. Er verantwortet die Entwicklung der Wärmepumpen. „Wer sich für diese Technologie entscheidet, um Räume zu heizen und Wasser zu wärmen, wählt den sparsamen Umgang mit elektrischer Energie. Und wer auf Hoval-Systeme setzt, erhält Qualität und Effizienz. Was wir entwickeln, nimmt der Markt gerne an.“ Die zukunftsträchtige Technologie, ihr bisheriger Erfolg und das Hoval-interne Wissen und Können haben denn auch den Ausschlag für den Bau der zwei Prüfstände gegeben. Peter Gerner, CEO Heiztechnik, weist auf die Investition von rund

einer Million Schweizer Franken hin – und auf den „Quantensprung, den wir damit auf dem Gebiet der Wärmepumpen machen“.

Und wer auf Hoval-Systeme setzt, erhält Qualität und Effizienz. Stefan Müller, Produktlinienleiter Wärmepumpen

Stefan Müller und Projektleiter Christian Heller haben je einen Prüfstand für Luft-Wasser- und für Sole-Wasser-Wärmepumpen geplant. Was sie zusammen mit Peter Engler (Prüfstandsleiter) und Jörg Brand (Entwickler Wärmepumpen) aufgebaut haben, lässt sich nirgends kaufen, sondern beruht

Einblicke

... wir diese Technologie ­leistungsmässig auf die nächste Entwicklungsstufe heben werden. Peter Gerner, CEO Heiztechnik und Mitglied der Gruppenleitung

Die Heizleistung und der Coefficient of Performance (COP), der das Verhältnis von Wärmeleistung zu aufgenommener elektrischer Leistung ausdrückt, sind die beiden wichtigsten Messwerte. „Um sie zu ermitteln, haben wir ein Mess­ system neuster Technologie in unsere Anlage integriert“, erklärt Christian Heller. Jeder Temperatur- und jeder Druckfühler der beiden Prüfstände ist

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Thermalia ® Sole/Wasser- und Wasser/Wasser-Wärmepumpen

Belaria Luft/Wasser-Wärmepumpen ®


Einblicke 16

Im Detail Fokus

Im Detail Fokus

Liechtenstein

Vieles neu im Innern des Hauptsitzes. Gesteigerte Effizienz und Qualität – neue Industrieroboter in der Fertigmontage.

Der grosszügige Eingangsbereich, die neuen Besprechungsräume und das modernisierte Personalrestaurant stehen beispielhaft für den gelungenen Umbau.

Hoval ist in der Tradition verankert und der Innovation zugewandt. Das zeigt sich auch am Hauptsitz in Vaduz: Die Gebäude für Produktion und Administration sind mit der Zahl der Mitarbeitenden kontinuierlich gewachsen. Teile davon sind dieses Jahr innen renoviert und modernisiert worden. Weitere Umbaumassnahmen für 2012 sind bereits geplant. Das lang gezogene Bürogebäude am Ortsende von Vaduz gehört zu Hoval wie das leuchtende Rot. Von aussen lässt sich kaum etwas erahnen von den Verschiebungen und Neuerungen im Innern.

Bereiche Informatik und SAP, das Qualitäts- und Risikomanagement. Vaduz ist einer der Produktionsstandorte der Gruppe. Hier werden z.B. die HighTech-Geräte mit Brennwerttechnik und ® aluFer -Technologie gefertigt.

Hauptsitz haben eine Interaktions-­ Matrix erstellt, um die Kommunikationswege der diversen Teams aufzuzeigen. Ebenso haben sie die Wachstums­ perspektiven des Unternehmens in die Planung einbezogen.

Das Stammhaus der Hoval-Gruppe in Vaduz ist zentraler Sitz der Gruppenleitung und aller Unternehmensbereiche von der Forschung & Entwicklung bis hin zur Leitung der Geschäftsbereiche Heiztechnik und Klimatechnik. Das inkludiert auch die zentral gesteuerten

Rund 50 neue Arbeitsplätze können durch die Umwidmungen und Neu­ aufteilungen gewonnen werden. Arbeitsplätze, die vor allem den Bereichen ­Forschung & Entwicklung sowie Klima­technik zugute kommen. Die ­Infra­struktur-Verantwortlichen am

„Der Standort Vaduz ist und bleibt das Hoval Kompetenz­zentrum für die ganze Gruppe, deshalb investieren wir am Hauptsitz“, erklärt Fabian Frick, CEO Klimatechnik und Neue Märkte und Mitglied der Gruppenleitung. Neben den Büroräumen ist auch das Personal­

Einblicke

restaurant vollständig neu gestaltet und auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter abgestimmt worden. Ab Frühjahr 2012 wird noch ein Aussen­bereich zum ­Entspannen in der Mittagspause ­eröffnet werden. Gut ausgebildete Mitarbeiter sind ein zentraler Wettbewerbsvorteil, dem mit einem neuen Schulungszentrum ab Mitte 2012 Rechnung getragen wird. Der Praxisraum ist Lehr- und Schauraum technologischer Kompetenz und wird ergänzt durch ein zielgruppenspezifisches, theoretisches Programm, das das nötige, fundierte Wissen vermittelt. Hinter dem umgebauten dreigeschossigen Bürogebäude fängt die „HovalWelt“ erst richtig an: Die insgesamt 20 Hallen- und Verwaltungsgebäude

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belegen den Grossteil des gesamten Areals. Dessen Fläche von 55’000 Quadratmetern entspricht nahezu acht Fussballfeldern. „Hier haben wir eben-

Der Standort Vaduz ist und bleibt das Hoval Kompetenzzentrum für die ganze Gruppe, deshalb investieren wir am Hauptsitz. Fabian Frick, CEO Klimatechnik und neue Märkte und Mitglied der Gruppenleitung

falls optimiert“, erklärt Thomas Graf, Leiter Infrastruktur und Lehrwerkstatt. „Aufgrund des neuen Designs der Hoval-Produkte wurden die Abläufe in der Fertigmontage angepasst.“

Zudem verweist er auf die beiden neuen Industrie-Roboter zum Schweissen und Grundieren. „Diese waren nötig, um die Kapazität zu erhöhen und Produktionsprozesse effizienter zu gestalten.“ Ebenfalls neu sind zwei hoch­moderne Prüfstände für Wärmepumpen – mehr dazu auf den Seiten 14/15. 1957 wurde die erste Halle im Neugut auf der grünen Wiese errichtet. In den folgenden Jahrzehnten folgte Halle um Halle, die es Hoval ermöglichten mit der Produktion sofort und noch vor der Konkurrenz auf die steigende Konjunktur zu reagieren. Ein weiser Schachzug vom Firmengründer Gustav Ospelt, der mit Mut, Vertrauen und Vorausschau den Grundstein legte für ein technologie­ verliebtes Unternehmen.


Einblicke 18

Im Detail Fokus

Im Supermarkt der Zukunft sind Tiefkälte, Normalkälte sowie die Wärmepumpenanlage mit Klima- und Lüftungstechnik sowohl hydraulisch als auch regelungstechnisch zu einem Gesamtsystem vernetzt.

EcoLine – Energiesparen im Supermarkt

Discounter wie etwa Rewe oder Edeka in Deutschland legten sich nachhaltige Konzepte mit möglichst „grüner“ Kälteund Klimatechnik zu. Doch ihnen schien es an einem wichtigen Element zu mangeln: an der gewerkeübergreifenden und gezielten Regelung und Steuerung aller Wechsel­wirkungen ­zwischen Kühlregalen und Raumklima.

Clevere Supermärkte schonen nicht nur den Geldbeutel der Konsumentinnen und ­Konsumenten, sondern auch den eigenen. Hoval hilft ihnen ganz beträchtlich dabei. „Einblicke“ rechnet vor und zeigt, wie das Energiesparen im grossen Stil funktioniert. Thomas Feron nimmt kein Blatt vor den Mund: „Wir sprechen von Geld – viel Geld, das sich sparen lässt.“ Als Segmentmanager von EcoLine, der HovalSystemlösung für Supermärkte, berechnet er die individuelle Einsparung für jedes einzelne Projekt. Doch zuerst dies: „Energiesparen im Supermarkt heisst, Kälte für die Kühl­ anlagen zusammen mit Heizung, Klima und Lüftung so zu nutzen, dass sich die einzelnen Komponenten nicht gegenseitig in die Quere kommen und Energie vergeuden. Wir führen sie zum System zusammen, in dem alle Komponenten ineinander greifen und entsprechend gezielt gesteuert werden.“ Konkretes Rechenbeispiel: Ein mittelgrosses Ladenlokal mit einer Verkaufs2 fläche von 2500 m verbraucht – ohne 2 EcoLine – pro m und Jahr 585 kWh für

Heizung, Klima und Lüftung sowie für die Kälte, um Lebensmittel normal- und tiefzukühlen. Den Löwenanteil, nämlich rund die Hälfte, frisst die Lebensmittelkühlung. 15% gehen auf das Konto von Heizung und Klimatisierung, 25% braucht es für die Beleuchtung, und die restlichen 10% beanspruchen diverse weitere, Strom konsumierende Einrichtungen. Das EcoLine-System kann den Energieaufwand um 65% auf 210 kWh 2 pro m und Jahr reduzieren. Thomas Ferons Fazit: „Der Supermarktbetreiber weist dank EcoLine nicht nur eine ­positive Klimabilanz auf. Er hat auch mehr Geld in der eigenen Tasche.“ Das Argument verfängt, denn die Margen im Lebensmittelhandel nehmen eher ab – während die Strompreise steigen. Hitzesommer mit Folgen Die extreme Sommerhitze, die 2003 über Europa lag, hatte es in sich: Die

Abwärme aus den Kondensatoren der Kühlmöbel, die in vielen Supermärkten ganz einfach mit dem Stecker ans Stromnetz angeschlossen waren, heizte die Verkaufsräume weiter auf. Vor allem in kleineren, nicht klimatisierten Geschäften verdarben ungekühlte Frischprodukte. Manch ein Discounter installierte darauf eine Klimaanlage, um das eine mit dem andern zu bekämpfen – und um den Stromkonsum massiv anzukurbeln. Im Winter dann wurde einerseits die Abwärme der Kälteanlagen weggelüftet, gleichzeitig aber in separaten Heizkesseln Wärme erzeugt. Wenn überhaupt, wurden die einzelnen, unabhängig voneinander funktionierenden Komponenten je für sich optimiert. Dabei lässt sich das eine mit dem anderen kombinieren und zum System bündeln. Etwa ab 2005 kamen denn auch integrierte Systeme auf. Bekannte

Einblicke

„Wir sprechen von Geld – viel Geld, das sich sparen lässt.“ Thomas Feron, Segmentmanager EcoLine

Der Schrittmacher für alles „Für uns war es deshalb ein logischer Schritt, ein Gesamtkonzept zu ent­ wickeln, das sowohl sämtliche thermischen als auch die regelungstechnischen Prozesse miteinander verbindet“, berichtet Thomas Feron. Die Regelung ist quasi der Schritt­macher im EcoLineSystem von Hoval. Sie optimiert das Zusammenspiel aller Systemteile und deren Effizienz – und sorgt dafür, dass der Energieverbrauch und somit die Kosten weiter sinken. Dazu die Wärmepumpe Eine weitere wichtige Komponente des EcoLine-Systems ist die reversibel arbeitende Wärmepumpe. Im Sommer produziert sie Kälte für den Tagesbe-

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trieb, nachts lädt sie den Eisspeicher. Die Wärmepumpe unterkühlt die Kältemittel der Kälteanlagen, sodass die Leistungszahl COP (Coefficient of ­Performance) für die Gewerbekälte um rund 50% steigt. Dank der gesteigerten Energieeffizienz können die Kälte­ aggregate kleiner dimensioniert werden.

horizontal in die Breite ein, sie kann deshalb flächig absinken. So entsteht kein Durchzug. EcoLine bezieht damit selbst das scheinbar kleinste Teil in das System ein.

Im Winter unterstützt die Abwärme der Gewerbekälte die Wärmepumpe beim Heizen des Gebäudes. Einmal mehr lässt sich der COP der Kälteaggregate – und gleichzeitig der Wärmepumpe – optimieren. In Supermärkten bis zu 2 einer Grösse von 2500 m reicht die Wärmepumpe zum Heizen aus.

Bereits mehr als 100 Super- und Hypermärkte – vornehmlich in Frankreich und Russland – sparen mit dem EcoLine-System Energie und somit bares Geld.

Dezentrale Klimageräte Trockene Luft vor den Kühlregalen entlastet die Klimaanlage. Auf dem Dach des Supermarkts verteilte, dezentrale ® Klimageräte Hoval RoofVent entfeuchten die Luft und versorgen den Raum mit Aussenluft. Dank integrierten, hoch leistungsfähigen Plattenwärme­ tauschern gewinnen sie bis zu 84% Wärme bzw. Kälte zurück. Der regulierbare patentierte Drallluft­ verteiler Air-Injector lässt die warme Luft im Heizbetrieb vertikal nach unten einströmen, sodass sie gezielt dorthin gelangt, wo sie gebraucht wird. Im Kühlbetrieb führt der Air-Injector die Kaltluft

Schnelle Amortisation

Eine Fallstudie für einen Intermarché 2 in Marseille mit 2062 m Verkaufs­ 2 2 fläche, 140 m Lager und 50 m Eingangsbereich führt eine jährliche Kosteneinsparung von 30’000 Euro auf. Die Einsparungen sind allgemein so hoch, dass sich die zusätzlichen Investitionen in der Regel in einem bis zwei Jahren amortisiert haben. Besonders die auf eigene Rechnung arbeitenden Franchise-Partner der französischen Supermarktketten Intermarché, E. Leclerc und Super-U sowie Hypermärkte wie Auchan sind von EcoLine überzeugt. Vor diesem Hintergrund dürfte sich EcoLine in Europa und Russland weiter durchsetzen.


Einblicke 20

Im Detail Fokus wenigen Handgriffen montiert. Auch die Anschlüsse sind wie bei einem Ölkessel angeordnet: vorne und hinten. Das spart viel Arbeit, Zeit und Kosten bei der Installation. Ideal für Sanierungen Diese Vorzüge machen den BioLyt zur ersten Wahl – gerade auch für Haus­ sanierungen und Umbauten älterer ­Liegenschaften. Zusätzlich kann er mit ausgeklügelter, Platz sparender Technik punkten, um die Holzpellets zu ­befördern: Sie werden angesaugt. Die Pellets lassen sich übrigens dort lagern, wo vorher der Öltank untergebracht war.

Hier ist er drin, der 1. Hoval Holzpellets-Heizkessel BioLyt, installiert 1999.

BioLyt bringt Biomasse in Höchstform

Günstiger als Öl Auch der Preis spielt natürlich eine Rolle: Heizen mit Pellets ist schon heute pro kWh Wärmeenergie bis zur Hälfte günstiger als die Wärmeversorgung mit Heizöl. Ein Pellets-Heizkessel von Hoval hat sich in der Regel nach wenigen Jahren amortisiert.

„Was wir besonders gut beherrschen, ist die ­Vernetzung. Da braucht es nur eine Leitung zum ­nächsten Haus – und schon kann die dortige Heizung stillgelegt werden.“ Daniel Hegele, Produktlinienleiter Biomasse

Und komfortabel dazu Die Heizflächen und den Brenner reinigt der BioLyt gleich selber. So verringert sich der Wartungsaufwand, und die Asche kann einfach mit dem rollenden Aschebehälter weggeführt werden. 1000 kg Pellets lassen nur 5 kg Asche zurück: ein klarer Beweis für die moderne Verbrennungstechnologie und den konstant hohen Wirkungsgrad. ® Komfortabel auch die TopTronic TRegelung, mit der sich die ganze Anlage überwachen lässt.

Auch für grössere Gebäude Holz und die praktischen Holzpellets haben sich – auch für Mehrfamilien­ häuser und Hotels sowie für Verwaltungs- und Industriebauten – zur intelligenten Alternative entwickelt: Die Leistung des BioLyt (160) lässt sich durch Kopplung zu Doppel- oder Mehrkessel-Anlagen gar noch vervielfachen. Vernetzen und kombinieren „Was wir besonders gut beherrschen, ist die Vernetzung“, fügt Daniel Hegele an. Sowohl in Tettnang als auch in Triesen werden mehrere Gebäude von einer einzigen Anlage beheizt. „Da braucht es nur eine Leitung zum nächsten Haus – und schon kann die dortige Heizung stillgelegt werden.“ Vernetzen kann aber auch Kombinieren bedeuten – zum Beispiel mit einem Gaskessel, um Spitzenlasten abzudecken, und mit einer Solaranlage, um die Heizung CO2-frei zu unterstützen.

Fernwärme – nachhaltige und investitionsgünstige Energiequelle mit Zukunft. Prinzipschema Fernwärmeenergie Versorgung von öffentlichen und privaten Gebäuden mit Heizung und Warmwasser.

Der Holzpellets-Heizkessel BioLyt ist längst nicht mehr nur für Einfamilienhäuser gut. Die Technologie, von Hoval seit zwölf Jahren aktiv vorangetrieben, hat sich zum hoch leistungs­ fähigen, flexiblen und natürlich umweltfreundlichen System entwickelt. Auch preislich ist Holz dem

Hoval Wassererwärmer Warmwasser

Heizung

TransTherm Fernwärmestationen

Öl überlegen. Ein Zufall? Eine Fügung, die auf Solidität schliessen lässt? Das sind auf jeden Fall die Tatsachen: Im süddeutschen Tettnang, unweit des Bodensees, steht der erste grosse Pellets-Kessel von Hoval. Die Gemeinde Sankt Gallus hat ihn vor einigen Jahren installieren lassen, als Teil eines Nahwärme-Konzepts. Der BioLyt (160) ist in Kaskade geschaltet mit einem Brennwert-Kessel ® UltraGas . Zudem liefern 40 Quadratmeter Solarkollektoren Energie, um die Heizung zu unterstützen. Sankt Gallus vermeidet mit seinem Konzept jedes Jahr den Ausstoss von 70 Tonnen CO2. Mehr zu den Hoval Komplettsystemen für die Nutzung von Nah- und Fernwärme im Infokasten auf Seite 21. In Tettnang wohnt auch Daniel Hegele mit seiner Familie. Seit er 1998 zum

Hoval-Team in Vaduz gestossen ist, befasst er sich mit Biomasse. Und womit heizt er selber? „Natürlich mit dem ersten BioLyt-Modell, das wir 1999 auf den Markt gebracht haben, mit dem BioLyt (14). Übrigens wurden alle Erfahrungen mit diesem Modell dann im 2006 lancierten BioLyt (50-70) ein­ gebracht. Wie wenn es noch eines äusserlichen Arguments für den HovalPelletskessel bedürfte: Daniel Hegeles Haus ist rot gestrichen, die Fenster­ rahmen leuchten weiss. Schütze die Natur! Sowohl Daniel Hegele als auch die Kirchengemeinde Sankt Gallus ­ver­binden mit dem BioLyt ideelle Werte: Umzusteigen auf erneuerbare Energie, heisst, Natur und Umwelt zu bewahren. Das tut als neueres Beispiel auch die

Warmwasser

Kirchengemeinde im liechtensteinischen Triesen – mehr dazu auf Seite 8. Zwei Kilo Pellets erzeugen heute die gleiche Wärmeenergie wie ein Liter Heizöl. Solid und kompakt Zur hervorragenden Ökobilanz kommt die Solidität, und die ist bei Hoval eben alles andere als Zufall. Sie gehört allein schon aus Tradition zum Qualitäts­ verständnis. Der Holzpellets-Kessel BioLyt (50-160) ist so kompakt, dass er an Stelle der früheren Ölheizung Platz findet. „Das ist umso bemerkenswerter“, kommentiert Daniel Hegele, „als Biomasse-Befeuerungen sonst in der Regel mehr Platz benötigen.“ Hoval liefert Kesselkörper, Verkleidung und Steuerung einzeln, das kommt engen Platzverhältnissen zusätzlich entgegen. An Ort und Stelle sind die Teile mit

Heizung

Der Transport der thermischen Energie erfolgt in einem wärmegedämmten Rohrsystem.

Alles aus einer Hand ist heutzutage mehr als nur ein guter Grund für einen Investor. Besonders, wenn es um komplexe Projekte geht, die Nah- und Fernwärmenetze oder ­Biomasse nutzen wollen.

Fernwärme ist Energie mit Zukunft

Von der Projektierung der Anlage über die optimale ­Vernetzung von Produkten zu effizient arbeitenden undzum Fernwärme zu einer ­SystemenNahbis hin Service wird zeigthierzulande Hoval Kompetenz. immer bedeutenderen und beliebteren EnergieDie hochwertigen Wärmeübergabe- und Fernwärme­ quelle. Mit gutem Grund: Denn die Energieversorstationen TransTherm bieten für jede Anforderung eine

gung über ein Nah- oder Fernwärmenetz hat sowohl für die Investoren als auch für die Nutzer viele Vorteile gegenüber einer dezentralen Wärmeversorgung.

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Fernwärme ist nachhaltige Energie Fernwärme substituiert fossile Energieträger.

Fernwärme-Heizzentrale (z.B. Abfallverwertungsanlagen , Holzschnitzel-Heizkraftwerk, Industrieabwärme).

Lösung nach Mass und gewährleisten, dass die Energie sicher, verlässlich und mit höchstem Wirkungsgrad auf das Heizsystem der Gebäude übertragen wird. Der Anwendungsbereich ist gross: vom Einfamilienhaus, MehrfamilienFernwärme ist saubere Energie haus über Wohnanlagen, Bürokomplexe bis hin zu industriellen Anlagen mit energieintensiven Prozessen. Die zentrale Wärmeerzeugung reduziert den Mehr zu den Hoval Übergabestationen in ihrem Land auf Schadstoffausstoss und senkt den CO2-Ausstoss. www.hoval.com. Durch effiziente Abgasreinigungssysteme und Hochleistungsfilter, die etwa bei zentralen Holzschnitzel-Kraftwerken oder Abfallverwertungsanlagen zum Einsatz kommen, ist die Belastung von Klima und Umwelt deutlich geringer, als wenn in jedem Gebäude einzeln die Energie für die Wärmeversorgung produziert wird.

Fernwärme ist investitionsgünstige Energie


Einblicke 23

Einblicke 2 2

Im Detail Fokus

Im Rückblick Fokus

Lagerhallen-Heizung: schnell geplant und realisiert.

Die 1. Hoval Hauszeitung im Jahre 1955

Mit der Komplett­lösung von Hoval lassen sich Lagerhallen beliebiger Grösse und Höhe

Hauszeitung von 1955. Gustav Ospelt legte grossen Wert auf den Informationsfluss innerhalb

beheizen und belüften. Das System ist modular und skalierbar. Es vereinfacht dadurch

des Betriebes und auch zwischen Betrieb und den Angehörigen zu Hause. Auch diente das neue

Planung und Ausschreibung, und es verkürzt die Projektabwicklung.

Medium damals bereits der Kommunikation mit der Öffentlichkeit.

Logistik-Hallen müssen sich heute dem Verwendungszweck anpassen können.

Die Förderung und Schaffung eines gesunden Betriebsklimas waren Zweck der Hoval

Das erste Hoval-Blatt erschien am 20. Dezember 1955 unter dem Titel „Hauszeitung Gustav Ospelt Vaduz“. Der Text wurde maschinengeschrieben und wurde in einem einfachen Umdruckverfahren reproduziert und präsentiert sich in der bekannten ­violetten Farbe der damals üblichen Matrizen. Die erste Seite zitierte eine einfache Zeichnung des Schloss Vaduz mit einer Andeutung des Hoval-Signets und den Berufsattributen Zahnrad, Amboss, Zirkel, Hammer und Rohr. Titel und Zahnrad waren in roter Farbe gehalten.

Funktionsmodell der Hoval-Lösung mit Wärme­erzeuger und dezentralem Umluftheizgerät

Die erste Ausgabe umfasste 6 Blätter, die einseitig bedruckt waren. Der Betrieb zählte damals eine Belegschaft von 111 Personen. Die Auflage der Hauszeitung betrug 130 Exemplare. Alles schlüsselfertig und damit kurz­ fristig realisierbar: die Doppelkessel® Anlage UltraGas , die Umluftheiz­geräte ® TopVent , das Zonenregelungs­system TempTronic RC. Auch bivalente Lösungen mit Wärmepumpe, Pellet- oder Hackschnitzelkessel sowie Solar­ thermie-Einkoppelung sind machbar. Die Systeme mit bivalenter Wärmeerzeugung sind von besonderer Bedeutung im Hinblick auf das ErneuerbareEnergien-Wärmegesetz (EEWärmeG), mit dem Deutschland den Ausbau erneuerbarer Energien vorantreibt. Für die optimale Wärmeverteilung in der Logistikhalle sorgen die Umluftheiz­ ® geräte TopVent , die über den Raum verteilt an der Decke montiert werden. Sie saugen Raumluft an, erwärmen diese im Heizregister und blasen sie wieder in den Raum ein. Für die

gezielte und damit effiziente Einbringung der Warmluft in die Halle ist jedes ® der TopVent Geräte mit einem automatisch verstellbaren Drallluftverteiler – genannt Air-Injector – ausgerüstet. Dieser passt die Reichweite des Luftstrahls (das können 4 bis 25 Meter sein) automatisch an die Höhe der Halle an. Die ­tatsächliche ­Reichweite des Luftstrahls ist abhängig von den jeweiligen Lufttemperaturen. Der Air‑Injector wird deshalb durch einen im Zonenenregelungs­system TempTronic RC enthaltenen Algorithmus automatisch gesteuert. Über den Drall­ apparat variiert er auch den Streuwinkel der eingeblasenen Luft, so dass die Wärme zwischen den Hochregalen in der Halle gezielt nach unten gebracht wird. Die Temperaturschichtung oder Stratifikation in der Halle kann damit auf 0,15 Kelvin pro Meter Ausblashöhe

begrenzt werden. Konventionelle Warm­ luft-Heizsysteme arbeiten dagegen oft mit einer Stratifikation bis zu 1,0 Kelvin pro Meter. Dank der geringeren Temperaturschichtung kann unter dem Dach kein Warmluftpolster entstehen, wie es sonst für Hallen typisch ist. Mit anderen Worten: Es geht eindeutig weniger Wärme ­verloren. Zudem lassen sich die Heizzeiten und die Temperaturen mit der Zonen­regelung individuell einstellen – eine weitere Möglichkeit also, Energie zu sparen. Die Umluftheizgeräte ® TopVent sind derart effizient, dass die Hoval-Lösung im Quervergleich mit weniger Geräten und mit geringeren Luftmengen auskommt. Insgesamt reduzieren sich damit sowohl die ­Investitions- und Installationskosten als auch die Betriebskosten.

Einblicke

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Hoval Aktiengesellschaft

Austrasse 70 9490 Vaduz, Liechtenstein www.hoval.com

Impressum

„Einblicke“ – Das Kunden- und Mitarbeitermagazin der Hoval Gruppe. Erscheint variabel 2 x jährlich. Verantwortlich: Marketing Services, Hoval Aktiengesellschaft, 9490 Vaduz, Liechtenstein.

Einblicke 2-2011  

Das Kunden- und Mitarbeitermagazin der Hoval Gruppe

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